Beilage zur „Neuen Tageszeitung." Grdenktage. 6- Maxim, v. Alinger, Dichter, 's'. — 1888 Kaiser Wilhelm 1- f. — 1896 Hochwasserunfälle int Schwarzwald, - Dnppcl. 3»t Erinnerung des Feldzuges vor 50 Jahren. Don Hauptmann H eu bes. Im Brennpunkt des Deutsch-Dänischen Krieges, der be- wnntiich um die Freiheit Schleswig-KolsteinS geführt wurde, steht die Erstürmung der Düppelcr Schanzen, deren custe Beschießung am 15. März 1864 begann und mit dem erfolgreiche» Sturm am 18, April zugleich Anfang und Ende des Krieges in sich begriff. Es ist daher lohnend, hier die Feder anzusetzen, zumal noch manches ungenutzte und unbekannte Material zur Beleuchtung dieses wichtigen Zeit- ebschuitteS in folgendem dienen kann. Die Schanzen waren von den Dänen mit allen Mitteln der damaligen Befestigungskunst angelegt. Man hatte sich fo eine sehr starke Stellung geschaffen von einer Frontaus- tchnung von nur vier Kilometern. Sie war um so stärker, elä die Schanzen auf Hügeln lagen, die ihrerseits schon das ganze vorliegende Gelände beherrschten und ans beiden Flügeln am Meere eine Anlehnung hatten, so daß Umgehungen ausgeschlossen waren. Ferner war so die starke dänische Marine imstande in da? Gcsecht einzugreifen, ebenso wie die dinier der Stellung auf der nahen Insel Alfen gelegenen Strandbatterien, die besonders die rechte Flanke schützten. Durch einen stark befestigten Brückenkopf war außerdem die Verbindung mit der genannten Insel sicher gestellt. Seit Anfang Februar standen di« preußischen Negimen- ler vor der Stellung, und die zahlreichn Erkundigungsge- sechte hatten ergeben, daß man die Dänen nur durch eine regelrechte Belagerung besiegen könne. Dem Oberbefehlshaber, Prinzen Friedrich Karl sind vielfach gar schwere Vorwürfe gemacht worden daß er nicht energisch gemig und rascher zugegrifsen habe. In einem Briefe schreibt Man- teuffek an den Prinzen: „Ich verberge es Eurer Königlichen Hoheit nicht, Sie werden streng kritisiert. Man wirft Euer Hoheit vor, der Auftrag, vor Dü > l stehen zu bleiben fei Ihnen unangenehm gewesen, und weil Ihnen der Auftrag eben nicht gefallen, seien Sie verdrießlich geworden und nur halb und nicht mit fröhlichem, frischem Herzen an Ihre Auf- gäbe gegangen: darüber sei kostbare Zeit verloren worden/ Daß dem lebhaften Prinzen eine förmliche Belagerung nicht so lieb war und so lag, wie ein frischer, fröhlicher Bewegungskrieg, ist nur zu sehr zu verstehen aber als preußischer Soldat und General führte er den Befehl seines Königs au?, so gut er wußte und konnte. Er selbst hat eingehende Rekognoszierungen vorgenommen, die in ihm die Ueber- zeugung reifen ließen, daß das bevorstehende Stück Arbeit kein leichtes sein würde. Er selbst sagt in voller Ueberein- stimmung mit seinem Generalstabschef Blumenthal: „Düppel ist ein Stück Sebastopol, eine von Natur starke Stellung von der Art, daß sie in der Feldschlacht nur ungern von einem weit überlegenen Gegner angegriffen werden würde. Die Schanzen waren mit hundert Kanonen des schwersten Kalibers armiert und so angelegt, daß sie sich durch Kartätschseuer und Gewehrfeuer gegenseitig flankierten und Montag, den 9. Mürz 1914. Am 15. März vollendet Professor von Behring sein 60. Lebensjahr. Professor von Behring erfand das bekannte Heilssernm gegen die Diphterie. schützten. Zu jeder Zeit des Tages und der Nacht konnten alle Waffen zum Gefecht entwickelt zwischen den Schanzen hervorbreche« und ebenso unter dem Schutze ihrer weit- tragenden, allerschwersten Geschütze sich wieder zurückziehen. Dasselbe konnte di« ganze feindliche Arme« die dort stand, deren Stärke zwischen 28 und 31 Bataillonen geschwankt hat, gleichzeitig unternehmen." Auch Moltke war der Ansicht des Prinzen, daß die Schanzen nur nach einer regekrech- ten, mehrwöchentlichen Belagerung zu nehmen seien. Dan man jedoch nur Feldartillerie ztw Zeit zur Der- fügung hatte, so mußte man das Eintreffen der schweren Geschütze erst abwarien, ehe man mit der Beschießung beginne« konnte. Die ersten Geschütze konnten am 15. Marz ein flankierendes Feuer gegen den linke» Flügel der Schanzen eröffnen, nachdem der Batteriebau auf der Halbinfel Btvacker nach manchen, den Feuerbeginn verzögernden Schwierigkeiten endlich geglückt war. Auch die Jngenieur- arbeiten, dos Ausheben der Parallelen, nahm seinen Anfang und unter mehrfachen heißen Dorpostengefechten feinen ständigen Fortgang. Bis. zum 11. April waren drei Laufgräben angelegt, und in der Nacht vom 14. zum 15. April hob man die vierte Parallele aus in einer Entfernung von 200—300 Metern von den Schanzen entfernt. Inzwischen übten di« Stucmkolonnen sich in der Ueberwindung von Hindernissen, wie sie sich ihnen entgegenstellen würden. Der Prinz Friedrich Karl hatte selbst eine eingehende Instruktion über den Sturm ausgearbeitet und sie im Wirtshause von Wielhoi am 17. April seinen Unterführern bekannt ge- macht. Nach ihr war der Sturm auf den 18. befohlen. Nach sechsstündigem lebhaften Feuer aus allen Belagsrungsge- schühen sollten um Punkt 10 Uhr vormittags die sechs Sturmkolonnen unter Leitung des Generals von Manstein aus der letzten Parallele gegen die Schanzen 1—6 vorbrechen, während zur gleichen Zeit die starken Referveit dicht aufrücken sollten. Auch alle übrigen Truppen standen an I 7 , Jahrgang bestimmten Plätzen bereit, um nach Bedarf sofort eingreifen zu können. Der Morgen des denkwürdigen 18. April brach an. Seit 4 Uhr früh donnerten unaufhörlich die Kanonen. Prinz Friedrich Karl schildert seine persönlichen Eindrücke und seelischen Empfindungen also: „Als ich am Morgen mich in den Sattel setzte, hatte ich eine gewisse Besorgnis, die Dänen könnten die Anhäufung von Truppen bemerkt und die Schanzen freiwillig verlassen haben. „Alles unverändelt" lautete die tröstliche Antwort von der Brigade Schmid bei Rackcbüll, und ein: „Ich habe sie", war der Refiain in meiner Brust. Mit diesen Gefühlen betrat ich den Spitzberg. Es mochte gegen hfj 10 Uhr sein. Der „Rolf .Krake" lag mit zurückgeschobenen Feuern an der alten Stelle und trocknete seine Wäsche. „Sie haben also nichts gemerkt", sagte ich mir. 10 Ubr rückte heran. Die Spannung war groß. Vier Musikchöre unter dem „großen" Piefke vom Leibgrenadier-Regiment intonierten den de- rühmten Dorckschen Marsch, dann den nachher noch volkstümlicher gewordenen Diippelmarsch. Unsere Kolonnen eilten nicht, liefen nicht, sie rasten vorwärts." Punkt 10 Uhr hatte, wie befohlen, der Kanonendonner gesrbwiegen. Dann erfüllte bald das brausende Hurrage- schrei stürmender Sieger und das Geknatter des feindliche» Gewehrfeuers die Lust. Wie eine rasende Welle stürmten die waffenblitzenden Kolonnen dahin. Um 10 Uhr war man zum Sturm losgebrochen und 4% Minuten nach 10 wehten die preußischen Fahnen zuerst auf Schanze 6, fünf Minuten nach 10 auch auf 3 >md 5. Was von den Mannschaften nicht durch Befehl oder andere zwingende Gründe als Besatzungen in den Schanzen zurückgehalten werden mußte, stürmte unaufhaltsam vorwärts. Schanze 8 wurde durch zwei Kompagnien des 18. Regiments aus Flanke und Rücken gestürmt, Schanze 9 durch Kompagnien des Leibregiments. Der Kommandeur, Oberst v. Berger, war der erste im feindlichen Werk. Schanz« 10 irortet den Sturm nicht ab, sondern ergab sich. Um 12 Uhr 40 Minuten mittags konnte Friedrich Karl schon an den König in Berttn telegraphieren: „Ich lege zehn Schanze» Euer Majestät zu Füßen." Um 2 Uhr nachmittags folgte die Meldung, daß der Brückenkopf genommen sei. Die Antwort König Wilhelms lautete: „Nächst deni Herrn der Heerscharen verdanke ich meiner herrlichen Armee und Deiner Führung den glorreichen Sieg des heutigen Tages. Sprich den Truppen meine höchste Anerkennung und meinen Königlichen Dank aus für ihre Leistungen." Im Hauptquartiere des Prinzen befand sich ein französischer Generalstabsoffizier, der den Krimkrieg mitgemacht hatte. Unter einem Strom von Tränen ,die vor Begeisterung über seine Wangen liefen, gratulierte er dem Prinzen mit den Worten: „RouS avons pris un Malakoff, vo:>s cn avcz pris bis J“ Trotz dieses herrlichen Erfolges war Prinz Friedrich Karl doch, auch mit sich selbst, nicht ganz zufrieden. Er hätte den Sieg lieber weiter ausgenutzt und wäre noch Alfen hinüber gegangen. Aber ihm wurde von verschiedenen Seiten abgeraten, um nicht ein so schönes Unternehmen durch ein sehr gewagtes zweites in Frage zu stellen. Unzwnsel- haft wurde man es in gleicher Lage sechs Jahre später ge- tan haben. Es standen allerdings noch 20 frtWip Bttr-llo-ie Zinn Vfingeisen. Roman von M. P r i g g e - B r o o k. 41 (Fortsetzung). Rosemarie brachte die alte Wiege herbei, in der seit Jahrhunderten die Sebalds geschlafen: sie müht« sich auch um die kleine Ausstattung, so west sie nicht schon vorhanden war. Dennoch kam sie der jungen Frau nicht näher. Ihre Liebe galt nach wie vor Heinz, mit dem sie sich ausgesöhnt fühlte in der Freude auf den kommenden Erben der Firma, für die sie arbeitete und strebte: daß dieser Erbe nebenbei noch eine Mutter haben würde, der der Hauptanteil seiner Liebe zufiel, vergaß sie. Der Winter verging. Der Doktor und seine junge Frau lebten für sich. Rosemarie nahm wie gewöhnlich an den zahlreichen Familienfesten teil und versuchte zeitweilig ihr Pflegefind Erna zu bewegen, an den Vergnügungen der Jugend teilzu- nehmen. Doch das Mädchen zeigte wenig Lust, auszugeheu. Sie saß lieber in Marys phantastisch ausgeschmücktem Zimmer und lauschte ihren Erzählungen von einst. Sie batte ihre Liebe zu Heinz tief in ihr Herz gesenkt. Alle Zärtlichkeit, die sic empfand, schüttete sie über die süße, kleine ,rra» aus, die in der Sonne des Glücks voll erblühte. Sie hatte ihr Heimweh beesigt, die Fremdheit überwunden, und fühlte sich unendlich glücklich an der Seite ihres Heinz, lind er der über einer neuen Arbeit saß und oft die Nacht Zu Hilfe nehmen mußte, weil er sich bei Tage nicht von seiner Frau trennen konnte, blickte mit weltentrücktem Lächeln in ihr kindliches Gesicht und zählte die Tage. Am ersten Mai erblickte ein neuer Jobst Heinrich Sebald Iiach einer bangen, qualvollen Nacht das Licht der Welt. Sein Vater zitterte für das Leben der geliebten Frau. Endlich hörte er aus dein Nebenzimmer, wohin der Dofior ihn verkannt, ein Schrei. Es war der Schrei seines Kindes. Des Vater- Herz erbebte in stummer Seligkeit. Schon öffnete Hg»samt die Tür. „Ein Sohn, Dofior Heinz, ein prächtiger Jungei Den Sebalds aus deni Gesicht geschnitten. Stimmen Sie schnell zu Ihrer Frau." Er lag vor ihrem Beste auf den Kiste« und küßte abwechselnd die fieinen, weißen Hände und das blasse Gesicht, in das der Schmerz tiefe Falten gezeichnet. „Mein Lieb, mein Weib", flüsterte er beweg!. Eben brachte die Wärterin den t» Spitzen gehüllten Kleinen. Marys schwache Hände betasteten das Herne Bündel. „Dein Sohn, Heinz", sagt« ste feierlich. „Unser Sohnl Hast Du gewußt, daß nmn ihn so lieb haben kann?" Zärtfich beugte sie sich über dos winzige Gefichtchen und drückte einen Kuß auf die Herne Stirn. Draußen läuteten die Glocken den Sonntag ein. Rosemari« war mst Luise und Er>m zur Stirche gegangen. Vorher — noch kämpfte die fimge Frau mit ihrem Schmerz — Hopste sie an des Bruders Tür. Er öffnete und zeigte ihr kein verstörtes, von banger Sorge erbfaßtes Gesicht. Erschreckt faßte sie feine heiße Hand. „Du fieberst ja, ist etwas geschehen?" , „Wenn sie mir stirbt, ich überlebe es nicht", sagte er heffer. Sie wandte sich ab. Eifersucht nn Herzen. Von der Wärterin erfuhr sie, daß man das frohe Ereignis jeden Augenblick erwarte. „Die Frau ist sehr schwach", fügte die Alte hinzu. „Wenn nur alles gut geht." Rosemarie konnte nicksts helfen: sie ging. Zum erften- male konnte sie in der Stirche nicht beten. Ihre Gedanken weilten im Pflugoise«. Wenn Mary starb? Sie erschrak selbst vor der wilden Freude, die plötzlich in ihr aufstieg, fast hätte sie sich darum gehaßt, aber es half nichts, der Gedanke kehrte wieder. Wenn Mary starb, gehörte das Kind ihr. Sie durste es hüten und pflegen, wie einst den Heinen Heinz, der dann wieder der chrige wäre. In das alternd« Herz des Mädchens zog Seligkeit. Sie konnte den Schluß des Gottesdienstes nicht erwarten, sie mubte beim. Im Pstugeisen öffnete Monika die Tür. Die alte, treue Seele hatte ihre Herrin kommen sehen und erwartete diese nun. „Ein Sohn, ein Sohn!" Sie lachte und weinte, „lind unserer Frau geht'? gut." Rosemarie hatte di« Klinke erfaßt. Plötzlich wandte sie sich um. „Ich komme, wenn ich mich umgekleidet habe", nritrmelte sie. Oben mirtzte sie sich erst fassen, bevor sie ihre sündhaften Gedanken zur Ruhe gebracht und bei der Schwägerin cin- treten konnte. Sie fand Heinz nn ihrem Bett, die Hand der Leidenden in der seinen. Sie schlummerte. Der gückliche Vater legte den Finger an die Lippen, um Rvfemarie zu bedeuten, nicht näher zu treten. ES hätte des Winkes nicht bedurft. Ohne einen Blick aiff die junge Frau, wandte sie sich der Wiege zu, in der der jüngste Sebald schlummerte. Der Anblick des Bübchens rührte ste. Er glich aufs Haar seinem Vater und erinnerte sie lebhaft an die schönste Zeit, in der sie ihm alles gewesen! „Mein bist du, mein", flüsterte sie leidenschaftlich. „Des Hauses Stind." Der Kleine erhiett ln der Taufe die üblichen Familiennamen und wurde auf Wunsch seiner Mutter Heinz genannt. Die Tante protestierte. „Es geht der Reihe nach Er müßt« Jobst heißen. ' ' unser seliger Vater", erklärte sie. Mary kümmerte sich nicbt darum. Das Kind w"- Stolz und ihre Wonne. Sie ging völlig in dem P' ' , auf. Selbst Heinz kan: einstweilen nicht zu seinem Reö bettagte sich scherzend über Zurücksetzung. „Du wirst mich noch eifersüchtig machen", drohte er. Wahrheit war er in den Jungen ebenso verliebt wie > kleine Frau, die die Strapazen des Wochenbettes schnell v ' wand und wie eine Rose blühte. Sie war schöner denn je, und entzückte die ganze Verwandtschaft, die ihr gleichwohl nickt näher kam 91t. 57 31 Feldgeschütze, Ingenieure und Kavallerie auf der Insel, die von ihren befestigten Stellungen und gedeckten Batterien aus den Uebergang sehr erschwert hätten. Der preußische Verlust betrug 70 Offiziere und rund 1 100 Mann an Toten und Verwundeten. Unter den Loten befand sich auch der General v. Raven. Auch der „Rolf Krake" das dänische Panzerschiff, hatte in den Kampf eingegriffen ibn aber bald aufgegebcn und war darauf abgedampft. Das Schiff war immer Offizieren und Mannschaften eine unheimliche, unberechenbare Grütze gewesen, wie ein Gespenst; aber nach dem 18. April schwand sein Ansehen, und man verspottete ihn. König Wilhelm begnügte sich aber nicht mit dem telegraphischen Dank, er eilte selbst herbei, um diesem Danke an die braven Düppelstürmer persönlich Ausdruck zu geben. Zwischen Gravenstcin und Alzbllll hielt er am 21. April eine Heerschau über die am Sturme beteiligten Truppen ab. Al? Prinz Friedrich Karl ihm den Frontrapport überreichte. zog der greife König den Neffen bewegt an sein Herz und dankte ihm und seinen Truppen nochnials in der innigsten Weise. Ein sehr interessantes Ereignis ist wert, noch angeführt zu werden. Es war vor dem Sturm bei Gelegenheit oer Besprechung mit den Unterführer»', als der Prinz zum Schlutz fragte, ob noch einer der Anwesenden etwas zu bc- merken habe. Alle? schwieg. Aber eine tiefe Stimme sagte ruhig und klar, als handle es sich um eine geringfügige Sache: „Wenn die vorderste Kompagnie sticht, Königlick>c Hoheit, so darf doch von hinten auf sie geschossen werden?" Alles sah sich um nach dein langen hageren Sprecher, der niit seiner Brille auf der Nase wie ein Schulmeister aussah. Es war der berühmte Gocben, der alte Karlistcngeneral, in Erinnerung an seine Ipanischen Kriege. Der Prinz war selbst über diese unerwartete Frage einen Augenblick betroffen, sagte aber dann: „Dos wird nicht Vorkommen" und wiederholte die Worte nochmals niit einer abweisenden Hand- biwegung. Gocben verneigte sich und schwieg. Er hatte an die Praxis in den spanisä-en Bergen gedacht. Prinz Friedrich Karl hatte Recht: seine Prcntzen stutzten nicht. Am 12. Mai begann ein sechswöchentlicher Wasfenftill- stand, nachdem die Dänen Ende April die Festung Fredericia geräuint lind sich noch Fühnen zurückgezogen hatten. Diplomatische Verhandlungen, in die sich auch England mischte, beeinflutztcn die späteren Absichten der Verbündeten in ungünstiger Weise. Aber Ende Juni wurde von den Prcutzen auch SClfcn genommen, ohne Zweifel ein moralischer Erfolg, denn er zeigte den Dänen, datz man vor den kühnen Preutzen auch oiis den anderen Inseln nicht mehr sicher war. Auch England schwieg nach Alscn. So kam dann nach einem längeren Wafienstillstandc anr 30. Oktober der Friede zu Wien zustande, der Schleswig-Holstein von Dänemark trennte. Prinz Friedrich Karl verließ seine Truppen mit folgen- dem Armeebefehl, in dem er nach einem fiefgefühlten Danke sagte: „Seit 50 Jahren haben Oesterreich und Preutzen wie- der nebeneinander gekämpft für dieselbe Sache. Und eng verbündet, wie es unsere Monarchen sind, so seid ihr, öfter- rcichische und preußische Waficngcfährten, wie Brüder euch begegnet. Kein Mitzton, nichts hat jemals diese Eintracht gestört. Des zum Andenken werden wir uns freuen, die Kriegsdenkmünze, die unsere Herrscher für den Feldzug zu verleihen die Gnade haben, alle am gleichen Bande zu tragen. Die Farben desselben mahnen uns, daß wir gute Kriegskameraden, die wir sind, auch in Zukunft bleiben, aber auch daran, daß Oesterreich und Preutzen vereint, stark und mächtig, ja, so Gott will, miüberwindlich sind." Worte, die über den Bruderzwist von Sechsundsechzig hinüberklingen und heute zum frohen Wahrspruch geworden lind Das gab selbst Tante Julie zn, die Mary sonst lobte. Rosemarie kümmerte sich nicht viel um sie. Sie stand der Schwägerin frencder denn je gegenüber und wünschte keine Aenderung im beiderseifigen Verkehr. Dagegen liebte sie den Kleinen fanatisch. Jeden freien Augenblick brachte sie bei ihm zu, wobei sie es klug einzurichten wußte, datz sie die Mutter mied. Der Kleine gedieh überraschend. Da die Junitage beständig warm waren, ließ Mary chn tagsüber im Garten. Einstweilen verschlief er des Somniers Herrlichkeit. Sein Rütterchen genoß sie auf ihre Weise. Ihr war, als stehe sie aus dem Höhepunkt ihres Glückes. Geborgen in ihres Cannes Liebe, zur Seite das liebliche Kind, genoß sie Som- nersonne und Blumenduft, empfand sie, w neues Leben durch ihre Adern flotz. Monate waren vergangen. Heinz, der Kleine, wuchs ran. Schon streckte er die Acrmchen nach seiner Mutter 11 3 schon begrüßte er Heinz' Eintritt mit lustigem Krähen, 'ibst Erna, die er liebte, behauptete, daß er sie kenne. Bon einer einzigen lvandte er sich ab. Rosemarie gab sich die erdenklichst« Mühe des Kindes Herz zu gewinnen, sie 'egte ihm zuliebe sogar die Trauer ab und erschien gegen >re Gewohnheit in hellen Kleidern, weil die Wärterin behauptete, er liebe das Helle. Nichts hals. Er zitterte vor Angst, fo oft sie sich chm näherte. Zwang man ihn, erhob er ein mörderisches Geschrei. Mary versuchte auf alle Art des Kindes Furcht zu bezwingen, sie überwand sich sogar so weit, ihn selbst zur Tante hinaufzutragen. Es nutzte Lichts. Kaum sah das Kind die hohe Gestalt, so fing cs an zü weinen und beruhigte sich erst, wenn man es weggebracht hatts lFoitsetzung folg.. Reue Tageszeitung. Montag, den s. März »914. Wie ßch die «bkmodttnk Welt „ainiiflfrr. Merkwürdige Enthüllungen macht Louis Forest im „Matin": „An der Riviera", plaudert er, „sind gegenwärtig viele Hotelte-llner, die noch jung an Jahren sind, aber sehr abgenragcrt und geschwächt aussehen. Ihre Mattigkeit ist jedoch edler Natur: sie kommt daher, datz die Herren Kellner das Verlangen haben, sich fortzubilden. Rach der harten Tagesarbeit knapsen sie von den wenigen Stunden, di« sie dem Schlafe widmen können, noch etwas ab, um Abendkurse zu besuchen, ihre Erziehung zu vervollkommnen und um den Preis vieler Nachtwachen das zu lernen, was heut« für jeden gewisienhasten Bürger uube. dingt notwendig ist: den Tango. Früher pflegten die Hotelbesitzer den Geruch eines nicht mehr ganz frischen Fisches durch die Tunke zu verdecken. Dann erfanden sie, um die Aufmerksamkeit des Gastes abzulenken, Zigeuner. Jetzt haben sie noch Tänzer hinzugefiigt. Diese Evolution ist, meiner Ansicht nach, auf die Lchrlingskris« zurückzuführen. Die Küchenchefs haben keinen geeigneten Nachwuchs mehr. Und man mutz die Küche durch irgend etwas anderem ersetzen ... Es gibt also in der Riviera in der Hochsaison keinen Hotelpalast, in dem nicht zur Teestunde oder nach dem Diner ein paar Tangotänzerpärchen zur Schau gestellt würden. Diese Tänzer sind bezahlt. Aber da sie sich vtn einem Tische erheben, an welchem Eäsde sitzen, da sie genau so ohne Appetit gegessen haben wie ihre Tischnachbarn, da sie ebenso gelmrgweilt, d. h. distinguiert aussehen, halten "die Fremden sie für Tanzamaieur«. Und man sieht von Zeit zu Zeit, wie der Fürst Couehe und Miß Poire, durch das edle Beispiel angestcckt, gleichfalls zu einem Tänzchen antreten und dem nr.tzückten Hotelwirt aus diese Weise «ine Herabsetzung seiner Unkosten ermöglichen, denn wenn Amateure tanzen, brauchen nicht so viele Bcrufstänzer besoldet zu werde», Eu!« Tanga- tönzer find gar nicht zu bezahlen. Nach dengrotzen Hotelpalästen mutzten sich auch di« Halbpalüstc, di« Viertelpa löste »nd die Si- rmlipaliiste für den Tango zu interessieren beginnen. Alle Welt verlangt jetzt Tango Und das eilt; denn die Saison geht rasch vorüber. Deshalb haben «in paar gewitzte Hotelbesitzer, da sie N'icht wußten, woher sie so rasch Tongotänzcr verschrcii-en sollten. Hausknechten, Kellnern-, Zimniennädchen, di« sich ein bischen anstellig zeigten, Tango-Untcrricht geben lassen. Und sie haben ihrem Dienstpersonal vornehm geschnitien« Röcke und Roben aus der Rue de kr Pair geliefert. Begreift man jetzt, weshalb die Fremden die Tangotänzer so leicht für vornehme Leute halten? — Die Hotelwirte haben übrigens alles ausgezeichnet arrangiert. Sie haben gute Auswahl gctrofsen; sie haben nur junge Leute, di« recht müde und läisig aussehen, ausgesucht. Um zu Tcauermelodien zwischen Tischen zu tanzen^ muß man in der Tat so ausstchen, können wie alle», was man heutzutage Freude nennt. Ein Lächln, eine heitere Miene, und der Tonga ist nicht mehr schick ... In den Kellnerstuben erzählt man noiürbich Geschichten von Kollegen, die mit dem Tango ihr Glück gemacht haben. Ein Junge, der noch vor einem Monat Fahrstuhlführer war, verdient jetzt täglich 800 Franes. Der klein« Siinvn, der so dumm war, da er sich nicht einmal zu seinen Gunsten verrechnen konnte, gibt jetzt amerikaniichen Milliardärtöchtern Unterricht. Wenn schließlich alle Kellner Tangotänzer geworden sein werden, wird es für die Tangoiänzer am besten sein, wenn sie Kellner werden. Das ist das Gesetz von Angebot« und Nachfrage, das einzig wahre, das einzig weil«, das einzig richtige, das alles wieder im Ordnung bringt . Aus aller Well. Der Kanairenvvgcl als Zeugt. Der Gasttvirt Ernst Koster in der Torganer Straße zu Schöneberg, besaß einen Kanarienvogel, den er mehrere Melodien gelehrt batte. Wenn K. aus einer Vogelpfeife eines der Lieder begann, so sang der Vogel die Melodien ganz deutlich und richtig nach. Als R. vor einigen Tagen wiederum ein Vogelkonzert für seine Gäste veranstalten wollte, bemerkte er zu feineni Schrecken, daß die Tür des Vogelbauers gewaltsam geöffnet und der wertvolle Vogel gestohlen war. Der Verdacht des Wirtes lenkte sich sofort auf einen Gast, den Mechaniker F. Er erstattete sofort Anzeige und begab sich mit einen'. Beaniten nach der Wohnung des F., wo er auch den Vogel vorfand. Der Mechaniker bestritt zmiächst den Diebstahl und behauptete, daß er den Vogel schon seit längerer Zeit besitze. Der Bestohlene schlug nun vor, den Kanarienvogel als Zeugen anzurufen, indem er behauptete, daß das Tierchen ihn als seinen Herrn sofort erkennen und sich auf den ausgestreckten Zeigefinger der rechten Hand setzen werde. Das Bauer wurde geöffnet und unverzüglich flog der Vogel niit fröhlichem Gezwitscher dem Gastwirt zu und setzte sich richtig auf den ausgestreckten Zeigefinger. Angesichts dieser Beweisführungen bequemte sich der Dieb zu einem Sing«- ständnis. Vom Schwär,waw. Auf den Höh« der Schwarzwakde» ist nech reichlichem Schneesall starker Frost erngetreten. Bus der Hochfläche der Paar und im Feldberggebiet fiel di« Temperatur bis 8 Grad unter dem Gefrierpunkt; vom Belchen wevden 9 Eiad Kälte gemeldet. Der Neuschnee, der sich bis zur Talsohle herab behauptet, liegt auf dm Kommhöhen einen Dlevtelmeter hoch Im Hornisgrindegebiet e««icht jetzt die Schneehöhe 40, cm Felbberggebiet 70 Zentimeter. Professor Ott» Hanrnck entschwunden. In Stuttgart ist der Professor Otto Harnack, an der Technischen Hochschule, seit einiger Zeit verschwunden. Er hat am Sonn-ag, den 22. Februar st'ne Wohnung ohne Angabe eines Ziele» verlosten und wird seitdem vermißt, Profestor Harnack war früher rn Dannstadt; auch dort hat er sich einmal länger« Zeit unter dem Einfluß einer seelischen Depression für längere Zeit von Hause entfernt. Cr wurde damals in Jtalben ermittelt. Vom Mord am Tcufelsse«. In einer Ortschaft an der Gör- litzer Bahn ist «in Mann, der als mutmaßlicher Mörder der beiden Frauen am Teufelssee in Betracht kommt, verhaftet worden. Auf d«n Verhafteten patzt das Signalement, Die Festnahme erfolgte, nachdem festgestellt worden war, daß der Mann- falsch« Paniere bei iich führte. Außerdem wurde «rn Portemon- _______________ Etile | noic vorgefunden, von dem man annimmt, daß es der crmöp beten Frau Witt gevaubt worden ist. Auf dem G-meindefried- hof in Nowawes wurden an, 4. März die beiden Opfer der Blrib tat, Frau Amalie Witt und Frau Schwark, zur letzten Ruhe bestattet. Flucht eines Bürgermeisters. Großes Aufsehen machen i„ Bad Bttickena» di« Zahlungsschwierigkeiten des in ganz Hestru bekannten Bürgermeisters und Pesthaltcrs Peter Rhcinwald Besitzer des Hotels „Zur Post", der seit einigen Tagen mit sei. wer Familie von dort verschwunden ist. Die Passiven sind seh, glotz. Auch die Gemeind« Bad Brückenau ist mir ungefähr Mk 120 000 engagiert. Die Aktiven sind verhältnismäßig gering Eine unselige T°t Die 32 Jahre alt« Eh-frau des Schwei. Hers Aiarion in Ulm fand sich im Amtsgericht ein und macht, di« Anzeige, daß sie ihre drei Kinder im Alter von 6, 4 Iahte, und 4 Monaten in Abwesenheit des Mannes in ihrer Wohnuez ausgehängt habe. Die sofort angestellten Ermittelungen c:- gaben die Richtigkeit dieser Anzeige. Di- Kinder wurden, teils an der Zimmerdecke, teils am Türpfosten hängend tot eufg«- iunden. Was die als fleißig und ordentlich geschilderte F:a,, zu der unseligen Tat veranlaßt Hot, bedarf noch der Aufklärung. Berurteilung eines betrügerischen Bürgermeisters. Del Bürgermeister von Klein-Schmalkalden, Fitz, ist wegen Vergehens im Amt« Unterschlagung und Urkundenfälschung von der Slraskammer zu Meiningen zu 3 Jahren Gefängnis vcrutteilt worden. Schmerzensgcldjägcr. Von den 27 bei der Zivilkam. wer des Landgerichts in Zabern gegen den Militärfiskus anhängig gemachten Entschädigungsklagen wird der größcc« Teil am 10. März zur Verhandlung komme», nachdem bet Vertreter des beklagten Militärfiskus, Geh. Justizrat Wün- disch, bei dem vertagten ersten Termin die Vereinigung der anhängigen Klagen beantragt hat. Ein Teil der Kläger hat mit der vom Militärfiskus angebotcnen Entschädigung von je 50 Jl fidj abgefimden, andere haben die Annahme mit der Begründung abgelehnt, an ihrer Gesundheit geschädigt worden zu sein. Verhaftete Schwindler. Die Schöncbevger Kriminalpolizei verhaftete ein; aus neun Personen bestehendes Schwinblerkon» fortium, bas Hunderte Personen um größere Beträge geschädigt hat. Die gesamte Höhe der erschwindelten Sumni« bürst« sich schätzungsweise auf 350—100 000 Mark belaufen. Der Schwindel wurde mit wertlosen Lizenzen betticben, die an vertrauensselig« Kapitalisten um 8 000 Mark dar Stück verkauft haben. Ein schweres «erbrechen. Im Haufe Krefekderstratz- 20 in Moabit ist «in schweres Verbrechen entdeckt worden. In ihrer Wohnung wurde die 58 Jahve alt« Frau Diana Metz tot auf, gefunden. Als Täter kommt ihr 35 Jahve alter aas erster Eh« stammender Sohn, Rudolf Eöthe in Frage, der feit sieben Jahren an Tuberkulose leidet und außerdem geistig nnnderwertig ist. Auf bi« Ergreifung des Mörders ist eine Belohnung vor 800 Mark aasgc setzt worden. Berurteilung van Offiziere« wegen Duelloergehen». Das Kriegsgericht in Düstekdors verurteilt« wegen v^—«»sott>«ron>> zum Zweikampfe mit tätlichen Waisen den Leutnant im dortigen Ukmeniegiineitt Rr. 5 Graf Beißel von Gymnich zu drei und den Leutnant der Reserve im Dragonrrregiment von Wedel (Pommersches Rr. 11 ) Eckardt zu 4 Monaten Festungshaft sowie wegen Kartelttagens den Rittmeister d. R. Ostmonn von der Leye zu einem und den Oberleutnant Ferdinand Leibs zu zwei Tagen Festungshaft. Di« Verhandlungen fanden unter Ausschluß der Oeffentlühkrtt statt. Schweres Schabrnfeuer in Dottmund. In einem großen Lagerhaus in der Pttnz Wikhelm-Strahe in Dortmund, in dem sich auch eine Kaffee-Erotzrösterei befindet, brach Feuer au», datz an dem reichen Vorräten an Kolonialwaren aller Art reiche Nahrung fand. Es gelang der Feuerwehr nur mit großer Mühe den Brand auf seinen Herd zu beschränken nnd di« Nachbarge- bäube zu schützen. Da in dem Gebäude mehrere Firmen ihr Lager haben, läßt sich di« Höhe des Schadens zurzeit noch nicht übersehen. Beim Rangieren erdrückt. Ein tragisches Geschick hat di« Familie Reckmann in Walstedde betroffen. Zwei ihrer Söhn« find bereits im Dienste der Eisenbahn ums Leben gelomnrei». Run geriet der dritte, der Rangierer Reckmann, zwischen die Puffer zweier Züge und wurde erdrückt. Bo» eine«, Hunde totgebisien. Don einem ttagisihen Mißgeschick wurde die Familie des Fleischermeisters Hochstettei in Dortmund heimgesucht. Das 1% Jahr« alt« Töchtercherr wurde, als es mit dem Hofhund spielt«, von diesem in den Kopf g» bissen und starb kurze Zeit danach an den erlittenen Verletzungen. Der Hund wurde getötet rrnd der Kadaver zru Untersuch ung eingeliefevt. Beim Fischen ertrnken. Der Sergeant Hornist Rickenbeks vom PionirbatoMon Rr. 10 in Minden ist beim Fischen in der Weser ertrunken. Er fuhr mit einem Echlächtermeiestr beim Fischen den Fluß abwärts. Dabei stieß das Boot gegen ein Schiss nud kentert«. Rickenberg stürzte ins Wasser rrnd ging sofort unter. Sein Begleiter konnte noch tm letzten Augenblick dir Ankerkett« de, Schiffes ergreifen und ward« gerettet. Di« Leiche des Ettrunkenen ist noch nicht geborgen. Ein bestialischer Retter. Ein Reiter vom 4. Chevauleger»- regiment in Bayreuth hat seinem Dienstpserde die Zunge aus- gerissen und das von Schmerzen gepeinigte Tier noch in d-> Bahn geritten, bis Vorgesetzte das Tier bluten sahen. Di« Zunge fand man im Stollstond, Der Reiter wurde sosott •«' hastet und dürste einer exemplarischen Straf« entgegensetzen. Folgenschwere Explosion. Ein noch unaufgeklärter Vorfa» de« zwei Menschenleben zum Opfer fielen, ereignet« sich in 3» gorze bei Myslowitz. Aus der Mottimer Grube find die Arte' Biganski und Zellmski beschäftigt. Es erfolgt« in der 2Bo? nung de» elfteren eine heftig« Detonation. Als die Wohnur^ geösfirot wurde, bot sich den Eintretenden »in grouenhoftei blick Lar. Beide Arbeiter logen vollständig zerrissen am Sw# ; Was eigentlich vorzefallen war, konnte noch nicht «rnn ' werden. In der Nähe des Tatortes wurde eine abgebi«'!'. Zündschnur gefunden. Unterschlagungen eines Bonkbirettor«. —, des Staatsanwalts io Belli nro na ist dar Direktor der m Auf Veranlasst"^ Nk. 5? 5(e«c Tageszeitung, »tontoj, Kn a. vonj 1314. kurz bejindlichen I«jjtner Konto nol-Bank, Bacilieri, vechostot morden. Er soll ein« Summe von 300 000 Franken, die der Bank gehörten, dazu benutzt haben, mn Börsenverlustc zu decken. l£s sollen noch mehrere Verhaftungen bevorstehcn. Verhaftung einer geheimnis-ollen Dame. Russische Blatter melden die Verhaftung einer 30 Jahre alten, sehr elegante» Dam« in Petersburg, di« sich, ohne einen Potz zu besitzen, in einem Petersburger Hotel aushielt. Die Verhaftete gibt'«», ein« Prinzessin Vera Oboliusly zu sein, verweigert aber jede weiter« Auskunst, Li« trug bei ihrer Verhaftung erhebliche Geldsummen bei sich. Man erwartet hier sensationelle Enthüllungen. Die operierten zusammengewachsenen Zwillinge, Di« beiden Schwestern Rodioa und Dedioa, di« vor einigen Jahren in Pari» operiert wurden, haben Nachfolgerinnen in zwei niedlichen Dinen Pariserinnen Susanno und Margueritr gesunden. Die beiden jungen Damen, di« gleichfalls als inseparables vor drei Monaten das Licht der Welt erblickten, wurden in der Universität durch einen kühnen Schnitt des Chirurgen voneinander getrennt. Men glaubt, Latz beide mit dem Leben davoniommcn werden. Drei Kinder geraubt. Bei KoleuHufen in der Nähe von Petersburg sind aus der Pension „Persctohl" unter rätselhaften Umständen durch den Mitauer Apotheker Paulit drei Nein« Kinder einer bekannten baltischen Familie geraubt worden. Die llntersnchnng ergab, daß di« Kinder über Wirballen noch Deutschland gebracht wurden. Wie es scheint, sind die Kinder im Aufttage ihres Vaters, der von der Mutter getrennt lebt, entführt nwrden. Eine schwierige Hinrichtung. Aus Aden wird gemeldet: Der Tepoy, der am 20, Januar den Oberstleutnant Walker ermordet hatte, wurde am 3, März im Gefängnis zu Aden durch den Stvang hingerichtet, Di« Hinrichtung gestaltete sich infolge des Widerstandes des Deliguenten sehr schwierig. Noch im letzten Augenblicke versucht- der Gesängen«, seinen Henker anzugreifen. Nur mit Mühe lonnte er gebunden werden, Schließlich konnte di« Exekution ohne Zwischenfall vollzogest werden. Der Bauernschreck getötet Ans der Kovalpe wurde der seit Jahresfrist veisolgt« Bauernschreck, ein Wols, von zwei Jägern getötet. Der Kadaver wurde nach Wolfsberg in Kärnten gebracht. Von Schweinen aufgefresien. Als das Ehepaar Firschi in Ajaecio in sein« Wohnung zurückkehrt«, suchte es vergeblich noch seinem vierjährigen Kind« und muhte bald auf Grund der vor. gefundenen Blutspuien zu dem Resultat kommen, doh das kleine Mädchen, da» ohne Aufstcht den ganzen Tag über zu Haus« geblieben war, von Schweinen nufgefreffen worden ist. Zw«! Jahr nrun Monaten Zuchthaus für einen Trainsoldaten. Das Kriegsgericht der 11. Diviston in Breslau unter dem Vorsitz des Majors Frhr, v, Rosen verurteilt« den Trainisoldaten Wilhelm Frommel wegen Verrats nrilitärifcher Geheimnisse, Unterschlagung .Diebstahl und Fahnenftucht zu 2 Jahren 8 Monaten Zuchthaus und Entfernung aus dem Heere. Ferner wurde die Stellung unter Polizeiaufsicht verfügt und ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf di« Dauer von 3 Jahren wberkmmt, Di« Verhandlung fand nirter Aus-fchinh der OesfentlicPeit statt, auch di« Urteilsbegründung war geheim. Von der Förderschale zerschmettert. Da» Veisehen eines Oberingenieurs hat zwei auf der Nordgrube in Polnisch-Ostrau beschäftigten Taglöhnern das Leben gekostet. In einem Schacht der Nordgrube waren bi« Taglöhner Wiliczeck und Boreoki um. terhalb der Förderlchal« beschäftigt. Durch «in Versehen des die Aussicht führenden Obrringenieuis blieb die in diesen Schacht führende Fördersch.ile jedoch im Vetrieb und zersckxmet- iert« bei der Niedersahit di« unten bcschöstigten Arbeiter. Li-besdrama in Beulen am Rhein. Ein« blutige Liebes- tragödie hat sich in Bowlen abgespielt. Der Italiener Antonio Dalcanto erschlug seine Geliebte, die ihn verlassen wollte, mit einem Küchenbeit. Der Täter wurde verhaftet. hat der Gemeinde die alljährliche Nutzung des gemeindlichen Schachtclhalmbestandcs abgcpachtct wid erntet jedes Jahr zirka 500 Kilogramm. Die Gemeinde erzielt daraus einen jährlichen Pachterlös von 400 ,tf. * Frankfurt n. M., 6. März. Auf Grund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Berlin wurde gestern der Handlungsgehilfe Richard Friedrich, geboren 1889 zu Petersburg, verhaftet. Friedrich hat in Berlin zahlreiche Betrügereien verübt. * Frankfurt o. M., 0. Mörz. In den Raunten der Aka- dcniie hielt gestern der Frankfurt-Nassauiichc Verband für Volkskunde seine Hauptversammlung ob. Nach dem Tätig- kcitsbericht, den der Vorsitzende Professor Panzer-Frankfnrt erstattete, ist der Verband mit den Vorarbeiten zu einem ganz Deutschland umfassenden Werk über Volkstrachten beschäftigt. Weiter ist eine vollständige Verarbeitung des deutschen Volksliedes geplant. Hierfür stellte der preuhische Staat bereits erhebliche Mittel bereit. An die Spitze des Sammelausfchusses trat Ministerialdirektor vr. Schmidt. Alle nach Text und Melodie sorgfältig gesichteten Lieder sollen dann in dem deutschen Volksarchiv in einer Zentrale vereinigt werden, als dessen Sitz Freiburg i. V. in Aussicht genommen ist und mit dessen Leitung Professor I. Meyer betraut wird. Sie Sammlung nassainscher Volkslieder übernahm Lehrer O. Stückrath-Biebrich: sie wird eine der vollständigsten unter allen deutschen Gausammlungen sein. Die Frankfurter Lieder stellt Rektor Wehrhan-Frankfurt zusammen. Ferner begann der Verband mit der Sammlung von Flurnamen. Professor vr. Stein empfahl dem Verband ein eingehendes Studium der Gasse mit ihren Liedern, Sagen, ihrer Geschichte und vor allem ihren sozial ansglei- rlu-ndcn Erscheinungen. Hessen-Nass« u. * Dörnigheim, 8 , März. Bei den Gerneindervtswahlen siegten in der dtttten »iw zwetten Klaffe die stHinldeinokvotischen und m der eisten Klaffe die bürgerlichen KoiÄndnten. * Hanau, 7. März Am vergangenen Montag gegen Abend wurde in der Hochstädter Landstrahe ein wettvoller Bernhardi- nerhund ganz nahe bei dem Hause seines Herrn durch einen Schutz schwer verletzt. Das vor Schmerz laut klagende Tier muht« sofort in ärztliche Behandlung gegeben werden und befindet sich in bedenklichem Zustande, Es wäre sehr zu wünschen wenn nicht nur dem in diesem Falle in Frage kommenden Heliosen Schieher, sondern allen jenen rohen Flobett- und Luftgewehr-Schützen, die besonders an unseren nützkichen, von allen Verständigen gehegten Vögeln großen Schaden anttchten, durch ein« exemplarische Bestrafung ihr gesetzwidriges Treiben für im- nier verleidet würde. * Wächtcrsbach, 9 . März, Der seinerzeit hier entwichen« Wilderer Hermann Mann wurde in Zürich oerhafiet. Die Eie- tzener Staatsanwaltschaft wurde sofott von der Verhaftung in Kenntnis gesetzt, di« die Auslieferung veranlassen wird. Mann wurde mit einem Komplizen seinerzeit von Fürstl,, Jsenburgi- schen Förstern aus Büdingen beim Wildern überrascht, wobei die Ertappten auf die Förster Schöffe atzgaben, die glücklicherweise sehlgingen. * Höchst a. M., 8 . März. Bei dem schweren Auwmobik- unsall, der sich am Montag nachniittag in der Nähe Sindlingens zutrug, hat der preuhische Bürokrattsurus wieder einmal die prächtigsten Blüten gezeitigt. Der Besitzer des Autos, Herr Spang aus Oberursel, erlitt bei dem Anfall dreifache Beinbrüche und schwer, Quetschungen und log hilflos auf der Strotze. Gern hätten ihm zahlreiche Hände sofott Beistand geleistet. Doch erst ntutzi« sich der Schwerverletzte ttnem hochnotpeinlichen Ber- hör durch einen Schutzmann uni erziehen lassen, das forgfäliig rns polizeilich« Tagebuch protololliett wurde: „Wie heihen Sie? Wann find Sie geboren? Wo sind Sie geboren. Wieviel Kt- lometer ift der Wagen gefcchven? ufw. bis bis Skala der Fra. gen erschöpft war. Erst als der Schwerverletzt« sich ein« wer- lcr« dcrattige Behandlung unter Berufung auf sein« Stellung und di« in seinem Besitz beftndlichon Papiere energisch verbat, hörte die Jnquisitivn auf. — Derartige Verhör« sollte man unter solchen Umständen, wie sie hier obwalteten, erst anftellen, wenn di« bedrohten Aienschenleben gerettet und di« ersten Hilfeleistungen vollzogen find. * Flörsheim, 9. Marz. Der zunehmend« Handels- und industriell« Verkehr des Ortes macht am 1 . Juli ein« wesentliche Aenderung der plfftalischen Verhältnisse nötig: das bisherig« Postamt dtttter Klaffe wird in «in solches zwefter Klaffe mnge- wandelt. Der bishettgs Verwalter Orth verläßt am 1. J»li nach 25jöhttger Tätigkeit dar Amt, um das Postamt in Eppstein oder in Schierstem zu übernehmen. An seine Stell« tritt ein Poltmeiktcr. Seiie I * Oberursel. 9. März. Die höher« dishcr sechs Kl-,sin um» fassende Mädchenschule wird zu einem Lyzeum mit 10 Klaffen umg«wandelt. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte für die dazu nötigen Erweiteiungsbanten 10 V 000 Mark. * F, E, Wiesbaden, 7. März. Nachdem der ArbcstsauS- fchutz für die Gcwerbeförderung im Ncigernng-bezirk Wiesbaden sich dahin schlüssig geworden war, die Bildung eines Gcwerbesörderungs-Ausschusses mit dem Sitz in Frankfurt a. M. den beteiligten Organisationen zu empfehlen und in diesem Ausschuß die Stadtverwaltung Frankfurt a. M. mit drei Stimnien, die Stadtverwalttmg Wiesbaden mit zwei Stimmen, die Königliche Regierung zu Wiesbaden und der Bczirksverband Wiesbaden mit je einer Stinnne, die Hantz- wcrlskammer zu Wiesbaden mit vier, das Kuratorium der Großen Meistcrkurse und der Technische Verein Franlfuit a. M„ mit je einer, der Gewerbevcrein für Nassau init drei, der JnnungsauSschutz zu Frankfurt a. M., der zu Wiesbaden und der zu Limburg mit je einer Sfimme vertreten zu scheu, ttatcn gestern im Regicrungsgebäude zu Wiesbaden die Vertreter der einzelnen Organisationen zu der konstituierenden Versamnilnng des Gewerbebeförderungs-Ausschusses für den Regierungsbezirk Wiesbaden zusammen. Sie fand in Behinderung des Regierungspräsidenten Dr. v. Meister unter dem Vorsitz des zuständigen Dezernenten Regirrnngsassessor Weiter statt. Vertreten waren der Be-irksverband Wiesbaden durch den Landeshauptmann in Nassau, Krekel, die Stadt Frankfurt a. M. durch die Stadträte vr. Levin, lir. Ziehen und Gewerbeschuldirektor Back, die Stadt Wiesbaden durch Stadtrat Meier, die Handwerkskanmier zu Wies- baden durch den Vorsitzenden Obermeister Jung-Frankfurt a. M. und Schröder-Wiesbaden, der Gewerbeverein für Nassau durch Landesbankassessor Reich, der Jnninig-Ausschusi Wiesbaden durch Stadtverordneten Kaltwasser, der zu Frankfurt a. M. durch Obermeister v. d. Emden, der zu Limburg durch die Herren Rausch und Kern der Technische Verein Frankfurt a. M. durch vr. Epstein-Frankfurt a. M. Die Vertreter erklärten, daß die sie vertretenden Organisationen grundsätzlich bereit seien, sich an der Bildung eines Gewerbe- förderungsausschusseS z» beteiligen, dessen Zweck ist, die Tätigkeit der bei der Gewerbeförderung im Regierungsbc- zirk Wiesbaden beteiligten Faktoren in zielbewußte, sich er- gänzende Bahnen zu lenken und durch Erniöglichung eines Erfahrungs-Austausches die Errungenschaften eines jeden einzelnen dem Ganzen zu Gute kommen zu lassen, sowie das im Bezirk ansässige Handwerk und Gewerbe in jeder geeignet erscheinenden Weise zu fördern. Die Statuten wur- den durchberaten, verschiedene Wünsche der Handwcrks- kammcr und des Gewerbevercins für Nassau berücksichtigt und genehmigt unter Vorbehalt der Zustimmung der Stadt- verordnetendersmnntlmiüen von Frankfurt a. M. und Wiesbaden. * F. E. Wiesbaden, 6 . März. In den meisten Gemein- den des Bezirks, vor allem in den Groß- und Mittelstädte,,, wie in Frankftirt a. M., Höchst ufw. wird die Kirchensteuer mit den übrigen Steuern von der Stadt- oder Gemeindekasse auf demselben Steuerzettel erhoben. Wiesbaden macht lüerin eine Ausnahme. Don den zuständigen Kirchenknfsen nämlich gelangt die Steuer in Wiesbaden direkt zur Erhebung. Infolgedessen ist jeder Zahlungspflichtige gezwungen, anher den Gang zur Bezahlung seiner Kommunal- und staatlichen Steuern auch noch einen Gang nach der Kirchenkasse zu un- ternehmen, um dem Kaiser, was dem Kaiser und Gott was (tzottes ist, zu geben. Der Zahlungspflichtige erhält zu die- fem Zwecke einen besonderen Kirchensteuer-Zettel, nach welchem die Zahlung in halbjährigen Beträgen gefordert, während die Zahlung aller übrigen Stenern quartaliter fällia ist. Eine große Erleichterung und Bequemlichkeit für die Zahlungspflichtigen würde eS fein, wenn die Kirchensteuer zugleich mit den kommunalen ufw. Steuern wie gemeiniqlick auf ein und denselben Zettel verzeichnet und bezahlt würde In der Nachbarprovinz Rheinland ist dies zun, Beilviel durchgängig durchgeführt. Für die Kirchenkassen würden Boten und Vollziehungsbeamte in Fortfall komnien, außer dem dürfte durch die dorqeschlagene Erhebung der Steu- ein ganz erheblicher Steuerausfall vermieden werden. Fi-- die Stadtkasse selbst wird die Einführung eine ganz uner hebliche Mehrarbeit bedeuten, da nur eine Spalte in den Büchern und auf den Steuerzetteln mehr auszusüllen wäre, zumal die Stadt auch sowieso eine gewisse Arbeit mit der Kirchensteuer hat, da auf Grund einer von ihr an Hand der Staatssteucrsätze auloeitsllte Hebeliste die Kirchenkaiseu ihr« Ans der Heimat. * (tzicßcu, 7. März. Eine Neuerung, welche in unserer Stadt schon lange Bedürfnis ist, konmit eben zur Aus- führung, nämlich die Errichtung Lffentlichcr Feucrmelde- stcllcn. Seither wurde die Fcuermeldung durch Anschlägen der Sturmglocke oder, bei großen Bränden, durch Läuten sämtlicher Glocken bewerkstelligt, denen dann Alarni durch die Trommler und Hornisten der Feuerwehr in den Straßen folgten. Der Turmwächier durste nicht eher alarmieren, eis er Flammen sah, dadurch entstand iniiner eine große Ver- zögerung. Nunmehr wird die Turmwachc eingezogen und eine ständige Feuerwache in dem Feucrwehrdepot errichtet, welche wieder nüt einer größeren Anzahl Feuerwehrleuten in Verbindung steht und dieselbe auf jede Meldung hin sofort direkt anrust. • Fttschboeu, 9. März. Seit einigen Wochen waren urnfang- rciche Untersuchungen gegen den hiesigen zweiten Lehrer wegen zahlreicher SittlichleitsverLrechen on Schulkindern im Gange. Gestern Ivat der Lehrer nun di« Flucht ergriffen. * Frankfurt n. M., 7. März. Daß der Schachtelhalm in gewissem Sinne zu den Nutzpflanzen gehött, dürste nur wenig bekannt sein. Die benachbarte Gemeind? Oppenheim st im glücklichen Besitz einer Art Schachtelhalm-Plantage, die hr einen jährlichen Nutzen abwirft Es handelt sich um den n Deutschland bekanntesten Schachtelhalm, das equisetum jiemale, das in den Niederungen am Rhein einen besonders guten Boden findet, da infolge der jährlichen Flußüber- lchwemmungen große Mengen von Kieselerde bezw. Kieselsäure abgelagert werden. Tie Scho-'-' -lbalme weisen an ihrer Lbersläche, namentlich in den Gliederungen große Mengen von solcher Kieselsäure aus. Jeder, der einmal versucht hat, einen Schachtelhalm abznreisen, wird die Ersahrung gemacht haben, daß man sich an den scharfen Spitze» leicht verletzt. Bei manchen Arten ist der Kieselgehalt so groß, daß in der Asche bis zu 95 Prozent gefunden werden. Tiefe kieselhaltige Asche bildet ein vorzügliches Putzunttel namentlich für Silbersachen feinerer Art. Ein sindiaer Unternehmer aus Wien Kr. 57 *____i Intern festsetzen. Die cingcgangcncu Beträge an Kirchen- l'tcuovn dürften den Kirchenkassen auf ein von diesen zu be- .s . -chncudes Bankkonto überwiesen werden unter Abzug eines i vereinbarenden Erhebungsprozentsatzes von 3 bis 5 'orojent. — Wie wir hören, soll die neuere Aera im Rathaus in Wiesbaden in dieser Beziehung auch keine Wandlung, bringen. * F. C. Wiesbaden, 5. März. „I speak englisch" .7—--; awcr net gut." Diese im ersten Teile englisch, im zweite» aber unzweifelhaft gut „Franksorterisch" lautend« Antwort gab gestern ein Angeklagter vor der Strafkammer dem Gerichtsvorsitzenden, als er gefragt wurde, ob er überhaupt englisch spreche. Auf der Anklagebank hatte nämlich der cm» 13. Juli 1393 in Frankfurt a. M.-Bockeuheim geboren« Wilhelm Röder, ein Sohn des jetzt noch dort ansässigen Metzgermeister Wilhelm Röder Platz genoumien, um sich wegen eines im Jahre 1909 in Winkel im Rheiugau begangenen Diebstahls zu verantworten, den er verübte, als er dort bei der Sattlermeister Heinrich Eger beschäftigt war. Wegen dieses Diebstahls haben ihn die Wiesbadener Schöffen in eine Freiheitsstrafe genomiue». Gegen das Schöffeugerichtsurteil hat Röder aber Berufung angenicl- dct, über die gestern vor der Strafkammer verhandelt wer- den sollte. Ter Angeklagte, der zur Zeit in Fuhlsbüttel eine llf^jährige Gefängnisstrafe verbüßt, die das Hamburger Gericht ihm zudiktiert hat, wollte nicht der Röder sein, unter welchem Namen er in Hamburg die Strafe erhalten. Er behauptete gestern wie damals, er sei der Graf Martuschka, am 4. Januar 1893 in' Budapest geboren, aber bereits im Juli 1893 nach Pcnnsylvanien verbracht worden, dessen Staatsangehörigkeit er genieße. Als ihm der Vorsitzende bedeutete, er solle doch die Dummheiten sein lassen und sich nicht als freier Amerikaner genieren, da ihn doch in Ham- bürg der Metzger Röder aus Frankfurt a. M. aufs be- „ stimmteste als seinen Sohn wiedererkannt habe, äußerte sich ^ Röder alias Matuschka dahin, nicht er sondern die Gerichte machten die Dummheiten. Da der einzige Zeuge, Sattler Eger, ihn jetzt nicht als Röder bestimint wiedererkennen könnte, wurde die Verhandlung auf Samstag vertagt und sollen zum neuen Termin die Eltern des Röder aus Frankfurt o. SW. und andere Bekannte geladen werden zwecks Feststellung der Jtendität des „Grafen." * F. C. Wiesbaden, 6. März. Als am 26. Mai v. I. »in Polizeibeamter die „Dame" Karola Diele feftnehmen trollte, hatte der Schrcinergchilfe Peter Riedel, der sich in diesen Kreisen heimisch fühlt, nichts besseres zu tun, als den Beamten festzuhallen, bis die „Dame" auf und davon war. Wegen des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Gefangenenbefreiung inuß er zwei Monate Gefängnis ab- fitzen, wegen verbotenen Wafsentragens — er hatte dabei rinen geladenen Revolver — 20 Emmchen blechen. * F. E. Wiesbaden, 6, März. Auf Ueberzieher, vor allem frenide, richtet der Kellner Wilhelm Niemann sein besonderes Augenmerk. Hat er doch schon acht Ueberzieher „geklaut". In gllen Fällen zeigte er sich aber nobel und stellte den ihm bekannten Bestohlenen den Pfandschein über den versetzten Ueberzieher zu. Vielleicht weil ihni der Eigentümer unbekannt war, stellte er einem hiesige» Rentner, dem er am 27. November v, I. einen Ueberzieher abgehängt, den Pfandschein nicht zu und wich von seinem bewährten Prinzip ab. Den letzten Paletotdicbstahl kreidete ihm das Gericht mit einem Monat Gefängnis an. * Dillcnburg, 7. März. Bei der Oeffnung der -Offerten zum Bau des neuen Lokomotivschuppens sind recht nellc Snbmtssionsblüten zu verzeichnen. Während bei den Mau- rcrarbeiten die Höchstsorderung 18773 M betrug, war das niedrigste Angebot 33 632 .M. Tie Offerten waren von hiesigen und auswärtigen Unternehmern abgegeben. Aehn- lich war es mit den anderen Arbeiten. Bei der Zuschlagserteilung wird das Eiscnbahnbauamt wohl die Mittclforde- rung annehmcn. * Biedenkopf, 7. März. Gestern wurde der 44jährige Lehrer Becker aus Hesselbach in dem Mutungsfcld der Grube Bcrbach als Leiche aufgefunden. Becker war verheiratet und hatte fünf Kinder, lieber die Ursache seines Todes konnte bisher nichts Näheres festgestellt werden. Vermut- lich erlag Becker einem Schlagnnfall. * Marburg, 7. März. Durch den Eeneralpardon anläßlich der Erh.-bim-g der Wehrsteuer sollen hier etwa I MiNienien Mk. bisher der Besteuerung entzogenes Vermögen fefdgeftellt war. Sen fein. * F. C. Aus Oberhessrn, 6. März. Einer der ältesten 81er, der Bergmann Johann Klöhuer iu Frielendorf. Kreis Ziegenhain, der noch im kurhessischen Stammregiwent .Kurfürst" gedient und int vergangenen Jahre das Regsinents- jubiläum mitgcmacht hat, ist in Frielendorf plötzlich ver- storben Aus Starkenbnrg. * Darmstadt, 7. März. Bor den Geschworenen Itand der 43 Jahre alte Joh. Karl Engel aus Worms, zuletzt Eememde- und Kirchenrechner in Eernsheim, weg-n Dcibrrchen im Amt. Im Januar war er schon von ver Strafkammer w—en llnter- jchlagung von Prioatgeldern zu einem Jahr F- vtvtnis verurteilt worden, uird heute ist er bcschr/ldigt, den Bel.ag von über 17 000 Mark zum Nachteil der Klrthrickasse an sich geromme-' und vergeudet zu haben. Er verwaltet etwa 10 Jahre die Ec ineindekasf« und wurde im Jahre 1010 auch Ktich-nrcchner, wo sür ihm etwa Mk. 450 vergütet wurcen, V» d«ß sein Gesamtem- kommen etwa Mk. 2000 betrug. Er ist ledig und wohnte bei sciirer Schwester billig in Kost. Er führix aber mii der Zeit in Gernsheim ein flottes Leben, spielt« innerhalb der Benft e teilweise auch als Präses ein« große Rolle und vereinte stets eine Anzahl junger Männer utn sich, mit denen er Eeloae ab- hi«!t, Reifen in di« benachbarten Großstädte Mainz, Frankfurt, Darmlladt Worms ulw. macble. dort die Nachllale» und forktla« vreue Tageszeitung.' Momag. den S. März 1914 Tfidele Lokale besuchte und ein vrischwendcrijches Leben führte. -Oester blieb er auch mit einzelnen der jungen Leut« über Nacht und schlief mit ihnen in einem Bett, dabei soll er sich nicht immer ermmmdfrei benommen Habens Der Angeklagte ist im allgemeinen geständig u»d wird unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Gesamtstrafe von 354 Jahren Gefängnis verurteilt und ihm di« bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre abge- fprochent Er nahm die Straf« an. — Ein Defizit von etwa Mk. 800 000 steht nach der Mitteilung eine, Stadtverordneten- in der Sitzung des Johannesviertelverein» im städtischen Haushalt der Stadt Darmstadt für 1014 bevor, was voraussichtlich selbst unter Heranziehung aller Reserven mit einer Steuererhöhutzg von 15—20 Prozent verbunden sein dürste. Als Ursache dies«, schlechten Jahresabschlusses, werden die vielen Unkosten- für Schulen, bedeutende Erhöhung der Beamtengehälter und unge- nü-gen-de» Anwachsen der steuerkrästigen Einwohnerzahl bezeichnet. Der friihere Stadtverordnete Götz spricht stch enstschieden gegen dies« städtisch« Finanzpolitik aus. Auch wird sehr lebhaft gegen die in Aussicht genommen« Zinserhohntig für Hypotheken. wie dies von der städtischen Sparkasse in Aussicht ge. nommen ist, proteistiert. AuS Rhcinheffcn. * Gmitersblum, 7. März. Ein hiesiger jungest Wann imrchfchwamm infolge einer Wette den Rhein. Am jenseitigen Ufer angclaugt, mußte er auch wieder den Rückweg durch das feuchte, kalte Wasser antreten. * Hamm, 7. März. Vor vier Jahren wurden einer hiesigen Familie 20 Jl gestohlen, ohne daß der Täter er- mittelt werden konnte. Dieser Tage traf ein Brief an die Bestohlenen ein, in dem der Unbekannte, die danials entwendeten 20 M zurückfchickte. Ass den iMiiMitteni. Kreis Fried berg. Bstr.t Bekämpfung der Schnakenplag» Bekanntmachung. Die Witterung der letzten Zeit ist so mild gewesen, daß die überwinternden Schnaken schon beginnen, unruhig zu werdcir. Es ist also höchste Zeit, daß die Wintcrarbeit zu Ende geführt wird. Es wird dringend entpfohlen, in allen Räumen, too viele Schnakett bet der ersten Vernichtttng gesunden wurden, jetzt eine Nachschau vorzunehmeit und noch vorhandene Mücken unschädlich zu machen. Die Wittterbekämpfttng ist mit größter Sorgfalt durchzuführen, denn votr ihr hängt ein großer Teil des Erfolges oder Mißerfolges im kommenden Sonimer und Herbst ab. Es ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß die anhaltende Kälte im Januar mit den im Freien überwinternden Schnaken aufgeräumt hat. Wo nun noch eine gewissenhafte Winterarbeit geleistet worden ist, und wo rechtzeitig die erste Vernichtung der Brut vorgcnommcn wird, da kann eine ernste Belästigung nicht eintretcn, lieber das in diesem Jahr verwendete Juketizid 1913 sind Klagen bisher nicht eingelaufen. Der geringe Geruch ist ein recht angenehmer, verfluchtet sich rasch, und die Wirkung ist schon bei einer zweiprozentigen Lösung eine vorzügliche. Friedberg, den 27. Februar 1914, Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 3t 31.- T)r. Pro bst. Betr.: Die Maul- und Klauenseuche. Bekanntmachung. Die Maul- und Klauenseuche in Nieder-Wöllstadt ist erloschen; die vorgeschriebene Desinfektion ist erfolgt. Die an- geordneten Sperrmaßregeln werdet: wieder aufgehoben. Der Kreis Friedberg ist somit wieder frei, von Maul- ttttb Klauenseuche. Friedberg, den 27. Februar 1914. Großherzogliches Kreisamt Friedberg I. W.t vr. P r o bst F r i e d b e r g, den 18. Februar 1914 Betr.: Vertilgung der Raben und rahenartigen Vögel, Das Großh. Kreisamt Fricdberg an die Herren Bürgermeister der Städte Friedberg und Bad Nauheim, die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises und das Großh. Polizeikommissariat Wicksiadt. Da von Landwirten Klagen über die starke Zunahme der Raben, Krähen, Dohlen. Elstern und Häher geführt wurden, so treffen wir im Interesse der Landwirtschaft und des Vogel- und Jagdschutzes folgende Anordnungen, die im Laufe des Frühjahrs durchzuführen sind: 1 Die Jagdpächter, sowie, unter Voranssetzimg der Zu- stiinmung der Oberförstcreien, das Forstschtttzperso- ttal, werden tun Abschiebung dieser Vögel ersticht. 2. Die Nester dieser Vögel sind durch zuverlässige Leute, in Waldungen int Beisein der Forstwarte, in Gärten und Feldern im Beisein der Feldschützen zu zerstören,- v-rhandene Stcster sind eventuell auszitheben, wenn hl vorgezogen wird, eine Durchschießttttg der Nester ttelst Schrotladiutg vorzunchmett. Beim Aus- - oen der Nester wird besondere Vorsicht zur Pflicht !--macht; insbesondere sind schulpflichtige Kinder hierzu nicht zu verwenden Die durch Ausführung dieser Anordnung entstehenden Kosten haben die Gemeinden und die Besitzer der selbständigen Gemarkungen zu tragen (vergl. Verordnung vom 7. April 1837, Regierungs-Blatt Seite 266). Die Gebühr für jeden ertcgten itnd abaelieserten.Vogel beträgt 12.Pfennig, jetche für iedes abgelieferte Er 6 Pfennig. Höhere Gerül-t bis 20 Pfennig bezw.-IO Pfennig bedürfen der Fejtjetz,,^ des Gcmcinderates. Großherzogliches Kreisamt Friedberg I. V.: Herbe r g Kreis Giesteir Bekanntmachung. -^^»Die Unfälle auf elektrischen und sonstigen Privntbahac zeigen, daß die Zahl der überfahrenen Fuhrwerke im letzt, ^W^-e nicht zurückgegangen ist. x^'Ai«ch die Königl. Preußische und Großh. Hessische Eisen- tbahnEirekffon Mainz und die Königl. Preußische Gifenjinlitt direktion Frankfurt (Main) teilten mit, daß sie auf deW ihrer Verivaltung siebenden Nebenbahnen dieselbe Wah, pnehmung gemacht haben. Die meisten dieser Unfälle sind, wie wir in lmfe.vn -früher ergangenen Bekanntmachungen bereit? erwähnten, i nll f die Fahrlässigkeit der Geschirrsührer zurückziiführc i. Indem wir diese Bekanntmachung in Erinnerung bringen, beauftragen wir die Großh. Bürgermeistereien. dttrck, ortsübliche Bekanntmachung erneut auf die Gefahren ltiu- zutveifen, die durch Unaufmerksamkeit beim Befahren von .-^bewachten Eisenbahn-Uebergängen entstehen. Gießen, den 28. Februar 1914. .Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: L a n g e rHi a n n Bekanntmachung. lütter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung, betr. die Bekämpfung der Schnakenplage, vom 28. Noventber 19U (Kreisblatt Nr. 93). weisen wir darauf hin, daß es jetzt an der Zeit ist, mit den Arbeiten zu beginnen. Großherzogliches Kreisamt Gießet,. I. V.: vr. S i e g e r t. Bestellungen ans die Neue Tageszeitung für das 2. Vierteljahr 1914 werden bei allen Postanstalten sowie bei unfein Zeitungs-Agenturen entgegengenommen. zrursvericht vom 7. März 1014 der MMeldrutschen Creditdanst Aktienkapital u. Reserven M. 70 000000 gegründet 1856. Franljurter Börse, 47»ReichsanIcihe SO,—-/» 87* % „ 86.30 . 3% „ 77 50 „ 3V, V, Pr«,iß. Consvls 86.10 „ 87- „ . 77.40 .. 47. Hetzen 87.80 37-7- .. 84.25 ,. 3»/. „ 74.80 „ 47» Ocftccr. Gold reut« 89.— „ 47,7, „ Silberrente 86.80 „ 4 7» Ungar. Goldrente 83.10 „ 3 „ „ Kronenrente 82.10 „ 4 „ Portugiesen Serie l 62.— „ 4,. „ ,111 64.50 „ 3 7,7- Russen v. 1005 98.00 . 4 7° „ „ 1902 90.50 , 47,7» Japaner 91.— , 47» Türken von 1003 85.80 „ 47-Administr. Türken 76.-.0 . Türkenloose Dt. 168.40 221.80” 17»7« Griechen v. 1890 —.— ft/,7- Monopol-Griech. —.— 3 “/, Buen.-Atr. Pr. Ani. -67.20 j--/» Sitber-Rtexikaner 43.— 4 7,»» Mcx. Irrig, Ani. 69.— 4 7,7» Chinesen 91.70 guderus E.-W. Act. 113.50 Zchucl. Elcktr. ibes. , 151.7, 185.75 142.- :25 124- 123.7, 259.75 Eschweiler Bergtv. „ Bochmner Gutzstahl „ _____ Gellentirch.Äergto.Akt. 195.50 Harpcncr Bergba» „ Hambg. Amt. Pak. . Viordd. Lloyd „ Berliner Handels Aut Mitleid. Crcditb. Akt Darinstädt. Bank „ Deutsche Bank „ ____ Deutsch-Asiatische Ban! 127— . Diskonto Komm. Aul. 10/ 75 Dresdner Bank Akt. 159 =/» Lest. Credilanst. ültt 205. , . Lombarden „ 2175 Dtsch-Ubersee E.G. „ 17,'.'.». Oesterr.Staasbahn „ 155.7, Höchst. Farbwerte „ 680 — Chem.Fabr.Albert „ 460 — RütgerSiverke „ 2016 t Steaua Romana „ 150 _0 Phönix Bergb. „ 241.7, ] Grieshcitn Ctekiron „ 266 5, Zellstoss Waldhos^ „ «25,10 Holzverkohtungs-Ind. 319.75 Laurahute „ 160.— Prioaldiskont , 3.7» Tendenz: schwatch gerlincr Handels Ant. 162.25 deutsche Bank Akt. 259 25 Vist. Kommandit Ant. 197.7» dresdner Bant 8lkt. 159 25 * het.Jnt.Handelsb.Akt. 209.25 „ lluss.Banks.a.Hand.A. 1,4.7, » dchantung E. B. Akt. 140.25 „ baltimore' u. Ohio .— „ kanada Pacisic Akü 211.7« „ tzrnicc Henri E. B.Akt. .— - dürkenloos« Al. 168— Berliner Börse. llchison Topeka Doll, routhern Pacifik „ ihicago Rort Ist. „ )iijsZtam.u.Tcz.R. „ lnion Pacific. I. S. Steel Common,, Londoner Börte. Hohenlohewerie Akt. 12t 50 , Deutsch-Luxernb.B.Akt. 141.75 m Laurahüttc Ültt. 160.- . Oberschlesier C. Akt. —.— „ Phönix Bergbau Akt. 241.7« „ Romdacher Hütte „ lllo?/. , EeksenkirchenBergir. A. 194.50 ^ Harpcner Bergbau Lkt. 185.75 , Allg.Elek.Gesellsch.Akt. 247.7» . Siemens u. HalsleAkt. —.. Tendenz: schwach 98.7, 95.50 4-7. 17.50 160.50 64.75 Amaigamaied Copp. Doll. Ehanercd Eonipany Lstr. Eatirand proprleiary „ Eowftelds Rand Aiines De Beers Con.olid „ <.-.93 1.9 2.-K £».'< 3 18.7. Die Depafttrttlrastr Friedberg i. »). empsiehU sich zur aller bankniässigen n- und Berkaus von Wertpapieren an allen Sin c crichtung lausender Rechnungen und provisionssreee lnwechslung von Coupons und Sorten, imahme von offenen und vertchloffenen Depots, ntgeqennahme verzinslicher Spar-iLinlagei