rlumrner 54 DonnersraA, den 5 . Wnr; i;N4 7. Iahrgnnlr -ÜI- „Urne T-grssritung- crlcheint leben Werttag. Regelmäßige Beilagen „Sn «mtrt an» Kellen«'. „yie Spliinllube". Peiugagrei» i «ei den Pastanftalten vieriellährttch Ml. 1/5 bei de» Agenten monatlich 50 Psg. Hin,» tritt Postgebühr »der Trägerlohn. Ln,eigen: Grund,eile 20 Psg,. lokale 15 Pfg„ An,eigen oon ausmär,s werden durch Postnachnahme erhoben ErMungsort Friebberg. Kchristlritung und Verlag Friebberg (Hessen), Hanauerstrahe 12. Fernsprecher «8. PostlcheS-Conto Nr. 4859. Amt Frantfurt a. M. Uebrrstcht. — Die „Germania" will von gut unterrichteter Seite erfahren haben, daß die Stellung des Landwirtschastsmini- sters Freiherr» von Schorlemer Lieser ernstlich erschüttert sei und daß sein Rücktritt bevocstehe. Auch seine Kandida- lur für den Statthalterposten in Elsaß-Lothringen käme nicht mehr in Frage, — Der Papst ließ durch den Kardinalstaatssekretär dein Breslauer Domlapital sein Beileid ausdrückcn, ebenso der preußische Gesandte beim Heilige» Stuhl, Herr von Mühlberg, sowie viele sonstige Würdenträger in Rom, — Amtlich werden die Pressemeldungen, daß in Petersburg die sibirische Pest ausgetreten sei, bestätigt. Eine Anzahl teurer Rassepferde sind an der Seuche zugrunde gegangen Tie Pest ist mit Futtermitteln aus den Gegenden, iro die Seuche herrscht, eingcschleppt worden, — In London wird offiziell bekannt gegeben, daß die englische Regierung für die in Vorbereitung besindlickie Südvolar Expedition Sir Ernrst Shacklctons eine Beihilfe von 25N 000 M gewährt hat. Die Expedition wird den ossizicl- len Titel: „Königliche antarktische Expedition" tragen. — Wie bereits gemeldet, wird General Liautetz Anfang nächster Woche in Madrid erwartet. Heute gibt das Mini- sterium bekannt, daß General Marina gleichfalls nach Madrid kommen wird, um mit der Regierung über ein ge- 1 ,,einsames Vorgehen Frankreichs und Spaniens in Marokko zu verhandeln. Wackes-Talen. Wie offiziell festgestellt ist, haben in der letzten Zeit etwa rvanziz Uebcrfälle von Militärpersonen durch die elsässische Zivilbevölkerung stattgesunden. Erst in allerletzter Zeit sind 1 solcher Fälle innerhalb 3 Tagen dorgekommen. Es ist ja jetzt gliicklickierweise der Befehl gegeben, daß die außerhalb der Stadt stehenden Posten mit geladenem Geivehr zu stehen haben, und zu wünschen ist nur, daß jeder Posten bei liuein Angriff auf ihn von seiner Waffe sofort und gründlich Gebrauch niacht. Wie es in den Reichslanden hergeht, dafür möge eine Zuschrift vom 26, Februar in der gewiß unverdächtigen ^Frankfurter Zeitung" Zeugnis geben: „Von zuständiger Seite werden heute drei weitere Fälle von Angriffen aus Militärpersoncn mitgetcilt. Am v-rgangenen Samstag Abend wurde ein llnterossizier des Feld Artillcric-Regiments Nr. 51 von acht Zivilisten, die ihm solgtcu, in der Nähe des Metzgerplahes aus das- gemeinste beschimpft und sodann zum Stehcnblciben auf- gefordert. Ter Unteroffizier erklärte, sic sollten ihm vom Leibe bleiben, sonst mache er von seiner Waffe Gebrauch. Als trotzdem einer mit offenem Messer auf ihn losging, zog er den Säbel und schlug, noch bevor der Gegner zu- strchcu konnte, ihn so kräftig über den Kops, daß er blutend und schreiend flüchtete. Seine Begleiter ergriffen gleichfalls die Flucht. — Am Montag Abend wurde ein Sanitätssoldat in der Nähe der neuen Ortskrankcntaffe von vier Zivilisten ohne jeden Anlaß angegriffen und geschlagen. — An dem Abend hörte der Posten vor dcnr Stallzelt auf deni Polygon auf einem Patrouillengang vor dem Zelt die Worte: „Ich bringe den Posten heute Abend »och um." Aus seinen Haltruf erhielt er leine Antwort, wurde vielmehr von zwei Personen, die sich ofenbar im Zelt ansgehalten hatten, angesallen und ge- stoßen, Ter Versuch, während dieses Angriffes das Ge- wehr zu laden, mißlang den, Posten, sodatz die Angreifer ungestraft entkanien. Aus Grund der letztgenannten Vorkomninisse ist nunmehr vom Gouvernement angeordnct Ivordcn, daß alle außerhalb der Stadt stehenden Posten von nun ab mit geladenem Gewehr dort zu stehen haben." Man sollte glauben, daß bei derartigen Zuständen die Gründung eines Vereins zur Wahrung der Autorität und beS Rechts angezeigt wäre: Die Elsässer gründen aber eine „Verteidigung-Liga". Ihr Bestreben geht dahi», die angeb- lich bedrohten Rechte der Elsässer zu schützen und die miß- liebigen Korrespondenten z.i ermitteln, die den nationalen Blättern die Bubenstreiche des Elsässer Pöbels unverhüllt anfdccken. Wenn man allerdings in Betracht zieht, daß Leute vom Schlage eines Wetterlch Hantz, Blumcnthal, Ricklin, Langel, Knöpflcr und ähnlich"!' Kameraden bei der Gründung mitwirkte», so kan» man sich ohne weiteres vo» stcllen, >vas die Zwecke dieser Vereinigung sind und wie sie verfolgt werden. Eine Tatsache wird aber das empörte Erstaunen jedes national gesinnte» Mannes erregen: die Tatsache, daß der Präsident des evangelischen Konsistoriums Dr. Eiirtius sich selbst so einschätzt, daß er dieser Gesellschaft bei- tritt. Wie ein annektiertes Land nicht regiert ivcrden soll, das habe» wir in Elsaß-Lothringen nach dem Abgang Bismarcks in ollen Richtungen nnl das ausgwlüalle bewiesen. Statt der Bevölkerung ihre Beamten bis hinunter zmn letzten Bürgermeister »nd Postschaffner zu nehmen und sie durch altdeutsche Beamte zu ersetzen, statt die sranzösijche» »nd srau- zöselnden Zeitungen im ganzen Lande zu unterdrücken, statt die Diktatur und den Paßzwang aufrecht zu erhalten und die Bevölkerung mit eiserner Faust zum Gehorsam z» zwingen: sucht man sie durch fortwährende Nachgiebigkeit und sentimentale Versöhnungs-Maßnahmen z» gewinnen, ja man gibt ihr zum Schluß noch — der Gipfel der lluglinb- lichkeit — eine Verfassung, die sie selbstverständlich, wie wir unS sofort überzeugen konnten, in unsagbarer Weise mißbraucht. — Werden wir denn niemals zur Einsicht kommen, daß wir auf diese Weise die Widersetzlichkeit und Ficchheit der elsässischen Bevölkerung nur immer mehr steigern? daß wir damit geradezu groß ziehen, daß sie in der weichmiitigen Sentimentalität und Vertranensseligkeit der Regierung nichts andcres sicht als den Beweis ihrer Schwäche, der sie nur den erforderlichen Trotz cntgegenziifetzen braucht, um sie z» immer weiterer Nachgiebigkeit zu zwingen und schließlich Ziele zu erreichen, die nur abgeleugnct wei den ans Reipekt vor dem Strafgesetzbuch? 2. Kess. Juyendlafl in Fricdkery. (3. und 4. März 1014.) Wenn im Frühjahr die Nolur erwacht, wenn neues Leben in den Wander-Svortrereinen einzieht, da regt es sich auch in Jnngdentschlnnd, Erst vor Jahresfrist ist der Hessisck>e Landesverband mit seinem ersten teorethischen Jugendtag in Tarmstadt hervorgetreien. Ter Ziveck war der Austausch von Erfahrungen, die die führenden Männer der Jugendpslegebewegung gesammelt hatten. Tie lebhafte Beteiligung an diesem erste» Jugendtag gab die Veranlassung, daß alsbald ein zweiter folgte, der in den letzten Tagen in Friedbera stattfand. Gewissermaßen die Einleitnug der Verhandlungen ioac die Tagung der Hessische» Jugendhelservcreinigung im Pre- digerseminau 0111 3, März, Herr Hanptuiaiui Teis- Bntzboch, der reiche Erfahrung ans praklischer Tätigkeit bei Jimgdculschlaiid geschöpft hat, hielt dabei einen sehr intruk- live» Vortrag über „Was treiben wir mit unserer Jugend im Gelände". Ter Vortragende steht auf dem Standpunkt, daß man die Jugend aus den vielfach schlechten Wohnungen »nd voiii Biertisch wegführen soll hinaus in die Natur, daß man ihnen die Sinne schärfen soll für all das Schöne, was es draußen zu sehen gibt, Anregung der BeobacktmigSgabe, Spähen »nd Sehenlernen, wird mit einfacher Lebensweise der Gewinn sein. Gcnieiiisanie Geländeübungen sollen gc- wissermaßen nur deu Abschluß von vorher Erlerntem dar- stellen. Also Kleinarbeit in den einzelnen Vereinen und erst dann Borführnngc» in Masse, Herr Direktor I). Dr. Schnell Friedberg sprach über „Hoffnungen niid Henminisse der Jugendarbeit in der Gegen- wart." Er begrüßt mit großer Freude den neuen Geist, der sich in der Jugendbewegung zeigt und insbesondre das Jn- Irresse in der nkadeiiiischen Jugend für die praktische soziale Arbeit (Arbeiternntei« ichtskursc). Tie Jugend habe ein Be- dürsnis, sich selber zu betätigen, das durch die Wanderlust, Sport »nd so weiter Bewegung zum Ausdruck konniit. Dabei uehme sich die Jugend mehr in Zucht, Es sei zu hoffen, daß so ein Geschlecht heraiiwächst, das dein höheren zugewandt ist. Gefahre» für die Bewegung bedeiilct der Radikalismus, der anschrincnd in einem Teil der Jugcndverbände hoch- kommt, den Erwachsenen gegenüber. So erfreulich der Drang »ach Selbständigkeit sei, so babe die Jugend auf der anderen Seite die Leitung der Erwachsene» sehr wohl nötig. Ter Redner warnte ferner vor falschen Motive» in der Be- lvegnng, Egoisten foUcn die Hand von der Jugend lassen. Auch die Veräußerlichung sei liliädlicst, Endlich macht der Redner daranf aufmerksam, daß die starke» Wurzeln in der Jugend selbst liegen müssen, daß die Arbeit von den einzelnen Vereinen betrieben werden i!i»ß, »iid keine Macht von oben darstellen darf. An beide Vorträge sistloß sich eine lebhafte Aussprache an. Am Abend hatte die Ortsgruppe Friedberg einen „I u g e n d a b e n d" veranstaltet, der sich einer sehr zahl- rcichen Beteiligung erfreute. Namentlich waren die Vertre- ter der deni Verband angeschlolsenen Vereine aiiwesend, die sich auch an dem Gelinge» der Veranstaltung in dankenswerter Weise beteitigien. Ter Vorsitzende der hiesigen Orts- grnpp?, Seminardirektor D. Dr. S ch 0 cIl hielt eine lvarm empfundene Begrüßungsansprache, in der er besonders den Vorsitzenden d,s Landesverbandes, Herrn General-Major Freiherr von Hetzt »nd General vvii Bernhart willkomnien hieß. Aus der Fülle des Gebotenen heben wir nur die Chorvorträge der Gesangsabteilung de-s hiesigen Turnvereins und die turnerische» Vorführungen desselben Vereins hervor. Der „Feierabend" brachte zwei Stücke in tadelloser Weise zur Anfsührung »nd ein Zögling der Blindenanstalt leistet unter die Beateituna des Herr Lehrers Schmidt vorzügliches aus der Geige, So leitete der „Jugendabcnd' den heutigen „Jngendtag" wirkungS- und stimmungsvoll ei». An, Mittwoch war schon um 1) Uhr der große Saal des Hotels Trapp dicht besetzt und als der „Zweite Hessische Jugendtag" eröffnet wurde, waren über 306 Mitglieder und Gäste nnwesend, die durch ihre Gegenwart ihr Interesse an der Jugcndbewrgung bekunden wollten. Am Vorst,indstüc! erblickten lvir neben dem Landesvorsitzenden, Generalmajor Freiherr» v. Hetzt, den Direktor des evangelischen Predigerseminars D. Dr. Schoell zu Friedberg und Professor Leonbardt vom katholischen Lehrerseminar zu Ben? heim. Anßerdeni waren anweiend der Provinzialvorsitzender Dr, Usinger, die Kreisräte v. Scheu ck, Hahn und Werner, zahlreiche evangelische und fntbolifcf'c Geistliche »nd Lehrer. Nach einer kurzen Begrüßung übergab der Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe, D. Dr. Schockt den Vorsitz nn den Generalmajor v. Hetzt, der zunächst des Kaisers und des Großherzogs gedachte und ihnen ein Hoch weihte. Anßerdeni schlug er die Abiendnng eines Telegramms an den Groß- hcrzog und an den Fcldmarschall v. d. Goltz, der so große? Interesse der Jugendbewegung entgegenbringe, vor, Zn de- Tagiing übergehend, bemerkte er. daß der ungemein starke Besuch von dem Interesse zeiige, das nian hier den Bestrebungen von „Jungdeutschtand" enigegenbringe, Zii lange leider babe nian sich zu wenig um die schulentlassene Jugend gekümmert, bis man mit Erschreckeil wahrgenominen habe, n<■ weit die Entartung unserer Jiigend vorgeschritten sei. Unsere Entwickelung ziir Jndiistrie, die die Jugend in die Großstädte dränge, trage am nieisten zu ihre.' . Zuchtlosigkeit bei, Tarnin müsse die Parole lauten: Pflege der Jiigend, Pjlegc der Volkskrast bedeute Stärkiing der Wehrpflicht lind SÜD- riing der Zukunft, Es genüge ober nicht, diese Ziele zu vertreten, man müsse für sie w e r b e n und sie in die weitesten Kreise tragen, (Lebhafter Beifall.) Nach einigen geschäftlichen Miiieiliingen ergreift der Vertrauensmann des Bezirks- Friedberg, Regieriuigsrot Herberg, das Wort, uni zu danken dafür, daß als Sitz der zweiten Tagung des Hessischen Jugendlages, die Sladt Friedberg ausersehen worden ist, und weiter, nm den Herren des LandesaiisschusseS stir ihr Erscheinen zu daiike». Nach Begrüßung drr zahlreich erschienene» Gäste, forderte er nuf, einzutreten für die Ziele der Jupgdentschlandbewegimg : 111 b zur Mitarbeit bereit zu sein. Sei es, daß die Jugend hin- ansgeführt Ivürde in Wald und Feld, damit die Sinne ge- schärft und die Glieder gestälilt wurden sei e§, daß die Vereine, die die körperliche Ausbildung der Jugend betätigen, gefördert würden, sei es, Laß anheimelnde Ränme oder Spiel- platze geschasst würden, nm die Jugend z» beschäftigen, »m sie vor Gefahren der Straße und vor schlechter Gesellschaft zu bewahren. Redner schloß mit der Aufforderung, ille Kräste einzusetzen, die körperliche und sittliche Erstarkung dee Jugeud im vaterländischen Geiste zu erreiche» zum Heil« unserer Jugend »nd zum Segen unseres Volkes, lschlug solgi) Aentlcher Peichstayl. Ter Reichstag nahm am Mittwoch zunäcW die Erkiäriing des Krieg? mini sters b. Falkenhaun entgegen, daß die Zen truiusiutcrpellatiou betr. den Zweikampf zwischen zwei Lenl- nantS in der nächsten Woche beantwortet werden würde nad stimmte über einige Etalskapitel ab, die »och nicht erledigt waren. Ter ablehnende Beschluß des Hanshalinngsaiis- schnsseS betr, de» 'Neubau eines Ossizierskasinos in Kiel wurde bestätigt, die Summen sür Verbclserungen bei den reichsländischen Eisenbahnen bewilligt. Tarans konnte da, Haus die allgeincine Erörterung des Postetats sortsetzen, Abg, Diez-Konstanz (Zeiitr.) wünschte Einschränkiiiig des Postlagerverkehrs und Beschassimg billiger Wohnungen für Unterbeamte, Statssekretär Kractke erlmderte, daß die Reichspostv r< Wallung an der Versügimg über die vom Rcichsamt des Innern bewilligten Summe., nn gemeinnützig- Bange« nossenschaftcn beteiligt sei. Eine Aenderung der Trucksachc'n« Portos könne er nicht zujagen. Abg. Jcklcr (iiatk.) bezeichnele eine» NelchSarbeile,. schuß und eine einheitliche Betriebskraiikenkasse. Abb. Hubrich (sorischr.) erkannte a», daß die denljche Post nn der Spitze aller Verlvaltnngeii stehe, lehnte aber die Verantwortung seiner Partei sür das Scheitern bei Fern- sprechnovelle ab. Eine neue Novelle möge dein plattei, Lande geben, was ihiii gebühre, aber den Städlen lassen, >v >. sie haben. Redner bcsaßlc sich in ziveistündiger Red: mit zahlreichen Beaintenwünschen. Abg. Dr. Haegi, (Elf.) besliitt, daß die Zaberner Postbeamten bewußt gefehlt habe» und fragte nach deni Stande der Uniersuchung darüber. Staatssekretär Kraetke verwies auf seine frühere Er- klärnna. daß Versehen »oraekomme» !e>:n lind teilte mit daß Nr. 54_____ itn Elsaß Beamte aus dem ganzen Reiche beschäftigt würden. Abg. Noske (Soz.) sah gar keine Veranlassung, der Postverwaltung besondere Loblieder zu singen und widerst rach einer Einschränkung des Postlagerverkehrs. Abg. Kuckhoss (Zentr.) bedauerte die fortwährende Be- svrcchung von Besolduugsfragen, die erst bei Beratung der BcsoldungSnovelle zur Sprache kommen sollten. Seine Freunde werden dabei sich für die Wims Beamten ein- sehc». Donnerstag: Fortsetzung. yrcnltipdjcv Landtag. Abgeordnetenhaus. Am Mittwoch bemerkte Abg. Winkler (tauf) bei der 3. Beratung des Ausgrabungsgcsetzes, bah es wünschenswert sei, «ci Eelcgenhcitssundcn im Interesse der Heimofforschung nicht xn schroff vorzugchen. Nach kurzen, befürwortenden Ausführungen der Abgg. Eickhoff (Forffchr.) und Dr, Kaufmann (Ztr.) wurde da, lü.fttz angenommen, ebenso das Gesetz auf Ausdehnung des Moerschutzes auf Pommern und Schleswig-Holstein. Bei der fortgesetzten Beratung des Etats der Handels- und G-ivcrbeverwaltung ging Abg. Hoesch (kons) auf die dankens- m.rte Rede des Abg. Dr. B-umer für den Abschluß neuer Han» delsverttäge ein. Bei diesen Abschlüssen dürfe man sich im Interesse der Landwirtschaft nicht beeinflussen lösten von den Ergebnissen der Notjahre 1911 und 1913. Den industriellen Wünschen brächten di« Konservativen volles Verständnis entgegen und ernsthaft würden sie die Vorschläge der Industrie prüfen. Beizeiten müsse Deutschland für genügende Kompensationen zum Abschluß neuer Handelsverträge sorgen. Der Einfuhr ftcmdländischer Futtermittel sei mit Energie entgegenzuarbei- lcn. Eine ernste Frag« sei, wie sich der unter der Parole . Stramm gegen rechts" zustande gekommen« Reichstag bei den neuen Han.dclsverirägen bewähren werde. Namens der Staatsregierunz erklärt« Handelsminister Dr. Sydow, daß an dem ieivührtcii Zolltarif von 1992 nichts geändert weiden solle. Es könne weder von einem Abbau, noch vcn einer Berstärkung des Zollschutzes gesprochen werden. Erst IVSNN ander« Bertragsstanten an eine Aenderung der Tarif- uerirägc gehen würden, dann würde die deutsche Regierung an oie Schaffung einer neuen Zolltarifnovelle Herangehen und Mängel des alten Tarifs beseitigen. Unter allen Umständen würde di« Regierung aber an der bisher erfolgten Zoll- und Handelspolitik festhaltcn und darauf bedacht fein, den Zufam- liienichluß der schaffenden Stände in Gewerbe und Landwirtschaft zu fördern. (Lebh, Beifall). Abg. Herold (Ztr.) begründet« einen Zusahantrag zu dem Antrag der Rationalliberalen ans Schutz der deutschen wirtschaftlichen Interessen „ans Grund der bisherigen Wirtschaftspolitik". Abg. Frhr. v. Zedlitz und Renkiich (frkonf.) gab der Hvfsnung Ausdruck, daß der heutige Tag durch Annahme des 'Inträges eine wirijam« Kundgebung für Inland und Ausland fein möge zugunsten der Fortführung unserer nationalen Wirt» chaftspolitik. Abg. P a ch n i ck« (Fortschi,) lehnte den Antrag ab, der einen Zollkrieg ermögliche und Deutschland schweren Schaden bringen könne. Abg. L e i n e r t (Soz i sah in der ganzen Aktion nur ei- ,en Berfuch die Regierung scharf zu machen für die Jnteresten rer Großgrundbesitzer. Abg. Dr. Schi ff« rer (Rath) erklärte di« Zustimmung seiner Freunde zu dem Anträge und den Ausführungen des Ministers. In der Einzelberatung besprach Abg. Hammer (kons.) :i« Lage der verschiedenen Gewerbe. Er fordert« besonders, daß Deutschland ausländische Anleihen nur ausnehmen soll«, wenn groß« politische Erfolge damit zu erreichen seien. Er wünschte ferner gesetzliche Rrgelung des Zugabewcfens und eine Erhöhung der Warenhaussteuer. Redner begründet« dann «inen Antrag aus Schutz der Installateure und Stromverbraucher gegen ei« monopolartige Stellung großer Elekiiizitätssiimen. Der Handelsminister bemerkte, daß er an dem Zustandekom- >n«n einer Warenhaussteuernovelle keinen Anlaß zum Zweiftl habe. Uebr die im Rating Hammer behandelte Frag« schwebten Erwägungen, Senn die Sache sei schwierig, ohne einen Ein- l-iss in die Gewerbefreiheit zu erledigen. Mittwoch 11 Uhr: Fortsetzung. Schluß S Uhr. Ans dem Hess. Landtag« 14. Kammer der Stände. Die Beratungen wurden gestern um halb 19 Uhr mit der Generaldebatte über den Hauptvoronschlag fortgesetzt. Abg. Ulrich (Soz.) führt aus, daß man aus den gestrigen Reden die Wichtigkeit sehen könne, welche der Besoldungsvor- g« beigelegt werde Der Staateministcr habe vor dem llaucrnbund ein« Verbeugung gemacht. Die Erste Kamm«! sei seul« Trumps, während doch die Volkskammer maßgebend sein sellte. Der Zwiespalt zwischen beiden Kammern müsse doch »uch der Regierung unangenehm sein. Di« Freude des Ueber- .kieustes werde dem Finanzministe: durch di« Besoldungsvorlag« terdarben Unsere Fuianzverhältnisft seien gesund, ivenn auch «ich! so glänzend, wie sie Dr. Osann schildere. Di« Absicht des r-taatsministers, die Beamten gegen di« Lehr«r auszuspielen, !«i unbegreiflich. Die Schwankungen in den Eisenbahneinnahme,, seien bedenklich und «in« Revision des Vertrags notwendig. 29 Millionen Uebcrschuß habe man nur dadurch erreicht, daß man 199 Millionen neue Eisenbahnschulden gemacht habe. Die eeilungszifser mü»e für Hesien erhöht werden. Der anwach- !ende Rationalreichium sei nur in den Händen weniger groß:: stapitalisten. Redner verbreitet sich dann über die Besteuerung ; -ir Arbeiter, über di« schlechten Ersolge der «ereinsachungs -ommissian. die geringen Resultate des G.-ncralpardons in Hessen. Nietfach seien d'.e kleinen Handwerker und Heimarbeiter viel zu hoch e:„.geschäht worden. Es fehl- hierzu ein Cammentar. öuich den die Uebergriffe der Steucrbeamten beschnitten wü:' stjeue Tageszeitung. D-nneesta«. den S. «itrj »St«. den. Er polemisiert dann gegen die Unterstützung des Jim« Deutschlandsbundes mit 39 999 Mark, damit werde man di« Sozialoemokrrrtte nicht unterkriegen. Er verlangt auch wieder Beseitigung der BestätigungsLausel der sozialdemokratischen Bürgermeister und Beigeordneten, eher werde man der Regierung kein Vertrauen enigegeirbringen. In schärfster Weise geht dann der Redner gegen die amtlich« „Darmstädter Zeitung" und deren Chcftcdakteur vor, di« in einem Artikel, den er der nationalliberalen Reichskorrespondenz entnommen, di« Sozialdemokratie als minderwertige Menschen bezeichnet und sie ächte, nur weil sie Sozialdemokraten feien. Er fordere von der Regierung Abänderung und Beseitigung diseer Mißständ«. Dies fei eine ungerechte Behandlung und habe man dies auch in Os- fc,rbach in der Schlachthausftag«, wie bei anderen Gelegenheiten erfahren müssen. Durch solche Zustände werde auch das Ansehen der Zweiten Kanrmer herobgewürdigt. Der Redner wurde während feinen Ausführungen zweimal zur Ordnung gerufen und von dem Präsidenten auf di« Folgen der dritten Ordnungsrufes aufmerksam gemacht. Sein« Ausführungen nahmen etwa 2 Stunden in Anspruch. Rach der Paus« verbreitet sich Finauzmintfter Dr. Braun zunächst mit kurzen Worten über die Besoldungsvorlag«, wobei er auf die gestrigen Erklärungen des Staatsministers Bezug nimmt. Es fei aller Wunsch, di« Vorlage unter Dach zu bringen. Gegen Enttäuschungen in den Eisenbahneinnahmen sei nian nicht gesichert. Auch di« Steuereinnahmen seien nicht so sicher, wir der Abg. Molthan annehme. Aus einer demnächst erscheinenden Denkschrift werde man Näheres erfahren. Nach den neuesten Mitteilungen bleiben di« Eisenbahneinnahmen hinter den Erwartungen pro 1913 mit 143 999 Mark zurück, für 1914 sei wahrscheinlich «in« weitere Mindereinnahme von 799 999 M. zu c,-warten, wenn nicht noch höhere Ausfälle «intreten. Angesichts dieser Zustände soll« man sich keine allzugroßen Hoffnungen machen. Er wolle nicht allzu schwarz malen, doch weis« er auf di« weiter« Flut von Ausgaben hin, die auf Grund von Wünschen aus dem Haus« noch in Aussicht stehen. Rach alledem sei di« große Vorsicht sehr am Platze. Abg. Best (Ratl.) macht daraus aufmerksam, daß unsere Finanzen ans die schwankenden Eisenbahneinnahmen aufgebaut sind, dagegen stehen besondere Ausgaben in Sicht. Eine Revision des Eijenbahnvertrags halte er für undurchführbar. Redner führt noch ans, daß man in der Befoldungsfrag« in der Zweiten Kammer gegenüber der Regierungsvorlage vieler erreicht habe und glaubt, daß bei gutem Willen wohl «in gutes Resultat sicher sti. Abg, Dr. Osann (Rail.) hält gegenüber den Ausführungen des Finangministers fein« früheren Ausführungen über di« Ftnanzvcrhältnisi« aufrecht uich stellt fest, daß noch kleinen Rückschlägen immer wieder stetig wachsend« Mehreinnahmen zu verzeichnen waren. Für die Ausfälle sei aber der sehr gut stehende Ausgleichsfonds da. Er müsse auch daraus Hinweisen, daß feinen früheren Vorschlägen, in guten Jahren Schulden zu ttlgen, von Seiten der Ersten Kammer «ngeriicher Widerstand cntgegengebrachi wurde. Aus seinen früheren Ausführungen mutz der Redner beharren und verwahrt sich gegen den Vorwurs, daß er die Finanzlage allzngünstig geschildert habe. Minister des Innern v. Hombergk nimmt den Ehcf- redokteur der „Darmstädter Zeitung" gegen die maßlosen Angriffe des Abg. Ulrich in Schutz. Der Artikel sei nicht von dem Redakteur selbst verfaßt und könne man denselben nicht für verantwortlich machen. Der Inhalt des Artikels schieße allerdings über das Ziel hinaus, da er den Sozialdemokraten verwerfe, daß sie bewußt all« menschlichen Empfindungen verleugnen. Man muffe die Polttik von dem allgemeinen menschlichen Empfindungen trennen. Die Sozialdemokratt« habe durch die Art und Weife, wie sie den politischen Kamps führe, sich selbst zuzuschreiben, wenn derartige Ausfaffungen zum Ausdruck kommen. Er inllff« entschieden gegen die maßlosen Angriffe gegenüber dem Eheftedalieur Verwahrung einlegen. In der Streitftage in Osfenbach dürft man nicht verwechseln, daß es sich um di« Pslegekinder handle, welche deni Kreisamt und damit der Polizei unterstehen. Abg. Adelung (Zsz.) polemisiert gegrn den Minister des Innern und behauptet, daß der Cheftcdotteur in dftftm Fall« für den Artikel roll verantwortlich sei. Abg. Molthan (Ztr.) erklärt, daß der Fall Bendix die Fürsorge für die Lehrer nicht abschwächen werde. Rach wie vor wird er auch mit ftinen Freunden für dft Revision des Eisenbahnvertrags und dafür «intreten, daß die Regierung hierzu das nötig« Material beschafft. Wenn sich allerdings in der Zweiten Kammer ftlbit Widerstände zeigen, werde man Preußen von der Rotwendigkeir der Revision kaum überzeugen. Er nimmt dann die Bcieinjachungskommission, die schon große Er- sparaisft erzielt habe, gegenüber den Angriffen Ulrichs in Schutz. Endlich weist er daraus hiil, daß der Finanzminister selbst s. Zt. über di« erhöhten Eisenbahneinnahmen Mitteilungen gemacht habe und daß die Rückschlag: nicht so bedenklich seien. Er weide nach wie vor, trotz des Widerstandes an einer Schuldentilgung, trotz des Widerstandes der Ersten Kammer festhalte», da sie zur Gesundung der Finanzen beitrage. Schluß l Uhr. — Nächste Sitzung: Donnerstag 9 Uhr. Fürstbilchof Lropp Georg Kr pp wurde am 25. Juni 1837 als zwciältcster Sohn des Webers Ignaz Kopp i» Dudersto.dt geboren. Der Knabe besuchte die Bürgerschule seiner Vaterstadt Uiid vo i 1819 bis 1852 das Progyiiiiiasiriin. Don dort kein er auf das JojcfSgymnasium in Hildesheii», auf deiii er i»> Herbst 1856 das Reifezeugnis erwarb. Er trat als Telegraphen- beainter in den hannoverschen Staatsdienst und lebte als Beamter i» Hannover und zu Neuste dt ain Niibenberg. Zwei Jahre später verließ er de» Staatsdienst, um in die philo- sopbisch-theclogische Lehranstalt zu Hildcsheiru cinzntreten, wo er sich mit Eiscr dein geistlich«! Studium hingab. 186' erfolgte seine Ausnahme in das Priesterfeniinar. Ain 28. ____ Seite «, August 1862 enipsing er die Weihe und brachte in feiner Vaterstadt das erste Meßopfer dar. Als Schulvikar a» dem Waisenhaufe in Henneckenrode und dann als Kaplan in Delfurth erregte er die Aufmerk- samkeit der bischöfliche» Behörde in Hildes!,eiin, die ihn 1865 unter Verleihung eines Lektorates am Dom als Hilfkarbei- ter des bischöflichen Generalvikariats berief und ihn als General-Vikariats-Asicssor ernannte. Am 15. November 1881 ernannt: ihn Papst Leo Xlll, zum BischosvonFulda. Ain 26. Dezember 1886 starb der Fürstbischof Herzog in Breslau. Nachdem die Vorschlagsliste des Domkapitels in 1 Breslau von der Regierung abgelohnt war, wurde Biü.l-»f j Kopp auf Vorschlag »ud im Einverständnis mit der vi'.'ußü 9 scheu Negierung vom Papst zum Fürstbischof von! Breslau ernannt. In dem Geheimen Konsistorium vom 16. Februar 1893 1 wurde Fürstbischof Kopp zum K a r d i n a l p r i e st e r er- » koren mit der Titelkirche San Agnese furoi le mnra in Rom, 1 gleichzeitig zum Mitglied der Kongregationen der Prepa- 1 ganda, der Studien, der Ablässe und des Konzils. Eine Laufbahn, die selbst in der für de» Aufstieg be- : sonderer Talente so ungemein günstig organisierten kcttho- ' lischen Hierarchie zu den glänzenden Ausnahmen gehört, j liegt nun abgeschlossen vor uns. Eine Persönlichkeit von 1 reichsten und vielseitigsten Gaben ist mit Georg Kopp ans ? dem Leben geschieden: Ein Theologe von Gelehrsamkeit und Scharfsinn und ein unermüdlicher praktischer Seelsorger; ein warmherziger Sozialpolitikcr, voll von ernstem Derständ- nis für die Nöte der unteren Volksschichten wie für die Macht des Organisationsgedankens, der aber aus das entschiedenste der Loslösung des Arbeitskampfes von der kirch- lichen Autorität, wie die reine Gewerkschaftsidce sie fordert, entgegentrat; ein streitbarer Kämpfer der ecclcsia mrlitan» und doch voll versöhnlicher Milde; ein unübertroffener Meister des Wortes auf der Kanzel wie im Parlament oder im Konzil, bei dem größte Schlichtheit und gewählteste Fein- heit der Diktion zu höchster Redekunst zusammcnwuchs; ein gewiegter Politiker innerhalb wie außerhalb der Kirche; vor allem aber, biegsam und zugleich fest wie Stahl, ein Diplomat großen Stils, wie unsere Tage kaum noch seinesgleichen sehen. Der Grnndzug seines Wesens war ein beherrschende» Gefühl für die Auftechterhaltung der Autorität in Kirche und Staat. Daher, und nicht etwa aus konfessioneller Engherzigkeit, war ec der niächttge Beschützer und Förderer der „Berliner" Richtung im Geweckschaftsstreft. Daher war er auch ein überzeugter Anhänger der Monarchie, und hat als Verwalter einer Diözese, die sich weit nach Oesterreich hinein erstreckt, den beiden führenden deutschen Fürstenhäusern treu und redlich gedient. lieber alle trennenden Einzelheiten 9i —- » o .wftoew Katholische wie auch Evangelische an der Bahre Georg Kopp» das Eiiipfinden haben, daß in ihm der erste deutsche Kirchensürst unserer Zeit, ein Mann von reichstem Wirken, größten Gaben und lauterer Gesinnung aus dieser Zeitlichkeit ab- berusen worden ist, der nicht nur seiner Kirche, sondern auch seinem Könige und dem Frieden feines Volkes stets in Treuer zu dienen sich bestrebt hat. Von der Würdigung, die Fürstbischof Kopp genossen haite, zeugt das Organ der Reichsregierung, die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung", die zu seinem 75. Geburtstage schrieb: „Als hingebungsvoller Diener feiner Kirche und als treuer Patriot hat Fürstbischof Kopp segensreich und vorbildlich gewirkt und in reichem Maße die Anerkennung des Kaisers und Königs wie des Obcihauptes der i katholischen Kirche erfahren." Tntzesnvrrjlcht. Deutsches 21 eid». :: Die deutsche amtliche Auslxffung über die russischen Rüstungen, Aus Berlin geht der „Pol. Korr." folgende Meldung zu: Eine Petersburger Korrespondenz der „Köln. Ztg.", in der das gegenwärtig« Verhältnis Rußlands zuin Deutsch:» Reiche in einer ungünstigen Weift besprochen wird, hat in der großen Oeffcntlichleit einen gewissen Eindruck gemacht. Es verdient ausdrücklich hervorgehaben zu werden, daß dies« Ansicht an maßgebender Stelle hier nirgends gestellt wird. Es liege leine Veranlassung vor, den Forlschrilten Rußlands auf militärischen, Gebiet« einen bedrohlichen Charakter, speziell gegen Deutschland, bcizulcgen. :: Die Abberufung trs deutsche» Militärbcoollmächtigtkn in Betcrsburg. Die „Köln. Zrg." meldet aus Berlin: Rach Pariser Pressemeldungen soll im „Temps" dft Abberufung des drulschen Militärbevollmächiiglen in Petersburg, Grafen Dohna-Schla- biiten. mit einer deutsch russischen Berstlmmung wegen der Mission Lima» von Sanders in Verbindung gebrach! werde». Eine derartig" Bermutng wäre durchaus irrtümlich. Der Ltiechsel aus dem Posten des beutji*at Militärbevollmächtigten in Pe- iersbnrg war schon lange vor der Eniftndung des Geneigis Li- inan in Aussicht genommen Kaiftr Nikolaus hat den Nachfolger des Grasen Dohna schon im Mai vorige» Jahres kennen gelernt, als er zur Hochzeit des Herzogs von Biaunschweig i» Berlin >var. Rußland. :: Die russisch:,, Rüjtuueeu. Das zufällige zeitliche Zusam- »»entreffen des Pel rrburger Arttkrls der „Köln. Zig." über dir russische» Rüstungen gegrn Deutschland und einer Auslag- v 11 g b:r hochoffiziöftn Wiener „Militärischen Rundschau" über die beoorstehcndin allgemeinen Probemobilijailonen in R,ß land, die in, April beginnen sollen, gibt einem Teil der Piess« Anlaß zu Erörterungen der russischen Auslandspolitik, dft zun, Teil inspiriert sein mögen. Darauf deutet wenigsftns der Um- Sir. »4 Seite 3. stand hin, daß di« allgemeine Weltlage keinen anderen als ei« nen militärischen Zweck der Mebilijationen erkennen läßt, freilich wird auch daraus hingewiesen, daß di« Probemobilisationen des Jahres 1912 ebenfalls mit militärischen Gründen motiviert wurden und nachher sich doch als diplomatische Unter* stützmig des Balkanbundes hcrausgestellt haben. Ein« Beunruhigung aber wäre deshalb doch ganz unangebracht. Der Dreibund ist vor Ueberraschungen jeder Art geschützt. Vielleicht böngen di- Presieerürterungen auch mit der Wehrgesetznooelle zusammen, deren außerparlamentarische Erledigung notwendig werden dürste, da die parlamentarisch« infolge der tschechischen Obstruktion ausgeschlossen erscheint. Italien. :: Der Vatikan und der Tod des Kardinals. Der Papst, der bekanntlich'im Prinzip auf dem Standpunkt Kopps in den wichtigste» Fragen der Kirche stand, war über die Todesnachricht sehr erschüttert. Auch im übrigen Vatikan hat der Tod kopps schmerzlich berührt. In Kreisen der Staatskanzlei hofft man, daß. nachdem die beiden Kardinale Kopp und Fischer gestorben siud, die Herstellung des Friedens in der deutschen Gewerkschaftsbewegung erleichtert wird. Vereinigte Landwirte Die Grschüftsstundc» fallen am Freiing ans knd finden dafür am Samstag Uachmittag non 1—3 Uhr statt. Ans der Seimat. * Ariedberg, 6. Mürz. Dia ordentliche Hauptversammlung des Vorschuß. und Credit-Vercins Friedberg für das Rechnungsjahr 1913/101 4 findet am Mittwoch, den 11. März, abends st Uhr, ini „Ratskeller" statt. Hierzu werden alle Mitglieder eingeladen. * Frirdberg, 5. März. Wir weisen hiermit nachmals ans die Morgen (Freitag) Abend 8i/> Uhr im „Ratskeller" stattfindende Versammlung des Obst- und Garteubauver- einS bin. Herr Gartentcchniker Engel wird über die Heranzucht unserer Gemüse sprechen. Anschließend hieran findet eine kleine Gratisverlosung statt. * Fricdberg, 5. März. Zn unserer Rotiz: Preisabschlag, ntü!scn wir berichtigen, daß cs nicht Fricdberg, sondern Fronksnrt a. M., wie unsere verchrlicl)cn Leser Wohl gemerkt habe» werden, beißen muß. * Ober Rosbach, 5. März. In der gestrigen Gemeiude- rciösihung wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Der Ziegenbock soll für das höchste Angebot von 15 -4/ verkauft werden. Der Abbruch der Mauer zum Durchbruch wird dem Georg Drück für 17 ,/( und die daselbst versteigerten -Obstbäume der Wwe. Jae für 3,15 r. Hoffmann in Friedbcrg, kann wegen Krankheit des Referenten, nicht statt- tinde». * Rvdhcim v. d. H., 6. März. Dem Schulamtsaspiranten Jakob Rullmann von hier wurde eine Lchrerstelle in Trebur. Kreis Groß-Gerau, übertragen. * Bisse«, 5. Mälz. Hier starb an den Folgen eines Schlag- anfaller der langjährig« Bürgermeister Philipp Spengler. Der Verstorbene nahm als Reiter-Unteroffizier an dem Feldzug« ;«gen Frankreich teil. In nah und fern wird der Heimgang üeses braven Mannes, des tüchtigen Beamten und großen Ba- rrlandfreundes ausrichtig bedauert. * F. (5. Ans Obrrhrsien, 5. März. Die Gemeind« Muschenheim ist mit der Fürstlich Solins-Braunfels'ichen Rcntkanmrer in Braunfcls in Verhandlungen getreten übet den Ankauf des dem Fürstlich Solins-Braunfcls'schcn Fidei- komisje? gehörigen in der Gemarkung Muschenheim liegenden Geländes von 500 Morgen Accker und Wiesen. Die Verhandlungen sind soweit geschritten, daß in Kürze die Genehmigung des Kreisamts Gießen der Gemeinde erteilt werden wird. Als Kaufpreis ist die Summe von 450000 enheinl für 5200 --4t und die Fischereigerechtsanie, die in den Besitz der Geineinde für 400 -4t übergeht. • Gießen, 4. März. (3. Sitzung des Schwurgerichts). Unter großem Andrang von Einwohncin au« dem Ort« Watzenbor»- Sleinberg fand beut- die Verhandln na aeaen den Manier Gs Reue Tageszeitung. Donnerstag, den S. »kürz 1814. Schäfer 6* gebürtig zu Grüninge», Wohnsitz in Watzenborn— Eteinberg, wegen Meineids statt. Die Verhandlung ergab folgendes Bild: Di« Gesangvereine „Eintracht" und „Jugend freund" von Wahenborn-Steinberg sind als Rivalen in der Gesangskunst nicht gut aufeinander zu sprechen. Aus Anlaß eines Sängerfestes in Erüningen erhielten beide Verein« Einladungen. Schon auf dem Festplatz und im Orte kam es zu Reibereien zwischen den beiden Vereinen. Schäfer, welcher dem Verein „Eintracht" angehört, beteiligte sich an den ganzen Vorfällen in keiner Weis«. Am Abend begab er sich allein mit seinem Jungen auf dem Rad nach Watzenborn-Steinberg zurück. Unterwegs überholte er den Gesangverein „Jugendfreund". Schäfer wünscht« einem Bekannten „Guten Abend", als aus der Gruppe des Vereins „Jugendfreund" die Bemerkung fiel: Das ist das Paar, das immer Drecksack ruft". Schäser stieg vom Rade ab, und verlangte den Namen des Rufers festzustellen. In der Sitzung des Schöffengerichts Eießen im September v. Js. beschwor nun Schäfer in einer Strafsache gegen den Gastwirt und Postagcnten Gg. Häuser 14. und Gen. von Watzenborn den weiteren Verlauf des Renkontres in folgender Weis«: Gleich nachdem er vom Rade gestiegen sei, habe ihm der Postagent Häuser ohne weiter« Veranlasiung eine Ohrfeig« gegeben, und erst hierauf habe er mit beleidigenden Aeußerungen gegen Häuser, wie: Du bist mir ein Postagent, Du willst Postagent sein; Du bist ein Postagent wie mein A . .! geantwortet. Häuser und andere Mitglieder desVereins „Jugendfreund" stellten die Sache so dar: daß Schäfer erst die Beleidigungen ausgestoßen habe, und dann von Häuser die Ohrfeigen erhalten habe. Von den Zeugen wurde dies beschworen. Schäser blieb trotz Vorstellungen des damaligen Borsitzenden, ob er sich nicht in seiner Darstellung des Vorfalles irren könne, bei seiner Aussage. In der heutigen Hauptverhandlung blieben zwar die damals vernommenen Zeugen bei ihrer Schilderung des Vorfalles, doch bekundeten heule weiter vernommene Personen den Vorfall so, wie ihn Schäfer gab, z. Teil behaupteten sie, daß di« beleidigenden Aeutzerrrngen vor und nach der Ohrfeige gefallen seien. Alle Zeugen erklären aber auf Befragen des Vorsitzenden: daß st« nicht glauben, Schäfer habe wissentlich die Unwahrheit gesagt; sie glauben alle, daß Schäser von der Richtigkeit seiner Schilderung überzeugt sei. Der Staatsanwalt stellt« auch in seinem Ploi- doyer die Entscheidung über di« Bejahung der an die Geschworenen gestellten Schuldsragcn 1) ob Häuser wisientlich falsch geschworen habe und 2) ob er sich (bei Bejahung der ersten Frage) bet Ablegung des falschen Zeugnisses, vor der Gefahr einer strafgerichtltchen Verfolgung (der Beleidigung des Häuser) habe schützen wollen, in das Ennessen der Geschworenen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Kaufmann, der auf Freisprechung plat- diette, gab Vorfälle aus der Praxis, in der Zeuge» sogar unmittelbar nach den Borfällen, «in« ganz verschieden« Darstellung desselben gegeben hatten. Nach einer Rechtsbelehrrmg durch den Vorsitzenden, zogen sich die Geschworenen zur Beratung zurück und verkündeten alsdann durch ihren Obmann den Spruch „N i ch t > ch u l d i g". Das Gericht sprach hieraus den Angeklagten frei, und legt« sämtliche Kosten — einschließlich der Verteidigung — der Staatskasse auf. Eschenrod b. Schotten, s. März. In unserem Dorf« wird dar alte bausällige Kirchlein durch ein neues Gotteshaus ersetzt- Schon eine Reihe von Jahren wurde für den Neubau ein Fonds angesammekt. Mit den Arbeiten wird demnächst begonnen. * Frankfurt o. M., 3. März. An die Stelle der abge- lehnten Schulgeldcrhöhung in den Mittelschulen und Oberrealschulen beabsichtigt der Magistrat die Einführung einer Filialsteuer oder einer anderen Steuer ähnlicher Art. * Frankfurt a. M., 3. März. Der Hausmeister Schroth aus Egelsbach, der sich wegen Blutschande seit Sonntag im hiesigen Untersuchungsgefängnis befand, hat sich gestern erhängt. — Ein Friseurgehilfe aus Mainz sollte gestern von der hiesigen Kriminalpolizei wegen eines in Mainz begangenen Brillantendiebstahls verhaftet werden. Als die Schutzleute das Fciseurgeschäft, in dem er gegenwärtig tätig ist, betraten, richtete der junge Mann einen Revolver gegen sich und tötete sich durch einen Schaß in die Schüfe. * Frankfurt a. M., 5. März. Nach Mitteilungen des Stadtverordneten Hopf in der gestrigen Stadtverordneten- sitzung stellte man im vorigen Jahre auf dem Schlachthof unter den geschlachteten Tieren 19521 tuberkulöse Rinder, Kühe usw. fest; das sind 21,5 Prozent der Gesamtsumme. Von dem minderwertigen Fleisch dieser Tiere wurden 155 000 Kilogramm gleich 3100 Zentner auf der Freibank verkauft, 545 000 Kilogramm Fleisch mußten verbrannt werden. Hessen-Nassau. * Obervrsel. 5. März. Ans einer Automolnffahrt von Hoch- heim nach hier sind am Montag drei hiesige Herren schwer verletzt worden. Dar Automobil saust« infolge seiner großen Fahrgeschwindigkeit bei Sindlingen an einer Wegbiegung tn den Straßengraben, wo es sich Lberschlug und die Insasse» unter sich begrub. Hierbei erlitt der Lenker Ingenieur Konopacki schwere innere Verletzungen und mehrere Knochenbrüch«. Er liegt im Höchster Krandenhau» noch besinnungslos darrrieder. Fabrikant Spang ttug einen schweren Beinbruch davon, er kam in das Frankfurt« Krankenhaus. Der Fabrikbesitzer Brach tn Oberursel und Werkmeister Brechenmacher aus Frankfutt ta. men mit leichteren Verletzungen davon. Das Automobil wurde vollständig zertrümmert. * Oberursel. 5. März. In der Lmnpensorttewnftalt von I. Berger explodierte au« bisher nicht ermittelten Ursache» ein« Lokomobile. Dabei wurden zwei Arbeit« schwer verletzt. * Bad Hamburg, 4. Mm» Dar vieasährige Internationale Tennis-Turnier wird tn der zweit«» HÄ si e d«» August abgehalten. Di« besten Spieler haben ihre Teilnahme bereit, am gemeldet. — Mit Denohmtgimg de» Kaiser» findet das Offiziers Tennisturnier, da» für alle Offiziere de« Heere» und der Marine offen ist-, Anfang Juli auf de» hiesigen Tennisplätzen statt. * Usingen, 5. März. Di« So» hi« m de» Kreisausschuß de» ObertaunuskrriseS gerichtete» Eingaben um Errichtung eines aemeinfchoftttche» Krers-Kankmannsgerrchtth .für die^. Kreise ObcrtaunuS und Usingen, wurde vom Honiburgrr Kreisausschuß abgelehnt. * x Usinge», 5. März. Aus der letzten Hauptversammlung des hiesigen Heimatoereins ist folgendes zu erwähnen: Nach den Mitteilungen des Verwalters der Bibliothek des Heimatvereinr erfreute sich dies« auch im schien Jahr« großer Benutzung. Es wurde ein stattlicher Betrag für Anschaffung neuer Bücher bewilligt. Ein« au, den Herren Bürgermeister Schilling, R. dant Peter und Seminarlehrer Weider bestehende Kommffsio., wurde gewählt, die sich zur Aufgabe macht, für die Instandsetzung und Erhaltung alter Bauweisen und sonstiger Naturdenkmäler in unserer Stadt einzutreten. Besitzer von Gebäuden, die beachtenswert« Schnitzereien, altts Gebälk usw. aufweisen, erhallen von genannten Herren jederzeit gewünschte Auskunft über evtl Renovierung. — In der Hauptversammlung des hiesige» Tau misklubs und Verschönerungsvereins erstattete Dr. Lötz- den Kassenbericht, der ein recht günstiges Resultat -nffwefft. denn b-i einer Einnahme von rund 809 Mark und einer Ausgabe von rund 709 Mark ist ein Varveimögen von 250 Mark vorhanden. Da» seither in dem Turnzimmer befindlich- Museum, sowie die wettvollen Besitzungen des Wilhelmjarchivs werden in Bäldr in dem früheren Eichzimmcr im unteren Flur des Rathauses unttrgebracht werden. * x. Riedelbach, 5. März. Der Gesangverein „Sängerlust" feiert im Jahre 1915 sein 25jähriges Stiftungsfest, verbunden mit nationalem Eesangswettstreit. ' Eppenhain i. T., 4. März. In di« Kette der Taunus-Luft, kurorte hat sich jetzt als eins der jüngsten Glieder das Dorsch,» Eppenhain am Südfuhe des Atzelbcrges zwischen Ruppertshain und Ehlhalten «ingefügt. Der Kur. und Vettehrsverein mach! Ansiedlungslustige darauf aufmerksam, daß in Eppenhain nicht nur für die gesundheitlichen Verhältnisse ausreichend Sorge ge, tragen ist, sondern auch für eine möglichst gelinge Besteuerung der zukünftigen Mitbürger, «in Umstand, der zweifellos „an. ziehend" mitten wird. Die Einkommensteuern wurden nämlich von 133 auf 100 Prozent und die Realsteuern von 200 auf 150 Prozent herabgesetzt. * Königftein, 4. März. Das idyllische Reichenbachtal wirb, nachdem die Besitzverhältnisj« mit verschiedenen Anliegern auf gütlichem Wege geregelt sind, nunmehr der Bebauung crschlos. sen. Um den hervorragenden Landschaftscharakter zu wahren, dürfen nur Villen erbaut werden. Für den Ausbau des Geländes mit Straßenzügen bewilligte die Stadt 24 000 Mark. * Cronberg, 3. März. Di« Stadtverordnetenversammlung sprach sich in einer Resollttion für di« Umwandlung der hiesigen konfessionellen Schule in eine Sinuultan-sihule aus. * Flörsheim a. M., 4. März. Anfang Januar fand in Höchst ein kleiner Knabe beim Rodeln fernen Tod im Main. Di« Leiche wunde am Sonntag hier aus dem Aiain geborgen. * Wiesbaden, 5. März. Am 6. Januar d. I. entrissen in der Soimenbergerstratze der Taglöhner Johann Eckert und der Speaker Johann Schreiner in Wiesbaden einer aus dem Theater kommenden Dame di« Handtasche, in der sich 85 Mk. Bargeld, Opernglas und verschiedene ander« Gegenstände befanden. Beide hatten sich, obwohl die Sach« bald an Raub grenzt, wegen Diebstahl» vor den Schöffen zu verantworten. Jeder der Beiden wurde in 4 Monat« Gefängnis genommen und sofort tn Haft abgefühtt. — Au Landfriedcnsbruch grenzt ein Akt, den am 10. November 1911 in Dotzheim d«r Fuhrmann Wilh. Bauer und zwei Taglöhner Nungesier verübten. Sie belästigten zunächst zwei ihnen völlig fremde Personen, mißhandelten sie und eröfsnetrn «in regelrechtes Steinbombardement auf eins Gastwirtschaft, in dir di« beide» geflüchtet »raren. Die beiden Nunzsser sind bereits abgeurtcilt. Bauer erhielt 4 Monate Gefängnis und wurde verhaftet. * Wiesbaden, 5. März. Di« 70. Strafe in Höhe von 4 Wochen Gefängnis verhängten die Wiesbadener Schöffen über den Sattler Karl Kalufch aus Posen, der am 18. Febr. d. Js. weil er zerfetzt« „Trittchen" anhatt«, kurzerhand einen Schaukasten «inifchlug und sich e«n Paar Schuh« herausholte. * Caub, 4. März Der hiesige Winzeroerein „Blücher" ist in Konkurs geraten. Die Verbindlichkeiten sind erheblich. Der Zusammenbruch ttifft di« Mitglieder um so schwerer als der Verein eine Gesellschaft mit unbeschränkter Haftung war. * Hachenburg, 4. März. Im nahen Altstadt feierte vor lur. zem das Wilhelm Schmidt'sche Ehepaar sein goldenes Hochzeits, fast. Am Samstag sind nun di« beiden alten Leute nach kurzer Krankheit wenige Stunden nacheinander gestorben. * Aumenau, 3. März. Auf dem Heimwege von dem hier stattgefundenen Großfeuer wurde dem Arbeiter Kralucr von dem Limburger Frühzuge ein Fuß abgefahren; außerdem erlitt er schwere Quetschungen am Kopf. * Löhnberg, 3. März. Von etwa 70 Landwirten ans Löhnberg und Umgebung wird die Gründung einer Dampf- molkerei beschlossen. Die Anstalt erhält ihren Sitz in Löhnberg. * Biedenkopf, 4. März. Das althistorische Erenzgaiigsest wird Mitte August nach siebenjähriger Paus« zum erstenmal wieder gefeiert. * Bad Ort, 8. März. Die Rodungsarbeiten auf dem Truppenübungsplatz sind der Firma Brunner u. Niklas in Nürnberg übettragen worden. Dieselbe wird mit den umfangreiche» Ar- beiten sofort beginn«» und hat i» Flörsbach «in Arbeitsbii.'o er Achtet. Frankfurter Wetterbericht. Voraussage: Meist trüb, zeitweise Regenfälle, westlich, Winde, Temperatur wenig verändett. Hinweis. Unserer heutigen Auflage liegt ein Prospekt des Bruck,-Heil-Jnstttuts Habenicht. Köln a. Rh. bei, worauf wir alle Leser und besonders die Brnchleidenden Hinweisen möchten. _____ Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirschel. Friedberg; für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz. Friedberg: für den Anzeigenteil: Kar, Schmidt, Fricdberg. Druck und Verlag der „Neuen Tages- zeitung". A.-G., Friedbera i. H. Nr. 5# Nutzholz-Versteigerung. Freitag, de» 13. März werden im „lSambrinus £» Nidda ,!US sämtlichen Tonmnialwalddistritien die Nutzhölzer ocrfteigeit, i- an der Nummerstelle mit rotem „Bist" bezeichnet sind, nämliche Htäninie: Eichen (gerade Abschnitte) IV.—VI. Kl. 60 6tcf. 18 Im, Esche» und Ahorn VI. Kl. 7 Stck. 1,2 im. Buchen I.—IV. Kl. 28 Stck. — 30 fin, Hainbucken IV.—VI. Kl. 75 Stck. 17 fm, Birken IV.—VI. Kl. 5 Stck. — 2 Im, Erlen und Aspen VI. u. V. Kl. 8 Stck. — 2,3 fm, zus. 72 fm Laubholz. Kiefern (glatte Schnittholz- und gerade Bau holzstücke) II.—V. Kl. 00 Stck. — 49 fm, Lärchen II, III.u. V. Kl. 50 Stck. = 26 fm, Fichten II. Kl. 2 Stck. = 2 fm 10. Kl. 19 Stck. = 27 fm, IV. Kl. 34 Stck. - 31 fm, V Kl. 118 Stck. = 70 fm. Vd Kl. 425 Stck. = 106 fm, (Schnitt- u. Bauholz), Weitztannen V. u. Vd. Kl. 11 Stck. — 4 fm, zus. 315 fm Nadelholz. !>rrbsta»-ze»: I. u. II, Kl. 0 Eichen, 7 Hainbuchen, 51 Lärche», 185 Fichten, 10 Weitztannen. Ueiaftangen: 42 Fichte. Untischeiter rrn: 16 Hainbuchen (2 m u. 1,50 m lang). ^Intiknüppel rm: 6 Eichen (2 m lang), 3 Lärchen (2 m lang). Die Derb- u. Reisstonqen werden zuerst versteigert. Nummern- Berzeichnisse sür Staminholz lönnen vom 9. März an durch uns bezogen werden. Rähcie Auskunft durch die Erotzh. Forstwarte zu Glashütten, Ober-Lais, Michelnau und Nidda, sowie Unterzeichnete Behöide. Nidda, den 4. Mär, 1914. Erotz herzogliche Obersörsterei Nidda. Die Frühjahrsmode 1914 bringt in Kleiderstoffen u. Damenkonfektion eine ungewöhnlich grotze r- -- Fülle von Neuheiten —...... 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März 101^. 7> Iaiskglrnst Gedenktage. f>. Mär;. 1800 Gr. Fr. Säumer, r;l. Schriftsteller und Dichter, geb. — 1816 W. Müller von Königswinter geb. — 1894 H. Hoffmeister, Bildhauer, t, Berlin. — 1904 Generalseldmarschall Graf W>rldersee ft. Acr HfbfrfnU auf dit loijlrxprtition in |!fu=IHrdilfnburö. Die Nachricht, daß Oberförster Deininger und Forftastessor Kc'Mpf in Neu Mecklenburg von Eingeborenen ermordet worden Irren, erwies sich, wie erinnerlich, Eoft fei Dank als unzutref- frno. Da; soeben ein-zeirosfene Amtsblatt für das Schutzgebiet Neu Guinea veröffentlicht nun sowohl den Bericht des Forst- asi.ssais Kemps wie den des Oberförsters Deininger. Nach Ihnen hat sich der Ueberfall wie folgt abgespielt: Am IS. Dezember, vormittags 9 Uhr, kam die Fofttexpedi- tien an die Ortschaft Poronzuan, deren Name in der Sapper- M;ru Kart« nicht verzeichnet ist. Die Karawane bestand aus 8 Trägern, 7 Polizeisoldaten, 48 Polizeijuiigen und 3 Weihen, — Oberförster Deininger war 150 Meter unierhalb des Doftes mit -> Polizeijungen an einem Kreuzweg stehen geblieben. Aus der Ortiiltaft selbst kamen 3 Mann dorthin. Als nian sie nach dem Weg« nach dem Dorfe Fontalis fragt«, wollten sie ansä »glich diesen Ort nicht kennen, gaben aber nach einiger Zeit zu, dag der fkeg, an welchem Deininger mit seinen Begleitern stand, dorthin ftihrte. Der Obeftöftt«! rief dem im Dorf« befindlichen schwarzen Unteroffizier zu, er möchte di« Leut« in Bewegung ft, hm, da weiter morsichert werden soll«. Nach einiger Zeit wollt« sich Deininger selbst in das Dorf begeben, um zum Ausbruch zu mahnen. Als er auf ungefähr 50 Meter herangekom- ineii war, kamen all: Leut« in eiliger Fluch! deu Weg herunter- geftiirmt. Mit dem Rufe: „Halt. Halt" stellte Deininger sich den Trägern in den Weg, aber sie ftiirmten an ihm vorbei. Hinterher folgten mit Speer und Beil bewaffnete Eingeborene, von denen einer den Oberförster mit der Axt niederschlug, so das? er rii.twärts in den Busch fiel, Di« Rebellen stürmten vor dem vermeintlich Ertöteten vorbei aus dn Foftdasiesior Kemps zu, k-e, den bc, ihm stehenden 3 Polizeisoldoten zu laden und zu feuern befahl, und seinem Hausjungen di« Pistol« entriß, Zn- zwijchen war Obersörftcr Deininger aus seiner Ohmnacht erwacht und rief nach seiner Pistole, Sofort stürmten zwei Eingeboren« auf ihn «in. Mit Fußtritten gegen den Bauch wußte er sich ihrer zu erwehren und erreicht« den Jungen, der sein« Pistole trug. Aber schon hatte der Kanaker, der ihn vorher mit der Axt niedergeschlagen hatte, ihn erreicht und zielte mit einem erbeuteten Soldatcngewehr nach ihm. Deininger rief dem neben ihm stehenden Polizeisoldat Sam zu, „schieß!" Inzwischen hatte auch der Obeftörster sein« Pistol« schußsertig mvb gleichzeitig mit seinem Schuß trachte auch die Büchs« des Polizeisoldaten, der den Eingeborenen zu Boden streckte. E» gelang Deininger noch I Schösse abzugeben, dann sprangen all« feindlichen Eingeborenen in den Busch, Er ging daraus gegen das Dorf vor, wurde aber von 2 Polizeisoldaten «ingeholt, di« ihn darauf aufmerksam machten, daß di« Eingeborenen st« einkreisen wollten. Daraus zog sich Obeiföftter Deininger und Forstassessor Kempf auf ein Tarofeld zurück, das ein fteies Schußfeld bot. Sie beschlossen, da sie nur ein« Mauserpistole, ein« Parabellumpistol« und ein« Schrotfiinte mit geringer Munition besaßen, sich nach der Kiiste duechzujchlagen. Da di« 8 Polizeisoldaten, dl« im Dorf« «area, nicht» mehr von sich hören ließen, war mit Sicherheit anzunehmen, daß sie bereit, eftchtagen waren, Abend» 7 Uhr iiwrt« die Pflanzung htlolo» er,eicht, ans der der Pflanzungsleiter Rinck bereit; von dem Ueberfall gehört und der Station Nanat anai Nachricht gegeben hatte. Bereits am nächsten Bor. mittag traf der Stationsleiter Brückner mit 38 Gewehren dort ei» und nnternahm sofort ein« Expedit»»» nach dem Tatort. Man stieß zweimal aus Eingeborene und gab Feuer, Sie zöge» sich unter Verlust dreier Er wehre zurück. — Di« 8 Polizeisolda- teu im Dorfe waren durch Axtschläg« auf den Hinterkopf getötet -e.mi) eine |iira)iuiut zxxpwnvn umroe --n -«eil der in Scherben gingen. Zehn Menschen wurde-- getötet und Anilinfabrik in Trümmer gelgt. Die Detonation war so ebensoviel schwer verletzt. ■ stark, daß die Fensterscheiben im Umkreise von 1 Kilometer - worden, wie die im Dorfe Vorgefundenen Schädel zeigten. Sie müssen völlig überrascht worden sein, da während de» Ueberfal» le» im Dorfe nur «in Schuß fiel. Besonders hobt Obeiföftter Deininger in seinem Bericht« di« musterhaft« Halutng der Polizeisoldaten hervor, ohne deren Tapferkeit er sicher nicht bei dem Uebeftall mit dem Leben da- vo,»gekommen wäre. Ans aller Well. Automobilunsälle. Ein schweres Automobilunglück ereignet« sich zwischen Werden und Kitzlingen. Der Düsieldofter Kaufmann Bufchlonger, der ein Automobil steuerte, fuhr gegen einen Chausseebaum. Er wurde vom Führersitz geschleudert und blieb bewußtlos liegen. Auf dem Wege zum Krankenhaus »erstarb der Verunglückt«, — Di« Steuerung eines Kraft wagen» einer Brauerei in Haltern versagte beim Hinunteisahrcn «ine» Berges, Der Wagen fuhr ln eine Baumgruppe, dabei erlitt der Lenker schwer« Verletzungen, Ein Mitfahrer wurde ebenfalls verletzt, Tragödie eine» lljähr'qe» Waisenknabe». In «mein in der Nähe bei Dessau befindlichen Wald« wurde der 13 Jahr« alt« Waisenknabe Max Lange, der bei einem Klempnerpaar aufgezogen wurde, erhängt aufzefunden. Dem Knaben war von der Mutter eines sechsjährigen Mädchens Borwürfe gemacht worden, daß ,r sich an dem Kinde vergangen habe. Der Knabe, der, wie sein« Pflegeeltern ausfagten, sehr sittenstreng erzogen wurde, stellte dies entschieden in Abrede. Trotzdem entfernte er sich kurz darauf aus dem Hause und erhängte sich au, Scham llbr dir üb!« Nachrede. Au» falscher Scham ein Menschenleben geopfert. In Weinheim tn Bayern erreg! «in merkwürdiger Todesfall in einem Krankenhaus da« größte Anfsehe» Ein zweijährige» Mädchen, namens Kaiser, wurde wegen schwerer Diphterte von zwei Aerz- ten in da» Krankenhaus gebracht, «eil ein anderer Operationssaal nicht zur Verfügung stand. Di« Operation hätte sofort vorgcnonrmen werden müssen, Di» Oberin verweigert« aber de» Aerzten den Eintritt in den Operationssaal, weil Frauen darin seien und beharrte auf ihrer Weigening, obwohl di« Bergt« aus di« Gefährlichkeit des Falles hinwiesen und erklärten, daß das Kind eftticken müsse, wenn di« Operation nicht sofort vorgenon:. men werd«. Auch dies half nichts. Das Kind fiarb nach ein.n halben Stunde. Mit dem Fall hat sich die Staatsanwatischaft bereits befaßt, um Wiederholungen solcher Fälle zu verhüten. Ein Reuter-Marsch. Oberst von Reuter hat nicht nur allen!, halben Bewunderer, sondern sogar einen Sänger gefunden. Ein Lehrer a, D, in Kissingen hat ein Gedicht auf den Obersten ver. saßt und kompiniert. Ein rechtzeitig verhütete» Familieudrama. Die 29 Jahr« alte Gattin de» Fabrilanlen Vogel in Wien versuchte in einem Anfall« von Geistestörung sich und ihr« drei im Alter von 4 bi» 1)4 Jahren stehenden Kinder durch Leuchtgas zu töten. Nur dem Umstand, daß ihr Gatte vorzeitiger nach Haus« zurückkehrte, ist es zu danken, daß di« Tat verhindert und Frau und Kinder gerettet weiden konnten. Weil man sie nicht sreihielt. In Eskurial bei Madrid fand zwischen Studenten, di« kürzlich in ein Regiment eingestellt worden waren, und Rekruten «in Streit statt. Ein Student wurde dabei getötet und 9 verwundet. Von den Rekruten wurden 8 Personen schwer verletzt. Der Streit ist aus di« Weige. rung der Studenten, die anderen Rekruten, die sich hauptsächlich aus Arbeitern und Landleuten zufammensetzten, in der bisher üblichen Werse fteizuhalten. zu erblicken. Ein diebischer Kardinalsnefse. Giovanni Danotelli, ein Nesse zweier Kardinal«, halt« sich wegen der Beschuldigung, seiner Mutter Pretiosen entwendet zu haben, vor dem Gericht in Rom zu verantworten, Vanotelli halt die Schmuckgegcnständr, die «inen Wert von 34 888 Mark repräsentieren, für 18 888 Mt, versetzt, Di« Verhandlung, die einen sehr erregten Verlauf nahm, führt« zur Verurteilung Vanatellis zu 12 Monaten Ge- fängnis, Di« Ruhe der Talen. In der Gemeinde Lalbenwue im Departement Lot hat sich «in merkwürdiger Zufall ereignet Die Mauer des Gemeindefrirdhofss gab plötzlich noch und Gerippe und Knochen rollten auf die Straße, Da neu« Einstürze besürch- t«t werden, so hat der Gemeinderat beschlossen, die Gebein« aus den gefährdeten Stellen des Friedhofes auszugraben und an einem anderen Platze beizusetzen, Ei« Soldat al» Feauenmördee. Im Walde bei Guesen ist eine Frau von einem Geftetten des Infanterieiegimenis Nr. 49 ZttM Mugrilen. Roman von M. Prigge-Broot 38 (Fortsetzung), l,Monika, alte, treue Seele, bist Du toll? Komm, gib meiner Fron streu Kuß. Sie kennt Dich schon und weiß, daß Du den kleinen Heinz gründlich mit er- und verzogen hast. Und schönen Dank auch für Deinen Willkonim an der Türe, Er ist der Einzige, wie ich sehe," Das letzte hatte er lauter gesprochen, als nötig, Z» vieren standen sie vor der Wohnzimmertüre, aus der dem Bruder im nächsten Moment die Schwester erwartete. llniständlich zögerte er im Flur, nahm seiner Frau das leichte Seidentuch von der Schulter und richtete sich merklich zur Abwehr. Der Empfang verstimmte ihn tief. Erna, die ihn erriet, öffnete entschlossen die Tür. „Mit Kott!" flüsterte sie der jungen Frau zu, deren Liebreiz ihr Herz im Sturm gewonnen. An Heinz vorbei führte sie die junge Frau an den Hausfrauenplatz 'im Sofa hinter dem tübsch gedeckten Tisch. Die Lampen brannten. In hohen Gläsern dufteten löstliche Rosen, süßer Duft erfüllte das Zimmer. Ans dem Tische suninite der Teekessel über der Spiritusflamme, das beste Silber, das feinste Porzellan prangte auf bliite;i- weißem Damast. Mary stieß einen kleinen Freudenschrei aus, „O, Heinz steh', das ist wie i>» Nürnberger Museum. So alt, so schön febe ich mir Dein Pslugeiseu nicht vorgestellt." „Wo ist meine Schwester?" fragte seine tiefe Stimme in der Nöbe der Tür. Erna nahm ihren Mut zusammen. „Tante fühlt sich nicht wohl, sie hat sich legen müssen, doch hofft sie, inorgen wohl zu sein und Euch bei sich zu sehen." „Bei sich?" fragte Heinz, dem plötzlich das Fehlen einiger Gegenstände aufsiel. „Was soll das heißen?" „Tante meinte, ihr brauchtet den Platz hier unten allein. Sie hat den Oberstock Herrichten lassen, seit vorgestern wohnen wir oben." „Wer, wer? Du, Tante Lu, Monika und die Mädchen? O, ich verstehe!" Verstört sank Heinz in einen Stuhl. Er starrte zur Erde, Er tat Erna unsäglich leid. „Fasse Dich, Heinz", bat sie leise, „denke, es ist besser so," „Du hast recht. Es wird besser sein, aber es tut weh. Sage meiner Schwester, da ihre Ueberraschung gelungen sei, Ich hätte eher an den Einsturz des Hauses gedacht, ehe ich Rosemarie zugetraut, daß sie mich verlassen könnte," „Nimm's nicht so schwer", versuchte das Mädchen zu trösten. „Tante ist es selbst nicht recht. Sie hat sich in die Idee verrannt, daß Du sie ausgewiesen, dagegen kommen wir nicht an. Du kennst Mu. Man muß ihr Zeit lassen." „Ist sie wirklich krank?" fragte Heinz dringlich. „Sie leidet, Heinz, Du mußt Nachsicht haben. Dri bist ihr gegenüber ihm Vorteil. Sie hat Dich gehabt und glaubt Dich verloren. Du hast Deine süße Frau, ich denke, Du iniiht glücklich sein!" schloß Erna leise. „Gutes Kind!" Er strich ihr liebevoll die Wange und merkte nicht, wie Oe erschreckt »urückwicki. ..Wes-» Marv nicht bättel Aber sag', wird Rosemarie die Unversöhnlichkeit so weit treibe», daß sie meine Frau ignoriert? Das würde ich ihr nicht raten!" Seine großen Augen funkelten Erna so zornig an, daß sie sehr erschrak. „Tante wird Deine Schwelle ungebeten nicht übertrete» so glaube ich, sie verstanden zu haben. Dagegen erlvartet sie Euren Besuch. Es hängt von Euch ab, ob sich ein Verkehr zwischen oben und unten anbahnt. Ich meinerseits komme auch so, wenn Du mich haben willst." Wortlos drückte er des Mädchens Hand. „Ich danke Dir, Erna, sei gut mit meiner Frau," Er sah nach dem Sofa, der Platz war lerr. Von ihnen unbemerkt hatte Mary das Zimirnr verlassen. „Ich muß zu ihr", sagte er unruhig. „Sie hat gemerkt und ist traurig. Sage meiner Schwester" — die Stimme wurde rauh — „nein, sage ihr lieber nichts. Ich bringe ihr morgen meine Frau. Es wird Mary gelingen, Rose- niarie von ihrem ungerechten Vorurteil zurück zu bringen. Sie hat ja nichts gegen sie. Oder kennst Du den Grund?" „Sie glaubt, daß Mary Dein Unglück wird!" „Torheit!" Heinz' Zorn kehrte zurück. Flüchtig drückte er Ernas Hand, ehe er aus dem Zimmer stürmte. Er fand Mary in Rosemaries ehemaligem Zimmer, das jetzt für daS junge Paar eingerichtet war, weinend auf ihrem Bett. „Laß uns fort von hier, Heinz", flehte sie, als er sich zärtlich über sie beugte und ihren Namen rief. „Ich fürchte mich." ^Fortsetzung folgt) Nr. 54 emt 2, erschlagen worden. Der Gesreit«, ein Kapitulant, der bald llnterofsiier werden sollte, hatte während eines Schorsichicßcns seines Regiment» den Waid abzupatrouillicren. um Spaziergänger von dem Betreten der Gefahrzone abzuhalten. Er traf eine Frau im Walde und woNt« sie, als sie von seinen Zärtlichkeiten nichts wisien wollte, vergewaltigen. Die Frau wehrte sich, und der Soldat schlug mit seinem Seitengewehr aus di« Frau ein und verletzte sie so schwer, daß sic »venige Minuten ipcitcr starb. Der Mörder wurde verhastet und ins Militär Untersuchungsgefängnis eingeliesert. Zwei Kindesleich«» gesunden. Am 28. Februar nachmittags gegen i Uhr wurde im Jage» 87 des Erunewaldes bei Berlin die Leiche eines etwa 5 Atonale alten männlichen Kindes auf- zefunden. Die Leiche war in einem weißen Jäckchen «ingehüllt ilNd in eine Zigarrenkiste gepreßt worden. — Bus dem Abstell- jahnhof Erunewald wurde in der Nacht vom 28. Februar znw l. März im Zuge 1052 die Leiche eines neugeborenen männlichen Kindes in einein Abteil zweiter Klaffe entdeckt. Das Kind war gänzlich unbekleidet und in einem Stück eines Hemdes «in- zehüllt. Die polizeilichen Nachforschungen haben bisher noch lerne Aufklärung gebracht. Kirchcnbr-nd in einem Harzvrt. In der kleinsten der Berg- siädte des Obcrharzcs. in Wildemonn (1500 Einwohner), wo erst in, September v. I. eine große Fcuersbrunst schweren Scha. drn anrichtet«, hat in der Sonntag Nacht «in großes Feuer gewütet. Dabci wurde innerhalb einer Stunde das Gotteshaus mit seinem ganzen reichen baugeschichtlich bemerkenswertem Inhalt vernichtet, lieber gi« Entstehungsursach« des Brandes verlautet noch nichts Gewisses. Die Kirche war Mit mit 50000 M. versichert. Feuersbrunst. In der delltfchholländischen Kapok-Fabrik der Firma Thomas ». Boßkamp in Werden a. d. Ruhr entstand bei Reparaturarbeitcn durch eine Explosion in der Beleuchtungsanlage ein« Feuersbrunst, die ein Teil der Fabrik eiir- äscherte. Tic Explosion verursachte unter den Arbeiterinnen rin« surchtbare Panik. All« drängten zum Ausgange, wobei zahlreiche Arbeiterinnen mehr oder minder schwer verletzt wurden. Zwei der Verletzten wurden in hojsnungslosem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Gerüfteinsturz. Aus noch unaufzeklärter Ursache stürzte ein Teil des Gerüstes in Berlin aus dem Neubau in der Köpe- uickerstraßc 31 in sich zusammen. Zwei Arbeiter erlitten schwere Verletzungen und liegen im Krankenhaus hofsnnngslos darnie- ler. Zwei andere Arbeiter erlitten leicht« Derlctzurrgen. Tod auf dem Meeresgrund». Bei Tauchvcisuchcn erstickte ein Taucher des Panzer-Krouzcrs „Diderot", nachdem er auf den Meeresgrund gelassen worden war. Der Taucher, der aus Unvorsichtigkeit das Bcntil geschloffen haben muß, rang bereits mit dem Tode, als er wieder an d«r Oberfläche erschienen war. All« Bemühungen zur Wiederbelebung waren erfolglos. Ei« Tcheckschwindel. Einem »«bekannten Individuum ist es gelungen, mittelst gesälschten Schecks von der Eiscnbahngesell- chast P. L. M. in Marseille den Betrag von 80 000 Franken zu «ihalten. Die Fälschung wurde zu spät bemerkt und eine Unter, suchung crugelcilrt. Di« Gesellschaft bewahrt über die Angelegenheit völliges Stillschweigen-. Aus der Heinrat. * E. K. Fricdbcrg, 4. März. Die Evangelische Konse- renz für das Großherzogtun, Hessen (Friedbcrger Konferenz) veranstaltet am nächsten Dienstag, 10. März, nachmittags 4 Uhr, hier im Hotel Trapp eine Bezirksversnmmlung. Datei wird Herr Universitäts-Professor sie. Stephan-Marburg, einen Vortrag halten über „Das religiöse Suchen unserer Zeit." Zn dem Vorträge, an den sich eine Aussprache nn- schließen wird, sind Gäste aus Fricdberg und Umgebung, Herren und Damen, sehr willkommen. * Gießen, 5. März. (Schöffengericht). In der Zylocsternacht 1314 kamen die heutig«« Angeklagten 1) Werlmeister Ernst D., 2) d«r Privatbeamte Heinrich Rg., 3) der Postassistent Friedr. Ro.. oll« von Großen, in trunkenem Zustand« in die Wirtschaft „Solmscr Hos" dahier. Beim Bezahlen oder beim Wechseln gab Ro. einen zerrissenen 10 Malischem, den der Wirt nicht annahm und worüber schließlich ein derartiger Disput entstand, daß sich der Wirt genötigt sah, di« unliebsamen Gäste aus dem Lotal zu verweisen. No. wollte auch uuverzüglich der Aussor. dcnrng Folge leisten, wurde aber von Rg. daran gehindert. Als nun der Wirt der Aufforderung auch die Tat folgen ließ, geriet er mit dem Angeklagten D. ln ein Handgemenge, wobei er von D. in beide Daumen gebissen wurde: durch die eiternden Wunden war er mehrere Wochen arbeitsunfähig. Das Gericht er. tonnte D. der gefährlichen Körperverletzung und des Hausfriedensbruchs schuldig und verurteilte ihn zu Geldstrafen von i0 Mk. evtl. 8 Tage Gefängnis bczw. 15 Mk. evtl. 3 Tag« Gcfäng. nis. Rg. erhielt wegen Hausftiodensbruchs ein« Geldstrafe von 10 Mk. evtl. 2 Tage Gefängnis, von der Körperverletzung wurde «r freigesprochen. Postassistent Ro wurde sowohl von der An- llag- der Körperverletzung als des Hausfriedensbruchs freige. Iprochen. Gegen sämtlich« Angeklagten lautet« das Urteil wegen Ruhestörung auf Freisprechung, da diese als Folge der Balgerei zu be,rächten ist. — Der Metzgergefelle s. St. von Hungen hatte einem hiesigen Meister Kundengclder unterschlagen und aus Furcht vor Strase einen Selbstmordver. such durch Erschießen gemacht. Jetzt, nachdem er wieder herge. stellt ist. hat er sich zu verantworten Er erhielt unter Zubil. ligung mildernder Umstände ein« Geldstrafe von 20 Mark oder 4 Tag« Gefängnis. — Wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung erhielt der G-inüs«Händler Wilhelm Kr. von hier je ein« Geldstrafe von 10 Mk. od«r j« 2 Tag« Gefängnis. Er war widerrechtlich irr di« Wohnung eines Dritten «ingedrungen und halt« dabei ein Dorhängefchloß beschädigt. — Aus Anlaß von ln ihren Heimatsorten veranstalteten Kaninchen- und Ec- srügelzuchrausftellungcn halten der Chauffeur Adolf R. von Wiescck und der Packer Heinrich Fch. von Etelnberg ohne obrrg- kettllche Genehmigung sogenannte Eratisverlosungen veranstal. tot — der gezahlte Eintrittspreis galt gleichzeitig als Los. Beide wurden wegen Lolterieveigehens je zu einer Geldstrafe von 3 Mk. evtl. 1 Taa Gekänanis verurteilt. ntut ^age«z«ir»ng. Donnerstag, de» ». wiarz »nt». * Gießen, 5. März. Herr Redakteur Noll von der Ober- hessischen Volkszeitung, stand gestern wieder einmal wegen Verleumdimg und Beleidigung vor der Strafkammer, oder richtiger gesagt, er spielte wieder einmal den Drückeberger und lvar zu der von ihm eingelegten Benljnngsvcrhaiid- knng nicht erschienen. Es handelte sich nur seine Reklama- tisn gegen ein Schöffengerichtsurteil, das ihn wegen Beleidigung und Verlennidimg des Lehrers Kling zu Strafe und Kosten verurteilt halle. Die Berufung wurde verworfen und ihm auch die Kosten des neuen Verfahrens zudiktiert. Die Oberhesjrsche Volkszeitung soll sich zwar noch einmal eingehend bei verschiedenen ihrer Juristen erkundigt und die Auskunft erhalten haben, daß der Artikel zwar schwer- beleidigend, aber doch völlig straflos sei, weil er sich in seiner Gesamttendenz gegen den Mitarbeiter der „Neuen Tageszeitung" richtete. Trotzdem war die Slrafkmnmer anderer Meinnng. Wir hatten am vorigen Mal vorgerechnet, daß hier für die verschiedenen Beleidigungen schon 2800 Arbeiter- groschen nutzlos vergeudet seien, wenn die Parteikasse sie deckt. Nnnmebr konnnen für diese Verhandlnng noch zirka 600 hinzu, znsanwien also 3400 Arbeitergroschen in einer Zeit der allgenieinen Arbeitslosigkeit. Herr Rredakteur und Stadtrat Vetters hat gelegentlich auch noch einige Sitzungen am Schöffengericht z» absolvieren, wir werden dann die Addition weiter führen. * Gießen, 5. März. Die gestrige Stadtverordneten- sitzung war wieder nur von 16 Mitgliedern des Kollegiums besucht. Es konnte deshalb nur über diejenigen Punkte beraten werden, welche schon auf der Tagesordnung der" letzten nicht zu Stande gekommenen Sitzung figurierten. Be- schlosscn wurde die Aufnahme einer neuen Anleihe von 4 '/* Millionen Mark. Wie der Oberbürgermeister nussiihrte, hat die Stadt früher jedes Jahr und in der lebten Zeit alle zlvci Jahre ein Darlehen ausgenommen. Für die Folge soll dies mir alle drei Jahre geschehen. Wenn man dann die jeweiligen Anleihen etwas höher ausschreibt, ist die Sartre auch viel cinsaä>er. Tie Dienstzeit des Obcrbürger- nieistcrs läuft mit dem 1. April ab, doch bcnrlanbte ihn die Stadtverordnetenversammlung ichon für den 2l. März, so- daß Oberbürgermeister Keller nrit dem Tage des Frühiings- ansangs sein Anrt nntritt und damit hoffentlich auch ein erfrischender Frühlingshauch in die städtische Verwaltung cinzieht. * Wetzlar, 5. März. Zur Uebernahmc und Einrichtung der »enerbautcn Unteroffizierschule traf hier bereits ei» Kommando von 30 Mann aus Biebrich ein. Die Ueber- siedlung der Bicbrichcr Unterosfiziersschule nach hier ist end- giltig auf den 1. April festgesetzt. * Lollar, 5. März. Auch bei unserem Spar- und Vorschuß-Verein hat sich jetzt eine llnterbilanz von zirka 200 000 Mark ergeben. Dieselbe resultiert a»S 70 000 Mark Verlust bei der Gewerbcbank Lollar und der Rest besteht anS Verlust und Abschreibungen an zweiselhaften Hypotheken. * Beuern, 5. März, Ein Vodeneinsturz im Schulhause trug sich hier am Samstag in dem Augenblick zu, als vier Mädchen über den Hausflur gingen. Die Mädchen stürzten in den tiefen Keller. Wie durch ein Wunder tamen sic ohne nennenswerte Verletzungen davon. * Angersbach, 4. März. Durch Ausgrabungen aus der Wart- bach wurde eine Mauer mit Strebepfeilern sreigelegt. Ferner send man eine große Anzahl Knochen, Wehrgehänge und Schnallen. Es wurde beschlossen, die alte Ruine vollständig freizu- legen. * Schotten, 5, März. Für die Stadt und ihr« enger« Umgebung plant man die Erbauung eines Krankenhaujes. Dem Kreisamt wurde vom Stadt Vorstand airheimgegeben, die Er. richtung eines Bezirks- bezw. Kreiskrankenhauses ins Auge zu fassen. Andernfalls will die Stadt Schott«,, ein eigenes Krankenhaus bauen. Aus Starkeiiburg. * Tarmstadt, 4. März. Unter der» Vorsitz von Herrn Ockonomierat Walter-Lengfcld fand gestern eine Sitzung des Vorstandes der Landwirtschaftskammer statt, in welcher eine Reihe interner Venoaltirngsangelegenheiten Erledigung fanden. Unter anderem wurde der Ausdehnung der bereits in Oberhessen für Zuchtvieh bestehenden Verniittc- sungsstelle ans Gebrauchsvieh und der hierfür vorgeschlagenen Leitsätze zugestimuit. Die Einrichtung ist, für den Fall hierdurch größere Mitte' nicht nötig werden, auch den Ausschüssen für Starkenbnrg und Rheinhessen zur Einführung zu empfehlen. Von einem Anträge des Großh. Bürgermeisters Eidmann-Richen auf Veranstaltung mehrtägiger landwirtschaftlicher Wandervortragskurse artf dem Gebiete der Ackerbaulehre, Tierzucht, Obstbau, Buchführung usw. wurde Kenntnis genommen und soll die Angelegenheit der Grgßh. Negierung unterbreitet werden. Der Beitritt der Landwirt- schaftSkamnier als außerordentliches Mitglied zur Zentral- anstatl für Arbeits- und Wohnnngsnachweis wird gutge- heißen und ein Beitrag bewilligt. Die Abhaltung eines Weidekrirses, ähnlich der Veranstiltung im Regierungsbezirk Wiesbaden, wird für die Monate Juni oder Juli aus der Jungviehweide Lauterbach beschlossen. Die von dent Kreisobstbauverein Büdingen eingerichtete Obstsortenrein- znchtstation Bad Salzhausen soll durch einen entsprechenden Zuschuß subventioniert werden. Der Vorffihrnng und Ein- fuhrung neuer noch nicht erprobter Maschinen ist im Jahre 1914 weiterhin größere Aufmerksanikeit zu schenken, insbe- sondere sind zur Vorführung an entsprechenden Orten der drei Provinzen in's Auge zu fassen: Hackmaschinen, Dünger- streumaschinen, Drillmaschinen, Kartoffellege- und Pflanz» Maschinen, Motorpslüge usw. Die Bestimmungen für den Kartoffelhandel finden eingehend Besprechreng und soll bei dem Abschluß der Vesffmmungen auf möglichste Wahrung der Interessen der Landwirte hingewirkt werden. Die bereits lm laufende» und in den Boriabren beaonneen Sortenan- banversriche für Getreide und Kartoffeln sollen weitergeführt und erweitert werden. Desgleichen die Saotwechselveffucke mit Getreide und Kartoffeln, sowie die Kleeanbaiwersnch,'. Auch ist ein Versuch zur Erprobung einer neuen Tabaksort-- in Aussicht zu nehmen. Ein Antrag des Vorstandsmitglr.- des Lekonomierat Fritsch-Dilshofen auf Beförderung 'von rotroh in 100 Zentner-Ladung zu dem gleichen Taisisav. vie 200 Zentner-Ladungen soll besürwortend weiter gegeben werden. AuS Anlaß des 29jährigen Bestehens der landwie!- schnstlichen HanshaltiingSschnIc Lindheim ist für den Schluß des Schulkurses im Mai ds. Js. eine entsprechende Schul- und Fesffeier beabsichtigt. Das beste Familiengetränk ist echter Kathreiners Malzkaffee. Er ist gesund und kräftig, sehr wohlschmeckend und billig. Der Gehalt macht's! Kursbericht vom 4. März 1014 der Mitteldeutschen «Kreditbank «Iti,»kapital ». Reserven Di. 70U0UUU0 gegründet 1836. Franklurter Börse. 98.35*/, 86.40 . 77 60 4*/, Reiche,rnleih« 3 V,*/. . 8•/. 3'/.'/. Prcuß.C»ns°I» 86.15 3'/. „ . 77.60 „ 4»/, Hessen 97.40 „ 3V. 0 /. „ 84 40 . 3»/. „ 74.70 . 4»/, Oesterr. Goldrente 90.— „ 4 1 /* •/, „ Siü)erTente 87.10 „ 4 °/» Ungar. Goldrenle 83.65 „ 3 „ „ Kronentente 82.75 , 4„ Portugiesen Serie 1 62.— , 4 „ .. .. »> 64.60 . 3*/,'/, Russen v. 1905 98.90 , 4*/, . . 1902 90.70 . 4 >/»"/, Japaner 91.10 , 4°/, Tüllen von 1903 85.80 , 4 'WUbminiftt. Türke» 70.— , Türkenloose Al. 168.40 , !«/„•/, Grieche» v. 1890 56.30 , l»/,°/o rb-onopol-Gricch. 52.20 , 3 % Bueir.-Air.Pr. Anl. 67.20 , 3 »/ 0 Silber-Biexikaner 42.— , 4 >/,/, Alex. Irrig, Anl. 69.60 . i'lt’/o Chinese» 92.10 mrrderus C.»W. Act. Schuck. Elektr. Ges. „ 113.65 151.25 221.75 225.—- 194.25 187.25 143.50 125 y. 162 50 124.50 123.50 263.50 Eschweiler Bergw. „ Bochumer Gußstahl „ Gelientirch.Bergrv.Akt, Haipener Bergbau „ Hanrbg. Amt. Pak. . Rordd. Lloyd . Berliner Handels Aut Attlteld. Creditb. Alt Tarnrstädt. Bank „ Deutsche Bank „ ____.... Dcutsch-AsratilcheBan! 125 23 Diskonto Komm. Arrt. 197?/, Dresdner Bank Akt. 158’/, Oe[t. Ereditanst. Akt. 206., 5 Lombarden „ -2.25 Dtsch-ttb-tlce E.G. „ 17-50 Ocstcrr.Staasbahn „ 155 7„ Höchst. Farbwerke „ 6. 7 — ChenoFabr. Albert „ 457 — Rutgerswerke „ 2-2 , Stcaua Aonrana „ 151 4u Phönix Bergb. „ 2410/, Griesheim Elektron „ 2b6 — Zellstoft Waldhos „ 226.50 Holzoerkohkrurgs-Jnd. 319.— Larrrahuke „ 161.— Privatdiskont - 3.'/,, Tendenz: behauptet. Berliner Handels Ant. >62.*/. Deutsche Bank Akk. 252.50 Disk. Konrmairdik Ank. 197.25 Dresdner Bank Akk. 158 — P-tLnk.HandelSb.Akk. 209.25 Russ.Äanks.a.Hand.A. 174.50 Schenkung E. B. Akt. 140.*/, Baltimore u. Ohio —.— Eanada Pacisic Akt. 2l3.'/, Prince Henri E. B.Att. 161.— Tilrkenloose At. — Berliner Börse. Hohcnlohewerle Akt. 121 — Deutsch-Luxenrb.B.Ait. 142.25 Laurahütte Akt. 159.'/, Obeischleirer E. Alt. — Phönix Bergbau Akt. 243,— Rombächer Hütte „ 1<>5.*/, Gelsentrrchen Bergw. A. 194.50 Harpener Bergbau Lkt. 186.°/, AUg.Elek.Gcsellsch.Akt. 251.-/- Siemens u. HalskeAtt. 221,— Tendenz: behauptet. Atchison Topeka Lonthern Pacifit Chicago Rock Lsl. Mss.Kan>.u.Tez.R. ltnron Pacific, lt. E. Steel Eonnnon Doll. Londoner Börie. 99.-/. 96.'/, ->.*/. l-.'/. 163.25 66.06 Anralgamated topp. Toll. Ehaekered Eompany Lstr. Eairrana Proprrerarq „ Goldfiews Rand Mines De Beeis Eon.olid „ 96.'. 0.96 9.81 18.*/, Die s. Depofitenkaffe Friedberg t. empjiehll sich zur Yeriuittlnng aller bankiuiistiigeii (iescliiittf- An- und Verlaus von Wenpapteren an allen Börien. Errichtung lausender Rechnungen und provisionsrrerer Scheck-Eo >1 Umwechslung von Coupons und Sorten. Annahme von offenen und verichlosiencn Depot» Eutgegcnnahme verzinslicher Spar-Einlager».