Nummer 48 Donnerstag, den 80. Februar 1914. 7. Jahrgang Ueue Tageszeitun Die »Ne«« Tages,eitri.g« erlcheint jeden Werltag. Regelmäßige Beilagen „Der Sauer an» Hessen", „?ie Spinassube". üezugapreio: «ei den Postanstaltcn orerleliäürli-t, üJif H, bei den Agenten m ona lllct) 50Psg. Hinzu tri tt P ostgebühr -der Träger,ahn. Ln,eigen: Srimdzeile 20 Psg., lokale 15 Psg, An,eigen vo» auswärts weiden durch P-jtnachnahme eri,oi>'en Erfüllungsort Friedberg. Kchriflleilung und Verlag Fnedberg (Hessen), Hanauerftrahe 12. Fernsprecher 48. Postscheck.Lonto Nr. 48,9. Amt Frankfurt o. SR. Debrrsicht. — Die Zahl der an Pocken Erkrankten beträgt jetzt sechs. Aus sanitären Gründen wurden wegen Pockenverdachts drei Personen in das Julius-Spital eingcliefert. — Tie französische Regierung hat gestern im Senat während der Debatte über das Stcuerprojekt eine schivere, wenn auch nicht entscheidende Rirderlagc erlitten. 'Die Ne- gierung unterstützte den Antrag des Senators Pcrchot, der direkte Kontributionseinkonnnensteucr eingeführt wissen wollte, sowie eine weitere Zusatzsteuer auf das Einkomnien jedes Familienoberhauptes. Stach lebhafter Debatte wurde der RegierungSantrag mit 140 gegen 134 Stimmen abgc- lehnt. Da die Regierung die Vertrauensfrage nicht gestellt hat, so liegt zu einem Rücktritt keine Veranlssung vor. Noch hat sich die Lage in der Stcuersrage sehr schwierig gestaltet. — Der Aviatiker Garraix hat gestern auf seinem Zwei- decker mit vier Passagieren eine Höhe von 3150 Meter erreicht und damit den bisherigen deutschen Rekord geschlagen. — Wie ein Telegramm des Admirals Bouä de Laper,- rdre nieldet, ist es gestern morgen gelungen, den gestrandeten Panzerkreuzer „Waldcck Rousseau» um 30 Meter vorwärts zu bewegen. Die Abschleppungsversuche werden fortgesetzt, ebenso nimmt die Ausschiffung der Kohlen- und Munitions- Vorräte ihren Fortgang. — Bei einer Anfahrt des in Toulon weilenden Torpedogeschwaders geriet das Torpedoboot „Rcnnndin" in Brand. Verschiedene Matrosen wurden dabei schwer verletzt. Nur nüt großer Mühe gelang es, einer Katastrophe vorzubeugcn. Das Schiff mußte mit schweren Havarien ins Dock geschleppt werden. — Der furchtbare Sturm im mittcländischen Meere hält an. In der Nähe von Casablanca sind zwei Dampfer, ein östereichischer und ein englischer, an die Küste geworfen worden und befinden sich in gefährlicher Situation. Die Namen der Schiffe sind noch unbekannt. Hilfsdampfer sind >nr llnterstiibnng abgegangeu. Der Neichslaysaby. Hestermann antwortet in der „Hessischen LandeSzeitung" nochmals ans die Versuche der Baucrnbundsleitung, seine niedlichen Enthüllungen in ihrer Wirkung abzuschwächen. Auf rein per- sönliche Dinge gehen wir unsererseits nicht ein, da »ns die beteiligten Persönlichkeiten nur soweit interessieren, als ihre Auseinandersetzungen politisch interessante Streiflichter auf fachliche Verhältnisse werfen. Herr Hestermann schreibt: „Wenn man einen Gegner nicht widerlegen kann, dann schiebt nian ihm Aeußerungen unter, die er nicht getan bat, und widerlegt dann diese. So ist es unwahr, ich hätte geschrieben, Herr Wachhorst hätte mir versprochen, ich würde von der nationalliberalen Partei Aufsichtsratsposten und eine glänzende Stellung erhalten. Ebenso habe ich nicht behauptet, daß die Präsidenten des Bauernbundes Au.ssichtsratsposten inne hätten. Meine Behauptung, daß Herr Wachhorst mir glaubte Aussichtsratsposten in Aussicht stellen zu können, halte ich vollkommen aufrecht. Sic ist ja auch nicht bestritten. Wenn ich Herrn Wachhorst jetzt angeben würde, was er und Herrn Dr. Böhme bei dieser Gelegenheit über ein andere? nationalliberales Fraktionsmitglied betreffs Auf- sichtsratsstellungen gesagt haben, dann würde sich Herr Wachhorst dieses Falles wohl genau erinnern. Ferner ist es unwahr, daß ich behauptet habe, Herr Wachhorst habe Herrn Dr. Bölune und mir eine bindende Instruktion erteilt, wir müßten unseren Antisemitismus fürs erste ablcgen. Meine Behauptung aber, daß Herr Wachhorst uns solche Hinweise, die freilich keine bindende Kraft haben konnten, gemacht hat, ist durch das Banernbunds- Präsidium nickü widerlegt. Wenn der Bauernbund darauf hinweist, daß ich vom Verein zur Abwehr des Antisemitismus 1000 M zwischen Haupt- und Stichwahl erhalten habe, so bemerke ich dazu, daß ich niemals, weder vor noch nach nicincr Wahl nüt dieseni Verein oder seinen Mitgliedern irgend etwas zu tun gehabt habe. Die 1000 Mark sind mir nur mit der Benierkung übersandt, daß ich eine Empfangsbestätigung cinscnden möchte. Erst in letzter Zeit ist miv klar geworden, daß der Verein zur Abwehr des Antffe- mitismus die 1000 Mark mir wegen der indirekten Beziehungen, die er zum Deutschen Bauernbund hat, ge- sandt hat. Ferner ist unrichtig, daß ich geschrieben habe, Herr Wachhorst habe gesagt, wir müßten nüt Rücksicht auf die Bauern für einen Abbau des Gerstenzollcs eintretcn. Ich habe vielmehr behauptet, daß Herr Wachhorst auf die Rücksichtuahme aus die Linke hiugewiesen hat. Dabei beioute er noch besonders-, daß man bei den Handelsverträgen nicht umhin könne, der Linken Zugeständnisse zu machen. Dies würden wir auch bei den kleinen Bauern vertrete» können " Die Leitung des jungliberalen Bauernbundes hatte die letzten Mitteilungen Hesternianns vor allem dadnrch zn entkräften gesucht, daß sie ihn in eineni Einzelfalle einer Hand- greiflichen Unwahrheit überführen zu können glaubte: wie wir bereits kurz nütgeteilt haben, hatte Herr Hestermann geschrieben, er sei in der Fraktionssitzung, in welcher iibcr eine Rede des Abg. Di'. Böhme verhandelt wurde, nicht anwesend gewesen. Die Bauernbundsleitung erklärte das in schärfster Weise für unwahr und fügte hinzu, daß sie vier Zeugen für die Anwesenheit Hesternianns in der fraglichen Sitzung stellen könne. Der Abgeordnete Hestermann bleibt nun, unter Berufung auf das Zeugnis des Abgeordneten Kerschbaum und des Fraktionsdieners, dabei, daß er erst nach Schluß dieser Fraktionssitzung im Reichstage erschienen sei: er macht aber darauf anfmerksam, daß er allerdings einer Fraktions- jitzung beigewohnt habe, in welcher Herr Dr. Böhme hervor- gehobcn habe, daß der Bauernbund im gegenwärtigen Augenblicke (!) unter keinen Umständen für die Beseitigung der Einfuhrscheine eintreten dürfe, weil dies bei dem Tiefstände der Roggenpreise im Lande „gewaltig schaden" würde; anscheinend liege eine Verwechselung zweier Fraktionssitzun- gen vor. Herr Hestermann schließt seine neuen Darlegungen mit folgenden Worten: „Der Bauernbund selbst hat bis zn der Zeit, wo ich energisch Front machte gegen seine Linksentwickelung und sein Paktieren mit den Gegnern der Landwirtschaft, mir in seinem Organ immer die größte Zustimmung bekundet. Ebenso haben mir die Leute, die jetzt so gehässig gegen niich Vorgehen, durch Briefe, die noch in meinem Besitz sind, ihre größte Anerkennung ausgesprochen. Bis in die allerjüngste Zeit hat sich das Prä- fidiuin des Bauernbundes und besonders Herr Dr. Böhnic die größte Mühe gegeben, niich zu halten. Da ich aber nicht der Landwirtschaft in de» Rücken fallen wollte, mußte ich meinen Austritt erklären, als ich erkannt hatte, daß der Bauernbund in feiner jetzigen Gestalt weiter nichts ist als eine Aoiiationsfiliale des Liuksliberalis- n>us, der ihm auch seine sinnnzielle Unterstützung gewahrt, mit der er steht oder fällt, wie mir Herr Wachhorst selbst erklärt hat." Victor v. Dodbielslri. Z» seinem 70. Geburtstage <26. Februar) Wenn jemals einer das siebzigjährige Geburtstagskind, das heute seinen Ehrentag feiert, in seinem Wesen und Wirken gut charakterisiert hat, war es der Kominandeur des 10. Armeekorps, General v. Voigts-Rhetz, der im Jahre 1870 von dem damaligen Premierleutuant schrieb: „Er ist immer vergnügt und bei Tag und Nacht voll unverwüstlicher Tätigkeit." Es gibt nicht viel Männer, die so viclgcwandt, so tüchtig in den verschiedensten Fächern sich bewährt haben, in Krieg und Frieden, im Sattel und am Schreibtisch, als Vcrwaltungsbcamter und ini Parlament, als Landwirt und als Kaufmann und nicht zuletzt in fröhlicher Jagd- und Skatrunde. Schon als blutjunger, kaum dein Kadettenkorps entronnener Ulaucnleütnant der Perle- berger Elfer hat er gezeigt, was in ihm steckte. Eine Attacke auf die Dänen in Flensburg brachte ihm den Roten Adlerorden 4. Klasse mit Schwertern, damals noch am orangefarbenen Bande z» tragen, ein. Ilnd 1870 war ec es, der ton Pout-d-Mousson nach Verdun vorgeschickt, nicht nur glänzend und »nisichtig rekognoszierte, sondern auch gleichzeitig, als er sah, daß es dem 10. Korps auf dein Marsche an Wasser fehlen würde, dafür sorgte, daß die notwendige Labung herbeigeschafft wurde. Sein eminent praktischer Blick bewährte sich hier wie später. Sein General hatte es sich in den Kopf gesetzt, jedem seiner Leute einen Weihnachtsstollen zu verschaffen: er setzte es durch mit Hilfe des „Genies und der Energie" des Gencralstabsoff'zierS v. Podbielski. Ter tüchtige Offizier avancierte rasch, aber als Generalmajor uohm er den Abschied, nicht jedoch, um der Ruhe zu pflegen, sondern um sich in eine Fülle von Geschäften zu stürzen. Bald spielte er eine Rolle in dem wirtschaftlichen Betriebe des Osfiziersvereins »nd des Ilnioncklubs, war er an der bekannten Firma v. Tippclskirch & Eo. beteiligt, wurde er Versitzender des Aufsichtsrats der Transvaalausstellnng, ließ er sich in den Reichstag wählen und förderte die Deutsche Landwirtschastsgesellschast. Mittlerweile wurde er zum Generalleutnant ernannt, zur Disposition gestellt, aber die tüchtige, in ihm ruhende Kraft wurde nicht für das Heer, sondern für die Verwaltung ausgeuutzt. Als Staatssekretäc des Reichspostanits und später — viel befehdet — als preußischer Landwirtschafts-Minister, hat er dem Staate große Dienste geleistet. Er verstand es. den „Krieg mit den Assi- stenten" ohne Schädigung der Disziplin beizulegen, er erhöhte die Gewichtsgrenze einfacher Briefe auf £0 Gramm, ermäßigte das Ortsporto auf 5 Pfennig, schuf große Kabellinien, kurzum, er bewährte sich als ein glänzender Organisator, der sich auch die Achtung und Wertschätzung seiner poli- tifrfjcu Gegner erwarb. Weniger gelang ihm dies natnegc- mätz als Landwirtschaftsminister, als der er das Wort „die Fleischuvt ist eine vorübergehende Erscheinung" prägte. Sie würde allerdings ganz sicher nie sich zeigen, wenn alle eine so glückliche Hand in der Landwirtschaft Hütten, wie Herr v. Podbielski. Seine Molkerei und seine Schweinezucht auf feinen Gütern Talmin und Karstadt genießen einen wohl- verdienten hohen Ruf. Als er seinen Abschied nahm, geschah cs nicht wegen der „TippelSki'ch-Afsäre", aus der er rein hei vorgegangen war, sondern weil er die neue Kursänderung nicht mitmachen wollte. Ein Kleber war er nicht, „nach der Heuernte verduft' ick", hatte er in feiner derb-hinuoristischea Art selber gesagt; er liebte solche Wendlingen überhanvt, wenn auch die von dem „Lausekanal, mit dem er sich nicht vor den Bauch stoßen lassen wolle", nicht ganz sicher bezeugt ist. Seitdem widmet sich „Pod", wie er von Freunden und Gegnern — Feinde hat er kaum — genannt wird, eifrig finanziellen Transaktionen, der Förderung des Pferdesports nnd der Jugendbewegung. Er ist vielfacher AnssichtSrat. einer der Schöpfer der Grunewaldrennbahn und des Stadions und steht an der Spitze des Ausschusses für die Olympischen Spiele. Dem klugen, energisckicn, wohlverdienten Manne werden an seinem heutigen Ehrentage Huldigungen in und aus allen Lagern bereitet werden. O. K. Deutscher Deichslag. 22l. Sitzung, 25. Februar, 2 Uhr. Am Tische des Bundesrats: Wackrrzapp. Zunächst steht ans der Tagesordnung eine zurückgcstellte- Position aus dem Etat des Reichsamts des Innern, die 145 800 halten, die Dienst- nnd Lohnverhältnisse einheitlich zn regeln. Zu wünsechn wäre, daß die Erleichterungen, die die neue Verkehrsordnnng gebracht hat, auch Anwendung im Verkehr mit den, Anslande fände. Mehr Nachdruck sollte ans das Bestreben gelegt werden, das Eisenbahnwesen zn vereinheitlichen. Die Einzelstaaten klagen über Preußens Wettbewerb. Abg. v. Boehni lkons.): Die Verfügung, das aus den Bahnen beförderte Vieh zum Tränken nnd Füttern anszu» laden, führt zu schweren Mißstände». Eine Schädigung bei Handelsstandes und der Konsumenten ist dadnrch unausbleiblich. Ein Tierarzt hat üch scharf gegen das Umlade» ausgesprochen. Das Fleisch der Tiere leidet darunter Häufig kommen die »ach dein Süden verschickten Tiere viel zu spät ans den Markt. Hinter dieser Verfügung steht der Ticrschutzverein. Ich Via durchaus ei» Tierfreund, aber Theorie „nd Praxis ist zweierlei. Ost komme,, die Tiere zcrschnnden und mit gebrochenen Knochen am Bestimm»»«? crt an. Jedes Kind ans den, Lande weiß, daß ein Tice ain dem Transport weder Futter noch Wasser anzunehme, pflegt. Ich hoffe, daß der Herr Präsident Wandel schaff-, wird. Abg. Dr. Hans (Fortschr.): Zn beklagen ist, daß zw h " der preußisch bcssischen und badischen Eisenbahnverwaltiin recht ose iniangcnehme Reibungen entstellen. Wir sind vo! 9lf. 4fr Sette Z, drin Grundgedanken der RcichSvcrfajsung doch noch recht lucit entfernt. Die einheitliche Verwaltung der Eisenbahnen liegt nach iin weiten Felde. Zu erwägen wäre cs, ob das :)teick>seiscnbahnamt nicht einen stärkeren Einfluß auf die Tari'grftaltung nusüben könnte. Eine größere Einheitlichkeit darin wäre bau größtem stutzen. Präsident Wackerzapp geht auf einzelne Fragen der Vorredner ein und teilt mit, daß im Bnndesrat Erwägungen im Gange sind, die die Haftung bei Sachschäden regeln. Es kann auch nicht zugegeben werden, daß bei Fütterung von Schweinen ans dem Transport die Tiere Schaden leiden. Die Fütterung geschieht durch sachverständige Männer. In der Zahl der Zugunfälle steht Deutschland erheblich besser da als die ausländischen Bahnen. Don Jahr zu Jahr geht die Zahl der llnfälle zurück. Ich wäre den Herren Abgeordneten dankbar, wenn sic mir ihr Material zur Verfügung stellen würde«, das Och auf die Klagen über die Ueberlastung der Beamten bezieht. Die Diensterleichterung der Beamten von 'bl? ist überall angenehm empfunden worden. Bezüglich der Vereinheitlichung der Bahnen ist eine Aenderung der Auffassung der Regierung nicht eingetreten. Mißstände, die sich durch die Einzelverwoltungen ergeben, müssen von Fall zu Fall erledigt werden. Donnerstag: Fortsetzung. — Schluß nach 6 llhr. Aus dem hell. futtMittr. 3«t Beamtenbesoldungsvorlag«. Die Zentrnmsftaktion des jünnMofls hielt am Mittwoch vormittag in den Räumen der Kammer in Darmstadt ein« Sitzung ab, tn der einstimmig an den seither in dem Finanazusschuß der Zweiten Kammer gefaßten Beschlüssen sestzuhalten. Vertraulich wurde auch über di« Stellungnahme des Vertreters des Bischof» in Mainz, Domkapitular Dr. Bcndix, in der Ersten Kammer verhandelt, doch soll vorerst darüher nichts in di« Oeff«ntlichk«it gelangen, — Auch die nationalliberal« Partei befaßte sich mit der Besol. dungsvorlage. Auch hier wurde zum Ausdruck gebracht, daß nach Lag« der Verhältnisse auf jeden Fall an den einmal gesoßten Beschlüssen festgchallen werden müsse und wurde beschlossen, im Sinne des Ausschußberichtes auf den früheren Be.' Müssen zu beharren. Tagesübersicht. Drntlches Reich. :: Ein« neue Wackestat gegen schwäbisch, Soldaten, Tin -euer frecher Angriff auf 3 Unteroffizier« des württ, Jnfant«. rieregimcntes 136 wurde am Sonntag abend verübt. Dir drei Unteroffiziere wurden, als sie die Wirtschaft .Zur Kette" in der Langstraße verliehen, von 10 bis 12 Burschen und einem Fravenziminer verfolgt und durch den Ausdruck „Tausch w o b c ti" beschimpft Ein Unteroffizier verbat sich di« Beschimpfung, Daraus erscholl der Ruf: „Messer heran,!" Wie auf Kommando fielen di« Kerl«, unter denen sich allerlei zweifelhaftes Gesindel befand, über den «inen Unteroffizier her und bearbeiteten ihn mit dem Messer. Di« beiden anderen wurden ebenfalls, als sie ihrem Kameraden zu hilf« eilen wollten, durch Messerstiche verletzt. Die Frauensperson rannte in eine der kleinen Seitengassen der Langestiatz« und halt« Verstärkung herbei. Eine Rotte von bv Personen johlte und schrie nachher aus der Straße, ohne daß Poliezi einschriit. Die Unteroffizier« traten eiligst den Rückzug nach der nahen Kaserne des Regiments an, verfolgt von dem Gesindel, das bis zum Tor der Kaserne folgte und dieses mit Fäusten und Steinen bearbeitete. Di« Verletzung der Unteroffiziere hat sich glücklicher- ioeifc als nicht so schwer herausgestellt, wie ursprünglich ange. nommen wurde. Untersuchung ist eingeleitet. Die vielen An- griffe auf Militärperfonen in den letzten 14 Tagen — aus militärischen Kreisen werden etwa 2« gemeldet — verlangen kategorisch ein strengeres Einschreiten der Polizei gegen di« Täter. :: Ein General von seinem Burschen angesallen. Aus Reiß« wird vom 25. Fehl, gemeldet: Als der Kommandeur der 24, Iigantcriebrigad«, Generalmajor Bocß, gestern früh fein« Bur. ichea, die nicht zur rechten Zeit aufgcstanden waren, wecken wollte, wurde er von ihnen überfallen und leicht verletzt, Le- bensgesahr besteht nicht. Die Täter, di« zunächst entflohen, wurden Heu!« früh bei Wischke aus der Streck« Neiße-Oppeln oom Zuge üdersahren tot aufgefunden, Di« beiden Soldaten waren gestern tn der Umgegend von Neiße umhergeirrt und hatten in der Nacht dann Selbstmord verübt. Rußland. »erstärku-g russischer Grenzsrstungen. Wie der „Excel- sior meldet, flndet augenblicklich in Petersburg ein« Reihe von geheimen Sitzungen des Oberkriegsrates unter dem Präsidium des Kriegsminifters statt. Der Zweck der Beratungen ist eine iofortigr Verstärkung der Festungen und Earnffonen Rußland» an der Wcstgienzc, Begründet werden die neuen Maßnahmen mit der Tatsache, daß auch Deutschland in der letzten Zeit nam. laste Verstärkungen an seiner russischen Grenze vorgenommcn labe, :: Der deutsch-rufsischr Handelsvertrag. Das Landwirt. »Hastsministerium arbeitet, noch dem „Rusloje Storno", einen kreuzen Geheimentwurj aus, Di« Vorarbeiten des Handel». Vertrages mit Deutschland sind dem Handelsministerium mög. lichst z» entziehen, welches, nach dem Landwirtichoftsminifte- rium, di« Vorarbeiten in falsche Bahnen gelenkt habe. Die Interessen der Industrie feien jetzt zu einseitig vertreten. Auch !«> di« Geheimhaltung der Absichten der russischen Regierung durch di« Heranziehung nichfftaarlicher Organisationen gesahr- oet. Es wird als zroeckmäßig die Einrichtung einer besonderen, keinem Ministerium unt«rstehenden Behörde, di« nur au» Beamten bestehen darf, betrieben. Als Vorsitzender dieser Be. Hörde ist Graf Witt«, besonders wohl auch wegen seiner Erfahrungen als Unterhändler bei dem letzten Handelsvertrag, in Aussicht genommen. Bom B»Uan. :: Kein dulgarisch-türtische, Bündnis, Zu der Frage, ob Zwilchen der Türke» und Bulaariev -in Bündnis ode. «in l»e. amnurftiog. De« 26. Februar i»i# Mdie iagesjetiunfl. svndores Abkommen besteht, «fährt der Korrespondent der „Frankfurter Zeitung" von maßgebender Seite folgende Einzelheiten: Beim Empfang der bulgarischen Abordnung, die nach Petersburg anläßUch der Eimoeihung des Denkmals des Großfürsten Rikolaijewitsch gekommen war, beklagt« sich Saso- now über den angeblichen Abschluß «ine» Bündnisses zwischen der Türkei und Bulgarien, Der bulgarisch- Gesandte Rädko Dimitriew entgegnet«, daß er von einem solchen Abschluß nichts wisse. Auf Dimitriews Meldung über diesen Vorfall richtet« Radoslawow direkt an Safonow di« Erklärung, daß ein sol. ches Bündnis rveder bestehe, noch jemals beabsichtigt sei, Spanien. :: Blutige Steuerproteste. Lebhafte Unruhen sind in verschiedenen Teilen Spaniens wegen der neuen städtffchen Steuern ausgebrochen. Besonders in Barzelona ist di« Situation sehr besorgniserregend. Hier hat sich die Bevölkerung zu schweren Ausschreitungen hinreitzen lassen. Gestern früh waren in Barcelona di« Märkte vollkommen verödet. Dir Wagen, die Lebensmittel in die Stadt bringen sollten, wurden bei ihrer Ein. fahrt in di« Stadt von den Bewohnern mitleidslos geplündert. Alle Geschäfte waren geschlossen und die Handwerker feierten, Di« Fabriken und großen Warenhäuser mußten gleichfalls schließen. Die Straßenbahnwagen wurden von der Menge mit Steinen beworfen, so daß schließlich der Straßenbahnverkehr vollkommen eingestellt werden mußt«. Selbst Baumstämme wurden über die Schienen gelegt, wodurch «in Wagen entgleiste und umstiirzte. Kein einziger Laternenpfahl steht noch aufrecht, so daß di« Stadt am Abend in völliges Dunkel gehüllt war. Zwischen Polizei und Publikum kam es wiederholt zu blutigen Zusammenstößen. Di« Wohnung des Bürgermeisters mußte durch Soldaten vor der Wut der Menge geschützt werden. Ueberall auf der Straß« tönten dem Bürgermeister, der von be. rittemen Gendarmen begleitet war, Ruf« wie „Nieter mit ihm! Hängt ahn!" entgegen. Wahrscheinlich wird der Belagerungszustand über di« Stadt verhängt weiden, wenn die Ruhe nicht bald wieder einkehrt. Mexiko. :: Zur Ermordung des Engländers Benton. Die merika. Nische Zeitung „El Diario", das Organ Huertas, schreibt zur Ermordung des Engländers Benton: Vor der blutigen, mit Kugeln durchlöcherten Leiche Bentons entrüsten sich die Macht«: ihr« Interessen liegen jetzt in den Händen eines von dem amerikanischen Koloß geschützten Mannes, Sogar aus dem Norden von Mexiko richten sich anklagende Blick« nach dem Weißen Haus«, denn dort fitzt der wahre Schuldige des Derbrechems, Kund der Landwirte. Aus dem blauen Ländchen. Während der Bund der Landwirte in der ganzen Gegend gut organisiert ist. konnte nnsere Bewegung seither in Erbenheim keinen Fuß fassen, deshalb wurde auf den vergangenen Sonntag eine Versammlung in den „Engel" berufen. Sie war auch recht gut besucht, fast sämtliche Ort der engereu und weiteren Umgegend waren, z. T, sehr stark, vertreten, so namentlich Delkenheim, Wallau, Massenheim, Biebrich, Igstadt, Kloppenheiin, Nied, Höchst u. a. Leider aber war gerade Erbenheim nur schwach vertreten, einen Umstand, den der erste Redner, der stellvertretende Prov.'Vorsitzende für Nassau, .Herr Gg. Christian- Unterliederbach, lebhaft bedauerte. Herr Christian sowohl wie der nächste Redner, Herr Redakteur H i r s ch e l, besprachen darauf in längeren, oft von Beifall unterbrochenen Ausführungen die Notwendigkeit einer Organisation der Landwirtschaft und die Stellung der verschiedenen Parteien zu dem Bund der Landwirte. In der Aussprache empfahl namentlich Herr B o l - mar- Biebrich den Anschluß an den Bund, in demselben Sinne sprachen sich die Herren Runzheimer -Delkenheim, der Versammlungsleiter Gärtner- Massenbeim und Schleicher- Nied aus, ebenso gab Herr Landwirt E h r i st - Erbenheim seine Zustimmung kund. Wenn wir auch auf eine größere Beteiligung der Erbenheimer gehofft hätten, so ist doch die Versammlung sebr schön verlaufen und der Anfang einer Organisation in Erbenheim ist gemacht worden. Zwanglose Jusammenlnnifl am Donnerstag, den 26, Februar, abends 8 Uhr, in Uiedrr-ErlciUrach bei Gastwirt Werner (zum grünen Baum). Die Herren Landtagsabgeordneter Dr. v, Hekinolt. A d, H e n s c l und H i r s ch e I werden onwesend sein. Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Ans der Heimal. * Friedberg, 26. Febr. Durch das günstige Frühlingswsttcr epfteute sich der Pferdemarkt eines sehr starken Besuches, Das ausgetriebene Pserdcmaterial war erstklassig und inan konnte wahre Prachtexemplar« sehen, die der Prämiierung harrten. Viele Kauflustig« und Dcrkäufer waren aus der Wetterau uns Umgebung erschienen. Der Handel ging flott und dauert« bis zum Nachmittag. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebiiis: Klasse 1: Belgier Mutterstuten mit im Laufe des Jahres gefallenen Fohlen oder mit mehreren Nachkommen, (ausgegeben 210 Mark), Ehrenpreis Fr, W, Schiifer.Reichelshcim 166 Mk,, 1. Preis Wilh, Horack-Reichelsheim 60 Mk,. 2. Pr, Fr. Groß. Reichelsheim 50 Mk.,' Klaffe 2: Belgier gedeckte Stuien, (aus- gegeben 405 Mk.), 1, Pr, PH, Studt 2,-Niedcrweisel 50 Mark, L, Pr, Aug. Heinz-Niederweisel 40 Mark, Hermann Steten. Re-ichelsheim 40 Mk,, Peter Häuser.'NiederWeisel 40 Mk., 3, Pr- Sch. Häuser Niederweijel, Karl Häuser-Niedcrweisel, Wilh. Müller 2..Echzclt, je 30 Mk.. Ancrkenmmg Aug. Lanz-Daurri»> heim, K. Schwindt-Riederwölistadt, H, Ph. Stoll-Ulsa, Reinh. Krausgrill-Niederweijel, K. Waas Dauernheim, Aug. Göbel. Heuchelheim. Ioh. Petvie-Dsrn-Asscnheim, Z. T. Bommers. Hcim-Dorn-Ass«nbsl»>. "tot W. Mölm-Otiedervl-'-r-« niid Wilh. Müller.Bingenheim, fermer 2. Preis PH. Binding-Echzell 4» Mk., 3. Pr. K. Hcil.Butzbach, Eg. Btll 2.-Medcrwessel, K. Iah Düringer Oberhöigern und Alois Eß-Dorn-Asscnheim: Kl. 3: Belgier dreijährige Hengst», 2tut. und Wallachfohlvn, saus gegeben 100 Mk), Ehrenpreis Wilh. Horack-Reichelsheim 50 MI,, 1, Pr, Heim, Steten-Reichelsheim 40 Mk,, 2 . Pr Hch, Scheuermann-Echzell 30 Mk,, 3, Pr, R, Nickel.Obermockstadt, Wilh, Stork 3,-Berstadt, je 20 Mk., Anerkennung Ad, Nickel, Obermockstadt, A. Bausch-Niederwöllstadt, je 10 Mk: Kl, 4: Belgier zweijährige Hengst-, Stut- und Wallachfohlen, (aus gegeben 105 Mk,), 1, Pr K, W. Schrcff-Bruchenbrücken 30 Mk, 2, Pr, Karl Schwindt-Niederwöllstodt und Fr, W. Koburgeu Reichelsheim, je 20 Mk,, Anerkennung Gg, Wolf 7.-DauernHein und Fr. Groß-Reichclshcim, je 10 Nil., 3, Pr, Hch. Ph, Stall- Ulfa 15 Mk, — Oldenburger Pserde: Klasse 1: Mutierstuten mit Nachkommen, 1. Pr, Hch. Holler l.-Echzcll 60 Mk., Klasse 2: Gedeckt« Stuten, 1, Pr, O, Gg, Wolter.Langd 50 Mk„ 2 Pr, Otto Stoll-Heuchelhcim 40 Alk., 3, Pr, Rich, Vorbach Rodhrim v, d. H, 30 Aik„ Anerkennung Jak, Schaub Büdr» heim, Wilh, Karl Schäfer-Reichelsheim. O. Wols-Böollernhau, sen und Ioh. Alter 2.-Berstadt, je 15 Mk.; Klasse 3: Dreijähr, Hengst-, Sind- und Wallachfohlen, 2 . Pr, Hch, Appel-Nieder, slorstodt und Aug, Henscl-Dortelweil, je 30 Mk, Anerkennung Wilh, Hch. Fenchel-Griedel und O. Gg. Walther-Langd, je ll Mk.; Klasse 4: 2. Pr. Ernst Eichetmann.Wohnbach 20 Mk. 3 Pr. Heinrich Heller 1.-Echzell 15 Mk, Anerkennung Ph. Kl« bcrger-Melbach und W. K. Schäfer-Reichelsheim, je 10 Mark Insgesamt wurden ou»gegeben für Belgier 1070 Mark, fii, Oldenburger 380 Mark, zusammen 1450 Mark. * Friedbcrg, 26. Febr. Der Zweigverein für Hessen des Westdeutschen Güterbeamten-Verbandes hält kommenden Sonntag, den 1. März, nachmittags 3V5 Uhr im Hotel König von Württemberg in Farnkfurt a. M., Karlstraße, 3 Minuten vom Hauptbahnhof, eine Versammlung ab, wozu alle Kollegen, sowie die Herren Gutsbesitzer und Pächter eingeladen werden. * Friedberg, 26. Febr. Auch in diesenl Jahre bildete der „Große Bllrgcrmaskenball" wieder den Kultimations- pnnkt des karnevalistischen Treibens. Unter der Devise: „Eine internationale Friedenskonferenz" hatte Prinz Karneval seine Getreuen gerufen und sie waren zum sechsten Male seinem Rufe gefolgt. Die festlich, der Devise ent- sprechend, dekorierten Säle boten einen prachtvollen Anblick und herrschte in sämtlichen oberen und unteren Räumen des „Hotel Travp" ein ftöhliches Treiben, wozu die 4 Künstler- Kapellen, zum Tanz aufspielend, bestens mit beitrugen. Die schönsten Masken wurden auch Heuer wieder durch Preise ausgezeichnet und fand die Verteilung um 12 Uhr unter de« Präsidium de? Urnarren Balthasar Schneider statt, welcher, durch humorvolle Ansprachen gewürzt, die Preise übergab. Es erhielten den 1. Damenpreis: Eine Japanerin, den 2. Preis: Eine Türkin, den 3. Preis: Eine Orientalin, den 4 Preis: Eine Russin, den 5. Preis: Eine Japanerin. De» 1. Herrcnpreis: Wegweiser zur Friedenskonferenz, den 2, Preis der Deutsche Michel, den 3. Preis: Ein Chinese, den 4. Preis: Der Mond, den 5, Preis: Eine Riesenfigur, den Frieden verkörpernd. 1. Gruppenpreis: Jungdeutschland, 8. Preis: Schilderbauswache. Es waren besonders in Her- rcnmaskcn eine große Anzahl wirklich origineller Kostüme vertreten und wurde dem ganz besonders hervorragenden .Henkell Trocken" ein Extraprei? zuteil, ebenso wurde der allen bekannte Ctown für seine wirklich vorzüglichen Leistungen ausgezeichnet. Am frühen Morgen wurden dann alle Närrinnen und Narren entlassen, bis zum nächsten Jahre, allwo die Parole lautet: „Auf zum 7, großen Bürgermasken- ball, * Friedbcrg, 26. Febr. Nach kurzem Krankenlager verstarb in Heppenheim Rektor Max Schmidt. Der Verstorbene war ein geborener Friedberger und batte ein Atter von 72 Jahren erreicht. Im Jahre 1910 feierte er sein goldcnoj Lehrerjubiläum. Seit einem Jahre lebte er im Ruhestand. * Landwiktschastlicher Bortrag. Freitag, den 27, Februar, abends halb 8 Uhr in Ockstadt im Gasthaus« von Klingel. Vortrag über: „Die Boikentäser in der Kirschpflanzung", Referent: Croßh. Landwirtschaftslehrer Dr, Ho ff mann in Fried, bcrz, * Dorheim, 26. Febr. Bei Humor und Stuß gibt'» kein Verdruß — diese Devise darf man Wohl voransschicke» zu einer heute Abend stattfindenden närrischen Veranstaltung, Im „deutschen Haus" (bei de Marte) findet beute Donnerstag Abend ein „Großer Kräppelabend" statt. Die Leitung hierüber hat der Kammersänger „Fritz" übernommen, dessen Rcgiekunst allgemein bekannt ist und für die humoristischen Ausführungen wird „Wilhelm mach kahn Kroin" Sorge tragen. Wer sich also eininal tüchtig aus- lachen will, der mach sich heute Abend auf die Beine und gehe bei die Marie zuin „Große Kräppelabend". * Bubbach, 26. Febr. Im hiesigen Kohlensäurewerl wurde der Arbeiter Philipp Ritz durch eine explodierend« Natronflaschc getötet. * Ober-Cschbach, 26. Febr. Hier machte der 75jährige Musikant Eberl seinem Leben durch Erhängen ein Ende. * Vilbel, 26. Febr. Wegen umfangreicher Schwindeleien wurde der Tagelöhner Jakob Schmidt von hier in Frankfurt verhaftet. Er verkaufte Frankfurter Herrschaften inindertvertigen Saud zu sehr hoben Preisen und betrieb diesen Schwindel lange Wochen hindurch. Ferner beschwindelte er drei junge Mädchen um bedeutende Sunimcn, wobei er ihnen das übliche Heiratsversprechen gab. * Büdingen, 26. Febr. Seit Jahren tvaren hier bereits die Vorbereitungen zu einer möglichst glänzenden Feier des 45jährigen Bestehens der Büdingcr Schützengcscllschast im Juli 1914 im Gange. Dieser Tage entdeckte nun der fürstlich Jsenburgische Reichsarchivrat Dr. Wiltmann Büdingen daß die Gesellschaft schon GOO Jahre und nicht erst 450 Jahv besieht. Daraufhin bat der Teltansschnsi fiir das Fudiläums 51t. 48' feft die Jubiläumsnummer schleunigst »m 50 hinaufgesetzt und feiert nun die Halbtausendjahrfcicr. * Frankfurt o. M., 25. Febr. Um eine Entlastung der Straßenbahnstationen an der Hauptwache herbeizuführcn, sollen die von Homburg. Oberursel und Eschersheim kcm- niendcn Linien nach dem alten Theaterplatz geleitet werden und auch von hier ausgehen. * F. CT. Frankfurt n. M., 24. Febr. Der Ehrenvorsitzende des deutschen Fleischerverbandes, der jahrelange erfolgreiche Versitzende des Verbandes, Karl Marx, begeht heute, am 24. Februar in körperlicher und geistiger Frische in seiner Vaterstadt Frankfurt a. M., seinen 70. Geburtstag. Marx wurde am 24. Februar 1814 zu Frankfurt a. M. geboren, trat nach seiner Konfirmation 1858 in das väterliche Geschäft, das er 1870 iibernahm und vor einigen Jahren an seine Söhne übertrug. Seit dem Jahre 1886 gehört Marx dem Vorstand i-es deutschen Fleischer-Verbandes an, war inehrere Jahre zweiter Schriftführer, wurde dann zweiter und schließlich erster Vorsitzender. Dieses Amt legte er infolge hohen Al- ters auf dem Derbandstage in Eassel 1913 in die Hände des Verbandes zurück und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zur Hebung und für das Wohl des Fleischcrverban- de? war Marx unablässig erfolgreich tätig, was auch von der Allerhöchsten Stelle durch Verleihung des Kronenordens an ihn anerkannt wurde. Auch Im Interesse der Stadt wirkte er als Stadtverordneter. Alle Fleischer werden sicher an dem Ehrentage des Meisters dankbar seiner ge- ; denken. * Frankfurt o. SB., 24. Febr. Auf offener Straße und ins mitten des stärksten Verkehrs entriß ein junger Mann in der Stistftraß« einer Dam« die Handtasche und flüchtete. Der freche Bursche konnte nach längerer Verfolgung verhaftet wer. den. * Frankfurt o. SB., 24. Febr. Der 1889 m München geboren« Reifende Heinrich Friedrich, der in Griesheim ansässig ist, unterschlug bei einer hiesigen Firma 3000 Mark, mit denen er slüchtig ging. Es handelt sich um Gelder, di« Friedrich einkaf. siert hatte. * Frankfurt a. M., 24. Febr. Vor der Strafkammer wird ich demnächst ein größerer Wucherprozeß abspielen, der sich gegen den früheren Gerichtsaktuar Tackmann richtet. Der Be. schuldigte war vor Jahren Gerichtsaktuar tn Rüdesheim, wurde aber entlasten, nachdem er mit den Strafgesetzen in Konflikt geraten war Er etabliert« sich dann tn Frankfurt. Sein« Verhaftung erfolgte auf Grund eitler von ihm versuchten Zeugen» beeinflustung. Nachdern nämlich die llntersuchurgsbehord, ein« Anzahl Zeugen vernommen hatte, bestellt« Tarkmarm di« Zen, gen zu sich und ließ sich von ihnen schriftlich geben, daß nicht» Belastendes gegen ihn vorliege. Don den Aussagen setzt« er daun d!« Staatsanwaltschaft in Kenntnis, di« ihn nun schien- nlgst in Haft nahm. Es scheint min aber doch daß Tackmann« Vorgehen nicht einwandsfrei war, denn es wurde gegen ihn Anklage wegen Wuchers erhoben. — Die Strafkammer verur- teilte den Kellner Xaver Haindl wegen Zuhälteret zu Mve, Jahren Gefängnis. Als di« Kriminalpolizei ihn im Hause große Fischergaste 19 sesinehmen wollte, warf «r aus dem zweiten Stock einige Deckbetten in den Hof und ließ sich am Kandel herunter. Der Kandel brach und Haindl fiel auf di« Decken. Sr kam mit heiler Haut davon und entkam. Es gelang, seinen Aufenthalt spater ausfimdig u machen und ihn zu verhaften. * Frankfurt a. M., 25. Febr. Die unter Leitung von Professor WredeMarburg vorgcnonrmene Sammlung eines bcssen-naffauischcn Wörterbuches macht überraschend gute Fortschritte. Bis jetzt sind mehr als 50 000 Wortzeftel aus ollen Londestcilcn cingegangen; die meisten entstammen den Bezirken Weilburg. Ilsisgen, Biedenkopf, Frankfurt, Schlüchtern, Dillenburg und Diez und sind hier in erster Linie von Lehrern gcsaiiinielt. Auch heimatkundliche Vereinigungen beteiligten sich in anerkennenswerter Weise an dem Werke. Neben den, Wörterbuch wird gegenwärtig ein Dialekt-AtlaS des Wörterbnchgebietes und für heffen-nafsauische Wortgeographie bearbeitet. Für dieses Werk wurden durch Ant- loortkarten aus rund 300 Orten für einige Jdiokisnien die Synonyma eingcfordert. Ferner begann man mit der Aufstellung eines Stichwörierverzeichnisses für ein späteres Yolkstümliches Idiotikon und das große Wörterbuch. An den Ai beiten und der wissenschaftlichen Sichtung der Eingänge sind neben Nrofessor Wredc noch die Assistenten vr. Corell und Iw. Kroh tätig. Hessen-Nassau * Griesheim o. M., 26. Febr. Die Gemeindewahlen ?nidcn am 3 und 4. März statt. Es scheiden je zwei Ge» «neind-räte aus jeder Klasse aus. ' Homburg, 26 Febr. Auf dem Sa-ndplacken. der Zwi- schcnstation zwilchen Homburg und dem großen Felbberg wird ein weiteres Gasthaus errichtet werden, nachdem sich heröusge- .tellt hat, daß die Räume des seit 19 Jahren dort vorhandenen Unteikunftsbauses nicht mehr ausreichen. r Usingen, 26. Febr. Tie erste diesjährige Versammlung >cs Kreiskriegerverbandes Usingen war so zahlreich besucht, «ß der Saal in der „Sonne" die Erschienenen kaum fasten üumte Sämtliche 39 Kriegerverein« waren erschienen. Der Vorsitzende. Oberleutnant d. L., Bürgermeister Schürmg.Usin- en. eröffnet« di« Verhandlungen mit einer kurzen Ansprache, las Andenken der im Jahr« 1913 verstorbenen Verbandskame- cden ehrte die Versammlung in üblicher Weise durch Erheben on den Sitzen: insbesondere widmete der Vorsitzende hierbei ' rcn warm empfundenen Nachruf dem dieser Tage oerstorbe- I !N langjährigen Mitglied« des Vorstandes des Kreisverban. d s, Kameraden Friedrich Launharol Anspach, welcher stets ein e rigor Förderer der gemeinnützigen Bestrebungen unseres f uogeivereinswesens und ein durch sein biederes und befchei. k- res Wesen allseitig beliebter Kamerad war. Der Schrist- fl frei Heinrich Hemrich verlas alsdann das Protokoll der 2. vlrfähriarn Kreisverfamniluua von Eichbach welches allseitig« 9itut Tageszeitung. Donnerstag, Mn 2G. Februar 1914 Zustimmung fand. Dem ueugc gründeten Kriegen, cur» Militärverein Reichenbach überreichte der Berbandsvorsitzende die Urkunde über seine Aufnahme in Den preußischen Londeskrie» xerverband. hieß den Verein willkommen mit dem Wunsche, daß er «in treues Mitglied des Kreiskriegerverbandes sein und bleiben möge und ermahnte die Anweftnren, jeder möge in seinem Teile dahin wirken, daß in denjenigen Gemeinden der Kreises, in welchem zur Zeit noch kein« Kriegervereine bestünden, solche gegründet würden. Um di« Abhaltung des diesjährigen Verbandsfestes hatten sich di« Berein« Cleeberg und Oberems beworben-, die Abstimmung ergab eine erhebliche Mehrheit für Oberems, woselbst das Vorbandsftft am 29. und 80. Juli gefeiert werden soll. Mit dem Wunsch« auf ein frohes Wiedersehen daselbst, schloß der Vorsitzende di« Versammlung. * Wiesbaden, 28. Febr. Einem Dutzend junger Burschen in Dotzheim waren Strafbefehl« über j« 8 Mark zugegangen, weil sie in der Nacht zum 24. August in Dotzheim durch Singen, Pseifen usw. ruheftörrnden Lärm verübt haben sollen. Der Wachtmeister Frosch hatte wenigstens gegen sie aus Grund von Vornamen Strafanzeigen erstattet. Die Angeklagten führten an. Gymnasiasten aus Wiesbaden hätten den Krach vollführt und auch ihre Strafen bezahlt. Einer war zur fraglichen Zeit überhaupt nicht in Dotzheim. Di« Schöffen sprachen, indem sie di« Anzeige als grundlos bezeühneten, das Dutzend Burschen kostenlos ftei. * Wiesbaden, 25. Febr. Di« Verhandlungen der Stadt Wiesbaden mit der Rheinstrombauverwoltung wegen des wirt. schaftlich wichtigen Anschlusses an den Schiersleiner Hafen von der projektierten Bahn Wiesbaden—Schierstein—Niederwalluf aus sind auf Schwierigkeiten bezüglich des Schiersteiner Hafens, wegen der erforderlichen Anlagen und des dazu in Frag« kommenden Geländes sowie in welcher Weis« der Anschluß an den Hasen ersolgen soll, nicht gestoßen. Der Vorsitzende der Rheinstrombauverwaltung, der Oberpräfident der Rheinpvo- vinz, Frhr. v. Rheinbabcn. hat deshalb zugesagt, bei dem Ressortminister für das Projekt der Stadt Wiesbaden soweit er sich um den Schiersteiner Hafen handelt, «inzulreten. Es neh. inen also die Verhandlungen wegen des wichtigen Hafrnbahn- anschlustes, der natürlich nur im Verein mit der projektierten Bahnlinie Wiesbaden-—Schierslein—Niederwalluf zur Perfektion gelangen kann, guten Fortgang. — Wie wir weiter hören, kommt vor der Hand ein« Fortführung der Bahn bis Eltville nicht in Frage. — Der nn 66. Lebensjahr« stehend« Amtsqe- richtsrot Hermann Kaufmann, der feit Einführung der Jugend, geeicht« dem Jugendgerichtshof in Wiesbaden vorfaß und der Bormnndschaftsechieilung de» hiesigen Amtsgerichts Vorstand, verstarb nach kurzem Leiden in Wiesbaden. Der Berblichen« war jüdischer Konfession, aus Gießen gebürtig und früher in Hochingen tätig. — Der Landwirt Dilliifch und seine Ehefrau au« Frauenftein, deren Milch Ende Januar bei einer genommenen Prob« einmal 18 Prozent Wasser zeigt«, wurden zu je 1V Mark Geldstrafe verurteilt. « Wiesbaden, 28. Febr. Die Maul- und Klauenseuche, di« schreckliche Geisel nicht allein der Landwirte, sondern auch der Viehhändler, ist zu Beginn des Marktes am 25. Februar im hiesigen Schlacht- und Diehhos bei einem Transport Rinder aus Norden ffchland ftstgestellt worden. Jnfolgedesten mußt« der ganze Austrieb: 38 Rinder, 212 Kälber. 84 Schafe und 517 Schwein« abgeschlachtet und kein Stück Vieh aus dem Viehhoft entfernt werden. * Marburg, 26. Febr. Eine scheußliche Tat begingen in dem Dorfe Breitenbach mehrere Burschen. Sie banden den angetrunkenen Gemeindehirten an einen Baum mit dem Kopf nach unten fest und überließen ihn seinem Schicksal. Erst am anderen Morgen wurde der dem Tode nahe Mann entdeckt und losgeschnitten. Die Rohlinge konnten noch am gleichen Tuge ermittelt werden. * Herborn, 21. Febr. Die Tausendjahrfeier der Stadt findet am 30. und 31. August d. I. statt: sie soll in erster Linie den Charakter eines großen Hcimats- und Volksfestes tragen. * Fulda, 21. Febr. In Burghaun hat gestern ein achtstündiger Brand gewütet, der zwei Gasthöfe, mehrere Bauernhöfe und eine Brennerei einäscherte. Das Vieh konnte gerettet werden, da das Feuer bei Tagesanbruch ausbrach. Der große Schaden ist meistens durch Versicherung gedeckt. Au? Stnrkenbnrg. * Lsftnbäch a. 31!., 26. Febr. Gestern morgen gegen 3 Uhr versuchte der hier zurzeit auf Urlaub weilende Soldat, Andreas Hillenbrand, vom 5. Bayerischen Infanterieregiment in Bamberg, die Fabrikarbeiterin Anna Pachinger ans Offenbach nach voransgegangenem Wortwechsel von der Mainbrücke in den Main zu stoßen. Auf die Hilferufe des Mäichen? eilten zwei Männer herbei, die den Soldaten an de.- Ausführung der Tat binderten. Villenbrand wurde d-r Polizei übergeben, die ihn der Militärbehörde aus- licferte. * Neu Isenburg, 26. Febr. Bei Schwanhcim wurde gesteru die Leiche des Schuhmachers Dihlcr von hier aus dem Main geborgen. Ditzler halte im Dezember 1913 feine beiden Zwillingskinder vergiftet und war seit der Tat verschwunden. * Langen, 26. Febr. Zur Ausführung größerer Arbei- ten für di: Frankfurter Firma Holzniann & Co. reisten gestern 17 hier wohnhafte Kanalmaurer auf zwei Jahre nach Rußland. In zwei Wochen folgen weitere 15 Mann nach. * Tarmstadt, 26. Febr. Der Bericht des ersten Ausschusses der zweiten Kammer zu dein Hanptvoranschkag 1914 ist soeben. 147 Druckseiten stark, erschienen und an die Ab- xrordneten versehet worden. Er enthält in ausführlicher Weite, die von uns in der Hauptsache schon mitgeteilten Beschlüsse und Abänderungen. Von Interesse ist hierbei der folgende in der Einleitung enthaltene Satz: „Betrachtet man die in den Darstellungen gegebenen Zahlen, so kann mit Befriedigung auf die erfreuliche Entwickelung unserer Finanzen seit 1910 zurückgeblickt werden. Dieselben geben aber auch die Gewäbr für die Zukunft, daß trotz der GrsiLbuna Seite 8. der Geholter dec Deointen. Volksschullehrer usw. an eine Sftueierhöhung in absehbarer Zeit näher zu treten, absolut nicht nötig ist. Die von der Regierung in ihren Finanz- planen vom Jahre 1915 ab vorgesehene Stcuererhöhung mit 5 Prozent der Einkommensteuer und Erhöhung der Vermögenssteuer von 05 Pfennig aus eine Mark von 1000 „K Vermögen kann unbedenklich in Wegfall kommen. * Darmstadt, 25. Febr. Di« Lage des Aibciismaikies in Hessen im üsionat Januar 1914 hat sich durch die andauernde Kälte rerschlechtert. Obwohl an einzelnen Plätzen di« Marktlage sich etwas günstiger gestaltet«, kann von einer eigentlichen Besicrung nicht gesprochen werden. In der Poriefeuillebranch« trat gegen den Vormonat keine Verschlechterung «in. die durch di« allgemein ungünstige Konjunktur aus dem deutschen Markt verursacht wurde. Das Angebot an Arbeitskräslen war besonders groß und di« Arbeitszeit mußte vielfach herabgefetzi werden. Der Geschäftsgang bei den Holzbildhauern in Mainz wird als gut bezeichnet. In der Baubranche war bi» jetzt im ganzen Eroßheizogtum nur sehr schwaches Leben zu verzeichne» — Der Bedürfnisnochweis im Eaftwirtsgewerb«, der seit einer Reihe von Jahren im Allgemeinen mit gutem Ersolg eingefühlt ist und vor allem ein« Beseitigung zahlreich.-, Ani- inieikneipen zur Folg« hatte, soll a-uf Antrag der Gastioirte- deputotion nur aus weitere drei Jahr«, also bi» 1917 verlän. gert weiden, obwohl die Bürgermeisterei dies« Einrichtung zu einer dauernden gemacht haben möchte. * Darmftadt, 25. Febr. In den Alten der Frankfurter Polizei ist der Rentucr Eharlei Weif Sattcrey als „rücksichtsloser" Automobilfahler eingetragen. Er hat deshalb auch schon manche Strafe erlitten, zudem «r drei Autos im Besitz hat uno es ihm auf ein paar Mark Simse anscheinend nicht cnkommt. Im Sommer 1912 hotte der Angeklagte, der am 23. Februar vor der Strafkammer in Darmstadt stand, zwischen Mörfelden und Walldorf das Fuhrwerk eines Landwirtes überholt und beim allzusrühen Verfahren nach rechts das Hwndpserd schwer beschädigt, sodaß es am Oberfchenlel vernäht werden mußte und noch längere Zeit in ärztlicher Behandlung war. Das Tier hbt hierdurch einen Minderweit um etwa Ivvü Mark erhalten. Das Schöffengericht hatte S. zu einer Geldstrafe von 58 Mark verurteilt, obwohl er geltent machte, daß der Fuhrmann an dem Unfall di« Schuld trage In der Berufsverhandlung wurde nachgewiefen, daß S. über, mäßig rasch gefahren ist, erst im letzten Augenblick seine Hup- penfignale gab und dadurch ein besieres Ausweichen des Fuhr- UUNIN» unmöglich machte, sodaß ihm allein die Deranlworb- lichteit für den Schaden zuzuschreiben ist. Di« Strafe wurde bestätigt, er hat weiter die Kosten beider Instanzen zu tragen und die Schadenersatzklage wird nicht ausbleiben. * Gernsheim «. Rh., 25. Febr. Der Conservenfabritant I. Üuy in Gernsheim hat sich gegen die handelsgefetzlichen Be- itinrnrungen vergangen, indem er in feinem 1898 gegründeten Betrieb di« Bücher unrichtig führte und auch falsche Bilanzen aufitellte, indem er seinen Grundbesitz verschiedener Art bedeutend höher «instellte, als sie in Wirklichkeit Wert waren. Er geriet ISIS in Konkurs und wird für di« Gläubiger nichts üb. rig bleiben. L. wird zu einer Eeldstroft von 188 Mark evtl. 28 Tagen Eefängmis verurteilt. * Bürstadt, 25. Febr In der Näh« von Bürstadt im sogen. Bruch ging am Sonntag früh ein oo» Stmßburg kommender Flugapparat nieder, der anscheinend die Richtung verloren hott« und sich nicht zurechtfand Als der Führer sich orientiert und etwas gestärft hatte, nahm er in glattem Ausstieg di« Fahrt nach Frankfurt auf, wo er gut gelandet sein soll. Aus Rheinhesirn. * Mainz, 26. Febr. Der Bruder de? Herrn Bischofs Or. Kirstein, Geistlicher Rat Professor Dr. Anton Kirstein, ist gestorben. * Bingen, 26. Febr. Seit dem 17. Februar wird die hier wohnhafte Ehefrau des Oberlehrers Professor Ludwig Kreisel. Louise Wilhelmine geb. Schmal,l, verinißt, u-,d mit ihr das am 17. März 1906 in Bingen geborene Kind Elise Kreisel. Die Frau ist seit längerer Zeit hochgradig nervös. Es ist deshalb nicht ausgeschloffen, daß ffe in diesem Zustand mit dem Kinde planlos »mher'rrt oder aber Selbstmord verübte und das Kind beseitigt bat. Die Veriiiißte ist 1.75 Meter groß, schlank, hat dunkelbraunes Haar, bleiches läng, liches Gesicht, blaue Augen: sie trug helle Bluse weißen Steh, kragen, dunkelblaues Kostüm schwarzen Samihnt und Handtasche. Das Kind ist zirka 1,20 Meter groß, kräftige Gestalt blond, hat blaue Augen, trug yrau:s Kleid, gmues Mäntel chen, schwarze Stiefel. * Gonsenheim, 26. Febr. In der letzten Zeit sind wie derholt die Gasmäntel der Laternen durchgeschoffen lvorden Die Bürgermeisterei hat daher eine Belohnung für Ergrei fung des Täters in Aussicht gestellt, und die Schutzmann ichaft ist eifrig bemüht, die Täter zu ermitteln. Eine energische Strafe wird nicht ausbleiben. * Worms, 26. Febr. Gestern früh hat der Bauunter, nehmer Heinrich Lang aus Ludwigshafcn, der von seiner Frau getrennt lebt, seine hier seit t. Februar in Stellung befindliche Braut, eine geschiedene Fra» Wild, vor ihrer Wohnung erschossen. Sie hatten vorgestern noch zusanimen den hiesigen Karneval besucht, so daß die Tat um so rätselhafter erscheint. Die Frau stand im Alter von 43 Jahren Lang hat sich selbst der Polizei gestellt. * Worms, 24. Febr. In Hofheim erstach Ler 13jährige Schüler Herma, m Metzger den gleichalterigcn Adam Heckmann, indem er ihm fein Taschenmesser in di« Brust stieß. Franklnrrrr Wetterbericht. Voraussage: Etwa? kälter, wolkig, meist trocken, nordöstliche Winde. Verantwortlich für den politische» Teil: Otto Hirsck, cl Fricbberg: für den lokalen und unterhaltenden Teil Bernhard Lenz, Friedberg: für den Anzeigenteil: Kol- Schmidt, Fricdberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung". A.-G., Friedbera i. Sir. 4» 9!cuc Lv^rszeitnng. «onmrotrj;, ven ztr. Februar 1914, Seil, Mitteldeutsche Creditbaul. «i n l a d » n a zur59. ordentliche» Genepalversnmnilung. Die Diktionäre unserer Bank werden hierdurch -u der am Mittwoch, den 18. März 1914, vormittags 10 Nhr in unserem Bankgeväude Reu« Main,»pstras,« 32 dahier, stattst idenden nekiumdsünszigsten orüenlUchcn Generalversammlung eingeladen. Gegenstände der Berhandlung sind: 1 . Vorlage des Berichts des Vorstandes für 1913 mit den Bemerkungen des Aussichtsrats; Bejchlustfaffung über die Genehmigung der Bilanz und Gewinn- und Veriustrechnung per 31. Dezember 1913, sowie über die Verwendung des Reingewinns. 2. Entlastung des Vorstands. 3. Entlastung des Aussichtsrats. 4. Wahl von Mitgliedern des Auisichtsrats. Die Aktionäre, welche an der Beschlußfassung ln der Generalversammlung tcilnehmen wolle», haben ihre Alticn spätestens am 13. Mär, 1914 bei einer der nachstehend verzeichncien Stellen oder bei einem deutschen Skalar zu hintcrlegcn: in Frankfurt a. M. bei der Mitteldeutschen Kreditbank, in Berti» bei der Mitteldeutsche» Kreditbank oder bei der Bank »es Berliner Kaffcn- Vcreinb, in Baden-Baden, Kssen-Ruhr, Fürth, Gieße», Hanau, Hannover, Main, bei den Filialen der Mitteldeutschen tsreditbank, in München bei der Niederlassung der Mitteldeutschen Kreditbank und der Firma H. Aush-tuser, in Nürnberg und Wiesbaden bei den Filialen der Mitteldeutschen Krebitbank, sowie bei den an anderen Plätzen befindlichen Wechselstuben und Niederlassungen der Mitteldeutsche» Kreditbank, in Hamburg bei der Firma M. M. Marburg & Ko., in Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Kreditanstalt sAbteilung Becher & Co.), in Meiningen bei der Bank für Thüringen vormals B. M. Strupp Aktiengesellschaft, in Stuttgart bei der Firma Doertenbach & 8ic„ G. I». b. H., in Tübingen und Hcchinge» bei der Bankeonunandil« Siegln»»» Weil. Bei diesen Stellen sind auch die Eintrittskarten in Empfang zu nehmen. 2m Uebiige» wird auf die §§ 28 bis 30 des Statuts Bezug genommen. Frankfurt a. M., den 21. Februar 1914. Der Auffichtsrat der Mitteldeutschen Kreditbank. » Richard v. Passavant-Eontard. Joses Baer. f erhält Kat, Zeichnungen und Kosten voran schlüge von Anion Neubauer, Architekt Billige, solide, zweckentsprechende Bauweise. Saatgut. seidefre! lt. Attest Rotklee Luzern proo. Kchwedischklee I leiliklee [ aizgras englisch aygras italienisch ickrwur» Eckendörser ichwurz Oberndorfer ichiourz Friedrichswerther IN Diälwuri Kirschs 1N sowie sämtliche Samen in vorzüglicher Qualität Ilvirkei, Friedr i chsdorf t. 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Inhalt 4 Eichsn-Stämme l,86 Fstm. Inhalt 137 Fichten-Dcrbstangen 12,5 Fstm. Inhalt 7l 0 Rm. Buchen-Scheit 305 Rm. Buchen-Knüppel 23,6 Rm. Eichen-Knüppel 3 Rm. Fichten-Knüppel a40 Rm. Buchen-Reisig 38 Rm. Fichten-Reiflg 145 Rm. Buchen-Slöcke 13 Rm. Fichten-Stöcke Zusammenkunft vormittags »'/-Uhr am Eingang des Mark« waldes. Dauernheim, den 23. Februar 1914. Erosth. Bürgermeisterei Tauernheim. _ I. V.: Heck. Holzversteigerung. Dienstag, den 3. März d. Zs., von 11 Uhr vormittags ab weiden aus den Domaniaiwalddiftrftlen Katzenbcrg 3 u. Hupp 6 8 und 9, sowie das Dürr- und Windfallhoiz aus verschiedene, Distrikten der Forstwartei Langd versteigert: a. Nutzholz: 8 Eichen-Derbstangen = 0,28 im, 2 Buchen, Derbstangen — 0,06 lm, 81 rm Eichennutzknüppcl, 2,5—4 m lang C rm Fichtennutzreisig. b. Brennholz. Scheiter: rm: 700 Buche I. Kl.. 12 Buche II. Kl. Knüppel rm: 805 Buche I. Kl., 18 Buche >h Kl., 23 Eiche I. Kl., 102 Eiche II. Kl., 29 Hainbuche l. Kl., 2 Erle II. KI., 2 Lärche. Knuppelrelsig rm: 3 Buche, 98 Eiche, 4 Lärche, 6 Fichte. Reisig rm; 1527 Buche. Stocke rm: 150 Buche I. Kl., 5 Eiche I. Kl. Die Versteigerung findet im Saale des Gastwirts Sann zu Langd statt. Es kommt sämtliches Brennholz zur Versteigerung mit Ausnahme einiger Raummeter am Hupplachenweg. Das Holz sitz! an oder in nächster 9!ähe von chausiertcn Wegen. Nähere Auskunft erteilt der Grosth. Forstwart Frank zu Langd. Eichelsdorf, de» 23. Februar 1914. Erosiherzogliche Obersürsterei Eichelsdorf. Walter. Bauholz-Verkauf in der Fiirftiithen Gberförsterei Lich. Es sollen uerkauft werden aus dem Distrikt Kühunter: vz» Stuck Kiesern-Bauholz — 51,58 im, 49 Fichlen-Stämme-14,09 im, 6 Ftchten-Derbstangen — 0,3b fm; aus dem Dtsirilt Wcilbach: 11 Kiesern-Bauholz — 3,80 im, 134 Fichlen-Stämme — 48,05 im; aus Riedwaid 14 : 238 Fichlen-Stämme — 62,83 im, 198 Fichlcn-Terb- stangen = 18,52 fm; aus Riedwald 7 u. 8, 3 Kiesern-Bauholz = 1,15 fm. 387 Fichtcn-Stämme — >14,90 tm, 114 Fichten-Dcrb- staugen —8,85 lm; ans Riedwald 15: 17 Fichten-Stämme — 5,47 lm, l Fjchlcn-Derbstange — 0,10 Im. Jede dieser vorgenannten - fünf abtcilungsweisen Auszählungen bildet ein Los für sich. Die Gebote werben schristiich bis zum Freitag, den 6.!v!ärz, nachmittags 2 Uhr erbeten. Ele können sich aus einzelne Lose oder aus die ganze Ausichreibung erstrecke», solle» aber nicht taxkiasien- weisc abgegeben weiden. 'Rummeriislcn werden losweise aus Verlangen um onst und porrosrei zugcsaud!. Vorzeiger sind für den Distr,lt Kühunter Forstwart Heuser zu Forsthaus Fasanerie bei Lich, für die andere» Lose Forstwart Stein zu Hattenrod bei Reiskirchen sOberheffen). Die Eröffnung der Eeboie findet am 6. März, nachmittag» 2 Uhr aus dem Obersörsterei-Büro statt. Die Gegenwart der Interessenten ist angenehm. _ Holzversteigerrmg. Freiing, den 27. d. Alts., kommt im Eeitz-Riddaer Ge» meindcwaid folgendes Hol; zur Versteigerung: Stämme, Eiche 3 Eick. — 1,37 Fest,»., Esche 1 Etck. = 0,19 Fm» Kieser III. KI.5Sick. ^3,l9Fesftn., I V. Kl. 1 Stck. ---- 0,20 Fm., des. KI. 6 El. = 3,70 Fm., Lärche IV. Kl. 1 Sick. — 0,85 Festm., des. KI. 3 Etck. = 0,86 F-stm., Ficht, b-'. KI. 100 Stck. - 30,68 Festm. Dcrbstangcu: Eiche 2 Stck. — 0,14 Festm., Fichte des. Kl. 170 Stck. = 17,49 Festm. Nutzknüppel: Fichte 8,5 Rm. Nutzknüppelreifig: Fichte 2,5 Rm. Slutzreisig: Fichte 6 Rin. Scheiter: Buckze 7 Rm., Esche 4 Rm , Billen 2 Rm. Knüppel: Buche 40 Rin., Eiche 36 Rm., Birle 35 3ini., Kiese,» 10 Rm., Fichte 10,5 Rm. Reisig gew.: Buche -16 Rm., Eiche 13 Rm., Birke 18 Rm, Kiefer» 200 Rm. Stöcke: Buche 2 Rm., Kiefern 2 Rm, Fichte 2,5 Rm. Zusammenkunft ooimitlags »m 10 Uhr im Hahnköppcl. Geih-Ridda, den 21. Februar 1914. Grotzh. Bürgermeisterei Gcitz-tziidda. Lind. Großh. Reul- tiitii Snnöiuirtfrfjöf^f^ule < 4 roh-Umstadt. Die Laudivirtfchastbfchutc tRealschule mit einer Fremden chastiiche' Fack landwirt- sprache: Französisdz) gewährt eine höhere allgemeine und schastiiche Fachbildung. Berechtigungen dieselben wie die einer dculsche» Rcaisckiule. Anfang des Schuljahres 20. Slpril >914 Anmeldungen und Anfragen erbeten an Idle Direktion. 75% Stromersparnis Bei allen Installateuren und Elektrizitätswerken erhältlich. Wolf r am-Lampen A.-Ci, Augsburg;. Beilage zur „Neuen Tageszeitung. ü < * i i— jJüÄWwnta Donnerslag, den 26. Februar 1614. 66 7 v Dnl;rmmn Gedrnlitaxe. ■" .Tf^tiiar. 1714 Hans Dan. Hassenpflug, hessischer 'i'tci", ^eh. — 1831 Alois ©oncfclbcr, (^rftnber bcr A.’iloatP4)6ic, t. — 1874 Georg Ludwig Hesekiel, Schrift- stiller, 's, Berlin. lifüfi Abluadkil ältfrrr (Obftbiiiinir. von Stadt,Baumwart B > 1 l 0 s ört noch mehr und bcr Zweck dieser Zeilen soll der lei», die Ausmerlsamlcit der Beumbcsitzer auf die nachfolgend bespr»ilp:ne Arbeit zu lenken. Hat man ebnen älteren Obstbanm ausgeschnitten, so nimin! Mn eine nicht allzuscharse Baumkratze und fängt in der Krone, an den kleineren Acsten, welch« noch mit abgestorbener Rinde und Moose behaftet sind, an, abzukratzen. Wer hierbei ein klein wenig auspaßt. kann beobachten, was er alles für Insel, len und Baumschädlinge, welche alle unter der abgestorbenen Rinde sich befinden, mit herunter nimmt. Da findet man den Apfelblütenstecher, di« Obstmade, di« Larve des Splinttäfers und beim g«nau«ren Hinsehen tausend« und abertausende von Ke-mmaläusen, welche zum größten Teil von der Baumkratz« schon zerstört werden: abgesehen von Moos« und Flechten, loelche al» Schmaroherpslanzcn ebensalls auf dem Obstbaume leben. Das Abkcatzen der Obstbäum« hat auch noch den Zweck, tcm Baum Feuchtigkeit und ebenso den Sauerstoff der Lust leichter zuzuführen, da durch das Abkratzcn di« Poren in der Baumriiid« geöffnet werde». Jünger« tragend« Obstbäume, welche nur mit Moose und Flechten behaftet sind, weiden nicht «bgekratzt, sondern mit der Stahldrahtbürste abgebvrstet. Ist der Baum vollständig abgekratzt, so macht man sich «ine Kalkbrüht an und streicht die abgelrotzten Aest« sowie Stamm gründlich an, und zwar so, daß an dem angestrichenen Baum !c # dunkler Flecken mehr zu sehen ist. All« Löcher im Dauni, die vorher gut ausgekratzt oder ausgeschnitten waren, sind tüch. tig auszuspritzen und zwar solang«, bi» der Kalk barm hastet. Für den Kalkanstrich verwende ich den trockenen gemahlenen Schwarzkalk (Sackkalk) und zwar in der Weise, daß ich den Kall, etwa 4 Kohlenschausel voll ftir «inen 10 Liter haltenden Linier «insüll«, dann knapp 'A Liier „Dendrin" zuschütt« und :■ :ufe Flüssigkeit solang« umriihre, bt« sich da» Dendrin mit dem trockenen Kalt gut verbunden hat, dann wtrd unter stetein u.»rühren solang« Wasier zugeschüttet, bis di« Brüh« fertig ist. De Nb IUI unter gelöschten jeuchlen Kalk zu mischen, ist wegen brr imtensichenden Bestandteil« de» Dendrin nicht möglich. Da» Dendrin enthält einen kleinen Bestandteil Tavboltneum, wie Teer und hat demzusoige «inen starken Geruch. welcher rach dem Anstrich lehr lange am Bamn hastet: sogar bis in Juni riecht der Baum noch und wird wohl deshalb von de» Baunrschädlingen gemieden. Zum A bk ratzen ist es noch Zeit bis zum halben April, da bis dahin der Baum noch wenig Lcbenstätigkeit zeigt. Beim Abkratzen hüte man sich, di« Rinde bis aufs Holz loszu«eigen. Die leichteren Beschädigungen der äußer«» Rinde lassen sich nicht ganz vermetden, sind auch für den Baum nicht UHttet schädlich, zumal dann gleich der Kalkanstrich erfolgt. Seitdem ich di« Obstbäume wie »de» angegeben behandle, lu^e ich den Blutenstecher sowie Apselgcspuchmott« in den letz. len Jahren fast gar nicht mehr vor. Sill« übrigen Schädling« nur in geringer Meng«. Ein auf di« oben angegeben« Weis« bechaudebnder Baum sieht im Frühjahr viel frischer und gesünder au», denn «in« solche Reinigung ist so gut wie halb gedüngt. Obstbaumbesitzer! Roch ist es Zeit, folgen Sie meinen An. regungea und reinigen Sie noch in diesem Frühjahr Ihre Obstbäume nach der oben angegebenen Weis« und Sie werden sehen, daß der Erfolg nicht ausbleibt. Die tlimntüfiifu MältilU der Aelt nuf Skr Avsjtrklung für tzksullShtilöpfltgt Stuttgart 1014. Bon Oberrealiehrer Dr. Broß Für den klimatischen Charakter eines Landes ist neben der Tdmperaturangabe das wichtigste Element die Größe der jährlich niedersallenden Regenmenge. Ihre Ermittlung ist nicht nur für die Wissenschaft von Bedeutung, sondern st« ist mit Erfolg auch praktisch in Aniveiidung gebracht worden. Di« Menge der atmosphärische» Rädeischstige, wie zusamme»fassend alles Wasser bezeichnet wird, das in Form von Regen, Tau, Reif, Schnee und Hagel zur Erde fällt, gibt sowohl wichtlg« Anhaltspunkte über di« Wetterverhäktntsse, als auch einen Maßstab über die natürliche» Hilfsquellen eine» Lande». Di« Größe des jährlichen Regeitsoll» st »bei z. B. in den Weizen« baugebietcn von Slldanstialien praktische Anwendung. Der Ertrag der Ernte für das soigendc Jahr kann bis aus 5 Pioz. genau nach der im vorheigegangenen Jahr« beobachteten Rege,imenge festgestellt werden. Ebenso konnte für die Insel Barbados die Ausfuhr an Zucker für das kommend« Jahr aus der Regenmenge des gegenwärtigen genau in Beziehung g«. bi acht werden. Ja es sott sogar di« Zunahme des Schasbcstau des in verschiedenen Bezirken von Ausiralien und Argeniinien mit einer Zunahme des Regcnsalis in Zusammenhang stehen Ebenso besitzt die Zn- und Abnahme der Regenmenge in de., Kafseegebieien einen Einsluß aus de» nächstjährige» Ertrag eine Tatsache, dir i,n Börsenwesen wohl bekannt ist. Ausschlaggebend kann di« jährliche Niederschlagsmenge st,! solche Gebiete ein die sür die Wasscrentaahme großer Slädle in Betracht kommen, wie z. B. bei der würitembcrgischen Lan, deswasjerversorgung. Aus der Regcnhöhe ergibt sich die jähi. lich«. in den Boden gelangende Wasscrmasse und nach Abzug des in Bächen und Flüssen ablausendcn und verdunsteten Teil» die im Erdboden ausgespeicheitc Menge. Natürlich kann die Rechnung nur die Bohrproben und Versuch« unterstützen. Die meteorologische Messung der Rcgeuhöhe kann sich auf die Feststellung der Regenmenge jeder einzelnen Stunde erstrecken. Daraus ergeben sich dann die d»rchschnittliü>rn Regenmengen für den Monai und für das ganze Jahr. Auch di« Au. gäbe der Tage mit starken Regenfäkkeu. die Zahl der regeufreien und -armen Tag« ist notwendig. Wie wird nun diese Regenmenge bezw Regen-Höhe gemes sen? Wenn z. B. im tiefen Winter auf den geiroreuen Boden Schn«« „iedergeht, wird die Höhe des gesallenen Schnees sür den betreffenden Schneesall inaßgebend sein. Dies« Höhe kann einfach dadurch bestimmt werden, daß man die Dick« ihrer Schicht mit dem Maßstab au irgend einem Punkte des belief, senden Gebietes feststellt. In der Höhenangabc dieser Schicht in Zentimetern oder Millimetern hätte man die gesuchte Zahl. In schneereichen Gebieten lassen sich oft an den Wegrändern die Schichten verschiedener. zeitlich getrennter Schneesälle an leichten. in den Zwischenpausen etngelagcrten Staubschichten erkennen. Ebenso wie hier Schicht um Schicht sich austllrmt, niüßi« man sich vorstellen, daß all« Regenfäll« eines Jahres — Schnee und Hagel in Wasser verwandelt — ohne in den Boden z» sin. ken, ln Bächen abzulausen oder zu verdunsten, liegen blieben Ihre Höhe in Zentimetern gemessen, wäre dann die gesuchte Regenhöhe. In dieser Weise gedacht, würden die jährlich«.! Niederschläge z. B, Süddeutschland 80 Zentimeter hoch, Mitteldeutschland 70 Zenffmeter, die norddeutsche Tieseben« i>0 Zeu timeter hoch bedecken. Di« Wetterkunde bedient sich zu diesen Bestimmung:!! eine» sehr einfachen Apparates. Er besteht in der hauptsuch, aus einem Trichter, dessen obere kreisrund« Ocffr.uug siharfkan. «ig und genau gemessen ist und ineist 200 Quadrat Aeutimctcc, etwa 2 Handflächen, faßt. Der Trichter sammelt in kleine cn lindrische Gefäße all« Regentropfen, di« auf 200 qcm. Bodenfläche fallen. Die cylindrifchen Gesäße werden nach jede: Stunde gewechselt und enthalte» je sür die bctrejsende Stunde des Tages diejenigen W-ffermengen. die auf den Flä-henrau.u von 200 qcm. gefallen wären und die überall in der Nähe d-s Appavates niederfallon. Auf einfache Weife wird dann der In Hali jcstxs Eylinders für die Trichterfläche umgcrechnet. Sind st. B, in einem dieser Cylrnder 200 Kr. Wasser, das siicd 20» cbom., so ergibt sich durch Division mit 200 qcm, «ine Höhe nun I cm, oder 10 Millimeter. Das wäre di« Rogenhöhe fiir d < betreffende Stund«. All« dies« Messungen für das ganze Jul-, busammengenomnren, ergeben di« jährlich- Regeuhöhc eine. ZUM Dfiugeiseu. Stoma» von M. Prigge-Aroök. »3 lFortsetzu-Ä- - - s. „Meinst Du, ich sei g»i genug dazu. Mag er sie bei raten, ich räume ihr bann meinen Platz. Bis bahin bin ich die ®.ii,»fron nnb erwarte meine Gäste. Wenn er sie wirklich herzübringe» wagt... 1 „Aber Mn. bedenke doch! Was soll Heinz tu», wenn »r sie liebt? Er will hoch nur, daß wir sie kennen-ke««,,, las ist doch ganz natürlich." J t* 'P]‘ ^ »Natürlich, baß ec ihr schon vor der Hviksteit seinsHaus öffnen muß, wcil sie kein Dach über dchlr F«r da» nrcht sLb<> ant< sstMtzz u-M fc-i l einen Sehalb biinkr mir Aber freilich, Du hast ja inmier-'ssiKtz-B FW Ä f I, -ena.de Dich mit ibr. Laß-.m^w - • !,»•*» Hanssrau. ^t* Ja, kenne Dich uirlaivielx'" ^ock^^erqÄSMpV»? l»lädck>en kühl. „Unedle PenieÄrnni»«" chmr "fÄdft- oiistäi dtich fern. Wenn ich mich in Eure A«gosigenhäiien mische jo ist's, weil Du mir leid tust. Biel urehir/ats Heinz. E» gewinnt sich bie Frau, bie et lieb bat. Du bleibst allein Ist- kann verstehe», u-fj Dich das Wwwryit muß. Anch-st-nn ii verstehen, baß Dir eine bekannte Schwäger m "lieb« miKe gibt Dir aber lei» Recht, Heinz' Braut gering zu,achten. ' - - che, daß ihr Pater ein Masti: ist . . Oikir"; verbesserte Roseinarie. •'» „Er ist als» tot? Hut s» traurig«, für seine Tochter) ine >' - ,'lleii, auf Heinz augewiefe» ist. Nun erst verstehe ick, Er v raucht seine Sck.nvc.srer, nnb Du wirst zu ihnen f . iu-u." . * ‘ J . V 1 i i H'fß» „Das w-erbe ich nicht tun", antwortete Rosemarie, ge- r baß Erna ihr alle Gründe ans den Händen wand es sti niilit Wege» des Vaters, der mag ein tüchtiger Künstler gewiesen sein, wenn ich auch wünschte, daß Kiinstlerblut dem Pllng.'iie» fern bleibt. Ich kann aber Heinz' Wahl nie gut lieksieu". siibr iie nach einer Pause fort. ..denn wisse, des Mädchens Mutter verließ ihren Manu. Er darf sie nicht heiarführeii." - j, ' ’ |»- t - 1 t „Da er sich mit ihr verlobt Hatz' wrrHDit..btz« -LaufR>er Dinge nicht ändern können." 1 r 1 „Und doch ändere ich ihn!" Mvsemarie war leibenschast- lich. wie nie in ihrem Lebe«. „Ich stehe hier an nnserer Eltern Statt", sagte sie feierlich, „ich weigere ihn, diese Heirat, will sehen, ob er mit trotzt." „Er kann ja gar nicht anders. Versteh' hoch, bas Mädckien ist seine Braut." Erna vergaß ihren Kummer über der Aiigst, die ihr kam. Roseniarie niit Heinz im Streit, im ernstlichen Kampf? Das tat nicht gnt »nd es durfte nicht sein. Dies eine Mal niußte sich die Tante füge». Sie sprach noch stundenlang aus sie ein, immer mit dem gleichen Erfolg. Rosemarie blieb dabei, daß die Heirat mit Mary ein Uglück sei und sie dagegen reden werde, so lang« es noch Zeit sei. „Die Tochter einer solchen Mutter unter unserem Dach? Mir ist, die Ahnen im roten Saale müßten qus ihren Rahmen heraustreten." „Was kann das arme Kind dafür?'' ;* '. „Kennst Du nicht das alte Wort von der Väter Sünde?" Erna erschauerte. Die Tante wurde ihr plötzlich unheimliche Sie starrte sie niit rotgeweinten Augen an, mit dem Blick einer Fanatikerin. Die Uhr schlug Mitternacht, als Erna auffland. „Du reist nickst nach Wien, es ist Dein letztes Wort?" „Mein letztes!" ' „So erlaubst Du wohl, daß ich hinfahre und Heinz beistehe?" „llnterstche Dich!" grollt«.Roseniarie empört. „Wag's nicht, gegen mich Partei zu nehmen. Wenn Du schon nicht fiir mich bist, so fordere ich als einfache Psticht der Dankbarkeit, nicht gegen mich zu sein." Betrübt senkte das Mädchen de» dunkelhaarige« Kopf, glitt aus dem Zimmer, zum ersten Mgle im Leben-Heftia ent. tciiisckst von Rosemari-. ", Es gelang weder den Bitten des Mädchens, das anderen Tages sein Heil auss neue oersnchte, »och Luisens Zureden, die weiter blickte und schwere Tage über das alte Haus kemmen sah, Rosemarie zur N-ichgiebigkeit zu bewege». Sie schrieb an Heinz, daß sie zu leidend sei, um eine Reise zu N'agen. auch sffinde deS Oheims Ableben bevor, sie könne ihn nicht verlassen. Von Mary schrieb sie kein Wort, kein guter Wunsch zu seiner Verlobung. Umsonst bat Luise, ihr zu erlauben, i» ihrem eigenen Namen ein paar freundliche Worte für die junge Braut hinzuzufügeu. „Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich", mit dein Spruche wies Rosemarie jede Bitte -»rück und blieb nnzu- gänglich, bis sich die beiden, Tante »nd Nichte, getränkt zn- riickzogen. Der Ohm erfuhr nichts von dem. was ihr Herz be- wogte. Ec wurde immer stumpfer. Rosemarie trug ihre Enttäuschung und ihren Schnwrz unsäglich schwer. Heinilich hoffte sie, Heinz besinne sich, und die Verlobung init dein fremden Mädchen sei eine Wallung gewesen, die er vielleicht bererw. Gewiß hatte es sein weiches Herz bewegt, sie einsam und verlassen zu sehen, und in der Todesstunde des Frenn- des mochte ihm das entscheidende Wort halb wider Willen entflohen sein. Sie war unfähig, die kseinste Arbeit vc-rzii- nehmen. Von Stunde zu Stunde wartete sie auf eine Botschaft von Heinz, ein« Depesche ober einen Brief. Beides blieb aber aus. Ihren Bruder hatt« die kühle Ablehnung, niit der sie seine Bitte beantwortete, tiefer getroffen, als sie ahnte. Er wurde irre an ihr. Konnte sie wirklich so kühl und herzensarm sein, ihm seine Bitte abzuschlagen? Er faßte es nicht. An ihre Krankheit glaubte er keinen Augenblick. Rosemarie war nie krank. Und was den sterbenden Ohm betraf, so hätte es dem alten Manne nichts gemackst, wenige Tage allein zu sein. Ihm blieb Luise, die Dienerschaft und Monika, an deren Pflege er gewöhnt war. Ihm hätte nichts gefehlt. Sei» Liebstes, seine M-rrv. aber saß wie ein krankes Vögel- Nr. 48 Beobachtungspunkter. Die jährlichen Regenhöhen aller Ve- obachlungsstationen eines Gebietes, im Durchschnitt genam- inen, die Größe seines atmosphärischen Niederschlages. D-« Gcnauigleit dieser Grütze steigt natürlich mit der Zahl der De- oiachtungsoite und mit der Abgrenzung der Landstrich«. Hohe Bergketten, tiefe Täler, große Waldungen usw. üben einen besonderen Einslutz auf di« Feuchtigkeitsverhöltniss« aus. Alle meteorologischen Stationen, die in einem ziemlich dichten Netz die bewohnten Landgebiete unserer Erde umstrs- scn, verfolgen schon seit Jahrzehnten ihre Ermittlung und de- otachlen die Veränderungen der jährlichen atmosphärischen Niederschläge. To ist es möglich, Dcrgieichc über di« Häufigkeit und di« Meng« der Regen in allen Klimaten zu ziehen und die Beobachtungen in vieler Hinsicht wissenschaftlich und praktisch zu verwerten. Die Regenmeffungeir sind «ine wichtige Stütze für die Untersuchung de« Zusammenhangs von Tempera, tur, Bewölkung, Windrichtung und Bodenbefchaffenheit eines Landes! sie sind der Matzstab für di« Bodenfruchtbarkeit. Zn letzter Linie find sie ausschlaggebend für di« gesundheitlichen Verhältnisse und für die Grundlage der Existenz und bestimmend für die Rassen- und Kulturentwicklung. Alz ein Teil der Gesundheitspflege wird auch die Stutt- sarler Hygiene.Ausstellung in diesem Zahr die Nimatischen Verhältnisse zur Darstellung bringen. Auf einer großen Weltkarte sind die jährlichen Regenhöhen aller meteorologischen ' Stationen in Form von Säulen in einem 100 mal kleineren Matzstab an den belresfenden Punkten angebracht, so daß z. B «in« Regenhöhe von 80 cm. einer Säule von 8 Millimeter auf per Karte entspricht. Auf dies« Weis« kann sich der Beschauer mit einem Blick über di« allgemeinen Regenv-rhältniss« der Kulturländer, wie Deuischland und Frankreich, Wales als das regenreichst« Land in Europa; di« größer« Feuchtigkeit der Küstengebiet« als der Binnenländer, wie Rußland, das subtropische und gemäßigte Afrika und Ansstralien; die größte Regenmenge Aftikas in Form einer S cm. hohen Säule in De. bundja in Kamerun (also 12 mal mehr Regen al, in Süd- deuischland) und im einer 12 cm. hohen Säule in Assam, Hi» trrindien (15 mal mehr Regen als in Siiddeutschlond), das regenreichste Gebiet der ganzen Erde, im Gegensatz zu %, ja % viillimeler hohen Blättchen am Rande deer Wüstengebiete. Di« eingehender« Betrachtung dieser Karte eröffnet noch ein-: ArenK interessanter Einzelheiten über die Regenverteilung t«r Erde. Ans aller Welt. Ein entlaufener Bär. Im Residenz-Theater in Gera gastiert zur Zeit eine Artistengnippe, di» zwei Bären mit sich führt. Eines der Tiere entkam auS dem Käfig und gelangte i„z Freie. Das Tier durcheilte einige Straßen der Stadt und verursachte unter der Bevölkerung eine große Panik. Sin Fleiicherlchrling, der sich dein Tier entgegenstcllte, wurde erheblich verletzt, ebenso eiu Schutzmann, der den Bär einzufangen versuchte. Nach Stunden gelang es, den Bär in, Wald zu stellen und zu fesseln. Schnsucht nach der deutschen Heimat. Ein von deutscheu Borsahren abstommcnder Mann aus Cacinci in Slawonien (llngarn) hat vor einigen Tagen, dem „B. T." zufolge, an das Heidelberger Verkebrsbureau solgendes interessante Schriftstück gerichtet: „Ich ersuche das Stadt. Verkehrs- nimm und Auskunft fohn Heidelberg, wie Therer sind die Häusser u. wcnungen u. scldern, u. die arbeitszferbältniefen, in der Industrie und Landwiertschaft u. die orbeitszlöhne. Meinue absichtcn sind in das Deutschevaterland, in Heidel- berg, eine dauernde Niederlassung zu finden. Ich bin ein nachkorumender sahn diesen Reichsdeutschen, die under Kaiser Iofep Ute rm Jahre 1786 nah Ungarn angesiedelt sind, au8 drr Chur-Pfalz, nah Ungarn. Aber mit diesen Derheltnrssen u, Nationaliteden hats, waß in Ungarn rs, wehre es mier u. überhaupt sehr frle deutschen brüder am besten wieder zurick in das dcutschefaderland Nieder zu lasten." Dem Manne, der es verstanden hat. sein Deutschtum trotz der seindsetigen Umgebung sich zu erhalten, sollte wirklich geholfen werden, wieder in der deutschen Heimat seiner Väter sich anzusiedeln. Der Polizeihund als Detektiv. In Hirschfeld bei Rosten wurde dem Molkercipächter Therlen eine Geldkassette mit über 26 260 M gestohlen. Durch den Polizeihund „Etzel" der Radebcrrler Polizei wurde die Kassette mit etwa 26 000 Wertpapieren in einem Steinbruch aufgefunden. Dcnl Polizeihund gelang es auch, den Dieb in der Person des Kuhwärters Ludwig sestzustellen. Ludwig hatte noch 4600 einem der Toten fand man einen Brief, worin der Selbstmörder miileilt. sein Vater habe ihn Räuber genannt. Er könne die Schande nicht länger ertragen. Beide waren schon seit längerer Zeit arbeitslos. Selbstmord eines lllancn. Ter Ulan Wildt von der ersten Eskadron des zweiten Gardc-lllancnrcgiments in Berlin, der als Bursche zu einem Offizier des Regiments kommandiert war, hat gestern nachmittag in der Wohnung deS Offiziers Selbstmord begangen, in dem er sich mit einem Pistolenschuß entleibte. Als Ursache ist Furcht vor Straf« ai zusthen. Gräßlichcr Sclbsimord. Nach einem voranfgegangenen Ehczwist begoß die Frau des Bergmanns Moder in Ham- born ihre Kleider mit Petroleum und zündete sic an. Ehe der Ehemann auf das Hilfcgeschrei seiner Frau herbcieilte. batte die Frau derartige schwere Brandwunden erltttc». daß sic kurze Zeit darauf starb. Kirchliche Anzeigen. Gott«»dienst im Stadtteil Fauerbach Dvnerrtag, den 26. Jede., abends 8 Uhr in dcr Kirche: 1 Pasfionsandachl: Herr Pfarrer Zatzmann. «cr-insttte Stadttheaier Franksart a. DI. Opernhaus. Donnerstag, den 26. Febr.. abend, halb 8 Uhr: „Der Tor, rcgidor". 16. Vorstellung im Doiuicrstag.Ab. Er. Pr. Freitag, den 27. Febr., abcnds halb 8 Uhr: Volksvarftelb ung bei ermäßigten Preisen: „Nathan der Weise". Buß. Ab. Samstag, de» 28. Febr-, abends halb 8 Uhr: „Aida". 18. Vorstellung im Samstag-Abonn. Croß« Preise. Schauiptelhav». Donnerstag, den 26. Febr., abends 8 Uhr: „Die Tanga- Prinzessin". Avßci Abo««. Gew. Preis«. tZrettag, den 27. Febr., abends 8 Uhr: „Die Tangopcinzef- fin". Anher Abonnement. Samstag, den 28. Febr., abends 8 Uhr: „Das Pbantom", 18 . Vorstellung im Eamstag-Abcnn. Gew. Preise. Spirlplan dcö Stadtthcatcrß in Gieße». Donnerstag, den 26. Febr., abends 8 Uhr in Marburg: .Lustiger Abend". Außer Abonn. Gew. Preise. „Schneider Wibbel". 15. Bbonnemenisvorftellung. Freitag, den 27. Febr., abends 8 Uhr: „Der Kammersänger", „Die Bäuerin", Paul und Paula". 17. Freitag Abonnc- nnntsvorftellnng. Gew. Preis«. Samstag, den 28. Febr., nachm, halb 4 Uhr: Schulervor- ftellung: „Egmont". Votk-preist. Kursbericht vom 25. Februar 1914 der Mitteldeutschen Creditiiank »ttienlapital u. R,luven Di. 70 000000 gegründet 1856. «»/»Neichsanleihe 98.70'-. SV, 0 /. . 86 85 . 3°/. „ 7815 „ 3'/,°/. Preuß.Evnsols 86.5. 3% . . 78.10 „ 4°/. Hetzen 97.— „ 3'/.°/. „ W A) . 8V, „ 74.25 „ 4% Oe stur. Goltrcnte 90.75 „ 4V, •/« „ Eilberrente 87.90 „ 4 V. Ungar. Goldrente 84.05 „ 3 „ „ Kronenrente 83.05 „ 4 „ Portugiesen Serie t —.— „ 4 „ .. „11165.-. 3',,»/» Russen o. 1905 98.96 . 4°/„ „ „ 1902 91.25 . 4 '/«% Japaner 91.50 „ 4°/. Tüllen ooil 1903 86 90 „ 4V»Administr. Türken 78.89 . Tür!enloose Di. 160.80 . 1«/,,V. Griechen o. 1890 56.30 „ IV. 0 /. Monopol-G riech. 52.25 „ 3V. Buen.-Air. Pr. Anl. 68.'/> . 3 V» Siiber-Mexilancr 45.80 „ 4V,r. M-x. Irrig, Anl. 72.— „ 4 V, 0 /« Chinesen »1.90 „ BuderuS E.-W. Act. 113.40 . Schuä. Cieltr. Ges.152.',. „ Ejchweiler Eicrgw. „ 221.90 „ Bochumei Gutz stahl „ 225.75 ” Gel cnkirch.Bergw.A1t. 195.50 Harpener Bergbau „ 189.— Hamdg. Ami. Pal. „ 144.80 “ illordd. Lloyd „ l2o— “ Berlin« Handels Anl 163 50 " Dtittekd. Ercditb. Alt 122.50 ' Tarmstädt. Bank „ 122.V, " Deutsche Bank „ 258.V» " Dcut>ch«Asiali>chcBanl 123— ” Diskonto Komm. Anl. 198 — " Dresdner Banl Att. 158 25 " Orsl. Ereditanst. Att. 297.25 " Lombarden „ 22.'/. " Dtsch- Ubcr> ec E. G. „ 17 t.— " Ocslerr.Slaasliahn „ 157.— * Höchst. Farbwerke „ 656 50 “ Chem.Fadr. Albert. 454.— " Ruigerswcrke „ 290— * clfuuu Roman« „ 150 25 " Phönix Bergb. „ 245.'/« " Griesheim Elektron. 268 50 " BeUstog Waldhoj „ 227.— ” Holzoettohlungs-Jnd. 321.50 “ Lanrahllte . 163.50 " Prioacdiskonl . 3»'/,» " Tendenz: behauptet. ” Berliner Börse. Berliner Handels Ant. —.— „ Deutsche Bank Akt. 259.25 „ Disk. Kommaudil Aut. 197.°/, , Dresdner Banl Akt. 157.'/, „ Pet.ZutHandelsb.Att. 299.37 . Rusi.Bank s. a. Hand. A. 1<1-V, , Schanlung E. B. Akt. 139.37 „ Baltimore u, Ohio —.— . Canada Pacific Alt. 214.'/, „ Prince Henri E. B.Akt. 162.— . Türkenloose Dl. 170.60 „ Lonboner Atchiion Topela Doll. 100.'/, Southern Pacifit „ 98.75 Chicago Rock Lsl. „ 6.— Miff.Kans. u.Tez.R. „ 20.75 Union Pacific. „ 166.25 U. 6. Steel Common,, 67.25 Hohenloheiocrle Alt. 127.— » Dcutjch-Luxemb.B.AU. 143.25 » Laurahütte Alt. Id3 50 » Oderschlesicr rr. Akt. 92.— » Phönix Bergbau Akt. 243.'/» „ vlonibachei Hütte „ 163.— « GelsentirchenBergw. A. 194.V. » Harpener Bergbau Li:. 188.— » «Ug.Elel.Gesell,ch. AU. 24a.37 „ Sinnens u. HalsteAIt. —.— » Tendenz: beaauptet. Ssiic. Amaigamated klopp. Doll. 77.'/, Eharrered Company Lstr. Easlrano Proprielary „ 2.96 Goldpelds , 2.49 Rand Dlines „ b.'/. De Beeis Eoniolid „ 18.'/, Die Depofttenkajsc Fricdberg i. H. empfiehlt sich zui Vei-niittluax »ller ftualtuiÄsoiLvu An- und Berlau, von Wettpapieren au allen Börien. Euichtung lausender Rechnungen und provtsionstreie: Scheck-a.ontr Umwechslung von Coupons und Sorten. Annahme von offene» »nd verichlosjenen Depots Entgegennahme verzinslicher Spar-Cinlage».