7. Jalirgan- Unmmer 40 Diensiag. vrir 34. Februar 1914. D diesen Krankenpflegerinnen auch durch den Schutz ihrer Tracht die nötig« Sicherheit für die Ausübung ihres Berufes geben. Abg. Frhr. v. S t e i n a« cke r-Trier (Ztr): Der Gebar« tenrückgang im Deutschen Reiche ist geradezu erschreckend. Sink wir denn auf dem absteigenden Ast mit unserer Volkskrajt an. gekommen? Was soll aus unserer Wehrmacht werden? Wo her sollen wir di« nötigen Arbeitskräfte bekommen? Alle Kreise sollten sich an dem Kamps gegen den Geburtenrückgang beteiligen. Herr Minister, unierstützen Sie uns m diesem Kampf- Nicht die Gesundheit des Volkes hat abgenommcn sondern man verhindert künstlich di« Empfängnis. Der Ec. brauch von antikonzeptionellen Mitteln ist ein« schwer« Sü»d> wider Gott. Die Sozialdemokratie kämpft für den Geburtenrückgang. Religion ist ja bekanntlich Privatsache, das wißen wir ja. Aber man untergräbt die Religiosität der Frauen, um sie fiit die Gedanken der Ecburteuverhülang gefügig zu machen. In Spandau hat neulich eine Agitatorin in ein«! Fraucnver. fammlnug öffentlich zur Grburtenvcrhütnng aufgefordert. -Ein« solche Frau ist schlimmer als ein wildes Tier. (Zustimmung) Derartig« Lachen müssen verhindert werden. Das Ministeriun des Innern soll Las führend« Ministerium sein, Herr Mirüster, übernehmeu Sie auch auf diesem Gebiete di« Führung! Sit werden dafür den Tank des Vaterlandes ernten. Rehmen wie den Kamps gegen die Gek-urtenverhinderung aus, damit es nicht einst in der Geschichte heißt: Das preußische Volk gb I durch Selbstbefleckuug und Selbstveffchuldung zugrunde! (Beifall rechts). Minister des Innern v. Dallwitz: Um dcni Ecburkenrück, gong, der vor allem auf die zunehmende Genußsucht und aus die Agitation gewisser Krcise zugunsten einer Einschränkung der Geburten zarückzu-sühren ist, wirksam «ntgegenzutretc». sind außer polizeilichen Mitteln auch noch ander« geboten. Was init polizeilichen Mitteln geschehen kann, soll versucht werden und ist zum Teil bcreiis veffucht worden. Es sind bereits Weisungen an die Stontsauwaltschaften «rlosien, den Handel und di« Aupreifung von Aborlivmitteln scharf zu überwach.» und zu verfolgen. Bekanntlich liegt dem Reichstag ferner ein Gesetzentwurf vor, wonach die Anpreisung solcher und ähnlicher Mittel von üaus --- liaus im ltmb«,,i«hen und der Berk i-l Hr. *w Ent« a »erboten werden soll. Zn diesem Sinne ist auch die Resolution der 22. Reichstags?>-»Mission zu begruben, di« den Eilatz eines Gesetzes will, in dessen Paragraph 1 die zur Beseitigung der Schwanger) «hast bestimmten Mittel und die zur Verleitung der Empfängnis dienenden Gegenstände vom Bundesrat verbaten werde» können, insoweit nicht der Schutz der Gesundheit «nt- gegensteht. (Beifalll. Zn etwa 5 bis K Wochen wird autzerdem rin« eingehende und umfangreich- Denkschrift mit dem grund. legenden Material für dies« ganz- Frag- der Oessentlichkeit übergeben und wahrscheinlich einer Kommission van Sachrer. ständigen überwiesen werden. Der Abg, p, Pappenheim hat sich dagegen gewendet, datz die allgemeinen Vorschriften über den Bau und die Einrichtung von öffentlichen Krankenhäusern in die Farm einer Polizeivcrordnung gekleidet worden sin», deren Erlatz den einzelnen Provinzen anheimgegebcn war. Er ging dabei davon aus, datz der Erlatz van 1911, der diese An. vegung enthält, ein Navum schasse, datz derartig« Polizeiver. rrdnunge» nicht platzgrcifen können. Das trifft nicht zu. Di« Anregung war schon in dem 1893 herausgegebenen Ersatz ent-- halten, und seit 1893 find, mit Ausnahme von zwei Provinzen, derartige Polizeiverorbnung:» ergangen. Der Erlatz von 1911 knüpft also nur an das Bestehende an, in einer modifizierten Farm, gegen deren Inhalt auch Herr von Pappenheim kein« Bedenken geltend gemacht hat. Es bestehen Erwägungen da. rüber, den allgemeinen Erlatz von 1911 insofern zu ergänzen, als Dispens« von seinen Borschrificn leichter als bisher zuge. fassen werden sollen, da di« bisherigen Bestimmungen ewtschie. den etwas zu eng gegriffen find, Abg, Dr, Grund (Natl) wünscht eine Nachprüfung der Borfchrisicn zum Nahruugsmittelgffetz und Heranziehung von Sachverständigen aus den Kreisen der Industrie und des Ge. werbe», Zn zweffelhasten Streitfragen genügten die Che. miker allein nicht. Ein Regieiungskommissar erklärte, datz di« Regierung am Weri: sei, um Material zu sammol» für mancherlei Berbesser. anx:n auf dem Gebiete des Rahrungsmittelverkehrs, Abg, Dr, W o y n a (frei! ans.) versprach sich eine Ein. schränkunz des Geburtenrückganges durch ein« aufllärende Tätigkeit der Heiaminen und gemeinnützigen Verein»«, die auf di« Schädlichkeit antikonzeptioneller Mittel Hinweisen ,nützten, Ministerialdirektor Dr, Kirchner erklärt«, datz di« R«. gicvung der Betämpfung der Blinddarmentzündung, der spinalen Kinderlähmung di« grötzte Ausmerksan'eit zuwende, Abg, Hirsch (So;,) gab dem neuen Zolltarif die Schuld am Geburtenrückgang, Zm Teuorungsjahr 1911 fei di« Zahl der Geburten am geringsten gewesen. Abg, Dr, Mugdan (Fortschr.) forderte die Errichtung von FürsorgesteNen zur Bekämpfung von Volkskrankheiten, Di« Tuberkulose sei bei Len reichen nicht geringer als bet armen heuten. Von einer Proletaiieikranthett könne man aff» nicht rede«. Ministerialdirektor Dr, Kirchner wies darauf hin, datz di« wirffchaftliche Lag« des deutschen Dolke» keine schlecht« fei. Das bewiesen di« Ergebnisse des Wehrbeitroger und di« hohen Sum-m«,i, di« unser Volk noch immer für alkoholische Getränk« ausgcbe, Di« Ursachen des Geburtenrückganges feien also anderer Art, Es fei gelungen, durch energische Bekämpfung einen Rückgang der Tuberkulose um 33 Proeznt zu erzielen, Abg, ». d, Osten. Warnitz (kons.s: Auf dem Gebiet« der Krüpxelfürsorge bestehen in der Tat große Notstände. Es er. scheint mir doch bedenkliche wenn man Staatsmittel fordert zur Errichtung von Fürforgeftellen, diese müssen von den Kommu. neu ausgebracht werden. Im Namen meiner Freunde mochte ich bitten, datz di« Nahrungsmittelkontroll« nicht schematisch geübt wird, sondern den Interessen der Gewerbetreibenden gerecht zu weiden versucht. Erfreulich ist, datz die bürgerlichen Parteien einig find in dem Bestreben, den Geburtenrückgang zu bekämp. fen, Zn der Sozialdemokratie scheinen zwei Seelen zu woh. ran. Hier erklärte der Abg. Hirsch, fie verurteilen den Gebär, streik, drautzen im Lande aber ireien fie dafür ein. Wo es fich wie hier um das allgemein« Wohl unsere» Volkes handelt, soll!« man all« Parteikämpfe aus dem Spiel lassen, Di« So. gialdemokrvii« aber sucht auch au» diesem ernsten Problem Ka. pital zu schlagen. Ich habe mich geffeut, au» den Worten des Minister» den energischen Willen zur Tat zu entnehmen, datz Abhilfe geschaffen werden soll. Jede Stunde länger verschärft die gewisienlos« Organisation der Fabrikation, dir mit den verd-rblichen Mitteln das Land verseucht. (Beifall), Nach weiterer kurzer Debatte nahm Minfftericckdfvektor Dr, Kirchner die Acrzie gegen den Vorwurf des Abg. Lohin a » n (9!atl.) in Schutz, datz fie vielsach zu leicht den Wünschen der Frauen nach Unterbrechung der Schwangerschaft nach, känien. Zur Ehre des Aeiztestandes könne er sagen, datz vas nicht der Fall sei. Dem Abg, Frhr, v, Reitzenstein (Ztr.) erwiderte er, datz die Regierung fich mit den österreichischen Be. Hörden wegen Bekämpfung der Malaria in Oberschlefien in Verbindung gesetzt habe. Nach weiterer unwesentltcher Erörterung, in der Abg. C ch ä s e r (kons.) Wünsche der Apoihekerkammern vorbrachie, war die zweite Beratung des Etats erledigt. Nächste Sitzung Dienstag, 11 Uhr: Etat der Bauverwal. tung — Schluß hiS Uhr, Cayesüderslcht. Srntlrfirs Arich. :: Wechsel des deutschen Militärbevollmächtigtenpostkns i« Pckersburg. Wie der L. A, hört, wird nach einige« Wochen ein Wechsel in der Person vom Kaiser von Rußland atla- chierlen deutschen Militärbevollmächtigten stattfinden. General der Kavallerie Burggraf und Graf zn Dohna- Schlobittcn wird durch den diensttuenden General k ln suite Generalleutnant von Chelius erseht werden, der sich bereits ini Mai auf feinen Petersburger Posten begibt. :: Abschied des Neuwiedcr Fürstenpaare». Fm Laufe des gestrigen Vormittags trafen im Stammschloß des Fürsten von Schönbnrg-Waldenbnrg der Fürst und die Fürstin von .Albanien ans Ren-Wi-b kommend »•«. um stck, von jhrcn N«»e Tageszeituug. Dienstag, »en 2«. Februar 191T. Verwandten zu verabschieden. Nachmittags kamen die 17 nibaiiischen Delegierten unter Führung Essad Pasthas in Waldenburg (Sachsen) an. Zu Ehren des Fürstenpaares und der Delegierten fand in, Fürsteiffchloß ein Diner statt, bei dem Fürst Viktor Otto von Schönburg Waldenbm'g eine längere Ansprache an seinen Schwager und die albanische Gesandtschaft vielt. Bemerkenswert ist, daß er den Kerrscher von Albanien als Fürsten »nd nicht als König cmsprach. Ungarn. :: Der ariechisch katholische Bischofssitz iu Debreczin in die Lust gesprengt. Eine furchtbare Detonation, die alle Stadtviertel in Schrecken versetzte, wurde gestern vorniittag 11 Uhr aus der Gegend der Handels- und Gewerbekammer, in deren Nähe der Bischof des griechisch-katholischen Bistums wohnt, gehört. Den von allen Seiten Herbeieilenden bot sich ein fürchterlicher An blick. Das Bischofsvalais lag zum großen Teil unter Triiinmern. Das zu Hilfe berbergecilte Militär befreite unter großer Mühe sechs Tote und ncht Schlververketzte aus den Ruinen. Hatte man erst verinutet, daß die verbeernde Erplosion ans entstandene Heizungsdefekte znrück.ziiführen sei, so ergab die Untersuchung alsbald, daß es fich um ein schnreres Dhnamitattentat handelte, da direkt unter dem Apsrartenient, in denr der Bischof zu schlafen pflegte, die Hülsen von drei Dynamitpatronen vorgefunden tnurden. Unter den Toten befinden sich der Vikar des Bischofs Pr, Farkovics, der bischöffich« Sekretär Pr Schlep- kovsky, der Advokat Pr, Csaht. Unter den Schwerverletzten find die Advokaten Pr, Kun und Pr. Trieler, dessen Frau sowie die Gattin eines Theaterdiroktors. Der Bischof selbst entging dem sickiercn Tode, da er, seit längerem kränklich, kurz vorher im Traostnbl aus dem Palais hinansgeöracht worden war. Die Erplcsion hat auch in der Nachbarschaft großen Schaden angerichtet. Abgesehen davon, daß viele Fensterscheiben zerbrachen, verletzten imrhergeschleiiderte Zie- gelsteine gerade in der Nähe befindliche Passanten. Als die Tochter des BischofSstellvertretors von dem Tode ihres Vaters in Kenntnis gesetzt wurde, erlitt fie einen WghnsmnSanfall. Frankreich. :: Vertranenskundgebung für die Regierung. Die französische Kammer bat mit überwältigender Mehrheit, mit 38b gegen 25 Stimmen, den Antrag des Abgeordneten Ferry angenommen, der der Regierung da? Vertrauen misspricht, daß fie alle durch den mangelhaften Gesundheitszustand in der Armee erforderlich werdenden Maßnahmen troffen werde. Damit ist diese Klippe, die manchem gefährlich werden konnte glücklich umschifft. Eingeweihten war es allerdings kein Geheinmis, daß diese Frage keinen Stein des Anstoßes für das Ministerium bilden würde, sondern daß die weitaus größte Mehreit der Abgeordneten dem Ministerium den Charakter bewahren wollen, mit dem es konstituiert wurde, nämsich dem eines Uebergangsministerivms, das sich noch über die Wahlen hinaus zu halten bat. Ebenso klar ist es, daß die Regierung selbst jede Diskussion über die Fragen vermeidet, die ihre Stellung erschüttern könnte, und sich mit der Erledigung von solchen zweiter Ordnung begnügt, um den leicht erregbaren Gemütern keine Gelegenheit zu geben, in dem allgemeinen Eifer ihre guten Absichten zu vergessen und, wie schon so oft, das eigene Partei Interesse über das Wohl des States stellen. England. :: Verunglückter Militärflieger. Ein schwerer Fliegcr- unfall, dem zwei englische Militärflieger zum Opfer fielen, ereignete sich auf dem Militärflugplätze Ehiohester in der Graffchast Süsser, Ein Doppeldecker stürzte aus beträchtlicher Höhe ab. Der Fliegcraffizier Royald Kemp wurde lebensgefährlich verlebt, sein Begleiter, Vntcroffizicr Hahnes, war auf der Stelle tot. Mexiko. :: Ein Militärzlig in die Lust gesprengt. Am Samstag wurde ein Militärzug, auf welchem sich eine »ach Jalapa be- stimmte Kompagnie Infanterie befand, von den Rebellen in die Nähe der Station Limo der interozeanischen Eisenbahnlinie in die Luft gesprengt. Die Erplosion war furch- terlich Der ganze Zug wurde auseinandergcriffen, 55 Offiziere und Soldaten, sowie ein englischer Lokomotivführer, sind getötet worden. Ein nachfolgender Personcnzug, auf welchen die Rebellen feuerten, ist entkonimen, indem er siblcunigst zurückfiihr. Das Stteuminenschiff „San Iran- zisko" der llnionstaaten hat sich mit der vor Bcracruz liegenden Schlachffchiff-Flotte vereinigt. Schweine- u. Ferkelmarkt. Nachdem die Maul- und Klauenseuche im Kreise Friedberg für erloschen erklärt ist, findet am Mittwoch, den 23. Februar der Schweine- und Ferkelmark; zu Friedberg wieder statt. Es steht zu hoffen, datz er recht stark befahren wird Ans der Heimat. * Feiedberg. 24. Febr, Der Fastnochtslrubel hat gestern seinen Anfang geitomuien Der RäubeoStamrntjsch de» Brau«. eer-Ansschank» (Sempf; veranstaltete ei« »«gelungen« Auf. fahrt, voran «in Berittener, dann zu Fich die aW Lampe» »ft. kleidete Mtlttärmusikschate mit einem musikalischen alten Landsweicher au per Spitze, Hierauf folgt« der Räuberwagen, ein« aus felbgte fiöfe ttwnbe GtroHmttf. davor eine G-uooe zechender Räuber, Zm Vordergrund ein am Galgen baumeln. der Verräter, Das ganze war gut arrangiert und fand allgemeinen Beifall, * Friedberg, 24. Febr, Die Direktion unseres Central, theaters hat fich bewogen gefühlt, anläßlich des Fricdbergcr Marktes, wo tausende Besucher aus der Umgegend hier weilen, unter großem Kostenaufwand ein ganz befon-ters «tlfinzepdr, und anziehendes Programm zusnmmenzustellen, Das Ri,s-:r- programm setzt sich aus dem Hauptschlagei: „Die Suffragette", einem mimischen Schauspiel in 3 Allen von Urban Gab und in der Hauptrolle Asta Nielsen: „Das rote Pantöffelchen", Lnft. spiel in 2 Akten »nd den Einlagen „Der Frühling komm!", „Auf der Hochzeitsreise" zusammen. Wir wollen uns «ivsch.rän ken, näheres hier mitzuteilen, denn so was mutz man selber en. sehen und sein Urteil bilde», * Friedberg, 24. Febr. Am Mittwoch, den 4, Mo-;, veranstaltet der Hessische Landesverband Jungdeutschlo,::d in Friedberg in: Saale des Hotel Trapp ln Verbindung mit der Jahresversammlung seinen zweiten Hessischen Jiigcud- tag in ähnlicher Weise wie der erste Jugendtag, welcher im Februar v, I. in Darmfiadt stgtffnnd, Don wichtigen Fragen sollen diesmal behandelt werden: Die Jügendwandernng.'n (Referent: Professor Kissingcr). Die Bedeutung des Turnunterrichts in der Fortbildungsschule (Referent: Lehrer Saum) und die Rechtsberatnng der jugendlichen Mitglieder der Jlmgdenffchlandvereine (Referent: Bürgcrnieister Mueller). Die Verhandlungen fangen um 10 Uhr nn. Am Vorabend, am 3. März, veranstaltet die Ortsgruppe Friedberg unter Leitung ihres Vorsitzenden, Direktor r>. Pr. Schoell, im Saalbgu einen Jugendabcnd der Friedbcrger Vereine, * Friedberg, 24. Febr, Wie alljährlich hatte die Kalb, Vereinigung anch diesmal wieder ihre Mitglieder zu einem Fastnachtsvergnügen auf Sonntag Abend in das Hotel Trapp eingeladen. Das gefällige Programm, das dem Ein- tretenden an der Türe überreicht wurde, ließ einen genuß- reichen Abend erwarten und diese Erwarttmg wurde nicht getäuscht. Es war Fostnachtssfimmung in dem Programm: Nichts zu Langes, Ermündendes. In kurzen Darbietungen, unter Lachen und Singen, durch frisch gesungene Chöre unterbrochen und eine flotte Musik gewürzt, zog das Programm vorüber, so daß trotz der 14 Numniern, die darin verzeichnet waren, keine Langeweile entstehen konnte. Auf Einzelnes einzugchen, verbietet die Fülle der Darstellungen, Daß da» Doppelguartctt der Vercirkigung wieder den Löwenanteil an den, Zustandekommen der Veranstaltung hatte, daß auch der Kath. Jünglingsverein sich wieder auf den Brettern zeigte, daß nicht zuletzt auch eine Anzahl Danien aus der Vereinigung fich durch ttichtige schauspielerische und gesangliche Leistungen hervortaten, sei nur erwähnt. Dem Vorstand der Vereinigung, insbesondere seinem rührigen Präsidenten, allen nntwirkenden Damen und Herren, möge die Anerkennung, die Schreiber dieser Zeilen ans dem Munde der verschiedensten Personen am gestrigen Tage börte, der Dank sein für die mühevollen Vorbereitungen, die eine solche Veranstaltung erfordert. * Friedber«, 24. Febr, Es ist jetzt di« höchste Zett, datz di« Klebe Urtel von den Obstbäumei, abgenommen und verbrannt, di« Stämme vom Gürtel bis zum Erdboden abgebllrstet werden, um auch die hier von den Frostspannerweibchen abgeleq. ten Eier zu vernichten, Autzerdem ist ratsam, bet dieser Arbeit die Raupennoster des Goldasters urrd des Danmweitzlinrs, erkenntlich an den dürren, zusammeugesponnenen Blättern, >,b. pufchraide» und zu verbrennen, di« man besonders zahlreich an jungen Apfelbäumen im Feld« und in höheren Lagen wnbr- i-ehmen kann. Ein Goldafternest beherbergt oft mehrere hun. dert Raupen, Auch ist di« jetzig« Zett sehr geeignet, für den Bcmmschnttt und di« Bcrumpslege, ßbon fit Säst in den Bäumen, Zu später Schnitt ist für die Obstbäume ebenso nachteilig wie für Reben, Nur gut gepflegt«, fruchtbare Obstbäume können befriedigend« Ernten bringe«, * Fricdberg, 24. Febr. Der heutige Pferdcmarkt ist. wie noch selten besucht, Landwirte und Hälidler, die ein sehr zahlreiches Pferdematerial zur Stelle brachten, waren in außerordentlich großer Zahl gekommen. Anch an der Prämiierung, über die wir noch berichlen werden, beteiligten sich sehr viele Züchter mit sehr anerkennenswerten Tieren, Leider stand das Geschäft nicht im Verhältnis zu dem Antrieb und wenn nicht der Mittag und Nachmittag Bcfferung bringt, so war der Geschäftsgang nicht als flotter zn bezeichnen. Es läßt sich nicht besttciten, daß die regelmäßig in Franffurt abgebaltenen Arbeitspfe^>emärkte dem hiesigen Markt Abbruch tun, * Frirdberg, 24. Febr, Heute findet die erste Sonnenfinsternis statt. Sie wird bei uns unsichtbar sein, da ihr: Sichtbarkeit sich ans die Südpolargebiete beschröntt, * Dorheim, 24. Febr, Wie wir bereit» berichtet haben waren es am 22, Februar 49 Jahr«, datz die Elisabeth Beppler st di« Dienste der Hauses Breibenboch getreten ist. Der Tao oe stattete sich zu «mein festlichen für die wacker« Jubilarin Von der Anerkennung, Lieb« und Achtung, deren sich die ttene R' hiffin allenthalben erfreut, zeugte die Füll« von ©lüdajürirär und Zuschriften, di« ihr am Ehrentage zagegangen find, Abei auch namhafte Geldgeschenke und Gaben sonstiger Art wurben ihr zuteil. Am Nachmittag fand «ine Feier statt, an der läm' liche Familienmitglieder und das Gesinde, darunter anch •« Knecht, der 24 Jahre im Haufe tätig ist, teilnahmcn, H:-- Lantckagrabgeordneter Bleidenbach hielt ein« Ansprache an f ! ' Jubilarin, in der er ihr Wirken pries und Treu« um Tr - versprach. Nur allzu selten seien heule solche geireue D - boten, ums» höher müßten fie geschätzt und geehrt werden, A sonst wurde« der Jubilarin alles liebes und gutes erwiesen, daß sie aus den Tag als einen der schönsten im Leben zur 4 blicken konnte, * Vilbel, 24. Febr, Adolf Stöffel, der langjährig« Sekre»" de» Hessen Darmstädter Volkssest.Beoein- in Reumnrk stör- Sir. 4o nach langem Leiden. Er war 1852 hier gebaren und vor za Zähren noch Amerika gekommen. * Butzbach, 24. Febr. Der 21jährige Schuhmacher Han» Werner, geboren am 15. April 189.1 zu Butzbach, wurde im Feld« an einem Baum« erhängt aufgejundem. Nach der ge» sichtlichen Festellung liegt Selbstmord vor. Seinen Stock halt« er in der Näh« de» Baumes fest in die Erde gedrückt und feinen Hut daran gehängt. Sein Vorleben war nicht einwandfrei, und er hatte feinen hier wohnhaften ehrbaren Eltern schon viel Kummer und Sorgen bereitet. * Trais Horloff, 24. Febr. Der ausländische Arbeiter Lu« besli, der auf Grube Friedrich beschäftigt war, veiletzt« im Streite seinen Arbeitskollegen mit einem Bierglas. Es wurde deshalb gegen ihn Strafantrag gestellt. Ws L. davon hört«, fluchtet« er im Zuge nach Eietzen. Di« Gendarmerie von Hungen benachrichtigte die Bahnhosspolizei in Gietzen, di« den Ausreißer feftnahm. * Gietzen, 24. Febr. Der hier bekannt« und beliebtr früh«r« Oberst des hiesigen Regiments, Generalleutnant Exzellenz von Lindenau, liegt schwer krank im Krankenhaus» zu Trier. Er leidet an einer Furunkulose mit hohem Fieber. Sein Zustand gibt zu Besorgnisien Anlatz. Herr von Lindemau ist bekannt, sich vor kurzem zum Gouverneur von Metz ernannt worden, konnte aber wegen seiner Erkrankung den hohen Posten noch nicht antreten, — Aus Trier wird geschrieben, dah Generalleut, iwmt von Lindenau gestorben ist, nachdem er sich einer Opera, tion wegen einer Ohrvereiterung unterzogen hatte. * Gietzen, 24. Febr. v. Trotta gen. Treyden, Kam. d. I-R. Nr. 18 unter Versetzung zu den Off. v. d. Armee zum Eenerab. major befördert. — Schimmelpsennög, Obstlt. beim Stab d. Z- Sl. Nr. «9 zum Oberst und Kom. d. Z.-R. IIS in Eiehen er. uannt. — Schwicrz Major, aggreg. d. Leibgarde.Znft-R, Nr. 115 zum Stab dieses Regiments übergetretrn. — Frrmenich im I -R. 116 als Komp .Chef zum Inf. Reg. Rr. 18 ln Posen versetzt. — Priug zu Pfenburz Büdingen. Hampbmann im Garde Eren.-Reg. Nr. 4 ein Patent fernes Dienstgrades ver. liehen. * Landesunioersität. Der ordentliche Profesior an der Universität Bafel, Dr. Rudolf Herzog, wird dem Rufe als Nachfolger des Professors Dr. Kört« Folg« Listen. Der anhev- ordentliche Profesior Dr. Schaum in Leipzig hat ebenfalls einen Ruf als Ordinarius für Chemie angenommen. * Reiskirchen, 24. Febr. Unter Vorsitz des Herrn Karl SparrRciskirchen hat sich im Lokal des Herrn Schäfer «in Ategenzuchtveicin gebild«t, der sich zur Aufgabe macht, dl« Ziegenzucht zu pflegen. * Frankfurt a. M., 24. Febr. Auf einem na'ch Mainz fahrenden Schleppdampfer riß gestern infolge zu starker Feuerung der Dainpfkessek auf. Der mit Gewal entweichende Dampf umhüllte im Nu das Schiff und gab Anlaß zur Alarmierung der Feuerwehr und der Rettungswachen, Diese brauchten jedoch nicht in Tätigkeit zu treten, da Menschen- leben nicht in Gefahr schwebten. * Franksnrt a. M., 21. Febr. Die Dackenheim«« DolkS- bank besitzlos; für 1913 die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent. * Frankfurt o. M., 21. Febr. Eine her originellsten Apselweinwirtschaften Frankfurts ist nach mehr als 125- jäbrigeni Bestehen einer Straßenerweiterung zum Opfer ge- fallen: der lange Haftin Bornheim. Kleine verräucherte niedrige Stuben boten Geschlechtern ein Heim, in dem man bet eine,» ganz ausgezeichneten Tropfen Hobenascheimers einige behagliche Stunden verleben konnte. Was aber dem langen Hos z» bald internationaler Berühmtheit verhalf. das waren die Pfannkuchen, die hier den Umfang eines kleinen Wagen- rades erreichten, fodaß eine Person nicht imstande war, einen derartigen Kuchen, dessen Zusammensetzung seit einem Fahr- hundert KiichengeheiinniS des langen Hofes ist, allein zu ver- ,'.ehren. Montag früh begann der Abbruch des „historischen" Lokals, in dem wohl jeder Frankftirter mindestens einige Stunden seines Lebens in froher Runde zugebracht hat. * Franksurt a. M., 24. Febr. Nachdem die letzten Spuren des Eisganges verschwunden sind, hat der Kahnver- kehr auf dem Main mit ungewöhnlicher Stärke eingesetzt, um die seit langen Wochen verabsäumten Fahrten wieder nochzubolen. Da die Wehre noch nicht wieder oufgerichtet sind, fahren die Schiffe nicht durch den kanalisierten Main. Der Andrang von Kähne, die bergwärts geschleppt sein wollen, ist derart stark, daß es an Schleppern zu mangeln bc- ginnt. Wenn der Wasserstand nicht weiter als bis jetzt steigt beginnt die Stromvcrwaltung morgen mit dem Ausrichten der Wcbre. * Franksurf, 24. Febr. Auf der Zeil wurde gestern Morgen ein junger Manu in einem Wagen der Straßenbahn oo» plötzlichem Unwohlsein befallen, sodaß er aus dem Wagen entfernt und in einem nabegelegenen Hausgang getragen werden mußte. Die sofort herbeigerufene Rettungswache konnte nur den bereits eingetretenen Tod infolge Herzschlages feststcllen. Es handelt sich um den 30jährigen Adolf Hoffinann aus der Gündcrrodestraße 2. * Frankfurt a. M-, 21. Febr. Einen tiefen Einblick in die wirtschaftliche Arnmt manches Privatbearnten gewährt da? Inserat in einer gestrigen Zeitung, wo es also heißt: „Berh. Beamter einer Aktiengesellschaft mit hohen Dividenden bittet uni ein. getragen. Anzug, da bei einer ököpfigen Familie b. ein. Wochenlohn von 27 Mk. z. Anschaffung eines /oldicn nicht in der Lage. Offerten ... — Ein weiterer Kommentar erübrigt sich, nur müßte die Gesellschaft genannt werden. * Frankfurt o. M., 21. Febr. Beim Reinigen eines Regenoblaufrobres brach das Dienstmädchen Fenn durch ein Glasdach. Cs erlitt außer einer Gehirnerschütterung schwere andere Verletzungen am Körper. — Aus Eifersucht brachte sich gestern früh ein junger Metzgerbursche eine lebensgcjährlichc Schnspvunde in die Brust bei. * Frankfurt a. M., 21. Febr. Zur Vorbereitung aus TaGt»^ttn«G." Ult die Berliner Olympiade 1812 hat sich hier ei» Ausschuß ge- bildet, der am 22. März tu» Schumanntheater die erste gröbere sportliche Veranstaltung darbieten wird. Die Ein- leitungsrede hält Exzellenz von Podbielski; ebenso erstatteten Dr. A. Kränzlin und Generalsekretär K. Diem sportliche Referate. * Franksurk «. M., 31. Febr. Elisabeth Mentzek, die liebenswürdige Erzählerin au» der Goettze-Epoche und eifrigste Erforscherin in der Jugendzeit Goethe», ist in der ver- gangenen Nacht gestorben. Sie wurde am 1l. März 1852 in Marburg geboren, hat aber den größten Teil ihres Lebens in Frankfurt verbracht. Ihr Hauptarbeit^zebiet lag in ausgedehnten Studien über die GoethezeitI manche bedeutungsvolle Schrift von ihr brachte eine Fülle bisher nicht bekannten Materials über den Dichter und seine Mutter. In Elisabeth Mentzel verliert die deuffche GoetheFJemeinde eine ihrer vorzüglichsten Mitarbeiterinnen. Daneben fand die Schriststellerin noch reichlich Zeit zu belletristischen Arbeiten aller Art. Eigentlich war ihr kein Gebiet ftemb, auf deni sie sich literarisch nicht betätigt hat, Frankftirt verdankt ihr auch eine umfaffende Geschichte über das heimische Schausviel. Nur ihr Versuch auf dramatischem Felde schlug fehl. Die Verstorbene hatte sich im deuffch-ftanzösischen Kriege, den sie als Krankenpflegerin mitmachte, auch das Eiserne Kreuz erworben. * Frankfurt o. M., 21. Febr. Dem Vernehmen nach soll Professor Arthur Dolkmann, nachdem der Magistrat Boeh- les Forderung für die Ausmalung der Römerhallen abge- lehnt hat. für den Auftrag interessiert werden. Volkmann gilt gegenwärftg als einer der tüchtigsten Plastiker und Maler. * Franksurt o. M., 21. Febr. Der 19jährige Hausbursche eines hiesigen Sanatoriums bestahl eine große Anzahl Kranker, indem er ihnen in unbewachten Augenblicken Uhren, Ringe, Ketten, Geld usw. fortnahm. In dem Besitze des Burschen fand die Polizei ein ganzes Warenlager. * Frankfurt «. M., 21. Febr. Infolge vorzeitiger Weichenumlegung entgleisten gestern Abend 6,30 Uhr auf dem Bahnhof Frankfurt-West einige Wagen des Arbeiter- zuges 799 nach Friedberg. Der Verkehr zwischen Franksurt, Homburg, Friedberg, Gießen und Cronberg erlitt durch die Störung eine mehrstündige Unterbrechung. Personen kamen, obwohl der Zug sehr stark beseht war, nicht zu Schaden, Hksien-Rasiau. * Friedrichsdorf i. T., 21. Febr. Für die Erwerbung eines großen städtischen Waldgebietes zahlte der Zenttal- Studienfonds der Gemeinde eine weitere Abschlagssumme von 16 000 M. Durch den Ankauf dieser Ländereien in der Umgebung der Saalbnrg bleibt der archäologisch noch unerforschte Boden vor jeder Spekulation und privater Aunützung unberührt. * Bad Homburg v. d. H., 21. Febr. Wie die amtliche „Krciszeittmg" gestern meldete, wisst das Kaiserpaar am 27. oder 28. März zu seinem diesjährigen Frühlingsaufenthalt hier ein. Der Kaiser wird etwa 6 Wochen, die Kaiserin 8 Wochen hier verweilen. * %. Usingen, 24. Febr. Am Freitag, den 6. März wich im Easthams „3tu Sonne" Hierselbst bw Gemeindejagd in Größe von zirka 8088 Morgen, roorrmier zirka 1988 Morgen Wald, auf 12 Jahr« verpachtet. — Der Verein „Tierfreund" hielt im Veremslokale sein« diesjährige Generalversammlung ab. Aus der Iahresmchnung war zu entnehmen, daß sich die Kasienvsr. halinisi« de; Vereins im verftosienen Fahr« günstig gestaltet haben. Auf einen gestellten Antrag hin wurde daher beschlossen, den Mitgliedern auch in diesem Fahr« zur Anschaffung von Zuchttieren und Bruteiern entsprechend« Zuschüsse aus der Ver- ctnskasi« zu gewähren. Wegen Abhaltung der diesjährigen Kreis-Eeflügrlrrusstellung gab der Vorsitzende bekannt, daß di«, selbe von dem Geflügelznchtverein in Hundsiadt übernommen worden sei, * F. E. Usingen, 23. Febr. Der jetzt 18 Jahre alte Arbeiter Joseph Anfang in Wernborn hatte an einein Juni- sonnlag das Kriegerfest in einem benachbarten Orte besucht. Als er von diesem morgens gegen 1 Uhr „schwer beladen" heimkehrte, wurde er von dem 1 Jahre älteren Londivirt Wilhelm Beut gezwungen, bei dem Gastroirt Wilb. Friedrich aus dem Gastlokal ein Jagdgewehr zu holen. Als sich Anfang weigerte, nahm ihn Beut, eine Hüne von Gestalt, am Schlafittchen und hob ihn mit sanfter Gewalt ins Zimmer, Jetzt packte Anfang die Furcht, er nahm das Gewehr weg, gab es Beut rrnd machte sich so schnell wie möglich dünn. Die Strafkannner Wiesbaden sah den Ball als schweren Diebstahl an und verurteilte Anfang zu 2 Wochen Gefängnis. * Usingen, 21. Fchr. Die Stadtverordnetensitzuiig lehnte den Anttag des Jnstizfiskus für den beabsichtigten Amtsgerichtsneubau außer einem Zuschuß von 1000 M alle Steuern, Kanalgcbühren, Wasscrgeldcr u. s. w. zu übernehmen. mit einer (stimme Mehrheit ab. In der Bürgerschaft will man nun die vom Stadtparlainent abgelebute Summe durch freiwillige Beiträge anfbringen. * x Eichbach, 24. Febr. Fm Gasthaus .Faltenbcrger" fand de« Detegieitrntog zu dem am 14. und 15, Fum hier ftttttfirr- denden Gefangswettftreit statt. Am Wettstreit beteiligeu sich elf Verein«: namhafte Geldpreis« kommen zur Verteilung, * f. Winden, 24. Febr. Unserem Bürgermeister Philipp Rllhl, welcher seit 1882 das Aini als Eemeindeiechner und gleichzeitig feit Januar 1988 das Amt als Bürgermeister beklei- det, ist in Anerkennung seiner langjährigen und gewisienhaften Dlensfführung das allgemeine Ehrenzeichen in Silber verliehen und durch den Herrn Landrat im Kreishaus« hierlelbft behän- digt worden, * t. Mönstadt, 24. Febr, Für den Schiedsmannsbezirk Mönstadt sind Bürgermeister Laut daselbst als Schiedsmarru und K. Prevenius als Stellvertreter auj drei Fäh» wsederyewählt worden. _Seite a * f. Bammershei«. 24, Febr, Der Gemeiudehaushaltung». ««anschlag für 1914 ist aus Mt, 47,718,27 seitxFöi. gegen M, 81,948,92 tm Vorjahr«. Das Fab- '.Ich wird voraussichtlich einen Ueberschuh von Mk, 2245 ergeben, * Heddernheim, 24. Febr, Hier versuchte der 26jührig« Schuhmachergesell« Otto Recheuberg auf die elektrische Sira. ßenbahn zu springen, kam aber zu Fall und verletzt« sich schwer an der Stirn«, * Griesheim a. M,, 21. Febr. Nachdem erst vor et- lichen Tagen die Tochter des Pensionärs Kröll sich erhängte, hat gestern auch der Vater selbst seinem Lebe» auf die gleiche Weise ein Ziel gesetzt. * F, E. Höchst a, M., 23. Febr. Das Guibaben ans die nicht gestellte Kaution. Der früher in Hattersheiui jetzt in Frankfurt a. M. wohnhafte Reisende Ernst Schniidt, hat seinen Brotherrn im Jahre 1912, den Möbelfabrikant Lech- ner in Aglasterhausen, gehörig Hinei,igelegt. So gab er in einem Schreiben an diesen an, er müsse, um einen hohen Auftrag zu erhalten, einer Dortmunder Firma 1000 M Kaution stellen. Dazu verlangte er einen Zuschuß von 800, später 100 und zuletzt 150 M, welch' letztere er auch gegen Hingabe eines Wechsels, der später nicht cingelöst wurde, erhielt. Die Geschichte mit der Kaution war aber eitel Flunkerei. Wegen Betrugs nahm'die Strafkammer Wiesbaden gestern Schmidt in 5 Monate Gefängnis. . * Eichen b. Hanau, 24. Febr. Heinrich Fl. Merz in Eichen schlachtet« ein selbsigezogenes Mutteischwein im Schlachtgewicht von 686 Pfund, * Soden a, T,, 24, Febr, Ein Handwerksbursch« stahl au-, de« Wohnung des Haupllehrers Becht «inen wertvollen Pelz, Er könnt« bisher nicht ergriffen werden, * Hattersheim, 24. Febr. Die Regierung hat der von der Gemeinde beschlossenen Aushebung der Wortzuwachssteuer die Genehmigung versagt. * F. C. Wiesbaden, 21. Febr. Am Samstag wurden dem hiesigen Amtsgericht vier in Wiesbaden von der Polizei aufgegriffene Bettler znr Bestrafung vorgefiihrt, deren Herkunft zeigt, daß auch aus diesem Gebiete die Weltknrstadt. das rheinische Nizza, an Jnternattonalität nicht zurücksteht. In die Personalbogen mußte nänrlich als Heimatland ausgenommen werden: Nassau, Dänemark, Tircl und Böhmen. Fürwahr ein internattonoles vierblättriges Kleeblatt. * F. C, Aus Nassau, 21. Febr. Den höchsten Ertrag an Hafer, gleich 21.66 Zentner pro Morgen, erntete bei den im Jahre 1913 von der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden durchgeführten Sortenversucheir rnit Hafer überhaupt Landwirt W. Künzler II. in der Gemarkung Freiendiez auf ttefgründigem, nrilden, schwach kalkhaltigen Lehmboden mit „Swalöss Sieges-Hafer." * F. C. Wiesbaden, 23. Febr. Am 18. März v. I. leitete her Fuhrknecht Emil Schmidt von Wiesbaden sein Fuhr- tverk nach Schierstein. Dabei schlug er fortgesetzt unbarmherzig auf das Tier ein. Der Prokurist Hochsinger, der ihm wegen dieser Rohheit Vorhaltungen machte, wurde von dein Schmidt gefaßt, gegen eine Mauer geworfen und sonst noch schwer mißhandelt. Die Tierguälerei kreidete das Gericht dem Schmidt nun mit 11 Tagen Hast, die Körperverletzung mit 11 Tagen Gefängnis an. * F. C. Wiesbaden, 23. Febr, 3 Tage Gefängnis muß der Dachdecker Emil Schön von Erbenhcim für einen nichl gebratenen Hasen absitzen. Er hatte das toigefchoffene Tier bei einer Treibjagd gemaust. Auf dem Wege nach seiner Be- Hausung wurde er aber angehalterr und mußte die Beute wie- der herausrückeir, * Wiesbaden, 21. Febr, Regierungspräsident Dr, v, Meister weilt seil dem 8, Februar nebst Gemahlin in Berlin, um an den stattfindenden Hoffestlichkcitrn teilzunehmen. Der Berliner Aufenthalt des Wiesbadener Regierungspräsidenten sicht in keinem Zusammenhang mit einer Ernennung zum Oberpräsi. d-nten der Provinz Sachsen, * F. C. Hadamr, 21. Febr. Die wegen des Verdachts auf Schwcineseuche über den Quarantänestall des Muster- schweinczuchthofes auf dein nahen Hofgut Schnepfenharisen verhängte Sperre ist wieder aufgehoben worden. * Aumenau, 24. Febr. Ein Großseuer zerstörte hier die Wirtschaftsgebäude des Anbaucrs Philipp Klapper und des Gastwirts Klapper. * Alpenrod, 24. Febr. In der Müllerschen Schreinerei erlitt der Haussohn durch das abspringendc Verschlußstück eines Treibriemens eine schwere Armvcrlchung, die die Uebersührung des jungen Mannes in die Gictzener Klinik erforderlich machte. * Wetzlar, 24. Febr. In Anerkennung der hervorragenden Verdienste um die evangelische Gemeinde der Stadl wurde der in den Ruhestand getretene Superintendent Schoeler von den kirchsichen Körperschaften znm EhrenpreS- byter ernannt. Kund der Landwirte. Zwanglose Zusammenkunft am Donnerstag, den 2k. Fcbrvar, abends 8 Uhr, in Mieder tz-rlendach bei Gastwirt Werner (zuin grünen Baum). Die Herren Landtogsabgeordneter Dr. v. H c l in o l t Ad. Hcnscl und H i r s ch e l »oerden anwesend sein. Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Frankiurrer Wetierberickit, Voraussage: Ziemlich heiter, meist trocken, nachts dunkel, tags hell, kälter, schwache südöstlich« Winde. Verantwortlich ftir den politischen Teil: Otto Hirsches, Friedberg: ftir den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Le uz. Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tage?- zeitrina". A.-G.. Friedberg i. H J»r. 49 Meuc Lageszertung. yJienc-taf, den 24 . Ardruar 131 * Seil« t 0L JSH? To des- A 11 % © SA©. Statt jeder besonderer» Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß heute unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Filiüabrthc Kcidx geb. Bär nach kurzem Leiden sanft verschieden ist. Klein-Karben, den 23. Februar 1914. Die titfimiimiiicii Hinterbliebenen: Familie Georg Philipp Schuch. Die Beerdigung findet statt, Mittwoch, den 25. Februar, in Grotz-Karbcn vom Hause Neugasse cbruar, nachmittags 2‘/a Uhr " 2 . I Holzversteigerung. Im hiesigen Eemeindcwald werden folgende Holzsorlimente versteigert am Freitag, de» 27. Februar 1914, vormittags 10 Uhr anfangend: 56 rm Buchen-Scheiter 1100 Buchen-Wellen 72 Eichen-Scheiter 000 Eichen-Wellen "> . AHorn-Scheiter 50 Kicsern-Wcllen 1,2 „ Kiesern-Scheltcr 1060 Fichten-Wellcn 65 „ Buchen-Knüppel 8 rrn Buchcn-Stöcke 68 ^ >2 „ Eichen-Knüpxcl Ahom-Knüppel 13 rrn Eichen-Stöckc am Samstag, den 28. Februar 1914, vorm. 10'/- Uhr anfangend: tU4 Eichen-Stämme 17—23 cm Durchin. 2,50—10 m lang 17,27 Festm. (teilweise Eartenpsosten). 4 Buchen-Ttämme I. Kl. 60—70 cm Durchm. 3 — 0,6 m lang = 6,80 Festm. 5 n „II. Kl. 50—55 cm Durchm. 4—7 m lang = 5,79 Festm. 4 „ „ IU. Kl. 47—48 cm Durchm. 3,4—8 m lang = 4,02 Festm. 11 Eschcn-Stämme —1,10 Festm. 2 Ahorn-Stämme —0,22 Festm. 6 Kiefern-Stämme 20—33 cm Durchm. bis 13 m lg. — 3,72 Festm. 109 Fichten-Stämnie 12 — 38 cm Durchm. bis 25 m lg. 68,63 Festm. 2 Eichen-Dcrbftangen — 0,10 Festm. 2 Buchen-Dcrbstangen °» 0,10 Festm. 45 Fichlen-Derbstangen — 3,06 Festm. 2 Ri» Eichen-9iutzsck>eit (Rollen). Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen im Distrikt Juden- ijeibe. Bönstadt, den 23. Februar 1914. Eiotzh. Bürgermeisterei Bönstadt. Wagner. Nrchholzversteigerung in dem Markwald zu Muschenheim. Donnerstag, den 26. Februar 1914: : Stämme, Lichen: 1 Stück II. Kl. 1,19 Jstm. 1 Stück ist. Kl. 1,06 Fstm. 1 Stück IV. Kl. 0,80 Fstm. 4 Stück V. Kl. 1,50 Fstm. 35 Stück VI. Kl. 15 Fstm. Stämme, Fichten: 2 Stuck III. Kl. 3,45 Fstm., 14 Stück Va Kl. 11,50 Fstm., 20 Stück Vd Kl. 6 Fstm. Stämme, Kiefern: 2 Stück Vd Kl. 0,65 Fstm. 1 Lärche 0,39 Fstm. Dcrdstangen, Lichen: 68 Stück 3,74 Fstm. (Deichseln u. Langwieden). Derbstnngeu. Fichten: 35 Stück 7 Fstm. Vrennholzversteigerung Freitag, den ‘Al. Februar 1914 j Scheiter: 112 rm Buchen, 12 rm Eichen, 2 rm Kieseriu Knüppel: 100 50 Reisig: 60 „ .. 60 „ „ 18 „ Stöcke: 75 „ „ 10 „ „ 10 „ Fichten. Zusammenkunft an beiden Tagen vormittags 10 Uhr am Wetterbergstopj, Muschenheim, den 23. Februar 1914. _ Eifer, Marlmeister. .tzolzversteigermig. Samstag, den 28 d. Mts. kommen im hiesigen Gemeinde- vald zur Versteigerung: 61 Stck. Eichenstämme 17—40 ern Durchm., 4-9 m Iß. = 17,94 Im. 59 „ Fichtenstämme 12—21 „ „ 8-17 m „ 24,55 „ •13 „ Fichten-Derdstangen 7—12cm Durchm., 7—15 m lg 7,85lm. 10 rrn Elchen-Schichten 2,5 m lang. Scheiter: 18,5 rm Buchen, 3 im Eichen. Knüppel: 5 rrn Luche», 2 rrn Fichten. Reiser: 167 rm Buchen, 50 rm Eichen, 13 rm Kiefern, ciörfc: 3 rm Buchen, 8 rm Eichen Die Zusammenkunft ist vormittags 9' Uhr am Eingang jUM Kirchwald. Unter Widdeesheim. den 21 . Februar 1914. Erotzh. Bürgermeisterei Unter-Widdersheim. ____ Schneider. Aer,Verpachtung des Pfarrgnts. Verpachtung vom 22, Januar I. Js. ist genehmigt. Die Pachter werden ersucht, innerhalb 14 Tagen zahlungssähige Bürgen zu stellen und die Kürgfchrln« an Herrn Kirchenrechner Jeickie ab,ugeden. kriedbrrg, den 23. Februar 1914. Der rvang. Klechenvorltand. iiübwnitnijmum. Donnerstag, den 26. Febr, vormittags 10 Uhr werden im Träft. Revier Wickjtadt, in den Distrikten Dachsbau, Ealgenhecke und Dörnberg versteigert: 27 Rm. Eiche Scheit 13 Rm. Eiche Knüppel 18 Rm. Eiche Stöcke 376 Wellen Eiche Astreiser 700 Wellen Eiche Stammreifer 170 Rm. Buche Scheit 43 Rm. Buche Knüppel 98 Rm. Buche Stöcke 2870 Wellen Buche Astreiser Zusammenkunft Distrikt Dachsbau, an der Herrnichneise, Kreis- stratze Bönstadt-Altenstädt. Alsenheim, 20. Febr. 1914. Gräfliche Rentkammer. ^olMrsieißttW. Donnerstag, den 26. Februar 1914 vormittags 10 Uhr werden im Revier Beinhardr, Distrikt Unterwald versteigert: 12 Raummeter Eiche-Scheit, 95 „ Knüppel, 4150 Wellen Eiche Astreiser, 5300 „ Eiche Stammreiser, 2 Raum, Kiefern Knüppel, 100 Wellen „ Asireiser, Zusimimentunft am Forsthaus, Affenheim. den 21. F -br. 1914. Gräfliche Rentkammer. ioliBrrftrififriiitf! im Mockftävter Markwald Freitag, 27. d. Mts., kommt in den Distrikten Forstwald und Kirchwald folgendes Holz zur Versteigerung: 380 Fichten-Stämme mit 97 Fm. Inhalt. 490 Fichten-Derdstangen mit 30 Fm. Inhalt 150 Fichten-Reisstangennzit2Fm Inhalt t7 Rm. Buchen-Knüppel 20 „ Erchen-Knüppel 16 . „ Kietern-Knüppel 6 Fichteit-Knüppel SO Buchen-Reisig 90 „ Fichten-Reisig (Baum stützen. Bohnenstangen) Zusammenkunft vormittags 10 Uhr st» Forstwaw an, Steinbruch. Staden, den 2t, Februar 1914, Der Martnreister, — ^ B ra u ni Suche sofort schwere festsitzende Glucke Offerten an Albert Roth, Meckesheim. Die Holzverfteigeiung im Söd- ler Eemelndewalb ani >3. und 14., sowie am 16. und 17. Februar l. Is. ist genehmigt. Als erster Abfuhrtag ist Freitag der 27. Februar l. Fs. bestimmt. Södel, den 22. Februar 1914. Erotzh. Bürgermeisterei Södel Raab. « Donnerstag, den 26. Februar d. Is. vormittags 16'-, Uhr au- fangend kommt im Bister Ee meindewald nachstehendes Holz zur Bersteigerung: Fichten-Stämme 5a Kl. 4 Stück 3 Fstm. Fichten-Stämme 5b Kl. 64 Stück 15 Fstm. Fichten-Derbstangen 175 Stück 14 Fstm. Fichten-Rutzreisig 9 Rm. 60 Rm. Buchen u. Eichen-Scheiter 140 Rm. Buchen-Eichen ». Linden- Knüppel, 120 Rm. Buchen-Eichen u. Linden- Reiser, 60Rin. Buchen-Eichen u. Linden- Stöcke. Zusammenkunft oberhalb des Orls am Wald. Biffes. den 22. Februar 1914. Erotzh. Bürgermeisterei Biffes Spengler. <1163861161- Pferde-Lose ä Mk. I,- lZiehung 26. März) bei allen Lofe-Beikäufern zu haben. Sehr günstige Gewinnchance. General- Vertrieb Rich. Buchackcr Gießen, das. 11 Lose für Mk. 10.—. Für Porio u. Liste 25 Pfg. extra. Nachnahme teur r. Mir Wickle! Ein sehr gut erhaltener Grailmphoii beste! Fabriial, mit 65 doppel- ieitigen Platten wegen Anschaffung eines andere» Musikinstruments billig zu verkaufen. Adolf Kölsch. Ellstwirt, Friedberg i. H, Kaiserstr. 137. Am besten kauft man Viksteil, Pinsel, Feiisier- Lköer,Llhlvlinimk,Tiir-Mk- lilük», . ZahnhWei!, Klimme Garantie für jedes Stück bei Mali siiinti Uwe. Friedbe«g, Kaiserstr. 75. Sflflltartanel „Zllkllllst" sehr ertragsreich und widerstandsfähig gegen Krankheiten. 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Februar, wird im hiesige!, Gemeinde- wald Diftrilt Eselsbcrg und Eltcrnheck folgendes 5,olz veftlcigert' 72 Eichen-Stämme ^ 11,85 Festm, 58 Ftchien-Stämme 14,00 Festm, 786 Fichten-Derdstangen — 30,97 Festm, 212 Rm, Buchen-Scheit und Knüppel 42 Rm, Eichen, 78 Rm. Kiefern Knüppel: 78 Rm. Buchen, 60 Rm. Eichen Knüppelreisig: 312 Rm Buchen, Gewöhnt. Reisig. Zufammenkunst vormittags 10 Uhr in Bodcnrod. Bodenrod, den 19. Februar 1914. Erotzh. Bürgermeisterei Bodenrod. __ Willig. Nutzholz-Versteigerung. Donnerstag, den 26. Februar b. Is. kommen im hiesigen küemeiubewald zur Versteigerung: 15 Eichenstämmc, 5—8 m lang, 33—65 cm Durchirr. = 15.64 Im 2 Buchenstämme, 6 —10 „ „ 33—65 „ „ = 1.8S 65 Kiesernstämme, 8—12„ 28-42 = 42.71 " 50 Fichtenstämme, 17.87 lm 10 Fichtcnstangen II. Kl. Zusammenkunft vorm. 10 Uhr am Eingang des Markwaldes. Köppern, den 21. Februar 1914. ____ Der Bürgermeister. Holzversteigerung. Aus dem von Harnicr'schen Waid am Hüuserhof werden versteigert, Freitag, den 27. ds. Mts. von oorm. 9 Uhr an Scheiter: Rm. 258 Buchen und 16 Eichen. Knüppel: Rm. 78 Buchen. Reiser: Rm. 72 Buchen und 16 Eichen. Stöcke: 72 Buchen und Eichen. Rach Beendigung der Brennholzocrsteigerung kommen zum Ausgebot einige Stämine Fichten und dito Derbstangen. Zusammenkunft auf der Straße oberhalb dev Hoses. Häuserhof, den 21. Februar 1914. Erb. Eutsverwatter. Halzversteigermrg. Freitag, den 27. d. Mts. kommen im Niedorerlenbacher Er» liieindcwald zur Versteigerung: 10 Stück Elchenstäuune 6.18 Im. (Durchm. 27 bis 63 cm). 1 Stück Kiefernstamm 116 Im. (Durchm. 44 cm): 10 Rm. Etchennntzschetl (Psostcnholz). Rnr. KiesernrutzknUppet, 290 Stück Buchenwellen 7000 Stück Eichenwellen 230 Stück Kiefernwellen 12 Rm. Buchenstöckc 8 Rm. Eichenstöcke 36 Rm. Buchenscheiter 31 Rm. Eichenfcheiter 22 Rm. Kiesernscheiter 70 Rm. Buchenlnüppel 11 Rm. Eichenknüppel 4 Rin. KiescrnknUppel Zusammenkunft, vormittags 9'/, Uhr oberhalb Dillingen am -na des Waldes. Riedererlenbach, den 19. Februar 1914. Erotzh. Bürgermeisterei Riedererlcnbach. UI l m a n n. Eingang Ri- Groirheftogliches frjjrr r|f minar Friedberg Für die Aufnahme hiesiger Schulkinder beiderlei Geschlechts in die Ostern 1914 zu errichtende -Massige simultane Seminarschule nimmt der Unterzeichncle alsbald schristtiche oder mündliche Meldungen entgegen. Bei diesen ist der Geburtsschein und der Impfschein und bei Kindern, die seither schon eine Schule besucht haben, auch das Zeugnis vorzulegen. Zu ledcr Auskunft ist der Unterzeichnete täglich von 3—t Uhr bereit. Grotzherzogliche Direktion des Lehrerseminars zu Friedberg I. B.: T h i e r o i f. Crchh. Real- unD LanbmrWWule Groß-Umstadt. Die Laudwlrtschastdschule tRealschulc mit einer Fremden- spräche: Französisch) gewährt eine höhere allgemeine und landwirtschaftliche Fachbildung. Berechtigungen dieselben wie die eine, beulschcn Realschule. Anfang des Schuljahres 20. April >914. Anmeldungen und Anfragen erbeten an lllr lllrrbllon. UMsMIMs Mal-IMiista lir Diilselliil. - Hauptsitz: Berlin. - M in- Braunschweig, Breslau, Cassel, Coblenz, Danzig, ] III. Erfurt, Frankfurt a. M., Königsberg i. Pr., Lud- i wigshafen a. Rh., Nürnberg und StraOburg I. Eis. Eingezakltes Actien-Kapilal u. Keserven: 11^,000,000 Mark. ,,ich Ä Cipc - Filiale Frankfurta.M. W Postscheck*Conto Schillerstrasse 25,1. Fernsprech-Anschluü No. 329 Eingang rechts. Amt I 892 u. 893. Annahme von Spareinlagen von Jedermann mit 4% Verzinsung; bei täglicher Kündigung „ 4 7 *% „ bei '/«iührl. Kündigung. Abheluuijteii sind q«ilt(nuftssie?M|iM*Sfrel. Brunnenbau u. BoHrnugeu, Pnuiiiknanialje» billigst. tzstekar« li»I>n, InHeiden-Aunitse». Beilage zur „Neuen Tageszeitung." llt. 4tt Gedenktage. 2'f. Februar. 1468 I. ßi’.tcubcrg t. — 1786 W. K. Gr i nun geb., Hanau. — 1801) Freiherr von Manteufsel geb. —- 1811 F. D. Bassermann, Politiker, geb. — 1831 G. L. von Caprivi geb. — 1805 Durchstich des 19 770 Meter lange» Simplon-Tunnels. Ikk dcs firrrn von (Olörnbura^anuldian, gehalten in der Genrralvkrsaminlung des Bundes der Landwirte in Berlin. Zeit einer langen Reihe von Jahren Hube ich die Ehre, ans Befehl unserer Vorsitzenden hier zn Ihnen zn sprechen hei der Generalversammluug des Bundes der Landwirte. Die politische Situation hat eigentlich alle Jahre gewechselt. Frischer bin ich inittlerwcile nicht geworden. (Rufe: Rai — Heiterkeit!) Das einzige, was feststehend geblieben ist, war rine gewisse lieblose Kritik meiner Worte seitens der geg- nci ische» Presse. Ich komme mir eigentlich vor wie der alte ffirkusschimmel (Heiterkeit), der t>oi» hier aus ins Wasser springen muß: die Pantomimen wechseln, der Schimmel wird fleiscr, das Wasser bleibt dasselbe (grobe Heiterkeit) — also rein. Fiir das vergangene Jahr haben wir einen erheblichen Wert zu buchen-, das ist die Wiederherstellung der allgemei- neu Dicnstpslicht (Bravo!), die durch die grobe gewaltige Keereovorlagc des letzten Jahres ermöglicht war. Ich habe es bedauert, dab das Eisen nicht geschmiedet wurde, als eS poch warm war. (Sehr richtig!) Diese Armeevorlage wäre hie beste Antwort auf die Marokkowirren gewesen. (Bravo!) Ich habe mich gefreut, dab eS durch den Wehrbeitrag möglich war, diese große Heeresvorlage zu schassen. Was nun diesen Wehrbeitrag anlangt, so stehe ich nicht aus dem Standpunkt, daß es gerade ein Zeichen einer ungeheuren Opferwilligkeit des deutschen Volkes ist, wenn sieben Prozent de? deutschen Volkes 95 Prozent vom ganzen Wehr- beltrag bezahlen. (Heiterkeit.) Für die übrigen ist eS ziemlich leicht, mit dem Portemonnaie der anderen zu rasseln. (Sehr richtig! und Heiterkeit.) Aber das eine gute bat der Wehrbeitrag doch auch noch, daß wirklich einmal die Vermögen festgestellt werden. (Sehr richtig!) Das wird auch allen Komnmnen außerordentlich zugute kommen. (Zustimmung.) Was nun die Politik zwischen den Parteien anlangt, so ist sie so konrpliziert, wie ich sie jedenfalls noch nicht erlebt habe, solange ich im össentlicl>en Leben stand. Mir hat neulich jemand gesagt: „Diese Verwirrung kommt davon, daß ihr damals die Erbschaftssteuer abgelehnt habt!" (Heiterkeit.) Ich sgate: „Das ist so, als wenn man sagt: Die Armut kommt von der großen Powertee I" (Erneute Heiterkeit.) Nein, davon kommt die Zersplitterung nicht. Die Zersplitterung lammt daher, daß die Linke in deni Bülowblock die glänzende» Geschäfte auf Kosten der Rechte machte (Sehr richtig!) m-.d als die Rechte nun sah, daß sie überhaupt bei dem Ge- tchäft unter den Schlitten kam, da überlegte sich die Linke, daß sie nun vielleicht die besseren Geschäfte machte, wenn sie die Verantwortung für die Stenern de? Jahres der Rechten mit dem Zentrum überließ und sich in diesen geradezu wnhn- tvihlgen Kampf stürzte von Verhetzung gegen diejenigen Parteien, die die ReickrSsinanzr-sorni geschaffen batten, die Zum Dftugeisen. Roman von M. Prigge-Brook. 31 (Fovtsetzunq). Mit deni Doktor zusannnen hatte er das Begräbnis auf den dritten Tag festgesetzt. Der Tote besaß keine Verwandten in Wien, nur wenige Fremide, unter ihnen der Hofrat, in dessen« Hanse Mary die Jahre während der Reisezeit des VaterS verlebt. Gleich niorgen lvollte Heinz zur Hofrätin gehen und sie bitten, seine Braut für kurze Zeit aufzunehmen. Nachdem die Leic(>e Carennos der Erde übergeben, sollte Roseinaric die Schtvägerin in ihre neue Heiniat geleiten; er folgte sobald er hier s. -!tji war, nach. Das wichtigste würde die Anknirft seiner Schwester sein. He'nz niusge o>-'ch an sie schreiben, denn, wenn niöglich, sollte sie de n Begräbnis beiwohnen, damit Mary an ihr eine Stütz« hatte und der schmerzliche Alt sie nicht zu sehr ai«f. «egte. Er wurde ruhiger nach dein Entschluß, zog sich ei.« Beief- blatt heran und begann zu schreiben. Nach wenigen Zeilen zerriß er unmutig das Papier. Seltsam, er fand die rechte» Worte nicht. Und es war ibin sonst immer so leicht erschienen. die Schwester an dem. was er erlebte, teilnehme» zn l sseir. Freilich lag ihn« jetzt auch unendlich viel daran, sie für fo : nc Braut zn gewinnen. Wenn er sie erst zeigen konnte in ihrem Liebreiz, war Roseniaric hingerissen, davon war Heinz überzeugt. Vorher aber fürchtete er ihre Eifersucht und mehr noch ihre Scheu vor dem Ungewohnten. Die zn besiegen, würde nicht leicht sein. Die Schwester war ein altes Mädchen, sic hing fest an dein Hergebrachten. Die Sebalds hatte», stets r ach ibrer Art gefreit, die beiderseitigen Sippen znsammen- l-erufe» und den Verspruch gefeiert, wie sich's gehörte. Nun schneite seine Wunderblume wie ein frcindes, exotisches Ge- tvttchs in den biederen Kreis der Anverwandten, die ans den aätbarlten Leuten der Stadt bestanden Dienstag, den 24. Februar 1914. Reichsfinanzreform. die ich heute noch für das patriotischste Werk halte, das in dem letzten Menschenalter vom Reichstage ohne Hilfe der Regierung zustande gebracht worden ist. (Lebhafte Zustiinmung.) Wenn sie nun die direkten Steuern einführen, so bedeutet das eine enorm« Radikatifierung unserer Verfassung. Sie wälzen die Pflichten auf einen Teil der Bevölkerung ab, dem Gros aber lassen sie seine Rechte. (Sehr richtig!) Der Herr Reichskanzler hat neulich gesagt, wir sollten >>ns hüten, an den demokratischen Einrichtungen zu rütteln, die die großen Gründer de? Reiches eingeführt hätten zur lleberwindung des Partikularismus. Meine Herren und Damen, der Herr Reichskanzler hat leider kein Verständnis für Resonanz: (Sehr gut!), er weiß gar nicht, welche Empfindlingen tatsächlich diejenigen Kreise des deutschen Volkes beseelen, die inan als die vaterländischen zusammenfassen kann ^Lebhafte Zustimmung.), wenn er der Anschauung ist. daß er seine Politik so zuschneiden muß, wie er sie im Reichstage durchsetzen kann. Herr Dr. Bachem hat ja neulich etwas Aehnliches gesagt. Er hat gesagt, die Konservativen würden kalte Füße bekommen, wenn sie sich der momentanen Luft im Reichstage nicht zu akklimatisteren verstünden. Das ist ein falscher Standpunkt, (Sehr richtigl) Wenn der Herr Reichskanzler glaubt, im vaterländischen Sinne etwas durchsetzen zu müssen, dann bat er sich nicht nach dem Reichstage zu rich- ten, sondern dann hat er die Verpflichtung, sich einen anderen Reichstag zu besorgen! (Andauerndes stürmisches Bravo und Händeklatschen.) Und nun noch eins: Was der Herr Reichskanzler über den Partikularismus gesagt hat, ist auch falsch. Wir hätten nicht so viele Jahrhunderte der Erniedrigung bedurft, bis wir zusaminengeschlossen wurden im neuen deutschen Reich, wenn unsere Stände nicht zurückblickten auf eine so grundverschiedene Entwickelung. Ich verstehe es vollkommen und ich begrüße das. wenn die einzelnen Stämme infolge ihrer Geschichte festhalten an ihren Fürstenhäusern (lebhaftes Bravo!) und ich gebe Ihnen die Versicherung:' ob sie uns Saupreußcn nenne«, ist »ns ganz Wurscht? (Große Heiterkeit und Bravo!) Weder erwarten wir, noch verlangen wir deswegen ein Telegrainni des Grafen Hertling an den Herrn von Bethmann. Aber wir bitten Sie: lassen Sie uns unsere ruhmreiche Geschichte, die unzertrennlich ist von den Siegeii und Großtaten unserer preußische» Könige ohne welche es kein Preußen gäbe, aber auch kein deutsches Reich! (Bravo!) Das Verständnis dringt immer mehr durch auch in den süddeutschen Staaten, welche gewaltige Bedeutung auch für die süddeutschen Staaten die preußische Eigen- ait hat. Und meine Herren aus Bayern, wenn wir hier in Preußen verzagen sollten, in dem Kampf um die Erhaltung unserer preußischen Verfassung, die ein Fundament der Sicherbeit der Krone Preußens ist (sehr richtigl), dann koin- men Sie her und niachen uns Kuragel (Wiederholte stürmische Bravorufe und Händeklatschen.) ES kommt gar nicht darauf an. ob wir blau-weiß, grlln-weiß oder schwarz-weiß flaggen: es kommt darauf an. daß beim ersten Kanonenschuß durch ganz Deutschland erdröhnt: „Stolz weht von unseres Schisses Mast die Flagge 1 schwarz-weiß rot!" (Minutenlanges, stürmische? Händeklatschen.) Ich will daran erinnern, daß auch in früheren Jahren in Süddeutschsand Das Künstlcrkind war ihnen schtverlich genehm, noch weniger die Art ibres Eintritts in die Familie. Aber —- und Doktor Heinz schüttelte energisch den Kopf — was konnte er dafür? Die Verhältnisse waren stärker als der Brauch, er liebte sein Bräntcken so tief und treu, daß seine Bedenken ihn beschämten. Energisch tauchte er die Feder ein, nahm ein neiies Blatt zur Hand und schrieb diesmal, ohne sich zn besinnen. Der Tag graute, als er die lange Epistel endlich schloß. Auf den Zehen schlich Heinz in den Flur, legte den versiegelten Brief ans die Tischplatte, einen Zettel, der die schnelle Besorgung enrpfahl, daneben, dann wendete er sich seinen« Zimmer zn, um wenige Stunden zu ruhen. _ T* ff, T* > r 8n der Stadt regnete es. Dichte Tropfen sielen vom Hiinmel und veeivandelten die Erd« in einen zäben, dickflüssigen Brei, der sich hartnäckig an die Schuhsohlen und Kleider der Vorübergehenden beftete, die den Mut botten, bei solchem Wetter anszugelien. Vor dem Pflngeisen stand Erna einen Augenblick still, bevor sie es wagte, ihren Schirm ailsziispannen. Der Wind batte sich aufgetan und blies in das zierliche Gebild aus Seide und Stahl, als wollte er cs ihr entreißen. Sie kämpft« sich mutig durch, über das ga»ze junge Geücht lachend, denn Regen i'.nd Wind taten ihr wolil. - Als Landlind kannte und liebte sie de» Kampf mit den Elementen, zudem war es still im Hanse. Der Ohm lag ai,f den Tod. Ter Hausarzt gab ibm nur wenige Tage, und eben erst sprach Tante Rosemarie die Absicht ans, Heinz zn- riickznrnfcn. Mühsam verbarg dos junge Mädchen sein Entzücken. Wcnn Heinz zurück kam, war alles wieder gut. Er brachte Leben ins Hans. Mit den Tanten war nichts mcbr los. Luise saß de» ganzen Tag über ihren Stickarbeiten und schalt ans die iniißigc Nickte, die keinen Geschmack daran finden konnte. Mu war verdrießlich. Das kannte Erna sonst nicht an ihr. Seit Heinz ohne Abschied fortgeaangen. war sie ver- 7- ZatsrAunn das Verständnis für unsere preußische Eigenart dnrclmns vorhanden war. Es war ein württembergischer Sänger. Schubart, der das Lied sang: ,.O Nürrenberg, du seine, Du Freie. de»tscl>e Stadt, Dein Glanz, dein Ruhm, er endet. Wenn Friedrichs Stern sich wendet, Man ihn bezwungen hat!" Sorgen wir alle zusammen. Nord und Süd, daß die Gewalten, die im Innern unseres Vaterlandes und von außen her am Werke sind, gegen den Thron und gegen die Machtsülle unseres Kaisers zu schreiten, ihn nicht bezwingen, sondern daß wir alle an seiner Seite stehen. Meine Damen und Herren, es ist viel in letzter Zei davon die Rede gewesen, daß sie eine alte Kabincttsordcr an. dem Jahre 1820 hinter dem Ofen hervorgezogen haben. (Heiterkeit.) Ich inache darauf aufmerksai», daß da■? noch immer das Vernünftig ste war, wo ' wir im Laden hatten. (Große Heiterkeit und stürmischer Beifall.) Denn wenn man eine Kabinettsorder in 100 Jahren bloß dreimal gebraucht und wenn sie dann so großartig wirkt, dann kann man doch wirklich nur den Hi«! davor abnehme». (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Ich habe mit tiefem Bedauern gesehen — auch ein Zeicl>en daß der Herr Reichskanzler die Herzen des Volke? nicht l>e greift, (^chr richtigl), daß als Antwort für den ganz überraschenden und unerwarteten Sieg, den die Regierung dnrch das Verhalten des Militär- in Zabcrn errang, in „Norddeutschen Allgemeinen" steht, diese Kabinctt-Sorder solle auf ihre Möglichkeit oder Unmöglichkeit revidiert we: de». (Stürmischer Beifall. Zuruf: Unglaublich!) Ersten! mal gehört die KabinetlSorber nicht vor den Reichstaa (Sehr richtig!) Das ist ein Ausfluß der Kommandogewait des Königs von Preußen: (stürmischer Beifall): und zwei tens würde ich es auf das tiefste bedauern, wcnn eine ander-: Nachricht sich bewabrbeiten sollte, daß zu dieser Kommission die der Reichstag einsetzt, um über diese Kabinettsordec zn beraten, ein Vertreter des preußischen Kriegsministeriunis geschickt wird. Hoffentlich ist diese Nachricht nicht wahr! «Lebhafter Beifall.) Der Reichskanzler kann nur ans dein Standpunkt stehen, daß das den Reichstag nichts angeht. (Lebhafter Beifall.) Wenn aber diese 110 Sozialdemokratei. im Reichstage mit ihrer sreisinnig-nationalilberalen Takelage (große Heiterkeit) den Versuch machten sollten, den Kampf ans die Straße zu tragen, mit Gewalt ein parlainou tarisches System berbeizuführen, in dein wir ja seht eigentlich schon mitten drin sind (lebhafte Zustimmung), dann empfehle ich dem Herrn RcichskanzÜc, eine andere, noch ältere Kabinettsorder hinter dem Ofen h'ervorznholeii, (lebhafter Bei- fall): Das ist die Kabinettsorder Friedrich Wilhelm 1., der als das, was man damals Parlainent nannte, seine Kompetenzen zu sehr übersckweiten lvollte, an die Eingabe schrieb: „Was da, nichts da. ich stabiliere ineine Autorität als einen rocher de bronze!" (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.» Wenn ich nun über die Parteien ein Wort sprechen kann, so hat ja Herr vr. Hahn schon eigentlich alles gesagt, wa? darüber zu sagen ist. Ich möchte auch nicht gern nu'i-.,-.--, Freunden im Parlament die Fenster einschmeißen (Große Heiterkeit), die ja nun mit den einzelnen Parteien in P - siandliinaen rinzulreten haben. Na. aber schließlich stimmt, vielleicht auch, weil der alte Ohm immer smiciäau-c wurde. Er sprach fast gar nicht nichr. Vorahnung knni tiger Trauer lag über denr Pflugesten. der Stimmung c.-.t- zog das junge Mädchen sich gern. Sie erbat sich Erlaubnis, ibre Freundin zn besuche»» Sic fühlte, wie in dem beimlichen Kreise die trübe Siün- miing von ihr wich, und sie empfand wieder frei wie a»,!. Das Leben war ja auch so wunderschön. Die Frenndiniien scherzten und lachten, nur zu früh brach die Nacht herein. ihrem Zusammensein ei »Ei: de bereitete. „Schon zehn llbr und noch niemand ans dem ürlii». iu» hier?" fragte Erna befremdet. Ihre Blicke streifte»« de»: R-- giilator an der Wand. Eben hob er znm Schlage an. ..IN- muß gehen, Dora", sagte sie beiinrnhigt, „Tante ängstigt firf sonst. Ich begreife nickt, wie sie vergessen konnte, mir Karl zu schicke«- . . Die Freinidin suchte sie zn beruhigen. „Ec fom. it »->>,'-» noch." Aber Erna ließ sich nicht halten. „Ich kann den kurzen Weg ganz gut allein machen", lehnte sic die Begleitung de? Mädchens, welckce d». Mutter ihrer Freundin ihr anfdrängcn wollte, ab. „Allein !>., »»c ich schneller heim, adieu!" Die Mädchen umarmten sich. Tora begleit.-re bi: : -r Tür und sah ihr eine Weile nach. Erna lies über di-- Straßen, von inneicr llnriihe gejogt. die sie «>.-><>>:V» ->»' sich ab; »nehmen teack-r -te. Wenn wirüicb drin guten alten Lbi.i etia.,-:- g s-t-.h-.i- p»ar. so konnte man das kein Unglück nennen. Er ging » .:- dreiiindachtzigste Jahr und hatte nur noch Plage v»«» Lel - -»- oer Tod würde ihm eine Erlösung sei». Seibsi !»»» nicrii- und Hcinz, so sehr sie an den» Alten hinnen, lc-v sein Tod kein Unglück, kaum einen Verlust. Seit To cr teilnahmslos in seinem Bett, nur alifwnchcnd, wenn ! Rosem >ie an sein Lager irc-z nnd >-om Gejcl>äst <»z » (Fortsetzung folgt) N'. 4(T N«»« TagesDkMM«. WensM«, W» 24 . Februar 191 «. ja ein Privatmann (Heiterkeit), warum soll ich da nicht meine Ansicht sagen? (Sehr richtig! und wiederholte Heiterkeit.) Ich glaube, daß die konservative Partei, die ja im wesentlichen unsere Anschauungen, die des Bundes der Landwirte, vertritt und der man es dankbar anerkennen muß, daß sie die einzige gewesen ist, die auch jetzt wieder bei dem be- rühmlen Mißtrauensvotum, das ja jetzt keiner ausgesprochen haben will (Große Heiterkeit), nachdem die Sache anders gerausgekommen ist, ihren Weg gegangen ist (Bravo!), weil sie sich auf unverletzliche Grundsätze stützt, von denen man nicht abkommen kann (Lebhafter Beifall) und deren einer und nicht der knappste ist: unter keinen Umständen ein Paktieren mit der Sozialdemokratie, sondern Kanrpf gegen fiel (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Wir müssen dankbar anerkennen, daß unsere verehrten Freunde im Reichstag, die es wahrhaftig jetzt schlver genug haben, diesen Weg gegangen sind. Ich glaube, daß es ihnen, wie die Sache jetzt liegt, mit den Parteien, sei es mit den Nationalliberalen, sei es mit dem Zentrum, nicht glüchen wird, in einen Kontakt zn komnien. Das Zentrum hat die Möglichkeit, mit der Linken zusammen eine Majorität zu bilden, mit der Rechten nicht. Das Zentrum will sich nicht ausschalten lassen. Das ist an und für sich ein ganz verständiger Gedanke: es ist nur z» be- dauern, daß die radikalen Elemente im Zentrum durch dieses Zusammenarbeiten mit der Linken immer mehr in den Vordergrund treten. Don den Nationolliberalen und von den Freisinnigen, meine Herren, will ich gar nicht sprechen (Große Heiterkeit), die find inuner Theoretiker gewesen, nieltfremde Herren, die von den eigentlichen Verhältnissen auf dem Lande und auch im Daterlande gar keine Ahnung haben (Sehr richtig!): sie sehen eigentlich bloß immer das Grvßpakital, die Banken und die großen Städte. (Zuruf: die Juden!) —Ja, auch diel (Große Heiterkeit.) Aber von den Nationalliberolen muß ich doch sagen: ich würde ein ehrliches Paktieren mit ihnen nicht für möglich halten, ehe sie nicht da? Unrecht eingesehen, das sie durch ihre Wahl von Bebel und Scheidemann am Daterlande verbrachen. (Lebhafte Zustimmung.) Ich will ihnen noch gern die Hetze gegen die Konservativen verzeihen, die im wesentlichen darin bestand, daß sie sagten: wir waren mit dem Zentnim znsam- mengegangen. Ro, was machen denn die fett anderes! Also das will ich ihnen alle? noch verzeihen. (Heiterkeit.) Es nbt aber Dinge, derenttvegen man sich nicht durch irgend eine staatsniönnische Erwägung entschuldigen kann. Es gibt keine Erwägung patriotischer oder staatSmännischer Art, die die Wahl eines Sozialdemokraten (Lebhafte Zustimmung) auf die böchste Stelle, die das deutsch" Volk zu vergeben bat, entschuldigen könnte. (Stürmischer Beifall.) Meine Herren, ich muß Ihnen offen gestehen: Ich habe eine iurchtbare Dummheit gemacht. (Heiterkeit.) Ich habe im Jahre 1906 iw, Gegensatz zu einem Teil meiner konservativen Freunde für die sogenannte „kleine Erbschaftssteuer" gestimmt. Ich habe immer gesunden, daß sich der Mensch "inen gewissen Idealismus, daß, wenn Minister und Reichs- lanzscr Erklärungen abgeben, sie dann auch mit diesen Er- stäruuqen stehen und fallen, daß die Erklärungen mich verbindlich sind für die Regierung. Ich habe aber nun gelernt, daß bis alle? nicht der Fall ist. (Heiterkeit.) Deswegen schätze ich aber nur um so höher die Minister, die auf dem alten Stondvunkt stehen bleiben, daß sie sich mit ihren osti- zielten Erklärungen identifizieren. (Lebhafter Beifall.) Nun, ich habe es getan, ich bin damit reingefallen. Es wurde damals gesagt, es tvöre der erste Schrift zum (ozia- listUchen Staat — da? ist damals von ministerieller Seite erklärt worden —, »neun die Erbschaftssteuer auf Kinder und Eheootteu ausgedehnt würde. Dieselben Herren haben 3 oder 3 Jahre später die Sache eingebracht Da muß man doch sagen: man hat eine Tor- best gemacht. Ich erkläre da? offen, und man kommt aus solchen Situaftonen gar nicht ander? heran?, als daß man sagt: „Ich bin ein Esel gewesen." (Große Heiterkeit.) llnd diele Selbsterkenntnis empfehle ich denjenigen Herren stonalliberalen, die die Sozialdemokraten gewählt haben. (Anhaltender stürmischer Beifall und Händeklatschen.) SSir komnien a»8 unseren Parteischwierigkeiten gor nicht heraus solange nicht die Verbündeten Regiernnaen den Entschluß fassen, wieder zn regieren. (Lebhafter Beifall.) Ich darf das Wort Reaierung nicht so auftasten, daß ich mich von den Parteien regieren laste (sehr richtig), sondern daß ich die Parteien regiere und daß ich die vaterländische Jahne vorantraae. (Stürmischer Beifall.) In Elsaß-Lothringc» habe ich mit der Landbevölkerung eigentlich ein Bedauern empfunden, die wenigstens zum großen Teil ganz ruhig und deutich sein soll und die nun mit der Bevölkerung der Städte, mit den Französlingrn, in einen -ropf geworfen wird, mit den Französlingen, die man bat gewahren laste:: und denen man nun hoffentlich die Kandare anzjeben wird. Aber auch da. meine Herren, gilt nichts balbes: ganze Arbeit ist das einzige, was uns das Reichsland erhalten kann, das wir mit deutschem Blut wieder- gewonnen haben, das zu uns gehört und das wir nicht wie- der rausgeben (stürmischer Beifall), und wir können und müssen von deni Statthalter verlangen, daß er diesen deut- scheu Gedanken nnt der genügenden Enftchlossenheit dort in den Vordergrund stellt. Ob aber im Elsaß oder in Deutschland oder in unserem r ' r ’cn überhaupt, es gilt das Wort: Feiger Gedanken bängliches Schwanken Mindert kein Elend, macht uns nicht ftei; Nimmer sich beugen, kräftig sich zeigen Rufet die Arnic der Götter herbeil (Tosender- sich immer wieder- erneuernder Beifall und Händeklatschen. Der Redner muß wiederholt an das Po- diruu treten, und tür die Beiwrrzp"^Lrlaun--"n deuten / Aus der Heimat. * Friedberq, 42. Febr. Der ©w&fjetjog hat die Ernennung dev Bovstanpes »es Frrxmzamts Fttrdberg, Finanzrats Georg Hoos, zum Vorstand des Finanzamts Reiicheini auf dessen Nachsucherr zurückgenommeir und den Vorstand des Finanzamts Beerfelden, Fmanzrat Ä. KlingelhSffer, in gleicher Dicnsteigen. schuft an das Finanzamt Rcttcheim »ersetzt. » Frie»bcrg, 23. Febr. Herr Wklh. Wind hat setnc Wirtschaft an die Hamburger Akttenb rauerer verpachtet. * Friedberg, 24. Febr. Das dritte Konzert (Kammermusik) wird Donnerstag, den 12. Mörz, abends im Saal« des Hotel Trapp stattfindeir. * Friedberg, 24. Febr. Heut« findet hier der diesjährige Frühjahrs-Pferde, «nd FoPerrmarkt statt, mit dem ein« Zuchtpferde- und Fohlenschau, verbunden mtt Prämiierung, abgehal. ten wird. Aus den vom Landwittschaftskaminer-Ausschrrß, dem Landespferdezuchtverein und der Stadt Friedberg vorgesehenen Mitteln für diese Pivmiierung werben Preise im Gesamtbe. trage von zirka 1450 Mark gebildet, bezw. zuerkannt. * Etammhei«, 23. Febr. (Eingesandt). Prachtvoll, glvn. zend, lautete di« Echiüxrnng unsere« Gesangvereins vor einigen Tagen an dieser Stelle. Dennoch soll die Fröhlichkeit, wie es hieß, durch ein allzu straff gespanntes Ehrgefühl gestört worden sein. Doch dieser so schön betttelte Grund bestand wahrscheinlich nur au» einer Beschönigung des Herrn Berichterstatters. Demi offen gesagt, mußt« ja dos Treiben einiger Masken böses Blut erregen. Man denke mir einmal. Ohne Grund schlugen Masken mit derben Stöcken drein, hatten sogar Fußtritte bereit, so daß er blau« Flecken, geschwollene Hände, ja sogar zerrissene Kleider gab. So kam es auch leider deshalb zu hefttgcm Wortwechsel, wobei auch ganz besonders eine Frau sich rühmlich hervorgetan hat. Keinem hat wohl der Zwischen, fall mehr leid getan, als den Beteiligten. Darum wäre es auch besser gewesen, man hätte dieses leider so unangenehme Vorkommnis nicht in der Zeitung veröffentlicht, wenn aber dann schon, ist es besser, offen und wahrheitsgetreu als durch leer« Watte manches zu entstellen. Damit ist die Sache für uns erledigt. * Eiehen, 24. Febr. Bei der vor dem Provinzialausichuh verhandelten Reklamation gegen die vom Kieisausschuß geföllie Entscheidung in Sachen der Eichener Stadtverordnctenwahl wurden die von dem Letzteren den drei Parteien zu je ein Drit. tel Wgesprochenen Kosten sämtlich der Stadt auferlegt und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an den Kreisausschuß zu- c.ückverwiesen. Wahrscheinlich wird di« ganze Wahl umgestoßen und ein« Neuwahl nötig. Als Vertreter der Stadt war Ober, bürgermeister Mecum selbst erschienen. * Ruttershausen, 24. Febr. Bei der letzten Holzoersteigerung ttn hiesigen Gemeindeivald wurden folgende Preise erzielt: Eichen-Stammholz 1. Kl. per Festnieter 60—70 Pjg., Buche u- Schettholz 10—12 Akk., Buchen.Knüppel 8—!> Mk, Buchen- Stockholz 2—3 Mk., Buchen Forstwellen (50 Stck.) 10—12 Mk., Krefern-Knüppel 4—5 Mk. Im ganzen wurden 3.50 Festmcter gehauen, da dieses Lluantum für dl« hiesig« Eiawohnettchajt nicht ganz ausreicht, so wird der Bedarf noch aus de» angrenzenden preußischen Waldungen gedeckt. — Wie verlautet, hat jetzt die Bauleitung der Buberusschsn Eisenwerke in Wetzlar zur Erweiterung ihrer llcbevlandzentrale von Lollar nach Odenhausen ein neues Projekt entworfen, während nach dem alten Plane die Masten mitten durch unser Feld auf di« besten Eiunö- stticke ^kommen waren, was den bej«iligten Grundbesitzern nur Aergor und Verdruß bereitet hatte, so weiden di« Masten nach dem neuen Plan fast nur Wege und Gräben berühren. * Frankfurt «. B!., 24. Febr. Das Befinde» der beiden Uebcrlebenden vom ExplosionsunglLck im städtischen Elektttzi. tätswerk hat sich soweit gebessert, daß begründete Hoffnung auf Erhaltung des Lebens vorhanden ist, vorausgesetzt, daß nicht noch besondere Umstände hinzutreten. — Die Ursache des folgenschweren Uuglücks ist immer noch unaufgeklärt. Die explodierte Turbine war erst fertig montiert und war erst wenige Zeit in Tätigkeit, als unter fürchterlichem Krachen die Explosion erfolgt« und die Maschine samt Maichinenraum zerstötte. Auskunft tönntr vielleicht der schwer verunglückte Ingenieur Keller geben; doch ist dieser zur Zeit noch nicht vernehmungs- sähitz. Marktbericht. Jrauffutter Getreiaemarll. Montag den 23. Februar 1014. Weizen, hiesiger und Wetterauer Matt 25.25 — Oj.CO, aus dem Lande abzeholl Ml. 18,50—18,60, tnrhessicher MI. 20,25—0»,00. Manitoba Alt. 23,00-25,50 Amerikaner Redwinter Btt. 00,00—00,00, Kansas Mt. 23,00,—23,50 russischer Nrtolajefs Mt. 21,50 —23,25, Saxonsta Mt. 22.00—22,50, UXto Btt. 21,75—22,25 Äzlma Mt. 21,53—22,.5, La Mala MI. 03.00— 00,00. rumänischer Mt. 00,00—00,00, Walla Walla Mk. 00,00—00,00 Roggen: hiesiger Btt. 16,30—18,40, aus d. Land abgeholr Btt. 15,50—15,60, russ. Mk. 00,00—00,00, Amerikaner Ml. 15,50—15,60, rumänischer 00,00—00.03. Ui eilte: hiesige. Mk. 17,10—17,50, Psäl,er Mt. 17,61—18,00, fränkische MI. 17.00— 17,25, Rtedgerste Mk. 17,50-18,00, ungarische Mt. 00310—00,00, Futtergerste Akk. 00.00—00,00. Ha: ec: hiesiger u. Wetteiauer Mk. 16.00—17.00, lriihessijcher Mk. 15,75—16,75 bayerischer Mk. 16,00-17,00; La Mala MI. 17,00—17.50, russischer Btt. 17.1X3—19,00. Mais Mixed Mt. 00.00—60,00, Donaumais m 00,00—60,00, La Plata Mk. 14,75—15.00. Odessa Bit. 00.00— 00,00 russisch. Bk. V0.00-00.00, Cincandin Mk. 10,0»—10,25. Weizenmehl: hiesiges Skr. 0 Mk. 35,75-00.00, füd- deutsches Mk. 00,00 - 00,00, Skr. I Ml. 29,50-29,75, silddeutlches Akk. 00,90-00,00, Nr. III Mk. 26,50-26,75, fiiddeutiches Mi, 00.00-00.00, Sir. IV Mk. 22.50 -22,75, süddeutsches Mk. 00,00- 00.00. Roggenmehl: hiesiges Nr.0MI.23.50-24.00. Nr.Oi Akk. 23.00— 24,00, Sir. 1 Btt. 22,50—23,00. Futteiartilet Weizenschalen 10,75—11.00, Weizenklere Mk. 10.25 10,50, Skoggentleie Akt. 1034) —10,50 Weizen-Futtermehl Mt. 12,00—14,60, Biertreber qetiockn. Mk. 12,50—13,00 Malzteime Bit. 12,00—12,25 Rapskuchen Mk. 12.50-13.00 Palmkuchen Mk. 15,00-15,25, Futtergerste Akk. 13.00 —13.75 Landweizen war am heutigen Markt wenig angeboten und wesentlich höher bezahlt. Auch Roggen konnte höhere Preise erzieben. Eerste ruhig. Hafer in guten Qualitäten knapp und höher gehandelt. Mühlensabrikale vom Ring im Preis« erhöht, insbesondere werden für Kleie und Schalen wesentlich höbere Preit». bedurwL». Seite L A'ntliche Notierung der Franbfnrler yiek- Marktpreise vom 23. Februar. Zum Verkauf itandcn: 1283 Rinder, darunter 397 OdOen 53 Bullen, 833 Färsen und Kühe, 258 Kälber, 101 Schafe 2409 Schweine. P r c i j e für l Zentner Lebend- gewrcht Schlachtgewicht € I. Rinder; ft.. Ochsen: ») 1. oollfleiich. ausyemästete fiöaiflen Schlachtwerts, 4—7 Jahre alt 46 —54 89-93 2. Die noch nicht gezogen haben (ungejochte) ....... _ b) tunge, tletschtge. nicht ausgemüstele und ältere ausgemäftete .... 45-49 81-89 r) mätzrg genährte junge, gut genährte altere B. Bullen: 42-45 77—83 ■) vollfleiichtge. ausgemästete höchsten Schiachtweit»....... . 46-48 76-80 b) voUslcsichtge, jüngere c) mäßig genährte, tunge und gut genährte älter«....... 42—45 72-78 00-00 00 — 00 6. Färsen und Kühe: ,) oollilesichige. ausaemanete Färie« höchsten Schlachtwerts ..... b) vollileiichige. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Z. 46-50 83—89 43-46 80—1.3 c) 1. wenig gut entwickelte Färsen 41—45 79-87 2. ältere ausgemästete Kühe . . 38—42 70-78 dl mäßig genährte Kübe und Färien e) gering genähttc Kühe und Färsen 32—37 64-74 25-31 57-/0 0. Gering genährtes Jungvieh (Fresser) — — 11. Kälber: u) Doppellender, teinste Mast.... — b) feinste Maltkälber...... — — c) mittlere Mail- and beste Sauokölbei 56—60 95-102 ä) gettngere Mast- und gute Saugkälber. 50-54 85-92 öj gettngere Saugkälber , , , , — 111. Schafe: B ) Weldemastjchaje:...... b) Manlämmcr und Masthammel . 42-44 92 9G ci geringere Maslhammet und Schafe — ck) mäßig genährte Hammel u. Schafe (Meizschase) ........ __ — IV. Fettlqwetne: g) Feltjchweine über 3 Ztr. Lebeudge- b) voUfleischlge Schweine über VA Ztr. 50-53 Ledendßewichf....... . c) vollfleischige Schweine über 2 Ztr. 64-66 50—53 Lebendgewicht........ d) vollfleilchia- Schweine bis zu 2 Ztr. 63—66 50-53 Lebendgewicht........ 63-65 e) fteiichige Schweine...... f) Sauen....... , , , . Marktoertauf: Gedrückter Handel; bei Rindern und Schrot n«n Ueberftand. m s bericht vorn 23. Februar 1914 der Mitteldeutschen Kreditbank Atticiilapit»! ». Reserven Bt. 70 000000 gegründet 1856. Frankfurter Börse. 4^Reichsa»Ic>h« 3'/.°,. 3'/. 3-/, V« Preuß. Consols 4"/. Hetzen SW. . SV. 4% Oe(terr. Goldrente 90.90 40» °/, „ Eilderreute 87.80 4 "/, Ungar. Goldrente 84.25 3 „ „ Kronenrente 83.30 4 „ Portugiese» Eene l 62 20 88.75’', 86.90 . 77 95 . 86.90 „ 77.80 „ 97.- . 85.25 , 4.55 . 1905 1902 64.75 98.90 91.30 91.30 86.50 78.80 103.93 4 „ 3 Vs 0 /. Russen o. 4 % 4 -/»"/, Japaner 4°/o Türken von 1903 4V«Administr. Türken Türlenloose Bt. 1 »/,,»/, türrechen o. 1890 56.30 1'/.°/» Monopol-Griech. — .— 3»/. B»e».-Air.Pr.A»l. 68.25 3% Silber-Mexikaner 4 Vs'. B!ex.Zrttg,AnI. 4 1 /»"/. Chinesen Budeei,3 E. - W. Bet. Schuck. Eiette. Ges. . 72.20 91.95 113.— 152.50 Cschweilei Bergw. Bochumer Grihstahl. 221 . 8 « 226.20 ' Oleüenkrrch.Bergw.Akt. 194.°/, Berliner Handels A»t. —.— Deutsche Bank Alt. 260.12 Di»!. Kommando Aut. 197.25 Dresdner Bank Att. 158.-/, Pet.Znt.Handelsb.Akt. 209.12 Russ.Banks. a.Hand. A. 171.'/, Schnntung E. B. Akt. 139.V» Baltimore u. Ohio —.— Eanaba Paersie Akt. 214.'/, Pttnee Hentt C. B.Akt. 162.75 Türlenloose Bt. —.— Harpener Bergbau Hanrbg. Amt. Pal. ^ Skordd. Lloyd „ Berliner Handels Ant Mitteld. Creditb. Att Darinftädt. Bank , Deutsche Bank „ Deuts ch-Asiaris che Bank 123 — Diskonto Komm. Ant. 197.'/, Deesdtier Bank Akt. 158.V, Oest. Creditansü Akt. 266.50 Lottibarde» „ Tisch-Ubersee E.G.„ Oestere.Staasbahn „ Höchst. Farbwerke „ Che,».Fabr. Albert, Rnlgerswerke „ Steaua Roman« „ Phönix Bergt). „ Griesheim Elektron „ Zellsiotz Watdhof „ Holzverkohlungs-Znü. 322.— Lanrahüte „ 164.50 Prtoatdrskont , 3L 1 /, Tendenz: fest. Berliner Börse. Hohenlohemerre Alt. 128 '/, Deuts ch-Luxetnb.B.Att. 143.'/, Laurahütte Att. 104.— Oberschlesier C. Akt. 92.25 . Phönix Bergbau Akt. 243.'/, Rvinbacher Hütte „ 164.'/, „ Gelsenkirchen Bergw. A. 193.„0 » Harpenei Bergbau Lkt. 188.25 „ Allg.Ele6Gesellsch.Akt. 241.12 ., Siemens u. HalskeAkt. 220.— » Tendenz: fest. 187.'/, 143.-/. ,26 25 163 25 121.75 123 — 259.'/, 22.25 17S.V, 156.75 653 — 450 — 200 50 15030 243.75 260 — 227.00 Alchi,on Topeka Southern Paeifik Chicago Rock Lsl. Miss.Kans.u.Tez.R. Union Pacific. U. S. Steel Common Londoner Bör,e. Doll. 109.12 „ 98.'/. 5.75 21.62 105.25 67.'/, Amalganialeü Copp. Doll. Chartered Company Lstr. Caprano Pioprieiary „ Coldstelds Rand Miner „ De Beers Consolid „ 77.50 0.9S 237 18.-/» Die §. Depoftteuiraste Friedbrrg t. empsiehlt sich zur Vermittlung aller i»ankinä»si}jeia trcsehäfto. An- und Iler,au, von Wertpapieren an allen Börsen. Errichtung lausender Rechnungen und prooisionrireier Schrck-Eontt, Umwechslung von Coupons und Sorten. Annahme von offenen und ver,chtosscuen Depot». Entgegennahme verzinslicher Spar-Einlageiu