Hinunter 44 Sumsiay, Dm LI. revrunr 11U4. 7 . Zaltrpnny eue Tageszeitun -- v.u. rrchein, Kten Werliag. R.g.Imatzig. StUagen „Sn «ä.rr iuri o. j)). ' Ilebersicht. — Sicherem SCcrnctjmcn nach wird sich dir Ernenn>mg tkS nkurn Statthalters von CfIfnfj i'uihrinnni nicht solange binaiisziehen, als noch vor einigen Woffp-n angenominen werden konnte. AuS verschiedenen Lcrhältnisjcn hat sich die Notwendigfeit ergeben, schon in allernächster Zeit den Statt- ';altcrpostcn cndgiiltig zu besetzen. — In Tnrmstndt ist gestern vormittag 16 Uhr der Flirgrrskrgrant Zimmrrminn bei der Landung abgestürzt. Er wurde mit schweren inneren Verletzungen ins Garnison, lararett gebracht. — Bei Erwciternng?arbeiten im Tunnel zwischen Santa Margareta und bamogli wurden durch vorzeitige Minen- entladung drei Arbeiter getötet und vier schwer verletzt. — Stach einer Mitteilung deS Gouverneurs von Samoa ind die Pflanzer TrevirannS und Echlitt von Deserteuren »r Polizeitruppr in der Nähe von Apia ermordet worden, vei der Verfolgung der Mörder kam cs zu einem schweren ktampfe, wobei drei der Täter getötet und vier gefangen ge- nommen wurden. Ein Polizeimcister wurde verwundet und ein Pslanzungsaussehrr getötet. — Der mexikanische General Villa lieh einen englischen llnterta«, den Farmer William Benton, kriegsgerichtlich er- 'chiehen. Er soll an einem Komplott tcilgcnonunen haben, »essen Einzelheiten noch in Dunkel gehüllt sind. Der eng- ische Konsul hat sofort eine Untersuchung in die Wege »eleitet. — An» der Umgebung des Präsidenten Wilson kommen Andeutungen, wonach der Panainakanal erst ansang Illlö sreigegeben werde« soll. Es gilt als sicher, dah die Er- ösfnung für Handelsschiffe solange hinausgcschoben wird, bis die Gebührenfragc für amerikanische Schisse entschieden worden ist. Glimtlidtt ftonfrroatitrfr Mllitg in |frid)oni! Bei der gestrigen Reichslagssiichwahl im Wahlkreis Jcrickurw rrbielt der Deutsch-Konservative Schiele 16625 und der Sozialdemokrat 16 250 Stimmen. Die Konservativen siegten also mit einer Mehreit von 1-166 Stimmen. In der Hauptwahl erhielten die Konservaffven 12689, die So- zialdeniokraten 12 689 und der Freisinnige 6969 Stimmen. Tic frris. Stimmen sind Wohl zum gröberen Teil auf die Konservativen und nur zuni kleineren Teile auf die Roten gefallen, ein Teil mag sich auch der Wahl enthalten haben, da anzunehmen ist. die Konservativen auch noch Reserven zur Dahl herangeholt haben. Die Wahl- parolc der Freisinnigen war durch und durch verworren und unklar. Die Kreise uni das „Berliner Tageblatt" haben die . tsene Parolc für den Sozialdemokraten ausgegeben, der gc- sliiästsfülirendc AuSschuh der fortschrittlichen Volkspartei in Berlin ersucht die sorffchrittlichen Wähler, keine Sffmme für den Konservativen abzugcbcn, die freisinnigen Organisationen im Kreise selbst stellen den D«ihlern anheim, Ibre Stimme so abzugeben, wie es die politische Lage im Reichstag erfordert und schlietzlich hat noch vorgestern abend der fori- lchrittliche Kandidat Kobelt seine Wähler ausgefordert, keine Stimme dein Sozialdemokraten zu geben. So konnte sich ieder FreisinnSmann die Parole aussiulien, die ihm patzte, köir freuen nnS jetzt schon über die Kübel voll Schmntzwasser, ne jebt nach ibrer Niederlage von den Sozialdemokraten auf l>rc befreundeten Nachbarn ausgegossen werden. Erfreulich u ar die Haltung der Nationalliberalcn. Nicht nur hat die Partei alle Liberalen aufgefordcrt, für den konservativen Be- irerber zn stimnien, es sind auch mehrere nationolilberale Redner vor der Stichwahl gegen die Sozialdemokraten tätig elvesen. Unerwartet kam die grotze Mehrheit der Konser- >ativen. Bei den Hauptzvahlen hat der Sozialdemokrat mit 16 263 gegen 15 256 Stimmen den Sieg davongetragen. Wenn schon auch dieses Mal mit einem konservativen Sieg zu rechnen war, so wagte nian doch nur ein» knappe Mehr- .■eit zu hassen, umso überraschender und erfreulicher ist jetzt die Mehrest von 1166 Sffmmen. Für den Rotblock war diese Woche refft „mies * Am Sonntag kam die Botschaft von der Niederlage des Pseudo- Nationalliberalen Kölsch, am Mittwoch der grohartige Sieg des Zentrum? in Köln-Land und beute der konservative Sieg in Jerichow, Zieht man dabei in Pelraelit, datz er- sahrungSgcniätz die Nachwahlen im Zeichen des Radikalismus stellen und die extremen Parteien dabei die besten Gc- ichäste machen, und vergleicht damit die Ergebnisse der Naffi- Ircllen in dieser Woc. so mutz man zugeben, datz es mit der protzen und einigen deutschen Linken schlecht bestellt ist. Ruch die Mehrheit der Linken im Reichstag, die ja immer ffagwürdigrr Art war, ist durch den Ausgang der Nachwahlen als nicht mehr bestehend zu betrachten. Zwar zählen R rtionalliberale (15), Freisinnige (11), Sozialdemoratcn niO} „nd der Däne immer noch 199 Stimmen, das beitzt gerade eine Stiinme über die Mehrheit, Allein die Heiren von der äutzersten Linken werden doch im Ernste nicht behaupten wollen, dah die nationalliberalcn Abgeordneten I >r. Bärwinkes, Pr. Böttcher, Klehe, Strack. Wittum »ad noch, einige Andere zum Rotblock gehören und die Sozialdrmokra- ten regierungsfähig machen wollen. So wenig wir den Ein- flutz der Baisermann Bollert, Paaschic in der nationalliberalen Rcichstagssraktioii »»terscliätze», so sehr sind wir aber doch überzeugt, datz die vorgenannten Abg. in der Be- kanipfung der Sozialdemokratie die erste nationale Ausgabe eiblicken. Hoffentlich stärkt der Ausgang der letzten Wahlen diesen Abgeordneten den Rücken und wirkt dem Pessiinisinus entgegen, der sich schon hier und da in den Kreisen nationaler Wähler bemerkbar machte. Wir begrüben deshalb den Ausfall der dieöwöcht-ntlichieii Nachwahlen als den Beginn einer besseren Zkit. vrntlcher Heichsllist. 21g, Sitzung vom 2V, Februar 1 Uhr, Am Bundesraisfffch, v Tirpitz Auf der Tagesordnung stehen kurz« Aiffragen. Auf eine Anfrage des Abg, Blunik (sortschr,) Uber dle Niiitzahlung von Beiträgen durch die Krankenkassen an die Elsa tzkassen erwidert Ministerialdirektor Caspar, dah entsprechende Anträge in gröherer Zahl «ingegangen seien und den zuständigen Stellen zur Aeuherung überwiesen wurden. Besondere Anordnungen sind vom Bundcsrat nicht getroffen. Auf eine Anfrage des Abg, Bassermann (notl) wegen des Gesundheitszustandes der Armee erwidert Geueraloberarzt Hossmann: Der Eesundheitszustanl, der Arme« war in den letzten Wochen erheblich besser als in dem gleichen Zeitraum von 1912 und 1913. Der Krankcnb«. stand war 1914 erheblich geringer als in den Borjahrrn. Die Zahl der Todessällc ist im Januar 1914 erheblich hinter den Vorjahren zurürkgeblieben. Epidemien von Typhus, Ruhr sind in diesem Jahr nicht ausgetreten. Die Ertiantungen in Hanau verlaufen leicht, die meisten Kraul« sind bereits entlasten. Der Gesundheitszustand des Heeres fft affo, namentlich im Hinblick auf die Vorjahre, durchaus gut, (Beifall). Di« allgrniein« Aussprache über den Marineetat wird fortgesetzt, Abg, Bassermann (natl,): An irnferem Marinepro- gramm hallen wir sest. Auch in England sicht man immer mehr ein, dah unser« Flotte keinen aggressiven Charattcr hat. Unsere Beziehungen zu England haben sich auch gebestert. Wir brauchen eine zielbewutzt« deutsch« Politik. Es wäre frevel- hast, wollten wir auf unsere Seemachtstcllung verzichten. Hat nicht erst bei der Wchrvoilage d«r viel geschmöhtc Reichstag tn glänzender Kundgebung bas Nötige für die Weltmachistellung Deuffchlands bewilligt? Wir müsten in fremden Erdteilen unsere Flagg« -eigen. Wir begruben die Entwicklung des Unter, seebooiswelcns und die Vorsicht, mit der der EtaatsIelretSr dabei vorgegangcn ist. Die Untersuchung über di« Unglückssälle der beiden Lustschijfe, die wir auss tiefst« b«llog«n, haben hinsichtlich des „L. 1" ergeben, dah kein Derschulden uorliegt. Wir wünschen, datz aus di« Konstrukleur« kein Druck ausgtübt wird. Wir find überzeugt, datz unser Marine-Offizierkorps seinen Aufgaben voll gewachsen ist, (Bravo! rechts und bei den Ratl) Wir begrühen es, datz die Marin« aus dem Krupp.Prozetz vollkommen inloll hervorgegangen ist. Wir stellen mir Befriedig ung di« zieibcwutzie Leitung und striige Entwicklung unserer druischen Marine sest (Beifall bei den Rail,). Abg Reh bei (fonf): Bei etwaigen Abrüstngsvcrhand- lungen wird nicht viel herauskommen. Es handelt sich ja auch nicht um Deuiichland und England allein. Ein Bündnis mit England «rscheinl unter den augenblicklichen Berhältnisten laum möglich. Die ruhige Entschlostenheit, unser Flottengejetz durchzu. sühren, wird am besten darin zutage rieten, datz WH darauf oerzichrin, beim Marineetat di« auswärtige Polittk aufzurok. len. (Sehr richtig! rechts). Die Unfälle der Marineluftschisf« sind nicht durch Menschen verschuldet. Di« Verwaltung fft mit aller gebotenen Borstcht »oigegangen. Der Opfer der Katastrophe werben wir al, Heiden gedenken. (Beifall rechts). Be- dauerlicherwets« hat Abg. Erzberzer ein« Differenzierung zwischen der kaiserlich deutschen Marin« und der königlichen preu. hischen Arme« gemocht. Wir sind In diesem Haus« gewohnt, von einer deutschen Arme« zu sprechen, allerdings mit den verschiedenen Kontingenten. Jedenfalls aber find Geist und Disziplin in Herr und Marin« dieselben. (Beifall rechts). Wir find ganz damit riiwerstanden, dah pensionierte Marine-Offi. zier« in den Dienst lausmännischer Wert« treten, die für di« Marin« liefern. Di« Versuche mit der Oelstuerung müsten sortgcsctzt werden und werden hoffentlich auch zu einem guirn Ende führen. In der «nischlostenen und zielsicheren Smtssüh- ri'iig des Staalsjelietärs sehen wir rin« der besten Garankien für den Welisrieden. (Lebhafter Beifall rechts). Staalsseiretär vTirpitz: Ich begrütze die Ausjührungen der Vorredner über den Aurlanddtenst unserer Marin«. Es ist gar kein Zweifel, datz der polittsthe und wirilchoftlühe Ratzen, den dos Erlckicinen unterer Schiri« im Ausland» bal »i.elsach nicht voll «ingesästitzt wird. Die Auslanddeulsiben werden de slätige«. datz e, nicht nur ein« iviilschastliche und polftffchc Rotwenbigleit ist. datz wir uns im Auslanddirifft deiätigeii, sondern auch ein« mUitärische Skoiwcudigkeii, Eiiw grotze Mo. rin« mutz in steter Fühlung sein mit den, Ozean und ozeanilcher Vcrhäiinissen, und auch mit den Au-Iandverhältnisse», Tvenn wir in den lctzien Jahren das nicht in dem Matze getan habe», wie wir wohl gewünscht hätte», so Hai da» an de» Berdällnisi, ■ gelegen, die ich nicht näher auseinandcizusetzeii brauche, Wu brauchten ein« enijpiechend« Konäcniralion in de» heimischen Cewästein. Wir müssen UN, aber Mit unserer Flotte stärkei >,n Ausland« bciäiigeii. Und da liegt die Sach« so. datz die Zahl der Ausiandschiff«, die nach dein gloiitiigesetz vorgeseher sind, noch Nicht ausreicht. Da» Hai sich in letzter Zell sehr unangenehm bcmerlbae gemacht. Wir machten den Versuch, unser oslasiatisches Geschwader »och der Südsee zu schicken, »»itzikil e» aber zurückhole,i. weil es >» China gebraucht wurde. Es war auch nich richtig. Schiffe vo» der ostaflaiisckie» Statton nach dem Westen Amerika« zu schicken. Dkl Bedarf in Ostasien und de, Süds«« ist nur gerade eben annähernd erfüllt. Im Osten Am«, rikao Hai der Kreuzer „Bremen" mit giotzer Unterstützung de- Hapag, was ich hier besonders anerkennen möchte, sehr viel ge tan und sich i» vollem Matz« den Dank aller Deulschcn dori veidicnt. Aber er tonnte schließlich nicht an allen Punkten seai Wir hoben ferner auf Haiti Kadetten und Schiffsjungen mit Gewehren bewaffnen und zum Schuhe der dorttgen Deutschen bei der duitigen Revolution an Land schicken müssen. Es ist nicht richtig, darauf angewiesen zu sei», wenn auch die Schiffs jungen voll ihr« Schuldigkeit getan haben. Aus allem gehl hervor, datz wir «ine stärker« Auslandsvertreiung haben iniisteii. Das Ziel der nächsten Jahre mutz sein, innerhalb des Rahmens des Flotteilgejetzes für den Auslanddienst baldigst das z» er reichen, was das Flottengejetz an sich vorjiehi. Alle bilrger lichen Parteien haben anerlannl, datz di« Duichlühruug uns« re, Flottengesetzes notwendig ist. Wie der Abg, Rosle im In, nein seines Herzens darüber denlt, darüber bin ich mir ga> nicht zweijclhaft. (Hetterkett). Ich bin aber lest davon über zeugt, datz das ganze deuffch« Doll durchdrungen ist von der pa iilischen Notwendigkeit der Durchsührung des bestehenden Flo! tengejetzes. (Wiederholter lebhafter Beifall), Abg. Acckscher (sortschr ) begrützte di« deutsch ciiglisä Aniiöheruiig, erlannie aber an. datz «in Marineseieijah, oc> hängnisoolle Folge» für die Werstarbeiler habe» mützir. Di« Abgg, W a r m u t h (Rp ) und Herzog (W, Pg ! erklärten der Marin« ihr volles Bcitrauen, Abg. Nogtherr (Soz.) behauptet, datz neu« Rüstung nur im Interest« der Lieferanten lägen; politischer Schwinl sei «», wenn dos nicht zugegeben werde. Wegen dieje» knotige - Ausdrucks wurde er zur Ordnung gerufen. Staatssekretär v, Tirpitz: Ich kann versichern, datz b>. keinem Schrili. den die Marineverwaltung in den lange» Jahren meiner Amisiäligkeil unternommen hat. irgendein Rufi, ungsinteresteni auch nur den leisesten Einflutz aus mein« E-it. Ichljetzungen gehabt Hai. (Hört, hörtl rechts), lleber die vo,i ns veranlatzte Unicrfuchung aus Anlatz des Krupp Piozesi habe ich mich deutlich genug ausgesprochen, E» ist eben dain nichts heraasgeiommcn. Der Fall der Anbindung «in.;» Hli zers ist insofern richtig, als In gewistcn Falle» bestimmiiiigsge. matz für strengeren Arrest zwei Stunden aubinden zulässig ist. Dabei wird jede Luälerei vermieden. Di« Bcrhäiiniste zur Sc« bedingen zuweilen andere Strafen als die Abfitzung des strengen Arrest», wenn z, B. in »er Arrestkammer «,n« uner. riägiich« Hitze herrscht. Rattirlich mutz die Ersatzstrase «mpsind- I!ch sein, weil sie sonst keinen Zweck hält«. 2v«nn statt der strengen Arreslftrafe ein« ander« gewählt wird, jo mutz es dcch eine Elrafe fein, di« der Mann auch sühll, sonst ist es keine Sirasi In dem besonders erwähnten Falle handelt es sich um e>ur. Flcsch (Fortschr.) wünschte eine Acndcrüng des Gcmeindeverwaltungsprinzips, um den Mißständcn in der Polizei zu begegnen. Ter sozialdemokratische Antrag wurde abgelehnt. Angenommne wurde der konservative Antrag über neuvorponimcrsche Stadtrczesse. Nach kurzer Debatte wurde ein Antrag aus Verstaatlichung der Distriktsnmtcr in Posen der Budgctkonimission überwiesen. Abg, Hainmrr (kons,) brachte dann eine Reihe von Wünschen der Landgcndarmcrie vor. Die Dienstaufwands- cntschädigung wäre zu gering, auch müßten die Beamten Eiscnbahnfreifahrtkartcn und die Berechtigung zum Tragen von Zivil an dienstfreien Tagen erhalten. Die Abgeordneten Hengk-bcrger (fceikons.) und Drlius (fortschr,) äußerten sich im gleichen Sinne. Ein Rcgicrungskoinmiffar wies auf die im Etat vor- gcsehnen vermehrten Mittel zur Schaffung von Dienstwohnungen hin. Eine Aenderung in den Bestimmungen der Militär-Eisenbahn-Ordnung würde den Wünschen der Gendarmen nach freier Eisenbahnfahrt gerecht werden, auch eine Erleichterung in der Kleiderordnung stellte er in Aussicht. Beim Kapitel Allgenieiue Ausgaben im Interesse der Polizei besprach Abg. P. Hosfmann (Soz.) mehrere Fälle von Polizeispitzeln. Minister v. Dallwitz bemerkte, er könne darauf nicht cingehcn, denn der Abg, Hoffmann habe ihm nicht mitgeterlt, daß er derartiges besprechen würde, so habe er kein Material zur Hand, Wie jeder Staat, so könnten aber auch wir nicht fine politische Geheimpolizei entbehren. Abg, A. Hofsmann (Soz,): Wenn der Minister Schrm- rötc befaße, müßte er rot werden, sich solcher Mittel zn be- dienen. Vizepräsident k)r, Porsch rief den Redner wegen dieser Aeußernng zur Ordnung, Abg, Hirsch (Soz.) kritisierte das System der Fürsorge- Erziehung, Ein Rcgiermrgskommissar betonte, daß auf das Gesin- del in den Erziehungsanstalten ineist nur Arrest- und Prügelstrafen Eindruck machten. Abg, Dr Wuermeling (Zentr.) und Abg. Dr. v, Gescher (fonf.) sprachen sich für eine weitere Erhöhung der Mittel zur Förderung der Fürsorgebestrebungen für die gefährdete Fugend ans. Ddr Minister erläuterte besonders die Vormundschafts- fiage. Nach weiterer kurzer Besprechung vertagte sich das Haus °»f Samstag 10 Uhr. — Schluß 5 Uhr. Ans dem hest. Landtag. Zwefte Kammer. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer besprach gestern vormittag nachmals mit der Regierung ciirzelne Kapitel und sprach sich die Regierung entschieden gegen di« Beisetzung der Schreibcgehülsen von Klasse 8 in Klasse 12 aus. Der Hinaufsetzung des Assistenten und des Rechners der Bctriebskranken. lass« von Klasse 26 inkl, 32 stimmte inan zu. Ein« längere Aussprache fand dann bei der Deckungsfrage der Ausgaben für dis Lehrerbesoldungen betr, der Restefonds 1 und 2 statt, doch wurde kein Beschluß hierüber gefaßt. Die gemeinschaftliche Sitzung der Finanzausschüsse beider Kammern über die Budgetbcraurrg begann gestern nachmittag -I Uhr uird kamcir nur die wichtigsten Difserenzpunkte zur Debatte, Zm Vordergrund stand di« Berwenduug der Restefonds 1 oder 2 für die Beamtenbesolduugsvorlage, Di« Gestaltung des Reftionds 1 wird durch die Sleuerergebnisie auf Eruird des Gcncralpardons und die Veranlagung zur Wehrsteuer begründet, Mit diesem Thema beschäftigt« man sich sehr eingehend, insbesondcrs wird der günstige Emsluß der Wchrstener aus die Ergcbnisie hcrvoigrhobc». Di« Eisenbahn-Einnahmen werden als dauernd steigend« betrachtet, wenn euch ,mch der Mitteilung des Finanzministeis das Fanuarergebnis sich ungünstiger «feilt. wie im Vorjahr«. Bei dem Kapitel Bauwesen ersuchte *e Regierung verschieden« von der Zweiten Kammer oeran. ^tßte Strich- wieder aufzuheben. Bei dem Titel Gymnasien be- Kmpft die Negierung die von dem Finanzausschuß der Zweiten Kammer angeregt« Vereinigung der beiden Darmstädter Gymnasien wegen der llmnöglichkeit in einem Gebäude die nötigen Räuni« zu beschossen. Bei dem Kapitel Hosbibllothek weist die Regierung auf die wegen der dort befindlichen Raumnot in Aussicht genommen« Erbauung eines Gebäudes in Verbindung des Verwaltungsgebäudes des jruheieu Ludwigsbahnhofes hin, Be, den, Fonds für öffentliche und gemeimrützig« Zweck« er. tläre« sich beide Ausschüffe daniit einverstanden, daß in Zukunft von Seite» der Regierung über die Verwendung der dorthin -licßendrn Gelder eine Mitteilung erfolgt, doch soll auch ferner- ÜH.tin Teil der Gelder der Reaicruna zur« Verfüaumi stehen. Neue Tageszeitung, csamslag, den ZI. ,,e»ruar mit* Auf die Anregung des Finanzausschusses der Zweiten Kammer, beim Bundesrat auf die Einstellung von Geldern für die Arbeitslosen hinzuwirken, erklärt sich di« Regierung bereit, zu. nächst ein« Denkschrift über die in Hessen vorhandenen Arbeitslosen aufzustellen. Bei den Forderungen für das Oberversicherungsamt weift die Regierung wiederholt auf die durch die ver. mehrte Arbeitslast notwendigen Kräfte hin. Bei dem Kapitel Kretsgcometer soll die Regierung zunächst weiter« Aufschlnff« über die durch die Mehrforderung den einzelnen Gemeinden zu- fallendcn neuen Lasten geben, worauf man über die Angelegen, heit endgültig beschließen will. Die weiteren Kapitel fanden zu Besprechungen kein« Beranlassung, Tayesnbersicht. Deullches Aeick. ' :: Fliegcrabsturz. Auf dem Flugplätze Johannisthal ereignet sich gestern morgen kurz nach 8 llhr ein Absturz. Ter Flieger Ponarter war gestern morgen mit eineni Doppeldecker zu einem Prokeflnge aufgcftieqen. In 30 Meter Höhe setzte plötzlich der Motor aus, als der Apparat gerade in einer Kurve lag. Der Flieger mußte sofort in steilem Gleitfluge niedergehen, wobei die eine Tragfläche den Erd- bcden berührte. Die Maschine wurde total zertrümmert, der Flieger erlitt leichtere Verletzungen und wurde nach dem KrieSkrankenhaus Britz gebracht, Rußland. :: Der Konferenzvorschlag Ssafvnoivs. Dem „Reuen Wiener Abendblatt" wird ans Petersburg telegraphiert: Ter Vorschlag des Ministers des Aenßeren Ssasonow, alle laufenden, die Triple-Entente interessierenden Fragen einer vorbereitenden Konferenz in London zu unterziehen, ist sowohl in Paris wie in London sympathisch ausgenommen worden. Ssasonow strebt hierdurch eine Zeitgewinnung so» tvie Ersparnisse des kostspieligen Drahtverkehrs zur Herbeiführung einer Uebereinstimmung in jeder Detaisfrage an. Die Konferenzidee bedeutet eine Anerkennung der autorita- tigen Befähigung Sir Edward Greys als Vorsitzenden der Konferenzen sowie der hervorragenden Eigenschaften des russischen Botschafters in London, Graf Venckendorsf und des französischen Botschafters Canibon. Frankreich. :: Die Epidemien im Heer. In der französischen Kammer hat gestern der Unterstaatssekretär im Kriegsministerium Maginot eine Interpellation wegen des Gesundheitszustandes in der ftanzösischen Armee beantwortet. Er führte aus, daß zwar in der lebten Zeit wegen des strengen Winters und einer Reihe von Epidemien in den französischen Garnisonen der Gesundheitszustand verhältnismäßig ungünstig sei, daß aber kein Grund zur Besorgnis varliege, da auch im Jahre 1914 die Krankheits- und Sterbeziffer sich bis jetzt kaum über den Durchschnitt der letzten Jahre erhoben habe. England. :: Verschlimmerung Im Befinden Lloyd Georges. In dem Befinden des Lord-Schatzkanzlers Lloyd George, der an Influenza leidet, ist eine Verschlimmerung eingetreten. Das Fieber hat zugonommen und die Temperatur des Kranken ist in der letzten Nacht auf 39 Grad gestiegen. Der Zustand des Patienten, der nun schon längere Zeit das Bett hütet, flößt einige Besorgnisse ein. Bund der Fandwirte. Samstag, den 21. Februar, abends 8 Uhr, Versammlung an Pohlnöns bei Gastwirt A l k. Redner: H i r s ch e l ° Fricdberg. Pgjll liminburg vor dem Stralrirfiffr. Frankfurt a. M-, 81. Febr. Unter starkem Zndrange, namentlich von Juristen, fand gestern vor der Strafkammer die Verhandlung gegen Rasa Luxemburg wegen Aufforderung znm Ungehorsam gegen die Gesetze und die Verordnungen des Militärstrafbnches statt. Diese Auffocdcrungen soll die Angeklagte in zwei Versammlungen, die sie am 24. und 26. September 1913 in Fechcn- heiin und Bockenheim abhielt, an die Menge gerichtet haben, und zwar in den Sätzen: „Werden wir »ns einen Krieg nngesttaft gefallen lassen?" und „Werden wir die Mordwaffen in einem Krieg gegen unser französischen oder anderen Brüder richte»? Nicnials!" Der Redakteur Eduard Henrici vou der „Frankfurter Warte" hat die Bockenheimer Rede nachstenographicrt irnd Bruchstücke daraus i» seinem Blatt abgedruckt imd zugleich die Hilfe des Staatsanwalts dabei angcrufen. Dieser Zeitungsartikel der „Warte" führte nun eine Antlage gegen Rosa Luxemburg herbei. In der Verhandlung gab die Angeklagte die Aeußernngen ohne weiteres zu, bezeichnete sie aber als aus dem Zusammenhang heransgerissen. Mehrere Zeugen bestätigten die Redewen- dnngen ebenfalls. Der Staatsamvalt I>v. Hoffmann hob in seinem Plaidoyer hervor, daß beide Reden Attentate auf den Lebensnerv des Volkes gewesen feien und die Massen maßlos anfgepcitscht hätten; er beantragte eine Gesamtstrafe von einem Jahr und sofortige Verhaftung. Beide Verteidiger, Rechtsanwalt vr. Rosenkeld-Bcrlin und I>r. P, Levi-Frankfurt beantragen in längeren Ausführungen Freisprechung ihrer Klientin. Die Angeklagte verteidigte sich dann selbst in längerer Rede, wobei sie den Sinn ihrer Aeußernngen erläuterte und den Vorwurf des Fluchtverdachtes als unehrenhaft zurückwies, da ein Sozialdemokrat keine Furcht kenne. Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis. ,Der Haftbefehl wurde nicht Ausgesprochen. Das Urteil Teile ar führte ». n. aus, daß die Aeußernngen von Rosa Luxemburg, die sie in den Versamlungen tat, keine mißverständliche Deutung zuließen. Dem Vernehnien nach legt die Verurteilt, gegen das Urteil Berufung ein. Ans der Heimat. * Friedbcrg, 21. Febr. Es trennen uns nur noch wenige Tage vom Hauptsachiugstrubel am kommenden Dienstag und tvie aus dem Inserat der heutigen Nummer hervorgeht, sind die Ausführungen zum diesjährigen Maskcnfest im Saalban besonderer Art, so daß den Besuchern recht genußreiche Stiin- den bcvorstehen. Durch d-c wertvollen Preise zum 4. Großen Prei-Maskenball werden sich noch viele veranlaßt finden, an dem Wettbewerb sich zn beteiligen. Es sind Preise für die schönsten und originellsten 3 Damen- und 3 Herren- MaSken, sowie für 2 originelle Gruppenmasken vorgesehen, die in einem Schaufenster der Firma Fr. Wagner, Kaiscr- straße 82, seit einiger Zeit Ausstellung fanden. Erwähnen wollen wir noch, daß Preismasken bis spätestens 10 Uhr im Saalbau anwesend sein müssen. Der Saal mit der geräumigen Galerie ist zu größeren Anffiihrungea wie geschaffen so daß die alte Anziehungskraft sich bewähren wird und wu bisher sich Teilnehmer in großer Zahl cinfinden. Nachmittags von 3 Uhr ab wird in allen närrisch dekorierten Restau- raiions-Näumen eine humoristische Kappensitzung abgehal- ten, der niusikalische Teil wird vom italienischen Salon- Trompeterkorps „Garibaldi" ausgesührt. Der Wahcsprnch am Dienstag laute: „Drum gemütlich, Parole ist Humor und kommt dir auch im Leben oft, so manches spanisch vor." * Friedberg, 21. Febr. Die Bereinigung „Ehemaliger Kurhessen" hat ihre nächste Zusannnenkunft ini Restauranl „Zur Hassia" des Herrn Heinrich Sauer am Mittwoch, de« 23. Februar, abends 8 Uhr. * Friedberg, 21. Febr. Im Casä Trapp findet morge» Sonntag wieder eines der beliebten Künstlcr-Konzerte statt. Das zum Anstich gelangende „Salvator" wird mit dazu beitragen, die Stimmung zu erhöhen. Schrvelne- u. Fertrelmarkl. Nachdem die Maul- und Klauenseuche im Kreis, Friedberg sür erloschen erklätt Ist, findet am Mittwoch, den 25. Februar der Schweine- und Ferkelmarkt zu Friedberg wieder statt. Es steht zu hoffen, daß er recht stark befahren wird. * Friedberg, 21. Febr. Die Weinstube „Rheingold" ist an den 3 Fastnachtstagen die ganze Nacht geöffnet. * Friedberg, 21. Febr, Wie uns ans der Wettsrau geschri«. ben wird, haben die starken Januarftöst« der Wintersaat keine« Schaden zugefügt. Durch die jetzt einsetzende milde Witterung Tauwe-tter und den darauffolgenden Nachtfrösten soll die jung« Winterfrucht und der Klee schon teilweise gelitten haben. * Friedberg. 21. Febr. Dem Mannergesangverein ist gestern mit Herrn Senitnarlehrer Kuhn da» hundertste aliive Mitglied beigetreten. * Friedberg, 21. Febr. Die zahlreichen Zusammenbrüche oberhessischer Spar» und Darlehnskassen haben dazu geführt, daß viele Kassen eine völlige Umgestaltung ihrer eigenen Organisation bewirkten, um vor Ueberraschungen und finanzielle Verluste gesichert zu sein. Zn diesen Maßregeln gehört in erster Linie die Uniwandlung der Kassen in Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, daß die Gesellschaften mit unbeschrankter Haftung aus dem heimisck>en Genossenschaftswesen verschwunden sind. Im Kreise Büdingen ist bereits ein erfreulicher Anfang mit der Reorganisation gemacht Warden. * Friedberg, 21. Febr. Von heute Abend an herrscht in de« sehr geschmackvoll dekorierten Räumen des Steinhäuser'schc, Ausschanks (Gustav Sempftz.. karnevalistisches Treiben. Hcri 2 e in p f hat es sich nicht nehmen lassen, Kosten und Mühe zu scheuen, um seinen verehrten Gästen den Aufenthalt in sei. nem Lokale, wo nur Humor und Witz zur Geltung kommft so angenehm wie möglich zu machen. * Friedbcrg, 21. Febr. Der Karireoal.Vcrein ilIeler" lädt heute Abend in der „Mufikerbörse" des Herrn Ad. Kvlich zu einem großen Kapp« nabend ein. Da gut« Kräfte dem Verein zur Bersügung stehen, so wird der Abend in recht karnc. valiftischer Form verlaufen, " Friedberg, 2t. Febr. Die Abendunterholtung der katholischen Vereinigung findet Sonntag, den 22. Februar, abends 5 Uhr im Hotel Trapp statt. * Friedbcrg, 21. Febr. Wie aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich ist, wird Friedberg, dt« Stadt der Schulen, mit Le. ginn des neuen Schuljahres um ein« weikere bereichert. Das alt« Museum wurde vou der Stadt unter Aufwand erheblich:r Mittel zweckentsprechend zu einer Scminarschul« umgebaut. Die Schule kann von Knaben und Mädchen jeden Alters imb jeder Konfession besucht werden. Sic hat nur lleine Klassen uöa höchstens 3Ü Schülein, sodaß di« Kinder unter den günstig! ' > Verhältnissen unterrichtet werden. Für begabte Kinder um'- in der Obcrklasse wahlfrei auch Unterricht in Französisch erteit: Schulgeld wird nichl erhoben. Wie hoch diese Vorteile ein.: , schätzt werden, zeigt die Entwicklung der 1812 in Benshelm ein- gerichteten Seminarschule. Dort sind die Anmeldungen für d :■ neu« Schuljahr schon so zahlreich, daß gar nicht alle Melde ' berücksichtigt werden können. Wir hoffen, daß di« Einrlchrui-a einer Semimrrschule in Fricdberg bei der Bevölkerung cbenio warm.- Au>nabm« rindet, wi* dies in Bensbeim der Fall war. M tar III«. Seite Ü • Friedberg, 2t. gehr. 6 grober AürgermllLkrnblE. fefltttb frohen **htrmtWwt, btt sich am IaftitachtbicnS- tag im Hotel Trapp für einige Stunden ein gemütliches EleHhitbein gibt, um mit Humor de», Prinzen Carneval zu Kuwigen. fei verraten, daß der ktortenverfcmf febr flott ist Sie prachtvolle, eigenartige Dekorotion in den 10 zur Beringung gestellten größeren und Heineren Sälen und den ?fef>enriiumcn des Hotels, ebenso die aufmerksame Bedienung und die vier bewäbrten Musikkapellen und lost not leofi da! «ri>nrteiifd>c Komitee, versprechen einen „SiirgennaSlcn- tall“. der sich in jeder Beziehung seinen Vorgängern würdig ankchließt. XeSIialb fei für olle fibelcn Geister. Närrinnen nnb None» d?r Deckruf: ,Zkuf zum 6. großen Burger- innkFeiiball", dem (5lou der Wintersaison. E Dorheim, LI. fiebr. (lOjdbrigrd Dnmltsnbilönm.i Pinen seltene» Festtag begeht morgen Eljlabeth Brppler. Am Vetritng de» Jahres 1874 ist sie in Diensten der Familie Bre'deitbnch getreten . Vierzig Jahre lang bat sie fleißig und Hjetrr« im Haufe gewirkt und als der Vater zur Rnsie ging, wirkte sie weiter im Hause des Sohnes. Elisckbth Beppler steht im 60 Lebensjahre, und ist noch immer rüstig bei der Hand und zu aller Arbeit bereit. Zu ihrem Läjäbr. Dilitstjubiläum erhielt fie da? Viktoria-Melitta-Krenz imd morgen wird ihr. wie bereits vom Großh. Kabine! mitge- teilt wurde, das Kreuz mit Brillanten verliehen werden. Auch der Tienstberrschast muß au diesem Tage ge- badtf werden, denn es ebrt auch sie, Ivenn ein Dienslbote ihr so lange Jahre zur Seite gestanden hat. Wir wünschen der Jubilarin von Herzen alles Gluck und gedenken der Worte, die Barlhol. Ringwald im Jahre 1600 gedichtet hat: Sie tut die Arbeit ohn' Glcheiß, Mit Ernst und einem solchen Fleiß, Als ob die Sackten ihres Herrn In allen Punkten iürc lwir'n. Ein Jeder ist ihr wohlgeneigt, JI>r Fördrnng. Gunst und Ehr' erzeigt Mit Worten. Werken und mit Gaben, So daß sie nie darf Mangel haben. • fUlctboOj, 21. Febr. In dem gestrigen Bersammlungs- berüht war übersehen, zu erwähnen, daß auch Herr Berwolter Jttarnet sich an der Auslpraihe beteiligte und die Landwirte ermähnt hat. nicht nur ihren Beruf zu oeroolltommnen. san. dar» auch fest an der bewahrten Organisation und an dem weiteren Ausbau mitzuarbeite». • h. «Isenheim. 21. Febr. Seit einiger Zeit macht sich in unserem Städtchen eine lebhafte Nachfrage nach Ferteln he. mettbar. miiunler kommen 20—30 Käufer im Tage, die hier ihren Bedarf zu decken bestrebt sind. Es wate wirklich angebracht. daß hiet wieder Märkte adgehalleu würden, denn unsere (Gemeinde liegt inmitten mebrerer großen Orte, in denen eine Meue Xaw*!«4*»«$. OMtfMi ata XI. blübeiw Satwwrr,schuft trineWe »na. — 6» werben letzt »iele «lagen übet den Frost Ion», nawentlich find nick Dick. trmrj und «artoffeln in den Mieten erfroren, auch der Weizen hat schwer gelitten. Au» Lathringen weilen z. « Karlosfel- hatibler hin und laufen zu jade» Preis die Kattvfieln. um sie »ach tFanPuri »a ichnlen — iMWetn f» viel aber Arbeitslastg. feit geklagt wird, findet nächsten Sanuiog «in grotzrr MauGei» zug mit Mupk statt. Der Anfang ist Mittags 12 Uhr. ' «eichen, «. gebt. Freiheit um» «leichhe« — da, ist bekanntlich die Parole der Sozialdemokraten. In die Wirklich, kett. nach lazialdemolratiichcm Muster umgesetzt, habe», diese schonen Watte natürlich «ine andere Bedeutung, davon hier ein schönes Beisoiel In der «eil ungesähr zweieinhalb Jahren errichteten Wirtschaft von Karl Fmk verkehtten fast ansschtiehlich die hiesigen Sozialdemokralcn. Sie hatten dott ihre tbesang»- stunde, erledigten im Wahloeteiu ihre geschäftlnhov Angelegen, heilen, turzum es war ihr Stammlokal. Im Lause der Zeit et- dreisteten sich nun hin und da einmal einige Bauern obiges LvlaI zu besuchen. je der Besitzer »etIneg sich sagnt zu der Kühnheit, die böse .Neue Tageszeitung" neben der unschuldigen „Fianksuiler Bollssttmme" auszulzgen. Außerdem solltze demnächst ein geschichtlicher Dortrag aus Beraniasiung unsere» Hrn. Pfarrers im Saal« de» Fink slattsindcn. Das war natürlich zum mindesten eine Unvetttorenheit den liebenswürdigen 8>e. nassen gegenüber, ihr Lokal in dieser Weise zu entweihen nnd sie stellten demgemäß die nach ihrer Meinung dach ganz und gar berechtigte Forderung an den Besitzer, die schlimme „Tageszeitung" iofott verschwinden zu lasten und den Pfarrer meter allen Umständen das Lola! zu verbieten, eine Bedingung, die nach sozialdemottatsicher Ansicht doch ielbstocrliändtich erfüllt weiden muß Der Besitzer, vielmehr die Besitzerin, weigerte sich j-doch. dieser Forderung zu entsprechen. Die Folge davon war. daß die roten Herren sosott mit Sock und Pack das Lokal »et. ließen. — Ein krasseres Beispiel von Terrorismus kann es wohl nicht geben. Weil Herr Fink nicht nach der fazialdemo- koatischen Flöte tanzte, machen sie ihn unter Umständen brat, los und das alles wird ausgefilhit von einer Patter, die jahraus, jahrein Freiheit und Gleichheit predigt und die sich ein. bildet, an lüerechtigleits- und Humanitätsgafuhl allen anderen Parteien über zu sein. Wenn aus diese Att und Weise da» Problem des sozialdemokratischen Zukunftsstaate» gelost wer. den soll, dar ja nebensei bemerkt, hier in Kaschen dank der hier obwaltenden Zustände, wohl am ersten geschehen kann, dann wird sich vielleicht noch mancher kürzer besinnen, einer solchen Patte, noch weiterhin Eosolgschasi zu leisten. * Steiiihrim bei Hungen, 21. Febr. Der anfangs der 60er Jahre stehende Schuhmacher Fleischer, welcher einen zweimaligen Sclbsttnardverjnch unternommen hat. ist dem letzteren heute Nacht erlegen. Das erste Mal versuchte er sich zu erhängen, das zweite Mal griff er zum Messer. Die Acrzte konnten ihn nicht mehr am Leben erhalten. _ * Pretzen, 21 Febr Ersreulirhenoeise ist e» Hem Dorst»»d de» oberhessischen Lunsiverems gelungen, daß -die „Städtebau, ausstellung" noch über Sonntag ausgestellt bleibt. Im Lause dttser Woche besuchten die Schüler der hiesigen Gewerbejchnle und auch «inige «lasten höherer Lehranstalten die Ausstellung, auch war der Besuch von Mitgliedern de» kunstoettins Und Ju. tereifentni in den letzten Tagen noch ein sehr reger. Morgen Sonlag 10 Uhr wird da» Ltadtveroideten.Kollegium und um 3 tthr nachmittag, der hiesige Technikeioeiband die Ausstellung besichtigen. Zum allgemeinen Besuch ist wie «in jedem Sonntag von tt bi» 3 Uhr geössnet. Bon Montag an bleibt die Aus st Nui«g 4 Tage geschloffen und gelangt dann u. n die Kelle!, tion des Expressionisten Franz Sioic zur Ausstellung. Jtciicftc «Mb Pralftnnchrichtcn. Jfrantfuit «. 21. Febr. Durch «urzschtuß entsr.ind gestern Nachmttiag im städtischen EI lirizttistswerk an c.ct Spe i cher s t « ße eine Maschinenexplosion. Bei dieser Windei, tiei Obermanteure und ein Schlosier schwer verletzt: bei einem der DerungNickten besteht Lebensgefahr. Alle vier Personen kamen in, städtische Krankenhaus. Die Folge bei Explosion war eine Stromunterbrerhung. die sich im Strößenbahndelrieb und der Beleuchtung längere Zeit iinangenehm bemerkdar machte. — Zu dem Unglück ist noch zu melden, daß zwei Verletzte, der Obermasihiirift Karl Schneider und der Maschinmeister Hen,» un den Folgen der Berletzungen gssiorben sind. Der Zustnni der beiden übrigen Dertetzten gibt zu ernsten Besorgnisten An> laß. Ftniikfntter Wetterbericht. Voraussage: Porwiegend trübe, zcrtweise Regensälle. etwa» kühler, westliche Winde. Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirsche!, Fiicdberg: für den lokalen und imterhalteiidcii Teil: Bernhard Lenz, Friedbcrg; für den Anzeigenteil: Kerl Schmidt, Fricdberg. Druck und Verlag der „Neuen Tagrs- zeitimg", A.-G., Friedberg i. H. Zur Krühjahrsfaat empfehle: Peru (stuana (Füllhorn). Chilisolpetrr, schwairlai'ic» Ammouial, Superphosphat, AmmoniaF-Superphnsp int, Kainit, Kali, Tchoniasmehl, Rotktcejamcu und Luz > ner Kleesomen, Ab Lager stets lieferbar. Bei camplettei' Ladungen gewahre di« höchsten Rabatte. Sämtliche!' Düngemittel wird bei completten Ladungen lo ien-rcie Untersuchung gewahrt. Auch bei lleinerem Quanlui» wird für den Erhalt Garantie geleistet. PH. Dan. Kttmmich, ^ricdbcra. TIBWWlll am Fxstnacht-DleiiStag H 5 tel Trapp. Hirten I« Vorverkauf: FUr Maskierte Hk. 1.50 für Hcfetnrasklerte Mk. 2.50 (cinscnl. Kopfbedeckung.) Litho!. Scrciiipi} Friedberg. Sonntag, den 22. Februar 1814 abend» 8 iltir „L rnlt Tanz im Hold Trapp SJur Mitglieder, deren Familienangehörige und vom Vorstand geladene Personen haben Zutritt. Der Borjtaud. >. Siemm- ;i.Ringkiut) Frirdbrr,,. Sonntag, de» 2. d. M.».nach iltags 4 Uhr ob findet wie all jährlich !,ko>,. ..arnevalikifcher Siitinmcl mit im) Vt Ratskeller stall. Eiutritt leer. Hierzu laoel ergebenst ein Der Borstaird. M am Fastcacbt-Oienslas Hotel Trapp. Harten in Vorverkaul: Für Maskierte Mk. t.50 Für lichlmasklerte Mk. 2.50 (einschl. Kopfbedeckung.) Bmtm-Msslhllsk WiMum Fricdb-rg. ctitc ' KmtvaWslhtSKMikü-ßsilzttt Uebermorgcn 4 «»» 8 aWß 8 -RW«k! unter Aiitwirtung Frantsuner und Friedderger Büttenredner. E» ladet sreundlichst ein Kuftav Scn'.pf. Saalbau Friedberg. Aastuacht-Drenstag, 24. Februar 1»l 4 . plcrilrfHlia&liniiiöll L«ST Wertvolle Preise. "W „<^in Abend an der Riviera". Sehenswerte Dekoration. 2 Kapellen. Karten im Vorverkauf in den bekannten Stellen. Kol)vrrsteigrr«»F DMittwoch, den «O. £ebrmnr, oonu. 10 10jr lommen im Petienveiler GemetnLewald solgende Holzsorttmente zur Ber- steigemng: 13 Kieiernstämme. 7 Festmeter Inhalt 35 Larchen-Derbstangen. t?—l8 Meter Länge 30 Rm. Lärchen-Nutz-Scheit und Knüppel 13 Rm. Buchen-Scheit und Knüppel 44 Rm. Eichen-öcheit und Knüppel 52 Rm. Birlen-Lcheit und Knüppel 120 Rm. Kiefern-Scheit und Knüppel 1000 BuchewWellen 000 Birken-Wellen 1156 Etchen-Wellen 1150 Kieiern-Wellen Zuianimenkunst 9'/, Uhr oberhalb Dillingen am Eingang des Waldes. Petterweil, den 20. Februar 1914. Eroßh. Bürgermeisterei Petterwell. We hr he im. Grohhtr;l>gljlhks Lthrerjeminar Lrirdbtrg Für d:e Ausitahme hiesiger Schulkinder beiderlei Geschlechts in die Ostern 1914 zu errichtende 4lla!stge stmuliane Eeminarschule nimmt der Unterzeichnete atsbald ichttftliche oder mündliche düngen entgegen. Btt H Mel dreien ist der Geburtsschein und der Imps- Ichein und des Kindern, die seither schon eine Schule besucht haben, auch das Zeugnis vorzuiegen. Zu >eder Auslunst ist der Unterzeichnete täglich von 8—1 Uhr bereit. lbroßherzogliche Direttion de» Lehterleminar» za Friedberg. 2. B.: Thierolf. _ Von heute ab. sowie während des Friedderger Marftes halte ich mit meinen Pferden, wie immer in den städtischen Stallungen, vis ä vis der Stadtkirche. ©imon Kaufmann, Nieder - Weisel. Teleron Amt Buhbach dir. 2S Telefon Amt Fr^edbera Nr SA Cafe Trapp Sonntag ab 4 Uhr Grofles Hfiastler* AL«»nzert Eintritt treL Saha(or*Fcst v y lieslaurant ,Rheingold‘ Priedbcrf, Kaiserstr. 128 die 3 Fastnachtsfeiertage Tag u.Nactit geöffnet, Ein gut erh. Krran (Geschäsir- ob. Spasterwagen) bet w. LnUmonu, äi.ribeim ». » *• öl. am Fastnacht-Dienst^ Hotel Trapp. Karlen im Vorvc-rka<'t: Für Mas-ilerle Mk. 1.59 Für Hichtoiiskierle Mk. 2.50 (einschl. Kopfbedeckung.) Jf Besitzer: Adolf Kölsch, ^riedberg. Mährkild der Jllorliiitiüc: Großes Karnevalistische» Konzert (Eintritt frei. De Adols tut c Nippche in. Ki aul Euch bringe, Do brtrocr tonn tau Bojotz ipringe Un zum enunner Ichweitte Tut Avals I». Lagerbier verschenke. Nolcn Motttng großer lariievolistischer ÄWsjtll-Abtüö „Zu», Konrads-KIliittr" Anfang 777 Uhr. Motto: Wenn e te viel lumme, werds vull. Nonrad Neuss. Friedberg am ollen Bahnhof Junger Sdjinifiwiclle gelacht. . !>. nur eigener NersteUung Hsderne Klub-Sofas u. -Sessel, Divans, Salon-Sarniiuren, Vollständige Beiten. Die Fabrikation untersteht meiner persönlichen Leitung und bietet dadurch Gewähr für bekannt solideste Verarbeitung. IMiiMHori! Inh.: Heinrich Netzender! Friedberg i. H. L Beilage zur „Neuen Tageszeitung 44 Samsli'g. den 31 . Februar 1914 . T. )a>ira"na k -cüidrr^hrt «ach Drin Ijfiliarn landt. Co» ('Jinim IVatic z» reime HioiBrlljriiii. C'ine ctrofcc Stfwr Iinttc bnifolbcn Putidtluft nefa%t: wir '! n na l, Jorufaleni. lieber 200 — M ist doch eine stattlich«- ?abl? Ans oar versck'iodeneu Verfialtnisio» kamen ste. «tut flar ncricl'i« denen O-n'inbc-n reiften sie: Rach Jerusalem, nach 7 .-riis-ileni. Wenn si" es variier rr,>'-HIten. »»irden sie von l >sen beneidet, von niauch"» cusgclacht, „Aar wollt Ihr in d:in lofilon Lande leben?" Sie liesten sich nicht irre machen, die Alten, da? Mittel- alter, die Inn gen. Ja IieMidve Ju» rsraiic», fröhliche Jüng- lir ie. tvaren dabei, „Kennt Jbr die Lagunenstadt? ltennt Jfir if-ren stanber?" Pr wirkt d»S zweite noib mehr, als da? erste Mal, Nienii inan sich nillrt an dein düstere» Verfallenen stoben will. Tort war ich wieder, trotz raube- Lüste, ibr Zauber batte mich aesastt, — Und doch nur bald Pin s »tlche? Schilf im Hafen winkte nnbeimlich. Unbeimlich. sagte ich? Run ja. er übte eine Gewalt a»S, vielleicht auch >ine beimliche, anbeiniesndc. 'Man mutzte an dies Schiss senken: man lab es vor sich, ob man auch den Blick wo an- Pr? bin wendete, P» wird i-.nä in die Ferne siibre», es wird uns a»s den ?7 'len traaen, & bringt uns an die Grswde des l,eiligen $ -edes. Jetzt kommt cs einem noch so unglaubbast vor. D r Sonntag kam, deS Nachmittags — man fiifir 311m fn ,-s 11 Sck.iss in der „Gnndula", wie man es dort anSspricht, A Deck siebt inan schon eine Menge wie ein Anieisenbaiisen d - '.einander laufen. Man ersteigt die Treppe und ist von fc.',f ni Moment an eine Ameise im Hanse», weiter nichts. '• >>: bei, muh man obendrein, denken darf man nicht, wird u: d, : fertig bringen? Ich sah die ander«N an. Sahen ste ns. als ob die in's heilige Land fuhren? Benahmen sie s> so? Ob ich so aussah und mich so benahm, dachte ich nicht und surchte jetzt, es war bei mir erst recht nicht der Fall Wo bsicben die Freunde, die Jdealpilger, Bruder »nd ^chn ,ster? Endlich, im letzten Moment säst, kanren ste, der Tcl», ster braune Augen blitzten Freude und Freundlichkeit >im sich sprühend. Nun nahte noch ein Boot: es bliesen vier Jünglinge Lieder darin, die Waisen tönten über das Master, es kam heran und auch sie stiegen an Bord zur Pilgersck>aar. Ed tonte da» Abfahrtssignal und nun stimmten sie an: „Grotzcr Gott wir loben Dich" und „Schönster Herr Jesu" und: „Ade Tu mein lieb Heimatland". ES war ein weihevoller Moment, die Menge lauschte still, das Schiff glitt leise ou» dem Hasen, und in der Seele tönte es: „Rach deni heiligen Landl" Professor Hcnrtz Thodc fiel mir ein. Einst vor vielen Jahren hörte ich zum ersten Male einen seiner Vorträge über Venedig: die Schilderung seiner Ausfahrt au» dem Hafen w>rr eine so zauberhastc. hinreihcndel Ich ging heim mit zwei lieben Beschützerinnen, in, Schnee, begeistert und glücklich, wie am schönsten Frühlingstage. Jetzt fuhr ich selbst ?»m ersten Mal an» deni Hasen der Lagunenstadt- unter den eben erzählten Umständen. — Soll ich nun berichten 00 1 Kosfern und Kabinen, von Seekrankheit. Bekanntwerden und dem Kampfe um den Terkstuhl? Nein, so gern ich e» täte, denn selbst solche Dinge gehören zu selch einer Reise, wie der Vropellcr zum Luftschiff. Diese reale Wirklichkeit, die ich eben schweigend übergebe, bleibt »nS. die wir sie erlebten, in der Erinnerung, und jeder, der eine solche Reise zu machen beabsichtigt, mutz doch noch Ueberrasckuingen erleben. Manche» entbehrt auch der Komik nicht, nein, geN'itz nicht, — Die Menschen um mich her sind reckst verschiedene Geschöpfe, ich kenne sie nun noch nicht, deshalb nur ruhig i,nd geschwiegen. Ich studiere nicht, nur mit dem Kops: Seekrankheit, Pi» weniger angenehme» Studium. Manche der Mitreisenden äutzern Mitleid (eine bringt sogar warme Sachen) man lernt da ihre guten Seiten kennen Einer klopft mich teilnehmend auf die Schulter und fragt: „Was ist Dir denn?" Da» ist ja sehr brüderlich, beinahe etwas zu brüderlich. Ich verfüge mich hinunter, in meinem Bett dort, ist es trotz beständigen Läutcns und etwas hohem Seegang ganz gut. Nachdem ein ganzer Tag vergangen, habe ich für diesmal ausstndiert, Ter Humor ging mir sogar bei dem grauenvollen Aufstehen nicht au», zum Unterschied gegen da? Studium auf der Rückreise. Da kam eben die Ermüdung noch dazu. Den nächsten Morgen stellt es sich heraus, datz ich eine Uhrdicbin bin, meine Kabinengefährtin hat darunter zu leiden. Ich komme nur recht blamiert vor. Natürlich tvar es ein Berschen. Ich batte zwei Uhren unigehängt. Nun gehen wir in Corfu an Land. Es wimmelt von Wagen, alle für un». Die zweite Halste, wir sind nämlich in Hälften geteilt, zu der ich die Ehre habe, zu gehören, setzt sich in die richtige Wagen-Nummer und fährt zum Museum. Die erste Hälfte strömt schon wieder heraus, aber bis wir drin sind, ist die Erklärung des Giebels der dort zu seh-n ist, schon im schönsten Gang. Es bleibt uns schleierhaft, wo er gefunden, zu was cr gstioii, aber das, er der alfisie >„ und c mzcge, dessen Komposition man kennt, datz er die Gorgo und einen kleinen Mann, wahesck«i,ilich ihren Sobn vorstell», habe ich dock, be- griffen, — Ru» gebt e» zu Wagen zum Achilleion durch swönc^ sonnige Landlcknst. Kaktushecken mit gelbe» Blüten znr ^eite, alte Oelbanme mit dnrwlöcherl--n Stämmen. Samt gekleidete Frauen. Eie lieben da» grelle Gelb und Rst Männer, die aus sehr kleine» Eseln leiten, Kinder, di: leichtfiitzig neben dem Wagen berlanfen, O> naen »nd Blumen anbictcnd, um ein paar Pfennige zu erhaschen Am Wege leben wir primitive Wasserschöpser. Der Weg lchlön- fielt sich, mit viel Abwechselung mit schönem Blick nach allen Seiten nach oben. Als wir durch die Ortscho.st kommen, leben wir viele Frauen strickend ans der Stratze sitzen, sie lachen und winken nn». Oben am Achilleion ist solch ein Blumen- flor, datz man am liebsten jubeln möchte, wie ein Kind. Ter Mensch«,ström flutet, die Aussicht verdunkelnd daher, Professor Törpseld setzt auseinander, ob er Gorlirfiir bii- Phäakeninsel hält, oder nicht, von dieser Seite erscheint es ihm nnwahrscheinlich, von der anderen, wo die Jnlel früi.i ist tonnte sic oder eine der vorgelagerte» kleinen Jnsesckfin e» wohl gewesen sein. Hier im Park sieb» man den sterben- den und den siegenden Achill, Der siegende ist eine schöne weitz« Gestalt vom Kaiser am Au»flcht»t»inkt ausgestellt. Aber nur zu bald müssen wir de» binreihenden Blick wieder verlassen. Die Menge verteilt sich etwas, wir sind in einem Rosengang, wieder an einem AuSsichtsplatz, Prosessor Tröpseld erklärt uns, warum er LeukaS für Jtbaka hält, tvas er nach seinen Ausgrabungen herauSsand, Die Fähre, die die Herde» an das Land befördert, die ähnliche» Namen der .Hafenstädte, die nachgemessene Ebene, die in der (-'•;»> stimmt, dies alles sind Bestätigungen sür seine Ansicht, Rar fehlte erst die Stadt, aber nach nochmaligem Graben sand sic sich. Welch eine Freude stir den Prosessor. dessen Hypoteie man früher verlacht hatte. Die Angabe in der Odpsee, datz c» die westlichste Insel sei, stimmte zivar nicht: aber damals waren die Begriffe in dieser Beziehung noch nicht so klar. Weil eS die erste Insel war. aus die man traf, wenn inan von Westen, von Italien, Corfu kam, so mutzte sie, so nahm man zu jener Zeit an. die westlichste sein. Mir leuchtete V- -c Erklärung ein. Jetzt hat die vierte grobe Insel sich dnd> -ili gifundcn denn inan glaubte bisher LeukaS hätte zur ; • t- sceischen Zeit mit dem Festland zusammcngrhangen. in >. dies Dunkel hat sich gelichtet durch de» Fleitz und Ausdauer des Professors Dörpseld. (Fortsetzung olgri Zur frühjahrsdüngung Ist Peru Guano „Löwejiiiiarke“ der empfehlenswerteste Dünger. Die besonderen Vonfige des Peru Guano „Löweu- Riarke“ bestehen darin, dass derselbe sämtliche für die Pflanzen nötigen Nährstoffe in leicht aufzunehmender und voll auszunutzender Form enthält und dadurch die vollkommenste Ernährung der Pflanzen bietet Ferner wirkt der Peru Guano „Löwenmarke“ durch seine organischen Bestandteile humusbildend, dadurch b öden verbessernd und anregend auf die Tätigkeit der nützlichen Bodenbakterien. 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Zein nann J l i.uiMtiK a 6 In der Markthalle 6 « Erste Etage. »ir. 44 Sehr «, fjnu^tDfrfamtnlung dkg Vereins Denfjcher Kintsffkltrolirnkr. S. u. H. Berlin, lg. Febr. sehr starker Beteiligung seiner Mitglieder hielt heute ui großen Saale d:s Künstlerho.ufes der Verein deutscher Kor- :c i'.rc-lner seine diesjährige Hauptversammlung ab. Den •; , le Herr d. Rährich (Pufchkowa). An erster Stelle .in Bericht van Dr, Parow (Berlin) über die Arbeiten - V.rcins im vergangenen Jahr«. Die infolge der reichen rraitrjfelcrnt« des Jahres 1913 erzielte Produktion hatte eine erhebliche Steigerung erfahren, während anderseits infolge der /.rechten Haltbarkeit der Kartoffeln und der niedrigen Kartof. frlprcife eine Steigerung der Trocknung für eigene Wirtschaft zu konstatieren war. In zirka 500 Trocknereien wurden mehr ols zwei Millionen Doppelzentner Trockenkartoffel hergestellt. Durch verschiedene Frachtermäßigungen usw. soll eine Erleichte, rung des Verkehrs mit Trockenkartoffeln ermöglicht werden. Der Bericht verbreitet stch dann über die Vorzüge der Trockenkartof. fcl als Nahrungsmittel und betont, dost der Ersatz der ausländischen Eetretdelicferungcn durch Trockcnkartoffcl» von großer rationaler Bedeutung sei. In, Anschlust daran sprach Landtagsabg. Jany (Niederwitz) über die Gesellschaft zur Förderung des Bauer und der Wirt, fchaftlich zwcckmästigen Verwendung der Kartoffeln. Das Gewerbe der Kartoffeltrocknung, so führt« Redner aus, verdankt seine Entstehung der Notwendigkeit, ander« Venvendungsmög. üchkeiten für di« immer mehr anwachsenden Kartoffelernten zu sinden. Heute sind die Ernten so gestiegen, daß die Abhilfe licht ausreicht, ohne einen organisatorischen Zusammenschluß aller Kartofselproduzenten und aller Kartoffel verarbeitenden Gewerbe. Der prakttfche Erfolg der Organisation soll zunächst in einem Konscrvierungszwang beruhen. Ein gewtsier Pro. ientfatz der Ernte soll unter Berücksichtigung der jeweiligen be. Änderen Umstände alljährlich im Herbst zur Konservierung be- timmt werden. Di« Gesellschaft stellt sich somit weitere Ziel« vie ein erweiterter Verein von Kartoffeltrocknern, sie will päter den ganzen Markt in Kartoffeln und Kartoffelfabrikaten regeln und damit auch beherrschen, so daß für einen gleichmäßi. gen Preis, der besonder» für den Eßkonsum wichtig ist, Sorg« getragen und vor allem ein gleichmäßiges Arbeiten der übrigen Gewerbe, Brennerei und Stärkefabrik, ermöglicht wird. Der Verein der Kartoffeltrockner wird wesentliche Vorteile aus der Trocknung erzielen können. Dadurch werden Mittel vorhanden sein, neben dem Absatz aller übrigen Kartoffelfabrikate ganz besonders auch den der Trockrnwarcn zu fördern, desien günstige Regelung eine Lebcnsbedingung für das Trockengewerbe ist. Die vermehrt« Verwendung von Trockenkartoffeln sowohl zu Futter, wie Eßzwecken, soll auf diese Weise unabhängig machen durch einen gewissen Ausgleich der Ernte einerseits von den Schwankungen auf dem Kartoffelmarkt, anderseits von der Ein- -,e»e Tageszeitung, vamstag. den 21. Februar 1914. fuhr ausländischer Futtermittels damit ist es möglich, die Fleischerzeugung auf eine gleichmäßige Grundlage zu stellen und so das hohe Ziel zu verwirklichen: Ernährung unseres Volkes aus heimischer Ernte. (Beifall). Rach kirrzer Diskussion wird hierzu folgende Resolution ein. stimmig angenommen: „Der Verein deutscher Kartoffeltrockner erkennt di« hohe Bedeutung der zu gründenden Gesellschaft zur Förderung des Baues und der wirtschaftlich zweckmäßigen Verwendung der Kartoffel nicht nur für die kartoffelbauende Landwirtschaft und die Kartofseltrocknungs-Jndustrie, sondern auch für die gesamte deutsche Dolkswirtschast voll an. Er ist bereit, die Bestrebungen der Gesellschaft mit allen Kräften zu unter, stützen und empfiehlt seinen Mitgliedern den Beitritt." Zum Schluß berichtete Pros. Dr. v. Eckenbrecher (Berlin) über die Anbauversuche der deutschen Kartoffelkulturstationen, die sich auf 32 Versuchsfelder in ganz Deutschland verteilt, erstrecken. An der Hand eines großen Zahlenmaterials erläuterte der Vortragende die Versuchsergebnisse lieber den fUidiaaitg der Mul- n. Kllmtnsruchk, von dem wir schon kurz berichteten, wird noch geschrieben: Nach dem vorletzten amtlichen Ausweis waren 108 Kreise und 783 Gehöfte von der Seuche befallen. Diese Zahl ist auf 98 Kreise und 578 Gehöfte zurückgegangen, was eine ziemlich erhebliche Abnahnle bedeutet. Neu von der Seuche betroffen wurden 68 Gemeinden und 173 Gehöfte, während noch gegen Ende des vorigen Jahres die Zunahme 140 Gemeinden und 431 Gehöfte betrug. Am stärksten herrscht die Seuche in den Bezirken Marienwerdcr, Affenstein, sowie in Konstanz und ganz Elfaß-Lothringen, während die Seuche in Schlesien nachgelassen hat. Auch Bayern ist mit Aus- nähme zweier Gehöfte in M'ttelfranken seuchenfrci, ebenso wie im Königreich Sachsen nur noch wenige Gehöfte ver- feucht sind und nur die Neuversenchung eines Gehöftes fest- zustellen war. Der Stadtkreis Berlin ist nach wie vor scuchenfrei, ebenso die Kreise Stralsund, Erfurt, Schleswig, ganz Westfalen, Hannover bis auf einen Fall. Wiesbaden, Coblenz, Trier, Aachen, Sigmaringen. Don den kleineren Staaten sind Mecklenburg-Schwerin, Sachsen-Weimar und Rentz ä. L. noch von der Seuche betroffen. Dagegen scheint eine nennenswerte Abnahme der Schweineseuchc und Schweinepest nicht einzutceten. Gegenüber 510 Kreisen, 2187 Gemeinden und 3097 Gehöften, die nach deni vorletzten Ausweis verseucht waren, sind jetzt 512 Kreise, 2096 Gemeinden und 2911 Gehöfte von der Seuche befallen, davon 575 Gemeinden und 892 Gehöfte neu, während im vorigen amtlichen Ausweis der Neuausbruch der Seuche nur in 456 @e* meinden und 716 Gehöften festgestellt war. Ganz feuchenfrei sind nur die Bezirke Aurich, Sigmaringen, Konstanz, Birken- seid, Lübeck, sowie noch einige mitteldeutsche Kleinstaaten. Geschäftliches. Düngung. Mit beginnendem Frühjahr eilt der Landwirt auf Acker und Wiese, um alle Maßnahmen zu treffe», welch« einen sicheren Ertrag verbürgen. Das im Herbst tief gepflügte Feld wird, nachdem die llbeischüfsige Feuchtigkeit, aber nur diese, verdunstet fft, mit Ackcrschleife und Egge behandelt. Es wird eine lockere Schutzschicht geschaffen, welche ein« Wasferver- geudung hintan hält. Die wertvolle Winterfeuchtigkeit bleibt dem Boden erhalten. Gleichzeitig wird damit «in günstige» Keimbett für die Uniroutsamen geschaffen und diese zum Auf. laufen gebracht. Ein Eggenstrich kurz vor der Bestellung ver »ichtet das eben gekeimte Unkraut, das Feld ist rein. Auf Wiese und Weide werden die durch Maulwürfe ausgeworfenen Erd. Haufen sorgfältig eingccbnet, wo es nötig ist, wird die Wies« »der Weide geeggt und gewalzt. Bei allen diesen Vorbereitungen darf aber eine der wichtigsten Maßnahmen nicht vergessen werden, die Düngung. Die W-nterjaatcn haben bereits auf das Hektar eine Kopfdüngung mit 80—160 Kg. jchwefelsaurcm Ammoniak erhalten, wenn noch nicht, darf damit nicht länger gezögert werden. Aber auch die Sommerhalmfrüchte, die Hack, ftüchte und die Wiesen und Weiden sind für «ine Stickstoffdün- gung mit schwefelfaurem Ammoniak nebcn einer Düngung mit Kali und Phosphorsäure äußerst dankbar. Zahlreich? Düng, ungsverjuche haben gezeigt, daß auch der scheinbar anspruchslose Hafer eine reichliche Düngung mit 200 Kg. schwefelfaurem Ammoniak, 200 Kg. Superphosphat unb 160 Kg. 40 prozentizem Kalisalz wohl auszunützen vermag. Es ist daher nicht angc. zeigt, ja es ist unrationell, ihn ohne jede Düngung als sogenannte abtragende Frucht anzuhauen. Selbst zu Braugerste, deren Düte durch manche Stickstoffdüngung allzuleicht herabg«. mindert wird, kann nebcn Kalisalz und Supcrphosphat fchwefel- faurcs Ammoniak in einer mäßigen Gabe (80—100 Kg. auf das Hektar) ohne Bedenken gegeben werden. Durch dieses Dünge, falz wird infolge feiner langsameren Wirkung der Eiwejsge- halt nicht erhöht, allgemein aber die Qualität durch besser« Kornausbildung vcrbesiert. Gleichzeitig wird auch der Ertrag gesteigert. Die Kartoffeln und Rüben lohnen «ine Bolldünzung mit schwefelfaurem Ammoniak, Superphosphat und 40 prozen. tigern Kalifalz durch höheren Ertrag, in den meisten Fällen auch durch höheren Stärkegehalt, bezw. durch höheren Zuckergehalt. Auf Wiesen und Weiden ist nebcn der schon lange üblichen Kali phorphatdüngung eine Düngung mit schwefelfaurem Ammoniat nicht zu umgehen. Entgegen der ftüher herrschenden Ansicht hat stch gezeigt, dag durch «in« Stickstoffdüngung namentlich auf Weiden eine Ertragseisteigerung bis zu 00 Prozent eintritt. Allgemein kann also gesagt werden, baß dir Düngung der Eom- merftücht«, der Wiesen und Weiden mit schwcsclsaurem Amino. niak neben einer Kaliphosphatbüngung die in erster Linie «r» tragssieigernoe Maßnahme barftofti. _ _ Wie die Düngimg- So die Ernte! TRomasmeRl! r>t(TWUiI »CMnZIIAatS bewährter und billiger Phosphorsäurediinger l'ür die l'riilijalirssaaleii. Sichere Wirkung! Hohe Erträge! 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Bel, 'send: Das Militär-Ersatz-Geschäft pro 1914. - s diesjährige Musterungs-Gefchäft für den Kreis Fricdberg wird in folgender Weise vorgenonnnen: >' ',» Vilbel, im oberen Saale des Gasthauses „zur Stadt Cassel": Dienstag, de» 3. März l. Js., vormitags 9 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen ans den Gemeinden: Büdesheim, Dortelweil und Groh-Karben, Mittwoch, den 4. März I. Js., vormittags 9 Uhr, MusiHing der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: H.ldenbcrgen, Klein-Karben, Kloppcnheim, Massen- heini und Nieder-Erlenbach, Donnerstag, den 5. März l. Js., vormittags 9 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: C'ckibach, Ober-Erlcnbach, Obcr-Efchbach, Okarben, Pet- I vieil nnd Rendel, Freitag, den 6. März l. I«., vormittags 9 Uhr, Mi,strrung der Militärpflichtigen ans der Geineinde Vilbel: b. zu Fricdbcrg, im Saale des Hotel Trapp, Eingang von der Wolfengassc aus: Samstag, de» 7. März l. Js., vormittags 8V, Uhr, Musterung der Militärpflichtigen ans den Gemeinden: Affevheim. Bnd-Rauheim, Bauernheim und Beienheim, Montag, den 9. März I. Js., vormittags 8V* Uhr, Musterung der Militärpflichtigen ans den Gemeinden: Bönstadt, Bruchenbrücken, Burg-Gräfenrode, Dorheim, Dorn-Assenhcim und Fricdbcrg, aus der Stadt Fricd- berg jedoch nur die Militärpflichtigen aus dem Jahrgange 1912, Dienstag, den 19, März 1. Js., vormittags Uhr, Musterung der Militärpflichtigen der Jahrgänge 1913 »nd 1914 aus der Stadt Friedberg, Mittwoch, den 11. März 1. Js., vormittags 8% Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Holzhausen v. d. H„ Ilbenstadt, Kaichen, Melbach, Nie- der-Florstadt, Nieder-Mörlen und Nieder-Rosboch, Donnerstag, den 12. März l. Js., vormittags 8s^ Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Rieder-Wöllstadt, Ober-Florstadt, Ober-Mörlen, Ober- Nosbach v. d. H. und Ober-Wöllstadt, Freitag, den 13. März l. Js., vormittags 8hh Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Ockstadt, Ossenheim, Reichelsheim i. d. W,, Rodheim v. d, H„ Rödgen, Schwalheim und Södel, Samstag, den 14. März I. Js., vormittags 8V4 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Ne»e Tageszeitung. e-amsrag, den LI. Fevruar »914. Staden, Stammheim, Steinfurth, Weckesheim, Wick- stadt, Wisselsheim, Wölfersheim und Wohnbach, - _ Montag, de» 16. März l. Js., vormittags 8s/j Uhr, Verhandlung sämtlicher Reklamationen aus den Gemeinden * der Musterungsbezirke Fricdberg nnd Vilbel, soweit die , Reklaniierten nicht bereits wegen Fehler usw. zurück» ge stellt worden find: c. zu Butzbach, int oberen Saale des „Hessischen Hofes": Dienstag, den 17. März l. Js., vormittags 8 Uhr, Musterring der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H. und Gambach, Mittwoch, den 18. März I. Js., vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Griedel, Hausen mit Oes, Hoch-Weisel, KirchGöns, Langenhain mit Ziegenberg, Maibach, Münster, Münzenberg, Rieder-Weisel, Oppershofen und Ostheim, Donnerstag, den 19. März l. Js., vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Pohl-Göns, Rockenberg und Trais-Münzenberg, sowie im Anschluß hieran: Verhandlung sämtlicher Reklamationen aits den Gemeinden des Musterungsbezirks Butzbach, soweit die Rekllanierten nicht bereits wegen Fehler usw. znrückgestellt worden sind. In den genannten Mnsterungstcrminen haben sich sämtliche Militärpflichtigen des Jahrganges 1894 — mit Ausnahme der zunr einjährig-freiwilligen Dienst berechtigten, falls nicht Reklamation erhoben wird — sowie diejenigen Militärpflichtigen der früheren Jahrgänge, welche bis jetzt eine definitive Entscheidung noch nicht erhalten haben, pünktlich, nüchtern und reinlich gekleidet einzufinden. Die- jenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- oder dritten- male erscheinen, haben ihre Losungsscheine mitzubringen. Für Militärpflichtige, welche durch Krankheit am Erschei- nen verhindert sind, ist im Terinin ein ärztliches Attest zu übergeben. Diejenigen, welche bei der Musterung unentschuldigt ausbleiben, können keinen Anspruch auf Berücksichtigung aus Reklamatiönsgründen erheben. Außerdem wird gegen dieselben das im 8 49 der Wchrordnung angedeutete Strafverfahren eingeleitet. Der Zivilvorsitzende der Großh. Ersatzkommission des Kreises Friedberg:, F r h r. S ch e n ck. Einladung zur Hauptversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksverevns Friedberg am Sonntag, den 1. März 1914, nachmittags 4 Uhr im Saale des Hotels Trapp tn Friedberg. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Fmanzrats H o o s in Friedberg über Gemeindesteuer» eranlagung. 2. Ueberreichung der Diplome usw. an landwirtschaftliche Dienstboten und Arbeiter, die sich durch langjährige treue Dienst« ausgezeichnet haben. Seite % 3. Festsetzung des Voranschlags für 1813.-14 und 1914-15. 4. Wahl eines Vorsitzenden und eines Rechners 5. Mitteilungen. Die Mitglieder des Vereins sowie all« Frende der Laud- wirtsachft weiden hierzu sreundlichst eingeladen. Rieder.Florstadt, den 20. Februar 1914. Der stellvertretende Vorsitzende des landwirtschaftlichen Dc- zirtsverejns Friedberg. Alles, Großh. Bürgermeister Nieder-Florstadt, den 20. Fcbr. 1914. An die Herren Bürgermeister der Städte Friedbcrg und Bad- Nauheim und an die Gr. Bürgermeistereien der Landgemeinden. Ich bstt« Sie sreundlichst, die vorstehende Belanntmachung in ortsüblicher Weise bekannt machen zu lasten. Der stellvertretende Borsitzende des landwirtschaftlich:!! Be-> zirksvereins Friedberg. Alles, Erotzh. Bürgermeister. Itziesiencr Standesamts-Nachrichten. Aufgebote. Fcbr. 13. Hermann ©raff, Glasreiniger, mit Anna Katha. lina Weigel, beide in Gießen. Febr. 16. Johannes Frank, Postschaffner, mit Katharina Repp, beide in Gießen. — Johannes Hermonti Richard Voigt, Werkmeister in Berlin, mit Anno Mari« Stier in Gießen. Febr. 17. Karl Langohr 2., Landwirt in Wettsaasen, mit Minna Otterbcin in Ruppertenrod. Fcbr. 18. Karl Otto Hübner, Marlihelser, mit Etsa Marg. Hennig. beide in Dresden. — Karl Eriineberg, Kausmanu in Elbcrseld, mit Berta Stern in Gießen. Febr. 19. Eottlieb Fleck. Bürogehilse, mit Elise Katharina Elisabeth Heil, beide in Gießen. Eheschließungen. Febr. 14. Friedrich Razarenus, Bürogehilse, mit Anna Katharina Grün, beide in Gießen. — Johannes Pflanz, Lehrer, mit Emilie Laux, beide in Holzheim. Kreis Gießen. — I. Rühl, Schreiner in Gießen, mit Elise Schmitt in Elpenrod. Geschäftliches. Wie die Saat, so die Ernte. Die Zeit der Bestellung rückt näher. Pflicht eines jeden Landwirts ist, für die Saat nur das Beste zu nehmen, was es gibt, wenn die Ernte eine gute sein soll. Die Thüringer landwirtschast- liche Zentralsaatenstelle <9. ©ewalt in ©ier- städt bei Erfurt hat der heutigen Nummer einen Prospekt beigesügt, der ein Wegweiser für die Auswahl von Saatgut ist. Holzversteigerung. Mittwoch, den 25. Februar, wird im hiesigen Gemeinde- wald Tistrilt Eselsberg und Elleinheck folgendes Holz versteigert: 72 Eichen-Stämme — 11,85 Fcstm. 58 Fichicn-Stämms = 14,00 Fcstm. 786 Fichten-Derbstangen — 30,97 Fcstm. 212 Rm. Buchcn-Lcheit und Knüppel 42 Rm. Eichen, 78 Rm. Kiesein Knüppel: 78 Rm. Buchen, 60 Rm. Eichen Knllopelreisig: 342 Rm Buchen, Gewöhnl. Reisig, Zusammenkunft vormittags 1 i !'hr in Bodenrod. Bodcnrod, den 19. Februar 1914, Großh, Bürgermeisterei Bodcnrod. _ Wislig. Bringe zu dem Markt nach Friedberg zirka SO Uferde Belgier und Rassepferde. Dieselben stehen bei Eastwirt Scherf zum Verkauf. ■aiiss, Pferdehandlrtttg, Obermockstadt. I Bakterien tötende Wirkung, dauerhaftester Belag kauft man am besten u. billigsten im Tapeten-u. Llnoleumhans JcsanKögfler, Friedberg, Kaisersir. 21. Biilltil-Pkksteigmiliff. Donnerstag, den 2«. Febr. l. Js., nachmittags 3 Uhr soll ein der Gemeinde Ockstadt gehöriger, zum Schlachten geeigneter Bullaus dem Rathaus« daselbst an den Meistbietenden öffentlich ver- steigett werden. Ockstadt, 20. Februar 1914. Großh. Bürgermeisterei Ockstadt. M ö r l e r. Entlaufen lRüdef, 1Jahre alt, aus den Rainen Cäsar hörend, Größe ca. 75 cm, Farbe ganz schwarz, Ohr. u. Schwanz ungeschn. Mitteilungen erb. an Johannes Kirstein, Landwitt, Ober» Dorfeiden. Bor Ankauf wird gewarnt. WerSchrling sucht Bierei ilniiurfer, frisanorj. Lehrlinge auf Ostern gesucht Wilh. Zimmermann, Maler- & We»izb»nLermeijter, friedberg i. ij. Mehgerlehrling Suche zu Ostern einen braven Jungen, welcher gewillt ist. das Metzgerhandwerl gründlich zu erlernen. Karl Uritz, Metzgermeifter, Uilbcl. Einfaches Fräulein (auch in Krankenpflege erjahrcni sucht Stelle als Stütze bei Familienanschluß, am liebsten in einem Pfarrhaus. Zu eijiagen Exp-d! der R-ue^^'-i'ung. gründliche Aus- dung erhalten junge Leute d. Cstanffeur ! werden wollen in der Aulo- Zenirale Wroblcnskc & Cie., I Bff-ad-rz,ßad., (tulis. iiiM zu den billigsten Tagespreisen. Lebt. Vogl, Butzbach Holtverfftigerung. Montag, den 23. Febr. l. I. vorm. 9'/, Uhr kommen aus dem Frciherrn von Franlenstcinfchen Wald, Distrilt An der Herde zur Versteigerung: 6 Rm. Eichen-Birken Knüppel 250 Rm. Kiefern Knüppel 1500 Wellen Kiefern Reisig 5 Kiefern Stämme mit 2,20 Fm. 70 Nadel Slangen mit 1.60 Fm. Zuiammenlunst „Am Forstgarten". Ockstadt, den 20, Febr. 4914. früh.», fraadeaüa'flhra ©fcrrfjrflfrri Rumps. iohiifrlifiöfrniiö. Donnerstag, den 26. Febr, vormittags 10 Uhr werden im Eräfl. Revier Wickstadt, in den Distrikten Dachsbau, Galgenhecke und Tornderg versteigert: 27 Rm. Eiche Echeir 13 Rm. Eiche Knüppel 18 Rm. Eiche Stöcke 3 6 Wellen Eiche Astreiser 700 Wellen Eiche Etammreffer 170 Rm. Buche Scheit 43 Rm. Buche Knüppel 98 Rm. Buche Stöcke 2870 Wellen Buche Astreiser Zusammenkunft Distrilt Dachsbau, an der Herrnichneise, Kreis- sttaße Bönstadt—Altenstadt. Assenheim, 20. Febr. 1914. Gräfliche Rentkammer. Für Confirmanden! Weisse, schwarze und farbige Heinrich Mack Inh.: lernst Srlmciilcr Ww. Friedberg i. H. Kleiderstoffe schwarz u. sarbig, besonders geeignet für Konfirmanden und Kommunikanten, Seidenstoffe paffend s. Blusen u. Kleider, weit unter Ureis einzukausen und verkaufe dieselben, solange Vorrat, kolossal billig. n. V. d. Emde, F-i-dberg, Kaiserjtr. 125. “ erhält jeder Landwiit durch tägliche Beisütterung von Schuiidt's. ver- __ bessertet» fz-utterkalk niil Drvv Stumpf s Schwei,.e-E,..'/;^^^ Alleinverkaufs Tfrtebßr»- .. „ , ^»ii ÄclBsiaieif. Auch «iehlebertran, Bruchreis, Schwefelblüte dorten billigst. Merkel. Kaiserkrone Aanifacius Up da date | Saatgut. er Ur. S. Grig per Zentner 10.— Mk. Saatkartoffel >'« oiertrud per Zentner 4, Kesrler Käfer Kr» 2. Griginai-Absaat per Zentner 10.— Nit. _,50 Mart 3.50 3.50 3,00 . Industrie solange Vorrat reicht bei Robert Welirlaeisii, Nodhei»» ». d. fl. wfc, 44 Slene Sngeojeming. Samstag, ocn 21. Februar lbl* tt i Zeit' 1 Holzversteigermtg. [j -öl.'Cije 6LO rin, iiuuumu;« ^ »'>'» v-nyc iuj , Fichic 2 rm Stammreisto: Buche 57 rm Aft- 386 rm Stöcke: Buche 1 rm, Eiche 15 rm, Danncratag, de» ‘2<>. Februar I. Z».. werden versteigert Mus den Dljtriltcn -rheidwald 1 und 2, Stein 8, 6b. 1» m: > i 1 :. SVenb; hol,, Höchst I Schcuerholz. 6, 7, 8. 10a, 11 und 12, ffliatt 1 der Forstwartc, Lißberg. Stämme: Eiche II. Kl. 2 Sirf. -- 2,IS Fes,nu. III. «L 6 E ck. t 4,54 Fcstm., IV. 5l(. 3 Stet. - 1,68 Fenm. V. Hl. 14 Strt. «= 6 49 Festm.. VI. HI. 11 ettf. = 2,41 g«|tm. Buche II. Kl. I ein. = 1,10 Festm. Lärche I. Kl. 1 Sltf. 2.22 „estin.. II St 1 Stet — 1,37 Festm., III. KI. 2 6l(f. 3,11 Fcstm., IV Kl. 4 Sut. = : ,62 Fcstm., V. KI. 11 Stet. 5,12 Fcstm. «icser II KI 2 Strt. = 3,56 Fcstm., III. Kl. 16 Strt. — 1>,48 a e [tm., IV. Kl 12 Sick. = ‘-,66 Festm., V. KI. 4 Stet. 1,96 Hcltm. Fichte II. KI. 1 Sick. = 1,25 Festm., Hl. KI. 9 Strt. 1121 Fcstm.. IV. Kl. 13 Sick. = 19,63 Festm., Va Kl. 28 Sick. = 14 75 Festm., Vb Kl. 73 Strt. = 21,46 Festm. Hainbuche IV. Kl. 3 Sick. — 2,11 Festm. Derbstanyen: Buche I. Kl. 1 Strt. - 0,04 Festm. Eiche I. Kl. 13 Sick. - 0.57 Festm., ( u Deichseln geeignet!. Fichte I. Kl. 5 Sick. = 0,35 Fegm. Putz Knüppel: Eiche 27 rm, Kiefer 7 rm, Fichte 28 rm, (Schichi- ha 6en 2 m lang.) Krennholi: Scheiter, Buche I. Kl. 56 rm, II KI IS rm, Eiche I. Kl. 1 rm, Fichte I. Kl. 4 rm Knüppel: Buche 485 rm, Hainbuche 78 rm, Eiche 49 rm, Fichte 16 rm Knüppelreiftg: Buche 213 rm, Hainbuche ^4 rm.^ Eiche 103 rm Erle 7 rm, reiftg: Buche Fichic rm ieeitay, de» 27. i>lmior I. J«., werden versteigert aus den Distritlen Stein 8, 9b, 16, 12, 13. 14, 15, 16 Wendelholz und Mari 2 der Forstmartci Lißberg: Sri,etter: Buche I. Kl. 21 rm, 11. Kl. 20 rm Knüppel: Buche 267 rm. Ha.nd iche 18 rm, Eiche 222 rm, Kteser 3 rm, Lärche 3 rm, Fichic 6 rm, Erle 3 rm, Obstbaum 6 rm Knllppel- rerftg: Burt>e 38 rm, Eiche 57 rm, Kiefer 7 rm, Fichte 19 rm (in Schichthausen). Htammretsta: Buche 706 rm, Eiche 168 rm Aftre.stg i Burl,e 261 rm, Eiche 369 rm. Stöcke: Buche 5 rm, Eiche 65 rm. Kiefer 4 rm, Fichte 2 rm. Zufammenli nst jedesmal um 1« Ilhr vormittag« n der Gastw.rt chaft von Reinhardt Nies in Lißberg. D e bla» unterstrichenen Nummern des Brennholzes werden nicht versteigert. Das Stammholz aus den Distrikten Höchst. Scheidwald, Stein u. Mar! kommt zuerst zum Ausgebot. Das zur Bersteigerung kommende Eichenstammholl ist mit einem blauen Kreuz bezeichnet. Sämtliche, Radelho z ist ge chäit. Das Holz wird nicht vorgezeigt. Kaufliebhaber werden deshalb gebeten das Holz vorher anzufehen. Nähere Äustunft erteilt der Eroßherzogltche Forstwart Klipstein zu Lißberg. Konradvdvrf, den 18. Februar 1914. (Srobh. Gbeeförklerei Konrado dorf. Kosiversteigerung. Freitag, den 27. d. Mls. kommen im Niedererlenbacher Gerne mdewald zur Bersteigerung: 1 > Stück Eichenitamme 6,18 lrn. (Durchm. 27 bis 63 cm). 1 Stuck Kiefernstamm 1,16 lrn. (Durchm. 44 cm). 16 Rnr. Eirtiennutzichcit (Psostenholz). Rm. Kleiernr ützknuppel. 290 Stück Buchenwellen 7060 Stück Eichenwcllen 230 Stück Kiesernwellen 12 Rm. Buchenstöcke 8 Rm. Eichenstöcke 36 Rm. Buchenscheiter 31 Nm. Eichenscheiter 22 Rm. Kiesernscheiter 76 Rm. Bucheninüppel 11 Rm. Eirt,enkniippel 4 Rnr. Kiesernkuüppel Zusammenkunft, vormittags 9'/» Uhr oberhalb Dillingen am Eingang des Waldes. Ricbererlenbach, den 19. Februar 1914. Erotzh. Bürgermeisterei Riedererlenbach. UI l m a n n. IM- «üb Krtnnhohvtrßkigernng. Freitag bin 27. Februar l. Fs. kommt im Riederweiseler Eemeindewald, Distr. Surerwald, solgendes Holz zur Bersteigerung i 137 Fichten-Siämmc von 12—25 Zlm. Durchm. bis 19 Mir. lang = 28 Fstm., 1S1 Fichlen-Derbstangen von 8—11 Ztm. Durchm. bis 14 Mir. lang — 8 Fstm., 12 Rm. Buchen- und 28 Rm. Eichen-Scheiter, 82 Rm. Buchen- und 121 Rm. Eichen-Knüppel, 7650 Buchen- und 3180 Fichten-Wellen, 2 Rnr. Buchen- und 24» Rm. Erchen-Stöcke. Bemerkt wird, dag das Fichten-Rutzholz zuerst zum Ausgebot lammt. Zu'ammenlunst vorm. 10 Uhr am Waldrand aus der Straße Butzbach-Hau en. Rieder-Weisel, den 18. Februar 1914. Eroßh. Bürgermeisterei Rieder-Weisel. ._ Krausgrill. Wir sind mit einem großen Transport aller Gattungen am Dienstag. den '** Februar auf dem Markt in Wann ist ein Schuh bi llig?• SchuiiBaren Berden heuizu- tage in unzähligen Sorten hergeüellt und jede Sorte Bieder in ebensoviel Prei5abüufungen. Der Dicfitfachmann richtet lieh häufig nur nach dem äußeren Auslehen des Schuhes, und mancher glaubt ein Schuh lei billig, wenn er nur reit wenig kostet. Enllchlietil er lieh aber einmal, eine teuere Sorte zu nehmen, dann wird er bald herausfinden, daß er Dorleilhafler gekauft hat. Es ist dies auch ganz natürlich. * Der linterichied im Arbeitslohn zur Herstellung der belferen Qualität ist nur gering, äet (Tlehroert liegt hauptiächlich in der j helleren Qualität der Sohlen, Brondlohlen und des | Oberleders. Am billigsten ist allo der Schuh, der (ich im Verhältnis zu leinem Preis am besten trägt, flun ist es das Bestreben des reellen Schuhhändlers, möglichst nur die besten Sorten zu führen, wenn er das Vertrauen des Käufers erhallen Bill. Dazu gehört, daß er einen nur belcheidenen Bußen nimmt, und das kann er nur, wenn er leine Geldiäftsunkolten auf das denkbar geringste Maß zurück- Ichraubi. Wir lallen uns von dielem Bestreben teilen u. der dauernd Bachlende Umiah ist die erfreuliche Antwort des Publikums. Wir Bünlchen nicht, durch Icheinbar billige Angebote Käufer anzulocken, londern durch vollkommene Zufriedenstellung untere Kundlchaft dauernd zu erhallen. Untere Preile lind feil, aber billig. |ßerz-5diuhe — H r a f f I - 5 di uh e | Alleinverkauf: Schuhhaus Wecfceriing Friedbsrg KailerltraBe 105 gegenüber dem Amtsgericht. UW! «MMMMN«.! Geschäftsstelle Frankfurt a. M.. Moselstrage 6a. Telefon-Nummer 92011 Amt I. Bürostunden: Montag nachm, von 5—7. — Dienstag nachm, von 5—7. — Donnerstag nachm, von 5—7. — Freitag nachm, von 5—7 Uhr Zu verkaufen. offerieren: Chilisalpeter, schwefels. 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T; sei denn eure Ecrechtlglcit bester denn der kchristgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in las Himmelreich kommen. Matth. 5, Lg. Bor Menschen kann man wohl gerecht scheine», und gar »ancher denkt, gerecht zu sein, weil er noch nicht gerichtlich belast ist, weil er einen äußerlich ehrbaren Wandel gesührt hat. 8cwitz ist diese bürg«rlich« Gerechtigkeit ein großes Gut und hat vor Menschen «inen hohen Wert. Aber Gott sieht das Herz an, er sieht aus di« innerste Gesinnung, nicht bloß aus di« äußere Tat. Sein Gebot lautet: Zhr sollt heilig sei», denn ich bin beilig. Line völlig« Erneuerung des Menschen in Buße und Glauben ist di« Vorbedingung für seinen Eintritt ins Gottes, reich. Und das ist viel, sehr viel. Mit dem äußeren Halten der bürgerlichen Ordnung ists da nicht getan. Nicht einmal die Gerechtigkeit der Pharisäer und Schristgelehrten genügt dazu. Und sie taten doch mehr als die Selbstgerechten unserer Tage. Cie begnügten sich nicht damit, grobe Sünden zu meiden, sic nahmen es ernst mit dem Gesetz und mühten sich redlich ab, di« Hunderte von Geboten z» halten, di« sic für den Ausdruck de» göttlichen Willens ansahcn. Aber all dies« Gerechtigkeit reicht nicht aus, um in das Reich Gottes zu kommen. Sie ist unnütz, denn sie erwächst nicht aus der Wurzel dankbarer Lieb«, sondern aus d«m Eigennutz, der um schnöden Lohnes willen die Gebote Gottes hält. Gott sieht auf den Beweggrund des Handelns, und so lang« die Triebseder unseres Tuns noch die Selbstsucht ist, so lange ist unsere Gerechtigkeit nicht als Ungerechtigkeit in Gottes Augen. Und wäre cs wahrhaftige Eerech- tlgkeit, sie würde uns doch den Himmel nicht erschlichen, denn das Reich Gottes ist nicht käuflich, am allerwenigsten um de» Preis menschlichen Tuns. Es ist eine Gabe Gottes. Wer meint, es kaufrn oder verdienen zu können, der versteht noch nichts von seiner Herrlichkeit, die alles Irdische übersteigt. Je. sus Christus ist allein ganz heilig und gerecht, und wer von seiner crgenen Eereckstigkeit völlig absieht, und sich im Glauben ganz aus ihn verläßt, der ist gerecht um Christi willen, allein > aus Gnaden, allein durch den Glauben. Er hat das, was d«n Himmel ausschließt, di« Gerechtigkeit, di« besser ist als di« des alten Bundes, nicht ein« erworben«, sondern eine geschenkte Ge. rrchtigkeit. Er hat aber zugleich auch die Krost, in Gottes Kraft aufzustehen und vor ihm in rcchtschafsener Gerechtigkeit und Heiligkeit ewiglich zu leben. Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehren. Neid; Damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn. Amen. hundert Jahren. 22. bis 28. Februar 1814. (Löschon man ja nach wie vor mitten im Kriege war, glaubte man im Hauptquartier immer noch, daß Verhandlungen zunr Frieden führen könnten: es wurde in C h a i i l - Ion von Bevollmächtigten der Verbündeten eine Erklärung abgeg.ben, daß Napoleon bis zuni 10. März zu einer Ant- Wort auf hie Friedensvorschläge Zc.t gelassen werde, darnach sollten alle Verhandlungen abgebrochen werden.) Auf Schwarzenbergs Maßnahnien bei der Haupt- arniee waren alle diplomatischen und militätischen Veih.rnd- lungen wirkungslos. Ohne hier aus Einzelheiten eiuzn- gehen, sei einfach die Tatsache erwähnt, daß Schwarzenberg, ohschon ec Napoleon die doppelte Anzahl Truppen cntgegen- stcllcn konnte, am 23. Februar seine Armee nach L a n g r e s znriickdirigierte « nachden, am selben Tage um Trotzes Wiede mit den Franzosen heftige Kämpfe gehabt hatte. Am 25. Februar fand K r i c g s r a t i» Bar s n r A u b e statt, an dem alle mnßgeblichen Persönlichkeiten ieilnahmen; zwar sah nun endlich die Friede,ispartci ein, daß nur mit deni cndgiltigen Sturze Napoleons Ruhe zu erhoffen sei, aber alles beugte sich dem unfaßbaren Ansinnen Schwarzenbergs, einer großen Schlacht aus dem Wege z» gehen »nd den Rückzug a n z u t r e t e n I (Der Unwille der Einzel- komniandiercnden in der Haupkarmee war so groß, daß Schwarzenberg zur Beruhigung offenbare Unwahrheiten an- arben mußte. Das Gute hatte der KriegSrat, daß nian Blücher frei Hand zu lassen beschloß.) Indes gingen die Er- eignisse selbst über die Schlasshcit eines Schwarzenbergs hinweg. Am 26. Februar, als bereits ein Teil der Haupt- armec wieder in Langres angckomnien war und die sonst so tüchtige und kanipfesfreudige Armee in dein Gedanken, wieder über den Rhein zurückgehe» zu müssen, mutlos und wütend zu werden begann, kanien Nachrichten, daß im Norden Blücher bereits wieder die französische Armee angegriffen habe. Der Jubel war groß, als man nun wieder nmkchrie und gegen Napoleon marschierte. Im A » b e t a l stand £} u b i n o t mit 30000 Mann: diese zu vernichten, wäre Schwarzenberg leicht gewesen, allein er war nur dazu zu be- wegen, Wittgenstein, Wrede und dem Kronprinzen von W ü r t t c ni b e r g einen Angriff zu gestatten. So kani cs zu einem schweren Gefecht bei Bar sur Anbe am 27. Februar, in welchem die Franzosen völlig geschlagen wurden und nur durch glückliche Zufälligkeiten der Vernichtung entgingen: sic verloren 3500 Mann, die Verbündeten 1000. In diesem Kampfe wirkte persönlich mit und oft im heftigsten Feuer der König von Preußen und der 16ährigc Prinz Wilhelm, der spätere deutsche Kaiser, der an diesem Tage die Feuertaufe empfing und sich das eiserne Kreuz verdiente. Napoleon hatte ani 24. Februar Trotzes besetzt. Cr triumphierte bereits, denn er glaubte, die Hauptarniee und Blücher seien in slnchtähnlichem Rückzüge. Da mußte er am 27. Fcbr. erkennen, daß sein alter Hauptfeind Blücher > wieder sehr lebendig sei lind gegen ihn marschiere; so ließ er denn Truppen gegen die Hguptarmec zurück und wandte sich sofort gegen Blücher auf S e z n n n e zu. Blücher hatte kaum von deni beabsichtigten Rückzuge der Hanptarmee erfahren, als er sich an die Monarchen wandte, diesen klar legend, daß er das nicht mittun könne. Die sich geltend »lachenden Unterströmungen hier zu schil- gern, ginge zu weit; genug, Blücher erreichte die Erlaubnis zum Vorwärtsgehen und in einem Schreiben des preußischen Königs vom 25. Februar hieß es: „Ter Ansgang des Feld- zuges liegt von nun an zunächst in Ihrer Hand ... von der Sicherheit Ihrer Erfolge ist das Wohl aller Staaten abhän- gig." Blücher aber zog vorwärts und hatte bereits ain 26. Februar einen kleinen Kampf gegen Mar m o»t bei M e a u x. Inzwischen rückten die aus Holland gekommenen und nun der Bliicherschen Armee zugoteilten Korps B ll l o w und Wintzigerode heran, die sich am 24. Februar in Laon bereits vereinigt hatten. Wochen sch an. Das deutsch srnnzösischc Abkomme». — Der Fürst von Albanien. — Rüstungen des Zwcibnndes. — Schweden'o Wehrmacht. Die seit Monaten zwischen deutschen »nd französischen Fiiianzgruppcn geführten Verhandlungen über vorderasiatische Eisenbahnkonzcssionen haben nunmehr endlich zu einem greisbaren Resultat geführt, die betreffenden Verträge sind in, Laufe dieser Woche in Berlin paraphicri worden. Dar- nach verzichtet Frankreich, wie schon früher bekannt gewcr- den ist, auf seine gesamte finanzielle Beteiligung an der Bag- dadbahn, dafür erhält cs aber freie Hand in Syrien unter Zusicherung des Anschlusses des dort zu bauenden Eisenbahnnetzes an die Bagdadbahn, ebenso dürfen sich die Franzosen Eisenbahnkonzessionen am Schwarze» Mecr-Vccken von der Türkei geben lassen. Zweifellos macht Frankreich damit ein ganz gutes Geschäft, indessen genügt das den Herrschaften an der Seine nicht, man schreit und tobt und nennt die leitenden Stellen Dummköpfe, die sich hätten übertölpeln lassen; n:an nennt es den größten Fehler, auf die Bagdadbahn zu verzichte», weil dann Deutschland und mit ihin England, ins Vordertressen geraten. Gleichzeitig ergibt sich daraus der Schluß, daß nian die Bedeutung des deutsch-sranzösischen Abkonimens nicht gar zu hoch einscksiihen darf. Gewiß wird dadurch eine Reibnngssläche beseitigt, in der Hauptsache aber handelt cs sich hier um eine Verständigung auf wirtschaftlichem Gebiete, die für die Gesamtpolitik Frankreichs gegenüber Deutschland kaum ausschlaggebend sein dürste. Man will an der Seine ein für allemal von Deutschland nichts wissen, die Beziehungen werden nach wie vor Wohl korrekte, aber herzlich kühle bleiben, gleichviel, ob Kaiser Wilhelm oder Herr Poincarü beim Botschafter der anderen Macht zu Tische gehen. Die Parlamentsmaschine ist weiter im Gange, sie ar beitet ziemlich ruhig, wenn cs auch gelegentlich einmal einen kleinen Radau gibt. Im Reichstage ist die mchrwöchentii.sie Lesung des Etats des Reichsaints des Innern z» Ende ,u • langt, die Erörterung des Reichsjustizamtes bot weiter »iü Arifregendes. Am Mittwoch ist auch zum ersten Male >ü sogenannte Zaberii-Koinmission znsammcngctrctcn, ein L a treter des Reichsanits wohnte auch den Verhandlung,-,, : . aber Herr von Bethmann-Hollweg hat durch Staat,-selreiai Delbrück ausdrücklich hierzu bcoustragt. „Wilhelm dgr Eilige" — diesen Beinamen haben Pa, , r Blätter de», Prinzen z» Wied gegeben, der mit fast »ngl. . Fd;« Schnelligkeit in London und Paris Besuch,- nßftol;,, um sich den Staatsoberhäuptern vorziistellen und mit a » maßgebenden Persönlichkeiten z» konferieren. Ter Prin.-. ! Y Der SreaesPtg j von Scotts Emulsion wälroi schon foit 40 Jabre. Ein seltener Erfol-i der nur erttärbar ist dura, w Güte und 2ßiv , tuncisitoft. Wissenschaft und Publikum , wissen, das; mair sich gm dieses. Prnpn- , j rat verlassen kann. Das ist es! i - — -y o "Sw a» 03 ef, Su "SS SS SS E£ LL SS y» ifi C fS es 63 'S ZS. 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