-Nummer 43 Lreiiay. den 20. irlmtnr 1014 7. Juljrganft Uene Tageszeitung II« -,!>»»« ^a,«»r»il»n>p- „Ichetnt ;«Nn Werllag. Nrgelmajtigt Vrilagen „yrr Boxer «»» Bellen", „Pie -ptniilluve". Beingepr»,»: Be, Sen Pollansiatten t>tcc Ni den Agenten aionallich SV Psg. Hinzu tritt Posigrdühr oder Irägerlvhn. Fn,eigen: Grund-,eile 20 Psg„ Iota!» Ib P>g-, Anzeige» ro„ ausivän« cverden durch Po tna.t>nad>»e erdodcn _Erfüllung»»! grirtbug. »»rinirihiwg und tlcrl.g FriedNrg (&«iien), {MMu«tfb«fct li S*mlpi*d>« 4\ P-sischeck-c-nic, Ne 4*i9. flat 5tmit(uH «. W. Uebrrslcht. — Die Berliner Stadtvrrpednetrnvrrsammlung ge nehmigte gestern einfrimmia eine Borlagc des Magistrats, drm Verein für innere Sozi»! Kolonisation ein Darlehen von 100 000 M zur Verfügung ,» stellen, ui» Arbeitslosen Berlins Beschäftigung zu geben. Austerdlin wurden MHMI K für dir »» der Ostsee Geschidigien bewilligt. — Drr Fürst und die Fürstin zn Wied find gestern vormittag von Berlin zum Empfang der albanischen Deputation in Reuwird eingetrossen. — Ein groster Teil der im Beuthener Mädchenb-indler pro,es, vernoinmenen russischen Entlaftungo,engen ist vorgestern abend aus deni Bohnhos Wosnowice durch die russische Polizei vrrhastrt worden. Es handelt sich uni zwanzig Per- Ionen, die als Nntcragenten Lnbelskis tätig waren und Aus- ivavderer über die russischen Grenze lchinnggelten. Ter Verhandlung gegen Lnbelski batte ein Vertreter der ruffi • scheu Regierung beigewohnt, der die Verhaftung der Leute anordnele. - Drr russische lliilerrichleniinister .stasso begibt sich am 23. bi. Mts. ins Nusland und wird nicht mehr aus seinen Posten zurückkchren. Ter Minister hat dein Zaren eine Erklärung bezüglich des Zusamiuenhanges seiner Person mit dem Eklat im Hause des ReichßtagSmitgliedcs Tenissow gc- g'be». wo durch er sich jedoch nicht entlasten konnte. — Ter zum Tode verurteilte türkische Major Bekir Bet, hat eine» Fluchlvrrsuch »ntrrnomnirn, der durch die Wachsamkeit der holländischen Offiziere vereitelt wurde. Diese batte» erfahren, dab Bekir Bei, seincii Wächtern sür den Fall des Gelingens des Fluchlversuckies eine Belohnung von 20000 .K versprorlnn batte. Er wurde rechtzeitig verhindert. Bekir Bel> wurde nach Skutari verbracht. — Eine hestigr Feurrebrunst vernichtrte gestern morgen in der Rahe von Ir»» (Spanien) einen Wald von 50000 Tanne». Die Polizei hat 36 Personrn als der Brandstif- tiing verdächiig, vrrhastrt. — Hurrlci bat für die bevorstehenden Knmpsc der Einrichtung eiurr uruiralrn Zo,e bei Tampirr, wohin die Aus- 'ander flüchten können, zngrftimmt. Vit -kviilh-sraiuöiillhkn HrrhnnlilHmjfn. Wer nunmehr amtlich mitgcUilt wurde, ist Nu deutsch sranzöstlche Bagdadbahnabkommen fettig gestellt worben. Am Konntag mittag ist im Auswärtigen Amt« der Entwurf zu der brutsch s.anzöstlchen Abmachung über türkische Eisenbahnen und Flnanzfragen von den beiNrseitizen Unterhändlern paraphiert worNn. Der Entwurf ist in der Form einer Abkomnienr zwischen der Deutschen Bank, die gleir^eitig die Anatolisch« und di» «.'gdadbahn tbesellschast verttiit, und Nr Kaiserlich Otto- inanilchen Bank, die gleichzeitig für di« syrische Eisenbahnqesell- ichost und die noch zu gründende Eisrnbahngeselischast sür dar -chwarze Meer Beilen hanNlt, abgeichlossen worNn. Nach endgültige, Prüfung de» Abkommen, soll, um diesem gewisser- nwhen einen swailichen Eharakier zu geben, ofsiziell Akt von seinem Inhalt durch einen Notenwechsel genommen werden. Damit ist »in Werk vollendet, da» mancherlei Cchwierigkeilen durchzumachen hatte. Man entsinnt sich wohl auch, daß von ge- Mister französischer seile aste» mögliche in Bewegung gesetzt "mb», um die in Berlin geführten Berhandlungen zu stören Bon einigen Hetzblättern, hinter den«» interessierte Gruppen stehe», wurden allerlei Meldungen in di« Weit geletzt, die lediglich den Zweck verfolgten, Mitz'timmung hrivorzurufen. 2o wutben u a noch in Nn letzten Tagen sclrarse Angrilsr gegen - i« französische Regiernng gerichtet, weil diele ln den Orient !:age„ nicht »all aus Nm Platze sei, sondern sich zurückdrängen laste Denllchland und England brächten ihr Schäfchen in dao Trockene und Frankreich würde insolg« Nr Lässigkeit Nr leitenden Stellen da, Nachsehen haNn. Damit sollte noch in letz ier SimiN «in Stein über Nn W-g geworfen werden, indem n an boiste, aus diese Weise di« Berolkerunz gegen Deutschland nuszustacheln. Erfreulicherweise sind diese TreiNreien ahn' Ersatz godtreben, und der Beitrag zwischen Nn in Frage kam menNn Finanzgruppen ist nunmehr adgeschlosten worNn Nach den get,offenen Abmachungen verzichtet Frankreich, wie bereit» kürzlich miterteilt wurN, aus sein« Interessen an Ne Bagdad lohn di« ursprünglich durch 30 Prozent N, Bautaiplal, ver- lirKu waren; Deutschland seiner seit, Hot mit Frankreich über Nu Anlchlutz Ni Dagbodbahn an da, Bahnnetz am Schwarzen Meere Bereinhorungen getraslen, Nssen Bau dt« Türkei Frankreich zugestanden Hai. Diese» Netz dürste unqeiähr dirselN Ans- tehnung baNn, wie Ne Nuische Bagdadbohn; ol, G.-genleift- eng verzichtet Deutschland antzeiNm zugunsten Frankreich, aus Nn Bau oon Bahnlinien, in Syrien, aus welche» Frankreich ichen seit Indr^hnien Alpirolianen hat. E, ist damit ein« ge» >. !ss: Teilung Nr beide,seitigen Inierestensphären erzielt und > o» tais annehrnen. dost dadurch manche Nridungsslächen au, '.r W.It gejäiasst sind. Andererleit» wäre es oerfehlt. an dem ldsckiitz diele, Ablommen, die Erwartung auszudrücken, datz dadurch i» Nr Srimmnng Frantreiib, gegenüber Deutschland, lim lst.-.Nimig elntreten könnte, es handelt sich hier lediglich : a man sa sagen darf. UN, ein HanNlagrschäst wirlschast- ! ! und sei tischen Eharoller«. aber auch um weiter nicht». wo, gegenüNr etwaigen optimistischen Regungen von vornherein Ntont werden mutz. äfiit fiirdiniaiKttritt in Klm-ilmlta-f. Tie bisherigen Erfahrungen mit dem „Jlomilff t!ou- fctjü'nsIoS" und den Monisten lehren, Nfc die von dort verbreiteten, der Knche abgünstigen Nachrichten mit äu>,-.-ij,-.-r Vorsicht aufzunehmen sind. Man erinnert sich der .ibrrlrie- benen Angaben über die Zahl der zum Anriritt Anerincl- beten, die sich hernach ganz anders herausstellte; man erinnert sich der Behauptung, dast in der Üriminalttatift k die Religionslosen am besten daständcn, während sie in Wahrheit den ollcrticisten Stand rinnehmen, Jetzt nun ivird abcruials in der vorn Komitee „Konfessionslos hcrausgegcbenen „KiriNii-Austritts-KorrelponNnz" folgende >" staiinlichc Nachricht verbreitet unter der Stichui-irke: „Auch die Bauern v e r I a f s c n dir K i r cf)« „Fast sämtliche Einwobner der rein rvangrlitchen Gc- niaindc Klein-Ninstadt (fKin Einwohner), der Bürgermeister. Orts-, Kirchen- und Schulvorstand mit Ans- nahme der amtlichen Mitglieder der beiden leötere-i äer- perschasten, haben ihren Anstrüt an der ev-zngrltschcn Landeskirche erklärt. Anfsaltig :il es. dast es sich hier mn rine nur Landwirtschaft »mVi,;-.- ltzemei ide handelt, die bi eher für sehr kirchlich galt. Ii-ii verslosseneu Jahre wurde eine ziemlich kostspielige Renovation der aus vor- reformakpiffcher Zeit stautu'enden Kirche vorgeuoiiunens tor ctaigen Jahren wur».' rin nette), sehr scheucs und zeitgcniähes PsarrhauS crbc-ut. Disferenze» mit der obersten Kirchenbehörde we-zen eines bisherigen Schul- hauses sind die Ursache des oben erwähnten, Ausjthtn erregenden Schrilles." Ter „Reichsbole" hat nun Erkundi,uligeu eirgezogen und erfahren, daß allerdings zwischen der prtili'chen ktze- nieiude Kleiti-Uiustadt und der <--roi;berzoglich u tifcrmier- ten Kollektur Srotz-Umftadt, welche durch das glietzherzog- liche Oberkonjistorium in Tarwssad! oertrele i ist, eia Streit- verfabreu vor den oideuUscheu lLeuchtr» sckllvibt, Weber ei sich um Forderungen der Gemeinde Klein-Uuisladt an die tekarniierte Kollektur O-rosi-IInistadt als Zuschiis! zu den Kasten eines schon sertiga.-stillten Schulhaiisneubaiies bui- delt. Tie Klage der Gemeinde Klein-llmstadt ist in erst--: Instanz bereits abgewiesen worden. Tie Bernfinigsinstanz wird demnächst entscheiden. Wirklich rrsolgt oder angemeldet ist nicht ein einziger Anetritt ans drr Landrökirchr. ptfr-t-Anlkaiif für dir Tie preuhische Heerrsverwaltiing wird im September und Oktober d I. - vorbehaltlich der Bewilligung dee im Reichshaushaltsetat hierfür anoesordc'sen L"iktel -- eine geätzerc Zahl volljähriger, warmblütiger Pscrdc ankanfeii. Tie Pferde sind sür Feldartill"rie, Tcle.ir.iphentriivpen und Train als Zug- und Reilpierde bestimnit. Sie müssen 1 .*>2 Meter bis 1,66 Meter Storkmoh (ohne Eilen griiitslrn) grost und dürfen nicht älter als 10j ihrig lei». Tragende Stuten sind vom Kauf ansgeb'loiie i :>nd iniissrn, wenn sich Trächtigkeit bei der Truppe b-r.-.--.--ellt, --irnck icnoniinen weiden. Ter Ankovs wird in allen Teilen d R--icheö — ans- ichlicsflich Bo rit, Sack ic», Wcirttrinbecg, Baden, -Heften, Eljatz-Lothringln. Thürtiigifche Steal-n sowie Nveinprovinz »iid Hessen- tiassan — stattsiiideii. E-- ist bcnlisick>ti--.t, den Bi'.iciri I -digl-cr- ans össenllichen Märkten zu dicke» und .'.»gesichte d--t gegen da, Vorjahr wesentlich verringertcu Bedarfes L>ejrruiig-:-g»ilrägc weder an Besitzer »-- i -»> 'stiiidler zn erteilen. Cnttldjev r»cid)ötini. Tee Reicl, iag f»-f- .e am Tonnec »ch c „- Beroliing des JusiizetatS zu E»d>- Zur Er ternng sin-.id lediglich der Fall der Witwe H nn j» »udersbach. die trr Beihilfe zur Ermordung ibres kstilten e!l -! und zn lt Jahren Zncht- hanS verurteilt wurde. Abg. Dittmnnn (2o.) lei-- ;■ -.1- den Fall u->b dos Ein- grocen oes Kriminolkoniinisf-rv. T.e-t.-w II. Ava. Dr. Prissrr (Zentr > I- drr u . chiildig Verurteilte ist eine Angelegenheit, di - .-.sie n»' -ndigen Men>ck>eit gnoe-tl, ohne Unterlchied Nr Partei und d-r '"-sinnnng. Es brndelt sich hier um ein beklage r-rtes Schicksal. Hier scheint niir ein 'npisckier Be-veit vorinlieaen, wir der Vor- sitzenN eines Schwurgerichts an? einer Re>I-e wnnNrvoller Indizier: Nn Rockiweis seines uristi-ck nt Scharfsinns erbrin- gen wollte. ES bleibt mir geradezu unbegreiflich, wie Ns Gericht zu einrr Brrnrteilnng koimu.-n koiintr, wo überhaupt kein Mord nachg.-wtescn ist. Ter Kriminolkoininisiär von Trrskow, der die Verurteilung berbeigeiuhrt hat, hat sich da- n-ali als ein rriahrcncr Kriminolbramter bezeichnet. Er War an die Angelegenheit hcrangegangen, nicht mit weit- grhenNn kriminalisttlckicn Erlabrungcn, sondern rs war die erste Mordjoche, die er bearbeitete. Erst nachher wurde er Nfinitiv bei der Krtiniiwlpoltzei angestellt. J»i übrigen toollen wir ibn nicht > -rwechseln mit dein anderen Kritninal- komnrissar dieses NamenS. Ter Kriintnalkonimisfar von Treskoto I ist uns ans verschiedeneii Tingen bekannt als ein absolut vertrauenswürdiger Braiutcr. Aus der angeblichen Teilnabiiilosigkrit der Wiitvc .Hinitni l,gl Herr von Trrskow II eine» Schnldbewets kvnstruiett. Hätte sie laut gejammert, jo hätte er wohl daraus gesolgert, das; sie dtirch salsckro Trane den Verdacht ablenken wollte. Ich bin erstaunt, das; n-.an die Persönlichkeiten, die sich für den Fall interessierten, zu diskreditierrn suchte. Ta« ist leider sogar im prenssischen AbgevrdiietenNuse geschehen. Das vorgelegte Material ist, wichtig und überzeugend genug, »m ein Wiederausnabmc- versahren herNiziisührrii, tven» es auch infolge des Fehlens tatföchlich.-r Momente im Urteil formell schiver genug sein mag. Ter Falt gibt aber g-'nz allgeniein Anlast, vor de» kluswüchsen de r Tetcktivinstitutc in>d des BlgilantentiimS z.i warnen. Herr von Trrskow II soll mit ganz ähnlick^n Mitteln in einem Falle gearbeitet bnben. wo er von einer Tante bcaiistrggt war, einen <4al!enniord zu konstruieren, auch Nbei hat er die Zencten mit ichweren Weinen traktiert und ni.l.tS unversucht gelassen, nm einen MordbeweiS zn er- bringen. Dafür soll ihm von der betreffenden Dame ein Honorar von ltT>oiieli Woitr» >,o- gelan wurde, und führte die Unsällc in der Marine o»t dis cingeführtc inilitärische Schncidigkcit zurück. Statssekrctäi v. Tirpitz: Ans einige Beinerlnngc a i,-ächte ich sofort eingehen. Tein Wunsch»-, Ni Antlräge» s.ir die Marine auch SüdNutschland zu bedenken, ist die Marine- ’ Verwaltung immer gern nachgekommen, aber feste Beslim- i inuiigen sind nicht niögilch. Wir werden nach Möglichkeit d>»! scldNiitsckg'n Firme» unterstützen. Ter Vorredner hat gesagt, das; Vorgesetzte milder bestraft werden, als die Vier -»einen. Dem must ich entschiede» widersprechen. (Biavel rechts.) Ter Dienst in der Marine ist natürlich hart, ab> e' nicht ltärter siir den Mann. Dieser dient 3 Jahre, wählend der Okfizirr durchhatten muh. Tie höhere» Eharge» sind entschieden stärker belastet. Auch die Strafen sür Misthanü- luirgrn haben nicht zn-, sonderii abgenonnnen. 1000 kaul-e» ans 10000 Mann 3.0. 1912 aber nur 3,4 Fälle. Bei dein lln- giuck Ns LnslschisseS „L. 1" ist sestgeslellt worden, das; di« Führer vorsichtig verfahren haben. Ter Kornmandenr war rin aurgrzeichneter Lustsahrer. Er kam aber in eine äieitev kalofteopl-e. die zu den grohle» Seltenheiten gehörte. Ta! pwc-ile Ic.,. - ick >,t nicht durch z» rasckies Vorgehen hliaoige-» rlisen worden. Wir NN» immer nur daS verlangt, wa,- verlangt werd.-n konnte. Tie Hinterbliebenen erhalle» die höchste Kei--g-,t>c»cion. Taran könne» wir nichts ä»Nrn, .) müstt- denn Ns PensianSgefetz geändert werden. Tic P jp,,t- lammlung-ii I-nbc» nicht 7000, sonNrn 40 0lX) -H ergei > >. Tie llntrrsuchinig infolge des Knipp-ProzesseS hat nick-ls Belastendes ergeben. ES habe» lediglich einige UnterNainl- Trinkgclder angenomnien siir NS Trage» von Klcidniige- fliickcn. Auch gegen Milglitder deS Reichsmorineamts liegt nichts vor »IS höchstens eine nicht genügenN Wahrung i -r Tiskrctioii. In b«r Magdeburger Angelegenheit hat Staatsanwalt zu clitlckiciNn. BcrabsihieNIe Offiziere, i;« in eine Privatftellung eintrelen wollen, werde» vo» mir < - rin imnirr nnterstntzt. (Bravo!) Eine Be .iftussuna ; « MarineaiutS durch solche Lssiziere bat ni '« » 0 . k-en. Tie Ausführung russischer Rusträ-.e bttril» ' Werke kan» uns nur willkomme» 0- -- W i soll r. N». m _______ iertc 3t(Mt fcss Monopol darin toben? (Lehr richtig!) Meine im Ausschuß gegebenen Zahlen zun, Flottenban und t?ur Abrüstiingsfrage halte ich aufrecht. Wir-haben stets die Besichtigung der Flotte durch Abgeordnete gern gesehen, da wir sie ja dem ganzen Volk nicht zeigen können. Wir werden olles tun, um das Gefühl der Neichszusammengehörigkeit in Misere Flotte zu starken. Dafür sind solche Besuche nützlich gewesen und wir werden daran festhalten. (Lebhaftes Bravo!) Abg. Erzberger (Zeirtr.): Das eine nruß betont werdeit, daß es eine Verständigung mit England um den Preis nuferer Seewehr nicht geben kann. (Lebhafter Beifall.) Tie kan» es nicht geben aus irationalen Gründe». Das würde das Herabdrücken Deutschlands zu einem Vasallenstaat Englands bedeuten, eine Bankerolterklärung einer 17jährigen Flottenpolitik. Wir wünschen eine Verständigung, aber nicht ans Kosten der Abwehrmittel, die unser Volk braucht. (Sehr richtig!) Nicht Deutschland hat die Rüstung hervorgerufen, tondern Englnad. sichlnß des Berichts 6 Uhr. Preußischer Landing. Abgeordnetenhaus. Dis Preußische Abgeordnetenhaus versagte in der Sitzung vom Donnerstag zunächst dem Antrag« di« Genehmigung auf »Fortsetzung «ines Privalbeteidigungsocrfahrcns gegen den Abg. Dr. Erüger-Hagen (iorlfchr.). Der Gesetzentwurf über di« Erweiterung des Stadtkreises Danzig wurde in zweiter und drit- tcr Beratung angenommen. Das Haus setzt« dann die Beratung des Etats des Ministeriums des Innern bei dem Antrag Frhr. Schenk zu Schweinsbergt Bekämpfung der Unfittlichkeit in den Großstädten fort. Abg. Dr. Liebknecht (Soz.) bezeichnet« die Polizei als untauglich im Kampf« gegen die Unfittlichkeit, das Hütten die verschiedenen Prozesse gezeigt. Besonders griff er den Berliner Polizeipräsidenten an, der der Führer einer Kronprinzenlama- »illa sei. Diefen Ausdruck lügt« Präsident Gras Schwerin al» ungehörig. Abg. Lasse l (sortschr.) begründete einen Antrag Aronsohn, daß der Vereinigung Berliner Schutzleute wie allen zulässigen Beamte,ivereinigungen keine Schwierigkeiten in den Weg gclegt weiden dürfen . Minister v. Dallwitz erwidert«, daß di« Auflösung der Berliner Schutzmannsvereinigung gesetzlich berechtigt und >m Interesse des Dienste, notwendig war. Herr von Jagow sei »in durchaus befähigter Beamter, der sich glänzend bewährt Habe. Die Angrifse des Abg. Liebknecht fänden erfreulicherweise das Maß von Nichtachtung, das sie verdienen. (Beifall bei den bürgerlichen Parteien). Der Antrag Schenk zu Schweinsberg wurde angenommen, der Antrag Aronsohn vbgelehnt. Graes (lons) befürwortete den Beschluß der Budgetkom- «ission, die Einrichtung einer Druckerei bei dem Polizeipräsidium in Berlin nicht zu bewilligen, sie könne weder billiger «och schneller arbeiten als private Unternehmen. Im gleichen, ablehnenden Sinne sprachen sich die Abgz. Menkebach (sortschr.), Bacmrister (nl.) aus. Nach weiterer unwesentlicher Debatte nahm das Haus den chommifsionsbeschluß an. Abg. Dr. Liebknecht (Soz.) versucht«, obgleich die Besprechung über di« Polizeiverhältniss« Berlins geschloffen war, erneut darauf einzugchen. Vizepräsident Dr. v. Kraus« rief ihn schließlich zweimal zur Sache. Abg. v. Hennings -Techlin (ionf.) begründet« einen Antrag auf Regelung der Frage der Stadtrezesi« der neuvor- pommerschen Städte, dem Abg. Lippmaun (sortschr.) zu- [tiri. te. Ein Rogierungskommissar erkannte di« Reformbedürftigkett an und stellte einen Gesetzentwurf in Aussicht. Abg. stzu e (Soz.) beschäftigte sich mit dem Kölner Poltzei- prozcß und begründete einen Antrag Braun auf Untersuchung, Sb bei anderen Polizeibehörden ähnliche Mißständ« bestehen. Ministerialdirektor Freund wies dir Angriffe der Vorredners zurück und erklärte, man dürfe «ine Berwaliung nicht rach einzelnen Fällen beurteilen, sondern danach, wie sie darauf «agier«. Abg. Dr, Wagner (freikons.) gab der Meinung Ausdruck, daß der sozialdemokratische Antrag übcislüfsig sei, die Regie- tuim würde von selbst mit eisernem Besen Auskehr halten, wenn es nötig fei. Miuisteitaldiieltor Freund hielt eine Anstellung der Polizeibcomten durch eine Zentralstelle für untunlich. Abz. Heins (Wirtfch. Dgg.) forderte im besonderen «in Verbot der Einwanderung der russischen Juden. Das Haus vertagte sich auf Freitag: Fortsetzung. — Schluß 5 Uhr. Schulkindern d-nirntspiechciid gestattet. Aus dem hell. Landtag. Zweite Kammer. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer nahm gestern seine Beratungen wieder auf, um zu den Beschlüssen der Ersten Kammer, betr. den Bcamtenbesoldungstarif. Stellung zu nehmen Der Ausschuß blieb im allgemeinen bei seinen früheren Beschlüffen, so bei den Eestütsdienern, denen die Erst« Kamnier das garaakieri« Nebeneinkommen von 100 Mk. gestrichen hatte, lluch bei den Bruckenwärtern hielt der Ausschuß ebenso wie bei len Gefangenenaufsehern, die in Erhattsklaff« b «ingeteilt waten. fest. Bei den Dammwärtern und den Forstwartrn wurde die von der Ersten Kammer gestrichen« Zulage von 200 Mark »ach 21 Dienstjahren beibehalten, ebenso wie bei den Steuei- aujschern, welche nach 15 Dienstjahren ein« Pensronszulage von 20, Mark erhalten sollen, die aber von der Ersten Kammer aus die Steuerausseher an Hauptsteuciämtern beschränkt wurden. In der Gehaltstlassc 16 schloß sich der Ausschuß de» Bejchlüsien Ser Ersten Kammer, betr. die Anrechnung der Verwendungszelt Reue Tageszeitung. Freitag, den 2». Februar 1914 der Probawre» bei der Oberrechnungskammer an. Bezüglich der Pfandmeister, der Reallehrer und der mittleren Beamten, insbesondere der Gerichtsschreibcr, hielt man an den frühere» Beschlüßen sest. Der Beschluß der Ersten Kammer, di« Rcvi- sicns- und Steuerkontrolleure von Klaffe 32 in Klaffe 28 zurück- zuverfetzen, wurde nicht gebilligt. Bei den gehobenen Stellen der mittleren Beamten in Klaffe 36, ebenso wie bei den Zeichenlehrern. blieb der Ausschuß auf seinen früheren Beschlüffen. Der Beschluß der Ersten Kammer, di« außerordentlichen Proses- sorcn mit niederem Anfangs- und höherem Entgelt, wurde bei- gctrcten. Die Einteilung des Landeswohnungsinspsktors in Klaffe 38 wurde nur für den Inhaber genehmigt, der eventuelle Nachfolger soll in Klaff« 36 eingeteilt werden. Bezüglich der Amtsrichter und Landrichter in Kap. 39 beharrt« der Ausschuß auf seinem früheren Beschluß. Auch bei den Obersteuerinspektoren und Vorstehern der Finanzämter beschloß der Ausschuß in früherem Sinne. Einig« weiter« Positionen wurden ausgesetzt und sollen dieselben am Freitag früh, gemeinsam mit der Regierung beraten werden. Bezüglich der Dolksschullehrer beschloß der Ausschuß einstimmig auf den Beschlüffen der Zweiten Kammer festzuhalten. Zu der Deckungsfrage der Kosten der Beamtcnbcsoldungsvorlage ist der Ausschuß auch weiter der An. sicht, daß entgegen den Beschlüffen der Ersten Kammer, zunächst der Rcstesonds 1 und dann erst der Restfonds 2 in Anspruch genommen wird. Bei dem Gesetz, betr. di« Besoldung, Ruhege- gehalte und Hinterbliebenenvcrsorgung der Staatsbeamten trat der Ausschuß im wesentlichen den Beschlüssen der Ersten Kam. iner bei. Der 4. Ausschuß der Zweiten Kammer genehmigt« gestern den Bericht, betr. den Antrag Sens sei bei und soll darin dem Erstaunen Ausdruck gegeben werden, daß trotz der voigebrachten Wünsche die Notarstell« in Eroß.Eerau aufsallcud rasch besetzt wurde. Di« Vorstellung des Hausbesitzervereins, betr. die Lau- desbrandveisichrrungsanstalt, wurde für erledigt erklärt, da ein diesbezügliches Gesetz in Aussicht steht. Bezüglich der Wert- zuwachssteuer wurde beschlüffen, der Regierung zu empfehlen, das frühere hessische Gesetz wieder einzuführen. Berichieden« andere Vortrag« und Anträge wurden für erledigt erklärt. Auch der 3. Ausschuß der Zweiten Kammer hielt gestern unter dem Vorsitz des Abg. Bleidenbach in Anwesenheit verschiedener Regierungsvertreter «in« Sitzung ab, in der zunächst di« Vorstellung des Rechtsanwaltes Lindt in Darmstadt, betr, «ine ganze Reihe von Mißständen im Anwaltswescn, beraten wurden. Entsprechend dem Vorschlag des Referenten Dr. Zuckmayer wurde im Sinne der Rcglerungsantwort vom vori. gen Jahre beschlüffen, über die Vorstellung zur Tagesordnung überzugehen. Di« Vorstellung des pensionierten Fachlehrers Pfeiffer in Oppenheim soll empfohlen und seine Wirderanstell. uwg befürwortet werden, wenn er sein« Gesundheit ärztlich nach- weist. Zu der Vorstellung der heff. Privatarchitekten, betr. di« Nebenarbeiten, wird auf die Ministerialverordnung hingewiesen, nach der entsprechend« Aenderungen getrosf«» sind. Im üb. rigen sollen die Beschwerden in der neucn Bauordnung Berücksichtigung finden. ssnyesnvrrskcht. Deutsches Aeich. :: Dir „Norddeutsche Allgcnicinr Zeitung" und die „Zabrrn-Konürnssion". In ihrer gestrigen Ausgabe schrieb die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung", In konservativen Blättern wird die Erklärung, die der Reichskanzler in d:r „Zabern-Kommission hat abgeben lassen, dahin gedeutet, daß die Regierung mit dem Reichstag über Fragen der Komman- dooewalt zu diskutieren gedenke. Das ist ein tatsächlicher Irrtum. Die Frage, in welchen Fällen das Militär bei inneren Unruhen einzuschreiten bat. ist in den einzelnen Bundesstaaten dtirch Verfassung, Gesetz und allgemein« Nochtsgrundsäbe geregelt. Auf der Basis dieser Rechtslage erläßt die Kommandogewalt ihre Instruktionen. Für eine reichsrechtliche Bestimmung der Grenzen zwischen der Militär- und der Polizeigewalt, die ein Teil des Reichstages wünscht, kann, wie in der Kommission erklärt worden ist. die Zuslimmimg des BnndeSrats nirbt in Aussicht gestellt werden. Inwiefern in der Bereitwilligkeit der Regierung, der Kommission über die beftebenden rechtlichen Zustände Ans- kimft zu geben, eine Bereitwilligkeit liegen soll, die Kom- mandogewalt zur Debatte zu stellen, ist hiernach nicht verständlich. :: Fernsprechverbindung zwischen Deutschland und England. Die Reichsposwerwaltimg beabsichtigt, eine Fernsprechverbindung zwischen Denfichland und England einzurichten und zwar im Anschluß an das Kabel, das zwischen England und Holland gelegt werden soll. Daneben verfolgt das Reichspostamt den Plan, zwischen Dentichland und England einen eigenen Fernsprechtabel zu legen, nachdem sich berausgestellt hat, daß eni Anschluß an das deutsch-belgische Kabel wegen dessen Ueberlastimg nickst möglich ist. Schweiz. :: Die Genfer Spionageaffnre. lieber die Beziehuuaeii der Genfer Spione ersähet der Berner Korrespondent der „Frankfurter Zeitung" aus sicherer Quelle, daß sie regelmäßig von zwei freniben Regierungen Geldsendungen erhielten. Mit einer dritten waren sie ebenfalls in Verbindung getreten, jedoch scheinen sie von derselben in eine Falle geleckt worden zu sein. Fest steht, daß sie mit Deutschland, entgegen de« Meldungen der Genfer Blätter, nicht in Verbindung standen. Die Schriften, Dokumente und Nachrichten sollen übrigens ganz wertlos gewesen sein. Vom Ballari. :: Der „Temps" über deu Prinzen zu Wie». Der „Temps" widmet dem Prinzen zu Wied einen längeren Leitartikel, in dem es heißt: „Der neue Herrscher Albaniens entledigt sich durch diesen Besuch einer Pflicht der Höjlichleit gegenüber den Mächten, di« sein Fürstentum inltgeschafsen haben und dazu beitrugen. die österreichische und italienische Rivalität in Bezug _____ Seite 8, aus Albanien auszu gleichen, Mit Rücksicht auf di« bisherige Ergebenheit gegenüber den Mächten der Tripleentente ist es schwer zu sagen, welches di« künftige Haltung des Für. sten sein wird. Jedenfalls wird «r durch die vielfachen In. tc,essen seines Landes seine persönlichen Beziehungen zu dem rumänstchen Königshaus« gut stellen und ferner dle Notwendigkeit guter Beziehungen zu dem benachbarkin Griechenland, Montenegro und Serbien zu erfüllen haben. Eine schwierig« Ausgabe steht ihm auch in der zusammenge. würfelten Bevölkerung seines Landes bevor. Es gibt wenig Fürsten, die unter diesen Umständen eine Io gefährliche Krone angenommen hätten. Darum verdient das Fürste», paar, das sich in DuraM niederlaffen wird, von allen Stoa- ken bei der Erfüllung der schwierigen Aufgabe unteisfiitzl zu werden." Vereinigte Staaten. :: D-r st-uernl-indliche RockcseNer. Zwischen dem Millio. när Rockefeller und den amerikanischen Steuerbehörden besteht momentan ein offener Krieg. Der Finanzmann weigert sich seit langer Zeit, die gesetzliche Vermögenssteuer zu entrichten. Trotz größter Bemühungen und schärfster Strafandrohungen ist es den Steuerbehörden nicht einmal gelungen, sein« Woh. nung selbst zu betreten. Um zum Ziel« zu lammen, bediente inan sich gestern einer List. Am vorgestrigen Abend hatte di« Nichte Rockefellers einen Ball besucht. Ein junger eleganter Mann, der sich ihr genähert und mit ihr den ganzen Abend ge. tanzt hatte, erhielt die Erlaubnis, ihr am anderen Tag« sein« Aufwartung machen zu dürfen. Kaum war dieser in di« Woh. nung gelaffen, zog er unter der Erklärung, Steuerbeamker zu sein, ein Aktcnbündel aus der Tasche und präsentiert« ei» PiLndunzsprotololl über 62 Millionen. Wohl oder übel sah sich Rockeseller gezwungen, diese Summe zu bezahlen, um einer Pfändung aus dem Wege zu gehen. Erst jetzt haben die Behör. den fcstgestellt, daß sie noch über 175 Millionen an rückständigen Steuern aus den letzten Jahren von ihm zu bekommen hasien. Sie verbrechen sich nun den Kopf darüber, wie sie es anfangen sollen, um die 175 Millionen einzutieiben. Kund der Landwirte. * Gettenau, 20. Febr. Gestern fand hier eine zwanglose Zusammenkunft der Mitglieder des Bundes der Landwirte, sowie Interessenten der Landwirtschaft statt. Ans den angrenzenden Ortschaften, so aus Reichelsheim. Echzell, Weckes- lieinm und Grund-Schwalheim, waren neben den hiesigen Bewohnern, Landwirte dem Rufe gefolgt, um den Aussüh- rungen des Herrn Landtagsabg. Breidenback- Dorheim und des Herrn Redakteurs H i r s ch e l - Friedberg z» schenken. Herr Breideubach berichtete über die Tctrig keit der Landwirtschaftskammer, sowie auch des Landtages Er gab der Meinung Ausdruck, daß die Beamtenbesoldimgs- vorlage hoffentlich zur Befriedigung aller Beamten ausgefallen sei. Leider mußte er sein Bedauern darüber aus- sprechen, daß der von der Landwirtschaftskammer bemrrragle Betrag von 53000 ,« zur Förderung der Landwirtschaft, von der Regierung glattweg gestrichen worden sei. Herr Brei- denbach hob hervor, daß er scsine ganze Kraft daran setzen werde, bei den uächstkominenden Tagungen dahin zu wirken, daß der obige Betrag wieder in den Voranschlag ansge- »ommen wird. Herr Hirsche! berichtete in kernigen Worten vom Zolltarif, von Ein- und Ausfubrscheinen, sowie über die Vorgänge in Zabern. Der Redner betonte, daß es das Streben der Sozialdemokratie sei, den Fels, aus dem da? deutsche Reich anfgebaut sei. unser Heer, zu unterwüblen. Aber an dem deutschen Offizier werden die gehässigen An- griffe abprallen. Zu begrüßen sei es. daß das Militär eingegriffen habe, als die Zivilbehörde versagte. Unter anderem wurde der Wehrbeitrag zur Sprache gebracht. Herr M o g k - Grund-Schwasiheim war der Ansicht, daß die Einschätzung des Vermögens nicht nach dem gemeinen Wert, sondern nach dem Ertragswert geschehen müsse. Dazu sei unbedingt eine geordnete Buchsührnng notwendig, die der Steuerbehörde Aufschluß über die erzielten Reinerträge gibt, denn diese seien meistenteils zu hoch gegriffen. Herr Bürgermeister Stoll und Herr Ofto R i e s - Weckesheim beteiligten sich an der Besprechung. Gegen 10 Uhr wurde die Tagung durch den Vorsitzenden. Herrn Ries, geschlossen. * Melbach, 20. Febr. Eine anregende Versammlung fanl liier gestern abend statt. Den Vorsitz führte der Der trmieusmann der hiesigen Ortsgruppe des Bundes der Landwirte, Herr Wilhelm Breidenbach. Als erster Redner verbreitete sich Herr LandtogSabgeordneter Drei- ü e n b a ch über die Aufgaben des hessisckien Landtages und dlffen Tätigkeit. In anschaulicher und klarer Weise erörterte er alle Gesetze und Maßnahme«, mit denen sich der Landtag in der letzten Zeit beschäftigt batte und fand lebhaften Beifall. Sodann warf Herr Redakteur Hirsche! einen Rückblick auf die Bcuiernbewegung in Hessen mit besonderem Bezug auf Melbach, was man vor 25 Jahren vergeblich erstrebt habe, sei setzt in der Wetterau wahr geworden, nämlich ein Streben oller Landwirte nach einer Richtung. Er kam zum Schlüsse auf die Ortskrankenkasseuwabl zu ipiecheu und forderte zu reckt reger Beteiligung aut. Auch ihm wurde reicher Boisull zu teil. An der Besprechung beteiligten sich die Herren Breidenbach und Altvater und der Schimedemrister Sames bankte dem Redner für seine Ausführungen. Ihm schloß sich der Dorsiheiide Breidenbach an, der gegen 10 Uhr die Versammlung schloß. Aus der Heimat. * L. Friodberg, 20. Febr. Dos weit über die Grenzen Fiterbergs bekannt« Erste Frirdberger Doppelquartett veranstaltet, vsi« schon berichtet, am Samstag, den 21. Februar, abends 8.11 Uhr in siimütchen Räumen der Restauration Küffncr „Ha- nauer Hof", «inen großen karnevalistlichen Abend. Das Ouar- Wt. »• Sette 3. Weit X«*e*i j Proze rt des Steuereinnabnreiolls als Bezrrksab- gabe eingestellt. Eine Erhöbung findet demnach erfreulicher, weise nicht statt. * F. C. Wiesbaden, >9. Febr. Die 68 Jahre alte Slickc- rin Eleonore Walt stürzte gestern Nachmittag im Hause Reugasse 22 von der Treppe und zog sich einen linken Unterarmbruch z». der ilrrr Verbringung int städtische Krankenbaus »ölig machte. * F. C. Wiesbaden, 19. Febr. Ich habe die drei Räder nicht gestohlen sondern von einem gewissen Fritz Hermann erhalten. So verteidigte sich gestern vor der Wiesbadener Straffamnier der Hausbars che Johann Hirlmaier. dem drei in Wiesbaden airsgerübrte Fahrraddiebstichle zur Last gelegt wurden. Be, dieser Behauptung blieb er fest bestehen, als allein der Wahrbeit entsprechend, selbst da noch. als der Ge- richtsvvrsitzende ihm bedeniete. er solle bester zugeben, daß er die Räder gestohlen habe da form leicht hei den viele« Fällen in kurzer Zeit da» Gericht gewerbsmäßige Hehlerei cm- nehnien könne, auf der nur Zuchthaus steht. Diebstahl konnte bei dieser Verteidigung das Gericht nicht annehmen, auch nicht gewerbsmäßige, sondern nur einfache Hehlerei, die das Gericht mit einem weiteren Kameradcndrebstahl und einem versncksien schweren Diebstahl chm mit 14 Monaten Gefängnis onkreidete. * F E. Wirsbade», 19. Febr. Als Spezialist betreibt der Taglöhner und Fuhrmann Wilhelm Schipper von hier Einbrüche in Gartenhäuschen, aus denen er Arbeitsgeräte u. s. w. entwendet, das er sofort an den Mann zu bringen versteht. Eine Anzahl derartiger in ganz Mitteldeiitscktland auSgeführt« Einbrüche hat ihm 4 Jahre 4 Monate Gefängnis eingebracht, Auf 4 Jahre 7 Monate unter Einschluß der vorgenannten Strafe erkannte die Wiesbadener Ctraskain- mer wegen eines in Wiesbaden bei Rathgeber aurgeführten gleichartigen Diebstahl». Aus Starkrnburg. * Ce«8felb, 20. Febr. Hier sprang der Knecht eines Landwirts vor dem Hanfe eines Metzger» vom Wagen herab »nb direkt in einem an bem Hause beseitigten Fleischhaken hinein. Der Hake» drang dem Knecht oberhalb be» einen Auges ein unb kam am Kopse wieber heraus. * Leetzeim 20. Febr Hi« wohnen 8 Mann«, darunter 3 Brüber, bie zusammen 087 Jahre zählen. Es find bie», Daniel Molbaner: 93 Jahre, Ernst Molbaner 84 Jahre, Jakob Molba, uer 87 Jahre, Jakob Schwartz 9l Jahre, Ludwig Bog« 91 Jahre, Philipp Müller 8ö Jahre, Jakob Seipel 81 Jahre, und b« jüngste, Johanne» Theiß 80 Iah«, Aus Rheinbessrn. * F. C, Eteiiisifchbach, 19, Febr. Die Errichtung eines Kriegerdenkmals im hiesigen Orte beschloß der Krieger- »nd Militärvercin, * F, C, Alzeh, 19. Febr. Der Direktor der LandeS- Heil- und Pflege-Anstalt Alzey, Ilr. Wcyprccht ist im 42, Lebensjahr plötzlich gestorben. Ans aller Ivell. * Aicha ffenburg, 20. Febr, In bet Goldbachcr Kiesgrube legte man ein größere» kräberfeld aus der Lalenezeii frei. Leiber würben durch die Arbeiter mehrere bei wertvollsten Ur. nen zerstört. Keine Mustrrehe. Ein Zerrbild von Ehe bildete be» Hrn- 1«grunb ber Anklage gegen 34 Iah« alten Buchdrucker Ernst Schauder aus Mannheim wegen Sittlichkeitsverbrechen», Der Angeklagte halte seine setzt 28 Jahre alte Frau im Iah« 1906 gh-iratet. Die Ehe gestaltete sich höchst unglücklich. Der verkommene Mensch mißhandelte Frau und Kind aus» grausamste und ließ sie Hunger leiden. 1910 wurde die Ehe aus Antrag der Frau geschieben. Später kamen die beiden aber wieder zusammen unb heiraten trotz der üblen Ersahrungen, bie hinter ihnen lagen, zum zweiten Mal«. Nun wirb die Ehe Ilteber getrennt — durchs Zuchthaus. Schauder hat sich am eigenen Kinde in schwerer Weise sittlich vergangen und wurde be» halb van b« Mannheimer Strafkammer zu I Jahr 7 Monaten Zuchthaus verurteilt. In der letzien Zeit arbeitete Schauder nicht auf seinem Geschäft, sondern als Kohienträger, * Der rauhe unb längere Tauseudnrarffchein Aus' Darm stabt wurde in der vorigen Woche gemeldet, nach einer Mitteilung de» Ainlsgerickst« GroßckSerau sei van einem Unbelannien in Nauheim ein falscher Tausenbmarkschein in Verkehr gebracht werben. Wie wir erfahren, verhält sich die Sache n»n aber wesentlich anders: Ein Herr aus Nauheim hakte bei dem Kcknzleirnk Herbert in Groß-Gerau einen Tausenbmarkschein in Zahtung gegeben, dessen Papier rauher war als dasjenige derartiger Scheine »u sein pflegt. Der Schein wurde zunächst ber Bezirkskaste vorgelegt welche konsiatierke, baß bas Papier tatsächlich rauher unb auch der Schein selbst 2 Millimeter länger war als andere Scheine. Gesetzlicher Borschrist gemäß wurde der Inhaber der Scheines protokollarisch vernommen und das Pioiokoll mit dem Schein dem Greßh. Amtsgericht übersandt. Diese» legte die Akten der Großh. Staalsanwaltschast Darmstadt vor, d« Tausendmarkschei» kam auf die Rcichsöank und diese bestätigte besten Echtheit trotz der Unlerchiedes in der Länge. Ranbmorb? Aus Mülhausen (Elsaß) berichtet man: Der srühcre Gastwirt Grunbner au» Darnach, Dirigent der Musti- lurcins von Diebenhrii», ist auf dem Heimwege von einem unbekannten Tat« durch eine» Nevalr-eischutz in die linle Brust- f eit« getötet warten Es liegt aiigheinenb Raubmord vor. Der Ermordete stand im Alter von 4., Jahre», 22 Fertel g«««r>«n. Da» Muit-rschwein eines Landwirts ,n Gumpen warf dieser Tage 22 Ferkel, die sämilich gesund und kräftig sind, verhaftete Hochstapl«. In Bozen wurde die angebliche Ba ronin Beskowrabo» unter dem B00 000 Mark entdeckt worden Die Tot«, zwei Aisistenten der Bant, die die Betrügereien geniejnsam au führten. »nd das Gelb bei Börseirspeknlation«! verbrauckstcu. find »erhaswt worden. Der gesamte Restevesondr der Bank ist verloren ge. ^ ^Tödliche Uxsäge i» JHei»(a«b. Im rheinische» Jndnstrie. revier hat sich heute eine ganze Anzahl »oa schweren Unglücks- fälle» ««lanet. die fast alle eine» töbliche» Be ela ui nabaen. Sc geriet in Hamborn bet Vorarbeit! Leopold Breuer aus Marztoh aus be« Gewerkschaft „Deutscher Kaiser " unter einen Hammer und wurde sofort flötet. In Lindenthal bei Kö!>. wurde oon b« Kleinbahn ein Mann Sbeefaheen und sofort gl, tötet. In de, Hafenanlagen der der Familie Hansel geböten- den Zeche ..Rhei »Preußen" geriet der Berlademeist« Timmer. mann zwischen die Puffer zweier Eilenbahnwagen. E, erlil' so schwere Verletzungen, daß er kurz daraus starb. Toilcher Reitunsall eine, Offizier». Einen rötlichen ?!- i Ln(an hat ein junger Offizier in Stuttgart erlitten L 1 nant Heintzeler stürzte mit seinem Pferde so unglücklich, dal; da, Genick brach unb sasort tat war. Zngzusammenftoß. Der van Wien nach Paieiebach «dz: lastene Personenzug Nr, 441 der Sübbahn Ist bei Leaherseu au einen Güterzug angesahren. Die Lokomotive des Personen, zuge», sowie vier Waggons de» Güteizuge, wurden stark be schädigt Glücklicherweise erlitten nur drei Pastagiere leichte B«letzungen. Ei» jugendlicher Mörder. Im Erdgeschoß ihre» Hause» in Sheffield bei London wurde die !>4 Jahre alte Frau Willinion ermordet ansgefunben. Der untere Test ihre, Körper» war furchtbar zerftümmelt. Ein 10jährige, entstrnler Verwandler b« Frau wurde unter dem Verbäckst, den Mord begangen zu haben, verhaftet. Blutspu«» in allen Räume» des Hause» lasten keinen Zweisei darüber, daß bei dem Morde ein »erzwei feit« Kamps stattgesunbeir hatte Beim FensternI erschlagen. In Rain h, Augsburg wurde der Dreirsttneckst Johann Huber am Kammerfenster seiner Geliebten mit einem Prügel »iebeegesckstagen v»b getö«t. Der Tambour von Le Bourget gestorben. Der aus dein Feldzüge von 1870-71 als Tambour von Le Bourgct bekannte Friedrich Bumsen ist kürzlich in Essen an einer L»n genentzündung im Aller von 67 Jahren gestorben. Er wa> Inhaber des Eiserne» Kreuzes und des ruffifeffen St. Georg Kreuze? Bei der Erstürmung de» Ortes Le Bourget. eines vorgeschobenen Postens nordöstlich Paris, durch die 2. Gardedivision am 30. Oktober 1870 zeichnete sich Tanibour Bümsen durch Kaltblütigkeit besonder» aus. Die Geschichte des Kaiser Alczander-Gardegrcnadicr-Negiuieiits Nr. I schreibt heirüber:: «Granate aus Granate schlägt in der Nähe der Kompagnie ein »nd gerade hinter Bümsen fallen mehrere Leute, aber er, an der Seite seines Koinpagnresührers. schlägt ruhig den Sturmniarsch weiter. Der Lärm des Kanrpses sleigert sich, da» Tronimclsell platzt, Bümsen dreht die Tronmiel um und schlägt unerschrocken Weiler. Einer de: ersten dringt er in das Dorf ein. Schon nach scck,s Togen er hielt Bümsen das Eiserne Kreuz. Sein unerschrockenes Per- halten wurde aus eigentümliche Weise sogar in Paris bekannt. Da» „Daheim" hatte in seiner Nr. 1t den Braven unter der Benennung (die ihm von seinen Kameraden gegeben war) „Der Tambour von Le Bourget" durch eine Abbildung geehrt, (tzerade diese Siunimer fanden die Franzosen bei einen, Dorpostcngesecht in einem preußischen Tornister. Der Redakteur de» „Figaro" kaufte diese Nummer z» dem nur durch den gänzlichen Mangel an Nachrichten in der ein- geschlosscnen Stadt erklärlichen Preis von 1900 Franc» und ließ zadlreickie Efemplarr davon in französischer Uebersetzung verbreiten, bei denqzi das Bild des Tambours die erste Seile schnrückte." - Graßseue, in Eleve. Am 17. Februar ist die SckstrhsabrU von Jansen in Eleve, von einem großen Schadenfeuer heimge- such« worden. Da» Haupi-Fab.ikgebäude mit den großen Lag«, beständen, fertigen Waren unb Rohmaterialien sowie die Wah. nuug des Firmeninhabee» mit sämtlichem Mobiliar wurden ein Raub der Flammen: ein Teil mit wertvollen Moickineu wurde gleichfalls zerltört unb auch die ansloß:nbki> Häuser stnb arg in Mitleidenschaft gezogen. Der Brand heichästigte die ganze Rächt hindurch die Fabrilseuenoehren, sowie die Wehre der Stadt und der umliegenden Ofte. Die Jansensche Fabrik maßte den Betrieb einstellen, Bl-rtige, Ehebrama. Ein Ehebrama hat sich t» der Ortichrst Schasshausen im Kkeise Saarlout» abgespielt und die ganze Ortschaft in Auftegung versetzt. Im Lause eine» Streites durchschnitt b« 3.1jährige Hüttenarbeiter Huppert seine, ner»t» 7 , de» 2«. Februar I. Z»., werden versteigert NN.' ic:i Distrikten ^chcidwald 1 tino 2, -kein 8, 9b, 15 und 16, Löendriholz, Höchst I Scheuerholz, 6, 2 der Forstwartei Listberg. Kkäinme: Elche II. Kl. 2 Stck. — 4.54 Festm, lV. KI. 9 Stck. - 6.4» Festm. VI. Kl. 11 Stck. 1 Stck. — 1,10 Festm. Lärche I. II. Kl. 1 Stck. - 1,37 Festm, III. Kl. 2 Stck. IV. Kl. 4 Sick. - 3,62 Festm., V. KI. 11 Stck. ll)a, 11 und 12, Mark 2,16 Festm., III. Kl. 5 Stck. 1,98 Festm, V. Kl. 14 Stck. 2,41 Festm. Buche II. Kl. Kl. 1 Stck. = 2,22 Festm., 3,11 Festm., 5,12 Festm. Kiefer II. KI. 2 Stck. = 3,56 Festm.. III. Kl. 16 Stck. = 15,48 Festm., IV. Kl. 12 Stck. = 8,60 Festm., V. Kl. 4 Stck. = 1,96 Festm. Fichte II. Kl. 1 Stck. -- 1,25 Festm., III. Kl. 9 Stck. — 11,24 Festm.. IV- Kl. 13 Stck. — IC,63 Festm., Va Kl. 28 Stck. = 14,75 Festm., Vb Kl. 73 Stck. = 21,40 Festm. Hainbuche IV. Kl. 3 Stck. — 2,11 Festm. Llrrbllangr»: Buche I. KI. 1 Stck. - 0,04 Festm. Eiche I. Kl7 13 Stck. = 0,57 Festm., (,u Deichseln geeignet I. Fichte I. nl. 5 Stck. - 0,35 Festni. ?!uch- liniippc!: Elche 27 rm, Kieser 7 nn, Fichte 28 rni, (Schicht- l)a ijcn 2 m lang.) £rcmil|»l;: Kchrilrr, Buche I. KI. 50 rin, II KI. 18 rm, Eiche I. KI. 1 rm, Fichte I. Kl. 4 rm Knüppel: Buche 485 rm, Hainbuche 78 rm, Eiche 49 rm, Fichte 10 rm Kniippeirristg: Buche 213 rm, Hainbuche 24 rm, Eiche 103 rm Erle 7 rm, Fichte 2 rm Stanimreista: Buche 57 rm Aft- »cistg: Buche 386 rm Stäche: Buche 1 rm, Eiche 15 rm Fichte 15 rm Lreitag, den :L7. Februar I. 3«.. werden versteigert aus rc,i DÖtiiltcn Stein 8, 9b, 10, 12, 13, 14, 15, 16 Wendelholz und Marl 2 der Forstwar,ei Listberg: Kcheiter: Buche I. KI. 21 rm, li. Kl. 20 rm Knüppel: Buche 257 rm. Hainbuche 18 rm, Eiche 222 rm, Kieser 3 rm, Lärche 3 rm, Fichte 6 rm, Erle 3 rm, Obstbaum 6 rm Knüppel relstg: Buche 38 rm, Eiche 57 rm, Kiefer 7 rm, Fichte 19 rm I in Lchlchthausen). Stnmmeeistg: Buche 700 rm, Eiche 168 rm Aftreistg Buche 26t rm, Eiche 31.9 rm. Stäche: Buche 5 rm, Eiche 65 rm, Kiefer 4 nn, Fichte 2 rm. Zusammcnlunft jedesmal um 10 Uhr vormittag» in der Eastwirttchaji von Reinhardt Nies in Listberg. De bla» unterst, ichcnen Nummern des Brennholzes werden nicht versteigert. Das Stammholz aus den Distrikten Höchst, Schcidwald, Stein u. Mart lommt zuerst zum Ausgebot. Das zur Bersteigerung lammende Eichenstammholz ist mit einem blauen Kreuz bezeichnet. Sämtliches Radelho z ist geschält. Das Hol; wird nicht vorgezeigt. Kaujliebhaber werden deshalb gebeten das Holz vorher anzufchen. Nähere Auslunjt erteilt der Erostherzogliche Forstwart Klipstein zu Listberg. Konradsdoef, den 18. Februar 1914. ltirolfh. Gberförplerri Konradsdoef. Holzversteigerung. Donnerstag, den 26. d. Mt», werden aus den Distrikten Universltäiswald, Elaubzahlerdickung, Jrankcnhausen und Harbtops der Forjtwarlci Slaubzahl versteigert: Stamme: 1 Eiche IV. Kl. -- 1,09 lrn: 2 Eichen V, Kl. = 1,18 im; 6 Erchen VI. Kl. — 1.84 im; 6 Eichen bes. Kl. — 2,90 Im; 4 Buchen III. Kl. — 1,80 fm; 2 Buchen V. Kl. = 0,54 fm ; l Buche bes. Kl. — 0,82 fm; 3 Kiefer III. Kl. = 3.03 !m; 1 Kiefer IV. KI. = 0,37 tm; 4 Lärcheir bes. Kl. -- 3,71 lm (dürr); 16 Fichten des. Kt. .. ,-=.9,45 fm (bütt). Rntzkuüppei ;m: 33 Kieler I. Kl. (3 m lang); 10 Fichten II. Kl. (3 hi langl. Sch« ted tm: 17 Buche 4. Kk; 44,5 Buche II. 81., 1,6 Hainbuche, 10. Eiche, 4 Kiefer. : > .. Knüppel rm: 2),5.Buche.. 15 Eiche, 51 Kiefer, 6 Fichte. Knüppelreifig rin: 2 Eiche. Scwäl nl. Reista rm: 423 Buche (l. Durchforstung), 27 Eiche, ' 12 Aspe. Stöcke rm: 0,5 Buche, 4 Eiche. - Blau uniersttichcne Nummern werden nicht versteigert. Das Zerstreut fitzende'Hotz wird nicht vorgezeigr. Zmammenlun t um 10 Uhr am Uliaer Kreuz, Kreuzung der Niddacr—Uijaer Kreisstrahe mit der Haubenmühle-Chauife tm Distritt Franlenhausen. 'Nähere Auskunft durch Erosth. Förster Numnch auf Elaubzahl. Bad-Salzhauscn. dcu 17. Februar 1914. Erostherzo gliche Obersörsterer Bad-Salzhauscn. _ "Hölzverfteigernng. Itlontag, den d. Mt«., oor»>ittag» 10 Uhr an- fangexd, wird rm Maibacher Eemeindemald, Distritt Saustalllöppel Backhauslops, Mühlkops und Hasenberg folgendes Holz versteigert: 13 Stuck Fichten-Stämme = 2,82 Festm. 16 Stuck Fichten-Derbstangcn = 1,04 Festm. 10 Siiick Fichten-Reisstangen = 0,17 Festm. Scheiter rm: 4 Buchen, 18 Eichen, 2 Aspen, 1 Kiefer, 4 Fichten. Knüppel rra: 151 Buchen, 31 Eichen, 1 Bitte, 192 Kiefern 2 Fichien. Knüppelreifig rm: 6 Eichen, 16 Kiesein. Wellen: Stück 5540 Buchen, 800 Eichen. Stöcke rm: 48 Fichten. Zufammcnlunsi am Distrili SauftaNIippel. Maiboch, den >6. Februar 1914. Erosth. Bürgermeisterei. _ M öüel. _ ÖrojJ. 3ical= uuD ^aii6iüivtffl)ftftöjd)«ic ( 4 rotz-Nmsiadt. Die Landivirtschaftsschulc iRealschule mit einer Fremden- sprache: Fumzösisch) gewährt eine höhere allgemeine und tandwitt- icha ttiche Fachbildung. Berechtigungen dieielben wie die einer t.!,Ischen Neaischulc. Anfang des Schuljahres 20. April 1014. Anmeldungen und Anfragen crbeien an Hie Oirrhlion. Bei Aufzucht von Tchweine» und »tiudvicft ist mein feit ,.b:i Fahre» vorzüglich bewährter verbesserter unübertroffener Futterkalk mit Droge» unentbehrlich, weil er die Frcsftust anregt und Knoche,»,»eiche verhütet. -4L golj -UtrßtillkNttig. Montag, de» 23. Febr. l. I. werden im hiesigen Eemeinde- wald versteigert: 24 Eichen-Stämmc 14—28 cm Durchm. 4- 8 m lg. 6 fm 22 Fichten- u.Lörchcn-Stämme 14—39 cm Durchm. 10—19 m lang 9 fm. 8 Buchen-Dcrbstangen fLang- wiedenj. 2 Eichen-Derbstang. sDeichiel) 200 Fichtcn-Dcrdftauge» 3 fm. 22 rm Eichen-Psosten 2,5 in lg. 19 „ Eichen-Rundlcheit 185 „ Buchcn-Schciler 38 „ Eichen-Scheilei 20 „ Kiesern-Schciter 12 „ Buchen-Knuppel 73 „ Eichen-Knüppel 12 „ Kiescrn-Kncppcl ■ 1000 Stück Buchen-Wellen 3500 „ Eichen Wellen 68 rm Buchen-Sföcke 15 rm Eichen-Stöcke. Zusammcnlunft Distrikt Kirch weg bei Nummer 1201 vormittags »-/, Uhr Nicdcr-Florstadf, f6.Febr.1914. Erosth. Burgeuneisterci. Alle s. Motto: Humor ist dir Würze des Lebens! Sninötag, den 21. Febr., abends 8" ilhr: 8rojjer f)!ii!iori|ltifrijcr Kappen- Abend in lämilichcn feenhaft dcforierten Räumen des „Sanancr Heeses" Bes.: A. K ü s s n e r. Die Musik wird ausgeführt von einer Oberbaycr. Bauernfapclle. Es ladet ergebenst ein I. WM Doppel-Quartett. 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Vor der diesigen Strafkammer wird zur Zeit gegen einen „ennjlVn Saiuncl Lubcl? k i a»S Myslowitz ein Prozeß ge- tiil it wegen versuchten und getverbsmäßigen Mädckienbandel. ferner wegen Vergebens gegen das Aiiswanderergeseb und schließlich wegen versuchter Beamtenbcstechung. die der An- »klagte sich dem Polizciwachtmeister Selle und dem Gcn- darineriewachlmcistcr Wonek gegenüber schuldig gemacht fall. Vubelski. ein Mann von 45 Jahren, war .,r- prilNglich Gastwirt in eine,» russisch-polnischen Nest. Tort ernte er die Einträglichkeit des Schmiiggelgcscktzistes kennen, geilte aber bald, da« der Menschenschmuggel ei» noch reiche- rn Gewinn abwcrse. Als der Vorsitzende der Strafkamnier den Angeklagte» bei seiner Vernehmung in die Enge trieb, inugtc er zugeben. daß sein Einkommen zulebt iiiindestenS tl, (ion ,K vro Jahr betrage» habe, obgleich er sehr bescheiden in Muslowitz in einem kleinen Hotel wohnte und seinen Lebensunterhalt recht wenig wie nur möglich kostspielig gestaltete. Lnbclski war von der russischen Regierung wegen Mädchenhandels bereits nach Sibirien deportiert worden, -s gelang il»n aber, nach dreijährigem Ausenthaltc in Archangelsk zu entfliehen, und er N>aiiderte nach Oesterreich. Jedoch auch» doit wurde er ebenfalls wegen Mädchenhandels »alb ausgewiesen und nabi» vor etwa drei Jahre» seinen Wohnsitz in MtiSlowttz. Die AnN.rge wegen deij vollendeten Mädchenhandels stiiht sich hauptsächlich aus Indizien. Diese Indizien Imd Bezirbungen LubelskiS zu überführten Mädchen Händlern, wie es B. auch sein Bruder tvar. zu einen, gewissen Kngelsresscr, ferner aber der Umstand, daß er und seine Angestellten in Begleitung junger, aus Rusiland stam- meiider M-ädchen betroffen wurden. Einen Stich ins Sen- iationellc erhielt die Angelegenheit dadurch. daf> der polnische 21 bgeordncte Korfanty in der letzten Sitzung de» Abge- oid»etcnhauses dir Behauptung aufstellte, das, sowohl der Regierungspräsident als auch der Leiter der Polizei in M»>4- lowitz batten willen mülle». daß Liibelski rin gefährlicher Bloöckvnlüinbler war. andernfalls seien die Beamten eben nicht in der Lage, ihr Amt voll und ganz auszusütlen. Der polnische Abgeordnete warf die ironische Frage auf. ob Lu- lul-.vfi Spionagedienste in R>,bland zu Gunsten Deutichlnnd« igelleicht soviel wert tvare», dah man von einer HuS» »nisiing absab. Der al» Zeuge vernommene (Gendarmerie- ivachtmcrster Wanek gab zu. daß er sich etwa 5 Mal von Lu- b'.lski bat freibalten lassen, al» er bei gelegentlichen Reviiio- • oi! in die Gaslwirtschast von Cohn in Mvslowitz. wo der An- . eklagte zuletzt geivobnt habe, gekomemn sei. Diese Rcvisio- vei Ecbn. dessen Lokal eben nicht gut beleumundet ge- ii.sen sei. hätten nicht Lubclr-ki. sonder» anderen Pcrsönlich- te ten gegolten, die unter dem Verdacht des Mädchenhandcls slaudeu. (siegen Lubelski habe nicht der geringste Verdacht iu»gelegt,I Plötzlich meldet sich ein Zeuge Halcmba ,,'l liiend der AuSiage des Macht»,eisters zum Wort «nd be- fguktz-t. d h ", Mvolaimtz die Ansicht aeberrsckst stabe. Lnbesteki In Tokio ist der bekannte japanische Claalsiiianu. der frühere Gesandte in Berlin, im Alter von 70 Jahren gestorben. Graf Aoki gehörte zu den ersten Japanern, die sich mib der europäischen Kultur vertraut gcniacht haben. treibe in Rußland zu Gunsten Deutschlands Spionage und genieste deshalb weitgehenden Schutz. Vielfach siebt sich da» Gericht genötigt, wegen Gefährdung der Staatssicherheit bei Besprechung dieser Punkte, die Oesscntlichleit auszuschliesten. Die Verhandlung gegen den raffinierten Mädchenhaadler schreitet nur langsam fort. Ein Kronzeuge namens Owzv G o l d b e r g , hat sich den weiteren Verbandlungeu entzogen. Der bereit? erirähnte Zeuge. Polizeibeamter Äalemba aus Myslowitz sagte folgendes ans: Er müsse jetzt, >iachde,n ihm ein gewisser Wcichmann vor Gericht in seiner Beamten- eigentslkiaft koinprimittiert habe. Interna au» der Polizeiver- waltung Myslowitz an da» Tageslicht bringen. Schon vor Jahre» habe Weichmann de» Mgslowitzer Polizeibeamtci, Weihnachtsgratisikationen gegeben. Er selbst habe eine solckie vor etwa 10 Jahre» in Höbe von 25 <4! von Weichniaun auf der Strahe bekommen. Als er Meldung erstattete, habe ihm Polizeinspektor Kraensel gesagt. Halemba. seien Sie doch nickst so dumm. Weichniaun gibt seine Zuwendungen an Polizcibeanite im allgeineinen zu, behauptet aber, dafür keine Gefälligkeiten beansprucht zu habe», llebrigens ivurde ei» vorher vernommener Zeuge. Getreideipediteur Miroweki, unter den, Verdacht des Meineids verhaktes. (fine 5on-krllilirt nodi t>nn likiliytn ftv-k hat im vergangenen Jahre die G rä sin Marie von SolniS-Roedelheini niitgemac.it. lieber diese Reise lut sie uns Auszeichnungen zur Verfügung gcsietlt, die tuir in der nächsten Zeit allwöchentlich veröfsenttichrn werden. Die Stätten, wo einst der Heiland geivaudelt. übten von jeher einen zauberhaften Einjlust auf uns aus. die Renchelchrri- bnng ist frisch und lebendig gebalte,, und von tiefinne>licher Religiosität durchdrungen, so diist ihre Lektüre eine Freude für unser Leser bedeute» wrrd. Wir werden ani Samstag mit dem Abdruck beginnest. ns iirr fskimat. * Kiesten, 20. Febr. An, Samstag, de» 14. Februar I'.ll l send d,c erste Hauptversammlung des bessisckiei, Lau- dckvereins für Krebsforschung in Darmstad« statt. Aus dem Bericht des Vorsitzenden über die bisherige Tätigkeit sei her- rorgehoben. dast es dem Verein durck, eine Stiftung ermög- licht wurde, zunächst 200 Milligramm Radium zu belchassen sowie einen neue» Röntgenapparat aufzusteNeii und eine Strahlen Heilstätte zu eröffnen, die der Frauenklinik in Giesten angegliedert ist „nd Ende Januar ihre Tätigkeit aus- genommen bat. E» steht schon eine gröstere Anzahl von Pa» l»nten in Behandlung. Für den Ausbau der Strahlenbeil- statte ieblen noch groste Miltel. für die die Hilfe des Staate» der Gemeinden »nd wohltätige Private erbeten wird: den» cs sollen unbemittelle Kranke unentgeltlich behandelt werden. Sehr bi«< sie» verlosten. Hier muht« unbedingt durch Einführung «ine» Abonnements, gegen welches sich unsere Stadtverordneten b>»- 1*1 strickt« ablehnend verhielten, abgeholfen iveiden Der Krund, dost dann eine Kontrolle seitens der Fahrer unmöglich sei. ist voisitändig hintallig. Es mutzten nämlich Monatsabonnementskarten elngesührt werden, für jeden Monat von anderer Farbe, s« batz sie schon aus den ersten Blick al, gültig »der ungültig zu erkennen wären. So gut wie setzt der Fahrer kontrollieren mutz, ob jeder Fahrgast sein« 10 Psg einwirst, könnt« r, auch im Vorbeigehen von jedem die Kor!« vorzetgen lasten. Wenn so Schüler, und Arbeiterkarten, sür zweimallg« Fahrt jeden Werktag, sür vlestelcht Mk. 2.5>0 und sür Erwachsen« zu Mk » gültig sür all« Wagen ausgcgcben würden, dann wäre anzuneh. »len. datz bei den viele» Haltestellen unserer Elektrischen «ln ganz anderer Verkehr rinsetzte. Auch könnt« man Jahreskarten oi-sgeben. Durch die verschiedenen Vergünstigungen könnt« di« Bahn, trotz de» billigen Preise», durch größer« Frenenz «ine Mehr«innahme erzielen. Jedenfalls wäre es günstiger für di« Bahn, ihre leerlausenden Wagen, wem auch zu einem billig«»» Preis«, besetzt zu haben, al, gar nicht, einzunehmen. Der Versuch ist nicht strasbar und miitzt« gemacht werden. Vielleicht ! würden di« zuständigen Stellen autzer der Meheeinnahme auch * des Dankes vieler die beute zu Futz taujen sich«, jrin. J»»m Ptinfleiten. Roma» von M. Prigge-Brook. 28 (Fortsetzung!. AI» es ihm ein wenig besser ging, sckrleppt« er ihn selbst mit dm Steward a»ss Deck, schirmte den sckuierzenbc» Kops vor den breitenden Sonnenstrahlen und war glücklich, als der Maser endlich aufstcben konnte. „Siehst D,i. Kind. daS vergesse ich ihm nie. Er bat sich mir alS wahrer Freund der Not gezeigt", schloß Ea -enno. Seitdem umgaben des Mädckzens Phantasien de? j»n- . n Manne» Bild mit eine mHeiligenschcin. Nicht länger war er ihr ein Fremder, sic liebte ihn wie einen Brnder. sagte sie zu sich leibst, ohne z» ahnen, daß es nicht Schwesternliebe war. die ihr Herz ersüllle. "hm war er gekommen und sie konnte täglich um ihn sein. Beide empfanden ibr Ztisamnicnsrln als Wonne. Mar» ging dein Doktor Heinz, wie sie ihn »ach des Vaters Beispiel nannte. z»r Hand. Sie »raren sehr fleißig, ordnelen „nd verpackten »nd verschickten die Skizzen und PbotoS so säuberlich und schön, daß der Maler seine Freude batte und beruhigt in die Zukunft sah. Der Arzt drängte zur Abreise, de, Zustand de» Kranken ängstigte ihn. Carcnno batte in den letzten Tagen sckstvere Anfälle von Atemnot z» bestehen. „Sein Herz ist durch das Fieber so geschwächt, daß ich da? Schlimmste fürchte", gestand der Doktor Heinz auf dessen dringende Bitte. „Wenn er nicht bald abrcist, kommt e> schwerlich nach Graz." . Wozu tvollen Sie de» todkranken Mann den überhaupt noch ans Neise» schicken?" fragte Heinz empört. Der Schrecken batte ihn übcrnonimcn. In banger Sorge dachte er an das geliebte Kind Was würde Marv sagen?" „AIS ich Graz vorschlug, hatte ich Hoffnung, jetzt ober l'.-.t die Krankheit reißende Fortschritte gemacht. Doch da ich. doS Earenno uninöglich sagen kann, bleibt mir nur »och - meine erst- Verordn,,„o aiite'cht «» erboste» " Heinz Sebatd senszte. Er sah i» die nächste Zukunft ivie in ein Ebaos voll Not »nd Verwirrrliig. Wenn ei nur die so beiß Gelieble batte sckuitzeii tonne»! Bedrückt tKrahschiedete er den Doktor »nd begab sich zu seinem Freunde. Er fand ihn am Schreibtisch. „(steht's Ihnen besser?" fragte er überrascht. Earenno lächelte, ein Lächet». Es schnitt Heinz ins Herz. „Ich täusche nrick, nicht", begann der Kianke, „meine Zeit ist »m. Bciiiiihen Sie sich iri-.bl He'n.z. ick' sehe, Sie wisse» alles. Ihr jiisige? G.-sicht h.st die Berftellimg >>ick>t oft geübt. Sie sehen aus. wie einer, der soeben das Todesurteil seines besten Freundes mit ai'gehört %'t. Sollte ich mich täuschen?" „Sie haben gehorcht, Mar?' ' fragte Doktor Heinz nun gequält. Earenno verneinte „Dessen bedaes es »ach de. I. Nack t nicht mehr. Ich habe zwei Semester Mrdiz>» siudi er!, bevor ick, M cker wurde. und weiß, was ich von den Anfäl II ,-it zu ballen Tk ibe. Mehr als einmal hält inein Her; nick-t an,-." „Sie täuschen sich. Mar. Sie » üssen Geduld haben. Es werden bcssre Tage komnien " „Nicht für mich. Freund. D ocki in» mich hau d.It es sich doch auch nicht. Ich habe mich !> ergesalleppt. weil l ich meine Angelegenheiten ordnen möchte. 1 io lauge ick, »ocki Zeit dazu habe." Er bedeutete Heinz, der etwas einwendcn wollte, durch eine .Handbewegung, zu schivcigen. dann fuhr er leise, oft unterbrochen durch seine Atemnot, die ihn jetzt ständig quälte, zu sprechen fort: „Mein Testament habe ich bereits vor vier Iah een gemacht. als meine Fra» mich verließ. Ich wollte dadurch verhindern, daß sic nach meinem Tode Anspruch aus meine Hinterlassenschaft erbeben könne. Was ich besitze, gehört Mary. Es ist nicht viel, doch ick, hokie. mein Kind wird bei einfach:» Anspiiiche» lebe» könne», »nd nun» sic. nu» ich nicht ver- »nite. unverheiratet bleibt. Sie- ist indessen noch zu jung, ui» allein zn leben mich quält die Sorge, wem ich sie anver- trane» könntet Bei Hofrais hat sie sich nicht heimisch ge- sinilt. nahe Verwandte, die ich bitten könnte, besitzen wir lückit. So iiobe ich die größte Angst, datz meine verflossene F, >: sich ihres Kinde? erinnert »nd Mary bestimmt, z» ihr „n ziehe:,." „Da? ist »»möglich", unterbrach Heinz ihn erregt. „Natürlich, mehr als das, »nd doch, was wollen Sic? Sie ist und bleibt die Müller, das Kind hing an ihr. Sie weiß noch nicht. >»»' tief die Frau gesunken ist. sonst brauchte ich nichts zu sülchten. Ick) habe ibr domals nur gesagt, ivas ich sür gut besaiid. daß schwerwiegende MciniingSverschie- de..steilen »nS das Zusammenleben unmöglich machten nnd daß wie auöeiiiandergeben müsiteii. tingesragt entschied Marys Henz sin micki." Sie tum fieilirti auch istck'I i» Dcrsiichung, zivisckien dem Balcr »nd der Mutier wühlen zu iiuissen, denn ehe die ge- richtliche Eatickwidnng kain, entisok, inclne Fra» mit eine,» anderer'. Ich habe Ihne» schon davon erzählt, Heinz. Ich ahnte nicht, daß sie mich binkerging, sie hatte es nicht nötig gehabt. Ich war ja ganz fest eutschlasscn, sie frei zn geben, weil unkeic Ebc schon längst n'lbt mehr bestand. Wir paßte» nicht zusnmnik»." „Und Mai» ahnt.' nickst»?" „Wer weiß, was sie ahnte. Friedlich ging es nicht bei uns zu. das können Sic sich vorsiellen Obgleich ich es der Frau nachsager, »»iß. d>ß sie den, Kinde nach Krasten feru- hielt. was sich fernhalten ließ. Marv ging tumals in eine Schule in Halbpension, schlief eigentlich nur zu .Hause. Sonntags war sie bei mir im Al - licr. So lange sic sich erinnert, hat sie eigentlich in» ei neu Vater gehabt." „Folglich hängt sie nicht an der Mutter"' Der Maler schüttelte den Kops. (Fortsetzung solgt.I mt. 4 » Neue Tageszeitung. Freitae, oen 2K. ^fcbirunr 15 jt. Sni« Z * Hungen, 20. Febr, In Steinhelm hat sich der in den Over Jahren stehende Fleischer ans Hungen in einem Anfall« von Schwermut mit einem Rasiermesser die Kehle durchgeschnitteu. Schon vor etwa 5 Wochen hatte er «inen Selbstmordversuch durch Erhängen gemacht, tonnt« aber damals von seinen Ange- t origen wieder adgeschnittcn und ins Leben zuriitkgerufcn werden. » Franksurt a. M., 18. Febr. Die Amtsblätter unserer Kom- munalverwaltungcn bringen von Zeit zu Zeit die Mitteilung von neuen Strahenbcnennungen. Teils find es alt« Straften, die neue „bessere" Namen erhalten, teils belegt man neuentstan. bene Straßcnzügc mit modernen Bezeichnungen. In beiden Fällen geschieht die Taus« durchweg vom grünen Tisch aus, un- belümmcrt um Denkmalschutz und Heimatpslcgc. Alte trcff. liche Bezeichnungen verschwinden, weil sie unästhetisch sein sollen! so werden aus schmalen lichtlosen „Tasten" — Straften, aus den derben Namen Ochsengaste, Eselssteg, Saustiaße usw. Benennungen wie Karotinenstraße, Moltke.Allee, Marstall- strofie geschaffen; uralt« deutsche Namen verballhornisiert eine unverständige Jetztzeit und kümmert sich nicht im geringsten um die Etymologie. Zwar hat man die Gemeinden angewiesen, bei Benennung neuer Straßen die alten Namen zu schützen, alt« Flur- und Ortsbe,Zeichnungen anzuwenden, aber nur in »er. schwindend wenig Fällen folgt man den begrüßenswerten An. rcgungen. Man arbeitet eben viel zu gern auf eigen« Faust, selbst aus die Gefahr hin, sich lächerlich zu machen, was gerade in dieser Beziehung sehr leicht ist. Wo man aber in neuen Straßennamen die ruhmreiche Vergangenheit einer Stadt wieder aufleben läßt, sei es durch di« Erinnerung an große Mit. durger, bedeutungsvolle Gedenktag«, da sollte man zu eineni einfachen Mittel der Erklärung greisen, nämlich, daß man über dem Straßenschild« rin« knapp« treffende Erklärung des Namens fleht. Wieviel Personen rvistcn in Frankfurt z. B. was Namen bedeuten wie: Eytelweinstratze, Lindleystraß«, Rat Bcilftraß«, selbst Fichardslrahe, Feyerleinslraße, Eagernstraßc usw. sind vielen leer« Bezeichnungen. In Eharlottcnburg, Dresden, Leipzig, Chemnitz, Hildcshcim ujw. enthalten di« Straßenschilder Ertlärungslaseln. Gern wünscht der Fremde die Erklärung alter Eigennamen, die aus di« Ocrtlichkcit und aus dernhtmte Bürger sich beziehen, und dem Einheimisäzen die, een die Erklärungen zur Auffrischung der städtischen Geschichte. Di« Kosten für die Schilder find im Verhältnis zu ihrem erzieherischen und Bildungswert recht gering. Wann wird auch hier ,,u Lande mit Straßenerklürungs^childern der Anfang gemacht? Welche Stadt oder welcher Dorf geht wagemutig voran? * Frankfurt o. M., 20. Febr. Wie schlecht mancher Handwerker noch rechnen kann, beweist di« Vergebung von Schioster- orbeiten für di« Sachsenhäujer Feuerwache. Der Mindestsor. derndc verlangt« 208« Pik., während die Tax« bi« Arbeit mit 2öl>0 Mark ohne Lohnberechnung bewertet hatte. Bei Zuschlags- ertrilung konnte der biedere Handwerksmeister von vornherein ichon 410 Mark an Materialverlust verbuchen und dann die Arbeit ucnsonft m«ch«n. — Die 28jährige Frau eines Buchhändler» ist mit ihrem Flurnachbarn, einem verheiratete» Tapezie- wr, duichgebiannt, »adchem sie vorher etwa 0000 Mark erspar. 1er Gelder flüssig gemacht halt«. — Aus dem hiesige» Haupt- bahnhof stießen zwei Rangicrabtcilungen zusammen, wobei nehrere Wagen entgleisten. Durch di« gesperrten Gleise erlitt der Bcrkehr »ach Bebra, Basel und Mannheim erheblich« Stö. rungen. Personen kamen nicht zu Schaden. — Eine zweite nächllich« Streife der Polizei durch di« Umgebung der Fiied- berger Landstraße ergab di« Festnahme von 00 wohnungslosen Personen. — Für die Faslnachtstage verbot der Rcgieiungs. präfident jeglichen Straßenhandel mit Karnevalsartikc!» und das Schlagen mit Pritschen Jed« Roheit soll von den Schutz- lenten unnachsichilich geahndet werden. — Auf der Fahrt von Wiesbaden nach hier trug sich in «inem Eisenbahn.Postwagen «in eigenartiger Unfall zu. Als «in Beamter ein Paket in di« Hand nahm, entlird sich in demsetben ein Revolver. Das Geschoß ging dem Beamten unmittelbar am Kopse vorbei. Bei der Ocssnung des Pakete» fand man in der Schußwaffe noch weitere scharfe Patronen. * Frankfurt °. M., 20. Febr. Zur Vermehrung der Schau- snmmlungen der Senckenbergischcn Museums stiftete Dr. Car! Gerloch einen Betrag von 10 000 Mark, «ine andere ungenannte Persönlichkeit «inen solchen von 20 000 Mark. — Im letzten 2»hr hat das Museum durch Schenkungen «inen derartigen Zu. wachs «isahren, daß die vorhandenen Räum« bei weitem nicht ncohr imstande find, di« teilweis sehr lostbarcn Präparate zu bergen. Eine hervorragend« Bereicherung erfuhr die Vogel- sammlung durch Frau Bonn und Herrn Harlmann (Rieder, höchstadt), die Mehrer« tausend Bälg« tropischer Vögel stisle- lcn. Di- Sammlung europäischer Fisck,« ist jetzt'die bedeutendste Deutschlands. Auch di« paläontologische Abteilung ist durch kostbar« Seltenheiten, die ihr letzthin geschenkt wurden, ein« der ersten Sammlungen der Jetztzeit geworden. Ein im' Vau be. giissener neuer Museumsslügel soll den Zwecken eines zoologischen Instituts dienen und kostet 500 000 Mark, di« durch) zins. Ivclc Anteilscheine aufgebracht werden. Der Haushaltsplan des Museums schlicht für 1814 mit 130 800 Mark ab. Hcsien-Rosiau. * Bad Homburg, 19. Febr. Für die Einrichtung neuer Ba. de zellen und Trockenanlagen im Kurbad bewilligte dl« Stadtverordnetenversammlung die Aufnahme einer Anleihe von Mk. 20100 Mark. Sic gcnehmigic sodann nach längeren Beratungen den Kuictat für 1814, und zwar im Ordinarium mit 548 045 Mark Einnahmen und Ausgaben und im Eztra.Ordinarium mit 111 000 Mark Einnahmen und Ausgaben. Der Antrag auf Schaffung eines Bcrbindungsweges noch dem Siamiempel wurde «egen d-r hohen Kosten abgelehnt. Für die Herstellung oer durch den Frost stark beschädigten Alarmvorrichtungen der Feuerwehr stell,« man 1200 Mark zur Berfügicng. Den Beitritt der Stadt zum Rastauischen Verkehrsverband hieß man einstimmig gut. Eine scharf« sachliche Auseinandersetzung über Notstandearbeiten zwischen Magistrat und einzelnen Stadtver. ordneten schloß dir Sitzung. "?• E. Höchst n. M., 20. Febr. Im Januar d. I. »äch- tigic ccr Fabrikarbeiter Bernhard Klebing in Griesheim a. M. einmal bei dein T-rolöW'-- Andreas Ewstch dorfteibst. Diesem mauste Klebing in der Rach! !> Jf ans der Tasche. Kino Frau, die er aus einein Maskenball kennen lernte, hielt er z»r tluznch! an, daraus eigene:, Nutzen ziehend. Tie Straffammcr zu Wiesbaden belegie ihn mit l! Monaten 2 Wachen Gefängnis. * F. E. Griesheim a. M., 10. Febr. Tie Polszciverwal- tuna in Griesheim a. M. hat den, Vorstand des Arbeitrr- tnrnvereiiis sowohl wie dem des Arbeiter.Sänger- und des Arbeiter llindfahrcrvereins mitgcteilt, dasz die trag!. Der- eine, da sie auch die politische Erziehung ihrer Mitglieder im Auge haben, aus Grund des Reichsvereinsgesetzes als politische Vereine anznsprcchen feien * Zeilsheim, 20. Febr. Bei einem Einbruch in den Kon- sumvciein erbeuteten die Diebe große Mengen pon Wuistworen und anderen Lebensmitteln. * Soden, 20. Febr. Die „Sadcaer Zeitung" hat eine Ab. teilung für — Beleidigungsinserate eingerichtet, denn sic weist im redaktionellen Teil daraus hin, baß bas „Bclcidigungsinfe- rat" in der Samslagsausgabe nicht auf Soden, sondern aus Rcuenhain Bezug hat. Hoffentlich entsprich! diese Reueinrich. iung den Erwartungen. * %, Ufingen, 20. Febr. Zufolge Beifügung des Regierungspräsidenten ist der Sladlrechncr Wilhelm Kley dahier für den Standeramtsbezirk Usingen zum Stellverireier des Standesbc- amicn ernannt worden. * F. C. Wiesbaden, 20. Febr. Dar Schuhmacher Adam Emnielhaiuz in Wicsbadpn, der sich an einem schulpflichtigen Mädchen verging, wnrde deshalb von der Strafkammer zn 6 Monaten Gefängnis verurteilt. * F. C. Wiesbaden, 16. Febr. Seil 14 Jahren versah bei den, Bau- und Sparverein Biebrich der Papierhändlcr starl Balzer früher in Wiesbaden jetzt in Dotzheim wohnhaft, die Kassengeschäfte, ohne das; seine Geschäftsführung zn Anständen größerer Art geführt hottrn. In den letzten Jahren seiner Tätigkeit, die die Kraft eines ganzen Mannes erforderte und für die er bis 1009 d«S sehr geringe Entgelt von 000 J( bezog, aus daS er von da ab midi noch mit Rücksicht ans schlechte finanzielle Lage der Vereins verzichtete, verübte Balzer aber Praktiken, die nicht nur »ichi reell, sondern auch mit dem Strafgesetz in Konflikt standen. So kam es, das, sich Balzer heute vor der Strafkanimer Wiesbaden wegen tln- trene zn verantworten halte, weil er von 1000 bis 1011 ein Plus von >0000 JC für seine eigene Tasche gemacht hat. Schiebungen mit Wechseln und dergleichen winden auch hier wie so oft dem Angeklagten zum Verderben. Das Gericht kam zur Verurteilung des Angeklagte» Balzer wegen Untreue und erkannte auf 0 Monate Gefängnis. * F. E. Wiesbaden, 10. Febr. Ofensetzer ist der Ol jäbr. Johann Kaus in Frankfurt a. M. von Beruf. Seit etwa eineni Jahre setzt er aber keine Ocsen mehr, seht auf Pferde und bat, seitdem er sich ganz diesem „Sport" gewidmet, wenn man seinen Angaben glaube» will, stets ei» PlnS gehabt. Dazu mag aber auch beigetragen haben, daß er bei der Wrstt- bermittelung, die ihm heute ein Verfahren vor der Wiesbadener Strafkammer zugezogcn hatte, nicht immer ganz reell vorging. So zahlte er Mitte September v. I. einer Frau Meyer in Wiesbaden eine» von „Rosalinde" gebrachten Geivinu von über 200 M prompt aus. Ais dicseibe Kundin am nächsten Tage 800 M einzustreichen hatte, die „Ninive" gebracht, da versagte Kaus. Daß er deshalb mit dem Strafrichter in Konflikt kam, ist nur zu erklärlich. Vor diesem erklärte er heute, sein Buchmackier Carsch in Lnzern habe die Wette wegen nicht genügender Deckung nicht angenommen, er habe also auch den Gewinn nicht ausbezahlen können. Nicht nur Wettverinittclung, sondern Beihilfe zur Bnchnwcherei hielt das Elericksi für nachgewiefen und nahm Kaus in eine Woche Gefängnis und 700 M Geldstrafe. — Auf eine Frage des Vorsitzenden, ob die von den Gerichten über Buchmacher, Wettvermittler und dergleichen verhängte Geldstrafen von einem Verbände bezahlt würden, gab der Angeklagte keine Antwort. * F. E. Wicsbodcn, 16. Febr. Ter „NennNub Wies- baden" hält am 26. Februar seine diesjährige Hauptver- sammlnng ab. Der Rechnungsabschlnsz vom abgelanfenen Jahre zeigt ein weit günstigeres Bild als der vorjährige. * Wiesbaden, 20. Febr. Beim Spatzenfch'.eßcn in der Gärtnerei Philipp Müller in der Franisurierfiraß: wurde die Injährige Tochter Müllers durch einen Schuß in die rechte Seite ge- trosfen. Di« Verletzt« wurde in bedenklichem Zustande in das Krankenhaus gebracht. * Herbor«, 20. Febr. Als der Landwirt Krug aus Lizen- ield seinen Orispfairer zu einer Amtrheurdlung nach dem Nach, öardorfc fuhr, zerbrach plötzlich der Wagen. Beide Männer stürzten ab. Während der Pfarrer leicht« Hautabschürfungen erlitt, trug der Wagenführer Krug schwere Verletzungen davon, die seinen Tod nach wenigen Augenblicken herbeiführten, * Marburg, 20. Febr. In der städtische» Kläranlage an der Gisselbergcrstraßc wurden einige Teile des Rumpfes einer weiblichen Kindcslcichc angeschwemmt. Allem Anschein nach handelt es sich um einen Säugling. Die Behörden find eifrig dahinlec, di« Mutter zu ermitteln. * I. C. Neuwied, 20. Febr. Neuwied, die schöne Stadt am Rhein, die erst im Jahre I6!0 vom Grafen Friedrich in der Absicht gegründet wurde, eine Freistätte zn schaffen für olle, sowohl geduldete als tzerrcl.igle "icligionsverwandte", schickt sich an, Fcstschmnck anznlege», um den Prinzen Wilhelm zu Wied und feine Gemahlin, da - künftige „Mbret- Paar von Albanien", sowie die unter Essad Pasiha's Führung stehcnde albanische Abordnung zn empfangen. Am Bahnhof sind viele fleißige Hände daran, einen Triumphbogen zu errichten, über dem bcriiS ein goldenes „W" niit der Königskrone prangt. Prinz Wilhelm hat sich, wie schon gemeldet, am 17. Februar nach London begeben, wo er bereits angelangt ist, um von König Georg von Großbritannien und Arland emvkanaen ru werden. Von da reist der PArz nach Paris, NM ani heutige» Tage de« Präsidenten der tzlepnbiik, dem Ministerpräsidenten und dein Mnister des Aeiiszere» seine Aufwartung zu niacheu und einer Einladung zn einem Galnfrühstück im Elysee zn folge». Die Besuche na.d politische Höflichkeitsakte. Von Paris komnieiid, trifft Prinz Wilhelm aiii 20. Februar nachmittags in Neuwied ein, nachdem bereits im Laufe des gestrigen Tages seine Geinah- Nii mit dciii Fürsten, der Fürstin und dem Prinzen Dilior z» Wird. LegationSrat an der deutfchcn Gesandtschaft in El.ristiania. von Berlin im hiesigen Schlosse angekommen sind. Dir albanische Abardiliing wird am 21. Februar über Köln iiiit dein Zuge 12.37 Uhr, vormittags erwartet. Sie k'sielst ans 25 Delegierten, unter ihnen Ekrem Bcy, der das besondere Vertrauen des Prinzen Wilhelin genießt, geführt von Essad Pascha, der ein Mitglied des zu bildenden Kabi- nelts werden wird. Sie begibt sich von dem Bahnhose in Wagei, sofort in das Schloß, wo sie Fürst Friedrich zn Wied euipsäiigt und in den sogenannten „Unteren Saal" geleitet Hwr findet eine feierliche Audienz bei dem Prinzen Wilhelm, der auch Prinzejsin Wilhelm anwohnt, statt. Im Anschluß darn folgen die albanische» Delegierten einer Einladung des Fürsten zu Wied zu einem Galafrühstück im Rokoko-Saale des Schlosses, an dem nur noch die Mitglieder des Fürstlich Wied'schen Hauses teilnehmen werden. Nachmittags um 5 Uhr wird die Abordnung auf dem 2 Stunde» von Neuwies 262 Meter über dem Rhein gelegenen Schloß Waldheim— Monrepos, von dem man eine» herrlichen Blick genießt über t>os wunderbar schöne Land, das im weiten Becken den; Ve- sckzauer z» Füßen liegt, abgeschlossen von den mächtigen Ge- birgssystemen des Taunus, Westerwalds und Hunsiück, sowie von den Vulkan ischieii Kegeln der Eifel, durchströmt vom deutschen Strom — van den Geschwistern des Prinzen Wilhelm, dem Prinzen Viktor und den Prinzessinnen Luise und Elisabeth zu Wied, empfangen und zu einem feierlichen Tee geladen. Gegen Abend kehrt die Abordnung nach Neuwied zurück und begibt sich nach Leipzig, von dort nach Schloß Waldenburg im Königreich Sachsen, um dem Bruder Prin- zessi» Wilhelin zi, Wied, dem Fürsten Otto Viktor von Schönberg-Waldenbnrg ihre Auswartmig zu machen und die Heimat der Prinzessin rennen zu lernen. Bo» Waldenburg treten die Albaner über Wien die Heimreise nach Durazzo arp Tie Abreise des Prinzen dorthin ist »och nicht festgesetzt. Lercinigt» Stadttheoter Frankfurt a. M Opernhaus. Samstag, den 21. Febr., abends halb 8 Uhr: „Polentckut". 17. Vorstellung im Samstag-Abonn. Gew. Preis«, Eckiauspielbau». Samstag, den 2t. Febr., nachm, 4 Uhr: Vorstellung des besonder» «vn-äßigten Pceisen: „Der gestieselt« Kater". Arche-» Abonn. — Abends 8 Uhr: „Die goldenen Palmen". 17. Vov> steliung im Samstag-Abonn. Gew. Preis«. Kursbericht van, 19. Februar 1814 der Mitteldeutsche» Crrditbank Aktienkapital ». Reserven AI. 70 000 000 gegründec 1856. Fraatsurter Vörie. 47»Reichsa»Ieih« 8810“, 37„ 87.15 . 37. „ 78 20 . 37» 7» Prcnß. v onsol» 57.15 „ 37. .. „ 78.15 . 47. Men 97.10 . 37.7. „ 85 30 „ 37« „ 74.50 „ 47» Oestcrr. Goidrent« 83.60 „ 47.7. „ Eiiberreute 57 75 „ 4 7, .lunar. (io!Dvcnlc 84.25 „ 3„ „ lironenieiite 83.10 „ 4 Portugiese» Serie l —.— „ 4 „ „ „ Hl 64.50 . 3 7.7» Russen v. 1805 89.— „ 4 7» „ „ 1802 91.50 , 4 7,7« Japaner 92.10 „ 4°/» Türken von 1903 83.50 „ 47 »Ad>ninistr. Türke» 70.— , Türkculvose M. 160.50 . 17„7» isriechen u. 1890 57.— „ 17.7. Mvnopo!»Äriech. —.— „ 37» Auea.-Air. Pr. Anl. 68.25 . 3 7 , Silder-Oltexikancr 45410 „ 4 7,'. Mer. Irrig, A»I. „ 4 7,7. Ehinesen 92.10 , Buderus E.-W. 2!ci. 113.— „ Schuck, iilektr. Ges. „ 153.7« „ Berliner Äörie. Eschweiler Bergw. W Bochumer Gußsiahk „ 222 .— 226 25 Gel.eukirch.Bergtv.Akt. 195.25 n Harpener Bergbau n 186.'/, Hainbg. Auik. Pak. „ 145.50 v!ordd. Lloyd „ 125 V» „ Berliner Ha«tdels Ant — Mitteld. Creditb. Akt 120.50 " Tarmftädt. Bank „ l22. , / 9 Teutsci-e Bank „ 200.75 Deulsch-Asr-atilcheBanl 121.50 Diskonto Komm. Ant. 19? '/, H Dresdner Bank Akt. 158 50 " Oe st. Creditanst. Akt. 206 50 " Lombarden „ 22.50 " Dtsch-Uber>ee (5.G. „ 10.— " Oe>terr.Staasbahn „ 15v?/, * Höchst. Farbwerke „ 656 75 " ^l)em.Fabr.Albert „ 450— ” Rutgcrowerke „ 2»;125 " Steaua Aomana „ l.>0 — Phönix Bergb. „ -44?/, " tZ)ricsheinr Elektron „ 2b8.— »-jeUftoss ihialbl)oj „ :28.— " Holzverkohlungs-Ind. 324.10 " Laurcchüte „ 165.50 " Privatdiskonl „ 3. 1 /* " Tendenz: behauptet. Berliner Hairdels Ant. —„ Deutsche Bank Akt. 260.— M Disk.Äonnnandit Ant. 198 25 0 Dresdner Bank All. 158 25 „ Pet.^nl.HandclLb.Att. 2> 8.50 „ Russ.B«nkf.a.Hand.^k. 171.— „ Schantung E. B. Akt. 139.75 „ Baltimore u. Ohio —.— „ Lanada Pacific Akt. 217.25 * Prince Henri B.Akt. 163.— w Türkenloose s -9i. 168.75 „ Hohenlohewerke Akt. 129— » Deutsch-Luxemb. B.Akt. 144.50 .. Laurahülle Akt. Iu4 25 „ Oberichlejlel Akt. 92.50 « Phönix Bergbau Akt. 244.— n Aonrbacher Hütte „ 162.— Gelsenkircheu Bergw. A. 195.25 « Harpeuer Bergbau Lkk. 188.55 « Allg.Elek.GeseUsch.Akt. 249?/. * Siemens u. HalsleAkt. , Tendenz: behauptet. Londoner Bsr.e. Atchiion Topela Doll. 100?/, Southern Pacifik „ 9'.75 Chicago Sloct 2sl. .. 7.56 Mlss^iani.u.Tez.Sr. „ 21.75 Union Pacific. »» 160.25 U. S. Steel Common,, 67.25 Amalgamated o.opp. Doll. 78.25 Charteren Company Ljtr. 1.01 Ca,irano Proprieiary u 2. 6 Coldpelds .. 2.5V Aano Mines ^ 6.06 De Beers CoNivlU» M 19.2# Die Zcjiofttenkalle Krieuberg i. H. empirehli sich zur !rmittluug silier bankniüssigen Keschüffe. - und Neiiau, von Werlpapiere» an allen Börccii. tchlung lau>endcrRechnungen unö proa>!ions,reicr Schcck-Eontl wcchsiung von Evupons und Sollen, nähme von osiene» und oer.chloüeiien Depot» igegennahme verzinslicher Spar-Emragen,