Rummrr 41 piittuiorti, den 18 . irUntnr l!M 4 . 7. Jahrgang Tageszeitung Ik „!'«» evcheini leben SUerltog. Regel,naßlge Beilagen ,,®»r Sauer an» Oelsen", „Pie SpinnSutzeScinneprei»: Bei den Polanstallcn »lerieliahrlich Mt. I,Ü5 tci den Axenlen inomHlid) 50 Psg. f)in\a tritt Pollgebuhi oder lrägerlohn. A»,eigen: Grund,eile 2» Big.. lokale >5 Psg„ An,eigen von auswäno werden durch Vo Mach,rahme ki idden Ersilllimgsort Jriedberg. »christleilu», und Verla, Friedberg (heilen», Hanauerilraßc 12. Femiprccher 4S. Pssls-tzea-Eeut» Be 48>s, fl ml ^ranlturt «. Hl. Urb erficht. — Ter Prodi»,i«lvorsitzende des Bundes der Londlvirtc für Posen, Major a. T. Endest, ist gestern Abend nach längc- lcr Krankheit gestorben. Ce feierte gestern seinen OicbtirU* lag, und Dr. Rorsicke gedachte im Zirkus Busch seiner erst- maligen Abwesenheit von einer Generalversammlung des Bundes der Landwirte. — Ans dem tfift de» Walchensee« brachen gestern drei Arbeiier ein. Alle drei eriranken. Die Leichen konnte» geborgen werden. — Durch die Niederschläge der letzten Tage hat der Main stärkeren Ziisluß bekomnien und das Wasser ist im Steige» begrissen. Tie Haltestelle Wirtheim bei Wächtersbach ist seit Montag mittag durch die Kinzig von dem gleichnamigen Tors« getrennt. Auel, aus Mainz wird ein Steigen deö Main gemeldet. — Sou der Warschauer Polizei wurde den Tanzschulen bei Strafe verboten, den Tango z» lehren. Gin solches Polizeiverbot ersolgte vorher schon in Lodz. In ganz Rußland ist der Tango in den Tanzschulen unterdrückt. Ter französische Botschafter in Petersburg, Paleo- logue, lvurde mit den Herren der sranzösischen Botschast Kistern mittag vom Zaren in Zarskoje Selo empsangen, wobei der »cuc Votsck»astcr sein Beglaubigungsschreiben überreichte. Bei einem Zusamnienstost im Kosakcndors Terowokas» zn isch n Einwohnern und Polizei, wurden sechs Personen gelötet und 21 verletzt, davon 7 sckgver. Bei Wellslert in Malsachusetts ist die italienische Barke „Eastngna" gescheitert. Acht Mann der Besatzung irmbi'it gerettet. 5 Mann sind mit dem Kapitän in den Wellen uinaekommen. Zwei Eisenbahnznge der Friseobahn sind in der Nähe von Spriogsield in Missouri znsammengestosten. 58 Perlenen wurden mehr oder minder schwer verletzt. Ter Fing ParniclinS über den Montblanc hat den Amerikaner Sita« Ehrislosserse» zu einem erlüge über die Sierra Neva»a i» Kalosornien veranlagt. Ehristoffersen begann gestern leine» Fing in San Franziska und legte 260 llilon-ter zurück. Ter Flieger erreichte bei der Nebee- enernnq des ktzebirgcs Höhe» von 2500 Metern, kr hat aber den höchsten Gjvlel des Elebirges vermiede». Tie merikanische Negierung hat eine Sermögenssteuer in Hohr von «ingrsnhrt. Sie trifft Vorbereitungen zur 0 Mission von 500 Millionen Pesos Papiergeld im Zwangs- knrs. Ter Wechselkurs wich gestern, weil da« Gerächt verbreitet war, die Regierung werde den Erport von Silberbarren erlauben. Ums aber abends wieder bestritten wurde. vie Gelclresfabrilr. ES gibt kann, jemand, der nicht schmerzlich enttäuscht wäre, wenn er z»n> ersten Male von der Tribüne o»8 an einer Sitzung de« Reichstages teilnimmt. In der Schule !>-->» man von den Ratsversamnilniigen der Alten gehört, daß di ■ Würdigsten und Weisesten daran teilnahmen. Mit einem <>., tiibl der Ebrknrcht denkt man au die gesetzgebenden Kör- : ei schalten sogar der kleinen griecknschen Stadtrepichliken ;■ aer Zeit. Unser Reichstag aber hat nichts von der er- tiäuinlen Würde: es gib» viel Parteigezänk, viel unnütze? Reden, und die eigentliche Gesetzesfabrikation vollzieht sich 'nin Sck-lnß meist ln wilder Hast. Tat sind Dinge, die von den einsichtigen Wählern längst r'S nahezu unerträalich enipsunde» wurden, aber sie sind, scheint c? nnahwendbar. Jetzt bat auch die Korporation der Aeltesten der Kaufmannschaft in Berlin, an deren Spitze der ■'uidi.t.ii, vro'-de»« leibst steht, in ihrem Jahrbuch gegen die —angell'att« Vorbereitung und Überhastete Annahme der ' -.' g e sich gewandt. Wir haben ja in der letzten Zeit einige lünüsche Brftpiele datür erlebt. Ta? Mißtrauensvotum de» Kanzler wegen her ZabernnIIäre, da? am t Tc- -einber nnSgeiprockv» wurde, tat am 23. Januar alle» biir- rlickien Parteien wieder leid: und doch tvar man bereit ge- -,len anläßlich d-e Zalvrnatnire talart neue Geirhe z» lch.il- fc». fcie dazu beltininck hmrfii die inilitärilche Bekehlsgewalt ,z obersten .Kriea?herrn erheblich einznengen. Ein noch beisres Bcilviel dielet die Krankenversicherung der Tiensi- boten. dir von der Mehrheit de? Reichstages mit »»glaub- lidyr Firigkcit angenommen worden ist. ohne das, sie sich oer Tragweite der einzelnen Bestimmungen bewußt war. Zn Beginn diele? Ines bat es nun die große Verwirrung g-aeb ,i: »nd auf rininal v'ünschten gerade die Parteien, die da« Gesetz angenomincn hatten, seine HinanSschiebnng mn ein Jahr. Es ist ä.stade, daß den Vorsitzende der Aeltesten der K: f- beitze» Geli-genl,eilen die Rechte de? Hauies nicht z» dein Troß der eiligen Gesetzesiabrikantcn g-.-hörte. ES wird zu allermeist über die eigene Tmnurbcit geklagt, wenn auch gc- lkgentlich ei» Tü"deut>ock n-r - lckü'bcn wird In de,,, ,rc- nannien Jahrbuch wird namentlich die Regierung ange griffen, weil sie nicht rechtzeiffg fiir die nötigen Anssüti- rnngsbestiminungen ;» allen den Galoppgrletzrn lorgle. So sei erst am 1t. November im Zcntralblatt jur da? deuffche Reich das Nötige über den Wehrbeitrag veröffenUickü worden. Tas ist richtig: aber man vergißt. dernngSgesktz sur Privataii„ifteUtc: sie ist gleichfalls bereckstigt, aber and> dort haben wir lvieder- uw dieselben Gründe: eS liegt dnrchlvrg daran, daß der Reickistag seine vigentlickie Arbeit im Handumdrehen rr- ledigt, sodaß die Abgeordneten bänsig selber nicht einmal ahnen, welehc Tragloeite irgend eine von ihre» Abstimmungen hat. Gut geleitete Figktionen. die Mir Amt des Geietzes- gebeuS mit der notige,, Gewisseiihaftigloit auffassen, machen den Trubel ja nicht mit, wie man eS insbesondere an der Rechten scstsiellc» kann. Aber auch die — Sozialdemokratie weiß, waS sie will, und da sic allein schon dnrch ihre 110 Mann über die nötige Resonna», vertilgt, ist es ihr zuweilen ein Leichtes, eine ReichstagLmehrheit hinter sich dreinzu- zichen. So wie sic Skandal macht, erwacht überall die Angit vor etiviiiger Nnpopularität, und aus der Angst heraus erklären dann auch bürgerliche Politiker, es müsse unter allen Umständen sofort irgend etlr>aS geschehen. So kommen über hgstcte Beschlüsse zustande. Andere, länger vorbereitete, könnten ein besseres Schicksal haben, werden aber auch erst iin letzten Ailgenblick Hals über Kops erledigt. Unsere heutige Geletzgcberei ist längst nicht einmal mehr Kunfthandlverk: da? dcilffckie Polk bekoliiliit »>lr nocki Fabrikware. Cine Zei»1r»iitl»kii»»-gediiiig. Ter von dem Zentralkomitee der Essener Zentruins- partei an die Gesinnungsgenossen in galiz Trzitschland er- gangelicn Anssortttrnug. nd, an einer Kundgebung zu beteiligen. bllrch die die OictriifOffenheit der Zent, nmspartei AuSdrilck ftliden sollte, leisteten gestern 3000 Anhänger der Zcntrumspartei ans allen Teile» deS Reickx-S Ialge. Tie Leitling der Tagung lag in den Händen des Reichs- und Landtagsabgeordneten Bell. Tie Hailptrcde de? Tage? hielt der Führer der badiichen ZentrillnSpartei. Geiftlidye Rat Wacker ans Zähringcn. Schließlich wurde unter begeisterter Zilstimnning folgender Beschlilß gefaßt: „Tie Tagung von Tausenden treuer Zelitrillnsan- hänger spricht dem Reick^ansschnß der Zentrumspartri für seine Erklärilng volle Anerkennung a»S und dankt insbesondere für die Ziirückweilung der Quertreibereien und der Verdächtigungen der christlich-nationnsen Arbeiterbewegung." Hin Abldilufi drr {lf!ß!l!!inrn‘irffnrm. Al» SamStag. den II. Febrliar hiilten im Restaurant „Zum Slorch" in Frankfurt a. M die Vorsitzenden der Zweigverrine und d--r Hguptverstand dr" Hessischen Lande?. lehrrniercinS eine Versaminliing ab. Iln'er lebhaftem Bei- fall gab drr Dorjitzende, Obmann des Gi-saminereinS Hanpt- kehicr Hufs Taimstabt, der Freude AnSdri ck über die Slel- lungnahiuc der Zweiten Kaimner »nd über da? warme Ein- trälcn des Herrn Prälaten >>. Flöring in der Ersten Kaillincr für die Sache der Lehrer. Tarails referieren er, der 2. Vorlitzrnde des Vereins. Hauvtlchrer Bach-Mainz und der Schriftführer, Lehrer W. Loos-Tarinstadt, nblr den Verlauf der Gehnltkgngrlcgenl'eil in den letzten Dockyn, über die erfolgten Schritte in dielci Sack a. Vefnche bei Aha -o-d- neten, Eingaben. Rimdschreiben. Vcrösfentlichungen nlw. Rach lebhafter, eingehender Aussprache, i» der dar Vorgehen deS Vorstandes einmütige Z»ii>i»ninng fand, noliln die Versammlung folgende Ent!chli-.-ß»lig einstimmig an: „Tic am t-t. Februar in Frankfurt o. M. vcrsamniel- lcn Qbniännrr der 102 " irfoveieine des Hclsiscke.n LiNidrSlehrervrreinS erwarten von de» Mitgliedern der Zweiten.Kammer, daß sie an den Desd'lüsicn vom 13. Tezember unter allen Umslunden iaillob n. Sie sprechen dem Vorstand de? H>i»plverelli-Z für die energische und geschickte Vertretung drr Lihiersack>e ri'i(tiiinnifi Ancr- keiinliilg und Vertrauen ans." ^entlllrcr Reichstag. Ter Reichttag nalnn am Tienstag zilnäcklst die noch ens- slehenden Abstiiiimnilgen über die znm Rrichsamt des In- nern gestillte» Aliträgc vor. Tie Anträge auf Wiede rein- stellnnq deS vom HonshalinngSausschliisc abgclchntcn Betrages voll 46 0f)0 .H für die Llympischcn Spiele 1016 in Berlin wurden mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und eines Teiles de? Zentrums ange- noinmen. Tie lonll noch vorlicaciiden Icrialdemokratiicheli Rrssliitione» sa-galpotit,scheu Inhal»? wurden abgelehnt. Tie so-llSirittliche Rrsoliilio» tut,. Rcuregelung des R chts d -r S»s»I«i,rbeitrr wurde aus bei» Wege de, s»l»m«I- lviungee mit 130 gegen 127 Slimmen ebenl.ills »bgelahnt. Taraiff setzte das Han? die aOsu >.u-iitc Be>vrechu»g des Iusttzetais soit S'latssekretäe I>>. Liec« erössnete ji; mit einer lnappen iachlich Rede, tu der er iiiilteille. daß eine neue Wechsel» ordnung sowie ein Eiienhahnhaslpjlichlges, >, da, H>>l,ii in tz.r luichsten Sisjw.t deßl lstige» weebe. lieber die weiteren Biunü betl. de» iKTidi.'dy» Zngngsvergieickl aii|Vrl,nlb fi .- üi alnrieS. die iiilbrenordnullg bei Red'lsanwältr, die Ptändbarleit des Eintolninell« voll Privotangeslelllen schlvebtc» Eiirüglliigen, die wotzl bald ei» Ergebnis zeltigen Irerdeli. Eilie Beschtennigmig de? Zlvilprozesse, stoße ans inoiini,,i>'che Ldilvierigkeiteli unö lasse sich nur dllrds ein, e.ilgeineiile Reform der Zivilprozeßordniing erlnög!ick>en Fraglich erscheine a«h dir Ernbriiigmig eine» Jngendgc richlSgesetzentlvnrseS. der jetzt fertiggestellte begegne in Fach kreisen starke» Brdcnke». Abg. >>r. Atzlas, sorffchr.) trat für die Hinzuziehung der Lehrer znm Schössenainte ei» »nd forderte eine Neuregelung oer preßgesetzliche» Bestinminngen Prentzen». Wenn er auch für eine Be-kimpiiillg des Schmlitze« in Wort und Bild ein- trete, so diirjc doch nicht gegen Kunstwerke vorgegangen lver, den. Abg Holtschkr (fouf.): Gute Beziehungen zwischen Rich terit »nd Rechtsanwälten sind notwendig »lid ll>i>»sdie-»s>oert, Wir hiilteii eine Novelle znm liesds,isllick>en Schutz gegen lin- erkanute Geisteskranke für nicht so notwendig. Ter von der Regierung gesorderle sechste- Neid -anwalt mnß belvilligt werben: die Kosten können do,h hem höchsten Gericht gegenüber kailin ins Getuidsl fallen. Tie Vorwürfe einer Klasien- jnstiz erscheinen ja immer wieder, sind aber dod> gegen siilhcr (ichciitenb eintzeschräntt. Jetzt spridsl mau mir noch davon, baß der Ridstcr wegen seine« BildmigsgangeS nidst di« Fähigkeit habe, d>is Volk zu verstehen. Aber aud> iu dieser Abschtviicksung ist der Vorwurf der Ktasiiiijilstiz ungereiht. feitigt. Unsere Ridite,- lassen sid> nicht durch ünßere Enistlissc in der Beurteilung Don Rechtssragen beirren. Wollte man sie durch das Voll Ivählen lasse», dann würden die Klo.,e» über angeblich parteiische Beurteilung auch nicht verstummen. Tann wurde cS erst recht Klassen,»stiz geben. Ter Richter muß völlig unabhängig dastchen. Tasiir sind lvir stets ein- getreten und werden es auch in Zukunst tun. lBeiiall rechts.) Abg. Merlin lRp.): Wir haben keine Bedenken gegen Lehrer als Sd,össe», aber man soll sie doch nicht als logisch^ Folge der Jugendgerichte betrachten. Die Durchsührmig der Slcsvlulion der Nationallibcrale». die eine Veschleunigung des Prozeßversahreils wünscht, wild nid,t einfach fein. Tic Mißstände tm Grundstücksverkehr müssen beseitigt, das ZlvangSversteigeningSgesetz geändert werden. Die Miß- standc int Anwaltsstande sind burd) die Uebersüllnng »erur- sacht. Man niuß aber sagen, daß der dentsd>c Richter unk Anwalt sidl oft bewahrt hat. Abg. Wrrnrr-HerSseld (Resp.): Manche Urteile sind dem Volke unverständlich geblieben. ES muß aber aller- getan werden, um da» Veitrauen des Volkes zur Rechl- Pslege zu festige». Eine Resorm des Strafprozesses muß noch »or t0I7 ersolgeu. Eot-„so muß eine Veschleunigung deS Zivil- Prozesse, eiutrcten. Eine Reform des Irrenredsts gehör! zu den dringlichsten Ausgaben der Rcchtsscrm. Abg. I'r. Landsb-rg (Soz.): Tie Resolution der Natio- naNibclalell ans Beschleunigung der Rechtspslcge wird sich kann, durchführen lassen. Wir lehnen sie ab, ebenso die an- deic Resolution, einzelne Teile deS Rcid>SrcchtS z» ver- bessern. Eist nmß die Rcd-Ispslegc von reaftiouären preußischen Anschauungen gereinigt werden, ehe man daran gihe» kann. Einzelne Verbessern,igen verlangen and) lvii^. Millwodj: Fortsetzung. -Schluß nack, 6 11ln-. Pi cn strich er Landtag- flbgcok»»«tenl,chr.l sich für Kemmisstonsberalung «»»sprach. Minister v Dallwitz erlläil«, daß Abschreibungen «u» dem Reservesonds der Spatlcssen nur zulässig sein sollen, wenn der Rese-oefonds 5, Prozinr der Einlagen nicht uberstelgt. Abg. Dr. Baren har st ((tcifonl) bet den Minljler. die Verhältnisse erneut zu pruscn und dem Anträge n:ch: so odleh- n,nd gegenüberzuslehen. Abg Dr. Hahn (tonf) bemerkte, daß die StaateI-ziel- >. ruhig zusthe, wie ein großer Teil der Kapilali:» in» i ol qcb*. da lallte cs die Vogie-uiio al» Ehr«no>vchi belri-lk-'—7 Wt. 41 Seit. L Spotfaffot nach Möglichkeit «ntgegenzukommen. Zn Kriegs- zesten würden di« Sparkassen die einzigen sein, die den Kurs »er Staatspapier« einigermaßen Hochhalte., würden. Seinem Wunsche gemäß wurde der Antrag der verstärkten Eemeinde- kommisston überwiesen. Ein« Reihe anderer Anträge wurde ebcnsall« zur Korn. Missionsberatung gestellt, so der Antrag über den Schutz der Arbeitswilligen, di« Fürsorge für gemeingefährliche Geisteskranke und auf gesetzliche Regelung des Irienrechts. Damit war das Ministergehalt bewilligt. Mit der fortschrittlichen Interpellation über di« Schädigungen durch Li« Sturmfluten an der Ostsee verbunden war die Beratung des Antrages Boehlendorf (konf.) auf Bereitstellung ausreichender Mittel, um den Notstände» «ntgegenzuwirkem und ein ähnlicher nattonalliberal«r Antrag. Abg. L i p p m a n n (Foiisthr.s begründete die Interpella. tron. Nicht nur zum Schutz« der Halligen in der Nordsee sollten Mittel bercitgestellt werden, auch die Inseln und Ufer der Ostsee bedürfen des Schutzes. Minister v. Dallwitz erklärt«, daß di« Regierung zu einer Notstaichsaltion bereit sei. Zu vier Fünftel wolle der Staat die Kosten der militärischen Hilfe tragen, «in Fünftel soll« den Provinzen zur Last gelegt werden. Für einzeln« Personen seien zinslose Darlehen vorgesehen. Auch zur Beihilfe zur Behebung der Schäden in den Seeöadeanlagen sei di« Re. gierung bereit. Die Arbeiten seien zum Teil schon in Angriff genommen. Abg. Frhr. v. Maltzahn (konf) dankt« den am Ret- tuncorociic Beteiligten und fordert« besonders größeren Schutz oer llf«r und Dünen. Abg. Dr. R « w o l d t (freikonf.) fordert« besonders zur prioatcu Wohltätigkeit auf. Nach weiterer kurzer Debatte, an der stch dis Abgg. Dr. Schifferer fnatl.), Stcputat (Hosp. b. d. Kons), Eai- galat (Litauer), Hofer (Toz), Schmiljahn (Fortschr.) beteiiiglen, wurden beid« Anträge an eine Kommisfion von 28 Mitglieder» überwiesen. Der Entwurf ein«; Ersetze» über di« Erweiterung der Stadtkreises Dortmund wurde an di« verstärkte Gemeindekommission verwiesen. Bei der nun folgenden Einzelberatung des Etats des Ministeriums des Innern wünschte Abg. Schmiljahn (Fort- fchrilt) ein schnelleres Aufrücken der Beamten des Statifrtfchen Amles. Abg. v. Bockelberg (konf.) bat, der Anregung, die Rechtsprechung in Steuerfragen dem Oberverwattungsgericht zu entziehen, nicht Folge zu geben. Abg. Dr. Liebknecht (Sog.) fordert« für da» Oberver. waltnngsgeiicht «ine besonder« Prozeßordnung. Aus sein« Kri- ttk der Oberverwaltirngsgerichtsuttcile fragt« Minister v. Dallwitz, was solch« unangemessen Knttk bedeuten soll«: ob sich Abg. Liebknecht für klüger halte als dar oberst« Gericht. Abg. Dr. Liebknecht (Soz.) entgcgnete: Wenn der Mi. ntftrr sein« Krttik für unangebracht halte, so solle er sachlich antworten, nicht mtt schnoddrigen Redensarten. (Beifall bei den Soziaidemokraten. — Lebhafter Uirwillen und Pfuirufe bei ae» bürgerlichen Parteien). Präsident Graf Schwerin rief den Abg. Dr. Liebknecht wegen dieser ungehörigen Aeußerung zur Ordnung. Rächst« Sitzung Mittwoch: Fortsetzung. — Schluß halb 5 Uhr Tagesüberslchl. ch'rntjchco Ueick. :: Schadenersatzklage gegen einen sozialdemokratischen Berfas. Naih der Landtagscrfatzwahl ISIS für den Wahlkreis Ellerfels.Barmen, bei der belamitlich der Pandidat der vercinig- !en bürgerlichen Parteien gewählt wurde, erschien im sozial- demotratischen Verlage von Mollenbuhr «in Buch unter dem Titel: „Was muß man von der Landtagswahl wissen?" Zn ccm Büchlein waren u. a. sämtliche Geschäftsleute von Elberfeld und Barmen aufgcführt, dir für den Kandidaten der bür. gerlichen Parteien ihre Stimmt abgegeben hatten. Drei von diesen haben um, gegen den Verlag von Molkenbuhr und gegen den Verfasser der Buches, den Sozialdemokraten Eohen, Schadenersatzklage auf je Ml. 225 angestrengt. Sie verlangen gleichzeitig mit der Klage auch das Verbot, die Bücher weiter aurzugeben. :: Die Znfluenzaepidsmie in der Hanauer Garnison. Zu den Influenzaerkrantungen im I. Bataillon der 3. Eisenbahn- regi entr in Hanau wird mitgetcilt, daß vorgestern 8t Soldaten gesund geschrieben wurden. Die Besserung im Befinden auch der übrigen Soldaten macht gut« Fottfchritte. Voraus, fichtilch können auch heute wieder einige Soldaten aus dem Lala,ett entlassen weiden. Frankreich. :: Die Epidemiesn im französischen H-ere. Die Epidemien im französischen Heere fordern noch immer ihr« Opfer. In Epi- »al sind jetzt wieder drei, in Le Mans «in neuer Todesfall zu verzeichnen. Zn der Garnison von Valenee wütet Scharlach und Genickstarre. Man zieht jetzt bereits in Erwägung, di« jetzt zu einer Uebung cinberusenen Reservisten wieder in die Hcimat zu entlassen. Rnßlanb. :: Ein großartiges Schistahrtsprojelt. Zn Petersburg weilt tn Vcrireter des amerikanischen Syndikats für di« Binnen, tchiffahrt, Zohn Murray, der der Regierung den Vorschlag niacht, die großen russischen Flüsse im Interest« der Schiffahrt zu verlies«» und zu reinigen. In «rßer Linie handelt es stch um die Wolga und ihre Nebenflüsse. Murray verspricht, gi« Betticsungsarbeiten, die 250 Millionen Dollar kosten würden, in drei dis fünf Zähren anszuführen und verlangt dafür für das Syndelat das Recht, von allen auf den vertteftrn Flüssen verkehrenden Handels- und Passagierfchiffen eine Steuer im Laufe von 38 bis 48 Jahren zu erheben. Di« Regierung hat ihre Antwort auf das grandiose Projekt noch nicht gegeben. Spanien. :: Wolkenbeuch. Ein furchtarer Platzregen ist gestern über Ov'-do »nf» Ilwqeoend niedergeoangen. Die ti-fertt-aenden Reue Tageszeitung. «tUW«q, »<» 18. tfetttuat DU Stadtteile Oviedo» stich vollkourme» überschwemmt, so daß sich die Bewohner gezwungen sahen, auf die Dächer der Häuser zu flüchten. Der Materialschaden ist sehr groß, namentlich der Verlust an Lieh. In b*i Gemeinde La Torr« stich mehrere Häuser vom Wasser vollkommen zerstört worden. Der nach der Ge. meinde führende Eisenbahnbam« ist unterwaschen, der Lettehr stockt vollkommen. Zn ander«» Teiles des Landes steht der Zugverkehr still. Bom Batkan. :: Di« Reis« der Prinzen zu Wi«d. Die plötzliche Wreise des Prinzen zu Wied nach London und Paris hat ein« eigenartige Vorgeschichte, di« des finanzielle« Hintergrundes laicht entehrt Di« Zahlungen, für di« dem neuen Staat Albanien zuxestigt« Anleihe verzögern sich ständig, da di« französtschen und englischen Finanzkreis« bisher wenig Lust hatten, stch an der Anleihe für Albanien zu beteiligen, das man politisch als ganz im Fahrwasser des Dreibund«, schwimmend ansehen mußte. Es erregt auch in Paris und London einige Verstimmung, daß die Borftellungsbefuche des künftigen Herrscher» von Albanien sich nur auf di« Höse d«s Dreibundes erstreckten — in Berlin war der Prinz zu Hause und Rom und Wien besucht« ei besonders —. Während der Reise des Prinzen nach Rom und Wien sondiert« nun sein Eeheimfekretär, Kapttän Heoton Amisttom die englffche Regierung, wi« fie stch zu einem Besuche des Prinzen in London und Pari, stellen würd«. Die englische Regierung setzt« stch mit dem Pariser Kabinett in Verbindung »nd Kapirän Armsttom konnte, wi« das „Hirsche Telegaapheir- Brreau" «rfähtt. nach Wien, wo er mtt dein Prinzen zusammentraf, die Versicherung mitnehmen, daß der Besuch des Prinzen in London und Paris willkommen geheißen würde. Durch diesen demonstrativen Besuch bei den Mächten der Entente hofft der Prinz die Bankkreis« dieser Länder für di« internationale albanische Anleihe günsttger zu stimmen, da «r dokumentieren will, daß das neu« Siaatswefen sich nicht unter das Pro. tektorat einer Dlächtegrupp« begibt, sondern gleichmäßig das Wohlwollen aller Großmacht« sucht. Di« Abreise der Pttiye« nach London erfolgte gestern mittag 1 Uhr 5 Min. vom Bahn. Hof Friedrichstraße aus. Zrntrums-Kaljlfteg in Cöln-Land. Bei der gestrigen Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Köln-Land wurde der Kandidat des Zentrums, Gymnasiallehrer vr. K » ckhoff mit 35 648 Stimmen im ersten Mahlgang gewählt. Der Sozialdemokrat Sollmann erhielt 24 630 und der liberale Staruppe 6565 Stimmen. Bei der Haupt- Wahl im Jahre 1912 erhielt I>r. Kuckhoff 33 372, der Sozialdemokrat 24 288 und der Liberale 8549 Stimmen, außer- dem waren noch 346 Stimmen zersplittert, so daß damals aruh das Zentrum im ersten Wahlgange gesiegt hat. Die Mehrheit war aber so knapp, daß der Reichstag die Wahl für ungültig erklärt hat. Dieses Mal erhielt das Zentrum einen Zuwachs von mehr als 2200 Sttnimen. die Sozialdenmkraten foiinten ihre Stimmen um knapp 400 vermehren, was aber in Anbetracht des Umstandes, daß seit 1912 zirka 6000 Wahlberechtigte neu hinzu gekommen sind, einen Verlust bedeutet. Als Krähwinkler Landsturm hinken die Liberalen an letzter Stelle mit einem Verlust von 2000 Stimmen. Das Zentrum siegte also dieses Mal mit einem Vorsprung von etwa 4000 Stimmen. Der Ausgang der Wahl hat eine gewisse Abenlichkeit mit derjenigen in I e r i ch o w. Hier wie dort ein Anwachsen der siaaiserhaltenden Stimmen, ein Stillstand in der staatsnm- stürzenden und ein Rückgang in der staatszersetzenden Tendenz. Zieht man dabei in Betracht, daß bei den Nachwahlen, wo alle Kräfte in den einen Wahlkreis geworfen werden, er- fahrungsgemaß der Weizen der radikalen Parteien blüht, so ergeben sich für den Rotblock bei den allgemeinen Wahlen trübe Aussichten. Es zeigt sich immer mehr, daß die Wählcr- sthaft aus dem Taumel, in den es 1912 durch die Finanz- reformhevbrüderschast unter Führung des Kansubnudes versetzt wurde, zu erwachen beginnt und zu vernünftigen Anschauungen zurllckkehrt. IMm Prfenren des 6klitw.!-PMo?ig. Infolge des Eeneralpardons bei der Einschätzung znm Mehrbeitrag sind im Kreise Eschwege an Kapitalvermögen bisher 11055 550 M mehr als früher deklariert worden. Hiervon entfallen ans die Stadt Eschwege allein 5 023 915 M. Im Fürstentum Mrkenfeld haben sich bei der Erklärung zur WebrbeiiragSsteuer 19 Millionen Mark mehr ergeben, als bisher versteuert wurden. Auf die Städte Idar und Obcrstein kommen davon 11 Millionen Mark. Kund der Landwirte. Zwanylole Zusammenkunft am Mittwoch, den 18. Februar, abends 8 Uhr, zu Gelten an in der Gastwirtschaft von Stoll. Die LandtagSabgeordnelen Brcidcnbach. I>r. v. Helmolt und Redakteur Hi rj chel weiden anwesend sein. Me Mitglieder und Freunde dcS Bundes der Landwirte aus Gettenau, Echzell, Bingenheim. Reicl>elSheini, Henchcl- heim, Grund-Schwalheim, werden zu dieser Znsamnicnkunft ei »geladen. Versammlung To»ncretag, den 19. Februar 1914, abends 8 Uhr, zu Melbach i» der B l u m' s ch t it Wirtschaft. Referent: Hirsches- Friedberg. Zahlreicher Besuch erbeten. Bereinigte Landwirte. An Mitgliedcrbeitrag ging ein: Ortsgruppe Bischossheim 74.25 'Je ,, Kloppenheim 31.50 „ „ Ober-Dorfelden 49.50 „ „ Wisselsheim 45.00 „ „ Kalbach 69.00 „ „ Schwanheim 62,55 „ Weißkirchen 48.20 „ « Anspach 160.50 „ „ Dörnigheim 57.— . „ Dortelweil 79,70 „ Die Vertrauensmänner werden ersucht, die Mitglieder- listen und Beiträge für das Jabr 1914 recht bald eirizn- senden. Der Rechner! Ad. H c n s e I -Dortelweil. Ans der Heimat. * Friedberg, 18. Febr Mehrere gerichtsbekannte Persönlichkeiten machten ein Erwerb daran?, indem sie die Zink- Bedachung auf der Bindewald'schen Fabrik sowie die Regen- kandeln abdeckten bezw. abschnitten »ud die so erworbene Ware unter falscher Vorspiegelung bei hiesigen Geschäfts- leuten an den Mann zu bringen suchten, was ihnen aber nicht gelang, denn die betreffenden Geschäftsleute hegten Verdacht und weigerten stch. die gestohlenen Sachen zu kaufen. Durch Stadtgespräch kam die Sache zu Ohren der Gendarmerie, welche die Sache untersuchte. Die Beteiligten haben auch bereits ein Geständnis abgelegt. Hoffentlich wird es dem Trio einem Aushilfskellner, einem Dachdecker, sowie einem Gelegenheitsarbeiter vor Gericht in Erinnening gebracht, daß man fremdes Gut liegen lassen muß. * Friedberg, 18. Febr. Der Verein ehemaliger Land- wirffchaftsschüler hält am 24. Februar (Faßnachtdienstag) nachmittags 1 Uhr im Ratskeller einen DisknssionSnach- mittag ab. Unter Anderem wird Herr Regicrungsrat Langermann-Gießen über die neue Rcichsversicherungsord- nung sprechen. * Friedberg, 18. Febr. All«, welche herzlich lachen wollen, und «in paar heiter« Stunden verleben wollen, seien hierdurch nochmals auf den morgen Donnerstag, d«n 18. Februar im Ho- lel Trapp stattfindenden lustigen Bakof-Abend van Hermann Bakof, dem Mitglied des Kgl. bayr. Hostheaters, hingewiefen. Dt« Nachfrage nach Karlen ist «ine sehr reg« und dürste es angebracht fern, stch rechtzeitig Karte« zu besorgen. Es findet nur dieser ein« Abend statt. * Friedberg, 18. Febr. Am Sonntag, den 15. l. Mts., fand zur „Loreley" im Stadtteil Fauerbach di« 8. orbcui- lichc Versammlung der Zimmermeister-Zwangsinnungs statt zu der aus dem ganzen Kreis Friedberg die Ziinmermeistei sehr zahlreich erschienen waren. Um IV 2 Uhr erösfncte der Obermeister, Wilhelm Füller, die Versammlung mit einer Begrüßung der Kollegen, an die sich die Erledigung der einzelnen Punkte der Tagesordnung schloß, die in Rechnungsablage, Festsetzung des Haushaltungsplanes, Wahl eines Vorstandsmitgliedes und weiteren Punkten bestand. Außerdem wurde von Herrn Krankenkaffenrcchner Kühn-Friedberg ein Vortrag über die Rcichsversicherungsordnung gehalten, der i» großen Umrissen die Nengcstaltrurg der Krankenver- siechrung und der hierzu notwendigen Wahlen klar legte. Aus Veranlassung deS Obermeisters wurde den Anwesenden das Irene Winkclcisen mit Matzcinteilung zur Ansicht vorge» lcgt und dieses zum Kaufen bei Neubeschasfnng empfohlen, ebenso wurden zahlreirlie Muster von Handgriffen in den verschiedensten Prosilen und Holzarten gezeigt, um bei eventl. Bedarf sich mit der Firma irr Verbindung zu setzen. Eine Handbohrmaschine, die sich schon sehr bewährt hat, wurde in ihrer Leistung von den Kollegen selbst ausprobiert und fand dieselbe allgemein Zustimmung für das rasche rrnd genaue Arbeiten. Nach verschiedener sehr reger DrSkusfion, unter denen auch beschlossen wurde, die in ihrer Beitragsleislung säumigen Zimmermeister jeweilig in der nächsten Jnnuugs- versammlung namentlich bekannt zu geben, schloß der Obermeister die Versamniliuig. Hierauf fand noch ein gemütliches Beisammensein statt, nach dein nach allen Sitten uni Gebrauchen Gutes geleistet wurde. Auch hier konnte mar wieder sehen, daß durch den Zusammenschluß der Handwerksmeister, diese sich mit der Zeit mehr als Kollegen und nicht als Konkurrenten betrachten. * Friedberg, 18 . Febr (Schöffengericht). Ein Landwitt von Reichclshelm ist wegen Bedrohung eines Dienstkn«chtes ange- tlag!, wurde aber frergefprochen. — Ein Zimmermannszesell, von Ockstadt erhielt wegen verbotenen Werfens mit Steinen nach ArensckIn 5 Mark Geldstrafe. — Wegen Körperverletzung Beleidigung und Ruhestörung sind ein Wcitzbindergeselle, ein Schloss.rgeselle »nd «in Glaser von Friedberg angellagi. Der Weißdinder erhielt eine Eesängnisslraj« von einer Woche, während gegen den Glaser wegen Körperverletzung auf 15 Mari Geldstrafe erkannt wurde. Bezüglich des Schlossers wurde di< Verhandlung auf 18. März vertagt. — Ein Taglöhner von Bönstadt wurde wegen Körperverletzung zu einer Woche Ge. fängnis verurteilt. — Ein Landwirt in Rodheim ist ats Präsident des dortigen E-flügelvereins angettagt, weil er ein« öffentliche Verlosung veranstaltet« ohne Ircisamtliche G.-nrh migung hierzu cingrholt zu haben: «1 wurde zu der gelingst zu lässigen Eeldsttase von 3 Mark verurteilt. -- Ein Täglich»." in Reichelsheim erhielt wegen Körperverletzung 28 Mt. unl wegen Bedrohung 18 Mk. Eeldstrasc. — Ein Metzg-rgeselle zr Griesheim, der seinen hiesigen Meister um 48 Pf. beschwindelte wurde von der Ankla-ge des Betrugs mangels Beweises steig, sprachen. — Ein« Arbeiterifrau von Wölfersheim, die ihre: Nachbar mit einem Brie» oeichlacrcn bat. erbiclt 5 Mk. Geld £ftle 3 flroj«. — Segen ein «roaipaac in Södel Boten Strafbef'We oegtR U. betlrctung de, »rt. Ml 6t S. « übe, )0 laqe be^a. ' Sage Hast ergangen: ft» Rhoden Einspruch Sn» dem Perhälruis sind bereits zwei uneheliche Kinder vorhanden and hoben sich der Ebrichliehnng bisher SchwierWteite» entgegen. gi» Kt»» Zwei Arbeiters« hefrauep in Riede, Flarstadt wutde »er. glichen: dir Äiigetlagie zahlt für die Ottsar.-^n 5 Mark Buhe und trägt die Se r n. — Ski Lchlasier in Reichelsheil» erhielt wes>>t Beleidigung ia Mark Seleiliofe; dem Privatklager wurde Publitatlonsbefugnis zuerkarnrt. — Die Privatklage zwischen einem Flaute Ul von Frantjult UN» ihrem Schwager, einen, Studierenden in Fricdberg. wurde vergleichsweise erledig: * Steigende Kartosselpreise. Die Kartosselpreil» sind in den letzten Tagen außerordentlich ralch iu die Höhe gezangrn und dürften infolge der großen Rachfrog, nach weiter steigen. Wie au» landwirtschasllichen Kreisen mitgeteilt wird, hängt diese »nswärtsbewegunq m„ groß:» »usLusen zusammen, die seit kurzem vom Ausland, besonders Frankreich, vorgenommen werden. Auch der wochenlange Frost hat in ziemlichem Matze preis- ftelgernd gewirkt. Im übrigen verfügen viele Landwirte nach übei bedeutende B-rrate: b* sie in letzt.» Herbst »ich, abzu. setzen in der Lage waren. * Riede, Wöllstadt )8 Febr. Am verflossenen Sonntag hielt der Sesangoerein .Eoncordio' seine» Wirrterball in den Räumen der „Bnigerbräu-Ritderlag«' ab. Die autzerardent. l>ch starke Beteiligung der Säfte und Sangessreunde ließ wie. der die alte Beliebtheit erkennen, dessen sich der Berein er. srcuen dars. Die von dem Dirigenten Herrn Lehrer Kitz mit Bezug aus das Ende Juni d I. zu feiernde 75jähtiz« Bestehen des Verein», gehaltene Anjarachn und die vom Berein vargetra. genen Lieder, von denen besonder, die Kärnerschen Vater- landslieder gut ausgenommen wurden, sanden Io reichen Bei. fall, datz sic teilweise wiederholt werden mutzten. Der einträchtige Zusammenhalt der Mitglieder und die Anhänglichkeit an dem bewährten Dirigenten d«, Verein, wirken autzeroedent» lich erhebend und begeisternd zu tätiger Sangessreudigleit. * Dorheim lg. Febr Nächste» Sonntag, de» 22. Februar, hält der hiesige Fußballklub .Bridannia" im Saale de, Gast. Wirt» August Auch» sei» zweiter Maskenball ab. Derselbe Dird eingeleitet durch einen karnevalistischen Umzug am Rach, nittag 3 Uhr N Minute», der sich durch Die Orts strotze unsere» lorse» bewegt. Die tarne»«liitrsche Feier wird abend, » Uhr HI Minuten im närrisch dekorierten Saale unter dem Regime »er Prinzen Karr.eual fortgesetzt. Für die schönsten und arigi. nihriga Beigeordnela der S«. meint* Langenhain-Ziegenb«rg verstorben. Der Dahingescht«. deue war in sein« Seinem!* ein äußerst beliebter und in der ganzen Wetterau bekannter Mann. * Langsdorf, 17. Febr. Am vergangenen Samstag »beird hielt in den« ibastharr» _3ur Staube' Herr Dr. Hosrnwnn Don Frredberg v»r einer zahlreichen Zuhörersehast einen Lortrrg über »Die Behandlung der Obstbärrme im Winter'. Der Vortragende führte in seinem sehr interessanten Bortrage au», wie der Schnitt der Obstbäume, die Reinigung. Wundbehandlung und Düngung vorzunebmen fei. 00111 besonder» wie» er auf die Bekämpfung der tierischen Schädlinge bin. Zum Vernichten der Raupennester sei jetzt die beste Zeit und die Erneuerung der im Herbst angelegten Klebgürtel müsse jetzt unbedingt vorgenommen werden, dem, e» komme jetzt die Zeit, wo wieder eine Iln» zabl Schädlinge durch diese Klrbgürlel »on den Bäumen fern gehalten werden könne. Er warnte jedoch vor der Ber- trendung von mindrrwertsirem Raupenleim und empfahl ganz besonders amer>knnHchen Leim, sowie den von Hins- bcrg-Naekenheim bergest llten ^Laiiril-Raupenleim', welcher sich mich hier im Herbste sehr gut bewährt bat. Zrmr Schluß regte Heer Oe. Hoffmann die Wiederaufseischung der bi» an* ein einzige» Mitglied zururkgegangenen hiesigen Ortsgruppe de» Oberhessischen Obsthrnwerei,,» an und zwar mit dem Erfolg, daß sofort wieder 20 neue Mitglieder der Ortsgruppe beitraten, welche dann de» um den hiesigen Obstbau sehr verdienten Herrn Lehrer Leidich zum Vertrauensmann wählten. Herr Lehrer Leidich dankte dem Vortragenden für seine Ausführungen und sprach die Hoffnung an«, datz nun wieder mehr Zug in den etwas in Stillstand gekommenen Obstbau kommen möchte. * Mittrlgründau, TR Febr. Der von hier stammende 81. jährige Bettler Friedlich Ellert wurde wegen schamlosen Ber- halten, gegen Frauen in Frankfurt verhaftet. Eckert ist wegen dieser Vorgehen schon wird-rhokl vorbestraft. * Frankfurt a. M.. 18. Febr. Die hiesige Polizei ver- be.stete gestern den Kaufmann Wilhelm Lauthen- schkäger an? Friedberg. Er hatte feiner dortigen Firma beim Geldeinkassieren 1500 <1( unterschlagen und diese Summe mit seiner Braut, der Elisabeth Pielife aus Stein- jurth verbraucht. * Bergen, 18. Febr. 9Tnt Donnerstag, den 12. b. Mts., bat der hiesige Spar- und Darlehnskaffenverein e. G. m. u. H. seine diesjährige Haupt-Generalversammlung abgebalten. Auf der Tagesordnung stand als erster Punkt die Reckmungs- aklegung und Bilanz für das Jahr 1913. Der Jahresumsatz betrug 448 506 ,W 4 Pfennig, die Aktiva der Bilanz betrug Ö67 015 ,M 73 Pfennig, die Passiva der Bilanz betrug 565952 M 62 Pfennig, mrtkirn verbleibt ein Reingewinn von 1063 <&■ 11 Pfennig, wodurch sich das Vereinsvermögen auf 1t 026 -4l 17 Pfennig erhöht. Am 9. Februar 1909 wurde nuch eine Sterbekasse gegründet, weleber der Rest der »ach dem statutenmäßigen Zuschreibungen zum Sliftungs- und RefervesvubS verbleibt nehsten Zinsen zugeschrieben wird. A»S dreier Kasse werden beim Ableben eines Mitgliedes den Hinterbliebenen Erben ein bestimmter Betrag zu den Begräbnis kosten ausbezablt. der sich nach der Zeit der Mitgliedschast richtet und in t Stufen von 5 zu 5 Jahren und zur Zeit in der ersten Stufe 14 M beträgt und in jeder werteren Stufe um 7 M steigt. Die Mitglieder haben dazu keinerlei Beiträge zu leisten. Es sind bis jetzt 130 M on Sterbegeld ausbe- zablt worden. Der Fonds dieser Kasse hat sich durch Zu- fchreibeu des Anteils vom Reingewinn und die vorherigen Zinsen auf 1139 ,K 82 Pfennig erhöht. Im Jahre 18st2 am 27. März wurde der Verein mit 46 Mitgliedern gegrun- det, jetzt zählte er >36 Mitglieder. Der 2. Punkt der Tagesordnung betraf die Dahl von 3 Vorstandsmitgliedern. Die Alten, die auszuscheiden hatten, wurden einstimmig wiedergewühlt: alle 3 gehören schon seit Bestehen des Vereins dem Dorstond in. Gewiß ein schöner Beweis, daß sie das Vertraue» der Mitglieder besitzen. Auch die alten Auffichtsrols- mttglieder wurden bis auf einen, der aus Gesundheitsrücksichten eine Neuwahl nicht mehr annehmen konnte, wicder- gewöhlt. Wir können uns rühmen, in den 22 Jahren noch , keinen Pfnenrg an TarlehnS-Zinsen oder Kosten verloren zu I haben, denn wir handeln streng nach den Grundsätzen Vater I Reikseisens. lieber klein, aber rein. Aber trotz dem großen I Getdirumgel der beiden letzten J>ihre konnten wir doch die Geldbedürfnisse unserer Mitglieder jederzeit befried,a>:- Das hoben wir ober nur unserer Zentral-Darlebn asi • . danken, welche uns nicht im Stich gelassen hak. TV, Ist:,, sstz bei derselben betrug im letzten Jahre 83 000 H , Sabre 1912 woren es 81 000 «4l, welche aber auch l’.'ieli; ouf 14 000 ..tf zuruckgezablt sind. Dir hätten in d-, : , lryten J>rhren unsere M,tgliederz.ibl bedeutend o : können, aber alle die da kamen, frogleii erst nach ' »„: als man ihnen sagte, daß sie keine B' iglieder ist, - s,. Irtincn Mitglied werden, um nur Geld z» bekommet: u„d zu,: Teil recht Hobe Summen. Diese Leute hoben o! , -> Iahen, den Weg der Raisseistuknsie n:!- .„ir r. , ; ihnen die Not don Weg gezeigt hat. weil Iu- sonst >. rdr, gar kerne» oder nur gegen Hobe Prozente und Ziu . bekommen konnte». Wir lehnten rtzcr alle dieie', .,u Hrsirn-Nag»,, * Bad Hamburg. 18. Febr. Einer der Miterbaner : e, burger Eisenbahn. Bahnmeisprr Franz Math ist >n -st- tm Alter von 82 Jahren gestorben. * Oberursrl, 18. Febr Nach llnrcrschlagung von >ui ' ging hie, der Reisend« einer Maschinenfabrik in, »Beite: stellte er sich der Polizei, nachdem er das Seid verau^oabt : freiwillig. ' Griesheim M„ >7. Febr. Dir Polizei er,niste , Iang«m hiesig, Personen durch Karten und Briefe in gm 1 ,i\; Weise beleidigte * Ried «. M., 17. Febr. Die Behörden haben di. - hier vollzogemn SBahlea zur kirchlichen Gmueindcoeilu:,,:,, >in ungrlkig erkkäHtand ein« Neriwabl angeordnei. ' Schlüchiern. 17. Febr. Deutschland» zweiliängsrer E i , hahertunnel. der Disielrasrntunnel, ist nach nahezu srchssi,!.., ,e, Bauzeit soweit vollendet, daß er gestern Mittag zum «st.-nnale in seiner ganzen Läng» durchfahren werden konnte. Zu t ■ bedeutungsvollen Akte, der einrn Markstein t» der Entnu'tung de» Sjertehr» zwischen Berlin und Süddeulschland dorftellt. hatten sich auf Einladung der FranksuNer Eisenbai,Ndircstion dl« Siertreter der zuständigen Behörden, die kandrät« der grenzenden Kreise und etwa f>0 Eisenbahnbeamtc au» dem D rekbioirsbezirk eingefunden. Di« Herren begaben fich vou, :,i. fig«n Bahnhof in einem Eonderzug an den südlichen Tunnel, an »gong. Hiar bestiegen fit Mt »on der a »»suhlenden Firma Grün „. Bil^nger sMannheim) bereitgestelllen ArbeU und fuhren auf diesem durch den Tunnel bis an den Nordaup gang und wieder zurück. Ein Festmahl, an dem etwa !>» Per si»»«n ierinahmen. schlutz im „Deutschen Kaiser" zu Echtiichstrn den Tunneldnrehsiich — Di« «eiteren Arbeite» weiden derart beschleunigt, daß di« Erüssirung de» Tunnel» für den allgemeinen Verkehr m,l dem Beginn de» Eommerfahrplan, am t. Rto 1914 erfolg,» kann. Eingelandt. lFür Artikel unter Mefer Rubrik übernimmt die Schristleiiung nur die pvetzgesetzliche Verantwortung). Stratzeureiurgong in Fri,»»«,, Fanerbach. Zur Zeit Herr, sehen in Fauerbach in Bezug aus Etratzenreiuigung »orsiut- flutliche Slerhältnifie. Um von dem Futzstrig« in der Faurr. bacherstratzr in dt« Fritz-Reutersstafie zu gelangen, muß man einen wahren Sumpf durchwate», da ein gepflasterter Uedrr. gang fehlt. Auch an der Beleuchtung fehlt es. Am Haas'schen Anwesen lFautrbacherstroß« 88) müßt« unbedingt noch «ine Laterne a,^bracht werden. In der dort herrschenden Dunkel, heit bemerten di« Passanten erst einander, wenn sie schon zu. sammengestoß«, find. Mit wenig Mitteln könnte fich »i« Stadtverwaltung hier dankbar« Anerkennung »erschafsen. FranksuNer Wrsterbrricht. Boraussag,: Vorwiegend trüb, zeitweise ausklärend. geringe Regensälle, kälter, auffrischend« wesllrchc Winde. Verantwortlich für den politischen Teil: Ollo Hirsches, Friedberg: für den lokalen und unlerhalteiideir Teil: Bernhard Lenz, Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tages _ geituna“. A -G.. Friedberg i H. _ Hol,Versteigerung. TUantag, den 28 . d. Nlks.. vormittag« 10 Ahr an- tau reu», rviro >n> Maibachei isiemeuidemalü. Distrrtl Sauslalltöppei Ba.tsamtop:. Mühtkops und Ha enberg folgendes Holz vrrstrigerr: 14 Stück Fichten Stamme 2,84 Festm. 18 Stück Fichlen-Dcrbrangen -- 1.04 Festm. 10 Stück FichteniNeisstanaen ^ 0.17 Festm. Scheiter rm: 4 Buchen, 18 Eichen, 2 Alpen, 1 Kieset, 4 Fiche»», Kuüpp»! rm: 15t Buchen, 41 Eichen, 1 Bitte, 192 Kiesern 2 Fichrerr. Knüppelreisia rm: 6 Eichen. 16 Kirfeiu. Äe it«: Stück 5. 40 Buchen, 600 Eichen. Stöcke rm: 48 Fichten. Zujammenlunsl am Drstritt Sanstall! ppel- Maitach. de» 18. Februar 1914. Eeaßh Bürgermeisterei, Micket. tKcvvLVLi u.-tÄUSÄCH & FISCHER rALnOLnLlCHEM.WASCHANSTALT Fabrik und Zenlnrle: Butibach rdefoa No. 24 (.rrrändet 1848 Telefon No. 24 IC eigene I-üflen tVieelberg: Kaiserstrasse 63, Telefon 430 Bad-Nuuliei m: Alicenptatz. Telefon 229 Bingen. Coblem, Dmostndt. Eltville, irnalfür! «. M Giessen, H.-.nan. «uinr. Oflenback. WetUar. Grösster Betrieb der Brasche In Grossberzoftom Hesse«. ü"rt|». ln m um h ku u- ful etniHi't wwlm. Mm k»»E Mb Bit litte« uleli iirrst u lit film ridtM n Tasiz§ehiihe Neuheiten in allen Preislagen SleMtpaare eleganter Ball- und Gesellschaftsschuhe in vielen aparten Ausführungen zu der Hälfte des trüberen Wertes. Schnlihans Heinrich Hess Telefon 420. Friecllierj? Kaiserstr. 40. Landw. Bezugs und Dupre Darin ftadt. Eine deschränste Zahl oon Pensionär. findet liebe». Ausnahme z. arundl. 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Riir dat Jahr 1011)5 werden folgende 3>re!saiisgaben geslelll' Bor der Ibeoloaffchen Fakultät: 1. f ii- den akademischen Preis: Tie mnstischcn Eleuienic in Luther; Frömmigkeit und lbeologie biS 17*21. 2 für den LeydheckervrciS: Ter FoufcffionclMiitbrrifilK W'derlprnch argen die Innere Million in der Mitte des 10. Jahrhunderts, mit be- sviidere' Deriicksichlignng der ihm zugrundeliegenden Aus- st-sinng von der Kirck>e. Bon der juristischen Faki-llät. Es loll der Kanivs um die Anfgaln? der gcletzl'chen Be- tzeisihecrie im denffchen Sirasprazeßrecht des neunzehnten Iirhimdert dargestcllt werde». ^ Bon der medizinischen Faknliät! 1. für edn akademischen Preis: Ter Statu» liypvvlasticuS und die Bedeutung konstitu- ?. »oller Momente. 2 fiir den Balservrcis: An Gesunde» und Nierenkranken soll nach Zusnln ffick- sloiil altiaer nicht eiwcistartigcr Stoffe deren AnSsch dung »nterlncht werden. Bon der philosophische« Fakultät: 1. aus der M a t h e m a t i k : Di» nach Euler und Laplace benannten Methoden für die Lölnng linearer boinogruer Differentialgleichungen durch leftimmte Integrale sollen auf Systeme solcher Tifferential- gleickmngen übertragen werden. 2. aus der M i g e r a l o g i e : Läßt sich die Verwitterung der Silikatgesteine unter dem Olnflnst der schwefligen Säure erperimentell verfolgen? 3. au» der Landwirtschaft: llntersiichunqen über Iteimkrast. Triebkraft und Fnsa- riiiiuerkennung. 4. aus der Geschichte: Jnnoreuz III. und die deutsche Reichsverfassung. In der Arbeit sind die Ansprüche Jnnocenz lll. tm An- schluK an die neueste Literatur über di« Staufische» Kaiser- Wahlen zusanunenzuslellen und auf ihr« Veranlassung und Begründung zu untersuchen. 5. au» der deutschen Philologie: Tic Schlagwörter der literarischen Kritik in der Zeit der Klalsiler. Die staatlichen Preise betragen je 180 .H. der greis der Lendbeckcrstistung 200 ,U, der Preis der Balser- süffiing besteht in de» nngesähr 700 -st betragenden Jahres- •,:»*«» des Stfftuiigskapital». (rs kann auch die Hälfte der Preise zuerkannt werden. Wer sich um einen Preis bewirbt, muh niindesten» in einem der beiden ans die Stellung der Aiisgabe folgenden Semester an der Universität Giesten inimatrikuliert gewesen lei». Jede BewerbungSschrist darf nur einen Bersasjcr haben. Die Bewkibungoichrist ist in der Sprache abzufassen, in der die Ausgabe gestellt ist. Auf dem Titel ist ein Kennwort anzubringen. Die Bewcrbungssckn ist ist vor deni 1. April 1915 ein- xuscndrn unter Beifügung eines verfchlofsenen, mit dem Kennwort der Arbeit versehenen PriesumschlagS, der die Angabe de» Verfasser» und seiner Adresse enthält. Die Sendung ist an die Fakultät zu adressieren. Beim Jahrcssest der Universität am 1. Juli 1915 verliest der Rektor die Urteile und verkündigt die Namen der preisgekrönten Bewerber. der Gleichsiellvng der männlichen mit de» weiblichen Kraiiteii. Pflegerinnen, der Znlasffiiig eine» w.ileren Männciseelloige- orden» neben dem stapLzincroiden. I» d«r Schliff'rage sleillt er die Forderung der Konsessionsschnlc. Der zwei!» Referent war Pfarrer Schnhniach-i Lä»,i»er- spiel. der über „Religion und Leben" sprach - Zur Frage der Landtapewohlen, die tm Rooember staltsi»d:n. wird nach Ostern da» Landee-komitee zusamineiltrere». um Richllinie» sür die Wahl sesizulegrn. Die Zahl der PerlrauensmLnner tu dem Ibahlkreif« beträgt >20 Rach einer kurze» Aussprache. in der »amentlich zum *».-• druck gebracht wurde, das, die jungen Leute mehr znm politi. scheu Leben herangezogen werden mühten, wurde unter Danke», warten die Tagung vom Vorsitzenden gefchlosse». Irnlrnm»Parteitag Offenfiach-Pieh»rg. NI. Seligenstadt, ,8 Februar. Dle Zentiumspaitei de» Rr>ch»tag»wahlkrelsei Offenbach. Dieburg hielt am Sonnlaz unter dem Vorsitz de» Dekan Eber», mann-Dieburg in dem Saal, de» Gasthauses ,Zum Riesen" ihren Parteitag ab. der von annähernd 500 Personen besucht war. Der WahUreis OssenbochDieburg. dem 89 Orte (32 >m Kreis Offenbach und 57 im Kr«>« Dieburg) a»gehären, hat 50 810 Reichstogswähler. dcien Zahl >907: 40 981 und 1003: 42 841 betrug Die politische Parkirichtung dieser 50 840 Vsah- ler, von denen l7 215 aus die Stadt Offenbach. >9 389 auf den Kreis Offenbach und 14 230 auf de» Kreis Dieburg entlallen, ergibt sich aus dem amtlichen Wahlergebnis der letzten Reich», lagswahl. Bei dieser erhielten die Sozialdemotrate» 24 727 (1907 : 20 248), di« Rationalliberal.-n 8291 (13 479), das Zen. ltum 7330 (7382). di« Forijchritller 3123 (ohne Kandidatur) und dt« Wirtjch Vgg. 1571 Stimmen. Zn seiner Begrützungsanlprache wie» der Vorsitzende aus »>e nunmehr erfolgte Eründung eines Reichsausschusses der Zentrumspartei in Berlin hin. in dem die einzelnen Staaten ver. treten sind. Auf seine» Vorschlag hin wurde dem Reichslogszentrum «iu Zustimmuiigslelegramm übermittelt. Rechtsai»- walt Dr. Wenn«»he>mer.Worms hielt danach ein Referat über „Die polttisch« Lag« tm Reich unb Hessen", tkr erging sich zu. nächst in Betrachtungen über di« auswärtig« Politik der letzten Jahrzehnte und kam daun aus die inner« Politik zu sprechen, in der di« Zabcruer Affäre einen bedauerlichen Konflikt zwischen Militär, und Zwilbehörd« heroorgerusen Hab«, deren endgiltige Regelung von dem Gedanke» einer genauen Abgrenzung der Militär. ur>d Zivilgewalt geleistet werde. Mit kurzen Strichen streifte der Redner weiter den Geiverkschaftsstreit unter Hinwc!» auf di« bekannte Proklamation des Rcichsausschusics und betonte nachdrücklich, dost keine Wendung in de: Zentrumspartel «ingetreten fei. Es tue Rot, einig zu sein, nm nach autzen hin ein« geschlosien« Phalanx und nicht zwei Parteien tn einem Tag« zu bilden. In der hessischen Politik kam der Referent aus dt« Orden», ftafl« zu sprechen, deren prinzipielle Regelung die Aufhebung der Gesetze von 1874 und 1895 erheische Bei der Erörterung dieser Frage im Landtag habe die Zentrumssrattion zweisellos Gegenwartspolitik getrieben und man könne ihr mit Rücksicht auf di« Konstellatiou leinen Boiwurf darüber machen, wenn der Wunsch der Aushebung der erwähnten Gesetze nicht durchge. sührt wird, weil dieser Weg nicht gangbar erschien und «ven- luell «ine Störung de» komsefsionellen Friedens heroorgerusen hätte Für di« Zukunft aber hat die Rcglerung in dem Ordens- wesen »in« Reibe Milderung«» «intrelen lassen und zwar mit Ano aller lUrlt. Tvdeeurtril eines Deutschru. D>is Dckgvnrgericht von Belfort verurteilte gestern eine» Driitscknm inuiien« Kir. sletter ivegen Moide« zum Tobe. Kirjletter war bei dem (rfv- paar König, d>iS bei Beifort Landwirtsllmst betreibt, als HouSknecht beöicnstet. Wegen roher Mißhandlung der Tiere hatte inan ihn rntlaffen. An» Rackw drang er ln die Woff- n»ng des EbepliareS rin und erlniirgte die Tochter der Ebe» lente König. Mord in Berlin. Gestern iiachmillag 5 Ulir wuröe in dem Hanse Raninerstrasle 23 der 3l Jahre alte Schneider Isidor Rose mit drei Kugeln tm Kopse tot ausges,inden Man fand ihn an der Türe de» Freindenziinnier» erhängt vor. Da die Umstände auf Mard bindeuteten. so wurde die Mordkoinmisston der Kriminalpolizei herbeigernsen Denn es gilt als auSgescksioffen, daß der Ermordete mit dt» er- haltenen schweren Schnbverletzunge,, sich noch in da» Frei», denzimnier schleppen konnte. Man imifj annehnicu, daf, eine Person die Tat begangen hat, die dann ihr Opfer a» die Türklinke knüpsle. Es liegt auch kein Grund zum Sell', 1 - niord vor. Bisher find keinerlei Anzeichen gefniiden worden, an» denen man auf die Person des Täler» fchliefjc» konnte. Ein Student an der sibirischr» Pest erkrnult. Ein Student Barabanow, der an» dem Uralskcr Gebiet in Saratow eintraf, erkrankte an der sibirische» Pest. Die Ein- wolinerschast der Stadt ist in Aufregung, da die eingefchtepple schreckliche Seuche sich wegen der ungenügenden Sanitäls- inasiiiahnien iveiter verbreiten dürfte. Der Gouverneur bc rief eine Acrztekonserenz ein, nm über Vorbengnngsnias'. regeln zu beraten. Selbstmord aus Liebeskummer. Die Näherin SWnrir Decker wurde gestern in einem Gebüsch bei Sterkradc ver, giftet aufgefunden, Anscheinend handelt es sich i„n Selbst Mord au» Licbeskumuier. die beste Lilienmilch-5eiFe v,«»n Bergmann L. Co., .Rjdcb£uI, M fgr i»rlc wriii« Kaut und bi. ndctul sthur.en Tvfnt. m Slütli WPfg. Lb«iall. zu habco. Bum Pflngrilen. Akoman von M. Prigge-Brook. 2kl lF«tK4wng). Heinz atnwte erleichtert auf. Er khikte schon gefürchtet, dr-8 Ohm» Befinden halte ihn »on der Reise-ab. „Hpie mir den Koffer. Karl", befahl er, „den Neinen braune». Ich breiulic Kleider und Wäsche für acht, nein, sür vierzehn Tage", verbesserte er sich, Karl war schon an der Tür. „Weitzt Du, wo die Dame» sind?" ries der Doktor ihm nach. „Fräulein Sebald ist mit den» Fräulein Tante auSge- gangen. zum Kaffee bei LandgerichtSral Schmitt." „ES ist gut." Heinz fühlte sich erleichtert, wenn er sich da» auch nicht gern ringestand. Freilich konnte selbst RoseinarieS stets rege Eifersucht nicht wünschen, dasi er den kranken Freund int Stich liest. Seine Leidenschaft f,ir Mary ahnte seine Schwester glücklicherweise nicht. ES war nicht nötig, dah sie sich deswegen beunruhigte. Marn war ein Kind von siebzehn Jabren. Heinz hätte rS sich zur Sünde gerechnet, ihr junges Gemüt zu beuiinibiaen. Lieber wollte er sein zuckendes Herz in beide Hand, nehmen und leine ivrlangenen Sinne beherrschen, bi» aus dem ahnungslosen Kinde ein Weib ge- worden. dem er die beiste Liebe feines Herzens darbringen durste. Denn d>E; hie Liebe z» Marv nur mit seinem Leben tiiöe» wüide, d.-. einnsand er ksar Er batte niil-.t gew>ck-I. Mannesliebe bedeutet die Tändeleien seüwr Studenten, .iit siltzenen ihm nicht des Ausdruck" wert. Sinnenlnft. rin leichter Rausch, erzeugt im Tonmel der Tage. d»e ni^ch in Freud« imd Swerz ihn znin fliifMigcu Genuß «'»sge Mate in > ne - Mädchen» Arm getrieben Jetzt schimte er sich dieses Rairstbok und trachtete, ibu ;» bergesien. Mary allein sollte die 0-attin seines .Kerzen: sei» Ibr blieb er fortan treu. Zuweilen erwog H.i: , b.i sin. äie Frage, ob er nichi Wohl d-rraii tue. sich Ea.eenuo zu i -r Ra»».-' Ter Maler kannte unb ,0». , > würde er ihm fein Kind anvertrauen, wenn dieses Kind seine Liebe erwiderte. Vielleicht beernilichte er gar Mach zu seinen GnnskenI Doch gerade diese Idee verwarf der junge Mann plötzlich. wie sie gekommen. Sticht snnndeni Einslich wollte er daS höchste Glück, da» die Erde ich» bieten konnte, verdanken, aus freier Wahl und eigener Entschhestung sollte Mary eine» Tage» die Seine werden. Und wenn es ihm nicht gelang, sie zu erringen, dann hatte das L-ben keinen Reiz mehr sür ihn. dann lohnte es sich nicht, um Ehre imd Ansehen zu kämpfen, sich einen Platz unter den Männern der Wissenschaft zu erobern, dann, ja dann . . . Der Doktor wurde aus seinen Gedanken unsanft ausgestört. Karl öffnete die Türe und schob den Kofsee über die Schwelle. „Mein Vater läßt fragen, mit welchem Zuge Herr Doktor fahren will?" „Eiut, dast Tu mich daran erinnerst", lobte ibn Heinz. „Ter Zug nach Wien geht gegen siebe» Uhr. Um dreiviertel jiebcn innst der Wagen vor der Türe stehen." „Soll ich die Damen benachrichtigen?" Karl tat sich einiges aus feine Fixigkeit zugute und toar wirklich anstellig. Diesmal kani sein Eifer dem Doktor ungelegen. Er zog die Uhr. Es war nach fünf. Ihm blieb nur wenig Zeit. Wenn er de,, (Obm aiifsnchte. der »liltte, weile e-warben würde, und ihn, Griiste sür Rosemarie »nd Tante Lu anstrug. eiitzc-.z er sich allen neugierigen Frage». Freilich. Rosemarie würde mit Recht böse sein. Sie machte sich iiu.cks ans Kaffee. Wenn Karl jetzt binging. war Heinz sutx'r. die Schwester eine VicrtessNinde svät-r bei ffch zu sei»'», b-erade das nwltte er vermeiden. „Ja, tverde schreiben", bcichicd er Karl, der wartend vor Ü'iii stand. »Parke erst den Koffer »nd sehe d-'v» nach Deinen,' H. er», von ihm inöcht.- ich Abschied netnncn." Jr'k-.b Etitcrs rrvwchte kurz »ach jod'S Uhr. Der Alte schlief die Nackü fast gar nicht mehr. Dafür stellte der 2 ü, lu,»iner ii.-ii über Taa vertckäedentlra, unaehekru ein. kürzlich verschiies er inmier die Dämmcrslnnde. Es war ihn angeiicüin, weil er di« Zeit zwischen Tag und Dunkel nie ge- liebt, auch pflegte Roseinarie am Abend längere Zeit bei ihm »» sitzen. Am Tage hielt die Arbeit im Kontor sic fest. Sie hatte, seit sich dec -Ohm zurückgezogen, ans seinen Rat einen tüchtigen Leiter engagiert, der ihr den grötzten Teil der Arbeil abnahi». doch behielt sic sich auf EhlerS Rat die Enticheidniig bei allen wichtigen Ereignissen vor und liest dein Fremden nur eine beschränkte Selbständigkeit. Mit Ungeduld hatte Heinz Ehlers Ertvacknin abgewa,- tet. Er war ganz reisefertig. Den Mantel über dem Arni in der .Hand die Reiseniütze, betrat er Ehlers Zimmer. De» Ohm richtete sich verwundert auf. ,,Ni.i>», nicin Sohn, gestiefelt >:nd gespornt? Im Rcii.'- onzugi" „Tein Schorsünn marht eine,» Detcktiv Ehre", versuchte der junge Mann z» scherzen. „Es stimmt, Ohm, ich reife. Um sieben Uhr geht mein Zug nach Wien." „Da» ist sehr plötzlich gekoinmen", erwiderte der Alle. „Rosemarie hat mir nichts davon gesagt, als sie vorhin von mir Ablchied nohm. Sie weiß dock» von Deiner Reife?" „Es kam ganz unerwartet", aiitwortete Heinz unsicher. ..Sic war kauni fort, da brachte Postjcses mir den Brief. Ich erzählte Dir schon, daß Earenno schwer leidend ist. Ter Doktor sckückt ibn in ein Sanatorium nach Graz. Er bat aber krine Ruhe und kan» auch keine haben, ehe nicht die Skizzen und Photographie», um derentwegen er die große Reise mitgemacht, an Ort und Stelle sind. Ich soll sie sichten und verlendrn. -an» will er dem Rat der Aerzte folgen und e'nsllich etivas sür seine ltzcsiindheit tun." ..Eni", niachte der Ohm. „sonst nicht?" He-inz zuptte »ngeduldig »ie Spitzen seines Sckmnrr- br-tes. (Forlletzvn, folgt) JJr. 4 t Verurteilung eines Rennbahnschicbers. Die Dortmunder Strafkammer verurteilte den Kaufmann Josef Wich- rowski aus Berlin, der auf dem Dortmunder Rennplätze Wetten auf Sieg machte und empfangene Gelder bei Buchmachern anlegte, wegen unerlaubten Glücksspiels und Vergehens gegen das Totalifatorgesetz zu zwei Monaten Ge- fnngnis und dreihundert Mark Geldstrafe. Furchtbare Familientragödic. Als ein in der Londoner liorstadt Harleston wohnender Straßenbahnschaffner heimkehrtc, -and er, daß die ganze Familie feines Wirles, bei der er als Unverheirateter in Pension war, tot war. In einem Zimmer lagen die drei jungen Kinder des Hauswirts getötet und in dem daran anschließenden Raume die toten Eltern. Der Vater scheint die ganze Familie im Schlaf umgebracht und dann sich selbst entleibt zu haben. Geheimnisvolles Drama, Ein noch unaufgeklärtes Drama, dar sich im Hause eines russischen Aitillerieobcisten in Peters, bürg abspielte, beschäftigt augenblicklich die Petersburger Gesellschaftskreise. In der Wohnung des Obersten wurde eine jungverheiratete Frau namens Pikel erhängt aufgefunden. Die Wohnung des Obersten stößt an die Wohnung eines Majors. Als dieser beim Nachhausegehen bemerkte, das, die Tür Zur Wohnung des Obersten geöffnet war. trat «r erstaunt ein und fand zu seinem Entsetzen die Leiche der jungen Frau am Fen- sterkreuz hängend vor. Wenig« Schritt« vom Fenster entfernt schlief der Oberst friedlich in feinem Bett«. Der Oberst erklärt, von dem ganzen Vorgang nichts bemerkt zu haben und auch die junge Frau nur ganz oberflächlich zu kennen. Di« Untersuch, ung hat Selbstmord durch Erbangen festgestellt. Das geheimnisvolle Dunkel, das über der Affäre schwebt, wird noch dadurch erhöht, dag di« jung« Frau in den glücklichsten Verhältnissen gelebt haben soll. Mord und Selbstmord. Der Schichinachergehilfe Winter in Wien erschlug seine Schwester mit einem Beile, öffnete sich dann selbst die Pulsadern »nd erhängte sich. In einem hinter- lasienen Briefe teilt «r mit, bah er sich ans Scham Über die ihm zudiktierte Gefängnisstrafe das Leben nehme. Seine Schwester nehme er mit, weil sie sich ebenfalls gekränkt fühlt. Der Posener Sittenskandal. In den aussehenerregenden Sittenskandal werden immer mehr Personen, teils aus angesehenen Familien, hineingezogen. Testern wurden wieder vier Personen wegen Vergehens gegen den Paragraphen 175 de, Strafgesetzbuches verhaftet. Außerdem wurde ein« auf der Durchreise egiist'en« Schauspielerin wegen Sitilichkeitsver- brechens in Hast genommen. Weitere Verhaftungen sollen be- vorstehen. Revoloerschietzerei während einer Festlichkeit. Während «I. ner Festlichleit des Metzgergehilfen-Vereins, die in vergangener Nacht im Eeweikschastshaufe in Mannheim stattfand, versuchte der Arbeiter Jakob Probst in das Lokal einzudringen, ob. wohl er keine Eintiittslarte halt«. Als man ihn nicht einliest, zog er feinen Revolver «nd begann zu fchiesten. Zwei Personen darunter di« Frau eines Vorstandsmitglied«» wurden verletzt. Der Täter wurde verhaftet. Ein Förster von Wilderern erschcsie». Der in Petersberz bei Pirmasens wohnend« Förster Haushalter wurde In seinem Revier tot aufgesunden. Alle Anzeichen sprechen dafür, datz er von Wilderern erschossen worden ist. Das Sturmwetter im Kanal. Während der schweren Stürme der letzten Tage wurde der holländische Dampfer .^Dorothea", der mit Eisenerzen von Spanien nach Rotterdam unterwegs ar, an der Doisetküfte zwischen Longton und Abbotsbury aufs Land geworfen. Die Mannschaft wurde gerettet. Der Hafen van Dover ist mit Fahrzeugen überfüllt. Der Cunard-Dampfer „Earmania", der von Liverpool nach Rewyork unterwegs ist. mar gestern nicht imstande, in den Hafen eiznlaufen. Aus vielen Teilen des Landes werden Ueberschwemmungen gemeldet. Di« Distrikte in der Näh« von Lancaster und Earlisle und der mittlere Teil von Sussex stehen fast gänzlich unter Wasser. 250 000 Mark unterschlagen. In Star»« (Rußlands wurde der Boisitzcnde der Stadtverwaltung Mininski verhaftet, weil re in den Verdacht gekommen ist, 250 000 Mark Etodtgelder unicrlihlagen zu haben. Drei Feuerwehrlcnt« verunglückt. Bei einem Dachstuhlbrand im Hause Birkenstraße 25 in Berlin verunglückten die Feuer, wehrlcute Fehrmann, Schönebeck und Höpfner. Zwei von ihnen wurden in schwerverletztem Zustand nach dem Krankenhaus gebracht. Schreckenstat einer Mutter. Eine aufregend« Szene spielte sich in der Röhe des Bootshauses am Dortmund-Emskanal ab. Dort sprang di« Eheftau des Lehrers Beuger mit ihrem i'/,. jährigen Töchterchen in den Kanal. Der Wirt des Bootshauses, der den Vorgang beobachtet hatte, unternahm sofort Rettungsversuche. doch gelang es ihm nur, das Kind lebend an das Land zu bringen. Die Frau ertrank, ihre Leich« ist geborgen. Die Frau, die seit längerer Zeit gemütskrank war. vollführte die schreckliche Tat in einem Augenblick geistiger Umnachtung. Traurige Folgen eines Konkurses. Aus Chemnitz wild ge. meldet: Der Zusammenbruch des Erundstücksspekulanten Lorenz beginnt nach den „Chemn. Reuest. Rachr." jetzt eine unheilvolle Wendung zu nehmen Eine Fabrilantenwitwe, die Lorenz in Berlin Icnnen lernte und di« im Weißen Schlosse in Bloscwitz eine Repräientantcnstelle «innehmen sollt«, beging, nachdem sie ihr ganzes Vermögen verloren hatie. Selbstmord Ein Verwandter des Lorenz namens Karl Wunderlich aus Hohenftein.Ernstthol, der sich zur Zeit in Hast beiindet. erlitt an Silmstag infolge der Aufregungen einen Herzschlag. Eine lam« in Blasewitz verlor durch Lorenz 80 000 Marl. Gräßlicher llnglnckssall. In den Walzwerken der Kruppschen Friedrich Alfred-Hütte in Rheinhausen geriet peftern Morgen der mit Reparaturen beschäftigte Schlosser Oskar Heidtman» in eine Spindel und wurde mehrere Male herumgefchleudert. Als man die Maschine stillstellte, fand man den Deruuglüekien tot vor. Kopf. Arme und Beine raren vollständig vom Rumps getrennt worden. Herzog Heinrich Borwinz Ehe Vor dem Ehescheidungsge- richlshoi in London wurde nochmals die Klag« der Eräfin oe Enisauet-Iaines «ege» den Herzoa Heinrich Borwin zu Mecklen. Reue Tageszeitung. Mittwoch, den 18. Februar 1 »IU bürg verhandelt. Di« Eräftn klagt« auf Wiederherstellung der Ehe, die durch Beschluß des Troßherzoglich- mecklenburgischen Siaatsministcriums für ungültig erklärt worden war, da der -Herzog nicht di« Eenehmigung des Familienoberhauptes, des Troßhcrzogs von Mecklenburg-Schwerin eingeholt hatte/ Der Gerichtshof erllätte sich für unzuständig, da ein englischer Gerichtshof keine Jurisdiktion über den Herzog habe und weder entscheiden könne, daß di« Ehe gültig oder ungültig sei, trotzdem die Ehe in England geschloffen war. Gefluchteter Defraudant. Seit 14 Tagen ist der Rendant der Spar, «nd Darlehnskasse in Drosewitz, Etellenbesther Paul König, verschwunden. Der flüchtig« Rendant verwaltete feit 0 Jahren die Kasse. Als vor wenigen Tagen die Bücher der Kasse zur Revision nach Breslau gefandt werden sollten, verschwand König. Da er nach dem Ablauf« von 14 Tagen noch nicht zu- rückqekehrt war. nahm man eine Revision der Bücher vor, bei der vorläufig ein Fcblbetraq von 40 0oures Natron 2,0 ,pu!v. Tragant 3,0. feinster arao. Eummi oulo. Wasser IA.0, Alkohol 11.0. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt-, Mandel, und Eaulrherlaöl 1e 2 Tropfen. Ans der Heimat. • Langsdorf, 17. Febr Bei der am Samsiog stotlge- sundenen Nenvervachtimg der lüesigen Gemeindesngd wurde ein jäbrlicher Mehrerlös von 1130 s»-g-"s>i,nnen Iinfe-ctz Vereins, welchem his aul l> oder g *--o» e^-tagiiooer. darunter auch, mehrere, weiche feine Le„dmi>stlcholt betreiben, nnaebcren lallte v-m d"n B"»e>-n neck, viel w"br gewürdigt werden. Wer Weib, welche gcek-e S"nnn-m ofleju lür künstliche Dünger und Fiifterm-tt'' » 0 - 80 . 0 ^ d>e London-stichelt hi neingesteckt werden m-'""-» i>ni die Erwäoe von Ack"c und W'ese. so zu steigern, dost lür d-e graste Müde »nd Ar- heit des Besitzers ein bescheidener G-—i>,n h-ransstnsnat und IN 1 -st nun sehen, wie durch einen mastigen Wildstgnd dieser Gewinn zimi Teil vern'-s-rst w>-d gdne eine e»t- su--chende Entschädigung für den oue-i-ichsel-n Sckwden er- Holsen zu können, weiß man dech o"s Grkghrung. dost bei einem Schaden von ungefähr PO , höchg-us 10 bis 15 M Entschädigung und diese noch mit größter M-"0e und Zv-onq zu erlangen sind, der weiß den Werl »nleres Vereins vollauf z» schätzen. Wir Bauern vachten die Jagd nicht zum Vergnügen und ans Jgodoeliisten. sonder» ans N-stwehr und zum Schutze unserer Felder und Waldkulturen. Dieses sollte auch von anderen Sest-n anerkannt und unsere Bestrebungen »nlersttidt werden. Es ist nickst allein daniit getan, daß bei Otelegenbeit einmal betont wird, die Landwirtschaft müsse unterstiitzt und geschützt werden, daß sie im Stande ist. ihrer Aufgabe gegenüber dem Staate und dem Volke gerecht zu werden, man muh auch Taten sehen. Hoffentlich sehen die Bauern, Handwerker, kleine Geschäftsleute »sw. immer mehr ein. dost die beste Hilfe die Selbsthilfe ist und daß diele Rßtnerbmnnen Hervorragendes Tafelwasser. zriltsverrcht vom 17. Februar 1914 der Mitteldeutsche» Creditbunk Attienkapitat u. Reieroe» Ai. 70 090000 gegruudei 1856. Frantiurrer Borie. 4«/«ReichranI,ih« 98.50 r 3- /,'/. . 87.35 3'/. . 77 95 3'/, V. Preuß. Consoir 87.25 3«/. „ . 78.- 4 °/> Hessen 97.25 8-/,°/» „ 85 60 8*/, .. '-4.99 4% Ocftcrr. Goldrente 90.25 4’/«•/« „ SilbctteiUe 88. lU 4"/« Ungar. Golvrente 84.49 3 „ „ Kronenrente 83.55 4 „ Portugiesen Serie I —.— 4 ” „ IN 64.70 3'/,'/» Russen v. 1905 99.— 4«/, . . 1902 4 Japaner 4% Türken vo» 1903 4 - ,»Adminisli. Türken Türlenioose M. I'ii.'i. Griechen o. 1890 — l s /,°/o Monopoi-Gricch. 52.50 3°/ 0 Buen.-Air. Pr. Anl. 68 50 3,, Eildcr-Mexiknner 44.— 4 9,'. Mer. Irrig, Ani. 4 */,*/« Ehmesen Buderuö E.-W. Act. Schuck, Elektr. 6>c>. „ 91.30 93.60 86.541 78.90 169.5^ 69.- , 51.70 , 113.- 153.75 Eschmeiler Bergw. M Bochumer Gusisiaht, 222.40 246.75 Gel enkrrch.Äcrgw.Äkt. 194.75 Harpeirer Bergbau , 189.— 4pambg. Amt. Pak. „ 140.75 Uiorod. Lioqd „ 126°/, Berliner riandels Ant-- Millers. Creditb. Akt 120.50 Tarmsiädl. Bank „ 123 25 Teul>ch« Bani „ 269.75 Dcutich-AsiatischeBaut 12l.56 ' DiStonio Komm. Am. 199 '/» Dresdner Bant Urlt. 158 75 Oeji. Ereditauft. Att. 296 50 ^ uomliarden , i'^'U Dtsch-udcii-e E.G.. 1r0.'/. Oeslcrr.SlaaLliahn, 15n?/, Höchst, ^arpiverle , 655 50 Gdeni.Fabr. Aldcrt, 451.— ' Rulgerswcrle „ 202.— eteaua diourana „ ljl.— ' Phönix Bergd. , 241.50 GneshcrmGieklron, 200 — ^ ZcUstog Bjaidhoj „ .27.20 1 VoizoertohiungS-Znd. 31.1.25 1 Uaurahüle , 165.50 1 PriualüiSionr , 3.‘/u 1 Tendenz: behauptet. Berliner Handels Ant. 1639c, Deutsche Bani Akt. 200.50 Dtol. Komnrandil An». 196 75 Drcodne. Ban! 'Akt. 158 75 Pet-3»t.Handelsd.Atl. 2<,9.'/, Russ.Ban! j. a.Hand. A. 1s2.'„ Schnnlung G. B. Akt. 1389/, Baitimorc n. Ohio 56.— Eannda Pacific 'litt. 2159/, Prince Henri E. B.Akt. 161.75 Tnrkcnloose At. 169.50 Berliner Bör.e. Hohearoiiemerle Alt. 127.25 „ Denrlch-unzenrb. B.Akt. 145.— „ Unucai/urte ult. lo5V, » Oderichicsicr G. Akt. 93.50 „ Phönix Bergbau Att. 2449/» btoinbache» Hütte „ 162____ Gelsentirchen Bergw. A. 194.75 „ Harpener Bergbau 2kt. 18o9/» Aüg.Etek. Geieüs ch. Akt. 2499/, Siemens u. z/akskeAkt. 221 25 Tendenz: behauptet. Londoner Bokl«. Alchi>on Topela Southern T-aerfit Chicago Rock Bsl. AiisiSra,». u.Tez.R. Unron Pacific. 1t. S. Steel Coinmon ToU. 1699/ - 9-.HW /.25 21.75 169.5 67.25 'Amatgamateü Copp. Doll. Chattercd Company Lslr. aagiano Bioprieiary „ rvoiopetds btano birines , De Beers Con.olid 779/. 19 2 1.98 2.43 6.09 199/, Die s. Depoftienlraile Friedberg i. empjiehli sich »u> eriuHlIung aller itankmUs8lge>i Ueschilft?. = und Verlaus von Wenpapieren an allen Börsen, richinng lauienderRechnungen und provrftonssrcrer Schcck-Con'u rwechsiung von Coupons und Sorten, inahme von ossenen und verschlossenen Depots ckgegennahmc veezrnsUchcr Spar-C»itagen-