Nummer 40 Die,»sing, oen 17. Februar LiU4. ss. Ial,rgn«s r,. »scheint leben WerNag. Regklmatzige Beilagen „yee Kauer an. checke»--. „?>» Spinnck»bc'. 0»,»»opr„«: «., be» Poi,an„ai,en ,i«riel,a»r„ch Ml. , 8. »> den »genlen monallich so Pig. Hinzu tritt Postgebühr »der Irägerlohn. »n,eigen: »rund,eile 20 Pjg., lokal- >5 P,g„ An,eigen von a«»wän, «erden durch voitnachnahm« -rhod-n _Erfüllim^oN Fetedderg. »cheiftt-itun, und Perl«, Friedberg IHeisrn), vanaueri,ratze 1L Ferniprecher «. P«!tich'ck.L°,i° Re. «n.,». chm, Zeanlinr, -. M Neberstcht. — Der Privatdozent an der Würzburger Unidrrsität vr. F. Alury hat den an ihn ergangenen Ruf als Inspekteur drs Arzneimittrlwesrn, der türkischen Armee abgelehnt. — Beim 1. Bataillon des Eisrnbahnregiments dir. 3 in Hanau sind etwa GO Soldaten unter insluenzartigen Er- scheinungen erkrankt. Bei allen von der Krankheit betrosse- nen ist der Verlauf normal. Die Krankheit ist bereits im Rückgang begrissen. Wie erinnerlich, herrschte im vorigen Jahre in diese»! Bataillon der Typhus, Loch haben die jctzi- xcn Erkrankungen nichts damit zu tun. — In Ay bei Reims versamemlten sich an 10000 Win zrr und forderten in einem einstimmig gefasiten Beschluß, bah der Senat den Gesetzentwurf Parns-Tariao über die Abgrenzung der sranzösischr» Weingebicte unverzüglich annehme. In Pille,Ance veranstalteten 500 Winzer des Anbe- Departements eine össentliäre Kundgrbung gegen den Aus- fchlutz de« Tepartemeut» aus dein eigentliche» Ehampaguc- Gebiete und zogen, revolutionäre Lieder singend, durch die Stad«. Beim Manöverieren ist das französische Torpedoboot .Poignard" von dem Torpedoboot „Fantassin im Golfe von a»an gerammt worden. Beide Torpedoboote trugen schwere Havarien davon und nruhtcn ins Dock geschasst werde». — Als ein Nest unglaublicher Korruption hat sich nach einer unverniutet vorgenonunenen Revision die Lchrana in Petersburg herousgcstellt. Die Beamten haben ihre Macht nur dazu gebraucht, Erpresiungen ,u verüben und Schmier, qeldcr zu erhalten. 23!) Schutzleute der Lchrana wurden aus de», Dienst rntlasien. Eine grotzc Anzabl anderer Beamten wird ans dem Verwaltungswege bestraft werden. — TaS russisch« Landungekorps, dos während der Un- inlien im zweiten Balkankrieg mit dem Schutz der russischen Gclandtsch>ist und des Konsulats beauftragt war, hat jetzt den Abberusungsbcfehl erhalten und wird in den nächsten Tagen Konstantin»»,! verlasien. — Tie Antwort der Pforte aus die Kollektivnote der Mächte wird in den n«täten Tagen in einem unter Vorsitz des Ministerpräsidenten VenizeloS stattfindendc» Minister- rat besprochen werben. Es herrscht die lieber,eugung. datz die Note der Mächte nur eine Etappe in der Entwickelung barstellt. Man rechnrt bestimmt aus eine Korcktur der epi- ec,tisck>en Grenze. — In Sndney und in Melbourne streike» die Schlnchter- arsrllen, sodasi in beiden Städten eine Hungersnot ausge- brochen ist. ?l. OSrnfrafurrfammlunoi drs Öunbre fot landwirlk. Berlin, Zirkus Dusch, 16. Februar 1111. Wie in irdem Jah'e, so hat sich auch diesmal die Gene- >r.I-rcsaminlung eines überaus starken Besuches zu crsr'v.en. 7.1 on um 12 llhr reiht sich i» dem mächtigen Raume des ,, ,fii? Kops an Kops der ans allen Gauen des Vaterlandes 'u >l eigeeilten Teilnehmer. Und doch ist's nur die eine e .5wir-.r mit Krast und Entschiedenheit ent- ge 'ei'ii'irkcn. Tikie Resolution hat solg.ndcn Wortlaut .Tie nencrc innerpolitilche Entwickelun » i» Tcutsch- laed »ius, den Bund der Landwirte «IS graste Dcrcini- anng monarchisch gesinnter nationaler Männer mit schw r.-n Besorgnissen ersiillc». Ans ollen Gebieten der Gci-tzgebiing deS Reiches be- ■i!«.ifr-.i wir eine immer weiter greifende Riicksichlnabuie aus die Stiiumungen, die Wünsche »nd Interessen der Tewekratic. die in militärische, i, slciicllichen, soziapoli- Ii!it>cn Fragen auf das deutlichste erkennbar wild. Tie Vorgänge in Zobern und ihre Behandlung, die Dersucktz:, die Kommandogcwalt deS Kaisers und der Bundes,'lirsten abzugrenzen und den Parle.meirtarisrnnS zu stäiken. da? Ucbergrciscn deS Reiches aut die Steuerpolitik der Ein- >elslaate„, sind die Merkzeichen der neuerdings einge- I •tuen dein ^latisch.n Entwickelung. Tu Bund der Oindwi.Ic spricht demzegenübci seine lest; Entschlossenheit aus, bi-je.- für die Monarchie, für bis Reich und für das gesamte Volk gleich unheilvollen Entwickelung mit alle« Kr»s! und Entschiedenheit zu sciiiein 7 -i. entgegcnzuwüke».' Dir Ansprachen der Porsitzrudrn. Um 1 j1 Uhr besteigt die. mit sltxeaeziveihroten Fahnen ", ' R.dnertribüne Bundes >-<-rtitzender l>r. Roes icke. Stürnnschcr Beifall umjäiigt ihn. als er dir Bersammliing mit solgrnden Worten erösfnrt: Meine Herren und Damen. Ich eröffne die 21. Geiieralvrrsainuilnng !i„b heihr Sie berzlichst willkoimncn. A„S der lange,> Liste der Toten deS BundcZ hebt der Redner einige bedeutend.- Naim» heraus, so Graf Kanih. Müller-Nutzhorn, »nd von dem Biiiide nehrsl.hcnde» Mäi>nc>n die Herr,'i Schremps »ad Professor Br, Ruhland ». a. Besonders die Bedriitliug des letzteren würdigt der Redner, dessen Anschaiiiiiigeii a»s wirt- schastspolitischem Gebiete vorherrschend geworden sind. In Ehre» der Verstorbenen erhebt sich die Bcrlaiiimlnng von den Platzen. Eii.rr traurigen Pflicht med.i: ich dann nenügen: Ziini crsteiiinale weilt Major v. Ei bell,Posen »icht mitir uns. Eine tückische Krankheit hat ihn »iedergeN'ortcn. Ich glaube im EinverstäildaiS der Lrrsgniiiiliiug zu bandeln, locnn ich ihm die Grüst.e auSiichlr. k-Bravo 1 Auf das letzte Jahr z»rückblickend, weist >>r. Roesicke „ns die gute Ernte, die eine Rekordernte genannt wurde, hin und aus das Steigen der AuLsubr der Ji>d»strie. England ist eingeholt und Frankreich und Amerika überslügclt. (Bravo!) Demgegenüber haben wir ini Inlande eine oicdersteigend« Konjunktur zu verzcichiicii. Die grog, n Banke» lcgtcn ihr Geld ii» AuSlo, de als im Inlande an. Die Ernijsicnspoli- tik der Grobbanieu trägt die Schuld daran. Tie Lanbwin- schi't hat noch immer mit weichend .» Preisen zi> rcchncn. Nicht ober sind die Preise für bc» Konsumenten znriickge- gangcn. Tic linke Presse verfolgt a:>f,i:»tkfain jedes Steigen. nicht aber das Sinken der Preise. Blätter wie das „Berliner Tageblatt" zetern dann, kein. Blatt hat aber liS jetzt daraus hingcwicsen, bah die Preise jetzt einen Ticsstaud erreicht haben, die die Landwirlschasr an die Grenze der Eristeiizmöglichkeit bringe». Tie Reichsleitnna bat ini Reichstage die Notlvcndigkeit anerkannt, das, aiisreichciider Zollschntz gcschassen wird. Aber doch eine Erklärung: Tie Reichsleitung ist jcdcnsallS von diese,» Reichstag so entsetzt, das, sie von ihni nichts erhofft, (Beifall,) Die Negierung traut ihrem eigenen Kinde »icht, denn dieser Reichstag ist daS Ergebnis der Haltung der Regierung "er und nach den Wahle». (Lebhafter Beifall.) An der Vermählung »i>- sercr Prinzessin mit deni Herzog Ernst Aiignsch haben wir volle» Anteil genoininc». Ebenso a» de,» 25,ädrigen Regic- lungsjubiläuin des Kaisers. Tic Jahrhundertfeier gemahnte unS an die grosic Zeit unserer Väter, Schrille Töne klangen in diese Feiern. Die Sozialdemokratie versuchte, unsere Gcsähle in den Schmutz z» ziehen. (Pfuirufe,) Im Reichstage scheinen geradezu Freibriefe ousgegeben z» sein für die Schmähung unsere? Kaiserhauses. (Pfuirufe.) Anch im Preußischen Abgcordnctcnhause beginnt die Demokratie sich zu rege» De» stärksten Ausdruck fand das Bestreben in dem Ansturm auf unsere Armee In Zabcrn war nur ein Mann, der dem entgcgcntrat. Das war der Oberst Reuter. (Lebhafter Beifall.) Wir dürfe» die Hvssnung aber niclsi aiisgcben, das, die NcichSleilmig die »ationnlen Ei»vsind»ii- gen in dkii Kamps gegen den Uiiisturz stellt. Versagt aber diese Leitung, da»ii trollen wir hoffen, das, die »alionalca Männe- diesen Kanipf allein z» Ende sühre». (Lebhafter Beifall.) Dem Gesühl, einig de,i Kanwf gegen den inneren Feind fortziisührc», geben wir Aiisdrnck in dem 3lnfe• Seine Majestät der Kaiser: Hoch! Hoch! Hoch! (Ter Riis hallt mit Begeisterung brausend dnrch den Rauin.) Ter 0!rschöstsbrr,cht. Bundesdirrktor I>r, .Hahn gibt vor Erstatlung des Ge- sckäftSberichtS einen von Gemeinheiten »nd NiedrrlraclN strotzenden Schmähartikel des „Doi.vürts" bekannt, der die tiefste Entrüstiiiig aussöste, Geben Sic cS dem Lande bekennt, so ruft der Redner ans, tvas das Blatt der Bebel- und Scheidemann-Wähler sich leistete. >>r. Hahn geht dann weiter ein aus einen Aussatz im Blatte des liberalen Bauernbundes. Man suchte es heute so darzui'tellen, als ob der Bund der Landwirte es »icht ernst genieint uni de» Schutz der heimischen Landwirtschaft. Wir wollten einen paritätisä>cn Zollschntz haben. Aus taktischen Gründen stimmten wir gegen alles andere. Jetzt fordert auch der Bauernbund den lückenlosen Zolltarif. Wer es ehrlich meint mit der Landwirtschaft. der m»b mit uns gebe», und nicht mit der Fort- schrittlichcn Dolkspaitei. Beiin Kanipfe um den neuen Zolltarif werden wir sehen, ob der Baiiernbimb mit uns geht, dann werben wir daS letzte Wort über ihn sprechen. (Sehr richtig') Da? Bauernblatt mein! bann, der Schul: der Landwirtschaft sei nnc gefährdet dnrch die ertremc» Forderungen der Konservativen »nd des Bnudes. Ich frage Sie. meine Herren, hoben wir denn solche ungeheuerlichen Forderungen gestellt? Nicht eine einzige. Wir haben es dem Landwirt- sck>aftsrat vertrauensvoll überlassen, die wissenschastlichen Grundlagen zu schassen. Wenn aber nun die Industrie kommen wird mit ihren »veitgehenden Forderungen, dann inützlen wir doch Esel sein, »venn wir zurückstchen wollten. Aber nicht das. die Sorge um unser Vaterland hat unS heute zusanimciigcführt. Nicht eine Herrschaft des Klassenprolcta- rialS darf aufgerickitct werden, wie es die Sozialdemokratie wüntwt Würde das V-oaramm der Sozialdemokratie durchyesührt, da»,, würde den Schidru die Masie seid,'! tragen inüisen. Unsere Arl-:itqeder deute» den Arbeiter »ich« ans. sie fdxiffcn neue Arbeit»,»ögliä,keile». Unser» gvnzr Sozialpolitik dient nur der Sozialdemokratie, der Mittelstgnd iiürd vrrnachtSfsigt. In der Steneipolitik hat man di.' allen bewährten Grundlagen Bisniorck-Miquelscher Aiischoiiiingen »erlasse», man bat direkte Rcichssteiiern ge. frlnssen. Tie Steuerpolitik greift hinein in die Stcuerpoli- Iik der Einzelstaate». Das bedeutet eine Veelvirklichniig d,S lozialdeinokralischen Progromnrt. Es ist ja für die Coziol- denwkratie so viel begiienier, wen» sie nicht erst auf die Barrikade» z» steige» braucht. Ter Freisi»» unter Eugen Rich. trr li>ir zu ertrage» »nd mit de n Freisinn ans beul Laude könnten »vir uns noch verständigen, lvenn die Regierung „nr eine vernünftige Wahlparole ansgebe» wollte, nicht aber mit den >sphaltfreiftn»igea der Stadt, die von jiidisckv-,, Trahl- zieber» des „Berliner Tageblattes" geleitet werben. M» rufen dev, Freisi,,» zu. trennt euch von den jiidisckv'n Freu«, de», von den Sozi ildemokraten, die euch sonst mit H>,,it und Haaren fressen. Wenn die nationallibcrale Partei »nter B.ilserinaims Führung »veiter „ach link« steuert, dann besin- bei sic sich auf falschem Wege. Mögen sie sich aus ihre alten Traditionen besinnen, möge» sic sich klar werden, dab das Bündnis mit den, Freisinn ihr Ruin ist. Tu» sic da«, dann kö,innen wir ziisanimengehen. I» bezug auf das Zentrun, ist zu bcincrkcii, daß e« allen Anlas, hätte, uns danlbar zu sein für die Objektivität, mit der ei von »nS stets betrachtet wird. Das Zeiitriiin ist aber jetzt nicht auf dein richtigen Wege mit seiner Steuerpolitik Nicht «ur aus die Masse seiner Arbeiter, auch auf den Mittelstand inus, e-i Rücksicht nehmen. Wir sehr» aber leider beim Zeiitriiin und bei beit Nationalliberalen einen Ruck »ach links. Tic sollten nicht de» deinokratisckicn Einslüssc» nachgehen, bei uns in Deutschland soll sich nicht eine jüdisckvdeniokratische Macht zivischen König und Volk drängen. Unsere Tätigkeit im Buiidc ttxir stets daraus gerichtet, die »w»anl>ischen Grundlagen de« Volkes zu erhalten. Eine gesunde Landjugend gilt cs zu schaffen, einen Kämpf z» führen gegen die Tcmokratie für die Monarchie. Ter Bund der Landlvirtc ist ans -ein Posten, nicht »ur für die Laiidwirtc, sondern für daS gesamte deulsckv: Vaterland. DaS deutsche Vaterland, es lebe hock,, hoch, hoch! (Nacbdeni brausend der Ruf verklungen nsir. sang die Ver- sammluiig stehend daS Lied: „Denischland, Dentschland nber alles» Es folgte d-r Vrricht v«r Kall«nrr»ifio»skom>nllflo>i. Do, Sachreserot. Mit lebhaftem Jubel b-griitzt. nimmt bas Mort Rittergutsbesitzer v o n O l d e n b u r g . 2 a n u l cho n : S,i» eine, langen Reihe von Johlen darf ich vor Jhnctz reben. Di« po>i. tllchen Situation hat sich ja Imn.u geändert. Al, «Inen Sie. uinn tön,::n wir buch:n dt« Wiederherstellung de, ollgenitlnen Wehrpflicht durch vic Hcercsvorlage». Ich habe e, immer bedauert. datz von den S-estellungen jung- gesunde Leui« ol, liber zählig zuiiickkamcn. 7 Prozent de, Volke, bezahlen gä Prozent de, ganzen Wehrbeiliag«, Di« ander,, rasseln mit dein Kelo beutcl der andern. Di« V- nviirung in der Politik kommt da her. dotz die Link« im Bülowblock die besten Geschäfte aus Kesten der Rechte machte. Dann überlietz sie die Steuern der Rechten und sckirzte sich in den Kampf gegen die Parteien, die dos grotz« Wert der R«iil>ssim»izreform ohne Hilfe der Regte, runq geschissen haben. E, ist erheblich an den Grundlagen de, Reiche» geriitlelt worden durch die Einführung direkter Reich, steuern. Der Herr Reichotanzler hat kein Empfinden für die Gefühle des Volkes Wenn der Reichskanzler etwas durchletzen will, dann darf er sich nicht nach dem Reichstag richten, dann hat er die Verpsljchiung. sich einen neue» Reichstag zu belsrp >i (Lebhafter Beifall). Was der Reichskanzfer gesagt hat über den Parlilukarismus ist auch falsch, der ist zum gut Teil kon lervativ. Immer mehr drängt bas Veisiändn!» durch weich' Bedeutung Preutzcns Eigenart auch für Süddeutsihland hat Wenn wir hier im Kampfe um di« preutzisch« Versasiung rr- lahmen. dann, m H. au» Bayern, kommen Ei« her und machen El« uns Kurosch«. Sorgen wir all«, >» Nord und Eü», datz di« Gewalten die am Wert sind, gegen den Thron des Kaiser, zu schreUen, ihn nichi bezwingen. Wen» «in« Kabinetisorder so» 1?2v, di« nur dreimal gebrauch« wurde, noch «in« solche Wirkung hot. dann kann man nur den Hut davor abnehm«» lBei. soll). Run soll sie nachgepiüsr werben. Ein« Kabtnettsordcl ist »in Kaierlicher Willcn,ak». der geholt nichi »or den Reich, tag. (Lebhafter Beifall). Ich empfehle dem Reichskanzler gegen das demotralisck« Regiment noch eine anbei« Kabinrtl«. order Friedrich Wilhelms IV , der da erklärte Was da! Nicht, »a! Ich stabilisier« mein« Autoriiäl wie «in Rocher de brarel' (Lebhafter Beifall). Zu bebauern ist. datz im Reichrtog« die »adikale-r Elemente im Zentrum immer m-hr in den Vorder- grund treten. Di« Nationalliberalen sehen immer nur die Banken und Siädle. (Zurufe: Juden. Juden!) Auch di-' Solang« »n« Nationalliberalen nich! ih, Unrechl e'nilehen. d-h sie mit der Wahl Bebels und Echeid-.mann, ein Unrechl deg. gen haben, hal!« ich «in Patlieren Mil ihnen für nicht mö,:. Ich Hab« im Jahr« »90t> «>»e mächtig: Dummheit gemach' - :s ich für die sogen. Nein« Erbschaftssteuer stimmte. Ich war ba inols Kdealirl und glaubte bau Mimilee mir itrcn Erklär n Hk. «* ___ stehen und fallen. Das dentsch- Volk lechzt nach einer starken Negierung, Es will nicht regiert werden von diesen konfusen Parteibildungen. Dazu ist der Wille zum Sieg« notwendig. Im Reichsland« ist ganze Arbeit nötig. Wir müssen und können verlangen, dag der Statthalter den deutschen Gedanken voranstellt. Ileberall muh Goethes Wort gelten. Feiger Gedanken, bängliches Schwanken Wendet kein Elend, macht dich nicht fiel; Allen Gewalten zum Trutz sich erhalten. Nimmer sich beugen, kräftig sich zeigen. Rufet die Arme der Götter herbeil ^Dröhnender Beifall). Die frei« Aussprache. Bürgermeister Dr. E b e r l e - Nosien überbrlngt di« Grüße des Reichsdeutschen Mittekstandsvcrbandes. Tausende mittel- ständischer Existenzen stehen in hartem Kampfe, sie wissen nicht, ob sie die Not überdauern können. Endlich hat der städtische Mittelstand sich ausgerafft, er blickt bewundernd aus di« grotz«, machtvoll« Organisation des Bundes der Landwirte, bei dem er weitgehendes Verständnis 311 finden hofft, denn «r will das gleiche. (Beifall). Di« Erhaltung des Mittelstandes ist das sicherste Mittel gcgen di« rot« Flut. Zwischen beiden Gruppen .nutz ein dauerndes Bündnis entstehen Gesinnungen, wie si« aer Vorredner ausgesprochen hat, können nur getragen wer. »en von Menschen, die fest im wirtschaftlichen Leben stehen. Landwirt Schmid: Als kleiner Landwirt aus Würtiem- lnrg bin ich beauftragt, Ihnen di« Grütze v»n 20 000 treuen Mitgliedern zu bringen. Auch in Württemberg find di« Feind« res Bundes an der Arbeit, um unsere Einigkeit zu stören. Aber auch der kleinste Landwirt weiß. Latz das, was dem Großen w-htut, dem Kleinen noch weher tut. Wir wollen keinem Bauernbünde ang-hören, keinem Bunde, der stark nach Israel riecht! (Bravo!) Treu zu Gott, treu zum König, treu zu un- v-ren Führern im Bund« der Landwirte, das ist unser Gelöbnis! (Beifall). Rittergutsbesitzer Pr leger: Aus Bayern bring« ich di« Grütze der Mitglieder. In Bayern geht der Bund vorwärts: wir haben im letzten Jahre über 1000 Mitglieder gewann«», trotz der heftigen Angriff«. Wir im deutschen Süden haben in per Landwirtschaft di« gleichen Interessen wi« im Norden, W«. sten oder Osten. Wir in Bayern begrüßen lebhaft die Beteiligung an dem Kartell der schaffenden Ständ«, das hoffentlich '» einer dauernden Segensquclle für jede ehrliche Arbeit wir». Der Bund hat damit bewiesen, daß «r kein« einseitigen Interessen vertritt. Auch danken wir dem Bund«, daß er aus An. laß des Falles Zubern für unser Heer eintrat. In den letzten Wochen sind ln den Reichslanden dr«i unserer Unteroffiziere an Leib und Leben gefährdet worden. Es ist bezeichnend, daß fast die ganze deutsch« Press« davon kein Wort gebracht hat. Deutschlands Eigenart der Sondcrstämm« darf nicht v«rloren gehen. Die Gegner suchen uns untereinander zu verhetzen, um ihre undeutschen Zwecke zu verfolgen. Wir müssen einig sein. (Bravo, rufe). Rittergutsbesitzer v. Bodclschwingh - Schwarzenhasel gab zunächst Ersalnungen aus dem Wahlkampfe mit den, Bauernbund« bekannt. Groß- und Kleinbesitzer haben die gleichen Interessen. Wir werben uns aber gegen den Eleich- heitswahn. Wenn jede Dienstmagd glaubt, denselben Hut zu tragen wie die Frau, so kann sie nicht zufrieden sein. Di« Mahnung zur Einsachheit ist deshalb angebracht. Ein« Mahnung möchte ich noch aussprechen, auszuhören mit der stcuer. lichen Belastung der Grundbesitzer, die sonst nicht mehr in der Lage sind, den Arbeitern Beschäftigung zu geben. Für die Beteiligung der Frauen am politischen Leben bedanken wir uns. Zürn Prentzenbund' möchte ich an alle Nichtpreutzen die Bitte richten, die Worte zu beherzigen: tua res agitur! Es war dein« Lache, die da geführt wurde. Nicht Majorität, Autorität ist nötig. Festigkeit verlangen wir von unserer Regierung. Zubern hat vielen die Augen geöffnet über die letzten Ziele der 7 molratic. Nützen wir di« Zeit mit Blüchers Parole: Allen llomatikern zum Trotz, vorwärts, mit Gott für Kaiser und Reich! (Beifall). Hauptmann Pauli.Eöln bringt die Grütze der rheini- 1 Mitglieder und bespricht dann die Vorgänge in Zabern. ist viel gesündigt worden. Trotz« Teil« der Bevölkerung t rtz-Lothringens sind uns freundlich gesinnt, di« deutschfeind- ■ Press« und di« Notabeln in den Parlamenten allerdings, nicht. Von der altdeutschen Bevölkerung sollte man verlangen, datz sie sich der deutschen Sprache bedient. Auch in Elsatz.Loth- ringen verlangt man noch einer starken, festen Regierung. Vuudesvorfitzendsr Dr. R 0 e s i ck« bringt die vorstehend znm Abdruck gebracht« Resolution zur Abstimmung- Sie wird einstimmig angenommen. Hofbesitzer Logemann: Ich überbring« die Grütze der hannoverschen Bundcsmttgliedcr und möchte dem Gefühl der Treue und Einigkeit Ausdruck geben. Der Bauernbund und feine Führer werden jetzt von den eigenen Leuten umgebracht. Eine Bitte an die Anwesenden, unterstützen Sie nicht di« land- wirisachftsfeindlichen Blätter, und das ist di« ganze jüdisch- literale Presse. (Belfalll. Wie wäre es geworden, wenn der Leutnant in Zabern nicht v. Forstner. sondern Cohn geheitzen hätte. Dann wäre überall das Loblied auf den forschen Cohn erklungen — Ich möchte di- Anwesenden bitten, mit mir dem Vertrauen zu unseren Führern Ausdruck zu geben durch den Ruf: sie leben Hoch! (Mit Freud« wird der Ruf ausgenommen). Nach Verlesung einer lange« Reih« von Glückwunsch. Iclegrammen schließt um VA llhr Bundesvorsitzender Dr. Ro«. sick- mit einem Dank an di« Versammelten, der Bitte de» Baum des Bundes der Landwirt« weiter zu pflegen und dem dvet- fachen Hurra für den Bund di« machtvolle Kundgebung. Ans dem (Mdjüftöbmifit des Sundes der landwitte. Der Geschäftsbericht des Bin,des der Landwirte für das Jahr 1913 beginnt mit Mitteilungen über die Beteiliarmg drS Via,des an den Wahlen im abaetarffeneri Geschäftsjahre Reue Lageszettung. Dienstag, den 17. Februar »» 1 «. nnd wendet sich sonach dem Wirken der einzelnen Abteilungen zu. Diesen Mitteilungen entnehmen wir: Die Tätigkeit der Abteilung Organisation mit den Geschästsstellen stand unter den Eindrücken der vergangenen Reichstags- und Landtagswahlen. Infolge der ausgedehnten Dersaniinlungstättgkeit während der Wahlen war eine gewisse Versammlungsmüdigkeit cingetteten und so konnten im Jahre 1913 nur 8158 Versamnilungen. darunter 991 Wahlversammlungen abgehalten werden. Zur Vorbereitung und Durchführung dieser Versainmlnngen waren 142 Beamte und Redner tätig. Es hat aber nach den ein- geangenen Mitteilungen auch in diesem Jahre wieder eine größere Airzahl verdienter Bundesmitglieder Versammlungen aller Art abgehalten, ohne hierfür die Mitwirkung der Zenttale oder einer Geschäftsstelle in Anspruch zu nehmen. Immer mehr haben sich die politischen A u f - klacungslchrgänge als eine sehr gern gesehene und erfolgreiche Veranstaltung eingebürgert. Es fanden 54 solcher Lehrgänge, deren jder drei Tage währte, mit reger Teilnahme statt. Auf vielfachen Wunsch haben im Etatsjahre 1913 auch wieder in den Lehrervereinen wirtschaftspolitische Lehrgänge stattgefunden, an denen sich 1972 Personen beteiligt haben. Die Tatsache, daß die zur VrrsHgung stehenden Kräfte bei weitem nicht ausgercicht haben, um alle Wünsche wegen solcher Lehrgänge z» beftie- digcn, zeigt, wie beliebt sie in den beteiligten Kreisen geworden sind. Vundesfeste fanden 127 statt. Aiich diese Veranstaltungen wurden immer mehr beliebt und haben gute Erfolge zu verzeichnen. Die Ein- lind Ansgänge der Abteilung Organisation ahne Geschäftsstellen betrugen 36 458. Außerdem wurden 74 625 Dnicksachen verschickt. Die Mitgliederbewegung nahm den regelmäßigen Verlauf. Die aus den verschiedensten Gründen ans dem Bund der Landwirte austretenden Mitglieder wurden nicht nur durch Neuwerbnngen ersetzt, sondern die Zunahme der Gesamtzahl folgt dauernd in gleichem Maße. Der Ausschuß des Bundes der Landwirte hat in seiner Sitzung am 22. Oktober 1913 in Ausführnng der am 17. Februar 1913 beschloffcnen Erhöhung eine Zweidrittel- Erhöhung des Boittages unter Schonung der kleineren Besitzer endgültig festgesetzt. Der Aufgaben des Bundes der Landwirte werden immer mehr und er sieht sich bei der Entwickelung der Wirtschafts- und Sozial-Politik veranlaßt, seine Tätigkeit auf iminer weitere Gebiete ausziidehneu. Auch feiner volitischen Gegner werden immer mehr, und immer größere Anstrengungen werden von ihnen gemacht im Kamvle aegen ihn und in dein Bestreben, seiner natwen- digen Tätigkeit Widerstand zn leisten So sab sich der Ausschuß veranlaßt, von den Bundesniitgliedern dies, wenn auch verhältnismäßig kleine Ovlor für ihren Berns wie g'ich für das gesgmte Wirtschgftslebon zu verlangen, und er spricht die bestimmte Erwartung aus, daß alle Bundesniitglieder diesen erhöhten Beitrag freudig als eine Pflicht gegen den eigenen Beruf und gegen das Vaterland bringen werden. Auch die Verkaiifsstelle des Bundes, sowie die Abteilungen für Versicherungswesen, Bnchlübrnng-wesen, Maschinenwesen lisw. haben eine außerordentlich lehhnftc und unverkennbar erfolgreiche Tätigkeit entfaltet. Aus dem Bericht der Abteilung für Maschinenwesen cinpfichlt sich auch eigens hervorzuheben: „Es sei an dieser Stelle noch besonders darauf hinge- wicsen, daß die Moschinenabteiluna sich nicht mit der Lieferung von Kleineisenzenq und sonstigen Artikeln befaßt, die in den am Orte befindlichen Geschäften ohne Schwierig- leiten erhältlich sind. Die in der gegnerischen Presse hierüber immer wiederholten gegenteiligen Bebaupiungen sind durchweg unzutreffend und beruhen soweit sie nicht tendenziöser Art sind, auf ofsenkundigen Verwechselungen mit anderen. zum Teil Privaten Handelsunternehmen." Für den Bund sind 47 Oberbeamle i,»d 233 Beamte, sowie in 29 Geschäftsstellen 29 Geschäftsführer und 52 Beamte tätig. 215. Sitzung vom 16. Februar, 2 Uhr. Am Bundesratstisch' I>r. Lisco. Auf der Tagesordnung steht die allgenieinc Anssprache über den Etat für die Reichsjnsiszvcrwnltniig. Aba. 7>r. Cohu-Nordhcrusen (Soz.): Bei der Auswabl der Geschworenen Iverden weite Kreise der Bevölkerung absichtlich ausgeschlossen. ES ist rrkrnrNch. daß auch der Staats- sekretär für die Heranziehung der Arbeit"v als Schöffen und Geschivorene ist. Jetzt, da die Arbeiter sait ganz ciisqe- schlossen sind, kann nian der Jnstizpflcge nicht voll.'s Vertrauen entgegenbringen. Der Entwurf, der die Konkurrenz- klausel regeln soll, ist nicht genügend. Es »mß überhaupt verboten sein, den Aligestellien durch eine solche Klausel zu l-inden. Der Entwurf des Jugendgerichtsg'festes ruht noch :mmer b>>m Brndesrat lleberhaupt arb iiet die Gcsetz- aebiing auk dem Gebiete des Rechtes jC' uns mit äußerster Langsamkeit. Unser Strafrecht ist »Killet, es berubt im wesentlichen auf dein alte» preußisch, n Strafgesetzbuch. das langst üb.rhalt ist. Dabei soll die Reform nach den Worten des Staatssekretärs erst t917 ko,innen und der Reichskanzler faßte ihren Inhalt bei der ersten Lesung des Etats in einer Weise zusammen, es fei beabsichtigt, die AuSnahmegesetz- gebnng gegen di« Arbeiterschaft zu verewigen. Die Urbeiterbewegung soll «rdrossett, di« Ausbeutung geschlitzt werden. Man will das Koalition», echt. di« Politische Freiheit _ Seit« * der Arbeiter vernichten. Ter Schutz dcr Arbeitswilligen ist lediglich ciu Kampf gegen die Arbeiterschaft. Eine Reform des PolizeiwesenS ist unter allen Umständen bringend erforderlich. Erst eine grundlegende Aenderung unserer wirtschaftlichen nnd sozialen Behältnisse wird uns die wahre Ge- rrchtigkeit bringen. Wir müssen dafür sorgen, toß die Rich- t'r dii'ch freie Wahl aus den Aolksgmost.'i gewäblt werden. (Beifall der Trz.) Präsident Nr. Kacinpf ruft den Redner nachträglich zur Ordnung, weil er erklärt hatte, falls der Reichstag c nfge- löst werde, würde die Regierung schon irgend einen Wohl- schwindel erfinden. Abg. Nr. Bekzcr (Zentr.): Die Behandlung des Krupp- Prozesses hat gezeigt, daß unsere Gerichte mit voller Unp.ir- tcilia>!e>» i,nd Sachlichkeit vorgegangen sind. Die Ueber- lastung des Reichsgerichts kann inan ändern dadurch, daß uian die Kcmpetenzen verschiebt und di.» Spionageprozcsse, die lo viel Arbeit machen, anderen Stellen überweist. Eine Aenderung der Zivilprozeß-Ordnung ist dringend zu wünschen. Tie Prozesse nehmen eine übermäßig lange Zeit in Anspruch. Wie steht es mit der Frage der Rei regelnng der Verhältnisse der Rechtsanwaltsangeftellten? Auch die Ge- bühren-Ordnung der Rechtsanwälte nniß einer Revision iiiiterzcgen werden. Das Schiildncrverzeichiiis von Leuten, die den Offenbarungseid geleistet haben, genügt nicht. Es muß dafür eine Zentralstelle geschaffen werden, die klaie Auskunft geben kann. Zu bedauern ist, daß es nicht gelang, das Lustschiffahrtsgesetz international zu regeln. Die Frage der Berichterstattung bei Skandalprozcssen ist immer noch brennend. Die Sensationsprcsse, die aus den Berliner Straßenverkauf angewiesen ist, übt eine geradezu schamlose Berichterstattung mit geschlechtlichem Einschlag. Ich erhoffe von der anständigen Presse, daß ste Remedur schasst, denn diese Art Berichterstattung ist bei jugendlichen Gemütern der Anreiz zum Verbrechen. Zur Schmutzliteratur ist auch der größte Teil der Kriminalgefchichten zu lechnen. Cs mutz von dem Gesetz gegen die Schundliteratur mit getroffen werden. Beim Prozeß der Hedwig Müller muß das Verhalten des Staatsanwalts gerügt werden, der sich der Angeklagten überaus liebevoll angenommen hat. Ts ist anzunebmen, daß die Reklame, die die Presse mit diesem Fräulein Müller ge- »nacht hat, noch manches jnngc Mädchen verführen wird. Ein« Regelung des Jrrenwesens muß endlich erfolgen. Kaum ein großes Verbrechen komint zustande, kaum eine vornebme Dame wird beim Diebstahl abgefaßt, ohne daß nicht die Geisteskrankheit vorgeschützt wird. Das versteht das Volk nicht. Der ärmere Teil des Volk.'? befindet sich demgegenüber in einer Notlege, denn er kann eine eventuelle Geistesschwäche nicht Nachweisen. Die Verstärkung des Schutze» gegen geisteskranke Verbrecher darf nicht länger hinausge- fchobei» werden. Abg. Schiffer-Magdeburg (natl.): Die Vorwürfe ,.egen die Klassenjustiz sind nicht neu, aber immer wieder niiissen sie auch zilrückgewiesen werden. Das bestreiten ja auch die Sozialdcmokraten nicht, daß im Richterstand? das Streben nach chrlicher Unparteilichkeit, nach Gerechtigkeit vorhanden ist. Das wollen wir ims besonders merken. Unter Ninstä»- den kann das große Streben noch Unparteilichkeit nicht nützlich wirken. Schluß des Berichts 6 Uhr. PreirlMcher Landtag. Abgeordnetenhaus. Das Abgeordnetenhaus setzte am Montag die Besprechung der nordschlesmigschen Frage fort. Abg. W i t t r 0 ck (Fortsthr.) bedauerte di« Beffchäffung der politischen Gegensätze in der Nordmark, erkannte aber an, baß viel zur kulturellen Hebung derselben geschehen sei. Abg. Strobel (Soz.- nannte die Politik in der Noid- mark «in« Vergewaltigung eines Teiles dcr preußischen Staatsbürger und meinte. Preußen habe 1866 den Raub ganz allein eingesteckt. Gegen diese Auffassung legt« Minister 0 . Dallwitz Ber- wahrung ein: darin bekund« sich nur der Tiefltand des nationalen Empfindens des Vorredners. Wenn der Bizepräsident des dänischen Folkethings an einer sozialdemokratischen Ver- sammlung teilnahm, jo habe er sich damit angesichts der gespannten nationalen Verhältnisse in Nordschleswig «ine dreiste Herausforderung und Verhöhnung der staatlichen Autorität und der preußischen Behörden, sowie der deutschen Bevölkerung schuldig gemacht. Abg. Gras v. Bern stör ff (ions.) empfahl ein« energisch« und stetige Politik in der Nordmark, di« allein dem Deutschtum dierreu könne. Nach weiterer kurzer Debatte wurde die Besprechung geschlossen, und das Haus wandte sich der Sparkassenftage zu. Ein Antrag der Rechten und Nationalliberalen wünscht« die Abänderung der Ausjührungsanweisung zum Gesetze über die Anlegung der Sparkassenbeständ« in Inhaberpapieren dahin abzuändern, daß die preußischen Sparkassen den Pslichtbc- stand nach dem Anschauungsweit in di« Bilanz einstellen und die Kursverluste so lange dem Reservefonds abzuschreiben, als dieser nicht unter 2 Prozent der Einlagen fintt. Abg. v. Kries (kns.) erklärt«, daß ein Teil seiner Freund« für den Antrag sich nicht erwärnrcn könne. Die erste Forderung lasse sich nicht mit der kaufmännisch-» Solidität vereinbaren. Einer Kommissionsberatung sei er jedoch nicht abgeneigt. Abg. Reinhard (Ztr.) bekannt« sich als Gegner des Sparkassengesetzes. Eine große Zahl von Sparkassen müßte ihre Tätigkeit, die sie mit Hilfe der lleberschnsse entfaltet hal>en, etnstellen, wenn die Besttmmungen für die Anlage in Staatspapieren nicht erleichtert werden. Minister 0 . Dallwitz teilte mit, daß er die Oberprä- fttzentmr angewiesen habe, Erleichterungen da, wo es nötig »ci, «tntretrn vu lassen. Dem Wunicbe. Inbabervapiere z»m An- » Mc. 4« »Mac Xagc»|(ihia(. |T. gtfetaac 1*1« Teile 1 14>*Munfl*a>«it »« die Sita«* einjafttllrn, töanc er nicht tut. Jpitcfcii. Nach weiterer fut|o Ausjprach« vertagt stch das Ha«, aaf Dienstag: Focksctzung. Tagesnberllcht. Veutlche» Arich. >: Di« 99« nicht wieder ia Zobern. verschieden« Blätter bringen die Meldung, daß di« SSer, dir auf dem Truppen, utur.gsplatz Hagenau biwackieren am Montag dos Lager »er. lassen und wieder nach Zobern zurückgetehrt seien. Wie di« Kammandontue des Truppenüdungspiatze» Hagenau dem Kov- lejpondenten der „Telezraphen.Union" mitteilt, ist daian kein wahrer Wort. Es ist auch nicht» davon bekannt, das, da, R«. gimtitt in nächster Zeit überhaupt übers,edeln wird. :: Bombenanschlag ia »er Rhaiapeeoiai. Am Fundament de» zur Zeit unbewohnten Dürenhenn, in Borberg fand man im Garten zwei Bomben, die mit Zündschnüren versehen Iva, ren. Bi» zu halber Armlänge waren dies« abgebrannt. De, Berbrecher, der wahrscheinlich au» Rache handelte, ist völlig unbekannt. Die Bomben waren »it Sprengstoff geladen und hätten, wenn di« Schnur nicht erloschen wäre, da, ganze Er. bäurc in die Lust gesprengt. Schweden. :: Da» neu« Kabinett. Da» neu« Kabinett ist gebildet. E» fetzt stch solgendermatzen zufamrnen: Landeshauptmann Ham. marfljoeld: Konseilpräsident und Kriegsminister, Bankdirettor Wallenherg: Auswärtige», Präsident de, Appellgertchtshos» Hassclrat: Justiz, Fabiikdireltor Bennersten: Finanzen, Schiff», «««der Brastroem: Marin«, Landeshauptmann v. Sgdow: Zn. nere», Frhr Beck Friis: Ackerbau, Professor Westmann: Kultur, ohne Portefeuille: Oberst Moercke, Ministertaldiretror Stenbrig UN» Ministerialdirektor Linner, E» verlautet, da» Ministerium beabstchtige nicht die sofortige Rerchstagsauslisung. sonder» wollt« aus ibrund der Ärbcten der WehrfragekommWon binnen vierzehn Tagen «in« modifiziert, Wehrvorlage dem Reichstage unterbreite«. Dann erst soll der Appell an di« Wähler erfolgen. Frankreich r: Da, Budget »er stau,«fische» Pul»««, und Salpeter, fabriken. Der Ageordnet« Den», Eochin hat nunmehr feinen Beucht über das Budget der staatlichen Pulver- und Salpeter- fabrilen jertiggostelll und ihn der Kummer vorgelegt. Er de. fchäfligt sich in eingehender Weise mit de» in Betracht kommenden »echnifchen Fragen und stellt sodann fest, datz dies« Positiv. »n verantworten haen werden. Auf ein« Anfrage, warum der Minijtrrpiäsident und Marlnemtnifter aus dem Skandal nicht di« Konsequenzen gezogen und ihr Rücklrittsgefuch eingereicht hätten, anrwortele drr Ministerpräsident, datz man erst die Entscheidung de» Kiiegsgttichls aioaiien muss«, da «» zurzeit roch nicht seststehe. ob «r sich nne um «in«n »«teinzettr« Fall oon chesteBung handelt. Stratzeneeiaigun, ia Friedberg Fauerbach Zur Zeit Herl, schen in Fauerbach in Bezug aus Stratzenreinigung vors,nt. fiutliche Verhällniss«. Um von dem Fuhftrig« in der Fauer. doch« ist raste in di« Fritz Reuterstratz« zu gelangen, must man einen wahren Sumpf durchwaten, da ei» gepflasterter llcber» gang fehlt. Auch a» der Beleuchtung fehlt es. Am Haas'schen Anwesen (Faverbacherftratze 8«) mutzt« unbedingt noch ein« Laterne angebracht werden. In der dart herrschenden Dunkelheit bemerken dir Passanten erst einander, wenn st« schon zu» fammengestotzcn sind. Mit wenig Mitteln könnte sich di« Stadtverwaltung hier dankbar« Anerkennung oerfchafjen. Kund der tan-wirle. Jwaogl-se Zusammenkunft »n Mittwoch, de» 18. Februar, abend« 8 Uhr, z» (Orttcimu iu der Gastwirtsilzist von Stall. Tie Landtagsabgeordnetcn Breidenbach, l>r. v. Helm oll und Redakteur Hirsche! werde» anwesend sein. All« Mitglieder rrnd Freund« de» Bande« der Laiidwirte >u» BcUenau. Echzell. Bingenheim. Rcichelsüeim. Heuchelheim, Grund-Schwalheim. werde» zu dieser Zusammenkunft rinoeladen. * Rendel, 17. Febr. Dir am Soruzlag abend hier abge» holien« Bersammlung de« Bunde« der Landwirte war sehr gut besucht, es mögen etwa SO—70 Personen rin .Frankfurter Hof' versammelt gewesen fei«, von dene» die meisten Mitglieder de« Bunde« Ware». Der Redner. Hirschel- Fricdberg. sprach über unsere wirtschaftliche Lage im Hin» blick auf die komnienden Handelsverträge. Auch di« Orts- krankenkossenwablrn zog er in den Bereich seiner krorterun- gen. kr fand lebhaften Beifall und der Vorsitzende der Ortsgruppe. Herr .Heinrich Bitt ich, sprach chm den Dank der Lersonimlung au«. Aus der Heimat. • Friedberg, 17. Febr. Wie wie soeben erfahren, ging ein« der schönsten Billen unserer Stadt, Maingertovanlage 11, dem Herrn Otw Ulrich gehörig, tn den «es,, de, Herrn Dr Krom. dach über. • Friedberg, 17. Febr. Nächsten Samstag, den 21. Februar, abends präzis 8.11 Uhr »eranftalie» da. Erste Friedberqer Doppel-Quartett tn sämtliche» Räuenen fein«, Bereinrlokal» sNeftauration W. ststffner), einen graste» karnevalt« ftifchen Abend. Da» Quartett hot sich ju Aufgabe ge. macht, feinen Mitgliedern, Freunden und Gönnen» einige recht vergnügt« Stunden zu bereiten. * Friedberg, 17. Febr. Zum diesjährigen Fasching werden lm Saaldou besonder, Anstrengungen gemacht, um in Bezug aus Dekoration etwa, Austergciröhnliche» zu leisten und den Bes».Hern bas Leben und Treiben an der Riviera vor Augen zu führen. Dem Maslenfeft ist bi« Id« „Ein Abend an der Riviera' zu Grund« gelegt. Di« Riviera ist ein« besonder» rrizvoll« Segen» an der Küste Italien», dt« speziell »on allen Nationen zur Erholung ausgesucht wird. Die G-g«nd wird durch «in groste, Gemälde veranschaulicht, da können sich di« Teilnehmer in den Verkehr dieser welrbekannten Gegend versetzen. E» treten tn Verkehr Psadfinder, Wandervogel, Jugend vxhr, Touristen usw; auch Nationalitäten wie Russen, Eng. länder, Franzosen usw , so datz Teilnehmer in diesen Trachten ohne besonders grohe Aurlagen „markiert" dem Maskensest im Eaalbau beiwohnen können. In dieser sommerlich reizool- len Gegend sind auch Sommertrachten angebracht. Es kommt ein« Weinstube und Sekt Ausschank ia Betrieb, sonne »ine Waldkneip«, Bedienung: Italienisch« Kellnerinnen. Besonder« Strand-Konzert« und solche in der Waldkneip«, werden ausge- sührt von dem italienischen Salon-Irompetcrkorp, „Garibaldi". Für den Preis Maskenball spielt verstärkte» Orchester der Mi- litärmufikschule. Di« Preis« sind bereit» in einem Schaufenstet der Firma Fr. Wagner, Kaiserstratz« 82, ausgestellt, diese b«. stehen aus 5 Damen-, 5 Herren, und 2 Kruppenprerse und kön- nen wir konstatieren, datz bet der Auswahl derselben besonder« Rücksicht aus praktische und dienlich« Gegenständ« genonrmen Ist. Drogen sich recht viel« Närrinnen und Narren an dem Wett, bewerb beteiligen und durch Charattermasken etwas Oktgtnel» l«, aurfiihren. DI« Bewertung der Masken geschieht durch UN. parteiische Teilnehmer beim Maslensest und ein besondere» Comlte« sorg« sür di« nötig« Ordnung. Vorverkaufsstellen für Kalten sind in den Geschästen durch Plakat« kenntlich gemacht. Zur Einleitung de, Karnevaltrubels am Dienstag, den 24. d. M., nachmittags 8 Uhr, ist In allen Reftaurationsräumen große humoristische närrischckarneoalistische Kappensitzung mit Gesang unter Leitung eines wirklichen Obeinarien. Di« Musik wird ausg.führt vom italienilchen Salon-Trompete, korp» „Ga. tibaldi". Original italienische Damenbedicnung. Es ist somit die best« Gelegeicheil geboten, sich zeitig in di« Faschingsstimmung zu versetzen. Eintritt srei gegen Programm. Es sei also die Losung: Auf zum Maskensest an der Riviera im Saalbau! Möge Jeder der Devise huldigen: Drr Humor, das ist mein Schatz Der erhält mich aus den Platz. * Friedberg, 17. Febr. Vom Siegerland und seinen Bewohnern bandelte der anqckiindizl« und sehr interessante Vor trag im Evangelischen Jünglingsverein. Er schildert« das Landsihaslsbild in seiner besonderen Eigenart: hohe bewaldete Felsenberg«, lief erngeschniltcn« grasreiche, die Viehzucht bc. günstigen»« Wicsentäler, weniger dürsliger Ackerboden, deni nur mühsam ein« spärlich« Korncrnl« abgerunge» werden kann. Roche Erträge dagegen liefern Berg- und Hüttenwerke, die au- d«n Bergwerken Eisenerze sördein rnd verarbeiten: di« Pro bukt« der Siegener Eisenindustrie haben Weltruf und werden weithin versandt. Die Bewohner sin» ruhige, ernst« Leute, gastfreundlich und von besonderer Frömmigteil. — Wie weitei bekannt gegeben würbe, ist sür das gestern wegen ungünstiqer Witterung ausgefallen« Telindesoiel der Sonnlag nach >4 Ta. ge» fl. März) bestimmt. " Rieder Wöllstadt, 17. Febr. Hier ist die Maul- u»d Klauenseuche erlösche». Der Kreis Friedberg ist jetzt wieder scuchensrei. • Ilbenstadt, 17. Febr Fabrikarbeiter Mahl verunglückte beim Ueberzug nach Burggräseurod« dadurch, datz er unter sel- nm eigenen Wagen zu liegen kam. Er Irug einen Beinbruch davon. * Kloppenheim, 17. Feür. Unser hoch»ardienter Bürgermeister Andreas K l i e irr hat sei» Amt. das er lange Jahre zum Segen der Genre, 'de verwaliei l>al niedergelegt. Da Herr Kliem schon lange Zril kräi-slich gewesen ist, so war dieser Entschluß vorauszujehcu. Aus alle Frille schuldet unsere Gemeinde Herrn Kliem den iiesgefübltesteu Dorck, den» zu allen Zeiten hat er sich das D, I>i der tseiuenide am ganzen Herzen angelegen sein lallen. Tie neue Bürger- meistenvabl findet bereit? am Samstag. den 28. d. M. statt. • Betten hause», 17. Febr. Seit zwei Jobreu wurde gestern wieder einmal in unscrcnr Dorfe eine Hochzeit gehalten. Derselben folgt nnn schon nächsten Sonnlag die zweite. * Betteuhause», 17. Febr. Durch da» seither tagsüber eintret ende Tarnoettcr und die darauf folgenden Nachtfröste zeigt das Wintergctreide soivie dee jung« telersaal in hiesiger Gegend einen lehr schlechten Stand. * Watzenborn Strivder«, 17. Febr. In unseren, Bezirk wurdr bei der Kreistagswahl der seitherig« Vertreter Iah. Hirz IX. wieder,lewäblt. * Gieße», 17. Febr. Auch der „Wetzlarer Anzeiger" ste^t sich genötigt, gegen dir Lügen »nd Derläumdnngen der ..Oberhesfrsls»-» Dotkszerlnng" Front zu mackicn und zwar ganz energisch. In der einen Nuinnier bezeichnet er das fo- zialdeinokratifchc Blättchen sehr zutreffend als den ..Gießener Cpeikaste»" und in der anderen weist er nach, datz Lügen und Berläumdung in demselben gang und gäbe sind, und dasi seine Redakteure nicht davor ziirückschrecken. selbst das Familienleben politischer Gegner in den Bereich ihrer Derdach- ligunge» zu ziehen, obwohl dies die allerniedrigste Art der Dcrläniiidnng ist. die sich die Presse zu Schulden koniine» lassen kann. Ter „Wetzlarer Anzeiger" trifft hiermit den Nagel ans den Kops, denn unter der seitherigen Leitung der .Oberhessischen Volkszritung" ist niemand niebr seiner Ehr« und feine« guten Namens sicher, sobald er nur den Mut hat. ein Wort gegen die engelglcichc Sozialdemokratie »nd hr« Kampfesweise zu äußern. * Gieße», 17. Febr. Der erfolgreiche Führer der Zevpe» lin-Lustschrfse Nr. Eckener. wird an, l!) Februar, abends St/, U6t. in der großen Aula der Universität einen Vortrag halten über: „Die Leistlingen der Zeppelin-Luftschiffe in, Jahre 191, st mit besonderer Berücksichtigung der Unfälle der M rrine- Luftschiffe". Der Dortrag ist arrangiert durch den Derer» sür Luftfahrt in Gießen E. ltz. * Gießr», 17. Febr. Ter Kronbauerfche Onartetlverein hält fein diesjähriges Wobltätigkritskonzert am Sonntag, den 22. Februar, nachrnittags W> Uhr im Stadtlbcater. * Gießen, l7. Febr. Oberhalb der Lahnbrücke setzte stch gesterrr niorgcn ein Teil des Cife« in Bewegung, jedoch ist »och kein allgcnieiner Eisgang eingetreten. Da» noch ziem- lich starke Eis ist durch das Anschwellen der Lahn unter Wasser gesetzt, liegt aber zur Zeit noch fest. * Lollar (Kr. Gieße»), 17. Febr. Der Tiiruverei» Lollar feierte am >4. Februar im Saalba »zur Linde sein diesjährige» Winterfest. — Am Sonntag, den 15. d. M., fand in der Linde ein Faniilicnabend de« Kirchenchor» Lol> rr statt. Hierbci zeigte sich, daß der Verein reckst gutes leistet. Herr Dekan Grißmanri-Kirchberg hielt einen Dortrag über daS deutsch-cvangcllfckre Kirchenlied. Lebhafter Beifall fanden die Piston- „nd Geigensolo» de« Herrn Rein-W'Nm.ir. Schüler des l»e. Hock, schen Konservaloriirm« in Frarrksrrrt a. M. An beiden Abenden war der geräumiga Saal bis auf den letzten Platz besetzt. * Ruttrrshnusen h. Lollar, 17. Febr. Der Gesangverein „Konkordia" feierte am Sonntag in seinein Stanrri, lokal „Zum alten Fritz" mit Tbcotcr und Tanz sein lvjähriges Siiftungsfest. In Herrn Mrrsiker H. Selsirn in Lollar besitzt der Verein einen tüchtigen Dirigenten. Hellrn-Naüau * J, Oberursel, 17 . Febr. Dos Bllrgerbinh der Stabt Ober, ursel ist nun erschien«». E, enthält ein« Sommlur^ alle, Orts- fürtute, Regierungs-, Kreis, und Ortspokizeiverordnungerr, aller Steuerverorbnungen, Schuloorschriften und Verordnungen über da, Beamtenwesea. — Rach rnrnmehrigcn Feststellungen ist durch di« Nabauten der Neubau der Oln-rrealschule tost 106 000 Mack teurer gekomrnen. alt angenommen wurde. Durch H< neuen Lehrkräfte, die setzt wieder hinzugetommen sin», lostet jeder Schüler in diesem Jahre der Stad« 406 Mack Aber die Oberreallchul« ist nur, einmal da »nd muß erhalt«» roeroen, zu. dem auch mindelbemitlelten Einwohnern lüclcgenheit geboten wird, ihren Kindern ein« gut« Ausbildung zuteil werben zu lassen Selbstverständlich bars dabei bi« Volksschule nicht ver. nachlässigt weiden. * x Haintchen, 17 . Febr. Der 08jährige Maurer ». Müller wurde in seinem Belt tot ausgesunden. Der so plötzlich au, dem Leben Geschieden« hintertätzt neben der Witwe noch zwei Kinder. * t Neuweilnau, 17. Febr. Die durch ihren Forellenreich- tum bekannte Fischerei der Weilbach, wurde durch die hiesig« Oberförstrrei in 2 Losen verpachtet. Da» erste La, erhielt der seitherige Pächter Weigand, tn Homburg für .120 Mark (srüher >20 Mark). Das zweite Los pachtet« Bauunlernehrner Kunz- Höchst sür 420 Mack (seither 120 Marl). * t G'ävenwiesbach, 17. Febr. Bürgermeister Peter Delle ist zum Standesbeamten und der Beigeordnete Louis Triller zum Stelloertreler für den Standesamtsbezick Grävemoiesboch ernannt worden. * f. Sleinsiichbach, 17. Febr. In der letzien Generalversammlung des Krieger- und Militäroereins wurde der Bau einer Krregerdenlmalr beichlosien. ' Hargee, 17. Fete. Auf der Gewerkschaft „Konstanz«" bei Langenaubach verübte ein cntlasiener kroatischer Arbeiter an dem Erubenbircklor Schulz einen Mordversuch Er drang rn di« Dienstwohnung ein. schlug den Diretloe mit einem Schlägel nieder und floh dann. Direktor Schulz wurde erheblich verletzt: eine Lebengsesahr besteht nicht, wie r» zu Anfang den Anschein hatte Der Täter lonate, obwohl sich di« Belegschast sofort an sein« Verfolgung machte, »och nicht ergriffen werde». Fronksurter Wetterbericht. Voraussage: Vorwiegend trüb«, zeitweise Regensäll«, kein« Temperaturoeränberung, wechselnd« Winde. He», nutz «troi>»a-kt Hen k,st-t- 2 kt til * 10 -4 Angesahren waren 8 Wogru Heu. Tic Z»'ukrcn waren wie immer. Das Geschäft war ruhig. Strotzwageu sind keine angefahrcn gewesen. Beraniwortlrch sür den politischen Teil: Otto Hirsches, Friedberg: kür den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz. Friedborg: für den Anzeigenteil: 5kar> Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Renen TagrS- zeitnng", A.-G., Friedberg i. H !Kt. 49 r Bad-Homburg v. d. Höhe, Habe mich als Tierarzt niedergelassen. Telefon 705. Dr. Ludw. Cost. Höhenstr. 10 pari. Versteigerung. Wegen Ausgabe des Fuhrwerks u. Ökonomie lätzt Unterzeichneter Donnerstag den >9. Februar nachmittags 2 Uhr in Bildet, Frontjurterftratze 28 , ... 3 ,wkfsp. Kastenwagen, 1 tzlritscheuwagen.t leichter Wagen, Erntelettern, Hanchefah, Mähmaschine, Knl- tiaator, pflüge, Egge. Kääis-Imaschine. sowie sonstige Ackergerätschasten. gegen gleich bare Zahlung versteigern Philipp Schaub, Bildet. ' ns, nächster Rahe Frsedbergs eine Hosrait« mit Scheuer und Stallung zu einem Betrieb von SO dis 100 Morgen nebst 20 Morgen Land fofoit zu verkaufen, ferner noch 50 Morgen Lehngut iici der die Pa-ttleihe noch 6 Jahre dauert. Lebendes Inventar, ,wei Bierde und 5 Kühe. Totes Inventar, zwei Kastenwagen mit Leitern, «in Psnhlwagen. ein Lauterbacher Wägelchen, «in Binder erst 3 Jahre in Betrieb, ein Grasmäher, «in neuer Zwei, schaarpflug, 2 Sack'sche Pflüge. ein noch neuer Patentpflug, eine 3 «eilige Egge und noch sonstiges was zur Landwirtschaft gehört, alles in gutem Zustande. Zu erfragen in der Expedition. Holzversteigerung. Donnerstag, den 18. Februar 1814, vormittags 18 Uhr werden im Revier Bcinhards, Distrikt Oderwold und Unterwald versteigert: 138 Eichen-Stämme von 15—59 cm Durch»!, — 86.34 fm. 3 Eichen Derdstangen -- 0,23 fm (Wagendeichseln), 63 Fichten-Stämme von 12—26 cm Durchm. — 18,89 fm. I 6 Fichten-Dcrbstangen — 13,66 fm. 1 Birlcn-Stamm von 35 cm Durchm. — 0,77 Im. 8 Lärchen-Stämme von 14—23 cm Durchm. — 1,91 fm. 20 Lärchen-Stangen — 1,76 fm. Zuiammenlunfl am Forfthaus. Aflenheim, den 13. Februar 1914, Gräfliche Rcnfkainmer. Vrennholzversteigerung. Im Licher Stadtwald, Distrikt Unterspeicrlingskop!, Fichtenkopf und Plattenwald werden Donnerstag, den 1». Februar 1914 versteigert: Scheiter rm: Buchen 165, Hainbuchen 18, Eichen 35, Fichten 10, Knüppel rm: Buchen 150, Hainbuchen 65, Eichen 45, Fichten 6, Reisig-Wellen: Buchen 5060, Lichen 2000, Fichten 170, Störte rm: Buche» 100 (hiervon 20 rm sein zerkleinert), Eichen 75, Fichte» 38, Nutzscheiter rm: Eichen 1.4 (Eartenpsosten). Zusammenkunst und Anfang vormittags 10 Uhr im Distrikt Untcrspeierlingrkops an der Krummenschneise beim Pflanzgatten, Vau- u. Nutzholzversteigerung. Desgleichen werde» in den Distrikten Zappcnau, Eilenlaufe, Rehtränlsderg, Unteripeierlingskopf, Plattenwald, Kronau und Sau- loch am Freitag, den 20. gebe, 1914 mit Verweisen der Stämme veriteigctt: Stämme: Eichen 30 Stärk von 40—79 cm Durchm, mit 36,19 fm tprinra Eichenschnittholz für Schreiner u, Glaser!, Buche» 107 Stück von 40—79 cm Durchm. mit 84,17 fm, Birken 2 Stück von 24—29 cm Durchm, mit 1,06 fm. Linden 3 Stück von 22—38 cm Durchm, mit 1,35 fm, Kiefern 85 Stück von 30—43 cm Durchm. mit 70,55 tm(Cchnitthotz). Zusammenkunft vormittags 10 llhe am Waldeingang der flreisstrasje Lich-Hattenrod. Anfang im Distrikt Plattenwald. Lich, den 11. Februar 1914. "he Bürgeimeisterei Lich. ) ö r m e r. Tapsten 5 f Feinste u, billigste Auswahl findet man nur im Tapeten- und Linoleumhaus •lean Kögl er, Fri edb erg, In der Neuen Tageszeitung erschienen: Sch ltißk dich nicht Roman von Hedwig Courths-Maler in farbigem Künstlerumsthlag Preis Mk. 4.— elegant gebunden „ „ 5 ._ Das hohe Lied der Treue wird in diesem glänzend geschriebene» Werk in ergreifender Weise angestimmt, Im Mittelpunkts der Handlung steht ein hochherziges Weib, das aus einfachen Verhältnissen stammend, Retter und Schutzengel ihres hochgeborenen Geliebten wird. Jungen Frauen n»d Märchen kann leine bessere und erhebendere Leltür« in die Hand gegeben werden. Bestetlungen rechtzeitig erbeten: tzlene Tageszeitung. Reue Tageszeitung. Dienstag, den 17. Ardruar 4914. Bekanntmachung Die am 27. uud 30. Januar l, Z. im Rtedsr-Rosbachec Gemeindewaid abgehalicnen Holz- versteigerungrn find genehmigt. Die Holzabfuhr must bis zum 15, April l. Js, beendet sein. Rieder-Rosbach, 16 . Febr. 1914, Gr, Bürgermeisterei Rdr.-RoSbach. Kitz, Seite C ZllgülittMlhtittlg. Samstag, den 21. d. Mts, nachmittags 2 1 /, Ufa wird die hiesige Eemeindejagd nochmals verpachtet. Kirsdorf, 16. Febr. 1914. Sr. Särgerweiflerei glontoirf. Weih. Darlehen von 200 Mk. 5°/» Zinsen u. ratenweise Rückzahl, nach Ueberetnkunst von Ei,endahnbeamten, verheiratet, gegen Schuldschein o. Sclbstgeb. losort Ivckft. Vermittler «rw Osf, u, O. an. d. Exp.d. R. Tagesztg. bis zum 20. d. Mts. erdeten. Witze Arbeiter gesucht Molktm-Gkniiffellsihasl, Ostheim-Niederweisel. Ein Wagnergesette aus sofott gesucht Ludwig Haustein, Wagendau, Friedberg i, H, hur- mit echter Heilmanri 5 Färber., 'Lcbvir-nasbeituciisl-ogk ImSf jmjj Erhältlich bei: I, Baumeister Rachf., Haft. Friedberg «aiserstrahe 15. Flechten nässende und trockn. Schuppenflechte Bartflechte, Aderbeine. Beinschüden offene Füsse Hautausschläge, skroph. Ekzema, böse Finger' alte Wunden sind oft sehr hartnäckig. Wer bisher vergeblich auf Heilung hoffte versuche noch die bewährte und ärztl. empfohlene Kino-Salbe Frei von schädlichen Bestandteilen. Dose Mk. 115 und 2,25. Man achte auf den Namen R l n o u. Firma Rieh.Schubert & Cö, Wcinböhla-Dresde. Wachs, Oel, ven. Terp, je 25, Teer, Sal ic, Bors, je I, tig, 20 Proz. Zu haben In allen Apotheken, Wer liebt ein zartes, reines Gesicht, rosiges, jugeu.dfrisches Aussehen und blendend schönen Teint, der gebrauche Ktkliiknpfkrd-Keisk tdie beste Lilienmilch-ceise) ü Stück50Ps. Die Wirkung erhöht Dada-Cream welcher rote und rissige Haut weih u.sammetwetch macht, Tube 50 Ps, zu haben in der Hosapothetc zum Engel sowie Hosapotheke zum Mohren, Am besten kaust man Bürsten, Pinsel, Fenster- Le!>cr,Llhn>l!N!!Nk,Tllr-Poi- lup, Zshnbiirsten, Kämme Garantie für jedes Stück bei lleotalil Steinei itlwe. Friedberg, Kaiserstr. 75. Feigen imb patlrhi in Kisteln W. Madre Fkiedberg I. H, :: Teleson :437, Bismarckstrotze 8. Eindofenstei zu den billigsten Tagespreisen, Ksbe. Vogt. Butzbach fiiiolrnni zum Auslegen ganzerRäume, sowie Vorlagen n. Teppiche in allen Eröhen stets vor- rättg. Nur beste Fabrikate. IRftr Friedberg. Möbelfabrik. Telefon Nr. 351. Säemaschine „Würzburgia" u. „Zsaria" gut- bewährte Maschine. Fedenzahn Gufttvatoren Erotzes Lager in Osborne- Rtaschinen. Ersatztetltager Zaateggen 3 leilig ~wm und alle sonstige landwirtschast- liche Maschinen und Geräte. Lager Oberursel, Frantsutterstr. 17 Z. Bommersheim, Hommersheim (Taunus) Teleson 158, Oberursel. «hält, leichter Wagen preiswert zu verlausen bei F. h Schüft« Büdesheim. Ein faj» neuer ttzeschäftswagen mit Verdeck für Milchhändler, Bäcker u. (. w. geeignet, billig zu verkaufen Alola fiel«, Oberursel a. T, Zwei gut erhaltene Wagen sowie ein neuer und gebrauchter Kultivator und 2 neue Janche- purnpen zu vcrka :fen kudibig (brnurr, (Obrrhorfrlöru Schmied und Landwirt. Einen schönen sprungsähtge» Eber 6’/i Monat alt zu verlausen bei Heine, Müller VII., Wölsersheim. 1 Aappmallach 8 Jahre alt. 1,75 m hoch, mit aller Garantie, unter 2 die Wahl, weil überzählig zu verkamen Georg Mahl. Ilbenstadt. Ei» vierjähriges Pferd dl. 1 Kess Friedberg i. KI. Telefon No. 381 Elektrische Licht= und Kraftanlagen Komplette maschinelle Einrichtungen für Landwirtschaft und Gewerbe. nebst Wagen für Bäcker preiswert zu verlausen. Näheres Käckerri Wolf, Friedberg Kaiserftratze, Wegen Nachzucht verlause l ältere Fuchsstute unter aller Garantie, Ik. Yäth Wroiia\ictfio[ b, Vilbel. Schone gesunde Ferkel hat abzugeben II. U iiimer Dottcnselderhos b. Vilbel. l§W. Real- llliil LllllillvirtslsillsWüle Grotz-Umstadt. Die Larrbwirfschaftsschulc (Realschule mU einer Fremdensprache: Französisch) gewährt eine höhere allgemeine und landwirt- schafttichc Fachbildung, Berechtigungen dieselben wie die erner deutschen Realsibule. Anfang des Schuljahres 20. Bprit 1014. Anmeldungen und Anftagen erbeten an Ule Itircltliwn. Das Institut von Puttkamer in Frlcdrichsdopf j. Taunus arbeitet als höhere Mädchenschule auf Grund des Lehrplans eines Lyzeums. Es bietet auch Kindern Aufnahme und Nachhilfe, die bisher nur eine Volksschule besucht haben, so dass sie bald dem allgein. Lehrplan folgen oder später ein Lyzium besuchen können. Fortbildungskurse und Vorbereitung zum Sprachlebrerinen-Examen. Gründlicher Unterricht in kl. Klassen, kräftige gesunde Kost, viel Aufenthalt im Freien. Anmeldung an Frei!» v. FuOKaitier, staatlich gepr. Schulvorsteherin. Friedbrrgrr Wichs- 'aft Wchmrkt sindet Dienstag, den 24. u. Mittwoch, den 25. Febr. statt. Dienstag, de« 24. Februar findet Prämiierung selbst- gestichtrter Fohle» statt und werde» hierzu von dem Fandes- Pferdeznckitoereiu, dem fandw. Kammer-Ausschuß, dem Pserdemarkt-Komifee und der Ktadt Friedberg anlehnliche Beiträge bewilligt. Am 25. Februar nachm. 4 Uhr: Verlosung von 5 schönen Arbeitspferden (auf dem Martte angelaujt) sowie von sonstigen Haus- u. landwirtschaftlichen Gegenständen, im ganzen 288 Gewinne Kose a I Work • Herren I. Kirsch «nl Das Pferdemarkt-Komitee. sind zu beziehen durch die Herren Z. Kirsch und Wilh. Trapp in Friedberg. MirlMie Zentral-Dariehnshasse für DeulsctiianH. Hauptsitz: Berlin. i f ilislnn in* Braunschweig, Breslau, Cassel, Coblenz, Danzig, i I lllulcll III. Erfurt, Frankfurt a. M„ Königsberg i. l J r., Lud- i ' wigshafen a. Rh., Nürnberg und Straüburg i. Eis. ] | Eingezahltes Actien-Kapital u. Reserven: 1 12,000,000 Mark. 1 . 1 . 0 ,.» ei™ Hiiale Frankfurta.M. Fernsprech-Anschiuß i Amt I 892 u. 893. ! Conto Postscheck-Conto Schillerstrasse 25, No. 329 Eingang rechts. Annahme von Spareinlagen von Jedermann mit 4°/ 0 Verzinnung bei täglicher Kündigung „ 4*/.% „ bei ’/.jährl. Kündigung. Abhebungen sind »zni«4nnas»t«n»>,eikrel. Große Ersparnisse kann die Hausfrau gewinnen, wenn sie die millionenfach bewährte Schuhkrem liamantine mit Sparsieb in ihrem Haushalt verwendet- Fabrikant: Rud. Starcke, Melle i. H. i^nuieuisüi! ii. Bohrilnijen, ^umpenaniaoen billigst. Stefan Kuhn, Inheiden Auagen. Das auf Karton anfgezoaene Bildnis des verstorbenen Neichstagsabgeordneten (brnfnt (Orioäti (Erösje 30 !24 cm) ist zum Preise von SO Psst. (franko Zuiendunc, 75 Pfg.) vom NkklW dn ,Jriini fiigrsiritiiMg“ zu beziehen. erhält Hat, t /a e S <_• ii 11 is eb j>; e be u i: K o s ( c nvo r ;i n s c h I ü o- e von Anion Neubauer, Architekt Billige, solide. zweckenlsprecbend-* Bau Beil age zu r „Neuen Tageszeitung". r;r. 10 Diensiag. den 17. Februar 1014. intimu,,,, Vscdrnktace. 17. Rrbninr. 177.2 M. iv Jitir.ior, lirfil'r, rcb. — 1814 M. etbrtcrfpnbiirfior, Tiditcr. nrb. — 18271 Oicorg v. Köller gev. — 187vinc, Jiditcr. t zu Pan». Zchanlenfternn singen. Ein« jurisiische Plauderei. Ben Dr. Hans Liesl«. Leipzig Schaufenstrr sind die vrijühr-rilck!-.». ftrah'c»den. ladenden Augen eines Geschäfts. Sie sunleln un« sprüben. sie sch-mei. cheln und werben, und der tüchtig« G.-fchäi:smann weis, emsig »u largen, das, ihr bannende» Feuer nimm-r erl acht. landein sich womöglich in glühenden Blicken seine Opfer cinsängt. Sie sind der Würgengel der Haushaltungskasie. GcwanSte Dekara- tionslünstler werden geworben, auf bah sie in gleitznerischen Auslagen Proben ihre, Taleiries oblegen, und je einirüglicher wachsender Luxus und sich mchrend« Konkurrenz nebeneinander marschieren, umso reger der Eifer, duich Prastienlsallung im kedensenster Aufmerksamkeit und Kausgier zu wecken. Zwcif. lern daran sei «in Gang durch die Straßen der Sind! am Arm« »er (Sattin enrpsohleii. Kaum hat der Fuß das Pflaster berührt, da weilen sich auch schon di« Auge» der Hausfrau, gebannt zwingt sie unserm sluchigleichen Drängen Halt zu gebic. En. Unser Los ist entschieden. Inmitten des Fensters fließt über golden« Lehne das schmiegsame Meergrün eines Friih- lingskieides. Auf dem Sitz« des Stuhls aber macht sich ein großer, tioueiumrandeter Zettel breit und flüstert der halb schon gesungenen Beschauerin ins Ohr, früher habe die Herr, lichieit 240 Mark gelastet, heut« fei sie dagegen um nur 130 Mt. feil. Ein langer stummer Absckäedsdlick, dann schwanken wir weiter, dach mit uns unser Schicksal. Und im Trau« erscheint der G-,naklin di« Welt fürder Meergrün, und der ruhig lächelnd« Mund flüstert und flüstert: „statt 210 nur 130. statt 210 nur 130". Das tSeld scheint Versalien. Da naht sich UN, di« hohe Frau im Lause der andeien Tage, mit gramumschat. leben Züge», voll harter Deschwerd« wider den wortbrüchigen Kaushrrrn. Unser Zuspruch aber wirkt gleich linderndem Balsam. Denn die Frau ist >m Rechte. Der Ladeninhaber zwar hat ihr versichert, er sei die» Schausensterzugstück ihr zu ver, lausen durchaus nicht verpflichtet. Und auf di« Antwort, wer. halb er, dann ousbiele, schließlich entgegnet, es soll« den Beschauern damit nur in großen Zügen gezeigt sein, was und wie preiswert er alle» abgeb«. Ihr, unserer Gemahlin, sei ja obendrein die Robe gar nicht airgeboien worden. Indes, steckt da rin Irrtum. Ein Vertragsangebot liegt vielmehr hier doch ohne Zweifel vor, der Kaufmann hat eillärt, für den und den Preis biete ich di« und di« War«, schlagen wir darauf «in. so ist der Handel llipp und llar. Erst wenn wir ablehnen aber die nölig« Erklärungssrist schweigend verstreichen losten, erst dann erstirbt dem Angebot di« verbindliche Kraft. Andernsall, aber kann »iemanb von seiner Offert« wieder zurück, die Ver. »agslreu« zwingt ihn zu hallen, was er versprach, ob es ihm unterlxsten auch zehnmal wicdsr leid geworden. Lächelnd erwidert uns der also belehrt« Kaushausinhaber, ihm als Ge. Ichäslsmann sei solch« Weisheit wabrltch nicht fremd, nur must« er uns wiederhole», daß es chm mit der Ausswllung der Robe tm Fenfter nicht in den Sinn gekommen sei, nun gerade unserer Frau da« Kleid zum Kaufe anzubieten. Natürlich ist das richtig. jedoch ohne Bedeutung. Denn warum sollte man Offerten an das Publikum jeder Lerpjlichtuag ledig sprechen? Der Aus. stellcr erklär! uns eben durch fein Verhalten, bei mir, In meinem Laden könnt ihr für 130 Mart dies herrlich» meergrün» Frühlings!,eid c-hanbeln, wer zuerst mit barer Kaste als «äu. Rein, fobald die Ungewißheit über de» Käufer» Person dadurch klar und zweiselssrei bekundeten Willen widerrufen dürfen. Rein, foabld die Ungewißheit über de» Käufer» Person dadurch gelöst ist, das, jemand au» dem Publikum als Reficktanl auf. Iritt, stehen wir vor einem fertigen, vollgütitgen Rechtsgeschäft. Die meergrüne Robe kann also norwendigenfoll» um 130 Mark Ilogweise von dem Bazorinbaber oertangt und schließlich vom Gerichtsvollzieher der Hausfrau zugeführt werden. Will uns der Gelchästsherr unser» von Herkommen und Sitte geprägten Glouben, er verkauf«, wa» er einmal mik Preisauszeichnungen zur Schau stellt, nehmen, nun gut, so gibt» jo Mittel nd Wege, di« zum Ziele führen. Ein kleiner Zettel mit der Erklärung, aus dem Schaufenster werde nicht» oder blof, ausnahmsweise abgegeben, genügt zum Beispiel diesem Zweck« vollauf. Und nun zu einer zweiten Frage, di« mit gleicher Dring, lichkeit um Antwort wirbt. Wie steht s mit Schaufensterartileln, deren Preis verschwiege» bleibt, bei denen sich der Käufer also erst im Loden selbst darüber, wag sie kosten, Ausschluß holen must? Ist auch in diesem Fall der Ladeninhalxr bloß darum, weil er sie ousstellte, verbunden, sie jedem Reflektanten obzu. lasten? Ich meine, „nein". Denn bei jedwedem Kaufangebot« spielt doch die Mitteilung des Preises die suhlende Rolle. Ohne Kundgabe des Preises darum keine komplette Offert«, sondern allein die Bitte an das Publikum: „kommt nur herein, hier gibt» Artilel, wie sie im Schauejnster liegen, zu kaufeu: Uber den Preis werden wir schon handelseinig weisen". Keine Of. ferte also, sondern allein di« unverbindliche Einladung an jedermann, uns feine Vertragsangebot« zu unterbreiten, keine Verpflichtung demnach auch, das Ladenfenftrr uns zu lieb aus- zuverlaufen. Es könnle zwar erwidert werben, di« Ausstellung tin Echau- stufter geschehe eben mit dem stillschweigend damit veebu nden.cn Willen, das Angef.-lite um ladcnüblichen Preis loszuschlagen. Doch scheint mir dies rin Trugschluß. Denn e, gehört zum We. sen der Offerte, daß sie der, dem sie gilt, weil alle» Wissenswerte schon in ihr «nthalien, nur mit einem kurzen .jawohl" zu akzeptieren braucht. Das aber wird das Publikum ersah, rungsmäßig gegenüber nicht mit Preisen versichenen Dingen niemals mögen, es wild vielmehr die Unicrhaizdlung erst mit einer Frag« nach dem Kausichilling beginrien und die Entscheidung hiernach treffen. Ans aller Well. In religiösem Wahnsinn. Eine erregt« Sj (|i,tb«l wurde dos Verbalten Dr. Schillings in d-r Angelegen- hrit al, rinwondsrei. tadellos, taktvoll und von siiilichen Be. nreggrünben gleitet, bezeichne, In gleich-,» Srnne ha, auch der Kirchenvorftond der Hcimatbehörde der Frau Peill sich ausgesprochen v Schillings hat nunmehr Strafantrag gegen lein« Verleumder gestellr. «lütt», aus offene« Straß«. Der Schloste, Euring in Rürn. berg, der auf der Straße fein« Geliebt« mit gezückiem Messe, bobrobte, wurde von dem Jtafchner Satzinger erstochen, der auf die Hilferufe des Mädchens herdeigeeilt war Ein Tunnel unter dem Sund. Däuilchen Blättern zufolge haben fchwedifch« und dänische Ingenieure der schwedische» Re. gierung »in Gesuch um Erbauung eines Eisenbahnlunnel, von Kopenhagen nach Malmö unter dem Snird »ingerrilht, Der Tunnel soll vom Kopenhagener Houpllnihnhof ausqclzen. unter dem Drogden nach der Infel Saltholm und von dorl uaür Malmo geführt werden. Di« größte Tiefe unter der Wastcr, fläche beträgt 23-30 Meter, die gesamt« Länge des Tunnel» 30 Km., die Baukosten sind nuf t00 Millionen Mark vcran. schlagt Das dänische Verkehrs-Ministerium halt de» Plan Icch- nisch sür durchführbar, finanziell aber sür ungeicchtseriigt. Gleicher Ansicht ist man in Schweben, wo man «in-m Tunnel jede Ertiagsmöglichkcit absprichi. In beiden Ländern hält man nach wie vor an den rentablen, sicheren und rmizrer schncl- er arbeitenden Dampffähren al, den besten Verkehrsfaktorei, der Gegenwart und Zukunft fest. Folge» der Eifersucht. Als am 10. Februar im Kloster „Vierzehnheiligen" zu Würzburg bi« Hochzeit des Dienstmädchens Hiimnelstei» mit dem Stuckateur Späth Itattiinben sollte, erschien während des Tranalte» et« früher« Geliebte des Späth. Die Braut geriet darüber tu so groß« Aufregung daß sie plötzlich krank wurde und bald darauf, noch mit dem Brautkleid« angetan, verstarb. * 3Xr Schöpf»»gobericht im preußischen Kanzleistil. Zn, Kennzeichnung de» unschönen bii,akratischen Kanzleistil» hat irgend jemand dt« mofatsche Schöpfungsgeschichte in der Schreib, weis« «in«, preußischem Bureaulraten wie salgt ausgezeichnet: „Am Anfang wurde fett«»» Galle» au» eigener Machtvollkommenheit d«r Hirnmel bezw die Erd« geschossen »nd zwar derart, daß diese «in« wüst« und le«re war, während zugleich aus ihr völlig« Finsterns, herrschte. I» der Folge ergab sich, das besagter Eott da» Licht von der Finsternis schieb, und zwar verfuhr er bei dieser Scheidung derart, daß er denrzufolg« t> der Lage war, dar Licht Tag UN» di« Frrclterni, Nicht zu be- nonnen. womit der erste Tag zum Abschluß lam, worauf w»h- Znm Pflngeisen. Roman von M. Prigge-Brook. lForisetzungj. „Etz prfit Deinem Freund scksteckit?" erkundigte Rose- niarie gleichgültig. Sie hatte von der Aussprackze mit Heinz »ehr eriiofst. und sah sich dein Ziele fern. „Ich weiß nicht", antwortete Heinz beklonrnien, „d>rtz ist ja. watz niich quält. Es laßt mir keine Rüge, -ch muß nach Wien." Warte lieber die Nachricht ab. Vielleich! braucht Tci.t Freund Dich nicht, hat einen anderen gefunden und .. „Das ist nicht inöglich, Mir". anNoo.lclc Heinz ganz beslimnit. ...stein anderer kann ihm halfen, er mußte denn dabei gewesen sei». Aber", er dacklc einen Angenbl-ck nach, .vielleicht hast Du rrrtst »nd es eilt nickst so, ich will e.!so noch warten." Er erbob sich. „Wie gefallt Dir Erna?" sragle Roscmaric nun g.,nz unverniittklt. „Vortrefflich. V>». Sic ist ein ganz famose! Madel, IvaS Deiner Erziehung Eirrc aiacht." „Ist d>iS alles?" dc'chle die Schwester enllänstht. ns» er die Türe hinter sich znzog. Des Mädchens tvar sie sicher, .?>ei,!, aber dachte :-i..-, an sie. d>,ck>!e überhaupt »ia,t a.i Ebe »nd Liede, sonst wäre er vorhin »»!-! io nnl-e'.-.-gnr ae- blieben, al» sic von seinem lünttiqen Sohn sprach. ~>c tröstete sich, fei,: Herz sei jede mV n- irr,,---» r erst drei- »ndzwanzig. Vier Doch--'» tzveiüe r, erst ini Pflngeiten. Er würde Ermr näher kennen und end-Ii b li» » lern n tsic- iröstet kkhrte' Roseinaric an ihre nnleidrock-cne Arbeit im stontor zurück. Jakob Ehlers biitcle seit einigen Tagen d rs Belt. Es scknen, als bade die Lebenskraft des (breifes nur noch bis zur Deinikebr des Erben vorgehaltcn. Jehl ging es rapide abwärts mit ihm. Der Arrl gab keine Hoffnuna. „Er wild verlöicben wie ein Licht ohne Schmerzen, ohne Qualen, gönnen Sic ihm den Tod." Toktar Heinz litt die Unruh« nicht im Jimmer. Er schleuderte in HnuS und Hof umher und kam schließlich in den Garten. Voin strocketplah tönte Hammerschlag. Hein» näherte sich den Spielern. Erna, die eine Freundin zu Bestich hatte, beendete als Siegerin die erste Partie. „Willst Dn niitlialten, -Heinz?" ries sie ihm fröhlich ent- gegen. „Das wäre sein! Dora kann sich nämlich nicht mit den Spielregeln befreunden und bestreitet mir da» Recht, ihre stngcl fortznkrocketiercn. Dollen wir eine Lehrpartie machen? Dora sieht zu?" Heinz verneigte sich gegen die lung« Dame, die er flüchtig als Kind gekannt. Bereitwilligst ergriff er einen von den .Hämmern, wählt« die Kugel aus und stellte sich neben Erna ans Ziel. Die Kugeln flogen, dröhnend schlugen die Hämmer gegen das harte Holz. Heinz spielte mechanisch, während seine Partnerin mit ganzer Seel dabei war. Seine Gedanken irrten ab. Er dachte an Mary, die ihn vergessen hatte. Ihr Bild N-ar in seinem Herzen so tief eingebrannt, daß er sic nimmer tvürde lassen können. Tiefe Traurigkeit zog in sein Ge- n.ül. Ernas Lachen weckte ihn aus seiner Versunkenheit. Sic batte seine Kugel sortkrocketiert. Im Bogen flog sie über den Ratenplatz bis ans Tor. Leichtfüßig stürzte der Doktor ihr nach, da sah er im Hofe die rote Mütze des Postboten Josef. . „Keinen Brief für mich. Josef" fragte er gewohnbeitk- mäßig. Ter Alte schtvenkte ein Weißes Papier. „A»S Wien, Herr Doktor." ..Verzieh', liebe Erna." Vcrgesie» war die Krocketpartie, vergesse» die Mädchen i,n Garten. Däne sich nmznleben. lief Heinz über den Hof. entriß dem Boten dcm Brief und stürmte über die Treppen aus sein Zimmer. Dort nahm er sich nicht Zeit, den llmsckilag ordentlich zn öffnen, gewaltsam riß er ihn auf, entfaltete den Brief »nd las: „Geehrter Herr Doktor! Papa läßt Sie durch mich recht herzlich bitten, so bald als inöglich zu ihm zn kommen. Er ist recht krank. Der Hosrat will, daß er unverzüglich in ein Sanatorium geht, damit er ordentlich Pflege hat. Ich kann ihm leider gar nichts Ijelfcn und möchte doch alles tun. Nun soll er nach Graz gehen, danrit er fchtieller gesund wird. Das glauben Sie doch auch, daß Papa bald gesund wird? Ich bin sehr unglücklich über fein Leiden, er vergeht fast vo> Ungeduld. Ich glaube, wenn er seine Skizzen in Ordnung hätte, tat er sich »UW sorgen. Ich bitte Sie daher herzlich, konunen Sie bald! Ich würde Ihnen so dankbar sein. Wir wollen es schon einrichten, daß Sie sich bei »ns behaglich fühlen, Papa grüßt tausendmal. Sie sollen gleich kommen. Es grüßt Sie, sehr geehrter Herr Doktor, Ihre dankbare Mary." Voll inneren Jubels drückte Heinz das teure Blatt an seine Lippen. „Wonnige» Kind, süße Marys Ich komme zn Dir!" Er janckizte laut. „Nun keinen Augenblick gezögert", sprach er zu sich selbst. Schnell zog er die Kingel. An Monika? Tt.-llc krschien Karl, der, seit Ohist Diener geworden, im Hans wohnte. .„Herr Ehlers schlaft", beantwortete er Heinz' vern»m> dcrtcn Blick. „Wenn Sie mich brauchen könne», Herr Dok tor, der alte Herr wacht kaum vor abends auf." „Geht es ihm schlechter?" erkundigte Heinz sich besorgt. „Ec wird täglich schwächer, wie der Doktor sagt, doch könne es noch ein« lange Zeit dauerst, weil der Herr die gut" Pflege hat, meinte er gestern." „Die kommt ihm zu." sFortfeßun« folgt) N'. 4» ____ derselbe sich der ferneren Aufgabe »nterzog, inbetreff der Meere, um nicht zu sagen, der betreffenden Fliissigkelten, di« durch Niederschlag der Atmosphäre entstanden waren, ein« zweckdien, -ich« Anordnung dergestalt zu treffen, datz er hinsichtlich dieser oermittelst einer sogenannten Feste, zu ihrer Unterscheidung Fimmel benannt, seither die Gewässer auf der Erde von den Gewässern, resp, wafferhaltigen Gasbildungen am vorbenann- cn Himniel, zu einer durchgrrifenden Trennung bracht«, worauf am andern Morgen in gleicher Weise der zweite Tag zum zweckdienlichen Abschutz gelangte und damit ein ersprießliches Stadium des Weilerausbaus der schöpferischen Angelegenheiten im Weltalle herbeigesührt wurde, usw. Die Sprache der Bibel in ihrer kernigen und plastischen Weise ich doch besser als der preußische Amtsstil. Unvorsichtiges Umgehen mit der Schußwaffe. Als der Sergeant Reckert vom 25. Dragonerregiment in Lndwigsburg, der einen Strafgefangenen nach Ulm geleiten sollte, seinen gelade. ' cn Revolver in Empfang nahm, entlud sich dieser durch die Unachtsamkeit eines Schießunteroffiziers und die Kugel drang Reckert in den Unterleib. Der Verunglückt« mußte im Lazarett sofort »stier Operation unterzogen «erden. Sein Zustand gilt als bedenklich. Zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Der aus Potsdam gebürtig« Arbeiter Kehne und der Former Grimm wurden vom Schwurgericht in Flensburg zu zehn Jahren Zuchthaus wegen räuberischen lleberfalls verurteilt. Sie hotten sich versch'edent- üch unter Bedrohung mit einer Schußwaffe Geld zu verschoffen gewußt. Diebstahl. Aus dem Institut sür medizinische Diagnostik von Dr. Kloppstock am Schiffbauerdomm in Berlin wurden von noch nicht ermittelten Einbrechern etwa RI Meerschweinchen und Kaninchen, die geimpft waren, entwendet. Die Lei. tung des bestohlenen Instituts nimmt an, daß cs sich um den Racheakt eines entlassenen Diener» handelt: dt« Kriminalpolizei verfolgt auch bereits nach einer bestimmten Richtung hindeutenb« Spuren. Brandnnglück. In Breslau bemerkten die Rachbarn der 58 Jahre alten Witwe Paulin« Gerstmonn, daß au» ihrer Wohnung Qualm herausdrang »nd alarmierten sofort d!« Feuerwehr. Di« Arbeit der Feuerwehr war ein« allgemein schwierig«, da die Wohnung bis zu einer Höhe von 1 % Meter mit Lumpen, Papier und altem Gerümpel bedeckt war. Rach längerem Suchen fand man di« Frau leblos auf ihrer Lagerstätte. Man nimmt an, daß di« alt« Frau di« Petroleumlampe umgestoßen hat, durch die der Brand hervorgerufen wurde. Unfall oder Mord? Auf der Treppe der Restauration Hcun in Hettenhausen (Rhön) wurde der Slfährige Sattler zohanncs Müller mit zerschmettertem Schädel bewußtlos auf. gesunden. Es sind ihm etwa 12 Schläge mit einem stumpfen Instrument beigebracht worden. Müller ist, ohne da» Bewußtsein wiedererlangt zu haben, gestorben. Seine drei Kinder und sich selbst getötet. In der Rachtigal. lenstraßc Nr. 5 in Altona hat der früher« Feuerwehrmann und jetzig« Arbeiter Klonkztnski sein« drei Kinder, Mädchen von 3, 5 und 8 Jahren, mit einem Beil erschlagen. Nach »er lraurigen Tat macht« Klonkzinstt seinem Leben durch Erhängen rin Ende. Das Motiv zur Tat bilden zerrüttete Eheoerhält» nisfe. Parmelin über seinen Montblanc.Flng. Der Aviatiker Parmelin hat sich einem Berichterstatter des „Sevolo" gegen- 5Ixi über seinen Flug über den Montblanc mit folgenden Worten geäußert: Ich hott« mehrtägige Borbereitungen getrossen. Koor ich meinen Flug begann. Ich benutzte «inen Apparat mit 85 PS, und zwar denselben, den ich bereits im Jahre ISlZ bei den Cordon-Bennett.Rennen, in dem ich bekanntlich dritter ivurd', verwendete. Ich stieg in Eens aus »nd flog nach eini. gen Versuchsrunden direkt auf den Montblanc zu, dessen schneebedeckter Gipfel sich am blauen Himmel deutlich abzeichnete. Ich glaubte anfänglich wieder niedergehen zu müssen, da der Motor sehr schlecht arbeitet«. Nach längeren Versuchen gelang c- mir schließlich, den Motor in tadellose Funktion zu bringen, lieber dem Sabretal erhob ich mich zu einer Höhe von 3000 Me. tcr. Hier stieß ich aus sehr stark« Lustströwungen. so daß ich soitwährend befürchten mußt«, mein« Richtung zu verlieren. Nur unter größten Anstrengungen gelang «» mir, in gerader Linie zu bleiben und die notwendig« Höhe zu erreichen, um den Montblanc überfliegen zu können. Ueder ihm «mpsand ich rine surchtbarr Kälte, so daß mir Schultern, Arme und Hände zu schmerzen begannen. Beim Abstieg stieß ich wieder aus starke Gegenströmungen, die meinen Apparat wiederholt nach der Seite addrängten. Schließlich nahm ich die Richtung aus den Mont Chetls, von wo ich bereits das Acstatal, das Ziel meines Fluges sehen tonnte. Meine Absicht, nach Turin wei- lerzusliegen, mußte ich aufgeben, da der Nebel so stark war. daß er mir jegliche Aussicht versperrte und ich schließlich froh war. im Aestatal an einer geeigneten Stell« zu landen." Dem Flieger war beim Landen die Schraube seines Motors beschädigt worben, so daß er sich eine neu« aus Eens kommen lasten muß. Nach erfolgter Reparatur wird Parmelin am Freitag leinen Flug quer durch Italien fortsetzen. Schwurgcrichtsurteil. Das Schwurgericht in Berlin verur. teilte den Wagcnmeister Rudolf Auer, der am 4. September v. I die Inhaberin des Augusta.Bades, di- 70jährige Gertrud Rciniich, erschosten hatte, wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgange unter Zubilligung mildernder Umstände zu 2 Jahren Gefängnis, 5 Monat« wurden aus di« Untersuchungshaft an- gcrechnet Fernzündung von Schießpulver. Der Ingenieur Ulivi hat gestern der italienischen Admiralität Versuche vorgcführt, Pulvermengcn mit Hilfe von drahtloser Telegraphie zur Entzündung zu bringe,-. Aus ein gegebenes Zeichen hin setzte Ulivi in eincin Turme des Palastes Capponi feine Apparate in Tätigkeit, woraus vier Torpedos, die der Admiral Forniani in den Arno hatte versenken lassen, innerhalb 4U Sekunden zur Explosion gebracht wurden. Zwei Torpedos enthielten weißes, die beiden anderen schtvctrzes Pulver. Niesenkoukurs eines Zigarrcnhändlers. Wegen Konkursver. drechens ist der Ziaarrenhändlei Ernst Hoiimann in Stettin Neue Tageszeitung. Dienstag, oen 17. Februar tOlfc, fluchtig geworden. Drei Angehörige Hoffmanns und seine Braut wurden als der Mittäterschaft verdächtig verhaftet. Die Passiven betragen gegen hunderttausend Mark. Eroßscuer in einer Schuhwarensabrik. Di« Schuhwaieri- fabrik der schottischen Eooperaliv-Gesellschast zu Shiedhall bei Glasgow brantrte nieder. Der Schaden wird auf 800 000 Mark geschätzt. 1500 Angestellte wurden arbeitslos. Mordtat eines Wahnsinnigen. In Böhmifch-Leitha hat sich ein Wahnsinns,Drama abgespielt. Der Steuerbeamte Pochstein tötet« in plötzlich ausbrechendrm Wahnsinn seine alt« Mutter durch zwei Reoolvcrschüst«. Mit seiner Waffe drohend, verstellte er den Eintritt in seine Wohnung. Di« Polizisten mußten mit Beilen Türen und Fenster einschlagen. Die Feuerwehr richtete einen kalten Wassersttahl auf den Rasenden, der nur mit größter Mühe überwältigt werden konnte. Uebersall aus eine« amerikanische, Osffzier in Vera Cruz. Als der amerikanische Leutnant Eook vom Schlachtschiff „Eon. Iveotieut" in Bera Cruz mit seiner Gattin und einer anderen Dame im Wagen aussuhr, wurde aus einem großkalibrigen Revolver auf ihn geschosten. Eine der Pugeln traf, und er erlitt «ine unbedeutende Fleifchwunde. Cook trug Galauniform und wurde möglicherweise für einen höheren Offizier gehalten. Der amerikanische Spezialgesanbte John Lind wird jetzt von acht Seejoldaten bewacht, di« abwechselnd Dienst tun. Einer von ihnen folgt ihm, wenn «r ausgeht. Auf dem Dach des amerikanischen Konsulats find Signolleut« stattonicrt, di« mit dem Kriegsschiff in Verbindung stehen. Drei Mädchen übersähe«, und getötet. In Troges wurden drei Mädchen von 11—12 Jahren aus dem Wege zur Schule beim Ueberschreit«, der Gleise von einer Rangiermaschin« erseht und überfahren. Alle drei wurden getötet. Geschäftliche». Vor uns liegen zwei Prospekte der Chemischen Fabrik Ludwig Meyer-Mainz a. Rh. Wir geben unseren verehrten Lesern einige Gutachten landto. Behörden über „Corbin" und „Cuproazotin" wieder: Dos von Ihnen bezogene Corbin zu Gerste, Hafer, Sommerweizen, Erbsen und Wicken angewandt, hat sich gegen Krähen und Tauben gut bewährt. Die Krähenplage ist sonst bei uns sehr groß. Die Felder wurden von diesen Tieren sichtlich gemieden. Die Keimfähigkeit hat nicht gelitten. Einen so guten Sommerweizenaiifgang, wie in diesem Jahre, haben wir noch nie gehabt. B e r n b u r g, den 15. August 1911. Herzoglich Auhaltische Versuchsstation l>r. H. R o e m e r. Unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben vom 9. ds. Mts. teilen wir Ihnen ergebenst mit, daß wir mit Ihrem Corbin insofern günstige Erfahrungen gemacht haben, als die hicr- AmtUche Notierung der Frankfurter Uieh- marktprelle vom 16. Februar. Zum Bettau, ilanoen: 1404 Rinder, darunter 484 Ochse, 88 Lullen. 852 Färsen MI» Kühe, 347 Kälber, 144 Schafe. 2713 Schweine. Preis« tür 1 Zentner L «Inder: Leben». I Schlacht, gewicht j gewicht I M A. Ochsen: aj 1. ooUilciiai. ousaemästete höchsten Schlachtwerts. 4—7 Jahre alt 2. Die noch nicht gezogen haben »ungeiochlej ....... b) tunae Neuchige nicht ausgemället« »nd ältere ausgemästete . . . . c) manta genährte junge, gut genährt« ältere ...... ..... B. Butten: ,j ooUilenchrye ausaemüftete höchsten Schiochtwerts ...... d> voUtteiicknae lünqere..... c) monio genährte ,u»a« und gut aenährte älter« .... 0. Fällen und Kühe: ,j votstlenckuge ausaewanete Färsen höchsten Schlochiweil» .... HI votlileitchiqe ausoemortetc Kühe höchsten Lchiochiwerts dts zu 7 I c) 1. wenig gu> entwickelte Färsen 2. äticre ausgemästete Kühe . . chl rnanro aenavitr Kuor und Färien e) qerino aenährte Kühe und Forlen 0 Geling genährtes Junavieh lFresteri II Kalbet: ,1 Doppellender leimte Mast. , , b) leimte Martlälbei...... «I mittlere Mau and beste -avotnlde, ck) geringere Mast- und gure Saugkälber. o> gerinaere Sauatälber , , , , III schale: ,j Weidemastschate:...... b) > ........ und Masthammel . c ) geringere Maslharmner und Schafe d) manra aerrotnle ziamirret n. Scharr (Merzichatel ..... . 50-54 90—93 46-49 83-89 42—45 78—83 46-48 42-45 76-80 72—73 00-00 00-00 46-49 83—88 43-47 42—45 38—42 32—-7 26—31 80— M 81- 87 70-78 64-74 59—/O 34-68 56-60 53-55 50-52 107-113 05-102 90-93 85-88 42- 44 92-96 IV. Fettichwerne: i) Fettichweine Uder 3 Ztr Lebendac- 0 ) vuurtertcknge Schweine über 23-6 Htr Lebendgewicht ..... c) veUttencknae Schweine über 2 Ztr Leveridaenücht....... d) voUrleilchrq« Schweine bi» zu 2 Ztr. Ledendacwicht e> slerichtae Schweine k> Sauen ........ 51-53 51-53 50-63 64 -66 64-60 64-66 Marktverkauf: Gedrückter Handel: bei Rindern und Schafen mäßiger, bei Schweinen bedeutender Ueberstand. — Von Montag, 2. März, ab finden di« Märkte, nbgefehen von den Donnerstag-Groß- und Kleinviebmäittea. wieder von 8—12 Uhr nnrmlttaas statt. Seite U mit behandelten Saaten im Gegensatz mit unbehandelten durch Nabenfrah n i ch t zu leiden hatten. Gießen, den 14. Mai 1912. Landwirtschaftliches Institut Gicsie» I. A.: Wolfs. Die Köiiigf. landwirtschaftliche Winterschule in Aiigs- b»rg schreibt über Cuproazotin u. a. wie folgt: 1. Die Wir- knng ist eine langsamere anfangs als bei Eisenvitriol, aber viel nachbaltiger und fast besser. 2. Cnporazoti» wirkt auch auf verschiedene andere Unkräuter, namentlich Disteln sehr gut. 3. Eine Stickstoffwirkung sckrcint einzntreten. . . . Mit de», mir zugesandten Cuproazotin habe ich Huflattich und Disteln behandelt. Beide sind darnach verschwunden. . . . Bremervörde (Hannover), den 19. November 1913. D e i k e, Direktor der Ackerbauschule. Kein Landwirt, der oben genannte Schäden zu bekämpfen hat, kann „Corbin" und „Cuproazotin" unbeachtet lassen. Marktberichi. Franksurter Getrerbemarlt. Montag den 16. Februar 1914 Weizen, hiesiger und Wetterauer Mark 19.75 — 2 ,no auf dem Lande abgeholl Mt. 18,50—1i,30, turhe, sicher Ml. 19,75-20,00. Manitoba Mt. 22,50-23.00 Amentaner Redwinter Ml. 00,00—00,0), Stomas Ml. 22,75,-23,25 ruffücher Rikolajeff Mk. 20,50 —22,25, Saxonska Mt. 22,00-22,50. tllka Mt. 2!,75—22,25 Äzima Mk. 21,85—22,25, La Pta tu Mt 00,00—00,00. rumänischer Mk. 00,01—00,00, Malta Malta JJ(t! 90.00- 00,00 Roggen: hiesiger Mt. 10.30—16.40. au, a. Land abgeholl Mk. 15,50—15,60, tust. Ale. 00,00—00.00, Amentaner Mk. 15,50—15,60, rumänischer 00,00—00,00. Gert« hiefiae. Ml. 17,' 0—17,50, Pfälzer Ml. 17,25-17,75, r rankst che M, 17.00— 17,25, Riebgerste Mk. 17,2-5 —17,75, ungarische Ml 00.00—00,00, Futtergerste Mk. 00.0 —00,00. Ha - c: hiesiger u Wetterauer Akk. 16.00—17,00. lurhessisihei Ml. 15,75—10,7: bayerischer Mk. 16,00— 17,00, La Plata Akk. 17,00—1-,00 rur- sischerÄlk. 17,00—19.00. Mais Mixed Mk.00.0l)—80,00,Donaamais Mt. 00,00—60,00, La Plata Mk. 14,75—15.00. Odesta Ml. '«. 00 - 00,00 russisch. Ai. 00,60—90,M, Eincandin Akk. 19.0 >—18.25. Wetzen,nehl: hiesiges Rr. 0 Mt. 39,40 -30.50, üd» deutsches Mk. 00,00-M,0). Rr. I Akk. 29,50—29,75, lüddeutiches Akt. 00,90-60,00, Rr. III Mk. 26,50—26,75, niddeutsches MI 00,00-00,00, Nr. IV MI. 22.-50—22,75, suddeulsches Mk. 00,0,- 00.90. Nag gen mehl: hiesiges Nr. 0 Akt. 23,50—24,00, Nr.Ot Mk. 23,50—24.00, Nr. I Mk. 22,50—23,00. Flitterattikcl Wctzenrchalen 10,75-N.OO, Weizenkteie Mk. 10.25 >0.50, Roggenkleie Mk. 10.00 —10,50 Weizen-Futtermehl Akk. 12,00—14,00, Biertreber geirockn. Mk. 12.60-13,00 Atalzkeime Mk. 12,00-12.25. Raoskitchen Akt. 12^0—13.00 Palmkuche» Akk. 1-5.06-15225, Futtergerste Ml. 13-00 —13.75 Di« Besterung »er Preis« sür Landweizen am heutigen Markt bezieht sich nur aus befonders gute Qualitäten, während untergeordnete War« nur wenig beachtet wurde. Roggen etwas bester gefragt. Gerste oernachlüsstgt. Hafer ln gesunder, gcruchsreier Ware gesucht und dementsprechend bezahlt. Mehl und Futterarttkel unverändert. Kursbericht vom 16. Februar 1914 der Mitteldeutschen Lreditdauk Aktienkapital u. Reserven Ai. 79 666660 gegründet 1856. Fraotiutter Bors«. 4'/,ReichsanItth« 98.50'-, „ 87.10 . 3'/. . 7815 . 3'/,'/, Preuß. Eonsols 87.10„ 3»/. „ . . 4°/« Hesten 87.— . 3V. 0 /. „ 85 40 . »*/. „ '5-0 „ 4»/. Oesterr. Gotdrente 90.6 , „ 4•/,•/, „ Sttberrcnte b6.lO „ 4 •/, Ungar. Goldrente 84.50 „ 3 „ „ Kronenrente 85t5 I „ 4 „ Portugiesen Sette i 62 20 „ 4 „ „ »1 64.60 „ 3 '/,•/, Russen o. 1905 99.60 „ 4»/. „ . 1902 91.35 . 4 */>% Japaner 92.50 „ 4% Türke» von 1903 85 80 „ 4'/»Administr. Tüllen 78.90 „ Tiirkentoose AI. 170.— „ 1 •/,„•/, Griechen v. 1890 55.10 „ 1 •/,% Mvnopot-Griech. —„ 3% Buen.-Air. Pr. Aul. 68 50 „ 3 7, Sitber-Atexikaner 44.60 „ 4Mer. Irrig, Aul. 69.20 „ 4 »/,*/. Lhineseu 91.90 „ Buderus E. - A). Act. 113.10 „ Schuck- Elektr. wes. „ 153.— . Eschwetter Bergw. , 222.— Bochumer Gußsiaht „ 227.25 Gel eutttch.Bergw.Akt. 195?/, parpencr Bergbau „ 159.25 pamdg. Amt. Pat, „ 144.25 Aordd. Lloyd „ >26 0, Berliner Handels Aut 163 — Mitleid. Eredrtd. All 120.50 Darmstädl. Ban! „ 123?/, Deutsche Bant „ 261?/, Deutsch-AsiattjcheBant 121 50 Diskonto Stomm. Aul. 19/ “/, Dresdner Bant Akt. 158 25 Oest. Grcditansl. Akt. 267?/, Lombarden „ 22 ?/, Dtfch» Ubersee E.G. „ 10?/. Oeslcrr.Staatdahn „ 15-,.50 Höchst. Fardwertc , 654 75 Chem.Favr.Awekt „ 452 — Rütgers werte „ 203 03 Steana Nomana „ Iji — Phönix Bergb. „ 24,?/, GrrcSyeimEletlron„ 267.— ZeUston Alaldhoj „ -28225 Votzveitohtungs-Jnd. 31.25 Laurayllte „ 165 PrroaldiStonl „ 3.*/i* Tendenz: behauptet. Berliner Bor,«. BciUncr Handels Ant. 163 50 „ Deutsche Bank Akt. 260.75 „ Dist. Slomniandit Ant. 196?/, , DreSdne, Bank Akt. 157.50 „ Pet.Jnt.Handelsb.Mt. 211?/, „ Rnss.Bankz.a.Hand.A. 173P0 . Echantung G. B. Akt. 13.,?/, „ Batlimore u. Ohio 96.— , Eanaüa Pacific Akt. 216?/, „ Prince Henri tt. B.'llit. 161?/,' „ Tüttentoose M. 169.— „ Londoner Atchston Topeta Doll. 101.50 Southern Pacifik „ 99.25 Chicago Rock Lsl. .. 7.25 Nkist-Kanr.u.Tez.R. . 22?/« Unron Pacrfic. ., 168.-/» U. S. Steei Eommon,, 68.75 Hohenlohewcttc Alt. 129?/, » Deustch-Luxemb.B.Akt. 144.75 „ Laurahülle Mt. Iba ’/» « Oderschtesrer tt. Akt. 93.50 , Phönix Bergbau ikltt. 244 50 , Nomdacher -pulle „ 163.'/, , Gclscrrtttche»Bergw. A. 195.50 „ Harpener Bergbau LIL 18 .25 , Mlg.Elet.G-scllsch.'Akt. 249.25 Siemens u. palsteÄll. 221 25 „ Tendenz: behauptet. Barre. Amalgamaled Eopp. Doll. < 9.2t Eyartcrev aompany Lstr. 1.0k ttartrano Plopiierary „ 2.— Goldstelds , 2.5t Rand wtuies n 6?/, De Beeis Eon olw „ 19.7^ Depofitenka»e Fricdberg i. H. empstehlt sich zui Vermittlung aller bankmiissigen feieschäfte. An- und Vertäu, von Wertpapieren au alte» Lai en. Erttchtung lauienderRechnungen und provtsionsireier Schcck-Eont« Umwechstung von Eoupono and 2 -otten. Annahme von offenen und veiichtoffencn Depots Ent,egc»»ahme oerzinsltcher Spar-Eintagew