Ilntttmrv ;J9 Ulontag. Sen 19. rebrnar 1914. 7. Jaljrganq TI« ,M»uc er L«tnl ,«den Werltag. Regelmäßige Beilagen „9rr <«utr »x» Hesse»", ,,yi« Kptnassud«". B«,ugopr»i»: Bel den Postanstallen „«neliahrtich Mk. 1F5 bei drn Agenten monatlich 50 PI«. fiiniu Irin Postgebühr »der Trägerlohn. A»>ei,e,: Grund,eile 20 Pjg„ lokal« 15 Plg, Ln,eigen oon auswärts wer»«,I durch Boitnachnahm« erhode, Ersiillrmgsorl Friedberg. KchriNIrit»»« und Verlag Friedberg (Hessen). Hanaurrilratz» 12. Femlprecher «X Psstschect-Couis Re «5L». «ml Frenllurl a. VI. Ueberstchl. — In der Wasfensabrik der Firinci Borges in Bocholt »rach Grohseuer aus. Die Fabrik, außer drn Lagerräume». Ist vollständig niedergebrannt. Der Soiadcn beträgt zirka ICO 000 .4f. Ter Betrieb muhte vollst indigrmgcstcllt Iverdcn. — Gerüchten zufolge sollte in der M«schi»cnqr 1 vel,r abteilung der 81er zu Bonames Genickstnrrr ausgetreten sein. Dos Kommando erklärt dcizn, dah Wohl ein Soldat unter dem verdacht der Genickstarre in das Lazarett eingcliescrt sei, daß ater die Untersuchung den Verdacht nicht bestätigt habe. — Die Prinzessin Wilhelminr von Baden ist heute früh wenige Minuten vor 8 Uhr ohne Todeskampf sanft mt jchlasen. Tie Prinzessin war seit 3 Tagen »„unterbrochen bewußtlos. Bei der geringen Nahrungsaufnahme wurde das Ableben seit Sonntag stündlich erwartet. — Wie der L. A. von zuverlässiger Seite hört, ist be- ziiglich der litronkendersicherung ein weiterer Erlaß des Han- drleiniiristcrinms in Vorbereitung, der die Förderung und Bildung von Landkrankentasirn zum Ziele hat. — Tie siollellivnvic der Mächte in der Jnsclsrnge ist gestern nachmittag laut dem Beschluß der Botschafter durch den österreichisch-ungarisrlicn Botschafter Markgiascn Palla- vicini, dem Doyen des diplo»iatisch>en Korps, dem Grvß- wtsir überreicht worden, der seine Antwort für die nächsten Tage zusagte. — Alle Anzeichen sprechen dafür, daß die Pforte sich dem Willen der Mächte fügen wird, so daß die letzteren der Notwendigkeit enthoben sein werden, ihren Beschlüssen durch Anwendung besonderer Maßnahmen Geltung zu vcrschchsscn. — General Herjeu, der chcinalige Kriegsminister im rumänischen Kabinett Majoccscu. wurde zu,» Ehrs des Großen Generalstabes der rumänische» Armee ernannt. — Unter de» Soldaten des französischen Infanterie- Regiment» Nr. llll in St. blond ist eine Scharlnchrpidemie ausgebrochen. Einige der i» das Militärlazarctt von Versailles eingelicscrten Kranken sind bereits gestorben. Ten Militärpersonc» ist bi? aus IveitereS das Verlassen der Kaserne untersagt worden. — Die Demissionen in der russischen Dunia werden Immer zahlreicher. Gestern demissionierten die Gehilfen deS Finnnzministert Polsowsti, Peter, Kowizki, rbcnso der Ver Walter der Reichsdank Kvnschi». — Ein aus dem Norden von Britisch-Ostafrika nach Nairobi zurüägekehrtcr Reisender berichtet, wie der L. A. meldet, daß ein ganzes Tors des Stammes der Rendille von Eingeborenen vo» Voran vernichtet tvordr» ist. Dabei seien ,weihu„drrt Männer, Frauen und Kinder getötet worden. — AuS der Stadt Mexiko wird gemeldet, daß die Gc- sandtschastrn der fremden Staaten sich in Brrteidigungszn- ftand lesen, um allen Eventualitäten begegnen zu könne». Tie britische Gesandtschaft erhielt von dem Kreuzer „Susfolk" e.nS Vcrarruz zwei Maschinengewehre. Ebenso haben sich alle Gesandtschaften mit Munition und Gewehren versehen. Tie KonstitutionSlistcn begannen unter General Angeles einen klugriss gegen die Hafenstadt Mazntlan; Huerta kaufte in Odessa von Rußland 10000 Gewehre und 10 Millionen Patronen. (fin (Frlaß wr jpifnftbotrnüfrfitfjminn. Tic „Nordedutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht einen Erlaß des Handelsniinisters v. Sydow an die sämtlichen Obcrvcrsichcrungsämter in der Frage der Kranken- Versicherung der Tienstboten, in dem es heißt: Bei der Entscheidung über die Anträge auf Befreiung von Dienstboten von der DersichciungSpslicht sParagraphen 435 und 418 der ReichSvcrsicherungsordnnng) ist davon ans, zugehcn, daß daS Gesetz dem Dienstherr-, bei Erfüllung der gcfchlichen Voraussetzungen einen Ret /-anspruch aus die Genehmigung seines Antrages verleiht, der nicht durch eine mit der Absicht des Gesetzgebers unvereinbare Auslegung und Handhabung der gesetzliiiv'» Dorschrifte» geschmälert werden darf. Tie Voraussetzungen des Paiagraphen 418 Lbsntz 2 Nr. 1 der ReichsvcrsicherungSordunng sind auch ge- zeben, wenn der Antragsteller bei einer Verficlieriinasgelcll- chast, einem Tienstbotenabonnemenlsverein oder einer älm- ächen Einrichtung eine Rückversickicrnng gcnomnien hat. so- srr» er den Versicherungsbeitrag aus eigenen Mitteln deckt. Ten an die Leistungsfähigkeit de, Tirnstberert'tigtrn zu stel- endrn Anforderungen sind nickt die hörlisten Ansprüche zu ''.runde z» legen, die an ihn unter äußerst selten e'ntretrn- »en Voraussetzungen erhoben werden können, sondern die Uulcrstützungsfällc, die zwar schwerer Art, aber doch öfter? vorznkomnien pflegen. Eine allgemeine Nenn dafür, bei tvclckem Einkommen die LcistungSsähigkri» deS Antragstellers genügend gesickert ist, läßt sich nicht ousstellen. Wenn ein Antragsteller bei einer zuverlässigen Dersicbc- rungsnnternehmung, welche d-c gleichen Leistungen wie die zuständige Krankenkasse getväkrl, rückverlickoet ist, wird cs sich in der Regel nicht rechtfertigen. außerdenl hinsichtlich der Höhe seines Einkoinmens oder seines Vermögen« weit- g'bende Anforderungen zu stellen. Dem Antragsteller, der die Leistungsfähigkeit sonst nicht darzulegen vermag, kann die Stellung einer Sicherheit anheimgegeben werde», bei deren Bemessung aber nickt über den Betrag hinausgegaugen Verden darf, der zur Sicherstellung der Krankenkasse unbedingt erforderlich ist. Handelt eS sich um eine Mehrzahl zu befreiender Dieustbolcii, so ist der auf jede» von ihnen zu be- rcchuendc Sichert,eitsbetrag entspreckiend der bei zunehmender Aiizahl eiutrctendcn Minderung des Risikos herab zu sehe». Sinifllimttoliriitiiifir §kbtllsmi11tlokr1tllttimg. Wenn irgendwo oder irgendwann eine Preissteigerung für Lebensmittel eiutritt, dann gerate» di-' sozialdemokra- tischen Genossen sofort in die größte Wut über solche „wucherische Ausbeutung der Konsumenten", ohne sich mit der Un- tcrfnchung darüber a»szul>a>te,i. ob solrtic Preiserhöhung nicht zur Sicherung eines „menschenwürdige» Arbeitslohnes" für die Prodnzeiiteii notwendig war. I» ihre» Konsiiinvor- cinen aber scheuen die maßgebenden Gcnossen keineswegs davor zurück, den Koiisuiucntcn übertriebe» hohe Preise für die notwendigsten Lebensmittel abzunehmen, wie z. B, aus der vocn Statistischen Amt der Stadt Kiel heransgegebencn Ncbersicht über die Preise solcher Lcbensniittel hervorgcht. Die „D, Soz, Bl," geben i» ihrer Nr. 36 folgenden sehr interessanten Auszug aus dieser stadtanitlichen Statistik. Es kostete zu Kiel im Monat Januar 1013 das Kilogramm (bei Eiern Stück) in Pfennigen: Schwarzbrot 20 auf dem allgc- nicineil Markt, dagegen 21,1 im Kons»,»verein, Butter 282, gegen 201,3, Speck 214,8 gegen 232, Tilsiter Käse (halbfett) 116 gegen 128, Knssecziisgh (Frank Kaffee) 18—20 gegen 20, Malzkassee 63 gegen 70, Weißkohl 4 — 8 gegen 8, Eier (Kisten-) 8,1 gegen 11,0. Also überall gingen die Konsuni- vereinspreisc i»n 5— 10 Prozent über die Durchschnittspreise im freien Verkehr hinaus. Höhere Geschäftsunkosten können an dieser Preissteigernng nicht schuld sei», denn es ist bekannt, baß die Angestellten der sozialdeinokratische» Konsum- Vereine im gllgemcinr» schlechter bezahlt werde» als die Angestellten in den privaten Geschästsbetriebrii. Zn wessen Gunsten wird also hier die Lebensmittelverteucrung betrie- den, die »msoniehr verurteilt werde» müßte, weil sic Kunden gegenüber geübt wird, die es nicht wagen dürfen, dem sie iibertcucrndcn Verein dc-ii Rücken zu kehren, wenn sie nicht alle Strafen der roten Hölle aus sich hcrabbeschwören wollen? ^entlcher ireichslliy. 214. Sitzung, Samstag am 14, Februar 10 Uhr, Das Rrichsamt des Innern. Die zur ückgcstelltcn Entschließungen über die Stellung der öffentlich-rechtlichen Lcbcnsvcrsichcriingcn werde» angenommen. Tie rininaligen Ausgaben. Die Abgeordneten Dr. Pfeiffer (Zenlr), Dr. Ortmann (natl.) und Tode (Vp) befürworten die Unterstützung der internationalen Biographie für Sozialwissenschasten. Abg. König (Soz.): Sehr wichtig wäre es, für die Be- kämpliing des Typhus größere Mittel anszusetzen. Im Riihr- gebiet haben die Behörde» in der Beaufsichtigung der Wasscrlänfe nicht ihre Schuldigkeit getan. Turch die Dcrun- rcinigung des Wassers durch die Fabriken ist die Typhus- Epidemie stark gefördert worden. Ministcriaidircktor v. Jonquisres: Ich verwahre die Behörde gegen solche Vorwürfe, Grundfählich ist die Bekämpfung des Typhus Landessuche, das Reich ist nur durch einen Zuschuß beteiligt. Abg. Brühiie (Soz,): Man macht uns zum Vorwurf, daß tvir das Handwerk ruinierten. Nicht die Sozialdemokratie, sondern das Großkapital tut das. Uebrigens verfügen die Innungen über Millionen. Abg, Schisser (natl.): Tie Gewerkschaften haben viel größeres Vermögen, und doch wenden sie sich oft mit Forderungen an da« Reich, Zn begrüßen ist der erhöhte Rcichs- znschuß für den Verband der geincinnützigen Rechtsauskunft- stellen. Dadurch kann dem Schwindel im Erwerbsleben wiiksnin vorgebeugt werden. Ministerialdirektor Dr. Leuiald: Ich kann mich den, Vorredner nur anschlicßen. Hoffentlich wrndet auch der preußische -Hondelsminister der Sache nicht bloß lein Wohlwollen. sondern auch einen erheblichen Zulchiiß zu. (Beifall.) Tie olympischen Spiele. Tie Budgetkommission hot die als erste Rate zur Vorbe- -.citting der olympischen Spiele in Berlin 1916 geforderten 46 000 gestrichen, Tie Konservativen. Nationatliberalcn und Fortschrittler beantrage» die Wiederherstellung des Postens. Abg. Rühle (Soz,): An diesen Spielen sind nur die nationalen Turner beteiligt, die Arbeiter find ausgeschlosfcn. Tic Arbeitersvorwcrcine stickt man zu unterdrücken, Ta- dnrch wird die Sache politisch und deshalb N>ären wir schle«t-le Arbcitcrvertreter. wenn wir auch nur eine» Pfennig bewilligten, Abg. Stöve (natl,): ES handelt sich nm die Ebienpslicht de§ deutsch» Volkes, die olyinpisctien Spiele würdig zu gestalten und so die genossene Gastsre»ndsck>aft gebührend zn eiwidern, TaS deutsche Volk und das Ausland blickt mit Spannung auk diese Abstimmung. Abg, v. Massow (konf): Ter Reichstag darf die Zer sahrenheit, in der er heute vor deni Auslände besteht, »ich' von »«»cm bekunden. Tie olympischen Spiele sind ein Hanpthebel der ersrenliäy-n Bewegung, die heute durch dal! deutsche Volk gebt. Abg. Dr. Müllcr-Meiningen raktee als Heilanstalten verlieren vnd zu Bewahr«nftallen v 1 Gefängnissen worden. Dem sozialdemokratischen Anträge st „ m»n wir zu, da «in« g»s»tzliche R«g«lllng unbedingt «rwcinjcht ist. Miniirektor Dr, Freu nd: Rach den Entsch«idii!i. gen d«r Obermrrvaltungsgerichts ist di« Fürsorg« für Uleiftes- kranke Sach« der Orkspolizei und nicht H Lg:»«spoli^i, c i wenn dies« Fürsorge über den Umsong eines OrispoUzeibozill» hinausgeht, Di« Kosten sür die Ottspolizei trogen ober di> Eemeinden, Di« Belprechung geht übe, auf di« dänische Frage, Abg, Iohannsen (flons,): In dor dänischen Agitoiion iK noch immer ein« Funahm« u> ver-outmoa. Die Haliung der Dir. sf Regierung zeigt vielfach ei» Schwanken. Di« Parlament« hat. ten den Deutschen den Rücken stärken sollen. Wo bleibt eigentlich di« Kllstenbahn? Wo das Paizellicrrnvgsgcietz? Die Re. jierung müßte seiner den Zuzug von Reichsdär-eir verbieten. •Jur «ine feste energische Politik kann helfen. Abg. Nissen (Däne): Das Verbot gegen Amundsen mute einetz ander« Kulturnation schwer verletzen. Das Vereins- xesetz wird gegen uns aufs schärfst« angcweirdet. dabei gibt es in ganz Deutschland keine ruhiger« Bevölkerung als bei uns. Wir lassen uns unser« Sprache und unsere Kultur nicht nehmen. Abg. Schifferer (MI.): Der Ausgleich zwischen deutscher und dänischer Bevölkerung scheint in immer weitere Fern« g«. rückt. Ein Hauplteil der Schuld daran mutz der Regierung za- gcschoben weiden. (Hört, hört! b. d. Dänen und Sehr richtig! b. d. Natl.) Wir wünschen eine gerechte, aber entschieden« Politik, frei von Chikanen, j«doch konsequent. Ein größeres Entgegenkommen, als die Zustimmung zum Optantenvertrag konnte die Regierung nicht zeigen. Gegen die grundlosen Unterstellun. gcn des Abg. Kloppenborg beim Iustrzctat gegenüber unseren Richtern in Rordschlcswig erheb« ich entschieden Widerspruch. Sie verwalten ihr verantwortungsschweres Amt in derselben unparleiischc» Weise, die den preuitzschen Richterstand über Haupt anszeichnet. (Sehr richtig! b. d. Natl. und rechts). Die Staatenlosen bilden jetzt einen Pfahl in uneserem nationalen Fleisch Die Zentralanstanz mutz mehr Rücksicht auf die lokalen Instanzen nehmen, die die Verhältnisse viel bester kennen. Auch für bessere Verkehrsweg« mutz die Regierung sorgen mit einer großzügigen Verkehrspolitik. Möge sie nicht nur reden, son. dein auch handeln. (Lebhafter Beifall). Minister des Innern v. Dallwitz: Die Behauptung des Al>g. Schifferer, das einzig« Beständig« in der Politik der Regierung sei der Wechsel, trifft wenigstens auf meine Mitwir. kungszeit nicht zu. Ach Hab- keinen Augenblick daran gedacht, die bestehenden Abwehrmaßregeln gegen die dänischen Agitationen und Agressionen irgendwie abzuschwächen, im Gegenteil, sic sind schärfer gehandhabt worden. Ebensowenig denken wir daran, durch Einbürgerung von Staatenlosen in weiterem Um. fange die Interessen des Deutschtums zu schädigen. Sie dienen auch nicht der deustchen Sache, vielmehr sollte das Geleistet« osscn anerkannt werden. Dadurch wird die Siegeszuversicht im Deutschen Reich besser gestärkt werden, als durch allzuviel Kritik, und der Kampfessreudigkeit und Siegeszuversicht bedarf es, um dauernde Erfolge zu sichern. (Beifall b. den Natl. und rcchis). Abg. Graf Baudiffin (konf.): Ich kann mich dem, was die Abgg. Johannsen und Schifferer gesagt haben, nur an- fchlietzen. Dis Haus vertagt sich. Auf «ine Anfrage erklärt Graf Schwetin-Löwitz: datz nach Schluß der Eeneraldiskufsion, aff» voraussichtlich am Dienstag, di« Interpellationen und sonstige zu Gunsten der durch das Hochwasser Gefchädigten, auf di« Tagesordnung kuni. u.en würden. Wsitsrbcratung: Montag 11 Uhr. Cagesnversicht. Dentlches Reick. :: Die Kölner Bischofs.Konferenz. Ucber den Verlauf sei Bischofs.Konferenz, di« in Köln unter dem Vorsitz des Erz- bischoss von Köln, Dr. Hartmann, fiattgefunden hat, und an der die Bischöse des niederiheinischen Kirchensprengels Dr. Bertram von Hildssheim, Dr. Schulte von Paderborn, Poggen- nirg von Münster, Dr. Botz von Osnabrück und Korum uon Trier teilnahmen, wird der „Rhein. Wests. Ztg." mitgeteilt: Die Bischofs.Konferenz war zufammengetreten, um eine Bera- inng über die gegenwärtigen Togesfragen herbeizuführen. Sie hat beschlossen, beruhigend« Erklärungen in den nächsten Ta- grn öffentlich bekannt zu geben. :: Albanische Deputationen in Berlin. Aus Albanien tref. fcn zwei Dcpulaiionen in Berlin ein. Die eine, mit Essad Pascha an der Spitze, besteht aus 14 Notabeln und vertritt Nord- und Mittelalbanien. Di- ander« Deputation ist aus sie. bcn Vornehmen gebildet und kommt aus Slldalbanien. Hierbei ist bemerkenswert, datz einige von den Leuten aus Korizza und Argürokaftro gewählt sind, Gebieten, in denen zurzeit noch di« Griechen als Herren weilen. In Triest sammelt sich eine dritte Deputation, die aber nicht nach Deutschland kommt. Sie besteht aus den Vertrauensmännern der in Rumänien und in Sndalbanien lebenden Albanier. :: Einweihung des Schlüchtern-Tunnels. Am heutigen Montag treffen ans Anlatz des Durchstichs des Distelrasen-Tmi- nels 01 höhere Eisenbahnbeamie in Schlüchtern ein, um den Tunnel zu besichtigen. Mittags kurz nach 12 Uhr bringt -in Sonderzng di« Gäste von Schlüchtern nach dem Tunnel. — Die Feier war aus Samstag angesetzt, wurde aber wegen des Todes des Eisenbahnpräsidenlen Thom« auf heut« verlegt. Franlreich. :: Die Sturmflut a» der iranzöfischen Nordsecküst«. Die durch di« starten Stürme der letzten Tage hervorgerusene Sturmflut hat noch immer nichts an Heftigkeit erngebüht. Am Samstag wurde ein Knabe, der sich mit mehreren Kameraden aus dem Weg zur Schule befand, von einer Welle «rfatzt und ins Meer getrieben. All« Versuche, ihn zu retten, blieben er- folglos. Die Leiche konnte bisher noch nicht geborgen werben. :: Der Dampfer „Niagare" in Seenot. Wie aus Havre g«. •»erdet wird, hat der transatlantisch« Dampfer „Niagara", der «m Samstag, den 7. Februar von L« Havre nach Newyork abgefahren ist. aus drahtlosem Wege das Büro der Compagnie Generale Transatlanftqu« in L« Havre davon benachrichtigt, datz er sich in Seenot befindet, da er infolge de» heftigen Wo. genganges sein« Steuerbordschraube und ein« seiner Backbor»- schrauben verloren habe. Der im Hafen von Le Havre liegende Dampfer „Bordeaux" hat sofort Befehl erhalten, dem „Ria. gara' zu Hilfe zu eilen und seine Rückkehr in den Hafen von Le Havre zu bewerkstelligen. Die Stelle liegt ungefähr 250 Äm. westlich von der französischen Küste entfernt. Man nimmt jUii der Compagnie General« an Irak her Kavilän des Danrp- tzjene Tageszerlung. Montag, «en 18. Februar 1811. fers „Niagara" schon vor einiger Zeit sein« Notsignal« gab und es versuchte, die französische Küste zu erreichen, da er sonst b«. deutend mehr an Newyork herangekommen sein mutzte, zumal er bereits am 7. Februar von der französischen Küste abgefahren war. An Bord des Packetdaurpfers befinden sich 147 Pas. sagiere, davon 46 Mann erster Klasse. Man glaubt, datz der „Niagara", wenn keine weiteren ilnfällc «intreten, bis Dienstag abend Le Havre erreicht haben wird. Nutzland. :: Der „neue Kurs". In einer Versammlung von Reichs, raten, Abgeordneten und Professoren, wurde nach einem Vortrag des Generals Druchinin über Rußlands Kriegsbereitschaft eine bemerkenswerte Resolution zu den bevorstehenden Handels, vertragsoerHandlungen mit Deutschland angenommen, die dem neuen Premier überreicht weiden wird. In der Resolution heiht es: Die demonstrative Nachgiebigkeit und an Unfähigkeit grenzende Schwäche der russischen Diplomatie in einer ganzen Reih« von Fragen über Albanien, Silistria, Skutari, Turtukai, Baltschik, Adrianopel, wie der Mission Lima» von Sanders, läßt sich weder durch di« innere Lage Rußlands, noch durch die unvollständige Kriegsbereiischast der russischen Armee rechtfertigen. Eine Fortsetzung der Politik muß unfehlbar zum Verfall jeden Prestiges Rußlands in Europa uird Asien führen und das Ansehen der Tripleentcnte schädigen. Diese Politik untergräbt Rußlands Handel und wird zum Abschluß eines ungünsftgen russischen Handelsvertrages führen. Es ist deshalb sofort eine Aenderung des Kurses und ein Ausgleich mit den vernünftigen Forderungen der öffentlichen Meinung vorzunehmen, damit rnan Rußland außerhalb seiner Grenzen wieder achten lernt. Vom Balian. :: Die Lage. Der frühere Kommandant türkischer Truppen und jetzig« akonesische Bandenchef Keffim Bei unternahm einen Angriff aus das von griechischen Truppen besetzte Dorf Odritza. Er ließ den griechischen Kommandanten auffordern, den Ort zn räumen, andernfalls er zum Sturm übergehen werde. Da der griechisch« Komnraudont der Aufforderung nicht Folge leistet«, plünderten die Angreifer die umliegende» zumeist von Griechen bewohnten Dörfer und steckten sie sodann in Brand. :: Griechenseinülich Demonstraiionen in Albanien. In Rom sind Meldungen über groß« griechenfeindlrche Demonskationen in Durazzo eingctrosfen. Im Anschluß an Streitigkeiten, die ein Türke in einem Casehause mit einem Griechen hatte, kam es in spontaner Weise zu großen Demonstrationen des Volles gegen Griechenland. Große Menschenmenge» durchzogen die Straßen Durazzos und machten schließlich vor dem österreichi. sthen und dem italienischen Konsulat Halt, wo sie in Hochrufe auf beide Länder ausbrachen. Eine ganze Anzahl Redner er- grfff später vor dem zukünftigen Fürftenschlotz dos Wort und feierte in den gehaltenen Reden das freie Albanien, woraus di« Meng« in Hochruf« auf den neuen Fürsten ausbrach. :: Die Reise de» griechischen Königspavres nach Bukarest. Di« rumänische Grenzpolizei wurde dieser Tage davon verständigt. datz das griechische Kömgspaar i» Begleitung des Thronfolgers in den ersten Tagen nach Bukarest abreisen werden. Bekanntlich soll bei dieser Gelegenheit di« Verlobung des griechi. scheu Kronprinzen mit der ältesten Tochter des rumänischen Thronfolgers, der Prinzessin Elisabeth erfolgen. Mexiko. :: Zuspitzung der Lage. Die ausländischen Gesandtschaften in der Stadt Mexiko tressen neuerdings Vorbereitungen sür den Fall einer Verschlimmerung der Lage. Bezeichnend für di« 2i. tnation ist auch, daß der arncrikanische Geschäftsträger Shaug- ncfsy, dessen Vater in Newyork im Sterben liegt, auch für kurz« Zeit seinen Posten nicht verlassen Hai. Die erst« Truppenbe. wegung in der von Huerta angeordneten energischen Champagne im Norden Mexikos fand vorgestern statt, indem 1000 Mann unter General Euardiola ans Nusvo Laredo ausrückten. Sieg des Zenlrims in Offendurg-Kthl. Bei der ReichStagsstichwahl int Wahlkreise Offenbnrg-- Kehl erhielten bei 28 378 Wahlberechtigten Professor Josef W i r t h - Frcibnrg (Zentr.) 13 137 nnd Stabtrat Kaufmann Leopold Kölsch- Karlsruhe (natl.) 13 050 Stimmen. Wirth ist somit gewühlt. Sonnt hat also das Zentrum, wenn airch mit knapper Mehrheit, den Sieg davongetragen und der seitherige lib. Abg. Kölsch ist unterlegen. Das ist hocherfrenlich, denn Kölsch ist als typischer Vertreter des Notblocks anzusehen, der sich längst, den Sozialdemokraten zn liebe, aste nationale Regungen abgewöbut hat. Seine Niederlage ist airch mit deswillen zu begrüßen, weil sie eine Niederlage des Hansa- Hundes bedeutet. Ungeheure Geldmittel haben die Nießer nnd Konsorten in den WMkreis geworfen, der reinste amerikanische Wahlkampf tobte in dem Wahlkreis. Es war vergebens, wenn auch die roten Genossen Mann für Mann für ihren Kölsch zur Wahlurne zogen, er wurde nicht ge- wählt. Dem Zentrum gebührt das Verdienst, diese Erscheinung aus dem Reichstag entfernt zu haben. Seine ganze parlamentarische Vorgeschichte wies so deutliche, rote Spuren auf, datz er kaum noch zn den Nationalliberalcn z» rechnen war. Und man kann deshalb die no.tionaülberale Reichs- tagsfraktion zn diesem „Verluste" eigentlich nur beglückwünschen. Uach ruf. Am 4. Februar verschied nnerwaetet nach längerem Leiden im Alker von 64 Jahren der Oldenburgische Lairdtagscibgcordiietc Gutsbesitzer Müller Nutzhorn, Oberleutnant d. L. a. D., Inhaber deS Eisernen Kreuzes, Landesvorsitzender des Bundes der Landwirte für das Grotz- herzogtnm Oldenburg. Zu den Mitbegründern des Bundes gehörend nnd alsbald durch daS Vertrauen seiner Bernssgenossen in den A»s- schutz desselben berirfen, hat der Verstorbene unseren Be- ftlebnngen mit vorbildlicher Hingabe gedient. Alle, die ibm __SeiteL. nähertrctcn durften, sckzätzten ihn nicht nur wegen seine» offenen lauteren Charakters, seiner patriotischen Begciste- rnng. sondern auch wegen der unerschrockenen Treue, niit der er in Wort und Sckirift unsere gemeinsamen Anschauungen vertrat. Ein schweres Herzleiden, das ihn mehrfach da- inederivarf, f»- >' nur noch deutlicher hervcrtreten, wie dieser portresffichc Man» unter Anrapfernng der eigenen Persönlichkeit seiner nnd unserer Sache ergeben war nnd ihr bis .imi! letzten Augenblick zu nützen trachtete: Hatte er doch noch in den jüngsten Tagen seiner Tätig'eit im Oldenburger Landtage abgelegen und sein Erscheinen bei größeren Bnn- desversanimliingen in Anrich und Oldenburg zngefggt. an dcien Teilnahme ihn in letzter Stunde noch die Verscl'lin,. mernng seines Befindens hinderte. Im Oldenbnrgischcn Landtage war er seit langem du anerkannte, zielbewntzte, erfolgreiche Führer der Agrarier, In den Reichstag wurde er als Vertreter des Wahlkreises Wnldeck für die Legislaturperiode 1898 bis 1903 gewählt und schloß sich dort der Fraktion der deutsch-sozialen Reformpnr- tei an. Wir trauern um den Verlust dieses vielbewährten Bnn- desvorkämpfers und werden sein Andenken immerdar tu hohen Ehren halten. B c r l i n. den 6. Februar 1914. Der engere Vorstand des Bundes der Landwirte. Die Vorsitzende»: Freiherr von Wangenheim. I)r. Roesicke. Der Direktor: Dr. D i c d e r i ch H a h n. Zur (0 vk.lt rnnUenüasscnw Laiidwirte-Vcrsnrnmlung in Frirdbcrg. Die auf Sanistag Nachmittag in das Steinhänßer'sche Lokal einberufene Dersammlnng von Landwirten war so stark besucht, datz sich die Räume als unzulänglich erwiesen und die Teilnebmer bis in den Gang stehen mutzten. Zn dcni so starken Besuch niag der Umstand viel beigetrage» habe», daß wenige Tage zuvor die Anforderungszettel für die Ortskrankenkasse autgegeben wurden, die nahezu eine Verdoppelung der Beiträge gebracht haben. Die Lerfammlnng wurde von Herrn Landwirtschastskammermit- glied W e i t h - Niederwöststadt geleitet, der zunächst dem Einbernfer der Versammlung, Herrn Ad. H e n s e l - Tortel- weil den Dank ausfprach für die viele Arbeit, die er gerade in dieser Frage geleistet habe. Herr Hensel nahm dar.: ft selbst das Wort. Er gab einen Ueberblick über den Werde- gong der Verbältnisse. Mit Ausnahme von drei Kreisen, seien überall in den hessischen Kreisen Landkran len- k a s s e n eingeführt worden, in Oberhessen bilde leider der Kreis Friedberg die einzige Ausnahme. Hier fei beschlossen worden von den seitherigen Kaffen nur die zu Bad- Nanheim und Friedberg bestehen zu lassen. Die Ortskranken» kasscn zu Vilbel. Niedcr-Wöllstadt, Assenheim. Reichelsheim und Butzbach die seither bestanden batten, sollten eingehen nnd der Ortskrankenkasse zu Fricdberg, die ansgebout werden solle, einverleibt werden. Die Kaffe zu Fricdberg stehe ganz unter sozialdemokratischem Einfluß. Das mache sich jetzt bemerkbar. Es sei nicht möglich gewesen, eine gerechte Einteilung der Wahlbezirke zn erreichen. In nur 23 Orten werde gewählt, das bedeute geradezu eine Wahlrechtsentziehung für viele Versicherte. Vollständig versagt habe das hiesige KreiSamt. Dessen Dezernent habe bei den roten Herrschaften seine Jnforinationen geholt. Er gab seinem Bedauern Ansdruck, daß es nicht zur Errichtung einer Landkrankcnkosse gekommen sei. Noch sei aber die Möglichkeit dsi^u vorhanden. Vorher aber möge man trotz alledem versuchen, einen Einfluß auf die zukünftige Gestaltung deS Vorstandes der neuen Ortskrankenkasse zu gewinnen. Zu diesem Zwecks hätten sich die Landwirte mit den gewerblichen, industriellen und kaufmännischen Arbeitgebern auf eine ge- nicinsame Liste vereinigt, die zum Siege zn bringen, müsst zn vörderst die oberste Aufgabe sein. (Lebbaft-'r Beifall.) Redakteur H i r f ch e l - Friedberg entschuldigte zunächst die Abwesenheit des Landtagsabgeordneten Or. v. Helmolt, der nach Berlin zur Geneeal-Versammlung des Bundes der Landwirte gereist sei. Was die vorliegende Frage betreffe so riet er, zunächst die Frage der Errichtung einer Land- krankenkasse offen zu halten, dagegen mit allen Kräften sick an den bevorstehenden Wahlen zur Ortskrankenkasse zu beteiligen. Neben der Arbeitgeberlist; sei auch eine Liste 4oo:i Arbeitncbmern ausgestellt worden, die sich aus Gegnern der Sozialdemokraten znfammensetze. Die Aussichten seien di« besten, leie» doch in Gießen auf die Sozialdemokraten 7!>? und ans ihre Gegner 690 Stimmen entfallen, so daß ans dei Arbcftnelmrcrscite ans beide Richtungen gleichviel Ausschuß. Mitglieder gewählt worden seien. Diesen AnSgang furch, ten die derzeitigen roten Machthaber, deshalb suchten sie zunächst zu retten, was zn retten ist nnd weiter durch die Wahlkreiseintcilnng ibre Gegner um das Wahlrecht zu bringen. .Lroffentlich erzeuge aber der Druck Gegendruck, daß dieses Manöver vereitelt wird. Die Bauern mutzten Leiterwagen anspannen, um die Wäblcrschast zur Urne zu bringen, auf datz den Roten die Gewalt entrissen werde. (Bei- lall.) Banuntcrnebiner M o r s ch e l - Friedberg warnt jcvi noch, eine Landkrankenkasse zu erichten, es dürfe keine Spaltung der Arbeitgeber eintreten. davon hätten nur die Sozzen den Vorteil. Er sei der Meinung, datz es so Heller sei. Zwei Kassen neben einander arbeiteten teuerer. Nur wenn die Lnndwirtsckiast mitgehe, wäre eine sozialdenw'ra- tisch« Mehrheit zu verhindern. Kammcrdirektor Der n-Allen- heim bedauert, daß eine Landkrankenkasse nicht errichtet worden sei. Er sei entschieden in, Kreistag sür deren Errichtung eingetreten, leider hätten niit einer einzigen Ausnahme alle Mt. ia Mtat ÜHMiannt. ' IC 1«U Sfitc 3 Mitglieder gegen seinen Antrag gestimmt. Sr sei anderer Meinung, als der Vorredner, er glaube, daß die Larrbkran- krnkafle tves-ntlich billiger geworden sei. al» die Ortskrem- kenkasse. LandtaqSabqeordneter Breidenback svrubt sich In demselben Sinne au», jetzt aber gelte e». Eiiftluß auf die '»künftige Geftnltting der Ortskrnvkenknsse »» aewinneit. Mensel nimmt Veranlassung, nocbm.il» die Ausfübeunge» Tern « ,u unterstreiiben, G g. T e i b o l d t - Nieberetef-bach vergleicl't in draftiicber Weise die Lobvbezüg« von früher gegen jetzt. Dazu länien jetzt ncxfi die unerfcknoi »glichen K,rssenbeiträne. B r e i d en b a ch-Melbach tritt energisch s,ir die Landkeankenkeifle ein. Die Landwirte batten feine veronsallung. für die Industrie die boben Sätze zu zahlen. Fink- Vilbel beklagt, das; der Kreistag und der Keeis- Ausschuß alle» zentralisiert bade, e» batten noch ganz gut die vubl»'cher und vilbeler Kasse besteben können bleiben, aber man sei dem Herrn .Kreisrat gefolgt. Wehrbeim- lllieder-Wi-llstadt svriilit scharf gegen die Ortskrankenkafl« di« cdiglich ein Institut für die Unterbringung einer großen sinhl neuer Beamten sein. Hen s e l - Dortelweil bedauert, taf, die Bauern die ganzen Lasten allein tragen, es müsse an. gestrebt werden, baß die Arbeiter ibren grsetzsichen Anteil -rlbst bezahlen und stellt einen diesbezüglichen Antrag. k> r e i d e u b n ch. Melbach siebt aus demselben Standpunkt, tci ibm würde es beute schon so gebandbabt. Landtags>ibge- »rdneier B r e i d e n b a ch ninrmt die Gelegenheit wahr, über die Landwirts.baftskammer und die wenig entgegenkommende Haltung der Regierung ,w spreckren. Oefonomierat Alles- Niedertlorstadt führt aus, er bezahle alle Beiträge allein, er steht aber auf dem Standpunkt. daß es so aus die Dauer bei den foriaeketzt steigenden Beiträgen nicht weiter geben könne, man müsse unbedingt die gesetzlichen Abzüge einfübren. KamnierdireNor Dern: Es läge nu Interesse, auch der Kasse, wenn die Arbeiter ihre Beiträge selbst macksten, dann seben k!e. was es loste, und sie würden sich für die Kalke irterolüeren. Heute läge ihnen nichts daran, was dir Kalle kür kosten habe, die bezahle ja der .Herr. Landlagsab- geordneter Breidenbach unterstützt die Ausfükrungen des Varrrdners. Der Vorsitzende W e i t h läßt dann über die folgende Resolution abstimiuen. „Die beute in leriedberg versammelten Landwirte be- schließen, mit alle» Kräften in die Agitation für die Wahl zum Ausschuß der Drtskraukenkasse ssriedberg einzu- tretei, Es muß rrreicl>t werden, daß die mit den anderen Bernisständen genieinsan, ausgestellte Liste zum Sieg geführt wird. Es wird bedauert, daß für den Kreis Feiedbera eine L o n dkra nkenkasse nicht er- richtet wurde: jetzt noch für die Errichtung einer Land- kranke akasse einzutrrten, wird nicht beabsichtigt." Di? Resolution wird einstimmig angenommen. Desgleichen eine solche die sich dafür ausiprichi, daß die land- wirtschastliche» Arbeiter ibren gesetzlicken Anteil an den Kaffen beitragen selbst z>, zahlen hätten. Der Bor- sitzende gibt in seinem Schlußwort der Freude Ausdruck, daß die Bersaumilung so schön und anregend verlaufen sei. Er dankt für die rege Teilnahme und spricht nochmal» .Herrn Henkel de» Dank au» für die viele Mühe, die er in, In- teresse fc- Landwirtschaft geleistet habe Ans Vr Heimat. • Fkiedbeeg, 16. Febr. In der Nacht von Freitag auf Semstag wurde aus dem Hofe de? Fuhrmanns Karl Kratz die gesnmle „im Trocknen ausgehängte Wäsche gestohlen. * Fricdberg, 16. Febr. Die Staatsstcuer 6. Ziel sowie die Hundesteuer und die Ab- und Zuschreibungsaebübren ünd bi» zu», 25. Februar 1911 an Großb. Bezirkskasse Fried- k>erg zu bezahlen. Es eiupfieblt sich, mit der Brzablung nicht bis zun, lebten Zahltage zu warten, da an diesem Tage langes Worte» »nvcrnieidsich ist. " E. B. Frirdbrrg, 16. Fcbr. Dir machen noch einmal ans die beute Abend 8>/h Uhr !m ..Gambrinus (am alten DalmüoO statttindende Evangelische Männerversammlimg «nfrnrrksaui. die das Thema ..Art und Wert eines evangelischen Geniciiideblatte»" zun, Gegenstand hat. • Feiedbera Fauerbach. ,ß. Fcbr Am Samstag Abend fand tri Gesiwirl Wilh. Sang dar Winteroergnügen der Gesang- »rstin» „Einirochi" bei gvibesetztem Saale statt. Der Vor. ätzende p p begrüßte die erschienenen Sangesbrüder nebst Angeböriae Kemljihe, und Eeiangrvorträg«. Coupletts. und mustknliichr Anstüt,rungen der Kapelle Bäckel wechselten tn buuler Rrib«»,'olge mit «inandei ad. Dar lanzbein wurde kröftiq oes-bwin-gen, ' F'iebbcrg. 18 Febr Daß sich der Karneoal hier in unserer Stadl immer mehr Freunde erwirbt, ist «tn Beweis »aß c» anch »och srohe Menschenkinder gibt Di« karnevalistischen Brranstnltnnoen von Seite« der Bereise werden immer gut de- sucht, aber auch die Lotale, welche er sich nicht nehmen lasten, ihren Stimnwästen «in paar vergnügst Ständen durch tarnen Ronzeri» hum«. Borträge zu bereiten, stich dicht gefüllt. So Man Holtet Herr Gustav Sempf »an Brauerer-Aurschank in feinen bedeutend vergrößerten und närrisch dekorierten Lokals, täten Samstag, den 2t., Sonntag, den 22., Faftnacht-Nontag und Dienstag große karneoaliililche Konzerte hei freiem Eintritt. Bedeutende Büttenredner an» Frantfnrt. Main« und Friedberg werden ulkige Ansprachen halten. Daß da» immer fische B er, die vorzügliche Küche, mit dazu beitragen wird, di« irstnmnng zu erhöhen, braucht eigentlich gor «echt hier auge- ihrt zu werden. » Echzell, 16, Fcbr. Auf über 3» Jahre Dienstzeit blickt Kt irrt Jahren hier stationierte Gendonnerie-Wacktureiiter tzräuwr zurück und ist er mit Wirkung vom 1. Februar in den .Dvblverdienten Rnbcstand getreten. Als Mensch wie als Beamter gleich beliebt, bosft er sein? Tage in dem ihm lieb- aewordencn Echzell zu beschließen. Hrfirn^tssian. • Han», 1 « Fahr. B« de» «m Rnfag »ater dem Vorsitz des Londgernchiprat» Grm, he g st,« , den Schwurgericht wird sich am Dienstag and Mittwoch »ach dar Zigeuner Ernst Ebender weg«« Totschlogrnerfnchv M pe m nt w orten haben. Er hatte, al» ihn und sein« Brüder stn Walde bet Fulda der Gendarm von Bürk tn ihrem Lager ausftörst, aas den Gendarmen und einige Bauern geschossen ,nd dabei «inen Landwirt Wehn er durch einen Schuß a« Ar» verletzt. Bei der alsdaa, nusge» nommenen Verfolgung der Zigeuner erschoß der Bruder de» Ernst Ebender den Förster Romanur. Ernst Ebender bestreitet ans Wehner geichosten z» haben. * Rückingen, 16. Fcbr. Nachdem schon im November 1913 der zum Bürgermeister gewählte Herr Daniel nicht bestätigt wurde, hat der Hairauer Kreisausschuß auch dem jetzt gewählten Kaufmann Schadt di« Brstütigung versagt. * Hattersheim, 16. Febr. In einer scharfen Kurve schlug ein nach Wiesbaden fahrendes Automobil auf der schlüpfrigen Landstraße um. wobei die Insassen hcrausgcschleudcrt wurden. Glücklicherweise erlitten diese kernen Schaden. Der beschädigte Wogen wurde mit großer Mühe wieder auf die Straße gezogen. * F ff. Höchst o. M., 16. Febr. Der Arbeiter Lommerk, der sich kürzlich beschuldigt hatte, einen Arbeiter bei Höchst a. M. vor einem Jahre beraubt und in den Main geworfen zu haben und deshalb verhaftet wurde, ist jetzt wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da seine Angaben auf Selbsttäuschung beruhten. Lommert hat sich schon früher mehrfach, so in Köln und Celle, in ähnlicher Weise selbst beschuldigt. * Aus dem Rheingau, 12. Febr. Da, sozial« Elend de, Rheingau ist di« Kehrseist jener so holden Landschaft. Der Weinbau, der in diesem Gau den Ackerbau fast ganz otrbiängt und an Einträglichkeit verloren, hat «tn schreiender Mißverhältnis zwischen der Rente der Kapitals und dem Lohn der Arbeit, da« ganze Elend «>>«» armen Prolelariots über hie Gegend gebracht. So schrieb ein geographischer Schriftsteller im Jahr« 1863 über sein« Eindrücke aus dem Rheingau. Wenn di« wirtschaftlichen Verhältnisse noch jener Zeit dort durch di« Weinernten in den Fahren >888 und 1868 sich gebestert hatten, so kann man txn Eingang« gesagte auf die heutigen Berhält. niste der landschaftlich unübertrefflichen Gaues wieder anwen. den. Da ist «s kein Wunder, wen» der Borsißende des Rastau- iichen Bauernverein, dafür eintritt, dem Winzer hinreichendes Ackergelände zu perschaffen, um neben dem Weinbau und in Ergänzung desselben in den Fehljahwn für ihn Brot zu haben, wie andererseits nunmehr auch der Landrat de» Rheingaukret. je» der Hebung der Biahzucht in seinem Kreis« da» Wort redet. Wie auf der linken Seit« des deutschen Stromes, wo di« dortige Bevölkermig neben dem Weinbau intensiven Ackerbau, Obst, und Gemüsebau betreibt, wo neben Rebengeländ« üppige Fluren weit in den hessischen Gau sich hinziehcn, der ein« wahre Kornkammer ist, so will man jetzt auf der rechten Rheinfeit« durch Austeil«» der Kgl. preußischen Domäne „Reuhos" die B«. wohner der Weinort« Erbach, Hattenheim, Orstrich, Kiedrich und Hallgarstn Grund und Boden tür d!« Landwirtschaft verschossen um bet den fortgesetzten Fehljahren durch dies« den Lebensunterhalt für die Winzer hcrbeizuführen. Di« Domäne hat jetzt noch, nachoem im Jahr« 1808 26 Hektar 32 Ar an den Bezrrksoerband abgetreten, für 137 000 Mark zur Vergrößerung des demselben gehörigen „Wacholdechoses", um ihm bi« not- wendigen Komplexe Wiesen zuzuschieben, ein« Größe von 188 Hektar 86 Ar. Ihr Gebiet liegt vor den genannten Orten fast gleich weit entfernt und soll der Grund und Boden gleichmäßig den einzelnen Orte» zugewstsen und an di« Landwirst verpach. tet werden. — Me wir hören, hat der Minister für Landwirt- schast, Domänen und Forsten aus Zeiwngsnachrichten hin sich bereit» mit der Angelegenheit befaßt, doch stehen der Ausführ- »o, groß« Bedenken erringen. Bor alle» läuft dt« Pachtzeit noch bt» Juli 1926 Hier stößt man schon aus di« Lösung einer Kardinalfrag«. wi« soll sich die Entschädigung de, Päck>Iei, fl- stalten? — Die zu große Mrischostsumgestaltung sür di« ein. zelne« Winzer, di« beträchtlich« Summen erfordern würden, die vielleicht nur durch genossenschaftlichen Zusammenschluß belch,-!, werden könnten, ist ein weiterer Gesichispuntt sür die Erhall . -,z der Domäne, zumal dt« Biebvicht in den einzelnen Orten >.• , zurü-tg-gonge» ist Außerdem kommt in Betracht die j.tz >1 Beipflichtung de, PSchier,. alljährlich 1266 Dop^lwo.z,ou Stallmist al, Düngemitstl in die Weinberge der «gl. Domäne vor allem in den „Steinberg" zu liefern. Be, «uslei:,!! ,z \ ; Torna,« und Wegsall dieser Berpslichiung de» Pacht«, I.iird. sich di« Donräneperuvrltung von der Spelulation und de L seranten adhängig machen, wa, unter Umständen zur Folge b-ben würde, daß sie für diesen Weinbergsdünger so Hede P,,-i > zahlen müßt«, daß der Reingewinn sich sehr verringere. Dez weiteren kommt mit in Bcrücksichtigng. wa» aus den jetzige' ausgedehnten Oekonomiegebäuden ujw. de, Rcuhos weiden so! Schlrehlich erhedt sich noch die Fra^. ob di» Bodenverbätiniss der aufzustilenden Domäne in die Betrieb« de, einzelnen W>„ zer tn den einzelistn Orten passe». Außer den bereit, ange führte, Gesichtspunkten, hie gegen ein« Austeilung der Domän sprechen — di« von polkswirischastlichcm Standpunll ab«, seh zu begrüßen wäre. — sind Ausführungen auf der Generalversammlung de, Rheingau«, Minbauoerein, am 8. Februar in Hochheim a. R. von seistn de» Bereinsvorsißenden I. Burgcjf Geisenheim non großer Beachtung, der warnend gegen diese Aufteilung seine Stimm« erhob und vor allem darauf hinwie» daß de» Winzer» durch richtig« Bcwirtschaswug ihrer Mta» berg« und gemeinschastlicher Bekämpfung du« Rebschäblinge größer« Borstrle al, durch dies« Aufteilung winften. sowie de» werteren dadurcki, daß bet ungeeignetem Welirbergsgeländ« wie in flachen und ebene» Distritten oder hohen Lagen, die Winzer hier zu den einfachen Forme» de» Anbaues, also zu dem Anbau von Eertetd«, Karlofseln usw. zurücklehrien und sich dann im Tstrhältni» de« Förderung der z»rllckqega»g«n«n Biehzucht wid meien, als auch dadurch, daß dem Winzer gestattet wird, Wüst- und Brachfelder der Landwirlschaft dienstbar zu machen. Porberikht pi ssrnilkjiirttk i?rii(l)liiiiirfF. Montag, den 16. Februar 1914. Weizen, hiesiger und Wetterauer Mk. 19.70—19.90 „ aus dem Land« abgeholt „ 19.20—19.40 Roggen, hiesiger und Wetterauer „ 16.30—16.40 „ auf dem Lande abgeholt „ 16.00—16.00 Gerste, neue „ 17.00—17.50 Haser, hiesiger und Wetterauer . „ 16.00—17.00 , kurhessischer..... 00.00-00.00 Trockentreber Ml. —.— Tendenz: etwas fester. ■Uorbfridit null franhfnrtrr Uirfjmnrht. Montag, den 16. Februar 1914. Auftrieb: 464 Ochsen, 88 Bullen, 863 Färsen. Kühe u-347 Kälber, 144 Schaje, 2713 Schweine. Frankfurter Wetterbericht. Boraussag«: Erneust Trübung und Niederschläge, stln» Tempcraturvrränderung. südliche Wind«, Verantwortlich sür den politischen Teil: Otto Hirschel, Fricdberg; sür den lokalen und unlcrhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Fricdberg: sür den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tages- zcitung", A,-G„ Friedberg i. G. Der verehrten Einwohnerschaft von Friedberg und Umgegend teile ich hierdurch mit, daß ich am Mittwoch, den 18. I. Mt», in Friedlierg, Usanaslc ll (int eröffnt. Ich werde stets bestrevt lei» nur beste Waren zu den billigsten Pret en zu tiejem und bitte ich um geneigten Zuspruch. l-'cllx Hauer, Friedberg. r^sx-^Xßtal wegen —— ----------w- C.F.Schwarz Söhne wegen Aufgabe des Ladens der Firma Gg. Hildebrandt ( Marktstrasse. Viirtzrn. Ecke Wetteroasse. ^ Wir bringen zum Verlaus nur i-tid« Waren zu den äußerst billigsten Preise» und zwar: ' zroiisirinanden Anzüge in i^iuarjn. blau in allen Preislagen. Serrkii- n. iinaiifü^lnjiiflr, LPkt-Anjäjsk ' u.lämll-chr Ttrbe.t. a. «ernf.tz>''»««. Sowie Perren-Semden -—-—--- „ --- pi, -Untertzolen. htriäiiaitrrn u >o Sweater», -em wollenen nächster Rahe Friedbcrgs eine Hofeait« Mit scheuer und tuU A. t »nalifche Stoste. Fantast« Mellen -talln», z» einem Betiieb von bis >1» Morgen nebst - a> itz»» VMivm w»»»vw wvii ■ * ' Morgen Land josott zu verlausen, ferner noch 50 Morgen Lehngul bei der die Paa tteih« noch 6 . ahre daueri. Lebendes 7-n°e»I»r. >»«i Plerd« uno 8 Küde. Totes Jnpenlsr. zwei Kssteawagen mit Leitern, «in Psuhlwogen, «in Lanterbacher Wägelchen, ei«. Binde« eest 3 Iahe« in Betrieb, ein Grasmäher, ein neuer Zwer- iä-nnipstna. r s-cksch« Pstug«, ein noch neuer P-tentpslug. ein' tieitig« ü,,e und noch son iige - wa» zur Lundw rüchaN gehört »lle» tn guiem Zustande, Zu »rseagen in der Erprdtäon. Bur bi» End« Mär, 1311. Ein Waguergcfclle ms sosoe« gejucht Ludwig Hanstein, Wagenbau. Iriedberg i. f> Ffigffl und Datteln in Kisteln W.Madre rtedderg l. H. : XdciM Ast Bivmarlküratze 8. Jyür mein ILoiorrialwareu- Same»gctchäN nehme ich tu Oskern einen Jungen ^mit gntem Schulzeugnis als Lehrling an. Ferdinand Damm Lrievber^. Laiicrkrnhe 28. tele^n 452 . Ä Mädchen 15 3atzr« «II. -nächst brt einer -chnetdert, >» die Lehe« irrte» Ansragen besörbett unter O. R die Elv. der Reuen Taaeszeitunii. Lllllttiilfer Vtstler II wird abgegeben: Zweite Absaat 100—900 Kilo 20.00 Mk. 1000—4900 „ 19.50 „ 5000—10000 „ 19.00 „ Genen Nachnahme ab Station Eeitz-Nibda oder Hol. Säcke werden, wenn zuqegeben sür Selbstkostenpreis be rechnet, aber nicht zurück genommen. Ter Haier ist unler 'sucht und hat 97"/, Keimfähigkeit ergeben. Schlcifeld ^3» P»ß Dukkißki». «d/r tz(S". Nr. s» Neu« Lageszeitunz. Montag, de» 1V. Februar A9I1. Seite 4. Danksagung’. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, während der Krankheit und bei dem Ableben meiner lieben Gattin, unserer guten Mutter t» IHnrgntrUjr RH geb. Dörr sagen wir hiermit allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank- Hos-Beinhards, den 14. Februar 1914. Lie trauernden Hinterbliebenel,. Georg Uefj und Kinder. msMi Holzversteigernng. Donnerstag, den IS. Februar ds, Zs. kommt im Eemeinde- wald Obcr-Rosbuch, Distrilt Katzenstein, Sang, Salzbcrg und Dachsbau folgendes Hol, zur Versteigerung: 22 Rm. Buche Scheiter, 21 Rm. Eiche Scheiter, 116 Rm, Buche Knüppel, 20 Rm. Birke Knüppel, 65 Rm. Kiefern Knüppel, 2000 St. Eiche Welle» 8000 St, Eiche Turchferstungswellen (Backholz), 02 Rm, Buche Stöcke, Die Zusammenkunft ist vormittags !>'/, Uhr vor dem Wald am Distrilt Katzenstein, Das Backholz komnit zuerftzur Versteigerung, Ober-Rosbach, den 13, Februar 1914. Grotzh. Bürgermeisterei Ober-Rosbach. Dieffendach. Holzversteigerung. Doniicestag, den 1!>. Februar d. I«., vormittags 10'A Nhr anfangend, werden im Walde der Gemeinde Beienheim Ec- markang Bingenheim nachverzeichnetc Holzsortimente versteigert: 47 Eichen-Stämmc von 6,78 Fstm. Inhalt, 5 Fichten-Stämme von 0,61 „ „ 167 Fichtcn-Dcrbstangen 11,77 „ ,, 5 Eichen-Dcrbsiangen 0,33 „ „ 22 Fichten-Reisstangen 0,26 „ „ 53 rm Bucheu-Scheiter 86 rm Ei 1 „ Eichen-Scheiler 79 149.5 rm Buchen-Knüppel 23,6 63 . Eichen-Knüppel 10 8,5 „ Fichten-Knüppcl 15 735.5 _ Buchen-Reisig Zusammenkunft tin Distrikt Echwalbcngraben bei Nr. 220. Beienheim, Len 14, Februar 1914, Erotzherzogliche Bürgermeisterei Beienheim. Major. jjichten-Reistg Buchen-Stocke Eichen-Stöckc Fichten-Stöcke Flechten. Es wird Sie intereffieren, zu erfahren, datz Ihre Dun-Salbe meine Hände von einer Art nässenden Flechte nach 3-wöchigcm Gebrauch befreit hat, nachdem ich Uder ■/, Jahr mit allerhand Salben vergebliche Versuche gemacht hatte. Seit meinem Erfolge habe ich auch bei jeder passenden Gelegenheit die Dun-Salbe empfohlen und besonders ein Kollege, der äfftet rillige Hände bekam, hatte guten Erfolg Die Salbe eines Spezialisten, die recht teuer war, hatte »iche geholfen, I), S. (1.30) D. P. (1.30) D. Z. (2.00). O.-B. Lehrer Kg. F. Von nie versagendem Erfolg gegen Lungen-, Rippen,ell-, Blinddarm- und Bauchfellentzündung, böse Brust und Karbunkel. Zu haben in Apotheke» oder durch Vermittelung der Fabrik .Sans Seist, Tarmstadt, Ro'gdörser Pratze 22. Prospekt kostenlos und frei. W-WW Peter Mehler friebberg i.H.,kijrbttgaHe3 titelt icbfnöfM berfchaf,. », -rrtilorrria 3 Monika vom Kehnhaf. Telefon Nr. 2 ^ 0 . "NT Schsnendfle Kehllndlullg Öilllgc preise. ACHIUNG Sammeln Sie die ln fe/ der^berbSchachlel lio Wenden Profpekle mil der Abbüdunö der BONBON NldfU Vter 2o dieferPralpeXle ein fendd erheili eine reisen de &onbonniere,örälis Veilanöen Sie überall, WYimu Reklame -Marken • ln al« len Apol heken e> Droöert en lind Wberl-TäbieN fco Lu- MM-erbdlllicü L- Niederlagen in Friedberg: Hof- Apotheke z. Engel, Hof-Apotheke i. Mohren, Drogerie Baumeister. Wagen Landauer, Halbverdecke, Iagdwagen, Ponywagen, Geschäfts- und Prilschen- wagen grötzle Auswahl, billigste Preise stlühel« Kiilstt, Friedberg i. H. Mails eines FchloGn. Die Gemeinde Massenheim beabsichtigt einen zirka 18 Monate alten sprungfähigen Fasel (Simmentalei Rasse) anzukaufen, Besitzer solcher Tiere wollen ihre Offerten alsbald bei der Unterzeichneten Stelle einreichen, Dachuheim, 14. Febr. 1914. er,Lchiväiiinik,Tür-Por'' laücii, Zlihnbiirsieil, Änninie Garantie für jedes Stück bei Mal! Sleinel Uwe. Friedberg, Kaiserstr. 75. Gebr. gut erh. Fiaker Landauer billig zu verkaufen. Fr. Sparwasser, Frankfurt a. Bl., Wallstr.17. Zwei gut erhaltene Wagen sowie ein neuer und gebrauchter Kultivator und 2 neue Jaiiche- pninxc» zu verta fen zuiuvig Grillier, ©brritorfelisrn Schmied und Landwirt. Stammholz-Versteigerung. Dienstag, den 17. Februar I. I. kommt im hiesigen Ee- meindewald folgendes Stammholz zur Versteigerung: 4 St, Eichenstämme o, 31— 65 cm Mitlendurchm. 5—11 m Länge 48 St. Eichenstämme v, 14—29 cm Miltendurchm, bis 10 m Länge 6 et. Buchenstämme v, 40—53 cm Mittendurch!!,, bis 10 m ^ange 2 St. Birkenstämm« v. 26 u. 23 CM Miltendurchm, bis 5 m ^änge — 0,44 Fe stur. 2 St. Efchenstämme von 13 cm Mittendurchin. bis 9 rn Länge — 0,18 Festm. 4 Et, Kiefernstämme v, 23—32 cm Mittendurchm, bis 12 rn Länge 24 St, Fichtenstämm« v, 11—24 cm Mitlendurchm, bis l'j'm ^ängi — 9,53 Festm 40 St, Lärchen Derbstangen bis 9 cm Mittendurchni, b. 13 m Läng, — 1,53 Festm 105 St. Fichten-Derbstangen bis 8 cm Mitlendurchm, bis 8 m Läng, — 2,07 Festm 125 St, Fichten-Reisstangen bis 3 m Länge — 0.70 Festm Zusammenkunft vormittags 9>/> Uhr am Eingang des Waldes Klein-Karben, den 13, Februar 1914, Erotzherzogl, Bürgermeisterei Klein-Karben. R e u h a r t, Holzversteigerung. Dirnslag, den 17. d. Mt»,, kommen im Eckarlshäuser Ge» meindewald Distrikt Kornberg und Radacker zur Versteigerung: 10 Rm. Buchen-Scheiter 26 Rm, Kiesern-Knüppel 70 Rm. Buchen-Knüppel 28 Rm. Erchen-Knüppel 10 Rm. Buchen-Stöcke 1200 Stück Eichen-Wellen 850 Rm. Buchen-Wellen 8 Rm, Birlen-Knüppel 6 Eichen-Stämme von 32-48 cm Durchmeffer, Schnitt- und Pumvenhoiz 39 Kiefern-Slämme uon 25—36 cm Durchmeffer, 136 Fichten- u. Lärchen-Stämme von 12—21 cm Durchmesser, 2 Buchen-Stämme von 38 — 41 cm Durchmesser, 137 Fichten- und Lärchen-Derbstangen 3 Buchen- und 10 Erchen-Derbstaugen. Zusammentunst vormittags 10 Uhr an, Hausbrunnen. Da» Stamm- und Stangenholz kommt von 12 Uhr ab zum Ausgebot. Eckartshansrn, den 11 . Februar 1914, Erosth, Bürgermeisterei Eckartshausen, Lehr. Wir sind mit großen Transporten erstklassiger norddeutscher«. «ldriibiiM Psndk eingetroffen. SsSäsehmHt s Domiserg Frankfurt a. M., Milsikailiemtg i8. Teleson Amts 26 V 0 . es ms Ml W er? 3 'Zi ZS ! -J, k-- ta> ja. «3 M> oa Iss M Äcvo 03 SS » Crt (33 SiS «0 Zur Fpühj aiirsaussaat _ ———.—________ - _ . halten wir grosse Lager in garantierten Originalabsaaten, reinen Sorten bereit: 4« <3 I». In. In. In, In. In. I», In, I». Saatsoinmerweiir.en (Roter Schlanstedter, Blö Japhet.) Saatsonunerroggen (Petkuser) Saatgerstc (Hanna, Goldthorbe, New bourton malting) Saatmais (echt „Virginia", Natal) Saathafer (Beseler 11, Strube, Ligowo, Kirsche, Fichtel- gebirgs, Anderbecker, Leutewdzer, Heyne’s ertragsreichster) Kleesamcn (Rotklee und Luzerne, Incarnat in höchster Keimkraft, sämtliche Sämereien) Kunkellterne in allen Sorten Saat wicken, Saaterbsen Saatkartoffel, norddeutsche Ware, (Magnum bonum, Fiüh- rosen, Kaiserkrone, Paulson’s Juli, Perle von Erfurt, Ella, Industrie, Märker, Wolthmann No. 34, Saß, Up-to-date, Silesia, Böhm’s Erfolg, Böhm’s Hassia, Vater Rhein etc. Ferner: Mimstclünger: Chilesalpeter (15 — 16°/ 0 Stickstoff), roh und gemahlen l’crii-kuann (7XlOX^), Füllhornmarke Schwefelsasii-es Ammoniak, Ktilkstickstoff Kali (4O°/ 0 ), Kainit (12,4%), Thomasmehl (16 — 18%) Superphosphat (S. P. 20 und 22) sowie sämtliche Misch- äiiiiäger von Ammoniak — Kali — Salpeter — Superphosphate mit höchstem Gehalt, zu den billigsten Preisen in jedem Quantum. Um recht frühzeitige Angabe des Bedarfes wird höilichst gebeten, damit die nötigen Dispositionen getroffen werden können. Futter-, Düngemittel un«l Saatartikc) können zu Sammelladung zusammengestellt werden. - f*l 0 aT:ag .3 lii Landwirtschaftliche Ein- und Yerkaufsgenossenschaft. Telenhon 245 und 246. Telefon 245 und 24«. ce CB et €B 8 » co Sk' SJ et c« TO’’ V* SS SS U S3 53 iSt 54S IM 03 Beilage zur „Neuen Tageszeitung 44 \ r. ii» Äloniny, de« 1i». Februar 1 !M I. 7 ütt!|rn»n«’ (•»rbrnktflBf. lb. rttbruar. 1821 Afrikar isender Heinrich Barth gev. — 182ü Viktor i>. SrfK'ftfl. Dichter, geh. — 1871 Bel fort übergeben. — 1897 SOEjährige Melanchton-Feier. Dur Deform des Armenrecht«. Bon l»r. Ha n S LieSke. Leipzig. Der Ruf nach einer Pelbcstenuig ensercr Armenrechts er- ek»! gegenwärtig immer ocinchinlichec und wird oorausficht. lich wohl einst in der Gesetzgebung eine» Widerhall finden, Ra- türlich soll dem Armen um feiner Armut willen auch tünitig nimmermehr fein Recht verkümmert werden. Gesetzgeber, die bei der Schöpfung ihrer Werk« nur einen Finger breit von »em Grundsätze gleichen Rechls für alle abwichen, würden damit frrventlich an den Trogern rütteln, aus denen das Staatsgebäude ruht. Wir aber, di« wir bisher di« Gesetzgebung um ihrer anscheinend sa verständnisvollen rechtlichen Gleichstellung »on Arm und Reich gepriesen haben, wir werden unser Urteil licht feiten ändern müsfen. wenn uns «in im Armenrecht Plagender chitanöser Weis« in eine» gänzlich aussichtslosen, für «n» aber reichlich verdrießlichen. zeitraubenden Prozrtz verwit- felt hat. Bis zu welch weiter Grenze di« Armen,echtsbeftim. mungen der Leichtlertigkrit und der Chitone Tür und Tor off» »»». soll nun der Leser selbst beurteilen, sobald er di« heut« »ültigen Leitsätze über die Befreiung armer Parteien von den Kosten gehört hat. Wer ist den eigentlich arm im Sinn« des Gesetzes. Ein« falsche Antwort auf diese Frage hat erfahrungsgemäß schon ungezählte wohlbegründete Ansprüche verjähren fassen, weil die Berechliglen, zur Erlegung der Prozeßgebühren außerstand«. aus den Besitz eines Armutszeugnisses dhch nicht tu hoffen waglen. da fle ihre gänzliche Mittellosigkeit nicht dar- tuli konnten. An der hieraus sprechenden Gei-tzesunkenntnis aber siraucheln zumeist gerad« die, denen die Segnungen des Armenrecht» insonderheit zu wünschen wäre. Mittellos braucht nämlich jemand, der erfolgreich um das Armenrecht einkommen will, keineswegs zu fein. Bielmehr genügt »ur Erreichung seine, Ziele,, dah er ohne Beeinträchtlgung des für ihn und fein« Familie notwendigen Unterhalt» zur Bestreitung der Prozetz. kosten außerstand« ist. Also wird man etwa einem Familienvater »on sechs unmündigen Kindern bei seinem Iahrepeintom- men von 2000 Mark meist unbedenklich dar Armenrecht zu» sprechen dürfen. Ein« oerständig« Bewertung der Lebensver- ^hältnijf« zusammen mit der Lag« de, Antragsteller» vermag eben einzig einen treffenden Entscheid zu fällen. Natürlich kann di« Armut in dem hier dargetane» Sinn« nicht dt« alleinig« Boraussetzung für die Möglichkeit unentgeltlicher Prvzetz- sührung bleiben. Sonst vermöcht« jo lemand. der nicht, zu verlieren hat. seine Mitmenschen und die Gerichte als nimmermüder Querulairt i» stetem Schrecken zu erhalte». Darum liersagung de« Armenrechts auch dort, wo di« Rechtsversolgung »der Rechisverteidigung mutwillig oder aussichtslos erscheint. Dem freien richterlichen Befinden über Mutwillen oder Aur- sichtslostgkeit such jedoch durch die Rechis-sprechung vielerorie» laut« Klage gesührl wir». Unser oberster Gerichtshof will liämlich eine Bersagung des Armenrechis nur dann als gerechtfertigt anfehen. wenn die Haltlosigkeit des von dem Rachfuchen- oen eingeuoinenen Rechtsstandpunkt«, sonnenklar aas der Hand liegt Bon einer anderen Auslegung wird «in« Verkümmerung de» Recht» der armen Partei grsürchtet. Darum heutigentags regvtär f«lWt de, schwächste Hoffnungsschimmer auf einen auch nur teiliveisen Sieg die Möglichkeit lostculose, Prozesifühtitiig Der russisch« Ministerpräsidcut Kokowzcw ist von seine», Posten zurügetrcten. Der »rund seines Rücktritts ist hauptsächlich in den Schwierigkeiten seiner Auslandsreise, die nicht nach Wunsch behoben wurden, zu suche». verheiß« Hierin aber finden wir siir die arm« Partei rin Recht verbrieft, da« dem. der auf sein eigen Risiko prozessiert, fremd ist. Lebt jemand, ohne gerade begüteit zu fein, doch in Ber- hältnisien, die ihm für sich und dl« Seinen ein standesgemäßes Auskommen sichern, so wird er ob de» grosten Kostenaufwandes leichtfertigen Rechtsftreiiigkeiten meist geflissentlich au, dem Wege gehen. Nicht so der. der nichts zu verspielen hat. Da ihn der Prozehgang kaum kümmert, weil sein Portemon- »aie darunter nicht leidet, vermag er feine Mitmenschen ungehindert mit Forderungen zu üderschwemmen, di« au» Leichi- serigkeit ausgebaut sind. Denn der Richter wird unter der Bürde der Verantwortung »nd im Hinblick stuf hie trtchsgc- richtlicherfeilr offendaiten Grundsätze schon ein« sertzltegend« gering« Chance auf einen Teilersolg zur Grundlage der Ar menrechtsbewilligung machen Dt« Borjchläge, welche höer Wandel schaffen sollen, bewegen sich vornehmlich noch zwei Richtungen hin. So will man fürder kraft gesetzlicher Bestimmung di» Armenrechtssrag« aus der Erwägung lösen, „ob ein« Prozetzjühnmg ihrem Zweck und mutmaßlichen Erfolge nach von einem ernsten, die Chancen forgfälttg abwägenden Willen oder von einem sich über all« Bedenken leichtfertig hinweg, fetzenden Mutwillen getragen wird." Soviel eln solcher Vorschlag aber auch für sich hat, f» «röcht« feine Berwirklichung angesichts de» Spielraumes, der dem persönlichen Urteil und Gefühl der erkennenden Richter» bei der Entscheidung gezogen ist, dos Vertrauen de, bedrängten Rechtsfchutzluchers auf di« Hilfe de» Gerichts doch arg mindern. Darum erscheint mir die Anregung empfehlenswerter, bet de» Minderbemittelten da» Interest« am Prozehausgang dadurch zu beleben und hiermit gleichzeitig den armen Prozehhrurseln das Handwerk «in wenig zu legen, dah sie wenigstens zu einem geringen Bruchteil zur Kosteiqchllch, herangezogen würden. Ohne dah daraus «in starr«, Svstem errichtet werden dürft«, könnten die einzelnen Steuerklassen der Staatseinkommensteuer hierbei vielleicht «in Wort der Aufklärung mitreden. Im übrige« müht« der Richter noch billigem Ermessen di« einschlägig« Pr»> zehgebührenkioste bestimmen und dabei beispielsweise der Ge- suchssteller Pflicht zum Unterhalt unerwachsener Sprößlinge entsprechend berücksichtigen. Bia zu einer geroisten inedrigen Steuerklast« könnten die Ecsuchssieller allerdings vielleicht ganz von der Kostenpflicht befreit werden. Hinsichtlich der Satzungen des gegenwärtig geltenden | Rechls herrscht vielfach eine gewiste Unkenntnis darübcl. daß das Armrniechi für jede Instanz besonder» bewilligt werden nruh. Freilich bedarf», wenn wir deijpielsweijc für di« B-'> tufiMig oder die Revision darum «inkommen. nicht nochmal» eines Rachweije» unsere» Unvermögen». Btelmeh, gilt ein solcher ais erbrachk. wenn das Armenrecht in der vor.gen stn stanz bewillig, war Da, Ge,uch selbst ist bei bem Prozeß,e. richt anzubringen und kann zu Protokoll de» Gertchtsich-.cibei, erklärt worden. Es ist ihm ein von der Obrigkeit ausnestellies Zeugnis deizufügen. au« dem da, Unvermögen zur Bestreitung der Pro^h,osten erhellt. Auch bah de, Anwalt in Armee,achen von, Staat für alle feine Mühe nicht einen roten Heller ve zictzt. ist eine vielfach ebenso unbelannt« al» beherzigensniere lalsiub- Ans nIler lUc!t. Getötet. In Aneheii» bei Oldenburg wurde durch die Er plosto» eine, Benzinmotor» der Mühiendesitzer Gerde, gelötkl Familiendrama Am tl. Februar tötete» sich tn ihrer Weh. »ung Leistenstrahe in Wü rzburg der städtische Magazinsver. walter Karl Dieck und seine Frau. Zuvor gaben sie ihr breijäh. rige» Kind im Haus« wohnenden Leuten in Obhut. Dieck war im dortigen Gaswerk angeftellt und aus dem Dienst entlasten worden. Ei» Wechsel,„Reiter-, Der bekannt« Sägewerksbefltze, Ret. ter au, Pastau wurde auf Antrag der Pastaue, Staats»iilva». schuft in Freyung »erhasiet »nd in, dortig« Amtsgcrichtsge. sängni, eingeliefert. Reiter wird der Atechselfälichung de. schuldigt. Lirbestragödie. Zn Nürnberg gab ein rkjähriger Zim. fnerruann aus fein« Geliebt«, ststil sie siäs Berbblinls löst» wallte, mehrere Revotverfchüste ätz, von henk» zuui dem Mäd chcn in den Rücken gingen. In lebensgefährich:». Zustande wurde sie ins Krankenhaus gebracht. Der Täler wurde per. haftet. Der Diamant i„, Hühnermage«. In heu letzten Tagen des Januar verlor eine Dame in Gera einen wertvollen Brillanten ans ihrem Ringe, als sie sich im Hiihnersialle aus- hielt. Man durchsuchte den Stall »ach alle» Richiungcn, »ahm alles auseinander, wusch und siebte alles. Alles war umsonst, der Stein fand sich nicht und man i tgab sich in da4 Unabänderliche. Ein Hahn, de» alle Hühner nicht leiden konnten, und der außerordentlich gefrähig war, wurde 10 Tage später geschlachtet. Als man den Inhalt des Magen» genau untersuchte, fand man dort wohlbehalten den lange gesuchten Brillanten. Der Hund al« Lebensretter. Auf eigenartige Weise ist der Privatsekretär de« Lord» Morsch und dessen Familie in Clinninghain vom sicheren Tode de» Verbrennen« gerettet worden. Während der Nacht brach in seinem Hause ei» Fcner au», da» von der in tiefem Schlaf liegenden Familie nicht bemerkt wurde. Durch das anhaltende Gebell eines LirblingShundeS de» Privatsekretärs erwachte jedoch ein elfjähriger Sohn, der sofort Alarm schlug. Alle Zimmer waren bereits mit dichtem Rauch angesiillt, dockt gelang e» Ennning- ham, sich und seine Familie im letzten Augenblick in Sick^r- heit zu bringen. Der Brandschaden beträgt über eine balbe Million Mark. Eine böse Stiefmutter. Da? Schivstrgrtlcht in Frank- furt a. O. verurteilte die Arbeiterfrau Jdä Reese nur Holde Znm Pilngeisen. Roman von M. Prigpe-Brook. 21 lFartsetzungj Jetzt interessierte die Schwester sich niebr für seine Hosf- mingen »nd Pläne, den da da» alie Han» wieder fest auf den Füssen stand, »nd die Arbeit sie beglückt, drang Rose- m.irie nicht mehr in Heinz. Sie wir überzeugt, das, er aiich al» Mann der Wissenschaft den Sebalds Ebre mache. Eine andere süsie Hoffnung riochle ibr zur Ttiinde da? Leben schtön. Beglückt sah sie den Verkehr zwischen deui lieben Mädchen »nd Heinz sich so ge- stalten. wie sie in ihren kiibnstcn Träumen gehofft. Heinz sand Erna reizend .... Schon ani erste» Abend äußerte er z» Rosemarie, daß die Kleine sich überraschend entwickelt lmbc. Er batte rocht. Erna wurde von Tag zu Tag sckiöiicr. Ibr Herz war erwacht. Sie bing an Heinz mit leidenschaftlicher Innigkeit. >ve»n sie sich gleich davon nicht» merken lieg, vielmebr in seiner Gegenwart ei» unbcfangene» Wesen zur Schau trug. Da» wieder gefiel dem Doktor, der ibr nach wie vor brüderlich zugetan war und von ibren Gefühlen nichts ahnte. E: plauderte am liebsten mit ibr »nd verbrachte lange Tagesstunden beim Krocket, seinem Geschenk sär Erna, im Garten. Seine Gedanke» irrten ost ab und führten ibn in des Frcun- lu :• Heu» nach Wien. Die mochte Earcnno sich befinden? Gebärt batte er nur ein einziges Mal von ibni. Marv hatte r :f Geheiß des Vaters eine Karte geschrieben und ihn an fei» Versprechen gemahnt. ES gchc deni Papa leider immer roch nicht gut. die Aerzte sprächet! von einer Kur, dock> sei noch nichts entschieden. Zufällig hatte der Postiosrs die Karte gebracht, al» Heinz sich allein befand. Er freute sich des Umstande» und verbarg die kostbaren Zeilen an seinem Herze» Sie wurden ftzin teuerstes Besitztum, von dem er sich nicht »m die Schätze einer Welt getrennt hätte Bon Marv zu reden, vermied er stets. Flüchtig haste er ihren Namen erwähnt, al» nach dem ersten Freudenrausch, tn dein seine Anknnst Rosemarie versetzt, die Schwester wissen wollte, wa« ihn in Wien zurück- bielt. Sie war auf seinen Freund eifersüchstg. hatte über- Haupt keine hohe Meinung von KiinftterfreuNdschasien irgend welcher Art. Marv. des Künstlers Tochter, kam für sie nicht in Betracht. Sie zählte sie einfach nicht. Hätte sie eine Ahnung von Marys Liebreiz gehabt, hätte sie gewußt, wie tief der Mädchen? Bild sich in ihres BrnderS Herzen gegraben, sie hätte sich erschreckt. So blieb sie ahnungslos, selbst al« Heinz leichte Unruhe an den Tag zu legen begann. Zu allen Stunden paßte er dem Postboten auf. Er brachte imniec einen Haufen Briefe für den jungen Doktor, der rechte nnißte indessen nicht darunter sein, denn immer wieder sah er die hohe Gestalt des jungen Sebald auf dem Beischlag stehen und börtc seine ungedludige Frage: .Laben Sie etwas für mich, Josef?" Endlich fiel Rosemarie des Bruder» veränderte Stim- inung auf. Vom Glücksüberschwang der ersten Tage stand nicht» inehr in dem müden Gesicht, Heinz wurde gegen seine Gewohnheit gereizt, wenn die Schwester ihn ermahnte, doch endlich sein Werk zu beginnen. Ec habe keine R»be dazu, lebnte ee ab. Wieder lvar kein Brief au» Wien gekoimnen. Berdrolsen lehnte Heinz an der Fensterbank, die Stirn gegen die kalten Scheiben gepreßt. Seine Schwester beobachtete ihn. „Erwartest Du eine bestimmte Post Hein,? fragte sie ganz freundlich. Er bob unangenehm überrascht den Kopfs „Wie meinst Tu das?" „Weil ich sehe, daß Du unzufrieden bist und dem Poft- joscf aufpaßt". erwiderte sic. .Labt Ibr da» glücklich ausspioniert?" fragte Heinz bcstig. Er sah sie feindlich an. „Möchte wissen, wen meine Post interessiert?" „Mich", sagte R/ckemane leise, trat auf ibn zu »nb iaa ihn aus» Sofa. „Setze Dich zu mir, Heinz." Er gehorchte wider Willen. „Hast Du denn kein Bertranen inehr zu Deiner alte, Schwester?" Er war gerührt. „Mu, meine liebe Sin”, flüsterte er zärtlich. „Hell Da de» alten Quälgeist immer noch lieb?" „Mehr al» da». Ich bin stolz anf meinen B. * anlwortete sie weich. „Ich Hab' mich damit abgefunoen. Deinen Platz im Kontor leer zu finden. Dafür habe ich ihn eingenommen und denke ihn zu halten, auch wenn der gute Ohm von uns geht, bis einst Dein Sohn ihn aus meiner Hand empfängt. In ihm lebt hoffentlich der KanfmannS- geift der Sebald« wieder, wenn auch fein Bater Professor wird." Trotz seiner Mißstimmung mußte Heinz lachen. „Mein Sohn? Arme Mu. Auf dcn willst Du warten? Mer weiß, ob er je in die Erscheinung tritt I Zum Sohne gehört die Mutter, meine Frau! Spaßiger Gedanke, Mn." Während er scherzte, stand plc lich Mary« Bild vor ibm. Süße Mary, holde« Kindl Wenn je ein Weib an feinem Herzen ruhle, jo konnte es nur die eine sein, der es gehört, dachte er. Aber sie war ein Kind. Rosemarie sah den veränderten Ausdruck in ihre« Bni- der« Zügen. Ihr Herz schlug erwartungsvoll. „An wen hast Du gedacht?" fragte sie. Sie hoffte, ErnoS Namen zu hören und meinte, sie fei die Ursache seiner Unruhe. Sie wurde bitter enttäuscht. chch..Jch dachte an Eorenno", antwortele Heinz betrübt. „Ich sorge mich. Seit vierzehn Tagen bin ich ohne Nachricht, erwarte täglich de» Brief, der niich zu ihm ruft." „Nach Wien?" wiuHerte Rosemarie sich verstimmt. „Ich habe Carenno versprochen, seine Photographien »nd Skizzen zu sichten, er selber ist zu krank dazii, hat aber mit einer Menge Zeitungen und Schriften abgeschlossen. Er wurde große Einbuße erleiden, wenn ich ihm nicht beisteben würde." lForlsetzuna folgt). Seile 5 nt. 39 9i«uc Tageszeitung. Montag, den 18. Februar 1914 (Beziik Frankfurt a. O.) wegen Körperverletzung mit TodcS- nfolg zu 10 Jahren Zuchthaus. Die Angeklagte hatte ihr '.weifiihriges Kind in systematischer Weise zn Tode geprügelt. Drei Kinder dom Vater ermordet. Entsei,liehe Bluttaten haben sich am ll. Februar in der NächtigMraße in Soniburg-Altona abgespielt. Der dort im ersten Stock wohnende Arbeiter Krasinski. der schon Ende voriger Woche mit seiner Fra» iii Streit geraten war und sie so mißhandelt batte, daß das geängstrgte Weih sich an einem Seil aus dem Fenster herabließ und abstürzte, hat nun am Mittwoch seinen drei Kindern den Tod gegeben. An diefeni Tage sollte .Krasinski von der Polizei über die Mißbandlnnaen seiner Frau befragt werden. KrasinSki erschien jedoch nicht auf dem Po- lizeibueran. Die im Erdgeschoß unter Krasinski wohnenden Leute benierltcn nun vormittag?, daß durch die Decke von der ersten Etage Blut tropfte: sic eilten zur Wohnung, die jedoch verschlossen war. und öffneten die Türe gcwnltsain In der Stube fand man die drei Kinder, im Alter von vier, sechs und acht Jahren, mit einem Beil erschlagen und gänzlich verstümmelt vor. Krasinski selbst hing als Leiche an der Wand. Er hatte sich nach Hinschlachtnng seiner Kinder selbst eihänat. Ein braves Sölmche«. Eine eremplarische Strafe cr- bielt von dem Schöffengericht.in Pirmasens der 22jährige Fabrikarbeiter Albert Jockel. Er bot seiner Mutter aus Wut. weil sie ihm kein Geld zur Fröhnung seiner Faulenzerei gab, die Betten zerschnitten und die Fenster eiugc- schlagen. Für diese Heldentat erhielt er ein Jahr Gesäng- nis anfgebrunimt. Zweifaches Todesurteil. Das Schwurgericht in Bochum verurteilte nach zweitägiger Verhandlung den 23jährigen kcrgmann Johann Christian Kunkel von Bochum wegen pneifachen Mordes zweimal zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Kunkel tötete in der Nacht zum 16. Oktober seine im Bette liegende Ehefrau, ferner das neben der Frau schlafende vier Wochen alte Kind. Fra» Pankhurst und die überlistete Polizei. Die bekannte englische Suffragettenführerin Frau Bankhurst hielt gestern in einer Versammlung in London eine äußerst heftige Rede gegen die Regierung. Während derselben wurde sie von den ausgestellten Snffragettenposten benachrichtigt, daß die Polizei anr Eingänge stcbe. um ste zu verhaften. Rasch entschlossen, übergab Frau Pankhurst nach Schluß der Rede ihre Kleidung und ihren Hut einer anderen Suffragette, die sich schnell umkleidete und das Versammlungslokal verließ. Diese wurde nun von den Polizisten ergriffen und zur Polizeiwache gebracht. Die Polizisten wurden um so eher getäuscht, als die Verhaftete mit ihrem Anhänge sich energisch zur Wehr setzte. Groß war daher das Erstaunen, als man auf der Wache entdeckte, daß man eine falsche gefaßt hatte. Inzwischen war Frau Pankhurst unerkannt entkommen. Das Testanient der Tante. Eine eigenartige Testa- mentsgeschichte wird den „Münchener Neuesten Nachrichten" aus Oldenburg berichtet' Wurde da neulich in der Großh. Residenz eine alte Dome zu Grabe getragen, die sich bei ihren Verwandten einer nicht geringen Unbeliebtheit er- reute, da sie zwar reich war, aber von ik-rem Reichftime nicht >en ihren Verwandten geeignet erscheinenden Gebrauch nachte. TaS heißt, sie ließ sich weder anpnmpen, noch dachte he daran, jemand etwas zu schenken. Jnsolgedessen hatte sich ihre Familie in weitestem Umkreise von ihr zurückgezogen und nahm auch keinen weiteren Vermerk von ihrem Ableben. Ja, nian gab der unbeliebten Tante nicht einmal das letzte Geleite. Man sagte sich ganz richtig, daß die einer Toten dargebrachte Huldigung ans das von ihr errichtete Testanient dcch keinen Einfluß mehr haben könne. Es kam aber ander?. Während auf dem Friedhgfe der Sarg in die Gruft gesenkt wurde, sah man einen älteren Herrn mit einer scharfen Brille unter den wenigen Leidtragenden nmhergehen und sich den Namen jede? Einzelnen gewilienhast anmerkcn. Als dann rin paar Tage später auf dem Amtsgericht das Testameul er- eftnet wurde, gab eS eine kleine Ileberraschung. Die bei ihren Lebzeiten so zurückhaltende Tante hatte für jeden, der ihrer Leiche folgen würde, testamentarisch ein Legat von 1000 Mark ausgeworke». Jetzt sing die versammelte Familie wirklich an zu trauern. Tie Eilbotcnläi-sc nach Leipzig im Urteile des Anslan- des. Auch das Ausland hat vielfach von der gewalftgcn Kundgebung der deutschen Turnersihaft zur Weihe des Leipziger Völrerschlachtdenknials Kenntnis genommen und anerkannt. daß die deutsche Tnrnerfchast eine Körperschaft ist, an die keine andere beranreicht. Eine besondere Anerkennung bringt die lebte Nummer de? belgischen Bundesblattes „Der Turner" vom 24. Januar 1014. Ter Verfasser sckpldert eingehend die bekannten Vorgänge. Er bewundert, daß nicht allein 40 000 Turner gelaufen sind, sondern daß fast ein gleich großes Heer von Männern nötig gewesen ist, um das Ganze cinzurichten und z» beaufsichtigen, und vor allem, daß dies geschieht ohne Anspruch ans irgend einen Lohn, abne Prei>'e. obne kostbare Geschenke und andere Lockmittel. „Es geschieht dies alle? aus reiner Liebe zur Sache ftirs Vaserkand. kurz, kür eia Ideal. Wo solch ein Opfenmit und solche Ovser- freudinkeit um einer Idee willen bestellt, da wobnt ein Men- schenschlag. aelund an Geist und Körper. Wo solch eine nn- nbhängige Körperschrft bestellt, die ihre Mitglieder onf eine so schwere Probe zu stellen vermag, da ist eine gewallige Lvikskroft vorhanden " Fritz Schindlers Tod in Ostasrika. Zu dem tödlichen tlnfall des Deutschen Fritz Schindler gelegentlich einer Kine- iuatograpbenaufnabme in Ostafrika werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Schindler befand sich mit der Erpe- dition Raincve in der Nähe des Naiwaschasecs, »m Löwcn- Aufnahmen zu machen, der sich, von Hunden gestellt, in einem Busch verbarg. Schindler ritt nun, um den Löwen zur Kamera zu treiben, hinter den Busch. Plötzlich bemerkte Rai- ney, wie der' Löwe mit gespitzten Ohren den Kops wandte. Er stieß deshalb einen Warnimgsriif aus. Gleich darauf fielen Schüsse. Der Löwe, unvcrwundet, stürzte auf Rainey zu, machte Kehrt »ud verfolgte die flüchtenden Eingeborenen. Mit einem wohlgcziclteu Schuß erlegte ihn Rainey. Dieser drang dann i» den Busch und fand Schindler mit schweren Bißwunden aui Unterleib, aber bei Bewußtsein. Nachdem ihm die erste Hilfe zu teil geworden war, wurde der Verletzte im Sonderzuge nach Mairobi gebracht, wo die Ver- letzungen als tödlich erkannt wurden. Eine hinzutreteude Blutvergiftung endigte das Leben Schindlers, der bis zuur letzten Augenblick mutig aushielt, schmerzlos. * Allcinreisende Frauen »nd Mädchen. Die folgenden Vor- Ichriften über Beförderung von alleinreisenden Frauen und Mädchen sind neuerdings von den deutschen Eisenbahnveiwa:. tungen vereinbart worden. Soweit cs angängig ist und ihren Wünschen entspricht, sollen allcinreiscnd« Frauen und Mädchen nur in einem Frauenabteil oder in einem Abteil, wo sich bereits ander« Frauen befinden, untergcbracht weiden. In sonst »och unbesetzien Wagenabteilungcn ist ihre Unterbringung nur mit ihrer Zustimmung gestattet. Jungen Mädchen, die ohne Begleitung Erwachsener reisen, sollen, soweit die Frauenabteile besetzt sind und weitere Einrichtung nicht angängig ist, nur Plätze in solchen Wagenabteilungen angewiesen werden, in denen sich schon weibliche Personen befinden. Auch in der 4. Kl. lallen alleinieisend« weibliche Personen in Li« für Frauen bestimmten Wagenabteil« gewiesen werden. Mutig« Selbfthilse eine« Uebersallene». Unweit von Venlo in der holländischen Provinz Limburg wurde in einer Bauern, samilie die Hilfe einer Pfiegerin in Anspruch genommen. Nachdem die Frau ihr« Dienste geleistet hatte, bat ste, da es spät geworden war, den Bauer, sie nach Haus« zu begleiten. Der Mann wollt« zuerst sein« Frau nicht allein lassen, aber gab schließlich ihren dringenden Bitten nach. Kurze Zeit, nachdem beide das Haus verlaßen hatten, drang ein mit einer Flinte bewofineler und markierter Mann in di« Wohnung und verlangte von der kranke» Frau Geld. S>e gab vor, daß fi« nichts im Hause habe, aber der Einbrecher, der gut unterrichtet war, forderte 170 Gulden, die der Bauer bei dem Verkauf einer Kuh empfangen hatte. Schließlich zeigt« die Frau di« Stelle, wo das Geld lag. Der Einbrecher lehnt« die Flint« an die Wand, um das Geld zn suchen. Diesen Augenblick benutzte di« mutige Frau, um das Bett zu »erlaffen, di« Flint« zu ergreifen und den Räuber zu erschießen. Später stellte sich heraus, daß der Getötet« der Manu der Pflegerin war. In der Neuen Tages zeitung erschienen: ch Inflr dich nicht Roman von Hedwig Courths-Maler in farbigem Künstlerumschlag Preis Mk. 4.— elegant gebunden „ „ 5.— Das hohe Lied der Tr-ne wird in diesem glänzend geschriebenen Wert in ergrcisenbcr Weit« anzeftimmt. Im Mitleipunti der Hand.nag steht ein hochherziges Weib, das aus einiachen Verhäiiniffen stammend, Rsiler und Schutzengel ihres hochgeborenen Ecliebicn wird. Jungen Frauen und Mädchen lann leine bessere und erhebendere Lcttüre in die Hand gegeben werden. Bestellungen rechtzeitig erbeten: |Uiic Tageszeitung. sr-w* m Die Tat eines Wahnsinnigen. In eineni Anfall« von Wahn, finn schnitt sich ein Straßenbahnfahrer in Berlin dis Kehle durch und vcretzte sein noch nicht zweijähriges Kind und sich selbst durch zwei Schüffc lebensgefährlich. Zuvor hatte er noch Feue. in seine Wohnung gelegt 80 Jahre alt und im er noch Langfinger. Der älteste Taschendieb der Welt ist wohl der Senior der Berliner „Spezialisten" dieser Art, ein Greis namens Adolf Schäfer, der jetzt wieder einmal jeftgenommen wurde. Schäfer hat bereits 80 Lebensjahre hinter sich, nicht weniger als 46 davon Hai er hinter den Mauer» von Gcjüngniffcn und Zuchthäusern zugebracht. Er war schon vor einem halben Jahrhundert einer der beriich. «igften Berliner Langfinger. Mit der größten Geschicklichkeit stahl er so viel zusammen, daß er ein vermögender Mann hätte sein können, aber wie er das Geld gewann, so zerrann es auch wieder. Bor Jahresfrist verließ er zum letztenmal die Strafanstalt. Jetzt glaubt« man, vielleicht er selbst auch, daß er mit seinem „Gewerbe" endgültig wohl abgeschloffen haben werde Man bracht« ihn in einem Altersheim unter nnd dacht«, daß er so seinen Lebensabend beschließen werde. Ein Jahr lang hielt der Alle «s in der Anstalt auch aus. Dann aber wurde es ihm doch zu langweilig. Er sehnte sich noch seinem alten Betriebe zurück und verließ die Anstalt. Wie srllher, so hatte er es ach jetzt wieder auf di« Haitcjlellen der Straßenbahn nnd der Omniduslinien abgesehen. Aber sein« Fingersertigkeit scheint doch nackaelaffen zu haben, denn schon bei einem seiner ersten Betütigungsveisuche im alten Metier fiel er herein. Als er an einer Omnibusstelle ein« Dam« in die Tasche griff, um die Börse herauszuholen, wurde er erwischt und festgenommen. Man brachte den alten Sünder wieder nach Moabit. Großsruer in T°nna lBogtlandf. Am Donnerstag morgen entstand in der unweit des Schiitzenhauses gelegenen sogenannten Eiermühl« in Tanna ein verheerendes Feuer, das sich iu kurzer Zeit aus vier benachbarte Anwesen und aus di« Hintergebäude zweier weiterer Grundstücke ausdehnte. Unter den Bewohnern entstand -ine Panik. Es könnt noch nicht festgestellt werden, wie das Feuer entstanden ist. Fabritbrand. Am Donnerstag Abend brach in einer Isolier. und Korksteinfabril in der Rheinau in Mannheim Feuer aus. Der Brand griff derart rasch um sich daß di« Freiwillige Feucrwehr sich nur auf die Lokalisierung des Feuers beschränken konnte. Die ganze Fabrikanlage und das gesamt- Lager wurden ein Raub der Flammen. Der Schaden wird aus 180 000 Mark geschätzt. Es wird Brandstiftung vermutet. Selbstmord eines D«srandatnen. In Rheydt bei M.-Glod. buch schoß sich der Handlungsgehilfe Franzcn, der wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung verhaftet worden war. wäh. icnd seiner Vernehmung aus dem Kriminalamt aus einem Revolver «inen Schuß in den Kopf. Franzcn war sofort tot. Geheimnisvoller Diebstahl. Eine Kassette. in der sich 1200 Mark befalloen, ist in Düffeldorf aus dem Wachlokal der dort in Garnison liegenden Kompagnie des 3. Lufljchiffcrbalaillonr gestohlen worden. Man versichert, daß cs sich aus keinen Fall um Spionage handeln könne. Die in Frage kommenden Mannschaften wurden vorläufig sestgenommen. Sie bestreiten, von dem Diebstahl irgend etwas zu wissen. E-s-hrvolle L-ndung. Als »er Oberleutnant Barnick vom Infanterieregiment 82 einen Uebngsflug in die Umgebung des Flugplatzes Johannisthal unternahm, blieb in der Rahe des Bahnhoss Oberspree der Motor infolge eines Defelts plötzlich stehen. Do dem Offizier in dieser kritischen Situation le Wahl eines paffenden Landungsplatzes blieb, ging ei in steil Eleifflug nieder und geriet mit seinem Apparat in die Ei des Adlershoser Waldes. Der Sturz wuide hierdurch de »end gedämpft, so daß der Flieger nur mit leichten Derletzur. dovonkam. Der Apparat wurde vollständig zertrümmert. Eine tragisch« Szene in Brussel. Eine mitleiderregen:. Szene spielte sich vor dem königlichen Palast in Brüssel ab. Als die Majestäten im Auto das Schloß verließen, um sich zur Par- sifal-Boistrllung ins Opernhaus zu begeben, warf sich plötzlich eine in Lumpen gehüllte Frau vor bic Räder des Autos, >sdaß der Führer sofort halten mutzte. Als ras Königspaai aus dem Wagen gestiegen war, ergriff die Frau die Königin bei der Hand und stvmnielt« unter lautem Schluchzen einig« laum verständliche Worte, Im Palast erklärte die Frau, daß ste Mutter von Kindern sei, di« vor kurzem ihren Ernährer verloren hät- len, so daß ste in di« größte Rot geraten sei. Der König l>«. sacht, di« Rot der Frau zu lindern. Di« bittere Tragik des Schicksals fügt« es, daß di« Frau kurz nachdem sie den Palast verlassen hott«, unter die Räder der oorbeifahrendcn Straßenbahn geriet und sehr schwer verletzt wurde Ans der Heimat. * Gießen, 16. gebt. Die Frankfurter Strafkammer per- urteilte Len früher hier wohnhaften Schlosser Joses Guber wegen umfangreicher Heira.tsschwindeleicn zu 3% Jahren Zuchthaus einschließlich der Strafen, die bayerische Gerichte ihni wegen gleicher Vergehen znerkannt hatten. * Frankfurt a. M., 16. Febr. Im Oktober 1913 meldeten di; „Frankfurter Nachrichten", daß der künstlerische Beirat des Schauspielhauses Ottomar Starke sich seiner Mili- tärpfticht wollte entziehen und deshalb zwangsweise dein Regiment Nr. 81 zugeführt werden mußte. Tie Mftteiftmg wurde auch durch Extrablätter in der Stadt verbreitet. Starke erhob gegen die verantwortlichen Rednkteirre Beckmann und Neter Klage wegen Beleidigung. Das Schöffengericht verurteilte beide Redakteure, da sie den Wahrheitsbeweis nicht zu erbringen vermochten, z» ie 50 M Geldstrafe. * Frankfurt n. M., 16. Febr. Gerüchten zufolge sollte in der Maschinengewehrabteilnng der 8ter zu BonameS l • Genickstarre aufgetreten sein. Das Kommando erklärt d zu, daß Wohl ein Soldat unter dem Verdacht der Geni ' starre ins Lazareit eingeliefert sei, daß aber die Untersuch" - eine derartige Erkrankung nicht festgestellt habe. * Frankfurt a. M., 16. Febr. Ein betrunkener Kobs arbciter, der die Passanten des Oedorwegs in der unflätig, stcn Weise beleidigte, setzte seiner Verhaftung einen derartigen Widerstand entgegen, daß er dabei eine schwere Ver- letzung mn Kopfe erlitt. Das Publikum nnbni natürlich für den widerspenstigen Burschen Partei, obwohl es wenige Augenblicke vorher von ibni angeflegelt war. * Frankfurt n. M., 16. Febr. In einer Bäckerei de? Stadtteils Bockenheim vergiftete stch gestern die 22jährige Verkäuferin Mangln aus Karlsruhe mit Salzsäure. Das junge Mädchen hatte mit einem Manne ein VerbäftniS. Als eS gestern erfuhr, daß derselbe bereits verheiratet war. griff es zu der Giftflasche. * Frankfurt a. M., 16. Fest- Der Handlnngsgebifte Gnlentz stahl seiner Firma, hem Mannfakturwarenaelchäst Krüger in Oggersheim, Spitzen und Scidenstofte im Werte von 3—4000 Jl. Mit den Waren richtete er s-iner Braut ein Geschäft in Lndwigshafen ein. Gestern wurde er verhaftet, nachdem er sich 14 Tage hindurch hier als Student an?ge> geben hafte. * Frankfurt a. M., 16. Febr. Gestern vormittag entstand im Adlerschen Hanse, Mainzer Landstraße 257. ein Mansardenbrand, der sich auf den Tachsnchl ausbreitste und diesen teilweise zerstörte. * Frankfurt a. M., 16, Febr. Im letzte» Herbst wurde der Fachlehrer und Stadtverordnete Walther zum Rektor der Fortbildungsschule vom Magistrat gewählt, obwohl der Schulvorstand der Schule einen anderen Herrn bestimmt hatte. Gegen die Wahl Walthers wurde unter dem Hinweis Einspruch erhoben, daß Walther gar nicht die erforderlichen Prüfungen abgelegt habe und nur eine gute Dolksschnlbil- duna besitze, die er in feinem Berufe als Litogravb allerdings «e. 3* Stile 3L »tut Lageszeuuug. Montag, »tn 18. Februar 181» '■ctröcf)tlicf) crtrcitcrte. Eine gegen Walthers Wahl beim Regieeunqsvräsidrnten und hem Minister eingelegte Be- stgvcrd* Holle nun de» krsolg. Hatz die Bestätigung »uni Rck- l>>r versagt wurde. £eiitn>$«titu. * Obernrset. IG. gehe. Ein hiesiger Einwohner geriet nährend einer Bierreise dnrih Frankfurt auf Los Maiaeis. Cr brach rin, konnte jedoch im letzte» Augenblick noch vor dem Ertrinken durch eine» Fischer gerettet «erden. * jV G. Hoch heim c. SH, 13. Febr. Unter seinem Vor- endeu I. Burgets-Eseisrnheim btclt am Sonntag hier der .eingauer Weinbou-Verein" eine stark besuchte General- eijainnrlunq ob. Der Vorsitzende begrüßte vor allem den iniglickien Weinbaudirektor, Eie heimrat Ezöb-Wiesdadrn >Verirrter der Königliche» Regierung Er wie« in seiner Begrüßung darauf hin. da» nach dem Mißjahr 1913 sich eine ii instige ?u:-sicht für 1914 zeige. Dem tüchtigen Winter ii erde hossentlich ein tüchtiger Sonimer solgen. In diesem sei als besondere Ausgabe der Winzer zu betrachten die gemeinsame Zßka npsung de« Erbfeindes, de- Heu- und Cauer- Irurnis. Ties und die ordentliche Instandhaltung der Weinberge sei wichtiger als die von einer Seite geserdertc und eisrig provagicrte Austeilung von Toniänen. vor allem der Tomonc Nrnhos im Rheingau an Virhwirtschalt treibende Winzer. Ter Karnps gegen den Heu- und Sanerwurm sei ui,, so tvichtiger, als sich gegen ihn noch kein Univcrsalmittel gefunden bade, trotzdem eine ganze Reitze von Versuchen bereits angistellt worden seien. Eine weitere wulstige Aus- g.cku? sei di« Ausrechterhallung der Ueberrvochuiiq der Verseuchung durch die Reblaus. Aber auch hier sei da? Hanpt- x lorden'.is der Zusa.unieiischluß. Uebcr die SLädlingsde- kanihsnng unter besonderer Vcriickstchtignnq der Hochheimer Grsahrnngen des Jahres 1913 berichtete GutSverwaller ? i'ä>ie-Hoe ein« a. M, indem er etwa ausführtr: Tie outztsorge des Winzer» ist zweisellos die Frage der Bekämpfung und Brr»ichtnng des Heu- und SauerwurnrS. der scknimuter ist als Pcronospero und L'idium. Tie Frage nach vorhandene» Mitteln zur Bekäinpsung des Schädlings müsse besaht werden, wenigstcatz sei i»i letzte» ^chre ein Mittel mit Erfolg angewandt worden. Tie srübrre Mrttzode, das Abfangen der Motten niit Klebsächern ki zwar auch ein durckischlagende« Mittel, erfordere aber zu viel Personal und zu bobe Kosten. Als wirksames Mittel könnte» schliesilicki auch noch da» lekbstätige Fangen der Motten in Fan 'aesößen Zerdrücken bei Motten in den Gafcheimer, Atiolccn der sanersaulrn Beeren bezeichnet werden. Von diese» sei man aber abaekommen. da sie nur bei allgenieinrr Durchsnl-rnng einen Erfolg zeitigten. Reuerding« rücke man dem Schädling mit chemischen Mitteln zu Leibe. Hier komme vor allem bas Nikotin in Betracht, mit dem man bereits im Wnernjolir 190G in Frankreich dnrchsckstagrndc Erfolge erzielte. Redner führte darauf die Ersabrnngen an. die er bereits IN« durch Abbürftrn brr Schenkel nsw. gemacht, bi? er 1910 Versuche größerer Art angestellt und zwar mit einer Schtnierseistinnng. In den, Mißwbr 1910 bade er durch seine iimnrrbin Ausnahme Ernte überraschende Erfolge seiner Versuche Nachweisen können »nd den Beweis schon damals arfübrl. daß die mit dem Mittel bebandellrn Trauben keinerlei Beigeschmack führten. 1912 unternahm der Redner die ersten V-rsurbe gegen den Henwurm. die er im vorigen Je.brr ans 7 Margen sortsetzte. indem er eine Lösung aus Schmiersr'se. Rikotin, Kupserkalkbrübe verwendete und Schwefelkohlenstoff znsetzte. Mit diesem und dem Rulh'schen Mittel gelang es ihm. de» Heuwurm sogar in den Geßbeimen z» bekämpfen. Gegen den Sanerwiiri» känipftc der Referent ans 30 Morgen, indem er dir gleiche Brühe unter Wegsassung des Sckiwrfel- kcblenstosfcS verwandte. Die vom 2!>. Juli bis 2. August mit besagter Brühe bearbeiteten Reben batten einen vollen Erfolg. Zirka 300 bis 350 Liter der Brübe waren bei Verwendung einer Revolvrrspritze auf einen Ma gen ersorder- sich, an Kesten für 1 Monn mid 2 Schüler, Material »sw. 40 .t. Der Kostenpunkt wird sich aber für dieses Jahr uin 10 bis 15 M ermäßigen, da rann nicht mehr auf das Muth'sche Riltel angewiesen ist. Redner schloß mit dem Hinweis dg- 2. 5Jfl4.cc »ft 2. «lüste Eft 4. MiE-Sttte-Meri (230. Hl Itoui) klsm-c»!!?si'. M ckrn jtod gleich hs> flesm n iIm. njs *,,r I •s! Ml *•» #ft At. nuirnmm M tn M.»ra l aa> IL | 14 . Februar 1914 . vorrmUag«. Nachdruck ocr^oiea SSV 1lL5 vvt 60 W> OJj 60 »M4 63 «&•> 105 61t 22 67 tTlS. ÄOfL: W Hsl tfu 412 WS «RS 4 IT« J8l 8« MO 49 f 0 Wu» K)I («7 6:41 J- i 877 M*.’ 433 800) «7 TT< 8M 9V' 7178 8L, 6X1 ,97 * l M7 409 99G 99 7ii 0007 48 008 Tbi 1«'.8tf 870 «-9 11087 B90 4«) 618 «2 f «S (<79 1*08*. *W 89« 7W *M OK4 10477 6SC 42 773 14 50 440 8*1 7S6 WS 85 78 « > IßiOH MO £3 474 M'j 93 7-7 87) 4 >03 2 C19 701 »Ol. 17874 53b btt fJl 18008 41 12) 7tl (K>4 12 10)40 164 233 70 (37)] 615 7iJ 940 «OKI 110 107 «3 42 ‘2 612 980 47 210ri 82 182 281 4(H 867 »0021 211 84« 47 4 NT. MO 7014') 5.» 223 24 8» 44 fie*. «ilSO 120)1 £4- 487 *•«986 «610* r.j 6-1 47 644 718 967(010] »«-£>) 4.) JS4 68 b'J 6k. 198 OVUM » BV4 M4 98« 999 99 «1719 7« «9 01£ M« 729 01MB «45 1800 289 *6 477 731 91876 83 6)1 Tf.l 067 8*080 IW 850 *9 7" 60 M 12 2>) - 6 7f.1» 881 998 »40 4 176 |*«i) f‘| ••«)] 47N. 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Ter Verirrter der Finna stzolgu. Krämer-Zürich, wie« daraufhin, daß daS von seiner Firma hergrstellte ttzola. z!n absolut unschädlich sei für Menschen, tvas bei der Rikotin- behandlimg nicht der Fall sei. HiiuptersorderniS bleibe nach wie vor. die allgemeine und zur recksten Zeit vorgenoininene Bekämpsung. Professor Lüsler-Geisciibeiin benierlte. dos durch das Fischle'schc Mittel auch die Slielkranktzeit bekänipst werde. Diese errege aber die Edelsänlc. die die Hochgeivächsc mache. Nickst auszuschließen sei das Zurückbleiben eines Rikoliiigrschmackes bei unsachgemäßer Behandlung. Er foi- drrtc inlenstverc Versuche mit den verschiedenen Milelin. Tee Sckiristsüheer des Vereins D H>ieiilcin.Hochh.'iiii brachte d>r- raus eine Resolnlio» ein. in der der Laiidwirlschastsniinistcr eisucht wird, größere Mittel zu gemeiuschastlichen Be- käinpsungsverluchen gegen den Heu- und Sauciwurm aus cineni 200 Hektar großen ziisamimiehäiigend«» Rebeiige- !önde in der ttzrnie.rkuiig Hockstieiin zur Verfügung zn stellen stzrliciinrat Ezdtz-Wiesboden betonte, daß bereits IS7S ir Riideohrini in einem Vortrage die Bebandliing mit Schnurr- seife und Rikotin zur Scklädliiigsliekäiiipsnng erläutert worden sei. Dem Vorwurf, daß die Königliche Toninor nickst bei der Bekänlpfung mit Nikotin niitgearbeitet. müsse er zurück, weisen, da er diese Brkäinpsungsart nickst für angrbrachl I)alle. Im iibrigcn nehnie er die Verantwortung aut stch. Er wies vor allem des weiteren daraufhin, daß in der t'200 Morgen fastenden chemarkung Hochlieiin die T-nichlübning der Bekämpsung mit Rikotin als auogeschlosten zu betrachten sei. da dos ersorderliche Personal und die Wastermengen nickst in der kurzen Zeit aufgebracht werden könnten. Daß aber auch mit anderen BelämpsnngSiniUeln hervorragende Erfolge erzielt werden können, zeige eine Statistik der Königlichen Doniäne, ans der hervorgche. daß in den Jahren tststt bi« tstt» Insgesamt tk>»-Ä«.t« .« für RebenschädlingSbe- kämpfnng von der Doniäne nnsgewendet und unter Abzug dieser in den Jahren IWt bis 1918 (die Weine der letzten Jahre sind noch nickst versteigert) insgesamt t 148 895.51 .€ Reinertrag erzielt worden sei. Tic Resolution Haenheiin fand daraus einstimmige Annahme — Nach Erledigung weiterer interner Fragen, wurden die Verhandlungen ans 6 Wochen vertagt. Es soll in der neuen Dcrsammliing in Eltville vor allem die aknlc ReblauSfragc usw. behandelt uni beraten werden. Wer keinen Rasen hat am Hans, Mach sich nur keinen Kuniiucr draus,' Es ist bekannt ini ganzen Reick>e: „Persil" ersetzt die sliascnblciche. m ursvcrillit vom 14. Februar 1U14 der Mittridentschen (CrröiUinuli flfticnlapital u. 9ieirrDfn 3L 70 000000 gegrunder 1856 . rtra«nurirr Lisr,«. ««/, Neichsanleih« « 73 « , d'/. 2 t> 3 . . Peru*. ISonjoi* « 7 . 3 » . s*/. rd .10 . 4 * 1 . Hehe» »?.*» . 3 */. . ; 6 .m . 4 »/, Ccjim. (»)oldre«te Öü. 5 m 4 '/, m Silbcrrcntc b 6 30 m 4 °/* Jnqor. “iolorcnie 84.30 m 8 _ _ Jlrüiicrirrnte 8 >J 5 ) _ 4 „ Ponuqiefen serie i 4 . . Hl ULüO 2 3 */,•/. Sluiien v. 19 Ü 5 b 8 . i» , 4 ». „ w 11 XB 1 , 1 . 3 » . 4 */*% ;ia 0 dnec « 3.-0 . 4 °«« iurlcu von 1 JUJ «j w . 4 /»Admmiftr. Türken 77 .- . Türkenloofe M. [ 17 J.— . 1* ,.*(• («rieche» v. ltüx) !•/*•/# nJtonopüI^incdj. 53 .— _ 3 -/, Buen.-eue. Pr. Wut. 3 . sitder-Mexitaner 44 . üO ' 4 9 ,'. -stier, strrig. Aal. » 3 . 3 » . 4 > ,»<« Uchinesen Buorrii» 1 .-Es. «tri. ua ',. Lchus. stteilr. -vei. . 1 j 3._5 . (Llchweiler Bergiv. ^ 222 40 Bochumel (^uüirai)] ^ 2 - 7^5 * Gel enlirch.Lter^w.Att. 10 ..- " Varpcner Bergbau m 1-9 00 " Vambg. Vlml. Pak. . 141 V. " yu>röb. xfioijo m )26 75 * Berliner Handel« Ant 164 30 " Mittelo. (Lredrll). Akt 120 . 0 " a. armjrädr. Bank m 123 .'/. * Teak]che ^(ant „ L’tO — ■ Lkuuq-Änarriche Baai l;i 30 * £i*lanio Memiu. am. m. % r iteioucc Bau! „II. li, 3 — * Oe». «ircOitaniu dt kl. 200 25 * dmnbardcn . - 2 . 5 » ’ Lstch-Uderieelt.tv.. 1 05 » ' Oc»err.Liaa»dat>,i. 107 .— * VÖHIU uaruroerle . «.,3 25 * ui^cnLijaui.’JUücri, 451 — ' 21 ulgerv werte . 2»,3 7 > * 2icaua vioaiana . 1 ,, »I * Bsoarz Bergd. . -415 , * v,rie»deun alcltion . 2 UÖ 1 U " BcUsta» dstalddo, „ 27 .— • V°ijv«rl 0 titu»g,-Bn». Ji,__" daurauule „ 104 . -5 " prioaunvivni . 3 .— * XcaotHj: fest. • ^xrltwer aa«U *118. 2üU.— . i)lbl. Jiomuuinbit ünL . Dresdne an: .«tr. 1«,« 25 „ ^>et.,(nt-^»«ndelsv.^tr, 21Ä 75 m Xun.^aitl i.a.V ® n °- m c-djdiituiid (s. <. 15 50 m Baltunore u. C^io tu.— „ (ianaöa Pacific eul,ch-^uLenU). Ll.-ttt. Uo Zj m xaurai;uttc ritt. m «jociiujltiifi vt. «kt. 93 .— « Pl-ou.j Bergbau utt 244 .XJ . Jioiubatyi vutK m 165.'/. « o-elieiuirchen octgs. *. 105 .— » Varpenei oergücui x:iL 1 a .10 , wft 248. t kleinen» u. valslc^ft. —.— „ TenOe^. feit. dtrch« an -opeia Xou. 101 .'/. traust,ern z.ae>stl „ v ..5 Uyicag» 7 .oci ast. Wiltzstun. ll.Let. 7 i. , staron 'Pacific. . 10 L— st. v. Eiert Common, 68 / . v»r e. Anungamateo " 1U.75 Xic KepoftteukaNe strirüurrg j. H. emp.iehl, nch u> TcrmittluHK aller ijunUuiä88i^en «.euelillkt . An- und Be,tau. von rtzei.paoieren an aU.-.i Bä. cn. Errichtung .«u enderätrchn.'Ngen und Pe»M>nv*s,eeier 2.^e»,.0 Umwechsiung von Uoilvoio und sollen. Aaurhme »an astcnen und oer chwueiie., *.e»«es Ealgegeaaagm« orr^a*l>a,er S*ar< -,»,ag:a *r. » r Viiue ingcs.iv'iiiins. Montag, de» 18. Februar 18t Sfirr i Kreis Fried der ft. Betanntniachnng. (kür,: Maßnahmen gegen die Einschleppung der Maul- und Klauenseuche, Unter Aufhebung aller früher gegen die Einschleppung der Raul- uns Klauenseuche getroffenen Anordnungen wird falzendes bestimmt: I, Quarantäne für eingesiihrter- Vieh. 1, Wiederläuer und Schwein«, die aus verseuchten Gebieten des Deutschen Reiches oder von nichthessischen-Bichmärkten «der ohne gültiges Ursprungszeugnis (zu vergl, I Ziff, 8) zu Zucht- und Nutzzwcckcn in den Kreis Friedberz eingrfllhrt werden, ohne vorher eingestellt worden zu sein, sind in einem von anderem Klauenvieh nicht bestellten Gehört einer siebentägigen Quarantäne zu unterstellen und dürfen aus diesem Gehöft nicht »her weggebracht werden bis nach Ablauf der Quarantänefrist nach dem Zeugnis Grosth, Kreisveierinäramts di« Seuchenfrei- hcit der Tier« festgeftellt ist. Das Abschlachten von Ouaran- änevieh ist unter den sür Beobachtungsvich geltenden Bedingungen (zu vergleichen li, IV 2 der Bekanntmachung vom 21, ftkai 1812 — Amtsverkllndigungsblatt Nr, 43 von 1812 —) zcstattet. Bevor di« Tiere nach Ablauf der Quarantäneftrst für seuchensrei erklärt sind, dürfen die Stallungen, in denen sie nn- letgebrachi sind, von fremden Personen nicht betreten werden. Der Zutritt ist nur dem Besitzer der Tier«, besten Dertieter, den mit der Beaufsichtigung, Wartung und Pflege der Tiere betrauten Personen und Tierärzten gestattet. Als Nutz- und Zuchtvieh ist alles Vieh anzusshen, das nicht ,ls Schlachtvieh (Schlachttier«) gelten kann, Schlachttier« sind nach 8 1 Absatz 3 des Reichsviehseuchengesetzes und 8 2 der Kaiserlichen Verordnung vom 27, März 1888 zu Abs, 2 des 8 482 des Bürgerlichen Gesetzbuchs Tier«, die alsbald abgeschlach- tct werden sollen und bestimmt sind, als Nahrungsmittel für Menschen zu dienen. Mit unsever Senohmigung darf das der Quarantäne unter- stcgcnde Bich anstatt in einem Gehöft auf einer gegen jeden Verkehr mit anderem Bieh abgesperrten Weide »ntergebracht werden, 2, Wegen der starke» Verseuchung der Proust, Provinzen Vst- und Westprenßen ist alles ans den genairnten ganzen Provinze» eingeführtes Klaucnvich (auch Schlachtvieh) der Oua- ranlän« zu unterstellen. Für das aus den genannten Provinzen auf einem Schiachtvichmarkt ausgetrieben« Klauenvieh tritt «in« Quarantäne nicht ein, doch darf dieses Vieh von dem Schlachtviehinartt nur zur Schlachtung in öffentliche Schlacht- Istiuser oder zum Austrieb aus ander« Schlachtviehinärkt« abgetrieben weiden, 3, In Einzelfällen kann von uns ausnahmsweise gestaltet werden, daß das nach Ziff, 1 und 2 der Quarantäne unterlie. gende Vieh in Gehöfte eingestellt wird, in denen noch anderes Klauenvieh gehalten wird: doch wird die Genehmigung stets verweigert weiden, wenn es sich um landwirtschaftliche Betriebe handelt oder die Zahl der in der» Gehöft« nntergebrachten, zu Nutz- und Zuchtzwecken gehaltenen Klauentler« ein« größer« ist. All« mit Ouarantänevieh in einem Gehöft« untergebrachten Tiere unterliegen denselben Absperrnngsmatzregeln wie diese. 4, Di« der Quarantäne unterliegenden Tier« sind tunlichst schon vor ihrer Einfuhr, jedenfalls aber vor ihrer Einstellung der Ortspolizerbehörd« des Ortes anzumelden, in besten Gemarkung die Einstellung erfolgen soll. Die Ortspolizeibehürde hat die Anmeldung fosort an Er, Krcisveterinöramt wetlerzn- geben, Anmeldepflichtig ist jeder, der di« Tiere einführt oder einführen lätzt, einerlei, ob dies für eigen« Rechnung oder sür Rechnung anderer oder in anderer Auftrag geschieht. 5, Klauenviehiransport« (Zucht- und Nutzvieh), di« me «an a»sterhakb bestens aus der Eisenbahn t» den Kreis Fried- l>erg «ingesührt weiden, dürfen zwar oh»« vcterinäräiztliche Untersuchung ansgeladen und eingestellt werden. Jedoch ist ihr Fortblingen in ander« Gehöfte, als in das »es Einführenden, -namentlich ihr« Verteilung in verschieden« Gehöft«, bis zur Untersuchung der Tiere durch den beamteten Beterinärarzt verboten, 8, Das Berladen und Umladcn von außerhalb Hessens «im gesührter Klauenviehtransporte auf hessischen Eisenbahnstatio. neu ist nur nach vorgängiger Untersuchung der Tier« durch den zuständigen beamteten Veterinärarzt zu «rftatten. Zur Anzeige oerpflichtct sind sowohl di« Besitzer, Einführer oder Begleiter Ser Tiere, als auch di« Bahnhofsvorständ«, 8, Für alle Tiere, über di« dem Grosth, Kreisveterinärarzt Ursprungszeugniste nicht vorgelegt werden können, treten die Quarantänevoischristrn in Krast, Die Ursprungszeugnisse müssen noch dem vorgeschriebe»-» Muster ausgestellt fein, insbesondere muß darin von der Ort»- behörd« des Ursprungsorts bescheinigt sein, daß das betreffend« Vieh aus dem Bestände des angeführten Besitzers stammt, d, h, entweder darin geboren ist oder in den letzten zwei Monaten sich dauernd darin befunden hat und daraus am ..... . entfernt werden soll, 8, Die sür die Bahnhöfe zuständigen Ortspoltzeibehöide» werden mit der Ueberwachung der richtigen Einhaltung der Vorschriften in Absatz 5 bis 7 beauftragt und angewiesen, sich dabei mit den Bahnhossvorständen zu verständigen, IN, Die von den Händlern im Kreis Friedberg zu Handels- Zwecken und zum öffentlichen Verlauf zusammengcbrachicn Bieh- e.iiände unterliegen der B-aussichtigung des Grosth, Kreisvete- rinäramts. Es dürfen aus einem solchen Viehbestand ohne Er. laubnis des Grosth, Kreisveterinär'aints einzelne Tiere nicht verkauft »der sonst enlseint werden. Diese Erlaubnis wird in der Regel nur nach vorgängiger Besichtigung des ganzen Bestandes erleilt, 11, Vorstehende Borschriften sinden Anwendung auf alle Kbauentier«, die aus hessische Diehmärkt« — ausgenommen rein« Dichlachlvichmärlt« — ausgetrieben werden, II. Maßregeln zur B-rhütung der Einschleppung der Seuche durch Tiere aus Schlachtviehhösen. 1» Von Schlachlviebköfen Itammende als Scrrvieb bezeich- nete Wiederkäuer und Schwein« dürfe» in den Kreis Fiiedberg »ich! eingeführt werden, 2 , Alle übrigen von Schlachtviehhöfen «ingesllhrten Wieder, käuer und Schwein« dürfen »ach privaten Schlachlhäuser» nur unter der Bedingung verbracht werden, daß sie dahin, soweit sie nicht mit der Eisenbahn befördert werde», nur in gutschlie- stcnden LLagen mit wasjeidicht«,» Boden verbracht werden. Die Tier« sind vor dem Ausladen aus der Eisenbahn durch den beamteten oder einen besonders ermächtigten Tierarzt auf ihr« Seuchenfreiheit zu untersuchen. Wird bei dieser Untersuchung festgeftellt, daß die Tiere bereits an der Seuche erkrankt sind, so dürfen die Tier« nicht ansxeladen werden, sie sind viel, mehr in einen Schlachihof mit Bahngleisanschlnß zu befördern. Im Notfall ist die Abschlachtnng im Eisenbahnwagen oder an einer sonst geeigneten Stelle vorzunehmen. Es werden alsdann all« diejenigen Maßnahmen angeordnet und polizeilich überwacht werden, di« notwendig erscheinen, m eine Berschle- xung der Seuche zu verhindern, III, Maßregel» zur B-rhütung der Einschleppung und Verbreitung der Seuche durch wandernde Schafherden. 1, Alle Schafherden, die aus verseuchten Gebieten des Deutschen Reiches in den Kreis cingcsiihit werden, unterliegen alsbald nach dem Uebcrschreitcn der Landeszrenze einer fieben- tägixen Quarantäne in einem abgesonderten Stall oder auf einer abgesonderten Weide, die von anderen Wiederkäuern und Schweinen nicht betreten wird. Auf die Anordnung und Durchführung der Maßnahmen sinden die Borschriften unter I sinngemäß Anwendung, Der Führer einer Wanderschafherde muß mit dem Zeugnis eines beamteten Tierarztes versehen sein, worin di« Seuchcn- fleiheit der Herde bescheinigt ist. Dieses Zeugnis ist drei Tage giltig, 3, Das Treiben von Wanderschafherden bedarf unserer Ge. i-.ehmigung oder der Genehmigung des Gr Kreisveierinäramts, Die Genehmigung ist von dem Führer vor Beginn des Treibens unter Angabe der Kopfzahl der Herde und des Trieb- lveges einzuholen. Sie wird nur erteilt, wenn dis Seuchenfrei- heit der Herde durch amtstierärztliches Zeugnis bescheinigt ist, 4, Det Führer hat über Zu. und Abgang der Herde nach vorgeschrtebenem Muster ein Buch zu führen: er hat dieses Buch nebst der polizeilichen (Genehmigung und dem amtstierärzt-- lichen Zeugnis stets bst sich zu führen und auf Verlangen den Polizeibeamten und beamteten Tierärzten zur Eincht vorzu- legsien, 8, Ist der Besitzer einer Schafherde in mehreren aneinan. dergrenzen-den Gemarkungen weideberechiigt, oder hat er die Ausnützung von Wnden in diesen pachtweise übernommen, so gilt die aus dieser Gemarkung in eine ander« getrieben« Schafherde nur da>m als «in« Wanderfchasherdc, wenn sie dabei die Gemarkung einer dritten Gemeinde durchwandert, in der der Besitzer nicht weideberechftgt ist, 8. Die in der Bekanntmachung vom 30. Oktober 1912 — Amtsverkiindigungsblatt Nr 89 von 1912 — für Wände rschaf- herden unter 16 Stück getroffenen Anordnungen bleiben nnb«. rührt, 7, Gesuche um Genehmigung zum Treiben von Wanderschafherden sind stempelftei, IV, Das Grosth, Ministerium des Innern hat auf Grund des 8 II Ziffer 3 des Reichsviehseuchengesetzes und der 8 18 der Bnndesratsvorschristen nachstehendes angeordnet: 1, Für all« im Besitz von Viehhändlern befindlich« «nd für dl« auf Viehmärkte und öffentliche Tierschauen verbrachten Klauentiere sind Ursprungszeugnist« beiznbringen, di« den Anforderungen des 8 17 der Bundesratsvorschriften enffprechen müsten, 2, Diejenigen Klanentier«, für die kein« gültigen llr. sprungszeugniste beigebracht werden, sind von Viehnnirkten und öffentlichen Tierschauen znrückznweisen, 3, In das Grotzherzogtnm eingeführt« Klauentier«, für dis keine gültigen Ursprungszeugnist« beigebracht werden, sind als verdächtig zu betrachten, daß sie au» verseuchten Gebieten stammen, und unterliegen daher der vorgcschriebenen Quarantäne, 4, Sind Tiere zur dauernden Einstellung in «inen Bestand verbracht worden, so sind die Ursprungszeugnisse bei der Orts- polizeibehörd« abzuliefern oder von dieser, sofern sie in di« Kontrollbücher der Viehhändler eingetragen sind, als außer Gültigkeit getreten zu bezeichnen, V. Zuwiderhandlungen gegen vorstehend« Anordnungen unterliegen den Strasbestimmungen der Paragraphen 74 ff, des Reichsviehseuchengesetzes, Friedberg, den 18, Februar 1914. Grosth, Kreisamt Friedbery, I, B,t Dr, Probst, Kreis Küdinften. Dienstnachrichten. Nnchiveisung über de» Stand der Maul- und Klauenseuche im deutschen Reiche am 15. Dezember 1913. Verseucht sind folgende Regierungsbezirke: in Preußen: Königsberg, Allenstein, Danzig, Marienlverdcr, Potsdam, Frankfurt, Köslin, Posen, Bromberg, Breslau, Liegnih, Oppeln, Magdeburg, Merseburg, Schleswig, Düsseldorf, Aachen, in Bayern: Mittelfranken. Schwaben, in Sachsen: Bautzen, Leipzig, Zwickau, in Württemberg: Ncckarkrei, Schwarzwaldkreis, Donaukreis, in Baden: Konstanz, in Hessen: Starkenburg, Oberhessen, Rhcinhcssen, Mecklenburg-Schwerin. Sachsen-Altenburg. Neust ältere Linie, Reust jüngere Linie, in Elsast-Lothringcn: Ilnterelsast, Oberclsast, Lothringen, Die in den Hofreiten des Georg Schultz zu Bad-Salz- hauscn und Karl Walter, Luis Astmus und Th. Astmus II, zu Wallernhausen ansgebrochene Schweinerotlaufseuche, so- wie die in der Kofreite der Katb. Scbnutli zu Robrboeh aus. gebrochene Schwcimffenche ist ei loschen. Die Gehostlperrc, wurden aufgehoben. An Stelle des in den Ruhestand getretenen Gemeinde lechncrs Hopp, Wenings, wurde August Flach Non da mir Genwindercchner bestellt und in seinen Dienst einer' ' Genehmigt wurde das Gesuch des Friedrich Eiiirich zu Hainchen um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. Der Gemeindevorstand von Schotten beabsichtigt, mit dem am 2. Juni d, Js, dortselbst stattfindenden Zuchtvieh- markt eine Verlosung von Vieh, landwirtschaftlichen Geräten und HaushaltimaSgegenständen zu verbinden. Die nachgesnchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung wurde unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 5000 Lose zu 1 M das Stuck ausgegeben werden diirlen und nach Abzug von 300 für Prämiiernngszwecke mindestens l>0 Prozent des Brnttoerlöses ons dem Verkaufe der Lote zum Ankauf von Gewinngcgrnständen zu verwenden sind. Der Vertrieb der Lose ist in der Provinz Oberl,essen gestatte!, Büdingen, den 0. Februar 1911. ®etr.: Haftpflichtversicherung des Kreises Büdingen für die Gemeinden, Dns Grosth. Kreisamt Büdingen an die Bürgermeister des Kreises. Wie sich ans häufigen Anfragen bei »ns ergibt, besteber noch weitverbreitete Zweifel und Unklarheiten über den Um sang der von dem Kreise mit der Frankfurter Transport, Unfall- und Glas-Vcrsichsriings-Aktien-Gcsellschafi in Frankfurt a, M, abgeschlossenen Versicherungsvertrag über di< Art und Weise der Anmesdnng etwaiger Schadensersotzan spräche. Wir weisen daher hiermit nochmals ans folgendes besow ders hin. 1, Versichert sind alle Gemeinden des Kreises Büdingen ohne Ausnahme. Die Versicherungsprämien zahlt der Kreis Jede Gemeinde besitzt eine Ausfertigung des Versicherungsvertrages unter den Urkunden Und Wertpapieren, 2, Die Versicherung erstreckt sich auf alle diejenigen Ent- schädignngsansprllche, die auf Grund bestehender reich?- und landesgesetzlicher oder polizeilicher Hattpflichtbestimmiingen gegen die Gemeinde in ihrer Eigenschaft als Besitzer, Mieter, als Verwalter von Häusern, Grundstücken, Straßen, Wegen, Brücken, Flüssen, Kanülen, Anlagen, Wäldern usw. als Unternehmer von industriellen gewerblichen und landwirtschaf! liche. Betrieben oder von Bonten, sowie in irgend einer anderen Eigenschaft infolge der Tötung, Körperverletzung oder Gesundheitsbeschädigung von Menschen oder Zerstörung oder Beschädigung fremder Sachen oder Tiere (lebenden oder toten, beweglichen oder unbeweglichen fremden Eigentinns) erhoben werden können. 3, Im Falle eines Ereignisses, wellhes Anlaß zu einer derartigen Schadenscrsahsordcrung neben kann, hat der Bürgermeister sobald als möglich spätestens aber innerhalb l 1 Tagen nach Erlangung der Kenntnis davon der Versiche- rnngsgesellschaft Nachricht zu geben. Hierbei sind alle näheren Umstände des den Schaden verursachten Ereignisses genau initzuteilen. Diese Mitteilung hat mittels eingeschriebenen Briefes zu geschehen. Wir betonen hiermit besonders, daß im Falle der Unterlassung der rechtzeitigen Anzeige der Bürgermeister persönlich für allen der Gemeinde daraus entstehenden Schaden haftbar geniacht werden kann. 4, Bei Meidnng des Verlustes ihrer Ansprüche gegen die Versicherungsgesellschaft, hat sich die Genieinde jeder Anerkennung der Ersatzansprück>e sowie des Abschlusses von Vergleichen ohne vorherig« Genehmigung der Direktion der Vcr- sichcrungsgesellschast zu enthalten. 5, Von jedem Schtzdensersatzanspruch haben Sie »ns rechtzeitig Mitteilung zu machen sowie über den weiteren Verlauf der Angelegenheit zu berichten. B o e ck in a n n. Obst- und Garteubauevrein für den Kreis Fricdberg, Bekanntmachung. Krusobstbauinspektor Metternich wird in nachbenon» ten Orten Vorträge über Obstbau halten: 1. In Michelnau. Am Mittwoch, den 18. Februar, abends 8 Uhr. Thema: Wurzel- »nd Tätigkeitspflege. 2, In Aulendiebach. Am Donnerstag, den 18. Februar, abends 8 Uhr. Theina: Bekleidung der Häuserwände mit Obstspalicren, Ortsrnndgang: Am Freitag, den 20. Februar, vor- mittags 10 Uhr. 3. In Rohrbach. Am Freitag, den 28. Februar, abends 8 Uhr Thema: Bekleidung der Häuserwände mit Obstspolieren, Ortsrnndgang: An> Samstag, den 2l. Februar, darin ittags 9 Uhr. 3. In Altwiedermus. ' ^ Am Samstag, den 21. Februar, abends 8 Uhr. Theina: Die wichtigsten Obstbaum-Feinde »nd -Krankheiten und deren Bekämpfung, Anschlicßcnd an die Vorträge sinden Gratisverlosnngen von Obstbäumen, Stauden, Sämereien und Büchern »nter den anwesenden Mitgliedern statt. Den Herren Obmänner» gehen noch besondere Mittei- liiiigen z». Die Mitglieder des Vereins und die Freunde des Obst- 11115 Gartenbaues werden hiermit zu diesen Veiänstoltm' gen frcnndlichst eingcladen, Büdingen, den 9. Februar 1914. Der Vorsitzende D o e ck ma n n, Geheimer Regiernnasrat.