ilumimr 3 b ^nmslny. Den 1 1 . Fevrnar r.fi4. me Tageszeitr ii« «'agoir.uiRf*' «> che»» i*Btn äl'triiog. Regelmäßig« SBtilagtn #. Jallrgang , „ „?lrr Oautr an» tzssls,»", „YI, -pin»lt»vr". 0»,»gciprr,»: ««, v«n psilainloiik-c ..„„i.t. „u> , ,,n lei C«n tdpfnlcn .uonailut) M Vfr. Wn.» tritt Hoitgtbu^ »Ott ItLg.iIohn. »u.rigr.,-. «t.mStcUe 20 Wfc lofolr 15 P,g, «n,eigen so,, «u.twrt. uk , d , i , L f „ !'^ erMtlungsoH ^nebbetfl. $dtnftlntB Ba «n> «erlag 'riettbetj ldenen,, franautritog« 12. Fem'preckirr Psülcheck.c-.t« Wr. «85». lat Aea.ijuei ,. m. *tie IjfiitigrJlnmmrr umfaßt 12 Seiten. llcbcrfidit. — Ter Rhein führt iusolgr dt» Eisgangr» Hvchw»sirr. ckstr>aiser, ihr Wasierspirgel ist um 1 Meter gestiegen. — I,» Garniionsazarett 5:1 Zittau tjt ncjtern ei» Solbnt bee 102. Iesanterie Regiincnt« gcslvrbc». Ter Jnjanterist 1 u«ir vor drei Togen Wege» Brnspch,nerze» in» tsciriiiso,:- äzarett anigenonnnen worden. Weitere Fälle von Geii'ck- larre sind dort nicht ermittelt worden. — Einer Meldung der „Politische,' Korespondenz" aus Pari« zufolge, haben die Großmichle beschlossen. i„, Rolfe, dost die Türkei oder Griechenland den Wünschen der euro raischen Kabincllr in der Jnsrlsragr nicht Folge leisten, ge- ngnete Maßregel» z» beraten, die dem Willen der Mächte Geltung zn verschlissen in der Lage sind. — Ein schwere» Verbrechen ist in Melnn verübt worden. Tort fand inan de» Pariser Aeibrikanten Leon und seine Fra» in ihrer Villa ermordet aus. Die beiden Leichen waren von inehrere» Revolverkugeln durchbohrt. Alle Türen der Billa lind erbrochen. Sieben den Leiclten fand man einen Revolver liegen. In der Wohnung selbst wir nichts in Un- »rdnung. so daß angenommen wird, daß hier ein mysteriöser Racheakt vorliegt. — Essad Pascha, de» gestern in Nom mit anderen albanischen Delegierten angekomine» ist, ist plötzlich erkrankt und 1 , uß das Bett hüten. Er soll an einer schweren Influenza leiden. — In Nrwvork herrscht eine surchtbare Aalte, die seit »tehreren Tagen anhält. Ein Heer von ArbeitS- utib Cb- »r.chlosen hosst aus den von der Wetterwarte angekiindigten Lchneesturin. der ihnen Arbeit bringen wird. Bisher sind in der Stadt 20 Menschen erfroren. An der Küste herrscht ein furchtbarer Sturm. — Tie Erkrankung de» Präsidenten Wilson ist schwerer, als inan zuerst angenommen hatte. Es Hot sich eine leichte Erkrankung von Divbterie herausgrstellt. Die Lungen st»d nicht angegrisse». Auch ist die Teinperatur des Patienten n'cht besonders hoch. Voraussichtlich wird Wilson noch mehrere Tage das Bett hüte» müssen. — Wie der „Newyork Herold" meldet, ist gestern der deutsche Meeujer „Bremen" vor Kap Haiti eingetrossen. Nach einer Konferenz des Kommandanten mit dem anierikanischen Konsul überzeugte sich der erstece davon, daß die vorhande- re» amerikanischen Streikraste zur Aufrecksterhaltung der Sickyrkeit genügte». Die „Bremen" lichtete darauf wieder die Anker. kirr Müliflniln; im tluidwiMallsral. Am Mittwoch Abend um 6 Uhr fand im Hotel Adlon in Berlin da« Festessen deö Deutschen Landwirtschastsrat.'s statt. Es nahmen ». a. daran teil Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, der frühere Regent von Brannschweig. Reichskanzler I'r v. Bethmann.Hollweg, Staatssekretär des Reichsamts des Inner» Iw. Delbrück. HandelSminister Iw. Sydoto, Finanzminister Iw. Lentze, Landwirtschastsniinister Freiherr v. Cchorlemer-Lieser, Staatssekretär des Reichs- sclonialamts Iw. Solf. Ter erste Redner war der Bor- ätzende des Landwirtsclmstsrats, Piäsident des Abgeordnetenhauses Graf v. S chw e r i n - L ö w i tz . der zum fünf- zehnten Male dem Festmahl präsidierte. Freiherr v. E e 11 0 hielt einen Trinkspruch auf die Gäste.. Sodann ergriff Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollwcg >as Wort zu folgender Ansprache: Eure Hoheit! Meine HerrenI Ich bitte um Erlaubnis, tem Tank der Gäste, die den Deutsche Landwirtsckx>ft»rat an dieser festlichen Tafel um sich versammelt hat. herzlichen Ausdruck zu geben. Ihr verehrter Herr Vorsitzender, der Graf v. Cchwerin- Lölnitz. hat uus von dem gegenwärtigen Stand der deutschen Landwietscktzift ein erfreuliche» Bild gegeben. Wir alle, die wir den Hein,ticken Boden behauen, sind es zufrieden, daß die Zeilen voriiber sind, wo die Landwirtschast scharf um hcen Platz, uni die Anerkennung ihrer Bedeutung im nalio- naleii Wirtschaftsleben Deutschlands zn kämpfen hatte. Die Besserung der Zeiten kann die deutsche Landwirtschast um so ,[jener anerkennen, als sie dabei gewiß sein darf, dah darum • it Regierung in ihrer Fürsorge für die LandwirEchast nicht . aüasien wird. Im Gegenteil, der Erfolg der Maßregeln ,ir Förderung und zmn Gedeihen der landwirtschastlichen ileit bestärkt sie nur in dem Vorsatz. aus dcm bewährten Wege weiterzuschrciten. Lebhafter Beisoll.) Nu» hat »ns aber der Gras von Schwerin über den Kreis der Iandwirlsc!>->jUiri»e,> Interessen lanausgesührt auf das weitere politische Feld Gut» Ernte, ernste voliliick»' Zeiten I So schien mir die Gesamt.entsnr zu sein, die er dein abgelaufene» Jahre an-stellte. Ich will nicht die Scisvierig- keiten unserer inneren Zustände geringer darstellen, als sie sind. In einem, in den» Hauptpunkt, sind wir jedenfalls alle einig. Das ist der durch große Wstrhlersolge gesteigerte Hoch- niut einer Partei, deren Bestrebungen daianf hinanSgehen, die ,Fundamente des Reick >>» und unserer Monarchie zn mi- terhöhlen. Da gibt e» kein Paktieren, londer» nur .Kamps. tBeiiall.) Ich nehme die enlsck ledenen, mutigen und sieg- beumhten Worte de:- Grasen v. Sanoetin cum Pfände dafür, daß die dcutschrn Landwirte in diesem Kaiiipic immer i» vorderster Reihe stehc» werden, lind er hat reckst meine Herren, denn mit Miß,»nt. mit Verdrossenheit können wir i» diesem Kauipfe nickst siege». Wir leben in einer Zeit der llnlust an dem Gang der innerpolitischen Gescksäfte. Ich will inich, in ihre,» Kreis und als ein gern »nd dankbar gekoni- mener Gast. nicht jchärser ausdrncken. Draußen im Lande sind wir ja auch andere Töne entgegengeschlageii. I» solchen Zeitläuften pflegen wir Deutsche „ns leider besonders liebevoll in unsere eigenen Schwächen z» vertiefen Und so bat sich anckr jetzt wieder, ebenso wie es bei schlechte», Wetter alte Leibesschäden »nd auch schon vernarbte Wunden tun, die alle deutsche Rationalsünde des PartikulariSmus neu gemeldet. Die Jtio in Partes ist zwar ein alles Institut, aber es versagt, wen» der Gegner maskiert dasteht. Mit staatlicher Absonderung and Vereinzelung legen wir nur dir Kräfte, dir wir gcsammrlt brnuchr», immsrnchlbare» Gegensätzen fest. Hier, meine Herren, im Kreise des Teutscltz'ii Landwirlschastsrats. das zeigen deuilich die sympithische» Ausführungen deS Freiherr» v. Cetto. die so lebhaften Anklang fanden, fragen wir jedensalls nicht nach Stamm und Art. Hier arbeiten wir an gemeinsame» Ausgaben in dem Bewußtsein, damit staatserhaltende Arbeit für dos ganze Reich zu tun. iLebhafter Beifall.) In diesem Kreise wird es dann auch richtig verstanden werden, iveim ich frage: sollen wir gegen die Ausartung dimokratischrr Einrickstungr» die die Sckwpser des Reiche« in der ausgesprochenen Absicht geichasfen haben, die partikularistische» Neigungen der deutschen Stämme niederzuhalten, sollen wir da Hilfe und Abwehr suckln in der Neubelebnng ebensolechr partikularislischen Tendenzen? Erinnern wir uns doch an das, was uns in den letzten Jahrzehnten auch über die politiscktzm (stegensätze hinweg einig und stark gemacht hat und uns auch in der Gegenwart einig und stark erhält und erhalten muß. Das ist die Arbeit, in der die Gesamtheit der wirtschaftlichen und politischen Kräfte der Nation frei geworden ist und im Dienst jedes heimischen Fleißes wie weltumspannender Unternehmungen rastlos nach immer neuer Betätigung drängt. Dabei ist manches Alte, manck^s Gute, manches Liebgewordene zerstört worden in der Hast und Intensität unserer Entwickelung. Ich entsinne mich — es niag ein Jahrzehnt her sein. — von einem märkischen Landwirt gehört zu haben: Zuckcr- lüben baue ich nicht. Dann ist es mit dcr alten Freude, mit dem alten Behagen des ländlichen Lebens vorbei. „Ter Mann niag vielleickst mit dieser Absage an die Intensität nicht so unrecht gehabt haben, aber unser heutiges Leben zwingt uns in andere Bahnen. Wie viele neue Ausgaben jeder neue Tag jedem Berns stellt, darüber brauche ich vor Ihnen nicht zu sprechen. Tie gewaltigen Fortschritte der deutschen Landwirtschaft sind ein beredtes Zeugnis dafür, mit neuen Erfindungen, mit neuen Entwickelungen, mit neuen Zuständen sich nicht abziifinden, sondern sie auSzimiltzen, sie zu meistern, das ist die uns täglich neu entstehende Aufgabe. Und der Geist solcher Arbeit, der aus allen Gebieten deS wirlschastlichen und kulturellen Lebens sck)aftend und neu ausbauend wirkt, der wird in, Zusamcmnschluß aller brsonncnrn und von Staaisbc- ivußtsrin gctragrnru Elcmrnte im ganzen Reich auch stark genug sein, uni die Kräfte niederzuhalten, die in der gärenden Entwickelung unserer Zeit das Gefüge unseres staatlichen Baues nicht festigen »nd bessern, sondern lockern und nicderrcißen wollen. Gras Schwerin hot gut getan, zu erinnern, daß der Deutsche Reichstag im vorigen Jahre in starker Entschlußkraft die größte aller Wehrvorlagen zum Schutz des deutschen Reiches bewilligt hat. Und meine Herren, wen» Sie sich dem Ergebnis Ihrer eigenen Tätigkeit zuwenden : ein guter Teil bleibt Jahr tür Jahr dem Segen oder Unsegen höherer Gewalten Vorbehalten. Don dem übrigen, was als Ihre eigenste Leistung verbleibt, k nnen auch Sie mit stolzer Besricdigung sagen: auch hier ist deutscher Fleiß, deutsches Dissen, auch hier die ewig frische Tüchtigkeit unseres Volkes. Daß dos immer so bleiben möge, das ist unser aller Wun'ch. Ich bitte Sie, erheben Sie Ihre Gläser »nd stimmen Cie mit mir ein in den R»s: Tie deutsche Lond- wirtichaft und ihre Vertretung, der Deutsche Landwiitschasts- rat, sie leben hoch, hoch, hoch." (Lebhafter Beifall.) Drnllchcr rreichstn,,. Das Haus beschäftigte sich „nt Freitag zunächst mit einige» kurzen Anfrage». Aus eine «»srage des »bg. Frhi. v. Richthefe» (»all.), ob von der Aushebung de« amerikanilcher Verbot» der Wasscnaussuhr noch Meriko Schädignngrn denk- ick», Interessen, l>eso»der« des Lebens dort wohnender Drin lebe» zu erwarte» seien, erwiderte llnterstaatssekretär Zi««erm»nn, daß die Bereinigten Staaten die Anfhebung des Waisenanssubrrerdots anitlich istitgeteilt und dabei der Ansicht Ausdruck gegeben hatten daß niemand außerhalb Mezikos imstande sei, die Angelege,,- hcite» des Lande» zn ordnen. Tie amerikanisckie Regierung N olle ihre cataatSangehörige» lediglich in dieselbe Loge versetzen. wie die anderer Länder, die nach Mexiko frei verkaufen kennten. Ten Scknitz ihrer Staat-.„»gehörigen hat die deutsche Regierung sofort in die Hand genommen, auch zwei Kriegsschi,,°e nach Mexiko gesandt. In, Innern de« Lande» ist ei nach Lage der Dinge nicht möglich, Schuh zu gewähren. Selbstversländiich wird die inexikainickze Regierung nach völkerrechtlichen Grundsätzen für den entstandenen Schade» auszukoininen habe». Auf eine Anfrage des Abg. Eolvhvrn (Welfe) erwiderte Ministerialdirektor l>r. Easpar, daß e» allgemeine Regel nicht lei, daß bei der Versicky-rung von Kindern i» Land krankenkassen der Nackzweis eine» bestiminte» Verniögens oder die Erlegung einer Sick>erheit gefordert wird. Nunmehr setzte das Hans die Einzelberatnng des Etats für das Reichsanit des Innern fort und stimmte über die Resointionen zum Reichsversicherungsamt ob, die angc- nouinien wurden. Die Denkschrift über die Riccklagen der Berufsgenossenschaften überwies das Haus einer Koinniis- sion von 1-1 Mitglieder». Beim Kapitel Aulsick,tSomt für Privatversick-eruug bem,ingelle Abg. Giebel (soz.) die Beleihung von Jndnstriewerke,' von den eingehenden Kapitals:n durch das Bersickstrungsamt »nd die Anstellung zahlreick,er Ptilitöranwärter. Münsterialdiiektor Dr. lkaspa, bezeichne!«! di« Beleihung von Jndustriewerken als »nznlässig. Die Anstellung von Militüranwäetern sei gesetzlich dadurch geregelt, daß ein Drittel der Angestellten daraus bestehe» niüsie. Jedoch tollen tüchtige Leute auch nicht abgewiese.i werde», wen» da» Drittel schon erreicht ist. Abg. v. Wintrrskld-Mkuki» (kons.): Selbstverständlich wehrt man sich, wenn ein anderer sich in einen alten befestig, tcn Besitzstand eindrängen will, dagegen und wird zornig Wie es im Sprichwort heißt: Der alte Kater beißt den jun- gen. Die öffentlictjcn Versicherungen haben in einer gewissen Notiveyr gegenüber der privaten gehandelt. Die Versicherung der ersteren weist in nock, kurzer Zeit recht erhebliche Zahlen ans. Sie können sehr wohl zu einer AuSgestallumi drr Lebensversickyrrung beitrage». In biejer Beziehung kann, wie England und Amerika zeigen, bei uns »och setz, viel geschehen. Die Lebensoersicherung ist die beste Gelege» heit, zu spare». Die Ausdehnung der össentlichen Versiche rungeu aus die westlichen Provinzen ist durck>iuS natürlich Wir werden aber in Zukunft alles auSschalten, was diese Zwistigkeiten unterhalten kann. Die Arbeit einer einzigen Persönlichkeit, de» Dr. Kopp, hat die öffentlicf>cn Anstalten i» ungeahnter Weise entwickelt. Man wird trotz einzelne, Ausstellungen dieser Tätigkeit Bewunderung nicht versage» können. (Beifall rechts.) Abg. Ur. Toormann (Fortschr ): Auch wir bedauern den Streit zwisck,en den privaten und öffentliche» GeseUlchal- ten. Wir wünschen, daß sobald als möglich eine Eiiiigliii,, herbeigeftihrt wird. Wir sind nicht Gegner der össentlichen Versicherungen, glauben aber die Sache zu fördern, wenn wir beide fördern. Für einen friedlichen Wettbewerb ist Raum genug. Abg. Itr. Junck (natl.): Ter Streit zwisck-en den össcnt lichen und privaten GeseUschasten soll mibt aus das Niveau eines gewerblichen Konkurrenzkampfes komme». Tie crsterc» habe» die Unterstützung der staatlichen und lilemeindebehor- den in Preußen. Die öfsenllichen Veesicherungen habe» durch ihr Verhalten die Sozialdeiiiolratie unterstützt. Staatssekretär L>r. Delbrück: Bei dem ttonkurrenzstec,: Epischen öftentlich-rechtlicben und privaten Versicherrnig! :■ sellschaften ist es zu Ausschreitungen gekommen, die di • Aufsichtsbehörden häusig genug mit oller Sdjorfe zuruck.. wiesen haben. Nun hat sich au» der Tatsache, daß die - sicht über den einen Teil der Unternehmungen da» Auftick- amt der Privatvcrsicherungc» sührt, über den. anderen Teil der Unternehmungen das Aussichtsanit der Privatveesick. - rungen sühet, über den anderen Teil das preußische 2.in.' sterium de» Innern, mit Reckst oder Unrecht die Vorslel!-. » entwickelt, al» ob die verschiedenen Aiissickstsbehörde,, die eia> oder andere Partei begünstigen. Diese «ussailung muß i«"i mit aller Entschiedenheit zurückweisen. Die Angelege >! - . ist von Anbeginn in engster Fühlung zwischen it" 1 ’ preußischen Minister des Innern und mir behandelt Word Wir bnbrri von Ansano an darin üb-reinaestimmt, daß eins •Jir. 38 9(cu( zlageszenung. toainstao, »«„ ,y«bruat lall, -eriiüche Propagierung der Volksversicherungen eine über- rus wichtige Aufgabe ist, und daß alle jene, die sich dieser Aufgabe unterziehen, angemessene Förderung durch die Beiden erfahren müssen. Ich habe mich bemüht, den Bolks- 'uncherungen ihren gemeinnützigen Charakter zu sicher», > eil ich aus den Kreisen der großen Arbeiterorganisationen earuni gebeten wurde. Wir Ivaren uns auch darüber einig, aß es in hohem Maße unheilvoll wäre, wenn die beiden Un- ternehmungen sich bekämpfen würden. Ich bin redlich be- nu'iht gewesen, rechtzeitig eine Einigung zwischen den Beteiligten herbeizuführen, was mir bis jetzt leider nicht gelungen ist. Ich boffe, daß sich in nicht allzu ferner Zeit die Einigung vollziehen wird. Eine Aenderung der gesetzlichen Bestimmungen, wie sie in den beiden Resolutionen gewünscht wird, erscheint mir nickst tunlich. Wir sind nicht in der Lage, 'ine Organisation, die der Aufsicht der preußischen Behörden untersteht, auch der Aufsicht einer Beirbsorganisation zu unterstellen, Die Betsirchtung, es könnte durch das Ncber- greifcn einzelner Versichernngsunternebmnngen in andere Bundesstaaten eine Rcckstsnerwirrimg entstehen, ist kaum berechtigt. Praktisch durchführbar sind derartige Unternehmen in mehreren Bundesstaaten durchaus. Es besieht -wischen den: preußischen Minister des Innern und mir Einigkeit darüber, daß derartige Versicherungsanstalten uneingeschränkt der Rechtsprechung des ordentlichen Gerichtes unterstehen. Ich trage also nach dem Gesagten Bedenken, ein Gesetz in Aussicht zu stellen, das die Befugnisse des Aussichts- amtes für Privatverfichernngen ansdehnt auf öffentlich-rechtliche Unternehmungen, die über die Grenze eines Bundesstaates hinaus betrieben werden. Im übrigen stimme ich mit den Rednern ans dem Hause darin überein, daß Ausschreitungen im Konkurrenzkämpfe von der einen oder anderen Partei nach den gleichen Grundsätzen und mit gleicher Schärfe geahndet werden müssen. Abg. Rupp-Marbnrg (w. Dgg.) empfiehlt zwei Resolutionen zur Annahme. Die eine wünscht einen Gesetzentwurf, der auch die öffentlich-rechtlichen Vorficherungsunternehmun- gen den« Kaiserlichen Aussichtsamt unterstellt, während die andere Resolution verlangt, daß diese Unternehmungen bei ihrer Propaganda die vom Auffichtsamte ausgestellten Grundsätze beobachten und den Staats- und Gemeindebeamten untersagt, ihren amtlichen Einfluß zugunsten iggend iner Lebensversicherungsform geltend zu machen. Abg. Kildenbraiid (Soz.): Die nationale Dolksversiche- rnng ist nicht ins Leben gerufen, um denr Volke zu dienen, ländern um unserer Volksfürsorge zu schaden. Herr Kapp wollte mit seiner Bcrfichcnmg nur Geld für agrarische Zwecke sanrmeln. Nur der von uns gegründeten Dolksfüc- lorge ist es zu danken, daß man jetzt den längst bestehenden Mißständen in der Volksversichenmg zu Leibe geht. Abg. Schwarz-Schweinfurt (Zentr.): Die sozialdemokratische. Dolksfürfocge ist nicht ans idealen Interessen geschaffen worden, sondern ans dem Wunsche heraus, weite Kreise zu beeinflussen und die Arbeiter fester an die Gewerkschaften zn fesseln, (Zwischenrufe der Soz.: Das ist ja fasscht) Rein, richtig. Sie behaupten wohl was anderes, aber denken es nicht. Samstag: Fortsetzung. — Schluß nach 6 Uhr. ^reichlicher Landtag. Abgeordnetenhaus. Auf der Tagesordnung stand zunächst der Antrag der Ee- tchäftstoinmission, das Urteil gegen den Redakteur Alb. Wachs, der dar Haus ein« Affenkomödie genannt hatte, im „Vorwärts" ZU vcrösfentlichrn. Wachs war zu sechs Wochen Gefängnis oer. erteilt worden. Abg. Dr. Liebknecht (Soz.) wünscht ebenfalls die Ur- teilsvcräffentljchung, damit das Verhalten des Hauses gegen >ir Abgg. Borchard und Leineit der Dergesienheit entrissen verde. Der Antrag fand einstimmige Amrahme. Fn der fortgesetzten Beratung des Etats des Ministerium» >ez Innern erklärte Abg, Frhr. v, Zedli tz (fonj.), daß seine urcundc gern dem nationalliberalen Aufruf zur gemeinsamen Lelämpsung der Sozialdemokratie folgen werden, er wies aber darauf hin, daß die Fortschrittliche Volkspartei dies erschwer«. Sic liefere Alaudate an di« Sozialdemokratie aus und schon Bismarck l>abc si« eine Vorfrucht der Sozialdemokratie genannt. Abg. Dr. R o e s i ck e (kons.) wollte namens seiner Freund« ruter allen Umständen das Recht aus persönliche Arbeitsfrei- h-il gesichert sehen. Dem Bund der Landwirt« sei Boykott -or. gkworseu worden, aber trotz der vom Hansabur.de eingesetzten Kommission habe man bis heut« noch nichts Vorbringen kön- aru. Unrichtig sei cs, daß der Bund der Landwirt« die Basis der Konfervat.ven sei. Wenn dies« sich gern« auf di« Land- I irte stützten, so täten sie dasselbe wie die Rationalliberalen ent dem Bauernbund. In vielen Dingen könnten die Parteien Zusammengehen, doch nicht in der Art, daß die Konservativen nnmei nachgäb-n. Bei d-r heutigen politischen Lag« sei er ge. ladezu unverantwortlich, wenn lein« Verständigung erfolgen rürde. Abg. Dr. v, Lampe lRatl.) meint«, Dr. Roestcke werde vi« Verquickung des Bundes mit den Konservativen nicht aus der Welt schassen. Die Nationalliberalen würden gern Fühlung mit dem Freisinn, dem Zentrum und den Konservativen suchen. Abg. Dr. Steputat (Litauer) erklärt« den Polen, daß die Litauer stets auf Seiten der Regierung stehen wurden im Kamps gegen die Polen. Dies« hätten ihre Macht gegenüber den Litauern seit altersher mißbraucht. ch Abg. I m b u s ch (Ztr ) forderte die Besetzung der Stellen In den Versicherutgsämtern mit Männer» von praktischem Wissen. — Die Gener-Idebott« wurde hieraus geschlossen. In einer nunmehr cinsctzenden Eeschästsoidnungsdebatt« erhielt Abg. Dr. Liebknecht kSo.z.) einen Ordniunasruf. weil er ausführt«, Freiherr v. Zedlitz sei als Verteidiger der bewasstieten Offiziersfeigheit ausgetreten. Nunmehr begründet« Abg. Dr, Schmedding (Ztr.) et. ncn Antrag, der uiu einen Gesetzentwurf bittet, wonach die Fürsorge für die gemetngesährtichen Geisteskranken, soweit sie nicht den Landarmenverbänden obliegt, vom Staat zu übernehmen ist. Minister v, Dallwitz bezeichnet« cs als unzutreffend, daß die Bestimmungen über Entlassung und Unterbringung von Geisteskranken in Irrenanstakten unzurcichrnd seien. Auch in der Fürsorge sei «irre Aenderung des bestehenden Zustandes nicht vonnöten. Das Haus vertagte sich auf Tarnstag 11 Uhr. Fortsetzung. — Schluß y, 5 Uhr. iLirgesnkersrch t. Deutsches Nsich. :: Die Entsendung drs Penedikiinilrpaters Jansen nach Deutschland. Zn der Meldung des Mainzer Jorrrnals, daß der Papst die Absicht habe, d-r, Benediktinerpater Jansen nach Deritschlond zu entsenden, schreibt die „Essener Volks- zeitnng": Es handelt sich um den dem Franziskanerorden an- gehörenden Pater Jansen, dem die deutschen Verhältnisse sämtlich, auch die der christlichen Gelverkschasten, nicht unbekannt sind. Er würde die richtige Persönlichkeit sein, einen Ausgleich herbeizuführen, wenn das überall ernstlich gewollt wird. Frankreich. :: Schwerer Dffziplinbruch in der Armee. In dem Fort St. Jean, in dem eine Anzahl vorbestrafter Soldaten untergebracht war, die strafweise in algerische Regimenter versetzt werden sollten und die Abfahrt des nächsten Dampfers abwarteten, hat sich gestern Nacht ein blutiges Draina abgespielt. Beim Zubettgehen bemerkte der Unteroffizier Ronssin voni 32. Infanterie-Regiment, daß ein Soldat sich zwei Zeltdecken angeeignet hatte und befahl ihm. eine herauszugeben. Darauf stürzte sich der Soldat auf seinen Vorgesetzten und versetzte ihm einen heftigen Messerstich in den Kopf. Der Verwundete wurde in bedenklichem Zustande in das Garnisonlazarett gebracht. Der Täter leistete bei seiner Festnahme verzweifelten Widerstand. Schweden. :: Kabinettskrise. Baron de Geer hak gestern dem König mitgeteilt, daß es ihm unmöglich sei, ein Ministerium zu bilden, da die von ihm bei der Bildung des liberalen Kabinetts erachteten Voraussetzungen nicht vorhanden seien. Ter König hat darauf den Regierungspräsidenten von Np- land, den geniäßigten Liberasen Hammerskjöld ersucht, die Bildung des Kabinetts zu übernehmen. Dieser hat dem König unter Hinweis auf die Lage, die dadurch entstanden sei, daß die liberalen Parteien des Reichstages bei der Bildung eines Ministeriums nicht Mitwirken wollen, geraten, sich an die Konservativen zu wenden. Der König hat sedoch Hammerskjöld nochmals gebeten, die Angelegenheit eingehend zu prüfen. Vom Balkare. :: Lösung der Jnselsrage. Gestern Abend wurde die Note der Mächte von den Gesandten der Großmächte dem Minister des Aeußeren übergeben. Alle von Griechenland besetzten Inseln mit Ausnahme von Jmbros, Thenedos und Castelorizo sind Griechenland zugesprochen worden. Von der griechischen Regierung werden genügende Garantien für die Nichtverwendung der Inseln zu Flotten- und militärischen Zwecken verlangt. Die Zuweisung der Inseln wird erst dann endgültig sein, wenn die griechischen Truppen das Albanien zugewicsene Gebiet geräumt haben. Die griechische Regierung wird aufgefordert, weder direkt noch indirekt den Widerstand der Epiroten zu ermutigen. Die Räumung wird mit Goritza beginnen und bis zum 31. März beendet sein müssen. Zuletzt wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß scwohs die Türkei als auch Griechenland sich dem Schiedsspruch der Mächte fügen werden. Südafrika. :: Aus dem Parlauicnt. Im weiteren Verlaufe der Beratungen über die von der Regierung eingebrachte Indemnitäts-Vorlage nahm General Hertzog das Work, um in einer groß angelegten Rede einen hefffgen Protest gegen die Politik der Regierung einznlegcn. Ec griff sie wegen ihrer ganzen Haltung in der Arbeiterfrage außerordentlich heftig an und sprach sein Bedauern darüber ans, daß sich eine Regie- rung dazu verleiden lasse, das Gesetz derartig zu verletzen, daß sie Jemand auSweise, ohne ihm Gelegenheit zu geben, in einer ordentlichen Gerichtsverhandlung seine Unschuld nachznweisen. Der Höhepunkt seiner Rede, die die größte Aufmerksamkeit auch auf Seiten der Regieningsparteien fand, war, als er seinen ehemaligen Lagergenossen, General Emiits mit Nero verglich. Um der Opposition weiter Ge- legenlwit zu geben, die Poliffk der Regierung zu kritisieren, trat Hertzog für eine zweite Lesung der Vorlage ein. Kanada. :: Ein Panama. Die kanadische Parlamentskommis- sion stellte fest, daß bei dem Bau der tcanskontinentalen Bahnen 160 Millionen Mark verschleudert worden seien. Die „Times" meldet, daß diese Summe bei dem Bau zwecklos ausgegeben worden sei. Die elf Firmen, an welche die Arbeiten vergeben worden seien, hätten sich allein durch Wei- tcrvergebung eines Teiles der Arbeiten einen Gewinn von 35,2 Millionen Mark gesichert. Der Bau der Strecke durch Ncu-Braunschweig sei überhaupt völlig unsinnig angelegt. ■ Ans der Heimat. * F-icdberg, 14. Febr. Die Einbrecher, dt« es ia letzter Zeit auf unsere Gastwirtschaften abgesehen hatten, sind soweit fest- aenommcn. Gestern wurden hiesigen Wirt« in Frankfurt a. M. Seite L, verschiedene gestohlene Sache» vorgelegt. Mehrere Gegenstände konnten als hier gestohlen sestgestellt werden. * Frledberg, 14. Febr. Am Sonntag, den 15. Februar 1814 nachmittags 2K Uhr findet «in« Gelände-llcbung der hiesigen Ortsgruppe Zungdcutschland statt. (Siehe heutiges Inserat). * Friedbrrg, 14. Febr. Das hiesige Eentraltheatcr hat für di« Zeit vom 14.—17. Februar folgenden Spielplan aufge. stellt: „Pathe Journal 27,3 b". „Um «ine Erbschaft". „Köpke auf der Jagd". „Das Glück des Hauses", „Britannische Landschaften", „Pepitas Streiche", „Vogel als Magnetiseur". — Path« Journal erhält un, mit den neuesten Tagesereignissen auf dem Laufenden. Das dramatische Schauspiel „Um eine Erbschaft" geben wir auszugsweise wieder: „Der Ansiedler Nelson vermacht seiner Tochter Maria auf seinem Sterbebette sein ganze, Vermögen unter der Bedingung, daß sie Thonias Jen,rings heiratet. Der Advokat aber, der das Testament beglaubigt, will das Vermögen für sich retten, und weiß „ach dem Tode Nelsons auf geschickte Art sich selbst als Icnnings auszu. geben. Sein Plan wäre ihm auch gelungen, wenn nicht der alte indianische Diener bet der Teftamentsausfcrtigung mit zugegen gewesen wäre. Es gelingt diesem treuen Indianer die Scbliche des Advokaten aufzudecken und so den Abenteuerer zu entlarven. Die Humoreske „Köpke auf der Jagd" wirkt auf die Lachmuskeln. Der Hauptschlager betitelt sich ,Das Gluck des Hauses", cs ist ein großes Drama, das den Kampf zwischen Leidenschaft und Pflicht schildert. Auch das übrige Programm ist sehr reichhaltig, genußreich und darstellerisch ein Meisterwerk. * Fvicdbrrg, 14. Febr. (6. großer B ü r g « r m a S ke n . ball). International" sst das Leitmotiv des S. großen Bür. germastrnballs am Fastnachtsdienstag rnr Hotel Trapp, Es möge jedes Land, jede Provinz charakteristischer zeige». Jede schon« und originell« Maske wird von einem Preis altbewährter Komiteemitglieder geprüft bezw. der entsprechende Ehrenpreis zugeteilt. Ebenso sind Eruppenpreise vorgesehen. Die Ehrenpreise kommen im Laufe dieser Woche im Schaufenster der Hofbuchhaiwlung Bindeinagel zur Ausstellung. Es werde» in diesem Jahr« weder Kosten noch Mühe gescheut, um sämt. liche ober« und unteren Räum« de» Hotel Trapp denr Fest entsprechend herzurrchten und verdienen noch die Frirdens-Sekt- laubc, die Holländischen Likörstuben besonderer Erwähnung. Di« vier Musikkapellen werden zur Unterhaltung ebenfalls bestens mit beitragen und wird sich der 6. große Dürgerinasken- ball feinen Vorgängern würdig anschließen. Der Eintritt ist auf Mk. 1.50 für Maskierte und Mk. 2.50 für Richtmaskierte (einschl. Kopfbedeckung) festgesetzt. * t. Friedberg, 14. Febr. Am Donnerstag Abend fand in Gegenwart der Heuen Bürgermeister Stahl und Dozent Sta» chowiak durch den ernmgelffchrn Kirchenvarstand un» den Vorstand des Swdtkirchenbauvereins die Abnahme der Arbeiten zur Herstellung der elektrischen Beleuchtung unserer Stadtkirch« statt, die von der heimischen Firma Fr. Fuendeling aufs zweckentsprechendst«, sorgfältigste und sauberste al,-geführt morde» sind. Die Besichtigung, die sich bis in den Ehor und bi» zur Orgelempore hinauf erstreckte, gelangte denn auch zu einem all geniein sehr befriedigendem Ergebnis. Der Vorsitzende sprach am Schluß Herrn Fuendeling den Dank der Vorstände aus sür die besondere Mühe und den Eifer, den er daran gefetzt hat. um die Lichtanlage allen Wünschen entsprechend zu gestalten. Da die ganze Anlage eine wohltätige Zuwendung und Gab« des Stadtkirchenbauvereins an die evangelische Gemeinde ist, so erweiterte er seinen Dank namens der ganzen Gemeind« auch aus diesen Verein und all« sein« ihm treu gebliebenen Mitglieder. Der Verein wird auch in Zukunft noch manches Schöne und Nützliche an unserer Stadikirche tun und leisten tonnen und darum wollen wir ihm auch feiner gern unseren Jahresbeitrag spenden. * Friedbcrg, 14. Febr. Morgen Sonntag von 4 Uhr ab findet im Eafä Trapp großes Künstler-Konzert bei freiem Eintritt statt. * Doru-Assenhrim, 15. Febr. Wie bereits schon bekannt, finket kommenden Sonntag (15. Febr.) «in großer tarneoalistischer Umzug durch die Straßen unseres Dorfes statt. Nicht weniger als 18 verschieden« Gruppen lverden sich daran beieiligen. Der Empfang des Prinzen Carneoal, sowie die doraaschließcnden Musikkapelle, das „Neue Wiener Safe", sie „Schnitter", di« „Drescher", di- „Metzger", di« „Tiroler", der „ZeppelinsUeger", die „Hein-rlmänner" und noch viele interessanten Abteilungen werden den Zuschauern vorgesührt. Di« Ausstellung des Zuges beginnt nachmittags 2 Uhr 11 .Minuten mit dem Empfang des Prinzen. Rach Beendigung desselben wird durch einen daraus, folgenden Ball im Gasthaus .Lnr Krone" die närrische Feier fortgesetzt. Abends 7y, Uhr durch einen Fackelzug Prinz Kar- nevol wieder in seiner Wohnung abgeholt und nach einem Um. zug durch die Hauptstraße in die närrische „Krone" verbracht. Hieraus wird dann die feierliche Verleihung der Orden statt- sinden. (Ent-Stuß). * Holzheim (Kr Gießen), 14. Febr. Bei der heute hier stattgefundrnen Wahl zum Kreistag wurde sür den Wahlbezirk Holzheiin Herr Heinrich Wetz II. von hier gewählt. * Gießen, 14. Febr. Das kürzlich in dem Beleidigungsprozeß Troß gegen die Redakteure der „Oberhesiischen Dolks- zeitung" und der „Kleinen Presse" Frankfurt a. M. ergangenen Urteil, soll außer der Firma Krumm & Go. auch einen hiesigen Journalisten, der an der Sache gar nicht direkt beteiligt war, sehr unangenehm berührt haben. Ein Nachbar von ihm schreibt uns, er sei ganz aschgrau und verstört nach Hause gekommen und als seine besser Hälfte die Ursache erfahren, habe sie erst in Prosa und mit Händen und Füßen aus ihn eingeredct, dann aber habe sie zur Poesie gcgrifsen, einen Stuhl bestiegen und ihm in einer Aufregung das Herr- liche Gedicht: „Vor allem eines, mein Kind, fei tceu und wahr" vorgetragen. Noch am späten Abend hätten die Vorübergehenden in einem fort und im stärksten Fortissimo die Klänge des Klaviers und die Melodie: „Ucb' immer Treu und Redlichkeit" — vernommen. Ob cs etwas nutzt? * Lollar, 14. Febr. Bei der hier stattgehabten Kreistags, nmhl für die Orte Lollar, N»1ten»5"»>-»' Daubrinaen und ®»ltf .1 9lt. S8 Trat» BBtDe *ätfl«rm«tftn SBoItft.Sa»4hn*t« nHt 1 J Eli». ftODä$ft. Bürgermeister Schmidt.Lollar erhielt 3 Stinnne». Au« Ttarkrnburg. ' Heusrnstamm, 14. Febr. In der Gemarkung ..Galgen" slirtzen die Arbeitöloscn auf die Fundamente eines Galgen, der bicr vor ungefähr ISO Jahren einm-al errMet wurde. Llan fand Gcniäuer nnd Gebälk worauf der Galgen stand, »ock, ziemlich gut erhalten. ' Rüsirlehrim, 1,. Fcbr. Die 14jäbrigr Tochter des Hvlzschneidrrcibesitzers Adam Hummel vergnügte stch am w-rganzcncn Sonntag Nachmittag um 3 Uhr mit Schsttt- Ichnhlaiisen ans dem (fife des jenfettige» Mainofers vor der DMManlsabrik, als sic plötzlich in eine offene Stelle ein- bralti Da» Mädchen versank dis an die Schnltcr» in das Nasser und auch der Vater, der zur Hilfe eilte, brach ein. ?'»n eilte die Mutter herbei und auch ihr erging es ebenso. Die drei Menschen befanden sich in einer schrecklichen Lage: Di« Tochter Kalte sich an den Vater geklammert, der sich seinerseits beuiiihte. seine Frau aus dem Basier in die.Höbe zu beben. Auf das Geschrei per Unglücklichen eilte ein Mann — der Nainc und Wohort de« Kühnen ist leider nicht de- krank — herbei, und mit einem ausgcrisscnen Wcidenstrauch bewaffnet, drang er resolut und unter Nichtachtung der ilun drohenden Gefahr, in das nasse klenirnt vor und seinen An- strengungen gelang es. Vater. Mutter und Tochter vom siche- ren Tod: des Ertrinkens zu retten. Dem mutigen Lcbcns- rrtter wurden bcrzlicl>e Ovationen zu teil. * Darmsind,, 14. Febr. Auf der Bahnstrecke Höchst- Asckiafsenburg. in der Nahe der Station Sandbach, wurde gellern abend der 13,ädrige Dietrich Vogel überfahren und getötet. Anscheinend ist er zu früh aus dem Zuge gesprungen. Hesirn-Nnstou. * Bad Salzig a. Ah., 13 Febr. Hccr sind gestern drei Wohnluiuser, die Anwesen der Ackerer und Winzer Peter fkae omni, de» 14. gMiiii IM« I- Daasner und Georg Bock nieder gebrannt. Infolge der Abwesenheit der Eigentümer — sie arbeiteten auswärts — konnte nichts gerettet werden. Die Häuser mit Nebengebäuden wurde» vollständig vernichtet. Kund der Landwirte. Versammlung am Sonatag. den >5. Februar, abend« 7 Uhr, zu Kendel im Gasthaus zum „Frankfurter Hof". Redner: Redakteur H i r s ch e l - Fricdberg. Alle Mitgsieder und Freunde de» Bmrdes der Landwirte auch aus der Umgegend, werden aufgefordert. zu dieser Vrr- soiiiiiilung zu fommrn. Briefkasten. J.-D»r«.Affe »beim. Artikel konnte kein« Ausnahme flichen, da, wie in der heutigen Nummer ersichtlich, schon «in gleicher ge sehr war. Besten Dank. D. Red. Spirsplan des Stadttheater« in Giehen. Montag, den lk. Febr., abend» 8 Uhr in Marburg' Volksoorstellung: »Jägerblut". Voltspreis«. Dienstag, den 17. Febr. abcnd» 8 Uhr: „Der Aammer- länger". „Die Bäuerin". ..Paul und Paula". 17. Dienstag- Abonnementsvorstellung Gew. Preise. Mittwoch, den 18. Febr.. abends 7 Uhr: „Egmont". IS. MittwochAbonementsoorstellung. Gew. Pr. Geschäftliches. Neubau Echuhhau, Ehrlich. Es sind nun »8 Jahre «er- flössen, seit die Firma Leopold Ehrlich. Frledberg. Echuh- waren en gros u detail mit der Gründung ihres anfänglich t» kieinfirn Nahmen gegründeten Geschäfts begonnen bat. De» rshrlgen Inhabern de, Firma ist e, gelungen, da, Geschäft, »eich»» so enarmen Ausichwung genommen hat. zu seiner jetzt, gen Grötz« zu gestalten. Die schon srüher Ssters vorgenommenen baulichen Veränderungen genügten Nicht, dem stet, wach senden Betrieb und so sah sich di« Firma L. Ehrlich gezwungen »in der Nrnzeit entsprechende, Echuhhau» zu errichten: den bl», herlgen Grundsatz beibehaltend: Grotzer Umsatz, kleiner Ruhen' Die Inneren Berkaufsränrne der In ganz Hessen rilbmliibst be kannten Schuhs,,m. Ehrlich dürsten nun zu den grötzten in ganz Deutschland zählen- Der bekannt» und allsetttg beliebte geoh» Jeitnngelatolog sür 1914 der Haasenstrin a. Bögler A ffi. gelangt in einigen Tagen zur Ausgabe. Der Inhalt diese» Rach'chiageweile». d-r, aus dem grohen Gebiet« de» Zkilungswesen» längst rin unent- tehrlicher Natgeber geworden ist, hat auch in diesem Jahre «ine wesentlich» Erweiterung erfahren. Der praklisch cingeteille Notizkalender wurde beibehalien, ebenso da, aipbobetisch ge ordnet« Verzeichnis sämllicher Agenturen der Firma !m In und Ausland«. Ein Ortsrrgister ermöglicht ein sofortiger Aus finden aller an den betreffenden Orten «ischrincndcn Tageszel- langen, wie auch der noch Branchen geordneten Fachzeitschriften. Ausführliche, beachtenswert« Angaben vieler Zeitungen und Zeitschriften ergänzen den Inhalt de» Katalog», dem sicherlich dieselbe freundlich« Ausnahme zuteil werden wild wie in den Vorjahren. Frankfurter Wetterbericht. Voraussage: Zunächst anstlärend. später eineui Trübung und Niederschläge, mild, südwestliche Wind«. Verantwortlich für den politische» Teil: Otio Hirsches, Fricdberg: sür den lokalen und unterhaltenden Teil. Bernhard Lenz. Friedberg: sür den Anzeigenieil: .si.nl S ch in i d t, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen T > -v _ zeitung". A. G.. Fricdberg i. H. _ Dankjagung. ?jür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres unoergetzlichen hm« Willsklm Äilsii sagen wir al'en, besonders für die liebeoosie Pflege im Bürger- hospi al Fnedderg, dem Turnverein und der Kriegerkameradichast sür die letzt« Ehre, sowie sür die zahlreichen Blumenspenden, unseren herzlichsten Dank. Melbach u Bad Nauheim, den 13. Februar 1914. Sic litstrauclnilcn WtrblicbtNtS. mimi wiflfflB , r i i GckzschMaf gebe. Dü» 7 «.streuer A?est- talia 2‘ , Meter mit Bor derwagen neu hergerichtet verschiedene neue u. 2 gebe. Drillmaschinen zu äugelst billigen Preisen Wilhelm £jä«!rr, Frledderz t f. M Trapp von heute ab Aosschuk 4 &s nltberiihmten Salvator. ‘I A. liess ! rinlbrrs I. II. Telefon No. 381 Elektrische Licht» und Kraftanlagen Komplette maschinelle Einrichtungen für Landwirtschaft und Gewerbe. Lloiiert, Äevolver, iilunittQR I empfiehlt m nur guter Ouatiiät. 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Jtzenplitz t. — 1880 E. » H. v. d. Decken f. Für Zeit nnd (swiykeit. Sanntag Sezagefiw». Selig sind, die da Leid tragen: denn sie sollen g«. tröstet «erden. Maithäu, 5, 4 . Wie viel ist doch des Leid» aus dieser armen Welt, die nicht mit Unreckst ein Jammertal Hecht; und wie geht durch all« Zelten und Volker ein grohcr. unabsehbarer Aug von Lctd- lragenden dahin, trauernd und weinend über leidliche Not und geistliche- Elend, aber ohnmächtig. sich selbst davon tu befreien! Da ist immer Sorge, Furcht. Hoffnung und zuletzt der Tob. Da ruft nun der Sohn Solle». Jesu» Christus, der selbst «inst der Erde Leid empfunden und getragen, hinein in dies« lrauerndr Menschheit: „Selig sind, die da Leid tragen!" Nicht als ob da» Unglück an sich schon oder jede» Erdenlcid ohne weitere» selig machte, wohl aber, wenn wir e» im Blick aus Jesum, de» Heiland und Erlöser der Welt, im Glauben an da» Wort vom Kreuz, im vertrauen aus di« ewigen Liebe», und Friedensge- bankcn unsre» Vater» im Himmel in Geduld hinnehmen und tragen Und wer selbst schon im Leid gestanden und eigene» oder fremde» Leid sich hat zu Herzen gehen lassen, wer namentlich e, gelernt hat, alle» Leid auch im Zusammenhang mit der Sünde und al» di« bittere Fnrcht derselben zu erkennen, der wird die Erfahrung gemacht haben, dah da» Herz weich und ausgeschlosieii. empfänglich und heilsbegierig gemocht und das Verlangen nach einer» Zufluh von Kraft ans der oberen, un. sichtbaren Welt erweckt wird. Ach, daß wir all unser Leid auch mit dem rechten, vom heiligen Seist geschärften Auge ansehen »nd ein« göttlich« Tiaurigkci» erstellen liehen, die zur Seligleit eine Reu« ig uns wirtet, die niemand gereuet! Herr Jesu! Du hast einst auch getraueil und Leid getragen über der Sünde der Welt, »nd als unser barmherziger Hoher- prlester, der Milleiden hat mit unserer Schwachheit, vertrittst du UN» vor dem Angesicht deine« und unsere» Vaters im obere» Heiligtum. Erhalt« un» in der beständigen Eemeinfchajt mit dir. sei du unler alle» Leiden und Miihsalen der Zeit unser Trost und unsere lebendige Hoffnung, und bring un, dereinst zu der ewig.n Sabbatruhe de» Volke» Gottes, wo du alle Tennen abwischen und dein« Herrlichkeit an den Deinigen offen, baren wirft! Am«». ___ Vor Ijnntocrt Jahren. 15. bis 21. Februar 1814. (Metternich iah sehr bald ein. dah er de» Bogen gegen de» Zaren nicht »» straff fpanncn dürfe. Zwar dachh Vrnihen »nd fein König nickst daran, Nnhlond im Stich i» Irllc», allein im Stillen )ror Haidenborg immer anf öfter- rrichischer Seite.) Die Lage hätte i>ch vicUcichl doch noch schärfer zugcspiht, ivenn nickst jetzt, sehr zu Gunsten Lester- reichs. die Nachrichten von den Niederlagen Blüchers im Haupton.irtrei cingetroffen wären. Nu» zeigte sich auch der Zar nachgiebig. Es wurde beschlosseir. den Gedanken deS DaffenslillstandeS fallen zu lasten. Napoleon einen Pralinii- »arsnedcn anzubirtrn und die Berbandlnngrn in Ehatillon wilder auijunehinen. Die gründliche Enttäuschung. welche die Verbündeten mit ihren Friedensvorschlägen bei Napoleon erlebten, hotten sie allerdings nicht ertvartrt. (Ter Zar war der einzige, der Napoleon richtig ,'» beurteilen »nd sich in destcn Lage hineinznvrrjrtze» »»erlland: er allein wühle, dah die Fricdensanrrbietiingcn, welckie die Verbündeten machen konnten, von Napoleon unmöglich ange- nonrnien werden konnten und weil er dies wühle, sagte er sich und der Welt mit Recht, dah nur Napoleons Enllhronnng den allgemeinen Friede» hcrbciführcn könne.) Als Napoleon in der Nackst vom 17. zum 18. Februar bie Anerbietungen der Verbündeten überbracht wnrden, batte er eben seine Siege über Blücher hinter sich und er lehnte unter über- mutigen Redensarten olles ab, lieh sich auch aus keinen Waffenstillstand nnd Vorfriede» ein, gab sich nnch ganz al« Gebieter der Situation. Wut, Verachtung »nd übermütige Hoffnungen waren es, welckre die mühsame Arbeit der Verbündeten Diplonioten in Frankreich-; Herrscher loSIöstcn. (Jetzt sühlie sich Napoleon sogar so sick>'r, dah ihn die am 18. Februar erfolgte Kriegserklärung Murat« an Frankreich kalt lieh.) Niemals trat Schwarzenberg? Unfähigkeit bei der Hauptarmcc so klar hervor, wie in diesen Tage». «Nach dein Bericht über Blüchers Niederlagen solllc znerst eine, wenn auch schwache, Bewegung nach Norden gemacht werben, bann aber nnterlieh inan auch dies nnd man hielt sich, wie brr Befehl vom 16. Febpnar lautete, in „abwartcnder Bercitsehast,") Es kann hier aus die militärischen Einzelheiten nicht cinge- pangen werden, indes muß in Kürze gesagt werden: die Hanptarinee, ISO 000 Mann stark und zunächst von Napoleon nnbelästigt, konnte auf zwei Straßen in Eilmärschen aus Paris ziehen nnd dort den, Kriege ein rasches Ende bereiten: Schwarzenberg konnte aber auch Napoleon mit besten 70noo Mann erwarten nnd es zu einer Entscheidnngi-fchlacht kommen lassen. Nichts davon geschah, vielmehr tmirde die Armee durch Einzelverteilnng im weiten Bogc verzottelt. SckstvarzenbergS Anordnungen sind vom militärischen Standpunkte ans so schwer begreislich, doh schon 1811 ihre Erklärung aiisschliehlich in politiscknm Beweggründen und in geheime» Befehlen dcS österreichischen Kaisers Franz gosiin- den wurde. Am 17. Februar Ware» Napoleons Truppen, die in zwei Tagen 00 Kiloinetrr gcniacht hatten, der Hanptarinee bereits aus den Leib gerückt, denn selbstverständlich Uw es Napoleons Absicht, die Hanptarinee ebenso z» schlagen, wie Blücher. Bei N a n g i ä kam es bereits am 17. Februar znin Gefecht, in deni dir Russen unter Wittgenstein lind P a h l e » . die beide mir mit Mübe der Gefangenschaft entgingen, völlig ,reicht.,gen »nd fast airsgeeieben wurde», lediglich infolge der gänzlich versehltri, Disposttione» Schtvarzen« bergs. A m 18. Februar kam eS zum Gcsrckst bei M o »« t c r i, ii . in welchem das Korps der Württenibergcr unter dem Kronprinzen Wunder der Tapferkeit verrichtete, aber Po.r bc> sranzösischeu Uel-ennacht erdrückt wurde: 4850 Mann beim., de r Verlust der Verbündeten. So schien sich h„s Glü.k Napolesi s auch gegen die ssauptarmee ,» betnähren und Napoleon tnl natürlich alle« „>>< Jms, wieder ewporslackernde ftfitrr der französischen Vegeisternag zn schüren. (Scküvar- zcnberg aber wich beständig nnd mit Vorsatz, wie er selbst ringe stand, einer Schlacht an», in der er mit »ebermack,» mit Leichtigkeit die dünnen .Heeressäule,, Napoleon« hätte vernichten können.) Blücher Uw inde« nicht tot ,n mache,,. Er h>,tte sich ve» seinen Niederlagen bereits erholt »nd zog mit 58 000 Msiian. die er nngrsoinmelt hatte, gegen Napoleon, a», 18. Februar die Anbc bei Arci« überschreitend. Ilcbrigc»« zogen von Holland her am 16. Februar bereit« Bülow nnd Wintzigcrodc mit ihren Truppen zur lliiterstützung Blück-er« heran. Ano drr Heimat. Friedberg, I« Fedr, Am näcksttkn Montag, den >«. Fcbr. abends halb 9 Uhr findet im „Gambrinus" (am alten Bahn» hos) Wirker «ine evangelische Männervcrsammlnng statt. Thema i „Art nnd Werl «ine« Eeineindcblatt«,", ' Lnstiger «atos-Abend. Im „Lnke, Bräsig" l>at Herr »«los noch einmal sein ganze, h-chbedeutendea schaulpiclerlsck>e, Kön. nc„ gezeigt. Da» war nich, der gewöhnlich« Witzbold, sondern der mit seinem Geist und tiefe,npsnndrncm Gemüt die Adsichien des Schöpfe,» seiner Roll« crsassent« und sic mit Dransetzung seiner ganzen Pcrsönlichleit wietergcbendc Charakterlomiker, Reuter » „Onkel Bräsig" ist eine Figur vo» überwältigender erchalkhastigkeit. aber geboren und getragen von jenem Humor, den nur »in Mensch hoben kann, dem nichts Menschliches srcmd ist. von dem der gröh,« hochdeutsch« Dichter sagle: „Edel (cl der Mensch, hilfreich und gut." — Herr Balos war solch cln „Onkel Bräsig". Auch in seinen zwerchsellerschüllclndsle» Ipahigen Mo. meIIten verlor man nie da» Bewuhisei», dah e» ihm nicht um lllkmacherei zu tun sei, sondern doh er auch im sröhlichslen Späh den wackeren, stets das Herz aus dem rechten Flecke ha. benden Menschen daistellen wollte. — Ergreifend kam die Treue zum.alten Freund« Hawermann zum Ansdruck, wuchtig brachte er den junkerlichen Selbstmordlandidatcn zur Raison, und nun gar die Kirschbauin.Szene und da« Mittagessen. Gcwth. dabei ging'« steNenweis« höchst drastisch zu, aber wohl keiner der stür» misch lachenden Zuschauer konnte bei Bakos'g Spiel vergestcn, welch' «ch, menlchliche Motive „Onkel Bräsig" auch in diesen Szenen leiten. Kurzum: Der Künstler konnte nicht vortress. ücher spielen, als wie er es getan hat. wir habe» Ni« eine» best.ren ,L>nkel Brösig" gesehen. — Herr Bakos verdanken wir sonnt einen der allerbeste» Spiclabende mehr. „Brandend. Zig." * Di« Grundsteinlegung, Erbauung und Einweihung der Kirche zu Bl-ichendach. Im Jahre 1728 am 5. und 6. April wurde da« im Jahre 160« aus Holz erbaute Kirchlein, da, sehe [Bakterien lötende Wirkung, dauerhaftester Belag kauft man am besten u. billigsten im ___! Tapeten- u. Linoleuinlinus Jean Ktösfler, Frieöbßrg, Kaiserstr. 21. Unkrautfreie Saaten, hohe Ernten haben Sie zu erwarten, wenn Sie Ihren sämtlichen Kulturpflanzen Kalkstickstoff verabfolgen. Die Anwendung geschieht: als (jrunddiinger mallen eldirücbten möglichst frühzeitig (8—10 Tage vor der Aussaat.) 2. nis Kopfdünger auf Wiesen und Weiden in den Monaten Dezember bis Ende Februar zu Winterhalmlrüchten Mitte bis Ende Februar vor dem Treiben der Pflanzen. 3. zur Hederichbekümpfung, wenn der Me irich oas 3 .— 4 . Blatt geschoben hat, f-üh morgens bei Tau. Kostenlose Auskunft durch das Häsksticksfaffbyiö, Frankfurt a.M. Tel. 4234 Amt I. Kaiserstr. 32. Frirdiieroet Kriilijahrs- fjrrltiitft findet Dienstag, den 24. u. Mittwoch, den 25. Fcbr. statt. Dienstag, den ‘44. frbrurtr ftndrt Prämiierung fclblt- gezuchteter Lahien galt und merke» hier!» non de»» sandes- tz>ferde!»d,tverein, dem landw. Hammer A»»lch»r,, dem pferdemarlit-Oamitce und der Stadt zrieddcrg aniehnliäi« Petträge bewilligt. Am '£ ». tedruar nachm. 4 Ahr: Aerlasuug von I» schönen Artieitsoferdr» (auf dem Älarlte amctauitj sowie von sonstigen hau»- u. lanawirl chasilichen Gegenstände», in, ganzen 400 6ew,n»e mr kose ii i sind zu beziehen durch die Herren Z in LrieSdrrg. pas Vfer^rmarkt-Homitee. Mark . Hirsch und UJillf. Trapp SiaSfri«rniinttn c ,„ 2 . 2 j« n Dlfliicfflpprutf vo» 2 . 1)11 an Äkßtlkt, fllijfft* ii. Hallshaltiingsmichilitil ». dtilkklivattli. Nur prima Waren zu den billigten Preisen. Geiir. Stsinnökel Friedüergi.H^ Kaiserstr 108 Ws 3 . Hll Fried brr* I. II. dem Rathaus gegenüber. Komburger Trauringhaus Inh. Zaines Löwenftrrn, Uhrmacher, Juwelier ». Optiker Hamburg u.d.g. 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Seite r Nexr LageszemtnA. Marte zur Vollendung der dejhdt -oifafrih anisehen Zenh 'albahrK Ein Kultnrwerk, welches für die Deutsch-Afrikanischen Kolonien von größter Bedeutung ist, wurde niit der Vollendung der Zcntralbahn geschaffen. Die Bahn geht von Dar- cs-Salcnn iibcr Morozo-Kilimetinde und Tabora bis lldjidjl am Langeanjika-See. {'anfällig geworden und dessen Einsturz zu besürchtcn war, ab. gerissen und beschlossen, eine »eue Kirche aus Steinen zu erbauen. Die all« Kirche hatte sonach beinah« 32 Jahre gestan- i de». Die im Grundstein niedergelegte Schrift, dos neue Testa. « ment und der lutherische Katechismus, sowie das Glas mit Korn waren total verfault. Das Glas mit Wein und dasjenige mit Slleizcrpi welche beide mit zinnernen Schrauben zugefchraudt gewesen, waren noch gut erhalten. Der Wein hatte noch seinen Geruch und Geschmack und war wenig davon verzehrt. Das evangelische Konsistorium zu Hanau chatte daher befohlen, daß ein neuer Grundstein, bloß mit einer Inschrift versehen, gelegt werden sollte. Dies geschah. Der Steinmetz Linsengang von Ortenbcrg hat folgende Inschrift cingehauen: „Nachdem di« Anno 1686 aus diesem Platze gebaut« evangelisch-lutherische Kirche wegen angcwachsener Gemeinde zu klein, auch sehr schao- hast gewesen, so ist Anno 1728 den 28, April unter hochlübltcher Negierung des „hochgeborenen Grafen zu Hanau, unseres gnädigsten Grasen und Herrn'' dieser Stein zum Grunde dieser zerren eoangelisch-lutherischen Kirche gelegt und mit Erbauung derselben der Ansang in Gottes Namen gemacht worden, Gott gebe feine» Segen f t t“. Der Grundstein liegt unter der obersten Ecke des Turmes nach dem Dorf hinauf. Auf einen Montag, den 26, April, wurde dieser Stein unter gewöhnlicher Zeremonie gelegt. Der Geistliche, der Lehrer mit den Schülern, der Amtmann Langermann von Ortenberg, di« Handwerker, der Herr Inspektor Leidenfrost von Ortenberg, der Pfarrer Pröscher von Ranstadt, der reformierte Pfarrer Heckord von hier, der Pfarrer Stölling von Gelnhaar, der Schultheis Hans Georg Kröll von hier, nebst Kirchenvorstchern, bildeten den Zug, der vom Schulhause aus nach dem Bauplatz« der Kirche ging. Hier wurde gesungen, von dem Geistlichen Johs, Georg Blum eine Rede gehalten, wieder gesungen und dann von den Musikanten musiziert. Während der Musik wurde der Grundstein gelegt. Nachdem dies geschehen, wurde noch «in Gebet vom Geistlichen gesprochen und dann nach Absingen des Liedes: „Nun danket alle Gott" unter Knaben und Mägdlein für «inen Taler Weißbrot verteilt. Der Maurermeister, der di« Kirche erbaut, hieß Johann Heinrich Walter aus Windeckcn; der Zim- mermeister Johann Heinrich Petter von Hanau, woselbst er Bürger und Hofzimmrrmcistcr war und der Steindecker Johann Michael Hildebrand von Ortenberg, Der Hahn der Kirche wurde von jungen Mädchen, welche mit Bändern artig gezieret waren, unter Begleitung der Musik dreimal um di« Kirche ge. tragen und dann auf den Turm gesteckt. Die Einweihung geschah am 28, Oktober 1728, Der Steindecker hildcbrand zog, aus dem Kirchturmknopfe sitzend, «in Paar neue Stiiimps« und Schuhe an, * Frankfurt a. M,, 13. Febr. Durch das Mietsysiem deS »inerikanischen Schrihniaschinentrustes werden den deutschen Schuhmaschinenfabriken seit Jahre» unberechenbare Schaden geschlagen. Ein neulich versuchter Trick des Trustes gegen die Verfertiger deutscher Maschinen Patentprozesse auzu- strerrgen und die betressenden Maschinenfabriken wirtschaftlich zu erdrosseln, ist dieser Tage vor dem Reichsgericht zum AuStrag gekommen und zu Gunsten der angeklagten Moenus- Majchineiisabrik zu Frankfurt-West entschieden worden. * Frankfurt a. M., 13. Febr. Gestern feierte der frühere Ojrernsängcr Burlncister mit feiner Gattin das goldene Hoch- zcitsscst, * Frankfurt a. M,, 12, Febr, Die aus grauem Sandstein erst vor wenigen Jahrzehnten ausgeführte evangelische Pcters- kirchc droht durch di« rasch fortschreitende Verwitterung des lok. keren sehr porösen Gesteins eine schwer« Gefahr, Die reichen Rcliss und Steinfiguren sind zum größten Teil schon verwittert und in den letzten Tagen abzestürzt. Auch den Strebepfeilern und den Portalen steht das gleiche Schicksal bevor. Da fortwährend Stein« und Figuren abstürzen, ist die Umgebung «er Krrchc bereits abgesperrt. Für die allerdringendsien Er. neuenurgen bewilligte die Stadtverordnetenversammlung jetzt 12 000 Mark, — In der Person der Emma Krause verhaftete di« Kriminalpolizei eine abgefeinrte Schwindlerin, di« zusammen mit einem gewissen Hartwig di« Konsulat« von Frankfurt, Dermstadt, Karlsruhe ufw, brandschatzte. Dar Paar ließ sich »Ilerorlen auf zahlreiche gefälscht« Papiere Reijevorschüsie geben, um dann von den Geldern ein guter Leben zu führen, Hartwig hat sich jetzt in einem auswärtigen Gefängnis erhängt, Di« Krause betrieb hier auch unter dem Namen Frau „Dr, Ell. racr" einen schwunghaften Handel mit Papierwareli. * Frallkfurt a. M., 11. Febr. Vom Pressebiirean der Eorrö-Festfpiele wird uns geschrieben: Die Carrü-Jcstspicle gohkii in dieser Woche iljrcm Ende entgegen. Das große Julei esse für diesetben mackst sich i» Massenandrang kund, der i» den letzten Spieltagen zu verzeichnen war. Da im Laufe der Woche noch besondere Arrangements vorgesehen sind, so dürste der Andrang noch weiter anhalten und cs empfieblt sich daher, rechtzeitig BilleftS für die Vorstellungen zu lösen. Am Donnerstag oder Freitag ist der 200 000. Besucher zu erwarten. Als Prämie erhalt dieser eine eckst goldene Uhr im Werte von 150 lnai Marv ein Sö-inenkind. von übersprudelndem Frohsinn, von schronfenkoler Herzensgute und Freigebiakeit.. D'e Hofräti» begriff des Katers Nachgiebigkeit gegen die K ine. die ihm als einizgcs Andenken an seine Ehe mit der einst beistgeliebten Frau geblieben. Daß er stc. verloren batte, war nicht sein bitterster Schmerz — dah sie sich so vergast. mit einem anderen auf und davon zu gehen, fräst an des Mannes Herzen. machte ihn nntouglich zur Arbeit und tiilg die Schuld an dem völligen Ziisammrnbrrchen des unter seinesoleichen bekannten Künstlers. Lange lebte er nur seineni Schmerze und dem Kinde, kos neben ilun einsani auswuchs. Vergeblich haben treue Freunde um Schonung für die Kleine gebeten, die. solchen Lebens unglnebnt. bläst und mager wurde. Da batte lich die G sestschast zur Sriorschnna der unbewohnten Landesstrecken de? schwarzen Afrika gebildet, die Erpedition suchte einen Maler, der sich zugleich mit photographischen Ausnahmen be- fastte. Carenno nieldete sich und man nahm ihn an. Wenn iiberl'auvt. so konnte er nur brausten genesen, in Wien wurde er seine Gedanken nicht loS. Cr brachte Mari, in der befreundeten Familie des Gof- rats Sperl unter, nahm Abschied von dem einzigen, was er auf der Welt besäst, und schiffte sich rin. Anfangs wie? er die Gesellschaft der Mitreisenden zurück, allmählich suhlte er sich zu Kein» gezogen, dessen Iugendirische es ihm antrat. Cr liest sich die Fürscrge des Jungen, dem der verbitterte Aeltere leid tat. gefallen, vertraut« sich ihm und össnetc il,m schliestlich sein Herz. nachdem er zwei Monate auf die aus- Ichliestliche kstelellichrft des jungen Mannes angewiesen und er Um treu gevtlegt batte. Kein» suchte die Freundschaft des Mannes, den er ver- rbrte. und war stolz, dost jener unter den vielen ibn ausge» wählt. Carenno konnte nun auch von seiner Mary plaudern, von der er nie anders als von der Kleinen sprach, llnter der Kleine» stellte Heinz sich rin Schulmädel von zwölf bis vierzehn Jahren vor. auf ein« junge Dame »var er aber nicht gesnstt. Mar» war für ihre siebzehn Jahre überraschend reif. Sie batte die dunklen Augen der väterlichen Vorfahren, die Mutter batte ihr d,rs wundervolle aschblonde Haar vererbt und de» Teint wie Milch und Rosen, ein wertr>olles Geschenk, mitlelst d.'isen dos junge, bildschöne Geschöpf aller Nugeu auf sich zog. Roch war sie ganz Kind. Die Hofrätin batte sie nicht ausnefsihrt und Mar» nicht danach verlangt. Cie liebte ihren Vater, sonst nichts auf der Welt. Die Nachricht von seiner schweren Erkrankung traf sie sassnngSlos. Doch da uninittekbar danach rin Brief seine Heinikcbr meldete, kannte ihre Freude keine Kreuzen. Schon seit ztvei Tagen wartete sic in Triest. Von ferne zeigte sich eine leichte Wolke. Mary stsest einen Freudenschrei aus. ,.Cr kommt, er kommt!" Der stattliche Dampfer näherte sich dem Ufer. Schon konnte man ans dem Verdeck die Passagiere unterscheiden. Vorn an der Rampe lehnt; ein Herr, hinter de», in. einiger Cntserni.ng die Gestalt eines zweiten sichtbar wurde. »Papa!" jauchzte das junge Mädchen, das seinen Vater rrlminte. Der Maler an der Ranipe hatte sein Kind erblickt. Er zog sein Tuch und grüstte herüber. Die Anker klirrten, der Dampfer stand. Einer Flutwelle gleich drängte die Menge stch über die Brücke. Mary blieb im Hintergrund stehen, bleischwer in den FLstrn. Auf alles war sie gefastt gewesen, nur nicht aus den Anblick des schwer leidenden Mannes, der, auf den Arm seines jungen Freundes gestützt, als Letzter das Schiff verliest. Laut weinend warf sie sich an seinen Hals. »Bist Du noch krank. Papa?" fragte sie stockend. ..Genesen. Kind", beruhigt« er sie und nmfastte bewegt sem blühendes Kind. »Ader Du wirst wieder gesund, bitte, bitte, Papal" Bebende Angst lag in den kindlichen Worten. »Werde ich iifion. Liebling. Wäre alles in Ordnung. wenn mich nicht unterwegs der verdammte Rückfall gctivsf«,, hätte. Aber siehe den da an", er zeigte aus Heinz, der be- scheiden zur Seite getreten, »der hat mich gepflegt, wen» der nicht wäre, könntest Du Deinen Papa im Mecesgrund« suchen. Na. weine nicht, Kind." Er löste die kleine, kalte Hand, die sich uni seinen Hals gelegt und zwang Martz, ihn anzusehen. »Kops hoch. Lieb- Ung. Freund Heinz will Dich lachen hören, ich habe ihm viel von Dir erzählt." Dar hatte er. Doch währen- Heinz sich Mary al» Kind gedacht, stand das süsteste Geschöpf, das er je erblickt, vor ihn» Zart«? Mitgefühl mit dein weinenden Mädchen überflutete einer warmen Welle gleich des Jünglings Herz. Der Händedruck, den er mit Mary tauschte, tvar kurz, dennoch empfand er die scheue Berührung wie eine Liebkosung. Er begleitete Vater und Tochter nach Wien und blieb einige Tage in dem gastlichen Hause de» Malers, welches die Hvs» rätin wieder wohnlich gestaltete. Nur widerstrebend ritz er sich los. um Rosemarie nicht warten zu lassen. Carenno liest ihn ungern ziehen. ..Wer soll meine Skizzen ordnen, wenn Sie es nicht tun. Heinz? Ich sürchte" — er sah traurig aus seine adgozehrtcn Hände — »ich werde noch lange nicht arbeiten können." »Ich konmlc wieder, verlassen Sie sich daraus", tröstete der Doktor ihn bewegt. Mary stand zur Seite. Einen Monieut legte sie ihr kleines Händchen in die starke, groste Hand, die cs fest umschlossen hielt. „Sic komincn sicher wieder?" fragte sie leise. Ihre schönen Augen flehten. »So war ich lebe", ries der junge Mann enthusiastisch. ..auf Wiedersehen!" Vom Pflugeiscn flatterte die Fahne, der alte Bau war über und über bekränzt. Bor der Türe warteten die Angestellten, Erwartung und Freude in de» Gesichtern. Kehrle doch nach langer Abwesenheit der Erb« des Hauses wicderl Der Wagen mit den Damen war zur Bahn gefahren. Endlich vernahm inan in der Ferne Räderrollen, eine Staubwolke flog auf. „Sie kommen, sie kommenI"-riefen die Wartenden. Die Türe tat sich auf, Jakob EblerS humpelte über die Schwelle, aus Karl Jansens Arm gestützt. Seit einiger Zeit bedurfte der Alte des Dieners, die Auge» wollten nicht mehr, die zitternden Hände bedurften der Hisse. Er lehnte sich an die Rampe und blinzelte hinaus. „Wo. wo?" mur- nieste er. Der Wagen hielt. Braungebrannt und aufrechten Gange» stieg Doktor Heinz aus und sprang leichtfiistig über die Stufen. »Griist Gott, Ohm!" Der Alte breitete seine Anne aus. den Sohn des Hauses zu umfangen, dem er die Jugend behütet. Ein Leuchten lag über seinen verwitterten Zügen, als er die stattliche Gestalt des junge» Mannes ansoh. „(sott segne Dich, mein Jnng'I" murmelte er gerührt. „Daß ich das noch erleben durste! Hält' eS bei Gott nicht gedacht I" Wehmütig gewahrte Heinz die Verheerung, die da» Al- tcr an dem geliebten Greise, dessen Tage gezählt schienen, geübt. Er gab Karl einen Wink, nach dein dieser den Ohm ins Hans führte. Tan» wandte der Angckoinmenc sich den Leuten zu. Roscmorie war glücklich. Heinz war ein Mann geworden: sie dnrtte stolz ans den Bruder sein, an dessen Adresse täglich Anfragen uud Auoebole bedent-ndcr Redaktionen ein- trafen, die seine Reiiebriefc begehrten, von seinen Erlebnissen Nachricht haben wollten. Die Haiiptauobcute der gorstcn Toi-r war einem wissenschaftlichen Werke bestimmt. Heinz wollte die Arbeit bald beginnen. (Fortsetzung folgt).. Kirchliche Anzeigen. Evnnaeliiche Gemein»» Gottodienst i, »ft ~to»t(:r<|f Sonntag Serogeumä. 15. Februar SBotm. 9\ Uhr: Herr Psorr«, Kleberger Rachm r Uhr: Herr Kandidat Barth. Gottesdienst in der Bnegkirche vorm N Uhr: Kindergottesdienst: Herr Pfr. Ritter Nachm, halb 8 Uhr: Heer Missionar 8jeI I oon Franksurt. Kollekte für die Million. Sott«»d e»st im ~l«Olt»il Fanerb-tth. Vormittags 10 Uhr. Herr Plärrer Zahm an n. Rachm. I Uhr: Jugeubgottessieirst. Katdot ■ «» i- - Sonntag Seragenmö, 15. Februar Gelegenheit zum Beichten Samstao »invinliio.-i von 4 Uhr, Sonntag früh von H6 Uhr an. K7 Uhr. Frühmesse. 8 Uhr: Militärgotterdicnll ____ Rachen !K Uhr: Satiamentalische Bruderschafioandacht von Montag an beginnt der BKrttagsgotleodtensl wieder darcheveg um 7 Ute. Feiernden» Friedberg. Jeden Sonntag abend« von 3—VC10 Uhr Versammlung Sonntag, den 15. Februar. Bottrag über: „Slegeiland und Stegerländer". .Feierabend" im Stadtteil Fauerbach. Jeden Sonntag: Spiel. und Lesrabend Ein giller Kamerad der Kinder itt der ziiiber mit dem Dorhn d>» !> (nmuniMfUlxn der «dir» SeoNS Sou n eu knurrn Um genau »nd Wille», da» er iburn iur drc gut- Ernuljion lL'n.'ckciide. so deHmmliLe Marke bürgt. Gartu Emulsion irt schmackhaft und leicht verdaulich gemachter Lcbev» tran mit Kalk, und Natron-Tatzen. GkLaN.ro. r »LkTtroi W iw.0, ®uurtn Jtalf iX «um Aitrk, 3 j£ Lrogau» *A auf. G>»»< *®. *b(t*rr I»A mtflri 11A 8,«i..Mt,ilt>k>. U. ®aultk>rriaül 1» 3 iropfta Welche» Sitckstossdüngemittel ist billiger. Chilcsalpkie, oder schwefclsaurcs Ammonial? So wird setzt di« Frag« lau. ten müssen. di« sich jeder Landwirt vorzulcgen hat, «he er den Einkauf irgend eincs Sinkslosjdiingennttcls beuxrlstelligt. Bei Lösnng dieser Finge lst vor allem der höher« StlitstaisgehaU de, Ichweselsaure» Ammoniaks gegenüber Chilesalpeter zu beachte» so das, er jedermann verständlich ist. dag der Zeninerprei, de,' schweselsauren Ammaniaks »ich, dem Zentn-rpiels des CHUa salpeter, gleich sein kann. ,00 Kg. schwelestaure, Ammoniak enthalten 20,6 Kg. Stickstoff. 100 Kg. Chilesalpeter dagegen gewöhnlich nur 15 Kg Stickstass. Dir Erhalt de, schweselsauren Ammoniaks an SticTftoff ist also um 07 Prazenl höher al» der de, Chilesalpeter», so dag 70 Kg schwefelsaurem Ammonlak l«> Kg. Chilesalpeter «Hspreck>en oder 100 Kg schwclsaure« Ammoniak 157 Kg Chilelalzeter. Die Preislage de» lchwesil laure» Ammoniak, ist gerade für da» kommende Frühfohr der. artig, daß allein unler Berücksichtigung de, Höhe,«» Stlcksiasf. pchalte, da, Kilogramm Sticksiosi im schwesellaurcn Ammoniak bei rechtzeitigem Einkauf bedeutend billiger za stehen kommt al» im Chilesalpeter. Auster dieser für den Einkaus de» schw». sesiauren Ammoniak, allein schon sprechenden Tatsachen komm« noch die bedeutend« Frachtersparni, hinzu, die sich au« dem er. peter, sagen wir. mit einer Fracht für 1000 Kg. rechnen mnstte. hat er hente beim Bezug von schwefelsaurrm Ammoniak bei gleicher Stickstossmeng« nur die Fracht für 730 Kg. zu be zahlen Durch diese Frachtersparni, wirb de, Prei, für 1 Kg. Slickstost IM schweselsauren Ammoniak noch billiger, so dast sedee Land, wirk zu dem Schlüsse kommen must, dast da, Ichweselsaure Am. maniak al» billigste, und austerdem best«, Slickstvsidüngemittrl für den Einkaus allein in Frag« kommen kann. Brautausstattungen in allen 1’reiHlagen Friedrich Wissenbach, früfl&llfl 3. fl. Trierischegasse 14 Gegründet 1848 .J Ei» irreführender Berich, über Peeiohrrobsetzung für Me talldrahllampe» macht gegenwärtig di« Rund« durch »je Tag;,, press« E, handelt sich dabei nur um «in« Neuregelung de, Rabatt« für Metalldrahtlampen zwischen der A. E 8 und een Grossisten. di« für den Detailhandel kaum in Frag« kommt. Zr der Pieisheeabsctzung selbst wird noch solgende» bemerkt: „Die Eiinästigung der Preis« ist keine einheitliche Für di« 220 — »nd 110 — voltlampe» stelle» sich die Grvssistcnpresie jetzt aus etwa 85 bezw 55 Pig. Bor kurzem lst di« Rabattkonoention für Hnlbrvattlampen, die zwischen der A E 8, der Auer-8«. seilschall und Siemen, bestand, nach Uebereinkunst der drei Ge. selljchaste» aufgelöst warben" Er wäre wirklich angebracht, mit derartig die Oetsentlichkeit alarmierende» Notizen etwoi vorsichtiger zu sein. Sie schaden dem Handel ebenso wie der Industrie selbst. Millionen Menschen kann man nicht dauernd dazu überreden, dast etwa. Schlecht«, gut ist. Wen» daher Million«- Mensche» seit über zwanzig Jahre» tagau, tagein mit (üenust ihren Kathreiner, Malzkasiee trinke, und sich dabei wohlsühlen, so ist da, «in Beweis dafür, dast diese, Getränk wirklich und dauernd befriedigt. E, trägt aber auch zur Hebung de» Wohlstandes bei, den, 20 Tasten kosten nur 10 Psg. Man kan» durch Kathreiner, Malstasse« in unseren teuren Zette» als» seht viel spare» _______ das neu$eitnrf)eJ?uffeeQeträn 6 (kein 'öofjnenncifeti einfyeimifrfies ßproäiijs. einfjeimißljgSjäiitriftah »I». 38 Neue Tageszeitung. Samstag, oen 1«. Feoruar 1914. 6file 1 S ih wefelsaures AlMMMMl P d°« erprobte und bewährte ------- Stickstoffdüngemittel der praktischen Landwirtschaft ...... ... Kopfdüngung ...... Frühjahrsdüngung jiu alle Kulturpflanzen und aus allen Bodenarten in Feld rind (Harten auf Wiesen und Weiden. Tau'eude von Ver'uchsergebnissen der grasten Praxis liefern den Beweis hierfür. Schutz gegen Pflanzenlranlheiien Erhöhte Ernten bis 10«"/» und mehr Belfere Brjchaffenheit und Eilte Längere Haltbarleit der Früchte Keine Verlust« durch Versickern oder Verdunsten Kein Verkrusten der Böden, leine Lagerfrucht, b a q e g e n Kein Befall, leine Vergistunzsgefahr.......... Reingewinn pro ha Alt. 200,— bis Mk, 300,— und mehr, Schwcf eisaures Ammouial liefern alle landwirtschaftlichen Vereine, Genossenschaften, Düngemittel- Händler uud Dllngemitielsabiikcn, Der Preis ist so gestellt, dah die Slickstofseinheit im schwefelst Ammoniak erheblich billiger ist als im Chilesalpeter. Ausführliche Schriften über Herstellung, Anwendung und Wirkung zu den einzelnen Kulturpflanzen sowie Rat und Auskunft in allen Düngungs- und Wirtschafts-Angelegenheiten stets unentgeltlich durch die Lliiidivirischllitlilhc MslWtsstklle &cr ?cntschkil Amomk-VnkWss-KrtiAWg, 8. m. b. S. in (lasset, Schöne Aussicht 12. welche auch Düngungsversuche bei kostenloser Lieferung der benötigten Düngemittel unentgeltlich einleiiet. » » •» » «»««» » »««»»«»»««»»» —— ———— ——— ———————— »— «»»» « PIANINOS-FLUGEL HARMONIUMS Vertretung von Steinway & Sons, Becbstein, Berdux, feuricli, Hofberg, Kuhse, Mannborg, Neumeyer, Perzina, Schiedmayer, Thürmer. Billigste bis hochfeinste Modelle. 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Staatspreis, die höchste Auszeichnung Gasmotoren-Fabrik Deutz Zweigniederlassung Frankfurt a. M., Taunusstr. 47, 2. Beilage zur „Neuen Tageszeitung". Ür. IIH Sams'ag, den 11. Februar 1911. 7, ^ntirniiiio rUochenschau. Parlamentarische». — Tie Thronrede in Euglantz. — Rücktritt Moloiojnu’#. — Ministerkrise in Sdnutbm. — Bom Balkan. fragen der inneren Politik sind augenblicklich Gegen- stand der Debatten sowobl im Reichstage, »vie itn vreutzischen »bgeordneteiihaiile. Mit der breitesten Ausführlichkeit wird am Königsplatze der Etat des RcickiSamt de? Innern behandelt, »nd »ach der mehrwöchentlichen allgemeinen Aussprache beeilt man sich auch bei der Einzclberati.ag nicht londerlich. DaS gleiche ist auch in der Prinz-AIbrechtstraße der Hall, wo man beim Etat des Ministeriums de? Innern recht »»eit auS- bolt. Den Rekord schlug in dieser Woche der sozialdemokratische Abgeordnete Hoslmann, der säst fünf Stundcn lang sprach und noch länger geredet haben würde, wenn nicht die Stenographen am Ende ihrer physischen Kräfte angelangt gewesen wären und Herr Hossmann diesem Umstunde nicht tätte Rechnung tragen niüsscn. Aus den Inhalt der Hofs- inann Ickten „Rede" einzugehcn, verlohnt sich nicht, er über- fot sich in Gemeinheiten. Herr Hossniann bat seiner Sache übrigens einen schlechten Dienst erwiesen. Er bat vergessen, tze.ß er nicht im Rcickistig ist »nd im preußischen Landtage herrschen andere Sitten. Es wird Sorge getragen, daß in Zukunft ein derartiger Mißbrauch der Redefreiheit nicht riebr vorkonnnen kann. Parlamcntsrrössnung gab es diese Woche in England, cknd die ans dieser Veranlassung gehaltene Thronrede ist in mancher Hinsicht recht bemerkenswert. Insbesondere darf rn,t Genugtuung konstatiert toerdrn, das, der dentsch-eng- 'ischen Verhandlungen wegen Mesopotamien besonder» »nd nt sretindschiftlicher Wtise gedacht wird, während die Zelt noch gar nicht so fern ist, wo in englischen Thronreden de» Vcrhältnisses zu Deutschland überhaupt nicht gedacht wurde, sondern dies im Bausch nnd Bogen mit den übrigen Mächten abgemacht wurde. Weiterhin wird auch der Intimität mit Frankreich gedacht, im übrigen beschäftigt sich aber die Thronrede vorwiegend mit ancdrcn Dingen der Außenpolitik, insbesondere der Balkansrage, die ziemlich optiniistisch in den Darlegungen beleuchtet wird. Dem glänzenden Bilde der Außenpolitik entspricht aber keineswegs das der inneren, und die Aeiißerungen, die in der Thronrede über die Homerule- Bill falle», klingen recht tvenig zuversichtlich. ES geht daraus die große Beklemmung hervor, von der in dieser Hinsicht die leitenden Stellen befallen sind, und rS ist so keineswegs ganz von der Hand zu weise», daß die schlinimcn Bcsllrchtnngen ker Regierung bis zu eine,» gewissen Grade zutrcssm wer- I den. Jedenfalls geht man jenseits deS Kanals auf dem Gebiete der inneren Politik schweren Tagen entgegen. Nicht vor den« Parlament, sondern vor den gegen ibn an- gczrttelten Intrigen streicht jetzt Herr Kokozew die Segel. Bereits vor mehreren Wochen wurde der Rücktritt des rus- silchen Ministerpräsidenten angekündigt, ohne daß die Nachricht viel Glauben fand, zumal sie au» der französischen Presse kam. Nunmehr bestätigt sich aber die Demission, der Minister hat es satt, stets und ständig die Treibereien seiner panslavistischen Gegner durchkreuze» zu müssen und will es vorziehen, auf einem angesehenen Botschasterposten für sein Vaterland wciterzuwirken. Sein Rücktritt ist recht bedauerlich, denn Kokowzew war ein gemäßigter Politiker, der nach Möglichkeit die Gegensätze auszugleick>en suchte. Jnsbeson- dcre war er auch Befürworter einer möglichsten Anlehnung an Deutschland, und wenn i» der letzten Zeit eine Schwenkung zu verzeichnen war. so zeigte sich darin das Sinken seines Einflüsse» auf die russische Politik, da die Gegner eifrig am Werke waren, seine Stellung zu untergraben. Eine Krise hatte in dieser Wockie auch Scktveden zu ver- zeichnen, wo das liberale Kabinett infolge seiner Disscren- zen mit dem Könige zurückgetrcten ist. Angesichts der erpo- nicrten Lage des Landes ist man auch dort jetzt dabei, die Wehrkraft zu Wasser und zu Lande zu verstärken. n»r gehen die Meinungen über Umsang und Tempo auseinander. Die weitergebenden Wünsche des Königs werden n, mentlich von der Landbevölkerung gebilligt, deren 30 000 Vertreter König Gustav eine stllrniisck>c Huldigung darbrachten. Die bei dieser Gelegenheit gefallenen Worte des Monarchen waren aber nicht nach dem Herzen des Ministeriums: es kain darüber zu Auseinandersetzungen, die mit dem Rircktritt »er Negierung enden mußten. Auf dem Balkan ist die Lage ziemlich unverändert, höchstens, daß jetzt die Situation in Albanien einigermaßen geklärt erscheint. Die Gegensätze sind dort wohl nunmehr aus- geglichen »nd Essad Pascha, der allerlei Winkelzüge gemacht bat, begibt sich jetzt selbst auf die Reise, um an der Spitze einer albanischen Deputation dem Prinzen offiziell die Krone anzutragen. Hoffentlich ist diese Gesinnung von Dauer, damit ein böses Schicksal dem Prinzen erspart bleibt, der mit der Uebernahme der Regierung ein Kulturwerk zu verrichten glaubt. In der ägäischen Jnselsrage dagegen ist noch immer keine volle Einigung erfolgt, die Diplomaten schreiben sich an diversen Noten nach wie vor die Finger wunde. Dagegen scheint eine Verständigung über die Wirt- schastliche Aufteilung Kleinasiens nicht im weiten Felde zu stehen. Deutschland und England sind sich in Gemeinschaft mit der Türkei ziemlich einig, dagegen wird von der fran- zosisck»en Presse ausgesprrngt. daß die Verimndlunge» zwischen Paris und Berlin noch »reit vom Sciilusse seien. Run, Deutschland bat Zeit zu ivartcn. und es tvärr sehr gut, wenn in der Wilbelmstraße sorgfältig geprüft wird da- init man sich nicht überS Obr bauen läßt. ProreK (Grittirntnlb lüiiihlcv. Gießen. 18. F '-ruar 1914. Au» der Begründung des Urteil«: Grnnrwnld Winkler. Da» Gericht sah in dem in der Presse wiederholte» Voi- würfe: Grünetvald sei nicht entschlossen, für seine HandUin- gen rinzustcben, und habe damit bewiesen, wie rerb> er — Winkler — mit seiner Behauptung habe, wenn er da» Verhalten Grünetvald» als einen Akt der „Feigheit" bezeichne, eine schwere Beleidigung im Sinne der §j* IR!, 200 Sir. G. B Der von dem Angeklagte» gesührtr Wahrheitsbeweis: daß Grünewald in früheren Fälle» eben falls den an ihn er- gangene» Forderungen ausgcwickn'n sei. konnte das Gericht nicht als zur Bewertung der Frage: ob Grünewald im Falle Winkler „feige" gehandelt habe, für tauglich erklären. Da» Gericht hat vielmehr die Ueberzengung gewonnen, daß der Privatkläger möglichst einem Duell answeichen will- daß er aber, wenn die» mit „Anstand" nicht möglich lei. auch für eine Austragung bereit sei. Dies habe er auch in der Unterredung mit Amtsrichter Schneider zu eikenncn ge- glbcn. Zwar erachtete das Gericht die Begründung der Ablehnung des KartellträgcrS Landry als zu jung, nicht als glücklich getvähO, zumal Grünetvald in ciiicui srüliercii Falle (Metz) ebenfalls bnrch ein«), Studenten eiwe Foidernng baße «Herdringen lassen. Durch Zeugen, «vie Wasta« Iw. Bepp und Professor l>r. Poppert, sei auch der Eintvnnd Winklers, Grüncwald habe zwar seine Maßnahmeii nur in Szeiic ge- seht, um eine ernstliche Absicht vorzutäuschui, »ntkrästct, und diese Entkräftung werde auch durch den Aiiilsrichter Schneider insofern unterstützt, al» dieser nicht den geriiigslc» Zweifel hatte, daß Grünew>ild der Austragung der Forderung aus dem Wege geben wolle. In de» Kreise» der Duell- anhänger selbst gäbe c» eine ganzc Reihe von Männern, die die Ausfassung WinklerS: daß durch eine Ablehnung eines Kartelltiägers (liier Sntibrt)), Duellanhänger „latissaktiovs- »usähig" würde», nicht teilen. Die Eigcnsckiast der „Satis- faktionssähigkeit" gehöre nicht znin Begriffe der Eine »nd lei nicht als ein fittlirfjer, sondern als ein sozialer Wert, anzu- scben. Sie konime je »ach der Stelliing i» der Gesellschaft jedem hieriiach Geeignete» zu, ohne Rücksicht auf seine Slellungnoluiie ziii» Duell. Diese . Rechts'frage flirte zu fc-rruiy : Waschmittel HenKels-BlfS Trotz der aflRcmcmen Verbreitung von Pcrsll gibt es immer noch Hausfrauen, d>« die hervorragenden Eigenschaften dieses selbsttätigen Waschmittels nicht voll auszunutzen verstehen. Mühelos, einfach, schnell und billig bei größter Schonung des Gewebes wäscht man mit Persil nach folgender Gebrauchs-Anweisung: Für Weißwäsche lÄst man Persil in kaltem Wasser durch Umrühren im Kessel auf, legt die Wäsche in die kalte Lauge, bringt sie langsam zum Kochen und läßt sie nur einmal '/«—", Stunde unter zeitweiligem Umrühren kochen. Nach dem Kochen bleibt die Wäsche einige Zeit in der Lauge stehen und wird dann einigemal in klarem, möglichst warmem bis heißem Wasser sorgfältig ausgespült. Jede Zutat von Seife, Seifenpulver oder anderen Waschmitteln ist unbedingt zu vermeiden, da diese die selbsttätige Wirkung von Persil nur beeinträchtigen und dessen Gebrauch unnütz verteuern! Zu empfehlen ist ein Einweichen der Wäsche in Henkel'« Bleich-Soda ^ Alle Schmutz-, Staub-, Schweiß-. Fett-, Kakao-, Tee-, Blut-, Tinten-« fl) v ja auch Obstflecken verschwinden; die Wische wird vollkommen » • rein und blendend weiß, wie auf dem Rasen gebleicht. ® Für Wollwäsche wird Persil nicht in kaltem, sondern handwarmem Wasser (35 0 C.) aufgelöst und die Wäsche darin etwa '/« Stunde geschwenkt (also nicht gekocht Besondere Schmulzstcllcn reibt man leicht über der Hand nach Nach gutem, wiederholtem Ausspülen wird die Wäsche ausgedrückt, nicht ausgewrungenI Das Trocknen darf an nicht zu heißen Orlen, auch nicht unmittelbar an der Sonne geschehen Gestrickte Sachen sind nach Möglichkeit liegend zu trocknen. ä» Nach solchem Waschen mit Persil wird die Welle nie filzig, sondern ft y bleibt locker und griffig, Krankenwäsche wird gleichzeitig völlig frei V • von Krankheit»!-timen, da Persil nach wissenschaftlichen Feststellungen ^ Ö stark baktsrientötend wirkt und zwar schon in handwarmer Lauge • Machen auch Sic einen Versuch; denn so waschen Millionen Hausfrauen sei* Jahren mit bestem Erfolg und schonen dabei Ihre Wäsche. Uibtrtll crftllllich, nionals lose. n«r in Orifinil-Piktltii. HENKEL & Cie., DÜSSELDORF Kapitalien werden ln jeder Höhe zu mäßig. Zinsen besorgt. Wo? sagt die Exped. der Neuen Tageszeitung. Empfehle mich den werte» Fahlen Ttnchtrrn zum Kastrieren von fohlen im Stand. Erfolgreiche Anerkennungen stehen zu Diensten. Martin Kroner, inmnsiritftr, Bilb „>tich 1 drs «rofirn miiikti Pirlfdjitrins Schweinezucht-Berel« Lang-lSöns (Hessen.) Erstllasi. Zuchttiere von vor- ziigl. Abstammung stets vorrätig. Ein vieljähriges Pferd nebst Wage» für Bäcker geeignei preiswert zu verkaufen. Nähere, Säckierei Walk, Frieddee,, Kaiserprotze. tjochtr. simmrntal.Lull tunter 2 die Wahl) bei Iahanae» Laupu«. Magenheim bei Vilbel. l Partie Lerkel bei R. Müller. Läwenhaf, bei Ober-Roobach v. d. H krmaSslgte preise: l— 2 Kt- 3—10 kg 12V,-50 kg von GO kg ah M. 2.20 M. 2.— M. I NI M. I.GO per Kilo einschl. 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Februar lai* ii'-fcn fein, wie sie wolle, jedenfills sei für die Frage der Satisfaktionsfähigkeit entscheidend, daß Griincwald seine Handlung atS richtig anschc» durfte. Auch aus der Verabschiedung Grünewalds auS dem NilitSe könne für Grünewald Satisfaktionsunfähigkeit nickt liergeseitet werden, denn ein Offizier, der mit Titel und -'latent verabschiedet werde, stehe auch noch der Verabschie- > nag auf der gesellschaftlichen Höhe, die ihm daS „Recht" >>r Satisfaktion gewährleisten. Eine verleumderische Vekei- digung könne bei dem Glauben Winklers an die Richtigkeit seiner Auffassung nicht vorliegen. In dein Brief, den Redakterir Hill im Austrage Winklers all Grnncwald geschrieben habe, könne auf eine beleidigende Absicht Winklers aus seiner Auffassung nickst geschlossen werden. Wenn auch eine niedrige Gesinnung in den Beleidigungen nickst erblickt werden könne, so möchte doch die Strafe der Bedeutung der Tat entsprechen. Die Notwendigkeit hierzu werde weiter durch die Austassnng in diesen Kreisen, die sich über daS Gesetz erheben zu müssen glauben, begründ st, als diese Kreise glauben, einen ausreicheliden gerichtlichen Schutz der verletzten Ehre nicht zu finden. Weiter koiiime in Betracht, daß es sich um hochgebildete Männer, Abgeordnete, Rechtsanwälte handele, die bereits in erciften, Alter stehen. Dies treffe auch für die Gründe zur Bestrafung des Widcrklägcrs zu. Winkler müsse zu gut ge- galten werden, daß er von Grünewald bereits in der zweiten Hammer beleidigt worden sei. Es war deshalb bezügl. Winklers auf eine Gesamtgeldftrafe von 600 Jt zu er- ennen. Bezüglich der Widerklage Winkleis stehe fest, ..atz sich die Eingabe Grünewalds an dir Anwaltskanimer insofern als eine Beleidigung darstelle, als in ihr von Grünewald die Ausdrücke: „von einer schauspielerischen, mit allerhand MätzckLn arbeitender Art" Winkler gesprochen wurde. Durch diese Ausdrücke sei vr. Winkler in der öffentlichen Meinring herabgewürdigt. Ter Schutz des 8 Str. G. B. sei dein Widerbeklagten Grünewald zu versagen, da aiis der Farm der Neuste einigen sich die beleidigende Absicht ergäbe. Ten angeklagten Redakteuren sei die Schutzbe- hcmptung, daß ihnen das Bewußtsein einer strafbaren Handlung gefehlt habe, nicht widerlegt. Es habe deshalb bez. iämtlicher Preßvergehen Freisprechung zu erfolgen. Die Veröffentlichung des Urteils nach Reckstskrast sei gemäß 8 2C0 Str. G. B. auf alle Zeitungen auszridehnen. Ans der Heimat. * B»d Homburg v. d. H., 14. Febr. Wie man von sonst zuverlässigen Stellen versichert, trifft die Kaiserin am 18. März zu mehrwöchigem Kuraufenthalt in Bad Homburg ein und wird im Königlichen Schlöffe Wohnung nehmen, lieber einen Besuch deL Kaisers im Hombnrger Schloß verlautet noch nichts Bestimmtes, doch scheint es nach hier umlaufenden Gerüchten nicht ausgeschlossen zu sein, daß der Kaiser oie beabsichtigte Korfureise aufgibt und ebenfalls in Hom- eurg frühzeitig eintreffen wird. Die Arbeiten im Königlichen Schlosse werden beschleunigt. * Wiesbaden, 14. Febr. Die Voruntersuchung wider den jungen Seck aus Eisenbach, welcher seinen Vater ums Leben gebracht hat, ist nunmehr zum Abschluß gelangt, die Anklage dagegen ist noch nickst formuliert. Es ist ganz unzioeisclhast sestgestellt worden, daß nicht die von dem Sohne auf den Vater abgegebenen Schüsse diesen ums Leben gebracht haben, ' "der,, daß erst ein Schlag mit dem Revolver, den Seck jun. fi. inciii Later in dem Augenblick versetzte, als dieser drohend aus ilm zukam, den Tod herbeigeführt hat. Die Anklage wird wahrscheinlich aus schwere Körperverletzung mit Todeserfolg lauten. Parteinachrichten. Amerikanische Wahlsitten! So dachte ich mir, schreibt der Korrespondent der Kölner Volts.Zeitung", als ich gestern morgen durch die Straßen von 0 s s e n b u r g schlendert«. Am Ochsen und Hirschen, den beiden liberalen Slandqnariieren, begann s. Auto um Auto rasselte heia», nach und nach eine ganze Kette bildend vor jedem W:rtshaus! Rechts und links an jedem llvagen ein großes rotes Plakat Ml, der Auffchrist: Wähl, Kölsch! 14, 15 solcher yufjriEcrfc der Neuzeit zählte ich. Aha, der Hansabund, meint einer im Vorübergchen! Ich versteh« und lächele und loche auch als ich einen Ballon in der Hauptstraße ebenfalls geziert sehe mtt roien und weißen Kösichplakoten. Es ff, mittlerweile 10 Uhr geworden-, die lstlahlschlacht beginnt. Die Autos sangen an :u rasicln. Ein« Anzahl sausten aus die Landorte, der Nest bleib! zurück, um in der Slodt selber die Saumseligen ,u Ichlep- pen. Jetzt merti man, daß auch das Zentrum nicht untätig ist. Auch das Zentrum hat sich Autos gesichert, Und wenn auch liberale Späher an der Straßburger Landstraße einige seiner in Slraßburg bestellten Kraslwagen für die Liberalen „gekapert" haben, Wiedervergellen ist in diesem Falle kerne Sünde ,und niit Mühe und Not sind zehn gewonnen, und mit dem «inen und dem anderen von den Liberalen bestellt geweienen Auto schlepp« sich? auch ntch, schlechter, als wie mit einem anderen. Wie sich die Zetten ändern! Früher hätten di« Wähler es ab. gelehnt aus dies« Weise zur Ausübung ihrer Bürgerpllicht a-i- zchalien zu werden, heute müssen eben leider außer den kränk- 1 ifc?» und sonst sehr in Anspruch genommenen, auch ander« Wähler auf die modern« Weise herangeholt werden. Mit den lallenden Rubeln des Hanjabundes konnte das Zentrum freilich nicht gie.chen Schrill hallen. Lg Autos aus Baden, dem Eliaß und sogar aus Luxemburg standen neben einem Heer« gut be. lahitcr Agitatoren und Wahlschlcpper den Liberalen zur Bergung. Wenn jede» Aula nach der Straßburger Taxe mit Ivg ' -ri s:ir den gestrigen Tag bezahlt werden muß, ergibt das Uiur. ickon ein- Allsaobc non Lggn War». Du «nnnie das Zentrum nicht gleichen Schritt halte,» Di« 10 Autos, die es in Dienst stellen konnte, venirsachlcn seiner Kasse schon empfind, liehe Kosten — ein« Mahnung an die besser situierten Partei- frennde, bei solch wichtigen Wahlen cs an Freigebigkeit gegenüber der Partei nicht fehlen zu lasten. Die „offene Hand" der liberalen Agitatoren in den Wirtschaften und in de» Wahlloka. len aus dem Land« kostete den Kölschmannen sicherlich auch etliche braun« Lappen, so daß ihnen der gestrige Tag nicht viel weniger als Igvgg Mark Unkosten verursacht haben mag. Was vorher schon von dieser Seite „gcslostcn" ist, entzieht sich öffent- licher Kenntnis; einen ungefähren Begriff von den riesigen Geldmitteln, welche den Llberalen zur Verfügung standen, er. hält man, wenn man zuverlässig erfährt, daß sie einem Wirt i» Durlach für die Uebernahme einer Köffch-Berfammlung bare rvo Mark zahlten. lSchoffcngerichlj. Gießen, den 13. Februar 1811. 1. „Das 4. Gebot" sollen di« Eheleute Konrad Ludwig D. von Beuern nicht beherzigt haen. Nach der Anklage war ihnen «in« grmeinschasilich« Mißhandlung ihrer 72 Jahre alten Mutier zur Last gelegt. Sie sollen die alte Frau zu Boden geworfen und der Ehemann D. die Mutter mit beschuhten Füßen ge. treten haben. Das Gericht konnte durch di« Beweisaufnahme nicht zu der llebcrzeugung kommen, daß tatsächlich «ine Mißhandlung staitzefunden hat, und sprach die Angeklagten frei. 2. „Einen Zusammenstoß mit der elektr. Straßenbahn" verursachte der Chaufseur Fritz Schn, von hier, als «r mit einem Automobil in ziemlich schnellem Tempo ans der Westenlage in die Vahnhofstraße «inbog. Er erhielt wegen Eisen, bahniransporlgesährdung «ine Geldstrafe von 25 Mark eventuell 5 Tag« Gefängnis. 3. „Wie es Auszüglern ergeh,!» Well der als Auszügler bei seinem Sohne wohnende Landwirt Konrad M, 3«. von Langgöns, durch ausgeschüttelen Kaffeesatz di« Küche verunreinigt haben soll, geriet die Ehefrau Mari« M. geb. Wenzel mit dem alten Mann in Streit, und schlug demselben in der Wat «inen Schöpfeimer über den Kopf. M. soll rann mit einem Prügel dl« Sch-öge erwidert haben. Da in der Hauptverhandl-vng l«. diglich di« sich gegenseitig belastende» Aussagen der Angeklagten gegenüberstehen, und ein genügender Zrugenbeweis nicht erbracht wurde, wurden beide sreigesprochen. 4. „Wege,, Sachbeschädigung und Beleidigung" erhielt der Hilfsformer Wilh. M. von Wißmar Geldstrafen von 40 Mark >vll. 8 Tage Gefängnis und 15 Mark evtl. 3 Tage Gefängnis. Nach einer Bierreise, die er in Gießen gemacht hatte, beichä. digi« Al, während der Bahnfahrt nach Lollar in einem Wagen 4. Klasse eine Fenficrscheibc und beleidigte den seinen Namen scststcll.'nden Beamten mit den gemeinsten Ausdrücken, Ru, sein« Trunkenheit schützte ihn vor strengerer Bestrafng. 5. „Freigesprochen" von der Anklage der Körperverletzung wurde der Forsttvartsaspirant B. von Rödgen. Au Eioßher- zogsgeburtslag geriet er mit einem anderen Rödgener, dem C. B in Zkorlwechscl, in deste» Verlaus B, dem Anderen mit «i. nem Spazierstock einen Schlag Über teil Kops versetzt Hobe« soll. Da der Verletzte angibt, daß ei infolge seines trun.enci Zustandes sich nicht mehr genau des Vorganges zu enlsinn«» vermöge, erfolgt« Freisprechung. L. „Ein Uebersall beim Schlachtfest". Als in Erotzen-Buseck die Gäste beim Schlachtfest fröhlich beisammen saßen, traten plötzlich 3 durch falsche Bürt« entstellte Männer in die Stube ein, und es setzte mit einem Schlauch Hieb« ab. Der Müller August Schm, von der Weitzmühlc bei Großen Buseck hülle wie sestgestellt werden konnte, die Schläge asgereilt. Er stellt aber die Sache als «inen Scherz von ihm dar, wie er be! den Schlachtfesten in der dortigen Gegend häufig vorkomm«. Das Gericht konnte sich nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme den glaub, haften Einwendungen des Angeklagten nicht verschließen unt sprach Schm, von der Anklage der Körperverletzung frei, 7. „Ist beim Fischen b!« Benutzung einer Stauge strafbar" Diese Frage wurde heute von dem Schöffengericht verneint. De, Händler Heinr. B. 2. von hier halt« beim Hechtsangen in der Lahn durch einen Gehilfen im Schilf di« Fische „auspatschen" lasten. Das Gericht schloß sich den Ausführungen der Sachverständigen, daß die Stange nur zum Auffcheuchen der Fisch« diene und nicht zur Verwundung derselben gebraucht worden ist nd daß auch ein Fischfang mit Netzen ohne Zuhilfenahme »o» Aüstcheuchungsmittel unmöglich ist. I. Mm in 2. klNe m I. MriM'SMrulWz m l'Mtz.) MW-LSÄl,r. (Am 1». nnb I«. Fe ru«r 1014.) 9htr die Gewinne über »« Mk. ftnb den betreffenden ••(inimcm in Klammern dei§ef2"t. Ohne <4ewähr. 5-vs jede gezogene Nummer find zwei gleich hshr Ge v inu: gefTL-2, u:l2 , oxt jr einer enf die Lose gleicher Nummer in der, beiden AsteUna^e, l ans IL 18. Februar 1914, nachmittags. Nachdruck verboten. Dte d-evnnfl »er 2 Kiane beginnt am IX Februar 1914. 129 48 (200] 329 454 501 704 60 936 1059 175 (3001 232 40 77 «53 867 20 9 «14 172 432 864 84 lÄ'JO] 924 42 *000 1> 3 233 5dl 89 939 4282 626 752 60 *3 ,28 Üt7 (2"0I 733 k 4 l'5S « 41 385 588 613 56 770 bl 1 7/75 398 8217 64 382 (3001 685 744 862 »hü 115 257 380 501 6 85 625 954 1*020 63 150 798 467 537 78 761 [3X>1 814 79 708 73 1 1162 527 736 78 88 12 38 396 «438 67 (400] 934 1*1 0 256 48l -71 868 965 14 »72 * 7 458 765 8 *4 1.300] 904 15 42 I.V2S1 7.0 940 1*316 37 553 60 718 &12 ‘.*87 1 7358 602 755 840 987 18010 198 202 ,1000s 399 5 *2 605 81 82 1*1«) 378 434 673 754 694 978 20 76 505 91 21272 409 G24 ) 756 828 2 .V>65 321 87 733 80 82 96 864 941 23050 ,84 213 48 391 670 71 935 2,405 20 735 25 03 605 53 815 20272 45 560 653 -93 963 27128 32 . 4 2 *93 28115 462 609 68) 1200] 932 200 .'5 83 (200] 11 > 57 2vl> 425 515 8 iS 948 95 »O 03 554 953 *1058 100 296 751 87 3 2 21 197 [30')] 216 316 448 587 607 25 34 37 743 :*S119 24 52! 93 722 34153 > 9 (20 | 5-5 803 85 62 207 229 59 533 75 611 71 3 1201 338 747 370-17 5) 129 360 68 584 64 1 860 8*257 737 39'54 884 905 53 40051 214 79 472 .93 910 410.3 62 ,17 886 971 82 4*036 149 52 229 3o7 471 72i 99 ) 43450 85 54 ' 767 824 58 • 66 443 2 «^9 522 711 816 45590 410 793 4*013 358 (200J 480 47013 251 76 347 700 805 48251 65 616 ( OOJ 9'4 4 0005 87 306 501 8 [2Uu] 6,6 735 60070 90 286 301 13 1 454 652 51129 <11 253 606 88 853 63 52 4 [ 00] 532 >7 311 37 055 51071 303 14 76 » 855 (1 OOJ 55'76 (200] 393 493 060 5*049 677 707 954 57070 453 510 98 061 58095 651 859 59519 887 6CKH6 278 93 658 82 750 79 878 «1251 405 650 «2212 791 819 969 «3 12 80 535 798 ö77 93 04*)19 bi 171 678 62) * . 2) 114 619 6* 7 i .4 9 ' 452 931 *7 75 55u WO 826 0 998 *8103 310 575 985 «»019 1 6 271 336 403 10 19 510 646 749 834 70049 390 627 <23 86 7 2 t30 7,055 2<0 402 45 511 80 600 22 711 89 72.!' « 573 683 9l 92 ! 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Kreis Friedbery. Friedberg, de» 4 Februar ISN. Bekanntmachung. ■'rtr Bedeckung b«i 6hi*rn durch bte L-ndgeskilsbejchälce im I-Hrr ISN. Das Großh Kreiramt Friedberg "i die Herren Bürgermeister der Städte Frkdberg und Bad- Nauheim, di« Großh Bürgermeistereien des Kreises und Großh. Palrzeikammistariat Wickitatt Mil nächster Post sde,senden wir Ahnen die mutmaßlich er. iorderi-ch« Anzahl vo» Formularien IHebiisten und De!> kiinueriitiz, Boeckmonn. Büdingen, den 3. Februar 1914. Vir.- Tanzbektistigungr» und öffentliche Lustbarkeiten. Das (strohherzogliche Kreisamt Büdingen on die Grohh. Bürgermeistereien des Kreises. Wir niackxm wiederholt darauf onsmerksam, de st nach den bestehenden Bestimmungen für die ganze Fastenzeit ' u'.eiswnon z„ Tnn .drlnstiqiinqen nicht erteilt werden fallen u-,d dost nur bei geschlossenen (Ocfellschasten unter Umstände» davon abgewichen werden konn. Auch sind am rrsten Lnerfrirrtag und am Vorabend dicses Tages, sowie in der ganzen Karwoche einschliestlich 0 >s Palmsonntags alle öffentlichen Lustbarkeiten verboten. Etwaige Jntereffenlcn sind hiernach zu bescheiden. Bocckmann. Kreis Giesten. Dicnftnachrichten »e, Graßh. Kreisomi» Siehe«. Dem Stadtvoistand zu Louteebach ist i« Verbindung mit dem am lS. Juni 1914 doetfeldft ftakrfindenden Piämtenmarkte die Ausgabe einer Lotterie von 8000 Losen zu 0.00 Ml und ihr vertrieb in der Provinz Oberhessen gestatt«! worden. E, wer- den oeriasi: Vieh un« iandwiellchastlich« Geräte. Dem Gemeindevorstand zu Schotten ist in Berbindung mit dcm am 2. Juni 1914 dottielbst ftattfindenden ZuchtviehmarkI die Ausgabe einer Lotterie von .'000 Losen zu 1 Mark und ihr Vertrieb in »er Provinz Obcibcstcn gestattet worden. Es wer. den verlost: Vieh, landw Geräie und Hausholinngsgegenilönd«. Dem landwiellchastlichen Bezletsvercin zu Vensheim ist in Verbindung mit dem am 2t. April d. I. doetfelbft ftottfinden- d:n Zuchuiiehmarkt nom Großh Mlinstcrlum der Innern die V:r' !a'.t»i>a einer Lotler-e mit der Aus^bc von I0S00 Lo- 9 ie»r ^.ageszeiiung. Samsia«, ven 1». Februar »ulk. fcn zu t Mart und ihr Bcrtrieb im Großh. beffe» gestaltet worden Es werde» verlost: lanvwiitfchasllichr Geräte. Haus- und Sedrauchsoegenftände. Dem Fuiftlichen HoimarfchaNam» zu Detmold ist von der zuftond gen vehör»« für den 7. Februar 1014 die Aus-ade einer Geldlollerie j2. Serie) oon 125 000 Lofen zu 3 Marl und dem wrosth. Ministerium de, Innera »er Vertrieb ven 3000 Losen im Großtzcizogtum Hessen gestattet «vtden. Zum Vertrieb in Hessen dürfe« nur mit dem hessischen Zulassungsstempcl ver. rne Lose gelangen. Während der Zeit de, Vertriebs der Los. zur ersten Klasse eiu.r «gl Preutzische» Lvtterie ist An- lunUgung, Ausgabe unü Vertrieb »er Lose i> Hessen nicht gestaltet. Bekanntmachung. Brtr.: verhalle» ber Schulkinder. Au »ie Schulvorstande de» «reifes. Kürzlich ist e» vorgetommen, dost ei» Eisrnboi »beambr durch einen Sliinwurf, den «in Schüler gegen einen in der Fahrt degeifsenen Zug gerichtet halle, erheblich verletzt war. bin ist. Da trotz wiederholter issentlicher Verwarnung de, kln. jug, nach Bahnzügen und Fahrzeuge» zu werscn. immer wieder vortommt. wollen Sie veranlassen, daß im Sinne unserer Bei svgung vom 13. September 1913, «reisbl Rr. 74 vom I«. Sept. 1913, erneut aus »k Schuljugend «ingewirkl wird. Gießen, den IS. Februar 1914. Groß herzogliche «reisschuilominission Gieß,». I. v.: Welckgr. Bekanntmachung. Betr.: Di« land«»polizciliche Prüfung de« Entwurf» zur Her stellung zweier Ausstrllgieis« aus Bahnhof Grüuberg (Oberhesstnl. Den Plan zur Herstellung zweier Aussiellgteise am Bahnhof in Gründerg liegen aus Grohh. Bürgermeisterei Gründerg vom 14.-20. I. M. einschließlich z» jederinanns Einsicht ofjen: Termin zur landcspolizeilichen Prüfung sindet Freitag, den 27. Februar 1914, nachmittags 2}; Uhr lTrejjpunlt Empfangs- grdäude Gründerg) statt. In dem genannten Termin find alle Einwendungen, weiche sich aus Ansprüche wegen Verlegung und Aendreung öffentliche, Wege, An. und Zufahrten aus Grund stück«. Einfriedigungen. Wasser- und Vorsiutvcrhültnilse „iw. sowie aus die Herstellung vo» Schutzvorrichtungen zur Sicherung gegen die »US dem Bahnbetrieb« rnlstehenden (üesahren und Nachteile beziehen, bei Meldung des Ausschlusses oorzu- briNgen. Auch können Wünsche »nd Brdenle« vorher schristlich bei uns eingercichl werden. Gietzen, den lü. Februar 1914. Grohherzogiichc» «reisamt Giehcn. I. B.: Langer mann. Bekanntmachung. Betr.: Maßregeln gegen die Einschleppung der Maul- und Klauenseuche. Wegen der starten Berfeuchung der preußischen Provinzen Oft. «nd Westprrugen har Grotzh. Ministerium des Innern die Quarantäne für sämtliches aus den genannten Provinzen eingesührle «ianenvieh (auch Schlachtvieh) angeordnet. Für da, an» den genannten Provinzen zum Zweck sosor- leger Abschlachlung in össentliche Schlachthäuser eingesührle oder aus einem Sch!ach,viehmarlt auzgelriebene «Ianenvieh tritt «in« Quarantäne nicht ein, doch darf dieses Vieh oon den Schlachrviehmärklen nur zur Schllichiung in öjsenliiche Schlacht Häuser oder zum Austrieb aus ander« Schlachivichmärlie abgetrieben werden. Im übrigen wird unsere Bekanntmachung vom 21. Jan. 1914 (Kreisbl. Nr 7) und vom 26 Jan. 1914 lKreisdl. Nr. S), ebenso vom 22. Jan. 1914 sKreisbl. Nr. 7) nicht berührt. Die Grojjherzoglichen Bürgermeistereien haben vorstehendes ortsüblich belaim« zu machen und die Interesicnten entsprechend zu bedeuten. Gießen, den 12. Februar 1914 Erotzhetzogilche, Kreisamt Gießen. - I. v: L a n ge r m a n n. BcknnntMiichuiig. Beit.: Die Aufskllung de» neuen Grundbuch, jür die Geinar- tung Laugsdors. Di« nachstehend« Bekanntmas- >»g bringen wir hiermit zur öffentlichen «ennlnis. Gießen, den 7. Februar 1914. Grotzherzogliches Kreisamt Gießen. I v: Dr. Siegelt. E» wird hiermit zur össentlichen Kenntnis gebracht, daß das ne« «rrichiet« Grundbuch der lüemarlung Langsdorf nebst den dazu gehörten Parzellenfartcn aus dem Dicnsizimmcr des Grotzh Orlsgerichtrooifteher, zu Langsdorf offen gelegt worden .st. Die Beteiligten find befugt, dasselbe während der Zeit der Ofscnlegung in dem ausgegcdenen Raum eilljusehen. auch gegen Entrichtung der vorschristsmäßigen Gebühren uon dem genannten Orlsgelichtsvorfteher Grundbuchauizüge zu verlangen Auch werden sie oon bleiem aus die zur Kenntnis der Feldgeschwo- renen gelongenden, ste betrrssenden Fehler »usmerlsani geinocht werden. Demjenigen, rrxlche sich bet den Angaben de, Grundbuch» hinsichtlich de, Besitzstand«, und der Grötzenangaben jür beschwer« erachlen, steht e, frel. binnen einer «nerftreckliche» Frist von sechs Monate» ihre Anstände entweder aus güllichem Weg bet dem Grohh. Oilsger>ch:svorlteher zu Langsdorf, tot den sie ihren etwaigen Gegner oorladen losten können, zu belettigen oder mangels «in«, gütlichen Einigung ihr« Ansprüche bei dem für vesitzftreitigkritk, zuständigen Gerichte gelten«, zu inachen. Ist »ks«, Gericht «in anderes als da, unterzeichnet«. I- ist »an der rrjolgten gerichtlichen Geltendmachung innerhalb der obengenannten Frist dem Unterzeichneten Geitcht Anzeige zu machen. Diekld« »nzeiq« iaaerdald derjelden Frist da» -nch zu rrtniaen. wenn bereit, vor Ofsenlegung de, Grunbduchr gegen den In !hm eingetragene» Besitzer ein« Besitzklage angestellt ist. Rach Ablauf der oben an.i-gebenen Frist von sechs Monalci, wild der Beiitz wie ihn da» Grundbuch «rgidl, in Bezug aus di» Personen der Besitzer und di« »rößeuadgaben in alle« denscnl. gen Fällen sür richtig angenommen, in welchen «xder eine güt- I che Beseitigung bei dem genannten Orligerichtsvorskher zu Protvkoll gegeben, noch eine gerichtlich« Klage deshald erhoben Ulid «rsorderlichvnsalls bei dem unlerzeichnek» Gericht zur An. zeige gebracht worden ist. Zugleich werde» olle diejenigen, ivelche di« in Gemäßheii der Ariilel 30 de» Gcsetze» vom 2l. Februar IS.%2 bei,essend die Erwerbung de» Ginndeigenlum, deigesüglen Erwerdtikl berlch- l g, zu sehen wünsckxn, »usgesorderi. die erforderlichen «»trag, i nnen »er Irstgesetzlen Frist von seck>« Monaten de, dem zustä-r. dige» Gericht zu stellen und wenn dies«, ein ondek, al» da, unterzeichnet« ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Di« unerstreckliche Frist »on sechs Monaten geht mit dem 31. August >914 zu Ende. Lich, den 31. Januar 1914. Groß herzogliche» Amisgericht. Becker. Belanutuiachiiiig. Betr.: F»rtd,ldung,jchu>r. An d>« Eiduluorständ« de» Kreise». Wir cmpseh!«» Ihne», die Joitdildungrschulen, nachdem die sestgcsetz!« Stundenzahl gehalten worden ist. mir einer durch di« Lehrer »orzunehmeaden Priisung zu ichließcn. Bis spälefitiio li. März l. I». sehen wir Ihren Berichle» über sol^nd« Punlle entgegen: 1. Zahl der: a) Klastcn, d) Lehrer, e) Schüler, d) Stunden pl« Wockze. c> Stunden tm ganzen: 2. Betragen der Schüler: 3. Leistungen der Schüler-, 4. Zal der Schüler noch dem Berus«: a> Landwirt«, d> Kauslcut«, c) Handwerker, d) Fa. llrffakbsfler: 5. vorsäumniste: a) erlaubte, b) wegen Krankheit, c) unerlaubte. lC« ist die wirNiche Anzahl, nicht der Prozentsatz der Per» säumnistc anzugeben). 0. Vergütung- a) pro Stunde, d) im ganzen. 7. Unterrichtszeit: a) Wochentage, d) Lag« der Stunden. Gieße» den 6. Februar 1014. Grotzh«rzogiiche Kreisschulkommission Gktzcn. I. v.: Dr. Stegert. Giehrnkr Slandesamls-Uachrichten. Ausgebolen«. Febr. 0. Karl Konrad Georg Mahr, Hilsrheizer in Sieg» bürg, mit Elsa Katharina Haine, in Gietzen. — Georg Friede Huck, Bildhauer, mit Maria Elisabeth Jung, ged. Wiftcr. beide in Esten. Febr. 9 Wilh Heine. Schäfer, Landwirt in Görzhain, mit Elisabeth Risfee in Berfa Febr. lS. Johanne» Laukel, Fabrikarbeiter, mit Mari« Wagner, beide in Lollar. — Friedr. Wilh. Ha,'mann, Schuh, niacher, mit Marg. Elise Heinz, beide in Gietzen. Febr. 11. Karl Wilh. Schumann, Bizefelowebel ln Fried- berg, mit Luise Sophie Magd Klo» ln Gießen. — De. Gurt Konrad Eduard Gg. Ludwig Koch. Frauenarzt, mit Mathilde Minna Luise Schenck. beide in Gießen. Lheichließunge«. Febr. 7. Konrad Lippert. vizeseldwcbek, mit Auguste Franziska Weickstel. beide in Gkhen Febr. 11. Isidor Rosenbaum. Kaufmann, mit Dora Stern berg, beide In Gießen, Gebaren«. Jan. 27. Dem Postbolen Heine. Martin ein Sohn, Wall«, Karl Hermann. Jan. 31. Dem Schreiner Ludwig Wock «in Sohn. Karl vtta. Febr. 2. Dem Monteur Anton Koch »in« Tochter. Math Minna Luis« Febr 4. Dem Kaufmann Friedr. Hain eine Tächter. Ghar. lott« Margaret«. - Dem Friedhossarbrikr Johann Jost Rü»> pcler rin« Tochter. Emilie. Febr. 5 Dem Former Heinr. Wilh Schmidt «ine Tochter, Franziska Agnes Othild«. — Dem Hikfsheizer Heine. Lehn, Hardt ein Sohn, Heine. Karl. — Dem ordentlichen Peofcstor on der Landesunlversität De. August Friedr. Karl Slalweik ein S»hi>. Febr. 0. Dem Architekten Ludwig Wehnim ein« Tochter Annchen Else Emmi Greichen. Febr. 7. Schreiner Wilh. Schütz «in« Tochter. Margaret, Katharine. — Dem Zimmermann Wilh. Bechtald rin Sohn Hugo Friedhelm. Febr. 8 Dem Schloster Robert Motbia, Jos Hüsch «>n« Tochter. Ottilie. — Dom Bohnarbeiker Adam Weißmann ei» Sohn. Erich. Febr. 9 D>-m Maurer Heinr. Ruhn «in Sohn Friedrich Febr. 10. Dem Bergmann Heine. Weber eine Tochter Margaret«. Sterbesälk«. Febr. 8. Katharine Schnell, ged. Kavß, 70 Jose« alt. Licherftratze 74. — Wilhelm Enkirch, k Jahr alt. Frankfurter, fteaße 138. Febr. 9. Marl, Reibeling, geb. Peelsag, 59 Jahr« a't Aftreweg 48. Febr. 10. Margarete Weber «ine Viertelstunde alt. Schloß gast« 8. Febr. 12. Johann Konrad Sch, pv. 1 Monat o" O'».--.,-.*, 19. — Katharine Haas, geb. Becker, 78 Iah'« a1‘ " Itfc» neue Tageszeitung, teamstag, oen 14. (yeueuat i»14 Sfilr , Geschäftsstelle Fmnkfuri a. M., Aiofelflragc 6a. Telefon-Nummer 0208 Amt l. iZurostunden: Moniag nachni. von 5—7. — Diensiag nachm. von ö— 7. — Donnerstag nachm, von 3—7. — Freilag nachm, von 5—7 Uhr Zn verkanten. Eine junge deutlche Dogge hellgelbe Farbe 4 Monate alt iopiert, Rüde, bei Ludwig Kir- jtem, Oberdorjelden. Eine schwere Simmentaler K«i, mit Kalli i^ugfest». preiswert zu verkaufen bei Eeori 2ann, Schmiedemeijler, 2b e en 21uigabe meiner Pachtung eine» noch lehr gut erhaile- »en Sie. Cotmit Selbstbinder preiswett bei A. Rnllmann. Rieder Erlenbach Petterweil. 1 )N-I>kä iBelgier) :> Jahre att ^ -PItt9 zu verlaulcn. Auq. Hensel, Dortelweil. 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Artikel bei sofortiger preiswerter Bedienung.! für Konfirmation und Kommunion. Fürdie l’rühjahrssaison l!)14 haben die 1 Kleiderstoffabnkanten eine besonders grosse ä Ausmusterung in Neuheiten gebracht. Ich habe mir aus diesem eine äusserst ^ sorgfältig gewählte Kollektion zusammengestellt, \ die ausser den neuesten KostümstoS'ffen eleg. gj S’Iümhi- und Kleiderstoffen eine Fülle d reizender Neuheiten in Stoffen I fürKonfirmafsons-undKommunsons- | beider in schwarz, weiss und farbig ä enthält Sämtliche Neuheiten sind am Lager ein- 1 getroffen. ln jeder Preislage bemerkenswert grosse fl Auswahl. ' ~ ' •' Brsnnholzversteigerung. 3m Licher Stadtwald, Distrikt llnterspeierlingslopi, Fichlen- lops and Plattenwaid werden Donnerstag, den 19. Februar 1914 versteigert: S tieltet rm: Buchen 163, Hainbuchen 18, Eichen 35, Fichte» 1", timippcl rm: Buchen 150, Hainbuchen 65, Eichen 45, Fichten ü, Reisig WeUen: Buchen 50( 0, Eichen 2000, Fichten 170 Störte rin: Buchen 100 (hiervon 20 rm sein zerkleinert), Eichen 75, Fichten 38, biutzscheitrr rm: Eichen 1.4(Gaiienp osten). Ausammentunst und Ansang vormittags 10 Uhr im Distritt iinieripeierlingskop, an der Krumnienfchneffe beim Pslanzgarlen. Bau- u. Rrchholzversteigernng- Desgleichen werden in den Distrikten Zapvenau, Eifsnlauie. 4>ehi:.intsverg, Unte.fpeierlingstopf, Platteuwalo. Kronau und Lau ! am Freitag, den 2 ». Febr. 1914 mit Borweifen der Eliimme verweigert: Stamme: Eichen 30 Stück von 40—70 cm Dnrchm. mit 38.19 im (prima Eirhensti.nittholz sür Schreiner ». Glafer), Luchen 107 Siück von 40—70cm Durchm. mit 54,17 Im, L'irte« 2 £tirt von 21—20 cm Durchm. mit 1,06 fm. Linden -- Stück von 22—28 cm Durch»!, mit 1,35 im, Kresern 85 Stück von 50—43 cm Durchm. mii 70,55 NnsSchnitthoiz). -B'iicimncnhitiTt voruriilags 10 Ul r am Watdeingaug der ^kisUt»:!« Lich-Hartenrod. Anfang im Distrikt Plattenwald. Eich, den 11.-Februar 1214 Ereghcr-oglichc Bürgermeisterei Lich. D ö r in e r. Dptzversteigerursg. De-stag. Len 17. Februar 1914 vormittags 15 Uhr werbe» im Ncvicr 2! ickstnoi, i i den Diftriite» Hardt, Abtswaid, hafcinahl, Dornberg, Ealgcnheüe, Dachbanm, Ameifenlopf, Kühloch und Dachsbau versteigert: 40 Eichen Stamme 25—57 cm. MiUendurchmesfer — 31,99 fm. 12 „ „ 14 cm. „4m lanr — 0,7t fm. tWagendeichse.nl. 31 Raummeter Eichen Rvhknüppel 2,50 m lang, zu Garlenpsosten geeignel. 1 Buche-Stamm 30 cm. Mittendurchmesser — 0.96 im. 205 Fichien-Stämme 12 — 3> cm MiuenduichMesser — 7 ,25 im. 27 „ Derbstangen — 1,03 lm. zu Sparren uno Eerüststangen geeignet. 33 Schichten Fichlenstangen, zu Sparren, LeXerbänmen, Baum- pfahie und Einfriedigungen geeionet. 18 Lärchen-Derbstangen — 1,39 im. zu Sparren u. Eerüststangen geeignet. Zusammenkunft im Fichtenschlag, Distrikt Hardi. Assenheim, den 1.3 Februar 1014. Gräfliche Reinkammer. _ Holzversteigerung. Dienstag, den 17. d. Mts., komm n im Eckar shäu er Ge- meindewald Distriki nornberg und Radacker zur Berste gerung: 10 Rm. Buchen-Scheiter 26 Rm. Kie-ern-Knüppel 70 Rm. Buchen-Knüppel 18 Rm. Eichen-Kni-rpel lO Rm. Buchen-Stecks 1200 Stück Eichen-U'ellen 850 Rm. Buchen-Weilen 8 Rm. Bir.en-Kniippel 6 Eichen-Stämme von» 32—48 cm Durchmesser, Schnitt- und Pun>prnho:z. 3g Kiesern-Stämme von 25-36 cm Durchmesser, 136 Fichten- u. Lärchen-Stämme von 12—21 cm Durchmesser, 2 Buchen-Slämme von 3->—41 cm Durchmesser, 137 Fichten- und Lärchen-Derdstangen 3 Buchen- und 1 Eichen-Derbstangen. Zujammenkunst vormittags 1 Uhr am Hausbrunnen. Das Stamm- und Stangenholz kommt von 12 Uhr ab zunr Ausgebol. V chartshaufen, den 11. Februar 1011. Erostb, Bürgermeisterei Eckartshauien. __ Lehr. _____ Holzversteigeruttg. Freitag, den 20. Februar l. Fs. werden versteigert ans den Distrikten Siickes. Kleiner Dreyeifch. Eroger Dreyerjch l. 3 u. 4, Klosterwald 5a, 5b, 7, 9, 10, 12 u. 13. Unterer Kaulenwald Id u. Weinberge der Forstwarlei Wippenbach: Stamme: Eiche 111. Kl. 1 Sick. -- 0.29 lm, V. Kl. 8 Sick. — 2,82 Im, Kiefer 111. Kl. 17 Sick. --- 17.15 lm, IV. Kl. 14 Sich --- 9,94 IM. V. Kl. 15 Stck. — 6,81 tm. Fichte I1L KL 2 Stck. = 2,03 fm., IV. Kl. 6 Sich - 4,65 tm, Va Kl. 8 Stck. = 4.24 tm„ Vb Kl. t>2 Stet. = 15,03 fm. Derbstangen: Fichte I. Kl. 18 Stck. — 1,58 fm Reis- stangen: Fichte L Kl. 50 Sick. — 2,49 fm., II. Kl. 760 Stck. — 3,66 im. (zu Bohnenstangen geeignei). Brennholz: Scheiter Buche I. KL 277 rm., II. Kl. 2 rm., Eiche 4 rm. Kiefer 6 rm, Knüppel: Buche 328,2 rm,, Eiche lul na, Obstbaum 2 rm., Lärche 6 rm., Kie er 15 rm., Fichte 14 rm. Knüppelreisig: Buche 10 im. Eiche 332mi. Obstbaum 6 rm., Lärche 13 rm., Kreser 37 rm., Fichte 3 tm. Stammreisig: Buche 527 rm. Astreisiz: Buche 524 rm. Stöcke: Buche 10 rm.. Eiche 87 rm.. Kiefer 10rm., Fichte 14 rm. Zusanimenlunst vormittags !('/- llhr aus der Strafte Konrads- dors-Bieberberg am Waibeingang von Konradsdors her. Das Holz aus den Distritien Klosterwald 9 und Grofter Dreyersch 3 u. 4 wir» vorgezeigi. Alles übrige Holz, sowie das zerstreut sitzende holz kommt von 'Di Uhr ab am Feuer bei Hof Bi.oerderg zum Au;ge- bot. Das Nadelstammholz ist entrindet. Die zur Versteigerung lommenden Eichenftämme find mit einem blauen Kreuz versehen. Die blau unterstrichenen Nummern des Brennholzes komuren nicht zum Ausgebot. Nähere Auskunft erteilt der Grofth. Forstwart Simon zu Konradsdors. Konradsdors, den 12. Februar 1914. Grofth. Obersörsierei Konradsdors. Aotzverstergrrung im (örüjliche:; Revier Feldheim bei Hunden. Miitrsoch, dr.z 1^. Februar werden aus den Distrik- ien Tannen^a.!en. Tisch. Scheibe! und Hinlermald versteigerr: K'tÜMMe: Eiche " Stic' II. ZU. ü,00 Fm.: 24 Srtf. Ul. &f. 22,03 Fm.: Sick. IV. Kl. 13,02 Fm.: 10 Stck. V. Kl. (5,77 : 16 Stck. VI. Kl. 7,55 Fm.: Birken 9 Stck. 3,17 Fm. 5ürsck)baum 1 Stck. 0,61 Fm. Uubschtilrr: Sichen 5,6 Raummeter Scheiter: Buchen 162 Rm., Eichen 21,6 Rm. Buchen 42,5 Rm.. Eichen 74 R,n.-. Rodeln 5 Rm. 5)iör!re: Buchen 5!. Rm.. Eichen 6 Rm., Radeln 45 Rm. Ueijrp: Buchen IfcS ;,un., Eichen 757 Rm. Zujamlnenlunst 9‘; : ’Ujr vorin'utags denn Pflai z ar-en. Das Nutzholz kommt zuerst zuin Ausgcdv-. Vladelieiser fläch-.nweise. ^kähere Auskunft durch den Gräfl. Forsuuarten Dehi zu Nonnenrot!'. _ _ Holzversteigenmg. Donnerstag, den 10. Februar s«. Js, (»mm: Ith Eetn.iiide- wald Ober-Rosbäch, Distrilt Katzeiifteiii, Sang, Satzberg und Da-hs bau folgendes Holz zur Bersteigeii.na: 22 R,,. Buche S,heiler, 2i Rm. Eiche Scheiier. llii Rm. Buche Knüppel. 20 0!ni. Bitte Knüppel, 35 Rm. Kiefern Knüppel, 2000 To Eiche Wellen 8 ,«> St. Eiche Turchferstmigswetien (Backhaiz,', 92 Nni. Buche Stu-re, Die Zuiammentiinft ist vormitings ü ‘Uhr or dem-Wald am Distrilt Katzenstein. Das Bauhel) lvminl .zuerstzur Perpeigeruiig. Ober-Rosbach, den 13. Febinor >914. , Erogh. Bürgermeisterei Ober-Roshach. D i e 1 f e n b a ch. 1 . Jagd-Verpochtung. Dient.1ag, den 17. Fsb n-r *. j ,, rrach:ni;tngs JJljr soll auf Ijh'fi.cji'ni Rathaus die EeMRnv!.jagd nochmals verpachtet werden. den 13. Februar 191 G:osjh. Vülgetw.eisrerei Utphe. Schneider. 2 . Jagd-Verpachtung. Anschliesiend der Fagdoerpachtung der Gemeinde Utphe soll Dienstag, . ki> 17. Februar I. Z»., nach.iiirtags :l'/, zihr auf hiesigem Rathaus die Jagd der Gemarlung Feidheim nochmals verpachtet werden. Dtphe, de» 13. Februar 1914. Grohh. Bürgermeisterei Utphe für Felvheim. Schneide-- Jagd-VerpachLung. Frei!»», den 20 , Febrirnr I. I., „nchmillags 1 Uhr, >oll in der Wir.-chasl des Heinrich Eroes Ui. dahier die der hiesigen Ee< »'.einde zultehende ?agd. bestehend in 112 Hektar '” nlt> und 3 ,3 Hektar Felo, au, weitere 6 Jahre verpachtet r e ben. Des Fa-d-ci ie: liegt 0 km von der Bahn ill ivn Mücke f>» hat ir,-Uch weimalige Postverbindung nach der eiben. Unler Sri cr enroo, den 4. Februar 1014. Grofjh. < ürre me lierri lln er-Siibertcnrod M o m b e r g c r. Hoh^srsteigerung. Do-iuersrag, deu ,. elxuar 1011, vormittags werden in Revier Bcinharrs, Dist-ikt Oberwal» und Un:eruar7 versteigert: 130 Eichen-Stämme von 15-59 CIN Durchm. — 86.34 lm. 3 Eichen Dervstan cn -- 0,23 lm tWa rendcichfel»), 68 Fichlen-Stämine von 12—26 cm Durchm. = 18,09 fm. 1 6 Fichlen-Derastangen — 13 68 lrn. 1 Bilten-Stainm von 35 cm Durchm. — 0,77 fm. 8 Lärchcn-Slämme von 14—23 cm Durchin. — 1,91 lm. 20 Lärchen-Staoee» — 1,78 im. Zu ammentunsi am Forsthaur. Asteiiheii», den 13. Februar 1914. _ Gräsliche Rentkainnrer. Stam;rch o!z-Berste; gern rus. Dienstag, de» 17. Aedrnar l. I. kommt im hiesigen Ge- ineindeweld folgendes Stammholz zur Bersteigerung: 4 St. Eichenftämme v. 31— 65 cm Millendurchm. 6—11 m Länge — 4,-1 Festm 48 St. Eichenftämme v. 14-29 cm Millendurchm. bis 10 m L-iN , — 9.29 Festm 0 St. Buchenstämme v. 40—53 cm Mitlenbuichm. bis 10 m Länge — 6,39 Festm. 2 St. Birtens.ömme v. 26 v. 23 cm Millendurchm. bis 5 m Längt 2 St. Efchcnstamme von !3 cm Miitendurchm. bis 9 rn Längt — 0,18 Festm 4 Et. Kiesetnstämine v. 23—32 ein Mittendurchm. bis 12 m Längt — 2,17 Festig. 24 St. Jichienstämme v. 11—24 cm Millendurchm. bis l.i in Lange — 9,53 Festm. 40 St. Lärchen-Derbstangen di» 9 >Cm MiAendttrchm. d. 13 rn Väiige = 1.53 Festm. 105 St. Fichlen-Derbstangen bis 8 cm Ristlendurchni, bis 8 m Lange — 2,07 Festm 12a St. Fichlen-Reisstangen bis 3 m Länge — 0.70 Festm Zujaminenkunft vormittags 90- Uhr am Eingang des 2Uaibcs Klein-Karven, den 13. Februar 1014. Erotzherzogl. Bürgermeisterei Klein-Karbeg, R e u h a r t. im Rirdrr Weiseler Gemeindewald, Distrilt Buchwald Dienstag, den 17. Febr., vormittags oV, Uhr ansangend. 76 rin Buchen-, 4 rm Birten- Scheiter, 51 rm Buchen- 47 rm Eichen-Scheiter. 19 rm Birten-, 18 rm Erlen-, 15 rm Kiefem-Knlippel, 12240 Buchen-, 2700 Eichen-, 480 Erlen-,OÜÜKiesern Wellen. 26 rm Buchen-, 22 rm Eiche» Stöcke. Zuso mmenlunst aus der Chaussee Butzbach—Hoch-Weiiel, Rieder-WeiseL !>. Febr. 1914. Krausgrill. Öobufrfti’iömuifi im Mockitiidler Utiorlma.b. Mittwoch, den 18. ds. Mts tommt aus den Disttttten, Au ISuchwirld und Wurzelsthlag jo» genbes Holz zur Verweigerung 19 R„I. Eiche Scheiter 127 „ Buche Knüppel 605 „ Eiche Knilpr ei 2 Kiefer» Knüppel 130 „ B che Stöcke 25 „ Eiche Stöcke 443 „ Eiche Reisig 8 „ Lärche Reisig lganze Diüicc) Zusammenttinst vortnttiags l;i Uhr oben auf der Haupt,chneife m der Au am Ktebsberg. Staden, den 13. Fedr. 1814. Der Martmriste» Braun. Crstzh. SiCflf= iiüü LMMsAWiile (Srotz-tt»»stadt. Die "au-wirifchafr^fch«ke (Reastck)ul'e r»it einer Fremdensprache: i^anzüsisch) gewahrt eine höhere aligememe und landwirt- schafti-che Fachbildung. Berechtigungen die,eiben wie die einer deutschen Realschule. Anfang des Schuljahres April 15)11. Anmeldungen und Anfragen erbeten an Den verehrten Herrn Landwirten u. Bich- befitzern suv gefl. Kenntnis, das; ich alle 1-k- Taste einen stioszen Transport eestkiafsige, fr«fch- melkende miv trächtige zum Verkauf stehen habe, auch stehen von Mttj- wsch, der» ill. D. Mts. stute trächtige üiiude»' sehr preiswert zum Verkauf. Bitte um stefl. Befichtistuug. M 0t 0^ ÜVV 9 Bad Nauheim Schulftr-.rße 1. Terefo» 4^3. Mii dem heurigen Lage haben wir die Vertretung sür de- Kreis Friedberg in DilNiiell, %'m. Herr»» Conrad -ienß, Friedderg» Le!. übertragen. Auch besinne sich bei oemseiben Lager. zh SÜM8, . 'äVä«‘l’4»8« ,