llummcv .'J7 Lreirag. den 1.5. Februar 1914 7 Iayrgang Li« bei „H*nc ?agk«,k.t»,NH" crdjtinl leben Werltag. Regelmäßige Beilagen .Per tiaxer uo fitlTfn". »e„ Agenle» monatlich 50 Pia. bim» tritt Pofigebühr öfter Irägeriahn. ^,,,ei.re» : «umir.eile J) Plg _ ErsüIIungsoN Friedberg. ^chriMritn», »»ft Verla, Frirdberg IHefient. Hanaurritiaße 12. ..eie 4pin»Ü»fte » 6r>ngopiri»: Bei den Ponanltaltcn Dienef;a. .i.tj - totale 15 P,g, Aa,rlg«n so» auswön, mersen ftnrt, Po Ina Iju 11 ■ Fernprechrr 4K Pofilsirit-Eont» »Ir. «859, flml 3r««tftiri o. VI. '.l'if. IX- er; den Ileb erficht. — Die Lenrialiasprltion »es Mililärorrlrhrowrjr»» Hai aus tbrund der erneuten Unglücksjalle aus dem Flugplatz Jo. hannioihal den Oftizirrcn ftas Fliegen »us ftieiem Platze i» lange »rrftoim, dir seitens der Sejelljchaft durch eine neue Platz, und Fliegerorftnung, Anstellung von einer ausreichenden Zahl von Beamten und enliprechende Vervollkommnung aller jonfiigen Einrichtungen die «bewahr gegeben ist, daß sich jolche Vorlommnisie nicht wieder ereignen können — Sei» vorgestern find im «bgrorftnrtenhause Verhandlungen zwilchen den bürgerlichen Parteien im Gange, die darauf abzielen, die disherige unbeschrankte Reftesreiheit zu degreazen, Zentrum und Nationalliberale wären geneigt, die Dauer der Reden aus zwei Stunden sestzulegen. während die Konjer. vativen den Rednern nur eine Stunde bewilligen und dann das hau» des ragt wisien wollen, ob e» geneigt (ei, den Redner weiter anzuhören. — Der Wilfterer, her im Eikartsberger Forst den Förster Ludwig erschoß, wurde gestern in Apolda verhaltet. Es ist der Arbeiter Max Morgenstern, mit ihm konnte sein Genosie, der Arbeiter Hermann Hanisch. sestgenommen werden. Beide Ver. hasteten find geständig. — Aus Wien wird gemeldet: Die sozialdemokratische Par. teikeitung veranstaltete gestern vormittag einen Demonstra, t>»ae>ug der Arbeitslose», der ohne jeden Zwischenfall verlies. Die Manisestanten versuchten, durch die Ringstraße vor das Rathaus zu ziehen, um dort Reden zu halten, wurden aber von der Polizei daran verhindert. — Die Bemühungen Venlzelo, und Pafitsch. Rumänien zu« Anschluß an den Ballanbund zu bestimmen, sollen ergeh, nisla» geblieben sein. König Karol habe diesen beiden Staatsmännern wiederholt erklärt, er wünsche sein Land unabhängig ,nd srei von Bündnissen zu sehen. — Rach einer Kabelineldunq aus Rewyork. »rangen siebe» b«wassnete Banbite» in da» lripoli Restaurant im „Italienischen Viertel" von Newgork ein und knöpsten den Gästen sämtliche Wertsachen und all« baren Gelder ab, indem sie ihnen Dolche an die Kehle und Revolver an die Schläfe setzten. Ein Mann, der sich widersetzte, erhielt einen tödlichen Schuß in den Unterleib. — Brüsseler Blätter verössentlichen einen Brief au» Dima, wonach im belgischen Kong» schwere Unruhen allsgebrochen (eien. Im Kasai-Distrikt soll ein Richter von Eingeborenen au» dem Stamme der Dakete angegrissen worden sein. Wie verlautet, wurden während de» Kampfe», der den ganzen lag über dauerte, drei weiße Soldaten und <5 Eingeborene getötet. Die Regierung bereitet eine Expedition ins Innere vor, Dentlch Gstafribn. Der bisherige Gouverneur unserer ostasxikanischen Kolonie Freiherr v. Rechenberg ist, wie gemeldet, nunmehr i» den Ruhestand versetzt worden, nachdcin er bereits seit säst ztr ei Jahren keinen Dienst mehr tat. Mit ihm scheidet einer unserer besten Kolonialbeamicn ans dem Dienst, wenn gleich es auch an scharsen Angxissc» auf ihn auS verschiedenen Lagern nicht gefehlt hat. Zweifellos must anerkannt wer- den, daß während seiner sechsjährigen Verwaltung unsere Kolonie sich kräftig weiter entwi-kelt hat Ter Außenhandel von Deutsch-Ostasrika hat sich in dieser Zeit verdoppelt: die Ein» »nd Ausluhrwcxle sind von 36 Millionen aus nicht weniger als 82 Millionen Mark gestiegen. Noch bedeutender haben die eigenen Einnahmen deS Schutzgebietes zngrnow- mcn: sie haben sich vervielfacht, indem sie sich von 4 auf 17 Millionen erhöhten. Ebenso ist der Zuschuß des Reiches, der früher einen beträchtlichen Teil der allgemeine» Dcr- waltungskostcn decken nuißte, aus ziemlich die .Hälfte hcruu- tergegangen: er wird nur noch zur Bestreitung des niili- tärischen Schutzes verwendet. Auch hinsichtlich des Eften- bahnbanes hat man während seiner Amtsführung in Ost- nlrika wesentliche Fortschritte gemacht. Fm Jahre 1906 ver- silgle mau dort nur über 330 Kilometer Bahn, während das Reh jetzt eine Ausdehnung von 1600 Kilometer angenommen lat. Gerade in diesen Tagen ist man mit der Gleissprtze der Jr.i uijika Bahn bis zum See vorgedrungeu. ES muß bei . r Gelegenheit fiervorgeboben werden, das', gerade dem . stj„ Eintreten deS Gouverneurs und seiner guten an ,-olitik dieicS bedeutsame Werk zu danken ist Durch l ie Finanzpolitik Rechenberg» ist man in Ostasrika sogar in ' : Lage, aus Mitteln deS Schutzgebietes selbst, neue Bafin- - ' :,:i baue», in einer Gesamtlänge von 570 Kilometer. vVrr von Necheuberg lein Amt anirat. w.are>i die Der» . v iu der Kolonie wenig günstige, nach eben beendeicm : i.f-c waren die Erwerbskräste des Landes erheblich f>> jii.väcl.t und Seuilien unter Menslljen und Vieh traten hin- zu die Lage zu verlchlechtern. Da setzte die Tätigkeit Rechen- ein, und nenn seine Maßnahmen auch mehrfach auf 7 ütio» stießen. so hat er doch, wie oben gezeigt, durch sein 7 . .t, unseren deutschen Besitz kräftig gesördcrt, und das : . cd . ,h der Gegner billigerlveise zugeben müssen. Deuisch- 7 ' "ir.i hat zweifellos noch eine große Zukunst vor sich, der Gr: d ist hierzu gelegt, und in der Gelchichte diekes Schutzgebietes wird der Name Reckn »bergs für iunuer iu Einen verzeichnet sein. Httfrlands Ankenpolitilr. Al» vor ivenigen Jabren nach der schwere» öslerrcichiich tei bischen Krise, die beinahe auch Dcutschland in i>cn Strudel mit Iiiiiejngezogen hätte, zwissinn Teiitlchlnud »nd Rußland die Potsdaiiier Abiuaäuiuge» zu Staude kamen, glauble nian, daß niiniiichr aus lange Zeit hinaus wieder ei» Herz- liches und allsrichtiges Berbältuis .lviichen deu beide» Nech- barläuderii gestärkt sei. Diese Criolartiiugen filiieacu :idi auch zu erfüllen, bis der Balkaukrieg kam und ei» neues Erwache» des Pauslavisnius sich zeigte, der kübner de»u je sein Haupt erhob und iu deu bodiiint Kreisen beim Hose ein- flußreiche Gönner fand. J„i Verlause der Wirren war land meist auf der Gegenseite zu suche», lind namentlich in' der albiulischen Frage bereitete es in Gemeinlclaft mit Frankreich den übrigen Mächte» die größten Schwierigkeiten. Judesseli schien abermals eine Wendung zum bessere» ein- ,'»treten, als die beidc» uiaßgcbklideli Leiter der russische» Politik, die Herren Sassonow mit» Kokowzew, kurz hiuter- eiuander in Berlin weilten und bei dieser Gelegenheit recht freundliche Worte fallen ließe,>. in der ausgesprochene» Absicht, daß diese weiteste Verbreitung sändeii. Inzwischen kam aber die Entseiidiiilg der dculickw» Militärmission nach der Türkei, und wie mit ciucnt Schlage hatte sich das Bild völlig versch>oben, in Kvnstc.ntinopcl wurden allerlei Jntri- gen angezettelt, »in da? Wirken der deutschen Mililärorgani- satoren niäglichst illnsorisch z» machen, lieber das Verhältnis zwischen Teiltschland »nd Rußland hat ci nun in der russischen NeichSdluua eine Erörterung gegeben, in der aus eine Anfrage eines Deputierten über die Er»eueru>ig des russisch-deliticheu Handelsvertrages, ob Deutschland wohl Rußland Schwierigkeiten ans internationaleni Gebiete bereiten könnte, Sassonow erwiderte, er teile die Bedenken des Abgeordneten »nd werde die Anfrage im Ministerrat zur Sprache bringen, Gleichzeitig machte Sassonow die Mitteilung, daß er seinerzeit gegen die Ernennung des Generals Lima» von Sanders zum Konuliandanke» d,S erste» tür- kischen Armeekorps in Konstantiuopel protestiert habe. Das sind wenig friedlich klingende Worte, die in ihrer Kühle Aus- schcn erregen niülscn. Zeigen sie doch klar und deutlich, von welcher Gesinnung jetzt die leitenden Kreise i» Rußland beseelt sind, obwohl Teiltschland wahrlich zu irgend welcher Vcrstiuimlliig keinerlei Anlaß gegeben hat. Die Militär- missio» wird lediglich zum Vorwände gevominen, die neue Cchwenkling der rnssischen Außenpolitik zu begründen. In Wahrbeit sind es die ininilavistische» Kreise, die wieder Oberwasser haben, und vor denen Herr Sasionow, »ni sich zu halten. kapituliert hat. Das eröffnet recht unangenehme Ans- I liefe, »nd nicht bloß auf politischem, solider» auch aus wirt- lchaftlichen Gebiete dürsten namentlich bei der Erneuerung der Handelsverträge große Heuniinngeii zu Tage treten. Das ninß naturgemäß b-siderscits gereizte Stimmungen Hervorrufen, die für die gesamte internationale Konstellation keine sehr günstigen Wirkungen nach sich ziehen würden ^ciitlcher Heichstafl. Im Rcichsiage wurde die Besprechung des Reichsver- sicheriingsamts und der Denkschrift über die Rücklagen der Beiussgcnosscnschaften fortgesetzt. Vor Eintritt in die Tagesordnung erteilte der Präsident r>i\ Klicmps dem Abg, Bauer (2oz.) nachträglich einen Ordnungsruf, der am Mittwoch gesagt hatte, die Reichsver- sichcrungsordnuiig sei ein Hohn aus den Anspruch der Arbeiter aus gesetzliche Gleichberechtigung. In dieser Bemerkung liege eine Beleldigung des Reichstages und des Bundesrats, die der Rcichs-Versicherungs-Ordnuiig ihre Zustimmung erteilt haben, Abg. Irl (Zciitr.) begründete eine Resolution, daß die Vorjchrlsten über Bereitstellung der Rücklagen für de» gc- Iverblichen Pcrsonalkredit, namentlich für das Handwerk, bald erlassen werden sollen. Abg, Schulcnburg (nath) stimmte der Resolution z» und meinte, die Reichsversichernngsordnung sei wirklich nicht so schlecht. Abg, Toormann (Fortschr.) bezcichnete die Besürchliing daß die BcrusSgenosienschastcn dem gewerblichen Leben zu grche Kapitalien entziehen, als unbegründet. Geh, Regicriingsrat Aurin betonte, daß Anregungen stets ein williges Ohr im Reichsamte finden. Bei Ablauf der jetzt geltenden Beitrogsfestsetzung sollen die gemachten bcu, von der Tienstherrfchast Kaution zu fort m. In einem Berliner Vorort wurden von einem IlnterstaatS- fcfretiir 1000. V Kaution verlangt, von einem dreifachen Mih lionär 180 Jt Was sagt d« Staatssrkxelär dazu : lich ist. daß t n öeu Wahlen zu deu Krankenkassen nickst Uder. >11 die Sozialdemokraten gesiegt haben. (Beifall reck-IS.) Die burgerliciien Parteien müsse» weiter zusammcuhalte». Auch die Bet'öiüeu niüsfen ei» onstuerksaine« Auge l ab»,,, d unit »ia,l sozialdemokratische Agitatoren in Vorstands,unter» bc- stätigt tverdeu. Wir vcrlangeu mehr Fiirsorge für deu Mit- Klstaud. vl sonders für das Handwerk. Die Behörden haben die Pflicht, die Handwerker besser zu bezahlen. Neben Orts- kranke,ikasfeu sollte man a»n, Landkrankenkassen erri-hle». hiue große Freude, die ich Ihne» nickst vorenlhalte» Ivill, hat mir neulich ein Blatt gcniacht, von drm ich so etwas „och nie behaupten konnte, nämlich das „Berliner Tageblatt". ES teilte mit, daß Parbtstprechnuge» stattgesunde,, Iwttni, um »eben OrtSkrankciikasseu Landkrankenkassen zu errichte». Am Schlüsse schrieb cS: „Tie einzige Losung der Frage wäre die Errichtung von Landkrankenkasse», mit denen auch die jieie Arztwahl cingesührt werden muß," Anschließend muß ich die Bemrrkuugcn d.'S Abg. Bauer zurücktveise», der sa-,te, daß ein Ti.'njlbote froh ist, tvcnn er nicht deu Arzt der Herrschaft zu nehmen braucht, DaS Gegenteil ist der Fall, ZentrumSresolutio» nehmen wir an, (Beifall rechts.) Etatssekretär Or, Trlbrück: Die vorgebrachten Vorwurfe gegr» die Reick>»verst«htzru»gsordi»i!ig kan» ich liier nicht vräsc». Es handelt sich i» der Mehrzahl der Fälle »in Bejchweldeu darüber, daß die preußisck>e» Provinzial- und Lokalbehörden Verordnung des Ministers nickst durstigen,last haben. Zweifellos gehöre» diese Fragen nicht vor de» Forum de» Rcist^tages, sondern des preußischen Landiegs. Tie sogenannte Reistw-lcitung, der Neistislauzler (Zutusc: Sogenannte?), hat nicht ei» allgemeines Aussichtsrccht bezüglich der einzelnen Bundesstaaten. Er ist lediglich dazu vcrpstichtel, dafür zu sorge», daß die Gesetze gruudsählich richtig durchgeführt werde». Ich bi» bereit, alle Fälle zu prüfen, »ud ich werde mich mit deu, Minister für Haudel und Gewerbe in Verbindung setzen. Tan» wird sich 'vahrjch, m- lich Herausstellen, daß die Vorwürfe, es fei gesetzwidrig vrr» sahren, unter allen Umständen unberechtigt sind, ES Wirt sich dann ferner heransstellen, ob tatsächlich zwischen bei» preußischen Handclsminister »nd mir Disserenzen Über die grundsätzliche Anssassiing des Gesetze» bestehen. Ich werde dann das Erforderlist,e i» die Wege leite». Im übrigen h> u- tclt es sich bei den meisten Beschwerdesällen nicht um Be- schtverden gegen die Mangelhastigkeit des Gesetzes, sondern um Beschwerden gegen die Durchsührung. Da» ist an und für sich nicht wunderbar. Ten» die Arbeite» sind Behörden überlassen, die bisher wenig oder gar nichts dainit z» tu» hatten. Es ist unrecht, wrn» man de» preußisil » Lokalbehördeu vorwirst, daß sic gesetzwidrig handeln, W,r- tcn sie abl Das G>setz niuß sich erst cinlcben, dann wird es auch feinem Sinn und Geist eutsprechend zur Durchssihru/q kommen. Auch bei zahlreiche» anderen vjesetze» kam ,un . r zuerst ein Stiinu von Besstsit'erden, die im Laufe der Z, st aus ein Miuimuni zurückgeschraubt wurden. Abg, Behrens (W. Vgg.) hatte gegen die Landkranl- >>- kasscn die größte» Bedenken, da sic teurer werden wärt ,,, wie die Ortskraukenkasjen und begründete zwei Resolutioma auf Abänderung gewisser Versist.'erungsbcstimmungc». Ministerialdirektor Easpar ging aus die Frage des Ab- geordnete» Sicbcnbiirger ei», ob die Ortskrankenkassen vo > Herrschaften, die ihre Dienstboten anderweitig versichern Kaution verlange» können, ein »nd gab die AnSkunst, daß die Frage nur von Falle zu Fall erledigt werden löniic. Aus die Sck>asfung von Landkrankenkassen habe der Reist>«kanz! r keinen Einfluß, jedoch habe er in den bisherige» Fällen die Zweck-näßigkeit derselben anerlannt. Abg, Selbmann (To,,): Unlere Beschwerden kann ma» nicht damit abtun. daß cS unbedeutende Klagen sind. Wenn einem Arbeiter die ihm gebührende Rente verweigert o*' r gekürzt wird, so ist dos keine kleine Klage, sondern ei- Lebcnsftagc. Die Versicherungsanstalt in Schlesien hat ci.i ungeheures Vcrniögcn angesamniclt, aber trotzdem weist ‘,e die Anträge aus Rcntenbewilligung in steigendem Maße ab. Abg. Gras Westarp (kons,): Tic Landkrankenkalse» haben weder etwas Diluvianilches. noch Antidiluvionisches, sondc,-, cnlsprest>en den prattischc» Bedürfnissen, namentlich d- - preußischen Ostens. Als di- Versichcrungsordnung bc schlossen wurde, waren wir diejenigen, die daraus drangen, daß die Bcstiunnungc» über die Landkrankenkassen drin tlic- (en. Wir sind darum im Lande angegriftcn worden. Jetzt werden vo» weiten Kreisen, die nicht zu nieiner Partei ge- hören, für die Dienstboten Landkrankenkassen gcjordcrt, und gerade aus diesen Kreisen sind auch die Besck-werden über b-e Ortskrankenkaisen heworgeaan-'-n Unicr Stav!.»""" von Neue Tageszeitung. ’ Freitag, Den 18. Februar 1914 Wt. sr___'_______ damals hat sich als berechtigt erwiesen. Unser Hinweis darauf geschieht nicht, um uns in bessere Beleuchtung z» stellen, sondern wir wollen nur darauf hinwirken, das; von der Bestimmung über die Zulassung von Landkrankenkassen auch überall Gebrauch geinacht wird. In Bezug auf die Kassen- beamten Beamtenqualisikation zu erteilen, ebenfalls Gebrauch gemacht wird. Diese Beamten sollten dadurch dem Bcamtcnrecht unterstellt und ihnen auch eine gewisse Sicherheit gewahrt werden. Das liegt auch im Staatsinteresse. Die Verleihung der Beamtenqualität unterstellt sie dem Disziplinarrecht. Sie würden gegen das Beamtcnrecht verstoßen, wenn sie außerhalb ihres Dienstes sozialdeniokratijche Agitation treiben. Das wäre init ihrem Beamtcneid unvereinbar. (Beifall rechts. Lärm d. Soz.) PrensrNcher Landtag. Abgeordnetenhaus. 25. Sitzung com 12. Februar, vormittags 12 Uhr. Am Ministertischl v. Dallwitz. Etat de» Ministeriums des Innern. Von den Abg. Braun und Genossen (Soz.) ist ein Antrag cn,gegangen, der um ein« Denkschrift ersucht über di« bisherige 'Anwendung des Arbeiterlegitimationszwanges und um Matz, »ahmen bittet, ausländische gewerbliche Arbeiter nicht grundlos auszuwcisen oder ste zur Uebernahm« landwirtschaftlicher Arbeit z» nötigen. Abg. Cassel (Fortschr.sl Auch wir bedauern, daß der Abg. Hoffman die Redesreihcit bei der Eeneradebatte so über, trieben ausgenutzt hat. Wir können uns aber mit der angeregten Beschränkung der Redesrist nicht einverstanden erklären. Dem nationalliberal,konservativen Antrag über den Schutz der öffentlichen Sicherheit bei Arbeitsstreitigkciten können wir nicht zustimmen. Die bestehenden Gesetze sind ausreichend. Man hat kein Recht, uns wegen unserer Stellung zur Sozialdemokratie zu sckmähen. Alle Parteien haben gelegentlich Kompromisse mit ihr geschlossen und die Konservativen haben sie auch schon unterstütz! durch Wahlenthaltungen. Wir haben bei den letzten Wahlen nur verhindert, datz im Reichstage eine konservativ, ultromontane Mehrheit einzog. (Beifall b. d. Soz.) Der Antrag Braun spricht nur von gewerblichen Arbeitern, nicht auch von kiinstlcitschen Arbeitern oder handelstreibenden Leuten. Wir werden deshalb demnächst einen besonderen Antrag ein. bringen. Beschwerde müssen wir «inlcgen, datz ein Sachverständiger vom Gericht abgelehnt wurde, angeblich wegen seiner Clammesgemeinschast. Das richtet sich gegen unsere jüdischen Glaubensgenossen. Wenn man der Slammesgemrinschaft nach, geht, dann kommt man bis in die höchst« uradligen Kreis«. Di« Abweisung ist eine Verlümmcrung der Glaubensfreiheit. Herrn v Kardorfs Rede gegen die Süddeutschen war «ine Hetze. (Prä. sident Gras v. Schwerin rügt diesen Ausdrucks. Immer wieder treten wir für die Aenderung des geltenden Wahlrechts «in. (Beisall links). Minister des Innern v. Dallwt tz: Der Abg. Cassel hat die Ablehnung eine» Sachverständigen jüdischen Glaubens in einem Zivilprozetz der Feuersozietät zu Münster besprochen und »usgesllhrt, datz auch auf di« Beschwerde des Verbandes Deut, 'chcr Staatsbürger jüdischen Glaubens Remedur nicht erfolgt sei. Ich bedaure, datz Abg. Cassel und seine Glaubensgenossen sich gekränkt gefühlt haben, aber ich glaub«, datz sie dabei von unzutreffenden Voraussetzungen ausgehen. Di« F«u«rsozietät hat ausdrücklich erklärt, daß sie ihren Anwalt nicht beaustragt habe, den Sachverständigen wegen seines jüdischen Glaubens abzulehnen. Die Sozietät hat drei ander« Sachverständig« vor- geschlagcn, wovon einer selbst Jud« war. Also auch hieraus er. gibt sich, daß di« Konfession nicht der Anlatz zur Ablehnung dieses Sachverständigen gewesen ist. Ein Einschreiten war nicht möglich, denn das Ablehnen der Partei gründet sich aus di« Zivilprozeßordnung und ist reichsgesctzliches Recht. Rur das Gericht hat darüber zu entscheiden. Wenn di« Staatsaufsichts. bchörde cingrcifen würde, jo würde sie gegen reichsgcsetzliche Bestimmungen handeln. Der Abg. Cassel hat weiter von heftigen Angrisfen gesprochen, die ich gegen di« städtischen Behör. den gerichtet habe. Ich bestreite das. Ich habe lediglich di« heftigen Angriffe abgewehrt, welche di« städtischen Behörden gegen die lüniglichen Staatsaufsichisbrhördcn gerichtet haben. Eine rasche Genehmigung einer Steuersahung durch die Regierung ist durchaus keine Ausnahme. Keineswegs hat der An. laus der Herrschaft Lanke den Anstoß zu der erhöhten Kreis- umfatzsteuer gegeben. Abg. K o r f a n t y (Pole) erhob Klagen über die Anwen. düng des Rcichsoereinsgefetzes gegen die Polen und griff dann wieder den Ojtmattenvercm an. Unlerstaatsselreiär holtz bemerkte, datz der Abg. kor. saniq fortgesetzt Personen verdächtige, ohne Beweise zu haben. Die Insormationen dieses Abgeordneten ließen immer zu wün. schen übrig. Abg. Strobel (Soz.) imnnte die Rede des Abg. hoff- mann streng sachlich und einen Akt der Notwehr gegen di« Tak. tik des Wortabschncidens. Um l> Uhr vertagt« sich das Haus aus Freitag: Fortsetzung. Cayesnderslcht. Aent'ches llcirft. :: Der Arbeitsplan des Reichstages. Der Seniorkonvent Reichstages trat gestern vor der Plenarsitzung zusammen, um über die Gcschästslagc zu beraten. Es wurde beschlossen, den Etat des Reichsamls des Innern wenn möglich heute zu Ende zu beraten. Am Samstag soll der Etat des Reichssustiz. amts beginnen. Dem Seniorenkonvcnt lag ein vom Büro des Reilhstages ausgearbeiteter Kontingentierungsplan für die Etatsberaiung vor, durch den es ermöglicht werden soll, die 2. und 3. Lesung noch vor Ostern sestzustellen. Ein Beschluß darüber wurde aber nicht gefaßt, da Bedenken gegen die Möglichkeit des Einhaltens des Planes erhoben wurden. :: Das Btrsahren gegen die Trustzigarettensabriken. Die Firma Georg A. Iasmaüi Aktienaeielliibait batte bekanntlich nach den Haussuchungen bei ihr und 22 anderen Dresdener Zigarettenfabriken den Wunsch ausgedrückt, daß di« Untersuchung gegen sie wegen angeblicher Eeheimbiindelei möglichst beschleunigt werd«. Das sächsische Iusttzmintsterium hat sich daraufhin di« Akten dieses Falles vorlegen lassen und f«stsi«llen können, daß die Staatsanwaltschaft di« Angelegenheit bereits mit der größten Beschleunigung betrieben hatte. :: Das Beffnden der Verletzten von Zech« „Achenbach". Bon den sieben bei dem Unglück auf Zeche „Minffter Achen, bach" verletzten Bergleuten, die im Brambauer Krankenhaus untergebrachi wurden, sind drei soweit wieder hergestcllt, daß ste entlassen weiden konnten. Der Zustand der vier übrigen ist derartig, daß auch ihnen di« völlig« Arbeitsfähigkeit voraussichtlich wird erhalten werden können, Schweiz. :: Schweizerisch.itattenischer Zuckerzollkrieg. Infolge der Feststellung der ständigen Kommission für di« Vollziehung der internationalen Zuckerkonvention, datz die gegenwärtig« italienische Zoll, und Steuergesetzgebung «in« dieser Konvention zuwiderlaufende Prämiierung des italienischen Zuckers bewirkt, ■ beschloß der Bundes rat, Zollzuschläge auf italienischen Zucker zu erheben. Die Zuschläge belaufen sich von 18. Februar bis 30. Juni auf 6,15 Fr. pro 100 Kg. Rohzucker und auf 9.82 Fr. für raffinierten Zucker. Nachher tritt ein« leichte Ermäßigung ein. Rußland. :: Kabinettskrise. lieber die Ursache des Sturzes Kokow- zows verlautet aus wohlinformierter Quelle, daß den direkten Anstoß dazu der Ackerbamninister Kripocheise gab. Dieser, in hoher Gunst beim Zaren stehend, begab sich am 4. Februar nach ZarSkoje Selo, um dem Zoren auseinander- zuschen, daß zwischen dem Ministerpräsidenten und der Tunra ein fast unüberbrückbarer Gegensatz bestehe. Der Ackerbauminister erklärte, daß sowohl bei den Verhandlungen über das Alkohol- als auch über die Munizipalgesetze in Polen und die letzte Eisenbahnanleihe Kokowzow vollständig geschlagen worden sei. Am selben Tage noch cchielt die Staatskanzlei den Befehl, einen Uka? die Demission Kokowzolos betreffend, vorznbereiten. Dieser versuchte noch eine Zeit lang, den feindlichen Einflüssen Widerstand zu leisten, um wenigstens mit dein Grafentitcl verabschiedet'zu werden. Aber die geheinre Wühlarbeit der Witte-Partei und der Freunde des Prinzen Mestscherskq war zu mächtig, als daß der Sturz noch hinauSgeschoben werden konnte. Hier erhält sich mit Hartnäckigkeit das Gerücht, daß Sassonow dem Beispiele Kokowzows folgen und gleichfalls seine Demission einreichen werde, da seine Polftik keineswegs mit der Gorerny- kin? im Einklang steht. Als Nachfolger Sassonows werden der russische Botschafter in Belgrad, Herr von Hartwig und der Konstantinopelcr Botschafter. Herr von Girs, genannt. England. :: Ein »e»er Snssrngettennuschlag. Wie aus Birmingham gemeldet wird, versuchten gestern dort Suffragetten, das dem verstorbenen Arthur Chamberlain, dem Bruder deL früheren Kolonialministers, gebörige Schloß Moor Green Hall in die Luft zu sprengen. Man fand in dem leer stehenden Gebäude eine Höllenmaschine mit einer ausgebrannten Lunte vor. Im Garten fand man eine an den Minister des Innern Mac Kenna gerichtete Postkarte mit der Inschrift: „Die gewaltige Agitation ist nicht tot, aber Sie werden es bald sein." Ans der Heinrat. * Frredberg, 13. Febr. 25 Jahre sind verflossen, daß Herr Fr. Brcitenbach von Ober-Wöllstadt bei der Lackfabrik Megerle eintrat. Dem Jubilar wurden von Seiten der Firma und seinen Kollegen viele Ehrungen zu teil. * Frredberg 13. Febr. Eine von uns aus einer Frankfurter Korrespondenz entnommene Notiz über eine anonyme Anzeige in Wehrheim entbehrt, wie uns jetzt von dort mitgeteilt wird, jeglicher Wahrheit. * Frredberg, 13. Febr. Donnerstag, den 19. Februar l. I., Abends 6 Uhr findet eine Hauptversammlung des Friedberger hilfsvereins im hoicl Trapp statt. (Näheres siehe heutiges Inserat). * Frredberg, 13. Febr. Auch in diesem Jahr« findet im hiesigen Saalbau am Fastnachtsdiensiag ein Maskenball statt. Die Vorbereitungen sind im Gang und wir werden demnächst ausführlicher darüber bsrichlcn. Wir können insgeheim verraten. datz was ganz Außerordentliches geboten wird. * Fricdbcrg, 13. Febr. Der Stenographenvere!» „Stolze-Schrcy" veranstaltet am nächsten Sonntag in seinem Vercinslokal einen großen humoristischen Kappen-Abend. Geleitet von dem Bestreben, seinen Mitgliedern auch neben der ernsten Arbeit einige vergnügte Stunden zu bieten, bat es der Verein sich angelegen sein lassen, durch das Auftreten bedeutender Humoristen ein recht abwechslungsreiches Pro- gramnr zu bieten. * Friedbcrg-Faucrbach, 13. Febr. Nächsten SamStag Abend 8 Uhr hält der hiesige Gesangverein „Eintracht" sein diesjähriges Wintervergniigcn ii» Saale des Gastwirts Will,. Sang ab. Musikalische und theatralische Aufführungen wechseln mit Sangesvorträgen ab. Auch die Tanzlustigen werden auf ihre Rechnung komnrcn. * Blofeld, 13. Febr. Bei der Verpachtung der hiesigen Feld- und Waldjagd blieb Gutspächter Reif-Beienheim mit 865 ,K Letztbictendcc. Die seitherige Pachtsummc betrug 450 M. * Kt. Hungen, 13. Febr. Vorgestern wurden zwei Derhaf. tet« in das hiesige Amisgerichtsgesängnis abgeliefert, di« Namen sind Moogkllnler-Widdeisheim und Kopf von Steircheim. Beide sind stark verdächtig, den Eisenbahnanschlag bei Traishorloff ausgeführt zu haben. Gerüchtweise sollen si« bereits ein Geständnis abgelegt haben. Moogk ist verheiratet und hat Frau und drei Pinder, Kops ist ledig. Die ganze Sache scheint nur ein Säuier-Ulk »u lein, dürft« ihnen ab-- bös bekominen. Deue z, Beide sind Bergleute, sie kamen von der Arbeit und hatten vorher erst einen getrunken. * Gießen, 13. Febr. Der Komamndant des Truppenübungsplatzes bei Bad Orb, Oberst a. D. Lehmann, war erkrankt und in die Gießener inedizinische Klinik vcrbrachi worden und ist hier seinem Leiden erlegen. Seine Leiche wurde gestern vormiitag 10 Uhr nach dem Bahnhose zur Ueberfrihrung nach Kassel verbracht. Ein Bataillon de« 116er, welches aus den alten Mannsck>aften zu vier Kompagnien zu- sammen gesetzt war, bildete mit der Regimentsinusik die Trauerparade. Bei der Verbringung des Sarges von dem Totenwage.r nach dem Zuge, gab eine Sektion ans dem Bahn- Hofsplatze drei Ehrensalven ab' * Gießen, 13. Febr. Die Vorstellungen des nächsten Sonn, tags im hiesigen Stadttheater dürsten all« beide ganz äußere ordentlich« Anziehungskraft ausüben, da zwei so belieb!« Werke wi« „Filmzauber" und „Altheidelberg" angcsetzt sind. Die Nachmittagsaufführung von „Filmzauber" ist di« 12. und letzt« der beliebten Eesangsposse. Es seien deshalb alle Interessenten ganz besonders auf diese Vorstellung hingewiesen. Die Abendvorstellung bringt „Altheidelberg" mit Fräulein Lindick und Herrn Sternhoser in den Hauptrollen. Die Vorbestellungen beweisen, datz die Popularität dieser Werkes noch nicht nackte, lassen hat. Beide Vorstellungen werden bei kleinen Preisen gegeben. * Gießen, 13. Febr. Der Landesuniversität ist durch die Schenkung des Herrn Geh. Rat Professor Dr. Sommer eine werwolle Bereicherung der Sammlungs- und Lehrmittel zu- teil geworden, durch die Ueberweisung einer ausgezeichneten Sammlung prähistorischer Werkzeuge des Mensckien, welche verschiedenen Unterrichtszivecken, die heute in der prähistorischen Wissenschaft zusammen gefaßt sind, zugute kommen wird. Die Sammlung rührt im Wesentlichen her ans den Ausgrabungen von Hauser in der Dordogne. Sie enthält zahlreiche Steinwerkzeuge aus fast allen Epochen der Steinzeit, wertvolle Knocheninstrrimente mit Zeichen und Verzierungen, diverse Zeichnungen, Karte und Pläne. Zu dicsci Sammlung haben die Herren Geh. Kommerzienrat Heichelheim und Landgcrichtsdirektoc Bücking in Gießen, der verstorbene Herr Geh. Rat Dr. Merck in Darmstadt »nd auch der Geh. Rat Professor l>r. Sommer selbst erhebliche Beiträge zur-Verfügirug gestellt. Die Samnrluug ist dem minc- ralogiichen Institute der Landesuniversität überwiesen worden, wo sie als Ergänzung der Lehrsammlurrg für den geologischen Unterricht über die jüngste Erdgeschichte ein« einpfindliche Lücke ausfüllt. Es ist leider bis auf Weiteres wegen der jetzigen unzureichenden Raumverhältnisse des mineralogischen Instituts rricht inöglich, die Sarumlung, di« seither auch weite Kreise interessieren würde, der Allgemein- beit ständig zugänglich zu inachen. Jedoch wird über die Bo- deuturrg dieser prähistorischen Sammlung im speziellen für den geologischen Unterricht, der Prrvatdozent De. Meyer am 18. Februar einen von der Oberhcftischen Gcsellichaft für Natur- und Heilkunde veranstalteten Vortrag halten, bei welcher Gelegenheit die Sammlung auch besichtigt werde» kann. * Lollar, 13. Febr. Der Zusammenbnrch der Gewcrbe- bank wächst sich allmählich zu einer schweren wirtschaftlichen Katastrophe für die gesamte Umgebung aus. Nicht nur, datz die landwirtschaftliche Konsumgenossenschaft jetzt den Konkurs anmelden innßte, sondern auch zahlreiche Bewohner von hier, Lannsbach. Wißmar, Ruttershausen, Daubringen usw. haben schwere Verluste erlitten, die für manche den völliger wirtsck)aftlichen Ruin bedeuten. Anderen Mitgliedern der Bank wurden die Hypotheken gekündigt, für die sie keiner Ersatz beschaffen können. Wie weit sich die Katastrophe noch ansdehnt, ist noch nicht abgesehen. * Mainzlar b. Gießen, 13. Febr. Die Feldbercinignng in unserer Gemarkung ist jetzt dnrchgeführt. Es sind aber iinmer noch einige Verhandlungen im Gange und erst gestern ist wieder seitens einer Anzahl Grundbesitzer Widerspruch gegen einen KommissionSbcschlnß betr. Herstellung eines Weges an das Ministerium crgaugen. * Rödgen b. Gießen, 13. Febr. Gestern starb unser langjähriger allgemein geehrter Bürgermeister Stein. Er batte vor einiger Zeit schon mit einer schweren Erkrankung zu kämpfen, deren Folgen er nun erlegen ist. * Rödgen (Kr. Gießen), 13. Febr. Im Gasthause vor Heinrich Wagner wird nnr kommenden Sonntag, den 15 Februar, nachmittags 4 Uhr, ein Vortrag stattfindcn über dal Thema: „Durch welche Maßnahmen können in der Landwirb sck>aft die Reinerträge erhöht werden?" Referent ist Herr Oekonomierat Weitzel-Lich. * Frarrtsurt a. M., 13. Febr. Der Artist Matthias Ritzea- selder aus Aachen und das Dienstmädchen Anno Matz aus Düs seldors verübten in Köln und Düsseldorf zahlreiche Mansarden einbrüche. Als Heide das Feld ihrer Tätigkeit nach hier »er. legen wollten, fiele» sie sofort der Polizei in di« Hände uns wurden verhastet. * Frankfurt a. M., 13. Febr. Der Arbeiter Georg Hill« geriet in der Mirhlcnsabrik von Wolf in das Räderwerk. daS ihn mehreremale herumschienderte. Hierbei erlitt er l"bcns< gefährliche Verletzungen. — In der elterlichen Wohnnr - iibcrgoß sich eine zebnjährige Schülerin mit kocheridenr Kaffee. Sie kam mit schweren Brandwunden in das Christ sche Kindcrhospital. * Franksirrt a. M., 13. Febr. Im Bereiche des Eilen- bahudirektionsbczirkes Frankfurt werden zürn ersten Mai 1914 die Sonntagskarten für einige StationSverbindnnaen irnd mehrere Doppelkarten 2. Klasse mit zwischr»liege:'-- > Fußwanderungen eingezogen. Es handelt sich uni se Karten, die seit Jahren nur ganz geringen Absatz sand-ei * Franksirrt a. M., 13. Febr. Am 101. Geburtstag-- ' Dichters und Pfarrers der Frankfurter und Ossenbacher religiösen Gemeinden, Heribert Rau, wurde an dessen - maliaem Wohnhaus, Gärtncrweg 57, eine vom Mn- ..... 9U. *T Seite 3 pcftiftetc ttcienftofel angebracht und enthüllt. Prediger Klaukc hielt die Wciherede. ' Frvn'iue« W, 12. Seit. Hier hielt cm Mont-, Abend bekannte Professor Dr. Eduard En», m Gasthaus von Sallenbcrger seine di«»jLhrige General- Versammlung ab. Der Umsatz in 1913 betrug 82 000 Mark. Die Mitglietxrzahl beträgt 203. Der Perein zahlt für all« Daitln'äuse der Mitglieder 8 Prozent Dividend«. — Lehrer A. Schneider von hier wurde ab Ostern an ein« höher« Knaben- ickrul« zu Malchow sMecklenburgs berufen. f Merzhouse», 13. Febr Hier wurde da» 23jährig« Ort»- fnbiläum der allgemein beliebten Lehrer» Prei, gefeiert. A» Abend fand Fackel, ug mit einem Ständchen am Echulhault statt. Pfarrer Michel überbracht« di« Glückwunsch« der Kirchen. pemetnd« und der Schulvorstande«-, Bürgermeister Best dl« der Livllgemeind«. Der Letztere Sberrelchte al, Geschenk der Gelte inde «ine goldene Taschenuhr mit eingrovierter Mdmung. di« beide» ältesten Knoden der Schule die dazu gehörige golden« Ketre. Fm Namen der Lehrcrverein» Neuweilnau, dessen Vorsitzender Herr Preis ist, übergab fein Kollege Baujch-Rie- »elbach ein Bild. Herr Lehrer Prei, dankt« mit bewegten Worte» für alle ihm erwiesenen Ehrungen. * j. Beombach, 12. Febr Zn dt« Scheune de, Landwirt» Earl Eduard Weber war «in stattlicher Nehbock. nxlcher sich nicht anders vor dem ihm oeifolgenden Hund rette» konnte, ringelaufen. Auf Anraten des Förster» und Gendarmen wurde dem gehetzten und geöngsttgten T,«r dt« goldene Freiheit wieder ^geschenkr _«»»» T«ge«,3ft«it«8, den 13. Februar »81«. » «ommolshoi, i. T-, 13. Febr. Der Maurer Graf wurde wegen seiner völligen Enthaltsamkeit vom Alkohol von dem Gärtner Hartmoun unterhalt geneckt. Au» Zorn darüixr schlug Evaf seinem Gogner mit einem Beil mehrercmol« in den Rücken, lodotz derselbe schwer verletzt dem Königsteiner Krankenhaus zugeführt werden mutz:«. * Reuenhaiu, 13. Febr Di« Gemeindcvertrctung lehnte den Antrag der Grandlwtels in Känigstein auf Zahlung einer Entschädigung von 8008 Mart für bi« Verunreinigung de, Neuenhainer Trintwasser» durch die Hotelabwässer abermals ab. * Sinnt-itrin, 19 ' Tic S>'dtreck»u,ttg hetz Geschäft«'ib-es 1912 1911 fchliesst hei £12 647 .K Einnobmen »»d 799 105 . k Ausgaben mit einem lleberfckmss von 43512 .«ab. * Königsteil, 11. Febr. So begrüstonSwert die rasche AitSdeliniiug d'S gefunden WinterkportS ist. mit so mehr kfagen die Fußgänger, das: ihnen für ihre Spaziergänge im TannuS fast jeder Weg durch die Rodler und Schneeschusi- läufer versperrt und eingeen.il wird. Tie Rodler waren tväbrend der fehlen Wochen tatsächlich die .Herren de? Ge- l-irge« und drängten jeden Toueisten rücksichtslos an die Seite. Viele Unfälle find auf die durchaus inangelbaste sportliche Ausbildung der allermeisten Rodler znrückzn- fnbren. Diese bilden nicht nur für die Fuszgänger, sondern auch für die Rodler selbst eine ständige Gefahr, die dadurch rech erhöbt wird, dass die Schlitten entgegen den polizeilichen Vorschriften recht oft mit drei Personen beseht sind. Uni eine Wiederholung dieser schweren Missstände zu per- weiden. sollen im nächsten Winter die .Hgupttouristenwege für den Rodelverkelir verboten werden, mich soll allseitig eine schärfere Aussicht über den gesamten Verkehr eingeleitet werden. * Eronberg, 13. Fcbr. Aus Anregung der hiesigen Lavenbesitzer wurde der Achtubr Ladenschlutz e'ingeführt. * F. G Srlopvenheim b. Wiesbaden, 1t. Febr. Gelegent- lich einer Jagd in der Gemarkung Kloppcnheim am 19. Dez. v. I.. trieb sich der Landwirt Adolf Kunz in der Schusslinie herum. Der Aufforderung des Wacht.Heisters Brenzlow aus Rierstndk. weg zu geben, folgte er nicht, fiel dem Pferd de? Gendarmen in die Füge! und beleidigte den Beamten in der gröblichsten Weife. Wegen dieser Beleidigungen verurteilte ibn daS Wie?bndener Schöffengericht gestern zu 2 Monaten Gefängnis und sprach dem Beleidigten die Publikations- befugniS zu. * F. (5 Wiesbaden, 11. Febr. Am 20. Dezember v. I. entwendet der Fuhrmann Konrad Schlimm einem hiesigen 'Beniner eine» wertvollen Rebpinticher, den er alsbald nn den Maun brachte. Der Käufer benachrichtigte aber die Polizei, die Schlimm festnabm. Schlimm erhielt gestern von der Stralkammer fünf Monate Gefängnis. * F. 6 Aus dem Rheingnu, 10. Febr. Eine Gotteslästerung und Beleidigung boite den 13jährigen Garienar- beiter Johann Wenz aus Erbach im Rbeingau gestern vor die Wiesbadener Strafkammer gebracht. Der Gottesdienst wird in Erbach feit einiger Zeit fast regelmässig von einer halbwüchsiger Burschen gestört. Einer dieser, der obengenannte ■Jen,. wurde von dem Kirchenschweizer und Wagner Bernhard Klunk im Hochamt auf ..Allerheiligen" am 1. Rov. v. I. beim Schwaben beobachtet. Als Klnnk aus Wenz zntrat uns ihn am Kinn fasste, schrie Wen, mit mächtiger Stimme: „Du dreckiger Bauer, geh' beim und mache das mit Deiner Kühl" Diese Aeusserung gab Wenz vor de' Strafkammer zu, den Gottesdienst will er aber nicht gestört haben. Sein Nachbar habe ibn lediglich nach dem neuesten Schlager aus der „Kino- königin" gefragt und er habe !bm darnuf Antwort gegeben. Das Gericht ahndete die Störung des Gottesdienstes und die Beleidigung niit fünf Togen Gefängnis, sprach dem Beleidigten auch PublikationsbestigniS zu. * Laufenselden, 13. Febr. Vikar Brumm wurde zum Pfarrer der hiesigen evangelischen Gemeinde gewählt. * Siershahn, 12. Febr. Beim vorzeitigen Ablpringen vo» einem Zug« stürzt« der Arbeiter Knie zu Boden und erlitt U. bensgefährliche Verletzungen. - * Si«}, 13. Febr. Ein« jugendliche Ladneri» rxrgjftete sich hier mit Kleesirlz. * F.C. Wcilburg, 11. Febr. Plötzlich verschied hier de, im 63. Lebensjahre stehend« katholische Pfarrer Gombert infolge eine» Gehirnschlages. Der Verstorbene war neun Jahre HauSgeistlrcher bei den barmherzigen Brüdern in Frankfurt a. M. und während dieser Zeit eifriger Mitarbeiter an dem Frankfurter VolkSblalt (jeht VolkSzeitung) und an der Zeitschrift „Katholische Bewegung". >884 wurde Gombert Jtnfton am Dom in Frankfurt a. M. und zugleich ReligionS- lehrer am Gymnasium und an der Selektenschule. 1886 wurde er Pfarrer in Daisbach und erhielt 1898 die Pfarrei Weilburg übertragen. * F. C Hachenburg, 11. Febr. Am Montag wurde im nahen Marienfiadt der weit und breit bekannt« langjährige Klosterpförtner Bruder Petru» Laumeirr zu Grab« getragen. Zahlreiche Leidtragend« gaben ihm da» letzte Geleit. * Herborn, 13. Febr. Auf den glatten Treppenstufen de» Bahnhofs rutscht« ein« fremde Frau aus imd zog sich dabei ausser einem Beinbruch erhebliche Verletzungen an dem Kopfe zu. * »°> SSi[ftu«gn, 13. Febr Der versandt de, Wildunger Mineralwassers Königsquetle hat fett zwei Zehre» eine, ge. waltigen Aufschwung genommen Er betrug tm Fahr« 1911 rund 290000 Flaschen. 19,2 »«reit, 720 000 Flaschen und stieg tm letzten Jahre mrf 923 000 F laiche». An« Starkcuburg. * Buchschlag. 10. Febr. Der «jährige Gärtner Elle »»» Egelshach stürzt« hxr beim Ausschneiden ein», Otchtboumes »», beträchtlicher Höh« ad und starb nach kurzer Zeit a» den schweren Verletzungen, die er sich beim Fall«, z»gezogen hat«. nieu-Tlenbur,. l» Febr Die Gem ei n deckklektriritot», «nd Wasserwerk« haben im letzten Rechnungsjahr mst einem erh«6 lichen Ueixrjchutz gearbeitet. Da, Elektrizitätswerk erzdclt, bet 139 659 Mark Einnahmen 32 376 Mark Reingewinn, da, Wasserwerk bei 73160 Marl Einnahmen einen Barüberfchutz von 16 973 Mark. * Darniftadt, IS. Febr Vor einiger Zeit wurden hier und In Bildet zahlreiche Einbrüche verübt, bei denen den Dieben vor allem Kleidungsstück« und Esswaren in d!« Hände fielen, «l» Täter ermittelte di« Frankfurter Polizei jetzt den stellen- l^en 26jährigen Bäcker Georg Kich« au, Hamburg. Zn seinen Besitz dkianden sich noch verschiedene der gestohlenen Sachen. * Darmsiadt, 13. Febr. Einen Selbstmordversuch machte am Montag abend gegen 7 Uhr in einem hiesigen Hotel der rufsifche Student Clepban Lclvin an« Lodz, de, erst seit dem letzten Semester liier imatriknliert ist. Ei brochte sich zwei Sckiülsc an der linken Seite des Kopse« ncidrft dem Kinn bei. die ztvar starke Blutungen bervorricsen. ober walirsckxtiiUicki nicht tätlich sind. L. wurde bewusstlos in das städtische Krankenhaus gebracht. Es verlautet, d>iss Ezistenzsorgen d>rs Motiv der Tat bilden. * Hrpprnhrj a. d. B., 13. Febr. Die Unierschlagungen des Sparkassenrechners Franz Höhn in Heppenbeim haiien int vorigen Jahre eine sehr unliebsame Erpressergefchichte im Gefolge, welche geeignet war, zwei angesehene Heppenheimer Familien in sehr peinliche Situation zu bringen »nd deren Familiengliick zu zerstören. Dar Verschwinden des Franz Höhn brackite bekanntlich danlats die ganze Familie, weicht sich verbürgt hatte, a» den Bettelstab. Der Iiierdurch ebe»- jalls verarmte, ansck>e>nend leicht veranlagte Bruder de» Verschwundenen, der 32 Jahre alte Wilhelm Höhn fand nun unter den Papieren d«S Verschwundenen verschiedene Briefschaften. die von zwei Heppenheimer verheirateten Damen herrührten und di» diese vor etwa 8 Jahren an Höim gerich- tet hatten. Obwohl die Briefe febr gut sreundsckiast>ick>c Beziehungen. aber doch anstössigen Derlebr verrieten, »ahu> der gestern aus der Anklagebank der Strafkammer gesessene Wilhelm Höhn die Briese an sich, als er, um dem Glück die Hand zu bieten, noch Monte Carlo reiste. Dort lernte er durch eine Halbweltdauie den 44 Jahre alten Masseur Franz Schneider aus Erefeld kennen, der als Sindent f. Z. verunglückt, jetzt in den Bädern seinen llnterhalt suchte. Dort entstand zwischen Beiden der Plan, die beiden Damen als Er- prejsuitgSopfer zu benutzen, da die neuen Freunde vollständig mittellos waren. Man reiste 4. Klasse, teils mit Nnter- siützung der Spielverwaitung nach Frankstrrt, um von dort aus die Opfer zu rupfen. Zuerst fuhr Schneider allein noch Heppenheim, hatte aber keinen Erfolg. Dann wurden zwei Briefe geschrieben, in denen unter DrobiiMien der Betrat von 1500 °4t und 200 en sich jetzt gegenseitig über die Urheberschaft z» belaste», er- reichen aber keinen grosse» Erfolg. Schneider wird, da er »och einen falschen Namen angegeben hatte, Wege» Er. prrstungSversuch in zwei Fällen zu 1 Jahre vier Monate» Höhn zu 1 Jahr drei Monaten Geiängni», beide zu je ! Jahren Ehrverlust verurteilt. Höh» werden 5 Monate uni Schneider vier Monate Untersuchungshaft angerechnet. * Heppenheim it. h. B., 13. Febr. Ein mächtiger Bran. entstand gestern Abend hier. Ans bisher nicht anfgekiärirn Gründen sind die Hofrciien der Landwirte L. Rettig 111. und L. Traber in Brand geraten und wurden beide Dachstöcke ein Raub der Flamnien. Der Eckiaden ist ziemlich gross Ucneste nud Äral,tnachrich^en. Urteil im Prozess Grünewald Winkler. Giesse», 13. Febr. In dem BeleidigiingS-Pro-ess der freisinnigen Abg. Justizrat Grllnewald-Giessen gegen de» nationalilberalen Abg. I)r. Winkler-Oppenheim wurde heute vormittag von, Schöffengericht Giessen folgendes Urteil ge- fällt: l>r. Winkler erhält 600 M Geldstrafe oder 60 T jßc Gefängnis, Justizrat Grünewald 100 M Geldstrafe oder 10 Tag« Gefängnis, ausserdem PnblikationSbesugniS in allen Blätter», welche die inkriminierenden Artikel enthielten. Sämtliche angeNagten Redal^eure wurden freigesprochen. Die Gerichtsgebühren trägt I>r. Winkler. Kläger sowohl als Beklagter tragen jeder seine eigenen Auslagen. Die Kosten für die angeNagten Redakteure trägt Justizrat Grünewald. He». UN» Strohmark» za Frankfurt ». M. Heu kostet« 2.80 bi, 3.20 Mark. Angefahren waren 12 Wagen Hin. Zufuhren au» Oberhesfen, den Kreisen Dteburg und Hanau. Geschäft flau. Frankfurter WrUrrbrricht. varaussM,«: Vorwiegend trüb und neblig, zeitweise Regen- fäll«, mtl», westlich, Wind«. Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirschel, Friedberg: für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung". A.-G.. Friedberg i. H. jfißtu und Datteln in Kifteln W.Madre Friedderg > h e leies»» 211. vismarckftratz« 8.__ Schöne gesunde Ferkel hat »hzugebe» Ä?» Mädchen >5 Jahre alt. möchte lxi einer Schneideet» tu dl« Lehr« Irelen. Anfragen kxlürdert unter O. R. dt« Exp. der Reuen Tageszeitung. Wegen Nachzucht verkaufe 1 ältere Fuchsstnte unter allee Garantie. K. Il lttmer Dotteulelderdol b. Vilbel «. V&th Gronauerhof b. Vilbel. N'. 3. Neue Tageszeitung. Freitag, ocn 13. Ftevrunr 1914. Seile 4. To «leis-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen meinen innigslgeliebten Mann, unseren unvergesslichen Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager u. Onkel Kenn Jakob Guth lil. nach längerem Leiden im 73. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu rufen, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten schmerzerfüllt mitteilen. Bruchenbrücken, 12. Febr. 1914. Die tieflrauernd Hinterbliebenen. I. d, N.: Gustav Guth. Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. Februar nachm. 3 Uhr statt. I) Landwirte! Aui Samstag, -cn 14. Februar, nachmittags 3 Uhr findet zu IW Frie-berg 'MU bei Tastwirt PH. Lteinhäustcr eine Versammlung statt, in der über die Krankenkasse im Kreis Friedberg gesprochen werden soll. Alle Landwirte, die mit der Entwicklung der Krankenkafie, wie sie in unserem Kreis verfügt worden ist, nicht einverstanden find, lade ich zu dieser Versammlung ein Ad. llcnsel, Landwirt zu Dortelweil. Vergebung voll Arbeiten uni) Äicfcrunp. Nachstehende Arbeiten und Liescrungen, welche bet der Pflasterung einer Orisstrage tu Dorheim Vorkommen, sollen vergeben weiden und zwar die Pflastcrarbeit 1383 qm die Lieferung von IGO cbm Schichtenpflastersteinen, 20 cbm rauhen Pflastersteinen. 150 cbm Grubensand und 3750 Zir. Schladensand, ferner das Anfahren des Schiackensandes, das Auffetzen der Pflastersteine und das Sandmcffen. Die Vergebungsunterlagen können auf dem Amtszimmer de' Unterzeichneten Bismarckstraste 32, eingesehen werden, wohin noch die Angebote verschlossen und postsrei bis zum Samstag, den 21. Februar l. Js., vormittags 10 Uhr abzugeben sind. Friedberg, den 7. Februar 1914. Der Erosth. Kreisbauinspektou Witzler. _ Ja der Neuen Tages zeitmig erschienen: M) llijjk dich nicht Roman von Hedwig Courths-Maler in farbigem KUnstlerumschlag Preis Mt. 4.— elegant gebunden „ „ 5.— Das hohe Lied der Treue wird in diesem glänzend csihiiebenen Werk in ergreifender Weise angestimmt. Fm Äittdpunfc der Handlung steht ein hochherziges Weib, das aus einfachen Verhältnissen stammend, Netter und Schutz- '. ngel ihres hochgeborenen Geliebten wird. Jungen Frauen und Mädchen kann leine bessere und erhebendere Lektüre in die Hand gegeben werden. Besteliungeu rechtzeitig erbeten: Wene Tageszeitung. Alwin Ungelenk, ----- Uhrmacher u. Juwelier — MM U._ tlaiserslr. 65 Grosses Lager in 6 gm- flRü Silberwaren, sowie — optischen Artikeln. — Niederlage der Inion horlogere Genf, Glashütte, Biel. 88 Neue amerik. Dampfäpfel Neue kalis. Aprikosen Nene Kalif. 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Wir erhalten von der Landwirtschastsfommer folgende Zn- tchrist: In der gemeinsamen Sitzung de, Finanzausschüsse, der Zweiten Kammer mit der Grotzh, Regierung vom 5. Februar d I. rvurdc über Kapitel 75 a: den Zuschutz zur Landwirt, schastotammer verhandelt und führten, nach dem Berich« der „Darmstädter Zeitung" vom 6. Februar, die Vertreter der Regierung den Antragstellern — aus rin« Erhöhung der Staat,- zuschusse, jür die Landwirtschostslammer — gegenüber an der Han» der Rechnung der Landwirischastotammer für 1912 au», datz es angefichlr diese» Rechnungsergebnisses richtig wäre, wenn di« Landwiilschastslammer in ihren Ausgaben etwa; zu. tückhallcnder Vorgehen würde. Für da» Rechnungsjahr 1914 Händen der Landwirtschaslotainmer au, Umlagen 03 000 Mart mehr zur Verfügung wie 1913 und e» sei daher im Hinblick aus di« Möglichkeit von weiteren Ersparnissen nicht gcrechtsertigt, der jetzigen Mchransorderung von 53100 Mart zuzustimmen. Wir stellen zunächst lest, datz e, nicht richtig lst, datz der Land, wirlschaststammcr in 1914 33 000 Marl an Umlagen niehr zur versügung stehen, wie 1013, Die Umlagen find in 1013 um ca, 31 OM Mart gegen 1013 — tn Folge der neuen Einschätzungs- bezlimmunge« »ach dem Kommunalumlagegejetz — gestiegen. Für 1914 glauben wir nicht datz eine weiter« Steigerung statt, f >»»«>, wird. Am empfindlichsten trifft aber die Landwiltschaftstammer der Rat, tn den Ausgaben zurückhaltender und sparsamer zu sein, der doch den Vorwurf in sich schliefst, datz dies seither nicht de, Fall gewesen sei. Die Landwirtschastskammer mutz die« auf da. Entschiedenste zrückwcisen. Da die Behauptung ober Immer und immer wiederkehrl so erscheint e» zwkckmätzig, das Verhalt, ni» der Grotzh, Regierung zur Landwirtschaft bez«, zur Land- wirlfchaslslammer einmal etwa, eingehender zu untersuchen und sestzustellen, wc, den» «igenilich di« Schuld sü, die steigenden Ausgaben der Landwirtfochslstammrr zu trogen hat. Mit der Errickitung der landwirtschaftlich!», vereine tm ,?rotzherzogtum Hessen im Jahr« 1333 hatte di« Grotzh Regie, rung die Matznahmen zur Forderung und Pflege der Londwirt- ickmst aus lhr Programm geschrieben und sie verwilligt« auch der Hanplsach nach die für die Durchführung der betreffenden Matznahnien nSIigen Mittel, Die Spitz« der landwirtschaftlichn Vereine: Di« Eentralstelle für di« Landevirtsachft war ja «in staatlich» Organ, Erst t« den 00er Jahren de« letzten Jahrhundert» wutden di« landwirlsachstlichn Vereine ganz selb, ständig und di« Vertretung der Landwirtschaft im Grotzh Ministerium übernahm die obere landw, Behörde, Auch noch in dieser Zeit bestanden eng« Bezjchungeu »wischen den landwirt- Ichastlichn Vereinen und der genannten Behörde; während derselben, tn den Jahren 1307.08, wurden di« Staatszuschüsse auf über 200 000 Mark erhöht, die Grundlagen für die Fördt- rungsmatznobmcn zur Hebung der Viehzucht wurden gemeinsam geschjtffe» usw. Wir halten ähnlich Verhältnisse wie sie z, Zt, »»ch in Württeniberg und Bagern und zum Teil auch noch in Baden bestebe» Die Mittel zur Förderung der Landwirtschaft Zu der beüorsiehendrn Feier seines 70. Gkbnrtslagrs. Staats-Minister a, D, Erzellenz von Podüirlski, der Präsident des RcichS-AiisschasseS für Olympische Spiele, begeht dcinnachst die Frier seiner 70, Geburtstages. Ans Anlass dieser Fester werden verschiedene Ehrungen für ihn borde reitet. Er war zuerst Staats-Sekretär im Reir! post- anit, dann Londwirtsrllastö-Minisier, Damals nnd auch später ist er mit aller Entschiedenheit fitr die Landwirtschaft cingrtretc», weshalb ihm diese zu grobem Danlc verpslich- tct ist. wurden zum Teil von der Regierung selbst, zum anderen Teil gemeinsam mit den betreffenden Organen verwandt, Erhöhten sich die Anforderungen oder traten neu« Arbeitsgebiet« auf, so wurden die Mehrsorderunge«, in den Staotsvoranjrhlag eingesetzt und dann entsprrchnd verwandt. Maßgebend allein war selbstverständlich nur da, Bedürfnis Anfang dieses Jahrhunderts schlug aber der Mnd bei uns in Hessen um. Während in dem Jahr« 1808 00 zurFörderung der Landwirtschaft den landw Vereinen noch 207 831 Mark überwiesen wurden, gingen di« Zuschüsse von Jahr zu Jahr zurück, und als die Landwirt- fchaflskammer im Jahre 1907 errichtet wurde, erhielt diele für dir fraglichn Zwecke nur »och 111100 Marl also 03 011 Marl weniger. Dazu kamen noch 72 0M Marl für Berwaltungskosten, di« der Staat feit Errichtung der Landwirtfchaftslammer fahr, lich spart, da dies« di« Kosten selbst zu tragen hat. Also gegen 135 000 SDtorl gibt der Staat heute gegen von 12—11 Jahren jährlich weniger wie damals, Dabel kommt aber für die Land- wtrtfchaftsfommkr noch erschwerend in Betracht, datz heut« all« Mahnahmen, die irgend «in« Förderung der landwirtfchaftlichen Technik bezweckt, auf die Landwirtschaftslammer abgeladen wird Wenn di« Landwirtschallslammerausschüfsc Erweiierun. gen oder Neueinführung von Matznahmen aus dem Gebiet« der Viehzucht, wenn Kommissionen solche auf dem Gebiet« de» Ackerbaues, de» Obst- und Weinbaues, der Buchführung, des Betriebe», neu« notwendig« Mahnahmen befchliktzen, di« Land, wirtschaflslammcr soll und mutz da» Geld dafür beschossen, Datz bei einem tn so gewaltigen Matze steigenden Geschäftsverkehr di« Gehälter, Diäten usw und damit auch di« Gclchästsnnlosten steigen, ist begreiflich, Di« Grotzh, Regierung hat mit dazu beigeiragen, datz alle Arbeiten zur Förderung der landw. Tech nil auf di« Landwirlfchaftslammer abgewälzt worden find und »och werden, Belannllich haben wir tn Hessen 0 landw Win. lerschulen, einer Obst- und Weinbaufchule und einer Obstbauschule über 20 Landwirtschaftrlebrer befchästigt, Di« Tätigkeit derselben entfällt, abgesehen von den Lehrern an de» beiden letzteren Anstalten, der Hauptsache nach aus den Winter, in 7 Monaten hol en sie verhältnismätzig wenig zu lun. In last , allen süddeutschen Staaten und auch bei den Landwirlichast». kammern in 8io,ddeutschland werden dlese vandwirtjihaitsleh. rer zu «rbriten aus den verschiedensten Gebieten sv z, B zu, Abhaltung von Buchsührungsturjen, zum Pslan,cnschut,die,'st, bei der Dulchfüdrung von Feldbereinlgungen zur Mitwirkung bei der Herdduchführung und Körung zur Abb-ltung von vor. tragen, zur Durchsührung von Sorten, nd Düngnngsversuchen usw berangezogen. Es wöi« auch bei uns In Hetzen sch, gu, möglich gewesen, diese «kdeilen aus den veischiedensten Gcl'ie. ien zu organisieren »nd unter Mitwirkung der Landwirlichast». lehrer durch,usühren Da, hat man nicht getan, weil die Gr, Regierung die Mittel für di« Bezahlung der Diäten usw lparen wollte und keine entsprechenden Vorschlagsposten zur Versügung batte, Slot, dctzen stestt« man fl« für Arbeiten aus Einzüge, bieten wie^ für da, vortragswesen. für den Pslanzenschugdienst und sür Sorten, und Dllngungsversuche der Landwirtjchasi». lommer zur versügung und diese mutzt« dann selbstverständlich auch die Dlaten und Transporllosten übernehmen Aber im. n-erhin besteht die Tatsache, datz di« Beamten der Landwlrt. sthastslammer zum Teil überlastet find, während di« staatlichen Landwirtjchastslehrer im Sommer keine volle Beschäftigung haben. Die fortgesetzt steigenden veträg« sür Diäten und Transportlosten werden dadurch erklärlich, denn wo gearbeitet wird, wo dienstliche Geschäst« autzerhalb de» Wohnsitzes erledig« werden müssen, da vermehren sich die Unkosten; hält man dies« n>cht für nötig, dann kann man auch letzter» sparen »nd schlietz. lich auch di« Beamten, llcberatz in der Laudwirtschast kann man im Deutsche» Reiche einen «rsreulichen Fortschritt verzeichnen, Die Erträge ««ser-r Felder, Bj,e»ea Gärten sind seit einem «.«.tchrnalter säst verdoppelt worden, iuij«K Aiü&OaiKw |mt> wertvolle, ge. worden und leiste» da. Mehrfach« gegen frühe, Auch wir in Hetzen sind in gleichem Matze an dieser Entwicklung beteiligt, trotzdem 05 Prozent unserer Landwirte Bauern und Kleinbesitzer sind. Dieser Fortschritt ist aber bei uns zweisellos aus die Anregung von antzen, durch die Verein«, Schulen, dle Land, wirtsachslskannner usw zurückzusühren. In Preutzen nimmt sich die Regierung in vrrstärltem Matz« der Landwirlichast an, der preutzische Landwirtschaslsmintster hat bei den letzten Ber Handlungen des preutzische» Landtags ge,zeigt, welche» Interesse er allen Bestrebungen seine, Ressort, entgcgenbringt, Millio. n«n sind in den letzten Jahren, besonder» in 1913 mehr sür Förderungsmatznahmen aus allen Gebieten der landw, Technik verwilligt worden, Achnlich geschieht er tn Süddeutschland. Atollen wir in Hesien nicht Zurückbleiben, so miisien auch unserer Landwlrtschast mehr Mittel zur Beifügung gestellt werben. Und datz der hessische Staat bei seiner fetzigen Finanzlage, wo er säst 3 Millionen Mart niehr für bl« Erhöhung der Beamtengehäl. ter verwilligen will, dazu in de, Log« ist, «nterliegt wohl le>. nem Zweifel, Dem Rate der Regierung an bi« Landwirl. schastsbammer, in den Ausgaben zurückhaltender und Ivarlamer zu sein, entspricht die Landwirtschastslonimer in weitgehendstem Matze; über eine gewisse Grenze aber hinauszugehen, besonder» aber jede Anregung, jede neue Maßnahme abzulehnen, geht auf j die Dauer nicht, «S würde da, Stillstand bedeuten, Stillstand Ist ober bekanntlich Rückgang ilriillitifr Llindn>irtlchlil1§rat. S, ch H, Berlin, 10. Februar 1911 Vtm (lentiiH’n zweite» Zone der dies,übriger Pwnarv.-i - 3»m pflnykilen. Roma» von M, Prigge-Brook. ?2 (Fortsetzungs. Selige Stundei Sic dachte nicht weiter, es schwindelte ihr. Wenn Heinz erst wiederkäme. Sic hatte lange nicht? von ilnn gehört und sorgte sich im stillen, obwohl sie daS Warten gewohnt war. Die Erveditio» weilte im Innern frK Landes, fern von jeder Zivisisation, Oft vergingen Nochen und Monate, bis sich Gelegenheit fand, die Briese der Post nnzuv.'rtrauen. Der Januar brachte klingenden Frost, Erna gostattete sich sclwn zuweilen die Teilnahine am Eissport, dein die Jugend der Stadt eifrig huldigte. Das Stillsitzcn bekai» ihr nicht. Sie sab jetzt wieder frisch und blähend aus. zu Roscniaries Entzücken. die daran grosse Hossnungcn knüpfte. Unmöglich (onntc Heinz an so viel Liebreiz ungerührt vorübergeben. Sie konnte stundenlang znliören, wenn der Olim Heinz' Kindergeschichten zum Brstcn gab. auch vermisste die Schwester da? letzte Bild, dar Heinz ibr von der Reise geschickt. Es stellte ihn in Tropen- nacht dar. Rosemarie fand zufällig das Bildchen in Ernas Zimmer, verschwieg aber den Fund. Längst war die afrikanische Januarpost fällig, sie brachte keine Nachricht von Heinz. Die Seinen vertrösteten sich auf den Februar. Als die Post wieder nichts brachte, da beim- rul igte Roseniaric sich ernstlich. Sie setzte sich bin nnd schrieb ans Auswärtige Amt. das sic »achznsol scheu aussorderle. Lange Zeit hörte sic nichts, endlich kam ein Schreiben und nwlaetc. ein Teil der Ex- -jcHlum sei erkrankt zuriilkgeblicben, die übrigen besänden sich, ans der Heimreise. Jetzt kcbrle die Sorge ins Pflugcisen ein. Rosemarie >erze>iie. linker den Hcimgekchrtc» besand sich Heinz nicht, nie Otaurensliske stand in der Zeitung, cs blieb kein Zweifel, Li WOK unter den Erkrankten. Doch w» weilte» sie? Der war mit ihnen? Wer pflegte sie? Da:- waren Frage», die die Schwester nicht ruhen liessen. Im Grifte sah sie bereits des junge» Bruders Totengesirlst, Sie Hw fest überzeugt, er kehre nicht wieder. Erna teilte diesen Glauben iricht. In ihr lebte die unzerstörbare Zuversicht von Heinz Sebalds Riitkkrbr, „Er ist jung nnd gcsniid und wird nirsil gleich sterben", suchte sie Roseinarie z» trösten. Die aber wollte sich nicht tr östen lassen. „Ich bin »uni Ilngliirk bestimmt", sagte sie bitter, „was ich liebe, stirbt vor mir weg, ich bleibe einsani. Du sollst sehen, Einsamkeit ist mein Los-," „Hast Dzi mich nicht Mn?" trö> jung' Mürben. , Glaubst Du, dass ich Dub jemals verlassen werde? Wenn Heinz nicht wicdcrkommt. bleibe i-b bei Dir. Abr-r er kotnmt wieder, ich weiss es,"" In einer stürmischen Märznacht pochte eine raube Hand an dir Türe des Pslngeisen? „Wer da?" rief der alte Ehler?, der nicht schlafen sonnte und den grössten Teil der Nacht I*' utor v . - r Lampe lass, „Die Post"! antlnortete e!>re belle Stimme. „Ich hab' 'ne Nachtdepesche. Herr!" Ter Alte fühlte, wie ihm die Knie zitterten. „Bon Heinz", murmelte er, „der Junge ist tot " Er tappte sich mühsam über die T reppe offnete die schwere Hanstürc und sertigle den Bote» ab Einen Moment wog er das verhängnisvolle Papier in der Hand. „Hat uns noch nie was Gutes gebracht, 'ne Depesche", sagte er zu sich selbst. Langsam tastete er sich in sein Zimmer zurück, öffnete dort umständlich da? verklebte Papier und las die Worte. Mit einen, Male sublte der Greis sich jung. Er sprang auf. eilte an Rosemaries Tür »ind schob das Blatt durch die Türspalte. „Er lebt, er lebt!" inbelte er und erlchrcikte die iäb aus den, Schlaf Gewerkte nicht wenig durch sein plötzliche? Erscheinen. Rvsemarie vergoss Freiidenträiien. An Schlas war nicht mehr zu denken. Sie kleidete sich hastig an. Bei einer Talie dampfenden Kaffees verplauderte sie mit dem Ohm die Rächt nnd schmiedete Zukimstspläne, in denen der Nalne Heinz mit dem d.-s jungen Mädchens das ahnungslos dem Marge» entgegenschmmmerle, zusammenklang. De: kurzeil Nachricht, die Heinz von der Küstenstadt ans an seine Srltwester sandte, folgte ein langer Brief, Er war schwer krank gewesen und mit seinem Neisegesährlen »nd beste» Freund, deni Maler Max Earcnno aus Wien, unter brr Obbut de; deutschen Arztes zurürkgcblicben. Eingeborene die nun äiuii Dienst der Kranke» Ver.vaudte, Übernahme» di: Deebindung mit der Kästenstadt. Tie Kranke» lagen in Zelten »»ter freiem Himmel, bis das Fieber sie endlich verliest, I» langsamen Tagesmärsche», oft „»terbroctn?» durch die Scliwäche der Halbgcnescnen. tras-ii sic endlich im März, sich» Wochen nach den übrigen, a» der Küste ein »nd benntz- t-.n den nächsten Danipser nach Euros>a. Heinz schrieb, er sei leidlich gesund und bosse, der Schwester völlig genesen unter die Auge» za treten. Emstweilen bedürfe er »och der Scho- »niig, doch bosse der Arzt, die Seelust tue Wunder. Sein Freund befu de sich weniger gut. Er sei ihm in diesen Jasi- ren näher gctrele». Mit vieler Mähe habe man ihn an die Küste gebracht. Jetzt klanimere er sich an ibn und lasse ibn »io', bis er sich verpslichstet. i'm Hl r Triest in die Hei,»»» z» b:ale>- ten. „Earenno ist nämlich Witwer", hie!: cS im '»--.«e r besitzt ausser einem ein: ien 2 - 'irch, das i . : o Abwesenheit bei »teil , enn! n in n ist, ' schenscele, die ihm l he steht. ,' kannst . - , wir er sich um seine üi v . 2 »’ I sorgt. I nämlich ein, von seiner . ankheit nicht zu g unS, es steht sch':mm um ihn. Ich kann ~ ir t mich das Kind lamnicrt. Carenno b ' mm' i meisten Briese von allen der Erve' ran. Er ’ ’ Neue Tageszeitung. Fee,rag, Len IS. Februar 1914 , V. 7 . 3 7 : . iMiilnng des Deutsche» Loudwiitfckiaftsrates wurden zrn i'-.'jd;ciftiit{)C Angelegenheiten erledigt. Bei den Wahlen Vllrde der bisherige Vorstand: Graf von Schwerin-Löwitz. von Cetto-Reinhertshansen und Geheimrat Mehle:: TreSden wiedergewählt. ES referierte dann der be- lannte Forscher Geheime Obermedizinalrat Professor vr. L e s s l e r - Berlin über die Berbreitrmg der Maul- und ,>i:a»ense„lhe und ihre Bekämpfung. Der Redner ging davon an :-, d. s; die Maul- und Klauenseuche, die im Jahre 1908 erloschen war, im Jahre 1911 wieder einen Höhepunkt erreicht hat. ES waren nicht weniger als 00 000 Gehöfte verseucht. Auf einer kleinen Insel bei Greifswald wurde eine Station eingerichtet und dort ist es gelungen ein Serum gegen die Krankheit berzustellen, mit dem gute «rsolge erzielt worden sind. Ta Seruni aber allein zu teuer ist, verwendet man eine Mischung von Serum und Lymphe. Geh. Medizinalrat Professor I>. Briege r und sein Mitarbeiter Professor Krause, machten Mitteilungen über das von ihnen gefundene Mittel Tryposaphron, das bereits an 485 Tieren mit Erfolg erprobt worden sei. Die Versamnilung nahm folgenden Antrag an: „Der Deutsche Landwirtschaftsrat empfiehlt die Bereitstellung reicher Mittel zur weiteren energischen wissenschaftlichen Erforschung der Seuche." lieber „Deutschlands Baumwollversorgung und kolo- nialen Baumwollbau" sprach Schanz- Chemnitz. Er wies darauf hin, dass wir gegenwärtig bezüglich des Bezuges der Rohbaumwolle noch von Amerika abhängig seien, daß die Versuche mit dem Anbau von Bauniwolle in Togo und Ost- afrika aber schöne Resultate erbracht hätten, sodaß man bei zielbewußter Arbeit und mit den nötigen Mitteln mit der fjeit da? gesteckte Ziel erreichen werde. Staatssekretär vr. S o l f, der in der Debatte das Wort rrgrisf, erklärte, zunächst sei e§ nötig .einmal festzustellen, welche Sorten von Baumwolle sich für unsere Kolonien eigneten, dann werde die Kolonialvecwaltung bezw. die Regierung mit einer Vorlage um Unterstützung an den Reichstag herantreten, damit weitere Versuche angestellt werden könnten. — Die Versammlung nahm folgende Resolution an: „Bei der hervorragenden volkswirtschaftlichen Bedeutung eines Baumwollbaues auf eigener Scholle und bei der Aussicht, die Baumwolle zu einer der Hauptkultnren unserer Kolonien zu entwickeln, empfichlt der Deutsche Landwirt- schastsrat dem Herrn Reichskanzler, alle geeignet erscheinenden Maßnahmen zur Förderung dieser Kulttirausgabe zu ergreifen. Insbesondere empfiehlt er, die im Etat des Reichskolonialamts 1914 zum ersten Mal eingestellten 150 000 A für Förderung der Baumwollkultur In den deutschen Schutzgebieten im Etat 1915 auf 200000 A und für die weiteren Jahre auf die gleiche Summe zu erhöhen." Zu deni Thenia: „Sck>aszucht und Schafwolle-Prodnktron in Deutsch-Südwestosrika" referierte vr. Behnsen- DreSden, der Geschäftsführer des Verein« deutscher Wollkämmer und Kanimgornspinner. Redner gab ein Bild von dem Stand der Schafzucht namentlich an der Hand der einschlägigen Verhältnisse aus der Schäferei NomtsaS in Siid- westafrika. Für die Rentabilität der südwestafrikanischen Wollschaszucht seien in erster Linie maßgebend der Preis von Grund und Boden, die Bestockungsgrenze, die Betriebsun- kostcn, die Zuchttichtung, die Bekämpfung der Kranklieiten und die Tätigkeit des Farmleiters. Als Zuchtrichtung sei der kleine Merinotyp zu einpfehlen. Der Landwirttchaftsrat nahm eine Resolution an, in welckier die Bereitstellung größerer Mittel zur Förderung der Wollschofzucht verlangt wird. Nach einem Referat von Freiherrn v. Ledebur- Erollage wurde eine Entschließung angenommen, in der die Arbeitslosenversicherung voin Standpunkte der Landwirtschaft aus abgclehnt wird. Tie Verhandlungen werden morgen fortgesetzt. Ans der Heimat. * Berstadt, 12. Febr. Der hiesig« Volksbrldungsverein hielt am vergangenen Samstag und Sonntag in der „Reichskrcme" seine Winterseiei. Di« Anmeldung der Mitglieder und ihrer Familien zu dieser Feier war so stark, daß der Boistand des Dereins genötigt war, zwei Abend« vorzusehen. An jedem Atend war der große Saal der „Reichslronr" bis »um letzten Platz gefüllt. Galt es doch, die hervorragenden Leistungen unserer Berstädter Künstler zu bewundern: die uns Bilder aus „Deutschlands großer Zeit" zeigten. — Die Feier wurde durch einen vorzüglichen musikalischen Bottrag eingeleitet und durch bcr Kleinen zu hängen: um ihretwillen muß ich ihm schon die Liebe antun und ihn begleiten. Ihr seht mich dann zwei Tage später bei Euch " Es war Rosemarie nicht recht, sie konnte aber nichts dagegen tun. Heinz schien sich eng an den Fremden angeschlossen zu bc ben. Schließlich verpflichtete ihn das einigermaßen. Die swci Tage würden auch noch hingehen. Ter Frühling war in dem Jahr ganz besonders pünkt- ich. Im Mai blühte der Flieder, dnttete der Faulbaum, ngen die buschigen Schneebälle in reicher Fülle am Strauch, '-eidregen ließ seine Dolden hängen, Rot- und Weißdorn -iilen in iippiger Pracht, die Vögel in den Bäumen suchten bre Nester. ^ Ja Triest brütete schon Sommersonne auf den Straßen. B>u Hasen kamen täglich ausländische Dampfer an, es war reges Leben an, Quai. Ein junges, in lichte Farben ge- kleidetes Mädchen, kaum siebzehn Jahre alt. harte seit Stun- oen des bereits signalisierten Dampfers „Vineta", der aus Südafrika kam. lFoitfetznng folgt). «ine Ansprache des Vorsitzenden des Vereins Herrn Lehrer Eremm eröffnet. Es folgte der Festakt. Zu der Zeit, als unser Vaterland dem gewaltigen Corsen preisgegeben war, unser Bolk unter dem Druck der Fremdherrschaft seufzt«, saßen in einer Schenke drei biedere Bürger. Zu ihnen gesellt« sich als vietter der Lehrer. Man spricht über den Druck der Fremdherrschaft, über das schmachvolle Joch, das ein so freies Volk niederdrückt. Meister Schmied ballt die Faust, schlägt auf den Tisch, — so kann cs nicht mehr weitrrgehen. Die anderen stimmen zu. Der Lehrer erzählt, daß es in deutschen aLnden unter dem Volke sich rege nnd daß die Zeit nicht mehr fern fei, wo das deuffche Volt aufstehcn und den Franzosen aus dem Land« jagen werde. — Auf dies« Kunde muß Rösi noch ein Seidel ho. len. — Herein tritt ein Lützower, ihm fogt seine Braut. — Das Vaterland zu befreien ist sein höchstes Streben: die flehentlichen Bitten seiner Braut vermögen nicht ihn zutückzuhalten. Der Vorhang der Bühne hebt sich. — General Pvrck, umgeben von Männern, Jüngling«, Greisen, Frauen und Jungfrauen in den Trachten der damaligen Zeit, hält feine Ansprache an das Volk. — Zweites Bild: Die Opserfreudigteit des Volkes. — Da kommen sie alle, Reich« und Arm«, Hohe und Niedrige, Große und Kieme aus allen Ständen und Berusen und legen ihre Gaben auf den Altar des Vaterlandes. Drittes Bild: Meldung der Freiwilligen. — Männer aus allen Ständen und Berufen des Volkes, Jünglinge kaum «inen Flaum im Gesicht, weihen sich dem Dienste der Massen zur Befreiung des Vaterlandes. — Viertes Bild: Abschied. — Der Lützower nimmt Abschied von seinem Weib, — seiner Braut. — Fünfter Bild: Lützower lm Gefecht. — Die Heldin Johanna Stegen bringt Munition in das Gefecht. — Sechstes Bild: Gruppenbild. — Das Vaterland ist frei. Alle Stände jauchzen. Germania verkündet Deutschlands Einheit, Macht und Größe.--Während der Vorführung der Bilder herrschte in dem großen Saale größt« Ruhe. Tiefes geistiges Empfinden bemächtigt« sich allern Zuschauer. — Der Beifallssturm nach jedem Bilde gibt zu erkennen, daß man die große Bedeutung erkannt und verstanden hat. — Der Vor, hang muß sich wiederholt heben, um das Lild noch einmal zu zeigen. — Die getreue historisch« Kleidung der damaligen Zeit, das elegante sicher« Auftreten der Mitwirlcnden gab Bilder von tlajstschei Schönheit und Vollendung. Nachdem die Bilder vorgestellt waren, sprach Herr Pfarrer Rullmann über die großen Männer der Freiheitsbewegung: v. Stein, Hardenberg, Schleieimacher, Ficht«, Jahn, Scharnhorst, Eneisenau und Körner: fl« waren die treibende Kraft der damaligen Bewegung. Die sehr logischen Ausführungen gipsellen in den Worten: „Das Vaterland über alles!" Sein Hoch galt dem Besitzer unseres Vaterlandes, unserem Kaiser. „Heil dir im Sicgerlranz, Heil Kai. fer dir" erscholl es aus aller Munde. — Ein sehr schön und gut ausgesührter Mufikvottrag füllt« die Pause aus. — Der Vorhang der Bühn« Hab sich wieder. Es wurde gegeben: „Der Trommeljunge von Dennewitz". Dieses dramatische Stück und Dialog ln vier Aufzügen war, gleich den lebenden Bildern, von besonderer Schönheit und Raturtreue. Die einzelnen Szenen riefen stürmische Begeisterung hervor. — Der Schluß der offiziellen Teil« war um 11 Uhr. Alle Anwesenden hatten nur Motte des Dankes und der Anerkennung. Dank allen, di« durch Fleiß, Unermüdlichkeit und Ausdauer, durch uneigennützig« Beihilfe dazu deitrugen, den Mitgliedern des Dolksbildungs- vereins eine» fo sihönen und genußreichen Abend zu bereiten. Hesien-Raüau * Schwanheim a. M.. 11. Febr. Der Haushaltungsplan für 1914 schließt mit einem Fehlbeträge von 105 724 A ab gegen 86 110 A im Jahre 1913. Zur Deckung dieser hohen Summe sollen die direkten Steuern von 75 auf 90 Prozent erhöht werden: ferner werden erhoben 230 Prozent Grund- und Gebändesteuern und 120 Prozent Betriebsstenern. Sodann will die Gemeinde auch die Betriebsgemeinden Frankfurt. Höchst und Griesheim zum erstenmal steuervfkichtig machen. Auf diese Weile erhofft die Gemeindeverwaltung ein Steuermehr von 115134 A aufzubringen. Bis vor wenigen Jahren erhob Schwanheini nur einen ganz geringen Steuersatz. * Höchst a. M., 11. Febr. Der bei dem Bauunternehmer Bohlet beschäftigte Erdarbeiter Franz Vogel, wurde, als er die Hauptgelcise nach Wiesbaden passieren wollte, von einem I>-Zuge erfaßt und schwer verletzt. Er kam ins Städtische Krankenhaus. Der Verletzte war beim Bahnbau tätig. * Hornau, 11. Febr. Das Luxemburgische Hofgut ist nunmehr vollständig aufgeteilt und verkauft worden. Die lebten Grundstücke gingen zu ziemlich hohen Preisen an verschiedene Landwirte Uber. * Soden n. T., 11 Febr. Zur Lösung der für den Kurs- betrieb so außerordentlich wichtigen Diätfragx ist fetzt vom ärztlichen Verein in Gemeinschaft mit den Hotelbesitzern und Kurhaltern ein gemeinsames Arbeiten in die Wege geleitet, das durch regelmäßige Aussprachen Her Interessenten und Anweisung dieser durch die Aerzte gefördert werden soll. * F. C. Hoshcim am Taunus, 11. Febr. Eine große allgemeine Geflügel- und Vogelansstellung veranstaltete im „Frankfurter Hof" dahier der Geflügelzuchtverein Hofhcim a. T. Die Ausstellung, die von Züchtern aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden und Cassel, aus den hessischen Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen mit dem besten Tiermaterial sehr stark beschickt war, zeigte 216 Hübner, 31 Enten. Gänse und sonstiges Großgeftügel, sowie 101 Tauben der verschiedensten Rassen. Mit Ehrenpreisen wurden von dem Preisrichter bedacht: Abteilung Hühner: K. Mohr-Kelsterbach, W. Wust-Rodheim v. d. H., I. Mohr II.- Kelsterbach. G. Masy-Nied, H. Simon-Hofheim, A. Frefc- niuS-Hofheim, A. Welcher-Nied a. M., Emil Spccht-Klcin- Steinheim, W. Geisler-Ober-Höchftadt, K. Rechlcr-Hofheim, Peter Rüger-Langendiebach, A. Ilftring-Oberrodenbach, W. Runkel-Riederrodenbach, Fr. List-Hornau, Jul. Nöller- Nicdernhausen, A. Schilling-Oberrodenbach, Th. Thalhcinier- Longcnselbold, E. Specht-Klcin-Steinheim: in Abteilung Großgeflügcl: W. Geisler-Oberhöchstadt, Peter Rüger-Lau- gkndicbach. I. Eisler-Niederrodenbach. W. Geisler-Oberhöch- _____ Seite L stadt, Alb. Fresenius-Oberhöchstadt: in Abteilung Tauben: A. Späthe-Hofheim. A. Welcher-Nied, A. Faber-Langgöns, A. Reiter-Marxheim, H. Simon-Hofheim, L. Ganß-Groß-' Ilmstadt, K. Engelmanu-Hofheini, Emil Specht-Groß-Stein- heim, K. Klos-Frankfurt a. M., A. Grösch-Sossenheini, R. Deckart-Darmstadt. Für eine Kollektion Vögel sowie einen Gesangsapparat für Kanarien errang A. Matter-Holheim einen Ehrenpreis. 1. Preise wurden zugcsprochen: Alb. Haugk-Kriftel, G. Eidmann-Groß-Umstadt. I. Strutt- Niederrodenbach für Hühner, H. Sunon-Hosheim <2) für Tauben. Es kamen weiter zur Verteilung 27 2. Preise. 48 3. Preise lind 34 lobende Anerkennungen. Diplome wurden ausgefertigt der Firma Nöller & Krüger, Nisthöhlensabrik Niedernhausen, für ein Sortiment Dogelnistkästen, Wolf- Höchst a. M. für eine Kollettion ausländischer Vögel. Aug. Matta-Hoshcim für eine prächtige Sammlung in- und aus- ländischer Schmetterlinge. Der Spratt'sche Patent-Futtcr- mittel-Fabrik wurde die Goldene Medaille zuteil. Versuchen Sie doch mal Kathreiners Malztaffee und dann sagen Sie mir: Schmeckt er nicht wie Bohnenkaffee? Er ist aber auch richtig zubereitet! -»«rsvcrzau »»IN 12. Februar 1914 bei Mitteldeutschen Lredilvunlr Aktienlapital ». Reserven M. 70 000000 gegründei 1856. Frankfurter Börse. «"/„Reichsanleihe 88.50'-, 3',.',. .. «7.25 3»/, , 77 6'i . 3'/,"/« Preuß. Consotl 87.10, 3-,. „ , 71.65 . 4“/, Hetzen 96 80 , 3 ■/,•/. „ 85 4(1 „ 3% „ . 74.80 . 4•/, Ceflert. Goldrente 90.70 „ 4’/,•/, „ Silbcncnte 87.00 , 4 •/, Ungar. Gowrenle 86.20 „ 3 „ „ Kroneirrente 83.5J , 4„ Portugiesen Serie I 62.20 „ 4 „ .. . 01 64.80 , 3 '/,'/, Russen v. 1905 99.— „ 4»/..... 1902 91.30 , 4 °/, 0 /. Japaner 91.60 „ 4°/o Tutten von 1903 —.— „ 4 /o'Äbimuijtj. Türken 79.— , Türkenloose M. 170.40 , !»,„»/, Griechen v. 1890 58.10 „ 1'/»°/» Monopol-Grrech. 53.10 „ 3*/» Bu«»r.-Air. Pr. Anl. 68 35 , 3 /, Silber-Mexikaner 44.oO „ 4 Alex. Irrig, Anl. 67.25 . 4 “/»*/. Chinesen 91.90 „ Buderrrs E.-W. Act. 113.25 , Schuck. Etektr. wes. „ 153. 1 /, „ iLschweiler Bergw. „ 222.1» Bochumer Gichsrahl „ 226 25 Gei-entirch. ^ergrv.^ikt. 19..— Harpener Bergban „ 18950 Hambg. Äutk. Pak. „ 144.°/, 2tordd. Lloyd „ ■ 25 V» Berliner Handels 'Ant 162 50 Milteid. iLreditb. Akk 121 — Laiul ladt. Ban: „ 123 50 Deutsche Bant „ 253.25 Teutich-AtialilcheBanl 113.75 Diskonto äkonun. Üint. 191'/. Dresdner Bant Kkl. 107 75 Oesl. iL-reditanft. Akt. 207.’/, Lombarden „ -2.°/, Dtsch-Uder)ee it.G. „ 17 75 Oe>rerr.StaaSbalin „ 156.j0 Höchst, o'arowerle „ 660 — Cyein.^abl. Alben „ 447 — Äükgerswerke „ 204 - Steana ^tonlana „ 1-2 — Phönix Bergb. 241.*/, i^riesyeiin Elektron „ 2i>8 5 ^cLXftort Bialüiios „ .28.- Hoizverkoö)iungs»Ind. 3 550 Xlanrayüle . „ 164.50 PnoaldiStonl „ 3-V» Tendenz: behauptet. Berliner Bör>r. Berliner Handels Ant. 162.°/, , Deutsche Bank AN. 257.'/, , Disk, ttommandil Anl. 194.°/» „ Dresdner Bank Akt. 157 25 , Pet^Zni.Handetsb.Alt. 2U7.50 , Russ.Äau!s.a.Hand.'A. 171.75 , Echanlung E. B. Akt. 13«.'/, , Baltimore u. Ohio 96.— , Eanaba Pacific Akt. 219.°/, , Prince Henri E. B.Alt. 161.25 , Türkenloose Al. 169.50 „ Lonooner Alchyon lopeka Doll. 101.12 Southern Pacrfil „ 99.50 Chicago druck asl. „ 8.25 iDiiij.Kani. u.Tez.R. , 22.25 Union Pacific. „ 167.25 U. ö. Steel Common, 67.75 Hohenlohewette All. 123 75 Deut: ch-vuxcmb. B.Akt. 144.-5 „ vanrahüiie Akt. 164 .5 , Ovelichteper «. Akt. 92.75 „ Phönix Bergbau Akt. 244 — „ Ronivacher ylitte „ 100.25 Geyeutrrchen Bergw. A. 194.— „ Harpener Bergbau VN. 18 .— , Allg.Eltt.Geielych.Akt. 246.25 , Siemens u. PalsteAN. 220— „ Tendenz: behauptet. Bor,«. Amalganiateo rropp. Doll. 78.'/, Cyarlereo u-ompang vstr. U» rra,rrano Propnerarq „ 2JJ9 Woloire Ids 2.5t Rano 4/irnes ,, 8.15 De Beers Con olrd 18.«/^ Dre Depofttenkage Friedberg i. tz. empnehli sich zur Vermittlung aller baiikinässigen Geschäfte. An- und Beitaus oon Wellpapieren an allen Lünen. Errichtung largenderRechnungen und proorsionslreierScheck-Lonti. Umwechslung von Coupons und -orten. Annahme von offenen und vei chloyenen Depots. Entgegennahme verzinslicher Spar-smlagcn.