itiituiuri* Donnerstag, orti lÄ. fcürunv liM I. eue Tageszertn 7. Ial,rgn:,g )tc „fim« CngettriuiBf.'' cicheinl tcDcn Werltag. Regelmätzig« Beilagen ,,Pee Hauer a»a Gels»»", «Via GplienkNde". He>«goprr,»: Bel de» Postansialle» oieneliäykllch MI. I,9S -c> den Agenten monailich öü tMo. «imu tritt Postgebühr oder Trägerlohn. Amri**n Erund.eil« 20 Psg„ lokale >5 Plg, A»,eigen von auswäno weiden durch Polnachnahme erhodcp Ertüllungsott Ftiebderg. -SiriMeit»»« »nd Iterl^ Fttedder, (Hetzen), Hanaueriltetz» 12. Fernsprecher 18. P»sticheck-i!»ui- Re. 4N->», Amt Feauijuet » M. llrürrftri|t. — Gin ii6i'rroid)cnbi-,. Ergebnis Iwt in Remscheid der Genrralpardoir erzielt. Gin dorlio.t Brennerribrsider, der äutzerlich in den einsachftei, Dcrhällniisrn lebte lind bisher 2 Millionen Mark Berinägrn dkrsteuertr, li.it zum Webrbcitrag .ins Grund des Genernlpardonr rin Brrinögr» l>o» 19 Mil lionen Mark bcfloticrt. — Stuf Schacht „Btlichsirasie" (Snnflcnbreer) rrfticktr kielten, der Schietzmeifte» Sirinanchik an Wrttergase». — Gestern morgen »m 7 Uhr wurde der 2:1jährige Atzrnt Gornik durch de» Scharfrichter Schmied aus Breslau in, Beutheuer ttzerichtrhof dingerichtrt. Gornik hatte am 8. März v. I. die Eheleute Tylle ermordet. — Gestern vormittag ist eS dem Albatros Piloten Robert Thrlrn in )vha»nislhal grliingcu, den Höhrnlurlt- rrkord mit vier Pasiagirrr», de» seit dem 6. Februar ds. IS. der Franzose Garroir mit 2750 Meter behauptete, durch eine hervorragende Fluglcistuug um 100 Meter zu drückr». — Ter UkaS über den Rücktritt Kokozrw ist bereits u„ trrschrirben. Der frühere Preuiicruiinistcr Gorrnliki» wird sicher russischer Ministerpräsident werden. — Die aus acht albanische» Notabeln bestehende Tep» lation aus Südalbanien, die dem Prinzrn zu Wied dir Krone anbirtrn wird, hat gestern die Reise »ach Berlin angetrctcu. — Aus Bukarest wird nach Wien gemeldet, dah aus Brscbl de8 bulgarischen Kriegsministers der Koi»i»n»do„t de» 51. Infanterie Regimrats, T brr st Eabiichi, verhastrt wurde. ES wird behauptet, das; es sich um eine Militär»», schwörnng in Sosia handele. — Nach Blätter,ueldungen ha! die Pforte belchlossrn. die tnrkiichc Gesandtschaft in Celinir ausznhebrn und statt dessen eine Gesandtschaft in Albanien zu errichte», sobald sich die Regierungsvcrhältuisse dieses Land gefestigt haben werden. — Dar- Blatt „Gl Paz" hört, der Bandit Eastillo, der den Cambre-Tnuuel i» Brand sedtr, sei nebst sriner Bande gefanaen genoiniiien worden. Villa erklärt, wenn dies wahr sei. so würde» alle filsiliert werden. — Tic im Tunnel befindlich''» Leichen sind giöhtrnteil« noch nicht geborgen. dosialdtmlikraiüchf lUil!liiirl)rrrif!iaft in lim (OrlskranhfnlifllTni. (Pin Gegenstück zu dem Kreis Frirdberg.) In diesem Kapitel liefert solgeiide Tarstclluug. die wir bei» „Tag entnehme», einen bezeichnenden Beitrag: „Am !V Febiuar 1914 finden die Arbeitgeberwahlen bei der trtskrankenkasse in Schöuebecg statt. Ta der biberige Kasseiivorstnnd, sowhl Wa4 Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber anlangt, im jozialde,nokrotisck)cn Fahr- Wasser segelte, so habe» sich sämtliche bürgerlichen Vereine Schöneberge zusammeugeschlosse», um wenigstens rine unpolitisch gefärbte ?lrbeitgkbervcrtrctung in den Vorstand zu bringen. Ter bisherige Kastcnvorstand treibt nun eine eigentümliche Wahlpolitik. Bekanntlich sind seit dem l. Jammi 1911 etwa 81100 Dienstherrschaften Mitglieder der Kasse und haben das Wablrecht zur Aibeitgcöerverlretung. Tic Legitimation deö Wahlberechtigte» stellt die letzte Quittung über den erhobenen > .lsenbritrag bar. Nun hat die Kranlenkassc bisher für Januar 1014 überhaupt »och keinen Mitgliederbeitrag «ingezogen, so dah diese 8000 Arbeitgeber keine wahlbc- rechligeude Legitimation besitzen, also cinsach auSgeschal- tet sind. Nur wer ein ausdrückliches Ersuche» gestellt hat, erzielt von der Ortskasse Tchönebcig eine Wabllcgi- timation zugesandt. ES empfiehlt sich daher, dah alle Tienstberrkchasten, da die Jamiarbeitrüge vo» ihne bis- lier nicht erhoben sind, und sic mangels dieses AiiSweiscS nicht wahlberechtigt sind, sich slbleunigst persönlich aus der »lasse eine WahllegilimationSkarte zur Arbeitgeberwahl am fl. Februar 1914 besorgen. Weiterhin hat die Kasse von den bereits am 1. Dezember 1918 gestellten Befrei- iiugSgesuchen »m Bcs»iu»g von DersicherungSpslicht bi-s .um heutigen Tage (0. Februar 1914) noch kcinS erledigt. ES ist Hobe Zeit, dah das LberversicheruiigSamt liier Wandel ichastt und den Kasluwoistand z» einer gc- regeltc» Verw-iltung der Kasse »nd Erfüllung seiner Dienstobliegenheiten anhält. WaS die Wahl selbst an- langt, so rmpsichlt eS sich, beim LberversichcrungSamt dieselbe als nicht gültig anzusechten unter Vorbiingung obiger (tzründe. Tie Einrichtung einer Landkrankenkasse stellt sich in»»» mehr als ein dringendes Bedürfnis heraus." Ter „Tag" schreibt dazu: „Wie unS das DersicherungSamt der Stadt Schöne- bcrq auf unsere Anfrage bestäiigt, ist cs richtig. dah die Kassenbeiträge für Januar 1914 — also die einzigen bisher z» leistenden — nicht »„kassiert worden sind. Der Grund kür diese seltsame Perzöaeruua ist dem Verlirbe- rungSamt nicht bekannt. Ferner lvird uns mitgeteilt, dah die Kaffe verpflichtet ist. aus Ansuchen eine Wahllcgiti- uiation auSziistellrn. Warum nickst auch ohne besonderes Anstiche». daS doch nur den Wähler» unnötige Schcre- rcien verursacht, die Legilimatio» de» Wählern zugesandt wird — darüber kan» daS BersichcrungSamt keine A»S- kmist geben, zu dessen Ausgabe r» doch eigentlich gehören sollte, sich nicht nur um die Perpslichtunge», sonder» auch um die Wahrung der Nechie der Kassenmitglieder zu kiinnner». Mau besliuimt also Wahltage und setzt zu- gleich d>,S Gros der Berechtigten auherstaude, sei» Wolil- recht auSzuübe». Uns will es unerhört erscheinen, dah man gegenüber Tauscnden vou Bürgern, die pflicktge- mäh ihren Beitritt zur Ortskraukenkasfe tollzoge» habe», derart schlvere IlnterlassungSsünden begeht, mit der Wirkung, dah die Mitglieder eines ihrer wichtigsten Grundrechte nicht oder nur mit grohen Erschwerungen aiiSübe» könne» — weil es der Kasseuverwaltung eben so paht. Wir können »nS nicht denken, dah Wahle», die unter solchen Umständen zustande konuiieu. RechtSgültigkeit besitzen sollen." Dcntlcher rieichslafl. TaS Haus setzte am Mittwoch die Einzelberatunge» des Etats de» Inner» fort. Zum Kapitel Biologisckn: Anstalt sür Land- und Forstwirtsck>>lst lagen zwei Resolutionen vor. Tic deS Zentrums wünschte die Aueietzung einer Prämie für die Erfindung eines zuverlässige» Mittels gegen den Hen- und Sauelwurm. Tie nationalliberale Resolution wünschte größer Mittel zur Erforschung und Bekämpfung tterischcr Schädlinge in Land- und Forstwirtschaft. Ministerialdirektor Dr. v. IoiiquiöreS verwies diese Wünsckw an die Landesregierungen. Die Erfinder beschäs- tigtc» sich, schon längst mit der Frage. Nach kurzer Erörterung wurden die Resolutionen angenommen. ES folgt die Besprechung deS Kapitels Patentamt. Abg. Giebel (Soz.): Wir wüsten die mittellosen Ersin- der bei der Berweitung ihrer Gedanken unterstützen. Die Angestellte» groher Werke habe» bisher ihre Ersindungen de» Unternchmern überlassen müssen. Der Vorentwurs deS neue» PatentgesetzeS macht nur das jck>wächlick)e Zugeständnis dah der Angestellte sür eine solche Erfindung eine Vergütung zu beantspruchcn hat. Diese Regelung würde im wesentliche» alles bei Alten lassen und damit unsere tcchiuschc Entwickelung hindern. Ter Angestellte wird einfach seine Erfindung zurückhaltcu. Hier zeigt sich, wie überall der Eiusluh der Scharsmack>er aus die Regierung. Die Aussicht über die Patentanwälte ist zu verschärfen. Abg. vr. Bell (Zenlr.): ES ist ersreulich, dah Autikon- zeptionSmittel nach den neuen Bestimmungen vom Patentschutz ausgeschlossen werden sollen. Derartige Mittel dürfen nicht in den Verkehr komnicu und vor allem nicht öffentlich angcpriesen werden. Eine Entlastung deS Patentamtes muh ongestrcbt werden. Die Herabsetzung der Patentgebühren ist sehr erfreulich. Die heih umstrittenste Frage ist die der materiellen Eisinderrechte der Angestellten. Hier besteht leider eine Kluft zwischen der Grohinduftri^ und den Verbänden der Angestellten. Beide Teile erheben sehr radikale Fcrderunge». Nach den neuen Bestimmungen soll ein Ausgleich hcrbeigcsührt werden. Grundsätzlich wird die Erfindung dem Angestellten zugewiesen, aber es werden weitgehende bedenkliche Ausnahmen gemacht. Tie Bestimmungen über die Vergütung müsse» umgestaltet werden. ES ist bedenklich, sie ausschlichlich ln das Ermessen des Unternehmers zu stellen. Wenn der neue Entwurf erheblich verbessert wird, dann wird er hoffentlich dem ersinderischen Fortschritt die Wege bahnen und der ehrlichen Arbeit zu ihrem gerechte» Lohn verhelfen. Berechtigte Interessen der Unternehmer werden verletzt, aber auch die Angestellten koniiiie» zu kurz. Dem Unternehmen sollte die Erfindung deS Angestellten ohne Vergütung zustehen, wenn der Angestellte in einer Erfinderableilung angestellt ist, wenn er in einer Konstruktionsobteilung als Ehes vertragsmähig Kou- struktwnSverbesjerungcn herbcizusühren Hot und wenn ihm die Lösung einer bestimmten Ausgabe zugewiesen ist und die Erfindung in den Kreis der gestellten Ausgabe fällt. Im übrigen bringt der Entwurf wesentliche Verbesserungen zugunsten der Angestellten. Es ist bedenklich, die Vergütung auSschlichlich in das Ermessen des Unternehmers zu stellen. Wenn der Entwurf erheblich verbessert wird, dann wird er hoffentlich dem erfinderischen Fortschritt die Wege bahnen und der ehrliche» Arbeit zu ihrem gerechten Lohn verhelfen. (Beifall) Vizepräsident Tove: In dieser Zeit deS Stenographen- strciks bitte ich die Herren, sich wescnllich kürzer zu fassen. lBeifall und Heiterkeit.) Abg. kW. Böttger (natl.): Ter Vorentwurs zur Neuregelung des Patentrechtes bringt zweifellos manche technische Derbesscruusen. die wir alle beorüben. TaS Prinzip nnserer sozialen Gesetzgebung ist ja die Besserung der RechtS- stellung der Angestellte» und Arbeiter. Aber di« Sozialpolitik kann nur gedeihe» aus der Grundlage der Prosperität der Unteruchiiiiingeu. Auzuerkeune» ist. dah der Voreut- wiirs nach der sozialen Seite viel Vesrirdigende« euUiälr Vielfach schiebe» die Wünsch« der Angestellten über das Zu hinan», und die Industrie Ilagt, das, in die ganz unpolitische. Frage deS gewcrblickieii ReckstSschutzeS der Gegensatz Mischen Arbeitgebern und Arbeitnehmer» hinciiigetrage» worden ist. Im ganzen aber können wir dem Patentamt i»>r Tank si,r seine Arbeit auSsprechc» und zugleich de» Wunsch, dab d, soziale» Bestrebungen, die in dem Vorcutivurf zutage trete», zur Klärung beitrage» »nd die verdiente Anerkennung stn- dcn. tBcisoll links.) Ministerialdirektor l>r. v. FonqniöreS: Tie sck»rlen Gegensätze, die sich bei de» Beteiligte» gezeigt haben, lasten eS sehr schitzenSwcrt erci»e», das, naher von diese» beiden gegenüber stehende» Gruppe» von dritter Seite in ermittelnder Weise die Angelegenheit besprochen wird. Ohne auf die Einzelheiten einzugehen, Halle ich es doch für jeden säst $ sehr dankenswert, dab die Stellung des ReickistageS zu d> - jcr wichtigen Frage aus diese Weise bekannt geworden Wir werden die vorgcbrachten Einzelheitc» bei der weiten., Behandlung der Angelegenheit beachten und hassen aus einen Ausgleich der Gegeiijätze. Im nächste» Winter denken wir da»u den Entwurs endgültig einzubringen. Leider mub gesagt werde», dab in de» beteiligten Kreise» ei» grobes M. (; vou Unzuverlässigkeit zu binden ist. ES haudclt sich dab:: nicht um die Patentanwälte. Der Vorwurf, dab der Praäi- dent des Patentamts seine BesugniS, solche Pcrsoueu, die ohne Patentanwalt zu sein, die Vertretung vo» Patenten gewerbSmäbig auSübe», vo» der Vertretung znrückzuweiseu. uiihbraucht habe, mub ich zurückweisc». Feste Grund,. sind dosür nicht gegeben, die Vollmachten deS Präsidenle» sind unbeschränkt. In keinem Falle wird er aber ohne genügende Prüfung und Veranlagung vou dieser Befugnis Gebrauch mache» und eine folckie Zurückweisung vcrsugcn. Die Beratung schliebt, das Kapitel wird bewilligt. ES sölgt daS Kapitel Reichsvrrsichrrnngsamt. Damit verbunden wird die Besprechung der Denkschrift über die Rücklagen bei den BerusSgcnoslensckiasleu. Abg. Bauer (Soz): Wir habe» kein Interesse daran, u> den Streit um die Rücklage» der BcrusSgeuosseiischaste» ein- zugreifei, und an de» bestehenden Verhältnissen etwa« zi, ändern. Wir bedauern die sck>wa»kendc Haltung des Reiche ve>sick>crnngsamts bei E»tsck>eidu»g der Frage, ob alle Uu- sällc im Betrieb entschädigungsbercchtigt sind. Hitzschläge oder Vcrgistuiig durch Insektenstich wahrend des Betriebe weiden als Unfälle des täglichen Lebens und als nicht em sck>idig»iigspslichtig erachtet. DaS widerspricht aber de: > Sin» des Gesetzes. Endlich habe» wir jetzt die Tienftbot, Versicherung, wen» auch leider i» den Landkraukenfassen »,. unvollkommen. Wenn in Prentzen nicht überall Landli. >. keukassen bestehen, dann ist das ein Verdienst der Gemen,- de», nicht der Regierung. Die preustilche Regierung »» .- nimmt überhaupt ständig Nerstöbe gegen die freie Selbi,- verwaltung der Krankenkassen und suck)t sic zu unterbiii' den. DaS m»b zurückgewiesen werde». Donnerstag: Fortsetzung. Schlub nach 6 Uhr. Prenkijcher Landtag. Abgearpneienhau». 24. Sitzung — 11. Februar, 11 Uhr. Am Ministertisch: Kommissai«. Etat de, Alimsterium, te» Znnern. Abg. Ados Hofsmann (Soz.), der am Dienstag abeui halb 8 Uhr wegen Erschöpsung der Sienographen nach sasi i. ständiger Rebe abbrechen mutzte, setzt heute sein« Aussühiuug^n sott: Wir waren gestern stehen geblieben bet dem Prozetz gegen di« „Rheinische Zeitung", der ein« Unsumme von tiol- rrpiton zutage gejördert ha». (Zm Haus« herrlch« dt« üblich« Unruh« zu Beginn der Sitzung. Der Redner schweigt). Vizepräsident Dr. o. Krause: Ich Mit« da. Hau» um Ruhe, damit die Stenographen und bas Präftdium di« Red« des Abg. Hosfmann verstehen tönnen — (6t. Heitertest). Ich Mn Mir ja klar, »atz ich hier stn Haus« unverständlich bleib !, werde Die Bemerkung des Präsidenten war äberslässig. Vizepräsident Dr. ». Krause: Ich Mtl« Ei«, bl« Kriist des Präsidiums zu unterlassen. Ich habe verlucht. Ihnen Erhör zu verschassen. Abg. Hoffmann (sorifahrrnd): Ich Hab« kein« Krii,: geübt. Rach den verschiedenen Prozess«,, gegen die Polzci la,-„ man statt Schutzmann Schmutzmann sagen. Der preutzischc Pc. lizelgeist wirb nicht «her oericheoinben, al» bi» hier im Hace gründlich Auskehr gehalien worben ist. Es ist kein vergnügc- . so lang« und ausführlich zu reden, aber Ei« zwingen uns b°>a durch Ihre Taktik das Wort abjuschneiden, wie Sie es o-n Samstag mit dem Abg. Liebknecht ^machi haben. Das Pc:- «insrechi gilt auch für di« Beamten ble fozlaldcmoklatisch watzl t«n, Lügner, Eidcsbrcchcr und Heuchler genannt. W-- I Hand zu all den Dingen bietet, die ich hier , Mir, 3« Seite 2 -teilt -cageszritniig» »eny.etoiHg, oen 12. Fevruar 1814 leiti Recht, di« Beamten so zu nennen. Und wenn hier im Haus« all die» verteidigt wird, dann sind nicht die Beamten Eideobrecher, Lugner und Heuchler, nein, dann sitzen sic hier! (Beifall bei den Soj.). Vi^präsident Dr, o. Krause: Wegen dieses Ausdrucks rufe ich Sie zur Ordnung, Nachdem der Abg, Hofsmann geendet, füllt sich der Saal 1 ,'ieder, llnierstaaisselretär H o l tz : Im Namen und Auftrag: des Ministers des Innern und der preußischen Staatsregierung habe ich auf das nachdrücklichste Verwahrung einzulegen gegen die Auslassungen, die sich der Vorredner gestern in bezug auf den Minister des Innern gestattet hat, (Beifall b, d, bürqerl. Parteien), Wenn ich davon Abstand nehme, diese Auslastungen als das zu bezeichnen, was sie sind, und sie damit zu brand- marlen, so tue ich dosmit Rücksicht auf di« Würde dieses Hau. ses und die Schranken, die mir parlamentarisch gezogen sind. Welchen Eindruck der Abg, Hofsmann mit diesen Ausdrücken gestern erweckt hat, darüber mag wohl nach der Stimmung des Hauses kein Zweisel sein. Der Ausdruck „Pfui" ist beranntl-ch ein Ausdruck des Ekels und der Verachtung, (Zuruf Hofsmann: Habe ich auch!) Wie da- Vorgehen des Abg, Hoffmann selbst in weit linksstehenden Kreisen beurteilt wird, darüber möchte ich Ihnen aus der „Berliner Dolkszeitung" eine Probe vor- lesen, dos Blatt schreibt: „Wir sind di« letzten, di« di« parlamentarische Redefreiheit beschränken wollen, aber gerade darum haben alle Redner im Parlament nicht unter ein gewistes Niveau herabzustcigrn. Sie mögen in der Sach« so scharf sein, wie sic wollen, das ist ihr gutes Recht, aber der Anstand must unter allen Umstanden gewahrt werden! Zweideutigkeiten mästen stets vermieden weiden. Gerade di« sozialdemokratisch» Fraltion der preustischen Zweiten Kammer sollte peinlichst da. rauf sehen, datz sie aus diesem Gebiete reinen Tisch hält. Solche Entgleisungen — wie nehme» an, dost es Entgleisungen waren — wie sie gestern der Abg, Hoffmann zu Schulden kommen liest, sind unter allen Umständen verwerflich!" Mit dieser vernichtenden Kritik kann ich den Abg. Hoffmann in diesem Punkt verlassen. (Lebh, Bei?, b, d, bürgerl. Parteien), Widerspruch und Unruhe b, d, Soz,, erneuter verstärkter Beifall rechts). Auf di« Einzelheiten der Red«, vielfach unbedeutender Art, zum Teil veraltet. kann ich nicht eingehe». Diese Ding« können nicht ans ihre Richtigkeit kontrolliert werden. Was er über di« Kölner und dir hiesig« Polizei gesagt hat, ist bereits gestorn vom Minifier behandelt worden. Solang« wir «in« Bewegung im Land« haben, bi« sich gegen die Monarchie und Derfastung richtet. und sie untergräbt, so lang« beLarf die Polizei derartiger Kiöflr, um staatsvcirätlschen Umtrieben «ntgegentreben z« kün- nen, (Unruhe b, d, Soz,) Das ist nicht ein Bedürfnis der preustischen Regierung allein, sondern das war di« Pflicht jeder Regierung zu allen Zeilen und in allen Ländern, Ju den Fragen der Kunst kann ich dem Abg, Hoffmann nicht weiter folgen. Das liegt zum Teil an der Eigenart seiner Anschau, ungen, und ferner Darstellnnzswcif«, zum Teil an der gänzliche» Unbedeutendheit der Dinge, die vielfach schon Jahre alt find, teilweise auch an der Unmöglichkeit aus Ausschnitten und aus Zitaten, die aus dem Zusammenhänge losgelöst find, sich irgend ein Urteil zu bilden, wie d!« Zensur gearbeitet hat, Wen,, di« Genossen des Herrn Hofsmann den „Dorwärts" lesen, dann haben sie kein« Ahnung wie das Material zustande gekommen ist, sondern denken, daß Abg, Hofsrnann wieder einmal mit Keule, ischlägen die Staatsregierung und ihr« Beamten vernichtet. (Lebh. airh, Beifall rechts. Starke Unruhe links Ruf«: Ruhe), Abg Gras v, d, Groebrn (kons): Ich nröchke mein leb- hasies Bedauern ausfprechen für di« arm«n Stenographen, die gestern so lang« ohne Stärkung ihrer Amtes walte» mußten. Es wird die Frage erörtert werden mästen, ob solchen Fällen in Zukunft nicht vorgebeugt werden kann durch ein« bestimmt« Rcdcfrift, Meine Freund« haben sich schon vor einem Jahre dazu bereiterklärt und es wird von den anderen Fraktionen ab. hängen, ob sie daran Mitarbeiten wollen. Auf die Red« des Abg, Hossman» «inzugehen, verbietet mir di« Wärd« dieses Hauses, Mit Entschiedenheit wandte «r.sich dann gegen den Abg, Dr, Pachnicke, der eine» Unterschied Mischen Neu- und Echtpreutzen konstruieren wollte. Das Bestreben der Reupreu- zen des Abg, Pachnicke, die parlamentarische Macht, zu erwei. tern, sei zu bekämpfen. Am preußischen Wahlrecht dürfe eben, sowenig gerüttelt werden wie an den Grundlagen des Reiches. Minister v Dallwitz erklärte auf Anfrage des Abg Gras v, d, Eoeben, daß aus der schnellen Genehmigung der llm- satzsieuerordnung der Staatsregierung kein Vorwurf gemacht werben lönn«, Di« Zustimmung zum Ankauf der Herrschaft Lau!« sei im Juli erfolgt, die Berliner Siadtverordnetenver- sammlung sei sich aber erst im September schlüssig geworden, Abg Fuhrmann (Natl.) geihelte ebenfalls den Mist- brauch der Redefreiheit durch di« Sozialdemokratie. Das sei ein« Verhöhnung des Hauses, Bei der Neuregelung der Han. drlsverträge müste die Landwirtschaft Hand in Hand gehen mit dem Handel, Minister v, Dallwitz wünscht«, datz der Terror der So- kialbemolratie vor allem in den Fabriken durch di« Arbeitgeber bekam pst werde. In der Rheinprovinz sei schon der Versuch mit neuen Polizcivorschrrsten bei Streikunruhen gemacht worden. Abg, Herold (Ztr.) bemertte, Latz die R-iionalliberaen keinen Anlatz hätten an der Königstreue des Zentrums zu zweifln, bei ihm gäbe er leinen demokratischen Flügel wie bet den kattonallib« raten. Dar Haus vertagte sich um 5 Uhr auf Donnerstag 12 Uhr: Fortsetzung, 6agesüberslcht. Denl'ches Reich. :: Die Einstellung edo Bersahren» gegen de« Massenmörder Wagner. Aus die Anfrage des Abgeordneten Eiset« (95p.) me. ge» der Behandlung des Mastenmörders Wagner hat der Iustiz- mintllkl folgende Antwort gegeben: „Das Justizministerium hat die Absicht, in der Strafsache gegen den vormaligen Hanptlehrer Ernst Wagner von Degerloch wegen Mordes und Brandstiftung den Beschluß der l, Slrastammer des Landgericht-! töeilbronn UM t:« Autzriperfalgsetzitirg der Angrichuldigten, soweit sein Inhalt zur Aufklärung der Orsfentlichkeit von Bedeutung ist, dem Wortlaut nach bekannt zu geben, sobald ihm die Alten, die zurzeit bei der Strajkammer nicht entbehrlich sind, oorgelrgt sein werden." Holland. :: Die a. Haager Friedrnslonsereaz. Wie die Zeitung „H-t Vaterland" ans guter Quelle erführt, erwartet man i» zuftän digcn Kreisen die Einberusung der 3, Friedenskonferenz nicht vor 1917. Die vorbereitenden Arbeiten für diese Konferenz nehmen l»,::.' Zeit in Anspruch, Auch soll die Konserenz nicht vor der engültsg-n Erledigung cer Balkan^ragen, besonders der albanischen, erössnet werden, Schweden. :: Studentisch: Kundgebungen in Stockholm. Die Masten, kundgebungen in Slockholm nehmen kein Ende, Gemäß einem von der Heimdal-Sludenlenschast in Upsala gesastlen Beschlüsse versammelten sich gestern kurz nach 12 Uhr zwischen :>0üü und 1090 Studenten von allen Hochschulen des Landes vor dem Zentralbahuhof nnd marschierten geschlost.-n durch die Haupi- ftratzen zum Schloß, Hier sangen sie den Königsgesang und andere patriotische Lieder, um dem König« zu huldigen. Der Kö. nig zeigte sich am Fenster und dankt« durch eine lurze Ansprache, die er mit einem Hoch aus Schweden schloß. Rußland. :: Die Demission Kokowtzows, Der Rückiritt Kokowtzows : und Kastos ist grundsätzlich beschlossen, doch dürfte der Finanz- minister zur Erleichterung des Uebergangs der Geschäfte diese einstweilen, vielleicht bis nach der Budgetberatnng, weitsrfüh. reu, , Die Presse der Rechten macht veizwcifelte Versuche, Kastos zu halten, was aber nach dem neuen Aufsehen, das der Selbst- nlord des jungen Dcnisows erregte, unmöglich erscheint, :: Gegen den Tango. Der Metropolit Makarius hat den Tango in Acht und Ban» getan. In seiner Botschast an die Eeistlichteit Moskaus crtiärt der Kirchenfürst, den Tanz für das größte moralische Uebel, das zu einer Siüenocrwilderung, wie sie in Sodom und Eomorrah geherrscht habe, führen müste. Die Geistlichkeit wird zu einer wirksameren Bekämpfung des Tango mit allen Mitteln aufgefoltert, Eerüchiweis« perlau- tct, datz nötigenfalls alle Metropoliten Rußlands «ine gemeinsam« Erklärung in dieser Angelegenheit zu erlösten gedenken, Griechenland. :: Eine Rede König Georgs bei Eröffnung des Parlaments. Das Parlament ist gestern narhmittag 2 Uhr mit dem üblichen Zeremoniell vom König eröffnet worden. Die Eröffnung erfolgte mit einer Ansprache des Königs, in der er seine Freude darüber aussprach, daß cs ihm möglich sein würde, durch seinen bevorstehenden Besuch in Paris de» herzlichen Beziehungen zwischen England und Frankreich Ausdruck zu verleihen. Er drückte ferner die Hofnung aus, daß die Ratschläge der Mächte in der albavrßhen Frage Würdigung finden mögen, was dazu beitragen würde, den Fric- den im Südosicn Europas zu erhallen. Er kam weiter auf die Verhandlungen zwischen Deutschland und der Türkei über Mesopotamien und die Bagdadbahn zu sprechen, die einen äußerst günstigen Verlauf nähmen und in Kürze ein befriedigendes Ergebnis erwarten ließen. Südafrika. :: Rücktritt des Gencralgouvernenrs von Sädasrlla. Im Parlament kündigte gestern nachmittag der Staatssekretär der Kolonien Marcourt an, daß der Generalgouverneur von Südafrika Viscount Eladstone >m Juni sein Amt niederlegen wird. Er fügte dieser Mitteilung hinzu, daß der Rücktritt Gladstones lediglich mit häuslichen Gründen seine Erklärung find« und nichts mit den Arbeiteiunruhen in der Transval-Koloni« zu tun habe. Die Deiltzsiaaskrlatzwalil i» Imdicni. Das vorläufige amtliche Ergebnis der Reichstags-Ersatzwahl ist folgendes: Es crhilten Rittergutsbesitzer Schiele- Schollene (kons.) 12 089, Fleischermeister K o b e I t - Magdeburg (sortschr. Dp.) 6909, Expedient Haupt- Magdeburg (Soz.) 12 667 Stimmen. Die Hrffnustg. daß cs gelungen sei, die Sozialdemokratie znriickzudrängcn, ist also leider nicht in Erfüllung gegangen, sie hat im Gegenteil über 600 Stinunen gewonnen. Ein Zeichen, daß die Urteilslosigkeit in deutschen Landen noch nicht im Schwinden ist. Erfreulicherweise beträgt der Zu- wachs der konservativen Stimmen noch mehr, als Nie zuerst erkannt wurde. Sic sind gestiegen von 9870 auf 12 089, also um mohr denn 2200, Ter freisinnige Stimmenverlust beträgt 1382. Es bestehen die besten Hoffnungen, den Wahlkreis, der einstens den jungen BiSmarck in den preußischen Landtag geschickt und später den Sohn des eisernen Kanzlers, den Fürsten Hebert v, Bismarck in den Reichstag gesandt hatte, der roten Internationale zu entreißen. Wir können diesen Gegenstand nicht verlassen, ohne wieder einmal die Unparteilichkeit des „parteilosen" Frankfurter „General-Anzcigcrs" hervorzuheben. Wer sich für den Ausfall der Wahl interessiert hat, und das Ergebnis int „General-Anzeiger" gestern Abend gesucht hat, iiiußte lange suchen. Endlich fand er an versteckter Stelle folgendes: „D i e W a h l i n I e r i ch o w. Die meisten Stimmen erhielt bei der Wahl in Jerichow der sozialdemokratische Kandidat Haupt, der mit etloa 700 vor den Konservativen in der Vorhand blieb. Den Ausschlag geben bei der Stichwahl die 6000 Fortschrittler, die ein Drittel der Gesamtwählerziffec auf sich vereinigt haben." Großartig fürwahr l Man merkt, daß dem „parteilosen" General-Anzeiger der Wahlaussall nicht gepaßt hat. Wie so ganz anders hätte die Sprache gelautet, wenn der Freisinn einen Sieg zu verzeichnen gehabt hätte. So aber wird dem Leser das charakterisfischstc Merkmal der Wahl, da» Anwachsen der konservattven Stimmen, verschwiegen und noch dazu objektiv eine Unwahrheit gesagt, daß nämlich der Fortschritt- ler ei» Drittel aller Stimmen ans ljch veceiniot habe. während es in Wahrheit nur ein Fünftel g-rr.jcn sind Es geht inchts über die Parteilosigitit des „General- Anzeigers." Ans der Heimat. * Friedberg, 12. Febr. Am Dienstag Abend gegen 7 Uhr kletterten zwei hoffnungsvolle Bürschchen im Alter von 13 Jahren (Karl Lindcnan und Georg Jkler) über die En-frie- digung des Christian Rcnß'schen Anwesens in der Haagstraße nnd drangen in den Hinterbau (Wurstküche) ei». Hier eig- neten sie sich ein« Anzahl Würste an. Der dritte im Bunde, E. Jordan, stand dabei im Hose des Schwimmbades Schmiere. Das Vorhaben wurde aber gestört und die jngend- Uchon Diebe erwischt, Sic werden jetzt für ihre leichtsinnige Tat büßen müssen. * Fricdbrrg, 11. Febr. In letzter Zeit wurde von der. schiedenen Lesern der von uns zun, Abdruck gebrachte Roman „Ich lasse Dich nicht" von Hedwig Courths-Maler in Buch- form gewünscht. Wir kommen diesem Wunsche nach und baben eine Anzahl Romane bestellt, welche vom Verlag der „Neuen Tageszeitung" zu beziehen sind, (Siehe heutiger Inserat.) * m. Fricdbrrg, 12. Febr. lieber Flugapparate, Lust ballons und lenkbare Lnftschisfe sprach am Mittwoch Abens Herr Vr, Fürstcnberg ans Berlin im hiesigen SSoIfsOil- dnngsvercin. Der Wunsch der Menschen, dem Vogel gleich durch die Lüfte zu fliegen, ist uralt, und schon im Altert»,, fehlt es nicht an Versuchen, den Vogeiflug praktisch no(fi;n ahmen. An der Hand prachtvoller, zuni größten Teil farbiger Lichtbilder führte Redner gewandt nnd sachversländ!-: die Entwickelung aller Flugwerkzeuge von thron ersten Anfängen bis zur Jetztzeit vor. Heute können wir sagen, jener Wunsch ist in Erfüllung geangen. Ucbcr Gebirge und Meere fahren die Flugzeuge mit rasender Geschwindigkeit dahin, die Luftschiffe ziehen, dem Steuer gehorchend, ihre Bogen und Schleifen am Himmel, und mit fast fahrplanmäßiger Sicher- heit erreichen sie den Ort ihrer Bestimmung. Schon weiß jeder Schüler mit den Flugzeugen und Luftschiffen Bescheid, und ein Blick genügt ihm, den Typ zu erkennen. Verhältnismäßig spät hat man in Deutschland mit dem Bau der Flugzeuge begonnen, die beispiellosen Erfolge der Lustschifsc und die Unzuverlässigkeit der Flugzeuge hatten dazu beige- tragen. Aber jetzt haben die deutschen Flieger, in richtiger Erkenntnis der hohen Bedeutung de: Flugzeuge, das Versäumte mindestens nachgeholt. In Bezug aus die Lustschisse nimmt Deutschland die führende Stellung ein. Hier ist es das starre System, das die größten Erfolge errungen hat. Es ist unzertrennlich verbunden mit dem Namen des nie rastenden, heldenmütigen Grafen Zeppelin, der durch kein Mißgeschick von der kleberzengung nbznbringen war, daß sein Werk gelingen müsse. Mit dem Wunsche, daß die Erfolge des jugendlichen Greifes, dessen wohlgelungencs Bild auf die stattliche Zubörerschast herniederschaute, immer größer, die Opfer an Menschenleben immer geringer werden möchten, schloß der Redner seinen anderthalbstündigen mit lebhaftem Beifall aufgenonunenen Vortrag. * Fricdbcrg, 12. Febr. Während des diesjährigen Kaiscrmanöwers wird das Kaiserliche Hauptauartier aus Schloß Homburg v, d, H. sich besinden, der Großherzog von Hessen wird auf Schloß Friedberg während der Manöver- tagc Aufenthalt nehmen. * Friedbrrg, 12. Febr. Die hiesigen, dem Jungdeutsch- landbund angehörenden Vereine planen für nächsten Sonntag Nachmittag ein Geländespiel, Die Teilnchnrerzahl wird sich auf etloa 250 belaufen, Zeit und Ort der Zusammenkunft wird noch bekannt gegeben. Den Teilnehmern ist zu empfehlen, sich mit festem Schuhwerk und mit einer Kleidung zu versehen, die eine kleine Strapahe vertragen kann. * Fricdbrrg, 11. Febr. (Schösfengerichtssitzung.) 1) Ein Taglöhner von Ilbenstadt erhielt wegen Beleidigung des dortigen Nachtwächters fünf Tage Gefängnis und wegen Ruhestörung 3 Geldstrafe. 2) Zwei Kauflcnte in Fricd- berg hatten einen Strafbefehl über je 1 Geldstrafe erhalten, weil sic die Straße vor ihrem Lagerplatz in der Faner- bncherstraße nicht haben reinigen lassen. Hiergegen erhoben sie Einspruch mit der Begründung, daß zwischen ihrem Gelände nnd der Krcisstraße noch ein schnraler Strcifon Ge- lände liege, der Eigentum der Stadt Friedberg sei. Daraist erfolgte Freisprechung, weil die Rcinigungspflicht den angrenzenden Eigentümer — hier die Stadt — treffe. 3) Eir 17jährigcs Dienstmädchen von Friedberg wurde wegen Bet telnS mangels Beweises sreigesprochen. 4) Ter Geschäfts führcr der Ortskrankcnkasse Friedberg ist ongcklagt von End, 1912 ab fortgesetzt aromatische Eisentinkturen (Haematogen, Bioson, Eisentropon und Athcnsa) die dem freien Verkehr entzogen sind, ohne polizeiliche Erlaubnis an Mitglieder der -Ortskrankcnkasse abgegeben zu haben. Der Angeklagte er- klärte als ausführende Person de? Vorstandes gehandelt zr baben; die Mittel seien als Kräftigungsmittel auf ärztliche Anweisung hin an die Mitgliederpatienten abgegeben worden, sie seien dein Verkehr freigcgeben, da sie nur als Kräs- tigungs- nicht aber als Heilmittel angewiesen worden seien. Nach der Vernehmung zweier Aerzte als Zeugen wurde der AngeNagte sreigesprochen; die Kosten des Verfahrens, einschließlich der Verteidigung und der dem Angeklagten er- Wachsenen notwendigen Auslagen Wurden der Großh Staatskasse auferlegt. * Friedberg Fauerbach, 12. Febr. Die hiesige Eoangel Vereinigung halt ihren diesjährigen Faniilienabend nächsten Sonntag im Sang'schen Saal, Herr Missionar Gsell, den die Gemeinde an> verflossenen Sonntag in den beiden Gottesdiensten hörte, wird eine große Anzahl farbenprächtig Bilder von der evangelischen Mijsionsarbeit in Ascikc zeigen. Zur Decknna der Unkosten zahlen die Erwachsener Nr. JJ Sie»» iiiMtuiii. DHitnii^ kt tc. |Wia all«. Teil, S, 20, bic Shnbcr 10 Pfennig. Der Reingewinn flieht in die Missionstasse. Ter Bortrog beginnt um 8^ Ubr. " Vilbel, 1» Febr Di« Brrpachtnag ei«, Jagdbezirk, der hiesigen Feld- nnd Waldjagd brachte 1(100 Wert weniger al» bei der letzten Pacht per iode * Vilbel, 12. Febr. Bei der Neuverpachtung der hiesi» ge» Jagd wurden für den Jagdbezirk 1, umfasfend die Feld- jagd recht; der Nidda, von den neuen Pächtern, den Herren Gebrüder Kalbhcnn hier rin Pachtzins von 1010 <*, 30 .< mehr, wie seither, erzielt. Bei dem Jagdbezirk 2. umfassend die Wald- und Feldjagd link; der Nidda, blieb der bisherige Pächter. Herr Friedrich Wilhelm Fix von Fechenheim, mit 2000 A, 700 .K weniger wie seither. Hächstbietender. Im Frühjabr 1012 bot Herr Fix für den Rest der Beslandzeit und weitere 0 Jahre aus freier Hand pro Jahr 3000 M Pachtzins. Die damalige sozial demokratische Mehrheit im Gemeinderat war kurzsichtig genug und lehnt« dieses günstige Anerbieten ab. Für den jährlichen lusscrll von 1000 .< löunen sich nun die Steuerzahler bei diesen acht ortsgewal- tigeu Gemrindrverlreteen noch nachträglich bedanken. * FrnntfurtEschrrshcii», 12. Fear. Am 4., 5. und 6. Juli begebt der Gesangverein „Konkordia" E. B.» Franksurt- Eiehersbeim da» Fest seines 7,0jährigen Jubiläums. Mit dieser Feier ist ein groher nationaler Gesangswettstreit verbunden. Da? Protektorat über die VeranstoUuug hat Herr Kommerzienrat OSottfrieb Kleinschmidt in Frankfurt a. M.- Elchersheim übernommen. Dem Ehrenrat gehören sol- geudc Herren an: Exzellenz v. Schenck, General der Jnsan- terie. Regierungspräsident l>r. v. Meister. Polizeipräsident Rieh v. Echeurnjchloh. üainmerherr v. Bothmer, Oberbürgermeister Voigt. Die Bedingungen zimi Gesangswettstreit imissrn als musiergüllig anerkannt werden. Hohe Geldpreise sieben in Aussicht: ebenso kostbar« Kunstgrgcnstände. Der Weiter und die Kaiserin haben Ehrenpreise gcstist.'t, ebenso die Stadtverwaltung. Kommerzienrat Kleiuschinidt u s. w. Für reelle Durchführung des Gesangwettstreftcs wird der Gesangverein „Konkordia" bestens Sorge tragen. Der Wettttrritsausschiih wird kein« Mittel scheue», sämtlich: sich beteiligenden Dercine voll und ganz zufrieden zu stellen. * Garbrnirich b. Giehen, 12. Febr. Der Bauernverein hielt am Montag abend eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab, in welcher über den Bezug von künstlichem Dllngrr beraten und beschlossen wurde. Vorsitzender des Verein? ist letzt Johann Weigel. * Vangqon», 12. Febr. Durch dt« frühere Organisation de» Oberhess Obstdauvrietn, und Kwifocietn» Stehen ist unsere Ortsgruppe, welche sich in einem Obst, und ksiartenbauaereln »»gewandelt Hot. in Ausblühen gekommen. Di« am 5 d. M. «bgt hatten« Sitzung legt« daoon Zeumü, ab Der Verein ist von ein», 30 Mitgliedern aus 85 gestiegen. Z» de, erwähnten Versammlung wurde eingehend über di« grohe gemeinschosiliche Psianzung. zu welcher sich schon 110 Landbesitzer gemeldet haben, verhandelt, tk, soll ei« Senosienschast gegründet werde», damit di« grohe Sach« bi» in di« kleinsten Punkt« gemeinschaftlich und «Inheiitich geschossen wird. S« wird dt« Pftanzung. de Sortensrag«. dt« Psleg« (Kledgürtelanloge», Schnitt, Spritze» »sw l alt«, gemeinschastlich erfolgen. — «l» letzter Punk» der Tagesoibnun« wurde ei» Vortrag seiten, de, Vorsitzenden ft in. Lehrer ftoimann gebatte»: „Die Düngung der Obstsiöume", wclcher mit großem Beisoll ausgenommen wurde. — Im Mörz soll «in vorttag über Blumenpsleg« speziell für die Frauen und Mädchen gehalten werden — Dem jungen rührigen Verein wünschen wir weitere Erfolge und BlühenI * Gicsrea, 12. Febr. Das soeben erschienene Vorlesungs- t-erzrickmis der Großh. Hess. LudwrgSunlversität für das Eoiiuneesemestre 1914 seht den Beginn der Immatrikulationen ans den 20. April und den Beginn der Vorlesungen auf drn 27. April fest. Es verzeichnet für die tbeologische Fakultät 5 ordentliche Professoren, 1 außerordentlichen und 1 Privatdozenten. für die juristische Fakultät 8 ordentliche und 1 auheroidenilichcn Professor, die medizinische Fakultät >l ordentliche, 7 außerordentliche Professoren, 10 Privatdozen- ten »nd das veterinärmedizinische Kollegium mit 4 ordentlichen Professoren. Die philosophische Fakultät zählt 25 ordentliche, >2 oufeerorbentlidi« Professoren und 18 Privat- dozenten. von allgemein irrterrsftereudru voel«jungen seren daraus heruorqrhobeA: Profesior Hübner: Staat und Kirche. Prvsesfor Kinkel: Faust, der Tragödie st. Teil, philosophisch erläutert. Presestor Rauch: Französische Kunst von Franz I. bi» auf unsrer Zeit. Professor Sollin: Der deutsche Roman im 10. Jadrbunderk. Professor Collin: Goethe» Faust. Professor Behoghrl: Erklärung von Lessings Homburgischer Dramaturgie. * Lollar, 12. Febr. Außer dem sandwirtschaftsichen Koniuniverein. iwn dem die „Neue Tageszeitung" berichtete, sind hier auch noch ander« Leute durch den Krach der Gc- werbebank in Konkurs geraten. Auch in der Umgebung, so in den preußischen Dörfern Wißmar und Lounsbach. find viele Leute, teil» durch direkte Verluste, teils durch Kündigung von Hypotheken, sowie durch ihre Haftbarkeit als Mitglieder an den Rand der Verarmung geraten. * Aus dem Lumda Tal, 12. Febr. Wie leider so oft in hessischen Gemeinden, so sind auch in D a u b r i n g e n bei der letzten Bürgermrislerwahl solche Verfeindungen der Einwohner vorgekommen. daß es wohl noch lange dauern wird, bi» sich die aufgeregten Gewirr beruhigt haben. Selbst in dem Gesangverein „Eintracht" ist es zur Teilung in zwei Parteien und dadurch zur Auflösung der Verein» gekommen. Schließlich hat e» über das Bereinsv.'rmögen auch »och z» einer Gerichtsverhandlung geführt. In derselben wurde die Fahne, der Bücherschrank und olle dem Verein gcliöreiidcu Vermögenswerte unter die beiden Parteien vrrieilt. Den Namen des seitherigen Vereins darf keiner der beiden neuen Vereine sichren. Was hat nun der eine Verein mit der ihm zugesvrochenrn Fahne, welche einen Vcreinsnamen trägt, den er nicht führen darf? Hkssen-Nasiau. Hanan, 12. Febr. Ein großes Schadenfeuer entstand am 3 Februar ln der Mallaroni-, Paniermehl, und Eierteigsabrik von Jos. Erein. In kurzer Zelt war da, gesamte Fabrikgc. däud« cingeoschert. Der Schoden wird auf 80 000 Mark ge- schätzt. Ueber di« Entstchungsuisoche ist noch nicht» bekannt. * Langenselbold, 12. Febr. Der KrciSausschuß hat die Wahl des Gerichtsvollziehers a. D. Heutzenröther zuni Bürgermeister der hiesigen Gemeinde nicht bestätigt. * Kommersheim, 12 . Febr Der in den Ariegerveretnskrel- sen geschätzte Landwirt Jean Zwier erlitt bei der Ausübung landwirtschastlicher Arbeiten «i«n Schlagansall, dem er sosort erlog * Königstein, 12. Febr. Auf der Schneidhaincr Rodelbahn verunglückte ein fünfjähriger Knabe in schwerer Weis«. Er kam in» hiesige Krankenhaus. * Marburg, 11. Febr. In der Sonntag Nacht wurde im nahen Ockershausen der Bürgermeistersohn auf seinem Hofe von einem maskierten Manne überfallen und schwer verletzt. Donk der sosort in Anspruch gcnonimenen Tätigkeit deS bie- sigen Polizeihundes gelang es. einen der Tat verdächtigen Mann zu ermitteln. Aus Starlknburg. * Groß Steinheid, 11. Febr. Bei sehr lebhafter Wahlbeteiligung wurde Philipp Franz Volk mit 388 Stimmen zum hiesigen Beigeordneten get?ählt. * Langen, 10. Febr Rach Mitteilungen der Stadtvorstandes beträgt da, Eemeindevermogen gcgenwöttig t 9(1!) 078 Mark, diesem stehen 855 568 Mark Schulden gegenüber: di« Sladt verfügt demnach über den beachtenswerten Bermögensüberfchuß van 1212 518 Mark. * Neu-Isenburg, 11. Febr. In Frankfurt a. M. erlitt eine hier wohnhafte Frau durch einen Sturz von einer Haustreppe eine schwere Gehirnerschütterung. * Mörselben, 10. Febr. Auf dem Heimweg von der Bahn wurde der Maurer Kunz van einem Schwächczustand befallen unv blieb am Wege liegen. Erst am nächsten Tage wurde der Unglückliche nahezu erstarrt in bewußtlosem Zustand ausgefunden. Ob der Mann mit dun Leben davonkommt, erscheint fraglich. * Darmstadt, 11. Febr. Die Hessische Elscnhahnakticn- gescllschaft, welche bekanntlich außer dem Betrieb der Darm- stodter Straßen- und Vorortbahnen, die Elektrizitätswerke der Sladt Tarmstadt übernommen hat und den Ausbau des Elektrizitäts-Ttraßrnbabnnetze« für eigene Rechnung, oder in Gemeinschaft mit anderen Gesellschaften beabsichtigt hat eine von der Stadt Darmstadt garantierte neue Anleibe von fünf Millionen Mark ausgeschrieben, die frühestens am 31. März 1922 getilgt werden kann. Sie wird zu 4 Prozent verzinst und wurde durch die Darmstädler Bank und die Dis- kontoaesellschaften übernonmien. * Darmsiaht, 11. Febr. Die Hessische Landelldersichr- rungsanstalt bat nach anttlicher Meldung bis Ende Fiv- r 1914 an 193 Personen die Heilvertabrungskoslen nbernorri men und sind von den Heilbedürssigen etwa 30 in Vers- i denen Kliniken und Krankenhäusern. k>0 !n her Heilst II - in Wintrrkasten. G7 in Sandbach. 29 in drrGöttinamischen An stall in Reichelsheim i. C., 10 in Bnrawald bei Ried«" ’!-■» sladt, 6 in Bad-Naubeim und 1 in Bad Orb untergebracht. Im ganzen waren im Januar SIS Anträge einer,langen, von denen 219 glatt bewilligt wurden. * Tarmstadt, lt. Febr. Die Land »vereine vom Rot n Kreuz baden beschlossen, im J>ibre 1911 eine Sammlung -n veranstalten, um in Verbindung mit den Landesftaiiem-er- einen Mittel aiifznbrinaen, um die nicht nusznlckneb<>„dci, Maßnahmen für die Stärkung und Sicherst -lliing der K-an- kenpslege bewirken z» können, welche die Verstärkiina dei Wehrmacht in ben fehlen Jahren verursacht bat. D>e Sainin- lung soll im Ma! d. I. beginnen und je nach den örtlichen Organisationen im Laufe des Jabres dnrchgesübrl werden, * Dnrmstadt, 11. Febr. Prinzgemahl Heinrich der Nie- derlande, der z. F. wieder zu seiner Erholung ans Schlob Hoheinark im TannnS weift, machte am Sonntag am Großherzogsichen Hofe dahier mit Anlomobil einen Besuch, nahm an der Famisientafel teil und kehrte nachmittags wieder zurück, nachdem er vorher noch einer Einlodung de? Generals v. Röder im Hotel z»r Traube dabier Folge geleistet balle. * Dnrmstadt, 11. Febr. Am Samstag nachmittag ft-hi- ten der Großherzog mit Gefolge einer Einladung des Königs. Preußischen Gesandten am hiesigen Hofe. Freiherr» von der Lanken-Wakenih ans der Rolmböbe zvm Tee * Gros, Umstadt, 12. Febr. Die Großh. Real- und Lo.nd- wirtsckviftsschule wird am 20. April l. Js. eröffnet. * Bischossheim bei Maiuz, 1l. Febr. vermißt wird seil Samstag der 9 Jahre alte Sohn des Lokoinotivssihrers Herold dahier, der nachmittags auf das Maincis ging und der seitdem nicht mehr gesehen wurde. Aus Rheinhrsiru. * Mainz, 11. Febr. Am Abend d'S 18. November kam er zwijck>e>i dem 42jährige» Wirt Jakob lUlmaun von hier und feiner Fra» zu einem heftigen Streit, wobei die äuge- trunkene Fra» ihren Mann beschimpfte. Nllmann regte sich über den Vorfall derart auf, daß er seiner Fra» in den Hos iiachfolgle und ihr mit einem Tranchiermesser einen wuchtigen Stich in den Leib verseht«. Erst am nachfolgenden Tag »achmittags, begab sich die Schwerverlehtc ins RockmS Hospital. Dort wurde sofort eine Operation voraenommen Die Operation verlief bei der Frau ohne wesenllickie Störungen, sie befindet sich heute außer Lebensgefahr und auf dem Wege der Besserung. Bei der Vernehmung der Verletzten verweigerte dieselbe ihre Aussage. Ullmann hatte sich vor der ersten Strafkammer Mainz wegen schwerer .Körperverletzung zu verantworten. Er bestritt, seine Frau vorsätzlich verletzt zu haben: er habe sich in Notwehr befunden. Da» Gericht verurteilte den Angeklagte» zu neun Monaten Ge- sängnis. * Friesenheini, 11. Febr. Der Bauernverein kaufte dieser Tage eine kleine Hofreite von der Gemeinde ftir einep Lagerplatz. Der Verein steht unter guter Führung. Franksurier Wetlrrbrricktt. Voraussage: Trüb, mild, südwestliche Made Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirsckicl, Fricdberg: ftir den lokalen und iinterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Friedbcrg; für den Anzeigenteil: Kart Schmidt, Fricdberg. Druck »nd Verlag der „Neuen Tageszeitung". A.-G., Friedberg i. H. Todes-Anzeige. verwandten, Freunden und Belannten teilen wie tiefbetrübt mU, daß es dem AUmächltgengejaUen ha!, meinen lieben »allen, unseren tteben Vater, Großvater, Bruder, Littet und Schwager Herrn Emil Klein Spenglermeister nach vollendetem 57. Lebensjahre, hent« Abend 7'/. Uhr nach lurzeni. schweren, Leiden ,u sich zu rusen Um sttrlc Tettnahm« bittet Frieöoerg. den 11- Februar 1314 3m ütiüifi Drt tiritmnrrnliri ^interilifbemf*: Juliane Klein geb. Mahr. Di« Beerdigung sindet Sonn lag. drn 15. Februar I. 3s., nachm 3 Uhr vom Ererbe hau e Schnurftr 7 an» statt. i tm uieijvitjrijes JJfcvb nebst 4i.^oc.en für Bäcker geebnet prcisuwTt n nertauren. Gabore* r.i '.ckrrrri iüolf, Frirdvery. Ifritirn »ud pattfln in Kisteln W. Madre Friedbcrg i. H. - XeleiMI 437. Kisniurckneaiie 8. Täglich frische Mazzen Backerei Rvsenthat. »ttedder, Gr. Kloster,»sie. Teteso» 212 . Holzversteigerung im Mockkädter Ztlarliwald. Montag, ben 1«. ». Mt», kommt in den Diltttlteii Au. Lückenlops und Buchwald sol.enie, Bau- und Nutzholz zur Ber> stetgerunz: 211 Eich-N-Stämmc mit fcO Fstm. 3ahaU. I Kieera-Stamm „ 1.2, Fjim. „ 76 Ftchien-Stämme „ 27 „ 130 Derbstanzen mit 10 Fstm. Inhalt. 4i Buchen-Der ftangen „ 1,2V .. 14 ftaucen zu 2 m, Eiche zu Eartenpfojten. Zusammenkunft oormittag» 10 Uhr oben aus der ftaupt schnell« >n der Au am Kredsbrig. Staben, den 3. Fcbruor luli. Der Marlmeister Braun. Irnf Mayer * 1 . f lii**cli i rlediM-rc ficm Rathaus» gegenüber. ff U O ff 2 t Ataub und ^nPrr bjH drt«rli:) 3t tritjcTtm.n wsrJrcr «rucr rJrxo n r>4i tven -ofOc.'cücn mit trx: ■. ‘.oitllrn# ln* §Uen Apot taem« ux xi ür 1 tt » ftr-L. der Or^j. . JcLactikl 1 Hl Niederlagen in Friedhcrc: Hof- Apotbeke z. Engel, Hol-Apollieke i. Mohren, Proirerie Baumeister. n ^o«Ees- Anzeige. 3 (cue Tageszeitung. Donnerstag, den 12. Februar »ne». Hch-Berfttigerullg. Montag, den 18. Februar l. Zs. kommt im Eemeindcwald Dauernheim nachstehendes Hol; zur Bei leigerung: Lefte 4 Statt besonderer Anzeige. Eo!t dem Allmächtigen hat es gefallen nach langer, schwerer Krankheit meine ireudesorgte, unvergeßliche Gattin, unsere gute Mutter im J!!nrprft|r Jhf geb. Dörr heule im 41. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. Hos-Veinhards, den 11. Februar 1914. In tiefer Trauer: Georg Peß uni» Kinder. Die Beerdigung findet Freilag, den 13. Februar, nachmittags 2 tlhr in Ober Nosbach statt. m) I) STS* .-SS 1000 Rm. Buchen Scheiter 5 Elchen- „ 11 „ Fichten- „ 250 „ Buch-n-Knüpprt 3 „ Eichen- „ II „ Fichten- 800 „ Buchen-Rcisig 102 „ Fichicn- r , 230 „ Puchen-Stocke 2 „ Eichen- 16 „ Ftchten- „ Zusammenkunft vorm. SV, Uhr am Waldeingang des Maik- walbes. Dauernheim, 9. Februar 1H14. (Sr. Büraermeiuerci Daucrnheim Jch hatte Gelegenheit, den größten Teil der Kollektion einer ersten Damenmäntelfabrik zu erwerben und stelle diese am Freitag, den 13., Sauistag, den 14., Sonntag, den 13., Montag. den 16., Dienstag, den 17. zu Original-Fabrikpreisen zum Verkauf. Wb" Die Preise gelten nur für diese 5 Tage. Der Verkauf dieser Kostüme und Mäntel geschieht nur gegen bar. W1 O SS dem Rathause gegenüber Friedberg I. H. Hirsch dem Rathause gegenüber Noröörutsch er Lkopö öremen EchneU- unü YosiSampfer- Verbindungen von öremen nach New Ljork » öofton Philnöelphia ^ öaltimore New Grleairs » Oaloeston Kcniciöa » Kuba Srasiiien -» firgentinien Gstasien 4 . flnftralien örenren - Err.Sen - Australien Genua-New gork Ntittelmeer-Vienst Neiseschc-k» « wclttr-öllbri-s, Nähere Auskunft, Znhrkortrn un» drucksnthen Surch Uorööeutscher Llopö Seemen vnö sein« Vertretungen (iBtföBrg: Ludwig Stern, Kaiserstr. | fNaBiieim: itsc, Lauteren 8 Co j Frankluri a. H.: Cr. Emil. lOerscow, Kaiser slrasse n (.Hotel I Frankfurter Hol) uni Kaiserstrassi IS (Hotel Englischer Hol.) : Fastnacht-Dienstag ;u einem Umzug im Eaalbau 12 Damen und 12 Herren gew. Meldungen bis Sonntag, den Ib. bei H. Roack. Frieoberg, Haagstr. 15. Junger eoang. Landwirt sucht Stelle als Uoionliir ohne gegenseitige Vergütung und Familicuaistchlutz, Off. uni. B 111 an d. Exp. d. N. Tagesztg' Fehles Fntterrüben- i amen Sonderangebot In letzter Nummer wurde in einer Ankündigung der Saat- zuchtwirstchaft Friedrichswerth daraus hingewiesen, datz die Lieferung von Original Friedrichswerther Fntterrübeniame» „Zucker walze- tmasscnwüchsige. haltbare, Gehalt-Futterrübe in Eckendorser Form und rotgelber Farbe) bei Aufträgen von 10 Pfd. und mehr porlo- bczw. srachtsrei erfolgt, wenn Aufträge bis zum IS. Februar bei Wiedervcitäusern oder bei der Saatzuchtwirtjchaft Friedrichswerth eingelaufen sind. Es sollen aber noch diejenigen Bestellungen berücksichtigt werden, die den Poststempel vom 15. Febr. tragen. Sofortige Auftragserteilung ist deshalb angebracht. Es losten über 50 Pfd. 50 Psg. das Pfd., 10—50 Pfd. 55 Pfg, l—lo Pfd. 05 Pfg. das Pfund. Bestellungen nimmt auch der ZüchlerDomäncnrat Eduard Meyer, Friedrichswerth IIOtThüringen) entgegen. Auf Wunsch wird die soeben erschienene 40 fettige inhalt- und bilderreiche Bra.chüie „Ucber Flltteriüoenbau" sowie ausführliche Berichte über die Friedrichswerther Getreide-, Kartoffel- und Schweine-Zucksten milgefandt. Postlarte genügt. _ Saatgut. i'nijvn Vrov. | feibeftei ^chwedischlUee f lt. Attest Dlritzkler Uaygvas englisch Aaygras italienisch Dckwnrz Eckendorser L»,ä«vnv- Oberndörser Ailkwur; Friedrichswerther LU^.rwur» Kirsche 1N r ouüc sämtliche Samen in vorzüglicher Qualität •>(iiaus hier her, Friedr ichsdorf *- d schuhe, garantiert wasserdicht J TailHürsliefel, genau nach Vorschrift t s heiterscliulie in allen Preislagen | Gamaschen, grösste Auswahl ö.auge Stiefel ftciiaiTsdicTcl Schuhhaus Heinrich Hess Telefon 420. FricilllCrg Kaiserstr. roftl). Real- nuD LMlvirtslhllstsslljllle Grotz-Umstadt. Die Lai.dwirtschaftsschule lReafschulc mit einer Fremdensprache i Französisch) gewährt eine höhere allgemeine und landwirtschaftliche Fachbildung. Berechtigungen dieielden wie die einer deutsche» Realnbule. Anfang des Schuljahres 20. April 1014. Anmeldungen und Anfragen erbeten an Hie Dlrrkllon. apeten 5 ! 59 > Pfg. Dutzend 05 Psg. Noch gröbere Früchte Stück 7 Psg., Dutzend 75 Psg. Stück 8 Psg., Dutzend 85 Psg. Stück 10 Pfg., Dutzend 1.10 Mk. Feine Mestna KIut-Grangen, Stück 8, 8 und 10 Psg. Valencia Klut-Nrangen, Stück 7, 8 und 10 Psg. Zeine Mestna-Mtronen StA. 5, 6,7 Jlfg. Bestellungen werden ins Haus geliefert. IC. BSiglii. Kaiserstr. 58, Tel. 417. 4 Holzverfteigerung. Dienstag, den 17. Februar I. I,.. werden vcrflcigen aus den Distrttten Kohlhaagswald 5. 11 und 13 fGebr. Kopf) 14 un" 15 tNauheimer chlag) 17 und 18 tEstruthrain) 10 und 20'(Mauersteig), 21 und 22 lKleckopf) 23 (Rödcrntops) und Dicknih 1 und 2 der Forstwariei Schwickartshausen. Stämme: Eiche Ist. Kl. 1 Sick, mit 0,75 im IV KI 1 Sick, mit 0,43 fm, V. KI. 3 Sick, mit 0,89 Irn, Hainbuche 9 Sick, mit 1,50 Im, Fichten III. Kl. 4 Stck. mit' 7 32 fm IV. KI. 1 Stck. mit 1,05 Im, Va KI. 7 Stck. mit 3^7 Im’ Vb Kl. 10 Stck. mit 2,15 Im, Lärche V. Kl. 15 Stck mit 2,32 Im. Derbstangen: Fichten I. Kl. 9 Stck. mit 0,84 im II. Kl. 10 Stck. mit 0,70 fm, Lärchen I. Kl. 2 Stck mi. 0. 13 Im, II. KI. 2 Stck. mit 0,13 Im. Neisstangen: Fichten 1. KI. 55 Stck. mit 0,8 tm, st. Kl. 119 Stck. mit 048 im Brennholz: Scheiter, Buchen I. Kl. 308 im, II. Kl.'24 rm Knüppel: Buche 182 rm, E.chc 49 rm, Kiefer 9 rrn, Fichte 2 rrn. Knüppelreisig: Buche II rin, Eiche58 rm. Stamm reisig: Buche 438 rm. Eiche 380 rrn, Lärche 84 rm. Asteeistg: Buche 281 rm. Stöcke: Buche 11 rrn. Eiche 15 rm. Zusammenkunft vormittags ‘/,10 Uhr in Abt. 18 an der Kreuzung der Mauersteigitratze und des Konradswcgs, oberhalb der Mauern eigbrücke. Das Hol, aus Abt. 14, 15 und 18 wird vorgereigt. Alles übrige Hotz sowie das zerstreut sitzende Dürr- und Windsallholz wird nicht vorgezcigt und kommt von ungefähr '/-» Uhr ab beim Feuer zum Ausgebot. Das Feuer befindet sich >n Adr. 18. Die blau unterstrichenen ’Jh. des Brennholzes kornmeu nicht rum Ausgebot. Nähere Auskunft gibt der Grotzh. Fönim- Harlman» zu Schwickartshausen. Konradsdor,. den 10. Februar 1914. _ Grotzh. O berförsterci Konradsdors. Brennholz-Versteigerung. i Dienstag, den 17. Februar d, Zs., von 1080 Uhr vormittag! > ab, werden aus den Domairialwalddrstritten Langeloh 3 und 5, . Ulsaer Retpcrls 2, sowie das Dürr- und Windsallholz aus ver! I ichiedenen Distrikten der Forstwariei Ulfa versteigert: Scheiter rrn: 584,1 Buche I. KI., darunter 9 rm Felgenholt, j 388 Buche st. Kl. Knüppel rrn: 324 Buche I. Kl., 213 st. Kl 51 Eiche I. Kl.. 2 Eiche st. KI.. 7 Birke, 2 Erle, 2 Aspe. 8 Kiefer, 1 Lärche, 29 Fichte II. Kl. Gewöhnliches Reisig rrn: 832 Buche 88 Elche. Stöcke rm: 125 Buche. 3 Eiche. Die Versteigerung findet im Saale des Gastwirts Döll zu Ulfa statt. Blau unterstrichene Nummern konrmcn nicht zum Aus- gebot. Kaufltcbhaber werden ersucht, das Holz vor der Bersteige- rung anzusehen. Nähere Auskunft erteilt der Grotzh Förster Zimmer zu Ulfa. Eichelsdors, den 9. Februar 1914. Giotzherzogliche Obersürsterei Eichelsdorü Waller. Brenn holzversteigeruug. Donnerstag, den 10. »*. MI«, werden aus den Distrik- len Licht« Harb und Raffenwiescnteilcn der Forslwartei Kohden versteigern Scheiter rm: 62,5 Buche 1. Kl.. 24,5 Buche II. Kl.. 17 Hainbuche trund), 2 Esche (rund), 131,5 Eiche (29,5 rund), 9 Erle (rund), 8 Kiefer (rund), 9,5 Fichle (rund). Knüppel rm: 14 Buche. 35 Harubuche, 3 Esche, 123 Eiche, 5,5 Ekle, 17 Kiefer, 13 Fichle. Knüppetreistg rm: 209,5 Eiche, 4 Erle, 29 Kiefer, 52 Fichte. Gewöhnt, tsteistg rmr 196 Buche. Llöckt rmr 25 Buche, 66,5 Eiche, 13 Kieser, 81 Fichte. Zusaminenrunft vortnittag« IO Nhr am Boroborfcr Kreuz aus ötiddaer—Rodheimer Stratze. Brau unterstrichene Nummern werden nicht verncigert Nähere Austunst durch Grotzh. Förster Gennebach in Bad-Salzhaujcn. Bab-Lalzhausen, den 9. Februar 1914. __Grotzherzogliche Obersürsterei Bad-Salzhausen. Krennholz-Uersteigernng. Donnerstag, den 1». Februar >0l4 im Fürstlichen Förster» bezirk Ranstadl aus dem Distrikt Kirchwaid, Buchen rrn: Scheit 190, Knüppel 350, Stammreiscr 52, Astreiser 771. Sonstig. Laubholz rm: Schert 5, Knüppel 98, Rciserlnllppel 23. Das mit 11 dezeichnete Hotz kommt nicht zum Ausgebor. Zuiammenkunft 9*/i Uhr in der Gastwirtschaft von Peter Jung, Rarstadt. Äuslunsl erteilt Förster Semper. 2tanstadt 8tciiuiie!s!imj;ct Heinrich Damm, Friedberg-Faurrbach VIS ä ois der Zuckerfabrik, Teleso» 392 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in modernen Ürah - Denkinälcru zu äutzcrst billige» Preisen. BSgT" Besichtigung ohne Kaufzwang hösl. erbeten. In der Neuen Tageszeitung erschienen: Ich laffr dich nicht Roman von Hedwig Courths-Malee in farbigem Künftlerumschlag Preis Mk. 4.— elegant gebunden „ „ 5.— Das hohe Lied der Treue wird in diesem glänzend gcschrieberren Werk in crgreiscnder Weile angestimmt. Zr» Miltelpunkt der Handlung steht ein hochherziges Weib, das aus einfachen Bcrhätlnifien stammend, Rester und Schutz enget ihres hochgeborenen Geliebten wird. Jungen Frauen und Mädchen kann keine bester« und erhebendere Lektüre in die Hand gegeben weiden. Bestellungen rechtzeitig erbeten: Ueue Tageszeitung. Beilage zur „Neuen Tageszeitung". v.t. .;<» (•»cJirnktnr*. 12. ^(irunr. 1801 (? ftont t, Iföniflsborfl. — 1S34 grieb- ridt (Slir. Tan. 3eölcicrmnd)er t, Berlin. — 1H80 fl. v. Holtei, Dichter, Breslau, ß. — 1801 HanS v. Bülow 1. Der Kron-niik im Nnllchrn CunDiuirtidjaftörat. 2. ck- H iHrrün, 10. Februar. J)n Äntpcfenheit 1c? Kronprinzen nl» Vertreter öe5 ftoHerS sowie jaI)[reidKr Mitglieder btt Meid)»- und Stnotä» regierimgen begannen heute Vormittag im Sitzuugssaale des Herrenhauses die Beratungen der 12. Plenarversammlung des Deutslhe» LandwirtsdiastSrates, zu der die Mitglieder dieser offiziellen Berufsorganisation der deutsche» Landwirtschaft auS allen Teilen des Reirhes fast vollzählig erschienen sind. Der Kronprinz in der Uniform seines Leibhusaren- ReginicntS erschien pünktlich zu Beginn der Sitzung und wurde im Destibül von dem Präsidenten des Deutschen Land- wirtschastsrats Grasen von Schwerin-Läwitz, dem Staatssekretär des Innern l»r. Delbrüd und dem prcußifd)eu Laud- wirlscktaftsmiuister von Schorleiucr-Lieser empfangen. Er nahm am Minislertisehe Platz, und zwar »eben dem früheren Herzog-Regenten von Brauuschweig Herzog Johaun-Albrecht zu Medlenburg. Der Präsident begrüßte den Thronfolger und bradrte ein Hoch auf den Kaiser, die deutschen Fürsten und die freien Städte auS. Staatssekretär l>e. Delbrürk überbrad>te die Grütze de? Rcid>ekanzlrri. der leider am Ersckteinen verhindert sei und betonte, datz das ihm anvertraute Ressort die Verhandlungen de« Deutschen Landwirtschastsrate« mit lwhem I». tevlie verfolge. Die Bersaiuinlung trat dann in die TageS- erdhung ein und »ahm zunächst Referate über das Thema: .Die nllmäbliche Abstoßung der ausländischen Wanderarbeiter" entgegen, lieber das Unterthema: ..Vermehrung der einbeiiuilchen Landarbeiterschaft" referierten Professor l'r. Gerlach-Kvnigsberg t. Pr. und ReidiSrat Freiherr von Thüngen-Thüngen. Die Redner legten eine Resolution vor, in der e« m. a. heißt: „Die zunehmende Abhängigkeit der deutschen Landwirtschaft von ausländischen Wanderarbeitern mutz wegen der mit ihr verbundenen nationalen und wirt- schastlidien Gefahre» herabgemindert und allmählich beseitigt werde». Tie Handelspolitik hat Laudwirtschast und Industrie gleichzeitig zu berücksichtige»: die Landwirtschaft miitz auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig bleiben. ES ist eine den Bedürtn » der Landwirtschaft in den einzelnen Gebieten ent, »de Gruudbesitzverteilung zu erstreben. Die ländlxhe Wotzlsahrtspslege im weiteste» Sinne de« Wortes ist auSznbaue». Die eUertid>e Autorität ist zu stärken, besonders auch gegenüber der mißbräuchlick>e» Anwendung der Freizügigkeit auf jugendluhe Persoiien. Der Geburtcurück- gang ist ,» vekämpse». Für die wissenschaftliche Erforschung der Landwirtfchast und der wirtsd«stlidvn Verhältnisse der Landarbeiter und flleinstellenbesitzer sind Mittel bereit zu ltellen. — Als zweite« Hilfsmittel bezeidmeu die Referenten Vrof. >>e Fischer-Dablei» und Schurig-Stedte» die „Ver- breilung de» maschinelle» Landwirtschaftsbetriebes", indem sie folgende Resolution vorlegten:.. Die Ausbildung der l-,»dwielsik,iftlichen Maschinen ist bereits jetzt zu einer solchen Hebe gediehen, datz die Maschinenöenuhung sehr viel >nsst Ersatz der Handarbeit, besonder? der Saisonarbeiter. Donnrrs'.ag, drn 12. Februar 1014 beitragen kau». Eine noch erheblich tveitere Verstärkung der Maschinenarbeit ist aber notwendig. Sie mutz einerseits durch tedmisdie Erfindungen und Verbesserungen seitens der Industrie ermöglidit werden, andererseits müssen die Landwirte und ihre Angestellten die Wirtschattlichkeit der Maschi- nenverwendung durch riditige Auswahl beim Kauf und lach- gemätze Bebandlung verbessern. Die Anleitung dazu sollen sie in ihrer Ausbildung und durch besondere UnterrichtS- kurfe erhalten." Bei der Enväbuung de« Geburtenrückganges betonte Freiherr von Tbüugen. datz ein gewissenloser Handel, unter- stützt von einer skrupellosen Lebenphilosopbie, die den Mammon hoher schützt als den Kindersegen, sein lichtscheue« Wesen bis in die kleinste Bauernhütte hinein treibe. In der Diskussion »ahmen u. a. Kammerherr v. Oldenburg-Fan uschru und Freiherr v. Waigenbeim-Klein-Spiegel da» Wort, bei deren AuSsllhrunge» der Kronprinz zustim- mend mit dem Kopfe »idte, worauf er die Versammlung verlietz. Nach einer kurzen Pause referierte der Präsident Graf v. Schwerin- Läwitz über die Frage der landwirtschaft- lichen Vorbereitung auf den Ablauf unserer Handelsverträge. Ter Redner knüpfte an die Aeutzernng de» Staatssekretär» des Innern, datz dle jetzigen Handelsverträge im großen und ganz aufrecht erbalte» bleiben mützten. au und erklärte, datz diese Stellungnahme maßgebend sei für die Stellung der deutsdien Laudwirtsdzrst zu de» neuen Handelsverträgen. Es ist, so führte Graf Schwerin weiter aus, heute tatsächlich nicht mit absoluter Sicherheit zu übersehen, ob eine Kündigung der gesamten jetzig;» Handelsverträge im Interesse der Landwirtschsat liegt oder nidst. ES ist nicht zu verkennen, daß bei einer vollen Neuregelung der Handelsverträge eine Gefährdung unseres Besitzstandes in größerem Matze erfolgen kann, als wenn die Handelsverträge nicht von Grund aus neu geregelt werden müssen. Im großen und ganzen werden wir ja zur Kündigung oder Nichtkllndigung der Handelsverträge durd> das Verhalten unserer Gegenkontrahenten bestimmt, und die Ausiiahme der Erklärung de» Staatssekretär» in Oesterreich und Riitzland scheint allerdings auf eine Kündigung zu deuten. Wir müssen un» also zu einer Neuregelung rüsten, und da wird uns die Forschungsstelle de» Deutsche» LandwirtschastSratS gute Dienste leisten. Hauptsächlich muß aber das Verhandlungsverfahren mit den anderen Staaten gründlich geändert werden. Die Handelsverträge wurde» bisher veröffentlicht, bevor sie abgeschlossen waren. Wenn daun im Reichstage die verschiedensten tvirt- schaftliche» Anschauungen zur Sprache kmuen und vor allein der berühmte Konsunientenstandpunkt zu Tage trat, der sich ja gewöhnlich mit den Interessen de» Auslände» deckt, so wurde unseren Unterhändlern die Arbeit außerordentlich er- schwert. Ich schlage vor, daß die Verhandlungen unserer Unterhändler gefördert werden durch einen Verzicht de» Reilhstage« auf die ihm durch Artikel ll der ReichSverfasiung gewährten Rechte, wonach ein Handelsvertrag zwar vom BundeSrat abgejdilosfen werden kann, zu seiner Giltigkeit aber die Genehinigung de« Reichstage« erforderlich ist. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika ist dieser Modus bereits eingesührt. Jedenfalls müssen wir uns auf Wirt- schaftlichem Gebiete zu einem scharfen Kampfe rüsten. Wir biauchen den Kampf aber nickst zu scheuen. dazu ist die Kauf- 7 . >rT'.ii" kraft unsere» inneren Markte» zu stark geworden. Tcirä, keinerlei Drohungen dürfen wir un« abballen lallen, den (' rundjähen treu zu bleiben, die uns zu nationalem Wobl- sland geführt haben. (Lebbaster Beifall.) In seiner Rrlo lut.on verlangte der Redner 1) volle Klarstellung nnferc, gegenwärtigen Produktionsverhältnisse in allen Betiul )- ztveigen. 8) ftatistisdrer Nachweis der in deic einzelnen Betriebszweigen auf dem Spiele stehenden Werte. 8) Prüsun.i und Nachweis der unter den jetzigen Bertrag»bestimn„ii>gen bervorgetretenen Uebelstände. Hofrat S t i e d u - Leipzig behandelte sodann die Zen- tralisation dcS landwirtsdzrstlilhe» und getverblickien Ar- bettSnachweiseS zum gegenseitige» Ausgleich der Arbeitskräfte. Der Redner hielt öficntlidic gemeinnützige Arbeitsnachweise für erforderlich und brachte einen entsprechende» Antrag ein. — Sein Korreferent Umr Freiherr v. Telia». Tolks-Kraphausen, An letzter Stelle behandelte Oekonomie- rat Säuberlich-Gröbzig die Frage: Aus welckie Weise ist eine wirtschaftlich zweckmäßige Verweudung der sleigeiide» Kartoffelernte» fitficr zu stellen? Redner eiiipsabl den Bei- tritt zu der „Gesellschaft zur Förderung de» Bau-s und der wirtschaftlichen und zweckinäßigen Verwendicng der Kartoffeln." Sämtliche vorgelegten Resolutionen wurden angenommen. — Die Beratungen werden morgen fortgesetzt. Aus aller -well. Furchtbare Bluttat «ine» Wahnsinnigen. Ein« furchtlwrs Tragödie hat sich in einer der letzten Rächie in dem Darß s,»> selb« bei Kremmen in dtt Mart abgespielt Dort hat der sians mann Hermann Engel anscheinend m religtbjeiN Wahnsinn f • Rtau und seine beiden ältesten Kinder erschlagen, sein jünggcs Kind, einen irjährtgen Knaben, zu erstechen verscch, und sich dann selbst entleibt. Engel gehörte einer Sette an und bejct: i ttgte sich mit seiner Familie viel mit religiösen Ueb. nge», Wahrscheinlich hat er seinen Geist bei religiösen Studien u .c. anstrengi, denn hin Gebühren war in der letzten Zeit ai.i;„lli... Pieren 2 Uhr nacht, hörte der jiingste Sohn, wie der Vater au, da, Bett seiner Frau zugin«, dieser mit einem Beil aus de» Kopf schlug und mit dem Mesier in den Hat, stach, ebenso töi.te er die beiden ältesten Kinder. Der jüngste Knabe sprang ent. setzt aus dem Bett und suchte zu entkommen. Der Batrr v.r letzte ihn dabei mit dein Messer am Hai, und an der Hand. Doch der Knabe entkam durch die Türe zu Nachbar», die soso»! den Gemeinbevorstanb alarmierten. Beim Einleiit in die Woh. nung fand man die drei Leichen sowie Engel, der in seinem Blute schwimmend am Boden lag Die Wohnung wurde ge- schlosten, da man an ein Berbrechen glaubte. AI, nach etwa einer Stunde der Gendarmertewachtmeister und der Arzt ein trafen, lag Engel nicht mehr am Boden, sondern hatte sich am Ofen erhängt. Man ist allgemein der Ansicht, das, Engel die Tat nue tu esicem Ansast religiösen Wahnsinn, getan haben kann. Gattenmordveesnch, In der Laude seines Schrebergarten, tn Karlowitz versuchte der Kassierer Eörttch au, Breolaa, um seine Geliebte, die Kellnerin A,ma Dztalla». heiraten zu können, seine Gattin mit einer Schlinge zu erwürgen Gtüct- l,eherweise konnte sich die Frau van ihrem Manne losreihen und sich retten. Görlich floh hieranf zu feiner Geliebten, m'i der er dann in einer Laude nächtigte. Schließlich brachte er ih, einige Revolverfchüste bei, durch die er sie schwer verletzte, und Zum Pflugeisen. Roman von M. Priggc-Brook. 21 kFortfetzung). „Wenn mein Vater begruben ist. bleibe ich keine Stunde mehr hier, Mama brcincht mich nickst. Im Grunde bin ich ihr so gleichgültig, wie sic mir. Wir ztvci liabcn uns nicht» zu sogen." „DaS hast D» »ns versck,wcigcn können, Tante Luise »nd mir?" Luise trat, von der Sckw'ägcri» geführt, eben ein. „Daß wir ii»S so Wiedersehen müssen!" schluchzte sie. Erna um- armend. „Erna. Kind, die Trauerhütc just» da. Wen» Du Deine» aiifvrobiereu willst —" Martha Kein wandte sich. „Ick, danke. id> nehme ihn unbesehen", antwortete da» Mädchen schroff. Rosrmaric begriff sic plötzlick,. Still nab»> sie sich vor, ihr zur Seite zu sichen. Nach dem Begräbnis, z» dem die in der Nabe wohnen- de» Besitzer mit ihren Frauen kamen, trat das Alltagsleben m feine Rechte. Die Witwe schaltete auf dem Hose >»>d ließ nichts außer acht, obfchon sie wußte, daß sie dein Nachfolger ihre» Manne» weichen mußte, sobald die Kammer ihn bestätigte und das tüiadeuquartal uni war. Der größte Teil deS vorhandenen Vermögens gehörte Erna. Für Martha und ihre Kinder blieb eben so viel, daß sie in einer kleinen Stadt notdürftig leben konnten. Im 'tillcn bedauerte die junge Frau, daß sie dem Mädchen nicht nehr entgegengekominc». Jetzt war cs zu spät. Erna hatte erklärt, die Einladung der Tanten, zu ihnen in« Pflugcisen übciznsiedcln, onnchmcn zu wollen. Dagegen bat sie der Mutter an, die Geschwister zu unterstützest, jelana« **ren Endet»,na größere Opfer fort Martini war nickst i» der Lage, das großmütige Anerbieten auszu- schlagcn, abscho» sie dem Mädchen eigentlich zürnte. Si« hätte sie lieber mit in die Kreisstadt genommen, in der sie mit Hilfe eine» Bruders, der als Assessor am dortigen AmtS- gcricht war. ein kleines HauS zu mieten beabsichtigte. Durch den ihr bekannten Direktor der dortigen Rcalschnle hoffte sie Pensionäre zu bekommen, die sie zusaminrn mit ihren Knaben erzog. Gegen ihren Plan fand niemand etwas einzuwcnden, Erna zumal fühlte sich crleid>tcrt. Durch das Opfer, das sie der Mutter und den Geschwistern brachte, wurde sic frei, mit Roscmarie zu gehen, an die sie sich in diesen Tagen wie- der innig onschloß. Ihr war, sie finde im Pflugcisen eine zweite Heimat. Langsam pcruarbte die Wunde, die der Verlust de» VaterS dem Herzen der Tockster geschlagen. Erna lebte auf, die Jugend forderte ihr Reckst. Alz die Well,nachtsglocken das Fest einläutetcn, und im Prunksaale des alten Hauses der Christbaum leuchtete, unter dessen Zweigen Rosemarie dem Liebling perschwcnderisch auf- gebaut, fand sie wieder ihr alte» Kinderlächcln und flog den Tanten dankbar um den Hals. „Wie gut ihr zu mir seid", sagte sie glücklich. „Wenn ich's Euch nur vergelten kann!" Roscmarie lächelte. Sie hätte eZ schon gewußt, aber noch war cs nickst Zeit, an diese Dinge zu rühren. Von Mutter und Geschwistern hatte Erna gute Nachrichten erhalten. Mft der ihr eigenen Energie meisterte Martha Kern ihr Schicksal. Ihr Acltcster. Fritz, besuchte seit Michaelis die Vorschule zwei feiner Spielgefährten ans Eberbach, der Pastor«- und der Jmpektorssobn, waren ihm nachgefolgt. Frau Kern füllte ihren Platz atS Erzieherin der Pier wilden Buben vortrefflich au«, z» Ostern sollte sic weitere Pfleglinge erhalten. Dee Schiildieektoe interessierte sich für die künttcoe Pension Margot. das Nesthäkck)en, vermifse die Schwester, sie fron täglich, wann Erna wiederko,i»ne, schrieb ihre Mutter. Gerührt hatte die große Schwester eingekaust und zu Weihnachten den Kindern so reicksticki beschert, daß sie den Nnteeschied zwischen einst und jetzt nickst empfanden. Fra» Martha ergab sich darin, daß Erna im Pflugeisen blieb. Sie Wae zufrieden, daß das Mädchen die kleinen Geschwister nicht vergaß, und fühlte sich eigentlich erleichtert, feit Ernas traurige Augen ihr nicht überall folgten. Sie war ihr herzlich unbequem, drum war'S bester so. Im Pflugeisen fühlte das Mädchen sich glücklickt. sic sah in Rosemarie ihr Ideal. Nur daß sie so manche Tagesstund, missen mußte, wenn sie im Kontor saß. begriff Erna nickst Tie Tante war reich genug, sich eine» Prokiiriste» zu hatte,> warum arbeitete sie lieber selbst was in der Stadt kein' Dame tat? „Wer hat Dich mir alle diese gräßlichen Dinge gelebet Mu?" fragte sic eines Tage« nach einem Blick auf die Zah lenkolonnen des Hauptbuches. „Tie Not der Zeit und meines Bruders Weigerung dir Stelle einzunehmen, an der feit Jahrhunderten ein Schott- stand", antwortete Rosemarie. „Meinst Du, daß er immer aus Reisen bleibt?" erf• biete Erna sich. „Ich hoffe nicht. Er hat auch noch einiges andere tun, will er in seiner Wissenschaft forttchrciten. Znw ä»> denke ich. koncmt er für lange Zeit beim, wen» seine Reil" beendet: er muß doch die Ergebnisse samnicln. das kann ec nirgend« bester, als bei uns." „Wenn er doch käme", scufzte Erna. „Ich glaube e wäre nock> schöner bei Euch Erinnerst Du Dich, als irii . crstenmale bei Euch war? Wie lieb war da Hein- i ■ " '->» er mit mir dummem, kleinen Ding oben auf deni Bode» n spielt, wenn wir verbotener Weise schaukelten." Roseniaric zog die kleine Plaudertasche aus ihren Schoß nieder. „Er!,merkt Du Dich noch an ihn?" Neue Luges,>eilnng. Donnerstag, Len 12. Feoruar »:,14. Nr. ,v; inl.nml-m einen Selbstmordversuch, Der Zustand Eörlichs und ker Dziallas wird als hossnungslos angesehen, Domänenprräußrrung. Der preußische Staat verlauste die 2!n-> ..sorgen große Domäne Sieegripp bei Halle für 1200 000 Marl n» die Gemeint« Neegripp, AamilikntragoLie,!. In der Nackt zum Sonntag haben der 3".,h !iermci:ler Baristicke ii seine Frau in Berlin ihrem Leben ein Ende gemailt, int i sie in ihrer Wohnung die E-as- !, ,l ne üsi.'eien Ale Grnnd des Selbstmordes werden Nah- i n'n ngen infolge anhaltender Krankheit des Mannes angeführt. - Eine andere Familientragödie hat sich in der Bei- lnl lngeiistrasie 24 in Berlin abgespielt. Infolge ehelich:» Zwi- siieleiten setzte der Stroßenbahuschaifner Träger seine Woh- ! nz in Brand und verletzt« sein Ljählige- Kind durch einen Rirolocrschich lebensgesährlich. Sodann «rfchoß er sich selbst. Die Mutter konnte dem Kind« leine Hilse bringen, da Träger sich mit ihm in der Stube elngeschlosfrn hatte. Die Feuerwehr lonnte nach längeren Bemühungen den Biand löschen. Liebestraaödie in Hannover. In Hannover hat sich eine Liebestragödie abgespielt, deren Opftr ein junges Mädchen wurde. Der 20jährige Student der Rechte, Paul Schultz aus Köttingen, erschoß in de» Laubengärten unweit des Schnellen Grabens bei Hannover seine 17jährige, ebenfalls aus Gö'tingen stammende Geliebte. Der Student ist der Sohn eines Gymna- siolprosesiors aus Frankfurt a. M. und unterhielt seit längerer Zeit mit dem Mädchen ein Liebesverhältnis. Da der Student in Schulden geraten war und das Mädchen in schlechten Fanii- lienoerhälinissen lebte, entschlossen sie sich, geineinsam in den Tod zu gehen., Schulz erschoß zuerst seine Braut, beim Anblick der Leich« des Mädchens verließ ib» jedoch der Mut zum Selbstmord, und er stellte sich selbst der Polizei. Entflohen. Ein Fahnenflüchtiger des Pionier - Bataillons Nr. 19 sollte unter Bewachung nach Sftaßburg gebracht werden. Hier in Koblenz hatte man Aufenthalt, den der Deserteur dazu benutzte, um zu entfliehen. Nach einer Jagd durch verschiedene Strahn war er verschwunden. Die verunglückten Reichsingsabgeordneten. Der Zustand der beiden verunglückten Zcnirumsabgeordneten hot sich verhältnismäßig rasch gebessert. Auch der am schwersten verwundete Pfarrer Hebel befindet sich anher Lebensgefahr. Ein Mädchenmord. Dar Schwurgericht in Saarbrücken verurteilte den 30 Jahr« alten Fleischergesellen Wilhelm Maurer, der angeklagt war, im März vorigen Jahres di« neunjährig« Anna Kretschmer in Hausweiler ermordet und die Leiche in den Fluß geworfen zu haben, auf Grund eines umfangreichen Indizienbeweise» wegen Sittlichkeitsveibrechen» und Totschlags z» 15 Jahren Zuchthau». Eine ganze Familie zum Tode verurteilt. Das Schwurgericht von Pontevedra verurteilte noch längerer Berhaudlung «ine gan,z« Familie, Mutier und zwei Söhn«, zum Tode. Die Frau hatte mit Unterstützung ihrer Söhn« ihren Gatten !m Schlaf ermordet; das Gericht kam zu der Erlenntuis, daß all« drei Personen sich des Moides schuldig gemocht haben und erkannte demgemäß aus Tadesstrase. Der Unfall dee „Lutetia" — S Tote. Wie erst jetzt bekannt wird, ist der Unfall der „Luletia", di« in der Rah« von Lissabon mit dem griechischen Dampfer „Dimitris" zusammenstieh, sol- genschwerei gewesen, als die ersten Meldungen erkennen ließen. Neun Mann der Besatzung beider Schisse, vier von der ,Lutetia", fünf von „Dimitris", stürzten infolge des heftigen Anpralles über Bord und konnten trotz aller Anstrengungen nicht gerettet werden. Auch die Leichen wurden nicht geborgen. Geheimnisvolles verbrechen Die von ihrem Mann, einem reichen Dutomobilfabrikanten, getrennt lebend« Frau Harriet Manniug in Newyork ist in Newark einem geheimnisvollen Verbrechen zum Opfer gefallen. Abends spät lieh sich ein« Fremde, unter dem Vorwand wichtige persönliche Mitteilungen machen zu wollen, bei Frau Manniug melden. Als dies« der Unbekannten, deren Gesichtszüge durch einen dichten Schleier verdeckt waren, gegenübertrot, zog die Fremde plötzlich einen Revolver und streckte Frau Manniug durch mehrere Kugeln nieder. Darauf entfloh die geheimnisvoll« Attentäterin. Frau Manuing war sofort tot. Die Polizei glaubt aus verschiedenen Momenten entnehmen zu können, baß «» sich bei dem Attentäter um einen Mann handelt, der sich, um seine Spur zu verwischen, in F uenkleibern gesteckt hat. — Zu diesem Vorfall wird weiter gemeldet: Als Täter wurde «in 19 Jahre altes Mädchen entdeckt. Das junge Mädchen, «in« gewisse Hazel Herdman», hat nach der Tat ein« Sublimatlösung zu sich genommen und wuroe sterbend ins Krankenhaus gebracht, wie sie in der Todesstunde «in Geständnis ablegt« Sie erNÄrle. daß sie sich in Manniug verliebt habe und daß sie di« Frau tötet«, um Manniug heira- „Aber Tantchen, wie kannst Du nur fragen? Wir zwei sind doch die besten Freunde. Heinz hat mir sogar versprochen, er komme mich Holm, wenn wir die (T , cf mutter wcht gefiele. Anfangs habe ich ihn recht erwartet." Auf Ernas süßem Gesicht lag ein schwärmerischer Ausdruck Nosemorie war beglückt. Sollte das liebliche Kind ihre heimlichen Wünsche hegen? Sollten Erna und Heinz ... Einmal ersaßt, ließ der Gedanke ihr keine Ruhe, aus den Kindern ein Paar zu machen. Waren beide doch ihr Eigen- tuni. das sie liebte, wie außer der Firma nichts ans der Welt. Erna batte sich längst in ihr Herz ge'chlichen, sie empsand mütterlich fiir das verwaiste Kmd. wie sie nur noch für Heinz suhlte. Aus eigenes Glück verzichtete sie, sic hatte ihre erste Enttäuschung nie verwunden. Ihr Mißtrauen, einmal geweckt vermutete in jed-m Freier einen Liebhaber ihres Vermögens, keinem war es ge- hinge», naher zu treten. Seit langem schlug ihr Herz nur snr den Bender und für das alte Haus, das sic ihm erhielt, bis es sich für die junge Waise ansgetanI Wenn sie ihr noch naher trete, als Heinz' Weib, als die Müller seiner Söhne, der Erben des Sebald'schen Namens! Nosemarre schloß die Angen vor Wonne, Tann hatte sie nicht umsonst gelebt, wenn sie Heinz' Erbe hütete, bis sein Sohn es einst aus ihren Händen empfingt lFortfrtzung folgt). dtTv mmlPappen ron^iCbamcn, Wir bringen im Bilde das neue Wappen von Albanien. Es ist ähnlich dem früheren, der Doppeladler trägt als Brust- schild das Wappen des Fürsten von Wied. len zu können. Bei dem Anblick brr Leiche der Frau sei sie jedoch so sehr erschreckt worden, daß sie beschlossen habe, aus dem Leben zu scheiden. Ein Ehepaar im Kino chlorosarmiert. Ein Ehepaar, das einer Vorstellung im großen Kino in Rom beigewohnt hatte, meldete der Polizei, daß es von zwei links und rechts von ihnen sitzenden Herren durch Chloroform eingeschläfert worden fei. Als das Ehepaar noch ungefähr einer Stunde erwacht«. fei die Brieftasche des Mannes und die Handtasche der Frau verschwunden gewesen. Die Erhebungen der Polizei und die Erklärung des Inhabers lassen die Angaben des Ehepaares unglaubwürdig erscheinen. Immerhin hat die Geschichte einen gewissen Eindruck hervorgerusen. Schlacht Zwischen Burschen und Zigeuner» Im Verlaufe eines Streites, der zwischen Habkircher Burschen und Zigeunern in Landstuhl ausgebrochen war, wurde ein Passant von einem Zigeuner niedergestochen. Auch zwei der in den Streit verwickelten Burschen erhielten Schüsse und wurden schwer verletzt. Die streitlustigen Zigeuner wurden verhaftet. Erpkofio» einer Etahlslasche. In Berviers explodierte auf dem Bahnhofe eine Stahlflafche, di« 5000 Liter komprimierten Wasserstoff enthielt. An den umliegenden Gebäuden wurde durch die Explosion großer Schaden angerichtet. Das entwichen« Gas entzündete fich an einer Laterne und setzte ein Fuhrwerk in Brand. Das Pferd und das Fuhrwerk verbrannten. Di« Personen konnten fich retten. Großseuer. In der Fleischwarenfabrik von Poppenberg in Minden (Wests.) brach Großseuer aus. An Fleischwaren wurden rund 1000 Zentner zerstört. Der Schaden beträgt etwa 150000 Mark, der durch Versicherung gedeckt ist. Zugzusammenstoß. Di« beiden Eüterzüge 8822 ans Bamberg und 8813 von München kommend stießen im Nürnberger Rangierbahnhof zusammen. Der Zugführer Cöhnlein wurde schwer verletzt, der Wagenführer Prell getötet. Beide Verunglück!« stammen aus Bamberg. Der Materialschaden ist bedeutend. Soldatenselbstmord. In der Kaserne des 2. Eheoeauleger- Regiments in Regensburg hat sich ein Soldat erhängt. Es ist dies der drifte Selbstmord beim dortigen Regiment innerhalb kurzer Zeit. Benzinexplsion. Eine folgenschwere Benzinexplosion ereignete fich in einer Benzinfabrik in Manchester in Kentucky. Dar Feuer nahm einen derartigen Umsang an, daß in kurzer Zeit di« Fabrik selbst und 18 benachbart« Häuser vollständig nieder- bronnten. Den meisten Arbeitern gelang es, fich rechtzeitig in Eicheiheft zu bringen. Sechs Arbeiter wurden getötet und 15 schwer verletzt. Bon einem Zug überfahren. Aus der Strecke Licgnitz-Jauer, in der Nähe von Liegnitz wurde ein Fuhrwerk vom Eisenbahnzug überfahren, wobet ein« Frau getötet und zwei weitere Personen schwer verletzt wurden. Pferd und Wagen wurden völlig zermalmt. Es handelt sich um das Fuhrwerk des Ctellenbcsitzers Berner in Nieder-Kummernick. Das Unglück ereignete sich in- sclge eines verspäteten Signals, sodaß also die Schrank« offen stand. Die Insassen des Wagens konnten, da starker Nebel herrschte den herankommenden Zug nicht sehen. Es hat sich schon !m Frühjahr an demselben Bahnübergang ein ähnliches Unglück ereignet. Di« beiden Schwerverletzien wurden in das Lregnitzer Krankenhaus eingeliefert. Zwei Eegclschisse von Seeräubern überfallen. Seeräubern zum Opfer gefallen find zwei Handelsschiffe, die in der Nähe von Fuschir im Persischen Golf vor Anker gegangen waren. Sie wurden von mehreren mit Seeräubern besetzten Segelbooten angegriffen. Di« Mannschaft, di« aus Eingeborenen bestand, ergriff die Flucht und ließ di« beiden Kapitän« allein aus de» Schissen zurück. Der eine von ihnen wurde getötet, während der andere schwer verwundet wurde. Der englisch« Konsul hat bei der persischen Regierung energische Vorstellungen erhoben und es wurden mehrer« der Beteiligung an dem Uebersoll vei- dächlioe Personen verhaftet. Weltreise im Automobil. Der Automobilist A P. Nagel in Petersburg ist von seiner Weltreise nach Zeleisburg zurückge- kchlt. Der Sportsmann unternahm vor zwei Monaten von Petersburg aus ein« Tour durch Westeuropa nach Nordasrika. In Asrika durchfuhr er Blgeften und angrenzende Länder und in der Sahara kam er bis zur Oase Biskra. Durch Italien und Frankreich kehrte Nagel wieder nach Rußland zurück. El hat insgesamt 15 300 Kilometer zurückgebegt. Fliegerunsall. Auf dem Flugplatz in Wanne Lberschlug >>ch der Flugschüler Blank beim Landen. Der junge Mann wurde tot unter den Trümmern des Apparates hervorgezogen. Das Lied vom braven Mann. In Berlin scheuien die noch jungen Pferd« eines Brotwagens vor einem vorübertah- renden Automobil »nd drängten nach einem lebr lebhaften Seite T Bürgersteig. Die Gefahr erkennend, warf sich der Schutzmann Guse den Pjerden entgegen. Er wurde eine Strecke wei, mit- geschleist; es gelang ihm aber mit Aufbietung aller Kraft, das Gespann aufzuhalten und zum Stehe» zu bringen. Der Schutz, mann trug mehrere Quetschungen davon. Bei den zahlreichen Augenzeugen fand sein mutiges Verhalten lebhaften Beifall. Verworfene Revision. Das Reichsgericht verwarf die Reo,, sion der Lanbwirtswitwe Kochs aus B l a u st e i n und des Arbeiters Martin Sreeger aus Beggendorf, welche von dem Schwurgericht in Aachen zum Tode verurteilt worden waren, weil sie gemeinschaftlich im Juli 1013 den Landwirt Kochs, den Ehemann der Angeklagten Kochs erschossen hatte». Von Wilderern erschossen. Der Förster vom Forsthause Petersbach bei Strotzburg ist mit einer Schußwunde im Kopse tot aufgefunden worden. Alle Anzeichen deuten daraus hin, daß der Förster im Kampfe mit Wilderern gefalle» ist. Eisenbahnunglück. Auf der Station Kettering bei Lvu, don stießen bei dichtem Nebel zwei Personenwagen des Zuges von Nottingham, die an den Expretzzug nach London angchäi: - wurden, mit einem Eüterzüge zusammen und wurden zertrümmert. Fast alle Passagiere in den beide» Wagen erlitten Verletzungen, »Mer ihnen auch der bekannte Sportsmonn Lord Lonsdole, ein Freund des deutschen Kaisers. Während er mit einer heftigen Erschütterung davonknm, wurde sein vor ihm stehender Diener ernstlich am Kopfe verletzt. Die Pasi.rg.er, lonnten, nachdem ihnen Meiste die nötige erste Hilfe hatte» angedeihen lassen, nach London weiteriahren. Massenoergiftungen. Der Geschäftsführer des Dersicherungs. büros Schinn in Moskau fand, als er die Büroräume Ser Gesellschaft betrat, 41 Angestellte auf dem Fußboden liegend vor. Er öftnete sofort alle Türen und Fenster und rief Hilfe herbei. Während sechs Personen bereits gestorben find, befinden sich ci« übrigen in Lebensgefahr. Di« Untersuchung ergab, daß lnsoig« Platzens eines Ofenrohrs in sehr kurzer Zeit ein« Menge gif- tiger Kohlengase in die Büros geströmt war Einbruch bei einem ruffischen Erotzsürste». Ein« Einbrecher, bande stattet« dem bei Moskau gelegenen Palast Iljinskoje. dos dem Großfürsten Dimiftiew Pawlowitfch gehört, einen Besuch ab. Die Diebe drangen in di« Bibliotheksräume ein und floh len dort mehrere kostbar« Alben, ein« Anzahl kostbarer Gold und Silbermünzen, sowie ein« Schachtel mit alten Briefen de, ermordeten Großfürsten Sergius. Di« Einbrecher wurde, scheinbar bet der Arbeit gestöft, da sie zahlreiche wertvoll Sachen zurückließen. Ihren Raub haben sie in einigen Möbel- bezügen und Vorhängen fortgeschafft. Es fehlt von den Dieben bis jetzt jegliche Spur. Rodelunsall. Der Vollsfchullehrer Heinrich Faber in Nieder, linfenweiler bei Neunkirchen beaufsichttgt« das Rodeln feiner Schüler. Plötzlich wurde er von einem Schlitten angerannt und fiel so unglücklich auf den Hinterkopf, daß er noch am selben Abend starb. Beim Spiel erstochen. Aus Essen (Ruhr) wird gemeldet: Beim Fußball gerieten zwei Knaben in «inen Wortwechsel, in dessen Verlaut ein 13jährig«r Schüler seinen lljährjgen Kameraden mit einem Taschenmesser erstach Ein Ösen zersprungen. Aus Breslau wird gemeldet: In der Wohnung eines Artillericsergeanten stürzt« noch dem Ein- schütten neuen Brennmaterial» der Stubenofen «in und begrub die Frau und ihr elf Monat« alter Kind unter den Trümmern. Di« Nachbarn befreiten die Verschütteten, di« schwer« Brandwunden erlitten hatte«, und löschten den Brand. Di« Wohnung wurde vollständig zerstört. Offenbar war in die Kohlen ein« Sprengpatrone geraten. Der älteste Mann Ostpreußens. Aus Bialla wird der „Kö nigsberger Hart. Ztg." geschrieben: Am Sonntag wurde ein Original unserer Stadt zur letzten Ruh« bestattet. Es war de, alte Siepputat. Wie alt er eigentlich war, konnte nie mit Sicherheit sestgestellt werden. Man schätzt« sein Alter aus Ni Jahr«, in einem Kalender war sogar von 120 die Rede. Er selbst wußte darüber nichts amzugeben: er wünschte mir, bei seinem „Mutterten in Heybutten" beerdigt zu werden. Dieser Wunsch lonnte indessen angesichts der beschränkten Mittel nicht erfüllt werden. Doch sorgten edle Vien schon für «in würdiges Begräbnis. St. verachtete alle irdischen Genüsse und lebte für sich allein in Erdhöhlen oder Ställen. Von Beruf war er Stein- sprenger und leistet« in diesem Fach Vorzügliches bei geringe, Bezahlung. Professor Schirmer aus der Hast entlassen. Professor Dr Schirmer, der frühere Leiter der Universitätsklinik in Straßburg i. Eis., der von der dortigen Strafkammer wegen Ver brechens nach Paragraph 174, Abs. 3 des Reichsstrasgesetzbucher zu der geringsten zulässigen SIrase von 8 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, ist gegen Stellung einer Kaution vor 30 000 Mark einstweilen aus sreien Fuß gesetzt worden. Ermordung eines italirnischen Eisenbahninspektors. Im Eilzug Venedig—Mailand wurde der Eisenbohninspektor Ri> gotto von «ineni Unbekannten durch Hommerschläg« auf der Kops schwer verletzt. Der Verbrecher konnte aus dem fahrenden Zug entfliehen. Es scheint sich um den Racheatt eines gemäß regelten Eisenbahners zu handeln. Ueberreicher Kindersegen. In Touinai, belgische Provinz Hennegau, bracht« die 30jährige Gattin eines Buchhalters na- m«ns Defense vier Mädchen Mi Welt, von denen eines bald noch der Geburt starb. Di« drei übrigen Neugeborene» sind durchaus lebensfähig. Die junge Frau ist bereits Mutter von vier Knaben. Der verfolgte Amtsrichter. Hinter dem slüchtigen Amts» direftor Habl aus Fnuizensbad wurde ein Steckbrief vom Kreisgericht Eger erlassen. Zur Last gelegt werden ihm u. a. Veruntreuung, Mißbrauch der Amtsgewalt, Giftmord und Anstiftung zum Mord«. Von Habl hot man noch kein« Spul. Sein« Begleiterin Frau Dr. Dies!, roelche mit ihm in Zürich gewesen ist, ist noch Franzensbad zurückgekehrt. In ihrer Wohnung fand eine Haussuchung statt. Ein grauenhafte» Geständnis. In der Nähe der Oelfabrik in Pririgye ist eine Strohirijt abgebrannt. Der di« Untersuchung führend« Eendarmeriewachtmeister hielt einen verbächiigen 20jährigen Arbeiter namens Josef Cfuka an, der folgendes Geständnis machte: Er habe sich in der Nackt zuvor in der Stroh- Jir. 38 liift eingegraben, um dort zu schlaft», In der grasten Kälte vermocht« « jedoch keinen Sd;Urj zu finden, und als er das Lager verlosten wollte, bemirlte «r, datz in der Trift noch ein zweiter loz. El weckt« diejen aus, drr fthr ärgerlich darüber r ar, dag er aus seiner Ruh« gestört werde. Es kam zwilchen beiden zu einem Streit, in dessen verlaus Esula der, zweiten . -,i-!„g, Daraus leg!« sich Csulo wieder nieder und schties ein. Früh bemerkt« er, dah der Unbekannte noch röchelte. Er setzt« nun den Strohschober in Brand, damit der Mann in den Jlam- U'.en umlmme, Die Gendarmerie sand tatsächlich in der Asch« rrr Sirebjchobers ein verkohltes Skrlett. Zolgrnschwrrer Hanseiaslarz, In der Stadt Aleval» rrzie ein im Bau besrndliches Haus zusammen und begrub ■intlidv Arbeiter unter ftinen Trümmern, Es dauerte länger« Feit, ehe di« Arbeiter befreit werden konnten. Zwei waren be. rcits tot, 5 weiter« erlagen binnen Kurzem ihren Verletzungen, 8 Arbeit, r liegen in lebensgefährlichem Zustand« im Hospital darnieder. »iordoersuch. Der 27jährige Weingärtnerssohn Eanusuels ,n vrsrghrrm versuchte in einem Ansall« von Geistesstörung sein« Eltern, den <10 Jahre alten Christian Sänusuel, und sein« 55jährige Ehegattin zu töten: beide wurde» schwer verletzt Ehe er ftin Vorhaben, auch unter seinen übrigen verwandten ein Blutbad anzurichten, aursührrn konnte, gelang «», den Rasenden nnichädttch zu machen. Er wurde noch der Irrenanstalt Weins, derg gebracht, Förster und Wilderer. In Apolda wurde in der vergalt, gene» Rach« bet Eckarisderge der Rcviersörstcr Ludwig bei tinrm Renlontre mit Wildrreru von diejen erschossen, auch der Zcrsiläujer Schinidt wurde verletzt. &>c d«r Mitado verehrt wird. Ein «ustergewohnlich«, Bci- xiel der Verehrung des Mitado wird von Blättern in Tokio eeroisentlicht. Während des jurchtdaren vullanausbruchs von Saluraihlina ftürtze die Bevölkerung der Insel in wilder Paart aus dir rm Hasen liegenden Schisse. Rur der Schulmeister eines I -n«n Orte» weigerte sich, die hilje der Matrosen in Anspruch zu nehmen und war nicht zu bewegen, sein Zimmer zu verlasicn. Tort hing «in Bild des Mitado, als besten Beschützer er zurück, bleiben wollte. Erst als einig« Matrosen mit aller Vorsicht das Bildnis des Kaisers heradnahmen und durch den Aschenregen in Sick^rheil brachten, verlieh auch der Schulmeister dos Schul, ziinmer, um sich an Bord eines Schisses zu begeben, Feuer an Bord. Am s. Februar brach an Bord des Dampft:» „Bordeaux" der Eompani« Transatlautique Feuer ans, i Maschinenraum an» grtss da» Feuer aus di« benachbarten Raum« über und nahm «ln« so große Ausdehnung an, dah es c'i nach zweistündiger angestrengter Tätigkelt gelöscht «erden Io»te. Der Schoden wird aus 108000 Frank geschätzt. Die Enlstrhunzsursache de» Brandes bst unbekannt. vom Zuge Üdersaheeu. Bei Arangosinorot in derRähe von Budapest iibersnhr ein Personenzng bei dichtem Rebel einen Wagen mit Schulkindern, di« »ach Perlep zur Schule gefahren wurden. Diel Kinder wurden ans der Elelle getötet, 8 lebcns. getührlich verletzt. Ein Kind konnte noch rechtzeitig abfpringen. Der Kutscher erlitt gleichsoNs schwer« Verletzungen, hoteldran». Im Hotel Phöniz ln Kopenhngeu brach -in Brand aus, zu besten Löschung di« gesamt« Feuerwehr der ötad« ausiückie. Da» Hotel war »oll desetzt und es bemächtigte ich der East« «in« graste Auslegung, Jedoch wurde niemand ocilctzt. Der Schaden ist beträchllich. Da, Feuer ist aus Brandstiftung eine» «ngeslellien zniückzuführeu. Der Schwindler als Wunderdoltor, Di« Strafkammer in S r I n r t vernrlrilie den Wundeüroltor Wilhelm Müller, der sich als Arzt des deutschen Kaiser» ausgegrbrn und viel« Personen um hohe Summen gebracht hatte, zu drei Fohren Zuchthaus und 10 Fahr« Ehrverlust. Der Schrecken oon Brüstet. Das Erscheinen eines Tigers »ersetzle einen ganzen Ctadlieil von Brüssel in die aller, größte Ansregung. In dem Vorort Ixelles befindet sich seit einiger Zeit ein« Menagerie hagenbcck». Als Angestellle der. selben die Raublier« sütlern wollten, entwich ein riesiger Kö- »igsliger an» einem der Käsig«, ohne dast es jemand bemerkt hatte. Da» Raubtier erschien plötzlich aus dem Marktplätze von Ixellcs wo gerade Markt abgehalten wurde. Ruhig schrill ,» bi» in di« Mitte de» Platzes, wo es sich noch allen Seiten umsah, Marktsraucn nnd Käufer «rgrlss beim Anblick der Tiere, die grötzlc Panik, All«, stob in wilder Flucht auseinander. Der Tiger, der nicht die geringsten Angriffsgelüft« zeigte, ging majr. lätischeil Schritte» quer über den Platz in «inen Tabaksladen, Daselbst legte er sich zum größten Schrecken der Berkäuserin hi, rer den Ladentisch, Er war im Begriff «rnzuschlafen. als zwei Wärter der Menagerie ans dem Plane erschienen und ihn ,! einem eiligst herbcrxeschafftcn Käsig hineintriebcn. Kur, .I,ius erschien auch ein ganze» Heer oon Polizisten, mit Re- , inern und Torschlögern bewaffnet, jedoch zu spät, denn di« Bestie war bereits hinter Schieß und Riegel, Verhaftung eine, Einbrecher». Di« Polizei ln Pari» »er in der Ru« St Ditirr einen deutsch n Verbrecher na. r.cns Kart Wetzet, als dieser veijuchle, in die Wohnung «ine» eichen Privatmannes eingudiingrn. Roch bei ihm vorgefun. c;r.« n Popj^ien jft tI 26 Jahre alt und aus, Mülhausen gebär- I:g Er ist bereits mehrere Mole wegcn Embiuchsdiebltöhl« u>.d Körperverletzungen in Frankreich und Deutschland verur. teilt worben. Man sand bei seiner Verhaftung ein« Browning, p iloie, ein Dolchmester und mehr«,« solsch« Schlllsiel In dem Augenblick seiner Verhaftung befand er sich in Begleitung eine» helscrshelicrs. der jedoch «urfllehen konnte. Wetzet behauptet der iranzosischen Sprach« nicht muckstig zu ftin Eine Liebestragödie. Ein L cbesbroma hat i,ch in Bielefeld . Sinneheim zugetragen. Der rlljährige Bäcker, durlche Hahn« versalzt« bereits ftit längerer Zeit d!« tgjährig« Hechler des Bäckermeisters Stein'öhler mit Licbesonträgen, iil» rr gestern wiederum »bgewiescn wurde zog er einen Revolver und feuerte drei Schüste auf dos Mädchen ad. das. ln Kopf nnd hals getroffen, sofort tot zu Boden sank. Daraus beging Hahne Selbstmord, Sprengstoff Erplosio», I» L odewe bei Montpelliers ent. stand in der Wohnung des spanischen Grubenarüe reis, der in Eraenivae« ieiner Arbeitskollegen «ine Kille mit Sprengstoffen *«»« ^ageszeiluag. ^»»nerslag, Mn 12 . Fevruar 1314. öffnete, »ine Explosion, durch dir sechs Persoueu, darunter zwei Kinder im zarten Atter, schwer verletzt wurden. Äus der Heimat. ' Friedber«, ,r, Febr, Für di« Zeit vom 11. —13. Februar hak da» hiesig« EentroftTheater durch grasten Kostenonswand einen dreiakiigen ansftbenrrregenden Deiekilv-Schlager erwoi den. Er betitelt sich „Menschen und Masken", Diese, Film- drama ist von gröstter Spannung von Anfang bis zu Ende und wurde unter der gröstten Lebensgefahr der Mitwirkenden ausgenommen, Auster diesem grosten Schlager ist auch das Übrige Zrogramm reichhaltig nnd ftbr genustre.ch Auch an diverftn Einlagen wird es nicht fthlen, Hrürn-Rostau ' x, Obernrftl. 12 Febr, In da» Kuratorium der höher«» Mädchenschule wurde an Stelle der ausgelchiedenen Stodtver. ordneten Frie», der Stadtverordnete Direltor Eunz gewählt, * F, E Wiesbadrn, 6, Febr. Der Minister für Handel »nd Gewerbe bat bekanntlich auf Grund eines Gutockffeus des Lnndrsgewrrberimtes, die Gründung einer Gewerbelör- drrnngSanstalt mit bürokratischen Einrichtungen im Regierungsbezirk Wiesbaden nicht gut oebeißen und dafür die Bildung eine? freien AuSfchnffeS, eines Gewerbeförderungs- Aiislckniffes, in denr die hauptsächlichsten an der Förderung de? Gewerbes interessierten Faktoren verlreten sind, emviob- ken, Tie mit den beteiligten Körperschaften darauffiin stoft- gebabten verhgndftmgen baben gezeifff, baff mnn die Vor- lchläge deS Ministers zur Perfektion gelangen taffen möchte, AIS Sitz des GewerbesörderungS-Aus'-siuffeS ist Frankfurt a, M, als der Ort in Aussicht genommen, in dem der Schwer- Punkt der gewerblichen Tätigkeit des Regierungsbezirke? licgt, wie fa auch der Sitz der gescheiterten Gewerbeföroe- rungS-Anstaft in Frankfurt a, M, bestimmt gewesen. Der Zweck des Gewerbeförderimgs-AuSsckniffes ist, die Tätigkeit der bei der Gewerbcförderung im Regierungsbezirk WicS- l-adcn beteiligten Faktoren in ziclbewnszte, sich ergänzende Bahnen z» lenken und durch Ermöglichung eines Erfab- iiingsauStaufcheS die Errungenschaften jedes einzelnen am Ganzen zu Gute kommen z» lassen, ferner da? im Regic- rtingsbezirk Wiesbaden ansässige Handwerk und Gewerbe in jeder geeignet erscheinenden Weise zu fördern. Ein einstweilen gebildeter Arbeitsausschuß, der sich mit der Gewerbe- förderungs-AuSschufz-Frige befaßte, hat in einer in WieS» baden unter dem Vorsitz de? Regierungspräsidenten k>r, p. Meister stallgchobten Sitzung sein prinzipielles Einv-r» sländnis mit der Errichtung eines Gewerbeförderungs Aus» slbuffeS mit dem Sitz in Franklnrt a. M, gegeben, auch einen Satzungs-Entwurf beraten. In dem u. A, der Gewerbeförde- rimgs-AiiSschuß wie folgt zusammengesetzt ist: Drei Mit- glieder der Stadtverwaltung Wiesbaden, je ein Mitglied der Königlichen Regierung zu Wiesbaden nnd des Bezirks- Verbandes Wiesbaden, vier Mitglieder der Handwerkskammer Wiesbaden, je ein Mitglied des Kuratoriums der Großen Mcisterkurse und des Technischen Vereins Frankfurt a. M,, drei Mitglieder des GewerbevereinS für Nassau, je ein Mitglied des Innungs-Ausschusses zu Franlsurt a. M„ des zu Wiesbaden und des zu Limburg a, L. — In Anlehnung an den Gewerbeförderungs-Ausschuß ist vorgeshcn. an verschiedenen Orten des Regierungsbezirks Wiesbaden, in denen sich regeS Interesse für die Gewerbeförderung zu erkennen gibt. OrtSauSschüffc nach Art de? für Frankfurt a, M. und Umgegend geplanten OrtS-Ausschulses gebildet werden, Zur Zeit sind die in Frage kommenden Körperschaften daran, sich über die Bildung deS Gewerbeförderungs-AuS- lchuffes schlüssig zu werden, zu dem Satzungsentwurf sich zu erklären und ihre Vertreter z» ernennen. Erscheint nach den Beschlüssen der eis obengenannten Behörden und Körperschaften da? Zustandekommen eine? GewerbesörderungsanS- schnffes gewährleistet, so werden demnächst in einer Versammlung die Vertreter dieser Behörden und Korporationen den GewerbelörderungS-Aiisschuß für den Regierungsbezirk Wiesbaden gründen. * Die Rheinuseebahn. Die „Allgemein« Deutsche Klein, bahngesellfthoft ln Berlin hatte bei bei Lanbesdirettio» ln Wiesbaden beantragt, di« Genehmigung zur Mitbenutzung der Bezirksftraste Eltville . Riederwalluf . Schiersteln fiir eine elektrische Bahn von Eltville über Niederwalluf noch Schierstein im Anschluß an di« ihr gehören« Bahnlinie Eiwille-Schlangenbad, die sie za «leklrizisieren beabsichtigt, zu erteilen, da da, Projekt der Stadt Wiesbaden, „Die Rheinuftrbahn", kein« Aussicht auf Verwirklichung biete. Gleichzeitig war bi« „Allgemeine" an die Stadt Wiesbaden herangetreten, behufs Grün, dang einer besonderen Aktien-Gesellschast für bi« Strecke Wiesbaden . Elwill« . Schlangenbad, die die Elektrlsizterung der Linie Eltville . Echlangenbad durchsiihren, die Strecke Eltville- Niederwalluf . Echierslein . Wiesbaden baaen und die Be- triebsfnhrung der „Allgemeinen" übertragen sollt«. Die Stadt Wiesbaden hatte zu diesem Propos keine Stellung genommen. Der Enlfchlust des Landesausschusie» ging dahin, der „Allgc, meinen Deuljchen Kleinbahngesellschast" die Mitbenutzung der Bezlrksstrah« Elwtlle - Niederwallus . Schiersteln für eine Bahn ja versagen. Nunmehr ist das Projekt der Stadt Wies, baden, ein« volllpurig« elektrische Bahn für den Personen, und Slückgutverkehr von Wiesbaden nach Schierstein Nieterwallus eventuell nach Elwtlle zu bauen, der Verwirklichung merklich näher gerückt. Die Stadt Wiesbaden wird jetzt für ihr Pro. jckt di« Tenchmigung zur Mitbenutzung der Bez 'sstroste Schierftein-Riederwalluf vom Landerausschust «inholen und sicher erhallen, Hierdurch wird die Benutzung b«, Rheinufergelände, für das Bahnprojek«, di« Verlegung des Leinpfades nicht mehr la Frage kommen und die Anwohner uon Rieder, wallus werden gegen dieft Führung nichls einzuwenden vermögen, In Verbindung mit diesem Projrlt steht di« ebenfalls uon der Stadt Wiesbaden projeltierte volllpurig«, mit «leltrllcher oder Dampfkraft zu betreibende Bahn fflr den Orts- und Eäter. oerkebr von Wiesbaden narb dem Schiersteiner Halen mit vor- Sette 3 läufigem Richtanschlust an den Stoatsbahnhos Schicrstei» Ein. gehende Erhedungen finden darüber zur Zeit von der Hasenver- waitnng von Schierftcin und der Kgl, Preust nnd Hksi, Eilen, dahndireltron Mainz stau. Di« Hafcnverwaltung von Schier, stein ist in Feststellungen eingetreten, ob die Mitbenutzung de, Hasen, Schterjtcin sür de» geplanten Umschlagsverledr .zuge- lassen und ob gegen die Herstellung der Kaianlagen. Umlad«. Verrichtungen usw nichts kingewandt werden lann unirr Be. rucksichiigung des Moments, daß der Magistrat die bestimmte llbhMt heg«, da, östlich de» Häsens gelegene sich weit hin- ziehende Gelände der Industrie nutzbar zn machen und di« ent. Nahenden industriellen Werte durch die Hafenbahn an den Rhein p. bringen^ Durch die,, industrielle Besiedelung dieser «egend, die «inen Anschluß an die Staatsbahn sicher suche» wird und ten zu ermöglichen demnächst auch die Ho^ndahn bleuen soll ist die Eisenbahndircktion Main, i» «1« Prüsung eingetreten ob der Staatsdahnhos m Echjerftein einen giösicrcn «usck»lun. verkehr -us^inchmen in der Lage nnd die Durchsühenng einer Errveilernng des Bahnboft» möglick» sein wird. Diel« Feststellungen werden demnächst abgeschlosicn werden Ui>d di« ministe rtellc Genehmigung zur Ausführung de, Bahnprojelts darauf sicher acht mehr lange ans sich warten lasten. F, E, Wiesbaden, 11. Fehl Für die Ehe erbeben in ihrem letzten Hirteuschreibrn die am Grabe des beiligrn Boni- salius z» Fulda vrrsamnielt gewesurn Erzbiiilzöse Drulsch- lands ibre warnende Stimme für Hobe und Niedrine, Arme und Reickn- indem sie zu tbrrn Diözesen spreffien: „Ibr wiffet, daß die Ebe nicht nur rin Privatverirag zwischen zwei Men- Ichrn ist. nicht nur eine wichtige bürgerliche Einrichlnng, lon- dcin ein Lcbcnsbund, den der allmächtige Gott zugleich mit Erfrltziftung des Menschen gestiftet, de» er schon im Paradiese gesegnet und mit seiner Sck>öpfcrkraft befruchtet bat," — Wie wenig paßt dazu eine Statistik vom Wiesbadener Landgericht nech der in den letzten sechs Tagen an den verschiedenen Zivil, kaniinern nicht tveniger denn 6» Eheleute — also 3» Paare — diesen LebenSbiind löse» wollten, * Waldcck, 10. Febr. Am Mittwoch bat man mit dem endglltigen Aiisstnuen der Edertalsperre begonnen, unmittelbar »ach der Entfernniig der Eisenbabnbrüche im Sperrsee durch die ausfübrcnde Firma Holzmann aus Fraukfiirs. ?liii Freitag morgen hatte die Eder da? Becken bereits bis Born- hagrn gefüllt, die bekannte Scheune wird in wenigen Tagen von den Fluten bedeckt sein, von der Dorflchnft Berich siebt »ur noch ei» Haus, die übrigen Siedlungen sind bis auf di« Mauern verschwunden. Voraussichtlich wird in dieser Woch« durch die Miindrner Pioniere die Bringbauser Brücke ge sprengt; gleichzcittg werden die neugeschasfenen Verbindungswege dem Verkehr übergeben. Bi« aus belanglose Eiii- zelheiten ist niinmehr auch die Sperrmauer fertig gestellt! ebenso wurde der Bau der Türme, die die Zentralstatioiien für die Regelung de« WofferabflusseS aufnehnirn sollen b» endet. M nrsvericht vom 11. Februar 1014 der Mitteideotsche« (trcbitlianli rniie,»kapital u. Reierven VI. 70 000 0UÜ gegründet 1850. Frantjurter Vörie. 4"/»Reichsanlerh« 88.53'-, 87,50 . ii-/. 77 l't . 3'/»'/» Preutz. EonfvIS 87.35 . 7..05 . fl. Hetzen 97 - . O'/i*/. » 85 05 . Ü‘l. .5 40 . 4*/, Oesterr. Goldreute 9L55 „ 4'/»„ Eilberrente 8 j.OO # 4 */, Ungar. Vloldrente 86.20 „ 3 „ „ ttronenrente 81.6 » _ 4 „ Porlugtesen Serie l 82,3« . 4. . .1" «>- . 3 */*•/# 'Jluiitn o. 1005 08,75 . 4% . . 1"02 88.- . 4 »/,*,» Japaner 01.6« . 4^/, Türken von 1003 4 u,Adn»»nistr. Türken 79— l Türkenloose M. 169.8 ) . VhSu "iriechen o. 1800 58 10 ^ 1 »,.*/, Monopol^Äriech. 53. lO m 3-1. Anen^Äik. Pr, Ant. 3 /, Sitder-Atexikaner 44.50 . 4 !0>ez. Zrrig. Ant. 6/.00 . 4 */,•/. Ehrnejen 01 40 . Buderus E.-W. Act. 113.40 . Schuck. Elette. wes. , 153.-/. . «Lschweiler Bcrgiv. ^ 222.10 Bochumer C^utiliat)l H 3Zz5 .i0 % Gel eittirch. vergw.2Ut. 104.' , ' Haruener Bergbau m lhO— * Vamüfl. tflnit. Pak. „ 144.*/, " yioeDD. XlloijO m 25— " 2'erl»ner Handels Äiu 105—" Mitteld. Creditb. Akt 121 25 " .Larinilädt. ^ia,U ^ 12.15,»" Teutiche Lianl ^ " Tcutich-Al»atliche-!>aui l i-» . 5 " Diskonto Itomn». ttru. i 9 i:,() " Dresdner 2»te^kt. 2U — „ Tendenz: ,chwach. L«aro»er Bort«. Atchi on lopeka Doll. Uli 12 Bouchern Pacifik „ 16".— tr.h»cago 'j^od osL m 7,*/, iKiiiJian .u.Ie\.i8. . 22.75 Union iacific. w „'ZI U. b. Steel Common^ 67.75 Amalgamated ^opp. Doll. 78.75 ir.hanereo aompanp tkfir. ]. aaiuano viopue.aty m 2. ■> 6-olOsields M 2.55 %and i/itnes ., O.V, De Deers Con olid „ 1 6™,* Die DepositenkaNe Friedberg i. H. empnehti sich >ui Vermittlung »Iler I,»nltinünnigen («eschEfte. sin, unö Skiloui oon Wellpapieren an allen Bä, en. Errichtung ,au,enderRechnungen unt> pr-»>b„»n«,«e Scheck-.«n». Umwechslung oon Eoupons und -orten. Annahme oon offenen und ve, chlogenen Depot» Entgegennadme oerzrnstrchee Sp»e-ck>n<»»e». fcr. SK Stile 4 Kreis Friedberg. Dicnstuachrichtc» nur« drm Kreise Fricdbcrg. Friedrich Baumann von Rödgen wurde als Nachtlväch- tec dieser Gcnieinde eidlich verpflichtet. Heinrich Andreas Hild von Heldenbergen wurde als Stellvertreter des Befehlslmbers der Pflichtfenerwehr der Gemeinde Heldenbergen eidt'ch verpflichtet. Heinrich Andreas Hild > d Joses Gödel von Helden- bergen wurden als Wiesenvorstandsmitglieder der Gemar- knng Heldenbergen eidlich verpflichtet. Friedbcrg^den 3. Februar 1914. Betr.: Die Entfernung dürrer Bäume von den Feldern. Das Großh. Kreisamt Fricdbrrg an den Herrn Bürgermeister der Stadt Friedbcrg, die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises, Großh. Polizeiamt Bad Nauheim und Graph. Polizei Kommissariat Wickstadt. Nach Artikel 4l des Feldstrasgesebes vom 13. Juli 1964 ist jeder Baumbcsitzer verpflichtet innerhalb 4 Wochen nach «rtspolizeilicher Aufforderung dürre Bäume von seinem Felde zu entfernen. Die Anordnung der Entfernung ist also in Ihre Hände gelegt. Wir einpfehlen Ihnen, entsprechende Aufforderung ergehen zu lassen, damit »och in diesem Winter die dürren Bäume entfernt werde». Frhr. Schenck. Äicder-Florstadt, den 9. Februar 1914. Betr.: Ehrung landwirtschaftlicher Dienstboten. An die Herren Bürgermeister der Städte Friedberg u«a Bad Nauheim und an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises Fricdberg. Del landwirtschasllichc Provinzialverein Oberl,essen bat beschlossen, treue, langjährige Dienste landw. Dienstboten und Arbeiter auszuzcichnc» und zwar bei u> Fähren in ber- sclben Stelle durch eine silberne Medaille (bei Männern: Uhrgehänge, Frauen: Brosche) und bei 25 Jahren durch ein künstlerisches großes Ehrendiplom. Die Anträge sind vom Arbeitgeber, der Vcreinsmitglicd sein oder werden muß, nach Benehuien mit dem Dienstboten, Arbeiter usw. beim landw. Bezirksverein zu stellen mit Angabe de? Folgenden: Namen des Dienstboten, Alter, Name des Arbeitgebers, Art )er Beschäftigung, Vermerk. ob Arbeitgeber Mitglied des landw. VezirksvereinS ist oder werden will. Die Beschäftigungsdauer ist von Großh. Bürgermeisterei zu bescheinigen, ebenso guter Lernrund. Auch den Gemeindcschäsern kann die vorgesehene Ehrung zuteil werden, sofern auf sie die verlangten Voraussetzungen zutreffen. Ich ersuche Sie freundlichst, dieses Ausschreiben in der Gemeinde bekannt zu machen, diejenigen, die in Betracht kommen, noch besonders zur Antragstellung anzürcgen, die Anträge entgcgenzunehmen und bis spätestens - u m 26. d. R t s. bei mir ei»zureick>en. Der stellvertretende Vorsitzende deS landw. Bezirksvereins Friedbcrg. Alles, Großh. Bürgermeister Betreffend: Gefechtsmäßiges Schieße» mit scharfer Munition. Bekanntmachung. Das I. Bataillon des 5. Großh. Hess. Jnfanterie-Regi- ments Nr. 168 in Butzbach beabsichtigt vom 16. bis 24. Fcbr. d. Js. auf den, großen Ererzierplatz zwischen Butzbach und ESPa, Schußrichtung Forsthaus gegen den Heldelbeerberg, gefechtsmäßiges Schießen mit scharfer Munition abzuh alten. Das Schießen findet in der Zeit von 8,36 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags statt. Für den Verkehr gesperrt ist bas Gelände zwischen: Straße bezw. Weg Brauerei Butzback>—Wasserhaus—Ebersgons—Forsthans Butzbach (Weg einschließlich) und der Straße bezw. Weg Brauerei Tannusstraße Fußweg—Hausen —Forstbaus (Weg ausschließlich). Die Einwohner haben den Weisungen der Posten Folge zu leisten. Frhr. Schenck. Friedberg, den 4. Februar 1914. Betreffend: Landcsseuerlöschordnung; hier die Ausstellung der Grundlisten der feuerwehrpflichtigen Mannschaften. Das Großh. Kreisamt Friedberg na die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Nach §11 der Ausführungsverordnung zur Landesfeuer» los.vorduung von, 11. Oktober 1896 ist der Großh. Bürger- r.’.ciftcr verpflichtet, im Monat Februar jeden Jahres eine ' rundlist« der »ach Art. 1l des Gcsciies vom 29. März 1896 äslichkige» Mannschaften, sowie ein Verzeichnis der aus die. ler Gi'nndliste für das »nchsvlgrnde von, 1. April bis 31. >'iärz lausende Jahr als fenerwehrpflichtig in Anspruch zu «'lhüikiidtn Personen aufzustellen, beide Listen acht Tage l >!«,, offen zu legen und die Auslegung äsientlich bekannt zu nach«». Bis zum l. April jeden Jahres Hai er sodann die Ein- ' stiiug der neuzngezogeue» Pflichtige» in die einzelnen Ab- leilunge» vorzunehme». Indem wir Sie daraus Hinweisen, daß «» manchen Gemeinden unseres Kreises die Zahl der in lue Pslichtsenerwehr eingestellten Mannschaften eine zu geringe ist, und 8 3 unserer Kreisscuerlöschordnung, wie dies häufig irrtüuilicher Weise geschieht, nicht so auszulcgen ist, als ob nur Personen vom 26. bis 44. Lebensjahre zugczogen werde» könnten, beauftragen wir Cie gemäß Art. 11 der Landesfeuerlöschordnung alle männlichen Einwohner vom Vollendeten 18. bis »um vollendeten 66 Lebensjahr zur Scene Tageszeitung, toonnrrsrag, den lZ. Februar 1K14 Pflichtfenerwehr zuzuziehen. Dis Großh. Bürgermeister derjenigen Gemeinden, in denen die Zahl der hiernach Pflichtigen weniger als 56 beträgt, wollen gemäß 8 3 Abs. 2 der Kreisfcncrlöschordniing noch weiter die Gemeindeeinwohner bis zum vollendeten 66. Lebensjahre cinftcllen. Die Einteilungsliste auf vorgeschriebenem Formular ist »ns bis spätestens zum 1. März l. Js. ohne Begleitbericht vorzulegen und hierbei auf derselben zu bstäligen, daß die Altersklasse» vom 18. bis 50 bezw. 66. Lebensjahre zu der Feuerwehr zugezogen sind. Eine Entschließung darüber, ob etwa in einzelnen größeren Gemeinden bestimmte Altersklassen von der Verpslichtung zum Fcuerwehrdienst befreit werden können, behalten wir »ns vor. Frhr. Schenck. Friedberg, den 3. Februar 1914. Betresfend: Schluß der Fortbildungsschule 1913/14. Die Großh. Krcisschiilkommission Friedbrrg an die Schulvorständk des Kreises. Der Schluß der Fortbildungsschule für das laufende Schulahr hat. wenn nicht besondere Verfügungen vorliegen, in der mit dem 28. Februar l. Js. schließenden Woche zu erfolgen. Die vorzunehmende öffentliche Prüfung kann auf den letzten Fortbildungstag verlegt werden. Bei dieser Gelegenheit sind den Schülern die, durch unier Ausschreiben vom 4. Dezeniber 1966 vorgcschriebenen Entlassungszrug- uisie, die in ländlichen Schulen von dem Vorsitzenden des Schulvorstandes und den Lehrern der Fortbildungsklasse zu unterzeichnen sind, einzuhändigen. Wegen der Rechen- schaftsberichte der Lehrer verweisen wir auf unser Amts- blatt vom 22. Dezember 1913. Die Einsendung dieser Berichte erwarten wir bis spätestens 15. März l. Js. Frhr. Schenck. Kreis Gießen. Bekanntinachunft. Beir.: Lehrkiirsus für Anlage und Prüfung von Blitzableitern. Das elektrotechnische Institut des Physikalischen Vereins zu Frankfurt a. M. veranstaltet auch in diesem Jahre einen Kursus über Anlage und Prüfung von Blitzableitern, welcher namentlich dazu dienen soll, die beteiligten Beamten und Be- rnfskreise mit den dafür maßgebenden Gesichtspunkten vertraut zu machen. Der Unterricht findet in der Woche vom 23. auf den 28. März ds. Js. täglich vormittags von 16 bis 12 Uhr und.nach- mittags von 3 bis 5 Uhr statt, so daß es den in den Nachbar- stüdten und Ortschaften wohnenden Interessenten ermöglicht ist, ohne allzu große Zeitopser an dem Kursus teilzunehmen. Das Honorar für die Teilnahme beträgt 36 M. Anmeldungen sind möglichst frühzeitig an das Sekretariat des Physikalischen Vereins, Frankfurt a. M., KeUenhof- L"« 132-144, zu richten. G i e ß e n , den 5. Februar 1914. Grobherzogliches Kreisamt Gießen, vr. U s! n g e r. Beir.: Eintritt von Volksschullehrcrn ins Heer. An die Schulvorstände des Kreises. Diejenigen jungen Lehrer, die am 1. Oktober l, Js. zur Ableistung des einjährigen Dienstjahres ins Heer eintreten wollen, sind zur sofortigen Meldung bei uns zu veranlassen, G i e ß c n, den 3. Februar 1914. Großherzogliche Kreisschulkonimission Gießen. I. B.: Welcker. Betr.: Die zur Entlassung kommenden Schüler, die ein Handwerk erlernen wollen. A» die Schulvorstände des Kreises. Die Befugnis zur Ausbildung von Lehrlingen steht nach den jetzt geltenden Bestimmungen nicht mehr allen Handwerkern zu. Jeder Handwerker, der künftig Lehrlinge anleiten will, muß sich im Besitze eines schriftlichen Ausweises hierüber befinden. Als solche gelten bei abgelegter Meisterprüfung die ausgestellten Meisterbriefe, in allen anderen Fällen, die von der Verwaltungsbehörde ausgestellten Bescheinigungen über die Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen. Wir ersuchen Sie deshalb, die zur Entlassung kommenden Schüler, die ein Handwerk erlernen wollen, und deren Eltern durch die Lehrer darauf aufmerksam machen zu lassen, daß sie sich vor Eingehung eines Lehrverhältnisses erst darüber vergewissern, ob der in Aussicht genommene Lehrmeister auch tatsächlich die Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen besitzt, Ar,ch erscheint ein Hinweis darauf angebracht, daß die Aussichten im Handwerk gegenwärtig wieder günstiger sind. Gießen, den 3. Februar 1914. Großherzoglichcs Kreisamt Gießen, vr. U s i n g e r. Beir : Einsendung der Abdeckereivcrzeichnisse für den Monat Januar. A» die Großh. Bürgermeistereien der Landgemcinden des Kreises. Wie erinnern Sie an die Einsendung der obigen Verzeichnisse. Gießen, den 2. Februar 1914. Großhcrzogliches Kreisamt Gießen. I. V.-. Welcker. Betr.: Militärverhältnisse der ehemaligen Hilfsschüler. An die Schulvorstände des Kreises. Auf Anreanna des Reichskanzlers k>,->« tms Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegcn- beiten, angeordnct, daß alljährlich bei der Schulentlassung der Zöglinge der Hilfsschulen e>n genaues Verzeichnis der entlassenen Knaben unter Beifügung von AbgangSzeilg- nisten, sowie von sonstigen geeigneten Beurteilungen lärzt- lichcn Zeugnissen usw.) von den Leitern der Schulen an die Gemeindevorsteher, die zur Anlegung der RekrutiernngS- stammrolle verpflichtet sind, abgegeben werden soll. Der Ge- mcindevorstand hat diese Verzeichnisse au den Zivilvorsitzen, den der Ersatzkoinmission einzusenden. In sinngemäßer An- Wendung dieser Verfügung auf solche schwach begabte Kinder. die eigentlich in Hilfsschulen gehört hätten, aber nicht in ihnen ausgebildet worden siyd, bestimmen wir, daß das oben bezeichnet Verfahren auch auf diese Kinder Anwendung sin- den soll. Bei ihrer Entlassung ist demgemäß eine genaue Würdigung dieser Schüler in physischer, intellektueller „nt moralischer Hinsicht auszustellen. mit ärztlicltz'n Zeugnissen und sonstigen geeigneten Gutachten z» vervollständigen und an die zuständige Gemeindebehörde zur Weiterbeförderung abzugebcn. Gießen, den 3. Februar 1914. Großherzogliche Kreisschullominissio» Gießen. I. V.: Welcker. Kreis Küdingen. B u d i » g e n , den 2. Februar 1914. Das Großh. Kreisamt Büdingen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Wir beabsichtigen im Monat März d. Js. wieder eine Bürgermeister-Versammlung abzuhalten und geben Ihnen hiermit Gelegenheit, Vorschläge für die Tagesordnung bin nen 3 Wochen zu machen B o c ck ni a n n. Belanntmachung. Kreisobstbauinspektor Metternich wird ln nachbenanntc« Orten Vortrüge über Obstbau halten: 1. In Unter-Widdersheim. Am Donnerstag, den 12. Februar, abends 8 Uhr Thema: Zweckmäßiger Vogelschutz und Obstbau. 2. In Bingenheim. Am Freitag, den 13. Februar, abends 8 Uhr. Thema: Pflanzenphänologie und Obstbau. 3. In Kcsearod. Am Samstag, den 14. Februar, abend» 8 Uhe. Thema: Obstbaumdüngung. 4. In Hitzkirche». Am Sonntag, den 15. Februar, nachmittags 3 Uhr. Thema: Wurzel, und Stammpslege. 5. In Rommelhausen. Am Montag, den IG. Februar, abend» 8 Uhr. Thema: Di« wichtigsten Obstbaumfeinde und -Krankheiten uni deren Bekämpfung. Anschließend an di« Borträge finden Eratisvrrlosungen von Obstbäumen, Stauden, Sämereien und Büchern unter den anwesenden Mitgliedern statt. Den Herren Obmännern gehen noch besonder« Mitteilungen zu. Di« Mitglieder des Vereins und di« Freunde des Obst. ». Gartenbaues werden hiermit zu diesen Veranstaltungen freund- lichst eingeladen. Blldlngeu, den 8. Februar 1814 Der Vorsitzende Boeckmann, Geheimer Regierungsiat. Bekanntmachung. Detr.i-Holzversteigeruug an den Krcissträßen. 1. Kreisstraße Bad-Salzhausen.Häujerhos. Am Freitag, den 13. Februar, vorm. 10 Uhr, 6 schön«, starke Ahorn, auf dem Stamm; Zusammenkunst bei der Abzweigung nach Borsdorf. 2. Kreisftraße Hirzenhain-Lißberg. Am Montag, den lk. Februar, vorm. 9)4 Uhr, zirka 20b Rm. Astwellen und 1V Rm. Knüppel; Zusammenkunft zwischen Hirzenhain und Lißberg. Sämtliches Holz lagert ans de: Kretsstraß«. Büdingen, den 9. Februar 1914. Großh. Kreisamt Büdingen. Boeckmann. Bekanntmachung. Aus Kosten der Bezirkssparlasse Ortenberg sollen auch ln diesem Jahre dem Sparkassenbezick angohörige, unbemittelte Kinder, im Alter von 3 bis 14 Jahren, welche an Scrophulose leiden, in die Kinderheilanstalt „Eltsabethhaus" zu Bad-Aam heim tu Pension gegeben werden. Anmeldnugen werden bis zum 15. März l. Js. daihcr ent. gegen gencmnnen und sind hierbei vorzulcgen: Geburtsschein, Attest über die Bermögensverhültniss«, sowie ärztliches Zeugnis, welches den Gebrauch von Solbädern empfiehlt und nach- lveist, daß das aufzunehmende Kind an keiner ansteckenden Krankheit leidet. Ortcnberg, den 5. Fcbrar 1914 Di« Direktion der Bezirkssparkaiie: Lenz. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeind« Berstadt pro 1914, in wel. chrm di« Erhebung einer Umlage beschlossen worden ist, zu wel cher auch die Ausmärker beizutragen haben, liegt vom 1? Fcbr t I. an ein« Woche lang zur Einsicht der Beteiligten r serem Bureau offen. Berstadt, den 9. Februar 1914. Großh. Bürgermeisterei Berstadt Wolfs.