Nummer 3.5 Pionrag. den 9. Fevrnnr 19U. tut Tageszer 7. Jahrgang n »^"" > " ch'inl iclKn Slk.ItaB. R.getmoß.ge Beilagen „$cr ... „ft, »pmng.d---/ Se.n»^«i^7 bei den «gentm monailid» 50 Pia. fcimu tritt PaftgebÜhr ob« liögerlebn. »«„(,« : SnmbifiK Si «fg. lotolr 15 Plg, Anzeige-, von _^rtuDnngion qmbbug. »ch«NI..tnnn un» Vr.U,, .ui-t-t-ag , Segen,. S>«nau«,ua| |f 12. F«m peech« «s. Potzick-eck-eont. «r Bei den voitanjemten oienelnujuiiti atff. 1.95 au:> >hn« awr£»;n ftur.1) triten außerordentlich dankbar und von de» Nationalitüten find zahlreiche Dankdepeschen an de» garen Ferdinand und die Regierungen abgefandt worden. — Wie der „TempS aus Athen meldet, ist infolge der Besprechungen de? griechischen Ministerpräsidenten Venizc- lo. in den Hauptstädten Europas das Datum zur Räumung des Teile« des Epirus, drr an Albanien fallen soll, aus den l. März sestgestellt worden. Tie Räumung muh am 81. März endgültig beendet sein. — Wie in Rom verlautet, beabsichtigt der Gouverneur der Provinz Enrenaika, General Ameglia, im Frühjahr eine große militärische Erpedition gegen dir Eenussi zu unternehmen, uni ihren Widerstand endgültig zu brechen und die Eroberung der Enrenaika zu vollenden. Insgesamt sollen 30 000 Mann mobil gemacht werden. — Ter englische liberale Parlamentarier R. Munro Ferguson, der den Wahlkreis Leich Burgh vertritt, ist an Stelle de« zurückgetretenen Lord Denman zum Geueralgou vernrur von Australien ernannt worden. Pustland und die ÄalKnnffaalcn Es ist wohl kein bloßer Zufall, dah in dem Augenblick, wo der grlecknsche Ministerpräsident BenizeloS aus seiner Rundreise bei den Grohmächtcn in Petersburg weilt, dort glich der serbische Ministerpräsident Pasitsch eingetrossen ist, vielmehr macht e« durchaus den Eindruck, als wenn Herr Pasitsch diese» Moment im Einverständnis mit de» im Frage kouiniende» Stellen abgcpe.tzt hat. um eventuell gemeinsam sich mit de» Petersburger Machthabern über die Dinge auf dem Balkan zu besprechen. Bisher stand Rußland den Grie- che» zieinlich lern, und mit Serbien war in der lebten Zeit rine ersichtliche Spann»»,, eingetreten, dir wohl glcichsalls Herrn Pasitsch bewogen hat, nach Petersburg zu reise» und »i» gut W-tter zu bitten. Der Empfang, der de» Balkan- siploinalcn zu teil geworden ist, ist ein sehr warmer und der angeschlagene Ton ein durchaus herzlicher, so das, man sich der Vermutung nicht entschlagcn kann, dah irgend etwas an, Werke ist. In der Tat nieldet der Pariser „Figaro" ans Petersburg, man lege in dortigen politisckxm Kreisen di.' gleichzeitige Anwesenheit der Ministerpräsidenten Pasitsch und VenizeloS in der russischen Hauptstadt al? ein deutlickies Anzeichen dafür a»S. daß »nter den Auspizien Rußlands versucht iverden soll, den alten Balkanbund zu neuem Leben ,» erwecken. Man ist selbst in Petersburg außerordentlich iiber die ungewöhnlichen Ehrungen erstaunt, die deni Kronprinzen von Serbien seit seiner Ankunft bezeugt worden lind .und zw>>,r sowohl von Seiten der kaiserlichen Familie „I: der militärischen Kreise Rußlands, die den Prinzen nw Wasseubrnder begrüßten. Auch Ministerpräsident Pasitsch gab seiner Areudc über den ihm von den russischen Staatsmännern bereiteten Empsang Ausdruck. Dieser neue Bal- kanbund soll nicht nur Serbien und Griechenland in iich be- greisen, sondern man rechnet trotz des letzten Krieges allein Anschein nach auch auf einen Anschluß Bulgariens. Dem ..Matin" zufolge sollen die diplomatischen Beziehungen zwischen Griechenland und Bulgarien i» kürzester Zeit wie- der ausgenommen werden. Tie Regierung in Sofia bat die griechisckw Ctaatsleitung um ihre Einwilligung zur Ernen- nun,, eine« neuen bulgarischen Geschäftsträgers in Athen gebeten, und zwar will man aus disen Posten den bisherigen Generalsekretär im Ministerium des Innern Pallarow setzen. Ei» derartiger Balkanbiind bietet manckierlei (Sesabrcn in jjch. insbesondere wenn er. wie eS den Anschein hat. unter russischer Führung steig, rine Koiitlallation. die leicht auch vif internationalem Etebicte ihre Rückwirkung ousüben kan,,. Rußland kann dadurch in die Lage kommen, seinen Einsluß ans deni Balkan wieder an die erste Stelle zu rücke», und cS liegt aus der Hand. d>,h das wieder andere Mächte ans de» Plan rufen muß. So bietet inmier wieder der Balkan einen Herd von Komplikationen, deren Ende noch nicht abznsrbcn ist. Dcntschrnglijche Verständigung. Rach Londoner Mcldungcii soll zwischen Deutsaüand und England über die beiderseitigen Einslnßspl-ären in aen portugiesischen Kolonien eine provisorische Verständigung bereits erzielt sein. In diplomatischen Kreise» will man wissen, England habe Deutschland das Recht zugestandc». Angola und de» Südlongo wirtschaftlich auszubeuten, während Deutschland hierfür England die Ausnutzung von Mozambique garantiert. Man weiß, daß diese Verhandlungen seit Monate» schwebe», ohne daß sie so recht vom Fleck kommen wollten, trotzdem aus beiden Seiten der beite Wille hierzu von jeher dagcwesen ist. Ursprünglich glaubte man, eS handele sich darum, daß Portugal seinen au -n artigen Kolonialbesitz ausgeben wolle und daß Teutsckiland und England beabsichtigten, sich gegen entsprechende Geldent- sck>ädigung und unter gegenseitiger Verständigung in den Besitz dieser Kolonien zu setzen. In Portugal rntstand hierüber einige Erregung, bis von Seiten der Regierung erklärt wurde, nion denke nicht daran, den Belitz auszugeben, es handele sich nur darum, wietl'chasiliche Konzessionen zu machen. Im Grunde genommen ist da kein allzugroßer Unterschied vorhanden, Portugal bleibt ncmineller Besitzer, während die wirtschastliche Ausnutzung der betreffenden Gebiete England und Tcntschland überlassen werden soll. Bckantnlich war bereits in den Wer Jahren ein deutsch- englischer Asrikavertrag abgeschlossen worden, der aber nie- inals veröffentlicht worden ist und überhaupt nicht in Krall trat. Bei den jetzigen Verhandlungen zwischen London und Berlin handelt es sich darum, jene Vereinbarungen nach dem heutigen Stande der Dinge zu modifizieren und etwa? Brauchbares zu schlissen. Es fragt lich nun. ob die Zugeständnisse, die sich beide Staate» machen, gleichwertig sind und ob Deutschland nicht dabei wieder einnial über« Ehr gehauen wird. Ein endgültiges Urteil wird man heute noch nicht abgcben können, bevor die ganz? Rnaelegenhest bis in alle Einzelheiten geregelt ist, und so weit ist man allein Auickiein nach noch nicht, da es hierzu vor allen Dingen ja auch noch des portugiesischen Eiuverständuilses bedarf. Iminerhi» aber kann eine Verständigung zwischen Tenttchland und England über die portugietieschen Belituingen in Afrika nur begrüßt werden, und es wäre zu wünschen, daß wir »nS auch sonst noch wegen der beiderseitigen Besltzinige» iiber Wirt schastliche Fragen verständigten, uni allen Relbnngen vorzu- bengen. ^entlcher 208. Sitzung vom 7. Februar. 12 Mir. Am Bundesratstisch: »r. Delbrück. Die Einzclberatung des Etats für das Reick,ca,»t b-S Innern wird mit der Besprechung über die Anrsührnng des Sou- grsrtzes fortgesetzt. Es liegt ei» Antrag v. Graelc lko-ilErzberger lZentr.) und k>r. Bärwinkel knall.) vor, d--i F nd« zur Hebung d-S KolioblatzeS int Auslände, den bV Million bereits tun 900 000 .ft erhobt Hot, um weitere WO000 . ¥ ,» fr>' n. dafür aber die von der Kommisst-n neu e-'-e-esetz'-n 500 000 für Ausstellung?- und Propnggndazwecke in Son Franziska zu streichen. Berichter,'totlcr v. Grarsr er.—,.). Die K-nmnOisn bas sich mit Rücküchl auk die in A - t: *t gcll-ll'e Rn-»e „,m Kaligesetz in ihrer allgemeinen Anktnrack-: eine gewille Be- schiänkimg aufcrlegt. Tic Notwe -digseit einer loschen No- t-ellc wurde allgemein a::erkannt. Sie , c nc-E-endia. um den unserer Kaliindnslrie ans der un' ,rci,'' ,, Vermehrung der Werke drohenden Gekahren zu l-o-gnen. T"r Bitte des Kgltstzndifats um Einstellimg von Mitteln tür die Au lends- provaganda »,,d um Räckrerg nno der bisherigen Mehr- onsgabcn des Stwdikits lüi b- ie Zwecke bot die Kommission entsprochen. Tie Rückoergiiliing ist allerdings nicht in, vollen Umfange erfolgt, weit yi d e ^v-idik-t nicht in den Grenzen des Etats geholten bat Tie Koinmiiiion trug aber Billiokcitsgrüuden Recknung. Abg. Sachse tSoz.l, An der V-rrög-rung ber vom Reickü-tage lo oll gcfordert-n K'Iiges i>vv'»e l-„d nur de Snndikatsberrcn schuld. Tie Dermebriuia der schreite t rapide fort, trotzdem einige grat - Wer'- oll-n den non- zrn Bcdgrs deckrn könnten. Frnt lind euch i» "'aden Koli- sgger gefunden worden. Auch v-'>„ A-s'",'-- -» lln-,-blich eine Konkurrenz zu brscrgeu. D m nn-.ß d- ' tzeehung Rechnung trage» Wir wvrden beeuire-'' dal- alle Arbei- tcr und Angestellten, di-- ans di ->t kachinationen, k lind ,'ogor Umgehungen des Gesetze? dorgekommcw. An dielen hat iich e,n deutscher Btindrsfürs». der Herzog von Geck,.,, oder doch beste» Vcrwaltling beteiligt. Ich beb- doS in der Kommission einen B. trug genannt und wiederhole doS hier. — (Glocke des Präsidenten.) Prä-ident l>r. Karmvt: Ich ruf: Sie »"r Ordnung. :ibn cnchsr t-Lvz), Ti - Aibritersürsorge ist gll,iberall wie »>i deutsch'. „ Bergbau ichtc-ck-t. ToS komm» von der Urbersa-iißwirlfchgst. die auch die fiskalischen W--r!e treiben. Aus dee anderen Seite fühlt die Lgndwirtlckxitt Klage öder hohe Kalipreise. Daß in o.S„ Franzisko Piepaganda ge- »lacht wird, bcittcu wir für notwendig. Tie LandwitttckxillS» kainmer.. mit Intrrestenvrrtrcluugeii ivolleu li-ir aber ivifit unter stützen Hier muß die Regierung ick-ark aukpalleu. Allen Mitzständen des Knlibi I.ibciurs ko,i» nur die Verstnatlichung eil- Ende niachen. Ilnterstaaisickretär Richter: Ter Vorredne- bat geglaubt. einem BundeSsürst-n eine beirüacrijche Handlung Vorwerken zn können Ter Präliden» hat den Ausdruck de reits gerügt. Damit ist der Bo-,all sormell erledigt ich möchte aber auch sachlich den Uttgrimd des Vo-wurfrS dnr- lege». Tie anhallisä e Reoieruilg l,at lich bei vertragSschluß in gutem Glauben befunden. Ter Herzog selbst häkle von den- Vargrl-en seiner -chatulleiwerwaltmig keine Ahnung. WaS die anhgkti«ck>> Regsernng besesskt. Io ist an» Gninb de? jj 12 deS Gesetze« sestznsteü-.-n. d>,ß sie dek Glauben« sein konnte, derartige Verträge nblchließen zu dürfen. Tie gegenwärtige Fassung deS Parggroplien kann z» Mißverfländnisten »nd Zweideutigkeiten Anlaß geben, »nd es ist tgtlächlich schon t orgekomnien, dnß ein BundeSstnal sich an einem Koliinerk beteiligte, das in einem ai-derr» VnndeSst-iale liegt Selbstverständlich besteht ein Unterschied darin, ob ein Werk er- worben wirb, um eS fortdauernd auSznbeiiten, oder ob üch der Staat nur vorübergehend daran beteiligen will. Ta- rüber entscheiden dann die zuständigen Instanzen, Tatläch- lich wäre es wllnschenSwerk. wenn eine Novelle recht früh an den Reichstag hätte gebracht werde» können. Dem llanden aber große Schwierigkeiten enlgegen. Die Bundesstaate» waren sehr schwer ans einer einl,eillick>>-» Grnndalge z» vereinigen. Ich hoffe in allernächster Zeit die Novelle dem Hanse vorlegen z» können. Wenn wir verslaatlickien woll- lcn, dann würden die Kurse lehr schnell in die Höbe gehen. Heute schon U>äre die Verstaatlichung viel sckiwieriger. als üe cs noch vor einiger Zeit Ivar. Ueber die Derwendnng der Piopagandagclder hat das Kulisvndiknt „cnerdingS eine Tenkschrift ansgearboitet, ans der sich ergibt, daß neue Bedenken gegen die Venvendimg der Propagandageldrr nick-t vorgcbracht worden sind Gegenüber den Besckiwerden iitzer eine Reibe ostvrcnßischer Unternrämnngen niöchte ich betonen, daß ich geradezu überrnsckit tv>ir von der anSgezeichiikteit Art und den glänzende» Erfolgen, mit denen die dort-ge» tlnopag indademonstralionen uiiternoinnir» Warden sind. ToS Reick-Samt deS Innern hat sich ans da« eniichiedrnste geweigert, den Fiichcreivereine» für die von ihnen benbsich- ti-llc-n Versuche Mittel zn bewilligen, ehe nicht wistenschall» lich nackigewiesen ist. daß diese Versuckie für den Kaliverbranch von Bedcuitniig sind. Tie Frage, ob bei der Abtall,mg ber Tarifverträge die gesetzlichen Bestiininimgen einachalten wurt-c», iit von der VertrilnngSstclle eingehend geprüft worden. Tic Frage ist zu Sk iahen, die Arbcitervertreler selbst hohen das anerkannt Gegenüber den schweren Vorwi-- ien, die b-r Abg. I>r. Haegtz wegen Benachteiligung der ellaß- loshriiigischen Werke erhoben Hot, stelle ich lest, daß die Bc- teiligiing der ets-ilsischeu Werke weit iiber dem allgemeinen Durchschnitt liegt »nd iveziell den Tnrchtchnitt der preußischen Werke bedrntend übertrisst. W>-nn ein Mitglied diele« Hause« so schwere Vorwürfe geoe» Bcomtc erbebt, die ihrer Pflicht und ihrem Eide getreu ihr Amt vrrwolten, so nnißte eS doch über die tatsächlick-en Grnndlagc» besser unterrichtet sein. Ick- suhle mich berusen. die bctresscndc» Beamten gegen die>e schw:7k» Vorwürfe mit aller Entschiedenheit in Schutz zu nebnie». lVrtsnll.) Abg. Kriz lZentr.): Tic Kaliindustrie kann vor einer Katastrophe nur bewahrt werden, wenn man nene Absatz- Möglichkeiten ftfvrfft. Ter Absal, im «nslandt ist nock, er- lieblich zn verinehren. Unser Noturmoiiopol an Kali innß lo fest antgebaut werden, daß cS clwoigcn Angrillen ans dem Analande gerüstet grgrniikersleh». Tarum sind wir siir die Erhöhung der Mittel sür die Auslandrpropagandn. I», In- lande, i» der Londwirtlchitt haben wir ein« migchenrc Stei- gcrnng l»-s Kaliabiatzc« zu erwarten. Tie Leblänbereien können olme Kali gar nicht knllivicrt werden. Tie Anbau- siäche in Trntichlanb wird vergrößert werden nlüssen. Wir mniien auch mehr tSeniüje bauen. TaS alles ist ohne Kali nicht möglich. Darum find wir dafür, daß sür Ve, suche mit dem seldmäßigen Gemüsebau 2WGI0 M ausgetvorfen werden. Das Inland ist also teir Kali dtnehana aiisnahme- t»hig- Leider wird die Kali-Propaganda vicltach lallch be- trieben. Es liegt auch die «Se-tahr vor. daß da« Snudikat a» erster Stelle aut t-ck- iele-t, Ri-cki,ch» n»»!i'l und cest an zweiter Stelle nttf die denttchr Bollswirttchatt. lSebr rieh- t-g!) Deshalb dort der Reichstag nck, die Kuli trolle über die Propaganda und die Tendenz der Propaganda nicht an« der Hand winden lasten. Mit aller Zähigkeit batte« wir auch an der Inland,Propaganda fest. Turch die -ibtnkr d r Endlongen in die Flnßlänsc gehen unterer Votk^-u irt>ck,att nicht ccriitflc ^Berfp twforen. 5 &. 33 Sri«, SL Abg. Dr. Bärwinkcl (natl.): Als wir im Kaligesetze be- ; ailoffen, die Einnahmen aus den Abgaben und die Ausgaben für die Kalipropaganda in den Etat cinznsetzcn, wußten wir nicht, daß wir damit ein Kuckucksei in den Etat des Innern legten. Jetzt haben die Syudikatsherreu Schwierigkeiten, den ausgcbrüteten Kuckuck zu füttern. Aber auch das Reichsamt des Innern und der Reichstag haben keine Freude an diesem Bogel. Natürlich geht es nicht an, den angesammelten Fonds für andere Zwecke zu verwenden, als cS gesetzlich bestimmt ist. Für die erhöhten Propagandagelder werden wir stimme». Wir müssen unsere Industrie unbedingt konkurrenzfähig erhalten. Wir werden den uns in Aussicht gestellten Entwurf sehr eingehend prüfen, für eine neuerliche Ticrchpeilschuug find wir nicht zu haben. Abg. Gothrin (fortschr.): Vor allem wäre es erforderlich, daß uns die Novelle vor dein Etat zugeht, damit wir die Reden nicht zweimal zu hören und zu halten brauchen. Ich glaube gewiß, daß der Herzog von Gotha nichts von der «anzen Sache weiß. Aber er sollte verhindern, daß sein «käme zu solchen Scheingcschasten verwendet wird. Er hat keine glückliche Hand bei der Wahl seines Bermögcnsverwal- tcrs gehabt. Wir haben ja gesehen, wie auch andere Fürstlichkeiten Dilettanten als Dermögensverwaltcr anstellen, wie das beim Fürstenkonzer» zutage trat. Es ist eine für uns fas: unmögliche Aufgabe, die Verteilung der Propaganda- geldcr hier im Reichstage vorzunehmen. Dieser Titel ist zu unbestimmt. Wir sollten vielmehr die Verwendung des Kalipropagandafonds dem Syndikat überlassen und uns jährlich darüber Bericht erstatten lassen. Das ist besonders für die lluLlandSpropaganda notwendig, die wir doch nicht beurteilen können. Die Erhöhung des Fonds billigen wir vollkommen, damit eine Auslandspropaganda betrieben werden kann. Auch wir wünschen, daß nnS die Kalinovelle so bald wie möglich zugeht. Abg. v. Brockhausen (kons.): Die baldige Einbringung der Novelle ist notlvendig. Wir stimmen dem Anträge zu. Die Erhöhung des Propagandafonds ist durchaus gerechtfertigt. Wir legen aber Verwahrung ein, wenn man behauptet, daß wir uns durch das Kalisyndikat haben beeinflussen lassen. Die Auslandspropaganda ist sehr wichtig. Man kann dem Kalisyndikat allgemeine Richtlinien geben, im übrigen aber muß cs freie Hand haben. Wir bedanern, daß durch die Auslandspropaganda nicht mehr erreicht worden ist und hoffen auf bessere Erfolge in den nächsten Jahren. Tie Jnlandspropaganda bedarf größerer Förderung. Leider sind die Ueberschreitungen wohl den, Kalisyndikat erstattet worden, aber nicht den landwirtschaftlichen Organisationen. Ten feldmäßigen Gemüsebau zu unterstützen, sind wir gern bereit. Die Frage der Empfängerproben muß erneut geprüft werden. Der Verteilungsstclle und der Berufskom- mission kann man dankbar sein für ihre unparteiische Tätigkeit. (Beifall rechts.) Nach weiterer kurzer Aussprache schließt die Beratung. Tie Abstimmung findet am Montag statt. ■ v Das Hausvertagt sich. c Montag 2 Uhr: Fortsetzung. Schluß 5*4 Uhr. Ureußilcher Landtag Abgeordnetenhaus. Das Preußische Abgeordnetenhaus führte am Samstag die Beratung des Justiz-Etats fort. Die Abgg. Drinnenbc rg (Ztr.) und M a t h i s (Ntl.) wünschten ein« Besserstellung der Kanzleisekretäre. Abg. Dr. C r e m e r (Natl.) sprach sich für Einschränkung d.s Hilfsrichterwesens aus. Ihm entgegnet« Justizminister Dr. B e s e l«r, daß der Eint neue Richteistellen versehe, womit hoffentlich viel gebessert werden tonn«. Ueber die anderweitige Organisation der Gericht« im Jndustiiebezirke schwebten bereits Erwägungen. Abg. Wilder mann (Ztr.) beantragt«, auf di« Errichtung eines Landgerichts in Recklinghausen Bedacht zu nehmen. Die Abgg. Hasenclever, Dinslagc, Brust (Ztr.) sprachen sich ebenfalls dafür aus. Abg. Hue (Soz.) wünschte überhaupt ein« stärkere Vermehrung der Errichte im Industriegebiet. Abg, v Kescher (kons.) hielt namentlich aus di« schnelle Erledigung von Streikausschreitungen di« Vermehrung der Gericht« für notwendig. Die Wahl der Orte könne man der R«. gicrung überlassen. Abg. M a t h i s (Natl.) ersuchte, in den nächsten Etat Mittel einzustellen für Verbesserung der Dienstgebäude in Frankfurt a. O. Die Errichtung eines Amtsgerichts in Gevelsberg beantragt- Abg. Dr. Crüger (Fortfchr.). Der Justizministei sagte möglichste Derückstchtigung dieser Wünsche zu. Abg. Dr. Becker (Ztr.) wünschte im Interest« der ländlichen Bevölkerung des Siegkreises ein« Dezentralisation der Gericht«. Abg. v. B 0 nin - Stormarn (ftclkons) erbat «in Mette- Amtsgericht in der Umgebung Reinbecks. Abg. Dr. Lieblnecht (Soz.l versucht« den Fall der an- geblichen unschuldig verurteilten Witwe Hamm in Flandersbach auszurollen. Das sei nicht mehr bei der Einzelberatung zulässig, erklärte Dizeprästdent Dr. Krause und rief den Abg. Dr. Liebknecht mehrmals zur Sache. Auf Befragen erklärt« sich das Haus gegen di« Besprechung von Einzelfällen. Das könne nur in der Generaldebatte geschehen. Unter heftigen Pfuirufe« und Lärm nahmen die Sozialdemokraten dar Ergebnis der Abstimmung entgegen. Vizepräsident Dr. Kraus« ries dafür die Abgg. Hofer, Paul und Adolf Hofsmana, Strobel und Häntsch (Soz.) zur Ordnung. Abg. Dr. Liebknecht (Soz.), der mit den Worten dt« Tribüicc verließ: Sie haben sich zur Krupp-Korruption bekannt, lwurd« gleiehsall» zur Ordinura aerufen. M(uc Tageezeciung. Montag. Sen ». urevruar 1314 Abg. Braun (Soz.) versucht« ebenfalls, einzeln« Fäll« von Klassenjustiz zur Sprache zu bringen. Nach langer, ziemlich erregter Eeschästsordnungsdebaft« lehnte das Haus dies ab. Daraujhin begründete Abg, Dr. Liebknecht (Soz ) einen Antrag, der den Minister ersuchte, den Staatsanwalt anzuweisen, di« Witwe Hamm in Flandersbach aus der Hast zu entlassen. Der Justizminister erklärte, daß die Regierung einen solchen Antrag nicht annehmen tonne, denn er bedeute nicht nur einen Eingriff in die Exekutive, sondern auch in die verfassungsmäßigen Rechte des Königs. Ueber Schuld oder Unschuld habe allein das Gericht zu entscheiden. Abg. Grund mann (kons.) bat, den Antrag abzulehnen, da er einen Druck bedeut« und das Abgeordnetenhaus ja nicht in der Lage sei, das Urteil und das Material nachzuprüfen. Gegen den Antrag sprachen ferner die Abgg. Dr. Ehlirs (Fortschr.) und Jtschert (Ztr.), Gott schall (Natl.). Der Antrag wurde abgrlehnt. Die Anträge auf Errichtung neuer Amtsgerichts im rheinisch-westfälischen Industriegebiete wurden der Justizkommrssion überwiesen. Rach weiterer kurzer Debatte, die nur Sonderwünsche zutage förderte, wurden mehrere Titel bewilligt und der Justiz- Etat erledigt. Montag 11 Uhr: Etat des Innern. — Schluß 5 Uhr. Ans dem heil. Landtag. Von der Ersten Kammer b-r Stände. Der Antrag des Finanzausschusses der Ersten Kammer auf Beschränkung der Zuständigkeit der Notar« in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen ist in der Form eines Jnitiatio- Eesetzentwurfs dem Bericht des Finanzausschusses über di« Be- soldungsvorlag« beigesllgt und mit einer längeren Begründung versehen worden. Es wird darin näher dargelegt, daß bei der Beurkundung von Grundstücksverkäufen, Hypothekenerrichtung und anderen Geschäften des Immobilienverkehrs dos Ausernan- derhalten der Täftgkeit des Erundbuchrichters und des Urkundenbeamten eine wirtfachftliche Kräftevergeudung bedeute, weil -fast di« gleiche Arbeit zweimal geleistet werden müsse. Deshalb erschein« es einmal vom Standpunkt der Vereinfachung der Staatsverwaltung und auch mit Rücksicht auf die hierdurch zu erwartende Einnahme für die Staatskasse gerechtfertigt, die Zuständigkeit der Notare in den Provinzen Startenburg und Oberhessen hinsichtlich der Beurkundung aus dem Gebiete des Erundbuchverkehis auszuschließen und die ausschließliche Zuständigkeit der Amtsgerichte hierfür gesetzlich zu konstruieren. Die Begründng führt weiter aus, daß durch di« beantragte Reu- ordnung, vielleicht von einigen Ausnahmen in den Städten abgesehen, ein« Richtervermehrung überhaupt nicht in Betracht kommen würde. Die Erstreckung dieses Antrages auf die Provinz Rheinhessen würde dem Staate wsitere erhebliche Vorteile zuführen, da nach den früheren Ermittelungen die notariellen Beurkundung--gebühre» für Jmmobiliarfachen dort rund 210 000 Mark jährlich betrugen. Man glaubt« aber, di« Gewohnheiten der rheinischen Bevölkerung schonen und ihr überlassen zu sollen, allmählich di« Vorzüge der richterlichen Jmmoblliarbeurkun- Tagesübersicht. ^enllches Neilil. :: Keine Garnisonsvermehrung in Zabern. Wie bekannt, war der Stadt Zabern ein« Garnisonsvermehrung zugedacht; es sollt« eine Abteilung Feldartillerie dorthin verlegt werden. Wie bekannt, haben sich seit der Heeresvermehrung in Zabern Vorfälle abgespielt, di« es nicht sonderlich opportun erscheinen lassen, Zabern die materiellen Vorteil«, die jede Earnisons- vergrößerung mit sich bringt, zufließen zu lassen. Man hat daraus jetzt di« Folgerungen gezogen. Der Draht meldet: Aus Zabern wird der „Straßburger Post" gemeldet: Am 1. Oktober d I. sollte die Zaberner Garnison bekanntlich «in« Verstärkung durch ein« Abteilung Artillerie erhalten. Die Vorarbeiten waren bereits soweit gediehen, daß hinter den Kasernen des 1. Bataillons Grund und Boden fest angekauft und das Gelände für di« zu erichtenden Gebäulichkeiten bereits abgesteckt war. Auch der Steinburgei Exerzierplatz hatte durch den Ankauf von Ackerland bereits eine bedeutende Vergrößerung erlangt. Rach einer Mttteilung der Militärbehörde wird di« geplante Verstärkung der Garnison nun endgültig unterbleiben. Sämtliche Kosten, die durch di« Abschließung der Kaufverträge usw. bi» heut« entstanden sind, werden durch den Militärfiskus gedeckt weiden — So ist'» recht! Jtalienreise Kaiser Wilhelms. Wie di« „Liberte" aus Rom erfährt, wird Kaiser Wilhelm bei seiner Frühjahrsfahrt nach Korfu sich zunächst nach Italien begeben und König Viktor Emanuel einen Besuch abstatten. In Rom wird ein offizieller Empfang stattfindcn. Daraus wird sich der Kaiser nach Neapel begeben, um sich an Bord seiner Pacht „Hohenzollein" «tnzu- schtfsen. :: Die türkische Anleihe bei Krupp. Zu den Verhandlungen zwischen Krupp und der Türkei erfährt der Konstantinopeler Korrespondent der franst. Ztg" verläßlich, daß die in einer vorhergegangenen Meldung de» „Tanin" geschilderte Sachlage den Tatsachen entspricht, daß e» sich als» lediglich um di« Konsolidierung der fälligen Verpflichtungen tn Form einer Anleihe handelt. An dies« Verpflichtungen für bereits erfolgte Lieferungen ist neben Krupp di« Waffen- und Munitionsfabrik beteiligt. Di« Verpflichtungen betragen etwa 23 Millionen Mk. Dies wirb voraussichtlich auch der Betrag der Anleihe sein, di« durch gute Pfänder garantiert wird. Spa»«». :: Meeting der Anhänge« Maurn». Ein Meeting wurde gestern von den Parteigänger» de» konservativen Führer» Maura» veranstaltet. U. a. war auch der Abgeordnete Ossorio erschienen und hielt eine warm« Lobrede zugunsten Maura». Bekanntlich war Ossorto während der blutigerr Unruhen von 1808 Gouverneur von Varzelana. Dl« Polizei hatte umfassende Maßnabmeu getroffen »ird zerstreut« wiederholt vor Beginn der Versammlung Gruppen von Sozialisten, die sich drohend zusammengerottet halten. Die Versammlung verlies ruhig. Im Augenblicke jedoch, als Ossorio „ach Schluß des Mceiings in seinem Automobil sorffabren wollt«, wurden 12 Rcvolverschüsse abgescuert, di« indessen sämtlich ihr Ziel verfehlten. Es kan, zwischen den Parteigänger» Mauras, di« ein Hoch auf diesen ausbrachten, und den Sozialisten zu einem blutigen Handgemenge. Es wurden noch wiederholt Schüsse auf Automobile abgegeben, in denen man Mauras verinutele. Ein Polizist wurde tätlich getroffen und sechs Manifestanten schwer verletzt. 18 Personen wurden verhaftet. Vom Balkan. :: Die Antwort Dreibundmächte aus die Note Sir Ed ward Greqs. Die „Wiener Allg. Zeitung" meldet offiziös: Dcc Vertreter der Dreibundmächte in London haben dem englischen Kabinett die Antwort der Dreibundmächte auf die Note Sir Edward Greys mündlich abgegeben. In dieser Antwort werden die Vorschläge Sir Edward Greys prinzipiell angenommen. Die Frist zur Räumung Albaniens wurde für di« Zeit vom 1. bis 31. Mörz anberaumt. Di« Zuteilung der ägäischcn Inseln wird nach dem Vorschlag« Sir Edwards Greys ebenfalls angenommen. Ferner wurde erklärt, daß die Dreibundmächte bereit seien, sich mit der englischen Regierung und den anderen Mächten über jene Schritte zu einigen, welche notwendig waren, um den Beschlüssen der Mächte Geltung zu verschaffen. Di« österreichisch-ungarischen Vertreter in Athen und Konstantinopel wurden angewics^r, sobald di« Vertreter der anderen Mächte gleichlautende Instruktionen erhalten haben, den Inhalt der Beschlüsse der Mächte den Kabinetten von Athen und Konstan- linopel zur Kenntnis zu bringen. :: Revolte an Bord «ine» türkischen Dampjers. Aus Cherbourg wird gemeldet: Der türkisch« Transportdampfer „Altay", der erst vor einiger Zeit in England gebaut worden ist, hak vorgestern den Hafen auf dem Wege nach Konstantinopel anlausen müssen, da an Bord eine Meuterei ausgebrochen war. Unter der 30 Mann starken, aus Deutschen, Engländern, Franzosen und Türken bestehenden Besatzung befand sich auch ein Araber namens Ibrahim Beryck, der von der übrigen Mannschaft oft bei der Verrichtung seines Gebets bespöttelt wurde. Es kam schließlich zwischen ihm und einem Deutschen namens Hoffmann zu einem Handgemenge, das zu einer allgemeinen Revolte führte. Der Kapitän war machtlos und iah ssch schließlich gezwungen, Cherbourg anzulausen, um die Hilf« der verschiedenen Konsulat« in Anspruch zu nehmen. Vier der Rädelsführer wurden in Ketten gelegt. Die neu« albanische Leibgarde. Di« Leibgarde des künftigen Fürsten von Albanien ist nun beinahe vollständig organisiert. Sie besteht aus 200 Mann, di« allen Distrikten Alba, uiens entnommen und modern ausgerüstet si,u>. Mit ihrer militärischen Ausbildung wurde bereits begonnen. Di« Truppe besteht durchweg aus großen prachtvollen Gestalten, di« eine gut repräsentierende Garde abgeben dürften, um vor dem Schlosse einen schönen fteien Platz zu bekommen, der zugleich «inen schönen Ausblick bietet, wurden die nach dem Hasen liegenden Sanitätsgebäude abgerissen. Mexiko. :: Das mexitanisch« Ehao». In London aus Mexiko «inge- loufen« Telegramm« berichten von der Aufdeckung eines neuen, gegen den Präsidenten Huerta gerichteten Komplotts. Regie, rungstruppen unternahmen einen Angriff auf das Dorf Santa Clara, wo sich die Verschwörer nach der Entdeckung ihres Komplottes verborgen hielten; die Verhasteten wurden sofott vor ein Kriegsgericht gestellt und zum Tod« verurteilt. Wenig« Stunden später wurden sie erschossen. E» verlautet, daß sich unter den Hingerichteten auch mehrere Offiziere befinden. Da inan einen Staatsstreich befürchtet, werden di« Truppen in den Kasernen zurückgehalten. Auch das Artilleriequartter wird besonders scharf bewacht und vor dem Palais des Präsidenten sind di« Wachen verdoppelt worden. Versammlung Dienstag, Ist. Februar, abends 8 Uhr, in Kaichen bei Gastwirt Heinrich Rolle. Redner: Landtagsabgeordncter Dr. v. Helin 0 lt uuß Redakteur Hirschel. Zahlreicher Besuch willkommen. Ans der Heimat. * Friedberg, 9. Febr. Eine Trauerkunde durcheilte heute früh unsere Stadt. Einer unserer ältesten und beliebtesten' Mitbürger, Herr Gust. Preusser ist nicht mehr! In der vergangenen Woche warf ihn, den 75-jährigen, ein Schlagaufall auf das Krankenlager, von dem er sich nicht inehr erheben sollte. Der Verswrbene entstammte einer alten und angesehenen Familie Friedbergs, eine in der Fainilie bewahrte Chronik reicht aus Jahrunderte zurück, sein Vater ist Bürgermeister der Stadt gewesen. Der Verstorbene widuicte sich der Landwirtschaft, seit längeren Jahren aber hat er sich in den Ruhestand zurückgezogen. Gustav Preuffcr war ein biederer, auftechter Mann, national und deutsch gesinnt und inan kan» getrost sagen, daß mit ihn, ein Stück alten Fried- bergertums in'S Grab sinkt. Die Reihen der „eisernen Brigade" lichten sich iinmer nrehr... Seine zahlreick>e,i Freunde werden den braven Mann nicht vergessen und ihm ci» ehrendes Andenken bewahren immerdar. Friede seiner Asä>e! * Friedberg, 9. Febr. Die ursprünglich ans heute Abend angesetzte evangelische Männerverscmmrlung inuß aus acht Tage verschoben iverden. * Friedberg, 9. gebe. Finanzrat Georg Hoos von hier ist vom 1. April 1914 ab an das Finanzamt Reinhcini versetzt. * Friedberg, 9. Febr. Hermann Bakof, ehem. Mitglied des königl. bayerischen Hostheaters und langjähriger Oberregisseur des aroßb. Klcrtbeaters in Bad-Nauberin und des ©rti« 3L 9xG ortikel Soll, Ktim In IMijtrn". In ihm wurde Arcmier er. sucht, folgend« »«Kig« aus seinen De,eschen anbringe,, z, las. sen: soll» Meper Luzern tzstrlangen Sie mein« neuest,-» cou- lantestcn Bedingungen Etwa och« Tage brachte Bremser diese Anzeige, bis an ibm dedrulele, «, mache sich slraibor. da et dadurch Assen,lich zum Wetten aussorderle. Da,aus unterließ cs Bremstr. Di« vcn der Polrzei dennoch erstattete Anzeige erblickt« in dem «erhallen des Bremstr lediglich rin«,, Perstoß gegen das Tatolisatorgesttz gemäß der ihm gegebenen Berwor. nun«. Der Stauisamvalt ging »och weikr und erhob soza, Anklage wegen Beihilse zur Buchmachcrei. davon auegehend daß Bremser wol>i bewußt gewesen {et. daß er es »ich, mit oem Epottartik-Igeschöf« sondern mit dem belanntrn Sport- und Wettbüro Soll,, Meyer in Luzern zu tun habe. Die Stras- kammer verurteilte Bremstr auch im Sinne der Anklag, zur geringftzulässigrn Strast von einem Tage Gesängnis und will ihn obendrein aus die Gnadenlist« sttzen. Begründend wurd« Hervorgehoden, daß es nicht daraus anlomm«, ob die «nzeigr Ersolg gehabt und sich Ptrsonen an Sallg Meyer gewano> hätten. Aus Starkrnbiirg. " Darmstadt, 9 Febr. Festgcnommcn wurde durch dir Kri- mtnalpolizei der «lthündlcr I. Schnitzer dahier, welcher de, Hehlerei verdächtig ist. 5tan fand bei ihm versteckt verschieden, werwolle Kostüme usw., welche im vorigen Jahre In einem hiesigen ersten Hotel einem Reisenden mit dem «osser gestohlen wurden, ohne daß man den Täter bis setzt sasien konnte. " Darmstadt, 4. Febr. Feftgenommen wurde durch dte Kriminalpolizei der frech« Räuber, der «in« Dame ansiel lind thi dt« Tasche entriß Es ist der 28 Jahre alte, in der Kiesstraß, wohnende Cchlosier Joh. Boos von hier, bei dem man sämtlich, Gegensründe noch sand. " Darmstadl, 9. Febr. Wegen schwerer Körperverletzung stand der jetzt zum Infanterieregiment 116 gezogene Musteti«, Fr Reiß aus Heldenbcrgen unter Anllage. Bor stinem Dienst- eintritt war er in der Wagcnbauanstalt von Kruck in Frank, surt in Arbeit und geriet mit einem Arbeitskollegen weg«« eine» Schrveihapparate». In welchem jeder der Beiden ein« Aibeii erledigen wollt«, in Streit, wobei R. al» er ein« kleine Ber letzung erhalten hatte, «inen Hammer nahm und stinem Gegner auf den Kopf schlug, daß er 0 Wochen wegen seine» verletzten Auge» im Krankenhau, war. R. «rhälk «ine Geldstrafe von 28 Mark eo. 4 Tag« Haft. Er war bisher »och unbestraft. • Heppenheim ». b. v., 9. Febr. Der nach amsangreichen Veruntreuungen zum Rachtetl der hiesigen Spar, und Kredit, last« seit langem flüchtige frühere Rcitmer Höhn ist nunmeh- stiten» der Vereinigten Staaten ausgeliesert worden und b» reit» im llntcrsuchungsgefängnl» Darmstadt «ingetrosfen. Ma, hatte bekanntlich geraume Zeit nach den« «klschwiiiden vor hier seinen Ausenthaltsort in Venezuela ermittelt, doch ging er von dort rechtzeitig slüchlig. bt» man ihn zuletzt in Rewaork entdeckte. Dir unterschlagene Summe konnte au» den zurückgebliebenen Bermögcn»stücken sJmmobilien und Ausständ« »Iw) ersetzt werde», so daß der Kasse kein dauernder Schaden erwach stn ist. * Von Mr Bergsteohe, 9 Febr. Ein elg-i'tllmlicher Dieb, stahl wurde im Zeiphyrwcrk „Edcsitein" bc! Dosienheim aus- gesiihrt. Di« Blcchkassclt« wurde am Zahltage wie Immer mit ."008 Mark Bargeld tn einem Drohtstilbahnwagen nach dem Bruch besördett. Da taucht« plötzlich «in Mann aus, crgriss di« Kassette und eilte davon. Trotzdem ein« Jagd sämtlicher Arbeiler nach dem Dieb anhob. verlief diese resultatlo» De« Diebstahl» verdächtig, wird der Arbeiter Stephan au» Rohr, doch virsolgt. " Benshei», 9. Febr. Ein unliebsamer Konslikl besteht zwischen unserem Kreisausschuß «nd de» Inhaber de» Elelttt. zitätswerke» Auerbach O. C. Beck. Letzterer hat den Krei» »eil- wrist mit Elettrizitä« versorgt. Jetzt ging Ihm jedoch von dem Kreisausschuß dl« Nachricht zu. dte Leitungen von den Kret»- straßrn .zu rntsernen. Diese Moßregel ist die Folg« einer Ber- ernbarung, noch der da» Elektrizitätswerk Heppenheim unfein Krei» mit Elettrizität versorgen wird. Verü'krtllit pi Xriinfnirtcr ^rBlmarkl. Mailing, den 9. Februar Weizen, hiesiger »nd Wetterauer Mk. „ aus dem Lande abqeholt „ Roggen, hiesiger und Wetlerauer „ „ aus dem Lande abgeholt „ Ge r st e, neue „ Hai er, hiesiger und Wetterauer . „ „ kurhessischer...... Trockentreber 1914. 19.00 —19.05 19,40—19.50 10.25 —10 00 10 . 00 - 10.00 17.00- 17.50 10.00— 17.50 00 . 00 - 00.00 Mk.-.— Tendenz: etwas fester. Dorhrrichi ibib |rflB s .firtrr Uirljmarkt. L.ontag, den 9 Februar 1914. Austrieb: 358 Ochsen. 04 Annen, 771 Färsen. Kühe U 241 Kälber, 202 Schafe, 2433 Schweine. Fronktuner Welirrbrrrcht. Vsrsnvsa»«: Zunächst heiter, Nachtsrost, später Trübung. Erwärmung, meist trocken. Verantworttich für den potilifchen Teil: Otto Hirschct, Aricdberg: für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Sch ar r d 1, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A.-G., Friedberg i. H. »Ir. 33 Neue -Tageszeitung, Niomag, oc» 8. Februar l9ii>, Seile 4. 1 Tode§-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass gestern abend 67« Uhr nach kurzem Leiden, unser lieber Bruder und Onkel Herr Rentner Gultav Prasser in fast vo’lendetem 76. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Trledberg i H., 8. Februar 1914. Oie trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 10. Februar 1914, nachmittags I Unr von dem Sterbehause, Kaiserstrasse 189. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anlässlich des Hinscheidens meines lieben Gatten, unseres Vaters, Schwiegervaters und Grossvaters sagt herzlichen Dank. Ockstadt, den 9. Febr. 1914. Familie Ewald, Kipp u. Leidecker. Vergebung von Arbeiten unb Lieserungen. Nachstehende Arbetlen und Lieserungen, welche bei der Pflasterung einer Ortssiratze in Dorheim oorlommcn, sollen vergeben werden und zwar die Psiasteiarbett 1360 qm die Lieferung von ISO tbm Schichtenpslastersteinen, 20 cbm rauhen Pflastersteinen, lob cbm Grubensan» und 3758 Ztr. Echackeusund, ferner das Anfahren des Schiackettzandes, das Aufsetzen der Pflastersteine und das Sandmcffcti. Die Vergeoungsunterlagen können auf dem Amtszimmer les Unterzeichneten Bismarckstratze 32, Ungesehen werden, wohin nach die Angebote verschlossen und postsret dis zum Samstag, den 21 . Februar 1. 2s., vormittags 10 Uhr abzugcden find. Frtedberg, den 7. Februar 1914. Der Grotzh. Kreisbauinipetior. ___Witzler. Material für die im Februar erscheinende Fastnachtszeitung wird in der Geschäftsstelle der Neuen Tageszeitung entgegen- 1 genommen. i'-ir 1 w Silthlljer Btseler IS wird adgegeben: PW" Zweite Absaat "WU 100—900 Kilo 20.0« Mk. 1000—4900 „ 19.50 „ 5000—10000 „ 19.00 „ Kegen Nachnahme ab Stalion Eeih-Nidda oder Hos. Sncic werden, wenn zugegeben für Selbstkostenpreis be- >echnet, aber nicht zurückgenommen. Ter Haler ist untersucht und hat 97",, Keimsahigkett ergeben. Trauerbriefe (Sdntrft ««l'lcitcld 9 Panrrnlirim, Gber-tzesleit. stuft focrirfid .■iLLriji.i}., acltfoii 355 gjguial-. gliatfria!* uuD faröroami. Spfj.: Flttbeii,Llllkk,Piiistl Fager ist Gips-, Krcidc- Drcken-n.^aUtett-^ohreu b). Lritze's lüerntzcin- thel-Lackfarbe in 0 prachtvollen Nuanien. IrgtiSk- Kuverts Irauer- Visilen- Karteri Danit- sagangs- Karten Druckerei u. Verlag A. D. Friedberg (Hessen) Lieferung in kürzester Zeit. Emladlmg des Bolksbildungsvercins zu dem Montag, den 8. Februar, abends 8'/, Uhr im § it a I b n n Itatifindcnden Sirfittuüierüodraac des Herrn Dr. Franz Fürftcnberg aus Berlin über: ..Flugapparate. Luitballons und lentbare Luftschiffe" nach dem neuesten Siand der Leistungen. (Eintritt frei füt sedermonn. Die Rohbunarbeitti! Erd- >l. Maurrrarbritrn, Zimmer- arbritrn, Spengler- und Dachdeckerarbetten für den Neubau des Herrn kllilhrlm Adam f\tk sind zu »ergeben. Plane, Voranschläge und Bedingungen liege» von Dienstag, den HL bis Freitag den 14. d. Mts. in meinem Büro zur Etn- stchr offen und find Angebote bis Freitag, abends 6 Uhr, da,clbst einiuretchen. Friedberg, den 7.Februar 1914. Christian Karl Freundlieb, ^_ Architekt. Habe noch wöchentlich ca. 2 Zeniner feinste gai antie«. reine, Vogeisberger Höhcnlräuter Silssralim- Tafelbutter IN Postsoli, sowie Bahnkistcn zu äntzersten Tagespreisen abzugeben. LentraL/Nolkerei Weickartshain Bes.: Karl Seim. jmm? Hartwig & Goedeken UeFsitMiuintlr - F, liefert anerkannt beste Fisciie,Cßnserv 3 netc. unter Garantie tadelloser Ankunft. Regelmässige Offerten werden gratis' und franko versandt! ZuIjil-MIitt JJclcr Metzler Frirdbclg i.g.,lärdergal!e3 direkt nrsen Sem 'Oorlchn,.- u. CreSitoereia 3 Min ulen vom ^ahuljal. Tetejon ^!r. 2r-0. -^-sr Srljoiifii&Re Dehaitdlaug Sliligc Jirrilr. Tapeten Linoleum Lintrnfta Wachstuche LinoleumwachS billigst Knpelen- und Gnsrlenmljaus Jea» Kogler, fritiiiirrä i. t). Soilrrilrnfr. Tete so .l 453. |il n b dj c it 2un es strebsames w t 15 2ah:e alt, möchte bei einer Schn-tdrrin in die Lehre treten. Ansrogen befördert unter L>. N. die Erp, der Neuen Tageszeitung. WlljcMÄiisliMi! wird jederzeit angenommen. Fri edberg-Fauerbach, Querstr. Wegen Nachzucht verlause 1 ältere Fnchsstnle unter alter Garantie. K. Vütli Grona uerhof b. Vilbel. Schöne gesunde Ferkel hat abzugeben B£. WiUmcr Doltenselderhof b. Vilbel. Statt Karten. Ida Kugelmann Hermann Weil Witzenhausen (Reg.-Bez. Cassel) Verlobte Februar 1914 Büdingen (Hessen) "\ Kätchen Reis Philipp Haas Verlobte Kaichen, Februar 1614 'Jiur Ltcnötag, den 10. »cur. 1014, aueiid» ll‘/i Nttr im Saale des Solei Trapp in Friedderg Lichtbilder Bortrag des Affikarei enden. Heirn Oberleutnani n. D. von Schiiern Berlin, ^bpnitl ' Oieschtchte der Fremhcnlepion. Die Zustände in der »(,4/vmu. flattzuftschen Fremdenlegion. Tie Ur achen der Zuwanderung Deutscher zur srant. Freut:cnieg on, und unsere Matznahtnen zur Dcrmcidung des Eintritts in die etbe. Preise der Plätze: Im Vorverkauf Hosbuchhatidlunz Carl Bindert agel: Sperrsitz 1.-. Bk., II. PI CO Psg.. Slehpl. 40 Ptg.s an ler Abendkasse: Sperrsitz U’5S!., II.Pl. 75 Psg., Stehpl. 50 Psg. Nachiuittao» 47» Uhr: »Ituder- und Lätiiter-Porsuhruiig, Prei c der Plätze lür Schüler: Sperrsitz 50 Psg.. Saalplatz 20 Psg. Preise de r Plätze tiir Erwachsene: Sperrsitz b— SJt., Saalplatz 50 Psg Holzversteigerung in der fürstlichen Oberförftdrei Lich. Dienstag, den 17. Februar, vormillags 9'/, Uhr in den Distrikten Mühlberg. Ktihun.er, Erandorn und rzonzebähl: Scheiter, rm: 154 Blichen, 1 Eichen: Knüppel rm: 1-0 Btichen, 83 Eichen, 37. Linde, 31 Nadelholz' Stöcke rm: 87 Buchen, 12 Eichen, 20 Nadelholz; Retshol,-Welle,t: 3470 Bucken ,1400 Forstwcllen), 400 Nudelholz und 24 rm Linden-Reishöiz zu Erb.enreifcrn. Ca. lu Eichen-Eartenpsosten, 3 Lindenstämme ^ 1,20 !m. Die Zu ammct.iunft ist aus der Kreisstrage Lich—Steinbach am Kontebühl und -seid Breiienrod. Holzversteigerung. » 3tn Nodheimer Ecmeindewald Distrikt v , Jungebuchen und Spitzensteinhecken werden Freitag, den 13. Februar l. Zs. versteigert: 289 Eichen-St mme von 15-47 cm Durchm. und 103,25 Festm. Inhalt igeeignetes Wagnerhotz) 13 Buchen-Slämme von .35 — 45 cm Durchm. und Inhalt 30 Fichlen-Stämme von 8,34 Festm. 8,54 Fest,». 72 Ftchten-Derbstnngen 46 Nm. Eichen-Nutzichetter 319 „ Buchen-Schetter 40 „ Eichen-Schetier 369,9 „ Buchen-Nnüppel Rnmiig und Zusammenkunft vormittags 10 Uhr aus der Waldbahn beim Hühnerpfao. Bemerkt wird, datz das Stammholz gletchzetiig mlt dem Brennholz sofort zu Beginn der Versteigerung zum Ansgeöot gelangt. Nodhetm o. d. H., am 7. Februar 1914. Grotzh. Bürgermeisterei Nodheim v. d. H. __Holl. 57 Rin. Eichen-Knüppel 11200 Stück Buchen-Wellen 1.20 „ Eichen-Wellcn 135,4 Rm. Buchen-Stöcke 44,5 „ Etchen-Stöcke vormittags 10 Uhr auf Holzversteigerung. Dienstag, den 18. Februar d. Is., vormittaas 7,11 Uhr, ,oll in, ..kuchetycimer Eemetndewatd versteigert werden: 99 Rm. Buckzen Scheit, WL Rm., Buchen Knüppel. 142 Rm. Buchen Reisig. 50 Rm. Buchen Stöcke, 14 Rm. Eichen Scheit, 15 Rm. Eichen Knüppel. 4, Rm. Eichen Reisig, 13 Rm. Eichen Stöcke, 10 Rm. Eichen Rutzschetl, 71 Sk. Fichten Der-stangen mit 2 Fstm. Fnhati, 8 St. Eichen Stämmchen mit 0.82 Fstm. Inhalt. Zn ammentunst bet Rr. 1 am Cchwotbengraben. Heuchelheim, den 5. Februar 1914, Grotzh. Bürgermeisterei Heuchclhetm bull. Eicht» - «tarflisilj - Wichmi»». Donnerstag, den 12. Februar I. Je., werden im Distrikt Lang n,etd des P.teder-Wetscler Gemeindewaltes solgende Ltnmm- absckftue Ililötze) von etna Lvojährigen Ali-Eichen vert.eigeit: 16 Abschnitte 20,54 cbm <60—78 cm stark bis 5 m längs “ „ -- 51 „ <59-50 „ „ .. 8 m „ 49 .. -- 35 .. (41-49 ” ” ” 7 m , 40 Qr c .. = 17 .. (30-39 .....,8 m " Außerdem 18 Wagner-Eichen, 7 cbm 25—29 cm ftar/, 9 m lang. Sic Abschnitte der All-Eichen sind Schnittholz von znm Teil milder Qualität. Zusammeiikunft vorntii als 11 Uhr am Eingang von Cspa. Voihetige Auskunft uno Berzctchniffe durch Forstwart Becker zu Haufen (Post Butzbachs. Nieder Weisel, den 2. Februar 1914. Grotzh. Bürgermeisterei Nteder-Weisel. Krausgrill. Heinrich Damm, Stcfnmcjjmciitcr Fried bcrg-Lartrrbach vis ä »ts der Zuckrrsabrtk, Tclesou 582 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in modernen Grat» - Deukiaä lern zu üufjcift billtgeii Pretscn. Besichtigung ohne Kaufzwang höfl. erdetet,. IM Beilage zur „Neuen Tageszeitung üt. ;n cii Abgeordnetenhauses die Verhandlungen der 13. Hauptversammlung der Königlich vreiißischen LandeS-Oclonomie-KollcgiumS, da» die amtliche Vertretung der gesamten Landwirtschaft im Königreich Preußen darstcllt. Präsident deS Abgeordnetenhauses Graf,v. Schwerin- Löwitz. der durch Zuruf zum Vorsihende» gelvählt wurde, brachte das Kaiscrhoch aus und begrüßte die Erschienenen. Der Landwirtscliostsniinister betonte in seiner Ve- grüßuiigSaiisvrache. das die Tagung sich wieder mit wichtigen Fragen zu beschästigen habe, so mit der Beseitigung des Ar- lciterniangcls und der Besserung der WolwungSverhältnissc nns dem Lande. Diese Ausgaben treten um so dringender an die Staatvregiernng und die deutsllic Landwirtscliast heran. «18 bisher die Abwanderung vom Lande »och nicht zum Stillstand gekomnie» ist und in der lebten Zeit gewichtige klnzeillien dnsür hervorgrtreten sind, daß die Beschaffung von >,t>eitokräftr.n ans dem Ausland. besonders aus Galizien und Rußland. in -de« ruichstcn Jabreu keiuessalls erleichtert Weiden wild. Wenn man int übrigen auf das verflossene Jahr mit Vertrauen zuriiikbliiken und ebenso in die Zukunst schauen könne, so sei das ein Erfolg unserer bisherigen Wirtlä>aftSpoIitik; das tniisse zugleich ein Ansporn sein, den Schutz, der bisher unserer Produktion zu teil geworden ist, auch weiterhin zu erhalten. Der Minister schlob mit dem Dünsche, datz die Verhandlungen der dentschen Landwirtschaft und damit dem Vaterlande zum Segen gereichen möchten. Der Vorsitzende Graf Schwerin- Läwitz dankte dem Minister, versicherte ihn des Vertrauens der deutschen Landwirtschaft und sprach die Hoffnung aus, daß er er noch lange aus seinem Posten auSbarren möge. Hierauf wurde i» die Tagesordnung eingetretcn. An erster Stelle sprach Landrat o. D. v. tt l itzing (Niedcr- zauche) über „die Förderung des Wohnungsbaues auf den, Lande mit besonderer Berücksichtigung der Geldbeschaffung." Der Referent erklärte, er habe sich bisher nicht davon überzeugen köiincu, daß die Wohnungen in den Städten besser li ien als aus dem Lande. Wenn man aber einen Ausbau der Urbeiterwvhnungen aus dem Lande teilweise als wünschenswert bezeichne, so sei diese Frage lediglich als Geld- oder Kreditsragc zu behandelii. Ta Htzpothekengelder für Privatpersonen schwer zu erhalten seien, mülsc men die öffentlichen Kassen z» Hilfe nehmen. -Hier kämen in erster Linie die Sparkassen in Betracht, scrner die Komniinalverbünde und dir Träger der sozialen Versickerung. Von Lenen der Jnva- tid-iul» rficherung sind bisher nirtit weniger als 30 2 Millionen , ........ ■ na '■ .'um ftonatprnfrht ßer/m'Lc/pzjg. Von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung it ein Bro» Kft, tvelches augenblicklich die tkreife Miüetöeaitschii»tz, beschäftigt. ES handelt sich um eine Verbindung Berlin— Leipzig auf dem Wasserwege, ähnlich wie die Großschisfahrt Berlin—Stettin. für den Bau von Arbeitcrwohnungen auf dem Lande. Die Arbeiter wollen mitunter auch gar nickst ihre engen, aber gemütlichen Wohnungen aufgcben, sie wollen nicht höher ziehen, als ins Erdgeschotz, sodaß die guten Oberwohnugen vielfach leer stehen. Hüten müsse man sich davor, die ganze Angelegenheit zu schematisieren. In der D i S k u s s i o n bezeichnet« Gras Schwerin- Löwitz den Bau von guten Arbciterwohnungen auf dem Lande als ein Mittel, die Landflucht der Arbeiter z» beheben. Jetzt in einer Zeit, wo viele Bauarbeiter in den Städten bcscl)ästigungSlos sind, könnnte» diese bei dem Bau von Ar- beiterwohnungcn beschäftigt werden. Die Versammlung einigte sich schließlich auf folgenden Antrag v. Rantzau: Der Herr Landwirtschaftsminister möge eine Kommission einberusen zur Prüfung der Frage, wie größere Mittel slllssig zu machen sind zur Förderung de» Reubaues von Arbeiterwohnungcn dort, wo ein Bedürfnis dafür vorlicgt. Geh. Regierungsrat Professor vr. Aereboe (Ober- nigk) sprach sodann über das Thema „Die Hebung der Arbeitsleistungen als Mittel gegen den Arbeitermangel." — Die empfahl u. a. die Einführung der Akkordarbeit in landwirtschaftliche Betriebe. — Rach finT Panse t>atwadelte der Direktor der landwirtschastlickien Versuckisstatüur I»'. L e m in e r nt o n u (Berlin) den gcgenn>ärligei' Stand der gesetzlichen Regelung de» HiindclS v>it Futtermitteln. Diiuge- mittcln und Sämereien. Es wurde hierzu ei» Antrag ange- NlNiui ii. in dem der Landwirtschastsminister ersucht wird, aus baldige reichsgesetzlichc Regelung der Materie beim Reichskanzler binzinvirken. Das folgende Riscrat betraf die Frage der Bekainpsnng d>r Arbeitslosigkeit durch Urbarmachung von Oedland und Schassung von Ankiedelungeu Erster ReterenI „>ar der Schriftführer des Verein» für soziale innere Kolonisation Hans O st w a l d (Zehlendorf). Er ging davon aus. boft w'r uns in einer Zeit großer Arbeitslosigkeit beiinden. die von Woche zu Woche drückender wird, die Handel und Industrie ebenso schadet wie der arbeiteudcn Bevölkerung. Stach der Statistik sind in guten Zeiten von rund 2 Millionen or- ganisiertrn Gewerkschaftler» 40—50000 arbeitslos. Da» beißt, von 10 bi« 18 Millionen Mensche», die in H>mdel unk -ne. enw'et l ,-n sich als Miltes zur Beseitigung der großüichtücheu älrbois. ■ losigkeit: 1) mögsichst« Erhaltung der Landgrborenr» aus dem Lande (weitgehende menschlicke Fürsorge. Kinderhe- sckiäftigung auf dem Lande zu guten Löhnen, die auch an« allgemeinen sozialen Gründen wünsckenSwerte GesetzeSbe- ftimmung, daß Jugendlich« unter 17 Jahren nicht in Fabriken arbeiten dürfen); 2) ziclbewußter Ausbau und großzügige zentrale Organisierung der össentllckie» und gemeinnützigen Arbeitsnachweise; 3) Arbeitsbeschrssung für die Arbeitslose» durch Zuweisung von Land- und ttolonisations- arbeit sowie von Arbeit in Außenindustrien, denen eS an Arbeitern inangelt. Hierfür erscheint Beihilse de» Staate» durch Gewährung namhafter Fahrpreisermäßigung erwünscht. — Bei ziclbewußter Anwendung vorgenannter Mittel wird eine weitere Landflucht unbedingl fördernd, grundsätzlich als schädlich erachtet." In der Besprechung erklärte sich der Präsident des Ober- landcskulturgerichts Geh. Oberregierungsrat I»r. Me tz - Perlin mit den Zielen des Verein» für innere soziale Kolonisation einverstanden. Die Ausführungen der Referenten wurden von der Versammlung lediglich zur Kenntnis genommen und sodann die weitere Beratung auf morgen vertagt. S. & H. Berlin, 6. Februar In der heutigen zweiten Sitzung deö Königlich Preußn scheu Landes-Oekonomie-KollegiumS wurden die üblichen Berichte eutgegcngcnommen. Freiherr v. M a r e n h o l h SGr. Schwiilper) rrttettete den bmilil tn Lrmtiwirtfttzatt». Iiiiinii'rn ,iber Pferdezuckil. Er konü.ckoite ein Auwochieu Zum Pflngrisrtt. Roman von M. P r i g g r - B r o o k. 18 (Fortletzuag). Bon Heinz war nicht die Rede. Taute Luise aber bc- rncrkle. daß Roscniarie ihrem Liebling böse war. Sic sprach fast nie von dem Bruder, und es war zweiselhast, ob er die Osterferien, die vor der Türe standen, im Pslugeisen verleben würde. „Er weiß, was er zu tun hat", beantwortete die Schtvestrr die schüchterne Frage der mütterlichen Freundin, ob man Heinz dürfe das Zimmer richten! Ganz »»erwartet traf Heinz am Vorabend des Feste? nun dach ei». Roleniarie war im Garte». Sic schrak zusaiuuicu. als er plötzlich vor ibr stand. „Dir ist doch nichts passiert?" fragte sie unruhig, während fi.’ an seiner Seite über den Hof ins Hans schritt. „WaS soll passiert sein?" antwortete er gut gelaunt, kr kam mit der besten Absicht, er wollt- Roiemaric sür sich xewilineii. sie mußte cinsebc», daß sie kein Recht batte, böse zu sein Klug vermied er jede Bemerkung, zärtlich zog er ihren Ai ni durch den seine». Im Hofe hantierte» wieder Auslader »nd Fuhrleute >uic ehedem. c5 roch nach frisch gebranntem Kasfee. aus dem Lagerraum drang der brenzliche Genich i» Schwaden durch Sic Tür. Ganz betroffen blieb der junge Student slcbc». „Die neuen Maschinen mit Dauipsdrtrieb". erklärte ihm lloseinarie gelassen. „Seit ii>ann, »nd wer bat» getan", fragte Heinz, ci- biclt indes nur ungenügende Antwort. Flüchtig zog ihm der Gedanke durch den Sinn, daß vielleicht ein anderer an des Ohms Stelle im Kontor schalte und das Gcsck>äft vcr- 'ausi sei. — Che er fragen konnte, hielt ein alter Man» Rose auf. «wie sich von dis Bruder Arm, folgte dem Arbeiter »i einen Schuppe» und kehrte gleich daraus zurück. Zwei Leiiie mit Säcken folgten thr. „Tragen Sic sie da hinein", bestinrmte das Mädchen. „AntonS läßt nochmals wiegen, es muß ein Irrtum sein." „Seit wann bekümmerst Du Dich um Teesäcke und die Kaftccballen?" fragte Heinz erstaunt. „Seit mein Bruder sich der Wissenschaft ergibt", out- wartete >'ie, drückte ihm aber zugleich die Hand. Sic wollte nicht streiten, es bals doch nichts mebr. Tis Geschwister verkehrte» zusammen, als ob sie nie eine Differenz gehabt, nachdem die erste Fremdheit überwunden und Heinz sich an dem ungewohnten Anblick der Schwestcr auf dem Kontorstiibl gegenüber dem Ohm gewöhnt hatte. Es gab ibm anfangs einen Stich ins Herz, bann aber sah er, wie Rosemarie in den Gcscl-asten aufging und sich tatsächlich alles zum Besten gewandt. Dieder tummelte» sich im Hof und Speicher die Arbeiter, fuhren die Frachtwagen beladen zur Balm und leer zurück. Wieder nahm die alte Firnia Jobst Heinrich Sebald die ibr gcbllbrcube erste Stelle unter den Handelshäusern der Stadt ein. Elilcrs alterte immer inehr. Er ging aus den Stock gestutzt. den greisen Kopf gebeugt, die Hände zitternd. Trotzdem behauptete er seinen Platz im Kontor. Rosemarie, seine gelehrige Schülerin, nahm ibm ab, was sie konnte, in Wahrheit führte sie das große Geschäft. Es war keine Sorge, daß sie es halten konnte, wenn Jakob Cblcr» die müde« Augen schloß. Heinz sah und erkannte alles. Seine Liebe zu der Schwester wuchs und festigte sich noch dadurch. Er dankte ihr im stillen de» großen Liebesdienst »nd hütete sich, ihr weh zu tun. Freilich, von seinem Studium wollte sic noch inimer nichts wissen. sie hielt | cs so ziemlich für das Unnützcste. was ein Mann untcr- j nehmen konnte. Gclangweilt hörte sie den Jukunstsplänen zu. die Heinz dem Bürgermeister ausbr.itcte, der auf den strebsamen Neste» stolz war. Als er nach dreiwöchigem Autenlbaltc voi» Hause schied, durfte er sich beruhigt sagen, er habe die Schwester wieder. Wenn cs auch nie mehr wurde wie einst, welligsten» nach RosrmarieS Meinung. Sie suchte in der Arbeit Vergessenheit. Sr'ac Bahn war frei. Sein drittes Studienjahr verbrachte der junge Sebald in der Hauptstadt. Zum Herbst machte er seinen Doktor und schon im Februar des nächste» Jahres konnte er seiner Schwester melden, daß ihn eine Expedition, die zur Ersor- schung der Landes nach Afrika reise, engagiert habe. Die Gesellschaft beabsichtigte, in unbewohnte Gegenden zu dringen. Niemand war glücklickier. als der neugebackene Doktor selber der alle Vorbereitungen mit fieberhastein Eifer betrieb. Im April sollten die Teilnehmer sich zusammenfin- de». Ende März kehrte Heinz Sebald hciin. Diesmal wurde er jubelnd kinpsangen. Verwandte unk Bekannte waren stolz auf den jungen Mann, dem die Auszeichnung geworden, sich der Expedition anzuschließen. Selbst den Ohm interessierten Zweck und Ziel dieser weiten Fahrt, für die zwei Jahre vorgesehen waren. Tante Julie, die immer noch slattlick>e Bürgermeisterin, ließ «4 sich nicht nehmen, zu Ehren des Ressen die ganze Verwandt' schaft zu versammeln. Ter „Doktor" erfüllte sie mit berechtigtem Stolz. Sie nannte ihn nur noch Doktor Heinz, der Name blieb ihm. Es war ein großer Kreis, den Frau Halt geladen. Von den Alten fehlten schon viele, dafür hatte das junge Volk sich stark vermehrt. Töchter und Söhne geheiratet, WaS neuen Anhang nach sich zog. Hein» sah viele fremde Gesichter, darunter manche». ;» dem er in keinem Verhältnis stand. Rosemarie eiging cs ähnlich. Gelangweilt saß sie hinter dem großen Albuni > n Tische im Salon. „Findest Du's auch so furchtbar amüsant, Mu?" neck > ibr Brud'r n« leise. fFortsetzung folgt.) Seit« & *f 3£ __ dis PferdebestantM, wa» «in erfreuliches Interesse nn der Pferdezucht verrate. Der Pscrdebestand in Preußen belief sich 1012 auf 3 193279, im Jahre 1913 dagegen auf 3 216 257 cliitf. Tie verhältnismäßig große Abnahme des Pfcrdcbe- ftandeS in Berlin ist Wohl auf das Anwachsen des Automobil- Verkehrs zurückzuführen. Ter Mitberichterstatter Rittergutsbesitzer v. Saucken t 7 N'iitsclxm) besprach die Verhältnisse in den östlichen Pro- aiuze». Lstpreußen stehe wie immer mit zirka KO Prozent alle, "vmnoten au erster Stelle. Dringend zu wünschen sei, daß die steigende Tendenz für Remonteprcise anhält. Ned- i er lein dann af die Olympiaschau im Jahre 1916 in Ber- },.! zu sprechen. In Ostpreußen haben die Vorbereitungen bereits begonnen. Eine Privatgescllsckiast hat dort eine An- zahl von drei- bis vierjährigen Rementen angekauft. Die Pferde sollen nach erster Vorbereitung und Prüfung auf ihre Eignung an im Turnirsport bewährte Offiziere zu billigen Preisen verkanst werden, gegen die Verpflichtung, die Pferde im Jahre 1916 auf der Olpmpiaschau zu reiten. Ter Zweck fei, die Zahl der inländischen Pferde bei dem Berliner Wettbewerb durch gute? Material zu verstärken und deren Eignung für den Turnispart dnzutun, damit der lleberschähung der ausländischen Pferde nach Kräften gesteuert werde. Redner brachte lebhafte Klagen gegen die Remontcvcrwal- tung vor. Der Handel sei ohne zwingende Verablassung zu Ilngunsten der Züchter In viel zu hohem Maße herangczogcn Warden. Tie nicht unberechtigte Erbitterung hierüber sei »ine große Gefahr für die ostpreußischc Remontezucht. Oberlandstallmeister v. O e t t i n g e n nahm in der Debatte die Gestütsverwaltnng gegen die wider sie erhobenen Angriffe in Schuh. Tie Versammlung beschlo den Ministe x zu ersuchen, dafür cinzutrctcn, da ßdie Remontepreije entsprechend den gesteigerten Unkosten erhöht würden. Nach einen, Referat des Großh. Negierungsrats Or. N'evermann über die Bekämpfung der Schweinepest erstattete Freiherr v. Wangen heim (Kl. Spiegel) den Be- richt über die Forstwirtschaft. Er erwähnte unter Heiterkeit der Versammlung, daß die Forstverwaltung dieses Jahr eine gute Einnahme auf Fuchsfellen erzielt habe, was auf die gcgenlvärtige Damennwde zurückzusllhren sei. Der folgende Bericht betraf die Viehzucht. Referent war andrat a. D. v. B a t o ck i (Bledau). Er wies u. a. auf die Gefahr hin, die den jüngeren Diehverwcrtnngsgenossen- schaftcn aus ihrer Beteiligung an der in Liquidation befindlichen Viehzenlrale erwachsen könnte, falls diese Liquidation nicht ohne erhebliche Verluste für die Beteiligten erledigt werde. Die Staatsregierung möge mit Energie, eventuell unter Bereitstellung staatlicher Mittel auf eine sachgemäße Lölung dieser wichtigen Frage hinwirken. Zum Schluß berichtet Gärtnereibesitzer Jungrlausen (Frankfurt a. O.) über Wein-, Obst- und Gartenbau. Die Versammlung nahm hierzu folgenden Antrag an: „Das Landes-Oekonomie- Kollegium bittet in grundsätzlicher Nebereinstimmung mit den gärtnerischen Fachverbänden den Herrn Landwirtschafts- minister, für einen ausreichenden Zollschutz der Gärtnerei in Zukunft Sorge tragen zu wallen. In der Debatte be- tonte Freiherr v. Wangenheim, daß die Förderung der Gärtnerei eine Mittelstandsfrage sei. Der Mittelstand könne sich nirgends besser betätigen als gerade in der Gärtnerei. Wie in früheren Jahren wurde auch die Frage von Gärtnerei- Aussckiüssen angeschnitten, ein Beschluß hierüber aber nicht gefaßt. Morgen werden die Beratungen des Landes-Oekoncmie- Kollegiums z» Ende geführt werden. Mißglückte Clelrtririliitsvcrtriige. Die Bayerische Regierung hat bekanntlich die Elektrizitätsversorgung Bayerns den große» Eleffrizrlälskonzernen überlassen. Die zu diesem Zweck mit diesen abgeschlossenen Staats- Verträge wurden bisher als zweckmäßig und den öffentlichen Interessen entsprechend betrachtet. Daß sie letzteren jedoch In wesentlichen Punkten nicht gerecht werden, daß sie sogar als Fchlschlag bezeichnet werden müssen, zeigt mit oolllommener Klarheit ein Gutachten, das die Bereinigung eleltrolcchnilch.r Lpezialsabrrlen, Berlin, über den Konzesssonsvertiag mit den Elcltrtzitätsioeiken A.-G. zu Augsburg unter gleichzeitiger Be. riicksichtigunz der Staatsverträge mit den Pjalzwerlen A..G in Lubwigshasen a. Rh., mit dem fränkischen U-b-rlanbwerl Sl, K. in Nürnberg, und mit der Eleltrizttät-lieserungs.EeseNIchast ln Berlin, von einer anerkannte», vollkommen unabhängigen Autorität aus dem Gebiete des Ponzessionswelcns, Herrn Emil Echifs, Grunewald, cinholte und das von ihr der bayerisck>en Slaaisregicrung sckwie den Akitgliedcrn der Kammer der Reichsräte und der Kammer der Abgeordneten unterbreitet wurde. Aus dem Gutachten ergibt sich unter anderem, daß der Einfluß des Staates aus dt« Clromtaris«, aus die technische Gcsial. tuirg des Unternehmens und aus die Betriebssührung in den Beiträgen nur mangelhast gewahr, ist und daß di« Fasiung wichtiger Bestimmungen so ungenau und mehrdeutig ist. daß le zu langwierigen Streitigkeiten mit den Konzcssionsinhabern ühren muß. Bor allem sind jedoch die Bestimmungen über di« Ablösung höchst bedenklich Der Staat hat sich das Recht Vorbehalten, die Anlagen der Welk« erstmalig am 30. Juni 1933 abzulöscn Der Ablölunzspiers besteht aus einer Vergütung für den Anlagewcrt und erner Beigütung sür den Eeschästswert. Beide sind derart hoch bemessen, daß der Staat vor dem 1. Juli 1963, wo er die Stromerzeugungsanlagen zu dem Anlagewert und die Stromoerteilungsnetz« kostenlos -Übernehmen kann, an ein« Uebernahme nicht wird denken könne». ^Die Gründe liegen ln einer ganz ungenügenden Abjchreibungsqusle, der Zubillig- rng eines ganz ungewöhnlich hohen AblüsungsZUschlages und licht zum wenigstens darin, daß der Staat sich kcnr«rlei Einstich aur die Bemesiuna de« Hciitellunasvieiles. der dem Ab. Reue Tageszeitung. Montag, ven 9. Februar 1911 lösungspreis zu Grunde gelegt ist, Vorbehalten hat. Da die Konzessionsinhaber ihre Anlagen nicht im freien Wettbewerb vergeben können, sondern, weil sie zu den Konzernen der A. E. E. bezw. Clemens Tchuckert-Werk« gehören, diesen Gesellschaften die Ausführung übertragen müssen, ist mit Sicherheit anzuneh. men, daß die Herstellungspreise erheblich über den bet staatlichen Berdingungen erzielbaren Ernkaussprejsen liegen werden. Nach einem von Schiff aus Grund des Beitrages mit den Lech-Werken durchgerechneten Beispiel würde der bayerisch« Staat für Anlagen von einem — infolge unzureichender Ab- schreibungsrate eigentlich zu hohen — Zeitwerte von 22 Millio. Iren Mark, bei einem Beidienst des Konzesflonsinhabers von 8 Prozent der ursprünglichen Herstellungskosten nach 20 Jahren nicht weniger als 44,5 Millionen Mark als Ablösungspreis bezahlen muffen. Daraus folgt unter Berllckffchtigung ber not. wendigen Abschreibungen, Zinsen und Anleihetilgung, daß der Staat nach Ablösung mit einem Fehlbetrag von etwa 550 000 Mark rechnen müßte, während der Konzessionsinhaber an Hand der vertragsmäßig für die Berechnung des Erwerbspreises maßgebenden Grundlagen einen llcberschuß von 1,8 Millionen Mark auswelsen konnte. Diese Elektrizitätsverträg« werden also im bayerischen Landtag noch einer eingehenden Kritik unterzogen werden müssen. Bor allem aber ist den übrigen deutschen Bundesstaaten sowie Städten und Eemeindeverbänden dringend davon abzuraten, die bayerischen Ctaatsverträge als Muster zu verwerten. Ansredlrrbriefe. Die „Eaffeler Allgemeine Zeitung" veröffentlichte vor einigen Tagen einen sehr beachtenswerten längeren Artikel über die deutsche Ansiedlung in Argentinien. In diesem Artilel wurde in eingehender Weis« geschiidert, wie unsere deutschen Landsleute, die durch schillernde Zahlen über die Ein- und Aus- juhr, das wundervolle Klima und die ungeheure Fnuhtbarlcrt Argentiniens zur Auswanderung verlockt wurden, in diesem fremden Land« durch di« mißlichen Bcrhältnisse, gewaltigen Strapazen und Entbehrungen, sowie die Ausbeutung der amerikanischen Landgesellschajten und Großgrundbesitzer ift elender Weise zu Grund« gingen. Aehnlich wie in Argentinien liegen di« Berhällniffe in anderen amcrikanischen Länder». Wie ganz anders sieht es doch im Osten unseres deutschen Vaterlandes aus, wo der Staat seit Jahren innere Kolonisation treibt. Wäh. rend aus Amerika Klagen nach der alten Heimat herübeisrhal- len, preisen dl« Ansiedler in Posen ihre neue Hemat und sind mit ihrem Los sehr zusrieden. Das beweisen wiederum zwei Ansiedlerbriefe, di« vor wenigen Wochen nach der alten Heimat gerichtet wurden. Ein aus dem Kreise Marburg stammender Ansiedler schreibt u. a: „Die Eint« war im vorigen Jahre nicht schlecht, wir haben 700 Zentner Frucht auszebroschen, auch die Kartoffeln sind gut geraten. Das Land ist sehr gut und bringt mehr als in der alten Heimat. Die Frucht kostet bei uns in Posen so viel als in Hessen. Wir liescrn dos Diel, an di« Bieh- verwertungsgenossenichast und brauchen «ns mit keinem Bieh. Händler herum zu ärgern. Im Anfang hatte ich zwar Unglück. Indem mein Sohn an der Dreschmalchin« verunglückte und mir mehrere Strick Vieh krepiert sind, aber jetzt geht es Gott lei Dank besser". — Ein anderer Ansiedler, der aus dem Kreis« Homberg stammt, fchreibt v. a,: „Ich bin bereits 2 Jahre als Ansiedler in der schönen Provinz Posen und kann Ihnen mit großer Freude mitteilen, daß di« Ansirdlungslommission viel Gutes und Großes schasst Ich kann jedem Landsman- dem es in der alten Heimat nicht glücken will, nur raten, nach Posen zu ziehen. In Posen kann sich jeder Landmann gelrost und unverzagt ansiedeln. In unserer Anstodlung sind wir von weit und breit zusammen gekommen und halten zusammen wie Brü. her. Noch heut« war ich mit etlichen Obcrhessen zusammen. Da sagte einer zum anderen: Wir möchte» niemals wieder zurück, denn wir haben alles in Hülle und Fülle. Wir haben uns alles viel schwerer vorgestellt. Wenn die Leute in der alten Heimat nur einmal sehen könnten, wie schön cs hier ist. Die Leute in Hessen glauben cs aber nicht. Unser« Aecker sind in bester Ordnung, und wo was fehlt, wird es von der Ansscdlungskommis. sion in Ordnung gebracht Unsere Pferd« und Kühe fressen hier mehr Heu als in Hessen Stroh. Der Verkehr ist hier große/ als >n Hessen. In unseren Städten sst in jedem Monat Biehmarkt, wo allez gut zu verwerten ist. Im Frühjahr wird in unserer Nähe wieder ein großes Gut ausgeteilt, direkt an der Landstraße und nicht weit vom Bahnhof, welches sehr guten Boden hat und besonders Hessen zu empfehlen ist. Darum Landsleute, wenn er Euch zu Haufe zu Ick«v:r fällt zu wirtsacksstrn. so geht nur froh und unverzagt zur Ansiedlung; es wird Euch nicht gereuen" owcit der Brief. SU t können darum immer wieder allen Landleuten, die in der alten Heimat nicht zurecht lammen, dringend roten, nicht nach Amerika ausznwandern, sondern lieber nach Posen zu gehe». Und zwar wende inan sich zuerst an di« Kgl. Ansied- lungskommissson. Nähere Auskunft über die Anssedlungsmög. lichkeil erteilt kostenlos der Veriroi-ensma-» der Kgl. Anstcd- lungskommifsson, Herr W. Echaumburg, Easscl, Schönfeld« rstr. Nr. 7. Ans der Keimst. * Friedberg, 9. Febr. Nochmals verweisen wir auf den Vortragsabend des Nsiilareijenden Herr» Oberleutnant a. D. von Cchildxen aus Berlin, welcher am Dienstag, den lll. Februar d I, im Saal« des Hotel Trapp abends 8% Uhr stattffndet. Für Schiller und Kinder ist ein Rachiuitiagsvortrag angesrtzt. Das hochaktuell« Thema „Tie ffanzösäche Fremdenlegion bietet Interessantes sür Jung und All und gibt, durch eine große Anzahl von Lichtbildern erläutert Aufklärung, mit welchen Entbehrungen, übergroß.» Gefahren unü srhließl'cher Berzweif- lung diejenigen zu rechnen haben, die sich sür die französische Fremdenlegion anwcrbrn ließen. Einlrrttslarten sind on den bekannten Dorrerkaufsstellen zu ermäßigte» Preisen erhältlich. * Klein Linden, 9. Febr. Für die Umgehungsbahn, welche die Elrsckcn Wetzlar - Gießen und Gießen - Franffurt verbindet und durch den nach Eieste» zu gelegenen Teil unseres Dorfes Bernhardshaujen geht, sind jetzt di« GelandeonkSnfe soweit abgeschlossen, es handelt sich nur noch um einig« rocitvollerf Grundstücke. Mit dem von der Bahn gezahlten Preise sind die Eigentümer zufrieden. Ob di« Gleise über «inen noch auszu- süllenden hohen Damm geführt werden, oder ob eine Brück« gebaut wird, ist noch nicht enffchicden. An der Kleebachbrücke zwischen hier und Dutenhofen werden eben schon die Funda- mcntierungsarbcitcn gemacht, — Der an Stelle unseres in den Ruhestand getretenen Bürgermeisters Schaum gewählte Bürgermeister Jung übernimmt gegenwärtig di« Geschäfte. * Erllnbcrz, 9. Febr. Hier stürzte sich ei» 2ljährigcs Mädchen, die Tochter sehr angesehener Leute, aus einem Fenster des dritten Sieckes aus die Straße. Die Lebensmüde tonnie noch ihren Angehörigen mitteilen, daß sie vorher Eist genommen habe und starb alsdann an den erlittenen Verletzungen. Was di« Unglückliche in den Tod getrieben hat, ist nicht belannt, * Aus dem Vogelsbcrg. 9. Febr. Di« Berluste der Spar- und Darlehnslasse zu Ruppertenrod, an deren Zusammenbruch der Darmstädter Genossenschaftsbank sind auf 45 000 Marl fest- gestellt, Zur Deckung dieses Fehlbetrages wurde jedes der 100 Mitglieder mit einer Summe von 450 Mt. herangezogcn. Die Kasse bleibt trotz der hohen Berluste bestel>rii. * Franlkurt a. M„ 9, Febr. Seit Montag voriger Woche werden die beiden 12 und 14jährigen Söhne des Fuhrmanns Edelmann aus der Roßdorserstraße vermißt. Die Jungen wurden zuletzt aus dem zugesrorenen Main gesehen und sind seitdem spurlos verschwunden Ob die Kinder cingebrochen sin», weiß niemand, da sich bis jetzt kein Zeug« gemeldet ha: * Franffurt a. M., 9. Febr. Eine recht eigcnarffge Metlcd« zur Steigerung der Hausmieten hat der sechsiache Hausbesitzer und Bäckermeister Wenzel km Ckadtkeil Bockenbeim erfunden. Er fordert se>»e Mieter, die noch nicht Kunven seiner Bäckerei sind, auf, all« Backwaren bei chm zu kaufen. Andernfalls stellte er ihnen vom 1. März ab ein« erheblich« Steigerung s-r Wohnungsmirte in Aussicht. Zugleich verbot er den Verkauf von Backwaren durch fremde Bäcker in seinen Häusern. — Jedenfalls werden sich di« meisten Mieter ein« solche Bevormundung nicht bieten lassen. — Infolge Arbeitslosigkeit erhäng«« sich hier der 42jährige Maler Meckel in seiner Wohnung, Feö- belftraß« 4. — Die mehrfach vorbestraften Cchlosicr Emil Zeitz aus Erfurt und Bilderrahmer Nikolaus Kiefer aus Tübknge« wurden wegen unrsangreicher Kollidiebftähle verhaltet, — I» der Langenstraße erbeuteten der Metzgerburfchc Hörnt« au« Wcinwciler, der Arbeiter Friedrich Weber aus Mainz und de« Arbeiter Friedrich Glöckner aus Oberiad bei einem Manlardcn- cinbruch Kleider im Wert von 200 Mark. Das Trio wurd« rerhaftet. — Zwei Burschen überfielen bei einer Bierreise einen Asrikakriegei und suchten ihn seiner Barschast zu berauben. Der Soldat mußte dem Krnnlenhausr zugesührt werden; di« Rohlinge entkamen. — Im Oschasengebtet geschahen zwei Zusammenstöße zwischen Straßenbahnwagen und Lastfuhiwer- ken. In beiden Fällen wurden die Straßenbahnwagen beschä» oigt; die Gäste kamen mit dem Schrecken daran; ein Wagenführer dagegen wurde verletzt. zrnrsvcrickt vom 7. Februar 1914 der Mitteldeutsche» Ereditban'r Slfticutapital tt. Reserven M. 70 000000 gegründet 1856. Frankjurter Börse. 4°/»NeichsanIeihe 89.—'-. 8'.— . 3«/. 78 25 . 3",'/, Preuß. Eonsois 88.— . 3'/. 7s. 10 . i-l, Hetzen 87.80 „ 3 ■/,«/. . 3*/« 75.75 . 4*/ 0 Ccftcrr. Goldrente 99.90 _ „ Eilberrenle 88 60 _ 4 Ungar. Gvldrente 86.75 „ 3 .. „ Kronenrente 83.70 „ 4 „ Portugiesen Serie l 6-10 „ 4......Hl 65.— „ 3 Runen v. 1900 09.50 „ 4»/» „ „ 1002 01.90 . 4 '/»"'» Japaner o-.io . 4°io Türter, von 1003 8610 „ 4 /.Adiiunistr. Türkcir 7..10 . Türtcrrlooje M. 170.4 i . 1- rürrcche» o. 1690 OB.IÜ .. Aionopol-airicch. 3--o Buen.-Air. Pr. Aul. 3 e:>lbcr-wlexika»cr 44 69 „ 4 ’JJIej. hirrg, Aul. 69 70 „ 4Ehineserr Buderua E.-Aü. Art. 113.50 „ Schua. Eleltr. u-c;. „ 1d3.6'J „ lLschweiler Bergw. m 222.— Bochumer Guvirahl m 2--6.2S Gel entirch.^ergw.'Akt. 19 u— Harpener Bergbau m 188 ^)a»ndg. Amt. Pak. „ 141.'', ^tordd. Xiloi)o m ,21 75 Berliner >-anüels Ant 165 — Mitreld. Credrto. )ätt 121 — Larmilädr. Bank „ 1237. Teuljche Banr „ 250.7, Teulsai-ÄgalrlcheBaul 113.75 dstonro itonun. Anr. 19,— dresdner Banr ^tt. 158'/, Oesr. «b-reditanit. Ukt. — ^ourbarden „ 3.25 Dt>ch«uberlee E.G. H 17 75 Oe|terr.otaaöl>at)ii n 157.25 ^)och>r. ^acowerre „ 649 50 Gyem.Fabr. Alben n 40- Rürgerswerke „ 2,310 otemia Jiumaua „ 1 120 Pbonlx Beigo. „ 24 > — Griesgeim iLleltron „ 2.1 25 ^jeuitOii ^atdi)0s „ 31.50 ^)?l.zverloblungs-Bnd. 3 9- ^auraisüte H 16,75 PrivardlStonr m 3.7. Tendenz: >chwach. L-erUnec Bor.e. Berliner Handels Ant. 165.— „ Teuliche Dam vitt. 259„ sjor. itommauDu ->ur. 195 5 T>resdne. soau« - ^5 ,, „ Ipet-Fnt^andelsu...... -13 ',. „ i»tu||.'oamT.a.van<,.... —„ Schanlung tL. -o. iiti. 112.% „ Itidituiiote u. Ol)io *-6 75 „ Vtauaöa Pacijrc vift. 2i8. - „ -prince Henri B.Mt. Jul?'* „ Tiirlcnlooie 1 9.55 „ Hoiienloyewerte 'Akt. 139—» Teur,ch-^uxemb.B.Att. 146.7« m Xiüuraijütte Lttl. 164 % m Oüciiujieiicr v£. Akt. — » Pyonix oergbau Alt. 244. 7* .. rnonwachei ^uite „ 165.7» » ll-elieititrchcn e|eu|d).¥itt. L4Ö. 7 /* m oiemcu» u. ^alsleAtt. 226 75 n TendenzI schwach. ^aasiniec Mchr.on ^.opela ^oU. lOi.— Southern vacm 1 „ '> - b 6.t-tcago %>sl. *>.— wti„.^an.u.Lez.R. „ ^ Union -vocific. l«»ü. O u. o. totecl Common,, 6o. 7 , loot.e. Amaigamaleo aopp. Soll. 78.— tzr-t-anereo Company x:|U. 1.10 c,a,«iauo ^ropneiart) 9 2.1 i iyoiü|ieiöG 2.55 jiano Lonnes 6.7» jje oeecs vi-on oilD M 1 .96 i/ie DePosrtcukalle Keiroverg i. Z. empuehii »ch ui Vermittlung aller oankujiissige« («csdiiilti Au- und Bcrtau, von UiSn .papieicii an alten Äör en. Errichtung >au,cuderRechnungen und pioo>,.o„Srrerec Check-Tontt. Umwechstung von Coupons und «.orten. Annahme von offenen und per chiogenca Depots. Entgegennahme uerzlnslrrycr Lpur-..n.ag:n S!r. aa * Tic Siiv X« eiclBBttn. Lus ntn Zillas C-rrerHest. spielen, di« gegenwärtig allabendlich lassend« ts der ,>nn -Z'rli-s der 15 GOO" verwand«!,en Festhall« in Frankfatt o. M ru(flnme!n, wird uns «in ergötzliches Sorlommnis beruhtet, iinet dcr Cowboys, die in der giotzr» Wilbwestszen« im Lasto- u.il'cn und tollkühnen Rcitküniten sich prodiizicren. hatte sich !>n Vergnügen daraus gemocht. den ältesten Elefanten aus der r^esanle-hcrd, der Festspiele zu necken. Das Tier brüllt«, neun er seinen Quälgeist Vorbeigehen sah. und mehrmals war ;c: Cowloy nur mit Müh« dem drohend erhobenen Rüssel de» -lesaulen entgangen. Am Mirtwcch vormittag ab«r ereilt« den Tdwüoh sein Geschick. Aus seinem gewaltigen Rüssel Lbeigotz >e.i das T,cr. das gerade getränkt wurde, mit einer Flut Was. i. dl« den Cowboy im Ru durchras, r. Er verbog sich unter (öelächter der Umstehenden im wahr,len Stne.c de, Worte,: wie ein bezosscuer Pudel. — Dasselde Iler hat sich übrigen, bereits mehrmals schon in noch krliiiigcrer Weise gerächt. Einem Pserd, das ihn mehrmals getreten Ilotle. rannt« «, eines schönen Tages, «he die Wärter es hindern konnten, seine Stotz- d'.l.ne in den Bauch: e, konnte nur mi, Aufwendung aller ärztlichen Kunst gerettet weilen. Ein anderes Mal holt« der startet, während der Elefant noch im Transpoilwogen stand, vergessen, ihm sein Futter zu bringen. Da, hatte das Tier I» erregt, datz es mit einem Stotz seines gewaltigen Körpers die massiven Wände de, Waggons spier.gte. Fm ädrigen ist da, Tier, wie alle Elesanten des Zirkus Correc, sehr gutmütig, und jolgt namcullich seinem Drcsicur ausr Wort. Wenn der giötz!« Eiesant in der Vorstellung in der voidcren und zugleich der jüngste Elesont, „Baby", in der Hinteren Manege ihr« ver- blllssenden und oft so drolligen Künste »eigen, halli das weil« Rund des .Ltrkus der Fünfzehntausend" wieder von dröhnen, dem Gelächter. Am letzten Mittwoch waren die Zirkus Carre«. Festspiel«, wie das Festspicidüia milteilt, schätzungsweise von >2 000 Menschen besucht: ein Zeichen, datz die BUiebtheit der Festspiele immer noch zunimmt. Dazu nrag vor ollem die Neueinrichtung de, sogen, billigen Sperrsitzplätzc zu Mt. 1.50, sowie ii« Billigkeit der Preise überhaupt beigetragen haben, neben »er noch nie dagcwesenen Füll« und Reichhaltiglcit des Pro. liamm« mit seinen 80 Attraktionen natürlich n*Wfinmt * Griesheim M., 9 Febk. Di« Polizei jatzic hier zwei Betllcr ab. Bei der Unlersuchung dieser Leute stellte e« sich heraus, datz jeder über etwa 23 Mark bare» Geld bei sich trug. * Höchst ». SB., ». Febr Der Mitteirheinischc Verband ev. Arbeiterverein« tritt am t. März im hiesigen evangelischen Berel,islmus« zu seiner Frühjahr-Versammlung pisammen. * Rias «. M., s>. Febr. Bon einem fremden Automobil wurde «in etwa «jähriger Knnbr überfahren und erheblich verletzt. * Lbeeursel, 9. Febr Di« Stabt beschlch bi« Schaffimg eine, Bürgerbuches. Zu dem umsaugreicheu Weike sollen Beiordnungen der Sladlverwnltung sowie sonstige bemerkenswerte Rotlzen über die Stadt Aufnahme finden. Für Nolstandsar- beiten wurden »eben den früher schon bewilligten 20M Mark weitere tOOO Mark genehmigt. Der Haushaltsplan für 19t« sieh« tn 5 Positionen Uedersämsfe und in 8 dagegen Fehlbeträge vor. * »ad Homburg, 9. Febr. Der Prozetz der Gemeind« Gon- iruheim gegen die Fronksurier Lokaldahn-Aktiengesellschast we- zcn des Richthalien, einiger Züge an der Station Gonzenheim mutzte vertagt werden, weil der als Zeuge vorgelchlagene Dr. Fay aus Darmftad, vom Grotzh Ministerium keine Genehmigung zu einer Aussage erhielt. * Bod Homburg, 9. Febr Die Stadt schloh kü^Iich mit den Höchster Easwerlen einen Bcnrag ab. nach dem sich da, Werk r-erpslichten mutzte, an die Nachbargemeinben Dornholzhausen und Gonzenheim kein Ga, zu liefern. Diese Bestimmungen hni in den beteiligten Kreisen gewaltiges Aufsehen erreg! und wuid« allerorten als Schikane Homburg, angelrhru. weil di« beiden Ortschaften sich nicht cingemrintcn lasten wollen. Di« Hamburger Stoblverwaitung erklärt jetzt dazu, daß sie bei Ad- schiotz de» Berkrogc, lediglich wirtschaftliche Znteresteu dcr Stadt zu wahren luchte und datz ste bereit ist. mit Dornsivlz- bavsen und Gonzenheim rin Abkommen über di« Gasveiforg. ung zu tresten. * Wehrheim, 9 Febr. Zufolge einer anonymen Anzeige bei lm Gesichte erlitten. Ferner wurde »in Bruch der Handwurzel scstgeslellt. Eine gestörte Etlldentenmcnsur. Zn einem Hotel in Drrs. den wurde rin« Erudentenmensur durch die Polizei gestört. Dort hielten zwei Burschenschosten der Dresdener Technischen Hochschule «in« Bestimmangsmensur ob. Al, di« Acrzt« gerooe ml, dem Rühen der Wunden beschäftig, waren, erschien eia Kriminalbeomter, der durch einen entlassenen Berbindungsdie. ner uns die Mensur auftnerksom gemocht worden war, und nahm die nötigen Feststellungen vor. Nächtlicher Uebrrs-ll. Der Direktor des Studeutenh-ims in Königrätz. Profrstor Sabrauiky. wurde nach!?, als er von einer Gesellschaft nach Sause zurücklehr^. vor seiner Wohnung von einem fremden Monne überfallen und durch einen Mestcrftich tätlich verletzt. Dem A cntäter gelang r». zu entkommen. Die Ursache de, Attentat, ist noch in mysteriöses Dunlel gehn Ni Ehedrama in Lehe. Dcr frühere Kaufmann und jetzige B-isicherungsagcnt Johann Roven, in Lehe schotz seiner Frau und sich nach einem kurzem Wortwechsel zwei Kugeln ln den Kopf. Raoen, ist dcrrils seinen Perlctzungen erlegen, die Frau liegt im Slcrbcn. Die Ursache der Tai liegt in zerrüttclen si- iiaiizlellen Beihältnisten und ehelichem Unsricdey Siratzrnbahnzusammenftötzc. Am 5. Februar abend, rreig. net- sich aus der Ringbahn aus dem Hohenzollernring in Köln ein schwerer Unsall. Zwei Etratzenbatznzüge. die au» entgegen, gesetzter Richtung kamen, prallten dadurch aufeinander, datz ein Stratzenbahnzug aus das Bcrbindungsgleis geriet Dcr Anprall «rfalgtr mit solcher Wucht, datz der ein« Wogen sich in dir Milt« de» anderen bohrte. Ein Führer ist tätlich verletzt. Wer an. der« Personen erlitten schwere Verletzungen. andere wurden leichter oerletzt. — Znjolg, dichten Nebel, ftietzen in Prag zwei Sttatzendahnwogen zusammen, wobei drei Personen schwer und zehn andere leichter verletzt wurden. Unter veidacht de, Grundstücksschwindel». Unter dem Ber. dochr an dem mehrere Millionen betragenden Grundftücks. Ichwindelrien seines in Chemnitz verhastetcn Schwagers Lorenz beteiligt gewesen zu sein, wurde in Berlin tn seiner Wohnung der 55 Fahre oll« Musikdirektor Franz Götze auf Deranlastung der Dresdener Slaalsanwaltschas, oeihstet. Haussuchungen in der Wohnung de, Lorenz sollen scheoer belastende» Material gegen Gütz zutage grsörderi haben. Italien oor einem neuen Eisenbahnerausftan». Die iialieni. fchen Eisenbahner bcreilen gegeiiwärtig ein« über ganz Ztolien onsgcbrriletr Agitalion vor. Es sollen von der Siaalsbahn. oerwoltung Gehalisousbesterungen im Grsomlbeirage von 5a,l, Telegraph" au, Wellington in Auftra. lien meldet, der Dampser „Mey", der sich aus dem Wege oon Wellington nach Wanganui mit einer Ladung Benzin desand, am «. Februar oernichiel worden. Do, Feuer wurde durch Explosion des Benzins hervorgerusen. Dobel wurde ein Matrose buchstäblich in Stücke gerissen. Mit rasender Geschwindigkeit griss dir Feuersbrunst um sich und iu kurzer Zeit war das gau^k Schiss rn rin Flammenmeer verwandelt. Dir Besatzung konnte von dem Hilssdompfrr „Arupava" gerettet weiden. Da, Schift ist gesurften. Mord an einem Fabrikdefitzee. Gegen Ende des »origen Zahre» verschwand auf geheimni-nnll« Weif« ber Direktor einer Pulverfabrik ln brr Nähe von Brest, namens Cabiou. Trotz grötzter Anstrengungen war es dcr Polizei nicht gelungen, eine Spur des Dermitzten nirizufinLen, und mau glaubt«, dvtz «r infolge der schlechten finanziellen Lag«, fti der er sich befand, geflüchtet fei. Dies« Bermvtung bestätigt« sich nicht. Denn am 4 Januar entdeckte man zufällig in einem der Fabrik naheliegenden Walde dir Leiche des verschwundenen Direktor- Die polizeilich« Untersuchung führte zur Berhoftuug etiles der «l- ftcn Ingenieure der Fabrik, namens Pierre, de« beschuldigt wird, seinen Direktor ermorde« zu habe». Tobeofturz zweier Militärllieqcr. Ein schwere, Unglück, da, zwei Offizieren dos Leben kostete, ereignete sich auf dem Flug, feld« non Bourge, Kurz nach 5 Uhr unternahmen der Militär- fliege* Deiner, mit dem Hauptmonn FIburl vom I. Artillerie- Regimen« «inen Flug mit einem neuen Apparat, als plotzkich beide aus einer Höhe von zirka 50 Metern abstürzten und als Leichen unter dem Flugzeuge hervorgezogen worden. Verhaftung eine» amerikanischen Millionär». Grohe, Aussehen erregt in Rewyork die Berhoftung de, Millionärs Lkta- vio Eulnl«. di« aus Antrag der Schauspielerrtn Monika Borven erfolgt«. Diese hatte ihm auf 50 000 Doll. Enkschad>--ng ,ür ein gebrochenes Eheversprechen oerNagk. Guinl« wurde wegen Flrck:»erdachls verhaftet, jedoch gegen «tn« Kautlan von 50 MO Dollar, wieder frei gelasten. Er ist Zichaber einer grotzen brasilianischen Firma. Sin Komplize Steruickel« drrhofiet. In Posen wurde ein ItzseinVnergehilse namenil Sebalmanoch verhaftet, der in den, Derdacht steht, mit dem inzwischen Hingerichteten Raubmörder Sternutel einen Frauenmord begangen zu hoben. ___ r.« » 3« öfter - je lieucr. Wir dedürsen bef unseren Speisen viel mehr Abwechselung als bei unseren «evAnken. Die mei- sie„ glauben, nur Ster. Wein oder Kossee könne man «ä-Nck trinken, ohne mit der Zeit eine«, Widerwille» icsoi zu bekoiw mc«. S:e lasten schlietzlrch da» Vorurteil, best wo» alle,, an- dere früher oder später „über" bekommt. Da» ist aber «i» IrrtumI Der gesund« Kathreinei» Aalziasje« ist rin Faml- liengeiränk, welche, seit über 25 Jahren r.igi m von Millionen immer wieder und immer mit steigendem G^uutz grlranlln wird. Weil er viel billiger ist al. Koste«, haben manche rin Vo-.artcil 9 * 0 «, Kalbreincr, «alzlokfte. Mau bildet sich eben ein etwa. Billiges kann« gar »ich« gut sei». »aihrr»>eis Mulz'ai e ist aber bUltg und doch gutl Mau gewöhnt sich leicht «u >>», und gewinn, ihn jeden log lieber Spielvlan de» Siadrtl,roter» ,n Giesirn Montag, den 8. Febr, abend, 3 Uhr tn Merdurg: .F,i,„. zauher". Autzer Adonnemeat. Dienstag, den 10 Febr.. abends 8 Uhr: ^Egnionl" ra. Dienstag Abonncnieritevelftrilrug Kreis Fried'-'erg. Friedberg. dr» -t. Februar HUI. Betreuend: LandeSfeuerlölchordniing: drer die Aufflelluiig der ktzrundlistrn d>r srnenr-el ipilui-ligru Mailll- fchasten. Da» stlrosih. Lreiöauit Fricdberg nn die (tzrosih. Bürgermeistereien dr» Kreises, Rach § N der AuSsübrungsverord.»ing zur L,rndeösener« löschardnung vam N. Oktober lb'ili ist der fstrostli. Bürser- nieister verpftichtrt, im Monat Februar jeden Zahirtz eint brnndliste der nach Art. Ik de» stleseued pem Atz Mar, IMst dilichtigcn Minuschoften, sowie rin Berzcickinj» dcr »Iio dir- ler Griindlifte für da» nachsolqenbe vom I. Apiil di» II. März lausende Jahr als frnrnuehrpslichtig in An'vruch ,* nrhmendrn Personen aufzvsteklen. beide Listen acht ?agr lang offen zu lege» und die Auflegiing öffentlich bekannt zu machen. Bis zum l. April jeden Jahre; bat er fodanu die Ein- trilimg der nenzugezogenrn Pilielstigrn in dir eiirzelnri, Ab- teiluiigen vorzunehinen. Indem wir Die darauf Hinweisen, datz in manchen (Gemeinden unseres Kreises dir Fahl dcr in die Pslichtseiierwrhr eingestellten Mannfchastrn eine z» geringe ist, und 8 3 unserer AreiSscuerlöichordnnng. wie dicS häufig irrtiimlicher Werse geschieht, nicht so aiiszulrge» ist. als ob nur Personen dom 20. bis 44. Lebensjahre zugc zogen werden könnten, henuftragen wir Die grmäs, Art. tl der Landrsfrirerlöschordnung olle männlichen Einwohner vorn vellendetrn 18. bis znm vollendeten kB. Lrbensjobr zur Pflichtfeiirrwehr zuzuziehen. D«e ltzrvsth. Bürgern,eislcr derjenigen Gemeinden, in denen die Fahl der hiernach Pflichtigen weniger als 50 beträgt, wollen gemösi 8 3 Abs. 2 der fdrrisfeuerlöschordnnng noch Weiler die G.'me,nk>eein- wohner bis zum vollendeten 6V. Lebensjahre einstellen. Tie Einteilungsliste auf vorgrscheiedenem Forinnlar Ist uns bi« spätestens zum 1. März l. I». ohne Begleitbericht vorzulegen und hierbei auf derselben zu bstäkigen. datz die Altersklassen vom 18. bi« kB brjw. 60. Lebenszabre zu der Feuerwehr zugezogen sind. Eine Eukschlietzung dorüber, ob etwa in einzelnen gröberen Gemeinden besftmmte Aller«, Nisten von der Berpstichtung zum FenrrwebrdienN befreit werden können, behalten wir unö vor. Frhr. Scheu in- terstM (Usinger Skrahe), Im Westen ndu Süden: durch den Weg Forsthaus Wiiileö stein—Ockstadt, im Osten: durch den Waldrand östlich Gasgenkopf. Tie angegebenen Wege und dos innerhalb dieser G-en zen gelegene Gelände mutz eine Stunde vor Begiiiu sie, SchietzenS bi« eine Stunde nach Beendigung de« S'' r f »s non jedem Verkehr frei bleiben. Die Einwohner haben den Weisungen dcr Absperrposten Folge zu leisten. Fricdberg, bin 4. Februar >0<4. Grotzherzogliches «reisamt Friedbcrg. Frhr. Scheuit. m*. » ^ctrcffcufc Die Krankenversicherung der unständig Besänftigten. Bekanntmachung. Wir machen wiederholt daraus aufmerksam, das; die Reichsvcrsicherungsordnung auch die unständig Beschäftigten der Krankcnversichcrnngspslicht unterworfen hat. Unständig ist nach 8 4-11 Sit. SB. O. die Beschäftigung, die ans weniger als eine Woche enttvedcc »ach der Natur der Sache beschränkt xnsein pftegt oder im voraus durch de» Arbeitsvertrag beschränk! ist. (Es kommen also in Betracht auswärts arbci- tende Näherinnen, Büglerinnen. Puh- und Waschfrauen, Taglöhner und ähnliche Personen.) Unständig Beschäftigte habe» sich selbst zur Kra»kc»knssc »nzumelden. Nichtvcrsichkruttgsvslichtig sind solche unständig Beschäftigten. deren Dienstleistungen nach der im Abdruck nachstehenden Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 17. Nov. d. IS. als vorübergehende anzusehen sind. Fricdberg. den 2. Februar 1914. Großh, Kreisamt. Versicherung Samt. Friedberg. I. V.: vr. Probst. Bekanntmachung, betreffend die Befreiung vorübergehender Dienstleistungen von der Krankenversichungspflicht. Vom 17. November 1913. I. Vorübergehende Dienstleistungen bleiben versiche- lingSfrei, wenn sie 1. von Personen, die überhaupt keine berufsinäszige Lohn- arbeit verrichten, nur gelegentlich, insbesondere zur gelegentlichen AuSbilfe, ausgeführt werden und nuf weniger als eine ffiofc entweder nach der Natur der Sache beschränkt zu sein pslegen oder im voraus durch den Arbeitsvcrtrag beschränkt sind. 2. von Personen, die sonst berufsmäßige Lohnarbeit verrichten, während vorübergehender Arbeitslosigkeit nur gelegentlich, insbesondere zur gelegentlichen Aushilfe. m»sgeftib»t tverdeu »nd-oiis höchstens drei Arbeitstage , entweder nach der Nätur der Sache'biffchrnnkt zu'sein 'pflegen c»er 9m »voraus chm«, den Arheiksvertrag che- ' schränkt sind. ? von Personen, die sonst keine berufsmäßige Lohnarbeit verrichten, zwar in regelmäßiger Wiederkehr, aber nur nebenher und gegen einen geringfüigen Entgelt ausgeführt werde». Als geringfügig gilt ein Entgelt, wenn er für den Lebensunterhalt während des Zeitraums, innerhalb dessen die Beschästigung in regelmäßügcr Wiederkehr ausgellbt wird, nicht wesentlich ist, 4 . van Berufsarbeitern während des Bestehens eines regelmäßigen, versicberugnspslichtigen oder nach den 88 169 bis 174 der RcichsversicherungSordnung versicherungsfreien ArbeitSverbältnisses zu einem bestinini- tcn Arbeitgeber für andere Arbeitgeber nebenher, sei eS gelegentlich, sei cS in regelmäßiger Wiederkehr auSgc- führt werden. ki. zur schleunigen Hilfeleistung bei Unglücksfällcn, bei Verheerungen durch Naturereignisse, bei Verkehrs- oder Betriebsstörungen und dergleichen geleistet werden, sofern die Dienstleistungen voraussichtlich höchstens drei Arbeitstage dauern werden, 6. von Bediensteten ausländischer Eisenbahnverwaltungen in Eisenbahnbetrieben des Inlandes auSgeführt werden, 7. von Bediensteten ausländischer Betriebe im Inland geleistet werde», soweit diese Betriebe mit einzelnen Bc- triebshandlungen vorübergehend in daS Inland hin- übergrcisen, 8. vöm'Pcrsonöl ausländischer Schisse anSgeluhrt werden/ die ist, Blttnenschiffahrtsverkehre^dentsche Wasskrstraßen befahren und nicht nach Entscheidung des Versicherung?- nniis ihres VeschäftigungSortS (8 1331 der ReichSver- sicheruugZordnung) iw Inland einen regelmäßigen Ver- kehr von erheblicher Dauer unterhalten, 9. von Personen, die nicht zur SchisfSbesahung gehören, im Ausland ans Scefahrzeugcn oder ans Fahrzeugen der Binnenschiffahrt geleistet werden. II. Dienstleistungen schulpflichtiger Kinder in land- ,ind forstwirtschaftlichen Betrieben bleibe» in allen Fäll-a. verslchernngSfrei, wenn sie im Lauf: eines Kalenderjahres aus bestimmte Jahreszeiten und höchstens acht Wochen oder zusammen aus höchstens vierzig Tage nach der Natur der Sache beschränkt zu sein pflegen oder im voraus durch den Arbcitsvertrag. beschränkt sind. Die oberste Verwaltungsbehörde kann den hiernach versicherungsfreien Zeitraum bis auf einen solchen von höchstens einer Woche hcrabsetzen oder gestatten, daß die Satzungen der Krankenkassen ihn so weit bcrabseh"». III. Die oberste Verwaltungsbehörde kann mit Zn- stinunimg des Reichskanzlers widerruflich anordnc», wictveit vorübergehende Dienstleistungen solcher Ausländer im Inland versichcrnngssrci sind, 1. welchen der Aufenthalt in Grenzbezirken zur Ausführung von Arbeiten ans fest bestimmte Zeit behördlich gestaltet ist. 2. welche übungSgernäß in Flößereidetiieben. beschäftigt werden. ^ Berlin, den 17. November 1913. Ter Stellc crtreter de! Reichskanzlers. D c I b r ü 0 Höchstbesteuerten sind deshalb 8 Kreistagsabzeordnete (ein Drittel der Gesamtzahl) zu wählen. Die Großh. Bürgermeistereien werden hiermit angewiesen, die ihnen in den letzten Tagen zugegangenen Ladungen der zur Krcistagswahl bevollmächtigten Gemeintevorsiandspersonen sofort zu vollziehen, die vollzogene Ladung aus der Rückseite der Einladung zu bescheinigen und das bctresiendc Schriftstück umgehend an uns zurückzusenden. Ekeßen, den 4. Februar 1814. Eroßherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: L a n g e r m a n n. Belennimachung. Detr.: Einziehung der Jnvalidenveisicherungsbeltiäge. Noch Pernze-/» l> der ans Grund de, Parogravhen 1447 RBQ erlassenen Bekanntmachung Großh Ministeriums des Inner,: vom 21. Dezember 1311 (Reg-Bl. 18lr Nr. 37) hat die Einziehung t>r 'Beiträge für die Invaliden- und Hiutcrbliebe- ncnverlick»- rung grundsätzlich durch die Olts-. Land-, Betriebs und Jnnungskrankenkasien sowie durch die Knappschastskranken- kasicn für ihre Versicherten zu erfolgen. Vom 1. bezw. !>. Januar 1814 gehen die Obliegenheiten der in, Land'rcir Gießen aufgelösten Krankenkaffen, soweit sie auf die Jnwaliden- und Hinterbliebcnenversicherung Bezug haben, aus die iwu-rrd-t-tc» Orts- und Landlranke,ikasse» über. Zwcck- mäßig. weil im Jntereff« der Versicherten gelegen, werden die Geschäfte der Invaliden- und Hinterb,cbenenveisick»or>,ng (Einziehung der Bersichcrungsbciträge. Bciwendung der Beitragsmarken. Ausstellung. Umtausch u,"> Ausrechnung der Oittungs- knrtsnl vom 4. Januar 1814 ab am Beschäftig»,igsort der Bcr- fiihertcn durch die gemeinsamen Ortserhebestellcn der Allgemeinen Ortckrankcnkaffe und d-r Landkranlenkaffe für den Landkreis Gießen vorgcnomme». Die Inhaber dieser Stellen sind die Gemeindercchner der Gemeinden. Ausnahmsweise sind die Ortsstcllen übertragen worden: in Geilshausen dem Großh. Beigeordneten Menz: in Heuchelheim dem Feid. Bolkmau» 2.; in Hungen dem Polizeidiener Otto Jockel: in Leihgestern dem Georg S.ipp 5.; in Lich dem Heinrich Adam Fuhr: in Muschen- heim dem Heinrich Müller 4.: in Odenhausen dem Leonhard Lang in Wctzcnborn-Steinberg dem Karl Maidt. In Friedeihausen lGemeinde Staufenberg) bleibt die seitherige örtlich: Einziehungrftelle für die Invalidenversicherung sür die Jnvalidenvcisich-rungspslichtig«,, dieser Gemarkung auch nach dom 1. Januar 1814 bestehen. Erheber ist der Förster I. Schneider. Zur Ausführung des Angestellten - Derffchcrungsgesetzes vom 28 . Dezember 1811 erfolgt die Ausgabe und die Annahme der Aufnahmekarten, die Ausstellung der Derficherungskarten (Paragraphen 188, 195, Abs. 1 Paragraph 137) bei denjenigen Versicherten, die nach dem vierten Buch der Reichsversicheninas- uveit- 4 ordnung versichert sind (d. i. Invalidenversicherung) ebenfalls durch diese örtlichen Erhebestcllen. E re ß e „ . den 4. Febnwr 1844. Eroßherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: La n gc r in a n ». Bekanntmachung. Betr.: Fcldbereinigung Oberbcssingen, Niedcrbcssingcn. " und Holzheim. Auf Grund von Arlikrl 48 des Feldberetniguv." 7 ' ■ fordere ich die beteiligten Grundeigentümer aus. die E - der Eigentums- und sonstigen N-chisveihöltuiffe in den ö" lichen Büchern, insowett sie den bestehenden Derbe' r ven - mehr entsprechen, innerhaib einer Frist von drei Menat-n Indem zustündigen Amtsgerichte berichtigen oder ergänzen zu Io - len. damit die bestehenden Rcchtsverhältniffe beim Feldb'i »igungsversahren berücksichtial werden könne». Friedbeig. den 47. Januar 1814. Großh 7 -ir-b- . um ffär Dr. I a n n , Krcisamtmann. Bckanntinnchuiig. Betr.: Feldbereinigunz Mainzlar. In der Zeit vom 7. bis 14. Februar l I. einschließlich liegt lverilags aus dem Dienftzimmcr Großh. Bürgermeisterei Mainzlar die Unterlage zur SBerteiluug der im Feldbereinioungs- verfahren ungedeckt gebliebenen Koste» nebst dem Kon,, mijsionsbesthluß vom 2V. Januar 1814 über die Kosten und deren Erhebung zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen sind bei Meldung des Ausschlusses innerhalb der obengenannten Ossenlegnngrsrist schrijttich bei Großh. Bürgeimeistcrei Mainzlar cinzureich:». Friedbeig. den 28 Januar 1814. Großh. Feldberoinigungskommiffär. Tr. Jann, Kreisamtmaun. Betnniitmachung, In der Zeit vom 1l. bis cinschlicglich 17. Februar 1814 liegen aus Großh. Bürgermeistereien Eberstadt während der üblichen Dienststunden das Hanplgcldansgloichungsverzcichnis mit S dazu gehörigen Veizeichniffsu: jowic bas Veizcichnis de. Ent. schädigungcn sür Zaunversetzungen zur Einsicht der Beteiligten ossen. Einwendungen sind bei Meidung des Ausschluffes inner, halb der obengenannten Ofsenlegungssiist schrisllich bei Großh. Bürgermeisterei Ebcrstadt einzureichen. F riedberg, den 28. Januar 1344. Großh. Feldbercinigungskommsffär. Dr. I a n » , Kreisamtmann. Kreis Kndinyen. Büdingen, den 29. Januar 1914. Betreffend: Die Krankenversicherung der bei dein Kreis Büdingen angestellwn Straßenarbeiter (Stcin- klopfer). Das Großh. Kreisamt, Vcrsicheningsamt, Büdingen an die Vorstände und Rechner der-Krankenkassen und die örtlichen Meldestelle» im Kreise. Um vorgcbrachten Zweifeln über di: Krankenversicherung der beim Kreise bcscliäftigten Straßenarbeiter 511 begegnen, weisen wir Sie auf folgendes hin: Don wenigen Ausnahmesällen abgesehen, sind die Straßenarbeiter linständig Beschäftigte. Sic haben daher die Pflicht, sich bei der zitständigen 'Krankenkasse selbst nu- zumelden (8 441 R.V Q.) Die Frage der Zuständigkeit der Krankenkasse beniißt sich nach § 412 R.V.O. Hiernach gehören die unständig Beschäftigten, wenn sie vorwiegend landwirtschaitlich beschäftigt sind, in die Landkrankenkasse, sonst in die allgemein; Qrtskrankenkasse (Banarbeitcn). Es ftagte sich sonach, welcher Art von Arbeit der Straßenarbeiter im übrigen nachgeht. Ist er, was häufig der Fall ist. tut übrigen selbständiger Landwirt und als solcher nicht versicherungspslichtig, jo gehört er in die allgenieinc Ortskrankenkajse, ebenso, wenn seine übrige Tätigkeit eine gewerbliche ist. Meistens wird der Straßenarbeiter im übrigen landwirtschaftlicher Taglöh- ner sein, er gehört dann zur Landkrankenkasse. B 0 e ck »1 a n n. Büdingen, den 2. Februar 1914. Das Großh. Kreisamt Büdingen an die Großh. Bürgerincistcreien des Kreises. Mir beabsichtigen in, Monat März d. Js. w:°dcr eine Bürgermeistcr-Versaininlung abzuhallen »nd geben Ihnen hiermit Gelegenheit, Vorschläge für die Tagesordnung binnen 3 Wochen zu «lachen. B 0 c ck in a n n. Büdingen, den 26. Januar 1914. Betreffend: Wolinnngsaufsicht. Das Großh. Krrisnml Büdingei: an die Großh. Bürgermeistereien de? .Preises. Wir werden Ihnen demnächst einen Fragebogen über den Wohnnngsbestand in 1913 sowie den bereits ausgcfüll- ten für 1912 ziisenden zwecks Ausfüllung de? crsteren durch den Wohnungsiiijpektor und baldiger Rücksendung beider Formulare a» uns. Der Fragebogen für 1912 liegt deshalb bei, weil ans ihn, der Bestand Ende 1912 cntnoinmcn und oben in, Formular sür 1913 cingefügt werden viuß. Für die Wohnungsinspektore» in Büdingen und Nidda füge» wir noch einen Fragebogen zum Konzept bei Ihren Alten bei. Wir erwarten Rücksendung bi? 25. Februar spätestens. B e r ck in a n n.