lluminc« !l frcitöp, den 0* Lebrnnr 11)14. 7. 3nliritnuf\ iir „a.rnt engf. , l> chemt ,«dcn WerUag. Regelmatzlg« «eilaarn ..»!»«• -laar* «»» a.... —— -— — - - 'N°".'ttch « .NM ..... poiGebuh. £ '* _ L: ’ jlll " lp * 0 “ Sd.rif.ln.una °..!> tl.rlag .än t tb:.q i - k K ,. . Jft „ a j, f «>. »,|l|d l .tf.g.nla »I,. «8ÖJ. ' " ,b ' n iicüct*r»riit. |Hmhnttcv=feljrr»i. — Ter RrichStagenbgrordiikte Hrstrrman», der bi? vor kurzen, Hospitant der »ationallibcrale» Fraktion war, hot sich jetzt auch äuherlich vo» jeincn bisherige» Freunden getrennt, indem er leinen Platz im Eitzungssaale des Reichs- tage« wechselte. Er Hot sich bri der Wirtschaftliche» Per rinigung iiirdrrgrlasskn, ohne ihr indessen beizntretcn. — Wie die „Taglick>e Rnndsckx»>" erfährt, erichernt die Blwilligung de« Rrichozuschussr« für olinnpischc Tpirle in drr Bollvkrsammliing de» Rrichotagc« sür sicher. Zwei T.ittel de? Zentrunis dürften für die Bewilligung stimme», etwa ein Drittel, namentlich die Süddc»ts«)en sind einstweilen »och gegen die Bewilligung. — Die Stadtkvllegie» von Hannover bewilligten gestern vormittag eine Anleihe von acht Millionen Mark zur Durch- führung der Kanalisation für die nördlichen Vororte der Stadt. Die Anleihe soll mit % Prozent amortisiert Iverden. — In Triest gerieten bei einer militärischen Uebung am Mont Eajnbio. südlich von Rovcreto, 15 Solda.en und 3 L-ssiziere unter eine Lawine. Erst noch groben Anstrengungen gelang es. olle Verschütteten zu retten. — In L>io» brach in der Spiunrrei vo» Billard & (So. gestern -locht ein ttzrosiscuer aus, da? betrachtlickpn Material- schaden anrichtete. Tie Fabrikgebäude sind fas» vollständig voin Feuer zerstört worden. — Ter Flieger Raal«, der gestern nachmittag mit einen. Doppeldecker von Billacoublai, Fl„gvcri»ä>e machte, stürzte au« 200 Meter Höhe ab und war sofort tot. — Der Paletdampser Lutetia" von der südatlantischen Tchisfahrtögesellichas. ist mit einem griechische» Lastdampser lusammrngeslosikli. Diesrr sank sofort. Tic Mannschaft wurde von der .Lutetia" an Bord gcnommcn. Diese hat schwere Havarien erlitten und mubte in den Hafen von Lissabon zurülkkchrrn. — Unplan Schmidt wnrdc im zweite» Prozesi in Rew- vork gegen ihn de» Morde» im ersten Grade für schuldig bc »undrn, worauf der Tod steht — Nachrichten aus Nogale« Sonora znsiilge ist der merikanische Hasen Mazatlnn in die Hände drr Rebellen gefallen. Huerta hat alle Tivisio.isches? und Gouverneure anspcsordert. alle Richtkonibattanteii, Eingeborene und AuS- lniider. möglichst autzerhalb der Gcf.chtslinie unter,»bringen. — Der Peruanische Kongresi ist gestern zu einer auhrr- ardentlichki, Sitzung zusammengctrcten und hat beschlossen, bis zu den nächsten Präsidentenwahlen ein Regierungokomi te> zu ernennen, in dem der Oberst Beuaridc« de» Vorsitz führt. lUo silrcn die Ktenerdrüllrclrerger? Vor Wochen hat die sattsam bekannte „Kleine Presse", der radikalere Ableger der radikalen „Frankfurter Zeitung" in einer gereimten Wochenübersicht ihrer Neugierde Ausdruck gegeben, was wokl die östlich» Provinze» für einen Wehr- be.trag zahlen würde». Dari» hat der Neimschmud die üb- lichen nicksts,Hitzigen Benierlimgen über die Steuerscheu ost- clbisch-eii Agrarier gebracht. Tie „Kleine Presse" hätte sich die weite Reise über die Elbe ersparen können. E4 wird jetzlbekannt. dasi nach de» bisherigen Einschätzungen znin W> In beilrag da, Vermögen der Einwohner der Stadt Frank furt mcbr als drei Milliarden beträgt. Durch den General, pardo» sind Ü00 Millionr» Mark mehr als bisher angegeben worden. Dabei ist zu bcinerke», dab die Frist für die Ein- >a »tziiiig zum Wehrbeitiag fiir. die Höchstbefteuerten noch nicht einmal abgelaufe» ist. An welcher Weise die Steuerhinterziehung in Frankfurt getrieben wurde, dafür möge ein satzt »nglaublich klingende« Beispiel dienen, das unk- indessen von durchaus glaub- b.ster Weise verbürgt wird. Ein Gesätziftsniann. der sich längere Zeit iin Ausland ausgchalten hatte, liest sich i» Frankfurt nieder, versteuerte dort ein Einkommen von 1200 ■ V in, Fahr und zahlte denientsprechend eine ganz niedere Summe als Steuer. Mit diesem geringen Einkommen stand lwck'bcrrlchastliäx' Wohnung des Geschäftsmannes und der Aufwand, den er sonst trieb, in schreiendstem Widerspruch. Widerholte Versuche der Steuerbehörden, den Genannten zu fasten, bliebe» aber erfolglos, weil sich der Geschäft-, mann daraus hinan,-redete, er lverde von rciavii Verwandte» sehr ausgiebig unterstützt, N>aS jedock, als sickiereS Einkommen nicht zu betrachten sei. Ter G e n e r a l - P a r d o » bat nun die überraschende Wirkung gehabt, das; dieser .Geschäft«. mann" sich zu einem Vermögen von 7 Millionen Mark und eiiieni Einkonimen von 2-0)000 bek.in>it Hot. Auch au-Z Halle a. S. wird gemeldet. d>ist der General- Pardon dort eine solche Wirkling gehabt habe, daß inan fortan init einer ganz besonders gesteigerten Einnahme aus den städtische» Steuern rechnen kann. JedensnllS werden wir dieser Erscheinung noch weiterhin un'-.-re Ansnierliamkeit schenken und darüber berichten. Ja einer seiner letzetn Neickislaaorede» hat sich der verstorbene konservative Führer Abg. Gras Kanitz u. a. über den liursstand unserer Staatspapiere und über ausländische Emissionen ausgesprochen. Er enipsaöl. de» in Vrenste» iiber die Sparkassen verhängten Ziuang. eine» Teil ihrer Bestände in Staatsschuldverschreibiinge» gnzulcgen, vo» Reichs wegen aus die Banken aurzudehne» und bedauerte, dast noch immer so gewaltige Suinine» deutschen Geldes ins Ausland ans- wandern, znmal die Sickierheit soläier Kapitalanlagen sehr viel z» wünsckien übrig lasse. Tiesi- Gedaitkengänge sübrten ihn zu der Erneuerung des Vorschlages, eine Zentrale,»is. sionöstellc zu schassen: „Die Vorteile einer solchen Stelle lie- ge» klar aus der Hand. W-n», Hunderte von Mlllioiieii de»t- sck>en Kapilals i» da« Ausland gehen, dann ist das ei» Zustand. der nicht so ist. wie er sein sollte." — Tie wohlbegrün- detc Rede wurde am 17. Januar 1913 gehalten, wäre aber am >7. Fäniiar 1911 noch genau so zeitgemnst gewesen. In der Tat hat gerade da« Vorgihr alle diejenige» Forderungen gerechtfertigt, die in diescni Zusammciihoiige von der Rechten seit langem init immer steigendem Nachdruck erhoben worden. ES war Mitte Juni des Vorjahres, als der preustische Handelsniinifter Einspruch dagegen erhob, dast in nächster Z«ii weitere AuSInndsaiileihen an der Berliner Börse ein- gesührt würden. Die dankenswerte Kundgebiing hatte die erfreuliche Wirkling, dast die neu- merikanische Staatsanleihe und die neus merikanische Eisenbnhnnnleihe, an der sich auch deutsche Banken beteiligt batten, den Weg zur Börse vorsperrt fanden. Jenen Dankinstitnten blieb nichts weiter übrig, als ihre Beteiligung im Anslande nnterznbrinnen oder ihre» Barbeständen zu entnehmen. In Baiikkreiseu bat man damals ans den geschäftestörenden Diktator Sndow geschalten. Die Geschichte war aber nnch wirklich peinlich,. Einige Monate zuvor Halle da? sparende Vublikmn n>,s Empf-blung gioster Bankhäuser merikanische Papiere erworben und nn» inar das energische „Stovv!" de? vrenstischer HandelSinini- stcrS doch »nr dabin in deuten: Hütet euch vor den ober- aiilen nierikanisechn PavierenI C+tm ein balde? Fnbr per- ging und der merikanische StaatSbankeratt war angemeldet. Die Empseblung der Grostbar"en balte de» Sparern derbe Dcrlnste gebracht, die Warniing de? Minister? batte gleiche Dcrlnste vora»?schia»end verbötet. Gewist mag sür da? Eingreifen de? Minister? witbestimmend aewesi-n fein, dast unmittelbar zuvor viervrozentigc Anfeihen de? deutschen Reiche? und de? vrenstikchen Staate? aiifgelegt und dast von den ReichSankeihen nur 80 Prozent, von den Konsol? vollends »nr -t0 Prozent gezeichnet wurden. Die Hintanhaltung von Verliisten diirch da? Sverrcn der merikanische» Anleihen bleibt gleichwohl zu danken. Leider geschieht aber nicht? Diirchgreikende?. um die faule» „Merikaner". die dach in d-n verschiedensten Ländern beheimatet sind, an cinrin Anivriich ans Unterstüdunaswohn- sib in deutschen Landen zu bindern. Wo bleibt die längst geforderte Zentralznlassnngsstelle? Was Herr Sydow beiite in Prensten verbietet, kann sich morgen in Hamburg verwirklichen. Va,n Standpunkte einzelner Emissionsbanken iliag ha? ein Ideal sein, unter dem Gesichtswinkel der deut- ichiii Dolkswirtsch-ift bleibt e? ein Hebet. Wenn ein Bank- dircktor und srübcrer nalionalilberaler Neichstagsabgeord- ueter im Jahre 1011 in einem liberalen KönioSberger Blatt den Grundsatz predigte: „Hinaus mit dem Geld in? Ans- land. dainit wir unsere finanzielle KriegSrüstimg erböben"! so sollte diese wilde KapiialauSfubrliist in reichsgesetzlichen Mastnabmen endlich eine angemessene Bremse finden. Die Mexikaner-Lehre» reden doch eine deutliche Sprache. Ter dcntschcil AnslandSpolitik bat man lange und mit Recht vorgchalte». dast sie viel zu viel mit Verbeugungen und Katzbuckeln arbeite. Ter Politik der deutschen Emissionsbanken ist dieser Vorwurf noch heute zu mache». Avvelliert das Ausland an den Geldttiarkt der KultiirNaalen, so ist UN- lere Baiikwelt fast immer z»m Zahlen rrbälia, und da? iratiouolökonomiiche Interesse kommt nicht selten zu kurz dabei. Warum nähern wir uns nicht der in Frankreich geltenden Aeftiminnng, dast bei ausländischen Eniissionen zum inindcsten ein Teil der auSgeliehenen Suminc durch Bestell»»,,cii bei der inländischen Industrie der eigenen kr- werbstäiigkeit wieder zugute kommen niusi? Wird obendrein mit dem Erlös der Anleihen die ausländilcke I-iduitrie zum aussichtsreichen Wettbewerbe mit dem deutschen Gu'ort- gcwerde grostgczogen, so mich die unbcschräulte Unterbrin- guug von AusIandSvaviercn ol? lck-.eere Sä-.digung der deutschen Vloksivirtschaft erscheinen. Am 1t. ?»bruar 1911 verlas- bei der Juterpellatioii über die Ueberfckioeiiimung de? deutschen Geldmärkte? mit fremden Dertpopiere» Graf Kanitz u. a. folgende Leitsätze: „Emissionen ausln»di!ck>-'r Wertplipierc sind nur nach voller Deckung des inländiickien Kapitalbedarfes zuläfsig! internationale Emil-ionen dürfen immer nur Miitet zur Erreichiing nationaler Ziele sein und müffen sich in bei, Dienst der nationasen Arbeit stellen, s. a lockstc die Linke bell auf, und erst ol? der Redner al? den Vater äieier verniinttlae» sporderunaen den Gebeinrrat benannte, wandest.- sich da, Loche» in sch-ämige? Schlveigen. Das Lachen lehrte frrilm,. wie weit wir au« diesem wichtigen Gebiete von völkifchem Enustinde» ,,„r> ,>aiu deln noch entfernt sind, und es ickx-ini. al« n.iiite uns dnrck, SJTcjrifo und ahnlickp: cmvsäiigliche Gegciidei, erst ,»>ck> man- ck»'r herbe Verlust brlchieden iverden, ebe die Politik der Emissionsbanken durch den gebieterisch onSgelvrockiciien Volkstz'illci, mit mehr nationalem Geiste erfüllt wird. I*cntlri|cr lieichotay. 200. Sitzung vom 5. Februar, 1 Uhr. Am Bunde«ratStisck>c: Or. Trtbrück. Die Bewreckiung Uber die Hnndhabiing d.S Verei»?- gesetzcS und die dazu gestellte» Resolutionen ziiin Etat für das RrichSamt dr« Innern wird fortgesetzt. Adg. I>r. Iiinck (natl ): Diese Aussprache über die Hand- kuibuiig dcS VereinsgcsetzeS ist zu einer ständigen Eliiricki- t»ng dcS Reichstages geworden. Aber der To» der Kritit ist jetzt wefenstich milder. Zu einer Aushebnng de« Sprachen- Paragraphen liegt gar kein tznlast vor. Die Polen köinie,' für den Sprache,iparagraphen dankbar fein, denn eir prenstisches Gesetz wäre viel strenger. ES ist rin Mangel n>. Ossenheit, wenn die Soziatdeniokrate» behanptini, das, in- sieien Gewerkschasten nicht fozintdeiiiotratiich fiiib. Iminer. hin soll man grosie Bewegungen nicht mit Nadelstichen tc k, ämpfen. Ein Fehler war das Verbot des Ainundte» Vor- trages; das Gefühl sür die Pslichte» einer Kiiltiiriigtio» sollte stärker sein. Wenn auch die Geiichte in ihren Ent- fchcidungcn weit auScinandergchen. so darf man doch nickst gleich von Rechtsbruch und 3teäst«verweigcrii»g reden. Di Jugendlicheu müssen vor der Politik verschont bleiben. W>ni> der Erlah drS Berliner Polizeivräsideiilen gegen die Per- einigung der Berliner Schutzlcnte eii'e Koalitionsseiiidl'äi- kcit an sich bedeuten sollte, so würde da? den, Geiste des Ver- cinsgesetzcü widersprechen. Das VcreinSgesetz ist eine grosie Errunge»sch>ist. aber eine schikanöse oder svitziindige Aus- lcgung schädigt die Autorität des Staates. Da ein Anlasi zur Abänderung des Gesetzes jetzt nsilst vorliegt, lehnen wir alle Resolutionen ab. (Beifall.) Abg. 1>r. Müller-Meiuinge» tsorlschr.): Die beste Rechtscrtigung sür die .Haltung der liberale» Parteien ist die Tatsache, dasi die Konservativen das- Vereins,lesetz al.- di« bitterste Frucht aus der Blockzeit betrachten. Wir freuen »ns. daß wir das Gesetz gemacht haben und würde» genau wieder so handeln wie 1908. Wir sind bereit, das Gesetz i, frcibeitlirfH'rem Sinne abziiändern, wenn Misibräiickze i- e krmmen. Dagegen sind wir sür B-ibchalI,»ig de? Jugenk Paragraphen. Die Jugend soll nicht in einen palitis-E -n i-nl- konfessionellcn Fanatismus hineingezogcii werde». Jiingdeutichland-Bewegung ist nicht poliliich (La, in u b Widerspruch b. d. Soz.) Sic wird wohl einmal misibra zu diesem Zwecke, aber das mibbilli-zeii wir. Tie Bürgerschaft steht hinter ihr, und diese ist fein Politn-, er Verband. (Lärm b.'d. Soz., Zuruf: Tie Arbeiter .-»,!> nicht!) Auch i„ den Turnvereiiic» fragt lei» Mcm'ch »am der politisck>cn Gesiniiung. Gegenüber dem Misibrauch de« Tisziplinarrecht« halten wir daran Ml, dasi Reich-, recht 'I u tikularrecht bricht. Es ist unerträglich, dasi Herr v. aow den Schiltzleutcii das BercinSrecht abspricht. Das Schiiiei - zcnskind des Gesetzes bleibt der Spraäxiivaragiaph. Kein Mensch dachte daran, dasi Prensicn ihn i» dieser Weise bandhaben würde, I» Süddcutschland ist seine prallilei,- deulung glcich null. Aber in Preusien ist seine Anwendung reckstsirrtümlich und widerspricht dem Wortlaut d>« G- setzcs. Wir sind für eine authentische Jnterpietation dnröi eine Acnderung des Textes des Gesetzes z» haben, »iiser-- Bedenken tresscn gerade aus de» Fall Aniuiidse» z», E wurde zu einer politischen Durmuheit. Wir sind gerne bc reit, on der liberalen lsestaltung dcS Gesetzes mitziiarbeitcn Wir werden nicht ruhen und raste», bis diese unseliae russische VrrwalliingSmaschine .wie sic sich bei der prensiijä , « Handhabung d-:s Gesetzes eingenistet hat vom deutsch,» »ml vom preusiischen Boden verschwindet. (Beifall links ) Abg. lir.Landobcrg (Soz.): Wir internationalen ? > zialdrniokraten werden nicht ruhen, bis der Sprachen,- -!- , graph beseitigt ist. Wem seine M»ttersprack>e lieh ist, f - i muh sich gegen deren Unterdrückung empören. Die Rechte beschwert sich immer über die Unterdriickiing der Sprache der Teiitsckicn i» Ungarn. Mit den Polen und Däne inachl »-,->> es in Preusien aber ebenso. Ter SvrachenparagiapI, - nicht aus nationalen Gründen hervorgegange», sonder., aus Wunsch wcstsälischer Kapitalisten, die Arbeiter treu,den Zunge zur Aiiäbcutiing brauchten. Unsere Turnvereiiie we> - de» absichtlich zu politischen gestempelt. Ter Jnngdeutsch- landbund aber wird als unpolitisch bezeichnet, obwohl sei» Hauptzweck die Bekänipsung der Sozialdcmolratic ist. Wir verlangen Sck>utz gegen polizeiliche AnSschrcilungen. De Reichskanzler sollte als preusiisck>er Ministerpräsident den Schein vcrnieidcn. als habe er seinerzeit ol« Staatssekretär W. 57 N«»« Xagc*jm««*. Aeejtag. wtm a. gebraat l31f- Seite L dir Zustimmung zum Vcreinsgesetz durch liberale Versprechungen erschlichen. (Beifall b. d. Soz.) Ab-,. (Gröber (Zentr.): Das neue Verrinsrecht bedeutete einen Rückschritt gegen das alte, denn dies kannte keinen Sprachenparagraphen. Auch in Bezug auf die Jugendlichen ist das neue Gesetz schlechter, denn daL alte kannte nur Lehr- linge und Schüler. Ter Begriff Jugendliche kam erst durch die Liberalen hinein. Früher war kein Anlaß vorhanden, widerspruchsvolle Auslegungen zu geben, weil der Begriff Lehrlinge und Schüler fester Umrissen war, als der jetzige der Jugcndlicheu. Das hätten die Liberalen damals bedenken sollen. (Sehr,richtig! im Zentrum.) Nicht ein besonderer Gerichtshof kann helfen, sondern nur ein neues L'ereinsgcsetz. Wie der Rcgicrnngsvcrtreter von einer durch das Gesetz geschaffenen Rechtssicherheit sprechen konnte, ist inir unverständlich. Durch den Germanisaffonszwang wird der Widerspruch geradezu wachgerufen. Der Sprachenparagraph ist ein preußisches Ausnahmegesetz, das die Abgeordneten Müller und Junck beschlossen haben. (Lcbh. Zustimmung im Zentrum.) Ministerialdirektor Dp. Lewald: Der Fortschritt gegen früher best.-ht doch in der Rechrseinheit. Bei den damaligen Debatten ist lebhaft über die Verschiedenartigkcit der ei»- pelstaatlichen Gesetze geklagt worden. Abg. Müller sagte, die Berwaltungsgerichtc pfiffen aus das Reichsgesetz. Das muß ich zurückweisen. Es können wohl Berschiedenheiten in der Rechtsprechung Vorkommen, aber der Ausdruck pfeifen bedeutet doch, daß die Berwaltungsgerichte das Gesetz bewußt verletzen. Ter Abgeordnete Haiffscn hat hier Fälle besprochen, die mit dem Rcichsvereinsgesetz nichts zu tun haben, sondern lediglich init dem Fremdenpolizci, die Landessache ist. Der Jungdeutschlandbund treibt keine Politik (lärm. Widerspruch d. Soz.), denn nationale Betätigung hat mit Politik nichts z» trin. (Erneuter Widerspruch und Lachen d. Soz.) Wo ist in den Versammlung»» des Jungdeutjch- landbundes jenials von Parteien die Rede getoesen? (Lachen d. Soz.) Wenn die jungen Leute darin militärisch geleitet loerdcu, dann entspricht das nur dem Grundzuge im Volke und auch dem sozialdeniokratischeu Progranrm, das eine uiilitärische Erziehung fordert. (Lachen d. Soz.) Tie Schutz, uiaunjchnst ist lediglich eine militärische Organisation, muß also auch in der Veceiniguugsfrage gesondert behandelt werden. Es rst ein Unterschied, ob kleine Schutzmannsvereine bestehen oder ein großer Verband mit 7000 Mann. Lediglich unter diese,» Gesichtspunkte ist diese Frage zu betrachten. (Beifall rechts.) Abg. v. Trampczhnski (Pole): Der jetzige Reichskanzler hat sich mit seiner Ehre engagiert, daß das Gesetz nicht einseitig angetuendct werden wird: Ich traue den Beamten in der Doniäuc des Herrn v. Jagow jede Niedertracht zu. tVizeprästdent L)r. Pansche ruft den Redner zur Ordnung.) Die Freisinnigen haben schuld, daß ste den Versprechungen der Regierung getraut haben. Freitag: Fortsetzung. Schluß nach 6 Uhr. Preichilcher Landtag. Abgeordnetenhaus. Das Preußische Abgeordnetenhaus setzte di« Beratung des Justizetals beim Titel Ministergchalt am Donnerstag fort. Abg. Kanzow (Forifchr.) macht« den Versuch, Beamten, besoldungs,'ragen zu besprechen, wurde aber vom Vizepräsidenten Dr. P o r s ch darauf ausmerksam gemacht, daß diese von der allgemeinen Besprechung abgetrennt sind. Fortsahrend beschwerte sich Abg, Kanzow, daß der Staatsanwalt nicht q«. niigcnd dea Anwaltstand vor Beleidigungen lchütz«. Justizministcr Dr. Beseler bemerlt«, daß es in dem an» gezogenen Falle durchaus im Interesse der Anwaltschaft lag. daß es nicht zum Prozeß kam. (Hört, hört!) Bei der Beschlag, nähme unzüchtiger Postkarten ließen sich die Behörden von dem Grundsatz leiten, daß nicht die Kunst, sondern der Mißbrauch der Kunst getroffen werden solle. Die Justizverwaltung konne I.icht allein vom Standpunkt des Künstlers ausgchen, ste müsse sich von praktischen Gesichispunktcn leiten lassen. Einzelne Mißgriffe könnten wohl Vorkommen, di« wahr« Kunst aber würde nicht geschädigt. Abg. T e y b a (Pole) lehnte di« im Justizetat enthaltenen Ostmarlen-Zulagen ab da sie zur Bedrückung der polnischen Be. völkerung durch die Beamten dienen. Auf eine Beschwerde über einen Eraiß an die Staatsanwälte zur klcberwachung der polnischen Propaganda bemerkt« Justizminister Dr. Beseler, daß dieser Erlaß nicht an di« Richter gegangen sei, di« sich solche Becinsluffung auch nerbitten würden. Der Erlaß sei aber notwendig geworden wegen der deutschfeindtichen Umtriebe. Abg. Viereck (sreikonj) fordert« di« Errichtung von Taramiern in Verbindung mit d«n Katasterämtern im Jn. Icrcffe des Grundbesitzes bei Feststellung des Hqpothekrmveites. Abg. Dr. Liebknecht meinte, die Ruditätenschnüffelei »rtc in Absurdität aus. Die Kriminalität der Jugendlichen gehe überall Mrück. wo die modern« Arbeiterbewegung -infctzc. Del dem von der bürgerlichen Press« beschönigten Krupp-Prozeß könne man von seinem Ausgang sagen: Welch eine Wendung durch Herrn von Eoltbcrgs Fügung. (Stürmische Psuiruse iechls). Vizepräsident Dr. Porsch rügt dies« Perssfilieruim eines solch ernsten Wortes. Der Justizminister trat den Behauptnngrn des Abg. Liebknecht von eiirer Klassenjustiz entgegen. Die Justizverwaltung denk- gar nickt daran, di« Richter zu beeinflussen. Wenn Herr Liebknecht sich über eine wenig freundliche Behandlung seiner Parteifreunde beschwert habe, so möge er doch auch daran denken. wie er di« Justizbehörden behandele. Beim Krupp-Prozeß sei doch wirklich sehr wenig herausgekommen. Sehr wenig taktvoll seien die Aeußerungen des Abg. Liebknecht über den abwesenden Minister von Dallwitz gewesen. Entschieden müsset Beleidiarrrurerr Admeiender adwsilen. kBeibrtl rechts« Abg. Kloppenbvrg (Däne) erklärte, daß dl« Bevölkerung in den Nordmarke« da» Bert rauen zur Justiz verlöre« habe, denn die Dänen wurde« ungerecht behandelt. Das Haus vertagte sich auf Freitag 11 Uhr. Fortsetzung. — Schluß 4 % Uhr. Tagesübersicht. Deutsches Deich. :: Unfall des württembergische« Dampsschisses „Hohent. rail“. Das württembergische Dampfschiff „Hohentwrl", das um 7.13 Uhr vorgestern in Konstanz cintreffcn sollte, ist bei Meersburg infolge des dichten Nebels auf einen Felsen aufgefahren. Der Radkasten des Dampfers wurde schwer beschädlgt, so daß dieser sein« Fahrt nicht mehr fortsetzen konnte. Di« Passagiere wurden mit dem badischen Kursschiff weiter befördert. Menschenleben kamen nicht zu Schaden. Dagegen ist der Material, schaden ziemlich erheblich. :: Allsstand bei ben Warsteiner Gruben- und Hüttenwerken. Nachdem am Samstag auf der Abteilung Eisenhammer der Warsteiner Gruben- und Hüttenwerke die gekündigten 70 Dreher und Hammerschmied« entlassen worden sind, ist nunmehr der Ausstand ansgebrochen. Die von der Stadtverwaltung über, nommenen Einigungsverhandlungen haben zu keinem Erfolg geführt. :: Elsüssssche Bauern al» Gäste bei einer Kompagniefeier. Daß in Elsaß-Lothringen dir Beziehungen zwischen Militär und Zivil keineswegs allgemein als gespannt anzsehen sind, daß insbesondere die Landbevölkerung in dieser Beziehung eine durchaus loyale Haltung «innimmt, dafür bot die Kaisersge. buttstagsfeier der 7. Kompagnie des Straßburger Infanterie, regiments 132 im „Tivoli" einen schlagenden Beweis. Zahlreiche Männer. Burschen und Mädchen aus dem Dorfe K i r. woiler im Kreis« Zabern waren dabei zu Gast. Die 7. Kompagnie hatte im letzten Manöver dott 1 t Tage lang Slnnoquar- tier bezogen. Die Verpflegung der Soldaten war so ansg«. zeichnet und das Verhältnis zwischen Soldaten und Bürgern so herzlich, daß der Hauptmann sich auf irgendeine Art dafür erkenntlich zeigen uollte. Er ließ daher die Einladung an die Kirweiler Bürgerschaft ergehen. Die Kirweiler amüsierten sich herzlich bet ihren 132ern. Erst frühmorgens mit dem ersten Zuge traten sic die Heimreise wieder än. Die elsaß-lothringische Landbevölkerung liefert bekanntlich ein ausgezeichnetes Solda. temnatrrial. Diele Bauernsöhne dienen in den Garderegimentern und erinnern sich stets mit Stolz ihrer Militärdienstzcit. Später treten sie vielfach den Krieacrvereinen bei, zu deren «is- rigsten Mitglieder sie gehören. Die militarfeindlichen Ele. mente sind denn auch nicht auf dem Land« zu. suchen. Die bäuerliche Bevölkerung in Elsaß-Lothringen ist vielmehr gut deutsch und loyal gesinnt. Wir legen Wert darauf, dies einmal in unzweideutiger Weile hier fcstzustellen. Dänemark. :: Zur Etzefckstirßung im dänischen König-Hanse. In einem gestern nachmittag unter dem Borsitze des Königs abqehaltenen Staatsrat machte der Pönig dem Ministerium öffentlich Mitteilung von der Eheschließung des Prinzen Aage mit der Komtesse Calvi di Bergelo und gab die Erklärung ab. daß der Prinz für sich und seine Nachfolger auf alle Ansprüche auf den dänischen Thron, sowie auf seine Tikel „Königliche Hoheit" und „Prinz von Dänemark" verzichte. Als Mitglied des Königs. Hanfes behält der Prinz indessen den Titel „Hoheit". Der König hat ihm den Rang eines Grafen von Rosenberg nerkiehen und sein« Gattin ihm im Rang gleichgestellt. Die Neuvermählte» werden infolgedessen künftighin den Titel führen: „Ihre Hoheiten Prinz und Prinzessin Aage Gros und G-äfin von Rotenberg". Für sein« Rachk-mmen will der Prinz auf jeden Für. strirttlel und Rang verzichten Sic werden jedoch den Titel Grafen unt> Komtesien von Roseuherg erhalten. Frankreich. :: Juftizminister Erunpi geohrfeigt. Ein eiqenaitiger Zwischenfall ereiauete sich gestern nachmittag im Justizvalast. Als der frühere Juftizminister Jean Tiusvi sich z» einem Plaidoner in die Räume des Appellationsgerichtshofcs in Paris begeben wollte, wurde er von einem vornehm aussehenden Herrn zuerst beschimpft und dann zweimal aeobr-eiat. Der Anorcifer wurde sofort festgenommen und zur Wack« geführt. Er ist ein bekannter Porlraitmaler namens Dreyfns.Gonzales, der u. a. den Papst und Frau Waldeck Rousseau gemalt hat Er wirft Trupp! vor, ihn mit seiner Mutter, mit der er einen Prozeß siihrte. und deren Sachwalter der ehemalige Minister war, cnizweit zu haben. England. :: Die Baris Reise dea englischen Königspaares. Dir Tatlache, daß Sir Edward Gren den König aus desien Reise noch Paris begleiten wird, verleiht dem Bestich- eine beionder« Feierlichkeit, denn feit langer Zeit bat kein englischer Staatssekretär des Aeußercn an einer solch » Reise tcilgenomme» und der jetzige Inhaber des Pelle,is bat das Land überhaupt noch nicht in feiner offiziellen kigrilschast verlassen. Ans drr #te?tnßf. * Friedb-ra, fi. Febr. In der Recht von Millvoch auf Donnerstag verstarb im Alter von !>ü Jahren der hiesige Ol-erbahn- hofsvorsleher Schwarz. Die ll-bersühruag vom Krankenhaus nach deni Bahnhof findet inorgeu vorinittags 1V Uhr statt. Die Beisetzung erfolgt in Dnisbnrg-Meiderttb. * Friedbrrg, B. Febr. Der 1. FriedSerger Schützenvercin hält heute abend halb 8 Uhr seine diesjährige Generalver. sammlung im Hotel Trapp ab. In dieser Bersammlunz wirb unter anderem auch über di« neu projettterte Schictzanlag« nördlich dem Viadukt und westlich der Rkaüi-Wiser-Bahn beraten werden. Wünschen wir dem Verein zu seinem Vorhabon besten Erfolg. * Friedberg, 6. Febr. Der Dunst der Beamte» in den Stellwerke» wurde bisher im Winter durch die mangelhafte Heizung mit gewöhnlichen Oefen außerordentlich erschwert. > du die dinrne» Glaswände der hochpebnntrn Werke eine • aleiebmüß-aa Durchwärmung nicht -.»liefen». Neuerdings ist man daz» übergegangen, die Stellwerke mit Niederdruck- Dampfheizungen zu versehen. Wcnngwjch eine solche Anlage mindestens 1200 M kostet, ydgen 200 M bei gewöhnlichen -Ofenheizungcn, so sind die bisher gemachten Erfahrungen außerordentlich beftiedigend und die Weick»enstellcr leiden nicht mehr unter dan großen Teniperaturschwankungen, die bei den alten Stellwerken an der Tagesordnung waren und ihre Gesundheit fortwährend gefährdeten. * Fricdbcrg, 6. Febr. Das Ministerium des Innen, Abteilung für Schiilangelegenheiten, hat in einem Aus- schreiben an die Kreisschnlkommisfionen die Lehrerschaft angewiesen, zur wirksainen Bekämpfung der Abwanderung der ländlichen Bevölkerung i„ die Städte, die Schuljugend aus die entstehenden wirtschaftlichen und sozialen Schäden auf. merksam zu machen, sowie durch fortgesetzte Schilderima der Vorzüge des Landlebens und der ländlichen Berufe und Beeinflussung der Jugend zu versuchen, den Zug nach der Swdt und den städtischen Berufsarten abzuschwächen. * SB. Bauernheim, 6. Febr. In vorvergangcner Rächt brau gen einige Hunv« in den Herrn Eß von Dornassenheim gehörige, Pferch und sprengten die darin befindliche Schafherde auseinan, der. Eine Anzahl Schafe wurden durch Bisse verletzt, darunte- einig« so schwer, daß sie abgeschlachtet werden mußien. Eie Tier wird noch vermißt, dasselbe ist jedenfalls in dje Weiter ge raten. Hoffentlich gelingt es. die Eigentümer der Meute fest, znstellen und zur Bestrafung heranzuziehen. * Ockstadt, 6. Febr. Am Mittwoch Abend ist nach langen und schwerem Leiden unser Altbürgermeister Nieolaut Tbendor Ewald verschieden. Der Derstorbene hat lange Jahre an der Spitze unserer Gemeinde gestanden und sich den Tank aller Mitbürger verdient. Er war ein Mann von achtem Schrot und Korn, dessen Andenken hier »nd überall, wo er bekannt ist, in Ehren geholten werden wird. Er ruhe in Frieden! * Holzhansen ». d. H„ 8. Febr. Bei der gesttigen Bürger, meisterwahl wurde Herr Ph. Wilh. Kunz, Sohn des ftüheren Bürgermeisters, mit 187 non 285, abgegebenen Stimmen znm Bürgermeister gewählt. * Vilbel, 6. Febr. Im Laufe dieser Woche wurde ein junger Mann von Frankfurt a. M., der hier mehrere Wirtschaften als Zigarettenreisendcr beluchte, verhaftet. Die Verhaftung erfolgte auf Veranlassung des Gastwirts „zur Krone". Diesem- waren vor etwa Ist Tagen 2 Mille Ziga- retetn gestohlen worden. Er erkgnnte in dem Zigarettenreisenden diesekbe Person, die vor 14 Tagen — am Tage des Diebstahls — feine Wirtschaft besucht batte. Bei seiner Verhaftung wurden etwa 5 Zigaretten in seinem Muster- koffrr vorgcfunden. Der Verhaftete stellt die Beschuldigung in Abrede. Die wettere Untersnchnng wird kebren, ob der Verhaftete mit dem Dieb identisch ist. * Vilbck, 6. Febr. Ein Geisteskranker nmnens Hinkel ans Massenheim bei Vttbek. sollte gestern auf Kosten seiner Gemeinde in die Lgndes-Heil- und Pflegeanstalt zu Gießen gebracht werden. Der Bedauernswerte starb auf dem Transport und die beiden Begleiter brachten ihn als Leiche hierher. Der Verstorbene wurde nach dem Gießener Friedhöfe gebracht. * Vilbel, 6. Febr. Ein diesiger Arbeiter stürzte in Frnnkftirt vom zweiten Stock eines Ganses ab und erlitt dabei schwere Verletzungen innerer Art und einen Beinbruch. * Himbach, 6. Febr. Bei der Neuvervachtung der hiesigen Geiueindejagd wurde ein Höchstgebot von 1006 .K als Pachtpreis erzielt. Seither wurden 1200 Ji bezahlt. * Büdingen, 6 Febr. Die Molkerei, die bekanntlich am 1. Januar stillgestellt wurde, ist am Montag versteigert worden, bierbei blieb der Besitzer der gegenüberliegenden Woll- svinnerei und Weberei, Fabrikant Schäfer mit 17 500 M Lttzbietender. * Bedingen, ß. Febr. Sonntag, den 8. Februar, nachmittags halb 4 Uhr findet im Hotel „Fürstenhof" die Bezirksversomm- lung des Bundes der Landwirte für den Bezirk Büdingen statt. Als Redner werden auftreten di« Herren Dr v H e l m o l t in Rieder-Wöllstadt und Dr. Pieper in Franftnrt a. M. * Büdingen, 6. Febr. Der frühere Schloßwächter Heinrich Schäker feierte gestern fein 25jähriges Drensffubttämn. * Langsdorf, 6. Febr. Ein hiesiger Schmiedmeister batte seine Brennhalzvorräte in eineni Schuppen hinter seiner Scheuer untergebracht, mußte aber die Wahrnehmung machen, daß auch noch Andere die schätzenswerte» Eigenschas- ten seiner prächffgen Bnchenscheiten zu würdigen mußten. Er legte sich nächtlicherweile auf die Lauer und erwischte einen unlängst hier zngezogenen Arbeiter dabei, wie dieser sich wieder für einige Zeit in mitgebrachten Säcken auf billige Weise mit Brennholz versorgen wollte. Nach einer non krü: - tigen Schmiedefäustcn verabfolgten, recht ausgiebigen Tracht Prügel, fühlte der unberufene Holzliebhaber das Bedürfnis, seiner windelweich gegerbte» Haut einige Tage Bettruhe an- gcdeihen zu lassen. In den letzten Tagen wurden nun an einer Anzahl Gartenzäunen eine Menge Latten abgerissen und mitgenommen. Sofort fiel der Verdacht wieder auf unseren Holzfreund. Eine bei ihm oorgenommene Haussuchung förderte auch eine Anzahl der verschwundenen Zaunlatten zu Tage. Prügel gab es diesmal, keine, aber Anzeige lei der Polizei wurde erstattet. Hcfsentlich wird diesem Herrn nun klar gemacht, daß Prioatbesitz noch kein Allgemeingut geworden und es zur Zeit »och nötig ist. die im Hausholte gebrauchte» Sachen sich känftich zu beschaffen. * Gießen, 6. Febr. Ai» Dienstag komme,ider Wo:ue sind die Stadwcrorüneten zu einer Sitzung unter Vorsitz des Kireisrats in der Bürgermeisterei eingeladen. »m die Wahl der städti!cl>eu Vertri-ter ftir den Kreistag vorzimehuien. Die bisherigen Vertreter dep Stadl Gießen waren die irarsior denen Boigeordiieteu George und 1>r. Schaefcr, Oborbürgor Meister Meeum. der frühere Stadtvorordnckc Wall nseia uni) Geh. Jnstizrat Dr. Gutfleisch. Durch die Söcuncgauimtiou im Kreise niüsscn diesinal alle Vertreter für den Kreit- Rr. Sf «ritt 3. tng neugewäsilt werden. Bon dem Abstimmen für die Dahl sind diejenigen Stadtverordneten nach dem Gesetz ansge- schlossen. die zu den 50 Höchstbesteuerten gehören. * Gietze», fl. Febr. Di« Äunb« von eine, schauderhaste, Mordtat, wi« sie s«lt«n di« Krimirmlstaiifttk »er^ichnel. durch- eilt«, wi« schon g«stern berichte», gestern vormittag unser« Stabt. De> Milchkutscher Lehmann halt« in der Nacht sein, Ehefrau und vier Kinder mkk einem Beil« «ischlage» und ihnen dann mit einem Messer di« Kehlen burchschnittmr, Hierauf hot «r sich selbst auf den sein«r Wohnung gegmiübkr befindlichen Bahndamm der Streik« Siesten Kassel begeben und sich oon ei. nem Zuge überfahren lassen. Er war nicht gleich tot. der Zu, bitte ihm ab«r beide Bein« abgefahren und in der Klinik wohin er verbracht wurde, ist er nach zwei Stunden seinen Bei. letzungeu erlegen. Lehmann war vor zirka 2 Jahren ledig au, Sachsen hier zugewandert, war einig« Zeit in der Bierhandl. lung Drechsler und Zuletzt bei dem Milchhöndler Eharack al» Fnhrmon, Ülllg gewesen. Seine Frau war oon ihrem ersten Manne, aus welcher Ehe drei Kinder im Alter von 12. 11 und !> Jahren vorhanden waren, geichieden. Sie halt, nach ihrer Scheidung «in weiteres jetzt vier Jahre alt«, Kind geboren, und die dann einzegongene Ehe mit dem Mörder war kinbec los D!« Frau war in der Gaipsche, Zigarrensabrik al» Ar- beiter!» beschäftigt. Sie wohnten bei dem Wirt und Metzger, melstkr Euler in der Haminitroh«. Ucber den Grund der un. seligen lat wird wohl ni« «ine Aufklärung möglich sein. C, verlautet, di« Eheleute hätten sich wieder trennen wosien, seden- falls ober ist ain letzte» End« geistig« Umnachtung des Tätet» t!« Ursache gewesen. * Girsien, 6. Febr. Die noch nachträglich bekannt wirb, soll der Mörder Lcbmann einen mehrere Seiten langen Brief Hintersassen haften, in dem er eheliche Zerwürfnisse als O-rund der Tat angibt. Er bat sich von einem Gnierzuoe üftersabrev lasten und dann ist auch noch der Kasseler Schnell- z»g über il»r hinwegegangen. Die Leichen der Ermordeten Werften heute Abend in die Leichriihaüe verbracht. Den ganzen Tag über stand eine Menge Neugieriger, meistens feniinini gencris in der Hammstroste und ^uf dem Bürgersteige und gafften dn? Hans, in dem die blutige Tnt geschehen ist, an. ohne daß die Polizei zum Deiiergehen mahnte. * Michcii, 6. Febr. Als im vorigen Herbst der Stadtverordnete Trotz-Gietzen in Konkurs geriet, zeigte sich sofort, der innige Zusammenhang zwischen rot und gold. denn die „Oberhelsische Volkszeitung" in Gietzen und die „Kleine Prelle" in Frankfurt a. M. brachten fast gleichlautende Schniabartikel gegen Trost, die darauf binauSliesen. einen neuen Fall Barngässer und Roscnthal zu konstrriieren. und » denen es unter anderem hietz. man begreife nicht, dost die Fustiz im Falle Trost nicht »unreife. Diesem dringenden Wunsche ist nun heute die Justiz endlich nachgekommen. Sie rat aber nach der anderen Seite gegriffen und bat die an- zeklagten Redakteure z» empfindlichen Kcldstrafen verur- •eift. Das Urteil wurde beute vormittag vom Schöffenge- ritfit Siesten verkündet und lautet: Redakteur H. R o l l in 'liest»» erhält 150 -st Geldstrafe, Redakteur Weistberker in Frankfurt a. M. 30 ,U (Geldstrafe und Redakteur und Stadtverordneter Betters in Siesten 5V M Geldstrafe, gleichfalls mästen die Derurteilten die sämtlichen Kosten tragen. Herrn Trost wurde die Publikationsbefugnis in verschiedenen Blättern ziiqesprochen und im Urteil aiisge- siibrt. dah von allen Beschuldigungen gegen Trost auch nicht ein Deut erwiesen sei. * Frankfurt n. M., 6. F-br. Auf Anregung des Frnnk- furler Berkebrsvereins plant man die Sründung eine? Nas- sauistben BerkchrSverbandes, der alle Verkehrs-, Verlchäne- iiinar- und Bercine mit ähnlichen Zielen umfassen soll »nd in dein ai-ch die nastauiich- n Grmeindrverwaltiinaen vertreten lein werde,,. Die Sründungsversimmlung findet am 14. Februar dahier statt. Bärgermeist.-r Jncobs-Königslein hält das einleitende Referat. Hellrn-Rallon. * j. Obern, sei, 8. Febr Zu Mitglieder» de- Eteueiau». slhisses der Sewerbestruerilasie 2 'für den Regier» nqsbezirk Wi.sbaden ist für die Beranlagungsjahr« l9I4-t5tS Herr I Moifter.Oberurfcl gemählt worden. " Bad Homburg, ft Fevr. Die seit Monaten herrschende Ungewitzhei« über d-u Platz der zukünftige» Kalerneneubauten erregt die Bürgerschaft in steigendem Maste. Im Votdergrnnd« stand bisher ein Gelände an der Saalburgstrast«. da, auch schon bl« Genehmig««, der Kais«,, sand und für da» zahlreich« Gründe dvgirnrichcr. finanz cller. wirtschastlicher und militärisch. r Ar» sprechen. Bor kurzem tauchte jedoch ein neuer Plan auf. nach de« di« Rculmute, hinter de» Gülerbahuhof erstehe» sollen. Gerüchten zusolg« soll von einem reichen Herrn dort bereits ein grctzes Gelände angelaust sein. Durch An. Handgabe har sich »er Vermittler diese, bi» »um l. Juli gesichert. lotest demnach Aussich, besteh«, dost dl« Kasernen hier erbaut werden. Gegen dieses Präfekt herrsch« in der Stabt dnrchw - Erbitterung, da die weitesten gewerbirchen Kreise dadurch schweren Schäden erleiden. Um über dies« Fragen, bi« für Homburg von ei»Ichneideudlter Bedeutung sind. Klarheit zu eilangen, wurde an den Magistrat ein« Interpellation gerichtet di« aom St»d«»ero,dnet» Kap»»» eingehend« Begründung risuhr Oberbürgermeister Lüdke erklärt«, dast dt« Stadt dem Krieasministeriu» rin Grurdstück an der Pramenad« »ngebo- stn habe, eine Entscheidung sei jedoch noch nicht gesallen Für An Ankauf der alte, Kaserne habe Hamburg 450 000 9k goto«-»: irt r-j« Zugritändniffe könne bi« Stabt nicht »ehr machen An die Kaustumme habe man aber bi« Bedingung geknüpft dast dir neue Kasein, aus Homvurger Gemarkung fl* baut werde Ja der Debatte sprach man sich übnwiegend für die Bebauung de» Platzes an der Saalburfliftast« aus. da N»I hierdurch Homburgs Interessen gewehrt bleiben können * j. Usingen, 6. Febr Di, Semeindeförfterftell« Haintche» fti der Kgl. Oberförsicrei Rod «. >. W mit de» Wohnsitze Haintchen gelangt mit de« t. Moi zur Neubesetzung Forstlich« Vorbildung Bedinaung. Sie»« -Zage»g«it»nG. fturtta» »r, ». Fe»e»-r 1911 . * I Elchdich, 6. Febr. Bei de» hier abgeheltene» Kolzver. siet gerungen hatte da, Brennholz enorm hohe Preise. Buche». Scheit S4—SS Mark. Buchen Knüppel 28-S2 Mort. Eichen. Avüppet 20-Ni Mark. Ftcheen-Knüppel ,«—28 Mark; alle, per Kloster. Wellen: Buchen 18—2« Mart, Sichen 12— l« «k. per Hundert. * Sschbach, 8 Febr. Der Landwirt Johann Wilh. Rebe» von hier wurde in seiner Schenn« erhängt aufgrsund«,. Der Grund zur Tat ist unbekannt. * X. Grü°en«i»,bach. e. Febr. S»sielle de« verstorbenen Ge. meinderechner» Born ist vom hiesigen Gemeindernt destrn Sohn, Herr Landwirt Wilh. Barn gewählt worden- Die Bestätigung durch Kgl. Landratsamt ist bereit» erfolgt. — Aus Antrag de» hiesige» Gewerbevereins hat bi, Kgl. Eisenbohndlreftion in Frankfurt verfügt, daß der Leerzug Usingen Grävrnwiesbach vom 1. Mai d. Z. ab al» Personenzug mit Anhalten auf den Untcrwcgsftation,» versnchsweise gefahren wirb. E, ist da- durch Gelegenheit geboten, um lll.07 abends ob Frankfurt bl» hierhrr zu kommen. * Crouberg. 8. Febr. Di« unter Mordverdacht an Ihrer hochbetagten Dante, der Witwe Zimmermann in Cronberq i. l. längere Zeit im Wiesbadener Landgerichtsgesängni» inhaf. tierte Modistin Helen« Junker au» Eronberg ha» «in« Beschwerde gegen da, gegen sie geführt« Bcrsahren und ihr« In- hajticrung beim preustischen Justizministerium eingereicht, über die jetzt Erhebungen im Gange sind. Wie wir weiter hären, soll der Fall Junker auch im Preustischen Landtag zur Sprach« gebracht werden. * Idstein, 4. Febr. Dem Nachtwächter von WüstemS passierte neiilich nachls ein drolliges Erlebnis. ES begegnete ihm nämlich während seines nächtlichen Rundganges durch den Ort ein — Schwein, ein herrenloses Schwein. Der pflichttreue Mann rief etliche Leute aus dem Schlaf zur Rr- kognoszieruug des landfremden Tieres. Da es niemand trotz vielfältiger Begutachtung erkannte, brachte nian es in einen zufällig leerstehenden Stall. Ain nächsten Morgen stellte es sich heraus, dah es des Nachtwächters Schwein selbst war. das sich heimlich von zu Hause entfernt hatte und nun scinein Herrn diesen viel belachten Streich spielte. * Ilntcrliedrrbach, 6. Febr. Der Arbeiter Müller erlitt neulich aus der hiesigen Bahn einen Unfall und sollte sich deshalb einer Untersuchung in Frankfurt unterziehen. Er reiste vorgestern früh »ach dort ab und ist seitdem verschwunden. Müller hat eine Frau mit sieben Kindein. * Sora Main, 4 Febr. In einem Orte am Untermain (Flörsheim), ladet die Karnevalszeselllchasi „Fidele Brüder" zu ihrer Nareensiyung durch das nachstehende „Gedicht" also ein: Es wäre wirklich gar zu toll Wenn manS etwa nicht so machte die ganze Welt von Narrheit voll In Fl......niemand, welcher lachte. Am Sonntag d 15. Februar findet im jkarthüuscrhos die erste karnevalistische Narrensitzung der Fidelen Brüder statt Dies ist das erste Zeichen Dah nun die Zeit da Wo Gram »nd Trübsinn weichen Prinz Karneval ist nah Wir haben ihn entbehret Eine lange Trübe Zeit Doch nun er wiedcrkchret Halt jeder sich bereit. Dieses herz-, stein- und bei »erweichende „Poem" mühte allein den zugefrorencn Main auftaucn. • Sindlingen, 6. Febr Die Automobil BetrlebsgeseMchost „Eiveg" hatte im ersten Quartal ihres Bestehens, obwohl sie nahezu 150 000 Personen brsördert, einen Betriebsverluft von 11 000 Mark. Ob uiitcr diesen Umständen die Gesellschaft t» der jetzigen Form beftehcn bleibt, ersä^int zweifelhaft. • Hornau, 6. Febr. Die hiesige katholische Kirchengemeinb« plant di« Erbauung einer neuen latholischn Kirche. Sie erwarb dazu ein grötzeres Baugelände vom giotzherzoglich-lupem- burgisrften Hosgul • Wiesduden, 5. Febr. Zarte Bande knüpften >m Oktober » I. den Buchhalier Jean Ra -sch in Sonncr.berg an das Dienst. Mädchen Minna Nuppmanv von dort. Er wollte aber weniger deren Zuneigung, als deren Geld. Fünf Dag« vor der angeletz. ten Verlobung, zu deren Feier Geld bejchostt werden inusti«. verstand er sein« Braut zur Herzabe einer Bollmucht. aus Grund deren er von dem Spartosienguthaben der Nuppman» .100 Mark abhcben durfte. Dies tat ee am 1» Dezember. Er brsuchle daraus einig« Gastlokale. In einem solchen lernt« er eine Person kennen, die ihm die Summe adpretzt«. „Aus Scham" erhob er daraus noch, nachdem er sich ein« zweit« Vollmacht selbst ausgestellt, »eu Nest des Sparkasienguthaben» mit 100 W. Aber »uch dies« Summe wurde ihm von dem bekannten llnbe- kannten abgenommen, sogar sein« Uhr. setn Ulster un« was Ion ft noch alle«. Di« Braut wurde nachher aber, damit sie ja gor kein« Anzeige erstatt«, sich«, gestellt und Zwar dergestalt, datz sie einen Wechj-l über fchg Mark, «ine» Sch'strichein über di« gleiche Summe erhielt und zur Untversalerbin eingesetzt wurde über da» vermöge, ihre» zukünftig«, Ranne, — Rull Nichtsdestoweniger wurde bi, Sache ruchbar »nd Rausch — Milbernb« Umstände sand das Gericht kein« — Ml Jahr 1 Monat Zucht. Haus und ft Jahr Ehrverlust verurteilt. - Wie«bade», z Fehl Der Pr„inzialr,t »er Provinz Hesien-Nassa» ge»«hmig1« bi« AbhaltuUg »iue« allgemeine» Biehmarkte» der Gemeind« Dachsen Hausen im Negierungrbezirk Wierbade« »crsuch» weist für bW Jahr« 1914 und 1914. Al» Stadl tag für 1114 ist der 28. April bestimm« • «ie,b»de». 6. F«br. Der Tagl-Hner Lorenz Beäer -o» hier führt« am 22. Oftoder ». A. »em Daglihaer Schutt «ine, Kinbermage» au», den er zu einer ihm bekannt»» Fr«» b»»ch'e. Bot dieser erschien er ft Dage spater mttten in »er Nacht wteder. stellm sich »l, Kriminalbeam,er »>r. jorbert« Stad hu den Kinderwoqen ,!» ihm diese nicht Mgebe» »»'den. ftellft -e »er Tr»» einen »»«»cheige» Antena. betelbtas«. bedrnbt, sie. tont« jedoch trotz der Nötigung »ichi» erreichen. Er w»rd' Ichlietzlich durch eine» herdeigerufenen Polizeibeamtk» «,Pge. nommcn und VON der Strafkammer zu ft Monaten G'siingni, verirtejlt. ‘ Witatnden, 6. Febr. Wie sehr di« Boutätigteit noch in Wiesbaden darniederliegt. beweist de, im Jahre 1!>12 Im Sftidt- fwi* Wiesbaden «rsolgle Absatz der Wiesbadener Zikgelrii'.i- i- nigung E, wurden im ganzen «150 844 Stii« Ziegel » - setzt, in welcher Somin« 1H Million«» Ziegel jür den '??■!!' d" Museum» inbezifferi sind. Ohne letzteren Abiotz wäre Berbiouch gegen den lm Vorjahre z :-öl1g 'nng.n. In len Jahren setzt, die Bereinigung i» Stod:b..,rk r: D iionen Ziegel ab. * Wie»dl>den, 0 Febr Bon Intei-'irnten >.' id be eine Iilinsabrik in Wiesbaden zu erricht«» und'Zwor al: b. neuen Industriczeländ« nach Dotzheim hin Die Fabii, - -ft vor allem di, Kino» im Weiten Deutschland» »crlorgen. * Biebrich, 6. Febr. 251 Klagen waren von B.-b. i-' Bürgern gegen den Magistial In Biebrich a Rb. bei-, : »„»schütz Wie»bad«n anhängi, gemacht worden, dir sich q di« Heranziehung Zlle Kanalbenutzt-ngsgobühr ich eien: sonder, in ihnen geltend gemocht wurde, datz das Ort- v .! »cm 19. Dezember 1910, aus Grund dessen die Gebühr erhob.», ungültig sei, da die Gebühr zur Tilgung d», Anlagekapital, erhoben. dir» »ach dem Kommunalabgabengtlctz aber nicht In G>e stnkt von Gebühren, sondern in Gestalt von Beiträgen «,h«h-.'.> werden müsie. Do» Oberveiwaltungsgerichi hat berel-« di Nechtsbeständigftlt de» Statut» vrrichiedentlich ouezelp- < I'tr Brzirksausschutz Wiesbaden stellte sich ans den Bad » der llrleil« de» Obeiverwaltungsgerlcht» und wie» eine Kioge de, L. Kkhrmonn In Biebrich ab. * Limburg, 6. Febr. Bei dom FostoktuS des Gy,»aün -is om .Kaisergobiirtstag wurde dom Illjährigon Dortianor Cito Kosiler von iftcr, der im eoorbsto einen Knaben nnS der Lohn von dem Tode des Ertrinkens rettee. in lobender ?ln- erkennimg dieser mutigen Tal einer der dem Synmnsiun, vom .Kaiser gestisteten beiden Elirenpreise — ein über die Marine — zuerkaniik. * Herborn, 0. Febr. Für di« im Herbst stattsindende Dan. sendjahrseier stistetc Herr I. H. Hoftmann «in« Anzahl Wappen für da, Ratlsau». Die Stabt nobm da, Geschenk an und übernahm ihrerfeft» di« Kosten ber Anbringung und der Be- malung der Wappen. * Fulda, G. Febr. Seit dem letzten Biehmarkt sind Iiiet snlsche Hundertiurrkscheine im Umlauf. Di» Fnlsisiknte sind kauni von dem echten Papiergeld zu unterscheiden: vielleicht gor nicht, wenn der Adler auf den Scheinen an den Fängen nicht einen kleinen bildlickn-n Fehler auftviese. * HrrSsrlb, 6. Febr. Ter Mörder Dänzel. der sich voin Zuge übersahren Uetz und dnboi ei» Bein einbüsite. bot im Krankenhaus einen Selbstmordversuch gemacht. Er versuchte sich die Pulsadern durchznbeitzen. wurde jedoch daran verhindert. Au« Starkrnbnrg. * Reu Isenburg, 6. Febr. Bei Ueberschreiten der Strotze wurde die sechsjährige Tochter de« Metzger« Wirth von einem Frankfurter Automobil ühc eit und getötet. * Reu Ifenbrg. 4. Febr. Der Giotzh L'.-'waltungsgerlchts- hof tn Darmstadt sprach den Bürgermeister Pon» von hier, dem zur Last geieg, war. an Geländrspekulationen in Rrn Isenburg sich beteiligt und dabek die Stabt ftkeu-Isenbnrq benachteiligt zu haben, von Strafe and «osten ftei. Die Angelegenheit rief, al» sic angeschnitten wurde, seiner Zeit gi- , Ausiehen hervor. * Lange», ft. Febr. Rach den Feststellungen der Franks-',, »er P-lizei Hai die hier verhafle,« Einbrecherband« »Nein ln Frankfurt 9 schwere Einbrüche verübt. * Gros, Grrau, 6. Febr. Das Bettler- und Landstrei- chertum blüht in legier Zeis trotz der fdxufcn polizeilichen Motznnhmen bedenklich aus. Ein Beweis dafür ist. datz das kiesige Haltlokol durch rnniseubofte Einiperrung von arbeitsscheuen Walzbrüdern vollständig überfüllt ist »nd niemand mehr ausgenommen werden kann. Um Lus: z» schaiscn für neue „Mieter" werden neuerdings ganze l'sefangenentrans- porte »ach anderen Gefäugnislen abgelchok-en. * Grotz-Gera», ft Febr. Beim Holjsällen „litt der Arbci- ter Neumann durch einen umstürzenden Baum nutzer einem schweren Beinbruch erhebliche Quetschungen am Kops und an der Biuft. Er mutzte in» Krankenhaus gebracht werdcu. * Rahrbach i. O., 0. Febr. Drei Tage nach seinem 40jähri> gen Jubiläum Im Dierstt de, hiesigen Waldensergemeinde »er- schied nach schwerem Leiden der Piarr„ Wilhelm Feanck. Der Berstorden« hat sich um di« Waldensergemeinden Rahrbach, ltliembach und Hahn autzerordentliche Verdienste erworben, für die ihm bereits vor längerer Zeit vom Grotzherzo, dos Ritter, fteuz erster Klasie de» Verdienstorden» Philipp« de» Grotzmüti- gen verliehen warb. An» Ahe,»belle». * Eich, 3. Febr. Bei der Fährt« über den Rhein wurden die Pferde eine« hiesigen Fuhrmanns scheu und rasten in vollem (Salopp in den Rhein. Zuerst gab man das ganze (tzesäbrt mitsamt dem aus dem Wagen sitzenden Fuhrinaun verloren, dork, schlietzlich getang e« vereinten Kräften mit knapper Not. den Mann und t'e Pferde zu retten. .kr»,ft»r«rr Werierbericht Veraatfocr: Zunehmend« Bewölkung, trecken, wärmer, noch Nachtfrost, südwestliche Wind«. Heu- und Stroh markt. «n.,--fabren tvaren 12 Vagen Heu. Preis: LM—3.— M. Die Zusuhron waren »>ie Oberhesse,, den Kreisen Diebirrg und Hanau. Geich.',: gedrückt. Beranttvortlich für dev politischen Teil: Otto Hirsche! Frirdberg: für den lokalen und unterhaltenden Teil Sernhard Lenz. Friedbecg-, für den Anzeigenteil: inri Schmidt, Jriedbcrg. Truck und Verlag der „Jdrucn T> ae. reitimg". A.-G . Friedbera i. H Sir. i>i Wenc Toqeszeitiing. Freitag, »en v. Februar 1314 Gestern Abend enifchlief »ach langem schwerem Leiden, wohlvorbereftet und versehen mir den hl. Sakramenten im 66. Lebensjahre mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater und Erohvater, (ehemrif. Bürgermeister) Indem wir schmerzersllllt dies allen Freunden und Bekannten der Familie Mitteilen, bitte» wir um srommes Gebet für den Verstorbenen. Ockstadt, Mühlheim u. Ofsenbach, den 5. Februar 191-1. Zit IröHcrnDcu AllgePrigen. Die Beerdigung findet i» Ockstadt an, Samstag, de» 7. d. MIk., nachmittags um 2 Uhr statt. Bund der Landwirte. Am Konutag, de» 8. Lcbruar, »achmitlago 3'/- Phr findet im Hotel Lurstenhof in Büdingen di« Vemks-KersWmlll«g des Bundes der Landwirte für den Bezirk Büdingen statt. Tages-(Ordnung! t. Eröffnung und Bezrätzung durch den Bezirks-Vorsttzenden, Herrn Eulspäch er Rhade, Fin^örfer Hof. 2. All prache des Wahllreis-VorsitzendkN Herm Landtagsabgeord »e en Br. von H e l m o l l - Ricoer-Wöllstadl, 3. Wirtschaftliche und poliliiche Fragen unserer Zeit. Referent Herr Gcjchäfissiihrer Dr. Pieper-Frankfurt ». M. ' 4. Ausflnache Alle Aiiiglieder »nh Freunde des Bundes und des Miltel- ftandes werden hierzu freundlichst eingeladcn. Der Vorstand des Bundes der Landwirte. I. A.: Oer KeiirKsvorstbcnde Mutapächter Khase, Findörfer Aof. Attitlk-Zülkerjabrik CrchKcrilll jjjU ' empfiehlt ihre - > m StiÄfi|(Bi|ri und Mllljsc-Zulknschchkl in vorzüglichster Qualität billigst, fz iiC Preisofferten und Muster auf gefl. Anfeage. ^ mm Aust Mttschel Spt|.:»artfit,M,tßiE|ei Lager i« Gips, Kreidr- Frird!»ttgi.H.,Tklks>M 355 Dechrn-u.SaUirn-zrohren LeillltiäiIAsIttilii. lülb i Ü fb 11) (l r f 11. in 6 prachtvollen Nuanzen. Tlipelen- linst Liiioleninhöiis MM ligägf lyriiiiDcr«, Kaiserstr. Ti. 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Buchen-Wollen. 4 OJ Stck. Eich-n-Wellcn und ->M Stck. Kiefern-WeNen, 02 m> Buche» Stöcke und .',0 rm Eichen-Siöcke. Freitaa, den 13. Februar, vormittags 10 Uhr kommen in demselben Wald zur Versteigerung: .00 rm Buchcn-ächeitcr, 237 rm Eichen-Scheiter, 114 rm Buchen-Knüppel. 78 rm Eichen-Knäppel,' 6700 Stck. Buchen-Wellen, 44 0 Stck. Eichen-Wellen, 60 rin Buchcn-Stöcke und 80 rm Elchen-Stöcke. Zusammenkunft an beiden lagen um '>.10 Uhr im Orte. Stammheim, den 6. Februar 1014, Krogh. Bürgermeisterei Siammheim. _ Jt a gel Frievocr^ Fauerbach Bmin „Ctliiiilllchü'il" iatzt 514 Marge» und grenzt an Blofekder Jagdgebiet, welcher an dem eiben Ta e verpachtet wird. Sleichelsheiini.W.,4 Febr.1014 Er. Bürgernteifierei Reichclshelm. S ch m i d. Wegen Au gäbe det Land wir Icha l versteigere ich Montag den !). Februar 1914 von vorm 10 Uhr ab >n meiner Hofraite ämtt. lebend, n. totes tandw. Iw ven.ar. 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Billrolh s. — 1899 Reichs- fanjlet Eavrivi t- flas tfnfcr des /avks lUannfr. Der Massenmörder von Teqrrloch ausier Prrsolgung gesetzt. Als der .Hanptlebrcr Wagner im vorigen Jahre die Well mit seinen Btordtaten in Schrecken gesetzt balle, da Iiioft es anfangs, boift die Tat. so wal,»sinnig sle auch nnzuleben war, dock, mit kühlem. abwägende,n Verständnis begangen worden sei und daf> an der Zurechinngssäbigkeit Wagners kan», ein Zweitel bestände. Inzwischen sind die Herren Professoren an der schwäbischen Universität i» Tübingen anderer Meinung geworden und der Massenmörder wird als Geisteskranker der irdischen Gerechtigkeit entzogen »nd auf Staat-koste» der Menschheit erhalten bleiben. Anitlicherseits wird initgeteill, ..Der wegen Mord und Brandstiftung in Untersuchung stehende HuUvtleheer Ernst Wagner ist zulolge Beschlusses der Strafkammer 1 vom 3. Februar im Einverständnis niit der kgl Staatsa!iw<,ltschaft inher Verfolgung gesetzt und in die Irrenanstalt überwiesen vorden." Wie bereits bekannt, ist Wagner zu,» Zwecke der Beob- ichtnng seines Geisteszustandes bis Weihnachten in der asvchiatrischen Klinik der Universität Tübingen nntergcbrocht. DaS auf Grund dieser Beobachtung erstattete Gnlachtcn von Pratessor l>r. Gaupp ist am 10 Januar in Heilbronn ange- koaunen. Unterdessen, da bei der Bedeut »ng des Falles, machte das tSntachten io oder Io ousigllen. die Anhörung eines weiteren Sachverständigen unbedingt wünschenswert erschien nnd infolgedessen wurde schon in den ersten Tage» des Januar eine weitere psycknatrische Autorität Gebeimrat Professor Nr. Wollenbcrg aus Strasiburg als (Gutachter gewonnen und Wagner am 10. Januar zum Zweck der Beobachtung durch dielen zweiten Sackiverftändigen aus einige Zeit in das Untersuchungsgesängnis nach Strakchurg gebrach! worden. Am 21. Januar ist sodann das Gutachten von Professor Nr. Wollcnberg t» Heilbronn cingetrolsen. Anher aus die sorgfältige persönliche Beobachtung des An- grschnldigten stutzten sich die beide» Gutachten auf das Studium der DoruntcrsuchungSakten und die literarischen Arbeiten des Angeschuldiglen. Jeder der beiden Sachvcr- ländigen bat sein (Gutachten ganz unabluingig von demseni- len des anderen erstattet, insbesondere war dein zweiten sachverständigen z. Z. der Erstattung seines Gutachtens die Ansicht des ersten Sachverständigen völlig unbekannt. Beide Gutachten gelangen nun völlig llbereinstimmend zu dem Ergebnis, daß der Angeschuldigte z. Z. der Begebung der ihm zur Last gelegten Straftaten an chronisch susteinalisiertein Verfolgnngswabn gelitten habe »nd dasi durch diese schleichende. allmählich immer tiefer wirkende Geistesstörung, die sich bei ihm im Anschluss an ein: nach seiner Angabe im Jabre 1991 begangene scktlickie Verfehlung nnd an eine vermeintlich: Üble Nachrede deswegen im Lanse der lebten Jahre nnbr nnd mehr ansgcbildet batte, seine freie Willensbe- ftigpiiimg vollständig gnogesck,lassen gewesen sei. Dieser eig- C tz-"h-n bevünd'ten A»s>osl>IUg ilt drw lserickit het.-oteeti-n Horfezum Untergnnq derjfadt Novolatje /•** Ans Brasilien kommt die Kunde von einer tl.-ber- schweinmnngSkatastrophe. deren Umsang sich noch nicht übersehen lasst. Eine ganze Stadt ..Novalage" in, Staat Bahia, hat dabei mit samt der Bevölkerung ihren Untergang gesunde». Es hat nach genauer Priisung der schrisllickien Gutachten nnd deS gesamten sonstigen Akteninhaltes gleichsalls die volle Ueberzeugung erlangt, datz der Angeschnldigtc seine Stras- toten unter dem Zwange einer die freie WillensbcsI-nnnnng ansschliestenden krankhaften Störung der Geistesläligkeit be- gangen Hill, daß er also strafrechtlich nicht i-cranw'ortslch gc- macht werden kann. Auch eine etwaige Hanptverb.indlnng könnte unmöglich zu einem anderen Ergebnis führen. Wagner tvird infolgedessen dem Anträge des Staatsanwalts entsprechend anfiek Dersolgnog geletzt nnd ist bereits als gemeingesäbrlich einer Irrenanstalt überwiesen werden. . .- IHiittfrldjnfc in brr ürdieurrfidirr.^rimuna- Z. Der 1. Januar 1914 bedeutete einen Markstein in der Entwickelung des Mutterschuhes im Deutschen Reick. An diesem Tage ist das zweite Buch der Reicksversick^rungS- ordnnng vom 19. Juli I9ll in Kralt getreten, das die .Franken- und Wöchnerinneuversicherung regelt und den Kreis der versicherten Personen und den Umfang der Leistungen. die den Versickerten gewahrt werden, bedeutend erweitert. Nach dem seither geltenden Kraiikenversickn-rnngsgesed unterliegen der Versichernnaspslickt im allgemeinen nur , ,u hoffen, das, die Kossen. soweit ihre sinanziclle L-ige die» ^cichsversicherungsordnnng erweitert worden. Was den weiblichen Versick>erlcn als Wocheuhilfe gewährt wird, bleibt allerdings hinter dem, was im Interesse eines wirksamen Mutterschutzes gefordert werden inutz, zurück, bedcntet aber doch einen lvcsentlichcn Fortschritt Mell d>,s geltende Recht. Während seither den versichetzstzw Wchsixrinm:,, nur c\,i Wochengeld für die Dauer von <> Wochen gewährt wurde, nnd auch dieses nicht von allen itraukeukalse». müssen setzt länck- l che Krankenkassen daS Wochengeld für die Dauer von 8 Wochen zahlen. Nur die Landkrankcnkassen können für die in der Landwirtschaft oder als Dienstbolcn beschäftigte» Mitglieder den Bezug des Wochengeldes aus 4 Wochen cin- schränken: sie haben aber in Hessen, von zlvei Ansnahnieu abgesehen, von dieser Befugnis keinen Gebronch gemacht. Anher dem Wochengeld sieht die Reichsveri>cherniig»ordiin»g verschiedene Leistungen vor, welche die Kassen satzuugsgemäss gewähren können, ohne dazu verpflichtet zu sein, nämlich Kur und Verpflegung in einem Wöchnerinnenbeim. Hilfe und Wartung durch Hauspslegerinnen. Hel-annnendienste und ärztliche Behandlung bei der Sttederkunft und bei Sckstvangcrschaftsbcschiverden, Schtuangercngeld und Stillgeld. Alle diese Leistungen können auch den tn-rsichernngs- sreien Ehefrauen von Mitgliedern gegeben werden. Ei ist solche Personen, die in Fabriken und Bergwerken, im Han- delsgewerbe, im Handwerk nnd in gcwstsen mechiuilckieu Betrieben beschäftigt sind. Die ReichsversichernngSordnung dehnt dagegen die Versicherungspllicht grnudläl-lich — einige Ausnahmen besteben auch jetzt nach — ans alle Personen aus, die gegen einen Jabresvcrdienst bis zu Mark in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis ltelnn: insbesondere also auch auf die Dienstboten und landwirischaftlichen Bediensteten, die unständig Beschäftigten und die Heimarbeiter. Auch d>" Leiltuuaen der Kranieiif-alen lind dijrch die irgend wie gestattet, möglichst viele dieser fakultativen Leistungen getvähren. denn diese sind in ganz besonderem Mähe geeignet. Krankheit und Sieckitum von Mutter und Kind zu verhüten und dadurch die Kassen auch wieder bedeutend zu entlasten. Besonders segensreich wird das in tz 2lX> der Reichsversichernngsordnung vorgesehene Still- geld wirken, das bereits 17 Krankenkassen in ihre Satzungen aufgenoinnien haben. Da er nur solche Mütter erhalten, die ilne Neugeborenen stillen. »iri[t ei ktnmer von neuem ans die imaebenre B.-d--ntu»a der ugtüsliche» Eruäl>r"»a d« 3iim Pflngeiscn. Roman von M. P r i g g c - B r o o k. 16 (Fortsetzungl. Sie atmete ans. Es war nur eine Marotte des Jungen, nickit innerer Drang, der ihn trieb. Dinge zu sprechen, die anzubören ihr schon Schmerz bereitete. Man muhte geduldig lein. Einträchtig kehrten die beiden Geschwister in die Stadt zurück. „Sind dock, ein feines Paar, die Sebald»', meinte der blackbar Sckiin'dt. der In der Türe stand, zu seiner Frau. .Sie zart und sein wie ein Heiligenbild in der Kirche. er ein schöner strammer Kerl, just wie sein Vater, als der noch jung war." Rosemarie fand es unerträglich einsam, zumal ihr Bru- dir seine Ferien zn einer Fnsstour benutzte. Tante Luise war zu einer Freundin gereist, so das, sie ganz allein in dem groben Hanse ivar und langweilte iich. Der Lbm war sehr alt geivoröen. Er setz den ganzen Tag hinter de» Bücher» »nd grämte sich über des Geschäftes Nie- dciggiiq. D>, er den veränderten Verhältnissen keine Rechnung trug, sich nicht aus Maschincabetrird einlicb. verliefen sich viele Kunden. In Hof »nd Speichern wurde es still. Je weniger die Gegenwart den vergangenen Tagen glich, um so mehr klammerte sich Rolemarie a» die Vergangenheit. Da Ivar sie wenigstens nötig gewesen, jetzt tvar auch das vor- bei. Jahre würden vergebe», sie ein altes Mädchen werden. Dann kam wobt eines Tage? eine ins Hans, die ihren Platz rinnahm. Sie litt unter dem Gedanken. Befriedigt fühlte sie sich nicht, wenn sie es sich auch nicht merke» lieb- Die Freundinnen waren längst verheiratet, die Zahl der Patenkindcr mehrte sich. Es war schon ordontlick, eine Albcit, an die Gc- vnrtstuge zu denke». Ans der Liste der Heiratskand-datinnen band Rosemarie nicht mehr. Tic jungen Herren batten es aasgegeben, sich ui» die Erbin zu beiuüben. Nach Iihren b< suchte sie,!„n ersten Mal wieder den ecklnüball der Toni. schicker. Wen» sie j ist noch die Kleine h.inc! Der Amlsrat batte »ick't Wort gehalten, kein Kind nickst znin Besuch ge- sck-ickt. Rosemarie dachte nickit gern an sie. Nach Kinoeiart siln'wb Erna nur das l'uw tz -cklia>: Das Fräulein sc! gut zn ihr, ob-, Kinder znm Spiele» habe sie keine. Zn Ostern bestand -Ost»:. scsti ? f 'Uun»in Niemand war glücklicher, als der bac -ufgefch.äere Jung.:, der sich am Ziele seiner Wünsche sgb. Tie Sckörester gab ihm ein Fest. All-- Verwandte» nnd Bekannt'» waren geladen, dazu die S-h.ckfrennde. Die übermütige Jugend prahlte mit ihren Zukunstöplänen. Fritz Volldebr wurde Pfarrer und ging nach Halle. Ein andcrir studierte in Tübingen Medizin, ein dritter batte das Ins erwäblt. Nur Heinz schwieg sich ,» „Was wirst D» werden, Heinz?" fragten nun die Freunde ihn au?. „Ich gehe nach Bonn." „Ich denke. Du wirst in Heidelberg studieien?" Heinz sah an Rosemarie vorbei und sagte, er bab: sicki's anders überlegt. Sie schwieg verstinnnt. Wo- halb lpracki H"inz sich nickit ans? Auch als die Gesellschaft fortgegangen gelang "s ihr nickt, ihn zum Reden zu bringen. Dennoch verlebten die Gechwister die Tag: vor der Abreise in nngctrübtcr Einigkeit miteinander. Heinz sab, wie seine Schweb r unter der Trennung Hu. er suchte sie ihr noch Ko sten zn r 1 ,-. ; ». Wahrend er dem Leben entgegencilte, vor Scnn'ncht fiebernd nach all den, Schönen, das in der Welt aus ilm »oartcte. empfand er Rosemarics Einsamkeit wie einen Dorwurs. Warum sie nur nicht geheiratet l>atle, fragte er sich in auchmal erstaunt. Sie sah immer noch gut ans. besser als die meisten ihrer Freundinnen. Und gut war Rosemarie! Der grob: Junge seufzte und war sehr liebenswürdig gegen die ältere Schwesier, die s-rin, HhtAieh in Tränen rerNob. Er aab l-ck Muhe ein wenig Trauer zu Iieucktz-In. Im lstruuhe atmete er auf. das, er endlich bcraiiskam. Er trat in Bonn in ein voruebnies Korps ein. zu Rosc- marieS Entsetzen. Ten Junge» mit einem zerfetzten Gesicht wiederziiseben, war nickst nach ihrcni Geschmack. Schlirsilich l tri ftete sie fick und dachte, es schickte fick, docki ivobl für einen ! Sebald, das Jahr gebt um. Zum Spätherbst uiitcriiahm der junge Student eine Reise. Dir Schwester und das Pstugeiien I sab ii ihn erst zu Weihuackilcii wieder. Rosemarie schrie auf. ^ Wie batten sie den Liebling zugerichtet! Quer über die i Stirn lies ein Schmitz, der rechte Nasensliigel war zugc- j iii-bt und aus der linken Wange sas> eine Schmarre, aus die Heinz ganz besonders stolz war. „Die bleibe", hatte der Pauk-Arzt gesagt. Den alten Ohm freuten die Narbe». Sic waren ihm rin Beweis von Heinz- Selbständigkeit. Der Junge machte fick, überliaupt. Lü-ii» er nun anting. >ich für das Gesckiäsl zu interessieren, war alles gut. Da haperte es aber. Heinz »rar sckion ail-I Tage z» .Haufe und hatte noch keinen Jnsi ins Kontor gesetzt. „..Denljl Tu auch daran, basi Du Ostern zn Wörmann sollst?" erinnerte ihn der Alte eines Tages. „Ich meine, T» l.iiihtes! schreiben." Heinz wurde rot. „Es eilt nickst. Llun." „.Hast Du 'ue Abiiungl Weifst D». wie man sin, um eine Boloutärstelle bei . ö.nioun i.itzt? Er nimmt nur immer zlvei bis drei junge Leute. Tu stehst, cs wird Zeit." H:in, starrte - ck vcnklich in» Lickt. Tie Schwester beobachtete ihn. „.Hast Tu an Wormann geschrieben?" fragt: sie. als er nach vierzehn Tagen von der Abreijc sprach. „Ich kann nicht!" antwortete er gcpresit. „Was soll dos beisien?" „Dasi ich nicht 5ta»!maun werden kann. Ick, f in nickt Rosemarie. Jeder Mann hat das- Reckst der S-sthstbestim mung. spricht man ibm die ab. so wird nichts ans ihm Sir. 3i ciiusUMflS für bio fMcfimbbeit bot hei anwachsenden Gene- vo.lion bin. Damit das Stillgcld möglichst zweckmäßig vor- woildot wird, gewährt es ein Teil dor Kassen in Naturalien ■ ■Yi'iUv. Malztropvn nslv.), Tie Kontrolle darüber, wie lange die versicherten Wöchnerinnen ikre Säuglinge stillen, wird vielfach durch die Mütterberatungsstelle» und die Schwestern der Großh, Zentrale ausgeiibt. Besonders wichtig ist es, das, die Leistungen der Krankenkassen einem möglichst weiten Personcnkreis zustatten komme». Scl>r oft kommt cs vor, daß die weiblichen Versicherten jahrelang die Beiträge zu einer Krankenkasse bezahlen, ohne die Leistungen d->r Krankenkasse in größerem Umfang in Anfpnich zu nehmen Wenn fie dann heiraten, scheiden sie aus der versicherungspflichtigen Bcschästigung aus, versäumen es. sich weiter zu versichern, und verlieren dadurch alle Ansprüche gegen die Kasse. Wer Mitglied bleiben will, muß dies der Kasse binnen drei Wochen nach dem Ausscheiden ans der versicherungsvflichigen Beschäftigung anzeigen, oder in der gleichen Frist die satzungs- mäßigen Beiträge bezahlen. Wer sich weiter versichert, muß die ganzen Beiträge zur Kasse allein bezahlen, kann sich je- doch in einer niedrigeren Klasse versichern als früher. Je- denfalls sind die Beitrage eine sehr günstige Kapitalanlage, die sich meist schon in kurzer Zeit ausgezeichnet verzinst. Leider macht die Neichsversichernngsordnung ebenso wie das früher geltende Gesetz nicht das Ausscheiden aus der Kasse, sondern die Weiterversicherung von einer Handlung des Versicherten abhängig, und gerade die weiblichen Versicherten werden es aus Unkenntnis über den Segen der Versicherung auch in Zukunft gar leicht »mterlassen. rechtzeitig das Ersor- derliche z» tun. Tahin zu wirken, daß diese Frist nicht unbenutzt vorüber geht muß also die Aufgabe aller sein, denen das Wohl unserer Mütter am Herzen liegt. Daiitrßiiü-Wlrl'lror- fällt nn rlkullchland. Langer schlägt de« Fran-ose« Fourny, Johannisthal, 9 Febr, Der Flicgei Bruno Langer hat heute.um 9,30 den bisherigen Weltrekord, den der Franzose Fouriiy mit 13 Stunden 22 Sekunden aus- gesteNt hatte gebrochen. Als am 1t. Oktober Itzt? Paul Dlktor Stoeffler in einem Fluge von 18 Stunden 51 Minuten reiner Flugdauer nahezu lMv Kilometer innerhalb 21 Stunden bedeckte, schrieben wir an dieser Stelle: Endlich der Weltrekord, den wir brauchenl Wir gaben damals der Ucberzeugung Ausdruck, daß di« deutsche Fliegerei — durch lange Lern- und Zurückhaltungsjahre gestärkt — ihren Mann in jedem Wettbewerb stehen würde; dtc Welt-Höchstleistung im Ueberlandsiug sprachen wir «I« sür un» besonders zweckmäßig an, weil wir in dieser Leistung einen klaren Beweis für die Entwicklnngsmöglichkeit der Flugzeuge sehen. Die Zähigkeit, die gestern Mann und Motor bewiesen haben, um auch den Weltrekord der Dauer !m ununterbrochenen Flug« nach Deutschland zu kragen, verdient fast dieselbe Anerkennung wie di« Stoesslersche Leistung vom 11. Oktober 1013; auch der Beweis der Zähigkeit, der Gründlichkeit, der systematischen Vorbereitung Ist «ln Weltrekord, den wir un» einst erworben haben, den wir aber Fahr sür Jahr neu erwerben müsse», um ihn zu — verdienen. Es mutet seltsam an, wenn man die kurze Geschichte der Darier Höchstleistungen im Flugsport in der kurzen Zeit ihres offiziellen Bestehens überfliegt. Im Jahre 1986 stellte Santo» vnmont, der in Frankreich naturalisierte Zeruaner mit 2t ü Minuten den ersten offiziell verzeichneten Dauerslug-Rekord ins; auch di« 52 Minuten, die Henry Farman 1887 amtlich be- .cheinigt erhielt, wirken schon hentc beinahe komisch, 1988 hielt WUbur Wrrghl mit 2 Stunden 28 Minuten; 1989 Henry Farman mit 1 Stunden 17 Minuten den Weltrekord. Bedeutende Verbesserungen dieser Höchstleistungen brachten die folgenden Jahre; 1918 wieder Henry Farman 8 Stunden 12 Minute»; 1911 Fourny II Stunden 1 Minute; 1912 wieder Fourny 1Z Stunden 17 Minuten 57 K Sekunden — Unangegriffen ist dies« Höchstleistung seitdem bis heute in Geltung geblieben; auch die Ueberbietung de, Weltrelords der Tauer ist ein Akkord den wir brauchten» Ai»s aller Weit. Eisenbahnunglück in Ungarn Der am 1. Februar von Budapest abgegangene Wiener Peisonenzug ist bei der Station To- röi Baiint mit einem Zug der dortigen Kleinbahn zusammcn- gestotzen. Der Anprall war so heftig, daß beide Lokomotiven und mehrere Personenwagen vollständig zertrümmert wurden. Einer der Lotomoltvsührer und zwei andere Bahnt—te sowie ocht Passagiere wurden zum Teil schwer verletzt. Di« Ursache des Zusammenstoßes ist darin zu suchen, daß der Lckomolwsüh- rer des Personenzuges insoige des dichten Nebels das Haltesignal bei der Einfahrt in den Bahnhos nicht bemerkt hatte. Drei Feuerwehrleute hcj einem Brand« v-ruuglückt. Ais izeuerwehrieute zur Löschung eines Brandes in ein Haus in Paris eindrangcu, ereigne,« sich ein« heilige Gasexplosion, wobei drei von ihnen schwere Brondwunden erlitten. * Ucbersnllene Hochzeitsgäfte. Ans N-ntiag kouien in Mar- Kiii« Nachrichten über einen neuen räuberischen llebersall ein. der sich in der Umgegend von Rankil.g «dgrspletl hat. Ein r«l- ckier Eingeboren« feierte die Hochzeit srüres Sohnes, zu der 'MO Gäste erschienen waren. Während der Festlichkeit drang eine Bonde von 68 bewaffneten Räubern in den Saal und schoß aus die Gälte. 22 Personen wurden gerötet und eine groß? Anzahl ichwer verletzt. Die Bande entfloh und nahm mehrere Personen als Geiseln mit sich. Selbstmord eines Sittkrchkeitsverbrechers. Am Grabe feiner Gattin vergiftete sich der Fabrikant H. Weisemann in Breslau, )er in einen Eittenffandal verwickelt war. Der Uebersall im Zuge. Bei der geheimnisvollen Bluttat im Pi-rsonenzug« zwischen Nahbollenbach und Obe ' ?!„ handelt es sich um einen Mord, dem der Hilfslehrer Rudoll k>avk aus sticue Tageszeitung. Freitag, den 8. , ; brnar 1914, Eandors bei Homburg in der Pfalz zum Opfe, gefallen ist. 2 Personen, Peter Daumen und Jakob Lampe ! aus Ingbert, wurden als mutmatzliche-TlLter verhaftet. Es fr ) int ein Racheakt vorzuliegen, das Hauk ein Berhältnis n ft der Ehefrau Lampels hatte. Eine Sittenaffäre in Pose». Ein« Sittenaffc!ce, die die Po- sener Polizei schon seit langer Zeit beschäftigte ruft peinliches Aufsehen hervor. Drei schulpslichtig« Mäd-- In erregten den Verdacht der Polizei, die bald ermittelt«, daß die Kinder mit einer ganzen Reihe von Männern in Beziehung n standen. Ein Malermeister, der Sohn eines Rltterg-ulsbesihe,ein Versicherungsinspektor und noch einige andere Personen sind bereits verhaftet worden. Zwei Kinder beim Schlittschuhlaufen ertrunken. Sieben Persnen brachen beim Schlittschuhlaufen aus der Iller ein. Es gelang 5 Personen zu retten, während ein 14- und ein 17jähri- ges Mädchen ertranken. Ans der Heimat. * Friedberg, 4. Febr. Ein dreiwöchiger praktischer Meisterkurs für Damenschneiderinnen wird von Großh. Zentralstelle für die Gewerbe in Darinstadt unter Leitung der Frau M. Wunderlich aus Gießen, Wetzlarer Weg 17, in der Gewerbeschule zu F r i e d b e r g bei ausreichender Beteiligung im Monat Februar abqehalten. Der Untericht wird oni Montag, de» 9. Februar beginnen und an allen Wochentagen vor- »nd nachinittags abgebalten. Die Beteiligung an diesem Kurse ist insbesondere den Gehilfinnen, aber auch denjenigen Meisterinnen zu enipfehlcn, welche ihren Schnitt verändern wollen. Der Unterricht erstreckt stch auf folgende Gegenstände; 1) Geometrie. 21 Erläuterungen über den Bau und die Oberflächengestaltunq des menschlichen Körpers. 31 Ausmessen und Austragen der Oberfläche des menschlichen Körpers nebst den erforderlichen Berechnungen. 41 Maß- nebinen. Grundmodell-Zeichnen und Znschneiden nach einein ans wissenschastlicher und praktischer Grundlage beruhenden System. 51 Umänderung de? Grundmodells in Modelle der jetzigen Mode entsprechend. 61 Stosseinteilung und Berech- nnng des Selbstkostenpreises eines fertigen Kleidungsstücks. 7) Abänderung schlechtsitzender Kleidungsstücke. 8) Besprechung der Rohmaterialien und deren Verarbeitung. In diesem Kurse kann je nach Wahl rin vollständiges Kleid an- gefertigt werden. Die hierzu erforderlichen Stoffe usw. sind mitzubringen. Winkel. Metermaß. Bleistist und Schere sind von jedem Teilnehmer mitznbringen. Die während des Unterrichts benötigten Zerchenpapiere werden gestellt. Zu diesem Kurse können 12 Teilncbmerinnen zugekassen werden. Anmeldungen sind alsbald an die Großh Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt zu richten, damit die erforderlichen Vorbereitungen für den Kurs rechtzeitig getroffen werden können. Das Unterrickcksaeld betz-äat 20 M und ist *n Beginn des Kurses zu entrichten. Beihilfen werden an bedürftige und nn beim tickte KurSteiknebmcrinnen aus Grund vorgelegter. aintlichcr Bescheinigungen gewährt. * Altenstadt, 6. Febr, Die Dipheteritisepidemi« hat sich auch aus den Hos Engelthal ansgcdehnt. Mehrere Kinder sind bereit» gestorben. * Gießen, 6. Febr. Die Anmeldungen zur diesjährigen Grsellenvrüiung haben am Sonntag, den 15. Februar, von vormittags 8'.H—11 Uhr in der Gewerbeschule, Zimmer Nr, 1, zu erfolgen. Prüsungsgebllhr 5 . In der Mitgliederversammlung vom 29 Januar 131! wurde di« Jahrcsrechnung sür das flössen,.- Gcschösisjahr genehmigt. Aus dem intercffa,;,«» Jah- resberichä gelt hervor, daß die Anstalt sich in crireulichcr Weise entwickelt, Es wurden 69 Knaben, meist im Alter von 14—16 Jahren mit 8888 DrrxflegunZstagcn ausgenommen; außerhalb der Anitalr unter itändiger Ueberwochuna derselben, befanden ,_____ Seite 2, stch 25 Zöglinge in freien Lehr- und Dienststellen. Trotz unausbleiblicher Fchlschläge in ei,rlgen mehr lrankhasten Fällen zeigt es sich durchweg, daß die eingcschlogenen Erziehungsmethoden urr» liebevolle individuelle Behandlung gute Erfolge gezeitigt haben. Ein Neubau, der die BelcgungsnrögUchkeit rer Anstalt von 25 aus 58 Belten erhöht, ist bereits unter Dach; die Geldmittel für di- innere Einr.chtung und den Ausbau der Laudwirtschaft sollen durch eine Sammlung unter alten und neu zu werbenden Freunden der gewiß unterstützungswerten Anstal! ausgebracht werde» * Frankfurt a. M. 4 Febr. I» Produzenten und Händler - kleiscn nahm man an. das; der Mona, Februar eine» ullgemej. neu Preisrückgang aus dem Vjehmarkt bringen weide, teils infolge der Vermehrung des Angebots, teils infolge der stocken, den Nachfrage, Dies ist auf dem letzten Viehmarkt in Franliurt a M. nicht «ingetreten. Vor allem hoben die Schweine, die auf allen Märkten, besanders in Mitteldeutschland in den letzten drei Monaten «inen höheren Preissturz vollsührt, heute wieder lm Preis« etwas angezogen, zirka 1—2 Psg. pro Pfund Schlachtgewicht gegen die Vorwoche. Die rege Nachsrage bei einem Auftrieb von 2171 Stück Schweinen, der gegen den Mailt am Montag, den 26 Januar ein Minus von 243 Stück zeigt, und der bei regem Handel glatt geräumt wurde, erklärt die Hauff«, bewegung. Aus dem Rindermarkt bliebe» bei Ochlen die Preis, den vorwöchcntlichen gleich, ebenso bei den vollsleischiaen, aus. gemästeten Färsen und Kühen, während die geringe» Ouali'o. ten Kuh« etwas anzogen. Bei Bullen herrschle gute Nachsrage, da sie zur Wursffabrikation Verwendung finden und die Daucr- wursffabrikation zur Zeit «»setzt. Für Kälber haben sich die seitherigen hohen Preis« nicht behauptet, ein immerhin nicht unbedeutender Preissturz ist heut« «rsolgt, Di« Schafe hielten den Ziels Trotz der günstigen vorjährigen Futter- » Getreideernte wird des öfteren über die Qualität des zum Markt ange- tiiebenen Viehes Klage gesührt. * Frankfurt a. M., 5 Jan, Das Proviantamt Frank- furt a, M — Station Frankfurt a M.-Weft — kaust noch fortgesetzt Roggen, Hafer. Heu und Roggenstroh und nimmt Angebote entgegen. Alles Nähere durch das Vrovinntanrt. * Franlsurt a. M-, 5, Febr. Hier wurde eine Gchellschrft für künstlerisch« Ltchtbilderkultur G. m, b. H., Sitz Franlsurt a. M, ins Leben gerusen. * Von tcn Manöver» de, 18. Armeekorps 1914. Jnsolge der diesjährigen Kaisermanöver, an denen das 18. Armrelorr« tcilnimmt, sinden die Brigade- und DivifionsmanLvcr im 18 Armeekorps, die sonst auf zehn Uebungstage stch erstrecken, nur an sechs Uebungstage» statt, von diesen sind drei Uebungstage sür die Brigademanöver und drei Uebungstage für die Dvi fivnsmanöver bestimmt. Diese Manöver sinden in dem Ter- rainabschnitt der Provinz Hesten-Nassau und des Großherzog- tums Hessen statt, der begrenz wird im Süden von der Linie Frankfurt a. M, Höchst a. M, Mainz; im Westen von »er L>ni« Mainz Langenschwolbach-Jdsteln — Friedberg — Nidda und im Osten von der Linie Ridda — Assenheim — Eroß-Kar- ben — Frankfurt a. M. Knrsvericht vom 5. Februar >914 der Mittel-rutschen Credilbank Aktienkapital u. Reseroen M. 78 888888 gegründet 1856. Fra»«!ur«er Börse. 4«/°3!eichran!eihe 98.85". > « - . 3-/, . 7889 . 3-/.°,. Preuß. ConsolS 87.90 . 3«,. . . 78.48 „ 4°/o Hetzen 97.38 . 3*/,•„ . 85 70 . 3'/. „ -6— . 4 •/, Oesterr. Goldrente 91.88 . 4‘/, „ Silberrente 98 .8 „ 4 Ungar, vlolorcnte 87.— „ 3 „ „ tkronenrente 84.85 . 4 Portugiese» Serie i 62 05 „ 4 „ „ M Xll 65.— » 3 Russen v. 1985 99.28 „ 4 % „ „ 1902 92.25 . 4 */.“/. Japaner 92.30 , 4°/0 Tüllen von 1903 86.— „ 4 7 0 'llbmr,cshelmtelctrrvu„ ZeUslotz Walbho, „ Polzocrko hiu„g»-J „ 0. Laurahüle , Privardlslonr m Teuöcnz; |c[t 222.48 22.i 5 19 185 50 117 — 165 — 121 25 123'/, ' 25**/. 12, 10 19,- . 158 50 208 -/. ' 2.75 ' 177 50 157 58 645— 1 4 3— ' 28 10 ' 1 1 00 ' ^ : 16.— 1 32 a— ' 16 -?/. ' 3.— ' Berliner Bör,e. Berliner Handels Ant. — n Deutsche Bank Akt. 258?/« M Disk. ^ionu»landll Ant. m Dresdne. Bant Akt. 158 5j „ Pet. Hnt.Handelsd.Att. 21-.75 „ ^iuj>.Bank j.a.^rand.Ä. 1/2.50 n iLchsUllung kL. B. Akt. 134._5 n Baaiinore u. Ohio —» Canada Pacific Äkt. 22 k.75 ^ '^-rince Henr^ kL. B.Akt. lui)J2.ö „ Xüct«Hloo|e rot. 17o.25 „ Momoutt Atchi on iopela DoU. 101.*/* ^ouchecu Vocifit n lul.*/« Vi-ijica^o i«.oa osl. .. 1U.2 j HUluHau . u.-rCi-iK. „ ^4.— Union +aaiic. „ 16'.*/. u. o. Lteek U-ommon* 6 j.’/* Hokienlohewerke Akt. 128— #, Deulich-Luxeiub. B.Att. uo. 4 /. üauraljütte Akt. 104 7ö * Obci|a)lC|i€i All. Ü«.i5 „ Phomx Bergbau Akt. 246 50 „ brombachei 4 >ülte „ 162.% .. Gelientirchen L-ergrr. Ä. 104.5 i „ harpener Bergbau XStt. 18.)?/. » ^UA.El/k.Ge,eU,ch. Akt. ^4/.',, « iLienteils u. .ptilskeAkt. 221 3 / t „ Tendenz: fest. Bor.e. Amalgamatev Copp. Doll. 79.'/, xr-yarlereo ^onijiany Ljtr. 1.1' c-ü.iittiu viopueiacij m 2.1 wolüj^etds 2.5* l»vano wcines .. ü.fc 4)c ^>eers ^on oliv „ lo.’i Die Dexofitenlialle Friedeirrg i. H. e»,p»ehu sich ui Vermidluns »Iler b»nkniiisf>ig«ii (aeichiilt:. An- UN» Vcrlau, von Wenpapreren an allen Bö, eu. E.r,chrung .au.eudcrbiechnunge» und praograas,«,«! Scheck-So.« u, »Wechslung von teoupous und Sorren. Annrhme von offenen und per chlogene,, Depots. Entgegennaginc verzinslicher Spar-4,in,age».