__Donncrsiag, den 5* ietmmv 1*J14. 7. Zal,ra»n>a i.ie „laue I, (tjcint ,edcn SL'ctUog. Regeimabige Beilagen „Oti l'-aurr an» tzegr«-, „AI» S^iiwUakt". <>»!»»ovre>»« «Hei Pcti Voiianjtulltn oicricliar)titd> Mt. 1,95 bti de» Agenten nionaillch 50 Pia. Hm» irlit Swagedtttzi •*« Iiijeilobn. An-rigii,: i'iuiiöifilf jo IMfU lolalf 15 Plg, •n\»i 9 <« b -'ii «tuu-äiti roerbn, our.1, Po ma.l)ita!jme ejt)i>t’eug wurde zertrümmert. — In Kalmar wurde aus einen Soldaten ein Revolver- »tlrntat verübt, das noch nicht ansgeklärt werden konnte. Der Draht nieldct darüber: In Kolmor ist ein Rekrut des Dragoner Regiments Rr. 14 von einem unbekannten Zivilisten in die .-and ocfdjoffcn worden. Ter Verletzte wurde oon einem Lssizier in ärztliche Behandlung gebracht. — Gestern ist in Rom der bekannte Publizist Eantalnpe gcstorbrn. In ihm verliert der Dreibund einen seiner fähigsten, wärn'.lten und bedeutendsten Apostel in Italien. AIS Leiter des „Eoriiere di Reapoli" war Eantalnpe, der von einer deutschen Mutter stammte, stets bereit, offene und ncisteckte Angriffe der Drcibundgegner obzuwehren. — Tie „Wiener Allgemeine Zeitung" meldet ossiziös: In unterrichteten Kreisen verlautet, dah demnächst eine Er- kliirung der Drribnudmächte in London rrsolgrn dürfte, in der sie ihre Zustimmung zu dcn bekannten englischen Vor- lchlägen betresks der sudalbaniscka'N und der Jnselsrape mit zewissen als notwendig befundenen Ergänzungen zur seiner- leitigen englischem Note zur Kenntnis bringen werden. D«S «eiteren werden die europäischen Beschlüsse in dcn beiden fragen in Konslantinopel und Athen geprüft werden. — Die der griechischen Regierung nahestehenden Blätter, >ic noch vor kurzem den llnabhängigkritokamps drr Epirotrn unterstützten und Widerstand bis zum Aeuslcrsten predigten. l>eginnen in dcn letzten Tagen welcntlich versöhnliche Töne anznschlagen. Man vermutet, dah die Regierung der von ihr becinftuhten Presse einen Wink gegeben hat. — Infolge der Aufhebung des WafsenverbotS sind l l 000 Gewehre und 15 Millionr Patronen aus dem Wege ,rach Mexiko für die Rcbrllrn. Abjchiedslilnni'e. Als im Januar 1012 der Wahlkommissar festznstellen balle: „Ter Landwirt Heinrich Hestrrmann zu PeterShagen ist mit absoluter Stimmenmehrheit als Abgeordneter für de» dritten Wahlkreis des Regierungsbezirks Kassel ge- wählt", schien ein Mann in dcn Reichstag einzuziehcn, von dem sich gewiste Kreise der bürgerlichen Linken grobe Dinge zu versprechen hatten. Ob sich die Nalionalliberalen für Heiler,nannS Wahl regsani eingesetzt hatten, labt sich auch heule nock> nicht endgültig bcstinunen: immerhin war ihrer RetchStogSsraktion der Neugewählte des ehemaligen Lieber- niannschc» Wahlkreises als Holpitant um so eher willkommen, als bei der Unsicherheit der MehrheitSverhältnisse im neuen Reichstage aus der Linken jede Ziererei als Tor heit und Sünde erklärt wurde. Ter liberale Bauernbund aber schaute z» Heinrich Hesteruiann mit desto gröberem Stolze empor. Alle herben Berlnste — der erste Präsident war ebenso aus der Walilslatt geblieben wie der Syndikus — liehen sich im Ausblick zum Abg. Hestermonn leichter er- tragen, »in so schmerzlicher muhte es für diese liberale Gründung sein, dab sie dem zu Grobem Bestimmte» über- ralchend schnell zurulcn mubte: .Heinrich, nur graut vor dirl" Heutzutage ist jg die erste Bürgerpflicht des echten Ratiouglliberale». die getreuen Nachbarn und Berbündet, u beim treiliändlerischen Freist»» zu sinbcn und mit .Herrn Itr. Paasäe zu sprechen: „Ter Feind steht rechts!" Herrn HesterinanuS Unglück aber war. dab ihm die Böhw> -ül- WandliingSkunst nicht gegeben war. Er hielt vielmehr »nt der Zähigkeit beS westsälischen Bauern an der lieb rze» gnng fest, das; »,an den Freisimiigen nicht üo.r o.-n W> > trauen dürfe, und erachtete es sogar für seine Manne: - Pflicht, diese Gedanken auch offen auSzusprechen. So war er weder siir die Natlonallibcralen noch für den liveralen Bauernbund weiter zu gebrauchen und die jüngste Bc>- uaiiaenbeit-brachte He T’ji'owro ---vt, s-n, Dichtern ort: Was nicht ziisamine» kann bestehen, tut am besten, sut> vi scheiden. Tie Al'Ssiihriingen, mit denen Abg. Hesteruiann am vergangenen Samstag die »Ugemeinc Aussprache zum Etat de» Reichsanits de» Inner» adschloh, hatten die Bedeutung des AdichiedSgruhes. Möglich und vxihrscheinlich, dab er sich nock, lveiter als liberalen Man» betrachtet, und (idtcr, dah die Rechte nicht daran denkt, den in BasserinaniiL i,»d SLachhorst de Weutes Ungnade Gefallenen als den ihren in Anspruch zu nehmen. Um io köstliäicr sind die Wahrheiten, die Herr Hesteruiann zu der Tür znrückrust, die sich für immer für ihn geschlossen hat. Ten Basserinann-Liberalen kan» wohl kein beihenderer Spoll gesagt werden, als mit der Feftftellung, man habe i» allen Bersamnilungen sagen hören, die Zenlrum»t>ar1ej sei die gröhte Gefahr mid docl> habe er sHcsterniannl als Schüler BasferniannS in der »a- tioiialilberalen Partei erfahren, dag nian mit der Zcn- trmnspartei ganz vorzüglickw Politik machen lönne. Dein nunniehr „Wilden" schwebt offenbar die Tatsacktz- vor. das: in den Wahlkämpfen vor den allgemeinen ReichStogsncn- wählen den Konservativen daS gelegentliche Zufaimnengeken mit den, Zentrum fortgesetzt als BalerlandSverrat vorge- wcrfen wurde und dab bann gleich bei der ersten gröberen Ausgabe, der Bcsitzstener, Herr Bassermann schleimigst den Pakt mit dem bösen Zentrum abschlech. Ter Liberale Hesteruiann stellt in dieser Steuer noch immer eine „ganz Vorzügliche" Leistung und kehrt sich nickst an die derben Worte, mit denen selbst eine ausgesprochen liberale Organisation wie der .Hnnsnbmid dir Reichsvermögenszuivack«: stener verurteilt hat. Tie nationalliberale Pendelpolitik, die heute mit Behagen auSführt, was sie gestern als Todsünde lerflustste, trisst er gleickiwohl recht glücklich, und damit erklärte sich hinlänglich die uberwallende Erregung dcS Herrn Baasche, des TppS eines biegsanien natioiinlllberalen Mannes, Die Erregung vor dem Spiegel ist die gegebene Verurteilung der eigenen Politik, Auch der liberale Bauernbund wird der H-lterniannschen AblchiedSgriche kaum sonderlich froh werden. Manchem mag rS zunächst vielleicht als zn hart erscheinen, dab Abg. Hester- mann den liberalen Baneriibnnd ln einem Alenizuge mit den zollabbaulnstigen Freisinnigen genannt hat Aber der frühere Frennd der Wacht,erst »nd Bol,me erinnert mit Reckst daran, dab der ebciiials antisemitische, jetzt liberale Abg. Ur. Böbinc erst in der vergangenen Woche siir die Er- Mäßigung des Maiszolles eingetreten ist, er betont, hob der mittlere »nd kleine Besitzer am HaserpreiS grobes Interesse hat. und kommt deshalb z» dem Schlub, dab ein Herabfctzen des Zolls für Mais, des Konkurrenten de« HaferS, ein gewaltiges Glied aus der Schnhzollkctle hcraus- rcitzen würde. TaS ist gcwib richtig. Ziitreftcuder freilich wäre eS gewesen, den Mais als Ersatzmittel für jeder ein- heimische Getreide zn werten, und dann hätte die Döhmesche Zollabbaugeneigtheit als ein sandwirtschastsfeindlicheS Untersnngen natürlich noch viel idwrfcr verurteilt werden müssen. Wenn Herr Hestermann doneben die Einigkeit in der LandwirtsckM als das Notwendigste hinstellt. so trisst er sicherlich den liberalen Bauernbund abermals mit voller Schürfe, bleibt aber die Antwort daraus schuldig, weshalb er denn selbst dazu beigetragen bat. als Milolied »nd Führer dieses ländlichen HansabnndeS Zwietracht in die deutsche Landwirtsck «st zn tragen und da? Geld von deutschen Bauern zur Bet. nipfvng de? Bunde? der Landwirte zu vcr- Werten, ohne dessen »nermridliche Aufklärungsarbeit das Wiedererstarkcn der Lrndwirtfchost undenkbar gewesen, wäre. -Herr Heslcrniami ist d->» Opier der heute nicht sel- tineii Politisch» Halbbildung, die stch von Phrasen ein- fangen läfct und der bei der nachberiacn klaren Erkenntnis d-r Tinge zu späte ersabt. dab die Ucberzeugnng der Zelt- genossen sich nnt den eigenen Grnndaiischamingcn gar nickst deckt. Tann kört man schrille Abschiedsklänge, und die mit dir falschen Wabl des politischen U-iterNiitziiirgSwolmsttze« beibundcne Tragik erzwingt manchmal früher oder später den -il 'ää.d von der ganzen Politik, auch wenn der Renegat sich io«- ewige Male an den seitherigen Freunden »um Er- der Umntzenden zn reiben Weib. Deutscher rteichstaq. 205, Sitzung vom 4, Februar. 1 Uhr. Am Bundesratstische: k»r. Telbrück. 1 ösidcnt I>r. tiaemps gibt im Nauirn de? tö e a. tirsen Bebauern Ausdruck über den Autounstill, den dir Av- aeardn ten Bül, (Zentr.) und Hebe' kZenlr.l erlitten hoben. Tie Beratung des Eials lär das Rcichsaint des Innern wird mit d>'r von der allgei-ieinc» Besprechung avgetrenntcn A": rrache über b l.fc, iHrrit, >ctz sorlg.n:.i. Anträge des Zentrums, der Polen nnd der Loziak- bcnwkrale» sorder» die Anshebunq der Spiachrnparagra- rben, > -ner die Brieilioung des Verbots d>r Teilnahme Jugendlicher an politisch.» Bereinen »nd rerlninmlm'ge». Teer. Äestg der Polizeibehörden. Beanstraale an össenlliw- Bersan.uilnngei, z„ rnlsrndeii. io» I» csiisck-ränkendciU Sinne klargrflellt werden. Tie «„»Übung d>-s «ersanunliings. reckst- gegen Verhinderung dnrch polueiliche Anordnuigi-n, über di.- Polizeistunde soll geschlitzt werden nsiv. Al>,I »> v. Laezewsli iverdcn An last. S.lnild daran ist in erster Linie der unglückselige Sprachen,, »«ragraph. Ter Sprach-nparagraph ist nur ein Ansuohiue- gesetz gegieii die Polen. Man will den Gebrauch der pol- iiisckien Sprache i» de» polnischen Vereine» überhaupst unle-r- sagen, lZurufe bei den Polen: Unerhört.) Tns ividerspi jchr dem Sinne de-S Gesetzes. Wir brauckst-» eine Einheitlichkeit der Rcckitsprechuiig in Sack»» de? «erciiisrecht». T»r jetzi- gen Reästsvenvirrung imif, rin Ende gemacht werden. Ge- >>all kan» ioolil ei» Land erobern, ab.r niemals dauerud regieren. (Beifall bei den Polen.) Abg. Legien (Soz.): Der dgmalige Reichskanzler hat s. 8 erklärt, datz eine schikanöse Anwendung des Vereins >ze» setzes nicht stablsinde» soll. Die liberalen Parteien haben damals versa,»nt. dem G.-setzc eine Fassung zu geben, die jede» Polizeigeist ansschlies-st, Ter Vorredner hat schon dar- gelegt, wie die Polizei toigcfet, so daß Ich ails >" fterc Bes. spiele verzichten kann. Tie Polizei in Esse» hat Abschriften von der Mitgliederliste des Transportarbeiterverbandes ae- nvinme» i'nh der Eisenbahnbehörde mitgeteilt, damit diese gegen die dem Verbände angehörend.-» Eisenbahner vor» gehen könne. (Hört, hört! b. d. Soz.) Das ivar rin Diebstahl der Polizei (sehr richtig bei den Soz), dem, sic hat fei» Recht, Mitgliederlisten z» fordern. Redner geht auösilhrlich auf Einzrlsälle ei». Die Gewcrkschaste» werden abslckstlich zn volitilckb-n Vereinen gestempelt, obwohl ihre Statuten pelitische Zwecke a»sschlief>en. Man tut »-S deshalb, um vor allein den Anschlnh der Jugendlichen an die Gewerkschoslen zu verhindern. Deshalb verfolgt man auch unsere Jugend, organisationen, indc», man sie einfach z» politisch-,, vereinen stempelt und dadurch auf Grund des BcrcinsgcsetzeS die Milgliedschiit Jugendlicher verhindert. Auch in Teulsch- land iniih einmal das wahre Recht an die Stelle der Reckst«, beuguug treten, (Beifall der Soz.) Abg. Marx (Zentr,): Die Anwendung des Veteiiisge- setze-.- ist tatsächlich oft ivillkürlich Ick, erinnere nur an eine Arbeiterversgmniluiig ans unserem Katholikenlage. Ter Bor- redncr hat etwas zu viel Einzclfölle angeführt. Wem, die lijewerkschasten zu palitischen gcstcmpt'It werden, so sind die Sozialdemokraten nicht unschuldig daran, dem, sie haben wiederholt erklärt: Gewerkschisten „nd Partej ist einSl («ehr richtig! im Zentrum, Widerlprnch der Soz.) Ter Sprache „Paragraph ist der anfcchtbaeste des ganzen Gesetzes Wir haben oft genug darüber spr-chrn müssen und haben die Pliicht, vor dem Lande die Verhältnisse klarznslellair Wenn die radikale Bewegung »ntcr den Polen so zngenou» men hat, so trägt der Sprachcnparagrapl, ein gutes Teil de« Schuld daran. (Sehr richtig! im Zentrum,) Wir wolle», auch de» jugendlichen Person« die Teilnahme an Vereines ermöglichen. In unsererc Aussasinng darüber befinde» wr, »ns in guter Geselljchaft, den» der damalige Minister d.-t Innern v. Bethmann-Hollwcg bat seinerzeit unsere An • sassnng vertreten. (Hört, hört!) Gewiß wollen wir dn Jngendlickion vom politischen Kampfe sernbalten, aber dit Zeilen haebn sich eben geändert. Die Sozialdemokratie wir» eben dar»», grösiercn Erfolg mit ihrer Agitation habe», wei> wir den Jugendlichen kein politische» Gegengist verabreiche» können. Ter junge Mann mns; frühzeitig gebildet werdest um dcn Kampf ausnehmcn zu könne». Auch die Recht- sprcchmig »mb aus ei»hcitlick>c Grundlagen gestellt werd st so geht es einfach nicht mehr loeiler. Tie Polizeistmid dient ganz »nziilässigerwrise zur Bcschränkmig des Versa»»» limgsrechts. Eine freiheitlichere Gestaltung ist nnmngäng lich notwendig. Ebenso bars das Beamtenrecht in keine- Weise eingeschränkt werden. Es ist hohe Zeit, dab eine Aez- dernng der Verhältnisse eintritt. (Beifall im Zentrmn.) Ministerialdirektor Lewuld: Seit dem Inkroltlrrlen de, Rt-iüiSverciiisgesetzcs sind Klagen über die Handhabung lau geworden. Wie bei last allen anderen Reichsgesctzen liegi ja oncki die Anssühriing und Handhabung dcS DercinSgefeh > in der Kompetenz der einzelnen Regierung, Es gibt kein * Rcichsbeamten, der unmittelbar mit der AnSführung d>« Gesetzes etivas zu tun hat. Und wenn hier Klagen vor-zr. brockst w»rd>-n mit der Tendenz, die Reichsleitun., »löge rin. schreite», so i.iülle» Sie zugcben, dab die Reichslcilnng duz» nickst in der Loge ist (Widerspruch im Zentrum und links Ziirnsr: De, Reick^kanzler ist verantwortlich» Geivih, da» Rcickrrvereiu»gesetz vntcrlicgt auch der Beaussichtigung he» Reick-es. W.lchcs ist aber der Inhalt der Beschwerden? Dock, nickst ein solcher, dab die Reichrleitung in die Luge käme, in d-n einzelne» Fällen einzuschrcilen. Berichte rin-u. so« der» und Änoidnm'gcn zu treffen. Ter ganze Sinn dv Beaussichtigung der Anssühriing der Gesetze ist doch der, d/ die Reick-ckleiinng in di, Lage kommen kann, mit drr 9r >r u,i,„ eine: Bnnde siaalcs bei Tisferenze» über die Ans- leanno i» Berbindnno '» treten »nd a»> Aenderuno hinzu. ßit. 3U kitFcn. Wenn l>eispielsweisc die zahlreichen Ansführungs- bestimmungen der Bundesregierungen grundsätzlich von dem Sinne des Gesetzes abwichen, so wäre der Reichskanzler selbstverständlich in der Lage, zu erklären: Das ci'tspricht nach meiner Auffassung nicht dem Sinne des Gesetzes, bitte, ändere das. Das ist aber hier durchaus nicht der Fall. Die verschiedenen Aussührungsbestimniungen stehen durchaus ans dem Boden des Dereinsgesetzes und der hier abgegebenen Erklärungen, sie sind von dem Wunsche und Willen getragen, das Gesetz in einem liberalen, von Schikanen freien Sinne auSznfiihren. (Lachen links und im Zentrum.) Das ist zweifellos der Sinn der Bcstiuimunge», die feit 4 bis 5 Jahren erlassen sind. Ich versichc«, daß noch im letzten Jahre, nachdem eine Reihe von Beschwerden hier vorge- biacht wurde, der preußische Minister des Innern Anlast ge- nomincn hat, die Behörden noch einmal mit aller Entschie- denheit anzuweisen, daß sie sich init der gröhtcn Strenge an den Sinn des Gesetzes zu halten hätten. Es war für mich sehr interessant, an die Debatte der früheren Jahre zu den- keir und fcstznstcllen, daß die Beschwerden gegen die Exc- kntivbchörden nahezu verschwunden sind. (Widerspruch iin Zentrum und links.) Die ganzen Angriffe richten sich gegen da' Auslegung des Gesetzes durch die Gerichte. Nun entscheiden über die Auslegung des Gesetzes die bestehenden vcr- lealtungsrechllichcn Organisationen, die Obcrverwaltungs- geeichte. Nun kann es durch die Umstände Vorkommen, daß >u den Entscheidungen der Obcrvcrwaltungsgerichte auch Entscheidungen der ordentlichen Gerichte treten, Last die letzte Instanz die Obcrlandesgerichte sind. Daneben kann als dritte rechtsbildcude Instanz noch das Reichsgericht treten, kkach diescii Entscheidungen haben sich die Behörden bei ihrer llnSlegimg zu richten. Natürlich gehen die gerichtlichen Urteile öfter auseinander. Wir haben deshalb int Reichsamt des Innern diese Entscheidungen gesammelt. Wir haben damit einen Ucbcrblick über die Jndiktaur in Sachen des Dereinsgesetzes gewonnen, den tvir Ihnen gerne zur Verfügung stellen. (Heiterkeit.) Wenn man diese Entscheidun- gen gegenciilander abwägt, so must mau im ganzen doch auf Grund diese? Studiums zu der lleberzeugnng kommen, daß sich in den 5 bis 6 Jahren, seit dem Bestehen des Gesetzes, ans dem Gebiete des Vercinsrecht"s eine große Sicherheit gebildet hat. Bewiesen wird das dadurch, daß die Klagen wegen seiner Handhabung gegenüber denen die früher hier vorgetragen wurden, ein ganz anderes Bild geben, weil sie sich nicht gegen das Vorgehen der Behörden, sondern gegen dos Gesetz selbst richten, und daß eine Reihe von Abänderungen beantragt worden ist. Jedenfalls besteht bei der Reichs- leitung und der preußischen Regierung, vielleicht auch bei anderen Verbündeten Regrcrungen keine Neigung zu einer Novelle. (Hört, hörtl Unruhe bei den Soz.) Mit aller Entschiedenheit niust ich mul, dagegen wehren, daß hier gesagt wurde, das Obcrverwaltungsgcricht habe einen Rcchts- brnch begangen. Das sagt man nicht von einem solchen Gericht. (Lachen bei den Soz., Unruhe.) Gerichte begehen keine RechtSbrüche. (Beifall rechts und in der Mitte, Lärm bei den Soz.) Sie (nach links) können anderer Meinung fein. Sie dürfen aber niemals einem Gericht Vorwersen, daß es RechtSbrüche begeht. (Beifall rechts, Unruhe bei den Soz.) Hinsichtlich des Sprachenparagraphen dürfen Sie nicht glauben, daß die Verbündeten Regierungen ihren Standpunkt in dieser Frage geändert haben. Zum Fall Amundscn kann ich erklären, daß nicht dieser darum einkain, in Flensburg in norwegischer Sprache zu sprechen, sondern die lkouzertdirektion, mit der er einen Vertrag abgeschlossen hatte, eine Anzahl Vorträge zu halten. Der dänische Vortrag wurde untersagt. Ter Regierungspräsident sagte sich, daß Flensburg eine durch und durch deutsche Stadt ist, wo es kaum einen Mensechn gibt, der nicht deutsch spricht, nur sehr wenige, die auch dänisch sprechen. (Unruhe links,) Er konnte sich sagen, da steckt etwas anderes dahinter, der Wunsch, daß eine Art Heerschau gehalten werde. (Große Unruhe.) Herr Amundscn fühlte sich auch gar nicht beschwert, nur der Unternehmer. Der Abg. LaZzcwski beschwerte sich, daß ein landwirtschaftlicher Verein als ein politischer Verein bezeichnet wurde, obwohl die Satzungen jeden politischen Ztveck ausschlossen. Nun, in den Satzungen kann manches stehen, was nicht befolgt wird. Abg. v. Veit (kons.): Der Sprachenparagraph ist notwendig. Das sehen wir doch in den Reichslanden. Dort must der Gebrauch der französischen Sprache eingeschränkt Werden. Wir wollen auch an dem Jugcndlichcn-Vnrograph sesthalten. Tie unreife Jugend niuß vom politischen Leben kerngehalten werden. Tie sozialdemokratische Jugendbewegung hat vor der nationalen das größere Alter voraus. Tic nationale Jugendbewegung treibt keine Politik. (Wider- spinch bei den Soz.) Ihr Ziel ist, festzuhnlten am Vater- lande und am angestammten Hcreschcrhause. Tas ist keine Politik. Sittlich fest soll die Jugend in das Heer eintreten. PrenirUchrr Landing. Abgeordnetenhaus. Am Mittwoch begann das Haus die zweite D-ratung des rustixtats, zu der ei» Antrag Aronsahn (Fonschr.) vorlag. »er um die Vorlage einer Dentschrisr tib-r di- EesSngnisarbeit ersucht, sowie über ihre Art, den Umsang und die Lohne, Abg. Barischer (Ztr.) beklagte die hohe» Stempelsteuern, die «in« Betastung der Mittelstandes darstellen. Abg. Lieber (Natl.) bat um Rücksicht bei Zwangsversteigerungen aus die Lage der Gläubiger bei der Wertbercch- »uiig der Grundstücke. Abg. M a t h i s (Ratl.) wüiischtc die Uebcrnahme der Prüft»,igsgebühren für die Beamten aus die Staatskasse. Vou Regierungstisch wurde erwidert, daß da- nicht a„- Sängig sei. Außerdem wären di« Gebühren sehr gering. Abg. Viereck (freitoiii.l führte aus. die Eiciacrung der Neue Tageszeitung. Donnerstag, de« s. Februar 1914. Einnahmen durch di« Gefängnisarbeil schade dem gewerbrtrri- bcnden Mittelstand. Abg. Dr. Schmitt-Düsseldorf (Ztr.) schlug vor, die Gefangenen mit dem Sortieren von Altmaterial zu beschäftigen. Abg. Bois ly (Nil.) uiid Abg Wenk« (Fortschr.) iiußer- ten sich glelchfalls gegen die den Handwerkern durch die Ee- fairgnisarbeit bereitete Konkurrenz. Abg. Hammer (kons.) bemerkte, daß sogar ein Gefängnis eine Dampfmaschine angeschafst hob«. Sehr zu beklagen sei, daß die Heeresverwaltung den Gefängnissen Arbeite» in Auftrag gäben, weil die Handwerker nicht zu Zuchthauspreisen liefern könnten. Eine Trennung zwischen Strafvollstreckung und Strafvollzug fei nötig. Die Juristen wissen oft nicht, was dem praktischen Leben fromme. Abg. Liebknecht (Soz.) wünschte, daß auch Arbeiter, nicht nur Unternehmer zu den Beiräten für die Gefängnisarbeil zugezogen werden möchien. Jnstizminister Dr. B «s c l e r ging kurz auf die verschiedenen Wünsche ein. Er betonte, daß im allgemeinen nur da, wo kein« Konkurrenz für onderc Arbeiter entstehe, für den freien Markt gearbeitet werden sollte Er hoffe, daß der Minister des Innern die Zustimmung zur Ausarbeitung der Denkschrift geben werde. Der Antrag Aronsohn wurde alsdann angenounien und die Einnahmen bewilligt, Abg, Jt schert (Ztr.) übt« scharse Kritik an dem Vorsitzenden im Prozeß Knittel, der die nötige Objckftviiät habe vermissen lassen und nicht nur über den Angeklagten, sonder« auch allgemein über die Reserve- und Landwehroffiziere abfällig gesprochen habe. Der Fall beweise aber, daß auch Richter vor Gericht nicht anders behandelt werden wie ander« Menschen, daß es keine Klassenjustiz gäbe, Justizminister Dr. B e s e l c r schildert« die Maßnahmen zur Prüfung der Assessoren: die Prüsungen erfolgen deshalb so streng, nm geeignete, gute Kräste an die rechten Stellen zu bringen. Im Falle Knittel habe der Vorsitzende allerdings Fehler gemacht, doch setzt der Minister in di« Richter das Vertrauen, daß das ein Cinzelfall fei. Abg. B o i s l y (Ratl) wünscht« für die Staatsanwälte größere Selbständigkeit, damit sie nicht von der Meinung ihrer Vorgesetzten beeinflußt würden. Abg. Grund mann (kons.) erklärte namens feiner politi- schen Freunde sich rinverstanden mit der vorgesehenen Vermehrung der Beamtenstcllen. Für die Referendare schlägt er ein« Ausbildung in der Landwirtschaft vor, damit se auch diese Verhältnisse kennen lernen. Größerer Schutz vor Geisteskranken und Sittlichkeitsverbrechern fei nötig. Der Justizminister bemerkte, daß die neue Strafprozeßord- nung diesen Wünschen Rechnung tragen werde, Donnerstag 11 Ilhr Fortsetzung, — Schluß halb 5 Uhr. Tnycsnvrrftcht. Crntldits |5cirfi. :: Prinz Wilhelm zu Wied im Auswärtigen Amt. Prinz Wilhelm zu Wied hatte, wie das „Berl, Tagebl." erfährt, im Auswärtigen Amt eine länger« Konferenz. Wie das Blatt weiter hört, nehmen die Verhandlungen über die albanische Anleihe, deren Erledigung eine Bedingung für die Abreise de» Prinzen nach Durazzo bildet, nur «inen sehr langsamen Fortgang. Namentlich von französischer Seite werden diesen Verhandlungen immer neue Schwierigkeiten bereitet. Es heißt jetzt, daß die Frage der aibanischen Anleihe gemeinsam mir der südalbanischcn Erenzfrage und der Jnselfrage behandelt werden soll. :: Eutsverkauf des Königs von Bayern. Die „Braunschweigische Landeszeitung" meldet aus München: Der König von Bayern hat die ihm als Teil feiner ungarischen Güter gehörende Herrschrft Pinkamindszent in Ungarn »erkauft. Käufer der Herrschaft ist ein magyarisches Jtnanzkomilee, als dessen Beauftragt« der ungarische Abgeordnete Ostfsy und Gras Spe- chenyi den Kausvertrag unierzcichneten. :: Fernbcbon und Erubcnkatastrophe. Der Leiter der Lai« bacher Erdbebenwarte. Pros. Belar, gibt ein« Erklärung, in oer es heißt: Es unierliegt lernein Zweisel, daß die in den jüngsten Tagen aufgclretene Grubenlatastrophe auf Zeche „Achenbach" bei Dortmund und die Einstürze bei Deuthen in Oberschlesien und aus Zeche „Fürst Leopold" bei Dorsten durch die seit einer Woche in ganz Europa herrschende Bodenunruhe und durch die F«rnbebenaus!Lusei vom SV. Januar ausgelöst worden sind. Unser« Warte hol am 30. Jan. vormittags das srüh morgens «r- solgic katastrophal« Fernbcbcn angezeigt. Das Grubenunglück aus Zeche „Achenbach wäre leicht verhütet worben, wenn an diesem Tage, wo unsere Warnrusr »och icchlzeitig laut wurden, di« Vorsichtsmaßregeln verdoppelt worden wären. Frankreich. :: Die sranzösische Presse mü> der „c„e Zwischenfall von Lunerillc. Die französischen Zeiluirgen erheben keinerlei Widerspruch g gen die schnelle Erledigung des Falles der beiden Offizier«, die vorgestern landeten, dagegen wird in der Press« allgemein darüber Klage gesührt, daß derariig« Zwischenfälle immer wieder von deutscher Seite herbeigesühr! werden. Selbst der „Figaro" sindel es auffällig, daß deutsche Ofsizier- sich jo schlecht im Grenzgebiete auskcnnen, daß sie von Saarburg aus nach Südwesten ansiakk nach Rordwesten fliegen, ohne cs zu merken. Rußland. :: Rassische Rüstungen gegen den DreibiNÄ lieber feindselige Absichten Rußlands gegen de» Dreibund meldet der Wiener'Korrespondent der .Franks. Ztg." seinem Blatte: In Bestätigung der Petersburger Mitteilungen über Rußland und die Türkei «rjahre ich von guter Seite, daß alle Anzeichen aus weitausgroisende russische Altionsplüne hindeutcn. Alan meint dabei vor allem die intensive Tätigkeit der russischen Propaganda in Ostgalizien, die dort unter den Ruthenen geradezu unhaltbare Zustände schasse. D«: jüngste Parteitag der Russo- pbilen war schon von lvvv Delegierten beschickt, die man ruhig els russische Agenten und Spione bezeichn» kann. Die Poli- zcibchörben fühlen sich geradezu machtlos dielen, Treiben gegen- __Seile L über. Pararell mit dem Berstich, die Monarchie im Rorbosten zu lähmen, läuft das offenftindige Bemühen, in Petersburg den Balkanbund wenigstens teilweise wieberherzustesien und in das Abkomnien Zwischen Rumänien Und Griechenland auch Serbien einzubeziehen. Bisher weigcric sich Rumänien auf die agzres- siven serbischen Absichten «inzugehcn, und es ist zu erwarten, daß König Karvl auch weiterhin den panslawistlschen Werbun-' gen Widerstand leisten wird. An der deutsch-iusstschen Grenze, so wird ir weiter miigeieilt, finden Truppenhäufungen statt' Der Zweck sei, einer russischen Aktion in Armenien vorzuarbej- ten, die im Jahre 1912 an dem Einspruch Deukschkands gescheitert ist. In den Kreise», aus denen diese Mitteilungen stam- uen, zweifelt man auch weikerhin daran, daß Rußland cs wirklich auf einen Konflikt ankommen lasten wollte, aber mindestens einschüchter» wolle es den Dreibund, und der russischen Politik in Asien damit freie Hand schaffen. Portvgnl. :: Die Lage in Portugal. Rach in Madrid vorliegenden Meldungen aus Portugal hat sich dir Lag« durch die Ankunft Bernardino Machades vorläufig noch nicht gebestert. Im llnion- theatcr in Listabon ist es gestern zu einem auffehensrreg erden Skandal gekommen. Während der Vorstellung stand plötzlich ein Mann auf »nd griff unter der Erklärung, ein cntlastener Eilcnbahnarbeiter zu sein, aufs heftigste die Eiscnbahnzesell- s-tzaste» und den Ministerpräsidenten Costa an. Es kam zwischen seinen Gejährten nd de, Anhängern des Ministerpräsidenten zu einer blutigen Schlägerei, bei der aus beiden Seiten ein« große Anzahl Personen verletzt wurde. Die Vorstellung unßte sofort abgebrochen weiden. — Es bestätigt sich, daß im Noroen des Landes monarchistische Unruhe, ausgcbrochen sind. In Pe- dregal kam cs zwischen Royalisten und Gendarmen zu einem Feuergesecht, wobei 15 Gendarmen Verletzungen erlitten. Die Monarchisten griffen dann veifchiedcn« Gebäude der republikanischen Behörden an und konnten erst nach Ankunft von bedcu- lenden Verstärkungen aus Pedregal vertrieben werden. China. :: Anarchie. Im inneren Chinas ist alle Ordnung aufgehoben und in den meisten Provinzen herrscht völlig« Anarchie. Aus Kirin wird gemeldet, baß oie Räuberbanden des „Weißen Wolfes" täglich immer mehr anwachsen; sie ziehen durch das ganz- Land, plündern es »nd terrorisieren die Bevölkerung. In der Provinz Ehonap wurde ein« Anzahl Stabt« aurgepliinderi und bann »iedergcbiannt. Den Räubern geht ein solche» Schrecken voraus, baß di« Soldaten, die gegen die Bond« entsandt werden, desertieren. Unter den Opfern der Räuber sollen sich auch Ausländer befinden. Man befürchtet daher, daß di« Muckste jetzt einjchrciten werden. Peru. :: Revolution in Per«. Der Präsident von Peru, Gujllaume Billinghurft. wurde im Regirrungspaiast vou Lima von revolü- ttonieienden Truppen unter Führung von Oberst Bonavide, nach kurzem Kamps gefangen genommen. Der Premier- uns Kriegsminister Ecneral Varjela. wurr« im Verlauf« des kurze» Kampfes getötet. Dr. August Durand, ein früherer Rebellen- fllhrcr. zog darauf in den Rcgierungsplllast ein und wird wahrscheinlich die neue Regierung bilde». Die Bürger, die durch dar Schießen in früher Morgenstunde hervorgelockt worden waren, wurden von de» Soldaten durch blind« Gewchrjalven an Zusammenrottungen verhindert. Eine Zeitlang herrschte große Besorgnis unter der Bevölkerung. Die geschloffenen Läden wurden wieder geöffnet und auch die Straßenbahnen nahmen den Verkehr wieder auf. Anderen Meldungen zufolge wurde« General Billinghurft als Gefangener nach Callas geschafft, um von dort außer Landes gebracht zu werden. Zihmm linfcll Min Ktichstassabskordnkirr Berlin, 5. Fcbc. Im Straßengetricöc schwer vcrnw glückt sind gestern vormittag die dem Zentrum angehörcndcir Rcick)stagsabgeordnctcn Pfarrer Benedikt Hebel a»° Wiedergeltingen in Schwaben und Geistlicher Rat, Deka» und Stadtpsarrer Joi)onn Pütz ans Wcmding in Schioabcn, die während der Dauer der Reichsiagsverhandlungen beide hier in der Mittenwalder Straße wohnen. Tie Abgeordneten wurden kurz vor neun Uhr an der Ecke der Mitten- walder- und der Blücherstraße von einer Kraftdroschke ange- fahren, zu Boden geschlendert und so schwer verletzt, daß sie nach dein HcdwigS-Krankcnhanse gebracht werden mußten. Bei dem Abg. Hebel wurde von den Aerzten eine schwere Verletzung ain Kopf und Gehirnerschütterung konstatiert. Abg. Pütz hat Kontusionen am Brustkasten erlitten. Innere Verletzungen sind vorhanden. Sund der Landwirte. • W«llau bei Wiesbaden, b. Febr. Am lv Januar tagtt hier in der „Deutschen Weinstube" «in« Bczirtsvcrsammlunx des Bundes der Landwirte, die außerordentlich stark besucht war. Auf der Tagesordnung stand: l, Organisation und Agitation im Kreis Wiesbaden-Land; 2. Milglieder-Beitrazs- frage; 3. Wünsche und Anträge Der Geschästsführri des B. d. L. Dr. W, Pieper - Franlsurt, sowie der Wahlkreisvor- sitzcnde Herr Georg Christian . llnterliederbach besprochen die einzelne» Punlle sachlich und allgemein verständlich. Zum Schluß teilte Herr Dr. Pieper den Versammelten die Freisprechung des Obersten v. Reuter und de» Leutnants Schab nrit. Die V-geisteruiig und bas Bravorusen der Versammelten war allgemein und es wurde bejchlosien, sosort an di« Herren ein Glückwunsch-Telegramm zu schicken, das lautet«: „Die Vev- sainmlung der Mitglieder des Bundes der Landwirt« senden herzlichen Glückwunsch dem Herrn Oberst v. Reuter und dem Herrn Leutnant Schad. denn Gerechtigleit wurde der braven Tat. Wallau, 111. Jan. 1914. Restaurant: „Deutsche Weinstube", Inh. Fr. Fischer." — Aus di« Depesche ist folgende Antwort des Obersten v. Reuker «ingelrofsen: „Uebunqsplatz Oberhofen, Jan. 1914. An den Bund der Landwirt«, Wallau! Ihre teilnehmende Kundgebung hat mir außerordentlich wohlgcta». Ich danke Ihnen von ganzem Heizen und bitte, meinen Dank auih an all- Releilialen »veiteraebrn zu wollen. In Anbe- Nr. 5» BtHt ü ttad“ bti zahlreichen Glückwünsche, Ist er mir nur möglich, aus diesem «Heg« meinen Dank zum Ausdrnck zu bringen, o. Reuter". Ans der Heii«»a1. * Obst- und Gartrnbauverein Flikdberg Fauerbach. Wir machen nochmals aus die morgen Freitag abend in Fauerbach bei Fr. Haas Wwe. stattiinLendc Monater>er- sanimlnng aufmerksam. Es wird ein sehr interessanter Vortrag: „Die Ltccklingsvermchrung" gehalten werden. Hieran anschließend sindct eine kleine Gratisverlolirng statt. * Friedberg, 5. Febr. Der Borirag von P..' Helmte gestern abend im Festsaal« der Auguflinerschul« rechi- fertigte die Erwartungen der zahlreichen Zuhörer in vollstem Maste. Die vorzüglichen Lichtbilder ergänzten die sess«l-d:n Aussührungen über die Borgeichich!« der llvettetau trcsflich Wir lammen aus de» Inhalt des Dortrag:» demnächst noch ein. gehend zurück. • Frirdberg, 5. Febr. Georg Kaiser aus Ockstadt wurde von der Gietzenrr Straskammcr zu 5 Monaten Gesängnis liegen Diebstahl» ventrteilt- Er hatte einen Zigarrcnhänd- ler beim Etnkaus von rtnigen Zigarren durch die Angabe, er wolle mit einem Zivanzigmarkstück zahlen, veranlagt, den Betrag von t!> .H und einigen Piennigln aus den Laden- tisch zu legen, die der Angellagtr dann schleunigst cinsleckle und davonltes ohne das Zwanzigmarkstück als Gegenwert hinzugeben. • Rieder Nosbach, 5. Febr. Im „Oberh. Anz." bcsindet sich eine Notiz, »ach der di« htestg« Feld- und Waldjagd um £000 Marl an Herrn G. M. Neust in Friedberg verpachtet worden sei. Dies« Nachricht ist unrichtig und geeignet, die Interessen unserer Gemeinde zu schädigen. Infolge ungenügender Beteiligung sind die Gebote nur spärlich eingelegt worden: es ist zwar richtig, dast Herr (ö. M. Neust mit £000 Mart das legte Gebot gemach! hat, jedoch ist ei» Zuschlag für diese Summe nicht erteilt wotdrn. • Holzhaus«», 5. Febr Am Sonntag seiert« unser Krieger, verein Katjers Geburtstag Schon der Blick in den Saal de» Herrn Schröder genügte, um zu sehen, dast er galt, unserem Kaiser den ihm gebührenden Danl und di« Glückwünsche, wie sie jedem guten Deutschen au» innigster Brust tommen müsien, ei.tgegenzudtingcn. Rach der Huldigung (lebendes Bild) folgte di« Begriistung durch den Brästdenten Herrn Plack. Dast unser Geistlicher. Herr Psarter Clotz. bei Baterlandsangelegcnhei'.en nie fehlt, da» wisien wir hier zu gut. Der Inhalt seiner Rede war, dast die Deutschen noch nie republikanisch geflnnt waren und r» auch Ni« werden. E, solgt« ein Prolog, vvrgetragen von Frt. Weinmann, der I» recht zu den Worten unseres Redner» pastte. Dann gab es einige Zugabe» an Theaterstücken »u» musilalische« Darbietungen. Dm Spiel« entledigte» sich ihrer Ausgabe in musterhoster Weis«. • Petierweil. s. Jan tuest, rn feiert« der älteste Einwohner unsere» Dorjc» Christ.an Wien in »oller Rüstigkeit seinen 01. ch burlstag. Wir wünschen dem Jubilar alle, Gute mit der Hojsnung. dast er in derselben Rüjtigleit mindesten» noch sei- »en 100 Geburtstag feiern lamr • Dortelweil. 5. Febr Der Landwirt PH. Karl Hensel »us dem Ehausiechaus schlachkel« einen Eber, der «, aus da» Irmcilenswerte Gewicht von 701 Pfund gebracht hat. • Altenstädt 5. Fehl. Hier ist eine Diphteriiisepidemi« »nier der Jugend ausgebrochen. Aus Anordnung der Kreisbc. Horde wurden di« Schnlen bis aus weirere, geschlossen. • Klein Linden, 5. Febr. Für die Umgehungsbahri, tl-rlche die Strecken Wetzlar-Giehe« rind Gietzeii-Franksnrt verbindet und durch den nach Glesien zu gelegenen Teil un- se.es Dorfes Bernhnrdcdansen geht, sind jetzt die Gelände- »nkäiife soweit abgeschlossen, ei bandelt sich nur noch um einige wertvollere Grundstücke. Mit dem von der Babn ge- kablte» Preise sind die Eigentümer zufrieden. Ob die Gleise über einen noch anfzusüllenden hohen Damm geführt werden, oder ob eine Brücke gebaut wird, ist noch nicht ent- stleuc wageezertung. Douoersiag. - n u. Fedruar tllf«. schieden. An der Kleebaelzbrücke zwijckvn hier imd Dnten- dosen werden eben schon die Fniid.tmentierungsarbeiten * Klein Linden, 5. Febr. Der an Stelle unseres in den Ruhest,rnd getretkiien langjährige» Bürgermeister» Schauin gewädltr Vürgenneister Jnng übernuiwit heute die Amtr- grschäfte. * Grürrbrrg, 5. Febr Hier stürzte sich ein 2l,äbr. Bkäd- chen. die Tochter sehr angesehener Eltern, an? einem Fenster de dritten Stockes ans die Strasie. Die Lcbcnsinnde konnte nech ihren Angehörigen Mitteilen, dast sie vorder Gift ge- itommen habe und starb alsdann an den erlittenen Ver- totzutigeit. Was die Unglückliche in den Tod getrieben hat. ist jedem ein Rätsel. Blcjchenbach, 5. Febr. Am I September Ist!, tonst« di« Gemeinde von dem Grasen zu Sioibcrg Erdern das in ihrer Gemarkung'liegende, etwa Otto Rarmalmotgen haltend« sogenannt« „Königsteiner Gut" für 70 000 Gulden und verkaujie er wieder an die einzelnen Ortsbürger mi, einem Gewinne von 2000 Gulden. * Bon de, Zirkus Earree-geftspielen. Wir werdrn vom Festspiclbüro gebeten, milzuleilen, dast der Dorverlaus in Ztantsurt (in den Filialen de» Zigairengcschäjt» Holz) seit gestern bereit, um b Uhr (statt 7 Uhr) geschloü n wird Die Leitung der Festspiel« hosjt dadurch die Sturm, und Drang szcnen. die sich an den ersten beiden Festspicllagcn insolge de» ungchcuten Andrangs (dM .Frankjurter Zeitung" jchätzt ja b>« Besucher in der Premiere allein aus 1.1000!) abspielten, ein für alle mal unmöglich zu machen und ein« glatte, bequeme Abfertigung za erzielen, Austcrdem ist die Zahl der Billellassen deshalb erhöht worden. Das war umlo notwendiger, als aus di« schlechthin begeisterten Kritiken sämtlicher Biälter Franlsutls und der Umgegend hin für die nächsten Tage den „gröglen Fest, lpielcn der Welt" ausverlauft« Häuser sicher sind. Am schärfsten hot in den Rescraten der Jranlsurtcr Blätter wobl di« „Kleine Ptesir" da» neue und grostartig« der Festspiele chatalierisiett, indem sie schrieb: „Der Zirkus Lai ree ist der auj die Potenz erhoben« Sarrasani, die verdoppelt« Portion an Amerilanismus, Reklame, Verblüffung. Leistung, Qualität »nd Quantität, IN seiner Art wohl ein Gipset de» Möglichen, hart an der Grenze des Unmöglichen .... Achlzig Atlialiionc»" (so belichtet da» Bla« weiter) „zöhlle der Zettel aus. und der glückliche, der da» olle» geichen hat, darf sich rühmen, dcst es keine Wunder der Pseidedrcsiur. kein Variete Kunststück. keine Tiergallung, lein« komilche, tragikamische oder sensationelle Rümmer gibt, die nicht vertreten wären ..." Alle 80 Attraktionen werden, wie da» Festlpielbnro mitieilt, in jeder Vorstellung vorgelührt. Am Mittwoch und Samstag ist auster der Abendgalavorstellring noch je eine Kinder Nachmittagsvorstellung angeletzt worden, für die die Kinder Kalbe Preis« zahlen. Sie beginnt um bald 4 Uhr Di« Preise süe all« Vorstellungen sind, da di« Festipiele durchaus volkstümlich sein und bleiben sollen, ganz austerordeni- lich niedrig: sie betragen MI. 0.50, SJit. 0.75 und Mt l.— bis zu Ml 5.—. Hellen-Rasian. * vo» Homburg 5. Febr Landrat a D. von Brüning bat. wie schon srüher einmal mitgeteilt, der Stadt «in« kostbare Brunnenanlage geschenlt, di« nach Mitteilungen des Obetbür germeisier» in der letzten Siadwerotdnetensitzung ihren Platz in den Kuranlagen. nahe dem Schwcdenpsad«, erhalle» soll. Das Werk ist eine Arbeit des Berliner Bildhauers Damann: es zeigt auf dem Rand« eine» glasten Oval; ein« aus einem Sockel sitzende antike Frauengcstalt aus weitzcm Marmor, die za beide» Seilen von zwei Bronzcpanihern Ilairkieit wird. S». bald die Genehmigung des Kaisers ringetioslea ist, w.rd mit der Ausilellung des Kunstwerks begonnen, deren Kosten der Stifter ebenfalls Lbeinommca hat. — Auhetdtm sind in den Kreisen der Bürgerschaft etwa 2100 Mark zur Errichtung eine, Denksteins mts Taunusqnarzit gesammelt. D«I Siel», der eine Bronzetasel mit Widmung erhält. lammt im Kaiser Wilhelm. Iublläumspark zur Ausstellung. — Insolge einer Stromunler- Rur Dteiivlag. de» It». Febr. KIU, ave»»s ll . Uhr . cn. Herrn OberleutnoM «. D. vo» Sckiioe» Berlin, er- hetttit • Geschichte der Fremdealeoion. Di« Zustände in der -iytlllvl. jranz.pichen gren denlegion. Tie Ur achen der Znwanoernng Tearjcher zur siani. Fremenleg on, und unsere Maßnahme« zur Vermeidung de» Ern- t ius in die e,de. Preis« der Plätze: Im Vorverkauf Hosbachhandlr-nz Earl «Int« .o.zeit Spcr-sin l. M.. II. PI 60 Pjg. Stehol. 4« P-g.: un u cnM tfc: Sperrsitz l.2.,Atz. it.Pl. 75 Psg.. Slehpl. 5» Psg. Rachmitt»«» 4'-, tldr: minder- uns Lärüter Parfuhrrtn«. Prei e de« Plätze lür Schü'er: Sperrsitz 20 Psg.. Saalplatz £0 Pjg Prctk» der Platz: >üe Erwocksene: Sperrsitz l.— M.. Eaalplatz 50 Psg NajCT J. IBii*«cli i- r 2 odbor x Ce* Ratbau*» gegenüber. Zwei icköne sprungsahtge verloren Käier S Monaie alt. aus der Leipold- Mnn eaderast-ac, Zuchr e»i- stammeod. ste.,en zu re.lausen ve> , h. Karl Hen.el, Dortelweil 'Ebauneedausi aus dem Wege von »er Fauee- bachcrstrahe »ach dem neue» Uiahuho, eine sitdern« Ta chevuhr mit tvordran» und dunketgrünem Lrdergehäa» ohne Kette. Gegen Belohnung adzugcben bei Rudotl Atevrr siicder Wöllitadt. Arbeilsuergehnng. De zur Herftrllung einer Kiciapstastrrsahrbuhn aus der Kreisürotze Rieter-W,ll'adi—Olarben von Nu» -0,0.'—-J5.0 er io kerlichrnPflasterer« und EhauisieranzearteUaa sollen «nie. Hin- weis aus den Mini rcrialeilag vo n 18 Juni 180.! durch östenll Wc.t.e-crd vergeben werten. A Veitederchrcibun en und Beding,:■ gen liegen aus lemAmi» zimnter der lln erzrichnelcn tBi» ar.tsstr. 0£> zur Emfichi osten: Angel-o »Vordrucke sivo. so an e L orrat reicht, daierbft eihälrüch. Tie Angebote si d vc.jchlosien und petr rct mir der Autichriftt „Klciiipstasiether eär. .g" bi» Tsenr.ag, r7. Fedruar, vorm. 10 Uhr bei tc.u Unter c ch.retrn einzurerchen. Zu chlagsjrijt 1 Woch n. Friedberg. den ll. Feoraar lSlt. , Ter Grogherzogliche Kreis,au>ajpkli»r. 2. V,: Witzler. K»tzmßch««ßd Freitag, dea 8. Febr. 1811. ovrm.ttag» Uhr ansau,c.io lammen rm Gemeinbewald Klein- Karten zur Verrlergerung: 6t Rm. Buchen-Schetter 8 m Erchen-Swerter 5 , Birten-Scheiter 0 , Kie rrn Scheiter 85 . Buchen - n.ppel II , Eich,»Knüppel :!£,£ . KieieM-Knuppel 1180 Stück V-chdn-Wellen 1.0 „ Erchen-Wellen .610 „ Kicsern-Wellen lStammwelleu) 15 Rm. Buchen-Stöcke 6 . Eichen-Stöck, Zuiammenlunst oorm-tags um !?/, Uhr am Eingang des Walde» Kleiu-Karden. ^ Febr 1911. Se.Bürger»eist«tei Klein Karben. Reuhaedt. Tüchtige Schmrirer rr. Kuechle suchen Stellnng. Jeau Abplanalp, Se,erk»ifitzn SIreki«rr»i»ler, Friehberg. Kl-Köhlergasie 8. Teleioa 312. Zäche für mein Koloa ol. Material- ». Fardwaiengeichail erneu Jungen, au» achldare, Familie, als Lehrling Kost an» Logis tm Haut«. «g. Engel, Friedberg, flniierüttfu 91. brechung trat am 1. Februar abend, im gesamten Etraßen« bohnbetriebe ei»c mebrstündige vollstönbige Verkehrsstockung ein. Auch in Mblreiche, Hötzier«. n. a. im Kurdan». machte sich bi« Störung unliebsam bemerkbar. * r Psasjenwiesdach, 1 Febr. Die hiesige Gemeinde logt ein« Wasterleitung und Kanalisation aussühren. " Usingen, 5. Febr. Im Alter von 81 Iobien verstarb hier ler Slodlverordnete Metzgermeisier I. Gulenstcin. ein um da» Wohl »et Stadt hochverdienter Mann. * r Eickbach, 4 . Febr. Der hiesige Radsahreioetcjn ..Adlet" batte zur Feier von Kaiser« Geburtstag ein« Abendnniet! -I- iung im Saal« Falteubeiger veranstaltet Das je:.: ettlf.w Ptoztamm war vorzüglich gewählt. Selbst dir ,ina'l rn <>': sonzs» rrn» Bortrozsstücke gefielen allgemein. Da» vate, drsche Schauspiel „Lenote" vetsetzle die Zulorer in f.ft« f, Spannt-ng. Kostüme und Drkotaiivnen trugen viel ■,:-ni titfe. ligen Detstäudni, des Stückes bet. De, Bsttein Im> Me Aul geb«, die «I stch gestellt, in allen Teilen gut gelöst * l Brauboberndorl, 4. Febr Gg Karl Werling von hier ist zum Kreiswegewärlcr für den 2. Wegewärlerbezirl Brand- obcrndors ernannt worden " Weilburg, 5. Febr. Bor vier Jahren wured« im naher Barig Selbenhausen rin Knabe von jcütem Spirlgesähitcn an geschallen Gtgcn die Ellern de« Schützen wurde ein Pr-- s wegen Schadeneriatz anhängig gemacht, der heut« noch nick» de- endigt ist Die Klag« fühlte vorgestern za einem vom Fronl- surter Oberlanbesgertcht aitgevidnrlen Lolaltermin. de, inlo fern von Intreste war. al, alle Zeugen genau die Tätigkeit au» üben mrlg.en wie zur Siund« der Tot. Der Ortstermin lockt- viele Zuschauer an. " Herbor», 5. Febr. Bei der Sigdiveroibnelenwahl für di, dritte Klalle «ihiellen von 5 Kandidaten Ledcrhändier Klein und Postselreiär Iung mit 100 bezw 01 Siimmrn die Mehrheit. Zwischen beiden mutz Stichwahl staitsinden. * Wetzlar, 5. Febr. Rach dem Vorbild anderer Kreis« plant man auch für den Bezirk Wetzlar die Errichtung eine» Missio- narheim». Um die Anstalt bewerben sich Braunsel», Dudenhofen, Ebringshaujen und Wetzlar. * Au» d:m Taunus, b Febr. Di« Ermahnungen der lltehör, den zur Schonung der Rutzbäume im Inieretz« de, Landschatis. Hildes und des grostcn volkswirlschasilichen Rutz-n» fallen leitet vielfach aus unfruchtbaren Boden. In Altenhaln z. B. mutzten kürzlich Itz Piachlexemplar« der Art j»m Opser fallen. Ein gleiches Schicksal bereitete man zahlreichen Kastanien. Auch au» anderen Orlen wird berichlet. das, di« Bauen, sich um eines augenblicklichen Nutzen« willen zur Fällung ihrer allen Rust, und Kastanienbäume entschlossen und aus diese Art dt« Heimat ,-m ein« ihrer schönsten Eigenarten beraubten * Eschborn, 5. Febr. Der Haushaltsplan^der Gemeinde für 1911 sieht bei einer Einnahme von 1117 000 Mark einen Ueber- schusi von 8000 Mart vor. * Königstein, 5. Febr. In der Schneidhainer Gnnatknng gingen 20 Jäger und 15 Treiber wohl auj die Pirsch und brackf tcn nach lougem Jagen zur Strecke »ur «inen einzigen Hirich Iieneste nud Ö>ral,tuachriilitttt. Blutiges Fainjliendrami in Kirsirn. »:. ttztesie», k>. Febr. Der Mrickstrilirnionn Lebinnnir iri der Hnnimslrasie boi heute Nacht seiner Frau und ck .ttindern die Köpfe abgeschlagen und sich dann von der Briin irber- salrren lasse«. Di» »rsackie von dieser Tot ist noch nicht bekannt. jvrnnffiirirr A-eiierberick-t Boraursoge: Ziemlich heiter, vielfach dunst-g und nebl-ch trocken. Rachtjrost. ruhig. Peraniwortiich fiir den politischen Teil: Otto .Hirschel, Friedberg: lür den lakalen und unterlialteirden Teil: Bernhard Len», Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Drnck und Verlag der „Reuen Tageszeitung", A.-G.. Friedberg i. H. Brennhol;-Bcrsteitterttttg. Dienatag, de» >0. Lebruar d. I». »»» lt' , T il|r uor- inittag» ab rvcrvcn an dem Domanlalwaldbrilrilren Orreriopse " und Schläzelsberg 3 der Forstw-rr-ei Rainrod oersteigerr: Hche-ler rm: £,B Buchen l. Kl., 110 Buchen II. Kl., 1 Hainbuche, 1 Erle Änüpprl rm: 502 Buchen I. SU., 55 BuäoN II. Kl., 8 Hainbuche, 44 Eiche. 1 Blrle, „Erle. 1 Fich e Gewöhnliche« B-e-ftz rm: lo<£ Buche, tt Eiche. Slöckre rm: IU Buche I. Kt., 18 Buche II. Kl, 9 Eiche. 1 Fickric Die Versteigerung sinket im Saale des Gastwit » Ali i Ralrrrod stai. Blau un er rrichene Nummern lomnren ia ht »uu. Ausgcoot. Kau Iridqader werden eriuchi. da» Hol, vor »er Ver- sie gerung anzu ehe». Auswarri e Käu-er, vte mit dem li-Uh-zuz onlvmmen. tonnen da» Hvtz noch »vr der «erste! erung belrchi--en. Rohere A »lunjl ertcill der Grazh. ^»rstwart Me,er za Ra-nro» und die »nierserligle Stelle. Eichel»d»rf, den 2. Februar 1914. rurvtzh. Odersöcherei Elchelsdvrs Waller. Laatgut. A-tülee Lu,rrn tz!r»v. seidelret -chwedilchtzree U. Arrest Pleihtrtee : latzgra» «ngli ch laiigra» iraiicniich Uickwar, Eck,»der er iichwoer Odeindöiier ürNwurz Flledrrchswerlhei I HI iichwuer Kirsche l bl 50 8g. 75.- 75.- 77».— 150. — 2L— SiO.— se».- 5 Kg. H. — 8 .— 8.50 14.- £.50 £.50 8 50 I . - sowic ,amtliche Samen in vorzüglicher Qualität ,aUn»n» Hecker, Friedrichsdorf i. T. Täglich frische Mazzen Bäckerei Rosenthal, /rirkfcrrt »«. SU-itrroan«. Telei», 212. Schmirdte!,rlittg zu Ostern gejucht. Heinrich Hauser, Schmicdcmcister, * Triedber^ Vit. '.J Neu« -Lngksj«n«»<;. Donnerstag, den !>. Februar ilgeinelsse Qilskrankenfcasse fir im Kreis Fr § Bekanntmachung bct«. dic Neuwahl der Vertreter «n- Ersatzmiiuner zum Ausschuß kür die Amtsperiode 1914—1917. *tic Wahl findet statt: fiir die 2Lrbeitgeber. Am Sonntag, den 22. März d. A. Nachm, von 12— 2 % Uhr für die Versicherten. Am Sonntag, den 22. Mär; d. I. Nachm, von 3—1» Uhr. Es wählen In Friedberg die Wahlberechtigten ins den Orte» Friedberg mit Fauerbach, Ossenheim, Ockstadt; in Assenhei», dic Wahlberechtigten ans de» Orte» Assen- heim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Wickstadt; in Nieder Wöllstadt die Wahlberechtigten aus den Orten Niedcr-Wöüstadt, Ober-Wöllstadt, Bnrggräsen- rode, Ilbenstadt; tu Ober Rosbach die Wahlberechtigten aus den Orten Ober- Rosbach, Nieder-Rosbach; i» Hcldenbrrgen die Wahlberechtigten aus den Orten Heldenbergen, Kaicheu, Büdesheim; in Groß Karbe» die Wahlberechtigte» aus den Orten Groß- Karben, Klein-Karben, Okarben, Kloppenheini; >u Vilbel die Wahlberechtigten aus den Orten Vilbel, Massenheim; in Niedcr-Erlenbach die Wahlberechtigte» aus den Orten Nieder-Erlenbach, Harheim; i» Obcr-Eschbach die Wahlberechtigten aus den Orten Ober- Eschbach, Ober-Erlenbach, Nieder-Eschbach; in Dortelweil dic Wahlberechtigte» ans den Orten Dortelweil, Rendel; in Rodheim die Wahlberechtigten aus den Orten Rodheim, Holzhause», Petterweil; in Stammheim die Wahlberechtigten ans den Orte» Stammheim, Staden: in Nieder.Florstadt die Wahlberechtigten aus den Orten Nieder-Florstadt, Ober-Florsladt; in Reichelsheim die Wahlberechtigten aus den Orten Reichelsheim, Weckeshcim, Dorn-Assenheim; in Dorheim die Wahlberechtigten aus den Orten Dorheim, Baucruheini, Beienheim, Schwalheim, Rödgen, Wisselsheim; in Wölfersheim die Wahlberechtigte» aus den Orten Wölfersheim, Södel, Melbach, Wohnbach; in Oppershofen die Wahlberechtigten aus den Orten Oppershofen, Steinfurth, Rockenberg; in Ober-Mörlen die Wahlberechtigten aus den Orten Ober- Mörlen, Nieder-Mörlen; in Münzenberg die Wahlberechtigten aus de» Orten Mün- zenberg, Trais-Miinzenberg; in Butzbach die Wahlberechtigten aus den Orten Butzbach. Nieder Weisel, Oftheim, Griedel, Hausen mit Oes; in Fauerbach v. d. H. die Wahlberechtigten aus den Orten Fauerbach v. d. H. Bodenrod, Maibach, Münster, Hochweisel, Lungenhain-Ziegenberg; in Pohl-Göns die Wahlberechtigten ans-dön-Orten Pohl- Göns, Kirch-Göns; in Gnmbnch die Wahlberechtigten aus Gmubach. Tic Wahllokale werden in einer späteren Bekanntmachnng veröffentlicht. ES sind zu wählen von den bei der Allgemeinen Orts- krankei'kasse beitragspflichtigen Arbeitgebern auS ihrer Mitte 20 Vertreter und 20 Ersatzmänner, von den bei der Kasse Versicherten aus ihrer Mitte SO Vertreter und 40 Ersatzmänner. Wahlberechtigt sind die volljährigen Arbeitgeber und Versicherten der Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Kreis Friedberg. Tie wahlberechtigten Arbeitgeber und Versicherten werden hiermit zur Einroichung von Wahlvorschlägen mit dem Hinweis daraus ausgcfordert, daß nur solche Wahlvorschläge berücksichtigt werden, die spätestens bis 23. Februar d. Js. bei der Hauptstelle der Kasse, F r i e d b e r g, Bismarck- straße 29, ei,«gehen, und daß die Stimmenabgabe an diese Wahlvorschläge gebunden ist. Die zugelassenen Wahlvorschläge können bei der Hauptstelle der Kasse von den Wählern innerhalb der Gesck?äftsstunden eingesehen werden. Ebenso können die Arbeitgeber- und Mitgliederverzeich - nijse in den GcschästSsiünden bei der Hauptstelle der Kasse eingesehcn werde». Etwaige Einsprück)« gegen die Richtigkeit der sich aus dem Arbeitgeber- und MitgliederverzeichniS ergebende» Wahl- und Stinimberechtigung sind bei Vermei- düng des Ausschlusses spätestens 4 Wochen vor dein Wahltage, unter Beifügung von Beweismitteln bei uns einzu- lcgcn. Tie Wahlvorschläge sind gesondert für die beteiligten Arbeitgeber und Versicherten in folgender Weise auszustellen: A. Vertreter« 2 . .' * .* ...... 8 . .......... 4 ......... . - - r Höchstzahl. L Ersatzmänner. 1 . ...... . 4 . 1 *.!.!!!.. . Hin,, bis zur Höchst zahl. Verbundene Wahlvorschläge werden nicht zngelassew. Tie Wahlvorschläge müssen von mindestens je 10 Wahlberechtigten der betrcssenden Gruppe mit zusanimen min- > estens 30 Stinnnen unterzeichnet sein. Unterzeichnet ein Wähler mehr als eine» Wahlvorschlag, so wird sein Name nur ans dem zuerst eingereichten Wahlvorschläge gezählt und ans de» übrigen Vorschlägen gestrichen. Sind mehrere Wahlvorschläge, dic von demselben Wahlberechtigten unterzeichnet sind, gleichzeitig eingereicht, so gilt die Unterschrift nis demjenigen Wahlvorschläge, welchen der Unterzeichner binnen einer ihm gesetzten Frist von höchstens 2 Tagen be- stiinnit. Unterläßt dies der Unterzeichner, so entscheidet das Los. Jeder Wahlvorjrhlag darf höchstens so viel Bewerber »eueimen, als Vertreter und Ersatzmänner zu wählen sind. Die einzelnen Bewerber sind unter fortlauscnder Nummer anfznsühren, welche die Reihensolge ihrer Benennung a»s- ürnckt, und. nach Familien- und Vor- (R»s-) Namen, Berus lind Wohnort zu bezeichnen. Bei Versicherten ist auch der Arbeitgeber, bei dem sie beschäftigt sind, anzugcben. Mit den Wahlvorschlägcn für Versicherte ist von jedem Bewerber eine Erklärung darüber vorzulegen, daß er zur Annahme der Wahl bereit iji. Bei den Wahlvorschläge» für Arbeitgeber ist eine solche Erklärung nur erforderlich folm-iWCTn jtzriedbcrg, den 5. Februar 1914. vorgeschlagener Bewerber nach 8 17 der Reicht versichern ngs- ordnung zur Ablehnung der Wahl befugt ist. In jedem Wahlvorschlag ist ferner ein Vertreter des Wahlvorschlages und ein Stellvertreter für ihn aus der Mitte der Unterzeichner zu bezeichnen. Ist dies unterblieben, jo gilt der erste Unterzeichner als Vertreter des Wahlvor- schtages und, soweit eine Reihenfolge erkennbar ist, der zweite als sein Stellvertreter. Der Wahlvorschlagsvertreter ist berechtigt und verpflichtet, dem Vorstand die zur Beseitigung etwaiger Anstände erforderlichen Erklärungen abzugeben. Der die Wahl leitende Wahlausschuß ist befugt, die Wahl- und Stimmbc'rechtiguiig jedes Wählers bei der Wahlhandlung zu prüfen; es empsiehlt sich daher, einen Ausweis hierüber zur Wahlhandlung mitzubringen. Als Nachweis, genügt in der Regel für d,e Arbeitgeber die Onittung über die zuletzt gezahlten Kastenbeiträge, jür die Versicherten eine voin Arbeitgeber ausgestellte Bescheinigung, daß der Betreffende am Tage der Wahl noch in Beschäftigung steht. Ist der Name eines Wählers in dem Arbeitgeber- und Mitgliederverzeichnis nicht enthalten, so wird er zur Wahl nur zugelassen, wenn er in einer sämtliche Mitglieder des Wahlausschusses überzeugenden Weise seine Wahlberechtigung Nachweisen kann. Es wird den Wahlberechtigten dringend einpfohlen, sich die genannten Ausweise bis zum Wahltage z» beschaffen. Vordrucke für die vom Arbeitgeber für die Versicherten auszustellenden Bescheinigungen können von de» Untercrhebern der einzelnen Orte in Empfang genommen werden. Das Wahlrecht ist in Person auszuüben. Beteiligt sind solche Arbeitgeber, die für ihre ver- sicherungspslichtig Beschäftigten Beiträge an die Kasse zu zahlen haben. Arbeitgeber, die selbst versichert sind, zählen zu den Arbeitgebern, wenn sie regelmäßig mehr als 2 Ver- sicherungspslichtige beschäftigen; andernfalls zu den Versicherten. Für die Wählbarkeit stehen den Arbeitgebern bevollmächtigte Betriebsleiter, Geschäftsführer und Be- triebsbeamte der beteiligte» Arbeitgeber gleich. Nicht wähl- bar sind Mitglieder einer Behörde, welche Aussichtsbefugnisse über die Kasse hat. Wählbar als Vertreter der Versicherten ist nur, wer bei der Kasse versichert ist. Weder wählbar noch wahlberechtigt sind die Arbeitgeber unständig beschäftigter als solche und Arbeitgeber, die mit der Zahlung der Beiträge im Rückstände sind; ferner unständig Beschäftigte, die »ach 8 bl Nr. 2 keine Beiträge zahlen, und Versicherungspslichtige, die Mitglieder einer Ersatzkasse sind, und deren eigene Rechte und Pflichten auf ihren Antrag ruhen. Wählbar sind nur volljährige Deutsche. Nicht Ivühkbar ist, 1. wer infolge straftechtlicher Verurteilung die Fähigkeit zur Bekleidung öftentlicher Aemter verloren hat ' oder wegen eines Verbrechens oder Vergehens, das den Verlust dieser Fähigkeit zur Folge haben kann, verfolgt wird, falls gegen ihn das Hauptversahren eröffnet ist; 2. wer infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über fein Vermögen beschränkt ist. Wer als Arbeitgeber wählbar ist, kann die Wohl nur aklehnen, wenn er 1. das sechzigste Lebensjahr vollends hak; 2. mehr als vier minderjährige eheliche Kinder hat; Kinder, die ein anderer an Kindesstatt angenommen hat, werden dabei nicht gerechnet: 3. dnrch Krankheit oder Gebrechen verhindert ist, das Amt ordnungsmäßig zu führen; 4. inehr als eine Vormiindschast oder Pflegschaft sührt. Die Vormundschaft oder Pflegschaft über mehrere Geschwister gilt nur als eine, zwei Gegenvorninnd- schaften stehen einer Vormundschaft. ein Ehrenamt der ReichSvcrsicheriing einer Gegenvorninndschasl gleich; b. während der unmittelbar vorhergehenden Wahlzeit das Amt mindestens zwei Jahre gesührt hat. Ein Arbeitgeber, der die Wahl ohne zulässigen Grund ablehnt, kann voin Vorsitzenden des Vorstandes mit Geldstrafen bis zu fünfhundert Mark bestraft werden. Jeder wahlberechtigte Versicherte sührt eine Stimme. Die Arbeitgeber führen für je einen bersicberiiiigs- pflichtig Beschäftigten eine Stimnre. Arbeitgeber, die mehrere Versicherungspflichtige beschäftigen, führen bis zn zehn verstcherungspslichtig Beschäftigten 1 Stimme, für jedes weitere angesangene zehn 1 weitere Stimme. Mehr als 30 Stimmen kann kein Arbeitgeber führen. Der Wähler erhält einen der Umschläge, dic mit dein Stempel der Kasse versehe» und im Wahlranm bereits»- halten sind, tritt sodann an einen abgesonderten Tisch, wo er seinen Stinimzettel unbeobachtet in den Umschlag legt »nd übergibt hierauf den Umschlag unverschlossen unter Ncn nuiig seines Namens dem Vorsitzenden oder dem von diesem bezeichneten anderen Mitglied des Wahlausschusses. Die, er laßt die Abgabe des Stimmzettels vermerken und wirft dann den Umschlag in die Wahlurne. Arbeitgeber mit mehrfachem Stimmrecht haben so viel Stimmzettel je in einem besonderen Umschlag abzugeben, als sie Stimmen habe» u»d abgeben wollen. Wähler, die durch körperliche Gebrechen behindert sind, ihren Stimmzettel eigenhändig in den Umschlag zu legen und dem Vorsitzenden des Wahlausschusses zii übergeben, dürfen sich der Beihilfe einer Vertranensperson bedienen. Der Stimmzettel muß die Namen derjenigen Bewerber enthalten, welche» der Wähler seine Stimme geben will. Der Wähler kann nur einen solchen Stinimzettel ob- geben, der mit einem der zugelassenen Wahlvorschläge voll, ständig übereinstimint. Die Stimmzettel solleii von weißer Farbe fein und einer Größe von 21 aus 33 Zentimeter. Stimmzettel die von diesen Bestimmungen abweiche,i, sind ungültig, wenn das Abweichen die Absicht einer Kennzcichnnng wahrjchein» lich macht. Stimmzettel, die mit keinem der zugelassenen Well- vorsclläge übereinstimmen oder die ein Merkinal haben, welches die Absicht einer Kennzeichnung wahrscheinlich macht, oder die unterschrieben sind, sind ungültig. Dasselbe gilt von Stimmzetteln, die sich in einem nicht mit dem Stempel der Kasse versehenen Umschläge befinden. Ungültig ist ferner der Inhalt eines Stimmzettels, soweit er zwett;!- hr.st ist. Befinden sich in einem Umschlag der nur für einen Stimmzettel bestimmt ist, mehrere Stimmzettel, so werden sie, wenn sie vollständig übereinstimmcn, nur einfach gezählt, andernfalls als ungültig angesehen. Sind aus gültigen Wahlvorschlägen i», ganzen nur so viele wählbare Bewerber benannt, wie Vertreter zu wählen sind, so gelten sie als gewählt. Sind weniger Bewerber i o> geschlagen, so gelten diese ebenfalls als gewählt. < seine Lösung gesunden, dich znni Staatssekretär der bisherige Ober-Präsidialrat Graf v. Roedern, und zum IlnlerstaatSselrclär Freiherr v. Stein ernannt worden sind. ÄlbünS hkfl. Mkhrsukttink in Alltrbslh Wen). Bus Einladung des Varorter des Verbandes Hessische, V«r< ':hr»-Ve>«ine, als welch», z. Zt. der Verkehrs-Ausschuß der Nergstratze im Amt befindlich ist, traten di« Mitglieder des Arbeitsausschusses am Freitag, den 30. Januar >» Frankfurt a M. zu einer Sitzung zusammen. Es war di« sechste Sitzung lm lausenden Geschäftsjahr. Der Vorsitzende. &m Rentner Sieben Auerbach, begrüßt« dt« «rlchienenen Herren au» den 8 Provinzen, die Herren Helm ttziehen, Stahl und Waltmann-Bad-Rauhelm, Herbst, Worms, Wollt Darmstadl, Weidtmann . Re» Isenburg, Dietrich Ossenbach, v. Schod Bentheim, Türck Seeheim und «rössncte die Sitzung um halb 8 Uhr. Dl« Herren aus Mainz und Bingen hatten sich entschuldigt. De reichhaltige Tagesordnung galt t» der Hauptsache in- ere». organljatorischen Fragen, wie Finanzlage, Absatz de» - «titschen Verlehrsbuches. Verhältnis zum Bund Deutscher Per- > bisverein«, Unterstützung lokaler Eisenbahnwünsche durch den i-rrband, Beteiligung an der Leipzig«, Ansstellung für Buchgewerbe und Graphik 1914 und an den beiden grohen Ausstellungen in Köln und Düsicldors 1915, sowie an der permanenten Dioramen Ausstellung Hcsi. Städte und der Bergpres-e in Bad- klaulxim, Verleihung von Klischees aus dem Bisi""» Ver bondes an gewerblickie Unternehmen. Mitteilung . über di« projektierte Gründung «ine, Vertehrsveibonde» im Odenwald, Rertartal und der südlichen Bergstraße. Bei dem schönen solidarischen Verhältnis der Mitglieder de» Verbandes Hessisch:! Verkrhrsverein« untereinander, das bisher oberster Grundsatz bei alle« Maßnahmen der Verbandes war, kamen sämtlich Fragcn zur besriedigrnden Lösung. Insbesondere wurde jestgestellt, datz di« Finanzlage des Verbandes bei dem End« Marz ablaufcnden Geschäftsjahre günstig fein wird. Bezüglich de» Hesi. Verlehrsbuch wurde bejchlosien, daß künstig Bestellungen nich mehr an di« Druckeret, sondern an den Vorort zu richten sind, der alsdann der Druckeret den Aus, trag übermitteln wird. Das Verhältnis de« Verbandes Hess. Verkehrsvereine zum Bund Deutfchr Verkehrsverein« wurde infolge der vom Bund ausgehenden tielfeitlgen Anregungen als günstig für den Verband angesehen, überhaupt der rührigen Tätigkeit de» Bunde», der natürlich in allen seinen Matz nahmen nur ganz grotzzügig Vorgehen kan», voll« Anerkennung ge- zollt. Es uMerliegt gar keinem Zweisel, datz der Bund Deut- schr Verkehrsvereine als ein« äuherst segensreich Einrichtung für di« Förderung der deutsch» Verkehrsinteresien anzuschcn ist. E» wäre sehr wünschnswert, wenn sich unstre Mitglieder ausnahmslos zur Zahlung ein«, Eztrabeitrages a» uns sür den Bund entschlietzen würden, damit durch Ueberweisung eines grä- tzeren Betrages aus dem Erotzherzoglum Hesien unser notwen- oiger Einslutz aus di« Bandesleitung gestärkt werden könnt«. Es ist nicht als ausreichnd anzusehen, datz der Verbandsvorsitzende auch dem Vorstände des Bunde» angehort. Die lokalen Eisenbahnwünsch der Mitglieder sollen nachdrücklichst durch den Vcrband unterstützt werden. Von einer Brtciligung an der Bugra-Lcipzlg 1914 (Ausstellung sür Buchgewerbe und Graphik) soll mit Rücksicht auf den zur Verfügung stechnden beschränkten Raum abgesehen weiden, dagegen wurde angeregt, datz di« einzelnen Verein« zu den Ausstellungen in Köln und Düsieldorf 1915 in ihre« heimatlichen Kreisen chut« schon Stellung nehmen möchten. Ein« nächst« Arbeit» Ausschutzsitzung wird sich mit dieser Frage bereit» beschäftigen, ebenso auch mtt der Frag« drr zeitigen Wiedereröffnung der Dioramen-Aur-stel- lung der Hesi. Städte und der Bergstrotze in Bad-Rauchim tm Frühjahr diese» Jahre». Da» Ueberlasien resp. Ausleihen oon Klischees aus dem Bestaube de, Verband«» an geschäftlich: Unternehmen soll künftig «tngeschränkt werden. Die Gründung «ine» Verkehrsvcrbande» im Odenwald, Reckortal »nd der südlichen Bergstroh« wurde sympathisch begrüht. Dl« Tatsache, datz Gegenden, in denen derarlig« Einrichtungen noch nicht vorhanden sind, die Rotwendlgbeit erkannt haben, der modernen Bewegung, di« der Förderung der Verkchrsverhältntsi« dient, sich nicht länger verschlietzen zu können, wurde als sehr erfreulich bezelchnet. Es wurde jedoch als «in« Selbswerftändllchkelt angesehen, datz der Vorsitzende des Nachbarverbande», des Ver. kehrs-Ausschusics der Bergstraße in Auerbach, der zur Zeit auch Dorfitzenoer des Verbandes Hesi. Verkehrsveretae ist, auch den, Vorstände de» neuen Verbandes angehör«» muß, um ein er- spiießliche, Zusammenarbeiten der ganzen Gegend herbeizufüh- ren. Mit Worten des Donles an dt« anwesenden Herren für 0 S rege Jnteresie, das sie den Verbandlungen «ntgrgen gebracht hatten, schloß der Vorsitzen»« grgen b Uhr b!« wchloerlaule, Sitzung. ^ahlnnflsunfälsiyt fmn cu. ®** juristische Brtrnchtnng. Son Dr. Han» Eies kc. Leipzig. ^ic schütze ich mich vor Verlusten durch ztblungsmi- s.-higc Kunden? Ru«, am sichersten zweifellos d,n.1> g,»--.! möglichste Porsicht. Jeder Gescküft-mann l>at ir-d.o g,-.i,jf schon z» wiederholten Malen rr» sich selbst ersosirr». d-'l- >h-, kein Verstand der Verständigen mit absoluter Sicherheit tv, peschlisllichen Schlappen infolge eines z« Unrecht h.-toill, rter Kredits belliitet. Hier verbietet besondere Eile eine genau« Nachprüfung der Verhältnisse eines sicher aiistreteudeii Knn- den. der sofort ein größeres Geschäft mit „us .rbfchli, sien möchte: dort kreditieren wir einem anderen zufolge des günstig lautenden, leider aebr falschen Berichte« einer Aus- k.inftei. fkrirz, die Fülle der Möglichkeile», waruni wir trotz aller Vorsicht dnrch faule Zahler gesrlxidigt werden könne», ist schier unerschöpflich. Darmn sei an dieser Stelle zweier Rcchtsbebelsc gedacht, die uns da« Bürgerlickrc Gesetzbuch an dir Hand gibt, um »ns tocnigslcnS cinigeriiiaste» t>»r kredil unwürdigen Personen zu schützen. Ich möchte di, beiden Falle, u,n leichter verständlich zu werde», an ,e einem Beispiel klar legen dürfe». Nehnien wir also an, ein Itausinaua geht zur Erwefte- rung seines Gesrlhistsrrcise« ans die Tour, einige Firmen zu besuchen, mit denen er »och nicht in Verbindung steht. Tie BesnchSreisc scheint sich auch gut zu lohnen. Vornehmlich ein Kunde gibt ihm einen stattliche» Auftrag mit, gu - den, ei« hübscher Verdienst heranSfchant. Tr erfahrt der Km'- Uiann bei seiner Rückkehr, datz genrde dieser .Kunde zu den »„sichersten Zahlern der ganzen Umgegend gestört. Ein Risiko, wie c« die Lieferimg der Bestellung an den unztiv.-r- lässigen Kantonisten bedeuten würde, möchte der Konsul. >m natürlich keinesfalls ringehe». Was ist hier wohl zu tun? Ein Kaufvertrag ist zweifellos abgeschlvsse», Mitl, n must die Ware geliefert werden. Den» daS Bürgerlich» Gos-tz-uich sagt ja ausdrücklich, daß der Kaufvertrag de» Verkäufer i -: Pflichtet, dem Käuser das Gekaufte zu übergeben nab d->? Eigentum daran zu besckiasfeti. Müstle also wirtlich .' -r Kaufinann, der bei Vertragsabschluß ' öle Verhält,liss: d> Auftraggebers nicht kannte und darum das Geickpisl ab- schlost, liefern, obschon er mit einiger Bestimmtheit da.uit kalkulieren darf, dritz er auf Zahlung dafür kam» reckm.-n kau»? Nein, er findet vielmehr in den Vorschrift-.» .. Bürgerliehen Gesetzbuches einen Ausweg eröffnet. Als er den. Anderen die Erklärung abgab, einen Kaufvertrag ab- Icksiiestcn zu wollen, befand er sich nämlich über die Kr dit fähigkeit seines Käufers tm Irrtum. Er kann feine Erklärung darum anfechtcn, wenn anzunehmen ist, dast o, sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdig.„:,i des Falles nicht abgegeben haben würde. Jiu vorliege.ide.r gol;verstrillrr«nyrtt der viräflichru ttberlörstcrei Laubnch. >.> Aiauiag. den 9. Februar noch Zu,am,»enlunft 10V. Ube »rs der Kreiesira;e Laubach Schottin, am Einzana in die obere regbrücke bei Re. t. Au» Th,-tasdtegel Buchen Rm, 339 Scho, rer I und 2. 5U„ 31» Prugci I. und 2, Kl.. SO Sticke, 60 Rer er- prüael, v Lärchcnpriigci (1,5 m. Ig.s, 1.« Eichcnnutzprügel ,2 m. ig.t, t Ercherrgaurrr ... Kl, 6,20 Fm. Dos Holz sitz> !«ft^ »n bek'Alratzc Laii-ach Schellen, teil- an chaujsieitcn Waldwegen, 2. Minuten co t e:t Slarion Lanbacher ai’alB. entfernt. Bia» r.nterstrichen» Nummern lammen nicht zum Ausgebot. 2.) Dienstae. den 10. Februar nach Zrgammenlonit lg Uhr l aus der Ehausiee Allenhaia— Pktrrsheimrrhot .rr .-!r :'t t l.s °«i Ra-serrvurd Buchen Nnr. >27 Scher er I. Kl., ;:ci. izer I. Kl, i rrei l Stammprügelj. 7,ä Stöcke, 37 R iseiprüget, ' . ' . a.i .'. :u Ai.oru und Krrichbaumpruqel (1.5 IN. ig ), > ...chtenprügel 2,> Knh3.-a.rch Buch: Nm. 90 Scheiter 1. kl., 211 i l. > l : t-'t Stamrnprugels, 8 Stöcke. 8,1 Rer erprügcl. [ Rn I I Eutzen. >,-> Kirichbau.n. 0.7 Frchte». 3.2 ,7tze,l , e.l- Wcrkholr). 2 Fichten rammreiier. 3.) Kendel i -H x.; 3 Scher er 2. Kl. 3j Stöcke 1. u. 2. Kl.. 38 Rei> I - i Wintrrober-, Buche Nm. Il Scheiter 2. Kl.. 3 Prü- 12. Stöcke. 104 Reticrprügel. 1 Fichlcnprllgel. Looha-, . K.'.ticr er iluchrnwer «. Dos Hotz unter Ar. 3 und 4 wird I ru r «Xi de m Fcucr nusgcbotc» Blau unleiftnchenc Nummern . \ r.t.i ü ihr Aum Äuspebor._ __ Zag-Berpach^rmg. Dsnrrrstag. den 12. Februar 191S. ne.< r. 1 . 1 ttlr soll im ri«', cu Na haue.au! die am .letzten Fsbrurr 3. 5 «. täu -g: Feld Älotcrial sür die im Februar erscheinende Fattnnchrszeitung wird in der Eetchäst-steile der \ Reuen Tageszeitunz entgegen, geno itDielt. Für bas am 13 . 14. » lü.Juni 1911 in Himbach stattnndende Btj'irkrskii m. Fahiirmveiht ioltcii die Plätze für karusiell, Tchtetzbude und len'tige Vcrkauss und ttjflniliguttpsBuOcn vir eben werden sowie Druckerei- > 1 . iogslige Feftariitel. Bewerber wolle» Ihre Offerten bis zntn lä. Februar lt4 nachm. 8 U,r wo es auch vergebt» wird an Forstwarl Reichert Vorsitzender de» Krieger- ueieins Himbach einzu.eichen. öaldjog» ljirka - Hel.ee takte-..-, a-.l 'i.Jahir' 7l d |l«| n t . ret w.roeu Das 7-cedgebut rst >n .-,g.ut»u >«, 1 Hi■. II IIIIU L'nlll 1,1 ,,!ttzelsherm zWelteraui zu cririchr.r. Der Wildstaub Ist cm sehr Bkoseld, den k. Februar 19! I. Grozherzogl. BLizermeiitcr Schäfer. Bkoseld. in Kisteln W. M a d r e Fr.cobtksr H. v. Telefon «ÄS7. 7!Qfrl s — ^Heinrich Damm, Sttiumlsüitister r,» n v «1 r n Friedhrrg-Fanc nd; ni« ä »i» der Zuckersabrtk, Tele an : !!2 e apsiehlt sein reichhaltige» Lager in inod>ri--e.t zu äutzerft billigen Preisen. Besichtigung ohne Kouilwang Höft erbeten. '~&i m Irin es strebsame» _ , , . 15 Jahr« alt. möchte bei einer Schnetdcrin in die Lehr« teeteu. Ansiagen bejordert unter O. N. die En>-der Neuen Tageszeitung. ® fT'.tniülr Jn>d,Iii.ic.l. 5orr-!,-n^n öcn. ^ jCidlt“ U. jTtl^ttrtltlrtltClI [ mV.....-tuTc« Cie ll'fceTlf.nbjenSroie Wö»t-e-- den B»e-chri:t.n des v.eb«ndt» »eut-chee EI.»te-^d,.i.^^M . I Gkrktro Reduktor Mrrkr, 6. in. l>. f)., -lUuaö»»*' Frankfurt a. Ma n» Jweitimäsiige Eiirrichlnng. ten des BeeSaiide; deut-cher Elektrotechailee u. ver Ueberlandfentr-tle e»t,pe«< v atzeUole A««fü!ji-il»-. 1 2 tMinerlandflrasr ^51 ssklrfoil: Amt 1, 3643 Spnrlnmftrr nnd sicherster Sririeb. »Ir. 3l* Seile 2. Hone ist es für den Richter nun Wohl ohne weiteres klar, daß rin Kaufmann nicuiandem die Lieferung eines größeren Warenpostens versprechen würde, wüßte er bei der Abgabe des Lieferungsversprechens von der absoluten Zahluiigsun- fahigkeit des anderen. Tenn ein vernünftiger Mensch wirft eben sein Geld nicht absichtlich auf die Straße. Also kann der Verkäufer dem Käufer gegenüber die Erklärung, mit ihm einen Kaufvertrag abzuschließen, aufechten. Eine solche An- scchtungserklürung ist an keinerlei Form gebunden; sie kann vielmehr mündlich wie auch schriftlich erfolgen. Nur ist es natürlich ratsam, sie vor Zeugen oder eingeschrieben ab- zu geben, damit der Gegner im Prozesse später ihren Eingang ableugnen kann. Besonders ist aber rsicksichtlich jener Erklärung noch eins zu beachten. Sie inuß nämlich uuver- ziiglich abgegeben werden. Nachdem wir von der Zahlungsunfähigkeit des Käufers erfuhren, haben wir also ohne jedes Zögern dem Käufer mitzuteilen: „Meine Erklärung, mit Ihnen einen Kauf über fo und soviel abschlicßen zu wollen, fechte ich hiermit an." Erst dann sind wir aller Sorge um den Schuh vor Verlusten ledig. Fassen wir die Voraus- sehnngen für den hier auscinandergesehtcn Rechtsschutz zusammen, so kommen wir zu den* Satz: „Die einem Kredit- unwürdigen gegenüber abgegebenen Erklärungen können wir anfechten, wenn wir bei der Abgabe der Erklärung die Kreditunwürdigkeit de? anderen nicht kannten **nd tuen» angenommen werden darf, daß wir die Erklärung bei vernünftiger Würdigung nicht abgegeben hätten. Gesetzt also etwa folgenden Tatbestand. Jemand schließt mit einem guten Bekannten, dessen schlechte Vermögenslage ihm frei- lich nicht fremd ist, um der Bekanntschaft willen, einen größeren Kauf ab. Danach verfeinden sich Käufer und Ver» käuser. De: Käufer klagt nun auf Lieferung. Ist der Ver- käuser hierzu verpflichtet, oder kann er seine Erklärung ansechten? Nach dem Urteil des Richter? würde er zweifellos liefern müssen. Ansechten könnte er vielmehr, wie wir sahen, nur, falls ihm bei Kaufabschluß des Käufers un- günstige Kassenocrhältnisse unbekannt gewesen wären. Tie- ser Fall trifft indes bei deni letzterwähnten Beispiel nicht zu. Hiermit soll das erste Rechtsschutziniftel, das uns das Bürgerliche Gesetzbuch beschert, sattsam gekennzeichnet sein. Gehen wir jetzt zu dem zweiten, hier vorzuführenden Rcchts- behclf über. Er handelt von der nach Anschluß deS Vertrages er st eingctretcnen Ver mögen s- verschlechterungdesSchuldnerS. Bisher haften wir den Fall im Auge, daß die inißliebe Vermögenslage des Schuldners bei Abschluß des Vertrages schon bestand, uns aber unbekannt geblieben war. Nunmehr soll — die Notwendigkeit einer reinlichen Auscinandcrhaltung veranlaßt mich zu der Wiederholung — der Fall betrachtet lverden, in dein unser DcrtragSgegncr sich damals,, als wir mit ihm abschlosscn, tatsächlich in solch günstigen Verhältnissen befand, wie wir es von ihm glaubte»; sein Vcrniögenssall fällt vielmehr in die Zeit nach iinsereir Verhandlungen mit ihm. Hieraus ergibt sich folgendes Beispiel. Das Telephon des bedeutenden Hauses Schulz & Co. klingelt in unserem Kontor an und erklärt uns, die Firma möchte einen bedeutenden Abschluß mit uns tätigen. Als vorsichftge Geschäftsleute wenden wir uns indessen, bevor wir entgültigen Bescheid geben, an eine gewissenhafte Auskunftei. Erst auf die außerordentlich befriedigende Antwort drahten wir zurück. Laß wir an dem gewünschten Termine das Geforderte an- fohren lassen würden. Da erfahren wir kurz vor der Lieferungsfrist, daß der Krach einer bekannten Bank unsere ursprünglich so gut fundierte Käuferin plötzlich ans schwanken- den Boden gestellt hat. Wir möchten darum den Verftag am liebsten rückgängig machen und schreiben deshalb einige i n diesen, Sinne gehaltene Zeilen an Schulz & Co. Die ZINN Pfiilfleiser». Roman von M. P r i g g e - B r o o k. 15 (Fortsetzung). SI)t Teint sah gelblichem Maruior ähnlich; ohne eine Spur von Farbe, wirkte er befremdend in dem Kindergesicht. Rosemaries unbefriedigtes Herz wandte seine Liebesfähig- tcit den, Kinde zu, das unter ihrer Pflege ausblühte. Es dauerte nicht lange, so hatte Erna die Heimat vergessen, und Rosemarie dachte nicht daran, sie hcrauezugeben, obgleich der AmtSrat ssil) nach der Kleinen sehnte. Er kam zuweilen auf flüchtige Stunden hinüber, küßte und herzte sein Kind und frischte ängstlich, ob Erna ihn nicht vergesse. Ihre Rückkehr verlangte er nicht. Vater und Tochter waren bei seinen Besuchen herzlich zueinander, aber Rosemarie enipsing die tiefste Zärtlichkeit des verwaisten Kindes. Neidlos trat Luise an die zweite Stelle, sie gönnte dem Kinde das tröstliche Gefühl, sich im siflugeiseii daheim zu wissen, und Rosemarie, deren Hcr- iensariiiut sie ahnte, das Glück unentbehrlich zu sein. Heinz benalim sich zurückhaltend gegen die kleine Erna Sie nahm seine Mu zu selbstverständlich in Anspruch. Als sic gar Roseinarie mit dein Kosenamen naiinte, den er ihr beigelegt und als sein Recht hütete, wurde er patzig und verdat sich das. Erna lachte den großen Jungen aus. „Ich kann Tacitc Rosemarie nennen, wie ich will", sagte sie schnippisch, „lind jetzt sage ich gerade Mu zu ihr." „Untersteh' Tichl" drohte er. Als sie Ernst niachte, erging es Heinz seltsam. Sein Zorn verflog, und Bewunderung blieb siir das kleine, tapfere Mädck>en, das keine Angst kannte. Er stellte sie von nun a» manchmal ans die Probe, und immer zeigte es sich daß sie wirklich ein tapseres Mädchen und keine Memme wie die incisten ihrer Altersgenossen war. Sie petzte aiich nicht, wenn er etwas tat, was nieinand z» wissen brauchte, wie, auf deni Boden rauchen oder aus der Schanlel an der Winde über deni Abgrund schweben. ,Vcn der oftene» Luke lab man weit über da? Land und den 9ltut Tageszeitung. Donnerstag, »e» S. Fedrnar 1311 Firma geht aber auf nichts ein, sonder verlangt unter Klage- ondrohung von uns, daß »wir genau unserem Versprechen gemäß liefern. Sind wir gezwungen, an dein Vertrage fest- zuhalten? Jawohl; denn eine Anfechtung wegen Irrtums ist ausgeschlossen, da wir „ns bei Vertragsabschluß angesichts der damaligen guten Vermögenslage von Schulz & Co. ja gar nicht geirrt haben. Indessen sollen wir auch setzt nicht gänzlich wehrlos sei». An sich müßten wir zwar zunächst das Gekaufte sende», ehe wir die Zahlung verlangen können. Diese Sachlage ändert sich jedoch jetzt. Ten» das Gesetz be- stiiiimk, daß der, der zunächst zu leisten hat, (also wir als die Lieferanten) unsere Leistung dann, wenn in den Ver- mögensverhältnisscn des anderen Teiles eine wesentliche Verschkechtcrung eingclreteii ist, solange verweigern können, bis der andere seine Pflichten aus dein Pertrage erfüllt oder die Erfüllung durch Sicherheiten verbürgt hat. Also können wir zu Schulz & Co. zwar nicht sagen: „Wir liefern Ihnen das Bestellte und Versprochene überhaupt nicht, weil wir uns an den Vertrag bei Ihrer gegenwärtigen Vermögenslage nicht mehr gebunden fühlen." Dagegen können wir schreiben: „Jawohl, wir liefern, aber in Anbetracht Ihrer Verhältnisse kitten wir zuvor um Berichtigung des Kaufpreises oder um eine Kaution dafür, bevor wir den verkauften Posten an Sie abgehen lassen." Tic Vermögensverschlechternng des anderen Teiles ni»ß allerdings so bedeutend fein, daß unser Anspruch dadurch ernstlich gefährdet wird. Verliert also etwa ein Millionär die Hälfte seiiies Reichtums, so können wir, die wir ihm für 20 000 M Ware zu liefern haben, ob seines geschilderten Vermögensrückganges noch lange nicht fordern, daß er erst zahlt, bevor wir liefern. Airc. aller Welt. Seinen Prozeßgegner und sich selbst erschossen. In einem Hotel beim Hauptbahnbof in Hambiirg hat gestern morgen der Möbclfabrikant Hase ans Jüterbog ans den Hamburger Kanstnann Otto Henfel mehrere Schüsse obge- geben. Hase tötete sich darauf selbst durch eineit Schuß in den Kopf. Henfel starb im Krankenhaus bei der vorgcnomme- ncn Operation. Den Beweggrund zur Tat bilden Prozesse, die Henfel gegen Hase führte. Großer Schcckschwindel. In München wurde ein großer Schcckschwindel entdeckt. An einem Schalter der bayerischen Vereinsbank erschien ein gut gekleideter Mann, der einen Scheck über 20 000 zur Zahlung präsentierte. Das Papier wurde für echt gehalten, und die Sumine sofort ansgezahlt. Durch eine nachträgliche Rückfrage stellte sich eher heraiis, daß der Scheck gefälscht war. Trotz aller sorgfältigen Nacbforschnng der Polizei ist es den: Schwindler gelungen, mit dem Gelde zu entkommen. Großes Schadenseuer in einer Zementfabrik. Ein Großfeuer zerstörte einen Teil der Zementwerke „Germania" in Ennigerloch. Der Betrieb ist gestört. Verhaftung Berliner Jnwelensiebe in Hamburg. Iw Hamburg »vurde, nachdeni bereits gestern zwei Berliner Jnwelendiebe verhaftet worden sind, beute noch ein dritter festgenommen. Tie von den Dieben gestohlen:» Juwelen sollen zusammen einen Wert von 18000 ,M repräsentier n. Raubmord in Breslau. Gestern morgen wiicde der 60 Jahre alte Gärtner Gottfried Hase, Weinbcrgstraße 66 in Breslau wohnhaft, in seiner Wohnung an Händen und Fritzen gefesselt, ermordet oufgefunden. Der Tod ist durch Schläge auf den Kops hcrbeigeführt. Von dem Mörder, der unter Mitnahme eines Kassenbuches im Werte von 34 000 flüchtete, fehlt jede Spur. Die gräßliche Tat wurde gestern morgen gegen 0 Uhr von einer verheirateten Tochter des Hase, die öfters nach zu setzen kam. entdeckt. Sie fand Fluß, wo die Schisse zogen. Und wenn man scliaukelte, flog man über den Abgrund hin, und blickte tief in den düsteren Hof hinein. Es war grausig schön. Heinz konnte stundenlang auf der Schaukel sitzen, Erna mit ihm. Sie war ein gutes Kind und immer um ihn herum. Oft paßte dem Juiigeii ihre Anhänglichkeit nicht. Er war etzt Oberfekun- daner, da schickte sich's nicht, daß man ihn in Gesellschaft der Kleinen sah. Im Hanse litt er sie um sich, half ihr auch gutmütig bei itzren Schularbeiten, die sie fenfzen) erledigte. So verging ein volles Jahr. Da erschien eine? Tages der Amtsrichter !m Pfliigeisen. Er erzählte verlegen vor Rasenianes betroffenem Blick, er habe ein gut enipsohlencs Fräulein eiigagiert, damit Erna ihr Recht werde. Er hoffe, das Kind werde sich glücklich fühlen. Er habe sich nämlich verlobt und wolle sein Kind gleich nach der Hoheit wieder haben. Die Nachricht traf Rosemarie wie ein Schlag. Aber auch Erna jammerte und sprach in der ersten Zeit nur von der Stiefmutter, die sie nicht liebhaben könne. Die Tante tröstete aber das Kind. „Böse Stiefmütter gibt es nur in Märchen, in Wirklichkeit liebt jede gute Mutter ihr Kind." Sie sprach zuversichtlicher, als sie emvfand. in Wahrheit fürchtete sie für das empfindliche zarte Mädchen, das ihre Liebe verwöhnt hatte. Als Erna nach einjährigem Aufenthaltc vom Pflugeisen schied, trau eite ihr nicht nur Rosemarie nach, das ganze Hans vermißte das kleine Mädchen, das Leben und Fröhlichkeit um sich verbreitet hafte. Selbst Heinz vermißte sie, obschon er es nicht zugab. Beim Abschied hielt er Ernas kleine Hand in der seinen. „Wirst Du mir schreiben, Maus?" ftagte er sie. Sie umfaßte ihn plötzlich. „Latz mich bei Dir bleiben", schluchzte sie, „bei Dir und Mu." „Na, ja doch!" knurrte der Junge unbehaglich. Tränen waren ihn, zuwider. Das kleine Ding tat ihm leid, cs war k» nett niit ihp, lo unterhaltsam, ihren Vater als Leiche im Bett vor; Hände und Füße waren mit Stricken ziisaiiiniengebundeii. Das linier mehreren Decken verpackte Gesicht zeigte mehrfache auf Schläge zursich führende Verletzungen. Tie sofort benachrichtigte Polize» entsandte eine» großen Stab von Benniten. die eine genaue Lokalinspektio» Vornahmen und zunächst feststellte», daß ein Bank-Kontobuch für den Schlesijchen Bankverein, über dir Suinme von 34 000 .M lautend, fehlte. Ob »nd wieviel Bargeld noch geraubt wicrde, konnte vorlänfig »och nictzl frstgestellt werden, da der Ermordete in Geidanweleaenheiten auch seine nächsten Angehörigen nicht auf de»> Laufenden zu halten pflegte. Der Ermordete galt als Sonderling: er hatte die Gewohnheit, allerlei Gesindel bei sich zu beher- bergen, Hase war gestern abend mehrmals ansacgangen und es ließ sich bisher noch nicht mit Sicherheit feststrllen. wann er heimkehrte. Eiic Bewohner des oberen Stackwe-ks, ein Renteneinpsänger. hat in der Nacht, er glaubt, es kan» zwischen 1 und 2 llhr gewesen sein, mehrere Hilferufe gehört, war aber der Meinung, daß es sich niii eine Schlägerei ans der Straße handelt, und hat daher der Sacke weiter keine Bedentnng beigemessen, Verhaftung eines Leipziger Rechtsoninnits in Main ad. Ter seit einiger Zeit in Mailand ansässige Leipziger Rc.ßie- anwalt Paul Martin Große ist von der Mailänder Pc i ,ei verhaftet worden. Das Leipziger Gericht batte Große, >r i. erinnerlich sein wird, wegen Sittlichkeitsverbrechens , 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Große flüchtete jedoa« damals nach Mailand, wo jetzt seine Festnalnne ans Bernn- lassung des deutschen Konsuls erfolgte. Der Mörder des Kaufmanns Hcnsel. Zn dem Mord, der gestern früh an dem Möbelsabrikanten Hensel in Hz-,: bürg verübt wurde, wird noch gemeldet: Der Mörder iir nicht der Möbelhnndler Hase aus Jiiterbogk. sond'-n heißr Ungcr »nd ist Tischlergeselle, llngcr wor jedoch in dein Hotel unter dem Namen des Möbelhändlers Hase ans Fiitrr- bogk abgestiegen lind batte Hensel, von dem er wußte, daß er niit Hase in Gcsckiäsrsverbindiing stand, unter desseii Nanieii telephonisch ins Hotel bestellt. Der Mörder wor früher Inhaber einer Tischlerei und hat die Tat ans Rache versitz! weil er einen Prozeß, den er gegen Henfel nngrstr-ngt lyrtte, bereits in der zweiten Instanz verloren batte. Prinzessin Metscherski gefunden. Tie seit einigen Tngcn vermißte russische Prinzessin Meffchcrski, die unter eineni Pseudonym in einem Pariser Theater anstrat, aber keine großen künstlerischen Erfolge zn erzielen vermochte, ist jetzt, wie die „Liberty" zu melden weiß, in Bandol. im Tr partement Dar, entdeckt worden. Als Grund für ihr 1 'er liches Verschwinden ans der französischen Hauptstadt, oil! die Prinzessin an, daß sie sich entschlossen habe, Paris cc.g kurze Zeit den Rücke» zn kehren, da es ihr dort nicht geklingen sei, erfolgreich ans der Bühne wirken. Sie sprach ihre Verwunderung über die Aiifregnng ans, die ihre ll reise hervorrief, zninak sie ihrer in Paris weilenden ?>oi einen Tag nach ihrer Abreis; einen Brief geschickt tzabe. Wie sich jedoch jetzt heransstellt, ist dieser nicht an seine Adresse gelangt, was bei den bekannten französischen Post- Verhältnissen nicht Wunder nehmen kann. Schwere Gasexplosion. Bei einem Bäckermeister tu Dort>- hanseu erfolgte eine schwere Gasexplosion, wobei ein Kostgänger getötet und der Bäckermeister schwer verletzt wurde. Die Explosion erfolgte dadurch, daß Ga» au» einem durch den Frost geplatzten Rohre in die Räume des Hauses eingedrungen war, durch Unvorsichtigkeit entzündet wurde. Die Explosion war f» heftig, daß zwei Zimmer völlig demoliert wurden. Die Ernnewald NuIoltratze. Die Erunewald-Autostroße, be kanntlich die erste Speztal-Automobtlstraße der Welt, die von Berlin-Charloftenburg nach Wannsce führt und im Oktober d, I. eröffnet wird, erhält an ihrer Einfahrt aus Berliner S.'-.-e Eigentlich hatte er sich recht an sie gewöhnt »nd war -ich nicht mehr eifersüchtig. Mn hatte ihm gesagt, sie hätte ihn doch ganz anders lieb, „Was soll ich tun, Maus?" ftagte er zärtlich, als Erna zu weinen fortfubr und sich enger an ihn schmiegte. „Den Papg bitten, baß er mich hierlassen soll," Heinz' weiche? Herz wor gerührt. Er zog das Kind fest an sich. „Sei ruhig, Man?, in den Ferien besuche ick, Dich, und wenn sie dann nicht alle sehr nett mit Dir sind, dann — dann —“ Er ballte drohend die Faust und fchütetlte sie, etwa? anderes fiel ihm nicht ein. Auf das Kind hafte diese fyinbolischc Handbewegung eine tröstende Wirkung. Sorgsam betupfte sie ihr Gesicht mit denr Taschentuch» „Du kommst aber sicher?" erkrmdigte sie sich. „Adieu, Heinz!" Sie hielt ihm ihr Mündchen hin.. Und Heinz, der sich sogar Rosemaries Liebkosungen entzog, weil er sie für unmännlich hielt, fand nichts daran, Erna herzlich zu küssen. Rosemarie sah dem Wagen, der das geliebte Kind ent- führte, traurig nach. In der Sorge >nn Erna war sie glücklich gewesen, nrm fing die Leere wieder an »nd das Geftihl, niemandein nötig zu fein. Ein kräftiger Aruc schob jick, iit ihren zarten. „Wollen wir spazieren gehe», Mn?" Der prächtige, liebe Junge, wie er erriet, was ihrv'vbl- tat: ei» Stündchen innigen Austausches mit ilun. Schnell nah», sie Hut und Tuch und folgte dem Bruder ans die Heide, wo eben die Sonne unterging. Heinz war verständig und lieb, trotzdem enttäuichtc er seine Schwester. Sie be- griff nicht, daß er sich sortsehnte, daß ihm die Firina nichts „Du vergißt, daß Du keine Wahl hast", tvidcrsprach das Mädchen. «Dich biiidet eine heilige Pflicht." „Doch nicht an den alten Kasten, Rosemarie. Das alanbst.D» selber nicht." Rr. 3o «in«» in vainchmer Architeltur -«halt«»»» Kolonnadenbau, Er I°a «i» ästhetisch Williamen Eingang zur Veile htsstraß- bilden gleichzeitig abei auch in ach! die zehn «u^ellungsräumen dte MSgllchkell zur Unterbringung von Mvtartypen, Zubehörieilen u», andcren A»ll»ln bi«I«n. die das autosahrcnde Publikum bei dem an dieser Stell« zu erwartenden Riksenvetkehr mit :'!echi hier verlangen darf. rt*««Hfer. Drei cirrngrcrtc Anhänger des modernen Tniigo-Tirnzcs mußte» linier der Anklage der ''»th "l!ä- 'N OörpcrberlctzuiiiZ vorm Schöjsciigcrickst in Brcs- 'v fr fr inen. Die drei jungen Lciilc ivarcn in einem ~ »Aokal der Franks» rterst.aßc >r Breeian erschienen l> den,»men liier sofort allerlei „Sekncbetäirze" zu exeku- ■ich. CbtnoM sie von den beiden Tanzmeisiern daraus ■ 1 ’ i't gemacht wurden, das; demrlige Tänze von der >li ,ei verboten seien, tanzten sie ruhig weiter, biS sie chlie>:lich an die frische Lust gesetzt wurden. Darauf be- l’ ! oi> ne, au den beiden Tanzmeistern Rache zu nehmen, i ' w'rtev, bis das Lokal gcschlossnr wurde vor der Tür vnd nt-iillu-n de» Tanzmeistern nach, als diese sich nach Hau» deged. ,: wollten. Als letztere ihre Verfolger bemerkten, da flüchteten sie schnell iv eine Droschke. Tie Angeklagten holten sie aber ein da die Rosinautr de» Kutschers sckiwach auf den Beinen war, und verprügelten sic in roher Weise. Als ZkorpuS delicti prangte auf dem Richtertische ein entzwei geschlagener Stock, der dem Schlosser Echmolke gehörte. Tiefer wurde auch als Haupischuldiger bei der Prügelei er- »liltelt. Tas Gericht erkannte angesichts der rohen Tat aus eine Gefängnisstrafe von 17 Tagen. Ter zweite Angeklagte kam mit einer Geldstrafe von 15 M davon, während der dritte sreigelprochcu werde» mußte, Gin Tertianer des Jvachimsthaler Gvmuasiums wiirde von dru Mitschülern in einer Schlinge hängend tut ausge- suiidc», die er mit einem Taschentuil>e und zwei Haud- lchuhen auSgepolstert hatte. Diese ausfallende Zurüstmig wie auch eine Aeusi.erung, die rr vorher einem Mitschüler gegenüber gemacht batte, legte die Vermutung nahe, daß der Knabe eiliängen geipielt und dabei pe-ruirglückt ist. Irgend welche besondere Gründe für einen Selbstmord lalle» sich nicht erkenne». Ans der Heimat. • t. Fiiebberg, 5. Febr lANg«meiner Staalseisenbahnver« eins Die dickjährige Geburtstagsfeier S, M, dev Kaiser« sanb am setzten Samstag im „Caalbau" dahier statt. Schon lang« vor Beginn der Feier waren dt« geschmückten Räume des Saal- dauer ooll brsctzt. Rach einigen musikalischen Dorirägen wurde von Frt, M Fey ein zu diesem vorzüglich patzender, sinnreicher Prolog recht eindruckc-voN vorgetragen hieraus begrüßte der 1 . Vorsitzende. Herr Bahnmeister Strack», die Feftverlamulung und dankte allen, dag sic in so überaus tzatlllcher Anzahl erschienen seien- er hielt eine kernige, echt patrtottsche Ansprache, die In einem begeistert ausgenommenem breisachen Kaiser hoch aus- llang. Rach der Nationalhymne trug Her« Eisrnbahnsekretär Martert in potz «dem Kostüme das zeitgemäße Gesangsstück „Der Frcmdenlegronär", ein Mahnruf an Deutschlands Söhne, mit iviikungsooller. zu Herzen gehender Stimme vor und erntet« rctcri Beisatz Jetzt solgten abwechselnd mit Konzertstücken theatralische und humoristisch« Borträge, die alle den Betsall der Festteilnehmer sanden. Besonders Mützen aber di« beide,, Einakter „Der schüchterne Freier" und „Einer muh heiraten" erwähnt werten. Herr Lasle hat uns mit den beiden Theaterstücken, die er mit seiner wackeren Trupp« so schön zur Anssührung brochic, auss neue bewiesen, dah er ein ebenso guter Regttzeur wie vortrefflicher Darsteller ist. Ein flotter Tanz hielt die Eisenbahner mit ihren Angehörigen noch bis zu den frühen Morgenstunden zusammen. * Friedberg. B. Fehl. Der Asrilareisende, Herr Oberleutnant a, D von Schtlgen, Berit», rotrd am Dienstag, den tll. d. St. im Saale des Hotel Trapp abends SV. Uhr einen durch erst, tlatzige Projettionsbilder «orzüglich veranlchaulichlen Boitrag über: „Die lronzöstsche Fremdenlegion" halten. Es sollte Ri», mand versäumen, diese uns vielleicht nie wieder gebotene Gelegenheit wahrzunchn«». zumal da» recht« Verständnis für diese fremd ländisch- Einrichtung erst mit Hilsr der vorgcsührten, hochinteretzanten Projettionsbildern, deren Herstellung große Mühen und Kost:» oeruksachtcn, zu erlangen ist. Vor unseren Augen wird der Legionär angervarben und ausgerüstet, wir sind seine Begleiter auf der Nebcrsahrt nach »srila, wo wir das Leben und Treiben der Eingeborenen in ihren RationalgebrLuchen und ihren Trachten kennen lernen: wir werben Zeugen der Ouolen und Strapazen der Legionärs Wir lernen eine Anzahl irc,abartiger Städte kennen, auch werden uns »in« Anzahl französische Aktlitärstntionen und eigenartige Typen der Legionäre vor Augen gcnibrt. Im Vertrag wird auch das neue Agr- tatiansmittel brr französische» Regierung — die Errichtung ei- Crr zitterte vor Autrrgrrng. „Ich bitte Ditz, Heinz, svrich nicht so lästerlich. Die Firma sollte Dir heilig senr. So lange bas PNiigeisen sielit, h'it rin Sebald darin gewaltri. Du »värst der erste, brr entartete." „Oder eine» höheren Flug nimmt, 'willst Du sagen". > literbrach der Iimge sie ernst „Doch lalle» wir bas." Rosemarie zog hastig ihren Arni aus dem sciniaen. „Tu bist schlecht. Hei»,, mich so zu quöTen. Im Grunde denkst Tu nicht g. ringer über den Wert der Sebald? als ich." ,.T»' ich nuch nicht. Kein Mensch kann stolzer auf die Vergangeiiheit sein! Aber sie muh nicht Gegenwart und Zukunft einnehinen, dann wird sie eine Last, an der man zugrtmdc geht." „Was hast Du vor, Heinz?" fragte Rosemarie jetzt ganz tonlos, „Ich weiß eS nicht. Darüber habe ich nicht nachgedacht. Ich weih nur, dah ich nicht zum Kmifumnu tauge." lFonsetzung folgt) Tageszeitung. Donnerstag. • n 5. ,zeoruar lbH, nt» Kavallerieregiments in der Legion - um dadurch di, Teil nahm« -usländtjcher, namentlich deutscher junger Wehrkräfte zu steigern, gebührend beurteilt werden, zumal Redner al« Ojsi. £«r in der La^ ist. -djelti» darüber zu urteilen, Herr von Scyildgen bar «s sreundlichft übernommen. d«ch nochrnttags 4 *, Ul)t eine speziell« Bo, nhrung für Schüler und Kindkr stattjin tet: auch in bi«srm wcrd-n bi« Eindrück« nachhaltig« sein. E, ist wünschenswert, dah bieser Veranftaltnng lebhastestc, In «erktze entgegagebia-li, werde uns Pc recht zahlreich besucht wer den »löge Friedberg, 5. Fcbr Di« Siädtisch: Polytechnische Lehranstalt Halle am Dreiivlag nachmittag im Cenlraltheater kine. motugraphisch.- «fmrhmci, aus industriellen Kr-Hbeiricben »or- suhren l-tzen, dl« ein üieraus anschauliche, »ild »on der hohen Entwicklung der Technik, inrbeiondere deutscher Industrie., Handels- und Verkehrsflätlen bot. Der Dorstihrung der ebenso instruktiven -I, -ieljeitigen »ebenden Bildet, bl« der Städ.i Ichen Polytechnischen Lehranstalt von den Eiemens-Schuckert- Wcrte» in sterndlichcr Weis« zur Verfügung gestellt und durch Herr» Dipl Ing. Angeruann durch degleitend« Erläuterungen reriländlicht wurden, wohnt« rin sehr »Ihlreiche, Publitum bei. Außer dem Lehrkörper UN» d«r Studentenschast der »kademie die vollzählig erschienen war«», halten auch jämtliche Bkhörden Fricdbcrgs ihr Inleretze an der Beranslaitung ln «rsrenlicheni Maße durch Entjendung von Vertretern bekundet. Die Darstellungen selbst gab«» interessant« Einblick« in Gebiet«, die si>, unser modernes Willschastsleben von ausschlaggebender Bedeutung find: sic ließ N leispielswcise den Akrdegang de« Eilen» in einem großen Hütienwerk — vo» der Anfuhr und Entlodung der Rohslofsc angesangrn. durch dos Hochofen-, Llahl- und Walzwcrl bis zur Lagerung und Verladung der Fenigjabrilaie — erkennen, sic führten den Beschaner duich die Fabrilations- stStten unserer elektrischen Lampen, beförderten ihn aus der Hoch- und Untergrundbahn durch das Sveitstabtgclriebe Bei. lins , a. nt. Veranlaßt durch die anerkennende Ausnahme dieser Veranstaltung will die Direlsto» unserer Städtischen Poly- Icchniichen Lehranstalt, wie wir hören, auch künftig ähnliche Darbietungen von allgeueinerem Inirretz« bringen, «inerleil» die das Verständnis für den hohen Stand der Technik und di« Würdigung de» aus diesem Gebiet Geleisteten in weiter« Kreise «ragen and anberenleils die gegenseirigen Beziehungen zwischen diesen und der Alademir fördern sollen, • Friedberg, 5 . Fcbr. Die Ortsgruppe der unteren Post und Telegraphenbeamten von Fricdberg und Umgegend hielt ihre Generalversammlung im Restaurant Küsstrer ab. Der 1 . Vorsitzende, Kollege Alle», eröfsnet« mit einem begeistert auf genommenem Hoch auf C, M, unseren Kaiser dt« Versammlung. Rach Erledigung der gejchöttlichen Angelegenheiten feiert« die Ortsgruppe der unteren Past- und Telegraphcubeamten, sowie der Postunterbeamtenverein Friedberg gemcinschastlich das Ge burtstagsseft unsere» Kaiser», Kallege Briefträger «chrig- Friedbcrg hieß dt« Festteilnehmer herzlich willkommen. und dankt« sür das zahlreiche Erscheinen. Fräulein Eehrich ge- dachte mit einem schwungvoll und meisterhaft vorgetrogencn Prolog der Bedeulung des Tages, Stürmischer Bcisall lohnt« ihre Arbeit und Mühe. Rach Schluß des Prologs stimmten die Festteilnehmer da, Lied „Heil dir im Eiegertranz" an. Alsdann ergriff Kollege Ballmert-Vilbel da» Wort jut Festrede, unter dem Thema: „Der 27. Januar und seine Bedeutung für das deutsche Doll" Er führt« ungefähr folgende» aus: Wie ein Blitz ans heiterem Himmel durchzuckt an dem 27. Ian»ar es durch fämlliche deutsche Gauen, überall wa deutsche Sitte, Zucht und Ordnung herrscht, rüstet man sich zur Feier dieses Tages. Die gesamte deutsche national« Prrtze widmet als He- berin und geistige Fortbilderin unseres Voiles der Bedeutung des Tages ihr« Ausmerkfamkelt und feiert dar Gebnrtstagsfeft unsere» Kaisers, In mehr oder minder großen Artikeln gibt sie di« Meinung unseres national denkenden Volkes wieder. Di« gesamte ausländische Pietz« beglückwünicht unseren Kaiser und da» deutsche Volk bei dem Wiegenfest Sr. Mosestät. Deshalb ist es kern Recht von uns Deutschen, sondern unser« Pflicht, diesen Tag würdig zn begehen, und unseren Kaiser zu ehren. Auch di« untere Poftbcamtenschaft will hier nicht zurückstehen, und wetteifern mit den übrigen Schichten unsere» Volke», um dem 27, Januar sein« Weihe zu geben. Wie haben nicht nötig, un. ser« Teen« gegen unseren Kaiser besonder, hervorzuheben, denn unsere Treu« ist unerschütterlich, und nxi bteselbe » »greift, beißt aus Granit. Da» deutsch« Reich hat unter der Regierung unsere» Kaiser» auf allen Gebieten einen ungeheuren Ansschirun-g genommen. In erster Linie sei yier an den Ansbau unserer Arm« vnd Marine gedacht, dt« sich unser Kaiser al, Lebensaufgabe gestellt hat. Er fetzt« bar Wort .quillst du den Frieden erhalten, so ruft« für den Krieg" tn dt« Tat um, unter Mithilfe der gesamten deutschen Volle», da» willig die Wehrvorlage an. nahm, und überzeugt war von der Rotwendiqkelt bieser Aufgabe, Wir Deutsche wollen keinen Krieg, londern Frieden, der uns die Möglichkeit bietet, Licht, Luft und «ewegungssrelhett zu sichern, um deutschen Fleiß, deutsche Arbeit und deutsche In- trlligenz zu verwerten, und un, stet» tn allen Ländern bi« os- sene Tür garantiert. Zu diesem Vehuse Ist ein« starte Arm« und Flott« nötig, von diesem Gedanle« sind wir olle durchdrungen, Obgleich Deutschland die ftörklte Militärmacht dorstellt. ist unser geliebter Katzer der größt« FriedrnrsSrft, betzn Machtwort e» gelang, un, tm aerslatzenen Iah« den Frieden zu erhalten Kunst und Witzenlchast habe« tn unsere« Kaiser einen stete» Förderer, ebenso hebt er Handel vnd Industrie Rebca diesem ist er unermüdlich tätig, di« deutsche Lanbwirtschatt zu heben, damit sie den heutigen Ansprüchen gewachsen ist. um un» in dieser Beziehung immer mehr unabhängig vom Ausiand« zu machen. Für die Bildung unsere, Volke« letzt der Kaiser seine ganze Kraft ein, denn lein Volk der Erde hat den Bildung,-iad >m allgemeinen, und gibt so viel Mittel au» al, da» deutsche. In der Sozialpolitik marschiert Deutschianb an »er Spitz« aller Staaten, Das gelamt« Beamtentum hat tu unserem Kaiser einen warmen F-rdemr, Au» diesem Grunde blicken wir mit Lieb« und Treu« he-r,« zu unserem Kailer. mit dem Wunsche, daß « al» Schirmherr be, Reiche», umgeben von weisen Vera- tern, on» nach »ngezählr« Jahre erhalte» bleibe» möge zu« Nutzen de, -a«en dcuttche, Rollen eine« begeistert aus- ___________ Seile it genommenem Hoch aus S, Mascstät schloß Kollege Bastme,r seinen Dortrag unter dem Betsall der Bersamniluiig, Alsdann saßt« Kollege Ballmerl ein Telegramm, welches unter Zustti»- mung der Ort»gruppc und de» Postunterbeamtenncrei»« angenommen und jm Auftrag« des 1. Voisitzeiidri, Kolleg« Altes ad- gesandt wurde, folgende» Inhalla: „Sr. Mojejtäi unseren allcr- gnädigfte» Kaiser Wilhelm II., Berlin. Die Lrtsgiupp« der unteren Post- und Telegraphendeamtcn Friedkxrg lHetze») und Umgebung, sowie der Postunierbeamtenverciil Fricdberg kiit- biete, anläßlich der Feier de, Geburtstage, Lr. Majestät n»i«. «in oderften Krieg^errn herzliche Glückwünsche und das Ge. löbnrs eiserner T«ue. Jm Auftrag: Alle», Vorsitzender" Konzert und lomische Borträge sorgten sür di« Unterhaltung, und lonnle die Feier al» eine gelungen« detrochtet werde», di« Zeugnis gab von der Treue gegen unseren Kaiser, vo» der di« unter- Postbeamtenschaft bejeelt ist. An dieser Stelle W de, Kollegen Gehrig. Alle» und Bonvartu». di« sür da. Geling«» de. Fest«, sorgten, herzlich gedanll. Allzu,rüh mußten die aus. wärtigen Teilnehmer scheide», mit dem Wnnjche aus »acksite, Jahr, vereinigt, Slad„h«»,«r Franlsurl a. VI. Opernhaus. Donnerriag, den 5. Febr., abends halb 8 Uhr: „Lost so, tutte." 13 . voistellang im Donn«l»log-Abonn, Gew, Preise. Freitag, den «. Febr., abends halb 8 Uhr: „Di- Zaulxm fl»!«". Außer Adonn. Gew. Preise, Samstag, den 7. Febr.. obenbs halb 8 Uhr: ,T»er Trouba. dour". 15. Darstellung Im Samstag Abonn, Gew. Preise, kchonlpiilhan». Donnerstag, den 5. Febr., abends halb 8 Uhr: „Die Krön» Prätendenten". Außer Abonn. Gew Preise. Freitag, den 8. Febr, abend» 8 Uhr: „Wie einst im Stai". Außer Abonn. Gew. Preise. Samstag, den 7. Febr., nachm, 3 Uhr: Dollstchllleri'i'i iul- lang bei ermäßigten Preijen: „Wilhelm Tcll", Außer A! on«, — Abends 8 Uhr: „Heimat", 16. Vorstellung im Eamslag A, Gewöhnliche Preise. Spielplan dcö Ctadltlieaters in Kiesie» Donnerstag, den b. Febr, abends 8 Uhr in Marburg: „7 < Journalisten", 12. Adanneinculsrwrstc.ung, Frcilag, der, v. Febr., abends b Uhr: „Egmont". U. Frc>- tag-Ab»n„emrnl»vorslell«ng. Gew. Preise, Sonntag, den 8. Febr,, nachm, halb i Uhr: „Iägerblni". Kl Pr. — Abends halb 8 Uhr: ^Das MusUanlenmädci". KI, Preise, Wtr einen milden Tee UeM, probiere d e „R u « «i s c ta e Mischung“ (500 gr. - Paket M. 3.90, 100 gr. - Paket M. 0.90) der I»> kannten TEEFIRMA MESSMER Liebliches, blumiges Aroma macht diese hochieine Mischung /» einem besserst angenehmen, Gross und Klein zutraglicucn Getränk. ttiirebcrirttt von, 4. Februar 1914 der Mitteldeutsäie» Crrditl»,nk «Nienlapiial ». Reieroen M. 7N nunnou gegrunde: 18öti. Frn>i,urier Daria. 98.70'-, 4'/, Re>ch«anleihe B/s'ch » 87-9- 8-/. . 7040 ö'/»'/» Preuß. Consold 88 .— »'/. . . 78.80 i‘U Hetzen 97.20 . »•/,•„ „ 8h BO . 8 •/, . 76.- . 4•/• Oesterr. Goidrent« 9L3Ü „ 4*/»•/. „ Eilberrenle 90^0 „ 4 •/, Ungar, violoreaie 87.20 „ 8 „ „ Itronenrente 84.90 „ 4 „ Portugiese«, Serie I G! 80 . 4 . . . >U 04.70 . 3 ■/,•<. Nutzen 0 . 1900 99.21) . 4 V, .„au.“ 08 ® 92.27, , 92.4-j 77 - , 7«J0 . 171.40 4 Japaner 4"/, Lürlea vo» 1903 4-/,Admln>sIU TUrten lürlenioose M. 1 -/,,-/, i>,riechen 0 .1890 08.30 , 1 ' ,- , Monopollidr^ch. bä — 3-v, »ucii.-iUt. Pr. VluL 89 70 3 /, SUher-Mexitaner 40 — 4 '/.7. Mer. „rrtg. Aul. 87.-4) 4 >/,",» llhiimsen 92.— Buberu« E.-W. litt 11.1.20 Lchuck. Cicllr. 0>e|. „ 102.. 0 Berliner Vörie» Esch, veiler Dergw , Bochumer lliugitahi „ Gei enlirch. orrgw.nn, Harpe,>er Bergbau , 4 )»,»pg. üiuit. >at. . Rordd. Lloyd , Deriiner panoeis An, Mittrid. Erevitp. e,t, Tarmuadi. 'Kauf „ Treuliche Dank „ Deuljch-AftaliicheBani Dislonl» Komin. Am. Treobuer Bunt All. vejl. Ereditanil. Akt. Lomöaibe» , Tksd)- Uber|ee E.A. „ Oesiecr.Sluasbahn „ Hüchil. .jarunu-i :r „ Ehcin. Fat». Albert „ tttülgeroiuerlc „ Slcaua btomana „ Phön^ «ergb. t^»esye»»u „ HvlzoeriohlungA-^)nV. Xiaucatjüii* m ^rioau>i*tput m veharrptet. ZjH — J»f».«/, " Jä-.V, - 117— " li» I2Ü.S0 " ,2< ». * 'M*. . " 12i b) " 1 «.. ;& " 1*>H — " ‘M y. I vnrj) " IWS • t».*i - ". 4..., -- ' '±41-~ " z/use - -Ul- " 321.- " 16-1.75 • 3-v.: Berliner Handels Ant. 160.7, „ Deuische Dank «U. 20920 . Dist. Konuuandii tcknt. 190.7« „ Dresdner Bant ülkr. 108 7, „ PeL.snrHandelsb.All. 212.70 „ Rusi.Ba,il i.a.4>a«d.A. 18S.'(, . Bchuutuug k. D. Alt. 1342k) „ Bauonore u. Ohio — „ tüanahu Pacific Air 221.'/, „ Pr>uee Henri E. iti.Akr 12).'/. . Türlenioose ü)r 17L-5 „ Londoner Archi.on Topela Doll. INt.',, Souchern Pocisil , 101.7, Ehicago seock 3SÜ „ 11-4) MisdKan. iul«».«. . 34.— Union Pakitzc. . 188 -0 U. 6. etccl Eomm»n„ 63 .'/, Hoye»lo!«m«rle Alt. 12100 . Deuti ch-Luzeind. iv.AU. 104.',, „ LauiayuUc «itr Uj.i — , Odeiichlrpei «e. Akt. 9 ,. 7 , „ Phöinr Vingbau Ali. 248 00 , btoinhächer Piiin „ Mä.jl „ Grtiriituchen Dergn:. A. 19».2~> „ Harprnr, «ergbau Ltr 180.7. „ Allg.Ei.-r i»e,«usq. Air 24/.- . Sinnens u. Halsteeilr 229 „ Tendenz: dehanpleh Bsei«. Amabgamoreb Eopp. Doll. 80.— ibyanerec, wompony Lsir I.l 1 uaiuano ziropitciary „ 2.25 ivoiviieid» „ 2.,)S Aanu j/iiacs „ 9.4, Da Peers Eon.oltd „ 19.,/ vep-ftlrukaNe Frirdderg i. H. emp,letzt« ftch mr Vervitllmg aller haakuisiikigen Uescliüfl» An- und vetlan, oo» Wellpapieren an nlleu «öiien. Errickftnng iauirnderRech»nagen mU>pr»»»p«»»ireier Scheck-Eauii Umrremsiung »on Coupons und -onea. Annnhme von osirnen und »er chion-nen Depot«. Entgigeairahm« »rrzinslrcher Spar-aiintagea. Kr 3 $. AM Ktkamilnrilchnngtli dts. Krkilcs frirbbetq. Friedbcrg, fien 26. Jalinar 1611. Betreffend: Die Entlassung der Schüler 1914. Die Großh. Kreisschulkonimissiou Friedberg an dir Schulvorstände des Kreises. Von dem abschriftlich iiachstebenden Bericht der Hand- ivertskamnier zu Darnistadt geben wir Ihnen Kenntnis mit dein Auftrag, die Lebrcr der obersten Knaben- und Vcadchett- klasscii im Sinne der Ausführungen z» bedeuten. F r h r. S ch e n tf. B treffend: Gesuch des Ludwig Nau z» Melbach um Erlaubnis zur Errichtung eines Schlachthauses. Bekanntmachung. Ludwig Na» zu Melbach beabsichtigt auf dem Grundstücke Flur I Nr. 181. Gemarkung Melbach ein Schlachthaus zu errichten. Pläne. Zeichnungen und Beschreibung dieser Anlage liegen während 14 Tagen, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung im ..AmtSvcrkündigungsblatt für den Kreis Fried- berg" an gerechnet, auf Großh. Bürgermeisterei Melbach zur Einsicht und Erhebung von Einwendungen offen. Nach Ablauf dieser Frist können Einwendungen in dem Verfahren nicht mehr angebracht werden. Friedberg, den 26. Januar 1914. Großherzogliches Kreisamt Friedbcrg. F r h r. S ch e n ck. Lehrgänge an der Großh. Obstbau- und landw. Winterschulc zu Friedbcrg im Frühsahr und Sommer 1814. s») Baumwiirterknrsns. Beginn am 23. März, vormittags 9 Uhr, Dauer 8 -Pechen, >>nd zwar 9 Wochen 11. Teil, vom 22. März bis 2. Mail, 1 Woche im Sommer 12. Teil, vom 3. bis 8. August), Loosi«! im Herbst (3. Teil, vom 21. September bis 3. O/ioher). Für Teilnehmer aus Hessen, welche sich zu bernfsmäßigeii B.'nniwärtern ansbilden woll'n, ist der Besuch honorarfrci a.d geviährt die Landwirtschastskammer bezw. deren Ans- VVi.Te für solche auf Antrag Beihilfen bis 69 A. Solche i!.:elnner müssen jedoch mindestens ein Alter von 18 Dohren baben. Personen, die den Kursus nur für ihre Zwecke ■ besuchen wünschen, können ebenfalls zugelassen werden. Alter nicht unter 16 Jahren. Honorar für Private und -essen 29 ,§. Der Unterricht zerfällt in einen theoretischen Teil, tätz- lich 3 Stunden vornrittaa?, und einen praktischen Teil, täglich 3 Stunden nachmittags. >■ b) WiederholniigskiirsuS für Baninwöricr, Dauer voin 4 bis 9. Mai. Für Baumwärter, welche bereits einen Kursus im Obstbau mit mindestens gutem Erfolge besucht, 2jährige Vraris und dg? 29, Lebensjahr vol- lendet haben. Die Teilnehmer erhalten nach bestandener Echtiiszprukunq auf Antrag der Prüfungskommission von der Landwirsschmstskainmer ein Diplom als „geprüfter Bam»- wart". Für berufsmäßige Baumwärter ist der Kursus honorarfrei. Für Private »nd Nichthcssen beträgt das Honorar 19 A. < )Obstbaukursus für Geistlicke. Lchrcr «nd sonstige Freunde des Obstbaues. Dauer 11 Tage, 1. Teil vom 11, bis 16, Mai, 2, Teil vom 27, Juli bis 1, August, Honorar für Hessen 19 A, für Nichtbesfxn 15 A, hessische Lebrer tzpd honorarsrci. <1) 6!arlenba»kurs»s. Beginn am 18. Mai. vormittags 9 Uhr. Dauer 6 Tage. Der Lehrplan nnitasjt: 1. Einteilung und Einrichtung eines Hausgartens: 2, Freunde und Feinde des gesamten Gartenbaues: 3. Gemüsebau: 4, Blumenzucht (Ancucht, Blumen- pflege und Dekoration): 5, Beerenobstkultur: 6, Verbesserung unserer Gartenböden nebst zweckmäßiger Dünaung. Zugelaffen werden Männer. Frauen und Mädchen: letz- U'ic nicht unter 16 Jabren. Honorar 5 A. >■) Kursus für Obstweinvroduzrnten und Acvfrlmciilivirte. Voin 6, bis 11, Juli. Er umfaßt die Bereitung der Obstweine, GärungSchemie einschließlich Reinhefen. Obst- wc inkrankbeiten, Hebungen im Laboratorium, Vorträge von 9 b!S 12 Usir: Uebungsn von 2 bis 5 Uhr. Honorar für Hessen 10 A, Nichthessen 15 A. f) Bccrenvbst BerwertungSkursuS. Voni 14, bis 16, Juli. Theoretische und praktische Un- teiweitnngen in der vollkomnienen Verwerlnng sämtlicher Beerenobstartcn, z» Wein, Säfte. Liköre, Gelee »sw, Honorar für Teilnehmerinnen aus Hessen 3 A, sonst 5 A. pr) Obstverwertungsknrse sür Fronen, 1, Kursus vom 25. bis 27. August, 2. Kursus vom 1. bis 3, September. 5, Teilnehmerinnen ans Hessen 3 A, sonst Großh. Direktion der Obstbau- und landw. Winterschnle: Spieß, Großh, Oekonoinieral. Friedberg, den 28, Dezember 1913. ■1 ! . ••"{*: Die Ausbildung von HauSbaltnngS. und Handarbeit lehrerinnen. Tos Großh. 5ireisamt Friedbrrg an d e Schulvorstände des Kreises. ^An der Alwesch- fc in Darnistadt, der Aliccschule in O/icf:":, una der Mainzer FranenarbeitsschUlc in Mainz be- iittiiü :t fii« 29. 1914 neue Kurse zur Ausbildung von und Arbeitslehrcrinpen. Die Aliceindustric- schule in Hz:r!,:a cröj'aet am gleicheil Tage einen Kursus zur tr'A-bildnnn von G Utdarbeikstehverinne». Die Kurse Neue Tageszeitung. Donnerstag, oe» s. Februar 181p. Seit» dauern 1 Jahr, Meldungen find spätestens am 15 Februar 1911 bei den Vorständen der Schulen liuzureicbe» n,:!cr Anschluß: 1. eines selbst geschriebenen Lebensinnfes, 2. eines Geburtszeugnisses, 3, des lebten Schulzeugnisses, 4. eines Zeugnisses über die seitherige Täligteit, 5, eines aii'tlichen Führungszeugnisses, 6, eines l> eisärztliche» Gesundheitszeugnisses. F r h r. Scheu ck. Betreffend: Vogelschutz. Friedberg, den 3. Januar 1914. Die Großh. Kreisschnlkumniission Friedberg an die Schulvorstände des Kreises. Die Möglichkeit, daß die Vögel bei Schnee, starkem Frost und Rauhreif noch Futter finden, ist sehr gering, es ist deshalb zu fürchten, daß pausende derselben absierben, wenn zu deren Erhaltung z» wenig geschieht. Wir ersuchen 2:e daher, in den Schulen einschließlich der Fortbildungsschule, olsbald anregen zic wollen, daß — soweit noch um:: geschehen — sowohl bei der Schule als sonst in de» £:;.v, Futterstellen sür Vögel eingerichtet werden »nd geeignetes Futter (Sämereien, kein Brot) gcstreiit wird. Ferne wo!!,» Sie veranlassen, daß bei dem Unterricht in der Nalnrknndk alsbald die Nützlichkeit der einheimischen Vogelwelt und die Notwendigkeit ihres Schutzes, insbesondere auch sür die Landwirtsclpft, eingehend besprochen, sowie ans die Bedeutung der Vogelfütterung im Winter aufmeiljam gemacht wird. Ebenso wollen Sie veranlassen, daß in der »äIsten Fortbildiingsschnlstnnde über diesen Gegenstand eine ein- gehende Belehrung und Unterweisung der Schüler slalt- findet F r h r S ch e n ch. Betreffend: Die Veranstaltung von Verlosungen inueriialb deS Großhcrzogtnnis, Betanntmnchnng. Der landwirtschaftliche Betr:eb-:o.er>'in Bensheun beabsichtigt mit dem am 21. Slprct d. Js. tu Bensbeiin statlftiide»- den Zuchtvichmarkt eine Verlosung von Vieh, landwirtschaft- lichen Geräten, Haus- und Gcbrauchsgegcnjländen zu verbinden. Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesnchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 16 009 Lose zu 1 A dns Stück ausgegeben werden dürsen und mindestens 69 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zu». Ankaust von Gewinngegenständen zu verwenden find, und hat zugleich den Vertrieb der Lose im Großberzogtuni gestattet. Friedberg, den 28. Januar 1914. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. s I, V.: Herbe rg. Betaniitmachuug. Die LeibKompegnie Großh. Lerbgarde-Jnstinteric- Regimcnts (1, Großh. Hessisches) Nr, 115 nimmt bis zum 31. März l, Js, Zweijährig-Freiwillige für Herbst 1814 an. Dieselben müssen gute Füße und gute Augen haben »nd, ohne Stiefel gemessen, mindestens 1,78 Meter groß fein. tSchuh- macher »nd Schneider können auch geringere Größe haben. Meldungen der Freiwilligen Dienstags vcnnittags bis 19 Uhr auf der Schreibstube der Kompagnie, Darnistadt, Jn- santeriekaserne, Atexanderstraße 22, Neubau. F r i e d b e r g , den 10. Januar 1914. Der Zivil-Vorsitzende der Großh. Ersatz-Kommission Friedberg, I. V.; Her borg. Betreffend: Gefechtsmäßiges Schießen mit scharfer Munition. Bekanntmachung. Das I. Bataillon des 5, Grofch, Hess. Jnsauterie-Reg!- mcnts Nr. 168 in Butzbach beabsichtigt vom 16, bis 24. Febr. d. Js. auf dem großen Ererzierplatz zwischen Butzbach und Espa, Schußrichtung Forsthaus gegen den Hcidelbcerberg, gefechtsmäßiges Schieße» mit scharfer Munition abznh ilte». Da? Schießen findet in der Zeit von 8,39 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags statt. Für den Verkehr gesperrt ist das Gelände zwischen: Straße bezw. Weg Brauerei Butzbach—WasserhatiS —Ebers - gcns—Forstlums Butzbach (Weg einschlwßtich) und dir Straße bezw. Weg Brauerei Taunusstraße Fußweg—Hause» --Forsthaus (Weg ausschließlich). Die Einwohner haben den Weisungen der Posten Folge zu leisten, F r h r. Scheu ck. Am!!. gffcniiiiMjiinw! des Kreises HieUen. Bekanntmachung. Bett,: Organisation des Rettun-sdienjtrs in der Stadt Dießen. Wir niachen darauf aufinerlsam. daß die im Neituugs und Kranlec,trägerdienst ausgcbildettn MUzli.der rer Freiwilligen Sanitäts-Kolonne vom Roten Kreuz dahier zur Leistung der ersten Hilfe bei Nngliiiksfällen nnd zur Ausführung von Transporten Verletzter oder innerlich Erkrankter zur Vetsügung stehen, Di« Inanspruchnahme der Htlfettistung ctfolflt am besten durch Vermittlung der Polizeiwache, Wndengassc Nr. S (Teles, Nr, 24) oder der Polizeiwache am S.Iccrstor, von wo aus die erforderlichen Mannschaften herbcigeruscn werden. Die Mitglieder der SaniUits-Kolonne dürfen nur erste Hilfe leisten und muffen, soweit nicht ein Ant bereits tätig ist, den Verletzten sofort nach Anlegrcng eines Notverbandes einem Arzte zuführrn. Hinsichtlich der Auswahl des Arztes haben sie sich nach den Wünschen des Verletzten oder feiner Angehörigen zu richten. An den nachstehend aufgeführien 5 Stellen der Stobt, die durch Scblldcr mit entsprecbendcr Ausschritt kenntlich sind, wird das zur Anlegung von Verbänden erforderliche Material bereit grtzalic,,: 1. Walltoiftraße Nr 22: Wilhelm Pfeil. 2 Sccterswcg Nr. 56 H.: H. Kraushaar, 2. Neustadl Nr. 33: E Wahl. 4 Schulsttaßc 11 , 2.: Louis Kratz, Gießen, den 31. Januar 1814, Troß herzoglich:» Polizeiac»! Gießen Gebhardt. Belauntmachnns- Becr: Das Atlodc» von Kohlen aus Li- Sttaße, Mit Rücksicht aus di- zutage getreteuen Mißstäude machen wir darauf aufmertiam. daß Kohlen usw., salls Las Abladen nicht innerhalb der Horrrilon beuxrkstelligl werden kann, zwccks Einbringrns in di.- Häuf:: nur aus die Fahrbadn der Straße abgelad-rn wc-deit dürfe» Dir Bürgersteige müssen frei gehalten werden. Dos Einträge» oder Einschöpsen der Kohle» hat unmittelbar nach dem Abladen zu erfolgen. Nach Bcendignng der Alt.rit sind die oerurrieinigten Straßenteile sofort gründlich zu reinigen. Wir erwarten genaue Beachtung dieser Befttm. mungen, widrigenfalls die Schutz», annschast. die mit tleber- ivachung sicansttagt ist, Anzeigen aus Erund der Art. IN »nd 1,2 Los Polizeistiafgefttzes erhebe» wird. (hießen, den 2. Februar 1014 Ereßh.-rzoglich s Poltzeiaml Gi ßen E e b h a r d t. Bekanntmachung. Bcir.: Fcldbereinia.ung Oberbessingen, Niederbessinge», Langd und Holzheim. Aus Erund von Artc!:! io des Feldbrreiniznngs-Eesehe» socd.,e ,ch d:e bet.-ciigi.n Erundeigentümer aus, die Einträge der Eigentums- uns sonstigen Rechtsverhältniff« in den ösfcnt- llchen Büchern, iniaweit sic den bestehenden Vorhältniffen nicht mehr entsprechen, innerhatb einer Frist von drei Monate» bet dcm zuständigen An,!: .chic berichtigen oder ergänzen zu las- scn, damit die 1:'- . r. Rcchisocrhiiltniffe beim Feldb.-rcE »iguicgsveislthr-n berüäjichligj werden tönnen. Fried berg, d?n 17, Janugr 181ch. Eroßb F-ldl-rcinianng-k-mmiffar. Dr, Jan». Kreisamtmann. Bekannimachicng. Fn der Zeit vom 11 , bis einschließlich 17, Februar 1914 liegen aus Großh. Bürgermeistereien Eberstadk während der üblichen Dicnslstunden das Hauptgeldausgleichungsverzsichnis mit 5 dazu gehörigen Derzeichniffen: sowie das Verzeichnis der Entschädigungen sür Zaunversetzungen zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen si cd bei Meidung des Ausschleffes innerhalb der obengenannten Osscnlcgungsfrist schriftlich bei Großh. Bürgermeisterei Eberstadt «inzuieichen, F licdberg, den 29. Januar 1914. Aroßh. Feidbetcinigungslommiffär Dr, Jann, Kreisamtmann, Bekcnintmachung, Betr.: Feldbcrcinigung Mainzlar, In der Zeit vom 7, bis 14, Februar l. I, einschließlich liegt werttags auf dem Dienftzimmer Großh, Bürgermeisterei Mainz. !ar die Unterlage zur Bettcilung der im Feldbereinigung^ v:rfahron ungedeckt gebliebenen Kosten nebst dem Kom- r.iissionsbeschlutz vom 29. Januar 1914 über «ie Kosten und deren Erhebung zur Einsicht der Bcch-il-gttn osfon Einwendungen sind bei Meidung des Ansschlcffes innee- li-t.'t ol-engenannten Op-nl-gungsftist schriftlich bei Großh. Bütgermecsterei Mainzlar einzurrichrn. Friedberg. den 29. Januar 1914, Großh. Fcldbereinigtingskcmmiffär. Dr, Jann, Kreisamtmann, An;!!. AtKllilntm,lchmlgtn dtg Kreijks öiibinqfit. Bckanntmuchuitg. Alle diejenigen, die ihre Erklärung für den Wehrbeitrng käs jetzt nicht abgegeben baben, werden hiermit ausgesordert, die vorgcschriebene Erllärung spätestens bis zum 7. Febr. d. Js. an uns einzusenden. Nach Ablauf dieser Frist sind ivir genötigt, nach den nachstehenden Strasbestiinmiingc» zu Verfahren, . / 8 38 des Gesetzes. Der Beitragspflichtige kann zur Abgabe der Verniögensecklärung mit Eeldstiase bis zu .'-00 • 'l angehalten werden. Dcm BcitragSpslichtigcn, der die ihm nach 8 36 obliegende Verniögenserklärung nicht rechtzeitig abgibt, kann ein Zuschlag von 5 bis 10 vom Hundert des geschuldölen Wchrbeitragcs nuserlegt werden. 8 20. Absatz 3 der AiissührungSbeftimmiuigen. Die Geldstrafe kann solange wiederholt werden, bis der Dcitrngs- pslichlige seiner Verpflichtung zur Abgabe der Verinögen»- erltärung -nachgekomnien ist. B ü d i n g e n, den 31. Januar 1914. Großh. Finanzamt Büdingen. Fresenius. A» die Großh. Bürgernieistercien des Amtsbezirk?. Sie wollen die vorerwähnten Personen, deren Namcir wir Ihnen mitteilcn werden, cntiprcchend belehren »nd Ihnen crfordcrlichenfallZ bei Abfassung ihrer genauen Vcr- mögenserklürung behilflich sein, Büdingen, den 31. Januar 1914. Großh. Finanzanit BüdingM. F r e s c,i i u s.