Ha mmer .29 Hhttroom, öra l. irUranv l*M I. 7 .Jatzrganft r „Urne <«««»,»Ilony- 7, chcint leben SVcrttofl. Acgelmatzlge Beilagen „Crr «aurr an* flrlTra", dm Ageitten monallich 5« Pjg. Hinzu tritt Poitgebühr oder Träge,lohn. Anirigrn: Grund,eile 20 Psg tkrjlillungsort Friedberg. SchriNteitnag und Verla, Friedberg IHeslen). Hanauec,trage 12. „vic üpinMUab«". «e>a,»»eet»: Sei den Pohgiillattkl, vlericlle.qrtieh Ulk. I.« ^ lokale 1 -> Plg^ An,eigen e>,i, ayawätt« «erden sue.h Postiiachnahm,- eiho .» Fernlprecher 48. P«st>che«-e,i Umzug definitiv für den 26. März bestellt. Gros von -edel wird dem Blatte zufolge noch Berlin Überfiedel». TaS bavcrifchc Ministerium beschlost, noch einer Reibung der „Lentfche,, Tog.-szeitung", die Aushebung der , llistnudigkn licrär.stlichcn Hochschule in München und deren lngliederung an die Universität als neuer Fakultät. Gegen den Grasen Miclzhnski, der sich noch immer im AnttsgerichtSgesängnis in Grätz befindet, ist jetzt, nachdem -ne Boiurtersuchung abgeschlossen ist, von der StaotSonwalt- ichase in Meseritz die Anklage erhoben worden. Die Anklage lautet aus Totschlag in zwei Fällen. — Tic „Kölner Zeitung" meldet au» Berlin: Tic Der liandluiigen der Grosiinächtc über den Wortlaut der wegen der Frage der Insel» und wegen Siidalbanicns in Konstan- linobel und Athen zu überreichenden gleichlautenden Mitteilungen scheinen iin günstigen Sinne abgeschlossen zu sein, so M, mit der baldigen Abgabe der Willenserklärung der Groß- »lüchte gerechnet werden kann. — - Tie Ausgaben Frankreich,! für Marotto betrugen im Fohre 1012 rund 271 Millionen Francs. Davon entfallen auf das Kricgsininisteriuui 246Millionen, auf da? Maiineininisteriui» 22 Millionen und aus daS Ministerium deL Aensteren 'st/.- Millionen Francs. — Einer Meldung aus Irkutsk znfolge, erhielt eine englische Gcscllschast von der chinesischen Regierung die Kon- zession znin Ban einer Eisenbahn von Tepnr Tainsn. Ter Linie wird eine große komemrzielle wie auch politische Bedeutung beigemessen. (*>ftnhrl>iing brr hckiilhkn LkloldiinüSliorlagf. Ter Bericht dcS FinanzanSschnssts der 1 Kammer >bc> die BcsoldnngSvorlag« vermag den Beschlüsse» der -Zweiten Kammer nicht beizntrcten. In der Haupts,>ck>c find c» finanzielle Bedenken, die geltend gemacht werden. LS heisst n. a.: Während eS die Zweite Kommet in der Gesamtsumme für die Bewilligung der Gehälter für die Staatsbeamten bei der Anforderung der Grobherzoglichen Regierung beliest, bc- willigte sie über die von der Regierung beantragte Summe hinaus für die Lehrer und Lehrerinnen eilte Summe von 1771*10 K und für die Schulverwalter und Schulverwalterinnen eine solclie von 8500 M. Das Gefell über die Kosten der höheren Schulen, das dem Staat einen finanziellen Effekt von 220 000 bringe» sollte, wurde nur mit einer Einnahme von 186000 verabschiedet. Hierzu kommt noch ein oo> übergehender Mehrbetrag für eine Reihe von Jahren wegen llebergangsbestinnnungen, die eine Summe von .'1000 .H erfordern. Es ergibt sich deshalb nach dem Be- ui liifl der Zweiten Kammer gegenüber der Vorlage der Regle, ung ein Mehrbedarf von 206 000 «#. Ta die Vorlage gegenüber dem Provisorium eine Mehrsorderung von 583000 . II enthält, so ist die Vorlage, wie sie sich nunmehr nach den IVici liit’ini der Zweiten Kammer gestellt hat, gegenüber dem V iorimn 1012 und 1013 061000 .ff teurer. Ter Finanzausschuß der Ersten Kammer steht dann i l t i: .ms drin Standpunkt, das, die D e ck u n g , wie sie die -weite Kammer vorgesehen habe, unzureichend sei, den» ;mm ans dein Restefonds greifen wolle, so sei zu be- . . len, das, dieser Fonds im Jahre 1022 ansgebraucht und -u leine Techiing mehr vorhanden sei. Ein derartiges - ;i »aste» widerspreche einer gesunden Finanzpolitik. Man lauiendc Einnahmen haben, andernfalls treibe das .,„d »nabiveislich einer Steuererhöhung entgegen. TaS fci . ..rnllich dcnii das-allgemeine Kesiihl des Lande- gehe da ,n. das; die Steuerlasten nicht weiter wachsen dürsten, iustcrüei» ici e-S richtig, das, de-" Restefonds unangetastet eilten bleibe, denn nus die schwankenden Eisenbahneinnabmen iir'e inan sich nicht allein verlassen Doppelt bedenttich sei ; 11 i alles, wenn man bedenke, das; die Ttaatsschiitde» abci . l;. um 30 Miltion-ii zugcnonunen und jetzt bereits eine -e »on l'-d Millionen Mark erreicht hätten. Untre diesen Uinständen hält es der Ausichnst für anS- aeict.lossen, über die in der Regierungsvorlage vorgesehenen Vorschläge sur die Verbesserung der Bezüge der StaatSbeam- ?e„ und Lehrer hinaus zu gehen, da für die Mehranfordernn- gen eine Deckung au» laufenden Mittel» fcblt. Tic beion- de>c„ Mel'ibrwilligitttgen der verehrliche» Zweiten Kainnirr gelinder den Anforderungen der Größt,. Regierung bin- i, tlich der Volksschu>lehrer muffen aber auch deshalb abge- i, - , werde», weil diese Mehl an fordernnge n lediglich für di. Volk schnltehrcr allein eine ansterordentliche Ungerechtigkeit ger.riiiibee den StalSbe,unten bedeuten würden. tf iuc Selbstmord Statistik. .I P P Ein sächsischer Slodsarzl hat in, Zusamincn- nge mit der allaewein -n Setbstnioidstatiftik vor allen Din- gen auch die Selviin erde i». oflilwn üir de» Bereist' des Königreichs Sachsen untersucht. Während die allgeinei.ie Selbstmordzisser »ine steigende Tendenz auswies, ist sie I»- wohl im sächsischen wie im prenhisch-n Heere gesiinlen Sie betrug im sächsischen Kontingent im Jahre 1001 n,;;>• Falle, im Jahre 1 011 nur 23 Fälle gleich 0 . 7 , aus da» Ta» scud, Sllion diese Tntsachen dürste» eine Widerlegung d von der Sozialdemokraitc jo hüusig verbreiteten Vorwn-ander Soldatenschinderei in unserem Heere sein, Roch interessanter Werden die Zahle», loruii man die religiöse Zugehörigkeit der Soldaten in Rechnung setzt. Hier liegen Beobachlnn- geu für d,e Jahre 1007 dis 1012 vor. Danach cutsicleu aus 1000 Zugehörige bei den kleinen Sektenverbändeu nur 0 1 Selbstmorde, bei den Evangelisch- Lutherischen 0,31, bei den Römisch-Katholischen 0,37, bei de» Israeliten 0, 10 . bei den Reformierten 0,12 und bei den Dissidenten und Religionslosen 6,05 Selbstmorde. Diese statistische» Feststellungen eines Stabsarztes geben gerade in einer Zeit, welche den Ein stutz der Kirch- und Religion so heftig bekänwft, zu denken. Der Statistiker selbst führt die höhere Selbstmordzisser der Israeliten teils ans den zunehmenden Abfall iioin Glauben der Väter, teils auf die Häusigkeit nervöser Eekranl. „gen 'unter ihnen znrnck. Tic erschreckend hohe Selbstniv.dzabl der Dissidenten, die etwa zwanzigmal Io grotz ist wie bei den Lntlierischeii und etwa süiifzchnmal so groß wie bei den Israeliten, zeigt die inneren lGefahren des Abfalles von der Religion. Koalcrant ve and Jeatrma. Die ..Schlesische Dolkszeitnng" schreibt: „In der letzten Zeit sch inen Konservative nnd Zentrum nicht so zueinander zu stehen, wie eS m beiderseitigem Jntceessc erwünscht wäre: denn darüber kann und darf kein Zweifel herrschen, daß es nach wie vor eine ganze Reibe von bedeutsame» politiiche» Frage» gibt, in denen Zentrum und Konservative znlaimiicnarbeitcn müssen, soll nicht das gesamte Volkswohl erbeblich»cn Schaben leiden, abgesehen davon, daß sich auch ein großer Teil der beiderseitigen Vrogrnmmpnnlte nur dann wirksam nach antzen zur Geltung bringen läßt, wenn l>eide Parteien die gegcnieitige Fühlung nicht verlieren. Damit soll keineswegs gesagt sein, das; nun einer Partei keine Kritik an der anderen mehr gestnttef sein solle. Unsere eigene Haltung würde nnS Lügen strafen: denn ini vergangenen Sommer haben wir »ns mebr als einmal in Sachen der Vermögensznwachsstener mit den Konservativen grnndsälllich anSeinandersetzen müssen. Wir wüßten auch nicht, iniviefern die? Istraden sollte, wenn nur zwei VoraiiSletzunaen dabei ersüllt sind: die Größe nnd Bedeutung des Lbsekls und die ruhige Sachlichkeit in der Form der Polemik. DaS ist aber eine conditio sine gua non. Es hieße Selbstzcrsleischung treiben, wenn zwei Parteien, denen gemeinsam io der Haß des ganzen Rndi- kalismnS gilt, sich wegen Kleinigkeiten bernnlzanken wollten, nnd erst restit wäre es töriclit und schädlich wenn dies in einem nicht würdigen Tone geschehe» sollte. Wir dürfen eben nie vergessen, daß die last - »den Dritten stets ans d-'r Lauer liege» und daß nur Sozialdemokraten »nd Liberale den Rn.i.-n davon bab.v, v-enn Zentrum und uservat: e j ä, aegenkeil-g 1 u v iäsern." Wir können diesen Anc-stibrmigc-n in der zsan'-tsache nur zusri - inen. Ja (Voiles Aamen Domben! Unter dieser Neberschrist liest in de»- Pasl": „Paul läöbre, einst Pastor. I;t Sozialdemokrat und ReichstogSabgeordneter, l i» am 23.-Januar in Witmers- dors Über Soziatdei krat-e --nd .O-.stienanstritl ge- spracl-z-n. Ich habe ihr , 511 m eritemnale gehört Mein Geiamteindriich war: d.-r rstile Demagoge, sowohl in der wshlberechneten Errrgung in.» Iluisct meichelung der Volksinslinkte wie in der ausb llerischen Tendenz. Einzelne Schlager: Zehutausende von sterbenden ^änalin- gen, ein Meer von Jamtner, Wohnungsnot Hunger» löhne, kapitalistische Auc-br-utnng. die >iirä>e tut ober nichts! (Pfui!) In sein-m Wahlkreis herrscht da-- grötzle Elend. Di- Kirche-nale-! n läuten, abrr keiner der Hrrrcn der Kirche rührt auch mir ei.ic» Finger! (Pfui!) „Wir wollen u»d werden :i»Ier Ziel erreichen. Rieder ■■rit drin verruchten Ranbritlertuni de- Krautjunker! tsortistimol): geht es »ich! ii» f'-iilcn, dann wer'I in Fürwahr eine respektable Lciit -ng >->r einen cbrnialigen Pastor!" Bratscher Reichstag. 20-1. Sitzung von« 0. ^ebrnar, 2 Uhr. ?fu: Dr Delbrück. Pr.'ndt'nt Dr Viacuipl eröffnet 2ito»tnn mit b<*r ^iit* triliinn vom 8 tHiü™ V- Ahn Prenß k.ZenIr3 »nd fährt -ml: Wetche Cl’icr n Meinenleden die R'atnrg,i:>>>Itc., me- d rn. -bei: ini, erst am r . mstag geh len. Und IUI» ist stürmische» '?> 'cht a» de , >, Ule Englanüs -.erichcilt, und 10 b „:>e _ vlnilo hg!>.», mit ihre,., .Kgpitäi, den Leenkuinstcd dabei i-,ejii„de„. Aber trotz aller Mi,„.eschieke nnd Wide»- »»iide sä leitet die Kultur nnüni!-alt'gii> fort. Tie fcaillu i Sirt'iiif tot in dielen Tagen wieder ErstaiinIictieS geleistet nnd Beweise ihrer Tüchtigkeit „nd Zuverlässigkeit erbracht, enis die stolz zu sein, wir alle Ursache haben. Jüngst hat der -Kaii-, dem PrSstdrnteu der Bereinigten -,? -i,-n ans ; tu» drahlle je» Wege rin Begrüsi»ngSteIeg>-,»»i» llberjanüt. Gewalts.,.- Entfernniigcn sind damit üd.-rbrü-kt. Länder , Völker in früher nicht geahnter Weise einander näher gebracht worden. Ferner ist ein großes deutsche« Werk am 1. Febr. pcllendct Ivordcn: die tistrissvitz.- der ostasrikanischen Bahn hat ibrr» Endpniitt erreicht, lind in wenige» Monaten wird die Eisendah» von Dar e» Talam dis Tangasika siibien. Man wird diese Strecke in 2 Tagen diirchreisen können, >oo- lii man früher mehrere Woche» branäitr. Ich glaube, in Ihrem Rainen zu spreche» »-um ich der Freude über die Dolleudnng de» bedeiltungsaollen Werkes Ausdruck gebe. (Beifall.) Ich werde dem Reich koloniatamt, das an diesein Werke in krnfwvller Weise mitgearbeitet hat, den AuSdrixk der Freude de« Reichstag« iibermiitesu. Wir verirauen i-a» rauf. deiß die nunmehr volleiidete E ienbah» ein Niächtil ei Hebet sein wird zur FörderiMg der Kultur. kErneuter !-.d> haste r Beifall.) Aus der Tagesordnung sieben kurze Aiisragcn. Abg. Gothci» iForti'chr.) fragt: ZritungSitachriehicn zu« folge ist rin wirksames Heilmittel gegen die Maul- lmb KIailenlcilch>e entdeckt. Hat der.Reick,.uänzler dessen Priisimg veranlaßt »nd ist er — falls diese den behaupteten Heillve-ri bestätigt — bereit, das Mittel fiir das Reich zu erwerben und cS den dentschz-n Viehhaltern gegen Erstattung der Selbstkosten überall zur Verfügung zu stellen? Ministerialdirektor t>r. v. JonequiärrS: Dem Hc>rn Reich- ' nizlcr ist bekannt, daß die Herren Professoren >>r. Brieger niid Chemiker 1 >i-, Krause ein chemisches Präparat hcigestcllt habe», das »ach ihren Angabe» in cinzelnen Fällen vo» Maul- nnd ttlaiirnsenche gute Erfolge gezeit-gt hat. AuS den bis jetzt verössentlick-te,, Ergebnissen lässt „ch ein abschließendes Urteil über die Brauchbarkeit des neuen Mittels nicht gewinnen. Tie RcichSverwaltiing wird iTir Augenmerk nnf die weiteren Versuche richten und sich mit dem prenßitchen LandwirtschistSminister in Perbindnng sehen. Z» Erwägimgen wegen Erwerb de« MitelS bat bisher, zmnal cs vo» der Fabrik erhältlich ist. rin Anlaß nicht Vorgelegen. Abg. Kuncrt (§oz.) fragt an. wie weit die versproel »>e Te-nllchrist über die Vereinsachmig der Verwaltung deS Heeres, inebesondere der Ariileeintciidantnr gediehen sei. Oberst Scheuch: Die Beantwortung und Srl>d»-iing einer lolck>en Ansrage ist zur zeit nach nicht niögl-ck-. Sie wird bei Beratung des Milstäre-tatS erfolgen. Tie Abgeordneten Or Müller Mriningcn nnd Oi- v. Lif-t kFort-el-r.) fragen an: Ist zu erwarten, daß dein :>> n- ?* tage in dieser Sess-on ein Gesetzentwurf zur Bi-sritigimg i -c sch: rcn Sehäden vorgelegt werden wirb, welche der G,,u>d« kiel»! durch die übermäßige Erstreckung der Fristen säe die Wirkung von Mtclzcisionrn in den Fällen der SS 112t 21. G. B. und 57 Zlvait« »eistkigeriing- gefetzeS erleidet? Direktor im R ichSjnstizzn'f Tclbrück gntworlet, daß rin kiitspreeßender G>sctzenlw»rs bereits ausnestellt ilt un a>-.» bold dem Biindesrat vorgelegt werden wirb. Die Linzelberatung des Eiais dcr Reichsamt« dcs Juacrn id beim Kapitel Fördern»» der Teesllckerei k'OOla*! 7)' l ieicfeUt fffrj Rv-ste . 7 . . Trotz t --- gre-ßen Ansichli-nngeL der id-lcniM-orci g Iingl es 7 r lmnicr noch r äst. das Volk mit lesisckke» genügend zu reeiorgen. a-ie Fil-k-- ii-il-nscn lNüstui rine-hrt werden. In, Aibcit.-veibnttnijle hc-rrfckdll gli->« itzsiände, die lioix: lliisaäziliun im Gefolge haben. -ich^i»ilclstütz»n»>d m nalionaltibrralen Anträge einverstanden. Bei igenden Bedarf dcr Pevölke-rnng an Sreflich» wird >»el- ckit die driillche Hochferfischz-rci dc» Bedarf nick't decke« »nen Aber wir find der Fisckic>ci jeden Schutz schuldig e der Landwirtschast: ist fie dock, fchtießtich aml- e,.i atuck r Landwirlfchafl. tHeitcrkcit.) I» ii-'-.d-» ">utz ,e Station errlckltet werden. Tie jchwere A,I >t a<» -l«K r iif; auch angemrjjen rntlobnt werden «Bei soll r.-ck t - Abo 1>r. Strnvc iForttchr.): Auch wir »d -,.r - -^c- m. 29 $fiü 2 Hebung des Reick,szrrscknsses. Auch für die Arbeiter muß gl sorgt werden. Die Fischer müssen niehr Land erhalten. Abg. Freiherr v. Nichts, äsen (uatl.): Eine Erhöhung der S, minie muh unbedingt geschehen. Früher wurde die Hülste der Summe für Kermgsfischerei verwendet. Jetzt ist diese Teilung leider aufgegeben worden. Das bedeutet eine Verschlechterung der Sachlage. Wir dürfen seht nickst Nachlassen iin Schutze der Seefischerei. Ministerialdireklor Dr. v. Joncquidres: Was im Rahnren des Etats zur Linderung ddr Sturmschäden geschehen kann, soll geschehen. Aber es ist nur in beschränktem Um- fange möglich. Tie cmsgcworfezien Mittel sind grundsätzlich für Förderung der Fischerei zu verwenden. Was außerhalb dieser Förderung liegt, ist Sache der Landesregierung. Ob eine Erhöhung im nächsten Jahre möglich ist. bängt von den allgeineinen Verhältnissen des Etats ab. Die Kolonialfischerei wird durch den Kolonialetat geschehen Tie Verhältnisse in der deutschen Fischerei haben sich sehr gebessert. Für die. .Heringsfischerei war das letzte Jahr ein Rekordjohr. Wenn auch die Arbeitsverhältnisse nicht ideal sind, so muß inan doch sagcn, daß cs unseren Fischern nicht allzu schleckst geht. Nach weiterer kurzer Erörterung wird der Titel bewilligt. die nationalliberalc Resolution, die Summe in Anbetracht der llnwettersckiäden uni den Betrag des Schadens zu erhöhen, angenommen. Beim Kapitel Seemaiinsheimc wünscht Abg. Med er Herford lnail.) weiteren Ausbau der Sce- »uannsheinie. die ein Hort des Deutschtums im Auslände sind. Abg. Sivkovick, (fortschr.): Auch wir wünschen eine veitere Stärkung dieser wichtigen Einrichtung. Das Kapitel wird gcnehniigt, ebenso eine Reche weiterer Zapftet. Beim Kapitel Rcblansbrkämpfnng wünscht Abg Pcirotes (Soz.) eine Mildcriing in der Handhabung de? Reblausgesetzes. Eine größere Spezialisierung erscheint notwendig. Ministerialdirektor I>r. v. Jonequidres: Es hat eine Versammlung stattgefunde», an der sich die beteiligten Kreise und auch Mitglieder des Reichstages, soweit sic Weingutsbc- ffher sind, und Vertreter der Negierungen über olle diese Fragen unterhalten haben, die hier Gegenstand der Be- cbwerden gewesen sind. Auf Grund de? Ergebnisses dieser Verhandlungen ist dann von Regicrungsvertretern unter Zu- .iehung von Sachverständigen im Oktober weiter darüber 'erhandelt worden, inwieweit die Bestimmungen des Reb- l.nisgesehe? einer AeNderung zn unterziehen sind. Diese i^erhandlungen sind zu emein gewissen Abschlüsse gelangt. Es isr nur noch über den einen oder anderen Punkt eine weitere Erörterung notwendig, die in der nächsten Zeit ftatt- sinde» soll. Sobald diele technischen Erörterungen abge- chlossm sind, werden die Bundesregierungen init einer ent- ipreckienden Vorlage befaßt werden. Nachdem der Deutsche Weinbauvcrband Gelegenheit zur Aeußcrung genommen haben wird, wird nächstens wahrsst^inlich eine neue Vorlage an den BundeSrat eingeöracht werden. Abg. l>r Hncgn (Elf.): 5 Millionen Mark sind in Elsaß- Lothringen zur Bekämpfung der ReblanS vollständig fruchtlos ausgegeben Waiden. Frankreich hat bereits die AnSrvt- st-ng verseuchter Meinbei ge als nutzlos aufgegeben und lediglich seine Reben ans amerikanischer Grundlage rekonstruiert. Abg. Bcckcr-Hrssen (nntl.): Wir wünschen, daß am bisherigen Gesetze sestgehalten wird. Nach weiterer kurzer Erörterung wird das Kapitel ge- uehuiiat. Mittwoch: VereinSgesetzantrag Schluß: 6 Uhr. Ans dem !>eH. Landtag. Zweite Kammer. In der gestrigen Sitzung d:s Fiuanzausschusses der Zwei- i Kammer wurde von Setten der Regierung die Absicht mit- . >lt, in Kapitel 12. Steuci usm., als Einnahme einen Mchr- ag »UN Alt. 900 000 in da? Budget ernzustellen, da die Er- niste der Veranlagung ein solches Mehreinlommen der iKuct rechtfertigen. Von dieser Veranlagung sei selbstverständlich das Ergebnis der Wehrstcuer nicht berücksichtigt und seien ci« hierüber in der Presse gemachte» Veröffentlich'wgen llinich- üg. Eine Darlegung über die wirtlichen Ergebnisse der Wehr- sicer laste sich erst im Laufe des Februar ergeben. Richtig sei dagegen, das, in Folge der neuen Veranlagung bei der Gemeindesteuer in Folge des Gemcindestcuerges-tz.'nt- murfes in dem ganzen Testenlande eln Mehr von 203 Millionen Mail fcstgestcllt wurde, sodaß wohl im Laufe des Jahres sas Gefamtvermögeu in Hessen sich auf 5 Milliaiden Mart berechnen wird. Dann wurde noch der Restefonds eingehend besprochen, der ü>m ersten Mal im Jahre 1012 durch Uebcrschüsse aus dem dr.hr« 1910 in Erscheinung trat. Man kam z» der Anschauung. :r dieser Restefonds leineswegs eine abgeschlvsten« Sparlaste ulldcn, londcrn durch weliere Zuslüste veisiäilt werden lall«. Zn den lctzlen Jahren habe sich gezeigr, daß trotz der Bestreitung der Kosten süi die Bisoldungsvorlage noch erhebliche Beilage in diesen Rcsiefonds abgeführt werden ksnnien. Es stellt sich deshalb die llcbersühiung in den Rcstcsonds als eine dauernd« -eraus, weshalb damit auch dauernde Ausgaben bestritten wer- konnten. Eine eingehende Aussprache erfolgt« dann übei :>rn Ausglcickrs- und Tilgungsfonds, der eine Höh- vo» 8 Mill. Aark eireicht und 1013 noch einen ll-berschuß von 782 271 Mark »geben hat und für den im Jahre 1914 voraussichilich ein rvel- erer Ilcbeifchuß von 2 Millionen 485 016 Marl vorgesehen ind. Die Regierung wies daraus hin, daß im Jahre ISIS vor, rnsstchtlich ein Ausfall an Stemprlfteuer von etwa MI. 438 000 üntrete, da dieser Betrag an das Reich fall«, es wird aber im Asfchuß daraus hingewiesen, dag di« Siempcleinnahmen, weiche im Jahre 1912 die Unterlag« zur Besoldungsordnung gaben, «in westntlilb höheres Eraebnis als veranschlaat. baite». 9ltut Tageszeitung, llttittwoch, otn 4. Februar 1814 Bei Kap, 10, Stvatseifenbahnen, macht die Regierung daraus aufmerksam, daß der Ueberschuß von 1913 mit 551 000 M. für 1913 noch nicht feststehe, da die Eisenbahneinnahmen im Rückgang begriffen seren. Der Ausschuß weist aber daraus hin, daß die wirklichen Betriebsergebnisse in 1912 18 587 119 Mk. ergaben und rechtfertige es sich sonach für 1914 den Betrag von Mk, 17 994 000 im Voranschlag einzustellen. Das Ministerium hält demgegenüber, daß der Vetriebscoesficient in bei, letzten Jahren ein« Steigerung erfahren Hab« und damit die Ergcb- niste vermindert wurden. Es wird dann noch Kap. 37 und 38, Landesuniverfität und Trchn. Hochschule in Darmstadt, besprochen. Erster« gibt 5» B merk» „gen keine Veranlassung, während bei der Tech». Hochschule ein Einnahmeaussall von Mark 10 000 an Studicngelder beachtenswert ist. Rach Ansicht der Regierung ist der Rückgang der Frequenz, der im Sommer- jemcster 1904 noch 1804 und 1913 1230, im Wintersemester 1904 1834 und in 1913 1300 betrug, zunächst auf den allgemeinen Rückgang aller Tech». Hochschulen und dann aber auf die uer- schärsten Aufnahme- und Abgangsprüfungen der Ansländcr zurückzuführen. Von 1015 ab werden zu den Schlutzprüfungen nur noch Studierende mit achtilafstgem Enmnasialbefuch zuge- lastcu. Die Qualität der ausländischen Studenten habe sich gebessert. Die Wirtschaftliche Vereinigung der Zweiten Kammer tagte gestern Mittag und beriet zunächst das Kap. 74. Landwirtschaft. Cs wurde bcschloffen, die von der Landwiitschofts- kammer geforderten Beträge einstimmig zu unterstützen. Es wurde weiter beschlossen, jede wettere Belastung der ländlichen Bevölkerung durch Erhöhung der Gebühren für die Kreisver- mefsuugsgeometer abzulehnen. Die im vorigen Jahre vo» der Ersten und Zweite» Kammer beschlossene Mehrforderung vo» Mk. 5000 für Hutwcidcn im Vogelsberg soll nach einstimmigem Beschluß wieder gefordert werden. Zu der Deamtenbesoldungsvorlag« hat sich gegen den früheren einstimmigen Beschluß der Zweite» Kammer keinerlei Einwendung erhoben, es wurde einmütiges Festhalten empfohlen. ^ngesiiderckcht. Drilliches Aelch. :: Das Kranpr>nze»paar beim Reichskanzler. Der Kronprinz und di« Kronprinzessin weiden, wie der „Deutsche Kur." erfährt, im Laufe dieses Monats an einem Esten teilnehmen, dar der Reichskanzler Herr v. Bethmann-Hollweg gibt. Man schreibt dem Besuche des Kronprinzen beim Reichskauzler ein« große Bedeutung zu, da durch die Teilnahme des Kronprinzen gezeigt werden soll, daß zwischen ihm und Herrn v. Bethmann- Hollweg all« politischen Mißverstündnisse endgültig beseitigt sind, di« vielleicht noch von der Lösung der Welfenfrage und von der Kronprinzende pefch: an den Obersten v. Reuter zurückgeblieben waren. Jedensalls hat die Art, wie Herr v, Bethmann- Hollweg den Kronprinzen gegen die Angriffe der Sozialdemokraten im Reichslage in Schutz nahm, sympathisch berührt, und die letzten Mtzßstimmnngen beseitigt, — Am gestrigen Abend wohnte das Kronprinzenpaar einer Soiree in der englischen Botschaft bei, :: Landung deutscher Fliegerosfizlere in Frankreich. Wie die „Liberte" meldet, sind gestern vormittag gegen halb 11 Uhr zwei deutsche Fliegeroffiziere mit einem Doppeldecker unweit Lnneville gelandet. Beim Anfsetzen aus di« Erbe wurde der hintere Teil des Flugzeuges zerstört. Einer der Ofsizier« begab sich sofort auf das Bürgermeisteramt des nächstgelegenen Ortes Eroixmar« und bat um Hilfe. Auf telefonische Benachrichtigung der Militärbehörde von Luneville begaben sich Zwei französische höher« Offiziere an Ort und Stelle des Landungsplatzes, um die Aussagen der Offiziere zu Protokoll zu nehmen. Diese erklärten sie seien gestern früh von Straßburg abgeflo- geu, um nach Metz zu sahren. Sie veiloren aber im Nebel die Orientierung. In der Näh- von Saarburg folgten sie den Schienensträngen, versehentlich jedoch in der falschen Richtung nach Luneville. Als sie ihres Irrtums gewahr wurden, halten sie bereits die französische Grenze überflogen und schritten sofort zur Landung, die mit einigen Schwierigkeiten verbunden war. Der Apparat stieß mit voller Wucht aus de» Erdboden auf, sodaß das Hinterteil zerbrach. Croizmare ist 6 Kilometer von Luneville entfernt, :: Das Urieil im Marinespionagcprozeh. Gestern nachmittag sprach die 5. Straskammer des Landgerichts Berlin 3 das Urteil gegen den Korvcttenkapiiän a. D. von der Goltz, jetzt Angestellten der Rheinischen Rketallwareiesabrik A.-G. Ehrhardt u. Eo., der sich wegen Beirats maritimer Gehrimniste zu veraniworteu hatte, v. d. Goltz wurde auf Grund der Paragraphen 2 und 4 des Reichsgefetzes vom 3. Juli 1913 zu 3 Mo- naien Festungshaft verurt !lt, wovon ein Monat auf die Untersuchungshaft eingerechnet wird. Die Verhandlung fand vorgestern und gestern wegen Gefährdung der Staatssicherheit unter völligem Ausschluß der Oesfenllichkeit statt, nur das Urteil und die B.giü.rung wurden in öffentlicher Sitzung verkündigt. Bus der Begründung, die der Vorsitzende Landgcrichtsdiickior Scelcrt gab. geht hervor, daß der Angeklagte von einem ihm befreunde i«u Korvettenkapitän, der deshalb vom Marinekricas- gerich! bestraft worden ist, «ine Anzahl geheimer maritimer Ding«, unter diesen Dcrschlußuorfchristen erhalten und seiner Firma mitgrteilt hat. Bei der Sirafzumcssung ist eiwagen worden, daß di- Firma Ehrhardt wohl die größie Vorsicht hat walicn lassen, daß mithin wesentlicher Nacksteil nicht eingrire- !«» ist, immerhin lag hohe Gefahr sür de» Staat vor. Der 'Angeklagte Hütte euch als ehemaliger Offizier wißen müssen, daß er dies »ich! durste, und daß sein Freund und Gewährsmann zum strcnrlten Stillschweigen über diese Dinge verpflichtet war. :: Deutschland, England und Portugal. Tie „Wiener Allgemeine Zeitung" nuldei von besonderer Seite ans Paris: In hiesigen politisch«, Kreisen > »erden die Vorgänge in Portugal mit großer Aufmerksamkeit und Spannung vcrsvlgt, da man hier unteniehict ist, daß das deutsch-englische Ab- komuien über die pLetirgiesischen Kolonien knapp vor dem Abschluß siel>! und daß cS von der Entwickelung der Dinge in Porlugal abhängt, ob der Territorialbelib der Portugiesischen Kolonien jetzt schon an Deutschland und England übergeben wird. Das deutsch-englische Uebereinkommen besagt, dal Deutschland und Englnnd sich dahin geeinigt haben, die Poe tugicsischen Kolonien in Interessensphären wirtschaftlicher Natur zu teilen und zwar soll, nach dem Vertragsentwurf, Deutschland die portugiesische Kolonie Angola an der West küste Afrikas erhalten. Von dem portugiesischen Kolonien' besitz in Ostafrikn fällt Lanreneo Mnrgnes mit einem Teil von Kocnmbigue in die englische, der andere Teil von Köcam- biquc in die deutsche Jnteresscnspbäre. Gon in Indien wird zur englischen Jnt°rcsscnsphäre erklärt. Weiter sind Deutschland und Englnnd übercingekoinnren. daß für den Fall, nlS es sich Herausstellen sollte, daß Portugal unfähig sei,' die Kolonien zu behaupten, eurs der Teilung in Interessensphären eine materielle Teilung der portugiesischen Kolonien werden soll, das heißt, Angola und ein Teil von Kocambique wür- den deutsches Territorium, Lnirrenco Marques mit dcnr 7m- deren Teil von Kocambiane und Goa englisches Territorium werden. England ist vor allem darum zu tun, nicht neuen Tcrritorialbcsih zu erwerben, als durch Beherrschung der Telogoabar bei Lanreneo Marques seine Stellung in Süd asrika wesentlich zu verstärken. Die Verhandlungen zwiscste» Dcirtschland und England sind soweit gediehen, daß ein Scheitern derselben als ausgeschlossen gelten kann und man ihren Abschluß in der allernächsten Zeit entgegcnsieht. Frankreich. :: Dlstanzritt französischer Rejerveofsizlere. Das französische Kricgsminrsterium hat einen Distanzriit von Biarritz nach Paris für bj« Reserveoffiicre der sranzösiichen Arn-ee ausgeschrieben, der in der Zeit vom 11. bis 22. März stottstnden soll. Für die besten Leistungen sind Preis« im Gesamtbetrag« von 15 000 Francs ausgejetzt. Di« Dauer de; Rittes wird den Offizieren als llebungszelt angerechnet, di« auch während dieser Zeit Marschgelder beziehen. Vom Balkan :: England und die »lbanijche Frage. Wie der „Temps" aus London meldet, hält man in dortigen maßgebenden Krellen angesichts der nachgiebigen Haltung Estad Paschas die Entlen düng mehrerer Kriegsschiffe >n die albanischen Gewässer n!ch> mehr sür erforderlich. Dagegen wird die Forderung einer Ja ternationalisierung der albanischen Bank mit allem Nachdruck vertreten. Man ist sogar dafür, daß die internationale Koa trollkommisfion di« Ausgaben der Bank auch nach der Ankunft des Prinzen zu Med in Albanien überwacht. Vereinigt« Staaten. :: Die Abstimmung über die Einw"nderungsbill im Reprä, sentantenhaus. Bet der Beratung der Einwanderungsbw stimmte das Repiäsentantenhari» der vorgeschlagcnen Bildungsprobe für Einwanderer mit 173 gegen 120 Stimmen zu. Es wurde eine Klausel hinzugefügt, welche di« Einwanderung der Mongolen, Hindus, Malayen und Afrikaner verbietet. Dt« KlanZel wurde mit III gegen 99 Stimmen angenommen. Da» letztere Botum ist besonder, bezeichnend, da Wilsons Freund« entschieden gegen den Ousatz auftraten. !>it ^kichstayserlMahl für Wendnrg-Krhl. Der angeblich nationaliiberal, in Wirklichkeit freisinnige Abgeordnete Kölsch batte sein Mandat deshalb niedergel-gt. iveil es sonst für ungülEg erNärt worden lväre. Bei der gestrigen Ersatzwahl erhielt vr. W i r t h (Zentr.j 12 26b Stimmen, Kölsch (Rotbloekj 9616 und ein Sozialdemokrat 3032 Stimmen. Es hat demnach Stichwahl zwischen Zen' trum und Notblock stattzufinden. Bei den allgemeiner Wal,len entfielen auf das Zentrum N 615, auf den Rotblock 6962 und auf den Sozialdemokraten 3705 Stimmen. Zew trum und Rotblvck haben demnach je etwas über 600 Stint- men gewonnen, während die Sozialdemokraten so viel verloren haben. Diese Erscheinung ist erfreulich, unerfreulich ist es dagegen, daß die Bauern des Hanauerlandes einem Mann, wie dem freisinnigen Stadtrat Kölsch ihre Stimmen geben konnten. A«s der Ljeiinal. * Friedberg, 4. Febr. Die Maul- und Klauenseuche herrscht fort in Rumpenheim, Kreis Offenbach, und in Riedci-Wöllstadt Kreis Friedberg. * Friedberg, 4. Febr. Ein« Stadtvcroidneiensitzung findet am Donnerstag, den 5. Februar, nachmittags 5 Uhr mit fol. gender Tagesordnung statt: 1. Beipflichtung der wiedcrgewähl- ten Beigeordneten. 2. Verpflichtung der w!«dergewähl!-n Stadtverordneten. 3. Baugefuche. 4. Benennung einer Stieße. 5. Gefuck-e um Erlaubnis zur Anbringung von Rellameschil- dern. 0. Befestigung eines Feldwegs durch die Firma Gustav Schwarz u. Söhne. 7. Einrichtung eines Raumes für Uniform- stücke des 3. Löschzugs der Feuerwehr. 8. ?ln- und Berkauf von Gelände. 9. Erlaß einer Polizelverordnung bezügl. der Kreis- straße nach Bad Rauheim. 10. Haswslichtversicherung der Stadt. 11. Besteuerung der Polizeihunde. 12. Anleihe pro 1912. 13. Berwendung von Militäranwärtern im städtischen Dienst. 14. Mietszuschuß an verheiratete Unterofjizier«. 15. Mitteilungen. 10 Rotstandsarbeiten. 17. Reuivahl der Mitglieder der Aus- fchüst« und Deputationen. * Friedbrrg 4. Febr. In ganz Hesten haben wieder einmal Falschmünzer falsch« Zwanzrginarkstückc an den Mann gebracht, ohne daß cs bis jetzt gelungen wäre, ihrer habhaft zu werden. Das Reuest« an falschem Geld sind falsch« Zwanz-üma.lu':.-. Sie tragen das Bildnis Kaiser Wilhelms II., das Mün,z:ichen A. und die Jahreszahl 1890. Sie fühlen sich fettig an, sind dünner als echte Doppelkronen und haben ein Mindergewicht von 2 Gramm. Der klang der Münz« ist gut. Die Bildseite hat das Aussehen, als wenn sie mit Säur« geätzt worden sei, obwohl die Prägung des Bildnisies selbst äußerst scharf und gut gelungen ist. Die Inschrift auf der Bildseite dagegen, ebenso wie das Münzzeichen A sind sehr undeutlich geprägt, wie auch die Adlerseite ein verschwommenes Assehen hat. Die Kennzeichen der falschen Goldstück« sind bei «iniaer Slulmert- Ne. *» Seite & femttii leicht zu benwrten, sodast «, nicht schwer sein dürfte, sich vor Verlust zu schützen, * Friedberg, I gebt. (Schössengcrichr). (Sin Maurermeister ron Södel hat den Ctraßenwärier Schlottner von da in An». Übung fein«, Berns», beleidig, und ist derhaib wegen Beam- tenbelclvipun, angckkigi. Es lom »in vergleich zustande. w». nach der Angeklagte die «osten trägt, di« Beleidigung n-.it B«. dauern ?urücknimmt und an de, Sttastenwärlerverdond Fried, berg IN Mark Duste befahlt, — Wegen verbotenen ftlücksspiel» auf der krirchweihe zu Melbach erhielt ein Taglöhner von hier tb Mart Geldstrafe — Am Sommer 1912 fand in Rodheim eine Schlägerei statt, wobei auch «in Maler von Frankfurt ol» Täler in Betracht kam. er aber damals nicht zu ermitteln rvar. Nachdem gegen die übrigen Beteiligte» brerit» früher verhandelt wurde, wurde gestern gegen den nun ermittelten Maler wegen Körperverletzung auf «7ne fteldftros« von 1b Diark er- könnt, — Ein Dienstmädchen in Burgstädt IBaqern) ist wegen Diebstahl: angeklagt: ste Hot beim Dienstaustritt ihrer Kerl- ichaft in Ariedber, ein« goldene Uhr mit Kette und austcrdem erner Freundin 1b Mark entwendet, iveshalb pe in ein« ft«, samtgefängnisstras« von 18 Tagen verurteilt wird, * Friedberg, 4. Fehl, Dir Direktion de» hiesigen Eeirtrak- theater» ha, bei der Zusammenstellung des Programms für die Feit vom 4. bi» 9 Februar wieder einmal gezeigt, dost da» llnternebmrn auf der Höhe ist und ollen modernen Anforder- ungen entspricht. Die Direltivn weist sich auch den Verhält. Nissen anzupasien, denn Pc hat es sich nicht irehnwn lassen, einen erstklassige» Film, der sich „Hinter der Maske" betitelt, zu erwerben, der «Ist das Pnblilum «ine groß« Anziehungskraft au» üben wird. Dies Drama geben wir auszugsweife wieder: ,,Hs- lene Wamo di« im Leben viel Unglück gehabt hat, wird voa ihrer Freundin Johanna Frank, die reich verheiratet ist, ober ,n kähmunorrrschernungen leidet und dadurch am Haus gefef, seit ist, al» Lesetisch afterin engagiert. Schon kurze Zeit nach dem Antritt ihres Dienstes enispinni sich zwischen ihr und dem ftotten Johrnnes ein Liel>e°»crhältnis, das von beide» Seiten mi, grvster Borficht vor Johanna geheim gehalten wird, C« geUngt den beiden or>ch, Johanna in ein törichtes Vertrauen ein?«wiegen, bi» eine» Tnges d>» Katastrophe eintritt, Johan. ne» ftaiie bat mit Helene anf einem Maslenball «in Rendezvous verabredet. Da fühlt Helen« im Angesicht der kranke» Freundin plötzlich ftcwisicnsbiflc über ihr« unredlich: Handlung und st« biribi dem Mo-stenieste fern, Johanna siihkte sich an diesem Tag« wohler al, sonst «nfc fa beschlicht sie, an Helen«, Sie«« uad in deren Moslnlaftüm da. Fest zu besuchen. Als sie aus dem Masieufeste erscheint, hält st« ihr Mann für .Helene, Nüfteri Ihr Liebeswvrie zu und küstt sie, wodurch I». b«,ina alle» erfährt und im Schmerz über den Betrug ihre» llaene» vom Schlag getroffen wird". Herrlich und packend w.rtt diese» Drama uad ist der jetzigen Faschingszeit angepastt. Auch da» übrig« Programm wird Beifall finden, * Rieder stsoobnch, 4. Fcbr. Dia gestern abgehalwne Ja,,dvrrpachttzng wurde nicht geiiehinigt, da 1300 M weniger nelwtea wurden. o\i da» lebte Mal, sodast noch einmal eine Ver>"si,inng ftattfindru must. * Staden, 4. Febr. Am lebten Sonntag Abend feierte der hiesige kriegerverein i» der Wirtschaft von Gurtt, bei dicht b-sebteni Saale Kaisersgeburtstag. Kegen Vß Uhr begriiszie der Vorsitzende des Vereins in einer kurzen Ansprache dir Erschienenen und brachte das Kaiserhoch aus, worauf gemeinsam „Heil Dir im Siegerkranz" gesungen wurde, Nachdem Fräuleiu Dauch einen Prolog gesprochen batte, wurde unter Lrilnng des Herrn Lehrer Jost, mit drr Auffülirnng inebrcrcr geeigneser Theaterstücke begonnrn, I,«eiche sämtlich als wvlilgrlungrn bezeichnet werden konnten. In einer Zwischenpause ergriff Herr Pfarrer Sattler das stiert und brachte ein Hoch miss graste denifchc Vaierland >u#. fjimi Schlust wurde noch ein Tänzchen veranstaltct, reich«« die Festlrilnkfnner noch bis zur späten Nachtstunde n angeregter Weise beisammen hielt. Allen denjenigen, welche zu dein Getingen dieier schönen Feier beigciragen habe», tri auch au dieser Stell» herzlichen Dank gesagt. * «.'ungen, 1. Febr. Unter zahlreicher Beteiligung von uier und auswärts wurdr am Sountag nachmittag Wachtmeister i. P, Kupka.ein Kriegs Veteran von 1870 71 mit mW* I,irischen Gören zur letzten Ruhe brsiattet. Das Pfeifer- und Trvmmlersiwr bas Kieste,icr Regiment# schritt dem Trauer- #uge vom». Auch der Kricgcrverein und die Kcndarmen des Neve Tageszeitung. »rirrwsch. de, 4 . Februar Itllt. «freue» Gtesten gaben ihm da» letzte Keieit. Am Krade legte Wachtmeister Krsiel im Namen des Grndarineriekorps einen Kran, nieder und eine Abteilung de? Kriegervereins gab drei Ehrensalven ob. Der Dahingrschiedene batte ein Alter van 66 Jabrrn erreicht, war in Krünberg. Echzell und seit vielen Jahren birr stationiert und vor drei Jaln-en in den siiubestand getreten, lleberall erfreute sich der Verblickiene durch sein humanes Welen grösttcr Beliebtheit. " Siesten, 1, Febr, Den Ehrenbries der Deuischen Turner- sihast erhielten der Ehrengauverireler Helm, der zweite ftau- vrrtreter Wilh Eidmann »nd fteorg Allmenrödei. der lang, jährige Vorsitzende des Tnrnvereins in Wetzlar. ftelezentlich der nächt'en ftauoueitzustsitzung am 15. Februar werden dies« Ehrenbriese überreicht. * Kiesten, 4. Febr. Bei drin Eintritt de# Herrn Trost in die „Neue Tageszeitung" bat es sich leine alte Freundin die sozialdemokratische „Oberhessische Dolsszcitnng", nicht nehmen lassen, ihn ans» freundlichste »nd Iierzlickisle z» be» griihen. Rach Erhalt der Mitteilung ist sie in einer Eile mit dem Körbchen in ihr sozinsdemokratischeS Wintergärickv» gelnirfen, hat dort die schönsten Blumen gepslückt, z»i» Etränstchen gewunden, mit zwei roten Bändchen verleben »nd Herrn Trost in ihrer TieiiSiagsinimmer dargcbrocht. Herr Trost fühlt sich ansterordentlich geehrt. Er hatte cigent- lick noch eine etwas stürmischere Begrützuiig erwartet, aber wahrscheinlich bat die alte Tante geglaubt, Herr Trost würde sich postwendend revanchieren und ibr eine Einladung z» einem Stelldichein in der Ostanlage übersenden. Das ist der alten Dame gewiß doch etwas genand. denn sie hält anster- vrdentlich viel auf Kollegschnst. gnie» Ton und Reputation. Sehr gefreut hat sich Herr Trost auch über die lvaichweiber- artige Mundfertigkeit, mit der seine liebe Tante immer noch ganz Kiesten und Umgebung auf allen Gebieten drr Politik orientiert. * Frankfurt a. M., 3, Febr, Die Polizeibebörbc und dir Ansialtsdcpuiaiion, der das städtische Krankenhaus untersteht, habrn, wie die „Franks,irtcr Zeitung" hört, wegen der im „Freigeist" und im „Türmer" erschienenen Artikel über die Salvnrsanbehandlung im städtische» Krankenhaus in Frankfurt a. 2)2. gegen Karl Wastmann, den Herausgeber des „Freigeistes" »nd Heinrich Müller, den Verfasser des Artikels im .Türmer" Klage erhoben, der sich walirfcheinlich auch die Aerzte des Krankenhauses anschliestcn werden. Hesien-Nasinu. * «albaäi, 4. Fcbr, Unser ftesangvcrein „Sängerlusi" feiert am 8, Februar in de» Räumen des ftasthause» „Zur Luide" fein diesjähriges Winiervcrgnügen. bestehen« in einem Maskenball, * I, Stierst»«!, 4 , Febr, Der Rechnungsvoronschlag pro 1914 beläujt sich in Ein. und Ausgabe auf 59 828 Marl 8g Psg, An Staats- un» Einkommensteuer werden erhoben: 175 Prozent ftrundsteuer. 225 Proz, ftebüudcsteuer, 200 Prvz, Betriebssteuer, — Der Sportverein Bommersheim will aus der Siierftädler Haide einen Spielplatz pachten. Derselbe wird ihnen für «inen zährlichen Pachtpreis von 5V Matt zugesprochen. * Gonzenheim, 4. Febr. Da# Frankfurter Landgericht hat in dem Prozesse der Gemeinde Gonzenheim wider die Franksirrter Lokalbahn A, G, wegen Nichttzattens aller Züge hierorts die Dernchniung des ehemaligen KreiSrais Fey in Darinstadt angeordnet. Dieser soll darüber vernommen werde», ob beim Abschluß der Verträge zwiiche» der Kriellschaft und den hkfstschen Gemeinden als selbstverständlich angenommen wurde, dast olle Züge an allen Stationen zu halten haben. Ja den Streit hat jetzt auch die hessische Regieriit-.g eingegrifseu: sie will sich bei der Genehmigung des Sommer- zoyrplans die Prüfung der Frage vorbobalien, inwiefern durch die ungleiche Behandlnna der hessischen Gemeinden für diese eine Schädigung eintritt, * Bad Homburg v. d. H., 4, Febr. Der Ewt drr Kur- und Badcvrrwaliung. der gestern vom Magistrat der Siadi- verordnrtrnsrtzung vorgrlegt wurde, schliestt im Ordrnarium i» Einnahmen und Ausgaben mit 548 615,02 ,4 (1913: t>13 £>51.75 .4). Das Extra-Ordinarium schliestt in Einnahmen und Ausgaben nnt 111 CMlO M (157981,26 M). An Einnahmen sind u, a. vargeselien K'pilalzinscn 107 632 (107382) *4, Kurlake. KurhauSabonueuienIS 1 '>8 200 „4 (150 100 .4), Vergnügungen, Theater 24 945 M (22 995 7 .4 (11743 .#), Nnterbaltungi» und Vergnügungen 121 HO .» (121 085 U). Wildgarten 3160 .4 (2890). Verzinsung »ul Darlelwnsliigung 95729 * (83(151 -f). Da» Eitra '7,d, narium verlangt für ansterordentliche Arbeite» 2l 380.4, z„, Deckiing des srhiinden Betrage« »„ oidentii. r„ Etat ' " . 4 «nd tnr Renbobrungen. Arbeiten am Eli'abelbenbiunuei. bo»00 ,V. Letztere Summe soll durch ein ne» aufznnei.iiien- des Darlehen von 80 000 .4 ausgebrallst werden. De. Rech, »ungsabschlust des Kureiat# für 1913 schliestt m-l cii-rn lleberschiist von 30 000 . 4 ab. * Sruibrrg, 4 Febr. Bürgermeister a. D. Stumpss, de eist vor einigeil Woche» i» den Ruhestand trat, is, n-ftcri nach kurzer Krankheit gestorben. * r «nivach, 4 Febr Al» der Handelsmann Hciniich Fuge, init feinem Bruder Rudolph und Emil Reichi,ardt eine SchUi- icnfahrt in den Tounus uniernahmcn. scheute zwischen Schm», ten und Anspach da» Psei». wobei d'r Schlitten ums-i ui>» die drei Jiisasir» derausgeschleuder, wurden. Herr Jäger eililt veischiedene 2>erletzunge» und Hautbschürftingcn. Da» Pserd. weiche» ohne Schlitten davoniaste. erlitt ebensall« Beil iinngen 1- ttsinflen, 4 , Febr. Der Vorstand des Simmentalei Zuchlverein, beschlotz, in der Mette» Hälfte de, Manat» Mär: Jungviebschapen obzuhalten. und zwar ln Usingen. Wchrhein und Merzhausen, Die Landwirrschaftokammei hat' für diesen Zweck «ichliche Miltel zur Bettiiguiig gestellt, " r Ustageu, 4, Febr, De, dem Pserdezuchtvcreln tm Kieise Usingen gehörige Hengst .Titan" steht aus der Domäne „Hch Stockheim" bei Usingen zur Benutzung bereit, — Der letzt« Schwcinemarlt war de,ähren mit 112 Ferkeln. Die Preise stellten sich: dir 9 Wostzcn ult« 29-89 Mark. 8—8 Wochen alt« 89 bi» 49 Mark, 8—19 Wochen alte 49- 59 Mark, * t Eschbach. 4. Fcbr, Den Landwirt Iah, Wiih, Reber fand man in seiner Scheu»« erhängt aus. Sva» den im 59 Le- bcnsjahrc stehenden Mann in den Tod getrieben hat. ist und«, könnt, — Am 14 und 15, Juni d, I, begeht der ftesaiigueretn „Licdertranz" hier dle Feier seine» 75jährigen Bestehen» und verbindet hiermit da» 49jährig« Jubiläum seiner Fahne, Diese rreftlichkeiteu werden tm Rahmen eine» grestc» ftesangweltftrel- te» begangen, Auster hohen fteldprciscn und mcrtvoNkn liuiist gegenständen lammen neben dem in sicherer Aussicht siebende, Kaffcrprei» noch mehrere Fürslenpreis« zui Verteilung, Die De. legiertenvcrsammlung findet Sonntag, den 15. Februar Im ftasthau» „Zum Deutsche» Kaiser" statt, * Flörohriin, 4. Febr, Die Polizewerwallnng verbot das llmberziehen von Maskierten auf den Straste» und in den Wirtsll>aften, Nur an den drei Jastnachistagen sind Umzüge gestattet. Ebenso untersagte sie da» Musizieren in den Wirtschaften ohne vorherige polizeiliche Erlaubnis. Den Wirten, die das Verbot übertrete», bezw, doch musizieren lassen, werden entsprechende Strasen nngedrobt, • Biedentops, :i Fcbr. Jeder Holzsichrmann weist, wie schwer es ist. mft Langholz scharse Kurven, besonder» i» den Orischaf. ten, zu sah,«». Allein ist e« ihm unmöglich, «r must manchmal mehrere Leut« Mr Hilfe haben. Ein von der Ritter schon Ma. schiucnsabrik in Wnllau, Krct, Biedenkopf. lanstruiertcr Wo. genlcnler desettigt diese Sstnvierigteiten, Mittel, bcsselbcr kan, der Fuhrmann ohne jede Hilje.» durch cinsache» Dreier einer Spindelschraube um jede Ecke sahren, " Roth. 4, Febr, Am Sonntag stürzt« hier ein etwa Ittjäh. rige» Mädckzen beim Schlittichuhlaujeu und erlitt einen Iö)li. chen Schädcibruch. Franksurier Wrtirrbericht Voraussage: Meist heiter, »telfach Nebel, kein« Tempera, turvciändciuiig, Nachtfrost, ruhig. Verantworllich für den polttischen Teil: Otto Hirswel, Fircdberg: für den lokalen und unlerhalienden Teil: Bernhard Lenz, Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der ./Neuen Tages- zeitung", A.-K., Friedberg i. H. (w. M. Retiss, Friodberg' ■ Alte i*ost - t-rin- 4 t sein reiclihatti„-es Lacer in Schlafziramer-, W «> in «immer-. Snion-, 8|)ei>ezinB>rr-, Herren ri>»»»rr l?f»rlet»tnn»en nebst den entsprechenden Vorliiiu^eu, lepz ic Ke» und sonstigen zur Innenausstattung nöti en Gegenständen in empfehlende Er- ii ne tmjf. Bei billk-sten Preisen wird für beste, sorgfältigste Arbeit weitgehendste Garantie übernommen. Besichtigung meiner grossen Lagerräume gerne ohne Kaufzwimg gestattet. _ ¥(crjtli ch in Bnrg-Giäftvrodc, zell n nachstehende kirberle» vergeben werden und zwar: 1. Abbruchs-, Erd- und Maurer-14. L-enAlerarbeilc» arbeiten. IS. Schreinernrbeiicn 1. Sicinhauerarbeilen. jli. Weißdinberarbeilen Zimmerarbeiten. |7. Glase rardcitcn Zeichnungen und Bedingungen liegen dis zuni 8. Februur d. Zs. von 'Nachm 2-.'- Uhr de, bem Unlerzeichnele» zur Einsicht offen und werden Augebotssorinularc zum Sclbstlonenpreis tAlaurcr Weihb.. Schreiner 59 Pfg.. übrigen 50 Pfg.) abgegeben. Anzebolc sind vcrlchloisen und inii entsprechende-. Aufschrist vrr'ehcn dis zum 8. Februar d. Js.. nachniittags 0 Uhr an Herrn Beigeordneten Moschero.ch i» Burggräscnrode cinzureichcn. Donnerstag frisch eintreffend; Lerir t Zriedberg. Spiclplan von Aiittwoch. den 4. Fcoruac j bis Freitag, den li. Februar. Pllthk-Zoiinia! llr.S.TOB | fc'lirifüiitts Briilitmlbiliig j Komisch. Das Ecke der Bahnhof- und Schulnrrßc gelegene rcichseigene ffostgrundstück i» Lricdber« m Beginn der Pcrstcigcriing verlesen werden. Friedberg, den 12. Januar 1014. Der Ershherzogl. Notar: Joeckel, Geh. Justizrat. Wks-LtoM-Mkiztlxio. Donnerstag, den 12. Februar l. Js., werden im Distrikt 2ang!cheid des Nieder-Weiseler Ecmeindewaldes folgende Stqmm- abfchnitte (Klötze) von etwa 200jährigen AÜ-Eichen versteigert! 16 Abschnitte — 20,54 cbm (00—78 cm stark bis 5 m lang) 52 „ = 54 ft»-59 „ „ „8m „] 4» „ =35 „ (4 1 40 „ „ „7m „ 40 „ = tl „ (30-39 „ „ „8m „ Außerdem 18 Wagner-Eichen, 7 cbm 25—29 cm stark, 9 m läng. ... 1 Die Abschnitte der Ali-Eichen sind Schnittholz von zum Teil »ilder Qualität. Zusammeukunsl vormiiiaos ll Uhr am Eingang von Espa. Boihenge Auskunft und Verzeichnisse durch Forstwart Becker zu Hausen (Post Butzbach). Rieder Weisel, den 2. Februar !914. Eroßh. Bürgermeisterei Nieder-Weisel. Krausgrill. _ 1. Iagdverpachtung. Knmstag, de» 7. Lebruar l. I». soll aus hiesigem Rathaus Oie der Gemeinde Utptzx zustehende Feldsagd zirka 300 Hektar groß aus we- eie sechs Jahre verpachtet melden. Bemerkt wird, daß das Jagdgcö et von den Bahnstationen Berstadt, Trais-Horloff und Inheiden in zirka 25 Minuten zu erreichen ist. jltphr, den 25. Januar 1014. Eraßh. Bürge meisteret Utphe. Schneider. 2. Iagdverpachtung. Anichlicßend an die Iagdverpachtung von Utphe soll die Jagd der Fcldgemarkung Fetdheim zirka 375 Hektar umsaffend, !-am«tag, den 7. ftbruat 1. Z»., »»r'.nitlaga H'/j Ilhr aus hiesigem Rathaus aus weitere >eagd ans weitere sechs ^l'hre verpachtet werden. Jrchridrn, den 20. Januar 15114. ^örosth. Bürgermeisterei Inheiden. R e i b. !!. l! 10. Februar 1914 veranstaltet von der Landwirtschastskamincr jür Hessen. KksteKklrgknhtil:um JLnhanf oat. |ifrr&rwolrriaf Programme und Auklionsbcdinguuge» lind durch die Landwinschaftslammcr in Darmstadt e-hältlzch. Kataloge «berechtigen zum Eintritt) sind »am 25. Januar ab gegen Einsciidung von 0.50 Ml. erhältlich. 6inc 1 amn üfliiiijt Komisch Hinter der Me Drama in 2 Akten Die pretiuiie Herrliche 'Natur-Aufnnhine Einlagen. Der pchmur Drama Kemlrcs Auto Komrsch Kittle Hans haht sein Dienstmädchen Komisch Das Theater ist geöffnet! Sainslags ». MitNvochö v. 4 Uhr, Sonntags von 3 Nhr, die übrigen 'Wochentage von Abends 7 Uhr au, iEic eMrckfion. HoizoersicigernU. Freitag, den 0. Febr. >914, voruuttags 0'/, Uhr ansangenü kommen im Gemcindewald Klein- Karden zur Berslcigerung: 6l Rm. Buchen-Scheiter 0 „ Eichen-Scheitcr 5 „ Birten-Scheiter 9 „ Kic ern Scheiter 85 „ Buchen-Knüppel 11 „ Eichcn-Knüppel 32,2 „ Kiesern-Knüppel 1480 Stuck Buchen-Wcllen 170 „ Eichen-Wellen 3610 „ Kiesern-Wcllen lSlainmweUeii) 15 Rm. Buchen-Stöckc 6 „ Eichen-SIöcke Zusanimentunst vormittags um 09- Uhr am Eingang des Waides. Klein-Karben, 2. Febr. 1014. Gr. Bürgermeisterei Klein-Karden. 31 e » Hardt. _ Knsenr-Wen und Krisem-Uöütel Metztt-Zllkkc» billigst Sscksr & Erfgel Frieddcro. Buchhalterin für Ccheibinasihine und Konto Korient gesucht. Off. unter Nr. 100 an die Exp. der Neuen Tageszeitung. Ein tüchtiges Dienstmädchens in Bäckerei soiort gesucht. Dasselbe muß 2 Kühe melken können. Off. a» d. Erp. d. Oieuen Tgsztg. 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Die Feier eroftnets ein Ponli- sitalamt im Münster, das von dem Kölner Erzbischof Dr von Kartmann, zelebriert wurde, an dem Weibbischos Müller Köln und der Bischos von Lüttich teilnahmen. Daraus bewegte sich ei» gewaltiger Aeftzng, an dem etwa 12V Verein« und über r.noo Personen teilnahmen, durch di« Strotzen der Altstadt zum Nathan», wo die vereinigten Mannergesangvereine r n Stand bild Karls des Kratzen di« „Hymne an Karl den Kretzen" von Di W. Hermanns vorlrugcn. Dann sangen die den Marktplatz jüllenden Tausend« das Lied: „Urbs Aquensis". Im Krönung»- saal des Rathauses versammelten sich di« Spitzen der Behörde», di« Bischöfe, die Stadtvertretung und Abordnungen der Ver- einr. Dort hielt nach den Vorträgen des städtischen Orchesters der Stadt.Archivar huyskens die Festrede, in der er «in Lebensbild Karls des Krohen gab und aus unsere Zelt übergehend, der Segnungen gedachte, deren sich Aachen und das ganz« Reich an dessen Spitze wieder «in mächtiger Kaiser stehe, heute «rsreut, Am Abend sand im Kratzen Saal« de» Kurhauses ein« Dorsüh- rung von Bildern au» Karl, de, Kratzen Leben mit Musilbe > citung und Erläuterung durch Dichtungen statt, E» ist dar ->t« Mal seit 1711. datz Aachen das Kedächtni» des gretzcn kai- irrr feiert. Per |nl)n?njln(litigr als Aaabinäi-kr nnH fiirdifnräubfc. S. ». h Dhorn, 21, Jan. vor dem Kriegsgericht der !» Division zu Ihorn hatte sich unter der Anklage des zweisachen Raubmorde», de» Kirchen- . ubes, de» Stratzenraube». der Bedrohung, de» Diebstahls, des bundlaube« und der Fahnenflucht der Musketier Josef Etra». lnwicz vom 21, Infanterieregiment zu Thor» zu verantworten. Der 22jährige Angeklagte hat trotz seiner Jugend bereit, «in tewegle» Verbrecherleben hinter sich, Rochdem er im Alter von k Jahren sein« Mutter verloren hatte, wurde er von seinem Pklegevater Jordan in Bienkowo im Kreis« Culm erzogen und machte diesem durch sein« diebisch« Veranlagung schon damals viel« Sorgen. Er trieb sich viel in den Wäldern herum und kührte dort «in wahres Räuberlcben, Al, er dann der Obhut seine» Pslegevater, entwachsen war, verlor er den letzten Rest seine» sittlichen halt». Einen eigentlichen Berus halte «I nicht, er arbeitete mal hier mal dort al» landwirtschastlicher Arbeiter, Flutzschisker und in der Umgegend von Berlin als Kanal- »rbeiter Während dieser Zeit macht« er sich verschiedener Ein- iuchsdiebstähle schuldig, indem er nachts in di« Arbeiterbarat- ten eindrang, wo er Kleidungsstücke, Wertsachen und Bargeld .lautete. Er wurde schlichlich als unsicherer heercspflichtiger o> gehoben und in das 61. Infanterieregiment zu Ihorn ein- f! ritt. Anfangs konnten seine Vorgesetzten über di« Führung de» Angeklagten nicht klagen, nachdem er aber mit einem ihm Vorgesetzten Kcsreitcn Streitigkeiten gehabt hatte, «ntschlotz er sich kurzerhand zur Fahncnslucht. hierbei kam ihm zuautc, datz ^ o/te Cvr •xtnA&yi.Lrophtn Orr /«VS** er in seinem Schroirk in der Kaserne «inen Zivilanzug verborgen gehalte» hatte. Die Flucht unternahm er, ohne «inen PjeNnig Geld zu haben. Er begab sich zunächst zu Futz zu seinem Pjlege- vater, der ihn anfänglich ausnahm und ihm riet, wieder zu seinem Regiment zurückzukehren. Als der Angellagi« der Ermahnungen indetz lein« Folge leistete, vcrwictz Jordan ihn au» dem Hause, um sich nicht selbst strasbar zu machen. Der völlig mittellos« Augetlagt« sucht« sich nun aus verbrecherisch« Weise Keld zu verschafsen. Aus dem Wege zwischen Eulm und Briese» i. Svestpr. traf er einen alten Rentner, bei dem ei Keld vermutete, Er verwundete den alten Mann durch mehier« Stein- würfe schwer und raubt« ihn dann au». An Bargeld erbeutet« er nur 12.4V Mk,. da» er aber in der nächsten Stadt in einer Animierkneipe verjubelt«. Nachdem der Angeklagte bei mehreren Einbrüchen teils nur ganz geringe Eeldbeträg« erbeutet hatte, satzl« er den Plan, in Althausen den Organisten Syran- kowsti und dessen Wirtschaiterin zu ermorden, um dann ungestört da» ganze hau; durchsuck>en zu können. Er besorgt« sich «ine Axt und drang nachts in da» Haus de» Organisten ein. Ohne überhaupt nach Keld zu suchen, ging er in die Schlosst»,,« und versetzt« dem schlafenden Syrankowski mit der Axt mehrere Schläge gegen den Kopf, durch die er sofort getötet wurde. Danach stürzt« er sich aus di« durch da» Keräusch geweckte Wirtschafterin und ermordete st« gleichfalls durch mehier« Beilhieb«. Dann mach!« sich der Angeklagte mit größter Seelenruhe an »i« Durchsuchung der Räum«, fand aber nur «in Portemoniurie mit ganzen 80 Psg. Er entfloh dann aus einem gestohlenen Fahrrad« und unternahm noch mehrere Einbrüche, bei denen er mehr „Klück" hatte. Selbst vor kircheneinbrüchen schreckte er nicht zurück und raubt« die Opserkösten in der Sophienkirche in Posen und in der Marienkirche in Knesen aus. Als er in Kne- sen einen Eisenbahnzug besteigen wollt«, wurde er erkannt und verhaftet. Der Angeklagte, der zuerst hartnäckig geleugnet hatte, legt« in der Verhandlung ei» umfassende» Keständni» ab, — Da» Kriegsgericht verurteilt« ihn wegen sämtlicher ihm zur Last gelegten Verbrechen zweimal zum lob«, zu acht Jahren Zuchthaus, Versetzung in die 2. Klasi« des Soldatenstandes, Ausstotzung aus de», Heere, dauernden Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaussicht. KimiMi» für d»>h pirrkllaiiiinlniii). Di« Termine der Körungen für da» Pserdestammbuch wer- den alljähtlich im Frühjahr an den Orten »er 'üestüt,sloti»nen 1- org«»ommen. Bei etwa einem Drittel dieser Termine werden und zwar alljährlich wechselnd, im Anschlutz a» di« Körungen Versamni. lungcn zu gegenseitiger Aussprache abgehalten, so daß etwa all« 2— 3 Jahr« an den gleichen Orten Versammlungen de, Pferde, Züchter vorgesehen sind. Di« diesjährigen Körtermine in de» Provinzen Rheinhesien und Starkenburg werden nachstehend bekannt gegeben. In Ober- Hessen finden di« Körungen im April statt. Ihre Bckannt 'abe erfolgt später, Provinz Rheinhessen, Alsheim, Freitag, den 27. Febr., vorm. 9K Uhr. Nieder Olm, Freitag, den 27, Febr., nachm. 2K Uhr, Alzey, Samstag, den 28. Febr., vorm, halb in Uhr. Ansihlietzend Versammlung im Kalthaus „Drei Könige". Provinz Startenburg. Babenhausen, Montag, den 2. März, vorm. 8K Uhr. Anschliehnd Versammlung tm Kasthau» von Kraft, Stockhcim i. O., Montag, den 2. März. »achm. halb 2 Uhr. ZUM PUnyeilen. Roman von M. Prigge-Brook. 14 (Fortsetzung!. Beruhigt schlafe er seine Schatulle ab »nd nahm sich vor, über den Teil des Dramas, der sich im Pflugeisen abgespielt. z» schweigen. Er konnte es mit gutem Gewissen tun. Im P'lugeisen ging alles wieder den alten Gang. Langsam vernarbte die Wunde in Roses Herzen. Niemand rührte daran. Selbst Heinz, der nicht mehr so wild war, seit seine Schwester um ibn war. schien Schm-dt vergessen zu haben. Er sprach wenigstens nicht von ihm. Den Bürgermeister bauette seine Nichte. Nachdem die äuhere Trauer um den Grotzvater vorbei war. zwang er sie. an Bällen und Festen teilzunebmen, die die Gesellschaft gab. Sie fügte sich willig. Ihr Herz war aber »ichl dabei. Trotzdem hatte sie Erfolg bei den Männern, so datz sie im ersten Winter mehrere Körbe ansteile» mutzte. tlv sich dies in den folgenden Jahren wiederholte, sprach sie sich mit Onkel aus. , „Ich glaube, ich tauge nickst für die Ebe". sagte sie ernst. .Mir sagt eigentlich niemand zu. Spricht einer freundlich .»> mir und fragt nach meinen Wünschen, so denke ich gleich, er mein! nicht mich, sondern mrin lsield. Ist das nicht schlickst von rnkr?" ..Sck-l.-.ht niast. aber traurig. Kind", antwortete ,Hart K-u . Mir ich.'int. Tu bist nickst eingebildet. Hältst Tu': N; n sür unmöglich, datz einer Dich selbst zum Wcibe Si lchlng die Auge» nieder. „Ich wcitz es nicht. Ich vermisse nichts, babc ich doch i 1 . Tn Heinz »ad die Firma Sebald." Tie Firn'a war ihr Ideal, ihr Auf und Rieder, der Ausgang ihrer Gedanken. Der Bube entwickelte sich prächtig. Seit Ostern ging er in die Latcinscknile „nd bcba»p>ete den drillen Platz unter den Mitschülern. Es war »och immer wie esi -fc— «. Im Pslugeisen sammelte sich die Knabensck-ar, im Pflug, eisen wurde gelernt, geturnt und gespielt, so datz Rosemarie oft Hören und Sehen verging. Ihre bange Seele sah auch im Sport Gefahren, und Heinz fand es oft schiver, seine» Dillen durchzusetzen, wo es sich um holsbreckjerische Spiele handelte. Sanft liefe sie ihn. Was er sagte und tat, war gut und vollkommen, Hhr Herz klammerte sich an das einzige, was ihr lieb, an dieses Kind, das Vater »nd Mutter ihr auf die Seele gelegt, an den Elbe., der Firma. Als Rosemarie im Lause der Jahre auf Reisen einen Juristen kennen lernte, der sich von ihrer zarten Anmut niächtig aiigezogen fühlte, hatte sie noch einmal Gelegenheit, ihre oft geübte Fertigkeit im Korbausteilen zu erneuern. Diesmal fiel sie ihr schwer. Sie war nun fünfundzwanzig geworden, ein vollbewuhtes Weib, das die Sützigkeit eigenen Herdes ermessen konnte. Hätte der Bewerber ihr die Wahl des Aufenthaltes gelassen, hätte er ihr folgen können, statt sie ihm. wer weih, »vas sie getan. So aber sollte sie ihm folgen und Heinz und die Firma verlassen. Sie hätte gewählt. Sie liefe sie nicht. Blutenden Herzens rife sie sich los. kehrte ins Pslugeisc» zurück und wurde »och stiller. Aus Bälle und Gesellschaften ging sie fortan nicht mehr. Die Verwandten liefeen sie. Als Rosemarie ihr dreifeigstes Jahr vollendet, trat ei» Ereignis ein, das ihrem stillen Lebe» ein Ende machte. Amts- rat »kern, Luises Bruder, berief die Schwester plötzlich zu sich. Seine Frau lag auf dem Sterbebett, dci grofee Landhaushalt konnte der sorgenden Hand nicht entbehren. Schweren Herzens verliefe Luise die Sebaldscheu Kinder, um dem Bruder Hausfrau zu ersetzen, die nach kurzer Zeit schweren Leidens starb. Der fassungslose Mann mit seinem Kinde verzweifelte und klammerte sich an die Sehwester. Gewohnt, andere» zu dienen, nahm Luise willig die grofee Last des Haushaltes aus sich, bemutterte die zehnjährige Erna und bezwang ihr Herz »ach den geliebten Kindern im Pslugeisen, die sie vcr- aebens zurückriefen Sic stand jedock) der ungewohnlen Arbeitslast ratlo. gegenüber, trotzdem sie sich die gröfele Mühe gab. Der Amt« rat. so gern er die Sck>wester behielt, inufele ( t, versteht sich bei Scotts Emulsion ja ganz von selbst. Alle meine Bekannten, denen ich dieses vorzügliche Küidetträitig- ungsmittsl empfohlen habe, find mir hierfür /ehr oankdar gewesen, auch sie sind, gerade so wie ich, des Lobes voll über Scotts Emulsion, Erausthal i. Elf., 19. S-pt. 1912. (aej.) Joses Wagner In keiner Kinderstube sollte Scotts Emulsion als Kinderstärkungsinittel fehlen. Den Kleinen gereicht das regelmäßige Einnehmen von Scotts Emulsion zum Segen — die Ausgabe hierfür wird sich reichlich lohnen. Man achte auf die Schutzmarke — Fischer injt gratzei» Dorsch auf dem Rücken — »er Freund »er «indcr. Scotts Emulsion wild von uns ausschlirtzlich im grotzcn verkauft^ und zwar nie lofe nach Gewicht ober Matz, sondern nur in oersiegelteiP Origlnaiflaschen in Karton mit unserer Schutzmarke (Fischer mit bem: Dorsch). Scott & Bowne. G. m. b. H., Frankfurt a. M. Gehalt, ca.: Feinster Mediziual-Lebertran 150;3, prima Glyzeriir. 60,0, unterphosphorigsaurer Kalk 4,3, unterphosphorigsaures Natron 2 , 1 ) - f iulo. 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Act. 113.80 „ Schuck. Ctektr. Ges. „ 152.— „ iLschweiler Bergw. m — . — Bochumer Guhstahl * 225 25 ’ Hel.entirch. Bergm.Akt. 195.70 . Harpener Bergbau „ 185.»/, . Hambg. Amt. Pak. m 13,» . Ddorbi). üloijö „ 12100 . Berliner Handels Ant 105 75 Mittelv. Creditb. Akt 120.75 . Darmstädt. Bank n 122.80 , Deutsche Bant „ Deutsch-Asiatische Bank 121 10 Diskont» Komm. Ant. 195 50 „ Dresdner Bant Akl. 158 25 " Lest. Creditanst. Akt. 207 50 vombarben „ -2.50 ; Dtsch- Ubersee E.G., 177.75 “ Lestcrr.StaaSbahn „ 157.40 Höchst. Farvwerke „ 039 ,5 " Chcm.Fabr. Albert. 449— " RutgcrSwerke „ 204 90 * Eteaua Romana „ 1.0 8 J Phönix Äecgv. „ 245.7, * Griesheim Elektron. 269 — Hetlslog Watbhos „ 225.50 1 HolzoerkohlungS-Jnd. 320.50 * vaurahüre . 104.- • PrioatdiSkont , 3.25 - Tendenz: jchwach. " Berliner Börte. Berliner Handels Ant. 165.50 , Deutsche Bank Akt. 258,25 „ Dist. Kvmmandit Ant. 195 75 „ Dresdner Bank Alt. 15, ,75 „ Pet.Jnt-Handelsb.Akt. —, Russ.Äanks.a.Hand.A. 169.— „ Cchantung E. B. Akt. 13.».*/« „ Baltimore u. Ohio —.— „ Eanada Pacific Alt. 220.'/« „ Prince Henri C. B-Alt. 160.'/, „ Türkcnioosc M, 171.,5 . Hoyeniohewerte Akt. 126 75 . Dcuttch-Luxemb.B.Akt. 144.'/• » Laurahülte All. 164 75 » Oveltchtctler C. Alt. 94.75 , Phötnx Bergbau Akt. 246.25 , Romvuchei Hütte „ 103.— , Geilenkirchen «ergw. A. 194.50 . Harpenei Bergbau Llt. 185.25 , AUg,Etek.Ge>eU>ch. Akt. 246.0« .. Siemens u. HalsteAkt. 221,—*„ Tendenz : schwach. Londoner Bor,e. tchiion Topela Doll. 102.% outhern Packst! htcago Rock 5sl. Iiss.Kant.u.Tez.R. ncon Pacific. 191.25 10.25 24.25 167.»/, Amalgamated Cop». Doll. Chartere» Company Lstr. Cagrano Propicecary „ Golvnetds . Mono tvccnes 78.25 1.08 2.25 2 .»/, 6.62 IVA Die £rpo|ittnhrt|)e Friedberg i. H. emptiehti sich zu> Vermittlung aller bankmässigen Geschäfte. An- und Verkam von Wettpapieren an allen Bärten. Errichtung tautenderRechnungen und provcsionStreier «chcck-Contt Umwcchsiung von Coupons und sotten. Annahme von offenen und ver>chlossene» Depots Entgegennahme verzinslicher Spae-Lmtagen. (Fortsetzung folqt^