Diensrag, ven 3. Frbr»mr INIL Nnrnmer L tc de» „l.rnt v na«*Mittu.«> er cheint reden Werltag. Regelmäßige Beilagen „Per »!<«„r tut» ttlftm" * cn »gtnteii monatlich 50 Pig. frfmu tritt P-ftgedühr -der Ivigertohn. An,eigen : K rund,eile 20 Psg Erfüllungsarl Friedberg. ZcheiNIeiinn, „» perl», Friedberg lheNenl. sianauerstraße 12. „Sie Kpinnftube'. «e.ug-pe»,»: B«, den Postanjiaiien vtette>!ä!,rlich SW. - lokale 15 ^Ig, «»,eigen oo n answärrs werden durch Vornachnahme er Femlprecher 48. Postscheck-Lont» Re. «859, «ml Fraolsur, ». SH. 1.85 den Zirberstcht. — Der neue Staatssekretär von Elsaß Lothringen, Graf non Roedern, hat sich gestern abend nach Straßburg begeben, um sich dein Statthalter Grafen Wedel vorzustellen. — tireiodirektor Mahl ist mit den, heutigen Tage von Zaber» nach Thann im Obcrclsaß, Krrisdirrktor l>r. Beier. Irin von Thon» nach Zabern verseht worden. — Die Marincinspektion in .stiel verurteilte den Knnken- tUegraphiitkninaaten Michelsrn wegen Verrat» militäri>cher Esrhcimnisir zu drei Jahren sieben Monate» Zuchthaus, Tctredation, Entfernung aus der Marine und fünf Jahren Ehrverlust. — Tic cpirotischr Krise ist auf ihrem Höhepunkt angc- langt, so das, ihre Umwandlung i» blutige Kämpfe bcvorzu- stehen scheint. Nach einer Meldung aus Argnokostro hat eine Versammlung die Autonomie de» Epir» proklamiert, da die Epirolen aus keinen Fast in den Anschluß an das Fürstentum Albanien einzuwilligen gedenken. Sie beabsichtigen, da sie auf eine Unterstützung Griechenlands nicht reckyicn können, den Kanipf uni ihre Unabhängigkeit bis zum Aeußerstcn zu führen. — Der römische Vertreter deS „Eorrierc dclla Sera" will erfahren haben, daß die Mächte den 10. Februar als Termin für die Räumung Albanien» festgesetzt hätte». Demgemäß sei auch der italienische Botschafter in Konstantinopel und der Gesandte in Athen instruiert worden. — Ter Untergang der „Monroe" wird ein gerichtliche« Rack,spiel haben. Die Old Doniinion Line hat die Reederei de» „Nantucket", di« Merchant Miners Company ous Säindenersatz in Höhe von 1 Million Dollars anhängig gemocht Eine Begründung dieser Klagen ist nicht angegeben. — BuS Bombay und Kalkutta wird telegraphiert, daß der Rücktritt de» Lord Hardinge von seinem Posten al» Vize- könig von Indien nunmehr direkt bevorstehe und daß aller Wahrscheinlichkeit nach Lord stitchener zu seinem Nachfolger einannt werden wird. Es wird darauf verwiesen, dah eine Staue für Lord Hardinge so gut wie fertig gestellt sei und das, es völlig unmöglich sei, i» einem so abergläubischen Lande wie Indien zu enthüllen, solange Lord Hardinge selbst in Indien weile. — Wie ans Mexiko gemeldet wird, ist ein neue» Kam- plvtt gegen den Präsidenten Huerta, doS von Anhängern des CicneralS Tiaz angezettelt wurde, entdeckt worden. Biele reiche und angesehene Mexikaner sind verhaftet worden. General Hnerta ist ständig von einer Zahl Geheimpolizisten umgeben. (sin Kries an die Arbeiter, den der bekannte Industrielle Fr iedrich Harkort Ende Mai 1849 gegen die sozialdemokratischen Umstürzler geschrieben hat, hat angesichts der heutigen sozialistischen Hetze gewiß großes Interesse. Wir bringen im folgenden die wichtigsten Abschnitte dieses Dokumentes. „Einige Briefe habe ich Euch geschrieben, wohl ausgenommen als guter Rat von Vielen, mißachtet von Manche», die Brot ohne Arbeit verlangen! In böser Zeit trete ich abermals auf und fordere vor Gericht jene falschen Prophe- len, welche dem Volke Aufruhr und Verrat predige», um eine goldene Zeit herbeizuführen. Wo sind jetzt diese Maulhelden, welck>e. anstatt für ihre faule Sache zu fechten, feige davon liefen und das irre geleitete Volk im Stich ließen? Schmach über die listigen Verführer und Reue über Jene, so der Treue und Pflicht vergaßen! „Deutschlands Einheit ist ein großer Gedanke: allein Bürgerkrieg und Meineid sind wahrlich ein schleckst«, Kitt jür die edle Sache. Wählt gesetzl,cl>c Mittel, um des Landes Stimmung aurzusprechen, und bessere Männer werden auf Eurer Seite sein. Wer die wahre Freiheit will, der niuß durch Sinn für Gesetz und Ordnung sich ihrer würdig machen. Selbstverleugnung heißt die edle Tugend, welche wahre Eintracht schassen kan», die übe, wer hoct> steht oder »übrig, Jeder in feinem Stande. Die Wühler habe» Euren Eigennutz ausgeftachelt gegen Jene, welche die Früchte des Fleißes und der Sparsamkeit besitzen. Bedenkt doch, wenn da-, Eigentum nicht mehr sicher ist. so wird aller Verkehr er- iic.,eu und Verwilderung und Mangel das Los Aller sein. :>icmand wird säen, wenn er nicht weiß, daß die Ernte sei» eigen ist. Nicht durch Lottospiel erwirbt der Fleiß sein Kapital, sondern durch Arbeit. Seid vernünftig, bedenkt, daß Niemand Geld verdienen kann, ohne A»dere mit verdiene» zu lajjcii Wenn ein Kaufmann sür 100 Taler Tuch ver- k a>st. so '.'erdirnt er 10 Taler und 90 Taler die Arbeiter, und 3 ,„ c ' jo hie Wolle und Farbe geliefert haben. Nicht ei» ejj„g' sicht den Einier aus dem Brunnen, sondern eine lange z.ltte, und aus ihm füllen sich diele Becher für Durstige! „Selbst der Reichste, und wenn er Millionen besitzt, kan» nur ei» Hemd tragen uud nicht mehr essen und trinken, als wie ein Mann; das Uebrige verteilt sich durch mancherlei Kanäle an Viele. Wäre das Kapital an alle zu gleichen Teile» verteilt, so würde in Mangcljahrcn Niemand im Stande sein, ein Schiff ausrurütien und zu beieochten. »m auf seine Kosten und Gefahr Korn au» ftrmdeu Ländern zu Helen und dem Hunger zu wehren. Wer würde die seine Leinewand oder Spitzen der armen Spinnerinnen kaufen, oder das Gemälde des Malers? Wer könnte 100000 Taler daran wagen, um rin Bergwerk zu eröffnen, welches 500 Menschen ernährt? Verteilt die Habe, und das Land wird eine Armen-Kolonic, die ohne Kunst, Wissenschaft und Bildung der Barbarei anhcimfälltl Gibt es nicht unter uns Fabrikherre» Handwerker und Bauern, die früher Arbeiter waren und sich emporgeschlvungen haben durch Fähigkeit, Glück und den Fleiß ihrer Hände? Keinem unter Euch ist derselbe Weg verschlossen, wenn Ihr Euch tüchtig macht und es Gottes Wille ist. dessen Ordnung Ihr nimmer brechen könnt. Es ist gesagt worden, der Lohn muß so gestellt wer- den, daß jeder Arbeiter leben kenn. Gerne sage ich ja, wenn mir Jemand die Möglichkeit zeigt. Hat denn jeder Arbeiter einen Brotherr? Arbeiten nicht Viele aus eigene Hand aus dem Acker oder beim Handwerk? Und wenn nun von diesen Einer Weizen säet, wo nur Hafer wächst, oder der Andere gutes Leder z» schlechtgenähten Schuhen verschneidet, ivcr soll da für den Pfuscher auslohnen? Herrschen Ordnung uud Gesetz in den Ländern, so geht viel Geld um, Jeder kauft und es blüht das Handwerk, und der Lohn steigt sür die Fleißigen. Wenn aber Barrikaden die Städte schließen und Freisckiärler durch die Dörfer schweifen, wo wird dann Arbeit zu finden sein? Wenn ei» Volk Mangel und Armut schassen will, so fange es nur Unruhen an, das Mittel ist sicherer als Wassersnot und Feuersbrunstl Macht jeden Arbeiter fleißig und verständig, und ich bürge dafür, daß alle zu leben haben." „Die, welche Euch verführen wollen, predigen den Haß gegen d:e Fürsten und die Pfaffen. Die Fürsten sind Menschen wie wir; allein es ist nicht sein, von ihren Fehlern mit Nebertreibung zu reden und die Tunenden zu vcrsckiweigcn; solches geschieht aber von vielen undankbaren Gesellen, W.-Iche ihre Wohltaten genossen haben. Wen» Ihr aus den. Throne säßet, täglich umlagert von Tausenden von Bitten lind Beschwerden, Ouerköpfen, Augendienern und redlick>en Leuten, Ihr würdet bald inne werden, daß auch ein König saueres Brot ißtl Kein Regiineut gedeihet, wo nicht einer besichlt, da? schult Ihr täglich im eigenen Hause, in der Fabrik und in der Gemeinde, also sei cs auch im Staate." „Es kann und darf nicht Alles beim Alten bleiben. Vieles kann besser werden, wenn man eS vernünftig angrcift, nichts Unmögliches verlangt, und Jeder seine Schuldigkeit tut. Ta spricht man viel von Proletariern, ohne das Dort zu deuten. Einen Proletarier nenne ich den, welch» seine Eltern in der Jugend verwahrlost, nicht gestriegelt, weder zum Guten erzogen, noch zur Kirch und Schule angehalten haben. Er hat sein Handwerk nicht erlernt, heiratet ohne Brot und setzt seines Gleich» in die Welt, tvelch« stets bereit sind, über anderer Leute Gut herzufallen, und den Krebsschrde» der stomniunen bilden. Ferner heiße ich Proletarier: Leute, die von braven Eltern erzogen, durch die Verführung der großen Städte zu Grunde gegangcu sind: Wüstlinge und Zechr, d,e blauen Montag heiliger halten als den Sonntag; verlorene Söhne ohne Reue, deren Gesetz und Ordnung ein Greuel ist. Diese beiden Klassen bilden die echen Hülsstruppen der Auf- wiegler, bestehend aus verdorbenen Schreibern, schlechten «echnungsführern, .Hciarspaltern und Doktoren ohne Kranke, weggejagten Militärs und allen Taugenichtsen, die ohne Miihc zu Ehren und Ansehen gelangen wollen!! Sagt mir: Wer von Euch hätte wohl gedacht, daß Deutschland so reich sei an solch' sauberer Gesellschft? Nich aber rechne ich zu den Proletariern de» braven Arbeiter, deni Gott durch die Kraft seiner Hände und den gesunden Menschenverstand ein Kapital verlieh, welck,es ihm Niemand rauben kann, es sei denn Krankheit oder Alter. Diesen ehrenwerten Leuten niuß gewohlcn werden, durch Hebung der Gewerbe, Dorschuß- kasten. guten Unterricht für die Kinder und Sicherstellung gegen Krankheit und Invalidität. „Um dahin zu gelangen, schasst Ruhe im Lande uud wählt Leute i» die Kammer, so nicht erbittert mit der Regie- rung zankkii, sondern zuin Wähle Aller aufrichtig H>r»d a» das Werk lege». Fast zwei Jahre habt Ihr es versucht mit Sch> eiern, macht jetzt einmal die Probe mit Männern von grniäßigtcr Gesinnung, so die Freiheit wollen, gesichert durch gesetzliche Schranken nach unten und oben, und dann fällt ein unparteisches Urteil! Gebraucht das einsaäx Hausmittcl und heilt selbst den Schade» ohne kostspielige politische Onack- falber." Faßt »>,,» unsere gegentvärtigen Zustande »>s Auge, so kan» inan wohl sage», daß der Brief de allen Harkort heule noch «benio zeitgeniiiß ist, wie es vor n ü. v, 'i- 1 >'l->- zebnt.'N war. ssngesnberslcht. Lentichr» :: Di« Beerdig«», d«e Opfer »er Katost'opb« »ns 3"h« .Achenbach». Kester» nachmittag wutden di» 22 Cpfct der Krttdenkatottropde aus 9c«dr „Achenbach»" unter riesiger Teil- natu», der Bevölkerung und der »sjjjirlleu Organe zur letzte» Ruh« bestatte,. Pünktlich um :> lltzi setz,« sich „ (r g,u>,il„g« Lnchenzug in Bewegung: gejolzt vo„ de» nächste» Lrid1,a,,en. den und den Irauetgäste». Die Spitze bildete »ln Krlegerper. e>n, »em .zahl,eiche andeic Vereine mit zirla hundert Fahne» und .zwanzig MusiNorps solgten. Wädrend die- Särge ,»» 2 Y Bergleuten aus fünf große» Rollen transportiert »Ulrden, hott« man die Särge der beiden verunglückte» Obcrfieiger aus besau, deren Lricheumagcn ausgcbahrt. Unter dem Irauergesolge- de- landen sich u. a. der Oderpläsiden« der Provinz Westsalen, ber Regierungspräsiden« von Arnsberg, bi« Spitzen de, Behörden de, Landkreises und der Stadt Dortmund, di« Beamten der Zeche „Minister Achenbach", «ln großer Teil der Belegschaft »üb auch .zahlreiche Mitglieder der Familie Stunu». de, die Zeche gehött, u. a. Keneialleulnant Ezz. von Schubert. Gesund, ter von Stumm und Major a. D von Stumm Ferner gaben 5 evangelische und 8 lalholische gielftljche d.-n Toten das letzt« Eeleit. Punkt 4 Uhr erreichte der Leichenzug. der eine lUfig« Serpentine da,stell««, den Friedhof und kur, nach halb 5 Uhr begann der feierliche Trauerakt am Krad«. Di« »»glückl,«» Opfer wurden in einem Massengrab beigesetzt, da, unmittelbar neben dem der Opfer der letzten Katastropl»: gelegen ist. Sur E-rabr stimmten verschiedene Gesangvereine Trauerlledcr an. die aus die anwesenden Trauergästr «inen tiefen Eindruck tcn. Dann hielten der evangelische und der katholische «..st liche eine ergreifende Trauerrede, in der st« das Andenken d.r in Ausübung ihrer Pflicht verunglückten Bergleute sei.-,:.-, Der Trauerakt nahm über «ine halbe Stunde ln Anlpruch. Sil, sich die Erd« über die Opfer srntie. lrcnnten sich die Trauer,z -- , und trair» den Heimweg an. Kranz Brambeuer stand heule unter dem Eindruck« der Beeidigung der verunglückte» Bero> leut«. Die Laternen der Straßen, durch dl« sich der Leicheuzuz bewegt«, wäre» dicht umflort und zahlr«ich« Keschästsinhoi -r hatten ihre Cchauscnstrr schwarz d«torier>. Aus säst jeden, Hoor ragte zum Zeichen der Teilnahme ein« schwarze Fahn«. V>» dem Augenblick an, da sich der Leichurzug vom Zcchenplatz in Bewegung setzt«, bis zur Versenkung der Särge in di« Masse n» grust. lauteten die Klocken sowohl in Brambeuer als den b«. nachbartrn Ortschaften. :: Der angeblich« Ausschluß de, Obelste» ». Rente« au, dem Zobern«, Kasino. Di« au» elsässischen Blättern stamniend« Slachricht von einem an den Oberst ». Reuter gerichteten Ersuchen, seinen Austritt aus dem Zaberner Kasino, dem die Of fizsere des 98. Regiments sowie di« in Zabern wohnenden Beamte» fzumeist Reserveoffizier«) angehören, entspricht nicht der Taffachen. Es handelt sich vielmehr um de» Major a. D. S.h« Polizei, deren Beamte den Räubern Bar- schub geleistet haben lallen Bom Ballon. :: Kolleltionate der Kraßmächte an *>ie Türkei. Die Beilr«. ter der Kroß,»ächte haben der Pforte «ine Kollektional« üb r- reickst, in der sie der,» Ausinerlsamleit auf verschiedene ,n letzter Zeit vorgrsallene Verletzungen des international«» Rechts hui» l«nl«n und der Hoffnung Ausdruck geben, daß di« nötigen Maß. iu>hm«n ergriffen werden, um ähnlich« Vorfälle in Zukunft zu vermeid«». Dieser Kolleklivschritt wurde haupffächiich dadurch veranlaßt, daß vor etwa 10 Tage» di« Polizei zur Ergreisang des Abgeordnete» Basrf-Bei unter Verletzung de» internationalen Rechts in di« holländisch« tbrsandtschaft »Indrang und Basri-Bei trotz de« Widerstandes des eingeborenen Polizist« f.-stnahm, was einen Protest seitens »cs lbesandlen der Nieder« lande zur Folg« hatte. «»'»«ko. :: Spanische« Sieg. Di« Madiider Blätter veiöffentiick-en Ei».zelheite» -der de» heftigen Kampf, den die spanischen Trup- pen vorgestern mit den maurischen Rebellen zu bestehen hatte». Danach ist es in der Rahe des Dorfes Beni Sälen zwischen orr spa»>,ä>n Kolonne unter dem Obersten Bciengner und den Auf. ständischen zu «in«m blutigen Kampfe gekommen, da die Spanier durch einen plötzlrchen Angriff de, Kabylen überiafcht war de» waren. Sie waren gtzwnngc», sich mit dem Seitengewehr gegen den geiich M verteidigen. Erst als di« Rachhut eintraf, konnte dns Feuer auf die Kabylen eröffnet werden. Diest u >ch- ttn schlichlich fliehen und ließen ,00 Tat« und Vowundet und zahlreiche Kewehre auf den, Schlachtfelde zurück. Die -Spanier verloren 2 Ofjiziet- und in «an», nicht wie es zuerst hieß, t«2. Ein Kommandant, «in Haupt man», drei Leutnant, und 01 Monn wurdrn verwundet. Bereinigte Landwirte. " Ltierftadt, 3. Jebr. Z u m Bauer nball ir. Sierftadtl Das war vorgestern die Parole irr hiesig» L, ndwirte iii'ä ihrer Freunhe. So war es »ine staffi- »ft. 28 Seite L Schar, die sich zusammengesunden hatte, besonders begrübt wurde die Anwesenheit unseres verehrten Herrn Pfarrers. Sinnig war der Saal, in dcni die Festlichkeit stattsinden sollte, geschmückt, überall Sprüche und Embleme, die sich auf die Landwirtschaft bezogen. Da war der Hcuwagcn und ein von Ochsen gezogener Pflug zu sehen, nichts fehlte, sogar das Butterfaß, der Bienenkorb und das Spinnrad war vertreten. Tie Feier, die gleichzeitig dem Kaisers Geburtstag galt, wurde durch den wackeren Vorsitzenden der Ortsgruppe der Vereinigten Landwirte, Joh. Steinbach geleitet. Die erste Rede hielt Herr Landwirtschaftskammcrmitglied L c b e r. Er besprach de» schweren Lauf des Landwirts unb betonte, bast der Landwirt in seine Berufsorganisation gehöre, denn ohne diese Vereinigung sei er machtlos. Er feierte die Errungenschaften, die nicht nur die Landwirtschaft, sondern alle Bernfsstandc im deutschen Vaterlande zu erzielen hätten und pries den Kaiser als Erhalter des Friedens. Ihm galt sein Hoch, in das die Bersamniclten begeistert einstimmten. Stehend wurde die Nationalhynrne gesungen. Die Tochter eines Vorstandsmitgliedes sprach den Prolog, gewählt lvar da > Gedicht, das 7>r. Böckcl jüngst in der „Neuen Tages- zeilnng" den Bauern gewidmet und das sich vortrefflich geeignet bat, wie es auch in schönster Weise vorgctragen wurde. Darauf bielt Herr H i r s ch e l- Friedbcrg eine kurze, aber packende Ansprache. Er mahnte die Bauern znm Zusammenhalten und betonte, daß Glaube und Heiinatlicbe im Bauernstände seine festesten Stützen hätten, deshalb sei die Vereinigung der Landwirte im Interesse des Vaterlandes gelegen, alle Stände sollten gemeinsani arbeiten, den Frieden Ernähren und Unfrieden verzehren. Reiches Beifall folgte lind der Vorsitzende brachte den Vereinigten Landwirten ein Hoch. Noch mehrere Vorträge, bereits ernster teils heiterer Art, unterbrochen von Tänzen, denen die Jugend huldigte, folgten, so daß die Teilnehmer bis zu letzter Stunde fröhlich beieinander blieben. * Obcrursel, 3. Fcbr. Daß die Landwirte sich auch in unserer Stadt regen, das bat das am Sonntag Abend stattgehabte Fest des hiesigen landwirtschaftlichen Vereins bewiesen. Vollgesiillt waren alle Räume des „SchützenhofeS" mit fröhlichen Gästen und schön und der Feier entsprechend war das Festlokal geschmückt. Schon auf der Eingangstreppe prangten die Worte: Vom Fels zum Meer, vom Niemen bis zum Rhein, wir Bauern alle einig wollen sein! Und im Saale konnte man von ans den Mitgliedskarten des Bunde? der Landwirte bekannte Bild des schwäbischen Bauern, der seinem norddeutschen Bernfsgenossen die Hand znm Bunde reicht, prangen sehen. Auch sonst haben Spruche, in denen die Landwirtschaft gefeiert wurde, den Charakter des Festes hervor, Man hätte nicht geglaubt, wie viele Bauern sich noch hier in Oberursel zusainmenfinden: 72 Paare zählte die Polonaise. Wenn auch Niedcrursel. Bommersheim und Weißkirchen einige Gaste gesandt hatten ,so war doch weitaus die große Mehrzahl von hier Frohe Gesichter leuchteten einem überall entgegen. Die Feier wurde durch eine begeisterte Ansprache des Herrn Eberhard H i e r o n m y eröffnet, die in ein Hoch ans die deutsche Landwirtschaft ausklang. Fräulein Löser trug unter lebhaftem Beifall einen Prolog vor. Eine Ueberraschnng brachten uns Herr Grimm und die beiden Töchter unseres bewährten Freundes Jakob Messerschmidt. Sie trugen das bekannte Chamisso'sche Gedicht „Das Riesenspielzeng vor und allerliebst war's, wie da? Riesen-Töchterlein den Bauern mit dem Ochsen und dem Pflug vor dem Vater ansstelltc. Reicher Beifall wurde den Mitspielenden zuteil. Namens der Vereinigten Landwirte sprach Herr H i r s ch e l - Friedbcrg, der von Stierstadt ge- kon'men war, noch einige Worte, die znm treuen Ziisamnnm- fchluß mahnten und die Bedeutung der Landwirtschaft feierten. Damit war der offizielle Teil der Feier erschöpft und die Gemütlichkeit trat in ihre Rechte. Lange wurde getanzt und die Stunden flogen nur so dahin. Jeder Teilnehmer aber hat gesagt: Die Landwirte von Oberursel verstehen doch. Feste zu feiern! %na der Heimat. * Friedberg, 3 Fehl. (Eeschichtsocrein). Auf den Dortrag am Mittwoch, den 1. Februar, abends 8 Uhr in der Fefthallc der Augustinerschul« wird hierdurch nochmals aufmerksam gemacht. Er behandelt di« Vorgeschichte der Wetterau und bringt eine Reihe von Lichtbildern zur Veranschaulichung des gespro- cheucu Wortes. Der Zutritt ist für jedermann frei: Gäste sind wie immer willkommen. Eingang vom Schützenrain aus. * Friedberg, 3. Febr. Von den 28 Arbeitsnachweisen des Mitteldeutschen Arbcitsnachweisverbandes, die im Dezember 1913 an das Kaiserliche Slot. Amt berichteten (gegen 18 im Dezember 1912) wurden 4124 (4415 lmäunliche und 2355 (2663) leibliche Personen, zusammen 8779 (7678) vermlttelt. hiervon entfallen aus Alzey 6 (3), Aichasftnbuig 142 (41), Bebra 40 156). Densholm 12 (—), Bingen a Rh. 48 (32). Butzbach 8 (8), Easiel 827 (762. Darmstadt 236 (156), Dieburg 7 (—) Frank, ft-" a. L 2816 (»54«), Filedberq i. h. 19 (40). Gernsheim i. h, I (ll Gießen 85 (78), Eroß-Karben 34 (19). Hanau a. M. 4« (32), hcrborn 17 (17). Kreuznach 30 (33). Limburg a. d. L. 41 k—), Mainz 489 (687), Marburg a. d. L. 5 (16). Ostenbach a. M 471 (253), Weilburg a. L. 4 (S), Wetzlar 27 (4V). Wies, bade» 1198 (1033), Witzenhausen 4 (4) und Worms a Rh. 18« 1244). Rach Berufsgruppcn g-trennt wurde» vermittelt: In x» männlichen Abteilungen: Landwirtschaft 338 (gegen 3g? im kezember 1912), Metallgewerbe 17« (34V). holzgewerbe 122 '170), Industrie der Nahrung»- und Genußmittel 95 (54), Be. ileiduugs. und Rcinigungsgcwcrbe 255 (235), Baugewerbe 93 1*31). Maschinisten, Heizer und Fabrikarbeiter 83 (133), Gast- -nd Schantwlrtschastsgewerbe «63 (721), sonstig« Lohnarbeit und häusliche Dienste 2127 (2126). In den weiblichen Abtei, hingen: Gelernt« und ungelernte Arbeiterinnen in Fabritbe- trftben 95 (65), Bekleidung»- und Reinigungsgewerb« 19 (39), Käst- und Schankwirtschastsgewerb« 189 (26) sonstig« Lohnar- ib-ll und häusliche Dienst« 2634 12312t. Bon den an den Mittel- Reue 4.agc->zeit«i«n Herrn Urstabt ab und zu einmal an diese Abbnichsgedanken des Herrn Gothein erinnerten. Eigentlich gehört dies auch zu dem Thema über die Entwicklung des Bauernstandes. * Gießen, 31, Fan. Der Beleidigungsrpoziß Troß gegen die sozialdemokratischen Redafteure Roll und Betters in Ei«, ßen und Redalteur Weihgerber von der „Kl. Presie" in Franksuri a. M sand gestern vor dem Schöffengericht in Gießen statt. Der Weißbindermeister Horn, welcher ebenfalls ln Konkurs geraten ist und fogar bei einer von der Staatsanwaltschaft aus eine anonym« Denunziation hin angeordnet« Vernehmung an Eidessiatt ein« vollständig unwahre Aussage in für Trotz ungünstigem Sinn« abgegeben hatte, war als Kronzeuge gegen Trotz von der Ecgenseft« geladen worden. Er sollte in seiner wirtschaftlichen Existenz durch Trotz vernichtet worden sein, doch wies ihm der Kläger klipp und klar nach, dah er bei seiner Bei. nchmung nicht ein einziges wahre» ÜBort zu Protokoll gegeben hatte. Ei hatte nämlich ausgesagi, dah er durch den Konkurs Trotz um 5666 Mark geschädigt werde, während es in Wirklichkeit nur 2 975 Mark find und er selbst der Konkursmasie Troß 4 369 Mark für Bürgschaften und Wechsel schuldet. Ferner legte der Kläger durch seine Korrespondenz bar, daß Harn schon am 49. Fcbrax 1913 nicht im Stande arwelen war einen Meä>- s«l von 52 Mark einzlösen nd denselben protestieren ließ. Troß hat ihm damals diesen Betrag und das nötige Reisegeld nach Biebrich gegeben, damit er die Sache ordnen tonnt«. Außerdem war schon am 25. August 1913 seitens der Lanbcshypothclenbank di- Zwangsoersicigerung der hornschcn hofreiie beantragt worden, der Konkurs Trost dagegen brach erst Anfang Scpkem- der aus. Horn behauptete sogar, einen Wechsel für Troß ein. gelöst zu haben, obwohl ihm nachgewicscn wurde, daß derselbe nicht bezahlt und von dem Banlier Erüncwald zum Konkurs Troß angemeldet ist. Nachdem Horn erklärt hatte, daß «r von keiner Seite beeinflußt und ihm auch kein Geld für die Troß beschulbigend« Aussage geboten worden sei, erklärt« der Kläger seine Aussage für ein psychologisches Rätsel, Auch verschieden« andere Zeugen, auf welche die Kläger sich zu stützen können glaubten, mußten zugeben, daß Ihnen von Troß keine falschen Vorspiegelungen gemacht worben waren und daß di« finanziell« hils«, welche sie Troß geleistet hatten, in den meisten Fällen auf Gegenseitigkeit beruhte. Das Urteil wird in acht Tagen verkündet, * Franksurt o. M., 31. Jan. Die gern beachteten Franlfur. ter Pferdemärkle wurden auch in diesem Jahre aus jeweils den eisten Mittwoch im Monat festgesetzt: der eiste jindei am 4 Februar statt. An diesem Markttag« werden in der landw. Halle etwa 766—800 Pferde zum Verkauf gestellt, sodaß sür die Landwirte und Industriellen, welche Arbeitspserde sür ihren Betrieb benötigen, sich gut« Gelegenheit zum Kauf und Tausch bleleu wird. Slugesagt wurden meist belgische und französische Last, pserd«: mit» norddeutschen Pferden werden nur «snigc Züchter vertreien sein. * Frankfurt o. 91, 2. Fcbr. Bon der hieflgen Künstleischast wirb ein auf zwei Tag« berechnetes Künstlerfest in -er Festhalls vorbereitet. Es findet am 25. und 26. April statt und wirb als „Frankfurter SLäldrhestag von Anno Dazumal" gefeiert. Der Reinertrag soll zur Bildung eine, Grundstocks für «ine Alicrs- rersicherung der Frankfurter bildenden Künstler Verwendung finden. * Franksurt o. 91., 3. Febr. Ein für die Geschichte des Zirkus bedeutungsvolles Ereignis hat sich am Samstag Abend hier vollzogen: In der berühmten Frankfurter Fefthall«, di« sich zu diesem Zweck in «tuen „Zirkus der Fünfzehntaniend" verwandeln mußte, fand dt« Premier« der größten Zirkus-Fest- jplel« der Welt statt, 566 Mitwirkend«, 366 Pferd«, 256 Me- nagericktere gaben zusammen «in Programm ab, wie «s in der Tat bisher von keinem Ztttu» der Welt auch nur entfernt erreicht wurde. Nicht wenlger als 86 Programmnmnmern (als» viermal s» viel al, «in gewöhnliches Zlikusprogramm bringt) wurden von 814 bl» 104 Uhr ln buntester Fülle vorgesührt. Jirdesten: vlel interestanter und wichtiger al, diese gigantischen, amerikanischen Propotionen ist di« Reueiniichtnng, di« ein so riesenhaftes Programm erst möglich macht: In den Frankfurter Festspiele« traten zum ersten Mal zwei Manegen der üblichen Größe in Funktion: und all« di« verwegenen Rei- terwettkämps«, Schnldrefluren, Tableaus, all die unzähligen waghalsigen Akrobaten, Equilibristen- und Turmseilprodulti»- nen. ja selbst die heimatlichen Künste der Chinesen-, Beduinen-, Mulatteir-, Tscheriesten., Cowboys- und Jndranertrupps werden in Form von Konkurrenzen in beiden Manegen gleichzeiiig ausgekämpst. Richter ist das Publikum, das in den bisherigen Vorstellungen di« Sieger denn auch mit Dctsall geradezu über, schüttet«. Die Spannung de» Publikum» wirb natürlich durch diese Wetttämpfe aus» höchst« gesteigert: «nd dadurch, daß di« größeren Konkurrenzen tu einer großen, um beide Manegen lausenden Rennbahn ausgesochten wurden, bekam da« altgewohnte Zirkurbild einen ganz neuen und ungewöhnlichen Umsang. Nur dt« ganz großen „Sensationen", Gadbins atemrau- bcnder Sprung aus der sechsten Etage, der Reger Bob Rock«, seller, der sich vom Auto überfahren läßt, Direktor Earrees 56 Sieigerpfcrde, die er aus einmal in der Manege zum Ausbäu- men bringt — ein ganz pompöses Schauspiel übrigens — und dergleichen standen natürlich (wenn man sich ein Wortspiel erlauben darf): „einzig" da. Sonst ist mit hilft der zwei Manegen die Leistungsfähigkeit de» Zirkus verdoppelt, manchmal so. gar verdreisacht. Der Leiter und Organisator des großartigen Schauspiels wurde denn auch nach Gebühr geselert. Er hat im Zirkus Carree nicht nur di« Quadratur des Zirtug gelöst, sondern wird auch aller Voraussicht nach, mit der ihm weit angenehmeren Aufgabe sertig werden, den Riesenbau der Festhalle scchgehnmal zu stillen. * Franksurt a. 91., 3. Febr. Die Behörden gehe» jetzt gegen Eeschästsleut«, besonders Friseur«, di« Antikonzepiionsmittcl feltbictcn, sehr scharf vor und lasien sie gerichtlich besttasen. Gegenwärtig sollen etwa 166 derartiger Anklagen schweben. Dieses einheitliche Vorgehen wirb zweifellos als eine Maßnahme zur Verhinderung des Geburtenrückgangs anzusehen ftin. * Frankfurt a. M, 3. Febr. Das rapide Sinken der Schwcinepreise hat die hiesige Fleischerinnung zur Herabsetzung der Schweinefleischpreise von 85 auf 75 Pfennig dos Pfund veranlaßt. Dagegen sind die Wurstwa-en, von zwei Ausnahmen abgesehen, im Preise nicht erniedrigt: sie stehen nunmehr im Gegensatz zu den niedrigen Vichpreisen ungewöhnlich. Da viele Metzger der Innung nicht angeschlossen sind und ihre Waren nach Belieben verkaufen kann demnach von einer Entspannung der Fleischpreise noch nicht die Rede sein. Hessen-Nassau. * Bad Homburg v. d. H, 3. Febr. Durch Bubenhände wurde der Steinsockel des Landgrasendenkmals in den Knr- anlagen beschädigt. Aus die Ermittelung der Täter setzte die Stadtverwaltung eine Belohnung von 100 M ans. * Bad Homburg .v d. H, 2. Febr. Da im Schlosse bereits mit der Herrichtnng der kaiserlichen Zimmer begonnen wurde, rechnet man auck> in diesem Jahre mit einem längeren Aufenthalt des Kaiserpaares in Homburg, Berliner Meldun- gen zufolge wird jedoch nur die Kaiserin hier erwartet, während der Kaiser sich nach Korsu begibt. Die Ankunft der Kaiserin wird schon Ende Mürz erwartet. » Kietors, 3. Febr. Das Ludwig Paulische Ehepaar beging am 31. silanuar das goldene Hockneilsseft «e. r» * HaUrrsheim, 3. Febr. Die Gemeindevertretung de- schloß die Aufhebung der Wertzuwachsstruer. * Flörvheim, S. Febr. So» zwei jungen Bursche» wurde im Zigorrengefchüst von Kröhle ei» dreister Diebstrchl au^e. führt. Eine kurze Abwesenheit de, Lodeninhaber, benutzte der eine Bursche. um einige Kisten Zigarren zu steh!«» und sie sei. nem draußen harrenden Genosse» zu reichen. Beide Burschen haben in der jüngsten Zeit schon wiederholt auf dies« Weis« g«. stahlen. * Hofheim i. T., 3. Febr. Beim Eiszerschlagen de» Müblbaches fiel der hiesige Müblenbefitzer in da» Waller und lwii der Strömung den Leerlauf hinab und unter der Mühle hindurch getrieben worden. Unversehrt, nur völlig vereist, kam der Mann wieder an die Oberfläche. * Eppstein, 3 Febr Bi« gegenwärtig unbewohnt« „Billa llnverzagt" bei Vockenhausen wurde nächtlicherweis« von Diebe» rurgeplündert. * Dörnigheim, 3. Febr. Der Geburtstag Seiner Maje- ftät unseres Itaiscr» Willieknr II. wurde auch in diesen» Fahre in unserer Gemeinde in würdiger Weis« gefeiert. Am Sonn- tag wahn»? der Kriegervercin den, Morgengottesdienste, in dem Herr Pfarrer Römheid über die Brbelworte „Gebet dem Kaiser, too» dem Kaiser ist. und Gott, wo? Gotte» ist" ein« wundervolle Predigt hielt, bei. An, Montag morgen fand in sämtlichen Schulklassen eine des Tages entsprechende Feier stall, und wurde jedem Kinde, 434 an der Fahl, von der Gemeinde der übliche „Kaiser-Stnßweck" überreicht. Der Kriegerverein und einige patriotisch gesinnte Leute vereinigten sich am Dienstag, abends 3 Uhr, zu einer Feier, verbunden mit einem Festessen, im Gasthaus „Zum Adler". Nachdem der Vorsitzende des .Kriegervereins, Herr Philipp Stier, die erlchienenen Teilnehmer aufs herzlichste begrüßt und da« Kaiserhoch ansgebracht hatte, hielt Herr Rektor Geb die Festrede. in der er. von den nationalen Feiern 1313 ausgehend, ein schlichtes Charakterbild unseres Kaiser» entwarf, das mit dem Gelang ..Heil dir im Siegerkranz" seinen Abschlust fand. Herr Plärrer Römheld schilderte in markigen Dorten die Berdienste der Kaiserin und in das ausgcbrachte Hoch auf die hohe Landesnmtter stimmten die Festteilnehmer kräftig ein. Die festliche Stimmung wurde noch durch Singen von Vnterlandsliedcrn und Baiträgen heiteren Inhalts erhöht. * Gelnhausen, 3. Fan. Ein braver Lebensretter ist der siebenjährige Karl Bellhänfer. Al» einer seiner noch jlln- geren Spielkameraden in das Eis cinbrach und in größter Lebensgefahr schwebt«, wagte sich der Klein« geschickt und tapfer auf da« Eis hinaus und rettet« seinen Freund vor dem Tode des Ertrinken«. * Fulda, 3 Febr 8tl Wildflecken blieb am Donner,tag Abend ein Zug im Schnee ftrrken. Um die Reisenden nicht stundenlang der Kälte auszusetzen, wnrden sie alle in einen einzigen Wagen gepfercht, der dann mühselig von der Lokomotive n«ch de, nächsten Station geschleppt wurde. Den Rest der Zuger holte man später von »er offenen Strecke nach * Weitervde, 3t. Fan. Der Schlosserlehrling Loth verbrüht« sich mit kochendem Woher derart, dost «e nach kur^r Zeit starb. * Reuwird, 3. Febr. Da« Prinzen paar Wilhelm zu Wied wird, wie «» am letzten Freitag einem Frankfurter Pfarrer brieflich mitteilte, spätesten« am 15. Februar nach Albanien reisen »nd in $;iraiao seinen Einzug Hallen. Ans Starlrnbnrg. * Dreieichenhain, 3. Febr. Während in den Gasträumen der .Alten Burg" ein« Festlichkeit abgehalten wurde, erbrach ein Dieb das Wohnzimmer und stahl aus diesem einen größeren Geldbelrag. * Lange», 2. Febr. 8elt Monaten wurden in zahlreichen Privatlxiniern »nd Fabriken der Unigegend schwere Einbrüche verübt, bei denen den Dieben wertvolle Beute in die Hände fiel. Trotz der umfassendsten Sicherheitsmaßrcgcl» gelang eb nie, die Verbrecher z» entdecken. Durch Zufall kam dieser Tage die Ofscnbacher Polizei aus die Spur der Einbrccher- bandc, indem sic einen der Diebe. Ferdinand Zimmer au» Frankfurt-Ginnheim, verhaftete und durch ihn aus die in Langen befindliche „Zentrale" der Gesellchsaft aufmerksam wurd. Gestern wurden nun drei weitere Einbrecher verhaftet, Fa ihren Behanjungen wurden neben großen Vorräten von Tiebesbeute verschiedene hochmoderne Einbrecherwerkzeuge gesunden. • Groß-Gerau, 3. Febr. Der „Zubrang" znm hiesigen Ge. richlsgesäxgni, ist seit einigen Tagen so groß, daß die benachbarten Haftlolalr zur Anshilsc hinzugczogen werden müssen. • Arheilzen, 3. Febr. Ein Hühnerdieb aus Liebhaberei ist ocr etwa 30 Jahr« alt« Landwirt und früher« Fabrikarbeiter WUh. Frcudenbergcr von hier. Er arbeitet« früher in einer Fabrik, hat sich dort «ine Verletzung zugezogen und bezieh, «in« Keine Pension, sowie eine Vergülung uon der Berussgenossen- ichast. Nebenbei ist er bei seinem Bater, der ein eigenes nicht überlasteter Anwesen hat, in der Landwirtschast tätig und be. ichäsligl sich ans Liebhaberei mit Geslügelhandel und Geflügel, zucht. Schon lang« Zeit siel es aber den Bewohnern auf, daß F. sich älter in der Nachtzeit unterwegs befand, ohne daß «r dazu bejonb:re Bcranlasiung gehabt hätte. Da nun seit einiger Zeit wiederholt Hühner, Enien ubn sonsttg« «oerwoll« Geflügel aus unerklärlich« Art aus den Gehöften verschwunden war, »atzt« man ihm mit einem Polizeihund aus, und so konnte ihn fci Polizeihund des Schutzmann, Säug dieser Tage erwischen, Di« er ein, Anzahl Hühner, die er gestohlen und unter einem Osislhavsen nach lebendig versteckt hatte, hole» wollt«. Trotz R«»e Tageszeitung. Dirnsrag. »en 3. Februar »sich, I heftiger Gegenwehr, tonnte ihn der b-nd. den »r wiedecholt von | sich schleuderte, so lang« sestholte», bi, der Dieb sestgenommen rverben konnte. Man ist nunmehr mit der Austlärung brr anderen Diebstahl« bemüht. * Darmstadt, 3. Fesr. Am 10. Februar findet in Darmstadt die 3. Pscrde- und Fohlenaultia» aus dem Pserdemarktpiatz, statt. Aus dies, Auktion kommen nur Pferd« und Fohlen hesi. Landwirte. Kaufliebhabrr baden daher ein« außcrordenilich günstig« Gelegenheit bet reichlicher Auswahl Zn billige» Pre>. jen au» erster Hand ihre» Bedarf an Pftrden decken zu können. Abgesehen von der Garantie der gesetzlichen Gcwäl>r«nä»gel haben di« Perkäuftr nach etwaige Fehler und Untugenden ge. winenhast anzugede». Di« Käuftr habe» daher rin« doppelt« -'cherheit beim Antaus, sadaß auch weniger erfahre», »aus. liebhaber ohne Gesahr au den »aus heranlreteu können. Der Katalog, welcher auch di« Auklionsbedingungen «nihält, und welcher am Auktionslag« zum Eintritt aus den Pserdemarktpiatz berechttgt, ist zum Preise von kill Psg. oon der Landwittlchasls- kommer in Darmstadt, Rheinstraß«, zu beziehen oder auch am lü. Februar am Eingang de, Pserdemarktpiatz«, in Darmstadt erhältlich. * Darmstadt, 3. Febr (Der Oberbürgermeister in der Bülts. Jn der am Sonntag Abend stattgehadten großen karnevalisli. scheu Damen, und Herrensitzung der Eainevalgesellschaft „Rarr- holla" bestieg auf di« Begrüßung durch den Vorsitzenden Narr Supp, Oberbürgermeister Dr. Glässing die Bütt, um in sidelcn Worten «ine Reihe nikischer Borschlög« zum Wohl« der Stadt usw. zu machen So rät er im Interesse der Bewohner mit Rück, ficht ans di« Ausdehnung der Siodt, daß Alle fliegen lernen, die Ausbildung will di« Stad, übernehmen. Di« Bezirksver. ein« sollten da» Luftmcer oberhalb der Stabt «inteilen und da. für Sorge tragen, daß die Lustfahrpiäne eingeholten werben. Er müsse aber mindesten, Lllü Meter über den Schornsteinen ge- flogen werden, damit die Hausbesitzer in ihrer Ruhe nicht ge- stört werde». (Lebhafter Beifall). Büttelborn, 3t. Jan. Im Gcmetnbewald« geriet der Maurer Pettmann unter einen umstürzenden Baum Dem Mann wurde dar Cchlüsielbein zerschlagen. * Giusheim, 31. Jan. Am 25. Januar war auf dem Rheineis« ei» Karussell crusgeschlagen und acht Musikanten spielten zum Tanz auf dem Eis« auf. Ein« gewaltig« Menschenmenge war anwesend. * Rohrbach i. O., 3. Febr. Pfarrer Frank feierte sein kv> jährig«, Jubiläum im Dienst der hiesigen Waldcnsergemeinbe. And Rheinhesiru. * Wackernheim, 2. Febr. Infolge Zwistes mit seinen erwachsenen Kindern wollte ein hiesiegr Landwirt dieser Tage seine Ackergrundstücke versteigern lallen. Einer der Söhne appellierte an das Rechtsgefühl der auf der Versteigerung anwesenden Personen und bat im Interesse seiner Geschwister, nicht zu bieten. Daraufhin machte nicht ein einziger ein Angebot und die Versteigerung mußte von dem Notar resultat- los aufgehoben werden. * Wöllstein, 2. Febr. Ein merkwürdiger Gast sprach hier in einer Wirtschaft vor. In aufdringlicher Weise suchte er Leute für das Ausland zu gewinnen und niachte große Versprechungen. Zwei junge Leute wollte er anwerben, die aber schleunigst, als sie den Zweck der Werbung — die Fremdenlegion — erfuhren, zurückgingen. Einige Wöll- steiner sagten ihm dan gründlich die Meinung, worauf der hier wohlbekannte Gast ans Kreuznach wieder verschwand. Es wäre doch angebracht, wenn sich die Behörden dieses sonderbaren JndiviuimrS angenommen hätten. Ans aller Welt. Wegen Raheungsjorgen »crgiltet. Gestern nachmittag vergiftete die Ehefrau Luise des Reisenden Max Barezykowski in ihrer Mahnung im Hause Ad-ilbcrlstroß« 72 in Berlin sich und ihr einjähriges Söhnchen Einst mit Leuchtgas. Als man beide eussand, war das Kind schon tot. Während man die Leiche nach dem Lchauhaus« bcschassie, bracht« man di« unglückliche Mutter in bedenklichem Zustand« nach dem Kiankenhouse. Rah- rungssorgen scheinen das Moliv zu der Tat gewesen zu sein. Verbrecherischer Ueberfall aus einen sranzoiiich«» Eüterzug. Ei» Stückchen, bas an Wild West erinnert, bat sich in Frankreich ereignet. Ein Eüterzug von Mons nach La Louvier« ist in der Nähe des Bahnhofs Thieux durch «inen vcrbrcchrriiche» Anschlag enigleist. Di« Verbrecher hatten schwere Stein« aus di« Schienen gewälzt. Alz die Beamten bi« Ursache der Störung fcstelien wollten, hatte bereits ein« Anzahl Verbrecher ihr Plünverungswerk begonnen: die Beamten wurden durch vorgehaltenen Revolver gezwungen, jeden Widerstand auszugeben. Im Streit erschosien. Ein blutiges Drama hat sich auf dem Place de L'Etoil« in Paris zugetragen. Der bekannte Finanz mann Henri Lartigu« geriet mit einem seiner Bekannten namens Maurice Chcvallicr-Curt in Stteit. Dieser zog bei der Auseinandersetzung einen Revolver und gab mehrere Schüsse auf Lattigue ab, di« diesen lebensgejährlich verletzten. Der Täter erklärt« bei seiner Veihastung, daß er wegen Geldangelegenheiten mit Lattig-ue sich überworsen habe. D«, Kammer Herr -l» Majestät»b«l«idiger. Di« Staatsanwaltschaft in Roswck hat den großh. mecklenburgischen Kammerherrn Henning von Blüow auf Bodenwald« bei Behlan. «inen Sohn de» früheren Etaatsmtnisteis, «in Verfahren wegen Maiesratsbeleidigung »ingeleitet. Der Angeklagte hatte sich über das nachdrücklich« Eintreten des Streliher Großherzogs für «in« Berfassungsreform so geärgett, daß er seinem Aerger seinem , _ Seite & Inspektor gegenüber In nicht wreberzug»beerbe» Worie» Luft macht«. Irrsinnotat a»s dem Llovbdamps«, „vrandeuturg". Am 31. "Januar spielt« sich aus dem Llovddampsrr „Brandenburg", der aus der Reede von Bremcrbaven a»g«!om,nen war. eine aufregende Szene ab. Der dritte Ossizier Wendt, der an, der Pro. vmz Brandenburg gebürtig ist. wurde von einem plötcl ig. Bei der Sialion Rasti der Kaschou-Oderberger Bahn verjuchten zwei Banditen «inen frechen Ueberfall aus »tnen Personenzug. Die beiden brock-en durch Haltesignale den Zug zum Stehen und sprangen aus den Postwagen, um sich der Geldsendungen zu bemächtigen. Der sich energisch zur Wehr setzende Beamie wurde durch einen Schuß schwer oerletzt. Inzwischen eilte da» Zugpersonal derbcl. um die Raubgesellcn sestzunehmen. Einer der beiden erschoß sich während der zweite verhasiet wurde. Drei ««rgleute »tngcjchlosie». Aus der Zech» „Fürst Leo pold" sind tn der »orvergongenen Rocht drei Bergleute durck he,einbrechend« Gestcinimassen eingeschlosien und bisher noch nicht geborgen worden Ihr Schicksal ist unbekannt: die Rei- tungsa,beiten dauern sari. Kreuznach, 3. Febr. In der «iahe de» Eisenbghnoiabukt- wurde vorgestern der Unteroffizier Iakobows!» vom Infanterie regiment Rr. 17 in Siörchinge» mit drei Schüsien im Körper toi ausgesunden. E, ocrlautei daß er sich, weil er seinen llilaubs. poß gefälscht hatte und ohne Urlaub nach Kreuznach gefahren war. und verhasiet werden sollte, deshalb da, Lebe» genom- men hat. * Aschaffenbiirg, 2. Febr. In Aubstgdt epplodierle beim autogenen Schweißverfghren der Apparat. Hierbei wurden die Schmiede Wagenbrenncr und Fuchs auf der Stelle getötet. Die „Rebeustrasr". Da» Schösicngericht Prien verurteilt« einen Zechpreller zu acht Tagen Gesüngnl, Rach der Urteil» Verkündigung versetzt« di« geschädigt« Kellnerin dem Angellag. ten mit den Worten: „So und dn, ist vo» mirl" ein« derartige Ohrfeig», daß der Mann aus dt« Bank zurücktaumelte. Da» Gericht verhängte über die schlagfertig« Heb« eine sofort zu vollziehend« Ordnungsstrasc von drei Tagen Hast. To» durch Verbrühe». Ein dreijährige, Mädchen in Aichas, fenburg. da, in einen Kübel kochenden Wasser, fiel, verbrühte sich hierin zu Tod«. bleueste riud Drahtnachrichten. Raubinord im Zugr. Bingru, 3. Febr. In der Nacht zum Sonntag wurde im Personenzug Nr. 312 ein Mordversuch verübt. Zwischen Nohbollcnbach und Obcrstcin wurde die Notbremse gezogen In einem Abteil zweiter Klasse fand man einen .Herrn mit Schußwunden vor. Er gab an, von einem llnbckaunten überfüllen und seiner Briestasckg: mit 2,0 M Inhalt beraubt war- den z» sein. — Wie weiter gemeldet wird, wollen Ziiabeamlr gesehen haben, wie dem Zuge ein Mann entsprang, der den Beigen zueilte. Der Uebersallcne angeblich ein Lehrer ans Homburg in der Pfalz, ist am Kopf und Brust verwundet worden und liegt bewußtlos im Krankenhaus darnieder. Frankfurter Wetterbericht. v»rau»sag«: Wollig, vielfach Nebel, trocken, keil»« Temp« raturveränderung. Nachtsioft, westllche Winde. Hcu- und Strohmarlt. Angcsahren 10 Wagen Heu, Bezahlt wurden 2.30 bis 3.20 M. Ta» Geschäft war langsam. Die Zufuhren waren au» dem Kreis Dieburg, Hanau und Oberhessen. Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirsches, Flicdberg: für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Friedbcrg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tage«, zeitung", A.-G., Friedberg i. H. Fn r S ch >» Ijm n djer! !tl ädchc it Kouponäbichaitte zum Besohlen.! ,ü 2ah,e alt. möchte bei «inci lliecken u. d ,l. off. Iii-Piv. Pack s. Schneidert» In die Lehre treten M. 7.50g«g.niadjH » b»irW«r,»rMr: Anfragen bejördctt unier O. R. die Ezp. der Iteuen Tageszeitung. frifim uni) pflttfln in Kitteln zu den »tii Tugespeeiieu W. M 3 d F © Gebr. Vosi, Butzbach. ^ ftai.ni I Fwrckmäsiisc (> iiirichtnng ! he»» ! Ute Fn,chiäc,rn.s,rrchnttngri,. | (pichfvi{d|c Jid)t- u. Kraflnnlliyen jeden llwsanczes ;m S.nirtilu'B an die liebe,landzentral« Wölfersheim den Dorjchristen des Berbandes deutscher Slektrotechniler u. der Uebertandzentra.e eu. preti (f- chtvo-Pcimntoi-IUnhe, G. in. li. ^ Frankfurt n. |r«„ü""1 WainrerlandSrakr 251 :: griff»»: Amt 1. 364-3 | üpari-mn-r «..» nd„rii,r urtvic N'. r» Wcuc Tageszrtttins. -iienstc#, »ei! 3. Februar 1914, iah 4 E}ank*ngj£SGMgg > . Für die liebevolle Teilnahme, aus Nah und Fern, beim Begräbnis meines lieben, nun in Gott ruhenden Gatte», unseres guten Vaters, Oossvaters Bruders, Schwiegervaters, Schwagers und Onkels S|ienglcrnieister sagen wir allen Freunden und Bekannten, sowie allen welche durch Beteiligung und Kranzspenden, an unserem Schmerze teilnahmen, unseren herzlichsten Dank. Insbesondere danken wir dem Herrn Piarrer Hebe rer für die trostreichen Worte am Grabe, wie dem Vorstand der Kirchengemeinde für die Niederlegung eines besonderen schönen Kranzes mit Widmungsschleife, den 3. Februar 1914. j)ie trauernden Hinterbliebenen: Katharine Diefenbach Witwe Heinrich Diefenbach Marie Diefenbach, geb. Crass Ottilie Dauernheini, geb. Diefenbach Heinrich Dauernheini. ZliMpilthiW. Freiwillige Versteigerung. Donu>r.4ag, den 2. Fcbm.r I. Js, mittags 2 IIh:, [oll au: hiesigem Rathatise. fc'ie am I. Februar fäilige Semcinbciaa.b, tc[tef)enb in jirta 93 Hektar 'Ji'atb utiD 559 sjeftar Feld und SUiefcit, aus weitere (i Jahre verpachtet wrrden.DcrWildbcstaud an Haie», Reden. Hühnern und Fa unen ist vortügtich. Die Jagd iit in fünf Minuten von her Bahnstation Eettenati-Bingenheim tt. Reichelsheim zu erreichen. Bingenheim, 26. Ja». 1914. Gr. Bürgermeisterei Bingenheim. Schultheist. Für bas am 13.14. u. 15. juni 1914 in Himbach stattfindende Wegen Ausgabe der Landwirtschaft versteigere ich Mittwoch, Iben 4. Februar 1914 im Hause d. Martin Iehner Mw. in Red- ! gen bei Bad-Naithctm folgende Gegenstände. 1 Selbstbinder (System Lormicki, I Säentnitbine, 1 HLäseltnaschine, 1 Schrotmühle, t Dickwurz mühle, 2 complekte SUnflett, 1 Sjaibocröert, 2 Pflüg«, 2 Etznen, 1 Kartofselpsluq, 1 Walze, t Psuhlsatz mid ssnstige Heinere Gerätschaft« Weiler werden milveitau t Stroh. Spreu, Heu u. Tickiv! r . Tie Versteigerung beginnt vormtkiars 11 Uhr. M. Sonneborn. in.. sollen die Plätze für Karnsiell, Schiestbude und sonstige Berkauss- und Belustignngsduden vrr eben werden iowie Drutkerei- u. sonstige Festartitcl. Bewerber wollen ihre Offerten bis zum 15. Februar 1914 nachm. 3 u.,r wo es auch vergedea wird an Forsiwaet Reichert Vorsitzender des Krieger- oeteins Himbach einzit! eichen. korrellM, Steingut a. Siaswares Zum Verkauf kommen eine bestimmte Anzahl zuriiekgesetate Tafel- h. Kaffee-Service, WasckgarRitnrea solange Vorrat reicht mit 2ii —TZ",» llaflüff. Feine Wsinkeiche, Bierbecltes*, Wirtschaifsgläseg 1 , mit alter Eiche. ; Günstige Gelegenheit zum Einkauf guter und reeüer Ware. Fr iedr.Hilb recht*«. gegründet 1796 große K ostergasse 12 Friedberg i. H. nächst dem alten Bahnhof I crham! nur gegen bar. I tntaiiwrli iiirlit gestattet. Schluss des Verkaufs 14. Februar, ■ uiiitKMiib | Si alcrial fiir die im Februar erscheinende Fastnach 1 szeiiu »g wird in der Geschäftsstelle der Renen Tazeszeitunz rnigcgcn- geno amen. Urimphator-Kikr Münchener Bürgerbrä« rin Anstich echt Pilsner Kaiserqüell Tteinhnutzer Gold Va-chöft-ReftUilllt Friedberg i. H. erhält Rat, Zeichnungen u n «1 K o s t e n v o r s» n s c li 1 ä g e von Anton Neubauer, Architekt Billige, solide, zweckentsprechende Bauweise. ZePtral-DarlehnslassB lür ßeutscltlanl: - Hauptsitz: Herlln. - 8 riiiaian in - Braunschweig, Breslau, Cassel, Coblenz. Danzig, £ i 111101511 III. Erfurt, Frankfurt a. M., Königsberg j. Pr., Lud- ■ 5 wigshalen a. Rh., Nürnberg und Strallburg I. Eis. * J F,inge:>! Ifni Wo mache ich meine Einkäufe in Zmjlkn, Äksku, Piiiskl ti. Toilettcii-Artitkl in Fiicddetg? Bei MMsti iiWS! WWB. Inh. Jos. K«od, Frtedbera, Katserstr. 75 . Korcbenl tt. Qualität rot und tarbig Federleinen DaniüSt weil! und rot Bettkattun Bettflaneii Bettzeug tert. Bettücher aus Biber oder Halbleinen ebenso !a. Halbleinene zu Bettüchern, empfiehlt W.Reather Altenstädt. Büil- imH NiGljlz-Ptkjteigerinig. Freitag, den ti Februar, vormittags 19 Uhr anfangend lomail Im Etammheimer Eememdewald jolgendes Bau- >t»d 9tutz- holz zur Versteigerung: 33 Eichen-Stämme von 39— 49 Lin. Durchm. 5—19 Mir. Länge, = lö Festmtr. Inhalt 77 Eichen-Stämme von 15—29 Em. Durchm. 5—12 Mir. Länge, = 24 Festmtr. Inhalt 12 Fichten-Siiimme uon 25—35 Em. Durchm. 15—29 Mir. Länge, = 19 Festmtr. Inhalt 149 Fiö t ni-Stamme von 14—24 Em. Durch,». 12—18 Mir. Länge, . . ---59 Festmtr. Inhalt 32 Kiesern-Stämme van 39—49 Em. Durchni. 5—12 Atlr. Länge, „ _. . _ — 23 Festmtr. Inhalt 133 fitefern-Stämme von 29-29 Em. Durchm. 19—12 Mir. Länge, ... , — 45 Festmtr. Inhalt 13 Stuck Eichen-Derbstangcn geeignet zu Deichseln 3 Stück Buchen-Derbstangen geeignet zu Langwiden 298 Stück Fichicn-Derbstangen und 339 Stück Fichten-Reisstangen. dttjammenlunjt der Versteigerung ',,10 Uhr Itu Ort. Stammheim, den 2. Februar 1914. Nagel, Bürgermeister. Hotzverfteigernng i» der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag, den 9. Februar, vorm. 9'/* Uhr im Distrikt Harb: Scheiter, rm : 291 Buchen. 13 Elchen (9 rund, 4 Werkicheit), 2 Ellen (tuttb); Knüppel, rm: 166 Buchen, 37 Eichen, 1 Erlen, 1 Linde, 3 Nadelholz : Stockholz, rm: 99 Buchen (2Scheitblocken) 45 Eichen: Reisholz-Wellen: 4850 Buchen, 1230 Eichen, 359 Eichen. 463 rm Fichten-Ncisholz in Schichthausen; 31 Etchen-Eartenpsosten - 1,93 Fstin ; 4 Fichten-Ltämme — 3,94 Fstm. (21, 22, 31 und 49 cm Durchm.): 4 Kiesernabschnitte — 2,74 Fstm. (31, 36, 38 u. 44 cm Durchm.: 70 Eschen-Derbitangen — 1,01 Fstni. (bis 6 m Länge). Die Zusammentunst ist auf dem chausstetten Weg von Koln- haujen in die Haid beini Waldeingang. Jagd-Verpachtung. Samstag, den 7. Februar, nachmittags 2 Uhr, fall die der Gemeinde Burg-Eräfenrode zustehende 3agd, bestehend aus 529 Aiorgen Wald und 1659 Morgen Feld, aus dem Nalhaus dahier auf neun Jahre verpachtet werden. Die Haltestelle Erdstadt-Kaichen (Friedberg-Hanauei Bahn) liegt tm Jagdgebiet und die Statia» diieder-Wöllitadt iMatn-Wescr-Bahn) ist 15 Minuten vom Jagdgebiet entfernt. Burz-Eräsenrode. den 20. Januar 1914. _ Erohh. Bürgermeisterei Burg-Gräsenrode: Hahn. Jagd-Verpachtung. Donnerstag, den 12. Februar 1614, nachm. 1 Uhr soll Im hiesigen Rathaussaal die am letzten Februar d. I». fällige Felb- und Waldjagb (zirla 395 Heltaz. haltend) aus weitere 6 Jahre verpachtet werden. Das Jagdgebiet ist in 5 Minuten von Station Rrichctsheim (Wetlerau) zu erreichen. Der Wildstand ist ein sehr guter. Vloteld, den 1. Februar 1914. Erosthcrzogl. Bürgermeisterei Btoseld. Schäfer. AagdBerpachimus. Samstag, den 21. Februar 1914, nachmittags 1 Uhr toll in der Wirtschäst des August Kirchbast dahier, die der Gemeinde Ulfa zustehende Wald- und Fetdjagd, unter den bet der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen in 4 Abteilungen, auf weitere 6 Jahre öffentlich verpachtet werden. Utsa, den 27. Januar 1914. Grohherzogtiche Bürgermclsteret Ulfa, y o f m a tt n. BrnMklilik li. BchniUtü, Pniapenauillgeil billigst. 8t<'(iin Uiitm. Lnfleti-rii Lztttigetr. Tapeten Vinpknm Linkrusta Wachstuche Linolenmwachs biiligst *apfltn »tt» tinehrnichtws Jean »öqier, tiichderg i. K. fiaitrrHrdSr. Teleso» 458. Erhältlich bei: I. Baumrtsier Rachf., Soff. Friedberg »iaiserffraste >5. Tausend Arien Lchuhkrem kann inan zählen, Als afferbeste ist Dlaflnanfine zu wähle». Fabrikant: Rud. Starrte in Melle. Flechten nässende lmd i.oe Bartflechte. Aderbcine ciruppcjif IccbEe ßcinscTiüden offene Füsse Haiitausscbläge. skropb. Hk7.cnia, böse Finger alte Wunden sind oft 9eJ»r barfnäckikr. Wer bisher verjfeblicii ou* Heilurtu ltofffc versuche »oeb die bewährte und är/tf. eoipfohicne Rino-Salbe Frei von schädlichen Bestandteilen. Dose Alle. 1,15 and Man achte auf den Namen Rjno i». Firma Rieh.Schubert(x Co. wciolrühla-Drcsde. Wach«, Ocl. veo. Tcrp, je 25, Teer, Sal ic. Bors, je I, h ig, 20 Vi07. 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Das „Kasseler IafleW«tt" bringt i» ftintm Handrlstetl ei. r«n inteiessanten Artikel ,.3um Petrolerrm Monopol", den wir zrim Abdruck bringen, um zu »eigen, wie sich dem Monopol die grötzten Schwierigkeiten enigegensiellen durch dt« Vertrustung der Pctrolcumgewinnung Wohl selten haben sich der Durchführbarkeit einer Kesetz- cntwurse» so unüberwindliche Schwierigkeiten entgegengestellt, al, demjenigen für rin Reichs.Petrolerrmrnonopol Denn trotz >weler langwieriger Kommissions-Lesungen blieben die grund- legendsten Aragen. welche di« Preis« bestimmten und di« Versorgung regeln sollten, ungelöst. Anfänglich hasste man. die Versorgung des Reiches mit Leuchtöl unter Ausjchlutz der amerikanischen Standard Oil Company ermöglichen zu können. Im Lause der Zeit haben sich jedoch die Verhältniff« hinsichtlich der Produktion und de» Absatzes in den für den Leuchtölbezug in Frage kommenden Ländern derart gestaltet, daß es heul« ein Ding der Unmöglichkeit ist, die für Deutschland erforderlichen Pr-troleummengen ahn« die Standard OU Eoinpany z» bejchrf- frn. Haben doch di« jüngsten Ereignisse am Petroleummarkt zu, Genüg« gelehrt, datz das angeblich an Erdölen überaus reiche Rutzland nicht einmal in der Lag« war. seinen eigenen Vcdars zu decken. Er mutzt« sogar dazu übergehen, ganz erheb, lrch« Quantitäten amerikanischen Heizprtroleums auszukausen rnd — was gewitz viel sagen will — di« zollfrei« Einfuhr von »loh- und Heizpetroleum zulasten. Ferner ist auch aus di« Lie< kerungen sciken« Oesterreichs, dessen Produktion beständig zn- nickgebe, kaum noch und auf solch» »US Rumänien im Gegensatz ,»r urjprünglichen Annahme nur noch ln erheblich beschränktem Platze zu rechnen. Die Leuchtvl-Ausbeul« der Steaa Romana. in welcher di« Deutsche Bank interessiert tst, hat im letzten Jahr te»e Erhöhung erfahren. Dies« Gesellschaft dürft« mit unge- mhr 100 000 Tonnen auch wohl da, einzige rumänisck^ Unter- nehmen bleiben, weches einem deutschen Monopol liefern würde, lwar existiert in Rumänien noch ein« grotz« Gesellschaft, di« Taman« Amerivana, deren Produktion von Jahr zu Jahr sieigt. Vom Reiche wird offenbar angenommen, datz e» auch dicje Produktion als sichere Lieferung jür den Reichsbedarf derb,lfichtigen kann. Da es sich hierbei aber um ein« Tochter-Ge. ; pickaf, der amerikanischen Standard Oil Company handelt, alrd man kaum damit rechnen können, datz di« gehegten Hosf- ruagen in Erfüllung gehen werden. E» bleibt dem Reich dann eben nur übrig, die ungeheure Menge de« ungedeckte» Bedarfs von 650 000 Tonnen Leuchtöl aus Amerika zu beichasfen. Di« Erwartung, hiervon einen grotzen Teil von amerikanijchn so. genannte» unoblmngigen Eesellichasten geliefert zu erhalten, hat jedoch in jüngster Zeit lnsosern «inen argen Stotz erlitten, als derariig« Gesellschaften, wie zum Beispiel di« Texas Oil Company aus Ivelche man besondere Hoffnungen gesetzt hatte, sich mit der Standard Oil Company verbunden haben und somit al« Lieseranten für ein deulschs Monopol ausscheiden bürsten. Jeder unbefangen« Kenner und Beurteiler wird sich der Einsicht «Ich, verjchliehen können, welch unberechenbarer Schaden cnt- j-ehen wird, wenn man aus blotze Hoffnungen und Voraussctz. unzen hin die Versorgungssrage al» gelöst betrachten will. Es mich deshelb Sache de, Reich,»,«« sein. »or,rt»il»fr«i dies« e, äte Frag« qründltch zu »rifen und kbarantie» sür die Vcr-^ sorgungsnwgltchkeiten zu verlangen. Wenn dies« aber nicht vorhanden sein sollten, wird nicht daran }u zweifeln sein, datz der Reichstag im Interest« der deutschen Verbraucher lieber auf das ganze «besetz verzichtet. (fniif dts LianptMts Pirüöifc. iiirrf) die Verlegung de« Graditzer Hauptgesn'its nach AI tose Id gewinnt dies alte beriihnrke Zuckststntte für die Provinz Heflen-Nassm, erhöhte Bedeutung. Do.» Kradiber Gestüt reicht in seinen Anfängen in da» Jabr >68» zurück, al? Kurfürst Johann Georg TTT. von Sachsen an den bei Tor- gau in der Provinz Sachsen belegnen Vorwerke» Repitz, Vleesern und Grabitz eine Stuterei anlegte. Die Gradiber Ställe erlangten vor den anderen bald überragende Bedeu- tung und wurden 1723 dem König Atignst dem Starken von Sachsen zum Landesgestüt ausgestaltet, Al? Gradib 18,5 an Preusten überging, waren seine Ställe verödet, sämtlich,' Pferde bi? auf eine Stute, hatte Nat'vleon geraubt. Die Vrentzische Negierung beaustraatc den damalige» Oberland- ftallnieifter von Jagow mit der Wiedererrichtung des Ge- stüt?. Dieser bat in jahrzehntelanger Arbeit Grdditz neben Trakehne» zu dem bedeutendsten Gestüt Deutschland» er- bobeu. Al? eigentlicher Schöpfer de? modernen Gradib gilt jedoch Graf Lrbndorff, der von 186 g hjz p»r wenigen Jahren liier glänzende Zuckiterfolge dadurch erzielte, dasi er nech dem Grundsätze bandelte, nur Vollblutbenasle erster Klaffe können wirklichen Nutzen britigeli. Für Riesciisninmen führte er die edelsten Patertiere dem Gestüt zu, Es fei mir an die in allen Züchterkreisen bekannten .i’Sniofte Tb' Palmer, lsba- mnnt. Et, Gatien und Eariraae erinnert. Tedes dieler Tiere kostete rund 300 000 M. Aitch der berühmte Nennstall ist Graf Lebndorss» Werk. .Hervorragender Wert wird von jebcr auf die fehlerfreie Pescha!kenbeit der Zuchttiere gelegt. Jährlich zog Gradib 3ä —10 Bollblutfoblen. die el? Zwei- iabrige znin erstenmal die Nennbobnen betraten, um als Drei- und Vi"riäbrige die Höbe ihrer Leistungsfähigkeiten zu erreichen. An? züchterischen Gründen zog inan dann da? Material von der Nennbabn zurück. Tie Hennste gibt Gradib fast ansnabnislo? an die Gestüte ab. während die Stuten zu Zuchtstnecken Verwendung finden Da? nnaeeianete Me!c- rial wird ans den bekaimten Gred!> - grötzte» Vorteile gereicht. rh. j 5fr öfflinn der arolffn fnirtiiöiriiiMlwoilif. ! 3 u. fi ?»:>:», ?. Febr Am henttgen Montag beginnen in der Rickt'bauptstadt die ! Verhandlungen der ..grotzen Landwirtschaftlichen Wick-e", zu der ! sich alljährlich tausend« und asirrmnsend, von Landwirten aus ollen Teilen des Reiches und auch aus dem Ausland« in Berlin zysammcnfinden. Beanspruche» die Berolilnzen her Be, tretrr eines so niiheigen Bcrrrfszwesger, wie es die Lav.d'viit tt^itinunsetemBateg^nd^st^choi^i^i^da^Inlereste^er breitesten Oessentlichkoit. so wird diese, noch dadrtch gesteigert', datz zu den Erörlerungcn rein bcruslicher Art auch solckn: pol!.' tiirtifr Ratur treten, und zwar im Rahme» der grotzen Heerschau die auch in diesem Jahre der Bund der Landwirte I» seiner bn-neralversammlung veransiallel. die wegen des zu erwarte,,, den grotzen Andrang«, wieder nach der mach.igen Ho des Zlrkns Busch einbcrusen ist. - Ginge,e.Ic, wird die L.wdwir,. schaftllche Woche drirch eine Sitzung der Vorstände de, -pieutzs. schen Landmirtschastslau-m,.» In de, in erster Linie Vorlagen de, Preutzischen Landes Q sttomiekolleglnms eiurtcit werde,, sollen. Di« Landwirlschajtr! nnniern selt-st haben ols Vera- tungstherna ausgestellt „Zrvccke uud Ziel« des Schutzverbande, für den deutschen Grundiesii," (Beiichtersraltcr Präsident a. D. von d,r Borght) und al, beioudero zettgemätz ..Da, Lust- Verkehrsgesetz" lBerichterstatter Instizrat Dr. Rendtorff). lln. mittelbar anschljctzend hält das Prentzisihc Lantesökonontielol» legium im Sitzungssaal! des Atgeordnetenhauscs die erst« Tagung der 15. Sitzungepciiodc ab Die übercu, rcichbaliige Ta- gesordnuug sicht IN a die Besprechung folgender Fragen vor „Die Förderung des Wohnungsbaues auf dem Lande mit be soliderer Berücksichtigung der Ge1dsi.schassi.ug" sReserenle» Landrat a. D. v. Izlitzing sktederzauche, Erz. v Buch Enrinzow Landcsdirektor v. Winterfeldl Menst»), „Die Hebung der Ar heilsltijiunqen als Mittel grg-n d,n Arbeibrmong.-l" sung de, Arbeitslast gleit durch Urbarmachung von Oedlonü uud Sckzaffung von Ansied lungen" IReserentcn: Schriftsteller Hon, Ostwald-Zrhlendorf und Landrat a. D. v. Klitzinq Rtcderzouche). Unter den weile- 26enn man's rccs!.n Liebe ihr Leben wie mit einer Krone ges.hutückt. Ter kurze Wonnctranni war ausge- träumt, das Ziilrauen dahin, lind wenn auch die zert'ctcne Liebe in slilte-i Stunden aufznleben versuchte, ihr zuflüstcrte, es •«s;» ein sicher Traunt, fo kamen andere Stunden, in denen sie cs mir zu gut verstand, das; alles Wahrheit gewesen. Alles, alles, nur Walters Liebe r.ichl. Schmidt selber tat das möglichste, die Kluft airszusiiAon, die il»> von seiner Lübsten schied. Hartnäckig klammerte er sich an ihr Wort das sie verpfändet. Er laste sie nie. denn er uiiifje sie lieben, auch wen» sie ihn zurückstatze. Teu unseligen Vorfall jener Nacht bat er sie, zu verzeihe». I» Wahrheit bade der Schmerz um sie, die unwürdige Slclluag. die man >hn> im Pslugciscu angewiesen. ihn in den Zustand gchrachl. Tatz er im adligen kein Trunkenbold »nd ihin selbst diese Szene n», peinlichü n war, brauche er Nofeuiarie wohl Nicht erst zu versichern. Soviel werde sic ihn trotzdem keime». Diese Briese folgten einander in kurzen Abständen, Nofeuiarie beanffvurlete keinen von ihnen. Luise, die sic verstohlen beobachtete, begriff da? Mädchen nicht, das den so heis: Geliebten einer Unbesonnen- luit lvegeir kaltherzig von sich stictz. Nur aus des Obmt dringende Bitte enthielt sie sich jeder Frage, jeder Einini;ch»ng. in, stillen hoffend, daß alles wieder zurecht komme. Hüte die gute Seele gesehen, wie Rosernaric kämpfte und litt, wie sie in der Einsamkeit ihres Zinniiers Autwo'. t ans Antwort schrieb, »nt die fertigen Bog"" wieder z» zerreisien, ibre Zuversicht wäre geschnvunden. So schob sie de» Mädchen- Blaiie. ihr m-ränderle? Wesen zum Teil a»f die Erregung der letzten Tage. Zw» Glück für Roicinaric halle die Taute viel zu tun, >"'d konnte sich nicht allzuviel um ihr Pflegekind tümu.ern. Edler? tat cs an ihrer Statt. Mit einer Znrtbe't, die niemand, selbst Nose- marie nicht, dem alte» Herrn zugetrant, machte er sich» zum Anwalt des Verbannten, den ein strenges Verbot der Stadt fern hielt. So wenig er eine Verbindung seines Lieblings riut Walter Schnridt wünschte, nngcrechl sollte Roscmorie nicht gegen den sein, dem sie ihr Herz gcschentt. Dazu kannte er dies Herz viel zu genau, um nicht zu wissen, bevor es aufgab. mutzte Klarheit bcrrsckirn. Er machte sich deshalb zum Anwalt des Fernen, stellte dem M idchen vor. datz Worte, rn Trunkenheit ausoelvrolbcn. keine loülttgkcit traben. Sie lretz lün ruhig reden, ihr fernes Gesicht erbleichte nur mehr dabei. als sie in müder Abwehr sagte: „Ach Ohm, da? ist'» ja auch nicht allein. Ich habe es schon vorher gesiffilt, er liebte mich doch nickst so, wie ich geliebt werden will, wie ich ihn l,"bte." Grotze Tränen rollten über Roses schmal geworbene Wangen. Ehlers strich tröstend ühcr den blonden Kopf. „Last gut sein, Rolcniarie>l>cn, das gibt sich alles, wenn sonst nichts zu sagen wäre." „TaS ists, Ohm, »nd es ist noch was anderes dabei. Tu hast recht. Meine Liebe zu Dlalter hat mich von nieineni Weg abgesührt. Ich hatte mein Wort vergessen und Heinz. TaS straft sich und darum" — sie sah ihn flehentlich an — „darum bitte ich Tich, sprich nicht mehr von ihm. Ich must vergessen, und eS wird mir schwer," Ehlers batte das Herz nicht, ein zweites Mal auf da? Gespräch zurückzukommen, und als nach Wochen die sebulich er>varlete Aii:k„nst über Schmidts Vorleben in Ebina rin- 1 ;df und der Alle sein? Ahnung bestätigt sab. legte er den Brief leichtere» Herzens in seine Privatfchatullc. im stillen sich, datz «Ile- ciledigt war, Tenn Walter Schmidt wäre nach all 'iu lein Mann sür Rofemarie gewesen: er batte es schwarz aus weist. Eine Spirleruatur. die Sebald» freigebige Hand einst tu» Untergange gerettet, hielt er sich gerade so lauge, bis die Aiislösuu» dl? Geichästs Lcbcnskragc fiir ihn wurde. Daun schnitc er ' urch Europa ein, im Ht'zen entschlossen, sich dort zu», an - - .u Male die rcicknm Sebaldschen Mittel zugänglich zu >-. Sein*' -e-.r tot, Jakob Ehlers rin Greis, der Erbe «in unni, r siger Knabe. Tatz er neben ihm eine särön.' Tochter fand, 1,-nlte seine Gedanken in eine andere Babn. Ohm Ehlers loimlc sich lebhaft vorstellen, wie reizvoll dem Wagelustigen daS Spiel gedünkt, bei dem sein Herz siiellücht doch deteilmt war. Wer konnte das wissen . . . sForilesiunq felgt ) 9Ir. 29 9U'U( Taggszeitnug. wienslag, Den 3. Jedruar 191«, Seile L diMtrt? Zeche.. Miniitcrflchenbach ' Methler Mengede /Wendern* Lindtnhonf °Cmg J üeuKn y» Bradttl o nki'rihttncte Oortenuncf > o Hache tUocAtum Q.utrenbur§ Wullen ki>, Kattas Mk. 22,50,-24,00 russischer Rilolazesi Mk. 22,50—24,00, Saronska Mk. 22,00-22,50, Ulla Mk. 21.75—22,25 Aziinn Mk, 21,85—22,.5, La Ptala Mt, 0 ,00—00,00. rumciniicher Mt. 00,01—00,00, Wolla Walta Mk. 90.00— 00,00 Roggen: hiesiger Mk. 16.20—16,30, aut ö. Land abgeholt Mk. 15,50-15,60, russ. Mk. 00,00-00,0!), Amerikaner Mk. 15,50—15,60, rumänischer 00,0t)—00,03. Ger tke: hiesige. Mk. 17,. 0-l7,50, Psalter Ml. 17,50—18,00, ikiinlischr MI. 17.00- 17,25, Riedgerste Mk. 17,50—18,00, ungarische M!. 00.00—00,00, Futtergcrste Mk, 00.0 —00,00. State: hiesiger u. Werterauer Ml. 16.00—17.50. kurhessischer Mt. 15,75—16,75 baqeriicher Mt. 16,00-17,50, LaPIata Mk. 17 , 00 — 1 -,00, tut- sischer Ml. 17,00—19,00. Mais Mixed Ml. 00.00—60,00. Donaumais ffltt. 00,00—90,00, La Plata Mk. 14,75-00,00, Odeisa Mk. 90.00— 00,00 russisch. M. 00,90—09,00, Eincandin Mk. I9.0tt-19.25. Weizenmehl: hiesiges Rr. 0 Mk, 30,60-30.75, tiib- deu,scher Mk. 00,90 — 00,00, Rr. 1 Mk. 29,50-29,75, süddeutsches Akk. 00,90—00,00, Rr. 111 Mk, 26,59—26,75, .iiddeuksches Mk. 00,00—00,00, Rr. IV Mk. 22.50—22,75, süddeutsches Akk. 00,09- 00.90. Roggenmehl: hiesiges Rr.0Akk.23,50-24,00, Rr.01 Mk. 23.50- 24.00, dir. I Akk. 22,5t)—23,00. Fukkerarkikek Weizentchaken 10.50- 10.75, Weizenkleie Mk. 10.0010.25. Roggenkkete Mk. 10.25 —10,50 Weizen-Futtermehl Mk. 12,00—14,00, Biertreber gekrockn. Mk. 12,50-13,00 Malzkcime Mk. 12,00-12,25, Rapskuchen Mk. 12.50- 13.00 Pakmkuchen Mk. 15,00-15,25, Futtergerste Mk. 13.00 —13.75 Bei reichlichem Angebot waren nur besser« Qualitäten In Wei.zrn zu etwas festeren Preisen gehandelt. Roggeti unverändert, Eerste matt. Hafer bester gefragt und höher gehandelt. Mehlpreis erhöht ohne große Umsätze, infolgesesten effektive Futterartikel, besonders iu Kleie, knapp und fest bei erhöhten Preisen. Amtliche Notierung der Frankfurter vieif- marktpreile vom S. Februar. Zum Verkauf itanden: 1309 Rinder, darunter 431 Ochcn 45 Bullen, 833 Färsen und Kühe, 351 Kälber, 117 Schate 2171 Schweine. Lebend- schiachr. Proise sür 1 Zentner qewichl ^ewichr Rinder: A. Ochsen: «) 1. vollileiich. ausaemäitete höchilen 50-54 Echlachtwerts. 4—7 Jahre alt 2. Die nom nicht gezogen haben 90—93 lungciochtej ....... b) lunge iketichige mchl ausgemästcle und ältere ausgemästetr ... c) mäiria aenährle junge, gut genäyrle 46-49 8.5-89 ältere 43—45 79—83 L. Bullen: «> voUtlekichiae. ausgemüstete höchsten 48-51 0-85 Schrochtwerls ....... d) vollilcsichiae. ,8nger«..... c) mänia aenäbrte lunge «nd gut 45-47 76—81 «enöhrle ältere 0. starten und Kühe: ,1 voUilettchtgc. ausaematleie Färi-n 00-00 00-00 höchsten Schlochkwerts .... b> vollileiichtge nuspemättete Kühr 47—50' 84-90 höhlten Schlamtwerts bis 7 * 44-47 82— 1 4 c) 1. wenig gut entwickelte Färsen 43—46 83—88 2. ältere ausgcmästete Kühe . 39—43 72-80 dl mänto aenäbrte Sluhe und Fakten 33—38 e) oertnq «enährte Kübe und Färsen 24-29 •58 —68 0. Gering genährtes Jungvieh lFresterj — — 11. Kälber: ,) Doppellender teinne Mast. , , — bl letnste Mailkälber...... — c) rnttllete Matt- unfibeste ^cr^okölbce 58—62 98—105 ck) geringere Malt- und gurc Saugkälber. 52-59 83-95 Sj geringere Saugkälber , , , , 48-51 61-86 11t Schote: »1 Weidemastichafe: ...... b) attanlommei und Masthammel . 45 93 c ) geringere Vkasthannnel und Schafe — ckj manig genghlle Hainmcl u. Schau lMersichate, ........ _ — » IV. Fektichweine; ■) Feltichweine über 3 Zri. Lebendge. toid)t i.iiitiii.t b) Dümlctjdjtflc Cättveine fibei 2 X Ztr. 63-55 — Lebendgewicht . ....»,, 67 -63 c) voUileischiae Schweine über 2 Ztr. Lebendgewicht....... . d) vollileischig- Schweine bis zu 2 Ztr. 53—55 67—68 Lebendgewicht...... , 53-55 67-63 e) fteischtge Schwetn« ,,,,». k) Sauen........... — — — Markrverkaus: Geschäft in Rindern, Kälbern und Schafes gedrückt, in Schwein« rege; bei Rindern Uebcrstand. LNirsverlM vom 2. Februar 1914 der Mitteldeutschen Lreditbank Aktienkapital u. Reierveu AI. 70 000600 gegründet 1856. Frantiurter Börse. Elchweiler Bergw. „ 221.60 Bochutncr Gußstahl. 2z7.— " GeI.enkirch.Beraw.Akt. 196.— * 4"/o Reichsanleihe 98.80", 8'/,«/. 87.80 . »»/. 78 70 . 3»/»»/, Preuß. Eonsols 88.10 „ »'/. 78.90 .. 40» Hesicir 97.40 . L-/-0» „ 85.70 . 8'/. „ 76.- . 4•/« Oestcrr. Golbrcnte 91.— „ 4•/»«/, „ Silberrente 88 90 „ 4 0. Ungar, tvolürenke 85.10 , 3 „ „ Sttonenu'nlc 83.30 , 4 „ Portugiesen Serie I 62.20 , 4 „ « ,, I» «5.— . 3 ■/•*/. Russen v. 1905 99.10 . 4-/» „ „ 1902 92.20 . 4°/«°/. Japaner 92.05 „ 40» Türken von 1903 77.— „ 40-Adnunisti. Türteti 79.30 . Türkenloose M. 172.49 „ l“/i»*/o Griechen v. 1890 56.30 „ Viru Mvnvpot-Griech. 53.— „ 3“/» Buen.-Air.Pr. Ani. 69 90 „ 3”/»° Silber-UIIexikaner 46.— „ 40,/. Wex. Irrig, Aul. —. 4»/»»/» Ehinescn 91.80 „ Buderus E.-W. Act. 113.50 „ Schuck. Etektr. Ges. „ 153.— „ Harpener Bergbau „ 186.73 Hanrbg. Amt. Pak. , 13,.»/« " ptordd. Lloyd „ 117— * Berliner Handel» Ant 164 75 " Mitleid. Ercditb. Akt 120.25 ' Darmstädt. Batik „ 122 75 " Deutsche Bant „ 259.— * Deutsch-AsiatitchcBank 121.10 “ Diskonto Komm. Am. 197, 75 " Dresdner Baut eilt. 195 75 * Oe st. Ereditanst. Akt. 207— “ Lombarden . _2 .»/» ’ Dlfch- llbericc E. ktz., 17 >.70 * Oesterr.StaaSbah» , 156.25 * Höchst. Farbwerte. 628 . 5 * Ehem-Fabr. Albert, 449 75 * Rütgerswerke „ 19810 * Eteaua Roman» „ 149 76 * Phönix Bergt,. „ 243.»/, * Griesheim Etcktron,, 272— " ZeUstos, Waldhof „ 227.25 * HoIzverkot,kungS-Fn0. 32 .50 * Laurahüte „ 166.— ' PrioardiSkonl , 52)3 ' Tendenz: schwach. Berliner Börte. Berliner Handels Aut. 164.75 „ Deutsche Bank Akt. 259.25 „ Disi. rrommandi: 'Ant. 195 87 , Dresdner Bant »Akk. 158 50 „ Pet.ssnt.Handelsb.Akt. 213.75 „ Rust.Battks.a.HaitS.A. 168.»/» „ SchatUnng E. B. Akk. 134.25 M '.Baltimore u. Ohio 93.75 „ Eanada Pacific Vitt. 222.,5 „ Prince Henri E. B.Att. 160.— „ Tiirkenioose 2)1. —.— „ Londoner Akchi on Topeka Doll. 101.0» Southern Pacistk , 102.— Ehicago brock Osl. 13.75 Miss4Kant.u.Te.t.R. „ 24.0« Union Pacific. „ 169.0» U. S. Steel Eommon,, 68.0» Hohenlohewerke Akk. 123.— e Denkt ch-Luxemb.B.Akk. 149.50 » Laurahütte Akk. 164 '/, » Odcrschicster 9t. Akk. 94.25 „ Phönix Bergbau Akk. 247t. <5 „ Rombachei tpüttc „ 163.75 „ Gelsenkirchen «ergw. A. 196.50 » Harpener Bergbau Lkt. 186.'/» ., AUg.Ek-k.G-jellsch.Att. 24,.75 . Siemens u. HaiskeAkk. 22///» ,, Tendenz: schwach. Söt,e. Amakgamakeü Eopp. Doll. 79.18 Eharkered a,ompany Lftr. l.>,8 rranrano Broprtctary „ 2.-5 Eolopelds ,. 2.üS Rand ’jJiines „ 6.-I De Beers Eon oiid lp.0. Depofitenkasle Frirdberg i. H. empftehli sich tut V«riu!tttunzx »live baukmiisäigen Wescäb'i, •. An- und Verkauf von Wenpapieren an allen Bö. en. Errichtung iauienderRechnungen und provtsionsiretcr Scheck- 2 .' Umwcchskung von Coupons und sollen. Annahme von ostenen und vcuchkostenen Dcpoks- Enkaeaennahmc oerzinsUcher Spar-Etntagia.