ülmmnrv 21 » ^nmsrny. den 3 l. ^a„n„r N»I ». Tagesreilttn < Zalsr-nn-' Lie ..»I««« ^n,r»,e>«nn«- ci chelai ,cdc„ bberktag. Regelmäßige Veilaeen ,.ye« o.orr ,n. r„g,n- »r, de» Agenlcn moimilüh 20 Pig. ÖIN,U Irl» Posigebützr obtl Irägerlohi,. An,ti ( ni : Grund,«Ue 20 Ptq Erfüllungsort Friedberg. SchrifNritu», »nd Verla, Fricdd-,g tpeilcn,, Haiwuerstraße ll. „vir r»vim.a«d.". 0„„,«pr...: «e, dkl, Po!>°„i,a,,r„ oiencl,ay,iiitz „ l»(dl» I > t'lfl-, än;eifltit oo„ auiuiuru werde „ OurJ, t'o.niartjnolimc Fernsprecher 4*. P-„!chrg.L-»,» !Hr. 4*i9, «ml Stonlfiirt «. Mt. 1,9 ft'iobei: 3ir hkütillt Ititmmrr innfnßt 10 Feite». Än uufrre ÄboMuten rhD Leser! Nach tijährigcm Bestehen habe» wir unsere Drilling so vervollständigt, das, auch unsere Gegner mit ihr rechnen müssen. Wir wollen seht ihre weitere Verbreitung für Giehcn und die angrenzenvcn Kreise vornehmen und wir haben zu diesem Zweit den srühercn Stadtverordneten V o m i « Traf; in Miffjfn mit unserer Bcrtrctung betraut. Herr Trost ist ein alter Kämpfer sür die nationale Sache und die Sache des Bauernstandes, dem reiche Erfahrungen zur Seite stehen. Gr schlagt eine gute Klinge und wird u»serer Zeitung «ine graste Siüste lein. Wenn schon ein sozialdemokratisches Blatt schreibt: „Unser Kamps gilt nicht allein den Schlössern und Palasten, er gilt auch der kleinsten Baucrnhütte" — dann ist es nötig, dast auch im Kreise Eiesten—Erün- dclg—Nidda die „11 cur Tagtsmtilng" in jedem Banernhano vertreten ist. Selbstverständlich werden wir auch den kommn- nate» Borkommnissen, und den Tagesereignissen von Giesten unsere besondere Ausmerksamkeit widmen und wir bitten deshalb alle unsere Vertrauensmänner und Freunde in Stadt und Land für möglichste Verbreitung unserer Zeitung besorgt zu sein. Wir werden in der Folge dem Teilte unserer Zeitung auch JUnsiratione» über wichtige Ereignisse. Kartenplanc und dergl. bcisiigen und vom 1. Februar werden wir die wichtigsten amtlichen Bekanntmachungen für die Kreise Friedberg, Büdingen und (Ziehen im Wortlaut bringen. Wir geben uns der Hoffnung hin, dast uns diese Neuerung recht viele neue Leser und Abonnenten zu- siihren wird. Nene Tageszeitung Druckerei und Verlag A. K. Friedberg i. H, Hanauerstrahe 12. Nebrrftcht. — Wie die „Norddeutsche Allgenieine Zeitung" hört, ixt sich d> > knisrrliche Statt!,alter Gras von Wrdrl bereit er- tiärt, noch einige Monate aus seinem Posten z» bleiben, um die Nachfolger des Staatssekretär» Freiherr» Zorn v. Bulach und anderer aus ihren Aemtcrn scheidender Mitglieder der ieichclänidschen Regierung in die Geschäfte einznsühren. Seit mehreren Tagen herrscht in Qnarnerogols eine >,eitig« Bora. Ter wütende Sturm hat schon diele Schisse »iisälle zur Folge gehabt, ilnd man fürchtet, daß bald auch Meldungen über größere Verluste an Menschenleben ein- tressen werden. _ «ns der elektrische» Klrinbah» Budapest—Szrnt Lrrinoz furfjcn in der Nähe von Kisprö zwei Zuge zusammen. Ne» de» Fahrgäste» wurden fiinf »lehr oder weniger fchivcr ,eil,dt. Ter Materialschaden ist bedentend. Ter franzvstschen Kammer ist ein Antrag ans Br- willig»ng eines Kredits von 2 Millionr» Franken zur Br- »iiignnq Frankrrichs an der Wrltanestrttung '» St. Fenn zieko Illlä vorgclegt worden. Ter größte Teil dieics «redi's ,1 c-.,s Budget 1014 iibcTiiomciin werde». . 1 », aivniiiichc Gendarmen >>i>d nach Sanl, S.»a»ra„la .-bgeginigc», ilm das Gebiet voii Ehimarra zu dcirnca, ,o. li'ld die griechische» Truppe» d>,s Land geränint habet», '.iijiio inrchtet. d>iß die Bevölkerung von Ehinmrra versuchst, »ird. dr-r Akk»f>ntion durch die alb>mi'chk» Gendarmen Widerstand entgegen zn fetze», - Tie griechische Rrgierung ordnele eine nochmalige Itlberprnlnng der Ginnahmen beS pro,rt»ier«rn Hasrn-- »"» Knuiolli a». bevor sie die Geuehmianng der vorgelegtn t-Iäne sür den B>iu des j>,,e»ö erteilen wird — Durch königlichen Ufa« wcroon die serbischen Reserve, oikizirrr uub Reieniistk, aller Wassengattnngen de« I. Ans- getmts ndteilnngrivrise zu den Waisen riabrrnien. — Wie verlautet, hat die ripsische Regierung gemein ichojtlich mit der japanische» beich,loiir», Protest gegei, die Anleihe der Provinz Girii,, die i» Drntichl.iiid iinterge- bracht ist. zu erhebe». (Tljcorte uub |Ivnrtö. Ein alte Erjahriliig lehrt, dap» man die radikale» Strömungen und Parteien nicht nach ihr'» Talen, ian derii lediglich nach ihre» Worte n richten dar, Tie C*>c- schichte des politische» Radtkalisiiius' aller Zeile»! und all.r Völker lehrt, dast er da. wo er nur geduldet »Utd r.ft sehr, sehr weitherzig geduldet ist, uidit müde wird, iibir Beriic- lraltigiing und lliiteedrückiiiig zu schreien, .tkaum aber ist er selbst zi» Herrschmst und zur Macht gelangt, dann eriveijeu sich all' die schönen Ausdrücke von Freiheit. Gleichheit und Brüderlichkeit ak» leere Redensarten, als hoble Phrase». Wo der Radikalismus am Ruder ist. da knüppelt er alle ihn» cnl- llkgenstehenhe Meinungen nieder und duldet kei.ic» Widerstand gegen seine Theorien, die mit albn ni d jede» Milicln zur Tiirchfühnuig gebracht werden. Ströme von Blut bestätige» diese Behauptung. Als Opfer der „Freiheit" sanken hnndertlansende in der groben französiiche» Revolution dabin. Tie Pariser Coinniiine hat mit Mord, Totschlag nnd Plünderung ihre Herrscksist begonnen. Meuchelmord bezeichnet die Spure» der ruinscheu Nihilisten und wehe, wen» in Portugal Jemand den Ruf, ES lebe die Monarchie! kaut werden licste, er ist seines LckenS nicht sicher und wenn dort eine Zcitniig es ivagt, nionarchistilche Neigungen z» haben, so konnnt der Pöbel über ihr Geschäftslokal und Verwüstung und Plünderimg sind die Folgen: alles im Name» der Freiheit! Doch was brancheil »vir bis nach Frankreich oder gar nach Portugal z» gehen. Bleiben wir in der Wettcra», so können wir gerade jetzt ein bezeichnendes Beispiel erleben, wie die Freiheit der Selbswerwcrltiing in sozialdcinokratisch regierten Organen aufgesastt und gehaubbabt Ivird. Bekanntlich wurde im Reichstag das Ikrankrnkassengesctz einer gründlichieii Umwandlung »ntcrzogc». Nicht zuletzt war cs der Zweck dieses Beginnens, die nLcriilöchtige und unerträgliche Herrschest der Sozialdemokratie, die die Krankenkasse» vielfach in erster Linie als Versorgungsanslalt sür erprobte Genossen zu benutzen pflegte, zu brechen. Dein unheilvollen Einsliib der Kathedersozial,sicn und Uebersozialpolitikern ist cS aber leider wieder einmal gelungen, dast dieser Zweck gründlich volbeigelnngcn ist. Man kann heule schon sagen, dast die Roten ungcschwächt in die Neuorganiiation cinzichen werden, ja dast sie ihre Macht vergröbern werden, da Millionen neuer Vcrsicherungspslichtiger in den Bannkreis ihrer Machtgelüsle gezogen werden. TaS sprech,endste Beispiel haben wir im Kreise Fried- b e r g. Hier bestanden seither Ortskrankenkassen in Friedberg, Vad-Nauheii», Bnbbach, Vilbel, Asscnhcim, Ricder- Wöllsiadt nnd Reich)elshcim. Eine Landkrankenkalsc siir den Kreis Fricdvcrg ist nicht gegrimdcl worden, dagegen sind alle Ortskrankenkassen bis aus die von Jriedberg und Bad- Nnuheii», ansgclvst worden. Tic Kasse in Bad-Naiiheu» wird selbsländig bestehe,i bleiben, die übrigen Kassen aber sollen mit der Ftiedbergcr, die ansgcbaut wird, zu einer ein- zigen Krankenkasse vereinigt werden. Lurch diese Regelung ist der seitherige» Ortslranienkasse Friedberg d,c Führung aller Geick^istc bis z» de» llleuwahlen übertragen. AnsangS sträubte mau sich bei der Fricdberger Kasse, bis man dann Ichlicstlich gesunden hat, das, man selbst aas Gistblüten Honig sangen könne. Tie Frieübcrger Kasse steht bclanntiich ganz j,n Zeichen der Sozialdcinokratie, im Vordergründe steht der Rechner der Kasse, Herr Kühn, dessen gewissenhaste Geschwits- sührnng wir gerne anerkennen, der aber aus (einem sozialdemokratisch,»:» Herzen keine Mördergrube »l icht. Im Hintergrund ichövebt der Geist Busold's über den Wassern. Last der Beigeordnete Tamm Vorsitzender der Kasse ist, stört das gute Einvernehmen nicht im geringsten, behaupten dock, böse Zungen, das, die Gesellichsist mit bei ch rankte r Hastung, die dieser Politiker mit Herr» Buiold eingeangen ist, »euer- ding» sogar in eine solch-c mit unbeschränkter Hastung verwandelt worden sei. Ans alle Fälle mache» di« Hcr,|ch>istc.i, ivaS sie wollen, sic silxrlte» und walten nach Belieben und ganz »ach if-icm '>-„«d»»ken. Wir wollen hier nick» rede» darüber, war- bereits sür Trnüsachen hergejtcllt waidc» sind und wie und wo sie »nd andere BcileUuiigcu vergeben werden sind, das steht ans einem anderen Blatt und soll ein ander Mal zur Sprache kommen. -Heute wollen wir nur eminnl beleuchten, wie die Sozialdeinokralen, da, wo sie an» Ruder sind, die Freii,eit die W>,hl hoch'lzalten. Im Landtag hat sich Herr Bnsold hiugcsleUt und über alle möglichen VergrwaltigungS- versuche gegenüber der Arbeitertlasse. soll heiheu. sozial- dcmolralie, hohe Töne geredet. Hier in Friedberg aber tciinen dir Herren von de'r roten Eonlenr doch» einiual d->> B.weis liefen,, wie sie die ..Rechte des Volkes t„.d wie die »istagwörtel alle heisjen, aetgei» ,,»d zu erwciter. !» »eu. Ta aber erhebe,, wir inerkivürvig« Dingr. Es ,!t i, oen iirineu der Lersi«I>erle». Arbeitgeber uub Arbeitnebmei der B',m,ch,. dast i» alle» Gemeinden, wo über kB Wahlbe »«tstigte «Ardeitgrder und Arbeitnehmer) wohnen, ein ,-igc- mr ivahltn-.strk gebildet iverden möge. Nicht io aber walle» es die Gewaltige,, -er Frirdberger Kasse, sie dekretiere», das i„ >'< Gemeinden des Kreise« gewählt iverde. Ta der »ireic Gemeinden .>ihlt. so muüstten deiiiiiach in unactäln i- -'Uli,ei,Iden die Wähler aus liingere Entsernunge» zu NI Wahlarte wandern, wenn sie von ihrem Wahlrecht Eübrauc. machen wollen. Tie Ortskrankenkalse in Vilbel ha« ans ihre, leisten Geuetalveilamiiiluiig de» Beschlub gesastt. dgsür ei». '»treten, das, in allen Gemeinde» mit mindesirnS Aalil- berechtigtc» Wahlbezirke gebildc-t werden, die Butzbacher Kassc Hai das Gleich^ getan. Tut »ichis! die Herren in Friedbc.g lehnen ab. Hervorragend« Gewerbetreibend,' begrü-iden aniü- eiiigchendst« denselbe» Anlrag. Hilst alles nichts! ,,»r ,». I'i Genieiiidcn soll gewählt werde». Man zog die Kreise Büdingen und Giesten nt« Beispiele heran, ive in »oil allen Gemeinden gewählt wird. Man rührt sich „ickstl Eis! als von höherer Stelle noch einmal ganz deutlich mit dem Zan». psahl getvunken wurde, da entschlos, man sich allergu N ist sür Gi-im-inden einen Wahlbezirk zn bilde», lind warnm die,er lrotzige Widerstand? Angeblich koste die Bildung a>, so Viele» Wahltommissionen viel Geld und deshalb mü die Zahl eingeschränkt werden. Man glaubt seinen Cei- , nicht z» trauen: wen» VolkSrechte in Frage kommen, l die Sozialdemokratie vor Geldansgaben! Was würde ,i.» für ein Jndianergeheul erhebe», wenn die Regierung ein, , solchen Standpunkt einnehmen würde. AI« nach Ansichit d r roten .Herrschasten die Regierung bei de» prensstschs'n La,,' - tagswahlen nicht genug Wahlbezirke gebildet hat. d,i » Wal, l recht «raub der gelindeste Vonvnrf, der it Gelegenheit zn», wählen z» geben. Nein, damit macht ,„ , die Gäule nicht schwul Ter wahre Grund ist die Machlir,:. Wer im Rohr sitzt, der schneidet sich die Pfeifen, io de»!. „ und haistiel» auch die Sozialdemokraten. Sie haben , e Macht »ist nutzen sie rücksichtslos ans: sic wallen die W», »US den kleineren Gemeinden, denen sie nicht trauen, von der Wahl fern halte». Deshalb soll die Wahl nur in eiuiee» größeren Gemeinden, wo die Sozis wie der Hederich - e- deihen, vor sich gehen. Wenn sich, dann die alte Erfahrung bestätigt, daß die Wähler der kleineren Gemeinden, die Stunde Weg scheuen, die sie. »in wähle» z„ können, zin nck. legen »nisten, dann kann die Rechnung stimmen »nd die sozialdemokratische Herrsch,»!« bleibt unerschüttert. Hassen w,r daß die Herren Sozialdemolratcn die Rech „„ng dieses Mol ohne den Wirt gemacht habe». Mögen lick- die Wäblcr das Verhalten der Partei sür Freiheit, Gl, ch- heit »nd Brüderlichkeit merken, mögen sic bei den Wahlen dieses Gewaltstrcichcs, der, um im sozialdemokratische,, 7 ir- go„ zu spreche», geeignet ist, die Wähler zu eatrechlen, ei..gedenk sein und ihn sich zum Ansporn dienen lassen, keinen Weg zn scheuen, sondern zu wähle» unter der Parole: Nieder in i t der sozialdemokratische» Herrschaft I Dcntlcher ireichstafl. 202, Sitzung. 30. Januar 1011, 1 Uhr. Kurze Ansragr». Abg IO. Trrndrl IZentr.) fragt wegen des Wehiv- -» träges an, ob die Feststcllmig des Vermögens vom 31. De - - der 1013 auch, für 1917 zugrimdc gelegt werden wird. Ilnlcrstoalssekretär Jahn: Das I0l3 jestgesleUlc 2 » möge» ist unverändert auch bei der Fcststellimg der Be,- mögen von 1017 zugrunde zu lege». ES wird da»» mit ...... Ergebnis des am 31. Dezember 1016 ermiielten Verniöge S verglichen werden. Diese Ansfassung hat auch der Staat:- fekrctär schon früher vertreten. Abg Sittart (Zcntr.) fragt a». ob die tüarinson vou Zobern, deren Verlegung nach dem Barackenlager von Hage- „au Bitjch als harte Bestrafung empfiindkn werde, bald In - her feiner früheren oder einer anderen Garnison überwiesen wcrdcn soll. Gcneralniajor Wild von Hohrnborn: Tie Ansragr u -t von unzutreffenden Voraussetzungen ans. Es handelt sich bei ler Verlegung der Garnison von Zobcni dnrck>aus nickst u>» eine Bestrafung, »nd die Verlegung kann um fo weniger olc- e,nc Bestrafimg rinpfimdeii werde», als eine große Anzahl von Truppe» seit zwei Jahren auf Truppenübung-Platz,-> vnteraebrnchl werden mußte,,. E,»e Benulwortuug der Frage selbst kann nicht ersolgen, (Heiterkeit nnd Unruhe.) Der Etat drS Rricheamts d«S Innern. (Achlrr Tag.) Ab.-.. Wr!..i,anirn IBP): Es ist verlorene Mühe, für "S grlben Arbciten>ereine ei» gutes Wort rinzulege». Wir wollen sozialpolitische Beweü»ngSsre,heit für Unternehmer „ist Arbiiler Wir N-erde» gegen daS Verbot des solrei!- polleiitlebeiiS stiiiunen Terror>s»'«s wird von !»rbe>Ioebe> Vit. nr Seite L iiiimitteffor vor den Toren Berlins geübt. In Steglitz hat ein Wetieralleutiinnt seinem Darbier die Kundschaft gekürt- dtrst, weil er liberal gewählt hatte. (Hört! hart!) Die sozialen Gesetze müssen mehr, als es durch den Reichsanzeiger geschehen kann, bekannt gemacht werden. Die liberale Presse tut das Ihrige, »m das Volk zu belehren. (Sehr richtig! links.) Die Altersgrenze bei der Invalidenversicherung mutz herabgesetzt werden. Wir haben eine führende Stellung in der Welt, da dürfen wir ernste soziale Pflichten nicht vernachlässigen. (Beifall.) Abg Dombrk (Pole): Bei Lohnkämpsen muh der Ver- handlnngszwang eingeführt werden. Eine Erhöhung der Bergarbeiterlöhne ist notwendig. Den konservativen Antrag ans Einschränkung deS Koalitionsrechts lehnen wir ab. Abg. Warmuth (Rp.): Die moderne Entwickelung drängt den Mittelstand immer mehr zurück. Er wünscht ein Vorgehen gegen die Warenhäuser, den unlauteren Wettbewerb, den Hausierhandel, die olle den Mittelstand schwer schädigen. Der Schmutzliteratur, die sich auf offener Straße breit macht, sollte Herr v. Jagow energisch entgegentreten. Abg. Behrens (Wirtsch. Vgg): Wir wollen die Wirt- s>Haftspolitik, namentlich den Schutz der Landwirtschaft aufrecht erhalten. Sozialpolitik heißt nicht bloß: Gesetz machen, sondern auch: Gesetze durchführen. Eine Kommission für soziale und Arbeiterfragen sollte alle Anträge gründlich vorbe- raten. Abg. Hr. Becker-Bingen (b. k. P.): Eine Reform der ärztlichen Prüfungsordnung ist nicht zu umgehen. Die gioße Belastung, die uns die Sozialpolitik gebracht hat, darf nicht durch ne» Experimente, wie z. B. die Arbeitslosenversicherung ins Angemessene verniehrt werden. Abg. Molkcnbnhr (Soz.) Die Behauptung, unsere Sozialpolitik sei intr durch die Schutzpolitik niöglich, ist unrichtig. Das Freiheitsland England hat ja jetzt z. B. auch eine energische Handelspolitik eingeleitet. Die deutsche Wirtschaftspolitik hat den Bodenwert gesteigert, das Volksver- nüigen aber nicht vermehrt. Sie hat die Trusts geschaffen und Millionäre gezüchtet, die Lebenshaltung des Arbeiters aber heruntergedrückt. Es gibt kein Halten in der Sozialpolitik, die muß sortgesührt werden. Daß es imseren Arbeitern besser gehen soll, als den englischen, wie der Staatssekretär behauptet hatte, ist Schwindel. Präsident T>r. Kaemps rügt diesen Ausdruck. Abg. Emminger (Zentr.) tritt für die Interessen der Milchproduzenten im Allgäu ein und fordert weiteren Schutz des Hvpfenbaues. Reichsbankpräiident Havenstri, spricht sich aus Praktischen Gründen gegen ein Depositengesetz und ein Reichs- zufsichtsrat für die Banken aus. Samstag 12 Uhr pünktlich: Weiterberatung. Schluß Uhr. |Jvcnf?i!ri|cr La»rdtag. Abgeordnetenhaus. 15. Sitzung. 30. Januar, 12 Uhr. Am Ministcrlijch: Freiherr o. Schorlemer. Doinänen-Etal. (Zweiter Tag). Die Abzg. Dr. Delius (Vp) und Dr. Wendlandt (!fie!(.) bringe» lokal« Wünsch« vor. Abg. Hofer (Soz.): Die Lag« der Arbeiter auf d«n Do. mär.en muß aufgebessert werden. Wir sind bereit, die Mittel zu bewilligen, damit die Verwaltung einen Domänenbetrieb einrichiet, in den, di« Arbeiter genossenschaftlich tätig sind. Präfident Graf Schwerin - Läwitz gibt bekannt, daß der Antrag Botrly und Een. nachträglich zum Domänenetat gestellt worden ist. Der Antrag verlangt im Interesse der Erhaltung und Stärkung des Bauernstandes und des gewerblichen Millelstandcs, daß vor Abschluß von Pocht, oder Kaufverträgen über Domänen unter Anhörung der benachbarten oder sonst interessierten Verbände und unter Berücksichtigung der nationalen Interessen eingehend erörtert werde, ob sich die Domäne zur Aufteilung im Wege der inneren Kolonisation eignet, oder ob sich nicht ihre Verpachtung in einzelne Parzellen empfehle: er verlangt ferner, daß Deikäus« von Domänen zur ungeteilten Dcwirlschastung möglichst vermieden und überhaupt beim Verknuse oder Verpachtung von Doniänen jeder Laiifundienbildung »nigcgengewirkt werde. Don dem Ergebnis der Prüfung sowie »er Vorbeugungsmaßregeln soll« dem Landtag durch einen Vermerk in der ihm vorzulegenden llcbeisicht über die Verändert»!, zen der Domänen Kenntnis gegeben werden. Abg. Rchren - Hammelspringe (kikons.): Ich bestreite daß die Domänenpöchter politische Stützen der Regierenden sind. Jedenfalls haben sic dasselbe Recht, ihre politische Meinung zu vertreten wie jeder ander«. Die innere Kolonisation verlangen wir nur im Jnlereffc des Vaterlandes und der kleinen Bauern. Abg, Dr. v. Kries (lons.): Wir sehen in der inneren Kolonisation ein« der wichtigsten Aufgaben der Ergenwart. Man muß sich aber vor dem Schematisieren hüten und kann nicht von vornherein sagen, daß nur Bauern »der nur Arbeiter angesie. deli weiden müssen. Am besten ist ein« gesunde Mischung der verschiedenen Bevöikerungskieise. Abg. Thurm (Vp.) führt Beschwerde, daß tu seinem Wahlkreise den Bauern nicht genügend Domänenland zur Pacht gegeben werde. Abg. B o i s l v (Roll.) begründet seinen Antrag, der in »stcr Lint« di« Derhäitnisie der Provinz Sachsen im Auge ^lbe In letzter Zeit ist dort «in« Verschiebung der Besttzver. Piltnisie eingetreten: der wohlhabend« Bauernstand ist im Schwinden nnd der Eroßgrundbesitz hat zugenommen. Wir sind durchaus keine Gegner des Eroßgruttdbesitzes, wir wünschen nur nicht, daß er die glücklich« Mischung von Groß-, Mit. teh und Kleinbesitz zerstört. Wo der Eroßgrundbesitz dominiert, verschwinden auch die deutschen Arbeiter und die russischen und polnischen kommen ins Land. Mit der Annahme meines Antrages werden Sie nicht nur der Landwirtschast, sondern dem ganzen Vaterland« einen Dienst erweisen. (Lebh. Beisalli. ,^e Geloae»- Tieit solle geboten werden, sich über alle möglichen Fragen der Gegenwart der Organisation nsw. einmal anszitsprechen. Von dieser Gelegenheit wurde denn auch reichlich Gebrauch gemacht. Zuerst sprach Landtagsabgeordneter Beeiden- b g ch über den hessischen Landtag, wobei er namentlich die Besoldungsvorlage und den 3 Millionen-Kredit für die Ge- nossenschaften in den Kreis seiner Betrachtungen zog. Land« tagsabgeordneter I>r. v. Helmolt sprach dann ebenfalls über die DekoldtingSvorlage imd betonte ganz besonder?, daß ihn lediglich Gerechtigkeit alsLeitstern gedient habe, wenn er für die Vorlage eingetreten sei. Dicht lknernigkeit, sondern Eintracht müsse zwischen allen schaffenden Ständen herrschen. Beigeordneter Reih- Weckesheim stellte dann eine Anfrage über die Besteuerung der Kirckwngüter, an deren Beat,twartung sich auch .Herr Dekan W a b l beteiligte. Es wurden dann noch seitens der Herrn Tob. Weih -Dorn- Assenheim, Beig. R e i h . Weckesheim, Landwirt Dick - Hardt- Beienheim Anträgen über das Besihsteuergesetz, über Bnllenstationen und über die sog. Blntlinien bei der Rindviehzncht gestellt, die alle in zufriedenstellender Weise beantwortet worden, wobei namentlich der Abg. B r ei d e n - b a ch über die Aufgaben der Landwirtschaftskammer sich ans- ließ. Die Werburg neuer Mitglieder batte guten Erfolg, indein 7 neue Mitglieder dem Bunde beigetrelen sind. Nach einem Schlußwort, das Herr H i r s ch e I sprach, wurde der offizielle Teil der Zusammenkunft, die allgemeinen Anklang gefunden bat, geschlossen. Aus dem Kreise Ilsiitgen. In der letzten Mache veranstaltete der Bund der Landwirte im Weiltale eine lebhafte Werbetätigkeit, es fanden durch Herrn G r a f-Büttelborn eine Anzahl Versammlungen statt, bei denen 40 neue Mitglieder gewonnen wurden. Än-r der Heimat. • Friedberg. 31. Jan. (Mannergesangverein). Der Anfang der praktischen Arbeit ist gemacht: die erste Singstunde war am Mittwoch Abend. Es hatten sich etng-efnnden 73 Sänger: elf fehlten, davon sechs mit Entschuldigung. Neuanmeldungen liegen drei vor. Der Chor besteht mithin, ungünstig gerechnet, aus mindestens 8 2 Leulen. Di« einzelnen Stimmen sind in folgender Stärke vertreten: erster Tenor: 22: zweiter Tenor: 20: erster Baß: 18: zweiter Baß: 22. Die „unertgelliche" Än- meldesrist hat man veilä,rgert bis zur Einhändigung der ersten Satzungen: das wird voraussichtlich in vierzehn Tagen fein. * Friedberg, 31. Jan. Der Schwindler, der die hie:,., n Geschäftsleute anpumpte, ist in der Person des Kenn. Viebl aus Ober-Bessnngen verhaftet worden. • Friedberg, 31. Jan. Wieder hat cs sich die Direktion de- Eentral.Theaters angelegen sein lassen, ein wundervolles 9' gramm zusammenzustcllen, was aus das Publikum eine gn Anziehungskraft ausüben wird. Ans der Fülle der 2la:bi gen greisen wir den Film „Die Schwebebrückc", ein ' sensationelles Drama heraus welches wir auszuasweiie i Nr. 28 wicdergeden: Hüttenbcsitzer »utgmann lotet mit zwei 3nge. nicurfu Ktu gort an» Rnmpkl fein große, 5i(>»>1»»»»». wMvMag, MM 31. Januar 1*14. fonb tue Jagdverpochtung dar Oiematfung Ober-RoSboch allein statt. Es wurde geboten: 1. Teil 80» 2. Teil 700 3. Steil 550 -4k. Der 1. und 3. Teil wurden nicht genehmigt. gerieste und Drahtnachrichten. Olrubrnkatastrophe. Dortmund, 31 >ui. E.'lcrn abend gegen >57 Uhr, ereignete sich aus der Zockrc „Minister Aclteubach" ein sdstverc» Grubenungliiik. das in seiner Schwere der »ralastropbe vom 8. Dezember 1912 nicht nachslrbt. Dar an die Unsanfteste entsandte Törichterslaiter der Telegrophenmiion berichtet iiberd en Hergang des Unglücks Nnd den bisherigen Stand der Rettungen,öeüen folgendes: Die Katastrophe ereignete sich tim Ubr abends. Es bandelt sich »m eine Ezplsion schlagender Wetter, die aus der Zeilensohle zwischen der zweiten »nd dritten Sohle erfolgte. Bis 12 Ubr abends Ivareu 22 Tote und ti> Stall SiescisiSersr üorslgs ersetzte zutage gefördert. _ Seile 3. t>ee Sri, de besinden sich noch 65 Bergleute, über deren Schick- sal noch nichts bekannt ist. Man besürchtet, daß die meisten von ihnen den Tod gesiinden haben. Die Leiche» si»d zmn Teil schrecklich verbrannt, lieber den gegenN>ärIige» Stand der Rettungsarbeiten teilt die Zechenverwaltung dem an dir Unglücksstelle enljandlen Bertibterst itler der Telegravben» Union mit. daß bis morgen» 5 Ubr 18 Leichen geborger vmren. Vier bi» sünf Mann wurden noch vermißt. Aller- ding» bat man keine Hofnsung. die noch in der tsrube eilt- geschlossenen Bergleute zu retetn. Sie dürsten den Ted gesunde» >>aben. Die Zahl der Verletzte« beträgt 17. da- i unter befanden sich 8 Schtverveletzt«. Bor»u,s»ge: Meist ttübe. austrisihenbe westliche Winde zeitweise Niebetschläge. wärmer Verantwortlich s. b Schrlstleltung: Otto tz > r i ch e l. F> edl rg: für den Anzeigenlcil: Karl Sch ml dt. Friedbrrg I. f>. Druck u Verlag d. „Reuen Tageszeitung- St Ci . striedbo I I.H. Heute morgen verschied nach kurzem Leiden, mein lieber Oatte, unser treubesorgter Vater, Grossvater, Bruder, Schwiegervater, Schwager und Onkel » c 7:, Spenglermeister im Alter von 62 Jahren. Ober-Florstadt, den 30. Januar 1914. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharine Diefenbach Witwe Heinrich Diefenbach Karte Diefenbach, geb. Crass Ottilie Dauernheini, geb. Diefenbach Heinrich Dauernhcini. Die Beerdigung findet statt: Sonntag, den 1. Februar, nachmittags l'/i Uhr. faiil-OHt 24 . FGöraar 1914 . „Eine internationale Friedensconferenz“ in sämtlichen oberen unteren Sälen des Schlachtfest ßrnfir» «»ßlttilischks llvssisvfoer ISot, Fr |f d M berR in nächster Nahe der Bahn. ^""t.tsch 7 ^'" §rbrr- und Blutwurst Äliküds: KratwurU u. Rippchen m. Saurrkraut Freundlichem zahlreichen Besuch sieht entgegen __ L. Hochendörfer. Der^Pferdezuchtverein im Overtaunuskreise. st'lnladnn- a einet Mitgliedewer aMulung aus UI o »tag, de» 2. Februar t.» mitiaoa -^zUtr aus »er johle,iwctdr. ü: gcnstand : t. Vorsührung eine amertlanischen Iraberhengsie, nebst einigen seiner Produkte. 2. Besprechung üuei Oie Benutzung die er Hengste, als Leckhengst. SadTsomburg ». d. S-, de» 28. Januar 1914. von Marx. Feuer! Am Montag «. Dicnötag treffen mehrere Waggons Hriilijlht örnnntto!)lfn Krilskls hier ein, die ich wegen leichter Beschädigung durch Frost ,u 73 Psg. den Zentner in Fuhren ab Waggon verlause. David Kraemer rclc>!i Är. 2 ä Friedsterg C^naHrrttr. 4 . Cafe Trapp Sonntag ab 4 Uhr CiroOcs Hünsder- K<»i 3 zcri Eintritt freu V- y gapüücrptufiliiti!!. Donnerstag, den 5. Februar l. 3«, mittag, 2 Uhr, soll au hiengem Ra,hau,e. tue an 1. Fediuar föllitc Eemeindesagd, testel>end in zirka 83 Hellar Wald uno b58 Hektar Feld und Wiesen, aus wei eie 8 Iaaie verpachiei werden.ü. er Wildbestand an Hasen. Rehen, Hühnern Mio Fa anen ist vor ügllch. Die Jagd ist ln fünf tUtinu en von der BahnstaNon E.-Itenau-Bingenhelm u.Rerchel»- heim zu erreichen. Bingenheim, 26. Jan. 1814. Er. Bürgermeisteret Lingenheim. Schultheiß.__ Motel Trapp * — — fri!liB-rt!isml!;ii =- •§oljötrjltipcriiiifi. Montag, den 2. Februar I Je, vorm. S' , Uhr kommen aus dem Freihl. von Fianckensicin,chen Walddistiilk Niapoeriannen" u. ..An der Slratze" zur Versteigerung 40 Rm. Bieten-Knüppel 27n Rm. Rodel-Knüppel 2758 Stück Birlen-Wellcn 3000 „ Nadcl-Wellen 75 , Radel - Stamme mit 25 Für». 1500 , Weistiannenu. Fichten Stangen, 4 — 11 cm. Dchm., 3—14 cm Länge = i-i> Fstm. Zusammenkunft am „HartbSum- cheswep." Ockstadt, den 30. Januar 1814. Frhl. v Francken lein'scher Ober- sörster R u m p i . Festspiele in Frankfurt a. M. im Gircus der Fünfzelmtauseud. Die §flnpiöfriflnnn'.Bnfl des Cvang. ckiirchengerangver- eln» Friedbrrg soll Blitiwoch. den ^Februar 1914 abends 8'/. Uhr im Uebung»|aal abgehalien werden. Tagesordnung: 1. Berichterslaliung für 1813. 2. Rechnungsvortiag für 1813. Alle Mitglieder (attioe u. In. aktive) weiden hierzu eingeladen Der Vorstand. lltelicnl'ioliüiiic zu verleihen in bekannter reicher Auswahl. D. Steinhardt, Friedbcrg, llftttls^ 2 Manegen — 3 Kapellen — Rennbahn! in 5 Worten: i sröss'en Circns-ftslspicle Jer Will! Jeden Tag abends 8'/, Ubr — ab 31. ianuar jeden Sonnlag toa 1t—1 Ubr grösst »nnntliehe Probt »II Mostl. mittags 37« Ubr, Grosso Fremden,orstellong. (Kinder halbe Preise), abends ■ Uhr: «aro-ne, (:»ii..or.oii.in,! ln jeder Vorstellung: »0 Ittribtionen. W 8 ri|enr= 3 ötfcn uno Kristllr-Miilittl lf|!lfr= 3 nifcn billigst Becker & Engel Frtebberz. Saathafer Beseler ll. von 1—18 Zir. pro 180 Kilo 21 Marl, über 10 ZN. pro lüv Kilo •20 Mart hat abzugeden. Müller» Löwenhos Friedberg. IPfklS (Belgier, 8 Jahre alt ,— zu veilauseir Vtuo. Hrasrl. Dortelweil. 0. R. P. 167529 Unkrauttod 0, R. W. Z. 53 5 45 Prim. Xüsbla PrinL Kastr * vernichtet Hederich, Distel etc. Einzlfes höchst- prozentiges (c*. 140—160°/,!) reines calcin. Eisenvitriol zim Streuen. Kosten pro preuß. Morgen nur ca. Mk. 3.50. Kein Misch- oder Mahlpulv« wie andere geringprozentige Streupulver! Cieaidt fjüni Btntari Br. l Wüi¥ t 1 r.kv| L l Priifuti a OimjIii! flitZMrtnlH|N firln wtl iirttku! Ankauf eines La jeloch len. Die tsiemeinde Ober-Ros- bach beabsichttgt einen 18 Monate alten sprungjähigen Faselochs Simmentaler Raffe anzutauien. Besitzer solcher Tiere tonnen ihre Offerten alsbald bei Unterzeichneter Stelle einreichen. Ober-Rosbach, 30. Jan. 1914 »r. -jrinatilttti ftbtr {Siebadj Diellenbach James I.öwenslein Lina Löwenstein geb. Eichhorn Vermählte Bad-Homburg v. d. H. 1. Februar 1914. < —^ Pulllo iinD öimiontum wenig ge'pielt, fast neu. Umständt halber tilllg zu verkaufen ode zu vermieten, kleine Nalenzahl» ung geirat.et. Oiierten unter Nr. 321 an die Erped. der Neuen Togerztg. S!r. ZI Reue Lagerzeirung. Snmsiag, *tn 31. 3anitflt 1914. Ski!, 4 Grosse Blusen-Woehe! Jch hatte Gelegenheit von einer großen Blusen-Fabrik einen riesigen Posten Blusen weit unter Preis zu kaufen. Um nun meiner werten Kundschaft diese selten günstige Gelegenheit anzubieten, verkaufe ich während meiner JBIukcii- Woclic 1 Grosser Posten Reinwollener Poppelin-Blusen Serie I Mk. 1.— II »» 05 »•- /rsi!tfiri®r Mm::: & Kaiserslrasse 77. Holzversteigerrmg der Gräflichen Oberförfterei Arnsburg, Wittn-och, den 4. ftbruue nach Zusammenkunft 9'/, Uhl vormittags im Silofter Arnsburg werden ans den Distrikten Psaffen- sieln, Kalkofen, Kleine Leise, Kolnhäuserkops und 'Rordcck versteigert. Stämme: Eiche 2 Stet. II. Kl. 2,21 Festm., 3 St. III. Kl. 2,93 Fest»!., 7 St. IV. Kl. 3,84 Fcstm., 12 St. V. Kl. 4,95 Festm., 127 El. VI. Kl. 14,84 Festm. (darunter 72 Eartenpsosten.) Esche: 1 Sl. V Kl. 0,41 Festm., Buche: 1 St. IV. Kl. 0,74 Fepm., Akazie: 1 St. IV. Kl. 0,19 Festm., 2 6t. V. Kl. 0,51 Festm.. 17 St. VI. Kl. 2.28 Festm. (für Wagner geeignet), Kirschbaum: 1 St. V. Kl. 0,18 Festm., Kieler: 1 St. III. KU 0.82 Festm, 1 St. Va Kl. 0,21 Festm, Lärche: 1 St. IV. Kl. 0,40 Festm, 1 St. Vb KU 0,28 Festm, Fichte: 2 St. II. KU 1,89 Festm, 25 St. III. Kl. 23,51 Fest,», 20 St. IV. Kl. 15,61 Festm, 28 St. Va Kl. 15,20 Festm, 40 St. Vb Kl. 11,68 Festm. Klangen: Eiche 14 St. 0,69 Festm. ), Akazie: 6 SU 0,3a Festm, Fichte: 17 St. I. KU 2.25 Festm, 11 St. II. KU 0,85 Fcstm, 32 St. III. KU 1,06 Fcstm. Scheiter: Buche 123 Rm., Eiche 12 Rin., Kirschbaum 4 Rm, Weichhol, 2 Rm. Prügel: Buche 125,6 Rm, Eiche 147,5 Rm, Akazie 2,4 Rm, Radel 28,4 Rm. (darunter 16 Rm. 3 ,i, lang) Weichhol, 18 Rm. Stocke: Buche 10 Rm, Eiche 31,2 Rm, Akazie 1,8 Rm, Stadel 30,2 Rm. Reiser: Buche 00:!,5 Rm, Eiche 543,2 Rm, Akazie 6 Rm, Radel 2 Rm. Friertliprs: (ISesson) Fernsprecher 225. Holzversteigerrmg. Donnerstag, den 5. Februar d«. I«. werden aus dem Distrikt Univcrsitätswaldder Forstwartei E laubzahl versteigert: Stämme: 1 Eiche II. KU — 0,61 fm; 2 Eichen III. Kl. — 1,20 im; 4 Buchen des. Kl. --- 1,22 Im; Rustknüppcl: 3 rm Kiefer (3 m lang). Scheiter rm: 37 Buche I. Kl, 120 Buche II. KU, 15 Hainbuche (rund), 63 Eiche, 3 Kiefer (rund). Knüppel rm: 27 Buche, 29 Hainbuche, 133 Eiche, 3 Birke, 2 Alpe, 28 Kiefer, 2 Lärche. Knüppclreisig rm: 158 Eiche, 53 Kiefer, 1 Fichte. Gewöhn!. Reisig rmi 567 Buche, 18Eiche, 52 Aspe, 4 Lärche. Stöcke rm: 43 Buche, 131 Eiche, 4 Kieser. Tie blau unterstrichenen Rummein kommen nicht zur Ber- steigerung. Ziisamnienknnft vormittags 10 Ubr am Margarelhen- p »d auf der Nidda — Hungencr Kreisstraste. Nähere Auskunst durch dett Erosth. Foister Rum,ich aus Forsthau» Glaubzahl. Bad-Salzhauien, den 28. Januar 1014. ErostherzogUchc Obersörfterei Bad-Salzhausen Nutzholz-Versteigerung im Nieder-Weifelcr Eemeindewald. Donnerstag, den 5. Februar l. Js. werden im Distrikt Vuch- uald und Langichcid mcistbletend versteigert: 7 Fichten-Stämmc 7,33 im, 25—30 cm stark bis 24 m lang ) Bau „ „ 90,96 „ 12-24 ...... 22 m „ ) Holz ■3 Kiefern-Stäinme 1,51 „ 25—27 „ 5m „ 40 Fichten Derbstangen 22 im, 7—10 cm stark bis 18 m lang 0"0 Fichtctt Reisstangett 3,72 im, 3—6 cm stark darunter Bobneu stangen. Anfang und Zusammenkunft vormittags 10 Uhr im Distrikt Buchwald ans der Klöppetbriiunenschneife, Kreuznug der Huneburg. chiicise. Rieder-Weisel, den 28. Januar 1014. ErostherzogUchc Bürgermeisterei Rieder Weisel. Krausgrill. I», Invjsntur-Verkauf zurückgesetzte Waren, werden solange Vorrat reich!, noch weiter zu gleichen Preisen abgegeben. 3 9 7 Cftso -3 3 3 Frankfurt a. ,!1. 1. Iagdverpachtung. Samstag, den 7. Februar I. 3». soll auf hiesigem Rathaus die der Gemeinde Ukvhc zuftchcnde Feldjagd zirla 306 Hektar grast uut tvcilcrc sechs Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird, dast das cagdgeb.e! von den Bahnstationen Berstadl, Trais-Horloff und anheiden in zirka 25 Btinulctl zu erreichen ist. R»phe, den 25. Januar 1914. Erosth. Bllrgcimeisterei Uiphe. Schneider. 2. Jagdverpachtung. n,,>, ^"Ichliestend an die Jagdverpachkuttg von Uiphe foll die 3 , u 0'U'gemarkung Feldheim zirla 375 Hcltar umfastend, , '' k'brnar I. voriuiltag» II Rhr auf Boim.lat,,» Äs!?v ^tilcre sechs Jahre verpachtet werdet,, ierjü ° Jnhetdei, in •» —0 Minuten doii den, Jagdgebiet ent. Dienstag, den 3. Februar d. Js. werden auf 6 Jahre drei tadniic^itlih uns) W-Weir Gettenau mit 547 Hektar Feld und 105 Hektar Mild um 11 Uhr Echzell mit 1134 Hektar Feld und 330 Hektar Wald um 1 Uhr Bissed mit 135 Hektar Feld »nd 78 Heltar Wald um 3 Uhr verpachtet. Diese Jagden an der Bahnstrecke Friedberg-Nidda gelegen, können einen Jagdbezirk bilden und haben einen guten Bestand in Rehen, Hase», Fasanen und Hühnern. Getlcna», Echzell, Bisse«, den 24. Januar 1014. Die Erosth Bürgermeistereien: Slo». Schmidt. Sp engler. Jagd-Verpachtuug. Kamc-ing, den 7 . Februar I. 3»., so mittag« 8 Uhr, soll aus dem Rathaus dahier die hiesige S«m«,»de>ag» aus weitere Icchs Jahre verpachtet Werdern Tic Bedingungen werde» bei der Verpachtung bekannt gemacht. Trais-Horloff, den 26. Januar 1014. ErostherzogUchc Bürgermeisterei. B o r n »I a n n. Jagd-Verpachtung. Samstag, de» 7, Februar I. 3«.., »achmiitag» t Uhr, soll die d r Gemeinde Inheiden zustchende Jagd aus weitere sechs Jahre versuchtet werden. In eiben, den 26. Januar 1014. Erosth. Bürgermeisterei Inheiden. Reitz^ ___ jt-phe, den 25 Januar 1014. Erosth. Bnrgetmeisterei Utphe. Schneider HontinamieB-Hieiderstone in grosser Auswahl. a» er «I. lEiineh Frleilherg Dem Rathause gegenüber. MM W*djCMOtfäHMMM«®s,»J3WE«Sb®i Friedberg. $ p i e \ V i a n von Eamstag, den 31. Januar bis Dienstag, de» 3. Februar. ffntlik-Zsimin l j!r.251A 3m M’nmpi mit Rithliilten Drama Iie bciDrn Prahler Komisch. Drama in 3 Allen Manila Herrliche Ralur-Ausnvhme Einlagen. Tv!s als Äschltr Komisch Marih liebt da» Familienleben Köstl. Humor Da« Theater ist geöffnet, Damstag« ». Mittwoch» >>. 4 Uhr, Sonntags bon:t Uhr, die übrigen Wochentage bon Alben»« 7 Uhr ab. Ille nircklüuii, Lltngcrirft üliif&fiM&tiiljtiiM 27.-29. Juni 191-4. Die bereits a »gekündigte Piähe-Vcrsteioeruug erfolgt nunmehr durch schriftliches Angebot auf Plätze für Schaubude» und dergl. Platz für Karussell und Schiesthnlle ist vergeben. Auge- botscröst'nung 21. Februar 1014, nachm. 3 Uhr im Gasthaus zur Rose. föefiuipftfin ffontothin. Jagd-Verpachtung. Samstag, den 7. Februar, nachmittags 2 Uhr, soll die der Gemeinde Burg-Eräsenrode zustchende Jagd, bestehend aus 520 Morgen Waid mb 1050 Morgen Feld, aus dem Rathaus auf neun Jahre verpachtet werden. Die Haltestelle Erbstadt-: (Friedbere,-Hanauer Bahn) liegt im Jagdgebiet und die Stau»» Rieder-Wollstadt (Alain Weser-Bahn) ist 15 Minuten vom Jagdgebiet entfernt Burg-Eräsenrode. den 26. Januar 1914. ___Grosth. Bürgermeisterei Burg-Gräfe »rode: Hahn. Jagd-Verpachtung. Samstag, de» 7. Februar l. Jg., nachmittag» 2’ /» Uh«, wird die hiesige Gemeindcjagd zirka 100 Hektar Feld und zirka 52 Hektar Wald in: Gemeindesaat dahier aus weitere sechs Jahre verpachtet. Borsdors ist Staliou der Bahn Eiestc» Gelnhausen und grenzt das Jagdgebiet auch tirek! a» die Station Geist Ridda, der Riddac:- Fiicddergcr Bahn. Borsdors, de» 20. Januar 1914. Grosth. Bürgermeisterei Borsdorz, _ ___ Weist. Kittnereien für Landwirtschaft und Carterrban in ersteil Ovalilaten offeriert preiswert Metrc «i €o., Steglitz 29 bei Beili». Verlange» Sic küstenfteic lledersendung unseres illustrierte» Hanpllalaloges. r<» l Beilage zur „Neuen Tageszeit ung | Samstag. den .‘>i. jnuunr 1914« 44 7 -lrtl|Cfluun Gedenktage. .! '«ininr. 1797 Frz. Peter Schubert. Tonseher, «ob. — >81!-! tr(i|c Polko. Schriststellcrin, «ob. — 1866 Friedrich Nuckcrt t- — 1891 Maler Meissonier t. I Februar. 1828 Gerh. Ad. Splingrnberg, Maler, «cd., Hainburg. — 1855 Pros. Klaus Harms 1'. — 1871 Bour- tniki über die Sckfweizer Grenze gedrängt. — 1871 Erobern»« von Dijon. Für 3cit nnd Iswigüeit. 4. -»»»tag itnifr Lpiphanir» Nachdem vor Zelten Gott manchmol And mancherlei Weise geiedet hat zn den Vater» durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen p> na, geredet durch Len Lohn, tkbräer I, 1. 2. Von Anbeginn der jkelt hat <üott zu de» Menschen geredet. Ara der Zeit vor Mose haben wir freilich verhältnismäßig wenig Gottesworte. Aber wie wichtig und bedeutsam ist doch, von andern abgesehen, das Wort Eotles an Abraham: Durch dich und deinen Samen solle» gesegnet werde» all« ttzeschlechter vus Erben, ein Wort, das die Paradiesesverheitzung sorfführend, dir Grundlage und di« Summa aller altlestamentlichen Weis, sazungen ist. Ununlerbiochen hat Gott zu den, in Abraham erwählten Volk« durch Propheten g«red«t, mit ihrem prophetisch«» Wirken in Wort und Tat haben sie die Geschichte diese» Volke» begkitet bi» zu seinem Untergang. Bald reden sie als ernitc Butzprediger zu dem Volt, u Fürsten und Untertanen, und künden ernste Gericht« an. wenn Israel nicht umkehre zu seinem Gott und seinem heiligen Gesetze bald rusen. locken, mahnen sie voll Erbarmen und warnen vor allerlei drohenden Gefahren; bald tristen sie das unter allerlei Druck und Heimsuchung leidende Volk; bald enthülle» sie den Rat Gottes über Israel und die Völker der Erd«, immer bestimmter verheißen s>« «ine» von Gott kommende» Heiland und Retter. Seine» H öhepunkt erreicht das alttestamentliche Prophetentum IN den Weissagungen de» Jesaija vom Knecht Gatte», und bei Ma» leachi klingt er aus in der Verheißung: Bald wird kommen zu feinem Tempel der Herr, den ihr suchet. Und er kam. alr die Zeit erfüllt war. Da sandte Gott seinen Sohn; in ihm hat Eott nicht blctz am letzten, sondern auch am vollkommensten, abschlie- tzend geredet Ueber ihn hinaus gibt e, kein« Eottesossenba- rung. Alle Tön« der Lieb« Gottes stehen ihm zu Gebot; wie weiß er zu locken, wie weiß er zu drohen, wie weiß er zu lehren und wie zu trösten, wie weiß er mit den Schristgelehrten zu re. den und wie zu den Unmündigen, wie zu den Volksmassen und wie zu den einzelnen; die tiefsten Geheimnisse des Himmelreichs, ihm sind sie selbstverständliche Ding«, weil er di« Wahrheit i» Person geschaut, ja di« Verkörperung der göttlichen Wahiheit ist, weil er vom Himmel gekommen ist au» den Ewigen Schatz. Er hat den Vater uns vertündet, den niemand je gesehen hat al» der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schatze sitzt. Di« Worte, die er redet, find Geist und Leben, sie sind Wahrheit. Seine Person wie sein Leben — er ist ja der Ab. glanz seiner Herrlichkeit, das Ebenbild de» unsichtbaren Gottes und ist gekommen, den Vater zu verklären und aus Lieb« sein Leben zu geben zu einer Erlösung für viele — find Bürgschaft dafür Darum, wer sie hört und glaubt und tut sie, der ist einem klugen Manne gleich, der sein Hau» aus einen Fels bauet«; nenn ein Platzregen fällt und «in Gewässer kommt und di« Wind« wehen, fällt es nicht den» e» ist auf einen Fels gebaut. Derne Lehren sind der Pfad, der uns führt zur Gottesstoot. Treusrer Meister, deine jljorte sind di« recht« Himelspsorte. Sprich doch «in in meiner Seele, gib ihr Weiluug und Beseh!« Lehr sie holten bis in Tod deiner Liebe sanft Gebot. Ame». Por hundert Zähren. I. bis 7. Februar 1814. Eitiaii glänzenden Sie« erfockit Blücher a»i !. Fror, über Napoleon bei LaRolhicre. Der Kampf wogte "oii' frühesten Morgen bis ,»»> späten Abend hin »nd her. Napoleon hatte 4t) 000 Mann »nd 128 Eleschütze zur Verfügung. Vlücher anfänglich 46000 Mann, zn denen später die Truppen des bayerischen Feldmarschalls Gras Wrcde traten. lTiese Schlacht ist deshalb von besonderem Interesse, weil zu», ersten »nd einzigen Male Bläckfkr Oberbefehlshaber war; Schwarzenberg hatte ihm nämlich die Württemberger unter dem Kronprinzen »nd die Oeslerreicher unter Gnnlai unterstellt, Blnckfcr alles weitere tiberlosfcn. Sehl mahr- schcinlich hätte eS Schwarzenberg lieber gesehen. Ivenn Blücher eine Niederlage erlitten hätte.) Ter Derlnsi der Franzose» in dieser <Ä>lacht betrug 9600 Mann »nd 2400 Gefangene; aber auch die Verbündeten blitzten 600«) Mann ein. Am Tage nach der Schlacht wurde in Anwesenheit der Monarchen im Schlosse von Bcienne ein KriegSrat abgelal- ten, an dem Schwarzenberg, Blücher und Barclay tcilnah- inen. Es wurde bestimmt, das; die Hiniptaruiee wieder von der Schlesische» Armee Blüchers abgetrennt werde» »nd BIütl>cr aus eigene Faust aus Paris operiere» solle, während die Hanptarmee über TroyeS gegen Paris Vordringen wüide. (Als Grund der Trennung der beiden Heere wnrde die Schwierigkeit der Verpflegung angegeben, in Wirklichkeit lag Schwarzenberg d>ira„, den ewig drängenden Marschall „Vorwärts aus gute Manier los zu werden.) Blücl>cr »nd Gnciscnau waren es zufrieden, der jedes tatkräftige Handeln hcnimendcn Einflüsse des Hanpfauartiers entrückt zu werden. Am 5. Februar wurde endlich der Komproinitz von C h a t i l l o n eröftnet, (der ganz anders wie seine Vorgänger sehr rasch hätte zum Frieden führen können, wenn Oesterreichs starke Rücksichtnahme auf Napoleon nicht gewesen wäre.) Napoleon war in jenen Tagen bereits so niedergedrückt. dnsi er seinem Unterhändler Eanlainrourt die Weisung gab, in alles zn willigen, um den Frieden zu bekommen. Enulaincoiirt aber schreckte vor der großen Verantwortung zurück, die er übernähme und so erbat er sich arn 7. Februar, in der zweiten Kongießsihnng, genauere Angaben der E!n- tzclheite» der Friedensbedingnngcn. imi Zeit zn gewinnen. Tie Folge war, daß der Kongreß am 9, Februar auf Befehl des Zaren, der das Spiel Napoleons durchschaute, auf un- bestimnite Zeit vertagt wurde. (Die Hanptarmce unter Schwarzenberg setzte sich ain 4. Februar nach Troyes in Bewegung. Am 6. Februar wurde eine Erknndung gegen Troyes vorgenommen und am nächsten Tage sollte ein Angriff auf die Stadt erfolgen; in- des kam cs hierzu nicht mehr, da die Franzosen in der Nackt den Ort räumten. Nachdem so in sechs Tagen die Haupt- armec die 5 Meilen von Brienne nach Troyes zurückgelegt hatte, verharrten die Truppen in völliger Untätigkeit, angeblich weil sie der Ruhe bcdltrstcn.) _ i m » Marke ist da» erprobte »»* bewährte Stickstoffdüngemittel der praktischen Landwirtschaft für alle Kulturpflanzen und aus allen Bodenarten, in Feld und Garten, aus Wiese und Weide zur Herbjtdiingung und insbesondere zur Friihjahrsdüngung Tosend« vsn Versuchsergebniffen der großen Prari» liefern de» Beweis hierfür. Keine Verlust» dnrck. Versickern »der Berbunsie» Schutz gegen Pflauzenlraiilheite» ............... Kein» Lagerfrucht bag'gca Erhitzt« Ernte» bi» 100.« und mehr --------- Äs it 'i-i,.(| Besser« Beschaffenheit und Güte ________________ Länger« Haltbarkeit der Früchte _______________ Neingewinn pro ha Mk. 200,— bis 3)11. .00,— und mehr. Sihtscelsaure» Ammoniol liefern olle landwnischostlichen Vereine. Gen ffrnschasten, Düng« itte! hänslei. 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In Ar inhrnng de, Befehle kan, es am 8. Februar zn dem glänzen- den Reiterge,cck,t de, La Ehonsse,-. j„ »)ork die F,o„. zosen völlig sckflng. Fm Anschluß an dieses Grfrckil - Bork aus Ebalon« sur Manie vorrücke», da« nach ki„-,>r Bisanetziing nachden, die französische Besatzung ans Vatia abgezogen :i»rr. eingenomeinn wurde. Vo» EI»,Ions au- fr.» slerk. eine», einlauscnde» Brsetzle Blüchers folgend i\ • Marfm über Epern»y aus Eatcau Thierry an. Blüchers Plan .vor, zu„äck,st das in de, tchg,» » von Ebalvus vermutete Korps- Racdonald zu schlagen, »«. oii dee Brrcinigiing mit Napoleon zn hindern und i»o>». »>»" Bereinigung ,einer Trupp>c„ mit d u zlorps l'jork, Kleist und Kapzrwilsch, den Marsch aus Paris auzutreteu. Am 6. Fedr. traf Blücher seine Dispositionen: Nork mit IC 500 Mann zog onf der großen Hauptstraße über Epcruay ge» P rie, Sacken und Olsuchirw mit >0 0>»0 gingen die «eine Kaiserstraße nb> c Etogcs und Montulirail und die Korps Kleist nnd Kapze- witsch folgten Sacken mit 14 900 Mann im Abstand zwe,ei Tagesmärsche. Nack der Sck,lacht von La Rot hie re war es Napoleon, dank der geringen Taikratt der Brrbündrte», gelungen, seine Armee über die Anbe zu führe» und in Sicherheit zu bringen. (Am 3. Februar lvar der Kaiser i» Troyes, wo er mit eisigem Schweigen cmpsangen wnrde. Die Bevölkerung war nicht einmal zu bewegen, den hungernden Soldaten Brot zu geben. Allgemein inachte sich die Sehnsucht nach Frieden geltend »nd der Kaiser Wurde allseitig r,i radczn bestürmt, dem Kriege ei» Ende z» machen. Aber lauteten die Fricdcnsbedingnngen der Verbündeten bereit - dahin, daß Frankreich aus seine Grenzen von 1792 besä,ränl sein sollte. TaS konnte Napoleon nicht zugeben, da er t„i seinen Thron fürchten mußte. So verhielt er sich den» an. - weichend und suchte seine Heere nach Möglichkeit zn ergän,,en. Italien nnd Spanien waren von Napoleon a.isgegeben la.a - den und die daselbst freigewordeucn Truppen begannen , - ilim zn stoßen ) Kaum hatte Napoleon von Blüchers Pja. . gegen Paris zu ziehen, erfahren, als er an, 7. Februar I, ■ schloß, der Schlesischen Arme« den Weg nach der Hanpist.-ig zu verlegen. (Von der N o r d a r m c c endlich ist z» erwähnen, d,,i; am 4. Februar eine vergebliche Beschießung Antwerpens nnd am selben Tage die Besetzung Brüssels durch Borstell stnlt- sa»d; am 7. Februar fiel Gorknm und damit war so ziemliili die Eroberung Hollands beendet.) Ans der fteimnk. • Brandschäden und Feuerversicherungen. Die Echlutzsär- In den Berichlc» über di« letzten grotzen Fruersbrünsie in Raffau und Heffen lauteten durchweg: „Die Abgebrannte» wo r T>ichtige Vertreter gegen hohe Be züge allerorts gesuch . Total-Ausverkauf ! wegen Aujgade des Ladens der Firma C.F. Schwarz Söhne Inh. Aildebrnndt Marktstrahe. Gietze«. Ecke Wetterstassi'. Wir bringen ,u»> Verlaus nur loiibe Waren zu de» öutzrr t billigsteu Preisen und »war: ^onsirmandtn-Anziige in jihWrz».b!n>j in allen Preislagen. Skklkn- n. Kiinbsn-Sliiiiigt, Hisen, cBort^niiliit u >ö nt! he n. 0ernk»kl,idrr. Sowie &$tren*$ttnhcu u ^ -lintfrijorrn, -Irnkja^en und J&wrat^r#, rein wo!. ', -rull-hc u. rugiischr Ziolse. Lantafte ^lelsen! Nur bis C«de Diärz 1914. >ir. zt> 9ttut ^ageszettung. Samstag, Mn 31. Januar i»14 Seite 2, dann wird die öffentliche Hilfe in Ansrpuch genommen; ja man v -läßt sich aus diese schon von vornherein. Wo aber tatsächlich r- sichert war. da stammt in den weitaus meisten Fällen der A ' ^8 aus Urväterleiten und steht zu den Brandschäden in g . keinem Verhältnis mehr. Aus Nachlässigkeit hatte man a - 'eine Nachprüfung vornehmen lasten. So wurde in der !< . a Woche bei einem Brande in Oberhesten sestgestellt. Käst d rinzcäscherte Hos seit 1868 nicht geprüft war. infolgedessen tr - er noch mit 350 Talern versichert. Ein zweilcr großer 5' uernhof stand in den Listen mit 8000 Mark versichert. An d .'m Krebsschaden krankt das Versicherungswesen, und hier hei'-'-d und bessernd einzngreisen, sollten sich dir Landesbrand- ke a angelegen fein lasten. Es wäre auch eine schöne Auf. goöe der Behörden, ln aufllärcndem Sinne durch die Bürger- m itcreicn auf die Bevölkerung einzuwirken. Die Maßnahmen losutcn sich tausendfach; zudem sind ja auch die Versicherungs- sä"e so gering, daß hier Sparsamkeit an falschem Plaste ist. wenn ein Besitzer glaubt, nicht versichern ZU brauchen. * Kiesten, 31. Jan. Welche Zugkraft guten alten Lustspielen und Schwänken innewohnt, bewies zu Kaiser Geburtstag die Ausführung von Moser-Schönthans-Lustspiel „Krieg im Frie. den" im hiesigen Stadtlheater. die ein total ausverkauftes, bei. fallfreudiges Haus erzielte. Ilm den Bielen, die keine Einlaßkarten am Dienstag erhalten konnten, gerecht zu werden, ist für kommenden Sonntag Abend eine Wiederholung von „Krieg im Frieden" an gesetzt worden und zwar bei kleinen Preisen. — Am Sonntag nachmittag findet wegen des Konzerts des Kon- ferlvercins keine Vorstellung statt. * Frankfurt a. M., SO. Jan. Da? EoethehcmS bot dieser Tage feinen Besuchern ein eigcirartigpes Bild, das manchen m ersten Augenblick tief erschreckte und an Geister glauben ließ. Wer auf denr kleinen idyllischen Hofe weilte und seine Blicke vom Brunnen über das Hans schweifen ließ, erblickte ,rn einem Fenster in leibbasttger Größe — Goethe selbst, ernst auf da? G"triebe zu feinen Füßen herabsehend. Gestalt, Haltung, Kleidung, Geürbtsausdrücken ließen keinen Zweifel obwalten. Ilnd doch; es war nur eine Wachsfigur Goelbes, die das Freie Hochstift bei der Auflösung von Kaftans Pa- novtikuiu erlvorben und in einein entlegenen Zimmer des GoethehauseS aufgestellt hatte. Ein Beamter leistete sich nun den Scherz und stellte die Figur des Olympiers an das Fenster und löste damit bei zahlreichen Besuchern den Glauben an den — Geist Goethe? ans. * Frankfurt «. M., SO. Fan. Während der frühere Oberbürgermeister 9p. Adickes große Ländereien im Bereiche Großfrankfurts für die Stadt erwarb, diese Grundstücke aber größtenteils unverwerlet liegen ließ, hat die jetzige Stadtverwaltung eine ander Politik eingeschlagcn. Sie bietet jetzt sämtliche nur irgend entbehrliche Grundstücke, die sie in allen Teilen der Stadt besitzt, zum Verkauf aus. Die Jahlungs- bedingnngen sind außerordentlich günstig. Der Stadt erwachsen durch diese Veräußerungen doppelte Vorteile, Ein- niol werden die sonst brach und zinslos daliegenden Ländereien kapitalisiert und damit nutzbringend gemacht, zum anderen aber verschwinden zahllose unbebanie Ecken, die dem Stadtbild schon seit Jahren nicht gerade zur Ehre gereichten. * Frankfurt a. M, 31. Jan. In der bekannten Angelegenheit gegen die Rechtsanwälte Gebrüder Dr, Karl und Di. Otro Fehl ist nunmehr auch gegen den letzteren bas Disziplinarver. sahren «iugeleitet. Hessen Nassau. * Tchwanheim a. ®l„ 31. Jan. Infolge zu geringen Ab- schujfes von Hasen durch den hiesigen Jagdpächter — es fand in diesem Jahre gar keine Waldjagd statt — hat das Wild an» g-mein überhand genommen, daß es den Feldern erheblichen Schaden zufügt. Der den Landwirten angrbotene Schadenersatz hat dieselben nicht befriedigt. Di« Leute wollen nun tm Klo- geweg« ein« größere Entschädigung erstreiten. * r. Obcrursel, 31. Jan. Die Kaiser Geburtstagsfeier vollzog sich diesma hier in besonders großem Rahmen. Im Ber. einshauf« der Turngesellschast zählte man über 80 Gedecke. Die Festrede hielt Bürgermeister Friller. Im „Schützenhos", wo sich ichon seit etwa 40 Jahren am Kaisersgeburtstag eine Anzahl Bürger zu einer gemeinsamen Feier versammeln, waren es 43 Gedecke, Hier sprach Herr Heiland und bracht« das Kaiferhoch aus. — Die freiwillige Feuerwehr hat dem Oberbrandmeister Färber, der kürzlich sein Amt krankheitshalber niederlcgte, zum Ehrcnoberbrandmclster ernannt und ließ ihm zur Erinnerung ein schön ausgestatietes Diplom durch den Vorstand überreichen. Auch vom Staate wurde das Verdienst des Geehrten im Jn- tereste der Allgemeinheit anerkannt, indem Bürgermeister Füller am gleichen Zeitpunkt ihm das allgemeine Ehrenzeichen überreichen konnte. Herr Färber ist noch einer der wenigen le. bendc» Mitbegründer der Freiwilligen Feuerwehr. * Anspach i. T., 31. Jan. Eine übermütige Jugend warf in dcr letzten Nacht allen ihr erreichbaren Straßenlaternen die Scheiben ein. F. C. Wiesbaden, 30. Jan. Zu der Errichtung eines Neubaues für die Nassauische Laiid->sbank und Nassauische Sparkasse, in dem auch die kürzlich errichtete Nassauische Lr bensversicherungsanstalt untergebracht werde,- soll, auf dem Grundstück Nheinstraße Nr. 44 in Wiesbaden unter teil- weiser Heranziehung des Grundstückes Nheinstraße Nr. 42, hatte bekanntlich der Landesausschnß seine Zustimmung ge- iicben und das Preisgericht für das zu erlassende PreiSaus- Jhalien 60, isfl. Österreich h SO, io fl Deutschland Vlvsfl. Vereinigte htgqfe/f flltv/f iffuss/ane ■.tZ.rsfl. England 35,16 fl. Frankreich 10,3z fl. Die Steuerlasten pro Kopf in den grösifen Ländern Die Lasten, welche die Einzelnen in den verschiedenen haben, am geringsten in denjenigen, welche Freihandel be- Ländern zu tragen haben, sind sehr ungleich. Ani größten treiben. Deutschland nimmt eine Mittelstellung ein. sind dieselben in den Ländern, welche Schutzzölle cingesührt - schreiben bestimmt. Das Preisgericht, unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters a. D. 9r. v. Jbell-Wiesbaden, be- sichend ans dem G-Hoimen Baurat Hoffmann-Darmstadt, Stadtrat ©cfu::;" - iffurt o. M., Landesbankdirektor Kla»-WieSbadcn . . ,a Landcsbaiimeistcr für Hochbau, Müller-Wiesbaden, wird nunmehr am Mariä-Lichtmeß-Tage ini LandeShause in Wiesbaden zusammentreten und über die inzwischen eingelaufenen 61 Entwürfe richten. Der Wettbewerb war auf im Regierungsbezirk Wiesbaden ansässige Architekten beschränkt. Besonders eingeladcn aber waren außerdem Negiernugsbaumeister a. D. Karl Moritz-Köln a. Rh., die Architekten Bielenberg und Moser in Berlin sowie Regicrungsbaumeister a. D. Jessen-Berlin. * F. E. Wiesbaden, 30. Jan. Die soziale Fürsorge für die „Wanderer". Der 47. Kommnnallandtag beschloß in seiner Sitzung am 23. April 1913, während der Beratung über die Ausführung des Wanderarbeitsstättengesetzes im Regierungsbezirk Wiesbaden auf Antrag der sechs Abgeordneten der Wahlkreise Biedenkopf und Dill, daß auch der Dillkreis verpflichtet werde, eine Wanderarbcitsstätte zu unterhalten, und zu verwalten, da der Zwischenraum zwischen der Wan- derorbeitsstätte Limburg a. d. L. und den WanderarbeitS- ftütten in Marburg und Brilon zu groß fei, um einen Zusammenhang Herstellen zu können Der Landesausschnß hat »unniehr dem Vorschlag der „Bezirkskommission für die Verwaltung der Wanderarbeitsstätten", eii’e Wanderarbeits- slätte in Herborn im Dillkreis zu erichten, sowie die Erwerbung des Bömperschen Anwesens in Herborn für diesen Zweck durch den Dillkreis zugestimmt. Bis zur Eröffnung der Wanderarbeitsstätte soll jedoch in Herborn eine Wander- EingangSstation ins Leben treten. Der Landesausschuß beschloß werter an die „Städtische Arbeitsvermittelungsstelle" in Frankfurt a. M. für das Jahr 1912 2500 M, an das „Arbeitsamt" Wiesbaden, für das erste Vierteljahr 1813 400 Jt, an den „Kreisarbeitsnachweis" Limburg a. L. für die gleiche Zeit 200 M auSzuzahlcn aus der Staatsbeihilfe und schließlich die Kosten der Wandcrarbeitsstätte Limburg für die Zeit vom 1. Januar 1313 bis 3t. März 1913 in der vollen Höhe von 5017,55 M auf den Etat des Bezirksverbandes zu übernehmen. * Epepnhoin, 31. Jan. Die Baukosten für die Errichtung eines eisernen Aussichtsturmes aus dem Atzelberg wurden der Gemeinde von dcr hier begüterten Familie Hochschild aus Frankfurt zur Verfügung gestellt. Ans aller \Uelt. Schreckenstat eine» Polizeibeamten. Aus Erünberg (Schle. sien) wird gemeldet: In einer der letzten Rächt« gegen halb 5 Uhr erschoß der früher« Polizeibeam!« Simon, der von seiner Frau geirennl lebte, seinen 4 Jahr« alten Sohn, sein« Ehefran und dann sich selbst. Simon hatte sich in der letzten Zeit an verschiedenen Orten aufz« halten, war aber gestern Abend nach hier zurückgekehrt. Er »erschosst« sich ein« Leiter, stieg damit in die in der Fleischersiiaße gelegene Wohnung seiner Frau und verübte sodann di« schreckliche Tat. Alle drei Familienmitgieder sind tot. Nähere Einzelheiten schien, Doppelhinrichtllng in Natibor. Am Donnerstag früh 7 Uhr wurden im Hofe des Ecrichtsgefüngnisies di« unverehelichte Häuslerstochter Fraazisla Zimmer aus Rasielwitz, Kreis Cosel (Obeischlesien) und die verheiratete Bergmannsfrau Josepha Kubschia aus Ezerwienla, Kreis Rybnik (Oüerschlesten) durch den Scharsrichter Schwictz aus Breslau hinxerichtet. Die erster« hatte ihre Stiefmutter, die letztere ihren Ehemann ermordet, Baker, Mutter und Schwester crinordet. Ein furchtbares Verbrechen beging in Myslowitz der ISjährtg« Bauernsohn Jastrzemb nach einem Streit mit seinen Eltern. Während der Nacht, als alle in tiefem Schlaf« lagen, schlich er sich in das Schlafzimmer feiner Eltern und seiner ITjährigen Schwester und schlug ihnen mit einer Axt den Kops buchstäblich vom Rumpfe ab. Alle drei waren sofort tot Verurteilung eines Arztes. Das Schwurgericht in Essen verurteilte nach neuntägiger Verhandlung den praktischen Arzt Dr, Leuwrr aus Eelsenkirchen wegen Verbrechens gegen das keimende Leben und gefährlicher Körperverletzung zu einem Jahr zwei Monaten Zuchthaus, Der Starksanwalt hatte 2st Jahre Zuchthaus beantragt. Sieben Monaten der erlittenen Untersuchungshaft wurden in Anrechnung gebracht. Von vier mitangekagten jungen Mädchen wurde eines zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Die übrigen wurden mangels Beweisen freigesprochen. Der llbersallrne Leichenzug. Au» Petersburg wird gemeldet: In einem Dorf« hatte sich ein Seminarist erhängt, weil ihm di« Geldmittel zur Fortsetzung seines Studiums fehlten. Di« Bauern protestierten gegen «in« Beerdigung des Selbstmörder» »ach christlichem Brauch. Um jeder Eventualität vorzubeugen, bogleiteten der Pristaw und einig« Gendarmen den Leichenzug zum Friedhof. Unterwegs überfiel «in großer Haufe von Bauern den Zug, verprügelte di« Polizeimannschaft und nahm di« Leiche aus dem Sarge, die auf die Landstraße geworfen wurde. Später war di« Leiche verschwunden. Polizei, und Gerichtsbehörden, di« von dem Vorfall verständigt wurden, sind bereits «ingetrofien, um «in« streng« Untersuchung einzuleiten. Hochstapeleien gegen Arbeitslose. Der versuchte Massenbetrug gegen Arbeitslose, der Anfang November vorigen Jahre» so großes Aufsehen erregte, scheint jetzt endlich sein« Aufklär- ung zu finden. Unter dem dringenden Verdacht, den Schwindel ins Werk gesetzt zu haben, ist jetzt in München ein 33 Jahr« alter, aus Augsburg gebürtiger Mechaniker Friedrich Deiner verhaftet worden, der im Zentrum der Stadt «ine große Woh- nung, angeblich als Eeschästslokal für eine Zweigstelle der Deutschen Central« für Arbeit»- und Eefangenen-Fürlorge mit dem Sitz in Leipzig gemietet hatte. Tragödie im Gerichtssaal. Ein« 25 Jahre alte Kassiererin aus Nürnberg sollte als Zeugin vor dem Schwurgericht in Amberg vernommen werden. Obgleich das Mädchen darum bat, ihre gering« Borstrafe nicht zu verlesen, wurde bekannt gegeben, daß sie vor längeren Jahren im jugendlichen Ucbermut wegen eines geringfügigen Diebstahls eine Vorstrafe erlitten hatte. Als dies« Straf« verlesen wurde, versuchte die Zeugin sich die Pulsadern zu öfinen. Sie bracht« sich eine tiefe Schnitt, wunde am Handgelenk bei und mußte ins Krankenhaus gebracht werden, Selbstmord. Am Donnerstag morgen hat in Bremerhaven der 17jäh:ige Sohn des Lehrers Eoors in Lehe, ein Schüler des Gymnasiums ln Bremerhaven, Selbstmord begangen. Er warf sich auf der Eeestebrllck« vor «inen Eisenbahnzug und wurde überfahren. Ei war sofort tot. Das Motiv der Tat ist noch unbekannt. Ermordung eines Altcrtumshändlers und Selbstmord. In Biberach (WUrttem. Donaukreis) wurde der 08jährige Anti- quitLtenhändler Karl Bauer in seinem Anwesen ermordet. — Dem alten Mann waren von einem Holzbildhauer namens Her. berts zwei altertümliche Bilder zum Kaufe angeboten worden. Als der Händler den Ankauf ablehnte, verlangte der Holzbildhauer Geld und drang, als ihm dieses verweigert wurde, mit einem Revolver und einem Dolch auf den Händler ein, der drei Schüff« und siebzehn Messerstich; erhielt. Der Mörder wurde in einem Lehnstuhl im Hause tot aufgefunden. Er hatte durch einen Schuß in den Kops Selbstmord verübt. Die Mordtat eines Offizier». Di« „Köln. Zig." meldet au» Petersburg: Der Offizier, der am 22. Januar in einem Petersburger Nachtlokal den Dirigenten einer Zigeunerkapelle und dessen Tochter erschoß, wird «ich! durch das Kriegsgericht abg«. urteilt werden. Er ist aus der Armee ausgestoßen und einem Zivilgericht übergeben worden. Das ärztliche Gutachten hält ihn für voll verantwortlich. das neu$eit(icf)e*Kaffeegeträn6 (kein 4 3of)nenfcaffeel ifl tvititfirij öiffig.einp (laffe nirtjt gan) 1 Pfennig Sir. Sb Dnirr Pstuyeisen. 4 ,,r„e.,„g. ÖBilMOft. »« MH« 1314 . Roman von M. Prigge-Brook. ll lF»rtsetznng> r^iltor umfaßte sie leicht. .Tröste Dich. Liebste«, tvenn >r zivei ziisanimentzalten. was können ste uns tunT Wenn ^ r ^ n '^ bewegen ist so müssen wir eben warten/ ^>el>r »,n Jnbr. Das kann ich nicht, Fch mag nicht auf i.nes Menschen Tod warten, inan sagt, da? bringt kein Wütt.“ ..®or svricht vom Tode? Dir warte» als Esieleutr in Ö stren und Geduld, Kann ich Dir einen größeren Beweis meiner L'ebe geben, als den, der Mann meiner Pfrau zu i.in, bi? nach das Schicksal auf meinen Platz stellt?" „Ans Heinz' Platz", sagte Ro'emoric leise, .Tn veraißt <'einz. Denn er erwiichsrn ist .ständest Tn wieder Var der Aufgabe, Dir eine Zukunft zu gründen. Darauf kannst Du ca doch nicht ankounnen lassen." „Verdammt!" niurmeltr er ganz unhörbar zwilchen den Zähnen. Er Hatzte Rosemarie in dem Moment. War sie doch nicht das blind verliebte Msdchm. da? sich wistenlaS seinen Wünschen '.igle. Oder halte der «Ile sie aiisgehetzt? Sie schN'ieg eine Weile, Seine Stirn tvar umwälkt. lein Bli-k nicht freundlich. Bange Ahnung legte sich aiif ihr Memür. „Der Ol, in sprach von einer Direktarsteste in Polen, Walter." begann sie endlich schüchtern. „Hast Du Dich schon danach umoesrben?" „Ich denke. Du kannst Heinz nidtt verlassen?,, gab er ärgerlich zurück „Das konntest Du danil? doch nicht wissen, da? durfte doch nick/ für Dich anslchlaggebend sein, wenn Du dort wirklich etwa? leisten kannst." „Kind, tu' mir den Gefallen und bekünunere Dich nicht um meine Geschäfte, davon verstehst Du nicht?", unterbrach er sie gereizt, „Fassen wir das Resultat Deiner Unterredung mit den beiden Alten kurz zusammen. Sie wosien mich nicht. Du bangst an Deiner Heimat und hast auch schließlich recht. So gut wie Heinz, bist Du auch ein Kind der ftinim. wer weih ab er den Krenivel lpäter übernimmt. Gewiß ist nicht? aus dieser Welt, genüh ist nur, bah wir uns lieben und bei- raten und le'-teres se eher, desto Neben, Einverstanden?" Er rih sie an sich und kützte sie. Still duldete sie seine llmarmung, aber sie kiihte ihn nicht wieder. Ihr Herz, vorhin noch vast'r Seligkeit, lag still und kalt in ihrer Brust, T ie erste Enttäuschung war gekommen und nahm ibr Glücks- gefiibl mit fort. Rackideni die Liebenden verabredet, sich den Bedenken der Angehörigen zum Trotz als Brautpaar zu betrachten und aneinander festznhaltcn, trennten sie sich. Roleniarie vernllichtete Schmidt vorher feierlich zum Gehrimstalten de? BerlöbnisieS. Der alte Sanitätsrat erkrankte am nächsten Tage. War r? Erregnno über der Enkelin unbesonnenen Schritt, daß sein alter Körper der Auflösung entgegen ging? Er verfiel sichtlich, Ter Arzt schüttelte den Kops, Role- niarie wich nicht vom Lager des Kranken, kaum, dah sie sich in der Abendstunde aus einige Minuten binüberstabl, um Walter zu leben, den dieser Zwischenfall sichtlich verstimmte. Er kam sich plötzlich überflüssig im Pslugeisen vor, zumal weder Ehlers noch Tante Luise sich ihre Mitwissenlchast nickst im geringsten nierken liehen und ibin mit böslicher Küble begegneten. Er wich ibnen nach Möglichkeit aus und war halbe Tage lang fort. Es hieb, er gehe seinen Geschäf- len nach. Der Zustand deBalten Herrn zag sich über Wachen bin, Rosemarie wohnte im Lindwurm und kam kaum nach Hanse, Denn sie Walter traf, wagte sic zuweilen die Bitte, sich ihr eil/Ivenig nirTir zu widmen. Er könne abends binüberkam- wcn. wen» der Grohpapa schlafe. So könnten sie sich doch zuweilen-sebe». Er wies ih'e Bitte ab, „Dein Grohpapa bat mich nicht sehen wollen, al? er aesuud war. dem Kranken konune ich ungerusen nichk ins Haus. Das Ai mein Standpunkt, den iiieinc zukünftige Frau respektiere» sollte," Als Rosemarie inerkle, dah er sich ihrer Gesellschaft »er» entzog, nahm sie ihre» Stolz zu Hisse, verbarg die Leidenschaft, die sie im Herzen trug, und fragte dem Tun ihres Lräi-tiaams nicht mehr »ack>. Aber sie litt namenlos und die Zweifel an der Halt- («crfcit ihres Glückes wurden iimner lauter. Doch hing ihr ibr einsomes Herz mit beiher Liebe nn Dafter, z» zeigen r~ toüfite sie diese Liebe nicht mehr, seit er sie einmal kiihl zu- rückgewiesen. Er batte ja auch reckst, böse zu sein. Nieinand kümnierte sich um ihn. Des Großvater» Uraiikheil hielt olle in Atem, da war es natürlich, dah keiner des Gastes gedachte, von drm ste anfangs so viel Wesen gemacht, Die Zeiten würden sich ändern. Einstweilen war freilich keine Anssickit dazu. Walter blieb imi ier >ängcr fort. Bald betrat er das Pfliiq-is?» nur nock, bei Nacht und ärgerte Jakob Ehler« diirch spätes. »nregelmähjges .Heiinkoninien. Der alte .»anien fp'wlt. weil die T ür often blieb und verbot seinein Zungen das Anlsteben de? Nachts, Mock'Ie der fremde Herr siib die Schli-ssrI mitnelnnen, aber er sckoitc sich wohl, da- nach zu fragen, EklerS wartete. Er batte an verschiedene Firmen in Hongkong geschrieben »nd sie nn, Ausknnst ersucht. Vielleicht, dah sich in Schmidt? Vorleben ein Hindernis fand. Das Kind nuihle unglücklich werde», wenn es an feiner Liebe festhielt. Er war wirklich nicht mehr als ei» Spekulant, Dem alten Sanitätsrat wurde das Sterbe» reckst scheuer. Täglich befragten seine müden Augen den Freund, ob Ans- Wort gekonimen, täglich verneinte er. Sollte Lubn beimgeben müssen mit der Sorge nn, das geliebte Kind seiner Tochter im Herzen? Vergeblich versuchte er Rosen,aries Sinn zu wenden. „Quäle mich nickst, Grohpapa, ich bi» »ngsücklich genug, dah Du gegen mich bist", pftegte sie z» antworten, so oft die Rede niis ibr Verlöbnis kam, „Wirst „och i,»glücklicher, fürchte ich, wenn Du ans Deinem Willen bestellst Du weiht jo selber nicht, wos Du willst", fubr der alte Mann mübsam fort, „Besinne Dich dach. niein Kind," Sie antworteie nicht. Das Herz tat ibr Weh, Sie litt unter der Vernachlässigung des Geliebten, der selbst ihre zöge Bitte, sich Heinz' etwas anznnebmen, ablehnend beantwortet batte. kFortsetznng folgt.) Kirchliche Anzrigen. Evangklischc Gemeinde, 4 Sonntag nech Epiph,, 1. Februar, Gottesdienst in »er Stadtkirehe. Bonn, gzi Uhr: Herr Direktor Schoell. Nachm. 2 Uhr: Herr Kandidat Leonhard, Goltkädiriist in der Burgkirche Barm, II Uhr: Kindergottesdienst: Herr Psr, Ritter. Nachm, halb S Uhr: Herr Pfarrer Zatzmann, Gottesdenst im Ltaptleil Fauerbach. Barm, lü Uhr: Herr Psorrer Zatzmann, Nachm, 1 Uhr: Jugendgottesdienst, In der Stadt, und Burglirche Kollekte für Bieber, — Am 8, Februar wird abends in der Burglirche das hl, Abendmahl gefeiert, Karbaliiche uirn-iiid- Gclogenheit zum Beichten Samstag nachniitlog von 4 Uhr, Sonntag früh von kik Uhr an. y,7 Uhr: Frühmesse, 8 Uhr: Militärgoltesdienft, 4, Sonntag nach Epiphanie, I. Februar, Nachm, 2% Uhr: Monatsandacht der Rosinkranzbruder. schast. Nach der Andacht ist Gelegenheit zu beichte». Am Montag, dem nicht mehr als gebotenen Feiertag geltenden Feste Mariä Lichimch, ist um 7 Uhr die Wachs, und Ker- zenrveihe, danach ein Hochamt für di« Pfarrgemeindc, Am Montag Abend 5 Uhr und am Dienstag nach der Psarrmesf« wird der sogen. St, Blasir,siegen gegen Halsleiden gegeben. Feierabend Friedberg. Jeden Sonntag abends von 8— ^0i8 Uhr Dersainmlung. Sonntag, den l, Fcbr,: Vortrag über: .Fürst Blücher, der Maischall Borwärts", „Feierabend" im Stadttril Fauerbach. Jeden Sonntag: Spiel- und Leseabend vereinigte Sioditheoie, Franftvrl a, M, Opernhaus Sonntag, den 1, Februar, nachm, halb 4 Uhr: Borstellung bei ermäßigten Preisen: „Wiener Blut". Anher Abonnement, — Abends 7 Uhr: „Monon". 14, Bonstellung im Sonntag Ab. Große Preis«, Montag, den 2. Fcbr,, abends halb 8 Uhr: „Tiefland", Auhrr Abonn, Groß« Preis«. Diensiag, den 3 Febr, abend» halb 8 Uhr: „Polenblut". 14, Vorstellung im Diensiag Abonn, Erohe Preis«, _____ Beite 3 Mittwoch. den 4 Fetr, abend, 6 Uhr: „Parsisal", Auße, Abonn, Erhöhte Preis«, Cchansplelhana Sanntag, den 1 , Febr., nachm, Haid 4 Uhr: Borstellnng de ermäßigten Preisen: „Der ^ftiesell« Kater", Außer «doun - Abends 7 Uhr: „Wie einst im Mai", Außer Abonn. Gew P, mi„ t ^ 0n,OB ' **" ' 8***- abends halb 8 Uhr: „Natdan d»u Werse ,4 Boiftellun, im Montag-Abann, Gew Preise, . 3 S«b',. abend, 8 Uhr: „Ehriftiane" Vorher, Der verwandelt« Komödiant". ,S. Vorstellung im Dien,- tQfl^bonncm^nt. Gero. Preise. ‘".V 1)0lb « Uhr: „Wie „ns, im Mat. I., Vorstellung i m M>llw-ch,A bonn. Ge». Preise «pirlpla, des Slndilheater» in Gießen, Sonntag, den 1. Febr. abend, halb 8 Uhr: „Krieg im »ttedc» . Klein, Preis«, Monlag. de» 2. Febr, abend. 8 Uhr: »otksuorft.lluna „Die Humboidtianer", Dienstag, den 2, Febr,, abend» 8 Uhr: „Di, Schmetter, ltngsschlacht", 12. Diensiag Abonnementsvorstcllung Gew Preise, Mutwoch, den 4. Febr,. abend» 7 Uhr: „Die Journaiisten" 14 Mittwoch Abonncmentsvorstellung, Gew, Preise, Ein treuer Freund in «olde« wert. So aued Scoil! Emutüon Air die «ternär und^ra-w-udlendeu. Am-Imrionr «»mm huU sie «e Etztus» wach, uutrrfta,, dl- P,Iduna der Qotbs (Lmulsion Muskeln und Jhuxbcrt, kurz, fk wirkt vorteilhaft auf die flamr Sntwilkliuig ein. Somit ist Scoits Emulsion für die Jugend im besten Sinne ein Freund und Helfer. t*fDalt. ca. ; iMtrtun iftu.o. »lyvn, WA «nltrUftolpOon.il. Aalt *A. «nltrpi.ol» lOorhl. fcairpn 1.0. 2roftanl l.ü, araft. (öuoimt I.o. HUaflrt lw.u. «lkvdol IIA Ätnu..M««bd. n. ••nUftmaM * * iropfai Kopfdüngung. Die sonnigen Tage des diesjährigen Herb- sie« scheinen die Gewähr j» dielen, daß unser« Herbstsaat ge- ttästig, in den Winter geh«. Der Fernstehende lönnt« so an nehmen, nun dürfe der Landwirt ohne Sorg« dem kommender Erntejahr «ntgegensehen. Aber adgrseden von manchen and«, ren Gesahren, welche die Feldftücht« in de, langen Zeit b>» zur Ernte noch bedrohen, hört man heott schon allentlmlbc» darüber llagen, daß Mäuse und Schnecken de» jungen Saatrn arg zusetzcn Es werdrn sich dl« Hosjnungen aus im Frnhiahr gut bestanden« Wintersaaten da und dort nicht erfüllen Wo Mäuse, und Schneckensraß die Saaten geschädigt haben, oder wo au» irgend welchen anderen Ursachen schwache Saa:«n zu erwailen sind, bringt «in« Kopfdüngung mit 80 bi» Hill Kg Ichwescljaurcm SImmomal auf da, Hektar diese zu üppiger Entwicklung, sodeß trotz aller Schädigungen ein« Vollernt« erzielt wird. Allerdings darf der Landwitt di« günstigste Zeit nicht veisäumen. Mit der erwachenden Natur muß di« Roggen, und Wcizenpflanze den gedeckten Tisch valsinden, um so di« ganze Wachstumszeit und namentlich d!« werlvolle Winter, senckstigleit »oll und «anz ausnützen zu lännen. Im Februar oder spätesten» im Marz ist da» schwefelsaure Ammoniak an». zuflreoe», damit es sich !m Boden oerleilen und so von allei» Wurzeln ausgenommen weiden kann. Mit dem schweselsauren Ammonial sür di« Kopfdüngung der Wintersaaten kaust de, Landwirt gleichzeitig auch seinen Bedarf an diesem Düngesaft sür die Frühjahisiaal, damit di« erst n Tag« des Früds-'-rs de- nützt werden können, den Acker rechtzeilig zu bestellen. Zu einer guten Ackerbestellung gehätt aber neben einer sorgfälti. gen Bodenbearbeitung auch eine gut« und richlig« Düngung n,it Kali, Phospdoisäur« und Sttckstoss in Form van schwrsel- scnrem Ammoniak, Brautausstattungen in allen Preislagen Friedrich Wissenbach, FfSRlllllfl 3. M- Trieri8chega$*e 14 Gegründet 1848 J Waüs Joseph Schaab " e ; ne: . ~ „ 1 -- Mosel-D.Saarweme Diners: Frankiurt a. M. Telefon Amt 1 . 2501 5 SlÖr.NOIl|»la0. Soupers: Soupers ab 6 Uhr zu Mk. 2.00 Reichhaltige Abendkarte zu civllen Preisen. Geschäftsführer: D. Kehlhepp, ääSäS r:a-ei.lole An'ck,Inge.., i reeck,n,.»gen, ^ (f- 1 ri: i f ii ll, C Ctdlt- 11. jrrnftaniaaeu 1 Z w-ti-maliiSk E...r.ri,...„g, jenen Uw langes .m Bnichloß an die Uebertandzcnlrale Wöllersheim den Vorschriften des Verbandes deutscher Llektrotechniker u. der Ueberianäzentrale eiUiprechend ...... Frankfurt a. Main frlrfon: Amt I, I oparlamfter und sicherster Setrirtz. Glrkiro-Reduklor Merke,«. in. b. t,.. & L.d.uo,. Au*fui l r n „ 0 . | Mairnerlaudstralre 251 Sir. 2 t> rUcac iniusitnui'H. emii.uf], ucii »I. ^«niior 1914. «itü' 4 Friedbe» gcr Zlühjlilirs- Mrdtiiiiirkt findet Dienstag, den 24 . u. Mittwoch, den 25. Zebr. statt. Dienstag, den *£1. Febrnav findet Diannievung seldst- gezüchteter Fohlen statt nnd werden hirrnr von dem Fandes- Dferderuchtverein. dem landw- Kammer Auslchnst, dem Pferdemarkt-Komitee nnd der Stadt Zriedbery anjehnliche Beiträge bewilligt. Äm Ä5. Februar nachm. 1 !ll,r: Derloj'ung von 5 schonen ^rb-itspferden sauf dem Marlte a.,getauft) sowie von sonstigen Haus- u. landwirtschaftlichen Gegenständen, im ganzen 200 Gewinne Lose ri l Mark W (Eine jrijii'ere Siinmeiilaler K»i> mit Kalb ttUgsefir. preiswert zu »crlause» bei Georg Jan», -chmiedemriftee, Petterweil, lind z» beziehen durch die Herren Z. Hirsch und rvilh. ^rapp in ^riebbcrg. Vas pferdemaritt-Komitee. m :« ® tsa« eea««««e ilrsd Imhof, iad-IMeint ] Hehungs- ü. Luflungsanlagen Brunnen- und Pumpenaniagen | - aller Systeme- Dampfbeizungen Kompl. Wasserversorgungen | 10r Städte. OSrter, la*S- | iiäustr und Industrielle. Nlederdfuckdampfiieizungen Haus-Installaticnen für Gas | Abdampfheizuogen -und Wasser- 1 Warmwasserheizungen mit den neuesten Einrichtungen I Luftheizungen 9 Wasch- und » Warmwasserversorgungen Bade-Einrichtungen Elektrische Licht- und Kraftanlagen, | W ■—* — •! > w a»wa——awewawssw « toiiSis liinMü Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Moselstratze 63. 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at gelegentlich einer Kommissionsheratung in, Landtage Staatssekretär Zorn von Bulach die Erklärung ab- gegeben, die Gcsamtregierung von Elsaß-Lothringen habe ihre Konsequenzen aus dem Vorfälle von Zabern gczoge». Nach den freisprechenden Erkenntnissen der Strastbnrger Kriegsgerichte kann das nicht weiter wundernehme», denn damit war dem Standpunkte Ausdruck gegeben, daß in Zabern die Zivilverwaltung versagt habe. Nachdem sich euch der Reichskanzler dem Freispruch anschlost und in einem osfiziösen Kominuniquä veröffentlichen liest, dast die Reichsregierung weitere Instanzen nicht anrufen wolle, war das Schicksal der Strastbnrger Regierung entschiede». Angesichts der »och inuner verworrenen Situation konnte es kaum einen anderen Ausweg geben, denn das jetzige Ministerium hatte nach feinem Verhalten bei der Zaberner Assäre wohl sckwcr- lich noch die genügende Autorität, nin mit Erfolg die Regie- rungsgcschäfte weiter zu fuhren. Gewiß ist dadurch die Lage in den Reichslanden nicht gebessert, aber auf der anderen Seite wird es gut sein, wenn neue und entschiedene Männer aut der Bildfläche erscheinen, die geeignet sind, eine Konso- lidierung der Verhältnisse hcrbeizusiibren. Es steht fest, dast das bisherige Ministeriuin nicht immer eine geschickte Hand g> habt bat und dast cs es nicht verstanden hat, Tinge zu »eibindern. die eine Hemmung für die weitere EntN'lckcluug der Reichslande mit sich bringen muhte». Haben doch schtiestlich die Tinge einen Gang grnomine», der die Bedenken mancher Kreise gegenüber der Elsast-Lothringen gewährte» Verfassung noch vergrösterte und bei diesen den Gedanken wachricken, bei passender Gelegenheit eine Revision berbei- »usühren. Wer das Erbe der Herren Zorn von Bulach und Mandel nntritt, ist noch nicht bestimmt, ebensowenig wie eine Entscheidung über den Nachfolger des Grafe» Wedel auf dein Statthalterposlcn getroffen worden ist. Man spricht da t-om Fürsten Biilow, dessen ungesck>»vächte Tatkraft man gern wieder im Interesse des Reiches ausnutzen möchte, des wci- teren nennt man den jetzigen prenßischen Landwirtschasts- miniiter Freiherr von Schorlcmer-Licjer und schtiestlich auch den koinmandicrcnden General des 14. Armcelorps. Frei- Herrn von Hoiningcn Hncnc. ES ist an der Zeit, dast die Verhältnisse in den Rejchslanden eine Klärung erfahren. wenn liicht die Arbeit mehrerer Jahrzehnte spurlos verwischt sei» soll. Ter Temijsion der reichsländi'chen Regierung vorange- gangen sind wenige Tage zuvor im Reichstage die Interpellationen über die Verwendung des Militärs. Die Erwartungen aus eine groste und leideni'chastliche Debatte wurden aber kiittäuscht, abgesehen von einem durch den Genosse» Frank hervorgerusenen Zwischenfall, veranlaßt durch die Kritik an der Haltung des Kronprinzen, t»erlief die Erörterung ruhig und sachlich, »nd die bürgerlichen Partei '» zeigten im großen und gauzen eine wesentlich andere Haltung, als in jener Dezemberdebatte, die zu einen» Mißtrauensvotmu gegen den Kanzler führte. Veranlaßt wurde dies durch das diesmalige Austcrtcn des Herrn v. Betbniann-Hollweg. das seine Unklarheiten übrig liest und ankiindete, dast man ans den Vorkommnissen die Konsequenzen ziehen wolle. Ziemlich unverändert ist noch immer die Lage aus dem Balkan. Die Diplomaten schreiben sich die Fingcr wund an Noten, etwas Wirkliches geschieht aber nicht, eS bleibt im wesentlichen alles beim alten. Welchen Ausgeng die Inscl- frage uock> nehme» wird, läßt sich nickt voraussehen, und es is» erklärlich, wenn man in Koustantinopel bereits die Geduld zu verlieren beginnt. Man drängt dort zu einer Entscheidung und auch von Athen aus wünscht man eine Verständigung. am liebsten auf direktem Wege durch Verhandlungen in Koiistantinopel. Gelegentlich des mehrtägigen Aufenthaltes des griechischen Ministerpräsidenten Venizelo? in Berlin dürste die Inselsrage zu eingehender Erörterung gelangt sein, nachdem der griechische Ttaatsuiann auch die Ansichten der Pariser und Londoner maßgebenden Stellen zu Gehör bckominen beit. In Berlin hat VcuizcloS auch Gelegenheit genomnien, den Prinzen zu Wied zu besuchen, ein Schritt, der angesichts der Nachbarlcksrft Albanien? und G- ie- chcnlauds nur begrüßt werden kann. Die albanische Frage selbst ist ebenfalls noch imnier nicht gänzlich geklärt und der Prinz verzögert seine Abreise von Wache zu Woche. Die in der vorigen Wochenschau geschilderten Differenzen im Sckoste der englischen Regierung sind behoben, Lloyd George hat wohl im Hinblick ans die Landesverteidigung seine große» Bedenken ausgcgeben und man hat sich auf einer mittleren Linie geeinigt. Ein solches Resultat war mit ziemlicher Sicherheit vorauSzusoben. zu mindestens inußlc man sich darauf gefaßt sein, daß die Mehrheit des Kabinetts sich für keinen Stillstand im Ausbau der Flotte entscheiden würde. In Einzelsragen tchcint man sich aber noch nicht ganz schlüssig zu sein, wobei auch finanzielle Fragen mitspielen, da nian nicht minder bofroi in Deutschland jenseits des Kanals sehr genau rechnen muß und gezlvnngen ist. neue Duellen zu erschließen, da dir alten versiegt sind. ^ns der iiriiiint. Friedberg, 31 Jan. Jum Oberstleutnant befördert: der Major i„,d Ba,ai»a»»Iommand.ur Fischer im 5>. Großh. Hess. Ins -Regt. Ri. HX — Fixe», C»M. an der UnIeiossiZIerschuie in Jülich unter Versetzung in da, Ins Regt. Nr 16S all Ins». STfTi»i«r zur Kriegsschule ;n Danzig kommandiert. — o,um Oberleutnant befördert: Li. Ouade im Inf Nrg, Nr. ltK.' * dutzbach. 31. Jan. Dar. I BataiNo» s. «roßh. Hess. Inj.. Negiincnt» Nr. HK (Butzbaibs d.'adsichiigt von» l0>. di» 2t Fe. druar d. I. aus den, großen Erersierplotz Zwischen Butzbach und lkspo. Schußrichtung Forsthau». gegen den Heidelbeeiderg ge. secht,mäßige, Schießen mit scharser Munition adzuhalten. Da» Schießen beginn, täglich UNI halb !> Uhr vormittag, und endet um 4 Uhr nachmittag» Für d«» Berlehr gesperrt ist da» Ge. lande zwischen Straße be,w. Weg «rauere«, Butzbach. Wasser- hau». Eber» «Sn». Foistdau» Butzbach (Weg einschließlich, und l-er Straße bezw Weg Brauerei Taunu»straße. Fußweg Hausen, Faisihas,» ssveg ausschlseßlichj. ' Gießen, ,!I Jan Unter den Auszeichnungen, die d«l Kaiser verliehen hat, ist »vr eine im hiesige» Regiment zu verzeich „en: Hauptmann Ri-ck erbiet den roten Adleroiden 4. Klasse mi, der Krone süi die ausgezeichneten Schieß«,gebniss«. die e, im vergangenen Jahre mi, der 8. Kompagnie erzielt hat * Weickartshain, 81. Ja». Beim Auslauen von Aufbcrei. tungsapoainten im hiesige» Bergwerk erlitt der Bergmann K»öß durch eine Explosion der Lumpe schwer« Brandwunden, denen er nach qualvollem Leiden erlag. * Alsjeid, 81. Jan. Im denachdarten Seibelsdorf wütet« in der Ro.chr von Somstag zu Sonntag eine hestlge Feuer», brunst, durch die j,n Augenblick vier Anwesen bl» aus di« Grundmauern in Asch- gelegt ward:» Die Holzhauer Eduard Selzer und Hcinr. Dürr kamen gerade vom Astrid« heim und sahen beim Abendessen, nl» ihnen die Häuser über dem Kops zu» sainmenblachen. Da» Feuer srpang dnnn aus di« Anwesen de, Schmiede» Andr. Mohr und de» Schneider» Andr. Selzer. die Posthilsssielle über »nd äschert« sie ein Da» Ganze geschah mii solcher Schnelligkeit, daß die Abgebrannten — die auch nur teil- weise ganz versichert waren — da» nackte Leben retten konnten. * Franks»,t 0 . M, 3l Ja». Zur Gesundung de» heimische» Baugewerbe» Hai da» hiesige Handwerlsami «in« schwarze Liste .fauler" Bauunlernehmer zusaininengestcliii da, Verzeichnis enthält eine stattliche Anzahl soler Unieinehmer. an denen die Handwerker schon Geld verloren haben, die volbestrasi sind und aus seilen» der Behörde» bereit» seil längere, Zeit besonder» geachtet wird. — Bon de» historischen Vereiucn der Stadt sind verscksiedene wisienschastlich« Verüsseirtltchungrn ulet die Stadl Franks irrt in Vorbereitung. Die historische Kommission gab bcreil» mit Unterstützung der Jakob S. Stern-Stistung di« ..Frankfurter Ami», und Zunsisurkunden bis zum Jahre IKIB * heraus, ein« Arbeit, die Dr. Karl Bücher nb Benno Schmidt Landgräflich Hessische concessionierte Landesbank Filiale Friedberg Friedberg (Hessen) Telefon No. 20. Reichsbank-Giro Kaiserstrasse 67 (Alle Pos!) Postscheek-Conto: Frankfurt a. M. 4963. Contocorrent-Verkehr mit :i " cn Kreisen < * es ^ aiu,uis ’ c,cr des Gewerbes. 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Neubau, der seinen Platz im Universitätsviertel an der ", Gloria-Allee erhalten soll. In der bisherigen Ctadtbiblio- el soll dann das Stadtarchiv Unterkunft finden, während die sreiwerdenden Archioräum« zu neuen Ausstellungsfälen des hi. ftonschen Museums Derrocndung finden werde», * Frankfurt a. M., 31. Jan, Aus Verzweiflung über die u rgeblichen Bemühungen um Beschäftigung suchte sich der v«r> heiratete Weitzbinder Tonius zu erhängen. Er konnte nach inehr als einftündigen Bemühungen wieder ins Leben zurück- gerufen weiden, — Vor der Festhall« suchten etwa 500 Arbeit», lose um' Deschäftigung im Cirku» Earree nach. Der Tumult wurde schließlich derart groß, daß «in Schutzmannsaufgebot für Ordnung sorgen mußte. Hrssrn-Rasiau. * Flörsheim, 81. Jan, Die Diamantftringutwerke haben infolge der schlechten Geschäftslage «ine Betrirbseinschränkung von zwei Tageii in der Woche eintreten lassen, * Limburg a. d. L., 81. Jan, Der 10jährige Josef Reich von hier rettet« «inen 12jährigen Schüler, der in die Lahn zwischen Eisschollen gestürzt war, vor dem Tode des Ertrinkens. * Kassel, 31. Jan. Der Polizeikommissar Hermann Pape, der vor einiger Zeit wegen Beleidigung «ine, Militärintendanturbeamten zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt und daraufhin auch disziplinarisch mit Dienstentlasiung bestraft worden war, stürzt« sich di« Treppe herunter. Er erlitt hierbei einen Schü- delbruch, sodatz er schwer verletzt ins Landkrankenhaus gebracht wurde. An seinem Aufkommen wird -«zweifelt. * Bon der Bergstraße, 30, Jan, In Erotzsachsen geriete» die Kleider des Wagnermeisters Frössinger, als dieser «inen Böller abfeuern wollte, in Brand, Der Mann erlitt furchtbare Brandwunden am ganzen Leibe und liegt hoffnungslos darnieder. Ein unentbehrliches Hilfsmittel um Höchsteiträge von den Feldern zu erzielen, di« im kommenden Frühjahr mit Sommergetreide oder Hackfrüchten bestellt werden sollen, ist ein« möglichst zeitige, noch auf die rauh« Furche ausgeftreute Thomas- mehldüngung. Es genügt vollkommen, wenn das Unterbrin. gen erst im Frühjahr bei den Vcstellungsarbeiten erfolgt, da jo kein« Verluste eintreten können. Bereinigte Landwirte. * Stierjtadt, 31. Jan. Morgen Sonntag, den l Febr„ abends 8 Uhr, veranstaltet die Ortsgruppe Stierstadt der Vereinigten Landwirte im Saale Gasthaus zum Kirsch (Paul Sulzbach) aus Anlaß de-s Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers eine Feier, bestehend in Baueruball und, einigen theatralischen Aufführungen. Wir lade» hierzu alle patriotisch gesinnten Einwohner Stierstadts und die Mitglieder der Nachbars-Ortsgruppen ergebenst ei». Die Vorbereitungen dazu sind" schon seit einiger Zeit fest im Gange. Das Bestreben des Vereins ivird sein, allen Besuchern einige frohe und geniüttiche Stunden bereite» zu können. Eintrittskarten für Herren eine Mark, Danien haben freien Eintritt. Gleichfalls ist das Tanzen frei. LUMN «ust $lanf>eüot?u< Min Name 0ermarua Monopol Aynqre'tz Treffer 603 % 50 « HO - 30 - 9cf> qeve volles Nettogewicht. Mvberl BerZer.KGneÄ Suche sofott jüngeren Hansvnrschen sowie für Ostern einen Lehrling aus achtbarer Familie. K. Brand, Fricdderg. ftolrnialmarrn int J>liha!rlrsgrfil|ctl. Hacli rrniuri-Mah [? zu den Pferdemärkten im Jahre 1914. 4. Februar 4. März 5__8. April I. Mai 3 . Juni 1. Juli 5. August 2 . September II__14. Oktober. Soeben ein extroffen: die ersten Frilhjahrs-Heuheiten fertiger Konfirmanden- und Kummunikantenkleider weiss, schwarz und farbig, in reiner H *» Ht || Wolle ii. in reizenden Fassons v. M. ■ art J. Pfeffer-Giessen l)c|tositenkasse uml Wecliselsüihc HalMrMruae so FricdbCrg 9. .11 • Telelom lo.»« ßktienkapital und Reserven Mk. 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