Jlnmmcr 21 xonnersraa. den 2!». Jannav 1 »S-N..N mona.Iid, M m Mn* tritt Postgebühr -de. Trog.rtoh,,, i„:c. a ,„: ®n,„<>„Ue "> Wgl'loCalflS _ ^nuaungson „riebbtig. »dn-ifllrittmo mit. y»rU, Sritbbrrg «>>»-»,. 6unou» :;aj; g ll ' g t r«'pT ( J) f r 48 . »Ir. z^,. "dode. Debcrsicht. — Stuf der Steife von Bornholm »ach.Hamburg ist der üentschr Dreimaftschoner „Vorwärts", der mit Klinlrrn bc- ladrn war, untrrgrgnngrn. Dir Bcsatznng von drri Mann ist rrtruiikrn. — Gestern abend wurde bei Büpow im Eilzng Lübeck— ‘V off uif rin Rrisender im Zlbteil ztreitcr Li lasse mit rinrr Schußwunde in der Schläfe schwer verletzt aiifgcsniidk». Wie sich später herausstcllte, handelt cS sich »in ein verbrechen. Ter Täter konnte noch nicht ermittelt werden. — Eine neue Feiicrsbrnnst in der Papierfabrik in Nie. srrn bei Pforzheim ist gestern Nacht auSgebrochen, die das TurbinenhauS zerstörte. Der Schaden wird auf 50 «XXI A veranschlagt. — In Nizza verhaftet« die Polizei drei Teutsche, und zwar einen Johann Lenz, genannt der rote Hans, Anton Wcintfortncr, und einen gctviiicn Kreisclmcycr. Sic waren de. Betruges im Spiel überführt worden. — Anstelle des herrschenden Frostes ist ein ungewöhnlich starker Nebel getreten, der die Schisfahrt im Kanal ausicr- »rdentlich rrschwert. Die Dampfer müssen stundenlang auf einer Stelle liegen bleiben, da man Zusammenstöße befürchtet. Die kleinen Dampfer, die den Verkehr von Calais nach Dover besorgen, brauchen für diese Streike daS Doppelte und Dreifache der gewöhnlichen Zeit. — Grossrn Unregelmäßigkeiten ist man aus der Güter- absrrtigungSstklle in Romanshorn auf dir Spur gekommen. Der in Betracht kommende Kassenbeamte ist vorläusig vom Dienste suspendiert worden. Es soll sich tun eine sehr große Summe handeln. — In CSmoriz stürzte während de? Gottesdienste? der Fnßl eben einer Kapelle zusammen und ris, zirka bst Personen in die Tiefe. Zwei von ihnen wurden sofort getötet, die übrigen witrden mehr oder weniger schwer verletzt. — Wie a»S Kap Haiti gemeldet wird, ist der ehemalige Minister Tavilmar Theodore zum Führer der Revolutionären «negeruse» worden. Er hat mit seinem Generalstab und SlXttl gut bewaffneten Soldaten den Marsch nach der Hauptstadt angetrelen. Das Isrgebnis der iyuljjiiljlmtt*. Wir lesen in der „Jranksnrter Zeitung": ..Die vorläufigen Ergebnisse der Viehzählung vom l. Dezember 1013 im deutschen Reiche liegen nunmehr vor. ES wurden gezählt: 20 Oll 258 Stück Rindvieh, 25 591 794 Schweine, 5 504 195 Schafe und 3 535 697 Ziegen. ES bedeutet dieS gegenüber der Zählung vom 2. Dezember 1912 eine Zunahme von: 762237 Stück Rindvieh gleich 8.8 Prozent, von 3668 087 Schweinen gleich 16,7 Prozent und von 125 304 Ziegen gleich 3,7 Prozent. Die Zabl der Schüfe hat um 299 250 Stück gleich 3.7 Prozent abaenommen. Der Rindviehbcstand ist absolut ztvar der höchste, der je sestgestcllt wurde, ist aber gegenüber frühe- re» Zählungen nicht im Verhältnis zur Einwohnerzahl gestiegen. Tenn aus 100 Einwohner komnien hcitte 31.3 Stück Rindvieh, in, Jahre 1912 30.4 und im Jahre 1907 33.1 Stück. Der Schweinebestand bat ebenfalls feinen höchsten Stand erreicht, sowohl absolut als auch im Verhältnis zur Bevölkerung. Nach der neuesten Zählung kommen auf 100 Einwohner 38,3 Schweine. im Jahre 19.2 nur 33 und im Jahre 1907 35,5. Tic Ziegen haben ungefähr den gleichen Stand wie im Jahre 1907 wieder erreicht «5 3 Stück anf 100 Eittwohner gegen 5.7 in 1907). Die Schafe haben in den letzten 40 Jahren von Zählung z„ Zählung rasch abgenommen, von 25 Millionen i», Jahre 1873 6i3 ans 5'.«. Millionen im Jahre 1913. Während im Jabre 1873 noch 61 Stück Schafe anf 100 Ein- Ivohner knnien, ist diese Ziffer heute anf 8.2 gefallen. Soweit die „Feankinrter Zeitung." Daß die Schafzucht sin Abnehmen begrissen ist, Ivill nichts besagen, sondern be- Titit nur, daß für ertensive Wirtschaft im deutschen Reich ' in Platz mehr ist. Die Zunahme der Rindviehbestände und mentlich die Vermehrung der Schweine, deren Bestand, besonders bervorzuhcben ist, auch im Verhältnis ii ; Bevölkerung, die höchste Zahl in Teutiebla-id je >. !t worden ist, erzielt hat. Was wurde vor zwei Jahren .... das Wort des Reichskanzlers, d>iß die „Flcischnot" nur i.v vorübergehende Erscheinung" fei, gespottet und nun . st man ovne tveitereS die nackten Tatsackien mitteilen. ohne in de. Lage z» lein, eine Bemerkung dazu zu machen. In d c r s e t b c » 2iu»t »er der „ssronkfurtcr Zeitung ' liadru n>ir folgende Notiz: . Wrilcres Sinke» drr Schwrinkprrisr. Leit etwa ,wöl> Wochen zeigen aus dem Fraiiksiiitc, Piehmarkt die Sei a eiueprcise eine rückläufige Tendenz. Auch gestern war wieder ein Rückgang der Preise z» verzeichnen, und zwar gingen voltsleischige Scktzveine von 80 die- 10» Kilo gromin und vollsleischige Schtvcinc unter 80 Kilegrainm dnrch.ichnilllich pro Pfund Schlachtgewicht 3 Pfennig gegen die Vorwoche znrück. Ter Markt wurde bei einem Anftrieb vor. 2414 Sätweinea o»3 Hannover Sldenbu-a. Posen, Oberhessen und Nassau, und bei gedrücktem Handel nicht geräumt. ES wurde bezahlt pro Pfund Schlacht- gewicht 6t> die- 68 Pfennig, bezw. 65 bis 67 Pfennig: das sind Preise, wie sie seit Februar 1912 nicht m.-hr notiert wurden. Vergleicht nian diese Preise mit denen vom Markttage am 6. Februar 1913, an dem die genannten Qualitäten nüt 87 hjz 89 bezw. 86 bis 88 Pfennig pro Pfund Sailachtgeuxhit notiert wurden oder aber vom 21. Januar 1912, also etwa vor genau einem Jahre, an dem 83 bis 85 bezw. 82 bis 81 Pfennig bezahlt wurden, so ergibt sich ein Rückgang binnen Jahresfrist von 21 Piennig pro Pfund Schlachtgewicht. In den Kreise» der Produzenten und in denen dcS Handels wird niit einer weiteren RückwärtSbewcgung gerechnet. — Hosfentlich folgen nun auch die Metzger in ihre» Verkaufspreisen die- ser rückläufige» Bewegung." Olol!! wie bescheidenl Wie so ganz anders hat die Frage gclnntct, als die Landwirte infolge Hitze, Dürre und Fnlternot aczlvnngcn waren, höhere Preise sür ihr Vieh zu nehmen, da erscholl eS im ChoruS: Tie Grenzen auf! Ta lautete die Toiiart: Wir fordern, wir verlangen i Jetzt aber begnügt man sich mit einem ganz bescheidenen: „Hosfentlich". Das Ministerium Kaempf. Ueber das Präsidium Kaempf schreiben die „Berliner Neue sie n Nach richte n": „Am letzten Freitag sind der Reichskanzler und Herr Staatssekretär Delbrück zweinml gezwungen gewesen, gegen die sozialdemokratischen Schmähungen zur Selbst- Hilfe zu schreiten, weil die freisinnigen Herren Or. Kaempf und Dove die ihnen anvertrante Disziplinargewalt nur in höchst »nznlänglichem Maße auöübten. Solche Fälle einer mangelhaften Präsidialfllhrung häufen sich, seit die „Linksmehrheit" die Herrschaft antrat, in so aufsälligeni Maße, daß mit der Kritik dieses unerträglich werdenden Zustandes nicht länger znrückgchalten werden darf. In den Zeiten, in welchen die aus Konservativen, National- liberalen und Zenlrnaisnritglieder» znsamnicngcsctzten Präsidien die Verantwortlichkeit für Würde und Ansehen des Reichstages trugen, ist diese Würde im allgemeinen gewahrt worden, während jetzt die Zügel am Buden schleifen. EL zwingt das zu dcni Schlüsse, daß die Ursache» der seit zwei Jahren ständig sich steigernden Disziplinlosigkeit weniger i» persönlichen Eigenschaften der jetzigen Präsidcnlen (wie unzureichender Wachsamkeit und mangelnder Energie) zu suche» sind, als in ihrer Parteizugehörigkeit und demokratischer Grnndauffassung, anS welcher heraus sie der systematischen Herabsetzung un- seien antoritaliven Gewalten und ihrer Träger, wie auch gewissen, „freimütigen" Auslassungen über Regierung, Krone und Heer eine weit geringere Empfindlichkeit cnt- gegcnbringen, als sie in deutschen Landen überliefert, be- rechstigt und erforderlich ist. Am stärksten ist die Unfähigkeit des Präsidenten Iw. Kgcmpf, von den Disziplinar- mitteln der Gesck)äftsokdnung den richtigen und ausreichenden Gebrauch zu machen, in den Skandalsitzungen vom 3. und 4. Dezember v. I. bervorgetreten..... So geht es unter Herrn Kaempf in jeder Sitzung her, in welcher die Sozialdemokratie der präsidialen Hilfs- und Willenlosigkeit zu spotten wünscht. So bot die Sitzung vom letzten Freitag niit ihren spät und kaum gerügten Anwürfen wider den Thronfolger, Herrn von Jagow u. s. w. ein würdiges Seitenstück zu den unwürdigen Szenen vom 3. und 4. Dezember. Die Demokratie scheint mit diesen ihren Deetrauensmännern am Präsidium glücklich und zufrieden. Indessen haben die Na- ttonallibcralen die jetzige Verteilung der höchsten, parlamentarischen Vertranensämter mitverschuldet. Meinen sic nicht, daß sie es der naftonalen Wählerschaft allmählich schuldig sind, von diesem Präsidium ab,»rücken, indem sic ihren Herrn Iw. Paasche aus ihm zurückrufen? Doch ist das ihre Sache." Denljcher Deichslag. 200. Sitzung vom 28. Januar, 2 Uhr. Am BundeSratStisch: I>r. Drlbrück. Vor Eintritt in dir Tagesordnung dankt Präsident l>r. Karmps den Schriftführern, die anläßlich der 200, Sitzung seinen Platz mit einem Blumenstrauß geschmückt Hab n und tritt weiter mit, daß er gestern dem Kaiser die Gliickwüinche des Reichstages überbracht habe. Das Haus setzt die allgemeine Erörterung des Etatsfür das RcichSnint des Innern fort. Abg. Girsbcrte (Zentr.): Tie Ruhcpau'e in b 3o,n! Politik darf nicht znm Stillstand führen. Unsere Witn-cn- nnd Waisenversilherung steckt z. B. noch in de.» rrsiin Ansia,- gen: ihr Ansban muß die nächste Aufgabe der Sozialpolitik sein. Auch die Herabsetzung der Altersgrenze der Jnvaliden- vertiiberiina auf 65 Javre ist nnanltcbiebbvr. Die Gewerbe- a m hrr M* "'1 r.ll"rk."°ie wüsten auch weiter euer- gstch tn-kampft werden. Eine eanziehung der Arbeiter Ickp st ur Gewcrbe,nspeRum, l. de, Lohnsestietzm.g nutz wreö?»^ Til Z"*LT' ’V ,f ' ntn " ««' ' t-nnSolirf,- 0, . ^ nllui| 3 Regien,ng auf der Berne, ..rde,,er,ch„tzkonferenz sind tvir nicht zufrieden. Eine Er ^""^^Srhutzalters der J„ge:.dlieöe„ j„ der Nachtarbeit 1. uc dort verlon.D werden n. mit. Von der SHifcftinipiun ^ ^bei'0'ber über die foziew.üt.ij^ Lasten dürfe., wn >l"S nicht »nterkriegcn ruf; -r. G.n de diese Lasten sind ge- ot'öeret, Lasten der Industrie. :'.-jch, ...Ischls Kapital und Jntelllge.pl. ! -'der,, auch der Aibei een.a'/"'« ^ T^.Iligkeit laben „NS g.os, n u ^oiis,i„,kras!,ge Arbe!ec sind dem 'Miltclstande nützlich. Das Clcnd der Arbeitslosen und der.Hein.arbeile, st t.nmrr »och sehr groß. ES gibt aber „och viel zu a.bei- len. Besondere Maßnahmen gegen !. , TerroriSmuS. für den Schutz der Arbeitswilligen sind nicht notwendig. Die Pclize.vcrlvattnnge» verstehe» sich aus die Sindd„,„tt„g ven AuLschreitnuge,,. Tie Ehristlickien haben nie Hilse gegen d^n,Terror der Sozialdemokraten verbiegt, sie werden damit allein fertig. Kein Stillstand darf einleetc» in der Ersüllmig wichtiger Aufgaben, sondern nur ei» Fortschritt. Staatssekretär vr. Delbrück: Der Abgeordnetc Gothein hat mir vorgeworse», ich hätte in meiner Lobrede auf die Wirtschaftspolitik die- tbcsa,„tgi,the.ben der Sparkasse» mit den jährlichen Einnahmen vcrwechlclt. Allerdings konnle der Wortlaut meiner AnSsührungen z» diesem MißverstLnd- n,s sührcii. Wenn ich für die Sparkassen N Milliarden an- setzte und zugleich sagte, daß unser Wohlstand ganz nllge ine-in um 8 bis 10 Milliarden zugenoniinc» habe, so kann die Oefsentlichkeit über den tatsächlichen Wert dieser Tale., nicht getäuscht fein. Tie Rcvcrdsi-itc der glänzenden Medaille, die ich in meiner letzten EtatSrcde- gezeigt habe, sind die Verhältnisse des gewcrblickien Mittelstandes. Ter Mille, stand hat unter den Begleitrrschcinnngen der Entwickeliina z» leiden gehabt. Er ist von oben her durch Handel »»>- Industrie, von unten durch den Ausstieg der Arbeitertla« - bedrängt. Durch all diese Tatsache» ist der gcweibliei'e Mittelstand in eine ganz besonders ungünstige Vr, fasst:,-> versetzt worden. Tic alten Organisationen des Handwerl haben sich allmählich überlebt, „nd man hat in den fünfzige, und leck^igcr Jahren des vorige» Jahrhundert nicht darot, gediick-t, geeignete Handhaben sür die Neubelebnng der allen Formen zu schasse». Es mußte deshalb völlig Neues schassen werden. ES handelt sich um die technische Schnlitttg des Mittelstandes anf allen Gebiete», in denen der Kleinbetrieb noch niit dem Großbetrieb konkurrieren kann oder ibt» überlegen ist. Tic Ausgabe der technisckien »nd Nur. schastlichen Erziehung fällt in das Gebiet der tkinzelstaaten. und man kann mit höchster Anerkennting seststellen, daß si- auf diesem Gebiete mit großeni Erfolg gearbeitet haben. Ta - Reich aber hat durch die Nenregelung des Genossenschaft-: Wesens, durch die Bcstiniitiiingcn über die AnSbtldtttig von Gesellen, über den Schutz des Meistertitels, über den ktala.-n Befähig,,ngSitachwe-is »sw. das Bestreben gezeigt, alle Sin foideriingen zu erfüllen, lieber die Frage, Wa8 mm weite, iicschehen soll, gehen ja die Meinungen niiSrinander, aber es läßt sich seststellen, daß grnndlegende gesctzliilie Matznah- nien getroffen sind. Zunächst werden viele Enqueten Über die Handwcrkerbetriebe gefordert. Mit einer dieser Enqueten über das Müllereigewcrbe, habe» wir allerdjngo keine guten Elfahrnngen gcinacht. Ein großer Teil der kleine» Betrieb hat sich außerstande gezeigt, nnscre Fragebogen in besried,. pendcr Weise z» beantworte«. Aber immerhin ist diese En ouete noch eine der beste» gewesen, die wir bisber ang-- stellt haben. Bei der Bankenqnele sind die Verhältnisse d.-s Handwerks einer eingehenden Betrachtung unterzöge» worden. Wir sind so ans dem Wege der stückweise,, Ermiftelitng der Verhältnisse der Kleinbetriebe fortgeschritten und » - t,V , in, Laufe der Zeit z» einem klaren Bilde koiiitn-n. Sobald die Verhandlungen meines Etats hier abgeschlossen sind, weiden die Fragen in meinem Ressort weiter behandelt werdea. bejondcrs die Fragen, die det, kausmätiniiche» Mittelstatto betreffen. Wen» ich jüngst von einer sozialpol,tilck>cn Paus', spiack', so meinte ich natürlich damit nicht, daß »US nun je»! liberbaupt nichts nichr z» tun übrig bliebe. Einige Mitte!- standSsrage» sind besottders altuell geworden, so die Frag« der Einschrünknng deS HansierhandelS, der Beschränkung de, Watidrrlagcc und die Wiittlcl>e der Kleinbetriebe ans eint zweckmäßige Ausgestaltung der Sonntagsruhc, Zu alle- den Fragen liegen Gesetzentwürse vor, die bereits von Kont- mijsioncn beraten werdet,. Als besonders dringend ivird auel die Frage des Lieferungs- und BedingungSw-fenS hingestellt Auch niit ihr beschäftigen sich bereits einige «ommislionet,, und auch die Koiiimisfi»» sür die RüftungSlieserungen soll seslstellcii. ob der Staat nicht etwa zuviel bezahlt. Unser gc- si-.mteS Verdi,,gnngSivescn bei der Armee, bei der Eisenbatzt- l-ci jeder andcrr» Behörde beruht aus der Voraussetzung, dar, eine große Zahl von einander »»abhängiger Konkucrenlen durch ihre Angebote eine» oiigeniesscacn Ausgleich der Prcii - bringen sollen. Da wie gber mit einer freien Kenkiirren- Skr. 24 9jene Tageszeitung. Donnerstag. Ben r». Januar ist*. niit’t mehr zu rechnen haben, ist dieses Verdingungswesen seiner wesentlichen Voraussetzung bernubt und mußte zu Mißständen führen bei denjenigen Betrieben, die noch nicht so organisiert sind, die noch keine Preisvereinbarungen Haben. S'ir wollen abwarten, zu tvelchen Ergebnissen die Kommis- fion über dos Derdingungswes» kommt. Ich würde es Hebe uern, wenn die Kommission auf einer reichsgesetzlichen Regelung bestände. In Preußen arbeitet mail bereits an ciner Verbesserung der geltenden Bestimmungen. Sie werten auch tm Reiche berücksichtigt werden. Ein großer Teil ier Wünsche des Hauses ist also bereits erfüllt. Notwendig ist es. daß da? Handwerk zu größeren Organisationen kommt. £irte Zentralstelle für das Verdingungswesen, von seiten des Handwerks begründet, könnte ersprießlich wirken. Das !R; ch würde eilten Zuschuß für die ersten Einrichtungen zur Vcrfiigung stellen. Sie sehen ans allem, daß wir trotz der scheinbar etwas langwierigen Verhandlungen allmählich dem Ziele näher kommen. Ein Verbot des heimlichen Warenhandels ist gefordert worden. Ein solches Verbot besteht bereits im Reiche und in Preußen. Ich würde unnachsichtlich einschreiten, wenn Verfehlungen gegen dieses Verbot vor» kcatmen. Unzulässig ist es auch, wenn der gemeinsame Warenbezug durch Beanite den Charakter einer großen ge- ichaftlichen Unternehmung anninunt, und wenn sogar Waren tn Verwandte und Freunde abgegeben werden. Weitere Be- lchtnerden siegen vor. Auf dem Gebiete des unlauteren Wettbewerbs und des Zngabewesen? sind die Hilfsmittel, die das Gesetz von 1009 gibt, noch nicht überall mit der nötigen Entschlossenheit angewendet worden. Die Frage, ob das tzai'dtverksgesetz von 1897 eine hinreichende Grundlage für sine zeitgeitiäße, den modernen Anforderungen entsprechende Organisation des Handwerks bietet, habe ich eingehend gelüst und dabei gefunden, daß trotz mancher Mängel das andwerksgesetz von 1897 auf einer richtigen Grundlage hebt. In den einzelnen Streitfällen, ob ein Betrieb als abrik- oder als Handwerksbetrieb zu betrachten ist, wäre > nach meiner vorläufigen Meinung am zweckmäßigsten, ie Entscheidung einem Schiedsgericht aus Vertretern des Honda erks und der Fabriken zu überlassen. Aus meinen slu?sührnngen werden Sie ersehen, daß wir die Wünsche de? Handwerks ernstlich prüfen, und daß ich ein Verständnis dafür habe, wo dem Gewerbe der Schuh drückt. Ich habe schon festgestellt, daß der Mittelstand nicht in demselben Maße wie andere Schichten teilgenommen hat an dem volkswirtschaftlichen Aufschwung der letzten Jahre. Ich möchte aber doch betonen, daß die finanzielle Erstarkung und Gesundung in unserem Wirtschaftsseben auch dem gewerblichen Mittelstand dadurch zugute kommen wird, daß bei steigendem Wohlstand »ie Massen der Bevölkerung in die Lage versetzt werden, an stelle voit Mastennrtikeln Oualitätsarbeit abznnehtnen, die terade dem Handwerk und Gewerbe lohnende Beschäftigung ietet. (Beifall.) Abg. Dr. Boettcher snatl.): Wir wollen die Freiheit der ckibeiterorganisationen in keiner Weise beeinträchtigt sehen. Von einer Beschränkung de? Koalitionsrechtes kann keine Rede sein. Wir sind mit den christlichen Gewerkschaften keineswegs immer einverstanden, wünschen aber aneb ihnen volle Freiheit, denn sie bilden ein wirksames Gegenstück zu den sozialdemokratischen. Von einem Stillstand in der Sozialpolitik wird kaum die Rede sein können. Das beweisen die neuen Entlvürfe über die Sonntagsruhe, Jugendfürsorge nsw. Nur wird man sich vor Ueberspannnng hüten müssen. Mir begrüßen es, daß eine Kommission von Fachleuten die Grenzen zwischen Industrie- und Handwerksbetrieben untersuchen soll. Dadurch würden berechtigte Klagen abgestellt werden. Wir legen auch den größten Wert auf die Förderung der sachlichen Ausbildung derLehrlinge. Die Mittelstandspoli- lik ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Der Schutz der Htzpothekenglänbiger gegen Dersiigungen über Mietsund Pachtzinsen ist ungenügend. Die Wünsche des Mittelhände; müssen mehr berücksichtigt werden. Ministerialdirektor De. Caspar: Das E'nfiihrungsgesetz ■ r Neichsversicherungsordnung bestimmt, daß bis zum Ende s Jahres 1915 eine Denkschrift über die Frage der Herab- ;nng der Altersgrenze in der Invalidenversicherung ver- . ifentlicht werden soll. Da noch nicht genügendes Material orliegt, konnte bisher eine Veröffentlichung noch nicht er- felgen. Von einem Stillstand in der Sozialpolitik kann keine Rede sein. Wir haben ein Heer von sozialpolitisch geschulten Beamten wie kein anderes Land in der Welt. Abg. Bartschnt (Fortschr.): In manchen Wahlkreisen schädigen die Konservativen den Mittelstand, wenn dieser nicht konservativ stimmt. Der Bund der Landwirte schädigt auch den Mittelstand durch seine Geschäftsstellen im Lande, die Maschinen verkaufen und reparieren. Den Handwerkern kan« inan cS nicht verdenken, wenn sie sich vereinigen, um höhere Preise zu erzielen. Dagegen wehren sich bezeichnen- deiweise wiederum konservative Großgrundbesitzer, wie z. B. im Kreise Jauer. Donnerstag: Fortsetzung. — Schluß nach 6 llhr. IlvcnJHlrijcv Landtag. Abgeordnetenhaus. Am Mittwoch wurde di« Beratung des landwirtschaftliche» klats sortgelctzt. Ein Antrag Bethg« - Schackensleben (kons.) ersuchte, J» nächstjährigen Etat die nötigen Miitel zur Ausgestaltung w, Instituts für allgemein« Vererbungs- und Züchtungslehr« bereit zu stellen, Abg. H o s e r (S 03 .) gab an der Landflucht der Arbeiter, familien der schlechten Entlohnung und Behandlung durch die Junker schuld. Di« Förderung der Itichtg-lverbsmäßig-n Stc-l- lenvermjttlung weide daran nichts änderii. gestiegen seien ohne daß eine Erhöhung der ländlichen Erzeug, nisi« stattgefundeu habe. Abg. Stroebel (Soz), der dem Redner das Wort „arroganter Kerl" zugernsen hatte, wurde vom Präsidenten Graf Schwerin-Löwitz zur Ordnung gerufen. Abg. 0 . Oerhen (fri) gab der Meinung Ausdruck, daß di« besten Wohnungen der städtischen Arbeiter schlechter seien als die viel geräuinigeren Durchschnittswohnungen auf dem Lande, Di« ländlichen Arbeitgeber hätten alles Interesse, sich in jeder Beziehung gut zu stehen mit den Arbeitnehnrern. Abg, Hofer (Soz,) unterstrich demgegenüber noch eimnal die ersten Behauptungen, Abg. v, Kessel (kons,) fordert« beim Neubau de, Land, wirtfchastsministeriums die Anbringung von zwei Ballonen mit Blumenschmuck, Die Abgg, Graue (Fortschr.) und v. Oerhen (frkons.) traten für die Bewilligung von Mitteln ein zur Bewässerung der Obstplantagen in Werder. Abg. B «t h g e - Schackensleben (kons.) begründet« seinen Antrag, dem Freiherr v. L 0 e (Ztr.) zustimmle. Frhr. v. Schorlemer stand dem Antrag freundlich gegenüber nud versicherl«, daß die Regierung der Züchtungsund Vererbungslehre dauernd« Aufmerksamkeit widme. Der Antrag fand Annahme. Die zweite Beratung des Landwirtschaftsetats war damit beendet. Debattolos wurde der Etat des Landeswasieramts genehmigt. Beim Etat der Gestütsverwaltnug gab Abg. Di. Becker. Cöln (Ztr.) seiner Befriedigung Ausdruck, daß die Einfuhr fremder Pferde zurückgeh-. Zu bedauern sei, daß durch di« Buchmacher noch soviel Seid ins Ausland stieß«. Abg. v. P! e h w« (kons.) kritisierte di« Art der Handhabung der Remonten im vorigen Fahre, die eine schwere Schädigung der bäuerlichen Züchter bedeute. Ihm stimmte Wachhorst d« Went« (nl.) zu. Oberlandesstallmeister v. Oettingen betont«, daß kein Staat der Welt die Höhe unserer Pserdezucht erreicht habe. Bei den Remonteankäufen seien jedoch di« Händler nicht zu entbehren. (belauft würde überall da, wo gut« Pferde zu haben seien. Rach weiterer unwesentlicher Debatte, an der sich die Abgg. v Oerhen (frkons.) und B r 0 r s (Ztr.) beteiligten, vertagte sich das Haus aus Donnerslag: Domänen.Etat. — Schluß halb 6 Uh Aus dem hefl. Landtag. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer fuhr gestern mit der Beratung des Hauptvoranschlages bei Kap. 115, Pet»- stonen, sort. Zunächst wurde die Unübersichtlichkeit der Aufstellung bemängelt und beschtosicn, der Regierung anhcimzugo- den, «ine übersichtlichere Darstellung vorzulegen. Dann war. den die in diesem Kapitel enthalirnen Fonds (Eivildienerwib- wensonds Mk. 3,228,450, Schullehrerwitwenfonds Mt. 1,987.574 usw.j besprochen. Dies« Fonds sollen nochmals mit der Regierung besprochen werden, lvetl ihre Allfrechierhaltung nicht mehr nötig erscheint. Auch soll erwogen werden, ob nicht di« Regierung ermächtigt werden soll, den Hinterbliebenen nicht- angestellter, längere Zeit verwendeter Staatsdienstomoäiter ein entsprechendes Waisen, nud Witwengeld zu gewähren. Auch soll mit der Regierung verhandelt werden, wie die Beiträge des Staates zu der Angestelitenversicherung Mk. 38 088 sich im einzelnen gestalten nud ob der Betrag nicht in Form einer Gehaltszulage gewährt werden könne. Bei Kap. 116, Verhältnis zum Reich, wurde angefragt, ob nicht, wie in Baden, di« Aufwendungen für die Verwaltung und Erhebung der Reichs- steuern und Zölle die Vergütung des Reiches übersteigen, dort hat der Staat den Betrag von etwa einer Million Mark draus, zulegen. Auch hierüber soll die Regierung Aufschluß geben. Die drei neuen Stellen eines Revisionsinspcktors, eines Con- trolleurs und eines Hauptsteueramts - Assistenten wurden genehmigt. In Kap. 116», Ausgleichs, und Tilgungsjonds, hatte der Vorsitzende eingehend« Ausstellung vorgelegt, aus der die Zusammenstellung der einzelnen Fonds hervorging. Dieses Kapitel sowie Kapitel 118 b, Verwaltungseinnahmen und Ausgaben, nud Kap. 117, Indisponible und reservierte Fonds, wurden beanstandet. Bei den Ausgaben aus dem Vermögen wurden di« Eisenbahnausgaben mit Mk. 6.678,888 gutgeheißen. Die übrigen Ansordcrungcu für das Centralbauwescn halten sich in bescheidenem Rahme«. Sie betreffen u. A. für das Ehem. Laboratorium in Gießen Mk. 57,288, Errichtung von Bauten für Dauerbäder an Pjychiati. Klinik in Gießen, Mark 34 000, Ergänzung und Verbesserung der Wasserversorgungsan- stalt in Alzey Mk. 38 588. Dies« Anstalt soll am 18. Februar durch den Finanzausschuß besichtigt werden, sowie eine Reih« von Anforderungen für die Laudeshcil- und Pflegeanstakt in Gießen, für die innere Einrichtung des Amtsgerichtsgebäudes in Gießen. Die Kosten für di« Ausgaben des rechten Rhein, users bei Mainz mit einem Staatsbeitrag von Mk. 38 888 sollen nochmals mit der Regierung beraten werden. Der Ausschuß kehrte dann zu Kap. 114, Ausleihungen und Staatsschuld, zurück, welches Kapitel in Verbindung mit Kap. 142 besprochen wurde. Der Ausschußvorsitzende legte als Referent «ine eingehende Uebcrsicht über die hessische Staatsschuld, deren Verzinsung und Tilgung vor, aus welcher u. A. zu ersehen ist. daß die Eisenbahnschuld MI. 358^38.508 beträgt, die Schuld für andere Bedürfnisse des Staates Mk. 78.621,888. die Schuld für di« Zsenburgifchen Besitzungen Mk. 3.841.788, Lan. deskreditkasie Mk. 12,688,286, zusammen Mk 454,681 288: aus welche die Tilgung seit 1811 mit Mk. 8.384.586 anzurechnen ist, sodaß eine Gcsanitschuld von Mk. 448,286,788 verbleibt. Zur Verzinsung sind erforderlich für diele Posten eine Gesamtsumme von Mk. 15.863,441, d!« Tilgung der Staatsschuld «rjordert M. 1,354,188, für die Isenburgijchen Besitzung Mk, 187,788. Damit sind die Verhandlungen des Finanzausschusses zum Budget 1914 mit Ausnahme des Landwirtschaftskapitcls, das beute Donnerstaa »ut Verhandlung kommt, beendet und wer. Abg v. d. Osten - Warnitz (kons.) wies die salschen Behauptungen de; Vorredner, zurück. Er betonte, daß die Löhne jM. dem Lande in den letzten 28 wahren um 208—388 Pnxust Fujter eritf 2. den die sonst noch beanstandeten Gegenständen nunmehr mit dei Regierung besprochen. Donnerstag: Fortsetzung Tagesnversrchl. üentlchcs )tcich. :: Abgabe von Wehrbeitraasertlärungen. Der größt« Teil der Wehrbeitragserklärungen ist, wie der „Lokal-Anzeiger" erfährt, bereits jetzt abgegeben worden, jodaß für Preußen ein Bedürfnis zur Verlängerung der Dcklarationspslicht nicht be, steht. Der Finanzminister hat daher den Termin zur Abgabe der Vermügenserklärung über den 15, Februar hinaus ent- gegen den ihm unterbreiteten Wünschen nicht hinausgcschobeu. Andererseits sind die Steuerbehörden vom Finanzministeriui» angewiesen worden, begründeten Gesuchen einzelner um Verlängerung aus acht bis vierzehn Tage ohne weiteres stattzu. geben, :: Der Staatssekretär erklärte in der Budgetlommijsion der Kammer den Rücktritt der elsaß.othringijchen Regierung. Der Staatssekretär Zorn von Bulach hat gestern nachmittag in de. Budgetkommisston der Zweiten Kammer erklärt, daß die Regierung von Elsaß-Lothringen d!« Konsequenzen aus den Verhandlungen des Falles Zabern im Reichstag« gezogen hat. d. h. daß der Rücktritt der gesamten eljaß lothringischen Regie, rung zu erwarten ist. Wie in gutunterrichteten Kreisen verlautet. soll der Rücktritt auch auf den Präsidenten des Ober, schulrat, Dr. Albrecht beziehen, als besten Nachfolger im „Boy Kurier" ein der Zentrumspresie nahestehender Herr bezeichnet wird, worunter sehr leicht der Professor Martin Spahn zu ncr- stehen ist. Eine derartige Mutmaßung ttat gestern Abend auch in Stroßburg auf. :: Studienreise ein-r schweizerischen Militärmission nah Deutschland. Eine schweizerische Militärkommission, bestehend aus den Obersten Audeoud, Müller und von Wattenwyl, sowie dem Major Hilfiker, die mit den Studien zum Ankauf von Mi. liiärflugzeugen betraut wurde, wird sich heute nach Deutschland begeben. Sie wird sich zehn Tage in Berlin. Frankfurt a. M. Leipzig nud Mühlhausen aufhalten. Der Kommission ist der Flieger Oskar Bider als Sachverständiger beigegeben worden Oesterreich. :: Venizelvs in Wien. Falls nicht im letzten Angenblick in den Reisedispositionen des griechischen Ministerpräfidenteit eine Aenderung eintritt, dürfte Venizelvs morgen in Wien eintreffen und hier zwei bis drei Tage verweilen. Bei dem Minister des Aeußeren Grasen Berchtold findet zu Ehren Venizelvs ein Diner statt, an dem auch der österreichische und der ungarische Ministerpräsident teilnehmen werden. Vom Kaiser dürfte der griechische Ministerpräsident entweder am Freitag oder am Samstag in Audienz empfangen werden. Rußland. :: Kein Verkauf der Putiloss Werke an Krupp. Dir Mitteilung französischer Blatter über den Verkauf der Petersburger Schiffswerft und Geschützgießerei Putilots an di« Knwp-Werke wird dem Hirschschen Telegraphenbüro als völlig haltlos von zuständiger Seite bezeichnet. Die Nachricht ist anscheinend ein französischer Ballon d' essay, der bezwecken soll, sestzustellen, wie weit das Interesse der deut- scheu Werke an den russischen Jndustrieunternebmungen geht. Vom Balkan. :: Dir neuen Kriegswolkc». Trotz der friedlichen Versicherungen der bulgarischen Minister in ihren Wahlreden, hält die Erregung in Sofia gegen dir südlichen und west- lichen Nachbarn an. Aus Belgrad wird gemeldet, daß der Krikgsminister den kommandierenden Generälen Befehl er- teilte, die Ausbildung der kürzlich eingestellten Rekruten zu beschleunigen, damit diese für einen eventuellen Feldzug int Frühjahr vollständig ausgebildet sind. — Weiter wird gc meldet, daß eine große Zahl bulgarischer Soldaten damit beschäftigt ist, auf den Höhen längs der serbischen Grenze Verschanzungen aufzuwerfe». Diese Arbeiten schreiten jedoch infolge des hohen Schnees nur sehr langsam vorwärts. Mexiko. :: Japan und die mexikanischen Wirren. Berichte an? Washnigton führen die ernste Auffassung der Lage in Mexiko vornehmlich ans die Haltung Japans zurück. Einige Senatoren äußerten, in Washington sei die Information einge- ttoffen, die japanische Regierung liefere Huerta fortwährend Waffen. Dies habe Wilson der Konferenz mitgeteilt. Die Nachricht ist jedoch unbestätigt. Die Aufhebung des Waffen- ansfnhrverbots zugunsten der Konstitntionalisten wird in Bälde erwartet, jedoch ist dies mindestens sehr zweifelhaft Haiti. :: Die Flucht des Präsidenten. Nachrich'en aus Ponte au Prince zufolge bestättgt es sich, daß Präsident Orestc vor den Rebellen geflüchtet ist und an Bord des deutschen Kreuzers „Vineta" mit seiner Gattin und seiner Nichte Zuflucht genommen hat. In der Stadt wird noch heftig zwischen Rebellen und Regierungstrnppen gekämpft. Der deutsche Kreuzer landete ein Detachement von 89 Matrosen mit zwei Maschinengewehren, mn das Eigentum und das Leben der in Port a» Prinze ansässigen Deutschen zu schützen. Auch der amerikanische Kreuzer „Montana" landete 80 Mann zm» Schuhe des amerikanischen Konsulates. Die Revolution gewinnt an Ausdehnung und hot bereits sämtliche Provinzen des Landes ergriffen. Der Bund der Landwirte veranstaltet am Frritag, den 30. Januar, abends 8 Uhr, i: Stein'schkn Gasthaus zu Beienheim eine nuansiiose Zu summe »Inn, st zu der die Mitglieder und freunde aus Beienheim. Wccke? irun. Reichelsheim. Heuchelheim. Melbach. Dorheim. Dorn- Assenheim, Schwalheim u. a. freundlich« eingeladen sind. Die Herren Londtagsabg. Breidenbach. Pr. von Hclmolt und Redakteur Hirsche! werden anwesend «sein. Im Kreise Friedberg hat der Bund der Landwirte in der vergangenen Woche seine Winterarbeit begonnen. SS fan- dt-n eine Reihe von Dersammlunge» statt, die sämtlich den stärksten Besuch aufweisen und einen ausgezeichneten Verlauf nehmen. Auf der Tagesordnung stand überall die Erörterung des W c l, r b e i t r a g e » . aber auch organisatorisch« Finge» wurden besprochen und cs ist mit Freuden zu b«. griisjen, dass die Mitglieder',abl an allen Orten festgefügt da- Htht »ud Iroh der durch die Verhältnisse bedingten Erbölmna deS Milgliederbeitrnges keine Austritte zu verzeichnen sind, im Gegenteil. es sind in einigen Orten noch Mitglieder dazu getreten. Die erste Versammlung fand am Dienstag, den 20. Januar im Karl Rullm rnn'schen Sale zu R o d b e i m v. d. H. statt. Ten Vorsitz führte unser Vertrauensmann Kg. Hch. Jacob». Es waren etwa 170—180 Besucher anwesend. darunter auch Mitglieder aus Holzbausen, Oberund Nieder-Rosbach. H i r s ch e l - Friedberg erörterte in übersichtlicher Weise die Frage des WehrbeitrogeS. wobei er den laudwirtschgstlichen Verhältnissen in unserer Heimat besondere Berücksichtigung zuteil werden ließ. An den Vor- trag knüpfte sich eine eingehende Aussprache, an der sich unser Bürgermeister. die .Zerren Moschcrosch. Otto Webrheim, Dörbach ». o. beteiligten. Auf Krund übereinstimmender Berechnung einigte man sich, den Reinertrag für den Normal- niorgen auf sä M au'iznehnren. Am Donnerstag, den 22. ds. Mts., wurde zu Friedberg im Stcinhäusier'schen Lokale eine BezrrkSverfammlung für die Landtagswal,lkreiie Reichelsheim—Echzell. Rodheim—Riederwöll- stadt und Vilbel- Altenstadt, abgehalten. Die Leitung hatte der Reichstags-Waklkreis-Vorsihende, LandtagSabgrordneter Pr. v. H c I m o l t übernommen, der neben den erschienenen Dlrtretern aus fast allen Kemeinden der Wahlbezirke beson- dcrS den Geschäftsführer des Bunde?. Herrn Pr Pieper aus Frankfurt a. M. willfomnien hietz. Es fand eine ausgiebige Aussprache über verschiedene, den weiteren Ausbau der Organisation betreffende Fragen statt, wobei besonders Herr Pr P i e p e r sich über die hohen Aufgaben des Bundes aussprach. Am Freitag, den 23. Januar, fand am Nachmittag z» N i e d e r - R o S b a ch in der Simon'schen Wirtschaft eine Versammlung statt: trohdem sie aus eine frühe Stunde gelegt war. war der Raum bis auf den letzten Platz gefüllt. Auch aus Ober-Rosbach und Rodheim waren Freunde ge- soimne». Ten Vorsitz führte der Vertrauensmann Gemeinde- rechner Leonhard t. Nach dem Vortrages H i r s ch e l s über den Wchrbeitrag. sprach Pr. v. Helmolt über die Ziele und Ansgahen des Bundes der Landwirte. An der Aussprache beteiligten sich u. a. Herr Bürgermeister Kitz. Die Versanimlung zeitigte das schöne Ergebnis, das, fünf Mitglieder dem Bund neu bcitraten und daß sich eine Ortsgruppe für Ober -Ro-Sbach gebildet hat. Am Abend sprach Herr Hirsche! in Ober-Esch buch Auch diese Derfrmm- tung. die vom Vertrauens»» r in Pb. Himmelreich geleitet wurde, war sehr gut besucht. Die Aussprache war sehr lebhaft. es nahmen daran teil Herr Bürgermeister Frihel, die Landwirte Rübl. Frihel, Konrad Himmelreich. Kestrich. Kg. Seiboldt-Nieder-Eschbach und Lebrer Mohr. Etwa 70 Besucher wies die Versa»,mluug am Samstag in Fauerbach. Friedberg aus Auch aus Rodheini und Dorheim touren, wie der^tarfitzende Wilh. S a n g in seiner Begrüßung erwähnte. Käste ouwe'end. Hier sprach Herr Landtagve.bg. I>e. v. Hclmolt über den Wehrbeitrag, während Herr Hirsche! verschiedene Fragen der .Gegenwart besprach Auch da war die Aussprache eine recht anregende, es beteiligten sich daran die Herren Aug. Sommer und Ortsgerichrs» vorsteher Karl Neisel. In rrsreulicl^r Weile konnte nach Er- lediaung der Tagesordnung feftgestellt werden, dasi die Mitglieder alle treu zu der Fnbne halten werden. KleichfnlIS den lasten Verlaus nahm die Sonntagsversammlung in Nie- dereschbnch. wobei auch Harheim vertreten war. Hier führte unser benxihrter slampsgenosse Kg. Seid o l d t den Vorsitz. Die Versammlungen in Niedereschbach haben immer cinen gemütlichen Anstrich und so blieb man denn auch nach dcm Dortrag noch einige Zeit in anregender Unterhaltung beisammen, wobei Herr Hirsche! auch noch die Gelegenheit wahr »abm. aus die Notwendigkeit de» Zusammenschlusses hinznweifen. Bis auf den letzten Platz waren an diesem Montag die Räume der Winter'sch?» Wirtschaft inBüdes - heim gesiilst. Die Anwesenden folgten mit großer A»f- n.erksamkcit den Au? iihrnagcn des Herrn Hirsche! und beteiligten sich lebsiaste an der folgenden Besprechung. Der Vorfitzendr, unser treuer Freund August Schaub, nahm darauf Veranlassung, des alten Voikämpkers sür de» Bauernstand. Dr. Otto Berkel zu gedenken, der vom Unglück betreffen. fern von Hessen weile. Treue um Treue mäste der Bauer denken und er forderte auf. danach zu handeln. Die Mahnung fiel ans srnchtbarcn Boden und 70 M waren das Ergebnis eiuer eingelcikcten Samlnng. Nachdem noch Herr Hirsche! zu treuem Festhalten gemahnte, wurde die Ver- sanimlung gelchlosten. die. wie auch aste vorbergekenden, bewiesen hat, daß die Sache des Bundes iu der Wctterau auf sicherem Krund steht. Ans der fjeimak. • Friedberg, 2». Jan Gestern Abend fand Im Saal« des Ph. Sleinhäutzer die t. Prob» de» hiesigen nengegründeten Mannerchors statt. Es warc» ca. c 0 Mann erschienen • Friedberg. 2S. Jan Fm Inter.he möglichst frühzeitiger Fnangrisi'nahm« der Arbeite!: z-ai weile:.n Ausbau der Fern, sprechanlogcn ist cs «rsorderliih, drtz die Anmeldungen neu:: Fernsprcchanschlüste spätestens bi: ji".i 5. März den Kaiser! ^eue s.ag»»zru»»^ igz« Bett« & Tel«,raphenanfratt«, wrf ltr «. Btripaärt an^meldet« An. W>Iü|k. die infolgedessen außerhalb de, Bauplan, nur mit Mehraufwendungen l> B. durch besondere Entsendung einer Bautoionn« usw.) herzustell«» sind, »erden in dem lausenden Bauabschnitt nur dann »»sgefützrt. wenn die Antragsteller z» den «nrstehenden Mehrkosten ein«, Z^chvtz »an tS Mt. leisten oder wenn diese Mehrkost«, den Betrag non 30 R7 übersteigen, den wirklich aufgewendeten Kostenbetrag erstatten. * Friedberg. 29. Jon. Das Centraltheaicr im „Hotel „Drei Schwerter" hatte sich gestern Abend eine, za hl re atzen Besuche» zu erfreuen. Biele Desuchir mutzten wieder uinkehren, da samt- l:che Platze besetzt waren. Der Honptanziehungspunst dürsie wohl darin gelegen sein, wiederum ein« der bekannten Bühnenkünstlerinnen wie Asto Nielsen im „Schwarzen Traum" auf treten zu sehen. Auch di« übrigen Dramen und Humoresken gefielen dem Publitum sehr gut. Herrlich colarierte Natur. Ausnahmen führte» die Besucher nach den Pgrenäen. Pathe- Journal zeigt abermal» wieder da» Neueste. Di« Bilder wur. den mit der größten Neinheit oorgeführ». Ein Besuch dies«, Unternehmens ist sehr zu empsehlrn, zumal da» Programm nur bi, Freitag Abend laust. * Landwirtschaftlich«, Vertrag. Sonntag, den 1. Fetruai, nachmittag» 4 Uhr tu Srüningen im Gasthaus« »an Jakob Feq Bortrag über: „Was hat der Landwirt während de, Feldbereinigungsverfahren» zu beachten?" Referent: Oekono- mierat Weitzel. Lich. " Rockender^ 29 Jan. Im hiesigen Zuchthaus „Marien- schlotz" erhängte sich ein schon mehrfach ooibeftraster Zuchthäusler. Er war 35 Jahre alt und hatte noch ei» halbes Jahr zu verbützen. * Kirsten, 29. Jan. Am Sonntag, den 18. d. M. wurde in Kietzen eine autzerordentlicke Hauptversammlimg des Oberhessischen Obstbanvcreins abgeholten. Dieselbe war srhr stark besucht, was als ein Zeichen des allgemeinen Jn- tcresfes bezeichnet werden mutz. Herr Landtagsabgcordnetcr Breidenbach eröfsnete als 2. Präsident die Versammlung und schritt nach Begrützung der Anwesenden zur Tagesordnung. Zuerst wurde der neue 1. Präsident gewählt sür den nach Darmstadt berufenen Herrn Ministerialrat Schliephake, dessen man in dankbarer Weise gedachte. Herr Grotzb. Krcisrat Freiherr Schenk zu Schweinsberg wurde einstimmig gewählt. Der neue Präsident übcrnahm sogleich den Vorsitz und ging zu Punkt 2 der Tagesordnung über: „Zeitschristenfrage." Herr Oekonomierat S p i e h legte die geschichtliche Entwickelung der Zeitfchriftenfrage bezüglich deS Vereinsorgans „Ratgeber für Obst- und Gartenbau" klar. Darauf trug Herr Grotzh. Negierungsrat Langer- m a » n die Gründe und Gcgengründe vor. welche einerseits die Landwirtschaftskammer sür das Krotzhcrzogtum Hessen veranlatztcn, eine neue Zeitschrift zu gründen, andererseits vom Oberhcssischcn Obstbauverein zur Erhaltung seiner Zeitschrift ins Treffen geführt wurden. Herr 2. Präsident der Landwirtschaftskammer Bähr gab noch einige Richtigstellungen. Nachdem noch mehrere Mitglieder für die Zeit- schrist gesprochen hatten, wurde folgender Antrag des AuS- schusses des Vereins, zu dem auch die BezirkSversnmmlnngen in Alsfeld, Schotten, Friedberg »nd Kietzen zngestimmt hatten.einstimmig angenommen: „Der Ausichutz des Oberhessischen Obstbau-Bereins hat beschlosien. sich bei der Schaffung einer einheitlichen Fachzeitschrift s>:e Wein-, Obst- und Gartenbau nicht zu beteiligen. Die Zeitschrift des Oberbes- sischen Obsibau-DereinS entspricht vollkommen den Bedürfnissen der Mitglieder und bildet ein festes Bindegl'ed »wischen ihnen und dem Verein. Ihre Beibehaltung ist eine Lebensfrage des Oberhessisckre» -Obftbau-VereinS. Er wied. wen» er auch diesen ablehnenden Standpunkt in seinem höchst eigenen Interesse einnekumn muß. bestrebt sein, nach wie vac mit der Landwirtschaftskamnier wie mit dem Landwirtschafts- komiuer-Aiisschvtz der Provinz Oberhessen ans dem Gebiete deS Obst- und K'rtenbauez gern zusnmnien zu arbeiten." — Herr Gewei berat Pr. Gerhardt führte »och eine neue Obsttorte „Stina Lohmann" vor. Darauf wurde mit dem Wunsche eine? fernere» Blühen und Gedeihens des Ober- hessischen Obstbau Bei ein? die enmnstig v rsaufene Ver- samiulung geschlossen. " Kirsten, 29. Jan. Al? porigen Herbst der Ztadtver. ordnete Louis Trotz in Gieße» durch grobe Geschäftsverluste und den fast vollständigen Stillstand d.r Bautätigkeit genötigt war. de» Konkurs on:> melden, erschienen in der sozialdemokratische» „Obrrhe'üschen Bvtts-e nmn" „ud i» der Frankfurter „Kleinen Presse" eine ganze Anzabl sair.gleich, lautender Schmühartilel. in denen Herrn Trotz alle nur mögliche» Schandtaten, nur mit Rusaohnre von Mord und Totschlag, vorgewarfen wurd n. Herr Trotz st>engte sorort durch Rcchtsanwalt Fischer Klone geaen die Redakteure Noll und Vetters in Gießen und Weipt.aer in Frankfurt a. M. an. Durch immer neue Au-eigen eines anouvn>a>- Denunzianten bei der StnatSauwalischoir verstanden es die Gegner, die VcrhandlungSlcrmine bis iebt binauszurnhen. Nunmehr finden Freitag vormittag die'c d-ei Termine am Schösten- gericht Gießen statt. Hofsentliai wird-k>.n r ln! nick» loieder den tapferen Drückeberger ipwieu und der lsierl andlung fern bleiben, denn .Herr Trotz hat einige kleine .1 ra- n an ihn zu richten, lieber die Berhandtiingeu w«: on wir Bericht erstatten. • Sronliuri , 29. Ja» Em weil re. Sinke, der Schweineprcise. das betannistch seit m'öts Woche» aus dem Biehmarkt in Frantsur, a. M eichetzt«. ist wieder zu verzeich- nen. Und zwar ging-» oallsleisitiige Sibwernr non ><0—100 Kg. »ud oollfleisch-.g- Sbweiue uuter 50 Kg burchichnittlich »ro Ptund Schlachigewicht 3 Plg. gegen die Vorwoche zurück Der Markt wurde bei einem Anstrieb von 2414 Schwein« aus Hannover. Oldenburg. Posen. Ob-rbesien »n» R-sia». »nd de« (*- drückten, Handel nicht geräumt. Es wurd- bezahlt pro Pfi-nd Schlachtgewicht 8fr-t>8 Pfq. bezw. «5—4,7 Pt«.. Preis« niedrü xcr. wie sie seit Februar 1912 nicht mebr notiert wurden. Bei akcicht man diese Brette mit denen »««■ Markttage am 6 Jan 1913. an dem die genannten Qualität»« mit 87—89 bezw. 8« bt» 88 Psg. pro Pfi,^ Schlachtgewicht notiert wurden, oder aber oem 24. Jan 1913. also etwa vor genau einem Jahr«, an dem bezahlt wurden 83—85 bezw 82—«4 Psg.. oder vom II. A»v>sl 1913: 82—84 Psg., sa ergibt sich «in Rückgang binnen Jabrersrist von 21 Psg. pro Pfund Echlachtgewichr In dzn Kreise, der Produzenten nnd in denen de, Handel» wird m t einer weiteren Riickwärtsbewegung gerechnet Aus Rheinhesiin. Worms, 28 Jan. Der unter bem Ehrenvni:>’< vor Grh. RcgieriingSrat Nr. Nr. D i etz-Dormstabt st heul- bllsisckre Gauverbiinb gegen ben AlkolursisnuiS hielt mv Sonntag in War,ns ieine ä. Tagung ab. In einer vor bei, genicmsauien Mittagessen nbgebollenen Geuerasversanini- limg des Verein» absfinenter belfilkber Lebrer kannte var einem erirenlickren Wachstum der Bewegung unter de» Leb rern berichtet werden. Von 2 bis 5 Nbr fanden die gcslb.rft- Iirfien Verhandlungen statt, unter dem Varsitz Nr. mack. Vidal-Darmstadt. ,» denen znsilreicho Vertreter fast aller bes- sischen Abstinenzarganisalianen sich eingefiinde» batte». Der vom Gesckxiftssülirer Pstrrrer Grein-Käichen erstattete Tah- eesbericht gab interessante Bilder ans der mannigfaltigen »nd notwendigen ValksanfNärnng. Besonder» die Darträge Nr. Burkbardt-Berlin in den böberen Schulen und des Lr-brer Schövv Mainz in den Volksschulen verschiedener Kreile sind von sichtbarem Erkasg gewesen. Die stark gelvachsenen Mitgliederzahlen der Vereine geben uns die freiidige Gewißheit rascheren Vordringen», znmal auch di? moderne Jugend „nd Studentendewegnng unseren Gedanken sehr nabe stellt. In lebhafter Debatte wurden allerlei Wünsche und Anregungen gegeben. Inzwischen batte sich der große Saal de» Fest- Hauses gcsiillt zur Fcsworstellung, für die ein seinsinniae? Programm bester Kunst zusammengestestt war. Im Mittel- Punkt ftaud die hinreißende Festrede Pros. P. Niehergall- Hcidesberg über: „Deutschlands Jugend und Dentschlandt Zukunft." Wir sehen unter uns eine Jugend herantrwchsen. die umkebrt ziim deutsckwn Jdealismrr», z» echter Tatdegeiste- rung. Ter Geist der Großen vor 100 Jahren wird lebendig Wir wollen keine wilde Jugend, die ihr Lcbensglück verwüstet, aber auch keine brave Jugend, die stumpfsinnig das Leben lebt. „Wir begrüßen di« Jugend, die nicht mehr saust, die Deutschland durchdenkt und Deutschland durch- laust." Die braucht keine durch Bier »nd Wein nngeanälte armselige Begeisterung. Drnm weg mit den Rnnschgeträn- ken ans dem Leben unserer Jugend. Weg die Rauschgetränke aus den Lebensgewobnbeiten der Erzieher der Jnaend. die im Beispiel das beste Erziehungsmittel in der Hand haben. Wir wollen eine Jugend, die unter sich das Gemeine bändint und über sich lebendige Autoritäten sähst, die sich i» den Dienst des Schönen und Jndealen stellt in wabrhästiger Begeisterimg. Ein kräftiges Schlußwort Pr. Brieglebs schlotz die Tagung. Briefkakien. K. F. I- F. Di« Kosten der Uebcrlanbgcntiol« für dl« Anlage der «lettrischen Lettvng nach den einzelnen Doriern beträgt rund 3000 Mart für den Kilometer. - M Frankfurter Wetterbericht. Voraussage: Meist trübe, vereinzelt Niederschlag« , wäp mer, westlich« Winde. Verantwortllch s. d. Schriftleitung: Ott» H i r i ch e l. Friedberg; für den Anzeigenteil: Karl Schmi dt, Friedberg t. H Druck u, Verlag d. „Neuen Tageszeitung" A -tü, Friedberg >. H. Jiömerbmnneti Hervorragendes Tafelwasser. Immer mehr wird Tee, namentlich in den kralligen Soitei', ui- tägliches Getränk bevorzugt. Von MESSMER's TEEMISCHUNGEN setzen sich London Tee ä M. 2M und Lns-Iisclie Mischung ä M. 4.20 das IMd zum grossen Teil Ceylon ludian 4 M. 2.ft) uud II- Ceylon Indian ä M. .1.50 da, Pld. lasl ausschliesslich ans leinen •>rlti.rl>-lntll.rl>rn lees zusammen. Diese vier Mischuiißi-n verdienen ihres Wontgeschmacks, ihrer Feinheit und grossen Lr- jjiebigkeit halber ganz besondere Beachtung. Danksagung. Für d>« vielen Beweiie herzlicher Teilnahme bei dem I Hinscheiden und d:t Beerdigung meines ieuren vnverge'll- ! ttchen Satten, unieres lieden guten Vaters, Sratzvalers, I I Bruders, Schwagers und Lnlel» 1 lagen wir Allen. m»bes»ndere Herrn Pfarrer Hechler sä, ^ I bi« irastiei-hen. zu »Heizen gch-nd-n zttoiic am löiabc !, I ttchen Dank. H Bönstadi. den 2«. Januar l9l l. ?ie traamitCB öinttrblicDfnc::. In deren Namen: ßoitrid) Friedrich Jung. -j-Ti Nr. 21 'Jleut Zngcs;citaiig. Lonnerstag, Den 29. Januar l'JH. Seite 4 I Warenhaus Geschwister mager« Friedberg. 1 Nur noch | Donnerstag | [ Freitag | Samstag j 3 Verkauf der Resfbestände 1 Tage! des Inventur-Ausverkaufs "■'ÄTmX irwwMicMMMiniMMBHttaMWKw.—■ , MVMW'wr'eim m --'dv^iaar» Der Aussehank von CarolvsBier ü begann am Carolusfage <28. Januar) worauf wir Liebhaber und Kenner eines extra feinen Stoffes aufmerksam machen. — Auch wird dieses Bier in Flat seli r-sa auf fVnnseh säfcrue frei ins Hans geliefert. Brauerei ffimting Bestellungen wolle man an Herrn Conrad Hä ding, Friedberg richten. Holjversteigernng. I Holzversteigernng Im Lichcr Stadiwaid, Distrikt Plattenwald. (15 Min. non der Stadt entfernt) werden Donnerstag, de» 5. Februar 1914 »ersteigert: S umme: Eichen 1 Stück 0,08 fm, Fichten 01 Stück 9,87 im (12 bis 21 cm Durchw., 6—14 m lang). Derbsten re»: Eichen 23 Stück, 1,04 Im zu Wagnerholz geeignet, 'Fichten 37 Stück 2,34 Im. Nutzfchcit und Nntztnüppel: Eichen rm 13,5 zu Eartenpfosten ge eignet. Nnhreifig rm: Eichen 72, zu Obstbaumstützen geeignet. Scheiter rm: Bille» 30, Kiefern 100. Knüppel rm: Birten 106, Eichen 150, Aspen 1,2, Kiefern 140. ckcifig in Wellen eingebunden: Birken 800, Eichen 13 400, Kiefern 3500, Fichten 1300. Stöcke rm: Billen 30, Eichen 80, Kiefern 50, Fichten 6. Bemerkt wird, datz infolge der Verwertung des Geländes zu iandwirtsthafilichen Zwecken, im Feldbercinigungsoerfahren, der Abtrieb erfolgte. Es find nur Forstwesten und Stammlnüppcl I, Klaffe. Zufammenlunft am Waldeingang an der Hattenrödcr-Slratz .ormitlags 10 Uhr. Anfang an der Abtriebsfläche. Lich, den 28. Januar 1914. tSrotzhrrzogliche Viirgermeifterei Lich. _____ _D örm er. Das Ecke der Bahnhof und Schuifir.rfze gelegene rcichscigene Postgrundftckck in Briedbrrg tlielfen) Flur II, Nr. 34^'/, „, Flüchen m'nlt 714 um, Schätzimgsweri 94000 »stark, fast am Samstag, öeit 1-1. Februar 1914, II Uhr vormiitags >»> Am rz innrer des Unterzcichneten öffenilich versteigert werden. Das Grundstück ist mit einem zweigefchoffigen Hauptgebäude und ein '»r eingefchofsigen Nebengebäude in einer Eefamtfläche von clwa 490 ov, bebaut. Das Hauptgebäude »mfastl außer den Kellerund I I Tachgelchotziaumen im I.und 2. Gefchoffc 19, meist grötzere Näumlichkeiien, Die Versteigernngsbrdingungen können auf den An.isziunucrn des Unterzeichnete» fowie des Kaiserlichen Postamts i» Friedberg während dkl Gefchäsrsstuiidc» cingefehen weide» und werde» außerdem beim Beginn der Versteigerung verlesen werden. Friedberg, den 12. Jaunar 1914. Der Krohherzogl. Notar: __ _ Ioeckel, Geh. Justizrat, in der Fürstliche» Oberförsterei Kich. Dienstag, den 3. Febrpar, «ormittags 9 , Uhr im Difiritt Höker (Aibacherhof-Teitc): Scheiter rm: 510 Buchen, 20 Eichen, (rund), 1 Birke, Knüppel rm: 230 Buchen, 43 Eichen, 2 Harilaubholz. stoäkholz rm: 133 Buchen, 22 Eichen, 2 Nadelholz, :iicisholz-2üel!c» : 4l70 Blichen, 300 Eichen, 22 Ercheu- Earlcnpfostc» — 1,61 im. Die Zusammenkunft ist auf der Schneitze beim Pciry-Siein. Heinrich Damm, AkiWchuHtt Fviedberg-A nur» buch vis v. vis der Zuckerfabrik, Telefon 092 empfiehlt fein reichhaltiges Lager in modernen E« ra ßs - Deiikoiiil^FBi zu äufzerft billigen Preisen. 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Gewerbe-Ausstellung j Giessen 1814 j für ßberbessen und angrenzende Gebiete « veil Mai bis Huytsst Endtermin für Anmeldungen: 10. Februar 1914. Biele Landwirte düngen ihre Felder u. Wiesen mit dem neuen Düngeniittel YULK A IV - P MONO LITH mit dem von vielen praktischen Landwirten glänzend« Resultate erzielt morden sind. Landwirte, macht Versuche mit Vulkan Phouolith! Wegen Auskunft über Anwendung, Preis etc wende man sich an die Piilkan-Pllonolith Peririebs . st.. Frankfnrt a. Main) tadellose Ausfnhiuiig. 1 Mailtrerlaudstrastc 251 (Tflrfon: Ami 1, 31)43 Spavsamftcv und stchcistev Äetrirv. Beilage zur „Neuen Tageszeitung 44 V.t. 21 1 Donnerstag, den 21). jaiittnr 1911, 7. .laijrauitn Grdenktage. 29. '»oiiuat. 1199 Siatb. v. Bora, Luiker) Mannftlin, geh, — 1WK) (r. M, Arndt, dentscher Patriot, ß. — 1897 Prinz A»,inst Wilhelni non Preußen geh, — 1906 König Ch'istian IX. v. Täneinark, t, Friedrich VTTI. tritt die Regierung an. Airßklluil Kt* Wjltzkil 8ilttWriiln*$frfiu iwi im n»i Echuiil in Aut unö Pili>. Bon, 17. Januar bis 8. Februar. In den Räumen des Ausstellungsgebaudes aus der Mathil- »erhöhe zu Darmstadt wurde am Samstag unter ungewöhnlich ?a!,treich?r Beteiligung interessierter Damen und Herren die r m „Hessischen Vollsschristenveiein" l Be re in zur Brlämpsung i n Sckmutz und Schund in Wort und Bild durch Empfehlung, V.-ü'-gsftmg und Verbreitung von guten und nicht zu teueren Beibern und Bildern) veranstaltete Ausstellung von Bilder», t'ncher» und iinematographischen Filmausschnitten eröfsnet— Di? Ausstellung soll dem Zwecke diene», di« dloiwendigteir der " clämpsung des literarisch kinematographischen Schmutzes und Schundes darzulun. wenn je noch ein Zwcisel darüber bestehen !!t«. und bleichzeilig auch Atege und Mittel zeigen zu dem, was an die Stell« des zu belämpfenden Schlechten Gutes gesetzt werden kann, ohne eine Lücke zu hinterlassen. Es gelangen zu diesem Zwecke zur Ausstellung empfehlenswert« Volks, und Zu- gendlchriftcn, di« Sammlung des Dürerbundes zur Beläinpf- »ng der Schundliteratur, sowie Plakat« von Ftlmausschnilten, die aus di« Ziel« d«s Kampfes gegen den Kino-Schund Hinweisen. Besonders anziehend wird di« Ausstellung durch eine im Interesse de, Verbreitung einer gedi«g«nen Bilkschmucks zu- jfam«neng«iwUtc Bildersammlung von Künstle rsreinzcichnringe». Original Lithograpbien, Radierungen und Holzschnitten, her- rührend von Mitgliedern des Karlsruher KSnstlerbundes. Die Eröffnung. Zur Eröffnung hatten sich u. «. «ingefunden S« Exzellenz ver Minister de« Innern von Hombergk zu Dach, Staatsrat Süffert, der Leit«r der Schulobtcilung, Oberfinanzrat Baiser, Provinzialdirettor Feg, Prälat D. Florlng. Rcgierungsiat tücnne», Bürgerm«ist«r Müll«r, s«in«i Kreisrot Dr Wagner, Geh. Rat » Hahn und ander« Kreisräte, Generalleutnant Exz. Bernhard, der Rektor der Technischen Hochschul«, die Leiter liöherer Lehranstalt«», der Volksschulen, m«hr«r« Kreisschulin- spekloren, darunter Prof. Di. Frenzel, Prof. Kissinger, Schul rat Backe» u a. Stach Begrüßung der Vertreter von Behörden, der Stadl Darmstadt, der Lehrerschaft, von Vereinen, der Arbeiterschaft und der Presi« führte der Vorsitzend« des Volksschrrftenvereins, Oherlandesgerichtsrat Lang, etwa folgende, aus: „Die Tätigkeit unseres Hessischen Bollsschriftenverein» weiß sich frei von jeder Parteitendenz und jeder konfessionellen Tendenz. Uns«r« Arbeit soll getragen werden allein von dem Seist« der Näch'Ien- liebe, allein von den, Geiste d«r Liebe o« unserem deutschen Volk«. Es ist nicht meine Absicht, ausführlicher über die Tä- tigkcit de, Voltrschristenveieins und seiner Ziel« zu sprechen, um nicht die der Ausstellung zu widmend« Zeit dadurch zu kür- -on. Ich will nur Mitteilen, was progrommatiich der erst« Paragraph unserer Statuten davon sogt, indem es heißt: Der Verein, der sein« Tätigkeit vorläusig auf das Grotzherzogtum Hes. sen beschränkt, hat den Zweck, den für da» Bollrwohl notwendi- gen Komps ge^n Schund und Schmutz in ?Cort und Bild nicht allein durch blcß« Warnung?» und Abwehrmatzregeln, sondern auch durch tätiges Eingreifen in der Süeij«, zu führen, daß er durch Empsehlung, B.schasfung und Verbreitung von guten und nicht zu teueren Voll», u. Iugendschristen und Bildern insbe- sonders auch in den Urei,'«» de; Minderbemittelten dar »orhan- den« Lesebedürjnis befriedigen Hilst und dem Verlangen nach geschinackvoller Ausschmückung von Haus und Heim entgegenkommt. Die Bestrebungen des Vereins richten sich auch gegen die Auswüchse der kinemalogrophischen Darstellungen. Zur Erreichung seiner Ziele veranstaltet der Verein insbesondere Vorträge, Bücher, und Bilderausstellungen, unterstützt Volks-, Sck>ul- und Arbeiterbibliotheken, fördert dl« Ausschmückung von Schulen und anderen, für gemeinnützig« Zweck« bestimmt«» Räume durch Zuweisung guter Bilder, und gibt selbst volkstümliche Schriften heraus." So sehr Abwehrmaßregeltt im Kamps« gegen da« Volksgist in Wort und Bild geboren sind und getrofstn werden müssen, so stehen wir aus dem Standpunkt, daß Adwehrmaßregeln nicht ausreichen, sondern daß dem lese- und kunstbedürstigen Volke au» dem reichen Schatze unserer Literatur und Kunst etwas dar. geboten wird, wovon es Genuß und Bestiedigung Hot, Es gilt uns dabei »ainentlich den Wehrlosen, die nicht mit de» Sstasstn einer reicheren Erfahrung und einer tieferen Bildung versehen sind, den richtigen AKg zu zeigen, und insbesondere den gering bemittelten Volksgenosien zu zeigen, daß nian auch mit bescheidenen Mitteln sich Schätze zu eigen nrach-n kann, denen die Schundprodukt« weichen müsien, dt« bei genauerem Zusehen noch viel teurer sind wie jene. Dazu soll auch unser« Ausstellung dienen. 120 Atandeiausstellungen ähnlicher Art in kleinem Maßstabc weiden in diesem Winter in den drei Provinzen nn. seres Landes veranstaltet. Wenn wir außer dem Schrifttum auch noch Bildwerke und die Kinobilder in de» Bereich unserer Ausstellung ausgenommen haben, so handelt «, sich hier um kaum zu trennende Gebiet«. Ich denk« dabet eine» Spruches unseres Altmeisters Goethe in seinen Zahme« Tente», wo er im Gegensatz zu Wort und Schrift sagt: Uebles aber vor» Auge gestellt Hat «in magilches Recht. Weil es di« Sinne gefesielt hall Bleibt der Geist «in Knecht, Und so möchten wir denn alle unsere Volksgenosien teilnehmen lasien an dem, was gute Volkskunst und Volkslitcratur uns bietet, wenn sie namentlich zum Gemüt« spricht und dt« Lieb« zur Heimat weckt. Vor allem aber sollen di«, die nicht mit auf die Höhen des Lebens steig«» können und unter harter Arbeit stehen, mitgenicßcn, was echte bodenständige Volkskunst und Schrifttum zu schenken vermag, und ich wünsche aus sie an- wenden zu können, rvas in feiner Zueign-ung Goethe von der Poesie sagt: Dem Glücklichen kann es an nichts gebrechen Der dies Geschenk mit stiller Seele nimmt. Aus Morgendust gewebt und Sonnenklaihett, Der Dichtung Schleier aus der Hand der Wahrheit. Und wenn es Dir und Deinen Freunden schwül« Am Mittag wird, so wirf ihn in die Lust, Sogleich »msäuselt Abcndwinde» Kühle, llmhoucht euch Blumen-Wiirzgeruch und Duft. Es schweigt das Wehen banger Erdgefühl«, Zum Wolkenbette wandelt sich die Gruft, Besänftiget wird jede Lebenswelle. Der Tag wird lieblich und di« Nacht wird hell«. Möge die heutig« Ausstellung unfere Hoffnungen und Wünsch« «nullen nud unserem Hcssen-lande zum Segen reichen l" ^ 3*« Rundgang durch die Ausstellung leitete Her, Kunstmaler Puhonny Karlsruhe mit elinr Eiläv. lerung der im Ehrensaal ausgehängie», ganz prächtige Blätter bergende» «ollektton von Bildern aller Art ein. die als Muster, gültiger Wandschmuck der deutsckxn Bürgerswohnung dienen lolllen. Der Redner verbreite,, sich eingehender über die Karlsruher «ünstlergraphik. um gleich zu An,an« jenen Künst ler zu nennen, der d?» Anstoß zur Bclärignng aus dem Gebie'e dieser Künstlersieinzeichnungcn gegeben hat: Gras Kal.ticu:l, llnler seinen Schülern an der Karlsrher Alademie befand sich der nochmalige Prosesior Lainzhein, der als gelernier Liiba. graph di« Bestrebungen Kalckrcuts unterstütz:» könnt«. Aus drm kleinen Bäumchen, das damals gepflanzt wurde, ist inzwischen ein Baum mit reich?» Früchien geworden. Einige der Haupt- i-ettreter der Karlsruher Künstlerlilhegraphi« sind in der Au», stellnng vereint, so Thoma, Sleinhauirn, von Volkmar»«, Biest, Kampmann u>w, Bo» Jahr ZU Jahr kommen zahlreich? Bläl. «er in den Perlag — «in halbes Dutzend rastloser Schncllprcsicn neben den Hanbprcsicn der Kunstdruckcrej „Künsilerbund Kall», ruhe ist ein Bervei» daftik, daß die hier geleistete Künstler- orbei, nichl aufs Ungemlsi« gehl Das Jahr 1002 Ist ein wich tiges Jahr sür die Entwicklung der Karlsruher Steinzcichnung gewesen. Auf der damals in Berlin statlstndcnde» Ausstellung „Die Kunst im Leben de, Kindes" wurden auch Möglickl.iien gczeigi, ottginale Kunst unters Volk zu bringen Billiger Wandschmuck bestand damals I-st nur au, Reproduktionen (mcchan, Wiedergaben) von ost rechi sragwiirdigem künstlerischen Werte. Da war «, Professor Langhein wieder, der di: beiden Verleger Teubner und Voigllandcr veranlaßlc. ein Konkurrenz sür tlllandbilder auszuschreiben, wa« von große; wirtschaftticher Bedculung sür di« Karlsruher Künfllaittsii' mar Teubner und Voigllandcr halten Publikationen aus««, stellt, di« sich mit den Karlsruher «dsichte» deckien. Di« «ibelt der Karlsruher war bahnbrechend. Die Konkurrenz grift na- türlich bald auch die Sache auf und schon glbl «» verschiedene Verlag«, Reu« wichtig« Momente sind aber dadurch nicht hinzugekommen und Karlsruhe steht nach wie vor an erster Stelle In den folgenden drei Räumen ist dann zusommengestellt was die „Literatur", vor allem der Geschäftsgeist skrupelloser Verleger und „Dichter", an Schund in alle» möglichen Aus, machungen hervorgebracht hat. Hier gab der Schriftführer des Verein», Leu Lehrer Hafsin-ger, di« «rforderi-ichen Erläuterungen, soweit die Ausstellung, was t» überwiegendem Maße der Fall ist, nicht deutlich und eindringlich für sich selbst spricht Zunächst war der Schund gesammelt und mit interesianien statistischen Darstellungen üb« Verbreitung usw versehen. E» i-t geradezu erstaunlich, welch« Summen Geldes die Schundlitcra tur, vor allem die Kolportageroman«, verschlingen. Hoch in di« Millionen gehen di« Summen, di« hierdurch dem Vol!.- entzogen werden, gar nicht zu Iprechen von dem unschätzbaren Schaden an Seele und sittlichem Bewußtsein, den das Voil, vor allem die Jugend, erleiden n»uß Daran schlieren sich dann die Bücher und Schriften, die man als «mpsehlenswcri« Geist?» Nahrung an Stell« de» Schund«, dem Volk« biciet. Es ist er- staunlich u>rd rfteeulich viel, was es Gutes und Hervorragendes aus dem deutschen Büchermärkte gibt. Kein Doll der Erde hol ähnliche» auszuweisen Rur schade, daß manch?» dies«. Guten noch im Verborgenen blüht, während der Schmutz sich bläh! und breit machen konnte, 'Rach der Führung folglc IM «regen Oberlichtsoal «in in- Zum Dflnsteisen. Roman von M, Prigge-Brook. fy (Fortsetzung), „Natürlich hätte ich", onftvortete sie mit blitzenden tilgen Alte Zeiten standen in ihr auf. Sie saü sich an ihre? Vaters Hand, seinen Worten lauschend, „Ich wäre izlsiiklich gewesen, die Firma Sebald weiterzusiihren," „Den Namen ändert ein Weib, das liebt", sagte Schmidt leise. „Namen ist Nanch und Schall, er vergeht, verweht. Was ober bleibt, der Geist, der Gedanke der lebt im Innern fort, Noseniarie. In Jbnen, glauben Sie mir nicht in dein kleinen -Heinz. Er weiß nichts von der Grosze der Aufgabe, die seiner harrt. Ich aber kenne und liebe sie; Sie sollten eingreitrn zu Ibres Bruders Bestem," „Wie soll ich daß versieben?" fragte Rosemarie, die nicht ahnte. wo er binauS wollte,bedrückt, „Indem Sie -Herrn Eblcrs biticn. mich ,um Leiter cin- 'icketien," Es war heraus. Schmidt wischte sich die Tropfen ' on der Siirn. ..Ick' fürchte, der Ohm bört nicht auf meine Bitte, er ist i-lir fett ständig in seinen Ideen," „Sagen Sie lieber selbftberrisch", unterbrach Schmidt p- ärae--lich. „Ilm Eblcrs handelt es sick nicht", fuhr er auf- - ;eat fort, „Mir ist's um Sie, um Dich. Rolemorie, sag', D-, ..- in sein willst, daß Du nilch liebst, und allcs ,:,ir gleich. Ich gebe oder bleibe, wo Du willst. Iisi - - . Rolemarie." Sie 'chl.-'; die Angen vor Wonne. Beglückt duldete sie t.-i-ien .stuf: Endlich löste sie sich aus seinenArm en. „Dir liebst mich wirklich, Walter?" fragte sie scheu, mit ; i r->-r Seligkei! im Herzen. „Mehr als mein Leben, Kind, Ass ich Ticki znm ersten- .;! - iah, cinpsond ich auch gleich, daß Tu mein Schicksal rSrdest." „Wn? soll aber aus uns werden?" fragle nun Rose- aiorie beiorgt. .Eie- Paar, Schätzchen, bin glückliches Paar und da? so bald als möglich! Ich bin nicht jung genug, um warten zu können, n>cin Leben lvar schwer." „Armer Walters" Mitleidig-zärtlich streichelte sie seine Stirn, „Was wird Großvater sagen und erst der alte Ohm?" „Der wird hosseutlich cinsehen, daß er mich unter den Umständen behalten muß. Meinst Dn nicht auch, meine Rosemaric?" „Natürlich", versicherte sie eifrig. „Ich kann ja gar nicht fort von hier. Mich bindet ein Schwur ans Pslugeisen. So lange -Heinz mich braucht, darf ich nicht »on ihm gehen." „So wörtlich ist das wohl nichr auszunehnien", ontwor- leie Schmidt glcick>giiltig. „Immerhin kann ich Dein Gefühl verstehen, wenn Heinz so viel Lieb« auch nicht verdient." „Du hast was gegen den Jungen", klagte Rosemarie. „Sag' Heber, er hat was g?gen mich, woraus ich mir natürlich nichts mache. Heinz ist ein ungezogen-r Bube, Verzeih', Liebling, Du hast ihn Dir unverantwortlich über dcn Kopf wachsen lassen. Hoffentlich ändert sich dos nocht" In Roseinaries Seligkeit fiel ein Troplen Mermuth, Errötend senkte sie den Kopf und lehnte sich an den des Geliebten. Er schob sie sanft von sich. „Soll ich mit Ehlers darüber sprechen. Rosemarie?" „Nein, Schah, ich bitte Dich, laß mir das. Ich kenne meinen O-bm. Er liebt mich über alles and wird unserem Glück nicht im Wege sein. Viel mehr fürchte ich dcn Großpapa. Walther," „So soll ich dem alten Herrn meine Aufwartung machen? Cingeladen bat er mich picht dazu." „Ueberlasse ihn mir." Roiemarte zog den Geliebten an sich und küßte feine Stirn. „Ich gehe, Walter," „Liebes, geliebtes Weib!" Er preßte sic an sich ,nd bedeckte Augen, Stirn und Mund mit glühenden Küssen. „Süße Rosemarie," Es war gut, daß das Mädchen den Zug bellen Triumphes in seinem Antlitz nicht sah. als sie sich kortirandte, t iel- leicht hätte der Anblick ihr Glück getrübt. Wenige Minuten. nachdem sie Schmidt verlassen, trat sie bei ihrem Groß later ein. Gegen ihre Gewohnheit stürzte Roscinarie aus den alten Herrn zu, sank zu seinen Füße» nieder, miifaßte seine Knie und jubelte: „Ich bin so glücklich Großpapa, soeben habe ich mich mit Walter verlobt," „Mit Waller? Das ist doch nicht der Chinamann, der bei Euch zu Besuch ist?" forschte der Greis, banger Ahnungen voll. „Wer sollte es denn sonst sein, Großpapa? Waller ist der beste, edelste Mensch, ich liebe ihn und er wird nuck, heiraten." „Das glaube ich Dir, ohne daß Du cs sagst, Kind" avtworteie der Sanitätsrat trocken. „Er kann nichts Beste res tun. Als heimatloser Abenteurer herübergekommeii »nt um die Hand einer Sebald anhalten, das nenne ich kühn. Er hat Kourogel" „Meinst Dir Walter niit dem Abenteurer?" fragte das Mädchen gereizt. „Natürlich, wen denn sonst? Eigentlich imponirrt er mir. Sich in das reichste Mädchen zu verlieben, das beißt das Verlieben besorgst Du, mein Kind, Ich bade es wohl bemerkt." „Großpapa!" Roscmarie empörte sich, „Ja, Kind, Von nur mußt Du die Wabrbeit bören In meinem Alter macht man sich nichts vor. Es ist dock' so. Ein stellungsloser, nicht einmal »ichr junger Kommis erhebt feine Augen zu Rofemarie Sebald. Das hätte Tein Vater erleben müstenl" „Wenn der Lheiin nicht so eigensinnig wäre, da branckilc Walter nicht stellungslos zu sein. Er könnte die Firma Zertreten. bis Heinz envachsen ist." „Bläst der Wind daher. Kind?" iittirmelte der ' I - , das hat der Sck»m,dt sui, prächtig ansgrdocht, Jakob El-' soll wohl schleunigst aufs Altenteil, damit sein Pla ; a Kontor frei wird? Nein, Rosemarie." Luhn erhob sick s,-iiieii, Lehnstuhle unv tetcke stcki auf. „Das wieh Dein Ol-'N 5if. 24 JJtuc Tageszeitung. Donncrsiag, tcn ZJ). önnmu t'ju, erilf L iens Füße, der kurze Weg schien br entsetzlich lang. Scheu sloh sie die Blicke der Vorüber- behenden. Fortsetzung folgt). QU LGmiEN ßedoite Maronio Tämmmsm. A atohtw üxsm -r-tUiT itE, iwEm~ * fiaghniiQ Smyrna ZÜ fliain i Oie 3 triftigen Jme/n 'im flgäiiehen Neer. Karte zur F/oftendcmonsfration der Großmächte /mihgähehen Neer. Da bisher noch immer keine Verständigung zwischen Griechenland und der Türkei betreffs der Inseln im Acgäischen Meer stattgefunden, beabsichtigen die Großmächte, einen Druck ausznüben und z» diesem Zweck eine Flotten- demonstration vor den strittigen Inseln zu veranstalten. In einer noch übleren Lage als die deutschen Gemüse- und Obstbauern befinden sich unsere Winzer, trotzdem ihnen unter wesentlicher Mitarbeit der als Großgrundbesitzvertrcter verschrienen Bundesagrarier (t)r. Roesicke z. B.) nicht nur ein freilich viel zu bescheidener Zollschutz und auch Schutzmaßnahmen gegen den verderblichen Wettbewerb der sagen. „Kellerwinzer" oder Weinpantscher geschaffen worden sind. Die vorher genannte Korrespondenz wies auch hier ans die Notwendigkeit einer Verbesserung deS Schutzes nach beiden Richtungen dem Anslande gegenüber hin. Man müsse entschieden dagegen Front macken, daß ausländischer Wein weniger scharf kontrolliert werde als der inländische. So dürften z. B. ausländische Flaschenweine in Sendungen bis zu 10 Kilogramm ohne jede Untersuchung zu uns eingelührt werden, wodurch der direkte Absatz des ausländischen Produzenten an inländische Konsumenten begünstigt werde. Die deutschen Weine würden ferner setzt genau auf ihre tadellose Beschakfenhcit geprüft, jeder unporschristsmäßige Wein verfalle hier (abgesehen von der Bestrafung des Produzenten) der Vernichtung. Ans dem Anstande könne Wein eventuell chne Untersuchung zugelassen werden, wenn er von einem Zeugnis bestimmter ausländischer UnlersnckinnaSstationen begleitet sei. Wird einmal doch ausländischer Wein als nicht vorschriftsmäßig fcstgcstellt. so kann der Absender ihn der für inländischen im gleichen Falle vorgeschriebenen Vernich- tung dnrch Zurücknahme entziehen. Tie Abstellung solcher Begünstigung der Anslandspioduzenten sollte ebenso, wie die Verbesserung des Zollschutzes für unsere notleidenden deutschen Winzer ernstlich ins Auge gesoßt werden. Eine Belastung des armen Konsumenten im Jnlande kann hier ebensowenig gegen die Interessen der schntzbedürftigen deutschen Produzenten in daS Treffen geführt werden wie bei den feinen Gemüfeforten. Ans aller Welt. Schwrrc Bluttat in Hamburg. In der Spaldingstraße 81 in Hamburg geriet der dort wohnende pensionierte Zollbeamte Groth nachts mit seiner Frau in Streit. Schließlich drang er mit einem Beil ans die Fran ein und verletzt sie lebensgefährlich durch Schläge auf den Kopf. Tann riß er ein Fenster auf und stürzte sich von der süuften Etage aus die Straße hinab. Die vollständig vcrstünnnelte Leiche wurde später von Passanten aufgehoben. Sechs Lcnbachschc Skizzcnbüchtt gestohlen. Im Len- bachhause in München Warden sechs Skizeznbücher aus der Frühzeit des Meisters gestohlen, darunter die Studie zu dein bekannten Bilde in der Schack-Galerie „Ter Hirtenknabe." Einbruch in einen Nizzaer Juwclierlade». Einbrecher haben gestern Nacht den bekannten Juwclierladcn von Trevs in einer Hauptstraße von Nizza geplündert und für etwa 100 000 Jl Juwelen und für 10 000 M Banknoten erbeutet. Zwölf Jahre Zuchthaus. Das Schwurgericht veruteilte den 22jährigen Depota.rbeiter Nikolaus Emanuel, der im September 1913 aus Eifersucht seine Geliebte in Saarbrücken erdrosselte, unter Ablehnung der Schuld frage ans Mord wegen Totschlags unter Versagung mildernder Umstände zu zwölf Jahren Zuchthaus. Bevorstehender Rücktritt des Dumapräsidentr». Der Dumaprästdent M. W. Rodsjanko ist bei Hofe völlig in Ungnade gefallen und man rechnet bestimmt damit, daß er seine Unbeliebtheit einsieht und beim ^Liederznsaminentritt des Hauses sein Entlassungsgesnch einrcicht. Bezeichnend für dos Verhalten der höchsten Regierungsstellen ist folgender Vorfall: Als kürzlich beim Semstwo-Jubiläum die verdienten Semstwobeaniten zur Auszeichnung vorgeichlagen wurden, waren die Beamten der Nowgorods Semstwo aus der Liste gestrichen, Iveil sie vor kurzem zu Ehren Rodsjankos ein Ran- keti veranstaltet batten. Acht Personen in Marseilles durch Gas vergiftet. Ein schwerer Unglücksfall wurde in Marseilles durch den Bruch einer Gasleitung verursacht. In einem Hause in der Rne Rndrau wurden acht Personen bewußtlos antgesundcn. Her-' beigecilte Aerzte konnten bei drei von ihnen nur den Tod frststellen. Die übrigen fünf befinden sich in Lebensgefahr Durch tincu Löwen getötet. Wie aus Moirodi nach London gemeldet wird, ist einer der Kinematographcnovera- tcure, die dc>i Forscher Rayi-at, ans seiner Expedition beglei- tcten, bei einer Aufnahme von einem Löwen überfallen und getötet worden. Ans dr-r Heimat. Nidda, 28 Jan. In Nidda rüstet man zu einen. Feste groben Stils. Der Gesang»««!» ,/Licöcrlranz" wird am 18, 14 . und 15. Juni lein 7Sjähriges Bestehen, verbunden mit der Weih, einer neuen Fahne und einem großen Eängertrieg festlich be, gehen. An Hunderte van Gesangvereinen sind bereits die Ein. ladungen ergangen. Die Baibereitungen sind im Gang unl nach allem, was man bis jetzt hat beobachten können, ist de, fcstgcbcudc Verein und mit ihm die Stadt Nidda »an löblichem Eifer beseelt den zu eitvaricnden zahlreichen Saugern das beste zu bieten. Die tu Aussicht genommenen Preise werden einen Wert von zirka 20(10 Mark darstellen. Ueberdies hat auch der Erotzhcrzog von Hessen einen Ehrenpreis gestiftet. Alsfeld, 28. Jan. In Seibelsdors zerstörte eine Feuersbrunst vier Banernhö!« bis auf die Grundmauern. Die betraf» icnen Besitzer sind völlig obdachlos und holten ihre gesamte Habe verloren, weil sie fast gar nichts versichert hatten, Frankfurt a. M, 28. Jan. Ani Sonntag früh gegen acht Uhr sprang unterhalb der Alten Mainbrücke «me unbekannl« Frauensperson in den Main und geriet unter das Eis. Sie konnte noch nicht gelandet werden. Aus Starkcnburg * Darmftadt, 28. Jan, Wegen fahrlässiger Tötung wurde am Samstag der 43 Jahr« alt« Landwirt I. Mich, Bender au- Klein.Eerau. der Kraut fuhr und dabei aus Unvorsichtigleit in Erzhausen ein 2>4jähriges Mädchen überfuhr, sodatz cs nach einer Stunde starb, zu s Monaten Gefängnis verurteilt, obwohl er zu seiner Entschuldigung angab daß sein Pferd infolge eines besonderen Geräusches gescheut habe und deshalb in raschere Gangart geraten sei, sodatz er es nicht mehr haften konnte — Die Nachricht, datz der neue Intendant des Darmstädt«! Hoftheaters Generaldirektor Dr. Egel als neuer Leiter des Burg, theaters nach Wien berufen worden sei, wird von der „Hess. Landeszeitung" dementiert, da Dr. Eger bestreitet, datz mit ihm und dem Burgtheater Verhandlungen stattgefunden haben. - Bei der stottgehabten Wahl der Ausschußmitglteder zur Orts- krawkenkasfe erhielt«, von 5082 gültigen Stimmen di« freien Gewerkschaften 3865, di« christlich-nail. 1226 Stimmen und werden sonach von 00 Ausschutzmitgliedern die Gewerkschaften etwa 40, dl« Christlich-nat. etwa 14 Stimmen haben. Kursbericht vom 28. Januar 1814 der Mitteldeutschen Credilbanlr Attienlapttal ». Reserven AI. 70 000000 gegründe, 1856. Frankfurter Bors«. 47»Reichsanl«h« 08.05',» 3-/.-/. „ 88.80 „ 3'/. „ 7830 . /, •/, Preuß. Consols 87.80 „ 3•/. .. . 78.20 . 47. Hetze» #7.30 „ 37.7. 84 80 .. 37. 7Ö-25 „ 47. Oeslerr. Goldrente 80.50 „ 47.7, „ Silberrente 88410 „ 4 7, Ungar. Gotdrcnle 844)4 „ 3 „ „ Kionenientc 83.50 „ 4 „ Portugiesen Serie l 62.— „ 4 „ „ „ 111 64.25 37,7» Russen v. 1805 98.s>0 47. .. . 1903 47,7« Japaner 4*1, Türken von 1903 47«Administr. Türken Turkenloose All 17,»7« Griechen v. 1880 56.— 17.7« Mouopot-Giiech- —.— 37, Buen.-Air.Pr. A»I. 69 — 3»/.« Sitbcr-Mexitaner 45.— 47,,. Alex. Irrig, A»>. 67.85 47,7« Chinesen BudcruS E.-W. Act. Schuck. Etektr. Ges.,. 8u.50 , 91.70 . 77.- , 79.30 . 169.50 , 91-- 112.30 148.50 Cschwciln Bcrgw. . Bochum« Gusssiahl „ Get.enlirch.Bcrgiv.AIt. Harpen« Bergbau „ Hambg. Amt. Pap „ tltorüü. Lloyd „ Berliner ©anbei? Anl Mitleid. Creditb. Alt Dannstädr. Banl „ Deutsche Baut „ Deutsch-Asiatische Baut Dislonto Komm. Anl. Dresdner Banl Akt. Oest. Ereditanst. All. Lombarde» „ Dtsch-Ubersee C.G.. Oeslerr.Slaasbahn. Höchst. Farbwerte „ Chem. Fabr. Albert „ RütgerSwerlc „ Ctcaua ptomana „ Phönix Bergb. „ Griesheim Elcitron, Beüsloss Watdhos „ Holzoertohtungs-Ind. Laurahütc „ Prioaldistonl . Tendenz: behauptet. 221.00 222.7a 1 194.25 ' 186 50 1 134.7, 1 115 25 1 159 25 ' 119.25 1 120 — 1 254.25 1 118 50 ‘ 192 25 1 154 7. 1 204 7. ‘ -1-7. 160.00 ' 154 75 1 63150 ' 452 - ' 196 50 ' 140 40 ' 241.7, ' 264.50 1 226.50 ‘ 315.25 ’ 157.50 ' 2-“/» ' Berliner Börse. Berliner Handels Ant. 159.25 „ Deutsche Bant Akt. 253.— „ Dist. .Hommanbit Ant. 191.',, „ Dresdner Banl 'Akt. 154 50 „ Petüsnt-Handelsb.Att. 200.7, ,, Russ.Bank f. a.Hand. A. 163.50 „ Echantung E. B. Akt. 133.— „ Batliu ore u. Ohio 98.50 Canadu 'Pactsic Akt. 221.7s „ Prince Henri E. B.Akt. i 5 - .25 „ Türkenloofe All 169.75 „ Lonsouec Atchiion Topela Doll. 102.37 Southern Pactsil „ 10l.7, Chicago Rock Ist. „ 15.'/» Mission,. u.Tez.R. 24.50 llncon Pacific. „ 105.75 U. S. Steel Common,, 67.75 Hohenlohewerte Akt. 136.7, „ Deutsch-Luxemb.B.Akt. 136.7. , Laurahütte Akt. 156 7, . Obclschtesler G. Akt. 80.75 „ Phönix B«gbau Akt. 240.75 „ viomdachci Hütte „ 100.37 „ Gelscnktrchen «ergw. Ä. 193.75 „ Harpeuer Bergbau Ltt. 185.— „ Altg.Et-llGeselljch.Att. 240.50 Siemens u. HatskcAlt. 253 25 . Tendenz: behauptet. Bör>c. Amalgamaled Copp. Doll. 78.91 EhaNercd Company Lstr. 1.08 Casirano Proprieiary „ 2.06 Goldfiews „ 2.62 Rand Alines „ 5.85 De Bcers Eoniolid „ 16?/, Die Deposttenkaste Frirdderg i. H. «mpstehlt fich zur VAfiuittluiir: rille«' ftrrnliutiio.olxe» (ieseliüflf, An- und Verlaus oon Wertpapieren an allen Börsen. Errichtung tauscndcrNcchnungen und promflonssreier Schkck-Eouti, Umwechstung von Coupons und Sorten. Annahme von offenen und verschlossene» Depots. Entgeoeunuhmc ocrzinslrchcr Spar-Etntagc».