rlnmmer 2Ä Dieuslay. den 27. Januar 1914. 7. Jaljrgang eue Tageszeitun t ’**?' Vertrag. SegelmoBlge SeiUfle,, „Cer »»„.irr av. «rar»". .,9« »pinn-ube". S.,»«a»e.i.: «er den Poftanftailen Mk I« dc, den Agenten monatlich öl Pi- mzu tritt Postgebühr »Orr Teägerlohn. Anreisen: Germ»,eil- 2V Pfg., lokal- ,5 PIg.. Anzeigen o°n -uswäns werden durch Po „.»Mna nne erho ben _ Eriullmtflsotl Friedberz. »chr.Nle.tnng und Verlag Friedberg sHesten,, H-nauerittaße 12. genuprecher 18. P-ftscheck-Lanta Nr «83». «Mt Feanltu», a VI llcbcrl'idji. — Dir Voinnteesnchung gegen den Lehrer Tagner aus Degerloch ist .ibncftf>It>ffcn. «or kn- u:i,',eriri>t Heilbnnin >st der Termin der Haiiptverln'näl - »z?setzt. Tic Anklage lautet auf l.» vollendete Merke • ' Se.urlod) und Mi.hl- Ooitffn, gehn Mordversuche in Mühlhausen und neun Vrr- lrechen der vorsätzlichen Brandftistuna. — I:f Gerüchte, das; Lesterreich Ungar» und Italien allein oder mit anderen Mächten Truppen nach Albanien oder Kriegsschiffe in die albanischen Gewässer zu schicken beabsichtigten, werden in Wiener maßgebenden »reisen entschieden demrutiert. — Ter bekannte englische Aviatiker Tibbs stürzte gestern abend ans dem Flugselde von Salisbnrz, ab und war sofort tot. — Aus dem Militärflugplatz von Enatrovientos ist Leutnant Nainos, der Sohn eines Generals, aus iOO Meter Höh abgestürzt. Er war sofort tot. — Nach einem Telegramm aus Larrache hat eine Bande von Rifskabvlen die Farm eines spanischen Pächters über- lullen und ihn selbst »nd seine Tochter ermordet. Die uabylen nahmen sein "jähriges Kind und das gesäurte Pieh aus ihrer Flucht ins Innere mit sich. — Eine albanische Bande von >50 Mann unter dein Kommando von Sali Budkan und Nalian Panariti überschritt die griechische Grenze, besetzte das Tors Frreka im Bezirk Eolonia »ird nahm drei Mann der sogenannten „heiligen Schar" gefangen. — Eine Depesche aus Guadeloupe meldet, daß der fran- zässschr Aviatiker Rehbaud am vergangenen Samstag bei einem Schauslug in Basic Teere auS 30 Meter Höhe abstürzte und auf daS Dach einer Fabrik siel. Er starb infolge innerer Verblutung wenige Stunden darauf. — Präsrdent Wilson bezeichnet- die Meldung, daß Kon» ticadiniral Fleischer den Befehl erhalten habe. Truppen zu landen, uni siir den Fall von HuertaS Sturz den Eisenbahnverkehr zwisck>en Meziko-Stadt und Veracruz aufrecht zu er- halten, als eine interessante Erfindung. Wilson erklärte, Huertas Herrschaft gehe langsam ihrem natürlichen Verfalle entgegen. — Wie Depeschen aus San Franziko melden, hat dort rine starke Flutbeweguug stattgefunden, die Ueberschwenr- ringen im Gefolge hatte. Der Ort Santa Barbara ist voll- r-mmen abgeschnitten. Um das Schicksal der mehrere Tausend Hopfe starken Bevölkerung ist man sehr besorgt. — Frau Josephine Amend, eine in der Newhorker Ge- sellschast wohlbekannte Millionärin, beging gestern Selbst- inord, indem sie sich aus denr 12. Stockroerk eines Hauses auf die Straße stürzte. Frau Amend hatte vor einiger Zeit ihren Gatten durch den Tod verloren und zeigte seit jener Zeit Zeichen von Geistesgestörtheit. Weitere sranwlilchc Rüstungen. Obwohl erst wenige Monate ins Land gegangen sind, daß in Frankreich die letzte große Heeresvorlage durckzgebracht wurde, in deren Ausführung man noch im Begriff ist, kommt von der Seine her Kunde, daß in der Kammer neue Heeres- kredite in beträchtlicher Höhe gefordert werden sollen. So sehr überraschend kan-, das nicht, denn auch wir in Deutsch- lc.nd haben ja mehr wie einmal die Erfahrung gemacht, daß bei Militärvorlagen immer wieder sich ein hinkender Bote .-instellte, in der Gestalt von NachtragSsorderungen, indem rch bei d'r Durchführung herausstellte, daß hier und da noch bilden vorhanden sind, die der Ausfüllung bedürfen. Co auch in Frankreich In der Kammer ist jetzt der bereits vor einiger Zeit angekündigte Gesetzentwurf eingebracht worden, der sowohl die einmaligen Ausgaben für die Einführung der dreijährigen Dienstzeit enthält, wie auch die Ausgaben für die Beschleunigung der die Nationalverteidigung betreffen- den Arbeiten; auch eine Verbesserung des Materials, namentlich der Festungswerke und der Truppenübungsplätze, ist vor- lesehen. Der sür das Jahr 1913 festgesetzte Betrag beziffert üch auf mehr als 300 Millionen, während die Sonderaus- , aben sür 1914 mit nicht weniger als 487 Millionen angesetzt . arderr sind, wovon aus die Betvassnung ungefähr die Hälfte lN'ällt, während die übrige Summe für andere Zwecke ver- a-andt werden soll. Jnr Marirreetat sind für die einmaligen Ausgaben 135 Millionen ausgesetzt, u. a. sollen drei Auf- klärungsschisse gebaut werden, rrnd des weiteren verlangt man 39 000 000 Franks für die Organisation der Marine- luitschisfahrt. Das sind reckst respek'able Summen, die zwei- irllos im großen uird ganzen von Kammer und Senat a»ge- uommeir werden dürsten. Nuir aber fragt sich, wo man die Deckung hernehmen soll, denn für 1913 und 1914 belaufen jicki diese Ausgaben auf nicht weniger als 924 Millionen Frank. Hierüber schweigt sich der Entwurf bezeicktziender- weise völlig aus, weil man wohl im Schoße der Regierung selber noch nicht recht weiß, woher man das Geld nehmen seil. Ten Ministern mag in ihrer Haut nickst ganz wohl sein, denn es wäre nicht ausgeschlossen, daß auch sie über di Frage stolpern, genau wie das vvranoeaanaene Kabinett. „fort mit )rm iluttrnoll!" «Irr: »irr mit lfm ftatiiiijßll! Ter große Eifer, mit dem unsere Linkenpoliliker in Deutschland bis zu den Baffer,nannen hingegen jede Erweiterung unseres Agrarzolltarifs zu einem lückenlosen Schutzzolltarif, also auch gegen Einführung des fehlenden Milch- und Rahmzolles, angehen, hat kühne Hoffnungen bei den Landwirten unserer Nachbarstaaten ins Leben gerufen. Tänisckx- und schwedische Blätter weisen ganz naiv darauf hin, daß die von den deutschen Agrariern immer wier monierte Umgehung deS Butterzolles durch die rapide anschwellende Einfuhr zollfreien Rahms doch am besten on einmal beim Aufräumen ist. muß natur- und sinngemäß auch der »iäsezoll fallen. Vielleicht würd-n die klugen Skandinavier noch darauf Hinweisen, daß es unlogisch sei, nach Beseirigung des Zolles sür alle Molkereiprodukte den Milckst>iehzoll aufreckst erhalten zu wollen usw. Unseren nördlichen Nachbarn ist der deutsckie Butter- und Käsezoll angeblich nur deshalb ein Dorn im Auge, weil er es ihne unmöglich mache, mit den russischen und holländischen Molkereiprodukten auf dem deulsckzen Markt zu konkurrieren. Nun, Rußland und Holland haben doch denselben Zoll zu tragen und würden an einer Zollanfhebung ebenfalls teil- »ehmen, die Konkurrenzverhältnisse würden diesen gegenüber sür die Skandinavier also keine Verbesserung erfahren. Erleichtert würde ihnen und ebenso allen übrigen Butter- und Käseerportstaaten (Sckstveiz, Italien,'Oesterreich, Frankreich u. s. w.) nur der Wettbewerb mit den deutschen Prodrlzenten werden. Das würde eine so schtoere Schädigung der deutschen Viehzucht im ganzen, nickst nur der Milchviehhalter bedeuten, ganz abgesehen von dem Zolleinnahmeverlust von vorläufig mindestens 20 Millionen sür die deutsche Reichskasse, daß die Herren Skandinavier wohl die Hoffnung aus Erfüllung ihrer freundlichen Anregung werden fallen lassen müssen, die Unrgehung des deutschen Butterzolles durch Auf- Hebung desselben zrr verhindern. ES wird ihnen da auch nichts nützen, daß sie in liebevoller Fürsorge für die deutschen Konsumenten die Behauptung ausstellen, diese würden mit besserer Butter versorgt werden, wenn der jetzt aus Skandinavien eingesührte Rahm schon an seinem llrsprungsorte, als wenn er erst wie jetzt in Deutschland zu Butter verarbeitet werde. Diesen „Vorteil" können wir den deutschen Verbrauchern besser dadurch sichern, daß wir Milch und Rahm nicht nrehr zollfrei von überall her über unsere Grenzen her- einlassen, sondern die fernere Umgehung unseres Butter- und Käsezolles durch eine heute bereits auf 410 000 Doppelzentner im Werte von 36 Millionen Mark angewachsene Rahmeinfuhr unlohnend machen. Ter Parole: „Fort mit dem Lutterzoll!" setzen wir die nach allen Gesetzen der Logik und der volkswirtschaftlichen Fürsorge süe unsere Viehzüchter brsser begründete entgegen: „Her mit dem Rahmzoll!" M 2t) IHiüioitrn !Harh nne Silbrrmiinirn. Die „Deutsche Parlaments-Korrespondenz" schreibt: Gegenwärtig liegt dem Bundesrat eine Vorlage der Reick>sregierung auf Neuausprägung von Silbermünzeu für 20 Millionen Mark vor. Es sollen Dreimarkstücke für 12 Millionen, Zweimarkstücke siir 3 Millionen und Einmark- stücke für 5 Millionen Mark ausgeprägt werden. Trotz der reichlichem Silberprägnugen der letzten Jahre zeigt sich in den Kassen der Reickp>bank immer von neuenr ein „nzureicktzmder Bestand an Silbermünzen. Im vergangene» Jahre find für 15 Millionen Mark Dreimarkstücke. 3 Millionen Zweimark- stücke und 2 Millioueu Einmarkstücke geprägt, mithin insge- samt für 20 Millionen Mark. Daneben wurden noch Fünf- marlstücke für 2» Millionen Mark geprägt. Tie Zunahme der Nachfrage nach SUbermünzen beweis», daß die im Münz- geseh sestgelegte Lnote von 20 Mark Silbergeld auf den Kops der Bevölkerung keineswegs zu hoch gegriffen ist. Wenn die neuen Prägungen dnrchgesührt sein n>erdeu, wird sich die Ouotc erst rund aus 18 Mark aus den Kopf der Bevölkerung stellen' Tee bei den Silberprägungen erziel!- Münzgetmnn ist bekanntlich zur Schaffung der außerordentlickieir Süber- reserve in Höhe von 120 Millionen Mark bestimmt, die Deutschlands finanzielle Kriegsbereitschaft stärken soll Prtnßijcher Landtan. Abgeordnetenhaus. 12. Sitzuirg vom 28. Januar, vorm. II ilhr. Am Ministertisch: Handelsminister Tr. S h d o w Aus dem Platz der Abo. Dittrich lZt.) prangt aus Anlaß des 7.Y Geburtstages «in prächtiger Blumenstrauß. Zur Beratung steht di« Interpellation Tr Wagner lsrerl , über die Abhilfe der bei der Dienstbotemversicherung in den Ortskraiikenkasien hervoegeleelenen Mißstände. Hont- lrmrn, ster Tr. Svd-.w erklärt sich zur Beantwortung der Jn'eepella. I tio» bereit «l-q. Tr. 20 a g n e r ssrelk I I» dem Gesetz »der du- Treust- Me’i Versicherung sind viele WiLerjpriich,- und Beslimmuuqen deren werltragend,- Wertung man nicht absehen tonnte weil die Erfahrung fehlt». Die «er sicher uv« d.r Dienstboten in den ge» i;e,r Städten ist eine Miltelsiandssrage ersten Ranger. Di« Haussraue»^haben fast durchgängig die Kosten allein zu «rage». ihrem Interesse liegt die Angliedernng an eine möglich« billige -Harte-- Tie Tienstdoten stellen jetzt fel>on immer da! "'"lb lieber,ummt die Herrschaft auch die Kossenkosten. T o sind aber in den Ott»krank«,chass«ii wegen des große» Risikos sehr hohe. Es Ware daher die Versicherung der Dienstboten in den Landkronkenkassen. die überall .zu errichten wären, zu wünschen. Bei den Besieiungsanitägen machten die Beewaltungen tee Ori-krontenlasien »st zu buecaulralische- sn-wieiigteiten. Ich Mächte wünsche», daß dem Arbeitgeber die ptioa!« Rückvee- sicherung gestattet wiilde Di« Organisation der Otlslranken k.lssen hat völlig versagt, da» .zeigen die bekannte» llonflikte Ivit den Acrzten. Tie vceträge mit den alten Aerzten louebei: gekündigt und neue «erzte p,gezogen, die. jte-mb mit den »ct hältnissen. den Ausgaben nicht iminer gerecht werden tonnen. Handelsminister Tr. Sgdow: Aus die Reichsversicher, „ngsordirung will ich hier »ich« me,,i erngchen. Ta» Reichoge. setz besteht „nd hat die Zustimmung aller Parteien gesunden. Man Hai gefragt, weshalb die Liaatsregieeung nicht im 20ege der Lanbcsgesetzgebr,ng „och ei,re besondere Tienstdolenvcrsiche. rung für Preußen eingejührt Hobe. Ich bezweisle. daß ein Lan- dcsgesetz siir Preußen vorielle gebracht haben könnte. Man hätte Hamit di« Eriichiung von Landliairkenkassen unmöglich gemacht überall da. wo die Landkrantenkossen ohne Hinzunahme der Dienstboten nicht leistungsfähig st,u>. «ei den Loudtranten- tasten handelt es sich um Kasten für londw. Arbeiter, die di« Hauptzahl der Bersicherten ausmachcn und da muß überall im Einversiändnis mit dem Landwirtschastsminister vorgegangen werden. Wie weit Landkrankentassen aus dem Lande leistungsfähig sind, wird in erster Linie »ach den vom Landwietschasts. minister vertretenen Jnteresterr entschieden. . Wo keine Land- kiantenkast« für die ländliäzc Bevölkerung errichtet sind, ist dos überall mit Zustimmung des Landwirlschasisministcr» gcscheh.-n. Rach dem Gesetz kann überhaupt di« Errichtung einer Landlran, kentast« nur da unterbleiben, wenn mit Genehmigung de» Orls- versicherungsamtes das verflcherungsamt nach Anhöiung der Beteiligten da, Bedürfnis verneint. Wenn trotz der vo» den Regierungsbehörden überall crteil Gewiß können berechiigte Interest«,r der Di«i>sth.-rr- schastcn daran bestehen, eine Landkianlenkaste sür Dienstboi-, auch an Orten zu haben, wo «ine Orlstrankenkass« besteht. Dir Unterschiede zwischerr Land- und Ortskrantenlasjen sind, soweit es sich um Großstädte »der Vororte von solchen hanoett, ga« nicht so sehr m den Leistungen wahrzunehmen, Tic Leistung« i der in den Berliner Vororten Friedenau und Wilmersdors errichteten Landkronkcnkasten sind ziemlich dieselben, wie die der Oirslranleiikalsett Berlins und seimr anderen vororle. Einig« dieser Kasten, sowohl Land-- als Oitskraiilentasten, haben aller, dings 39 Wochen Krankc«in»erstützi>iig. ander« nur 2«! Woche», die eine ober di« andere Ortskrankenkasje govährt Familieu'-:- hilse, die aber für die Dienstboten keine Bedeutung hat. » .> die finanziellen Bedingungen der beiden Kastenviten zu plöz« siercn. sehlr e« noch an Elsahrungen: aber jedensall-, ist d->« Risiko bei Dienstmädchen sehr viel geringer, als b-i sehr viele« Industriearbeitern. (Sehr richtig!) las liegt an den beste,«« Wohnungen, der besseren verpslegun, und ouch daran, daß im Erkeantungsloüe in stärkerem Muß« Srankenhauspilege «,-» trill. 20e'«ntliche Uiriersch-edc ater bestehen in dcir veitrögct zu beii beiden Kaste-rarte» Es ist nicht zu leugnen, daß nortz den vtzt g-niachten Anschlag n d.e «ertrage in den Landkrar« tentasicn einiger großen Städte oder Vororte niedriger sind, al» nir die Ortslranlenkasten in diesen Keine:,rten. sHört. häe,') Trl wichtigste Unter,chied zwisch.-n Oitskrankenkassci, und Landlrankenkasien besieht in der Organrsali-n. Bei d-k Litstiantenkasten werden Vorstand und Ausschuß von Arbeit. e. tern und »rbeitnehmein gewählt, bei den Landtr-nkenko,^n u-eiden Vorstand, Ausschuß und vo,sitze:.d:r von der G-inc>nde ernannt. Die Dichon Lasten zu tragen, die von anderen getragen werden niüßicn. Beispielsweise bei den Schullastcn. Man sollte es den Herrschaften doch überlassen, sich in privaten Abonncmcntsvcrein-n zu versichern und nicht zu hohe Kautio- n«n verlangen.^ Die Verhältnisse in den Ortskranlentasscn lallen vrel zu wünschen übrig. Die Rcichsvrrsicherungsordnung Hai vielsach den A-rzten die freie Praxis genommen. So sind -.n Schöneberg die Zahnärzte fast ihr« ganze Privalpiaxis los geworden. Die Dienstboicn vermieten sich neuerdings schon „versichcrungssrci". Die Aufhebung der Betriebs- und Zn- nuugskaffcn, di« einer größeren Kasse zugeführt wurden, bedeutet e-.nfoch eine Vermögenskonfiskation, 'Wenn die Kostenvcr- teiung „ich» besser vorgenommcn wird, nähern wir uns immer mehr der Soziademolralisicrung, (Abg. Hoffmann (Soz): Essen Sic nur noch rot- Grütze!) Die, He„ Hoffmann. haben Si.. offenbar in Ihrem c opse, (Große Heiterkeit!) Bei den K-.ankeniaffenwahen muß die bürgerliche Gesellschaft ihren Ein- fli z geltend machen, sonst wird di« Macht der Sozialdemokratie rinmcr größer. Zn Berlin haben sich bereits 100 fozialdemokra- Aerzir j u einem Verein zusammengeschlossen und den Ortskrankenkassen zur Verfügung gestellt. Man vergißt ganz, daß die Hauptlasten der fozialcn Gesetzgebung von den Arbeitgel ern getragen weiden. Industrie und Landwirtschaft sind sich nnig^ daß es für die sozialpolitischen Lasten auch Grenzen gibt. ■sit sind noch der Meinuna der Handelskammer Ellen nur In Nene Tageszeitung. Dienstag, den 27. Januar 1814, wirtsthastlich guten Zeiten zu tragen in ihrer jetzigen Höhe. Nirgends. in keinem Lande ist so sür den Arbeiter gesorgt wie bei uns, nirgends wird der Arbciterschutz so durchgesührt wie in Deutschland. Diese Gffetze, aus grund deren dir bürgerliche Gesellschaft ein gutes Gewissen hat, sind unter dem Widerstand der Sozialdemokratie geschossen worden. Die Gesetze sind aber nicht überall vernunftgemäß durchgesührt worden. Mit der Errichtung von Laiidkrankcnkassen hätte man von vornherein beginnen müssen. Die Erklärungen des Herrn Ministers haben ja glülicherweisc erkennen lassen, daß die Schäden gebesser! werden sollen, (Bravo rechts), Handelsministcr Dr, Sydow: Zu dem hier vsrgetrage- nen Beispiel von Unna bemerke ich, daß ich im Einverständnis mit dem Landwiitschaftsminister vorgegangen bin. Abg, Dr, Pieper (Ztr,): Ob di« Privatobonnements- vcrein« billiger arbeiten können als die Kassen, erscheint m>r zweiselhaft. Wünschenswert ist, um den Einfluß der Sozialdemokratie in den Ortskrankenkaffen zu brechen die Stärkung der christlichen Gewerkschaften, Abg, Dr, Eremer (nl,j stellte sich aus den Boden der Neichsverstcherungsordnung und ihrer großen Gedanken und konnte der Meinung nicht znstimmen, daß damit ein Fehler gemocht sei. Die Dienstbotenversicherung sei eine soziale Tat ersten Ranges, Abg, Dr, Mugdan (sortschr.) wünschte endliche Ruhe in der ganzen Angelegenheit, damit auch dieser Zweig der Kran- kenversjcherung sich entwickeln könne. Die Haussraucn haben zum größten Teil sich damit einverstanden erkärt, Abg, Braun (Soz.) bczeichnete die bisherige familiäre Dienstbolenfürsorg« als unzulänglich und meinte, daß von allgemeinen Mißständen keine Rede fein könne, Abg, Dr, Arendt (frk,) zeigte sich vom Deilaus« der Er. örlernng befriedigt. Die Meinung der Lessentlichkeit neige sich mehr und mehr der Auffassung der Rechtsparteien zu. Ein eochlußankrag wurde daraus angcn-oinmen und das Haus vertagt« sich auf Mittwoch: Landwirtschaflsetat. V'ngesübkri'tcht. Drutlcheli Aelch. :: Vcuisclos beim Reichskanzler. Ministerpräsident Denisclos besuchte gestern nachmittag 4 Uhr den Reichskanzler, bei dem er etwa eine Stunde verblieb. Sodann wurde er von der Königin von Griechenland in Audienz cnipfangen. Abends nahm der Ministerpräsident an einem Galadiner des Kaisers teil. Der Reichskanzler empfing gestern auch den Besuch des runiänischen Throsolgers. :: Ter Statthaltrrpostcn in den Neichslandrn. Die von gewisser Seite gebrachte Meldung, daß der preußische Land- wirtschaftsminister Freiherr von Schoclenier-Lieser demnächst den Grafen Wedel als Statthalter in de» Reichsland:n nb- löscn werde, dürfte, wie die „Deutsche Tageszeitung" mitteilt, in dieser Form nicht zutrefsen. Mau glaubt, daß der Berufung SchorlcnierS zum Statthalter in Elsntz-Lothringen i» bestimmte Aussicht genommen fei, daß die Verwirklichung dieser Tatsache jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Frankreich. :: Rückgang der Arbeitcrvcrbände. Der Rückgang der französischen Arbciter-Fachverbänöe nimmt weiter zu und wird umso beunruhigter beobachtet, als in allen Ländern die Entwickelung der Arbeitcr-Shndikate sortschreitct. Nach den letzten Ausweisen des „Office du Travnil" sind die französischen Arbciter-Syndikate vom 1. Jannar 1912 von 5217 nüt 1 0G4 413 Anhängern am 1. Jannar 1913 ans 5Ü46 mit 1 027 059 Anhängern zurnckgcgangen. Das bedeutet iu eineni Jahr eine Verminderung um 171 Verbünde und 37 351 Mitglieder. Tic Arbcitsbörsen ihrerseits haben 45 Syndikate mit 56 610 Anhängctn cingcbüßt. Im Gegensätze dazu haben die Fachverbände der Arbeitgeber sich um 175 mit 11 406 Teilnehmern vermehrt. Auch die landwirtschastlickien Fachverbände schreiten fort. Am 1. Januar 1912 zählte mau nämlich 5879 mit 931317 Anhängern, ein Jahr später hingegen 6l78 mit 976 117 Syndizierten. England. :: Explosion ans der „Maurrtania". An Bord der . Mauretania", die sich augenblicklich in dem Kanadabassi» in Liverpool befindet, hat sich gestern abend gegen 10 Ilhr ein schwerer Unfall zugctragcn. Alk- zahlreiche Arbeiter im Maschinenranm mit der Prüfung der Maschine beschäftigt waren, explodierte ein unter Hochdruck stehender Sauerstoff- Zylinder. Drei Arbeiter wurden sofort getötet und 8 andere schwer verletzt. Außerdem geriet brennbares Material in Brand. Tic Feuerwehr konnte erst „ach mehrstündiger anstrengender Arbeit die Flammen löschen. Der Materialschaden ist nicht bedeutend. Das Schiff wird zu bestimmter Zeit und Stunde seine Ausreise nach Ncwyork antreten können. Italic». :: Kriegerische Massnahmen. Die von der italienischen Regierung angeordncten militärischen Maßnahmen sind vollständig durchgesührt. Die Truppen liegen zur Abfahrt bereit, Sic können auf Befehl sofort ans dem Hafen von Brindisi die Ausreise antreten, wo sich mehrere Transportdampfer befinden, die in Begleitung von Kriegsschiffen nach den albanischen Häfen abgchen können. Es handelt sich hierbei keineswegs um eine militärische Expedition nach Albanien, sondern vielmehr um die von Italien iin Einverständnis mit Ocsterreicki-Ungaru und den übrigen Großmächten zu treffenden Maßnahmen, die sich av. bei der Ankunft des Prin- zen zu Wied in Albanien als notwendig Herausstellen könnten. Vom Balkan. :: Die albanischen Fragen. Nach der „Times" enthält die englische Antwort auf die Noten von Deutschland, Oesterreich und Italien den Vorschlag, daß c lle Machte gleichzeitig der Türkei und Griechenland die europäischen Entscheidungen hinsichtlich Südalbaniens und der ägäischen Inseln mit- !eilen sollen. Dieser Schritt solle fernere Känipse auf dem Balkan verhüten, den» die griechische Regierung habe ir Cpirus ernsten Schwierigkeiten zu begegnen. Die ivohlbe wasfuete Bevölkerung drohe sich der Einverleibung in Alba nie« z» widcrschen. Selbst wenn die Mächte Vcniselos Verlangen nach einer kleinen Grenzberichtigung im Austansa gegen griechische Konzessionen an den albanischen Staat berücksichtigen sollten, sei cs nicht sicher, daß dadurch die Ruhe bcrgestellt würde. Würden diese Berichtigung und gewisse den Griechen in Albanien zu gebende Garantien für Kirche, und Schulfreiheit verweigert, so könne die Lage in Epirn-: rasch kritisch werden. :: Die Besetzung des albanischen Thrones. Eine werk würdige Meldung bringt der „Excelsior" in einer römischen Depesche. Das Blatt behauptet, daß sich der Dreibund iy; jchweren Fehlers bewußt geworden fei, der dar!» bestehe, daß man auf den albanischen Thron einen christlichen Prinzen setzen will. Ter Dreibund, insbesondere Deutschland, soll diesem Plane jetzt abgeneigt sein und die Kandidatur eine-: Piinzen ans dem kaiserlichen türkischen Kaufe mit allen Kräften unterstützen. Jzzed Pascha sei augenblicklich in ?!I- banien tätig, um einem solchen Prinzen den Weg zu ebnen. Ursprünglich sei der Plan, auf den albanischen Thron eine» türkischen Prinzen zu setzen, von der Triple-Enteute angcregl worden. Doch habe sich damals der Dreibund dieser Absicht widersetzt. Jetzt sei ihrerseits die Triple-Entente den, neuen Plane nicht günstig gesinnt und bestehe ans de-, Thronbesteigung des Prinzen zu Wied. Mexiko. :: Nikdcralgc der Rebellen. Tie mexikanischen Rebellen sollen bei Eanon Avilcs geschlagen worden fein und 12 000 Tote und Verwundete gehabt haben. General Felix Diaz soll die Stadt Coatzocoalcos im Golfe von Mexiko eingenommen haben. Die Gerüchte, daß Huerta zuriicktreten will nnd durch eine viergliedrige RegierimgSkommission mit Frede- rico Ganiboa, dein früheren Minister des Aenßeren, an der Spitze ersetzt werden soll, erhalten sich mit Hartnäckigkeit. Bund der Landwirte. Die Gencralvcrsainmlung des Bundes der Landwirte in diesem Jahre findet am Montag, den 16. Februar, niittags 12,80 Uhr, im Zirkus Busch und im Zirkus Schumann in Berlin statt. Einzelheiten werden noch bekennt gegeben. Ans der Heimat. * Friedbcrger Frühjahrs Pferde- und Fohlcnmarkt. De> weithin bekannte, schon seit Jahren gut besuchte Friedber- ger Frühjahrs-Pferde- und Johlenmarkt wird auch in die- sem Jahre am 24. Februar, vormittags um 9 Uhr beginnend, abgchalten werden. Gclegcnlich desselben findet wie seithei eine Präniiierung von Belgier und Oldenburger St»te>> »nd Fohlen in je 4 Klassen statt und sind Anmeldungen vor Tieren zur Prämiierung bis zum 20. Februar bei den Landwirtschaftskanimer-Ausschuß in Gießen zu bewirken. Die Prämüerungsklaffen sind folgende: Belgier bezw. Oldenburger Mutterstuten mit Nochkommen, Belgier bezw. -Oldenburger nachweisbar in 1913 gedeckte und tragende Stuten, Belgier bezw. Oldenburger dreijährige Hengst-, Stut- uni Wallachfohlen. Bei der Anmeldung ist anzugcben Dr die Stuten: Schlag, Alter und Farbe, Bezeichnung des Hengstes, wovon das zugehörige Fohlen abstammt oder die Stute trächtig ist, bei zwei- und dreijährigen Fohlen: Schlag, Alter, Farbe und Geschlecht, sowie der Name des Vaterticres, Weiterhin hat der Pferdebesitzer bei der Anmeldung die Erklärung abzngeben, ob er Mitglied des Lgndespfcrdeziicht- vercins ist oder nicht. Die ausführlichen Bestimmungen für die Anmeldung und Prämiierung werden in dem Hessischer Pierdezüchter (Beilage der Hess, landw. Zeitschrift) demnächst veröffentlicht. * Fricdbcrg, 27. Jan. In diesem Jahre findet bier das 5. Bezirksfcst des hessischen Athleten-Berbandes statt. Der hiesige 1. Stein», - nnd Ringklub hat die Anordnung des Wettstreites übernonunen und wird das- Fest ain 1., 5. und 6. Juli stattfinden. Zum Fcstplatz ist die städtische Scewicse vorgesehen. Der 1. Stemm- und Ringklub feiert an diesen Tagen sein 15jähriges Bestehen und ist deshalb Friedberg zur Abhaltung des Athletcu-Wcttstrcitcs gewählt worden. Wir wünsckien der Veranstaltung jetzt schon ein kräftiges: „Kraft Heil!" * Fricdbcrg, 27. Jan. Nachdem das Grvßh. Oberkon sistorium die Abhaltung von Taubftnmmcngottcsdicnsten ir Friedberg genehmigt und damit Herrn Professor D. Pr Diehl, der bisher solche Gottesdienste in Darnistadt abge- h alten, betraut bat, soll der erste Gottesdienst am 22. Febr., nachmittags 3 Uhr, in der Vnrgkirche stattsindcn. Von den, hierfür ursprünglich bestinimtcn 1. Februar mußte aus besonderen Gründen abgesehen werden. K. * Frirdbcrg, 27. Jan. Der nengezründete Friest borger Männergesangvcrcin wird niorgen Mittwoch Abend sy 2 Uhr im Lokale des Herrn Philipp Stcinhäutzcr seine erste Singstunde abhaltcn. * Fricdbcrg, 27. Inn. Heute Abend von Sy 2 Wir findet im Casü Trapp großes Künstter-Konzert statt * Frirdbcrg, 27. Jan. Die Feier des GebnrtStom- M. des Kaisers, die der Veteranen- und Militär-P, Friedberg am Sonntag, den 25. Januar, im Saale deo Trapp veranlaßte, bildet den würdigen Abschluß der B- staltungen, die dieser Verein in jedem Winter abhalt die sich mit Recht in der ganzen Bevölkerung allgemeiner licbtheit ersrenen. Das gewählte Programin bot nun jeder Beziehung mustergültiges, die Musikstücke wurden von der Kapelle des 168. Jnfantcrie-Reginients in vorzügliche! Weise ausgefübri. Zu besonderem Danke sin-,»wir auch die- «r. Z2 iu Mal Herr» Gco Jett verpflicht -t. der wieder, wie auch bei der Weistimchtsfeier, seine bewährte Kraft dcu, Vereine zur ■i'iTfiijuiifl gestellt halte und durch feine künstlerischen Dar- > ictungen d.'s Pragrninni weit über dos Matz dessen emt>or> I ab, waS man im allgemeinen bei derartigen Veranlassungen erwartet. Auch dieses Mal hatten wir Gelegenheit, in Herrn it einen Tonmeister von bestrickenden nnd blendenden Eigenschaften zu bewundern, der mühelos die Schwierig» fulcii »:s Gesanges meistert und der das Publikum zu be- ,'e. isterteni Bcisalle hinriß. I» seiner liebenswürdigen ('kittin lernt'n wir e>ne vorzügliche Partnerin kennen und die schönen Duette und besonders auch die reizenden Lieder tu. Laute und Mandoline, die von Herrn und Frau Jett emcinsam z.in. Vortrage kamen. Imlien auch der heiteren Muse in anmutigstrr Ferm zu ihrem Rechte. Besondere Er- wäbnung verdient auch die Festrede aus S. M. den Kaiser, die der Vorsitzende. Herr Rechnungsrat Tonges dielt ii„d die mit allaeuieiner Be'gcisterung ausgenommen wurde. Ein f> östlicher Tanz hielt die tanzlustige Jugend bis zu früncr Morgeiistuude zusammen und io kann der Verein mit voller ÄesriedigiUlg aus diese Vcranstaltnng znrückblicken. * Frrrdbrrg, 27. Jan. Sdir feiern heute den Geburtstag de« deiitichrn Kaisers. Aus Antaß dessen sinden ollüber- all in dcutsck>en Landen Kaiser-Geburtstagsfciein statt. Ge- denket bei dieser Gelegenheit der unterstühungsbcdürstige» Veteranen und Vrteronen-Witwen und opfert einen kleinen Beitrag in die überall ausgestellten Sammelbüchsen. * staichr», 27. Jan. Vergangene Woche wurde durch ein Feuer die Seltener und eine Halle des Wagnermeistcrs Franz Reis, in welchem viele Vorräte von Wagen und dergleichen aufbewahrt waren, zerstört. Ter Schaden ist lauiN -,nr Hälfte durch Versicherung gedeckt. * Lridsteckrn, 27. Jan. Am Donnerstag vergangener Woche weilte ein Missionar der Basler Missionsgcscll'chast, Herr Missionar Giitbrod aus Buex in Kamerun in Afrika, in unserer Gemeinde. Derselbe hat bereits 14 Dienstjahre in der Mission unter den Heiden in Afrika zugebracht. Heute ist er in der Missionsschule zu Buer als Lehrer tätig und gedenkt nach Ablauf seines Erholungsurlaubes in der deutschen Heimat im Mai l. I. wieder nach Afrika hinauszuzichen, uin sline Tätigkeit als Missionar daselbst fortzusctzen. Nachmittags erzählte er hier in unserer Schule von den mannigfachen Gefahren des AufeitthaltcS im heißen Afrika, schilderte in ausprccheiidcr Weise die (Gefahren der Elesantenj >gdcn und deren Kostspieligkeit, erzählte von den Schönheiten dcS Landes und des Ilrwaldes, von der Gefährlichkeit der Leoparden, Krokodilen, und namentlich der masienhaft vor- kommenden Schlangen, auch von einem Walfischen, dem er zugeseben und dann von der Furcht und Angst der Eingeborenen vor den Geistern ihrer verstorbenen Ahne», von denen sie glauben. daß sich dieselben in den Elefanten, Büffeln »»d Antilope» und so weiter aufhalten, welch« ihre Pflanzungen zerstören, auch Manches von ihrem Götzendienst. Schließlich erzählte er von seinen schwarzen Schülern, von deren Fleiß und Wißbegier, und endlich von ihrem Schönschreiben, worin sic große Fertigkeit besitzen. — Am Abend vielt er in der Kirche eine Missionspredigt, wclck>cr er die Stelle bei Jesajas lssö, l. zu Grunde legte. Er führte unS iin Geiste mit auf seine Missionsrcise in Afrika, erzählte von den mancherlei Schwierigkeiten, >velck>e die Sprache der Ein- geborenen verursacht, von den Schwierigkeiten, an sie hcran- ziikoiiinirn, wie disclben z. B. aus Furcht vor dem weißen Man» ihre Wohnungen verlassen und in den Wald fliehen, ivcnn sie aber merken, loeshalb der Missionar zu ihnen kr mint und waS er ihnen bringen will, so hören sie mit Inter- esse auf das, ivciS ihnen der Miisionar verkündigt. Er erzählte ferner davon, daß das Missionswerk unter den Heiden in Kaincriin zwar gar manche Enttäuschungen erfahren, daß es aber , wenn nnch langsam, so dock> stetig vorwärts gehe und sich daS Wort erfülle: Ich werde gesucht von denen, die nicht »och mir sragtcn, ich werde gefunden von denen, die mich nickt suchten." Ter Gottesdienst war gut besucht. Die Kollekte derselbe» ergab 17,07 an Missionsschritten wurden veekanst siir 18.15 dazu kam der Ertrag zweier Missionsdankesbüchse» mit 15.19 sowie der Uebecschuß der Einnahmen und Ausgaben des Familienabends dahier i ,r Weihnachten ziir Feier des Jahres 1813 mit 4.68 .4?, welcher dein Missionar von Psarrer Rheinsurth überreicht wurde. — Hiermit mögen die falschen Gerüchte widerlegt - m als ob Letzterer jenen lleberschuß a» junge Leute dahier .um eigenen Verbrauch nnt zweiten Feiertag verteilt hätte. So konnte der Missionar den schönen Betrag von 55,59 ,.u die Mission in Kamerun aus unserer Gemeinde mit- iul ui Möchte dieser Missionstag aufs Reue Missions- ir t sie geweckt und gestärkt haben. * Öiije», 27. Jan. Vorgestern abend fand hier ein Lichtbil- .ocrtrag durch rin«« Missionar der Baseler Mission statt. — . . ii'j hielt derselbe Missionar in der Filjalgemeind« Blo- j .» e: .en Miistonsgottcsdicnst. " Schwickattshausc», 27. Jan. Am Sonntag wurde tn der , i fiirif.' eine Veicrancn Gedenktafel durch den Ottspsar- , Raun.aun cingeweiht. In einer zu Herzen gehenden An- sprach« frbachie deiselbe der großen Zeit vor nahezu «4 Jahren i::. c der Männer, die,ein einiger Denlschlond errungen und Eni nnd Blut dafür eingesetzt haben. Di« Tafel enthält 48 n der Fcldzugtcilnehmer aus den Orten: Schwickarts- * t,t Tageszeitung, »reusiug. «i tl. aanuur i»»4 Eckortsborn. Bohenhaujen l »ich Bellmuth. Der «>> chcngrstingverein unter Leitung des Pfarrers wtttt« bei der Feier mtt. Abends sand bei Gastwirt Scum ein Familien- abend statt. schollen, 27. Jan. Zllähiend vor mehreren Jahren vom Berkhr« ablicgcndo Cchulstellen bei desinilioer Besetzung säst gar nicht begehrt wurden, sinden sich jetzt stets Bewerber und sind säst all« Stellen desiniti« ln setzt. Es mag dies in erster Linie daraus zurückzusühren sein, daß «n dieien Orten durch, weg neu« Schulhäuscr mit geräumige» Lchullotaliiälen und Lehrrtwohnung«,. gebaut worden sind: andernteils haben all« rim Verkehre entlegen: Orte staatliche Ortszulagen, deren Höhe sich zwifit^n 100 1;; 200 Aiatt benxgt. je nochoem der betr. Ttelleninhaber fein Verweil«« an einem solchen Orte de> mißt. ' Scholien, 27. Jan. Zkanderphotagraphen haben in ver, ichikdenen Orlen der Umgebung zahlreiche Ellern von Schulkindern betrogen. Sie machten mit Erlaubnis der Lehrer die bekannten Schulausnohmen, ließen sich von den Kindern, die Bilder bestellten, im voraus di« Konterfeis bezahlen und verschwanden dann aus Nimmerwiedersehen. Da in manchen Dör. fern seit Jahren lein Schulpholograph grweien war, war hier das Interesse an den Bildern besondeis groß. Infolgedessen heimsten die Schwindler auf diesen Ortschaften hohe Summen rin. * Jranlsurt o. M., 27. Jan Aus noch unaufgeklärten Grün- den erschoß sich der in der 9. Kompagnie des 8>. Infanterie. Regiments stchenide Albert Ri-les in der Kasern«. Er hatte bereits 12 Dienstjahre hinter sich und war im fünften Jahr« Feldwebel. ' Frank,urt a. M., 27. Jan. Aus originell« Alt ist es einer großen Bockenhrimer Aiajchinensabrik gelungen, aus etwa 200 Beamte» denjenigen zu ermitteln, der systematisch einer «an- kurrenzsabrik di« Adressen bekannt gab. an die seine eigene Firma Ostcrten cinreichte. Jedesmal, wenn an ein« Firma ein Angebot abgegrben war, meldete sich noch etlichen Tagen di« Konkurrenz: „Wir haben in Erfahrnng gebracht . . Monatelang stand man vor einem Rätsel. Ein Prokurist löste jetzt dasselbe. Er lieh von Firmen, di« er über den Zweck der Sache verttaulich auskiärie, noch der Anzahl der in der hiesigen Fabrik bestehenden Abteilungen sechs Anfragen mit genau fest- gclegtem Wortlaut noch hier richten. Die «inlaufenden Brief, wurden unauffällig so geleitet, daß jede der sechs Stellen nur von einem der sechs Briefe Kenntnis erhielt. Bekam nun aus Grund dieser fingierten Anfrage di« betreffend« Firma di« Os- scttr und kurz nachher von der Konkurrenz dos billiger« Ang«. bol, so konnte sofort die Abteilung fcstgestellt werden, in der der Verrat geübt ward. Und so geschah'»; tn der Registratur mußte der Verräter stecken. Rach sorgjältiger Siebung de» zahlreichen Personals blieb der Verdacht an zwei Beamte» haften. Der erst« dieser beiden konnte sofort sein« Unschuld Nachweisen. Der zweite antwortet«, als man ihm di« Verrate, ret auf den Kopf zusagte, dreist: „Beweisen Sie mirs dochl" womit er selbst schlagend bewiesen hatte, was «r noch bewiesen haben wollt«. Der ungetreu« Beamt« wurde auf der Stell« entlassen, und seitdem hat die Fabrik Ruh« vor den Konkuv- renzofterten. * Bom Main, 27. Jan. Im Gemeindewalde von Brünn geriet der Holzfäller Eller unter einen stürzenden Baum. Erst nach drei Stunden wurde der Schwerverletzte säst ersroren ausgefunden. Er liegt hoffnungslos darnieder. Hrsirn-Rasiau. * Bad Hamburg, 27. Jan. Eine auf Grund omttcher Ver. üffenllichungen vor einigen Wochen veröffentlicht« Statistik über die teuersten Städte Nassaus hatte u. a. Homburg als et. neu solchen Ott bezeichnet. Die hiesigen an der Sache lebhaft tnteressierten Kreise haben nunmehr bi« Statistik einer Nachprüfung unterzogen und dabet sesigestellt. daß di« amtlichen Angaben im Wiesbadener Amtsblatt nicht der Wtttlichkeit entsprechen und durchweg zu hoch sind. Eia besonderer Ausschuß wird nunmehr der Regierung ein einwondsreics Material filr die zukünftigen Veröffenlichungen unterbreiten und ihr auch Vorschläge zu einer besseren Ausgestaltung der Preisnottei- ungstabellen machen. * Oberursel, 27. Jan. Rach zahlreichen ergebnislosen Wahl, gangen bei der Wahl eines Ortslrankenkasienvorstairdes ist am Samstag eine Einigung zustande gekommen. Zum ersten Vorsitzenden wurde mit 5 von 8 Stimmen der sozialdemokratische Kandidat Hübscher, zum zwttten mit 3 von 7 Stimmen der Fottschriitler Abt gcwähi. * Wintersport. Dar am Sonntag vom Bobsleigh-Klub „Taunus" ousgetiagen« zweit« dieswinterliche Bobsleigh. Pttisfahren zeittgtr solgende Ergebnisi: 1. Bob „Mutz" 2 Min. 3t drei Fünftel 2ek., Lenker Wetzel (Franksutt), Bremser Bauer (Aschaffenburg). Fahrer Frl. Beckmann, Frl Kempel aus Frankfurt und Frl. Müller (Aschaffenburg): 2. Bob .Rübezahl" 3 Min. 34 zwei Fünftel S«t.„ Lenker Wählte. Bremser Ackermann aus Frankfurt; 3. Bob „Bubi" 3 Min. 43 vier Fünf, tel Sek., Lenker Buchegger (Wien), Bremser Baron Corup aus Frankfurt; 4. Bob „Baycttjcher Löwe" 3 Min. 44 «in Fünftel Sek, Lenker Schrimpf, Bremser Dr. Reueiburg aus Frankfurt; s. Bob „Schwarzer Peter" I Min. 4« vier Fünftel Set., Lenker Schwake (Franksutt), Bremser Jäger (»sehen). — Das Wett- rodcln um dl« Mttstrrschast vom Taunus für 1914, veranstaltet vom Rodelktub „Taunus", fand am Sonntag auf der Rord- bohn am Großen Fetdderg statt. Das Rennen kam auf der 1400 Meter langen Bahn zweimal zum Austrog. Es erhielte» Preis«: 1. E Heuer (Wiesbaden) 4ö«3 Min., er erhielt das Seite 2 ntn Scheuch (Franks»:!) verteidigte godene Meisterschaftsab Zeichen des R. C. T. und den goldenen Pokal; 2. D. Henslei (Wiesbaden) 4.58 Min.; 3. Alsons Meckel (Karlsruhe) 2 0! Min.; 4. Willi Hahn (Berlin) 5.123 Mi».; 5. Fr. Scheuch von Frankfurt 5.24.6 Min.; C. A. Schulze (granksuri) 5 29.8 Min.; 7 Osk Krch (Homburg) 5.32.2 Min.; 8. A. Flesch (Eronberg! 5355 Min.; ». A. Hoet (Homburg) 551.2 Min.; 19. A. Brod (Osfenbach, 55,6 Min -, 11. Mühlich (Franksntt) «94 Min - 12 . Frl. Henrich (Eronberg) 3.97.2 Min; 13 Frl. A. Mülle, (Eronberg, 6.19« Min.; 14. E Biieiose (Franffui» 0.15 4 Mi» ; 15. Hugo Beckert (Höchst) 0.327 Min. — Bei der Fern, sahtt vom Feldberg nach Fallenstein erhielten Preis«: I. Hens. ler (Wiesbaden, 1320 Min.; 2. Hahn (Berlin) 13.45 Win.; 3 Gundlach (Franksutt) 14.49 Wm.; 4. Meckel (Karlsruhe) 1159 Min: 5. Hehner (Wiesbad.-n) 15.08 Min: 0 Scheuch (Franksutt) 15.44 Min : 7. Offenbüch (Eronberg) 10.12 Min.; 8. Brod (Offenbach) 17.13 Min -, 9 Be,nt (Franlsrt) 17.45 Min.; 10. Schulz« (Frankfurt) >8.02 Min.; N.Biicrose (Frank- sutt) 18.47 Min.; 12. Buch (Franlsurt) 1858 Min ; >3. Kratz (Frankfurt) 19.30 Min.; seine: bi« Damen: l. Frl. Horn von Franksutt 2030 Min.; 2. Frl. «lire Müller (Eronberg) 21.08 Min; 3. Frau Kunz (Buchschlog) 21.45 Min. — Am San», placken halt« der Verband Mitteldeulschci Skivereine für di« Taunusjugend eln stark besctztes Lausen veranstaltet. In der osten Klasse für Knaben Uber 14 Jahr« erhielten Preise; t A Pcschke sSchmitten): 2. Gg. Sturm (Rieberrrisenberg); 3 Gg Laewe (Schmitten); ln der zweiten Klasse für Knoden untki 14 Jahren: 1. A. StB (Oberreisenebrg); 2. Philipp Messer lRiederrelfenberg); 3. Scheib (Oberreijenbcrg). " Fallenstein i. T., 27. Jan. Aus der hiesigen Rodelbahn erlitt rin fremder Rodler «inen schweren Unierschenkelbruch. — Der Verkehr im Taunus war wiederum sehr stark. Die Eron- berger Bahn mußt« mehrere Sondcrziige sahren rnn . ' Z„ drang» Herr zu werden. Franksurter Weiierbrricht. Voraussage: Trüb, zeitweise geringe Temperatur unverändert, stellenweise Nachls-öiie, i 0 i.si!icli. Winde. -#- Vcranlworillch s.d Schrtstleitung: Otto Hi,schel.gr:edbe:g: für den Anzeigenteil: Karl Schmi dt, Friedbcrg i. H Druck u. Verlag d. „Neuen Tageszeitung" A -G., Fried!' > ' H örnrsbericht vom 20. Januar 1914 der ZUilleldeutschrn Ereditbiinli Aktienkapital u. Reserve» AI. 79 999999 gegründet 1850. Fraafturter Bors«. Eschwciler Vergio. ., ivochumcr Gu^staht, i'/.ReichsanIeih« »8.— l‘/.% . 0620 IV, . 7690 9/»V» Preuß. Eonsols 86.o0 V. . . 75.90 IV. Hessen 97.— . 83 35 V. „ 7450 V. vesierr. wotdrent« 89.— V.V» „ Eiiberrente 87.— V. Ungar. (SolOtente 84.40 „ . Kronenrente 83.— „ Portugiesen Serie I 62.— » . • l" V4.- */iV# Ru Isen o. 1906 — »/• 0 , UW» W.3U °/t°U Japaner 91.75 •/« Türken von 1903 77.30 J »/.Admmtftr. Türken 79.00 . 'ucfenlooje Rk. 103.50 , •/„•/, Griechen v. 1890 50.10 , *U 9 U Monopok-Gnech. —, •/, Buen.-Air. Pr. Ank. 68.50 */•• Lilder-MeLltaner 45.— */./* Mer. ^rrig. Ank. 07.05 Chinesen 9l.M tuderus C.Act. 112.50 >chuck. CIcktc. (ve,. „ 145,'/. rOeeliner Bor,e. kerkiner Handels Ant. —.— m )eutsche Bant Akt. —.—- „ )Ul. Koinmanbit tflnt 190.75 m )resdner Bant Vilt. 154. let.^nt^>andelSd.Akt. 206^5 m kuis.Bank f. a.Hand. A. 101.'/» „ schantung C. B. Akt. 129.,S „ laUimoic u. Ohio 9,. 1 /» . anaöa Paclsic Akt. 221.'/, 0 lüince Henri C. B.Akt. 155.*/, m ürtenloose M. 16.„ 221.25 22 *.2i L»»»o,er Bor.e. Gek entirch.Ber^w.AU. 191.25 " Harpener Bergban * 185.50 ' Hambg. Amt. Pak. H 134.— Aordd. Llo»)a .. H7--5* Berliner ^alldeks Aut l 92 » Milteld. Crcü.tb. AU \ 19.25 " Drukmjtädt. Bank ^ 110.75 Deutsche Bank „ 252.75 " Deutsch-Asiatische Ban ' 1 m .7(1 " DiSkonto ätamm. Ant. 19125 Dresdner Bant Vlfi. 134 5 Oe st. lLreditanst. Vitt. 203 75 Lombarden „ J.’ ' Dt sch- Ubersee (Ä.O). w 10 • o ) ’ Oesterr.Staasbahn „ 154 ,3 Höchst. j5arviveckc „ (25 0 Ui)Cin.('}abr.iuiUcit „ 4i0 RütqerStvcrle M 190 53 Steaua 'Jlomaua „ j > So Phönix Bergb. .. 24 wrtesyeimlLlettronE 202 7 < " ^eU>to,j B-a»0hvs „ LLi.tö " HO lzvello 1)luIIgS-^Ild. 513.,5 Hauraljutc „ 1 >0.— * Prioardiskont .. 5.- ' Tenoenz: behauptet. 0 Hohenlohewerte Akt. 4 6 — Deutjch-^u^emb.B.Akt. — Xraurahülte Akt. 150 57 Oberschlesler Akt. 89.37 Phöll^; Bergban Akt. 241 25 Vtvinbacher Hütte „ 4.-0.'/, 0>elsenttrchcn Bergw. A. 102.75 Harpener Bergbau Lk!. 172?/, AUg.si«asir,i,r Scheck-Tonti. wechsiung »on Eouprns und sonrn. rahme von offenen und vcr ü,'.:"r--7:i Depots. laeaennabme oerrinslicher Spar->rinlage». r:.^' ?.ii,ck,iänr». iVt c.1;i mmi m. | (T" 1 Clt t V11 ti| C £jd|t- II. Mlkll jeden Umfanges im Srnichlu'g an die Ueberlandzentrale Wölsersheim den Vorschriften des Verbandes deutscher Elektrotechniker u. der Ueberlandzentrale entsprechen» E eKtro-llediilttor-WerKr, E. nt. b. fj., Franlrfurt n. Alain is'adrUolr Au«fül>r«ng. Nr. 22 ^jcuc lLageszeitung. Srtcnstaa, de» 27. Januar 1314, Srilr i l^aiBkNsugflssag**. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden und der Beerdigung unseres lieben unvergesslichen Vaters, Schwiegervaters, Cirossvaters, Bruders, Schwagers und Onkels Herrn Wilhelm 8 eM Grossh. Bürgermeister sagen wir unseren innigsten Dank. Holzhausen v. d. H. u. Wohnfeld, 27. Jan 1914. lilMlit August Becker, Lehrer Jobs. 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Laubholz rm: Scheite 40, Knüppel 70, Stöcke 4, Reiscrknüppel 65. Fichten rm: Knüppel 15, Stöcke 5, Reiscrlnüppet 6. Zusammenkunft y‘/ ä Uhr in der Gastwirtschaft von Peter Jung, Rn nslad t. Auskn nst crleUt Fö rster Semper, Ranstadt Holzversteigerungl Freitag, den 30. Januar l. I,.. vormittags >0 Uhr wird im Ricdcr-Rosbachcr Eemcindewato, Distrikt Bauwald und Altcr- heegwald folgendes Gehölz versteigert. 11 Eichenstämme 29—58 cm Durchm., 7—10 m Länge — 9,30 Festm. Inhalt, Bau- und Schnittholz. 102 Eichenstämme 17—30 ern Durchm., 5—13 m Länge — 37,16 Festm. Inhalt, Wagnerholz. 10 Buchenstämmc 36—58 cm Durchm., 3—7 m Länge = 7,78 Festm. Inhalt, Schnittholz. 1 Kieiernstamm 14 m lang = 1,20 Festm. Inhalt. 28 Fichtenstämme 22—56 cm Durchm., 7—22 m lang 44.4!/ Festm. Inhalt, Schnittholz. 55 rm Buchenscheiter, 25 rm Erchenscheiter. 12 rm Buchenlnüppel, 26,6 rm Eichenknüppech 1741 Stück Buchen- und 1376 Stück Eichen-Wellen. 24 rm Buchen- und 19 rm Eichen-Siöcke. Zusammenkunft Distrikt Banwalo, Rieder Rosdach, den 26, Januar 1914. Grohh. Bürgermeisterei Rieder-Rosbach. __ Kitz. _ Nutzholzversteigerung. Freitag, den 30. d. Mt»., kommen im Eicher GemeindcwaU zur Versteigerung: "3 Eichenstämme, meistens Schnittholz, von 4—11 m Länge 35—57 cm Durchm. — 33.84 Festm. 9 Eichen-Abschnilte 3 m lang, von 21—25 cm Durchm. zn Dunghortbäumen geeignet 33 Rm. Eichen-Rutzholz in Rollen 2V- m lang, vorzügliche» Wagnerholz 3 Fichien-Stämme — 1.17 Festm. 263 Eick. Jichten-Derbstangen 3545 Stck. Fichtcn-Reisstangen Zusammefiftinst vormittags 10 Uhr am Bahnhof. Eichen, den 27. Januar 1914. Der Bürgerrncister. A d a m. Jagdverpachtnng. Samstag, den 7, Februar d. Js.. nachmittag» 3 Uhr lob in der Wirtichast Kölsch dre hiesige Feld- und Waldjagd anz weitere 6 Jahre verpachtet werden. Jagdbezirk 1, Feldjagd zirka 140 Hektar. Jagdbezirk 2, Waldjagd zirka 42 Hektar haltend. ’ Henchelheim, den 24. Januar 1914. Grogherzogliche Bürgermeisterei Heuchelte!m. __ 61 o 11. ____ __ Jagdverpachtung. Iouurrstag. i»rn äv. Januar 1014, nachmittags N |IIjr wird die der tüemcinde Cckftadi znftehende Waldjagd 228,77 Hektar, die Feldjagd 678 Hektar, beifällig am 1. Februar 1914, auf dem Raihause daselbst össentiich an die Meistbieielrdcn vcrvachlei. Be« ni.rlt wird, datz die Waldjagd aus neun Jahre, die Feldjagd auf sechs Jahre verpachtet wird. Die Waldjagd ist nur von Wald umgrenzt und wildschadensrei, die Feldjagd ist von der Bahnstation Fricdberg in 10 Minuten zu erreichen. Ockstadt, den 12. Januar 1914. Erohh. Büracrmeiiterei Ockstadt _ Marter. Jagd Verpachtung. Montag, den 2. Februar l. I»., nachmittags 2 Uhr, wird die der Gemeinde Rieder-Rosbach zustehende Jagd aj Waldjagd (Hirlchjagd) am judöstlichen Taunus, begrenzt vom Rodheimer-Wehrhcimer-Ober Rosbacher-und Bainhardswalb mit gutem Roiwildstand zirla 200 Hektar umfassend in zirka 2>. Minuten von Siaiion Rosbach v. d. H. oder Station Saalburo erreichbar. b) Feldjagd in jetjr guter Lage mit gulcrn Hajen- und Hühnerbe stand direkt an Siation Rosbach v. d. H. angrenzend 400 Hektar grast, aus dem Büro der Unrerzcichneten Stelle unter den baseibst bekaimt gemocht werdenden Bedingungen, woselbst auch die nötigen Ausweispapierc vorzulcgerr sind, auf weitere sechs Jahre verpachtet, Wildschaden säst keiirer, Rieder-Rosbach, den 22. Januar 1914. Grosth. Bürgermeisterei. Kitz, Brimiitiiblni ii. Vokjl'lNißtir, PiiWeWiil^c billigst. site-t'rtii iie-ii», Inhridru-Hmrgrfk. Sir. 22 Beilage zur „Neuen Dienstag, den 27. Januar 11)1-1. eituiig". : Jtw twr■ ■ i * _____ 7. Zatsrgunq Gedenktage. fi. Januar. 17fj6 W. S(. Mozart ßit>. — 1802 Tucktvitz, IBürijcrmciitcr von Bremen, gcb. — 1808 D. Jjr. Strang geb. — 18H Joh. tzhottl. Fichte f. — 1859 Kaiser Wilhelm II. geü. — 1866 Leop. Denglcr, Forstmann, t, Karlsruhe. Inm Geburtstag des Kailrrs. Die Fahnen heraus und die Straßen geziert Mit dem ®d>murfe der Tonnenreiscr. Nnd aus trcudeutschem Herzen, wie srch's gebührt. Unser erster Gruß heute dem K a i s e r I An, Enkel Wilhelm de» Große», der (Geeint die zersplitterten Kaue Mit lorbcerumkränzter Eisenwrhr Sie gesüget zu herrlichstem Baue. Tcin Sohne des grasten Dulder» auch, Ter gelitten ohne zu klage». Test Sttrne geküßt von de» Todes Hauch In sonnigen Frühlingstagen. Dir, Kaiser Wilhelm, gilt heut unser Sang Und der Gruß aus ehernen, Munde, Dir tönet heute der Fcierklang Der Glocke,, in Alldcutschlands Rund«. „Heil Kaiser Wilhelm auf Deutschlands Thron-, ..Heil Dir im Fricdensscheine!" So klinget beute im Jubelton Der Grust vom Belt zum Rliein« Es blühe auch ferner Dein Zollernglück, Nie wcrd es von Unheil betroflcnl Stets vorwärts mit Dir nur schout unser Blick, Dir gilt ja Gcrmanias Hosscn. Hoch ragt, schirmend den Deutschen Forst, Empor noch die Zollernciche. Hehr thronet des schtvarzen Adlers Horst Noch vor jedem anderen Reiche. Dort, sichre un» auch in den heiligen Krieg Wenn der Feind »„» je sollte dräuen. Führ' bin un« dann Z» dem glorreichen Sieg. Dast Lorbeer uns möge erfreuen. Doch heute, ihr Deutschen, die Fahnen heraus Mit dein Schmucke der Tannenrciser. Und jubelnd loll's schallen ins Land hinaus: ..Hoch, dreimal hoch unser Kaiser!' Friedberg. K oll mann ITI/168. Drief d s allen DöäreN Ich fitze in »leine», tvarme» Ziuinier, den Tisch an den Cfcn gerückt, lese meine Zeitung, — lese den Brief vom alten Böckel. Ich lese ihn zweimal, — lese ihn dreimal. — Meine Augen sind leucht geworden und meine Brille versagt den Dienst. — Ich lege die Zeitung fort. — Meine Gedanke» und Erinnerungen schweifen fünfundzwanzig Jahre zurück ui die Zeit, wo der ..Mrnn von der Lahn I>r. Otto Böckel", dem Bauernstand zurief: Erwacl>e. Sei deiner Selbständig- •>it. deiner Stärke bewußt. Schüttle ab das Joch deiner Bedrücker. Du bist ein starker uubczwinglichcr Stand. i"«m bu einig bist. Du bist das Bollwerk, an dem die Flut ter Vaterlands Verächter zerschellt. — Mit hoher Begeisterung • >*>-»,1 j„ den daiualiaen großen Bersaiiunl'ina'» "enta Zum Pfiugriscn. Roman von M. Prigge-Brook. z (Fortsetz» ntzl. Die Männer schüttelten einander die Hände. De« Alten Gesicht war wie von Stein. Er fand kein warmes Wort der Begrüßung. Ehe der andere den Mangel empfinden konnte, rettete Heinz die Situation. Zutraulich trat er an Walter Schmidt heran, legte die kleine Kinderhand in die leine und «ragte ungeniert: .„Hast Du mir einen Ehinejcn mitgebracht?" Schmidt muhte lachen. „Sieb da. Jobst Heinz Sebald I Siehst Du. ich weiß lcho». wie D» beiht." „Jobst Heinz Sebald werde ich Heiken, wenn ich groß Mn”, erwiderte der Kleine stolz. „Jetzt bi» ich Heinz, nur Heinz'" „To komm, kleiner Ecinz. die Leute bringen die Koffer, v'ollen leben, was ich Dir mitqebracht." „Er bat keinen Ebinelen". dachte Heinz betrübt, und betrachtete ve-stolilen den Angekoinmenen. Er gefiel ihm eigentlich nicht. Schmidt selbst sab nicht wie ein Ebinclc aus und hatte auch nichts Seltsame«: Heinz fühlte sich sehr enttä'-tcht. Dem Alte» mißfiel der Neue. Dabei war Schmidt eigentlich e-n schöner Mann. Weder das Klima noch die Jal're batten ihm etwas anzubaben vermocht. Seine schlank- gewachsene und rbciimästnge Gestalt steckte in einen, „'oder- "en Anzug von enalilchen, Schnitt. Haar »nd Bart waren dunkel »nd kurz gelmlte». die graublauen Augen blitzlen kühl !>»d kritisch ans dem energischen. vo,> der Sonne dunkel gekörbten Geücht. Bei Fraiienaiigrn »nd ans d» e,itcu Blick konnte der dremde bestelle». Eblers aber sab tieicr. Jhni gefiel das "c'bstbrwusttseiu nicht, was sich zunächst darin kundgab, dast '•'•iniM obne Dank und B, iderung die ilnn angcboteiie i eiindichill im Pünoei'cn annahin. Ana, zeiate er sich aller Stände den Reden Nr. Böchels. Klang doch das Wort „Selbständigkeit" wie ein Ton ans höheren Sphären. Ich, crinnere an die großen begeisterten Versaminliingen in Hungen. Langsdorf. Kloster Arnsburg, Münzeiiberg. In bcllen Scharen kanien Greise. Männer, Jünglinge, dir Kornblume im Knopfloch des Rockes zu den Versammlungen. Sic hingen begeistert an den Lippen Nr. Böck.-ls. Es war eine bobe ideale Zeit. — Bei dem Bauernstand blieben die begeisterten Reden Nr. Böckels nicht ohne Erfolg. Er br- gann sich zu organisiere». — I» den »leiste» Orten des HcssenlandeS wurden Bauernvereine gegründet. Diese Ortsvereine fanden ihre» Zusammenschlust i» dem Mitteldeutsche» Bauernverein. — Die Presse tvar der Rcicksherald. Er vertrat Religion. Deutschtum und Bciuernstaiid — Wie war doch der „Herold" ein gern gelesener treuer Gast bei jedem Bauernbündlcr. Wie führte er doch eine biedere, den hessischen Bauern verständliche Spracl>c. Wie freute man sich, wenn in seinen Spalten zu lesen war: In der Wettcrau, in» Ebsdörser Grund, in der Rabenau, in der Schwalm, im Schlitzerland. in Starkenbung. in Nassau, im Odenwald sind so viel Bauernvereine erstanden. Tie Mitgliederzahl ist heute so und so groß »sw. — Mit Sturmschritt ging die Organisation durch die »n- crniüdliche begeisterte Tätigkeit I>r. Böckels, trotz der Gegnerschaft der damaligen Regiernngskrrisc, trotz dem unaufhörlichen Gezeter seiner Gegner, vortvärls. Der Bauernstand hatte in I >r. Böckel den Führer gesunden, der vor Hindernissen nicht zurückschrcckte, und der als höchstes Ziel seines Wirkens nur das Ideal kannte: „Freiheit und Selbständig- kcit" dein Bauernstände. Nichts hielt ihn von der Erreichung dieses Ziele? zurück: weder seine Stellung als Bibliotliekar an der Univer- sität in Marburg, noch da? goldene Angebot feiner Gegner, wenn er dieser fatalen Baiiernbkwegimg de» Rücken zukehrcn inöchte. — Nichts drallste ihn d,z». dem geliebten Baiieriistaiide die Treue z» brechm. — Er hat Treue gihaltcn bis aus den heutigen Tag »nd daruni „Treue u m T r e u e". Ans ihr asten lieben Freundei. Männer, die ihr bie vergangene große Zeit der hessischen Baiiernbewegmig mitgemacht habt: die ihr den Samen der Organisation habt säen Helsen I — Ans ihr jungen Männer des hessischen Bauernstandes, die ihr heute die Frinbt d.'i damaligen Saat erntet! . . . . Heute gilt es einein alten unermüdlichen Kämpfer für die Freiheit und Selbständigkeit de) hessischen Bauernstandes, einem Manne der seine Stellung, sein Verinöge». seine Gesundheit diesem Ideale geopfert bat, den gleihend Gold nicht von seine», Wege abznbiin ">, vermocht'. — — — Heute gilt es diesem Manne den Dank der hessitchcn Banernsckiast abznstatten: es gilt dem Kämpen Nr. Otto Böckel leinen Lebenk-nbeiid erträglich zu gestastcn. — Kann ein hessischer Bauer ohne Tränen in den Augen kisen, daß „Not und Sorge" an de; Kämpfers Türe stcht? — Nein, abermals Nein! — Laßt uns ziiscnnmentreten zu einer Vereinigung, — heute, niorgen, — schnell soll es sein, die sich damit befaßt „Not » n d Sorge" von des alten Kampier« Türe fern zu halten. Berstadt. Wilh. Acker. sehr interessiert, über die Sebaldjchen Familienverhällnisse näheres zu erfahren. „Ter Kleine ist der einzige Sab», den Freund Sebald binlerlaslen hat?" fragte er während der flüchtigen Fabrt. Dc,s Wart „Ficimd" ans Jobst Sebald angetvandt, per- stimmte den Alten. „Herr Sebald kinterlieh ztvei Kinder. Fräulein Role- marie >ivd den Juneen". en'wortete er steif. Sckm'dt lchast lein lck'eck es Gedäcktlüs. Haste er denn »eioe-i » können, d'h außer dem nachgellorcuen E'ben d>e ^achter ei-'l'l"-te. ^-o"lein ''mae-eö Sa batte der Alte 6.- genannt - e .a--'-'- o>'-. ' -n. als den l»l„iue. Da? aatc B'änen eine neue W i'dung. Er war nach nicht mit sich ins Beine gekommen. da hielt der Wagen schon an dem Pfliiaeiien an. Heinz stiea .'„erst be>>"''"r. U,l l um die Zu- rückbleibruden stürmte er hinein. „Tant> Luise. M». kommt schnell. Herr Schmidt ist an- gekommen!" Danach wandte er i-ck d'» B'-"-den zu. Er war nicht niebr neugj'rig aus das ' » brachte. Ter Auge"on,wr»e wurde bi»a>isqe>ühtzf. du' Damen zu begrüßen Tante Luise eripking ib» frennb'ich mütterlich „Ich habe Sic mir älter Par., , ist. viel älter", lagte^sie nach den ersten l>ewill'on»n»e»d n -''--'en fiG-rralchl. Llck bade nämlich früher oft von Ihne» i ln 't. von Eurem lieben Vater." Sie trocknete sich die Au,en nnd wandte Ost Roleiuarie z„. die neben ihr stand, ,^-ittc :ch ' iir doch Wohl hastig eingebildet. Herr Schmidt müsse i» Deines guten DaterS Alter sein." „Ich war sebr jung. a's ick> »ach Ebina ging , auiwor- tcte Schmidt. Ec sab. >väl,re,ld er sprach Rolemarie an. uiit der er nur cinc» llüchtiaen H.mdedruck aetaulcht. Ihre großen grauen Augen richtete» sich voll auf ihn: in il.re Wangen flieg langsam ein zartes Rot. „Ich weiß", unlcrbr.ich sie Hin leise. „Papa bat mir von Flu.en erzäblt." Für Herz l.-ud vlötzlica Millrid mit imrl brr törofir und frunkiiirt o. W. (flffanbett Juhre sind om 28. Jai-.uar ION verstoßen. lest. Km bei große Frankenlönig Mail die Augen schloß Fruntiuit s:a»d zu Ihm in besondere» Beziehunzen, und noch heute erin- I eri hier manches Wahrzeichen an ihn. wenngleich die Sage um seine Peifocc viel schmuckes Racclwert zelleide, hat De, craßen Me,,,« gilt e, als de, Begründer der Siadt. Ihjetmci, von Merseburg derichce, darüber, daß Kail auf der Fluch, » . ben Sochien im Mac» eine Furt en,deckte und de, „F,c,c.>. e'iuit" ,runde,e. eine Erzählung. die jede» ^ichcchllichm H - tergrunbes enlbehrt. ZwrljeUos war die Fun schon lauge »' den Franken in Benutzung und vcelleich, jchcn <72 von Karl al» er gegen die Sachsen zog. duichjchiiiien wo,de». Hebe, de- stalser, Aufenthal, in Franksuit !s, wenig beton,,i. Die erste geschichtlich beglaubigte Mitteilung darüber enisinmmi dem Jahre 7gz. Kail hatte 7»:! ln Würzduig da» Welhnachiklcll gefeiert und war dun» Zu Schiss noch Franlrurt gc'sahien. wo e, bis ZUM Aagnf, 70t Hof hielt. In diese Zeil sollt die große Kirchen, und Recchsversammlicng, aus der »Oll westlich.- unk kilchstckce Svürdenlrager anwesend waren. Aus diesem Frank fuiter Konzil verlor Herzog Dahilo von Bayer,, srin Laiid. und wurde die Eiicsilhiung de, Zehnten neu angeordnei. »nd hie-, taucht auch znm erste» Mal der Name Jranlsurt nrtuntlich i» etilem SchenliUigsbries iur das Klojicr St Emmeran zu Rr gensburg aus 22. Febr. Der Blies beglnai: „Beihandel! am Flusse Main an einem Orte F t a n r o n o s u rd": e, be sindei sich auf der Kgl Bibllolhek ZU München. In Fiantjurl starb 701 auch Karl, Kemahli» Fastrada, deren kehelne dann in Kt. Alban zu Mainz beigesebl wurden. Wmnn Karl spaler in Frankfurt wellte, ist mit Bestimmtheit nur für 7!>0 und 80! festgestellt. Wo sein Palast stand, wird nirgend, gemeldet. Man hat für die Sioile desselben falb den Saalhoj. bald den On, wo jetzt die Leanhardokirche steht, angesehen. Am wahrscheinlichste» Ist — und dieser Ansicht neigen sich heute alle Forscher zu — der Saalhos. (Sala, oder Herrensttzs. Ueter die Erbauung des Palastes bclichtel Eginhard, des Kaiser» Bio. giaph, nichts,- er erzählt nur, daß sein Herr hier 7».-i-70t wohnte. Dagegen wird an der Stelle der Leonhardotiiche der Meierhof gestanden haben. Ring, um Palast und Meierhot legte sich der kalscrlich: Besitz: im Norden bi, Ponanie, und Btlbel, im Süden die gewaltigen Forsten der Dreieich. Aiahi- scheinlich wurde durch Karl den Großen Sachsenhausen gegründet. Da» Domsttsi erblickte in dem Kaiser leinen Gründer, und fas Volk führt des Domes Gründung auf ihn zuriccl Beide Anstchlen sind unzutreffend. Im 12. Jahrhundert wurde er vom Papste Pajchasts heilig gesprochen, von der Kiril^ aber amistch lucht al. Heiliger anerkanac. Franljurt verehr» in ihm sei! Jahrhunderten den Schiitzpatron der Stadt und an seinem Namen»- und Sterbetage — dein 28 Januar — wird im hohen Dom ihm zu Ehren ein feierliche, Hochamt gelesen, und vom Tuime erklingt am gleiche» Tage die nach ihm benannte Karolusglocke. Karl, Bild prangte neben dem des hl. Barthalo, mä», am Ealgenlor, vor der heutige» Gallusstraße. durch da» die neugewühlten Kaiser öfter» ihren Einzug hielten. Ein eigenartige, Bild von ihm besitzt der Dom. Aus der inneren Tückeite eine» Schlänkchcn, neben dem Sakiamentrhäurchen ist Start abgemalt. Er sitzt auf einem Sluhl »on sellsomer Form ml, der Krone aus dein Haupt, umgeben von einem Heiligenschein. die Rechte Zum Segnen emporhebcnd. die Linke !i>ll den Reichsopsel. Die segnende Hand und der Heiligen'ch.-ir finden sich aus keiner bi» jetzt brtannien Darstellung r ‘ - i, Frankfurt ist in ncehr als bildlichem und sagenhasiem E„r: bcm Frcnlhen. Wie schivcr war sein Leben gewesen, ehe 1 1 Vater ihn fand. Sie erinnert sich seiner Erzähliingcn von des jungen Walters Sorgen und Not, ihr war, als müsse ni- ihn nachträglicks bedauern. Impulsiv streckte sie ihre Neckte aus. Er drückte H," Lippen fest auf die sckmale Mädckienhand. Ehlers wnrdc lieiß. In seinem barschesten Tone wandte er sich an Walte, Schmidt: „Lallen Sie sich jetzt Jbre Zimmer zeigen!' „Ich inöchte den Damen nicht beschwerlich fallen", tvanß'c Schnridt plötzlich ein. „Vorhin war's ilmi sehr natürlich vorgekonimen", dacktc der Alte grinunig, ließ ihn nicht erst cursrcdin. sondern Hi- »etc selber die Tür. „Folgen Sie mir dein Mädchen. Monika zeigt Ihnen den Weg. Ich konime nach." Schmidt schickte sich an. der Anssordermig Folge zu leisten. Aber in der Türe wandte er sich noch einmal in» Er sah nach Ruseniaric. die den Blick nicht bemerkte. Sic s. s, in ihren, Stuhl »urückgelednt und starrte, eine» sreu,d'n Z.-q in dem sanft geröteten Gesicht, der de». Alten nicht ge- siel, ins Leere." „Roleniarie!" ries er sie an. ES klang ärgerlich. Sie wachle ans. „Sagtest Tu was. Olim? Hast Du be- nicrkt. wie er dem sterbenden Achilles oben in dem Saale gleicht?" . m , Tie Marmorsigur des sterbenden Achilles war Ro,e- inaiics Liebling »nler den Sckiätze» des roten Salons. „Neinl" antwortete der Alle barsch nnd war aus de» Türe. Unruhe im Herzen. ...Hätte den Schniidt der Tenle' geholtl" dichte er. , . Resemarie veränderte sich. Sic, die bis dalnn nur >- - , Bruder gelebt, fand jetzt mit einem Male, daß sie ück lü- t-ergcslcn Sic begann sich mehr zu leben, in Wirklich'.- t den, fremden Ekcmcnt. das in ihr Dasein getreten »nd t, : ; • änderte, ollen brmerklich. nur ihr selvst noch nickt. In ‘ maries Herzen wncks plötzlich die Lic-fa an! »»> er " bermacht. Vom erste» Sel-en an emv'and sic d'e t,-.-«r pathic. die sie z» Schmidt binraa. Alles an ibm aetirl Nr. 22 :ine Gründung Karls des Kratzen. Mit Recht lieg dcruu, das srädtische Kuuftinstiiut zur Erinnerung a» das tans-ndjährig- Bcsteheu des deutschen Reichs aus der alten Brücke, die Franc surt mit Sachsenhausen verbindet, und des Reiches Rorde» niit trm Lüden «inst verband, im Fahre 1813 das bekannte Standbild des grasten Kaisers van K. E, Wendelstadt errichten. Ans aller Weit. Ein wahnsinniger Bauer als Menschenfresser. Lin ganz ungewöhnlicher Fall van E-istestranlheit wird aus dem russischen Torfe Delinkowo gemeldet. Ein Bauer, der von einem tollen Hunde gebissen worden war, wurde plötzlich wahnsinnig und lötet« seine Frau. Darauf zerstückelte er den Körper und halte, obwohl er sich dabei selbst tätlich verletzte, noch die Kraft, Teile des Leichnams zn braten und zu verzehren. Eisenbahnunsülle in Frankreich. Me «US Beauvais gemel. det wird, hat sich bei der Haltestelle Rainvillers, etwa75Kilo- . eler von Paris entfernt, ein Eisenbahnnnfall ereignet. Drei K -Hlenwagen stiesten mit einem in voller Fahrt befindlichen P.rsonenzug zusammen, der entgleiste. Mehrere Wagen wurden valijtändig zertrümmert, der Zugführer und ein Reisender getütet und nt ehre re Passagiere zum Teil erheblich verletzt. Die Räumung der Strecke dürft« mindestens 5 Tage in Anspruch ehmea, — Der Expreßzug von Paris nach Valencienner) sticst vit einem Gllterzug zusammen. Ein Bremser wurde schwer rcrletzk, Der Materialschaden ist beträchtlich, — Der Schnellzug vo» Antlverpen nach Calais entgleiste, ohne dost gröherci Schaden angerichtct wurde. Mehrere Reisenden erlitten Verletzungen. Ein Anatomiediener als Lejchrnschänder. Das Grazer Dollsblatt meldet: Der Diener des Pathologisch-anatomische» Instituts, Valentin Steinllauber, soll nach einer erstatteten Anzeige einen schwunghastcn Handel mit Eoldzähnen getric- >en haben, di« er den zu anatomischen Zwecken im Institut be. sindlichen Leichen abnahm. Er habe einer kürzlich verstorbc- ren Fleischhaucrsgattin zwei gaterhalten« Goldzäh,i« entfernt and nach Men verkauft. Aber nicht nur mit Goldzähnen al- iein wurde der Handel betrieben, sondern auch mit von den Leichen abgeschnittenen Zöpfen. Anllage gegen Perugia. Di« Voruntersuchung gegen den Tieb der Mona Lisa, Perugia, ist zu Ende geführt worden. Die Anllage gegen Perugia ist aus Diebstahl erhoben worden, >nü zwar erschwerenden Umständen, da es sich um ein Objekt von unersetzlichem Werte handelt. Die Verhandlung gegen ihn wird am 26. Februar Pattsinden. Di« Beschuldigung wegen der Anfertigung falschen Geldes mutzte al, unbegründet angesehen »erden. Slratzrnbahnunsall. Zn der Ru« du Fanbourg du Temple i» Paris ereignete sich ein Strastenbahnunsall. Ein von Belle Pille kommender dicht besetzter Wagen raste mit voller Geschwindigkeit di« abschüssige auhcrordenllich verkehrsreiche Sirastc hinab. Mehrere Fuhrwerke wurden umgewarfen, und "0 Personen mehr oder minder schwer verletzt. Untreu«. Bei der Fürstlich-Stolberg-Werningerodischeir Kämerelkasse zu Ilfeld bei Holle a. S. wurde ein Fehlbetrag 7.M 150 000 Wart festgestcllt. Der flüchtige Forstkassenrendanr cst. «in geborener Schöneterger, hat sich der Unterschlagungen i.ndig gemacht. Auf die Ergreifung des Desraudanten ist «ine brlohnung von 1000 Mark ausgesctzt. Verhaftung von Antobanditen. Der Polizei in Rewhdrk ist cs gelungen, eine Automobildicbesbande zu verhaften, die in der letzten Zeit den Schrecken aller Automobilbesitzer bildet«, -ic verstanden es, in geschickter Weise, die Garagen aufzubre- l>cn und die Automobile durch Lackieren völlig unkenntlich zu uiache» Der Wert, der in den letzten Zähren gestohlenen Automobile wird aus über 7 Millionen Dollars geschätzt. Der Führer der Diebesbande, ein gewisser Rudy, war bereits vor einiger Zeit verhaftet worden. Er hatte ein junges Mädchen ’» cnijühren versucht, woraus seine Geliebt« nunmehr aus llache die ganze Bande bei der Polizei anzeigle. Entführung einer t7jährigen Ofsiierstochter. Großes Auf- .chen erregt in Dresden die Entführung der 17jährigen Tochter des rumänischen Obersten Marge.iianu durch einen angeblichen roiu fremdländisches Aussehen, die saloppe Handhabung der Muttersprache, die er vorgvb, in den langen Jahren im Aus- nnidc verlernt zu haben. Selbst seine Ansichten und Grund- uihe, so verschieden von jene», die Rosemarie bis dahin zur Richtschnur gedient, machte sic sich zu eigen. Sie fand alles recht, was er sagte und tat, alles nnr gut und schon. Ans die Ihrige» wirkte der fremde Mann sehr verschieden. Ehlers mißtraute ihni nach wie vor wenn er auch zu- eeben iiu.ßtc, daß Schmidt eine Reihe schätzenswerter Eigenschaften besaß. Zweifellos war er ein tüchtiger Kaufmann, zweifellos hatte er den Niedergang des chinesischen Geschäfts richtig vorausgeahnt, denn seit der Liquidation, die die ginna vor größerem Derlnst schützte, kriselte es da nute». Man belästigte die Fremden, entzog ihnen den versprochenen « chutz und munkelte von ernsten Unruhen, deren Befürchtung ichon dazu angetan war, jedes Geschäft zn verwickeln. Schmidt lütte den richtigen Moment, sich zurückzuziehen, klug ersaßt. Er wußte, cö gab für ihn keine Wiederkehr. Sprach tbcr Ehlers über die Zukunft, bot er ihm a», für ihn tätig zu sein, ihm den Posten eines Leiters in einem größeren Ge- schäfl zn suchen, so wies er sein Anerbieten zurück. Er wc lle einstweilen warten, auf was, sagte er nicht. Tein Alten der nicht unbegründete Verdacht, Schmidt spekuliere aus Hi.tc Stellung, denn neben ihm war für den Jüngeren kein Platz. Unter ihm würde er nicht arbeiten wollen, blieb also düß der Alte schied. Aber das war unmöglich. Das Tcsta- e ent des seligen Jobst hatte Ehlers zuni innimschränkte» ä'-rren der Firma gemacht, selbst über Heinz' Großjährigkeit I'i.ui'.K De» Gedanken, ihn zn verdrängen, mußte sich -i • midt vergeben lassen. (ForUchnng folgt) Reue Tageszeitung. Dienstag, oen 27. Januar zul« Zeituuzsdirektor, d:m „Rumäi Fortunesku". Die Rnöllanch- ungcu der Polizei waren bisher erfolglos. Wieder «in Sclbstbet-untnis. Zu einer Debatte über die Weltsriedensid-e schreibt im „Protrst-Bl." Ar. 20 der liberale Pastor Frcderking: „Zch habe mein Votum gegen die Friede:,s. luudgebuug t-'l deutschc» evangelischen Theologen etwas scharf geschricien. illicht ohne bewußte Absicht habe ich das getan. Nachdem die fatal« Neigung unserer modernen Theologen, aus jede Mod« im geistigen Leben d«s Znlaudcs und besonders auch des Auslandes mit entzücktem Beifall zu reagieren, zu geradezu beängstigender Stärke augeschwoll«,! ist, gibt «s kcin andcrcs Mittel, zur Besinnung zu rufen, als ein kräfig Rütteln und Schütteln. Wer die letzte,, zehn oder fünfzehn Zahrgä,rge der moderne» christlichen und theologischen Zeit- lchriste» gelesen hat, wird mtr recht geben. Wir hat n,a„ sich da, oft i» überstürzter Eil«, ins Zeug gelegt für alles Reue und alle Neuesten! Nietzsche, Zille», Björnson, Tolstoi, Sudermann, Hauptnrann, Frauenstimmrecht. Mutterschutz, Antialiahollsmus, Sozialismus i» allen möglichen Spielarten ufrv. haben ihre» Tribut an Theologenenthusiasmus empfangen. Zndesse», bas war »och verständlich und erträglich. Jetzt aber sängt es an, nachgerade unerträglich zu werden. Es sind nmlich gegcnwär. tig bei de» Theologen Mod«: Rainer Maria Rilke, Burnand und der — Pazifizismus. Man wird sagen: Unschuldig« Schwärmerei! Ich meine, es ist doch nicht so gleichgültig, was wir Theologen als Vertreter einer großen, ernsten Sache für einen Ruf genießen. Früher lächelten sie über unsere „Rückständigkeit", heute fangen st« an. über unser« Sucht, um jeden Preis „modern" zu sein, zu lächeln. Zch cmpsindc das zwei!« peinlicher als das erste. Darum habe ich so schars geschrieben" So a Weiber! is a Freud ... Das Schwurgericht Karlsruhe verurteilte die Witwe Wilhclminc Sattler, gcb. Wagner aus Wössingen, wegen Mordes bezw. Mordversuchs zn 6 Jahren Zuchthaus abzüglich ein Jahr Untersuchungshaft, Die Angeklagte hatte im Sommer 1911 fortgesetzt versucht, ihren Ehemann, den Bäcker Karl Sattler ans Zinsheim an der Elsenz, zu töten, indeni sie ihm mit fei» geriebenen! Glas gemischten Speisen und mit Schwefelsäure gemischten Johunnisbeerwein vorsehte. Ferner war sie beschuldigt, am 4. Dezember v. I, gemeinsam mit ihrem Sohne Eniil Wagner solange ans den Eheniann erngcschlagen zu haben, bis dieser tot war. Die Anklagesnche hatte schon einmal im Juli 1913 das Schwurgericht beschäftigt und Frau Wagner war damals zu 6 Jahren Zuchthaus und ihr Sohn Emil wegen Beihilfe zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Während ihr Sohn die Strafe annahm, hatte die Angeklagte Revision beim Reichsgericht eingelegt. Dieses hatte das Urteil wegen einiger Formverstöße aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung an das Schwurgericht zurückverwiesen. Peinlicher Auftritt bei einem Sühnctermin. Zu einem peinlichen Auftritt kanr cs gestern während eines Snhneter- mins in Eheschcidiingssnchcn, den der Bäcker Max R. von hier mit seiner Frau hatte. R., der vorn städtischen Krankenhaus zum Termin erschienen war, richtete während der Verhandlung plötzlich eine» Revolver gegen seine Frau, den er aber Wohl nicht zu handhaben verstand, so daß es glücklicherweise nicht zum Schuß kam. R. ergriff daraufhin die Flucht, konnte später aber dem Krankenhause wieder zugeführt werden, wo er in Tobsucht verfiel, so daß Sicherheitsmaßnahn>c» angewandt werden mußten. Da man es anscheinend mit einem Geisteskranken zu tun hat. so erfolgte gestern noch seine Uebersührung nach der Landcsirrcnanstalt zn Jena. Zwei Kinder beim Schlittschuhlaufen ertrunken. Beim Schlittschuhlaufen aus einem Teiche bei Posen brachen die bei. den Söhne des Wasferbarttcchnikers Schulz ein und ertranken. Auch in Kiel brachen auf der Eider zwei Schüler ein und fanden den Tod. Eine verhängnisvolle Spiritusexplosian. Infolge unvorsichtigen Umgehens mit Spiritus ereignete sich in Eolombes in der Familie des Arbeiters Astang eine schwere Explosion, durch die vier Mitglieder schwere Verletzungen erlitten. Ein Liter Spiritus explodierte auf dein Küchenherde. Die Frau und ihr« beiden Töchter wurden lebensgefährlich verbrannt, und auch der Mann erlitt schwere Brandwunden, als er den Seinen zur Hilfe eilte. Der Zustand der Frau ist hoffnungslos. Eroßfeuer. Zn der Baumwoll- und Abfallfabrik von H. Kürble der Stuttgarter Firma Wolf u. Söhne, brach Eroßfeuer aus, das die Fabrikanlagen fast vollständig zerstört«. Ans drr Heimat. * Gießen, 27. Jan. Interessant ist das Gebahrcn der ovcrhessrschcn so-ialdcnivkratijchen Volkszeitnng. Seither wurde ans den ersten paar Seiten der Reichskanzler v. Bcth» niann-Hollweg täglich nach demselben Rezepte »nigcbracht und im lokale» Teil ging es dann an die Biindler und de» Redakteur Hirsche! mit Gift und Galle. Run hat die „Nene Tageszeitung" kürzlich einmal so eine kleine Nnsstellnng ge- bracht über die nutzlose Vergeudung von Arbcitcrgroschen durch die sozialdemokratischen Redakteure und darüber ist das Blättchen mäuschenstill. Wahrscheinlich dürfen das die soz. Arbeiter gar nicht wissen, denn entrüstet behauptet die „Ober- hessische Volkszeitnng", es wäre doch eine Schande, wenn auch nur e i n Arbeiter die „Neue Tageszeitung" lesen würde. Wir können ihr versichern, daß unser Blatt von einer ganzen Anzahl Arbeiter gelesen wird. * Gießen, 27. Jan, Die öffentliche Volksversammlung der Fortschrittlichen Volkspartei gestaltete sich, wie selbst ein srcisinniges Blatt schreibt, zu einem „Unterhaltungsabend", denn das Thema: „Elsaß-Lothringen und das Reich", ist schon so abgedroschen, daß selbst Herr Gutsbesitzer Wolf aus Hunsbach keine freisinnigen und demokratischen Körner mehr herausklopfen kann. Seine Rede war so zahm, daß sogar ein alldeutscher Professor nicht viel daran auszusetzen fand und zum Schlüsse drehte sich die Unterhaltung, an der sich auch Genosse Krumm und ein Pole aus der Polackei bctci- liaten. nur noch um die ostelbischcn Lunker bis man uni V-r 1. ___ Seile L Uhr allgemein der Ansicht war, es sei Zeit znm Nachhause- gchcn. * Lbccrrsbach, 27. Jan. Hier plant mau die Errichtung einer i.ruen Wasserleitung und die Eiusührung der Kanalila- !ion. Die Kulturiaspektioir wurde mit der Ausarbeitung von entsprechenden Plänen und Kostenoorlchlägen beanstragt. * Franlsurt a. S H., 27. Zan. Das bekannte Lodemtoisve- schäst von E. W. Leux ist in Zahlungsichwierigkeiteu geraten und bietet seinen Gläubigern einen Lcrgeich an. Die Passiver betragen etwa 120 000 Mark. Kirchliche Anzeigen. «baiigelische Gemeinde. Gottesdienst IN der Burgtirchl. Donncrstag, den 28. Januar, abends 6 Uhr: Lichtbildcrvar- trag für die Pinder. Abends 8 Uhr: Dcsgl. für die Erwachsenen, — Herr AUi sionar Maier von Mannheim vllekte für di« Baseler Mission. Amtliche Datierung der Frankfurter iHclj- urarktpreile vsm 26. Januar. Zur» Vertäu, itanosn 1340 Rinder, oacun er 4 0 Och eu 50 Bullen. 804 Fäulen uuo Kühe, 306 Kälber, 13* Scha e 2114 Schweine. Preise IU« 1 Zencner ckebeno- gewichr od)iort,t* ^cmi ij£ 1. Ria»«,; A. Ochsen: ,) 1. ouUiikiim. ansaemültete böchllen Schlachtwerts. 4—7 Jahre alt 50-54 90—93 2. Die noch nicht gezogen haben lungeiochtcj ....... — — b) lunae tteiichige Nicki ausgemaite!« und ältere ausgemäitekc .... 46-49 83-89 c) maüio aenährle junge, gut genährt« ältere 43-45 79—83 L. Bull«»: ,) voUileiicknac auraemästete höchsten Schlachiwerts . ...... 48-49 79-81 b) voUiieüchiae längere ..... 43-45 74 —/d c) mäioa aenübrte lunae und (tut aenährle ältere , , , , 00-00 00-00 6. Fakten und Kühe: ,1 voUitcNcchljte. ausgemastet« Färsen höchsten Schlachiwerts ..... 47-50 84-90 b) oolljleiichme. ausaemäitete Kühr döchsten Lchlochiwerts dt« zu 7 % 44—47 82-'4 c) 1. wenig gut entwickelte Fällen 41—45 79-87 2. ältere ausgemäjlrte Kühe . . 39-43 72-80 ck) mäsiia aenährle Kühe und Färlen ,) aerino aenährle Kühe und Färsen 34—38 6.8-76 25-30 57-67 9. Gering genährrer Jungvieh lFrcsterl — — kl. Kälber: a) Doppellender lern»« Mast.... bi , ernste Maitkälbcr...... c j miniere Man- und beste ^a^okälbei 60—64 102-108 ck> geringere Mast- und gure Saugkälber. 55—59 93-1 0 q ) gennaere Sauatölbei . , . , 00-c4 85-12 Ul Schnl«: ,) Weidemastschaie:...... b) »imilammei und Masthammel . 45 99 c ) geringere llllasihammei und Schaf« — d) man lg aenahrie Hammer ». Lchaie tMerzschatel ........ — — IV. F-Mchwei»«: ,) Fellschwern« über 3 Ztr. Lebendge- tvicht bl vorrttcttchlge Schweine über Ztr. Lebend« wicht ...... . c) voUtteischlge Schweine über 2 Ztr. 55-55 66 -08 Sevendaewicht...... , . d> oolliletschig- Schweine bis zu 2 Ztr. Lebenoaewicht 52- -55 65— US 52,5 — 55 65—67 e> tieiichiae Schweine...... — — f) Sauen . ....... — — Marltverlauf: Gedrückter Handel, Rinder und Schrv iua hiuteriassen lleberstand. Marktbericht. Fraullurtee lbelreilemarlt. Montag den 23. Januar 19! J. Weizen, hiesiger una Wetterauer Marl 10.65 — >9,65, aus dem Lande aozeholt Mt. 18,50—4\ 60, rurhe:sicher MI. 19,65—19,05, Manitoba Mb 22,50—23,25 Amerikaner Redwinter Ml. 00,00-00,0,1, Kanias Ml. 22,50,-24,00 ruimcher aUtolaieff Mk. 22,50 —23,00, Saxonsta Mt. 22,00—22,50, lilto Mt. 21,75—22,25 Azima Ml. 21,85—22,-5, La Plara Mt. 0, ,00-00,00. rumänllchcr Ml. 00,01—00,00, Walla Wall« Mt. 60,00—00,00 Roggen: hieuzec Mt. 18,20—16,30. au» s. Land abgcholr All. 15,50—15,60, rusi. Mk. 00,00—00,00, Amerikaner Alk. 15,50—15,60, rumänischer 00,00—00,01. we r,te. hiesige 31(1. 17,0—17,50, Psal,er -•)((. 47,50—18,00, rränkilche :9(t 17 00—17,25, Riedgerste Mt. 17,50 —18,00, ungarische rillt Oo!ui>— 00,00, Flittergeiste Mk. 00.0(—00,00. Ha : c: qiesizer II Wetterauei 31(k. 46.00—17.59, kurhessischer Mk. 15,7.)—10,7 bayervcher Mi. 16,00-17,50, La Ptala Mt, 17,00-1 .00, rin iischcr 3J(t. 17,00—19,00. MarsAlrxedMl.Oo.UO— Ou.OO.Donaumais Ml. OO.Oo— „U,G0, La Ptala Mk. 14,75— 00,00. Odcga Ml. 1,0.60— 0U00 russisch. M. t»0, 1)0—00,00, Eiiicandin Mk. 19,01—40,25. Weizcnmeht: hiesiges dir. 0 Ml. '„0,00— OU.OO, üd- beulsches Mk. 00,00 — 00,m, dir. 1 Mk. 29,50-29,75, siiddeutiches MI. 00,90— 60,00, Rr. III Mk. 20,50—26,75, uddcuiichcs roll 00,00—00,00, 3(1. IV Ml. 22.50—22,75, jäddeuttches 310. 00,0.— 00.90. 9! og gen mehl: hiesiges J(r. 0 M. 25,50 — 24,oO, 3lr. o l rlrk. 23 50—24 00 3 rr. ! Mk. 22,50—23, Oo. ,sutterattiter Weizrnichaiev 10 , 50 -iti> 5 , Wcizenllcic u»lk. 10,00 10,25, 3ioggeuklc,c Mk. 10,2.) -10,50 Welzen-Funermeht Mk. 12,00-14,90, sicrlrcocr geiroou. Mk 42,50- 43,00 Mal,keime Mk. 12,00 — 12,25. Rapskuchen '->.>>I. >2.50-13.00 Palmkuchen wlk. 15.00-15,25, Fcitierzerstc 3lll. 13 0 ': —13.75 Di« Preis« für Brotgetreide waren am heutigen Frurhr- markt erhöht, da man fürchtet, daß durch die Frostperiode aus ländische Zufuhren ausbleiben. Roggen weniger bra.t.::r. Gerste nur in Brauwarc gehandelt. Hafer seil und nach O: tat gefragt. Mehl vom Ring zwar, erhöht, aber Ilciurs t ichäst. Wcizcnll-:i«u und Sihaleu sehr stst. Die übrigen F terartikel normales Bedarf gejchcistz