Rnmmev fit Uloniay. den Januar 1914. 7 Jahrgang eszerlu ^""'"Un-s" »lchrint irden Weritag. Regelmäßige Beilagen ,.?ev A«,,r .» Setagoprel.':'«et btn tiottonltaltcn owiitlidmii.n' -u.f TS btt den Agkntkn munailid) 50 ®ip. SSimu tritt loJijfouljt otxi Itäfltrioljn. Antritten: ri>run»ifllf 20 V(fl„ totale 15 Plg, An,eigen ro„ auswän, werden dura, Vo inachnabme ,-rHn Erjüllungsor, Friedb.rg. SchriNleitnm, und Verl», Frieddec, isi.ll.n», Kanau.r Iiroße tr. Fernpiecher 18 . Pastlchetk.Euti,. H, es.'.l, «Mt 3te«t(iir« «. 9i. Kaisers Geburtstag. ( S^ilhclmII Alljährlich am Äatfersiieburtotaiie erinnere ich mich des 80ien Geburtstages des allen Kaisers am 22. März 1877. Wenige Jahre nach dem großen Kampfe als dessen Preis ein geeintes Vaterland den deutschen Stämmen ward. Der Wurm hatte noch nicht so an der Wurzel der deuschen Eiche gebohrt und Arm und Reich jubelte in Treue dem Mehrer des Reichs und Schirmherm deutscher Kraft und Stärke zu. Kanonenschüsse von der Höhe gegenüber dem Städtchen verkündeten im frühen Morgen, daß heute der Ehrentag des Kaisers fei. Später begab sich die Jugend im Sonntagskleid in die Schule, wo eine Feier mit Ansprache der Lehrer staltiand. Dann läuteten die Glocken und vor dem Schulhause traten die Kinder, jede Klasse mit einer schwarz-weig-roten Fahne versehen, zum Kirchgang an. Zn der Kirche standen die Peteranen und der Kriegervereüt unter ihrer Fahne um den Altar geschart u. die Banke der geschmückten Kirche mit ihren hohen Gewölben und gotischen Spiybogensensletn, waren bis auf den besten Platz besetzt. Rach Verlesung des Evangeliums erscholl von der Gemeinde gesungen in mächtigen Akkorden: Vater kröne du mit Segen Unsem König und sein Haus ühr durch ihn aus allen Wegen errlich deinen Ratschluß aus; Deiner Kirche sei er Schutz Deinen Feinden biet er Trutz durch das Gotteshaus. Dann betrat ein junger Psarrer die Kanzel. Er war nicht Pfarrer der Gemeinde, aber ein Kind der Stadt, das eben in seinem Elternhause zu Besuch weilte. Und weil er selbst als Feldprediger den großen Kamps um Deutschlands Einheit niitgeinächt und bei Sedan, wo Freund und Feind in der Hitze des Kampfes gar oft hart aneinander ja durcheinander geraden war, einen Schutz in den Arm bekommen hatte, hatten ihm seine Amtsbrüber für den heutigen Festgottesdienst die Predigt übertragen. Mit kraftvollen Worten wandte er sich zuerst an die alten Soldaten, ihnen den Dank des deutschen Volkes lussprechend. Dann sprach er zu der Gemeinde oon den großen Opfern des deutschen Volkes und von der Größe und Stärke des neu geeinten deutschen Reiches, das aus festen Grund gebaut und von mächtigen Pjeilern gestützt dem Sturme der Zahrhun- dene trotzen könne. Zum Schluß wandte er sich an die Jugend. Er führte ihr die Heldengestalt des alten Kaisers vor Augen und ermahnte sie, es den Vätern nachzutun, zu snrgen, daß das schwer Erkompstt unversehrt erhalten, gestützt und geschüt, bleibe. Ern Sohn, der das von den Vätern ererbte nicht in deutscher Treue wahrt, jo schloß er seine Mahn llitg. rjt nicht wert, daß er aus deutschem Erd hoben wandelt und daß ihn Gottes Sonne be scheint. Elt Jahre später wurde der große Kaiser zu seinen Vätern versammelt. Seinem Heldenjohne konnte das deutsche Volk keine Kaisers Geburrs tagsseier bereiten, denn nach nur wenigen Mo naten wurde auch er von einer tückischen Krank heit, mit der er schon lange kämpfte, dahin ge rasst. Sein Leiden hat dem deutschen Volke (, recht gezeigt, daß nicht alles Elend, wie heute viele in ihrer sozialen Verblendung glauben, durch Gesetze aus der Well geschasst werden kann und daß herbes Elend selbst die nicht verschont, die auf den höchsten Höhen des menschlichen Lebens wandeln. Mit dem Gelöbnis: „Den Atmen und Bedrängten ein Helfer und dem deutschen Rechte ein treuer Wächter zu sein" ergriff dann Kaiser Wilhelm II. die Zügel der Regierung. Wer heute nach einer 2l>jährigen Regierungszeit ein gerechtes Urteil über Deutschlands Kaiser fällen will, der muß sagen, daß er während dieser Zeit der 'JUelt ein FriedenssUrst war, stets zu Taten bereit die. dem deutschen Lande zum Wähle und seinem Volke zum heil und Segen gereichen. An oer Spitze aller Völker der Welt steht heute las deutsche Reich in bezug aus seine soziale Gesetzgebung da und dabei hat es nicht versäumt sein Heer, dem der Schutz des Reiches obliegt zu stärken und zu vervollkommnen, so daß es jedem Feind und Reiber schon durch den Geist des Ofji- zierkorps und Mannschaften beseelt in beredter Sprache zu verstehen gibt: „Rühr's nicht an, es find Regeln dran". Für sein unermüdliches Wirken aus allen Gebieten des Staatslebens soll heute unserem Kaiser mit den herzlichsten Glück- und Segenswünschen zugleich der Dank der deutschen Ration zum Ausdruck gebracht werden. Mögen unter seinem Schutze Landwirtschaft und Industrie, Handel und Verkehr, Kunst und Wifienschastauch sernerhin blühen und gedeihen und noch lange Jahre des Frieden» unserem Vaterland beschieden sein. Das walte Gott. ^lcbcrslcht. — Ein schwerer Automobilunsall ereignete sich gestern ncchmittag in der Hauptstraße in Lichtrnberg. Tas Auto- utcbil des Kaufmanns Frrtfche aus der Linienstraße 66 über- tritt »o sich infolge eines Achsenbruches. Von den sieben In- sitzen deS Gefährts mußten drei in lebensgefährlichem Zu- stnnde ins Krankenhaus gebraritt werden, während die an- txren vier mit leichteren Hautabschürfungen davonkamen. — Die Zrntrumssraktion des preußischen Abgeordneten- hrruse» beantragt, die StaotSregi-rung zu ersuchen, _ bald möglichst einen Gesehentwu.s vorzulegen, durch den für dir Stadtverordnctrnwahlr» in Preußen und für die Wahlen der ttieineitideverordneten der preußischen Landgrmeindeu die geheime Wahl eingrsührt wird. — Ter zum Tode verurtrilte Giftmörder Hops hat gegen das Urteil noch keine Revision eingelegt. Die Frist ist am Samstag abgelaufen. — Der Expreßzug Calais—Paris ist gestern bei der Station Marwuisr, unweit ChalonS, mit einem Güterzuge zusammeugestoßen. Ter Lokomotivführer stürzte aus drr Maschine und wurde sofort getötet. Ein Reisender wurde verletzt. Ter Materialschaden ist bedeutend. — Eine furchtbare Vombenexplosion fand gestern morgen int Treibhaus deS Botanischen Gartens in Glasgow statt. X,iS Gebäude wurde teilweise zerstört und viele seltsame Pflanzen vernichtet. Man vermutet ein Akt der Susfta- fletten. . ... . „ . . — Die türkische Regierung tri,ft nmtangrerche KnegS- Vorbereitungen, die auf eine ernsthafte Aktion der Türkei sristießen lassen. Tas Kriegsministerium hat nunmehr auch den Reserveossizieren der türkischen Armee, die sich in Süd- Derrtsristand, besonders in München, zu Ctudienzwecken curf. halten, die EinberuftrngSordre zustellen lassen. — Die Reise drS Ministerpräsidenten Pasirsch «ari, Petersburg wird in Belgrad vielfach in Zusammenhang ge- bracht rnnt dem dort erwarteten Eintressen des griechischeir Ministerpräsidenten VerrizeloS, der dre Bildung eines neuert Serbien, Montenegro, Griechenland uird Rumörrien um- fassendcn Dalkanbuirdes anstreben soll. — Tie serbische Regierung Kat bri sranzösischrn Grwrhr- sabrikrn 100080 Grwrhre brstrllt, die bereits unterwegs sind, und in der nächsten Woche in Belgrad eintrefsen sollen. — Ein folgenschwerer Erdrutsch hat sich gestern in der Treö PacoSminc in CurrruaS ereignet. 5 Minenarbriter wurden versihüttet und konnten später, nachdem die Bergungsarbeiten mehrere Stunden gedauert hatten, nur als Leichen geborgen werden. — Telegramem aus Kap Haiti besagen, daß die ganze Provinz Gonaivrs zu den Rrvolulionürrn übrrgrgangen ist, die infolge dessen namhafte Berstärknngen erhalten haben. Der Führer der Revolutionären ist der ehemalige Gonverireur und Kriegsminister Carnor. Englands Floltrnpolitik. Am TonerSiag hat, wie genreldet, der Kabineftsrat stattgefunden, in dem die Entscheidung über das nerre Floitenbudget fallen sollte. Rach der einen Lesart soll die Angelegenheit noch nicht endgültig geregelt worden sein, andererseits verlautet, daß eine Berständigung erzielt worden wäre. Das letztere mag das rickstigere sein, wahrscheinlich handelt es sich bei der erst erwähnten auS offiziöser Quelle stammenden Meldung nur darum, daß noch einige untergeordnete Punkte der Lösung harren, während in der Hauptsache eine Eiingting erfolgt ist. Jedenfalls können die Differenzen entgegen den ursprünglick>»m Nachrichten keine lo weitgehende gewesen sein, denn man sah nach Schluß des Ministerrate« ostentativ Lord Churchill mit dem Schatziekre- tär George zusammen ganz gemütlich nach dem Admiralilaic gebäude gehen, wo sie nochmals eingehend konferierten. Es heißt denn auch, daß ein Ausweg gefunden sei. der auf der einen Seite dem Plane Churchills gerecht werde, andererseits aber auch den Standpunkt Lloyd Georges rntgegenzu- kommen suche nnd für diesen keine Niederlage bedeute. Zu einem Bruche soll es daher nicht gekommen sein, nachdem Churchill in längerer Rede seinen Standpunkt für die Er- gänzung des gegenwärtigen FlottenprogrammS dargelegt hatte, wobei er sich einer gewitzen Mäßigkeit beileißigte und schließlich die Zustimmung aller seiner Ministerkollegen fand. Zn einer längeren Debatte soll e§ nur über die Festlegt,ng und Jnpretation der Formel der 60% lieber- legenheit der englischen Flotte gegenüber den fremden See- slreiikräste» gekommen sein. Schließlich fei eine Be, stau- digung dahin erzielt worden, in das Flottenhudget ein Minimum von liO Millionen Pfund einzuftell-',,, was man i den Kreisen der Admiralität für eine ausreichende Bas, hält. Ein derartiger Ausgang ließ sich mit ziemlicher G wißheii vorauSsehen, da wohl niemand geglaubt hat, d England lediglich mit Rücksicht ans die Finanzen sei, Flotteiipolilit ansgeben würde. Tie Ausbringung der Kost mag „ock, so schtvieeig sei», England bcdars zu seiner Gros, mariststellnng einer starken Flotte. Aus jede Verstärkung einer anderen Kriegoslolte antwortet England sofort mit entsprechender Vermehrung, uni unter allen Umständen sein Ilebergewickst zur See zu wahren. Mag ja nicht alsis bewilligt worden sein, was Herr Churchill gefordert hat, es wird doch immer noch genug sein, und man wird ja bald matteres darüber hören. 30eit*!djn' Reichstag. 199. Sitzung vom U. Januar, vormittag» 10 Uhr. Di« Tische de» Bunvesral, find leer Zur Beratung stehen Anträge über Sie Befugnisse See bewostneien Macht. V. Der volt-parieitiche Antrag ist «in vollständiger Gesetz, entwarf. Danach soll die bewafsuete Macht zur Unterdrückung innerer Unruhen nur aus Ersuchen der zuständigen Ziuilbe- Hörde verwandt werden. Unberührt bleibt da» Recht der be- ioefsneten Macht, die Ausübung ihrer dienstliche» Tä>,gleit gegen Angriffe und Störungen su schügcn. Der Warsengebrauch ist, abgesehen »an Notwehr in diesen Fällen gestartet. Ein Antrag der Elsässer und Palen ersucht den Reichs, tanzler um einen Sesetzentrvurf. der dir Befugnisse der bcu-asf- neten Mach! einheitlich für das Reich regelt > Dir Sozialdemokraten ersuchen den Reichskanzler um «inen Gesetzentwurf. der unter Aushebung der Militärge. richtsbarteit all« MUitärpersonrn der bürgerlichen Sttasgr- richlsbarteit unterstellt. Ein nationallibctalc: Antrag nimmt davon Kenntnis, daß die Nachprüfung der Dlenstvorschrtst über den Wässerige- brauch angeordnet ist und ersucht den Reichstan-tee. da» Ergeb- Tritt Z 9',9 der Nachprüfung baldigst dem Reichskanzler mitzuteilen. l?in Zentrumsantrag fordert, daß die Voraussetzung für ms Einschreiten des Militärs übereinstimmend in einer die 3elt ' -ndigleit der Zivilverwaltung sichernden Weis« geregelt wert v •-Sfibent Kaemps empfiehlt die grineinfamc Beratung der Anträge. Alig Müller- tUieiningen (fortschr.) beantragt, den Lcnl . rontrag bcir. die bewaffnet« Macht sofort anzunchmen und die anderen einer Kommission von 21 Mitgliedern zu über....' n. Di« Erklärungen des Reichskanzlers haben nicht voll l .-friedigt. Wir muffen überhaupt dagegen protestieren, fctifs jo wenig auf die in Resolutionen niedergelegten Wünsche «mg.'gaugen wird. Die Antworten des Reichskanzlers sind »ine ununterbrochene Kette von Provokationen Ich denke, das Zentrum d-nli ebenso. (Lehr richtig! im Zentrum). Das wird jede Partei tun, die etwas auf sich hält. Er wäre ein Akt der parlamentarisechn Solidarität, von der ich nur die Rechte ausnehme, wenn wir uns derartige» nicht bielen las. sin. Südd-utschland kennt solche Bestimmungen nicht, wie sie zu de» Vorgängen von Zabern geführt haben. Deshalb ist ein Reit! . grfetz dringend notwendig. Er fall Frieden schaffen zwischen Zivil und Militär, um allen Exzessen und Reutcreien ein Ende zu machen. (Beifall). Abg. Fehrenbach (3tt): Mit dem Antrag« des Vorredners sind wir einverstanden. Wir wollen eine stark« Einflussnahme aus den Willen der Regierung. Hoffentlich kommt deshalb ein recht einmütiger Beschluss des Reichstages zustande. Wir müssen bei der Materie auf gewisse partikularrechtliche Strömungen Rücksicht nehmen. Es wäre zu befürchten, dass ein Neichsocjetz die vorzügliche Regelung stören würde, die die Materie bereits in Bayern und Württemberg gefunden hat. Wenn Preussen den Gegenstand in partikularrechtlichem Sinn« regelt, so mutz cs ebenfalls in diesem Sinn« geschehen. Abg. Di. Müller- Meiningen lsortschr.) beantragt, auch den Antrag Bassermann sofort anzunehmen. Di« Abgg. Bassermann (nl.) »nd Fehrenbach (Z) schließen sich an. Abg. Haas« (Soz.): Dass di« Regierung die Resolutionen zur Wehrvorlag« nicht befolgen würde, haben wir immer vo-ousgcsagt. Der Reichstag wird ja immer von den Regie, rung.-n mit Fusstritten behandelt. (Glocke des Präsidenten). Präsident K a e m p f: Ei« dürfen nicht davon sprechen, dass der Reichstag mit Fusstritten behandelt wird. Ich rufe Sie zur Ordnung! (Lebhafter Beifall rechts). Abg. Haas« (Soz.): Wir hatten ander« Erklärungen von dem Abg. Fehrenbach erwartet. Jedenfalls ist aber das Wichtigste, dass di« Militärgewalt nur auf Requisition der Zivil- b.Hörde einschreitcn darf. Wir werden deshalb auch für di« Anträge eintrrten. Unsere» Antrag hat der Reichskanzler aus I hr durchsichtigen Gründen dargestellt, als ob er ein Akt revo« l--t-.onarer Betätigung sei. Wir fragen, ob es nötig sei, die l ürgerlichen Parteien zu sondern und seinen ganzen Angriff aus di« Sozialdemokratie zu richten, und damit di« Ausmerk- jumkeit abzulenken von der Schuld der Regierung und der Parteien. Unser Antrag ist oft genug gestellt worden, wir brauchen ihn daher nicht nochmals zu begründen. Abg. Hauss (Elf.): Es ist erfreulich, dass der Reichskanz- t.r anerkannt hat, di« Kabineiksorder von I82Ü vertrag« sich nicht mit der Verfassung und den Rechten von Elfatz-Lothrin- g:n. Wir wollen aber den Tag nicht vor dem Abend loben, Irr Gang der Verhandlungen hat uns sehr schwer enttäuscht. Wir wissen nicht, ob wir den schwankenden Rechtsboden in ssiffass Lothringen wieder gewinnen. Wenn jeder Soldat sein Recht im Tournister mit sich trägt, so kann das nach Lag« de« 1'erhällnisse für uns verhängnisvoll werden. Abg. Bassermann (nl.): Die Erklärungen des Reichs- tnnzlers konnten im allgemeinen befriedigen. Er hat d,e Tat- che anerkannt, dass Lücken bestehen, und dass eine Prüfung r-folgen werde. Das Ergebnis werde er uns Mitteilen. Die Rechtsfrage ist aber nicht zu beanstanden, er hat anerkannt, tass im allgemeinen rin Einschreiten der Militärbehörde nur »uj Re nisilion der Zivilbehörd« erfolgen darf. Ausnahmefälle gibt ja auch der freisinnig« Antrag zu. Die Sachlage ist le-.u.-it klar. Wir hoffen, dass di« Ergebnisse der Prüfung dem Reiä-stage baldmöglichst vorgelegt werden. Der Zentrumeanirag sowie der naiivnalliberal« werden 0 grn die Stimmen der Rechten angenommen, di« nnderen ci- 1 i Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. tr » Deriazungsanirag wird angenommen. Mittwoch, den 28. Januar, nachmittags 2 Uhr: Etat des Relchsamis des Innern. Schluss 11 Uhr. öngrs Übersicht. Deutsches D»eich. :: Keine dritte Wchrbciiragsquvic. Aus halbamtlichen ^ » > will die „Augsburger Poftzeitnng" erfahren haben, r , die bn.ssengen Feststellungen und Erklärungen über den !'-lird.ürag ein Resultat gezeitigt haben, das über den Rah» ■ ;» di r ^ i »dünnen hinausgeht. Es sei hiernach nicht un< n »:••! '.'kleinlich, dass die dritte Quote des Wehrbeitrages gar t "t -,::r Erhebung kommen w-rde. :: Ein Schreib«, Generals von Kracht. Vom General tcu Kracht liegt, wie die bayerische „Stao.tS-Zeitung" niit- :«!!, nunmehr eia Schreiben an den bayerischen Kriegsmini- ster vor, indem der General die mißversiändlick>e Auffassung llueviihrnngcn bei der Gründungsverjammlung des Prens.en- dn»> zu entkräften sucht, und den Leistungen der bayerisch!- Arnu.e in warmen Worten gedenkt. Frankreich. :: Bcrhajiung eines deuischeu Deserteurs. Die Pariser Pal, ■ i veihaftete gestern ans denr Ofibahnhof einen Deut- ’rfici'. namens Christian Rosch, der im Begriffe stand, nach Deutschland zu fahren. Rosch war in einem Geschäfte in Nan.y tätig und halte dort feine,» Prinzipal 400 Franken ge- Öj&U'ii. Bei seiner Verhaftung ans der Polizei aab er an. Reue Tageszeitung. Montag, den 28. Januar i»i* mit seinem eigentlichen Namen Wilhelm Haag zu heißen und Deserteur des 22. Dragoner-Regiments in Muhlhausen z» sein. Tatsächlich befanden sich auch Papier bei ihm, die auf diesen Namen lauten. Vom Balkan. dtzjn ueucr englischer Vorschlag in der Jnsrisragc. In Londoner diplomatischen Kreisen ist man der Ansicht, datz die englische Regierung, um die Erledigung der albanischen Frage und der der ägäischcn Inseln zu beschleunigen, folgende Lösung i» Vorschlag bringen wird: Die englische Regierung wird den beteiligten Mächten in einer Note ihre Gesichtspunkte darlege», die ein Komptoiniß zwischen der ersten eng- fischen Note und den Gesichtspunkten dos Dreiverbandes dar- stelle. Die englischen diplomatischen Vertreter in Athen und Konstantinopel werden entsprechende Weisungen erhalten, jedoch nicht eher, als bis auch die Vertreter der übrigen Mächte von ihren Negierungen mit Instruktionen versehen sein werden. Man ist zwar auf einige Einwendungen italic- nisechrseits in der Jnselsrage vorbereitet, mißt aber diesen keine große Bedeutung bei. Die englische Note wird voraussichtlich auch einige Anregungen über die Maßnahmen enthalten, die erforderlich werden können, um den Entscheidungen der Mächte den genügenden Nachdruck z» verleiben. :: Die Haltung der Psorte in der Jnselsrage. Der Politischen Korrespondenz weiden aus Konstantinopel folgende Aen- ßcrungen einer führenden türkischen Persönlichkeit übermittelt: In der Frag« der ägäischen Inseln findet im Ausland« unge. achtet der wiederholten unzwetdeuiigen Kennzeichnung des türkischen Standpunktes dt« Meinung noch immer Anhänger, datz «ine Schwenkung der Pforte in Bezug auf Chios und My- tilene unter gewissen Voraussetzungen nicht ausgeschlossen sei. Von dieser Annahme geleitet, glaub! man im Auslande sich von der Wiederherstellung normaler diplomatischer Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland durch den Amtsaniriit der beiderseitigen Gesandten und von der dadurch «rösfnetcn Möglichkeit eine» unmittelbaren Meinungsausiausches ein« Klärung dieser Angelegenheit versprechen zu können. Diese Annahme ist aber ein« irrige. E; bleibt vielmehr Tatsache, solange man sich in Athen sträubt, den Forderungen der Türkei inbczug auf Ehior und Mytilene Folg« zu geben, werde die Wiederherstellung der gegenseitigen diplomafischen Beziehungen auf di« Bedeutung einer blossen Förmlichkeli beschränkt werden und «in in Wirklichkeit normales Verhältnis ausgeschlossen bleiben. Di« wellrnischcn Staatsmänner können sich über dl« Stellungnahme der Pforte in der Jnselsrage wohl keiner Täuschung hingebrn, :: Di« Bedeutung von Venizel», Europarcise. An konipe- tenier Stelle werden die Meldungen ausländischer Blätter üb«r den eigentlichen Zweck der Europareise des griechischen Ministerpräsidenten in das Reich der gewagten Konjektnralpoli- tik verwiesen. Di« Reise Benizelos verfolg« ausschlietzlich den Zweck, die Kabinett« Europas von den friedlichen Absichten Griechenlands zu überzeugen und die mit französischen KapUa. listen eingelciteten Anleiheverhandlungen ein günstiges Ergebnis zu sichern. Es sei Venizclos auch gelungen, all« Hindernisse, die der Anleihe bei den französischen Geldgebern und bei der französischen Regierung enigegenstanden, zu beseitigen. Vom Mittelmeer. :: Eine Drohung der Mclkapilger. Der englische Dampfer „Nith" hat immer noch nicht den von Malta verlassen können, da die 800 Melkapilgcr drohenden Hafen in Brand zu stecken, falls er ausläust. Die Pilger sind von der fixen Idee befallen, datz der Dampfer unbedingt uniergehen würde. Die englische Behörde konnte bisher weder mit guten Worten noch mit Drohungen irgendetwas erreichen. Es findet sich jedoch 8Rn anderer Dampfer, der die Pilger weiter befördern will, da sie sämtlich an den verschiedensten ansteckenden Krankheiten leiden und deshalb für jedes eine ernste Gefahr bilde». Mexiko. :: Die Lage. Die Nachrichten aus Mexiko laulen so beunruhigend, datz die Regierung der Vereinigten Staaten b-jchlof. fen hat, unter allen Umständen der Revolution ein Ende zu machen. Der Panzerkreuzer „Montana" Hai Befehl erhalten, sich »ach dem Kampfplatz zu begeben. Der Grund zu der grossen Sorge in Amerika ist nämlich der, datz, falls die Wirren länger fortdauern, die Negierung der Republik nicht in der Lage fein wird, den am 1. Februar fälligen Coupon ihrer Eijenbahnobligallonen, bezahlen zu können. Bund der Landwirte. Montag, dc„ 2l>. Januar, abends 8 Uhr, Uersammlnny in Mdeshcim bei Gastwirt Winter. Tagesordnung: Der Wchrbeitrag. Redner: Herr Redakteur HirscheI - Fricdberg. Alle Interessenten sind hierzu freundlichst eingeladcn. Vereinigte Landwirte. An die Mitglieder! Die Brauerei-Gesellschaft „Frankfurter Brauhaus" hat »US geschrieben, d-.tz sic sich dem Verband der Trauereieu anschließt und unseren Mitgliedern ebenfalls die eingeräumte Preisermäßigung bei Treber auf l,k,g Mark per Zentner cinräumcn wird. Bei d'eser Gelegenheit teilen wir mit, daß verschiedene Brauerei» den Landwirten den ermätzigte» Preis beim Bezug von Trebern nur dann gewähren, wenn die Mitgliedskarte vorgewiesen wird. ES liegt deshalb iin Interesse der Mitglieder, wenn die Mitgliederlisten, die diese Woche zum Versandt gekommen sind, recht bald ausgefüllt »nd an den Rechner zurückgefandt werden. Die Zusendung der Mit- aliedSkarie» wird dann unverzüglich erfolgen. Der Vorstand. Ans der Heimat. * Friedberg, 28. Jan. Auf die heute Moniag abend, 8fi Uhr im „Gambrinus" (am alten Bahnhof) stalffindende Evan Männeroersammlung sei noch einmal aufmerksam gemacht Thema: „Religion und Gesundheit". * Wiiitcrfelddienfiübnng in der Weiterau. Der ersten Winterfelddienstübuug an, Uniermaingebiet folgte am Samstag eine zweite in der südlichen Wcttcrau. An ib, nahmen die Garnisonen Frankfurt, Homburg, Friedberg Offenbach und einzelne Truppenabteilungcn aus Hanau teil Die Kriegslage war folgende: Eine rote Arniee sucht vor Wchrheim aus den Ilerbergang über den Taunus zu erzwi» gen und soll dabei d»rch eine von Mainz konimcnde rote Abteilung gesichert »verden. Eine feindliche blaue Armee, dir in der Linie Windcckc»—Nieder-Florstadt aufmarschiert ist, soll den Ausbrnch aus dem Taunus verhindern. Blau Haiti sich auf der Schäscrkoppcl zwischen Kloppenheim und Nie dcr-Erlenbach festgesetzt und erwartete hier Rot, dessen T.rup pcnkörper sich in früher Morgenstunde bei Niedcrnriel ver- somniclt hatte. Der Anmarsch von Rot erfolgte über Bon» mcs, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlcnbach. Während ein Teil von Rot (das 80. und 81. Infanterie-Regiment, eine Abteilung der 63ct »nd eine Schwadron der 0. Ulanen) bei Feind direkt angriff, uniging eine andere die feindliche Stellung und siel dieser in die Flanke. Nach kurzem Sturm ongriff wurde das Gefecht abgebrochen. Die Truppen sam melken sich und wurden wiederum aus den Feldküche» ge kpeist. Für die 8ler lautet die Speisenfolge: Weißkraut mit Fleisch und Kartoffeln und als Nachtisch Kaffee. Das Este» war von ausgezcichneter Güte. Auch ichon auf dein Hinmärsche erhielten die Mannschafieii bei Niedernrsel reichlichen Kaffee mit Zucker. Der Rückmarsch der Frankfurter Garnison erfolgte abends 5 Uhr über Harbeim, Berkersheiin »til Preungesheim. Obwohl an die Leistungsfähigkeit bei Truppe» bedeutende Anforderungen gestellt waren — di> Marschleistungen errichten 40 Kiloineter — kamen Ermüdungen gar nicht vor. Sänitliche Mannschaften trugen die feldgrauen Uniformen, die sich vorzüglich der Umgebung an- schmiegten. — Beim Abprotzen eines Geschützes der 68ei wurden einen! linvorsichtigen Kanonier einige derb« Schraminen ziigefügt. Der Uebung, der bei reichlichem Schneefall »och eine dritte folgen wird, wohnte der kommandierende General von Schenk bei, * Die Samstag Uebung von unserem Bataillon. Seit wir in Friedberg wieder Soldaten haben, ist mein Interesse für das Militär wieder kolossal gewachsen und ich bin wieder init Leib und Seele Soldat geworden. Der beste Beweis für diese Behauptung ist die Tatsache, daß ich am Samstag schlechtbin nicht von meinem Entschlüsse abznbringen war, niich an der Uebnng unseres Bataillons als Schlachtenbummler anzuschließen. wenn es auch morgens schon um 5 Uhr losging und die Temperatur unmittelbar an sibirische Winterverhältnisse erinnerte. Ich hatte nach Informationen am Ausgange unserer Stadt nach Ober-Wöllstadt zu Ausstellung genommen und hatte noch kaum richtig kalte Eisbeine mir angeeignet. als auch schon unser» stolze, stramme 9. Komvogni« angesiampf kam. Trotz des weiteren Weges war sie die erst« am Platze. Nach kurzen Worten begann die Wanderung mehrere Bataillons zum Schlachtfelde. Man war in beste« Sfimmung und bald erschollen aus kräftigen Kehlen frische Soldateulieder in die Nacht und in Ober-Wöllstadt mag man wobl d-'r Ansicht gewesen sein, die wilde Jagd bewege sich dnrch das Dorf, denn die Soldaten waren ganz entschieden der Ansicht, daß andere Menschen um diese Stunde, wo sie schon 3 Kilometer-hinter sich hatten, ohne irgendwelche Ge- sundheitsschädigung einmal aus ihrem Schlafe geweckt werden könnten. Der Wind blies eisig und bene'dete die Soldaten »in ihre wärmenden Kopffchiitzer und ibrer wenn auch wenig eleganten, so doch um so praktischeren Handschuhe bei dieser Kälte und tippelte treu und gotte-ssürchtig immer bübsch hinten drein über Nieder Wöllstadt, Ilbenstadt und Kaichen, hinter dessen Mauer die erste Morgenrast gehalten wurde. Tausend Zigaretten-Wolken stiegen in die langsani bcllgewordcne Morgenluft und wer ein Frühstück bei sich batte, meinte, daß man derlei am unbcschwerlichsten im Magen mit sich bernmtriige, Heldenbergen, wo wir nachher hinknmen, glich dem reinsten Militärlager, denn alle Rafsengattungcn waren hier vertreten, Artillerie — es kann auch eine Maschincngewehrabteilung gewesen sein, denn zu meiner Zeit gab'S die noch nickst und so genau geguckt habe ich hu Mom'nt auch nicht — Kavalleriepatrouillcn jagten emsiglich bin und her, dnS Eisenbahnregiment war vertreten, kurzum: Heldenbcrgcn wird seit langer Zeit nicht soviel Soldaten auf einmal in seinen Mauern gesehen habe», ilns-l Bataillon niarschierte dnrch Heldenbergen dnrch, setzte biiitci dem Orte die Gewehre zusammen »nd nahm dann seinen Morgenkaffee ein. Ob er ganz erstklassig gewesen war, weiß ich nicht, jedenfalls war er ganz hervorragend warm und das war unter den obwaltenden Umständen am Ende die Hauptsache. Ich kante gerade auch mit beiden Backen meine Schinkenbröte im Ehausseegraben und trank gefrorenen Rotwein dazu, als der Ausbruch auch schon wieder besohlen wurde. Wiederum brach inline alte Soldatenuatiir durch, daß ich auch, obwohl ich noch richtig nriide und hungrig war, meine durchgefrorenen Glieder in Bewegung fetzte und burch's Dorf wieder zuriick meine edlen Gehwerkzeuge in der Richtung nach Groß-Karben z» in wärmespendende Be- wegung setzte. Es war ein großer Zug, an 1f«00 Meter ln»c von gemischtem Militär, Artillerie und Infanterie, Maschinengewehr und Feldküche. Ab und zu sausten die Ulaiie» guer durch? Feld und überbrachtcn Meldungen vom Herrn Feinde. Man merkt als alter Soldat an der ganzen Ans- machung, daß der Feind noch nicht so ganz nahe sein ko, »tr und wußte, daß die Wünsckie der Mannsckiaft. möglickyt ball- ins Gefecht zu kommen, nicht in Erfüllung gehen konnten - Nnd so kam's denn anck>. Wir pilgerten durch Großkarben Sir. r. »(■( ra,«»z«»»,,,. W««!ag, ha Zt>. Janaar 1114 wo Die ganze Einwobnerschast ob d'eseS seltsamen Besuche» erstaunt aus bei, Strotzen und an de» Fenstern stand, sogar noch durch Kloppenheim den lange» Berg hinauf und erst nach Erlenbach 511 »»bin man endlich auer über die hartge- sroreneu^Sturzäcker auf der Anhöhe Stellung gegen den er» sihnten Feind. Im Kriege inag's ja ander» sein, aber hier batten all,- Soldaten nur den eine» Wunsch, möglichst schnell an den Feind heran zu kommen und ein jeglicher sehnte sich herzlich nach dein ersten Schutz. Unser Bataillon nahm dann oi^ch eine äutzerst slralegisch günstige Stellung ein und der Sieg wäre auch unbedingt unser gewesen, wenn nicht da» Tstcnbalmregiinent au» Gott writz. welche» Gründen die knblste ResvNc bewahrt hätte. Es kan, und kam nicht und lab ruhig mit zu. wie wir von den Frankfurter au» giin- siigcr Stellung heraus in Grund und Boden geschossen wnr- den. Immerhin hätten aber auch im Ernstfälle die angrci- strden Frankfurter und Wiesbadener schwere Verluste ge- habt, wen» sie auch dann ihre kühnen Sprünge genügt h-tlen. Zudem wo auch unsere Artillerie brillant autar- fabren war. sic hätte nianchc Bresche in die feindlichen Reiben g>schlagen. Jminerhin inutzteii lvir uns znrüch-iehen, aller- dina-> „och kriegsmäßig und auch die Herren Sckvedlrichkrr werden zugeieben haben, datz „nker Drilaillon seine vaste Schuldigkeit getan hatte. Interessant war es. zu beobachten, wie ergrimmt unsere Soldaten nvrren, die so wacher trotz der drobeuden Wasfenreviston geschoisen batten, als es bietz- Kehrt niarlch. — Bei Marsch-marsch hätte man es schon eher begreifen können. — Und als man endlich ..da? Ganze : Halt" blietz. waren sie aste böse, datz sie besiegt worden waren, lieber diese Demütigung half aber doch der Gedanke hinweg, dotz inan nun wieder den Rückweg in die Heimat antretrn konnte. Mo» kehrte wieder nach Klavpenheim znrüch, wo auf der Stratze diniert wurde. Es gab .Konservensuvpe. die »n- sercu Kriegern über die Matzen mnndete. Manche — zumal die Heeren Einjährigen — hätte» gar z» gerne zn diesem Mable noch einen Trunk Alkohol in der benachbarten „Linde" getan, aber Disziplin ist Disziplin und lalcherlei konnte nicht gestattet werden. — Aenßerst gesund für die jungen Leute. — Auch in Kloppendem, gab eS eine knr'e Rast. Gegen *:rde »erhoffet. • «ietzen, 2« Jan. Testern morgen halb 5 Uhr zog trotz »ec- starten Frostes «in Gewitter mit mehrmaligem starken donnern über das Lahntal. — Gestern vormittag entstand ln ünem Hause der Bleichltratz« Feuer und zerstörte den Dachftock. • Gietzen, 28. Jan. Datz Glatt«,, oft gesährlich wirkt, weitz ^ider aus Erfahrung. Manchmal aber gibt so eine kleine Autlchoartie auch Veranlassung zur Heiterkeit. Komm, da di«, ser Tage ein« drall« Bäckeimagd. di« einem unwillkürlich an >i« Wort« des alten Frankfurter Stolze: Die Mahn, die aus dem Kopf fi« trug. Da, Herz, da, ihr im Busen schlug Und di« zwei geflickt« Socke, Da, war n drei jchwer« Brocke erinnerte, mit ihrem Korb »oll Propiant über dt« Lahnbrücke gesegelt. Plötzlich schien de, B-»-° ihren Socken u. wanken »nd mit einem krtstigen Plumb, Zogen Kord «nd Inhalt uf di« Stratze. während sie selbst, zu scheutzlichem Klumpe» geballt, noch «in Stückch.» aus d«m BLrgrrsteig wei- trr rutscht« Hülfr«ich trat ihr ein« vorübergch«nd« Waschsron an di« Stil« und al, Korb und Brot und alle» wieder in Ordnung war, erklärt« di« Gestürzt, in dem ernstest«» Tan« d«r Welt: ^a. das hat m«r all sa böi« Buwe. dem Borg«meis»«r »nd dene Stadträt zu verdante". und gandelt« rüstig wriler. " Gretze«. 26. Jan. Der Kriegervere!» fei«rt« Samstag Abend bei autzerordentlich zahlreiche, Beteiligung im Stein» Garten sein -tvjähriges Stiftungsfest verbunden mit Kaiser» Eeburtstagsseier. Die Festrede hielt Oberlehrer Dr. Schmoll. Provinziadirektor Geh. Rat Usinz«r überreichte dem Ehranvor- sitzenden de» Verein, Herrn Posstekrctär i. P. Meyer die Krone zum Phiippsorden. Di« Feier wurde «erjchönt durch Lieder- vorträg« de» Gesangvereins .Liederkranz" und Borsühitzngen des Männeriurnvereins " «rotz-Eichen, SS Jan. Eine „Bombennaiur" hat ein junger Bcrgarbeiler au» Grotz Eichen. In der Sylvesternach« ichotz -hm sein Freund ein« Kugel in den Leib. Er verbitz den Schmerz, arbeile!« noch Zlvei Wochen im Jlsdorfer Bergwerk, bis die Wund« ihn aus» Kranlenlager zwang. Zufällig ent. deckten de» Burschen Gelchwistcr die schwere Verletzung — der jung« Mann hat!« bi» jetzt nicht, gesagt — und vrranlatzten seine Ueversührung in» Krankenhaus. Strebend»«!. 26. Jan Ei» hiesiger Einwohner stietz in der Trunkenheit seiner Frau «:n Messer in di« Brust und verletzte sse dadurch lebencgesährlich Frankfurt a. M., 26. Jan. Bor dem Domcafe wurde der Eisenbahnalfisleni Arndt van einer unbekannten Person über- fallen und durch mehrere Messerstiche lebensgesährlich verletzt. * Franlstiet a. M.. 20 Jan. Freifrau Mathid« von Roth, schild hat dem städtische» Silbcrschatz «ln« weitvoll« silberne Jardinier« gestiftet. Da, kostbare Stück ist ein Werk des het- milch.-n Künstlers Prostssors A Varnest und zeigt in allen sei- nen Teilen r«i817 bestanden beide Gemeinwesen avr einem Wahlbezirk, al» durch di« Laadgeme-ndeordnung mit Rücksicht aus da» rasch« Wachs, tum Eustavsburg zw«! Wahlbezirk« ««bilde« wurden. «in», heim sollte nenn und Gustavsbura dr«t G«meind«,ä,e au wah. Leit» -8 >«» haben. Zum ersten Mal sollt« da« neue Ortsstatui „a rigen Jahre in Kraft tteten, zunächst sollten deite Orte se dr neu« Gemei»d«iätt zu wählen haben, bei der nächste» 3l ; jf wen» wieder Au»sch«idung«n erfolgen, solle Ginsheim m:, : und Guftavsburg mit einem Gemeinderal bei der Reu- ,hi ;-«. Klllgt («In. Da sich inzwischen die Bewohner-,adl beio , Oü sehr verschob«» hatl« und Gustavsdurg sehr gewachsen cntragt« der Bü,germ«ist«r. dotz d«I der voljäbr!-.» 2!j dl Anbetracht der Ausscheidungen in Ginrhkim einer u Id Gustavsdurg drei Gemeinderäle gewählt werden sollten 7; Gcmeinderot lehnte aber diesen Antrng ab und beschlo-i ttieisamt darüber zu hören, da, sig) mit dein Krcie-" -Y . fUi den Antrog des Büigermeist«,, ausjprach. Rach Bcfchlutz haben nun dt« Wahlen staltgcs»„d»n und d Fot • war eine Beschwerde der llnlerlegenen. d.« aber vom Krei-: 0 »»schütz verwaisen wurde. Hiergegen hatten dm von de- Landtagsobgeordnete» Raab vertretenen Adgewtesenen -n ung versolgt, die aber «beniall» adgelchnt w»,de. da - -ch - Ansicht de» Gerichishose» zunächst die Berufung au» formell- Gründen zurückzuverwrise» sei. da serner der Kni« ver. de Gemeindeiat mit der Entscheidung über di« A.igetegc, . 1 b CLfltogl worden sei und da weilcr eine Bestimmung i» d - Landgemeindeordnung nicht bestehe, nach welch.-, l>. \ Neuwahl «In« besonder« Bez!rk»ei»ttUu„g nöug werde " Klein-Umstadt, 26. Jan. Jnsolg« längerer Sticiti. « 1.11 mit dein Darmjiäoter Oderlonsistorium über lirchlichr Baute ^ hat der uxttau, überwiegend« Teil der hiesigen «uaugelischu Ktichengemeind« seinen Austritt aus der evangelische» Lau. dcrkiiche erklärt. Der Schritt ist um so auffälliger, als die Gemeinde bisher in dem Ruse eine» sehr kirchlich gesinnten Oeler stand. Ans aller Hielt. Rerhäuse, «estorbe». Der Gewertschaslssü'-rei Reklmuser -st un Krankenhaus« zu Füssen iusolg« der Berletzung. die er siä bei seinen Jrrsohrte» durch di« schwäbischen Wälder zug-zoge- hatt«. gesiorben. Blutige Familienszene. Ein Lumpensammler von Stock Holm wurdc in einer einsamen Wohnhütte in der Gegend vo> Bora» von seinem Schwiegersohn im Bett niederg.-slochon De, Mörder wurde von dem Sohne der Eimordeten auf der Stell« surch einen Azihiel- getötet. Zwei Pollztsten von Aerestanien niedergrjchossen. Zwei 'Polizisten von Kattowch. die zwei Russen verhasl«, lmtten. wurden aus dem Weg« zur Wach« von diesen angesallen und durch Revolverschüsse schwer verletzt. Dt« Russen sind wah, scheinttch über di« Grenze entlommen. Berhastung einer Banknotensilscherin, Die Polizei in Wien rxrhafdeie die schon mehrmals wegen verschiedenen Slras toten verurteilte Hochstaplerin Elisabeth Hanusz unter dem dringenden Perdachte. im In, und Ausland« falsche bv.Kionen Banknoten in den Berkehr gebrachl zu haben. Verurteilung w»ge» Bergehen, g'ge» Paragraph 218. Da, Schwurgericht tn Karlsruhe verurteilte den wegen gewerds mätzigen Verbrechen» wider da« keimend« Leben in 113 Fällen den Lokomotlvführer Herzog au. Durlach zu SH, dessen Ehe frau zu 7 Jahren Zuchthaus. Kirchliche Anzeige». Evangelische Gemeinde Gottesdienst in d«e Stadtkirche. Dienstag, den 27. Januar, vormittag, 8 Uhr: Festgottesdienst für dt« Garnison und die Zivilgemeinde zu, Feier des Eebuttstage» de» deutschen Kaiser». Herr Psarrer Kleber- g«r. — Mitwirkung der Chorschul« Für zwei Pfennig zehn Pfennig. Gegenwert bas bekannte Schuhhaus Fritz Weckerling, Friedberg. Kaiser- stratze 105, im Inventur-Ausverkauf. Garantiert beste Sck,»l> crüme, die 16 Psennig-Dose wird an jederninnii für nur 2 Pfennig abgegeben. Aber auch aus olle Schuhwaren sind die Preisabschläge staunenswert. Herren- und Tomensliescl Kinderstiefel, Arbcitssticfcl. Hausschuhe, Ballschube, Pan- tosseln, Gummischuhe usw. sind bedeutend im Preise herabgesetzt. Dieser extra billige Berkous findet voraussichtlich nur noch diese Woche statt Wer also Schuhwaren braucht, sei auf diese ungewöhnliche günstige Gelegenheit hm- gewiesen. Gedenket der liungernden Pöpei. vergeht den treuen Hoshttnd nicht! »orderilht zum AnmfnirtK ürrtlworW. Montag, den 26. Januar 1914. setzen, hiesiger und Weirerauer 'JJlt. 19.65 -19.6 „ aus dem Lande abgeholt 0 g g t n, hiesiger und Wrtterauer aus dem Lande abgeholt erste, neue a s e r. hiesiger und Wetterauer . ., kurhessischer..... rockentreber V-rl,rich« um fraifcfortrr IJirijiuarkt. Montag, den 26 Januar 1914. Austrieb : 456 Ochsen. 50 «u-len. 804 Färsen, inr, esihar 131 Schale. 2414 Schweine. 19.00 19.0 16.20- 16.30 16.00-16.00 17.00- 18.00 16.00— 17.50 00.00- OO.U Mt.-.- Kühe Fraaksurtrr Wetterberickt. Boraussa,«: Trüb«, vorläufig nur geringe Niederschläge, wärmer, frlsihe westliche Wind«. __ Verantwortlich s.» Schtlftleitun«: Otlo H i r i che >. Friedberg; für den Anzeigenteil: KaU Sch ml dt, Friedberg i. H Druck u. Berl«, d. .Reuen Tagerzeitun«" A .S.. Kriedber» i. H. 31». 21 •jltut LageszeunM. *l«!t«ag, «cn 26 . Januar 1314« Seil» 1 noch Mj, Iflifipti? »I 27. Januar 'WW B««s81R*iaie| ■ §W* da» 28 . Etsid Met der grosse JMaNKeni'erkanl' fertiger Herren- und Kaaben-Garderobe Ifljjr zu spoftiriiligcn Freisen statt. -WU Besonders empfehle ich einen Posten ^ Hi>ffffFM.Bn \ki n«lIosen zu Mk. 2 .—. blaue Ilussenkittel zu M. i 9 — auch für Slftdclien zu tragen Es ist noch grosse Auswahl in Ilster, I»alelats, Anzügen, .Tappen, Hasen, CJehraek- Anziigen, Westen, Capes, Itozener Mäntel .U 3tm. Buchen-, 11 Rm. Eichen-Scheuer, - ,N ??".!• Buchen-, 38 Rin. Eichen-, 6 Rm. FIckle» Knüuuel btück Buchen-, 1070 Stück Eichen . 450 Stück Fichten-Welle» .,8 Rm. Buchen , 22 Rm. Eichen-, 35 Rm. Ftchten Siöcke 3 , n> an beiden Tagen vormittags 10 Uhr am ! oh. itzon.er Weg ,n der Rah« des Ellenbahnübergangs de, der Linde Mnmbach, den 23. Januar 1014. Grofjherzogliche Blllgermeisterei Gambach. R e u h l. Das auf Karton aufgezogene Bildnis des 02 i,lorbetien Nerchstagsabgeordneten Oiritftn (Dtiola 30i24cm) ist zun, Preise von Pfa. Zusendung 75 Pfg.) vonr friorn itnii pdüdn in Kisteln \V. Madre Friedberg >. H. :: Telelon Bismarck,traste 8. Eine Partie starke KäuferSchtveine zu verlausen. Zu erfrage» in der Erp. der Neuen Tageszeitung. Schöne geräumige 5 oiiini!Ci ,: $Mj!tuiifi lgletch beziehbar), nebst Zubehör und Gartenanieit sofort zu vermiete». Näheres bei Lot!, & Popp, Baugefchäft, Friedberg- Fauerbach. Holzversteigerung. Peter Wehler frirhbrrg i.ij.,Iiiitifrgflflr «5 direkt tiririt dem Oerftza!:- o. streditiiieiii 3 iitianten us:n paljnljoi. a&jr Sdcfoii Nr. 2SO. Siijourubilr ilrljantflung siilißt |irti|f. , Achtung vor Nachahmung! Apotheker Dotter's .Krampfmittel. Wirksamstes Mitte! gegen Slerjbeinig- leit ». Frest- uiilust der Schweine. 25jähr. Erfolg. Flasche nur echt, wenn der patent.' gesch. Name Dotter eingebrannt. Zu haben ü 75 Pfennig in der Hofapothek« zum Engel in Friedberg. liifrfjcpiiiMeiern wird jederzeit angenommen. Friedüerg-Fauerbach, Querst?. 8. „ 8 MtlW 1 " Sonntag, den 8. Februar, abends 6.71 Minnt. im Saale der ,Lorelei)" ■ ! Friedberg Fauerbach. mit allerlei Belustigung tlif8!UKN°^St6ts'rKiZK Eintrittspreise. U4«»hifrtr frei, st,ihi«»I>i>rte 40 pst. Hierzu ladet ergebenst ein Los niirriffijc fi»miiff. Tieustag. de» 3. Frbruar >014, werden versteigert aus den Distrik.cn Langebirlen 1 »nd 2, Kohlptaitenwatd l und 2b, Efchbcrg :>d, 8, 7a, 7b, 14, 15 und 10. Finkentocherhegc 0 und 13, Krugenberg 17 und 27, Großer Orlitz 10, Kleiner Orlitz 21 und 22a, HoUerberg 23, Ecorgcnwicftnstchien 28a und d und Hainkohl 30 und 31 der Forstwartci Finkcnloch. Stänimcr Eiche III. Kl. 1 Sick. — 0.40 Fcstm., V. Kl. 4 Stck. = 1.74 Feftm., VI. Kl. 2 Etck. - 0.60 Festm., Lärche IV. Kl. 1 S!ck. — 1.19 Festm.. V. Kl. 5 Sick. = 0.94 Feftm., Fichle MI. Kl. 12 Etck. = 11.33 Feftni. i Schnittholz). IV. Kl. 82 Stck. — 87.76 Feftm., Va. Kl. 58 Stck. — 41.84 Fcstm., Vd KI. 154 Stck. — 88.31 Fstin. Derbstange»; Eiche» l. Kl. 0 Sick. — 1.17 Festm., Billen II. Kl. 13 Stck. — 0.34 Fcstm., Lärchen II. KI. 6 clrf. = 0.23 Feftm., Fichten I. Kl 1,3 Stck. --- 1.63 Fstm. II. KI. 151 Sick. — 5.34 Festm., Weqmulskiefern 2 SIS — 0.26 Festm. Otciöstangcn: Fichten I. Kt. 266 Stück — 3.87 Festm.. II. Kl. 407 Stck. — 1.20 Festm. Brennholz: Scheiter Buche» >. KI. 83 Rin.. II. Kl. 4l Rm. «nüppcl Buchen 183 Rm., Eiche» 161 Rm., Fichten 2 Rm. tinüppclrcisig Buchen 124 Rm., Eichen 171 Rm. und Fichle,, 10 Rm. Ltammrcisist Buchen 682 Festm: Aftreistg Buchen 168 Rm. Stöcke Buche» 41 Rm., Eichen 76 Rn,, »nd Fichten 24 Rm. Zusammcnlunst vormittags 10 Uhr i» der Versteigern,Igs- haUe zu Forsthaust Finkcnloch. Das 'Nutzholz komm- zuerst zum Ausrcbot. Das zur Betsteigerung lammende Eichenstammhot, in, großen Orlitz ist mit einem blauen Kreuz bezeichnet. Die btau gestrichenen Fichtenstangcn im Hollerberg, sowie die bla» unterst,iche- nen Nr. des Brennholzes werden nicht verstctgeil. Sämtliches Fichtenftammholz außer den Schnitistämmcn ist geschält- Das Holwild »ich- vorgezeigt und es wird gebeten dafelbe vorher anzulehen Nähere 'Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Bärcnz zu Finke» lach Post Nidda. Konradsdouf, den 24. Januar 1914. Eroßh. Oberföisterei Konradsdorf. sjolrversteigrrung der Gräflichen Giicrfiirsterri Laubach. Montag, den 2. Februar nach Zuiammrnlunft 10'/, Uh« »n oberen Hulivergskanal. l.)aus Lonzesbcrg. Buche rm: 236 Scheitel t. Kl. 252, Prügel I. und tt. Kl.. 85 Stöcke, 820 Zopireifer. 18 Tikiistag. den 3. Februar nach Zusaminenkunft 10'.. Uh, auf der Kretoftrage Lanbach—Schotte» beim Strahcnwärtcr- Häuschen. 1.) Ans Heinzeberg. Buchen rm: 264 Scheiter I. It. KI., .814 Prügel I. und st. Kl., 44 Stöcke, 45 Astreiferprügel. Birken rrn: II Scheiter. 7 Prügel. 1,3 Stöcke. Erle» rm: 5 Rundfchcit 42 Prügel. Fichten rm: 8 Prügel, 18 Stöcke. 2.) Liefewätdchen. Buchen rm: 8 Scheiter II. Kl.. 10 Stöcke, 87 Astreiferprügel. 3. Struth. 0,6 Fichtcnprüoel II. Kl. 4. Betten. Scheiter rm: 0.8 Buch« M. Kl., 2,8 Kirzchbauiii Prügel rin: 2,8 Buche II. KI., 9,2 Kirsch, bäum, INBuchenstöckc. 81 Duchenreiserprügel. 5.) Forstwiese. Buchen rm: 7,8 Scheiter tt. Kl., 25,7 Stöcke, bliehcrn Feldchen. Buchen rm: 1,1 Scheiter II. Kl., 2,4 Piügel II. Kl., 50 Stöcke. 27 Stamm, rciftr, 17 Fichtenschciter II. KI., 10 Eichen- und Jlchtenprllgel. Los- Holz und Kohlretler flächenweift. Das Holz unler Ri. 2—5 wird unoorgezeigt im Heinzeberg beim Feuer ausgebolen. lGlütze (,'vanfo zu beziehen brr „llfiirn tn§f9|fitiiiij“ Jagdverzmchtmlti. i Freitag, den 30. Januar, nachmittags 2 Uhr wild in, Gemeindehaus dahier die dcc Gcineiude Ober-Rosdach gehör ge Fcld- sagd ca. 656 Hektar in drei Bezirke auf 8 Fahre öfientlich meistbietend verpachtet. Bemerkt wird, dal, die «ahn Frieddcrg-Hoinburg durch den Zagdbezirt gehl und der Bahnhof Ro..bach d. H im laat- bczirt liegt. Oder-Rosbach, den 23. Januar 10t4. Grahh. Bürgermeitzerei Ober-Rosboch ___ Dienendach Jagd-Verpacht«ng 7 ^ Dienstag den Z. Februar tlhr, soll aus dein Rathansc zu Södel zustehende Maid- und verpachtet werden. l. Js, nachmittags 2'/- ,ödel die der Gemeinde Feldjagd auf 9 Jahre Der Wald umfaßt ra. 455 Hektar. Der Mildfiand Jasanen und Jeldhuhnern. Der Jagdbezirk ist in ca. 5 Minuten station Wölsersheim-Södel z» erreiche». Södel am 22. Januar 1914.' Graph. Bürgermeister, i Tödel. N a a b. 152 Hektar, das Feld ca. besteht in Nehen, Hafen, von der Bahn- Holzversteigerung. In, Licher Stadtwald, Distrikt Groghäuferbcrg, werde« Donnerstag, den 2». Januar 1914 versteigert: Scheiter rm: Buchen 760, Eichen 4, Fichten 4 , 0 , Knüppel rm: Buchen 50», Eichen 8, Fichten 4, Riistg-Wcllen: Buchen 7500, Eichen 200, Fichten 1019), Stöcke rra: Buchen 230, Eichen 10, Fichien 40. Zufammentunfl „nd 'Anfang vorn,Flags 10 Uhr an, !!vald- cingang des Hcuwegcs an der Wisse. Lich, den 22. Januar 1914. Grosihcrzogliche Bürgerineistrrei Lich. D ö r IN e r. Ltamnrhok; Bersteiger mt#. Mittwoch, den 28. »S. Mt», tomint im Gemeindewald Ober- Rosbach, Dtstrit! Dachsbau, Junger Busch, und Woffcrdöll folgendes Holz zur Versteigerung. 80 Eiche Stämme von 14- 26 C,„ Durchm. und 5—10 m Länge 7 Fichle Stämme von 18—26 cm Durchm. und 18 23 m Länge 831 Fichte Stämme von 12—16 ei» Durchm. und 10—18 m Länge 360 Fichw Deibftange» ». 8—12 ein Durchm. und 0—13 m Länge ö Bucke,i-Stämm« vo» 20—30 cm Durch»,, und 5-7 »> Länge Die Zusammen!», ist ist vormittags 0". lthr an, Steinbruck hinter dem Ealzberg. Ober-Rosbach, de» 23. Januar 1014. Krojzh. Bürgermeisterei Ober Rosvach Dleffenbach. Beilage zur „Meucn Tagesreilung" r'r. LI A!onti7y, den L<». Zannar 1011. )a,,rq.»n^ Gedenktage. Ä>. Janunr. 1781 Ludwig Achim D. Arnim fli’b. — 1786 Hans Joachim v, Ziethen f. ventlcher lieichslay. Abg. Graf v. Westarp (foni.): Selten ist Io unwiderleglich etwas bestätigt worden, wir unsere Auffassung am 3. Dezember über die Zaberner Angelegenheit. Leid'r haben sich auch unsere damaligen Befürchtungen erfüllt, dah die aufreizende Wirkung nationalistischer und demokratischer Unitriebe im Elsas; eine geradezu verheernde Wirkung in weiten Bevölkerungskreisen Hervorrufen würden. Unsere Auffassung über das Verhalten des Militärs ist erfreulicherweise gleichfalls gerechtfertigt worden, (Beifall rechts,) Die Verfehlungen des Leutnants haben ihre sofortige und ausreichende Sühne gesunden, (Gelächter bei den Soz.) Das Militär bat sich im Verteidigungszustände befunden. In Land und Volk bat sich ein lebhaftes Verständnis für die Staatsnotwendigkeiten gezeigt und erfreuliche Anteilnahine iiir das Heer, Tie Sozialdemokratie hat bei ihrem Versuch, die Anhänglichkeit der Soldaten an ihre Vorgesehten in Frage zu stellen, auf Granit gebissen. Im übrigen l-andelt es sich nicht nur vor de» Gerichten, sondern auch im Urteil oller nationaldenkenden Kreise um eine res judicata. TaS enthebt »ns der Notwendigkeit, auf Einzelheiten weiter ein- zugehen. (Beifall rechts.) Was nun die Rechtsfrage anbelangt. so ist nach unsere Auffassung es Sache der Landesherren, innerhalb der Berfassung und der Militärkonveniio- re» für ihre Kontingente Bestimmungen zu erlassen, wie daS Militär sich bei Ausübung polizeilicher Befugnisse zu verballen hat. Wir lehnen es ab, auf dies Frage, die ein Teil der Komma „doqewait sind, im* in Erörterungen einzulassrn. Denn die uneingeschränkte Kommandogewalt ist die festeste Säule des ganzen Staates, an der nicht rütteln zu lassen für uns von grundsätzlicher Bedeutung ist, (Lebhafter Beifall rechts.) Bezüglich der Anträge habe ich schon bei der gestrigen Geschäftsordnungsdebatte unsere Auffassung dahin grkennzeichnet, dah wir ihre Behandlung im Anschluß an die Interpellationen für unzulässtg erachten. Da die Mehrheit de« Hause« aber anderer Ansickck ist. so will ich zu den emzel- nen Anträgen ganz kurz unsere Stellung bekannt geben. Dah toir »ach den« (flesagten die Anträge der Sozialdenwkro- !en, Elsässer und der Forttchrittler von vornverein ablebnen müssen, ergibt sich von selbst. Aber auch die Anträge de« Zen- tium« und der Nntionaliberale», so harmlos sie erscheinen mögen, sind der erste Schritt aut e-n Gebiet, das wir grundsätzlich nicht beschreiten wolle». Denn auch sie ziehen bis zu einen; gewissen Grade die Kommandogewalt vor das Forum de« Reichstages. Deshalb können wir auch diesen ersten Schritt, dessen Konseouenzen sich nicht übersehen lassen und dcm weiter Schritte folgen können, nicht mitmachen. (Lebhafte Zustimmung rechts t Abgeordneter Fehrenbach hat die A-uherung meine« Parteifreundes Heydebrand im Abgeord- ;>-tenhause nicht richtig wiedergegeben. Zum Preutzenbund und dem Preuhentag ergeht augenblicklich eine Mitteilung unseres Parteivorslandes an die Presse, dah es sich um keine Veranstaltung der konservativen Partei handelt, (Gelächter bei den Soz,. Beifall rechts.) Die Bewegung ist von der konservativen Partei nicht bervorgerutrn und wird von ihr ,, -ra rtffpjt«.» i>n der Erklärung unserer Parte; kommt »n- zweideutig zum Ausdruck, dah wir nicht mft allen Aeuherun- gen einverstanden sein können und bedauern, dah mißverständliche Redensarten gefallen find, die al« eine Gering- schähung andere Stamme ausgelegt wurden. (Gelächter bei den Soz.) Abg. Bassermann hat gesagt, die dort anwesenden Reichstagsabgeordneten hätten den Aeuherungen sofort ent- gegentreten müssen. (Sehr richtig! links ) Einein Gast ist es nicht ohne weitere« möglich, in der festgesetzten Rednerfolge das Wort zu ergreifen. (Obol links.) Das ist Sache des Vorsitzenden, Man kann ja lehr wohl nationalliberal, iungliberal und durch die Schule des Hansabundes hindurch- gegangen sein und doch als Borfitzender einer Versammlung ein Versehen machen. Was der Abgeordnete von einem säbel- rasselnden Maulheldentum gesprochen hat. fdieint mir auch hie parlamentarische Ausdrucksweise zu überschreiten, (Sehr richtig I links.) Man sollte nicht z» streng urteilen, wenn ein alter General, der mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und iin Kriege mehrfach verwundet worden ist, Krtegserinnernn- gen erzählt und nicht jedes Wort aus die politische Wagschake legt. (Zuruf b. d, Soz.) Im Laufe der Jahre sind auch hier im Hause und auherhalb in überaus unzuläsfiper Weile kränkende Aeuherungen gegen preuhisches Wesen und preuhische Einrichtungen gefallen, die ein Echo erklärlich »lachen, das nicht im Salonton auSsällt, Dabei handelt es sich um Bestrebungen zu einer Ausgestaltung der Gesetzgebung in einer Richtung, die die Rechte des Königs von Preußen zugunsten einer nnitarischen Reichsregierung ein- schränken will, (Widerspruch bei den Soz s Dah diele Bestrebungen von einem groben Teil der Fortschrittlichen V ckks- Partei propagiert werden, können Sie nicht leugnen. Demgegenüber muhten allerdings auch wir (Zuruf bei den Soz.: Wir?» von preuhst'cher Seite, wir K>nse;va(iven auch »ns einmal schützend vor die ReichSverfassnng stellen, (Stürm. Lachen d, Soz,, Beifall rechts.) Wir vollen die Reicksverfassung nicht angreifen. Wir stellen »n? schätzend vor sie. und lallen uns dabei von keiner anderen Partei iibertresfen. ((Beifall rechts, Gelächter links.) Vrenfnlchrr Abgeoednetentzan». Am Freitag begründete bei der Fortsetzung der Beratung der Landwirischasirelatr Abg, Wenden (foni) einen Antrag im Interesse du Küsten- und Hoch'cesisckzeirt die Anlage von Fischereihäfen an der Ostsectüst« und in den Hosen zu vermehren. Abz, Fehl, o, Maltzahn (foni,) betonte, dah die För. derung der sischcreltreibenden Bevölterang iowohl im Interesse der Landerverietd'gung wie der Nahrunzrmjlielver- sorgung liege Er müssten grösteie Mittel berrttgellelli wer den, Di« Abgg, E e r l a ch (3t r). S i) m i 1 j c n (Fvrtschr) waren mit dem Antrag einverstanden, E n Antrag forderte, im nächsten Jahr« den Fonds Hebung drr Fischuci überhauat um 30 000 Mark zu erhöhen zugunsten einer Propaganda 'ür den F Ichalll-itz der Hochskesischcr.ihöien, Der Landwtltichasta- minister erltärte seine Bereitwilligkeit, den di.ich die Sturm, stuten geschädigten Fischern zu Hessin. Uibcifoiiipt würde sein« Verwaltung dauernd sür die In'ercssen der Fislhereibevölke- :i-ng elnlreten. Noch in dreier Session wö-dc jcdensall» da; Fischereioesetz vorqelezt werden kennen, Abz v Böhlen- dorss-Kölpln (kons) wünsch!« Emsteltnng nt Motorbooten und D-'Mvfern kör die ch';'-e p- Nb fei*; e>> ;'.ier F scher i fwti. vuiHoiningen t: f/m, ioi:ir,naeji Smii Rachfül. er de- Siattiiiiltoi» von Elsuh Lothringen von Wedel, ist General von Hoiningeii. bivlier kommandie- renber eGneral des I I. Armeekorps, ansertulwn sein, — ■ - dampfer belunde. Nach zuitirnn,enden Watten der Adgeordne :en Waldstein (Forschr.s, Dt Rcwold, (srelkons) wie» Abg, Dr Hab» (tonj ) nach, dag der Wunsch nach Zöllen auf Hoällecsifch« Nicht aus agrorischcu, sondern an, Interesienkres. sen stamme Der Landwirtichastrminister gab bekannt, dast mit Hamburg Verhandlungen worden sind, zur Erzle tung gemeliisainer Schrille in der Propaganda Nach weilerei unwelenilicher Debaitc wurden die Anträge an die Budget- foiniiiissivn reiwitsen Di« Abog, W o l i t. Metternich und Dahlem (Ztr > traten ladann sür die Rhein, und Flutz- slscher ein. Beim Kapitel Meliorationen trat Abg Dr Hahn (foni ) sür den Bau ron Eije:,bahnen ein, der den örtlichen Instanzen überlasten bleiben nuckle nud sür Kastenberanziebunz Hamburgs an der Fluhrcgulierung der unteren Elbe, Nach kurzer weiterer Debatte vertagte sich da» Haus aus Samstag 10 Uhr. Schluß >rc Uhr, Da« Preuhische Abgeordnelenhaiis führte die Beratnn,, de« Landwirtschaft» Etat« am Samstag fort, Abg. l>r. Pnrenhorst forderte einen Kartoftelzoll und Förderung der Kartoffeltrocken-Jndustrie, tun uns unabhängig vom Auslände zu inachrm. Im gleichen Sinne ünherie sich zustimmeitd Abg, Auch, (kons) Der Landwirtsck^stsminister sogte zu, den Eisen bcbnininister zu veranlassen, die Tarif.' für Kartosfelbesarde- rnng herabzusetzen. Wir mühten bestrebt sein, die Kaitossel mehr zn Fntterzwecken zu verwenden. Jur Förderung de« Obst-, Wein- und Gemüsebaues verlangt ein fortschrittlicher Antrag Erhöhung des Fonds UNI 105 000 -((, Tie Bndgrt- kommiision holet beautiagt, van 1915 ab erhöhte Mittel ein- ztistellen, um in fnftem. tiühcr Welle den Obst- und Gemüse» bau zu fördern. _ ZINN |lflnr(rifcit. Roman von M. Prigge-Brook. 7 iszorNetzong», Er war jetzt fünf Jahre a«. ein ftramnwv. derber Diirscke. a> d"in sein Vater seine Freude gehabt hätte. Kein Baum -vor ihm zu hoch, keine Mauer zu steil, der kleine Kerl klel- 'arte w e eine Katze und stand, was Mut angtng. keinem ^röheren nach. An seiner Schwester hing er mit rührender Innigkeit. Sie lebte aber auch nur für ibn und zag sich von ihren Bekannten und Freunden so zurück, dah diese ihr beinahe zürnten, „Schade, dah Du kein Junge bist. Rolemarie". sagte er zuweilen in einem An'all seltener Zärllichkeft „dann hätte ich Dich viel lieber! Oder wenn Du wenigstens ein Motel wärst wie Landrats Lotte. Aber wenn ich groh bin. gehe ick; mit Dir So lange n;uht Tu warten." Sie kuhte den herzigen Kindermund leidenschaftlich. Rolemarie siebte das Kind wie nichts aus der Welt. Seinetwegen batte sie sich von allem zurückgezogen, die Freude der Jugend für nichts geachtet. Nun follte Heinz ihr anSfchlieh- liches Eigentum sein. Sie ärgerte sich über die hgrmlosen Buben, die ibn i('r entfremdeten- sie Iwtte die Schule hassen mögen, weil ihr Besuch Hein, glücksich mackste, Alles, was auhertzalb des " flngaitens Ing, durfte das Kind nicht kümmern. Dort war 'cine Wett. Einstweilen genügte sie ihm, Heinz war ;>n- - d'ich sto!; mit dm; Besitz de« stattlichen Hauses, des schönsten '■arten?, des riesigsten Speichers, die zu Knabenlpieien w^e euwcht tvareu. Hof hinter den grohea Plantvogcn konnte man sich - ackchpoll perst'ckei;. ans S-,ckeu, Fäüe-rn und K-sten wi;rden ' rris'den gebaut, Ter Fe;;;d hielt förmlich Belagerungen 's. I» dtetcm Paradies erwartete er nun noch den Prin- n ans dem Märchenlande. Heinz war entsetzlich neugierig. sic Freunde mit ihm. SV;--,: w uut riu-u- Cffiincicn mitbrächic. so einen mit einen; Zopfe, das wäre sein", meinte Fritz Hellmers, Heinz tester Freund, „Ob er ihn mitoriimi. weiß ick; nick t ' gell nd Heinz Neinlant. „die wobnen in ihr.-m L a da 1 iutor der grosi.-u Mauer und konunen nicht gerne zu uns," In; AugenbUck g;;;g Rolemarie über den Aos. „Mn". r;e; er sie an er nannte sie noch immer mit dem Kosen;;amen ^er Kinder-eit, „(staubst Du, dah Herr Sckiu-dt einen Etz-nelen u.ckDringtf" Dos junge Mädchen sah den (nitbübfchen Kerl liebe- vell an, „Was soll er mit einet,; Eiüf.esen?" fragte sie amüsiert, „Ter würde sich t'wm'.ina' 'ck'-ckt l'nh'en. wo er niemand bat. der ,;;; ihm gehört," „Herr Sckmitdt tonnte isin p"n Icir.en Elter» g.-kantt beben, dah er sein Sklave wäre! Der Sklave grbörle dann mir!" drängte der Kieinc. Rolemarie ;i;;;hle lackntn. ,,Lo;;s' Bubi'" Sie gob >bu; einen leichten Klops. „Zerhrsch Dir utck-l den ■ wt um ' derer Leute Sttaven, E-: gib: ;, -rig.-ns gar keine > - Nr S-e ging in den Lin wurni, Der ßratec r ar krau!. In seinem Lebnstiibl an; Fenster, k n B'-s ul n tu;: dt Zeit leeren Marktpiatz. empfing er d;e E itel;;;, „Gut, dah Tu kommst. Kind Ich !">' des! heute nicht d-e Zeit fiir d-n Alt - Rn» - bltina- mann endlich in Sicht?" Er ■>,-'«;!: t.nt den b;s-t getrübten Angen, dte unter den I r . - ’-'t,. i in ib rer- Mitten. „W NN kommt denn E-trr ( „Ich weih nicht, Großvater". ■ ' ,t- darauf rie gleichgültig. _ , „Aber ich weih dah der Dainp' r . Diueta" am Montag Hamburg einläillt. Und beute haben wir Montag." , So wird er morgen kommen, mir ist es einerlei " Rosemarie sprach die Wahrheit Ein Gast mehr odrr ,ig"r bedeutete dem reichen Hause nichts. Zu Lederten Ettern herrschte weitgehendste Gastfreundschaft tm Pting- n Seitdem n«r eS anders geworden, doch weder ^akob ers nock; Roiemarie batten es vermecht. den Mann, der der Firma viele Jahre Iren gedteni, unbeherbergt zu lallen. Das Mädck -n empfahl fick; und ging nach .Hause. „Er kanmti, er komml!" jubelte Heinz ihr entgegen, „Morgen tun mittag, sagt Ohm, Wenn nur die Sckmle an« ist dah ich mit an die Balm fahren kann," In Rnieiuariens Herzen regte sich ein tuibekauute» Ge- füllt. War» bange Ahnung. Furcht vor der Zukuntt. dft sich wie cm Alp a»f ihre Brust legten? Gewaltsam nabm ü« iuttlitfanimen. „Das wirst Du morgen schon leben", tröstete Roseinarte und en'psaud wieder toie vorhin den ratlelhalten Truck bei dcm Gedanken an morgen. Der Junge hatte Glück. Er kam. als Jansen eben ab- falucn tuoflte. „Nimm mich mit", rief er ihm zu. „Mu hat'« n;i- erlaubt." ,■ uici-.tt Auge,,(lick trat Eblers aus der Tür. - x„ mich mit. Ohm?" fragle tet ftleinr erftaui
  • wailcu. E; ''lick Iä»'.ete die Glocke zum dritten Maie, Von lern tönte ein schriller Pliit, bann noch einer, fauchend fuhr der Zug in die .Halle „Alles an n!" Ter Schaft,;er öftnele die Dur de« einzigen Abtei!» erster Klasse, dem umständlich ein Herr entstieg, dessen Handg'vc'ck zwei Träger kaum imstand« waren, sortzuschaftcn. MihbiUinend ieinb I i. Edler, sich den Ankamnttms aus einiger Enfternnng. Als alles besorgt war. sah de; Fremde sich um. Eblers trat näher. ^)err Walter Schmidt?" „Jcki bade die Ehre, meinen derzeitigen Ebef. Herr» (Forttctzung folgt) N'. 21 sei«, L Die Abgeordneten Hocpcler (Zentr.) und Dr. Siueu- Horst (freifonf.) sprachen sich für solche Forderung aus und forderte» einen ausreichenden Zollschntz. Diesen hielt auch Abg. Ecker Winsen (notl.) für nötig, doch durste er nicht die Konsuinenten belasten, Abg. Dr. Telius (fortfdjr.) begründete de» fortschritt- ü.beii Antrag. Einen Zoll müsse er jedoch ablchnen. Auch der Abg, Paul Hosfmann (Soz,) sprach sich gegen den stall ans; er müßte die Arbeiter ungeheuer belasten. Abg, Luders (freifonf.) trat für die Interessen der Han- delögärtner ein und hielt eine llnterstuung des Verbandes der Gemüsebauer für angebracht. Ter Landwirtschastsminister führte aus, daß aus deni ('Kbiete des Gemüse- und Obstbaues in den letzten zehn Jah- len nicht unerhebliche Fortschritte zu verzeichnen seien. Es bade sich gezeigt, daß die Bevölkerung diesen Erwerbszwcig lieb gewonnen habe. Ein weiterer Ausbau des gärtnerischen llnterrichtswesens sei anzustreben, und dem dienen die Gartenbauausschiisse. Notwendig sei eine vermehrte ge- nossenschaftliche Organisation. Abg, Wallenborn (Zentr.) empfahl die Errichtung von Gärtnereiauslchiislen bei den H>indelskammeru. Abg, v. Hrimburg erbat 700800 „Ä zur Erprobung eines Miltels gegen die Weinbauschädlinge, Abg, Ile, Hahn lkons.) betonte, daß erst die Produktion gesichert werden müsse, ehe man Konsumentenpolitik treiben könne. Ter zunehmende Verkehr habe dazu geführt, daß die ausländische Konkurrenz immer fühlbarer werde. Der Ausbau des Ponomakanals werde auch dem Obstbauer fühlbar werden, Deutschlands Obstbedars könne vom deutschen Obstbau gedeckt werden, wenn eine gesetzliche Festlegung de? Zolles erfolge, der die Produktion sichere. Die Statistik erweise, daß der Zoll das Gemüse nicht verteuere. Die Hei- matprodultion müsse durch Zoll Io gestärkt werden, daß sie den Heunatbedars decken könne. Der Gemüsebau, der erfreu- Iiche Fortschritte mache, dürfe nicht schutzlos gelassen werden. (Beifall.) Aus Ausführungen des Abg, Brau» (Soz.) antwortete Landwirtschastsminister Frhr. v. Schorlemer: Dem Neichk-verband deutscher Geniüjezüchter haben wir eine Unterstützung nicht gegeben, weil wir uns niehr Erfolg versprechen, wenn die lokalen Organisationen im Einklang mit den preußischen Landwirtschastskammern handeln. Daß der Garten- und Gemüsebau kleiner Leute und Arbeiter in der Nähe der Großstädte polizeilick>en Schikanen ausgesetzt sei, kann ich nicht ohne weiteres zugeben und mutz eine Antwort daraus deni Minister des Innern überlassen. Bei den Klagen über die Teuerung der Lebensmittel vergißt nmn. daß alle Artikel in, Preise gestiegen sind. Selbst von sozialdemokra- tisckier Seite müßte anerkannt werden, daß die produzierende Landwirtschaft nicht gezwungen werden kann, mit Minus zu arbeiten. Kann die Erhaltung eines die Produktion noch lohnenden Preises nickst anders herbeigesuhrt werden, dann niuß eben ein Zollschuy eintrete», namentlich wenn eine noch schwache Produktwn konkurrenzfähig mit dem Auslände gc- niacht werden soll. Im Obstbau haben wir in Deutschland den großen Vorteil einer besseren Qualität unserer Sorten, in Weinbau hat das Jahr 1913 den Erwartungen nickst ent- prochcn. Seit 191 > haben die Winzer mit einem großen Ausfall zu rechnen, und ihre Lage ist durchaus nicht günstig. Aber die Abhilfe gegen die jäh zerstörten Ernteaussichten der Jahre 1911 und 1913 ist nicht so einfach. Abgesehen von etwaigen Aenderungen des Weingesetzes aus Grund der abge- änderten Erfahrungen werden wir in erster Linie den Kamps gegen die Weinbergschädlinge führen. Der Kampf gegen den Heu- und Saucrwurm erscheint nicht mehr aussichGlos, Ich bin gerne bereit, staatliche Mittel zur Verfügung zu stellen, glaube aber, daß am besten neue Mittel in verschiedenen Wein- bougcbieten ausprobiert werden, um ein zutreffendes Urteil gewinnen zu können. Die Versuche niit der amerikanischen Weinrebe sind noch nicht abgeschlossen, können aber bisher nicht als ungünstig bezeichnet werden. Hätte ich es unter- nomnicn, den Wünschen des sozialdcniokratischcn Gärtncrge- hilfenverbandes stattzugeben, dann würde die Wirkung dort jedenfalls negativ gewesen sein, denn die Landwirtschists- kammer und die landwirtschaftlichen Vereine sehen crfreu- l cherweisc von einer Mitarbeit mit Sozialdemokraten in Vertretwig ihrer Interessen ab. (Beifall rechts, Widerspruch und Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Die Landwirt- schaftskaimiicrn sind ausdrücklich darauf hingewiesen worden, zu den Gartenbauansschiissen auch Arbeitnehmer hinzuzu- ziehen, und werden davon auch Gebrauch mackstil. Gott sei Dank gibt es in Preußen und in Deutschland noch Taufende von ländlichen Arbeitern und Grrtnereigehilsen. die nicht daran denken, der sozialdemokratischen Organisation beizu- trcteu. (Beifall: Unruhe bei dev Sozialdemokraten.) Abg. Wachhorst dc Wcnte (natl.) Ich möchte Herrn Dr. Halm erklären, daß ich zum Gemüsezoll dieselbe Stellung einnehme wie meine Freunde. Wir sind durchaus für eine Schutzzollpolitik, aber nicht für eine extreme. Abg. Dr. Hahn (kons): Dem Vorredner muß ich erwidern, daß unter der Wirkung der Schutzzölle die Lebenshaltung unterer Arbeiter sich im höchsten Grade verbessert hat (lebhafte Zustimmung rechts), die Löhne gestiegen sind (erneute Zustimmung), ein Wohlstand sich entwickelt hat, um fni »ns die Nachbarländer beneiden. (Beifall rccksts.) In Holland lohnt sich eine Industrie nicht, weil der Schutzzoll sehli. Auch in England geht die industrielle Entwickelung nicht In demselben Teinpo weiter, weil der Zoll fehlt. Selbst ein weil der Freisinnigen tritt ja für Schutzzoll ein. Ter Freisinn wagt cs gar nicht, mit dem alten Programm Rich- ters auszutreten. Auch Herr Wachdorst de Wente wendet sich um gegen extrem Zölle. Tie Sozialdemokraten sollten ihre -liigiisse auch gegen Freisinnige und Nationalliberale rich- wu Keine Partei vertritt so sehr einseitige Standesinter- csje.i, wie die Sozialdemokraten. Sie suchen die Arbeiter- itajie in Genenlatz zu den anderen Klassen zn brinaen. Was Neue Tag»»zer»ung. Montag, oen 26. Äa„uur »:ilf. würde werden, wenn die anderen Parteien nicht zusammen- wirken würden zum Wohle der Arbeiter, wenn die Parteien nicht Arbeitsgelegenheit schassen würden. (Lochen d. Soz., Beifall rechts.) Gegenüber dem Abg. Wachhorst de Wente muß ich bemerken, daß wir nicht für hohe Preise, sondern für mittlere Preise sind, denn hohe Preise würden den Produzenten nur schädige». Wir wollen mittlere Preise, die auch der Konsuinent zahlen kann. Die Interessen für Konsu- nienten und Produzenten müssen vereinigt werden. Abg. v. Veltin (Zentr.): Wir dürfen nicht vergessen, daß die Arbeiterlöhne bedeutend mehr gestiegen find als die Schworzbrotpreife. Abg. Harnisch (Soz.): Es ist nicht wahr, daß die Ar- beitklöhne mehr gestiegen find, als die Lebensniittelpreisc. Wenn man trotzdem weitere Zölle fordert, begeht man ein Verbrechen am deutschen Volke. Abg. Wachhorst de Wente (natl.: Ob ich zuverlässig oder unzuverlässig bin. überlasse ich den, Urteil dieses Hause«. Der Abg. Hahn soll nicht immer mit Phrasen, sondern mit Tatsachen dienen. Sein Vorgehen gegen die Nationallibe- rale» fördert die Interessen der Landwirtschaft keineswegs. Abg Hirsch (Soz.): Wenn man wieder einmal sagt, daß wir die Debatten in die Länge ziehen, dann werde ich immer aus das Protokoll der heutigen Sitzung verweisen. Wir sind nickst mehr Klassenpartci wie alle übrigen Parteien: wir sagen immer was ist. Abg. Dr. Hatz» (kons.): Man fragt sich unwillkürlich, wie wir auf diese Debatte gekommen sind. Bemerkungen des Abg. Vorcnhorst gaben den Anlaß dazu. Abg. Wachhorst de Wente sollte zugcstehcn, daß meine Tatsachen unanfechtbar sind. Wir haben seinerzeit nicht nur einen Futtergcrstenzoll verlangt, sondern einen Zoll auf alle Futtermittel. Das soll- len doch die Nationalliberalen in den BauernbundSversamm- lnngen mitteilcn. (Zustinimung rechts.) Solange dieser die Kleinen gegen die Großen mobil machen kann, solange werden die Kleinen ihm folgen. Wenn aber die Kleinen erst bekennen, daß die Jntereslen der Kleinen denen der Großen gleich sind, werden sie sich vom Bauernbünde abwenden. Wir haben die nationalliberale Partei nicht angegriffen, denn auch im Bund der Landwirte sind Nationalilberale. Solange diese so ausgezeichnete agrarsreundlüchc Reden halten, werden wir gerne mit ihnen zusammenorbeiten. Das müssen wir, wenn wir die Wirtschaftspolitik schützen wollen. Abg. Pachnicke (sortschr.): Die Debatte ist erst ins Uferlose gegangen, als Dr. Hahn eingriff. Das sollte wohl nur ein Auftakt zur agrarischen Woche sein. Nach weiteren kurzen Bemerkungen des Abg. Wachhorst de Wcnte (natl.) schließt die Aussprache. Der Antrag der Budgetkommission wurde angenommen, zu dessen Gunsten der Antrag zurückgezogen war. Montag 11 Uhr: Dienstboten-Versicherung. — Schluß 4 Uhr. Ans der Heimat. * Friedberg, 24. Jan. Nur noch kurze Zeit trennt uns davon, wo jedem Gesellen oder Gesellin Gelegenheit geboten ist: rin« Gesellenprüfung abzulegen, ohne ein« dreijährige Lehrzeit Nachweisen zu können, darum sollte es niemand versäume», sich diese günstig« Gelegenheit zu Nutz« zu macht», ob man e, braucht oder nicht, denn das, was man kann, drückt nicht und ist jederzeit aus seinem Bersteck hervorzuholen, Jede Mutier sollte alles daran setzen, ihren Kindern, auch den Mädchen, etwas lernen zu lassen, und so erziehen, daß sie jedem Windstoß entgegentreten können und dem Kamps«, welches das Leben mit sich bringt, tapfer ins Auge sehen können. Das Recht den Meistertitel zu iühren, scheinen sich di« Frauen noch nicht klar zu sein. Der Meistertitel Lars führen, wer die Meister. Prüfung bestanden und das 2k, Lebensjahr vollendet hat. Ohne Meisterprüsung darf man den Meistertitel fuhren, wer am 1. Oltober 1901 selbständig war, 2 Fahre gelernt hat »d vor dem 1 Oktober 1877 geboren ist. Di« Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen besitzt: der die Meisteiprüjnng abgelegt hat, 24 Fahre alt ist und bis zum 1. Oktober 1908 mindestens !> Jahre in seinem Handwerk gearbeitet hat. Sie muß ebenfalls ver- liehen werden, wenn man ohne jede Lehrzeit seit 1. Okwber 18!>8 selbständig gewesen ist. Wer zwischen dem I, April und dem 1. Oktober 1884 geboren ist, dem kann die B-jugnis verliehen werden, wenn er die Eehilscnprüfung bestanden hat oder seit dem 1. Ollobcr 1803 das Handwerk selbständig und persönlich aueübt. Die Handwerkskammer in Darmstadt schreibt die Lehre wie folgt vor: Schneiderinnen 3 Jahre, Weißzeug und Putz zwei Jahre. Lehlvertiägc können abgeschlossen werden, für Berus wie oben erwähnt, für den Hausgebrauch aus 6 Monate, andere Abmachungen sind ungültig. Di« Vertrage mllstcn eingesandt, und für Lehrlinge, welche das Handwerk erlernen, zwei Mark beigefügt werden, zur Eintragung in di« Lehrlingsstammrolle, * Obereschbach, 24. Jan, Unser aus Mitglieder» der Vereinigten Landwirt« und des Bundes der Landwirte bestehender Bauernverein, der vor zwei Jahren ins Lebe» gerufen wurde, hat im verslostenen Jahre eine» Gesamt-Warenbezug an Futter, und Düngemitteln von 36 808 Mk, 83 Psg, gehabt. Dabei wurde ein Reingewinn von 26V Mark erzielt und die Mitglieder habe» gute War« zu billigen Preisen bezogen, * heuchelheim (Weiterau), 24. Jan, Am Dienstag mittag sprach in unserer Kirche Missionar Eutenblok aus Kamerun, Er Inüpslr seinen Vortrag an das Wort des Apostels Paulus „Gott will, daß allen Menschen geholfen werde und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen" In ausführlicher Weile schildert« der Redner, wie außerordentlich schwierig die Mis. stonsarbeit iv Kamerun sei, durch di« vielen Rcgersprachen, so daß sie mitunter 3 Dolmetscher benötigten, um den Eingeborenen das Wort Gottes verständlich zu mache», Allzuschnell ver- sloß die Zeit unter de» sesselnden Ausführungen des Redners und gern hätten wir dem Herrn Missionar noch länger zuge- hört. * Griedel. 24. Jan. Am Dienstaa, tun 20. Januar, abends 7 Uhr, hielt Erotzh. Landwirlschastrlehrer Dr, Hossmann vo» Friedbeig «ine» sehr interessanten Vortrag im Gasthaus vo, Müll in Gambach über da» Thema: „Welche Mirtel bewirket eine Verbilligung der Produktion, und welche» Einfluß hat die Bodenbearbeitung aus die Höhe der Erträge in der Land, Wirtschaft?" Mit besonderer Ausinerksamlcit folgt« die zahl, reiche Zuhörerschaft den Ausführungen des Redners bei Saat gutauswahl, Saatgutwechsel und Bodenbearbeitung. Die Ein richtungen der Landwirtschafrskammer wurden von dem Vor tragenden der Benutzung wärmsten» empfohlen, ganz besonder! aber sei das Halten der Zeitschrift des Organs »er Landwirt Ickiastskammer, Pflicht eines jeden Landwirts, Reicher Beifall lehnte die Ausführungen des Redners, * Frantfurt a. M., 24. Jan, Einige Schüler wagten lick aus das Maincis. Hierbei brach ein 13 Jahre alter Schüler der Sohn eines Schuhwarenhändiers aus der Brüüenstraße zwischen den Eisschollen ei» und versank augenblicklich, obin daß ihm Hilfe gebracht werden konnte. Der Fall möge zu, . üvarnung dienen! * Frankfurt o. 3)1., 26. Jan, Der Feldwebel Rickes von der 8, Kompagnie des 81 , Jnfanterie-Reg menls erschoß sich aus bisher nicht ermittelten Gründen mit seinem Dienjtgeweh: Hrurn-Ranau. * Langenselbold, 24. Jan. Die Gemeindevcrtreiung wöhlic als Bürgermeister den früheien Geiichlsvollziehcr I, Heutzcn. röder aus Büdingen * Kriftel, 26. Jan, Die Eemeiirderertrelung lehnte mit 6 gegen 5 Stimmen ei» Gesuch des Kr.egcrpereins um Bewilligung von 4V Mark zur Kaiser Geburtstags!«!«, ab: ebenso ver- sagre sic ihre Zustimmung zur Errichiung einer Bauinichute für Schulunterrichtszweck«, da man sich von dieser leinen Nutzen sii> die Schüler verspricht. * Königstoin, 26. Jan, Die zahlreichen Zusammenstöße unt Entgleisungen, die sich in de» letzten Monaten aus bei Privat, bahn Höchst-Königstciu ereigneten, waren >n der letzten Siadt- verordnetcnsttzung der E.genstand eingehender Beratungen, Einstimmig erkannte man die unhaltbaren Zustände im Betrieb dieser Bahn und die damit verbundenen schweren will, sckzastlichcn Gejahccn für Königstein an. Es wurde dejchlosten, die Regierung und die FiankjiMcr Eiseubahndircltion aus die Gcsährlichleit des Königfteiner Eisenbahnbetriebs aufmerksam zu machen und um Abstellung der Mängel zu ersuchen, * Wiesbaden, 24. Jan, Die gerichiliche Lcichenöfin»ng bei ermordeten Frau Lisbsth Schweizer har ergeben, daß der Tä tei die Frau am Halse gewürgt und ihr erhebliche innere und äußere Verletzungen beigebracht hat. Da an bei Rase, am Mund und an den Händen sowie aus dem Fußboden sich Blut befand, ist wohl anzunehmen, daß der Täter, der angeblich« Drechsler Karl Müller, seine Kleider mii Blut befleckt halt« In einem hinterlassencn roeißleinencn Hemd des Mörders befinden stch die Buchstaben H 3! Der Täter hat ferner verschieden« Pappschachteln usw, mit Signatur »US Köln und Düsseldorf hinterlasten. öinrsvcriLttt vom 24. Januar 1914 der Mitteldeutschen tzörediibanir lUltienlaprtai ». ».rierveu 'M. 7ü 666606 gegründet 1800 . Franimrree L>»r,e. 4"/» Reichsanleihe 88 23 Richweiler Bergw. „ 221.70 O‘h’1. 86 63 Bochumer Guüsralil „ 231.-0 * 3'/. ,7 — Gei euitrch.oergw.Att. 183.— " 3 1 /, •/, Preuß. CvnsolS 86^0 parpener Bergbau m l&d.*/, ' »•/. 7,. 10 4 )ambg. Amt. ^aL m 13...30 4 "/. Heßen 86.. 5 iKUcbö. Vloijo „ J14 * 83 70 Dertiner Handels Aru 1.39 „0 * 3*/. .. .3,80 Atrnetd. Grebitv. Akt 118.7)8 * 4*/. Ocstcrr. Goldrente 88.— darmstadt. ^ant H 118?,. * 4 l l, „ Stiverrenre 8,.,0 deutsche van« „ 262.50 4 °it ilnuat. Golorenre 83.40 '^eulich-AsialilcheBan Ii858 * 0 . .. iiionenreme 83.10 Dislouto ätomm. Aul. 181 — " 5 „ Portuaiejen Serie l 62.n.) dresdner 'Lmnl Alt. ; 4 „ „ „ ill 04.90 OejL GreditaniL Att. 203 4 ■/,•/. Rügen o. lMUo 98.8 . ^ombaroeu m 2.- 4«/. . . 1M02 80. „U Xt|cl)»Ubet|ee VL.G. M 172.5 " 4*/«°'» Japaner 81.60 C' 0 |t«c.ctaa«bal)u H 154 25 " 4-1, Türken von 1803 8 1 .10 Hüch>r. oaroiverte „ 62,2a ' 4°/»Adm,nisti. Türten , 7 .60 VM)ciu. i3 - aüi. Vilbctt lf 447,hj Lürkentoose wt. 168.68 lttutgerswerre „ 195 70 * 1 Griechen v. 1880 otcaua bvoniana „ 14J — ' l 3 /.% ’Diououol-Ojncdi. Phönix Bergo. „ Uü50 ' 3°/ 0 Bucn.-Äir.Pr. 3ml. 68',. Grtesyeim iLlettron „ L90— ' * 3-,»» toilüefüJiejitaucc ^ZeUslo,, rvatdt)0s „ 4 1 /,/, Atex. üinl. 71.Kl ^oiAverioniuiigs-^nd. 314.-5 " 4‘it‘i« Chinesen 8,.30 traurayüte H 1^6.— " Buderus 0.-U8. Aer. 112.80 PrivatdlSlont m rr.^,1. " Schuck. Eicltr. euc,. . U5.'/. „ jLenoenz: schwach. ^frlinet Börse. Berliner Handels Ant. 158?/, n Beulsche '-öcuit Vitt. i.5 -. J / 8 „ iDVJt. Aioimuanöit Vlnt 191 % M ioaut Vitt. 154 % „ Pet.^ut^andelsd.Att. 2ü5. 7 /« i»üu|/oaiU 1- a.^anö. ¥L 102. 5 /* „ t:d)u»Uuug Vs. Vjj. Vitt. 12 .5U „ Baltimore u. Ohio 9- . s /* „ Kanada Pacific Vitt. 210.*/* „ Prlnce Henrl iS. B.Akt. —.— „ Türlenlooie ibL 16^25 „ Xr’onJö-.ur Atchi.on Topeka DoU. 16 . Southern Paclstt „ loJ.25 Vi-yrcago Uuxt osl. .. 16 . : /« ÜJüil.J\an;.u.Xe^.iK. „ L4. 3 /* Union Pacific. .. 1‘iG.V* U. o. Steel Cominon,, 07. 6 /» 4>micnlohewe:te Alt. 1*22 V* , L7eutsch-VuxeuUr.B.Akt. ]..5. 7 / e . Vaurahüne ’-aU. Jöü — , Cüt’i|a)lC|iCi \£. Akt. 8^.50 „ Phönix Bergbau Akt. 24d. 1 / h „ 'jiombadjci ^>üue „ loö.oii H VZ>cliclnirHen oergw. 4L 191?/« „ Harpenei. Bergbau 16 >.— Allg.^^l.iLie>etticy.AkL 2ÜU.7Ü , Clemens u. ^-aisteAtr. —.— Tendenz: schwach. ^»or.e. Amatgamateo a.opp. Doll. 79.- ^attered tr.o«npuny V>H. 9.— >La,tztano Proprte.ari) „ 2.25 wotdiields 2.^2 jtani) Annes .. 5.'/. ^)e oeers tr^rn olid 16.90 Bis Deposttenlialle Ariedderg i. A. cmpiiehll stch zu- Termittkog aller hunkuiiissi^en Oescliäi'tc An- »nd Verla»! von Weripapiercn an allen Bö^ en. Errichtung raubender Rechnungen und proo>,ions.re j,r Scheck-Lonti, Umwechslung von Coupons und -orten. Annahme von ostenen und ver chtopenen Depots, Entaeaennahm« verzinslicher Spar-unniagen