fliumuev 17 Alit;wollt, den LI. Januar 1914. 7 . Jaljr.ianli II« «iUu« e« 9 «»,f.u.o»~ fiidjtml |t»«n iUittltag. Regelmatztg, Beilagen „?nr ganrr «o» «esse»-, ,.yi« Kplnncknde". «e.agoprei.: Bei de» Past«nstalten viertel,ährllch Mt ,.!Ü m M» IfltnUa «lonallld) 60 «f«. fitn,u tritt t'oltgebuöi «de, Trägertohir. -n,eigen: Grund,eile 28 P,g„ lokale >5 P,g„ An,eigen von »uswin, «erden durch Po'lnachnahm« erhol»I, _ «rsüllun^att Fried»»,«. Schririleitnn, und Kerl», Friedberg (Hellen), Hanaueeltras,« ,2. Ferwprerher < 8 . Poilich-ckE.nta Ne. «kl.',!,. „Mt Fec-nftue, , »I Dlebrrsrcht. — D« Probefahrten de, »Z. 7* find nunmehr beendet. Gestern vormittag wurden »um ersten Rial« vom Luftschiff au» Fallichirmoersuch« unternommen. Die Experimente ge- la->gen vorzüglich. — Zn Wie» ist der dritte Fall von echten Blattern konstatiert worden. Es handelt fich um das «jährig« Tochterchen des lereits an Blattern crtranlten Bäckergesellen Holler. — Der griechische Ministerpräsident Benizelo» wird am 28. Januar in Petersburg erwartet, von wo aus er fich nach nehrtägigem Airsenthalt nach Wien unb wahrscheinlich auch nach Bukarest und Belgrad begeben wird. Russische einge- wcihte Kreis« messen der Reise de Miiristcrprafiocnien inbe- zug aus die Festigung der Beziehungen Griechenland, Scriben Montenegro und Rumänien graste Bedeutung bei. — Zn d:m gestern vormittag abgehaltenen sranzöstschen Miaifterrai wurde deschlofien, von der Kammer einen Kredit ernzusardern, um da» Le.chendegöngnis des vorgestern verstorbenen General» Picquart aus Ctaatslosten vorzunehme». — Aus Durazz» wird gemeldet. Efiad Pascha habe erklärt, dast er gesonnen sei, wenn di« griechischen Behörden im Epirus die Besrtzung durch albanische Truppen verhindern sollten, mit den ihm zur Bersügung stehenden Mannschaslen gegen dieselben zu marschieren. — Zm Konftaniinopeler Kriegsministerium herrscht eine beunruhigende Tätigkeit. Der Kriegsminifter hat den Kommandanten aller Armeebczirke den Befehl erteilt, die Reservetruppen der Zahlgänge 1880 bis 1882 bereit zu halten, damit fi, bei einem Konflikt ohne weitcrer zur Verfügung stehen. — Der mexikanische Gr minister Floren» Magon hotte als inafiziellcr Vertreter Huertas Konferengen mit dem amerikanischen Eondergesandken John Lind. Das Ergebnis roirlr von gut unterichteter Seit« als befriedigend bezeichnet, aber noch geheim gehalten. Di« Gerüchte, dast Huerta abdanken werde, werden de nieinert. General Billa befindet fich auf dem Vor- inarsch gegen Torreon. c, - » ------ . 1 vtt (tjfnfratyflrtion |utn Wehrbrilrag. Damit nicht die Furcht vor Strafe oder sonstigen Ver- mögcnsnachteilen die Beitragspflichtige» abhalte, ihr Vermögen wahrheitsgetreu nnzugeben, entliält das Gesetz einen log. Generalpardon <8 68 ), dessen Bestimmungen sehr weitgehend sind und sogar in das Steuerrecht der Bundesstaaten und Gemeinde» eingreifen. Gibt nämlich ein Beitragspflichtiger bei der eDranlagring ziiiu Wehrbeitrag oder in der Zwischenzeit seit dem Jnkrastreten dieses Gesetzes l26. Juli 1618) bei der Veranlagung in einer direkten Staais- odcr Gemeindesteuer Vermögen oder Einkommen an. das bisher der Besteuerung durch einen Bundesstaat oder eine Geineinde entzogen worden ist, so bleibt er von der landes- gisetzlichen Strafe und der Verpflichtung zur Nachzablung der Steuer für frühere Jahre frei. Diese Befreiung kommt nicht nur denen zu gute, die wehrbeitragspflichtiges Ver- mögen oder Ciukouinien tatsächlich besitzen, sondern auch den Eiben eines Beitragspflichtigen sowie denjenigen Personen, die wegen geringen Vermögens oder Einkommens keinen Wehrbeitrag zu entrichten haben. Eine erst während de? RechtsmittelversahrenS abgegebene Angabe bat nicht mehr die Wirkung des Gcneralpar- dons. Die Angaben von Vermögen mit befreiender Wirkiing könukii bei der Veranlagung zum Wehrbeitrag geniacht wer- de», also spätestens bis zur Herstellung des Veranlagungs- bezw. FcststeUungsbcschcidcs. Für de» Keneralpitrdon kommen berichtigende Angaben rnlätzlich der Erhebung von Gebühren oder Steinpeln nicht in Betracht. Ebensowenig bezieht sich die Zusicherung de- Freiheit von Strafe lind Steuernachholung auf solche bisher nerbeiuilichte Vermögens- und Einkommensbeträge, hinstcht- ich deren bereits auf Grund der Landesgefctze ein Strafverfahren oder Steuernachholung oder Nachveranlagung cin- geleitet worden ist. (finr fröBjjl. Antrkknnung för(%rll a.llrutfr. Mit den Echiiiähungen, die ein graster Teil der sage- uannten „deutschen" Presse gegen den Oberst v. Reiiter eich- let, vergleiche man daS nachstehende Urteil über dielen dcut- Ichcn Offizier, da? In der gelvist nicht deutschfreundlichen „La France militairc" erschiene» ist. Das Blatt lästt sich von ihrem Straschurger Gewährsmann schreiben: „Ich wurde kein Wort über die vielen Widersprüche in de» Zeugenaussagen vor den, Kriegsgericht verloren baden, wenn es meiir Soldatenherz nicht drängte, deni Schneid des RegimentSkoinmandeurS der Rer nieine respektvolle und verdiente Huldigung darzubriugen. Was »>»» glich von der in de» Novembertagen von Oberst Reuter gespielte» Rolle dcnken mag — und ich glaube, bas> wenig sra,>zös,scl»e Offiziere betreffs Berteidiguiig ii-cr Soldatenehre und derjenigen ihres Rockes eine so vieiibis«l>c Auffaisiing haben — es gibt keinen einzigen unter uns wetiben die 9(' t tind Weile dr-r Auslage des Obersten nicht überrascht hat. Ich stehe nicht an, zu sage», dast der Oberst v. Reuter einen vorzüglichen Ein druck machte — er ist übrigens im Aensteren ganz Soldat — als er sagte: „Ich übernehme ganz allein die volle Verantwortung für die in Zaber» leitend meiner Untergebenen begangenen Handlungen. Ich trage die ganze Verantwortung für die von niir gegebenen Bcscble. Heute steht einer meiner Leutnants als Angeklagter neben inir. Ich wünsche voll iilid ganz für ihn eiiizn- treten." Tatz heitzt eine Sprache führenl Es wird niir niemand widerstehen, wenn ich behaupte, das, man Führern mit solchen Charaktereigenschaften, überall hin folgt, wo sie einen hinführen. Der Oberst v. Reuter ist augeu- sä>einlich ein Charakter. Wieviel Führer habe ich schon kennen gelernt, die vor unendlich geringeren Verantwor- tungsgclegenhciten sich schamlos gedrückt haben. Ich denke, dast, wenn alle Obersten der deutschen Armee ihre Verantwortlichkeit in solchem Grade cnis- sassen, die deutsche Armee gut geführt ist . . prcnknlcher Landtag. Abgeordnetenhaus. 7. Sitzung. 28. Zanuar. kl Uhr. Der Gesetzentwurf über die Zuständigkeit der Eerichls- schreiber der Amtsgericht« für die öffentlich« Beglaubigung einer Unterschrift wird ln dritter Lesung angenommen. Fortsetzung der Beratung »cs Landio. Etats. Abg. v. Morawski . Dzierzytraj « Bie^olle oder Futtermitteljöll« ausgehoben werden. (Sehr richtig! u. b. d. Rail.) Di« Behauptung, dah der Bauer »ein Zntereffe an den «eireidezölle» habe, läht bck> nicht ansrechterhalten. Auch der Bauernbund tritt für di« Ge kr erd«,alle ein. Wen» Sic (noch links) nnsern Bauernstand erhalten wollen, du n rütteln Sic nicht an de» bervährien Grnndlagcn »nserer Wir'» schaftspoliik. Witr halten daran fest »nd hosfe», datz sich au t, in Zukunft daftir eine Mehrheit finden wird. Uneinigkeit in den bürgerlichen Parteien schadet, sie muh vermieden werde». (Beisall). Nachdem Abg. B r o r s (3tt) über di« langsame Feststeb lung der Wildschäden Klage geführt hatte, bezweiselte Ale ordnete Dr. Pachnick« (Fortschr.), datz wir uns dem Ziel der Fleischversorgung im Znlande nähern. Die Vermehr!» g des Viehbestandes halte nicht Schritt mit dem Anwachsen der Bevölkerung. Aufhebung der Fnttermittclzöll« sei nöig. de, verlange auch der Bauernbund. Mittwoch 11 Uhr Fortsetzung. — Cchlntz 4?» Uhr Ucntldicv lUirifotrtr». Ter Reichstag desatztc sich nin Dienstag zunächst tnit citior kurzen Anfrage deS Abg. Crzbcrgcr (Zentr.) bekr. der Vereinigung Berliner Schutzmänner, die vom dortigen Polizeipräsidenten verboten wurde. Ministerialdirektor Lrwnld erwiderte, dast die Aaae- lcgenheit 51111 t Beamte,rrccht gehöre und für den Reichskanzler kein Anlatz zun, Einschreiten vorliege. ?l»f eine Ergänzung der Anfrage empfahl Geheimrnk Lrwnld, die Frage bei der Etatsdebatte zur Sprgche zu bringen. Nunmehr setzte da« Han« die allgemeine Erörterung des Etats für das Reichsamt des Innern fort. Abg. Krätzig (Soz.) meinte, datz alle Reformen nur nuf deni Papier stehen und verlangte eine Regelung der Rechtsverhältnisse auf dem Lande. Die Landarbeiter leien widerstandslos der Ausbeutung durch die Grotzgeundbesttzer aus- gcfcht. Man gebe mit de» Leuten wie mit Dieb tim. StatSIekretär Nr. Drlbrück: Boi nieinen Vorbereitunaen auf die Verhandlungen meines Etats i» diesem Jahre sind 167 Einzelsragen bearbeitet worden. Ter gestrige Vorwurf, datz wir uns nicht die geringste Mühe geben »ad uns tun die Wünsche de? Reichstages nickst kümmern, ist ungerecht Inzwischen sind »och 20 weitere Fragen hinzugekommen Wenn ich versuche» werde, den roten Faden zu entwirern der durch die bisherigen Debatten geangen ist, so trete» wesentlich zwei Fragen in den Vordergrund, nänrlich: Wat wird mit unserer Wirtschaftspolitik? Wir müssen unklar sein, datz wir bei der Ausdehnung der Krankenverliche- ruug bis an die Grenze deS Möglichen gegangen find. »Sehr richtig!) Die Verhandlungen waren keineswegs oberflächlich und leichtfertig. Es ist vielleicht nie rin Geletz so sorg- lorn vorbereitet worden, wie die Krankenversicherung. Wir liabrn Kommissare durch da? ganze deutsche Reich geschickt, um die Verhältnisse zu prüfen. Wir sind dabe! zu dem Er- grbnis gelangt, dgtz die Zeit gekommen ist, um die Kran- kenversicheritng nnch nns dom slachen Lunde rinziifiiftren Der grotzen Schwierigkeit^» werden wir Herr werde» kennen dank der grotzen Erfghrnngen. die wir besitzen. Totsächlich ist also di- Frage der sozialpolitischen Versicherungen zu einen, grtoissen Abststlutz gelangt. kZurns b. b. Soz : Arbeiislasen- verstchrriing!) lieber die Arbeilslvsenvei'sicherimg babe ick seinerzeit erklärt, datz ihr znrzeit »nüberwindkiche Schwie rrgkeiten entgegenstehen, und datz sie im übrigen einen an dcrei, Charakter trägt als die sonstigen Versi.chernngen W> : Kenntnis von der Tätigkeit im Reichsamt de? Innern und in den Lnndesbcliörden während der letzten Jabre bet. der wird ziigcben müssen, datz nicht Stillstand geherrscht bet, sonder» mit fabelhafter Hast gearbeitet wurde, um alle Gest tze zu deu> Zeitpunkt durchz'tführen. den der Reichstag und wir gewiiuickit habe», obloohl wir »ns der »ngeheuren Schwierigkeiten belvirtzt nmien. Mit der Einluhrung der Verficherungsäutter ist die Selbstverwaltung in das Gebiet der sozialpolitisch--,, Berfichening eingeführt worden. Ta- mit hat die Selbstverwalluug Bürgerrecht gewonnen in unserer Verivnltuugsorgauisatioii. Wir besitzen jetzt eiaen Stab von Beamte», der fich in sozialpolitilchea Fragen in viel höherem Matze eingearbeitet hol, als cs bisher möglich tvar. Tainit ist aber auch die Turchdringuiig des ganzen Volkes mit den sozialpolitischen Dingen durchgeführt, euS dcnen unsere Gesetze bervorgegangcn sind. Datz unter sol- chcn Umstanden eine Pause i» der l«sesetza>'bu»g eiutreten mutz, ist sclosw.-rstäudlich. Die zn-eite Beickm-erde richte! sich darauf, das, nicht genug zum Sck.utze von Leben und Gesundheit der Arbeiter getan weide. Dagegen sei erinnert an eine ganze Reihe von Fortschritten ans orgauisatorilchr», Gebiet. Wir haben hb Möglickchnt gegeben zu», Erlntz von Verard- niingcn. zum Schutz von Lebe» und Gesundheit der Arbei- tcr auf Grund der allzemeincn Beitimmiingen der >'!e. werbrordnimg. Die Lande, zentralbchörden tönnen jetzt eingreifen, wenn es der Bnndesrat nicht tut. ebenso die O cts- polizeibehirden, falls die LandcLzentralbehörden tt■ • ‘'t ein- greisen können. Wenn dazu »ock, erwähnt wird, datz »euer- dings in Preutzea die Eiewerbcauffichtsbeailite» zu > acm unniitelbaren polizeilichen Eingreifen b-fugt sind, p' »-i-!, 9ft. 1? Cfi<* r mnn jiiQcbm muffen, daß auch für bcn Schutz von Loben und Gesundheit der Arbeiter unendlich viel geschieht. Was uns zu tun bleibt, ist Tetailarbeit des einzelnen Beamten und der Behörden, Nur aus dem Gebiete des Koalitionsrcchts liegt ein Problem vor, Tie Koalition, die Organisation hcherrscht unser ganzes öffentliches und wirtschaftliches Loben, die Verbaltnisse zwisckten Arbeitgebern und Arbeit- nehmern und hat tatsächlich die wirtsck)aftlickn-n Grundlagen unserer Volkswirtschaft verschoben. Sie greift ein in die Frage einer Syndikatsgesetzgebung, des Snbmissionswescns, der Monopolisierung der Kaliwerke, des Kalisyndikats und der Verstaatlichung der Koblenwerke, in das Bestreben der Bundesstaaten durch Verniebrung ihres Besitzes von Wäldern Einfluß auf die Preisgestaltung zu gewinnen. Alle diese Fragen sind auf demselben Boden gewachsen. Das freie Spiel der Kräfte ist weder in der Theorie noch in der Präzis wirksam: an die Stelle der freien Konkurrenz der Unternehmungen ist der Kampf einiger weniger großen Organisationen. (Sehr richtig!) Für unsere Tätigkeit auf sozialpolitischem Gebiete baben sich neue Wege geöffnet, dabei sind auch neue Ziele emporgewachsen, die zu verfolgen und zu lösen unsere selbstverständliche Pflicht ist. Es ist aber ebenso unsere selbstverständliche Pflicht, sowohl des Reichstage? als auch der Regierung, sich nicht zu weit treiben z» lassen. Da? bedeutet nicht so einen Abbau unserer Sozialpolitik. Im Gegenteil, ich glaube mich mit diesem ganzen Hause darin einig, daß eine gebildete, gesellschaftlich und wirtschaftlich gut gestellte Arbeiterschaft eine der Säulen ist, ms der unsere Industrie lind unser nationaler Wohlstand l-t. (Beifall.) Ich bin mir vollkommen klar, daß nur auf eser Grundlage die Pflege der sittlichen und vatcrlän- chen Ideale betätigt werden kann, die ein Volk beseelen ässen, wenn da? Ganze nicht Schaden nehmen soll, (Bei- ll.) Eine verständige Sozialpolitik — ich betone ver- ändig — ist nach meiner Auffassung eine der Kraftquellen är das- deutsch« Reich. (Beifall.) Unter einer verständigen Sozialpolitik verstehe ich eine solche, die nicht nur dem Arbeiter, soiidern auch deiii Arbeitgeber das Seinige gibt, die chm d>,s Maß von wirtscliaftlicher und moralischer Ellbogcn- frclheit gibt, um die großen Aufgaben zu erfüllen, die unsere Industrie bisher erstillt bat und in Zukunft in noch höherem Maße erfüllen muß, um ihre stolze Stellung in der Welt zu behalten. (Beifall.) Eine vcrständ'ge Sozialpolitik muß in den Grenzen des wirtschaftlich Möglichen bleiben. (Beifall.) Der Umfang der Betätigung aus sozialpolitischem Gebiet niuß nn Einklang stehen mit der allgemeinen Wirtschaftspolitik. (Beifall, Zuruf der Soz.: Phrasen I) Das sind keine Phrasen. Sie werden mir doch zugeben, daß jemand auch anderer Meinung sein kann als Sie (Heiterer Widerspruch rechts), und daß es Pflicht der Regierung ist, die T inge anders zu beurteilen als Sie (Lebhafter^Beifall rechtst, da die Regierung nicht die Interessen einer einzcl- >ien Partei, sondern die Interessen der Gesamtheit wahr- nimmt. (Lebhafter Beifall Zuruf der Soz.: Knecht der Unternehnier!) Ob Sie mich Knecht der Unternehmer oder sonstwie nennen, ist mir ganz gleichgültig: es wird mich nicht hindern, das zu tun, was ich für richtig halte. (Lebhafter, anhaltender Beifall.) Bezeichnend ist ein Vergleich zwiickn'n Deutschland und unseren großen Konkurrenzlän- dirn, Frankreich, Großbrftannien und den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Der Vergleich zeigt, daß Deutschland in feinem Gesamthandel noch 1891 mit Frankreich und den Vereinigten Staaten von Nordamerika aus einer Stiisc gestanden hat, und daß es von Großbritannien um riind 75 Prozent übertrofsen wurde. Deutschland hat Nordamerika und Frankreich weit übersliigelt und ist dem britischen Kesanithandel nahegerückt. Der britische Gesamtandel übertraf 1912 den französischen um 92 Prozent, den merikanischen um 44 Prozent und den deutschen nur um IG iozent. (Hört, hört!) Dieser doch gewiß getvaltigen Gut- ickelung unseres Außenhandels entspricht auch die Ent- ickelung des inneren Marktes. Ein Bild für diese innere rntwirkelung ist die Steigerung der ländlichen Produktion, der berg- und hüttenmännischen Produktion und die ungeheure Zunahme aus dem Gebiete des Verkehrswesens. In welchein Umsange sind nun die Arbeiter an diesem Wohl kann, bestreitbaren Ausschwung beteiligt? Dafür einige Beispiele ans der Einschätzung zur Einkommensteuer in Preuße», Das zu den direkten Steueni in Preußen veran- laate Einkommen über 900 «H betrug 1892 5704 Millionen. 1902 8560 Millionen und 1912 15240 Millionen. (Hört, hört!) Es ergibt sich, daß dieses große Kapitalvermögen sich keineswegs nur in den Geldschränken der reichen Leute an- gesammelt hat, sondern daß die Gcsamtbevölkernng bis in die fin-ilf d"sHandarbeiters hinein au dieser Einkommens- Vermehrung beteiligt ist. denn die Grenze von 800 M Ein- kommen wird jetzt bekanntlich von dem Einkommen eines lwotzen Teils unserer Arbeiterschaft längst überschritten, («ehr richtig! und Lachen der Soz. Zuruf: Das sind ja alles nur relative Zahlen!) Warten Sie nur ab, Sie kennen mich doch als gründlichen Menschen. (Heiterkeit.) kor Einkommen ist in zwanzig Jahren um 167 Prozent gewachsen, während die Bevölkerung nur um 34 Prozent ge- endifcn ist. (Hört, hört!) Die Sparkasseneinlagen sind im Durchschnitt gestiegen von 594 M im Jahre 1892 auf 882 JL im Jahre 1911. Die Veranlagung zur Verinögenssteuer in Preußen ergab 1895 ein Gesanitvermögen von 63857 Millionen Mark, im Jahre 1013 101 577 Millionen Mark. Ich danke Ihnen, daß Sie diese Zahlen so geduldig angehört hoben. (Heiterkeit.) Als wir im Jahre 1911 die Bilanz unserer finanziellen Kriegsbereiftchaft aufnahmen, da haben wir eine gewisse Sorge gehabt, ob wir den damals besrie- digcnden Staad würden durchhalten können, wennn die Kris« I innere Zeit dauert. Die Krise hat iechs Wanate oe- yl«»e rageszeUNN«. den zi. Sunn a* HU- dauert und ist dann durch die Balkankriefe abgelöst worden. Und trotzdem ist unsere finanzielle Bereitschaft am Schluffe dieser zweieinhalb Jahre schwerer internationaler .Krisen stärker, als ste zu Anfang war. (Lebhafter Beifall rechts.) Das ist ein schlagender Beweis für die gute Siftiotion unserer gesamten Volkswirtschaft. Meine Ziffern beweisen klar, daß trotz der steigenden Lebensmittelpreffe aiich der kleine Mann in Deutschland in den letzten zwanzig Jahren in steigendem Maße in der Lage war, sein Vermögen z» vermehren. Die Arbeitslöhne der bei der preußisch-befsischen Eisenbobngemeinschaft beschäffigten Arbeiter sind 'im mehr als 50 Vrozent innerhalb der letzten zwanzig Jnbre gestie- aen. (Hört, hört! recht? ) Die Statistik »eint auch sonst ein Stciflen der Löhne. Selbst die gewerkschaftliche „Holrarbei- terzeitung" schrieb am 2. August 1913: Der Fortschrittler geht freilich nicht von heute auf morgen. Zeitweise tritt sogar ein Rückschlag ein, wenn infolge der verfehlten Dirt- schnstspolitik (Sehr richtig! link?) die Lebensmittel so em- vortchnellen wie in den letzten Jahren: aber die Hebung der Lebenshaltung ist doch unverkennbar. (Hört, hört! und sebhafter Beifall rechts.) So urteilt ein gewerkschaftliches Blatt, das ja den Herren Sozialdemokraten sehr nahe steht Eine im Aufträge der englischen Union of Trade veranstaltete Enguete bestätigt die für nn? interessante Tatsache, daß auch im Ausland eine Steigerung der Preise der notwendigen Lebensbedürfnisse einaetreten ist, die unserer Preis- steigerung nicht nachstebt. Da? ist besonders beaierkenswert. da ja England ein FreibandelSlaud ist, die Preissteigerung also nicht auf die Schutzzollpolitik zurücklelührt werden kann. Aber selbst wenn die Preise in England weniger ae- stieaen wären als bei rrns, lo tvärc das doch rückst eine Folge unserer Sibuhzallvofitik, Denn d>e englischen Arbeiter sind in ibrer Lebenshaltung nn? nm Menschenaster voraus. Wir haben in den setzten 20 Jahren mit einer rapiden Ervanston nns auf die Höhe der englischen Lehensbaltnng zn bringen gesucht, und da? batte eine kollatsale Nachfrage nach indu- stiikllen Erzengnffsen bervorgerusen. die nat>r> gemäß durch- >veg prei-ssteigernd wirken mußte. Die Statistff widerlegt auch die Behauptung, daß der varübergehende Rückgang unserer Fleischvrodnstion die llrsnche eines verstärkten Körnerbaue? sei. DaS Mehr nn Erftägen des Körnerbanes ist nicht zurückzuführen auf eine Vernachsäistauna des Anbaues von Fntterirrrttesn. snndern nnf die bessere Ausnutzung leichten Beden durch künstliche Düngemittel, (Sebr richfta! rechts) Es ist bebanptet worden, daß unsere Wirtschaftspolitik eine Vernachsäisignng des Fnftermittelanbanes und damit eine Berringening der Viehprodicktion berbeiaeführt bat. Diele Bebaiivtring stüvf stch aus saliche Voranssetznnaen, Die Vieh- zäblnng Nan 1907 ist erfolgt nach einer reichen Ernte von Futtermitteln, die Zsiblnna von 1912 nach einer schweren Mißernte und nach einer verheerenden Viebienche. Daraus orksört sich dar Rückgang des Viehbestandes zwischen beiden Zählnnaen. (Sehr richtig! recht? lind im Zentrum.) Ban 1912 bis 1913 ist lchan wieder eine Steigerung des Viehbestandes zn verzeichnen hei Rmdvieh von 3,8 Prozent, bei Schweinen von 16.7 Prozent (hört, hört! rechts) und bei Zieoe» non 3 7 Prozent. Weiter bat man behauptet, durch die Einfiihricheine würde einieitia die Ausfuhr von Roaaen gefördert. Aber das Svstem der Eiistnhffck'eine erniöalickst e? den Prodi»enten. ihr G"0'eida Hort nn»»bwken. wo üe am besten verkaufen können. Das ist wirttchottstch vollkommen einwondkr«!, «ine Konfeouen, wirftchostNck'.geoar'n.cgszber Perbästniste. Die Einfnbrfcheine si"8 keine Ansstibr- vrämien. fond"rn neben ladiak'ckr Hie Möglichkeit, Gstreide -m-7 P)estn,orktvreffe möafichst schnell abrnsabag. rNari'Ve linrz gnfvmnr'rna rechsta.) gf,,?.s,,vr Heilstckren Raao"Ns wird nicht erleid durch E'nlnhr aiissänd'ichen Rangen?, snndern van Weizen, Der Verbrauch van Weizen ist grstieaen und daran? ergibt stch di ' Möglichkeit. Roaaen anszukübren. F., großen Teile,, Deilttchsgnd? nu,ß Roaaen gebaut werden. Weiienanban ist dort nicht möglich, liniere Wirffchaftspoli. tik bat im oonzeii zweifellos groß» Fortschritte in Deutschfand geschasie». Sie bat u»S feit 30 Jahren ermöglicht, die Soziafvolitik. wie wir es getan Haben, durchzufübrsn. W>r baben demgemäß gar kein Interesse daran, an den Grund- laaen unserer bewährte» Zoll- ii»d Wiistchrftsvolitik zu rütteln. (Lebhafter Beifall rechts.) Die Negierung vertritt nach wie vor die blnsicht, daß unter di hcri^er Zollschntz im allaemeinen genügt, daß ec aber aiitrecksterbalten werden muß, und daß die Richtung unserer Wirtichaftsvolitik im wesentlichen dieselbe bleiben muß. (Beisoll.) Insbesondere muß der Landwirffchott der Zollichntz nach wie vor erhalten bleiben. (Beitoll.) Bei dei schnellen Entwickelung der Volkswirtschaft Niag liniere Zollpolitik in manchen Punkten nickst mehr genügen. Andererseits sind auch Fordernnaen aiif Herabsetzung der Zölle laut geworden, der Zolltgrif lei nbziiänder» und die Handelsverträge »inzuschränken, Aiich ist der Rcichsverwaltnng nicht nnbe annt. daß einzelne Unebenheiten einen Ausgleich erviünscbt erscheinen lassen, und daß die Entwickefting der Technik eine Reibe Ergänzungen im Zalltarisscheina »öt'g macht. Es bandelt sich dabei überall um Einzell,eiten, im großen und grünen aber entspricht der gegenwärtige Zustand durchaus de» Wünschen der deutschen Valkswirtschaft, Da? Ziel muß sein, die bisherige Wirtschaft?- und Handelspolitik auf gesicherter Bahn fort- ziisiihren. Soweit sich zurzeit übersehen läßt, wird für uns keine Veraillast'.ing vorliegen, durch Kündigung der Tarif- Verträge ovn 1906 den Ansiaß zur Neuregelung der HandclS- bcziebungen zu geben. Es besteht daher einstweilen nicht die Absicht, dem Reichstage eine Novelle zum Zolltarif vorzulegen. Wen» die Dertragsstaaten sich mit uns einigen wollten, so würde der bestehende Zustand allen Verhandlungen zuqrunde liegen. Wird vo» ihrer Seite das Vertrags Verhältnis oekündiat oder ihrerseits Tarifänderunaen »or- genommen, dann werden die Verbündeten Regierungen nicht zögern, diejenigen Maßnahmen zu treffen, die erforderlich sind, lim die Interessen Deutschlands zu verteidigen und Angriffe auf den derzeitigen handelspolitischen Besitzstaiii nbzuwcbren durch Verbessernngen in den bestehenden Tori fen, die als notwendig anerkannt sind. Ich wiederhole noch mals, unsere Wirtschaftspolitik entspricht ganz unserer So- ziaspolitik, beide stehen in engem Zusammenhang. Beide in dieser Beziehung zueinander zn haften und weiter p führen, das wird unsere Aufgabe sein. (Lebhafter Beifall? Abg. Chnisirnt (Zentr.) besprach die Lage Mittelstandes und forderte Unterstützung desselben durch die Behörden und Verbot des heimlichen Warenhandels der Beamten. Ministerialdirektor I>, Caspar teilte dazu mit, daß auch vom Reiche ein Verbot des BeamtenhaudelS ergangen sei, Abg. I)r. Böhme (Bbd) begrüßte den Aufschwung der Viehzucht. Mittwoch: Fortsetzung der EröffernnK. ?ae»t!ch«s lleidi. :: Wieöerausnahme tjc t dentsch-sranzSsischen Vnrhandk-in- gen. Die „Köln Ztg." meldet aur Berlin: Die franzi,,,' Finanzunteihändlei werden voraüssichilich Anfang nächste! Woche nach Berlin znrüükehren, um mit ihren deulfchen Kol legen die Besprechungen tn den kkeinasiatstchen Bahnftager wieder aufzunehmen. Buch der türkische Ftnanzminiiter Dja, v!d Bet beabsichtigt, nach der Beendigung der Pariser Verhandlungen über di« neue türkische Anleihe nach Berlin zu,lickzukehren. um hier di« deutsch-türtifche» Besprechungen ZUN! Abschluß zu bringen. :: Ewe bemerkenswerte Red« »es bayerischen Kriegs- Ministers. Am Schluß der gestrigen Sitzung der Abgeordnetenkammer kamen di« Abgeordneten Leibt (Ztr) und Dr, Dirr (Lib.) auf di« auf dem Preußentag gegen die bayerische Arme« gefallen« Aeußerung zurück und verurteilten die Angrisse, Hierauf ergriff der Kliegsminister Frhr. v. Kreß das Wort und erklärt«, er müffr die Nachrichten über diese Aeußerung für tendenziös halten. Wenn sie sich aber als richtig erweisen sollten, so könnte er ein« solche Aeußerung nicht scharf genug brandmarken, Ei« würde ein« völlig unbegründete Verum gtimpsung der glorreichen Erinnerung an die bayerische Arme« enthalten, die gerade in den Kämpsen von Orleans sich aus das Heldenmütigste geschlagen und mit unvergänglichem Ruhm bedeckt wurde. Er habe diese Aeußerung noch dazu aus denr Munde eines höheren Offiziers auf das tiefst« bedauert und eine solche Aeußerung gegen die bai^rische Arme« müsse er aus da» Entschiedenst« zurückweisen. Die Erklärung des Kriegs- Ministers wurde mit allseitig lebhaftem Bestall autgenommcn. :: Gegen den Zigaretten-Truft. Dl« Haussuchungen bei der Georg A. Jasmatzi A.-E., Dresden, die gestern erfolgten, waren nicht dt« einzigen, dl« in diesen Tagen vorgenommen wurden. Vielmehr sind noch bei anderen Dresdener Tabakfirmen Haussuchungen vorgenommen worden. Es handelt sich um ein gerichtliches Vogrehen gegen den englisch-amerikanischen Tabak- trust, Ossenbar sollen die Verbindungen des Tabakirustes, über den ja auch eine Enquete im Rcichsamt de» Innern eingeleilei wurde, aufgedeckl werden. Die Beamten, dl« hierzu hinzugezogen wurden, wurden vorher von dem Untersuchungsrichter eingehend instruiert und besonders auch auf ihren Diensteid hingewiescn, Ungarn. :: Der Bndapestcr Ptatzkommanbant gegen Mode-Ezzen trizität. Laut Bläitermetdungen hat der Budapester Platz, tommandant General Fekele an die Treppenkoirmandantcir, Militärbehörden und an di« Chefs der Milltärinssttute ein, Verordnung heransgegebrn. in welchen den Herren Offizierec und Mititärbeamlen der Befehl gegeben wird, ihre Damcr von Mode-Exzentrizitäten zurückzuhnlten, Dis Offiziersdamer werden ersucht, sich innerhalb gewisser Grenzen in ihrer Kleidung zu bewegen. Angeblich soll der General bei einer kürzlich abgehaltenen Festlichkeit in Offizierstreisen die Toiletten der Damen zu sehr abweichend von den Anforderungen einer strengen Descenz gesunden habe». England. :: Z»e Sicherung »es Seeverkehrs. Die internationale Kon ferenz, die über Maßnahmen zum Schutz« von Leben un) Eigentum zu Wasser beriet, Unterzeichnete gestern eine Ko», vention, die schaffe Bestimmungen sür die international« Schifsahrt enthält und di« internationale Ueberwachung von Eisenbahnen und treibenden Wracks vorsteht. Aus Veranlassung der Vereinigten Staaten wurden streng« Borschristen bezüglich der Einführung drahtloser Telegraphie aus Dampf-und Segelschiffen erlassen, die mehr als bv Personen, gleichviel ob Besatzung oder Pasiagier«, an Bord nehmen können. Fern«, wurde beschossen, daß sämtlich« Schisse, die den internattona. len Verkehr dienen, oder überseeische Reisen machen, ihre F»n- kenapparale Tag und Nacht in Tätigkeit zu halten, sowie Rel tungsboote und andere Gegenstände in genügender Anzahl zu habe», Dom Batian. :: Die Orienisrage. In der Orienffrage steht nunmehr eine besriedigende Lösung in den österreichisch-serbischen Verhandlungen bevor. Der serbische Gesandle ln Wie», Jv»no> witsch, hat jetzt die Jnstnillienen firner Regierung für die Verhandlungen mit Oesterre ch-llngarn in der OricnibaHns-agi erhallen Man glaubt hier, daß dl« Verhandlungen in W e noch im Lauf« d. Mts. beginnen werden. :: Der Termin »er Räumung Albanirns. Wie die „Reichs- pofp' aur unterrichteten Kreisen effnhrt, werden d e Mächte ein« besondere Rot« der griechisch-,i Rrgrerung üdermittel». in welcher der Termin der Beendigung der Räumung Südalbo Niens bekannt gegeben wird. Es verlautet, daß der 31. Jan oder der 13. Februar als äußersten Räumnngsiermcn dezei.i nck werden wird. — In der Jnsestrag« bereitel Sic E - Greu eine Rote an die Pkorte na- «*. IT Bereinigte Landwirte. orfbfrprrilf für Lad fjombnrg u. 11mg. Die Altien-Bierbrauecei in Bad-Homburg bat uni mit- gctcilt, daß sie die im Anschluß an die Preisermäßigung des Verbandes der Brauereien zu Frankfurt a. M. ebenfalls eine Ermäßigung beim Bezug von srifchen Trebern rintreten leisen wird und zwar einen solchen von 67 M aus 62 M für den Sud. Der Vorstand. Bund der Landwirte. Am Freilag nachmittag V-.-4 Uhr, findet tn Nieder- Ne:buch in der Gastwirtschaft von Simon eine Versa m m I n n g statt, in der die Herren Landtagsabgeordneter Or. n. Helmo l t und Redakteur Hirsche! über den Wehrbeitrog und Organisationsfragen sprechen. Alle Interessenten, auch Nichtmitglieder. stnd will- binmcn. Versammlung am Freitag, den 23. Januar, abends 8 Uhr, in Ober-Cschlrach im „Darmstädter Hos". Tagesordnung: Der Wrhrbeitrag. Redner: Redakteur K i r s ch e l > Friedberg. Alle Mitglieder des Bundes der Landwirte und der Ver- .inigten Landwirte, sowie alle Interessenten sind freimdtichst ringelnden. Ans der Heimat. • Frirdberg, 21. Jan. A», 18. Januar feierte der hiestge Artillerie- und Pionier-Verein im Saalbo» den Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. Don dem innigen kanieradschastlichen Zusammenschluß gab die er- I ebcnde Festlichkeit Zcuguis. denn schon lange vor Beginn >?ar der Saal überfüllt. Nachdem von der hiesigen Militär- Musikschule einleitend gespielten Fcstniarsch. hieß der zweite Vorsitzende. Kamerad Antbes, in Verhinderung des ersten Vorsitzenden wegen Erkrankung, die Erschienenen berzlichst willkommen, wie» aus die Bedeutung der Veranstaltung hin und dankte besonders Herrn Bürgermeister Stahl, als Der- tri ter der Stobt, den Herren Offizieren des hicstgen Bataillons unwr Führung de» Herrn Majors Wenergang, dem Hirrn Leutnant Ouodde als Vertreter des hiestgen Bezirks- Kommando». den Herren Reserve- und Landwehr-Offizieren sowie den geladenen Gästen für ihr Erscheinen. Nach dem ousgebrochten Kaisrrhoch schlossen stch einige m't gelungene übende Bilder unter Mitwirkung mchrcler Musketiere der 1. Kompagnie, welche seitens des kiesigen Bataillons in ent» eoenkommender Weise zur Dersiigung gestellt wurden, an. Den lmniäristischen Teil vertrat Herr Komiker Hain. An- chtiestend wurde noch ein Theaterstück „Mein Vetter aus "'s s,-Kola" aufgefiibrt und erntete das Stück reichen Beifall. Nach Beendigung des Programms begann der Tanz unter Leitung von Herrn Tanzlehrer Hain, an dem sich Jung und Alt beteiligte. Der Tag begann bereits zu grauen, nt* die letzten Festteilnehmer ihrer Klause zuwan- d rtcn. Die diesjährige Feier schließt sich denen der Vor- l bre tvürdig an und wird allen Teilnehmern noch lange in srcher Erinnerung bleibe». • Frirdbrrg, 21. Jan. Wir werden gebeten, darauf auf- nerksai» zu machen, daß der Amtstag. Donnerstag, den 22. ds. Mts. des Großberzaglichmi Finanzamt» Friedberq infolge einer an dieseni Tage stattfindcndcn, ministeriell an- geordueten Vcrsannnlung der Amtsvorstände aussällt. Nächster Amtstag ausnahmsweise Montag, 26. ds. MtS. • Frirdbrrg, 21. Jan. Gestern Abend fuhr der Fuhr- knecht M"»d. der bei der Firma Rothschild & Co. hier Oe- oicustet ist. mit eii>eiii beladenen Wagen- von Bad-Nauheim nach Friedberg. In der Nähe der ehemaligen Gefsügeszucht- anstalt in der Bad-Nauheimcr Gemarkung, kamen plötzlich drei Leute auf ihn zii und suchten ihn vom Wagen zu zerren. Er hieb mit der verkehrten Pcittche ans sie ein »nd suchte sie bierdiircki sich vom Leibe zu hatten. Tann schlug er auf die Pferde, die im Trabe davon liefen. Als die Wegelagerer sahen, daß ste nichts anSrichten kanten, zogen sie Revolver und gaben mehrere Schüsse auf den Angegriffenen ab. die iber glücklicherweise ibc Fiel vcrsrhlten. Die Attentäter, welche die Nick,tung nach Bad-Na»beim einschlugen, werden von dem Ilcbcriallenen wie folgt beschrieben: Es trugen alle Ileherzieber. einer batte einen weichen Filzhut. während die andere» steife Filzhütc trugen. Einer batte einen schweren Pack aus den, Rücken, anscheinend ein Felleisen. Der Ucber- fallene meldete den Vorfall sofort der Polizei. • Frirdbrrg, 21. Jan 35k Maul- und Klauenseuche herrscht zurzeit in Rumpcnheim. kreis Ofienbach. tu Rleder-Wöllstabt. kreis Friedberg. und aus dem MLHIHeimer Hof bei Osthosen, st, ei» Worms. • Friedberg, 21. Jam 35k am 1. Dezember 191J vorg«. ^wmene Biebzähluug ergab für den kreis Friedberg mit 7t Drten: Rindvieh 2k 727 (25 582), kllbe waren darunter 18 772 (16 393): Schweine 40 103 (33 856); Schaf« 5 228 (5113); Ziegen 10712 (10 089 ); Kaninchen 12778. Di« eivgeNommerien Zahlen sind für das Jahr 1912. » Friedberg, 21. Jan. (Schöskngericht). Ein Ehavsfeur von Frantsurt hatte «inen Strasdcsrhl über 10 Mark erhalten, weil er aus der Kreisstratze Friedberg— Bad Nauheim mit 40 Kilometer Geickwindigtett gefahren ist. Er erbob Einspruch mit der Begründung, daß er nicht der Täter sei; er sei damals >9 Frank,urt gewesen. 35a eine einwandfrei« Nebe-iübruna »UM T»,k»j.m,N» „jttMvch, kl «1. 3«|« Hl( de» Au^klaglrn nicht mögllch war. mutzte Fmispmchun, »r. folgen. — Wegen Körperverletzung ist ein Dachbeikcrgeselle von Astenheim angrklagt. weil er einem Lehrling, der ihm nicht folgen wollte, «in Stückchen Hotz nochwars 8, erfolgte Freisprechung. weil dem Gesellen, r» Verhinderung de» Mei- ster». ei, gewiss«, Züchtigungsrecht przudilligen sei. — Ei, Taglöhner von Staden wurde wegen Bedrohung »ine, Dresch- maschinenbesitzers von Reichelsheim zu einer Geldstras« van 20 Mark verurteilt. — Gelegentlich der Gesiügelousstellung in Reichelsheim kam es zwischen zwei Reicheisheimer Einwoh- nern und einigen jungen Leuten von Dorn Astenheim zu einer Schiiigerei. Der ein, AngeNagte. ein «rbeittr von Reichels- heim, wurde freigeiproche», während «in Taglöhner von da mit einer Geldsttafe von 20 Mark davonkam. — 35k Privatklag« eine, Bahnschrriner» gegen di« Ehesrau «ine» Maurer» von Friedberg rndei« mit Freispirchung der Angcllagte« und Verurteilung de» Privattlägers zu den Kosten. — Die Piivat- klage zwisck^n der Ehefrau eine, Invaliden gegen «inen Tag, löhner in Frkdberg endet« durch Vergleich Der Angeklagte nahm die Beleidigung zurück und ttägt di« Kasten. — Ein Fabrikarbeiter von Wölfersheim klagte gegen zwei Ehefrauen von da wegen Beleidigung, zog aber sein« beiden Klagen zu- rück, woraus er in di« entstandenen kosten veruiteilt wurde. — Ein Zuckerwarenhändler von Friedberg klagte gegen ein Sieinmetzchegaar von da wegen Beleidigung. 35er Ehemann wurde mangels Beweise, sreigesprachen. dcsten Ehefrau wurde für ftrafsrej erklärt. Der Privatkläger mutz zwei Drittel, dk ongeklagle Ehefrau ein Drittel der Kosten tragen. — Di« Pri> vattlag« zwischen einem E senbahnschofsner in Kleinasthelm «nd seiner Schwägerin, einer Rangiermeisterswitwe in Fauerbach wurd« vergleichsweise «ikbißl. — Eine Arbesterrehefrau klagt« gegen einen Wirt in Friedberg wegen Bcleibsgung. Die- ser erhob Widerklage gegen die Erster«, woraus diese zu 10 MI. «nd der Wirt zu 6 Mark Geldstrafe verurteilt wurden. — Zwei weitere Sachen wurden vertagt und zwar ein« Sache von Rod- heim auf den 17. Febr. und ein« Cache von Fttedberg auf den 3. Mär, 1914. * Friedberg Fauerbach, 21. Inn. Am SnmStng Abend fand in der Gnftwirtschaft von W. Snng die Generalver- snmmlimg des Kriegervereins statt. Ter tangsährige Prä- sident Otto Loos wurde z»m Ebrenpräsidenten ernannt. Heinrich Sommer wurde zum 1. Präsidenten, Friedrich Haas als 2. Präsident und Gustav Habich als Schriftführer durch Sttmmrnmehrheit gewählt. Ter Rechner Röschen, der wiedergewählt wurde, erstattete den Rechenschaftsbericht. Es wurde unter anderem noch belchlosten, daß der Verein den „Hessischen Kameraden" für jedes Mitglied bezieht. * Beienheim, 2t. Jan. Die Gemeinde Beienheim hat da? Gut de? Herrn Rentner» Hch. Ph. Neuhardt, zirka 66 Morgen, einschließlich der Hofraite gekauft. Das Dorgeben de» Ortsvorstande» ist zu begrüßen, zumal schon zweimal größere Liegenschaften hier verkauft wurden und der Ge- meinde verlöre» gingen. Sämtliche Bürger, Landwirte und Arbeiter, billigen diesen Kauf. * Dorn-Assenheim, 21. Jan. Am verflossenen Sonntag, den 18. Januar, hielt unser Turnverein sein« erste Generalversammlung tm neuen Jahr« ab. Unter den vielen Punkten fand auch der Punkt 12 — nämlsch di« Neuwahl des Dorston- de» — setne Erledigung, auf di« man. wie immer, etwa» gespannt war. Aber man hatte sich getäuscht — Einigkeit macht stark, — und diese» alte Wort bewertete sich auch hier, denn mit Freude konnk der 1. Vorsitzende der Versammlung die Mitteilung machen, „einstimmig gewählt", und so ist dem alten Boistand wieder die Ehre zuteil geworden, ein weiteres Jahr an der Spitze des Vereins zu stehen »nd versprach er es auch, alle Zeit zu diesem treu zu hallen u»d sich besten Anforderungen zu widmen. Die kernig« Ansprache des 1. Vorsitzenden, der es ganz besonders verstand, in qeflugelnden Worten die Bedeutung diese, großen deutschen Werke, den Mitgliedern flat zu legen, enthielt unter and ,n auch den Mutrus: „Haltet aus im Sturmgebraus". Ja diesen Zuruf mutzt« man ganz besonders beherzigen, weil es gerade unser Verein ist. der noch leider all zu viel« Feind« hat, die »och keinen Sinn für diese hohe Sache pflegen. Vielleicht werden auch sic noch einmal die ll'berzeugung haben, datz ihr« Icilhertge Verachtung nur leerer Wahn war. — Auch an dieser Stelle sei ncch einmal aufrichtig unserem geistigen und körperlichen Leiter des Verein, nämlich dem 1 . Turnwart Herrn Lehrer Loh für sein« viele Arbeit und Mühe, dk er nicht scheut, um d-n Verein in seinem weiteren Gedeihen zu fördern, gedantt. linier dem echten Turncrgrutz ..Gut Heil!" auf die deutsche Turnertchast. unter deren Banner sich auch unser Verein scharet, fand die Versammlung gegen 8 Uhr ihr Ende „Gut Heil!" • Rendel, 21. Jan. Samstag, den 24. Januar, abends Vy) llhr an fangend, wird seitens des Kriegerverein? im Saale des Gastwirts Hock dahier. Kaisers Geburtstag ge- feiert werden. Ansprachen. Konzert. Gesang, werden miteinander abwechseln. Auch hält Herr Lehrer Stork z» Altenstädt einen Vortrag über die „Fremdenlegion". Wir erwarten, daß sich alle Mitglieder mit ihren Familienangehörigen bei der Feier beteiligen. Auch Nichttnitgliedcr sind sreundlichst eingeladen. Zum Schluß findet Ball statt. Der Eintritt ist frei. * Langgöns, 21. Jan. Wer beute in unser Torf kommt, dem fällt es aus. daß beispielsweise die Gänie. deren es hier sehr viele gibt, im Durchschnitt viel größer, ja fast noch einmal so schwer stnd, wie vor 20 Jahren. Ebenso geht auch bezüglich des anderen SchlachtviebeS das Bestreben der Land- wirte darauf hinaus, immer größere und schwer» Tiere zu züchten. Schweine von 5 Zentner sind keine Seltenheit mehr und Gastwirt Nern im Schwanen schlachtete kürzlich ein solches im Schlachtgewicht von 640 Pfund. • Langgöns, 21. Jon. Unser Feldbereinigung geht jetzt dem Ende zu. Die Kosten werden zum Teil in Bar, zum Teil durch Prozentobgobe von Gelände gedeckt. Au» Letz- -terem werden Masiengrundstückc gebildet und versteigert. * ltziebra. 21. Ja». Eine ante Folge hat die Webrttener ______ «eit, 8 hier schon gezeitigt, denn infolge der garantierten Strassrei- beit für Steuerhinterzieber, sosern sie jetzt richtig deklarieren sind bei dem hiesigen Finanzamt bi» beute schon 600 000 ,< mcbt angemeldet al» seither. Da der getetz'e Termin noch nicht verstrichen ist. dürfte sich da» Endresultat iwch günstiger geswlten. * Frankfurt a. M., 2t. Jan. I», Lauvtgüterhahnsi. i wurde am Montag der Güterbodenarbeiter Adam Kinkel t-eim Ranaieren so scknver verletzt, daß er ins städtische >krau- kcnhaii» aebracht werden ,»»ßt«. wo er bald da. ins per- schieden ist. daß das Bild mit Lorbeer umkränzt wird. Marimi schreitet hier die Behörde nicht ein? * Frankfurt a. M., 2t. Jan. Gegenwärtig reise» hier drei großstaatliche Baute» der Vollendung entgegen: da. Polizeipräsidium der Gerichtsneubau und der Erweiterung., ba» de? Haiiptbabnhofe». Während bei alle» Privatbautei »amhasten Architekten, Sachverständigen und nickst zuletzt auch dem Publikum da, Recht der Kiitik »nd der Mitbestimmung gewährleistet ist. bat die Oessent(i»keit über di« Pläne der fiskalischen Bauten bisher nickst da? Geringste er- fahren: sie weiß nicht einmal, wer die Errichtung der Ban werke leitet. In hiesigen Architekten, und hankünstleriscki in teressierten Kreisen ist man über diese Verweigerung de! kritische» Mitbestimmimg?recht» sehr nngehalteii, zumal man nach den architektonisch minderwertigen Vaute» de» Ostbahnbofe» und de» Polizeipräsidiums auch von dem Hauptbnhnbof »nd dem Gerickitsnenbai, eine ..Mare" von kaum Durchschnittswert erwartet. Bctonders gilt die» vom Hauptbahnbof dem EinganaStor zur Stadt, desien Formen auch beute noch nach 25 Jahren ungeachtet der beisvicllose» Entwickelung der dcnttckieil Architektur viel Frische und Lebendigkeit zeigen, jetzt aber in Gefahr stehen, durch die Anbauten ihr eigenartiges Gepräge z» verlieren. Mit Recht verlangt man deshalb die Mitwirkung der öffentlichen Kritik bei der Entscheidung über StaatSbauten. * Frankfurt n. M., 21. Jan. Dem Giftmö der Hopf ist seiten» seiner Verteidigung nahcgelegt worden, gegen den Ilrteilsspriich des Schwurgerichts keine Revision aiiziniiel- den »nd auch nicht die Gnade de» König« anziirufcn. * Frankfurt n. M., 21. Jan. Zur Aufbringung der Kosten für die Erweiterung de» Senkenberg-Mnseums be- schloß der Verwaltungsrat des Institut« die Aufnahme eines unverzinslichen Darlehens von 500 000 - ft ans Schuldscheine zn je >000 A. Die Rückzahlung eriolgt nach einem besonderen Tilgungspla» binnen 16 Jahren durch die Deutsch, Bank. * Vom Main, 21. Jan. Seitdem die bonerische Regierung die Ilmtadevorrichtungeii für die Holzansfuhr an der bayerischen Mainplätzen einer »eiijeitlichen Umgestattnug unterzog, hat stch der Holzumschlagverkehr ganz bedentcnd gehoben und den aller übrigen Wasserstraßen des Landes überflügelt. Nach den amtlichen Feststclliinaen wurden 11)12 nnf dem Main 0.55 Millionen Knb-kmetcr vom Balwtran-5- port der »mgeschlagen und dem Nbein zugefübrt. Tat Jahr 1013 brachte allerdings eine Enttänlchiing »nd bedcu- letc für den Holzhandel und die Sägeindustrie ein Fehl- jabr. das auf weite Kreise lähmend wirkte. Manckie Soge- rcicn und .Holzschneidereien am Main mußten wegen Ar- bcitLmangelS ihren Betrieb cinschränken. teilweise auch ganz einstellen. * Rödelheim, 20. Jan. Ein Dieb, der beim Kaninchen ftehlen überrascht wurde, nntzbandstle den Bestohlenen, den Oiasarb'iter Löw, mit Friistschlägen und zerschnitt ihm mi 1 einem Messer die Unterlippe. Der Dieb entkam unerkannt HesieuRnsiau. * Oberstedten, 20. Jan. Zur Steuerung der Arbeit« lcsigkeit bewilligte die Kenieindevertrelung die Bereitstelluuo von Mitteln zur Vornahme von Notstandsarbeiten. Ferner sollen in dem Gemeindesorst größere Holzföllungen als bisher vorgenommen werden. * Gelnhausen, 20. Jan. Der Eisenbahn-Rangierer Koch aus Rothenbergen stürzte beim Rangieren ab und wurde überfahren. Koch starb kurze Zeit nachher an deu erlittene» Verletzungen. • Bieveulvpl. 20. Jan. I» vericküedenen Orten des Hinter, landes wurden loliche Zweimarkstück« angehallen Al, Derbretter der Naehahmungen ermittelt« man den kausmaen R «<«rler «US Weidenau. Er wurde verhaltet. Frankturier jpelierberickit. Voraussage: Wolkig, meist trocken, Frost, nordöstlick-e Winde. Beranlworllick, i d Schristiectun,: Otto d i r i «, e l. Friedber«: für de» Anzeigenteil: Karl s 4 mt 6 t , Friedberg I. H Druck u Verlag d „Rcuen Tageszeitung" A -G . Friedberg i. H Das auf Karton autKezooene Bildnis des verstorbenen Rrichstagsabaeordneten Erllfen (Oriola (Tröste 30|24cm) ist zum Preise von Stt Pso. (franko Zuiendun» 75 Pfg.1 vom zikklag dll „llnint Ti-rsjkitms' xu beziehen. ?jr rr 9](uc Tageszettung. Mittwoch, den 21. Januar »811, Seite 4 Grosser Massenverkauf in fertiger Herren- und Knal»en-€i«arder<»H>e WW- nur noch vom Sd. bis Januar von » Uhr Morgens bis 0 Uhr ahenris. 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Zndereitnttg des öüffclflcilchcs (Sefchäftsstefle Frankfurt a. M., Mofelstrahe 6a. Teleson-Numiner 9298 Amt I. Biirostunden: Montag nachm, von 5—7. — Dienstag nachm, von 5—?. — Donnerstag nachm, von L—7. — Freilag nachm, von 5—7 Uhr Zu verkaufen. Weizen spreu bei Gustav Reuhi, Petterweil. l Partie Lpre» bei %c3oE£ filitusrEi, Nieder- AröNsladt. Simmentaler 2jiiHe 18 0 “ e Wilh. Statt, Sliederdorselden. MW ÄMlS ti ffiifi 3.14.1114 llAB.! W-SttMi-fM^ Mittwoch. Le» 28. Jan. 1914, nachm, um 1'/- Uhr soll in der Wirt chost des Herr» Otto Lindt die hiesige Gemeinde-Feld- und Waldjagd aus weitere 8 Jahre öffentiich verpachtet weiden. Bemerkt wird noch, daß der Flächeninhalt der hiesigen Gcmariung sär die Fcldjagd 1700 hessische Morgen und dag die Waldiagd in der Mark Bingenheim liegt u. 20l hessische Morgen Fläch' - inhalt hat. Weckeshcim. 21. Jan. 1014. Er. Bürgermeisterei Weckesheim ____Reich hold__ Dick«! zum Auslegen ganzerRäume. sowie Läufer. 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J«., von tt'/i Nhr vormittag» ab, werden aus den Domanialwalddlstritten Eifenlaurc 3 und 4 und Hegwald 8 und 9 der Forstwariei Langd versteigert: Nutzholz: Stämme Fichte Vb Kl. 2 Stuck e= U.42 Festm. Derb, ftangen Eschen 1 Stuck — 0,03 Festm., Eiche 6 Stück — 0,16 Fcstin. Drrmrhol«! Scheiter ttnr.: 29? Buche I. Kh. 05 Buche II. Kl. 2 Birke II. KI., 12 Eiche II. Kl., Knüppel Nm>: 19! Buche I. KI., 1l Buche II. Kl., 0 Hainbuche, 55 Eich, I. Ki. hierunter 12 Rm. 2,5 m lg., 33 Eich« il. Kl , 1 Birke II. Kl., 3 Erle, 2 Sahlweide, II Lärhe I. Kl. <2,5 m lg.) 14 Kieser I. Kl., 4 Kiese? II. Kl. Knnppcl- reistg Dm.: 41 Eiche, 17 Kieser. Aristg Dur.: 732 Buche, hierunter 510 Rm. Stammreisig, 282 Eiche lSlammrcisig), 10 Erle, 2 Lärche. Stöcke Uni.: 82 Buche I. Kl., 17 Buche II. KI, 25 Eiche L Kl, 13 Kiefer 11. Kl. Die Versteigerung findet im Saale des Gastwirts Ronthaler ,u Langd statt. Kausiiebhaber werden ersucht, das Holz vor der Versteigerung anzusehen. Blau unterstrichene Numuiern lummen nichr zum Ausgcbot. 'Nähere 9(ustun : t erteilt der Gr. Forstwar, Frank zu Langd. Eichelsdorf, 17. Januar 1914. Gr. Obersiirsterei Eichclsdorf ___ « IS alter. _ Nutzholz-Versteigerung. Montag, den 26. Januar, werden in den Distrikte» Pfingstweide »nd Sommerberg des Butzbacher Sladtwaldcs ver- steigeit: Stämme: 20 Buchen — 10,01 cbm (30—39 cm stark), 19 Buche» — 720 ebrn (20—29 ern iiark), 3 Kielern — 3,8l cbm (40—43 cm stark, Schnittholz), 17 Kiefern = 14,03 cbm (30—39 cm stark, Schnittholz). 23 Kiefern = 1424 cbm (25—29 cm stark, bis 12 m lang Bauholz), 54 Kiefern =- 19,82 cbm (15—24 cm stark, dis 15 m lang, Bauholz) 300 Fichten — 08,30 cbm (15—24 cm stark, ins 20 m lang, Bauholz.) Derbyangen: 550 Fichten — 45.52 cbm (9—12 cm stark, bis 15 IN lang, Sparten, Lcilerbäume u. (, w.),850Fichte» 30 cdm (7—9 cm stark, bis 12 m lang, Lallen- stangen ». s. w. Neisfinngen 400 Fichten — 1,50 cbm (5—7 cm stark.), 300 Fichten - 0.70 cbm (3—5 cm stark, Bohnenstangen >i. j. w.| 9 Eichen-Dcichseln. Zusannncnkunft vormittags 10 Uhr a» der Abtriebsfläch? beim Exerzierplatz. Barherigc Auskunft durch Forstwart Länrmev»- dort zu Butzbachcr Forsthaus (Post Butzbach). Kntzbach, den 18. Januar 1914. Großh. Biirgermeistercr Butzbach. __ Flach. __ Gr. M. Jlciiss, Friedbers» bringt sein reichhalliges Lager in S«.‘1ilafxi;iiin<>r-, IVohnximicirr-, Salon-, Speisc*inimer., SJerren- zimnier-Kinricbtuut'en nebst den entsprechenden Vorhängen, Tejipiehen und sonstigen zur Innen ausstattung nötigen Gegenständen in empfehlende Er innerung. Bei billigsten Preisen wird für beste, sorg fähigste Arbeit weitgehendste Garantie übernommen Besichtigung meiner grossen Lagerräume gerne ohne Kaufzwang gestatte! Beilage zur „Neuen Tageszeitung 44 3!r. 17 Mittwoch, den 21. Zarinar 1!M4. | Jntttguitn (‘»cbttthtnpe. ktrinze schnitten« Früchte (Aepsel, Birnen), Holunder-, Heidel-, Vozelbreren, Ülieinbecren, Wildweu», ui* Wachoiöerb.eren, -I. Jnniinr. ISO 1 ) Theod. Slicfenct flfb. (Diakonissenhaus.) — 1811 R. Benediz, Lustspieldichter, geh. — 1815, M. Claudius f, .Hamburg. — 1831 Achini v. Arnim. Dichter t. — 1883 Prinz Karl von Preußen t. Pogelfüttcrnrig im Winter. ' 8«de»I»t der hungernd«« »nd lrierenden Vogel! Nagel- tchlch zu treiben, bietet sich jetzt reichliche Selegechttt Nleler. crtr lieht man auf dem Land« und auch in der Stadt von vogel- freundlichen Menschen FuNerptätz« für di« hungnntden Vögel errichten, wo diese erst schüchtern und dann immer zahlrecher und zutraulicher sich einsindew Di« Errichtung von Fulter- stellen verdient jetzt rechr häufige Nachahmung zum Schutze unserer gefiederten Sänger. Nachstehend geben wir einig« prattliche Winke über Vogelsüttcuing tm Winter: Wann soll man füttern? Di« Fütterung hat mög. lichit schon im Spätherbst zu beginnen, damit sich di« Vögel an d e Futterplätz« gewöhnt haben, wenn kälter« Witterung «in- tritt. Bei Schneesall. Glatteis und Rauhfrost mutz unter allen Ilmschnden gesüttrrt werden. Di«, ist besonder« auch tm Nachwinter z» berücksichtigen: denn die Erstling« unserer zurück'eh- renden Zugvögel, wie Rotkehlchen. Rotschwänzchen. Star«, Bachs! -lzea und Lerche» leiden noch mehr unter dem Nahrung^ Mangel, al» unser« winterlichen Standvögel. Wie und wa soll man füttern? Unseren gesie- ".rtcn Freunden bekommt da, Futter dann am besten, wenn er weder durchnätzt. noch gefroren ist. E» sollte daher möglichst >-ur on Stellen gefüttert werden, die den Einflüssen der W!t. cruvg nicht ausgesetzt sind. Um solch« Plätze zu schasson, hat man dle verschiedensten Futterhäuochen und Futterapparat« h-,aestkll». «on denen d!e Berlepsch« Meisenglock«, die Bruhnschr Meisenfuiterdoje. da» Hessisch« «nd da» Hilberrdorje, Futter, hau» sowie der Schrvarzschr drehbare Futterkasten de bckannte- slen sind. Selbstverständlich kann inan sich solche FuNcrhäu». k.-rr, in e!nsack)«r Weise auch selbst Herstellen, doch sorg« man, - üi. dotz der Schnee nicht den eigenllichen Futtertisch b«. teii n kann. Für Dodenvög-l (Lerchen, Ammern, Wildhühner) lonn man einen schneefrei gemachten Platz leicht so überdachen. ctterplätz« auf der Erd« und für kleiner« Vögel überdecke nun ,UIN Schutz vor Katzen. Mardern und Raubvögeln mit Dorugeilrüpp. Man acht« aber darauf, datz die Vögel noch -llen Seiten sehen, sowie gut an, «nd absltegen können. Alte Ldrislbäum«. an denen noch die Nadeln fest sitzen, eignen sich gut al, „Berlepschee Futtrrbau", wenn man die Aest« einzeln mit heißem Fett (Talg), in welches man Sonn »blumenkerar, Hanf »nd ander« Samen. Garneelenschrot uäd Beeren (Wach- oldrr-, Wein, und Vogelbeeren) getan hat. übergictzt Wa» soll man füttern? Salzig«, oder saure, Fut. :cr ist strl, zu vermeiden: auch Sckwarzbrot. weil e, Sauerteig enthält. Für Sperlinge eignen sich allerlei Speiseabsälle. dl« - i ilit säuern, wie altbackene, Weihbrot. Rest« von Kanotten- sutter. trecken«, gelochte Kartosseln. Für Finken. Stiegbtze, Z.isige, Grünlinge, Eimvel, Ammern und Lerchn: Hanf, Motz», 5,oicr, sonstig« Getreidesämerelen und allerhand Un- t . utisanicn. Reise Distelköpf«, Weqerickstcuael und ganz« ltolbenbirse bilden eine l>«Ionder« Delikatesse sür Stieglitze und Z ist». Für Meisen, Kleiber und Kleinspechtt: Sonnenblu- inen-, Kürbis-, Gurken- und Nutzkerne. Hanf, Zirl-rlnülse, Fieisck,- und Fcllreste sind nur selten und im ungesalzenen Zu- tmnd» z, reichen. Für Amsel», Drosseln. Seidenschwänze «»> Sun«: Sve feabsäll«. Nüäsräieb« von Fettchmclz u (g>ri\). Aineiscnpnppen, Zecken, Wettzwnrm «nd alle» billige» «n» w'hrhajle, Futter, trocken«, oder mit geriebene« Möhren ober gelochtem Nei» angesenchteter Garneelenschrot. Wenn ange- feuchtet, mutz da, Futter öfter, erneuert werden, da e, fönst gefriert oder fäuett: doch kann man e, durch Zusatz von Fett für längere Zeit haltbar machen. Für kleine Schlüpfer (Zaunkönige. Braunnellen): Anreisrnpuppen, fetngemahlenr, ttocken« Earneelen, Mohn, gernohlenrr Hans: klein« Mehlwürmer mit eingedrückten Köpfen, Zecken, Weitzwurm. Für die Kräh:» und Häher fNaben, Elstern. Dohlen) damit dtef«, »on Hunger ge- triebrn. nicht den kleinen Vögel« nächst llen. an abseit» liegenden Plätzen: Fleisch. Fett, all« Speiseabsäll«. Rohe, Fleisch sollt« man nie füttern, denn nur da, dürfte der Grund sein, warum Amseln ln vereinzelten Fällen jung« Vögel geraubt haben, und Kohlm.nseu ander« Sänger verfolgen und ihnen da, Gehirn anfressen. Reden dem Futter darf aber da, Wasser nicht sehlen: «» ist gleich wichttg. datz der Vogel Wasser, wie dotz er Futter sin. det. Um da, Wasser längere Zeit vor d.m Einfrieren zu bewahren, empfiehlt sich folgende» «insache Mittel: Man nehme einen g«wöh»lichen Blumentopf, fülle denselben mit hin in Sand und stelle darauf den mit Wasser gefüllten Untersetzer. Um di« Tierchen an diesen Tr nknops zu gnröhnen, streu« man etwa, Fulttr in die Rahe. Rur mutz verhindert werden, datz die Vöglet» sich ln dem warmen Wasser baden, weil sonst spä< ter ihr Gesieder zu Ei, erstarrt. Man lege soviel klein« Steine in da, Wasser, datz kein- Fläche zum Boden bleibt. E, würde auch genügen, «in klein«, Drahtgitter, dessen Meschen so eng sind, datz di« Vögel nur mit dem Schnabel da, Jöasser bequem erreichen können, aus dem Napf zu l>escstigcn. Habt auch aus die Vogelfänger acht und lasset sie verhaften. Ans der Heimat Hesien-Rnsiin, * (tioiizenheim, 50. Jan. Das Etustav Fimk'sche Ehepaar fcicite gestern das golden; Hockizeitssest. Dem Jubelpaare wurde die Ehejubiläumsmedaille verlieben. Der Jubel» bräutigaum ist ein Veteran der bayerischen Buudestruvven aus d"M österreichisch fran'ösischen Kruge von 1858—1859. * Vom Feldberg, 20. Jan. Am Westbange des kleinen Fcldbergs im Distrikt OstaLkovß überrafchic der Hegemeister Dorn abends zwei Wilderer beim Ausweiden eines Rehe?. Die Männer ilobc» beim Anblick de; Försters, wobei sie anf diesen nicbrereinale schossen, jedoch ginnen die Schüsse sebl. Die sofort nufgenommeue Verfolgung fiibrte zu keinem Ergebnis: doch weil--» tue Spuren nach Ot-eremS. A»k die Ermittelung der Wilderer tvurdc eine Belohnung von 200 M ausaeiebt. * Höchst n. M., 20. Fan. Ter evangelische A-beiterver- ein beging gestern in 0',egenwart zahlreicher Festaäste und Vertreter auStvärtiqer B 1 d">v"r;ine lei» silbernes Vereins- fubiiäum. Noch einem F-Ogott-^bienst. b-i dem d>-r Vcr- bandspräses, Pfarrer S-b n'tt-H"chst f>r» Rr->tzs-K biekk. fand am 'Nachmittag eine afad-emstch- Feier st-itt. in deren ■ Punkt di? Ehrung v-'n eltu; Re«pj„e,i>sbilc>«en und f^riiii- dcrn stand. Ei» g aeiilche A-beiterv"-"--» ist n-cki p-t-r-nfOff-,- hör I blühenden Mittelrhcinischen Verbandes evangeiischrr Ar bcitcrvercine. E. Wirsbadcn, 29. Fan. (stanz plötzlich ist hier an 10. Januar dl. Fö. eine Persönlichkeit, der slädt,jck>r Wasser- incister F. Luhulz, gestorben, siir de» einst Viktor v. Scheffel und Wiltzcli» Jordan das größte Jnterisse gezeigt. Der it-erstorbene war der ^ohn des Professors Schniiz. eines bekannten Nassauers. Proscfsor Schulz wirkte an den (styni- »asien zu Weilburg und Wiesbaden »nd lvar ais Abgeord »etcr der deutschen Nationalversamnilung in Frankfurt a. M. gewählt und schließlich als Mitgiied des Restes dieser Versanimlung. des Rumpfparlaments nach Stuttgart mit übergesicdelt. wo es am >8. Juni >849 mit Waffengewalt c useinandcrgrtriebcn wurde. Nur dem Einfluß eines Freundes, des Inhabers der Sta»desherrfch>>itt Holzappel - Lchtnumburg. Erzherzog Stephan von Oesterreich, ehemaliger Siatthaltcr in Ungar», hatte es Professor Schmlz zu danken, daß er damals wegen feiner freiheitliche» Ansichten von der 2>afsa»ische„ Regierung nicht gemaßregelt wurde. Der Dichter Viktor Sclu-sscl. ein Freund des Professors Srhnlz, war neben den, Karlsruher Profcjfo- Friedrich Fischer, der Pathc des Verstorbenen. Scheffel widmete seinem Paten- k>nd das bekannte ..Trompeterlied." Nachdeni der jungc Schulz das (styuumsium in Wiesbaden besucht und sich hiei als wahres Sprachgenie gezeigt — sprach und schrieb er dcch schließlich neben seiner Mnttersprailie ein eleganics sranzösisch. englisch holländisch, italienisch »nd spanisch — wollte ihn Schessel dermaleinst zum Philologen niaclum, wählend ihn Wilhelm Jordc'.n, der einstige Ministerialrat bei der Marincabteilung des Franksnrtcr Parlaments für die Schiffahrt begeisterte. Schulz ging »ach Bremen, ließ sich dort im Seewesen ansbilden und schiffte von da nach Amerika ans. Hier erwarb er sich infolge seiner Fähigkeit, Tüchtigkeit und Unerschrockenheit in ganz jungen Jahren das Patent als Schissskapitän. Als Führer bedeutender Handelsschiffe unternahm er große und bes>k>iverliche Fahrten nach China behufs Teeimports. Als Schulz einige Wollten vor der Kriegserklärung im Jahre 1870 während eines län- gcren Urlaubs in Wiesbaden weilte, wurde er kurzerhand zu den 6. Ulanen ausgehoben aber nachdem man seine Fähig- keilen znr Sec erkannt, der Marine in Wilhelmshaven über- tviefcn. Nach den> Kriege kehrte Schulz nach Amerika nicht zurück. Zarte Bande, eine stolze Spanierin, hielten ihn, die aber zerrissen wurden. Noch jung an Jahren, aber seelisch gebrochen, und mit der Welt zerfallen, nahm er die Stelle eines städtiscl>en Wasscriucisters in dem Wiesbadener Kur- baus an wo er sozusagen mibekannt und unerkannt ein be- sckteideue« Dasein, bis zu seivei» am 16. Januar dieses Jahres erfolgte» Tode, führte, zehrend von stolzen Eriunc» rungen. ZUM pfluyeisrn. Ronian von M. Prigge-Brook. „ sF»r<1'»»»«> Seine Frau mußte ihm folgen, nachdem ste noch mit Jobst verabrede! batte, daß er sie früh am anderen Tage besuche. Zu Ehren des Hcimgekebrtcn gab Julie Hartmann ein Fest. Jobst sah Roie Luhn wieder. Sic war in den Jahren seiner Abwesenheit voll erblüht. Die beiden tauschten ihre Kinderciinnerungen aus und e? zeigte sich, daß Rose noch jedes Wort wußte, was der alte Eiesäbrtc geiprockn-n. Sie sahen sich nun täglich, im L'nd- murin oder bei Harts, tlnd es kam. wie es kominen mußte. Sebald und Rase Lnl»> wurden rin Paar. Sechs Monate nach der ersten Wiederkehr fand die glänzende Hochzeit im Lindwurm statt. Dem Ehebunde entsproß ein Töchterchen, nach der ?Nnt- ter Rose, zum Unterschied Roscmarie. genannt. Jobst hätte lieber einen Sobn gehabt, doch da der noch kommen konnte, s ,ute er sich einstweilen an dem Mädchen. Jahre veigingcn Rosemarie ging ins elfte und immer nach ließ der Stanmihalter auf sich warte». Rose, die Mutter grämte sich. Sie wagte ibrem Manne nicht z» sagen, wie sie unter der getäuschten Hossnung litt. Er sprach nie darüber. Er ging in seinen (stoschäften auf »nd hing on der Kleinen, an der er nichts weiter anSzusrben batte, als datz - andere Kinder. Am lieb- selbst in der Schule wußte l niif t viel auznsangcn. e sie ihre Mama, die leider immer ii hing sie dun Vater an. der n er'ä'ien. Ohm Eblers ver- . Wenn sie im Kontor ihm ind er von bei . !.'?rr >ch liebte sie Sar! :r Umrt e, o. ’.i am meist 'r d>r I ! _ iiri ff nlleS W: . ji \ [ rtc wi- i’terr >n> das siini zegecuipcr h:> ei zählte, giu Landet^ ans. Sic fühlte sich ein iiind der Finna, sie wurde ihr Idol, riwas Heiliges, deui man widerspruchslos sich selbsl und fein^ Emptinden unterzuordnen habe. Rosenlarie war zwölf Jahre, als ihr Vater erkrankte. Der Arzt schickte den Pat'enten. der Ruhe und Stille nötig hatte, fort nach Meran. Fron und Tochter begleiteten ibn. Mnn war im Vorirübling. An den Usern des wilden Passer duftete und blühte es Sebald erbolte sich und konnte mii seinem Kinde bald weite Wege in die Iv.-TÜcfv- U aaebnng macken. Tic beiden bestiegen die Burg Tnwl. kamen nach Lebenberg und Schenna. blick»'» von OSwinais in das ionniae Tal hinab. Allüberall lochte der Frübling. jchni--k'en sich P'irsich und Mandelbäuine ro^enr"t. w äbrend dw Kirsch und Pilaumei' bäunie ihr weißes Brautgewand trugen. Rose Marie lebte unter der südlichen Sonne auf F-an Rose aber vergaß jü-e Sorgen, tvenn sie ihren J-'bst an de; Kindes Seite so sröblich aus-leben sah: Jung und reii- rol . als sei er selbst Noch ein Miefe. Cr hatte sich v-.ichtig e>- holt und hielt sich sür >:ä, oergeuesen. Tie Ü! denen er »«setzte, daß sie ibn in die K''m r enlkich n. üe-Lielten frei- ltch den Kopf dazb. Cr mii»; sich noch l:> - ;! sonst fange di; alte <°rfchich'e der an '.'sti! ^-.r-'chwäche se: nicht zu spaßen. Ta es in 'Mer,m wurde, gaben sie endlich nach »nd fö n > 1 -‘ i '» nach Nauheim. Dort blich er vier Wochen I dann tvar's mit seiner (stednld vorbei. Jobst Sebold fiihfte sich wchler. wenn er fhf» auch nicht vcrhehlte, daß das duiuma Herz lciue S>i !d >tteit immer »och nicht wie früher tat. Olt erwacht; er miU"n in der Nacht, aus unruhigem Schlummer, von Atemnot gequält. In,n l'->iüch ahnte ^rau Roie nichts - con. cs hätte -br auch nicht gut getan. Das durch (ang; it Erfetntte sollt: »»n dcch noch Ereignis werden. Sie Holste, ilu Mann mit ihr. Mitte Juli kehrten die Sebalds keim, im Zcptcinber winde das Kiad gcboien, der beiß ericbnte Sobn. Jobst Sebald war außer sich vor Seligkeit, er vergaß M» Beschwerden, feie immer baiifiaet wicderkcbrtcn. et öa-l.te nur noch an seinen Sohn. Roie Marie Halle vor lstlück geweint, als man ihr das Brüderchen zeigte. Sie war alt genug, um ciiiznschen, was dieses späte lsteichenk ihrem Vater bedeutete. Neidlos tmt sie an die zweite Stelle, und liebte das Kind mit aller Liebcssähigkeit ihres Herzens. ..Daß Du den Heinz nie verläßtI" sagte ihr Vater oster zu ihr. Der kleine Jobst Heinrich wurde Heinz genana» laut Tradition, die aus einen Jobst allenmk einen Heinri- 'eigen ließ. „Vergiß nie, daß aus ihm die Hossnung d Firma b"i nht »nd daß T» dafür einstehen mußt, wenn Vater liefe Tochter sahen sich an. Roscmarie begrifs. Obwohl ihr niemand ein Wort gesagt, wußte sie mit einem Mal, ihr Vater lebte nickst mehr lange, würde nicht lange um Hei»; sein können, und dann mußte sie da sein. Annes Ding! Sie ahnte ja nickst, was der Verlust dieses Daiers anch ibi bcdeui;. Einstweilen ging es ilnn keidlich, bis aus die tranken Taue, die immer häufiger wurden. Der alle Luhn n -rd; weiß in der Zeit schwerer Sorgen. Helsen konnte er ,-iclst mehr. Jobst Sebald schleppte sich bald nur noch ans seinem Zimmer in das des 4fleinen, in dein er reqelniäßig die Mutter fand, der die Veränderung ihres Mannes entging. Sie batte so vi'l mit ihrem Heinz zu tim. daß feeS Entschliche sie wie ein Blitz ans heiterem Himmel traf. Jobst Heinrich Sebald starb. An einem sonniaen Dorsrüblingstage erloich die flackernde Lebeustsamnic jäb. Frau Roie toßle cs nicht. Ti« war so außer lick, d ß sic Himmel und Erde onklagte, und sich nicht znreden ließ. Sie versank förmlich wie in einen Abgrund von L d und vergaß sich und die Kinder vollends. Roie laric klaiinucrte sich die Etcli ' 'c in heißen, Fl bei. legte r>'-r Heinz in den Schoß, vergebens, sie wehrt- Ieik»i,b,ft! ab und bat so flehentlich: ./Raubt mir doch, da': ich nicht leben kan» »nd laßt in.-ch zufriedent" tz-ß umn sie I.'u'en mußte. Sic halte nur noch den einzigen Wnnsch: auch sterb;,- zu können. (Fortsetzi'ag soiat.) SriIr V Si'- IV 4 F. (5. WieLbrrde», 20. ^-i». st.nvr Zehre und s.-^S Monate Gcftiiignisstrase wurde» irr der ersten diesjährige» Schwirrgerichtsperiode, die am Soiustog zu Ende ging, verhängt. Zuchthausstrafen wurde» am Landgericht Wiesbaden nicht arrsgesproä>en, auch nicht in einem einzige» SsalXc aus Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt. Dein Schwurgericht standen sieben Fälle zur Aburteilung, die eine Fülle der verschiedenartigste» Strafdelikte aufwiesen. wie: Meineid. Münzvcrbrechen, Brandstistnng, Karperverlchung niit Tader-ersolg, Fälschung öffentlicher Urkunden, Betrug, Widerstand, Bedrohung, Beleidigung »sw. In einem Falle der Fälschung öffentlicher Urkunden erging gegen eine der dieserhalb Angeklagten ein Freispruch, während in einem Fell, des Meineid? der Angeklagte mit Strafloserklärung ansging. Von den verhandelten Fällen entticlen allein k>7 Prozent auf den AintSgerichtSbezirk Höchst a. M. Ke ein Fall ereignete sich in den AmtSgerichtsbezirkrn Wiesbaden, Langenschwalbach und Eamberg. Nur in einem Falle warnen bezüglich der Dauer der Verhandlung größere Anfor- derungen an die Geschworenen gestellt, in diesem erstreikte sich nämlich die Verhandlung mit einstfindiger Mittoasponse auf über 12 Stunden. Die VerhandlnngSstihrnng durch den seit kurzem hier tätigen Landgerichtsdirektor Hegener. zeichnete sich, wie auch fast alle Verteidiger in der Periode anerkannten, durch strenge Objektivität ans. Don allen Fällen ist zu berichten, daß der Gerichtshof bei den Strns- »umessungen mehr das Herz als den kalten und starren Gesetzesparagravhen, das ilrteil sprechen ließ, was auch daraus hervorgeht, daß fast jedem der Angeklagten, soweit ste in IlnIersnchungShaft sich befanden, die ilntersnchnngshaft znm größter, Teile auf die Strafen angereckrnet wurden. 4 F. (5 Wiesbaden, 20, Jan. Der Vorstand der Land- ivirttchaftskamnier für dini Regierungsbezirk Wiesbaden trat uir das Weiterbestehen der jetzt in Liauidativn besindlichen Zentrale für Diehverwertung, eingetragene Genossenschaft nit beschränkter Haftung, in Berlin, ein und ihre ilmwand» lnna in eine Gesellschaft niit beschrankter Haftung. Er ist der Ansicht, daß ihr Weiterbestehen im Interesse der Land- wirtichast liege. In Anerkennung der bisherigen Arbeit der Zentrale und zur tlntcrstiitznng der neu gebildeten Gesellschaft beschloß er weiter zwei GeschästSanstuse zu zeichnen. 4 F s Branddirektor? Fächer, mit der neiw» Dnrnpf- Writze arbeitende Feuerwehr hatte die größte Mühe, des äeuers Herr z» werden. Der Schaden ist sehr bedeutend: .nrn Gluck wurde nur der eine Arbeiter Rode im Gesicht -eicht verwundet. Auch di- fertige,, Fakirolsabrikate sind nie,st vernichtet. Darmstadt, 1 !>. Jan. Die Ausstellung zürn Kampf gegen 1 Nintz und Schund in Wori und Bild, verunstaltet non pjeue Tageszeitung, wttttwoch, den 21. 5o„uar »81«, dem „H-ffischen Polksjchrrsrenvcrein" n, den Aussteliuazsrau- nien der Künstlerkolorrie, die aus drei Woche» vorgesehen wurde, ist an, Samstag nach mittag unter sehr Icdhaster Beteiligung eröliuet wurden. Anwesend waren u. a. der Minister des Innern v. H.'!»bergt, der Leiter der Hcsi. Schnlabirilung Staais- rat Süfstrt, Provinzialdirektor Geheimrai Fey, Ob:rl-u'-sto- riatpiäjident D. Flörirrg. Bürgennetster Müller und zu c Vertreter von sonstigen Behörden, der Hochschule usw. r.er BerciiiLvorsitzend« Oderlandesgerrchlsrat Lang verbreitete sich in reiner Begrüßung jfi:r den Zweck des «Vreins, wie der tzlns- ftelUiidg, die man in der Notwendigkeit steht, den literarisch kinernatographischen Schinutz und Schrrnd zu bekämpfest „nd geeignete Mittel und Wege dazu vorzuschlogeu. In den drei Provinzen sollen im Lause des Winters 120 Wandere« ssicllvn, gen dieser Art vargefiihrt rorrden. Zur Ausstellung gelangten «mpschlenrwcrlc Zugend- «nd Volksichristen, dt« Sammlung des Dürerbunder zur Bekämpfnng der Schundliteratur. Plakate von Filmausschni.lt«», die auf die Ziels des Kampsts gegen de« Kino-Schund Hinweisen. Auch die Vsrbreitung eines gediegenen Bildcrschmvües für das Volk wird angestrebt und hatte zu diesem Zwecke der Karlsruher Kiinstlerbund eine Reihe vorzüglicher Sleinzeichnungen. Lithographien. B-dlerun- gen und Holzschinit« seiner Mitglieder zur Ausstellung gebracht. Kunstmaler P. Puhonny in Karlsruhe, sowie Leh-er Haßling-e hielte« erläuternde Vorträge, woraus Profeffor Dr. Brunner, pädagogischer und literarijcher Beirat am Polizsl- prästd.utn in Berlin, einen längeren Vortrag hielt über: Der Kinematograph von heute eine Volksgefahr. Die sehr lehrrei. chen und packende« Ausführungen wurde» durch gut« Lichtbilder in geeigneter Weife illustriert. Die Ausstellung fand den lebhaftesten An klang IN allen Kreis«. 4 Aus dcm Ried- 20. Jan. Zu dem Automobilungliick Krischen Geinsheim und Wallerstätten erfahren wir, daß am vtrgnngenen Samstag in Anwesenheit der maßgebenden Be- Hörden, bei denen die Staatsanwaltschaft durch Krirninal- kcmmiffar Repp vertreten war, eine Ortsbesichtignn.g statt- send, die ergeben hat. daß der 17 Jahre alte Landwirt A. Wilhelm, die Schuld an dem Unglück trägt. Er fuhr am Hagl'-tst-n Tage mit dem Fuhrwerk seiner Mutter der Witwe mit Eis nach Groß-Gerau, wu-de aber dort länger, wie vorgesehen, aufgehalten, da erst am Nachmittag das Eis von der Uuionbraucrei abgenoinmcn wurde. Auch der Landwirt PH. Wedel von Geinsheim hatte Eis nach Groß-Geian gebracht und fuhr sonderbarer Weise etwa 100 Meter hinter dem jungen Wilhelm, obwohl er eine brennende Laterne hotte während W. ohne Licht war. Ter das Auto führende Chauffeur K. Heldmann aus Wolsskehlen, dessen Zustand es gestattete. daß er der Ortsbesichtigung beiwohnen konnte, gibt an, daß er in der Ferne drei Lichter gesehen habe, als er plötzlich die beiden Pferdeköpie direkt vor sich sah und rasch bremste »nd nach der Seite lenkte. Da? eine Pferd sprang in die Höhe, riß die Deichsel mit sich und demvorwärtS ge- ichleuderten Ingenieur W. Schlott direkt in den Leib, fodatz er mii dem Wege nach Groß-Gerau starb Der Ebanisenr halte mit dem kaum beschädigten Auto Herrn Scholz ioiort i» das Krankehhavs gefahren. Schlott lag nach dem Zn- sammenprall einige Schritte hinter dem Wagen, während der Chaiiffeur vor dom Auto lag. Die iestgestellt wurde, iah der Chaiifiour das Licht, des hinter Wilhelni fahrenden Wagens Wedels, sowie ziocs auf gleicher Hölw mit diesem fahrende Radler, die Arbeiter Vollhardt imd Bockhardt au? Geinsheim, die von ihrer Arbeit nach Hanse fuhren. Schlott hotte sich aut einer Revisionsiohrt zur Besichtigung der elektrischen Lichtanlagen. Das Auto hatte nur eine Ec- ichwindigkeit von etwa 30 Kilometer und hat nach dem Zu- inmmenstoß sofort gehalten. Nach allen Feststellungen wird sich der junge Wilhelm wegen Körperverletziing mit töllichem Erfolg oder fahrlässiger Tötu ag zu verantworte» haben. 4 Winterkastcn i. Od., 20. Jan. Aus der hiesigen Lungenheilstätte sind am Sonntag etwa 80 dort nntergebrachte Patienten „auSgerückt", nachdem sie seit letzten Donnerstag einen Hungerstreik wegen angeblich schlechter Behandlung und des ichlecbten Essens in Szene gesetzt und sich ohne Er- feig bei der Anstaltsleitung beschwert hatten. Gestern vormittag hat eine Abordnung sich bei dem sozialdemokratische» Abgeordneten Hartmann und eine andere Abteilung bei dem Vorsitzenden der hessischen Landesversicherungsanstolt Ge- heimrat Pr. Dietz persönlich Beschwerde geführt Don a»- dcrer Seite »vird dazu behauptet. die Klage» seien unberech- tigt und nur von einigen Unzufriedene» angezettelt worden, und diese Lesart dürste wobl die richtige sein. Hellere Dorfbilder ans bem obcrhesiiichen Volksleben. Verlag: Selbswerlag bes Verfassers, Worms. Herzogrnstraße 10. — Preis 1 Mark- Rollendeste pr. Heft 50 Pig. Unter diesem Titel Hai Herr Lehrer W. Vonalt-Worms, etn geborener VogelsbcrAer, ein Volksstück in oberhessischer Mundart geschrieben, das soeben im Selbstverlag d-s Veisas- lers erschienen ist. Der Vcrsasstr zeig! sich darin als vorzüglicher Kenner oberheisischcn Volkslebens, der mit Sitten und Eebräuchen aufs innigste vertraut und sie in humorvoll.unter- holtender Weise zu verwerten weist. Das Theaterstück, das de» Vorzug hat, auch auf den kleinsten Dorfbühnen sich aufführen zu laßen, letzt sich aus vier in losem Zuiammenhang stehenden Handlungen zusammen, die sowohl einzeln, als auch zuiammen zu» Aufführung gelangen können. Der 1. Teil, eine Liebes- idylle, führt uns aus die hermatlickp: Flur, der 2. Teil i» eine humorvoll« Gemeinderatssitzung, die deil VoNscharakter des Vogelsbeiges trefflich zeichnet, der 3. Teil zur liederfrohe» Spinnstube, der letzt« Teil zur lustigen Docshochgeit. Die Aufführung dieses Theaterstückes kann alle» Dirigenten von Vereinen, die sich theatralisch betätigen, warn» empfohlen werden. Spielplaii des Sladttheatcrs in Gießen. Dom, eistag, den 22. Jan., abends 8 Uhr in Marburg: „Die Journalisten". 12. Abonnementsvorstellung. Freitag, den 23. Jan., Gastspiel der Gr. Hosoper und der Hosmustk in Darmstadt: ..Lohengrln". Bereinigte Stabttheoier Franllurt a. 3JI Opernhaus Ton,!.,Stag, den 22. Jan., abends halb 8 Uhr: Don Juan II. Vorst-Ilung im Donnerstag-Abonn. Gew. Preist. Freitag, den 23. Jan. abends 8 Uhr: Bolksvorstelluiig bei ermäßigten Preist«: .Die Braut van Messina". Auß. Abmr». Samstag, den 24. Jan., abends 7 Uhr: „Tannhäuscr". ,3 Vorstellung im Samstag-Bbonn. Große Preist. Schouiptelhavs Donnerstag, den 22. Jan., abends 8 Uhr: „Wie einst im Mai". Außer Bbonn. Gew Preist. Freitag, den 23. Jan., abends 8 Ahr: „Pggiiialio«". Auß. Abonnrwmt. Ermäßigte Preise. Samstag den 24. Jan., nack)m. 1 Uhr: Volksichulervorstel- luiig bei ermäßigten Preisen: „W lhclm Tcll" Außer Abopn. Abends 8 Uhr: „Ehrlstiane". 13. Vorstellung im Samslag- Abonn. Gew. Preist. Hst TM §m[]m kfommcu! Mer, letzt 14 Monate altes Söhn chen Gottfried, tfr heute ei kräftiges Bübchen, läuft seit ieiuem 13. Wonaie und >ßi alle was inan ihm vor etzi. Dabei nar er von Ge UN an rer ichwächlrch. Wenn ich heu e ae^ragl werde, was ist denn mir de.i K einen vorgegangen, daß er sich i» wiser Erwane i prächiro eni- wrckeir Hai, >o iage ich: Der bar Scait» Lviulfiou ve.onn n! Tnliäck'Iich ist der KI-ine erst zu dem grwororn, was er heule rjt, seit.-cm ich ilp, Scotts Emnlsto» nehmen laste. Dir Zähl'chen — bis jetzt !4 Stück — stno 6:t dein Bübchen o,me r-chmer rn und ohne llnrnle durchgebrochen, Die er Er olg an meiner» Kinae ta- mich von der vorrüolrchcn Ällirkungsk af, von Bcet.s Emulsion für immer überzeugt. lge^l Oberichwcizer Eoitirred Rtsieuegger Domäne Roßwisfe bei Landsbcrg a. W., 22. Mai 1912. Gerade für schwächliche Kinder, ist Scotts Emulsion besonders nützlich. Tenn durch sie befontim de, Körper diejenigen Stoffe, die er zu seinem Aufbar braucht. Scotts Emulsion isi leicht verdaulich unr leistet tatsächlich mehr als sie kostet. Die ech e Sk!« Emulsion ist an der Schutzmarke: Fischer mit D-oi i >r kenntlich. Und nur Scotts Emulsion soll das Le irrst bekommen! Ecotts Emulsion wird von uns avsschliehlich im großen verlauft* «nd zwar nie lofe nach Gewicht oder Mag. sonder« nur in verfiegrUen Oriqinalflaschen in Karton mit unjercr Schugmarke (Fischer n.it be.n Dorsch). Srolt & Dowoe. ®. m. d. &, Frankfurt a. 3JL EchaU ca.: Diedizi^as-Lebertran 151,0, prima Glyzerin 50,0. unlerphosphorigsaurN Änll 4,1, ««terphosphortgsaurcs '.'(atir-n J.U «ulo. Tragaiu 3.0, feinster arnb. (Summt pulo. 2.U,'sthlasier ,29.0, Alkohol Hlerä« aromatrjche Emulsion »11 Zimt--, ^isndel- und Gaultheriachl je 2 Tropjea. „Kpmerbrunnen Hervorragendes Tafelwasser^ >i nrsverittri vom 20. Januar 1914 de Mitteldeutschru (Kreditbank UtticiiiapUal u. iHcjctocn 'J)L 7ÜOUUOOO gegrunoei tfcaRtmnet Bor,e. 4"/« Reichsanleth» Hä. 10 iLjchwetler Bergw. m 8Ü&0 Bvcbumer lÄugjrahl m 219 a»»(bg. Amt Bat „ 13.’;, «"/» Heilen » .5 yiorDö. Üloi )0 „ ,18 25 83 30 Berliner Handels ArU 158 ’/. 3'/- <3.25 Mirreid. l>re0rrb. 118 25 Vu Orilcn. Goldrent« 88. >0 Barmslädl. ^>aM m 116.'., 4 '/ft 0 /, „ Silberrente 8U80 Deutsche Bam ,, 251.’,. 4 °/« Ungar. OiolOrcntc 85.60 Lemich-ÄsialiicheBam Ir.-,.— 6 _ . Kronemente 8 .80 Distonro 4U>mm. Vini. n 9 v. 3 . Portugie>enSerie r 62.— Dresdner Bam ^ü. 153 75 4.. „ . Ili 63.80 Oe>l. üreöUauit Akt. 203 r, /s 4 Rügen u. 1!>rö :y.lü Lombarden „ . . 1M2 au. oü Dl>ch-uberiee tL.G. , 1b ?/, Japaner 91.40 Oe>:err.^taasbahn H 154?', 4--. Türien von 1003 8 ,.50 Höchst, ^aromerte m 62-4 25 4"/»Adm>niftr. Türke» 77.50 (Shem.o abr. Gilbert H 44 50 Türkenioose Bt. 169.60 btulgers werte w 104 0 rprrechcn o. 1890 Steana Jiomaua m l4rt 70 1'/."/- Aionopol-Otricch. Phömx Be.go. 2v;9.7Ö 3"/, Buen.-Air. Pr. Änl. 67.— Griesheim (Llettron H 25 3 /.»LiUier-Mexrlancr 40.50 Beüsto,^ Löatühvs H —4 10 40,,, Biex. .irrig. Aut. 68 7.. ^>olzoerk»htungs--^nd. 31 .75 4>/,°/» Ehurejen 90.80 üauraijüte „ 134.5 ) Buderus E.-W. Act. 112.30 PriomdlStom w 3.'/io Schuck. Etcklr. epep m U .22, „ Tendenz: behauptet roeriiuer Äor-e. Berliner Handels Ant. 1d8.2ö „ deutsche Bant Atl. 251.'/, „ It/iüt. .Howmxatiiii ULnt. Ic8 ,5 n Dresdner Dam 'Uft. 15J 5o (l nr.Handeiöd.^«kt. 205.75 „ Ausi.Banl f. a.Hand.VU 1v2.5c) „ EcharNung io. Vitt 12 .50 „ Baltimore u. Ohio 02.'/, u Canada Pacific Vlft. 2lJ. — M Prince Henri (-e. B?Akt 157?/, „ Türkentvofe M. 16^.25 „ Hoyenlvhewerre Akv. 97 75 , Lentich-Xluxemd. chle,ter (L. Vitt. 5D.5J „ PyöittL Bergbau AlLt. 240 — diomdachei ^piiuc „ 3o5.75 „ (i)el>etth(raien^erijrr. Ä. 102.— ( Harpener Bergbau Üft. 1 4.-/8 ^lUg.iLlet.GcieUich. Akt. 240.75 , Siemens u. .palsteiltt. 213 75 Tendenz: behauptet. tfondiMter Atchiivn Topeka DoU. iLvurhern Pactfit „ 06.50 Chicago ^oct osl. .. 15.— s JJ(i|i.S\ani. u.Xepl. „ -2.50 Union Pacific. „ 103.— U. 's. Steel Common,, 65.50 Bor.e. Ämaigamared a-opp. DoN. 77.’) a-hanered aon^rany Uftr. 0.0* vtaiuano vvopiteiarij „ 2.‘ vyolöjielbs .. 2.14 ^lano yjanes „ 5.87 4)e Beers iron oiil> „ 16? i Die ^ Depositrnkage Friedoerg i. Z. cmpirehtr sich zu, Termittlan); aller lmnkiuii»sig;fn tieseliürte An- und Veiiau, von Werrpaprercn an allen Bör-en. ^ Errichtung -aulcnLcrRechnungen und provriionsrrkier Scheck-TonE Umwcchsiung von Coupons und Sorten. Annahme von osienen und vcr chtoircnen Depots Enigegennahm« »rkzirislrchei S-ar-Crnragur.