Krimmer 1(5 Dienstag, den Li». Januar INI i 7 . Jahrgang ■*** !?* * * ul !‘*_. ^ch«m,,k»rn «Scrtta» »tBClmafeijc »tiloflfii „yrr -ouer ». Krch»»-. ..?>» »plnnNutzr". O»,».,»»rri»: Bcc dk, P-llnnftallen rurrlellädclich Mt. « — ■ m.noiltd) 50 Vn. film« trtti «ongtbubi otxi Xtagrrlobn. 6rurU>, t Ur 20 SSfg,. lolak 15 P,g, Anzeigen r «i «ufu>än. werden durch ikitiiMbnobm« «rhobcn _Krlüllungr-r, Stiebtn«. »»nNlr.tm,, «n& tUrlag Friedberg (fieHtn). Hananerltraß« 12. Femlprechcr 48. P«Itschk«.L„t» Sir. 48JS. Urat Rrantfurl o. SW. — Die Brsprechnng brr ZabkrnJntrrplllation im Rrichstagr ist fiir de,, nächsten Donnerstag in Aussicht genommen. — Bei einer Uebuug der Maschinrngev-rhrabtrilung des 29. Rrgimciitsf Tri») gingen dir Pferde mit drin Aoschinengeivrhr durch. Drei Soldaten stürzten und wurden übrrsahrru. Sie erhielten so erhebliche Verletzungen, daß sie inS Lazarett gebracht werden mußten. Das Maschincnge- vehr hat gleichfalls Schade» erlitten. — Ter aus den, DrrpsuS-Prozeß bekannt gewordene General Piequart ist gestern gestorben. Vor einigen Tage» war der General bei einer Besichtigung der Truppen vom Pferde gefallen und hatte sich eine schwere Verletzung zugezogen. Piequart war 59 Jahre alt. — Heute findet aus der deutschen Botschaft zu Pari« das Tiner statt, das zu Ehren des Präsidenten Poinearüs veranstaltet wird. Bei dieser Gelegenheit wird der Präsident der französischen Republik zum ersten Male die Räume der deutschen Botschaft betreten. — In der Zuckerfabrik der englisch.ungarischen Zucker- Industrie Aktien Gesellschaft in Eservrnka hat eine Krssrl- explosion stattgefunden. Zehn Arbeiter wurden schwer verletzt. Drei davon liegen im Sterben. — Eine Brrsammlung von etwa 259 Rechtsanwälten in Genu» beschloß, von heute ab an allen Zivil- und Straf- rechtsverhandlungen fernznblciben zum Protest gegen die Verschleppung der Prozesse infolge der ungenügenden Zahl von Richtern und Gerichtslokalen. — Wie die „Libertü" meldet, ist der türkische Oberst, leutnant des Generalstabs Rurp anstelle des Generals Lima,, von Sanders zum Kommandeur des 1. türkischen Armee- lorpc- ernannt worden. Der Kriegsminister Envrr Pascha bat den Grvhkordon des Mcdschidijc-Ordens erhalten. — Einer Meldung aus Derna zufolge wurde Rcgib Bev, einer der noch am Kriege gcgcn die Araber teilnehmenden türkischen Offiziere, von Eingeborenen in der von Kasr-Cam- bnt erschossen. — Aus Mexiko wird gemldet, daß der deutsche Gesandte v. Hintze gestern in Dcrakruz mit dem Vertreter des Präsidenten Wilson, John Lind, eine Besprechung über die Lage in Mexiko hatte. Es wird hinzugcsügt, daß Deutschland und die Vereinigten Staaten eine parallellaufende Politik gegenüber Mexiko vereinbart hätten oder vereinbaren würden. — Ein eingeborener Inspektor der Geheimpolizei wurde in Bnmbav auf einem Straßenbahnwagen von einem Eingeborenen erschossen. Der Mörder, der sofort verhaftet werden konnte, weigert sich, irgend etwa? über seine Person anzugeben. Man glaubt jedoch, daß man es mit einem gefährlich' » Anarchisten ZII tun hat. DenLjchlattd und England. Vor einige» Tagen tauchten, wie gemeldet, in Parla- »icnlskrcisrn neben Gerüchten von einer angeblichen Kanz- lerkrisi-s auch Meldungen auf, die von Unstimmiakeiten im Auswärtigen Anile zu berichten wußten, und seltsamerweise sollten diese ihre» Grund in den schwebenden Verhandlungen mit England haben, obwohl gleichzeitig versichert wurde, daß diese dem Abschlüsse sehr nahe seien. Eine etwas seltsame Motivierung, denn eine Verständigung niit England kann jedem deutschen StaatSmanne nur recht sein, und man »>eiß ja auch, daß man bei uns im Auswärtigen Anitc alles tut. um Z» diesem Ziele zugelangen . Hierbei finden unsere leitenden Stellen eine tatkräftige Unterstützung durch den Potsckx'fter Lichnowsky, den man auf englischem Boden bald hier, bald dort auslauchen sicht, überall bemüht, für Deutschland zu werben. Bemerkenswert ist dabei, daß aber >uch der deutsche Botschafter vielfach der Umworrbene ist. und gerade die englischen Handelskrcise sind es. die es sich ai gelegen sein lassen, mit dem Vertreter Deutschlands in nähere Berührung zu kommen. Das ist echt kaufmännisch, indem man sich sagt, daß ein: wirtschaftliche Verständigung liit Deutschland auch den, englisck>en Handel nur zum Vorteile gereichen kann, und aus diesem Grunde haben ja mehrfach Deputationen der englischen Geschäftswelt zu offiziellen Besuchen in Deutschland geweilt. Diesmal hatte die Handelskammer von Bradford den Fürsten LichnowSky zu einem Bankett cingeladcn, bei dem sclbswerständlich der Botschafter auch das Wort ergriff. Er betonte dabei, daß er mehr und .»ehr zur Uebcrzeugung gelange, daß es keinem stärkere» Anhänger guter und freundschastlichcr Beziehungen zu ollen Nachbarländern gäbe, als die englische Handclswclt. Ter -norme Wert dcS englisch-deutschen Handels bilde ein wertestes Bindeglied zwischen beiden Ländern, und die sort- 'chreitende Entwickelung beider Rationc niachc die Fort- laner ungestörter freinidschastlicher Beziehungen notwendig. Weiter kam der Botschafter auch auf die beiderseitige Rivalität kurz z» sprechen, indem er bemerkte, daS Wachstum der 'rutschen Industrie uud des deulschcn Handels sei kein Hindernis für kreuudlichc Beziehunae» beider Länder und di- deutjche Industrie habe keine solche Konkiirreuz uud Eifersucht erregt, daß die Beziehungen unter der Handelsrive lität leiden müßten. DaS ist eine alte Wahrheit, iii,d es wäre wünschenswert, wenn mail sie auch in England endlich erfaßte, soweit Deutschland in Frage kommt. Ans gntem Wege scheinen wir ja zu sein, aber Störungen j»id ii>ä>t ausgeschlossen, »nd die politischen Trcib'rcien gewisser Gtz der der Triplc-Enteiitc sind emsig bemüht, ein gutes Ber- hältnis zwischen Deutschland und England z» hintertreibeu. Es wäre dringend zu wünschen, daß die Engländer seind- seligen Einslüstcrungen gegenüber Deutschland ihr Ohr vcr- schlössen und sich zu der lleberzeugnng aufschwingc» würden, daß von Deutschland nicht nur keine Gefahr drohe, soiidern daß eine engere Anlehnung der englischen Politik an die deutsche nur von Vorteil für das britiiche Reich sei» köiinie. pik ßrlrgcTorrrinc und Dir Lmiinye in Mkrn. Wir lesen in der „Pa-olc". dem Blatte des Deutschen Kriegcrbiiiidcs, folgende Erklärung: Tie Vorgänge in Zaber» haben kein dcnisches Herz un- berührt gelassen: mit höchster Spannung wurden sie von denen verfolgt, die einst des Königs Rock als Elireiitlcid trugen. Nu» ist ein Abschluß erreicht: an dieser Stelle haben die Hergänge die den Tatsache» ciiisprccheiide Tarsielliing bereits gesunden. Tie politischen und swatsrechilichci, Seilen der Zaber- ner Vorkoinmnisse zu besprechen, ist nicht Sache der Kriegrr» vereiue. Die Kanieraden des Preußischen Landes-Kricger» verbandcs erwarten jedoch mit Recht, daß nunmehr auch ihr Vorstand da? Wort ergreift in dieser das Ansehen »nd In- icresse der Armee so nahe berührenden Aneglegenbeit. Jeder Angriff ans die Ehre der Armee ruft an ihrer Seite die alten Soldaten in die Schranken. Tie Armee ist der. feste Grimd, auf den, der Staat beruht: mit ihr haben unsere Herrscher Preußens Größe begründet, die Siege der Kriegsmacht aller deutschen Lande haben das Reich geschafsen. Das feste Gefüge der Armee ist die Grundlage für Ruhe und Sicherheit des Bürgers im Innern und fiir den Frieden nach aiißen. Tie Arme« ist daher die vornehmste Einrichtung !m Staate, ihr Anseheii muß aufrecht erbalien werden, wenn der Staat bestehen soll. Wird ihre Ehre böswillig oder leichtfertig angetasiet, so erheischt die Pflicht, mit den Mitteln einzuschreitcn, die dnrch die Befehl: des obersten Kriegsherrn vorgcschricben sind. Tie Arniee beruht auf Disziplin und Gehorsgm, Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere haben die Befehle ihrer Vorgesetzten au»zusührcn und nicht darüber zu klügeln, ob der Befehl richtig odei falsch ist. Die Verantwortung trifft den, der den Befehl gegeben hat, T - hat von jeher in der preußischen Armee al, ehernes Gesetz gegolten, zum Geile des States und seiner Bürger, Tie Armee bcrubl ferner ans Kameradschaft: aus der Kameradschaft der Soldaten untereinander, auf der Kaine- radfchnst und dein Vertraue» der Vorgesehteu zu den Unler- gebenen und der Untcrgebeiicn zu ibren Führern. An diesem herzlichen Vertrauensverhältnis haben zum Glück unseres Vaterlandes alle Verhetzungen der Sozialdemokratie nichts z» ändern vermocht, Reich an glänzenden Beispielen sind die schweren Känipse in Südwestasrika, i» denen Offiziere für ihre Soldaten, wie diele sör die Führer freudig ihr Leben einsctztcn und den letzte» Bissen Ivic den letzten Tropfen mit cinander teilten. Und I'cscr» wir nicht selbst de» Beweis für die Unlösbarkeit des Bandes, das Soldaten jeden Ranges bis an das Lebensende umschließt? Würden Millionen sich zusoninien- scixiren zu de» deutschen Kriegervereinen, wenn nicht die Liebe z» ihrer Dienstzeit, dcr Stolz auf ihr Soldalenverhalt- nis »nd dcr Entschluß sie zusaniinentührte, die Treue zu hal- tcn bis ziim letzten Atemzuge? An dem Granitfelsen de:- kaineradschaftlichen Vertrauens zwischen Vorgesetzte» und Untergebenen werden alle Angriffe eins »userc Arniee zu Sel>a-!de» werden. Endlich »ud vornehmlich bcrubtc untere Armee ans der Treue »icd dem Gehorsam zu ibreni oberste» Kriegsherrn, Jcdcr alte Soldat weiß, daß in der Armee nur ein Wille gelten dort, der Wille des Kaijers. Ohne dieire, vocnehniste Gebot kann die Armee nicht das fein, was sic zuni Heile de? Volkes sein muß, das scharfe Schwert in der Hand dessen, der über Krieg »nd Frieden z» entscheiden bat, i» der Hand Seiner Majestät des Kaisers und So. ä. Unbedingte Königstreue hat von j- her unjere Armee be- seelt »nd soll sie fiir immer erfülle». Die alten Soldaten in den Kriegcrvereine» wissen, daß der All,,höchste Kriegsherr und die Armee zufninnieugehören, und daß die Heercs- gcwalt in der Hand des Kaisers bleib ,> inuß. Ter Parteien Haß und Gunst darf nicht bei ibr Einkehr halte». Tic in de» deutschen Herzen tief wurzelnde Königstreuc und inonoc- chische Gesinnung bürgen dafür, daß dies gelte für alle Zeiten I Ter Vorsluud des Preußischen Landes-Kriegerverbaudes Weib. das, die? Bekenntnis -,nr »rinec leine» Kameraden a»s dem Herzen gesprochen ist. den» der alte Prenßcngeist an« der Väter Zeilen ist in uns Allen lebendig. Mit unseren Kameraden im Heere bekrästiaen wir diel in dem Ruse: „ES lebe der Kaiser!* Wie alten Saldi,te» süge» hinzu: „ES lebe des Kaisers Armee!* Der Verstcnid des Preußische» Lnudrs KrirgrNirrdanb«:. von L i n d e q u i st, Generaloberst, Generaladjutant Seiner Majestät des IToifuf und Königs, Präsident. Dentlcher keichstay. 194. Sitzung voni 19. Januar, 2 Ubr Am Biindesratstischr: I>r. Delbrück. Die allgenieinc Aussprache über den Etat für das Reichsamt des Inner» wird fortgesetzt. Vor Eintritt in die Tagesordnung vemeikt Abg. Basirrmnnn (natl.): Am Samstag ist beschlossen worben, die Aussprache in einen soziolpolitisckzen und wirt- schastspolitischen Teil zu trennen. Ans dieser Trennlms sind aber die Redner nicht eingerichtet. Der Beschluß is, praktisch nicht durchführbar. Daher beantrage ich, den Be- schluß wieder auszuhcbcn. Abg. Gröbrr tZentr.): Dem kan» ich nur znstinnnen. Abg. Schridemann (Soz,): Es ist mißlich, wenn die Debgttc fortwährend durchcinaudergcht, wen» »»8 ein Redner von dcr Maul- und Klauenseuche, über die Reblaus zuin Berliner Polizeipräsidenten sührt. lHciterkcit.) 916er diesmal wollen wir noch bei dcr alten Methode bleiben. Der Antrag Bassermann wird angenommen, die Erörterung erstreckt sich nun wieder über alle Fragen. Abg. Ilr, Mayrr-Kausbeuren (Zentr,): Tie beutscku VolkSloirtschaft steht vor einer Depression der Konjunktur Allgemein aber glaubt nian, daß diese Depression nicht fehl tief gehen und nicht lange anhalten wird. Sie ist tntcr- national, zeigt sich in Thina, Argenttiiten und Indien. Brr- frfjärfenb wirkt mit dcr Rückgang der Goldausbeute in Transvaal. Die Dauer dieser weltwirtschaftliche» Ikrise is: schwer zu bestimmen: jedoch sind Anzeickicn vorhanden, das die aufgehäiiften Vorräte zieuiltch schnell outgebrancht mit damit die lleberproduktion beseitigt wird. Aiich die Geldknappheit ist ja jetzt schon ziemlich vorüber. Aber man dark nicht übersehen, daß von der Erholung des Geldmarktes bis zur Erholung de8 Kapitalmarktes beute ein viel weiterer Weg ist als bet früheren Depressionen, DaS hängt innig z»- samnien mit den gewgltigcn Rüstiingen in allen Landern, In, Gegensatz z» srühcrer Zeit gebt mit der Depression an! dem Geldmarkt eine tiefe Depression de« Anleihemarktes Hand in Hand, Die Getnndiing des Kapitalmarktes ist er- tchlocrt durch die große Anzahl von Stadtanleibe», Der Städtetag tollte sich mit der Einschränkung d-escr Ankeiben bcsgssen. Die niisländilctien Anleihen sollten de», deutsche, Markte ganz tcrngebnlten Iverdcn, damit die Liquidität d-> deutsche» Volkswirtschaft erhallen bleibt. Besonders b merkenswert ist die Vermehrung unseres ViehstandeS, D - niit wird die Behauptung widerlegt, daß die hoben Zölle zur Verminderung des Diebbestanbes tühren Aiich da? ist »»- richtig, daß die Zollvolitik z» hoben Fleischpreisen führe Leider muß aiisgelvrochen werde», daß die Preispolitik nuferer Rohstofsverbände eine Exportsteigerung bc-iimt. De Deutsche Stahlwerkeverband hat die außerordentlich stark Differenzierung der Inland- «nd Anslandprette beibebal ten. Ter preußische Fiskus hat es nicht verstanden, bei ihm seine starke Stellung als Besteller auszunützen und so der dkiilscbeii Volkswirtschatt hohe Suimnen z» ersparen. Bei Ernencrung dcr Zölle müßte» Mittel »nd Wege gefunden Ineide», daß dir Schutzzölle auch der Fertigindustrie zuqiiie kommen. Wie siebt »-> Staat z» diesen großen Verbänden' Ta sie eine gewisse Monopolstettung besitzen, miiß der Staat ein gewisses Antsicbtrrecht tür sich in Anspruch nehmen. Ohne ein genügendes Slutiichtsrrcht des Staates müssen dtetc- Priratucoiiopole schließlich zu schlimmen Komplikationen mit dem Anslnide führen. Handelspolitisch sind die zoll- politltchen Maßnalinien Anierikas von Interesse Es ist eine Titferenzieriing geschaffen, die eine unfreundliche Hol tnng gegen Deutschland dorfteile», und die wir »ns nicht gefallen lasse» dürfen. Aehnliche Klagen werden auch übrr Fiankrcich erbeben. Wir liossc», daß lins die im vorigen Jobre zugetagle VrobNkttonSstattstlk bald zugedt. tVefkall.) Abg, KIrinath knall,): Hinsichtlich des dentschen Aiißen- Handels kann nian sagen, baß dieser ganz an die Seite Eng- lands getreten ist, Weu» auch letzterer stärker ist als de- deutsch)«, so ist dieser doch, ganz erheblich gestiegen. Ein Sir- kcn dcr allgcnieincii Konjunktur muh leider testgesteNt wer- den. Aber nujere Bolk-.-wirtsch-ajt hat dann eine überrnlch-iid gieße Widerstandskraft gezeigt — ein Beweis kür die lundbeit unserer Volkswirlschiask, A»k dem Geldmarkt ist eine Gesundung nicht zn verkennen. Die ,>» iiebmende Sst-li-bttzei» V« Vopiergeldcs wird zur Erle-chi- H». 18 ___ des Geldmarktes weiter beitragen. Der Schccksteirrpel bedertt t eine Erschwerung des bargeldlosen Verkehrs, und vir werden bei nächster Gelegenheit auf die Beseitigung dieser Behinderung des Scheckverkehrs dringen. Eine stärkere Ausbreitung des Kariellwcsens wird bei uns durch >a? größere Sozralgefsilil verhindert. Auch ist bei uns die Staatsgewalt stärker, um das Aufkommen von Trusts zu oerhindern. Unserer gediegenen Arbeiterschaft gebührt vor allem Dank für die Anfwärtsbewegung von Handel und Industrie. Dabei darf aber nicht verkannt werden, dah der grdtzl, Teil unserer Arbeiter durch das Heer geschult worden is>. Do» einer Entnervung unseres Volkes durch die Sozi.'ipolitik z» sprechen, ist gänzlich verfehlt. Sie ist auch ein Vorbild fiir das Ausland geworden, hat für unser Volk wirtschaftliche Vorteile mit sich gebracht und die Ariuen- lasten vermindert. Die Bekämpfung der Dolkskrankheiten führt zur Stärkung unfercr Produktionskraft. Die Herabsetzung der Alicrsgreuze aus i> Jahre ist uns versprochen worden und dürste wohl auch kauni finanziellen Schwierigkeiten begegnen. Hoffentlich koninit eine entsprechende Vorlage recht bald. In sozialpolitischer Hinsicht haben wir in letzter Zeit wichtige Fortschritte erzielt. Die Ablehnung der Summe für die Olympischen Spiele durch die Kommission ist bedauerlich (lebhafte Zustimmung) und wird hoffentlich vom Sause wieder gut gemacht werden. Eine Gesundung der Wohnungsverhältnisse wird durch das Darniederliegen des Grundbesitzes aufgebalten. Darum sollte man zunächst diese,n aufhelfen. Von der Landwirtschaft muh mau sagen, dah sie in eine bessre Lage gekommen ist. Das Anwachsen dcS Viehbestandes ist erfreulich. Meine Partei ist entschlossen, von ihrem bisherigen zovpolitischen Programm nicht abzugchen. Immer tischt man wieder die alte Scc- schlange ans. dah wir der Landwirtschaft den Zollschuh nicht weiter gewähren wollen. Wir werde» auch in Zukunst am Zvllschutz festhalten. (Bravo! bei den Nationalliberalen.) Bedauerlich ist die geringe Förderung d ■ 'lieferet. Wenn das Neichsamt des Innern zugänglich l u .. f it die Forderungen unseres Volkes, um es gesund zu erhalten, solange wird es die Unterstützung unserer Partei besitzen. (Beifall der Nntl.) Abg. v. Graefe (kons.): Meine Partei hat schon an einer Tozaitpolitik niitgearbeitet, als auf anderen Seiten noch keine Neigung dazu bestand. Wir fasten den Begriff nicht so eng. dah wir nur eine Klasse schützen wollen, sondern wir wollen eine Fürsorge für alte Bevölkerungsschichten. Wir stehen auch nicht auf dem Standpunkte, dah nun Schluß gemacht werden müsse mit der Sozialpolitik, ober wir sind gegen ein übertriebenes Tempo zugunsten einer einzelnen BevolkerungSklasse. Dah verschiedene Zweige unserer Industrie erheblich von den sozialen Lasten berührt werden, zeigt die anitliche Statissik. Eine gewisse Vorsicht ninht walten-, rncur darf nicht immer mit Hurrastimmung Vorworts treiben. Auch die Landwirtschast hat große soziale Lasten zu trage» und kann sic nicht durch höhere Preise ausgleillie». Der Abg. Schmidt hat von der Wohnungsnot auf dem Lande xesproären. Aber wer heute noch davon sprickst, daß die Industriearbeiter besser wohnen wie die auf dem Lande, der kennt die letzteren eben nicht. Das sind nur agitatorische Vorwürfe. Wenn es den Sozialdemokraten noch nicht einmal gelungen ist. das Wohnungselend in den Städten zu bekämpfen, dann können sie es doch aus dem Lande noch ioeniger verlangen. Wo solche Summen angesannnelt werden, wie in den deutschen Gewerkschaften, dann sollte doch etwas übrig sein für die Abstellung sozialer Schäden. Ein allgemeines lleberdenkammscheren in der Krankenkassenfür- svrge ist von uns stets bekämpft worden. Jetzt könnten tvir sigeutlich ein wenig Schadensreiche empfinden bei dem allgemeinen Wehklagen über die Gcsctzesmacherei beim Kranken kastcngesetz. Selbst die srcisinnige» Bewohner des Tiergartenviertels in Berlin fühlen jetzt die unangenehmen Folgen dieser Gesetze. Einzelne Krankenkassen verfolgten Methoden. die die gesetzlichen Bestiinmungen einfach illn- kprisch machen. Das bedeutet, daß die peinlichste Vorsicht .ei Ablassung des Gesetzes nicht immer vorhanden gewesen ist. Auch wir toiiniefen eine gesetzliche Regelung der Jugendfürsorge und werden das Neichsamt darin unterstützen. Aber auch hier darf man nicht alles über einen Kannu scheren, wndern muh die einzelnen Verhältnisse berücksichtigen. Die Rcick'rlülfc für die Olympischen Spiele muh gewährt werden. Wir werden die Wiederherstellung der Forderung beantragen. Der Standpunkt des Abg. Schmidt, dah jeder Arbeiter einer Koalition bcitrete» kann, der er bei treten will, bat zu logischen Konseguenzen den Schutz der Arbeits- willigen. (Lachen d. Soz.) Der Arbeiter darf nicht gezwirnten ioerden. einer bestininiten Organisation bcizutretcn. Ich eken»e mich als Freund des Organisaticnswcscn und halte dies lür eine notwendige Konsequenz der ganzen Entwickelung der Verhältnisse. Ich begrübe deshalb auch die Organisationen der nationalen und christlichen Arbeiter und bedauere nur. daß diese so wenig Gemeinsamkeit zeigen. Auch die Landarbeiter haben Nutzen von den industriellen Kämpfen, ohne selbst mitkämpsen zu brauchen. Ihre Löhne steigen entsprechend denen der Industriearbeiter. Je mehr ich ak-er die Vorzüge des Koalitionsrechts anerkenne, desto stehr uinh ich mich gegen den Koalitionsmihbrauch aus- drei Wir sind entschlossen, an der Bckäinpsung des -loalitionSzwanges mitzuorbeiten und das Volk wieder zu- »llckzusühren z» gelieferten Zuständen. Auch der Mittelstand lludei unter dem Terrorismus, dessen Beseitigung anzn- streb. , ist. Tie Sorge für den Mittelstand hat bei uns nicht nachgelassen. Das Zugabeunwesen muh energisch be- .amptt werden. Der Mittelstand muh sich organisieren und die Begründung des Reichsdeutschen Mittelstandsvcrbnndes >,t ei -e wichtige Tat. Die Stellung der Sozialdemokratie gegenüber dem Mittelstände wird durch die Worte des Abg. Pöus allsgedrückt: „lind will» du nicht mein Briidcr sein, Neue Tageszeitung, evrenvtag, »e» ZU. Januar 1914. , 0 schlaf ich dir den Schädel ein!“ (Beifall rechts, Unruhe der Soz.) Die Erhaltung des Mittelstandes muh angesttebt „nd die Konsumvereine bekämpft werden. Wir wünschen einen gerechten Ausbau der Sozialpolitik unter der Devise: Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert! (Beifall rechts, Zischen der Soz.) Abg. Pvspicch (Pole): Die Polen werden schikaniert, wenn sic polittschen Vereinen angchören. Neberall will man Arbeiter sehhaft machen, dabei werden polnisck>e Arbeiter von ihrer Scholle vertrieben. Das Haus vertagt sich Dienstag l »ln: Kurze Anfragen, Etat des Innern. Preichiicher £ituMn$. 0. Sitzung. — 19 Januar, 12 Uhr. Am Ministertisch: Freiherr v Schormeler-Lieser. Zweite Beratung des Etats der lantzw. Verwaltung. Rach ausget'hnter Eflehsstsoidnurrgsoobatt« beschloß das -aus die Behandlung der Beanrteubesoldungsfragen zuriickzu- stellen bis zur Vorlage der Besoldung--!!.well« und die Fragen der irmew-n Kolonisation ans der Generaldiskussion aus- zuscheidcn. Di- Erunahm-'n Abg. Goebel (Ztr.j: D!c Erhöhung res Kontingents bet der Einfuhr des russischen Schweinefleisches entsprach einem tatsächliche» Bedürfnis. Die Abhängigkeit Oberschlesiens von Rußland in der Schweiiefleischversorgung ist zu dedauern. denn der Produktionsüberschnh wird von Berlin und Breslau ausgebraucht. Präsident Graf Schwerin - Löwitz: Die Angelegen- heit steht n cht zur Debatte. Die Einnahmen werden bewilligt. Die Ausgabe». Abg. Dr. Busse (Io,if.): Die Lage der Landwirtschast ist im allgemeinen keine sehr günstig«. Di: Getreidepreise haben seit langem leine» so niedrigen Stand gehabt wie jetzt. Schwer zu leiden haben dir Bauern unter den Viehseuchen, dach ist zu hassen, daß sie infolge der durchgreifenden Mahnahmen der Seuche bald Herr werden. Ich bitte den Herrn Minister, den Fonds zur Förderung der Viehzucht wesentlich zu erhöhen. Di« Landwirtschaft ist sich ihrer Pflicht der Allgemeinhett gegenüber wohl bewußt »nd bemüht, si« zu erfüllen. (Beif.). Landwirtschastsminister Frhr. v. Echormeler - Liese r: Die Enttäuschung. dah der Eiat der landw. Verwaltung Hein« erhebliche Verstärkung der Mitltt austveist. ist selbstverständlich, doch muhte ich in Berücksichtigung ziehen, dvß der Etat 1913 besonders ein Extraordinarium enthielt, deren bedeutende Verstärkungen beibehalten werden, Gewiss« Erscheinungen, der bidcn,erliche Tiefstand der Zuckerpreis«, der Rückgang der Eeireidepreise, di« Forderungen, di« anderweit an den landw. Betrieb gestellt werden, die Schwierigkeiten in der Beschaffung der Wanderarbeiter und die erhöhten Auswendun, gen fiir ihr« Löhne »sw haben gewiß dazu beigetrag-.n, in einem großen Teile unseres Vaterlandes die Einnahmen aus den landw. Betrieben herabzusetzen. Zn der Press« sind in den lettzen Monaten Befürchtungen über gesetzliche und polizeiliche Maßnahmen laut geworden, welche in Oesterreich-Ungarn und Rußland bezügich der Wanderarbeiter gepant werden. Zn Ruhland scheint es sich zunächst nur um polizeiliche Maßnahmen zu handeln, die darauf abzielen, daß die Wanderarbeiter mözl-chst günstig« Bedingungen erhalten. Di« Besürchtung, dotz Rußland schon in nächster Zeit die Grenzen für Saisonarbeiter schließ.n könnt«, halte ich deshalb für unbegründet, weil Ruhland nach den gegenwärtigen Handelsverträgen verpflichtet ist, die sogenannten Ivls-Monatspässe der Wanderarbeiter auszustellen. Auch dürste Rußland schon in den nach sie» Jahren den großen Ueberschuß an ländlichen Arbeitern nicht bei sich beschäftigen und ernähren können. Es kann nicht die vielen Millionen aufbringen, welche dies« Arbeiter setzt außerhalb Rußlands im Sommer verdienen. Dem österreichischen Reichsrat liegt ein Gesetz vor, das anscheinend aus Anlaß der belannt gewordenen Vorkommnisse bei den großen Schiffahrtsgesellschaften vorgelegt worden ist. welches nicht allein den Schutz der Auswanderer, den ja auch wir nur gut- he Heu können, bezweckt, sondern auch ein« Einschränkung. Die Ncichsregiciung hat sich schon mit der österreichischen Regierung in Verbindung gesetzt, und ich glaub«, dah begründete Aussicht vorhanden ist, dah die Bestimmungen dieses Auswan- dereigesitzes für Oesterreich so g saßt und jedenfalls so ausgelegt werden, dah wir auch in Zukunft auf den für uns noiwen. digen Zuzug von Wanderarbeitern aus der Donaumonarchie rechnen können. Durch diese Ausführungen will ich aber nichi den Eindruck erweck.«, als mühten wir nicht die bisher und vielleicht noch im größeren Umfange fiir die Ansetzung ländlicher Arbeitskräfte sorgen. Zm Gegenteil müssen wir mit einem künftigen Versiegen des Zustromes auswärtiger Arbeitskräfte rechne. Demgegenüber kann ich nur raten, die Ansetzung inlnäd.scher Arbeiter und die innere Kolonisaiion ins Auge zu fassen. (Beifall). Angesichts der Fleischteucrung im vergangenen und voroergangenen Jahre und des Rückganges unserer Viehbestände ist die Vermehrung des Viehes Gegenstand unserer unablässigen Fürsorge. Die Viehzählung vom 1 . Dezember 1919 hat nun ergeben, dah in Preußen die Gesamtzahlen der Rinder 12 257103 Stück gegen 11866 079 am 1. Dezember 1912 betrug, das ist also «ine Bermehrung um 391321 Stück od:r 3,3 Prozent im Borjahre. Der Höchstbestand in Preußen war 1908 mit 12 080 000 erreicht, und trotz der Dürre 1911 und trotz der Maul- und Klauenseuche noch um rund 278 000 Stück über, troffen. (Hört! Hört!) Die Zahl der Schweine betrug 15175 739 am 1. Dezember 1912 und 18 011258 am 1. Tezcm- 1913. Die Zunahme beträgt hier alfo rund 2)1 Millionen (Hört! Hört!) und der bisherige Höchststand von 1911 mit 17 211 855 ist um 769183 Stück Ubertrossen. Ebenso weisen Pferde und Ziegen eine Zunahme auf. Wir scheinen mit unseren Maßnahmen der Hebung der Viehzucht demnach aus dem richiigen Wege gewesen zu sein. Rach der Maul- und Klauem fcuch: die im voriaen Herbst grassierte, ist eine neue Verieu»- Seite L ung aus Rußland gekommen. Wir habe» zum ersten Mal: die Besttmmnngen des Diehseuchengesetzes angewendet uni namentlich von der Abtötnng von Viehbeständen Gebrauch g« macht. Wir werden der Seuche Herr. Zn den meisten Pro vinzen ist ein Rückgang fl ip" stellen. Bezüglich der Fleisch preise haben wir im letzte« Dezember einen sehr erheblichen Rückgang feststcllen können. Dieses Ergebnis ist im Znteiesic der ärmeren und mittleren Bevolkerungsklosien erfreulich Der Abschluß langfristiger Lieserungsvcrträg« mit den Städten und größeren Gemeinden ist bis heute noch nicht gelungen, obwohl von der Landwirtfchattsverwaltung nichts versäumt worden ist Bon den Ermächtigungen zum Bezug russtsche» Fleisches mach! gegenwärtig nur noch Berlin Gebrauch, während Nürnberg und Leipzig nicht mehr etnsiihren. Die Matznahmen über den 1. April 1911 htnauszudehnen liegt kein Anlah vor Sollte dennoch zu außcrordentlichrn Maßnahmen geichritten werden müssen, so wird bi» dahin wohl eine Verständigung mit der ein heimischen Floischproduzenten zustande gekommen sein, di« der. Fkeifchttnerung in den größeren Siädten abhilst und die Fleischveisorgung sicherstellt. (Beifall). Di« Preis« in Ruß land sind so gestiegen, daß die russische» Schwein« teurer sind als die einheimisch:». (Hört! hört!) Dos Kontingent wird nicht mehr voll ausgvnutzt, und ein« weitere Erhöhung würde auch den neu cing:richtet«n Bonthencr Marti gefährden. Wir werden deshalb vom nächsten Monat ab das Kontingent nieder hernbsetzen, um so mehr, als durch di« Zufuhr von Schweinen aus Rußland di« Gefahr der Verseuchung vergrößert wird. Meine Aeußerung im vorigen Jahr« im Herrenhausc über der Religionsunterricht in den ländlichen Fortbildungsschulen ist mißverständlich ausgelegt worden. Ich habe nnr gesagt, daß die Gemeinden in der Lage sein wüiden. durch besonder« Be. stimmungen noch für die Erteilung von Religionsunterricht zu sorgen. Das konnte nur so gedenket werden, daß sie neben dem Ottsstatnt noch Bestimmungen darüber treffen können, ein Schullokal bereit zu halten, «ine Remuneration für den Religionslehrer zu bewilligen und sonstige Anordnungen vorzunehmen. Selbstverständlich kann ein« Einwirkung ans di« Schüler in sittlich-religiösem Sinn angstrebt werden. Di« Verwaltung wird grundsätzlich Entgegenkommen zeigt», aber cin«n Zwang Hallen wir für unzulässig. In der Landwirt, schuft bedeutet Stillstand Rückschritt. Deshalb müssen wir si« auch im lommerrden Jahre nicht nur in ihrer Leistungssiihig- keit erhallen, sondern höher zu bringen suchen. Wir erhoffen dabei Ihr« Unterstützung. (Beifall). Abg. Wallenborn (Ztr.): Zn der Frage des Reli. gionsunterrichtes können wir dem Herrn Minister nicht zustim. wen. Wir müssen aus unserer grundsätzlichen Forderung beharren. Die Förderung der Landwirtschast ist kein« agrarisch« Angelegenheit, sie geht di« Allgemeinheit an. Es muß uns daher ein ausreichender Schutz gegen die Seuch ngcfahr werden. Der Zollschutz muß erhalten bleiben. Zn bezug auf die landw Wintcrschnlen ist mehr Parität nötig. Jetzt wird nur de« Osten begünstigt. (Beifall im Zentrum). Abg. Ecker.Winsen (nl.) trat für Bermehrung der Kleinbetriebe und Beibehaltung des Zollschutzes ein. Arg. Johannsen (frk) wandte sich gegen da, Derlast- gen der Freisinnigen, di« Zölle, besonder» di« Futtermitt«! zoll« aufzuheben. Abg. Hoff (Fortfchr.) meint«, daß unter der Eaprivischen Aera die Dörfer anfgeblüht sind Der Großgrundbesitz hindere di« Vermehrung der bäuerlichen Betrieb«. Abg. Dr. Braun (Soz.) bemerkte, wie der Herr Minister von einem Tiesistand der Gttreidepreis« reden könne, wenn es als eine der wichttgsten Aufgabe» bezeichnet w«rde. für billige Nahrungsmittel zu sorge«. Di« Einsuhrscheine mößien auf- gehoben werden. Dienstag Fortsetzung. — Schluß 6 Uhr. Tagesüversrcht. Lettisches Peich. :: Zaber» i» der Ersten Kammer de» elsaß-lothringische» Landtags. Di« Erste Kammer b schästigte sich gestern mit der Interpellation über Zobern. Die Interpellation wurde vor Dr. Eurttus begründet. Staatssekretär Zorn von Bulach «r. klärte namens der Regierung, daß dies« von der in Aussicht gestellten Nachprüfung der preuh.scheu Dienstvorschrifbn dt« nötige gesetzliche Klarheit erwarte. Eine von 18 Mitgliedern de, Kammer Unterzeichnete Resolution wurde eingebracht, in der die Erste Kammer die Vorkommnisse in Zabern beklagt. Die Interpellanten find der Ansicht, daß der militärische Befehlshaber, auch wenn er sich zum selbständigen (Eingriff für bcstrgt erachtet«, jedenfalls in einer das rechtliche Empfinden verletzenden Weise sich ein« schwer« Uebeischreitung seiner Be- fugnisic hat zuschulden kommen lassen. Die Interpellant:» sind schließlich der Ansicht, daß gegen di« Wiederholung solcher Vorkommnisse ein« sicher« Garantte gegeb n werden müsse. Di« Resolution wurde bekämpft von Pros. Laban und den beiden Generälen v. Machner und ». Arnim. Der Bürgermeister Dr. Schwander trat für die Resolution ein, ebenso der Präsident der Straßburger Handelskammer. Di« Kammer ersucht« die Regierung, an maßgebender Stell« ein« Entscheidung in dem Sinne der Rcsoluilon herbeizusllhren. :: Das Ende der sozialdemokratischen Mehrheit !m Rudol. städier Landtag. Btt der Landtagsersatzwahl in Frankenhau- sen-Land wurde Gutsbesitzer Kämmerer mit 696 gegen 110 so. zialdemokrattsche Stimmen gewählt. Di« Sozialdemokraten verlieren damit die Landtagsmehrheit. Bemerkenswert ist di« große Mehrheit, mit der der bürgerlich: Bettreter in diesem seither von einem Sozialdemokraten oertreicnen Wahl, kreis den Sieg davongctrgacn hat. England. :: Die englische Presse übe, d>e Katastrophe der „?I. 7*. Die englische Presse, die sich bisher inbezug aus die Katastrophe des Unterseebootes „A. 7" ein« gewisse Zurückhaltung auserlegt bat. beginnt sich jetzt eingehender mit dem Unglück zu beschäftigen. Si« macht der britischen Admiralität heftig« Borwllrse, weil sie noch immer dies« Serie von Unterseebooten ln Dienst bebakt«. Man erinnert an di« Auskübrnnge» eine» deutschen «»• >6 *'■* Sitnstaq. kca M. 3awa«f 1»14. Stift .1 SkUilt«», Li« bit+f UnlerlKboot« mit schwimmenden Sötten verglich n habe, ein Ausdruck, btt vollauf gerechifertigt Jtt Mau forbtt*. hrinflcnb. das, Lief« «lasst von Unltrsttboottn, von dtntn fünf bei Unfällen gefunken sind, endgüliig au» Ltt englischen Marine entfernt wird. vom Balkai :: D!« Fnselsrage. Di« „Kölnische Zeitung" meldet au« Beillni Nachdem La, Einvernehmen unter Len Großmächten in der Fnselsrage herg-slellt ist, werden Griechenland und die Türkei von dem Inhalt der europäischen Verständigung amtlich Ken, rin!» erhalten. Um Zeit ru sparen, wild dabei vor. ousstchtlich nicht sogleich der Weg einer Kollekl overmittlung gewäblt werd n. vielmehr dürfte e» England übernehmen, in Athen und K »siantinopel möglichst bald «in« Mitteilung darüber zu inars-rn, woraus sich di« Erotzinüchte in der Jilsel- srvge geeinigt hoben. Oslasietl :: Die monoolisch russischen Verhandlungen qescheikert. Tie lilongolisckie Misston ist gestern abgercist, ohne die Frage einer Anleihe und der Lieferung von Waffen llrliist z» haben. Tie mongolische» Vorschläge auf Ausdehnung der Befugnisse irr handelspolitischer Beziehung der inneren Mongolei und der Errichtung einer Gejandlsrluist wurden auf da» entschiedenste abgclehnt. Meriko. r: Die Zopatisten vor Mrrilo. Noch in Newgork einge- trosfencn Meldimgen haben die Zapatisten die RegierungS- truppen bei Zrpalan al Alto, der Vorstadt der Residenz Meriko angegriffen. wurden aber zurückgeschlagen. — Ter deutsche Gesandte wird angeblich mit Lind konferieren, ebenso der frühere Minister des Innern Magon. als Vertreter Huertas, wird mit Lind eine Rücksprache haben. vttllhlinimrniig dkr lagt in Albanien. Wien, AI. Kan. Dt» .Reickspost" schreibt: In den letzten ist Stunden sind ernste Nachrichten aus Albanien einge- tlofsen, die Uebrraschungen möglich erscheinen lassen. Tas roimfihe und das Wiener Kabinett haben im gegenseitigen Einvernehmen entsprechende Maßnahmen getrosten, »m ollen Möglichkeiten sofort und nachdrücklich entgegen treten zu können. Es sind von beiden Negierungen auch die ent- ipreckn üben militärischen Dcreitstesiungcn veranlaßt worden. Hierzu wird konipeteutcn Ort? folgendes mitgeteilt: Illle Gerüchte von bereits erfolgter Ablenduag österreickzisch- »ngarischer und italienischer Kriegsschiffe >n die albanischen "lewäsier sind unrichtig. Es sind noch keine derartigen militärischen Maßnahmen in Durchführung begriffe», doch sei selbstverständlich, daß man sich von nichts überraschen lassen werde. Man babc für alle Fälle Vorbereitungen getroffen. Es bängc von der Entwickelung der Ereignisse in Albanien ab. ob dann niilitärische Hilfe zur Geltendmachung der internationalen Beschlüsse und zur Aufrcchterhaltung der Ordnung in Albanien der internationalen Kontrollkommission zur Verfügung gestellt werden soll. Weiter wird an maßgebender Stelle hervorgehobcn, daß cs sich bei einer etwaigen notwendig erscheinenden militärischen Aktion nicht um ein österreichisch-italienisches Monopol handle, sondern cs bleibe dem Erniesien jeder einzelnen Macht überlassen, ob sie sich an einer Polizeiaktion beteiligen wolle oder nicht. An kompetenter Stelle ist vorläufig noch keine Bestätigung der von Belgrad aus verbrci- teten Gerüchte über angeblich sel>wcre Kämpse bei Elbajsgn sowie daß Elbassan diirch die Trupepn Essad Paschas ein- geuoiumen worden sei und niedergcbrannt worden sein soll. Man erklärt daher, diese Gerüchte seien mit der größten Vorsicht anfziiiiehmen. Valona, 20. Jan. Der Korrespondent des „Tenips" erklärt. aus offizieller Quelle erfahren zu haben, daß Oesterreich uud Italien sich weigern, zur Zcst Truppen nach Albanien zu entsenden. Die internationale Kontrollkommission gedenkt daher die Entsendung von miiidestrnS 500 Mann der Garnison in Skutari in dcr Richtung nach Tirana zu verlange». In Brindissi liegen bekanntlich zwei ilalienische K> legssahrzeuqc bereit, um iui Falle einer Vcrjchliumierung der Lage sofort unter Dampf zu gehen Bund der Landwirte. Versammlung am Frrikag. dru 23. Januar, »brnd« 8 Uhr, in Odertfjchbach im „Darmsiädter Tagesordnung: Dcr Wchrbritrag. Redner: Redakteur H i r s che l - Friedberg Alle Mitglieder des Bundes der Landwirte und der Vereinigten Lgndwirte. sowie alle Jntcrcsseutcn sind s e ndlichst ciiigeladcir. Ans der Heimal. * SrirtSerg, 20 Fan. sBoltsbildungsverein). Herr Serni- na rieb,er Gatz rt ist stet» eint, großen und aufmerksamen Zu- hörcrlresse, gewiß, wenn tr in seiner ruhigen, einfachen und sacht ch:n Art von se ne» Reisen erzählt. Man weiß, daß », ein unübertrofsener Meister aus dem Gebiete de« Reisen» ist und daß er von seinen Reisen st.tu «in« Füll« belehrender und bildender Eindrücke und Erlebnisse mit hermbringt. Daß er selbstlos und gemeinnützig denkend dies« Erfahrungen einem größ ren Kreis« zugänglich zu machen stet« gern« und freudig bereit ist, Hai gerade der Bolksbildungsveiein immer wieder dankbar erleben dürfe«. Auch diesmal wußte Herr Gatzcrt viel Anregendes zu bieien von dem in vielfacher Hinsicht die Aufmerksamkeit Europa» verdienenden Rordrand Asrika». Er nahm un, mit nach Algier und zeigte un, an einer Reihe wirklich prächtiger zum Teil farbiger Lichtbilder in zwangloser Folge Selbstcrleble» au, der kandschasilich überaus reiz, vollen fianzöf'Ich n Siedlung. Ernste, und Heitere» zog IN buntem Wechsel a» unseren Augen und Ohren vorüber, neben dem Land wurden die Leut« nicht vergest.n, und vielfache Eirelflichier fielen auf die poliiifche«. wirischasilichen, gesell- lchastlichcn Zustände des Landes. Leider kam dem nachdcnk- lichcn Zuhörer dabei auch wieder in vollem Umfang die be. dau.rnswerte Schwäche unserer Rcichsleitung in dem leidigen Marokkehanbel unseligen Andenkens zum Bewußtsein. Auch di« Vergangenheit des Landes wurde lebendig veranschaulicht durch die Vorführung und Bewertung der stattlichen Rest« alter römilcher Kultur, besonders auf dem Trümmerfeld zu Tim- gad und auch die Geschichte der schwierige» stanzöstschen Er. obcrung und Besiedelung wurde gestreift. Herr Gatzert hat sich durch seine trestlichen Ausführungen abermal» den Dank de» Bolksbildungs»or«in» und der Bevölkerung von Friedberg verdient und der stark« Beifall, der trotz der im Saolbau herrschenden ungünstigen klimatischen Verhältnisse tavfer ausharrenden stattlichen Zuhörerschaft hat ihm zum Schluß gezeigt, daß er «in stets willlommener Führer durch di« Eehenswür. digkeiten ter weiten Welt ist. * E. V. Friedberg, SO. Jan. Mit Rücksicht auf den Ge- schäftsschluh, ist dcr Beginn des von der Evangelischen Der- einignng am Mittwoch, Ä Januar, im Saalbau veranstalteten Deutschen Abends a»f 8*4 Uhr angesetzt. Trotz- dem wird die Feier keinesfalls später als ^>11 Uhr beendet fein. Der Doppelklang „deutsch und evangelisch", dem der Abend mit gesprochenem und gesungenem Wort gewidmet ist. wird sicherlich wie in jedem Jahr eine große Anziehungs- krast auf unsere evangelischen Familien ausüben. Eintritt wird nicht erhoben. Für eine» gutgeheizten Saal wird Sorge getragen werden. Programme, die auch den Tert der ge- mcinfamen Lieder enthalten, find am Saaleingang für lO Pfennig zu haben. * Kirsten, 20. Jan. Der Altdeutsche Verband hatte für Sonntag Abend zu einer Reickzsgründungsfeier in Steins Garten eingeladen, in welcher Freiherr v. Vietingshoff-Schce über: „Der Väter Tatenfreudigkeit und unsere Tatenscheu", sprach. Die Feier gestaltete sich zu einer erhebenden und wurde noch verschönt durch Licdervorträge des Fräulein I. Stammler und des Bauer'schen Gesangvereins, sowie di« Klaviervortäge des Pianisten I. Hahn. * Kirsten. (Eingesandt.) Ihr Artikel über Kommunales aus der Proviuzialhauptstadt Gießen hat mit seinem Bericht über die Amtszeit des Oberbürgermeisters Mecum den Nagel auf den Kopf getroffen »ad manches klargclegt, was sonst verschwiegen wird. Aber eins ist darin übersehen, nämlich das teuere Bauen unter dem Regime Gnautb und Mecum. Al« Beispiel sei hier nur die dödere Mädchenschule in der Nordanlage angeführt. Die Turnhalle derselben ist ein reiner Prunksaal und a» dem ganze» Bau hätten 100 000 ■M erspart werden können, ohne seinen Zweck im geringsten ju beeinträchtigen. Dann war es auch unverantwortlich, daß bei zwei städtischen Baumeistern, von denen jeder 0000 Gehalt bezieht, und cinein technisch gebildeten Oberbürge,- ineifter, nun auch noch ein bezahlter Privatarckütekt bei diesem Bau zugezogen wurde. Hoffentlich wird der neue Oberbürgermeister d>ifür sorgen, daß bei spätere» Baute» etwas mehr Rücklicht aus die städlischen Steuerzahler genom- men wird. * Frankfurt n. M., 20 Jan. Ter im vorigen Jak» verarbeite Bürgermeister a. D. Heussenstamm bat der Stadl ein Prriuächtnis von 150 000 .« testamenlarisch überwiesen Bedingung dabei ist, daß da, Legat ,» Universität «zwecket keine Verwendung finden soll. * Frankfurt a. M., 20. Ja». In, Oslbahuhos entgleiste,' in der Nacht von SamStag auf Sonntag zwei Wage», dit iu»stürzten, und ein Hauptglei« nach Mainkur einige Zeil sperrten. Verletzt wurde dabei nieman? Hesten Rastau. * Vom Truppenübungsplatz Orb, 20. J>in. Unter der Leitung von militärischen Kommandos werden gegenwärtig die überslüssigen großen Waldbeständr des llebungsi'lgtze» abgchokzt. Mit den Arbeiten sind etwa 500—600 Leute »>,4 der ganzen Umgegend beschäftig«. Die Holzsäller erhalte» einen Tagelohn von 3 M. Zu Unterkunftsräuiiien sind ibne» die Häuser von Lettgenbrunn zugewiesen ; hier wird ihnen auch Verpflegung gewahrt. * Eronberg, 20. Jan. An« Anlaß des Tode« seines SobneS überwies Marinemaler Heines bim Kaiserin Friedrich Krankenhaus eine Stiftung von 30 000 dt. • Cronbeeg, 19. Fan. Der langmonatlicki« Streit um die hiesige Ricderlosion, der tathollschen Krankenschwester» hat jetzt dadurch sein Ende geiuirden. daß der Minister die R ederlass. ung von zwei Schwestern zur Ausübung der ambulanten Kran, kenpflege genehmigt Hai. Fm September 1919 hatte der Ober- Präsident di« Niederlassung al» den gesetzlichen Bestimmungen widersprechend aufgehoben. Nach Erfüllung der Vorschrlslen und aus Befürwortung des Magistrats, des Landiats und de» Negierungsrpäsidenten wurde nunmehr di« ministerielle Ge nehmigung erteilt. * Vockenhausen, 20. Jan. Beim Fallen einer Eiche stürzte diese plötzlich um und begrub drei Holzhauer unter sich. Während zwei nur Icicht verletzt wurden, mußte de, dritte mit schweren inneren und äußeren Verwundungen vom Platze getragen werden. * Au» dkm Hinterland. 20. Fan. Fn Oberdieten stürzt« de, Landwirt Adam Krng tn.seiner Scheune und trug lebensge sährlich« Verletzungen davon. * Biedenkopf, 20. Fan Durch unvorsichtiges Umgehen mit glühender Aich« entstand tn einem Haus« am Tauwinkel ein Brand, dm so ralch UM sich griff, daß di« im ersten Stock woh. nenden Leut« aus Leitern in Sicherheit gebracht werden mußten. Obwohl di» Räum« im llidgrscheß ausbrannten, gelang e» doch, da, Haus vor der Einäscherung zu bewahren. * Battenberg, 20. Jan. Aus dem Wog« vom Bahnhof „ach dem Postamt verlor ein Posthtlssbeamter einen Geldbeutel mit 800 Mark. Als Finder wurde setzt ein Zigeuner ermiltelt. in besten Besitz man noch den größten Teil de, Geldes und ver. schieden« Postanweisungen vorfand. Der Zlg«un«r wurde ver- haftet. Der billige Mastenverkouf von Herren, und Knah n Gar derobe in der Wirtschaft „Zur Windeck", Friedberg, daoerl nur noch bi, 27. Januar. Hru- und Strvhmarkt. Angesahren: 13 Wagen Heu. Bezahlt wurden 2,80—3.20 .« pro 50 Kilo. Geschäft ruhig. Zufuhren aus Oberhessen, Kreis Dieburg und Obertauuus- krri«. Frankfurter Wetterbericht. Boraussage: Wolkig, meist trocken, Frest, östliche Winde. Verantwortlich l d Schristleitung: Otto H t r i ch « I. Friedberg; für den Anzeigenteil: Karl Schmi dt. Friedderg L H Druck u Verlag d. ..Neuen Tageszeituna" A .K. Friedbern i H. ton l)ereiii«Bii MVM ventschrr Abend ■m Mi taioch. 21. Januar 1911, abends V « Uhr im Saaldau. 1. ttortran des Herrn Pfarrer Rehwold an» Heppenheim a. r>. B. 2. Etzov- und Holoneflinoe de, Erenr. Kirchcnge augveikins. Alle Eumgeltchen willlommen. _ fcm'.ii» frei. __ .1 Zi««kk»lhNl!üz Wöll'rabr in näch er Ratze der Bahn, aus I April zn vern-ieten. Fr »diich Kar. Kost. Riebrr, Wöllstadt. Den geehrten Dame» teile ich ergebenst mit, daß ich ao t. Februar tltägige Zuilluitidekiirse veranäalien werde. Der Kursus erstreck« sich aus Erlernung von Damen- und Kind, rzaiderode »ad Wasche. Durch langjähriae Täligleit als Tutchneide-ketzreria bin ich in der Lage, «inen gründlichen ! lUeiricht zu eNcilen und bäte ich um gefl. Zuspiuch. Margarete Thomas. S^ne.Herin, Friedderg. Hospitalstr. 4. Erdöl,lich bei: 1 Paameister Rachü. Hast. Feiedoer,. Kasterstr. 1» Wolte Halbwolle. Baumwolle u» erha'ten pradtfvoTic echte Fartungen. Es kosten zu färben: I Kinderkleid 10PTq. I Bluse lOPfg. 1 Frauenkleid S0*75Pfg Alle färben in Päckchen» 10u25Pfg 8>«Iwclätcti.8eilm»ans-fzsbxn mit S Utolsnnng ju vermieten 4 oder 6 Zimnier II. Stock per 1. April. 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Es lohnt sieh späteren ISedari* selton jetzt zu decken. H-lzversteigerung. Im Licher Stadlwald. Distrikt Eichwald, Echweinstallshcge, stfiameriasperslops und Zappenarr, weiden Donnerstag, den 22. Sntiuoc 1911 oeriteig;«: Scheiter rm: Buchen 620, Eichen 8r., Knüppel rm: Buchen 150, Eichen 110, Reisig-Wellen: Buchen 51)00, Eichen 4000, Fichten 400, Stocke rm: Buche» 25', Eichen 200, Nutzscheiter rm: Eichen 21 (2,2 m lang) Eartcnp'osten, Rniilnüppel rm: Eichen 28 (2,2 m lang) Eartcnpsoslen. Zu ammenlunst vormit ags 10 Uhr am Waldeingang der Krcisftragc Lich—Hattenrod, Ansang in Distrikt Eichwald. Lich, den 15. Januar 1014. Großherzoglich« Bürgermeisterei Lich. Dörmer. Brennholz-Versteigerung. Donnerstag, den 22. l. Mts. kommt im Nieder- Weifeler Eemeindewald, Distrikt Langscheid, folgendes Holz zur Versteigerung: 170 Rm. Buchen-, 180 Rm. Eichen- Ccheiter. Unter dem Eichen-Tcheit befindet 30 Rm. Werkholz. 21 Rm. Buchen-, 21 Rm. Eichen-, 13 Rm. Birken-, 10 Rm. Hainbuchen- und Kiesern-Knüppel. 6250 Buchen-, 5880 Eichen-, 3100 Kiefern- und 460 Birken-Wellen. 131 Rm. Buchen-, 247 Rm. Eichen-Stöcke. Zusammenkunft vormittags 10*/.. Uhr auf der Kreuzung des Dachsbauwegs mit der Oesschncise, Rieder Weisel, den 14. Januar 1914 Eioßh. Bürgermeisterei Rieder-Weisel. __ Krausgrill. tzolzversteigernng. Donnerstag. de» 22. Januar 1911 soll im Hollhäuser Gcmeindewatd Distiilt Boinberg und Splcßwald folgendes Holz versteigert werden. 30 Eschenftämme 4-10 m lang, 18—20 cm Durchmeffer 9 Eichen- u. 30 Eschenderbstongcn 4—8 m lg., 8—10 cm Dchm, 16 Rm. Eichen-, Eichen- und Birlen-Tcheitholz 2 Rm. Eichcn-Knüppel 4 Rm. Eichen-Slockholz 4300 Eichen-Durchsor tungswellcn (im Dörnbergs >00) Eichcn-Abtriebswellcn (im Spieß) Die Zusammenlunst ist vormNiags 10 Uhr im Bornberg am Eingang des Waides. Bemerit wird, daß das Elainmholz um 12 Uhr zum Ausgebot lammt im Distrikt Spieß. Hol,hänfen t>. ». den 17. Januar 1914. Erotzh. Bürgermeisterei. I. V.; Fritz. Holjversteigrrnng. Donnerstag, den 22. Jan, kommt in, tSettenauer Gemeinde- wald Distrilt Sümpsc und große Steinkauie solgendes Holz zur Bersteigerung: 27 rm Eichen-Scheit, 10 rm Buchen-Knüppel, 45 rm E chen-Knüppcl, 38 rm Buchen Reiser, 118 rm Eichen Reiser, 28 rm Eiche» Slöckc und 13 r,n Fichirn-Slöckc. 3.04 lm Eicheii-Stamme von 15—20 cm Durchm. l'l m> Eichen-Okußsiheit. 29,26 Im Fichten-2tämni« von 11—27 cm Durch»,, 45 Stück Fichten-Derbstangen. Zusammenlunil morgens 9 Uhr am Forsthaus, Gettenau, de» 18. Januar 1914. Großherzogtiche Bürgermeisterei Gettenau. S t o l j. MjMItg. Donnerstag, den 22. Januar 1914. vonniltags 10 Uhr. werden im Gräflichen Revier Äickflast. in denDistrrlien Silsremise,Hardt und Haienzahl versteigeri: 24 Rm. Eichen-Scheit 37 Rm. Eichcn-Knüppel 32 Rm. Eickzen-Stöckc 450 Wellen Eichen-Ästreüer 1050 Wellen Eichen-Llammreifer 109 Rm. Buchen-erchcil 32 Rm. Buchen-Knüppel 48 Rm. Buchen-Stöcke 2290 Wellen Buchcn-AstreFer 650 Wellen Buchen-ztammreifcr 3710 Wellen gemischte Ciamm- reifer Das Hol, von der Silsremise kommt zuerst zum Ausgebot. Zufammenlunjt an der Ridda- briiäe bei Wickstadr. Asienheim, den 17. Ja». 1911. Gräfliche Rentlammer. Hnlrvtrjttigming. Donnerstag, den 22, Z»>uar 1914, vorniitiogs 9>-i Uhr werden im Reorer Beinhards, Distrikt Lbciwald, versteigert: 2 Rm. Eichen-Schejt 36 Rm, Eichen-Knüppel 3 0 Wellen Eichen-Astreiser 115 Rm. Buchen-Schett 83 Nm. Buchen-Knüppel 42 Rm. Buchen-Elöcle 2710 Wellen Buchen-Astreiscr. Zuammenlunst am Forfthaus, Affenheim, den 17. Jan. 10t4. Gräfliche Rentlammer. goliucritfiamuiri. Donnerstag, den 22. Januar k. Js. fallen im Berftiidter Marlwaid folgende Brennholzforten versteigeri werden: 35 rm Buchen- und Hainbmhen- Echeiter, 75 „ Eichm-Echeiter, 25 „ Aspern-schei:ei, 100 „ Eichen- und Birken- Knüppel, 45 „ Afpen- und Linden- Knüppel, 20 „ Fichten- und Kiejcrn- Knüppel, 150 „ Eichen-Reisig, 60 „ Linden-Rersig, IlU „ Fichten-Reisig, 60 „ Eichen-Stücke, 68 „ Fichlen-Siöcke. Zusammenlunst vormittags 10 Uhr um Berstädier Walchchlag: Berstadt, den 18, Jan, 1914, Gr, Bürgermeisterei Berstadt. Wolfs. ZuMttBitW. Die hiesige Gemeinde Wald- und Feldjag» mit einem Gebiet von zirla 1060 Morgen soll Donnerstag, den 29. Januar 1914 auf dem Ralhaufc dahier, nachmittags um 3 Uhr auf weitere 9 Jahre verpachtet werden. Bahnstation mitten im Jagdgebiet, Ausiunft wirdLiebhabern jederzeit bereitwilligst durch die Bürgermeisterei erteilt. 8'rai*>atSa:obrr( > 19. Jan. 1914. 8r. gorarrmriürrti Sra:»utliinirnbtrg. Tag, Bür"ermeister. An Irans eines Faselochsen. Die Gemeinde Assenheim beabsichtigt einen jungen Wafclochen anzukausen. Besitzer solcher Tiere wollen sich bei Unterzeichneter Stelle melden, Aslkvllktm, 20. Jan, 1914. Krohls, üurQrriuriürrri Assen!,tim. Ewald. Räumungs-Versteigerung. Um mein Lager zu räumen versteigere ich Mittwoch, den 21. und Donnerstag, den 22. Januar in meinem Hau e, Burgstraße 2 öffentlich meistbietend gegen Barzahlung: ca. 40 Acker- UN» Saaleggen» mehrere hundert Hacke», Kreuzhacken» Maurerhänrnier» Wagncr- «n» Zimmern-erkzeuge, Sägen, Dcngctgerärc» .'tcrte und Beite. Ferner eine gut erhaltene Ikam- vrtdgewalze, ein großer !»übc»fchneider, 1 Blaö. balg» l Bentilator, Schraube» n»d Schraub- itoUen, Wagcnbauartikel, Kelle», 1 Firmenschild 1 gebrauchtes Fahrrad und sonstige Werkzeuge und Geräte. sämtliche Gegenstände sind in bekannt guter Qualität. Die Versteigerung beginnt vormittags 9'/- Uhr. 3 . Wilhelm <on. 1014. 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Zweckmäßige Einrichtung. jeden Umsnngts Im Aiilchlutz an die lieberlandzeuirale Wölfersheim de» Borschrifteii des Verbandes deutscher Elektrotechniker „. der Ueberlandzentrale ciitsprechend Gkeklro-Reduktor-Merke.«. in. li. f,.. *SK|£^ Frankfurt a. Main Pa&tUoir A»»f«l,r«ng. | Main;rrlandstralfe 251 r: ssr'.tföfl: Amt I, 3643 Hparlamstrr und ftchrrstrr sSetrici». Beilage zur „Neuen Tageszeitung". -kr. 1 Dienstag, den 20. Jannar 1014. 7 . )n!irnn»>n Viedrnktage. 20. Januar. 1813 Ehr. Wieland t. — >865 Friedrich. Fürst zu Wnldeck, geh. — 1874 Hasftnann v. Fallersleben f. — 1890 Franz Lachner, Musikdiretor, 7, Minden. Ans aller Welt. «BclünMr uni W«h'be>tr»g. Dl« „München Augsburger Abendzeitung" erzählt folgende, »n gegenwärtige» Augenblick sehr interessant« klein« Deschicht«: Et» reicher Ausländer, der grätztenteil, auf Reisen ist, und alljährlich Nürnberg aus einig« Monat« zum Aufenthalt wählt, fand sich in diesen Tagen bei.» Nürnberger R ntamt een, um anlätzlich der Beranlogung zum Wehrbeittag Angaben über seine Vermögewsverhälttttst« zu machen. Als dem Ausländer bedeutet wurde, datz er zum Weh-, beitrag nicht herangezogen werden könne, spendet« er, um sein» Bewunderung sür die deutsche Wehrkraft zum Ausdruck zu bringen, tausend Mark, Zeh» Jahre Z»ch«hau». Dar Schwurgericht in Munster reiurieili« dem Anträge de» Staoisann>alt«r gemätz, den r» Jahr« alten Handlanger Lastring aus Welbergen wegen SIra. tzennuibs zu zehn Fahren Zuchthaus, Der Angeklagte hatte am Abmd des 11, Oktober vorigen Fahre» aus der Chaussee von Langhorst nach Burgsteinsurt den 7ltjährig«n Rentner Engelbert Teub« mit einem dicken Knüppel niedergeschlagen und chn seiner Barschaft von 50 Mark beraubt. Der Uebersal. lene liegt noch immer sck-wer krank darnüber. El» sürstlicher Arzt al» Kassenarzt. Wie au» München b-!- rlchtet wird, hat Prinz Ludwig Ferdinand »on Bayer» sich in l»« List« der Berzte ausnehmen lassen, di« sich den Mitgliedern der Krankenkassen sür di« frei« Arztwahl zur Verfügung stellen. Mord. Am Mittwoch Morgen wurde i» Aeckllngihause» bi« Leich« der 17 Fahl« alten Dienstmagd Mari« Michalsli in t ntm Gebüsch an der Gienzstratze gefunden. Dar Mädchen ist durch M i Sck-uste in di« Brust getötet worden. Familieuiragödie». Fm Hause Röntgensttotze 11 in Ehar- lottcnbuig Hai am Dienstag Abend de« Frau de» Briesirögers W gener sich und ihre beiden Kinder vergistet. Frau Wegener und dar jüngste Kind sind tot, der kjährig« Knabe wurde noch lebend ausgefunden und nach dem Krankenhaus« gebracht, wo er i» bedenklichem Zustand« darniederliegt. Frau Wegen«! lebte mit ihrem Mann bis vor kurzem tn gutem Einvernehmen, Zwisttgleikn zwischen den Eheleute» entstanden, als ein« an-, dere Frau in den Kreis der Familie trat. Frau Wegener glaubte sich zurückgiseht und Hai am Dienstag Abend den Bor- satz gesagt, sich und ihre Kinder aus dem Leben zu schassen, — Fn Bottrop sWestsalenj Hai der ausländische Bergmann Zeei seiner Frau und einem vierjährige» Kind« mit einem Rasiermesser di« Kehl« durchschnitten und sich dann selbst an ein m Bettpsostrn erhängt. Die furchtbar« Tai hat einen entsetzlichen Hintergrund, Der Mann war wegen Blutschande angezeigt. Um sich der Straf« zu entziehen, verübte er di« schreckliche Tat. T>!« tapsere Polizistin. Während dte meisten der neuen mciblichcn Polizisten in Chicago stch damit begnügen, all« Mütterchen über di« Strotz« ju führen oder Fremden den Weg zu zeigen, hat eine unter ihnen, Mrs. Mary Boyd, durch «in« lapser« Tat dar allgemeine Aussehen erregt. Sie stand aas einem Stratzenbahnwagen und wurde Zeug«, wie ein Mann den Schaffner bol.-idtgte und sich dann mit ihm herumschlug, Der Schaffner droht« den Kürzeren zu ziehe», da sprang die Iünge- rln der heiligen Hermondad dazwischen, packt« den Rowdy am Stblatff'cken und führte den sich befffq Wehrenden, nachdem sie ZINN pflugeiscn. Roman von M. Prigge-Brook. 2 ■* (Fortsetzung). ®o lang? die Touche anhielt, trug er'« noch: als aber der Alltag wieder in seine Rechte trat, und eS im Pfluge,sei, still wurde, erfaßte ihn Verzweiflung. Seine Schwester suchte ibn uiiisonst ausznrichten. Sie konnte den Verlust der Eltern eher verschmerzen, erblühte ihr doch im neuen Heim ein neues Glück. Jobst aber verzagte. Die Einsamkeit erdrückte ihn und >lhst Cbm EblerS Lieb konnte ihn nicht glücklich stimrne». „Du mutzt reisen", sagte der Alte, d'r feinen jungen El,es, der vor dein Hauvtbuchc sah. schon eine Weile beobachtete. ...Du muht kort." Jobst hob den Qopf. „Reiten? Wobin, Chm? ES wird überall daSlclbc ein. Last mich hier!" ..^ältest D» nicht Lull, nach Ebina zu geben?" leckte der Alte. Sebald stand auf. „Wie kommst Du auf die Idee?" fragte er erregt. „,,We-l daS Ge'ckätt eine Auffrischung braucht und Dein Vater sich viel von Beziebnngcn versprach, dir Du anknüpfen solltest. J,vt liegt alles darnieder." Der Alte batte da4 rechte Wort gesprochen. Die Firma daS G.'lchäff wirkte wie ein Zauberwort. Sebald schüttelte die »lüde Gleichgültigkeit ab. setzte sich zu Eblers und sprach lang" mit ihm. D 'S Resultat war: er ging nach Ebina. DaS Haus Verluste gehabt »nd stand i» Gestihr. Julie Hart wollte de» Bruder nicht ziehen lassen: ibr Mann redete ibr iu. ..Er must sich wiedcrsindcn. und daS tut sich leichter d.aiisien als hier." So lieh sie ihn und hals bei den Vorbereitungen, die er mit Fi.'bereiter betrieb. Nach acht Tagen wurden die Ab- l''' dsbel-iche gemacl't: Sebald war rcistlcrlia Der lebte ihm ihre Erkennungsmarke gezeigt hatte, unter Aufwendung nicht geringer Muslrlkraft ab Der Man» gab unter ihren «lästigen Püffen bald jeden Widerstand aus. Erirunke«« Schlittschuhläufer, F» Rellinghause, bei Essen o. d Ruhr sind der irjähnge Soh« «ine» Echiächtermeister» rnd der rijäheig« Gesell, beim Schttttjchuhlanse» aus der Ruhr «ingebrochen und erirunke». Antvvnglück. Ei» veihmtWrirvolle» Autmenglück ereignett stch m der Reue» Krugall«« bet Treptow. Do« Automobil de» Kaufmann« Marti» Benedic wurde bet einer Biegung gegen «inen Baum geschleudert und vollständig jnhümm««. Di« im Wage» befindlich« Fra, de, Chauffeur«. Mari« Kerber, wurde so schroer verietzi, dah an ihrem Aufkommen gezweiselt wtrden muh. Der 10jährige Sohn erlitt ebenfalls fch»>er« Verletzu»- gen. Di« beiden anderen 8 und 8 Fahre alten Kindl kamen mit leichteren Verletzung«» davon. Der Ehauffeur blieb mr. verletzt. Berhastu», zwei«, internationaler Hochstapler ln Mönche». Ein sensationeller Fuwelendiebsiahl ist im einem vornehmen Hotel in München durch di« Wachsamkeit des Bedrohten verhin- dett worden. In dem Hotel wohnt« feit einigen Wochen ein reisendes englische» Ehepaar, da» Juwelen im Wert« von einer halben Million Mark mit stch sühri«. Der Engländer srhäpsi« Verdacht auf elnen ln demselben Hotel wohnenden Slandinavier und besten in einem benachbarten Hotel abgestiegenen russischen Freund: er glaubt« «NI» ihrem Benehmen schliehen zu inüsten, dah sie etwa» zogen ihn tm Schilde führten, Er benachrichtigt« daher die Zolizei, bi« di« beiden Fremden verhaftet«. In dem Badezimmer des Rüsten fand man «ine Riesenschlange, deren sich die beiden Hochstapler unzweifelhaft bei d m geplanten gvohen Fuwelendiebstahl bedienen wollten. Wächter de» Tierparke» Hellabronn singe» di« Schlang« mühelos estr. Fedenfalls wollten di« beiden ihr Opfer mit der Schlange in Schrecken »ersetzen, um dann ungestört ihren Diebstahl auszufühlen. Das englische Ehepaar gab an. dah «» schon seit längerer Zest auf seinen Reisen von dem Russen ver- iolgt worden sei. Verbrecherisch-r Anschlag. Fn Belgisch.Limburg ist «in At- tentai auf der Eisenbahnlinie von Drec nach Giand-Biogrl verübt worden. Ein Personenzug entgleist«, weil man riesig« Steine aus die Schienen gewälzt haitt, Mehrer« P rsonen wurden dabel lebengsesahrlich verletzt. Aus einer anderen Strecke waren die Schienen ausgerist n. Der Lokomotivführer de, di« Stteck« passierenden Zuge» konnte noch im letzten Augenblick bremsen, wodurch grche» Unheil vermieden wurde. Gleichwohl hat der starte Stotz mehreren Reisenden ernst, Verletzungen verursacht. Fenersbrunft in Belgien. Ein« ärtzerst heftige Feuersbrunst ist in einer grotzen Oclfabrik in Termunde Mi Brüste! in der Nähe von Gent ausgedrochm, Da» Feuer, das an den auf- gespeicherten Oelsäffern grotz« Nahrung fand, breitete stch mit grotzer Schnelligkeit au» und sprang aus zwei in der Näh« liegende Häuser über. Di« Feuerwehr Ms kleinen Ort» war g«. zwungcn, au, den umliegenden Ortschaften Hilfsseuerwehren herbeigerufm. Selbst dl« Brüsseler Feuerwehren waren herbeigeeilt. Nach grohen Anstrengunge» gelang «S schlikhlich, den Brand auf feirnn Herd zu beschränken. Doch wird di« Fabrik noch minbftens zwei Tag, brennen. Der Schaden bclänst sich auf andetthalb Millionen Franken Senickstarre ans einem Schiilschisf. Wie aus Lorient (Frank- reichj gemeldet wird, ist an B'ro des Schulschiff:» „Ealedo- „Kn" di« Genickstarre cn-saebrech:», Zwei Malrosen wurden Besuch galt der» Hausarzt »nd Nachbar», Tanitätsrat Lub». Sein altes Haus „Der Lindwurm" lag »ebc» deni Pfliigeisen. Fast zwei Jahrhunderte blickte der gekrümmte, iu Stein gemeihelte Wurr.i herab, ebenso lange war das Haus in Luhnschem Besitz. Zu des Sanitätsraks Kummer batte ibnr seine Frau keinen Erben beschert: dafür erwrichsen ihm zwei liebliche Töchter, Frennbilinen von Julie Hart. Sie waren hübe» ebenso zu Hause, wie drüben und n",Innen es Jobst beinahe übel, datz er sie verlieh Die ff'jährige Elisabeth war heimlich verlobt, ihr nn> zwei J. hre jüngeres Schwesterchen schmollte mit Jobst. „Du bist e>n böser, trensascr Freund", schaff sie »nd sab ibn dabei so srcuudlich an, dah sein Herz unwillkürlich warm »mrde. „Wirst D» zuweilen an mich denke», kleine Rose?" fragte er sie leise. „Immer. Jobst", versicherte sie. Die Mutter kam. das Gespräch war zu Ende. Jobst ging sinnend beim. „Sie ist ein Kind", satte er sich und drängte die Gedanken, die ihm aussticgeti. zurück. Am festgesetzten Tage reiste er ab, schiffte »ch rin und kam ohne Aufenthalt an seinem Bestirmumuttort .Hongkong an. Zerrissene Fäden wurden neu glknüvlt, Beziehungen ausgelan. das Geschäft gedieh. Scho» nach Jahresfrist richl- te 2,'b.ttd in Hongkong eine Filiale ein, versandte Landesprolv ' „ach Deutschland und führte dasür deutsche dort ein Er batte Glück: seine 11»- tcinehmungen wurden von E.lolg begleitet! im Pslugeffcn schaltete der Ohm. - Für das chinesische Geschält fand Sebald eine Hilfskraft in einem jungen Deutschen. Walter Schmidt. Er war mit Empfehlungen »ach Hongkong gekommen, fand, neunzehnjährig. Stellung in einem Tee-Erportgeschäft. deffen Besitzer nach sechs Monaten Bankerott machte und verschwand. Schmidt, deffen kleines Vermögen die Reise ver'chlang, wuhte sich keinen Rat. Im Konsulat riet man ibm, hcimzu- fcbren. Er batte kein Heim. So blieb er. in der Hollnuna >n hoffnungslosem Zustand in» Hospital gebracht B j t m Lorient in Garnison stehenden Kolonial . Infanterie:- ment ^in« S«harlachen und versuchen, sich da! Geld zusammenzuborgen. Sie versuch:«» ihren Trick bei den amerikanischen G neralkonsul, der im Begriff stand. «In« Reis« anzutreien. Dieser suchtt die Mädchen unl«r dem Borwondc, ihnen Bilett» kaufen zu wollen, in den Sckzalterraum zu ziehen, doch schöpften die Schwindlerinnen Verdacht und suchien das SBeit« Sacharinschmugqel an der französischen Grenze. Die Gen. darmeri« in Alencon lFrankreichs hielt aus der Chaust« «l» Automobil an, besten Fnsasten Ihr M» Ecknnuggels verdächiitz erschienen, Di« Schmuggler lietz.-n jedoch da« Automobil Im Stich und ergrifftn in einem gerigneten Moment die Flucht S « find auch unerkannt entkommen. Bei der Durckisiichung de» Automobil; sand man grvhe Mengen Sacharin und Alkohol usw., da, über dfe Grenz« geschmuggelt worden war. Schreckenstat «ine« Wahnsinnigen. Fn bet Kolont« der Gewerkschaft „Friedrich der Grvhe" bei Hern« wurde die Frau der Bergmann» Schiittowoki plötzlich von Wahnsinn befallen Sie sprang auf. ergriff ihr 7 Wochen alle« Kind und schleuderte es solange an dl« Wand, bi» cs tot war. Dem lljährlgen Sohn hält« daslelb« Schicksal ereilt, wenn nicht im letzten Augen- blick der Vater hinzugekommen wäre. Eine Schutzhütt« von «inre Lawine verschüttet. Das Hak. leranner Hau» der Alpensektion Sck)wab«n lStuttgari) im hin. teren Autaf im Karivendelgebirg« tst von einer Lawine »oll. kommen zerstört worden. Zwei Jäger, denen bi« Avfstcht über da» Hau» übertragen war, fänden diese» »oNkomnien zertrtlm. mert vor. Fm Schneesturm gffcheitert. Wie an, Gelte (Frankreichs ff meldet wird, hat sich dort ein schwere» Sch ffsun-zlück ereignet Di« klein« Dampfettchaluppe „Margueriie Marie", auf der stch 18 Mann Bejabung befanden, schetterie in einem furchiborrit eine Stelle zu finden, geriet in die Gewalt seines Wirte?, der ihn cttisniitzte. bis Sebald ibn im änherlten Elend fand. Er nahm ibn mit sich »nd fand, datz Schmidt zu brauchen fei. Er lebte sich überraschend ein. Sebald erkrankte im zweiten Jahre seines Aufenthaltes. Ter deutsche Arzt, der ibn behandelte, rfet zur schleunigen Heimkehr, Schnell cntschloslen übergab Sebald Schmidt die G ■- schäfte, schiffte sich ein »nd erreichte ans Umwegen lei hielt sich bis zu seiner völligen lsencsung in Italien auf) Die Heimat, Das Pflugeilen batte seinen Schmuck angelegt vom Giebel slrtterte die Fahne, der alte Bau verschwand fast unter Kränzen von Blumen und Tnnncngrün. Am Dahn Hof harrte der Wagen, Dem Wagen entttieg Jakob Eblers, „Grütz Gatt Jabsti" lies der Alte crsrent. Er trug die Last seiner sett" ' Jahre ohne Peickitverde. sein Gang war elastisch, wie ein' ar> streckte der Kutscher Jaulen die Rech'c an: ig och, Junkherr!" Sebald wurden die Anni' se ^ie Heimat umfing ibn mit ihrem Zauber: wortlo- driittD r Jaitteus.Hand A:, dem Brjchlag warteten die Anaeltellten der Firnm ihres Herrn. Er muszte viel Hände dritckm, bevor er in! Haus gelangte. Aus der Diele stand Julie Sic brciletc beide Arme aus und lieh ibn nur, damit ibr Mann «ick seinen Teil bekäme. Dann öffnete sie die Tiire und riet die beiden B.ibchen, die sich an ihre Wärterin klammerten. „Jobst Heinrich und -Hans", sagte sie stolz. Jobst sand cs wnnden'ell daheim, er begriff nicht, wie er Io lange batte sortbleiben sännen, ^ „Du muht nun heiraten", tagte die Schwester. „Z- brauchst eine Frau, die Dich liebt und v'rltebt" „(zzibt es d"nn solch ein Unikum?" scheizte der D>-aa ' iSpolte nur, ich weitz dock,, wie': l ..m-t " Ter Bürgermeister stand ans .Run ist gen na < einen ersten Abend, wir geben beim." (Forüetzvng lolgt) r «• ___ ■‘./iucitu;,,.. £>\t JJeHungsiiOj.c tunten üi> r 'BotS gespült. Die drahtlosen Hilserufe !:r Dampfers wurden von keinem schiffe ausgenommen. Der Kapitän besthloß im Augenblick k., höchsten Not die gan,z« Besatzung i» das »och übriggeblie- isne Rettungsboot steigen zu lassen und aus diese Weis« zu i'-s'.'chrn die Küste zu erreichen. Infolge des hohen Wellen. ,enges schlug das Boot um. Stcun Personen ertranken, di« ihrigen sechs mussten sich mehrere Stunde» lang in dem eisigen Wasser an dem Rettungsboot seftklammern, bis zufällig «in I ^modischer Dampser vorübcrkam, der die Schiffbrüchigen auf- nahm Zur Familientragödie auf Dakowqmokre. lleber dt« Vorlänge in der Schrcckensnocht auf DSalowymokre wird jetzt «in« Einstellung verbreitet, die. wenn sic sich bestätigen sollt«, die schuld des Grafen Mielozinsti In wesentlich mildernem Lichte erscheinen lassen würde. Danach begleitete Traf Miclozinski selbst den Trafen Myanszinsti noch dessen In der ersten Etage gelogenen Zimmer und legt« stch dann schlafen. Da es in seinem Z mmer sehr warm war. liest er die Tür eiwas geöfsiret. Nach einer Stunde erwachte er und bemerkt«, dost noch Licht brannte. Er drehte es aus und begab stch dann wieder zur Ruhe. Rach einer halb:» Stunde wurde der Gras abermals durch ein Geräusch erweckt. Er glaubte, daß Diebe im Hause seien und begab sich in das Parterrezimmer, wo er dem Schrank aus dem Korridor ein« Doppelflinte entnahm. Er lud sie und ging durchs Speisezimmer, Salon und zwei Nein« Appartements. Im gleichen Augenblick ging das Schloß der Dur, die sich darauf öffnet«. Run schoß der Graf, ahn« zu wissen, auf wen. Da di« Person floh, schoß Miolozinski »um zweiten Mal. Dsr erste Schuß traf di« Träfin, di« aber noch durch das Ear- derobenzimmer in das Schlafzimmer fliehen konnte und erst dort auf das Betpult fiel. Der zweite Schuß traf den Trafen Myanszinsti ins Herz. Im Garderobenzimmer der Gräfin wurden 28 Brief« des getöteten Grafen gefunden, dt« für sie stark kompromittierend sind. Es ist festgestcllt. daß der iDener des getöteten Grafen auf der Lauer vor der Tür de» Schloß- Herrn stand, um sofort Nachricht zn geben, daß die Lnff rein fei. ?-! Meisterstück eine» Polizeihunde». Ein Dresdener Herr hotte sein goldenes Augenglas «erloren und konnte es in der Dunkelheit trotz eifrigen Suchen» nicht wiedeifinden. Er bat tie Polizeiwache um den Polizeihund „Schock". Da Straßenkehrer die Straß« inzwischen gereinigt hatten, war die Arbeit für den Hund schwierig, schlirßlich aber nach etwa 28 Minuten doch noch von Erfolg. ..Schack" blieb plötzlich vor einem eb u fnzammengekehrten Kehricht stehen und scharrt« an, ihm da, zum Elück noch unversehrte Bugeuglo, heran». Verurteilung eines Spions. Das Reichsgericht veriir» teilte am Freitag den wegen Spionage angeklagten Kauf, mann Gustav Richter, mis Rußland stammend, zu 2 Jahren Ziichthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Ü3ie in der Urteilsbegründung gesagt wurde, ist Richter ^egen Bezahlung für den russischen Svionagcdienst tätig gewesen. Nachgewiesenermaßen hat er sich ein gebeimzuhaltendes Schriftstück zu ver- schaffen gewußt, in der Absicht, dieses dem russischen Nachrichtendienst zu übermitteln. Verurteilung eines Raifseisenkassierrr«. Der Leutnant a. D. Franz Eisenblätter ans Bromberg wurde von der Strafkammer Posen wegen Ilnterschlagimq von 645 A, die er als Kassierer der Raisseisengenossensckiaft in Samter begangen hatte, zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Für Derdeckiing der Unterschlagung batte er an dem Tage, an dem Revision stattfinden sollte, einen Einbruch verübt. Beim Schlittschuhlaufen verunglückt. Der KreiSkossen- hircktor Link, der am Mittwoch znm Schsittschuhlansen nach dem Haderslebener Damm gegangen war, ist seitdem ver- chwunden. Er ist wahrscheinlich verunglückt. Die Flanderöbachcr Mordassäre. In der Flanders- bo.cher Mordassäre ist jetzt eine sensationelle Wendung eingetreten. Unter dem Verdacht, den Gntshosbesitzer Hamm in Flandersbach ermordet zu haben, sind die beiden Arbeiter Jmkninp und Kielhorn auf Anordnung des Untersuchungsrichters an? den beiden Strafanstalten, in denen sie wegen anderer Vergehen in Haft sitzen, in daS Elberfelder Untersuchungsgefängnis eingeliefcrt worden. Jnziwschen baden die Rechtsanwälte k)r. Werihauer und TV. Hetzers auf Veranlassung der Verwandten einen ausführlich begründeten Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens wegen Frau Hamm, die angeblich unschuldig zu 14 Jahren Zuchthaus vnirioHt worden war, bei dem Landgericht Elberfeld ein- 'cleitet. Ein gestohlener Wcrtbries wieder ausgesnnden. Kurz vor Weihnachten war auf dcni Postamt in Stendal ein 60 000 J! enthaltender Wertbrief abhanden gekommen. Der Verdacht lenkte sich auf einen Postassistenten, der inzwischen in H ist genommen worden ist. Am Donnerstag traf der Un- tersuchungsrichfcr ans Stendal in Dessau ein, um bei der blutter des Dcrhastetcn eine Haussuchung vorzunehmen. Dos Resultat war, daß auch die Mutter in Sicherungsbast Kl» mmen wurde. Weitere Spuren führten nach Bitterseid '» Verwandten des Assistenten. Auch dort wurde eine Haus- iuch'inq vorgenommen. Des Eraebni? der Haussuchung aar, daß nach und nach das ganze Geld bis ans einen kleinen Betrag wieder herbeigeschafst wurde. Unterschlag,mg eines Richters. Deninächst beginnt in -ff ein Monstreprozcß wegen großen durch Richter beaan- "" m ° Unterschlagungen. Ter Friedensrichter Belajew Hot in ' Dueinirbaft mit einigen seiner Kollegen 30 000 Rubel Ge- n r t; und Waisengeldcr veruntreut. Dnbei sind schtverc uälichungc» und Betrügereien verübt worden. Zu dem Vro-iß sind 200 Zeugen geladen. * Mu * icm Spessart, 19 . Jan. Wenn der Winterfturm mit -ichnr« r»d eisigen, Odem durch die Snesiartwälder braust, von» ist die bette Zeit, in mitternächtlicher Stunde in alten Burg«,, die in den grauen Verließ» hausenden Eeister zu beschwören und mit ihrer Hilfe gleißeikde Schätze zu heben. So »och'cn 3 Einwohner ans Preunfchcn. der Nationalität nach Hell«. «t„ Bayer und ein Badenser. Schweigend trafen sie fstcne Tageszeuung. Dienstag. o«n 2 ». Januar 191». sich im verließ der einsam liegenden Wildenburg. Zogen eine» Kreis, besetzten seine Peripherie mit geheimnisvollen Gefäßen und noch gehctmnisoollereni Inhalt, zündeten beim flackernden Schein brennender Wachsstöcke dustente Kräuter des Waldes an, worauf der Hesse die Beschwörungsformeln sprach. Und es half. Denn als es gerade mit hallender Stimm« den Romen Allah. Allah! rief, erhob sich riesengroß mit wallendem Bart am Kellereingang der gerufen« Geist — *» mar der Förster Mechler ans Prennschen, der mit gleicher Stimmcnftärke rief: „Ich will Euch bannen! Schert Euch zum Teufel!" Und so geschah 9. Still schoben die Helden von hinnen, nicht ohne vorher gelobt zu haben, nie. niemals mehr in der Wlldeaburg und anderswo Eeister p rufen. Äirs der Hekmal. • Bad.Rauheim, 20. Jan. Die Gesamtzahl der Ausländer, di« 1913 di« hiesigen Kurmittel als Kurgäste gebrauchten be. trug 9384 gegen 18 881 im Jahre 1912. Daoon entfallen aus Afrika 98 (1912 : 93), Amerika 1887 (1523), Asien 26 (45), Australien 5 (13), Belgien 108 (191), Bulgarien 9 (11), Dä. nemark 77 (74), Großbritannien und Jtland 885 (888), Holland 454 (462), Italien 88 (88), Luxemburg 33 (31). Monako 1 12), Norwegen 64 (4k). Oesterreich 783 (733), Ungarn 317 (365), Portugal 81 (42). Rumänien 153 (217), Rußland 4214 (4533), Schweden 114 (163), Schweiz 211 (224), Serbien 24 (38). Eva. nie» 42 (47), Türkei 23 (21). Insgesamt sank dl« Zahl der ausländischen Besucher von 1912 zu 1913 um 257. die der deut. schen Besucher von 25 815 ans 25 147. Ebenfalls verminderte sich di« Zahl der abgegebenen Bäder von 486 157 aus 488 528. * Büdingen, 20. Jon. Der Wilddieb, der kürzlich in den hiesigen fürstlichen Waldungen überrascht und dann den, Wächtersbacher Gefängnis zugeführt wurde, dort aber noch am gleichen Tage ausbrach, wurde am Freitag in Wittgen- born wieder verhaftet. Er hatte sich hier in einer Scheune wohnlich eingerichtet. • Frankfurt a. M., 28. Jan. Gegen Rosa Luxemburg lst von der hiesigen Etaotsanwaltschast «in Strafvcrsahren wegen Vergehens gegen di« Paragraphen 118 und 111 (Verächtlich. «ngma«hen staatlicher Einrichtungen) de» Strafgeletzbuche, «in- geleitet. Das Delikt wird in einem Bortrog erblickt, den di« Rednerm Ende September 1913 in einer öffentti. Kan as Mk. 22,48.-23 48 rusfncher Rikola,efs Mk. 22.58 —28.58, Saronska Mk. 22,88—22,58. Ulla Mt. 21,75—22,25 Aztma MI. 21,85—22,-5, La Plaia Alt 0 80— 8),80. rumäniicher Mt. 22,75—23,50, Wall« Watta Mk.' 80.00— 00,00 Roggen: hiesiger Mt. 16,00—16,25. am o. Land abgehotr Mk. 15,50—15,60 rusi. MI. 00,00—08,00, Ameiitaner Mk. 15,50—15,60, rumänischer 00,00—00,0). (öert'te- hieftac Mk. 17,. 0-17,50, Pfälzer Mk. 00,00-80. X). fränkische M,'. 17 00— 17,25, Rievgerste MI. 17,50 —18,00, ungarische Mt. 08.00— 00,00, Futtergerste Mt. 08.0'—80,00. H a, : t: hiesiger u. Wetterauer Mt. 15.5(1— 1 , 80 . kurhessischer Mk. 15,75—16 75 bayerischer Mt. 15,50—17,00, La Ptata Mk. 17,50—1 00 tuu sischerMk.01,00—00,00. Riais Mixed Mk. 0)1,00-80 00 Donaumais m 00.00—50,00, La Plaia Mk. 14.75-00.00, Odessa Mt. ich 80— 00,00 rusiisch. M. 80,00—00,00, Emcandin Mk. 19.0 >—1:1,25. Weizenmehl: hiesiges Rr. 0 MI. 30,50 -30.:0 >üd- deutsches Mk. 00,00 - 00.00. Rr. i Mk. 29,50-29.75. iuddeutsches 311k. 00,00—00,00, Rr. JU Mk. 26,50—26,75, iuddeutsches 31(1 00,00-00,80, Rr. IV Mt. 22.50—22,75, süddeutsches MI. 00,00- 80.00. Rogg imehl: hiesiges Rr.0Mk.23,50—2400 üir.Ot'Ml 23,50-2480, Rr,, MI. 22,50-23,00. Futterarme, Weizen,chalen 10,25—>0.50, Weizenktete Ml. 9,50 9,75, Roggentleie Rik. 10.00 —10,50 Weizcn-Futlenneht Mk. 12,00—14,00, rKenreder aetrockn. Mk. 12,50-13,00 'Mal,keime Mk. 12,00—l2.25. Ravskuchen MI —» "5^-00 ^ alm,ud)C11 m >2,80-15^5, Futkergerste Mt. 13.00 Trotz erhöhter Auslandsforderungen wurden für Hiesig- Weizen nicht wesentlich höhere Preis« gesordert. Roggen war gul gefragt. Gerste ruhig, Haser in guten Qualitäten hesser bczahll, auch wurde bereits Saatware gehandelt. Mehl zu erhöhten Mühlenringpreiscn menlg gehandelt. Fuiterartikel besonders als Mühlenfabrikate »cbr ielt s-ii, r Amtliche Notierung der Frni»!tf»r1er oic!z- marlltpreiic vom ti>. Zaniar. Zum Vertan, Nansen 1439 Rinse,. ouirü 4~!i Och sn 69 Bullen, 882 Färsen uns Kühe, 298 Kaller, N3 Scha c 2429 Schweine. Preise füc 1 Zentner neoenu- gew.chi --chlgg-tch ewr i)i JC 1. Rinder: A. Ochten: l) 1. onllilriidi ousaemüitele doch st en Schlachtwcits, 4—7 Jahre alt 30-54 90-93 2. T>ie noo) nicht gezogen yadc» >unge,ochre) ....... — — b) ?unqe ueiiditqe nlchi ausaemailele und ältere auszemaitett ... 46 49 8.1-83 c) mania aenahrre lange, gut genährte ältere...... . ... . 43-45 79—63 B «ulten: a) oouoeochiae ausaemästete höchsten Schiachiwerts .... 48-50 80-83 dt ooUUeiichiae lünaere .... 44-47 *i)—Ll c) mäyio aenädrie iu.,«« und aut aenährte älter» , , , , 00-00 oo-r,o O. Farien und Kühe: ,) ovüiienchige ausaenmuete Färtrn höchsten Lchlachlwerl» .... 47-50 84 - 90 b) vaUllenÄiae. ausoemoilete Kühr höctilen Lcdiochlwerrs bis -u 1 ^ 44—47 82- 4 c) 1. wenig gu, entwickelte Fär en 43-47 N3-9. 2. atiere ansgemästete KLye . . 39 —41 72- 8 6) may,a aevohrie Kude und Fällen s ej gerinn genährte Kühe und ,^äri?n 25—30 57 -07 o. Gering genährtes Fnnaoieh (Stellet) — — 11. Kalkte: a) Doppellender Kinne Mast. , , . _ d) leinite Maitkälber...... c) mtttlPTf Mau- und beste ^aoakäiNek 60-64 102-108 6) geringere Mast- und gure Saugkälber. 56-59 95- 1 ö 0) gerinaere Sauatätder , , , , 52 - l5 88-r.3 111 Sä>'"- a) Weidemnftscha,«:...... v> nm.iiairiiiiei und Masthammel . 44 98 c) geringer« Magyammei und Schafe _ 6) manra aenadne vummet n. Schau — (Merzickate) ....... . — j — IV. F-tl>ch»eiue: 1 • ) Fetlichwein« Uvei 3 Zlr. Lebendae- wicht .......... b) vauoeOchige Schweine über 2% Ztr Ledendaewl»! ...... e> voUNeochra« Schweine über 2 Ztr Levendaewichl st) vvUtteischia- Schwein« dt» p 2 Ztr. Ledendaewicht . 54-56 6, -70 54,5-57 68-7! 54,5—57 68 -71 e) tteOäna« Schweine »,,.,. — — f) 6aven ...... . . — — Marktverkauf: Am Rindermarkt wird langsam gehandelt', geringer Ueberftand. Bei Echaseu ruhiger, bei Kälbern und Schweinen slauer Geschäftsgang, Schwein« hinterlasiea Ucber- ftend. zr«rsverttltt vom >9. Januar 1914 der Mitteldeutsche» Crcditlian!» tzlUienIoprtot u. Reieroen ’ML 7U0UUU09 gegründei 1856. Froniiurrer Bor,«. 97 40 ", 8630 . 7585 „ 85.30 „ 75.85 „ 96 80 „ 8330 . .3.25 4'/»ReichsanI-th« 3 */,♦/. 3*/. 3*/,*/« Preutz. Consots 3% 4V, Hessen »*/**/. . 3*/. . 4*/ g Oesterr. Moldrente 88.40 „ 40» «i, „ Sitderrcule 8680 „ 4 “/. Ungat. Gotorenle 841 5 „ 3 „ „ Kronenrente 8_.7i) „ 3 „ Portugiesen Serie l 62 20 „ 4 „ „ „ 10 63.80 „ 4 0,0» Russen o. 1905 19.10 4»/. . . 1902 40,0» Japaner 40» Türken von 1903 4»/,Administr. Türken Türkentoose M. t0»'<» Griechen o. 1890 56.— 1 */«•/• Rtonopot-Mriech. —.— 3-,. «uen.-Air.Pr.Ant. 67 50 3-,»» Sitder-Mexilaner 60.— 40,1» Liter. Irrig, Ant. 61.4, 40,0» Chinesen Budcrus G.-W. Act. Schuck. Etektr. we>. m Berliner Handels Ant. —.— Deutsche «ant Akk. — .— Dt-t. Jlommatibit Ant. 1‘8 0» Dresdner «auf 'litt. 158’/, Pet.Znt.Handelsb.Akt. 204.0, Rusi.Äan! s. a.Hand. 'A. 161.— Echantung O. «. Akt. 12 .0» Baltimore u. Ohio —.— Kanada Pacisic Akt. 217.13 Prince Henri E. «.Akt. 157.75 Türkentoose Utt. 168-75 Eschweiter Bergw. m 270.60 «ochumer Gusjsrahl „ 219 5.1 Met eutirch.«ergw.Akt. 392.0» Hacpener «ergdau „ 173.75 Harndg. Amt. Pak. „ Rorod. Lloyd „ «erliner Handels Anr Rtitrcto. Creditb. Vtkt TarmnäSr. «mit „ Teut,che «an, „ Deulsch-Asioii,chc«ani 1 1 50 DiStonlo ikomnl. Ant. 10 Dresdner «an, All. Oesl. Kreditanst. Air. Lomvarden „ Dtsch-Uverice LG. „ Oesterr.Ltaasbayn,. Höchst, ^arowerte „ Gyc>n.Fa0r. Aideri „ Rütgerswerte „ Steaua uroinana „ Phönix Bergli. ^rlesheim Elektron „ ^eüftor? WcUühos „ Hokzoertohkmlgs-^nd. ^aurahüte „ Privatdistonl „ Lenvenz: behauptet. Berliner Bor,c. Hohenkohewerle Akf. Deutlch-^uxenrt). o.'^kt. I^aurahutte Äkt. Z^-6 * 1 * Öbci|cl)lc|ier tL. Akt. hi>.87 Phönix Bergbau Akt. 24<).o0 Aombacher Hülle „ 1o.\2e> kÄelsenkirchen Äer.qw. A. lÜ2.'<ö Harpener Bergbau Üft. 17 .50 AUq.lLiek.GejeUlch.Akt. ^40.75 Sieinens u. HalskeAkt. 211 50 Tendenz: behauptet. 80 .— 01.15 77.50 ^ 80— . 169.80 „ 91.05 112.80 lob — 13 .'/» ,18 0. 157 0, 11850 118.0, 251.— 153 ‘/, m: Ion 60 154 ,5 626 — 4 0 — 19.1 — 148.0 24.17, 251 — 24— 311 — U5.50 3.'/. 132 — Atchiion Topeka Southern Pacrfik Chicago Rock Ist. RkissUtani. u.Te.pR. Union Pacific. U. S. Steel Common Lonoaner Bör,e. Doll. 98.51 96.06 14.87 22.37 162.02 64.37 Amatgamatcb Copp. Doll. 76.55 uharlered Company Ljtr. rra,lrano Proprieiary „ Golbstelbs „ Rand Mine» , De «eers Con.olw „ u.90 2.00 2.14 5.69 16.0k Die Depofiienkalle Friedberg i. H. empiiehli sich zur Verinittlun$; aller baukmässigen (»eschiitt# Au- und Vertäu, oon Wertpapieren an allen Börien. Errichtung tauienderRechnungen und provisionsireier Scheck-Canti Umwechslung von Coupons und Sorten. Annahme von offenen und oerichlosienen Depot». Entgegennahme verzinslicher Spar-Liniagen. Beilage zur „Neuen Tag eszeitung". l ] Dienslay. den 20. Januar 1014. - . !,t,rqu»O Gedrnktaxe. ' 1813 GI)r. SBieUmb t.— 1865 Friedrich, Fürst i.ck -> -Li. — 187! Hoffman» v. Fallersleben ' > ?- auj Lachnrr, Musikdiretor, +, Minden. Ans nilrr Welt. 71; ,,«» Wehrbe trag. Die „München Augsburger S„". : tti. .Z" r,zählt folgend«, im gezenwälligeii Aug.nblick 1: . itfjmil« ll:1r« ß>:id>i äf.t: Ein reicher Ausländer. d:r grössten: ils aus Reis ,i ist, und alljährlich Nitrnterg aus einige il.onate zum Aufenthalt wählt, sand sich in dieftn Tagen beim nr,rget 5? ntamt ein, um anläßlich der Beranlagung MM est.hrbrinag Angaben über seine Bermögensverhältmsft M nchrn. Al» dem Ausländer bedetitet wurde, daß er zum Weh'- lag n cht herangezogen weiden lönne, spendete er, um seine A.wuirderung sür die deutsch« W hrkrast Mm Ausdruck M bringen, tausend Mark, Zehn Jahre Zuchthaus. Das Schwurgericht in Münster reiuoleilte dem Antrag« des Staatsanwaltes gemäß, den Zt Jahre alten Handlanger Lastring au» Welbergen wegen Stra, j ur-ubr »u zehn Fahre» Zuchthaus, Der Angeklagte hatte cm Ab nd des II. Oktober vorigen Jahres auf der Chaussee ran Lnnghorst nach Burgsteinsuit den 73jährigen Rentner Engelbert Teube mit einem dicken Knüppel niedergeschlagen und ihn seiner Barschaft von k>0 Mark beraubt. Der Uebersat. len.- liegt noch immer schwer kraut darnieder. Ein fürstlicher Arzt al» Kassenarzt. Wie aus München fr* richtet wird, hat Prinz Ludwig Feidinand von Bayern sich in lie Lifte der Aerzte aufnehmen lasten, die sich den Mitgliedern der Sirankenkaston für die freie Arztwahl MI Derjiigung stellen. Mord. Am Mittwoch Morgen wurde in Recklinghausen die Leiche der 17 Jahre alten Dienstmagd Marie Michalrki in t.ium Gebüsch cn der Grenzstraß« gefunden. Da» Mädchen ist durch drei Schüste in die Brust gelötet worden, Familientragödien. Im Hause Röntgenstraß» II in Charlotten bürg hat am Dirnstag Abend die Frau de« Bricsttäger» Wegener sich und ihre beiden Kinder vergiftet, Fra» Wegener und der» jüngst« Kind sind tot, der 6jährige Knabe wurde noch lebend »usgefunden und nach dem Krantenhouft gebracht, wo er in bedenklichem Zustande darniederliegt. Frau Wegener lebte mit ihrem Mann bi» vor kurzem in gutem Einvernehmen, Zwistigkeiten zwischen den Eheleuten entstanden, al, eine an. freie Frau in den Krei» der Familie trat. Fra« Wegener glaubte sich zurückgcsetzt und hat am Dienstag Abend den Bvr- jatz gefaßt, sich und ihre Kinder aus dem Leb«, zu schassen. — Jn Bottrop (Westfalen) hat der ausländische Bergmann Zeet seiner Frau und einem vierjährigen Kinde mit einem Rasier- mester die Kehle durchschnitten und sich dann selbst an einem Betipsvsten erhängt. Die furchtbare Tat hat einen entsetzlichen Hintergrund, Der Mann war wegen Blutschande angezeigt. Um sich der Strafe M entziehen, verübte er die schreckliche Tat, Die tayftre Palizifti«. Während die meisten der neuen weiblichen Polizisten ln Chicago sich damit begnügen, alte Mütterchen über die Straße zu führen oder Fremden den Weg zu zeigen, hat eine unter ihnen. Mrs, Mary Boyd, durch eine tapfere Tat da» allgemeine Aussehen erregt. Sie stand auf einem Straßenbahnwagen und wurde Zeuge, wie ein Mann den Schasfner beleidigte und sich dann mit ihm herumschlug. Der Schaffner drohte den Kürzeren zu ziehen, da sprang die Jüngerin der heiligen Hermandad dazwischen, packle den Rowdy am Scklalittiben und fiibrtc den sich besiiq Webrenden, naebbem sie ZUM Pflugeisen. Roman von M, Prigge-Brook, 2 (F «ersetz» ng). So lange die Seuche anhiclt, trug er'; noch: als aber dar Alltag wieder in seine Rechte trat, und es im Pslugcilen siill wurde, erfaßte ihn Verzweiflung, Seine Schwester suchte ihn unisonst aufzurichten. Sie konnte den Verlust der Eltern eher verschmerzen, erblühte ihr doch im neuen Heim ein neues Glück. Jobst aber verzagte. Die Einsamkeit erdrückte ihn und selbst Ohm Eblers Lieb konnte ihn nicht glücklich siiminen. .,75» mußt reisen", sagte der Alte, d'r feinen jungen Chef, der vor den» Hauptbuche saß. schon eine Weile beobachtete, »..Du mußt fort," Jobst hob den Kopf, „Reisen? Wobin, Ohm? Es wird überall d sei». Laß mich bier!" „Hättest Tu nicht Lust, nach China zu gehen?" lockte Vr Alle. Sebald stand chif, „Wie kommst Du auf die Idee?" '"te er erregt. , *A-" ■ l das Geichäst eine Auffrischung braucht »nd Tein sich viel von Beziehungen versprach, die Tu anknüpfen '* Jctzt liegt alles darnieder." ~ t fite halte das rechte Wort gesprochen, Tie Firma ‘ al wirkte wie ein Zanberwort. Sebald schüttelte "de <•> eichgültigkrit ab, setzte sich zu Ehlers und sprach ' mit ihm. " -•> Reüttlat war: er ging nach China. Das Haus Verluste gehabt und stand in Gefahr. Julie Hart . den Bruder nicht ziehen lassen: ibi Mann redete ihr ■■!. „Er muß sich wiederfindcn, »nd das tut sich leichter '.außen als hier." So ließ sic ihn und half bei den Vorbereitungen, die er mit Fiebcreifer betrieb. Nach acht Togen wurden die si.iedsbesukbe gemacht: Sebald war reilesertia. Der letzt« ihm ihre Erkennungrmarkc gezeigt hatte, unter Aufwendung nicht geringer Muskelkraft ab. Der Mann gab unter ihren kräftigen Püffen bald jeden Widerstand auf, Ertruukene Schkftischuhläusrr. Jn Rellinghausen bei Esten a, d, Ruhr sind der 12jährige Sohn eine» Schlächtermeister» und der Lljährige Geselle beim Schtitffchuhlausen aus der Ruhr eingebrochen und ertrunken. Autounglück. E n verhängnisvolle» Autounglück ereignete sich in der Reuen Krugalle« bei Treptow, Das Aulamobil des Kaufmanns Martin Benedic wurde bei einer Biegung gegen einen Baum geschleudert und vollständig zertrümmert. Die im Wagen befindlich« Frau des Ehauffeur», Mari« Kerber, würbe so schwer verletzt, daß an ihrem Autkommen gezweifelt w:rden muß. Der Ivjährcge Sohn erlitt ebeniall» schwere Berletzuin- geu. Die beiden anderen 8 und 6 Jahre alten Kinder kamen mit leichteren Verletzungen davon. Der Chauffeur blieb «», verletzt, Berhustung zweier internationaler Hochstupter in UHunitu». Ein sensationeller Juwelendiebstahl ist in einem vornehmen Hotel in München durch die Wachsamkeit des Bedrohten verhindert worden, Jn dem Hotel wohnte seit einigen Wochen ein reisendes englisches Ehepaar, das Juwelen im Werte von einer halben Million Mark mit sich führte. Der Engländer schöpfte Verdacht auf einen in demselben Hotel wohnenden Slandinovier und besten in einem benachbarten Hotel abgestle- genen russischen Freund: er glaubte aus ihrem Benehmen schließen M mllstcn, daß sie etwas gegen ihn im Schilde füchr- ten. Er benachrichttgte daher die Zolizei, die die beiden Fremden verhaftete, Jn dem Badezimmer des Rüsten fand man eine Riesenschlange, deren sich die beiden Hochstapler unzweifelhaft bei dun geplanten großen Juwelendiebstahl bedienen wollten. Wächter des Tierparkes Hellabrorrn singen die Schlange mühelos ein. Jedenfalls wollten di« beiden ihr Opfer mit der Schlange in Schrecken versetzen, um dann ungestört ihren Diebstahl ouszuführen Da» englische Ehepaar gab an, daß e» schon feit längerer Zeit «ruf feinen Reifen von dem Rüsten verfolgt worden sei, Bcrbrrcherifcher Anschlag. In Bekgisch.Ltmburg Ist ein Attentat auf der Eisenbahnlinie von Brec nach Erand-Brogel verübt worden. Ein Personenzug enigleiste, weil man riesige Steine aus die Schienen gewälzt hatte. Mehrere P rsonen wurden dabei lebectgsesährlich verletzt. Aus einer anderen Strecke waren die Schienen ausgrriss n. Der Lokomotivführer de, di« Strecke passierenden Zuges konnte noch im letzten Augenblick bremsen, wodurch großes Unheil vermieden wurde, Gleichwohl hat der starke Stoß mehreren Reifenden ernste Ber- l-etzungen verursacht, Feuersbrunft in Belgien. Eine äußerst heftige Feuersbrunst ist tn einer großen Oelfabiik in Termunde bei Brüste! in der Nähe von Eent ausgebrochen. Das Feuer, das an den auf- gefpeicherten Oelfüstern große Nahrung fand, breitete sich mit großer Schnelligkeit au» und sprang aus zwei st» der Rah« lie- genide Häuser über. Die Feuerwehr dis kleinen Orts war ge. zwangen, aus den umliegenden Ortschaften Hilfsseyerwehren herbeigerufM, Selbst die Brüsteler Feuerwehren waren herbei- geeilt. Nach großen Anstrengungen gelang e» schließlich, den Brand auf seinen Herd M beschränken. Doch wird die Fabrik noch mind stens zwei Tage brennen. Der Schoden beläuft sich auf anderlhalb Millionen Franken, Genickstarre aus einem Schulschiff. Wie aus Lotterst sFrcmk- reich) gemeldet wird, ist an Berd des Lchulschlfft» „Caleda- vicn" die Genickstarre ausoebrech.n, Zwei Mairosen wurden Besuch galt dem Hausarzt und Nachbarn, SanitätSrat Lubn, Sein altes Haus „Der Lindwurm" lag neben dem Pslugeisen. Fast zwei Jahrhunderkc blickte der gekrümmte, in Stein gemeißelte Wurm herab, «benlo lange war das Haus in Luhnschcm Besitz, Zu des SanitüisratS Kummer batte ihm feine Frau keinen Erben beschert: dafür erwuchsen ihm zwei liebliche Töchter, Freundinnen von Julie Hart. Sie waren hüben ebenso zu Hause, wie drüben »nd nahmen es Jobst beinahe übel, daß er sie verließ. Die llljährige Elisabetb war heimlich verlobt, ihr um zwei Jahre jüngeres Schwesterchen schmollte mit Jobst. „Du bist ein böser, treuloser Freund", schalt sie und sah ihn dabei so freundlich an, daß sein Herz unwillkürlich warm wurde. „Wirst Du zuweilen an mich denken, kleine Rose?" fragte er sic leise. „Immer, Jobst", versicherte sie. Tie Mutter kam. das Gespräch war zu Ende. Jobst ging sinnend beim. „Sie ist ein Kind", sagte er sich und drängte die Gedanken, die ihm auffttegen, zurück. Am festgesetzten Tage reiste er ab, schiffte sich ein und kam ohne Aufentbalt an seinem Bestimmungsort Hongkong an Zerrissene Fäden wurden neu geknüpft, Beziehungen ausgctan, das Geschäft gedieh. Schon nach Jahresfrist richtete Sebald in Hongkong eine Filiale ein. versandte Landcsprodukte nach Deutschland und führte dafür deutsche dort ein. Er hatte Glück: seine Unternehmungen wurden von Erfolg begleitet: im Pslugeisen schaltete der Ohm. Für das chinesische Geschäft fand Sebald eine Hilfskraft in einem jungen Deutschen. Walter Schmidt. Er war mit Empschlungen nach Hongkong gekommen, fand, neunzehnjährig, Stellung in einem Tee-Erportgeschäst. dessen Besitzer nach sechs Monaten Bankerott machte und verschwand. Schmidt, dessen kleines Vermögen die Reise verschlang, wußte sich keinen Rat. Im Konsulat riet man ihm. heimzu- fcbren. Er hatte kein Seim. So blieb er. in der Hoffnung, in hosfnungslosem Zustand in» Hospital gebracht. — B I dem in Lorient in Garnison stehenden Kolonial . Jnjanterieregl- nient rvükt eine Schottachepideiuft, Da, Fiasko free weiblichen Gejchworenen. Die weitst üben Geschworenen in Kaltsornien haben kläglich Fiasko gemoibl und da» lalijonrifche Geschworenengericht wird voiaussichlt » wieder cmf^löst werden, da die weiblichen R chier da, Ber- trauen der kalifonrischen Bürger nicht zu erringen vennochien Man ist im Gegenteil ml, ihrer Arbeit höck-s, unzufrieden »nd behaupt«, daß sie sich während der ganzen verslosseuen Ge- richlsperiode nur mit Kleinigkeiten abgegeben hält n. Der R-tteniurm aus Flustziug Entsttzen herrichie uni« den Frauen Flush mg» bei Newyork, di« schreiend in di« ftäu- s«r flüchieien ob de» unerrvartetrn Besuch», den «in Ralle», und Mäuieh««r der Stadt odstattrle. Ein« riesig« Flutwelle halte di« Tiere au, ihren Löchern in der Flushing Buch, vor trieben und zu Tausenden ergoß sich der Rattenslrom in dl« Stadt, wo er sich brsonber, den Laden eine» Kaufmann» al» Zufluchtsott ausgesucht hatte. Schreiend flüchteten Käuferin nen und Verküuftrinnen und auch dem männlchn Persona« blieb »ich!» ander«, übrig. al» der großen Uebermacht da» Feld M räumen. Auch einem versiättlen Ausgebot gelang es nicht, di« Tiere M verscheuchen und erst die herbeigeruiene Feeurwchr war ln der Lag«, di« Tiere zu verscheuchen. Immerhin w:vd man in Flushing noch lang« g gen den kleinen Feind zu kämpfen hoben. Jugendlich« Schwindlerinnen. Die Polizei in Anlwerper erließ eine Warnung gegen zwei amerikonlsche Schwestern von denen die eine 18, die andere S Jahre alt ist Beide beuten in systemattscher Weift da» Rttftpublikum au», indem sie erklären, ihr« Billet» verloren M haben und versuchen, sich da» Geld Msammenzuborgen. Sie versnchien ihren Trick bei dem amerikanischen Gnerolkonful, der im Begriff stand. «Ine Reis« »NMtreten, Dleftr suchte die Mttdchen unter dem Vorwand«, ihnen Bilettr kaufen M wollen, in den Schalteiraum zu ziehen, doch schöpften di« Schwindlerinnen Beidacht und suchten da» Weite Sacharinschmuggel an der seanzSsischen Grenze. Die Gen. darmerie in Alencon hielt aus der Chaussee »in Aulomobil an, besten Jnsasten ihr de» Schmuggels »erdächilg erschienen. Die Schmuggler ließen jedoch da» Automobil im Stich und ergriffen in einem geeigneten Moment die Flucht Cft find auch unerkannt entkommen. Bei der Durchsuchung dee Automobils fand man große Mengen Sacharin und Alkohol ufw,, das llber die Grenze geschmuggelt worden war, Schreckenstat einer Wahnsinnige«. Jn der Kolonie der Gewerkschaft .Friedrich der Große" bei Herne wurde die Frau des Bergmanns Schiittowski plötzlich von Wahnsinn befallen Sie sprang auf. ergriff ihr 7 Wochen altes Kind und schleuderte es solange an die Wand, bi« es tot war. Dem lljährlg.-n Sohn hätte dasselbe Schicksal ereilt, wenn nicht im letzten Augenblick der Vater hinzugekommen wäre. Eine Schutzhütte vo» einer Lawine oerschllttet. Da» Hal- keranner Hau» der Alpenftktion Schwaben (Stuttgart) im hinteren Auial tm Karwenbelgebirg« ist von einer Lawine vollkommen zerstört worden, Zwtt Jäger, denen die Aufsicht über da» Haus überttagen war, fanden diefts vollkommen zertrüm. mert vor. Im Schneesturm gescheitert. Wie aus Cetle lFrankreich) ge- meldet wird, hat sich dort ein schweres Sch ffoungliick ereignet, Di, klein« Dampftttchaluppe „Mar^wrile-Maift". aus d«, sich 18 Mann Belobung befanden, scheilcrle in einem furchlb I N eine Stelle zu finden, geriet in die Gewalt seines Wirtes, der ihn crnsnutzte, bis Sebald ihn im äußersten Elend sand. Er nahm ihn mit sich und sand, daß Schmidt zu brauche» sei. Er lebte sich überraschend ein. Sebald erkranffe im zweiten Jahr: seines Aufenthalte». Der dentsckie Arzt, der ihn behandelte, riet zur schleunigen Heimkehr, Schnell entschlossen übergab Sebald Schmidt die Ge- schäfte, schiffte sich ein und erreichte aus Umwegen (er hielt sich bis zu seiner völligen Genesung in Italien aus) vre Heimat. Das Pslugeisen hatte seinen Schmuck angelegt, vom Giebel flatterte die Fahne, der alte Bau verschwand fast unter Kränzen von Blumen und Tonnengrün. Am Bahnhof harrte der Wagen. Dem Wagen entstieg Jakob Ehlers, „Grüß Gott. JobstI" rief der Alte erfreut. Er trug dik Last seiner sechzig Jahre ohne Beschwerde, sein Gang war elastisch, wie einst. Vom Wagen streckte der Kntscher Jansen die Rechte aus: „Gu'n Tag och, Junkherrl" Sebald wurden die Auge» feucht. Tie Heimat umsing ihn mit ihrem Zauber: wortlos drückte er Jansens Hand Ans dem Beschlag warteten die Angestellten der Firma ihres Herrn. Er mußte viel Hände drücken, bevor er ink Haus gelangte. Aus der Diele stand Julie, Sie breitete beide Arme an? und ließ ihn nur. damit ihr Mann auch seinen Teil bekäme. Dann öffnete sie die Türe und ries die beiden Bübchen, die sich an ihre Wärterin klammerten, „Jobst Heinrich und Hans", sagte sie stolz. Jobst fand es wundervoll daheim, er begriff nicht, wce er so lange hatte sortbleibcn können. „Du mußt nun heiraten", sagte die Schwester. „Du brauchst eine Frau, die Dich liebt und versteht" „Gibt es denn solch ein Unikum?" scherzte der Bruder. „Spotte nur. ich weiß doch, wie's kommt," Der Bürgermeister stand auf, „Nun ist's genug für einen ersten Abend, wir gehen heim," (Forttetzung totgt). ?(cu( j.agc»|cuung. aucnetog, »en zu. isnnuar 1914 Seit, 2 ji~ ir- . In Reiiuiigsboole .mit' i fij r Bord «spült. ' ttotlloicii Hilferuf« tos Dampfers werden von keinem ? ausgenommen. Der Kaplan beschloß im Augenblick . r'.f-ftcn Rot L!« ganze Besatzung i» los noch übriggeblie- Reiiungsboot steigen zu lassen und aus diese Weise zu ° ' i die Küste zu erreichen. Infolge des hohen Wellen. - : ':j schlug das Boot um. Neun Personen ertranken, die Vr :» sechs mutzten sich mehrere Stunden lang in dem eisigen ss.r en 'cm Rettungsboot sesiklammern. b's zufällig ein '•.»>> scher Dampfer vorübcrkam. der die Schissbrüchigen a»f- Zur Familicntragödic auf D ^owhmokre. Ueber die Bor- ■ ;:i; i» der Schrrckensnachi auf DSakowhmosre wird jetzt ein« . s.rlluug verbreit t. die. wenn sie sich bestätigen iollte. die schuld des Grafen Miclozinski in wesentlich mildersscm dichte t:ivi«n lasien wurde. Danach begleitete Graf Miclozinski ' s: Len Erafen Mhanszinski nach dessen in der ersten Etage 'es.eene» Zimmer und legi« sich dann schlafen. Da es in sci- --m Z uimer sehr wann war. li«tz er die Dur etwas geöffnet. Rach einer Stunde erwachte er und bemerkt«, datz nech Licht l rannte. Er drehte es aus und begab sich dann wieder zur Ruhr. Nach einer halb» Stunde wurde der Kraf abermals durch ein Geräusch erweckt. Cr glaubie. datz Diebe im Hanse eie» und begab sich in das Parterrezimmer. wo er dem Schrank ans dem Korridor ein« Doppelflinte entnahm. Er lud sie und ging durchs Speisezimmer, Salon und zwei Nein« Appartements. Im gleichen Augenblick ging das Echletz der Tür. die sich darauf öfsnete. Nun schätz der Graf, ohne zu wissen, ans wen. Da die Person floh, Ichotz Miclozinski zum zweiten Mal. Der erste Schutz traf di« Gräfin, die aber noch durch das Ear- derobenzimmer in das Schlafzimmer stieben konnte und erst dort auf das Detpult fiel. Der zweite Schutz traf den Grafen Mpanszinsk, ins Herz. Im Garderobenzimmer der Gräfin wurden 20 Briefe des getöteten Grafen gefunden, die für si- stark kompromittierend ssnd. Es ist festgestellt, datz der iDener des getöteten Erafen auf der Lauer vor der Tür des Schlotz- l:rrn stand, nm sofort Nachricht zu geben, dotz die Luft rein s«i. D-s Mcisterftück ein«, Polizeihundes. Ein Dresdener Herr lmttc fein goldenes Augenalas verloren und kannte es in der Dunkelheit trotz eifrigen Sochons nicht wiederfinden. Er bat tk Polizeiwache nm den Polizeihund „Schack". Da Stratze.r- lehrrr die Stratze inzwischen gereinigt hatten, war die Arbeit für den Hund schwierig, schlictzlich aber nach etwa 20 Minuten doch noch von Erfolg. „Schack" blieb plötzlich vor einem «brr socprmmengekehrten Kehricht stehen und scharrte au, ihm das zum Glück noch unversehrt« Augenglas heraus. PernrtrNnng eine« Spions. . Das Reichsgericht verur- teilte am Freitag den wegen Spionage ongeklagten Kauf- nionn Tnstav Richter, aus Russland stammend, zu 2 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. 2ie in der Arteils- bcgründung gesagt wurde, ist Richter ^egen Bezahlung für den russischen Spionagedienst tätig gewesen. Nachgewiesener» niassen Hai er sich ein gehetmznhaliendes Schriftstück zu ver- ichaisen gewusst, in der Absicht, dieses dem russischen Ncich- tichtendiciist zu übermitteln. Verurteilung eines Rnisfeilenkassierers. Der Leutnant ,. D. Franz Eisenblätter ans Bromberg wurde von der Strafkammer Posen wegen Unterschlagung von 645 M, die er als Kassierer der Raifseisengenossensckinft in Samtrr begangen batte, z» drei Monaten Gefängnis verurteilt. Zur Verdeckung der Unterschlagung batte er an dem Tage, an dem Revision stattsinden sollte, einen Einbruch verübt. Brii» Schlittschichlaufr» verunglückt. Der Kresskassendirektor Link, der am Mittwoch zum Schkittschnhlaufen nach dom Haderslebener Damm gegangen war. ist seitdem vcr- Ichwnnden. Er ist wnbrschoinlich verunglückt. Die Flandersbacher Mordnssäre. In der Flanders- bo.chcr Ptordaffäre ist seht eine sensationelle Wendung eingc- treien. Unter dem Verdacht, den Gutsbosbesitzer Hamm in ,Flandersbach ermordet z» haben, sind die beiden Arbeiter Fmkamp und Kielhorn a»f Anordnung dos Untersuchungs- richiers aus den beiden Strafanstalten, in denen sie wegen anderer Vergehen in Hast sitzen, in das Elberselder Untersuchungsgefängnis eingelicfcrt worden. Jnziwschen haben die Rechtsanwälte I>r. Werthauer und Dr. Hegers auf Veranlassung der Verwandten einen ausführlich begründeten Antrag ans Wiederaufnahme des Verfahrens wegen Frau .<äamm. die angeblich unschuldig zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, bei dem Landgericht Elberfeld cin- geleiiet. Ein gkstohlener Wertbrief wieder ansgesunden. Kurz o w Weihnachten war auf dem Postamt in Stendal ein 50 000 V ei,«haltender Wertbrief abhanden gekommen. Der Ver- "4 lenkte sich auf einen Postasiistenien. der inzwischen in "l aenonimen worden ist. Am Donnerstag traf der Un- 'üuckunoörichier aus Stendal in Dessau ein, um bei der ' utii’' de? Verbaileten eine Haussuchung vorzunehmcn. 'o? Resultat war, dass auch die Mutter in StchernngSbnlt oeuommen wurde. Weitere Spuren führte» nach Bitterfeld zu Verwandten des Assistenten. Auch dort wurde eine Kaus- luchuvg vorgcnoiumen. Das Ergebnis der Haussuchung > nr dass nach und nach da? aanze Geld bis auf einen kleinen Betrag wieder berbeigeichasst wurde. Ilntcrschlagiing eines Richsers. Demnächst beginnt in Baku e!» Monstreprozess wegen grossen durch Richter bcaan- gene Nuterschlagungen. Der Friedensrichter Belaiew bat in Gemeinschaft mit einigen seiner Kollegen 30 000 Rubel Gc- rielts. und Waisengelder veruntreut. Dabei sind schwere -ralichungeu und Betrügereien verübt worden. Zu dem Prozess sind 200 Zeugen geladen. _ ‘ * ,lls b«m Spessart, 19 . Zan. Wenn der Winiersturm mit wchnce und eisigem Odem durch d!« Svessartwälker braust, dam, ist die best« Zeit, i„ mitternächtlicher Stiu-de in alten Kursen die in den grauen Derlichm hausenden Geister zu de schwören und mit ihrer Hille gleitzende Schätze zu heben. So dachten 3 Einwohner ans Preunfchen, der Nationalität noch Heg«, «in Bager und «in Badenler. Schweioend trak-v Jie sich im Verliest der einsam liegenden Wildenburg. Zogen einen Kreis, besetzten seine Peripherie mit geheininisvolien Ee- fätze-n und noch geheimnisvollerem Inhalt, zündeten beim flackernden Schein brennender Wachsstöckc duftende Kräuter des Waldes an, ivorouf der Hesse die Brschwörungsformeln iprach. Und es half. Denn als cs gerade mit hallender Stimme den Namen Allah. Ailahl rief, erhob sich rieiengrotz mit wallendem Bart am Kellereingang dar gerufen« Geist — C6 mar der Förster Mechler aus Preunschen, der mit gleicher Stimmenstnrlc ries: „Ich will Euch bannen! Schert Euch zun, Teufel!" Und so geschah r. Still schoben die Helden von hinnen, nicht ohne vorher gelobt zu haben, nie. niemals mehr in der Wildenburg und anderswo Geister zu rufen. Ans der Heimat. * Bad-Nauheim, 20. Inn. Die Gesamtzahl der Ausländer, die 1913 die hiesigen Kurmiltel als Kurgäste gebrauchten be. trug 9804 gegen 10 OKI im Jahre 1912. Davon entfallen aus Asrika 90 (1912 : 93), Amerika 1607 (1523), Asien 26 (45), Australien 5 (13). Belgien 108 (101), Bulgarien 9 (11), Dänemark 77 (74), Erotzbritannien und Irland 885 (888). Holland 454 (462), Italien 88 (66), Luxemburg 33 (31), Monako 1 (2), Norwegen 64 (41), Oesterreich 783 (733), Ungarn 317 (305), Portugal Kl (42), Rumänin 153 (217), Russland 4214 (4533), Schweden 114 (163), Schweiz 211 (224), Serbien 24 (30). S"a. nie» 42 (47), Türkei 23 (21). Insgesamt sank die Zahl der ausländischen Besucher von 1912 zu 1913 um 257. die rer deui. schen Besucher von 25 815 aus 25147. Ebenfalls verminderte sich di« Zahl der abgegebenen Bäder von 486157 aus 480 520. * Büdingen, 20. Jan. Der Wilddieb, der kürzlich in den hiesigen fürstliche» Waldungen überrascht und dann dein Wächtersbnchcr Gefängnis zugesührt wurde, dort aber noch am gleichen Tage ansbrach, wurde am Freitag in Wittgen- born wieder verhaftet. Er hatte sich hier in einer Scheune wohnlich eingerichtet. * Frankfurt a. M., 20. Jan. Gegen Rosa Luxemburg ist ron der hiesigen Staatsanwaltschaft ein Sirasv-stsahren wegen Vergehens gegen dir Paragraphen 110 und 111 (Bcrächtlich. ungmachen staatlicher Einrichtungen) des Strafgesetzbuches eingeleitet. Das Delikt wird in einem Vartvag erblickt, den dt« Rednerin Ende September 1913 in einer öffentlichen Verfamm. lung hierselbst hielt. Die Berhandlnng ist aus den 20. Febr. angesctzt. * Frankfurt a. M., 20. Jan. Auf der Mörselder Landstraße wurde der Fuhrknecht Kromm von seinem Fuhrwerk überfahren und so schwer verletzt, dass er nach kurzer Zeit verstarb. — Der Arbeiter Baumgartl stürzte in seiner in der Hardenbergstrasse gelegenen Wohnung von einer Treppe ab und zog sich dabei einen tödlichen Schädelbruch zu. — Das drei Monate alte Töchterchen des Arbeiters Müller. Schwal- bacherstratze 52, verbrannte in der Wiege, die durch den glühenden Ösen in Brand gesetzt war. Die beiden älteren Geschwister konnten rechtzeitig gerettet werden. Einstmals Hab' ich «in Lied gewntzt, Einst in goldenen Stunden Sang ich es, da ich «in Kind noch wal Aber mir tst's entschwunden. Ja, jedem klingt dies Lied tief innen im Herzen, aber es ertönt wie aus nebelhafter Ferne, weit, weit her. Man hört wohl die süsse Melodie, doch die Worte, di« er zum Lied machen, sie sind entschwunden !m harten Kamps des Lebens. Werft einen Blick in das herrlich« Bändchen „Aus der Jugendzeit", das soeben als 7 Band der „Lcbenssreude" erschienen ist (160 Seiten kl. Oktavformat, hübsch in Lrinvn geb. Mk. 1.—, Verlag von P. I. Tonger, Köln a. Rh.), und die „goldenen Stunden" weiden wieder wach, di« Bilder der selj. gen Kindheit, der haftenden, für alles Schöne begeisterten Iu. gend tauch » wieder auf, ein« entschwundene Welt wird wieder lebendig. — Du Mann mit der rauhen Autzenschale. ntmm das Bächlein, du von häuslichen Sorgen beschwerte Frau, nimm es, es wird euch erquicken. schenkt es auch euren Kindern, damit sie inn« werden, in welchem Paradies sie leben. Solche Bücher, die den Schlüssel znm verlorenen Eden ln sich bergen, sollten als kostbar« Juwele gehegt werden. Marktbericht. Franlsnrter Getreidemarlt. Montag den 10. Januar 1914. Weizen, hiesiger uns Wetterarer Mart 19.25 — 19.40, aus dem Lande abgeho» Mk. 18,50—18,80. inrhe/sicher MI. 22,50—23,50, Manitoba Mt. 22,40 -22,75 Amerilaner Nedwinter Ml. 00,00—00.0 l. Kanas Mt. 22,40,-23.40 russftcher Niio>a,efs Mk. 22.50—23.50, Saronska Mt. 22,00—22,50 Ulla Mk. 21,75—22,25 Azima Mk. 21,85—22,-5, La Plaia Mt 0 .00-00,00. rumänischer MI. 22.7.5—23,50. Woiia Walla Mk.' 1/0,00 — 00,00 Rangen: hiesiger MI. 10.00—16.25. auc o. Land abaeholi Mk. 15,50—15,60, russ. Mk. 00,00—00,00, Amerikaner Mk. 15,50—15,60, rumänischer 00,00—00,01. Gerste hiesig« MI. 17. 0-17,5», Psäl,er Ml. 00.00-00.00. rränkftche Ml'. 17 00— 17,25, Riedgersie Mk. 17,50 — 18,00, ungarische Ml 00.00—00,00, Futtergerste Mk 00.0 —00,00. Ha !i: hiesiger u. Wetlerauer MI. 15.50—17.00, turhessischer Mk. 15,75—16,75 daqerftchei Mk. 15.50—17,00, La Pinta Akk. 17,50—1 00 rm- sischer .2(601,00—00.00. Ma iS Mixed Ml. 00.00-00.00. Donaumais MI. »0.00—»0,00. La Plata MI. 14,75-00.00. Ode na Ml. 1/0.00- 00,00 russisch. M. UO.'/O—00,00, Eincandin Mk. 19.01—19,25. Weizenmehi: hiesiges Rr. 0 Alt. 30,50—30. 0 lld- deutsches Mk. 00,00 - 00.00. Rr. i Mk. 29,59-29,75 iüddeut ches All. 00,60-00,00. Rr. 1(1 Mk. 26,50—26,75, /üdüeullches Ml 00,00—00,00, Rr. IV MI. 22.50—22,75, süddeutsches MI. OO.Ou- 00.00. Roggenmehl: hiesiges Rr.0Aik.23,50— 24,00 Rr.0l Mk 23,50—24,00, Rr. I Mk. 22,60-23,00. Futteratti'.e, Wetzenichalen 10,25—10.50, Weizenkleie Akk. 9.50 9,75, Roggenlleie Mk. 10.00 —10,50 Wetzen-Futtermehl Mk. 12,00—14,60. Bienreaer aelrockn. Mk. 12,50-13,00 Malzleime Mk. 12.00-12.25. Rapskuchen Alt. (22kl—13.00 Palmkuchen Aik. 15,09-15,25, Futtergerste Ml. 1309 Trotz erhöhter Auslandsforderungen wurden für hiesige Weizen nicht wesentlich höher« Preis« gefordert. Roggen war gut g.sragt. Gersi« ruhig, Hafer in guten Qualität-,i besser bezahlt, auch wurde bereits Saatware gehandelt. Mehl zu erhähten »sühienringpreisen wenig gehandeitz Fniierartikel besonders als Müklenrabrikate Icii lest Amtliche Uotierung der Franlrfurtcr oic.,- marlrtpreiie vom ti>. Zan iar. Zum Bertaui aanosn 143) Rinaer, ou>v'! 4"9 Och en 69 Bullen, 882 Färsen und Kühe, 236 Käld-r, 111 Scha « :<2I Schweine. Preise lür l Zentner ^eoenu- qew.chi Jl cri)»nri;ts ! i|» 1. Rinder: A. Ochsen: a) I. onlitUMid) ausoeniästekc büchilen Schiachtwerts. 4—7 Jahre alt 2. Die non) nicht gezogen haben CÜ —54 90-93 iungc,ochlc) ....... b) lunae itcuänae nick» ousaemniielc nrU) ältere ausaemäiletr . . . c) ninKio aenatjrte lunfle. flul acnäljrte 46 49 8.1-89 ältere - ,»*»*,»,». B Bullen: »I ooUiinittnae ausaemästetc höchsten 43-45 79—83 Lwlüchlwerts . . . 48-50 80-83 d) ooUkicnchioe »ünaere .... c) monip aenädrre ,u.i«e und aut 44-47 io—U »enäbrre älter« .... L. Forlen und Kühe: .) voUiiciichig« ausa-manele Fürl-U 00-00 00-00 hochuen ^cktachnoerrs .... b) DüUütuctjipe. auöQemoiletc Kühe 47 —50 84-90 bödiien Sd-.ladmrme bte qu 7 i* 44—47 82- 4 c) I. wenig gui entwickelte Färieil 43-47 83-9, 2. allere ausgemäsiete Kühe . 39—1: 72- 8 d) mQRio aenadne Wutje unD Färsen 33—:s Ui j - 76 e) aerino aenährle Kübe und Färi»n 25-30 57 -67 0. Gering genährles Zunooieh (Fresser) 11. Kälber: — — .) Doppkllendei lernne Mast.... — b> leinsie Maitkälber...... — c) nrntiere ’J.iran UNI' beste -üaofrtinec 60-64 102-105 d) geringere Masi» und guic Sauztaibcr. 5B-59 95-1 0 o) geiinaere Saualaider . , , , 52-ü5 88-1,3 111 Schot«: .) Weidcinastschate: ...... b) «"/ ..lamme/ und Masthammcl . 44 93 c) gcringcre Aiasihammc, und Schojc d) knoflia aenabrle Lammet u. 6ö}ai (Merzichaie) ....... IV. Frirschwriue; .) Fcttschweine über 3 du. Lcbendge I wühl .......... j b) vc/uitei>chige Schweine über 2K Ztr Lebendgewicht ..... , c) oiüiiftidmi« Bchweine über J Zlr „1—56 ÜJ -70 Levenbaewichi ........ d) vollitriichici» Schweine dis zu 2 Ztr. 54,5 — 57 6S-71 Ledendaewichl 54,5-57 68 -71 e> iieischiae Schweine ...... _ _ f) bauen ....... — — Marktverlaus: Am Rindermarlt wird langsam gehandelt: geringer Uebcrsiand. Bei Schafen ruhiger, bei Kälbern und Schweinen flauer Geschnslsgang, Schweine stand. hinterlassLn Ueber- >inrsvertMt vom >9. Januar 1914 der Mitteldeutsche» Ereditbank lllkt>«»Iap>t»> u. Reserven Rt. 70 099993 gegründet 1856. Frankfurter k>utie. 4*/, Reichsanleihe 97 40”. Eschweiker Berqw. m 220.60 3'/.*/. „ 85 30 „ Bochuiner Gus;stahl H 219 ol 3'/. 75 8o „ eatirch.^eraw.'Akt. 192.7, 3'V/. Prcutz. Consoir 85.30 „ Harpener Bergbau m 1,37., »•/. 76.85 „ h>ambg. Anit. Pak. „ bkorüd. ^koyb „ 13-.’/. 4"/. Hessen 96 80 . , 18'/, 3'/.”/. . 8330 . Berliner Handels Ant 157 '/, 3*/. >3.25 . Atitlekb. (Lreditb. Akt 118 50 4•/. Oesterr. vloldrente 88.40 „ Larmsiädr. ^ant „ 1180., 4'/,•/, „ Siiberrenle 86 80 „ Teuliche Äaac 251 — 4 “/, Ungar. Golürente 84.i 5 „ Deulsch-^'l sian 1 cheBanl l l 50 3 „ _ Kioneiliente 82.70 „ Diskonto itomin. Änl. 1ö9 — 3 „ Portugiejen Serie i 62420 . Dresbner 2 ianr Likl. 153 V. 4 „ „ „ lil 63.80 .. Oesl. Creditanst. Akt. 205 5 i 4 */,*/* Öiujicn v. 1905 69.10 . ^ombatbcn n 2.% 4°/« ff m 1902 90— . Dtsch-Ubersee tL.(Ä. „ löu 60 4 l /t°U Japaner 91.15 „ Oeslerr.Staa-obahn „ 154 -5 4"/o Türken von 1903 77.50 „ Höchst, ^atüioeitc „ 626 — 4°/,Ädmruistr. Türken 80.— „ Chem. Fabr. Akberl M 4 0 — Türkenkoose M. 169.80 „ Rütgerswerte „ 19.) — l°/,o*/» Griechen v. 1890 56— „ Steaua ^iomana H 148.0 l'/«°/o ^Ikonopok-Griech. Phönix Bergb. 240. /, " 3% Bucn.»vür.Pr. Anl. 67 50 " Griesheim Elektron „ 251 - 3%° Sikber-iOiexikaner bO— . ^jeUstoss ^üalbhos „ -24.— 4Mex. ^rrig, Ant. 61.4 1 „ Hokzoelkohkungs-^nd. 314.— 4'/,"/» Chinesen 91 05 „ ^aurahüte „ 155.50 Buderus Act. 112.80 . Prioatdiskonr „ 3.'/s Schuck. Cleltr. wes. , lab.— „ Tenbenz: behauptet. Berliner Börir. Berliner Handels Ant. —.— . Deulsche Bani Alt. —.— « Disk, liomnlandit Ant. 188'/, „ Dresdner Ba»! Akl. 158'/» n Pe6Znt.HaudeIsb.Ak6 204?/, . Russ.Banks.a.Hand.A. 161.— „ Schnnlung U. 21. 2116 12 .'/, „ Baltimore u. Ohio —.— . Eanaba Pacific AI6 217.13 „ Priiice Henri G. B.Ak6 157.75 „ Tiirlenlooje A6 168.75 „ Londoner Alchr/on Topeka Doll. 98.50 Soulher» Pacisik „ 96.06 Ghlcago Rock Js6 „ 14.87 A!ijj2lian!. u.Tez.R. . 22.37 Union Pacific . 162.62 U. S. Steel Common „ 64.37 Hoheiilohcwerlc Atc. 132 — , Deutich-Cuxeuib. ier 6. Alt. 89.87 „ Phönix Bergbau Akt. 24050 „ Rombachei Hülle „ 1.57.25 „ Cielsenrirche» Bergw. A. 192.75 , Harpcuei Bergbau LI6 17 .50 , AUg.Clek. Gesell sch. Akt. 240.75 . Siemens u. Halst«Ak6 211 50 * Tendenz: behauptet. Bök/e. Amatgamated Copp. Doll. 76.5t Charicred Gomi>a»y Lst6 0.9t Gailiano Pioplteiath „ 23A Goloiields „ 2.14 Rano Atincs „ 5.6(1 De Beers Con oiid „ 16.'/, Die Dcpositenkalse Friedberg i. gj. empftehii sich zui VermitUiinK aller banUmäsuigen (beschilfte An- und Verla», von Wertpapieren an allen Börsen. Errichluiig Iaii,enderRechnunge» und provisionssreirr Scheck-Conti. Umwechslung von Coupons und 2 ollen. Annahme von osienen und verchlosscnen Depot». Entgegennahme verzinslicher Spar-Cinlagca.