iliiinmrr 11 Samslay. den 17. Januar L?N l 7 . ZaijraattA eue Tagesrer r>. ii djfint leMn lb tu SrlT.«", „DI. SeinniUk.". 0;nt» 9 nuT'9t~bt» *oftanftoI1«nmtniliiüuitit) Mk 1 VS Kl tcn «««nt» n,ona.lld,Mm Wnm tritt Vo ilyW» Jn WjnUtn, eiU 20 «g. 'L »»,«.<,«.' °°o .n»n>«n, «!w.» P n.och -.Srne «!».d'e, itnollungson Friepb.i» »chriNlerlnn, »n» v-rln, Frleddei« Itzeilenl. ömmuei.lras,« 12. Fern pitdKt «. P.silcheck-Conl» „k. «8Z,. . m 0le hkuilge iiuoiflirr u«i!flB[ Ileberstcht. — Geh. Rat Professor Dr tfröni« von bcr Universität ftt Frribrirg i. Hr. hat non Strittet«, die nickst genannt Sein wollen, die Summt von lüfi IHK) Jl für Krkd-Sbrhanvlung ethalteu. — Nach einer vergnügten Feier in der Wohnung des S^rtillerlehauptmaniiS Hausmann in Kraka», wurde dieser von dem Oberleuinani Siegler bclcidigt. Der Haupimann Hansmnnn ries daraus seinen Burickstn ins Zimmer und drückte ihm seinen Revolver mit dem Bcsrhle in die Hand, »en Oberleutnant niederzuschiesieu, was der Bursche auch !at. Der Hanptmann und der Bursche wurden verhaftet. — In Stockholm fand gestern die Erössuung des Reiche läge» statt. Die Thronrede enthält, nach Mitteilungen der „Berliner Morgenpost", vor allem wichtige Borschläge über den Ausbau der Landesverteidigung. Hierzu wird in Ver- hindnng mit einer Nesorm der KriegsgeseKgebimg die Ein- iühriing einer besondere» Wehrsieuer aus größere Einkommen und Vermögen geplant. — Wie die „Semaine religieuse" meldet, ist der Abbck Lrinirr von dem Bischose von Lille a sacris suspendiert war- den, da er trotz wiederholter Aussorderung sich weigerte, sei» Mandat im französischen Parlament nieder zu legen. — Tie Verhandlungen des gemischten Schiedsgerichts lm Rio Tinto lstebiet wurden ohne Ergebnis abgebrochen. Tas d.reits größtenteils von der neuen Streikbewegung ersaßt« Minengebiet geht damit einer abermaligen Lahmlegung entgegen. — Dem energischen Vorgehen der Regierung in Johanne bürg ist es zu danken, daß die Streilbcwegung »iedcrgc lungcn ist und daß allenthalben Ruhe herrscht. Immer noch Jabern! Wir konnten mitteilcn, daß dem Obersten v. Renter über 15 000 Glückwuusch-Tepeschen zugcgangen sind, ganz ungerechnet der unzähligen Zuschriften, die er anläßlich seines Ehrentages erhalten hat. Esanz besonders wissen alte Soldaten, die in den Reichslanden gedient haben, den Man- ncsmnt de8 wackeren Obersten zu schätzen, denn sie kennen aus Erfahrung, was sie von der verhetzten und verbissenen Bevölkerung zu halten haben. Bis aufs Blut werden deutsche Soldaten im Elsatz von den Französlingen gereizt, jeder Militärsmann ist Freiwild fiir bübische Ncrhöhung: in Metz, Mülhausen, Kolmar, Zabern kann sich säst kein deutsck>er Soldat ans der Straße zeigen, ohne Gefahr zu lausen, in gcnicinster Weise beschimpkt zu werden. In Metz wurde gegen einen im Dienst befind- I ckien ilnterofsizier ei» Mordversuch verübt, eine Rotte -Pöbels stieß ihn in die Mosel. Die „Tägliche Rundschau" Ist soeben eine ganze Anzahl von Bubenstreichen, die in den letzte» Fahren in und um Metz an deutschcn Militärpcrsonen verübt wurden, veröffentlicht. Selbst in der Stadt Zaber» mit der angeblich so sriedlicki gesinnten Bevölkerung sind binnen Jahresfrist, nämlich vom September 1912 bis zum November 1913, nicht weniger als sechs Uebersälle aus Angehörige deS Jnsantcric-Negiments Nr. 99 zu verzeichnen gewesen, wozu noch zwei Uebersälle mit Schüssen und Stein- würsen aus den Schießstnnd- und PatronenhauSposten in Pfalzburg kommen, wo bekanntlich ein Bataillon des Regiments garnisonirrt. Am 2l. September 1912 wnrde der Sergeant NanS abends aus dem Nachhausewege mit starken Knütteln niedergeschlagen, im Februar 1913 wurden acht Uateroslizierc nachts auf dem Heimwege von einer Rotte überfallen und mit Steinwürfen verletzt. Bald darauf wurde der Zahlmcisteralpiraist Prüfer aus dem Nachhanse- nege nachts hinterrücks überfallen, nachdem ihm schon vorher von einer Rotte von Burschen der Weg verlegt, er angerem- relt »nd beschimpft worden war: der Versuch, den Zahl- lucisteraspiranten in den Kanal zu werfen, scheiterte. Am 7. April 1913 wurde der Musketier Nccker aus der Straße von einer Rotte hinterrücks überfallen und ickzwe, verprügelt. Das gleiche Schicksal widerfuhr dem Unteroffizier Sickseld ani 9. Oktober, nachdem ihn zuvor mehrere Bursche» gehänselt hatten. Am 9. November endlich wurden die Musketiere Schlauch und Klein vor einer Wirtsihaft von lieben ein- heimischen Burschen unter dem Schlachtruf: „Dreckige Schwoben, werft die Schwaben in den Kanal!" angefallcn. Ta die beiden Musketiere sich kräftig zur Wehr setzten, hatten i» diesem Falle die Angreifer den Schaden. Das sind acht Fälle in Jahresfrist, die gerichtlich festgcstellt sind: weitere Fälle ließen sich unschwer Nachweisen. Und wenn nun einmal ein Offizier seiner Entrüstung über diesen hinterlistigen l äierillakrieg gegen das Militär, dem von den bürgerlick>en Gewalten der entsprechende Schutz versagt wird, in drastiger Weise Ausdruck gibt, schreit die Mehrheit des Reichstages in hvsieriick>er Wut: ..Ans Kreuz mit ihm!" Gott sei Dankt Die Verhandlungen des KrieaSaerichts iiuw-n Mginipm, die Augen geöffnet, und diejenigen, die richten wollieii, sind selbst gerichtet wordeii. Wochen schau. Zabern. — Oesirrrrichische Pnrlnmentsnötk. — Dir deutsche Militörinispon. — Differenzen in der Triple Entente. — Tie Buren gegen die Ctrcithetzer. Zabern und kein Endel Nach den Gerichten wird der Faden in den Parlamenten weiter gesponnen. Wirkungsvoll setzte das preußische Herrenhaus ein. in tem peramentvollrr und dabei durchaus würdiger Weile ver wahrte sich Graf Bork v. Wartenbiirg, ein Enkel des berühmte» Hrldeii aus deii Befreiungskriegen, gegeii die Zu rückictzung Preußens und gegen das Ueberhandiiehiinn des demokrniischcn Geistes voni Reichet,», her. Nicht minder drullich folgte der vieiisiische Landtag. Hockzersieiilich Uw die klare und entichiedcne Sprache des nationalliberalen Abgeordneten Dr. Rocksting, der mit Ernst und Wärme de» nationalen Standpunkt vertreten hat nnd weit abrückte von den Reichsseinden, die in Zabern und in dem ganze» Re:ck>s- lande ihr Unwesen trieben. WaS er nicht gesagt hat. fügte mit nicht miß'iivcrstehender Dciillichkeit Herr v. Hende- brondt »nd der Lasa hinzu, dessen Reden sich zu einer gründlichen Anscinandersktziiiig mit der Reichsregierung und den Parteieii gestaltete. Wahrhaft beschämend nehmen sich dagegen die Verhaiidliingen deS Lai'dtogcS der Republik Elsaß- Lothringen aiiSz sie haben so recht denen recht gegeben, die in der Einführung der Verfassung in den Reichslonden nach ibrer jetzigen Gestalt ein nationales Unglück erblickt haben. Tie Vertreter aller Parteien diese? Parlamentchens waren einig in Inschutznahme der Pöbclherrschasi nnd die Vertreter der RrichSreaieriing wagte» teils nicht, dagegen a„f- zuiiiiicken, teils stellten sie sich offen in die Dienste der Knöpf. lerS und PeiroteS, Wolf nnd Konsorten. Wie gewaltig blühte sich der Herr Büraernieister Knövller von Zabern aut, er. d-r sich „krank" im Detle wälzte. n>» der Pöbel auf den Straßen revolllerte, überb-st sich in Beschtmtckungon denllcher Palriole», ersetzte. woS ihm in feiner St"di an ToZeakt fohlte, durch Monfheldeninm und er fand leinen Beifall. Würdig stand ihm der Mühlhäicker Devnlck, der ..Fortkchritt- ler" Trumm zur Seile, der ans Haß gegen alles denlfche Wesen leine Rede in dem verdorbensten Müblhäiiser Platt vorbrnchie und derart gegen den Regiernngstilch gestikulierte, daß ihm eine Zwangsjacke vonnöten gewesen wäre. Einen Lentngnt mit zehn Mann! ist der Wunsch, der angestchis solcher Verhältnisse allein berechtigt wäre. Wacklig ist anch die Situation de? österreichischen Mini- steriums. Im Parlament tauchen erneute Schwierigkeiten auf, sogar Ollstrukston ist zu verzeichnen und allgemein ist man der Ansicht, daß die Dauer des Kabinetts Slürnkh keine lange mehr sein kann. Man hält ihn schon lange lür ahgesäar. und es läßt sich nicht leugnen, daß er nicht der Mann ist. nm in der inneren Politik Oellerreich? .K'ärnng z» schaffen. Wer aber soll das traurige Erbe Übernehmen? Wie Zabern für Deutschland, ist der Balkan für die gesauste Welipolitik nach immer dasjenige Th", »a. das die Gemüter bewegt. ES ist la eine alle Erfahrung, daß gerade in der Orientpolilik der Versuch gemacht wird, im Trüben zu fischen, und man konnte anch jetzt wieder ei» Lisdlein davon singen. Welche Jntrincn haben sich nicht um die dentlche Militärmilsion abgespielt. Nach anfänglichem Fiasko sind sie jetzt von Erfolg gekrönt, man hat die Türke« mürbe ge- niackst durch die Androhung finanzieller Repressalien, und so blieb für die Mackstbaber am Goldenen Horn nichts anderes übrig, als nachzngeben. So hat man den» davon Abstand gcnamnien. dem deutschen General anch das Kommando des Konstontinopeker ArineekorpS zu übertragen. Er wurde lediglich zum Generalinspcktenr der türkischen Armee ernannt. Wobl als Pflaster für die Mißhelligkeiten, die Herr Lima» von SanderS gerade beim Antritt seines Dienstes wenig angenehm berühren mußten, ist er vom Kaiser Wilhelm zum General der Kavallerie befördert worden, nnd da »ach den Verträgen die deutschen Offiziere, die als Reorganisatoren berufen worden sind, in der türkischen Armee einen Grad höher stehen sollen, als ihr deutscher Rang, so ist er zu gleicher Zeit vom Sultan zum türkischen Marschall befördert worden. Ob nach den gemachten Erfahrungen nochmals eine deutsche Miliiärnnssion nach der Türkei gesendet wird, sollten sich unser keilenden Stellen sehr überlegen, eS handelt sich da nm eine reckst undankbare Aufgabe. In der Orient- und Mittelmccrpolitik hat es in den letzten Monaten nicht an Differenzen innerhalb der Triple- Enteiste gefehlt, die eine Aussprache leitender Persönlichkeiten angezcigt erlchcinen ließen. Aus dicieni Grunde hal Herr ASauiih ans der Turchrrise nach der Riviera kurzen Aufenthalt in Paris genonimen, wo er den aus der Rückkehr nach London befindlichen Schatzsekretär Llohd George getroffen hat. Ter letzter ist vor kurzem den Franzosen recht ans die Nerven gefallen, indem er den AbrüstungSvorschlag wieder auts brachte. Das war nicht nach den Herzen der Franzose», die lieber he»te als mvrge» lo-stchlagen mochten, es »brr allei» nicht können und mit der ilnterskützung de'r englische» Flotte unbedingt rechne» müssen. Zur Be- nchignng der Gemüter erscheint Herr Asqnith in Paris nnd wie es heißt, sollen seine Konserenzen i» erster Linie der Frage der Marineverhälinisse gegolten hoben. Franko ich wird sicki liinlickstliih seiner Rüstnna znr See einige Be- uhränkung auferlegen mülsen, da es kaum i» der Lage ist. die Riescnsnmiiie für die jüngste Verstärk»»,, der Armee auf- .'.»bringen. kas letzle Kabinett ist darüber gestürzt, ob Her« E'aillanr die schwer Ausgabe lösen wird, sielst noch iehr dabin. Mil erfrischender Tatkrast. die mancher europäische» Regierung z»m Vorbild dienen könnte, geht die B n r e n • regiern >ig gegen die Streikhetzcr Nor. Den AuSslond der Grubenarbeiter hat eine große Ausdehmiiig erlangt und wie immer in iolckx'ii Fällrn scknirle» snziolislilckie Hetzer daS Feuer. Schließlich glaubleu die Leiter de.- Streikes offen der Regie, u»g trotzen zu kömieii und verbarrikadierten lick' i» dem Esewerkjchgslskaus zu Johuuneshurg. Allel» die Re- gieruug mochte kurzen Prozeß. An die Tausend bew>stf- nete Buren besetzten den Platz vor dein Hanse, richteten eine Ctebenpfünder-Kanone aus dasselbe und forderten äugen- blickliche ilebernabe, andernfalls würden die Kanonen sprechen, und liehe da: Die Maulhelden kanden wieder ein mal, daß die Vorsicht der bossere Teil der Tapferkeit ist und ergaben sich ohne Umstände. Sie wurden in sicheres Gewahrsam gebracht. Das ziel- und selbsttzewiiklo A»stiele» der Regierung hat den» auch den gewünschte» Erfolg gebobl nnd der totale Znsanmieiibrnch deS Streikes gilt als sicher Der iUrrt brr üirljbffliinV in llrfitfri». Gelegentlich der Viehzählung von 1912 ist anch wieder einmal der Wert der Viehbestände ausgenommcn worden. woS zum letzten Mole gelegentlich der Zählnng 19911 ge- schkbe» war. Für Preußen lind »immebr d'e Zol->e» für 191? veröfkenklicht worden. Es ergeben sich demnorb lür den größten denlsckzen Bundesstaat Werte in Millionen Morl: 'iSfcL. 1999 1912 Ziiiiobine + Abiiglune — Vkerde 19«5.9 2"72 t + 43 30 % Rindvieh 2319,-1 4111 .3 + 74 99% Schafe 140.9 1310 — 4 89% Schweine 538,7 1178 9 -f 199 19% Ziegen 33,6 90,8 4 - 92,20% Jnsgcsonck betrug der Wert der preußischen Biebbe- stände seinschkießlich Eiel. Mo-'stiere, ""oistesel und Bienenl am 1. 12. 1912 -— 7777,3 Millionen Merk, gegen 47°3 1 Millionen Mark am 1. 12. 1900. Die S'eloernng beträai deninoch 395,3.9 Millionen Mark — 9-1.99 Rrozent. oder jährlich dnrchschnistlich 9.3 Prozent, sie beweist w!"der ei», mal die enorme Lcistungssähigkeit unserer heimischen Land- wirtkchast. 192. Sitzung. — Freila». den 19. Januar. 1 Uhr. Am Ministerlische: Dr. Delbrück, Easpnr, .Kühn. Kurze Ansrngrn. Ab». Hofrichicr kSoz.) kragt an- III dem Reick>?kan>ke« beginnt daß eine,» iungen Mann in Köln der Bereck>lia»>>as- schei» für den Einjähria-Freiwilliaen-Miistä-dienst w>t d » Begründnng entzogen worden ist. da er ßch als Kozialdemo 'rat „in bekondiwem Maße in stnatskeindlickn'm Sinne agitatorisch belätigt" habe? Ist der Reichskanzler aen illt de, Geickiädigtcn wieder ln den Besitz der von ibm ordnungs mäßig erworbenen Berechtigiina zu brinaen? Geiieralmajor Wild von Hohenborn: Die Angelegenbeit unterliegt noch der Prüfung im Derwnllnngswcge. Dil Beaistwortimg der Frage kann dober zurzeit nicht ertolaen Abg. Dr. Trendel lZentr 1 stellt folgende Ankraae: Jk cs richtig, daß die Einluhi von Gerste, besonders von Flitter gerste letztjähriger Ernte aus Rußland, eine lehr große unl größere wie In anderen Jahre» ist. Ist es richtig doß groß« Mengen Gerste als Fisttergerste zu dem Gerslenzolllatz olnst Tenatnrieriing resp. Kennzeichnung als Malzgerste von de» äußeren Zollbehörden im Herbst 1913 abgeiertigt wurden die o»f Grund ihrer besonderen Beschastenheit als Mol» und Brnngerste vollständig geeignet nnd als solche zu verzollen waren, weil die rnssikche Gerste letzter Ernte trocke, geerntet wurde und vorzügliche Keimlähigkeit Hot. Ist el richtig, daß Issersie mit starkem Belatz von Flughalcr zut Einfichr gelangte, so daß der Verdacht besteht, daß letztere, zur Herabsetzung des Hektolitergewichies beigefügt wurde? Welche Maßnahmen gedenkt der Reichskanzler »» treffen, um dieser Umgehung der höheren Verzollung Einhalt ,» aebie- ten. oder von welchem Zeitpunkt an wurden eventuelle diesbezügliche Verfügungen seitens der Reichsregiernna an die äußeren Zollbehörden binausgegeben und welchen Worllani haben diese Verfügungen? Ein Kommissar des Reichsschnhnmbks: Der Regierung ist von Umaehlpigen nichts bekannt, es ist auch »ickil nnzu- »r. 14 nrtimen, daß solche Umgehungen vorgekommen sind. Hieraus folgt dann die Beratung des Antrages der bürgerlichen Parteien über die Hinausschikbung des Termins zur Abgabe der Vermögens- erklärung für den Wehrbeitrag. Der Antrag wünscht die Hinausschiebung des Termins T>i5 Ende Februar und durch eine rechtzeitige amtliche Er- klärung Beseitigung der Zweifelsfragen des Gesetzes. Zur Begründung bemerkt Abg. (krzbcrgcr (Zentr.): Die Zweifelsfragen, die bei den Versicherungsgesellschaften einlaufen, sind so schwerwiegender Art. daß die Hinausschiebung des Termins bis Ende Februar dringend notwendig erscheint. Die Begeisterung hot schon mächtig abgeflaut. (Ruse ItnfS: AhaI) Das ist immer so, wenn es zum Zahlen kommt, darum soll man dos Zahlen wenigstens gemütlicher niachen. Scharf zu rügen ist die Art mancher Steuerbehörden bei der Feststellung des Ertrogswertes des Vermögens. Ist er geringer als der Verkaufewert, so deklarieren sic zu diesem. Das verstößt gegen das Gesetz. (Sehr richtig! bei den bürgerlichen Parteien.) (fine schwerwiegende Frage ist ferner die, ob sich der Deklarierende beute schon für 1917 auf denselben Wert festlcgt. Ist die Möglichkeit gegeben, jetzt nach dem Ertragswert und 1917 nach den, gemeinen Wert zu deklarieren? lieber solche Einzelbciten muß Klarheit geschaffen werden. Das Gesetz sichet bekanntlich Straffreiheit zu denjenigen, die früher falsche Dermögenserklärungcn abgegeben und jetzt aus Eigenem heraus richtig deklarieren. Was macht man nun viel- lach? Man sagt, ja für frühere Fahre seid ihr frei, für das „sende EtotSjahr 1913 aber müßt ihr Strafe zahlen. DaS derfpricht dem Wortlaut des Gesetzes. Wir dürfen das ~ vferjahr 1913 im Jahre 1914 nicht in das Gegenteil um- lagen lassen. (Beifall.) Reichsschätzsekretar Kühn erklärte hierauf, daß er nicht i der Lage sei, die Stellungnahme des Bundesrates zu die- ein Anträge wiedcrzngeben. Bei der Festsetzung der Frist ür die Abgabe der Steuererklärung niußten die Interessen des Reiches und der E'nzelstaaten berücksichtigt werden. Für das Reich komme in Betracht, daß die Zahlung der ersten WehrbeitragSraten nicht zu lange hinausgeschoben werden köniie. Ebenso müsse bald eine llebersicht über das Erträgnis des Wchrbeitragcs vorliegen. Der Schwerpunkt hinsichtlich der Fristverlängerung liege im Grundbesitz. Bei einer Reibe von Bundesstaaten sei es eine Lebensfrage, ob die Veran- laguiig zum Wchrbeitrag gleickffcitig mit der Veranlagung über das Vermögen erfolge. Der Schatzsekretär verbreitete sich sodann eingehend über einige Zweifelsfragen und schloß mit der Versicherung, daß er überall Aufklärung schaffen und Entscheidung treffen und der Ocffentlichkeit davon Kenntnis geben werde. Abg. l>r. Bluiik (Fortschr.): Wir sind mit dem Anträge im ollgeminen einverstanden, können aber die Erklärungen de? Reichsichatzsekretärs nicht für ausschlaggebend ansehen Ausschlaggebend muß sein, daß die Behörden in die Lage gesetzt werden, daß jedem einzelnen genügend Zeit zur Abgabe der Deklaration gelasie» wird. Abg. Riipp-Baden (kons.): Der Antrag ist wiiklich drin- -ender Art. Die Zweifel müssen geklärt werden. In Baden ftifu'i die gleichzeitige Veranlagung zur staatlichen Vermögenssteuer und zum Wehrbcitrag dazu, daß der Wehr- beitrag höher ausfällt, als dies vielleicht in anderen Bundesstaaten der Fall sein wird. (Bravo bei den bürgerlichen Parteien.) Abg. Erzberger (Zentr.): Ich bitte den Herrn Reichs- schatzsekretär, im Bundesrat in wohlwollender Weise für die hier geäußerten Wünsche einzutreten, als es in seiner Rede '»in Ausdruck kam. Ter Herr Reichsschatzsekretäc überschätzt ie Loyalität des deutschen Volkes ganz gewaltig, es will ' aldige Erklärungen über die Zweifelsfragen haben. Ich itte ferner, daß der Herr Schatzsekretär amtliche Veröfseut- chungen über das Wehrbeitragsgcsetz herausgibt, denn alle iese Zweifelsfragen werden bei dem Besitzstcueracsctz wieder- iommen. Erfreulich ist. daß die heute abgegebenen Dekla- rationen nicht für 1917 bindend sein sollen, zweiten?,, daß ter Generalpardon so geübt werden soll, wie das Gesetz es fagt. Die vielen, unnötigen, neugierigen Fragen des Ge- ß-tze? verbittern aber jedenfalls die Steuerzahler, damit soll Man aufräinnen. (Beifall.) Der Antrag wird einstimmig angenommen. Tie Sonntagsruhe im Handclsgcwcrbc Abg. Nr. Quarck (Soz.): Der Entwurf ist der Negierung so wichtig, daß der Reichskanzler abwesend is! und sein junger Mann den Saal verläßt. Daß da? der Würde des Hauses zuträglich ist, ist zu bezweifeln. (Vizepräsident l>>. Pansche: Ich bitte keine Kritik in dieseni Sinne zu üben.) Die Sonn- tagsruhe ist als Ausgangspunkt der Sozialpolitik in Deutsch- land zu betrachten. Tic Hoffnung, daß wir nach 20 Jahren wcitcrkommcn, waren trügerisch. Eine ganze Stunde will man von de» fünf Stunden obstreichen. Seit 1899 werden die Angestellten immer wieder vertröstet, man hat sie 12 Jahre an der Rase herumgesührt und nun sagt der Zen- trumSoertreter, es ist ei» ungünstiger Zeitpunkt. Das ist ein starkes Stück. Tic Regierung und die bürgerlichen Partien haben die Angestellten viel zu lange warten lassen. Soll die Sozialpolitik zu:» Tummelplatz reaktionärer Mittel- standsretterei werden? Die Herren, die so leicht Millionen sür Heereszwccke bewilligen, sollten olles tun, um jungen Leuten Erholung zu verschaffen. Abg. Bickeumayer (Zentr.): Eine Verbesserung des Entwurfes ist notwendig, da er sonst die Interessen des Mittelstandes schädigt. Tie örtlichen Verhältnisse müsten Inchr beachtet werden. Kleine Städte können den Sonntags- einkaiis nicht entbehre,i. Eine einheitliche Regelung ist nur bet allgemeinen Fragen möglich, darum sind Ausnahmen -im weiteste» Maße zuzlassen. Rene Tage»z«tt»ng. S-«»lag, de» 17. Sam,« 1»14 Abg. Marguart (natl.): Die vielen Unterschriften unter Petitionen für volle Sonntagsruhe sollten doch zu denken geben. Die die Sonntagsruhe regelnden Ortsstatute sollten einheitlich erlassen werden. Namentlich müssen die zahlreichen Ausnahmen beseitigt werden. Abg. Thumann (Els.): Ich halte eine Ausgestaltung der Sonntagsruhe durch Ortsstatut für den gangbarsten Weg. Abg. Graf v. Posadowskv (wd.): Der Entwurf bedcutet immerhin einen Schritt zur Besserung. Man sagt immer, daß man uns mit dem englischen Sontag vom Halse bleiben solle. Aber der Fehler des englischen Sonntages beruht doch lediglich auf einer puritanischen Gesetzgebung. Dort wird ihnen volle Sonntagsruhe gegeben, die Möglichkeit am Fröhlichsein aber genommen. Trotzdem ist der englische Sonntag von großer Wichtigkeit für das englische Volk. Auch bei nnS haben die minderbemittelten Volkskreise ein dringendes Interesse an diesem Gesetze. Sehen Sie sich die elende» jungen Leute an, die Sonntags hinter dom Ladentische stehen müssen. Was nützt alle Unterstützung der Jugendpflege, wenn im späteren Leben die jungen Männer und Mädchen nicht einen freien Sonntag haben und ihre Kräfte nicht weiter stärken können. Den Prinzipalen fallen auch treniger die etwaigen finanziellen Lasten, als vielmehr die Schikanen eines Gesetzes auf die Nerven. Deshalb muß ein klares Gesetz geschaffen werden. Die Sonntagsruhe des Entwurfes ist für die Großstädte mit ihren weiten Entfernungen ohne Wert. In den kleinen Städten wiederum liegen die Verhältnisse ganz anders. Dort hat der Angestellte tagsüber gar nichts, sondern abends erst zu tun. Auch da ist eine Regelung der Verhältnisse möglich und wünschenswert. Weite Kreise der erwerbstätigen Bevölkerung sind abge- schlossen von jedem Lebensgenuß. Ihnen muß Gelegenheit gegeben werden, Sonntags Ruhe und Erholiing zu finden. Auch darin liegt eine Sonntagsheiligung, daß man einmal in der Woche das Glück der Familie finden kann. Darum ist die Frage der Sonntagsruhe eine wichtige, deren Lösung mit Ernst angestrebt werden muß. (Lebhafter Beifall) Nach weiterer kurzer Erörterung wird der Entwurf einer besonderen Kommission von 28 Mitgliedern überwiesen. Das Hans vertagt sich. Samstag. 11 llhr: Etat des Innern S»lnb % Uhr. Tagesüdrrsicht. Deutsches Peich. :: Krifengerüchte. In parlamentarischen Kreisen zirkulierten gestern Gerücht« von bevorstehenden Veränderungen in den hörten Reichsämtern und von Unstimmigketten im Auswärtigen Amt. Darnach sollten Herr von Bethinann-Hvllweg sein Abschiedsgesuch b:ieits einge.eicht haben, sei» Nachfolger sollt« Herr von Tirpitz sein; auch Herr von Jagoiv sowie Un- tcrstaatssekretär Zimmerman wurden als amtsmiid: bezeichnet, während Di. Solf das Auswärtige Amt erhalten sollte. Auch war von Unstimmigkeiten im Auswärtigen Amt- wegen der Konstantlnopeler Militärmission und wegen der Verhandlungen mit Englaiü, die Rede. Demgegenüber wird von informierter Seite dem Hirschen Telegraphen-Büro aus das Bestimmteste v.rsichert, daß alle diese Nachrichten unsinnige Erfindungen seien. :: Verlängerung der Steuercrllärungssrist. Wie vom Fi- nanzmindsterium mitgeteilt wird, ist in Verbindung mit der Hinausschiebung der Frist zur Abgabe der Steuererklärung für den Wehlbeitrag auch die Frist, bis zu der di« Steuerzahler ihre Einlommerssteueierkläiun'gen der Veranlagung» - Kom- misston cinzureich-n haben, sür dieses Jahr vom Lv. auf den 31. Januar verlegt worden. Ein« entsprechend« Bekanntmachung des Finanzministers wird heute veröffentlicht werden. Rußland. :: Die Regierung und die dnitjche Militärmission. Wie „Rvßkoje Sleivo" meldet, hat die russische Regierung folgende Basis zu einer U-bereinkunft bezüglich der Stellung der dnit- Icheu Militärmission in Konstantinopel scstgelegt: General Lr> inan von Sanders soll nicht das Kommando des ersten Konsta». iincpeler Korps führen, ober auch anderen deusichen Ossizieren lönn: nicht die Besichtigung einzelner Mrliiärabteilungen in Konstantinopel gestattet werben. England. :: Ein Unterseeboot aesuntea. Bei Potent ist das englische Unterseeboot ,.A 7“ aus o-n Grund geraten. Sofort »ach Br- tannrwerdrn des Unglücks abgrjandten Tauchern gelang cs. das gesunken- Beot auszusi-.den. Die Taucher konnten noch - vergeblicher Arbeit eine Stelle am Schifssrumps aus- findg machen, die eine Verpiinbizu-ig mit den Eingeschloßmen mittels «lapfsignalen ermöglicht. Auf diese Meise wurde fest, gestellt, daß x,i, li Uhr ab,. die gesamte V.satznng „och lebt«. Den letzten Meldungen zus-lge l a; man all- Hoffnung aiisge- S-b-n. die unglücklich- Manuschast zu retten. Bis gestern Abend konnte man in drahtloser LerSlNdnnz mit Hilf- der Morseapparat« mit dem gesunlenen Fahrz roe bleiben. Gegen 7 Uhr abends Höllen die Antwoiienznch:,, des Schisses aus. Da die Rettungsarbeiien nicht recht von statten gehen konnten. so inuß die Mannschaft als verloien angesehen werden. Bom Baitnn. :: Ruhe in Albanien. Entgegen den im Auslände verbreiteten Gerüchten, nach denen in Albanien Unruhen herrschen sollen, ist zu konstatieren, daß im ganzen Lande völlige Ruhe herrscht. Die Proklamation der KontioMommission und der Aufruf, den der Gcndarme-rieoberst We, r an di« Bevütterung erlaßen bat, haben eine überaus beruhigende Wirkung zur Folge gehabt. :: Drohende Kabinettskril- in Serbien. Das Verhalten des Kriegsministers Bojanowrtsch hat zu einem Konflikt mit der Regierung geführt, der -ine Kabinettskrise zur Folge haben dürste. Entgegen dem Willen der Regierung schlug Bojano- wiisch dem König di« Begnadigung des seipfrzest weaen Er- Se.tr L schieß» ns eine» Kavalleristen in der Schlacht von Kumanowo zu 10 Monaten Arrest verurteilten Kavallerieabersten vemic vor; dieses Eintreten Bojanowitjch für Demic verstimint« die Regierung derart, daß sie sich offen gegen den Kriegsminister wandt«. :: Die Kämpfe Eßad Pascha». Ein Telegramm aus Athco an den „Temps" meldet: Rach sicheren Nachrichten ist Eßad Pascha aus der ganzen Linie gegen Ismail Kcinal siegreich. Eine Reihe von blutigen Gcsechten Hai sich zum Vorteil d:.- Ersteren entschieden Ein« Anzahl Distrikte haben Eßad Pa- schar Oberhoheit anerkannt. Der Derireler der provisari,: Regierung Jzzet Paschas. Aluis Pascha, ha: die Stadt tKu-“c,l und ist ebenso wie «ine Anzahl Anhänger Ismail Kemals aus griechisches Gebiet geflüchtet. Inzwischen treiben Räuber an den ihr Unwesen im Lande. Ihr« hauptsächlichen Opfer snä>«i> si« in der christlichen B-vötkerung. 8 griechische Rotab«ln sind bereits von den Albanern ermordet worden. Japan. :: Ueberlebende der Vullanlatastrophc. 38 Pcrsoneii sinl »och lebe.rd auf der Vulkaninsei „Sazurachima" avjgcfuadcn worden. Die Matrosen der zur Hilfeleistung «ingrirofi: im Schiffe wateten bis zu den Knien durcb die Asche, um die Höhle erreichen zu können, und fanden di« Menschen c»g aneinander gekauert. Er schein«» die einzig Ueberlebcndcn der Stadt K.i gochima zu sein. Di« Stadt hat den Verlust von GOA Menüh-n zu beklagen. Südafrika, :: Ruhe im Randgebiet. Zwanzig Mitglieder des Stre ' komitees sind in den Büros der Eisenbahnergewertschaft verhaftet worden. In Bramfontein und in anderen Orten an der Eisenbahn «rkiärten Kaiier Wilhelm Rr 14 Cf fff a 5Ir. 116 unb bas 1. Bat. 168 in Butzbach. Das Bataillon wild heute in der Butzbachei Kaserne gcjpeift unb bürst« heute Abend gegen 6 Uhr wirber zurück sein. * Frlebberg, 17. Jan. Herr Hotelier Bogt hat für morgen coimiafl wieder bk bekannt« Libbachsche Kapelle gewonnen. ,m einer der so beliebten Nachmittags, und vbenbkonzeri« i» (foK Trapp zu veranstalten. ' Friedb-rg, 17. Jan. Sestern Abend »ab dar Liliputaner Schauspiel Ensemble im hiesigen Saalbau bei gut besetztem hause seine letzte BorsteUung. Zu, Vorführung gelangte bi« iT r»t. nposie ..Eine Si i 1 1 i o n“. Dar an Somit reiche S.ürf würbe von allen Mitspielenden tadellos gespielt. Be- r lberr hcrvorzulobcn sind Fräulein Maran, die ihre Herren- lil..überroll« mit »rotz-r Fertigkeit spielt«, und Herr Ursel, 0 -! als urg mütlicher Bayer trotz Seekrankheit und Sturm fiii ii JJiut nicht verliert und seinen Trost beim Bier sucht, und wie er zum Schlusie dann den schlauen Dieb in Mohrenver- tl.idung bi* Million wieder absagt. Voller Beifall lohnt« am S'lusie bi« olonzvollen Darbietungen. Dar hiesige unr aur- eeiitige lunsllicbend« Publikum bedauert er recht lebhait. bah »or Schauspiel schon ein Ende hat und ihm nicht noch mehr solche Abende vergönnt waren. ' * fc\ V. Frirdbrrg, 17. Ja». Heute, am 17. Januar, find gerade UI Jasire her. datz die Evangelische Vercinigmig ihren ersten dentichen Abend im Saalbau feierte. Wir können mit Freuden seslstellcn. datz die Feier, immer in unmittelbarer Nahe des nationalen (Gedenktages der Rcichs- griindung (18. Januar) gehalten, eine feststehende und lieb- gcwordene Einrichtung in unserem evangelischen (tzemeinde- leben geworden iU. So dürfen wir auch in diesem Jabrc auf zalilreicln'n Besuch rechnen, wenn wir aus Mittwoch, 21. Jan., in den Saalban einladen. Herr Pfarrer Rehwald a»S Heppenheim a. d. B., der von feiner Festpredigt Beim letzten t'-„s!av-Adolf Fest in der (öemcinde noch in bester Erinnerung ist. wird die Rede halten, und der Evangelische Kirchen- gcsangpcrein wird durch Ehöre und durch Duette und Sologesänge seiner Mitglieder, Fräulein Diener und Fräulein Hieronymus. den Abend zu einem festlich)«» gestalte» helfen. Alle Evangelische sind bei der Feier, zu der kein Eintritt erhoben wird, berzlich willkommen. * Frirdbrrg, 17. Jan. Der Landespferdezuchtveiein im Oiros-.hrrzoatnm Hessen beabsichtigt mit den im Frühjahr »nd Herbst 1014 in Tarmsladt ltattsindenden Pferde- »nd Foh- lcnmärkten >e eine Verlosung von Pferden, Fohlen. Wagen, Pferdegeschirren, landwirtschaftlichen (sieräten und sonstigen l-legenstandc» zu verbinden, deren Ziehung am 20. Mai und 21 Oktober stattfindcn soll. DaS Grotzh. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis z»r Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, datz jedesmal bis zu 30 000 Los? zu 1 baS Stück ansgcgcben werden dürfen und mindestens 50 Prozent des BruttoerlöscS aus dem Verkaufe der Lose zu», Ankaus von Gewinngcgenstän- den zu verwenden siiid. Der Vertrieb der Lose ist zugleich ii» Grotzhcrzogtnm gestattet. * Frirbbrrg-Faurrbach, 17. Jan. Auf das morgen ^ Sonntag Abend im Saale der „Loreley" von Joh. Bauer Xslattlindende 2. Stiftungsfest, verbunden mit KaiserSge- biirlstagrseier, des Eisenbahn-Handwerker- und Arbeitervereins Frndberg sei noch mal» aufmerksam gemacht. Der Neue r»z»s,«M,ng. •*« rr. 3m letzten Iah« rinerteil» recht gute Steigerung ihrer Kurbesucher auizuweisen hatte», verminbeit» sich hier bk Besucherzahl von 35 876 ©äfUn im Zahl« 1912 aus 34 951 im abgrlavsenen Jahr. — Fall» in bet hiesigen Slobt bk Erwer fcung billigen Baugelände» möglich ist, beabsichtigt «in »»»> wärliger Aichitekt bi« Errichtung billiger unb soliber Eigen. Heime. * KrosirN'Linben, 17. Jan. Seit einiger Feit herrscht hier Diphleriti». Alle erkrankten Kinder blieben am Leben, dagegen starb eine 55jährige Frau an dieser Krankheit Tritt in einem Hanse eine ansteckende Krankheit auf. dann ist es den Angehörigen bei Strafe verboten, Kirche und a»dere össentliche Lokale zu besuchen. Hessen Nassau. * Oberursel, 17. Jan. Die Wahl eines Vorsitzenb<„ ber hiesigen Orirlrankenlasse ist trotz mehrsi>ch,i Wahlgüng« »och nicht zustande gekommen, ba keiner brr beibcn Deiverber bi« Mehrzahl bei Slimmcn auf sich IX reinigte. Bir zur «udgiltt. gen Wahl wirb nunmehr bar Neisichcii.ngs.imt «inen Bor. sitzenden ernennen. " Neuenhain i. T., 17. Jon. Hier plant man die Errichtung einer paritätischen Kleinliirbe,schul«. Für di« Anstatr wurde» bereits namhafte Summen gezeichnet. * Soden a. T., 17. Jan. Aus b.m verwaiste» Wilhelmsplatz stürzte «in auswärtiger Spaziergänger so unglücklich zu Bo. den, batz «r «inen Beinbruch erlitt und dein Höchster Kraulen. hause rugciiihrt werben mutzte. * Falkliistcin, 17. Jan. In der Nähe des ttzenesiings- hciins sauste ein Bockenhcimer Schüler beim Rodeln in Poller Fahrt gegen einen Baum und blieb erheblich verletzt liegen. Ein hiesiger Arzt leistete ihm die erste Hilfe. * Bad Orb, 17. Jan. Ein hiesiger Spatzenschütze schoß dein Schüler Orleb eine ganze Schrotladnng in den Unterleib. * Burghaun, 17. Jan. Donnerstag früh wurde hier der seit einiger Zeit nach Unterschlagiiiig von 0000 M verschwundene Rechnniigssuhrer Hofmeister des Ejchweger Gaswerks verhaftet. Hofmeister hatte sich durch einen Brief an seine Fra» verraten. * Aus Hessen, 17. Jan. Seit dem Morde der Förster» No. manu» im Kreise Fulda, den der Zigeuner Ebender vollsührte. u>» dem Renkontre einer rheinhossischen Eendarmen mit einem Zigniner sind die Behörden besonder» im «HiotzHerzogtum Hessen .dar vor allem al, Zigeuneroorabo galt, den braunen > 8 e selle» stramm zu Leibe gegangen, nicht allein die (üendarinerie. sondern auch di« Orts- nnb Feldpolizei sowie bk Forstbehör den. Wie sich diese Hand in Hans Arbeit bewahrt hat. beweist der Erfolg, der durch) Zahlen belegt werben kann. In bec grotzheizogliih hessischen Provinz Starkenburg würben in den Jahren 1010 und 1911 301 Zigeunersamilien drtrofsen, 1912 dagegen, in welchem Jahre man diesen Landstreichern geschlos. !en «ntgegenirai. nur noch 78 umherziehende Zigeuncrsamilier konstatiert. in 1913 war die Provinz fast völlig Zigeunckftkf Ende des Jahre» wurb.n nur in den Kreisen Erbach und Darmsradt je ein« Zigeunersamilk anqetrösten. * Kassel, 17. Jan. Ein achtjähriger Schulknabe in Lick lenai, stürzte, nachdem er niit dein Schlittenfahren sich avge hetzt hatte, aus der Strotze plötzlich bewusstlos zusaimnra und war alsbald tot. * F. E Tarmstvdt, 17. Jan. Der langsühiige Jchriji flibicr des Landespserdezuchiveroins im Gros.herzagtiuii Hessin, llilttiiicij'er a. D. Fenner ein eifriger Förderer der Vlerdc,»cht -crj oitz hier Mtziia' Der Berstorb.-ee-.l 8 i «n Oezri-i'-.m lang auch Bo.-fftzenter der A! twin-ig 1 ei>. markt Tarnut. di !rö Landespf.td-.uch'i rreinS. " Oppenheim, 17. Jan. Ans dem Hafen in Oppenheim ve gnügten sich ein» Anzahl Junge»» mit Schütte,isahren. Del tüjährtge Wilhelm Höhr lam hierbei auf ein« srrick, gmfste Stelle und brach ein. Obwohl der Knalx von dem Schisser M Schmitt sr'-rt wieder an Land gebracht würbe, war n nü Wiederbelebungroersuch» erfolglos. Frnnkinrter Wrllerbericht. Voraursag«: Ziemlich heiler unb trocken, Frost, östlich. Winde. Verantwortlich s b Schrrjtleitung: Otlo H i r I ch c l.Iricbbcrlit für den »nzei^iilelk: Karl Schmi dt. Frlebberg l. H Druck u Berlag d. ..A uen Tageszeitung" A..E., Frlebberg i. H feiifubnI)n-f>flnDiofrtfr= 9Wrifrr=$miii Fr kl>!>k^. Einladung zum 2. Stiftungsfes* verbunden mit KaiskrnB«rt 5 !Wskikr bestehend in Theater, Tambala und Tan« am Lonutag. den 18. Janiiar >914, abend» T , llhr im Saale der „Loreley" von Joh. Bauer in Friedberg-Fauerbo-i». Einirilt 30 Psg. pro Persoo. Es ladet hierzu freundlichst ein. Der vorstanv Cafe Trapp Sonntag, ab I Ohr Ciroßes Hüllst Houxert Eintritt lrcl. Bin unter No. 41 Imt Heldenbergen angeschlossen. Wiih. Scheer, Windechen Buchdruckerei Verlag der «Windccker Zeitdng 1 . MinW-Wmliilt FriedUcrg i. ». Da» weltberühmt Triu mplzalor Münchener Vijrgerdrät» von Sonntag ab wieder iw Anstich. ES H UnserOnoen en 1 «A fiä .A Hä Lue UKiöd rhM MM VJI itä UmI bietet hervorragend günstige Einkaufscselegenheit große Wen: Damen-Wäsche, Tischwäsche, Trit'otagen, Kleiderstoffe, Baumwoll- waren. Schürzen, Binsen, Krndertlei-chen, Damen und Kinder- Konfettion, Pelzwaren etc. kommen ohne Rücksicht auf den bisherigen Wert zu enorm billigen Preisen zum Verkauf. YM- Zlnsere dievlieiüglich deliorirrtr» Schausenstcr bit.en wir zu brachten. ~4»S wareahaus (esckwister Mayer, ^ -^-•-‘ 1 ^ > a. i Ai - - £ «5i Mein Räumungs-Vepkani in Herren- u. Knaben-Garderoben bietet diesmal ausserordentliflM» Vorteile Wätirenii «Ses AusverkaiiSs Woi 5 iita«s ^eöüi 11« et. v: ic h. Di*ebes f FPiodbei *0 s»>'. u w Üeu< Tagtsziituiltz. Snmstag, btn 17. 2»nuur 1911. S»>i« 1 Der flatlit Lkjnll, mrinta 3 nncntiir ^usnrrlmnf^ i li ilft bfBf ilriuriü mriiin jfiftiingüfiiijiithfil- Da nun der Ausverkauf nicht länger als bis zum Schluss dieses Monats dauern darf und ich mein Lager in Winter-Ware gänzlich räumen will, so verkaufe ich ab Meute bis zum Schluss des Ausverkaufs ohne Hfteksicht auf «len Einkaufs» ert: 1 Grosser 1 Grosser 1 Grosser 1 Grosser 1 Grosser 1 Grosser Posten: Posten Posten Posten: Posten Posten :Velour-Blusen früher bis Mk. 1.75, jetzt: Mk. lüaint'Blusen trüber Mk. 9.75, jetzt: Mk. 4.50. :IBamcn-lIänlel trüber bis Mk. 15, jetzt: Mk. 4.50. : Damen-IVläntel trüber bis Mk. 25, jetzt: 31k. 15.—. : Bi »st ii me früher bis 31k. 20, jetzt: 31k. 11.45. : Kostüme eieg. Sachen trüber bis Mk. 75 jetzt: 3tk. SO.—. MT %He noch vorrätigen I* I 1 /, i; verhaute mit SO'V» Kahatt. -WC Frankfurter Blusenhaus Kaiserstrasse 77. 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Friedkery S v v^ssr ■ 1 Beilage zur „Neuen Tageszeitung 44 r«. 1 I Samsiny. den 17. 3nimnr 1914. 7 3(ii|rch--n er sich mit Valk und Negierung in England in t.'.spri ch letzt«, von Napol.-ons Beseitigung nicht» wisien): ■a ihm Metternich als Puiserstaat dir Schassung eines stark n v,!ä.di'chen Königreichs versprach, war auch er für den ''’n Fr eden gewonnen. T r nie- hi'cke ctoaislan^fcr Hardenberg, weich und i . g. wagte sich kaum zu wtdeis tzcn, sodeh Mettern'ch : erreich'«, was er wollte: «ine möglichst langsame ste Kriegsführung, um Napoleon Zeit ,um F'ie- ' i' lesien. Demgcmäh waten auch Metternichs Auen Schwarzinberg d.r nun erst rrchl nicht» tat. um > " enen in Fluh zu dringen. , ro! eon begab sich v-n Pari» am ?3 Januar zur , ohne dah er »ine eindrucksvolle Adschietsfeier in- .. si- ■< Sein« Absicht war. zunächst «Inla« reich- Si ge err'n-m und kann aus Grund dleser mit erhöhten A srrü- « »u W hcn -e> s "«-ste Tel der Hauptarmee unter Bubna kam . 18 Januar bis Laon, das man vcrg blich zu nehmen Der nö dliik-'e Teil unter Wredc stand am t» Januar bei Lhal.au neuf. Der Kronprinz von Württemberg deordeit geg-» nHaumont vorzugrhe», hotte an diesem Ort« und bei Befstig««, gege» Monier am 18. Januar glückliche Gefacht« zu bestehen, die am IN. Januar zur Bcsctz- u,-g von Ehaumout sühit.-n Einen nochmaligen heftigen Zu- sammciifioh. an d-m auch bnulai mit den Orsterreichern teil» '"hm. hatte der Kronprinz am 24 Januar bei Eoloinb«, »nd Fantoin«: Marschall Moriier würbe genötigt. sich aus T-oyes zurüazuziehen. Blücher lieh sich zu«, Gluck vom Hauptquartier nicht in« mache». Wie nian im Blücherjchen Heere drohte, beweist eine am IN. Januar vor M ü f f l in g »iedergefchriebcne Denk jchrift. in w Ichrr ein conz nirischos Borgehen aller Heeiesteile der Berbündeicn auf Paris vaigefchlagcn wird. Blücher hielt an diesem Plan fest, allerdings ohne Unterstützung der Hauptarme«. Am 20. Januar wurde Toul besetzt, wodurch Blücher eine» wilchigen Stutzpunkt an der Mos l gewann: am 22. ging Socken über die Maas «nd am 23. Januar zog Park zur ich! - sischen Arm « heran, nachdem er sich überzeugt hatte, dah die Festungen Luxemburg. Thianvillc Metz Saarlauis und Lonaun denn doch nicht fo leich zu nehme» waren, wie Blücher sich das vorgestellt hatte. Ae!»erlrlebene Preise. Eine rcchtswistenschastlichc Plauderei. Van Or. H a „ s L i c 8 f c, Leipzig Erhandelt jemand ei» Ding siir 2 M. datz knapp BO Pkennige wert, fo nennt unser Geletz den .Kandel recht und gut i'nd weih nicht hag Wcrimiftf daran ans,»letzen Dem wnr freilich nicht immer io: man hat -n frnher'n Lei««» da-5 Fordern eines gst>» hohen E»,sschjst!„os «in« Pslich'norsot-nng g«kcholt«n n»d de"r Käpkor zur tzpn'd'ing gdscb'iche Watten >n die Kaod goooh«». Die E»t„'!ckek:mg pan Ka»d«s »nd D-rkobr z«io«o sich aber sol-k-u S-sranken pbr-oth; n»öo«n «r>-ochs«ne fw-ntchen heim Abkckik-is, Nan g?«cht^o«r^sissnn die Ungon g»G.,r»«n- Leichtsinn Iiuh 1tnn«s. stand hodsioken keiner N-"i G-,--,, «--bnot-n Ptseaestä"-». Rn« darf d"r tfä'ttor »i-k-t sios Witter e-nes mt'.ch.-g ,,„d B-. fr»og gep'ordo» fein: h-rru l^-n-iea« b-s <0, ’*t auch d'-sos- f.'lls. sa «''N'ios« «s sich oll—-binos obomnchti., z»r Loigng feiner U"soab-'N. Verdi rat sich in der gleel-'sz-stiina alk-t ein sitfenchthrfoog Derkana-N. io ttt b-v aon-o Kg"d«s, wie i-dog h'e a"t-n i^itwn pe--fot,-,id-- 8?-ch'g.—t.stvitt. n->n nichtig. W-r sich fndeg wea»n von it--„ dosier Vrefio.nn gen tr^sie-ooeioif'inn d-nt"r d'-s"n ^chnsiniats r«ttw'oh in asior Veoes schlecht Ho8ej f»dren: doon iide« sto-irnetchärien tdront «de» d-r fNe-inho-doore fg-ieSeN d-h d'o .Kob« d-g tsaittprottotz kroier Poreinbarnng »ntertteot. I'i'd der V-chier w!-d d-nf,orr> f„ t"-chiioen Vreil»» »»r „»to« si»«on. deren jl'nstnohen einen sitienv-rkos.-iden gpotof h-g Per» f-na«s finden. ..Ein si"onn «in Wart" heisit gtt? der ne-krafn. d"r nng a"4 a""N Vrchan^eeindarnngen «o'oonen- tt-nat n>-d otg einzig wirksame Wehr Vorsicht und Achtsamkeit e-npssedst. woneaan s-ch nntor« L-ae I'I »naiinkton d-8 V-rrn'-kerg iid-rntt do^r roo n-ir fefn V-ei^-dr-^nnen tr-ten. si^iorsi'r ein V-'t'-'or- an:, «ino» ^chot-todon. wädfon nng ein pono Beoat-r-de nnd hitton. dar L"sond"ng ins sii« WcA>iiiMn 8ni-"t'ioon tt-der d-N V-eis käNt d-i dem a-oe-n t^-r«'r'r'oo8-s Wort. Als nnn der V-te noch,n-t»oas ho« rvo-of adoidt. o-wodron wir zn »nte-em -ü:ch-,ch-n. d-t- n,on n"f e!»e N"t ’» hodo !?,,nnne kür die nofnnkteg t^ch"do oNn-^innof. V'-ih-" mir trat-dem an d-n ownd-r nnd"nd-n? sv-in h-nn nnk-r schweigen in d-r srooe IIn hoch non-idti-e- n-cht d-g ^-inne8 a-dei'tet we"don. »sg t.'-t'-n wir „ns nun d-m .Könsiler ans ttziwd- nnd >1n- nrn>- i'-'-oo-tn-art-n I—h irdn-d-n V»krog radk-n W-0-N. <-^,ch^ «rnn-dn,» pt-'m-hr an der Voronnkf pe"ktän. h'nor an^^sch^n. «ii' : n hio n-entnna nnkoros W'N-ns d'e in f..^j s^^richnn, ngootrna die küd-e-de Volke spiott. köht p-okmehr ,,i,« h-n ^ch'"t- a"k i>"loi-"n annntch »'i, ki"- d'- o-v-ndene W-re ein-n anoome"enen kund-nüblich-n .Kaiisfchisting z» e-'eo-n. ^r,'i'-ch wi"d dos Et-rfchf zu cinor derartigen, »ns ton d»m .Koi-d-s d-kroienhon Vortrao?a>'slcg»ng regelwähig »nr doni, getnnoen. w-nn Breis nnd Ware in araem Mis;- terdöttnis ?>, einander stehen. Betreten wir also einen auf einer Konpfst-ad» o-tegenen. pornedm ausoest-t'eten und als toner d-'-nnten Loben »nd erhandeln uns doof etmas odne Ir« nach d-'N sfootpreis z» erkundigen, so wird der Richter o,-k ,m'»r« Olage sid-r habe Vi-ette mit Rech« anw-ort-n. dah jeder, der in not iriich teuren Eieichätten kaust und sich Erör- ternnaen des Kostenpunktes ersäht, durch lein Gebahren den Schlnh grohzieht. ois habe er die Iadenubliil>en Preise auch für sich aelten lasten westen. Nnd nur. wenn man direkie Phankasiepreike von uns fordert und. um unseren, Beispiel treu zu bleiben, kür ein Paar einfache Schuhe ctiva 80 .X verlangt, wird u»s ein .tfichter der Zahlungspflicht ledig ipreäie», itvil unser Wille i'fim Kause-abslnluh regelmäßig nicht darauf gerichtet ge- weieu sein wird, uns aller Willkür des Verkäufer« schon»,,.,«, lo-.- zu üderlieser». Das gilt für die Beurteilung einer grahe» 8,st,I kleinerer Kaufgeschäfte de« tägsjchen Leben?. Wenn wi> Brot, Bier. Wein, ltzemiife oder Fleisch kaufe» und uns »upeirrchuel »ach Hause schicke» lasten, diirse» wir uns de? >'»lb nicht beschtvereii. wen» d.,? l-i fchäs, beim Fordern ladetiiiblicknr Preise um ein paar Pfennige teu-ei ist. als seine Koukurreuten. Abu ladenüblich moste,, die Preise, »-eine ich. alle,ding» lein und nicht etwa besonders auf unk -.Niir!äo,itleu. sonst jcknüteil unsere Zablnugsvilicht an dem Mangel unserer Absicht, uns vertraglich z» höheren als den anderen Kunde» eingeräumte» angemessenen Preisen zn Veevstickste». Bcfncht jemand ein vornehmes Weinlokal nnd töus, liier lür einen Krug Pilsner einen Taler anSgebeii. >,> wird das Wcrirfit einem solchen Kaste dos Besch»»erderecht sicherlich adsprechen. denn in dem Nnlerlasten der Preisfrage lvird mm an, des Gastes Willen schsiehe» bei der Bestell,nag dt ' >» dem Weinbanse geltende» Preike zn zahlen: verlangt dagegen ein Bicrwirt für de» Liter Pilsner st . X so l„n> -, die Entscheidnng inngekehrt, denn solche Preise und nirgend ' i» Bierwirtschaftcn üblich und sich erorbitanle Ausnalime- preise machen zu losten, darf kriueiu verniinstigeu Menschen als sein Wille »ule, legt werden. Rgtiirlich bleibt es stets ratsam, nickst »oncksstant über die Prei-kiage wegzugeben; den» am Eck,laste pflegen da- Aiisicki'en über die Augemeslenbeit der Prelle zwilche» Käitt -r und Vcrkanfer sehr geteilt zu sein: ein ück, darüber eistspiu- nend.-r Prozeh aber wird stets überslüssigerwcise Zei' und Geld verschlinge» Ans alicr -^»clt. • Sora Main, 18. Jan Aschasfenburg, das ehedem als Weinbauort einen gulen Klang hat!« und einen trofft che» Trapsen fabrizierte, wird i» kurzer Zeit aus der Liste der W inori» uerlchwinden. Die andauernden Mihcriste,, und Sck-ä digungen durch Ungeziefer und Böge! habe» daz» geiühr«. dah die Weinberg« bis auf einen winzige» sielt ausgeradei wurden. An ihrer Stelle haben bi« Besitzer Obilbäumc angrpfianzl. Mord und Selbfimord aus »erschmöhler Liebe. Grehes Aussehen erreg« In skewriort ein Drama, das sich in Leng.J,. land ereignet hat. Ei» «»fähriger Japaner, Sohn ein«, japa- nijchen Edelmannes. «rschah ein« d r schönsten Mädchen Slcw yorts. da cs sich we.gerte. ihn zu heiraten. Der Mörder tätet« sich sodoi», durch einen Schuh ins Herz. Bei seiner Leich, fand man «inen Brief an die Eliern der Eimardeien. in dem er sein Verbrechen mit Lbergroher Liebe erklärt und um Verzeihung bittet. Drei Kinder erstickt. Von einem schweren Unglück wurde die in einem Hinierhause der Neuenstrahe in Magb.burg woh. »enden Arbeiiersamilie namens Kl.eblatt heimgesuchl. Wäh. rend der Abwesenheit der Mutter entzündete iich das zum Trocknen hinter dem Ofen gclcgie Br nnholz und eniwickelr« «inen derartigen Oualm. dah all« drei im Zimmer befindliche» Kinder erstickten. Meuterei in ti«m französische» Militärgrsängni». Ein« scknoere Meuterei brach in dem Milttärgesäuignis der Zitadelle ln Lille aus In dem Ecsängnis befinden sich augenblicklich 130 kri gsgerichllich vcrurleilie Soldaten Die Sträsling« wa ren über die groh« Kälte und die schlechten Beleuchiungsver. hättnisi« in den Schlasräumen sehr unzufrieden. Elroa 70 von ihnen begaben sich in den Has. singen an zu lärme», warsen die Fenster ein. bedrohten di« Wächl.r und »eiluchlen die Tor« des G-säugnisirs zu sprengen Sie liehen von ihrem eBginnen erst ab. als die Wache sie mit geladen m Gewehr bedroh:« unk sie austorderte. ins Hau» zurückzukehren. Gleichwohl wäre <» zu Bluivcrgiehen gekommen, wenn der Direltor des Geiäng- nisies n cht aus den Einsall gekommen wäre, die F.ueripritze aus dir Meuterer zu richten, wodurch sie in» Hau» zurückgeiric. ben wurden. Drei Rädelssührcr wurden in Ker>:n gelegr. Die Piastenkrone. Bo: turzem !am eine Sendung an den Krakauer Susiraganbischos Nowal, worin sich d.e Pialtenlron« samt Dolumcnten über ihr« Echlhcit befanden. Die Sage de Haupte«, die Kran: hätte seinerzeit der Domherr Kallas an sich genommen und dem Bürgermeister PawUkowsti von Prz-nnsl übergeben. Seit dieser Zeit besindet sie sich in der Obhut di. ser Familie. Da die «ingcsandie Krane nur mi, Opalen geschmückt ist. während sie ursprünglich w rlooll« Edclitein« eni hielt, nimmt man an. datz die echten Stein« ausgebrochen worden sind. Man such! nach der Ausllärung dieser gehe-mnisool len Angelegenheit Mord. In dem Dorfe Bandlow bei Prenzlau wurde die Frau de» Bäckermeister» Kieling erlchlagen aulgesunden. Der reeidacht der Täteeschas, fällt auf den 19 Jahre alten Gele» n Lira Neujahr, der bei dem Bäckermeister bedienst«, war. D,e Polizei lonnie ihn verhaften, als er im B zriiie stand, aus dem Pohnhos Prenzlau «inen nach Berlin sahrenden Zug zu b«. steigen. ___ ' c Der re ei a 'e veil UN' r ititm n ■ u u ■ - - - - -______ __________ ___ __ . (r-lcldtildic Licht- u. fU'otSnHinr.cii I ?■■■>■«»■» ..... TX, be7x-rck,riit.n de» S3erfion5t3 °-ut cher Eltttrv'-chn.ker a. °.r Ucster,° 0 >.».n.r.le en.ipri EI ltlro-Ucdnklor-Wrrke. G.». d. Frankfurt a. Mam iKflimcrlr»nbnra"c 251 :: Ärlrfoa: Amt 1, 3043 | t>parian,lier «n» r»ct 1 crptrr ütUu». j NüeUolr Atl^fuhttntö. I - | ,. rT - t _| B ,, ......... !■ ,»r. H jieue Lageszeilung. eomsion, oen st. oonnur im« Seite L Schwerer Uuglücksfall. Nachdem bereits Ichon ein schwerer Ilnglücksfall beiur Eisinbahnbou in der Nähe von Mörsbach erfolgte. stürzten wiederum Gcfteinsmassen ab und begruben 4 äi.-l-;itci. Ein r wurde sofort getötet, drei andere trugen sehr liywrre Verletzungen davon. Hungersnot im Koukaius. Ein Mitglied der Reichsduma, .Skobelew, bereifte vor einiger Zeit den Kaukasus, um den Um. ji:;ig der unter der dortigen Bevölkeiur^i herrsch:»den Hungersnot sesizustellen. I» drei Bezirken stehen di« Dauern nach fei. iki» Erklären vor dem Hunzerstode. da die Gstreide- und Lstinernie im Sommer durch die große Dürre vernichtet wor. den ist. Skobeiew tritt für schleunigste Hilfestistung ein. um dem Hnttgerlod der Massen vorzu beugen. Drei Personen getötet. Ein der Firma Krümmer in Bo. chuni gehöriger Pulverturm ist in die Luft geflogen. Die Statt.- des lingliicks liegt in Trümmern. Wie es heißt, sind .1 Fuhrleute getötet. Die Leichc» sind nicht zu finden, wahr, sch-inllch find sie in Atoin: zerrissen worden. Ebenso sind die Pserde getötet. Die Ursache der Explosion konnte : sch nicht fest gestellt werden. Wahrscheinlich ist die Explosion bei der Pulvrrvcrladung erfolgt. In der Queremburger Schule entstand eine Panik, sämtliche Fenster des großen Kebäud:s wur. den zertrümmert. Mord im V-rsorgungshause. Im evangelischen Dersorg- ungshause in Mülheiin a. Rh. überfiel der Oljährlge Insasse Hase den 80 Jahr« alten Insassen Landgens und brachte ihm zabirciche Wunden am Htnterkopf und Genick bei. Er benutzt« hierzu einen schweren Gegenstand. Dann raubte er seinem Opfer die Ersparnisse in Höhe von 120 Aiark und begab sich auf sein Zimmer zurück. Als dem Landgens sein Abendbrot gebracht werden sollte und die Tür verschlossen war. öiinete man diese gewaltsam und sand Landgens in seinem Blute .schwimmend tot vor. Bei dem polizeilichen Verhör wurde man aus den Täter durch einen Polizeihund ausmerksam. Der Töter legte schließlich ein Geständnis ab. Bon einer Kotze totgebisien. In dem sächsischen Ort Falke, r.au batte die 5jährige Tochter des Handwerksmeisters Marrn- ger «ine Katze wiederholt gequält. Schließlich nahm das Kind einen gespalenen Klotz und klemmte ihn der Katze an den Schwanz. Vor Schmerzen tollwütig geworden, wandte sich das Tier gegen das Kind und richtete cs furchtbar zu. Die Augen wurden ihm aus den Höhlen gcrisien. Nase und Wangen zersieiicht und die Kehl« durchbisien. Zwei Stunden später starb das Kind an d:n fürchterlichen Verletzungen. Der 1M> jährige Sohn des Handwerksmeister», der in einem Korb ne. derr seinem Schwesterchen mit einer Kugel spieit«, verschluckte diele vor Schreck über da» Schreien de» Mädchen» und «stickt«. Ans der Heimat * Arzilonseeenz. Am Dienstag, den 20. Januar 1914. mach mittags 5 Uhr findet im Bahnhoishotel zu Darmsdadt. am 24. Januar, nachmittags 5!4 Uhr tu der Kinderkinik zu Gießen. Fricdrichstraßs 10 und am 8. Februar, nachmittags halb 5 Uhr ini Kutenb'rg-Kasino zu Mainz eine Konferenz der leitenden Acrzte der Beratungsstellen der Gr. Zentral« für Mutter- und Säugiingsstirforge in Hessen statt. Durch die ärzklich'n Kreis- vcrciue haben sämtliche Aerzi« au» Darmstabt und Umgebung Einladung hierzu «ihalken. Die Tagesordnung ist folgende: 1. Vortrag des Herrn Dr. Seil, .leitender Arzt der Elevnoren- Heilstätie zu Lindenf ls: ..Wichige Ernährungsfragen"; 2. Anfragen und Diskussion. * Aus dem Streife Friedberg, IT. Jan. Die Herren Gnetcninspektor John und Obstbanteibnikee E n g c I hasten im Laufe dieses Monats in nachverzerehneten Orren des Ki eiles Fricdberg Vorträge über 'Osiri'w,, -verbunden mit praktischen Unterweisungen, wozu die Mitglieder des Vereins, sowie sonstige Freunde des Obst- und Gnrteckbanes hiermit böstichst eingeladcn werden. Herr Gorfeniüspektor John wird sprechen am Freitag, den 23. Januar, in •C f arben, Sonntag, den 25. Januar, in Assenhe! m, Mittwoch, den 23. Januar, in Bruchenbrücken, "Freitag den BO. Januar, in Nicder-Nosbach. Herr Obst- bantechniker Engel wird folgende Versammlungen abbul- ten: Am Samstag, den 17, Januar, in Osier-Erlen- b a ch und am Samstag, den 2i. Januar, in Faxe : b a ch v, d. H. In A s s e n h e i m findet Gratis-lG-ckos-ivg für die anwesenden Mitglieder der Crtsgrnppcn Asscn'neim, Bönstadt ,,„tz B'-nchensn-stiken statt. * Bad Nnnhrim, 17. Jan. StadKnssenhiichbalter Richard Sprengel ron hier wnrde als Stellvertreter des Stadtrech- r.-Ttr-fff nutz ctMidi verptttchtet. Siciiciurfh, 17. Jan. Heinrich Jälk 111. Nan stier oon i" r 1 - Beigeordneter der Gemeinde SteiNtnrtO best'ifigt. * Bingenheim, 17. Jan In der Feit vom 13. bts »in» sck 'leigsch 19. Januar I. Js.. lieaen ans dem stiestaen Ge- meinbehans: I. das Verzeichnis über die lpachtentschädsgnn- a n !ür die abgetretenen Flächen bei der Verschlelfnng der V- >"t-bach, I. dag Verzeichnis der an die Feldbereinianngs- a- • -t-nenst zu zahlenden Pacht für die zngeschnittenen Flächen d i' > ir 3. das Verzeichnis der gewähnt«« Bernütnngen für v> l äaßerte Kreszenz daselbst und -1. der B-fchfich der V-N- zve - -mcnflcion vom 13. Dezember 1913 zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind inneriialh der rhengennnnten Cffcnlegnngsfrist schriftlich bei der hiesigen Bco-'-mmeffterei vem-'chringen und zu begründen. Vobl Göns, 17. Jan. In der Zeit vom 13 bis ein- schluiülch 20. Januar f. Js. liegt aus der hiesigen Bürgcr- mc:ft rci das Projekt über Ansiübrnng von Drainagen in den Fluren 2. 3 und 3 zur Einsicht der Befrtligten offen. Eiw'aenbungen hiergegen find bei Mcidnng des Ausschsusses innerhalb der oben angegebenen Oftenlegungszei! bei der hiengen Bürgermeisterei schriftlich einzureichen und z» be- gründen. * (Siegen, 17. Jan. Der morgige Sonntag Nachmittag b>c- t« die letzte Gelegenheit Bernard Shaw's witzsprechend« Stück .Pygmalion" in, Stadttbeater kennen zu lernen. Vom ersten Bild an, das um Mitternacht tu der Vorhalle einer Londoner Kathedrale spielt, wo zahlreiche Personen vor einem Platzregen Unterkunft suchen, bis zum letzten Akt, in dom das Blumenmädchen Eliza zur Herzogin avanciert ist, begleitet atemloses Interesse di« witzige Handlung des Autors. Die Vorstellung gilt allgemein als vorzüglich, wie sie kein allererstes Theater besser bieten kann. — Der Abend bringt di« neue Ge- sanqsposse „Filmzauber", die damit ihre lg. Aufführung erlebt. eine Tatsache, die für sich allein spricht. Beide Vorstellungen finden bei kleinen Preisen statt. * Gleimenhain (Kr. Alsfeld), 16. Jan. Im Walde zwischen hier und Neustadt versuchten abends drei Itlibe- kannte den Postschlitten der Strecke Alsfeld-Nenstadt zwischen 7 und 3 Uhr zu überfallen. Zwei stürzten sich nach dem Schlitten, während der dritte die Pferde anznbalten ver- suchte. Den, Fuhrmann, der diesen Abend ohne segliche Neisegefährtcn fuhr, gelang es-, durch rgsches Antrciben der Pserde. der Gefahr glücklich zu entgehen. Genau an derselben Stelle wurde vor Jahresfrist ein Schuhmacher ans Wahlen, der einen größeren (Geldbetrag nach Marburg bringen wollte, von drei Strolchen übersatten und seiner ganzen Bar- schast beraubt. * F. (5. Frankfurt n. M-, 17. Jan. Ein weiteres Sinken der Preise für Schweine auf dem Markt dahier war zu konstatieren und zwar um zwei Pfennige das Pfund Lebendgewicht. Die Zufuhr: 1375 Schweine, die ans Oldenburg, Mecklenburg, den Provinzen Pose» und Hannover aufgetrie- ben waren, wnrde bei gedrücktem Geschäftsgang nicht cibge- ietzt, da die Metzger zurückhaltend waren. Es verblieb deshalb Ueberstand. Hessen Nassau. * r. Usingen, 10. Jan. Der vaterländische Vortrag: „D:r glorreiche Krieg 1870-71" mit Gesangs, und Musikeinlagen, veranstaltet von der Turngemeind« Usingen, fand im Saalbou „Adler" statt. Der Andrang rvar ein ganz gewaltiger, so daß schon lang» vor Beginn d:r Saal bis auf den letzten Vlatz besitzt war. Auch aus nahegelegenen Orten hatte sich eine große Anzahl Zuhörer singefunden. Redakteur Elar aus Bad Kreuznach, der zu dem Vortrag gewonnen war, ließ in lebendiger Darstellung, unterstützt von 200 Lichtbildern, di« großen Tage vor uns auferstehen, da unser« Väter auf Frankreichs Boden für die Freiheit und für Deutschlands Ehre starben. Brausender Dank wurde dem Redner am Schluss« seines Vor. träges gezollt. * Bad-Homburg v. d. H., 17. Jan. Für die weitere Ausschmückung des siamestschen Tempels, den der verswrbene König Ehnlalongkarn von Siam der Stadt schenkte, wurden, wie man der letzten Stadtverordnetensitzung mitteilte, zwei wertvolle Stiftungen gemacht. Die siamesische Regierung überwies 3009 M, und der siamesische Konsul Latz in München stiftete 4700 Ji. Hiervon soll eine Plakette mit entsprechender -Widmung für den königlichen Stifter im Gebäude angebracht werden. Außerdem beschloß man die Pflasterung des "Fußbodens mit bunten Steinen und bewilligte dazu 3060 M. Im allgemeinen gab man der Befürchtung Ausdruck, daß das kunstvoll gezimmerte, gemalte und geschnitzte Bauwerk den Unbilden des deutschen Klimas nicht gewachsen sei und deshalb für die Stadt ein sehr kostspieliges Geschenk werde. Den Stiftern wnrde der Dank der Stadt übermittelt. * r. Obcrurscl, 10. Jan. In der nächsten Zeit -werden größere Fragen an die Stadt Oberursel herantreten. eine Kanall. satton und derg-l. — Der hiesige Verein „Brieftau-bensport", welcher nach Verfügung des Regie-unospräsibenten dem Verband« deutscher Drieftaubenliebhaber.Verein angehört, hoi lein« Tauben der Militär» rwaltng zur Verfügung gestellt. — Di« hiesigen Standesamtsregrsiei w«iien für 1918 an Geburten 18 (8 männliche und 5 weibliches, 5 Heiraten und 9 Sterbefälle auf. * T Stietstndt, 10. Jan. Die Eheleute Bobler feiern demnächst das Fest der goldenen Hochzeit Ans diesem Anl"ß wer. den 80 Mark zur Bestreitung einer Musikkgvelle bewilligt. — Die hiesige Schnlfvarkasse welche erst zwei Jahre belicht, «nt. wickelt sich recht gut. Im cr>t-en Jahre betz-noen di« Emnahmen 800 Mark, im zweiten 975 Mark, sodaß der Umsatz in den zwei Jahren 175 Mark beträgt. Gewiß eine schön« Summ«, wenn nran bedenkt, daß dieselbe am Ende doch nur durch Groschen zusammenoebracht wnrde. von denn die mewen schließlich so unter der Hand von den Kindern sür allerlei unnütze Dine« ausaeo-ben worden wären. Dies« Summe verteilt sich aus 75 Sparbücher. * Sossenheim, 16. Jan, Ein Soldat dos 87. Infanterie- Regiments überfiel vorgestern Abend in den Höchster Anlagen ein hicsiac? junges Mädchen, warf es nieder und fnchfe es zu vergewaltigen. Als da? Mädchen schrie, kamen Pasta»- fon herbei und verscheuchten ihn. Er wurde später auf dem Höchster Babnbgfe ermittelt. * F.E. Ans Nassau, 17. Jan. Seine Majestät der König haben der Stiftung d"s G-beimon stieaiernnas -gfs. Regier,mgS- und Forstrat a. D. Elze in Wiesbaden, dt? z>,r Unterstützung unverschuldet fn Not geratener Farstichntzbe- amter • Regierungsbezirk Wiesbaden dienen fast »ad d---'n Grund stock vorläufig 5000 Jl beträgt, als „Walter Esze- S> ttnng" die Genehmigung erteilt. Der Borstmd. der die Sti itung z» verwalten bat, besteht aus- dem leweNstzen Ober- forstmeilter des Wiesbadener Nrgierimgsbezirks ans zwei Regien,ngs- und "Forsträten der Regierung zu Wiesbaden, einen Schriftführer und Rechner und dem Stifter. * F.E. Wiesbaden, 17, Jan. Nachdem im Jnbre 1012 in den Waldungen im Regienmgsbezir? Wiesbaden ine nicht »erheblichen Sckhiden. die die Dürre des Sommers 1911 per- irrsacht. teilweise nachgebessert worden sind,-wurden d>c Nachbesserungen im Jahre 1913 fortgesetzt, wofür Staatsbeihil- fen ans dem westlichen -Hilfsfonds imd sonstige Staattzbei- hilten von.dem Landivirtichaftsminister bewilligt tourden sowie Nciiaufsorstuncen von Oedländcreicn weiter durckn geführt. Die meisten Nachbesserungen ick den Genieindewai- dungcn erfolgten dieses Mal ini Kreise Usingen <25 Hektar» und zwar in der -Obersörsterci Brandoberndorf, i» den Waldungen der Gemeinden Hundstadt, Cleeberg, Eichbach, Omi- venwiesbach, in der Obersörsterci Weilmünster. in den Wal- dern van Heinzenberg und Mönstadt, in der Oberiörsterei Usingen, in denen von Pfaffenwiesbach, Usingen »nd N'--:n» born. Nenauffnrstunaen fanden ini Gemeindewald von Nen- weilnan statt. Namhafte Schäden — 2117 Hektar— wurden nachgcbessert in den Waldungen des Kreises S!, Goar-?- bansen, in der Obersörsterci Nastätten, in de,, Wasdiaiaen von Nastätten, Buch, Oelsberg, Müncheuroth, Brettendorf. Miehlen, Diethardt und Weidenbach und in der Oberförsterei Lahnstein in den Gemeiiidewaldunqen von Braubach, Frücht, Nieder- und Oberlahnstein, Auch im Dillkreis waren dic Nachbesserungen sowie die Anfforsinngen erbeblich Ersterc erfolgten in den Gemeindewaldnngen in einer Fläche von 18,26 Hektar und zwar in der Oberförsterei Karger in 5><:r Waldungen der Stadt Haiger und Eechsbelden. In der Obersörsterci Dillenburg wurden nachgcbessert in den Wal düngen von Mandelbach, in dee Obersörsterci Ebersbach i- den Waldungen der Heub rrgsgenossenschast Straßeversbach und in deneii der Elemeinde Mandeln, Neuanfgeforstet wurde in der Oberförsterei Haiger in den Waldungen der Haubcrgsgenossenschaft Dillbrecht, Fellerdilln, Oberroßbach, in der Oberförsterei Herborn in den Gemcindewaldnngen von Bicken, Eisemroth, Herborn, Linn, in der Oberförsterei Dillcnbrrrg in den Gemcindewaldnngen der Stadt Tillen- bnrg (Viehweide 4 Hektar), in der Oberförsterei Oberscheld, in den Waldungen von Hirzenhain, Tringenstcin, Wallenfels, in der Oberförsterei Driedorf in den Waldungen von Schönbach, Merlenbach und in der Oberförsterei EberSbach in dev Waldungen der Hanbcrgsgcnosscnschast Bergebersbach. Eibelshausen, Offd'lln, Rittershausen und Weidelbach, in den Gemeindewaldnngen von Bergebersbach, Eibelshau sen, Steinbrücken, Straßebersbach, Offdilln, Rittcrsbanscn und im Pfarrwaldc von Begerebersbach, im ganzen 43,40 Hektar, do> unter die Viehweiden in Hirzenhain, Tringen- stein und Wallenfels. Im Untertaunuskreis geschahen Nachbesserungen (46,61 Hektar) in den Oberförstereien Erlenboß Hahn, Nastätten und Wiesbaden. Im Rheingaukrcis wurde nachgebeisert eine Fläche von 16.5 Hektar in der Obersörsterci Rüdesbeim in de» Waldungen von Lorsch und der Stadl Rüdesheim, im Kreise Wiesbaden-Land eine solche von 12,9 Hektar in der Obersörsterci Cronberg im Walde von Flörsheim und im Obertaunus in der Oberförsterei Eronberg in den Waldungen von Bommersbeini, Cronberg, Falkenstein, llieuenhcim. Nieder- und Oberhöckstadt, Obernrsel, Kasbach und Stierstadt, in der Oberförsterei Königstein in dem Wald von Ehlhalten. In den Kreisen Liniburg, Unterlahn. Unterwesterwald, Westerburg, Höchst, Biedenkopf und Oberlnb» wurden geringere Nachbesserungen vorgenom,ncn so in der Oberförsterei Rennerod, Welschnendors, Ncuhäuscl, Selters, Eronberg (im Walde von Schwanhcim a. M.), Kayenbach, Biedenkopf, Merenberg und Johannisberg. Neu autgesopstet wurden dagegen in den Waldungen der Kreise Westerburg in der Obersörsterci Rennerod, liier vor allem die Viehweide der Gemeinden Waldmühlen, Niederroßbach und Seck, in der Oberförsterei Merenberg die Viehweide der Gemeinde Mittelhofen, weiter in den Oberförstereien Wallnierod, Rennerod und Hadarmar; Oberwesterwald, Biedenkopf in den Obcr- förstereien Battenberg, Gladenbach und Elbrighanscn. Limburg, (die Viehweiden der Gemeinden Waldernbach) und Unterwesterwald in der Oberförsterei Selters, Iungdeutschland - Post. Tie Iugendzeitschrist des I>mg- deutfchl-and-bundes und der Deutschen Turncischaji, „Dle Iuug- deulschlandpost", wird seit dem 1 . Januar als Halbmonats schrift herausgogsben. Für den Bereich des Hessischen Lan1«s- verbandcs Jungdeutfchland erscheint ein« Sanderausg-abe mi. dem Untertitel „Ausgabe für das Eroßh. Hessen" und mit einer von Herrn Professor Kissinger in Darmftädt redigierten Beilage des Landesverbandes. Alien hessischen Abonnen'en der Jugendzeitschrift ist daher zu empfehlen, bei Erneuerung ihres Abonnements dafür zu sorgen, daß sie in Zukunft die (belen- ders in die Postzeitungsliste eingetragene) „Iungdeutschiand- post", Ausgabe für das Großh. Hesien" erholten. Bis dahin, d h, im lausenden Kalendervierteljahr, wird diesen Abonnenten die Beilage ans Wunsch von der G schäsisstelle des Hessischen Lande sevrbondi-s Jungdeutschlandbund in Darmstadi gerne unentgeltlich nachgeliefert. Die Zeitungsrektame ist zweifellos das sicherste Mittel, das der Industrie- und Handelswclt zur Hebung des Absatzes ihrer Erzeugnisse und Waren zu Gebote sieht. Bei d«r Schwierig'cit aus dem weiten Gebiet« d.s Reklamewesens stets das Richtig« und Zweckmäßige zu treffen, ist es sür alle Interessenten vor ganz besonderem Werte, einen zuverlässigen Führer und Berater zur Verfügung zu haben. Diese Aufgabe «rstillt erfahrungsgemäß der bewährte Zettungskatalog der Annoncen - Bf vcditio» Rudolf Mosse, der in 47. Auflage soeben «rschiemn ist In einem stattlichen, vornehmen Band« enthLlt der Katalog, mit gewohnter Sorgfalt aus Grund des ncuesten Materials bearbeitet, dic Zeitungen und Zeitschristen, für welche die An noncen-Expedilion Rudolf Mosse Anzeigen annicnmt, W^e fest Jahrzehnten ist auch diesmal dein Katalog Rudolf Messe'« Zeilenmcsser beigegcben, der es jedem ermöglicht, die Infer- tionsgebllhre» für eine Anzeige selbst zu berechnen Mit dem Katalog zugleich erhalten die Geichäfissreundc der Firm« Rudolf Masse wieirrum eine elegante Schreib- niappe, deren Inhalt ein Rotizkalender für jeden Tqg des Jahres und für jede» G-schästsmami nützlichos Aiaterirrl bilden. Außerdem enthält dic Mappe Reproduktionen auffälliger A». noncen-Entwürs«, di« von der Firma Rudolf Aioss: für Kunden ihres Hauses angesertigl wurden und die das Bestiei>en Vieser Firma zeigen, auch arif diesem Gebiet« ihren Kunde-' wertvoll« Dienst« zu 'leisten Sk' I* Sri»» 2 Ich laste D.ch nicht. Original-Roman von H. Conrtbs Mahler. (Schluß.) Er fcfete sich auf die Lehne des Sessels und. sic iituio mn- fajjend, erzählte er ihr ausführlich alle?. Auch daß im Hotel die Kammerfrau der Fürstin Kalnokq auf sie ivarte, um sie $i! betitelten. Da schrak Sonja empor. „Um Gotteswillen — dann bat ja — die arme — fttots* mutter keinen Menschen um sich, der sie so vedit pflegen kann! ’u{|, Nicita. wir müsse» uns eilen." Er lachte frob. «Sieb — nun liegt doch Deine Liebe über alle Bedenkt». meine Sonja." Sie erhob fttfi, und er hielt sie wieder fest umschlungen und küßte wieder und wieder ihre Lippen. lind nach jedem Kuß saben sie einander glückstrahlend inS Gesicht. — Aber endlich wehrte sich Sonja lächelnd gegen weitere lartlichkeite». und der goldene Frohsinn blickte aus ihren Angen. als sie schelmisch fragte: „Wie ist mir denn, wie kommt eigentlich Graf Arganosf in dtrS Wohnzimmer deS Doktorbäuschens? Wer bot Dich ermsichtigt. hier einzudringen und ein ahnungsloses Mädchen mit einem HeiratSnntrage zu bestürmen?" Er lachte, und weil sie gar zu entzückend aussah mit dem Schel,neugesicht, muhte er sie erst noch einmal küssen, ehe er erwiderte: ..Tein Onkel Ernst und die Großtante Johanna haben wich mit List und Tücke hier installiert. Ich habe ihnen gebeichtet. wo? für räuberische Absichten mich beseelten, und sie haben Dich mir rücksialtslos nnsgeliefert — zur Strafe, weil Du ihnen meine Eristenz völlig unterschlagen hattest. Großtante Johanna hielt diese llnterschlagung für einen gravierenden Beweis, dasi Du mich liebst. Die ist sehr klug. Tein-- Großtante." Sonja nickte. ..Klug und gut. — da4 sind sie hier alle im Doktorhäuschen. Und nun wollen wir sie nifen und ihnen das neue Brautpaar vorstellen. Du, — gleich werden auch die Dok- wrrangen nach Hause konimen. Da kannst Du Dich auf t i.ien Sturm gefasst machen." . O. ich werde ihn zu beschwören willen." . Denke Dir das nicht so leicht", nickte sie. „And nun les mich loS. ich will sic herbeirnfen." „Warte noch — nnr ein Weilchen noch — Du hast noch etwas vergessen", sagte er. „Wal denn?" „Dn hast mir noch keinen einzigen Kuh gegeben." Sie sah ilm cntriiswt an. „Aber Nikita! Was tust Du denn seit einer ganzen Weile immerfort?" fragte sie erglühend. Er blihtc sie an. „Ja. ich? Aber Du? Hast Dn mir schon freiwillig einen Kuh geneben? Nein, wie ein Raubritter muhte ich sie ■itir stehlen " Ta zog sie seinen Kovf zn sich herab und sab ihm lies in die Angen. fo dnh sein Blich anfstrablte in Seligkeit. „Lieber — lieber Nikita", sagte sie leise und innig. Und dann drüchte sie ihre Lipven zart und scheu und doch voll mieu^'ich r Jnniakeit auf die feinen. Er atmete tief ans. „Sähe — seht ist es wirklich schade, daß wir die andern eufrn rrrii’trn". sagte er leise Sie lächelte. „Nikita — ach — wie ist das Lehen so voll Sonne — ■ i it N 'lo> !" Am Abend d-esos donAosirdioan Tage? sehen die drei >'t>'rra!men mit drei Rielenbonbonnieren aus ihren Dett- t„ N’en. u"b Nwiirens, sie die Süßigkeiten nochmals ein- ^ l>e»d st»b-ersi-n. veestckrerten sie einander immer wieder, das; der neue Konsin Nikito eine „famose Rübe" sei und Sonja ein .Hirchtbor netter Kerl" Soa>a h'ieb nur diele Nacht nach im Daktorhäuschon. Am nächsten Maroen wollte sie mit ilirem Verlobten und der Kammersrcm nbreiien. Nikita hotte dee Fsiest!» dopeschierf. wann er mit Sonja einti-tfen würde D»> drei Doktorrangen versprochen Sonia osit dmi „arohe,, EUrenwart". daß sie diese gcmr bestimmt "i d"o, großen Schloß in Rußland besuchen wollen — wo • doch nnn „von reclcheweaen hi nwbäre". sobnld Vater und Mntt-r die Erlanbnie dazu geben würden. „Ach Vater und Mutter miilien miikommen. und Groß- tanichen mich. Alle müht Ihr mir besuche,, — in den Sem- merferien. Dn fallt 7Zbr mal ordentlich im Schiosivark ber- un,foNen». sagte Sonia. die drei Flachskövse küssend. V m Seaenswünfchen begleitet, reiste Sonja mit Nikita und der Kammerfrau ab. Nikita brachte der Fürllin Maria DetroMna seim» Braut noch ß'gnd. Lanae und innig hielten sich Großmutter und Enkelin in den Armen. Sie batten sich viel, ach so viel ZU ( ee»„, und ihre Dränen spülten alles Leid der Vergangenheit f ort. Im daraus folgenden Monat ging di» Fürstin mit Sonja und Nikito nach Daris. Diesmal machten sie nicht in Bertin Station, sondern in R . . . . Maiig Detrowna drängte es. Doktor Heinzius und iei- uer Mutter für olles das zu donken, was sie an ihrem Sohn getan hatten. Auch die Fürstin wiederholte Sonjas Einladung, daß die ganze Toktoriamili" sie im Sommer beimben tollte in tltmt in wyBl«!- eomsiug, ata J7. 3anaa( isi*. Harte zum Hulkanausbrudi auf derJmd5ohurruhimaUapan\ i Durch den Ausbruch des Sakuraschima Vulkans auf lehtcii Nachrichten sollen dabei zirka "«00 Menschen mnge- bu gleinomigen Insel ist die Stadt Kapaschima sowie ein kommen sein, grober Teil der Insel völlig vernichtet Warden. Nach den Schloh Kalnokq. Und die Einladung wurde zmn groben Jubel der Kinder angenommen. In Paris wurde Sonja von Tatjana imd ihren Ange- börigcn berzlich »nd innig begrüßt. Hanvtsächlich Tatjana konnte sich in Zärtlichkeiten für die Tochter ihres geliebten, schmerzlich beweinten Bruders nicht genug tun. Sonja verlebte beraulchend schöne Wochen in Paris. Tatjana und ihr Gemahl führten Sonja in die Gesellschaft ein, und Nikita Arganosf wurde sehr beneidet uni seine entzückende Braut, und er fllblte sich auch beneidenswert. Von Poris ans fuhr Maria Petrowna mit Souj, und Nikita nach Mentone — um dort das Grab ihres Sohne? zu besuchen. In ihre Seele zog ein stiller Friede». Herrlich wurde das Grab geschmückt, und eine Kopie der Maeinor- grnppe vom Sec wurde später dort ansgestellt. Daß auch Elisas Grab reich geschmückt wurde, dafür hatte die Fürstin bei ibreni Besuche i» R . . . Sorge getragen. Maria Petrawng hatte erst die beiden Leichen nach Scliloh Kalnokq überführen losten wollen. Wladimir gab ihr jedoch zu bedenken, daß dan viel »n.iützeö Gerede entstehen und die Dergmigenheit ans Licht gezogen werden könnte. Ta beichte!» sie sich. Sonja hätte ihre Ellern gerne im Tode vereint gesehen, und deshalb schlug Nikita vor. daß man Elisas sterbliche Ueberreste nach Mentone a» die Seite ihres Gatten bringen könnte. Das geschah dann ipäter auch. Nach Rußland znriickgekebrt, wurde das Leben für Sonja wieder stiller, aber dafür noch schöner. Nikita kam. so ost er konnte, nach Petersburg. Sein ölte? Stanuuichloh wurde bereits anSgcbaut und neu eingerichtet, Bis zum September de? nächsten Jahres sollte alles, fertig sein, unb dann sollte die Hochzeit des jungen Paares stattfinden. Nikita hätte seine Sonja genie schon früher beimgeführt, aber Maria Petrowna sagte bittend >u ihm: „Laß mir Sonja noch die kurze Zeit, mein Solm: Dir wird sie dann e,n ganzes Leben lang augehören. Gönne mir diese kurze Frist doch." Ta konnte Nikita nichts anderes, tun. als sich füge». Er und Maria Petrowna wetteifertem in Liebesbc- wcilen für Sonja. Ucbcrraschend schnell und leicht hatte sich diese in ihre neue gesellschaftliche Stellung gesunden. Vorläufig wurde sie nur vertrauten Freunden des- Hauses als Enkelin Moria Pclrowuas vorgestellt. In dir Petersburger Gesellschaft sollte sic erst noch ihrer Vermählung cingesülirt werden. Gleich »ach Ostern siedelten Großmutter und Enkelin „ach Schloß Kalnokq über. Dorthin konnte Nikito schneller und leichter gelangen, als nach Petersburg. Und er war ein gar häufiger tönst im Schloh Kalnokq. Im Juli kam dann wirklich Dokwr Ernst Heinzius mit seiner ganzen Familie »ach Schloß Kalnokq. Selbst die Groß- tonte Johanna batte es sich nicht nehmen lasten, die weite Reise mitzumache». Sonja durste ihren Liebe» diese Dachen z» einem einzigen großen Freudenfest gestalten, sie mit Geschenke» überschütten und oll ihrer Dankbarkeit und Liebe beredten Aus- druck geben. Merria Petrowna verstand es. ihren Gasten ,cde Scheu zu nehmen. Sstmdcnlmeg konnte sie mit Groß- tnnte Johanna zusammensiben und sich von dieser wieder und wieder olle Einzelheiten berichten loste», aus jene» Tagen, da Aleronder krönt im Doktorbäu Sitten lag. Sonja und Nikita tollten dann mit den Daktorrangeu im Parke herum und sichren sie auch spazieren, was ihnen g>oße Freude machte. Onkel Ernst und sein. Ztöibe genostcn die seltener Erholung gleichfalls mit rolltr Hingabe. Es Moren siir olle schöne Wochen, und als „Tostors" wieder abreisten, mußten sie periorelb-m. int »ächsien Jahre, im Sommer, nach Schloß Arganosf *u kommen, um Sonja in ibrem neuen Heim zu besuchen. ^ Im September hielt dann Sonja Hochzeit. Fürst So- garcff mit seiner Familie war von Paris gekommen, um dieser Feier beizuwobnen. ... Sonjas beide jungen Vettern Michncl und Dimitri, machten ihr in sci^rzbaiter Art fleißig den Hof. Sie fanden ihre schöne Kousine entzückend und machten keinen Hehl daraus. , .. Stn der Scbloßkavclle von Kalnokv wurde son,a ibrem jungen Gatten nngetrunt. lind der Heilige jah aus das junge Paar herab — u»d lächelte. Er haste dennoch ein Micnder vollbracht. Sonja fand ein reiches, volles- Glück in ihrer Ehe. Marie Petrowna konnte sich noch acht Jahre ihres Glückes- freuen ehe sie sigrb. Großtante Johanna war zwei Jahre früher den kehle» Weg gegangen, herzlich betrauert von allen, die sie kannte», am meisten aber von ihrem Sohne Ernst, der seine beste treueste Freundin nn der Mutter verlor. Fern im Süden, ans dein Mentoner Kirchhofe. (ifiltim vierten Seite an Seite, unter der marmornen Kopi - de; Barmherzigkest. Fürst Aleronder kalnokq und seine leun Gemahlin, die Fürstin Elisa Kalnokq. Mit goldenen Letter» stand da? n»f dem steinernen Sockel der Barmberzigseit! Im Tode trug Elisa de» Namen, ans den sie im Leben bescheiden verzichtet hatte Maria Petrowna halte es so gewünscht. Sie batte gefühlt daß sic dies Elisa schuldig gewesen war. — Ende. — Mit der heutigen Nummer schließt unser Roman: „Jll laste dich nicht". Von Montag ab beginnen wir in der Beilage mit dem Abdruck des spannenden RomanS: „Z»m Pflngrisen" von M. P r l g g e - B r o k. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde, r. Sonntag noch Eplph.. 18 Januar. Kott-svienst in »er Stadtttiche. Vormittags 9% Uhr: Herr Pfarrer Ritter. Nachm. r Uhr- Herr Kandidat Dieftelmami. Gottesdienst in der Bnrgkirche. Vorm. 11 Uhr: stindcrzotte-tLtenst: Herr Pfarrer Rckter. Nachm, halb ß Uhr: Herr Pfarrer Diehl. Kottcswenft im Stadtteil Fauerban,. Vorm. 10 Uhr: Herr Psacrer Zatzmann. Rachm. 1 Uhr: Jiigendgoltesdstnst. Kntbolikch' is'n,>-,»»- S. Sonntag nach Epiph. 18. Januar, tsielegeicheit zum Br chien Samstag nachmittag von 4 Uhr- Sonntag früh von MB Uhr an. X7 Uhr: Frühmesse. 8 Uhr: Miliiargattesdienst. MIO Uhr Hochom, mit Berlesung des Zweiten Teiles d» gemeinsomen Hirtenbriefes der deutschen Bischöfe. Nachm. VA Uhr: Sakramentalijche Brudcrjchastsandacht. Feierabend Friedberg. Sonnlag. ven 18. Januar: Bortrag: „Ans alten Friedbeiger Chronilen". „Feierabend" im Stadtteil Fauerbach. Jeden Sonntag Spiet» unb Leieabcnd Mil rotbackigen Äpfeln deuilcicht man gern die Dannen b« fttnbet. Lee SJI »tet ist be ,lackt, wenn tdr Svröbtca« truch und bt^auo aa-.itc.lL. Febtt es daran, I» »mit man gurolt f ^pcotts ä (^muljion ScütlB Emulsion — XJcbrrtran mit " Äalf» und Phosvlior-Sal^a —. und bald wird dos Kind irischer werdeu und rote it’dddjn bekommen. J Ae%aU, tM.: Urbrrtran l»A »Nireriu ” un1kfpdo«pl)oriz1- Palf «Ä pntcrpi ov» » Xarro, 7/,. rroranl tfi, amt. CuMoi »/'. ÜBcfTer I*»,o, »lkobol n.u, Maiivel» ». G««1 ltzrriabl itJixopln M———■——»iMinmi J 3 })f »* Tpielpla» bf» Tladtthkaiers i,i Gießen. Lonutag, de» 18 . Jan, nach«», halb 4 Uhr: „Pyguialion". Pi. Preis«. — Abends halb 8 Uhr: „Filmznuber". Äl. Pr. Montag, de» IS. Jan., abends 8 Uhr: „-ent M'oheso i:> irr» erotischen Tänzen." Neue rageszeuung. «am»>ag, »en li. 4»n»ar »014, irette i Vereinigte -tadtlheatkr stranllukt ». M. Opernhaus. So »lag, Le» 18 . Jan., nachm. 4 Uhr: Bei aufgehobenem Aron re ment: „Parfisal". Erhöht« Preis«. Montag, den IS. Ja» , abends 8 Uhr: „Der fliegende Hol. ander". Anher Abonnement. Dienstag den 20 . Jan. abends Hab 8 Uhr: „Manon". 12 . orstcllunz Ich Dienstag Abonn. Re«. Preise. chiittwoch, de» 21 . Jan., abends halb 8 Uhr: Vorstellung toi kleinen Preisen: „yosfmanns Er-ühliings,!". Anher Ab. Schauspielhaus. Sonntag, den 18 . Ja»., nachm, halb 2 Uhr: Vorstellung bei ermäßigten Preisen: „Der gestiefelt« Kater". Anher Abon». — Abends 7 Uhr: „Schiri» und Gertraude". Anher Abonnement. Gewöhnlich« Preise. Montag, den IS. Jan , abends 8 Uhr: „Christiane". 12 . Vorstellung int Montag-Abonn. Gew. Preise. Dienstag, den 20 . Jan, abends 8 Uhr: „Schiri» und stier, traubde". 11 . Vorstellung im Dienstag-Abonn. Gew. Preise. Mittwoch, den 21 . Jan., nachm, halb 4 Uhr: Vorstellung bei ermäßigten Preisen: „Der geisteselte Kater". Außer Abonn. — Abends 8 Uhr: Zur Vorjeier von Lesstngs Geburtstag: ,Nathan der W.ise". 1 ». Vorstellung >m MitlnnxstAbonn«. liient. Gewöhnliche Preis«. r Brautausstattungen in nllcn Preislagen Friedrich Wisseiihach, ffädlilürl?. M. Trierischegasse 14 Gegründet 1848 Unseren heutigen Zeitung liegt ein Prospekt über die weltberühmte» Original Wchs-Erparatoren bei, woran? wir die Herren Landwirte nochmals besonders Hinweisen. I.liaber: L. Kochendörfer, FRIEDBERG i.H. am neuen Bahnhof — Ha.iauerstr. 22 — ;ieh!'äu$s«r Bier, gute We'ne. rorziigl. umagitisch »cn 70 Plg. an. fti : Warme Rippchen u, Haspel zu |ede< i ageszelf. Hausmacher Wurst. r.. . . » ■ ■ !♦ ♦ ♦ m m m m m n ❖I S 0 «■ Kalk ist trotz seiner hohen Wiikung der billigste Dünger. Eine Kalkung beträgt pro Jah und Morgen nur Mk. 1.5 j bis Mk. 2.—. Bei keinem anderen Düngemittel kommt der Landwirt besser auf seine Kosten. — Den ganzen Winter über ist der Kalk in Form von Mehl als Mogftfidüugei* aizuwenden und zwar bei Wiesen, Kleeäckern, Roegen- und Weizenfeldern. Zur Lieferung hält sich empfohlen: Oberbessiscbe laik- u. Stein-Industrie G. m. b. H. ICufziiacIi i. II. eigener n.rac„ u„, v loaranne. Lioo. I Liudier-Ptano 1 ^rcmh. 450 ^l 2 diäcilia 3 AtieiianiaA „ 4 „ „ lrMogunliart.» u „ V,, 7 Salon A „ ;; « » « „ I, 2 ö „ „ uu 1^8 ,. .,» 70 " 1,21 „ bUO „ 1 . 3 U „ „ 650 „ 1 . 3 J „ „ ö 8 , „ >.32 „ „i 2 >,. . .. — „ 1«14 „ ,, ' 50 „ ulw. au diaien ohne Aunchlag A.anal > 5—20 mt. tta.se 5 % per M. Mutter'» cho,-Piano-,favri«. Vertreter: wr. Jos. hllülk, Fricddcrg >. H.. »tai.eritrahe 14 t». r-«- Da etbst mmmen und leparieren oller Muhlmnrumenie billig» iS mit locrjdirl LkÜRL rr.l'Illcrgi.fi., (Tcltfon 355 Srckenu.üatlieu-Hohren (0. Fritte » Kernstcin- j. holmaun f •l>i!>ijinB. am u.1 auheei a.ic. cf lila Mia Kl Zen ninge» II fü- nuttlne n. fß „töfietc 'Zb'm. etptitaiotm f; f. tlcinete Wirticha tsn 1 u-Zie^enhalt. Tapete» Linoleum Linkrusta Wachstuche Linoleumwach» bnligil tkipitrn- uni !>«-l>«mha,s Jean äiögier, Frikdbrrg i. H. pai>kr.lril''.k. der M-irk. Maschinenbo». 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Januar. 1701 Preusjen wird Königreich. — 1815 Konst, von Tischcndorf, Bibelforscher, ged. — 1871 Kaijerprok- lamalioi zu Versailler. — 1870 Fr. Ed. Meyerheim f. — 1908 Staatssekretär v. Richtbofen s in Berlin. ^ieAnfgabendes prenß.Landtags. Die Gesetzentwürfe, die dem Landtage entweder sofort oder im Laufe der nächsten Wochen zugehen werde», sind bekannt und bereits, soweit dar möglich war, gewürdigt ,oorden. Das gilt insbesondere von dem sogenannten Par- z. lliernngsgelede und von dem Fideikommitzge- setze, das, dem Vernehmen nach, zuerst dem Herrenhause unterbreitet werden soll, lieber dar letztgenannte Gesetz werden in der Presse einige Mitteilungen gemacht, die zwar nicht authentisch, aber wahrscheinlich nicht unrichtig sind. Bekanntlich ist da» Fideikommihgcsetz schon vor ziemlich langer Feit aiisgearbeitet worden, schon vor Jabren sind Mitteilungen darüber durch die Press« gegangen, die damals nicht berichtigt wurden. Bei den neueren Meldungen handelt es äch im allgemeinen nur um die Wiederholung dieser früheren Veröffentlichungen. Danach soll das Gesetz von jeder Ein- ichrankung der fideikommissarischen Bindung von W a 1 d - - es i b absehen. Dar ist verständig. Wer die Erhaltung des deutschen Waldes, die bis zu einem gewissen Grade anbedingt nötig ist. fördern will, der darf die fideikormliissarischr Hindung des Waldbcsitzes nicht hindern und nicht erschweren. Dagegen soll für die Bindung landwirtschaftlich genutzten O'elundeS eine Mindestgrcnze und eine Höchstgrenze vorge- hricben werden, und zwar soll die Mindestgrenze 300 Hek- ar, die Höchstgrenze 2500 Hektar betragen. Weiter sollen uordnungen getroffen werden, wodurch die Errichtung von Ichen Fideikommissen bork verhütet oder eingeschränkt wird, tvo die Bindung von landwirtschaftlich benutzten Grund und Boden bereits eine übertriebene Ausdehnung gewonnen hat. DeS ferneren soll im Gesetz vorgesehen sein, daß von bestehenden Fideikonimissen Gelände au» Rücksicht aus das öffentliche Wohl abvcrkaust werden kann, insbesondere dann, wenn die bisherige Bindung von Grund und Boden der inneren Kolonisation oder der gedeihlichen Entwickelung von Ge- ineinden und anderen öffentlichen Korporationen hindernd im Wege stellt. Schließlich soll die Aufhebung solcher Fideikommisse. welche für ihre ursprüngliche Zweckbestimmung nicht inchr geeignet sind, erleichtert werden. Wir geben diese Mitteilungen wieder, ohne irgend welche Gewähr dafür zu übernehmen, und behalten uns unsere endgültige Stellung- nabine selbstverständlich vor, bis der Enttvurf dem Landtage »gegangen und der Oefsentlichkrit unterbreitet sein wird. Daß der Landtag in seiner bevorstehenden Tagung sich I it ivr D> a I> l , e f o r n, nicht befassen lvird. scheint fest- zustehen. Wir bedauern das nicht, aus Gründen, deren Wiederholung wir uns wohl versagen dürfe». Es ijl bezeichnend, daß man auch in nationallchrralen Kreisen sneHioie Gründe Verständnis zu haben scheint. Die' stMngdcvurgek Zeitung", die ein sachliche« Bedürfnis einer Wahlresorm nicht bestreitet, schreibt, man könne nicht behaupte», daß die Befriedigung dieser Bedürfnisse in der großen Oeffenllich- kcit als dringend und eilig empfunden werde. Selbst die Führer der sozialdemokratischen Gewerkschaften hätten im vergangenen Sommer erklärt, daß sie sich wegen der Wahl- rcsorm nicht aufregen würden: auch di« Freisinnigen wüßten wchl, daß sich mit der Agitation für die Wahlresorm im Lande draußen nicht viel machen lasse. Man cmpsindc zlvar die Mängel des jetzigen Wahlrechts als solche, im übrigen aber wisse jeder politisch Einsichtige von jeher, daß wichtiger als eine gute Verfassung eine gute Verwaltung sei, und man habe im Lande im allgemeinen das Gefühl, daß der preußische Staat gut verwaltet werde. Auch das Abgeordnetenhaus fei nicht reaktionär: man denke nur zum Beispiel an die Stellung seiner Mehrheit zur Frage des Religionsunterichtes in der Fortbildungsschule usw. Wenn man nach der Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses den Grad bestimmen wollte, in dem liberale Grundsätze in der Gesetzgebung und in der Verwaltung Geltung finden, so würde man ein durchaus falsches Bild gewinnen. Aus allen diesen Gründen dürfe man zwar die Frage der Wahlrechtsänderung nicht bis zu den griechischen Kalenden vertagen, auf einen Tagungsabschnitt mehr oder weniger komme es aber wirklich nicht an: und die überhitzte Agitation sei ziemlich künstlich geniacht. Das sind ruhige und vernünftige Erwägungen, denen kein Unbefangener das Zugeständnis der Berechtigung versage» kann. Kopf vor dem Schwurgericht. S. u. H. Franlsxrt «. M. 18 . Jan. S. Verhandlung«!»». Der heutig, fünfte Verhandlungstag in dem Prozeß gegen de« nrehrfachen Eiftmördar hopf war für di« verschiedenen Sachverständigen zur Abgabe ihrer gutachtichen Aeutzerungen Vorbehalten. Dies« Gutachten kamen säst ausnahmslos zu einem für den Angklagten sehr ungünstigen Schluß. — Zunächst erstattete der Chemiker Dr. Sieber Bericht über «in« bst Hops vorgenommcn« Haussuchung, bet der teils im Echlaszimmer, teils in der Hausapotheke verschiedene ge< sährlich, Elfte und Präparat«, wie Cyankali. Strychnin. Bit- te-ma-oelwasser. Tollkir che-p-ä-arate und außerdem Kulturen bezw. Präparat« von Typhus-, Cholera- usw., di« aber tn einem s» schlechten Zustand sich besanden, daß Versuche irgendwelcher Art mit ihnen nicht hätten gemacht werdon tonnen. Dem Sachverständigen gegenüber hat Hops bestritten, irgend- weche Kulturen oder Präparat« tm Haus« zu haben, doch wurde er durch den Postboten Lügen gestraft, der im gleichen Auge» blick eine Rechnung des niehrfach genannt-» Wiener Institut» brachte. In einem Parterrezimmer wurde ein buntes Sam- melfurium der schärfften Eift« gesunden, wie Morphium. «trychnin. Cocain. Sudlimat. Scopotamin usw w.Ich letzteres Hopj angeblich für Hund« bcnotigt hatte. Di« verschiedenen Ciläscr usw. waren nicht etikettiert, sondern nur mit Buchstabe- bezeichnet, ebenso gewiss« Röhrchen »»d Röllchen, in welche-z ihm dir Kulturen usw. übersandt worden waren. Eerichtschcmiker Dr Popp, eine Autorität aus dem Ea- diet d:r «erichtliche» Medizin, gab nach einem lleberblick üb«, d« Verwendung von Eis»«» zu veidrecheriiche» Zwecken eil» eingehend, Darlegung der cin^lnen Besund« bei d n Unter, suchungen der lleberrest« der Opser Hops,. Hiernach haben sich IN lm Knochcnr.sten des alten Hops aus 190 Eiamm 0 1123 Molligramm Arsen gesunden. Bei den Ucberresten der Mut. ter Hops, hat der Sachverständig« nur di« rein« Knochenasche nichl di« von der Leichcnverbrennung angesallcne Eesamt aschenmenge untersucht. Der Verteidiger Rechtsanwalt Di. Stnzheimer Ira einzelnen Ausführungen de» Sachverständigen entgcg n unt crllörle verschiedene der von diesem angesührten Anschauunge > al» wissenschastlüh noch nicht erwiesen. Der Sachverständige Dr. Reiß,, hat bereits im April v I. im Auftrag der Slaaisanwalllchast verschiedene bei Hops gesunde», Baftericnkulwrrn unlrrsuchi und dabei gesunden daß es sich um Typhus,, Starrlramps-, Dysenterie und Cholerabazillen gehandelt habe. Er widerlegte dann dl« einzelnen Angaben d.s Angeklagten sehr eingehend, so dessen angebliche wissenschaftlichen Experimente. den nach Hops» Angabe beabsichtigten Verlaus bezw. Handel mit solchen Präpa. raten, sowie Hops» Angabe, daß er zu Versuchen an sich selbe, virulent« Kulturen benötigt hol». Hops habe seiner Frau de» halb Cholerabazillen zugeführl, weil er wußte, daß st« insolge der früheren Infektion mit Thphusbazillcn gegen Typhus im. mun gewesen sei. Sachverständiger Dr Mehle« erstattete ei» Eniachten über den Tod der ersten Frau de« Hops und «rllärt. er tonn« den überraschenden Tod der Frau weder auf da» konstatiert« Darmgeschwür noch auf dl« Verwendung von arsenhaltigen Schönheitsmitteln zurückführen. Auf ein« Frage de, Vorsitzenden. ob er zugestehe, sein« erste Frau vergiftet zu haben. an<> wortet« Hopf verneinend. Sanitätsrat Dr. Trau bezeichnet« ,» als höcksst wahrscheinlich. daß Hops seine erste Frau durch Etft gelötet hohe, ebenso, daß die zweit« Frau durch Arsenik vergiftet wurde: wahrscheinlich sei «in« solche Vergiftung auch btt den beiden Kindern und dem Vater de, Angeklagten. Dr. Sichel verbreitet« sich über den C-ttsteszustand des Angeklagten und erklärt, derselbe sei in erster Lint« nicht erb- lich belastet, auch sei «, «ein ausg«spr»ch:ne, Morphinist oder Alkoholijt. E, sei allerdtng» ein psychologisches Rätsel, wofür sein ganz«, Verhalten am Krankenlager seiner Frau und wah rend der Krankheit und beim Tod sein«, Kindes Ipiech«. B«> Begehung seiner Verbrechen war Hopf zweiftllo, geistig nich gestört. Di« Beweisaufnahme ist damit geschlossen und die W.itei- verhandlung wurde auf morgen vertagt. Lirndhkim sör llMmiktzle nirb Smföfi. Wie wir hören, wurde am 15. ds. Mts. in Eberstadt bei Darmstadt ein „Landheini für Unfallverletzte und Invalide" Holzversteigerung. Im Licher Siadtwald. Distrikt Eichwald, Schweinstallshegc. Maiircrtasuersioof und Zappenau, werde» Donnerstag, den 22. Januar 1914 oet irig.-rt: Scheiter rra: Buchen 620, Eichen 83, Knüppel rm: Buchen 150, Eichen 110, Reisig- .selten: Buchen 5001. Elchen 4000, Fichten 400, Stöcke rra: Buchen 20’, Eichen 200, Ruglcheiter rm: Eichen 21 (2,2 m lan-0 Gartenp osten, 91 ist» -ppel rra: Eichen 28 <2,2 m lang) Eortenpsosten. ,'u ummenlumt vormit ag» 10 Uhr am Waldeingang der Kreisf rage Lich— Hattenrod, Anfang in Distrikt vichwald. Lich, den 15. Januar 1014. Eroßherzogliche Bürgermeiftere! Lich. D ö r m e r. (SEM* WM m Fafinof SWA o.elchäjisilell« Frankiun a. M., Moselstraße 6-r. Teleion-Nummer 920# Amt (. Burostunden: N.omag nachm, von 5 —7. — Dienstag nachm, von i. — Donnerstag nart'in. von .»—7. — Freilag nachm, von 5—7 Uh> Hu verkaufen. Weizen spr er» ei 6.u..av bieuhi. Petterweil. ii!iinitii!fliftSBllt ,G 0 u 0 0 n « fl i e Arilh. Stark. Niederdorfelden. i Partie Spreu ei % «1 r>l? IS.uiHcii, Nieder Wöllstadt. Oimmcntalrr ZuchlbnUrn 15 Monate alt bei Augult uch. Ober-Rovdack'. Der F :rft!ichcn Gruben Weckesljeim und Wölfersheim. 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Nähere Auslunf: erteil: der Sbroßh. ^örsier Hartmann zu Schwicka tshan en. Kanradodorf, den 15. Jannar 1914. C>icß). Oberförsierei Konradsdorst Jagdverpachtung. Vonnrrvtag, drn 2!). Za t-ar IUIi, nach- mUtors N |{i|r wird die der Ccmeinde LästaS: usieh.-nde Waldjagd 22L.77 Hrkiar. -ie Felcjagd 678 He.tar, beijällig a n I. Februar I l4, aus iem Raihauie daselbjt öffent-ich an d:e Mel dielen.e : verp ch!e’. Be- mertl wird, daß die Waid.agd aus r cun st-astre, d:e Feldjogd aus sechs Jahre vei acht«: wird. D:e Walo.ag» i: n r ro > SISa ö umgrenzt und witd a adcusrei, die , ela.azd ts: von der Bahnsta ton Fnedderg in 10 Annuten zu erreuyeru Ockstadt, den 12. Januar 1914. Eroßh. Bür-zermei'lerei Ockstadt. M ö l l e r. Zuverlässiges Dienstmädchrn welches olle Hausarteit versteht gegen hohen Lohn für Februar gesucht. Frau n. l'laHrbmlr5»rr Friedber, i. H. Ern ,a|t neuer ktäflijrr Kithwaktkn ist zu verlausen wegen Aufgabe oer ^andwinscha,! der griorif'j ftorl JÜuld) ll. Viieder-i lorstatt C&nira]-IHea(er ^riedberg. HolttitrKti-truttsjc Atontag. den I». Januar !. I uerm. » , Uh« kommen au» bcm Freih. von Frankennc n' chen illlald, Distrikt Salzenkops, zu- Berftrigeiung. 6 Rm. Birken-Knüpp.-l 19 5 n Kieses» 43 .. Kiefern-Siockholz 875 Well n Birlen-Reisig 2100 SU« ern-Reisig 122 Kiefern-üt.rmmc 17—43 cm Durchm. = 52 Fstm. Zuiammentunfi an der „Marienlaube". Ockstadt, 14. Jam 1! 14. krrltz. ,. lr»,4erlri»3he «Sdrrkirkkrei. Rum:>s Spielplan von Samsrag, de» 17. Januar bis Dienstag, den 20. Januar. 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N'. t r_ . ______ eröffnet — Es ist errichtet durch einen zu dieses Zweck ge- gründeten Nerein. dessen Vorsitzender .Herr Geheimer Regie- ruufläi'Jt Dr. jur. et meb. h. c. Dietz-Darmstadt ist, dem wir schon neben vielen anderen gemeinnützigen Einrichtungen, die beiden Lungenheilstätten Hessens im Odenwald, und die Lnpusheilftötte in Gießen zu verdanken haben. Außer hiesigen und auswärtigen Privatpersonen ge- tiörc, dem Verein bereits die Vorstände einer Reihe bessi- idier und preußischer Berussgenossenschasten an. Es ist zu hoffen, daß bei der demnächst aevlanteu Provaganda recht zahlreiche neu Mitglieder dem Verein beitreten werden, der ausschließlich gemeinnützige Zweck verfolgt. Als seine Ausgabe betrachtet es der Verein, zur Sicherung des Heilverfahrens Unfallverletzten und Invaliden die Möglichkeit zu geben, ihre Eriverbssähigkeit ioirtschaftlich zu entwickeln. Das fall erreicht werden durch eine in der Regel vorübergehende Ausnahme in dem Landheim. In ihni fallen die Ausgenommenen in solchen Tätigkeiten mid Beschäftigungen ausgebildet werden, die ihren Kräften und Zähigkeiten angemessen sind und die innerhalb der in dem Lnndbeim eingerichteten Betrieb liegen. So befinden sich in dem „Landheim Eberstadt" eine Reihe von Werkstätten, wie: Tischlerei. Schuhmacherei, Strickmafchinensaal »sw.; daneben werden aber natürlich auch einfachere Handfertigkeitsarbeiten gelehrt, die auch schwerer, durch Unfälle oder Krankheit Geschädigten noch die Möglichkeit eines kleinen Erwerbs bieten. Die Besichtigung des Heims wird jedermann gern gestattet. — Hoffentlich findet das Unternehme» auch weiterhin die Unterstützung weitester Kreise. Leiter des Heims ist Dr. Rigler-Darmstadt, Grüner Weg >6, an den alle den Verein oder das Heim betreffenden Zu- hriften zu richten sind. Ans aller Welt. Verschwinden einer Soubrette. Wie aus Baden bei Wien gemeldet wird, erregt das Verschwinden der MN dorttge» Stadttheafer engagiert« Soubrette Anna Meitzl großes Auf. sehen. Dieselbe hat dar einiger Zeit einen Sldsimottwcrsuch unternommen und man befürchtet, daß dieselbe einen solchen neuerdings unternommen hat. Ein deutscher Dampfer »ermißt. Der deutsche Dampfer „Da- nia", Kr von den Azonen nach Havana unterwegs war, und am Montag in Halisar erwartet wurde, ist dort nicht «inge- troffen. Man ist über sein Schicksal sehr beunruhigt. Die „Da- üa" hatte drei Passagiere »n Bord. Kerne einzig« Station at bisher drahtlose Telegramme de» Dampfers erhalten. Bestrafung wegen Verletzung d«, Amtsgeheimnisses. Ein äölncr pialtis«r Arzt wurde vom Schöffengericht zu im Mk. Geldstrafe verurteilt. Er hatte mit einem Kaufmann, den er . üher behandelte, Disserenzen wegen Honorarzohlung. Der Arzt sprach mit einem benachbarten Handwerksmeister über diese» Fall und teilte ihm ausführlich mit, «u welcher Krankheit er de» Kaufmann behandelt habe. Professor Pfarrer Fkhr. von Sode« tätlich verunglückt. (fiiKitt tätlichen Unfall auf der Untergrundbahn in Berlin ist ..i eist« Psarrer an der Ierusalemkirche, der Honorarpiosesior ■ dkl Universität Berlin Freiherr von Loden zum Opfer ge- allen. Freiherr von Coden versuchte aus dem Untergrund- l uhichof« Dahlem aus «inen fahrenden Bahnzrig auszuspringen, ür wurde gegen einen Pfeiler geschleudert und aus der Stelle getötet. Freiherr von Soden starch tm 83. Lebensjahre und war seit 1887 Pfarrer an der Ieiusalemttrche. Seit 1888 Pro- ' isor der Theologie an der Universität Berlin, hatte «r sich !nr- - iandere durch sein« Forschungen über dar Reu« Testament bekannt gemacht. Durch den elektrischen Strom getötet. Durch Berührung ner Lwrksiromleitung in der Umformestation der neuen stad» üschen Marktl-alle in Stuttgart wurde ein Mjährrg.-r Monteur aus der Stelle getötet. Schwerer Unglückssall. Der 1« Jahre alte Hilfsarbeiter Lässelmann wurde im Jngberier Stahlwett durch glühende Eisenmasse» verbrannt und ist bald darauf seinen Derletzungen nlegen. Roch drei weitere Arbeiter erlitten schwere Brandwunden. zwei von ihnen so ernste, daß sie ins Lazarett gebracht werden mußten. Etinesi-che Ctroßeuräuber in Hamburg. 15 chinesische -chisjeleuie von einem englischen Dampfer, der Im Hamburger Hafen liegt, überfiel-,, einen Händler in dem Hamburger Ha- lencebiet und schleppten ihn in einen Keller. Sie raubten ihn l cllsiändig aus und rissen ihm mit Gewalt mehrere wettvolle Älu,,e von den Fingern. Di« Räuber tonnten an Bord ihres Schilfes verhaftet werde». ~i: A'ahusinnstai auf dem deutschen Dampfer „Berlin". .. > relhciten über den Mord, der sich an . .d des d.-utlchen Dampfers „Berlin" vor einigen Tagen er- ^ Der Arzt der Auswanderungskommission. Dr. Era- c" .nl Manne namens Antonio Eubertino der - ^gu'rvsw-hnsinn litt, durch sieben Revolverschüsie ge- U ' ;a - ' <' Ci bereit» einmal wagen Mordes ln Italien , nnn Sra«. verurteilt worden. Er wurde von ■ -Jtt Kt ..Berlin» |„ Kette» gelegt. Er wird den Y : ^fotoen übergeben werden, sobald da- Schiss .n llalrenischn Hafen auläuft. Ops-r r.'r Kalte. In einer der letzen Rächte, in der dos e.,,--mo!ür.er fast 8 Krad Kalt: zeigte, wurde ein Dragoner der as.o-.on der. Lrrbdragouerreoimenis in Parlsruhe namens ' ,:l b" städUsche-! Anlage an der Etlinger Straße in oöl- l ^Narr. Zupande aufgef.inden. Der Mann wurde auf . . a u r,wache und von dort ins Tarnisonslazaret geschafft, s- ' r„ Tages erst das Bewußtsein wieder erlangte Er -. n .saiMiiueid) versäumt un» war dann planlos um. - ^ ” »»' Müdigkeit übermannt eingeschlafen war. S : 1 *; Freiherr. Der Reichsjreiherr von D'ost« . Eg. der sich ,e,t Jahren m den verschiedensten Städ- ^ planlos umheetreibt, und Betrügereien zu- . -'! OKI fi-ren begeht, wurde aus Antraa der Rürnber- „,e«e Tages,jertung. Samstag, den 17. Januar IHM- Kttminalpolizei in Aschaffenburg sMeaommen Er hatte sich von Wllrzburg für ein Nürnberger Iuweliergeschäst Waren kommen lassen, mit denen er dann verschwand. Der B-rhastete ist wegen Bettugs bereits wiederholt schwer vorbestraft. Erdbeben. Am 15. Januar sinh in Livorno sechs verschiedene Erdbeben verspürt worden. Das zweite war das heftrgst-. Der Bevölkerung bemächtigte sich ein« allgemeine Panik. Die Menge stürzte, von Schrecken ergriffen, auf di« Straßen und öffentlichen Plätze. Die Unruhe unter der Bevölkerung ist Ich, guf; Der Schaden ist nicht sehr bedeutend. $«tz> sich für bi« Zeit vom 17. bis e,n,chn-.g,ich 20. Januar 1011 zu,aium«n aus: „Palpe-Journal 210 a", „Lehmann und je.n Tropenhelm" (Komcphj, „D.r T,eppenieppich" (Komisch), „Amors ve.rat", .Metrgwnsübur.gen j» Inbien". Diverje T.mögen: „Tes Räuoers i-icoe„Tic Meerjchwstn- cpen". E.n Be,uch rann nur «mpjoyien werben. Mnnuergriqugoer.iu Fr.ebberg. Allen Ceznern zum T-otz ist die T«iwrr!i>«-ung bc.s Planes nun Loch g.gnütt, der gioge wlännerchor, jorrau Oeiännergesaugverein Frieb- berg, i|t gegrünber, uns zwar mir einer Miiglredrrzapi, wie jte seeost der grotzw LptiMrst nie ern;r,ich zu giauoeu wagre: 77 attto« Leute habe» sich a>» dienend« lvueoer zu einem jchö- »en tsanzeu zusammengeich-tjjen. lind wenn jetzt aUe diejenigen aus ihrer R»jerrre hrraustreteu, Lee jäh zwar von Anjang an als streundc beiaunten, der Enlwnuur>g der Sache jedoch nicht jo recht zu trauen vermochten, dann >ann die -lr- deit wohl mit 00 bis 100 Sänge in begonnen werten. Wer also gern« zu Lenen zählen mochte, tie den Verein haben gründen Helsen, der «rttär« bis zur ersten irporpiobe (Mlttwoch in 8 Tagen) dem Schiifisichrer seinen Bestritt. In späteren Wochen tann von Erhebung eines ElNtritrsgelpes nict>t mehr Ab- |taiü> genommen werben. Zum Borsitzenoe» wähl,« mau burch Zuruj Herrn Stadtverordneien Ce r > 0 a. Wir wißen Herrn Zerioa viel Dank da,ür, daß er fiu> in so uneigennütziger Weise m den Dienst der schönen Sache gist«ist har. Seine Bodenjtän- diglert und Beliebiheir, sein jchlichd.s, natürliches Wesen und seine reiche Erfahrung im hiesigen Beremsleuen laßen ihn wohl für jedermann als den rechten üllann am rechten Platz erscheinen; besonders, wenn ma» bcbeistt, daß der gegründet« Ehor als ausgesprochener Pollsoerein gar manche besondere Schwieriglest zu überwinden haben wird. Die musital,sche Leiung liegt in den Händen des Herrn Semi- iiarlehrcrs Höcker. Das, was Herr Höcker in der Erüir- dungsversamnstung über di« Ausgabe des neuen Vereins und über die Art jagt«, wie er dies« Ausgabe zu lösen gedente. sanb Sturz von Seiten der Versammlung mehr als Zustimmung: es war hclke Begeisterung, di« diesem idealgesinnten Mann, entgegenjubelte. Die Lebensfähigkeit des gegründeten Chors wird in erster Linie abhängen von seinen Leistungen-, der Vstein wird stehen und fallen mlt dem, was er in tünftlerischer Beziehung zu bieten v:rmag. Das aber wird vor allem bedingt durch di« Pünktlichkeit und den Eifer der Mitglieder. Es ist darum eine Ehrenpskicht, »atz in Zutunst jeder einzelne von uns zur rechlen Zeit und in Ke rechten Stimmung an dem Plntzc sicht, den «r freiwillig erkoren Hai. Beweisen wir den Zweislcrn und Schmunzlern durch die Tat. daß cs auch in unserer Stadt nicht an Männern fehlt, d!« sich mit Idealismus in den Dienst einer großen Sache stellen. Dem deut» sehen Liede deutsch« Treu«! Taubstnmmenlehrer K r ö l l. Skrwettlaiis des Verbandes Mitteldeutscher Ski Vereine Gutes Winterwetter vorausgesetzt, veranstaltet der Verband Mitteideistscher Ski Vereine ani 8. Februar bei Gersseld in der Rhön einen Verbandswettlans. Tie Oberleitung liegt in den Händen des Landrats Nirrnbeim-Gersfeld. Tie Wettläuse bestehen aus Senioren-Langlaus, Jnnioren-Lang- lauf, Militär-Langlans, Mikitär-Prtrouillen-Laus und noch Sprunglauf. * Aus de,» Kreise Büdingen, 17. Jan. Am Montag, der. 2. Februar, sollen Gebäude und Einrichtungen der Molkerei Büdingen öffentlich versteigert werden. Das Unternehmen wurde beanntlich genossenschaftlich betrieben und ist in L>- guidation getreten. Am 7. Februar wird die Molkerei Ran- sladt, die als Filiale der Genossenschaftsmolkerei Büdingen betrieben wurde, ebenfalls zur Versteigerung kommen. » Aus dem Logelsberg, 17. Jan. Eine geradezu halsbrecherische Arbeit wird augenblicklich in d:n Fichtenwäldern des hohen Vogelsberges von Thüringer Waldarbeitern aus- gefhürt. Diese brechen von den Spitze» der hochragenden Fichten die Zapfen ab. Wenn «in Baum „abgeerntet" ist. klettern die Leute nicht erst baum»b und baumaus, sondein sie schwingen sich wie die Eichhörnchen von einem Baum nach dem andern hinüber, wobei sie d:n abzueintenden Baum an den Zweigen solange hin und her bewegen, bis er so nahe ist, daß der Sprung gewagt werden kann. Di« Ernte der Fichtenzapsen jälll in diesem Jahr sehr karg aus, der Zentner lostet bis 300 Mark. Die im Vogelsberg g-:wonne»«n Zapfe» werden nach Eroß- Tabarz in Thüringen versandt, wo sie für die Aussaat „ausge. klengt" werden. * Gießen, 17. Jan. Die feierliche Einweihung des Geschäsl». gebäud«» der neuen hiesigen Rcichsbantstell« findet am 17. Januar statt. * Gieße», 17. Jan. Wegen Beleidigung und Verleumdung eines Lehrers wurde kürzlirh Redakteur Noll der so- zialdernokraffschen .äOberhessischcn Volkszeitung", zu 3» ^ Geldstrafe und in die Kosten verurteilt. Sein Genosse Siadt- rat Detters, erhielt unlängst wegen Beleidigung dasselbe Deputat. Rechnet man zu diesen je 39 Jt, die beiderseitigen Anwaltsgebühren, Gerichtskosten und Publikation des Urteils, so ergibt dies für jeden einzelnen Fall die Summe von zirka 149 M. Wenn diese Gelder alle ans der Parteikasse brzahkt werden, macht das ffir diese beiden Beleidigungen schon 2809 Arbeitergroschen aus. Zu verwundern ist in diesem Falle der Opsersinn der sozialdemokratische« Arbeiter, denn wie manches Stück Butterbrot und manche Tasse Milch hätten diese nutzlos vergeudeten 2809 Arbeitergroschen für arme Arbeiterkinder gegeben. Wie hoch die sozialdemokratischen Redakteure übrigens die Intelligenz ihrer Lehrer und Steuerzahler einschätzen, belveist eine Notiz über die obenerwähnte Dernteilung. die erfolgte, weil der betr. Lehrer als Hausierer bezeichnet worden war. In dieser Notiz der „Oberhessifchen Volkszeitung" heißt es wörtlich: „Der gewöhnliche Leser wird vergeblich suchen, wo in diesem Satz eine Beleidigung liegen soll? Auch nach Ansicht mehrerer Juristen, die wir darüber befragten, ist etwas beleidigendes darin nicht enthalten." — Eine Befragung der Juristen hätie man sich in diesem Falle ersparen können, denn daß man einen Beamten und Lehrer nicht als Hausierer beichim- Psen darf, weiß doch gewiß schon jede Zeitimgsträgerin, * Kommunales aus der Proviirzinlhauptstadt ltzießen. Nachdem nun die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters erfolgt ist, dürste ein Rück- und Ausblick auf dem Gebiete dcr Kommnnalpolitik von Interesse sein. Die Amtszeit des seitherigen Oberbürgermeisters war. obwohl wahrend derselben die Stadt viele für sie vorteilhafte Neuerungen, sowohl aus hygieuischem und sozialem, als auch auf dem Gebiete des Verkehrs einführte, doch im großen und ganzen eine für die Stadt wenig erfreuliche iuii> endet sozufagen mit einem schrillen Mißton. Als Oberbürgermeister Meriun von 13 Jahren das Erbe seines zum Finanzminister ernannten Vorgängers Gnauth antrnt, war das ganze Wirtschaftsleben noch in einem Aufschwung begriffen, der auch namentlich durch die lebhafte Bautätigkeit äußerst günstig auf die Entwickelung der Städte einwirkte. Mit Macht war die Zone des fruherenFestnngSwalles. der die Stadt eingeengt hatte, nach allen Seiten durchbrochen worden und rundun: ne» Stadtteile erstanden. Die Preise für Gelände waren in stetem Steigen begriffen aber, daß alles in der Welt auf und nieder geht und immer wieder ein Rückschlag cintritt, wurde vicht beachtet. Auch die Stadt hielt sich leider von großen Geländeankänsen nicht fern. Sie gründete einen Stadter- weiterungsfonds. dem jäbrlich größere Snmnien zur Ver- fügnng gestellt wurden, innerhalb deren eine Kommission, der Dolksmnnd nannte sie die städtische Speknlaftonskom- mission, ohne die Stadtverordnetensitzung zu fragen. Ankäufe von Immobilien vornehmen konnte. So wurde im Laufe dcr Jahre der städtffche Grundbesitz bedeutend vermehrt und gerade die Stadt Gieße» hätte alle Ursache gehabt, dafür zu sorgen, daß der Vrivatbesitz nicht mit Steuern n»d Abgaben überlastet und entwertet wurde, weil der Jumwbiliarbcfitz der Stadt dadurch ebenfalls in seinen, Werfe sank. Damals aber war der süddeutsckw Demokrat Gnauth als hessischer Wr. U Seile 3. Finonzmrnisker im Verein mit dem freisinnigen Landtags- . ^geordneten l)r. Guksleisch anscheinend der Ansicht, bofc man alle notwendigen Stenern und Abgaben ganz allein dein > rrnndbesitz ausbiirden könne und so sind denn auch, wahrend diese beiden Grcßeuer Sterne am Darmstädter politischen Himmel glanzten, di« Haus- und Grundbesitzer geradezu mit Skorpione» gesiiästigt worden. Gnauth war der ausge- jprochcne Frauksiirter-ZcitimgS-Demokrat und wenn er noch eine Weile die Leitung des hessischen Finanznnnisterimns weiter geführt hätte, dann hätte da» Großbcrzogtum Hessen den Konkurs anmeldcn können. In rascher Äufcinandersolge kam die Besteuerung nach dem gemeinen Wert, die enorme Erhöhung der Stempel- und Befitzwechselabgaben und schließlich noch die Einführung der Werlzuwachssteuer mit trelcher die dessisckstn Städte in Deutschland voran marschier. tcn. Für die Einführung der Letzteren, waren in Giehen namentlich die Bodenresoriner Feuer und Flamme. Fast alle Woche fanden Dersannnlungen statt, in denen nachgc- Iviesen wurde, dag nian bei Erhebung einer Wertznwachs- siener sozusagen alle anderen Steuer» abschafscn könne, auch l asi der kstrindbesitzcr die Abgaben für seinen Besitz entrichten könne, während die Grundrente der Allgemeinheit zu Gut 'onnnrn müsse, wurde in Wort und Sdjriit jedem mundge- > !>t gewacht. Doß die Sozialdemokraten hier kräftig jekurr- t 'tcn, ist selbstverständlich. Ihr Führer meinte bei Ein- siihnatg der Steuer in der Stadtverordnetensitzung, wenn je 'and in Giehen ein Grundstück erwerbe, brauche er sich >ar nicht mehr darum zu kümmern, er könne ruhig fort- ziehen und wenn er in 20 Jahren wieder käme, sei er ein reicher Mann. Die Verhältnisse lagen in Wirklichkeit schon anz anders, aber die Einführung der Steuer wurde fast inslinugig beschlossen. Dieses Votum der Stadtverord- ncien war gewisscrinahen der Beschluß, einem Huhn den Schwanz auszurupsen, das schon längst keine Federn mehr aus seinem Körper hatte. Hierzu kani nun später noch die llleich-öwertz»Wachssteuer und wicdermn seitens die Stadt die Kanalgebühren usw. ToS Reich hat seine Wertzuwochs- l euer schon wieder aufgehoben und die Bodenreformer sind inerkvnirdig kleinlaut geworden, aber die Stadt hat sich Nock; 1 'ickll dazu entschließen können, lhr Anteil an dieser Steuer z» beseitigen. Dies müßte in erster Linie gesckxhen : weiter müssen die Städte vorstellig werden, daß die hohen Besitz- 1, cckttclabgaben erniedrigt wnb ferner dafür sorgen, daß die Kanalgebühren und das Wassergeld in gerechter Weise ver- > »ft würben. Außerdem gibt di« Stadt Gießen noch an die Eisenbahn den ganzen Wasserbedarf, auch zum Füllen der Maschinen usw., zu einen, Preis« ab. der die Eelbsikosien nicht deckt. Auch dazu liegt keine Veranlassung vor. Aus sozialem ('Vbiftc haben ln letzter Zeit wieder Verhandlungen stattgcfunden über die Erhöhung der Löhne der städtischen Arbeiter. Schon bei der vorletzten Gtadtverordnetenwohl laben die Freisinnigen den ihnen damals verbündeien So- laldeniokrnten einen Tarif für di« städtischen Arbeiter versprochen. aber bis heute noch nicht an dieses Versprechen ge- b 'cht Mit Einführung desselben mühte natürlich auch schon der Parität halber für die Handwerker ein Tarif festgesetzt wenden, denn so gut wie dieselben ihre Arbeiter nach Taris- l"W>, bezahlen, müßte auch die Stabt ihn« für bestimmte Ar- l> 'len besiimnrte Satze zable». Wenn beispielsweise der ".'eißb'ndermeistcr seine» Gesellen einen bestimmten Dkun- l .nlo! " zahlen mirß, bann kann ihm auch die Stadt aus >' < rmi> dieses Lohnes einen bcssimmten Preis für feine geliefert.' . -f>cit znsichern. E» wäre dies den, Handwerker- j w »igstenS ein klein wenig entgegengekonnnen und ' iiie» ->> lleicht nionche Submifsionsblüte vermeiden. Wir ' ' » »l'o. unserem nenerwählten Oberhaupt stehen recht u uno aber auch schwere Aufgaben bevor. Mögen sie zum M \r Stadt und ihrer Bewohner erledigt werden unter dem Wal'Ifpruche: Jedeni da- Seine! * Lang Göns, 17. Jan. Der Geflügel-, Vogel- und 'ianunbeuziichtvercin Lang-GönS veranstaltet in den Tagen nun 28. Februar bi« 1. Mär, l. Js. leine 2. Loknl-AuSstel- lang in dem Saale des Herrn Heinrich «Hnrich. Dieselbe verspricht eine gute Beschickung erstklassiger Tiere. TaS Preisricht« anck haben übernommen für Geflügel und Tau- len Herr Jean Koller jun.-Bad-Nauheim, für Kaninchen S: i rr G, erg Stoll-Bad-Nauheim. Ein Besuch dieser Aus- p'ümzi in Züchtern und Interessenten nur zu enipsehlen. * Frankfurt a. M., 17. Jan. Die erste Parsifalvorstellung l niste eine,, Einnahmenrekord, der die Earusovorstellungen p :t iniit.-r sich läßt. Die Einahme beläuft sich auf rund hei der zweiten Aufführung, die zu normalen Beuisen gegeben wurde, erzielte die Kaste mehr als 10 000 11 . ein ‘l-riij, der für jede weitere Vorstellung als Norin an- a . itu. ich werden kann. Für cttva 10 Aufführungen liegen lckion MaffrnbeKrllrmgen für Karten vor. So wirken auch in finanzieller Beziehung der Gral Wunder und bringt dem Ogernbanie Einnahmen, wie sie feit Jahren nicht da waren. * Frankfurt «. M . 17. Jan. Zu einem aufregenden Vorfall faul cs aus der hiesigen Strafkammer. Wegen Hehlerei svllie fii, der Fraistr Theo Finsterer verantworten, weil er ein Vi- i!ecle im Alerte von etwa 170 Mark gekauft hatte, da, au, r Einl-inch aus der Baito-mstroße herrühtte. Die Diebe, tu tamcls für etaa 1000 Mark Sachen eibeuiet hakten, find ich .» rer einizcr Zeit abgutteift worden. Run hatte man er- f.'hreir, £i■ >j Finsterer fich mit dem Gedanken ttllg. in der Bei- . • -Im 3 ai f die Beamten zu schießen und fich dann lelbft zu rn.leide.r. Der Staatsanwalt, der davon in Kenntnis gefetzt : bcaackr chtigle den G richlsoorfihenden und der ließ c-:Cf d e K:in:na!ichutzieule Fischer und SchLkrumps den Au. c. -llcgten v: r Beginn der Verhandlung duichjuchen. Die bei- d. 'u Beamten fanden bei Finsterer einen geladenen und unge- s'st. rt n Browning und außerdem noch vier Icharfe Patronen. Fi sterrr bestritt, ein Attentat aus die Beamten geplant zu ha. bca, er hätte sich selbst erschießen wolle«, wenn er bestraft wor- icit rräro, 7 a ep noch «in Jahr tireinugpis.zu .perbüben habe. Reue LagksjtiUtng. Samstag, de» 17. 2a»uar 191 ( Nachdem er fich beruhigt hatte, konnte gegen ihn verhandelt werden. Er erhielt eine Zusatzstrafe von - Monaten tSesäng nt», wurde aber auf frrieni Fuß gelosten, da er schwer rücken, markleidead und dadurch nicht airesrsähig ist. — Ein ähnlicher Vorgang, der aber einen tragischen Ausgang nahm, evrigneie fich in Frankfurt a. d. Oder. Dort war der Malermeister K. Kurt ans Sternberg wegen Sittlichleitsverbrechens zu einen, Jahre Zuchthaus verurteilt worden. Rachdm das Urteil verkündet war, setzte er sich nieder und leerte vor den Augen de« Richter ein Fläschchen mit Gift. Ei wurde sofort ins .Krmrken- Haus gebracht, wo er bald daraus starb. * Frontkurt a M., 17. Jan. Bach dem gestern erichie- nenen verwoltungsbericht der Vereinigten 8tndtthe,rter für dos Geschäirsjahr 1012/1913 schließen Opern- »nü Schau- spieshanS mit einem erheblichen Fehlbetrag ab. Dieser beträgt für die Oper 330011.82 Jl, für das Schoiisvielbnus 129 156,69 J(. für die gemeinsame Verwaltung 1061<>8.76 zusammen 571 639,86 M. Die Gesamteinnahmen betrage» 1716 117,71 M, die Gesamtausgaben 2288087.67 ■*. Der Feh'betrag wird durch die regelmäßigen Uukerstiitznngen und eine besondere städtische Subvention von 120 0M M gedeckt. * Frankfurt a. M., 17. Jan. In dem Goldwaren- und Jutoelengcschäft von Pletzlch in der Töngesgasse, brackicn gestern Nacht Diebe ein und erbeuteten nach den bisherige» Feststellungen für etwa 30000 „£ Schmucksachen. Die Täter sind zweifellos „Fachleute", da sie alle urrechten Sachen unbeachtet ließen. Bis jetzt hat man von ihnen noch keine Spur gesunden. Pletzsch war gegen Einbruch versichert. Hesien-Nosia». * Köppern, 17. Jan. Die Gemeindevertretung beschloß die Errichtung einer ländlichen Fortbildungsschule. * Usingen, 16. Jan. Zwei junge Leute au, Hastelbach wollten in einem bomdurge« Geschäft einen Revolver kaufen. Der eine erwarb einen käuslich, der andere hieß einen mit- gehea. Wachtmeister Schuster von Usingen konnte jedoch am Bahnhof den gestohlenen Revolver beschlagnahmen und dir Personalien des Diebes festfiellen. * I. Haintchen, 16. Jan. Ein schweres Unglück ereignete fich in dem in der Rähe unsere, Ortes befindlichen Stcinbruch. 2 Arbeiter waren mit Bohren beschäfttgt, als eine früher »er. sagte Dynamitpatrvne plötzlich explobterte. Die Folgen waren entsetzlich Mit zerschmetterten Gliedern und Ersetztem Unterleib lag der eine Arbeiter, der Zöjährlge verheiratete Kaltuer, tot tu seinem Blute. Auch war ein Bein vom Rumpfe vollständig abgeristen. Der zweite Arbeiter wurde bvrch die Steinmasten am Xo,se schwer verletzt; sein Zustand ist besorg, niscrregeud. * Königstein, 17. Jan. Hauptmann a. D. Zech, der bis» ber bei der hiesigen Stadtverwaltung tätig war, wurde zum Bürgermeister und Kurdirektor von Bad Grund im Harz gewählt. * F. C. Wiesbaden, 17. Jan. Der diebische Brandstifter stand gestern von der Schwurgericht. Wegen Drandstiftungs- versnch, schweren Diebstahl eines Fahrrades, Widerstand und Beleidigung wurde der 28jährige Taglöhner August Jeder! auS Griesheim unter Zubilligung mildernder Umstände z» 17 Monaten Gefängnis verurteilt. Fedcrl war in der Nacht zum 10. November v. I. in das Haus feiner Nachbarin, der Witwe Frank, in betrunkenem Zustande eingeschlichcn, hatte dort in der Küche mehrere Schubladen durchwühlt, ein Fahrrad wcggenommen und vor seinem Weggehen ein Hansen Kleidungsstücke in Brand gesetzt, auch die Gashähne in der Küche gröftaet. Das Feuer wurde bald bemerkt und gelöscht, Federl aber bereits 2 Stunden nach der Tat sestge- ncnrmen und in Nummer sicher gebracht, bei welcher Prozedur er sich des Widerstands und der Beleidigung schuldig machte. * F. C. Wiesbaden, 17. Jan. Die Moedsache Leck von Eisenbach und der Mordversuch Schießer aus Biebrich a. Rh. kommen in der zur Zeit abgehaltcnen Schwurgrrichtsperiode nicht mehr zur Aburteilung, da nach Mitteilung des Ge- richtsvorsitzenden die Tagung mit SamStag ihr Ende erreichen wird. * Wiesbaden, 17. Jan. Der Ajahrige vorbestrafte Agent und Kellner Julius Wahl und d.r 32jährige, seit 2 Jahren selbständige Schmied Karl Ltemmler, beide von Wiesbaden, die gemeinsam am 13. November v. I. in Hast genommen wurden, unter dem Verdacht, im vorigen Jahre 2 Marsitücke ver- sästcht und diese in den Handel und Berkehr gebrachi zu haben, standen deshalb vor dem Wiesbadener Schwurgericht. Die köefchworenen sprachen beide de» MLuzoerbrech ns unter Zubilligung mildernder Umstände schuldig, woraus das Urteil gegen jeden auf S Monate © fängnis lautete. Die beschlagnahmten Werkzeuge und Materialien zur Herstellung der Falsifikate wurden eingezogen. Die Berhondlung ging wegen Gefährdung der Staassicherheii hinter verschlostenen Türen vor fich * vom Rhein, 17. Jan Die Cchädeldecke eingefchlagen wurde in der Nacht zum z. August v. I. in Prath im Kreise St. Goarshausen dem Landwirt Peter Monschauer, Sohn des Förster, Monschauer in Prath. Der Erschlagene gehörte früher al, Mitglied dem Turnverein in Prach an. aus dem er aber infolge von Reibereien mit dem Turnwatt ausschied. Am 4. August kamen fich mehrere junge Burschen in der Dennrthschen Wittschoft in Prath über diese Angelegenheit in die Haare. Eine Schlägerei aus der Ottsstraße eutspann fich. im Berlaus deren Monschauer mit schweren Holzprügeln erschlage» wurde. Als imrtmoßliche Täter wurden bald noch der Tai, der Land- mann Philipp Hofsmann und der Bergmann Jakob Dommershausen, beide aus Prath, verhaftet. Die Untersuchung konnte jedoch nicht ZV dem Ergebnis g lanzen, daß diese beiden die so unheilvollen Schläge »usgeieift hatten. Eie wurden daher nur vor die Ctrastammer gestellt unter der AnNage, fich an einer Schlägerei, in die sie nicht ohne ihr Bett«Helden hineinge- loten waren, beteiligt zu haben, im Berlaus deren ein Mensch zu Tode lanr. Zu diclri. FeitKelluzur.. -elapar di» .Wiesbadener Strafkammer nach Bernchmung von 22 Zeugen. Sie nahm jeden t r beiden in 7 Monate Gefängnis und rechnete 1 Mono« der ftntttchungshwft an. V)CldjiiftIidjc$. Was ha, das Pndlikum von den Preisherodietzungen in den Jnvenlur-klusveelänsen zu halten? Das kaufende Publikum Ist — wer wollte es leugnen — I iität, dort die über Preise nicht gestimmt. Eo sehr der reelle ©ttchäftsmann derartige Manipulationen, die das Gesetz übrigens Hute unter Etrole stellt, venrtteilt. so sehr hat er selbst darunter zu leiden. Das Pudlitum ist mißtrauisch geworden, da ist kein Zweifel möglich. Am meiste» ist vielleicht mi, dem Srhagwort „Enorme Prelsrednlrlon dis x-zig Prozent" in den Ausveilauksinseraten der Schuhgeschäste gesündigt worden. Eine gewisse Sor.e von Schuhhaudlungen üble sich darin. Ermäßigung n bis 76 »nt 80 Zrozent anzuzeigen, aber bei näherem Zusehen zeigte es fich daß vielleicht 3 oder 10 Paar Ctiese in einem Lager von zwei- bis dreitausend Paaren soweit herabgesetzi waren — für der Rest wurden zi.nnlich hohe Preise verlangt. Ein anständiges Geschärt macht so jioeiselhaste Reklame, nicht mit. Es tritt für jedes seiner Worte voll »ad ganz ein und sucht seine Kunden nickst durch täusrchende Redewendungen zu gewinnen. So inseriett da», bekannte S-hahhaus Weckerling . Friedberg aus der Kalsettlraße in unserem heutigen Amroucenteil anläßlich des Inventur Eichuhhausmukouss Preisermäßigungen von 3—36 Prozent, aber der Rus der Firma ist Garantie dosür. daß diese Angab n den Totso^n entspreckstu. Der Late fragt fich vielleicht, ob beim das Gesihäst soviel a» seiner Ware »erdige, daß es setzt so billig veikauser tonn, ohne Schaden zu machen. Dieser Gedanke ist irrig. Der Beidienst der Firma b'wegi fich auch zu Zeien des regulären Bettaujs in durchaus bescheidenen Grenzen. Sie macht be< den jetzigen billigen Ausoerkarrfspreisen iatsächltch Sihaden weil sie alle noch vorhandenen Winterwaren unbedingt räumen will. Sie sieht darauf, daß fie in jeder neuen Saison auch völlig neue Waren am Lager hat. und hält den Schaben, der ihr durch Liegenbleiben enttkehl. kür größer, als den momentanen Preisverlust. So erklären fich die ariftallenden Berblllig- uugen in durckdius oernü'iftig:r Weise. Wer also den Wunsck; hat, für wenig Geld wertvolle moderne Schuhwaren aller Sorten zu erwerbe» — und da» ist wohl da» Bestreben eines jeden > — der statte dem Ino ntur- Ausvettaitt in der Koisettirasie 163 seinen Besuch ab. je Irüher. je bester. Eine bejondere Bergünstigung an alte wie auch neue Kunden hildek der billige Eckstlhcrenre Berkaus der Firma. Rur während des Ansoerkaufs wird an jedermann, ansgenvm- men Wiedervettäufer und deren Beaujtragte, die garantiert »ollwerftge Zehnpfennig-Dose Ereme, I» allerbeste Oualität, sür sage und schrttde 2 Psennig abgegeben. Sl uröl>criri)t vom 16. Januar >014 der Mitteldeutschen ktreditbann «ltienl-pitai u. Reserven M. 70 000WM gegründet 1836. Franliurlee Börse. 4'/-Rttch«, . 88 30 . 3-,. . 7b 70 . 3", Preich. E-nsol» 85.30 . 3% „ - 7b.75 . ♦ J /* Hessen 96>.0 . « 83 20 . 3% .. 73.40 . 4*/, Cefterr. ©olbrentc 92.— . 4'/. „ Silberrente — m 4 •/# «Ingar. OJolDrenic 842>0 „ 3 m m Kronenrente 8 .30 „ 3 w Portuqiesen Serie l b2 — „ 4„ „11104.10. 4 Rüden v. l'.*X> »8X0 , 4% . . 1ÜCJB 87.70 . 4»/,°/. ^apanec —„ 4*u Türken von 1003 77 bü m 4°/ # 'ilbminiftx. Türken 78X0 . Türkenloos« 170.40 m 1 «/,«*,» Griechen v. 1800 öS.— ^ Monopol-^riech. 52.80 « 3V* LXien.-Lir. Pr. ^tlnl. —.— , 3'/.* Sllber-Mexikaner 48.50 ^ 4'/,i* Mer. ^rrig. Vlnl. V6.50 ^ 4>/,V* ^hrnesen 01.55 ^ Buderus iL.-W. Act. 113.— „ Schuck. Elettr. wej. , 155.— . iLfchweiler Berg». , 221.80 Bochumer . 217.',« Hel entrrch. L)«r»jw.Alt. 190. 5 Harpener Bergbau . 17 25 Vainbg. Amt. Pak. * 135.50 'Jlütöb. llloqO „ lick * Berliner Handel- Ant 158 .5 Mttletd. Crebilb. Akt 118 25 Larmsladt. Bank m 117.75 Teutlche Banl „ 2 .*l. 2 » Teursch-AsiatiicheBank 11 .50 Di-lonro Komin. Anr. 188 50 Dresdner Bank Akt. 153 CcfL Credit an st. Akt. 203*/* Lombarden „ 22.'/, Drjch« Uderiee E.G. ^ — — Leiterr.StaaSbabn ^ 151 Höchst, ^arvioerte m 62fJ 10 (rxem. A«br. Albert m 4 0 — Bürgers werte „ 19.150 Sreaua Bomaua „ 14°l — Phon»; Bergb. w 238 25 ^ru’dl)€im^leUion M 2üo — »JfUjtolf Waldhvs „ 22 t 50 HolzoerkoblungS-^nd. 203.10 iraurahüte m —.— PrlvatdiSkonk m L25 Tenoenz: dehauplel. Berliner Lor,e. Berliner Handels Ant. —.— m Deutsche Bank Akt. 247.'/, . Disk. Kommandit Ant. 1&8 25 m Dresdner Bank Akt. —— , Pet.^nt^>andelsb.Akt. 203 22 „ Russ.Banks.a.Hand.A. 19(125 „ Schanlung 16. B. Alt. 127.50 „ Baltimore u. L>hro 9050 „ Kanada Pacifie Akt. 214.-5 m Prince Henri 1L. B.Akt. 155.76 „ Türkenloose iüt 168.50 „ joiuc Atchi an Topeka DoU. 98.5»» Tauchern Baciftk „ 93.87 Chicago Rock 3st. .. 15.50 Million'.u.Tez 2 K. ^ 21.75 Union Haciftc. ^ 163.',. U. S. Steel Common^ 61.75 Hoyenloi-ewerke Bk-. 125 90 u Deutich-riu;emv. o.Akt. 134.27 , Uanrahüue All. 154 V, m Xoer,chle>>er C. Akt. 90.75 . Bhöinx Bergbau Akt. 237.V, m LKumbadjer Hüne m 154.75 . lyelsentirchen Bergw. A. 189.'/, . Harpener Bergbau Lkl. 173.'/» m —«.^lek.Äesel 1 ich. A.l. 239.V* . Siemens u. HalskeAlr. — m Tendenz: behauptet. Vor,«. Amatgamated Copp. DoT 76.— Chanered Company Lftr. UJBC aaiiiano ^ropneiary „ 2.01 Cotdpelds „ 2 .W 'Jiano Mlnes m 5.6.5 De Beer» Con olid ^ 10.'/« Die Depositen Kalle Friedberg i. H« empuehlr sich zur • Vermittlung ul lei- bankntüsnixeii GcHCliufte An- und Lettau, von Wertpapieren a» allen Börsen. Eir^chtung tau>endei.iechnunge > und peooifrvnsjreiee Scheck Evirti. Umwechslung von Coupons und Sotten. Annahme von offene» und ver chtostenen Depot» Entgei-nnabme oeerirolichee Spar->rmlagen. ?',r. 14 9iciic Tageszeitung. Samstag, den 17 . Januar 1914. Flur IV VII Vlll IS 6119 17 = 6827 1 4 = 6325 61 = 8.00 179'/, 0 = 2676 Verpachtung. Donnerstag, Le» 22. Januar <914 noi mittags 2 Uhr : i.tcn im i n iirtjen £onl über D.n Pferoeställen (Eingang von Haagstratze) Mc n ch »erieichnelen iu Martini l. 3s. le,WN!g werdende» Pia rgiunoiiimc aus weitere 12 Jahre Sffentlich meift- bie oui» verpachiel: Meniarliimg ürrrdberg. II Nr. 111 = :4 qm Grabgarten, Kapvusga te i, Acker INI u afeldchen, neuen dem Areg, da>. neben der Rauheimer Eren e, Acker im Giotzwarifeio in 2 Abt.. Acker am Taubenram in 3 Abt.. A !er >m Erotzwanseld »eben dem Armenfonds süLl, der Eisenbahn daselbst iiördl. der Eisenbahn. Acker an der Krummgasse, stützt aus die Stratzhcimer Wiesen, südlich der Bahn, Acker daielbst nördlich der Bahn, stützt auf den Landgiubenwca, Aaer im Grotzwar!,eld in 5 Abt. ., V ch n cld ,n l Abt. in der Kcsselgewan,, Acker im Lachen cld »I 3 Abi. ,, ,, Siratzgewann in 2 Abt Wiese in den Lachenwiesen in 8 „ Acker die „ „ 8 „ ., stützt auf den Lachengraben, „ imKicingalg.njeid in2Ab>. Wiese im gr. Siragheimer Grund „ .. ra;elb,r 179 s /i 0 18 V.o 2643 : 2254 IX X Xi xii 160°/,«= 1657 62 - 13669 116 = 11564 1U3 = 3.6» 203 = 7115 214 = 75,3 3l.'5 ; 27445 52 = 2‘ 890 XIII 53 . 10 » - 219 220 - 22 , : 230 250 - 2>1 = 7 - 4508 5 71 3042 ■ 3040 13,8 1378 1719 2062 8993 Holzversteigerung. Rem»„AMWl"gS"* Acker m n , 8 = 7116 92 = 26059 95 -- 1 875 x'iv l 66 -- 3351 „ N 67 -- 8160 XVI . 93 =■ 3668 xv, 1 . 60 = 4884 XViil . 82 = 24 >12 , XX. 25 = 13274 , 48 = 1:740 , 76 — 4782 , XXi ’ 11. = 4055 , XXII „ 4 = 81110 „ XXill „ 57 = 4iUl „ XXlV „ 108 -- 10736 „ ou[ die Pstngstweide auf die XXV „ XXVI " 7 45 : 37 . 9598 9408 2377 ;; „ Acker stützt in 3 Ab:. „ Acker in der l. Gewann Pfin.'stwcroe in 3 Abt. „ Aaer in d.Aiomusgewannin 8Adt. „ Acker im Grotzgalgen and., 7 .. „ „ in der 4. Gewann auf die Ta: fenlau«, „ Acker zwischen dem Graben und Haupiw o in 3 Abt. . Acker holler Fauerbach neben Fr. Karl Bei r!. , Aaer unter dem Städter Weg, „ obig dem Dienheimer Pfad ln 10 Adr. Acker am Irrgang in 5 Abi. „ obig der Wüstung in 7 Abt. „ an der Wüstung neuen K.Horn ., am Lausollgei neben G. Hch. Echmid:, Acker obig der Rinderweid in 3 Abi. ., auf dem grauen Eiein Acker lech.cr Hand der Dorheimer Ho.fl in 4 Abt. Acker am hirschcnrain in 3 Akt. „ .. „ 3 „ „ an der Sauerbornshohl. Gemarkung Gckiftadt. Flur IX Nr. 123 = 2i364 qm Acker am Pseifeniack in 7 Abt. „ XI „ i.6 = 4960 m „ im Lhrli ch , Xi „ 4 = 344 i „ Wies« unterm Halbmond „ XI „ 15o — 10542 Acker am Riedweg in 4 Abi. » XII „ 212 = 13333 „ Acker rechts tem Rauh. Weg In 5 Abteilungen. Kemarknug Frirdberg, früher Gikftadt. Flur VI Rr. 159 - NU 8 qm Aaer Gewann 18 Rr. 84 ip 4 Abt. , Vl „ 120 = 2790 „ Acker an der Eiratze von Ober« Raibach nach Frierberg » VI . 121 = 943 „ Acker an der Eiratze von Ober- Resbach nach Frieooerg. Friedberg, den 8. Januar 1914. Ter cvang. Kirchenvorstand. In dem Gcmcindcwalo Ober-Rasbach Distrikt Johanneshcck, Alterhegwald. Dachst au und Jungerbusch lammt folgendes Holg zur Bersteigeiung: Mittwoch, den 21. Januar 1814. 14 Lichen-Slämm: von 32—60 cm Durch,n, und 5—10 m Länge, iSJjn Inhalt, »«., „ , » St imm: ooi^tl- 80 cm Durch,», und 5-10 n> Länge, IschN Inhalt,^ ^ ^ 9 Fichien-Eiämme von 37—46 cm Durchm. und 14—17 m Länge. 20 irr Inhalt, 21 Fichien-Eiämme von 12—20 cm Durchm. u. 6—16 m Länge. 5 fm Inhalt, 8 Lärchen-Stamme von 28—45 cm Durchm. u. 11—18 m Länge, 15 fm Inhalt, 26 Lärchen-Stämmc von 12-25 cm Durchm. u. 7—15 IN Länge. 6 fm Inhalt. 21 rm Eichen-Scheiter, 10 rm Birten-Scheiter, 82 rm Eichen- ÄnüppcI. 34 rm Birten-Knüppel, 25 rm Kiefern-Knüppel, 3000 Stück Elchcu-Weilca, 1000 Stück Kiesern-Wellen, 600 Stuck Fich!enW0 Stück E chen-Welicn, Die Zusammenkunft am ersten Tag ist vormittags 0'/, Uhr vor dem Wald am Distrikt Johmnesheck. Das Stammholz komm! gegen 11 Uhr zur Versteigerung Die Zusammentunsl am zweiten Tag ist vormittags 9'/. Uhr am Sieinbruch hinter dein Saizberz. -Rosbach, den 16, Januar 1914. Gr, Bürgermeisterei Obci-Rosbach. Dicffenbach, Obee- Zo^roerstelgerung der Gräfliche» Obrrför/terei La»stach. Montag, den 26. Januar nach Zufammentunki 19'», Uhr am Eingang zum Krcuzsecncrbcrg von Frcirnjecn an?, L) aus Di,t- rilt Kreuzfeeneruerg lc, 3a und 4. Buchen Rm. 851, Eckeiier 1. und 2, Klasse, 466 Prügel 1. und 2. Klasse, 73 Stöcke, 237 Ast- reijer. 1,3 Kirfchbaiimprügel. 2) Kreuzfeenerberg 3b. Prügel Rm, .3 Buche 2. Klasse, >,4 Fichte», 25 Fichieustöcke. 3> Weidenau Fichten Rm. 10 Rund ibeii. 2 Prügel. 36 Siocke. 4j Alienhau Prügel Rm. 7, Eichen. 3 Fichten, 18 Fich,enstöcke, 1,1 Eicheozops- reiserprügel, 1.7 Eich nnutzprügei 2 Mir. lang iGarienp »stenl Losholz und Kohlreiser flächeniveise. Das Holz unter Rr, 2—4 wird unvor ezeia« beim Feuer ausgeboien. NutzhsizttrßcißttWZ im Butziialher Mil>. in den Dtstritten Pfingst- Montag, den 28. Januar, werden weide und Sommeroerg versteigert: 20 Buchen-Stämme 4. 19 „ ,, 5, 3 Kiesern-Siäinme 2. 32 „ „ 3. 45 • „ „ 4 19 „ „ 5. 300 Fich'en-Stämnie 5. Kl. 10,01 Kbm. 7.21 .. 3,81 „ •-1,12 .. 21,08 „ : 8,39 68,30 ( Schnitt- und ( Wagn rholz, | Schnittholz, | Bauholz Bauholz, 5 0 Fichien-Derosiange» 1. Kl. = 45.23 Kbm. ( Sparren 850 „ .. 2. Kl. — 30,— „ ( usw. Reisstangen 1. Kt. — 1,50 2. Kl. = 6,70 (Bohnenstangen) 40 > 360 lowie 9 Eichcn-Dcichseln — 0,62 Kbm. Zusammeulunst vormittags 10 Uhr auf der Ablriebsfläche beim Ezerziei platz. Vorherige Auskunft durch Forgwarl Lämmers- borj. Butzbach, den 14. Januar 1914. Grotzh. Büraerm«lsteret Butzbach. lürotzpflastersteine: 220 qm d> Kleinpsia..erstem«: 2 60 qm c) Troitoiriandsle.ne: 720 Iso. m d) schaistürniger Pflastersand: 230 cbm Arbeiisbe'chieibungen und Bedingungen liegen auf dem Amtszimiu.r des llnterzeicknelen (Bisir.aicksir. 32) zur Einsicht offen; Angebo.svordrucku fiiid, solang,» Vorrat reicht, daselbst erhältlich. Die An ebole sind verschlossen und postsrei mit Ausschrist. ..Kleinpsia »eiauefu rang i i »der Ottsourchsa.stt Oleroen" bis Sam tag, vsn -1. szanuar d. 2s., vorm. 1l Uhr bei dcm U iier.eichne.cn c.rz reichen. Zu chiagsstist 3 Wochen. Frieda erg, den 7. Januar 1914 Dir Grotzh. Kecisbai-ist pelior. I. B.: Witzler. Ijsiliiifillfilifning K Friedberg i. H. Iiiis3[s!fa!i3133 ili AiisieriäL i Herz-Schuhe KraHt-Schuhei Im Nodheimer Gemeindewald Distritt Oungenbuchen werben Lionlag. Len 19. Januar 1. 2». versteigert. . 4 i Rm. Buche -Scheiter 25,4 „ Eichen- „ m ! 1 „ Buchen-Knüppel 17 Eichen- 94 0 Siück Buchen-Weilen <20 „ Emen- „ 205,8 Rm. Bnchen-Siöcke 20 Eichen- „ Anfang uno Zuammenkunft vormittags 10 Uhr auf dem Drei- eichcnpfad neben dem Holzschiag. Rodheim v. d. Höhe. am 12. Januar 1914. Grotzh. Lürgermeiftcrei Rodheim f, o 1 1. Kch-Ntrstkigtrillig. In dem Revier Osten' em ireeben am Man ag den 19. Jan. 1914, vormittags 10 Uhr ab ver« steigen: 9 Eichcn-Siämme von 21—2 cm Durchm. = 3,82 frn 4 im Eichcn-Rutzknuppel 22 Wcitziannen - Stämme von 1- -41 cm Durchm.= l .41 Im 13 Weitzianncn - Derbstangen = 0,3< im 4 rm Eichen-scheii 27 0 Weben, E^chen-Siainmreiser 25 „ Asireqcr 105 rm Buchen-Schci, 30 „ „ Knaopel 52 „ „ Stöcke 1205 Wellen. Buchen-Asireiscr 9 rrn Radel-Stöcke 350 Wellen, Raeel-Asttei'er Zu ammenl ns am Jagdhaus. Asterheim, den 14. Jan, 1914. Gräfliche Renilammer. Sonntag, den 8, Februar, abends 8.71 Miaut, im Saale der„Loreletz ^ t ms MasMail U mit allerlei Belustieung Husaieii-Fc^onaiss T; j Eiutriitsprei e: «'".iA JUmkittlt frei. Jüdiloinshifrlt 10 Kfz. Hierzu ladet ergebenst ein , Dar. närrische fiomiftf. Brennholz Versteigerung. Dooiierstag. den 22. l. Nits, kommt im Nieber- Weiseler (öemeindewalb, Distrikt Langscheid, foiqende-r- Hol; zur Bersteigerung: 170 Rm. Buchen-, 180 Rm. Eichen- Scheiter, Unter dem Eichen-Scheit bejinoet 80 Rm. Werk- stolz, 21 Rm, Buchen-, 21 Rm. Eichen-, 13 Rm. Birken-, 10 Rm, Hainbuchen- und Kiefern-Kniippel. 6230 Buchen-, 5)880 Eichen-, 3100 Kiesern- und 460 Virken-Wellen, 131 Rm, Buchen-, 247 Rm. Eichen-Slöcke. Zusammenkunst vormittaflS 10'/. Uhr auf der Kreuzung des Dachsbauwegs mit der Oesfchneife. Rieder-Weisel, den 14, Januar 1914 Eiotzh. Bürgermeisterei Rieder-Weisel _ Krausg rill. Räumungs-Verste r rurg. Um mein Lager zu räumen versteigere ich Mit-nioch. de i 21. Januar in meinem Hau e. Burgstratze 2 öffentlich meistbieicno gegen Barzahlung: ca. 40 Licker- UN» Saaleggen» mehrere liuiibert Sacken, «reuzhacken» Maiirerhäinmer, Wlagner- rind Zrnimerwerkzeuge, Säge», Dengclgerstic, Acrte NN» Beile. Ferner eine gut crhalt.ne (ijin- vridgewatze, «in grotzer Rüvenschncider, 1 Bla». valst, 1 Bentilalor» Schrauben und Lchrauo» stollcn« Wagenbauartikel, «eiten» 1 Firmenschild 1 gebrauchte» Fahrrad und zonstigc Wertzeuge und Geräte. Sämtliche Gegenstände sind ln bekannt guter Oualilät. Die Versteigerung beginnt vormittags 9'/» Uhr. Wilhelm <^rny, Bild-N Stüiniilholz Ka isliebhaber bitte zur ge- nannien Zeit am Ende der verlängerten Bismarckstratze zu sein. W. Frieoberg i. H. Telefon 28 _ ftnmnfc 4. Kelkanntntachnng Dienstag, den 20. Januar kommen im Köpperner Ecmeindc- wald in den Distrikten 13, 15 u. 16 zur B rsteigerung: 5 rm Eichenpfo lenholz, 560 rm Vuchen chei ho.z li <9 rm Buch.mlnupp-1 olz 8000 Stück Vuchenwellen 53 rm Buchenstöcke Zusammenlmiit vormittags 1» Uhr im Distrikt 12 auf dem B:m> stemweg. Köpper», den 10. Jan, 1914 Der Bürgermeister. Winter. Den geehrien Damen teile ich ergebenst mit, tatz ich au l Februar 14lägige jiifdjHfiiiffiirfc veranitallen werde. Der Kursus erstieckt sich aus Erieinung von Damen- und Kind r atderode und Wäsche. Durch langjährige Tä.igkeil als Aulchneidr-Lehreri» bin ich in der Lao«, eii.en grün lichen Unteirichk zu ert:ilen uno bitte ich um gefl. Zufpiuch. Margarete Thomas, Slätlstin, Friedberg, Hospilaistr. 4. r2 W»-M 1 ikr llrirr IHrlilrr Kirdlikrs!.H.,liiri>tlWl!e4 üirrU nr.rn erra ;i«r,ii|n - » i rrMorrria 3 -Uinuirn vem Vai)n!|»i. 2(1«,o« Rr. '-21. Schonrndllk kk'jiinLIi-n; Killigk Prrijk.