i mmer i l ^onnerstttfl. den 1k». Januar 1V14. 7. Jalsryang Neue Tageszeitung ^>« „irene » agtt* »«-»•* ti djcint irttn Sl'tillag. Regelmäßige Sfil«g»n „Vtr Dauer na» chelfen", „91* Kplnnltnbe". Mn t|tnl(ii monailich 60 fla. fiimn tntt i'ciigfbul)! «Ctt Tragen ahn. An,eigen: Grund,eile 20 Psg« lokale 15 Ptg., An,eigen von auswärts «erden dnrch Poltnachnahinc erhoben Ertüllnngsarl Fetedderg. -nkrerNleir-n, NN» zirrla, Friedberg lHessen>. H-nauertraß« 1L Ferniprecher <8. Pssischeck-Eonl» Re. ««.'>». «ml ze-nksxet - »l. .vjcniitjt. Stfic der „Post" ouS Sttofebiirfl gemeldet wird, erklärte brr Gerichtsherr in den Prozessen Reuter und Forstner den Ve'zichl ans Einlegung deS Rcchtsmittels der Berufung, womit beide sreisprechrnde Urteile rcchtekrästig werden. — Beini Cbtttt v. Reuter, der der „Badischen Landes- zeitnng" zufolge zurzeit bei Bcrwnidten i» Obcrkirch i» Baden weilt, sollen, wie das Blatt meldet, bis jetzt über t. - » Depeschen eingrlausrn sein, neben einer Unzahl von Briesen und Karten, — Ter Kaiser Hot. wie die „Kreuzzeitung" Hort, dein Führer der drutschen Militärmission in der Türkei, Genc- iiilleutnant z. D. Lima» von Sanders, den Charakter als General der Kavallerie verliehen, — Bei Franz Kossnth, der seit einigen Wochen sckjiver krank doriiirdcrliegt, wurde, da die Acrzte dos Aeußerste bekiirchtcn, gestern mittog au dem Krnnkcnbetle duich den Bürgermeister die Rottrauung Kossuths mit dcr Witwe Gräfin Brnvovcnski, mit der er sich vor einiger Zeit verlobte, vorgcnommen. — In Rotterdam ist ein Kohlensäurezvlindrr geborsten. Tnbei fand rin Arbeiter den Tod, und acht Mann wurden zumteil schwer verwundet. — Seit einigen Tagen herrscht in Schweden und Nor- wegen eine furchtbare Kälte. In der schwedischen Provinz .^erjcdalen sank die Temperatur in der Montag Nacht aus k>'. Grad Celsius unter Null. Tie niedrigste Temperatur, die Amnndsen aus seiner Südpolarerpcdition gemessen hat, betrug 00 Grad Celsius, — Die Gewerkschaft der Cifenhahnardeiter hat den G-neralstreik sür Portugal verküudct. Ter gröhte Teil der Cisenbahnarbeiter, auch die Nichtorganisierten, ist dem Ruse gefolgt und hat die Arbeit eingestellt. — I» Tonking versuchten mehrere z» lebenslänglichen, s^etängnis verurteilte Verbrecher aus der Strafanstalt in Pnoin Pen anSzubrechen. Die Polizisten, die die Verkol- aung ausgenoinmen hoben, machten von ihren Waffen Gebrauch, Drei der Verbrecher wurden erschossen, zwei andere schwer verwundet. 7 ^- Graste Masten Streikender haben verschiedentlich Verlust die im Randgebiet belagerten Führer des Russtandes bn'reicn. Sie wurden sedoch stets von der Buren-Polizei in't blanker Waffe zurüekgetrieben. Mehrere Personen wurden bei den Zusammenstöhen erheblich verwundet. ^cntlchcr ireichstan. 199. Sitzung vom 14. Januar, 1 Uhr. Ter Dnudesratstisch ist leer. Cingegangen ist eine neue Interpellation der Sozial- tema'rate» über Zabern. Dor Cintritt in die Togesardnung erklärt Präsident Ov. Koemps: Nach dem jetzt vorliegenden stenograpbischen Bericht bat in dcr Sitzung des .Gerrenbausrs vom 19, stkanuar ein Mitglied b"s letzteren sich dahin geäußert, dost die Art, wie der Webrbeilrag aufaenommen würde, darauf tckifteßen liest", dost die nationale Gesinnung ge,-rast im Anwachsen bearikken sei, dost aber die berufene Vertretung des deutschen Volk"? jene Gesinnung, die >n der Wäbferlchgft lebendig war, bade v"rmilsen lasten, (Zurufe links: Unerbört!) Ich erkenne selbstverständlich d"n Landtagen d"- einzelnen Bundesstaaten das Recht zu, Kritik an d'',n R -hatten des Reichstages zu üben, ebenso wie der Reichstag f-wtes Recht g»gen'>ber den Landtagen der ru- zelnen Bn"d»sstanten für lich in Anspruch nim-af Wenn ab"r dem we>-b«tag b"r Borwurk a"n,,-k>t wird, dast er d'e nationgte Gestnnnug bade vermisten Insten, so fieaf b!e-in nan'enttjch auch gngestchts der Tatsache dast das Gesetz über U"N Webrbeitrgg von, Reichstag mit sibern>ältigend"r tztz"'a- rftäf gnaananrn-en Warden ist. ein" G-koibigana d's Erichs. '"g"s (?"btzgfte tr„st!n,m»ng im Zentrum und sinkst, d'e ich von di"tcr SteNe aus mit aster Enftchi"d"nbeit z"r"'ck- n-'!t", (Erneute lebhafte Zustimmung i"- c> -*—, und links j Auf dcr Tagcsordn"',a r«"tzen Petitionen. Be-schied"nr gewerktchoktliche Organisation"« und d'e Gelestichast für So'inte Re'orm v"rsana-n westere Schutz- beslimmnnaen tür die Arbeiter in d"r S-Gaer"isenind»strie, sowie eine gesetzliche Reaelnna der Arbritsze-t. Tie Kommission wist die Betitianeu. Wweii ste ei"" Rer. knrzimg der Arbeitszeit, Regelung d"r l>eb- stunden P'rba» der Nachtarbeit für Jngend''che. Verbot d"r Frauenarbeit u, l, w, verlangen, zur Berüiksichtigung überwe'sen, wäbrend >ie Konservativen für diese Wünsche mir Erwägung wünschen. Abg, Spiegel (Soz): Infolge technischer llmwäl-'mgen ist die Arbeit in den .läüttenwerken ansterord'ntlich erschwert worden. Die A-beilskrast der Arbeiter wird in unerhörter Weise nusgcnutzt. I« Giuilntz« und Zugwind must lange »lud schlvere Arbeit geleistet werde». Dabei »inimt dieses gesundheitsschädliche Neberstiiiideiilvesrn einen immer giösteren Umfang an. -Hier muh die Reichsgesetzgebinig helfend eingreifen. Abg, Giesbert, l.Zentr.l: Darin sind aste Orgauiiatio- uen einig, dast die Verhältnisse der Hüttenarbeiter verbessert werden müssen. Ohne de» Achtstundentag acht es nicht mehr. Die giiitlich geführte» I>eberarbeit-Llsten ktiinine» leider oft mit den Tatsnllxn nicht überein. Die Jnluektionsberjchfe gebe» sckiauderbgfte Dinge wieder. Wir kosten, dast die i» Aussicht oestestte Biindesrotsverordnung wirklich Beiserung bringt. Die Regierung sollte niit den Orggnisotionen direkt in D"'biud»ng treten. Abg, k>r, Bötfaer ( natl.l: Wir w">-de» pam Reichsae- siindb"itsanit eine Ziilgni>"enst"llu"a sib"r die G-l-i.tztzrlts- verbältniste in der Grasteisenindustrie erbitlen. Wir g"ban z». dast Mibständ" manch"" Art '" inanch"" stab, die gbaastestt werden ii'üst"n. Wenn auch die Balch>""rd"„ der Jnterestenten natsiastch im«,er elnk»ik!g »nd (»biefliv stad, sg entbast",, sie dach auch manches B"achlenswerie, Beide Te!w mästen gebaut werden. D>" mästen auch in den G'astinbnstrie eine vraktiiche Ausbildungszeit duuchiNgch"Ii. Ten GeU'"rbegiikstchtsb"amk"N st-gtpalizailiche Bcst'gniste »'I geben. Ist dach ein gekäbrliches U"d b"b"„f. s ch",s Eri'""'M""t. b"s die Fab"iziasn""t„""n s"lbst gblabar» wnrd"n. D'e Faaffubaung d"r S"''"kpal!tik in der ElGn» judulwia muh für die Arbeiter, nicht gegen sie geschehen, (Beilast.) Abg, v. st'rgeke (kons): ltnl"" Antrgg: d>" R"k'kianen lediglich zur Erwägung zu überweilen, enfluringf nicht etwa einem ge"iugeren Wabhaasteu g"gen die Arbeiter, sondern sachlichen G -Nab-n, Selbst der Staats,l"r^Znr bat var einem (Vastre g'isbrüchlich anerkannt hast Jji efcr Wtzten Z">t starke Einariste in das wirftchati^ztz^ c>ebeu Nanaakammen stnd. d'e l'ch stellar nicht N'ied"rst''len sestt"n. Die Rnbustrie 'st durch die sarkqnk"tzie Be'm>nihia„„a gerabez» erbiller. Wenn die A beiter e'"" R"rst"lleri'ug ist-"r Zana verlaaaen, lg werden lvir g"rn i'i'fanheiten. Der V"rw„rl d-r Ei»<"i«lar"!« t, »fff »ns nicht, sondern di"ienioen, die ein übertriebenes Tempo in der Sozialpolitik verlangen. Abg, Sosinski (Pal"l: Di" Miststände in der ab"rlchle- sikchen Eil»nindnstrie sind erbebl'ch gröster nls im Westen, Die oberschlelischen Arbestaestw staben es mit besonderem Gefch'rk vmstanden, all" Bnndesratsverardnnngen zu ibren Gunst"» auszulegen. Der w"!teren Ausbeutung nnterer Arbeiter mästen endstch gesetzliche Schranken gezogen werden, ?lbg. Windeck (?"tbrina"r): Zur Reaekung der Frage ist eine internotinnole Berständ'gnng notwendig, Abg. Haberland (Soz >: Das Elend ist to grast, d"st lchlcuniae Hilte nottiit, ES kommen Arbeilszeile» von 36 biS 48 Stunden oor. Abg k>r ?l„rckfgrdt (w, Bg.l' Der Relck^tng bat sich schon ost mst dieser Frage beim Etat des Innern betchät- tigt. Eine Permindernng dcr Arbeitszeit »iiist angcstrebt werden. Die Erör<"r„ng tchtieht, dns Hans belchlicstt nach dein Anträge der Keinmission. Da? Hans vertagt stch, Donnerstag 1 Uhr: Fnlerpestatian über die Vorgänge iin Zobern: Sani'tggSruhe im Handclsgewerbe Schluß ^6 Uhr. fJmt'ü'dfcr fnn^inr». Bbgeordneteiiha«», 3. Sihi'nz, 14 Januar. 10 Uhr Am Ministcrtiich: Dr, Lcntze, Frhr, v ochorlemer, o, Breitenbach, PiäsiLent G:os Schwerin - Läwitz gibt geschastlichc Eingänge betannt. Erste Lelnrg de» Etats (Frtsetzung), Abg, Frhr ,v, Zedlitz . Nevkirch: Ich gebr der sren- dig:n Genugtuung Ausdruck über die bündig« Erklä>m»g der Ministerpräsidenten in der Welsensrage, (Bravo!) Im Ein- llarg mit dem anderen Redner kann ich der Ctaatsirgierung n cht dringend g.nug empfehlen, den Termin zur Vermögens- erllärvng zum Ldchrbeitiag noch hinauszuschicben, sBeiiall rech'r). Die schweren Bedenken, die der Abg Winckler g gen die Vermöoersziuvochsstever ausgesprochen hat. teile ich in val. lmn Umfang:, Da das Endziel dcr Sozialdemokratie die Be- Icitigung allen Privatkapital» ist, könnt« es im Wcge der Sln-uergeletzgefvng das Proletariat dahin bringen, jedes Vermögen ja enteignen, zu verwerten, was es nicht erwarb'» bar (Dravo! r chts und bei den R-itl.) Die Besitzfteuersraae lötzt sich jedrch nur reecln durch die Eib!chostsfteurr oder bu ch die L-timögcnszllwechssts>.'er, Da die Eibschastssterer, di« die Re. eierung gern gehabt hätte, abgelehnt wurde, blieb nur noch dir Ämmö" nsznwachsileuer, für die wir trotz ichwerer Bedenlen schließlich stimmten. Für eine Arbeitsloicnversichrrung sind wir nicht zu babeu. werden aber tür den Ausbau der Arbeitsnachweis« und Schaltung von Ardcilsmögiichlciten «intlcten. Eine bessere Verteilung der VolksschuUasten aus dem slochz'N Land« und eine Fürsorge sür die Volloschullchrer ist in der Tat notwendig, In der Frage des Aibeitswilligenschntzes bin ich Ichließlich auch der Meinung, daß di« bestehenden Vorichristen ansreichen, nur muß di« Staats,egierung der Polizei genügende Anweisung geben, daß unter ollen Umständet, die Siraße» und östentlichett Plätze sür den wirtscholtlichen Verkehr sieiblelbcn, iSehr richtig! bei den Freikons.) An der Acnderung des bc stehenden 4 Wahlrechts hat trotz seiner Mängel der überwiegende Teil des Voltes kein Interest«. (Lachen b, d. Soz., Bestall rechtsj. Daß «in paar bürgerliche Mandate an die Soziolde tnokrali« gefallen sind, wird weitaus ausgewogen durch d>c Stärkung der wahrhaft nationalen Richtung der RatiouaUide, ralen, (Allgem, Heiterkeit). Die Aibetteillast« hat in dem Reichstagswahlrecht schon mehr Recht, als ihr gebührt, sLärm b d, Soz , Beifall recht»). Zur Erhaltung Preußens in seiner Eigenart als monarchischer Staat gehört auch die Erhaltung seines Wahlrechts, (Bravo! rechtsj. Die Sozialdemekiari« hat die Macht des Reichstages mißbraucht und di« dürgerUchen Parteien verleitet, an dem Mißtrauensvotum sich zu beteiligen, (Lebh, Zustimmung recht, — Unruhe links, — Mbesterntst Di« Sozialdemotrati« will di« fetz'ge Unruh« benütz n, um an der Struktur der Verlastung und de« Heeres zu rütteln, Wi, können in dieser Hinsicht vom Reichstag noch mehr erwarteti Im Falle Zabern stand di« elsaß lothringische Zivstverwaltung nicht aus der Höhe, lBeisall rechtsj. Die dortige Beamten sck-aft muß an Kopf und Gliedern resormiert weiden, < Lebst, Bstsallj, Wenn die dcmokratisck»« Richeung im Reichstage sich der Hojfnung hingibt, mst Mißtrauensvoten di« Stellung bei Regierung zu erschüttern und die Pailamentsherrichast durch zusetzen, so beruht diese Hostnnng aus der Schwatze der Regierung. sCehr richtig! b. d Freitons.j Der Einiluß Pvuß ns das ist im Bvndcrrat zu fordern, muß auch im Interest« de: Reiches »oll ausrecht erhalten bleiben. lBeisall r chtsj, Finonzminister Dr, Lentz« erklärte die Bereiiwilligkeit de, Ctaatsregicrung, den Termin zur Abgabe der Bcrmögens- steuererklärung zum Wehrbeilrag di» zum 31, Januar zu ver. langer». Handelsmlnistrr Dr o Sydow erwtdeit» dem Ab geordneten Winckler, daß die Verhandlungen Mil dem Kohlcn- syndikat bislang noch zu keinem Ergebnis gcsührt hätten, !i« würden oder wieder ausgenommen werden »nd da» Inter«»' dcr siskalischen UN» privaten Unternebmunac» w'i'tz" i" behalten. Abg. Dr, Wiemer (Fortschr.) wandte sich grg.» d« Aeußerungen de» Abg, v. Zedlitz, Er lollt« doch oorsichtip« sein mlt seinen herabsetzenden Aenderungcn gegen da» Reichs- tagswahlrecht Die Passtoität des Mintst- rptäsidenien in der Wahlrechtsfrage >e, stark pi tadeln. Der Poliz-tpiäkiden, von Iagow Hab« in ein schwebende, Bersahren eing grisien Wo- bat der Herr Minister getan, um solche Fälle zu verhindern ' Notwendig sei «in« Reform der Militärgericht« Einseitig und ungerecht sei es, der Zivilverwaiiung von Zabern alle Schuld cujzubürden. Der Kreisdirrttor fei «>n durchaus nationaler Mann Minister d:s Innern v Dallwitz: Alsbod nach Eingang der ersten telegraphischen Belicht« über die ich.veicn Sturmstzäden an der Ostseelüste hol die Regierung de, ich-w c- rigen Lage der Bevölkerung, die durch das Raturereiguis her, vorg iujen war, lhr« voll« Aulmeilsamkeit geichcnll, lliiMit. telbar nach Eingehen der Depeitzen habe ich mi, Zustimmung de» ginanzministers 20 000 Mark für Linderung der eilten Ra! zur Berrügiing stellen können Am Tage daraus ist noch ein m leicgraphilchen Bericht an den Kalsir der Austrag get"mm«i> tür den Regierungsbezirk Köslin «tuen weiteren Benag zu' Verfllgiing zu stellen, Di« Behörden sind ong w.eien worden ihre Berichte noch Möglichkeit zu delchleunigen. Rach (Sin. gang der Berichte wird die Regierung gern bereit sein Ihne" über ihr Ergebnis und die oui Grund besten von der Reo:-' rnng gesagten Entschließungen Auskunft zu eilest n Der Ab georbneie Herold hat gestern über die gering« Zahl der katsto liichcn höheren Verwalkungsbeamten Beschwerde getübn, dik in keinem Berhöltni» zur Zahl der kaiholilchen Bevöllrrung stehe. Er ist dabei von der Ansicht ausgegongen, es crloige eine Zurückictzung dcr katholischen Reterendar« bei ihrer lieber, nähme in die «erwaltung Dies« Annahm« ist unzutrriiend Di« Konsesstan b:r zur Regierung berusenen Reseiendaie Ipieit Nicht di« mindeste Roll« An den Vorgang,n in Eilaß-Loth- ringen ist heute scharfe Kritik geübt worden, und zwar mehr an der Militär, als an der Zivilbehörd« Der Re'chslanzl.t hat gestern auf di« Angrist«, welche gegen die Ziv'ibehördeo gerichtet waren, mit Tntschiedenh ir geantwortet und betoni. daß dieses Haus Nicht zuständig ist. Ich muß dos gleich-' auch hinsichtlich der Anzriss, gegen di« Mililöruciwaltunz «rflörcn und die Kritik rcruileilen (Bravol rech's, Unruh« linksj Zu dr m Wunsche des Herrn von Zedlitz, daß dt« Polizeibei'ördea mlt Wellungen versehen werden möchten, daß ste de, Streil viiruhen nicht nur sür den Schutz des öffentlichen Derk hrs ar° der Straße, sondern auch sür den Schutz der Ordnung im allgemeinen sorgen müßten, kann ich milteilen, daß derart!"« W-isungen bereits ergangen lind, (Lebhaftes Hört! HL-1'' Ich glaube, daß es talfächich möglich sein wird, in dieser Weil Ausschteitungen bester zu verhindern als bisher, (Benal! r.chts, Unruh« linksj. Zu den «eschwertxn über d'e zu träte Einb.rulnna de» Landtags bemerke ich, daß vn vielen lebr bc. s ®tHc r Rr. la^_ achtenswerten Setten bet Wunsch an mich strichlet wurde. die Giitberufimfl des Landtags bemerke ich. daß von viele» seht de. sich dabei von sachlichen Gründen letten. Denn der Eüu hätte vor Weihnachten nicht »orgelegt werden können. Die Bor- würse d-s Ab». Wiemer siber die Wahlreform sind an sich durch die Erklärung des Reichskanzlei» erledigt. (Oho! links). Der «bg Wiemer behauptet, daß viele Wählet von der Wahl sich haben zuriickhalien lassen, weil sie da, Systenc. nicht billigen. Ich meine, wenn jemand das Mittel einer Aend-rnng Hai, dann kann er wohl von seinem Wahlrecht Gebrauch machen. Gerade die Partei des Abg. Wlemer hat durch ihre Forderung muf Einführung des Reichstazswahlrechts die Wahlreform ver. hindert. Wenn die W-hlreform den Beifall dieses Hauses nicht gehabt hat, so ist da: nicht die Schuld der Staatsregierung. Sie ist jedenfalls in vollkommen loyaler W.ise der Ankündig- ung der Thronrede gerecht geworden. Auf den Borwurf des Abg. Wiem-or hinsichtlich der Bildung der Benifsveveinigung von Schutzleuten näher einzugehen, wird bei der zweiten Le- sung Gelegenheit sein. Ich hatte es nicht für möglich, eine be- sondere Bereinigung von Schutzlerrlen in einer militärisch organisierten Gruppe zu duldcir. Zu den Zeitungsartikeln des Polizeipräsidertten von Iagow ttn Falle Forfiner wurde be. hauplei, daß damit ein Eingriff in »in schwebend-s Verfahren vorgenominen und eine unzulässige Beeinflussung stattgefunden habe. Eine solche Boeinslusiung könnte doch nur von einer übergeordneirn Behörde ausgehen (Lachen links), nicht aber von einem an der Cache unbeteiligten Beamten. (Lachen links und Zurufe der Soz.) Der aller Anerkennung des Rechte» auf freie Rteinungsäuherung lann ich es aber nicht guih itzen, wenn Beamte ohne zwingenden Grund i» ein noch nicht abge. schlossen«» gerichtliches B.rfahren in der Tagespreise eingrei. en. Es entspricht das nicht der «ffordc-rlichen Zurückhaltung per ichteclichen Behörde gegenüber. Wenn aber der Abg. Wie ner von mir eine x-naue Auskunft verlangt über etwaige Vor. Haltungen, welche aus Anlaß diefe» Falle» dem Polizeipräsi. denten gemacht seien, so mutz ich dos mit aller Bestimmtheit ablehne». (Bravo! rechts). Es ist lediglich Sache des Ressort- chffs, darüber zu befinden, ob und in welrher Weise er unter, stellten Beamten seine Zustimmung in einem Einzelfalle zuteil werden lassen will oder nicht, (Beifall rechts). Nachdem der Präsident Graf Schwerin dem Minister den Dank des Haufe, für die Midterlungrm über die Ostsee. Sähiden ausgesprochen hatte, tadelte sehr heftig der Abg Äot> f a it 1 1 ? die Ansirdinngspoittik Preußen»; sie sei unmoralisch. Abg Hirsch (Eoz) verlangte die organische Reuregelung tas Stewersystem», besonder» d« Hermufsetzun, der Steuer, grenze. Dauernd könne die Regierung ihre» ablehnende» Standpunkt zur Arbiirlosenveisicherung nicht aufrecht erhalten. Eine Verschärfung des Ardeitswilligvngesetze» sei unnötig Redreer forderte dann erneut die Einführung de» geheimen und diretten Wahlrechts. Was wäre dem Herrn von Iagow pas- sieri. fragt der Redner, wenn er für da» Recht der freie« Met- nungsäutzerung bei den Wahlen fetten» der Beamte» eingetre. len wäre, Iaftizminifier Befeler nahm ebenso wie der Minister de» Innern noch kurz die vom Abg. Hirsch anggrifsonen Streik, urteile und die Berliner Polizei in Schutz. — Donnerstag 10 Uhr Fortsetzung — Schluß 6 Uhr. Aus dem liefl. Landtag. Zweite Kammer. Darmstadt, 14. Jan. Die II. Kammer fetzte heute vormittag 9,20 Uhr ihre Beratungen unter dcnr Vorsitz de» Präsidenten Köhler fort und nach der vorläufigen Zurückstellung der dringlichen Anfrage Ile. Schmidt, betr. den Müllabladeplatz für die Stadt Wiesbaden in der Nähe von Heideshcim, wurde durch den Minister von Honrbergk die Anfrage des Abg. Adelung betr. die Waldankäusc des Herrn von Walthauscn in Mainz beraten. Der Minister geht aus die einzelnen, in der Presse ausführlich erörterten Derhälinisse und die durch die Verhandlungen jetzt gebesserten Zustände ein und erklärt, daß inan durch den zwischen dem Herrn von Waldhaufen und der Kreisbehörde abgeschlossenen Vertrag jetzt daS Mögliche er- reicht babe. Abg, Adelung (Soz.) hat kerne Hoffnung, daß das eigen- tümliche Verhalten de4 Herrn v, W. zu dauerndem Frieden führe. Er habe nahezu ein Drittel de? ganze», bei Mainz gelegenen, für die Bevölkerung sehr wichtigen und gefund- bcitssördernden WaldbestandeS ausgekaust und durch die Drahtumzäunung und Vernagelung nahezu unhaltbare Zu- stände geschassen. Die Regierung treffe der erste Vorwurf, da sie den Verkauf dieser großen Waldgebiete zugslassen hat. Derartige Ankäufe von Seiten Privater müssen in Zukunft verhindert werden, wen» man keine gesetzliche Macht dazu habe, solle man eine solche schaffen. Abg. Molthnn (Zcntr.) ist der Ansicht, daß nran keine Veranlassung habe, an der Loyalität des Herrn v, W. z» zweifeln, die Wege feien meist wieder geöffnet und weitere Waldankänse nicht mehr möglich. Abg, Or. Wolss-Gonsenheim (Freif.) glaubt, daß man sich einer Selbsttäuschung hingebe, wenn man mit der Loyalität des Herrn v. W. rechne. Die Regierung habe fast allen Wünschen de? Herrn nachgegcben. Die Waldankäufe werden im Stillen jetzt noch fortgesetzt. Nach weiteren Ausführungen der Abgeordneten Mol. ihvn, 1>r. Bach, Adelung und des Ministers des Innern ». Hombergk, der ansführt, daß man wohl gesetzlich gegen di« Ausstellung der Bretterwände Vorgehen konnte, wenn die Bei handlangen nicht zu einem Resultat geführt hätten, wird die Aussprack^ geschloffen. ES folgt dann durch den Finanzminister Dr. Braun die Beantwortung der Anfrage des Abg. Dr. Auler. betr, den Bnl'nba« Lindcnfels, Der Minister bezieht sich zunächst auf die Veröffentlichungen mit der Darmstädter Zeitung vom Rpreniber »nb Deunuber.o.Dü-und.crörücrt dahei diL.von -,«»« »agesjetritiig. D»nn«e«t»g- den 15.' 3«u«at 1914. der Regierung gepflogenen langen Verhandlungen. Al» Gründe der Verzögerung wird angeführt, daß die Pläne durch die Eisenbahn-Gemeinschaft nicht angenoinmen würden daß die Firma Lenz & Eo. Berlin Pläne eingereicht hätte, welche der'Kreis Bensheim ablehuet, der Streit zwischen den beiden Linien: Lauter- oder Zellerthal und endlich, daß die Fienia „Continental" in Berlin, welche die Vorarbeiten machte, bis jetzt noch nicht an die eigentliche Konzession z»m Bahnbau nachgesucht hat. Inzwischen babe eine Verschmelzung der „Continental" mit der „Frankfurter Ak- tiengesellschast stattgefunden, auch diese sei zur Einreichung des Konzessionsgesuches bisher ohne Erfolg aufgefordert worden. Auch der Kreis Bensheim habe sich noch zu äußern, ob er mit den, ReichtSnachfolger der „Continental" einverstanden fei. ^ , , ’ , . Abg. Auler (uatl.) führt aus, daß der Grund der Anfrage in den vielen Klagen liege, welche von der gewerblichen Bevölkerung des Lautertbales koimnen und daß deren Geduld nuuuiehr zu Ende sei. Redner bespricht dann die in der eingehenden Denkschrift des BahnbaukoiniteeS enthaltene Leidensgeschichte der Bahn und gibt der Hoffnung Ausdruck, doß in dem am 21, ds. Mts. mit den Interessenten und dein Rcigerungsvertreter Kilian (Obeebanrat) stattfindenden Termin endlich ein Resultat erzielt werde. Er widerspricht dann den einzelnen Ausführungen der Regierung und weist darauffiin, daß der frühere Finanzminister den Kreis Bonsheim und die Gemeinde gewarnt habe, die Bahn auf eigenes Risiko zu bauen. Der Kreis und alle Gemeinden haben in vollem Maße ihre Schuldigkeit getan und liege es heute nur an der Regierung, wenn die Sache nicht lveitcrschreite. Wenn aber nicht bald etwa? geschehe, werden weitere, große Nachteile, insbesondere die Verlegung des Ultramarinwerkes Marlenberg nicht zu vermeiden sein. Die Lage spitze sich immer mehr zu und sei eS nötig, daß die Regierung endlich energisch eingreife. Abg. Köhler sNatl.) hat ebenfalls den Eindruck, daß diese Leidensgeschichte der Bahn noch kein Endo nehme, da nicht zu ersehen sei, wie die Schwierigkeiten behoben werden sollen, eS sei aber endlich an der Zeit, daß die Regierung, der Kreis, die Gemeinden, wie auch die Bahnbaugesellschaft Schluß inache. Nach Erledigung verschiedener Anfragen vertagt sich der Landtag bis Februar. Parlamentarischer Abend. Der Großherzog nahm an dem gestern Abend an dem in den Rännien der Standes- bauscs resp. der IT Kammer stattgcbabten „Parlamentarischen Abend" mit Gefolge Teil, Erschienen tvaren Abgeordnete der Ersten und Zweiten Kammer, Regierungsver- trcter aller Abteilungen, sowie die Parlamentsberichterstatter, zusammen etwa 140 Personen, E'nleitend hielt der Abaeordnete Geh. Oberschnft'at Dr. M ii n ch einen sehr interessanten Vortrag über die Verwendung der Glühlampe zum Telefonverkehr ans große Entfernungen und führte dabei einige wissenschaftliche Filnis vor. Daran schloß sich ein Abendeffen in den verschiedene» Räumen. Der Verlauf war ein sehr animierter. Aayesübersrcht. Deui'ches 3leidr- :: Entschließung de» elsoh lthringischen Landleo, übe« die Zaberne, B-rsälle. In der Entschließung, die am Schlüsse b:i gestrigen Sitzung der Zweiten Kammer de» elfaß.lothringischen Landtags gefaßt wurde, kam zum Ansdruck, daß die Kammer mit der Regierung der Ansicht ist, daß die Zivilverwal- tung in Zab rn ihr« volle Pflicht getan hat und daß es keiner Einmischung des Militärs bedurfte. Ieoech bedauert die Kam. mer, daß die Regierung es an der nötigen Energie hat fehlen lassen, um die der elsaß-lothringischen Bevölkerung zugefügte B leidigng zurückzuweisen. um den Schutz der Bürgerschaft zu sichern. Die. Kammer sieht in der Erklärung der Regierung keine Gewähr gegen wettere Gefetzesv'rletzungen durch das Militär. In dr Entfchlichung wird weiter der Ausbau der el. faß.-lothrir.aifchen Verfassung, die Regelung der zwei Gewolien und eine Reform der.Militärgerichtsbarkeit verlangt werden. :: Beratung des Etats für 1014 in ®st Bndgriismmission. Die Budgetkemmisston d o Reichstages nahin gestern den Etat für 1914 i» Beratung. Der Vorsitzende Dr. Spahn gab zunächst die Referenden für bie einzelnen Etats bckannt, dann begann man mit der Beratung des Etats des Reichsaini; des Inner». Hier sind in Tit. 1 a für Aufwandenifchädigung n an solche Familien, von denen drei Söhne ihrer gesetzlichen zwei- oder dreijährigen Dienftpslicht genügt haben oder noch genügen, 480 000 Mark vorgesehen. Die Bemängelung, doß der Etat», ansatz viel zu niedrig fei. erkannte der Reichsschabfekretär an. Rach den bisherigen Erhebungen find eiwa VA Millinen Mark nötig. Ungarn. :: Reue Stürme im Abgerdnetenhanse. Dir gestrig« Sitzung de» ungarischen Abgeordn etenhauses gestalte!« sich noch stürmischer als die vovgesttige. Die Opposition — empört darüber, doß der Imimmitätsausfchuß den Antrag stellen wird, den opposittonellen Abgeordneten Ziinsky für 45 Tage und 5 andere Abgeordnete, darunter den Grafen Michael Karolyi und Iobtus », Iufth, für je 15 Tage auszuschliehen — ries derartig wüste Lärmszenen hervor, daß der Präsident zahlreiche Abge. ordnete jut Ordnung rufen mußte Da die von den Sitzungen ausgeschlossenen Abgeordneten die Aufforderung, den Saal zu verlassen, unbeachtet liehen, unterbrach der Präsident die Sitzung und gab der Parlamentrwache den Befehl, diese Abg-ard- neten eventuell mit Gewalt hinausWführen Al, die Wach« diesem Befehl nachkommn wollt«. verli«h«n di« ausgeschloss«. n«n Abg«ordnrt«» unter stürmisch«» .«ljen".Ruf«n der op,». vom Vulkan. :: Di« Antwort aus de» englifchtn Inselvorschlag. Dü Antwort der Dreibundmächte auf den englifchen Inftlvoffchlaz ist gestern abend dem aurwärttgen Amte zugegangen. Das auswärtige Amt erhielt von der deutschen, der italienischen und österreichischen Botschaft getrennt drei Roten, die jedoch im Wortlaut genau Lbereinsiimmen. Wie zu erwarten war, nimmt der Dreibund den Vorschlag Englands an, Griechenland alle Inseln zu lassen, die es zu besetzen wünscht. Die Frage der von Italien besetzten türkische,i Inseln wir» vollständig getrennt behandelt. Italien erklärt nochmals, daß cs die Insel» ers dann zuriickgeben wird, wenn die Türket dt« Bedingungen de- Lausaimer Friedensvertrages erfüllt hat. :: Mordanfchieg aus einen Alttiieke» General Eberif. zurzeit Eheftedakteur einer dar gegenwärttge türkische Regime bekämpfenden Monatsschrift, wurde beim Verlassen seiner Woh irung von einem Unbekannte» angeichosseu und schwer verletzt. Zwei Personen, die Eherif beistonden, trugen gleichfalls schwere Schutzwuirden davon. Salih, ein Schwager d:s Generals, verfolgte den Attentäter und es gelang ihm auch, den Verbrecher fcstzunehmen. Dieser gab noch einen Schutz ab, der einen Die. ner traf. Dann schoß Salih und tötete den Attentäter Ismael Hakki, einen 37jährigen Iungtürken. :: Essad Paschas Stellung zum Pelnzea zu Wied. Die Albanische Krrresxondenz meldet aus Durazzo: Essad Pascha er< Ilärt, daß Hassan Bei Pristtno, d:r ehemalige Handelsministei der provisorischen Regierung nicht, wie italienische Blätter ge meldet hatten, nicht als fein Delegierter nach Europa gesandt worden sei. Essad Pascha stellt vielmehr fest, daß er mit der Erklärung Hassan Bei» inbezug auf den Prinzm zu Wied ein. verstanden fei, daß er für die Thronbesteigung des Prinzen zu Wied eintrelen und dessen eheste Ankunft in Albanien befürworten werde. Südafrika. :: Die Lage im sudamerikanischen Etreikgeblet. Die Lage nimmt in Johannesburg von Stunde zu Stunde an Schaff« zu. Vorgestern ist es bereit» zu blutigen Zufanrmenflötzen zwischen Polizei und Streikende» gekommen. Da« Hauptquartier der Arbettefförderatton, in dem sich die Führer der Streikbewegung wohlbewaffnet verbarrikadiert halten, ist von der Polizei um. ztngelt worden, die bereit, einmal einen allerdings fehlge- schlagenen Sturmangriff auf da» Gebäude unternommen hat. Ein zwetter Angriff ist stündlich zu erwarten. Alle anliegen. den Straßen sind abgefperrt worden Die Büro» der Zeitung „Star", die nicht der Föderation angehört, wird von Hmidcr. ten von Bewaffneten geschützt. Japan. :: 100 000 Opfer *e» Vulkanausbruch». Die „Sun“ v:rosse »Nicht ein Telegramm aus Tokio, daß nach den letzten Rach- tichten, die au» dem Unglücksbezlrk von Kagofchima «ingrtrof. fen find, die Zahl der durch den Vulkanausbruch um» Leben gekommenen Bewohner beinahe 100 000 erreicht. Der Sakura- vulkan ist noch immer in voller Tätigkett. Die Stadt Kagofchima ist fast gänzlich durch die Lava, sowie durch eine nach, folgende Flutwelle zerstört. Au, den japanischen Hasenstädten sind Dampfer mit Lebensmitteln und Zelt-.m sowie Decken für die überlebende Bevölkerung nach dem Schauplatz der Katastrophe abgegangen. Aerzte und Krankenpfleger find aus von nächstgelegenen Militärhospitälern gleichsall» m de» Schauplatz de, Unglück» entsandt worden. Hops vor dem Hchwnrgericht. S. & H. Frankfurt o. 14. Jan. (3. Verhandlungstag.) In der gestern nachmittags teilweise unter Ausschluß der Oeffonllichkeit stattgefundenen. Verhandlung gegen de» Gni- niörder H o p f wurden Zeuginnen vernommen, welche über die sadistischen und masochistischen Neigungen Hapss Ani- schluß gaben und ferner die Vermutung geäußert, daß das Kind Karl Richter, das er ebenfalls getötet haben soll, sein außereheliches Kind war. Die nochmals als Zeugin vernommene Mutter der Frau Hopf, Frau Schneider, gab Auffchluß über die Krankheit ihrer Tochter. Hopf hatte der Frau gegenüber behauptet. die Krankheit rühre von einem verdorbenen Hirn her, das die Frau in einem Restaurant gegessen habe: die Iran Hops bat denigegenüber eidlich ansgesagt, daß sie überhaupt kein Hirn gegessen habe. Kurz vor dem Tode der Frau Hopf trat bei ihr Tuberkulose auf und die Zeugin erklärte heute noch der Ueberzeugung zu sein, daß Hopf ihr Tuberkelbazillen bcigebracht habe, war er aber enffchieden bcstieitet Dein anscheinend an Arsenikvergiftung gestorbenen Kind will er Sperolin, ein russisches Mittel, gegeben haben, das er seil dem Tode seines Vaters im Jahre 1895 in Besitz gehabt haben will. Die Zeugin Frau Wülz war früher Aufwarteftau bei Hopf. Sie hat ihn mehrfach beobachtet, wie er seiner Frau in seinem Zimmer etwas in den Tee schüttete, was eS aber war, vermag sie nicht zu sagen: Hopf selbst behauptet, dai sei Zucker oder ein hoinöopathisches Mittel gewesen. Hopi habe ihr gegenüber bestritten, daß seine Frau, seit sie bei ihm sei, schlechter aussehe, als früher oder daß sie krank sei Die Zeugin, die früher wegen Beleidigung Hopfs (sie hatte ihn der Vergiftung seiner Frau beschuldigt) bestraft worden ist, hat die Zeugin Schneider in einem Briefe gewarnt, ihr« Tochter länger bei Hopf zu lassen, da dieser nichts gutes im Schilde führe. Zeuge Kaufmann S e e g e r, der zweite Mann der zweiten Frau des Hops, bekundet, seine Fra» habe früher blühen-: ausgesehen, sei dann aber rapid verfallen. Die Obduktion habe solche Mengen von Tuberkeibaz-llen ergeben, daß L-e Krankenhausärzte erklärt hätten, ein solcher Fall sei ihnc.i noch niemals vorgekommen. Auch int Gehirn des Kind, seien solche Bazillen massenhaft gefunden worden. Der Zeuge VersicherungSaoent Hacke hat die Berück»- Kr. 12 Müt ~»*l fetile 3 rung für verbundenes Leben für Hopf abgeschlossen, trotzdem Hops auf die hoben Kosten aufmerksam gemacht worben war. Eisenbahnsckretär Hajunk , ein früherer Nachbar Hopfs aus Niederhöchstadt, bat früher Hopf für einen anze- n'ljmen Menschen gehalten, seine Meinung aber inzwischen leänd.'rt und hält ibn heute für einen gefährlichen Mann, dessen Frauen stets unter verdächtigen Erscheinungen er- kiankt seien. Hopf habe zu ihm einmal geäuß-rt: „Wenn Sie wüßten, was ich für einer bin, würden Sie vor mir nusspucken." Die Zengin Hcbaurmc Brumm habe Hopfs Kind eines Tages tot gesunden, obwohl das Kind vorher gesund, wenn auch etwas schwächlich gewesen war. Hopf hat ihr den Dor- iourf gemacht, sie habe ihr« Maidelcntzünduug auf dal Kind übertragen. Für ihre Bemühungen habe sie 50 o ist von ihm wohl zu erwarten, daß er an» sein Mandat feinen Wählern zur Verfügung stellt Er würde ein bedenkliche, Zeichen für die plitische Titte fein, wen» er an einem Sitz klebt, den ihm sein« Wähler »nier «„deren Voraussetzungen Lbrrtrugcn, Di« Liberal« Korrespondenz hat seinerzeit, als der Abg. kr Pöhm« aus dem Dund de, Landwirt« ausirat. und sich dem L'beraltrmus zuwandte. es für ganz richtig erklärt, daß er sein Mandat nicht niederlegt«, trotzdem ihn sein« Wähler da. z>> aussordrrten. Und vom Abg. Hestermonn verlangt sie da» Gegenteil? Auch hier offenbart pch wieder die liberal« doppelt« Moral: Wer von rechts nach link» hinüberroechselt. b«. sält da» Vertrauen seiner Wähler und darf sein Mandat beialten. wer von links nach recht, wechselt, muß jH.euntgst fein Mandat niederlegen, so verlangt «» dt« Liberal« Korr spon. venz. Sl>a» den Austritt de, Abg. Hefter mann au, dem liberale» Bauernbund anbelangt, so war dieser Schritt »oraurzu- seheu. Wer ein wirklicher Vertreter der Interessen der Dauer«, seiner Wähler, sei, will, der darf diesem sogenannten Bauernbunid nicht angehören. Aus unlerer ^emeqnug. Aus dem Kreist Gießen. Einen sehr schönen Erfolg hat her Bund der Landwirte im Kreise Gießen zu verzeichnen. Herr Landwirt Gußmann -Ebcrstadt sprach in mehreren Versammlungen über die politische Lage, »nd sind innerhalb Ivenige, Tage dem Bund der Landwirte 35 neue Mitglieder beigetreten. Vereinigte Landwirte. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß sich unsere Vereinigung am Montag mit dem Verband der Brauereien zu Frankfurt a. M. dahin geeinigt hat, daß der Preis der Treber oiif Mb. 1.00 per Zentner «st Brauerei ermäßigt wird. Diele Preisermäßigung kommt »ur den Mitgliedern zugute. Der Vertrag ist aus drei Jahre abgeschlossen Der Vorstand. • • Nachdem die Brauereien in Frankfurt a. M. den Forderungen der Laudwirte nachgckoinmcn sind und die Treber- preise ermäßigt haben, laden wir die arrrbfr*3ntfrf{frntfn von Kombiry i. Aniy. zu einer Besprechung auf «amstag den 17 . Jan., Rachin. 4 Uhr nach Kad Homburg n'S Brauftübl (Ecke der Elisabethenstraße) ein. Nnmenlüch die Ortsgruppen Seulberg. Bommershkim, Oberurfel. Gagienbeim und Obereschharb werden ersticht, Vertreter zu entsenden. Ans der Heimat * Friedberg, 18. Jan. Heut« Nacht wurde in der hiesigen Wirtlchaft „Zum Brauftübl", Besitzer Richard Rupp, cingebrochen. Gestohlen wurden mehrere Uhren, 2 Revolver und an barem Geld ettva» über 300 <*■ Don dem Täter fehlt noch jede Spur. * Frirdbcrg, 18. Jan. Die Liliputaner, welche uns am Dienstag mit der tadellosen Aufführung von „Studenten- liebchen" so genußreiche Stunden bereitet haben, gastieren morgen Freitag, nochmals im Saakba». Nachniittags um 8 Uhr mit glänz"nder Ausstattung „Sneewittchen und die Zwerg ", abends 8*4 Uhr m-^ingt die neu AuSstattungSposse „Eine Million" zur Darstellung, lieber dieses Stück schreibt eine Kasteler Taaeszeitung: , Die Liliputaner erzielten auch gesteni abend wieder mit der Aufführung der AusstattmigS- posse „Eine Million" einen vollen Erfolg. Ein Sonderling hatte in seinem Testament die Bestimmung getroffen, daß demjenigen Zwerge, der am Tage der Testainentserössnnng erscheint. 20 Jahre alt, und am kleinsten ist, die Erbschaft von einer Million Mark zufällt. Im Bureau des Fräulein Rechtsantvaltz fanden sich die Restektanteu ein und als es zur TestamentSeröffniing kommen sollte, hatte der ver- schlagene Diener LadislanS die Million gestohlen. Darob große Empörung »nd Beschluß, dem Dieb nach Amerika zu folgen. In Amerika erfährt Miß Vandergold von den kleine» Zwergen und läd sie zu sich ein. Wegen Ungebühr Iverden sie auf die Straße gesetzt und von Strolchen ihrer ganzen Barschaft beraubt. Als Bänkelsänger ziehen sie durch die Straßen, wobei ihnen der als Neger verkleidete Millio- »endieb in die Hände fällt, dem sie dann das geraubte Geld wieder abnebmen. Die unbegreifliche Komik zieht sich durch das ganze Stück und war eS wunderbar, wie die Kleinen sich so fest in ihrem Spiel zeigten. Lob verdient Fräulein Morena als Eva Hübsche und ihre Partnerin Fräulein Marian als Fritz Vogel, die als vollendeter Kavalier der schönen Künstlerin der Hof machte. Die Krone des Abends gehört aber Herrn Ursnl, als alter, echter Bayer. Seine Mimik ist unvergleichlich drollig und verstand er es, das zahlreiche Publikum immer uud immer wieder zu wahren Lachsalven hinzurerßcn. Volle Anerkennung verdienen aber auch alle anderen Mitwirkenden. Die vorgetragenen (besänge erfreuten und fanden Beifall. Angenehni berührte die elegante Ausstattung der Bühne. * Hansen (bei Butzbach) 15. Jan. Gestern wurde in Frankfurt der Monteur Wilhelm Klein von hier verhaftet. Er hat in Gemeinschaf! mit dein Spenglermeister Peter Thoma aus Alzenai-, einer Sängerin einen Brillantschninck im Werte von -4000 M gestohlen. Bei den Dieben wurde der Schmuck iioch vorgefunden. * Gießen, 15. Jan. An Stelle des am 1. April au? dem Amte scheidenden Oberbürgermeisters Mecum wurde gesteia in geheimer Dtadtvcrorduetensitzung Bürgermeister Keller einstimmig gewählt. Herr Keller ist in Mainz geboren, hat Jurisprudenz studiert und 13 Jahre die Stelle des ersten Beigeordneten unserer Stadt begleitet. Sein Gehalt wurde aus 10 00V -E, steigend bis zu 13 000 im 5. Dienstjahre festgesetzt. * Lhrixgshausen, 15. Jan. lieber das Vermöge» der Auto- moblkpost Ehrlngshanfen—Kirtorf—Kirchhain e. ö>. m. b H ist am 12. d. M bas Konkursverfahren erösinet worden, da ein« UeberschuUnrug vorhanden ist und di« Linie schlecht re»- tiert«. " Vom obere« Vogeloberg«, 15. Jan. Die starken Schnee, fälle, verbunden mit heftigen Stürmen, haben in den jungen Nadelwalbuugen «normen Schaden angerichtet. Viel«, schon starke Fichten stad durch die Schneelast geknickt, umgebrochen edrr entwurzelt. An der Straße s.«Heuhaufen Breunreshain mußten Arbeiter die von Fichten übersäte Straße ausräumen. Be! Herchenhain ist der Schnee an der Straße stockrverkhech ausgeßheustt Seit einer Reih« von Jahren ist kein so hoher Schnee gefallen alr um bi« Jahreswende. * Schotten, 15. Jan. In der Nacht zum 11. Januar brannte da» „Rheinische Kaufhaus" von Reißeaweber infolge eines Ofendefekts bi, af die Grundmauern nieder. Der Feu«iw-:!>r gelang er. das schwer bedrohte Heuserviertel zwischen der Al- tenlurg und bei Reugass« vor bei Einäscherung zu bewahren. Eine» kleinen Brandschaden erlitt mir da, Stallgebäub« der „Traube". D.r Schaden ist ganz bedeutend. " Bergen, 15. Jan. Trotzdem ganze Arbciterkolounen täglich mit den Befestigungsarbeiten bei dem Dammrutsch der Stroßenbahnstrecke beschäftigt waren, sind deren Arbeiten vergeblich gewesen. Der äußerste südliche Geleisstrang bat sich derart nach Außen gesenkt, daß Absturzgefahr der Züge vorhanden ist. Der Verkehr wurde auf diesem Gleise für 2 Monate gesperrt. Die Bahn wird daher von der Leon- hardSgaste ab bis Endstation Bergen eingleisig betrieben, indem hier die Züge durch eine Verbind»»gsn»:iche auf das nördliche Gleise übersetzen. Daß dieser Betrieb recht unangenehm ist. ist erklärlich. Hrlsrn Rasta» * Hüttexgesäß, 15. Ja» Psarrer Heck vn hier wurde zum vierten Geistlichen der evangelischen Kirchengemeinde Franl. suri West ernannt. Er tritt sein Amt Ansang Februar an. * Vom Feldberg. 15. Jan. Um da» Interesse am Winter, spart »nter der Taunusjugud zu belebe«, wtamtalt«» »er „Schneeschuhklnb Tamms" Ende de; Monat, am Feldber, «in Wettlaus « lediglich für die Jugend. » Ba» Homburg. 15. Jan. Im Besitze der Geschwister Bat mer befindet sich ein« bbera» wertvoll« und reichhalftg« Samm. lung von Erinnerungen «ur »er Geschichte Hessen-Homburgs, di« von den hriden Damen in tangen Jahren zufammeng«- betmst wurde. Die Stadt hat jetzt Unterhandlungen mit den Damen zwecks Lrwerbung der Samnrlnng angeknüpst, damit dies« nicht noch an»roLit« — di« Gefahr liegt vor verkauft wir». An« Stnrkenbnrg. • Kelsterbach, 15. Jan. Eine unbekannte weibliche Leiche, die unbekleidet )vor, wurde gestern bei Kelsterbach iir Main anfgefunden. Sie war sonderbarer Weise nur bekle» det mit einer weißen Bluse, mit blauem Schlips, einem schwarzen Strunrpf, einem Schnürschuh, der auch nur vier Knöpfe hatte, und Ohrringen, An der einen Kopfseite hatlr die Leiche niedrer blaue Flecke» uud wird vermutet, daß si, mit Gewalt den Tod gesuvden bat. sodaß wahrscheinlich eit. Verbrechen vorliegt. Die Staatsannurllsckust stellt die wei teren ErniIttelimgen an. Gerichtlich,' Leichenschau fand am Mittag mit Sektion statt. " Mörsclden, 15. Ja», hie- stülzi« das dreijährige Töch terchen d:» Bahabeamten Rcmschitd in der Küche durch Unoor sichlixkett in «ine» Kessel mit kochender Seifenlauge und »er. hranni« sich derart, daß e, bald daraus starb. " Darmstadt, 15. Jan. Der aus Wintekwil i» de, Schweiz stoniemnde Student Ing. an der Technischen Hoch schule dahier wurde gestern früh durch die Polizei »nter der Beschuldigung festgenoiinncn, aus den Hörsälen uud der Garderoben der Hochschule Blücher. Uhren »sw. entwendet zu haben. Er bestreitet die diebisriie Absicht, gilt aber für überführt, * Beziehen einwandfreien Saatgutes. Die ungünstige» Witternngsverhättnisse de» letzten Jahres hatte» zur Folge, daß die Ernte der Getreidearten nicht immer in vollkommen einwandfreier Weise gesilichcn konnte. ES wird daher i« größerem Maße wie sonst der Landwirt gezwungen sein, sich einwandsreies Saatgut zu beschasfen. Die größte Garantie in dieser Beziehung hat der Landwirt, wenn er nur anerkanntes Saatgut sich beschafft. Aber nicht nur bei Getreide, sondern besonders auch bei den Karatosseln ist die Auswahl der Bezugsquelle von großer Wichtigkeit. Gerade deute, >vo die Frage der Sortenechthcit und Sortenrcinheit sowie das Auftreten der verschiedensteir Krankheiten bei den Saat- kartoffcln außerordentlich wichtig ist »nd oft zu unliebsameu Nachteilen für den Landwirt führt, ist die Verwendung von anerkanntem Saatgut in erster Linie in Betracht zu ziehen Durch dieses wird ihn, die höchste Garantie gegeben, welrtn heute auf diesem Gebiete geleistet werden kann, da die Feld bestände einer Besichtigung unterworfen werden und so seit znstellen ist, ob die Bestände gesund »nd sortenrein sind. Wohl eine der ältesten Organisationen, die sich mit der Saat- anerkennung befaßte, ist die der Saatbaustcllen der Land wirtschaftskamnier für das Grobherzogtum Hessen. An« aller Welt. Für 60- — 70 000 Jl Goidn arrn grstohleu. Bei einem Einbruch in ein Juwelengeschäst in der Secstraße in Dresden erbe,rieten die Dieb« für 60 —70000 Goldwaren und Juwelen. Die Diebe sind mit ihrer Beute entkommen. Ein Maler erfröre». Aus Freiberg (Sachsen) wird gemeldet: Am Sonntag nachmittag ist in .Hermsdors bei Nehe- feld der Kunstmaler Werner Hieckiuann aus Freiberg »eben seiner Stassesci im Walde erfroren ausgekundrii worden. Acht Ausflügler von Wölseu zerrisien. Wie die in Odessa erscheinende russische Zeitung „Odeskija Novosti" meldet, wurde in der Nähe von Tichekows-KiSne. unweit Grodno. eine ans acht Persanen bestehende G,>sell!vichter herbei, der Meister Reil'"cke durch einen wahlaczirlte» Schuß zu Baden streckte, stilrz vorher hafte das dreiste Raubtier an hell«'» Taae ein .H„h„ non, .«znle aebnltz ll"ferfch!a"ungen eine« Voli'.rirenistratars. Der V'li- »aiegffikft-atar Vava. .Hann.-Münden, eine geachtete 1 ,,'d anac- ted-ne Perfönkichleit. H-) j,, s«inm Eigenschift gls Kran','»- kastenverivalter d"s Vororte» Blume umfangreiche lluter- schsaaungen verübt, die »'"b««« tausend Mark betraaen. Vgpa bat sich henke nach Gskksn-ip» begehen ,,nd sich dort der ^ko-,k.-^muaktschaft rur V-rküoon» gestellt. Pistolkndnell zwischen Gilksbesitzer nutz Gl'fsvächter. «W-rtze hes Ankente (Ke-is Bem-l wurde -mischen d"»' G-,l«bell'"'r Legatia"«>-gk g D. v. Flaschner »nd dem Gutspachter K-"bne ein V-stolenduell auaetragen. Die Gendar. n-erie erschi-n z» spät am Blgtze. Der Zweisamvs. der uu blutig v'rkief, hatte seine Ursache in einem Streit um eine Urkunde. Von einer Lmullie veekchüftet. Aus der Mitkenwald' Dahn ging eine Schneelawine nied-r. wodurch eine Arbeiter- gruppc verschüttet wurde. E-ner wurde gelötet, der anders kannte nach mehrstündigem Beinühen wieder ins Leben ■>. - rückgerufen werden. Fronkiurler Weiierbericht. Voraussage: Noch vorwiegend beiter und trocken. Floit östliche Winde. Verautworttilh t d SchristteltllNg Ollo H > r l » « l. Frieptzrrg: für den Anzeigenteil: Karl Sch ml »t. Friedberg t. H Druck u. Verlaa d. „Reuen Tageszeitung" A 8., Frievberg i H. »*• »r w,n>« »*mwrW(»g, *tn 15 . aoiiuur I« 14 . •Ulf 4 Eodes-Ameige. Eeftern Nacht '/-I Uhr cnticfjlief lauft nach langem, j i schwerem beiden meine innigstgeliedtc Mutter, unsere liebe I ' thwMuller, Schwlegen>Ui1!ei', Lchwelter, Schwägerin und | 1 Tanrc grb. Siugmer n Atter von Hl Jahren Dortelweil. Bilbel, Rendel. Feanlnrt a M.-Bonames. den 14. Jonnar 1914. Zin ütainkn öcr tifflrüiirrnDeH Silitttblikbkiikii: j Familie Wilhelm Kramer u. Kinder August Vollmar. Die Beerdigung findet Freitag, den 14». Ja»., nachm. ’/> Uhr ftatt. Theater in Friedberg, Saalbou (Roth) Freitag, den 16. Januar 1914 Mmligcs ß#iel Her LiliMlairer tie berühmten 6 Zwergbühnenlünstler (3 Damen. 3 fiettcn) mit eigenem ttniemble abenos H'lt Uhr mit prachlrotter Ausstattung. &3T Eine JfliIHo». Operetlenposie in 4 Alte» von 0-. Marion. Vorverfautsbillels fut alle Plätze Buchhandlung Lar. Lindernagel und Cigarrcnhandlung Ed. Oppenheimer, nur für l. un> li. Platz Cizarrenhanolung Ow. Türk, Sperrsitz l.ltN Mk., l. Platz iUO. II. ’+'löti 0.60. Abendtasse; Sperrsitz 1.20, I Platz 1.00, II. Platz 9.70. (SaUeae 0.40, Schiller i. Platz O.CO. II. Platz 0.40. Freilag Nachmittag 5 Uhr Jugend-Vorstellung. Sclinmvitlciicu imtil die ämitr?. tz-nderbitte , L Platz 50 Pfg., II. Platz f.O Pfg., Stehplatz •.(> Pjg. Erwachsene lo Pfg. mehr Billetverlauf ad 11 Uhr nur im Theateriaal. >Veremigte Landwirte von Frankfurt a.M. u. Umwegen- Urchunugsabjchlnß WIS. Einnahmen. I. Mitgtiederbeitraze (Rückständig aus den, autzerorociitlichen Beitrag) 5147.35 Mt Zinien an, Ende des Jahres 1912 399.75 „ 5547.10 Btt. Ausgaben. ’• (behalt | on die (üelchäslss,Ihrer 3. Gehalt, Rechner 4. Tagegeld on de» Vorstand 5. Tagegeld für Abhaltung von Versa,nmlnngen 6. Retletosten an den Vorstand 7. Reisekosten für Versammlungen 8. Büromielhe 9. Jn.eraien und Drucksachen 10. Telesongcbühr und Porto 11. Ent chädignngen 12. Elnttchiung der Mölleret Rodhcini 13. Verschiedenes Bilanz. 000,07 :6t 3 0 ,— , 307,— 88 17. .70 „ 350,20 „ 330.— , 107.*,49 „ 384,05 1267,48 „ 848.80 6,1*2.71 «■60,04 Vermögen 1. Januar 1913 Kassedestand 1. Januar 1 13 Einnahmen im Jahr 1913 Vermögen. Mathildenstist Vilbel 1. Januar 1914 Zinsen Mathildenstist Vilbel 1. Januar 1914 Der Rechner! Mensel. > 11705.06 Mk. 143,01 „ 5547.1,1 „ 17396.07 MI. 82( 4,87 Mk. 403 48 „ 0708,29 Uiit. 93'4.81 Mt. 22.-2 . 80,9.04 . Vermögen am 8t. Dezember 1913 Kassebestand am 31. Dezember 1913 Ausgaben im ^ahre 1913 11396,07 MI Vorstehende Rechnung geprüft und richtig befunden Eart DrS er Georg Ehriftiari« Heinrich Damm, Friedbrrg-Fauerbach ,!» ä vis der Zuckersabrtt, Telefon "32 « npste* ll sein reichhaltiges Lager in modernen fii mh - IfeBaliyitiilerBi zu äuherst billigen Preisen. W^*" Besichtigung ohne Kaufzwang hosl. erbeten. '~&*X Sijjrnt nrut ifloliod Ktrrlillsk fidjlrfffhir! Spestal-Knnsifrnerwerlterci Paul Tollniti. Lriedberg i. H., Hojpiialgasse 4 lVichellsof). — ...... - Te.ezramm-Adressc. Tossutti Friedbrrghessen.- Lieserung und Ausjihrung von aneilannt grotzariigem Land-, Earirn-, Lut- und Atasserseiervert, Kr.e zs'o» nbarSement ,ür m, iiäi, che Schlachlenpoipou.ris und i.r,e s p.e e. höhn- und rvetändebeieuchiung. drooitäl! Tagesfenerwerk. Rovilät! üpezialiti'.l i» bcmrglichc» Ftontcnfeuerii>eilr. Zlalien.-, Iapan-Unchtara«ste»ien1s. Fachmänni che Zusammenstellung von Br.llantseuerwerten jeden U„I anges und lüretze, für alle Vereins- und andere ü e(l; lichteile,i. Lieferant verschobener Badeverwattungen, Vereine owie Votts.cstun ernehmer. Beisan t nach überall bin, zu Fa'.eitpreisen "Pitz Engros! Preis ilie u. Aedrennvor chrijien grat.s ». franko Eiport. •lasiiscliiilie. garantiert wasserdicht genau nach Vorschrift Arlieiterscliulie in allen Preislagen 9-nmav<'iieti. grösste Auswahl It.nui- t E<“.ol ■cliaUstietel Schuliltans Heinrich Hess Texion 420. B^l iedlierf; K -iserstr. 40. Cs wird Sie interessieren, zu er'eh en, datz Ihre Dun-Sal'e n\a e yanoe von einet A t nafjeiibeu ftlecfyte n chZ-möchi;e»i oic* 1 a/a, be reit hak. nachdem id> übet ', 2ihr mit ^verband Eulbc., c.^.eottll;e »ers.iche nemaujt hal.e Seit me.nein Srfol'.e l.a e ich nurr) bei jebet pajjenbcu tüelegen,e t b.e Dun-^al^e emp otzlen und de >n ers nn S;paege_ der b||te. ti flge Hände befam, hotte tu en -mc ca be eiuee cpe,laliiten, bie recht teuer war, hatte niaje i el)Oljen. u. S. (1^0) L). P. (l.^O) D. Z. (J.O ). 07 L\«V* Letzter e Vru,t i nb i ar >. nk.'l. r haben in Vipotijcfcn ob.'c durch Vermi ei tng . ee ^jGbril ’anö . e (j, Lnrmsta^t, i-.ogöürse.i.iasje Pto veit iojlenlos u io frei. Hl>!r-MrstejgtilNlg. In dem Revier Ossenheim werden am Monlag. den IS. Jan. lütt, uv,mittags 10 Uhr ad ver- steigett r 9 Eichrn-Stämme von 21—24 cm Durch»,. = 3.82 fin 4 rm Eichen-tziutzknüppel 22 Weitziannen - Stämme von 17-41 crii Durch»!.—1^.41 im 13 Weitztonnen - Derbstangen = 0 . >. fm 4 rm Eichen-Scheit 27 0 Welr en, Eichen-Stammreiser ll5 „ Anreise« 105 rm Buchen-Scheu 30 „ , Knrlvzil 52 „ „ Stöcke 1205 Wellen, Buchen-Astreiser 9 rm tzladei-Stocke 350 Wellen. Raiel-Astreiier Zu ammenl »s am Jagdhaus. Asse, heim, den 14. Jan. 1914. tzöräfl.che Renttammee. Üoliorrgrigrrtsttg Mkim Im Rodhcimer lScmeindewald Dislrilt Inngenbuchen werden Monlag. den 13. Januar t. 2». versteigert. . 4! Rm. Bucke -Schelle« 25,4 „ Eichen- „ : t „ Bnchen-Knüppel 17 Eichen- 94 0 Slück Buchen-Wellen 720 „ Ein en- 2u.-,8 Rm. Buchen-Slöüe 20 „ Erch:n- „ Anfang und Zu ominenknnft vormittags 10 blh: aus dem Drei- eickenpfad neben dem Holzsa.iag. Rodheim ». d. höhe, am 12. Januar 1914. Erotzh. Bürgcrineistrre, Rodheim Holl. Freiwillige Versteigerung. Auf Antrag des Wilhelm Lang in Hanau werden von Donnerstag, den 15. d. Mts. bis Diensiao, den 2(N Saurer 1914 von 10 Uhr vormitlasts bis 6 Uhr nachmillaas in der Wirtschait „Zur Wind eck" hier ein groher Posten an Herren- n. 4 tnaben-t'-arocrot'c, Ulster, Paletots, Anzüge, Joppen und Hosen meistbietend ^egen bare Zahlung versteigert. Friedberg, den 14. Januar 1914. _ Waqner, a5erirfttsr*nrr-.« ? f, er Aeritlia» erprobt und cmgfof»:e:» Krast-Leliertratt-EBBBBUii0Bl Bestes Nähr- u. Stärkungsmittel aus feinstem Nach merika mit den grellen Voxpelschrandcn- Schnell- und Salon - Postdampfeen de» Norööeutschen per Stärkungsmittel Lebertran Masche nnr Mk. 1.80. Apotheker Ahrens' C^i|C!tltfÖl* Llopö Uerlraud euirs Fnsekochjen Die Genie.nde Ober-Rosbach beabstckttgi einen >m» Schlachten geeigue e > Fa e achten a» dem Subu.isjionswe e u ver.a en. Re citauicn r. oll.'n ihre Angebole bis u„ 22. Januar d. Is, nachmittags 2 Uhr ver ch osie» bei un er;e>chne,er Slelle >inrcichen wo ach d,e Bedingungen e.nzu- ehen sind. Over-Ra bach den t3. Jan. I9!2 «üresh. biir-klmkv frei lvdrr°zi««t»h. Dicftenoach. ~gg5mttg”tif2 .B 'i'i.VJK" Woljttttttg zu vermieten 4 oder 6 Zinnner II. Clock per 1. April. Hugo Enge!, Fried’oerg Kai.erstratze 28. Negelmdtzig» Verbindungen nach ollen übrigen Weltteilen Näher» fluotunkk, gahrkarl«, und vriickfachen durch NoröSeutfcher LlopöSremen und fein» verlreiungeo ris- I 6«rg: Ludwig Stern, (alierstr Fdau.)».n: Mi 2 , Lajteieo t Co. . ; r« fennel erhall eine reiv-ry de oonbonniere.öralii Verlanöen Sie überan-. wyhirj ReKJame -Ma rten • 1 n aJ> len Ado! beken 8 DrcCrit cn Und V^VberMäblet, tn Air ma. lerbdij! leb JBr Niederlagen in Friedberg; Hot- Apotheke i. Engel, Hol-Apolheke z. Mohren, ürogerie Baumelste-. lytojjartifH's ^iähr- unö Kräftigungsmittel. Gibt Blut und Nrastk per Flasche nnr Mk. I.«v. Zu haben bei Adolf IlediMeiti, Friedberg i. H, Schulftrafte 15. :: Am Postamt. (j. M. lleuss, Fried borg ' Alt© ß*os< w bringt sein reichhaltiges Lager in SchlaVaiinmer " «lin/.iiumcr-, Salon-, Speisezimmer-, Herren- ximiuer-Einr.clituiinen nebst den entsprechenden Vorhängen, Teppichen und sonstigen zur Innenausstattung nöti en Gegenständen in empfehlende Erinnerung. bei billigsten Freisen wird für beste, sorgfältigste Arbeit weitgehendste Garantie übernommen Besichtigung meiner grossen Lagerräume gerne oltne Kaufzwang gestattet. (Yrdentl. Innye ta.iu das Schmiede,Mndwett er- ierne,,. Auch stndel e n jüngerer Auf- n. Kllagensitjmie» dauernde Arbeit. Martin «hl, Schmtedemelste', Bao-Rauhe-m. Killt» unö Datteln in Kisteln W. M a d r e Friedberg >. h. u Trlejon ^37. Bismarck.irav« 8. ^äiri)cjum v iluDlJcjffrn wird jederzeit angenommen. Frledberg-Fauerbach, Queritr. Mi et- Pianos neue und gespielte in jeder Preislage. Ucli(cits 1 cin Frankfurt a. Zell 103. Wegen Räumung meines Lagerplatzes verkau'e ich Diensiag. 20. Januar d. Zs., vormittags Ist Uhr 1 »ffrne «. 1 grfchlojsenr Halkk sowie ca. 125 Fstm. E ilMII llllkl LllHIIIllhlll', Ka isliebhaber bitte zur ge- nannien Zeit am Enve bei verlängerten Bismarck,trag« zu sein. I). Kraeiner Friedberg i. H. Telefon 26 Hanaucrstr. 4 ■n r --» 1 "-- 1 —a c craoic ..»ichlägeii. l eredstinngen. 1 Elektrische Licht- u. trrnttnlBtanen I ^.rchmäkige Einrichtung coen Um,!- v .m h,n ckstutz a, die l.esiettandzentraie Wölsersheim den Dorschristeu des Verbandes deutscher Elettrotechniler u. der Ueberlandzentrale entsprechend Gl sttro-R rdnktor-Mcrlre. G. i». b. h., Franksnrt n. Main (.’.nacuolc Anolniirnng. | ^'ainikl Inndstrnsc 251 :: frlrfoii: Am! 1 , 3643 ^^I^^st^^^d^ftche^ger^tricb^ Beilage zur „Neuen Tageszeit«na." !!r. 1L | Donnerstag, den 15. Jannar | 7 )al,rg-.-n ". virdrnlilaoe. ^'»uar. 17^1 ftr. ©riBpowr. Dichter, gcb. — 1818 -’-'if- Werfer. Dichlor bei RheinliedeS. ged. — 1871 (15. (wo 17.) Wcitcrol Werders Siege. k t ktilhs!?!in;Itrs n. Orth* nnihijolufij im prr lihkH Kmllchttjk. in Herren! Ter Herr Wrrf ?)orrf von Wartenburg ' t i-::» '. ercMcn Warle» die Rechte Pre.isten» im Reich der- . 1 i:>:> der lebhafte Beifall, der ibm I'ierbe, gezollt worden lit zeiat von iric starken Empki »düngen die ilebcr- e»/>,!».r aelrngen wird. dich die fülirri-de Roste, die Preußen -e, d-r Gründung des Rcirfv? gehabt Kat. foitwirken miilse m gelimten weitere» "eben de? Reiches. Der preußische '’in;'iirt>r»’ibenf kann den deutschen Reichskanzler nicht vor r Türe lieben lasten. AIS erster Veamter des Kontos von aßen »nd de? dentlrfien Kaiser? emvlindet er die Be- buugen der Reick^palit-k zur preußischen Politik mit der- un-aen Intensität, mit welrfier die Sache de? einen Teil? Io -dein -lick, und niit lo geästem Rachdrurf gesiihrt mied, wie . r es soeben vom Herrn ©rasen Borck von Wartenbnrg ge- - - • fviOen. Da» Veclüiltnis Preuhens zum Reichs, seine - Restimu'.una. da? Mast der gegenseitige» Einwirkun- »d-r unerwünschten Rückwirkungen narf) beiden Seiten. >>- Und Kranen, mit denen wir tS zu tu» haben, so lange ' - Reich beliebt. Meine .Zerren! Sie erinnern sirfi. wie gleich am An- ' ng zur Zeit der Begründung de? Norddeutschen Bunde? ,!>>d Iväter.des Deutschen Reiche; die Besürchtung bestand. s ;,fc der sührsnde Staat im Reirfie den Überschuh seiner Macht im »nitarisrfs-n und zentralistischen finite anSnüben nerde. Die Belürchtung ist grundlos gewesen. Die Wabr- nebnning. dast der mächtigste Staat nn Reirfie die Schranken niemals überschreitet, die sein Mouarrf). und die seine Staatsmänner aus der Höbe der politischen und militärischen Erfolge ln weiser Mästigung sich selbst gesetzt haben, 5i» se länger se stärker stch sestsetzende tteberzengung. dast die 'sichte nnd Reservate der ihm von nun an Verbündeten Staaten von Breusten unter größerer Berücksichtigung ihrer Eigentümlichkeiten unter weitherzigster Auslegung stritti- aer Punkte unangetastet gelassen wurden, alles das bat da- iiit geführt, dast die Tvnastien in Deutschland eine so starke rtiit’e de» EinbeitSgedanken? geworden sind und dast heute kceusten noch stet? und gerade in den schwierigsten Situa- u neu im BuudeSrat eine bereitwillige Unterstützung ge- und»n bat. die ihm seine führende Aufgabe in dankenS- verter Weise erleichterte. Die Ihnen vorliegende Resolu- cRsteht ja auch nicht von dort her die Gefahr einer Der- ii.merintg der Stellung, die Preutzen Nach seiner Geschichte - > seiner Bedeutung hat. Sie glaubt iin ©egenteil in der Itächlichen Entwickelung de? Reiches einen unitarischen !ug z» erblicken, der die Stellung aller Einzelstaaten und aniit PreustenS bedroht. Meine Herren I Auch da» find alte Sorgen und Befürchtungen. (Ruse: Nein!) Ja, meine Herren, Sie wider- ip.rechen: ich koiume noch darauf zurück. Denken Sie daran, ■'in oft und wie leidenschaftlirf) seinerzeit Fürst Bismarck sich - ' "r diele Frage nuSoeivroche» bat. auch in dem entaeaen» Ach laste D ri) nicht. Original-Noinan von H. CourthS-MahIer. 117 (Fortsetzung). Maria Petrowna bitte sofort an ihre Tochter geschrieben und ihr SoujaS Brief und d>e Aufzeichnungen ihrer Mutter geschickt. Sie hatte ihr mitgeteilt, dast Sonja ihr alle Papiere und Dokumente ausgeliefert hatte, und dast diese Papiere unstreitig bewiesen, dast Sonja wirklirf) Alerander? Tochter sei. was ja aurf) außerdem durch Sonjas Familienähnlichkeit beglaubigt würde. Sie teilte ibr auch mit. dast Nikita Arganoff Sonja liebe und sie zur Gattin begehre, und dast er aus dem Wege sei. sie znrnckzubolen. Juni Schluß fügte sie noch hinzu: „Durch Sonja? Austauchen geht natürlich Deinen Söhnen ein Teil ihre? Erbe? verloren: aber da? können sie verschmerzen. Jrfi weist. Ibr seid großherzig genug. Euch trotz- dcni herzlich mit nur zu freuen, dast Sascha »öS eine Tochter Hintersassen bat. Wladimir wird um so lieber die Kürzung de» Erbe? tragen, als von seinem Ueberllust Nikita etwa? '.»gute kommen wird. Wir werden unS friedlich über alle? einigen. Ich denke, e? bleiba dabei, dast Michael Srf'loh ialnoku. Timitri da? Petersburger Palais bekommt. Dafür weide irf> Sonja o>iS meinem DermLaen soviel .Kopstal ir Verfügung stellen, daß ihr kiinstiger ©aste sein Stamm- astest neu auSbauen und auSstatteu kann. Austardem lell Louja da? ©ut Roschnow erhalten. Die übrigen Besitzungen werden unter Deine Söbne und Sonja geteilt, ebenso alle? Barvermögen. Ich denke, daß wir uns so ohne Streit einigen werden. Jedenfalls bitte ich uingebend um Eure Ant- '•crt. ob Ihr gewillt seid. Sonja anzuerkennen. Dar der 7cfrcntlirf)fcit w-rden wir nur bekannt geben, dost Sascha äch vor seinem Tode noch heimlich mit Elisa Helbig ver- ; bat. imd dast wir ieine Tochter anerkennen gesetzten Sinne, je nachdem die Gefahren von der einen oder anderen Seite ihm gröster erschienen. Bald, meine Herren, bat Fürst Bismacrf scharfe Worte gegen den Partikular,?- ninS, auch gegen den prenstischen PartikulariSmnS gebraurfrf. bald und namentlich gegen das Ende seines Lebens hat er die Selbständigkeit der Einzelstaaten, bat er ihre Berechtigung, bat ihre Pflicht zur Kritik a» dem ©ange der Reichspolitik in den Vordergrund geschoben. (Sehr richtig.) Wir Deutsch,en haben daS Reich dem preutzische» Staat zu verdanken. DaS stand damals jedeni Deutschen klar vor Augen. Mit der durch die spätere bewährte Sicherheit unsere? nationalen ©emeinbesiheS sind die Erinnerungen an die nationalen Kampfjahre in den Hintergrund getreten gegen die materiellen Interesse» der Gegenwart. Wir sind dahin gekommen, dast die Parteien vielfach von wirtschast- 1-chen »nd sonstigen Interessengemeinschaften sich leiten lassen »nd dast sie die Pertreluna der staatlichen Interessen der Regierung überlassen Denken Sie. meine Heeren, an die siebziger Jahre, so sinden Sie im Reiche »nd in Preusten trotz der Verschiedenheit deS Wahlrechts Parlamente, die i» ihrer inneren Struktur nicht allzuweit von einander abwichen. DaS ist bald ander? geworden. Schon im Anfang der achlziaer Jnbre erhob Treilchke seine Stimme und wie? auf die Schwierigkeiten und ©efabren bin. welche drohe», wenn die beiden mächtigsten repräsentativen Körperschaften von verschiedenem ©eiste beleelt werden Die Entwickelung der Verhältnisse bat diese Disparität der Parlamentär!,'ck-en Zustände im Reich »vd in Preusten immer mebr verschärft. Tie Stellung der Regierung, die mit beiden Parlamenten zu arbeiten hat. ist dan,it eine inimep schwierigere aewocden. Der fortgeschrittene Liberalismus will bekanntlich da? Prob- kein damit losen, dast die parlamentarischen Zillkände ln Prenste» jenen !m Reich aleich g-niarf't werden. DaS ist ein ungangbarer Wea. (Lebhaftes Bravo!) Die innere Struktur Preusten? wird van der de? Reiche? imw-r verschieden kein »nd bleiben Müllen. (Sehr richtig!) Die auf Me breite PoskSmaste gestellte Entwickelung im Reiche bedarf de? vreustischen Staates, der. ausgebaut auf ein feste? militärische? Fundament und auf eine nalössirfie Zusammenge- häriakeit de? gesamten Volke? ml der Dnnastie, für alle Wechsessälle den nötiaen und starken Rückhalt bietet. Dieser geschichtliche Beruf Vreuste»? ist auch beule und er ist auch in Jahrzehnten nicht überlebt und kein vrenstischer Staat?, mann wird sich bereit finden, ihn dem Andrängen deniokra» tischer Tendenzen ankruepfern. (Lebhafter Beifall ) Ich will diesen Gedanken nicht bi? in? einzelne bin verfolgen: ich must ohnehin »m Entschufdigung bitten, dast ich in lüstorische Erörterungen geraten bin. Die ans willen- schaftliche und staatSrechtlirfie Erörterungen gestellten AnS- fübrungen de? Herrn Grafen Bark von Wartenburg Koben mich wider Willen auf biete? Gebiet gelockt. Wenn ich nun zu den praktischen AuSfübrungen des Grafen Bork übergebe. so spricht die Resolution die Besorgnis und den Vorwurf aus. daß die staatsrechtlichen Verhältnisse im Reiche zu »npunsten der Einzelstaaten verschoben worden seien, lieber die Steuergesetzgebung de? Reiches im vergangenen Jahre hat Graf Aark sich nur obiter geäußert. Er bat dabei ausgesprochen, dast bei jener Gelegenheit die verbündeten Regie- rimaen eine Kapitulation eiunaaauaen leien. (Sehr rirfv Ich hasse, mit ineinen Vorscl>lägen Euch und auch Sonja gerecht geworden zu sein." Auf diesen Brief traf umgehend ein Telegramm Tatjanas ein. ..Liebe, teure Mamal Wie glücklich bin ich mit Die. Sonja »n? allen herzlich willkommen. Mit allen Do-lchlägen einverstanden. Brief folgt sofort. Tatjana." Sonja war inzwischen wohlbehalten im Doktorhänschen eingetroksen und liebevoll ansoenomnien worden. Lukes Ernst und seine Mutter hatten fast vorauSge- siben. dast Sonja so handeln würde, wie sie e? getan. Sie tadelten ibr Verholten so wenig al? sie e? lobten, weil sie e? eben selbstverständlich fanden. Aber sie waren nicht so fest wie Sonja davon überzeugt, dast damit die Angelegenheit endoüitig erledigt war. Im Gegenteil erwarteten sie e? als selbstverstäudlirfi. dost die Fürstin dorf> in irgend einer Weise dazu Stellung nehmen mußte. Sie sagten ab»r Sanja vorläufig nichts von dieser Ansicht. Da? sunge Mädchen war noch so erregt und an? dem ©leichgewicht durch da?, wa? sie au ihrem zwanzigsten ©e- burtstape erfahren batte, daß man sie vor jeder neue» Er- reguna behüten wollte. Onkel Ernst sagte nur in seiner ruhigen Weise: ...Hüte Dich nur vor einem allzu raschen Urteile, meine Ncbe Sonja. Tu weißt doch gar nicht, oh Deine Großmutter wirklich so berzlo? gewesen ist. al? Tu annimnist Wir willen nur. dast Dein ©rostvater seiner Ebre em säst übermenschliche? Opfer gebracht. Und hast Tu nickst bisher die Fürstin als eine gütige Frau kennen gelernt? Vergiß auch nicht, dast selbst Dein Vater immer davon überzeugt war. dast seine Ellern nicht a'iderS bandeln konnten. T». luein liebes Kind, hast soviel Nachsicht und Verständnis für den Fehler Deines Vater? gezeigt, werde nun auch leinen Eltern gerecht. Tcnk' an den Dahlipriich Deiner lieben Eltern. den Deine M,itter Dir eingeprägt hat: Alle? verstehe», iü alles verzeihen." tigl) Dieser Ausdruck sindet die glisliniinung de? Hetzec HcrujeS. (Sehr rirfstigl) In de» AuSsiihrimge» de» Grafen Volk von Warten bnrg. aus die ich jetzt eingehen will, bat eine große Nolle ge spielt die Intentionen, die der Reichstag seinerseits gezeigt bat. Graf Äork hat von Resolutionen gesproche», die anläßlich der Wehrvorlage im vorigen Jahre vom N-ichstage be- jrfilosse» worden sind, und er hat dabei getadelt, da» von sciten deS dcrmaligen KriegSminister« entgegenkonuuende Er- klärungen abgegeben worden wären. Aber ih kan» dic gegen die verbündet--» Stejiermigen gerichteten Vorwürfe nur gelten lassen, inioweit die verbündeten Regierungen auch derartige Resolutionen totiärfilirf, veranlasst habeir. und iir dieser Beziehung habe irf> Beweise in der Rede dc-S Grasen VJorf vermißt. Graf JJorf von Wartenburg bat die eisaß- lothringische Versasiung berührt. Jrfi weist, dast mir de) wegen zahlreirf« und jchivere Vorwürse gemacht werden Ich will aus die Erwägungen, welche »i>ch zu der lieber zeuguug geführt haben, daß die damalige Gesetzgebung rirfi- tig gewesen ist. hier nicht noch einmal eingehen. Jrf> Hai« nuch darüber im Reichstage und aucl> iin Abgeoidnelenbauje seinerzeit auSsührlirfi ausgesprochen. ES kann sich doch nur darum bandeln, inwieweit durch die eliast-Iotbiingcirfie Ver- sassung Rerfite der Einzelstaaten ersrfiüttert worden sind. Iin- zweifelhaft nicht durch die Einsetzung der Ersten Kammer und auch nickst durrf, da« Wabtrectit zur Zweite» Kau,wer, wohl aber, davon bat Gras jjjorl gejpcorf>en. durrf, die Verleihung von BundesratSstimme» an die Reirfislande. Da? Verhältnis de? Reiches zu den Bundesstaate» ist dadurrf indirekt nickst berührt worden. Es haudcU s,rf> nur »m e.i, Verschiebung der Mnchtverhältnisse innerhalb der Dcc: tz . staate». (Zuruf: Preußens z» den nnderon Bunde.-ce-llc- rungenl) Nun gebe ich gewiß zu. eine solck,e Vectzhiebuna bat durrf, die elsast-lothringischen BundeSratSslimmeu tat- sarfilich Platz gegriffen, und zwar zu ungunsten Preußen-.-. (Hört, hört!) Jawohl, meine Herren, und ick, gebe weiter zu. »nd stimme dem Grafen Vork volllo:ui»en bei. daß dce Bestimmung, dast die ellatz-totbringilrfien Stiinmen nur gc- zählt werden sollen, wenn sie gegen Preusten abgegeben werden. daß preußische Gefühl verstimnien müsie». (Lebbalte Sehr richtig» Aber, meine Herren, ick, bitte Sie doch zu bedenken, dast e4 ein »nd dielelbe Person ist. dcr König von Preußen »nd der Dentsclv Kaiser, der sowohl die reirf elän- dilche» wie die prenstischen Stimmen instruiert, und das. wenn die beiden Stimmen eininal im entgegengesedte» Sin» abgegeben werden sollten. eS sich impier mir um Fälle bandeln kann, in denen der König von Preusten und der Dc-ullcb • Kaiser einen Dille,ijus zwischen beiden Stimmen mit dem staatlichen Interesse vereinbar erachtet. Die leinen rassigen Tee* aus Wrltlwrl« Imllm ü denmtlir und mehr Beachtung. Von der bekannten, überall ein • :ftihrt.-n Marke UlESSlUfiR’s TEE sind London Tee u. Englische Mischung ?M. 2 ff. hezw. M. 3.’0 das Pld. zum grössten Teil,die beiden Lev! - n Indian i M. 2.80 be/.w. M. 3.50 das PI. last aussch!ies,lic i mit IncfllMrli^aTees zusa-nmengesetzt. Sie k- deshalb l.lebhabern von kralligen und iin Ge rauch sparsamen Sorten besonders emniohlen. Diclo Worte blieben nicht ohne Eindruck aus Souj,' Sie faßte des Onkels Hand ,.Arf> Tu — Tu bist sc- gut. so ausgeglichen und ruhig Jrfi bin das alles nicht. In mir stürmt olle? nech lo will und unruhig, wo? ich erfahren habe. Wenn Du wüstlest, wie e? in mir auSsab in der Narfst. die nieinem Geburtslage folgte. Und auch jetzt kann ick, meine Blicke nicht wenden von der Tragik de? Schicksals meines Baters. Bedenke dock- nur, wie er gelitten haben mag! Du kennst nicht den Glanz, den Reichtum, der dait herrscht wo er nach k'iebiul und Neck» hingcbörte. Und daS alles bat er lassen müssen, bat ein Leben führen müssen, für daS sich wahrscheinlich o ' Lakaien im Palais Kalnoky bedanken würden. Ach - me armer Vater, meine herrliche Mutter! Ich werde viel Ze: biauchen, um über das alles ruhig denken zu lernen. Hat nur Geduld mit mir, Onkel Ernst." Er strich, ihr väterlich über das Haar. „Du wirst Dich wiederfinden, Kind, nnd dann wirst D> milder urteilen, auch über daS, was Tu nicht verstehst." Am nächsten Tage kam Sonja von einem Spaziergangc nach Hause. Sie war am Sceuscr entlang gegangen und hotte sinnend auf dic Wasserfläche gesehcn. „Er hat doch ein Opfer heranZgegeben. tf See. Mit Icidiger war er, al? die Menschen", dachte sie. und ihre Augen flogen hinüber nach der anderen Seite, wo durch die f hi gewordenen Bäume das weiße Marmorbild bei Barmherzig keit schiuunerle. In Gedanke» versunken war sie heimgckehrt. Ti? Großtante öffnete ihr selbst die Tür. Sie sab erregt aus und die Augenlider waren gerötet, als halt- sie Tränen vergossen. „Was ist Dir, Großtaatchen? Du hast tvohl nir weint?" fragte sie, zärtlich die alte Dame umu icud -'Fortsetzung solgt) Nr. 12____ Also, meine Herren, so außerordentlich bedeutsam wie Oie kifütfüdje Verschiebung der Mnchtvcrhältnisse innerhalb e > i'undosrats zwischen Preußen und den Bundesstaaten U c' t mir diese Bestimmung doch nicht zu sein. Aber ich einmal zu. ich beoreike die Verletzung der preuhi- iweu <’■ fMe in d-r D»«. (Sebr rickcki"!) tzinn. meine Herren, was die an Interpellationen ge- r.. • • ’ ; '.tn Anträ-'e anlangt, so bandelt es sich dabei ich babe mied'ibolt im Reichstag gesprochen — um einen ( Mii-'iHncit ?i r t der Aenderung der bZescha^sordnung des ... ;r f, -t-oe. Wr „n'tande gekommen ist.ohne Mitwirr,mg des nna „me Fak'or? der Getebaebnno. Daß diese Beschlüsse, die f!| ^-.»arvellntionen gekniiplt v'"»-", keine,lei staatsrecht. .»m, hab"„. auch *»? T}0^ ich seinerzeit im Reich?- , 'a oiisdrnchitch erklären lassen und, nwine Herren, ich „r»,.r,e dab ich di^», mein» r- cf, in d-n lebten Tagen st,be, Valchsik'l". die an Inbarnetlasianen werd»" bedei^en ia nichts weit-r wie dw Kansta- ti»rnna einer M-i maSverschied-nheit zwik-K-n d»m Re«»?. w„ ,md den, weich^-'an'ie- in einem einmtnen Ialie. Be- hat Herr Gras Bork anch noch die RüstnngSkoni- "" tv"‘ d»rs va,w'eg b-me-'en, des, d'eie ma.sU'nae.'ammis. r Kommikiion deS Beichsiaae? aber her Derbiind-ten R», runaen ist. sondern eine Ke,.....die der Be'chs. f„,„T tT eina-sebt bat ,11 keiner Inkar-e'ien über die vws. ke,,„.u.:»rten wirtschaitlichen Jerbäkwskse ank dem Ge- bn-te h»s BUstungsiiefernngSweien?. D'° Konimilllan, mein- e;»»»»-, setzt sich -"sa„,men ans einen, Vorlltzcnd''n unh 12 M''.,kiehcrn abaeseben pan den Komiisaren d»r m»i^sner- waltnna, imd Po» dicken 43 sBitgsiedern ünd 10 Mitglieder, ds» d-r ^»ickis'an'kar bestimmt ank Va-kchiaa der Traktionen der <»»i»staae«. Es ss» Iekbkb,»rgändk>ch, mein» Herren, daß >!»s»e Kemmiskion ein Kg"Irallreck't über d>» Ve-wnituna in kelner WeU» znstebl, (Zurnk: DarkänkigN Aber, meine fser Beiiall,) Dann wi>d auch der üble Norddontkch, warm. Ich leb da? nach tag. lich durch unzählige Znichriftcn, die ich a„S alten Ständen aarneb'nlich von einkachen Leuten, erbaKe, Da? preußische V»lk hebt eben in seiner Armee die V»rkeepw„na seiner Macht und seiner Stärke, die stärkste Siübe für kb»dn„ng »nd Recht: dieses Valksbaer, gekübrt van seinem Könia, intakt z» bektau „egen alle Angrikke, es nicht werden zu lassen zu einem Partamenksbeer, von dm, der Ham Gras Bark sg. rben aesprachen bat, das ist der leidenschaftlich" Wunsch jedes perkassungstrenen Preußen, nnd ich kebe es als eine Hanpt» ptlisbs an, die linversebrtbeit d'atas Voiksbeeres ,,n<»r königlicher Dübrnng aufrecht z„ erbaiten gegen jeden Ansturm. Meine Herren! Was wir unserer Armee in der Ver- ggnaenbe-t zn verdenken baden, das brauche ich bier nicht gnSrniprachen, aber keiner würde die Verantwartnng dakür tragen können, das, er an der Organisation dieieS vrenßisch- dentschar, Heems auch nur einen Deut rütteln käbt, weil dieses Heer der Eckstein der Macht und Stärke Preußens und ' T> tschkand? ikt, Lassen Sie mich znm Schluß an den AuSgang meiner Bemerkungen annüv'e». Ter Berns Preußens, heu es bei der Mründ'-ng d-S Reiches zu erfüllen batte, ilt nicht abge- schlossen. Die Ausgabe Preußens im Reich ist mit den Iabren nicht leichter, sondern schwrwer gewordm, (Sebr g'abrN Wollte Preußen auf diesen seinen geschichtlichen Be- rnl verzichten, so läge darin ein Verricht nicht etwa ans ein >.b.»„ieetes Vorrecht, sondern eine Dernachkässigimg seiner ■ v; TicHon gegen das Reich. Nicht »m preußischen Partikula- zu vertreten, ist die Präsidia'macht Preußen? ge- worden, sondern um in den Geschäkten des Reiche? ,saure Krass des Staatsgedanens znm Ausdruck zn lagen, den Preußen verkörpert. Dieses Preußentum muß -nter aüen Umstande,, bock, und unvcrsebrt gebalten wer- ' uicht gegen das Reich, sondern für das Reich. (BravoN Bismarck erzäblt davon, doß König Wilbelm I„ allerdings in einem anderen Zusammenbaus, bei der schleswig- bclsteiniichcn Epikode ib„ vorwurksvolk aafroat babe: Sind -!eoe Tageszeming. Donnerstag, den IS. Januar lÄI^. Sie denn nicht auch ein Deutscher?!" Dies Frage kommt mir unwillkürlich in den Sin», wenn Sie mich fragen: „Sind Cie nicht auch ein Preuße?" Aus der Bersckgnelzuug beider Gedanken ist das deutsche Reich erwachsen, und es wird kräs- tig bleiben, wenn wir insgesamt zu jeder Zeit beide Fragen mit einem überzeugten „Ja!" beantworten. (Lebhafter Beifall.) Ans dem IfrSI. Landtag. Zweite Kammer. Darmstadt, 13, Januar. Die II. Kamnier wurde heute vormittag 10>/ 2 Uhr durch den Präsidenten Köhler mit einem Willkommeugruß zum neuen Jahre eröffnet und dann zunächst der neu in die Kammer eiugetretene ?lbgeorduete Oberamtsrichter Wünzer vereidigt. Abg, Molthan (Zentr.) fragt an, warum die von eini- gen Mainzer Abgeordneten an die Regierung gestellte Au- frage nicht auf der Tagesordnung iteht und erklärt sich aut eine Anfrage des Präsidenten, die Regie, ung bereit, die Anfrage am Mittwoch zu erledigen, Zn dem Anträge des Abgs Raab und Genossen, betr, di» Reichsversicherlingsordnimg „nd den Boistellungen, betr. d:e Errichtung von Landkrankenkassen, hat der Ausschuß Ablehnung beantragt. Abg, Busold (Soz.) erklärt hierzu, daß der Antrag seiner Genossen jetzt durch die Gründung der Landkrankenkassen überholt sei, »nicht aber längere Ausführungen über die gegnerische Stellung, welche seine Parteigenossen zu der Angelegenheit annahmen. Andere süddeutsche Staat'» seien gegen die Einführung gewesen. Noch seiner Aufs iss,mg brin- gen die Londkrankenkassen viele Mängel nnd Nachteile aller Art, Es sei gar nicht möglich, einzeln? Arbeiterkategorien in der Landkrankenkasse unterznbringen. Die setzige staatliche Einrichtung werde durch ihre breitere Ausdehnung nicht mehr so scharf kontrolliert werden können nnd dadurch vermehrte Kosten verursachen. Man sollte anch beachten, daß die Aufwendungen einzelner Städte außerordentlich hoch waren, lodaß die kleineren Kassen nun , im Nachteil sind. Man bäte die städtischen und die ländlichen Kassen für sich zusammenlegen sollen, Ministerialrat Schliephake erlnntert die Stellungnahme der Regierung, wie sie schon im Ansschußbericht niederge- lrgt ist Er widerlegt die Ausführungen des Abg, Bnsold und stellt fest, daß die neue Einrichtung eine vorteilhaft? Zentralisation gebracht hat. Sollten sich die Landkrankcn- kassen nicht bewähren, so könne man immer noch Äenderun- gen eintreten lassen. Abg, Korell-Jngelheim (Freist) führt aus. daß die An- träge der Sozialdemokratie durch die Ereignils? i-berholt sind, kenn es jedoch nicht unterlassen, nochmals eingehend ans die Angelegenheit näher einzugehen, wobei er der Regierung vorwirft, daß sie bei Regelung der Frage mit Voreingenommenheit gegen die Sozigsdomokrgtie gehandelt Hab?. Abg. Dorsch (Bbd.) weist darauf hs„, daß die bisherige Gemcindekrankenversicherung in der Hauptsache nuentgelt- sich von den Bürgermeistern geleitet worden sei, und hat die Befürchtung, daß die neue Einrichtung vermehrte Kosten ver- Ursache. Sluf den Einwurf, daß nunniehr auch de,, Wöch- urrinnen eine Beihilfe geleistet werde, erklärt der Redner unter Heiterkeit des Hauses, daß er als Junggeselle darüber nicht binreick^nd orientiert sei. Die Slbgeordneten Adelung (Soz,), Busold (Soz.) und Eismert (Soz.) sprechen sich dann gegen die Neueinrich- -.mg aus, worauf Präsident Köhler sich gegen den sozial- demokratischen Vorwurf verwahrt, daß die Angelegenheit verschleppt worden sei. Avg. Hanck (Bbd.) stellt fest, daß die stete Verbreitung der neuen Einrichtung der beste Beweis für deren Güte sei Abg, Stöplcr (Not!,) ist ebenfalls der Meinung, daß man den Gang der Dinge einmal abwarten solle. Das Gute Iverde sich schon Bohn brechen. Abg. Scnsfcldcr (Bbd.) glaubt, daß man bei praktischer Einrichtung die Verwaltung nicht versteuere, Abg. Wols (Dbd,) warnt davor, die soziale Fürsorge auf Kosten des Mittelstandes noch weiter auszudehnen Rach weiteren Ausfübrnngen der Abgeordneten Raab (Soz.), Dorsch (Bbd,). Korrll (Freist) wird der Ausschnßan- trag angenommen und die Sitzung auf Mittwoch früh g Uhr vertagt. ' Ko'if vor dem Schmttvftericht. Zweiter B-rhandluugstag. — Nachniittagssttzung. Frankfurt a. M.. 13 . Ja'mio, Ute als Zeugin vernommen« Stiefmutter der eisten Fra des Angeklagten. Frau He net. bekundet, daß thre Techt? iiuher stets gesund gewesen sei: das Berhültnas Hrgss zu sei n«r Frau sei ansck>einend rin gutes gerocfeu. ste glaube abc N!cht, daß es stets so gewesen set, denn Hopf habe'sich st ,S i: m,|j[,if;€n finanziellen Verhältnissen befunden. Heps pab ihre erkrankte Tochter selbst g:pslegt und dies« habe sein« Sarg satt auch anerkannt Er habe sttner Frau auch selbst Arzn« gegeben, die er in kl«rn«n Likörgläschen stlbst au das Bett de «Trau lteN!«, Di« Zeugin bekundet weiter, st« hob« sich iib« den Elftlchrank Hopfs keine (bedanken g,macht, weil ste glaub! die Präparate brauche Hops zu stinen Hundekuren, Daß ihr -echter Arien» als Schönheitsmittel genommen habe, ersrb m ausgelchlosten. weil die Frau keineswegs eitel war. Har b!«,bt demgegenüber dabei, baß stin« Frau Arsen» als Schön heitsmittel gebraucht hätte, was die Zeugin entschieden bestr«! >«t und als Lüge bezeichnet, E:ne Zeugin Frau EriN aus Riederböchstadt erklär' Hopf habe viel selbst g kocht, so öfter einen Criesbrei. den « fyliKi kimi fttau "eneben tabe- Seite 2 Die Zeugin Feld erklärt, btc Verhältnisse des Hops scler »st direkt ärmlich« gewesen. Die Zeugin Haber bekundet, sie habe bei der Erkrank, ung der Frau Hops gleich den Gedanken gehabt, daß die Laach nicht mit rechten Dingen zugehe. Der Mutter der zweiten Frau des Hopf habe sie vor der Heirat Warnungen zulommen las sen, doch seien dics.Iben als New wegen der guten Partie aus. gelegt worden, welche ihr« Tochter durch die Verheiratung mit Hops mache. Der Zeuge prakt, Arzt Dr, Me hl er hat als Vertrauensarzt der Versicherungsgesellschaft „Atlas" Hops und sein« Frau untersucht und beide vollkommen gesund besundcn. Er sei da. her ganz konsterniert gewesen, als die Frau acht Monat« spater starb. Ein« Erklärung für diesen unerwarteten Tod Miste er nicht, es gebe dafür gor keine. Daß die Frau Hop> Scho» hcitsmittel benutz!«, glaubt der Zeuge nicht, sie habe solch, auch gar nicht nötig gehabt. Der Zeuge und Sachverständig« Dr ,P s o r t m a n n behau delt« die Frau an einem angeblichen Magcnleiden. das sich nach dm Genuß einer Hummermayonnaise cingest lli haben sollt«. Als «r sich die eigentümlichen Krankheitserscheinungc» nicht erklären konnte, habe «r «inen zweiten Arzt zugezogcn doch starb dt: Frau während einer Magenausspülung, Hops habe die Obdultion gestattet, wobei sich ein ausgebrochenes Darmgeschwür ergab, Hops wollt« später einen Artikel gegen den Arzt vcrösstntlichen, obwohl er mit ihm sreundschasilich rxrkehrte, angeblich, w.il der Arzt ungünstig« Ecrüchrc über ihn im Umlauf gesetzt habe, was, wie er jetzt w.ste, aber un. richtig war Der Zeug« gibt die Möglichkeit, daß es sich bei der Frau Hopf um eine Aistnikvergistung gehandelt habe, zu; die Frau habe sich bis zu achtztgmal am Tage erbrechen müssen, er habe aber an ein« natürliä>c Erkronlung gedachr Der Kaufmann Spengler kennt Hops von Niederhöch, stobt her. Dt« Erkrankung der Frau Hops und deren gedrücktes tiveson hätten ihn, wie er angibt, eigenartig berührt, weil er sich erinnerte, daß Hops ihm einmal gesagt habe, er könne ihm Gift vcrsckMfsen, das keine Spuren im Körper hinierlasie', er habe sich damals nichts weiter dabei gedacht, weil er meinte, das lönn« sich aus einen Hund bezieh.n, erst später sei er stutzig geworden, Hopf bemerkt hierzu, seine Aussage habe ganz anders gelautet. Der Vater der zweiten Frau Hopss, der Kausmann Schneider aus Frankfurt, sagt aus, er sei von Anfang an gegen di« Ehe seiner Tochter mit Hops gewesen, schon wegen des groß:n Altersunteischiedes; Hopf habe aber gedroht, er werde etwas tun, worüber sich gang Franksurt ausregcn werde Bald nach ihrer Verheiratung habe sein« Tochter zu kränkeln begonnen, nachdem ihr Mann eine Lcbensveisichciung abge. schlossen hatte. Gegen «in« Ueberfllhrung seiner «rkrankten Frau ins Elternhaus habe sich Hopf stets gesträubt. Der Angeklagte habe dl« Frau während ihrer Kranlheit weder b sucht noch an sie geschrieben. Sowie di« Frau wieder zu ihrem Mann zurückgekehrt war. erkrantte sie sogleich wieder. Auch da» von ihr im Fahr« 1908 geboren« Kind, das zwar nicht b sonders kräftig, jedoch normal war, Itarb schon nach wenigen Wochen. Der Zeug« Hot nach der neuerlichen Erkrankung seiner Tochter dem Hops dirett ins Gesicht gesagt, daß er s in« Frau vergiften wolle bezw ihr Gift beigebracht habe, cs gingen auch solche Ge, rächte in Niederhöchstadt. Der Angeklagte sei darüber sehr aufgeregt gewesen und habe Namen verlangt, woraus der Zeug« ihm erwidert habe, dann mäste er unten ansangen und oben aufhören. Die Zeugin Frau Schneider, Eh srau des vorigen Zeugen, bekundet im wesentlichcn dasselbe, Frau Hops, die gesund fortgegangen sei, sei schwer krank zurückgekommen: ih:< Augen seien trüb« gewesen, die Zunge sehr aufgelausen, aus dem Munde sei «ine schwarze Flusstgkeit gelaufen. Der Zeuge Schneider sag« noch weiter, er habe bei der Staaisanwaltschast Anzeige erstattet, «s sei jedoch nichts geschehen, Ueber den Tod seines Kindes habe Hopf große Betrübnis gezeigt und gejam- n,ert, warum nicht er an Stell« des Kindes habe sterben köv uen, Di« Verhandlung wurde sodann auf morgen vertagt. Ans der L-einrai * Friedberg, 15. Jan, Donnerstag, den 8. d, M hielt der Dolksbilduugsverein fein« Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Herr Profcstor Walz, erstattet« den Jabresberichr für 1013, der ein Bild ruhiger, ununterbrochener Writrreniwicke, lung und fleißiger Arbeit bot. Im Berichtsjahr wurde di, 1912 auf 207 gesunkene Mitgiieberzahl durch eine umsastend« Neuwerbung auf 259 erhöht, das ist die höchste seit B.'stehen des Ver ins erreichte Ziffer, Dsmerlensrveit ist ferner, daß im vergangenen Jahr kein Mitglied dem Verein durch den Tot «ntiisten wurde. Durch Wegzug schieden 13 Mitglieder aus Der Verein hat di« Freud«, daß eine Reih« von Miiglieder» bereits 30 Jahr« ihm treu geblieben ist. Es sind dies, abgesehen von drei körperschaftlichen Mitgliedern, der Loge Ludwig zu den 3 Sternen, dem Turnverein, dem Vorschuß, und Kredit- verein, di« Herren Sanitätsrat Dr, Becker, Beigeordneter Oelo. nomlerat Falck, Rentner Georg Hieronimus, Geh, Justizrat Jockel, Geh. Kirchrnrat Meyer, Kaufmann Pappenheimer Buchhänddler Scriba, Geh, Mcdizinalrat Dr, W.ckerking uni: Rentner Ernst Windecker, Zwei Mitglieder, Herr Kommerziell, rat Trapp nnd Herr Hofbuchhändler Bindernogel, gehören d r„ Verein seit seinem Bestehen (23. 4. 72) an. Im Jahre 1912 wurden vier Vorträge gcholien. Am 23, Januar svroch Herr Medizinalrat Dr, Nebel über die Frag«: „Gibt es Mittel, dos Leb:n zu verlängern und ein Irisches Alter zu erieicheno'ft a " 20, Februar unterhielt uns Herr Pros, Walz unter Vors-'t:""» zahlreicher Lichtbilder über Konstaniinopel: in die e >\ '- stube der Tiere führte ein Lichtbildervortrag des Herrn O' - lehr«! Dalser am 23, Oktober: und am 0, Dez mb:r redete H - Dr, Gonder-Frankfuit über Tropenkiankhctcn unter b-'-n"" ' Derückstchtigung der Schloskrankhei!: auch dieser Dortrag w" mit Lichtbildern erläutert. Alle Baiträg« waren gut e» sehr gut besucht und fanden sämtlich bei freiem Eintritt k"r ' dermann statt. Außerdem erfreuten wir uns zwei r Anfsührun ficn des NbeiruMalailibeir Verband st beaters Es wurden a« >r e-t »in 9. Februar »Zigaio« Hochzeit" von Berurmarehai», >d am 19. November ^Der eingci>tK>ct« Rtanft" rem Wolkrt. ’ 5 ->-e «crrtcUiTgen roaten rech, gut bracht Auch im «rfiol- - relnsjahr borf der Verein ffli G«ldzuwendui> 4 >en dan- E: erhielt vom Borschutz. und Kredi«r«in £00 Mark, vom . . if/iltcrltift 200 Mark, von der Log« II Mark, von (eintm hi. -»Mitglied Iran Mlh, Eehmidt.Lcipzig 50 Mark, «vfiir ch her nochmals den hochherzigen Egender» herzlich gedankt el. Für Bücherfpenden hat der Verein za danken den Herren chtLvhler Bindrrnaoel, Buchhändler Eriba. Kaufmann ^ui»ig Etcr», Rentner Ubrich und Justizrat Wndccker, Mi« nn.a-er legte Herr Kommerzienrat Trapp auch in diesem Jahre d-n P ifütcatt und im Namen de» Verfchönerungsveneins dar ^'d-ef>buch der Stadt Frankfurt, Herr I. Dörr die Mitteilvn. ' > der Deutschen und Österreichischen Alpenverein,, der Tler. sstutzveiein lerne Zeitschrift auf. D!c Stadt Friedberg überwies dem Verein vorläufig einen Raum in der alten Gewirke, schule. Für di« unentgeltliche Ueberlasfung ihrer Zeitungen ha« der Verein zu danken den Schristlcltungcn de, „Gichener Anzeigers", »er .frankfurter Nachrichten", de, ..Oberhess, An. zeigerr". der „Neuen Friedb. Zeitung" und der ..Neu:» Tages. Zeitung". Wie bisher fo wurden auch im verfloffencn Jahre durch Mitgliedfchafr unterftützt' der allgem ine deulfche Sprachverein. di« Geschäftsstelle zur FStdennng der Künste im Nhein. und Mainoebiet. der Verlag der heistfchen Doltsbücher. die »ilitliike Schriften Vertriebs anstait in Berlin, der Rhein Mai. »ifch- verband für Volksbildung, der allgemeine Berein für deutsch« Literatur. »Ir deutsche Dichter.Gedächtnisstjftung. di« Ortsgruppe Friedberg der Jungdeurfchlondsbundes, Lefezim. mer und Bücherei konnten leider in diesem Jahr« ihren Zwek. len nur unvalliommen dienen doch wird di« Jnftands tzunq ei. ne, würdigen Lese, und Dücherzimmerr nun in Angriff genommen und hosscntlich recht bald vollendet. Mi, dem Ans. d,u» her Dankes an alle, die auch im abgelaufenen Jahr« stch in den Dienst des Volksbllrh-ungsverein» gestellt halten, schloß der Vorsitzende feinen beifällig aufgMommenrn Bericht. Die licchming trug Herr vankoorftand Dörr vor. Sie war von Herrn Seminarlehrcr Gatzeri geprüft. Dem Rechner wurde mit dem Donk für feine Mühewaltung Entlastung erleil«. Die fo,,una,gemätz ausscheidenden Herren Falck, Klär und Stahl wurden erneut in den Vorstand gewählt. Außerdem wurden ter Voranschlag für 1914 und noch einige Punktt wie Aurftat- luvg de, Lrs.-zlmmer, u. a. besprochen. Möee das neue Jahr 1 BH dem Verein fein« allen Freund« und Anhänger erhalten > e.d ihm für leine nützliche Arbeit neue Kräfte zifführen, * Fri'tberg. 15. Jan. (SchSsfengrrichtf. Ein Privatwäch. ter m Friedberg hatte zwei Strafbefehl« erhallen über >e drei Mark, weil er da. Bellen feine» Hundes nicht verhindert«. Auf erhobenen Einspruch wurde er freigefprochen. — Ein Kauf, mamisgehilfe aus Dorlar b Wetzlar wurde wegen Betrugs und Unterschlagung zu einer Gesomtgefängnisstraf« von zehn Tagen verurteil». — Ein Direklpr M Rosbach ist wegen Rah. rungsmittelfälfckzung angeflagt. weil er kohlensaures Wasser al, „Himbeer-Limonade", unter Zusatz von Zucker, aromatische» Stoffen und Farbstoff unter der Bezeichnung „Rosbocher Hrmbecr Mousseux" xum Zweck der Täuschung in den Berk hr gebracht hat. Es erfolgt« Freisprechung. weil der Angetlogte die Zusätze al» „Säfte aus srischen Frucht.»" dezogen und das Wätzer zu einem sehr billigen Preise — 7 Psg. per Flasche — adg-gaben hat. mithin ein« Täuschung der Publikums als nicht vorliegend angesehen wurde. — Ein Arbeiter aus Melbach er. hielt w gen Körperverletzung 5 Mark Geldstrafe, weil er einen anderen Arbeiter gefchlagen hotte. — Wegen Psanbveräutzer- ung wurd ein Kaufmann aus Bönstadt freigefprochen. — Ein Studierender zu Friedb rg wurde wegen Körperverletzung zu ei. »er Geldstrafe von lü Mark verurteilt. * Gießen, 15. Jan. Am Montag, den 19. Januar d. I. cheldet die Neilbsbonkncdcnstcll« Wetzlar aus dem Bezirke der Relchshankftelle Eoilenz aas und wrd der hiestgen net-oegrün- telen Ncirbsbankstell« zugeleilt. Diese umfaßt außer der Re. benstclle Wetzlar noch di« Nebenstellen Marburg a. d. Lahn und Frirdberg i. Hessen. * Frankfurt « M.. 15. Jan. Der Bau. der vom Verein für Krüppelsürforge Wieshadem-Frankfurt a. M. südlich der Rie- dcrräder Schleuse »rrichtelen protzen Hell nnd Erziehungson. talt ist fa weil gediehen, datz di« Anstalt am I. April ISIS eröffne» werden kann. Helfen Nokia«. * Hana». 15. Jan. Der 9jährige Sohn des Maurer, Erb. Koppel von Alzenau fiel in die zur Zeit hachgefchwollenr Kahl und ertrank. * Hochheim o. M., 13. Jan Die neuer richte!« Lchrerstelle. die elfte an der Schule, wurde von der Regierung in Wiesba. den vom 1 . Avril d. I. ab dem L hier Jof. Urban in Bin- mrrsheim i. Taunus übertragen, von diefem Zeitpunkt« ab besteht alsdann das hiesige Lehrerkollegium aus einem Rektor. 7 Lehrer und 3 Lehrerinnen. Zur Beschaffung neuer Lchrsäl« wird > alte Schule, di« bisher zu Dienstwohnungen diente, wüd ,u S«Heilzwecken Hetzer,chtct. * Lcidcrebach, 14 Jan. Hier wollte die Ehefrau des 4 n,' »irts Krmvi ihr Ist Monate alles Kind zu Bett briir» fp'ii. Während sie das Kind auf dem Arm trug, ervlodierie die Petrofeumlampe in ihrer Hand. Tie Frau stand im Augenblick in Flammen und erlitt lebensgefährlick>e Brand- lvnnden. da? Kind kam unnerl.'dt davon. * Wiesbaden. 12. Jan. Der Fabrikarbeiter Wilh. Schictzer aus Biebrich wurde In Untersuchungshaft genommen, weil er sch feiner, ihm erst vor »irr Monaten angelrauten Frau dadurch zu entledig« veisuchte. datz er s« abei.ds in der Dunkel, heit in der Nähe der Zosthefrns in den Rhein fleh Glücklicher- weiie wurden durch die Hilferuf« der Frau vorübergehende Leute aufmerkfam und retteten se. Man nimm» an. datz Schic- tz i sch seiner Frau entledigen wollte, um ein Dienstmädchen zu heiraten, mit dem er ein Liehesverhältni, unterhielt. * Wiesbad'N, 13. Jan, In einer gemeinsamen Magisirvts- nnd Stadtverordnetrnstzung wurde der Mlnisterialfekretär Dr. Hetz LUS Dormlladl mit <3 von <9 Stimmen zum besoldeten Beigeordneten der Stadt Wiesbaden gewählt * Wiesbaden. 13 . Ja». Ko barbarischer Waise hat am 20. Oltodee ». I. de« Taglöhne, Gvstav Wust In Wiesbaden ein von dem Fuhrherrn Kelle, geliehene, Pserd mitzhandel», der- ait. datz noch nach Tagen da» Tie, »usgeplatzte Sliiemen zeigt«. Di« Schöffen ahndeten dies« Roheit mit 3 Tage» Hast, — In abscheuliche, Weise verging sch »o, einiger Zeit in Wiesbaden der Taglöhne, Wo zendach an einem 7säh,igen Mädchen, das er vier Stunden mit in den Wald nahm, dort von leinen Untaten erst -bltetz. als da, Kind schrte und Spa. ziergänger herbcicilten, Rur sein« geistig« Minderwertigleit bewahrte ihn vor dem Zuchthaus. Da» Urieil lautet« aus 9 Monat« Gefängnis, * Wiesbcde», 14 . Jan. Einige Falschmünzereien werde» da» Wiesbadener Schwurgericht in der nächsten Tagung be. schästigen, und zwar werden in Griesheim a, M, und Wies- baden begangene Münzverbrechcn den Gegenstand der Verhandlung bilden. * Wiesbaden, 14 Jan, Au» ganz geringfügiger Ursache hott« in der Rach, zum 27, Oliober v, I. der 1885 in Hattersheim geboren« Fabrikarbeiter Augnst Reinhardt in Edders- hcim mit feinem Schirm nach feine,» Mietsherr, dem Arbeite, Jakob Spengler, gestockten und dies n unglücklicherweise derart Ins Auge getroffen. datz di« Schirmfpitze da» Gehirn verletzte und der Gestochene bald daraus verstarb. Wegen bi:{er Tat stand Reinhardt vor den Wiesbadener Geschworenen. Diese sprachen ihn der Körperverletzung mit Tod serfolg schuldig. Unter Zubilligung mildernden Umständen im weitgehendsten Matze erkannte da, Gericht gemätz dem Antrag des Staats« 11 - wallz aus 1 Jahr Sesängni». In Berücksichtigung dessen, datz es sich um einen unglücklichen Zufall handelt, der Angeklagte gereizt und arrrgetnrnten war, die Tat auch gleich eingestaisd und sie bereut«, wurden ihm außerdem 2% Monate der Untersuchung auf die Strafe an gerechnet. * F. E. Wirsbaden, 44, Jan. Bei dem von der Land- wirtfchaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden veranstalteten Preisbewcrb für mnstergültige bäuerliche Gc- flügelhöfe im Jahre 1913 wurden zuerkannt: Konrad Jakobi in KämmcrSmühle bei Allendorf ein 1a, K, Wostrv in Biebrich a. Rh. ein 4 b Preis von je 490 JC, Ctto Carl Thielmann in Bicken ein 2o und Heinrich Hermann II. in Holzhauscn bei Gladenbach ein 2b Preis von je 60 M. * Wiesbaden. 15. Jan, Das „Kaiser Wilhelm Heim" der Deutschen Gesellschaft für Kausmannserholungsheime. an dein khausieehaus bei Wiesbaden wurde bis 1 . Dzmber 1913 von 15>8 Personen besucht mit 18 504 Dcrpslegungstagen; das „Ernst Ludwig Heim" in Bad Salzhaufen von 039 Perfcncn mit 8007 verpflegungslagen. Don den Gälten waren 00 Prozent männlicher, 40 Prozent weiblichen Geschlecht». * Wiesbaden, 15. Jan, Der städtisch« Schuldiener Johan. ne, Kitzel in Oberurfel. gegen d:n weg«» gröblicher Verfehlungen feiner Ehefrau gegenüber ein Disziplinarverfahren an. hängig gemach« worden war. wurde von dem Derwaltu-Ngsge- richt in Wiesbaden in sine Geldstrafe genommen. * Biebrich, 14. Jan. Ein Mann aus Biebrich war eines Tages im November v. IS. auf dem Wege zur Arbeitsstätte begriffen, als er. an der Ecke der Dilthay. und Kniferstraße von einem Motorwagen der Straßenbahn angefabren und zur Seite geschleudert wurde. Weil er fahrlässiger Weise einem Eifenbahntransvort ein Hindernis bereitet habe, verurteilte das Schöffengericht ibn zu l M. Geldstrafe. * Au» dem Taunus, 15. Jan, Der Landwirt Wilh, Egert In Strinz-Margarrthä halt« sich datnirch di« Mißgunst seine, Nachbarn de» Landwirt» Heinzemann zugezsgen, datz er auf seinem eigenen Grundstück rin« Remise errichten latzen wollt«, die dem Wohnhaus de» Heinzemnnn tn verschiedenen Zinumern das Licht entzog. Trotz einer Reihe v lchwerden des Hei.ize» mann wurde der Baubrfchiid erteilt. Als Egert den Bau bc. gomien und ein« hohe, auf einem Stein gebätitz Mauer errichtet hatte, stürzt« dies« in der völlig windstillen Nacht zum 21 , August v. I, soft ganz zusammen, Ais mutmatzlicher Täter wurde der 21jährige Landmann Ferdinand Moritz Heinzemann unter der Anklage der Beschädigung «Ine» Gebäude, vor den Strafrichter gestellt, zumal konftattert wurde, datz von der Seit« de» Heingemannfchen Hauses mft irgend einem Geg m. stand auf die Mauer eingewirlt worden ist. Die Straflammer Wiesbaden hi!t Heinzemann für den Ucbcltäter und verur- teiltc ihn zu 1 Monat Gefängnis, * «US dem goldenen Grund, 15, Jan, Die Ehefrau Anna Müller und deren 21jährig« Tochter August«, beide au, Eam. berg. standen vor dem Wiesbadener Schwurg-richt. weil st« zu Beginn des vorigen Jahres als plötzlich etwa 30 Gläubiger über sie herficlen, al» sie in übles G red« gekommen. Postquit- tungen derart sälschten. dotz st« an di« Gläubiger „fünf" der „sechs" Mari auf di« Schuld per Pcstanweisung abgahlten. »der dem Gerichtsvollzieher sixierte Quittungen der Post über „fünf, zig" und „s chzig" Mark vorlegten und durch derart hohe Zah. langen auf di« Schuld Vertagung der Versteigerungen und Aufhebung von Piändungen erreichten. DI« Geschworenen sprachen mir die Mutter Müller in einem Falle der öfsent. lichen Urkundenfälschung für schuldig. Da, Urteil lautete g gen flc auf 4 Mona:« lüefängnis. gegen die Tochter auf Freisprechung. — Ein« Folge des heutigen verfahmn, vor den Ge. ichworcnen wird, wie der Sloolsonwall In seinem Plaid^ner and utcl«. die sein, datz stch di« Behörde mit dem in der Sach« tätigen Gerichtsvollzieher, der heut« einen höchst unstcheren Eindruck macht« und stch auf fast nicht» mehr entsinnen konnte, auch noch zu beschäftigen hoben wird, da er. ttotzdem er 1910 von derartigen Fälschngen bereits gewußt, aber tief s Schweigen darüber bewahrt haben soll. * Limburg, 13. Jan. Unter bem Vorsitz be, Pfarrers An. thes sBierstadtf hielt der Landesverband deulsch-eoang-lisch:r Jugendvcreine Ratzau, im ..Eoongelischen Bereinshons"« seine diesjährige Hauptversammlung. Dem lättgkeitsbericht zufolge setzen di« Jugendverein« »euerdings in Nassau überroichand schnell Fuß. nomcntlch im Lahngebict. Ein geplanbrr Zufav. menschlutz des Verbandes mit den Jugendvereinen des Mittel- rheinifchcn Verbandes evongelifchrr Sibelteruerein« wurde ei. ner fpäleren Tagung zur Erledigung übeiwi fcn. In den Vorstand wurden wiedergewählt Pfarrer Rumpf sLongenfchwal- bachl und LandaeriLtsrat Niem lLimburgj. * Herbor». 13. Jan, In der Grub« Rotland" stürzte der jugendlich« Bergmann Thei» au, Ofjendach von einem vciäst ad. wobei «r fehr fchwere innere Verletzungen und Brüche er- lttt. * Fronhaufen, 14. Jan, In dem nahe» Wolfshaufe» ge. llmhtte di« Magd eines Wirt», als sie morgens de» Heuboden betrat, «tuen fremde» Mann, der auf ihr Schreien eiligst das W:ile fuchle. Er hinterlictz «inen Korb, in bem sich außer iktz- waren, die von einem Diebstahl herrühtten. zwei geladene Revolver befanden, * Schlüchtern, 13. Jan, Am Distelrasen Tunnel sind die Durchstichs«rbeiten foweit oorgcichiittrn. datz der Durchbn-ch zwilchen dem 23, und 27. Januar erwartet wird. Die Zahl der Arbeiter ist auf 200 verringert worden, * Schlüchtern. 13. an Ein« nachahmenswerte Bitte richtet der hiesig« Landrat an die Kr' isinsasirn, Dirl, lollen dar Fällen von Bäumen und da. Beseitigen lebender Hecken und Sträucher. soweit «» irgend möglich ist. ganz unlcriatzen. um dem Hcimotdilde da, eigenartig« Gepräge nicht zu »ehmrn Durchweg geschieht dos B feitigen der Bilanzen nicht au» Rot D.'r Gewinn steht in gar lcinem Verhältnis zu dem dauen'den Schaden, der durch ein« voreilige W onahme erwächst. Gleich, zritig aber dient die Schonung de» Baummnchses dem St-utz, de dem Londmann so überaus nützlichen Singrögcl, * Fulda, lg Jan, Donnerstag Rächt wurde auf dem Bahndamm der Bebraer Etrrcke nah: der Wachrivor niabrik von Berta rin 18jährige, Mädchen von hier liegend au-gssun- drn. Durch die Ausmerksamleii de» Lolomotiviüdrer» und d-, Heizer» eine» herannahenüen Zuge, wurde da» Mädchen recht, zeitig entdeckt. Es wurde nach der Station verbnichl »nd später durch zwei Schutzleute zu ihren Ellern geführt. Was da« Mädchen zu dem Vorhaben veranlotzt«. ist unbrlannt, * Kassel, 14. Jan. Ungezogenheiten von Fortbilbnng? fchülern hatten die Lehrer der Fortbildimnsschiil» in Weite rede (Kreis Rotenburg) zu erdulden. Diese Ungezogenheiten Ware» schließlich derart, dah eine gedeihliche Arbeit an der Fortbildungsschule in Frage gestellt wurde. In besonders rüpelhafter Weise wurde dem Hauptlehrer „lilgciviell Einer der Fortbilduugsschüler. der I6jälirige Maurerlehrling Ehr. Gl. in Meilcrode. besaß sogar bie Dreistigkeit, aus off«- »er Straße den Kauptlehrer zu beleidigen. Das Sckü'sleu- gericht in Rotenburg veruteiltc daraufhin den Angeklagten z» 50 -4k Geldbuße: die hiergegen riugelegte Berufung wurde gestern von der Strafkammer verworfen. Aus Starkenburg. • Darmstadt, 14. Jan. Da» schwere Eisenbahnunglück i»> Ofsenbach an, 8 , September «, I,. welchem zwei Menschenleben zum Opfer fielen, während da« drille schwer gesährde» wurde, fand am 12. Jamiar sein« Sühne vor der hiesigen Straslam- mer. Bekanntlich wurde damals das Milchsuhrwrrt de» Land, wir!» Neubeckei au, Sprendlingen, al» er aus dem Nachhause, weg von Oftenbach nach Sprendlingen den Eiscnbahnübergana an der Sprendlinger Straß« passieren wollte, von dem au» Franksurt kommenden Eilzug« überfahren, da bi« Schranke an dieser Uebersohrtsslell« nicht geschlossen war. Ein« Frau Schäfer Wllwe. die auf dom Wag« fatz, wurde sofort getötet. ?!eu. kecker starb kurz nach seiner Ausnahme in da» itädtifche Kran, kenhiu» und Frau Newbeck.r wurde schwer verletzt, wurde zwar wieder hergestellt. leidet aber heut« noch an nervösen S'örun. gen, Angeflagt find der 22 Jahre alte Hülssweichensteller I, Herzog, der dir Schranken zu bedienen halt« und der 5!>jährige Weich nsteller F, L Burckhard« wegen sahrlässiger Tronsnon. gcfährdung. fahrlässiger Tötung »nd wegen fahrlässiger Körper- Verletzung, Beiden wird von der Bahnverwaltung das beste Zeugnis ausgestellt und «rsrrul sich Burckardt einer 37jährlgc» lobenswerten Dienftz It, Beide sind das Opfer ihre» Beruie» resp, der Dienstvorschriften geworden, Burckardt hatte da- Slellwerl 1 zu bedienen, den Zügen freie Fahrt au. Ob rrol zu geben, wenn er sich nach der Vorschrift überzeugt Hane, daf der von ihm gleichzeilig durch bas Schien nlontalillinzclnx'rl benachrichtigt« Schrantcnwätler dte Schranlen au, gelchlosici' hatte. Dies« Vorschrift hatte auch noch der Ansicht der Sachver. ständigen ihre Schwrerigketten und war unzweckmätz g, da an. derrrs it» auch «in« zweit« Dlenstanweefung bestand, noch der bei Bermeidvng von Ordnungsstrafen nach Möglich'«!! v rhtn dert werden mllsie. datz die Züge aus der Strecke halten und da. durch die Fahrzeit nicht «inhalten. Im vorliegenden Falle hat, wie fchon m hr nach der Angabe Herzogs das Klingelwerk v-r. lag«, fodatz er di« Schrank« erst fchlotz. als er den Zug fchon hört«, nach der Anklage höller er aber auch ohne Signal di- Cchrank« aus Grund de« Fahrplans fchlietzen müsien und Burk kardt hätte sich davon überzeugen muss n, datz die Sch ani« auch geschlossen fei. Beide werden unter Zubillegung milden,, der Umstände in weitestem Matz« ,u der Mindrstftraie von je einem Monat Gefängnis verurteilt, Hosjentlich gehl nun der Behörde auch daran, für di« Bef itigung der dortigen Einrich, tungen zu forgen, » Darmstadt. 13 Jan, Ein schwerer llebersall wurde am 9, Januar auf die beiden Söhn« de» Direkiors der Zuckerfabril Pillhord« in Trotz Gerau ausgeführt. Der Jabrikarbriter E Walther war aus der Fabrik «nllasien worden «nd klag!« nun beim Eeweibegerichl, Al, der am 9, Januar stattgehable Ter. min nicht p, feinen Gunsten ousging. erhob er aui der Strotze einen Kanalteckel und fchlug damit auf den etwa 22 Jahre al ten Sohn, der die Fabriklcitung am Gericht verlrelen Han«, «in. Der jung« Mann brach bewutzllo, zusammen und wurtc in bedenklichem Zustand« in da» Krankenhaus gebracht. De, jünger« Bruder Pilihardt» Ickzlug nun mi, einem Stock oui Walther «in und verletzt, auch dielen n rhi ungeeährlich, Walther. der aber transportfähig blieb, wurde feftgenomrnen und in das Uniersuchungsgesängni, in Darmstadt ringclieser», „Ausstellung gegeu den Schmutz »nd Schund in Wort »rt Bild". Der Hessisch« Dolk-schriftenveiein veransioltet in d Zeit vom 17. Januar bi, 8 , Februar 1914 in den Au-stellune. räumen der Mathi'denhöh« in Darmstadt eine grötzer« Aus" , lung von Büchern. Bildern und kinemalograohischen F»nra^ schnitten, gegen »inen Einlrlttsprci, oon 50 Psg„ der sür Mi' gl eder van Arberlerorganlsalion-n und gemeinnützige Der- n auf 20 Bia. herabgereltt werd«n lann, Ku- Ausitelluna aeian- 9Icut Lagrszettung. Donnerstag, ven 18. Januar 181« f i: • 1 ülr. 1* _____ n cmpfchknsrverte Volks- und Jugendschriflom die Samm- lunz des Dürerbundes zur B-lämpfung der Schundliteratur, u.eie Plakats von Filmausschnitten. dl« auf dl« Ziele des stampfe» gegen den Kinolchund Hinweisen. Besonders an. tiehrnL wird die Ausstellung werden durch eine, im Interesse i :r Verbreitung eines gediegenen Bildßhmucks. zusammenge- .l'te Bildersammlung von Kunstlersteinzeichnungen, Origi- . al ltithogiaphien. Radierungen und Holzschnitten, herrührend von Mitgliedern des Karlsruher Künstlerbundes. Bet Eröfs. nunz der Ausstellung am 17. Januar, nachm. 4 Uhr wird «in« Führung durch di« einzelnen Abteilungen der Ausstellung statt- finwn. Am Schluss« dies«r Führung wird Herr Professor Dr. Vrnnner, pädagogischer und literarischer Beirat am König!. Polizeipräsidium in Berlin, unter kinematographtscher Borsüh- rung von Filmausschnitten, die bei der kinematographischcn Zensur gesammelt wurden, einen Bortrag halten über das vhema: „Der Kinematograph von heute, ein« Vollsgesahr''. Di« Ausstellung verfolgt d«n Zweck, im Kampf gegen den Schund ln Wort und Bild erzieherisch und r'sÄnackbildrnd zu wirken und einer guten und bodenständigen Volkskunst und Bolkslrteraur die Weg- zu ebnen, die Liebe zur Heimat z» wecken und insbesondere dem wenig"! bemittelten Volksgenossen zu zeigen, wie er sich Schätze unserer Kunst und Literatur auch mit geringen Mitteln zu eigen machen kann, UN, nach dlS Tage« Last nud Mühe dem Ecrst und dem Auge einen (benutz zu bereiten, der innerlich reicher macht und die Neigung zu in. haltsleeren und schädlichen Bergnügungen zurückdrängt. • Trebur, 14. Jan. Bei der hiesigen Beigeordnetenwahl er- siekten die bürgerlichen Parteien einen glänzenden Sieg über rt« Sozialdemokraten, welche cs auf 128 und die Bürgerlichen auf 28b Stimmen brachten. Die droh.nd« rote Flut über unseren Ort ist zurückgedrangt worden. * Stoikstadt, 13. Jan. Einen schweren Unfall erlitt ein liiesiger Landwirt, als er unweit der Eisenbahn mit dem Ackern seines Feldes beschäftigt war. Durch einen heran- lrauscnden Eilgiiterzug wurde das junge Pferd scheu und raste mit dem Psluge über die Aecker. Dabei kam der Land- irt so unglücklich zwischen vorder- und Hinlerpflug zu liegen, dass ihn« das scharfe Schar das ganze Bein oufvife. k' .' Heilende Leute brachten den Schwerverletzten in einen! A'-ggen nach Hanse, wo Herr l'r. Barch ans Goddelau »nd die hiesige Krankenschwester den Verband anlcgten und ihn vor dem Verbluten retteten. * Lamperthüm, 14. Jan. Einen räuberischen Ueberfall auf den Postboten Eottsried W-ickler von hier bei seinem Gang auf den Erenzhof machten zwei Personen Es gelang dem Bo. ten jedoch, die Flucht zu ergreifen. Di« Polizei konnte di« beiden Täter mrhaften. * Rieder-Kalnsbach, 13. Jan. Hier fand ein Schneider und Landwirt auf einem Acker, d'r mehrere Jahr« nicht bearbeitet worden war, beim Umroden unter einem grotzen Steine ein« total verwest« Kindesleich«. Es ist noch nicht sestgestellt, au, welch-r Ursache dt« Leiche an diesen Platz gebracht wurde. Ans aller Welt. Ueberfall. Auf dem Heimwege wurde der Küfermcistcr Fürnitz von Bad Dürkheim von einem Unbekannten, der in der Dunkelheit auf ihn zutrat, in das linke Handgelenk gestochen und ihm eine erhebliche Wunde beigebracht. Der Täter ist mutmaßlich ein Fremder, der den Gestochenen ver- tvechselte. Selbstmord. In der Nacht auf Dienstag erschoß sich am Friedhof zu Kaiserslautern der Mitte der Mer Jahre stehende Kaufmann Gustav Danzer. Was den jungen Mann, der in London >n Stellung war, und wieder dorthin zuriick- zukehrcn beabsichtigte, in den Tod getrieben hat, ist nicht ke- kannt. Danzer genoß den Nus eines braven Mneschen. Jugendliche Wildcrer. Eine füufköpsige Wildererbaude, die seit einiger Zeit die umliegenden Waldungen von Kaiserslautern, besonders den ReiäOwald, unsicher machte und die sich aus jungen Burschen im Alter von 20 bis 22 Jahren zusammensetzte, wurde van der Gendarmerie von Kaiserslautern aufgegrifsen und in Gewahrsam gebracht. Vier von den Wilderern befinden sich noch in Haft, der fünfte, ein Jugendlicher, wurde einstweilen sreigelalsen. Der cingeklagte Findrrloh». Der Florentiner Althänd- kcr, dem bekannilich die Auffindung des Bildes der „Mona^ Lisa" zu danken ist, hat beim Scinc-Gericht in Paris ein?M Klage gegen den französische» Staat eingcreicht, in der er die gerichtliche Wertschätzung des wiedergesnndenen Bildes und l. Mm öft 1. MM Oft 4. NkliM-SMEkii (230. fiat jtfuB.) killW-collettk. ' >»>d >» Sruwr 1014.1 Do OK «,»>« äktr M HC. ft» Oo Mr _ «Mimn-tt-t in Clara m-T- O-l-effldt Oll m «ewl-r. s «4.-1. 1 **1 IN» flf «neue Nummer »wel gleich b-hr «esiiru« gefglr-i. un - Ik rirer .ul dir L.t. gleich« Nummer 1» sei bei-er -isk-il -- -ei I an 13. Januar 191«, oomuttag«. Nachdruck verbot««. - , PfJSi. «831 «’* 648 742 HOOl S 41 47 833 42 49» 602 969 .7 ! , 75 2 !> 763 965 «25« »<* 48 7511 ».» GO •» 3*1 76 (2i 01 58.' 6 1 1,9 17i 619 811 7231 318 26 2« 726 850 52 941 «3 88 «218 131 598 (2001 690 SIS 41 • 13 244 68 410 798 10139 713 16 899 11092 7 >7 12116 203 60 (160193 1*054 116 68 ' 0 . 427 600 1 4006 1 5 3 7 63 633 4 i 672 700 10 1SIM 72 (100) 231 8)3 45 «31 10493 611 17057 140 (4001 221 62» 41 77 661 99j 182-8 801 7: 2 40627 86 763 30018 77 195 209 454 79 81« »1193 26, 89 42t 697 7 r 4 78 875 22180 390 514 625 977 «3311 63 flooj 79 409 27 637 24.335 64 461 621 Ml) »5022 210 596 822 »83 26141 66 67 420 865 2706.75 178 355 437 575 869 281,5 617 757 936 29011 103 205 25 453 616 614 64 916 30065 396 429 40 68 662 618 781 *1055 78 177 281 310 1200) 28 (10 I 41 > 617 658 671 001 79 32223 649 732 93 916 49 (1001 »1107 262 ) 98 791 861 31304 623 858 910 3522 . 707 45 71 3*017 9 142 9 ) 225 355 406 »103« )0 246 435 SSl ro." 27 »8 03 70 206 8« 7b 333 619 56 70 786 856 30079 240 397 6,1 «8 734 821 «82 40572 479 689 680 756 4 1363 459 817 26 773 889 42031 808 25 «12 771 800 941 43154 5 59 618 751 44163 372 614 787 8'8 941 45189 !-l ,29 (1001 43 4i» 86 13 7 242 649 „ 7078 186 848 402 81 716 823 017 4„ ‘-2 511 657 66 831 91 »00 14 66 4 8093 831 66 89' 909 51230 450 660 672 724 45 95 832 977 5 2 61 2 0| 659 807 5*030 49 110 81 733 931 54137 416 617 777 S30u'j 03 1 6 4 12 629 67 0»» 5)1119 703 27 70 93 5 7 08 412 29 (1001 98 607 4. 6:7 Ml : 9 58267 711 912 98 5 0 74 170 1300) 290 461 0-2 1 - . ®" 08, i tz7 302 489 97 660 C09 810 967 «12 5 720 957 «203« 369 4 0 ' / 7-*J 5 961 011069 116 2 4 69 32., 83 626 790 933 «4080 99 .0: | :u2 «501-2 12 148 286 3 2 611 622 958 «0191 439 44 70, 38 679 l 718 *(6 07046 9 4 205 354 4'42 538 881 919 01048 143 387 745 >ki O«'.o7 3™ 491 059'«' 521 71075 80 400 64 89 812 7 2069 803 412 [1011 7, 0 .5 160 9- 244 445 42 41 74 67 115 247 . 5« 8 5 4» 71 984 7 6 282 3 3 96 5 1 ,.83 7«l'6« 17-3 225 319 810 26 73 77 53 24 o 55 ; ( 812 70131 203 12001 302 480 88 6O0 619 57 61« 70207 361 417 707 H0048 239 80 878 623 799 905 Kl OM 162 824 8225! 495 895 772 22 ;2° # ) 836 81319 476 782 874 »5 >34 6 5 7,3 KOO 9 127 6 1 400 K70 2I7iki 1 175 KK 1.37 67 04 1100) 483 62* 7» 928 i 611 6 ,7 5s 64 705 943 65 76 . 400 b00.3 l»7 263 , . 00 ?7 8 8 933 01027 69 98 323 715 »2.71 892 «77 0*061 867 695 J!u? 330 058 05175 81 217 6 9 91 06437 633 780 8~9 309 91»' 01 * 194 449 “•* «9497 *92 3uS 5, > 069 00101 281 656 699 2. Mm «ft I. filütlf 4 . !!®-S 8 D 0 eiltfltfii . .. ... ('39. fpL IrpüB.) fiiüiiga-i’ottfti». " äss/ää trtr w? «OOOOO 81 476 riOOl 655 863 81 10-001 11» 295 506 24 687 762 KOO) »96 lOi !«6 318 470 - 8 61 10.1316 442 677 923 1 0412*32 233 3S 341 105054 140 1200! .1 503 85 673 837 4 7 962 76 1048557 206 87« 96 447 642 60 754 833 928 1 07166 857 476 669 1 081-0 «40 748 1 09209 511 640 72«) 893 110851 996 111007 184 873 86 704 8*3 81 11*374 411 535 700 836 1I»1>4 2 ,1 419 rtCOJ 80 83 91 601 7 6 990 11(01 11403» 98 208 27680 423 115023 30 85 76 111 7.8 887 904 <10306 37 904 117 54 78 102 Ss9 838 118008 10 2o7 6 ß 83 94 I 100.8 169 570 610 826 926 „ 1*0249 359 493 8 1 21 70 7 53 82 867 971 90 1 21078 95 ISO 63 314 426 633 865 »30 12-2138 388 98 444 967 71 12*082 »1 24' 63 487 6 « 828 124076 100 56 68 78 83 230 362 73 442 787 13001 125173 281 447 9 0 76 20054 370 502 603 7 00 39 12 , i| 75 89 - 31 96 934 38 1 27178 685 846 [4j J Öj 4 1**101 682 79o 640 »25 129683 «2 776 818 996 130)36 12001 280 UOi] 816 590 7 2 78 97 1 31612 7,3 1 3*311 2« 87 <61 514 »t 883 1 33146 29.1 400 6 8 6«0 134059 62 90 661 8» 737 854 99 93 1 35015 226 69 9» "85 887 937 13« 19 33 226 687 96 »«15 ,8 97 846 87 98j 137071 200 (1,4)1 65 97 <100176.1 867 966 1 3*036 63 256 98 829 37 7 7 13» 41 539 42 V 1171 95 962 >«0924 30 14110s 2» 317 563 [1001 8.75 1 42028 [300] 2»5 3*8 433 612 753 90 801 »82 14 3243 453 1100) 689 72» 91 > 65 1 14077 26» 473 601 44 46 796 145123 301 400 868 1 40029 291 398 641 748 829 147.701 79 63O 148109 311 442 . 36 851 926 I 4» IOC «17 78 47 97 62» 763 847 97-1 ... ' !k?2 j 60' 77» XS1161 216 89 6"« 759 899 07) 153124 477 , 82 1 530 1 138 232 99 877 615 791 877 1 54040 65 51» »43 7 1 8, 6 (>000l 1550.0 375 6 6 1 50 12001 804 »57 1 50,717 603 »94 1 67072 92 all 423 41 71 158160 543 638 814 915 52 15*23» 87 351 8i 702 itOOOO «, 152 822 410 64 1» „31 734 59 688 »9, lau*» -78 48» 62» 10*116 8,8 435 1001 [36 68 640 .-87 «*193 1100; «221 4-8 6,7 65 82 ! 967 «2 1« 167 210 77 180 676 946 0-7014 »18 16*235 317 W UM 18,1 (1001 1*7497 616 702 844 » 09 1 0*123 252 84 464 6» 576 641 050 1 00037 39 , 666 991 26« WI,Ä.^>M5.'N.''K«K Ä, m »44 ”.«&& (»01 93* 17*021 7 7824- «" ^ « 5.’0 21 181172 37*5 56» 763 1 SSTOt 158 846 183109 *f 6 ?, 8 2L y, 710 »5t 1*5015 47 «Tuet 81» 648 65 3; II'IO) 34 67 4.18 56 . 606 95 748 974 1*722» 862 4M sl --7 6.0 807 41 934 1-MO 9 10 . 465 700 189.68 8, 9o3 Alitt r»4 n-ii tlOOI 101002 24 I 0 6 367 436 82 Alt \t j®5 w IMI« Üil 5t 413 47 87 79 l 9 "2 67 191:63 :<79 410 566 84 195024 115 8! i!7.» 502 59 816 9/8 196043 47 > 80 7°4 8 ti 30 8 “ 7 62 45J t9HAi 44y 64 510 109056 198 12JO) 200 >31 178 202 350 809 931 «01229 flOOI 401 793 203I1R ‘>81 '.OINS 276 349 660 69 8 ' 737 46 «•o ß n-^Li 712 9 886 96$ ä(>9 >16* 58°b3 236 709^ 608 n/'i? ° UJ 2J7l:il ttö 84 9 1 82 704 209228 3.^ 40 54 t i 87 704 32 94 824 ?."* *2* dj"««er Hn» |H)(t «„ich HatK (4.0.1, ,, aefuvu u ,„ oat " ,lrfr n,ir 1,ofe fl'»’*» Plummer tit oea be.o CN «breim rt ,eU I an» IL 13. Januar 1914, nachmittags. Nachdruck verdaten. 151 2t9 71 3 0 177 802 21 I -, Ol 389 46(1 iinfii rki ■->/*-*■ oor» ” VÄ ” ® * s 111 ( ,'62 140 o9 > 435 »2 1100) b >6 11184 285 44 7.35 12006 599 6 Q .1! >5» 130 ' 219 167 7 |20u| 6.31 14043 Vft (1001 ff H f- J - ' -'7. 15 4 f7 405 578 620 713 6 Iv 95 19' > 3 519 4, ,53 888 >»->04.322 578 1 0*93 243 366 /Tg77?» 169 ** U ° r. i*«4 3 , S 7 VF&WZlVö&tfFBm S'.f ' i - , «Gl,,-* «.„4 kl r.lil 614 77u 83 87 *1 0 6 6 7 atz «, 6 6 " 5 1001 m * M “ 83 2K lMI 7» 63» »L, K *fo73 160 3-5 «•«I» ?» 67, 61 4*1*1 586 821 75» «ifinfol^? 87 47188 87 fi* , 1«*>7 <1 ?9» sri't'l 85? V|.» 3 .' «i:?8*M0 8*' Ä 85*46 6?B i.Yw l fiW« S Ä W?OTJ 5 7579 937 Oh ;,» 605 66 12 0) 6*030 158 10,' s -': 1 p? ?&,-?*<»*.*! 851 403 829 «WS S0 7 14 27 4 ,4 -.3 {-, ->'.?° 4 ,'i«'M'7 678 7U 8?. 8 *730 B 6,!7- 4 M*? K M 779 888 b! «,',^ 8 88 >06 15 55 11 (3001 6*112 76 274 461 60151 2.3 770 ,1 ?!!'R lÄfs 8 /; 84 ™.,. »"19 832 3,6 416 541 7-2 r« 8 744 46 an, 18 »rÄ v «hSä» 47ü 616 ^ »I 81 5 47 -Mini«, H-'ro 1 om s 1 ?«' 8! 9 (M Waii 87 , 8 . 487 »'S 79 w» ■*;? I1J"' 67 : IIOIHIOI 7 7° K63 "*0 95 16 . 3 MVe'L 457 j-Ä 81273 W 4 “ 2 6W 7 > 8 0014» £,* 63 »4 »5 55 ”'651 748 210.332 513 657 785 848 91 91 951 1300! 211017 190 498 flOOI 523 841 212112 255 89 324 613 (1001 16 70 87 99 e>24 21:4317 67 •KM uSl'lilt L L^*13t'[L.°l°L^ 3a ““ 28921 * 7 «?! 'WA.-B.^«'W;',7 irÄSVW JSlüSSs™ 100441 708 10^« 252 404 794 t 88 960 ^ 714 13001 r. oi.Ö MWAKMMMWZ 67* si iS» '"» 5 ° 78 *7i ?; I .»ML Z M “,aW 4 io7"«B 13001 ™ 356 m 51,8 1 '51-9 8, 70» 140189 *27 lw«iro, 94 Ji 2( ¥L ,4419 ' m Sii 87 562 820 70 9 0 Äwwa m w n< is*a?i TÄA'M «!» “r J? «05 « 7 0 '54297 417 92 98 41 , , 9 41 IIUIJ I* rfo S^l, 931 13 8 7 l.i< 034 76 96 138 5.34 62 93» i ® ^ 20 762 93 97 158.32.3 44h .08 99c 109187 290 416 56( 7 52 149 27 60 4 - 9 750 llnnf*?*'. I «‘21,76 252 <07 7 ln 10.»045 89 140 6 7 78. 8 2 »Äa !*iV 54 W 8.9 107059 62 6. 74 86 415 60 514 794 Ö17° 3 loiifis U/M äJO C03 961 199013 266 479 651 679 l0 ' il65 224 531 683 746 nooi f-s 8 Ä 14'Ä 83 186 l200) 83 84 787 83 -'300, “nilfli 8 925 20« 98 204 06 f» > h . 2 206170 3 8 200109 321 427 *iai17 1U, 2 Vüi?i je' 41 / 093 879 438 79 674 82* »1 *1*051 *63 677 S« HiCbuii» 4,1 I li.a !: am 15 a.bruai m. 10 Prozent dieses Wertes für seine Bemühungen für sic! beansprucht. Außerdem beansprucht er noch die sosoriige Hinterlegung von 100 000 Franken. Ein kostbarer Fund. Wie aus Almeria gemeldet wi-d fand ein Schafbirte aus einem Weidevkatz einen Sck'a'i va>- beträchtlichem Werle. Unter einer Moostchickit evtd«. ckie ei eine eiserne Pkatte. Unter dieser befanden (ich eine gr-.«s>- Vase, die mit Gold- und Silbermünzen angefüllt waren, di« noch aus der Maurenzeit stammen. Ein bklgischer Dampfer in Seenot. W>e an? St Job, auf Neu-Braunschweiq gemeldet wird, ist der bela. Danivter .Cogueaiiid", der mit 150 Passaaioren von den Antillen unterwegs ist. in der Nähe der Jniel Briar in der Simdv Bucht ans ein NiEe gestoßen. Der Dampker sandte neck«, allen Seiten drabttose Telearamme, in denen er Um fr bat. da seine Lage s«'br gefährdet sei. Ta? lebte Telearamm besagte, daß der Kietranm d"? Schisse? voll Waller aekariken sei. Infolge des überaus heftiaen Sturmes wird es den Hilfe bringenden Schiffen nur schwer inöglich sein, sich dem Dan">'er zu näbern. Booisunalnck. Dienstag früh geaen acht l'br ereiaoete sich auf dem Neckar ein schweres BvotsunaUick zw ticken Hoven und Möbshaiisen. bei dem zwei Familienväter dev Tod fanden. Da? Bon, war mit drei Personen belebt, von denen sich nur einer retten konnte. Die beiden anderen der Feldhüter Oberer und der Maurer Klausner, fanden den Tod in den Wellen. Ihre Leichen konnten noch nickt gehör gen werden. Höiltfrtl'rf*. Der Gras von Altenknirg, ein Schauspiel von H Jung in 4 Aiifziiaen. Verlag SB. Härtel & Eo.. Naibsl.. Leipzig Broschiert 1.20 ,M. Das Schauspiel spielt in der engeren Heimat des TV- lallers (Oberbessens und dürfte als ein Stück Heimatge- schickte gerade für die hiesiacn Kreise von besondorem Inter esse sein. Der ?lutor verstellt eS. ein treue? Bild an? de, Zeit de? Gottesfriedens zu entwilfeln und seine Gestalte» sind lebendig und echt. Der Slltenburger ist da? erste Werk auf dramatischem Gebiet und verrät eine tiefe Empfindung und eine erfreuliche Kraft der Gestaltung. Möge er das in Zukunft halten, was er in diesem Werke verspricht. Der Verfasser ist in Reichelsheim ansässig und bat sich seither nur in Feuilleton und Lyrik versucht. Seine Verie senden allenthalben Beifall. Auch wir haben gelegentlich Gedichte, die er »ns frenndlichst überließ, in unserer Zeitung gebracht. Möge das vorliegende Werk dazu beitragen, den Namen des jungen Verfassers bekannt zu niachen und ihm einen guten Ruf geben. tf ii r$ beruht vom 14. Januar 1914 der Mitteldeutschen Ercditduuk Aktienkapital u. Reserven M. 70 000000 gegründet 1856. Franijurler ibotjt. «"/»Reichsanleihe 98.72", Cschweiler Bergn». m 22?.— 8'/. 85.50 . Bochumer Gugstahl „ 216 »'7. 75 80 . C)el entirch.Bergw.Akt. 168.— Prcutz. Eonsol« 85.20 . Harpener Bergbau m 17 .— 7f>.fcO . Hambg. Amt. Pak. „ 135?/, «'/. Hetzen 97 75 . yioröö. Üloqö M .ll .0 ?'/»•/« „ 83 30 . Berliner pandels Ant 1;>6 l l VI. .3 70 . Bkitteld. Creditb. Vitt 118 25 4»/. Oesterr. Goldrente b8.60 „ Taruislädt. Bank „ 117.75 4'/, ®/ t „ SUberrente Deutiche Banl „ *250.2 > 4 % 7lngar. Goldrente 84.50 w Teutsch-AiiatilcheBan 11 7 ' 3 w „ Kronenrente 8-.40 ^ Dislonto ätomm. Anl. 183 25 3 H Portugiesen Serie i 62 30 . Dresdner Bant Alt. 153 — 4„ „ ,, lll 63.10 „ Oest. Creditanst. Akt. 203 75 4 */| # /» Nüssen v. 1905 98.80 „ ^oinbarden „ -2.'/, 4 V. „ „ 1002 89.70 „ Dtsch-Uberlee C.G. m 167.25 " 4'/,% Japaner 91.25 „ Oesterr.Slaasbahn „ 354?,. 4 J / 0 Türken von 1903 8U.— „ Höchit. oa^owerte „ 62,— 4°/oAdmmistr. Türken 77.60 „ Chem. oabr. Albert „ 4 0 — Türkenloose Nt. 169.— „ blütgers merke „ 194 75 10/,,°/, Griechen v. 1890 56.— „ Steaua Nomana „ 14 50 l s /*°/o Bkonopol-Griech. Phönix Beigo. „ 2.7 - 3°/ 0 Buen.-Air. Pr. Anl. Griesheim Elektron „ 28 j üO 3 7o # Silber-Mexikaner 48.59 „ ^jeUstog Waldhos „ 24.— 4*/,/. Bkex. ^rrig, Anl. 7, .50 . Holzverkoglungs-^nd. 30 .— Chinesen 90.96 „ xsaucahüte „ Io 1.5 J Buderus C.-W. Act. 113.40 „ Prioatdiülont m 3.7,* Schuck. Clektr. wes. „ 144.7)0 „ Tendenz: ,chwach berliner Bor,e. Berliner Handels Witt 156.50 „ Deutsche Bank Akt. ^4o.<5 „ Disk. Äonunandit Ant. 1^.8— „ Dresdner Bank Akt. 152 V» * Pet.Int.Handelsb.Akt. 2Ü3. , / 8 „ Nuss.Bankf.a.Hand.A. 159.75 „ Schuntnng E. B. Akt. 127 .*/, „ Bailiniore u. Ohio —.— „ Canada Pacific Akt. 215.»/« „ Prince Henri IL. B.Akt. 155/,« „ Türkenloose Ät. 167.50 n Hobenlohewerke Akt. 131 1 /§ Leulich-rsuxelnb.'L).2ltt. 136.50 „ irgurahütte Akt. lo4uü „ Obctichkejler u;. Akt. 98.25 PhvtttL Bergbau Akt. 237.— „ btoinbachei glitte „ 1*1.75 .. Geksenlicchen Bergn:. A. 188 .'/, „ Harpener Bergbau 177?/, AUg.E(ek.lZ)eseUich.Akt. 238.^,.. „ Siemens u. .^alskeAkt. —.— Tendenz: schwach. Londoner Bor.e. Atchiion Topela Doll. 97?/, Southern Pacrfik „ 94.V* Chicago i/iod 6ßl. 14.25 Miji.ttan.u.Tez.R. H 21.25 Union Pacific. 161 .',, U. S. Steel Common,, 61?/. Amalgamated Hopp. Toll. 74.2'' Eharlerrü a.on>[iany Ljtr. U. Ki lra>iiano 4 >iopi>e,ar» „ l.'JÜ tüotd[>etds „ 1. 6 Aano ll/iines 5.46 ll)e Beers Eon otid „ 16?/, Die Depositenlrulle Friedberg i. Fj. cmpfiehu [ich ?ur Venuit(l.n<( alles- liaiikniässi^en Oescliilftfc An- und Veikau, von Weripapieren an allen Bör-en. Eirichlung -auienderRechniingen und provi[ions-rcitr ischeck-Eoalt Umwechslung von Coupons und sollen. Annihme von offenen und ver chlosienen Depots. Entgegennahme verzinslicher Spar- Mining:».