Nummer 11 Mittwoch, den 14. Jannur 1914. 7. JuNraauo . >e „..nu » agr-ie-iai-k" >I che,nt ,ed«n Werktag. Regelmahige Beilage,, $un au» pegcu", „Si* Kpznnltape«»iagopre,»: Le, ven Poilanstatten oiec.aliaooitt) jjit. l.if bei otn »Cfnten monoilid) 50 W«. fiimu tritt ioitflibulji ob« Tragt, lohn. Aa,e>a-a, Lrunvzeile 20 Psg^ lokal« IS Plg, An,eigen von auswäns werden «Ult, po >n,chna!>n,e ergaben Lrsiilluugsori siriedberg. KchriNleitung und Verla, fnedberg (Hrsien). Hanaueritrahe 1L Fern prccher 18. Postlcheck-Lonto Nr. 18>,S. An» Franlsort o. Bl. Zlcbcrslchl. — Dem Erbauer bei Völkerschlachtdenkmals, Geh. Hof- rat Elemeno Thieme, der seinerzeit den Roten Adleroiden biirter Klasse erhalten, aber znriickgewiesen h'tte. ist der Rote Adlrrorden dritter Klasse mit der Krone verliehen worden. — Gestern früh wn'de im Hofe des Zentralgesongnisses z„ Kottbns die Witwe Minna Köckeriy au« Drebkau, die am 28. Juni vorigen Jahres vom Landgericht Kottbus wegen Ermoidiing des mit ihr in wilder Ehe lebenden Arbeiters Karl Fröhlich zum Tode verurteilt worden war. hingerichlct. — In CiitrtnOiirn bei Langendreer ereignete sich gestern vormittag gegen VM2 Uhr ein schweres Explosionsunglück. Eine Ladung TynaNiit slog aus bisher unaufgeklärter Ur- lache in die Lust. Bei dem Unglück sollen, wie jetzt feststcht, biri Personen getötet worden sein. — Ter heute in Wien eintressende türkische Finanz- minister Dlchawid Bei wird sich dort mehrere Tage aulhaltca und in dieser Feil auch eine Unterredung mit dem Minister des Aensieven, Grasen Berchtold, haben. — Die Antworten der Dreibundmächte aus die Bor- lebtäg Sir Edward Greps werden heute von den Botschas- tern in London überreicht. Diese Antworten werden, wie die ..Frnnkknrtcr Zeitung" aus Berlin gemelde: bekommt, in ihrem Wortlaut nicht identisch sein, sie stimmen aber in der Sache überein indem sie ein weitgehendes Entgegenkommen li!r die Vorschläge Gregs in de' Jnselfrage enthalten. — Die türkische Regierung hat das türkische Kriegsschiis -San Merco" angekanst. Die erste Rate der Kanssumme ulde gestern bezahlt. — Bedeutende Goldselder sind ans der Tichukotsker» Ealbinlel in der Röhe des Wcltlchaslusses im asiatischen Ruh- Innd am Beringrncer entdeckt worden. Im Durchschnitt wer- den durch Waschen aus zirka 1600 Kilogramm Erde 60 Grainin Gold erzielt. — In, Vorlaute de? gestrigen Abends wurde der Gene- ralitreik in Johannesburg erklärt. Der Premier-Minister >ür die sud-asrikanilchcn Kolonien Grotz-Dritanniens. Dolha, e,dielt von der kaiserlichen Regierung die Befugnis, sich im Bedarsstalle der kaiserlichen Truppen zur Ausrechtcrhaltung de, Ordnung zu bedienen -^Angesichts der äuherst bedrohlichen Lage im Streik- aebiet. ist nunmehr der Belagerungszustand über die süd- akrikaiiiichen Kolonien verhängt worden. fönige priipirlr jiir WthrbcilraMb- gabt. Wir haben in den beiden letzten Nummern das Drhr- oeitragsgesetz erlänt-rt. In der heutigen Numiuer ergänze» w,r diese Ausführungen durch einige Beispiele. Voraus- schicken wollen wir. dah es zulässig erachtet wird, den Er- tr,moniert aus den ortsüblich gezahlten Pachtpreiscn scstzu- bcllen. Wir haben in allen Fällen einen Ertragswcrt von 50 Mark pro Morgen angenommen, der natürlich nach örtl»6e-> Verhältnissen verschieden angesctzt werden wird. Beispiel A. Einkommen 1800 Mark Vermögen: 20 Morgen, Ertragswert 50X25 ■= 12o0 X20 = 25000 Mk. Wertpapiere 3000 .. Guthaben bet der Kasse 2500 .. 30500 Mk. davon ab Schulden 11000 .. bleibt Vermögen 14500 „ oleibt frei von Wehrabgabe, weil das Einkommen unter 1800 Mark. Beispiel 0. Einkommen 24°0 Mark Vermögen: 28 Morgen, Ertragswert 50 Mk. 50X25 = 1250X 28 35000 Mk. I Haus das vermietet ist zu jährlich 200 Mk. X25 5000 Wertpapiere 12000 Lankgulhabcn 5000 Aussietiende Darlehen 2.00 Lebensversicherun, lu-rcifs eingezahlt 3000 Mk.) mi.hin % d.ei-ir Summe 2000 Vl0t-0 Alk. Hypoksiekenschulden ab 16000 . mithin stcucibar 45000 Lik. Berechnung: Einkommen: steuerfrei, weil unter 5000 Dkl. Vermögen: 0,157* von 45070 Lkark = 67.20 Mk. Beispiel C. Dasselbe Einkommen: 2400 Lkark, Be m.-cn: 24 Morgen 3f>ono Mk. 10000 3000 Wertpapiere Cuthaben bei der Bank 33000 Vit. abzügl. Schulden 8000 „ Wehrabgabenfrei 25« 00 Mk. weil bei einem Einkommen von über 2000 bis 4000 Mk. die Steuergrenze des Vermögens erst mit 30000 Mk. beginnt. Beispiel I). Einkommen 2900 Mark. Vermögen: 44 Morgen kt 1250 55000 Mk. 2 Häuser vermietet zusammen 500 Mk Miete 560X25 12500 ,. Wertpapiere 25000 „ Bankguthaben 10000 „ Ausstände (Darlehen) 5000 „ Barbestand 1200 .. abzügl. Hypothekenschuld 10,760 30000 Akk. 78700 Mb Berechnung: Einkommen: frei. Vermögen: 0,15°/, 50000 Mark = 75 Mk. 0,35°/, 28700 „ ■= 10045 „ 1754 j Beispiel E, MW.) Einkommen: 7560 Mark Bclriebslapitat: 15 P,erde 10000 Mk. 70 Kühe 35000 „ 110 Schweine 9000 „ Vorräte an Frucht und Kartoffeln 19000 „ Wagen, Maschinen und Celälen 30000 „ Vermögen: Werlpapiere Ausstände Bankguthaben Barbe,iand ab Schulden an Vieh- Futtermittelhändler sonstige 25000 5000 10000 JOOO lind P/erde- hanöter 8000 3000 5000 103 00j Mk. 41000 Mk. 144000 Beregnung: Vermögen: 0.15'/, 5^030 Mk. 0.35°/, 78000 „ Einkommen: ab 5"/„ aus Vermögen 128000 Mk. 7500 Mk. 6400 „ 16000 Mk. 128600 Mk. 75 Mk. 273 .. 348 'JJil. 1 °/, 11 „ 35j Mk. 1100 Mk. Es komint noch in Betracht, dag Ermähioungen j.att- sindcn. 1) Angenommen Bei'piel 8. Der Besitzer bat 4 Kinder für das dri.le und vier!« Kino je 5' „ also 10°'* aö. Ec hat zu bezahlen na h unserer Bere nung 67,20 Akk. ab 10°, 6.70 „ Mlchin hat er nur 60,50 Mk. Wehrbeitrag zu zahlen. 2) Derselbe Besitzer Hot einen vOjahrigen im Auszug lebenden Va er an Lel>,uo>f, Kleiaung uud Taichen- ge der, er äl. dieser 60 i Marl pro Jahr. Bei einem Alter von 60 Jahren wird diese Summe mit 8'/, mul- liplineit - 5100 Mk. Tiers :uminc geht von dem Kapiial von 45000 Mk. ab, im hin Mcioeu nur 58900 Mk. zu versteuern -- 59^55 lu.ark. 3) Bei Beispiel D. Der Bestjer Uj: in zweiter Ehe. Von den vorhandenen Vermögen gehören d"i rt-nde, l a is erster Ehe: 16 A argen Land 20>> 0 Mk. Wertpapiere 10000 26000 w.k. das Vermögen teilt sich demnach in eigenes u. das der Kinder aus ers er Ehe Berechnung: 0,15% aus 48700 - 0,15°,. o. s 50660 =-. 48 700 Akk. 3i000 .. 78 700 Mt. 73,05 45,00 Mk. 118.05 statt Mk. 175.45 im Falt D. Die Berechnung nach dem Ertragswert dürste sich überall do t empiehie t, wo mit einem baldigem Ve tz- wechsel nicht gerechnc werden kann. Sobald aber der Lanvwiit annehmen muh, da'j er in den nächsten Jahren sein Besitzgul verkauft, so kann dieser Boncil in das Gegenteil um chlagen, da vom Jahre 1917 ab, eine Vermögenssteur t erhoben wird, die in Ihrer Wirkungen weit schärfer ist, als jetzt der Wehrbeilrag. BeLplet 3k-t»n »n mir den Fall B in der Abbe non Frankfurt und setzen das Vermögen nach gemeinem Wert ein. Vermögen: 28 Akorqen ü 3000 84000 Akk Werl der Gebäude 20000 .. 1 Pferd 1000 „ 6 Kühe 360) 8 Schweine 500 .. Maschinen und Geräte 4000 .. Vorräte an Frucht und Kartoffeln 1500 „ 114660 Alk. Dieselbe Wirtschaft (Beispiel 8) hätte nl o bei dem Ansatz des gemeinen Wertes 114390 Mk. sta k 35000 Bit. Crund- und Belriebsvcrmögen. Rechnen wir wie bei Beispiel B, noch 25000 Mk. Kapital daz - ■= 140000 und bringen 16000 Mk. Schuldet« in Abz» so werdenzu besteuern sein: 124000 Aik. - 1.5 von 50000 - 75 Mk. 3.5 von 74000 259. 124000 334. Mk.— Der Landwirt hätte also so viel zu zahlen, statt nur 67,20 Ji, tue sich nach dem Ertragswert trfliVn. 6: muh aber folgendes bedenken. Setzt er jetzt den Morgei Land nach dem Ertragswert mit 1250 Jl ein und er verkauft nach dem Jahr 1017 beispielsweise 10 Morgen a 3000 ,U — 30 00') «Ä, so hat er bei diese,» einen Verknus icljor einen Mehrerlös von 17 500 M erzielt und er mühte da», an Besitzzuwachsslcuer vielleicht da« vielsache )eS jetzigen Wehrbeitragcs bezahlen, ganz abgesehen von dem, was er noch bei spätere» Vcrkäusen zu zahle» hätte. Nachschrift: Wir bemerken noch, doh die Finanzäiulcr von Friedbcrg, Butzbach und Hungen bekannlgegeben boben, daß es bei der WehrbeitragSabgabe genügt, aus die V e r - in ö g e ii s e r k l ä r n n g ausdiücklich Bezug zu nehmen, loser» eine solche für das lausende oder kommende Steucrjabr gemacht worden ist. pcntlriicv Aeichstay. 189. Sitzung vom 13. Januar. Am Tische des Bundesrats: Niemand. Präsident Dr. Karmps eröffnet die Sitzung um 2 1 /, Uh» und wünscht den Mitgliedern ein glückliches neues Jahr. Petitionen. Die Handelskammer in Nürnberg bittet, die Bleistift ivbustrie unter diejenigen Gelverbe auszunehmen, denen fiit den in ihren Betrieben verwendeten unvollständig vergällten Branntwein eine Steuerrückvergütung von 20 M sür das Hektoliter Alkohol gewählt wird. Die Kommission beantragt Erwägung. Abg. Nchbcl (fonf.) hält es sür bedenklich, dem Wniisihl der Bittsteller ohne weiteres stntlzugeben, da diesen sehr viel andere Industriezweige mit Conderwiinichen »nchsolgen würden. Wir sind sür Ueberweiiung als Material. Abg. 1 >r. Cüdktuin (Soj.) ist für den Komiinssionr- antrng. Abg. Strack, snatt.) schlicht sich den Gründen des Abg Nehbel an und ist sür Mateiinlüberweisiing. Es bleibt aber bei dem Koinmiisionsbeschliih. Da« Rcichstagswahlrecht für Fraurn. Der Deutsche Verband fiir Franenstimmrrcht richtet an den Re,ck>stag das Gesuch, den Frauen das aktive und passivt Wahlrecht zum Neichslag unter d?nsclbrn Dcdingungen z» verleiben, wie es den Männern zustcht. Tie Konimilsion schlägt vor. die Petition dem Reichskanzler zur Kenntnisnahme z» überweisen. D'r Konservativen beantrage» nun Uebcrgang jnt Tagesordnung, die Sozialdemokraten Berücksichtigung. Berickiterltatter Abg. Schwarz Schtveinsurt IZentr.): Der Borfchlag der Kon,Mission ilt ein goldener Mittelweg. Wir müilen den Wünschen der Fennen etwas entgegenkom- men. sonst beschwören wir eine Verärgerung herauf, die schliet-'ich zu englischen Zuständen führen kann Abg. l'r. Eobn-Nordb-ufrii (So,.): Ter Kommission«. nntrng ist ein Fortlchritt Ma» wirkt die Petition nicht mein in den zrohen. tondern in den kleine» Papierkoeb. M-'n tut die Forderung des Frauenslimnirechts lo gern mit der Phrasi ab. die Wahlagitation streike den Blütenstanb von der weiblichen Plyckie. aber aus die Tatsache, dah die Frauen in de, Industrie vielfach eine meulchenmörderilckx- Tötigke-t aus- üben, wird keine Nlickficht gcnowinen. Wenn die Konierva- tiven vor einer Versaslungtzändernng ziirückick-eucn, dann kennen sie ja daraus hinwirken, dah das Frauerstimmrewt durch Kabinettsorder eingesührt wird. lLachen.) Abg. I>r. Bell tZentr.t: Einen solchen Vertalinngsbri-.. machen wir nickt niit. Tie Frauenagitation geht oft v'el zu weit: ich erinnere an die jede« sittliche Gesühl aertetzendcn Aeuherungen iin Bunde fiir Miitterlchup. Wir lind zioat gegen das Stimmrecht der Frauen, wollen aber deck, unier lcbbaitcs Interesse an den aelunden Bestreb",.mr der em« & «r. If ......... ---- ---- Srauentawegimg »um Abdruck bringen und v.lligen darum den Kommissionsantrag. , , h _ Aba. Dr. v. Graes- (fonf.): Im Lnndesteht man de» Wünscknn der Frauen skeptisch gegenüber Selbst viele Ar- Leiter wolle,, von der Morgengnbe des Fronenstimmrech» zichts wissen. Wir sagen den Frauen offen und mutig. Wrr lad gegen das Frauenstimmrecht. (Beifall rechts.) _ ni lH , D r Ha-S (Dp.): Die fortschrittliche Volkspartei ist in der Frauenfrage nicht einheitlick^r Meinung. Die ausge- sprockenen Freunde des Frauenstimmrechts in meiner Partei werden für den Antrag aus Berücksichtigung stimmen, die übrigen, die die Zeit noch nickst für reif für das Frauenstliiiin- recht erachten, werden dem Komissionsantrage zuftinnnen. Ich selbst unterschreibe die Forderungen der Frauen durch- "" Alig. Nr, Arendt (Np.): Die meisten Frauen würden daS Wahlrecht als ein Danaergeschenk betrachten. Die Zeit ist noch nicht gekoinnien, zu dieser wichtigen Frage Stellung zu neluncn. . , . ... . . Abg. Met,-r-Herford (natl ): Wrr find m der uberwie- gende» Mel,»zahl für Uebergang zur Tagesordnung. Das blahlrecht können wir den Frauen noch nicht geben. Abg. k>r. Bell (Zentr.): l)r. Cohn will durch eine Kabi- nettsorder das Frauenstinnnrecht einfilhrcn. Er hat sich also überraschend schnell zum Monarchisten gemausert. Die Petition wird zur Kenntnisnahme überwiesen. Die postlagcriidcu Sendungen. Der Kölner Verband der Männervereine zur Bekam- dfung der öffentlichen Unsittlichkeit verlangt, das, post- lagernde Sendungen stets die volle Adresse des Empfängers tragen sollen. Die Konmiission beantragt Ileberwcisung zur KenntniSnahine. Abg. Dr. Marcour (Zentr.) begründet einen Antrag auf ltebertvcisung zur Berücksichtigung. Gerade die Jugend 'onnnt durch den Mißbrauch init postlogernden Sendungen p schivere sittlich« Gefahren. Die Petition wird zur Berücksichtigung überwiesen. Der Militärboykott über Lokale. Der Gastwirt U. in Burg bei Magdeburg beschwert sich darüber, das; über sein Lokal der Militärboykott verhängt worden sei, weil er vor der Wahl eines konservativen Kandidaten gewarnt habe. Abg. Thiele (Soz.): Hier handelt e? sich wieder um eins Machtprobe des Militarismus wie in Zabern. Generalmajor Wild von Hohenborn erklärt, dost der Boykott schon seit dem Juli 1912 aufgehoben sei. Der Boykott wird »»r verdangt, wenn Schädigungen für die Militärdis- ziplin gefürchtet werde». Die politische Gesinnung des Wirts ist uns gleichgültig. Es wird auch kein Lokal verboten, weil der Wi>t Sozialdemokrat ist. Abg. Schöpslin (Soz.): Wir werden beweisen, daß die Präzis ganz anders ist. lieber die Petitionen wird zur Tagesordnung übcrgo- gangen. Einige Petitionen werden als Material überwiesen. Mitwoch 1 Uhr: Petitionen. — Schluß 6 Uhr. Prenßiicher Landtag. Abgeordneten hau». L Sitzung. 13. Januar, 10 Uhr. Am Ministert,sch: o. Bethmann-Hollwcg. Dr. Lenhe, v Pallwitz. o. Dreitenbach, v. Trott »u Solz, Kydow, v. Schorlemer. Die Wahl de» Peäfidium». De» bisherig« Präsidium, Graf o Schwerin,Läwitz, Dr. Porsch und Dr. v. Kranft-Königsbeig wirb durch Zuruf wieder, lewählt. Zu Schriftführern werden durch Zuruf gewählt: die Abgg. Schulze.Pelkum und v. Wenden (kons), v. Bonln-Stormann md o, Flottwell (skons.), Mugdan (Pp). Di RöckrUng (nl.), >. Hagen und Jdchert. Die Erste Lesung de» Etat». Es findet zunächst rin« allgemein« Besprechung statt, bet der die Flag« der Berbesserung der Diensteintommen von Be. rnitenNassen an sg,schöllet wird. Abg. Wtncklee (Ions): Mit tiefem Bedauern haben wtr von den schweren Schäden vernommen ,d>« durch elementare Ereignisse an der Ostseelüste hervorgcrufen worden sind. Wir «rw-itcn, dost di« Regierung rasch und reichlich Hilst. Dos Haus will gern alles Notwendige bewilligen. (Zustimmung), Mit de» Ausführungen de» Finanznrinlgter» über den Wehrbeittag sind wir im allgemeinen einveiftanden. Wir bitten aber dringend, di« Frist zur Abgabe der B.nnögenserkläiung w«. jentüch z>i verlängern. Mit den Ausführungen des Finanz- Ministers über die Bcsitzsteuer tm Reichstag sind wir nicht «in. oerstandcn. Man hat hier ein« Dahn lxschrltten, di« zu einem verdrrblirl^n Ziele führen must. Di« direkten Steuern müssen dem Bundesrate Vorbehalten bleiben, im Interesse der Aus, rechttrhallung der Selbstä,«digk«it der Bundesstaaten. B«. bäuerlich ist die Passivität der Regierung, di« ruhig zusieht, wie im Reichstage g wisse Kräfte an der Arbeit sind, um di« Reihte des Reichstags zu erweitern aus Kosten der Regierung und der inonarch.schen Autorität Wir sehen auch lein« Eegen- ogit.stion der Regierung gegen di« sozialdemottattsch« Gefahr und gegen die Verhetzung in den gefährdeten Grenzgebiet.n des Reiches. Der provisorische Charakter der Sttverzuschläge darf nicht o.rwischt werden. Wenn ich auch nicht sagen will, daß wir sie jetzt schon für überflüssig halten Notwendig ist «In« bessere Versorgung der Allpensionäre. Ferner bedars di« Landwirt, jchast »ach wie vor der grösiten Fürsorge der Regierung. Ein« Arbeitslosenversicherung würde zu w«it sühren. Schließlich nillss.m wtt mit Nachdruck eine endgültige Regelung der Bcjol- pui»z»Verhältnisse der Bolkslchullehrer in den östlichen Provinzen verlangen. Jetzt weiden die kleineren Gemeinden durch bi* Bollsfchullaskn viel mehr belastet als die großen. (Best, llcht»). 9Uae lagrszertnirg. BNttivach. »»» 1». Amnia» 1*1* _ Minffterpräsibent v. Bethmann - Hollweg: Auch uh halt«, rein alademtsch betrachtet, di« Durchführung der Arbeit», losenversichevun, in absehbarer Zeit für unmöglich. Der Bor- redirrr hat sodann meine ganze Stellung einer Krittl unter, zogen. Gegen allgemein gehalten« B-rwürs«, wie Passivität, leg« ich Verwahrung ein. Daß di« vermögenrzuwachrsteuer eine Last tst, die oon den Einzelstaat«, sehr schwer zu ttaqen ist. darüber herrscht wohl nirgend, ein Zwelsel, Di« Frag« ist nur, ob das Reich ans ander« ?v-:ife seinen zwingenden Geldbedarf decken lrmnte. Schon 80« und 1809 glaubten die Ber. bündele» Regierungen die erforderlichen Mitt.l nicht lediglich aus direkten Stenern heraushol«» zu können, sondern den Besitz ttessen zu müssen, und zwar aus demselben Gebiet, dar be. reit» 190« angeschnitten war. Die von den Verbündeten Regierungen vorgeschlagen« Ausdehnung der Erblchastsstener auf Deszendenten fand leine Annahme im Reich Ich habe immer diesen Wendepunkt der Ding« für einen verhängnisvollen gehalten (Sehr richtigI linls). An der Tatsache lommon wir nicht vorbei, daß die Ablehnung der Erbsck-aftsfteuer den Andrang auf Reichsbesitzsteuern verstärkt und leider vielleicht sehr verbittert hat. Auch di« konservative Partei des Reichstages hat für den Antrag Baff-rmonn-Erzberger gestimmt. (Sehr richtig! links) der «ine allgemeine, den verschiedenen Besitzsor. men gerecht werdend« Besitzbrsttuerunz im Reiche gefordert hat. Angesichts dieser Situation waren doch di« Verbündeten Regie, ruirgen, als di« Wehrvorlage des Jahr«, 1913 mit ihrem enor- men Geldbedarf kam, absolut gezwungen, in erster Linie den Besitz mrtanzugreifen. Da eine reine Reichsvermogens. oder Reichseinkommensteuer unmöglich war, hätte nnzwerftlhaft «in« Medervorlag« d:r Ascerrdenten und Descendentensteuern am nächsten gelegen. Ich habe mir in den Jahren 1912 und 13 alle erdenkliche Mühe gegebrn, die prinzipiellen Gegner der Erbschaftssteuer van ihrem Widerspruch abzubringen. Dies« mein« Versuche sind leider fthlgeschlagen. Deshalb waren di« Verbündeten Rogierungen gezwungen, einen Airswog zu fin. den, Nnd dieser Ausweg fand seinen Ausdruck in der Regierungsvorlage, die versah, eine primäre Landesbesitzsttuer und sekundär eine Reichsoermögenszuwachzsteuer. Die Konfervati. ven wollten uns ober gerade das Stück aus der Regierungsvorlage herausstteichen, das wir unbedingt brauchten. Selbst in dem letzten kritischen Moment haben die Kons:rvatioen der Regierung nicht diejenige Unterstützung zuteil werden lasten, welche es jetzt rechtfertig:» könnt«, der Regierung zu jagen: „Du hättest nur fest znhalten müssen, dann hättest Du die ganze Sache bekommen". Man nruß doch auch bedenken, wie die allgemeine politische Situation war. Die Annahme der Wehrvor. «rge war gesichert, wenn gleichzeitig eine Einigung über die Deckung erfolgte. Die Durchführung der Wohrvorlage konnte nicht hinausgeschoben werden. Dafür hatte ich nie und nim- rnermehr di« Verantwortung tragen können. (Beifall). Des. halb mußt: — das ist lein« Kapitulation — eine Einigung über die Deckung erfolgen. (Lebh. Zustimmung im Ztr. und links). Es gibt Moments, so schwer sie auch für di« Negierung sein »lügen, wo Kompromisse geschlossen werden mäste». Im Interest« der Einzelstcmien beklag« auch ich diese Vermögens- zuwachssteuer in jeder Beziehung. Aber ich habe es für eine nobile officium gehalten, auch die schwersten Opfer auf sich zu nehmen, weim di« nörig sind, um die Stärke und die llnabhän. gigk.it der Nation zu verbürgen. (Lebh. Beif. links). Abg. Herold (Ztr.): Auch wir sind der Meinung, daß der Modus der Aufbringung dos Wehrbettrages eine Ausnahme bleiben must, auch wir bedauern, dag di« Erbschafts. steuer in dem Besitzst:ue:gcsetz enthalten ist. Ich kann der Regierung den Vorwurf nicht ersparen, daß sie zu wenig energisch ausgetreten ist. Es wäre sonst vielleicht dr« Haltung der Par. teien eine andere gewesen. Wir vermisten die bestimmt« Er- llärung: Ein« wittere Ausdehnung der Erbschaftssteuer und der Vermögenssteuer wird für di« Zukunft nicht eintreten. In der Staatslausbahn werden leider dt- Katholilen zuriickgesetzl; da» hat auch Fürst Bülow in seinem Werke anerkannt. Di« B-fttebungen, Landwirtschaft, Industrie und Arbeiterschaft in dem sogenannten Kartell der schaffenden Slände zu vereinigen, sind zu begrüben. Für den Schutz der Arbeitswilligen genllgen die heutigen Bestimmungen. Di« Initiative zur Vorlage einer neuen Wahl«:form muß die Regierung ergreifen, nachdem di« letzte Vorlage nichk ohne Schuld der Regierurig gefallen ist. Al. lerdiiigs darf das bestehende Wahlrecht unter keinen Umständen' verschlechtert werden. Notwendig wird auch sein, das ge. heim« Wahlrecht einzufiihren. Denn obligatorischen Fortbil- dungsschulunteriicht mutz der Religionsunterricht gefordert weiden. Wir verlangen sodann mit aller Entschiedenheit die Aushebung des Jesuilenges tzes, denn di« Jesuiten sind di« b«. sten Stützen der heutigen Ges-llschaft. (Lebh. Deis. i. Ztr.). Abg. Dr. Röchling (nl.): Unsere Finanzen befinden sich dauernd in günstiger Entwicklung, Namentlich durch di« Be- niühuugen des Abg. Dr. Friedb.rg ist es gelungen, «in« Treu, nung zwischo» den allgemeinen Staatsausgaben und den Einnahmen aus den Eisenbahnen zu erzielen. Der Ausglelchssond hat sich bisher durchaus bewähret und nruß weiter bestehen bleib:». Auch wir wünschen die Verlängerung der D-llara. ttonsfrist für den W-Hrbeitrag. Di« Angriff« des Abg. Winck- ler gegen die Reirl^ftnanzgebahrung richtet sich auch gegen uns. Ich habe den Ausführungen des Ministerpräsidenten nicht, hinzuzufügen. Sobald di« sinanziellen Schwierigkeiten beseitigt sind, mllsien die Stenerzuschläge aufgehoben werden. (Zust. links). Da» beste Mittel, der Landflucht «ntgegenzutre. ten, ist die Schaffung von Bauernanfiedlungen. Innere Kolo, nisation und Beschränkung der Fideikommiss« mästen da ein. letzen, wo der Bauernstand nicht auflommen kann oder zu verschwinden droht. Die Polizei de» Schutzes der nationalen Ar. beit tm Sinne der Fürsten Bismarck mutz mehr gepflegt werden. Damit tm Inland- die Euter billig erzeugt und sorth«. wegt werden können, müsien di« Taus« herabgesetzt werden. Ferner muß den Arbeitswilligen ein besierer Schutz g-w-hrt werden. Die Wahlreform kann nicht länger hinousgesthoben werde». Wir fordern direkt: und geheime Wahl und hoffen, das, auch d!« Regierung sich unseren Anschauungen anschließ» Wir bedauern, daß in der braunschweigischen Angelegenheit dl« bekannkn BundesralrbeirkUille ausgebobeo morden sind. lediglich aiff di« Erklärung des Herzogs, daß er nicht, tun und nicht» unterstützen werde, was sich gegen Preußen richtet. Du Regierung hat nichts gegen die Welfenagitalion getan. Di< Zoberner Affäre kann nicht übergangen werden. Von Herrn v. Jagow will ich nichts sprechen, da ei sich nicht selbst verteidige» kann, uicd wohl auch schwerlich von der Regierung i» Schutz getrommen wird. (Heiterkeit). Aber in Zabern ist der größt: Bundesstaat fortg-setzt durch geringschätzige Redensarten herab gewürdigt worden. Preußische Offiziere wurde» mit Grimasse, Johlen und Pfeifen begrüßt, ohne daß dir Zvilibchörden ein schritten. Man kann es lebhaft bedauern, daß ganz unschuldige Leute ihrer Freiheit beraubt wurden, aber so stark der Schutz der Freiheit de, einzelnen auch sein muß, so steht das Schicksal der Nation turmhoch darüber, nnd da, Schicksal der Ration hängt in letzter Linie ab von der Verfasiung des Heeres. (Stur mffch-i Boisall, rechts). Di« Hauptschuld in der Zaberner Affäre liegt üt der Zivilverwaltting, die völlig versagt hat, Viel, leicht ist dies erklärlich durch das vollständig« Fehlen des prc» ßischen Elementes in der Beamtenschaft, (Lebh Beif, recht») Ministerpräsident ». Bethmann. Hollweg: Ick Lahe volles Verständnis dafür, daß das Empfinde» jedes Preußen durch di« Zaberner Affäre sehr scharf uird unangenehui berührt worden ist. Haben Sie denn nicht aus den Verhandle, „ gen in Sttatzburg einen ganz anderen Eindruck oon der Sachi bekommen? Mir scheint, daß auch die Freunde des Vorredner! jetzt zum Teil eines Besseren belehtt sein müsien, Ei ist selbst, verständlich, daß wir die Vorgänge im Elsaß ernstlich im behalten und Laß es «in« große Sorge der Reichsregierung ist, wie s»lch:n Vorfällen für die Zukunft zu steuern ist. Bezüglich der Frage des Arbeitswilligenschutzer habe ich im Reichstage ausgeführt, daß ein erhöhter Schutz der Arbeitswilligen in nvanehen Beziehungen notwendig fei. Ich habe aber abgeiehitt, das auf dem Weg« «ln«, Ausnahmegesetzes zu machen, sondern imr auf dem Wege der öffentlichen gemeinen Rechtes. Ein, Wahlreform wird dieRegierung dem Parlament« nicht äufok- troyieren. Das Königswort ist eingelöst worben durch die Bor. lag« d:r Wahlreform von 1919. Daran, daß diese Aöahlresorm nicht zustande gekommen ist, weil sich der Landtag nicht darüber einigen konnte, ttägt di« Regierung kein« Schuld. Die Regierung hielt e, nicht für angebracht, de« neugewähllen Abge. ordnete »Haus in seiner erste» Tagung «in« Vorlage über di« Wahlreform, welche oon der größte» politischen Bedeutung ist. zu machen. Heber di« Braunschweiger Frag« habe ich müh aussührlich im Reichstag« ausgesprochen. Ich bi» von Seiner Königlichen Hoheit dem vegierendeu Herzog ausdrücklich ermächtigt (Hort! hörtl) vor diesem Hause und vor dem ganzen Lande sestzustellen, daß jede Berufung auf den Herzog sür Br. stötigung der Bestrebungen der deulschhannooerschen Partei nicht nur dem Willen Sr. Kgl, Hoheit nicht entspricht, sonboin diesem Willen direkt widerspricht. (Lebh. anh. Beif.) Dies« Willensmeinung des regierenden Herzogs ist so bündig und s» nnvermißverfländlich, daß, wenn Mitglieder der deutschhan» neverschcn Partei fortfahren sollttn, den Herzog für sich in An. spruch zu nehnun, jedermann wissen wird, wo, davon zu halten ist. Für den Herzog find derartig« Versuch« mit seiner Ev klärung für all« Mal abgetan. Wenn wir den Prinzen Ernst August zum Märtyrer der Partei gemacht hätten, so würde« wtt die Welfenpartei wesentlich gestärkt habe». Di« nnbylrhr» baren Elemente dieser Bewegung brauchen wir nicht höher ein» zuschätzen al» fie wert find, Di« Träumereien dies«« Warnet brauchen wtt nicht tragisch zu nehmen, (Beifall), Da» Hans vertagt sich hieraus auk Mittwoch vormittag 1« Uhr, — Schluß halb 4 Uhr, Tayesüberslcht. Deutsches Keich. :: Der Fall Zaber» im Elsaß-Lothriiigischrn Landtag. Die Zweite Kainnier des Eljab-Lothringische» Landtages begann gestern mit der Behandlung der Interpellationen zum Fall Zabern, Es sprachen hintereinander die Abgeordneten Knöpfler (Zentr.), Weber (Lothr,), Jmbs (Soz.) uni Burger (Fortschr.) Alle Redner kritisierten auf das Schärfst« das Verhalten der Militärbehörden, während die Elsaß- Lothringische Regierung bi» jetzt ziemlich glimpslich wegge- kemmcn ist. Nur der Abg. Jmbs leistet sich ein paar temperamentvolle Angriffe. Die Stellung der Negierung vertrat der Staatssekretär Zorn v. Bulach. Seine Rede wai matt und unentschieden, Wik dieses von einem reichsländische» Beamten nicht anders zu erwarten ist. Er ging nochmals di« Vorgänge in Zabern durch und erklärte, die Regierung Hab« die sttenge Mahnung erteilt, mit allen Kräften für die Auf- rechterhaltnng der Ordnung zu sorgen. Das Urteil deS Kriegsgerichts sei gesprochen und zu achten. Bezeichnend siir den Geist, der diesen Landtag beseelt. War der Unistand, daß lauter Widerspruch auf allen Seiten des Hauses ertönte als der Staatssekretär betonte, daß daS Heer der Fels sei, auf dem die Placht und die Größe deS Reiches ruhe. Rußland. :: Anwachsen der reovlutioiiärrn Bewegung in Rus sisch-Polcn. Ein starkes Anwachsc» der revolutionären Pro paganda, besonders in den Grenzgebieten Russisch-Polens, ist nach Feststellung der Ochrana zu verzeichnen. In großen Mengen werden revolutionäre Flugschriften und Zeitungen aus dem Auslände eingeschmuggelt und unter den Arbeitern des polnischen JndustricreoierS verbreitet. In Bialistoil hoben Massenverlnstiingen stattgefunden, bei denen von de, Polizei ganze Stöße revolutionärer Schriften gef>nidc> wurden. :: Taisun in Wladiwostok. Ein Taifun von ungeheure, Gewalt hat in der Stadt und der Umgebung gewütet. Zahl reiche Häuser wurden demoliert und die Dächer abgedefft Bäume sind geknickt nnd entwurzelt. Mehrere Kinder wurden in den Straßen vom Orkan erfaßt und ganze weit sortgeschleudert. Auf einer Bergstraße geriet ein Fir werk in den Windwirbel nnd wurde in den Abgrund gcrst,. Der Führer des Gefährtes und das Pferd fanden hi. reden Tod. 11 -* w*«f i¥nr> • _ , Som Balka». :: Essad Pascha» Ptäae. Zu den Meldungen, daß sich Ljsad Pascha nunmehr auch mit den Malissorenhäuptlingen .,l Verbindung setzt und sie durch Geldgeschenke auf seine Seite zu ziehen sucht, äußert sich der gegenwärtig in Wien weilende angesehene albanische Geistliche Ban Noli folgendermaßen: Die letzten Ereignisse werfen ein neues Licht auf die Haltung Essad Paschas. Er intrigiert im Norden und im Süden. Jur Norden will er die Mohammedaner durch Schüren ihres Fanatismus und die Malissoren durch Geld gewinnen, int Süden greift er Elbassan an, um es sich zu unterwerfen. Ich glaube nicht, daß Essad Pascha für einen rnohainmedanischen Fürsten arbeitet, aber ich nebine an, daß er danach strebt, sich dem ncnen Fürsten, dem Prinzen zu Aied als He-rscher von Albanien zu zeigen, um seine Posi- tien zu festigen. Indem Essad Pascha auf diese Weise seine -igei.en Ziele verfolgt, dient er damit fremden Interessen. Dir erwarten von, Prinzen zu Wied, daß er diesen gefähr- tieften Intriganten haltstellen wird. Jeden Kompromiß mit .dm würde den Prinzen kompromittieren. - Südafrika ::KritgSzustand in den Burenstaaten. Nach den letzten p>z>csä> » aus Johannesburg hat die geplante Abstimmung »es weiteren Verhaltens gestern dort stattgefunden. Sie ergab eine überwältigende Mehrheit aller Branchen für den allgemeinen Aussland. Weitere Telegramme aus Süd- Afrika bezeichnen die Lage mn Rande als sehr ernst. Man 'ürchtet, daß die Minenarbeiter schon heute den Ausstand »»trete» werde». Hiermit dürste erst die eigentliche Gefahr beginnen, da diese Arbeiter viel ungezügelter sind als die Einsabrer. Die Regierung bat ein fliegendes Korps von 200 »ewafkneten Bürgern gebildet, das nach jedem bedrohten Vunkte getvorfen werden kann. Im ganzen Lande werden k>e Rastungen wie zu einem Kriege fortgesetzt. Japan. :: Ausbruch eines Vulkan». Eine Katastrophe hat die »ltc japanische Stadt Kagochiina getroffen. Die Ursache de! »nglürks war eine Eruption des Saguachima-Vulkans auf >cr Insel im Golfe von Kaaochima. Der erste Ausbruch erfolgte ai» Samstag früh. Riesig« Felsblöcke wurden 900 Meter weit und 30 Meter hoch geschleudert. Ströme ge- lchuiolzencr Lave ergossen sich in kurzer Zeit über die drei Dörfer der Jipel, deren Bewohner sich in wilder Flucht auf ras Festland retteten. Die Zahl der Todesopfer dürfte »iehrere Hunderte betragen. Da» Feuer dehnte sich auf einige Wälder des Festlandes aus. Weitere Eruptionen di achte» schließlich die brennend« Lava bis Kagochima, das in kurzer Zeit in helle» Fliinnien stand. Am Samstag war die Stadt, die 70 000 Einloobner zählt, vernichtet. Weitere Ausbrüche zerstörte» am Montag abend mehrere Eisenbahnlinien auf eine Strecke von 12 Kilometer. Die Verbindung mit dem Festla,>de ist vollkommen unterbunden. Drei »iriegsschtffsgrschw>rder siiid zur Hilfeleistung abgegangen. - Vereinigte Landwirte. De» Mitgliedern zur Nachricht, daß sich unsere Vereinigung am Montag mit dem Verband der Brauereien zu Frankfurt a. M. dahin geeinigt hat, daß der preis der Treber auf M. 1.00 per Zentner ob Brauerei ermäßigt wird. Diese Preiserniäßigiing koimiit ii,r di» Mitgliedern zugute. Der Vertrag ist auf drei Jahr» abgeschlossen. ' - Der Vorstand. Ms der Heimat * Friedberg. 14. Jan. Donnerstag den IS. d. M findet in ßfircbberg nachmittags 5'4— 7 Uhr im städtische« Saal üb r der. PfcrdeltäNen (Eingang Haagstraßes Sprechstunde für Alkohol- Iicnrle statt Er wird dort an Alloholkranke und Angehörige von Trunksüchtigen unentgeltlich Rat erteilt. * Zriedderg, 14 Jan. Der Artillerie. und Pionxrverein feiert Kaiser, Geburtstag am Sonntag, den 1 ». Januar nn Saalbau de, Herrn K. Roth. ' Frirdbrrg, 14. Jan. Im Spiesplan des Zentral- Thcaters in der Zeit von 14. bis 16. Januar, steht das parkende Drama ..Der Seelenverkäufer." In der Hauptrolle die eleganteste Sckvmspielerin des Newa Olga Helene Smyo- nova und Jnrn-ft. säintlich vom kaiserlichen Alexandrinen- tbcater in St. Petersburg. Das ganze Progrmnm ist erstklassig und umfaßt außerdem „Pathe Journal 247b", „Io- bann reinigt die Schornsteine", komisch: „Truppe Mataro". „Jdpll im Gutshof." komisch, und „Lehmann und sein Licb- chrn" sowie diverse Einlagen. d Frirdberg, 14. Jan. Gestern Abend gab in dem hicsi- M» Lanlba» das Lilipiitaiier-Schaiispiel-Enlemble, an dem die kleinsten Sckxiuspreler der Welt Mitwirken, eine Vorstellung. die sich „Studcntcnliebchen" betitelte. Dir verschie- denen Rollen wurden von den kleinen Herrschaften, die im wahren Sinne des Wortes Künstler zu nennen sind, vortrefs- lich gespielt. Ter Erfolg war ein voller und die Darbie- tinigen ernteten lebhaften- Beifall. Der Saal war bis zum lichten Platz besetzt, ei» Beweis daß dem Ensemble ein guter 'i'uf vorauSgegangcn war. Auch die Kindervorstellung am Mittag: „Der gestiefelte Kater", war gut besucht und die Kinder waren entzückt von den berrlichen, ihr junges Geniüt anregenden Darbietungen. Die Ausstattung ist auch eine sehr gute und den Handlungen sehr geschickt angepaßt. Am ,'chsten Freitag werden wieder zwei Vorstellungen gegeben. Mitatgs wieder eine für Kinder: „Schncewitchen und die 7 ;.»cr. Meist» vor. Herr Meister fand bei den Arbeitnehmern keine Unterstützung, sondern es wurde von diesen wieder Herr Hübsch (So, sporgeschla- gen. mit der Begründung, daß sie an «rsiet Stell« bernsen seien, den Vorsitzenden zu stellen, da auch von den Mitgliedern die meisten Beiträge, zwei Drittel zu zahlen seien. Rach ver. schichenen vergeblichen Bemühungen sich auf einen dieser Kandidaten zu einigen, erklärten di« Arbeitnehmer (Soz. «nd Zentr) nachgeben und etirn Arbeitgeber wählen zu wollen, aber mrr Herrn Kaben lbrt kein« Partei,. Bei der «bst.m. mung echielt Herr Meister bet den Arbeitgebern 2 Strnnnen. und Herr Kaben 1 Stimme: bd d-n Arbeitnehmern Herr Meister — Stimmen und Herr Kaberr « Stimmen. Das Drrsiche- rungsamt »nenn! jetzt den Vorsitzenden, da kern» der leiden Herren eine Mchiheit aus beiden Kruppen »reicht hat. — Im Handelsregister ist ftir di« Firma Adrian n Busch eingetragen: den Kaufleuten Kart Stromberger und Frail Meist» ist Ein» «lprotura erteilt, jeder b«rsolb-n ist bei chtigt. die Firma al. lein zu vertreten. - Für die Herstellung der Straßenunterführung am Ostende d.-s Oberurs ler Bahnhofs (Bahnübergang bei Bonrmersheim) stnd als weitere Rate 150 000 Mark: fiir Erweiterung des Güterschuppens hi»selbst 45 000 Mark !m preußischen Etat vorgesehen. » Wrißkirchrn i. T., 14. Jan. Der 75jährige Feldhüter Adam Martin zog sich durch einen unglücklichen Sturz recht schwer Verletzungen zu, die seinen Tod nach kurzer Zeit her- • j. Rieverreisenberq. 13. Jan. Am Dir,kömerlag; wnd ht» rin« Versammlung statt wegen eines zu gründenden Kr!«- gerverein». Demselben traten soforl 44 Mitglieder bet. In den Borstand wurden gewählt: Lehrer Abel. Borsitzend»: Westenberg». Kassiere': Silbng Schriftführer und zu deren Stellvertretern Theodor llsinger. Briesträgei Spieß und Jakob Müller. außerdem 5 Beisitzer. • Münster i. T., 13. Jan. Auf der hiesigen Station der Söchst-Königsteiner Bahn fuhr gestern früh 7 llbr der von Höchst kommende Personenzng seinem Gegen,ug, dessen letzte Wagen in der Weiche standen, in der Flanke. Dabei wurden zwei Wogen umgeworfen. Die Maschine erlitt schwere Beschädigungen und mußte außer Dienst gestellt werden. Das Unglück ist darauf zurückzuführen, daß der Höchst» Zug das «bsahrtszcichen erhielt, während der Königstern» Zug noch mit den Wagen in der Weiche hielt, die erster» zu durchfahren hatte. Personen kamen nicht zu Schaden. T» Verkehr mußte durch Umsteigen aufrecht er- halten w»dcn. Eronlxrg, 13. Jan. Ein« ftn .Frankfurter Hof" stattg«. fundene auherorpentiühe sv»n»äo»iZ v»te 3, al, tSanze, an den preußischen Staat und beschieß bi« Auslö- sung d» Dcsellschost oh« Liqvidalion. Di« abgeschlosiene, Verhandlungen kamen derrtt, l9N in Fluß, al, die Bahng«. sellschast zur Erweiterung des Rödelhermer Bahnhofs mit ei. nem großen Betrag iugezogrn werden sollt«, der zwar aus Ein. spruch herabgesetzt wurde, aixr immer noch so helläLtN« Dg; daß dann eftt« Renlftrüng der Bahn zur Unmögl,ch!«it ward Ferner befürchtet« man durch ri«n geplant«» Umbau der Linie zu einer elektrischen Bahn ei« V»kehrsoerschl'chten,ng ft, die Itzepäck. und kllüterbeforderung und den Winterverkehr. d:, den Sommerrxrkebr zu ütxrftügeln im Begriff ist. Da sich a»ä die löeidbeschafsuiig ftir die Beteiligung am Röd--lh»'mrr «ahnhossneudau ichwier.q gcstaltrl hätw, stellte man formell den Antrag aus Derstaatil.hung der Bah». Die Regierung kan der tlxselijchast b:rr,twilligst «»tgegru und stell,« für späten Erneuerunqvarbeiien an d»r Dahn pj« Beieilstellung von Mt ! 200 000 in Aussicht, 600 000 Riark nrehr, als sie früher vor der Eesellschoi: gesorden hatte. Dem genehmigten Beitrag ,u. felge geizen Verwaltung und Betrieb vom 1. Jaiuuar ad für Rechnung de» Staate». Sämtlich« Beamt« der Bah» werden in den Stoawd^nst übernommen, soffrn nicht besondere Ein- zelverträg« »orliegen. Voraussichtlich wird die Bahn vom 1 April ab d» Eisenbahiidireklion und ihren einzelnen Betriebe abteiiungcn unterstellt. * Flörsheim, 14 Jan. Gestern früh fuhr auf der hiesigen Station ein Güterzug an einem Personenzng vorüber. Dabei stieß er an eine oftenstehend« Wagrntür und riß mit dieser die ganze Wand des Wagen» auf. Di« Reisender konnten sich noch reckstzritig durch eine» Sprung auf die 0 » der« Seite retten. * Zu« Vatermord im goldene» Grund. Zu dem am 5. b M. gegen 10 Uhr abends verübten Mord (I> tm goldenen Erund rrsahren wir noch: Der getötete Landwirt Peter Leck 1 in Eisenbach wird von Eisenbach» Bürgern al» «in gewakt. tät^er UN«, brutaler Mensch geschikderl, der ganz besonder, tm betrunkenen Zustand lehr zu fürchten war. Jarno! er obendrein körperlich gut entwickelt, über bedeutend« Kräfte v»sügt« Sern 2,"jähriger Sohn Peter, der Täter, ist von schmächtigen Körperbau mrd war seinem Vater tn keinem Fall« gewachst» Die» bürst« an und für sich schon die von Seck jun. »ufgesk-Ill, Behauptung, «r Hab« gegen seinen Vater in Notwehr gehan dett. unterstützen. De« wetteren mnchr er ab» auch geltend, daß sei Vater mit einem Messer ans ihn eingedrungen sei. Das Messer scheint bei dem Getöteten schon früher einmal eine Rolle gespielt zu haben, hat er doch verschiedene Vorstrafen >ve- gen Körperverletzung, u. a. «in« 3monot>iche Gefängnisstrafe erlitten, weil «t sein« Schwiegermutter mtt einem solchen Werkzeug malträttert«. An dem in Frage stehenden Abend kehrt« Seck sen. schwik betrunken von Riederfelt»» heim »nd brach, kaum zu Haus« äuge langt, einen gewaltigen Streit vom Zaun. Die beiden jüngste». 8 und irjähetgen Kinder des Sc« flüchteten daroaf au« dem Hau» und stützen wefthin hörbare» Geschrei »US. Seck fen. folgte Ihnen und wollte ste wieder in» Haus treiben. Di« Kinder kehrten ab» von selbst zurück und begaben stch tn dt« Küche. Seck sen-, der sie tn der Sftlbe wähnte, begab sich dorthin «nd skondaliert« mit Fra» unb Sohn weiter, artet«, wie Peter angibt, in Tätlichkeiten au», woraus di« von Seck sun. abgegebenen imd von Nachbarn g«. hörten Schüße sielen. Nachdem der alte Seck di« Schüße »hal. ten. stürzt« «r aus dem Haute, taumelte und brach vor dem Tore in seinem Blute zusammen, wurde also nicht von Seck jun. dortihn getragen. Nachbarn, di« den Getroffenen au» dem Hause wanken sahen, und nach seinem Zusammenbruch stöhnen hörten, wußten nicht, ob dies eine Folge der Schüße oder de» genoßenen Alkohols waren. Der Sohn Peter traut« sich, wie er angibk, nach der Tat nicht mehr vor da» Hau». Wie wir weiter hören, konnte noch nicht einwandfrei festgestellt werden, ob dte Schüße dem verletzten in den Hintnlopf gedrungen sind. • Braubach, 13 . Jan Aus der hiesigen Blei, und Kupferhütte stürzte von einem Entladekron ein mir 100 Zentnern beladener Förderwagen ab und fiel aus de« tn der Nähe bffind- llchen tzlrbciter Moskopp. der zcrauetscht und aus der Stelle getötet wurde. Ein zrveikr Arbeiter wurde erheblich verletzt Ans Starkenburg. • Ossenbach 0 . 14. Jon. Ein blutige, Eifersuchtsdrama spielte sich hier ab. Di« übel beleu-mundeie Franzisla Grubert, Glockengaße 32. unterhielt mit bem 19jährigen Gclogenheft». arh-iter Paul Möhler ein Llebesverhältni». jn den letzte» Tag-N zeigt, sie aber mehr Zncigung zu dem 23jährig«n Ge- legenheftsarbeiter Karl Krug, jn der Rocht nun befand sich Krug in d:r Wohnung seiner Geliebten. Möhler, der dies erfuhr. drang bei ihnen ein. woraus alsbald zwischen den beide« Rivalen ein« wüste Rauferei «ntswnd. in deren Verlaus Möh ler den Krug mit einem feststehenden Meßer 5 Stiche in ten Kopf, Hal» und Arm« beibracht«. Der Schwerverletzt« lief, nur mit bem Hemd bekleidet, noch bi» zum Marti, wo ihn eine Schutzmannspatrouill« aufgriff und nach Anlegung eines Rot- verbandes durch die Rettungswache in» ftädftsche Krankenhou» bracht«. Die Verletzungen sind leb nsg«jährlich. Möhler wurde festgenommen. — Der von der Staatsanwaltschaft Kaisers. laul»n wegen Diebstahl» steckbrieflich rxrsolgte Taglöhner K Köcher aus Kaiserslautern wurde in einer hiesigen Hcrberz, fejtgrnommen und dem G»tcht zrrgeführl. Wie unsere Leser au» dem jnserat der heutigen Nummer ersehen, rxrnnstaltet da, in der Wcfterau rühmlichsl bekannt« Schuhhau» Fritz Weckerling am Samstag -nsanoend sei. neu erste» Jnventur.Ausoerkauf Die streng reellen Grunn sätze der Firma sichern dem Käufer ganz bedeutende Vor:: ft- und sei deshalb diese selten« Gelegenheit, gute Schuhe zu Vc: zugspreistn zu erstehe», unsere» L-sern bestens empfohlen. Feonksnrter Wetterbericht Voraussage: Vorwtrgend trübe, vereinzel!« Sch .r'>!'• Frost, nordöstlich« Wind«. Lerantwortlich s. d Schriftleitung: Otto Hrrichrlj-r für den Anzeigenteil: Karl Schmi vt. Friedberg «. H Druck n. Berlao d. „Ncnen Tageszeituna" A G. lkricddcro • w; lt Neue Tageszeitung. Mittwoch, oen 14. Januar iai-1, Sei«, 4 beginnt Saaustag, LV. 'lamaar, Vormittags 9 Uhr. Es wird, da sämtliche Bestände zu herabgesetzten Preisen zum Verkauf gelangen, etwas ganz Außerordentliches geboten. Man beachte das Freitags-Inserat. Schuhhaus Fritz Weckerling, Fri Kalscrstr. 1Q5 SÄliM dem ftäilsgerii Central-Theater | Friedberg - Hotel 3 Schwerter. [ Spiel g»laBi l vom Mittwoch ven 14. bis Freitag den 16. Jan. !pat'*e Journal Hr. 247 B. Johann jreinigt die Schornsteine. Komisch. Truppe Mataro. £cr 6cdcntJccfäwfcr Eroges Drama in 3 Akten, in der Hauptrolle die eleganteste Schauspielerin der Newa I Olga M.kkewiz, Helene Smyrnowa und Jecrl Jurieff, jäml> I iidj vom i ai eil. Ale^andrinenihcater in St. Petersburg!. | Diverse Einlagen. Idyll im Gutshof. Komisch. Lehmann und Irin Liebchen. Bet diesem außergewöhnlichen Prngrcrmm tritt e.nl I^reisan schlag von 10 Pfq. auf allen Platzen ein. D H T^TTT^TT - “' ♦ Kalk ist trotz seiner hohen Wiikung der billigste Dünger, Eine Kalkung beträgt pro Jah und Morgen nur iVik. 1.5 b : s Mk. 2 .—. Bei keinem anderen Düngemittel kommt der Landwirt besser auf seine Kosten. — Den ganzen Winter über ist der Kalk in Form von Mehl als Mopfdtiii^cr a'vuwenden u id zwar bei Wi sen. Klee- uckein, Ro gen- und Weizenfeldern. Zur L'eferun: hält sich empfohlen: Ohsrhessische ! lsi^> u. Stein-fuöusMe ! G. m. b. H. ISutzliarSi I. El, ■$> ❖ v H $ * 4 * ♦ ch ^Briuhleidtlikie _ " lC ,' n Bruchband .,lacnt ira bar bietet cie Rrösste Erieic'-terunc und hält i , r Garantie jeden tdruc.i zuiück. I.rito- im ■ Vorfall. eliaUrr, l.iwin.i,iri M p[e usw. , l ' v ^er ac bst mit Mustern anwesend in Friedbertr Sams* ", -7. Jaatnr von 9-1. li..t i.n Hotel Weith. -• ■■ -Vcp-ziaiSiE^on Frei, Stuttgart, teitr.t | Donnerstag frisch einfreffend' Brat- ^ pig. 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Ich nehme die Beleidigung oorn 1. d. Ms. cteqen zden Erdarbeiter Otto Gros zurück. j Beiche'.»heim.8.Ian.1'dl4 Karl Liier tt. Theater in Friedberg. Saalbau (|»ot»0 Freitag, den 16. Januar 1914 Wuilches (Söffticl Her Liliplltaner Me berühmten 6 Zwergbühnentünstler (3 Damen, 3 Fierieui mb eigenem crniemdte abenor s 1 /» Uhr mit prachiro.er Ausjtait..ng. Itinc Million. OperetleNpoffe in 4 Sitten von D\ ffliut o,i. Vorverkau'sbillers j. i alle Platze Buchhandlung Cot, £Tinbcinoael und Eixarrenhaudtong E». Oppenheimer, nur für i. i n u. Prag Cigarreahandtung O.w. Türk, Sperrsitz 1.00 Mt., t. Platz 0 . 0. II. Play 0.Ü0. Abendkasse: Sperrsitz 1.20, I Platz 110, ii. Platz 0.70. Ealleite 0.40. Schüler t. Platz 0.00, li. Ptay 0.40. Freitag Nachmittag S Uhr Zugend-Borstellunz. Solmrenillrliea un.l «Etc Xivcrgr. Kinderbille s L Platz 50 Psg., II. Platz . 0 Psg.. Siehptatz ,0 Pjg. Erwachsene ln Psg. mehr BiVetreriaus ab 11 Uhr nur im THratersaat. 1 I'pictüifrg i, H. A Scliirii^ubsc Ä Teppiche unb Sftftorliüifii tci'fraf ’Hnürr *Tö*< in gröhler Auswahl empfiehlt MMMi Möbelsalirik Friedberg i. H. Fischmehl! lw XI. Mk. 24.5l> PH. Vlcil, Jranhfiut a.ftl. tiilchmehl »»ei», Lcha-rzakr 18. Zucht de« protzen tucisskir EdeUchwein». S®W9nezL'dilvereln Oherhörgero empfiehlt mehrere erjitlaisige AiAkdcr n. =8nucu oon vorzüglicher Abstammung. Kglnitrsikillknulls. lli.onlag. den 13. Januar 1914, von vormittags 9 11: t a i ver- l.aigcrn v ii tm hiesigen L'adl- tralb. Distr. Lumps UII 0 Rand: .5 rrn Eichen-La eiter, 3 rm Eichen-Knüppei. 1 175 Stellen Eichcn-Neisig, lschicere Bjr- uud Durchsorstungs- uellen). Zu ammenlunsl am Einzeng r. Maid a. Ernst-iii d rgs-Ear!in. Bad»!/.anheim, v II 12. San 1014. Lee Bürgerrnriher: _ L)r. Kaper. 1 girfernnt» von Kaurrrstliuoen Für den Kreis Friedterg sollen 1000 Lr. ck r. a mstaug.n aus dem Wrze des Ich i lirchcn Angebots verge en werben. Besondere Brdi>:gU"gen werben aus Sö n ch zu c andt. Angeboie sind ber chlossen, post- srei und mir entsprechender Aus- chri t rci ehen bis rum 28.d. M. vorm 9 Uhr e.nz reichen. Frtesbirg. ben 1, ^anuar 1014. Sei kr-|,ij. Kr'H»t,i»s«rli«r. S. SB. Witzler. ysrlttutf eines Fojelochjen Bie Eemearde Ober-Rosdach beabjichiigt einen .,um Schlachten geeigne e i Fa eiochjen aur dem cubmijjionsue e ju netto en. Re eitanien uollenihre Angebote bis 4U.il k2. Januar b. Ss, nach- ntittago 2 Ühr per ch ossen bei un erzeichneier Stelle einreichen wo auch die Bedingungen einzu- sehen sind. Ober-Roebach. ben 13. Jan. 1812 «r>ftz. tthrgrt-mtittrrei (9bir^«ilit|. _Dtessenbach. 3 ulte Fenster billig abzugeben grieoberg, Kaiserstr. 187 . leb habe mich als Sperialarrt für Geburtshiife a. Frassenleitien in (2immenialer Re. l-> Monate alt bei Heinrich Meier, Ober-R»».att Junger ipiungtähirer Kult, (Simmentaler Rasse) 15 M. na I alt bei Philipp Reinhardt 2. Holzhausen ». o. h. B's'L Ausgabe des Betriebt ZrighunS, 1 ^llitdikarreii, I Wilchkützter (5oo Liter jr. n t.' sowie ca. 60 gebrauchle n. ue 1 Mitchhxnnen zu o uauj.-n i.e 3 . 3 . Betzet, Hos e in i. T. I Düdrerlehrliny iosorr evtl. o»s Ostern gesucht. Backerei K. E -arl. -rieböerg. Pianos neue und vespie.i jeder Prei>ia Eiiciiloissu* FranUiari a. M. f lz» znr pp Renen ^ ageszcitnng." 1-t. u Witlwock, den 14. )anuar 11)14. -iarirqunq Kops vor dem Schwurgericht. Franksurt », M-, 13. Januar. Zweiter Verhandlnngstog. Die nichtöffentliche Sitzung dauert nur kurze Zeit! dann fcirt in di« wettere Verhandlung «ingetrctrn. Die Beweisausnahm« beginnt mit der Vernehmung eini. jet Prostituierten, mit Lenen Hopf zu tun hatte. Hierbei wurde natürlich wieder dl« Orjsentiichleit ausgeschlossen. Dann berichtet «riniinalinspellor v. S a l o m o n über »ie Maßnahmen, die bei der Verhaftung des Hopf am 15. April m ^s. getroffen wurden, und über di« ersten Vernehmungen »es Angeklagten. Herr o. Salomon hatte von Iran Hopf ge< hart, datz Hopf meistens Gift bei sich trage. Deshalb wurde be- fchloffen, ihn nicht in feiner Wohnung zu verhaften, fondern »uf der Straße, wenn er von einem Besuch feiner im Diakonif. senbau» darniederlieg«,»den Frau zurücklehr«. Man hielt ihm sofort di« Hände fest und fand denn auch in feiner W stcntafche «tn Fläschchen mit Cyankvli. Bei feiner Vernehmung fagt« Hops auch, er hätte dar Gift genommen, wenn sich di« Beamten nicht so beeilt hätten. In dem stundenlangen Verhör gab Hops zu. er hob« schon vor der Hochzeit den Plan gefotzt, fein« Braut hoch zu versichcrn und dann durch Eist zu töten. Er habe der Frau Digitalis und im Februar auch Arsen gegeben. Von den Bazillen wutze man damals noch nichts. Irgend ein« lieber, rumpelung habe nicht ftattgefunden, der Zeuge hat auch den Angeklagten nicht im Zweifel gclaffen, unter welch schwerem Verdacht er steht. Hops eikundigt« sich genau, welche Strafe ihn treffen könne, und der Zeuge sogt«, auf Giftmord steh« Todesstrafe, aber «in offenes Eeständni« könne bewirken, datz »r begnadigt werde. V»«s: Run. Hopf, ist da, richtig, wa» der Zeug« fagt? An gell.: I» Großen und Ganzen ja. Aber — Vorst Aber jetzt widerrufen Sie Ihr Eeständnis. Angekl: Ich widerruf« nichts, aber — Soll.: Wollen Sl; nicht Ihr Gewissen erleichtern? Sie haben der Frau Arsenik gegeben, um die Versicherungssumme zu bekommen. Angekl.: Net». Vars.! Welchen anderen Grund haben 8i« dann gehabt? Angekl.: Darüber kann ich keine Aussage machen. Zeug« » E a l « m o » : E» ergab sich nu, «in kleiner Widerspruch Er hatte erst gesagt, schon vor der Hochzeit habe er den Plan gefotzt: dann sagt« er, der Plan, sie zu versichern und dann zu töten, sei ihm erst nachher gekommen. Als das im Protokoll geändert wurde, sagt« Hops: So stimmt r. Auf den Polizeibeomten folgen die beiden Untersuchungsrichter Landrichter Dr. Muhl und Landgciichtsrat Eöring. Es schien ihnen wiederholt, als ob Hopf geneigt sei, alles etn< zugestrhen, aber es kam nicht dazu. Als ihm Landrichter Muhl, sagte, in der Leiche seines «indes sei Arsen gesunden worden, sagt« er: Das kann doch nicht möglich seln. Das muh irgend «in anderer getan haben, um mich zu Ichilanieren. Mit der Ausrede, er Hab: der Leiche des «indes Arsen elngespritzt, kam er erst viel später. Von seiner ersten Frau behauptet« Hopf, sie fei an einem Magengeschwür gestorben. Als dieser Fall mit ihm vom Untersuchungsrichter besprochen wird, wollte er sich erst mit seinem V rteidiger besprechen und sag'« im nächsten Verhör, der Verteidiger habe gemeint, di« Eeschwore. nen würden ihn doch schuldig sprechen. Verteidiger Dr, Sinzheimer klärt dies« Aei-tzerung^ Ich lasse D ch nicht. Original-Roman von H. Coutihs-Mahlcr. 116 lFor'iegungj. »Wenn ein Mann wie ich einmal liebt, so ist es auch sürs ganze Lebe». Sonja ist und bleibt meinem Herzen teuer. Ihre Mutter war eine edle, hochl,er,igc Frau, ihr Vater ein armer, irrender Mensch. Wir sind allzumal Sün- der. — ich wers auf niemand einen Stein. Und wenn Sic. durchlauchtigste Tante, in meincni Herzen mit Ihren Worten eine Hoffnung wecken wollen, datz Sonja einst mein eigen werden könnte, so kann ich nichts weiter empfinden, als eine heiße. innige Freude »nd Dankbarkeit." „So würden Sie also Sonja zu Ihrer Gemahlin machen, wenn ich Ihne die pekuniäre Möglichkeit dazu schaffen würde?" Arganols Augen leuchteten. Jäh rötete sich sein Gesicht, „Fragen Sie einen Durstende», ob er trinken, eine» Blinden, ob er lebe» möchte. Ach, Sic wissen nicht, wie ich Louja liebe. Nichts. nichts hielt mich von ihr zurück, als »icinc Armut, lind wenn ich sie erringen kann, dann sckpoeigt mein Stolz — dann ist es mir keine Demütigung, wenn Sic mir die Mittel gewähren, Sonja ei» sorgenloses Lebe» zu friviffcn. Erst seit ich Sonja kenne »nd liebe, ist mir meine Armut so recht druckend erschienen, weil sic mir lic Möglichkeit nahm, sie mir z» erringen." Maria Pcirowna sichte aufatmcnd seine Hand. „Gottlob — nun seh ich die Zukunft Sonjas licht »nd rosig vor mir. An der Seite einer Mannes wie Sic. Nikita, nach eine Fra» glücklich werden. Aber nun. — wie bekomme ich Sonja wieder? Ach. Sic ahnen nicht, Nikita. was mir dieses rasche, stolze Kind ist. Wen» mich niein Leiden nickst gerade seht an das Zimmer fesselte, würde ich mit dem »ächsten Zuge hinter ihr herfahren," Nikita blickte lebhaft und bittend auf, .Lassen Sie mich z» ihr eilen, d»rwla»ck>t!gste Tante", stieß er hervor. •»« lackieltx dahin auf. datz er dem Hops gesagt habe: „Wenn Sie der Frau Arsen gegeben haben, dann hindert da», wa» 8i« von dem Magengeschwür sagen, dir Verurteilung nicht. Dem Rat Eöring sagte Hopf bei seiner Vernehmung: „Ich Will heute noch k:in Geständnis ablegen." Als man ihm mit« teilt«, auch in der Asche seiner Mutter sei Arsen gefunden wor- den, sagte er zunächst, das könne er sich nicht erklären. Mit der Erklärung von den Arsenrinspritzungen in bi« Leichen der bei. den Kinder kam er «rst ipäier. Aus di« Frage, warum er da« nicht gleich erklärt habe, sagt« er, er habe bereit» seit Wochen di« Absicht gehabt, es zu sagen, habe aber immer nicht gemutzt, ob er e, sagen solle. Die Erklärung, seine erste Frau habe sich zwei Schachteln Schinh:it Spille» kommen lassen, machte er «rst am 15. September, nachdem er seit dem 15, April in Untersuchungshaft satz und dutzend« Mol« vernommen worden war, In einer Eingabe an das Gericht. Den Untersuchungsrichtern Hab« er davon kein Wort gesagt. Der bei den Adlerwerken beschäftigt« Herr Philipp Dürr hat sich infolge b:r Zeiiungsmiiieilungen über bi« verschiedenen Giftmordfällc als Zeug« gemeldet. Er kann einiges über den am IS, Februar 1895 erfolgten Tod von Hopfs Vater b«. künden, Frau Hopf erzählte ihm, ihr Mann habe plötzlich Erbrechen nd Durchfall bekommen un-d sei dann kurz daraus gestorben. Er habe der Frau geraien, st« solle di« Leiche sezieren lass», st« habe ihm dann erzählt, di« Leiche sei von dem (in. zwischen verstorbenen) Dr, Beil seziert worden, der habe aber nichts gstmdrn, Später habe ihm Dr. Beil gesagt, er habe di« Leiche gar nicht seziert. Das sei ihm verdächtig vorgekommen. Veit. Dr. Sinzheimer: Sie hab:n sich selbst als Zeuge gemeldet. Sie hatten wohl die alt« Frau im Verdacht, datz sie ihren Mann vergiftet Hobe. Zeuge: Es fiel mir auf. datz der Mann sein Bett selbst machen mutzte. Vers: Sie haben angenommen, datz dte akten Leut« gut zusammen lebten. Es sind aber Zeugen da. di« das Gegen» teil bekunden. Nach der Vernehmung dieses Zeugen wird wiederum di« Oeffentlichkeit — auch für dl« Presse — ausgeschlossen. E, handelt sich, wie es scheint, bei diesen Z:ug«n um den Tod von Hopss unehelichem Kind«, Als Hsps 1891 in Wör borf bei Idstein das Iutlermiitelgefchäst ansing — er war damals noch ledig — sing er durch ein Verhältnis mit seiner damalig, n Haushälterin Elise R. an. Diesem Verhältnis eirt- lprang am 1k. April 1895 «ln «nabe Karl, der nach Jahre», srist starb un-d dessen Leiche ebenfalls Spuren von Arsen aufwies. Gegen 12 Uhr tritt eine halbstündig« Paus« «ln, , , Ans drr Heimat * Fnedderg, 14. Jan, Der Verein ehemaliger Besucher der hiesigen Blindenanstalt beabsichtigt in unserer Stadt ein Blindenasyl z» gründen, und hat schon einen kleinen Fonds angesamnielt. * Fricdberg, 14. Jan. Ein interessantes Verdingungs- ergebnis zeitigte die Submission zur Herstellung des Bahn- Hoss-Umbanes Nieder-Ohmen. Es wurden folgende Angebote an die Eilenbahnbehörde abgegeben: Gcbr. Schäser- Hünfcld 53 179.— M, §. R e u ß - F r i e d b e r g 57 527.— -4k, Otto Eonrad-Berlin 60 289,— M, H. W. Rinn-Gietzen 62 179.— .M., August Gärtner-Fulda 63 382.— M, Hoch- und „Damit kommen Sie meinen Wünschen entgegen Nikita. Wenn Sonja Sic liebt, werde ich ihr keinen besseren Fürsprecher senden können. Ist cs Ihnen möglich, sogleich abzu- reiscn. Ich m»h gestehen, datz ich keine ruhige Stunde mehr haben werde, bis ich das Kind wieder habe," „Gewiß, ich kann mich schnell sreimachen, und an mir soll cs nickit liegen, wenn Sie nickst sehr bald Ihre Ruhe wieder erlangen." „Gut, gut! — Meine Kamerfrau kann Sie begleiten. Sie muß in diesem Falle einmal das Amt einer Ehrendame übernel'inen. Wann können Sie reisen?" „Morgen schon, durchlauchtigste Tante, ich fahre heute »och noch Hause, um einige Vorbereitungen zu treffen, Mor- oen früh uns dem c-ft"» Zone reite ich ab. A>si, wie banse ich Ihnen für dies Zeichen Ihres Vertrauens. Sie sollen sich nicht in mir getäuscht haben." „Davon bin ich überzeugt. Nikita, Ich wünschte nur. Tic wären erst bei den, Kinde. In welcher Stimmung muß sie an? meinem Hause geflohen sein? Ach. und für welch rin llngebener mag sie mich gehalten haben I Sie müssen ihr sagen. Nikita, wie sehr sie sich in mir getäuscht hat, wie sehr ich mich sehne, sie an mein Herz zu nehmen. Ich will Ihnen noch erzählen, wie mich dainals die Nachricht von der Schuld und dem Tode meines Sohnes traf. Das sollen Sie Sonja berichten, damit sie ihrer Großmutter gerecht wird," Sie ergänzte Elisas Bericht mit kurzen, hastigen Worten. die aber Nikita zur Genüge von ihren Schmerzen überzeugten, Mit chrfuichtsooller Zartheit küßte er ihr dann die Hond. „Ich will Sonja das alles sagen — und sie wird niir mit Freuden folgen und auch einsehen, daß sie Ihnen sehr unrecht tat," Sic besprochen noch einiges Notwendige, und Maria Pcirowna stellte Nikita einen Scheck aus. damit er genügend mit Geld versehen war. Er sollte auch Sonsa eine Summe zur Verfügung stellen für den Fall, daß sie Ausgaben haben würde. Als Nisiita sich verabschiedet batte, suhlte Maria Vc- Twsbau-Gesellschast Gießen 68 122,— . V, Johann Ehr. Nnhl-Angersbach 70612.— >4f. Ad. Krämer-Darmsiadt <<861.— Jl, B. Wihcl-Bebra 80 596.— Jl, H. Bender- Gießen 83 562.— M, Ehr, Behold-Godesberg 84 742. — .1! Cibr. Fey-Lich 101 800.— Heinrich Scini-Lauterback 106 274.— M.. Bei den 13 Offerten ist das billigste Angebot genau um die Hälfte kleiner, als die höchste Forderung. Dabei handelt es sich meist um Arbeitslöhne. Wer bat hie falsch gerechnet? * Bad-Rauheim, 13. Jan. Die Grsamtsrcquenz 8 Bades im Jahre 1913 betrug 34 95t Kurgäste, wovon 25 147 Deutsche und 9804 Ausländer waren. Von de» leieren entfallen aus: Afrika 90: Amerika 1667: Asien 26; Australien 5; Belgien 168; Bulgarien 9; Dänemark 77; Frankreich 290; Griechenland 5; Großbritannien und Jrlov'' 885; Holland 454; Italien 88; Luxemburg 33; Monako 1; Norwegen 64; Oesterreich 783; Ungarn 317; Portugal 61; Rumänien 153; Rußland 4214; Schweden 1 14; Schweiz 211; Serbien 24; Spanien 42; Türkei 23. — Bäder wurden ins gesanit 480 520 abgegeben und zivar wurden gefcriigt: Der beste Zusatz zum Bohnenkaffee ist Kathreiners Malzkaffce. Je mehr Malz- kaffee man zusetzt, umso bekömmlicher wird das Getränt. Der Gehalt macht's! «■- —— r « ■ i« i . ---- trowna erst ihre Schmerzen wieder. Sic ließ sich von ihrer Kaninicrfrau gleich wieder heiße Uinjchläge machen und sie spürte darauf auch bald Linderung. Dann sagte sie ihrer Kammerfrau, daß sic sich für den nächsten Morgen zur Abreise nach Deutschland bereit halten sollte. Die Kamnierfrau staunte nicht wellig über diesen überraschenden Auftrag. Tausend Fragen standen in ihren Augen, aber sie war eine zu gut geschulte Dienerin, »m eine davon laut werden z» lassen. Und die Fürstin gab ihr vor- läufig auch keine nähere Erklärung. Nur daß sie Fränlci» Sonja auf der Rückreise begleiten, und daß sic für diese den neuen Pelzmantel mitnehmen sollte, sagte sie ihr. Als sich Nikita Arganoff am nächsten Morgen im Palast Kalnoky einsand, war Maria Petrowna schon wach, Sic begrüßte ihn warm und herzlich und sagte dann lächelnd, „Ich habe doch lieber selbst noch einen Brief für Sonia geschrieben, den Sie ihr übergeben sollen, Nikita, Sie kann ten über dem Wiedersehen mit ihr vergesien, mir ein seh: eitriger Fürsprecher zu sein. Da will ich meine Sache selbst führen. Und nun gehen Sie mit Gott, Nikita, Bringen Sic mir nicin Enkelchen zurück — und für sich die Braut," Er küßte ihr nur stumm die Hand. Der Brief der Fürstin an ihre Enkelin war adressiert: „An die Fürstin Sonja Kalnoky," Und der Inhalt lautete: „Mein teures, geliebtes Kindl Warum rerlicßest Tu Deine Großmutter so rasch und stolz? Wüßtest Du, wie sic sich sehnt, die Tochter ihres heißgeliebten, ach ie schmerzlich betrauerten Sohnes in Liebe »u umfassen. Konntest Du wirklich glauben, seine Multi r habe ip seinen Tod gewilligt? Dann weißt T» nicht, was ein Mutterherz empfindet. Ach, niein Liebling, meine So», ja. kehre schnell zu mir zurück, damit ich Dir sagen kan», wie sehr Du mir Unrecht getan. 5komme heim an mein Herz, in mein Hans, das Deine wahre Heimat ist. Komme schnell, — ich bin alt und habe keine Zeit z» warten. Komme, meine Sonja, zu Deiner Grostmnttcr." lFortsitzung iolgt) Stüt r ■-t. 11 Neue Tageszeitung. Mittwoch, den 11 . Januar 1814 , 1,1672 in den staatlichen Dadehäuscrn, 22289 im Badehaus i -t KonitzkystistS »nd 16 559 im Elisabethhaus. Nach Badeten verteil sich iicfc Summe folgendermaßen: 539 Brun- aaäde" . 27621 Solbäder: 153714 Thermalbäder: 137 321 na: nidelbäder; 158 557 Spcudelbädcr: 189 Dusche- . /-r: ■ ’ '6 Süßwasscrbäder: 363 Moorbäder. — Die höchste - /.// erzähl am 21. Juli betrug: 3952 und zwar 271 Sol- . 1 i: 12 >5 Thermalbäder: 1193 Thermalsprudclbäder: 1262 7 der, 18 Süßwasserbäder und 3 Moorbäder. * Buichach, 14. Jan. Das diesjährige Kirchengesangfest wird am Sonntag, den 28. Juni hier in Butzbach . -ehalten werden, wohin der Evangelisclie Kirchcngesang- erein fiir Hessen von dem dortigen frisch emporblühenden urchengcsangvcrein, sowie von dem Kirchcnvorstand und Pfarramt bereits im vorigen Jahre cingeladcn worden ist. * Westerfeld, 14. Jan. Hier ereigneten sich infolge des auf das Tauwetter wicderlchrenden Frostes, wodurch manche Straßen fast unpassierbar waren, innerhalb 24 Stunden 2 Beinbrüche. * Lnnbach, 14. Jan. Ein Fuhrwerk der Wollspinnerei Walkmühle bei Lauter wurde bei Laubach von einem Wegelagerer überfallen. Ein Mann sprang plötzlich auf den Wagen und bedrohte den Kutscher: diesem gelang es, ihn vom Wagen herunter zu stoßen und davon zu fahren. Der Bursche gab mehrere Schüsse auf den Wagen ab. die aber fehl gingen. • FrlUiIflirt a. DI., 13. Jan. Der ,.Mitteldeutsche Biehhänd- iervercin" hielt am 11. Januar im „Löwmhof" unter der Lei- vng seines Vorsitzenden Wollcrste'in-Rö'delheim die diesjährige Hauptversammlung ab. Sie war von Mitgliedern aus der Provinz Hessen.Rasscni. dem Eroßherzegtmn Hessen, aus Unterfranlen, dem nördlichen Wurst:mberg und Baden sehr gut besucht. Im Mistelpiinkt der Beratungen sten-den die Forderungen der Franlkurter Kuh. nnd Rtn-dermetzger an den Biehhand.4. Kühe und Rinder aus dem Frantsurier Biehmorkt mit Währschaft zu «ersaufen, sowie di« Händlervleh-Quaian- täne im türes,Herzogtum Hessen. Das Konsortium der Kuh- und Ritidermetzger in Fianlfurt a. M. hatte an den Beiein an, 3t. Dezember v. I. ein Schreiben gerichtet, in dem gesagt wurde, Kuh- und Rindermetzger beanspruch?» ab 1814 auf jedes von cinvrn Mitglied der Frankfurter FIrischerinnung geteufte Stück Großvieh — Kuh oder Rind — im Preise von 400 Stert eine Vergütung von 4 Stert und für ein derlei Stück im Preise von mehr als 400 Mart eine solche von 5 Mart für llebernahm« die den Metzgern gesetzlich zustehendc Währschaft. Sollte der Viehhandel aus den Vorschlag eingehen, so wird das Konsortium den eigenen Diehbczug nicht wieder aufnehmen. Ein« eingehende Debatte lnüpfte sich an diese Forderung, an der sich M. Jsenburger-Frantfurt a. M., Lichtenberg-Bretten, Himmelreich - Eschborn, Strauß - Hergershousen, (5. Krüne- baum . Vilbel, Flörsheim . Wehr heim. Schuster - Obersee- men und Gustenstein-Franksurt a. M -Bockcnheim beteiligten. Es kam zum Ausdruck ans dem am 8. November 1013 in Frcmk- surt a. M ln einer außerordentlichen Generalversammlung bet Viehhändler gefaßten Beschluß zu verharren. Dieser ging da. bin, daß di« den Frankfurter Biehmarkt mit Kühen und Rindern befahrenden Händler van jeglichen Unterhandlungen mit dem Konsorstnm der Kuh- und Rindermetzger solange absehen, bis «in neueres Abkommen seitens der Ochsen-Händler und Kommissionär« mit der Viehmarttsbank Frankfurt a. M. ge- ttoffen worden Ist. Der Vorsitzende des „Oberhcsf. Diehhönd- lervcrelns" 6. Flörsheim-Alsfeld hatte erklären lassen, laß der Verkauf des Viehes auf dem Frankfurter Markte von den Mitgliedern seines Vereins weiter ohne Garantie und ohne jeglichen Abzug geschehe. Der Handel habe ja den Metzgern schon genug Konzessionen machen müssen, ihnen auch die üblichen 2 Mark Trinkgeld pro Stück Vieh erlassen. Dl« Ver. jammlung nahm gegen «in« Stimm-: obiger Btjchluß an sleb- hastes Bravo!) nachdem noch darauf hlngewiefen war, dcß die in Köln a. Rh. konstituiert« „Diehhandelsbank" noch im Laufe dieses Jahres eine Filiale ln Frankfurt a. M. errichten werde. Mit dieser Diehhandelsbank w:rde der Handel der Vichmarkts. bank, einer Institution der Metzger, ein Paroli bieten. Dann werde di« Frage des Derkauss der Kühe und Rinder mit od r Währschaft am ehesten gelöst werden. Hermann Borngcisser- Rodhcim v. d. H. wünschte, daß der Verein die Kälberhändler gegen den Abzug von einem Prozent beim Kälbcrverkauf durch die Viehmarttsbank schütze. Die Viehmarttsbank müsse auch sozial sich bstätigen. nicht den Erwrrb in den Vordergrund schieben, dann wirke sie preissteigernd. Der Antrag wurde dem Vorstand zur weiteren B:handlung übergeben. — Daß di« kürzlich im Großherzogtum Hessen eingeführten, sehr scharfen Ouarantäne-Vestimrnungen für Händlervieh durch das einmütige Eintreten des gesamten Dichhandels in Hessen gegen i. ö.oijulH k'i l. Sil,sie Skl 4. VlMIslb'SMklWeii (230. fiel, l-reuki.) filaffen-Coftetie. I n ir. »ratz IS Januar 19'.4.) Nur die Mewl in« Oder »0 Me. fln» » ’ _ BümtmtWl (n Klammeru ftl’effiflt Oftne ffltmSir. i Brtrffffnbo» H.N.B. fuf jede flropm Nummer find zwei gleich hohe «ewluue gefale», u»» , oar je eirer auf bt« Lose gleicher Nummer (» tat Seide, «hteil«i,ze, I an» IL 12. Januar 1914, vormütog«. Nachdruck verboten. 0 IS 17, «78 8 3 89 913 1078 279 322 6C6 897 2238 1F8 601 702 ai7 6 0 47 4 067 861 703 031 63:13 «15 13 95 750 919 *311 : 9 55 §01 750 7 81 211 361 405 651 678 :'3 817 54 1100) 64 8107 612 68 612 .63 199 O°60 2 4 [2001 301 677 650 78 100,7 99 461 684 716 61 059 1 1058 101 97 249 309 463 659 78! ,5* 10 ‘li® n , 93 SS 0 , 0 6 44 4« 67 1:1262 411 16 631 88 86] 95 14074 4K"Oi> >23 -50 242 484 * * l 9 7:7 41 99 , 1(1130 61 61.1 50 9 9 48 >7-215 02 6.8 «■ 91 >8184 799 814 916 1 0228 f/fiOl 302 65S 98) »0642 1100] 55 925 21017 590 8°0 90 1 22155 83 417 69 735 876 . «W*J22 8 2 Hin8 135 ; 61 149 05 626 67 833 sy8 B284 11001 300 ||0 l 84 » »179 3 491 Ml 598 1144101 30 1] 244 7,4 ,inl78»4 * 8 ’ «7>*1 * in» «o 2 4 16 1100] 601 11001 906 »8646 991 *0:294 0 605 759 88 402 8 61 76 627 41725 817 42272 II ul 5'6 643 781 ‘30 63 e» 38 8 8 916 26 4, 4 n 2 2 lOllTsi’fl’n 631 728 8*4 S) 4 "'" 8 "«>> °06 524 76« 1-. 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Erleichterungen erfuhren, wurde lebhaft begrü'gt. — Der Hieras von Nalh. Ctern-Friedberg i. H. stattete Kassenbericht zeigt 1867.15 Mark in Einnahmen. 1388.30 Mark in Ausgaben. Die Wahl des Vorstandes ergab folgendes Resultat: S. Wallerstein-Röd/lheim 1. Vorsstzender- Moritz Jsenburger-Frantfuri a Sk.. Stellvertreter: Adolf Sttautz.Frankfurt-Vockeiiheim. Schriftführer: Ratban Stern in Fnedberg t. H.. Stellvertreter: Emil Sommer-Bad Homburg Kassierer: Fritz Himmelreich-Eschborn. Aron H ß.Frankfurt a M.-Bockcnhctm. S. Strauß 2...Wachenbuchen, Gustav Grüne baum-Vilbcl, Hermann Eahn.Königstein i. T.. E. S'rautz. Hergershausen, S Jacobi-Frankfurt a. M.. Hermann Born. gässer-Rodheim vd. H.. Ad. Kilian-Mülheim a. M. und Dao. Flörsheim-Wehrheim i. T.. Beisitzer. Frankfurt n. M., 14. Ion. Wie sich die Eisenbobncr bei der Vorbeifahrt von Hofsonderzügcn zu verhalten Hobe» darüber hat der Eisenbahnminister bemerkenswerte Bestem nmngen getroffen, in denen es u. a. heißt: „Tie Dabnwär ter, Schrankenwärter und Hilfswärter, sofern letztere Dienst mutze tragen, haben bei der Vorbeisabrt kaiserlicher Sonder- zügc mit der Front noch letzteren eine Stellung einzimchmen, wie bei dem militärischen Kommando „Stillgestnnden." Bei Tag ist im rechten Arm die Fahne mit lleberzng zu tragen Ein Grüßen mit der Hand an der Kopfbedeckung finde nicht statt. Hilfsbedienstete haben wäbrend der Tunkelbcii die brennende Laterne, bei Tage die nbgenommene Kopfbedeckung in der rechten Hand zu halten. Die Weichensteller aus den Bahnhöfen, den Stellwei-ken und der freien Strecke, haben sich ebenso wie die Bahnwärter zu verhalten. * Frankfurt a. 33?., 13. Jan. Zu einem wüsten Auftritt kam es dieser Tage im Hauptbahnhofe. Am Kartcnschnltei machte ein Elsässer feinem Herzen, als er etwas länger warten mußte, mit den Worten Luft: „Verdammte Cochonsl' Infolge dieses Ausdruckes wurde der Mann sofort zur Rede gestellt, er leugnete aber, die Aenßernng getan zu haben. Schließlich ging man dem Herrn aus dem Reichslande recht energisch zu Leibe, sodgß er nach dem Abort flüchtete, von wr ihn die Bolizei weghakte und sich seiner nnnnhm. * Köppern. 14. Inn. IV Mar Meyer ans Franksuri wurde zum leitenden Arzt dcrhie sigen Nervenheilanstalt ernannt. _ vereinigI« S>al>i!heak-r Franlsurt a. M Overnhavs Downersteg. den 15. Jan., abends bald 8 tlhr: „Drpheiu In der Unterwelt". I». Boistcllung im Don-neistag Abonn. Ee- ir,öhn-!i-che Preis«. Freitag, den 16. Jan., nben-k» halb 8 Uhr: Vorstellung bei ermäßigten Preisen: „Der Watsenschmied". Außer Abonn Samst-ag. d-/n 17. Jan.. abe-nÄs 7 Uhr: „Die Fledermaus", 12. Vorstellung im Smnstag.Abonm. Eew. Preis«. Schovsptelhav*. Donnerstag, den 15. Jan., abends 8 Uhr- „Pygm-alion". Außer Abonn. Gew. Preis«. Freitag, den 16. Jan., a-bend» 8 Uhr: „Wie einst im Mai" Archer Abonn. Gew. Preise. Samsiag, den 17. Jan., machm. halb 4 Uhr: Dorstellunz bei ermäßigten Preisen: „Der sestiefelte Kater". Archer Ad — Abends 8 Uhr: „Ehristiane". 12. Vorstellu-ng !m Samstag, Abonn. G/w. Preise. Lpielplan des Stadtthratrrs in (siirsica Mittwoch, den U. Jan., aheitds 8 Uhr: .Des Meeres und der Liebe Wellen". Dol'spreis«. Do-rnerste-g, den 15. Jan,, abends 8 Uhr ln Marburg: „Eine Fmu ohne Bedeutung". 1t. Abonnementsvorst Aung Freitag., den 16. Jan., abends 8 Uhr: „Die HumbowUauer" Nutzer Abonn. Eew. Preise. 2 mal 2 = 4. Das ist so sicher, da^ man es nicht mehr zu beweisen braucht. Dag Scotts Emulsion die beste Lebertran-Emulsion, ja überhaupt die Lebertran- Emulsion ist, bedarf ebenfalls keines Beweises mehr. Sic hat sich seit säst vier Jahrzehnten aus der ganzen Erde eingesührt, sich überall bestens bewahrt und das Vertrauen der Aerzte wie Laien errungen. Nur bei ihr kommt das Scotlsche Herstellungsverfahren zur Anwendung, auf dem die leid) c Verdaulichkeit von Scotts Lebertran-Emulsion beruht. Sorgfäl.ig ausgesuchte Nohstosie werden zu Scotts Emulsion verarbeitet, die vorher gewissenhaft geprüft werden. Kein Zweifel an der Güte, Reinheit und Wirkungskiost dieses Präparates: noch mehr zu seinem Lob zu sagen, hieße Eulen nach Aihen tragen. I ^ -- - ..- J „Römerbmnneti Hervorragendes Tafelwasser.