Unmmer 1 \) Kienslag. den 13. Jannar 7. Jahrgang vre ,Autu («jomunt“ fi^nnt reden Werttag. Regelmiißrge Bellagen ,,?re iöauee an» Hess«»", „Hie Kpnnssulie". tteiugopre,,: Be, oen Poilanjtatten m«r.et,>>oi,>a> >.-,5 de> den Agenten monoittch 50 f'tntu tritt l oftnfbü^i oder Irägertohn. An,eigen: Erundieile 20 Pig., totale >3 Plg, An,eigen von abwärts werden our h oo tnachnadm« eedoden ErlüllnngroN Feiedderg. KchettSIeilung na» Verla, -ssrzedXrg (Hessen), Hanaueritratze 12. Fern'precher <8. Posttcheck-Cont» Re. <8ä9. 11ml sseanlsuet ». SH. llebrrfui|t. — Der Reichstag, der am IS. Dezember in die Wcrh- nochtsferien gegangen war, wird heute 2 Uhr nachmittags seine Sitzungen wieder ausnehmen. Aus der Tagesordnung stehen Interpellationen über die Gewährung des aktiven und passiven Wahlrechts an Frauen zum Reichstag, über die Bcr- hängiin., deS Militärboykotts, über Schutz gegen Boykott und StrcikauLschreitungen. — Mit großer Spannung sieht man in Sirahburg der heutige» Verhandlung im eisaß lothringischen Landtage entgegen. die die Interpellation über Zobern bringen wird. Allgemein erwartet man sehr viel von der Verhandlung. Zunächst wird der heutige Tag entscheidend für die Regierung sein. Tie Nachrichten über eine Kabinettskrise und einen bevorstehenden Statthalterweebsel wollen nicht ver- stuinmen. — Seit gestern ist in Christiarrla eine Kälte eingezogen, wie sie seit vielen Jahren nicht beobachtet wurde. Im Innern von Süd-Norwegen wurden gestern 50 Grad Celsius verzeichnet. Ter Cisenbahnverkehr erleidet monnigsache Störungen. — Tie Kälte in Madrid, die in den lebten Tagen nachgelassen hatte, Hot gestern mit erneuter Heftigkeit wieder eingesetzt. Sic hat unter der ärmeren Bevölkerung im Vcr- (in mit Hunger neue Todesopfer gefordert. — Eine hervorragende o§manische Persönlichkeit er- Amte dem Korrespondenten deS „Berliner TageSblattes": Tie Ernennung deS bisherigen Kommandanten des ersten Armeekorps, Limans v. Sanders zum Generalinspektenr ist rti» politischer und nicht militärischer Natur. Tie Psorte bat Rußland da« Zugeständnis gemacht, umn dem lästigen Drangen ein Ende zu machen und die glatte Erledigung der schwebenden Verhandlungen, besonders der großen Anleihe in Frankreich, zu ermöglichen. Prattisch und militärisch ist der Funklionswechs-l bedeutungslos. Da« Reformwerk der deutschen Militärmission wird dtrdurch in keiner Weise be- -ührt. — Ein äußerst heftiger Vulkanausbruch hat ans der Insel Satnrachimn slattgesunden. Die Stadt Kagochima und die umliegenden Dörfer stehen in Hellen Flammen. Man be- ltires^ct. daß eine große Anzahl Menschen der Katastrophe zum Optcr gefallen sind. — Ter Rebellensührer General Villa beabsschtigt, nach seinen jüngsten Erfolgen gegen die Regierungstruppen, aus Torreon und die Hauptstadt zu marschieren. Der Ulehrdeitrag. sFonsetzung). Berechnung des Vermögens an Grundbesitz. Wäbrcnd fiir sonstiges Vermögen der gemeine Wert Verkausswert) maßgebend ist, muß bei der Einschätzung von Grundstücken, die dauernd land- und sorstwirtschastlicheti der gärtnerischen Zwecken zu dienen bestimmt sind, der Erleagowert zugrunde gelegt werden. Tassclbc gilt •iir Oirnudslücke. die Wohnzwecken und gewerblichen Zwecken zu dienen bestinimt sind. Ais Crtragswerl gilt das Fünsundzwauzigsache de» Reinertrages. Als Reinertrag ist aber nicht der zu nehmen, wie er für die Einkommcnsleuer festgesetzt wird. Es ist vielmehr -nn Reinertrag zugrunde zu legen, wie ihn ein ordentlicher Unternehmer bei gemeinüblicher Bcwirlsckioslung und unter gewöhnlichen Verhältnissen im Durchschnitt einer Reihe von Jahren erzielen kann. Während bei der Einkoinmensteuer fiir d > e Arbeit des Bewirtschafters und seiner Fra» nichts ausgerechnet werden kann, können l-ci dem ,iir wehrbeitragspflichtige Vermögen z» berechnenden Reinertrag als Bewirlschastuugskosten ausgerechnet werden, vos onfznwenden wäre, wenn sremde Arbeit?- kräste die Arbeit des Bewirtschafters und seiner Frau tun müßten, Allo nicht nur die Dar- nnd Naturallöhne für Dienstboten und fiir die an Stelle tol,l>er beschäftigten Kinder gelten als abzugssälüge Betriebs- losten, sondern auch ein angentessencr Anschlag für die Arbeit des Eigentümers und seiner Frau im Betriebe. Bei der Einkommensteuer haben die Beteiebsgebüudc und Betriebsmittel außer Betracht zu blriben. beim Wehrbeitrag sind sie aber zu berücksichtigen. Beispiel: Angenommen, ei» Landwirt rechnet ans seinem Grundvermögen ein diiechschnitttick)es Reiiteinkontmen von 2300 aus. und kann für seine und seiner Frau Arbeit 1200 einseyen, so bleibt ein Reinertrag von I iOO M. 1100 X 25 = 27 500 -tz Vermögen, Ta das Einkommen nur 2300 isw, als gewerbliches Betriebskapital mitvcrsteiicrn. Beim Wehibcitrag ist dreier Wert dem Vermögen des Eigrntümrrs (Verpächters) , u z n z ä h l e n. Brauereien haben also die veipachteten Wirtschaft sein, richtnngen zum eigenen Vermögen zu rechnen. Eine weitere Abweichung ergibt sich beim Cchuldeuab- zng. Tie G e s ch ä f t s s ch » l d e n lSchutdcn an die Liele- rantc») sind beini Wehrbeitrag im vollem Umfange ab- z u g k s ä h i g . wäbrend sie bei der Gewerbesteuer nur in einem verhältnismäßigen Betrage ;inn Abzug berechtigt sind. Was gilt als Kapitalverinögrn? Als wehrbeitragSpslichligcS Kapitalvermögen gelten nicht nur die renticrlichcn Zinsen ab werfen de Kavitnlsordcriingen. wie sie zur Einkommen- fezw. Kapitalrente,isiei,er berange,zogen werden, vielmehr siiid außer d-csem wehrbeitragspflichtig: 1. Unverzinsliche Kapitalforderungen jeder Art; 2. Nrdeber-, Patent- nnd Verlogsrcchlc (nicht aber Zcitnngsverlag); 3. Aktien- oder Anteilscheine, Bergwerk s k n i c . Geschüstsguthaben bei Oienolscn- ichgften, Geschässsanteile und andere Gesell- lchgftscinlagcn, Tabei ist es gleichgültig, al> dafür Dividende oder Gewinnanteile bezogen werden. (Also die Anteile bei den Damp'dreschgenossenschaftcn, die Gesiriäfts- ovte'ke bei Tarlchnskasienvereinen »Iw.: 4. Bargeld deutscher und fremder Währung; 5. Ter K a p i t n l w e r t von Rechten a n s R c n - ten und andere wiederkehrende Leistungen und R u tz n n g e n , wie Austrägen. Leibrentnr. Ter Wert die- kr bestimmt (ich nach der seststebenden Dauer der Leistung »nd. wenn aus Lebeuö'oauer. nach dem Alter dev Einpsän- gers; 6. Noch nicht lange Aussprüche ans Lebens - und Kapitalverlicherungen und Reulenverlich e r u n g e n. Als Wert hierfür gelten zwei Drittel der Ciimme der einbezablteu Prämien oder, wenn er nachge- wirsen werden kann, der Rücklaufsweet der Palize. Bei einzelnen Versick>errrngsgeseUschaalt die ausgestellte Polizc hinten einen Ausweis (Tabelle) »her den Riicklauts- wert. Wo dies nicht der Fall ist kann der Dersicherte von seiner Derlickiernng den Akiickloufswert erfahren Außerdem gelten die zwei Trftlel der einbezrhlten Präinien z B, A lmt im Jahre I!>03 fiir 10000 M versickern lassen. Mil 1013 bezahlte er 3000 M an Prämien ein. Ter Wert ist also % ist 2000 Wertpapiere, die in Teutschland einen Börsenkurs haben, sind mit dem Kurswert, den sic am 31. Dezember hatte,t, anzusctzen. Welcher Vrrmögenssiand ist maßgebend? Der Vermögcnswert ain 31. Dezember 1013. Betriebe, die regelmäßig jäbrlikbe Abschlüsse machen, kann der Vermögenskststellung der Vern:öge»sstand am Schlüsse des letzten WirttchaftS- oder R.-ckmungsjahres zu- gründe gelegt werden. Diele erhalten auch Fristveelänge- rung für die Abgabe der Vcrmögcnscrklärung. Wehrbeitrag und Kleingrundbesih. Für die kleineren Grundbesitzer inöchten wir aus dem obigen noch kurz folgende Zusammensallnng geben: Ter KIcingrundbesitz wird zum größten Teil zu dem Wehrbeitrag nicht hcrangezogen werden können. Entscheidend dafür find einmal die Sätze für die Heranziehung „ach dem Vermögen. Bis einichließlich 10000 M bleibt rin Vermögen in jedem Falle steuersrei ohne Rücksicht auf die Höhe des sonstigen Einkommens. Vermögen bis 30 000 .H bleiben frei, wenn drs Jahreseinkommen nicht mehr «16 4000 .K beträgt. Und ein Vermögen bis ernschließlich 50 000 ,K wild auch noch nicht hcrangezogen, wenn das Jahreseinkommen 2>XiO M nicht übersteigt. Für die Bewertung des landwirtschaftlichen Grundbesitzes ist nicht der gemeine Wert, sondern der Ertragswert maßgebend, und als solcher gilt das Fünl- riudzwanziglackie des Reinertrages, de» ein Grundstück bei ordnungsmäßiger Bewirtschaftung mit entlohnten fremden Arbeitskräften gewähre» kann. Im Gegenlatz zur Reiner- tragsbeiechnnng für die Einkommensteuer kann also vom Roherträge der Wert der Arbeitskraft des Besitzer« und seiner Angehörigen, soweit sie nicht entlohnt werden, in Abzug gebracht werden. Von Bedeutung ist auch die Beslim- nuing des Gesetzes, nach der der Bcitragspslichiige für noch nicht selbsländige Kinder und Sahne, die ihrer W-chrpllicht genügt haben, Abzüge z» machen berechtigt ist, und zwar tn Höhe von 5 v. H. des WebrbeitragcS für da? dritte und jedes solgende minderjährig« Kind, Allgemrine«. Ter Wehrbeitrag wird in drei Jahresraten erhoben. Ter VermögenLstand. der bei jedein einzelnen in den nächsten Wochen heraiiSgcrechnet wird, gilt als Grundlage für die von den Liberalen und den Sozialdemokraten erfundene Steuer aus die Sparlamkeit, die sogen. Vermögenszuwachsstener. Am 1. Januar 1017 muß jeder Derinögcnsinhaher abermals den Stand seines Verinögens deklarieren. WaS er dann durch seinen Fleiß »nd leine Sparsamkeit zu seinem Vermögen vom 1. Januar dieses Jahres hin,»erworben hat, muß er besonders besteuern. Als Vermögensznwachs gelt-:» in diesem Falle auch Erbschaften, selbst wenn diese von den Eltern de? Bsitzers stammen. tSchluß lolat) (N-in V7rstn'ttdi-es jÜt'fdl. Oüi anerkennenswert sachlicher Meise äußert sich der Straßburger Universitätsvrcfessor Nr, Martin Spa sin ein Soßn des bekannten Zentrumsabgeardneten Oberland- aer'chtsrat Spabn, der übrigens leibst lcha» im Re'isistagc in den Neiden des Zentrums gesessen bal, über die Derhnlt- „rsse in Essass-Lotdringcn. Er sck"-eibt im „Taa": . Der Gegensatz tzwilckr-n Milisär- nnd Zivikverloos- ttma) ensstamml d-r verschiedenen Uederzeuanng, d>e praß-n Di-ik de? essaß-lotbnngischen Ben-„se"tiimS und d-S in E'ßiß-Voftirinaen siedende r OM'IerSkorn? va-u W -kn und v-"i den Vft'chsen der Na.'slichen A-ilarilät siede». Hier ist der Hebel anznictzenl Elsaß-Sotdringe« wi d in, Uiiserschied von all"» deutlck'en Einzelssaolcii n-isss durch einen Moiiarchen oder eine Oligarchie, s-"id-eru d'.-ck, eine Bearntenkukanie renieri. Diele sedl s>ck> ss-it tt-'0 au« B"n„isen aller deutlckem Gebieie In d„ni--r Stziiik'ng »nlammen. Mit den Jadren sind auch E- '• de:milche dlnzuaeeammcn. In denkshe,, Judren iä ak-r aiickr der lkinlchlag prei-ßilcher Beoinkn im ri' ß- ktdrinailchen Bemntentum immer gerinaer geworden, vuter den Beamten, die die Spitze der Vermattung M< de», ist d-ute. abgekden van dem Kalmarer B--»!-''"" - 0- denten. üde-da„vt kein Vrenße mebe Das will delaneii d-i, pem eOaß-solbriugillden Beaintentnin in der deut- sckvn Zeit immer inedr die Ikberlielerimaen de? B-'- :»• t-ntirms »iueS großen Staates abbanden gekonmien sind.' Martin Spabn kommt dann zu solgendenr odtällig- n Urteil: ..Mittlettueile i» nun die Oduniachl dee Ziv'lgewatt in Ellaß-Vatdringen — zunäissst dimch die kft mi*- • standslole A»sdr<-i!ung einer Denkart im Va'k. dk i-mnur neue vottiilckie Zugessändnillc an dia Eia-nart d-° bemdrs, zugleicki aber jede weiter-- ge-lsia-- A" näderuna an d-e »at-onale Kultur Deutschland? u»d den deutschen Staatsaeist oblchut, lodann durch d"i> E sckiluß des Znbeiner Obersten zur Selbfthitte — van - ganz enta--a-n-aeletzkn Seile» her greller als je b>'la--chse- word-n. Wk auch die Geister sich zur,eit im Lande n-'> im Reiche >-ss--id--n möa-ni. die Zivilverwaltung sindas nirgend« R-"ckr--tt und Snmpatbie. Co kann es n!ck-t lange mehr wcitergeben. Ter jetzige Stattballer Gral Wedel ist mit peinlicher Sorgfalt und Sackl'und-- be- mübt. die lchw-e-men Der'-altnisse des ibm unkrstellten Landes zu durchringen. Darauf muß die Hossnung beruhen. daß. als er in Tonanelchingen leinen kaik-I-ch-n Herrn bat, die Zaberner Ossiziere wieder auad rück'i t die normalen, vom G--setz bezä ssne-- -, ' Zuständigkeit zurückzuweisen, er sich gkick'zeit n Sicherheit verschaffte, endlich eine Unrwaudlung d- t Zivilnervmtrvva lähuu-iid,--« Geistes oi-.tx, 1 ."e -1 m - fr. 1« fcn. Fäll: von der Tragweite wie dos Zobern« Vorkommnis können »ur dann ohne schwere Schädigung des s,Staati-organiSmuS verwunden werden, wenn sie .11 Brrbcssermigen dieses Organismus den An- f ü geben." f ? ÄostbehKrde nvrr Dabern. Das amtliche Telegraphenbureau verbreitet, wie die „'Zu . •: Tag. Zeitung" berichtet, folcende Darstellung: „Nneb Zeitungsnachrichten hat der Oberst v. Reuter in i- it Verhandlungen Var dein Kriegsgericht ansgesagt, d :: dic Postbebörde in Zabern Karten mit beleidigende i Angaben an Offiziere unbeanstandet bestellt habe, : ngrend Karten, in denen das Verhalten der Offiziere lobt wurde, zurückgichalte» worden seien. Oberst v. ' .-'er bat einem Vertreter der Postverwaltung gegen- icher erklärt das; er eine so schwere Beschuldigung gegen da-.. Postamt in Zabern habe nicht aussprechen wollen, seine vor Gericht gemachte Aussage sei entstell! wicdergc- aeben worden: es seien aber in Wirklichkeit Unregel- wäj.igkeitÄ! bei der Bestellung der fraglichen Sendungen v. rgekomnicn. Die postseitig eingeleitete Untersuchung bat ergeben, daß bei der nach pielen Hunderten zählenden IW.iifle der in .Zabern für einzelne Offiziere eingegange- »en Schmähkarten tatsächlich einzelne Sendungen mit erkennbar beleidiaenden Angaben in der Hast des Betriebsdienstes der Aufnierksamkeit des Personals entgangen sind. Dies- Zolle sind aber im Hinblick darauf, das; viele Hunderte von Schmäbkartcn in Zabern als unzulässig erkannt und zuriickgelaudt worden sind, als vereinzelte zu betrachten. Von de» ebenfalls zahlreich eingegangenen jjustimmmioSvostkarten usw. sind nur zwei vom Personal wegen Zweifel über die Zulässigkeit eines darin enthaltenen Ausdruckes zunächst beanstandet worden. Beide Karlen sind aber ans Anordnung des Postamts den Empfängern ansgchändigt worden, nnd zwar eine ohne jede Verspätung, die zweite auf dem nächsten Bestell- gonge." Daß also,.ln Wirklichkeit Unregelmäßigkeiten" bei der Bestellung der fraglichen Sendungen vorgekoimnen sind, wird zugegeben. Ueber den Umfang dieser Unregelmäßigkeiten ist ja, soviel wir ims erinnern, nicht weiter gesprochen worden, Erfreulich ist an der Sache, daß die Postverwaltung ein? sofortige Urtersuchung eingeleitet hat. die zur Feststellung dcr Verseblnngen führte. Roch erfreulicher ist es, daß es sich tatsächlich nicht um beabsichtigte Verfehlungen zu bandeln scheint. Es wäre sehr wünschenswert, wenn auch auf deni Straßburger Telcgraphcnamte Untersuchungen ein geleitet würden, damit der peinliche Verdacht, daß dort Indiskret len vorgekommen sein könnten, recht bald aufgeklärt wird sagest» lrerstcht. Deutsches Akrich. ' :: Aufruf zur Hilfeleistung der durch Sturmflut Geschädigte». Das ständige Hilfskomitee für die durch das Hochwasser betrossenen Hilfsbedürftigen trat gestern zu einer Sitzung zusammen. Es veröffentlicht einen Ausruf zur Hilfeleistung der durch die Sturmftut an der Ostsee-Küste Gesäiädisste», in dem es zum Schluß heißt: „Wir bitten alle hilfsbereiten Frauen und Männer unseres Vaterlandes, überall Sammlungen zu veranstalten und alle Spenden, auch die kleinsten, an die Provinzialkomitees abzusühren." Unterzeichnet ist der Auftnf vom Kronprinzen. :: Sittenasfärr in Brrklan. Das Tagesgespräch in der Stadt Breslau bildet ein Sittenskandal, an dem minderjährige Mädchen beteiligt sind. 12 Personen, die sich an den Mädchen vergangen haben sollen, wurden bereits verhaftet. :: Opftr des Schnkksturmcs. Eine aus 7 Personen be- stehende deutsch-russische Familie wanderte zu Fuß von Inner nach der Heimat zurück, um das Fahrgeld zu sparen. An der russischen Grenze wurden sie von einem Schneesturme überrascht, dem sie sämtlich zum Opfer fielen. :: Wirkung des Urteils über die Zabern-Affäre. Das Urü'il des Kriegsgerichts hat in Zabern einen sehr nachhaltigen Eindruck hervorgerufen. Der Gemeinderat ist gestern abend z» einer außerordentlichen Sitzung zusnmmengetreten and bat nach sehr erregter Debatte kurz nach Mitternackft den kcswins; gefaßt, dem Kreisdirektor, der bekanntlich im Verlause ;tj Prozesses schweren Angriffen ausgeseht gewesen ist und ein Disziplinarverfahren gegen sich beanftagt hat. das vol ■ Vertrauen der Bürgerschaft auszusprechen. Außerdem ld ■ worden, ein Telegramm an den Kaiser zu senden Doch schefterte dieser Plan an dem Widerstand eines Tri! .: der Gemeindevertreter. :: Beibehaltung dcr Matrikularbciträge. Wie die . To. siche Riindlchau erfährt, haben Verhandlungen zwischen Vre rungen des N,'ick>s über die weitere Erhebung der Ma- trist ' - betträge dazu geführt, daß die Bundesstaaten sich so- lort .reit erklärt haben, mit Rücksicht auf die Gesamtlage des fü sche-j die Matiikularbeiträge in der bisherigen Höhe '■on r> Pfennig pro Kopf beizubehalten. : . Ein Fall von schwarzen Pocken. In Nen-Salz ist in Fall von schwarzen Pocken vorgekommen. Es handelt sich im einen jungen Kaufmann, der sich diese Infektion auf 'iner ' ■eiefjätisreife in Rußland zugezogen hat. Seitens der Bebö e sind nlle erdenklichen Vorsichtsmaßregeln getroffen werden. Ter Erkrankte wurde nach der Isolierbaracke des Krankenhauses gebracht. Schweiz. —. - - :: Unglückssülle. Aus allen Teilen her Schweiz treffen Hiobsposten über Unfälle ein, die das Unwetter verursacht .hat. A>n St. Antöniea im Kanton Graubunden feate eine »»eue Tageszeitung. »lensrag, #«n l*. -tannar ist* Lawine einen Knecht und zwei Ställe mit acht Rindern und zwei Pferden hinweg. Bei Beatenberg im Kanton Bern wurde ein Illjäbriges Mädchen von einer Lawine in einen Abgrund gerissen und verschüttet. Auf dem Dodensee keu- terte ein Boot mit vier Personen, von denen zwei ertranken; die beiden anderen, die sich am Boot feschietten, erstarrten. Italien. :: Schisfahrtsstreik. Italien steht vor einem großen Schiffahrtsstreik, der dem auswärtigen .Handel großen Schaden zuzfügen droht. Bereits heute soll der AnSstand in mehreren italienischen Häfen beginnen. Dic Mannschaften von über 180 Schiften der beiden größten SclnffalirtSgesell- schäften werden voraussichtlich heute die Arbeft niederlegen. :: Besuch Viktor Emanuels in Tripolis. Emanuel beabsichtigt .zu Beginn des Frühlings einen offiziellen Besuch in Tripolis ZU unternehmen. Bei seiner Ankunft werden große Nationalfestlichkeiten stattfinden. Der Besuch erfolgt, damit der König die jüngste Kolonie Italiens aus eigener Anschauung kennen kerne. Ungarn. " <* :: Schwestermörder. In der Angelegenheit der ermor- beten Vari6t6diva Elsa Turchanpi hat nunmehr der unter dem Verdacht des Mordes stehende Stiefbruder eingestan- den. der Mörder zu sein. Er gab weiter zu, daß er den Mord in Gemeinschaft mft der Wirtschafterin auSgcfiihrt hat. Frankreich. :: Fehdezug gegen Finanzminister Eaillaux. Der „Figaro setzt seinen erbitterten Fehdezug geaen den französischen Finanzminister Caaillaux fort und erhebt nach neue Beschuldigungen gegen ihn. In der Affäre Prion führt der „Figaro" baute eine ganze Anzahl von Gewährsmännern an, aus deren Aussagen der erste Bericht des „Figaro" über das Verhalten Eaillaur in dieser Anaelegenheit bestätiat wird. Weiterhin erklärt das Blatt, daß Cnillaux mit dem Direktor Ullmann vom Comptoir d'Escompte eine Reihe von Transaktionen vorgenommen siötte. vokür »um dem Finanzminister eine Summe von 400 000 Franken zur beliebigen volitischen und persönlichen Verwendung zur Derftioung gestellt habe. :: Gegen den Tango. Die ftanzösische Geistlichkeit setzt ihren Kampf gegen den unmoralftchen Tango fort. Die Bischöfe von Versailles und Nanrp veröffentlichen heute in der „Semaine religiouse" abermals ein Dekret, in dem sie den Gläubigen ihrer Gemeinden aufs strengste den Tango- temz rmterfagen. :: Arbcitrrunruhen in Paris. Arbeiter stürmten gestern die Fordsche Automobilfabrik. Sie schlugen Türen und Fenster ein und demolierten zahlreiche Gegenstände. Durch Malserstrahlen konnten sie schließlich vertrieben werden. Der Grund des Auftuhrs liegt darin, daß man den Arbeitern verweigert, mit 10 Millionen Mark an dem Ertrage der Fabrik teilzunebmen. :: Steigen ivft Soone und Anbe. Aus Ebalons on der Saone und ou? Trope? an der Anbe, kommen bennrubioende Nachrichten über dos Anwachsen der Ströme. Man befürchtet starke Ueberschwennuungen. :: Zur Meuterei aus dem französische» Kreuzer „Du- plci". Die von der französischen ofiziellen Presse lebbaft dementierte Nachricht, daß am 15. November v. I. sich an Bord des vor Saigon vor Anker liegenden Panzerkreuzer? „Duplei" eine schwere Meuterei ereignet bade, findet setzt ihre Bestätigung durch Privatnachrichten, die ans Tonking eingetroffen sind. Danach war der Vorfall sogar viel ernster. Don der 500 Mann starken Besatzung des Kreuzer? nahmen Mann an den Zusammenrottungen gegen die Barge- setzten teil. 15 Rädelsführer wurden mit schweren Gefängnisstrafen belegt. ' ' > ' England. :: Flottenbudget. In London mißt man hek Unser- rednng große Bedeutung bei, die gestern nachmittag Lord Ehurchill mit dem Premierminister Asguith hatte. Bekannt- sich reist er morgen nach Paris. wob»i er vorder die Riviera auffuchen wird. Hier weilt Lloyd George, mit dem er eine Begegnung haben wird. Es unterliegt in politisch-w Kreisen keinem Zweifel, daß der Hanvtgegenstand der Unterredung mit Lloyd George das Flott-nbudget sein wird. Ehinn, Die internationalen Truppen ln Nord Ehinck. Die Auftarderiing Ehinns an die Großmächte, ihre Garnisonen nus den nordchinesilchen Provinzen znriickznziehen, ist in Japan auf heftigen Widerstand gestoßen. Die ioponische Regierung hat daher durch ihren Botschafter in Peking der chinesischen Regierung Mitteilen lassen, daß es !dr bei der augenblicklichen Unsicherheit in China unmöglich sei, ihre Truppen aus den Provinzen znrückzuziehen. Bereinigte Staaten. :: Dic befürchtete Freilasiiinq Thaws. Evelyn Thaw. die sich augenblicklich ans einer Vorstellungstournee in St. Louis befindet, ist durch die Nachricht von der bevorstehenden Freilassung Harry Tlmws aufs äußerste beunruhigt worden. Sie erklärte amerikanischen Journalisten gegenüber: Irgend etwas Furchtbares wird sich in dcr nächsten Zeit ereignen. Ich kann mich aber nicht gegen ihn schützen und werde gegen die Vorsehung vergeblich ankämpfen. Meine einzige Hoff- mmg besteht darin, daß er aus seine Rachepläne verzichtet und nach Europa fährt. Der GeneralstaatSanwalt de» States Newyork hat bereits erklärt, daß er sein möglichstes tun wird, um Thaw sobald er freigelassen wird, wieder zu verhaften und zwar wegen des Komplotts, das er seinerzeit schmiedete, als er aus dem Gefängnis ausbrach. Bereinigte Landwirte. Aus dem Kreise Hanau. Die am vergangenen Sonntag zu Hoch stadt abaebaltene Beairksversammluna war außer Seile L von Hockistadt, noch von Vertretern aus Bergen, Bischof? heim, Dörnigheim, Mittelbuchen und Wachenbuchen besucht Außerdem war der Vorsitzende der Vereinigung, Herr Guts- Pächter V i e hm a n n -Rumpenheim anwesend. Den Vorsitz führte Herr Wilhelm M a n k e l - Hcchitadt. Ter Geschäftsführer Hirsche! besprach verschiedene die Organisation betreffende Fragen. daran knüpfte sich eine sehr lebhafte Aussprache, wobei auch noch die Wehrsteuer zur Besprechung kam. Es sprachen dabei die Herren Buchen- horst und Degel - Bergen, Fritz und R e u h l» Bischofsheim, Dommköhler und L e y e r - Dornig!,o-m D r o s ch - Hochstadt und L e n z - Mittelbnchen. Die V.r- Handlungen erreichten gegen 6 Uhr ihr Ende. Aus dem Kreise Hanau. Zu unserer Freude können wir mitteilen, daß der Vertrauensniann der Ortsgruppe D ö r - » i g h e i m, Herr Karl Dammköhler, in den Kreistag gewählt worden ist. Knlbach, 13 . Jan. Der diesig« Bauernverein holt sein diesjähriges Winterfest. verbunden mit darauffolgendem DaN »nd Verlosung von landwirtschaftlichen Geräten, am 18. d. M. im Gasthaus „Zur Linde" (F. Kaiser) ab. Alle Freunde und Landwirte auch di« umliegenden Ortsgruppe!, der Vereinigter Landwirte sind freiiadlichst eingeladen. Heute Dienstag finden di« Geschüstssrnnden von 1 bis 2 Uhr statt. Parleirmchrichten. * Hanau, 13. Jan. Die fortschrittliche Bolkspartet stellte tu einer am 11. Jan. abgehaltenen Vertiauensmännerversinnm» lang Professor Hillmann (Frankfurt . Eschersheim) zum Kandidaten für den Reichs tags wob»reis Hanau-Gelnbausen-Orb auf. Zum Wahlvorsitzenden wählte man Fabrikant Kreuser in Hanau, zu feinem Stellvertreter Mittelschiille hier Korff von Frankfurt a. M. Ans der Heimat * Friedberg, 13. Jan. Sämtliche Telegraphenleitiiiigen und Telephonanschlüsse sind seid heute wieder in vollem Betrieb, sodaß der Fernsprechverkehr wieder ungehindert bi? zum nächsten Schneegestöber stattfinden kann. * Friedberg, 13. Jan. Heute Dienstag findet iw Saalbau (Roth) das bereit» Samstag angezeigte Gastspiel der Liliputaner statt und weisen wir nochmals empfehlend darauf bin. Das Ensemble gehört zu den ältesten reisenden Theater-Gesellschaften und hat sich in der langen Reibe der Jahre ein ausgezeichnetes Rcnommö erworben. Das Ensemble verfügt über einen werwollen Fundus an eleganten Kostümen, Reguisiten und Dekorationen. * Friedberg, 13. Jon. Nach dem hessischen Hauptvoranschlag fiir 1914 sind die Einnahmen an Badegeldeen weitee Steigen beariften »nd können um 10000 -<( höher, also auf 910000 M eingesetzt werden, ebenso die Einnahmen aus Kurtaxen m;d Eintrittsgeldern um 45 000 M auf 470000 Ir im Jahve zuvor. Damit ist da» Museum hinsichtlch seiner J-Ivchrztffe-N b- weiiem an hie Spitz« aller Frankfurter Museen geirrten. Di« Zahl der Mitglieder der Scnckenbcrgischn G-fttls-fiast stieg 181.3 von 1358 auf 1476. * Frn,kf»rl „ M., 13. Jan Der Magisttal hat ein« Vorlage über di« Errichtung eines städttfchen Nachrichicnbüroz in Borbereilung. Durch dar Büro sollen der Presie all« wichtigen Mitteilungen über städtische Angelegenheiten zugesiellt werden. Zugleich aber soll es auch alz .Dementterstube" für unrichtige Zetttmgameldnngeir dienen. Hessen-Nonnu. " t. Anfvoch, 13 Jan. Haupllehrer Bester hier ist auf seinen Wunsch zum l. April nach Cronberz im Obrrlannuslreise »ersetz«. " z. Usingen, 13. Jan. Di« Zahl der hiesigen Märtt« ist. einem allgemeine» Bedürfnis entsorechend. von 18 aus 24 pro Jahr erhöht worden. Diese 21 Mailte lieg-.» uunnrehr. abge- Jtfje» ooit dem Kerümarlt. ter althergebracht an einem Man. »ag stnlts-.ndet. alle nirf bestimmten Tagen fest »nd zwar findet in jedem Monat am zrveilen Dienstag Bich. und a» vierte« Ti nstag Schweinern«r!t stalt. Mit den Biehmörkten am zwei, -en Dienstag sind dann die »0» altersher bestehende« kram- n-ärll« in 8 Monatan verbuiit-en. Ein« Verlegung der nunmehr festliegenden Märkl« tlrtt nur dann «in. wenn einer auf einen christt chen oder jüdisch-» Feiertag fällt: der bet res sende Markt wird dann an dem nächstfolzenden Werktag abgchalten. Di« Märkte falle» nun in 1814 wie folgt: Ja». 13: 28. Febr 10.; 24. März 10; 24. April 14.; 28. Mai 12.; 26. Juni ,.; 23. Juli 14 ; SS August II.; 25. Sept. 8.; 22. Oktober 13 ; 26. Nouember 10.; 24. Dezember 8.; 22. — Markt« m Wehr he im: 24. F-:br: 10. Oktober Kram- und Biehmärkt». * Lochst «. M. 13. Jan Am Sonnt» r. Len 48 Janvar l. 9U«c wageszeAunch. ^Dtenotag. »« !». Sut« UlC 3 feiert der hiesig« «vougelchche Ardeiteiverein sei, 25jährige» Stiftungrfest durch Festgo kt «turnst, atademifche Feier und ge. fellige Zsammenkunst. " Mister, 13. Jan. Dekan Scholle« au» Kirdorf-Homtmvg wurde an Stelle der verstorbenen Dekan, Orth nach hier berufen und tritt fern Amt bereit, am 1. Februar an. * brouberg, 13. Jau. Das Jahr 1913 brachte der Stadt eine QSeburtcnfteigcnuig um 25 Prozent gegen das Jahr 1912. nämlich von 6t auf 811. Dagegen sank die Zahl der Eheschließungen von 34 auf 26. a!so um 25 Prozent. * Eorsratt, i. T„ 13 Jan. Im hiesigen Ort« bildete sich ein evangeb scher Ardeilerverern mit 32 Mitglieder: er schloß sich bau M-ttelrheinischen Berbaub evangelischer Arbrtterver- eine an. * Reuenhoj, j. T„ 13. Jan. Zum größte« Letdwese» aller Apfelweingeschworenen bestätigt sich d>» Mitteilung non der Aushebung der Lpselw«insteu«r nicht. Nach wie vor wird fut das Hektoliter ein* Mart erhoben. * Sode» n TI iz. Ja«. Zn Reklmnezwecken für di« hi«, sigeu Kur. und Badeanstalt«» bewilligt« di« Lemeiudevertr» tung für da, laufende Jahr di« aufchntiche Summa non 23(8)0 Mark. * Zum B-termord in Sisenbach. Die Untersuchung gegen de» in da, Wiesbadener Landgerichtsgefüngni» üderführten 23sährigen Peter Lest tun. aas Eisendach, »er seinen Statu, wie anfänglich angenommen mit Ueberleguug getötet haben sollte, hat ergebe», daß van einem Mach nicht die Red« sein kan». Der Tatbestand qualifiziert sich »ieliiiehr als der des Totschlags. Die Untersuchung soll so gesordert werde«, daß dir Starhaiidlnng noch in der am 2. Januar beginnen»«» Ec- richtsperiodc am Landgericht Wiesbaden itattfintwn kann. An« Starken bürg. * Riissekstzeim, 13. Jan. Der wiederholt von der Regierung nicht desiäligta sozialdemokr, t ische Gemeinde rat Georg Jung wurde bei der vorgestrigen Wahl abermals mit 4.38 Stimmen zum Bei geordneten gewählt. Der bürgerliche Gegenkandidat erhielt 358 Stimmen. * Eroß-Gera», 13. Jan. Sie Rachricht von dem Tode de« hiesigen Fabrikdirettarsohn«, Pillharüt, der am Freitag vor dem Kreisamtsgrdäud« von einem Arbeit«« niedergeschlagen wurde, bestätigt sich nicht: D«r junge Mann ist zwar lebensg«- sährlich verletzt, doch ist ein« kleine Wendung zum Bcffer« und damit di» Hos,uiurg auf Erhaltung des Leben; »ingureten. * Darmslad«. 13. Ja». (Der Todesschuß in der Reujahrs- nochj. Die Entdestung de; mutmaßlichen Täters, der da; lln. glinbsgeschoß abfeuert«, errogt begreiflicherweis« l» der Bevöl. ft rung große Erregung und veranlaßt lebhafte Erörterungen auch bei den maßgebenden Behöroe», o«:lch« mit der Aufllär. ung der Angelegenheit zu tun haben. Die Möglichkeit, daß das t-tbrr-rgende Geschoß in dem Dunkel der Rocht in nahezu 200 Meter (Entfernung sich gerad« den Kopf des unglücklichen Dör- som zum Ziel genommen haben soll, wird vielfach angezweifelt, Andererseiis steht aber durch di« von Seilen der llnterstuhungs- deHörden mir ffuhülseuechme eines Zielfernrohres ausprobiertr Möglichkeit fest, daß das Geschoß von dein Balkon des Hauses Liedigstraß« 84 abgeschossen« Kugel glatt ohne HlNderui; Ihr Ziel erg eichen konnte, daß sie soweit treibt, steht ebenso fest. Di« »orgefündenen 38 Patronenhülsen beweisen, daß aus ihnen scharf geschossen worden ist, also mit Kugeln, wenn auch der Geßim>,c«nausseher Slft glich bekauplet. daß ei au; einer An. zahl Patronen die Kugeln vorher entfern! habe, diese Schüsse lämen in der Zahl noch hinzu. Durch die vorläufige» llnter. suchungen des Sachnerstütrdigcn Prof. Dr. Neuinann vom Ch«- misch-Techn. Institut der Techn. Hochschule wurde festgestellt, daß eine; der vorgefnndei,«» BleisMste die Spitze «in«; Ge- schossez air» einem Militärgssch-tzj darsdellt, an dem noch die Züge zu erkennen sind. Bei vorläufiger Prüfung der Blei- stüch:. welche in dcm Schädel, sowie in der Wohnung zerstreut vorgefunden wurde», hat sich ergeben, daß sie aus dcm gleichen Material gebildet sind, wie das Orlginalmilitärgeschoß; bi« g«- uanc eh«, Nische llnlersuchung wird durch Dr. Neuinann erst heul« erfolgen. Wichtig ist, daß di« sämtlichen Vorgefundenen Bleistüst« noch nliht das Gewicht eines Geschosses, wie sie zu dcm fragkichn E wehr gehören, erreichen. Festgestellt ist. daß die Kugel innerhalb de; Schädels eine ander: Richtung ange- uontmcn hat und zersplittert ist. dadurch sind auch die zwei Sluoschußöffnungrm, wie die Besrlchdigung an der Este d«r Haussronl an, Fenster «cllailich roch w:ed«„ euch nach dieser Richtung noch Sachverstände« vernommen. Di« Frage, ob auch der Bruder des SB. au. Rüffelshe ni als Täler in Frage kommen kann, wird dadurch m«; ijcc wah'.iäeinlich. daß durch die einwandircie Aussao« ci.wr Hausbewohnerin festgestellt wurde, daß dieser erst einige Zeit rach 12 Uhr. als dl« Tat schon gesch he» sei» Müßte, mit dem fr.'glich«» Gewehr geschossen hat. Das Ergebnes der weiteren (5 Mittelungen wird mit' Spannung erwartet. ter-Rachrichien. Schneenerwehungrn. Aus München wird vom 11. b. Mls. gemeldet: Der erst« Atorgetrpig 1482 Kochel.Tutzi»g blieb, nachdem t» im Gebirge dt« Rocht hindurch heftig geschneit hatte, bei Ott im Schnee stecken und lonrrte ttotz all«! Anstteng. ungcn »,t sreigennicht werden. Ebenso blieb der von München abge^angene Kocheler Sportzug 1473 liege», loant« sich aber mühsam bt« Bichl durchardeitea. Nunmehr wird »er. sucht, de» Zug bei Ort mit mehreren Lolomoliv:» sreizube- tomme». Luch der Garmischer Sportzug 1381 ist insolg« der Schneeverwehungen in Garnusch mit bO Mi,aräht-- ,cr stört worden. Aus der Rebenbahn Königsberg-Tilsit blic! am 10. Januar du erste von Mehlaukcn noch Königsb«:.; sah. rentn! Perjonenzug vor dem Bahnhof Lanradmvalde in Schn« stecken. Ein« zur Hilfe herangeholte Lolomottv« sich, insolg« dc» unsichtigen Wetter» auf den Personenzug auf. S'or- mittazs herrschte außust starke, Schneetreiben. Bier Eistn. bahndediellstat« sind lucht verletz». Der Materialsihtt „ ist unbedeutend. Ostseedärfer von den Fluten »««ichluugeu. In der Slachl Mm 10. Januar hat di« Ostsee den Landweg ;w,scheu der Stund dem Bukowu See an drei Stallen zeuisse». Der Lulowcr See steigt rapch. Du ganze Ott steht völlig »,tt»r Sltasser. Ans den Flute» rogcm höchsten« noch zwei b>» drei Diiche, hervor. Da; zur Retttung der Einwohner ausgesaud!« Militär wurde von der Station Schübbrn Zanaw mit Wagen odgeholt. Silan vusuchte. von Wussecke» nb«, Event in Abba» ,uich Knaster-- well» vorzudringen. Da da» Wasser gestiegen war »nb die dünne Eisdecke brach. versanft-n dl« Maniijchaste» dis an die Hüfte» ln den Fluten. Di« Mannschaften wurden deshalb in Slcptow und Wussecken «inquattiett. Ein Fischer u,«d ei» Journalist drangen mühsam bis zum Laasu Vorwerk zur Hütte de» Tagiühuu» Prahl vor, du tagelang von der Welt abgc- schnltten war. Dom Prohlschcn Haus« drangen beide über die übeijchweutmt« Landzunge zwischen de», Dukower und dem Ja. munde 1 See weiter vor. ans allen Biere» kriechend, um nickst auf der dünnen Eisdecke einzrrbrechen. Das ganz« Laafer Bor- wett ist außer einem Haus« geräumt warben. Da» Wossk, steht fußhoch tn den Stube». Einem Deeper Eigentümer gelang <», mit feinem Sohne nach vierstündiger mühevollu Arbeit bi» an den Hol» im stitasser watend, »och hier vorzudttngen. Sie fan. den hier auf du höchsten Düm di« »>nze Einwohnerschaft vor Diese verbr-achte di« Nacht in dumpfer Tkerzweiflung tn den, westlichen Gehöft de; Dorfes Msammeirgepsercht. Gegen siebe« Uhr morgens kehrt« der Eigentnmu in eiltam Boot »»tu gro. ßen Schwiettgkeite» nach Laase zurück. In Köslin ist di« Nachricht gelangt, daß c» du 100 Köpfe zähl«»-den Einwohnerschaft von Damkuott getui^en Jet, sich «inen Wog bis zu dem Nachbardorf« Sleinort zu bahnen. Dort itt sie von den Staiivotter Fischer» httsaberut ausgenommen worden. Laase ist vom Verkehr gänzlich abgesch«»itt«n. Die Einwohner erhielten seft zwei Tagen kein« Post, da du Tler. kehr auf dem Jamunder See tebensgesährlich ist. Di« Ostsee durchbrach auch hier di« Düne an vier Stellen. Damkerort ist jetzt vollständig hinwoggcspiUt. — In Laase und Damkerort spielte» sich snichtbau» Szenen ab. In beiden Dölsern stie« da» Atasser am Samstag vormittag innerhalb zwei Stunden st schnell, daß tne Bewohnu nicht» als da» nackt« Leben rette« konnten. Da» vor den hueinstürzcnden Wellen erschreckt« Dich konnte nicht mehr losgcmacht werden nnd «ttrnnk in den Ställen. Berlin, 13. Jan. Das Gtaii&tge Komitee für die durch Hochwasser bettofsenca Hilssbedürjtjgctt llerösfeutlicht folgen- dc» Aufruf: Weite Gebiete unseres Daterlandes sind durch Sku, ,n- ffuteu schwer betroffen. An dem größten Teile der Ostsee küsic Preußens ist durch Bruch der Dimen, Deiche und sonstigen Schußanlagen eine große Anzahl von Ortsck>nsten unter Wasser gesetzt worden. Au Haus. Land und Vieh sind schwere Schaden verursacht worden. Hilfe und zwar baldigt und ausgiebige Hilfe tut dringend not, im, viele iu,schi,ldig ins Unglück geratene Mitbürger vor Rot und wirtscksiiftttcliem Verfall zu bewahren. Reben der vom Staate und den be- lciligleu Komniuiialverbäuden zu erwartenden Hilfe ist eilt kraftvolles Eingreifen der freien L'rebestäligkeit dringend erforderlich. Unser Volk, das sckxin bei so nianckier Rotlage seine HilsSbereftschast und Opserwilligkeit gezeigt hat, wird mit warmem Herzen imd offener Hand auch für diese unsere not keidendcn Brüder rintreten. Wir bitten denigeinäß alb bilfsbcreiteu Frauen und Männer des Vaterlandes, liberal- Sammlungen zu veranstalten. Alle Spenden, auch die kleir - sien, sind entweder durch Vcttiiittelnvg der z» errüljteirde .1 Provinzialkoniitees oder direkt hierlvr abzufiihren. lieber die eingehenden. Gaben wird demnächst öffentlich quittiert Das Bureau des Komitees befindet sich in Berlin NW. 40. Alfenfttaße >0. Die Zahlstellen werden noch bekannt gegeben. Der Protektor: Wilhelm, Kronprinz des d-ul- scheu Reul>es und vo» -^r.ucßn. Das Präsidium: 0 . Dalwitz, Minister des Inner», v. Kröcher usw. Fronslutter Wetteeberickit Boeanrsnge: Wolkig, zettweis« Sckmeesälle, kein« Tempe rauiverän-derung. östttche SBinbe. H«n- »>-d Sttohmaekt Feanffntt ». M. Heu kostete 3 Marl bis 3,20 Mark. Airgesahren waren »0 Wagen Heu. Zufuhren wi« immer. Nenelle und 61) Rekruten vermißt. .i. Petersburg, 13. Jan. Während des letzten Sch,- e- slurmes nmrschierle von Kroastadt nach Lranienbauni e-uc Abteilung von 60 Rekruten. Sie verloren die Richtung mw sind nicht an ihrem Bcstimmungsortc angelangt. Man nimmt an, daß sie alle erfroren find. Hopf vor dem Schwnryerichl. Frantsurt a M., 12. Januar. Der Andrang zu der heute Vormittag beginn-mden Schwu, gettcktsouhaudlnna gegen Karl Hops wegen lSutmords ,st N». 1» __ b.greislichciweiss sehr stark. Der Eintritt ist aber nur gegen Karten gestattet. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung mit einer Ansprache an die Eeschworenen. Nun wird der Angeklagte hops »an zwei Kriminalbc. amten in den Saal geführt. Er ist ungesesfelt und trägt seine gewöhnliche Kleidung. Er fetzt sich dicht an die Holzwand der Anklagebank, fo datz er »am Zuschauerraum ans kaum sichtbar ist. Die Zahl der Zeugen and Sachverständigen beläuft sich aus über 60. Sie werden für heut« sämtlich entlassen und zum keil aus Mittwoch wieder geladen. Dann beginnt das Verhör des Angeklagten. Hops wendet sich dem Vorsitzenden zu, so datz er den Zuhörern den Rücken kehrt und antwortet nach Verlesung der An. klage, die ihm »rer vollendete und drei versucht« Giftmorde Mi Last legt, aus di« Frage des Vorsitzenden: „Haben Sie etwas zu erklären?": „Ich bin unschuldig". Der Vorsitzende bespricht dann den Lebenslaus des Hops «. seine Vermögensverhältnrsie. Er will anfangs 1913 noch 7000 Mark gehabt haben. Jetzt habe er gar nichts mehr; sein« Fron Hab« auf alles, auch auf d>e Möbel Beschlag gelegt. Bors.: Wozu haben Sie nun di« vielen Gift« gebraucht, di« man bei Ihnen gefunden hat? Angekl.: Zur Hundezucht. Dors.: Eie hatten doch keine Hunde mehr. Und weshalb haben Eie sich di« gefährlichen Bakterien kommen lasie»? Angekl: Teilweise zu Färbcversuchen. Dorf: Was hatten Eie denn für ein Interesse daran? An gell.: Ein rein wisienschoftliches. Vors.: Warum haben Eie denn nicht mit harmlosen Organismen gearbeitet, sondern mit Typhus, Cholera, Milzbrand usw. Angekl.: Da hatte Ich mehr Interesse daran. Ich habe ruch an m i r selbst Versuche g macht. Vors.: Sie wollen also auch selbst Cholera- und ander« Bazillen eingenommen haben. Das haben Cie aber erst ganz am Cchlutz der Voruntersuchung angegeben. Dagegen haben Sie eingcräumt, auch Ihrer dritten Frau solche Bakterien ein. gegeben zu haben. Ist das richtig? Angekl.: Dar habe ich getan In einem Zustande des geistigen Zusammenbruchs, wo ich mir nicht klar war. Vors: Was waren es für Bazillen? Angekl.: Typhus und Cholera. Vors.: Eie hatt.n auch Arsenik? In welcher Form? An gell.: Als arfenige Lösung. Vors: Nun ist 1895 Ihr Vater gestorben. Woran? An gelb: An einem Blasenleiden. Vors.: Man hat aber in der Leiche Aisenis gefunden. Angekl.: Mein Vater hat viel Offenbacher Wasier ge- '>unlen, und dar enthält Ars:n. Hops war seinem Vater 1t 000 Mark schuldig. 1890 starb das uneheliche Kind des Hops im ersten Lebens, sehr«. Hier erklärt Hopf das Vorhandensein von Arsenik in der Leiche damit, daß er dem Kinde nach dessen Tod« Arsen eingesviitzt habe. Von seiner ersten Frau, di« 1902 starb, behauptet er, sie habe arsenhaltige Schänheitspillen eingenommen. Di« Frau starb zwei Atonale nach Abschluß einer ver. bund neu Lebensversicherung, wonach beim Tod« eines Ehegat- :en der Überlebende Teil 20 000 Mark bekommen sollie. Dies« Neve Tageszeitung. Dienstag. de» 13. Januar 131& Summe wurde auch dom Hops nach Abzug einiger Kosten nus- bczahlt. Er benutzte das Geld zur Zahlung von Schulden, insbesondere zum Abtrag einer Hypothek. Die Frau war vorher ganz gesund. Am 28. März 190-1 h iratete Hopf zum zweiten Male und jchlictzt mit einer andere» Gesellschaft eine ähnliche Versicherung über 30 000 Mark ab. Aus dem ihn, vorgelegten Fiage- bogen verneinte er alle Fragen, die sich auf eine frühere Ver. sicherung bezogen. „Das Hab' ich falsch verstanden", sagt er, als ibm der Vorsitzende dos vorhält. Die zw 'ite Frau starb 1911, nachdem sie Ende 1908 von Hopf geschieden und dieser für den schuldigen Teil ertlärt worden war. Auch in ihrer Leich« wurde Arsenik gefunden. Hops erklärt, er habe seiner Frau während ihrer Schwangerschast geraten, Foolersche Lösung sin der Arsen enthalten ist) «inzu- nchmen, Di« Frau starb an Tuberkulose und Hopf gibt zu, datz er schon damals im Besitz von Tuberkelbazillen gewesen ist. Gegen 12 Uhr tritt «ine halbstündige Pause ein. Nach der Pause' wendet sich dann der Vorsitzende dem Fall der Mutter Hopfs zu, der Witwe August« Hopf, die im Jahre 1908 gestorben ist und dann in Offenbach verbrannt wurde. Der Angellogte gibt zu, datz er seiner Mutter einmal eine Arsen, lölung gegeben habe, weil ihr Hund sehr abg:mogert war und einen Hautausfchlag hatte. Als ihm drei Monate nach seiner Verhaftung im Juls der Gistmordverfuch an feiner Mutter vom Untersuchungsrichter vorgehalten wurde, hat Hopf gesagt, es f:1 möglich, datz seine Mutter von dieser Arfenlösung genommen habe. Einen Monat fpäter hat er dann angegeben, datz seine Mutier ihm etwa zwei Jahre vor ihrem Tode einmal gesagt habe, sie habe einmal von diesen Tropfen genommen. Auf Vorhalt des Vorsitzendn erklärt der Angeklagte, datz er während der Haft fortwährend aufgeregt gewefen fei, und deshalb fei ihm dieses Moment nicht früher eingefallen. Vors: Der Vater hat Offenbocher Wasier getrunken, in dem Arsen war; dem unehelichen Kind haben Sie nach dem Tode eine Arfeneinspritzung gemacht: die erst« Frau hat Schönheitspillen mit Arsen genommen: die zweite Frau hat ein« Arfenkur durchgemacht: das eheliche Kind haben Sie nach dem Tode- wieder mit Arfen behandelt, und Ihre Mutter fall Arfen- tropfen, die für ihren Hund bcstrmmt waren, genommen haben. Wie lammt es wohl, daß die ganze Familie fo viel Arsen ge. brauchie? Angekl: Ich habe di« Fälle ja all« ausg:klärt. Der Vorsitzende stellt dann scst, daß der Angeklagte beim Tode der Mutter etwa 10—17 000 Mark Schulden hatte, was der Angeklagte zugibt. Er bestreitet dagegen, datz sein« Mutter di« Absicht g:habt habe, ihn zu enterben. Dagegen mutz der Angellogte zugeben, datz er kurz vor dem Tod« der Mutter ein« glötzer« Hypothek gesucht Hab«: «r bestrettet dag gen, datz er dem Geldgeber ein Testament seiner Mutter gezeigt Hab«. Dann wird die dritte Ehr durchgesprcchen. Die Ehe churd« am 9. April 1912 in London geschlosien. Vor der Hinreise nach London hat er seiner Braut ein Testameni gezeigt, in dem er sie als sei« alleinige Erbin einsetzt«. Das Testament war mit der Schr fbmafchine geschrieben und aus Vorhalt des. Vorsitzenden erklärt der Angeklagte, obwohl er zugeben mutz, dih er ein Bunge,liches Gesetzbuch kalt« und benutzte, er habe nicht gewußt datz das Testament in dieser Aussertigung ungültig sei. Bor s.: Di« erst: Frau war mit 20000 Mark versichert, die zweite Frau mit 30 000 Mark und die dritte Frau haben Sie Seile 4 mit 80000 Alark versichert und haben St« ja alle Veistche, rangen aus verbundenes Leben ubgefchlosien. Weshalb haben Sie das bei Ihrer dritten Frau auch getan, di« doch viel jünger war, wie sie? Angekl.: Das war doch billiger. Vors.: Das Orcgentell ist richtig: das hat Ihnen damals schon der Agent gesagt. Nach den Motive» jür diese sein« Handlungsweise gesragi bemerkt er, datz «r darüber keine Auskunft geben könne: er fei damals in einem Zustand völligen geistige» Zusammenbruchs gewesen. Aus eine weitere Frage gibt er die Möglichkeit zu. datz er dabei auch vielleicht an di« hohe Lebensversicherung gedacht habe. Dann kommt di« Korrespondenz b:s Angeklagten mit dem Kralfchen Institut in Wien zur Verlesung, von dem der Angeklagte die Bakterien bezog. Aus weiten» Briefen geht hervor, datz Hopf eine grotze An^hl Tuberkulose-, Ruhr- Diphtherie- und Cholerabazillen, stets nur „frische Ware" oc. stellt und sich lebhaft über unbrauchbare Kulturen beschwert Aus di« Frage des Vorsitzenden, wie er es denn erfahren habe, datz die bezogenen Kulturen unbrauchbar sind, bemerkt Hops, daß er die Wirkung der Bazillen an sich selber probiert habe. Als Lehrmittel diente dem Angeklagten ein Buch der Pri- vatdozentrn Dr. Levin in Berlin, das gerade an den hauptsäch. lichsten Stellen über Arsenik sehr benutzt aussieht. Aus einem Kapitel geht auch h:rvor, datz Arsenik mit Batterien ein sesori wirkendes OOift ergeben kann. Der Angeklagte bestreitet indessen, rin« solche Mischung fabriziert und seiner Frau verabreicht zu haben. Aus einer Aufzeichnung Hopfs vom 31. Juli geht hervor, datz er f.-i-ner Ehejrau Typhusbatterien, ocrnrilcht unter Hackfleisch, gegeben habe, um dt« Wirkung auszuprobieren. Der Vorsitzende halt dem Angeklagten dann sein« im Lause der Untersuchung gemachten Ecständnisic rar, die Hops zum Teil korrigiert. Daraus wurde dos Sexualleben Hopfs in den Vordergrund der Verhandlungen gest.llt und zu diesem Zwecke fiir die Dauer der weiteren Vernehmung Hopfs sowie der Zeugen Vetter, Schrumpf und Paulus wegen Gefährd»,^ der Sittlichkeit die Oeffentlichkeit ausgeschlosien. Damit ist der erste Tag der Ver. Handlungen, für di« Oeffentlichkeit beendet. Die Edder-Talsperre Europas grösster Stausee. Mit 20 Abbildungen im Text und 1 Karte von H. Völker Beltershausen bei Marburg a. L W Preis 70 ITg. Zu haben in ü. Heuen Tageszeitung. v.., .......... .. . J Verantwortlich s. d Schristleitung: Otto H i r s ch e l. Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl § ch mi dt, Friedberg t. H. Druck u Verlag d. .Menen Tageszeitung" A .G , Friedberg i. H. LnMMUHe Znlnl-Bnlthrttt» lir fleotscisisnl > Hauptsilz: Berlin. i jliplfln [n* B ,aun chweig, Breslau, Cassel, Cob'enz, Danzig J - s liluIwlS !ll. Erfurt, Frankfurt a. M., Königs' erg i. Pr., Lud- j wigsliafen a. Rlu, Nürnberg und Straßburg i. Eis. j ] Ilingczalilfes Aetien-Unpital u. Reserven: ] 12,000,000 Binrk. I Roi ir ir “ Filiale Frankfuria.M. j Postscheck-Conto Schiller, trasse 25, l Fernsprech-AnschluD i N . 3 9 Eingang rechts. Amt 1 892 n, 89.i. | Annahme von Spareinlagen von Jede mann mit 4% Vmiasuug bei täglicher Kündigung „ **/,% bei V.iährl. 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Wer Zigaretten ungeniert Al, Leutenant zum Mund« siihrt Uns sich hn Wirtshaus restauriert — Der provoziert. JOcnn «in« Dain«, ifloiert. d!ach andern Ostizstrssrau'n giert Mit ihnen über Land spaziert — Die provoziert. Wenn preust'sch« Jugend, toserntert. Nachdem di« Kehlen gut grfchmiert ..Ich bin ein Proust-!" intoniert — Di« provoziert. Wer sich die Suppe cingerührt, Pstist. brüllt, tobt, johlt und revoltrr Bis tha die Wache arretiert — Derjelbigr wird provoziert. Wer rasenden Radau vollführt Und dann, wenn er Gefahr verspür«. Rasch hinter Kinder r «tariert — Wird provoziert. Wer nach der Trllolor« stiert. Sich gern als Franzmann etabliert Und leinen Sanprerist eftirnierr Wird, wenn so einer erlstiert. Natürlich schon wiischt provozier (Göttlich im „Tag") (sine Uleilsnachlofeier. Erinnerung an Weihnachteir ttzls von «inem Teilnehmer, steil dem Bllrgerstand«! steil dem Bauernstand«! So l. „ltle es aus dom Titelblatt« de» „Haussr-undes". de» der z Itdiger nebst dem ..Weihnachisgruß" am Schluste der Wcih- «achtsürche überreichte und dabei jedem der Li Teilnehmer die krand drückte. — Sine selten schöne Feier und ein- zu Herzen gehend- Predigt waren es. di« den Teilnehmern gehalten wurden. Di« tuj^ Ergriffenheit derselbe, bewies dies. Eingeleitet wurde rie Pseicr durch drei mehrsiimmig gesungen« Weihnachtsiieder. «orgriragen, für die Teilnehmer unsichtbar, von prächtig-» Kindtrstimnre». Di« Beriammelten sangen: „Vom Himmel hoch, da konrm ich b r": O. du fröhlich-, o du selige gnodrn , ring.nde Weihnackftszeil" und „Lobt Gott, ihr Ehristen allzu, .'seich, in seinem höchsten Thron." Wie braust"» diese Eharäle dem kleinen Kirchlein unter Begleitung des Harmoniums. ,erade als rvelleisnt« «in Sänger mit dem anderen. Man orte e». der Gesang kam aus dem innersten Herze» und in 'ine? Mächtigleit. welche der Kirche neanch-r großen G.mrinde Ehr« gemacht lnitt«. — Die Wrihnachtzpredigt klang so sonderbar. LKarum woh! Ich läge D^ch nicht. Original-Nomon vv» H. EoiuthS-Mahler. 11 i» (Fortsespnrgs „Ach. Hamit kann und will ich mich nicht beruhigen. Warum reiste sie so plötzlich ab? Es mutz doch olwaS geschehen sei»", erwiderte Arganosf unruhig. „Ja. — es ist etwas geschehen, aber nichts. war Ihnen Grund zu Sorge und Angst gibt. Bitte, hören Sie mich ruhig an. Jlire Erklärung, daß Sie Sonja lieben, und neu ihr geliebt werden, erfüllt mich mit Heister Freude. Ja - - sehe» Sie mich nur nicht so zweifelnd an. Seit langen Jahre» ist inir keine so rein: und graste Freude zuteil geworden. als diese, lind haben Sic urir bisher schon nabe, sehr iahe gestanden, so sind Sic mir dadurch noch viel näher ge- rüift. Und ich will Nicht zögern, Jluien alles zu erklären, wenn ick, Sie auch damit in ein Stück dunkle »nd leidvolle Ge- schick'!-: nnlcres Hauses einweibcn must. Ach, ich habe die volle Erklärung rrst diesen Morgen erhalten. Sr« haben gehört, dost mein Sobn Ale,ander in Deutschland eine» sehr sr.hh.-n Tod fand, nicht wahr?" „Ja. das habe ich von Onkel Wladinrir gehört. Fürst Alerander ertrank in einem See in Deutschland, und seine »'Lick.' ist nie geborgen worden. Aber was hat dies mit Sonja zu tun?" Maria Petrowua stützte sich cmporrichleud aus die Lehne Arie? Sessels und lab sh» mit einem seltsam erregten Blick an. „Das sollen Sic hören. Nikita. Sonja ist — die Tochter tuen,es verstorbenen Sohnes — seine rechtmäßige, legitime Tockrter." Arganosf sprang erschrockerr ompor. „Nein, — das ist doch nicht möglich! Fürst Alerander starb doch »»vermählt", ries er zweiielud. „So dachtcu tvir alle. Aitita. Aber seit heute morgen weis! ich. daß >»ir uns in einem Jrrluni bcfai'den — o mein 'h — ai ivelch einem Jrriui,' Und mm können Sic sich h wohs meine Erreaang tiorste !eii. S-niig. die ich nnbe- wünschen alle diese heutige, doch so schön« Feier, nicht hier zu st«rn? Warum wohl Hofs»« der Prediger, dos, di« nächste Weihnachtsfeier den Teilnehmern nicht hier gehalten werden möge? Was bedeutete da» herzbrechend« Schluchzen nach diesen Worten in der Persammlung? Auch du wirst fragen, liebe« Leser und du liebe Leserin: Wo stand denn dieser Kirchlein, worin da» alte, ewig neue Wort de» Pastor» den Zuhörern so herrltch erklang: „Ehre sei Gott in der Höhe, Fried« aus Erde» und den Menschen ein WohlgesallenI" Er soll nicht vorenthalten werden. Nicht im stenrden Erdteil. auch nicht in fernem Lande, sondern in der Mitte de» lieben, deutschen Vaterlandes war es. in einer -- G.-strnge- nen-Anstal-t. woselbst der Vorsteher der Anstalt und die Bcarn. trn gemeinsam mit den Insassen den Worten de, Weihnochts- Evangelium» lauschten. — Möchten alle dessen Wünsch« i« Erfüllung gehen. Kann und will der freundlich: Leser aus dieser Schilderung auch die Nutzanwendung ziehen? — Dann-wirk« jeder an seiner Stell«, ob Vorgesetzter oder Untergebener, hoch od.n niedrig. reich oder arm. daß. wenn die Glocken am Sonntag erkl-rn. grn der strrr wie der Knecht dem Ruse folge und zwar so gern und so freudig, als die Teilnehmer des »ein:» Kirchleins dem Rufe folgen und aus diesen Tag warten. Alsdann wird es nicht ausbleiben. daß di« heute oft teeren Baute der großen Gemeinde sich wieder füllen u. das klein« Kirchlein imm r leerer wird. — Zum Andern aber sollen diese Wolle dazu sühren. daß man diesen Geringsten Im menschlich n Dasein da» Wort de» Herrn immer öfter bringen möge. Dort wird es erwartet und gern ausgenommen, wie wohl an keinem zweiten Ort. Damit er immer fester« Wurzel schlage die bleiben für'» ganze Leben und unser Glaub« dien:n mag als Halt. Führrr und Be. schützer. wenn die Stund« der Versuchung naht, als der Fels, an dem jede Anfechtung zerschellen nnist, — Dann werten es Freudontränen sehr im Glanz- d«-. späteren Weihnachisrau- mes z»m Nutzen und zur Ehre hes lieb », teure» Vai-rlanhes. Das walte Gott! Oinifriilüfrlfluiuiliiw iirr heMen Inndlml- lÄallliAn (Crntrolkaiff. Di« Zentraitasse der hessischen landw. Genossenschifien hielt am Samstag nachintitag im städtischen Saalboa zu Darinst.dt cir« aichero-d-nlllck--: 'veiieraln-rsiunrlung ad. di« von Büig-rnratsier Becker Spr-.irt'• :«t g-ieiier wurdr. Von S»i.:n der Rezircn»-, waren Laitdesädonomierai Müller sowie der Sluatskomoiisjar Dr. Mich l Mainz and. Di« Versainnrlung u>oi :'ai besuch!. Dlrülor 'Rop - restrir,-,' üb.'r den ersten Punkt de: IaZ.'s-i 0 i»uu.z d.«r. di: Aoudernug rejp. Ekgän'pi.g de» Sealu!» durch Ai.-:ahm: :-s Ad-ommns mit dir Grosth Negierung beir. die »> u'öii . g ei..'- D riehoa» von eil I Million Molk und ei»:? k. ■. . au di« :euss: bis zu 2 Millionen Mark, scwie die Geum>m:,ang trr Sniarsauf- sicht üb«, die Z:,Lrairach'. Im Nainrn c s Vorstand-» und dr» ?lussichi»!gl:; eiapsichll der R-ti- I die N.iae.ch.'nd' Sla- lutenönderui'.z Aich der Vorsitz'i.de d-r s.:R. Landwirt, schaslskammer und der Hess. Lii-dir k>.i i,I.schrs.-N O-i.ni»- mlera! Walter lrat ir-arm für di- G.i i.mig»n; ein. da das Ganz« eigentlich nur ein sorm-U-, A > , i und di« Staaisans- sicht in Wirklich. :n ieir.-rd-i Brfchräniungen und Nachteile ,znr Folge habe» werde. D-r Ausspruch des Anwal-ts der Deutschen Landm. (v- rc-ii-i-'m—,-..|- >-s, p^r B-wi»ig- wnstt schon immer liebte, die mir ein Zufall in den Weg führt:, ist mein: Enkelin: und sie weiß es seit gestern abend und ist. ebne mich danach wiedergesehen zu haben, entflohen. Aber ich kann Ihn»» das alles nicht besser erklären als wen» ich Ihnen die aufklärenden Schriftstücke zur Einsicht gebe. Bitte, reichen Sie mir die Schatulle beriiber. die dort ans dem Tischchen steht. So, ich dan'c. Und nun letzen Sic iich und leien Sie zuerst einmal Sonjas Brief und dann die Auszeichnungen ihrer Muücr. dann wird Ihnen alles klar sein. Aber zuvor geben Sie mir Ihr Ehrenwort, über das, was Sie erlah-en iveiden, zu srlüveigen." ttraf ?lrganoss vermochte kaum seine Erregung zu zügeln. „Sie baden mein Ehrenwort, durchianchtigste Tante", sagte er heiser. Und dann sasttc er nach den Schriftstücken, die ihm Maria P-trowna reichte. „Lesen Sie. Ni'ita. 1>"d ich will inzwischen »achünnen. wie wir unseren lieben Flüchtling wieder einsangen", sagte diese dabei. Rikita Arganosf leis den lrnaischen Roman Alerander Kolnokus. ?«ii tiefer Bewegung flogen seine Ange'n über die feinen, klaren Schristzügc der Frau, die Sonjas Mutter twir. Weich ein reiches, edles Frauenherz, welche Opferfreudigkeit. tvelche Liehe und Treue atnieten dies' Worte. Maria Petrowua unterbrach ihn uickst. Sie hatte den fkcpf in die Hand gestützt und ihre Augen blickte» sinnend. Noch zitterte die Erregung in ibr nach, in die sie Sonjas Flucht und die erhaltenen Aufschlüsse gestürzt batten. Aber sie vermochte doch nun schon wieder klar zu denken. Ihr Blick richte auf Srak Arganosks Zügen. Sie sab die springende Erreg,,aq darin, das Staunen, das Grauen, und das heiße, menschliche Mitleid. Und ste wünschte iiibrünstig, daß er sich nicht irren möge über die Gefühle in SaiijaZ Herzen. Wenn Sonja ihn liebte, wie er sie liebte, ach. dann konnte alles, alles gut we-den. Sonja würde ,»rückase»se» und von ihrer lvauiilie an- ung dkjes Ai'lominer.s rin sckmmizer Tag in d:r G schichte ter Landw. Genosse,>sch-,jte„ sei. habe absolut keine Berechtigung man müsse im lü-ze„i!- iicher Mitteilungen, aus denen hervorgeht, das; te> Umsatz de, ZenIroUass« ein austerordenilicher geworden ist. und an einzr' neu Tagen M. l.'igviü» beträgt, er wird jetzt sogar Geld hrrei». gebrachl. wa» sriiher nicht in d:n Gcnossonschajien angeiegl war. Der frühere Durchschnitisumsatz von ti> Millionen werde überschritten werden Di« Verpslichtung gegen die Preust.n- lass« sei in stelem Abnehmen begriffe». Während von den b.'i den Provinzen Siarknburg und Rheinhesirn lebhaft mttgeai- beitet werde, fehle cs nur in der Provinz Oberhessen noch an dem notigen Jnieress«, Hoffentlich gehen die zun, Teil noch ausstehenden Erklärungen betr. der l Y, Prozent, sowie wegen d-s Nachlasses von !>U Prozent recht bald eln. damit ein Konkurs der alten Kasse vermieden werde Lehrer Ofenlach.Fin tlicn siihrr dann aus. dost !N> Prozent der Helsisch-N Kasten jetzt als gesund zu betrachten seien und mack; kann Vorschläge über die An und Lveis«. wi« den übrig:» Kasten mit den zur Verfüg», lg sehenden Mittel» gehalst» werden lönn«. Holsiptl'-ti werde der Staalskredit, wi« auch t» andeien Slaat n e>n dauernder bleiben. Ans aller Welt. Ein eigcnartiger Sclüjuuord. Am 19. Dezember v. I. fand man in Berwick im ©Innte Pensilvanien die Leiche eines Deutschen, namens LichtenselS, der in guten Ber- mögensverbältnisse» lebte. Die polize,lick>e Untersuchung ergab, daß LichtenselS sich für 80 Dollar eine» Man» gemietet hatte, um sich erschießen zu lassen. LichtenselS war lchenS- inüde geworden und batte sich entschlossen, aus dem Lebe» zu scheiden. Er war jede'ch z» religiös, und konnte einen Selbstmord nicht mit seiner Aufsassung von einen, Weiter- Icbcn im Jeiiscits vereinige». Um über solche GewisicnS- biise Iiiiiwegznkoiiiinen. mietete er sich i» einer Kneipe einen Mann, der ihn gegen Entgelt erschieße» würde. Der Mörder konnte bisher noch nicht iestgcnoiiiine» werden. Verurteilung eine» Ehansfeiirs. Gestern fand vor der Strafkannner in Paris die Verhandlung gegen den Ebaus- feur der Isidor,, Diincan, Dorvernnd. statt, durch dessen Verschulden am 18. April v. I. die beiden Kinder der Dnncan »nd deren Gouvernante den Tod in den Wellen der Seine gesunden haben. Torverand ivurde wegen fahrlässiger Tötung zu sechs Monaten Gefängnis „nd 2iä> Franken ttzeldstrase verurteilt. '.Nordtat. In Ni>derre„tge» (Lothringens wurde vorgestern in einem Pserdesioll de, Ackerer Peter Kiesser schwer verletzt aufgcfnnde». Der Tod trat bald darauf ein. Man nimint an. daß er von einem Einüreehor, den er überraschte, niedergeschoste» winde. In de« Nähe des Tatortes fond mnn eine blutbefleckte Mistgabel. Ein Polizeihund nadm sofort die Spur auf. verlor sie aber wieder. Wackere Tat eine» PolizeiossizierS. In Berlin wurde in der jköiiigstraste das unbeaufsichtigte Pferd eines Milchrvagen sckstu und rannte in ratender Gangart durch die zu Beginn der Geschäftszeit äusiersi belebte Strobe „eich den, Bobnbok erkannt. Sie würde schon zurückkomnien, wenn sie ersubr, daß ihre arme Großmutter durckxuiS nicht die barte Fra» war, für die sie von ihr gehalten wurde, und wenn man ihr luitteilte, wie sehnsuchtsvoll die Grostniutter darauf »vartcte, die Enkelin in ihre Arme, a» ihr Herz zu nehmen. Alles, alles mußte gut werden. Was wohl Tatjana ,»,„ zu dem allen sagen und wie sie staunen 'vürde? Heiitc noch wollte sie ihr schreiben und ihr alles berichten. Nur erst mit Nikita noch sprechen über Sonja? Rückkehr. — Graf Arganosf war mit seiner Lektüre zu Ende. Stumm >.»d crgrissen sahen seine sprechenden Augen in die Maria Petrownas. Und er beugte sich über ihre Hand und küßte sic, a!» sic mit zittc-nder Stimme sagte: „Sonja weiß nicht, daß ich erst von den, vermeintlichen Tode meines Sohnes, von seinem Vergehe», erfuhr, als er bereits als tot gemeldet wurde. Ich haderte lange niit meinem Gatten, daß er so grausam gewesen war." „Fürst Iwan konnte nicht anders handeln, durchlauchtigste Tante", sagte er ernst. S,e nickte versonnen. „So sagen Sie. — so sagte auch Wladinür. Seihst Tatjana war davon überzeugt. Aber — mein Mutterherz hat nie an diese Notwendigkeit glauben wollen." „ES ist das Vorrecht der Fra», dem Gefühl, deni Herzen mehr Reelmung tragen zu dürfe», als der Mann. Wenn ich Ihnen nur sage» könnte, durchianchtigste Tante, wie diese Aufzeichnungen aus niich gewirkt haben. Tie Gemahlin des Fürsten Alerander muß ein sehr edles, t.rpsercs „nd hochherziges Geschöpf gewesen sein." „In. Nikita. dieser Uebcrzeiignng bin ich jetzt auch. Und ich wünschte, wir wäre» damals loeniger stolz aut unseren Namen gewesen und hätten in Saschas Verbindung mii diesem Mädchen gewilligt. Tann wäre uns vi.l Scsinu-ch und Herzeleid erspart geblieben, und mein unglücklicher Solu, wäre wohl beut,' noch om Leb:» Daran darf ick, aber 9|e»* Tageszeitung. Dienstag. »en is. Januar »8,,. Sir- io lorotibcrploö zu, Eine Katastcovbc schien unvermeidlich. In diesem kritischen Augenblick sprang der Polizeileutnant Drccs, genannt Gördt, von einem in voller Fahr! besindliche» Straßenbahnwagen ab, warf sich dem durchgehenden Pferde r>'iüCS5n und brachte es in dem Augenblick z»ni Stehen, als cs an der §-re de? Neuen Friedrichstrabe direkt in eine Menschenmenge hincinrasen wollte. Ei» Musketier als Hochstapler. Vor den, Oberkriegs, rericht des 3. Armeekorps als Berufungsinstanz stand ein xiertierte Soldat, den der Vertreter der Anklage als den größten Hock>stapler, der je die Militärgerichte beschäftigte, ja den es gegeben habe, bezeichnete. Es handelt sich »m den Musketier Kannewurf, der im In- und Auslände eine lange Reihe von Hochstapeleien und Hciratsschwindeleien verübte. Das Gericht verurteilte den listenreichen Abenteurer zu sechs Jahren 6 Monaten Zuchthaus, zu 900 M Geldstrafe und zur AuSstobung aus dem Heere. Der alte Goctz spricht. Tie „Leipziger Neuesten Nach- i'chtcn" verössentlichen solgendcs Sendschreiben des bekanntlich schwer krank daniederliegenden Gcheimrats Dr. Ferdinand Goetz „an seine lieben Turngenossen": „Seit fast 60 Fahren brachte die Turnzeltnng dein, Eintritt ins peue Jahr mib bei sonstigen hervorragenden Gelegenheiten einen war- mcn Grus, von mir und ernste Mahnung zu gemeinsamer Arbeit. Zum ersten Male Hobe ich in diesem Jahre schweigen inüssen, weil ein schweres Geschick mich aus dem Verkehr und der altgewohnten Tätigkeit völlig ausschicd. Was Liebe, Freundschaft und Hingebung tun konnten, mir Trost und Hoffnung auf eine erträgliche Zukunft zu bringen, haben sie i„ unzähligen Kundgebungen getan, und ich habe daraus ersehen, mit welcher Liebe die ganze Turnerschaft, die alten und die jungen Freunde, in der schlimnien Zeit zu mir stehen und mit den Mcinigen der Hoffnung leben, daß ich für un- ierc Sache noch manche? tun kann und daß mein Lebensabend nicht ein ganz verblichener wird. Habt alle Dank und be- >'ahrt die Treue, die Ihr mir jetzt gezeigt habt, unserer deutschen Tnrnsache und der Arbeit für unser Vaterland, dem Eure Herzen und Hände jederzeit zu Diensten stehen sollen. Gut Heil! Euer Ferdinand Goetz. Selbstmord? Die Leiche eines Mannes im Alter von ilwa 25 Jahren wurde ani Freitag vormittag in der Havel am Ufer der Halbinsel Schildhorn aufgefunden. Man fand bei dem Toten eine Visitenkarte, die auf den Namen Ernst Priebe lautete. Anscheinend hat der Unbekannte Selbstmord begangen. Ein 8esttesg«stSrt-r „1, Kabarettist. Mas ln den Eroßstäd. Irn alle, möglich ist, zeigt die Tatsache, daß fich seit dem t. d. M. auf einer Kabaretbühnr der Reichs-Hauptstadt ein Geistes- kranler als Vortragender Künstler produzieren darf. Man erinnert stch des famosen „Königs der Boheme", Danny Gürtler, eines ehemaligen Darmstädter Hoftheaterstvtiften, der ln der Blütezeit des Ueberbrettls plötzlich sein Talent entdeckte und mit einer Kindeitrompet« bewastnet in phantastischer Kleidung vam Podium herab das verblüsst« Publikum ml, unglaublichen Spässen haranguiert«. Wiederholt hatte Gürtlers Auftreten die schwersten Konflikte Im Gefolge. Sa wurde er wiederholt mit d-n Besitzern von Kabarrts und Varietes, aber auch mit Personen aus dem Zublikuy, selber handgemein und in Frankfurt, Köln. Breslau. Kasiel und an anderen Orlen ist Gürtler empfindlich verprügelt und sogar vor Gericht gestellt worden. Fn Breslau, Stuttgart und München kam er auch wegen des Inhalts seiner «orträge mit den Behörden In Konflikt, da er sich als „Ed-lanarchist" gebürdet« und sich Gotteslästerungen zuschulden kommen liest. Immerhin brachten ihm sein« per. rückten Einfälle schlicstb.ch ein hübsches Vermögen ein, wovon er Im Jahre 1910 den Stadtverordneten Kölns eine halbe Million zur Errichtung eines Heine-Denkmals anbot. Einig« Zelt später wirde dann Gürkler nachdem sein« heistige Zurechnrings- lähigkelt schon vorher verschiedentlich angrzw ifelt worden war. in die Rheinische Provinzial.Irrenonstolt überführt, weil er eines Nacht, in St. Goar in adamitischem Kostüm die Strohe entlang stolziert war, aus seiner Kindertrompete gebla- s>n u. mit einem Rachtwächterspieh allerlei Unfng angerichtek hatte. Nachdem es dann «Inr Zeit lang still von ihm geworden umr. touchl« Gürtler zu Anfang de, Jahres plötzlich im Metra- pol.Kabaret in Berlin auf, wo er wieder seinen Blödsinn verzapft und ein gute, Nebengeschöft mit dem Berkaus überspannter Schriften machte. Das Originelle bei der Sache ist nun abrr, daß der Pol-izeiprüsidem v. Iagow Gürtler für die Zeit des Berliner Gastspiels de» Aufenthalt in einer Irrenanstalt vorgelchrieben hat. und so erlebt die Reichshauptstadt d-s Schauspiel, dast allabendlich ein Dorort-Sanotorium seine Pforte» öffnet, damit der oft'eubar geisteskranke „König der Boheme" auf kurz« Zeit bas Berliner Publikum anulken dars, dessen geistiges Niveau allerdings durch die Vorträge kaum g«. fährdet werden dürste, da ein von Gürtler ln den letzten Tagen gegillndcler Idioten. Klub, zu dssen Vorsitzenden er sich gemocht hat. bereits einig« hundert Mitglieder zählen soll. — Es geht doch nichts über di« tzochkultur unserer Eroststädte. ivcht mehr denken. Geschehenes läßt sich nicht ungeschehen machen, Jetzt gelten olle meine Gedanken, meine Hossnnn- gen »nd Wünsche Sonja. Raten Sie. helfen Sie mir, Nikita. Jkr Herz wird Ihnen den rechten Weg zeigen. Und ich bin auf Ihre Hilfe angewiesen. Wladimir ist mir momentan »n- erreichbar, und er imd Tatjana müssen erst vorbereitet wer- de» auf das. was geschehen ist. Sie sagten mir. dah Sie Sonja lieben und fich von ihr geliebt glauben. Und da Sie »nn alles wissen, frage ich Sie, ob Ihre Liebe stnrk genug ist. darüber hinwegzusehen, dah Sonjas Vater einst schwer gefehlt hat. Seine Schuld ist verborgen geblieben vor fremden Augen. Aber Sie selbst wissen doch nun darum. Gilt Ihnen Sonja deshalb weniger?" Nikita atmete tief auf und seine Augen leuchteten. Eine Hoffnung regte fich in feinem Herzen, die ihn mit Heister Freude und Erwartung erfüllte. tgorlietzung folgt). Falschmünzer oerhastet. Die Polizei in Brüssel verhaftete acht Falschmünzer, Es stellte stch heraus, dah man mi, ihrer Verhaftung «inen guten Fang gemacht hatte. Denn sie wurden schon seit langer Zelt auch wegen anderer Strastaten von den Gerichten gesucht. Man fand in dem Keller, den sie zur Erstellung von falschen Münzen benutzten. Zwei, und Fünf-Markstücke im Betrage von über 15 000 Francs. Die Uebeeschwemmungen in Belgien. Die Lage im tleber- schwemiirungsgcbiet hat sich keineswegs gebessert. Die Sambre ist weiter angeschwollen und steht 3.40 Meter über ihrem normalen Niveau. Auch die Lesse ist um 2.75 Meter gestiegen. Gleichwohl haben die starken Schneefälle di« Lag« wieder un. günstiger gestalk-t. Die telephonischen und telegraphischen Verbindungen mit Brüssel sind teilweise noch vollkommen gestört. Eine Hamburger Brauerei durch Feuer zerstört. Die zum Teil erst am 10. Januar in Betrieb g, setzte Tivoli-Brauerei In Eidelstedt ist durch Feuer fast gänzlich zerstört worden. Der Brand ist durch ein« Explosion ausgekommrn. Der angerichtete Schaden wird auf eine halbe Million veranschlagt. Eine deutsche Touristin vermisst. Die 50jährige aus Stutt. gart gebürtige Frau Maria Hill, die in Sportkreifen sehr gut bekannt ist. hat am 2. Januar San Remo verlassen, um den schneebedeckten Col Gramonde zu besteigen. Seither ist sie verschwunden. Man befürchtet, dass sie von einer Lawine verschüttet worden ist. Eine neue Insel. Der bekannte Polarforscher Kapitän M- litzki ist in Petersburg eingetroffen, um über die Entdeckung einer neuen Insel, die im Sibirischen Eismeer zwischen Rowa- ja.Semlja und den Neu-sibiiischen Inseln liegt. Vortrag zu halten. Die neuentdeckte Insel ist 13 Meilen lang und mit ihrem südlichen Teil« zirka 40 Fuß über den Meeresspiegel gelegen. Ein Leichensund im Reisekorb. Am 10. Januar fanden Kutscher am Ufer des Osencr Donawkanals einen aus dem Wasser herausragender verschlossenen Reisekorb. Man öffnet« den Korb und fand in ihm die unversehrte Leich« einer etwa 30 Jahr« alten Frau, di« offenbar ermordet worden ist. Die Polizei wurde sofort verständigt und nahm ein« Untersuchung vor; sie glaubt, dah es sich um ein« Halbweltdame aus Wien handelt, da der Reisekorb, wie der jüngst« an ihm befestigte Eiseirbahn-laufzet-tel beweist, in Wien mit der V stimrnung noch Budapest aufgrgebeu worden ist. Der Chauffeur eines Lohn- aulomobils sagte, nachdem ei die Leiche besichtigt hatte, aus, daß die Ermordete am 8. Januar abends mit einem Zuge aus Wien auf dem Ostbahnhofe angekommen fei und sich von ihm im Automobil habe fahren lassen. Ueber die Persönlichkeit der Toten und d.n etwaigen Mörder konnte die Polizei bisher noch nichts ermitteln. Ban einem einftürzenden Hans begraben. Ein schreckliches Bauunglück ereignete fich in Donaueschinqen. Das frühere Rol- zerfche Wohnhaus stürzte untre lautem Krachen zusammen und das Strohdach riß die unteren Stockwerke mit hinab. Zur Zeit der Katastrophe waren mehrere Arbeiter im Keller b schäftigt, die mitveifchüttet wurden. Schwere innere Verletzungen hat der Platteuleger See und der Vorarbeiter Weiß erlitten. Zwei anders Arbeiter konnten sich noch rechtzeitig durch Abspringen aus drei Meter Höhe in Sicherheit bringen. Berqwrrksunglück in einer amerikanischer Mine. In der Rock Caftle-Kohlenmin« in d r Nähe von Birmingham in Alaska wurden bei einer Explosion 5 Weiße und 7 schwarz« Arbeiter gelötet. Im Augenblick der Explosion befanden sich über 200 Kohlenarbeiter in dem Bergwerksschacht, jedoch konnten sie sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ws Ursache der Explosion wird Selbstentzündung von Kohlenstaub angenommen. Großseuci. Am Freitag abend zwischen 6 und 7 Uhr brach im Hotel „Goldene Krone" in Penzlin ein Fener aus, das sich bei dem herrschenden Sturm schnell verbreitete und das Gebäude bald vollkommen einäschcrte. Bald war das Fener auch auf das Anwesen eines Schneidermeisters über- gcsprungen. Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, daß auch dieses Haus vollständig in Asche gelegt wurde. Man vernuitct Brandstiftung. Marktbericht. Franksurre« Getreidenarkt. Montag den 12. Januar 1914. Weizen, hiesiger UNI Wetterauer Mark 18,00 — 18.25, aus dem Lande abzedott Mk. 18,50—1^,60, kuxhelsicher Mk. 19,00-19,25, Manitoba Mk. 22,25-22,75 Amerikaner Redwinter Mk. 00,00-00.0 ). Kan as Mk. 22,25,-23,25 russischer Nikolajeff Ml. 22.50 —2350. Saxonska Mk. 22.00-22.50, Ulka Mk. 21.73—22,23 Azima Mk. 21,35—22, 5, La Plata MI, 0 ,00—00,00. rumänischer Mk. 22,75—23.50, Molla Walla Mk. 1)0,00—00,00 Rangen; diesiger Mk. 15,85—16,00, auf ö. Land abgehoti Mk. 15.50—15,60, russ. Mk. 00,00—00,00, Amerikaner Bit. 15,50—15,80, rumänischer 00,00—00,01. Ger sie: hiesige. Mk. 17,' 0—17,50, Mälzer MI. 17,50—18,00, lränkische MI. 17 00— 17,25, Riedgerste Mk. 17,50 —18,00, ungarische Mk. 00.00—00,00, Futtergerste MI. 00.0 —00,00. Ha ; t: diesiger u. Weklerauer Ml. 15.50—17,00, lurhesstscher Mk. 15,75—16,75 bayerischer Mk. 00.00-00,00, La Mala Ul«. 17,50—1.00 russischer ml',50-19,00. Mas»Mixed Ml.00,00-00.00,Tonoumais Mk. 00,00—»0,00, La Plata Ml. 14.75—00.00. Odessa Ml. >0.00— 00,00 russisch. Ai. 00,»0—00,00, Eincandtn Pik. 19.01—1 >,25. Weizenmehl: hiesiges Nr. 0 MI. 30,25—00.1,0, üb« deutsches Ml. 00,00 - 00,00, Nr. 1 Mk. 29.50-29,75, süddeutsches MI. 00,‘>0-(10,00, Nr. III Mk. 26,50—20,75, .üddeutsches MI 00.00-00,00, Nr. IV Ml. 22.50—22,75, suddeutsches M. 00,0— 00.00. Nogqenmehl: hiesiges Rr.0Mt. 23,50—24,00, Nr.01 Mk. 23,50—24 00, Nr. I Mk. 22,50—23,00. Fllttergrtikei Weizenschalen 9,75 — >0.00, Wexzenlleie Mt. 9,25 9,50, Roggenlleie MI. 10.00 —10,50 Weizen-Futtermehl Ml. 12,00—14,00, Biertreber gelrockn. Mt. 12.50-13,00 Malzkeime Ml. 12.00-12,25. Rapskuchen Ml. —m5 13 '°° Paimtuchen rn 15,00-13,25, Futtergerste MI. 1300 Obgleich di« Preise sämtlicher Artikel unverändert find, will man ein« etwas fester« Tendenz bemerkt hoben. Jeden, falls waren di« Umsätze rn Roggen, Weizen und Gerste recht klein, allenfalls wurde Hafer in guten Qualitäten besser gefragt. Mehl fast umsatzlos. In Futterartileln sind nur Wei- zoukleien und Schalen besser gehandelt und bezahlt. Seite 2 Amtliche Notierung der Frun-rturter sjic'y Marktpreise vom 12. Jan iar. Zum Beilaui standen 1535 Rinder, oaciniri 485 Och e> 73 Bullen, 977 Fällen und Kühe, 343 Mlbrr, 133 Sch» e 27! Schweine. Preise sür 4 Zentner rreveno- qew:chc sch-an,,, new. Jt 1. Rinder: A. Ochsen: ■) 1. noUiiriidi. ausaemästete höckiltsn Cchlachlwerts, 4—7 Jahre alt 30-64 90-93 2. Die noch nicht gezogen haben lungeiochte) ....... — — b) junne. ileochige nichr ausgematlett und ältere ausaemäitetc 46-49 8,1-89 cl monro aenährle lunge^ gut genährte ältere ........... 43—45 79—83 B. Bullen: »I oolliteintnge ausaemästete höchsten Scksiochl wert»....... 49-51 80-65 b) voUNeischiae lüngere .... 44-47 76—81 c) möRio aendbrte lu.tge und aut aenäprte ältere , , . , 00-00 00-00 0. Fällen und Kühe: ,) volllteischige ausaemoNete Färsen höchsten Lchlacklwerts .... 46-49 83 —SS d> volliteilchlge, ausaemästete Kühr höchsten Schlachiweris bis zu 7 I 43—46 80-M c) 1. wenig gut entwickelte Färsen 41-45 79-87 2. ältere ausgemästete nüye . . 39—4-l 72- 8 ä) mania aenadrle Nude und Fällen 33—: 7 66-74 e> gering aenädrte Küke und Förl-n 25-30 57-67 0. Eeirng genährtes Jungvreh (Fresser! — — 11, Kälber: a) Doppellender leume Mast... _ b) lernste Muittälber...... — c) mittlere ^iait- unb beste öaaofnihct 64-68 108-115 d) geringere Mast, und gute Saugkälber. 58—62 98-1 5 p> geringere Lauglätdei , , , , 53-16 90-d5 111, Schate: Weidemastschasel ...... b> Uuuuiaiinuei und Masthammel , 45 94 c) geringere Lllasthammei und Schasc d) mania genährte Hammel u, Schu»- (Merzschoiel — — IV. Fetlschweiue; ,1 Fettschwrrne über 3 Zlx, Lebendge- wllhl bj vouiteischlge Schweine über 3Vt Ztx, Lebendgewicht ...... 55,5-58 70 -72 e) vollsleischiac Schweine über 2 Ztr Levendaewicht d> vollste,sch,«-- Schweine bi» zu 2 Ztr L-bendaewicht 55,5-58 .0 72 55-58 69-71 t) Neischiae Schweine ...... fj Sauen ...... — — Gedrückter Handel; bei Rindern mäßig:r, bei Schweinen bedeutender Ueberstand. zinrsverllitt vom 12. Januar 1914 der Mitteldeutschen Creditliank «ltienlapital u. Reserven ML 70UGUUÜ0 gegründet 1836. Franijurter Börse. 4‘>/»ReichsanIeihe 98.—% 3>/,»/. . 83.60 . 3*/. .. 76 - . 3>/, •/, Prenß. EonsolS 85.50 3% „ . 7»— . 4‘V« Hessen 96.80 „ 3‘/,»„ . 83 30 , 3»/. „ 73.40 . 4•/, Vesten. Goldrente 88.3a . 4‘/.»/, „ SUbenente 83— „ 4 % Ungar. Goldrenle 84.50 „ 3 „ „ Kronenrente 8.95 m 3 „ Portugiesen Serie i 62 00 . K „ n "» 64.- „ 4 */,•/, Nüssen v. 1905 98.85 „ 4 °/, „ . 1«^ 90.60 . 4 */*% Japaner 91.55 „ 4 J / 0 Türken von 1903 77.80 „ 4 0 / 0 s 2lbminifti. Türken 76.80 „ Türkenloose Nt. 179.60 „ 1 «/„•/, Griechen v. 1690 56.— ^ 1'/.«/, Monopol^Äriech. 53.-0 „ 3°/ 0 Buen.-Air. Pr. Anl. 67.»/« „ 3 /.» Silber-Nte;»kaner 46.— ^ 4'/,/» Mex. ^nig. Anl. 66^0 , 4'/,*/» Chinesen 91.55 m Buderus C -W. Act. 111.50 ^ Schuck. Clektr. lries. * 155.95 « Eschweiler Bercsw. „ 220.25 Bochumer Gußslahl „ 217. (Äel elllirch.Ber^w.Akt. 1^0.— Harpener Bergbau „ 1<6 23 Vambfl. Vlmf. Pak. * 187.— Nordd. Lloyd * i IS 7.5 Berliner Handels Aul l.V 20 Mittel d. Creditb. Vift 118.— Darmslädt. Äaut „ 117.50 Deutsche '^ant „ 250.2 > Teutsch-°Aslatische'-Liani 119 5 j Diskonto Jtoiuuu Anc. 18b — Dresdner ^Oant Jtoft. 153 7, Oe st. ti-reditanst. Akt. 204 oO Lombardei» „ Dtsch. Ubersee E.G. ^ IOG GO Oesterr.Staasbahn „ 1ö4 50 Höchst, ri-arowerlc n 625 — Chetn. Z avr. Albert „ 4 0 — Rütgerswerke H 195 50 ©teaua 'Jiouiaiia „ 149 — Phönix Bergb. M 2o8.25 Grresheim Elektron „ 25 l Li) ^JcUfton U9albl)0f w -21.50 Holzverkohlungs-^nd. 30 .Jü üaurahüte „ 154.50 Prioatdistont Tenbenz: deyaupter. Beeliuer Bör,r» Berliner Handels Ant. 15?.— m Deutsche Bant Akt. 250?/, m Disk, itunimaiibit Ant. Id8 */„ w Dresdner Bank Akt. 153 */* „ Pet.Int.Handelsb.Akt. 204.75 m Nuss.Bank s. a.Hand. A. 16 k.'/, ^ Echantun^ B. Akt. 126.— m Baltimore u. Ohio 90.50 . Lanada Pacific Akt. 215^5 ^ Prince Henri E. B.Akt. 157.— H Türkenloose Nt. —.— „ Londoner Atchi on Topeka Doll. 96.'/, Souchern Paciftk ^ 93.87 Chicago Aoü ^>sl. „ 13.50 Liij^an,. u.Tez.N. „ 1 Union Pacific. „ 161.»/, U.