Die „Neue ?agt»xilunf“ er cheint leben WcrNag. Regelmäßige Beilagen „Der Kauer au» Hessen", „Nie Kpinnslnbe". Sesngaprcis: Bei den Pollanftaiten »>ericl,ahi»äi Ml. 1,05 bei den Agenten monailich bO Pia. kstnn» tritt Postgebühr ober Trägeilohn. Ziuieigen: ibrunb,eile A) Pfg., lokale 15 Pfg, An,eigen vo» auswärts werde» durch Po tnachnahnie erhoben Erfüllungsort Friedbrrg. KchriNleitnng und Verlag Fnedberg stzesten), hanauerstraßs 12. Fernsprecher 48. PoÜIch'ck-Lonto Rr 485g, Amt Fronlsurt o. M. Ueberstcht. — Der unter dem Verdacht des Gattenmordes in Untersuchungshaft befindliche Reiit^tag-abfteordnete Graf Mielzhnski hat sein Mandat zum Reichstage niedergelcgt. — I» Valona ist der Belagerungszustand proklamiert worden. Tie albanischenFreiwilligcn lassen sich sämtlich für das Gendarineriekorps cinschrciben. Die provisorisckre albanische Regierung hat allen Schissen, die die griechische Flagge sührcn, die Einfahrt in die der Schiffahrt geöffnete» albanische» Häfen untersagt. — Man erwartet in London in den nächsten Tagen die Antwort des Dreibundes aus den englische» Jnselvor- schlag. Der dcuffch« und der italienische Botsiliaster hatten gestern nachmittag eine längere Unterredung mit dem tür- s,scheu Botschafter Tewsik Pajckvi. in der dieser di- Ansichten seiner Regierung über die Jnsclfcagc auscinandersetztc. — Ten, „Ruskojc Slvwo" zufolge wird Rußland in der Frage der deutschen Militärmission in den nächsten Tagen sowohl in Berlin als auch in Konstantinopel neue energische Schritte unternehme». — Wie in Buenos Aires verlautet, verhandelt Griechen- land mit der argentinischen Regierung wegen Ankaufs des I!,Ill fertig gestellten Dreadnoughts „Rividavia", der eine Walserverdrängung von 28000 Tonnen besitzt. Tie argentinische Regierung zeigt, wie es heißt, wenig Neigung zum Verkauf deS Schiffes, doch werden die Bcrhandlungcn fortgesetzt. Jahreswende! Das alte Jahr versinft in dunklen Dogen, das neue treibt dem Sonnengold entgegen. Es spiegelt sich in ihm vergangener Zeit Geschicke. der Geist der Ewigkeit spricht aus dem ernsten Blicke. So ist vorüber gerauscht das Jubeljahr 1013, reich an Arbeit und Kampf, an nationalen Erinne- rungsfeirrn, aber auch an genossenschaftlichen Krisen in nie gesehener Wucht. Wir sahen von den Höhen die Freuden- lcuer lohen, national begeisterte Worte hörten wir »nd bei Lcipzig wurde das Bölkerschlachtdenkinal enthüllt zum An- denken an die Gelchehnisse vor hundert Jahren. Wieder «in- uial slaminte sie hoch aus die Lohe der vaterländischen Beaei- steruiig. O, inöclste sie nicht vielfach Strohsener gewesen lein. Mir sahen, daß die besser Gestellten unseres Volkes eine Milliarde auf den Altar des Vaterlandes legten zur Ansgc- ltaltung unlerer Arinee be,w. zur bessern Ausnutzung der all- aemoinen Wehrpflicht. Wir saben katastrophale V»rkom- nille im Werdegang unlerer Luftflotte. Wir sahen die Bell riungskämpfc der Balkanvölker, bei denen Bulaaricn den kürzesten zog und erlebten dann das schrccklicktste der Schrecken: ein Zabern! Zaber», fast ekelt es einem an, wenn inan von der Ke- lch'chie hört, die so recht ein gefundenes Frelsen ist kür den ..deutsche» Freisinn", für die linksstehende Demokratie vom Schlage der „Frankfurter Zeitung", des „Berliner Taae- 'latteS" und der unendlichen Zahl ihrer legitimen und ille- litimen Ableger, die Gott fei's geklont, nun einmal die so- tenannte ölsentliche Meinung darstellen und dem weitaus grössten Teil der städtischen Spießer ihre politische und wirt- ichglt'iche Weltanschauung eintrichtern. Wer die Sache obne Voreingenommenheit verfolgte, Ursache und Wirkung mit- einander verglich, wer sah. wie hier die VolkSleidenschalt ans- gewüblt. der Bürgerstolz scharf gemacht wurde wenen dem ' armlosen Worte „Wackcs". der muß sagen, daß hier rnit tinoonen nach Spatzen geschossen wurde. Es wurde in der ^ "struktionsltunde getagt, daß die Rekruten sich vor M>ß- l'niidlungen seitens eines Weckes genebenen Fall? mit der avolse w"bron sollten. Ties bezog stch dach nur auf solche, die sich tätlich an einem Soldaten vergreifen sollten: warum »Tfn bi" Ausreaunn? Wenn bier dem Offizier der <*"'4 ""8-ech-g werden l-ll. weil er eine Vräncie von 10 lür brn auslrbfe. d"r sich nachbrjicklich wehrte, sa möchte ich 0 'N. wenden, daß dies doch nichts weiter war, als eine übereilte Aeußerung Men lall doch nicht gleich dm Stab über einen iungen Mann brechen weaen eines vorschnellen A„-°-dr»ck- S, dem man mindestens gerade so aut als Bagatelle hätte be- bandeln kennen wie das Warf eines deuffchlcindlichen Studenten an d-r Universität Straßbura. der van den .evmderi lrrach, die bei Jena und A u e r st ä d t ihre V r ü g c l bekommen hätten. Tg heißt es aber bei der Freisinn?- und Demokratenpressc: ja Bauer, das ist ganz was anders I Nach dem obengeschi'dorten Vorfall zwischen Leutnant und Rekruten, der nur durch ein Tisziplinbruch an die Lelsentlichkeit kommen konnte, setzte ein Hast ohne Gleich:» gegen das sogenannte Säbelregiment ein. Man batte aber von Seiten d"s Freisinns und der linkSliberolc» Tcinagogie ganz außer Acht gelassen, daß das, was nach dem oben geschilderten Vorfall, der sich in den Mauern der Kaserne zu- trug. kam. mit zwingender Logik kommen mußte. Wochcn- ' wurden Offiziere und Mannschaften im allgemeinen, Leutnant v. Forstner im besonderen, in der schmutzigsten und gemeinsten Weise verhöhnt und beleidigt. Wer selbst noch einen Begriff von Ehre hat, wer noch Blut und nicht Buttermilch in den Adern hat. der kann cs bearcifen. wenn dem Betroffenen die Galle überläust, die kühle Erivägung schwindet und er z» einer Tat der Selbsthilfe schreitet, gleich- gültig, was nachher geschieht. Was die nachfolgende» Ereignisse: die dcmonsirniivc Ansammlung vo» Menschen aus beni Schlohplatz, die Per- baftnng einer Anzahl Bürger, anbetrifft, so sind dieselbe» die logischen Folgeningcn der Geschehnisse in Zabern. Zu tadeln wäre allenfalls, daß inan die Vcrhaffete» nicht in der Wachtslube oder sonst wo, sonder» ini Keller »ntcrgebracht batte. Zu gleicher Zeit ist mir anfgefallen, daß der kom- mandiercnde Leutnant bei dem Staatsanwalt sich entichnl- digte, er hätte nicht gewußt, wer er sei. Tn? verstehe ich nun nicht: War einnial Grund zu derartiaen Maßregeln gegeben, dann soll jede Person vor den, Gesetz gleich sein und da spielt auch der Staatsanwalt keine Ralle. Nun wurde, wie gesagt, in unzähligen Versammlungen der Fall Zaber,, vor das Forum gezerrt', ich habe selbst in Tarmstadt eine derartige niitgemacht. wo der eine Redner, ein Herr ans dem Elsaß, in ironischer Art sagte, Forstner sei etwas menschliches im Manöver palsiert und spitzig meinte, des Königs Rock sei noch kein Geßlerbnt. Es war dies eine kölnische Art. den Fall Zabern auszuklären. Auch sagte er nach, eine eigentliche Beleidigung sei das Wort Wackes nicht, denn der Vater sage mitunter z» seinen Kindern: „ihr kleine» Wickeslel": cs komme nur darauf an, wer es saae »nd wie man es sage: da hat man's! Tann kan, der ander Redner, ein bekannter hessischer Voskstribnn, der einem Stand anaebört, dessen vornehmste Pflicht sein sollte, den Frieden ans Erden z» lebren. Dem sah man gerade an, wie er sich in seinem Element fühlte, wenn er von dem beleidigten „Bürkerstolz" redete. Er führte stch köstlich ein, indem er laate: Man hielte ihn für national nnzuverlässial man sage, er könne nbkommenl »sw. Nun, es muß >a jeder am besten Wilsen, was von ihm zu baffen ist. Tonn aiaa's ses: man müsse Essoß-Lotbringen eine republikanische Stnats- farm geben, weil nian sie gewohnt gewesen sei. D e r g » t e Mann schwärmt im Elsaß für daS.waser bier selbst wünscht. Tann donnerte er weiter: Tie Offiziere bielten sich für überirdische Wesen und stolzierten einher wie ein Storch in, Salat, nnd lo in dein Tone oina es weiter unter dem frenetischen Beikalle d-'r niisaeklärten Spiebbürger. Ich habe da einen Begriff bekommen, wie man den Fall Zaber» für seine Parteipolitik nnsschlnchteie. Ter beleidigte Bünnerstokz war es vor allem, der b-r- baltcn mußte Das ist derselbe Bürgerstall der es zuläßt, baß bi-- Fortschrittspartei aiff Gedeih und Verderb mit der Sozialdemokratie Verb,inden ist' da? ist derselbe Bürgerstolz, ben die freisinn'g-denwkrntische» Wäbler und Führer r» vertreten meinen, der es aber zuläßt, daß das grabstädtische Warenbgns einem Würaenoel gleich, in den Reiben des städtischen Gewerbe- u»d Ka'stmannsstand"? wütet, obne eine ,g>and dagegen zu erb'bo». S 's ist derselbe Dürnerstalz. der tS lontlns aeschaben läßt, d--b Eft, Vertreter sm Reichstage den Sazialdemakratr» z»m Rrä"denten wöblen, das ist derselbe Bürperstas,. der kein Wo-t de? Tadels fand lür die srbanisale,, Brleidsaiinae». di" ein krenider Tintenstiff im Derli»"r Tnaebsoft" gegen die arAßw In »eiidoraanilation, die deutsche Turuerl-r-aft sich seistefe. Es ist de-sesbe Büraer- srrlu. d"r in dem Sage G-ase„siaden SUN, Ansdrnck aek'm- „,e„ ist. als tzee cv"8"pce.,r eines d'"Ischen Blattes in Gra- se,'v"8en g"k 8-" d""f'cs>-sei"8,:-r-" Tätiakeit des Tirekiors fc-.-nr.- 8"«- g,' Pom de'ftlchen Slaaf ,--if cw;n!<,ne-»aukw,'inen 8"8ach> w"-8". aubnerksam niachtc. fT'n nina de- er-nnn' n""",, I"» "N" os,,c,reae w""8en sbm e-k-enen. s'ine PI"—iiienana"" .eigen wurden niibbnndelt ""8 ee grnie» Man» gegle-'c -0!"s 7""N \<\ ptma? in 8"N siberore» e»"ii.,"""n 8"'-"" aghört? Gott bewahret Wo ist he der- 8""s'ch" a,'! -N"—lc",I? Mo n-ar d"- de--'sch" tlä-n-"e-sc"s', »sg tm Sei,lesterbericht 8er de"tlch"N Sc-al-b,,ra"r ,I.'i""--si-"r m-e sch"N erwalmf. eftrek, 8er crni'aii-d"'- U"N 8--c»ch>-„ ez-"»8e-,, 8e b-' Jena ""8 A"erstä8f ibre a!-"','"s ber—nere» 's" ci.»i spra^i? Ich fioi 8ie'eNf (,('"-*» r e",s"n er„n von d""i deutschen B'äraerffos, gek-x-f »8-- T!e aberl'e Voetretc- rin de? deutschen B'i^eerscas-e?, aber, d'e ..Frankfurter Zrifnna". verlanale. deß M"N d '0 cS"chce. v '0 rn^,,zk-be inif geNri-oefien .ez,in8en ve-ali'b"n w"-8-'» als Wane1"lle be- t>an8''e und sa gesch'ff, e». tst^'n al"skaw'hii„. „och Otepaltcr Schuster und Schneider, d ch'c n an de» beleidigten Bii-oerstasz: »eint w"ch," ,„»» aus dieser Sache (.'me Bagatelle. n„S Zabern aber eine Staotsciktion. Wo ist im allgemeinen der deut'che Bürgca stolz, wenn nian in Wort und Schrift täglich das b.eru fterrciße» und be- spöfteln siebt, was unürcn Väter I ' r. wo' > l! f in dem Tod gingen, nämlich G la u b c u » b c > n, o t? Er ist ko na st zum alten Eisen geworfen »nd ,uo» bolt ihn nur gelegentlich bcrvor, wenn'S wie im Fall Zabern, in den Kram paßt. Statt Bürgerstolz, im wahren deutschen Sinn, hat sich etwas anderes in unser Lolksenip'inde» eingeschlichen: Gle-ct gültigkeit großen völkffll^n Fraoen geoenllbcr und Ge- dankei losigleit: das ist die Signatur des Tage?-. G'danke,llosigkcit und Gleichgültigkeit, gilt das nicht auch für eine bis jetzt noch nicht genannte Partei, für die Natioualliberalcn. Wenn ,nan dic'e rniei Worte n'cht gelte» I lassen will, ja, gibt's denn überhaupt noch eine Sntsänüdi- g»ng für diese Partei „nd ihre Haltung bei der Prsidenten- wähl seinerzeit in, Reichstage »nd bei den. Mißbillig,,,:gs- Votum in, Falle Zabern. Ein Mißtranensoot,,,,, gegen die Regierung, dcis die Nationalliberglen mitiugchte», das in seiner^lufniachiuig n» die Parlgniente» der siidanlerikaui- ichen Staate» oder an daS ungarische Abgeordnetenhaus er- innert 1 Ob die zu», Teil noch auf anderen, Bode» stehenden Nationalliberalen sich das anl die Dauer von der Richtuua Bassermann-Stresemann-Paasche bieten lassen werde,,.' Hoffentlich nicht. Tic nationalliberalen Führer haben mitunter andere Sorgen, als li» um de» Pulsschlag des nationale» Lebens zu kümmern. Behaupten doch böse Zunaen, daß eS national- liberale Professoren gebe, die — fast hätte ich geschrieben Kunstniilch geben — Kunftinilch produzieren, das heißl aut gut deutsch daß sie das »ötiae Kleingeld liefern, nii, dir Knnstinilch-Fabrikation z» fördern. Nun, unseren Segen der künstlichen Kuh »nd den Kälbern, die deren Milch Irin- kcn, auch noch dazu! Mögen die leitenden Männer, die nationnlliberake So nickst durch derartige Leistungen, wie bei der Präsidentenwahk und den, MißbilliqungSbotnin im Reichstag schlu.'r schädigen, sondern eingedenk sein, ihrer großen Beraongeu» heit „nd nicht vergessen, daß der vorderste Teil ihreS Partei- namens national heißt. Auch begreift man die Entrüstung des ZentnunS in seiner Gesamtheit nicht, wo es doch wissen muß, doß polnffffw »nd elsässische Blätter, »nd mitiiiiter auch Geistliche, die Worte gegen Deutschland nicht auf die Eioldwage lenen. Es dürfte gerechten, ernsten Männer» in Zentrum nicht niibe- kcwnt sein, daß in Elsaß und den polnischen Provinzen ein Teil der Presse und ein Teil der Geistlichkeit der Gerniani- sieinng der beiden Provinzen die größte» Schwierigkeiten mochten. Wenn nun aber derartige Tatsache,' seststeb-n. iell man ßch ihnen nicht verschließen, sondern Abhilfe zu schaffen suchen; nicht der Regierung Schwierigkeilen Bereiten, sondern besonders in diesen schwierigen Fragen ihr zur Seite sichen. eDnn das muß ma» doch eingestehen, wenn die Per- bältnisse gerecht gewürdigt werden, daß unsere Regier»»,' i„i Osten und Westen, in Posen und Elsaß, zwei recht barte Nüsse zu knaöken batte. Im Oste», in Nosen. wehrt sich ein Nal' gegen eine doch unbestreitbare böhere Kultur, der e? durch Deutschland teilhaffig wird. Die beklagenswürdigsten K„l- tnrverhältnisie in Europa batte doch Polen, wo Adel „nd Geistlichkeit allen Belitz batet» und Napoleon schon das 1. Element, den Schmutz, entdeckt hatte. Im Westen, im Elsaß, sind bis jetzt alle Versöhnungs- Versuche fehlgeschlagen, u»d wenn .»an bedenkt, doß fast ein halbes Jah'hnndert darüber hinging, daß Elsaß wieder deutsch wurde, ohne merkliche Erfolge zu erzirlen, dann müssen dunlle Mächte Im Spiel sein und dem Deutschtum entgegenarbeiten. Wir müssen uns aber, wen» wir die Bilanz ziehen, fragen, ist es richtig, daß man den Herren Elsässern alles nachgibt, was sie verlangen. Wie siebt es deu», ganz abaelehen van Zabern. derwitig im Elsaß ans? Sind denn die Parteiführer der Fraktionen, die da? Mißtranens- votum im Reichstage aussprnchen, so lebensfremd, daß sie nicht wisse» sollten, daß d>e Soldaten, die das Glück haben, in Ellnb Lothringen zu dienen, besonders über die Tenffch- seindlichkeit der dortigen Bevölkenina zu klagen haben? Ist denn den Herren, die die denffcbe Regierung dakür vc>- antwortlich machen, das, die Verhältnisse zwilch"» Affdeutsch - land „nd Elsaß nicht besser sind, wie eS sich immer »nd immer wieder zeigt, nickst bekannt, doß inan an der oberst- :, Stelle alles tut. um die TicksMdel von Elsässer und iW renitenten Ubbö? zu versöhnen, daß man die Vninren aul die I'niversität Straßburg schockt und de» Abbös Absolvo erteilt. Weiß man nicht, daß elsäskisckv Abaeordnete Hetzreden geacn Deutschland basten und ist nicht bekannt, daß nach eigener Anoabe der französischen Regiernna über 50 B'ozenf aller Ausländer bei der Fremdenlegion Elsässer sind, die sich auf dicse Art der Heerespslicht in Deutschland enlziehen. Die Elsässer sollten nicht so empffndlich sein, denn nur der Umstand, daß sie sich von verschiedenen Seit?» „nd ans wieder,,in verschiedenen Gründen gesteift und gestützt willen auch wenn sic im Unreckst sind, ist mit ei» Hauptgrund, daß die Annäherung oder, wenn man so will, Derschmel-nng zwischen Alldeutschland „nd Elsaß so schlechte Erfolge zeitigt. Es ist l.klage,iswert. daß die Söhne „nd Brüder jen-r tapft- ren M .'—. die in den Kämpfen bei Orleans »nd Metz eit gros, de», S-.i Reick, schufen, sich so wenig verstehen, dak sie wegen " ' ■■'>rf)er Parteipolitik es nicht über sich bringen, dein gros - "'-„zeii z„ dienen. ES ist dem Ausland gegenüber ein trauriges Schauspiel, wenn man wegen derartigen Nichtigkeiten die Armee gegen das Volk auszuspiclcn versucht. Und wer ist größtenteils daran schuld, daß die Klasirn- gcgcnsätzc verschärft, die Religion lächcr'ich gemacht, da: Deutschtum verhöhnt wird? Es ist der n n d c » t >' äi: Geist, der in einem überwiegenden Teil unserer Preis, tonangebend ist, der sich in den sogenannten Witzbllftm ■ breit,ned/t, der in schamlosester Art das Höchste „nd > Heiligste, das wir kennen, durch die Gosse zi- f»t_ Es grhf eine alte Soge, daß Siegfried einst das Toll nt. e ____ ton dkm Lindwurm befreite: D fönnte er noch einmal wie* berfommen. er luiivbe Arbeit finden und beni Volk wiirde ibm dankbar sein, denn auch bei »ns hat fick ein ('k-hnirm einge- niftit, das das Volk nickt nur leiblick, sondern vorwiegend geistig schädigt. Wölfersheim, Wilhelm Dorsch, LandtagSabg. Nachschrift. Als ick eben den Artikel absenden lvüllte, sebe ick im „(IJe: , ilat'v,' : arr'‘ folgende Meldung: ES waren nach all den geschilderten Vorgängen in Zabern oi'f den Wachtposten zwei fcfwirfc Schüsse abgegeben worden, Tie Zivilbehörde, resp, Staatsanwaltschaft, erklärt, sie halte die? für eine zweck- und ziellose Knallerei, Also der öffentliche Ankläger bält scharfe Schüsse, die der Wachtposten pfeifen horte, für zweck- und ziellose Knallerei, Daß lo wo? in Zobern passiert, wo bic Angriffe ans Wachtposten fick erschreckend mehren, ist bezeichnend. Weiter Morte sind überflüssig. ^ ^ schreckend mehren, ist bezeichnend. Weitere Worte sind Berlin, tl, Jan. Immer erneut tauchen in den Zeitungen die Mitteilungen aus, daß Zabcrn an Stelle de? Regi- ment? Nr, 99 einen anderen Jnfanterietrnppenteil als Gor- „ison erhalten solle. Während bisher in letzter Hinsicht die Jnfanterie-Negiinenter Nr, 105 und 107 genannt wurden, wird neuerdings auch das Jnfanterie-Neginient Nr, 172 er- wähnt, Wir können erklären, daß alle diese Gerüchte in das 'eich der Fabel zu verweisen sind. Wirft v. pfuirr vor dm Kriegsgericht. S. § H Straßburg, 7. Januar, Al, erster Zeuge wurde heut« Poliz ikommiffar Müller »us Zubern vernommen, der behauptet, er habe bei ferner Vernehmung in der Voruntersuchung den Eindruck gewonnen, als ob feine Aussagen i» eine ganz bestimmte Richtung geleitet rveoden sollten. Er sollte zugeben, «r Isiitte davon gehört, daß sich die Belästigungen der Offiziere bis zu Eieinwürfen verstärkt hätten. Der Untersuchungsrichter war damals der heutige Vertreter der Anklage Kiiegsgerichtsrat Offiander, der da» Gericht bittet, ihn gegen den in der Aussage d:» Zeugen liegenden Vorwurf der Fälschung in Schutz zu nehmen, — Der Zwischenfall löst einige Erregung, an». — Der Zeuge Ist mit dem Stellvertreter de, Kreisdirektors im Oberst ». Reuter ge. gangen, um ihn zur Zurücknahme der Militärpatrouillen zu bewegen. Oberst v, Reuter habe sie abgewiesen und gesagt, er halte es sogar für gut, wenn Blut stutze. Die Bereitstellung der Maschinengewehre sei durch das DienstniÄrchen eine» Hauptmanns bekannt geworden, welches Gelegenheit hatte, Einblick in das Parolebuch zu werfen, Leutnant v, Forstner solle zu einem B,kannten gesagt haben, dessen Eltern möchten die Fenstern zuhalten, denn am Abend würden „blaue Boh. neu" stiegen, — Oberst o. Reuter erklärt, nach den Umuhen seien die Maschinengewehre bereiigestellt gewesen, aber nur für d n Fall, datz die Polizeigewalt der Situation nicht gewachsen war. Eine Absicht, an einem bestimmten Tage, etwa in der Pandurennacht loszuschietzen, bestand nicht. Da» Regiment habe nur einen Ehrgeiz gehabt, den löniglichen Dienst zu tun und wollte Ruhe haben. Der Polizeiwachtmeister von Zabern, der seit kl Jahren Im Lande ist, bekundet, datz die Zaberner Bevölkerung eine überaus friedliche sei. Wenn das Militär eingegrlfson und scharf vorgegangen wäre, dann hätte es tote Mütter mit Kindern im Arm gegeben. Das Wersen mit Steinen sei eine Niederträchtigkeit gewesen, aber wie sollte man die Kerle erwischen Wenn Angriffe auf Personen und Eigentum erfolgt wären, dann hält die Polizei dreingehauen. Unwahr sei es, datz man ihm feinen langen meitzen Bart um die Ohren gewunden habe. In diesem Fall: würde er mit dem Säbel die Antwort gegeben haben, — Zeuge Beigeordneter Eunz hat die Der- Haftungen für 'durchaus ungerechtfertigt gehalten, — Zeug: Redakteur Gikli-t rmpfand «» al, eine Provokation, datz die jungen Leutnants sich hrrausfordeind, die Hand am De- l«n, durch die Stadt bewegten, Beeinslusfung von Zeugen durch de» Kreisdirektor! Das grötzte Aufsehen erregte die nun folgende Dernehm- «rz d.s Hauptmanns der Gendarmerie des Distriktes Zabern. E, hat am 11. November aus Grund des Berichts des Gendar- mc Koberwachtmeisters den Kreisdirektor Mahl gebet:». Militär zu requirieren. Dieser aber meinte, es sei ein« Blamage für die ckendarmerle, wenn sie mit dieser Geschichte nicht fertig «t>:de. Der Kreisdirektor habe angeordnet, datz die Gendarmerie die Pferde und die Karabiner zu Hause lassen sollte. Sein Distriltsschreiber habe ihm erzählt, datz er am letzten Sonntag in Zabern gewesen sei und dort verschiedene Gendarmen gesprochen habe. Diese hätten ihm erzählt, datz der Krcis- biri. tor sie zu sich bestellt habe und die Aussagen, die ste vor Ge, 'g zu machen hätten, mit ihnen dnrchgesprochen habe. Unter andrem habe er gewünscht, ratz sie nicht- darüber sagten, das er, der Kreisdirektor, den polizeilichen Oberbefehl dem Sr -mannsmachtmeister übertragen habe. Auch sollten ste ve, k.»eigen, datz sie die Pferde und die Karabiner zu Hause las i sollten, Oberlehrer Brook hat von seiner am Schießplatz gelegene, L'-hnung aus die Boigänge vom Freitag den 2«, beobachte: Währ ud der Leutnant Schadt die Menge ausforderte, aus- :>> ,'>:derz«gehen, sei ihm aus der Menge zugerufen worden, er l'op o .- Schnauze halten. Auch seien Bravorufe gefallen, W A.chc nli-ch sei auch gesungen worden. Der Zeug« hatte d«» «esühl der Genugtuung, datz das Militär einmal ernstlich eingrlsf, Ei habe die» auch verschiedene Male geäußert, Sein Eindruck über die Vorgänge am ü. und 10 November sei der gewesen, datz das Publilum sich selber nicht 'lar darüber war, was es tue. Die Vorgänge hätten eines natürlich:» Humors nicht entbehrt. Richtig sei, datz an, 28. Nouem- tot lehr viel gejohlt u,rb geschrien worden sei in den Strotzen, k Di« (Eraieherin Eerkr soo« aus, st« hätte am Nachmittag •K«»e T,ge»z«»t»n». Donner»,»», •«« »• 3»»u« *91*. n 28 . November etwa Spaziergang gemacht und sei früher als gewöhnlich heimgekehrt, da sie verschiedene Gruppen verwegener Gestalten mit Nucksärlen beobachtet hätte und sie habe das Gefühl gehabt, daß diese Gruppen eine jernbselig« Haltung eiunahmen. Am 9, November sah die Zeugin, wie eine Horde, wie man sie sich nicht schlimmer denken kann, so drückte sie sich , aus, hinter einen, jungen Ojfizier und «iu-m Arzt herlies. Sie hätte nie gedacht, datz in einer deutschen Stadt preutzische Offiziere so behandelt werden dürsten, Zeuge Lehrer TLssle bestätigt die Johl- und Schimpf- worte. Als der Oberst unter die Lead- trat und sagte, sie möchten ruhig sein, d e A-ußeiung des Leutnants v, Forstner wurde untersucht werden, da wurde der Oberst einfach niedrr- geschrien. Der Eqmnasiast Hirsch hat die Ansammlungen vom 8. November beobachtet und gesehen, wie der Oberst sich vergeblich bemühte, aus die Menge einznsprechen. Einige Wochen später sei er aus der Siratz: von einem Unbekannten angespro- chen worden, der ihn gffragt habe, ob er auch Arbeit:» sei und ihm daun erzählt habe, datz Genossen aus Mülhausen erwartet würden, die feurig, re» Blut hätten als die Zaberner, Assistenzarzt Vogt ging am Sonntag de» ». November mit Fihrn, v, Forstner durch die Stadt, Im Abstand von 80 bi» 70 Metern jolzle ihnen eine Menschenmenge, die johlte und schrie und mit Steinen waif. Einig,- Steina flogen über ihre Köpf«. Wenn sie sich umdiehten, wurde das Schreien lauter, Als sie die Kaserne erreichten, jl-g-n »och einige Steine an die Kasernenmauer, Eie li.ßen sich dann von zwei Musketieren begleiten. Die Wage johlte nicht mehr, war ihnen aber stets bedeute:» näh r und murrte. An, 28, hat der Zer:ge den Leutnant Schadt gesehen und inöchte bestimmt versichern, datz der Leutnant nicht betrunken war. Zwei weiter« Zeugen, ein Leutnant und ein Reserveossizier bekunden, datz am 28, ein ziemlich großes Geschrei vor d:nr .Karpfen" gewesen sei und daß eine größere Menge dem Leu Inan, v, Forstner gefolgt sei. In merlwürdigem Gegensatz zu diesen Haren und besti-mm- ten Aussagen stehen die nun solgenden Wahrnehmungen der Vertreter der Justicia, Landgerichtsräte, Staatsanwälte und Rechtsanwälte, sie blasen alle tu ein Horn, Sie haben weder Menschenansammlungen gesehen, noch Johlen oder Pfeifen gehört, kurz sie haben überhaupt nichts anstößiges wahrgenom- men. Die Zaberner seien unschuldsvoll wie die Lämmer mck uiemt Jemand provoizert habe, so seien es die Offiziere gewe- fen. Von diesen Horrsachsten trifft da» Wort zu: Wie der Herr, so'» Geschirr! Kaiserl, Erster Staatsanwalt Wittmann verwahrt sich gegen di« ihm unterstellte Behauptung, «r hätte etwa» Provozierendes darin erblickt, datz acht Offiziersdamen sich zusammen durch däe Straßen bewegten. Er habe nur seiner Befürchtung Ausdruck geben wollen, datz den Damen von Seiten des Übel, gesinnten Teil» der Zaberner Bevölkerung etwa» geschehen könne, Zeuge Klei»bühmer schilderte seine in Demtschtand berühmt gewordene Verhaftung und Wiederentlassung in der Pandurennacht, Der Zange wurde ohne weiteres, als er aus einer Gerichtssitzung kam und wegen der Verhastnng des Landrichters Kalisch kontemiert stehen blieb, von einem Leutnant uird mehreren Gendarmen festgenommen. Als er sich dem Leutnant vorstellte, entschuldigte sich dieser und ließ ihn frei. Auf die Frage, aus welcher Rechtserkenntnis heraus er dem Offizier bemerkt habe: Sie haben mir nicht» zu sagen, ich gehe nicht weiter, erwidert der Zeuge, das habe er getan, weil das Militär sich unbefugter Weise die Exekutivgewalt anmaßte, Landrichter Beemelmann gab eine Darstellung des militärischen Vorgehens, das an Kraßheit fast nichts zu wünschen übrig gelassen habe. Als er vom Gericht kam, waren die Verhaftungen im vollen Gange, ohne datz eine Ursache dazu vorlag. Was er sah, versetzte ihn in furchtbare Angst, da ein Konflikt seit längerer Zeit in der Luft lag und man schon von der Bereitstellung der Maschinengewehre gesprochen hatte. Wenn in den engen Straßen von Zabern geschossen worden wäre, so muhte ein namenloses Unglück über Zabern und da» ganze Vaterland Hereinbrechen, Zeuge Landrichter Kalisch bekundete, datz die ganz um gesetzliche Festnahme eines jungen Mannes ihn zum Stehenbleiben veranlaßt habe. Ein Offizier befahl laut, weiterzugehen, nimand dürfe stehen bleiben. Diesem Befehl widev- setzte (!) sich der Zeuge in der Auffassung, daß das Militär unrechtmäßiger W:ffe die Strahenpolizei ausübte. Der Zeuge rechtfertigt sein Verhalten mit der Aufbäumung seines verletz- tn Rechtsgefühls, Seine persönliche Freiheit war bedroht, er würde heute ebenso handeln, denn er war überzeugt, datz das militärische Vorgehen ungesetzlich war, dagegen war Widerstand erlaubt. Wenn eine Requirierung des Militärs Vorgelegen hätte, würde er davon unterrichtet gewesen fein, Rechtsanwalt Schaufler: Es war kein Lärm aus der Strahe, Er habe freundschaftlich mit den Offizieren verkehrt und drei Tage vorher noch mit dem Oberst im Kasino zusam- mengesessen. Er urteile also sehr objektiv, W:nn aber hier Zeugen behaupten, datz Lärm auf der Straße geherrscht habe, so sagen diese Zeugen nicht die Wahrheit, Er habe die Zaberner Einwohner b.avundert, jede andere deutsche Stadt hätte sich das nicht gefallen lagen. Die ganze Sache wäre im Sande vrlaufeu, wenn nian den Leutnant v, Forstner eirtferni hätte. Gewiß hatte diser ein Recht auf die Straße, er durfte aber nicht in provozierender Weise promenieren. Die Verhandlungen werden morgen fortgesetzt Tagesüberficht. Zeitliches lirich. :: Urteil im Spionageprozeß gegen Bertha Anhsao nnd küe». Wegen Anstiftung zur Verletzung des Spiouagegefetzes verurteilt gestern die erste Strafkaminer des Lrmdgerichls l i» Berlin dir unverehelickte junge Russin Bertha Anysa? nnd den Kinofchauspieler Alfred Kiehn zu je einem Jahr Gefängnis, wovon je drei Monate auf die Untersuchungshaft ungerechnet werde», sowie zu drei rsaliri-n Ehrverlust. Tn? feile » Mitangeklagte 19 Jahre alte Dienstmädchen Anna Fink e: hielt wegen Beihilfe zur Verletzung des SpionagegesctzrS 2 Monate Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Der StatSanwrilt batte gegen d,g beiden ersten Angeklagten je zwei Jahre Gefängnis, gegen die Fink drei Monate Gefängnis beantragt. Die Ve,h,,ih lung fand während der ganzen Dauer der Verband!:::,r wegen Gefährdung der Staatssicherheit imter vollem Anschlüsse der Oeffcntlichkeit statt. Auch die Begrüudimg d : Urteils wurde in nichtöffentlicher Sitzung verkündet, „ur brr Tenor des Urteils wurde in öffentlicher Sitzung bekannt g. gegeben. Im Aufträge des Reichsmarincamts wohnte ein Oberleutnant z. Sä der Verhandlung bei. ES soll sich nn, Derart maritimer Geheimnisse an Rußland handeln. :: Zusammentritt der RSstimgskommissioii An, heutigen Donnerstag, den 8. Januar, mittags 1'j Uhr, versammelte sich unter dem Vorsitze des Stau! .ffekrel'är- Delbrück die Rüstnngskommffsion zur Fortsetzung ihrer Beratungen für die drei Tage in Aussicht genonmien sind. Am lej-I- n Tage, dem Samstag dieser Woche, soll eine Besichiinnng brr deutschen Waffen- und Munitionsfabriken durch die '.V.unl:: • der der Kommission stattsinden, Rußland. :: Schnccverwüstungen. Bei dem letzten furchtbarer, Schneesturme, der im Gouvernement Saratow he.rjch:,-, stutz !7l Personen »ms Leben gekommen. Nach amtlichen Nach richten sind die Sturmvcrwüstiingen außerordentlich groß. Auch aus den anderen Wolga-Bez-rken kommen Meldung-,- i, h>e von starken Schneesturinverheerungen berichten. Viele Menschen sind in dem Schneetreiben umgekomnien. jedoch liegen hierüber noch keine genauen Nachrichten vor. Vom Balkan. :: Serbisch rumänischer Geheimvertrag. Zur Mcktzunx de? „Pest: Hirlap" über einen angeblichen Gesicimvertrag, der im Laufe des Sommers zwischen Rumänien und Serbien abgeschlossen wurde und sich gegen Oesterreich- Ungarn rich- len sollte, bemerkt die Wiener „Reichspost" anscheinend in- spiriert folgendes: „Es dürste kaum einem Zweifel unterliegen, daß dies Veröffentlichung lediglich dem Zwecke dienen soll, das Verhältnis zwischen Oesterreich-Ungarn und Rumänien zu vergiften und die Verhandlungen zwischen der ungarischen Regierung und dem ungarländischen Rumänien zu stören und das Zustandekommen eines Einvernehmens zu vereiteln. Auf der Wiener rumänischen Gcsandlschaft wird der Bestand eines salchcn Geheimvcrtragcs neuerdings energisch bestritten. Ebenso wird auf der russischen Bolsrhast er- klärt, daß die Meldung, der damalige russische Gesandte un- derzeitige Botschafter in Wien, Schebekow, sei beim Abschkiif dieses Vertrages hervorragend beteiligt gewesen, unbegrü« det sei," Ostasien. 7: Die ostasiatische Preffc und die Unabhängigkeitöie. strebungen der Mongolei. Die ostasialische Presse gibt unverhohlen ihrer Ansicht Ausdrrrck, daß sie den Unabhängigkeits» traum der Mongolei für ansgelränint hält, Ta Rußland alle Wünsche der mongokischen Mission in Petersburg znrückge- wicsen hat, so könne das Fürstentum, das weder Geld, Massen, nach Ware besitze, sich nicht behaupten und sei gezwungen, sich dem großen chinesischen Nachbarreiche zu unterwerfen, Die „russische Frenndfchast" wird als eine Irr- führung bezeichnet. Die Dor-iinge in Aivnnien. Neuer Aufruhr in Albanien. Die internationale Konlrvllkomiinsswn Hut aus sicherer Quelle erfahren, daß die von dem Komitee für Einigkeit und Fortschritt entsandten Banden sich darauf vorbereilen, sich in San Giovanni di Midua auszuschiffen. Infolge dessen hat die Kommission gefordert, daß sofort entsprechende Vorsichtsmaßregeln ergriffen werden. Nach vorheriger Nücksprack»« mit dem Kommandanten von Sknlari Oberst Philipp ist beschlossen worden, vorbehaltlich der Genehmigung der Großmächte, daß eine 5kompagiiie der Besatzungstruppen von Sknlari in die Gegend von Alessio entsandt werden soll, um die befürchtete Ausschifstmg zu überwachen. In Valona herrscht große Aufregung über die Tätigkeit, die die jung- türkischen Elemente neuerdings in Albanien entfallen. Jzzet Pascha Usurpator. I» Kanslantinopeler diplomatischen Kreisen rufen die Meldungen von einem angeblichen Putschversuch Jzzet Paschas in Albanien große Ueberraschnng hervor und inan vermutet, daß er zu seiner abenteuerlichen Absicht nur von jungtürkischer Seite angcspornt sein kann. Jzzet Pascha erklärt jedoch, er beabsichtige gar keinen Staatsstreich, sondern er reise nur auf seine in dem strittigen Gebiete Albaniens gelegnen Güter, Höchst«; beabsichtige er, sich i»i Falle eines Aufstandes im Epirus der albanischen Regierung als Tr»p- pcnführer zur Verfügung zu stellen. Jzzet Pascha von der Türkei unterstützt? Die Mitteilungen über die Intrigen Jzzet Paschas in Albanien werden in diplomatischen Kreisen bestätigt imd sehr cmsl genommen. In offiziellen Kreisen wird gerügt, daß die Türkei diese Bewegung geduldet habe, während sie sie leicht hätte verhindern können. Die türkische Absicht geht Wehl dahin, Albanien zu usurpieren und die Bewegung auf Mazedonien übergreifen zu lassen, dessen Autonomie erschüttert werden soll. Man hat Grund zu glauben, daß die Boffcherfier der Mächte bei der Pforte recht ernste Vorsts» lungen erheben werden. Ans dem !sefl. Dnndtayi. Die Abgeordneten Hau« und G-noffeu haben bei der ;, Kammer einen Antrag eingereicht, in welchem sie die Kammer erknch-n, die Regierung zu neranlasfc-n, daß sie aas dem Wege der Verordnung feststelien möge, welche Behörde in jedem ein. ölrw» Falle mit der Derw-ndung des Urkundenstempels de- tecnit werden lall. In der Begrünlnina beißt es, dab da- Ur- 91 *. ® 91 « ■« 1*14 Seile 3 lundenitempelgifetz in ferm« jetzigen Fostnng vielfach Zweifel pclätzt. welche Behörde bei Verwendung de» Uifunbenftemptt» in den «iiuelitt« Fällen zuständig ist Es ist eine natürliche Folg«. Latz dadurch Unzutiäglichkciten zwischen den Behörde« und unnötige Schreibereien entstehen. Es ist deshalb «in dringendes Bedürfnis, datz in diefer Anqeiegenheit Klarheit geilt . : f:n wird. Ans der Heimat. * Friedberg, 8. Jan. Wir weisen nochmals ans die heute Abend 854 Uhr im Saal« der Hotel Trapp stvttfindende Ber- Inmmlung der Obst- und Gartenbanverein, Frirdberg-Faner- bach hin. Zahlrcick^n Besuch dürft« sich empfehlen, zumal wie- der ein« Gratisvcrlosung unter den Mitgliedern fowt« musikalisch.- Aufführungen ftaitfinden. " Friedberg. 8. Jan. Es wird nochmal» auf da, gestrige Inserat hingewiefen. wonach Freitag Abend 9 Uhr bei Kamerad Zoll die Hauptorrfommlung des Bereins ehemaliger Hess. Leibgardisten stattfindet. Neuanmeldimgen weiden am selben Abend «ntgcgrngenommen. * Friedberg Fa nerbach, 8. Inn. Gestern Abend hielt der k iesige Gesangverein ..Eintracht" Generalversammlung ab. Tie stattgefnndene Neuwahl ergab, daß der seitherige Vorstand einstimmig wicdergewählt wurde und zwar Karl Dopp als Vorsitzender, Hch. Thomas. Beruh. Haas. Gg. Dönges und Nikolaus Holler als Vorstandsmitglieder. Das diesjährige Vergnügen soll am IE. Februar im Vereinslokal stattfinden. Bci frohem LicderNang blieb man noch einige frohe Stundcn zusammen. Der derzeitige Dirigent des Verein? ist Herr Anton Weidc-Ober-Mörlen. * Frirdbrrg-Faucrbnch, 8. Jan. Am Sonntag, den 11. ds. Mt?., halt der hiesige Radfahrer-Verein „Firfch Auf" fein diesjähriges Wintervergniigen mit musikalischen und theatralische» Ausführungen im Saale des Gastwirts Wilh. Sang ab. * Obrr Wöllstadt, 8. Jan. Am kommenden Sonntag, den II. Januar, hält der Gesangverein ..Eintracht" sein diesjähriges Wintervergniigen im Saale des Herrn Alois Knaf ab. Hierzu siud alle Freunde und Gönner des Vereins hös- lichst eingeladen. * Ober Rosbach, 8. Jan. Di« Störungen, die durch den Tammrutsch Verursacht waren, sind soweit gehoben. Die ge- ichrdete Strecke wird seit heute wieder zweigleisig besahrrn. Eine Anzahl Arbeiter ist aber noch an der beschädigten Stelle brfchästigt. da immer noch Rutschungen Vorkommen. * Hübet, 8. Jan Bei der letzten Gemebnderatswahl Wuppen bekanntlich 4 Sozialdemokrat«» „hinausgcwählt". ein Be- rxis. datz di« Mehrzahl der Wahl« sich nicht mit ihrem Tun Unverstand«,, erklären konnte. In dar letzten Sitzung im alten Jahr« hielt der Bürgermeister den Roten «in« Abschieds- rede, die olle Amvfende» stehend aichören mutzten. Di« .LZolksztimm«" berchret dazu: „Bei her Beradschiedung unserer Genossen Hoffman», Klinket, Möller und Fritz Schürdt hielt der Bürgermeister «ine Red«, in der er di« Tätigkeit unserer Genossin lobend hervorhob" Sehr »orieiihaft Hotz sich hierbei das Verholten der bürgerlichen Gemeinb.rät» von demjenigen der Sozialdemokraten ab. da, sie vor 3 Jahren beim Ausscheiden zweier bürgerlich« V«tr«Ier zeigten. Diese mutztm. da Protest gegen di« Wahl eingelegt war. noch % Jahr länger im Dienst bleiben. Da konnten sich nun di« Roten nicht genug tun in d« Beschimpfung dieser Herren, di« über 9 Jahre gewirkt hatten. Ihr rüpelhaftes Betragen ging soweit, datz der Schuh dcs Kreisamts angerufcn werden muht«. Als man in> Jahre 1906 die bürg«lichen Vertreter Kalbheim und Klei» jür r 3 jiihr i g e Tätigkeit durch Ueberreichung eines Diploms ehrt«, schlossen sich all« Sozialdemokrat«« aus, t-arunter di: vier jetzt Ausscheidenden und Unterzeichneten das Diplom nicht. Merkwürdig muh es sie aber doch angemuiet haben, als sich diesmal auch all« bürgerlichen Gemeinderät« „zu Ehren der Ausscheitenden" von ihren Sitzen «hoben. Ob sie wa, gel rnt haben?? EigeMlich ist der Dank, den Herr Bür. grimrisier Vcn ausicheideuden Herren gewidmet hat. noch viel zu w«ri-^ denn all« Steuerzahler harten sich bei dies» Herrn bedank«, missen. Was dies« sozialdemokratische Mehrheit geleistet hat, bringt nicht jeder ltzenreiudcrat in einer Gerne: nd von 0606 Seele» fertig. Im Jahre >900 ging das sogenannt« Rrltzkandsgelünde durch Verlaus an die Gebe. Bauer in Frauk- iut» für 1086000 Mart über, durch diesen Verlaus hatte die Gemeinde ein: jährlich« Mehreinnahm« von 33 000 Mark, lstewih ein schöner Betrag, aber nicht nur. dah unsere Gemeindesteuern nicht weniger geworden sind, nein, das ganze Ruh- londrgeld ist verausgabt bi, auf 113 000 Mark, mithin sind von dcm Kapital 97 1 000 Mark verbraucht worden. Der R.st war vorgesehen für das zu «bauend« Dolkshaus. oder bester gesagt Gewerkschastshaus. Dies roär« die erst« Tat gewesen, wenn die Roten bei der letzten Gemeinderatswahl Sieg« geworden wären. D« Platz dazu ist schon gelaust. Wir hafte», eotz der nächstens «cnziehende neue Ermeinderat nicht i» der W sie Weiler arbeitet, wie es seilh« der Fall war. * Fear.lfurt «. S)l-, 8. Jan. Bo, der sogenannten Eheschei- ».irzslammer der diitb.n Zioiltamm«, de, Landgerichts, wurden vorgestern 13 Ehescheidungsklagen »«handelt. — Roch sem schon kürzlich das hiesig« Polizeipräsidium oor dem Beiritt zum zweiten Tierschutzoerein nachdrücklich gewarnt hat, >.r es dem Bcwin bisher lediglich um «ine möglichst hohe Mib- zliederzahl ;» tun war. machen jetzt auch dir Polizeibehörden Ser Rachbarstädte gegen den Verein mobil, indem sie den Ern- wohnern dringend empfehlen, sich jeder Unterstützung durch Beiträge zu enthalten. Der betreffend» Tierschutzpercill suchte neuerdings in Frankiuit aus ein« ganz moderne Art Mitglieder zu werben, indem er einsach an der Han» der Fernsprech ucrz ichnist:, der Reihe nach die cingelnen Te-ilnehmr zum Eintritt in dcn Verein anffoiderte. — Die Reichspostoerwaltung l'lont im Stadtteil Bockenheim die Erbauung «ine» eigenen Postamies und steh« im Begrift. in einem ehemaligen Park ein Baugvundstück zu «werben, besten Lage in jeder Weise als recht unglücklich bezeichnet weiden mutz, da er fernab der Bahnstation liegt und durch hohe Mietsbäuier an jed« Erwei- terung behtader t lft. Für dt» Er werde», de» Gelände» f»r. dert d« P-sted-t 438000 SUxt an, fcr» dt» Erbau«, de» Postamt« auf diese» Gruadstgch «st ran allseitig Protest «h» den worden, der auch durch dte zuständigen Abgeordneten bet d« Etatsberatung »orgebrächt wird, fadatz z» «warten ist. datz dar vorliegend« Plan deine Genehm «gong find« " Frankfurt a. M„ 8. Inn. Der G-rotze Rat den Aladenrie teschlah dt« iuiixrzäglxhe Ausführung de» Erweiterungsbaues des Jügelhamle« zu künftigen Unioerfitätsgwecken. D« Ban soll im Sommer ISIS vollendet sein. Sodann gab « sein« Zustimmung zu eine«, Vertrag mit der Senckeudergifchen Gesellschaft üb« Bauten für das Zoologische Institut Mid di« Abteilungen für Mineralogie. Goologi« und Paläontologie. Hrsfen-Rasta«. " Bo» Feldbeeg, 8. Jan. Infolge langwierig« B«rhne Butterfly". II. Vorstellung im Dienstag.Abonn. Gew. Pr Echaufptelhau». Sonntag, den 11. Jan., nachm, halb 4 Uhr: Vorstellung bei ermätzigten Preisen: „Der gesiieiell« Kater". Autzer Ab. — Abends 7 Uhr: „Wie einst im Mai". Autzer Abonu. E w. Preise. Montag de» 12. Jan., aben-ds 8 Uhr: „Wie «inst ini Mai". 11. Vorstellung im Montag Abonn. Gew Pr. Dienstag, den 13. Jan., abends 8 Uhr: „Dcr Herr Mi nifter". 10. Vorstellung tm Dienstag Abonn. Gew Pr. Zleneste nud Dralllnachrichtcn. Ei» Cohn des Batrrmordrs verdächtig? lsaniberg, 8. Jan. In Eiscichach fand man die Lciclic dcs Landwirts Sock vor seiner Hanstürc mit zwei Schnsseu ini Hinterkopf. Unter dem Verdacht, den Mann »rmerdet zu haben, ist sein Sohn verhaftet worden. Frnnksurler Weticrbrricht. Voraussage: Meist trüb, aber trocken, Temperatur u« Rull, w.stliche Wind«. Verantwortlich s. d. Schristleitung: Otto H i r s ch e l. Fried'- rg: für den Anzeigenteil: Knrl Schmi bl. Frledberg l. H Druck n. Verlag d. „Riuen Tageszeitung" A.G., Fricdbeig i H. ■i m—ui lim wm ii ■ i ii i ii ii um a Bestellungen auf die NeueTageszeilung für das 1. Uierleljahr 1914 weiden bei allen Postanstalten sowie bei unfern Zeitungs-Agenturen entgegengenomnien. Untere» üc rdirl. ^ntereiifen zur Nachricht, dag Iwmtw liin^niü Donitttt^j 9 ilhr in unserem Besitze sein müsten- Später eintrefjende werde« für den nächsten Tag zurürkgestellt. Krötzere Anzeigen für die Samstags-Nr. find u«s spätestens F r eitaq-Lormittanszu übermitteln u. kann nur bei rechtzeitiger Zustellunq derselben eine wirknnasooll« Plazierung gewährleistet werden. Expedition der Neuen Tagesze iung 7t.. » -lene Tageszeiiuna. D»„»ersiag, de» 8. Januar 1314 Sri!? 4 1 i B^ niiimnnnö^nnnnnni M! Unser diesjähriger Jnventup-Ausvepkauf Samstag, den IO. Januar. beginnt Jn allen Abteilungen kommen herabgesetzte Artikel sowie grolle Gelegenheitsposten enorm billig zum Verkauf. Waren: . Hesciiwister Mayer, friedberg am affen BafmStof. MIMMIM rannnnnnnrnnr IV H W 9)ank§agiiia^. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Großmutter und Urgrossmutter Frau Mathilde Drauth geb. Jacob sagen wir unseren innigsten Dank. Grund-Schwalheim, den 7. Januar 1914 Famiiien Scfsudt und Wirker. ■ WWcrnAvdchcr« wird jederzeit angenommen. Friedberg-Fauerbach, Querstr. 8. Landwirt von Zugend auj beim Fach prakt. u. theoretisch gebildet, jucht für losori oder I. Fevr. 1914 anderweitige St. düng als Gutsverwalter Es stehen demselben la Zeugnisse u. beste Empfehlungen zuDienstcn. Eef. Ofserie unlei AI. SS an die Erp. der Neuen Tageszeitung. Mftijicr ZrilllisWei! sofort gesucht. Wilhsim Häuser, Friedverg i. K. Wer vrrkanfi sein Aaus evtl, mit Eelchait od. sonst, giinst. Objekt hier od. Umgegend? Off. erbeten uitter (6. 8934 an Annon- ccn-Erped. Jnvalidendanl Wiesbaden. hat mein M«Ikr- 5 iiil«s:- ÄiiMkllMl ! begonnen. Während desselben gebe ich auf alle Waren hohen Rabatt und zwar 0 0 Zurückgesetxte Waren und Ifceste außergewöhnlich billig. Versäumen Sie deshalb nicht, diese äußerst günstige Kaufgelegenheit! " " / ' Seit.: Feiddereinigungsmeliorationen Stammheini. Arbeits- und fiffrrnntiö=|lrrarbuna. Mittwoch, den 14, Januar 1914, vormittags 9 IN» sollen im Ratbauie zu Etammheim die nachverzeichnelen Arbeiter und Lieserungen vergeben werden. Voranschlag. Los I) Verlchleisung des Raines im Korntal 3866.75 Mk. Los 2) Herstellung eines Ableitungskanals am Weiher bei der Rotbuche 8 ,9» „ Los 3) Betonierungsarbeiten 36,4 J „ Los 4) 36 lsdm. Zementröhren von 25 cm in bester Qualität ftei Baustelle anzuliefern 90,— „ Die Verdingungsunterlagen liegen bei uns und bei der Er Bürgermeisterei Stammheim zur Einsicht osten. Angebote in Prozenten des Voranschlags find bis zum obigen Termin ver- Ichlosten und mit der Auichriit: Angebot Feldbereinigurg Eiamm- heim versehen, der Er. Bürgermeisterei Etammheim cinzureuhen Friedberg, den 7. Januar 1914. Erohherzogliche Kulturinipeltion I. V.: H a u ck. Großes weißes englijljjes Edelschweiu (Uorkfhire) Englische Reinzucht. Versteigerung § von ca. 100 Zuchttieren e Mittwoch, den 14. Januar 1914, vormittags £ 'IO 1 /, Uhr. Zur Versteigerung kommen: jj ca . 43 Gbrr fdioon 18 über 8 Monalr alt) » „ 30 tragende Grftlingssauen 2 „ 27 Sauen 3—8 Monate alt. Sämtliche Tiere stammen von importierten (SItem 1 ab, sind gesund und wüchsig und durch Aufenthalt im sa> Freien abgehärtet. | W 1 . LieipoI«l, SRinjrnbrrg lDbkkhJ Station der Butzbach-Licher Eisenbahn. Kataloge werden auf Wunsch von Weihnachten angratis zugeschickt. Heinrich Damm, Tteilliiletzmeister Friedberg Faaerbach vis ü vis der Zuckerjabnl, Teleson 391 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in modernen finarazMB&B&v • Eine 3jährige Fmiisstute mit Bl ehe, «ine 12jährig« Fuchsstnte mit weißer Mähne und Cchweif, trächtig, beide zuverläsiig ein- u. zweilpännig gesahien, aus beiden die Wahl, stehen mit voller Garantie zu verlausen bei Karl Wöhrmann Fauerbach bei Ridda. ILchtn und pattrln in Kisteln W.Madre Friedberg i. H. z Teleson 237, Bismarilstraße 8. v rnloie Jnlchliigrn.Lerrchnungru Ä Pferde unter aller Earantie zu verkaufen. Hermann tfiriefziner, i»d»iri, Etaden. Einen decksähigen Eber 1 Jahr alt (engl. Nachzucht) z» verlausen Hofgut Friedelhausen bei Lollar. öden Um ic Ciebirijche ^ichi- tu Araflaniatzen 8 _ Zwechmägige Cinrichi»»«. ,s IM Anichluh ar die Ueberlandzenlrale Wölfersheim den Vorschriften des Verbandes deutscher Elektrotechniker u. der Ueüeriandzentrale entsprechend Gl ktro-Rednktor-Werke, G. «i. b. *335^“ Frankfurt a. Main E „desto >e AnsSihrnng. Mainrerland strafe 231 Htm mmmsu - jkb Telefon: Ami 1, 3643 ? 5S? - ■ 1 MM:’ ■ 38WK3 n* parlamster und sicherster Betrieb. Beilage zur „Neuen Tageszeitung." !!r. v r onttkrstny, den 8. Januar 1011. 7. )al,rguny GedruKlage. 8. Januar. 183« Hans s. Biilow, Komponist, geb. — 1871 Erstürm ung von Danjouti» bei Belsort. Won der Fremdenlegion. Von einem Darnistädter Fremdenlegion«». der J. 3t- in Indo.Ehino dient, wird «der die Fremdenlegion folgendes ge- schrieben: „Wir fahren von Hongkong nach Swotou. wo wir Ladung ffii Singapor« nahmen. Kurz vor Singapor« brach Cholera unter de» Kuli» au» und ungefähr ZS wurden binnen anderthalb Tage» über Bord geworfen. Di« übrigen Kuli». 1100 an der Zahl, widerfetzlen sich und Ivollten e» nicht leiden, das, wir di« Toben ins Wasser warfen. Wir mutzten das aber, um einer Epidemie vorzubeugen und es gab «ine regelrechte Schie- tzerei. In Singapor« angekommen, wurden wir in Quaron, töne gelegt und di« Toten und Kranken in» Hospital gebracht. Dann brlamen wir Ordre nach Bangkok, wo wir Ladung ho. len sollten. Als wir ankamen, muhten wir erst t Tag« warten. um dann wegen Mangel an Ladung nach Saigon geschickt zu wcrd:n. In Saigon lagen wir 8 Tage und habe ich da ei. nig« sehr nette Bekannte gefunden. Ich wurde der älteren zu Diner. Jagden und Rcitparticn eingeladen, auch Tennis wurde gespielt und Rollschuhe gelaufen. Saigon ist überhaupt der b st« Platz hier im gongen Osten. Es sind auch viel« Deutsch« da.. Erotzkousleute und Ansiedler. Auch ln der französischen Uniform stecken fast meistens Deutsche. So kam letzthin ein gresier französischer Dampfer und brachte «inen Truppentransport. es waren inszzesamt 400 Mann, davon waren Z00 Deutsche. 6(1 verschieden« andere Nationen und nur 40 Fron, 'osen. Die Deutschen klagten uns all« ihr Leid, dah sie von fianzösischen Wcrbtrn in VkutschlSnd Vetrunkeck gemacht und geworben worden waren Und alle waren einstimmig dafür, lieber wegzulawfen und ihr Leben zu lassen, als nach länger in der Fremdenlegion zu dienen. Wir haben denn auch 12 Mann zur goldenen Freiheit verholfen, indem wir sie bei uns in den Lad:räumen versteckt haben. Einen Hab« ich selbst au» dem Wasser gehakt, ein zweiter ertrank, al, er im Degrifs war. den Flutz zu llberschwimmen, ungefähr «irren Meter von mir. Al, der Dampfer wieder Saigon mrlietz. um nach Tankin z» dampsen. waren 87 Mann ouagerllckt und wir freuten un, all«, den Herren Franzosen «a> «ine Nase gedreht zu haben." Ans aller Ivelt. Bilder vom Metzer Eisenbahnunglück. Nach dam schreckliche» Eisenbahnunglück bei Metz, dein eine ganze Anzahl von Weihnachtsnrlaubern zum Opfer gefallen sind, setzte eine ebenso schrecklickic Arbeit ein: die Bergung der Toten und Verwundeten. Ein Mitarbeiter der „Metzer Zeitung" gibt darüber seinem Blatte folgende Schilderung: Die Unfall stelle liegt etwa 500 Meter vom Bahnhof Woippy entfernt, da, wo die hauptsächlich der Personenbeförderung dienend« neue Bahnlinie Woipptz Metz—Nord sich von der vorzugsweise hm Güterverkehr vorbehaltene Strecke WoippU-Deva»t-Les- Pont ab,zweigt. Die Stelle liegt nicht im Banngebiet von Woippy. sonder» im Banngebiet von Devant-Les-Pont, also noch i ui Stadtgebiet Metz. Schon von fern war sie im Dnn- .'cl der Nacht kenntlich. Große Azetqlenbeleuchtnngskörper varsen helles Lstill ans die Trümmerstaite. Zwischen den zahlreiche» Signalmaste» mit ihren grünen und roten Laternen tanzte der Flainmenschein von Handfackeln hi» und her. Mützige Zuschauer gab es hier wenige: was Hände hatte zu helfen, griff zu. Kein Rufen und Kommandieren wurde laut, wie von selbst schritten die Rcttnngsardeiten in würdiger Ruhe und zielbewußter Arbeit vorwärts. Der Klang der Aerie und das Brechen und Splittern der Bretter und Balken allein wurden vernehmlich, vermengt mit dem Fauchen des Sauerstosfgebläses, vor dessen Gluthauch das in sich erwärmte Eisengestänge und verbogene Stahlrohre in blitzendem Funkenrcge» zerschmolzen — ein blendendes Feuerwerk in grauser Umgebung. Da? Dach des Personenwagens und der Fußboden des PackivagenS ragte» inein- andcrgcschobcn und zersplittert aus den Trümmern hervor, die ein Wirres Durcheinander von Holz und Eiscnleilen bildeten. aus dem das Stöhnen und Wimmern der Verwundeten hervordrang. Entsetzlich war der Anblick der dem Unglück zum Opfer gefallenen Toten. In der kalten Wintcr- nacht lagen sie auf dem Bahndamme nebeneinander gebettet, mit Mänteln zugedeckt, als habe eine liebende Hand sie gegen den leise rieselnden Schnee schützen wolle». Dem einen ist der Kopf abgerissen, scharf wie mit dem Messer abgeschnitte». bei einem anderen hängen nur noch Reste der linken Gesichtshälfte lose vom Halse herab, bei wieder anderen sind neben ausgedehnten Zerreißungen und Onetschnngc» am Gesicht »nd Schädel inebrfache Brüche der Gliedniaßen und der Wirbelsäule, augenscheinlich auch schwere innere Verletzungen vorhanden, dem einen ist der Stiesel, dem anderen der Ab- satz loSgerissen, sodaß die Holznägcl zackig und sckmrf hervorspringen. Grausig steckten die schneeweißen Zwirnhandschnbe an den Händen einer sonst mit Blntgerinsel überdeckten Leiche hervor. Grausig ist auch das Arbeiten in dem zcr- gnetschte» Personentvagen, mit seinen sechs Einzelnbieilen, überall Blutlachen aus dein Boden. Blutsvritzer an Wänden l.nd Decken. Umhergeschlendertc Hirnteile lagern zwischen einem Porzellontovfe voll Butter und anderen Gaben, die siirsorgliche Elternliebe mit auf den Weg gegeben, hier eine Knopsgabel, da eine losqerissene Hel,»spitze »nd verbogene Seitengewehre, hier ragt ein Arm, da ein Bein a»S de» unentwirrbaren Trümmern deS Wagens hervor. Nicht glaublich will es scheinen, daß zwischen diesen Trümmern es noch o« L»bei» gibt, »nd doch dringt angstvolles Stölmen, ein Wimmern in qualvoller Pein ans ihnen hervor. Aber auch heldenhafte Selbstverleugnung zeigt sich: ein vollkonnnen eingeklemmter Schwcrverwundeter ruft mit leiser, von der Größe eigener Sckimerzen zitternder Stimme den Rettern zn: Mit mir geht eS noch, bellt erst de» anderen. So ragt menschliche Größe leuchtend hervor aus den Trümmern menschlichen Fortschrittes, bei den Verwundeten wie bei den Rettern, welche unermüdlich ihr nicht nngcfäbrlichesWerk sortsetzen, bis der lebte Verwundete geborgen ist. Schülerselbstmorde. In Köthm hatte der Itjährig« Sohn des Lokomotivführers Taubrccht für die Sylvesternacht «inen Bummel mit gleichaltrigen Freundinnen verabredet. Die Mutter erlaubte das nicht, darüber geriet der Junge so in Wut, daß er sich erhängte. — Ebenso erhängte sich in dem sächsisch.'» Orte Thräna der lljährige Schulknabe W aus Furcht vor Straf« wegen eines geringfügigen Diebstahls. Glücklich« Gemeinde. Das im Dillkieis g:lcg-n«, 780 Ein. wohner zählende Dorf Langenaubach hat bis aus den heutigen Tag noch keine Gemein-destwern von seinen Insassen erhoben, da es 500 Hektar Wald besitzt, die jährlich 50000 Mark au» Holznutzung einbringen. Außerdem ist die Gemeind! Im Besitz fügt über ein Barvcrmögen von 200 000 Mark. Hetzen,»»ernprinzcn in Brüssel. Prinz Eitel Friedrich und Prinz Adalbert von Preußen sind in Brüssel «ingetrosjen und halten sich in strengstem Inkognito dort auf. Dkl Aukenthäli soll zwei Tag« dauern. Die Rückreise nach Berlin erfolgte am Mittwoch Zimmerbrand. In der Wohnung eines Fabtikarbciier» ir Ludwigshafcn entstand am Samstag Abend ein Zimmerbrand Der lZ Jahre alte Sohn stellte, bevor er sich zu Belte legt: ein« brennend« Wcihnachtskerzc aus den Tisch, der in Brand geriet. Auch das Btt des schlafenden Knaben sing bereits an zu brennen. Der Brand wurde aber noch rechtzeitig durch den älteren Bruder, der gerade nach Haus« kam. gelöscht Ei» wertvolle» Pser». Di« Zollstotion Bentheim an de, holländischen Grenz« passiert« ein in England angelauster und für das kaiserlich russische Gestüt bestimmter Hcngst. der den außergewöhnlich hohen Verkaufspreis von 450 000 Marl crziell hatte. Da» Befinden des Geh. Sanitätsrat» De. Götz, des Vorsitzenden der Deutschen Turneischaft. hat sich, wie man aus Leipzig mitteilt, wesentlich gebesiert. so daß der greis« Patient bereits den Neujahrstag im Lehnstuhl verbring«,, konnte. Fürchterlich« Familientragödi«. Der Mcialiarbeiier Ludw Freyler in Mannheim erwürgt« seinen einjährigen Sohn und schoß sich dann aus dem Friedhose am Grabe seiner Frau selbst «ine Kugel in den Kops. Dt- Tat ist dadurch um so tragischer, daß die verstorbene Frau im Späijahr 1913 ihre beiden Künder zu ermorden versuchte. Be! einem Kind« Ist dumvi» der Mord gelungen, das ander« tonnt« von feinen schweren Bei. lctzungcn geheilt werden. Eben dieses Kind Hai nun der Botci erwürgt. Der Mann mit den küujtliche» Schmissen. De, 22 Jahr« alte Kürschner Heinrich Gallas. Sohn eines ehrsamen, aber »nvermogendk» Schuhmachers in Hannover, spielt sich gern als Student auf. Zu diesem Zweck hat er sich auch ein paar künstliche Schmiße beigebracht. Da ihm di« nötigen Mittel für dar Ttudentenleben fehlten, so behilft er sich mit anderer Leut Geld. Insbesondere hat es Gallas aus di« Hoteliers »nd Kcll >«r abgesehen, die er nicht nur» m die Zeche prellt, sonderi auch wie ein richtiger Bruder Studio anpump Aber auch bei den Damen versucht Gallas sein Glück. So hat er in Leipzig ein braves Mädchen bllört. um sein« Spargroschen gebrach! und di« ganze Berwandtschast des Mädchens nach Kräften an- gepumpt. Gleichzeitig I>at er aber auch mit zwei anderen Mäd chen und einer Artistin Liebesverhältnisse angelnüpst. In saf alle» größ'ren Städten hat Gallas Gastrollen gegeben und ward so eine sehr „gesuchte" Persönlichkeit. Im Herbst ist Gallas in Höchst in einem Hotel abgestiogen. Als Studiosus, der auf den fälligen Wechsel seines Baters wartete, pumpte Galla» von dem Ober 50 Marl »nd hängt« ihm «in, Zeche von 46 Ml. an. Sein« bei der etwas plötzliche» Abreise zurückgebliebenen Esfekten bestanden aus einer statt durchlöcherten Hose, dit« Strümpfen und ein paar sohlenlojen Stiefeln. Zurzeit macht Gallas auf Staatskosten «inen sünfmonatigen Kursus im Zwik- kauer Gefängnis mit. Bon, Höchster Schöffengericht wurde nun diese Frist um 40 Tag« verlängert. Felsabstürze. In der Nacht auf Dienstag find bei der Station Papiermühle bei Jena Felsmnssen abgestürzt, die einen Teil der Geleise vollständig, verschütteten. Ermordung eines Nachtwächter». ljseftes» Morgen wurde der Wächter Thcopbl^ Libersä, der an den Erweije- Ich lasse D.ch nicht. Original-Roman von H. Eouiths -Mahler. 111 (Fortsetzung). Sie blickte darauf nieder — »nd dann sprang sie plötzlich ,iük einem unterdrückten Schrei empor im jähen Schrecke». Das Papier in ihrer Hand zitterte. Sie starrte darauf nieder. War sic von Sinnen, oder batte sie wirklich diesen Slawen gelesen? Aber nein — ganz klar und deutlich stand neben dem Mädchennamen ihrer Mutter: „Alerander. Fürst von Kal- aokt), Bnrtschikow, Jalrnsk, Obrowitsch und Roschnow." Sic laS es wieder und wieder, Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe, und es blieb dieser Name. Sie warf das Schriftstück auf den Tisch als verbrenne sie sich die Finger daran, ibr Herz klopfte. als habe sie selbst .'in schweres Verbrechen begangen, und so war ihr auch z» Mute. Zitternd uinklammerte sie die Lehne eines Sessels, und dann siel sie wie gelähmt in diese» zurück. Wie in Angst »nd Furcht starrte sie auf das Dokument. Klar leuchtete der Name ihres Vaters zu ihr herüber. Sie schauerte zusammen und barg de» Kopf i» den Händen. Fürst Alerander Kalnoktz — ihr Vater — jener Fürst Alexander, dessen Knabenbildnis sie in Schloß Kntnoky immer so seltsam angczogcn hatte? Das sollte ihr Vater sein? Aber der w>ir doch schon vor ihrer Geburt gestorben, — sie batte es doch selbst gelesen auf dem Läsclcycu unter dem Bilde. Auf der Reise nach Deutschland war er ertrunken, so hatte ihr die Kammerfrau gesagt. Und sie selbst wußte doch, daß er i>» See zu R . . . ertrunken war oder vielmehr, daß er selbst den Tod darin gesucht batte. Und seine Mutter hatte jenes Marinorbild der Barmherzigkeit dort anfstcllen hissen. Nein, nein — das konnte unmöglich ihr Vater sein, hnn sonst — sonst war ja die Fürstin Maria Petrowna — ftvc Großmutter — und die Fürstin Sogarcff ihre Tante! Rein, — Wahnsinn war das alles oder ein Irrtum, cs konnte ja nickt sein. Sich ausrassend. sab sie hastig die Papiere durch. Und immer dasselbe: immer Fürst Alexander Kalnoky — genannt Alexander Roschnow. Herrgott im Himmel, konnte das denn wirklich möglich sein? Und sie saß hier in, Palais Knlnokn als Gesellschafterin der Fürstin, die ihr oft gesagt halte, daß sie eine »»erklärliche Zuneigung zu ihr gefaßt habe. Und sie selbst, liebte sie nicht ihre gütige Herrin mehr, viel mehr, als es ihr begreiflich erschien? Sie stöhnte leite ans. „Klarheit — Klarheit - - wer gibt mit Klarheit!" Und da fiel ihr Blick ans die Aiiszcichiiiingcn ihrer Mutter. Sie richtete sich hastig empor. Ta mußte sic ja Klarheit finden. Die Mutter würde ihr alles erklärt haben in diesem Schreiben. Mit fieberhaft brennenden Wangen und mit fliegen dem Atem gptsallete sie »nn das umfangreiche Schriststiick. Und ihre Angen flogen über die Zeilen bin und wurde» groß und brennend. Zuweilen mußte sie ihre Lektüre »nter- krechen, weil sich die Buchstaben uyr ihren Augen verwisch len. Dann preßte sie die Hände an die Brust und seufzte tief auf. Seite um Seite dieser Aufzeichnung überflog sie. Und mehr und mehr schwand ihr Zweifel daran, daß ihr Vater »virklich Alexander Kalnoky gewesen loar. So klar »nd bestimmt schilderte die Mutter alles, so genau kn schrieb lie die Personen »nd die Umgebung, in der sie ja seibst lebte. Immer höher stieg die Glut in ihrem Antlitz, nnd dann wich sie plötzlich einer fable» Bläss?. Das war. als sie von ihres Vaters Schuld las, — und von dem grausamen Urteil, das sein Drter über ihn gefällt. Hasttg las sie Weiler, von ihres Vaters Zusammentreffen init der Mutter im Doktorhäusckie», von seiner qualvollen Beichte, von der Mutter verzweifelndem Ringen, ihn vom Selbstmorde zurück zu halten. Und daun kam der Bericht über die Rettung des Vaters aus dem See, von dem anqswollen Betrüge und der falschen Todesnachricht. Ganz genau und ausführlich schilderte die Mutter alles, auch wie sie ein zweites Mal mit de Vater um sein Leben gerungen hatte, bis er endlich cinwilligte, für sie z» leben. Ach. Sonja verstand die arme Mutter so gut. Hätte sic nicht, gleich ihr, um Nikita Arganoffs Leben gerungen, und wenn er zehnmal so schuldig gewesen wäre, als ihr armer, lieber Vater? Heiße Tränen lösten endlich den Dann von ihrer Seele. Froh fühlte sie sich mit der Mutter, als sie las. wie die Eltern an den Gordasce gingen, nnd dort vor den Altar getreten waren. Auch das Leben in dem kleinen Hänschen am Mecres- strgnde, der neue Kampf mit des Vaters Schwermut »nd der brennenden Sehnsucht nach Eltern nnd Schwester, nach dem V.'terlandc, alles das berichtete die Mutter ausführlich. Das alles war Sonja ans eigener Anschauung bekannt; aber sie sah da? nun alle? in einem ganz neuen Lichte. Und dann kam der Schluß. De? Vaters schtverc Kränkle,t, die Jahre in Mentone, wo all das Geld anfgebrancht wurde. das sich die Mutter von der dentlchen Bank geholt hatte, — die vermeintliche Abfindungssumme. Wie die Mutter dein Vater Heiterkeit nnd Zuversicht vorgelänscht 1 hatte, — mit brechendem Herzen — wie sie ihn, jede Sorge fern gehalten und ihn über den Verbrauch des Geldes getäuscht hatte, damit er nicht unruhig werden sollte. Und z»> letzt sein friedliches, fast heiteres Hinüberschliunmern, ohne Qual und Leid — und danach das kraftlose Zusammen- brechen der Mniter. Ach, so viel Liebe »nd so viel Leid, und dennoch so ein reiches Glück sprachen ans diesen Zeilen. Als Sonja zu Ende war, weinte sic haltlos und schmerzlich. Sie warf sich über den Tisch nnd schluchzte, als ob sie ollcS Leid und Weh der Elter» nüt diesen Tränen fortspielen ,nässe. Ganz crniattet lehnte sie sich nach langer Zeit i» ihren Sessel zurück. Draußen wurde von den Glocken der Kathedrale Mitternacht gekündet. Lange nackhallcnd perklavo 5 j letzte Schlag. sAnrtletzung folgt) S1'. # Neue Tageszeiruug. Donnersrag, den 8. Januar 1914. rungsarbeitsn am Kaiser Wilhelm-Kanal in Rendsburg an- gesicllt ist, erschlagen aufgefunden. Ter Beamte hatte zwei Einbrecher überrascht, als diese eine Baubude aufbrachen. Es gelang Liberia, die beiden Einbrecher einzuschließen. Diese brachen aber wieder aus und schlugen dem Wächter den Schädel ein. Der Beamte ist verheiratet und 59 Jahre alt. Der Majolika-Turm. Zur Einweihung des Kaiser- Wilhelm-Gedächtnisturmes bei Cadinen, den der Volkswitz bereits „Majolika-Turm" getauft hat, erfährt die „Deutsche Journalpost" noch, daß die Kosten für den Bau sich auf zirka 700 000 M belaufen dürften. Diese ganze Sunnne ist unter der Hand durch den Generalbevollmächtigten der Kaiserlichen Gutshcrrschaft Cadinen, den aus der Sostassäre her bekannten Gehcimrat v. Etzdorfs gesammelt worden. Der Turm ist ein mächtiges Bauwerk und beherrscht von seiner Stellung auf dem höchsten Berge der Umgebung weit hinaus die Niederung. Charakteristisch für die Stellung des Geheinrrats v. Etzdorfs im Elbinger Kreise waren die Einzelheiten der Einweih,ingsfeicr. Weder der zuständige Landrat noch der zuständige Ortsgeistliche waren zu der Feier erschienen. Für eie kirchliche Deihcrede hatte man sich einen Geistlichen aus Tiuirz verschrieben. Im übrigen nahnien an der Ein Weihung fast nur Kricgervereinsmitglieder aus der näheren Umgebung teil. In der Stadt Elbing wußte man anschei- »end überhaupt nichts von der Einweihungsfeier, denn ossi- siclle Persönlichkeiten der Stadtverwaltung waren nicht er- schienen. Nachdcn, in üblicher Weise die Stiftungsurkunde Via mauert worden war, sang die Versammlung „Nun danket alle Gott". Tie Kriegervercine formierten sich dann zu einem Parademärsche. An den Kaiser wurde ein Huldigungstcle- gramm abgesandt, in welchem dem Monarchen von der Ein- Weihung des Turmes Mitteilung gemacht wurde. Der Ent- Wurf zu dem prächtigen Bauwerk stammt von Baurat Lcsser- Bcrlin. Ans der Heimat. * Oppershofen, 7. Jan. Samstag, den 10. Januar, abends 8 Uhr. findet hier im Gasthause „Zur Wctterau" ein Vortrag statt über, l. „Wichtigkeit des Saatgutwcclsiels und SaatgutbezugcS". 2. „Welche Erfahrungen sind beim An- bau der Kartoffeln zu beachten?" Referent: Oekonomicrat Spieß- Friedberg. * Bingenheim, 7. Jan. Am Dienstag, den 13. Januar, abends 8 Ühr, hält Herr Großh. Landwirtschastslehrer vr. Hossmann-Friedberg einen Dortrag im Gasthause von Pipp über: „Die Bedeutung der Fruchtfolge und ihre einschlägigen Systeme". * Siegen, 8. Jon Ein Menschenanflouf entstand am Montag morgen in d«r Schloßgasie Ein Mann, der zur Ableistung ots Offenbarungseides verhaftet worden sollte, s-.tzte dem mit der Verhaftung beausttazten Beamten einen solchen Widerstand entgegen, dag dieser von der Polizei Hilfe holen mußte. Auf den Sihutzmann drang der Unhold mft Messer und Schür. Halen ein. und er entstand ein regelrechter Kamps, bei dem er aber glücklicherweise mit einigen Kratzwunden und Kleiber- befetten abging. Erst als zwei weitere Schutzleute zugezegen wurden, gelang den vereinten Kräften de» Widerspenstigen Zähmung, und er wurde, begleitet von einer neugierigen Men- ,chenmenge, zum Eerichtrgebäude abgeftihrt. * Wetzlar, 8. Jan. Rach einet Mitteilung der Jntendan. tur der 18. Armeekorps erfolgt die Verlegung der llnteroffi- zkrschule Biebrich nach Wetzlar bereits am t. April. Da bie beiden Kompagnien des neu zu bildenden Pionier-Regiments lir. 25 erst zum 1. Oktober ausgestellt und dort garnisoniert werden, dürfte Biebrich ein halbe, Jahr lang ohne Militär tem. * Frankfurt a. M., 8. Jan. In der ersten Stodtverordne- lenversammlung des neuen Jahres wurde bie Wahl des Präsidiums vollzogen. Sie ist in mehr als einer Hinsicht bemer. lenswert. Zum ersten Vorsitzenden wurde von allen Parteien einstimmig durch Zuruf der langjährige Vorsteher Geh. Justtz- rot Dr. Friedleben (Forlschrittler) wiedergewählt. Degen die t2 Stimme, der Ralionalliberalen wählten sodann die Fortschrittler und Sozialdemokraten den bisherigen zweiten Präsidenten E. Eräs (Sozi wieder. Die Ratsoisalliberalen ließen lei dieser Wahl durch ihren Wortführer erklären. daß sie des. oalb gegen die Wahl Griffs seien, weil die Sozialdemokraten ten Etat ablehnten und sich der sozialdemokratische Präsident ten Repräsentationspflichten entzöge. Gegen die P:rson Gross jei nichts einzuwenden. Zum ersten Schriftführer wählten die Fortschrittler und Rattonallibevalen d.n Ralionalliberalen Birkenstock. Die Sozialdematraten stimmten für den Fortschrittler Ehlers und gaben hierbei die Ettlärung ab. daß sie bei zukünftigen Stadtratswahlen einem Nationalliberalen nicht wieder ihre Stimmen geben würben. Und schließlich ver- ernigten sich wieder alle Parteien zur Wahl des zweiten Schr.ftführers: als solcher wurde einstimmig der bisherige gewühlt, nämlich der Fortschrittler Trauner. * T-C. Frankfurt a. M., 8. Jan. Der aus Eltville ge- i'f' 9 ' esul'uä Friste, von Beruf Metzger, war vom 2. Mai * , b>s 15. September 1913 bei den Frankfurter Asbest- werken A. G. vorm. Wertheim als Vorarbeiter tätig. Die prirma war mit seiner Tätigkeit ganz außerordentlich zu- frieden, da er viele praktische Verbesserungen in den Mischun- gen usw. einführte, die eine erhebliche Produklionssteige- rung zur Folge hatten. Die Direktion lohnte diese Tüchtig, ttit mit klingender Münze in der stetigen Steigerung des Wochenlohnes. Sie sah Friste nur ungern scheiden, als er am 13. September v. Js. wegen einer ihm erteilten Rüge r ic Arbeit niederlegte. Friste, der noch jetzt arbeitslos ist, richtete gleich nach seinem Ausscheiden an eine Konkurrenz- sabrik, die Tanko-Werke in Dortmund ein Sstzrciben, in dem e' die ganzen Rezepte, Kalkulationen, Preisberechnungen. Einkaufspreise usw., die er von den Frankfurter Asbest-' Werken her genau kannte, den Tortinnnder Werken anbot. Gleichzeitig richtete Friste an die Frankfurter Asbestwerke ein Schreiben, in dem er von keinem Voraebpn Mitte,l»„a machte und anfragte, was man ihm gebe, wenn er von fcineni Vorhaben Abstand nehme. Die Direktton der Frankfurter Fabrik, der zwischenzeitlich durch die Dortmunder Werke die Rezepte, Kalkulationen usw. übermittelt worden waren, erstattete gegen Friste Anzeige wegen Erpressungsversuchs und Vergehens gegen das Gesetz betr. den unlauteren Wettbewerb. Aus dem letzteren Anklagcpunkt mußte Freisprechung erfolgen, wegen versuchter Erpressung erkannte die Wies- kadcner Strafkammer auf 10 Tage Gefängnis. Hejsen-Nafiau. * Wiesbaden, 8. Jan. Die Bäckersfrau Andreas Weizenberger hat ihr 7 Jahre altes uneheliches Kind so furchtbar mißhandelt, baß es ihr abgenommen werben mußte. Das Schöffengericht verutteilte sie zu 3 Monaten Gefängnis: gegen den Mann, der krank ist, soll später verhandelt werben. * F. C. Wiesbaden, 8. Jan. I» dem Prozeß, den die Königliche Regierung, Abteilung Domänenverwaltung in Wiesbaden gegen die Wcingutsbesitzer Georg Kröschell und Ebcrt in Hochheim a. M. beim Wiesbadener Landgericht angestrengt hatte mit dem Anträge, den Beklagten bei Meldung von Konventionalsttafen zu verbieten, ihre Weine als Hochheimer Domdecchaney-Weinc zu bezeichnen und so zu verkaufen, da der Fiskus nunmehr, nachdem das Landgericht Wiesbaden feine Klage abgewicscn hat, beim Ober- landeSgericht Frankfurt a, M, Berufung angemeldet. * F. C. Wiesbaden, 8. Jan. Im Bezirke der Königlich Preußischen und Grobherzoglich Hessischen Eiscnbahndirek- tion Mainz ereignete sich auf den Hauptbahnen im Jahre 1912 ein Fall von überfahrenen Fuhrwerken weniger als im Vorjahre, auf den Nebenbahnen blieb die Zahl die gleiche. In den meisten Füllen trugen die Fuhrwerksführer Schuld an den Unfällen. An den Nebenbahnen entstanden sic nieist dadurch, daß die Wagenführer entweder versuchten, noch vor dem Zuge, dessen Geschwindigkeit sie unterschätzten, über den Ileberweg zu koninien, oder, daß sie, wenn sie nicht etwa geschlafen haben mit Begleidern plaudernd oder im Planwagen sitzend, die Warnungssignale der Bahn nicht beachteten und sich überhaupt nicht darum gekümmert haben, ob sich dem Ueberwrge ein Zug näherte. Auch durch das unruhige Verhalten der Zngttere kanien, wenn sie z» nahe an die Dahn herangesiihrt wurden, Unfälle vor. In einer ganzen Reihe von Fällen wurde durch die ganz bcsorrdere Aufmerksamkeit und Entschlossenheit der Lokomotivführer ein Ucbcrfahren von Fuhrwerken verhütet. * F. C. Wiesbaden, 8. Jan. Der Agent Krupp in Wies- baden, der an und für sich leicht reizbar veranlagt ist, war in einer öffentlichen Sitzung des Amtsgerichts Wiesbaden von dem Rechtsanwalt Justizrnt Graf v. Zech besonders gereizt worden. Es entsprangen desbalb dem Gehege seiner Zähne einige Worte, die da etwa lauteten: „Wo der sein Mund dran titt, da trinke ich nicht daraus und wenn er mir hundert Mark gibt". Für diese Beleidigung beantragte gestern vor der Straffammer der Staatsanwalt 14 Tage Gefängnis. Das Urteil erging nur 10 .H Geldstrafe. * F. C. Wiesbaden, 8. Fan. Der Elektromonteur Albert Hanne? aus Springen hatte bis 1 Dezember v. I. eine nenn- monatige Gefängnisstrafe verbüßt und e? in feiner Strafzeit bis znni Kalfattor gebracht. In dieser Stellung wurde er mit dem Strafgefangenen Adolf Bücher ans Hambach bekannt, der über ein Jahr zu brummen hatte. Dorr diesem versuchte er vergeblich die Personalien zrr erfahren. Nach Verbüßung der Strafe begab sich Hannes am 2. Dezember v. I. zu den Eltern des Bücher nach Hambach, stellte sich als Gerichtsassessor vor, händigte den Bauersleuten einen van ihm selbst angefertigten Gerichtsbeschluß ans, nachdem die Strafe ihres Sohnes auf 4 Monate 18 Tage ermäßigt sei, sofort aber 21 Mark für entstandene Haftkosten zu begleichen seien. Die Bauersleute krochen jedoch nicht ans den Leim des Gerichtsassessors, sondern wollten erst noch Erkundigungen einziehen. Dabei stellte sich der Schwindel heraus. Hannes wurde gleich darauf verhaftet und erhielt gestern von der Strafkammer zu Wiesbaden 9 Monate Gefängnis. * F. C. Herbor», 8. Jan. Die Laudes-Heil- ruid Pflege- Anstalt Herborn batet nach dein soeben erstatteten Bericht iiir das Rechnunasfahr 1912 13 418 Kranke zu verpflegen, darunter 230 Männer und 188 Frauen. Davon wurden 219 ne» ausgenommen und zwar 112 Männer und 97 Frauen. Den höchsten Kranft'nbestand zeigte mit 317 der 30. März 1913. Aus dem Kreise Frankfurt a. M. stammten die nicistcn Kranken — 256, dann folgt der Tillkrcis mit 32, l'nter- westerwoldffeis mit 11, Limburg mit 9, Biedenkopf mit 7 u. s. w. Aus deni Kre's Usingen war kein Kranker nn- wesend. Als Ursachen kür den Ausbruch der Gerstesstörnn- gen wurden bei den 209 Neuaulgenommenen angegeben bei 111 erbliche Belastting, bei 66 psnchiiche Ursachen (Kummer, Sorgen, Aufregungen nsw.1, bei 22 Illkoholmißbrauch, bei 11 SyvbiliS. Mit dem Strafgesetze waren in Konflikt geraten 55 Männer und 13 Frauen, bei erstcren also etwa die Hälfte der Aufgenommenen. Entlüften wurden 41 Männer, 24 Frauen: gestorben sind 1! Männer nod 2t Frauen. Von den Gestorbenen war mehr als die Hälfte über 50 Jahre alt. ein Beweis, für die sehr große Zahl der Aerborn zugeführten semilen Geisteskranken. In Bezug auf den Verlauf der Tuberkulose zeigt sich hier ein erheblicher Unterschied gegen- über der Anstalt Eichberg im Rheingau infolge des rauhen Klimas. Im Laufe des Berichtsjahres sind alle Gebäude des eisten Bauteils vollständig fertiggestellt. Anstelle der fcit- herigen provisorischen Klärung der Abwässer durch Wiesen- bcriefelnng wurde im Berichtsjahre mit 40 500 63 50 " Oesterr.StaaSbahn „ 155.25 " Höchst. Farbwerke „ 627 — * Cheiii. Faör. Albert „ 441 —" Otütgerswerke „ 193 35 " Sleaua Romana „ 149 50 ’ Phönix Bergb. „ 230.50 " Griesheim Elektron , 247.50 * eUstost Waldhos „ 219.10 " olzverkohiungs-Znd. 304.25 " Laurahüle „ 15’.— " Prioatdislvnt „ 3.'/, ” Tendenz: Börse. Berliner Handels Ant. 150.25 „ Deutsche Bank Alt. 250..5 „ Disk. Kommandil Ant. 187.50 „ Dresdner Bank Akt. 152 75 „ Pet.Jnr.Haudelsb.Akt. 203.'/, „ Russ.Banks.a.Hand.A. 159 62 Schantuug E. B. Akt. 128.'/, „ Baltimore ». Ohio —.— „ Eanada Pacific Akt. 215.'/, „ Prinee Henri E. B.Akt. 156.'/, „ Türkenlooj« Pt. 170.50 „ Londoner -»tchiwn Topeka Doll. i>6. 7 Southern Pacifik „ 2.63 Chicago Rock Asl. „ 14.— Misi.Kanl.u.Tez.Si. „ 1 .75 Union Pacific. „ 61.25 U. ö. Steel Common,, 60.75 Hohenlohewerke Akt. 135 — , Teutsch-Onxemü.A.AIt. 134.— ,’ Laurahülle 'All. 153 '/. „ Oberschlesier C. Akt. 9l.75 Phönix Bergbau Mt. 236 50 „ Aombacher Hülle „ lal.25 „ Gelsentirchen Bergw. A. 187.— , Harpener Bergbau Lkl. 174.50 , A0g.Clek.GeseUsch.2lkl. 23-.V, . Sieuicns u. HalSleAlr. 222.— Tendenz: Bör>e. Amaizamated Copp. Doll. 75.«/, Chattered Company Lftr. 0.92 Cagrano Propirerary . 2.04 Gokdfielbs u 2 . 14 ) Ranb Müies “ 5.71 De Beers Consolid 17.75 Depojiienlral^e Friedirerg i. £j. empfiehlt sich zur Vermittlung aller !mnkiuäs8ij;eii Gescliäfto Au- und Verlaus von Weripapieren an allen Barsen. Errichtnng lausenderRechnungen und proorsionssreitk Scheck-Conki. llmwechslung von Coupons und Sorten. Annahme von offenen und »er chloffenen Depots. Entgegennahme verzinslicher Spar-Cinlagen. — Statt besonderer Anzeige empfehlen wir Verlobten unsere wunderschönen ilrrlohungö^uttm Jlnif kllgeg;Mnß Prmlifrn & Jlrrlng 1.(5. Friedbtlg (fjfifnt). I