4 öemcinfcbaftsblatt für Hessen. Erscheint wöchentlich einnial. Einzelne Ereinplare bestelle nian bei der Post vierteljährlich. Uerlag der Buchhandlung der Filgermisslon Blessen. Redakteur: Stadtmissionar He:rmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber - Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig und die Prediger der Pilgermission. Druck von Otto Meyer, Gießen. Nr. 50. Sonntag, den 13. Dezember 1914. 7. Jahrg. „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens." 1. Tim. 6, 12. ist das Kennzeichen unserer Tage. WA. Kampf nach außen, Kämpf im Innern. Draußen auf blutiger Wahlstatt kämpfen unsere braveit Trtlppen in ernstein, schwerem Ringen. Sie müssen sich dnrchhatlen, wenn die Feinde nicht triumphieren solleit. Aber auch hier iit der Heimat muß nicht minder ein ernster Kampf gekämpft werden. Bei dem einen ist es der Kampf um's tägliche Brot, den Arbeitslosigkeit ihn, aufzwingt. Bei dent aitderit ist es die Sorge um den geliebten Sohn, Gatten oder Bruder dratlßen auf den, Schlachtfeld. Wie ivird's ihm ergehen'? Wo mag er sein? Mit klopfendem Herzen nehmen sie die Berlustliste zur Hand: sein Name wird doch nicht dabei fein? Und wenn nun doch die Nachricht von seinem Heldentode eintrifft, so gibt's trotz aller Vaterlandsliebe, die zuletzt doch ihre Opfer freudig bringt, ernste, heiße Seelenkämpfe, die nach einer Anlivort seichen auf die Frage: Warum nun gerade er? Ja, wir alle sind aus Trägheit und Gleichgültigkeit aufgerüttelt worden, und unsere Herzen erleben den großen Kampf mit, den unsere Nation jetzt kämpft. Jeder aus seine Weise muß sich durchringen. Aber indem ivir den uns aufgenötigten Kampf ehrlich und treu durchkämpfen — haben ivir da- mil zugleich auch angefangen, den guten Kampf zu kämpfen, ivooon Paulus in obigem Wort spricht? Kann der, der einen ritterlichen und siegreichen Kampf für Kaiser und Vaterland hinter sich hat, ohne weiteres sagen: „Ich habe einen guten Kämpf gekämpft . . . hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit?" Das iväre eine bedenkliche Verwechselung der Begriffe. Es gibt einen Kämpf, der nicht aufgehen kann in irdischem Heldentum, der sich nicht begnügen kann mit dem eisernen Kreuz — es ist der Kampf um die ewige Krone, der Kampf um die höhere Welt, um himmlische Güter: der gute Kämpf des Glaubens. Dieser Kämpf muß unterschiedlos gekämpft werden von unseren Soldaten draußen im Feld und von uns daheim ; in diesem Kämpf müssen alle Kräfte mobil sein, um den Feind zu bezwingen. Dieser Kämpf ist ein ernster, heiliger Krieg, kein Kinderspiel. Gegen wen wird hier gekämpft? Nicht vor allem gegen irgendwelche Feinde außer uns. Das Schlachtfeld ist dein Inneres. Keiner von uns, dessen Herz nicht von Feinden besetzt und verwüstet wäre! Hier sitzt angestammte und großgezogene Sünde und Leidenschaft breit auf dem Thron, hier schießt ein ungezügeltes Triebleben üppig ins Kraut, hier sitzt der Sündensklave in Gefangenschaft; denn Herrschaft der Sünde ist Knechtung uifferes Willens, Zerstörung unserer Seelenkräfte, Verivüstung und Verderbnis unseres ganzen Lebens. Wie mancher spürt die Folgen der Sünde an Leib und Seele: die Nerven zittern, die Gestalt verfällt, der Wille ist gelähmt, die Fähigkeit, Göttliches in sich aufzunehmen, schwindet immer mehr, innere Leere und Abgestumpftheil und dabei hier und da ein eisiges Gefühl der Gottverlassenheit — das sind die unaufhaltsamen Wirkungen dieser Sündengefängenschasl Und auch der, auf dessen Gesicht keine verheerenden Folgen des Sündendienstes zu lesen sind, weiß nur zu gut, daß auch er »enter Fremdherrschaft steht, und zeigte sich dieselbe bloß im Gefühl eines inneren Unbehagens,"einer gähnenden Leere, einer völligen Trost- und Hoffnungslostgkttt in Leiden, Not und Tod. Auch der^Slolzeste rst Sündensllavc. Kämpft unser deutsches Volk diesen Kamps? Tausende kämpfen rhu nicht und wollen ihn nicht kämpfen. Es fleht zu fürchten, daß auch die j gegenwärtige Kriegsnot sie nicht bereit findet, ihr ! Leben zu ändern. Sündenliebe, Weltlust, Ehrsucht, Stotz und Eitelkeit lassen solchen Glaubens- kampf nicht zu. Daneben aber stehen gottlob lausend andere, die nunmehr ans Weltseligkeit und Sorglosigkeit ausgemacht sind lind ivieder den Flamen Gottes aurusen. Roch vor einein Vierteljahr hätten sie sich „geschämt", unter denen zu sein, die Gott loben, und iiun stehen sie mit entblößtem Haupt da und singen: „Wir treten zum Beten vor Gott, den Gerechten!" Der Alaine Gottes ist ivieder zu Ehren gekommen unter unserem Volk. Der eiserne Kriegsbesen hat viel des philosophischen Schutts, der Tausenden den' Weg zu Gott versperrte, weqgefegl; man fragt ivieder nach ihm, maii betont seine Abhängigkeit von ihni. Freilich, ob dies religiöse Erivachen ein ivirkliches . Gottsuchen ist, ob's den Anfang eines guten Glaubenskampses bedeutet, darauf wird uiiser Volk ui dennächstenZeitendieProbezu machen haben. Oder kämpfen unsere Soldaten diesen Glaubenskampf'? Eine der herrlichsten Erscheinungen unserer Tage ist die Tatsache, daß unser Kaiser sich öffentlich und laut zu Gott und Christus bekennt — der erste Soldat unserer Armee ein auf der Seile des lebendigen Gottes stehender gläubig« r Christ! Und wie viele unserer Offiziere beugen ihre Kniee vor dem gekreuzigten Christus und bezeugen es durch Wort und Wandel, daß sie wahre Zefusnachsolger sind. Wie viele unserer Soldaten machen fetzt ihre Schützengräben zum Gebetskämmerlein, und als einige gläubige Krieger sich iin Biwak fanden und die Gelegenheit benutzten, gemeinsam im Gebet zum Herrn ihre Seele zu flärken, da fanden sie am Schluß, wie eine ganze Menge Kameraden mit ihnen aus den Knieen lag. Jawohl, Hunderte unserer Soldaten tragen nicht nur Gewehr und Bajonett, sie sind auch gerüstet mit der „Waffenrüstung Gottes" und kämpfen den guteii Kamps des Glaubeiis. Möge doch auch mancher Verwundete und Sterbende seine Seele Gott befehlen; niöge er noch in letzter Stunde den Namen des Herrn zu seinem ewigen Heil anrufen! Und du, der du dies liest? Wähle, ivem du bienen willst! In Maastricht starb unlängst ein junger deutscher Krieger mit den Worten: „Herr Leutnant, ich melde mich ...!" Ta brach der Satz ab, das Herz stand still. Dein König Jesus Christus, der Heiland und Herr deines Lebens, ivirbt uni deine Seele, Er ruft dich zum Dienst, Er will Dich brauchen zu heiligem Kamps! Melde dich! L. Henrichs. (fiuc rifrrnr M Darüber schreibt „Licht und Leben" sehr lrestend: Wir schreiben nicht Geschichte, wir. erleben j Geschichte, ^asl ein halbes Jahrhundert haben ivir das schöne Vorrecht gehabt, zurücksehen zu dürfen auf die geivaltigen Kämpfe zur Einigung Deutschlands. Nun gilt es, Abschied zu nehmen von großen Erinnerungen, weil cs die Pflicht gilt, das damals Geschaffene i» neuen heißen Kämpfen zu behaupten. Wie auch der Ausgang der Kämpfe fein ivird, eine große Zeit hat ange- hoben, eine eiserne Zeit. Urlaub! Wer fragt heule nach Urlaub? Vergnügen? Es gibt jetzt nur ein Vergnügen, dem Atem der großen Zeit zu lauschen und ihn aufzunehmen in Mark und Gebein. Eine eiserne Zeit. Schmach über den, der jetzt an seinen eigenen stutzen denkt! Jeder muß leiden und wenn er für sich selbst nichts zu leiden hat, so soll er Ausschau halten, daß er mit leide. Erhebendes haben ivir erlebt in den letzten Wocheii. Welche Größe zeigte der Reichstag am 4. August! Einen Tag dauerte diese ganze Reichstagsperiodc, nur einen einzigen Tag. Aber ivclche Tagung! Welche Einmütigkeit von Hepde- brand bis Scheidemann! Jeden Deutschen muß das erhoben nnb gestärkt haben. Und Gott ist uns doch auch freundlich darin, daß ivir zivar nicht vor Mangel, aber doch vor Hunger geschützt sind. Gott bescherte uns eine reiche Ernte, 's ist auch eine Wohltat, die uns der himmlische Meister durch den Krieg zuteil werden läßt, daß wir auch wieder mal lernen mit Danksagung empfangen unser täglich Brot, auch wenn's trocken Brot ist, ja gerade dann. Ter Herr hat Gedanken des Friedens über uns und nicht des Leides. Unser Volk drohte immer mehr zr, versinken in ekle Sinnenlust und wüsten Tiesseitigkeitssinn. Nun zeigt er uns, wohin die Bahn geht. Der Krieg kann alles jäh zerschlage», alles. Nur die ewigen Güter nicht. Deutsches Volk, jetzt ergreife sie wieder, deine heiligen, deine ewigen Güter! Aus dilti Briefe eines Kriegers. „In dieser ernsten Zeit arbeitet der Geist Gottes merkwürdig an den Herzen der Menschen, in besonderer Weise an den Soldaten, welche ständig jetzt im Angesicht der Ewigkeit stehen. Diese Bewegung geht nicht nur durch der Kreise der Mannschaften, sondern auch die Offizierskreise sind von ihr erfaßt. Ein Reserve-Leutnant sagte: „Durch diese Ereignisse kommen wir zur Einsicht, iuo um iuuuii , uuo mögt r» tui bie 5ulgt aubtts werden. " — Allein Rommanbcur, ein Oberstleutnant, den ich unter Borlage eines christlichen Blattes um Verteilnngs- Erlaubnis im Bataillon bat, gab freudig die Zustimmung, mit dem Bemerken, das; mancher Abgeirrte wohl wieder zu erreichen sei. Auch den hindern Gottes, die jetzt in Reih und Glied stehen, kann cs unter Umständen nicht schwer sollen, frei mit einem osfencn Bekenntnis unter die Kameraden zu treten, und wie segnet der treue HErr dieses Eintreten für Ihn und Seine Sache! Der HErr redet auch sehr ernst: Bor Saarburg stand eine Vorposten-Kompagnie. Drei Mann sitzen abseits und spielen Karten, ivährend das Gefecht schon in der Entivictlnng ist. Eine Granate schlägt mitten zwischen die dreisten Kar- lenspieler und befördert sie zusammen in die Ewigkeit. Die entseelten Leiber Hallen ihre Carlen in den erstarrten Händen! — Soldaten sagten mir, als ich ihnen, ebenfalls beim Kartenspiel angelroffcn, diesen ernsten Fall erzählte: „Das ist Zufall!" Ich versuchte ihnen in Gemeinschaft mit einem anderen Bruder die ernste Sprache des großen Richters zu erklären. Es bedurfte aller Blühe des Rädelsführers, seine Spielgenossen zusammen zu halten. Wir merkten, wo der Geist Gottes am Menschenherzen arbeitet, da ist auch der Satan auf dem Plan und versucht durch Spiel und falsche Borspielungen die Bien scheu von dem Ernst der Lage und dem Sehnen nach Erlösung abzulenken. Wie schätzt man es jetzt doch, seinen Heiland und Erretter zu kennen und bedauert, die verflossene Zeit dieses hohe Gut nicht richtig erkannt und geschätzt und sich zu viel in dem Ringen nach nichtigen Dingen verloren zu haben,. A. N. üdgrMrzt. urch die Zeitungen ging kürzlich die Nach- richt, daß wieder ein trauriger Unglücksfall in den Schweizer Bergen geschehen ist. „Aus Blerlingen am Thunersee wird gemeldet, daß am Himmelfahrtstage am Sigriswyler Rothorn der 23 jährige, aus Tirol gebürtige Ingenieur Karl G. aus Berlin, dessen Ellern in Nürnberg wohnen, tödlich verunglückt ist. Er unternahm morgens mit zwei Freunden den Aufstieg aus das Rothorn, dessen Gipfel jedoch wegen ungünstiger Witterung nicht erreicht ivurde. Beim Abstieg stürzte G. über eine Felswand ab. Die Leiche ist nach Merlingen geschafft ivorden." Wie oft kann man im Sommer folche Nachrichten in den Zeitungen lesen! Wie traurig, wenn cm fuiige-, blühendes Menschenleben uns einem solchen Wege zu Tode kommt. Wieviel Hoffnilngen mögen die Eltern dieses jungen Blannes auf ihren Sohn gesetzt haben! Was haben sie vielleicht für Opfer gebracht, um ihrem Sohn eine Ausbildung zilteit ivcrden zii lassen, die seinen Fähigkeiten nnd seinen Wünschen entsprach. Nun kommt mit einem Blale die traurige Rach- richt, die all ihren Hoffnungen ein Ende macht, die ihre Herzen zerreißt nnd einen dnnllen Schatte» über ihr ganzes Leben legt! Abgestürzt! Wie ist das Unglück gekommen? Bist zivei Freunden, so sagt die Zeitungsnachricht, ist er aufs Rothorn gestiegen. Aber es steht nichts davon da, daß die jungen Letile einen Führer mitgenommeil haben. Das ist säst immer der Grund dieser zahlreichen nnd traurigen Unglücksfälle, daß man sich ins Hochgebirge ivagt, ohne einen Führer für die Bergtour mitzunehmen. Man glaubt, die Schwierigkeiten seien gar nicht so groß, man unterschätzt die Gefahr — und dann lautet das Ende vom Liede: Abgestürzt — Liebe Seele, der Weg durchs Leben hat auch seine Gefahren. Da gibt es auch schivicrige, glatte Stellen, bei denen man leicht zu Falle kommen und abftürzen kann. Willst d» heil und unversehrt durchkommen, dann las; dich bitten: Nimm dir einen Führer mit! Nimm dir einen Führer mit, der den Weg kennt, dem du dich getrost überlassen kannst! Wer ist nun ein rechter Führer für unsere Wanderung durchs Leben? Blanche Menschen bieten sich heutzutage als Führer an, die sich aber nachher als Bersührer Herausstellen. Ach, es gibt Tausende und aber Tausende von Verführten in unserm Volke. Nein, wir wollen uns nicht an Menschen hängen, auch nicht an die besten, gesegnetsten Menschen. Wir ivollen allein Jesinn Christum unfern Heiland zum Führer machen. „Die sich Ihn zum Führer wählen, Können nie das Ziel verfehlen, Sie nur gehn auf sichrer Bahn." Das ist Wahrheit. Denn Jesus kennt den Weg. Er ist vom Himmel zur Erde herniedergestiegen. Und Er ist iviederum von der Erde zum Himmel zurückgekehrt. Also kennt Er den Weg. Und Er kennt den Weg nicht nur, sondern Er hat ihn uns selber gebahnt durch Sein Sterben und Auferstehen und durch Seinen Hingang zum Vater. Darum, iver sich Ihm anvertraul, der kommt ans Ziel, ans rechte, selige Ziel. . . . Liebes Herz, hast du Ihn schon zii deinem Führer gemacht? Wenn man eine Bergtour im Hochgebirge macht» dann wird man mit seinem Führer zn- sammengebunden, maii wird „angesestl". So müssen wir auch mit Jesus zusammengebunden werden buvcl) das Seil lebendigen Glaubens. Wer so mit Ihm zusammeuhängt, iver in Seine Fußtapfen tritt, der loinmt ans Ziel. Das ist ganz gewiß. Willst du es nicht tim ? Pastor Modersohn. Deutsche Worte im Deere. Bei der Verpflegung meiner Armee soll fernerhin an die Stelle der Brantiveinportion der Kaffee treten. Kabiuetsorder Wilhelms I. 13. Febr. 1862. Seit dent Jahre 1878 trinfc ich weder Wein iroch Bier; Schnaps habe ich noch nie getrunken. Meine Erfahrung ist, daß der Mann ohne Alkoholgenuß weit leistungsfähiger, sowohl zu körperlicher wie zu geistiger Arbeit ist, also iveniger ermüdet, und das zu allen Jahreszeiten, Schnaps ist das größte Nebel, Bier kommt ihm sehr nahe, es erschwert die Leistungsfähigkeit, macht müde und erzeugt immer Durst. Generalfeldmarschall Graf Haeseler. Der itächste Krieg und die nächste Seeschlacht fordern gesunde Nerven. Durch Nerven werden sie entschieden. Diese werden biird) Alkohol untergraben und von Jugend auf durch Alkoholgcnnß gefährdet. Diejenige Station, die das geringste Quantum von Alkohol zu sich nimmt, die Verrammlungsanreigen (Versammlungen innerhalb der Landeskirche). Bezirk Metzen. Stabtmiffion 6ie(jen, röberftrafie 14. Jeden Sonntag 1‘/» Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8'j, tlhr: Versammlung. 4*/» Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch abends 8'/, tlhr: Bibelstunde. Sonntag, den 13. Dezember: Nordeck und Wißmar, 15. Dez. Altenbuseck, 16. Kleinlinden,18. Wißmar. Sonntag, den 20. Dezember: nachm. Beuern, abends: Altcn- buseck, Frauenstunde, 22. Wieseck, 1 Weihnachtstag, nachm. 4 Uhr und abends 8'/, Uhr: Weihnachtsfeier des Jungfrauenvereins. 2. Weihnachtstag, abends 7 Uhr: Weihnachtsfeier der Sonntagsschule. Grünberg (Franksurterstr. 23.): Jeden Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung. Bezirk Kich. Lich, Bußbacherstr. 17. Jeden Sonntag 12°/, Uhr Sonntagsschule. 4 Uhr: Jungfrau-mstnnde. 8 Uhr: allgemeine Versammlung. Jeden Dienstag und Freitag Kriegsgebetstunde. Sonntag, den l3. Dezember nachm. Burkhardsfelsen, 15. Ettingshausen, 16 Oberbessingen, 17. Burkhardsfelden. gewinnt. Es ist eine Frage der Ziikunst für unsere Marine und unser Voll. Wenn Sie die Leute erziehen zum Verzicht aus de» Alkohol, bekomme ich gesunde und vernünftige Untertanen. Kaiser Wilhelm II. bei der Eiiuveihung der neuen Marineschule zu Marwick Der verfluchte Alkohol. In der Königsberger Zeitung gibt ein Leser folgende kleine Szene ivieder: In dem Lokal, ivo ich ab und zu einen Dämmerschoppen nehme, sitzt um einen großen runden Tisch mit vielen anderen Stammgästen ein Referendar, Korpsstudent auf 10 Meter Entfernung. Gesicht und Schädel bedeckt mit einem Netz von Schmissen, die mit jedem Schluck aus dem Seidel tiefer erglühen. — Ein großer starker Mensch. Einmal fragt ihn einer,mitten aus Kriegsgesprächen heraus: Sagen Sie mal, Herr Doktor, warum sind Sie nicht im Krieg? Der alte Student sckjaut trübselig auf: Bierherz! — antwortete er kurz. — Die Kriegsgespräche gehen weiter. Der Referendar mit den Zeugnissen der Furchtlosigkeit und des Draufgängertums im Gesicht sitzt in schwerem Sinnen. Mit einem Male, nack) drei, vier Minuten schlägt er mit der Faust auf den Tisch, daß die Seidel springen und „das Bier" über die Ränder spritzt, und schreit durch das Lokal: „Der verfluchte Alkohol !“ Bezirk Sellnrod Sellnrod: Jeden Sonntag, 12 Uhr: Sonntagsschuie, abends 8 Uhr: Versammlung. Während des Krieges jeden Abend Gebetstunde. Versammlungen für Frauen und Jungfrauen Sonntag, den 13. Dezember nachm. 2'/» Uhr: Sellnrod, abends 8 Uhr: Groß-Eichen, 14. abends 8 Uhr Klein- Eichen. Versammlungen für Jedermann: Sonntag, den 13. Dez. nachm. 2'/, Uhr: Helpershain, Unter-Seipertenrod, Ruppertenrod, 15. Unler-Seiberlenrod, 16. Helpershain, 17. Klein-Eichen, 19. Höckersdorf. . Sonntag, den 20. nachm. 2'/- Uhr: Köddingen, t ber Sei» bertenrod, Wohnfeld und Klein-Eichen. Bezirk Uiederweijel. Sonntag, den 13. Dezember: nachmittags Fauerbach, abends Nieoerweisel, Kirch- und Pohlgöns, 15. Kirch- und Pohlgöns, 16. Münster, 17. Niederiveisel, >8. Butzbach. Bezirk Schotten. Sonntag, den 13. Dezember nachm. '/A Uhr: Versammlung in Schotten, in Nidda abends 8 Uhr, 15. Dez. Nidda, 18. Betzenrod. In Schotten in der Woche jeden Abend Gebetstunde um '/,9 Uhr (außer Mittwoch.) Äezirk Frirdkerg. Friedberg, Vorstadt zum Garten Nr. 8: Jeden Sonntag Abend 8'/, tlhr Versammlung. während de; Krieges jeden Montag, Dienstag und Donnerstag lldend öedetstunde. Sonntag, den 13. Dezember, nachm. 3 Uhr: Bönstadt, 14. Bildet, 15. Assenbeim, i5. Stamiuheim, >7. Friedberg, 18. Naubeim.