SL MjcitW für die Interessen des werktätigen Volkes Si>1» Äif. L. k. rki / / w • j ® #tM •*•***• trs-dem, teben Werktag Abend In •“l m , «bonne»ent«r,ret, beträgt »öchenll.ch tb «g, »»nazi^ gs) Ovilchl. vrn.verlodn. Durch die Vosr dezooen d,eNeljübrl.l/0Mr. Nedaktl»» und (tietbitton »letzen, vatzndottiratze 23. tfi St Lswengaln, Irlmbon 2008. Inserate kosten die 0 mal gespalt NoloncltzcUe oder deren Raum u> Pi» Bei größeren iluslrägen Ratatl. Anzeigen wolle man bl» atzen»« 7 Adr iür die iolgendc Nummer m der Erpedilion autgctzen Nr. 301 Gießen, Ticnstllff, den 29. Dezember 1! »1^ 9. Illlirstaiisi Wer ist schul- am Kriege? ®äG«nt> auch zwischen Weihnachten »nd Neujahr auf alle» Schlachtfeldern des Weltkriegs die Kanonen donnern, wird der itrett der Regierungen über die Ursachen de» Kriegs weiter fort- csetzt. Nachdem der französische Ministerpräsident Biviani in der ammcr seine Anssasinng öargelcgi, inar cs sclbstverständlich da» lccht und die Pflicht de» deutschen Rcjchslanzlcrs, auch den Liand nnkt der dciitschen Regicrnng Ilarzustcllen, wie er cs ln scineni lundschreibcn a» die diplomatischen Bcrtrelmigcn de» Reiches etan hat. Wir haben da» Rundschreiben gestern vcrüfsentlicht. as, durch solche Erklärungc» »nd Gegenerklärungen dir Meinung 'x Welt noch erheblich becinslutzi werden könnte, ivird man allcr- ng» kaum annehme» dürfen. Auch die Kriegösuhrnng und die 3tininimifl aus beiden Leiten ird durch solche historische Ertnrsc schwerlich eine Aendcrung cr< hren. Die Kriegsursachc» gehören der Vergangenheit an, r Krieg aber ist leider die ('1 c n t n io a r t. Wenn wieder rieben herrsche» wird und wenn dlc Vesten aller zivilisierten ationeii sich wieder vereinige» werde» in dcni Bestrebe», den creinbruch einer neuen Katastrophe unmöglich zu machen, dann ird ein lcidcnschasiSloscs »nd »npartciischcs Studium der Nr- chcn, die zum Kriege von 191-1 15 geführt haben, die »numgäng- he Voraussetzung aller fruchtbaren Arbeit sein, Einstweilen er ist c» zu solcher Arbeit leider »och zu früh. Jetzt köniic» Erklärungen der Regicrniigen nur de» Zweck vcr- lgcn, die Böller tn ihrer Uebcrzcugung zu bestärken, daß sie silr >e gute Sache kämpfen. Ob aber solche Bemühungen aus egt scher Seite überhaupt notwendig siiid, möchten wir 'isrifellt. Ter Kriegsausbruch liegt »»» fUnf Monate zurück »nd :ck «ochr als für die Frage, unter welche» Uinständen er «MSge- ochen ist, interessiert sich das deutsche Volk dafür, ioa » n er idcn und zu welchen Ergebnis s« » er fuhren ivird. Fn den sozialdemokratischen Zeitungen, die in de» Tagen vor m Kriegsausbruch erschienen, ist über die Ursachen de» Krieg» mches gesagt worden, iva» vielleicht auch heute noch (Gültigkeit inspruchcn kann. Doch hätte e» keinen Zweck, jetzt wieder daraus riickzukonimen. Nicht weil der Krieg auf diese oder aus jene -'isc entstände» ist. sonder» weil er d a ist, darum muh er eben llhrt ivcrdeii, und er must s o geführt werden, da» die Prophc. ungen der Gegner, die die Zerschmetterung Deutsch- »!>» voraiissagc». zu nichle werben, Ein Volk, da» gegen chtlgc Feinde um die Erhaltung seiner Existenz und seiner Leibst ndigkcit kälnpst, kämpjt i in in c r um eine gute Lache, und da» da» tut, braucht ihn, nicht erst an» diploniatischcn Aktenstücken viese» zu werden. Vir miisscn freilich damit rechnen, dast auch die Böller, die t unsere Gegner sind, von ähnlich einfachen Gedankcngängen berscht werden. Lehr viele Franzose» wissen z. B, da» ihre Rc- rung schwere Fehler begangen hat, dast namentlich im Bünd S Frankreichs mit Rußland eine der vouptquellen dcs cnwärtigcn Unheils zu suchen ist. Aber diese geschichtliche Er- erung tritt in ihren, Bewnsttsein weit zurück hinter die Tatsache, ! jetzt Krieg i st »nd da» die deutsche Armee aus sranzösischem de» steht. Da» Bestreben der fran iösischen Regierung, sich selbst ganz weiß, ihre» Gegenspielcr aber als ganz schwarz hinzn- len, ist menschlich begreiflich, e» mag auch aus stellte mit kurze,» »ächtnis und ohne genauere tkenntnis der politischen Zusammen- ge einigen Eindruck mache» — gewiß aber kämpsen die Fran- n nicht darum, well sic von der Unsehlbarkcit ihrer Diplomatie rzeugt sind, sondcrn daruni, weil sie — wie immer sic über die itik der Herren Poincare, Biviani und ihrer Boigänger denken len, die Niederlage ihres Vaterlandes vcrhin- rn wollen. Und ganz AehnlicheS sehen >oir in England, :t ist von der Arbeiterpartei nicht nur vor de», Kriegsausbruch, icrit auch nach ihm an der Politik Tir Edward Gregs schärfste tik geübt worden, das hat aber nicht gehindert, da» das Unter S die Kriegskrcdite einstimmig bewilligte und da» groste sie» organisierter Arbeiter sich als Freiwillige i Heeresdienst meldete». Uebcrall finden wir also dieselbe Erscheinung, Nicht die Be vortnng der Frage »ach den. Warum? dieses Krieges ist fiir Haltung der Völker massgebend. Lie fragen sich heute nach de», _I (u? des Kampfes, und wen» sic diese Frage dahin bcanlwvrlci!. I der Krieg geführt wird, uni den Feind von, eigene» stände zuhalicn und die nationale Lclbständigkeit zu schiivcn, dann vsen sie nicht ihrcrRcgicrung, sondcrn sich sc I b cr z u 11 eb e. — Vas für Deutschland in diese», Kriege ans dein Lpiclc siebt, > lar, Fn richtiger Erkenntnis der stagc haben auch ,cnc Bolks- W ic, die sonst in schärfster Opposition zur Regierung standen — ■ k nur aus Z e n f u r gründen — jede kritische Erörterung der I dem Kriege liegenden Erscheinungen untcrlasicn. Wenn ihnen I T noch diese Erscheinungen gedeutet und ausgclcgt werden, hören I >ur mit halbem Ohr. Fhrc ganze Ausmerkiamkeil und ihre I >c Billcnskrast konzentriert sich auf die Felder, ans denen über > Zukunst de» deutschen Volkes entschieden wird. Der Handelskrieg. I Ter russische Rcgicrnngsbote (Prawitelsiny Wjcstnik) 25. „nd 28. November d. I. teilt mit, bar, in den £wn- I ' und Jndustriekreisen der Gouvernements Kiew, Po- > e» und Wolhynien ein Rundschreiben i» Gang gesetzt I den ist, worin die Geschäftswelt zuni Boykott deut- l Et und ö st erreicht sch-ungari scher Laren ■ gefordert wird. | In Petersburg ist schon eine Liga gebildet worden, S:e ifweck verfolgt, deutsche und österreichische Waren zu voykotticrcn. ES soll auch auf die Entfernung deutsätz'r und öslcrreichijch-ungarischer Ange st eilten und Arbeiter aus Rußland hingewirkt werden. In Frankreich sind nicht weniger alS 5 Organisationen zuin Boykott deutscher Waren gebildet worden. In England erscheint seit Mitle Oktober eine eigene Monatsschrift, deren Zweck es ist, den deutschen und den österreichischen .Handel sowohl von den inländischen als auch von den ausländischen Märkten zu verdrängen. Zur Unterstützung der englischen Fabrikation sollen ferner Sachverständige sowohl nach Teutschland als auch nach Oesterreich geschickt werden, »in dort die Muster und Preise von Erport- warcn erschöpfend zu sannneln! Wie aus Ottawa (Kanada) geineidet wird, ist es zur .Kenntnis der Regierung gekounnen, , daß kanodisckie Geschäftshäuser von amerikanischen Zirmen Angebote erhalten, innen deutsche und österreichisch-ungarische Waren liefern zu wollen. Taraus hat der kanadische Handelsministcr, I. T. Rid, eine amtliche Erklärung erlassen, derzufolge solche Angebote nichts anderes seien, als ei» Versuch, das Einfuhr- verbot feindlicher Waren zu nnigehen. Auch aus den Vereinigten Staaten eintrefsende deutsche oder österreichische Waren sollen mit Beschlag belegt werden. Wie den. Rjetsch auS Tokio gemeldet wird, begannen ider Hofdült-des Mikado, die Mcmdsckmreibahn, einige Ministerien und große Privatbetriebe mit der Boykottierung deutscher Fabrikate. Schädigung der neutralen Schiffahrt. Mailand, 27. Tez. (Etr. Frkst.) Tie Entrüstung über die Belästigung der italienischen Schiffahrt durch englische Kriegsschiffe ist so gestiegen, daß nunmehr der früher» Marineminister Admiral Bettolo den Gedanken ansgreift. die italienischen Kanfsahrer durch Kriegsschiffe von Algeciras ans durchs Mittelineer geleiten zu lassen. stonöon, 20. Dez, sEIr, FrkstZ Tic Times incldct: In c»g- lische» Asickuranzkreiscn wird der Plan erwogen, gar leine Allcknranz mehr abznschlicßcn, auf Güter aus neutrale» ständet n nach de» neulrale» ZIaalcn, ivcichc an Feindesland anftosic». Da die Bersendung gegen Tokumrntwcchsel cisolgl, ivozu die Assekutanzpolice gehört, hasst man, da» diese Maßnahmen die direkten Beischissungcn »ach Holland, Ftatien »s,v. stark beeinträchtige» werde »nd anftatt desien die Transporte über England geleitet werden, wo man Maßnahmen trcfse» lünntc, nur fiir den Bedarf der Neutralen zu Verschissen und Lcndungen nach Feindesland zu verhindern. Kopenhagen, 2V. Dez, (W\ B. Nichtamtlich > Der mit- wegischc Dampfer „RomSdal", von Newyorl nach Dänemark und Norwegen unterwegs, ist von englische» Kriegsschiffen aufgebracht und »ach Kirkwall geführt wotdcn. Der Damvser ist mit Getreide »nd einer großen Menge Aluminium geladen, das nach Norwegen bestimmt ist. Die norwegische Regierung soll die Garantie geben, da» da» Aluminium in Norwegen verbraucht wird, Kopenhagen, 20, Dez. - sckvn Schiff „Virginia" zu gestatten, Tie Türken versuckiten die Abreise zu verhindern: trotzdem gelang es einem Teil der Franzosen und Engländer, sich einznichissen, Ti' Mohammedaner versuchten darnus wütend, an Bord de, amerikanischen Schisses zn dringen, Ter Kommandant drohte mit dcr Beschießung des.Hafens, und darauf sei dir Ruhe wieder ltergestcllt loorden: die Englüiidcr und Fran- zosen konnten nach Tedeagatsch abreisen. Ter amerikanischr Botschafter in Konstantinopel Protest irrte gegen die türkischen (tz e w a l t t ä t i g k e i t c n. Reuter meldet aus Washington: Ter Maeiuenmnster Daniels sihickte ei» Telegiaiiuii au de» Kanu»andante» des Panzerkreuzers „Narth-Eorvlina" mit der Frage, ob durch die Tiirlen i» Tripotis und Lnvieii Drohungen gcge» die amerlka- iiiicheu Matrvseu geäußert worden seien, wie dies in de» Prestc- mcldungtn one Äthin niitaeteilt ivird und worin zu »leichcr Zeit gesagt wird, daß der Bciel,lshaber des Panzerkreuzers „Norih-Earv- liiia" daraushm gedroht haben so», Tripolis zu beschießen, Keine Bcschädignnfl von Zeppelinsfallen. Berlin, 27. Tez. (XV». Amtlich.) Tie Londoner Taily Mail meldet unter dem 23. Tczember aus Tiinkirchen, daß Flieger dcr Verbündeten eine neue Z e p p e - l i n h a l l c mit 12 Bomben beworfen und in Brand gesetzt Hütten. ES ist richtig, daß während dcr letzten Zeit Bomben von seindltck>en Fliegern abgcworfcn loorden sind: eine Zeppelinhalle haben sic jedoch nicht beschädigt. hiicchts- scii,ide!chü»ten ktoiöseeinlel stangeoog wäl,rend de» VormsttagiSaotlosdienstes vier <»«-' li sche Flieger, die zwei ttomben aEivarsen und wahr jchein» lich auch Zchüsse abgaben. ohne Schaden anzurichten, t?in Zeppelin über Nancy. Gens. 20, Dez, c.j. (b'tr. ot-rfft.) Gustave Sette fordert in seiner Gnerre Sociale das Publikum auf, ihm Namen und Aufenthalt der Deutsche n und Oe st erreich er mrtzn teilen, die seit Monaten in Gefängnisfen weilen, ohne baß bisher ein regelrechtes Verfahren gegen sie eiugeleitet wurde. Hervö will die Liste dieser Name» dann der Negierung überreichen, da es sich um eine Frage handle, welche die Ehre Frankreichs und der Republik berühre. Aranzösisch belgische Geschütz Munitio». Tas Große Hanptguarticr schreibt: In der französischen (Presse tritt neuerdings wiederholt die Bemerkung auf, daß die von der deutschen Artillerie verschossene Munition nur geringe Wirkung habe und sehr viele Blindgänger aufweise. Tie Tatsache ist bedingt richtig, nur handelt es sich dabei nicht um deutsche, sondern erbeutete französische und belgische Munition. Ihre Minderwertigkeit ist auch uns bekannt; da es sich aber um ganz außerordentlich große Munitionsbestände handelt, die doch aus irgend eine Weise unbrauchbar gemacht werden mußten, schien es immer noch am besten, sie ihren früheren Besitzern wieder zuzusenden. Eine sozialdemokratische Friedenskonferenz. Kopenhagen, 26. Tez. (W. J!. Nichtamtlich.) Eine von Sozialdemokraten verschiedener Lander nach Kopenhagen einberufene internationale Friedenskonferenz ist auf den 17. und 18. Januar 1915 festgesetzt worden. Presse und Publi- kum sind von den Verhandlungen ausgeschlossen. Im Anschluß an die Konferenz wird eine große össentliche Dcmon- strationsvcrsainmlung für den Frieden abgehalten werden. Bon den russischen Sozialisten. In der schon erwähnten Weihnachtsnummer des. Labonr Leader ist in einem Weihnachtsbeitrag des russischen Mitgliedes des Internationalen sozialistischen Frauenburcaus Alexandra Kollontay folgende bemerkenswerte Stelle zu lesen: „Wie Sie wohl wissen, haben die russischen Sozialisten ihre Stimmen nicht zu gunstcn des Militärbudgets bei Beginn des Krieges abgegeben; sie verließen die Duma unter Protest. Sic werden auch wissen, daß wir der Aufforderung des belgischen Sozialistenführers Banderveldc eine ent- schiedene Weigerung entgegensetzten, als er uns bat, nicht die Einheit der Heere durch eine revolutionäre Propaganda gegen die Regierung des Zaren zu stören. Dandervelde ver- langte, daß wir einen zeitweisen Frieden mit dem Zaren machten. Aber wir antworteten, daß wir der europäischen Demokratie besser nutzen könnten, indem wir für ein freies Rußland kämpften, als daß wir dem Zaren dabei behilflich wären, andere Nationen und die Arbeiter anderer Lander zu vernichten." Es ist recht bemerkenswert, daß Bandervelde, der ßu den extremsten Bekämpfcrn des Zarismus gehörte und dem kein Wort zu scharf war, wenn es nur gegen den Zaren gerichtet war, nunmehr zu einer Versöhnung mit dem Zaren aufgefordcrt hat. Die Russen in Galizien. Unser Krakauer Parteiblatt Naprzod bringt über die Gewalttaten, die die Russe» in Galizien verübten, eine» zusaninienfaffen- beu Bericht, den, mir folgende Einzelheiten entnehmen: Das Militär hatte wohl den Auftrag erhalten, bei der polni-, scheu Beoölkernng die Rolle des „Befreier" weiter zu spielen, aber die brutale russische Soldateska siel bald ans der Rolle, sodasi der Aufenthalt des russische» Heeres i» Galizien nur eine endlose Reihe von Gewalttaten und Plünderungen oarstellt. Fe weiter die Russen nach Westen vorriickten, um so mehr spielten sie sich als „Sieger", den» als „Befreier" auf. So führten sie ans einer ganze» Reihe von Dörfer» des Bezirkes Tombrowa die Gemeindevorsteher und angesehenen Bürger Asraja. F. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 147 „Unterbrich mich nicht," fuhr er fort, „höre mich an. Jubinal lügt nicht, sein Wille ist mächtiger als Menschen- tville. Ich könnte vieles sagen, um dich zu verlocken oder dich zu rühren, könnte dir zeigen, daß ich Gewalt habe, aber Frieden und Liebe sollen immer mit dir sein. Sprich sreundlich mit Gnla, morgen werde ich dich wieder fragen. Jubinal ist allmächtig, er wird dein Herz wenden. Schweige, Jüngling, und laß uns gehen, Gula wird bange und voll Sehnsucht sein." Das war ein Ausweg, eine Frist bis morgen, die von Marstrand begierig ergriffen wurde. Was sich ändern konnte, wußte er zwar nicht, aber er behielt Zeit zum Ucber- legen, Zeit um sich vorzubcrciten. „Ich will Nachdenken," sagte er, „will mich prüfen, wenn aber deines Gottes Allmacht nichts über mich vermag, dann laß dein Wort wahr werden, Afraja, laß Frieden und Liebe immer mit uns sein." Mit einem arglistigen Lächeln nickte ihm der Lappe Ge- Währung zu. — „Ayka, die Liebesgöttin, wird sich an dein Haupt stellen," sagte er, „und wenn du erwachst, wird sie vor dir schweben." So sprechend ging er voran, die Felsen- ftufen hinab. 5. Wie lieblich war jetzt das versteckte Tal, das von der ^Mittagssonne warm und duftig gemacht wurde! Mit einem Freudenschrei flog Gula ihrem Freunde entgegen, als dieser unter dem Fclscngcwölbc hervortrat. All sein Unmut und sein Bangen verblaßte vor ihrem glücklichen, beseelten Gcsickst Gula hatte sich geschmückt, wie sie es lange nicht getan. Ihr norwegisches Pelzjäckchen, den Faltcnrock und die weiße Schürze hatte sie in Helgestads Gaard zurückgelassen; Asrasa hätte seine Tochter auch niemals darin sehen mögen; jetzt kam sie ihm in der romantischen Tracht entgegen, welche di-- jungen Mädchen auf den Alpen zuweilen noch jetzt tragen Wenn sie zu den eleganten Modedamen des Gebirges gehören und reiche Erbinnen sind, die den Staat bezahlen jkönnen. fort. I» Faro'Iau stellten sie gleich am ersten Tage lhres Aufenthaltes auf dem Ring einen Galgen auf, an dem etwa anfgefunbene polnische Legionäre gehängt werden sollten. In Sanok sollte der Bürgermeister-Stellvertreter Snszkiewiez sllr die anserlegte Kontribution von 10 000 Rubeln Proviant beistellen. Aber der Soldat, der den Proviant übernahm, erklärte gleich, als er den Hafer übernahm, die Gattung sei nicht gut genug, gab dem Snszkiewiez einen heftigen Fanstschlag ins Gesicht, sperrte ihn dann in den Stall und verurteilte ihn ohne weitere Untersuchung zum Tode. Er wurde nur dadurch gerettet, daß das österreichische Heer in Sanok einrückte. F» Zerniea Wyzna drang ein Kosak beim Geistlichen ein, verlangte Geld, riß ihn bei den Haaren, da er keines erhielt, und zerstörte alle Möbel. Dem Kanfmann Nieglos in Pilzno, der bei Nacht ans dem Schlafe geweckt wurde, wurden 070 Kronen aus der Brusttasche gestohlen, außerdem ein Teil seiner Waren genommen. Ueberall, wo sie hinkamen, »ahmen sie energische Hans- und Leibesuntersnchnngen vor, angeblich um Waffe» zu finden, beraubten aber die Untersuchten immer nur um ihre Taschenuhren. Politische Krise in Portugal. Dem Pariser Journal wird aus Lissabon gemeldet, daß die politische Lage in Portugal äußerst gespannt sei. Ter Konflikt zwischen Radikalen und Gemäßigten nehme immer ernsteren Ebarakter an. Ter Oppositionsführer Nlmeda habe den Ministerpräsidenten interpelliert und ihn gefragt, warum daS Kabinett nicht demissioniere, da doch der. Senat der Regierung das schärfste Mißtrauen ausgesprochen habe. Ministerpräsident Coutinho erwiderte, er werde solange nicht demissionieren, als er das Vertrauen des Präsidenten Arriaga besitze und der Unterstützung der deniokratischen Partei sicher sei. Frankreich und Japan. Gens, 27. Tez. (Ctr. Irkst.) Neben P i ch o n im Petit Journal unterstützt jetzt auch der TenipS Gedanken einer Entsendung japanischer Truppen auf den europäischen Kriegsschauplatz. Er schreibt, daß eine derartige Beteiligung Japans auch bereits in der öffentlichen Meinung dieses Landes Zustimmung gesunden habe. Wenn in Rc- gierungskrciscn noch eine gewisse Zurückhaltung bestehe, so sei das deshalb, weil man der Ansicht sei, daß diese Hilfe durch materielle Vorteile und Erleichterungen der wirtschaftlichen Ausdehnung Japans entschädigt werden müsse. Der Temps ist der Ansicht, daß im gegenwärtigen Kriege alle Vorurteile bei Seite gelassen werden müßten, wenn es sich um den Kampf aller gegen den gemeinsamen Feind handele. Tie öffentliche Meinung Frankreichs verlange von Tag zu Tag eindringlicher die Ausdehnung des Bündnisses mit Japan. Als dritter im Bunde hat sich jetzt auch Clemenceau gefunden, der sich bezüglich der japanischen Intervention für eine prompte und günstige Lösung dieser Frage ausspricht. Wie Reuter meldet, hat der japanische Minister des Aeußern auf die Frage eines Abgeordneten erklärt, daß kein einziges Land an Japan das Ersuchen gerichtet habe, Truppen nach Europa zu senden. Zcitttttgsverbote in Oesterreich. Unser siibböhmisches Parte, blakt, der BölMerwald-Vokksbate, ist auf vier Wochen verboten worden. Den Anlas; zu dem Verbot gab ein Artikel, der sich den Lobpreisungen der siirstlichen Familie Schwarzenberg ob ihres Pakriokismus nicht «.„schließen wollte. Verboten wurde auch das Organ der tschechischen Veteranen- (Kriogerl Vereine; kürzlich ist auch das Honplorgmi des tschechischen Bürgertums, die N a r o u » L i st sNationol- zeitirng) von der Präger Polizeibireküou verboten worden. Auch unser Parieiblatk in Vvrarkberg. dem ivesU-iche» Vorland Tirols, wurde letzthin aus einige Zeit sistiert. — Fn Prag wurden Pakete ro» Flugblättern ausgsinubeii nnb konfisziert, die russischer Herkunft sein sollen. lieber die Kämpfe im Oberelsas; luird ans Basel geschrieben: Der Kampf uni Sieinbach im Oberelsaß, das wieder in die Hände der Deutschen fiel, war hartttückig. Die Franzosen räumten nur nach verzweifelter Sie l)attc ihr üppig dunkles Haar mit roten Bändern dnrchflochtcn, und auf ihrer Stirn lag rund um den Kops ein goldener Reif, der es fcsthielt. Ihr kurzer Rock von blauem, leichten! Wollcnzciig war niit roten Fäden zierlich gestickt und um den Leib eine rote, langsallende Schärpe von feinem, weichem Rennticrledcr, und die waren mit buntfarbigen Streifen beseht. Am Giirtel hing ein Fcdertäsch- chen der allcrseinsten Art, itnd um den Hals trug die Schöne ein Band von großen Goldperlen, auf dem die Sonnenstrahlen blitzten. Aber strahlender, entzückender war nichts als Gula? Gcsicht voll Liebe und Zärtlichkeit, Ihre Augen strömten ihres Herzens Seligkeit aus; sie funkelten vor Entzücken, als sie sah, wie Johanns Blicke mit dem Ausdrucke steigenden Wohlgefallens über sie hinglittcn, O! sie wollte dem Geliebten gefallen; sie forderte sein Lächeln, seine Bewunderung, sein Lob, und zitternd preßte sic seine Hände zn- sammen und hing an seinen Lippen mit der inbrünstigen Gläubigkeit einer Heiligen, die ihres Gottes Gebot erwartet, „Wo warst du?" rief sie, „Wie lange habe ich dich erwartet, mich geschmückt und mich gefragt, ob ich bin, wie ich daitials war, als ich dich zuerst sah. Ach! damals war ich besser anzusehen. Ist es nicht so? Sage es niir, ob du mich lieber hattest?" „Nein. Gula," antwortete Marstrand, „nie habe ich dich lieber gesehen, wie jetzt, nie dich schöner gesunden." „O, wie gut du bist!" rief sie mit unnachahmlichem Ausdruck der Liebe, die sie ganz erfüllte; wie du Trost und Stärke in mein banges Herz bringst. Nun komm, ich will dir meine Wohnung zeigen und den Wasserfall, du wirst gern dort sitzen. Als Klans Horncmann bei uns war, ha: er auch lange dort hinanfgeschaut und dann gerufen, es sei das Schönste, was ein Menschcnauge sehen könnte. Aber du wirst müde sein? Tein Auge ist dunkel, und dein Mund lacht nicht. Habe ich dir wehe getan? oder schmerzt dich etwas? Hat mein Vater dich gekränkt?" „Niemand hat mich gekränkt, du am wenigsten," ant- lvortcte er. Sie war zufrieden und führte ihn weiter. Afraja war zurückgeblieben; er ließ sic gehen und folgte langsam nach. Tas Tal zog sich in Bogcnforin dem Gebirgsabfall des Kilpis zu und stieg langsam zu einer großen Höhe auf. Gegenwehr das nordöstliche Sennhelin gelegene strategisch wichtige Torf. Ihre Verluste sind groß. Steinbach und das benachbarte Wattweiler sind von der Bevölkerung jetzt voll- ständig geräumt und in Verteidigungszustand gesetzt worden, da die Franzosen einen neuen Angriff auf die Ortschaften planen. Späte Erkenntnis. Ebc uns der Weltkrieg den „Burgfrieden" brachte, hat bckannliich der Breslauer Polizeipräsident den Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Arbciter-Sängerfest ihrer Eltern verboten und diese Maßnahme gewaltsam durchge- führt. Tagegen klagte der Vorsitzende des Arbcitcrsänger. blindes. Seine Streitsache ist jetzt plötzlich auf Grund der bekannten Verfügungen inhibiert worden. Ter Polizei. Präsident wird „klaglos gestellt", weil er nachträglich erlaubt, daß die Kinder am Sängcrfest am — vorigen Pfingstfest teil, nehmen dürfen! Er kleidet diese Erkenntnis in solgendc Worte: Der Königliche Polizeipräsident. Breslau, 21. November 1011 Nachdem der gegenwärtige Krieg das deutsche Volk ivie kau, » je zuvor zu einer cimmiiigen Erhebung entslammt hach iviivde « I nicht angemessen erscheinen» ivenn die staatlichen oder kommunaler I Verivaltnuigsbohörden minderwertige Interessen dadurch bctomeii I daß sie in den gegenwärtigen Zeitläuften unerheblich erscheinend, I Verivalttn^fkreitsachen zu Ende führten. Es ist jetzt m größerem Werte, die Ei,»heit der Nation und ihr groß tiigigc, I Streben „»gestört zu lassen, als in n»bedeutende» Einzetsache,, dem Rechte zum Siege zu verhelfen oder KesetzoSübertretutigei i zu ahnden. Dieser halb nehme ich meine Verfügung vom 19. im. [ 27. Mai d. F., wonach Fugertdk-ichcn der Zutritt zu dem bei de,, Schlesischen Arbeitersängerseste an, 31. Mai und 1. Juni d. h I in der Schankwirtschaßi Bürgersäle von Tiirdermaiin in Marge,« , und im hiesigen Gewcrkschastshanse verairftaltclen ('iefaitfls [ aus führ»»gen verboten worden war und verhindert wurde, hie, > durch zurück! lUnterschrift.) I Ter Genosse Carl Seliger, dem diese Verfügung zv geht, kämpft seit vier Monaten in Rußland: den Vorteil vo, Burgfrieden aber bat in diesem Falle der Polizeiprnsidci, Er wird „klaglos gestellt", weil „nnbedentendc Einzclsachcn. Mid „minderwertige Interessen" jetzt nickst betont werde sollen — damals wurden sie durch ein Massenausgebo von Hunderten von Schutzleuten zu Fuß im zu Pferde wahraenommen! * Räumung Warschaus. Genf, 28. Tez. (T. U.) Ans Paris wird gemeldet, de ein Arlitcl des Tcmps vom 24. d, M. aus die beckvrstehtnl Räumung Warschaus vorbereite. Das Blatt läßt sich ae Petersburg melden, daß die russische Heeresleitung ai strategischen Gründen beabsichtige, das russische Heer aus d itinerstc Verteidigungslinie zurückzuzieheu, was die Ausga von Warschau mit sich bringe. Ter militärische Mitarbeit dcS Blattes meint, daß dieser Rückzug gleichzeitig die A„ Hebung der Belagerung von Przemhsl zur Folge Hab werde, da die Bclagerungsarmee und die Streitkräste » i Krakau zurückgezogen werden müßten, um nicht von d I Hauptnrmcc abgeschnitten zu werden. Die polnische Revolution. Rotterdam, 2K Dez. (TU-) Dieser Tage hielt sich hier varüb gehend ein Mitglied des obersten polnischen Na t io :>aU Komitee- o Krakau auf. der einem Mitarbeiter des Nienwe Noiterdaail I Courant erklärte: Ter Kamps iverde woist eine Weile dauern» aber bei der e» russischen Stimmung der großen Masie der polnische.» Bevölkert sc! berechtigte Aussicht ans einen günstige» Ausgang des Kamp vorhanden. Wenn es palnischersciis bisher zu keiner Erhebung komme» fei, so sei das darauf znrückzusiihvcn, daß die polnischen v mente, die zum Kampf bcrcii sind, noch immer ohne Waffen se, Die bürgerlichen Elemente möchten sich wohl gerne anschliehen,« wenn sie, wie z. B. in Stiel?/:, sch:,,, das; die Stadt jtcbeimnü 1 Besitzer wechselte, zögern sie, alles aufs Spiel zu sctzeu.^Dfe^polm i I i 5 h 1t tr it gt it » Id S 0 ilcberall behielt es sein gartenartiges Ansehen. Ileppig, dichtes Gros bedeckte den Boden, und da es sich noch Siü iil öffnete, wnr cs voll Sonnenlicht, das überall Wärme v in breitete. Kräftige Bergfichten wechselten mit Birkenste in men, und hinter einem schönen Rasenplätze lag »n ge schützenden Felsen ein kleines, festes HauS, ähnlich > 6e Balkenhäuscrn der normännischcn Handelsleute, aber : > j e gleich zierlicher anzuschauen. Seine Außenseite war I Io Birkenrinde bekleidet, die blattförmig und schuppig ül j einander fiel, Marstrand erblickte eine Tür, über wehI A --ine Reihe gewaltiger Rcnnntiergehörne prangte, ein V de Fenster erhöhten sein Erstaunen, und Gula sagte lächcl I sz „TaS alles hat Mortuno mühsam für mich gezimmert gerichtet. Er lnit die Fenster teuer gekauft und herbei ft, schasst, so fand ich es, als ich kam. Aber hier sieh, ■ I in schöner ist," fuhr sic fort. „Sehe dich auf diese Bank zu I h wie damals in Jldas Garten; hier ist niemand, der I „ c stört." itti Sic hatte ihn bei dem Hause vorüber durch das Dir I jj Wäldchen geführt, wo der Bach schäumend vorüberstiul j 0; und schon che er das Wunder erblickte, das er sehen so I t j ( hörte er den dumpfen Tonner eines großen Wasserfalls, I ^ jetzt in seiner ganzen Herrlichkeit vor ihn trat, Etzl ; ( | hundert Fuß höher als das Tal fiel der Strom von e I ^ Wand des Kilpis, einer geschmolzenen Silbcrmasse gl I herab und stürzte in einen schwarzen Fclsenkesscl, aus ^ I der Wasscrstaub wirbelte. Im Sonnenglanz sprühten -1 g, lioncn glänzende Funken ans, die in Regenbogensa> I ^ Brücken und Bogen der prächtigsten Art bildeten. Es I ^ zauberhaft zu sehen, wie die funkelnden Wolken an dcrW» ^ hinflogcn, wie ohne Rast und ohne Ende der glän^ I ^ Schaum an den Felsen nicdcrsank, wie immer neue 2 .V» ^ durch die Lust dcöhntcn, immer neue wechselnde, c l Farbcnbildcr durch das Tal flogen .und zerrannen- ■ ^ rund umher hatte der feuchte Staub eine üppige $J ll L I - weit hcrvorgeriifcn. Alpcnbliimcn svroßtcn dort, wie m strand sie nie gesehen hatte. Er blickte in einen Garten Bl ^ blauer und herrlich brennend roter Beete, und seine 1 ^ stillte sich mit Staunen und Freude, seine Augen h>nä^, I , zückt an dem erhabenen Schauspiel, das er nie >n Schönheit gesehen hatte. lFortsetzung folgt.) Jfciti ttwrfe rgom fo tiixt tucrltc nunmehr rtvttr* J«, u. nachdem di« gali,üche Crflonrfahon mit ber m formeller Beztehun« versckMvlzen >st, Der Andruck tzi«ö«^ schmelAirng s«, di« Tatsache. das, der Get-eralfek^taß de RattoitalkomiteeS cm russischer Pol« j«, x,. au den meisten Pläden. dw sie beiem havs» J v-lnöchen Cr«m 11 fc,«>„. Lj« Teuuchetw^n Organisation Haich in Hand. " ^ polnischen Das verunglückte Abenteuer der Engländer nr. ™ £ 2a J 5 * 3 -. I > de». Bericht der englischen Admiralität über den Angrifs auf die deutsche Nordsreküste hetßt es: Tret englische Flieger kamen auf einen, Tauchboot, das ihnen Beistand leistete, zurück. Ihre Flugzeuge waren ge,unken. E,n ^l.eger wird vermißt. Lein Flugzeug wurde 12 Kilometer von Helgoland entfernt als Wrack gesellen Das Los des Fliegers ist unbekannt. <*i« eugliscber Torpcdojüger gesunken. ^ i'. London. 28 Te .1 Rculer meldet: Ein britischer Torpedo. t>fT k>i>b« von Zt Und reo in Echottlaich auf eine» »Vcifcii. D»c Bemamntng rettet« sich in IKtv'en Frankreichs Finanz- und Wirtschaftslage. . Kiens, 28. Tez. (T. U.) Im Tcmps führt der National- okoiioui Prof. Dcrgines den Nachweis, das, Frankreich seit Kriegsausbruch seine wichtigsten Absatzgebiete verloren habe, und zwar in geradezu erschreckender Weise. Zugleich kritisiert Dcrgines die uferlose Finanzwirtschaft des Ministers Ribot. Tie portngiesischeu Sozialisten znm Kriege. Lisiabvn, 28. Tez. lSpezialtelcgramm der T. TJ.) Tie Zeutralleitung der portugiesischen sozialistischen Partei hat rineii energische» Einspruch gegen ei» vingreisen Portugals in den Krieg vcrössrntlicht. Berhastnng eines ukrainischen Führers. Kraiau, 28. Tez. ('?. ü.) Tie Ukrainischen Nachrichten nreldcu, daß der Lemberger Univcrsitätsprofessor Mickxte! Hruschcwskyj. der sich vor kurzem von Italien nach Kiew begeben hatte, dort verhaftet wurde. Tie rnssi,'ck>e nationalistische Presse hatte schon seit langem gegen ihn gehetzt, weil er einer der hervorragendsten Führer der österreichischen Ukraine sei. Die Bcsehtlng vo>» Valona. Wien, 28. Tez. -(Spezialtclcaramm der DOZ diploinali- fchen Kreisen wird erklärt, das, die Landiina ebenso wie die Ende Oktober vorgcnommene Entsendung italienischer llriegsschifse »ach Balona und die Errichtung einer Tanitäts- und Hilfsaktion ,», Einverständnis mit den Übrigen Mächte», insbesondere Ocstcrreich- UngarnS, erfolgte. Italien komme als einzige neutrale Macht in Betracht. Bei der Landung handele es sich mehr »m eine polizeiliche als eine militärische Aktion, Hesse« und Nachbargebiete. «letzen und Umgebung. Die Laste auf dem Arbeilsmarft. lieber die Lage des deutschen Arbeitsmarktes im. 9 lü« herüber berichtet das vom Kaiserlichen Statistischen Amt herausgegcbcne Reichs-Arbeitsblatt in seinem Dezemberheft wie folgt: Die günstigere Gestaltung der Wirtschaftslage, die sich mit dem zweiten Kricgsmonat September einstellte und sich im Oktober fortsetzte, ist im November nicht zum Stillstand gekommen, insbesondere arbeiten die unmittelbar oder mittelbar an de» Kricgslicferuugcn und der Versorgung der im Felde stehenden Wehrpflichtigen beteiligten Industrie zumeist noch lebhafter als vorher; aber auch in anderen Ge- werben, selbst in solchen, die sich mit der Herstellung von Lurusgegensränden befassen, trat die weitere Belebung des Geschäftsganges hervor. Im einzelnen ist die Lage vielfach dem Voruionat gegenüber etwa die glcickze geblieben; vereinzelt zeigt sich auch ein init der Jahreszeit zusammenhängender Rückgang. Tag insgesamt die Besserung auf dem Arbeitsmnrkte weiter fortgeschritten ist. läßt sich auch aus den Nachweisen über die Arbeitslosen in den deutschen Fachverbändcn erkennen. Hier zeigt auch der Noventber ein weiteres Sinken der ArbcitS- losenziffcr, die Ende November nur noch wenig mehr als ein Drittel der Ziffer von Ende August beträgt. Ebenso ist die Zahl der Krankcnkasscnmitglicder weiter gestiegen; die aus den Kassenberichten erkennbare Zunahme bleibt dabei wahr-' scheinlicki noch hinter der tatsächlichen Besserung zurück. Nach den Berichten der Arbeitsnachwcisverbändc hat sich die Lage des Arbcitsinarktcs weiterhin günstig gestaltet in Berliu-Brandenburg (besonders für männliche Arbeitskräfte), in Schlesien, Pommern, Posen, Hannover und benachbarten Gebieten, ferner in Hamburg. Im Rheinland macht sich Knappheit an Facharbeitern bemerkbar: nicht nur die Kriegsindustrien sind außergewöhnlich stark beschäftigt, sondern auch sonst wird über gesteigerten Inlandsbedarf berichtet. Aehnlich ist die Lage in Hessen-Nassau. In Bayern und Württenibcrg hat sich der Arbeitsmarkt im allgemeinen sehr gebessert, und auch in Baden wird die Rrbeitsmarktlage verhältnismäßig günstig beurteilt. — Gefallene ans Oberhesicn und Nachbargebieten: Eurt van Asten auS Gießen, Major und Bataillons Kom- mandeur, Jfif.-Rcgt Nr. 116. — Freiwilliger Gustav Kühner aus Gießen, Rcs.-Jnf.-Reg. Nr. 222. — Gefreiter Heinrich Fabcr aus Großen-Linden, Jnf.-Rcgt. Nr. 116 — Unteroff. Willleln, Wenzel, Lehrer aus Lützellinden. Jnf.-Regt. Nr. 50. — Gcfr. Heinrich Jost aus Rödgen. Jnf.-Regt. Nr. 116. — Freiwilliger Peter Fleck aus Wiesick, Rcs.-Jnf.-Regt. Nr. 222. — Gefreiter Heinrich Stein aus Beuern, Jnf.-Regt. Nr. Il-o. Wehrmann Heinrich 9fcun II. aus Usenborn, Landwehr-Jnf.-Regt. Nr. 116. — Wehrmann Friedrich Ticffenbach auS Berstadt, Res.-Jnf.-Regt. Nr. 116. — Freiwilliger Ern,. Hirschhorn aus Wetzlar, Rcs.-Jnf.-Regt. Nr. 222^ — Unteroff. der Res. Gustav Nies aus Ober-Lais, Re'.-^nt.- Regt. Nr. 116. — Unteroff. der Res. Gustav Rosar aus Gießen, Jnf.-Regt. Nr. 116. — Wehrmann Georg Schäfer aus Hemmen, Kr. Lauterbach, Res.-Jnf.-Regt. Nr. 116. — Heinrich Becker aus Klein-Linden. Res.-Regt. Nr. 116. — Wehrmann Georg August H o f m a n n aus Girßen, Res.- Jnf.-Regt. Nr. 116. — Unteroff. der Res. Maz Tumke. Kaufmann aus Gießen. — Feldwebel-Seut. Heinrich Wießncr aus Londorf, Res.-Regt. Nr. 116. — Frciw. Wilhelm Baucrsheim aus Langsdorf. Jnf.-Regt. Nr. 2-22- — Frciw. Karl Zöllcr au» .Haufen, Jnf.-Regt. Nr. 222. — Gefreiter Ludwig Dich au» Li». 11. Jäger-Bat. — Im Gksaiigknen-Lagkr aus dem Trieb sind jetzt mehr als die Hälfte der Baracken belegt, wie man tinS mitl'eilt, sind gegenwärtig etwa 8—7000 Gefangene hier »nterge- biack't. Während der Feiertage sind noch zienilich starke Transporte angekommen. Für soviel Leute sind schon bedeutende Mengen Nahrungsmittel nötig: hoffentlich behalten wir die Gäste nickt allzulange, sie werden übrigen? selbst wünschen, bald wieder hcimzukonimen. — Beschäftigt werden die ltzcsangcnen mit -Herstellung der Wege innerhalb des Lagers. Uebrigens bat die Frage der Beschäftigung ihre Schwierigkeiten. Wie fick kürzlich der stellvertretende General drS 7. Armeekorps auf eine Anfrage aus !andwirtsck)aftlichen Kreisen geäußert hat, sei ein großer Teil der Franzosen durch Tuberkulose verseucht und viele Russen mit Cbolcrabazillcn, die sich ungeheuer lange hielten, bclwftet. Deshalb müsse bei der Beschäftigung von Kriegsgefangenen größte Vorsicht obwalten. Das Bestreben der Heeresverwaltung gehe dabin, die Gefangenen nach Möglichkeit zu bcschästigcn und sie auch der Landwirtschaft nutzbar zli machen, — Ein Vermißter. Ein Geschäftsniann in Nidda, der Bürstenmacher Nik. Enders ist seit etwa 1t Tagen verschwunden, ohne daß man eine Spur von ihm fand und niemand weiß, wohin er sich gewendet hat. Wie cs heißt hätte Enders ein gutes Geschäft gcltabt und könne sich nickt in Notlage befunden haben. Ter Mann steht in den fünf- zigcr Jahren. -- Verordnung über da» Schlachten von Kälbern und Schwrinen. In Lussührung einer Verordnung des Bundes tats wird vom hessischen Ministerium das Schlackten von sichtbar trächtigen S a tt c n , sowie von Kälbern im Alter von weniger als 8 Wochen bis ans weitere» verbo- t e n. Diese Verbote finden nur dann keine Anwendung, wenn cs sich tun Not-Schlachtungen handelt, oder wenn die Tiere aus dem Ausland eingefllhrt sind, Ilebertretnngen der Verbote werden mit Geldstrafen bis zu 150 Mk. oder mit Hast bestraft. — schlecht«» Wette« Während an den Weihnachtsseiertagen da» beste trockene Wetter herrschte, da» Ausslüqe in» Freie crmüg lichte, begann c« am Ton mag abend zn regnen und es hörte gestern den ganzen Tag nicht aus. Ein Hundewetter, das jedem unangenehm ist. bclondcrs ober denen, die genötigt sind, im Freien »tt arbeiten oder über Land zu marschieren. — Tie Musterung der Militärpfllchtigen des Fahrgangs 1015 findet in Gießen in der Turnhalle der Siadtkitabcnfchulc, Rord- anlagc, statt und zwar an folgenden Tagen: Tamstag, den 2. Fanuar INI',, vormltlag« 7% Uhr, für die Militärpflichligen aus den Gemeinden Allerishausen, Beltershain, Elimbach, Geilshausen, Göbelnrod. Grimberg, Harbach. Kesielbach, Lauter, Lindcnstruth, Londorf, Lumda, Oden- Hause», Qncckborn, Rciiihardshaiti, Niiddtugshaulen, Taafc», Ttangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain, Aibqch, Bellersheim, vettenhaufen, Birklar, Dors-Gill und Ebcrstadt, Montag, den 1 Fanuar 1915, vormittags 7', Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden ElttnaShaiifen, Garbentcich, Grüningen. Haufen, Hulzheim, Hungen, Fnbeiden, Langd, Langsdorf, Lich, Münster, Mufcheuhetm, Rieber-Befsingen, Rönnet,roch. Obbornltofcn. Obcr-Bcsstngcn, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim, Röthges, Stcinbach, Steinhcim, Trais-Horloff und Utvhe, Dienstag, den 5. Fanuar 1815, vormittags 7». Uhr, für die Militärpflichtigen der Gemeinden Billingen, Watzenborn- Ttcinbcrg, Allendorf iLahnj, Ullendorf , Allen-Bulcck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden, Dau- bringen. Großen-Buseck und Großcn-Lindcn, Mittwoch, de» 8, Fanuar 1 öl5, vormittags 7% Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden Hattenrod, Heuchcl- llcim, «lein-Lindcn, Lanq-Göns. Lcihncstern, Lollar, Mainzlar. Oppenrod, Rciskirchen, Rödgen, RutterShaulen, Staufenberg, Treis (Lumdaj und Trohe. Donnerstag, den 7. Fanuar 1817«, vormittaas 7'/- Uhr. für die Militärpflichtigen auS der Gemeinde W-cleck und diejenigen aus der Stadt Gießen. die in den Fahren l881 und früher geboren find, Freitag, de» 8, Fanuar 1815, vormittags 7'/, Uhr, für die Militärpflichtigen ans der Stadt Gießen, die im Fahre 1*85 geboren sind, > Fn den oben genannten Terminen haben pünktlich zu erscheinen: 1. alle Militärpflichtigen, die sich überhaupt noch nicht zur Musterung gestellt haben, 2 , alle Rilitärpslichiiqen. die beim «riegserfatzgclchäit zurück- gestellt worden sind. Zu den Militärpflichtigen gehören auch dieienigen Personen, die im Besitze des Berechtigungsscheines zum einjährig-freiwilligen Dienst sind, — Unterflützungsgeluche. Bon Berlin auS wirb bekannt gegeben: Untcrstüvungsgcsttchc von ehemaligen Heeresangehörioen des Mannschaftsstandes und von Ilntcrbeamten der Militärvcr- ivaltung sowie von deren Hinterbliebenen werden noch immer bSnsig unmittelbar an das Krieasministerium gerichtet, lieber derartige Gesuche haben aber bestimmiingsgemätz die örtlichen zu- ständiget» stellvertretenden Keneralkommando» allein und endgültig zu entscheiden. Um Ber- zöaerungen in der Beförderung der Unterstüdungsgetuche zu vermeiden, kann den lllkiuchftkIlern in deren eigenem Fnteresie nur dringend geraten werden, sich gegebenenfalls an da» für ihren Wohnort zuständige Bezirkskommando zu wenden, das die lsefuchc dem vorgelcyten stellvertretenden Generalkommando vorzulegen bat. Die Bewilligung von wciterenBeihilfen erfolgt durch die Z i v i l b c h ö r d e n, Iscsuck-c um diese Beihilfe sind daher stets an die OrtSbebörden zu richten. Eingaben an das SrieqS- ministerium sind zwecklos, da diesem eine Einwirkung auf die Ent- ichlichung der Zivilbchörden nicht zufteht. Durch Eingaben an baS 8riegsministerium geht nur unnötig Zeit verloren, siicwichtsüberlchreitung bei Feldpostiendvnqev, Tie bei porto- psiicktigcn Feldvosisendunoen zugelaifene zehnvrozentige csewichtS- übcrfchrcitung ist bei porkofrcien Feldpoftt'enbungen in Privaiange- leocnheiten nicht zulässig. Tenbuvgen in Privatangelegenheiten im Gewicht von S1 bis 51 "ramm kosten deshalb 10 Pfennige. Sugellchuftponzer, T'r Stellvertretende Sommandierenbc General des l8, Armcekorv» erläßt folgende Bekanntmachung: Fn zahlreichen durch die Zeitungen veröffentlichten Anpreisungen werden zur Zeit «ugelschuvsanzer der verschiedensten Art zum Verkauf gestellt Diese Schutrpanzer ersiillen durchweg nicht den vcr- iprochcnen Zweck, sind vielmehr, wie ein Versuchsschießen auf den von einer Firma 8 Tckneider u. Eo,, Maschinenfabrik, Roschütz i. S,, in den Handel gebrachten „Kugelschuy gegen Jnfanterie- Geschosie" beweist, dazu angetan, schwerere Vcrwundungeii h«r<- brizusubren, Abgeseben hiervon sind sic auch geeignet, den Träger in ieiner BewegungSsreibeit z» hemmen »nd ihm dadurch die Erfüllung seiner Ausgabcn in erheblichem slaßc zu erschweren. Vor Ankauf wird geivarnt. — Die Auszahlung der FamilienualerstUßungku für znm Heeresdienst Einberufene» für 1,- l5, Fanuar 1815 findet an nach- aenannie» Tagen vormittags von 8—1 Uhr im Stadthaus, Zimmer Ar, Ist, statt: Samstag, den 2, Fanuar, Montag, den 1. Fanuar. Dienstao, den 5, Fanuar, Mittwoch, den 8, Fanuar, Donnerstag, den 7. Fanuar, Freitag, den 8. Fanuar. Siadttdeater. Reeh-uals sei aus dir heucige Ausiithnuizi d«S neuen VesikSItistlpi,-!«» ..Der Ichl aaba i. m" von Heinrich Lee hiugrnüeleii. D.c Anffühvunzi dieicr Rcuhrit paßt auch desi>tib l>e- sond.-r» gut ki di« Sliimuuiip dieser T tge. weil der letzte Akt in der Silvcstrriiacht spielt und mit dein Fallen de» .Sck.l-,->,tbaumes- die Aussicht auf eine bester« Zukunft für Deutschilaiid erschließt. Kreis iveßlar. X Aus französischer Gefangenschasl. Fm Wetzlarer An,zeiget w,rd «in Vries eines WetztorerS abgedruckt. d:r sich «n Hospital in Totilousc deftiiHet, Der iiteviunudelc und ltzesongene <«S ist ber Lohn des Mechaniker» Brvmvxcher in Wetzlarl schreibt u. a.: „Tic tkrpil<,Tttim ist nur gut. Wir hatten AiFangd dnuische Aerzle uiid Sanitäter, weiche ictzt ober e»ie->:elies«rt worden stich. Fetzt >8xn wir eine» französisch-:,! Arzt, d.r in Üastel in Grlauzleuifchast ivar. Dieser verficht tn ,» o>t mir deutscktei» IKI-cheri^ sodaß nur ies«t kön« ne». Auch lvrt-cu wir alle Tage l *--■ Stunde einen Vorleser, Mehr kann inan nicht ve,;angetn Dies zur Beruhigung aller derer, die Angchürigene nt der G.lai»»:n-silx>!t I>al»en, Alle Pakete uich auch Geld konuneu gut au, Ranch,rn cht aich erlaulst. Auch iterbctt die Wiutsckc der G.-fai-genen. wetm sie Geld t-azu haben, all« crftilll. Da» Wetter ist g-rosiarrig. Der Fnihliuzg beginnt,'' Bon Nali nnd Fern. 8n. Darmftadt, 28, Dez, Geiverderal Löser von der hessifcheii Geivert-einspekitoii ist heut« nacht im Alter von etiva 50 Fahren unerivarlet an einem Herzschlag« verschieben Frankfurt a, SM., 28. De, We i h ii a ch t s se i e r, Der Sozial- demokraiische Verrin für den Wahldvci» Frankfurl a M, veranstaltet« am ztveiien Wc-Hnachtotage für die Minder seiner >m Felde stehende,i und arl'cusloseii Mitglieder rin« Weihnachtsfeier, die in ihrer Größe und Eigenart tut-M einzig das«Heu durste Durch sreiwillig« Spendet, von gut situierten Genoste» und btingerlickien Personen, die im» nahe sielten, ivar es mügiich. jedem eiu.zelnen der ea 1V00 Kinder ei« Ickivues Geschenk zu geben mid ihnen so eine Wcihnachtssretide zu iiiaä>:ti. Das Eutgegenkontnien des Geueral- komuiaudos crmögilichte cd, das Fest in der rirfeugrobcn städtisckien Festttalle, bte eben niilicäriicheit Ziveckcu dient, obznh-tiren. Fm Parterre nghineu di« Sinder an gedeckten Tischen Platz, um sich zunächst a» Kakao und Wcihn,tcht>>gebäck zu >at»eit. Für di« Er- ivachsenen ivareu besondere Plätze vorgeiehen. Ein gantze« Heer von Genossiniteii und Gcuosten war nötig, tun all die tausende Kleinen und Großen in Ordnung ,»t hallen. Rach der Bewirtttng setzte da» Pregv>tat»t et» Musil- nitd (sesangsvorträgc ,vcck>s«I1en ab, die di« fröhlich« Kindersihair sreudiq ausnohm, Di« Festrede hielt RctchStagsabgcordneter Genosi« Dr, Ouarck Den Schluß bildete der geotcinlame lihefaug von ,O TaiNieubmu»", Dann kam die tkierteilung der Ge leiten kc, dl« disirikt»n>eif« und nach Alter tmd Geschlecht der Kinder geordnet waren. Rcl>en diesem Itzefchenk lx- kamen die Kinder miel, di« Taste, au» der sie Kakao getrunken hatten. Dies« Tasten ivareu beionder» zu dem Fest angeserligt ivordeu und tragen eine Wtdntung de» Sozialbemokvatiiche» Vereins. So halxei bic Kinder auch ei» äußeres Zeichen an bte Weilm-ichisseler 1811 Das Fest selbst wird sicktrrlich allen TeNnehmerti als em lichcc» Zeichen in dieser schiveren Zeit in bleibender Erinnernng sein. —• Der Feier wohnten ». a. auch Eiertreter de« Generatkominando», de» Magistrat» und der Kriegsliirsorge bei. — Da» Geld im Strumpfe. Ai :■ Zerbst berichict die Maode- bttrgiiche Zeitttnzzt .Kommt da dieser T-nge ei» altes MitUerchmt auf» hiesige Polst:,mt, um auch ihr Gold gegen anderes Geld ciuzu- ta-uschcn Der Schallrtheonttc i-st natürlich gern dazu l>ereil. und nult packt das Mitliercheit ein siluoeves Taschentuch au» dem Korb« mH legt dem 2'coiintcn sage und schreibe 51100 Mark in eitel Gold stücken dahin. Er gibt der Frau 800 Mark davon zurück, da er nicht mehr Geld zum Einwcchselit hat. Auf den Rat eines Herrn gelte dar- MiU!cnck;cn nun mit bem übrigen Golde zur Landee-l-ank. tun auch diele» «iiiztttauischttn. Befragt, wie sie mit ciuenrnsttl zu so viel Geld konrnte, entgegne.« d°« <>l,< Frau, das Gold ltabe sie sckton so lange liegen, al» ihr Monn tot sei, iniirjtdt — 2 1 Fahre Al« man ihr riet, doch nicht so viel Gelb im Haus« zu brhallen. ivo es gestottieu oder durch ern-en Brantid vernichtet werde» könnt«, lehnte di« Frau mit dem Bemerken ab: „Fch will cs nia-ii lieber mit zu Hanfe Nihmcn. ES liegt ja dort schon so lange." Und so tat st« auch. Hält« bic Frau das klente Kapital zu -1 Prozent trgcnhiva verzinst angelegt, so hätte e» sich in 25 Fahren gerade verdoppelt Telegramme. riilscsbcrlcht Scs Wroficti ■ömiptpürticrö. Zurück,leschlaqenc Angriffe im Westen, fortschreitende Angriffe im Osten. 5>'li, Grones Hauptquartier. 28. Tez., vorm. (Amtlich.) W e ft l i ch e r Kriegsschauplatz: Bei Rieuport erneuerte der Feind seine Ängrisssversuche ohne jede» Erfolg. Er wurde dabei durch Feuer vom Meere her unicrftützt, das uns keinerlei Schaden tat, dagegen einige Bewohner von W e st c n d e tötete und verwundete. Auch ein Angriff des Feindes gegen das Gehöft St. Georges, da» er in feinen offiziellen Mitteilungen als^in feinen Händen befindlich bezeichnet bat, scheiterte. Südlich Upern wurde von uns ein seindlichcr Schützengraben genommen, wobei einige Dutzend Gefangene in unsere Hände fielen. Mehrfache starke Angriffe des Gegners in der Gegend nordwestlich A r r a S wurde abgcwicsc». ^ _ Südöstlich Berdun wiederholte der Feind seine Angriffe, ebenfalls ohne jeden Erfolg. Tas gleiche war der Fall bei seiner Absicht, die gestern umstrittene Höhe westlich S e n » h e i m zurückzugewinnen. Oestlicher Kriegsschauplatz: I» Ostpreußen und P o l e n, nördlich der Weichsel nichts Neues. Aus dem linkenWeichseluser entwickeln sich unsere Angriffe trotz sehr ungünstigem Wetter weiter. Tie oberste HeereSlettung. Der Kampf im Westen. Frankreich hat, wie der Temps berichtet, einen großen Teil seiner Landwehr, die im Süden in Reserve stand, an die Front geschickt. Die Kümpfe toben jetzt am heftigsten bei Sennhcim und Altkirch im Elsaß sowie bei Perthes les Hurlus in der Champagne, dagegen ist in Flandern wegen des dichten Nebels nur ein Kanonenduell möglich, außerdem hindern die Überschwemmungen südlich Niciltzor! und D>x- muiden jedes Vorrückcn. Ein 30 Kilometer langer, 4 Kilometer breiter Streifen südöstlich von Tixmuiden steht vollständig unter Wasser. Jenseits von Apern haben die Teut- .scheu in den Wäldern starke Laufgräben angelegt. Beschießung von ^»»rues. Amsterdam, 28 2t’,. (ßtr. Frist.) Tas Handclsölad ücridxtct: Aus London wird der Ted gemeldet, daß die T r u t s ch c » ivährend der Weihnachtstage eine Twnde lang Fernes, das Hmiptqua.ticr des belgischen Heeres, beschossen. Ti; meisten Projektile scirn ins Wasser gcsallen, ohne Schaden zu tun, e.n Hans sei vcrmiisie! worden. Sellsttvcrständlich wurde auch wieder die traditionelle Frau getroffen, die einen Arni verlor. Deutsche Flieger über Calais. London, 28. Tcz. (T. U.) Nach einer Tcposchc aus Calais ist am ersten Weiimachtsseiertage ein deutsches Flugzeug über Calais erschienen, offenbar mit dem Aufträge, die Stärke der dort liegenden englischen Flotte auszukundschaften. Infolge des nebeligen Wetters dürfte der Fliist jedoch in dieser Richtung erfolglos geblieben sein. Mehrere Bomben wurden heruntergeworfen und richteten ziemlich erheblichen Schaden an. Ter Flieger entkam in östlicher Richtung. Die marokkanische» Tpahis von der Front zurückgezogen. Lyon, 28. Tcz (WB. Richtamtlich) Progrös meldet aus Paris: Ti« marokkanisch:» Späh iS sind von der Heeresocrwal- tung von der Front zurück ge.zogen worden, da sie sich für den Dienst in den Schützengräben und für den Crdkrieg als unverwendbar erwiesen haben. Progrls erklärt, es handle sich keineswegs um ein« endgültige Außerdienstsetzung. Tic Seeresvrr- ivaltuiig warte ein« ltelegenhcit ab, wo sic die kriegerischen Cigeu- lschaften der Spahis gewinnbringend verwerten könne. Die Beschiefrung von Whitby. . Zürich, 28. Dez. (WB. Nichtamtlich.) Tie Zürche>- Zeitung bringt einen ausführlichen Bericht des Wochenblattes twu Whitby voni l8. Tczcmber. wonach der den Null,«» der historischen Abtei zugefiigtc Schaden g a u z g c r i n g s ij g i q >st. Es Sei bemerkenswert, das? der erste Lssigicr der .Küsten mache gcrickstlich aussagte, seiner Ansicht nach seien sämtliche Schüsse ans die Signal- und W a ch t st a t i o n gerichtet gewesen. Wenn einige Schüsse zu weit rechts gingen, so müsse dieser Umstand einzig dem Schivanken der Schiss« zugeschrieb.'n werden. Tie Einnahme von Lowicz. Tag Loluicz, einer der wichtigste» Cisenbnhnknote»- hunklc im »ördlichcu Polen» von de» tnpsrre» deutsche» Truppe», die uulcr dem Beseht des Gciiernllcutunnts v. Morgen kämpscn, r i u g c u o in m e u luvrden ist» hnbcu die dcutschcii Tagesberichte nicht ausdrücklich verzeichnet. Wir wissen» wie knapp die Berichte von unserer Lstnrnicc laute» und dasi sich hinter den kurzen Sätze» lvichtige Erfolge ver- bergen. Cincm russischrn AnUetin >o«r ohne lvcitcrcs zu rnt nchmen» dass Lolvicz i» deutschem Besitze sein musste, lieber die Besetzung dieser Stadt gibt folgender Feldpostbrief eines tut Cftcn kämpfenden Offiziers einen nnschnnlichen Bericht: „So sind ivir denn nach litägigen schiocren Kämpfen in den Besitz von Lowiez gelvmiuc». Tic Stadt, die die Russen zur Festung ausgcbaut hatte», ivurde von ihnen als Tchlüssclpuukt ihrer gan-rn Bznrahelkung hartnäckig verbekhfgf. Nack, mnmlcr-- drochcneu finstre »gangen rnid Kämpfen unserer Truppen, und nachdem wir Schnellbrücken über den Bzurakanal geivorsen hatten, konnten wir endlich in die durch unsere Artillerie und besonders die österreichisch-ungarischen Motorkutter,«» ziemlich mitgenom- uiene Stadt «inrückcm Am Abend kamen wir aus dem großen Platz an. wo dieRes:rvc dos Korps stand und Wachtjeucr ange- ziindet hatte. (?* war ein wunderschönes Kriegsbild. Aber als dann, nachdem nufer Kommandierender, General v. Morgen, ein- gcritteir und at„ Postgebäude abgeftiegen ivar und alles auf ihn zustllrzle, um ihn zu dem Erfolge seiner heldenmütigen' Truppen zu beglückwünsche», nun plötzlich die Mannschaften den Choral von Lenthe» anftimmtcn — das war einer der ergreisendsten Augenblicke dieses ganzen Krieges." In der Tat soll der Besitz von Lowicz (spr. Lvwitsch) für oic dcusschc» Heere von sehr großer Bedeutung sei» und es ist danach anzunehmcn» daß bald neue gute Nachrichten vom östlichen Kriegsschauplatz komme». Tie Russen sind unzufrieden mit ihren freunden! Amsterdam, 28. Tez. (Ctr. Frkst.) Wie der Nieuive Nolterdvmsche Courant aus London meldet, enthält die Rtorning Post ein Telegramni ans Petersburg folgenden Inhalts: Die Bevölkerung hier zeigt sich mehr und mehr un- befriedigt über den Anteil» den das westliche .tzeer der Bundesgenossen an dem Kriege nimmt, das die Deutschen nicht aus ihren Stellungen wirft, nun >vo die Hauptmacht des deutschen Heeres sich ini Osten besinde. Man glaubt in Petersburg, daß die Verbündeten im Westen stark genug seien. Die Morning Post eu t sch u l d i g t in einem Leit- artikel die Perbündeten an der Westfront damit, daß der Anteil Englands hauptsächlich darin besteht, ein Heer zu- ''ammenzustellen, während es von Joffre nn vor sichtig sein würde, eine große Schlacht zu Migeu, bevor England über eine große Macht verfügt. Der österreichisch-nnginifche Tagesbericht Wie», 28. Dez. (WB.) Amtlich wird verlautbart: 28. Tez., mittags. Nördlich des T u k l a - Pa s s e s wichen unsere Truppen den Angrisscn der Rüsten in Stellungen näher am Karpathcnkamnie aus. Zwischen B i a l l a und D u n a j e e im Raume nordöstlich Z a k I i c z y i, wurden sehr heftige A n g rif i c des Feindes abgc - wiese». Sonst hat sich aus dem nordöstliche» Kriegsschauplatz unserer Front nichts Wescnilichcs ereignet. Fm Süden herrscht, vo» einigen Greiizpläutereie» abgesehen, vollkommene Ruhe. Tic Serbe» sprengten wieder die T c m - l i » e r B r ü ck e. Ter Stellvertreter des Chefs des Gencralstabcs: __ v. Söser. F eldmarschalleutnaiit. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm & Cie., Gießen. Druck: Verlag Osscubachcr Abendblatt, G. m. b. H., Osscnbach a. M. Holzvcrstcigcrmlg im Gießener Siadlwald. s,Forstwartei Gieße» III. Forlwart Geisel-Gießen > Montag, den 4. Fanuar Istlö, vorniittags 8)4 Uhr beginnend, ivcrdcn in den Waldungen der Stobt Gießen in den Tistriklcn Fuchsbau, Weißcrbcrg, Ruhe und Hölle (Abt. 71—74) versteigert: Ausruf. Als eine wichtige Aufgabe der Kriegsfürforge hat sich die Schaffung von „Toldaten- helmen" erwiesen, die de» i» den Lazaretlen verpflegten Berwundele» und den zu ihrer Erholung Beurlaublen, aber auch sonstigen Angehörigen unseres Heeres während ihrer freien Zeit einen behaglichen Aufenthalt und Gelegenheit zum Lese» von Zeitungen, zum Spiel, S9rief= schreiben, gegensciliger Aussprache und sonstiger Nnlerhallung bieten sollen. Auch für unsere Stadt ist mit Beginn der kälteren Jahreszeit, die einen längeren Aus- enthalt im Freien nicht mehr gestaltet, die Bereitstellung einer solchen Erholungsstütlc besonders dringlich geworden. Wir glauben in dem unteren Stockwerk des früheren „Cafü Ebel" die geeigneten Räuinlichkeiten gefunden zu haben und haben dort, mit dankenswerter Genehmigung des Garnisonkommandos, vor einige» Tagen ein „Soldatenheim" eröffnet, das den Soldaten, insbesondere den Verwundeten und ihren Angehörigen täglich von 10 Uhr vormittags bis 8'/» Uhr abends offen stehen soll. Freiwillige Helfer habe» ihre dauernde Mitwirkung bereits zugesagt. Anqestchts der in die Augen fallenden Hlotwendigkeit eines solchen Keims für unsere braven Krieger, denen das Paterland fo unendlich viel zu verdanken l)at, hoffen wir keine Keljlbitte zu tun, wen» wir asse Kräfte unserer Stadt auffordern, zur Bestreitung der »icht unerheölichen Kosteir für Miete, Hinrichtung nnd Bnterkaltnng des Sotdatenheims nach Kräften veizusteuern. Beiträge werden von der iffefchäftsstcllc der Hkerstefstschen Polks- zeitung entgegengenommen. Der Ausschuf; für Errichlttttg eines „Soldalenheims": Beyer» Tclan; Bücking, OandgerichtSdircktor i. P.; Friedberger, glablUfrotbiitttr; Geh. Hosrat Pros. Dr. Fromme: Fuslizrol Grüiicwal», Beigeordneter: Dr. (Süngertch» Landgcrichisprasidcnt; Geh. Hofrat Pro». Tr. Haupt, Univ-Bibliollieks-Tireklor; Geh. Kommerzienrat Heichellicin,; Tr. Hirschfeld, Provinzialrabbiner: Frau Pro». Höhlvau»,; Hof,»au», Oberstaatsanwalt: Emil Horst, Fabrcknnt. Frau Rechnnngsrni ttalvstctlcki; Keller» Oberbürgermeister; Pros Tr. König; Lange, Bnchdrnckerci- besitzer; Frau Odcrstlcntnaut Naumann, Vorsitzende des allgemeine» deutschen Franenvercins, O.-G. -Gicgcn: Tr. Sander, Provinzial-Rabbiner; Geh. Mcdiziualral Pros Tr. Sommer, Rektor der LandcS- nnivcrsilät; Wilhelm Schnelder» Rentner; I». Lckilosfer, Geh. Kirchenrat; Schwabe, GarnisonSpfarrcr, Oberstabsarzt Tr. Sieger«, Lazarelldirektor; Gchcimerat Dr. Uflnger, Piovinzialdirckloi; Wiener, Landgerichtsrai und Vorsitzender des Zweigvercins Gießen vom .Roten Kreuz". Ulg. Deutscher Frauenvereio Ortsgruppe Gießen. Attskrmftstette für Frauenberufe. »rauen und Mädchen erhalten mieiitseltllch Rat und Aus. kunst für alle Berufe im alten Rathaus, Marktplatz 14. Dien». tagS nachm, von 6'/ a —7‘/ a Uhr. Rkchtsschiitzsttlle. Franc» nnd Mädchen erhalten unentgeltlich Rat nnd Auskunft in NcchlSangclegcnhcitcn im alten Rathaus M arktvlat, 14 Mittwoch nachmittags von 6H, bis 8 Uhr. Ankauf« Alteisen, Lumpe». Knochen, Papier, Kupfer, Messina, Zink, Zinn, Blei, bei Louis Nothcubcrstcr Ncnenwea 22. Direktion: Herma»» Strinaocttcr TicnStaa. 2i>. Dezember I8l4, »bcndS K »hr: 7. Dienslans-Abonn.-Vorstclluug Neuheit: Neuheit k An Sdilaßbnnm Volkslustspiel in 4 Akten von Heinrich Lee. Gewöhnliche Preise (ermäßigt). Ende gegen 10’/, Uhr. ?T> C'chenstämmc sGrustcnhokzf mit 2.71 Festmeter, 18 Birken stämme mit 2,8» Festen., 82 Ekhcu-Dcrbstanyen mit 1,75 Fes^ (sämtlich Wagncrholz); 260S Fwüen-Tcrbswngrn mit 87,16 Fesch, ^ 1274 F,chtcn>-Rcißstm«gcn mit 14,!b! Feftm., Ist» Fichten- Bohr«y, stangci, mit 0,9 Fcstm., 8 Rmtr. Kiefern-Rmrdscheitl^Iz, st sttmtrj Bucheih-Klüippclholz, 1<),7 Mfmtr. Cichen-Knüppelholch 11.4 stlmtr' Birkcn-KnüppeUwl-z, 2,2 Mlnrtr. Evben-Knüppell>olz, 27.» Rm.tr' K esern-Knüppeiholz. 4 Rmtr. A-p:»°KnüppclhoI>z, 150 Wellen Buchen-Rcisiz, 1)220 Wellen Cichen-Reistg, :)20 Wellen Birken-Rcisig darunter 90 Wellen Bcsenrrisig. litt«) Wellen Kiefern-Re, st ge 210 Wellen Fichten-Reifrg, 2 Rmtr. Frchten-Ttlckholz, 4,4 Rmtr. Kiefen,- Slockholz. 1 Die Zusainmcnkunst ist ans der Wannenschncisc an der Kreuzung mit der 7. Schneise. Gießen, Sen 28. Dezember 1014 Ter Oberbürgermeister: F. V.: G r ii n c w a l d. Bekarmtmachnnq. Aus der Plockisü,«,, Tiistung ist eine lebensläuglick,« Psriindc au eine in Gießen geborene Person zu vergaben. Dieselbe ist gehälte», üt die Provinzial-Siechen,anflait einzulrcten. Meldungen nimmt das Städtische Avinenamt, Astcrwcg st. Ins zum >. Februar 1015 entgegen. Gießet,, den 28. Dczcnrbber 1914. Ter Oberbürgermeister: iArmcnvcrwaUuug.j F. A.: Schenck zu Schweinsberg. j Bekanntmachung. ^ Tic 2l»szahl»»g vo„ Faiiiilicunuterstützungc» für zum HecreS- bicuft Ein beruf« IHM für 1. — 15. Januar 1015 findet an uachge- nmmlen Tagen vovmiltags von 8—1 Uhr in, Stadthaus, Zimmer 16, statt; Samstag, den 2. Fannar. Montag, den, 4. Fanuar. Tieustag, den 5. Fanuar. Mittwoch, den 6. Fanuar. Donnerstag, den 7. Fanuar. Freitag den 8. Fanuar. Gießen, den 28. Tezentber 1014. Ter Oberbürgermeister: '_ Keller. Verstorbene. Prof. Heinrich Willy Schmidt in Girßsn. — Frau Anna Marie 2 i 1 , den ft t u t h Witwe ged. Weimar >>« Heuchcihcimr. — Georg Reinhardt III. in Wctziar-Riedergirmrs^ 82 Fahre alt. empfehlen wie ^ Punsch-Essenzen Arrac, Rum, Ananas, Portugiesen Fl. 1.90 Fl. 1.— Passen-Rum -/, Fl. Mk. 1.25, 1.45, 1.70 Fl. Mk. -,6!{,-.73, — ,ft5 Echter Rum de Jamaica >/, Fl. Mk. 4.- Fl. Mk. 2.40 Arrac de Batavia >/, Fl. Mk. 3.90 Fl. Mk. 2.15 Arrac-Verschnitt Fl. Mk. 1.35 Roter Tischwein 1 Rhone-Wein ' Ingelheimer St. Estephe m*b.) St. Emilion Schaumweine: Beinhardt Henkel, Kupferberg, Mercier Rhoin-und MoseSweine beliebte preiswerte Sorten lt. Speziallistc. NB. Alle Preise cinschi. Flasche. Verkaufsstellen in Kiessen ll„I.»l>,>l-I,!>-"><- 26. I.iHlwigstrnHse 20. Walltorstrnxue 24. Neujahrskarten Oberhessische Volkszeitung, Giessen in enormer Auswahl und allen Preislagen Bahnhofstrasse 23