berWsche $oIf^ntnng Drgan für die Jntereffcn des werktätigen Volkes ber Provinz Obcrheffcn und der Nnchbargebicte. Dt- 0*tr»«rm<*. 0*11» »ttMr», rrldirnl ,eden ©erftas «denb tn mtbaL te Oww^ Mcyi betrat -ochenUich 15 Wfo. «oratio tu Sßta. 00(41 ©rtnoerlotm. Durch die Poll deiogen »>rrteIiäbrl.lLOMt, N-daktl»» Bit «tmcbilion ®lrte». v-dnd-Nlral,- 22. »ifr VtUxntaRc. r-l-»d»» 2008. »nitrate kosten die 6 mal aefpalL flolondjrüt oder deren (Kaum 15 Via. Bei größeren Austeägen Rabatt Anzeigen wolle man dt« adeodck 7 >dr lür die (olgende Summet m der Expedition ouisede» Nr. 298 Gicßcu, Milllvoch, Den 23. Trzcinlicr 1914 9. Jahlflaug Der Krieg gegen «nglanv. ttntcriccboolc gegen Handelsschiffe? I» einem Interview mit dem Berliner Vertreter der amerikanischen United Pres,, das von der Vossischcu Zeitung verössen: licht wird, hat der Staatssekretär des ReichSmarineamts, fcevr o. Tirpitz, einen deutsche,, llnlerseekricg netten die feindliche Handelsmärine annefiinbint. Die ciitscheidende Stelle der linier- rednnq wird von de», Vertreter -er ainerikanischc» Pretzagentnr, Herrn v Wiegand, solgendermasle» wiedcrgegebcn: ..Amerika hat seine Slinime zum Proteste „ich, erhöhe» »nd menin oder gar Nichte- unternommen qeacn die Schlich» nun der Nordsee fiir die ncntralc Schifsahn dnrih Engiand, Wae- wird Amerika nun sagen, wenn Deutschland einen ll n t c r s c e b o o t k r i e a gegen alle s e i » d l i ch e n <’ n nji r I 6 | ,1) if f e erklärt?" 3o sragte mich Grobadmiral v. Tirpitz, der Staatssekretär der- Rcichsmarincamts, dessen bewniideriiiigswiirdigem Lrgani- sativnstalenl gum gröftten Teil Deutschland« Flotte zn verdanken ist, als ich ihn i» seiner Amiswohnnng jh einer Nnterredang aafsnchte „kr,vagen Sure Urzellenz derartige Maguahmen?" „Warum nicht! Sngiand will uns an-hungern: wir können dasselbe Spiel treiben, Snqland n »i - Zingeln, jeder- englische Schiss oder jedes seiner Vcrbiindclen, dar- sich irgend einem Hasen Snglands oder Schvtilands nähert, torpedieren »nd dadurch den gröberen Teil der Nahrung S m i t t e l z » f u l, r a b s ch n c i d c n," Sr widcrholtc: „Was würde Amerika dazu sagen? Hieße es nicht Sngland mit demselben Rah messen, mit dem c-> uns mißt?" „Hat Deutschland genug Unterseeboote, um durchzutiihrcu. was auf eine teilweise »ntcrseeboolSblockadc Snglands hiiiauS- INtift?" „Fa, in Unterseebooten gröberen TppS sind wir England überlege n." DaS Gespräch verbreitet sich dann über verschiedene andere Frage. wie über die Sntstehnng des Kriegs, wozu der Ltaats itkrelär bemerkt: „Fch war einer von denk», die nicht gl ante,i wollten, dah dieser Krieg komnien würde, Fch konnte es mir nicht vorstelle», dab die europäischen Völker sich gegen- leitig abschlachten würden," Aber erst aus dem Umweg iiber Fapa» und Amerika, wobei der -Staatssekretär die anieri- lanischc Raffe seiner Lnmpathic» versichert, kehrt die Unterhaltung zum Hauptthcma zurück: Ans den Krieg zuriickkvmmenb, kragte ich. wie lange der Krieg dauern möge, »Das hängt von Sngtaiid ab, Mo» sagt, Sngland wolle den Krieg bis aufs Meffcr, Wenn Sngiand daraus besteht, so können wir ihm dienen: aber es gibt etliche, die da hassen, England werde verständig sein und ans die stimme der Vernunft hören" DaS Wort .verständig" klang mir sehr bedeutsam, »sind Sure Erzellcnz einer von denen, die diele Hojsnung hegen?" Sr antivortetc mit der Gegcnsragc »Glauben Tie, dab Sngland verständig sein wird?" »Das bängt davon ab, was Sure Erzcllenz mit dem Worte „verständig" meinen könnte»: falls Geneigtheit Snglands tu einem frühzeitigen und angemessenen Frieden, so bin ich im Augenblick nicht besonders optimistisch," »Nein, ich bin nicht einer von denen", gab er als Antwort aus meine erste Frage, ohne dabei seine eigene zu definiere», „Dann nehme ich an, das, Deutschland den Krieg nicht bis zum bittersten Sude, oder, wie Sure Exzellenz sagten, b i S anfs Messer siihren wird." »DaS ist gewib nicht unsere Absicht oder unser W»»!ck- Abcr wen» Sngland daraus besteht, den Krieg bis ausc Messer zu siihren, so werden wir natürlich m i t t u n." Herr v, Tirpitz kommt dann wieder auf die Untcrsccbovic zn 'rechen, wie aus einen Gedanken, der ihn völlig beherrscht Sr ahmt ihre Leistungsfähigkeit, ihre Zahl — wobei mitgcteilt wird, aß 40 neue Boote vom groben VOü-ronnentnv In an sind. Dann schlicht die Unterredung höchst dramatisch: „Wird die deutsche Flotte sich der englischen zur Tch l a ch l st c l l en?" »Wenn die Sngländcr uns Gelegenheit zur Tchlacht geben, gewiß, Kann man aber erwarten, dab unsere Flotte. die an Zahl nur rin Drittel der englischen anSmacht, eine fiir fic un günstige militärische Gelegenheit benutzt und die englische zur Schlacht h c r a n S s o r d e r I ? Tovici wir wissen, liegt die Flottc der englische» Grobkampfschisse aus der Westseite Snglands In der Frischen Tee." -Ist etwas Wahres an den Berichten, daß eine Fnvano» Snglands mit Zeppelin-Luftschiffen vorbereitet wird / »Ich glaube, c i n U n t e r s c c b o o t S k r i e g gegen englische Handelsschiffe ist eher noch wirksame r," Auch die Norddeutsche Allgemciuc Zeitung gibt die baup, ckilichstcn Ttellcn des Fittcrvicws wieder, woraus allerdings mau schließen ist, dah die Aeußcrungcn des Staatssekretärs amt n chc» Erklärungen gestempelt werden sollen. Doch kann ma, S lichcr onnchmcn, dab die Ankündigung des UnterlcekriegS gegen : scindlichc Handelsmarine mit Zustimmung des Reichs inzlers erfolgt ist, denn es wäre ja midenkbar, da,, cin- tioi, von solcher Tragweite von einem Vertreter eine« einzelnen -morts ausgmge ohne Einverständnis mit dem höchsten ver.-.u, »rtlichen Beamten. Der Ernst der Ankündigung des Herrn v, Tirpitz dari alio U" letsch ävt werden, sic wird auch zweifellos im Aus °e>onderS ,n Sngland, grobe Erregung Hervorrufe, . rr v. Wiegand hat dem Staatssekretär aus seine Frage, was vom Weltkrieg. Amerika zn einem solche» llnterscetrieg gegen die Handelsmarine sagen würde, keine Antivort gegeben, Zwcisellos würde Amerika dazu sagen, dah ein solcher Krieg nicht möglich sei, ohne H i n - w e g s e v u n g über alle völkerrechtlichen B e s« i m • in n n gen und über alle gellenden Regeln de» Seekriegs, Darüber würde cs wohl weder in Amerika »och sonstwo Mei»N„gsv»i kchiedenheitc» geben. Die Freunde Deutschlands würden freilich hinznsiigcn, das, Deutschland durch Englands völkerrechtswideiges Verholten eben in eine Lage geraten sei, die es ihm gleichsalls unmöglich mache, das Völkerrecht zu respektieren, llnterseebvoie sind au» technischen Gründen nicht imftgnde, nach ?lit der Kreuzer -,u verfahren sic könnten der Mannschasi eine» Handelsschisses keine Gelegenheit gebe», ihr Leben in Sicherheit zu bringen, sondern sie mitfeen die ihrem Angriss unterliegenden unbeivassnelen Tchisse mitsamt ihrer Besatzung, zu der ja auch F r a » c u und M > nder gchürcu köuuen, unter- g ehr ii lassen Zu soichcu Mitteln der Kriegsiihrung ivnd sicher kein Tiaat schreiten, solange er sich nicht i in Z u st andc der alieränbersten, der allervcrzweiscltstcn Notwehr bcsindet. Möglicherweise Hai Herr v, Tirpitz seine Anlündigung zunächst nur als P r e s s i o » s - und B e u » r u h s g u n g S m i t t c l qc meint, um den Engländer» zu zeigen, dah Dcuischlands für den äiihcrstcn Fall immer noch einen schuh in der Pistole Hai, Lb der Hinweis aus solche Möglichkeiten die Gegner dem Frieden geneigter machen oder ob er sie erst recht zu höchster Wut anstachcln wird, innh dahingestellt bleiben, ZedcnfaUS wirb der Lärm iiber Herrn v, Tirpih in der ausländischen Prkffe sehr grost werden. « Tie englische lleverniacht bei den A-olflandsinseln. Niicl einer Miiteilnng. die der englistlie Kreuzer ,.Bristol' bei einem kurzen Aufenthalt in dem Hafen Punta Arenas gcniatsit hat, haben auf englischer seite folgende Schisse teil- genonimen: „Jnvinriöle". „Inflexible"," „tranopus", „Car- liavon", „ColMvcll". „ttent", „Glasgow" und „Bristol" Ser Kampf hat vom Lormittag bis gegen Abend gedauert, lieber die Beschädigung der englischen Schiffe ist bis jetzt nichts Näheres mitgeteilt worden, nur soll nach neuesten Äeidiiugen die Zahl der von den deulichen Schiffen Ge- relteien etiva-5 größer fein, als z» Anfang gemeldet wurde. Frankreich annektiert Tunis? Rom, 21. Tcz. (CStr. Frkst.) Gerüchtweise wird die Annexion von Tunis durch Arankreich als bevorstehend bezeichnet. «■in französisches (Geständnis. In einer längere» Studie über die Haltung der Sozial- deiiwkratie in de» verschiedene» kriegführenden Ländern, die der sranzösisclie Sozialist La C h e s n a i s iin norwegischer. Sozialdemokraten veröffentlicht und in der er sich nament- !ich gegen die Haltung der denticheu Sozialdeniokratie wen- dct. entschlüpft unserem französischen Parteigenossen folgen- des Geständnis: „Fch glaube nicht, Gif, die Niederlage Deutsch lauds die «bschassung des Militarismus in Eurova bedeuten wurde. Es blcttcu zu viel bürgerliche Fiileresicn übrig, um cs uns glauben ,zu machen. Der Rilltart; mns wird erst verschwinden, wenn das internationale Proletariat st' weit gclommen ist, dah es den 9 rikgsclbst wird besiegen könueu. Bis zu dem Tage wird es sine Verrücktheit sein, mis eine Ei-Uvassnui-g zu Ijoffcii. Wir werden Perioden haben mit höheren ober niebrigereu Miiiiärausgabe», aber die Entwaffnung neeonaiS. Das werden die Fntereffen der rerschiedcuen Bonrqeoist». besonders derieingc» der stärkeren Länder, Engloiw in erster Linie, nicht zulasien, Englaiid tan» als die Nation gellen, die die Eiitwaifimilg herbe-iwiinsitn oder ivenigstenS eine Hemmung bei stetigen Anwachsens der Militäraiisgaden, An WirHichkeit will es jekacki fein« llkber!egcnb:it aus dem Mccre ausrechterchalte». Infolge keiner geographiickcn Lage »nd seiner Jntereffen kau» es auch ein Heer entbehren■ feine sorge ist aber, eine Kriegsmarine Vt besitzen, die nicht nur die Verteidigung seruer Küsten, sondern die Hegemonie ans dem Mccre gewährleistet. Die Ausoat-gn cin-cr jeden Nation für Kriegswesen und Marine zeigen es uns: nach de» dieser Taac verössentiichten Zahlen gibt England jährlich 19Ki Millionen Lire aus. Deutsch-. iaud 140C. Millionen Mark. Leslcrreich-Unqaru X>4 Millionen Kronen. Ruxiand t^iö Millionen Lire. Frau!reich 1VSS Millionen Lire. Ftalien 6Z7 Mllioi-en Lire. Die englischen Fnteieffen sind viel z» wert verzweigt, als dah die Bouugeoisic jenes LairdrS daraus verzichten sollte, sie durch die Macht ihrer Marine zu verteidigen. Und so verhält es sich mit allen den anderen Bourgeoisien." Tos ist ganz richtig! Warm» unterstützen dem» aber h-.c 'ranzöäschcn Gcnoiscn Sngland. »ni den Militarismus — in Tentichland zu vernichten? Ist der Militarismus nickt auch in izronkreick. wo er eben wieder die dreijährige T:ru>t;eir durchgcsetzt bat. eben so schlimm, wie in Teuti'ch land? Hat Frankreich nickt Milliarden hcrgegeben für den Militarismus in Rußland? Und doch ist der Feind nur der Militarismus — in Teutsrbland! Merkwürdig Leute' Nur 7 »uleizeich-neleii Groß- brit iiinicn und Riihlaiid einen Vertrag, der die Niiabbäiigig- k>:! und Integrität Persiens garantierte. Trotz diese« Ver- r.zges aber erfolgte der russische Vormarsch auf die Türkei durch persisches Gebiet. Ter Sinsender sagt dazu, daß Rußland diesen Sinsall lange Jahre vorbereitet bat durch Aitsa.umluiig von Trupeu an der perstsäieii tffreuze und in Per» :> selbst. Ta» Verhalten Rußlands fei also noch jchtim- iucr wie das Tculschlauds im Falle Belgiens, umsomehr, als Rußland Persien nicht die geringste Entschädigung versprochen Iwlic. Im übrigen sei das Vorgehen der Russen ucui militärischen Standpunkte aus außerordentlich klug und gesund, das einzige Bedenken sei ein solche? nroralischer Natur, weil es sich „um vertragliche Verpflichztungen, die Rechte der Reutralcn, der kleinen Rationen" bandele. Interessant sind die Beuierkuiigen. die das genannte Cr,',-m wie auch der New Statesman, daS Blatt der Ebelente Äebb und Genossen, dazu mache». Tie entschuldi,zen Rußland damit, daß ja dieses Land die persische Neutralität schon vor Jahren gebroeiien Ixibe »nd nicht erst setzL anläßlich des zirieges gegen die Türkei. Daher könne das Vorgelwn Rußlands mit dem Deutschlands nickt verglichen werden. (?!) «nglaud gegen Italien. Sin römisches Telegramm der .kölnischen Dolkszeitung meldet: Aus genuesischen Kreisen mehren sick die Einsprüche gegen das Z e st h a I t e n von 21 italienischen Fra cht- schiffen. Augenbliellich werden sieben lffetreideschiffe in französischen und englischen Häfen zurückgelialten Verschic- dcne Schiffe werden gezwungen, ihre Ladung i n E n g l a n d zu löschen. Ter Sorricre della Sera fordert nncfibriitf(itfift ein energisches Vorgeben des Ministers des Aeußcrn. Rebellion in einem holländischen Gefangenenlager. Vor einiger Zeit ereignete sich in einem der Lager, in we-stheni die aus bollm'disckze Gebiet gesiucheri-.-» beigische» TolHate» interniert sind ein lrag--id»» VorsgU Die Internrcrien waren iinznsrieden mit der '-i-eizaitdlinig. die ilpien zu Teil wirs mid ikbcllicrten, indem sie die lseMiudc denwl-ierien usw. Darauf nefo die holländische Mililärwack« Feuer und lötete »e-u» Belgier. Lte- noffe Droclstra erbe» sich de», »rice.smmester gegeiriiber mit de-m bcigifchrii Gciigfsen Eam,Ile Huysenavs, der eben i» Holland war. nach dem Fniern-ierungsiager zu aeiieii, u-m den 21elgierii zu.zv- ivrcchen und sic zur Ruhe zu ermeitnien. Der Kriegsminister, der offenbar mehr aus die Kvast der Finiten als aus jienihiglu-nos- mittel vertraut«, wies das Angebot in iehrosisirr Weile ob. Fetzt hat die iozlaUxmotririifche Kamincefraktio» eine Konemission aus ihrer Rilke ernannt, welche e>n« Untrrilch.,>:g iiber dic ,-sniteiiidc in den Fwierinerungslagern vornehmen iviil mit dem Zwecke, die tieichwerden öffentlich in der Kammer zu erörtcri', Ter Aoinmiffic» gelwrcn die Gcnoffen Troalstra, Kieeritvser, »an Leenwe», Ter Scan und der Senator van Kol an, «iue Ncutralitütsverlctiung lÄticchenlauds? dlonftantinopel, 21. Tez, (W. I', Nichtanktlich. Tcrd- fchiiman i Hakkiknt erfährt, Griechenland lxibe die Srlaub- nis erteilt zur Errichtung von Stationen fiir drahtlos« Tele- graphic aus der kleinen Insel Fanar bei Mntilenc und im Hasen von Dkudros aus der Insel Lemnos, von denen die Engländer und Franzosen Nutzen ziehen. Tie englischen (Geschwader bedienten sich des Hafens von Sygri auf Myti- lcne als Nahrungsmittcldepots. Tsa Blatt betont, daß dies eine Verletzung der Neutralität sei. «in rumänisch-bulgarisches Abkommen? Nach einer Meldung des Secolo aus Bukarest, die ick mit Vorbehalt wiedergebe, soll zwischen Rumänien und Bulgarien ein Uebercinkommcn nahezu erreicht sein. Die Vertreter des Dreiverbandes würden in den nächsten -zag?» in Sofia im Anstroge Serbiens d:e unmittelbare Abtretung Mazedoniens bis zum Wardarflusse anbieten und für den Fall des Sicgtzs größere Abtretungen versprechen, Deiitschc fiir «vvarbcitcn in sranzöstschc» Siimpsrn Ter Statin erzählt mit der an «hm gewoz,-:-:, (->€fuf)I ö vcV‘t- da» 125 kricgsge sangen« Deutsche, inc "» chcmai'ge.i RcTmefitcirWofKr m Briom n, der Auvergne einzesperrt su», ,u Erdarbeiten in de» Sümpfen von Ennezat und Lalluat abkommandicrt sind. Ter Boden, so meint das Blatt, sei zwar feucht, aber die Deutsch«,i seien reichlich genährt, ivas man den französischen Gesäusenen in Dcutschlan-d ebeiefalls ipüirsche» möchte. Ter Matin ist also trotz seines Zynismus offenbar doch davon überzeugt, daß seine Teuuuziatio» die Deutsche» nicht veranlasse» wird mm auch französische Kriegsgefangene zu Sklavenarbeiten in gesundheitlich gefährlichen Sümpfen zu verwenden Die Russen in Ostpreußen. Von der Provinz Ostpreußen haben die Russen, Me dieser Tage der Oberbürgermeister Körte in der Königs- bergcr Stadtverordnetenversammlung bekannt gab, zur Zeit noch ein Drittel beseht. Sie scheinen aber in den Teilen der Provinz, die sie beherrschen, gegen die Zivilbevölkerung nicht mehr gewalttätig vorzugehcn. So teilt das Landratsamt Ortelsberg mit. daß bei ihm täglich eine Anzahl Anfragen nach dem Verbleib Angehöriger einliefcn. Ta die Postverbindungen, zumal nach dem Süden des Kreises, noch nicht überall eingerichtet wären, seien die Nachforschungen mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Zur Beruhigung der Angehörigen könne aber initgetcilt werden, daß nach den bisherigen Feststellungen bei dem letzten Einbruch der Russen in den Süden des Kreises keine Personen ermordet oder fort- geschleppt worden seien. Vom 11. bis 26. November sei das Landratsamt Ortelsberg von jeder Post- und Bahnverbindung abgeschnittcn gewesen, und der südliche Teil des Kreises sei erst seit zwei Wochen wieder vom Feinde frei, so- daß die Ermittelungen nach dem Verbleib Angehöriger erst vor kurzem wieder ausgenommen werden konnten. Nach einer Erklärung des Obcrpräsidcntcn von Ostpreußen wird ein Teil der Bauarbeitcn, wenn die spätere Wiederbcvölkcrung der zum großen Teil zerstörten Ortschaften nicht in Frage gestellt werden soll, schon im Frühjahr nächsten Jahres begonnen werden müssen, und die Materialbeschaffung hierfür werde schon in den nächsten Monaten in die Wege zu leiten sein. Oberpräsident v. Batocki erklärte in der Kriegshilfskommission für Ostpreußen, daß man mit einem Verlust von 200 000 bis 300 000 Einwohnern rechnen müsse. Ein erheb- sicher Teil der Flüchtlinge wird nicht wieder in die zerstörte Heimat zurückkchren. Zurückstellung von Mannschaften. Jur Aufklärung der beteiligten Kreise iveist die Norddeutsche Allgemeine Zeitung daraus hin. daß die stellvertretenden Generalkommandos ermächtigt sind, nach Wochen berechnete Zurückstellungen von Mannschaften der Landwehr, der Ersatzreserve und des Landsturms ohne Rücksicht ans die Berufszugetchrigkcit dann zu verfügen, wenn ein staatliches Zn!ereffe vorl,cgt oder Rücksichten aus das Allgemeinwohl dies erheischen. Den Betrieben soll hierdurch Gelegenheit geboten wcrdeit, für geeignete», nicht dienstpflichtigen Ersatz und seine Einarbeitung zu sorgen. Gelingt dies in einzelnen Fällen trotz nachivetSIich ernstlicher Beinstlmngen nicht, so können und werden die stellvertretenden Gciicralkvmmairdos Wiederholungen der befristeten Zurückstellung eiiitretcn lassen. Unvereinbar mit dem Grundgedanken der allgemeine» Wehrpflicht aber wäre es, die Angehörige» ganger Berussklasfen, z. B. die Leiter landwirtschaftlicher Nebeiibetriebc, Vvrschuittcr, Müller »sw., wenn ihre Vertretung durch nichtdienstpslichttge Personen möglich ist, dauernd von der Eiubernfuiig zu befreien. Eine Entlassung bereits eingestellter Leute darf nur im äußersten Notfall erfolgen. Die Heimschafsuug Ziuilgefaugener. Die Heimschaffung französischer, deutscher und öster- reichisch-ungarischcr Zivilgefangencr durch Kollektivtransporte muß laut Mitteilungen der Vertreter der betreffenden Staaten als beendet angesehen werden. Im ganzen wurden 11000 Personen heimgeschafst. Tie drei Etappcnkom- misstoncn Genf, Schafshausen »nd Rorschach werden ihre Tätigkeit am 21. entstellen, dagegen wird das Zcntralburcan in Bern die laufenden Geschäfte weiter besorgen. An Gaben sind 5000 Franken zugcslossen, wovon 1000 von einer Frankfurter Familie, deren sechzehnjähriger, in der Vcndöe intcr- Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 144 »Hüte dich!" sagte Marstrand, den eine Ahnung übcr- kam, als er in Afrajas unheimliches Gesicht blickte. Hohn und Ingrimm hatten sich in die tiefen Falten »nd Runzeln geteilt, seine rötlichen Augen sahen nach der Stelle hin, wo die Normänner verschwunden waren. »Laß mich wissen," sprach er, „was dein Wille ist. Ich bin dir verpflichtet nnd will mein Wort lösen, aber ich will nicht länger in Ungewißheit darüber bleiben, was du von mir begehrst." Afraja stand auf. „Du bist ungeduldig," sagte er, „laß uns zu Gnla gehen, sie wird dich erwarten." „Erst sprich, wenn ich gehen soll." „Sticht hier," antwortete der Alte: „komm, folge mir." Er schritt voraus, und dicht an der steilen Wand, an dem Absturz hin, den der See bespülte, führte er ihn über dev Grat hinab nach dem Fclsenvorsprung, auf welchem der Kreis mächtiger Blöcke lag, in dem Marstrand die Nacht verlebt hatte. Als er den ersten erreichte, neigte er sich demütig und schlug seine Arme über seine Brust, etwas vor sich hinmurmelnd. was ohne Zweifel ein Gebet oder eine Anrufung war. Dann kniete er an dein flachen, tafelförmigen Opser- steine in der Mitte nieder, nnd laut sprechend hob er den Kopf zu dem schwarzen Kilpisgipfel empor, der im Sonnen- lichte jetzt fast aussah wie ein ungeheures Haupt mit langflatternden Haaren und weit offenem Munde, ans dem das rote Sonnenlicht zurückstrahlte. „Setze dich hierher zu mir, Jüngling." sagte Afraja. „Du bist an einem Orte, der weder Lüge noch Verstellung duldet. Dies ist die heilige Saita Jubinals, wo der Vater aller Dinge seit vielen vergangenen Zeiten verehrt worden ist. Jubinals Hände haben die Steine dahin gesetzt, wo sie stehen, fein Auge sieht in die Herzen derer, die komme» uno ihn anrufcn, sein Ohr lveiß, was sie denken, ihm ist nichts verborgen." Der Greis schien, indem er sprach, kräftiger geworden, seine Stimme klang ernst und feierlich, nnd was er sagte, vierter Sohn nach großen Schwierigkeiten den Eltern zurück- gegeben wurde. Beschäftigung der Kriegsgefangenen. Ans eine Anfrage aus landwirtschaftliche» Kreisen äußert sich bei stellvertretende General des 7. Armeekorps, Freiherr von Gayl, die Frage der Beschäftigung von Kriegsgefangene» sei insofern schwierig, „als ein großer Teil der Franzosen durch Tuberkulose verseucht und viele Russen mit Eh-olerabazillen, dt« sich ungeheuer lange hielten, behaftet seien. Deshalb müsse bei der Beschäftigung von Krlegsgesangenen größte Vorsicht obwalte». Das Bestreben der Heeresverwaltung gehe dahin, die Gefangenen nach Möglichkeit zu beschäftigen und sie auch der Landwirtschaft nutzbar zu machen. In Westfalen befinden sich gegenwärtig rund 80 000 Kriegsgefangene aller Art, eine Zahl, die stetig und zwar beträchtlich steigt. » Der Kampf im Wester». Rotterdam, 22. Dez. Tic holländischen Zeitungen melden, daß der deutsche Angriff gegen Rieuport sort- schrcitet. Das schlechte Wetter beeinträchtigt die Operationen. Tie Verbündeten halten noch im allgemeinen ihre Stellungen. Bombardcrueut Warschaus. Wie ans Warschau über Kristiania berichtet wird, hat ein Zeppelin die Stadt bombardiert. 18 Bomben seien in die Stadt gefallen. Zwei Häuser wurden zerstört, 90 Menschen getötet und 50 verwundet. Tags darauf seien von deutschen Fliegern wieder Bomben auf Warschau geworfen worden. — Das Gerücht, die Staatsbank sollte aus Warschau wcgverlegt werden, wird von der Bankdircktion in Petersburg dementiert. E»»«stifche Schiffsverluste bei Hartlcpool. Berlin, 22. Dez. (TU.) Wie der Rottcrdamer Courant ans guter Quelle erfährt, sind die Verluste der englischen Torpcdojägcrflottille weit schwerer, als die englische Admiralität zugibt. Dem genannten Blatte zufolge wurden un- inittelbar nach beendeter Beschießung der deutschen Kriegsschiffe auf die Küste in den Marinedocks zu Hartlepool 5 englische Torpedoboote in beschädigtem Zustande cingeschleppt. Die Kämpfe im Kaukasus. Rom, 22. Dez. (DE.) Ein Petersburger Telegramm des Corriere dclla Sera meldet: Die Vorgänge im Kaukasus werden mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Obschon sie nur von untergeordneter Bedeutung seien, hätten sie doch einen Teil des russischen Heeres von seinem Hauptziel abge- lcnkt. In den letzten Tagen des November hätten die Türken einen energischen Vorstoß unternommen, um das russische Heer in Prisniar und Aserbeidschan zurückzuwerfcn. Oesterrelchseindliche Kundgebungen in Italic«. Reuter telegraphiert aus Rom einige Einzelheiten über die Kundgebungen, die anläßlich der Wiederkehr des Todestages Oberdanks, der im Fahre 1882 in Triest wegen Verschwörung gegen den Kaiser Franz Joseph hingcrichtct worden ist, statlfanden. Uebcralt hatte die Polizei die schwierige Aufgabe, die Tcmvnstrativncii in gewissen Grenzen zurückzuhalten. Die Kundgebungen in, Man- zoni-Theater erreichten ihren Höhepunkt, als Risciotti Garibaldi ansries: „Bon Caprera, wo mein Vater begraben liegt, tönt noch immer eine Stimme. Ein Vater ruft nach Taten, nicht nach Worten. Bildet einen Ausschuß, der Freiwillige sammeln soll!" Nach diesen Worten wurden Garibaldi stürmische Demonstrationen dargebracht. Die Menge zog später unter Hochrufen ans Italien durch die Straßen. In Ancona verhinderte die Behörde Kundgebungen, und es wurde» sogar Maneranschläge verboten. In der Stadt waren starke Trnppenabteilungcn zur Verhütung von Verschwörungen zusamn,engezogen. Auch in Genua verhinderte die Polizei österreichische Kundgebungen. Da» Werben um die Balkanmüchte. Petersburg, 22. Dez. (Spczialtclcgr. der TU.) Aus Meldungen russischer Blätter in Balkanangelegcnheitcn geht hervor, daß der Dreiverband trotz seiner wiederholten Miß- erfolgte in Sofia, Bukarest, Athen in seinen Umwerbnngen nicht nachläßt. So wird gemeldet, daß die Vertreter der Dreivcrbandsniächte in Sofia eine Konferenz mit Rados- war einfach nnd eindringlich, ganz entfernt von der gewöhnlichen Redeweise der Lappen. „Ich rede zuerst von dir," fuhr er dann fort, „um dir zu beweisen, daß ich aufrichtig bin. Tn bist hierher gekom- men in ein Land des Streites und der Not, um dich zu denen zu gesellen, die nichts kennen als ihre Gier nach Geld eind Gewinn. Sie pressen jeden aus, der zu ihnen gehörr, wie viel niehr uns, die wir, che sic kamen, dies Land besaßen. — Tu bist erfahren in Büchern und Schriften, so wirst du auch gehört haben, daß einst dies unermeßliche Land unserer Väter Eigentum war. Noch werden iin fernen Süden an den Ufern deS Ostmeeres ihre Gebeine in Felsengräbern gesunden, wir aber ziehen auf diesen baumlosen Fjeldern umher, doch selbst diese Einöden gönnen uns die harten Männer nicht." „Glaube nicht, daß dies immer so war," fuhr er nach einem schwermütigen Schweigen fort; „glaube nicht, daß das Rennticr unsere einzige Pflege und einzige Nahrung ausmachte. Viele Sagen haben sich erhalten, daß wir einst in schönen, Hellen Tälern lebten, wo Fruchtbänme standen und reiches Korn wuchs. Gewalt hat uns daraus vertrieben; wir wurden gejagt nnd verfolgt, bis uns nichts übrig blieb, als die öde Wüste nnd das Geschöpf, das allein darin zu leben vermag. Aber höre ihre Bücher, was sie erzählen, höre, wie ihre Weisen zu den Finnen gingen, um zu lernen, was diese wußten; laß dir erzählen, wie die Königin Gunn- hild bei zwei finnischen Brüdern ihre Zauberkraft lernte, und wie sie diese, ihre Pfleger, verriet, um König Erichs Weib zu werden. Damals noch waren die Finnen nicht verachtet, ihre Marken gingen über Nordland hinaus bis nach Helgeland." „Das alles war so," sagte er, sein Haupt aushebend, „aber was helfen Klagen! Jedes Geschlecht hat schlimmere Zeilen gesehen, und wenn cs so fortdaucrt, muß cs ein Ende mit u;;ä nehmen. Unsere besten Weiden sind verloren, weder Recht,n.och Gewissen ist in unfern Verfolgern, unser Anblick reicht hin, pns zu verachten. Wo ist Gerechtigkeit zu finden bei denen, vie uns weniger wert halten wie das schlechteste Tier, und die »ns abschlachtcn würden, wo sie uns greifen könnten, wenn sie auf den Märkten nicht doppelten Vorteil von uns hätten in Kaufen nnd Verkaufen." lawow gehabt haben, über deren Ergebnis Stillschweigen bewahrt wird. Rußkoje Slowo weiß eine Sensation aufzu- tischen. Nach einer Meldung dieses Blattes aus Bukarest hat Ministerpräsident Bratiann dein Dreiverbände erklärt. Rumänien könne sich am Kriege beteiligen, lvemr Bulgarien der Türkei den Krieg erkläre. Weiter berichtet dasselbe Blatt: Veniselos habe sich dahin ausgesprochen, daß Griechenland Serbien Hilfe leisten könne, wenn Bulgarien sich mit diesem Staate anssöhne.i Diese Erklärung habe einen tiefe» Eindruck auf die Vertreter des Dreiverbandes hervorgebracht. Mit einer interessanten Nachricht weiß auch Utro Rossij aufzuwarten. Das Blatt läßt sich ans Sofia melden, Deutschland nnd Oester- rcich-Ungarn hätten der bulgarischen Regierung den Vorschlag gemacht, Mazedonicir zu besetzen, wodurch auch Griechenland interessiert würde, so daß zwei möglich- Gegner der Türkei ans dem Spiele kämen. Mali habe in dieser Angelegenheit jedoch in Sosia noch keinen Beschluß gefaßt. Japan verlauat Bezahlung. 8 o p c n fi a n c it, 22. Dez. (TU.) Eine Petersburger Agentur- mcldung berichte! ans Tokio: Im japanischen Partamcnt erklärte der Minister des Acußerr», daß Japan offne Entschädigungen sich nicht a» einem europäischen Kriege beteitigc» werde. Konsul Ahlers in Freiheit. TU. Sunderland, 22. Dez. Konsul Ahlers ist aus der Hast entlasse» worden. Als die Nachricht bekannt wurde, zogen 2000 Rauflustige vor die von Deutschen geführten Schlächcreien. Die Polizei schritt nicht ei». * Franksuri, 22. Dez. (TU.) Der Magistrat und die Kriegskom- »lission von Frankfurt a. M. haben beschlossen, dem Generalfclb- marschall Hindcnburg als Spende für seine Truppen 50 000 Mark zur Verfügung zu stellen. Varteinachrichtett. Leonhard Täuschers Bestattung ging am Samstag unter sehr starker Beteiligung von statten. Tis Parteigenossen von SMttqart und an» Württemberg hatten sich zahlreich cingesnnde». Von Berlin waren die Gcnoffe» Müller lPattei- vvrstaud), R. Fischer und Wels erschienen. Mita lieber aller Fraktionen des Landtags uni des Stuttgarter Rathauses hatte» sich mit dem Kannnerprästdenten und taut Oberbürgermeister eingesunken. Die Trauerrede hielt Genosse Keil, der die Verdienste Tauscherz um die deutsche Sozialdemokratie würdigte nitd die vorzüglichen Eharaktercigeiischafteii des alten treuen Kämpen warm betonte. Mit Täuscher, dce mehr als 50 Jahre in den vorderst« Reihen der deutschen Arbeilerbeircgnng stand, sei un edler, guter Mensch, ein aufrichtiger Kamerad ucn un» geschieden, dessen Wirk»-, vorbildlich war. Kammerpräsident v. Kraut widmete dem verstorbenen Alterspräsidenten der Ziveste» Kammer ,i\r. n: »®orie der Anerkennung und unterstrich besonders die Fcsit:ak«t seiner llebcrzcngung. mit der er auch dorn politischen Gegner Sympathie« abgewaim. Im gleichen Sinne sprach Oberbürgermeister Lanten- schlager. Daran schlossen sich zahlreiche weitere Ansprachen. U. «. widmete Täuscher letzte Grüße Genoss« Belli vom Dietzschcn Geschäft, Fischer rom Laiibesvorstaud, Heymann für den Sinttgarler Bezirks-Verein, Mattutatt für die Angl bürg er Genossen. Fischcr- Eannstadt sür den zweite» Wahlkreis nsw. Bo» Orgclklang und Tranerchörcn war die stimmnngsvolle Feier umrahmt. Hesse« ttttto Nachbargebiete. «iesten ««V Umgebung. — Tic Weihnachtsfeier für die Kinder der in den Krieg gezogenen Mitglieder, die das Gießcner Gewcrkschaftsknrtcll am 1. Feiertage veranstaltet, beginnt nachmittags um 3 Uhr pünktlich int Saale des Gewerkschastshauses. Zutritt haben natürlich nur die mit Karten versehenen Kinder, beziehungS- weise Mütter. Wie wir hören, sind mehr als vierhundert Kinder angemeldct, es durfte also sehr lebhaft zu- gehen. Die Kinder werden mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Es ist erwünscht, daß sie von erwachsenen Angehörigen begleitet werden. „Du, Jüngling," sprach er mit einem dankbaren Blich- „bist mit mildem Herzen geboren worden. Deine Seele wurde von Jubinals Hand berührt, die in das Feuer de: Gerechtigkeit getaucht ist. Tu nahmst dich der Verstoßene: an, und was ist dir dafür geschehen? Der, welcher dich n dein Haus lud, tat cs, um dich z» verderben. Tie Männer welche das Land regieren sollen, verbanden sich mit ihm, d: hinaus zu jagen zu denen, die gejagte Tiere sind, und (i! \ ich dir meine Hand reichte, spieen sie dich an als einen, dcsse :, Nähe schlimmer ist als Tod." „Wahr! alles wahr, was du sagst!" fiel Marstrand en „aber wo ist Hilfe? Sprich, was ich tun kann, um diese I Ränken nnd Gelüsten ein Ende zu machen?" I Afraja schwieg eine Zeitlang, dann antwortete er: „T wirst mit allein, was dll tun magst, ihrer Rache nicht gehen. Tu wirst keinen finden, der dir seine Hand reich jede Tür wird sich vor dir schließen, niemand, der mit d handeln, niemand, der dein Brot essen mag. Für bcii Dienste wirst du nur elend Volk finden, das dich betrüg Fische kannst du nicht fangen; wo du dich zeigst, wirst i ausgestoßen sein, und was dil unternimmst, wird beschöd' j nnd zerstört werden." „Tn kannst recht haben," antwortete Johann bitter c l regt, „böser Wille und Unvernunft fallen über mich her, n > zu viele Proben habe ich schon vorzuzcigcn; doch mit R>> I nnd Besonnenheit läßt sich manches tun, um ihre Bo-w I zu schänden zu niachen." I „Tue, was du willst," sagte der alte Mann, „sic wcrd I schneller sein wie du. Vogt und Sorenskriver sind die wo » tigstcn Männer in den Finnmarken; sic sind deine Min-I so wird nirgends Ruhe für dich sein. Sic werden Tm> aussinnen, die dich verderben, werden auf ihre Gesetzbim » schlagen und dich auspliindcrn, greifen und arm me>chw > Er lachte heiser vor sich hin rind sagte dann: „Du weißk > was Richter und Gesetze bei deinem Volke vcrinögen. man elend niachen will, den überliefert, man der Gcrcä't feit; wem man nehmen will, was er hat, dem schickt man » Sorenskriver ins Haus. Sei sicher, Paul Peterscn Hai L Strick schon gedreht, der dich vor seinen Stichl bringt- » Helgestad hält den Knoten zusammen." (Fortsetzung folgt.) 3. Gardc-Ersah-Negiincut. — Freiwilliger Karl \ ö Her aus Hausen. Res.-Jnf.-Negt. Nr. 222. - Job Aua L-b Bautcchnikcr aus Dutenhofen. Res.-Jns -R^at Nr SW — Fnednch Möller aus Angersbach. 2. bayer. Jäger batail- Nr' 87 ^'Ovrmann Hch. Merle aus Angenrod. Jnf.-Aegt — Angebliche Plünderer. Vor n.ehrcren Wochen wur- den ,m Gießener Bahnhose sechs Berliner Transportarbeiter verhaftet, die erhebliche T.ebftählc oder gar Plünderungen aui dem "lir.egsiäxiuplahe. wohin sic einen Transport de gleitet hatten, ausgeführt haben sollten. Cie hatten in. Boynzuge jedenfalls verschiedene Gegenstände gezeigt und Mit deren Erbcutiing renommiert. Bei Ankunft in Gießen wurden sie deshalb angczcigt und verhaftet. Es hieß da- mals. daß sie Gegenstände von großem Werte geplündert Pikten, doch dre Lache stellte sich bei der vor dem Kriegs- gerrcht durchgeführten Verhandlung erheblich harmloser heraus', es handelte sich um Waffen und Gegenstände von geringem Werte, die sie als Andenken mitgenommen hatten. as Kriegsgericht erkannte deshalb onf Freisprechung. ^ fr Wechsel in den Berufen ist in diesem Jahre stärker als je vorher in den -18 Friedcnsjahren. Besonders in den letzten Monaten macht sich der llebergang zu anderen Berufen stark bemerkbar, wie auS den statistischen Feststei. lungcn der Arbeitsnachweise hervorgcht. Im Buchdrucker- gewerbe, wo die Arbeitslosigkeit ziemlich stark war, hat sie bedeutend abzenommcn, da viele Buchdrucker und Schrift- setzcr zu anderen Gewerben übergingen. Der Korrespondent (Fachblatt des Verbandes der Deutschen Buchdrucker) teilt mit, daß im Buchdruckergewerbe in außerordentlichem Um- fange Ucbergänge in andere Berufsarten stattgefunden hätten: Bei der Straßenbahn als Schaffner und Wagenführer, bei der Post im äußeren und inneren Dienst, als Hilfsfchutzlcute, Ratsdiener. Fabrikarbeiter, Hilfsarbeiter in Sattlereien und Kürschnereien, als Brauereiarbeiter, Provisionsreisende und Photographen. — Benutzung der Schnellzüge durch Soldaten. Eine Bekannl- tnachung bei ArmccverordnungSblattes teilt mit: Gegen Zahlung der tarifmätzlgc» Fahrgelder und des Schnellzugszuschlages lann mit Zustimmung deö Bahnhosskommandanlen bczw. in Ermangelung eines solchen des Bahnhofsvorstehers beurlaubten Milltär- pcrsoncn vom Feldwebel abwärts die Benutzung der O. Z i! g e auch dann gestattet werben, wenn die Voraussetzungen über Dauer des Urlaubs (Unterosstzterc höchsten» 14, Mannschaften höchsten» 8 Tages und M i n d e st c u t f c r n u n g (000 Kilometer!, an deren Vorhandensein die Benutzung dieser Ztigc bisher geknüpft war, n j ch t vorlicgen. UrlaubSdancr und Entfernung kommen also siir die Benutzung der V-Zügc bi» aus weiteres nicht In Betracht. Die Bahnhosskommandante» usw. haben indessen die Ver- k^hrsvergtlnstigung nur zuzulassen, soweit besondere Umstände und die Besetzung der V-Züge dies rechtfertige». — Rheumatische Erkrankungen im Felde. Eine nicht geringe Zahl der !n die Rcscrvclazarettc znriickströ>ncnden erkrankte» Soldaten leidet an rheumatischen Krankheiten. Aach den Beobachtungen Professor Schmidts in Halle macht der Gelenkrheumatismus darunter etwa ein Drittel aller Fälle aus. Als Ursache des Leidens ivird von den Soldaten säst immer der Auscnthalt in den feuchten, teilweise mit Regeuwasscr gestillte» Schlivcngräben beschuldigt. Hier und dort ist ein Schnupfen, eine Mandelentzliirbung oder ein Luströhrcnkatarrh der rheumatischen Erkrankung vorausgcgangcn, manchmal gingen auch stärkere Durchfälle voraus. Ein Drittel bis die Hälfte hatte bereits vor den, Kriege Rheumatismus durch- «cniacht. Tie Gebiete der Beine sind ungleich heftiger befallen wie die der übrigen Körperteile. Tic Patienten bringen die Bevorzugung der Beine mit Futzkältc und Näsle in den Schützengräben in Verbindung, eine bessere Erklärung ist nach Schmidt die der großen Belastung der Beine durch die oft kolossalen Marschleistungen Fast alle Soldaten, die mit Muskelschnicrzcn an» dem Feld- inge zurtickkehren. haben bereits früher an denselben oder ähnlichen Zuständen gelitten. Meistens gehen diese rheumatischen Erkran- kungen in Heilung über, obwohl die Erkrankungen der Riickcn- mnskkln ausfallend schmerzhaft und langwierig sein können. Wenn Rückfälle eintreten, ist die Fclddienstsähigkcll zu verneine», da es ivohl nicht bei dem einen Rückfall bleibt. Bei der Behandlung tun Einspritzungen mit Kochsalzlösung gute Dienste. — Feldpostjendungen mit unzulässiger Adresse. Postaintlich wird uns geschrieben: Neuerdings werde» öfters Feldpostbriefe, besonders Zeitungen unter Briestimschlag, mit der Adresse ..An ein beliebiges Regiment im Osten" oder „An ein Etappcnlazarett im Westen" u. a. in. ausgclicsert. Derartig unbestimmt adressierte Sendungen könne» von der Post nicht weitcrgesandt, müssen vielmehr als unbestellbar behandelt werden. — Ttadttheatcr. ES sei darauf hingewiesen, das, die sämtlichen F-eieotagsvorstellungcu zu billigen Preisen <2 zu Volkspreisen. 2 zu kleinen' und 1 zu ermäßigten Preise» gegeben werden, so daß weitesten Kreisen der Ziesuch ermöglicht wird. Namentlich sei aus die besondere» Vergünstigungen siir Rilitärpersoncn vom Feldwebel abwärts erinnert. — Wieseck. Fn der letzten Sitzung des Gemcinderats am Freitag wurde zunächst über Arztsrage beraten. Fn diescr Hinsicht beiindct sich unser Ort i» einer Notlage, da unser Arzt Dr. Wöhrmann eingczogen rst Es sollen Schritt« bet dem Truppenteil getan werden, um eine Beurlaubung des Arztes zu erwirken, die auch das Kre-Sgesundheitsann befürwortet, da in der letzten Zeit DiphthcritiS-Erkrankungcu bei de» Kindern zahlreich ausgetreten waren. — Die Kirche ioll mit elektrischer Bcleuchinnq versehen werden: es wird l>eschloffen. die Arbeit in Submiisio» zu vergebe», vorher aber eine Besichtigung vorzunrhineii. — Von der Landwirt- fchaitskammer liegt ein Gesuch vor, jetzt eine Droinagc des Wicsen- «rundeS vorzuncbnieii, da hieriur die KricgSgeiangenen als geeignete ArbcitSkräste zur Berkügung ständen. Von dem Anerbieten k,rnn aus verschiedenen Gründen kein Gebrauch gemacht werden. — Mehrere kleinere Reparaturen an der Wasserleitung iverdcn den, Rohrmrister zur Ansiührunq überwiesen. — Der Verkauf von Grubenholz au daS Braunsiernbergiverk wird zu dem abgeschlossenen Preise genehmigt. Telegramme. ^Mbmcht i'cs ('■jicüeu HlUlptlsliiirtins. Die Offensive der Franzosen erfolglos. Guter Fortgang der Dchlacht in Pole«:. 'VB. Großes Hauptquartier, 22. Dez. vorm. (A»itlia> t Aieuport uno in der Gegend Lfperii herrschte Reitern im allgemeinen Ruhe. Zur Wiedererlangung der am -ch. Dezember verlorenen Stellungrii bei Festudert »nd Givrnchy machten die durch französische Territoriale vcr- llarkten Engländer grstcru und heute »acht verzweifelte Bor stöße, die zurückgewiesc:: wurden. Jn der Gegend von R i ch e b o u r g gelang e» ihnen, in ihren alten Stellungen wieder Fuß zu fassen. Tie gestrigen Angriffe der Franzosen in der Gegend Albert, nordöstlich (5 ompibg >> r, bei S o » a i n »nd Berthe wurden unter schweren Verlusten für sie abge- schlagen. 2>«_ to t ft I i di c n Teile der Argonnen nahmen wir einige Schützengräben. L e st l i ch der Argonnen, nord westlich und nördlich B e r d n n wurden die sranzösischen Angüsse zum Teil unter schweren Verlusten für die Fron- zosrn leicht znrnckgrwirsen. Auf dem östlichen Kriegsschauplätze ist die Lage in Ost- und Westprenßen unverändert. 2» Polen stehen unsere Truppen in heftigem Kample um den Bznra- und R a w k a - A b s ch n i t t. An vielen Stellen ist der llebergang über diesen Abschnitt schon er. zwnnge». Ans dem rechten User der P i l i e a steht der Kamps der verbündeten Truppen noch. Wir haben leider erst nach der Veröffentlichung sestgr stellt, daß der gestern bekannt gegebene Befehl des französische General Josfre vvi» 17. Dezember folgenden Nachsatz hatte: „Ter Befehl ist heute abend allen Truppen bekannt z» geben »nd zu verhindern, daß er in die Preffe gelangt." Tie Oberste Heeresleitung. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht Wien, 22. Dez. (W. B.) Amtlich wird verlautbart.' 22. Dezember mittags: In den Karpathen wird nabe südlich den Gebirgskämmcn in dem Gebiete der Flüsse Ragy-Ag, Laiorcza und Ung gekästipft. In Galizien gingen die Russen gestern wieder zum Angriff über, ohne jedoch durchdringen zu können. Namentlich am unteren Dunajec hatten sie schwere Verluste. An der Nida und im Raume südlich To- maszow entwickelten sich kleinere Gefechte. Tie Känipfe im Vorfcldc von Przcmysl dauern fort. Ter Stellvertreter des Chefs des Generalswbs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der Kamps im Westen. Vergebliche englisch-französische Vorstösie. Die Wiener Reichspost schreibt: Der gestrige Tagesbericht des driitsehen Generalstabs meldet nicht mehr und nicht weniger als das völlige Scheitern der neuerliehen heftigen franzöjifch-englischen Offensivvorstöße. die nach den Hoffnungen des französischen Generalissimus Frankreich von der deutschen Besetzung befreien und den Krieg auf das dcutsäzc Reichsgebiet hätten bringen sollen. Das Scheitern der feindlichen Angriffe zieht sich durch die ganze ungeheure Schlachtfront. Die Feinde sind bei Verdun und an der Maas wie bei Nieuport an der belgischen Küste, in den Ar- gonncn wie im. äußersten Nordwesten Frankreichs am Kanal, der La Basste mit Aire verbindet, geworfen worden. Diesen schweren feindlichen Mißerfolgen stehen Fortschritte des deutschen Eingriffes an mehreren Punkten gegenüber. Es leidet keinen Zweifel mehr: Wie im Osten, so beginnt auch im Westen die feindliche Wand zu wanken. Das Frcmdenblatt schreibt: Nach der schweren Niederlage, welche dos rufsisehe Heer auf dem nordöstlichen Kriegs- sckiauplatz erlitt, scheint nunmehr die französische Heeres- leitung. ob aus eigener Initiative oder aus sehr dringlicher Aufforderung aus Petersburg, bleibe ununtersucht, die Notwendigkeit zu empfinden, ihrerseits irgend etwas z» unternehmen. Ter emphatische Angriffsbefehl Joffres hatte aber bisher sehr Ivenig Wirkung. Er wird wahrscheinlich der russischen Heeresleitung einen sehr geringen Trost und Ersatz bieten können für die schwere Niederlage »nd die schweren Verluste, die das Zarcnhecr in der Riesenschlacht bisher er- litten hat. Tie Beschießung von Armentiöres. Di« Beschießung von Armentlrres wurde, wie berichtet wird, am 14 Dezember nach längerer Pause heftig wieder ausgenommen. DaS Volk floh von neuem w die Keller. Fu einer Nacht sollen über 12 000 Geschosse über der Stadt und Umgebung nKdenacgangen sein. Es seien wenig Menschenopfer, aber beträchtliche Material- rchäden zu verzeichnen. Die meisten izewohnar verließen di« Stadt. Von Al OOO sind nur 6000 zurückgeblieben. Tas französi che Parlament. Heute mittag wird in Paris das französische Parlament eröffnet. Kanuncr und Senat werden nur drei Sitzungen abhalten. Auf der Tagesordnung stehen Mitteilungen der Regierung über die militärische, diplomatische und finanzielle Lage Frankreichs, wobei auch die Rede Bethmann- Hollioegs widerlegt werden soll. Weiter liegen dem Parlament 00 Gesetzentwürfe vor. Warum man „siegen" mnszte. Ans Paris wird depeschiert: Tie- neueste und wort- reichste aller bisherigen Jossrcschen Noten ist dazu bestimmt, dem französischen Parlament, das in den nächsten Stunden debattclos nahezu 9 Milliarden bewilligen soll, den Mangel jeder bcdclitsomcren Entscheidung zu verschleiern. Die Geringfügigkeit der heute gemeldeten Affären steht in auffallendem Widerspruch zu der Rubmrcdigkcit des Josfresehen Tagesbefehls, dessen zeitgemäße Veröffentlichung durch das deutsche Hauptguarticr einen sehr peinlichen Eindruck in den Pariser parlamentarischen Kreisen hcrvorrief. Noch gestern aöend sah der Kriegsminister Millcrand sich genötigt, der Budgetkommiision mitzuteilen, daß die Pariser Zeitungs- mcldnngen über große Erfolge der Verbündeten unbe- st ä t i g t geblieben seien. Tic Kommission war wenig ent- zückt, zu vernehmen, daß die Deutschen eifrig fort- fahren, Ipern und Arras zu bombardieren und daß im Argonncnwald die angekündigte französische Revanche auch gestern ausgeblieben sei. Tie sranzösischen Sozialisten. Paris, 22. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Tic sozialistische Kammcrgruppe beschloß einstimmig, dir Kriegskrcdite mit sechs provisorischen Budgetzwöls- tel« a n z » n e h m e n. -ic Pariser Librc Parole berichtet, daß im Verlause der letzten^ Vereinigung der s o z i a l i st i s ch e » Föderation des SeiuedevartementS die Redaktion der Hu- iiianiw einen Antrag unterbreitet habe, der die Eröff. i: u » g von Fr je de»»Vorverhandlungen forderte, sobald der Feind von sranzösischem Gebiet vertrieben sei. Der Aiitrag habe groben Tumult erregt. Die Libre Parole behauptet, der Tex« des Antrags sei vor seiner Einbringung von de» Leitern der sozialistischen Partei gutgeheißen worden. Der Kampf im Dsten. Dic Schlackt in Polen. Noch einer Mcibniag de» Secoto aus Petersburg dckuert bi« Schlacht mn linken Wetckfieiuser. ionne von B.z»ro „nd Rou-ka bi» Nida au. Sic sei besairbers Iicsstg zwischen Tvchaczew unft S k i « r ewi c, r, ivo bedeutende deutsche Kruft« einen Vorstoß ain Warschau ucvfiidKe». Die Verwttstu „ g in Polen links der Weichsel sei uutufichrettzhch. HefeitGiiiuet für die 2Kvöikerui« fehlten, total! si« t-rnhstziblich Hinigrr» sterbe. Fu Weskgaiizieu wider ständen di« Russe». Am Dimaietz grisic» die Oester- reicher und Deutschen an. Bei Przempsl seien Versuche „cuarcht worden, die Belagerten zu rickfetzeu. auch Ausfälle seien gemacht worden. Der du ich nüchterne Sachlichkeit >niSge.,eichu«te nulxär.ifche Mitarbeiter des Fremdcublatts. Franz Mach, schreibt zur heutigen La,ze in Polen: „Das Tirffifrtjc Herr ist durch de» Rückzug von ‘ der llmriantnvcrwiifl frier Finget „ch, I>esreck worden. De»I»lI> ssl vorono>znsahen. >rtz die Russe» st» Hlichl-ick «ruf inöglche kaSo- streiphale Folgen durch eine stoikr stmlegifchc Desrnsivc in den Fliigclräumai, bi« Flonkenwirkmig ber dort angrciseiweu Ber- biiiibrtcn möglichst aiifzuhalten snetw». Am ü<> ikslan wen bet sich der vu-sstsche Widerstand gegen die Flonkcnhedrvhung in West- galizie». weil 1>«i rinain Abzug hier die längsten und säuvirrigsten Wegr .„rnickzulagei, sind »nd die Aleietch-l not»r tau Rücken der russischen WiderstanbSfrout liegt Trotzdem inachen unsere Angriffe auf der ganzen Front muinxrbrväwu gute Fort-: schritte. Wie sich die Russen trösten. Wie der Turincr Stamvei über Petersburg aus War» slhau gemeldet wird, ist imfclbft die Nachricht vom Ausbruckz von Unruhen in Berlin verbreitet. Darnach nmrschiere die Bevölkerung der Vorstädte von Berlin niit dein Stufe: „Brot und Frieden" nach deni Stadtzentrum. Tic Polizei habe blank gezogen, aber nicht gewagt, von der Waffe Gebrauch zu niachen. Ein zur Unterstützung der Polizei hcrbeigerufe- nes Landwehr-Regiment habe den Gehorsani verweigert? Tie Unruhen seien im Zunehmen begrisscn. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetter», Gietzcn. Verlag von Krumm & Eie., Glesien. Druck: Verlag Osseiidacher Abendblatt, G. m. b. H., Ossenbach a. M. "■ ™ 11 " ■ 1 ——"SB Vereinskalender. Donnerstag, 24 Dezember. Krosdors. Freie T u tuet f d> a f t. Vcrfammkuig bei Witwe Abel. Veesloebene. Frau Folm»netle Kuhn, gel>. Gerstut», in Wetzlar. 70 Fchzre alt. — Frag Emilie Waldeck, geb. Sonbig, in Alsselb. — Reinhard Witzner, Ltodtgeomoter l» Gletzern - Regen-Schirme für Damen und Herren in grösster Auswahl. Schul-Schirme in solider Ausführung, Reparaturen und Neubeziehen Wasserdichte Westen das schönste Geschenk für jeden Soldaten. 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Dezember 1814 (ElRerFeicrtaat. adends7's,»br: Colberg Historisches Schauspiel in 5 Alten von Paul Hehle. Ende Uhr. Kleine Preise. Otulicheine haben Gültigkeit. Samstag, Sk!. Dezember I8l4, (S. Feiertag» »ach»,- :>/, Nhrr Ilii lvk'lßtn DA Lnstipiel in 3 Aufzügen von Oskar Blnmenthal u. Gustav Kabelburg. Ende 5“/, Ubr. Potlspceisd. AbcndS 7'l, Uhr: Neuheit ! Neuheit! WXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXD Film Weiljnachtsfe^ empfehlen tvir unsere änderst preiswerten nnd belicvtc» Weihnachts-Präscnttiftchen X 8 X in allen Preislagen. Nnie'ro ist geöffnet kstriKb, oo»t 7 bis H '2ll>r X unö Sonntag* von 11 Bis 7 Akv cibends. ^ Wir bitten unsere Schaufenfler beachten zu wollen. "VW ^ ^ar.ou«uub!IU Kegvündet 1907. e. nt. b. K. (^egvünöet 1907. Verkaufsstelle: Watttorstraße 24. :xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx^ m Giessen Bahnliofstrasse 34 Telephon 2077 GG j Grösstes, elegantestes und modernstes Lichtspiel-Theater am Platze. m* [jeden Mittwoch u.Samstag Programmwechsel. P i 1 i 1 1 1 i S i i Nachdem der seitens Kgl. Eisenbahn-Direktion Frankfurt a. M. dem hiesigen Zweigverein zwecks Einrichtung einer Verbandstation bisher überlassene Wartesaal III. u. IV. Klasse auf Aufforderung der genannten Behörde alsbald geräumt werden musste, wurde der Dienst an unserer Verbands- und Eririschungsstation bis auf weiteres eingestellt. Dan Herren und Damen, welche sich bisher in aufopferungswilliger Weise in den Dienst der guten Sache gestellt haben, sei hiermit seitens des Vereins, aber auch im Namen der Verwundeten, deren Leiden sie lindern halfen, herzlicher Dank ausgesprochen fn der sicheren Erwartung, dass sie im Bedürfnissfalle unseren wackeren Kriegern wieder wie bisher ihre Hilfe zu teil lassen werden. Giessen, den 22. Dezember 1914. Alice - Fraöen-Verein. Zweigverein vom toten Kreuz. i mm liieie Unseren Mitgliedern zur Mitteilung, dah die Perteilungsstellen am Lliiintaii Deu LI. Jejciiibcr von ! I —3 Ilhr ocimm't sind. Spczlalmarke I.«-ander 10.50 II 16.50 12.50 18.50 14.50 U 20.50 Schnhlian» tKrrtfd&rt» werden von Mo», xn CHOjCil 6c „ 28 . Tki. wieder ausgetrageu. Der Porsiaud. nmsaEamm&BBSBcsmBr&xmui’ Inhaber: (ihr. Maanus Giehen, Seltersweg 8 t Telephon 910. Ein rrbhliche» Spiel in 1 Auizüac» von Albert Kehlli u. Marlin jfrehsec Ende nach 10','. Uhr. Kleine Preise. Louuia«, den S7. Dezbr.. 1814. (8. rtcicrlua) nachm. il‘/i U hr. Klndcr-Porstellung. '9* Tlschenbrödet Weihnachtskomvdic mit Gesang und Tanz in 6 Biidern von C.A. Göcner. Ende 6 Uhr. — Voilspreise. Ade»de 7f, Uhr: Utir rillst !i» P#i Posse mit Gesang nnd Tanz in -> Bilder» von Rudolf Bernaucr und Rud. Schanzec. Mnsik von Walter Kollo »nd Willh Bredschncider. Ende 10*/. Uhr. GewöbnI. Preise ermadigt. Aufruf. ?lls eine wichtige Aufgabe der Kriegssürsorge hat sich die Schaffung van „Sotdaten- l-eimett" erwiesen, die de» i» den Lazaretten verpflegte» Verwu»beleii und den zu ihrer (Erholung Beurlaubte», aber auch sonstigen Angehörigen unseres Heeres während ihrer freien Zeit einen behaglichen Aufenthalt und Gelegenheit zum Lesen von Zeitungen, zlnii Spiel, Bries- fchreiben, gegenseitiger Aussprache und sonstiger Unterhaltung bieten sollen. Auch für unsere Stadt ist mit Beginn der kälteren Jahreszeit, die einen längeren Aufenthalt im Freien nicht mehr gestatlel, die Bereitstellung einer solchen Erholungsstätte besonders dringlich geworden. Wir glauben in dem unteren Stockwerk des früheren „ 6flf6 Ebel" die geeigneten Räumlichkeiten gefunden zu haben und haben dort, mit dankenswerter Genehmigung des Garnisonkommandos, vor einigen Tagen ein „Soldntenheim" e,öffnet, das den Soldaten, insbesondere den Verwundete» und ihre» Angehörigen täglich von 10 Uhr vormittags bis 8'/- Uhr abends offen stehen soll. Freiwillige Helfer haben ihre dauernde Mitwirkung bereits zugesagt. Kugeflchts der in die Augen fallenden Notwendigkeit eines solchen Keims für nnfcre braven Krieger, denen das Baterland so unendlich viel zu verdanken flat, hoffen wir keine Aetilbilte zu tun. wenn wir alle Kräfte unserer Stadt aufforderu. zur Bestreitung der liicht unerheblichen Kosten für Miete, Einrichtung nnd Änterhaltung des Soldatenheims nach Kräften berzulienern. Beiträge werden von der Äcfchäftsstesse des Oielrener Anzeigers entgegengenommen. Der Ausfchuf; für Errichtung eines „Solbatenheims": «euer, Tckan: Bücking, Landgerichtsdirektor i. P.; Kriedberger, Stadtverordneter: Geh. Hoirat Prof. Tr. Fromme . Justiziar Grun-wald, Beigeordneter: Dr. Gstngertch, Landgerichlspriisident; Geb. Hosrat Proi. Dr. Haupt, Univ-Bibliotheks-Tircktor; Geh. Kommerzienrat Heichelheim; Dr. H,rt»fel». Provinzialrabbincr; Frau Proi. Höhlbar,m; Hofinann, Oberstaatsanwalt; Cmil Horst, Fabrikant. Frau Rcchnungsrar Katbsteiich; Keller, Oberbürgermeister; Pros Dr. »öuig; Lange, Birchdrrrckerer- besitzer; Frau Oberstleutnant Naumauu» Poriitzende de» allgemeine» deutschen Fraricrrvercins, O.-w- Eicgen; Dr. Sauber, Provinzral-Rabdiner; Geh. Mcdisinalrat Prof Dr. Sommer, Rektor der Lander- Universität: Wilhelm Schueiver, Rentner; I». Schlosser, Geh. Kirchcrrrat; Schwade, >!>ainnonspsaire> . Oberstabsarzt Dr. Sieger!, Lazarettdireltor; Geheimeral Dr. Ustnger. Provuiziatdrrekwr; Wien«»' Landgerschtsrat und Porsihcnder der Zweigvereius Gieste» vom .Roten Kreuz".