berWsche BolkszeitiiW Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffen und der Nachbargcbicte. it Oberdelfflcki« Volks,ettnn, erscheint lel«, Werktag Ldend In ccssen. Der ill>onne»«nUprei, beträgt wöchentlich lü Pf,», »onatl-^, Pt». rtnIcht-Vringerlobn. Durch die Po» bezogen viertcIiäbrl.IL0Mk. VteSaktion uo» Srvedlll»» Stehen. Bodnd-'iirahe «2. Ecke ««oeogossc. relcdboo LV08. Iolerot» kosten die 0 mal gcipalt. ikotonelzcitr oder bereu Raum 1L Big. Bei grösseren Austrägen Rabatt. Anzeigen wolle man di» abttM 7 K)r für He foiamkf Nummer m der Erpedition oufaebem. Nr. 295 Gicßcn, Lamstn^, neu 19. Tczcmlicr 19 14 9. Ialirqanfl 2ie Kraft der Verteidigung. Seit Tagen waren alle militnrijdjtii Sachverständigen darüber iifl, dab den Russen, wenn ihnen nicht doch noch ei» Durch' ich der deutsch-österreichischen Einschnürung gelänge, nichts übrig Iben werde, als der Rückzug. Dieser Rückzug ist nun nach > deutschen Haiiptguarlicrsmeiduugci, von, 17. Dezember in ganz len angctreten worden Durch die Verfolgung des Feindes, 'eit Ergebnisse noch nicht belannt sind, iverden die deutschen Vcr Zigniigolinie» siir Polen und Schlesien weiter nach ausjen gelben, der Fsolierraum zwischen der deutschen Grenze und dem bict der kriegerischen Operationen verbreitert sich, War da>- rtraucn, dag Posen und Schlesien vom Feinde unberührt bleiben rden, schon immer stark, so ist es jetzt s e I s e n s c st geworden, ch in Lstprcnbcn sind alle Versuche der Russen, nochmals Vorbringen, gescheitert. Man darf mit hoher Freude seststellen, dasj Verteidigung der deutschen Ost grenze voll- n, m enge In n gen ist, Wo der russische Rückzug zuin Stehen kommen ivird, wo die ssen nun ihrerseits gegen die deutschen Verfolger in feite Vcr« >ignngsslcllungcn übergehen, tvelche Kräsie der Vcrlcidigiiiig cn übrig bleiben iverden, das sind die spannende» Fragen, ans sich jetzt die allgemeine Ansmcrtsainlcit richtet Po» ihrer rntwortnng hangt das Schicksal Galiziens ab. Roch n der Feldzug im Osten nicht als endgültig gewonnen be- chtet werden, solange Rntzkand dieses wichtige Grönland Oester- h? in der Hand behalt Einstweilen kann nur als sicher bc- chtct werden, dast die russische straft an Krakau und Ober- garn südlich der Karpathcnpässe nicht Hera »reicht, Ruch r sind alle russischen Angrifsc zum Liehen gebracht worden, To entwickelt sich der stiieg ans allen Schauplätzen anders, als n es sich ziemlich allgemein vorgestellt hatte, Fn beiden Lagern niete inan mit EiilscheidungSschlachtcn. die ein geradliniges Porige» in Feindesland crmoatichen jultuu Es hat sich aber g,--' ,t, dah im voraus gesetzte Ziele des militärischen Anarifss sehr oer zn erreichen sind, dasi die Millionenheere des Wcllkrieges ir znrückgeworscn, aber so leicht nicht desorganisiert werden ne», -ab die Kraft der Verteidigung eine nngeahnle Höhe er- ht hat. Das ist eine Ersahrnng, die inan ans beiden Leiten gemacht Die Rnsien innblen bei Dannenberg erkennen, dasi Ostprenbe» : stachliche Frucht ist. Die Franzosen wnrdcn in Elsab-Loihriii- zurückgcschlagcn. die Zerben in Bosnien, Aber auch die mit -ergleichlichein Elan vorgchende deutsche Heeresinacht hat a» der rite wie an der Weichsel vor Warschau die Schwierigkeiten einet, lernen Offensivkrieges Icnne» gelernt. In Lcrbien haben die terreicher erst in den letzten Tagen vor der schon mehrmals iilageneu, srcilich nicht „vernichteten" oder „zusaminengebrochl- " Macht des serbischen BaucrnhcercS z u r ii ck g e h c n und das Kaiser Franz Foies als FubilänmSgeschenk dargebrachtc Bel- d wieder ausgeben »liisicn, Fn Frankreich ist man setzt mit der Strategie dcö Generals sre unzusricden und ruft »ach einem „GcncraIstur m". bisherige Verlauf des Kriege,.- hat aber gezeigt, dab ei» solcher ikralstnrni eine schwierige Lache ist — auch dann, wenn ina» t deutsche Soldaten 1 » Gegnern bat. Indes mub es den iizoscn überlassen bleiben, ob sie die Probe ansS Eremvcl hcn ivosie», Hierzulande ivird man sich sicher davor Hilten, die itärische Verrinnst politischen Ltröinungen zum Opfer z» inen, Mau wird nicht daran dcnicn, aus Rücksicht aus das stige und auf die llngednld. die nach raschen entscheidenden zcn drängt, die bisher crrniigcnen Erfolge zn gefährden. Da» imso weniger nötig, als die grobe Masse des deutschen Volkes ehi» den »ricg als einen im Ausland gekiihrten Vcrlcidigungs pf betrachtet. Man ist froh, den Feind nicht im Lanoc zu haben, man ist dem Heere dankbar, dass eS unter »nsäglichen Mühen Opfern dies grobe Werk zustande gebracht hat, Rnr ei» kleiner der deutsche» Presse zeigt durch sein Verhalten, dasi es ihm der Vernichtung und Zerschmetterung der Feinde nicht schnell ig gebt. Die Mehrheit ist reichlich zusriede». dass sich i» de» '» viereinhalb Monaten de» Krieges die Unmöglichkeit, n t s ch I a n d zu vernichte» »nd zu zerschmettern, Ilar hcrans- .'II! hat. Die Gegner werden aus dem bisherige» Sricgsvcr- lernen, dasi Deutschland in der Verteidigung >i b e r w i n d I i ch ist. Fe rascher sie das begreifen, desto besser S für alle! Tie Walze rollt jtirfuf! Zu den Enlscheidungskäinpsen in Pole» schreibt Sie Franker Zeitung: , v ... ^Dieser qrojze russische Vorstoß, diese 2?alze, die sich nver iibe» und Deutschland wälzen und e» zwingen sollte, leine liche Grenze zu entblöbeu. ist durch den strategische» Rückzug. L'iiidenburg nach der nicht ganz gelungenen Schlacht bei .schau eingcleitct hat, überlegt zu einer groben Riede r - >e des russische n Heeres gestaltet ivorden, a,>c Ho>,- ge». die alle unsere Gegner an diesen Vorstob Rnblonds knupi- Nnd zn Schanden geive den. Man hat eS schon geivubt, seit Liege von stntno, „nd seit dein Liege von Lodz es iveitcr erkt, als die ersolgreichcn Vorstöbe i» Tiidpolen und ^en- zicn bekannt wurden. Durch den jetzigen Lieg in Rordpolen die H o s s„ g e n unserer Gegner vernichte r. gröhtc und stärkste russische Armee ist ans deni Rückzug »»> d verfolgt. Mau kann sich vvrstellen, ivas das bei einer ichon k derouticrte» Armee in fast ivcglosein Lande, in, Rücken eni.'n am von der Grobe und Breite der Weichsel bedeute» roi». »E doch auch bereits aus Wie» die Meldung, dab der .rewd meinen Rückzug angetrctcn hat, de» er in pathenland, hartnäckig kämpfend, zu stecke» such'. Gcwitz, Rntziand hat Millionen von Soldaten aufgebracht, leinen, westlichen Verbündeten versprost-", balle, aber icine st e r » t r n p p c „ sind schon von Hindciibnrg an den Masurische» Seen und in der Schlacht bei ranuenberg vernichtet worden. Man hat die Verschlechteruna der Onalität der russischen Armee nach glaubwürdigen Berichten in den letzten Wochen schon bemerkt. Die Rnsseii haben schon in Mengen Truppe» ans dein Fnnere» Asiens ins Dressen geführt, Menschen, die weder russisch, noch polnisch, noch sonst eine slawische oder eine europäische Sprgckie verstehen, und mit denen sich niemand verständigen konnte. Gewiss, dieses Rnstland verjiigt noch über viele Millionen, aber nicht niehr über ausgebildete Soldaten. Was es in absehbarer Zeit jetzt noch bringen könnte, sind höchstens bewafsnete Horden, und mit denen gewinnt man keine 2 ch I a ch t c n mehr. Das ist das Urteil von Männern, die Russland kennen, die in der russischen Armee gedient haben »nd den japanischen Feldzug mit- gcmacht haben." • * Vertreib«»»,z der Nüssen ans Ober-Ungarn Budapest, 17, Tez, (Ctr. Frist,) Ter Einl'ruckic-versnch der Russen >:» Bereger Kouiitat, wo sie bis Kekessnered, Pole na und Lszzateler gelangte», ixit mit einem grossen Mißerfolg geendet. Tie Russen traten den Rückzug an, der noili immer anoanert. Wir marliteii viele Gefangene, ItnfCTe Truppen waren gestern bereits bis Loloe vorge- rückt, ohne aus feiudlickie Truppen zil stoßen. Auch im M a r a m a t e} c r Komitat Ixiben wir die Russen bei Masdanka gesa'kagen und die Versolguug des aus der Linie Koeroec-mezoe Telatyn stückitenden Feindes bis über MikuUch fortgesetzt. Der Angriff auf die englische Küste Tie Beriustc an Menschen. London, 17. Tez. (>V. >i. Nichtamtlich.) Reuter nteldet, das; in Scarborough 25 »nd in Hartlepool -18 Personen getütet wurden. In Hartlepool wurden ausserdem 13» Personen verwundet. Durch ein Torpedoboot wurden sieben Per- wundete gelandet. London, 17. Tez. (>V, B, Nichtanitlich) TaS Presse- burea» teilt mit: Rach den letzten amtlichen Berichten wurden in Hartlepool 55 Zivilisten getötet und 115 venvnudet. Der Lch.inplatr der Beschicht««. Man schreibt der Franlsurter Zeitung: Scarborough. einer der drei Küsicnplätzc, die von den dcuischc» Kriegsschissen beschossen wurde», ist hauptsächlich als Badcplatz bekannt: cs ist das „Brighton" des Rordcns, Die Ltadt, die durch eine in das Meer hinansspringcnbc Landzunge in zwei Dcilc g- trcnnt wird, liegt ans hohen, steil ins Meer abfallende» Felsen, Fm Gegensatz zu den Mitteilungen der englischen Blätter steht anhcr Frage, das, Scarborough durchaus keine unbcsestigtc Stadt ist. Auf der obenerwähnten selsigcn Landzunge sind moderne Batterie» bereits in Fricdcnszcitcn ausgestellt, sowie Scheinwerfer, deren Aufgabe cs Ist. Signale an »riegöschisse zu geben, Kasernen und militärische Lager bcsinden sich gieichsalls auf dieser Landzunge, Dass das Feuer unserer Schisse aus diese Bescstigungen »nd nicht ans die Stadt selbst gerichtet war, beweist auch da» Ein- schlagen der Granaten in den Gasanstalten, die sich nnmittelbar in nächster Rähc dieser Batterien befinden. Die von cngiischcr Seite bchauplctcii groben Zerstörnnge» der „Allitbl, «Me»" dürsten ähnlich wie die deutschen Verwüstungen an den Sunstdenlmälcrn Frankreichs zumindest übertriebe» sei». Die Kirche, bie im Fahre «5« zugleich mit einen, Kloster erbaut wurde, ist im Fahre «17 von den Dänen zerstört worden, Sic wurde dann im 11, Fahrbundcri von William de Perci) wieder ausgebaut. Fm Fahre 1830 stürzte sie. ba sie baufällig geworben war. und die Engländer osscnbar für die Erhaltung des historischen Kunstbaues keine Gelder auszuwenden hatte», in sich zusammen, Fn diesen, Zustand steht sie »och heute. Tie hohen Dürmc und Mauer» stehen allein noch inmitten der Drummer hoch auf de» „CItssS", die Liadr Whitbu iiberragenü und dürste an so exponierter Stelle lcichtlich dem Feuer der Granaten ansgesctzt sein. Tie Kühnheit des Angriffs. Amsterdam, 17. Dcz. (Ctr. Frkst.1 lieber die Bc- s ck, i e 8 u n g ü e r e n g l i s ch e n 1k ü st e liegen hier folgende Meldungen vor: Ein Augenzeuge der Beschiessung von Scarborough erklärt, dag die deutschen Kriegsschiffe eine ganz aussergewöhnlickie Kaltblütigkeit an den Tag legten. Lichts wies daraus hin. dag es deutsche Schiffe waren und keine englischen. Sie fuhren i» die Bucht Hinei:: und näherten sich der Mole so dicht, ivie es rwch niemals geschehen war und wie es zuvor kein anderes Kriegsschiff gewagt hatte. Einer der ältesten Schiffer von Scarborough sagte, dag kein Lotse es jemals wagen würde, ein Schiff jo dickit an die K ü st c zu bringen. Was war der Zweck dss Angriffs? (rugittü c Betrachtungen. Ilcbcr dev Angrist tuid darznttin, k«ss keine Panik Mstände, Andererseits »ei*» sich die Zerümge» di- grösst« Piuhe, nackiguwersen. wie sch ä » d I, ch mid Völkerrecht »- wdrtg diese Angrisse aus oimlH«1>c Städte gewesen seien Uebri- gcns hieb cs in dem ersten I^rrrnsgegebenen j^rricht des Kiisgs- nnnistrrs, dass die Hauptbesstixssnng >rnf die Forts ivestlick» rwn rv.riüpooi gerichtet geivesc» se! Weiterhin sucht» di« Zeiumgen zn ergründe», waS der Zweck des deuliä-cn AnzrissS gewesen sc! Die Dailn Mali s,rg> i» ihrem Lenarttkel, der Hauptgrund siir die Teutiäxn sei der, ihre m Hass gegen England Lust zit machen, der .zweite, uin Rache zn ue h n> e » für die Veriückmiug des (heickuvaüers des Gvase» S p c e , der dritte, um den ueuiraie» Staaten begreijlich zn, inackTrn, dab d e n t s ch c S ch, s f r in der Rordsce nvcl» a n f t r e t e u 1 können. Der vierte Grund sei die « it I e H o s s n u » g , eine Panik zn errege», oder das Vcrl'Ierben der Drnppen in England zu »cranlasien, die sonst nack» dam Koni ment gesandt nwrden wären, Dir sü iifte und wichtigste Grund at>«r sei, d>ift ma» die r»g- !>sck>c Adniiraiiiät zwingen wolle, eine grosse Ttreitkrasi, di« bis jktzt in dem engeren De» der Roidice geiwüen worden war, br ra n s z u I o cken . damit sie dann der Bed-ioiging durch dir Minen und Unteriarbvoce Gobgrsiellt locrden Fedvci, weder die cnglifckie Admiralität n«t> das rngirsche PnEickin» werde in d-re Falle I a u f e if. Ter stimme«. Das Haager Blau Vaterland schreibt: „Die grobe Angclegcn- heit des Dagcs ist die Bcichicssang von Hartlepool und Scarborough an der eiiglischen Küste durch ein deutsche» Geschwader. Wahrscheinlich ist es das erste Mal, icitdem der holländische Admiral de Rnyier in die Dhcmse einsuhr, dass unter der Bcvölkeriing von Englands Hauptstadt eine Panik ausbrach, To arg wie damals ist es wohl diesmal, nach den Berichten zu urteilen, nicht gewesen. Aber mancher engliichc Kiisteiibewohncr wird in Zukunst kaum noch ruhig schlasen, Ticscr Angriss auf den englische» Leoparden in seiner eigenen Höhle Ist eine solch mutige Dal, dass sic llir alle Zellen ruhmvoll vermeldet bleiben wird I» deni noch so wenig beschriebenen Geschichtsbuch der jungen deutschen Marine, da» bereits -- ma» denke an die „Emden" — mehrere solcher ruhmvollen Blätter in sich ichlicsst, Hartlepool scheint eine v e r st ä r k I c S a d t zu sein, denn In einem der Berichte wird von einem dort gcicacne» Fort gclprochcn. Von Scarborough ist und in ^dreier Hinsicht nichts bekannt. Wenn Scarborough und das kleine Siädi- chcn Whilby, das auch bcschosic» wurde, offene Städte sind, dann ist dieser Angriff vielleicht eine Antwort der dcutichen Marine aus da» Bombardement ans Freiburg durch englisch- Flieger, denn Freiburg ist auch eine offene Stadt, und sofort »ach der Bcschicssung ist von deutscher Seite wegen dieser Ursache, und weis die Stadt nicht an der Gcsechlslinic lag, Protest i e r t worden." . Das Reue Wiener Fournal sagt: ES ist lein Ziveiscl, dass die Rachricht von diesen Ereignissen in ganz England liefe Bestürzung hervorrusen mutz. Denn setzt ist »jchi nur die Gefahr ei ne r F n v a s > o n f ii-T England bedrohlich geworden, sondern hier liegt die Datsachc vor, dass die Küste der Fnici, dass hervorragende Hasenpläyc daS Objekt deutscher Schisssgeschiitzc wurden, dass England als maritimer Staat in die Tciensioc gedrängt worden ist. Es ist eine Grosstat der jungen deutichen Flotte, dass sic ungeachtet der gewaiiiacn Kraft der enqlischen Seemacht die Kühnheit fand, diesen gewaltigen Stotz zu führen. Eine russische Kriegsanleihe in England. Bafel, 17. Tez. (IV. B. Nichtamtlich.) Rach einer Londoner Meidling verhandelt Rnsslanü mit Londoner Banken wegen der Emission von vierzig Millionen Pfund russischer Kriegsanleihe in England. Tie Abschliehnnq Rnhlands. Wie die Kölnische Zeitung erfährt, hat Euglaitd ausser dem vrossen Eisbrecher „Kaixrda" am 24 . Rcvcmber einen zioeiren kleinen Eisbrecher nach Archangelsk «cichickt. der das Eis in de» Bim.enhäsen brechen soll- Alle diese Massnahmen sind aber nnh. rmstände, ciue Abipervung des Eismeeres und damit Russlands zn »crdüren. Dir »cgcntciiigcn Beh-»plm:««ii d-r Eii-Iä«der »«> Raffen werden bald durck, die Taiiacyen widerlegt werden, RnkMäier Tchwinvel. Koiistantinspkl, 17 T< l1V8, Riclztauil!.ch,l Das osaiau-lche )nkcrmc!ßi darin: „Du wirst von unserem btcsccht gehört haben. Wir nahmen uns mehr in den Mund, als wir kauen konnten, und nnglüillicher- weisc wird dabei ani meisten niein eigenes Regiment getrosten. Die Deutschen sind das h och h e r z i g st e Volk, mit dem man nur zusanmientrcffen konnte. Der Boden ist sehr »»««günstig sür uns, er ist dicht bewachsen: gewöhnlich kann man noch nicht einmal ei» Dutzend Meter weit sehen, und die Leute feuern blind in das dichte Gras. Tie Deutschen hatten Scharfschützen, die unsere Offiziere aufs Korn nahmen, was die großen Verlust« hervorrief. Sic hatten ebenso eine Meng« Maschinengewehre. Alle die Deutschen, mit denen wir zu tim l»atten, waren »virk- lich gang ausgezeichnet gute Kerle. Sie sind all« Pflanzer, Farmer, Kansleute sie haben «ine Rlenge englischer Freunde, und sic hcha»- dcln di« Verwundeten, die in ihre Hände kommen, außerordentlich gut. Di« deutschen Hospitalärzte kümmerte»» sich um iinsere weißen Verwundeten und überließen es »ins. »»ach den Eingeborenen zu sehen." Australien «nd Japan. Tokio, 17. Dez. (Ctr. Frkft.) Im VcMuf der Parla- llncntastagnng stellten Deputierte der Opposition auf Grund «australischer Angaben fest, daß die australische Bundesregierung verlangt habe, die Operationen der japanischen Flotte sollten sich auf den Raum nördlich des Aeqnators beischränken. Abänderung der Höchstpreise. Eine offiziös bediente Korrespondenz teilt mit: Gegcn- twärtig finden in den Ausschüssen des Bnndcsrats Beratungen über eine Abänderung des Gesetzes betreffend Höchstpreise Nom 4. August d. I. statt. Nachdem das Gesetz nunmehr süber vier Monate in Geltung ist, reichen die inzwischen ge- linachten Erfahrungen aus, um eine Reihe von Abänderungen vorzunehmcn. Unter anderein werden auch die Bestimmungen «über die Bcschlagnahnie eine Umgestaltung erfahren. — Es !ist ferner schon in nächster Zeit eine Bundesratsverordniing >zu erwarten, durch welche die früheren Verordniingen über die Festsetzung von Höchstpreisen sür Gerste, «Hafer und Kleie aögcändcrt wird. Es dürsten dabei eine Reihe von Wünschen ans den Kreisen der Interessenten berücksichtigt werden. Der Hauptzweck der Abänderungen ist eine Erleichterung der «Versorgung des Marktes »nit diesen Waren. Pflege der Soldatengräber. Die Präsidenten her Zwiloerwaktungen der belgischen Provinzen sind von, Venvaltungschcs bei»,» Generalgouverneur angewiesen ivorden. sür di« Erhallmig und Pflege der Grabstätten der Ge- Afra ja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 141 „Liebe, teure Gula," sagte Marstrand, ergriffen von diesem Empfang, „wie lange habe ich mich danach gesehnt, dich wieder zu finden. Sage mir, wie es dir geht? Sage mir, ob du trank bist? Aber nein, du lachst, dein Auge ist hell, du lebst in Frieden!" „Frieden mit dir und mir!" antwortete sie. „Ich sehe dich und ich fühle nichts. Aber was ist das?" fuhr sie fork, indem sie ihn betrachtete. „D»l bist bleich geworden, dein Gesicht drückt Kummer ans. O! mein Vater hat cs mir gesagt, sie verfolgen dich, weil dn besser bist wie sie. Sic haben dich verraten. Helgestad hat dich betrogen, alle, alle sind gegen dich!" „So weißt dn also, was niir gesck)ehen ist?" fragte er, „und wie dein Vater »nir geholfen hat?" „Tat er das?" rief sie lebhaft. „Gottes großen Dank dafür! Nein, Herr, ich weiß cS nicht, erst gestern sprach er von dir. O, nun erkenne ich, warum er es tat. Er wollte mich ans deine Ankunft vorberciten, er erzählte von dir, lobte dich und da bist dn nun, che ich es dachte." „Nach seinem Willen," antwortete Johann, nachdenkend .und lächelnd. „Und nach deinen» Willen, sprich, nach deinen» Willen!" 'siel sie ein. „Sagtest du nicht, daß du Sehnsucht hättest? prägst dn nicht, wie ich viele, viele Tage betete, wie ich jeden Tag zu dem KilpiS hinauf sah, wenn der feurige Ranch an ihm hing, und wie cs mein Trost war, wenn ich dachte: Jetzt «wohl blickt er hier hinauf und erinnert sich an die arnie kleine jGula. Nenne »nich wieder so, rufe mich, daß ich es höre! O! — o! du weißt nicht, wie deine Stimme mir so wobl tut; Lu weißt nicht, waS ich in der Einsainkeit gelitten habe," flüsterte sic zagend. — Sie hing in seinem Arm, ihr Lächeln, «ihr Blick war Liebe, neues Hoffen und jene göttliche Gläubigkeit, die alle Zweifel von sich wirft. Er küßte ihre Lippen, er »rannte ihren Namen, nannte sic die kleine, liebe Gnla: was .hätte er ihr sagen können? Was wäre der Mut gewesen, diese tiefe, hingehende Liebe von sich zu stoßen! „Tu sollst nicht leiden," sagte er. „Haben wir nicht einen Bnnd gemacht, daß wir treu »ins beistehen wollen?" Sie nickte »hin niit leuchtenden Angen zn. „Ich bin dir 'treu," rief sie. „Sage »nir, was ich tm» muß, ob ich leben fallel»en Sorge z» trogen. Die Gräber sind zu bezeichnen, die vorhandenen Bezeichnungen wcilerfest zu machen uni» durch Eintrag««!!»» in gemeinbeweise aüMsertigende Karten scstzulegcn. Ten Gemeinden wurde ferner aiifgcgeben. ein Verzeichnis zu führen »«n«d ihre Vorstände si»«d für die Erhaltung der Kriegergräber verantwortlich gemacht ivorden. Vergeltrittgsmasittahmeri. Karlsruhe, 17. Dez. (IV. U.) Als Gcgenmaßrcgel gegen die schlechte Behandlung Deutscher in Frankeich wurden gestern auf Veranlassung des Generalkommandos deS 11. Armeekorps in Pforzheim 14 Franzosen im dienstpflichtigen Alter festgenommen und in Gefangenschaft gebracht. Tie Franzosen konnten sich bisher vollständig frei bewegen. Die Antwort auf die französischen Beschlagnahmen. Das elsaß-lothringische Ministerin»», hat aus Grund deS Paragraph «I der Verordnung des Bnndesrats voin 26. November 1914 Über die zwangsweise Verwaltung französischer Unternehmungen numn-shr di« zwangsweise Verwaltung sämtlicher in EI sa ß - L o t h r i n«gc i» betriebener Unternehmungen, deren Kapital ganz oder überwiegend französischen Staatsangehörigen zu steh tz ebenso die Vermattung aller Grundstücke, di« französischen (ÄaatSangelchrigen gang oder znn» überwiegenden Teil gehören, «»»«geordnet, lieber die Art, in der die Zwang^verwaidmig auegeübt werde» soll, sagt die Bcr. vitnniig nichts. Tie Zivangsverwaliter werden von den Bezlrks- prnsidentelr ernannt werden. Versorgung der Kriegs;,»validen. Mit diesem sehr aktuellen Problem befaßte sich dieser Tage die Ortsgruppe Berlin der Gesellschaft für soziale Reform. Wie groß die Zahl derer sein wird, die ans dem Felde als Krüppel zurückkehren, läßt sich heute noch nicht annähernd übersehen, man rechnet aber mit Zehntausenden. Mit Unterstützung des Reichsoersicherungsamtes soll versucht werden, die Krüppel wieder arbeitsfähig zu machen, und um sie unterzubringen, gedenkt man ein Verzeichnis jener Industriezweige anfzustellen, die zur Aufnahme Verkrüppelter geeignet erscheinen. — In der Tat handelt es sich hier um ein Problem von großer Tragweite. Es muß verhütet werden, daß die Invaliden gezwungen werden, durch mehr oder »veniger verschleierten Bettel sich ihren Unterhalt zu erwerben. Wir haben in Deutschland einige private Anstalten, die cs sich zur Aufgabe gemacht haben, „aus verkrüppelten Almosenempfängern Steuerzahler zu machen". Die bedeutendste Anstalt dieser Art ist wohl das in durchaus modernem Sinne geleitete Krüppelheim in Zehlendorf bei Berlin. Dort ist z. B. ein junger Mann, der statt des rechten Armes nur einen kurzen Stumpf hat, zn einem geschickten Schlosser ausgebildet worden, der mittels einer sinnreichen Vorrichtung mit fcinm rechten Arm schmiedet, feilt und bohrt, wie es ein Gesunder auch nicht anders kann. Ob man nun aber den Zehntausenden Verkrüppelter auch eine solch individuelle Behandlung, die zu solchem Erfolg führt, angedeihen lassen kann, das ist die g r o ß e F r a g e. Insbesondere wird darauf zu achten sein, daß im Kriege verkrüppelte Ar- beiter nicht etwa schlechter entlohnt oder gar Lohndrücker verwendet werden. Unter Leitung der Reichsbehörden wird delnnächst eine Sachvcrständigen- Konferenz zusammentreten, die über die einzuschlagenden Wege beraten soll. Kampflose Reichstagswahl. In» drillen Hamburger^ ReichstrgswahlkreiS habe»» sämtliche bürgerliche Parteien beschlossen, zu der am 29. Jannar 1915 statt- findcnden Nachwahl für den »«erstorbenen Abg. Metzger keinen Kandidaten auszustellen. Die Wahl des sozialdemvkgiiischenr Kandidaten H. S tn b be wird sich daher ohne Kampf vollziehen«. oder sterben soll, aber verlaß mich nicht, verstoße mich nicht!" Sie deckte eine Hand auf ihre Stirne, als erinnere sie sich an etwas, dann fuhr sie fort: „Mein Vater will dir wohl, er ist mächtig reich, reicher als Helgestad. Fordere von ihm, was du willst, er wird es dir gewähren." „Wo ist dein Vater?" „Hier!" antwortete eine Stimme vor der Höhlung der Fclsenwand, und da stand Afraja, die Hände um seinen großen Stock gelegt, die spitze Lappenmütze ans seinem häß. lichen dicken Kopf, und blickte ihn mit den verschmitzten Augen boshaft an. „Sei gegrüßt, Jüngling, in meinem Lande," sagte er, „und habe Dank, daß du gekommen bist." Er reichte seinem Gaste die Hand und lachte in seiner Weise. — „Dn hast den Weg gesunden, der schwer zn finden ist," fuhr er dann fort, „aber ich dachte wohl, daß er dir nickst verborgen bliebe. Nun bist dn hier in Jnbinals Paradies, möge es dir gefallen." „Hat Jubinal einst hier gewohnt?" fragte Marstrand. „Er wohnt noch hier," antwottete Afraja ernsthaft. „Er läßt Blumen wachsen und streckt seine Hand über alles aus, was in diesem Tale lebt. Wenn der KilpiS in Eis und Schnee begraben liegt, alle Oucllcn erstarrt sind, fließt der Bach, »vie er jetzt fließt, und meine Herde findet Nahrung, so viel sie bedarf." Marstrand hätte dagegen mancherlei Zlveisel einwenden können, denn er wnßie gewiß, daß dies versteckte Tal sich ebensowohl mit Schnee füllen ninßte, wie alle anderen, aber ein liebliches, geschütztes Plätzchen war cs gelviß, und gern gestand er seine Ucberraschnng, die der alte Stamin- führer beifällig zn hören schien. „Dn sprichst gerecht und gut," antwortete er dann, „es gibt jedoch manches andere, ivas dir noch besser gefallen inird." — Seine Augen blitzten ans Gnla, und indem er mit der Hand über ihr Haar strich, murmelte er ihr einige Worte zu und fuhr dann laut fort: „Wir wollen gehen, ich »oill dir meine Tiere zeigen, während dessen soll das Mädchen sorgen, daß sie dich aiifnchmen kann, wie es schicklich ist." Gula eilte, dem Winke folgend, mit einem heißen Blick ans ihren Freund davon. Das zahme weiße Tier lief ihr nach, Afraja dagegen führte den Gast durch die Windungen des Tales, überstieg dann mit ihm einen hohen Wall von Schutt und Gestein, an dessen Seite sich das rauschende Wasser seinen Weg in eine tiefe, bewachsene Schlucht brach, und jetzt sah Marstrand sich ans der »noostgen Hochebene, den Zur Beschießung der englischen Küste. England iir der Klemme. Stockholm, 18. Dez. (T. TT.) Ter Marinemitarbeiß I! deS Cocnska Dagblad schreibt über die Lage an der Rori fee: Nock» einmal haben die Engländer deutschen Unte» nehmnngsgeist und deutsche Angriffslust fühlen müssen, un zwar ans eine für ihre natürlichen Gefühle und ihren Sto äußerst empfindlichen Weise. Deutsche KriegSsahrzeugc sin znn» Angriff gegen englische Häfen geschritten unbeküminc »im die englische Herrschgcwalt zur Sec. ES scheint, do dieser deutsche Vorstoß bezweckt, einen Teil der englislhc Flotte aus ihrem Versteck hervorzulocken. Um den deutsche Vorstoß mit Kraft zn beantloorten, werden die England starke Kräfte vorschicken müssen, allerdings mit dem Risik den Unterseebooten und Minen reiche Beute zn geben. Moll« sie sich aber aöwartend stellen, so riskieren sic, daß die Te», scher» ans dein cingeschlagcnen Wege sortsabrcn. ES wi dadurch ein Zustand geschaffen, der im höchsten Grade d- englischci» Stolz beugen muß. Tie allernächste Zukunft wi die Wahrheit darüber geben. Der Slerlust der englischen Toeocdojägerfloitillc ist weit ernst als die Adininalilät zugestelst. Die Fnnkcnsprnchstcttivn Sc» berongh funktionierte noch »vährend des Bombarbemcnt?, doch > schiene», kein« größeren englischen Einheiten, bis die deutsch Kreuzer außer Sicht »vaven. $i(: Ktl»l‘ (fMt jjieiiin «ig» Mt i fie ren »i irbi» »i Bänden, hinät |i üiitt ( Sonnte Muß! fwinäi stttoer« (älfit il ub zur fco» Seinen.« leesi * baue Einheit Nß. bntroile« Wild li limnnte » Te» innig t Der Kampf in Flandern. Ter Telcgraaf meldet ans SInis: Die Deiltschen* bi suckgn» die Truppenznfnhr nach Hazcbronk, Poperinge n Vpern dadurch zn erschlveren, daß sie die Station von Ape vernichteten. Ans der ganzen Linie wird hartnäckig gekümp namentlich in Langcmark, Paschendaele, den» Gehöft v eonnebeekc und der Front von Zillebeckc und Hollebec also nördlich und südlich von Apern. Tie Stadt selbst wi aufs heftigste beschossen. Die Truppenbewegungen an ! Front dauern fort. An der «Herstellung der Wege - w ununterbrochen gearbeitet. Der Krieg im Oriellt. Neue Erfolge der Türken. IV. T. B. Koiistnntinopel, 18. Tez. Amtlich »vird meldet: Tie russischen Truppen versuchten unter den» Sch» | der Geschütze und Maschinengewehre am linken Ufer Tschoruk vorzugehen, wurden aber nach fünfstündig flitiHu’iin Kampfe znrückgeworsen. Nach der Schlacht bei Sarail, D ls s«i für die türkischen Truppen glücklich verlief, haben diese Wch" Verfolgung des Feindes ohne Unterlaß fortgesetzt. Karlin trafen sie 15 Kilometer westlich von Kotour ans » Feind, griffen ihn, ohne das Eintreffen der Infanterie ■i.ijtm 31 znwarten, an, und verjagten ihn in der Ricbtni^g^nach RMi"" -rd Kotonr. " ^ -U°"' öeä Am Suezkanal. Der Mattiiio erfährt auf Umwege» über Syrakus « Aegypten, daß türkische Truppen und Beduinen 15 Seemei vom Suezkanal in der Nähe des Roten Meeres stehen. Portugiesische Verlegenheiten. Lissabon, 18. Dez. (T. U.) Das neue portngiesi Kabinett setzt sich ausschließlich ans Temokaten zusann und dient als Beweis dafür, daß es der Regierung p gelungen ist, ein anderes Ministerium zu bilden, dem Parteien, auch der Opposition, angehörcn. Es macht gegen einen Krieg an der Seite Frankreichs und Engla eine starke Opposition geltend, dic der Regierung noch » Ungetcgenhcitcn und innere Schwierigkeiten bereiten dü» Mnten Wtarci pilmlni Wien n fcnifl o I lim Win ä teflntj Sittit istdlb, öaitasteincn gegenüber, in welchen er dic Nacht zngebr j hatte. Das Zelt war dort verschwunden, es war nur für aufgeschlagen worden, aber zn seinen Füßen am Rande Waldschlucht erhoben sich fünf andere Zelle und von di | zog sich ein Gehege von Birkenstämmen nnd Geflechten innerhalb deren es von gehörnten Milchkühen wimmelte i Zum ersten Male »var er mitten in der Alpcnwirtsi^ eines Lappenlagers, dessen ganze fröhliche Geschäftigkeit vor ihm anstat. Die große Herde innerhalb des Geh I rf« r !1;| äin( ptfidioij P lit 3) rJionti Pe Üe * ,ä ni»Po Wtoei war mehr als tausend Köpfe stark und heute wurd« «c ei% iI« ?el Hcrbstmustcrnng gehalten. Wohl ein Dutzend Männer L^, l|Ql j Weiber schien mit Melken bcsckiüftigt, mehrere andere fuh W *ri sich sträubenden Tiere herbei. _ ;« Ter Tag war heiter, der Himmel so schön blau »vi ® "" der letzten Zeit, nnd die Sonne wärmend, geldstrahl ^ trotz der Morgenfrühe und der Windbewcgung. As I «ibcrließ ihn seinem Nachdenken, denn er wurde bald Mortimo nnd den anderen Männern abgenisen, um bei l Auswahl der Tiere zn enttcheiden. Weiber, Kinder nnd Männer hockten da im K»I empfingen ihr Teil, aßen die Mehlkuchen dazu, welche I von den heißen Steinen kamen, und sahen mit schc I lauernden Blicken den fremden Herrn an, der ihren ai > zeichneten Appetit beobackstete. I Afraja nahni eine der Holzschalen, eine alte Frau f I sie mit dem Tranke, dam» reichte er sie seinem Gaste. I mußt nehmen," sagte er, „was wir geben können, hie I niemand, der Besseres oder Schlechteres hätte." I ^ ^. Tic Holzschale sah nicht eben einladend aus, aber .|-ii« süße Milch schmeckte vortrefflich. Eine belebende kam über ihn; er fühlte sich erfrischt und erquickt, A' nickte beifällig, als er dies bekannte. ^ sagte er, „du wirst noch besser mit uni> „Ich hoffe, |unit c«. „«.'•> "--y —ii“ - m speisen zufrieden sein, denn selbst Männer »vie «Hels > verschmähen diese nicht." Dieser Name erinnerte den Gaardherrir an den e>< D «« lichen Grund seines Kommens. — „Du hast mich zu di» rufen, sagte er, „und ich erfüllte mein Versprechen >" ~ lieber, weil ich deines Rates bedürftig bin. Du weißt« wiß, wie es mit mir steht, daß mein Hans verlassen »st, " , Arbeit stockt, und daß ich in Wahrheit kein Mittel kenne M mich ans der bedenklichen Lage zn reißen, in die »ch 1 M Hclgestads Falschheit geraten bin." lFortsetzimg folgt.! u »tb C‘ Hub »i KO i L?» Kit VI 11 * n'-l Beilage zur Oberhessischerl Volkszeitmrg 9 tr. 295 fließen, Samstag den 19. 3c,außer 1914. Hesieu „nd Nachbargebiete. «iclren „nd Umgebung. Die zweite Sitzung des Hessische» Kricgs- landtags. In der Zweiten Kammer wurde am Tonneritaz zunächst als landständisches Mitglied bei der Staatsschnldcn- verwaltnng durch Zuruf der Abg. Best (natl.), zu seinen: Stellvertreter Abg. Molthan (Ztr.) gewählt. Tie Wahl eines landständischcn Kontrolleurs und dessen Stellvertreter fiel auf die Kammcrbcamtcn RcgicrungSrat Schenk und Rech- nuugsral Köhler. Tie Regierungsvorlagen über die Verschiebung der Landtagswahlcn und über das vereinfachte Entcignungsvcrsahren wurden von der Tagesordnung abgesetzt »nd auf die Nachniittagssitznng verlegt. Die Regierungsvorlage über das Außerkrafttreten von Vorschriften der Städte- und Landgemeinde- ordiiuiig bezweckt die Verschiebung von Wahle» der Stadlver ordnctcn, Genicinderätc, Bürgermeister »nd Beigeordneten, icrncr ngc I bringt sic Abänderungen der Vorschriften »der die Beschliihsähio- m keil der Keiiieindekollegien sur die Tauer des Krieges und bis sechs ,| Monate nach seinem Ende. Dörnach werde» die Ersorderntlse der tklan;» Beschlnhsähigkeit der Stadtverordnetenversammlung »nd des Höst» GenieinderatS dahin ermäßigt, daß zur Beschliißjäliigleit der «lled» Stadtverordnetenversammlung die Anivcsenheit von mehr als der W I > !e ft :abc «ft i mJ w M , bo« tcn'bl rl Hälfte der orrsa »wesenden Stadtverordneten genügt, wah- rend zur Gültigkeit eines Gcmciiidcratsbeichlnsscs die Berufung ' 1 aller ortsan wese »den Genieinderalsmitglieder und das pr ge »pH scheinen »nd die Absliinmiing von zwei Drittcile» dieser Ortd- anwesende» htnreiche» soll Unter „tri-saniveseiiden" werden ave dauernd Anivesciidcn verstanden, eine vorübergehende Ab- wesenheit, etwa durch eine Reise lommt nicht in Betracht. Abg. t'en» lVbd.s beantragt, daß in den Gemeinden auch der SontroUenr einen Stellvertreter haben soll. ES müßte also :» wild l Artikel 105,2 eingeschaltet werden: „oder der vom Bürgermeister . | ernannte Kontrolleur'' ' tff User sliitidi, mail. diese SH! Sccrnti | nt. rtugVetil IttNg , dem macht Gnfli Ter Antrag »nd der ganze Gesetzentwurf iverden sodann ein- I mminin angenommen: ein Antrag Griineivald lVerschiebnng der m »mmiinalivahlcns für erledigt erllärt. Es folgt die Beratung der Regierungsvorlage b e > r. Aenberung des fr i n a n z g c s e tz e s für 1 !t I 4. Ta der >lricg den Abschluß einer Staatsanleihe für längere Zeit „nmög- "'«41. lieht diese Novelle vor, daß die bereits in den letzten - - »vier Jahren ans Anleihekonto bcivilligtcn, teilweise auch schon gc- atme 1 tätigten Ausgaben von rund 18 Millionen Mark auch durch An?' nah fl l,aI>c uon Schavaiiivetsungk» beschafft werden können. Dem Bor- - ‘ .1 gange dcS Reiches folgettd. schlägt der Entwurf scrncr vor, in geeigneten stallen ebenso die Ausgabe von Wechseln an Stelle der «chatzanweistinacn zu ermöglichen, da Wechsel ivcqen ihrer größeren llmlaufssähigkcit »»ter Ilinslände» zu günstigeren Bcdingnngcn begeben werden können. — Ehne Debatte wird das Gesetz ein- stimmig angenommen. 3»m G e s e tz e n t w n r s über den Zuschuß zu den .kosten deS HvfiheaterS in Tarmstadt beantragt der „nianzauSschuß' 1. Kabinetts- »nd Hostassc zur Deckung des ans lflldcm Betrieb des Hollheaters ln der Spielzeit 1811 15 z» erwar'cn- H den itehlbctragS ans der Staatskasse rin einmaliger Zuschuß von jBOoo Marl, sowie ein Tarlchen von weiteren r>0 »»fMi Mart per .U stich zu V/i Prozent und rückzahlbar längstens innerhalb 15 ^Wren gewähr! wird. 2. dieser einmalige Zuschuß anS den Bei ^Wtungsciiinahnicn des Etatsjahres 1914 und wenn erforderlich PR Ziischiiffcn der Restefonds sowie, falls dicke erschöpft sein solt- .. t»i. aus Mitteln des Ttaatslredils. das Tarlchen aber erforbcr- kftthenfalls aus Mitteln des Ztaalslredits entnommen wird. — tm Wf »itiftimmig wird der AuSschubaiitrag und damit die Vorlage gnt- «heißcn. Gemeinsam zur Beratung gelangten sodann die Regierung. N'klagen über die Gewährung von Darlehen an Gemeinden und Rmeindevrebändc und über die Bereitstellung von Mittel» für ne Beichassnng von Arbeitsgelegenheit. Im erstcrcn Entwurf sor «rt die Rcgicruiig die Genehmigung bis zum Gesamtbetrag von ' Millionen Mark Darlehen an die genannte» Körperschaften zu ernähren. Aber nur für den Fall, daß die lltreditinstitntc de 'ander. die t'andcSvrrsiäternngSanstalt und insbesondere auch die 'aiideshiivothekenbank die in den Gemeinden erforderlichen Be- säge nicht mehr bcrcitstellcn können. II. a sollen auch Darlehen ur Ausweiidungcn der Gemeinden zum Bodcnmclivrativns- und kaslcrvcrsorgnngSwcscn gegeben werden. Der zweite Gesetzciit- 'urs entspricht einem von den Fraktionssllhrern gestellten Ei- ichcn an die Regierung, für die Bekämpfung der durch fit Krieg geschaffenen Arbeitslosigkeit V o r - or g c zu treffen. Insgesamt und cs für I 110 ilSli Mark Ar- site», die sich ans die Bereiche der verschiedenen Ministerien ver 'ilen. Kür Hosbaiimese» lDarnistadt und Dolssgarlrnt werdett »gefordert 27:100 Mark, für Domanialkof Mönchhof 29 500 Mark, kubav einer Korftwartwohnnng in Gladhiitten 1-1700 Mark, Weg- aulosten Al 000 Mark. Acuhcrstellungcn in Bad Aauhcim und lolzhaufen 25100 Mark, für Kliniken in Gießen 48 350 Mark, arm,ter 18 000 Wcißbindcrarbeitcn. für Erneuerung der Kalt- äuser im Botanischen Garten zu Tarmstadt 20 500 Mark, fih ienerwohnung am Gvmnasium in Bcnsheim 10 SOO Mark, etcl- >!chc Bcicuchtnngsanlagcn am Lehrerseminar zu Friedbcrg und tzninastum Büdingen 8800 Mark. Zentralheizung im LudwigS- tmnaßum Eiießen 12 800 Mark. PhilippShospita! ('ioddclan 18 880 kork. Heilanstalt Heppenheim 18 210 2>Iark, in Alzen 18 4M0 Mack, ntbindungSanstalt in Mainz 5500 Mark. Zd,otr»a»stc.Ii bei Darm- adt 24 850 Mark, Arbeitshaus Dieburg -'7 100 erichiSgebäudc in Tarmstadt sowie Provinzialaricsthaus 22 tlk-ark, Amtsgericht Lanbach 1KHHI Mark, clektriswe Belcuchlungs- tlagen an den Amtsgerichten Kiirth. Reinhcim. G r o ß - mstadt, Büdingen, lsppcnhcim. Lanbach, Riedcrolm, Hirsch >rn. Cchottcn, Dbcringclheim. und Wörrstadt, zusammen 8l«l0 ark, Lanbeszuchthans Maricnschloß 20100 Mark, altes vicrichtr- bände zu Gießen 8500 Mark, Hanvtstcucramt daselbst II 1*■ • »tf, Herstellungen am Tampsboot „Hajsia" 4500 Mark. Anstrich r Eisenkonstriiktioii an der Kostheimer Mainbriickc 18 00k» Mark, e u b a u eines 8 r c i s a m r sg c b ä n d c s in O s s c n b a ch >0 000 Mark Baiikostc». ab Erlös vom alten Gebäude 150 (ton »rf und Anteil des Kreises am Aenbau 108 0t»0 Markt 142 fMH» axl und 31 000 Mar! Kosten weiteren Baugeländes, Hebammen- o^onstalt Mainz 8110kl Mark, Kurfürstliches schloß zn Mainz o0k> Mart, Bcrbeffcrnng von Hnlweidcn in, Bogclsbcrg 200 000 ark sdic andere Hälfte hätten die Gemeinden zu tragens, Ilm- """ Eichcnsckiälwaldunacn in Hutwciden im Odenwald 00 kl Mark lGesamtkosten 48 00t». davon ' .• zu Lasten der Gemein 1 ä» Lasten der Privatcns, Regillicrnngcn der Lumda in sie Allertshausen 14 000 Mark, in Gemarkung Oiambach .7'" .'^ark. der Aidda in Gemarkung Aidba 50 000. sowie dcs »»" Entwässerung der Eich-Gimbshcimer Aicdcriing 1600 Mark"^" "0 »00 Mar,, hiervon als Ttaatsziischliß ^.^ariinbun« der Regierungsvorlage heißt es «. a. -2. --Aktien der weiter erforderlich werdende» Mittel ->» für iur fit Sani* von 1*| [«btt”' imn# nntrirt^ .jtigten ltnitte sännet l «rei» »lau Wl ig. ** >eb um im ^ it« ’t 1 bien® zv^. ,e», • mii.‘ ic ^ damit zusaniiiienhängendci, Kosten in einer Gcsamthöhe von 228000 »hark, bs lür den Aeuban eines inineralogischen Znftituis n> Gießen 118 000 Mark. <■) für den Bau einer Hofdiblloll^I slaaisarchiv und Denkmalarchiv >» Darmiiadt mit eine», Kostri. auswand von 1 150 000 Mark ivird dcninächst hesondere Voriage ergehen." khne Debatic werden die beide» Vorlagen angenommen ,1» der A a ch,n , t I a q s s > tz „ n g verlas Präsident Köhler znn-tchst den Tageober 1« rou, östliche» ürisgsschanpßiy in sein es heißt, daß die !apirrte 0 wc'lprenßiichcr und Iicssitche, Rqst menter die Entscheidung zum Ruck zi g der Russen gebrach« I>U>«! i(r Redner firtir fort: Wem drängt sich hi«ik><, nickn in Begriste rung ein Raine ans de» Mund: Hindenbnrg! lBravols Laste» Die »ns dieses groß«» ,>nl,r«rs in nnicrer Brrlanimlung gedenke., mz- ruien: Er und die icpicr«., Knippen, die Ines« gnrße !a< im Cfttn vollbrachi lsiben. inionäerl,«» e.t>er niiieve wacker«» Hefte», sie Iel>«n hoch! lDic Bersanmiiiing stimmt i„ de» dreimalige« Hochruf ekn.s Danii tritt das Haus in die Beratung der Regicruugsvorloge über die BerschiebiiNg der Wahlen zum 17. Landiog ein. Zu Artikel 2 hatte» die Lazialdemolvate» eine» Zuiav beau- <:>igt. durch den für diese nächsten Wahlen die dkciluninuzgrn ül>er die Pliirailomwe „nd die Zirnerrricksiaiidsllausrl ebeusalls außer »vait gesetzt werde» sollten. Zu, Ansicheiß ivnrdk der Anlia« gea.-n tie Stimmen der Abg. Tr. ,1n,G> und Reh abaelechn. Auch das Plsniii» letnit diese Aenderuiig at> m»d lumuil das ga:i.>c Gejev ehr weitere Delmtte an. Es folgt die R c g j« r „ „ g s v o r f g g r si c t r. ein verein lachte S E n ke, g» » ng »v e ria h rr » zur Brscha!i»n-,i von Aibeilszielegc.ihcit und zur Beschäftigung von Krirgsgesanicnen Mil klrineii Abändcruimen aus An«c,>g ,tu!da Hane der Ausschuß Annahme des Gesetzes rnipsohlen. Das Hans beßhiwßi jo olsic Delmite. Staatäminifter v. E ivald bring! hieraus ein Daiitt«legramm brs Grußher.zvgs an die Giden Kammern zn> Keinitnis drs H»nß o», Anschluß hieran sprich, er- den Dank der Regien,ng ,'iir die hei der Vcrabschiebnnz der 2 i> Ihre SchnUligkei, getan. lBiavu!» Wenn die Anisorteriing an die Hessen «:g«ht. Tecne zu halten, so lieben sie mxi> niemals versagt, und auch i» bieicr ernsten Zeit wollten wir d.:rck, die Haltung der Bolksver lretung zn deutlichem Ausdruck brnnien, daß wir Helfe» »ns durch iinscre deiitichen Bruder inchi in der Treue überireiien lasten wollen. lLebh. Beifall > Rögen niijerer Welirmacht Eriolgcn noch weitere iolgen. Möch,:en sich aber alle, die i.-bi draußen ewr dein sskind stehen, von allen Ski, -heilen „»h Kkiakichleit«» des täglichen Lebens sernhalte», möckitrn sie in dieser gewalttgcn Zeit sieis groß bleiben und niöcksten sie auch in der schivexn Lage des V.rierlandeS allezeit opferbereit bleiben, ivie sic >s ieitkier geivesen sind! Tenn der Dpicr, die von dem dc»!sch>en Valcrlandc geiordect iverden. >v«r du noch vielerlei sei». Von dem Verhalten der Daheimgcbtiebenen bängt aber zum guten Teil der e»»!l-t>e Erfolg auch mit ab (Zu siiminiing.s M>ß»e iedcr in seinem Kreise wirken, daß das gsinze Volk stets würdig derer sei. Sie dranßc.i vor dem sseiode fechten. lBravols Wir als Vettreter des Volkes loollcn stets bereit sein, so viel es an nns liegt nutz io weit es r» »nirrer Macht siekst, »üt •.'tfrlfen. niitz»raten und mikzutaten, um in dieser schn-eren Zeit das Richtige vorzi,bereiten und durch,znsiihrcn. daß unser« Volks iv:itsch«is! in allen Teilen dies« schwere Zeit iil>«rstehen kann und nicht Rot leidet Wenn wir jetzt auseinandergehen mnt, »nsercr Arlwit, so ivoilen ivir das Inn mit dein Rufe: Deiitichlaird, iniserc Heimat, unser Vaterland, iih das loir kämpfen, fiir das wir siegen wollen, fiir doS wir aber auch, wenn es noltut, leihen und sterben wollen es lebe lwck,! .500 Mk., Herstellungen, Ausbau des Tachsiocteß 7-800 Mk. Zür Herstellungen im Tomanialhof Mönchhot 13 500 Mk. und >6 000 Mk. Neubau auf der Iorstwartei QHa-J- Hütten 13 700 Mk. Verschiedenes 58 000 Mk. In. Kap. 8 Bad Na u Heini: Isolierung der Tcrmalleitungen, Verlegung der Puinpwerke in Bad Nauheim 16 000 Mk., Er- lichtiing eines neuen tssradierbnues in Bad Salzhansen 9100 Mark. In. Kap. 28 Z c n t r a I b a u w c s c n: Herstellungen in Iraiicnklinik, der Univerntätsbibiliothek. Gewächshäuser im Botanische» Garten. Physik. Ehem. Institut in Gießen 57 050 Mk. Zür die Tech». Hochschule T a r m st a d I: Botauisclien Garten 20 500 Mk., Gymnasium z» Benslieim, Errichtung einer TicniNvohnnng 10 800 Mk. Jur Herstellungen im Lehrerseminar zu Fricdberg, Gymnasium zu Büdingen, Landgraf Lndwig-Gymnasium zu Gießen (Zentral- hriznng). Landes Heilanstalt Hosheim bei Goddelau. Landes- bcilairstalt Heppenheim, Land:-i Heilanstalt Alzey, Hebammen- lebranstalt in Mainz, Alicestijt bei Darmstadt, Arbeitshaus Ticburg, zusammen 224 730 Mk. In. Kav. 9-l Justiz- Wesen: Neubauten und größere Herstellungen im Neuen Jnstizgebäude in Tarmstadt 12 KM Mk. Altes Gerichts- gebändc daielbst 50 Mk. Provinziälarrestbaus Tarmstadt 5100 Mk. Amtsgericht Lanbackz 9000 Mk. Einführung von c Krwcitcrunz des Amts- -ichtsgebäudes zu Lfscnbach und die I c.'cttrisclwr Beleuchtung in verschiedenen Amtsgerichten und Hafttokalcn <>3 Mk. In. Kap. 128 Neu- b a n eines A m t » g e r i ch t s g e b ä n d e s in Offen- bach 15 0kXl Mk. Hebammenlehranstalt in Mainz 63 ltX> Mark. Knrsürstliches Schloß in Mainz letzte Rate 51000 Mark. Kap. 132 Verbesserung der Hulweiden im VogelS- vcrg 290 ixxi Mk. ttmwandlnng der EichensäXilwaUnirtgrn in Hntw>ciden im Odenwald 20lXX> Mk. Verschiedene Back> rrgulicriingen der Lumda, Nidda usw. 171 lXX) Mk. Die Ge- saintfordcrung beträgt 1 117 280 Mk. I» der Begründung wird ausgrsülirt, daß aus sriiäcrcn Bewilligungen no«I> ein ansehnliesier Betrag zur Verfügung sicht, ans dem besonders dein Handwerk lind der Indnskiie Arbeit »nd Verdienst zugewiesen u>erde» kan». E: muß indessen mit der 'Möglichkeit gerechnet nierden, daß das Bedürfni - nach Arbeit »nd Verdienst noch steigert, ''odaß der Staat auch snr vermehrte Arbeitsgelegenlieit wird i 0 !sc-i müstc». Tie vo>geschlagenen Arbeiten sind diirckstveg '.oiwendig. zum großen Teil auch ivertschiisend,- und wcrt- steigernde Ausgaben. Ter Ausschuß hgt die Anforderungen' r > >> it i in in i g g u t g c h e i ß r n. Weitere Ltorlagen werden in Aussicht gestellt. Liricg, Privnttzandel und Ko»»s«mvereine. In der Kriegszeit erlangten die Konsumvereine aus dem Gebiete der Warcuversorgung erhöhte Bedeutung. Das :ritsl besonders zu auf die Preisgestaltung der Ware. Tei ptiexilc Kleinhandel nützte besonders die ersten Kriegswoelien vielsact, zn einer unerhörten »nd in den Perliällnissen selbst nicht bcgrlindrten Versteuerung wichtiger Lebens- und Ge- nußmittel aus. Das nervo« gewordene Publiknm leistete diesem Beginnen leider sehr häufig noch Vorschub, indem es in unsinnigster Weise die Verkans-släden bestürnite. Davon machten die Konjnmveieinsmitglieder ztvar keine Ausnahme, aber — und das ist das Bedeutsame - - sie konnten die Waren, soweit der Vorrat reichte, zn den alten Preisen enl- nehinen. In diesen Tagen waren die Ilnlerschiede im Preis der Waren im Privatgeschäft und im Konsumverein oft enorm! Und hätten die Rtitglieder der Konsumvereine die nötige Ruhe bew>il>rt und nicht planlos eingelanst, dann hätten alle ans Rtonale liinans viele notnumdige Waren zn' alten Preisen haben könne». Eine gleichmäßigere Verteilung wäre dann möglich gewesen, während so wenige kanf- kräftige Mitglieder große Vorräte jaminel» konnten, die meisten ärmeren aber diesen Vorteil nicht hatten und später die neu hereinkomnieiiden Waren teurer bezahlen mntzten. Tic Geselsäftsleitungen der Konsumvereine l-aben ja bald den Masseneinkäufen einen Riegel vorgeschoben, indem sie die viclbegehrten nötigsten Produkte nur noch in kleineren Mengen abgaben. TrotzalledetN haben die Konsninvereinc in dieser Zeit in vielen Fälle» — besonders die großen tstenalicnfklxiflen — eine preisregulierende Wirkung nach unten entwickelt, die häiisig nicht nur den Mitgliedern, sondern auch der Allgemeinheit zugute kam. Tenn die niedrigeren Warenpreise im Konsiintverein zwangen am Ende auch den private» Kleinhandel. in den Preissteigerungen Maß zn l-alten oder mit den Preisen wieder zurüifzngkhen. Tas ist den Konsuln- vcreinen auch von Behörden und Stadtverwaltungen ösfcnt- lich und rückhaltsioS beicheinigt worden. So z. B. in Königsberg, wo die wirt'chaftliche» KriegSnöte zeitweise besonders groß Ware». Tort wurde in öisentlicher Stadtverordnetensitzung diese gute Wirkitng des KonsniiivcreinS ausdrücklich anerkannt und betont, daß er zahlreiche Ware» wesentlich billiger verkaufte, >vic die private» Geschäfte »nd daß seine Preise zum Teil bedeutend niedriger waren, alS die amtlich festgesetzten Höchstpreise, die leider in der Regel Normalpreise werden. Dabei wurden etwa ein Tuhend verschiedene wichtige Lebensmittel genannt, auf die daS zutraf. Auch der Lbcrbürgcrmcistcr gab das zu und erklärte, daß er gerade deswegen dazu beigetrapen habe, den Weiterbctricb der „mustergiltigcn" Einrichtungen des Konsnnivereins z» er- niöglichen. Von Wiesbaden wird ähnliches berichtet und in incr großen Reihe von Städten liegt es ebenso. Es ist deshalb nur im allgemeinen Interesse, N>enn verschiedene zentrale Reickis- und Staatsbehörden durch Erklärungen die Verbote beseitigen, die vielen Reichs- und Ttoatsbeamtcn vor dem Kriege unmöglich machlen, die Mitgliedschaft in incm Konsliinvcrein z» erwerben. Mögen sich die Konsum- Vereine noch mehr als bisher ihrer sozialen Aufgaben und Pflichten bewußt werden! Tie Folge davon wird eine starke Erhöhung ihres Ansehens nnd der Zahl der Mitglieder sein. Tie Kritgsversichernnq der Bolksversichcrulls;. Tie Sorge um das Wohlergehen der Familien der ins Feld gezogenen Mitbürger ist als eine wichtige soziale Ausgabe allgemein anerkannt. Tiefes Wohlergehen ist dadurch auf eine harte Probe gestellt, daß die Väter jetzt auch über Weihnachten hinaus im harten Tienite fürs Vaterland im Feld aushaiten müssen. Tas Weibnachtssest wird daher für die Frauen und Kinder in der Heimat sehr getrübt und durch die Sorge um das Leben des Ernährers in vielen Familien noch unangenehm beeinträchtigt werden. Wer daher dazu öcitragen kann, diese berechtigte wenig freudvolle Stimmung zu hebe», tut ein gutes Werk. Von vielen Seiten wird gerne dazu bcigetragen werden, Freude zn bereiten und auch das Fest diesen so schwer Betroffenen zu verschönern. Tieje Freude kann bereitet werden, wenn den Familieitz Jic 2üi'(u; »m il)v Wohlcrgeben beim Eintreten de- schlimmsten Falles etwas erleichtert wird. Das könnte geschehen, wenn man den Frauen und Kindern von ausmarschierten Verwandten, Freunden und Kollegen zu Weihnachten Anteilscheine der Volksjiirsorge-Kriegsversicherungskasse überreichte und ihnen damit die Gewißheit gäbe, dag man ihre Lage richtig einschätzt, an sie denkt und für sie zu sorgen bestrebt ist. Anteile der Kriegsversicherungskasse, die den Familien gefallener Kriegsteilnehmer nach Beendigung des Krieges eine größere Summe garantieren, sind sicher für Frauen und Kinder ein wirklich praktisches Weihnachtsgeschenk! Ein Anteilschein kostet 5 Mark! Sofort nach Einzahlung lder 5 Mark ist die Versicherung rechtskräftig! Tie Einzahlung kann erfolgen bei der Hauptverwaltung der Volksfürsorge in Hamburg, Beim Strohhause 38 (Postscheckkonto Skr, 7053, Hamburg), oder bei den Rechnungstellen der Volksfürsorge im Reiche. Auskunft erteilt Jos."M a i e r, Gieße», Walltorstr. 8 II. Aus -eu Verlustlisten. Resenic-Fiifanterie-Regiment Ar. I Ui. Wistschacte mti» 11. bis 16., Sic. Margucritc am 14., Kapelerie am 16. und 17. und ©eiert» am >!>. und 26. 11. 14. /. Bataillon, Darmftadt. 1. Kompagnie. Wrfr. Geovg Mcrsckirvih, Hahn, Kreis Tannstaht, gcsalicn. — Rcs. .Karl Nordorf. Rienbinch. Kreis Bcrirburg, ge fallen. — Res. Ada», Bersch, Darinstabt, gefalle» 2. K o in pag u i c ©cfr. Heinrich Tcgen, biroffell-Liiiben, Ivw. — Res. Bernhard Bittingrr, E!insh«ini, Kreis Oppenheim, gefallen. 3. Ä o m p a a ii i c Utossz. d. R. Ludwig Hain, Ojsenbach. gefallen. — Res. Karl Kalienschnee, Büdingen, gefallen. — ©«fr. Hermann Trotz. Geis-Nibdei, Ivw. 4. Kompagnie. Res Heinrich Aergftrascr, Eberstad!. Kreiö Tonnstadt. gefallen. — Rcs. Heinrich Kehr, Treis, Kreis ©irßen, ge ja I Icii. II. Bataillon, Gieffen. 5. Kompagnie. Utossz. Heinrich Bopp. Bonhaisen, Bü- bingen, low. — AKhrinaNl» Heinrich Boppert. Altenhurg, Kreis Blofeld, rermitzt. — Wchvm. Konrad Anglist Wick, Laengentzani, Kreis Friedberg, gefallen. - Rcs Adolf Rcnchalcr, Larngd, Kreis ©setzen, gefallen. — ©cfr. Karl von Ei ff, Keldkriitken, Kreis Schutte», schwerviv. — Wchvm. Konrad Horst, Sellnrod. Kreis Sckwtten, lvw. — Res. Heinrich Har Imam n, Rieder-Florstadt. Kreis Frieddcvg, Ivw. 6. Kompagnie. Sergt. Georg ©rieb, ©ambach, Ivw. — Ers.-Res. Richard Herrmami. Ösfendach a. M., gefallen. — ©esr. Karl Bauer, Butzbach, Kreis Friebbcrg, Ivw. — llcücrlricbcntr Siegcsjubel. Gestern wurden die i Leute in Gießen mal tvieder toll geniackst. Nach der Meldung der Zurüctdläugung der Russen in Pole» bekauien die Schulen wieder mal einen freien Tag, jedenfalls, weil dieses, Jahr so wenig Ferien waren. Tann läutete man die Glocken und die Bürgermeisterei forderte zum Flaggen auf. Weit aber die bekannt gegebene Nachricht sich sehr reserviert aus- drückte, glaubte das Publikum, daß noch etwas ganz besonderes geschehen sein niüsse und bald ging es von einem 'zum andern: 220 000 Russen sind gefangen, Äarsckxi» ist gefallen und äbnliche Riesenerfolge sollten vorliegen. Eine große Menge Mensche» samiiielte sich in der Schulstraße. Natürlich war nichts a» all den Gerüchten. Wir holden ischon früher einmal bemerkt, man soll mit deni Siegesjube! nicht so schnell bei der Hand sein: wenigstens erst bestimmte Nachrichten abwarten. Es kan» vorkoimnen, daß wir zn gleicher Zeit oder kurz darauf große Verluste erleiden und dann siehts ans, als würden die Verluste bejubelt. Man spare die Freude auf, bis Frieden ist! — Wirksamere Gestaltung des Zwangsverfahrens zur Durchführung der Höchstpreise. Tie zahlreichen Klagen über die Wirkungslosigkeit der festgesetzten Höchstpreise für Getreide, Kartoffeln »sw. haben den Bundesrat veranlaßt, eine wirksamere Gestaltung des Zwangsverfahrens gegei' wucherische Besitzer von Lebensmitteln vorziinelnnen. Amt- sich wird gemeldet: Ter Bundesrat gestaltete durch eine Verordnung das Zwangsverfahren zur Itebernahine von Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, w e ? e n t - Pich wirksame r. Das Zwangsverfahren wird von der zuständigen Behörde dadurch eingeleitet, daß sie an den Besitzer eine Anssordernng erläßt, in der der Antragsteller und die Umstände bezeichnet werden, unter denen er die Gegen- stände übernehmen will. Kommt eine Verständigung nicht zustande, so ordnet die Behörde »ach Prüfling etwaiger Einwendungen die Uebcrtnssnng der Gegenstände an. Damit der Besitzer die Möglichkeit fxit, über die Gegenstände in der Zwischenzeit anderweitig zn verfügen, kommt die Aufforderung der Behörde in ihrer Wirkung einer Beschlagnahnie gleich. Rechtsgeschästliche Verfügungen über die beschlagnahmten Gegenstände, sowie Verfügungen, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder Arrestvoll.siehnng erfolgen, sind nichtig. Entziehung aus der Verstrickung wird unter Strafe gestellt. Auch gemeinnützige Organisationen erhalten das Recht, derartige Ausforderungen zn erlassen, die auf die Dauer einer Woche dieselbe Wirkung haben wie die behördliche Aufforderung, z» weiterer ('ieltung aber der Bestätigung .durch die Behörde bedürfen. Wem die Anordnung znge- gangen ist, der ist verpflichtet, die Gegenstände, deren Enteignung ausgesprochen worden ist, bis z»m Ablauf der behördlich festzusetzenden Frist zn verwahren. Für die Ver- Wahrung kann ihm eine Vergütung gewährt werden. Weiter äst in der Verordnung noch das Zwangsverfahren für nnge- droschene-s Getreide geregelt. — Aeihuachtsgabk des Metallarbeiter-Verbandes. Tei> 'Angehörigen der ins Feld gezogenen Mitglieder de? Metallarbeiterverbundes stiftet dieser eine Weihnachtsgabe. Wir weifen die Berechtigten auf die Bekanntgabe im Versnmin litngskalender der beutigen Nnminer hin. — Weihiiachtsbiinme sind in diese»! Jahre nickst in sv großer Menge wie sonstige Jahre angefahren, finden, wie cs scheint, auch keinen besonderen Absatz. Letzteres ist auch erklärlich, da. viele Familien dieses Jahr ans einen Baum verzichten, besonders wiche. in denen keine oder schon größere Kinder vorhandeir sind. Kleineren, Schnltindern sollte mau ibic Freude machen und lvenn inan nicht viel anfwendet. Förderung des Kleingartenbaues und der Kleintierzucht durch die Eisenbahnbehördcn. Im Amtsblatt der staatlichen Eisenbahndirektion in Königsberg wird darauf hingewiesen, wie notwendig es ist, die einheimische Lcbensinittel- erzepgiing zu fördern. Auch nach dem Friedensschluß wird es noch längere Zeit »ölig sein, alle Hilfsquellen der Ernährung nutzbar zn machen. Zur Lösung dieser Aufgabe kann der Kleingartenban und die Kleintierzucht in hervor- ragendem Maße beitragen. Ans einem gut bewirtschafteten Kleingarten von 300 Quadratmetern Fläche und gutem Boden kann fast der ganze Gemüsebedarf einer kleinen Familie und aus 400 Quadratmetern Kartofselland der größte Teil des Kartoffelbedarfs einer mittleren Familie gedeckt und damit ein günstiger Einfluß auf die Lebenshaltung gerade der ärmeren BevölkernngSklassen atisgeübt werden. ES ist daher nötig, kleine Gärten in großer Zahl zu schaffen, und in dieser Beziehung muß im Bereich de: Eisenbahnverwaltung mehr als bisher getan werden und zwar schleunigst. Tie geeigneten Ländereien müssen ausgesucht, vorbereitet und bearbeitet werden. Tie Vorstände der Betriebsämter werden beauftragt,'mit Hilfe der Tienst- vorsteher, Bahnmeister die Ländereien der Eisenbahnver- wnltung daranshin zn prüfen, ob sie iiberall im Sinne obiger Äusführungen nutzbringend verwendet werden. Wo dies nicht der Fall ist, muß das Nötige sofort veranlaßt werden, um die Ländereien der Verwertung als Gartenland zuzu- führen, damit schon im kommenden Jahre möglichst reiche Erträgnisse erzielt werden. Auch die Kleintierzucht, ins- tzesondere die Hühnerzucht kann zur Förderung der Volks- ernährnng wesentlich beitragen. Auf die Bediensteten soll anfklärend und fördernd eingewirkt werden und Eisenbahnvereine und Arbeiteransfchüsse sollen sich diesem Zweige der Wohlfohrtspsloge widmen. Aumeldung der Hunde. In Aubeirackst des bevorstehen- den Termins zur Anfstellnng der Hnndesteuer-Heblisten 1015 möchten wir unsere Leser i» ihrem Interesse ans die Vorschriften der Hundesteuer-Verordnung aufmerksam machen, welche hinsichttich der Abmeldung von Hunden zu beobachtet! sind. Wer nämlich de» Besitz eines Hundes aufgibl, bat die? spätestens bis zum Ablaufe des Kalenderjahres der Bürger- mcijicrci seines Wohnortes anzuzeigcn. Tie Abmeldung muß durch den Besitzer selbst entweder schriftlich oder uiiiud- sich geschehen. Es ist hierbei anzngeben, an welchem Tage und an wen der abzmneldende Hund abgegeben wurde. Bei mündlicher Abnieldung ist der im Kunderegister gemachte Eintrag von dem Abmoldenden zu unterschreiben, lieber die erfolgte Abnieldung erhält der seitherige Hnndebesitzer aus Verlangen von der Bürgermeisterei eine Bescheinigung. Tiefe Abmeldung ist auch von dein zn erstatten, der mit einem Hund von seinem seitherigen Wohnort in einen anderen Qri des Großherzogtums wegzieht. Wer die Abmeldung bis über den Jahresschluß hinaus unterläßt, hat die Steuer für das folgende Jahr weiter z» entrichten, wenn er nicht etwa vor Ablauf de§ Jahres der Abschaffung des Hundes ans dem Großherzogtnm verzogen ist. Hundessteuerbefreinng wegen Einsamwohnens wird nicht mehr gewährt. — Tic neutrale Strohmiclc. Einem Feldpostbriefe entnimmt der Vorwärts folgende nette Episode: Rechts von unserer und der feindlichen Schützenlinie, die voneinander nur etwa 200 Meter entfernt sind, stand ans dem Felde eine große Strohmieie. Stroh ist jetzt bei deni naßkalten Wetter ein begehrter Artikel und so trafen sich denn eines Morgens gegen 5 Uhr an der Strohmiete ein Franzose und ein Deut- scher, beide in der Absicht, sich ein paar Bund Stroh zu holen. Beide stehen einen Mouient still, beobachten sich mißtrauisch, dann tritt der Deutsche an den Franzosen heran, ein Hand- 'chlag — und Freunde waren sie beide. Jeder holte sich sein Stroh, und mit einem Kopfnicken schlichen sie unangefochten in ihre Gräben zurück. Das hatte sich hernmgesprochen, jede: hatte ein Einsehen in die Not deS anderen, und von Stund an wurden die Strohholer, wie nach einem beiderseitigen Uebereinkommen, selbst bei hellichtem Tage nicht mehr be- schossen. Und so konnte man täglich au de», Strohhaufen mehrere Franzosen und Deutsche im Gespräch beobachten. Wie gute Kameraden, aoer nickst wie Feinde standen sie bei einander. Aus den Gesprächen erfuhren wir, daß die Franzosen täglich mir 5 Pfg. Löhnung und jeden vierten Tag ist Kouirnißdrot bekommen. Auch über Ergebung wurde gesprochen. Sie wollten wohl gern, fürchteten aber die scvwere Bestrafung, die ihnen nach dem Frieden drolste. — TaS ist mal eine der heileren Seilen des Kiieges. Leide: sind die aber äußerst selten. — Ter Sozialist im Felde. Uliiert .ii Elberfeld«: Paria! Matt entnehmen mit folgernden Feldpostbrief cuics im Westen stehenden ©e»offen: ...... den 18. 11. 1914. Werter Freund! Habe Tein liebes Palet gestern abend n-nver- itljrt erhalle», mojiiv ich Dir meinen herzlichen Taail abstatte. Es l« mich gesrcut, taff Tu eine Rümmer der Arbeüer-Fugend beige logt hast. Tie Frei: Presse loiiuui setzt regelaiätzig. rnostir ich herzlich dancke. Tic Zeitung wird sehr gerne gelesen und iraiidert von einem zum ankern. Lieber Freund! Wir liegen jetzt seit dem AI. Sepltinber in dieser Ecke, müssen solange warten, bis die Flügel herum gelom.nen sin-. Fetzt haben mir jo einen llciue.i t-icsangvereiu ron zwöts Mann gegiiinde!. um unseren gesallemeu Frcmtben am ©rohe ein Liedchen zu singen. Bis jetzt haben mir 0 Freilüte ltersig», Z La-irSirestr.näni-.er und 4 stiescrvbsteir. L. Fr.! Es ist ein rrgrcisenbes Bild, bejoeiders, wcim mem sich in de: B:e- hälttiiffe hstieiuxütt. Ti: Lieden daheim machen vielleicht gerade noch ein Paket fertig ober schneeben einen Brief, die Kinder taffen durch eigene llnt.-rschrist ihren Vater herzlich grüffcn —derweil wird er hier s eh o n beerdigt. Hossentlich jindch der Rist der Schweizer ©enoffen überall Anflong und der schrechbstlic Krieg hat bald sei» Ende. Heule in 51- Wochen ist Weihnachten und d>i erklingen in d.r christlichen Welt die Worte wieder: „Friede auf Eiben und d:.i Mosteten ein Wohlgelallen!" L. Fr.! Hossenllsch gehen dieic Worte bald in EosüUnwg. aber m dein Sinne, wie mir es wünsch,n: das: der. groffe Bdllerfriede in atze Lander eiiiziehe n»d jeder jeinen Piitinenschen als Br,,der behandelt. Tiefer Krieg wird hossemkich der letzte sein, de» die Welk gesehen hat und daS g.offr hehie Ziel, welches Millioisen Menschen frfw»!irijn"t erwarten, kann nicht mehr weit sein. L. Ir.! Mit diesen blebanken bin ia> a,ui 2. August von Euch allen und meiner lieben Heimat in den sthrmk- lich merdeirben Krieg a.-zogrn. Hojson wir, dost das alles bald kommen wöge. Hier in der Schla.hlllnie ist es in den letzten Tag«! wieder leiwiidig geworden: die Franzoien wollen hier nie de r dil'ch brechen, werden aber immer z u r ii ckge sch lag e n, Tas Weit« wird Isier kalt, henk haiken wir ten ersten Frost, föitff halle,? n-if inViiKv Stegen . . . ©esährliche Weihnachtsgeschenke. In einem Parteiblatle leie: wir folgende beachtenswerte Zuschrift: Wahrscheinlich werben fiele Eltern in diesem Fahre beabsichtigen, den Knaben kriegerische Ans- riistuiigsgcgenstande als Weihnachtsgeschenke zu beschceren. Ratlir. lich wird cs der sehnlichste Wunsch der Knaben sei», in erster Linie ein ©cwchr ,zn erhalten, und zwar möglichst ein solckes, aus dem sich ein Geschoß, sei es mittels Federkraft oder mittels Lusl- drncks, herauSschjeffcir läßt. Solche ©cwehre gehören aber nicht >.r die Hände von Kindern, denn diese richten oft viel Unheil damit ar. Tic Gerichte verjähren ln solchen Fällen sehr streng und nmmei- lcn die Eltern unter Umständen aus ©rund des ts 832 des BGB. zn Schadenersatz, der irr hohen I e b c >r s l ä n g l i ch c u !ll e n t c n für die verletzte Person bestehen und damit die Elter:, des Schützen sehr schwer betreffen kann. Rachdcm erst vor kurze», ein Knabe ein Ilcincs SRädchen in Stötteritz durch einen Schuff aus einer Luftbiichjc an der Lippe und den Zähnen erheblich verletzt hat, ist jetzt schon ivicdcr eine Dame in der Plagwitzcr Straffe von einem Schulknabcir a»ö einem Kindcrgcwchr ein Stein ins ©esicht geschvffeir worden, der sic dicht ncbcir dem Auge verletzt hat. Man sieht aus diesen und vielen anderen der Polizei angrzcigtcn Fällen, ivie gefährlich cs ist. Kindern ©cwehre und Pistolen in die Hand zu geben, ans denen ein ©eschoff hcrauSgciricbcn werden taiiii. Schwindel mit „Grogwürseln". Tas Stellvertretende General« kouimando des 1. Barierischcn Armeekorps gibt bekannt: Gewarnt wird vor dem Ankairj von „Tr. Oppcnl^eims cchitu Grogwurseln. Marke Südpol". St« sind in Feldpvstbrlesc r-erpaikt und für unfcTC Soldaten im Felde bestimmt. Nach dem Aufdruck ans den Etiketten bestehen diese Würfel angeblich ans feinstem Rum und Zucker und sollen, in heißem Wasser ansgelöst, ein Weinglas voll Grog ergeben. Tatsächlich beträgt der Alkoholgel>alt der Würfel nur 6,8 Prozent: dem Zucker ist ©tlaünc teigem engt, cs läfft sich selbst mit '■tteiaabe von mir geringen Mengen heiffcn Wassers teir, grogätrittiAfä Getränk erzielen. Tas Rohmaterial für 6 Würfel lostet un-irsähr 10 Psg., der Verkaufspreis beträgt 1 Mark! Fungooik «915. Trotz der schwierigen Zcitninstände hat sich die Zentralstelle für die arbeitende Fugend Teutschlands c»t- schloffcn, den Fiigeudalmanach Fungvolk auch für das Fahr 1615 erscheinen zu lassen. Mil Rücksicht aus die Situation muffte begreiflicherweise der Inhalt dcs.Kalcnders, der vor dcnr Kriegsausbruch zusamniengestellt worben ivar, nach der agitatorischen und kritischen Seite hin, vor dem Truck nachträglich einer sorgfältigen Sichtung rintcr,zogen werden. Aber auch in der vorliegenden Ausgabe bietet unser Fugendlalendcr eine Fülle belehrender und unterhaltcirder Beiträge, die ihn unserer arbeitenden Fugend gewiff wieder als eine willlonrnienc Gabe werden crjchcincn lasten. Fn das Wesen unserer gesellschaftlichen Aufsaffungen sühn eine Abhandlung über den Zuknnflsftaat ein, während wichtige Ausgaben und Ziele unserer Fngeilbbewegung in den Artikeln über Fugcndheinrc und über den Sport der Fugend erörtert werden. An wissenschaftlichen Beiträgen jindcn wir einen Aufsatz über die Akropolis von Athen, einen sprachwiffenschastlichen Artilel sowie eine geologische Abhandlung über das Thema: Wie sicht es im Fnnern der Erde aus? Eiir Aussatz über die Fremdenlegion aus der Feder eines Sachverständigen schildert die Organisation und die abenteuerliche Geschichte dieser Trirppc, über deren Bcrwc» düng im gegenwärtigen Weltkrieg gewiß noch mancherlei Ans llärung zu erwarten ist. Fu eine gerade für junge Arbeiter intcr cssantc Periode der deutschen hicschichtc führt den Leser die Er zähliing Die Rebellen ein. während in der Schilderung der Andrer schcn Luftcrpedition nach dem Nordpol ein ansschcncrrcgcndcs Kapitel moderner Hcldcngcschichtc vor dem jugendlichen Leser ent rollt wird. Tie Gebiete der Kunst und Literatur sind weiter nrr treten durch Aufsätze über den proletarischen Dichter Atsons Petzold und den groffcn Maler-Humoristen Ildolf Oberländer. Schlicfflich ist auch das aituellc Ereignis der Zeit berücksichtigt durch eine Tarstelluirg der bisherigen Ergebnisse des Weltkrieges. Ter schön geistige Teil des Fnhalts wird vornehmlich durch eine gröffcre, ai lustigen Episoden reiche Erzählung Kipling? und durch zahlreiche sorgsältig auSgcwähltc Gedichte rrnd Sprüche bestritten. Wenn mir noch die Fülle der künstlerisch wertvollen Bilder und Fll» stratione» hcrvorhcbcn. die dem schmucken Buch zur Zierde ge reichen, bedarf es wohl keiner weiteren Empschlimg, zumal der Preis des 16» Seiten starken Bandes, der sich besonders auch zu Weihnachtsgeschenken eignet, mit 2ö Pscnnig (im Buchhandel 50 Pfennig) ivicdcr so beispiellos niedrig angcictzt ist, daff seine Slm schasfung auch dem Minderbemittelten möglich ist. Tpaei mit Fntcsäckcn. Um den sehr knappen inländischen Bor rat an Futesäcke» im Lande sestzuholten, werden die Fntrrcssenkei daraus aufmerksa-in gemacht, da» cs sich cmpsiehlt, bei Sendinigen in das AnSIanb anstelle der S-ackverpacknng eine andere Bei paekungsart, z. B. Fäffcr, Kisten, Körbe n. a. zu wählen, ©leich- zeitig wird bemerkt, daff nicht damit gcrcehnc! iverde» kann, daff die Ausstchr von Fntcsäckcn, selbst wenn sie als Umschlieffung von Waren dienen, ohne weiteres weiterhin gestattet iverden kann. Kein Weihnachtsurlaub für vcrivnndcte Krieger. Das Kricgs- ministerinm und das ©cneraliommaiido haben in bezug aui Lazarettinsaffen versagt, daff für Weihnachten eine Benrianbung untunlich sei und dahinzielcnbc Gesuche als aussichtslos nicht ein gereicht werden dürfen. Wenn Angehörige ihre Verwundeten in Lazarette» sehe» wollen, so ist also der Weg des Besuches hicrsiii cinziischlage». — Straskammce Gieffen. Ter Weißbiuder und Tapezierei Foh. Tapfer von Bersrod, ein Mann Mitte der 50er Fahre, bishe> unbestraft, war in nicht össcntlicher Sitzung geständig, in 13 ih» nachgewieseneii Fällen mit Mädchen im Alter zwischen 6 und V Fahren dumme Geschichten gemacht zu haben. Ter Gerichtsyo verneinte das Vorlicgeu mildernder tlmständc und erkannte u Rücksicht ans das absckcnlichc Tun des Angeklagten, welches ge eignet war, die Moral der weibliche» Fugend von Bersrod ZU ve> Nichten, ans eine ei n ch t ha n s st r a se von 3 F a hren bei 5jäh rigciii Ehrverlust. — Drei abenteuerlustige © icff c n c Buben im Alter vo» 12-16 Fahren haben wiederholt eine. Kolonial Warengeschäft am Wctzlarcrwcg abends nach ©cschäst- schlnff Besuche abgcstattct. Sic licffcn dabei Schokolade, Zigarrci Zigaretten und sonstige Estwarcn usw. mitgehcn, schafften die g> stohlcncn Vorräte in eine ©artcnhütte, in der sic dieselben vei zehrten und dann nächtigten. Bei einem Besuche in dem ©cscho eigneten sich die Buben auch Brief- ipid Rabattmarken au. Icgcntlich eines Waldspaziergangcs erbrach das Trio eine Arbeite hnltc und entwendete 3 Bergmaniislampen. Dem jüngsten Ang> klagten konnte nur eine Beteiligung au dem Lampcndiebstahl nait gewiesen werden. Tic Stroskammer safftc die Skrastaten der A> geklagten sehr milde aus und erkannte gegen die beide» altere Angeklagten wegen schweren Diebstahls i» 2 Fällen sowie mW ein piche» Diebstahls und Hausfriedensbruchs auf 4 Wochen > ' sängnis, gegen den 12jährigcn Angctlagten wegen eines ichweee Diebstahls auf 3 Tage Gesängnts. Tic bestohlene Kvlonialworci Händlerin ist von den Eltern der Angellagte» snr den gchobie Schaden bezahlt und hat keinen Strafantrag gestellt. Stadtthca.er. Auch die gestrige Wiederholung des fröhtilttz Spieles von Kchm und Frehscc „Als ich noch im Flügelkleide , »' starten Besuch und anfferordenllichcn Beifall gesunden, iä.daff w die morgige Ausführiiiig des heiteren Stücks mit guten, " ' hingcwiesen werden tan». — Bich- und Fleischpreise i» Gieffen. Unsere Metzger zahl« gegenwärtig pro Zentner Schlachigewichl: Ochsen 85 —W A>a vereinzelt ertra gittk Stücke bis 02 Mltrk: Bullen 70—74 Rinder 78—80 Mark: Kühe, junge, gm ausgemästet 08—72 allere, gut auSgcmästct 65—70 Mark, Wurstkühc .55 —60 Kälber 09—71 tJicrt; Schweine 611-68 Mark. Der Stau» » Ladenpreise in unserer Stadt stellt sich pro Psnud: Für slcisch 0,04 1,00 Ml., Rindstcisch 00 Psg.. Knhsleijch 80 Pfg, » fleisch 80 Psg., Schweinefleisch 80—90 Pfg. und Dörrslcisch üBMt Mark. ' - ionn lehrt lwtsch jlveifc! euch l Eure): all di ^ur A Set m iE auf M Stiebet lange l grubbci »cht m !udc di !leich;ei ein it bei! «re al inen ” «lang, seit tor tetien Wdber ^Sern «t der irieien ' eine il»s '% I ^l°chn Z*%n kJ*ii S rn5 «üi V ö l< itfi ^ ä» Ss V I Al Beilage zur Obcrhesfischen L-lkszcitimg Nr. 295 __ Äußtn, Samstag den 19. Pez mßer 1914. Vom Weltkrieg. Separat- oder Kollektivsrieden. In der Post erhebt der sreikonscrvative Führer Freiherr t. Zedlitz, ferne Stimme gegen die Idee eines Separat, friedens. Nach seinem Vernehmen soll vor einiger -Zeit in einsluhreichen »reisen eine Sonderverständiguiig mit Eng. Eland angeregt worden sein, diese Anregung aber sei „m- dientermahen gänzlich von der Vildsläche verschwunden" Dafür werde einen, Separatfrieden bald mit Frankreich' bald mit Nustland das Wort geredet. Herr v. Zedlitz finde: beides erklärlich, denn die Franzosen würden von allen unseren Gegnern weitaus am wenigsten gebäht, man empfind" mit ihnen eher Mitleid, zwischen Deutschland „nd Ruhland bestunden aber keine Interessengegensätze von so weitreichen, der Bedeutung, dah sie einen so schweren Krieg rechtfertigten. Herr v. Zedlitz stellt aber fest, dah sich in Frankreich „och keine Friedenssehnsucht zeige und dah die Kriegslage Oesterreichs erkennen lasse, dah auch die Frucht eines be- friedigenden Friedens mit Ruhland noch nicht reif sei. Der konservative Politiker ivendet sich darum entschieden gegen jedes Spiel mit dem Gedanken eines Sonderfriedens das Zweifel an unserem Vertrauen in einen vollständigen Sieg wecken und von dem ablenke» könnte, was vor allem nottue, von der Konzentration aller Kraft ans die siegreiche Durchführung des Krieges bis zuni vollen Erfolge im Osten wie in, Westen. Zugleich finden wir in Berliner Blättern einen Artikel der Times abgedrnckt. der trotz zugestandener Fehler der Verbündeten ihren vollen Sieg voraussagt, da 250 Millionen — ganz abgesehen von den auhereuropäischen Hilfskräften — über 115 Millionen Menschen eben siegen mühten. „Tie närrische Sucht nach Frieden," sagt die Times, „muh auf- hören, bis das Ziel völlig erreicht ist." Tatsächlich besteht zur Zeit keine Aussicht, dah das Abkommen der verbündeten Gegner, wonach sie nur gemeinsani Frieden schliehen wolle», gesprengt werden könnte. Ter Gedanke, sich mit Ruhland schlecht oder recht zu vertragen, »in dann mit ganzer Kraft gegen den Westen vorzugehen, entbehrt zudeni jeder Volkstünilichkeit. Mit der Einleitung deutsch-rusfischer Friedensverhandlungen würde sich in, Volk zweifellos der entschiedene Wille geltend machen, gleichzeitig auch dein Kampf im Westen, den die zivilisierten Völker .Europas gegeneinander führe», ein Ende zu bereiten. Aber all diese Betrachtungen bleiben einstweilen mllhig, da ja stur Zeit bei keinem der Gegner die Neigung besteht, einen Separatfrieden einzugehen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Krieg eines Tages auf alle» Schauplätzen gleichzeitig durch einen allgemeinen Frieden abgeschlossen werden. Bis dahin kann aber noch lange Zeit vergehen. Entweder muh eine der beiden Mächtegruppen so geschlagen sein, dah sie aus eine günstige Wendung nicht mehr hoffen kann, oder aber der Wunsch nach einem Ende vor der letzten Entscheidung inuh, auf beiden Seiten gleichzeitig und in gleichem Mähe wachsend, so stark werden, dah ein Abbruch des Kainpfes unter ehrenvollen Bedingungen für beide Teile möglich wird. Auf eine solche Entwicklung wäre aber nur dann zu rechnen, wenn die Kriegsereignisse einen Lauf nähmen, der sich ins Endlose hinzuziehen droht. Solange die Gefahr besteht, dah deutsche Friedensbestrebun- gen von den Gegnern als Zeichen der Schwäche gedeutet werden und bei ihnen, statt gleichgerichteter Strömungen gleicher Stärke zu erzeugen, die Kampflust nur noch steigern könnten, bleibt das Problem eines Friedensschlusses vor der alleräuhersten Entscheidung leider unlösbar. Den! Frieden wollen hierzulande vielleicht alle, aber den Frieden, der eine» Sieg der Feinde bedeutet, will keiner! Aufklärung über den „nackten Flieger". Vor einiger Zeit ging die Nachricht durch die Presse, ein englischer Flieger habe einen kriegsgesangenen deutschen Soldaten gc- znumgen, imckcird sein Flugzeug »\ besteigen und mit ihm über die deutschen Stellungen zu fliegen, die er dem Engländer verrat«, lollie. Di« eidliche Vernehnning dieses Mamies hat nun zwar ergeben. dah er nrnht nackend Niegen nrusslc. sonbcrn nur gezwungen wurde, vor der Abfahrt seinen Rock autzzuziehcn. Der denilckx Toi- dot, der wider allen KriogSbrauch und in brutalster Weise zur J’ciliKrfmie an dem gegen deutsche Truppen gerichteten Flug gezwungen wurde, ist der Krioqssreiwillige Erich Collies, zurzeit in; tmem Lazarett in Leipzig-PIagwitz. Dens über seine Erlebnisse aus-> genommene gerichtliche Protololl lautet wörtlich: Leipz-g-Piogwitz. den M. New. 1014. A» einem Abend zivvckte» !l uich 10 Uhr wurde ich m der biegend zwischen Merken, und Nachtigall sBelgien) oon einer englischen Vorposten ab tcilurig gefangen genommen. Das Ta nun km»,: ich nicht mehr izena« »rngeben. EL war. glaube ick». Endej Oktober, beftitmnt weih ich, dah es an einem Zonntag abend gewesen ist. Ich wurde etwa 2 bis 3 Stunde,, Ion» hinter die Schützcn- linie auf einen Bnvotplatz geführt und dort an einen Vaum an- gebunden. Aus dein Marsehe dorthin ivurde ich von einem ieii»d- lichei, Loldate» zweimal mit dem Gewehrkolben in de» Rücken gestoheu Am Montag vormitteig etiva aegcn 8 oder !49 Uhr wurde ich von dem Bom» wieder losgebundeil. ^ hier wurde die Vernehmung unterbrochen, roeil Collies hohes Fieder hatte und von einer weiteren Ausrret>gu»g eine Ver- schlünmerung seines ZusdandL- zu befürchten war. Bei seiner Vernehmung am 4. De*nnber fährt er dann in seiner Lehildernng wie folgt fort: Nachdem ich von dem Baum losgebunden worden ivar. wurde jch zu einer Gruppe höherer Offiziere geführt. Einer von ihnen, der fliehend deutsch sprach, fragte mich danach aus. wo die Stellung unserer sehweren Artillerie sei, wo der Generalstech steh«, wo -chusenlimen seien, was für Truppen vorhanden seien und wo. d,e Munrtionskolonnen sich bcsänöen. Ich gab über alle Fragen tun st. mbem ,ch irgend etwas erfand, da ich das, ivas ich ausgeiragt wunde, nicht wuhte. Wenn ich etwas wühl«, sagte ich >™» die Wahrheit. Noch Beendigung des Berchörs wurde mir auk Befehl eine;- in^ck-rgfftziers durch zwei Soldaten, bn zu meiner Beivockm, g! «tthi'gt warei», der Wafsenrvck ausgezogen. Weswegen das ge iehai». 'tonnte ich mir mcht denken. Fch Hab« den Wafsenrock wie wieder z»> feilen bekomm.-u Fch wurde in Begleitung des Fl,egcr- ofti.z,er- nach dem Flugplätze gestihrt: dvrt musste ich mit dem Fliegerpshzier den Flu.zappar« Iviieizten Vorher Hane nur der Oftlzirr aus einer Skizze dir One erst bezeichnet, durch die er fahrei ivollie und haike mrr beichten, ihm bie Truppe»» die an diesen Orten sia.iden. zu vernaicu. Wir waren etwa 4 bt» 5 Stuiiden in der Lust. Nach uuferrr -andung ivurde ich wieder verhört. Fch oerfuchic es- jetzt, mir damit zu hclie». dah uh mch, annvoNete. Da umrdr ich aus Be sehl des mick» verhörvoi,res. ^ Am nächsten Tage lDienolags mutzte ich wieder „nt dem ,eiiegerosfi.zier aufsteigen. Er halte mtr vor dem Aussirigen he- sohlen, an den Stellt», wo er Schlesien fahre» würde. Bomben zu iverse» und tni Weigerungssalle gednoin. mich mit dem Revolver zu rrschietze». Fch warf die Bomt>en an den mir angegebenen Stelle» nicht. Der Fliegervfsizier holte mit der Bombe „ach mir aus. als ivollie er sic »ach mir iehleuderii. tat rs aber nicht. Nach nuferer Landung wurde ich wieder verhört, und. wenn ich wicht giitwurteii wollte, solang« in das Gesicht geschlagen, bis ich eine Aiitwark gab 2ln, Mittwoch und Donnerstag wiederholten sich die Flüge. Am Donnerstag wurde der Flugapparat von eiuem t^esckwss getrosten und zum Laudcii genötigt. Dem Flieger gelang di« Landung in «Niger Entfernung von unseren Trupp«,. Während er eine Zeit weqgmg, in» Wasser zur Aiihluna seines Apparates zu holen, flol> ich und gelaugte, ohne datz ich durch seine Schüsse verletz! worden wäre, zu den Unirigeii, Wir waren icdesmol c»va 4 bis 5 Stunden kn der Lust und zwar in einer Höhe von 2200 bis 2500 Meter: das konnte ick, von einem Höhenmesser. der in dem Flngopparat angebracht war. mit Genanigkeit lesen. Es Ivar bitterkalt und es herrschte ein sckiarser scktiieidender Luftzug. Der Fliegcrostizicr ivar mit voller Uniform. Pelz mid Ledermantel bekleidet und lzatte auhcrdem Mund- uud Augeuschutz. Fch trug di« volle Fußbekleidung, Hose und Unterhose, 2 bamnivollene Eigentzimshemden >md eine rote wollene Zacke. Fch ftor «isietzlich und empfand Stiche in der linke» Seite und Brust und die Augen schmerzten stark. Zu essen bekani ich während meiner Gesongenschait täglich etiva Mi Pfund Brot noch der Landuiig. Zu trinken bekam ich überhaupt nichts. Fch litt stark an Durst und bi« Nahrung war ungenügend. Versuche, meine Lage durch Bitte» zu verbessern, schlugen fehl. Jedesmal, wenn ich etwas sagen wollte, ivurde ich an-ze- salireii, ich sollte schiveigen und nur antworten, wenn ich gefragt würde. Fch erkrankte. wahrscheinlich infolge der mir widerfahren«! harte» Behandlung au Nippeirsellentzlindnna. Lungenkatarrh und an rlzeumatischen Schmerzen am ganzen Körper. Heute bin ick, das erste Mai wieder aus Fch cinpsindc oder noch rheumalischc Schmerzen und Slick»: aus der Brust. Der Arzt sagt, es würde ungesäiir »och 3 Monate dauern, bis ich wieder hergestellt wäre. Callics wurde das Protokoll vom 28. November 1814 und das Protokoll von heute vorgelosen, er aenehmigl« beide Protokolle als richtig und er wurde zu seinen Auslagen vorschrisismätzig vereidigt. Er dckräsligte die Richtigkeit der inüichsichen Verhandlung uitd der Niederschrift durch seine Unterschrift, gez. T r e ch s« l. gez Erich E a l I s e s. gez. Schneider. Das Protokoll trägt solgenden Zusatz: Die Aitgab«! des Collies machten einen durchaus glaubwür- digeu Eindruck. Er war vor feiner kiornehmung unier Hinweis auf den zu leistenden Eid und >mter Vcrivarnuug vor jeder llebcr- treibung eindringlich crinahiN word«i. sich stveng an di« Wahrheit zu Halden. »e,. Drechsel. Dieses Protokoll liefert zunächst den Beweis »iir eine schwere Versetzung des «negsrechts seitens der Engländer, den,, in den,, Protokoll der zivciten Haager Friedcnskonserenz heitzt es unter .Ordnung der Clcsctze und Gei'räuche des Landkrieges" im Artikel 23 ausdrücklich: „Den «riegsührenden ist ebcnsalls untersagt, Angehörige der Gegcnparici zur Teilnahme an den tleiegsniiternehmun. gen gegen ihr Land zu zwingen." 28e,!crhin Iwgl aber auck, in dem iUrrbaltei, der beteiligten Engländer eine tm!.vlxire Grainainkeit. Zu der Tortur der Kälte und des Hunqers kan, noch di« Gcsahr. von .deuiick,«, Kirgein" geiroft«, .zu werden. Es erscheint säst ivie «in Wtnider, da» Callics mit dem Leb«, daoongekvinuwn ist. * * Amerikanische „Neutralität". Der Franks. Ztg. wird geschrieben: Rach der Pougiü Keepsie News-Prejz vom 11. November mies Eouncillor' Jereniiah A. O'Leury ans tstewvork in einem öffentlichen Vortrag in Pongh Keepsie darauf hin, das; die Regierung der Vereinigten Staaten den Transport indischer Truppen über die kanadische Paeificbahn durch de» amerikanischen BnndeL- staat Maine, also iiber Gebiet der Vereinigten Staaten, geduldet liabe. So ungeinuierlich diese Betwuptiing klingt, ist sie keiiieslvegs unioahrjcheinlich. Es ist bekannt, das; indische Truppen in .Halifax eingeschisft Nwrden sind. Um dorthin^ zu gelangen. Ixrben sie die Hanptlinio der kanodisckfen Pacific-^ Eisenbahn benutzen müssen. Diese fübrt nun aus einer Strecke von etwa 200 Kilometer durch amerikanisches Gebiet,: eben den Staat Maine. Die Bebauptnng des Herrn O'Learn ist auch in andere amerikanische Zeitungen ausgenommen, ..Iso scheinbar nicht in Wasinngton widerlegt nwrden. Wem: sie der Wahrheit entspricht, so wirst sie ein eigentiimlichtzij Lickt auf die Neutralität Amerikas. Washingion, 10. Dez, (WB. Nichtamtlich.) Das Reulersche Bureau meldet: Es ist ein Wettbewerb für acht neue Uuter- s c c d o o»e ausgelchriebe» worden, wovon eine» ei» Deplacement von 925 Tonen „nd eine Schnelligkeit von 21 Knoten haben soll. Nur zwei Bewerber sind ansgelreten. Die Electrie Boat C o. bot den niedrigsten Preis für ein grosses Unterseeboot mit 1 350 000 Dollar. Lake Subniariiie Co. de» niedrigsten Preis für das kleinste Unterseebot zur Haleiiverleidigung mit 370 000 Dällar für ein Schiss von 28« Tonne». * . • Wfflen die Vergiftung des WeilinachtösesteS durch s,«nlo°en Völkerhast ivendet sich ein Nationalliberaler, Herr Breithanpt, in den Nativ nalliberalen Blättern. F„ der sehr angebrachten und beherzens werten Mahnung sagt Herr Breilhaupt: „Cs ist nicht so schwer, den Krieg der Weihnachtestubc fern- znhalten, wie manche Cltern dcntcn möge». Wir dlirse» »nt nur nicht verleite» lassen, nationale,, Hass und „ationale Rache, obwohl sie im blutigen Handqemenge eine Notwendigkeit, als Gruudtvu unseres Wcihnachtssestes anklingen zu lassen. Wer seinem Kind Cicschenke macht wie z. B karikierte englische oder russische Hampel- Männchen, der versündigt sich a» der Zukunft nicht nur unserer Fugend, sondern an der Zukunst unserer gesamlen Menschheit. Das sollten wir aber gerade z» Weihnachten vermeide». Niemals ist der Gedanke an die Menschheit, an die Gleichheit ihrer LebcuS- rechte und an Glück Io mächtig, al» an dem Tage, da nach alten, MenschheitSglanben, der Erlöser der Welt geboren wurde. Niemals fühlen wir so viel neue schüpscrischc »rast, air zu der Zelt, da nach allem Mythos unsere« Volkes, der Frühling seinen Einzug hält, mit neuem Licht, neuen Farben, ne»er Wärme. Beniitzk» wir diesmal mehr wie i» den vergangenen Fahren das Weihnachts- fest, das GeburtSsest der Menschheit, unsere Fugend zu würdigen, selbstbewusste» Menschen»,m zu erziehen. Die Vergangenheit de, Weltgeschichte schreibt nicht» darüber, war die Völker in gegenseitiger Verkennung vernichtet, sondern sic berschtet nur darüber, welche Stufe »atsonalcr Gestnnung auf dem Wege z» menschliche, Kullur die Ltölker erreicht haben. Dass unsere Fugend aus diesem Wege ein gutes Stück weilerkomme, dass sic die neue,, Kralle fruchtbar verwertet, in Arbeit, Gemeinsamkeit und Friede», dazu möge uns dieses Weihnachtslest verheisen." UoiliiiüclilM- Geschenke In der Abteilung Herren- u. Knaben-Kleidung Anzüge Ulster Paletots Pelerinen ISozener Plantet <»u m mi-^läntel Hosen. Westen 1.oilenjoppen, Sweaters. Manufakturwaren Damen-Mäntel Miidelien-Mäatel Kopftücher I n* hänget lieber Kinder-Kleidehen Korsetts. Schürzen Tischtücher, Servietten Mchulterkragen, Häubchen J. Schmucker iw. Marktstrasse 8. 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" ivohnung. neben welcher ein Iriedhos angeleg, je, mit ich.nen weiften Birten bestanden «ns diesem Ir.edhose - ^.ft es we er ^ ruht schon manches deu^che Twr-, auch , Iranzosen Sa Alle (Srabtr sind mit Moos eilige,aftl »nd jeder ha, sein »reu- mit «amen darauf, auch mit Blumen und Kranen werden sie geschmückt. «s vergebt fast lei» Tag. an dem nicht neue «rüber gemacht werden müssen. Unsere Tcckunge» sind sehr „aft wir sind genötigt, unsere Zeltbahnen darüber ju spannen, um „ns einiger, maften vor dem Regen z„ schütze,,. — Bor der sran,össchen In- fanteric haben Ivir wenig Angst, schrecklich ist aber das Artillerie fcucr. Wenn die schweren «ranaicn erplodieren, fliegt die Erde baushoch i» die Luft. Bäume und Acste wirbeln wie Lircichbölzcr herum, cS gibt Löcher in die Erde, in denen sich 10 bis 1.» Rann verbergen können. Lieber geben wir »och in die Lchüvengräbe» wo wir Ruhe vor der Artillerie haben, nur müssen wir Tag und Nacht sehr aufpaffen, damit ivir nicht überrascht iverden. Tie sranzösischc Artillerie hat säst ihre bcstimmtc Zeit, in der sie sei,er«, in der Regel 11—12'H Uhr mittags und gegen fl Uhr abends. — Heute ist schon der 18. Sonntag, das, wir von unserer Heimat fort sind, wie lange wird es noch dauern, bis wir sie wieder sehen? Wenn wirdd ein Ende sein mit dieser Massenschlochtcrci? — «He» Hcuchclheimern gute, srühliche Weihnachten „nd ein glückliches Iahr 19»5! S. Ein schauerliches Iamiliendrauia ereignete sich am Ireitag sin Tarmstadt. Ter dort in der Arheilgerstrafte i» ärnilichen Bcr hältiiisse» lebende «ärtnereibesitzcr I. W. A »Heuer, etwa II Jahre alt, gebürtig ans Eoblcnz, er sch oft in der Zeit zwischen 8 und 0 Uhr, tiachöcrp er seine älteste etwa 11 Jahre alte Tochier zu einer Besorgung wcggcschickt hatte, in, Ziegenstalle seine gerade mit dem Melleu des Tiers bcschästigtc Iran mir einer Jagdflinte. Tan» verschlaft er die Stalltürc »nd begab sich mit der rauchenden Iliiite in sein« sehr ärmliche Wohnung, tötete seinen »och in, Bett liegenden etwa -1 Jahre alten Knaben durch einen Lchuft in die Herzgegend »nd richtete dann die Waffe, in, Bett sitzend, aus sich selbst. Er wurde, als nach kurzer Zeit die Tochter Ottilie von dem Ausgang znrückkam, tot ausgcsuude». Aus hinterlaffencn Briefen geht hervor, das, A. die Tat mit Absicht begangen hat. Er ist starker Epileptiker und lebte in sehr gedrückten Berhältniffen. « Kreis s^riedberg-vitdiitaea. - Gefangene russische Osjizieee kamen dieser Tage etwa 180 >n Iriedberg an und worden in der neue» Insanteriekaserne einauärtieri. Unter den Iseianqenen befanden sich Berlreter aller Boltssiämme Rvftiands Welch ein vteaensatz zn dem Herbsttage IUI»! Tamals residierte der Zar wochenlang in der allen Burg und war nnnöiigerwrise vo» einem Netz von «ebrimschnftleiiirn umgeben: ein gcsangcner Kurgast. Heute ziehe» ruisisckw Lfsizicre als «ksangenc durch die strafte» Iriedbergs. X E>« tollkühner Iluchwersuch Ei» «tsangencr, der „ach «ieften gebracht werde» solllk, sprang zwilchen Bonaincs. und Bildet aus dem Abortseiisier kine» Lchnellzuge» »»d entkam unverletzt. Ter Ilüchtling loniitc, da die Bersolgniig erst spät aus genommen wurde, noch «ich, wieder ergrisseil iverden. Kreis rveislar. r. Tie Tabakarbeiiee «uh -Arbr>«eri»»e>! in Krosdors, Launsbach und Wiftmar werdet an dieser Liest« nvcbnials ans di« Bcrsomarluiige,, h,»gewiesen, tue in den genannten Lire» für Lamslag und Lanntag anberainnt stid IKrofbori: Lanistaq 8 Uhr, im Lokale v«, W,we At-et: Lannsdach: Lonntag nach iniltag 3 Uhr bei W:r« Ir. Pftrsl: Wiftmar: Lonntag avenü 8 »hr. im Lokale vo» Biitendars.s I» diesen Bersoiiimlungrn iotl die Aiuivort der I :\ma Ainu und Eloo,- aus das vo.» der, Tatmkar- b-itern riiigerrichte »nd »neerschribriic Tchristflllck mitgeie lt »nd lw jprvchc» werben Alle Tab>ttarhe,«er werden ersnche. ebenso rin niiilig. w,e sie imterich,irden iwt'on. »ich «ich in den BerstunnNnnge«, rinzuiinLen. Es haben alle Tabakarbeiter Zutritt, nicht bleis die bei Rin» & Eloo» befchastigini! * - v- „Bcm MttStetier zum Leutnant". Unier diesrr llrbcrichris! bracht« der Wetzl. Anzeiger i» senwr Tonner, ,ag-N„w»wr tiat leb loste Schilderung der Heldentat«., care.- geiviilei» Musketier Ir icke ider angeblich Lohn eenes ZiKIanistherS in Iltrofien sein iokli. Tic Heldengestli'etste ist auch ,n audeni Bläiirr» erschiene» nud der Wetz- larrr Anleger drnckt sie dem Hann Kurier >»ch Man innft aber heutjiitage mir derlei Tnrgrn vorsichtig ieiii: es ist merkwürdn.,. ,vas alles erzählt n»:d geglanlw iverd! Tiefer vielgepriefrii« Held, her es in ein paar Wochen vom jitiiskeiier zm» Leiitnant gebrach: I-abcn soll, ist nänitich schondwr länger als 11 Tage» als T ck» w i » d- I«r entlarvt u.id st«t hinter schlaft und Riegel. Oliv Irickc ans .ftrofftil soll erst im Westen gekämpft »nd dann, durch rinen Zitsall bei einem Transport nach dun Osten gcraien. dort rin Hauptk^Idenstück geleistet haben. Er reitet«. iv,e «s heiftt, de, Lu- iv:I1i eine» österreichifthen (general cus russiicher «esae-genichast. nahm dabei den Russen ivnhiig: Papiere, die sie von dem «eneral erbeutet l allen, wieder ab und hatte so eine» kichebliehe.i Anteil an dem Tiegc i>on Tirwalli Ter ,rvd< natürlich not» Hindcn bürg beglück wünscht. z»m Icldwrbel l>esürdert, erhielt das Eiserne tkrcuz erster und ziveiter Klaffe nnb ebenso di« «rftr irnb ureete Klaffe der österreichischen Tapserkeitsmedaillc. Tann kam er ivteter »ach dem Westen, wurde zum Kaiser besohlen, erzählt« diesem seine Heldentateil „iui« ei» Lohn feinem Baier". und der Kaiser klopfte ihm «nrf die odmilct und sagte, das Iwft Du brav gemach«, mein Ini g« ,tx wfe wurde dem Eorpskomuiandanten nl>«»viesen und c» inbr von ichin. als er stck> (»ei itüir inelidete. daft er zum Le» t »a »i i>esöidcri worden sei! Twse von UilivahrschetnUchcheit.nl strotze,:-)«» hrzlil.Ius^et» werden lunhuials brav »achgebetet, obwohl dcr »Hold" schon vor II Liigen ats Lck-nnndler ösfenillsth gekennzeichnet wurde. Ter MuslrUer-Leinnant Ott» Ireckc ist der Lohn cir;.» ZciüiNgs- bänditrs und es,: .kueruh auf ein Taugenichts, zweimal ivcgeti Eig,ittuw:verbreche, > lcftraft und chraioligsr Istriorge^gidi-z Jetzt ist er 2N Iahte all. Wo cr sich überall hcru.»gciri Wrrtsck .is::u Alkohol verabr.icht wurde. Benullasfiu'g vorlicgt das Kviizessirns-EiNn --tchaezsoerfahret, ,» cidssuei, Eü, lLlück. »üv, Herr »>ask sagen.' das, die Uiflervssizirrstulc Wevlcr »eckst im Kreis Altenkirch.» lirzt, den« ui deren Ka»„„c. vtuvohl sei, »riegeanebrnch dio Kasern« >n ein grofte» Lazaret« uam«n>ciiteli ist. tonnen<>erw»i:drte so viel. Alkohol reii.z.i. wie sic lx.- i könne., Tabei .st t.r Konti wen- ivirt auch jetzt nech melchäriftdcr Borg.setzter tm Lazarett, der der llrfanbsdenüNrgur.., für Bcrwundel« einen Ton mit,-bet Ob dies allerdings ein gesundes Berchälenis ist. iiuiffo» wir stark twzweeiefti« häktr», solche» Zufland a..ch nicht für nloalich oli«». wen» er »mal nicht wiederholt von Beteifigtet» so geschildert ivoihen ivarc. n>. Krofdorf. Ter feit diese»» Lonimer an der hiesigen Lchiile tätige Llhtrr I lecke »stein wurde nach tont Oertchcn II I nt! — Bürgermeisterei Wuifenftem — berufen. Bereittskalendee. 2 onntaE. - (b Tcze «ide r dtieften. 2 1a a t»• und (8 c m e i » dea r de i»« r p c r b u n d. Nack, mit tags :> Uhr Bcrsamiiilung m, (Kewhrkschistshans ffiieften. 18 «f a »g ve r« in „Eintracht". Abends 8 »hr Lingstnttd«. BvU.zählig erfcheiiKn! bbiefteu. Metall arb« ite r-Berband Jur dw Hinter, l-liilwnen der ins Ield ge>cg>«» Miiglicder >v,:d von, Metallar-, bei»«r-Ber, »Lchmittagd von 1 Hur a» sich Ivi Kollege Elrrift, Waütorftvaste »!, dieselbe abzi.!,olen. Tie Orisveriv.il e>:i:g OitlUuiig. Jur die Weihnc-chtsseier der Kinder organisierter Kiiegsteil- nechiuer und ArbritÄoier genge.t weiter «in: 8a.» Berbvnd der Branereiarbeile»- 15 Mt., vom Berlvi.d der Bwchbindrr 5> ÜKk.. le»w l8lasrrvcrb| |91UB|Aj-U9lUBQ 9lUn}S0)|*li8lUBQ J9l{9lZJ9q9f) afinzuy j jßjSSEiuja osia.id ui| Feldpost- Versand! im Karton, postfertig mit Cognac, Rum, Arac, Punschessenzen und sonstige Spirituosen per Stück 65,85,100,125 Pig. und gebt als 250 Gramm- ßriet mit 10 Pfg. Porto. 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Reldimn deswh! das en^l Ack- i*j^ r * £ ^ ,,et dm«»«. W* uni Uv« snmzöflschen. lurou ouü neben Smi-Irn «ufllrtÄ« in* drei französische,,. i/rnr -7» ^ ? r S5aiw5 «i»enlefl A»s Alerandrien ansommendc Reifende bcstatigen. da» der ge,amte werirollc Inhalt drr pm, «*WiopoH „ad, Mol,« und Vonion ÄfTS' T» französische StefcumeWteftor in *o,ro »nd 6 er ilalitnifS Iireltur finb madilloi gegenüber diesem (ngtifd>en TripoiiSm^- Sie hiesigen Blatter protefnerm gegen diese für ^rnroten und i.'ncn wertvollen Altertümer gleich nachteilige Maßregeln ^pscr ihre» Berufes. . r» tu* ,l, /fi£Li®««i ^ U ) Kaiser Wilhelm Iiistitut fiir phillikalijchc Chemie mö CrpIosionSungluck. Proseffor Tr. Sackur wurde so schwer an, Körper verwundet, daß er „ach wenigen Stunden verstarb, wahrend ,einem Kollegen. Professor 3„f,, die rechte Hand -dg-! rissen wurde. Tlilicsbcriiht des törop Hauptquartiers. Aran;ösifchc schlappe an der Somme und m den Arflonnen. In Polen ans den Spuren des weichenden Feindes. ^ Großes Hauptquartier, 18. Tezrmber vormittags. (Amtlich.) Ter Lamps bei Nicuport steht günstig, ist »der noch nicht beendet. Angriff der Franzosen zwischen " a B a s s 6 e und Arras sowie beiderseits der 3 o m in t scheitert,» unter schweren Verlusten für den Gegner. Allein an der 3oni»>e berloren die Franzosen 12«K) Gefangene und mindestens 1800 Tote. Unsere eigenen Verluste beziffern sich dort ans noch nicht 200 Mann. In den Argon neu trugen uns rigenc gut gelungene Angriffe etwa 750 Ge- sangene und einiges Äricg-gcröt ein. Von dem übrigen Teile der Westfront find keine besonderen Ereignisse zu nicldcu. An der o st - und wcstpre u s, ischcn Grenze ist die Lage unverändert. In Polen folgen wir weiter dem weichende» Feinde. Tic oberste Heeresleitung. Der Tanesbericht unserer Verbündeten. Tie Verfolgung der Ruffett. Wien, 18. Dez. (\V. B.) Amtlich wird verlautbart: 18. Dezember mittags: Tie geschlagenen russischen Haupt- hafte werden aus der ganzen über 400 Kilometer breiten Schlachtfront von Krosno bis zur Bzuramiindung verfolgt. Gestern wurde der Feind auch alis seinen Stellungen im nördlichen Karpathcnvorlande zwischen Krosno und Zakliczyn geworfen. Am unteren Durajctz stehen die Verbündeten Truppen int Kampf mit den feindlichen Nachhuten. In Südpolen vollzog sich die BorrMnng bisher ohne größere Kämpfe. Piotrkcw wurde gestern von dem k. k. Jnfantcrie-Rcginicnt Wilhelm I., Tcutscher Kaiser und König von Preußen Nr. 31, Przedborz gestern von Abteilungen des Nagy-Szebcncr Jnsantcric-Regiments Nr. 31 c r st ü r m t. Die heldenmütige Besatzung von Przemysl setzte ihre Käinpfc im werteren Vorsclde der Festung erfolgreich fort. Die Lage in den Karpathen hat sich noch nicht wesentlich geändert. T»er Stellvertreter des Ehess des Gencralstabs v. H ö f e r, Generalniajor. Presjstittliueu zur großen Polcuschlacht. Ter Franks. Zlg. wird anS Berlin geschrieben: ..In Polen folgen wir weiter dem weichenden Feinde." Diese knappe Mitteilung in der heutigen Kundgebung der Obersten Heeresleitung wird manche, vielleicht viele, enttäuscht haben, die der Meinung sind, daß 2l Stunden nach dem ent- scheidenden Siege nnn auch möglichst große Zahlen über die L c r l u st e des Oiegners an Toten, Gefangenen und Kriegsmaterial mitgeteilt werden müßten. Es ist ein früheren KriegSsiihrnngen entnommener Maßstab, die Erfolge eines Sieges nach solchen Zahlen zu beurteilen. Und sie erfreuen auch brüte das Menschienhsrz: nicht mit Unrecht Man wird auch ans drr großen Schladt in Polen später solche Zahlen erfahren. Man darf aber nicht vergessen, daß in modernen Schlachten rinmittelbar nach deni Siege in Gestalt der Verfolgung und der strategischen Ausnutzung des Sieges die Operationen weitergchen, und man wird nicht schlgehen, wenn man annimmt, daß die Wortkargheit der Obersten Heeresleitung oder vielleicht, richtiger gesagt, de? Äencralfcldmarscholls v. Hindenbnrg, daß wir in Polen weiter dem weichenden Feinde folgen, hauptsächlich den Zweck hat, diesem Feinde keinen Anhalt zu bieten, dem er entnehmen könnte, welches jetzt die unmittelbaren A b- sichten und Ziele unserer Armee im Osten seien, über die natürlich sofort die bernsenen Personen und Instanzen sich schlüssig gemacht haben. Ter begreifliche Wunsch, recht viel über unseren Erfolg im Osten zu erfahren, muß z n r ü rf ■ treten hinter sehr wichtigen militärischen Notwcndipl-'iten Darum erfährt iniciicv Blätter bilsprechcii den «r°«tcn ^eu ugtimnq. Tas Frcindciimntt - De. - «erbun drtrn ist fein Ueberrafchnna . tel» "■ McnN«*-' lenöcr» fler fest« Schlußstein eine - ntit tocriicr uonieque»' SJO . t-wattr. mtfnefiiüttt., Baues Tn:- „critnrft die »»' gveoeiming des cntschcidriidcn Criolgc-'-, de» Sic PcrbstnSc de» vr'Inilch-palizischen Schlachisrldein errungen stabt», noch »»> rin weiteres. Tic Niederlage Scr Buffe» ivird nicht bloß die scrncrc Gestaltung scr Tinge aut dem »orsoftliche» Sricgolchau- plapk, jonser» auch ch,e polinichc» Bcrstatiniffc auf allen Schauplätze» sco acqcnwänjqt,, Wcltkricacs bccinfluffc». R» Bußland tzabc» auch seine Bcrbuu-cte» uns Basallc», weschc aus tco Zare». rrichco Hilse alte Hossnunq setzten, eine cnljchcidcnsc Aieserlage erlitten. Lamilichk Budapest er Blatter leier» i» begeisterten Ai,». Sriickcn de» großen Liea in Pate» Ter Pcster plovs Ichreibt- Wicdcr ist erivielen. saß die Zulunsl der Rciilchstcit edcr ei» sttt- licheo Probleni ata ei» Bechenrrempel ist. Bnßland» e»eer ist qe> schlaqc», Oesterreich.Ilnqar» u»d Teutschland habe» qcstcqt! T>.- Aachivirtungcn dieses Licqes sind vorerst liicht zu ubersestc». aber eines ist schon sicher: Aicht nach Bußlands Machtgier, „ich, nach Frankreichs pervrrsci» Cstrae,;, nicht nach Cnqla»d» Srämcr- plänen wird sich die Welt neu sorme»! Ter Biesenhammer der Weltgeschichte schlug ei» Instrument tn Tcherde», von dem unsere Feinde die Berwlrklichuna ihrer Träume erljosftrn. Freiheit, Zivilisation und s^erechtigkcit tragen den Lieg davon. Lic werden der »eiien Zukunft Inhalt und Richtung «eben. Tas Lchlachtfeld von Limanowa. Auo den, Kriegspresieguariicr, 18. Tez. (Ctr. Frkst.) Wir haben heute das noch nicht ganz aufgeräumte Schlachtfeld von Limanowa, wo di: siegreichen Kämpfe in Wcst- galizien ihren Höhepunkt erreichten, besiäitigt. Ter Weg ging durch das teilweise zerstörte Städtchen auf eine Anhöhe, auf der sich der südliche Flügel der österreichischen Stellung befand. Tort haben am 1l. Tezember f u r ck)t b a r e Nachtangriffe stattgcfunden. Tic Russen, die im Nabkamps ziirückgeworfen wurden, Iiaben bloß an Toten 1200 Mann verloren. Tie Leickicn, die einen schrecklichen Anblick bieten, liegen noch liaufenweise herum und bieten ein furclitbar erschütterndes Bild der Vorgänge, über die noch ausführlich zu berichten sein wird. Freiherr Kurt v. Reden, Kriegsberichterstatter. Ter Angriff auf die englische Ostküste. Schwere Schäden verursacht! Tie Times teilt mit, daß bereit? 00 Leichen in Hartle- pool gefunden worden seien und sehr leicht möglich sei. daß noch mehr Leichen unter den Trümern der Häuser verborgen seien. Tie Zahl der Verwundeten gehe in die Hunderte, verschiedene seien so schwer getroffen, daß wenig Hoffnung für sie bestehe. In einem Lazarett allein seien 160 Verwundete ausgenommen worden. „Tie Beschießung war," heißt cs in dem Blatt, „viel heftiger als zuerst angenommen wurde. Tie Verwüstung, die angerichtet wurde, ist auch dementsprechend. Tie Tcntsclien hatten augenscheinlich die Absicht, eine möglidff't große Oberslädic zu bestreichen. Hunderte von Häusern sind schwer besckiädigt. Wenn es der Zweck der deutschen Beschießung war, W Küstenbatterien am Hafeneingang zu treffen, so ivird sich wohl daraus die Vernichtung der Häuser, die gerade an dieser Seite standen, erklären. Tie Straßen mit Läden l)aben weniger gelitten." A,isländische Urteile. Tas üüniichc Blatt Po-lieikcn schreibt tn einem Leitartikel: Tie englische Admiralität betnruptet. daß eine Flottendcmonstro° tion vor »ndcichntztcn Tiädtcn ostn-c militärische Bedeutung fei. Ties ist keiittsweq» richtig, denn das Pertrauen, daß England die Nordsee beherrscht, rst bei allen h-mdeü treibenden Nationen in Inchom Maße zerstört, wenn durch die Äteschießung drr englische» Mitt« allen seefahrenden Nationen cm- maus frei borge tan ist. daß Cnqln- obere Tal der West-Roräwa schickte, um mit dem g r schw ächteck übrigen Teil über die Kolubara nach Osten vorznaeueii. ist ihr verderblich geworden. Ter lcrbischc ttzciicralilßn'ps Putnik. der von Kingujkwaz aus sich im Besitze dcs Po-.teils b r inucrrn einien bclond, hat dieic Lage ausgenüvr. Cr wg alle »ersüqrarcu Kräfte zuiauimen, tockic durch-r>n scheinbares Ausgeben des östlichen Kolubara-Uscrs de» linken österreichischen Flügel gegen die serbischest TtrUungen von Arangjelvwaz, wo die 7-.Uppen Poiiorel« mit der schwer passierbaren Kolubara unmittelbar im Rucke» kämpfen mußten, »nd führte mit seinem eigenen lintui Finget einen raschen und oußcrsi steittgen Borstvß gegen !?a:rk iiiiS Itzjzc durch: der dort stehende rechte Flügel der Lester- .c:üi ■- wurde ivische» die bereits westlich vo» Uzize, bei «ischegrad M Montenegriner und die vo» t'iorni Milano,vaz vor- lickenden Teri'ri, eingeklemmt »»d sah sich zur lleber- g o !> c st ; w „ -i gcn . wahrend der linke österreichische Flügel von de» Hohen des Tuvvborpoffcs in der rechten Flaute bedroht und in drr Fron! lebhaft angegrisfen unter großen B-er- l » st c ii über die Kolubara zuriickgedräugt und, luic der österreichische Bericht sagt, in günstiger gelegene Abschnitte besohlen wurde." So äußerte siä> die Tbuner Zeitung anschieinend durcki- aus zuircssend in einer ihrer jüngsten Nnminern. Wie die Einnahme, so hat auch die Räumung Belgrads keine ent- scheidende militärische Bedeutung. Für das Bolks- empfinden in Oefterreichi-Ungarn wird aber das eine so niederdrückcnö sein, wie das andere bejubelt wurde. Der Besitz Belgrads bing, militäriicti gesellen, in der Lust. Andererseits ist es für die Oesterreicher in ihrem Zlveifronten» krieg weit wichtiger, ihre größeren Truppenmafsen de* Russen entgegen zu werfen, als etwa diircki Kämpse mit den Serben die Kräste inebr als nottut zu zersplittern. Plan hätte aber frische Truppen aus Galizien beranfübren müssen/ wollte man den verstärkten Streitlräslen der Serben dioj Stange halten. Man hat es vorgezogen, sich zurückzuziehen / „zunächst", wie e-s in der obigen Meldung Iwißt. Oaß die! Serben jetzt sehr vergnügt sind, läßt sich verstehen: sie reden von großen Verlusten der Oesterreickzer, die diese bei dem^ Zusaimnenprall binter der Kolubara erlitten haben sollen.- T-abei wird wolü stark ausgeschnitten werden. Der Krieg im Orient. Tie Verteidigung des Suezkanals. Kollstantinopcl, 18. Tez. (Ctr. Frkst.) An» Aegyptett fehlen jetzt alle direkten Nachrichten: auch indirekte lansere nur spärlich ein. England trifft jedenfalls verzweifelte An« strengnngen zur Verteidigung deS Suezkrntal«. Durch lieber- schwemmung eines Teiles des Kanals jucht England dit Verteidigungslinie um die Halste zu verkürzen. In Aegypten werden Vorbereitungen für die Aufnahme einer konchinierten portugiesischen Division getroffen. Am Kanal selbst stelzen nur englische, kanadisch^ und australische Kontinente. Tie eiml-ische Tiulanxitu? in 8,1 iro «Itenrlmmt iaitciilive ?Kr< snck^. den 3ric-f der Ttiuchst ,»v fick» zu geivninen Tos Oberhmtpt der Lenin st steht mrt einer grösst» Kriegoschar uvtschrn Tscharo- bub und Loiluii. Cs worden ihm von Ciigland. das sunt, Cntstn» dnnig vo» Borernucnsientan die Bezieh»mstn zoin Lckieik ansrecht- zuerlialle» trachtet, die gläiiizcndste» A»erbiet»ngen nitterbreilel. TeL Scheck hat diese bisher stet» < 8 »golehn'. Ter ftrUine Krieg. Ko»sta»ti„»pel, IR T«z (WB. Rtchtamätuchs T - r L che i ch ü l Islam lzat von Alui Cffcndr, dem Mnftl der Schasiite» in Medina, re» Telegranim a-ns Tamaskn» crlstiilen. i» de», ge- nieldet wird, daß der erst« Zun der aus M-eduia ab,ze,znn<,ci>rii Krieger mir der Heiligen Fahne in Tmnadkns cingerrosleii lei. Der Llttsstand in Südafrika, t^ine Rede Bothas. Pretoria, 18. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Meldung äfi' Reuterschen Bureaus: I» einer Rede, in der sich Botho süri das Geschenk von zwei Pferden bedankte, betonte er, das; er in seiner letzten Erklärung nicht höbe sagen wolle», er oder- die Regierung Ixitten irgend eine» Eingriff in den Gang! des Strafverfahrens gegen die Aufständischen vor Er drüchtc seine Genugtuung über die glänzende Unterstiitznng! der Regierung durch beide Parteien ans. Er jel>e mit Vertrauen in die Zukunft, wenn das N a t i o n a l i t ä t e n », ge fetz ausgcschaltet wäre. Er wisse Wohl, daß der Feldzug gegen Dcutsch-Südwestasrika ein I,cf« tiger Kampf sein werde, ober wenn man einig sci^ brauche man sich vor dem Ergebnis nicht zu fürchten. (ein Gefecht mit den Btiren. Votibon. 18. Tez. (WB. Nsthtamthä,.» Das NclUcriche Bureau «neidet aus P rct orla: Amtlich wird bekairntgegelstii: Am ln. Tez. wnrde den Bin«,, unter Foii r i« zivüchen .11« steub u rg und Pietersburg ein heftiges «csccht geliefert. Ter »amps dauerte bi» zum Ciiitritt der Tunlelheit. ivoraus drc Negierung:-: .nppcn mit .-ii id« rw» Polizei truppen die Gtellun« der Bure» cilkllriiitem^ Tiese eigaben sich nach einem tzaionettgesccht. 4~> Buren, darunter Fourie, ivnrdeil gcsangen gcnomincn. lMan ersieht ans diesem Nciucrsck^n Bericht, daß der Biirenaussla-nd. den Boten ossiziell siir beendigt erklärt hat, noch immer sortdanert. Ter Ort dieses Istcsecht? liegt im iiordwesttichrn Transvaal.> , Bcrontworilichcr Nedoktcur: F Pctter«, etzictzcn. Bcrlaa von Krumm & Cie., Gieße». Truck: Verlag Qssenbochcr Abendblatt. G m. b. v., Lssenboch a M. Standesamt Gieffen. Geborene. Tez. 7. Tc», Ll>erlcutiiant und Adjutanten Franz Louis Wilhelm Fohan» Procop von volly und Poricnviv ein Sohn, Cber- hard Arel Ocinrich Franz Procop. — 8 . Ter Witwe des Schneider» Karl Johann Geovg Eatiicl ein ciiclichcr Sohn, Wilhelm Karl Georg. — !*. Tein Ka-iiftiianii Friedrich Wilhelm ein Sohn, Ttto Hlinrich. — 13. Tem Kutscher Hrinrlch ?->aussa>icr ein Sohn, Wilhelm Erwin Heinrich. Vhelchlteßungen. Tez. Ick. Adam Heinrich Liiimlert, Lchreinernicislcr. mit M>i>»a Karotin« Lchrmund beide in Greßen. — Jakob Heinrich Emil Haardt. Kausmaitn, mit Anna Iostpha Hrrr. a«d. Kuhnert, beide IN Gieße:,. — Ludwig Tudenhäser. Bahnarbciter. Mit Luise Lew, beide in Gieße». — Friedlich Fritzg-.s, Schncider. mii Wildeftnme Skipp. beide in Gießen. — 1«. G-otg Pieil. Pizeftldwcb-I mit Ciisabc:!» Fischer, beide in Gießen. — Hermann Herbert Wilhelm Ludwig Lener, Leutnant in Tchlcttftadt, mit Hedwig Tchwörer ick Gießen. Tteebesälle. Tez. 11. Mari« Maigarcl« Mölst. geb. Siegfried. N2 .Fahre alt. «estmckäge N 0 . — 15. S»pt,i« Juck. Lberm ,m kathol,scheu Schwesternhaus. LtdenSsrau. 71 Jahre alt, Liebigstraßc 24. Fm Felde gefallen: Ang. 22. Leopold Ovtar Felir von Normniui, Hauptman* Jahr« alt. Ostamlagr 36, bei Anlog gefallen. — Wilhelm »arl idwin Baiser, Inikallalrnr, Gefreiter, 2t Jahre alt, "ikncu ru« ck. bm Mais,ui gesallen. — Clt. 2t Iohatuies Gotz. Pi,efel> :bcl, 33 Jahre alt. Landgras Philipp-Plitz 1. — 3l. Hchnrich idwig Heineck. Swdent. »rieasireiwilliaer. 21 Ialrrc alt. »loon- oßr 32, bei le Lnesnog gesallen^ — Nov. 2. Karl Alcrander lots Artan Frhr. Schillina von Cansiatt, Ma,or, 1, Jahre alt. tepkmistraßc 27. bei lr Quesnog gesallen. — Ick. Iouph Maria igust Tchroeder, Major. 15 Jahre alt, Aliccsiraße 13. bei Tost- verne qeinllen. — Horst Schrorder, Lcumant, 20 Iohre alt, I.Kllmiiikii, Gießen Marktplatz II. vtzßxmacher aind:Gl>idat beiter. LÜr Reichhaltiges Lager iu Utzrs», Gold- und Stlberwäcen. Liksecaur des Konium - Vereins Gieheii ». Umg. und de« ^«le»- bahn - Kvnsumvereink. —-Mag »erlange Ra daN an>iM^77i «1 «il gesellig M m m m m m Beachten Sie meine SScha.i&iei&s'tex* .34.1 Verkauf noch zu den bekannt billigen Preisen! Sonntag bis 7 Uhr geöffnet! 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