Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. Ctf rbelit'*» U.lKitltn«, erldxtm Icdm Wkrtloy Bbc»b tn •ut!m Der Hbon«»oiHBtn* brttäo« «öchrntl.ch 15 «ffl. monailxi ® Wo. onl4L 8mtB*rIobn. Dur4 btt Poll braoflrn Btertrliöbtl.l^CSRl Rcdakllon und Ervcdttton Dlek»en. Bodnboskiraüe 22. « fslgm»r Nummer m der Lrvcditton autarken Gießen, Tkcnstag, Den 15. TezcmDcr 1914 9. Ialirgang Einigkeit, Geschlossenheit! Uebcr „Notwendigkeiten" schreibt Genosse MaxGrunwold nsercm Hamburger Bruderorgan folgende beherzigenswerte Die Zeit geht augenblicklich mit eherne» Schritte» ihre» Weg, e schont weder Mensche» noch Werte, sie tritt nieder, was Fahr- underte alt ist, ebenso wie das, waö gestern geschaffen wurde, n einer solchen unendlich harten Zeit entstehen Notwendig- eiten, denen sich jeder beugen »ins,, nftni, er nicht selbst verlast" werden will und nicht alles verlieren soll. Diese einfachen 'ahrhcitcn, die der Philosoph T a t w a h r l, c i t c » nennt, weil e durch tatsächliche Beweise jede besondere Begründung entbehren lnnen, treffe» nicht nur die Böller und den einzelne», sondern ich das, woS zwischen beiden steht, die Klassen und ihre rgaiiisationc». die Parteien, Die Sozialdemokratie eutschlands, die als nächste Erbin von Marr, Engels und rssallc den harten Kamps der Gegensätze und Notwcndigleite» an, testen begriffen und am glänzendste» durchgesührt hat, hat auck e gegenwärtige Zeit in einer besonderen Schürfe ersaht und ohne lei moralische Getue und ohne sentimentale Gefühle der Wegen- att ihre Opfer der Notwendigkeiten bringen müssen. Sie hat, >m 4. August angesangeu. bis aus den heutigen Tag, um die utsche Nation zu erhalten, sich s e l b st z u r ll ck g e st e l I t und n schweren Kamps des BaterlandeS einmütig mit ihren großen rasten unterstübt. Sie bat das getan trotz vieler Bedenken, die r au» der Bergangenheit des preußisch-deutschen RegierungS- stems ausgezwungen worden waren und die sie auch für die ukunst nicht losgeworden ist. Sie hat in allem die Notwendig- iten der Gegenwart vorangcstellt. Die deutsche Partei hat sich solchen Notwendigkeiten der Zeit >er nicht nur unterworfen in, Kampfe nach außen, in dem soge- innten Burgfrieden mit den Gegnern, sonder» auch in allem, aS ihr inneres eigenes Leben betras. Es bedurfte nicht ner behördlichen Zensur, um ihr klarznmachen, daß in dieser rendlich schweren Zeit, wo Millionen ihrer Brüder auf den chlachtfcldern kämpfen und bluten, jede innere Diskussion, jeder »ere Streit und Zwiespalt eine Sünde, ja, ein B erbrechen eiten sich selbst wäre. Auch das waren Notwendigkeiten von ner handgreiflichen Selbstverständlichkeit, denen sich die Masse ie die Führer ohne Bedenken gebeugt haben. In den letzte» Woche » aber ist das leider zu unser aller edauern nicht unwesentlich anders geworden. Wir den gewiß allen Respekt vor jeder Opposition i» der cige- n Partei: denn sie ist der lebendige Anreiz, nicht stillzustchcn, rer in Zeiten, wie den gegenwärtigen, wo die Disziplin und die nheit alles ist, wird die »orgelnde Kritik und die sei b st- ichtige Eigen brödclei eine Gefahr für die gesamte irtei. Die unbedingte Geschlossenheit der Partei dieser Zeit ist eine absolute Notwendigkeit, mag sie dem einzel» n in den Kran, paffen oder nicht. Wenn jemals der einzelne ) unbedingt dem Organismus des Ganzen untcrzuordncn hat, jetzt. Die Fraktion selbst ha, am 4. August ein bcwnnbernS- ■rte» Beispiel dieser notwendigen Einheit und Geschlvsienhett geben: den» cs ist lein Geheimnis, daß auch in ihr eine iachiichc 'Position vorhanden war, aber sie hat sich gefügt und die Not- ndigkeilen der Zeit rnckhaltsloS anerkannt, ES ist die u»be- >g>e Pflicht der Partei, diesem großen Beispiel würdig zu gen. Wenn die beginnenden Wi r r n i s s c i n der Partei sich igern, so besteht aber auch die größte Gesahr, daß keine ltei wie die unscrige bei den B o r b e re i l» n g e n des ieden Sund in de n Zeiten nach ihm so um alle folge der unermeßlich gioßcn Opfer gebracht wird, SS edt an keiner Stelle des politischen Deutschlands irgend civ. eit darüber, daß dieser große Krieg, der von Deutschland mit rr unvergleichlichen Einlnsitigkeil zu einem siegreichen Ende ae- rt werden soll, siir das in n c r e T e n t s ch l a n d von r c v o - tionärer Wirkung werden wird. Eine Nation, die so mutig ihr Blut kür das Eihalten des BaterlandeS vergosicn , kann im (Trieben später im Recht, in der Gesetzgebung und cwaltung nicht wieder verschieden behandelt und gegen Vlich bewertet werden. Das sind ebeusalls Notwendig- «n, aber keiner von uns zweifelt, daß cs in den späteren sricd- «n Zeilen genug Menschen, vielleicht sogar Parteien und an- « Stellen geben wird, die dHse Notwendigkeiten und Sclbstvcr- idlichkeiten nicht werden begreifen wollen. Dann erst im» die schwerste Ausgabe der Partei, die sie im Znncrn zu 'n hat, und es wäre ein Berbrechen, wie cs die Welt» chichte niemals gesehen hätte, wenn die Partei dann nicht t c große Stoßkraft einheitlich und geschlossen > ohne jeden inneren Wirrwarr verwerten rde. E„,e große Zeit muß auch in unseren Reihen ein großes schlecht finden, und es gilt, bei Zeiten alle diejenigen, die das !> nicht begreifen, mit allem Ernst und allem Nachdruck daraui zuweilen. Unsere ^Brüder opfern ihr Blut, unsere Klassen- losien ovsern ihr le.tcs, um sich in dieser schweren Zeit der t und Entbehrung über Wasser zu halten, und die Partei lelbü te^sich bei solchem Stand der Notwendigkeiten nicht daS ^»icr Selbstbeherrschung und der unbedingten Dio» plin und Einheit aufcrlcgen können? Es gibt nicht nur iicgSge setze für das staatliche Leben, sondern auch ' das parteipolitische Leben. Diese Kriegsgeictze rden ' '»* y u 1 ‘"i P o 11 ti 1 4 c Leben. Diese ni diktiert von dem. was wir Notwendigkeiten nennen, Notwendigkeiten, so wird auch sic vielleicht nicht jeder von ^oiwenoigrenen. so wird auch sie vielleicht nicht icocr ooU begleiten und nicht ganz und nicht gern anerkennen, aocr wird sich ihnen unter ordnen müssen und sie aufS „u, ,gnen unter ordnen m ii I t e n uno ne uui» ",2ü e r ™ f“ 1 ««" müssen, wenn die Partei nicht ^cha- Iciden >oll. Den Schaden der Partei aber wird lcmcr wollen, sich noch zu ihr zählt, und die Partei ist «S, die in dielen ehernen Zeilen der Notwendigleiten verlangt und erwartet, daß j e d e r m a n n seine Pflicht tut. Wenn wir so unsere Pslichlcn durch Anerlcnuuug der Notwendigkeiten und der Partei-KriegSgesevc gegen die Partei tun, erfülle» wir sie zugleich auch am ehrlichsten gegen unsere kämpfenden Parteigenossen im Felde, Die Wahrung, Pflege und innere Stärkung und Znsammenbaltnng der Partei ist daS, was unseren Brüdern dort draußen, nächst der Erhaltung Deulschlands als selbständiges Slaatowescn, am meisten am Herzen liegt. Wenn unsere Brüder heimkchren, werden sie unS fragen, was wir in der Zeit, wo sie draußen gelämpst und gelitten haben, für die Partei im Inneren des Landes getan haben. Es muß unsere ernste Aufgabe und Pflicht sein, dann voll Stolz beweisen zu können, wie wir die Partei nicht nur erhalten, sondern nach Znnen und Außen kräftig gefördert haben. Die Treue zur Partei, die Geschlossenheit ihrer Einheit, die Ablehnung aller Zwiespältigkeit und Verwirrung ist die Forderung der Zeit und damit immer wieder eine eiserne Notweudigkeit, Nur dann können wir unser» Genossen, wenn sie hcimkehren, ehrlich in die Augen bliiken und ihnen sagen, daß wir das, was an uns ist, an Arbeit und Pflicht in der Heimat getan haben: dann aber auch nur werden die Heim- kehrendcn wie die Hiergrbliebenen geschlossen und unüberwindlich siir alle möglichen späteren Kämpfe im Innern gerüstet sein. Dieser Gedanke an die Z ukunst des Bater- I a n d e S und der Partei ist die letzte der Notwendigkeiten, die keiner von uns abstreiten kann. Schlechte Laune der Pariser. Der Franksurter Zeitung wird geschrieben: Die sra n zö fische Presse irftrst ihr« hilfesuchenden Blicke gegenwärtig besonders atuf dir Balkan ft aaien. Der TempS bearbeitet in erster Linie Rumänien, Er verösfentlichte am Mittwocki und Donnerstag Unterredungen mit mehreren konservativen rumänischen Parlamentariern, um den Eindruck zu erwecken, als ob bas rumänische Bol! vor Ungeduld brenne, den Serien zu Hilse zu koinme». Auch den Bulgaren wind von der Pariser Presse lebhaft angerateir, sich gegen die T ii r k c i in 2K iveguug zu setzen. Man erkennt daraus ohne Schwierigkeiten, mit wclchsm Hochdruck dl« russisch«, sranzösische und englische Diplu. inatie gegenwärtig daran arbeitet, ein« neue Allianz der Balkaii- fkaatc» .zustande zu bringen zur Rettung Serbiens, Mit unverkennbar iiblcr Laune bespricht di« französische Presse auch die iuterimislischc Riickkehr des Fürste» Bülow auf den Botschafterpo!ten in R o i». Der TempS umschmeichelt die vergntwortlichen Staatsmänner FtalicuS und erwartet von ihrer Umsicht daß sse den richtige» Augenblick zum Eingreifen in den Weltkrieg zugunsten Frankreichs nicht unbenittz: vorübergelien lassen werden. Der Petit Parisien bemiiht sich, den Italienern klar zu machen, daß sic sich durch ihre llloniralität von dem Dreibund getrennt haben und daß ihnen jetzt nichts anderes übrig bleibe, als gegen Oesterreicki-lIngarn zu marschieren, Dw »irsstäriichen Mitarbeiter der Pariser Presse bemühen sich darzutun. daß d-e Einnalimc von Lodz durch dir Deutschen von „eben sächlicher Bedeutung sei. da di« Russen ihre Hauptanstreuguna aus Krakau richteten, um sich von dort aus den Weg nach Preußen m ebnen, Ter General B e r t h a » x gibt jedoch in dem Petit Fonrnol ossen zu. daß er nicht in der Lage sei. sich ein sicheres Urteil über die Lage der russischen Armee zu bilden. Er saat: „Es ist absolut unmöglich, die Evelgiiiss« voransznisgen. W'w, man auch ungeiähr den Bcrlans der Front kennt, so fehlt dock, iedc Angabe über die Stärke und di« BertrUung der sich geqeniiberllehcn- der Truppen, Ter russische Generakstab bat einen offiziellen Bericht über die Ktieostveiguisie seit Ende Oktober verössenttticht: vd) W't ihn mt der Karte vor Augen gelesen, atber ich muß gestehen, daß ich ihn nicht so klar geiundcii lzabe. wie ich gewünscht hätte," D,e Guerre Sociale protestiert ebenfalls ossen fcagagai, daß die Ausaabe von Lodz von der patriotischcn Presse geratdc'.u in einen russischen Sieg umgewaudelt werbe Das Blatt warnt vor derartigen Entstellungen, de zu neuen Enttäuschungen sührrn müßttn. denn es sei m befürchten, daß die Russen sich wieder ve>» Krakau und sogar von Pr'emnsl zurückziehen müßten, Zn, tc Paris wird Beschwerde darüber geführt, daß di« roch Paris zurück kehrenden ParsamcntS Mitglieder in den Wondelgängen der Kammer angesichts der schlechien Lage im Osten ihre pessimistische Auffassung der Ding« nicht ver- bergen wollen, <*iit Ncuiralcr über die Laae im Lsten. Zn d:r Besprechung der Lage aus dem östNchen Kriegsschauplatz bemerkt der Militärtritiker bei Berner Bundes: „Heute ist Lob: wieder in deutschen Hände», nachdem die Deutschen aus ihrer Tefensivstellung mit verslärktei, Kräften wieder vorge- brochen sind und die Russe.i enoa aus die Liuie Petdtow—Sker» niiwice zurückgeworscn haben, Wi: htute dort die Sache steht, wissen wir nicht, vermuten aber starke Defensiv ft ellung der Russen im Südoiten von Lodz und nördlich davon, wo di«^Linie Tomaözow—Skcrnicwiee bei Rawa zu suchen ist, das die siraße nach Nowo-Riafto über di« Piliea-Radom nach Zwangorod beherrscht, Die Russen sehen sich beute bei Lodz, noch Einbriicknrg der ersten Linie, von e«ner Durchbrechung bedroht, di«, bei Gelingen, zwischen Lodz und Pririkow. ihre Front zerrctssc» mußt., wenn sie nicht rechtzeitig aoch von Petrikoiv westwärts ausiveicheu. Dadurch würden sic nites ihre werter südlich bei Nowo-Radvmsk fechtenden Truppen, die heute schon von Westen und Norden bedroht und sestgehalten sind, einem unrsaffenden Angriss preisgeben, was hmwicdermn die Kampflaae im Raume Tschrnstochau und Krakau für die Russen ungünsl a beeinflussen müßte, die dort noch Ofsensiv- cnlscheiüung suchen, während thr« Nordarmee bererts wn Flanksn- sicherung und Rückzug dämpft," Der F-eldgtg in Serbien. Wir», 12, Tcz. sXV, >r. 2'ickitamtlich.) Dcrschiebimgen starker fcinblicfxr Kräfte nach Lüden liabon, wie bereits mit- gctcilt, es notwendig gcinacht, auch unsere Balkanarniee entsprechend u m z l> g r n p p i c r c n und »nscre» rechten Zliige! z » r ü ck z u » e h in c n. Dieser einfache Tatbestand toird von den letzten Meldungen aus Risch als ein entscheidender Erfo'g der serbischen Aruree dargestellt. Tie serbischen Meldungeg über liuscrc Verluste sind maszloS übertrieben. Tas (^lcnd in Lerbie». Loiidoii, 12. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Die Times oerösfentlicht einen Brief einer serbischen Pflegerin, in dem das Elend in Serbien als gcradezn s ch r c ck l i ch geschildert wird. Tie Verwundeten liegen überall, selbst auf den Straßen, hernni. Scbtircn von szlüchtlingen kommen ans den nördlichen Distrikten. Die Rote Kreuz-Depots sind von Hungrigen umlagert. Tausende warten ans die versproclicne Hilfe vom Auslande. Die Gescliästsleutc sind bankrott. Niemand bat (iseld. Es gibt Orte, in denen niclst ein em- ziger Einwohner sich satt essen kann. MiNerand gratkiliert? Paris, 12, Dez (Ehr, Fikft l Der Kvi«ftsmnister Mikle- rand ha« dem serbischen Kviegsmmister di« wärmsten GUick- wliüfche der hranzösischc» Anne« sur den glänzenden Sle« der' lapftrcn serbischen Arme« übrrnntteltl Die Norvalbanesc»» erklären Serbien den Krieg. Aus Skutari kommt die beglaubigte Nachricht, daß die »ordalbnncsischrn Stämme an Serbien den Krieg erklärten. Ein Albanese, der die Zügel der Regier,ing in Nordalbanien in der Hand zu halten scheint, übermittelte diese Erklärung an Serbien. Tie Tatsache, das, die kriegerischen Stämme Nordalbaniens sich im jetzigen Augenblick in Bewegung setzen, lnnn für die lßestallung der Verhältnisse in Serbien leicht entscheidungsvoll werden. Ein Widerstand Montenegros gegen Nordnlbanien ist bei dem großen in den Schwarzen Bergen herrschende» Elend nicht zu besorgen, sodaß die Nord nlbanesen ihre ganze Kraft gegen Serbieo verwenden können. Serbische Schreikensberrschast in Mazedonien. Losia, 12, Dez (WH. N'ckftamtlich) Meidling der Ageucc 'Bulgare, Aus Korng-Dsckuimgia wird gcmelhet, daß Städte und 3aner diese» ganzen GreirzbezirkeS von mgzedonischcn Flüchtlingen übcvsiillt ssnd, die ungushövlich aus bulgarischc.- Gebiet strömen. Trotz der Fürsorge, deren st« teilhastig iverdeu, ist der Zustand der Flüchtling« äußerst traurig, Tft Untglücklichcu er- -äl'Ie» mit Tränen in den Augen von Martern, die sie von de» griechischen und serbischen Behörden sowie der S o in i. ra dich iS zu erie den gelxft't lsiben. Auö ihren Aussagen geht hervor, daß die Schreckens Herrschaft in Mazedonien anstatt nackzzulassen oo» Taa zu Tag unbarmherziger wird, Gon trrkcrungeu. HauSiuchungen. ia sogar Morde werden ohne Unterlasse ossen vollzogen Die griechischen und serbischen Grausamkeiten sind angesichts der Möglichkeiten der iBertustcS dieser Provinz zmn PorvriSiiruS ansgeartet, Tie Seeschlacht bei den ^alklandsinseln. Revier meldet aus London: Tie Newporkcr Blätter ver- ösleiiilichen ein Telegramm aus Buenos Aires, worin gesagt wird, daß die deutschen Kreuzer zwischen dem englischen und^sapanischen Geschwader eingeklemmt worden seien, Tie „Scharnhorsn seucrie, bis die Wellen über ihre Kanonen hinwegschlugen, Tie Daily Rail meldet aus Newyork: Das brilischc Geschwader bolte die „Nllrnberg" nach einer aufregenden Fagd ein, DaS Schiss wurde anfaesorderl, sich zu ergeben, aber eS weigerte sich und kämpste, bis es sank. Angeblich sollen zu dem britischen Geschwader gehört haben die „Thennon", die „Achilles', die „Eochrane" und die „Natal". Zu der Seeschlacht bei den Falklaiibs-Fnseln schreiben die Basier Nachrichten u, a,: ES ist kein e n g l i i ch e r E r f o l g, daß die deutschen Schiss- endlich im fllnften KriegSmonat der Ucbermacht erlegen sind, sondern ein deutscher Erfolg, bau sie sich so über alles lhrwarlen lang Hallen konnlen, Halle der Krieg, wie anfangs alle Welt glauble, nur ein Bierlclsahr gedauert. so wären alle deutschen AuslandSschisfe siegreich und hell geblieben, ... Tie englische Admiralitär verschweigt, auS welche» Schilfen sich das Geschwader Sturdees zusammensetzt, sowie den Hcraang der Schlacht bei den FalklandSinseln. solange die Kreuzer „Dresden". „Bremen" und „Königsberg" das Meer befahren, da alle Angabe» diese» nützlich lein können, Tie BersicherungS- Prämie ist infolae der Schlachi bei den FalklandS-Fnseln von »2 auf 39 zurückgegangen, Englands Drohung gegen Holland. Tie Rhein.-Westf. Ztg. erfährt von angeblich vertrauenswürdiger Seite, verschiedene Anzeichen sprächen dafür, daß England in nächster Zeit sein Verlangen nach freier Durckv fahrt durch die Sck.Ide in Antwerpen dringlich wiederholt. Tie gewaltsamen Erkundungen vor Ostende und Zeebrügge hätten nämlich die Unmöglichkeit einer dortigen Landung ergeben. Ter neue englische Kriegsplan fasse die Bedrohung der deutschen Stellungen in Belgien von Antwerpen aus ins Auge, das deshalb zurückerobert werden müsse. Ob sich di" Haltung der Bereinigten Staaten, die den ersten englischen Versuch, während der Belagerung die holländische Neutralität zu verletzen, im Entstehen verhinderten, inzwischen geändert hat, ist unbekannt. Das Schicksal der holländischen Kolonien spielt dabei eine ausschlaggebende Rolle. Holland sei jedenfalls entschlossen, ein etwaiges englisch-französisches Ultimatum abzulehncn und seine Bcsitzrcchtc mit aller Kraft zu wahren. Deutschland und Frankreich. Unter der Ueberschrift „Zwecklose Propaganda" schreibt die Nordd. Allg. Ztg.: „Wie der Figaro mitteilt, soll der frühere Herausgeber deS Journal d'Allcmagne für die Gründung eines deutsch-französischen Friedenskomitecs tätig sein. Wir wollen fcststellcn, das; amtliche deutsche Kreise mit dieser zwecklosen Propaganda nichts zu tun haben." Tie Feststellung des offiziösen Blattes versteht sich von selbst. In Frankreich faßt man die Kriegslage anders aus als in Deutschland, man hofft dort noch immer, den Winter über die jetzigen Stellungen zum mindesten erhalten und dann im Frühjahr mit Hilfe der inzwischen gebildeten englischen Arinecn Deutschland zerschmettern zu können. Die Beteiligung deutscher amtlicher' Kreise an irgendwelchen Fricdensbcstrebungen würde unter diesen Umständen in Frankreich als ein aus Erkenntnis der eigenen Schwäche entspringendes Friedensangebot aufgefaßt werden und die Kriegslust noch mehr anstacheln. Eine andere Frage ist, ob eine Propaganda, die zur Zeit notgedrungen der Unterstützung deutscher amtlicher Kreise entbehren mutz, deswegen wirklich ganz zwecklos ist. Unzählige Schilderungen aus den vordersten Schützengräben beweisen. datz weder das französische Volk gegen Deutschland kriegsbegeistert ist, noch die Deutschen einen Hatz gegen Frankreich hegen. Nur durch die Belastung init geschichtlichen Erinnerungen und einer aus diesen entspringenden Bündnispolitik sind Deutschland und Frankreich in diesen Krieg gegeneinander getrieben worden. Würde man das in Frankreich einschen und begreifen, welches Risiko das Land in diesem Kriege läuft, so wäre für einen baldigen Fricdcnsschlutz manches gewonnen. Man braucht deshalb noch gar nicht an einen deutsch-französischcn Separatfrieden zu denken, es wäre schon ein Fortschritt, wenn Frankreich im Rate des Dreiverbandes — in Erkenntnis seiner eigenen Lage — einen die Kriegslast dämpfenden Einfluß ausllben wollte. Auch auf deutscher Seite besteht sicher nicht die Absicht, den Krieg länger zu führen, als unbedingt not- wendig ist. Deutschland hat durch Besetzung feindlicher Gebiete sein Land, bis auf ganz geringe Grenzstrichc, gesichert, und hätten die Gegner nicht noch immer die Hoffnung, diese Sicherung durchbrechen zu können, so bestände wohl auch für die deutschen amtlichen Kreise kein Grund, sich gegen Friedensbestreblingen ablehnend zu verhalten. Es kann jedoch gewiß nicht schaden, wenn nichtamtliche Kreise jetzt schon an das denken, was einmal doch kommen muß. Nicht jeder Frieden braucht mit einem neuen Krieg zu enden, aber jeder Krieg endet mit einem Frieden! Das italienische Parlament. Rom, 12. Dez. (Etr. Bln.) Die Kammer wurde heute auf den 18. Februar vertagt. Das Ergebnis der kurzen Sitzungsperiode ist das Vertrauen in die Regierung in der Führung der auswärtigen Politik und die Billigung der Neu- tralität, das Osfenlassen der Jnterventionsfrage und die Gewährung der provisorischen Kredite zur Durchführung militärischer Bereitschaft und die volle Freiheit der Regierung in der Dcckungsfrage. Was sonst verhandelt wurde, war von untergeordneter Bedeutung. Die Amnesticfragc für die gc- maßregelten Eisenbahner, die von den Sozialisten angeschnitten wurde, fand kein Eckio. Die Episode Giolitti, die diplomatische Dokumente enthüllte, um sich als Herr der Situation zu zeigen, wird durch die Vertagung vorläufig un- wirksam. Ter letzte Tag war durch die Erwähnung des Hodeidazwischcnfalls etwas bewegt. Aus Sonninos Bcant- Wortung der Anfrage ging hervor, daß der Vorfall sich schon am 11. November ereignete. Da an einer ordnungsmäßiger, diplomatischen Erledigung niemand zweifelt, störte die Be- Handlung des Ereignisses den Gesanitcindruck der Kannner nicht, den man als patriotische im ganzen friedliche Bereitschaft charakterisieren kann. Englische Liigonnachricht? Von einer neutralen Macht wird nach einer Meldung der Norddeutschen Allg. Ztg. midgctcilt: Zu der kürzlich in der englischen Presse verbreiteten Meldung, datz im Itonzentrationsleiger für die deutsche» Kriegsgefangenen in Lancaster ein Ausruhr ausgcbrochen sei, wobei die Wachniann- schäften einen von den Gcfamgcncn getötet uird mehrere andere verwundet haben sollten, ist seht ein von amtlicher englischer Seite bestätigtes Dementi veröffentlicht worden: daimch ist an der ganzen Meldung kein ivahrcs Wort. Marokko. Daily Mail meldet aus Rabat vom 29. November: Die inilitärischcn Sachverständigen sind der Meinung, daß sich deutsche Offiziere unter den aufständischen Stämmen im Innern befinden, da die Taktik der Araber auf europäische Organisation schließen läßt. Ter Burenausstand. Daily Telegraph meldet aus Kapstadt von; 10. Dezember' Es ist noch nicht entschieden, was mit den Anführern der Ausrührer geschehen wird. Sic werden wahrscheinlich zur Ab- urteilung vor eine aus Richtern zusannncngesetztc Kommission gestellt werden. Erneuter Megerbesirch in Freibuni. Mehrere Persone» durch Bombenwürfe verletzt F-reiburg, 13. Tez. (Ctr. Frkft.) Feindliche Flieger warfen zwischen */>3 und 3 Ubr über der Stadt Bomben ab. Eine Bombe schlug in das Haus Ilntcrlinden 7 ein und richtete zienllichcn Schaden an. Ein aus dem Dach stehendes Fräulein wurde erheblich am Oberschenkel verletzt. Zwei weitere Bomben schlugen im Eolombi-Park ein, wo sich viele Spaziergänger aushiclten. Zwei Mädchen erlitten Verletzungen durch Bombensplitter. Einige weitere Personen sollen auf dem Rolteck Platz verletzt worden sei». , gleichem Maße, die eine mehr, die andere weniger. Das Rehr oder Weniger gegeneinander auszurcchncn, ist jetzt nicht an der Zeit." Ter Vorwurf des Herrn Tr. Bachem trifft die Sozia,, dcmokratic nicht. Sie hat alle Ausnahmegesetze, auch wen» sic sich gegen ihre schärfsten politischen Gegner, wie z. B. gegen die Jesuiten, richteten, stets ans das Allerentschiedcnste be- kämpft. Mit den Ausnahmegesetzen muß aber auch die in>. Gesetz gar nicht begründete Ausnahme b e h a n d l u n g von Angehörigen einzelner politischer und gewerkschaftliche- Richtungen auf dem Verwaltungswege fallen. So z. B. die! Ausnahmcöchandlung der organisierten Eisenbahner in Bayern und anderwärts. Wir hoffen uns in diesem Punkt mit Herrn Bachem in Uebereinstimmung zu befinden, bedauern aber, daß diese Uebereinstimmung in seinem Artikel nicht zum Ausdruck kommt. Kn! mit Burgfrieden und Kirchcnbehörde. Tie Voss. Ztg. berichtet: Pfarrer T. T raub-Tort- mund wurde bekanntlich im Herbst 1912 vom Ev. Obcrkirchen- rat im Wege des Disziplinarverfahrens seiner Eigenschaft als Geistlicher der preußischen Landeskirche entkleidet. Bei AuSbruch des Krieges, der an die vorhandenen ^geistlichen Kräfte sehr erhöhte und vermehrte Anforderungen stellte, hatte D. Traub seine Person der Kirchenbehörde wieder an- geboten und sich für ein geistliches Aint zur Verfügung gestellt. Tie Antwort des Obcrkirchcnrates aber war ein rundes Nein. Spionage in Ostprensren. Tic Linienkoni,nandantur in Wehlau gibt bekannt: Zum I Schutze gegen feindliche Spione und ihre Helfershelfer, di, sich n a ch w c i s l i ch i n Menge auf unsere» B a h n -1 Höfen und in den Zügen h e r u n> t r e i b e n, ist cs allen Hecresangchörigen, besonders auch unscreu Aern»,»beten, durck das Kriegsministcriuni verboten, über Truppcnstellungcii, Trup! pcnvcrfchiebullgcn. Ncuforuiationcu und anderen militärische, j Maßnahmen irgendwelche Mitteilungen zu mache», besonders »ich l an unbekannle Männer und Frauen. Fremde, die sich an die 2o! ! baten herandrängen und sie aushorchen wollen, sollen sosort de, , Bahnbeamten gemeldet werden. Verbot der Staatsbnrger-Zeitnng. Die Staatsbürger-Zeitung hat folgendes Schreiben des Ober kommandierenden in den Marken erhalten: Tic Nummer 171 von 6. Dezember beweist, daß die Staatsbürger-Zeitung die Behänd lung bestimmter Kreise deutscher Staatsangehöriger auch währen! des Krieges fortzusetzcn gewillt ist. Es ist Ihne» schon unter de» 28. August eröffnet worden, daß«tinc solche Haltung mit den wäh rend des Krieges zu beachtenden politischen Notwendigkeiten unver clnbar ist. Ferner verstößt die Nummer 181 in dem Artikel „W,n werden wir fordern und was wird mit Lnrembura?" gegen de- der Presse mehrfach vorgcschricbcnen Grundsatz, daß alle Erörter »ngcn über etwaige spätere Gebietscrwcrbiingen ans politische. Gründen zu unterlassen sind. Unter diesen Umständen wird hier mit bas Erscheinen der Staatsbürger-Zeitung für die Dauer de- Krieges untersagt. fern 0 Cttli «-dl W tuen ieS habe lung ftlit gelte ober Zeit iieä Lrle gejm zu t> uni kt j koste! Käm Tyrii boten Ran, ruhig Türk Fron i Die kommende Motze Schlacht in Polen' Genf, 11. Tez. Aus Petersburg wird gemeldet: An zcichen deuten daraus hin, daß in einer ganz nahen Zukuns die wichtigste Schlacht des Krieges sich auf der russischei Front abspielcn wird. Tic Teutschcn schicke» neue Bei stärknngen nach dem Osten und es ist klar, daß noch ein an derer großer Kraftauswand ihrerseits in Vorbcreitnng ist Sic werden die Riisscn bereit finden, sie zu empfangen. Auö der General „Winter" wird sie empfange». In 11 Tag« wird die große Kälte angebrochen sein, der die Ansrnstlin, der deutschen Truppen nicht gewachsen ist. Inzwischen sindei i nur Scharmützel statt. Der Kamps um Lodz. Berichte des Petersburger Korrespondenten des Dail Telegraph widersprechen den Meldungen des russische! Gencralstabsbcrichtes, indem er schreibt: Nach hier veröffent tat* fern lNichl t ersäht kämpf. . So schallt lmiler Hiiiid »erden linand. 8 solgenl §obeib Afra ja. Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 137 Olaf schwieg. „Wenn ich dich verlassen könnte", sprach er endlich vor sich hin, „müßte eS längst geschehen sein. Hast du von der Geschichte gehört, die einmal in alter Zeit passiert ist, als Hakon Jarl Herrscher in Trondhjem war? Er hatte eine Geliebte, Thora wurde sie genannt, die verstieß er um eines anderen Weibes Gunst. Thora aber ließ nicht von ihm. Demütig saß sie an seiner Sckstvellc, der wilde Jarl jagte sie fort, doch immer kam sie wieder. Ich will nichts als dein Angesicht sehen, sagte sie, Gottes Segen über dich, wenn ich dos darf. Und als alle den schrecklichen Mann verließen, da war cs Thora, die ihn verbarg: als hundert Schwerter ihr den Tod drohten, wenn sie nicht bekenne, wo er sei. und Olaf Trygveson ihr Gold versprach, so viel sie tragen möge, blieb sic standhaft und lvählte den Tod." „Mein lieber, treuer Olaf," sagte Jlda, seine Hand drückend. „O! laß nicht ab, mein Freund zu sein." „In allen Nöten." antwortete er. „Ich bin ein Mann, weiß, was ich nniß. Ich gönne auch Paul Peterscn fein Glück, hoffe, er wird sich würdig zeigen. Wo aber dir ein Leid droht, konime eS woher es wolle, da laß mich bei dir stehen, lege, was dich plagt, auf mich." Jlda versprach es ihm, und nach einiger Zeit lenkte sie das Gesvräch ans Marstrand. „Ich habe gehört", sagte sie, „daß du von ihm in Unfrieden geschieden bist, das bekümmert inich, Olaf. Was hat er dir getan, daß du so voller Zorn sein Haus verlassen konntest?" Der Nordländer wußte anfangs keine passende Antworr. Er richtete seine Augen auf die Dielen, plötzlich aber hob er sic wieder auf und sagte heftig: „Mich hat er verraten, der falsche Dänel Verraten und verspottet, dir aber hat er noch viel mehr getan. Laß ihn seine Zunge wahren, mein Messer könnte sie ihm ausschneiden." „Und was, Olaf, was hat seine Zunge mir so Schreckliches getan?" „Er hat dich verleumdet", antwortete er, „hat mit gi tigcr, eitler Torheit von dir gesprochen. „Tat er das?" flüsterte sic, indem ihre Arbeit ihr in den Schoß fiel und ihre Hände sick; falteten. „Was sagte er von mir?" „Daß du ihn liebtest — ihn, keinen anderen, ihn allein!" sprach Olaf zornvoll, „und daß er dich liebt ohne Aufhörcn, bis in alle Ewigkeit!" Er sah sie an und hielt inne. Ein sonderbares Lächeln war in ibren Zügen. Ihr Gesicht war bleich, aber wie verklärt sah eS aus, und ans den weit geöffneten Augen rollten große Tränen. Eine Minute lang starrte Olaf dies seltsame Beginnen an. Dann kam ihm etwas in den Sinn, was sein Blut in Aufruhr brachte und sein Herz znsammcnzog. Er sprang auf, seine Lippen zitterten. Er wollte eine Frage tun, aber sic kam nicht heraus. Plötzlich stieß er den Stuhl von sich, daß dieser nmstürzte und rasch war er ans der Tür. Am nächsten Morgen verließ die Jagdpartic den Gaard. Paul Peterscn, Olaf und Bsörnarne wohl bewaffnet, der Ouäncr Egcdc mit seinem Hunde, auch zwei Packpfcrde, die allerlei Vorräte für mehrere Tage trugen. Marstrand batte inzwischen aus keiner vereinsamten Niederlassung mit mancherlei schweren Sorgen zu kämpfen. Er besaß jetzt Geld genug, allein es fehlte ihm an Vorräten, und diese waren selbst durch silberne Mittel nicht leicht hcr- üeiznschaffen. Er selbst konnte den Gaard nicktt verlassen, ohne die größten Verwirrungen zu fürchten. Was sich tun ließ, »in in Troinfö und an anderen Orten das Mangelnde zu beschaffen, unternahm er mit größter Anstrengung, doch mit jeden; Tage wurde er mehr inne, daß Mißtrauen und Mißachtung sich unter feine Arbeiter und Hauslcute aus- breite. Bisher hatte er nl-S Freund und Vertrauter des großen Handelsherrn vom Lyngenfjord gegolten, der im ganzen Lande der Erste war, jetzt hatte dieser sich mit offenem Hohn und Haß von. ihm getrennt und bald liefen allerlei Gerüchte umher, daß der greuliche, alte Hexenmeister Afraja das Geld zum Baue liefere, der dänische Junker sich ihm dafür zugeschworcn habe und von Christus, wie von allem Rech und aller Ehre abgefallcn sei. Tie Folge war, daß der größt Teil, der schon den dänischen Herrn nicht mochte, jetzt dicsci als Afrajas abhängigen, erkansten Genossen verspottete un verschmähte. Alles Ansehen war verloren. Wo Marstran tadelte, erhielt er kecke Antworten, wo er antreiben wollt' fand er Widerstand und Grobheit, und nach zwei Wochen wo cs damit so weit gekommen, daß die meisten trotzig ihr Gel forderten und unter harten Drohungen davongingen, weil si nichts mehr mit einem Manne zn tun haben wollten, der n» Lappen Umgang und Gcnieinschaft hielt. Es blieben kam einige, denen der junge Gaardherr in seiner Not Vertraue schenken konnte: nur der Abhub, der nicht wußte, wohin « sollte, hielt des Geldes wegen aus, ohne irgend zu nützet Hehler noch war cs, daß die Ansiedler und Kaufleutc in de benachbarten Fjorden und Handelsstcllen ihm ebenfalls de Rücken kehrten. Er sah bei jedem Versuche, daß er übera Widerwillen statt Hilfe fand. Die sonst freundlich wäret schlossen jetzt ihre Tür vor ihm, »nd nun erst wurde er inw was Helgcstads wiederholte Drohung zu bedeuten habe, 1" davor zu hüten, daß er nicht zu den Aussätzigen gerecht« lvcrde. In zivilisierten Ländern, in großen Städten find, der Makelvollste doch immer Freunde und Genossen, bier abe wandten die sogenannten ehrlichen Leute sich nicht allein vei sichtlich von ihm ab, es lvaren damit auch andere Nächtest verbunden, Niemand kaufte von ihm oder wollte von im kaufen. Kein Arbeiter mochte trotz guter Bezahlung t £l Mann sein, Hohn und Schande wurden auf ihn geworftr und die, denen er Gutes erzeigt hatte, waren zumeist bedach' ihn zu kränken, Schaden zn stiften und zn lästern. ES war gewiß, daß er seine Arbeiten nicht fortsetze' konnte, und was sollte ans ihm werden, wie sollte er Einsam feit, Entbehrungen und Ungemach ertragen? Kein Frcun würde an seine Tür klopfen, kein menschliches Wesen «m | Teilnahme bezeigen, das öde Haus würde seine einzige o>‘ flnchtsstätte sein. Es war zweifelhaft, ob selbst ^ wenigen Hauslcute bei ibm ausbieltcn, und wenn dies d Fall war, lvie solkte er diese und sich ernähren? (Fortsetzung folgt.) dein it, formen iotoic e S J'ntio! «UtlJjj »inet < »arte, i tz», "tato a "I ^rtjet Ti Tc Hai . 3« '%t ?*Iii lichen Berichten haben in Lodz schwere Straßen, kämpfe stattgcfunden. Am Abend ließen die Tcutsclien das Bombardement auf die Stadt für den nädhftcn Morgen an- sage"- doch die Rus,en zogen es vor. dies nickt abzuwarten. Siegreiche Kämpfe in Galirie,,. Der Börsenkur,er meldet aus Krakau: Oestlich von Krakau, bei Wieloczka. haben die Russen eine große Niederlage erlitten. Sic versuchten hier vorzudringen wurden aber mit bedeutenden Verlusten znrückgeworfcn Von einer Belagerung oder Einkreisung Krakaus kann keine Rede sein- «er Skala in Russisch.Polen haben die Russen in zwei nächtlichen Kämpfen etwa 20000 Tote und Ver- wundete verloren. Unsere Truppen haben über 6 000 Gefangene gemacht. Nach Aussagen gefangener Rüsten ,oll die Versorgung der russischen Truppen mit Lebens- mitlein und Proviant sehr mangelhaft sein. Tagelang bc- kommen die Soldaten nichts zu essen. Alle? läßt darauf schließen, daß sich die Russen in Nordgalizien in vollem Rück- zuge befinden. Ter Konipf bei Wieloczka ist besonders blutig verlausen. In die Ortschaft war russiscke Kavallerie ein- gedrungen, die österreichisch-ungarischen Maschinengewehre mähten aber buchstäblich diese nieder. Von der ganzen großen Abteilung kam nicht ein Reiter mit dem Leben davon. Tie Kämpfe in Flandern. Ueber die Käinpfc an der User wird aus Vcurne ge- "icldct: Die Verbündeten strengen sich an. einige Stellen des rechten Ufers des Zserkanals, welche die Deutschen inne haben, zu besetzen. Bisher ist e? ihnen aber noch nicht ge- lungcn. Wenn man erst eine Weile hier gewesen ist. dann sieht man erst, daß manches anders ist. als es offiziest dar- gcstcllt wird. Vielfach ist cs dem blinden Zufall, dem Unglück oder der Notwendigkeit znzuschrciben, Ivas von der anderen Seite als reiner Mutwille geschildert wird. Besonders ist dies der Fall von dem in Grund und Boden Schießen eines Ortes oder Gebäudes. Andererseits wird eS häufig nötig, daß die Verbündeten durch die Stellungen der Deutscher, gezwungen sind, das Eigentum der belgischen Bundesgenossen zu bombardieren. Man kann ruhig sagen, daß der Angriff und die Verteidigung eines jeden Quadratmeters Boden an der shfer das Zehnfache und niehr seines eigenen Wertes kostet. In wenigen Tagen erwartet man intensivere Kämpfe. Der Krieg im Orient. Syrien «nd Aegypten. BrifHonio, 14. Dez. Daily Mail meldet aus Kairo: Aus Syrien angekommene Reisende berichte», daß 18 0W) türkische Soldaten dort cingcrllckt seien und daß der Libanon von 150 000 Mann besetzt gel,alten werde. — In Aegypten sei angeblich alles ruhig. Ein anderes Londoner Telegramm meldet, daß, seit die Türken sich nach Erzerum zurückgezogen hätten, an der kankasischcn Front Ruhe eingetrcten sei. Die türkische Flotte in Tätigkeit. tkristiania, 14. Dez. Dem Jntelligcnscdlcrne wird über London gemeldet: Bor Sebastopol hat der türkische Kreuzer „Midlilli" «inen Leuchtturm bombardiert und dabei erheblichen Schaden angerichtet. Ausstanv im Kaukasus. Wie der Berliner Lokalanzeiger aus Konstantinopel erfährt, hat im Kaukasus ein großer Mohammedaneraufstand begonnen. Etwa 50000 bewaffnete russische Mohammedaner sind zu den Türken übergetrctcn, um gegen die Russen zu kämpfen. Zwei Millionen Tabakpakete. Konstantinopel, 12. Dez. (W. T. B. Nichtamtlich.> Terschuman- l-Hakikat zufolge bereitet das osmanischc Landcsvertcidigungs- tomitee die Sendung von 2 Millionen Paketen Tabal an die östcr- reickisch-ungarischc und die deutsche Armee vor. Aus den Paketen werden die österreichisch-ungarische, deutsch und osmanischc Fahne einander kreuzend dargcstellt sein. Der Zwischenfall von Hodeida. Genf, 14. Dez. Nach dem Ncwyork Hcrald soll Italien folgende Forderungen zur Beilegung des Zwischenfalles von Hodeida gestellt haben: Rückkehr des englischen Konsuls nach dem italienischen Konsulat, von wo er fortgeführt wurde und formelle Entschuldigung gegenüber dem italienischen Konsul, sowie eine Gcldentschädigung für den verwundeten Kawassen. Schicksal eines italienischen Journalisten. Turin, 14. Dez. Ans Paris wird telegraphiert: Aach einer über Kairo cingetrosscncn Nachricht ist der Korrespondent des Giornalc d'Jtalia. Pietro Bitte, in Beirut arretiert und seine Ausweisung vcrsügt worben. Als Bitte die llnansincrksamkeit seiner Wächter benutzen wollte und einen Fluchtversuch machte, wurde er von seinen Bersolgcrn erschollen. Rcichstaaönachwahl. Hamburg, 14. Dez. Eine Bcrtreterversammlung der sozialdemokratischen Partei im dritten Hamburger Wahlbezirk hat für das erledigte Mandat des Rcichsiagsabgeordnetcn Wilhelm Metzger den Parteisekretär Heinrich Stubbe aufgestellt. Hessen und Nachbar gebiete. Gießen und Umgebung. Tie Bildung des hessischen Kriegslandtages. Ter kommende Landtag (XXXVI.) ist — wie uns ans der Kanzlei der Zweiten Kammer geschrieben wird — durch landesherrlichen Erlaß vom 18. v. Mts. ans Mittwock. dev 16. Dezember, zur Beratung und Beschlußfassung von Be- lagen, die mfolge des Krieges geboten sind, einbcrufen. Zunächst hot die vorläufige Bildung der Kammern zu erfolgen. Zu diesem Zwecke versammeln sich an> 16. vor- mittags 10 V; Uhr die Mitglieder jeder Kammer für sich in ihrem Sitzungssaal i sobald die Anwesenheit bei der Ersten Kammer von 14 Mitgliedern, bei der Zweiten Kammer von 30 Mitgliedern sestgestellt ist, nehmen die landesberrlickei' Bevollmächtigten — für die Erste Kammer Herr Staatsrai Wilbrand, für die Zweite Kammer die Herren Staatsrat 2r. Best und Ministerialrat Hölzingcr — die vorläufige Bildung vor. Hiernach finden die Wahlen des Vorstandes 'n jeder Kammer statt. Um 12y 2 Uhr vereinigen sich beide Kammern in dem Sitzungssaal der Zweiten Kammer zur feierlichen Eröffnung des Landtags, die diesmal öffentlich ist. ^->ese geschieht durch Herrn Staatsministcr Tr. v. Ewald Erzellcnz auf Grund de« ihm erteilten Allerhöchsten Auftrags. Hierbei wird der Herr StaatSministcr eine Rede an die zu vereinige». Dieser Plan wird damit begründet, daß die Gewcrbcauisicht durch die Mobilmachung mancke Lücken in ihrem gcfchultbn Beamtenperfonalc erfahren bat und die Erhebungen durch die Kriegsverhältnisie vielfach zerstört feien. Sollte dieser Plan vcrwirklickt werden, so wäre da? nur sehr zu bedauern. Gerade diese sozial bewegte Zeit bedarf cincs genauen Spiegelbildes, das für den sozialen Weiterbau von größtem Werte sein dürfte. In gewissem Umfange möchte das preußische Ministerium des Innern jetzt wenigstens den Einfluß des Krieges auf die wirtschaftlicher Zustände sestgestellt lxiben. Es lat die örtlich^» Verwalt- nngsbebördcn bereits angewiesen. amtliche Feststellungen nach dieser Richlung hin zu treffen. Ter Regierungspräsident von Trier bat bereit? über die dortigen wirtschaftliche» Verhält- nissc berichtet und Vorschläge über die Maßnahmen „nter- brcitct, die für das nächste Jahr von Staatswegen ergriffen werden sollten, um das Wirtschaftsleben in Gang z» halten. In ähnlicker Weife sollen auch die anderen Regierungspräsidenten Vorgehen. Wenn diesen Betrachtungen »nd Vorschlägen der nötige soziale Geist innewobnt, dürsten sie gewiß nicht ohne Nutzen sein. — Gcwerkschastskartcll Gieße». An dieser Stelle sei ans die am ToncrStag, 17. Dezember, abends 8«/. Uhr. in, Ge- wcrkschaftshaus stattfindende wichtige Kartellsitzung hingewiescn. Meldung zur Laudsturiurvlle. Auf die amtlickie B>> kanntinachung, durch welche die nnansgcbildeter Landsturmpflichtigen zur Anincldiing aufgcfordert werden, sei an dieser Stelle hingewiesen. Es handelt sick um die in den Jahren 1875 bis zurück zum 1. Anglist 1869 geborenen Mannschaften. In Gießen hat die Meldung beim Standesamt im alten Rathausc zu erfolgen, auf dem Lande bei den Bürgermeistereien. Bei Unterlassung der Anmeldung wird Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu fünf Jahren an- gcdroht. — Tic Auszahlung dcr Familicnunterstützung für die zuin Heeresdienst Einberufenen für 16. bis Ende Dezenibcr 1914 findet statt am: Mittwock, den 16. Dezember — Don- nerstag, den 17. Dezember — Freitag, den 18. Dezember — Samstag, den 19. Dezember und Rlontag, den 21. De- zembcr und zwar vormittags von 8—1 Ubr im Stadthaus, Zimmer Nr. 16. — Die Karioffel-Vöchsipreise. Das siellvertretcndc Generalkommando des 18. Armeekorps hoi folgende Verfügung, die auch für die Zivilbevölkerung bedeutungsvoll ist, erlalle». „Nachdem mmmchr im Königreich Preußen und im Großherzogtum Hellen für den Groß- und Kleinhandel mit Kartoffeln Höchstpreise sestgesetzt sind, ist beim Kartosscieinkaus von den Truppen. Behörden, Offiziere», Beamten »nd sonstige» Personen des Soldaicn- stanbes strengstens darauf z» halten, daß die festgesetzten Höchstpreise nicht überschritten werden. Ein gleicher gilt auch sür die übrigen Lebensmittel und BerbranchSgegenstände, für die cbensalls Höchstpreise iestgcsctzk sind, vor allem bei Roggen, Weizen, Gerste, Hafer und »leie. Tollten die Berkäuser höhere Preise fordern oder sich weigern, zu den angcordneien Höchstpreisen zu verlausen, so ist dies sofort den zuständige» Polizeibehörden an- zuzeigen." — Weihnachtsgeschenke für Kinder. Je näher Weihnachten hcrankomml, desto mehr stillen sich die Schaufenster mit alle» möglichen Geschenkartikeln. Besonders sehnsüchtig schauen die Kinder »ach de» aufgestapelicn Herrlichkeiten, sür sie sind Weihnachten in erster Linie zum Gcschcnkebringen da. Bei sehr vielen wird» freilich diesmal magerer als sonst aussallen, da der Krieg in viele Familien Mangel gebracht hat. Immerhin gibt es wohl keine Eltern, die nicht ihren Kindern eine bescheidene Freude zu be- reiten suchen. — Bei den Spiel,oarcn macht sich natürlich der Krieg bemerkbar. Blei- »nd Holzsoldaten in allen Wasfengatlun- gen, Helme, Gewehre, kleine Ilnisormen, Säbel, Kanonen und Festungen locke» den Junaen, der in seiner Phantasie schon die Truppen ausmarschieren läßt, und mit Hi!sc „richtig" schichenber Kanonen und großer Mörser schon die fürchterlichsten Schlachten schlägt. Und doch möchten wir an die Eitern die Bitte richten, dieser» Spiel nicht das ganze Terrain zu überlasicn. Nicht nur ans ethischen Gründen. Die Weihnachtszeit ist die Hoffnung unserer Industrie und dcr Geschäftswelt. Große «apitalitn sind in der Spieiwarenindnstric angelegt, die heute dem Kind weit bcsicres bieten kann als bunte Soldaten. Wie bald verlieren diese den Reiz sür den Jungen, wenn die Spieimöglichkeit erschöpft ist. Wie ganz anders vermögen die Phantasie eines Knaben Spiele beschäftige», die anch dem Lerntrieb des Kindes Rechnung Iraoen. Eine Dampsmaichine mit etlichen Maschinchen, womöglich zum AuSciiiandernehmcn. Bausteinkäften, die bekannten eisernen und hölzernen KonftruktionSapparate, aus denen sich wundervolle Tinge, Maschinen, Kranen, Wagen usw. erbauen lasien, bieten dem Knaben eine Fülle von Zerstreuung und Be- lcüruna, die weit länoer anhält, als das Spiel mit phantasielosen Bleisoldaten. Lichtbilderapvarate. Kinematoaraphen. chemische Erperimcnlkästcii u. a. m. sind heute schon gan, billig zu baden und jedem Elternpaar zu empsehlen, das auf die geistige Beschäftigung keiner Kinder Wert legt. Bergeßt auck, nickt den Bvchbanbe! Er lieg« völlig darnieder und kann eine Beiebuna durch den WeibnachtSmarkt wohl vertrage». Auch hier bitten wir. nicht nur Krieasgeschichtc», die oft liic-arisck wert!»'- sind, zu kaufen. Unsere Märchen- und Bilder- bückcr geben dcr Gedankenwelt des Kindes reiche Belebung. Seit .labren kommen gute BoikSbücher ans den Markt, die aus ihren Inhalt geprüft und für Sinder tauglich befunden würben. Oben- drein sind üe >:icht teuer Kinder, die geistiges Leben zeigen, werden ihren Eltern sür solche Schriften stets dankbar sein. — Ttabttheaiee. „Die Schmetterlingsschlacht" betitelt sich die am abend aufgelührtr Komödie von Hermann S,:devtn-rnn. Das Stück wurde in diesen, Jahre von unserer Bühn« bereits f trmc! geneben (am Februar» un6 an dieser Stelle be- 'vroeben ES ipieltr in Berlin, wo di« Steuerrnspefborswitw« Hcrgcnch-rm sich mi: ikrner knappen Pension und ihren drei Töchtern, El'e. Laura und Rosi. durchs Leben schlägt. Die erst 18 Jahr« alte Rosi trägt dadurch zuni Unteichabt der Familie bei, daß fi« Fächer bemalt, wobei sie großes Talent entwickelt. Namentlich weiß sie TckmetterUn« herrlich zu maien und stellt die Gruppen zu großen ..TchmeiterljngSschlochten" zrL am ine n . Dies« ichre Arbeiten finden' in dem Gesächsie ihr«» Ariusitjgcbers Mnkestnann, der von Walter a in 0 r k 0 n> s » vorzüglich denpciwllt wirnde, sehr guitn Absatz. Rosio -chwciior Else. verwirwei« Frau Schmidt, lieb, den Reizendei. Wnckelmoimo. Richard Keßler, da sie aber der i»'*ie Mar »mfcl- man» lieb:, verlobt sie fttl> mit diesem. Ma> saßt aber iiegeii sie Berdack«. als er inerckr. Naf, sie nur ilrrrm >rüderen Bertchrer cm -teilkncheen gtfmbt hat Bel de», entstehenden Streit soll Ross die «»uld aus sich nd>mci, und rrNären. h.iß Keßler sie besuch» Ixrtf. NN sie a«nh. ober sie verrat sich G-nch chrc kii^lia» Wakrheits- liebe Schi,es»,ch schern, e», als ob sich zwischen Mar Wnikeimmiii und Rosi ein inmgerr» iilerchältni, «ntnnckel»« — Gespielt ,«,rde vortrefflich, was auch bnrch Blunieiispenden an dl« Danien Wrngerdt. Sonntag-BIume und Herrn Ludiv „ Grosser Am rseiiirnng ,'ai-d Besonder» -«chuese sich, Frt. Wengrrdr aus. wrlche di« ju«,e Malerin Rosi Irbensnichr verionperre. Rezriffeur Walter D w 0 r. kowski, der ,„gleich dir Spi ei lei niiig I>a„e. ,rußte den geftlhl- Kisen Prositsägrr gan, anage.zeichnior dar.nis,eilen, (vrr Rotteck, der dieselbe Rolle al» Reisender auch früher Ixüte, erzielte d>n»it wieder vollen Erfolg. Ebenso Ludn'ig Grosser als ApoU«cker- Uchrlrng Bogel. Herr Stein Hofer als de,- iivige Winkelman« wurde seiner Ausgat-e ebensall» vollkonmien iierechc Dasselbe rs, von Fri. Frenz ei als Msinder Herzvnihen» und Frl. Scheid als ihre Tocheer Laura z» sagen. — Bom Staditheater In Bort>r>ei<,ing stehen: „Der Sch lag bäum", ««» neues rtoldslustspiel von Heinrich L«c, da», a>: den Hofthealer» zu Benin, in» Wiest>aden mit starken, SVHfolli augenoinmon worden ff«: sen«cr Grillparzers „Weh dem. der lügt" und Kleff«s „Zerbrochener K rng". Wet»r ist <-«ne- Einswdieremg von Lesstngs eüiacktigem Trm,eispiel „Phs lotaS" vorgesehen das mit der» zerl>rochen«» Krug ziffannnen an etnen« Aliud gcgeben „«erden soll. Vkardttra-Kirchhaln. — Feuer brock am Sonntcig früh in Mardorf bei Kirchbain aus, das in kurzer Zeit das Gehöfte de? Landwirts Preis in Asck>e legte. Auck die den, Anwesen he- »ackharten Gebäude wurden in Mitlridenickxift grzoiieti. Eine ganze Anzahl Ortsseuerwchren txitten ihre Mülle, den Brand cinztidäinincn. Telegramme. Tagksbtticht des WroRcit -öniiptquarticrö. In Ost nnd West nichts Wesentliches. Slbivcffr feindlicher Tatarenmeldnngen. W. B. Großes Hnuptgngrtier, 14. Dezember vormittag», (Amtlich.) Schwächere sranzösischr Angriffe gegen Teil« unserer Stellungc» zwischen dcr M n n S »nd den B 0 g r s t „ wurden leicht abgewicscn. Im übrigen ist vorn westliche» Kritgoschanplnhe, sowie aus Ostpreußen und aus Südpolen nichts. Wesentlich«? zu mkldcn. '' In Nordpolen nehme» unsere Operationen ihren Fortgang. Zu de» russischen und französischen Nachrichten ist folge», drö zu bcinerken: Au« Petersburg wurde am 11. Dezember amtlich ge- meldet: „Südöstlich Krakau setzten luir unsere Operationen fort, eroberten inchrerc deutsche Olkschiitze und Maschinr»- gewehrc und etwa 2000 Gefangene." Tatsächlich ist nicht ein Man», nicht ei» Geschütz oder Mnschineiigewehr unserer „südöstlich Kraka»" kämpfen- den Truppe» in russische Hände gesalle». Tie amtliche Pariser Mitteilung vom 12. Dezember be- hauptrt: „Nordöstlich Vailly wurde eine deutsche Batterie völlisi vernichtet. In DeurnoudS, westlich Bigne»llcS-leS Hntton- chatel wurde» 2 deutsche Batterien zerstört, eine großkalibrige und eine sür Flugzeug bestimmte. In derselben Gegend wurde von Franzosen ein Blockhaus gesprengt und wurden mehrere Gräben zerstört." Alle diese Meldungen sind erfunden. Oberste Heeresleitung. Tas cfroste.Oindcrnis. Die Times meldet auS Boulogne, daß eines der größteil Hindernisse für den schnellen Aufmarsch der verbündeten Arnieen in dem schlechten Zustand dcr Wege in Belgien »nd Nordfrankreich gelegen sei. Vor einigen Wochen habe ein ganzes Heer französischer Soldaten, die bis zu den Knien im Schlamm standen, versucht, diese Wege wieder herzustellen. aber ohne großen Erfolg. Es sei nun beschlossen worden, die Wege ganz neu anzulcgcn. In England seien deshalb tausende von Schaufeln, Wagen niw. bestellt worden, und inan habe die Absicht, allzu schlanimige Wege mit Oner- balkcn zu belegen, ähnlich wie bei den Eisenbahnen, ktzranzöstsche Ritterlichkeit. Schnelle Sühne haben die Franzosen jüngst nach einer Greueltat walten lasten, der einer unserer Soldaten zum Opfer gefallen war. Am 4. Dezember dieses Jahres war ein zur Bewachung eines Trahthlndernilles ausgestellter deutscher Paste» mit abgeichnittene» Obren, durch Kopfschuß getötet, ausgesunden worden. Schon am nächsten Tag erschien bei den an jener Stelle liegenden deutsche» Sicherungen ein Offizier des französischen 185. Jnsantcrie-Regi» ments und bat, mit verbundenen Augen zu dem kommandierende» General geführt zu werde». Hier gab der srauzösische Lsslzer die Erklärung ab, daß sein Truppenteil mit dem, der die Greueltat verübte, keine Gemeinschaft habe. Dcr Man» sei wegen des von ihm begangenen Verbrechens am gleichen Tage, dem 5. Dezember, erschossen worden. Das schnelle Walten dcr militärischen Gerechtigkeit und die ritterliche Form, die man auf sranzöfischcr Seile für die Uebermitielung der Genugtuung an die betroffenen Truppen gewählt hat, verdient durchaus die Anerkennung, die man im Kriege auch dem Gegner schuldet, wen» er wllrdig und vor. nehm gehandelt hat. Llillstand in Rordpolen? Aus Petersburg wird dcr B. Z. telegraphiert: Di« Operationen in Nordpolen sind zum vollständigen Stillstand gekommen. Es wird jedoch erwartet, daß die Russen südlich von Krakau und bei Mlawa zum Gegenangriff übergehen werden. Tie Deutschen dürsten vermutlich die Angriffe auf die Linie Eiechanow-Prasnays, fortsetzen, wo ihnen der sumpfige Boden und die verstärkten Stellungen von Nowo- Georgiewsk große Hindernisse in den Weg legen dürften. Die letzten Gefechte in Nordpolen hätten große Verwüstungen angerichtet. Neue Erfolge unserer Verbündeten. 0000 Gefangene. Wien, 14. Dez. (W. I?.) Amtlich wird verlautbart: 14. Dezember. mittags. Tie Verfvlgung der R u f s c n iu W e st g a l i z i e » wurde f v r t g e s c tz t und gewann abermals unter kleineren und größeren Gefechten allenthalben nordwärts Raum. Nun ist auch Tukla »nieder in unserem Besitz. Unsere über die Karpathen vorgerückten Kolonnen machten gestern und vorgestern 9 0 0 0 Gefangene und erbeuteten 10 M a s ch i n e n g e >v c h r c. Tic Lage an unserer Front von Najbrot bis östlich Krakau und in Süd- Polen ist unverändert. Nördlich Lowicz drangen unsere Verbündeten im Angriff »vciter gegen die untere B z u r a vor. Ter Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö s c r, Generalmajor. Der serbische Feldzug. Wien, 14. Dez. (W. B.) Von dem südlichen Kriegsschauplatz lvird aintlich vcrlautbart: Die von der Trina in südöstlicher Richtung vorgetriebene -Offensive stieß südöstlich von Baljewo ans einen stark überlegenen Gegner und mußte nicht allein aufgcgcbcn werden, sondern ver- anlaßte auch eine lveitcr reichende rückgängige Bewegung unserer seit vielen Wochen hartnäckig und glänzend, aber verlustreich käinpfenden Kräfte. Diesem steht die Gelvinnung Belgrads gegenüber. Die sich hieraus ergebende Gesaiutlage wird neue operative Entschlüsse und Maßregeln zur Folge haben, welche zu der Verdrängung des Feindes führen müssen. Russisches Fiasko am Balkan. Alle Pläne Rußlands zur Erneuerung des Balkanbundes sind, wie die Nutzlose Tlowo aus Pelcrsburg telegraphisch meldet, mißlungen. Zwischen Serbien, Bulgarien und Griechenland bestehen in n,anck»en Dingen so scharfe Gegensätze, daß eine srcundschaftlichc Bereinigung ausgeschlossen erscheint. Rußland hat auch insolge- desscn seine Verhandlungen abbrechen müssen. In der lctzlcn Zeit glaubte inan in Petersburg, dem störrischen Bulgarien sozusagen die Pistole ans die Brust zu setzen. Mau wollte Serbien, Griechenland und Rumänien ZU eine»! Bunde vereinigen, der an Bulgarien ein Ultimatum stellen sollte. Fcdoch scheiterte an der Gcbicts- abtrctnngsfragc alles. Man wollte dann Rumänien und Italien sür die Berinittlung gewinnen. Aber auch hierin täuschte sich die russtschc Diplomatie. Fetzt hasst man daß cs dem neuen russischen Gesandten in Belgrad, dem Fürsten Trubctzkoi, gelingen wird, durch seinen unmittelbaren persönlichen Einslnß die Balkanstaatcn dem Dreiverbände gefügig zu mache». Der Krieg im Orient. Gegen die Russen. Konstailtiliopel, 14. Dez. (IV. B.) Nichtamtlich.) Die Gencraldirektion der Posten und Telegraphen kündigt die Errichtung eines Tclegraphenaintes in KLpriköj an. Daraus geht hervor, daß, entgegen den Mitteilungen des russischen Hauptquartiers, in denen behauptet wird, daß die Russen bis Erzerum vorgerückt seien, die ganze Gegend um Köpriköj sich im Besitz der Türken befindet. Gegen die Engländer. Roin, 14. Dez. Ter Abgeordnete Bevione teilt mit, daß die Angriffe der Senusscn gegen die Engländer bereits bc- gönnen haben. Bei den Senussen befinden sich weiße Ossi- zierc, die weder englisch noch französisch reden. Der Angriff auf Aegypten »verde demnach von zwei Seiten erfolgen, im Osten durch das reguläre türkische Heer, im Westen durch die Senussen. Selbswcrständlich, schreibt Bevione, werde es den Senussen nicht einfallen, sich auch gegen die Italiener zu wenden. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm & Cie., Gießen. Druck: Verlag Osfenbacher Abendblatt, G. in. l>. H., Osfenbach a. M. Vercinskalender. Mittwoch 16. Dezember. Gießen. Gesangverein „Eintracht". Jfbensts 9 Uhr Versantmlumg und Vorstantzssitzmig. Donnerstag, 16. Dezember. Gießen. Gewerkschaftskartell. Abends 814 Uhr im Gciverkschastshaus Sitzung. Das Erscheinen aller Delegierten ist Pflicht. __ Quittung! Für die Weihnachtsfeier der Kinder organisierter Kriegsteilnehmer und Arbcilsloser gingen weiter ein: Vom Schneid erver- band 10 M, von F. B. 2 Jl, von G. B. 5 Ji, von N. N. erste Rate 3 Jl, von N. N. zweite Rate 5 Jl, von M. Jaskowsky 1 Jl, von £>. Elle 1,50 Jl, von Johs. Becker 2 Jl, von I. W. 3 „H, von Ernst Leib 1 Jl. Suinnra: 33,50 Jl. Bereits quittiert sind 241, Jl, insgesamt 274:50 Jl. Für die Gaben dankend, bittet n,n> weitere Zn- ivendungen A l b i n Man w. Bekanntmachnnst. Tic Auszahlung der Unterstützungen an die Faurilic» der zurn Heeresdienst Einberufenen für 16. bis Ende Dezember 1014 erfolgt anr: Mittwoch, den 16. Dezember Donnerstag, den 17. Dezember Freitag, den 18. Dezember Sa m s t a g, 19. Dezember Montag, den 21. Dezember nnd zwar vormittags von 8 — 1 Uhr im Stadthaus, Zimmer Nr. 16. Gießen, den 14. Dezember 1014. Ter Oberbürgermeister Keller. In unsren hiesigen Filialen frisch cingctroffen: A? Gesnnde Speise-Kartoffeln Jk 1 © Pfund 4 tO Pfg. solange Vorrat reicht. Arbeiter. Im Miltcldeutschcn Ar^citsnachwelsverband besteht zur Zeit eine starke Nachfrage nach: Eisendrchern, Revoiverdrehcrn, Karusselldrehern, Kopsbankdreher», Fräser», Bohrern, Stanzern, Wcrkzeugschloffcrn, Werkzeugmachern für Schnitte und Stanzen, Rohrschlosscrn, Bctriebsschlosicrn, Rcparaturschlosicrn, alt. Bau- schlossern, Kupferschmieden. Kcsiclschmicdcn. alt. Huf- und Wagcn- schmieden, tüchtigen Installateuren und Spenglern, Elektro- montcurc» siir Stark- und Schwachstrom, Sattler» für Militär-, Geschirr- und Riemcnarbeit, Gerber», Sattlern und Polsterern, Tapezierern, für Klubsesiel, Kistenmachcrn, Wagengarniercrn, Verdcckmachcrn, jüngeren Schuhmachern, sür Frankfurt a. M. und auswärts, Erdarbeitern, Grubenarbeiter», Fahrburschen, Krankenpflegern. Meldungen von Arbeitsuchenden dieser Berufe nimmt mündlich ober schriftlich entgegen der Städtische Arbeitsnachweis Hießen der die Gesuche weiterleitet. * ' Regen-Schirme für Damen und Herreu in grösster Auswahl. Schul-Schirme iu solider Ausführung. Reparaturen und Neubeziehen Wasserdichte Westen das schönste Geschenk für jeden Soldateu. W Seltersweg 52. Direktion: Hermann 2tciuaocttcr Dienstag, 15, D,zemder 1014 abends rr Uhr: 6 Dienstags * Abonn. - Vorstellung >VI0 Hemden llomen .lacken Westen M rümpfe. .Socken P ii^lannen liniewdrnier Kopfsclitttzcr Schals Halstücher Pulswärmer Handschuhe SchicOhnnd&chuhe Ilosentrüper empfiehlt in grosser Auswahl Spezialgeschäft Franz ßette Miiusburg 10. fjaf«twn 6 Töllller Volksstück in 4 Akten von Adolph tt'Arronge. Gew. Preise lermäßigt). Ende 10’/, Uhr. »rcitaq. den l8. Dezember 1014 abends 8 Uhr: 6.Frcitag-Avonneincnls-Vorstcllung Ncuhcrl! Neuheit! !!s ieh noch im Ein fröhliches Spiel in 4 Aufzügen von Albert Kehnr u. Martin Frchl Gew. Preise ermäßigt. Ende nach 10*/ 4 Uhr. Bekanntmachung. Die in 1875, 1874, 1873, 1872, 1871, 1876 und vom 1 August bis. 31. Dezember 1869 geborenen, unausgcbildetc» Landsturm- pflichtigen II. Aufgebots werden hiermit auftejvrdert, sich vom 18. bis 26. Dezember >614, iwrmstlags von 8 bis 12 Uhr und nach-' mittags von 2 bis 6 Uhr im Rathaus am Marktplatz unter Vorlage ihrer Milttärpapie-ve (ober «anderer AusweiSpapiere) zur Land sturuirollc zu melde,,. Wer die Anmeldirng in der vorstehend gesetzten Frist lmcker- läßt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Momrden bis sinn Jahren bestraft Gießen, den 12. Dezember 1914. Der Oberbürgermeister. ___ I. V .: Emmclius. _ §intcrblicbcitcnöcrforpn(t gefallener Krieger. Aus Grund des Mi,l,Stär- und Beamt«n-Hmt«vhIi»l>en>LriMsetzes vom 17. Mai 1907 haben die Himder,blieben,en der im gegenwärtigen Kriege gesallsn,en^ i>nsolM einer evlittenen 'VerwimduriN öder Kriegs, dienstbeschädbgimig gestorbenen und oerschollenen Heeft^mgelßivtzgeii Anspruch auf Versorgung, Es wird Krisgswödwen»-. KwiegSwaisew- und Krteg-sskterugelt» gewährt: das skriegSeiterngelld jedoch nur unter der Vormrsstviimz, daß der verstorbene KriessteSImehmer den Lvbonsunteiihalt der Eltern usw. ganz oder überwi«Uend bcstrtttsn hat. Die Anträge auf diese Vcrsorgu-ng wenden im StadlhamS, Gartenstraße 2 — Zimmer 8h*. 13 — vormittags entgegmaonoimnon. ivoftlbst auch jede Auskunft erdeift wird. Gießen, den 12. Dezember 1914. Der Oberbürgermeister. _ Keller. _ Städtischer 'Arbeitsnachweis Gießen. Es können eingestellt werden: a) Bei hiesigen Arbeitgeb e rn: 5 Dreher, 3 Former. 2 Schlosicr, 2 Kupferschmiede, 1 Hcizungs- und 2 Elektromonteure. 2 Schmiede, 1 Buchbinder, 1 Gerber, 2 Bäcker, 1 Küfer, 1 Wagner, 1 Metzger, 1 Schneider, 3 Schuhmacher, 3 Sattler, 1 Friseur, landwirtschaftiiche Arbeiter, Taglöhncr, Dienstmädchen. t>> bei auswärtigen Arbeitgebern: 6 Elektromonteure, 20 Eiscndrcher. 1 Fcuevschmied, Schlosser. Werkzeugmacher, Klempner und Installateure, landwirtschaftliche Arbeiter nnd Knechte, Erd- und Betonarbeiter, Kaikbrenncr, Steinbrucharbeiter und Taglöbner, 1 jüngerer Kellner, 1 Köchin, Bau-, Rohr- und Rcparaiurschlofler, 29 Blciiöter und 26 ungelernte Fabrikarbeiter sür eine Fabrik bei hohem Lohn und freier Hinreise. Es suchen Arbeit: 6 Schlosser, 2 Spengler, 2 Buchbinder, 3 Polsterer und Tapezierer, 8 Schreiner, 1 Glaser. 1 Schuhmacher, 3 Schneider, 4 Maurer, 2 Zimmcrleute, 7 Wcißbinder und Lackierer, Kanfleute, Schreiber, landwirtschaftliche Arbeiter und Knechte, Erdarbeiter, Taglöhncr, Kellner, Hausburschcn, Putz-, Wasch- und Lauffraucn. Militärische Fachausbrückc gemeinverständlich erläutert von Ernst Oaumig preis 10 pf. 3 n einer Zeit, in der die kriegerischen Vorgänge und Fragen des Heerwesens lm Vordergründe des öffentlichen Interesses stehen, kann man sich nur dann ein richti« ges Bild von den auf- und nieder« wogenden Zeitereignissen und der wildbewegten Handlung auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen machen, wenn man dieAedeutung der Worte, die in der militärischen Organisation sowie in der Kriegs« Wissenschaft gebräuchlich sind, rich- sig erfaßt hat. Daher sollte jeder diesen wichtigen Neinen Ratgeber besitzen. Auch die Goldalcn im Felde werden ihn sehr begrüßen. Das Hefl kann als Feldpostbrief portofrei versandt werden. Oberhessische Volkszeitung, Gießen zu verkehren, ist Pflicht eines jeden organisierten Arbeiters. Durch den Besuch desGewerkschaftshauses unterstützt der Arbeiter sein eig. Heim* la Speisen u. Setränke. Billig. Log»