Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhesscn nnd der Nachbargebiete. Die Oterdelkttch. v-lks.ettu», ersch«n, ich«, Werktag Abend m «ithen. D« BbonnfmtiUfcm» beträgt wöchrntllck, 15 Pf«. wonai'.xli OO «fo. omMt tK-dallten und Lrv-bttt»n »trsik», »«hod»fl,r»be 2 ». Itdt S»«rn,-I>-. T-I-vd-v 2008. 3n(«ait loflrn die 6mal ottpalL Kolonclzeitr oder deren Raum 15 Pk», Sei stäfterrn Aufträgen DtabaU. Anzeigen walle man bu abend« 7 »dr für die folgend- Nummer m der Srvcditian aufgede» Nr. 290 Gicßcn, Moiltlig, !>cu 1 - 1 . Tczcinlicr 1914 9 . ^nUrflnnn Gefährliche Treibereien. Su3 Berlin wird »ns geschrieben: Ter prknsiische Kriegsministcr Generalleutnant v, Falkcnl,»»» ist an Stelle de- erkrankten Gencraloberltc» v, Moltke, den er schon längere Zeit vertreten batte, zum Ehcs des Gencralstabs der dcut. schen Feldarmee ernannt worbe». Tie Wünsche des ganze» Volkes ohne Unterschied der Partei begleiten ihn in sei» verantwortungsvolles Amt. Tenn was von seiner jetzigen Tätigkeit abhöngt, ist zu grost, als das, irgendivelchc Erwägunge» anderer Art dagegen auskommen könnten. Niemand würde daran gedacht haben, solche Erwägunge» überhaupt nur anzustellcn. wen» nicht das Organ einer klciiicn, aber inslnssrcichcu Gruppe. die Polt, die »»glaubliche Taktlosigkeit gelabt hätte. de» neuen Gcncralslabschcf als ihren Man» lärnicnd ruf ihr schild zu erheben. Ter Stratege Falkenhan» scheint hr vostkomine» gleichgültig zu sei» gegenüber den, Politiker ralkcnhayn, der vor Jahresfrist in schärsstcr Fehde mit allen , Parteien des Reichstags, auSgenommc» die Konservative», s telegen hat. Tic Post schreibt: „Turch feine Tätigleit als Kriegtminlster hat sich dieser Man» ja bereits Achtung nnd Ausmcrksamkcit i» weitesten Kreise» erzwungen, Gleich vom ersten Tage an, den Herr i v. Jalkcnhann im Reichstag anwesend war, nahm er durch die frische und forsche Art, die Tinge anzuvacke». und t durch die überzeugte und überzeugende Art ein, in der er sein i Ressort vertrat. Ten Liberalen und S o z i a I d c in o - l traten f r e i l i ch i st er nicht g c n e h m gewesen und - die scharfen, deutlichen Worte. die Herr v. Jalkcnhann in der . groben Zaberna» »spräche hören lieh, klangen ihnen sehr ungewohnt. ... Es ist gerade ein Jahr her. als der prcuhit'chc Krieasministcr v. Fakkcnhaqn mit hclltöncnbcr Stimme in den Sitzungssaal des Reichstags hineinries: Eines freilich konnten meine Ausführungen nicht cnt- hallen, die Zusicherung nämlich, dass sich die Militärbehörde | von den von lärmenden T u in u I t a n t e » und hetzcrischcn Prcssorgancn . . . Bei diesen Worten brach am 3. Tezcmbcr bei den Sozial- lleniokraten, Elsässern und im Zentrum ein Lärm I aus, wie er im Tcutlchen Reichstag selten gehört ward. Ter I Cozialdemotrat Lcdcbour sprang aus die Treppe zur Bundcs- I ratStribiinc und schrie den Kriegsminister an. Gute zwei I Minuten tobte der Radau. Herr v. Jalkenhann aber stand un- | beweglich und gebrauchte sein Taschentuch. AIS sich der Lärm gelegt hatte, wiederholte er ivörtlich die Worte, die ihn heraus beschworen hatte». Ratiirlich ging das Geschrei von neuem los. Herr v, Jalkenhaim aber war Psnchologc genug, um zu wissen, das, der Widerstand des Hauses beim zweiten Mal schneller zu- sammcnbrcchc» werde. Kurzum: er machte damals einen ausgezeichnete» E i » d r » ik und erwies sich als ein Mann, der sich durch nichts verblüffe» oder einschüchlern lässt." Uns sind dic'c Ansrichtigkeiten nur ivillkomnien, ivcit sie »ns Gelegenheit bieten, aus die »nverantwortlichen Treibereien jener ruppc hinstiweijc». die die Post publizistisch vertritt. Ihr »»- orsichiigcr Freudenausdruck zeigt, wie sie und ihre Leute die Er- cnnung des Herrn v Falkcnhaun politisch deuten »nd ivelche Hoss- ungen sie an sic knüpfen. Erst kürzlich Hai Wilhelm II. dem eichSkanzler Herrn v. Bcthmann-voÜweg in einem GcbnrtstagS- legramm sein volles Vertraue» ausgesprochen. Wir wisse» bc- immt, dass dieses Telegramm an einen ihnen nicht genehme» >onn im Lager der Post-Leute viel geringere Freude auSgelöst Hai ic jetzt die Ernennung des ihnen sehr genehmen Kriegsminislers m Geueralstabsches. „ Für die Post, die auch unter de», „Bnrgsricden" ihre Zabcrn- litik fortseyt, handelt cs sich darum, die M i l i t ä r g c w a l t gen die Z i v i l g c w a l t de» Geueralstabsches gegen den Rcichs- azler anszuspielen. In einer Zeit, die ein möglichst rcibungs- >r» Zusammenarbeiten nicht nur aller Parteien, sonder» auch er R c i ch s ä m t c r als Lebensnoiioendigkeit für das ganze uischc Volk erscheinen lässt, arbeitet die Gruppe der Post öffcnl- h und heimlich daran, überall Rivalitäten zn wecken »nd Nn- lkden z„ säen. Tas Ziel dieser Treibereien ist, den Reichskanzler twedcr ganz zu beseitigen, oder ihn doch zu einer unbeträchtlichen ibensignr herabzudrücken, die den Plänen dieser Gruppe leinen idersrand cnlgegcnzusctzen i» der Lage ist. Air wissen nicht, wie Herr v. Falkenhan» in dieser grossen :>> des UinIcrnenS über gewisse politische Fragen denkt, desto nauer wissen wir. wie d i c Leute denken, die im Lelikricasiahr .1! den Falken bann des Zabcrnjahrcs 1013 so stürmisch feiern, lese Lenic wollten und wollen jetzt erst rech« die absolute > l i t ä r a n a r ch i e. in der Volkswahle» und ParlamentariS- ät höchstens nur noch als nebensächliche O r n a ni e » i e i Thron geduldet werde». Sic wollen i» der auswärtigen Politik vas anderes als der Reichskanzler, sic wollen in der inneren ilitii das genaue Ge g e n t e i l von dem, was Herr v. Bclh- rnn-Hollweg im giejchstag als Folge des Krieges ange- ndigt hat. Es kann uns natürlich nicht bcifallcn, einer Opposition gegen ran,wörtliche Stellen die BcwcgungSsrcihcit beschränken zu 'llen. Ter Reichskanzler wird in der Zeit, in der cs „wieder itiiche Parteien geben wird" auch ganz gewiss wieder unter litischer Gegner sein, vielleicht sogar ein gefährlicherer als gewisse il'tlker, deren Methode immer und überall nur i» einem täppischen :e,n,ghren besteht, das erbitternd wirkt »nd schärfsten Widernd weckt Wenn aber Treibereien inr Gange sind, die wir >iz abgeiehen von ihrer persönlichen Wirkung aus den derzeitigen vÄ* des Reichskanzleramts — sür höchst unheilvoll und ge- dann ist cs ohne Rücksicht aus sonstige Umstande tcrc Pflicht, Gegenwehr zu üben! Der Krie,i im Orient. Tic Türkcn in Liidriiffland. Odessa, II. Tez. Offiziell wird gemeldet, dass es den Türken gclungkii sei, südwestlich von Odessa bei Aunar zu lniidcn. I» der russische» Meldung wird hinzugesügt, das. 2ii Türke» im Tistriite von Ackerma», l» Werst von Tarntino cnlsernt, gefangen genommen worden seien. Ans dieser Fassung ist ersichtlich, dass es de» Türken gelungen ist, in Stidrußland zn landen. Ter Angriff aus Balnm. Die Osscnsive gegen Bätnin dauert an. Batiim selbst sü* nur schnioch befestigt und nur ntit alten Geschussen armiert, da die Russen a»gcnsä>einlich niit keinem ernsten Angriff gerechnet haben. Man nimmt an, dass die Ltadt den vereinigten Angrisfen zur Tee nnd zu Lande nicht lange werde jlandhalten könne». Ter ägysttischc rfelv;«g. Einer Meldung der Eorricre dclla Sera aus Kairo zufolge ändert die Stadt ihr bisheriges gleichgültiges Aussehen. Etwas liegt in der Luft. Tic Eingeborene» ziehen sich auffällig ans dem Enrapäerviertel ins Innere zurück, Tic Lage wird durch den bevorstehende» Sysicinwechscl schwieriger. Kürzlich durchzog abends ein Ambulanzzug das Zentrum der Stadt, Mau redete dem Balk vor, cs seien Kranke, doch erriet man die Wahrheit, ohne zu wisse», woher die Verwundeten käme», lieber das Vorriicken des > ii r k i s ch e u H e c r c S aus Ti>rien und Palästina laufe» verschiedene Nachrichten ei». Tort sind seit drei Monaten alle Holzbcständo requiriert, um Fahrzeuge zu bauen. Acgnptcn weist, dass das vorrücke,lde Türkenhecr deutsch in der Ausbildung und Führung und ein mächtiges Werkzeug ist. Tas L k k u p a t i o i, s l, c c r erfährt fortwährend Verstärkungen durch Indier, Australier und Kanadier, weitere, darunter Japaner s? T. Rcd.j, wurden erwartet. Tic Asqliancti in Andicn. Konstantinopel, 11. Tez, Ter Zeitung Lerwct i Funun zufolge hat der Emir von Afghanistan. Habib Ullab. seine Arnire an der Grenze Indiens versammelt »nd den Heiligen Frieg proklamiert. J»> Tndan nnd Newab ist die Be- völkerung insolgc der Erklärung des Heiligen Krieges gegen England ausständig. Tic LäieickS von Tarfur und Kordojan rücken mit 20 000 Reitern ins Feld. Sic werden von der übrigen Kavallerie unterstiisst »nd besetzten bereits die von fast nur Mohammedanern bewohnte Stadt Ehartum, wo sie die Engländer vertrieben. Tic E«glä«»cr gcgcn Pcrsic». Nciltcr meldet amtlich über die englische Expedition aus Indien nach dem persischen Gols: Nachdem die Engländer an: 5. Tezcmbcr den Feind gezwungen hatte», über den Tigris zu gehen, wobei sie zwei Kanonen erbeuteten und 70 Mann scstnahmen, folgten am 6. Tczenibcr Kämpfe und am 7. die Einnahme von Masera. Am 8. überschnttcn die Briten den Tigris und am 9. Tezcmbcr ergab sich der Befehlshaber von Burna, der französisch-türkische Gouverneur von Bast'orat, mit allen seinen Truppe». Tic Engländer sind jetzt Herren des Landes vom Zusamincnslust des Euphrat und Tigris an bis zur Secküstc. Lpionaqe in Konstantitiopcl. Tic Südslawische Korrespondenz melde: aus Sonstantiiivvcl: Ter Aufmerksamkeit der Sichcrheitsbehördcn ist ee in de» letzten Wochen gelungen, eine Anzahl von fremden Agenten unschädlich zu machen, die sich liier in verschiedene» Verkleidunae» herumgctrieben, um Gelegenheit sur Anschläge ousziispähen. Vor etwa vierzehn Tagen wurden von Geheimagenten sechs Hodschas vcrhasiet. die aus Klcmaficn hier cingetrosse» waren. Es stellte sich heraus dass einer der verhastcten Hodschas ein in russischem Solde stehender Agent war. während die anderen in Verkleid»,>gc» steckte» In 2 t a m b u l wurde eine Reihe von Personen verhak,et, die sich >» verdächtiger Weise hcrumtrieben und erst kürzlich ans Griechenland eingetrosscn waren. ES verlautet. dah man Anschläge aus E n v c r P a s ch a aus die Spur gekommen sei. Zwei Emissäre wurden noch vor dem Betreten der Stadt unschädlich gemacht. Ihre Ankunft aus türkischem Boden wai von den bulgarischen Grenzbchörden ssgnalisscrt worden. Ten äusseren Umständen entsprechend, werden jetzt auch bei den AuS- fahrten des Sultans zum Sclamlik grössere Vorsicht-mahregeln ergrissen. Tas Urteil gegen vic deutschen Miltärärrte aufgehoben. Nach einer Havas-Melöung hat das Rcvisionsgericht de? Mllitärgoiwcriicments wegen eines Formfehlers das Ujrtcil oos KriegsgerickitS aufgehoben, durch welches 9 deutsche Militärärzte und Apotheker wegen Plünderung in Lizy-sur- Qiircg zu Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 2 Jahren verurteilt wurden. Tie Angelegenheit wurde vor ein anderes Kriegsgericht verwiesen. Kewiffcnlosc vcrlcumdttttg. Ter belgische Gesandte in Kopenl-agen, Allard, l>at zu- gcbcn müssen, dah das Gerücht, einem elternlosen belgischen Mädchen feien von dcntsckzcn Soldaten beide Hände abgehackt worden, jeder tatjächlick>en Unterlage entbehrt. Gleicktzvobl hat er leinen Mitarbeiter des Astenblad crNärt, er könne belgische Kinder nennen, die während des Krieges verstümmelt tvordcn seien, auch Zeit und Ort angebcn, wo kleinen Mäd- äicn die Hände abgclzaucn worden seien, für kein geringeres Vergebe», als das Schwenken einer belgischen Flagge. Er wisse den Nanien einer ganzen Familie, Vater. Mutter und vier Kinder, die sämtlich von den Tentschcn ermordet tvor- den seien, Tas jüngste Kind, ein Mädchen von Jahren. !,.rbe man als Leiche gefunden und habe gesehen, datz der Vater sich im Todeskampf über das Kind gewälzt habe, um es mit seinem Körper zn schützen. Eine Berliner Meldung der Kölnischen Zeitung sagt dazu: „Der Herr Gesandte König Albcrts beim neutralen Tänemark wird hierdurch anfgesordert, möglichst bald in greifbarer Forni die Angaben zu mackien. die er über angebliche deutsche lisreuel z» besitzen vorgibt. Geschieht die« nicht, so würden wir zu der Annahme gezwungen seien, dass der Gesandte sich einer gewissenlosen Verleumdung schuldig gemacht habe." » Tie Zahl der belgische» Flüchtlinge im AttSlande. Ter prüft«« belgische Ministerpräsident und »>nmnrrr>vrsib«nd« Schollaert. d« mni der belgischen Regierung mit der Fürsorge für die ftelgischeu Flüchtlinge m den ,>eiich,-d«n«i Ländern beanstvagt ivurd«, ftat ermittelt, dass sich augenblicklich »och in Holland und Frankreich 700 000 belgisckrc Untertanen befind«!, von denen jedes der beiden Länder ungciäftr die Hälft« bcfterlnncgl. In England sind (Ml— 70 (KM) tklfli«r zu senden, di« b«mitl«lt«ii nicht emgerechn«t, über di« keine List«, gesühn werden. All« dies« Leut« sind n-icht, wie man bistier v«rnnit« Belgi« Gefallen an de» sre»nd«n Ländern süidtii nnd dort auch noch dem Kriege bleiben werden Li« seien zu boixnmiässig und liebten zu sehr die heimisch« Selzolle. Tic rkvolttlionärc Ltröuning in Nnffland. Tcm Ukrainische» Korrcsvondenzblatt, bcnl Ocgair der ukrainischen Sozialdemokratie, sind über Kopenhagen bemerkenswerte Mitteilungen über die Au-dchnung der antimilitaristifchcn Bewegung in Ruhla» d zugegangcn. Danach finden seit längerer Zeit in einer Reihe russischer Städte ständig Haussuchnngcn und Verhaftungen statt, die allgcnieinc Unruhe verursachen. Es gelte als erwiesen, das; die sozialrevolutionärc Zentralorganisation, deren Tätigkeit dilrch den Kriegszustand äußerlich lahmgclegt worden sei, in Wahrheit eine ungemein intensive Lropaganda gegen die Regierung rind den Krieg entsalte, wobei sic Mittel »nd Wege gesunden Hobe, ihren Einfluß auch im Kaukasus und in Finnland auszudchnen. In Petersburg. Moskau, Riga und Kiew habe die Polizei geheime Waffen- und Munitionslager ent- deckt, von denen aus der Wassenschmuggcl in die kankasischen und finnischen Gebiete betrieben werde. Es seien geheime Trnckcreicn. revolutionäre Proklamationen und Sprengstoss- depots entdeckt worden. Mehrere Gehet in Prozesse ickrwebtcn bereits gegen iozialrevolutionäre Komitees, doch dürsten die Zeitungen hierüber nichts bringen. Unter den Vcrbaftctcn befänden sich u. a. eine Anzahl von Waffenschmieden, ein Beamter des Kriegsministeriums. Ferner meldet die Ukrainische Korrespondenz: In Petersburg hatten sich der Advokat Pachmann und Genossen wegen eines Aufruhrs gegen den Krieg vor dem Militärkrcisgericht zu verantworten. Nur die Urteilsverkündung war öffentlich: Pachinann und Solz^wnrden zn je zwei Jahren Festung, Sawarsin zu einem Jahre nnd Andrejew zu sechs Monaten Festung verurteilt. Tic Knebelttiig Finnlands. Ter Redakteur der in Tayastchus «Fiirnlandl er-'ch«n«ider l'aziaidcmokratischen Zcitrnig Haeineen, Wsida. b« zugleich Laud- lagsimtglied wa-r. wurde zugleich mit eiu«n andern Redakteur verhaftet, zu drcinwna^gem K«ker und ^ir V«banuung nach Sibirien verur!«ilt, Tie Verurteil,inq geschah nicht durch d'« ordentlichen siZcrich^, sondern auf adniiiristrattvem Wege. Zwc, ivertere sinnliche Zeitungen wurden verboten. Aus sicherer Önrlle hört inan hier, dass jetzt in Finnland «in Tag ohne Haussnchnngen, Verhaftungen und Zwangövcrschirkung »«geht. Die Neutralität der Vereinigten Staaten. In Washington ist man augenscheinlich auf das ernsthafteste bestrebt, die Neutralität der Vereinigten Staaten streng durchzufiihren. Wie bereits gemeldet, ist der Stahlmagnat Schwab fest entschlossen, in keiner seiner Fabriken Unterseeboote für die Kriegführenden anfertigen zu lassen, womit er einem Wunsche des Präsidenten Wilson entsprochen hat. Wichtiger noch ist ein Gesehesvorscktlag des Senator?- Hitchcock, eines Mitgliedes der Senatskommission für aus- wärtige Angelegenheiten, der damit begründet wird, daß ebensowenig, wie es der Regierung erlaubt sein könne, ihren Vorrat von abgelegten Flinten zu verkaufen, Privatfabriken für Pulver, Geschütze oder Gewehre etwas tun dürfen, was schon für die Regierung als ungesetzlich gilt. Gleichzeitig soll eine genaue Ueberwachung dieser Fabriken stattfinden. Ein weiterer Gesetzentwurf betrifft, wie ebenfalls schon gemeldet, die Zulässigkeit des Ankaufs fremder Schiffe. Es ist selbst- verständlich, daß die Times ganz außer sich gerät über ein derartiges Benehmen, Reuter md&tf aus Newport: Aus Panama wird gedrahtet, daß Oberst Goethails. der Gouverneur des Pauamnkmtals, die englische» Dampfer Kirnwood und Roddam gezwungen hat, den Kanal zu verlassen, um jeden Zweifel an der ameridaniischcn Ncittnatttüt zu beseitigen. Was mari in Brasilien glaubt. Ein sächsische Industrieller stellt uns das folgende, voin 81. Oktober datierte Schreiben eines Geschäftsfreundes in Pernambuco zur Verfügung: „(beehrter Herr G.! Ich danke verbindlichst für das Rundschreiben des Deutschen Haudelstages in spanischer und englischer Sprache, Ich habe dasselbe im Auszuge in portugiesischer Sprache tu die hiesigen Zeitungen gebracht. Vorläufig ist dag ganz« BE noch zu sehr französisch gestimmt, und es bezeichnet derartige Rechtfertigungen einfach als Lüge, Unser Kabel und das hicstg« deutsche Konsulat sind bereits einmal beschossen worden auf Grund von Nachrichten der berühmten Agcnce Havas, die sagt«, daß all« Ausländer in Deutschland mißhandelt werden und daß ein be- kannter brosilianisäer Staatsmann, Campo, ermordet worden sei. In Pava wurde direkt zur Ermordung der Deutschen ausgefordert. Bo» einigen Zeitungen gebe ich nachstehend Beispiele: 1„ Kronprinz hat Kaiser gefangen ft e n o nt nt tu und so einen Staatsstreich verübt, um zur Regierung zu kommet!, Italiener sind in B r a u n s ch io e i g eingerückt, 3, lZcittmgSmeldung aus AlagaoS): Di« Oe st erreichet: gehen nackend, schießen mit Pfeil und Bogen und gebrauchen Keulen, Sic leben von I r ä scheu und Eidechsen. 4. lZettungsmeldung ans Manaos) : Ein fvanzöstschir Gc- fangcncr wurde vor den Kaiser gesührt, der ihn hohnlächclnd empsina un>d blutig peitschen ließ. Der Gesängen« rief: „Vive la France!", woraus der Kaiser einen reichverzierten Dolch zog und das Herz des Franzosen hcvansnahm. So geht das weiter. Für derartig« ungehcure Phaniastenach- richten und Lügen gibt es kein anderes Mittel als detitsche Siege, Allmählich wacht sich sa «in Umschwung bemerkbar, aber das Volk ist zu ungebildet, als daß man cs zu überzeugen vermöchte. Für weiter« Zusendungen wäre ich Ihnen dankbar," Der Einsender dieses Briefes spricht den Wunsch ans, daß die deutschen Handelshäuser ihren Geschäftsfreunden im Auslande möglichst oft aufklärendc Berichte zustellen möchten. Wir unterstützen diesen Hinweis nachdrücklich. Tie Schiffahrt der Neutralen. Mailand, 11. Dez. (Ctr. Frkft.) Ein französisches Geschwader hielt im Ionischen Meer den italienischen Dainpfer „Fiorenzza" mit einer Ladung von 500 Tonnen Petroleum an und schleppte ihn nach Biserta. Kristiania, 11, Dez. (Ctr. Frkst.) Der Spruch des Kieler Priscngerichts, wonach fünf in Swinemünde cingebrachte norwegische Schisse, die einem durch die norwegische Kriegs- Versicherung gedeckten Wert von ly? Millionen Mark besitzen als gute Prise erklärt wurden und konfisziert werden sollen, wird in der norwegischen Presse eifrig diskutiert. London, 11. Dez. (IV. U. Nichtamtlich.) Zwei als Prisen verurteilte Schiffe wurden gestern versteigert. „Peukeo" Afra ja. Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 136 »Ist recht", antwortete Niels, „würde es ebenso machen, aber sieh hier." Er zog einen Kasten aus und zeigte ihm dessen silbernen Inhalt. „Sind zehntausend Spezicstalcr darin," sagte er. „nimmst sie mit nach Tromsö in dein Haus, gebe aber, so lange ich lebe, zweitausend jährlich in deine Wirtschaft, und wenn cs Gottes Wille ist. mich abzurufen, wird Jlda reichlichen Teil an meinem Erbe finden." »Ich hasse", sagte Paul, „Ihr habt darüber feste Bestimmungen getroffen, da des Menschen Ende ungewiß ist?" , „Hab's getroffen und kannst einen Blick darauf tun", er- widerte Helgcstad, indem er ein anderes Fach öffnete und eine Schrift herausnahm. Paul sah hinein. Sein Schwie- gervater deutete auf mehrere Stellen und sagte dann: „Denke, wirst zufrieden sein?" „Ich bin zufrieden", war die Antwort, „nur in einem Punkte niöchte ich etwas einwenden. Ihr habt allerlei Grund- besitz an Jlda vererbt, Lappen nicht. Laßt die Insel aus uns übergehen." Helgcstad schüttelte grämlich den Kopf. „Ist schwer erworbenes Gut", sagte er, „soll bei meines Namens Erben bleiben." „Aber wenn ich Euch bitte, Schwiegervater", lachte Paul. „Lappen ist eine rauhe Klippe. Vermindern sich die Vögel, ist sie gor nichts wert. Nehmt anderes zurück, gebt mir den Felsen und bedenkt dabei, er wäre nimmer an Euch gekommen, wenn wir nicht geholfen hätten." Helgestad wurde unmutig. „Kommst mir vor", sagte er, „wie ein Wal. der vor einem Heringsschwarm liegt. Je mehr ihm 'in den offenen Nachen laufen, um so weiter sperrt er ihn auf und scheint doch nimmer satt zu werden. Hast deiner Hilfe bei dem Streit um Lappen überhaupt zu danken, daß Jlda dein ist." „Und damit meint Ihr, sei ich hinlänglich belohnt", rief Paul belustigt. „Ich denke, die Ehre, mich zum Schwiegersohn zu haben, ist wenigstens eben so groß. Laßt uns aus- richtig sein und ohne alle Erhitzung sprechen. Ihr habt Un- wurde von einer norwegischen Reederei für 12 200 Pfund Sterling, „Goldbck" für 6900 gekauft. Die amerikanische Marine. Im M a r i n c v o r a n s ch l a g der Vereinigten Staaten lvird der Bau von zwei Schlachtschiffen, sechs Torpcdojägcrn, einem Kanonenboot und acht Unterseebooten vorgcschlagen. Thomas M a r s h a l, der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, soll in einem Interview erklärt haben, daß der europäische Krieg nicht zur allgemeinen Abrüstung führen werde, daß deshalb die Union ein Heer bilden müsse, das jeden Anfall a'oweiscn könne, und daß cs die größte Flotte der Welt bauen müsse. Dom B»irctt Eislebcu. Neuerdings ist auf ihren Werken das U c b e r s ch i ch t e n s y st e m cingefllhrt worden mit der Begründung, daß der Staat das Kupfer notwendig brauche. Trotzdem nun die beim Verkauf erzielten Preise außerordentlich hoch sind, ist die Werksverwaltung nach wie vor auf die Kürz ung der Gedinge bedacht, trotzdem die Löhne zi, den hohen Kupfer-, als auch zu den hohen Lebensmittelpreisen in argem Mißverhältnis stehen. Hierzu geseilt sich noch ein raffiniertes A b z u g s s y st e m , wobei oftmals den Bcigleuten bis zu f>0 Wagen Förderung im Monat gestrichen, also nicht bezahlt werden. Wie die Mansfclder Gewerkschaft vorgcht, wird auch dadurch bewiesen, daß sie kürzlich ans der Großstadt Leipzig Arbeiter nach thren Werken holte und ihnen für zehnstündige schwere Arbeit Tagelöh n c v o 2—3 Markanboti Da die Zufuhr von Kupfer aus dem Auslände fast ganz ausgehört hat, verfügt die Mansfclder Gewerkschaft gegenwärtig über eine Monopolstellung gegenüber den: Reich. Die Regierung hat deshalb dieser Monopolsirma aufs nachdrücklichste die Pflichten gegenüber der Arbeiterschaft bei- zubringen. Die Kämpfe in Flandern. Der Astcnposten wird aus Paris gemeldet: Die Offensive der Alliierten in Flandern nimmt täglich an Stärke zu. Der Artillcriekampf längs der User war gestern sehr heftig. Ein französisch-englisches Geschwader, nalnn gestern das Boinbardcment ans die belgische Küste zwischen Nieuport und Ostende wieder auf. Die Deutschen haben umfassende Maßnahmen getroffen, um eine glück mit Euren Kindern, Niels, denn Ihr verheiratet sie zwar nach Euren klugen Berechnungen, aber gegen die Stimme in ihren Herzen. Bob!" fuhr er fort, als er in Hclgestads finsteres Gesicht sah, „ich tadle Euch nicht, Ihr kalkuliert wie ein erfahrener Mann, dessentwegen bleibt nicht ininder wahr, was ich sagte. Ich weiß, daß ich durch mancherlei Eigenschaften nicht imstande bin, Jldas besonderes Wohlgefallen zu erregen. Das ist ein Schicksal, das mancher Mann mit mir bei seiner 'Frau teilt. Gut, ich muß cs tragen und 'ehe iin voraus, meine Ehe wird keine besonders zärtliche sein." „Meinst, Jlda bringt Not über dich?" fragte der Schwiegervater gereizt. „Kannst cs lassen, da es noch Zeit ist." „Ihr seid im Irrtum, Hclgestad," antwortete Paul lächelnd, „die Zeit ist vorbei, niemand kann zurück, weder Ihr noch ich. Ihr braucht mich, ich brauche Euch, Jlda und diese Heirat sind das Mittel, uns zn verbinden. Ich frage den Henker danach, ob dieser dänische Junker sich in JldaS Herz eingenistet hat. weiß ich doch, sie wird als meine Frau gehorsam ihre Pflichten erfüllen, aber daß Ihr sie glücklich macht," fügte er mit einem Blick voll Hohn hinzu, „das bildet Euch nicht ein, mein lieber Papa." Helgestad antwortete nicht, er beugte sich vor der Ucbcr- legenhcit des Schreibers. „Denke doch nicht, alter Papa," fuhr dieser lachend fort, „daß du mit Björnarne einen besseren Faden spinnst, ini Gegenteil, er kann dir den Hals zuschnüren. Björnarne fühlt den tiefsten Widerwillen gegen seine Braut, die du ihm aufgc- drungen hast, und ist nicht so klug wie ich, seinen Verstand allein zn Rate zu ziehen. Sieh dich vor. Vater Niels, dein Sohn ist von anderem Stoffe wie du und ich, er hat wenig Gehirn, aber viel Blut, und damit dir nicht etwa der Trost bleibt, du könntest doch einen glückliche» Menschen machen, so gib dich auch nicht dem Wahne hin, Hanna Fandrem könnte dir dankbar sein. Sic haßt und verachtet Björnarnc ebenso wie er sie, aber sic ist schlauer wie ihr alle, sie weiß zu heucheln und sich darüber zu freuen." „Bist ein Teufel, Paul!" murmelte Helgcstad. „Kannst du beweisen, was du sagst?" „Beweisen? Denkt nach, so beweist sich die Sache von Landung der Alliierten zu verhindern. Maschinen- gewehrc sind an verschiedenen Stellen sorgsam verdeckt aufge- - stellt. Tie Sandinincn teilweise untcrininicrt. Tie Lage der II belgischen Küstenbcvölkerung ist beklagenswert. Ein Korrespondent des Renterbureaus meldet, daß bu | Stadt Armcntieres, die jetzt wieder im Besitz bet IJ Franzosen ist, durch das deutsche Bombardement s ch w e r b e I schädigt worden ist. Ein sehr beftigcr Angriff, wurde st ] der Gegend von Houplines gemacht, eine Vorstadt mit zahl I reichen Fabriken, wo kein Hans unversehrt geblieben istl Kirche und Rathaus sind vernichtet. In Arnicntieres selbsl sicht man an verschiedenen Stellen die gleichen Verwüstungen I Das Ringen in Polen. P c t c r s b n r g, 12. Tez. Tic Blätter melden von eine I furchtbaren deutschen Offensive aus Kolusk j also weit östlich von Lodz. Tic Russen hätten Tusczyn nört > lich Petrikau räumen müssen. Es verlautet, daß jetzt au, ■ Pctrikau selbst aus strategischen Gründen werde geräumt wci J den müssen. Das Generalkommando, das sich in Pctrika I befand, ist weiter zurückverlcgt worden. Diese MeldmuM welche aus russischer Oucllc kommt, beweist, daß d W deutsche Offensive auch in der Gegend südöstlich von Lodz erW solgrcich vorwärts sch reitet. Die Seeschlacht an de«, Aalklandsinsel«. | Nach einer Meldung des Newyork Herad hat die „Schau I Horst" bis znm letzten Augenblick gekämpft. Kein Man» der Besatzung dieses Schisses konnte gerettet werde I Taily Telegraph erfährt, wie die Vossische Zeitung zu meid: I j weiß, daß Admiral GrafvonSpee mit der „Scharnhors I u n t e r g c g a n g e n ist. Wie die Vossische Zeitung nach de I « Allgemeinen Handclsblad aus Amsterdam meldet, haben si I j unter den englischen Schissen bei den Falkandsinseln zw-I j, Dreadnoughts befunden, die vor etwa vier Woch I s Southampton verlassen haben. Der Krieg im Orient. Ter Aufstand in Persien. Konstantinopel, 12. Dez. An der persischen Grenze wächst I Aufstand der mohantmedanischen Bevölkerung mit jedem Tag. (I Bezirke von llrmia hatten die Feindseligkeiten der Stämme gef I Rußland schon vor Verkündung des Heiligen Krieges bcgonn I t Nahe bei Tcrkavar haben sie die russischen Truppen zurückgcwor > S und gegen Anher gedrängt. Nach dem Kampfe bei Sinke t I Tschardasch mußten sich 3000 Russen, denen sich 500 Nestorin- 1 h schaldäischc Christen) angeschlosien hatten, nach Urmia zurückzieh I » gingen aber nach einiger Zeit wieder gegen die Stämme vor. ! I d erlitten bei Tcrkavaar eine Niederlage, wobei drei Offiziere und 300 Mkknn verloren, so daß sie wieder in Urr I t Schutz suchen mußten. Die Urmiastämme verfügen nach t I TaSvis-i-Eskiar über 8000 Reiter. Außerdem hat der einslutzrc I » Stammesches Hadii Jlban 10 000 Mann gesammelt, die mit ( e Türken gegen Rußland kämpfen wollen. Englische Dro»,u„aen. Wien, 12. Dez. Der Konslantinopelcr Korrespondent Neuen Freien Presse meldet, England drohte in Teheran, es we falls die persische Regierung Eingriffe der persischen Stämme russisches Gebiet erlaube, die persische Küste besetzen. Die pcrsi Regierung antwortete, sic lei außer stände, die Bewegung Stämme anszuhalten. Landesverräter. Leipzig, 12. Tez. (V/. B. Nichtamtlich.) Das Reichrget verurteilte den Bäckergesellen Mar Schesfler wegen versuchten ! rats wilitärischcr Geheimnisse zu vier Jahren sechs Mow Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizei sicht. AIS erschioercnd kam in Betracht, daß der Angeklagte Deutscher in gewinnbringender Absicht gehandelt hat. Russi che Rcvolutio äre an der Arbeit. Auf einen Nihilistenanschlag wird der Zusammen M «us zweier russischer Munitionszüge zurllckgeführt, bei deir>loe Waggons laut Berliner Lokalanzeiger in die Lust slo W jickl Es seien im Zusammenhang mit diesem Vorfall zahlr, > ton Verhaftungen vorgenommcn worden. > sich Ibst." — Er tippte auf Hclgestads Brust und sagte spott Tu bist so klug, kalkulierst bis auf den Grund und hast ;i innen noch immer etwas, was dir Blendwerk vorm » ch will dir sagen, wie das zligcht. Du hast dem Mäl s tit deiner blutigen Faust die Liebe aus dem Herzen fleriL nft ihr genommen, was ihres Lebens Seligkeit war, > töchtest nun gar zu gern ihr dafür eine andere geben ach deinem Geschmack ist, so dein Gewissen möglichst nd wahre Liebe erwerben, wo du Haß sätest. Frage ufrichtig, ob das möglich ist! Sic haßt dich und vcrabs ich, cs kan» nicht anders sein. Täusche dich also nicht s h warne dich nochmals." Er hielt einen Augenblick - - streckte seine Hand aus und sagte leise: „Wollt Jhr l oppcn geben, so will ich tun, was ich kann, um Euch 11 chen, alles Unglück abzuwenden." ,, „Nichts will ich geben!" rief Helgcstad, die Hand zi ^ oßend. „Behalte deine Weisheit für andere, denke, kc ns beide, wollte aber" — er hob den Arm wie zu < ichwnrc auf, und sein Auge stierte den Schreiber mit 1 „Hast!" sagte dieser, „begeht keine Torheit, wir koi 4 och nicht von einander los. Ueberlegt und laßt uns fri ^ eisammenstehen, mögen wir auch sonst uns fürchten W >enn Ihr wollt, hasten. Kluge Leute wissen Freunde z> H nd sich zu hüten. Behaltet Lappen, ich sage nichts V ltorgen brechen wir zu unserer Jagd auf: wir werden >as wir fangen können. Und nun zieht Eure Stirne > nd laßt mich wissen, was ich vielleicht in Euren R üchcrn noch helfen und raten kann." Während dies auf der einen Seite des Hauses vo'i atte auf der anderen Seite Jlda mit Olaf ein gemein H lcspräch gehalten. — Tic Jungfrau saß und nähte! iochzcitslinncn, als ihr Verehrer hereintrat, ihr die Ha> nd sich zu ihr setzte. . „Tu wunderst dich." sagte er nach den ersten Ans jj^ ines Gespräches, als dies stockte, „daß ich mit Paul Pe nrückgekommen bin?" „Ich wundere mich nicht darüber", erwiderte sie, B h freue mich, denn ich meinte beinahe, du könntest unk > Abschied verlassen." (Fortsetzung folflUi >1 »tl $ in 1; (I Hesse» unv Nachbargebiere. Ziehen und Umgebung. All die örtliche» Gewerkschaftskartelle und die Zweigvereine der Ceittralverbände! Berte Genossen! Einen kleinen Fortschritt auf dem Gebiete der Arbeit»,»k,„. fiirsorse brachten die «erhandlungen de- ReVchs lag? und e.n" freien Kommission vom 1. und 2. Dezember. «ach dem vom Reich- tage angenommenen Gesetz über die »rjegskrediie mied et «„7^ bis zu 200 Millionen Mark nach näherer Bestiminuno des B»nde«^ LkM , m «?w°hrung"v°n Woch".be,htt,e7 während d«S Krieges sowie zur Unlersluyung von Gemeinden oder Ge me.ndeverbanden auf dem Gebiete der KriegLwohlfahr,»pflege ins- besondere der Erwcrbslosensürsorge und der die aele»,.^. Mindestsätze übersteigenden llnicrstutzung von Familien in de Dienst eingetretencr Mannschaften". ^»m,,,rn ,n oeii Auch von den Landtagen einzelner Bundesstaaten sind Mittel für den gleichen Zweck zur Verfügung gestellt, io das, die wo fftShStäf 1 , mU M Ü fc r,d,t “ Uf lf,tt ungünsiige Fi„an,Iag< £«*riit ‘Sr W SgSf. amMtn ' «blehnungsgrunt , ""tdkichollen Verhandlungen, welchc mit dem Reichs, amt de» Innern von Vertretern der Generalkoinmislion gesllhr wurden sind für die ArbeiiSlosensürsorge folgende Richtlinien ir Aussicht genommen: Von einer für das ganze Reich geltende» «rbeitSlosenfürsorg, wird abgesehen. DenGcmeindcn wird empfohienchiese durchzusiihren .finanzschwache Gemeinden erhalten au» den Kassen der Bunde- staaten und de» Reich» Zuschüsse zur Arbcitsloseniiniersilltzuiig. Be der ».rganiiation der Arbcitslosensürsorgc sollen die Gemeinden dii Gewerkichasten und Gewerkvereinc aller Richtungen zur Miiarbei heranziehen. „An verschiedenen Orten hat «S sich bewährt, di ArdeltSIosenilnterstllvungen der Gemeinde an organisierte Arbeite, gleichzeitig mit der Unterstützung der Gewerkschaft, de» Gewerk verein» oder des Verbandes durch diese zur Anszahlung zu bringen jedenfalls aber dürfen Unterstützungen der Gewerkichasten svwi der Gewerk- und Verslchcrungsvcrcinc. die Ersparnisse der »nter stützten Personen barstellen. keinesfalls höher als zur Hälfte ii Rechnung gestellt werden", heißt es in der von der sächsischen Re gierung gegebenen Anweisung an die Gemeinden. Die gleichen Be stiminungen dürften auch allgemein für da» Reich getrossen werden Soll den Arbeitslosen schnell geholfen werden, so müssen wil diesen Grundsätzen zustimmen und sic in den Gemeinde» zur Durch siihrnng bringen. „ Zu lange ist von vielen Gemeinden, besonders in den Bezirken, in welchen die Erportindustric vorherrschend ist, mit der Fürsorge für die Arbeitslosen gezögert worden. Nunmehr liegt kein Grund mehr vor, sic nicht in ausreichendem Maße und in biirchgreifender Weife zu organisieren. Das AeihnachtSsest sicht vor der Tür. Den Arbeitslosen und ihren Familien könnte keine größere DcihnachtS- freude bereitet werden, als durch einen Beschluß der Gcineinde- verwaltunge» die drückende Sorge von ihnen zu nehme», sie mit der Hoffnung zu erfüllen, daß sie, ohne das Gefühl zu haben, cs werde ihnen ein Almosen gewährt, i» den koinmendcn schwere» Binterwochcn vor der herbste» Rot geschützt sind. Dieser Gedanke allein muß alle Mitglieder der Gewerkichasten zwingen, in den Gemeinden, die bisher ihre soziale Pflicht nicht erfüllt hoben, mit aller Energie diese Pflichterfüllung zu fordern. Diese Mahnung darf nicht nngchört verhallen. Sic wird, dessen sind wir sicher, bei imseren Gewerkschaftsmitgliedern beachtet und befolgt werden. Aber auch die Gemeindeverwaltungen und jene Kreise, welchc aus diese Einfluß haben, müssen sich bewußt werden, daß die Erhaltung der VolkSgesundheit und Volkskraft abhängig ist von der Fürsorge für die Notleidenden. Nicht nur aus Mitleid mit diesen, sondern mehr noch in der Erkenntnis, daß cs sich um die Erfüllung einer sozialen Pflicht handelt, müssen alle bisherige» Widerstände gegen die Arbeitslosciifürsorgc überwunden werden. Bon Reich und Staat ist die Verpflichtung anerkannt. Die Gemeinde» dürfen nicht mehr zaubern, sonder» müssen, wo dies nach nicht geschehen, von der theoretischen Anerkennung zur praktischen Durchführung dieser Verpflichtung schreiten. Mit Gruß Die GeneraUommisfion der Gewerkschaften Deutschlands. — Der Krieg ist kein Grund zur sofortiger Entlassung «uc> dem Arbeiteverhältnis. Vor dem Marburger Ge. Ivcrbegericht wurde am Freitag die Klage eines Auge- stellten gegen einen dortigen Fabrikanten verhandelt, die von erheblichem Interesse ist. Es wird uns darüber berichtet: w. Ein Maschinist klagte gegen die Marburger Tapetenfabrik auf 6 Wochen Gehalt. Am Tage der Mobil- machung wurde in der Tapetenfabrik das gesanite Personal entlassen und der Betrieb geschlossen. Angestellte, welci»e in ihren Arbcitsvcrträgen längere Kündigungsfrist hatten, die aber mit ins Feld muhten, wurden ebenfalls entlassen, während die übrigen die Kündigungs deS Vertrages erhielten. Der ebenfalls zum Kriegsdienst cingezogene Maschinist klagte wegen kündigungsloser Entlassung und lieh sich durch den Vertrauensmann deS Werkincistcr-Verbandes vertreten. Das Gericht verurteilte dem Fabrikanten zur Zahlung ge- niäh § 133 c, Abs. 4 der G.-O. Danach haben BctriebS- bcamte, Werkmeister u. dcrgl., wenn sie durch anhaltende Krankheit oder durch eine längere Freiheitsstrafe oder Abwesenheit an der Verrichtung ihrer Dienste verhindert werden, Anspruch auf die vertragsmäßigen Leistungen des Arbeitgebers für die Tauer von sechs Wochen, wenn die Verrichtung der Dienste durch unverschuldetes Unglück verhindert worden ist. Das Marburger Gcwcrbcgcrickt bat sich mit diesem Urteil vielen anderen angesck'losscn. welche den Krieg nicht als Grund zu sofortiger Entlassung infolge Be- triebseinstellung anschen. Leider hat von den etwa 150 Arbeitern twr Fabrik bis jetzt keiner Lohnansprüche an die Fabrik gestellt. Auch viele andere Arbeitgeber haben damals ihre Arbeiter ohne weiteres entlassen, ohne daß der Lohn ge- zahlt wurde. Ta die verhandelte Klage berufungsfähig ist, wird sich das Landgericht noch damit beschäftigen. — Gefallene aus Dbcrhessrn und Nachbargebicten: Dehr- mann tzakob Schmidt aus Garbenhcini. Jnf.-Rcg. Nr. 116. — Wehrmann Ludwig Ferber aus Dorlar, Landwebr- Ersatz-Bot. Nr. 4L — Heinrich Becht au» Niederbiel. Grenadier-Reg.^Nr. 4. — Die Butterprcise sollen, wie die Frankfurter Kleine Presse wissen will, in Gießen am billigsten sein, wo sie aus 1,10 bis 1.20 Mk. stünden. Das Blatt täuscht sich damit ganz gewaltig: der angegebene Preis ist zwar der sestgesetzte ® t c i s, niemand denkt aber daran, denselben duräi- zusühren. Am Samstag verlangte man auf deni Markt' tT° Elf 1,40 Mk., obwohl das Angebot ziemlich reichlich nss. U?or Weihnachten pflegen die Butterpreise in der Regel cavar anzuziehen: die hohen Preise, die jetzt gesordcrt wer- ^n, flnd aber in keiner Werse begründet. Verhältnismäßig noch höher sind die Preise der Eier gestiegen, für die 13 Pfz. und noch mehr das Stück gefordert werden. Auszahlung dcr Verpslcgungsgclder für Einquartierung. Die uns von unterrichteter Seite mitgctcilr wird, 'ollen die Verpslcgungsgclder für die während des Monats November hier untcrgebrachtcn Landstürmer noch vor Weihnachten zur Auszahlung gelangen. Wer für einen der neu (seit 2-5. November) cingezogöncn Leute Vergütung zu beanspruchen Kat, versäume nicht, dies am heutigen Mou- tag im -tadthausc — Seitenbau — anzuniclden. Vergleiche öic Bekanntmachung in heutiger Nummer. — Tao Gcsangcueiilagcr auf dem Trieb beginnt sich nach und nach zu füllen. Am Samstag nachmittag traf wieder ein Trupp von etwa 150 Franzosen und Engländer ein. Gegenwärtig befinden sich etwa 2500 Mann im Lager. Vermögens- und VersSgungsrecht Ser Fra« im Kriege. Vom allgemeinen deutsche» Fraucnvcrein, Ortsgruppe Gießen, wird uns geschrieben: Zn dem vielen Schweren, das der Krieg mit sich bringt und im Gefolge bat. gehört auch der wirtschaftliche Schaden, den so viele erleiden, und der bei manchem zum völligen Ruin führen kann.^ Z„ dieser Not möchten wir eine mahnende und bittende Stimme erheben: sind e» doch so sehr viele Frauen, die, plötzlich sich Sorgen und Notständen gegcnüberschcn. deren Möglichkeit ihnen früher nie vor Augen trat, und e» sind besonders die e r w e r b »t ä t i g e n Frauen des R i t t e l st a » d e », die schwer darunter leiden, daß ihnen da» Gesetz nur ungenügenden wirischastlichen Schutz gewahrt, wenn sie in GütergemeinschasI leben. Der Mann ist im Felde, die Frau seither immer in geordnete» Verhältnissen. sieht plötzlich Ansorberungen aller Art aus sich einstiirme» und kommt i» Zahlungsschivierigkeiten. Nun kann sic ja Forderungen gegenüber beantragen, daß diese ruhen, bi» der Mann auS dem Felde zurück ist. Wie aber, wenn der Mann sein Vermögen und verfügbares Geld in einem Banksach «Lase» nieder, gelegt hat, für dos sie weder Schlüssel noch ein Verfuguiigsrecht hat, da der Mann allein bei dcr Bank zur Erhebung berechtig! ist? Zum mindesten bedarf es langwieriger Schreibereien und Vollmachlserteilungen, bis die Sache erledigt werde» kann. Oder: dcr Mann hat für einen guten Jrcund, der jetzt im Krieg und unerreichbar ist, vor Zeiten einmal Bürgschaft geleistet oder Ge- sälligkciiswechsel unterschrieben feine Sache, die man sich immer vorher sehr überlegen sollte), deren Zahlung nun an ihn, den Bürgen angcsorden wird. Aus ihn findet die Verordnung wegen Ruhen» der Forderung keine Anwendung, wenn er nicht auch im Felde steht. Nun muß er zahlen und wen» sei» Vermögen nicht reich«, muß das Vermögen der Fra» mit hcrangczogen werde», Gütergemcinschast vorausgesetzt. Gütertrennung ist aber für den erwerbstätigen Mittelstand nicht ratsam, weil dem Ehemann dadurch dcr Kredit eingeschränkt wird, ohne den ein ersprießliches Erwerbsleben unmöglich gemacht wird. Und Gütergemeinschaft? Eigentlich ein so idealer Begriff: — ein Einstehen für einander mit Hab » » d Gut! — Wie traurig, daß in Wirklichkeit gerade hierdurch die vertrauende Ehefrau in so schwere Not geraten kann, wenn Bürgschaften und Wechsel eingclöst werden müsse», von deren Vorhandensein sic keine Ahnung hatte. Wie viele schwere Notstände sind uns gerade in dcr jetzigen Kriegszeit bekannt geworden. Bürgschaften und Wechsel hängen freilich mit dem Kreditacbcn im wirischastlichen Erwerbsleben eng zusammen und lassen sich ivohl nie beseitigen: umsomehr soll aber gegen das Bsirgschastsunwcseii und gegen das Wechsclunwesen Protest erhoben werden, das schon so viele Familie» dem völligen Ruin zugcführt hat. ES ist unleugbar, daß viele solcher Notstände, wenn nicht hcrvorgerufc», doch bcdcutenb verschärft werden, weil die Frau sich in vollkommener Unwissenheit den BermögenSver- hältnissen gegenüber befand, und daß ihr seitens de» Mannes keinerlei gcschästlichc oder vermögenSrechtliche Entschließunacn bekannt gegeben waren. Hier setzt nun unser Mahnruf ein. Er richtet sich zunächst an die Frauen selbst: Verharrt nicht länger in Gleichgültigkeit und bequemer Lässigkeit diesen Vermögens» fragen gegenüber! Es ist sowohl Pflicht und Recht der Frau, sich Klarheit über Größe und Verpflichtungen des Ehevcrinögcn» zu verschaffen, den Mann zu unterstützen, mit ihm zu beraten und zu besprechen, so wie es Pflicht des Manne» ist, der Frau darüber volle Aufklärung zu geben! Allerdings ist diese Pslicht des Mannes in viele» Fällen nur eine moralische, keine rechtliche, weil versäumt worden ist. bei dcr Eheschließung diese Rechte und Pflichten der Ehefrau seftzulcaen. Deshalb, ihr Mütter, gebt nicht zu, daß Eure Töchter eine Ehe schließen, ohne daß durch einen gut überlegten Ehcvcrtrag alles, was das eheliche Gtiterrecht betrifft, geordnet ist! Das Gesetz kann nicht für alle gleich geeignete Festsetzungen geben: die Verhältnisse beim Besitzer eines großen Ladens, oder beim Arbeiter, beim Beamten, beim Gewerbetreibenden oder Fndustricllen sind zu verschiedenartige, al» daß da» Gesetz allen gerecht werde» könnte, deshalb sorgt, daß Eure Töchter in die Ehe treten mit völlig klarem Bewußtsein ihrer RcchtSziiständig- kciten am Vermögen, und das diese den jeweiligen Erfordernissen gemäß, im Ehcverlraa geregelt werden. Dankenswerterweise gebe» ja viele Standesämter den z» ihnen kommenden Brautpaaren eine diesbezügliche gedruckte Aussorderung und Anweisung, lind weiterhin, ihr Frauen, überlaßt nicht an» Bequemlichkeit alle Gcldsoraen dem Mann. Wie in einer wirklich guten Ehe olle» gemeinsam sein soll, so auch diese wichtige Frage der V e r - mögensverwaltung. Kümmert Euch darum, scheut nicht Mühe und Arbeit dabei, dann iverdet ihr immer Klarheit haben, und Sorgen, wie die oben erwähnten, werden Euch erspart bleiben. Alle Männer, auch die, die nicht über ein Geschäst zu bestimmen habe», sollten cs sich angelegen sei» lassen, ihrer Fra» eine Vollmacht au».,„stellen. die sic zur vollständigen Vermögensverwaltung oder wenigstens dazu ermächtigt, bei Einnahme und Ausgabe den Mann selbständig zu vertreten, auch bei einem allensallsigen Bankkonto. Zuletzt richte» wir noch eine herzliche Bitte an die Banken, Finanzämter. Lrtsgcrichte, GrundbuchSbeamic und ähnliche Fnstitute um »nterstützung in dieser Sache. Wenn z. B. diese Fnstitute darauf drängen, baß jede» Guthaben oder der- gleichen auf Mann und Frau gleich,eitia llberschrieben wür- de», alle Rechte und Pflichten von beiden Teilen ausgcübt werden sollten, wenn die betreisenben Behörden auf die Ebeverträge, auf Käufe und Verkäufe der Ehcaaiten ihre Aufmerksamkeit in d c m Sinne richteten, daß sie nach »rästen siir ein eheliches Güler- recht einträten. das beiden Ehegatten gerecht wird, so wäre schon viel geholfen. Wir sind uns zwar bewußt, daß keinerlei rechtliche Mittel dazu zur Verfügung stehen, aber ein freundlicher Rat, eine Erklärung der Vorteile usw. würde manches Gute wirken. — Verwandte als Feinde. Au» Elsaß-Lothringen wird der Köln. Volks,tg. geschrieben: Tie Fälle, wo sich Freunde und Verwandt- im blutiaen Ringen an der Westfront »ege», übertreten können, sind bierznlande nur allzu zahlreich, denn cs gibt kaum eine alteingesessene Familie, die nicht hüben und drüben Verwandte und Belannte hätte, und zwar oft sehr nahe Angehörige des engeren und weiteren Familienkreises. To klaqtc mir unlängst »och die verwitwete Mutter eines jungen lothringischen Lehrers, der ebenfalls in den Krieg gezogen ist, daß sie nichi nur von der Sorge um ihren einzigen Sohn gequält wird, sondern viel- mehr von dem schrecklichen Gedanken, ihre beiden Brüder könnten sich einmal g e g e n ühe r st e h e n . da der eine als deutscher Lanbivehrmann, der andere als französischer in den Krieg gezogen ist und jeder auf seinem Hosgut Frau und Kinder zurückgc- lassen bat. Daß Veticrn aus beiden Seiten kämvsen, hält man fast für selbstverständlich. Letzthin kam in einer Bahnichutzwachc im Elsaß ein Trupp französischer Gefangener vorbei. Die Bache bestand zumeist aus lothringischen Landsturmleulen. Ein Lemberger, der bei allem den Humor nicht verliert, rief mit lauter Kehle in die Gefangenen hinein: „Pas de freres lorrains?" „Keine lothringl- scheu Brüder?) — „Si" sFawohl), antwortete da einer. „je suis lc Öls d’A. W de Lemberg" sich bin der Sohn des A. B. aus Leviberg). Und der Zufall wollte e», daß gerade sei» Vcucr unter dieser Bahnschutzwache war. Zu Balschcid, wo die Schlacht am 20. August so viele Opfer verlangte, stand vor dem Feldlazarett im Schwesternhaus einer unserer Feldgrauen Bache, und drinnen logen viele Verwundete, namcnttich Franzose». Unser Wachtposten gehl auf und ab, und man merkte ihm an, daß er sich gerne mal die Verwundeten angesehen hätte. Nach dcr Ablösung redete er in gutem klsässisch de» Psarrcr. Abg. Dr. Heiimc», der diese» Lazarett musterhaft eingcrichtet hatte, an und fragte ihn. ob er nicht mal schauen dürste, ob uuter den Verwundeie» keine Bekannten wäre». Und wie war er erstaunt, unter de» Verwundete» zwei seiner Kollegen zu sindcn. die kur, vor dcr Mobilmachung mit ihm in ein und derselben Werkstatt zu Pari» gearbeitet hatte»! Würdet man nachforschen, e» ließe» sich au» diesem Krieg wohl manche solcher Fälle sammeln. — Bei Weihnacksissendungen wird wieder!»!« daraus wusniertz i'am gemacht, diese mögbckstt frühzertig au,z>qvl>en. hom« die Pakrrnlassen sich in den letzten Tasten vor dem Fest« nickn allzu srthr znfammendrängen. D.rni, ist es dcr Post sett-stverstündlick» nicht mehr möglich, die Tendimgen recht««,« ut bcitfllen. Die Paket v sind dauerhaft zu verpacken und d cutl id) zu adressiere,,. Tie Pakoiausstdrist muß iaimiiobe Ai«ab-» dcr Pakclkartc ciartHtlon». also auch den Fiankvvevmerck, bei Piketen »in Poflnachnghinc den Bei rag dcr Nackn-ahnie stnmc den ?!»«icn und die Wohnung dcS Abseitdcis, bei Eilgaketen den Vermerk ,d»ni> Erldoten" »str>. Die tttcrsendung »wdrrrer Pake:« mit enier P-kackarte ist für dir Zeit vom l2. bis enijchkcßt.ch 2-l. De.d'nit>er weder nit inneren deuisdn« Verkehr iwch i»n Vorkehr mit dem Ausland aestattet. Die Kohlenproduktion in Hessen. Dir monailiche Statistik der üohlenproduktion de» Gvostbenwgtunis Hessen ivrist laut Do rrnili Zcituiag flir den Moiiait Novciwber 11114 foßwnde .Zotiien nach: Ans Rolchronnkobien winden gefördert tzs 1W1 Tonne», verkauft nmriwti davon 8602 Tonne». Dar grösste Teil dcr RotLr-lsic ivurde Witter, r>c rar beitet oder war z»rr wcetevon Venatdeitini,, t>est>,nmt. A>u> den veraideiset«,, Rotckohl«,! wurde» neben Sck»velerkvrud«tslen erzeug! 1875 Tonnen BroraiEohlendrckerio und 120 Tonnen Naß-> preßsteme: «iszrrdem wurden m Hessen 7408 Tonnen Steiiikohte»»! btilfii • ci o. r linier Berückstchitiiiping der ans Voniiw»»ittl«i iideruviimtenen Besdände iowir des Absatzes und SeldlivcN'vaMt»- verblieben am Mon»id»fchluß .Tssatzsälng 2147 Toi men SMibniuai- kohlen, 8« Tonnen Braunkohlondrlkedls, 8057 Toinie» van»kohlen Naßpreßsteine und 11513 Tonnen Ticinprestkohle», zusammen 11,753 Tanne» Braunkrchlen und tbohlenvrodnkte im Gesanuiver!. von 250 000 Mark. — zMidliheater Am Freieag crbeiid ivurde de», Publikum in „Ha sein an n» Töchter" ein Sksick gebvten, da» eener flirte» Ausnahme immer sicher sei» kam,, zumal weim die Mitwirkendeit das Fhve durch gutes Spiel dazu öe-i«nagen, ivie das liier von allen Seite» gostimh. Das „Vatlsfiück", wie es der ittrrsasssr — Adolf L Arrowge, flvl>. 1838 m Hambiing. m dvn 7vrr Fahren Thcaler- direkior in BreSIa» und Berlin - nennt. IM nvck» nichts von seinez- ?lu,ich:»qiskrosr ringebsisst. vlnvohl es l>eveits ei» Aller von 40 Fahien erreicht hat und u!'zzädliflcnn>I an den deutsche» Bühnen anf- gefühvt wirvde. Haseniomi. dar vv» Herr» Go I I nespiel« ivurde. ist Kunst- und Hoondc!o,i 0 iriier, der Man» sciuer Alüeriine — Fr-I. Frenz«! —, die das Regnosiir tun Hanse siihrt. Fhr Elioherr kümmert sich nicht viel um die Fanii4i:nanflelrgeiit>ei>e»: er trägt sich mit Gedanke» au weile Reisen >r»d findet im Siuüiimi des Fahrplans sei» Vcrgunflcn. obivohl cr selten ober nie zu einer Rei-f« gekomuie» ist. Fm iveitcvvii Verlauf des SstickcS zeigt sich dlist Mutter Hasemam« bei Erziel,ung cki-rer Tödsier die Zügel z» locker ließ: zu rechter Zeit besinnt sid, aber zxisemaii» darauf, daß er auch ein Wort mi«zureden hat und verhiitet so n«aud»es Scksiimme, bringt es sogar fertig, die Dissrrcirzen zu beseitigen, die sid, in der Ehe seiner Tochter Rosa mit dem Fabrikentten Küuner drohend aiis- getiirmt haben. Letzteren gab Eieineu» v. Roggen hausen mst», stattete ihn mit alle» Eigenschaften des girte» Ehencamis aus: in Frl. Sonntag-Blume Katt« er «i,vc Partnerin, die ihrer Aus flabe vollkomnien gerecht wurde. Vorzüglich wie immer, war Hansi Illartini als Frau des Schlossermeisters Knorr — Herr Grosse r- Bra« r». — Dieses Elnwaar criveckt durch semen immerwährenden Strcft uni Nichi^rkeiten Heilcrkeit. Ludwig Gr o s se r fand lich vccht Mit in die Rolle de» ungl«ickl«h Lirbvnden. ivährend Frl. Wengerdt 0 Tote und 340 Gefangene. Unsere Artillerie beschoß den Bahnhos Aprrn zur Zerstörung feindlicher Truppenbewegungen. — Bei 21 rras wurden Fortschritte gemacht. — I» der Gegend S o » a i n - P e r t l> e s griffen die Franzosen erneut ohne jeden Erfolg an. — Im Argvnneu Walde versuchten die Franzosen nach Wochen- langem rein passiven Verhalten einige Vorstöße. Sie wurden überall leicht abgewicsc». Dagegen nahmen die deutschen Truppen wiederum einen wichtigen französischen Stützpunkt durch Minensprcngung. Ter Gegner erlitt starke Verluste an Gefallenen und Verschütteten. Außerdem machten wir 200 Gefangene. — Bei Apremont südöstlich St. M i h i c l wurden mehrfache heftige 2lngrisse der Franzosen abge- wicscn. — Ebenso auf dem Vogesen kam me in der Gegend westlich Marker ch. Au der o st p r c u ß i s ch c n G r e n z c warf unsere Kavallerie russische Kavallerie zurück und machte 350 Ge- sangcne. Südlich der W e i ch se l i n 2! o r d p o l c n entwickeln sich unsere Operationen weiter. In Südpolcn wurden russische 2lngrisfe von östcr- reichisch-uiignrischc» und unseren Truppen abgeschlagen. Die oberste Heeresleitung. Französische Angrisie in Lothringen abgeschlagen. 11000 Russen in Polen gefangen. W. B. Kroges Hauptquartier, 13. Dezember vorm. (Amtlich.) Nachdem am 11. Dezember die französische Offensive aus Apremont (südöstlich St. Mihiel) gescheitert war. griff der Feind gestern nachmittag in breiter Front über Flirey (halbwegs St. Mihiel—Pont-ä-Muffon) an. Der Angriff endete mit dem Verluste von 600 Gefangenen und einer großen Anzahl von Toten und Verwundeten. Unsere Verluste betrugen dabei etwa 70 Verwundete. Im übrigen verlief der Tag auf dem westlichen Kriegsschauplätze im wesentlichen ruhig. In Nordpolen nahmen wir eine Anzahl feindliche Stellungen. Dabei machten wir 11000 Gefangene und erbeuteten 43 Maschinengewehre. In Ostpreußen und Südpolcn nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Siegreiche Kämpfe in Galizien. Oestcrreichische Tagesberichte. W. B. Wien, 12. Dezember. Amtlich wird verlaut- bart: 12. Dezember mittags. Ungeachtet aller Schwierigkeiten in dem winterlichen Eebirgsgelände setzten unsere Truppen unsere Vorrückung in den Karpathen unter fortwährend siegreichen Gefechten, in denen gestern über 2000 Russen gefangen genommen wurden, unaufhaltsam forr. Die Pässe westlich des Lupkower Passes sind wieder in unserem Besitz. In: Raume südlich von Eorlice, Erybow und Reu-Sandec begannen größere Kämpfe. Die Schlacht in Westgalizien, deren Front sich in der Gegend östlich Tynbark bis in den Raum östlich Krakau hinzieht, dauert an. Gestern brachen wieder mehrere Angriffe der Russen in unserem Artilleriefeuer zusammen. Die Lage in Polen hat sich nicht geändert. Die Besatzung von Przemysl brachte von ihrem letzten Ausfall 700 gefangene Russen und 18 erbeutete Maschinengewehre mit sehr viel Munition heim. Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabes: v. Höfer, Generalmajor. Wien, 13. Tcz. (W. 15.) Amtlich wird verlautbart. 13. Dczenibcr. In der Schlacht in W c st g a l i z i e n ward? der südliche Flügel der Russen gestern bei Limanowa geschlagen und zum Rückzüge gezwungen. Die Verfolgung des Feindes ist cingcleitet. Alle Slngrisfe auf unsere übrige Tchlachtfront brachen ebenso wie an den früheren Tagen zusammen. Unsere in den Karpathen vorgerückten Kräfte setzten wieder unter mehrfachen Kämpfen die Verfolgung energisch fort. 2lm Nachmittag wurde Ncu- Sandec genommen. Auch in Grybow, Gorlice und Z m i g r o d rückten unsere Truppen wieder ein. Das Z c m - p l i n e r K o m i t n t ist von dem Feinde vollkommen ge- säubert. In den abseits von den Schauplätzen der großen Ereignisse gelegenen östlichen W a l d k a r p a t h c n ver- mochte der Gegner- südlich des Gebirgskammes nirgends ^oescntlich Raum zu gewinnen. Im allgcnieincn halten unsere Truppen die Paßhöhcn, in der Bukowina die Linie des- Suczawo-Talcs. In Südpolen wurde nicht ge- kämvit Nördlich Lowicz setzten unsere Verbündeten den An- griff auf die stark befestigten Stellungen der Russen erfolgreich fort. Ter Stellvertreter des Chefs des GcneralstabS v. Höfer, Gcneralinajor. Die Kämpfe in Polen. Ungeheure russische Verluste. Tie Räumung Lodz durch die Russen geschah heimisch des Rachts. daher ohne Kamps und unbemerkt. Sic war aber nur das t?r- gcbuis der vorhergehenden dreitägige» Kämpfe. In diesen hatte» die Russen ganz ungeheure Verluste, besonders durch unsere schwere 2lrtillcric. Die verlassenen russischen Schiitzcngräbc» waren mit Toten buchstäblich angcsiütt. Noch nie in den gesamten Kämpfen des Ofthccres, nicht einmal bei Tanncnbcrg, sind unsere Truppen llber so viel rusfisckst Leichen hinwcggcschritten. wie bei den Kämpsen um Lodz, Lowicz und überhaupt zwischen Pabianicc und der Weichsel. Obgleich wir die 2lngreiscr waren, blieben unsere Verluste hinter denen der Rusicn weit zurück. Wir haben ins- bcfcndcrc im Gegensatz zu ihnen ganz unverhältnismäßig wenig Tote verloren. So sielen bei dem bekannten Durchbruch unseres Rcservckorps von diesem Sceresteil nur 126 Mann; es ist eine ausfallend niedrige Zahl. Für die Verhäitnisic ist demgegenüber bezeichnend, daß allein auf einer Sähe südlich Lutomiersk swcstlich Lodzs nicht weniger als 887 tote Rußen gesunden und bestattet worden sind. Auch die russischen G c s a m > v e r l u st c können wir, wie in de» früheren Schlachten, ziemlich zuverlässig schätzen. Sie betrugen in den bisherigen Kämpfen in Polen mit tkinschlus, der von uns erbeuteten 80 »Ml Gesungenen, die inzwischen mit der Bahn nach Deutschland abbcsördcrt worden sind, mindestens 15000» Mann. Tic Stadt Lodz hat durch die jüngsten Kämpfe um ihren Besitz sehr wenig gelitten. Einige Vororte und Fabrikanlagen außerhalb des Stadtbezirks haben Beschädigungen auszuweiscn, doch ist das Innere der Stadt fast unversehrt. Das Grand-Hotel, in dem sich ein ruhiger Verkehr.abspiclt, ist unbeschädigt. Die elektrische Straßenbahn passiert ohne Störung wie in Friedenszeitcn. » E * Das französische Parlament. Paris, 12. Tcz. (Ctr. Frkft.) Der gestern im Elysck unter dem Vorsitz des Präsidenten Poincarck obgehaltene Ministerrat hat endgültig beschlossen, das Parlament zum 22. De- zember für eine außerordentliche Sitzung einzuberufen. Der Ministerrat beschloß weiterhin, dem Parlamente nicht ein regelmäßiges Budget für 1916 zu unterbreiten, sondern zunächst nur die Genehmigung von sechs provisorischen Budgetzwölfteln zu verlangen. Der Wortlaut dieser Vorlage sowie die Begründung wurde vom Ministerrat bewilligt. Die Stimmung in Rußland. Rom, 11. Dez. (Ctr. Frkft.) lieber die politische Stim- mung Rußlands erfährt die Franks. Ztg. aus Kreisen der Entente das Folgend«: Die Konservativen in Rußland neigen zu einem ehrenvollen Jlusgleich mit Deutschland, wenn dieses bereit wäre, Oesterreich-Ungarn preiszugeben. Ter Zar soll bei seiner Reise nach Polen in diesem Sinne mit militärischen Führern im Felde gesprochen haben. Die Militärs dagegen suchen zuerst das Prestige der russischen Waffen zu wahren und inszenierten eine Kundgebung der Moskauer Kaufmannschaft für eine Fortsetzung des Krieges bis zur Niederwerfung Deutschlands. Die Spannung ztvischen den Konservativen, die ans einer Schwächung Preußens einen Tieg des Radikalismus und eine Gefahr für Rußland befürchten, und der russischen Revolutionspartei verstärkt sich. Blätter, die die erstcre Richtung vertreten, werden von der Zensur nicht unterdrückt. Der Krieg im Orient. Tic Operationen der türkischen Kaukasus-Armee schreiten, unterstützt von der türkischen Flotte, weiter günstig varwärts. 2lbtcilungeu der russischen Flotte, welche im südlichen Teile des Schwarzen Meeres zu operieren suchten, zogen sich — wie schon wiederholt vorher — beim Erscheinen des türkischen 2ldi»iralschisscs „Sultan Sclim" fluchtartig aus Scbasiopol zurück. Balttm bombardiert: Konstantinopel, 12. Dez. (SV. B. Nichtamtlich.) Vom türkischen Hauptquartier wird gemeldet, daß der Große Kreuzer „Sultan Jawns Selim", der nach russischen Meldungen schwer beschädigt sein sollte, am 10. Dezember S3atum in Brand geschossen hat. Tie russischen Landbattcricn haben ohne Erfolg das Feuer erwidert. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Gießen. Verla« von Krumm & Cie., Gieße». Truck: Verlag Offenbarster Abendblatt. K. m. b. H.. Ottenbach a. M Bekanntmachung. Die in 1871, 1874, 1873, 1872, 1871, 187» und vom 1. August bis 41. Dezember 186» geborenen, unausgebild-te» Landsturm. pflichtigen II. Aufgebots mrrSe» hlmmit ansiic,'ordert. sich vom 16. bis 2». Dezember 1914, vorrnistegs von 8 bis 12 Uhr „uh nach mittags von 2 bis 6 Uhr im Rathaus am Marktplatz unter Vorlage ihrer MllllSrpapirve (oder anderer Ansnxispapiere) zur Land, sturmrollc zu melden. Wer die Amneldunig in der vorstehend gesetzten Frist miter- laßt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Rsi-naten bis zu simi Fahren bestraft. Gießen, dm 12. Dezember 1914. - Der Oberbürgermeister. _ I. V.: Emmcl i u S. _ . . _ Bekanntmachung. Die Listen über die vom 1. bis 3». November 1914 in Anrech- >«»:ig zn brbiiMnd-n Verpflegungstagc für die Mannschaften de« Lonbsturm-Ersatz-Bataillons kömnvn ami 14. und 15. d. M. im Stadt-- housr.. Gartenstraße 2. Seitenbau, oiin>a>eschen werden. T'ej ewigen Edmvohner, bet brnte» (feit 25. November) die noch nicht militärisch ausgcbildeten Landsturmtcute untergobvaxht sind, werden anfgcfordort. ihren Anspruch aus Verpslcgungsgeld unter Verweis des Quartverzettels an gleicher- Stelle am Montag, den 14. Dezember anzumclden, da die Begleichung in einer Summe an den Hauswirt oder an einen der beteiligten Hausbewohner zu Un» Zuträglichkeiten geführt hat. Ter Oberbürgermeister. _ Ü c 11 c r. Butter per Pfd. Milch Hühnereier Gänsceier Käse Kasematte Tauben Hühner Wocherimarktpreiko in «ietzen am 12. Dezember 1914 1.30-1.4» Mk. Liter 22 Pfg. Stück 12—13 Psg Stuck — Pfg. Stuck 6—8 Pfg. 2 Stück 5—6 Pfg. per Paar 0.8»—1.20 Mk per Stück 1.20—1.8» Mk. Hähne ver Stück 1.50—2.d0 Mk. Gänse ver Pfund 0.60—0.70 Pfg. Ochsenfleisch per Psd. 0.80—0.92MI. Kalbfleisch per Pfd. 70-75 Psg. Knh- u. Rüidfl. per Pfd. 80—84 Pfg. Schwciiiesicisch per Psd. 70—90 Psg, Hammelfleisch per Pfd. 70—90 Psg.^ Kartoffeln p. Matter 7.00 Mk; Kartoffeln Psd. 4 Pfg. Zwiebeln ver Pfund 12—15 Pfg. Blumenkohl per Stck. 15—30 Pfg. Kohlrabi Stck. 5—10 Pfg. Weißkraut p. Haupt 8—12 Pfg. Rotkraut p. Haupt 15—25 Psg. Wirsing v. Hanvt 10—20 Psg. Aepfcl per Pfund 12-20 Pfg. Birnen Piund 10—15 Pfg. Nüsse 100 Stück 40—45 Pfg. riegführmig Heer Stoffe Militärische Hachausdrücke gemeinverständlich erläutert von Ernst Oaumig preis 10 pf. 3 n einer Zeit, in der die kriege- rischen Vorgänge und Fragen des Heenvesens im Vordergründe des öffentlichen Interesses stehen, kann man sich nur dann ein richti- ges Bild von den auf- und niederwogenden Zeitereignissen und der wildbewegten Handlung auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen machen, wenn man die Bedeutung der Worte, die in der militärischen Organisation sowie ln der Kriegs« Wissenschaft gebräuchlich sind, eich, tig erfaßt hat. Daher sollte jeder diesen wichtigen »einen Ratgeber besitzen. Auch die Soldaten im Felde werden ihn sehr begrüßen. Das Hest kann als Feldpostbrief portofrei versandt werden. Obel hessische DolkSzeitung, Gießen in jeder Ausführung und Preislage. Direktion: -Hermann Stcingoctter Dienstag, 15. Dezember 1914 avenvö it Uhr: 6. Dienstags»Abonn. - Vorstellung. tzi(k«ii-ls TW« Volkrstück in I Alten von Adolph LÄrronge. Gew. Preise (ermäßigt). (bndc 10'/., Uhr. Von dem Grundsatz ausgehend, daß ein gutes, belehrendes Buch auch in diesem Jahre das beste Geschenk für jung und alt ist, hat unser Berliner Parteiverlag eine Weihnachtsprämie für alle Leser der Partei- presse geschaffen, die sicher sehr willkommene Aufnahme finden wird. ::: Das Werk führt den Titel: Der Deutsch-Französische Krieg 1870-71 (Sonderdruck aus: Die Weit in Waffen), hat einen Umfang von 320 Seiten großes Gesehenkformat und ist mit 245 Bildern und Dokumenten ausgestattet. Enthält auch viele ganzseitige Illustrationen und wird in einem schmucken Einband geliefert. — Eine wahrheitsgetreue, von einem Sozialdemokraten gegebene Schilderung des Deutsch-Französischen Krieges muß zur Zeit des gewaltigen Weltkrieges besonderes Interesse erwecken. — Verfasser dieses Werkes ist Hugo Schulz, gegenwärtig Kriegsberichterstatter im österreichisch-ungarischen Hauptpressequartier D&z Preis beträgt nur 3 Mark Buchhandlung der Oberhessischen Volkszeitung, Gießen, Bahnhofstr. 23 ^Ä 0 " Wir bitten um recht rege Benutzung dieses Sonderangebotes. — Bestellungen nehmen alle Zeitungsträger sowie die Unterzeichnete Buchhandlung entgegen