LbtlheWt isolföjfttiiiig Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargcbictc. Dt» vbrrkrinlck» valkS.ettun, erschern, ictxn Zierüag Bbtnb ln #uh» Der tüjormtmcmjprr.j belränt wöchentlich 15 «i, u monollxb B ®»o. ftxildjL©rtnocrloba Durch die Poll dezayen vierteliäbrl.I-OMt (Rckatltan anb (fmrbltUn 91(brn. »abnbafdralir 88. tfifc Sätt-fn«afk. Trlcbkan 8008. 3nfrral« lallen bi« B mal aelpalL Kotonetzrü» oder deren Uta um tb Uz» Sc, arösteren Nutträgen Ra all. Sitze,gen wolle man b>» abrnM 7 Kit tür dir folflmbr Rümmer m ber Ifitxbitton au'gedea Nr. 289 Gießen. Samstag, den 12. Tczcmlicr 1914 9. Jahrgang Die Dierzinjähriqcn alsLoldatcn und Induftricardeitcr. Nom Wrltlrricy. m i»u itdlunj' »Mit dem 40. ^n(|r kommt fiir den modernen Onbiiftricarbciter e Masorsccke, der entscheidende Wendepunkt: er wird als zu all i» dem kapitalistischen Apparat auSgcschicdc» und kann nur noch i den A»s>e»schlägcn des Betriebes als fchlcchlbczahlter Hilss- beiter Arbeit finden." Diese Feststellung machte aus einer der letzten Geiieralver- mmlungen des Vereins für Sozialpolitik Pros. Weber und zwar s Resultat von »mfaiillrcichen Untcriuchungcn über »Anpassung id Auslese der Arbeiter der Grotzinduftrie". Nun ist der Krieg dazwischen gekommen. Sine AuSeinander- imig mit diesen Niilcriuchnngen, die wohl noch nicht abgcschiosicn d, mutz später erfolgen. Wenn auch Einzelheiten der Tarstcllunq greisbar sind, so ist daö Resultat ossizicll als richtig bestätigt >rdc». Das Rcichsarbeitsblatt brachte kurz vor dem Kriege tistischcs Material, das die Vierzigjahresgrenze der Industrie- beiter im wesentlichen bestätigt. Ter Gcivcrkichaslsmann in der Praxis tcnnt di« Ursachen, Ee der Industrialisinus. der sich sortschrcitend rationalisiert. Die oduktio» wird durch die Maschincnivirischafi immer setzr vertiert. Die Maschine ist ein eiserner Arbeiter, der dcn Mcnschcn- oeiter von seinem Platze stoftt. Immer bringt die Maschiiieii- rtschast auch eine Arbeilsverdrängnng hervor. Das Argument nicht richtig, baft in demselben Umsang die Absatzquelle» steigen, c die Produktivität der Arbeit In die Höhe geht, In Wirklichkeit |)t der Verbrauch des Menschen im Fabrikbctricb relativ zurück. Die moderne Maschtnen»irtschaft zwingt aber zur erhöhten Snutznug der Produktion. Die Anschasfung der neuen Maschinen kostspielig, die Betriebsmittel müsien sich amortisieren, und iver- i voll «uSzrmuven gesucht. Der Maschinenrhythmus zwingt auch > Industriearbeiter tu eine intensive Tätigkeit hinein. ES findet eine Auslese der Indnstricarbciler statt in den, nne, daß immer n»r noch die junge», unverbrauchten Arbcits- iftc verwendbar sind. Und so sind wir in der deutschen Industrie. lts überall zu der Tatsache gekommen, das; einem Arbeiter mit i fahren, der an der Tür einer Fabrik um Arbeit ansrägt, wegen Alters ein abschlägiger Bescheid gegeben wird. DaS wird >e Zorgensragc kür den moderne» Gewerkschaftler. Der Haupt- rftand des Metallarbeiter-Verbandes hat aus eine» Antrag seiner rliner Mitgliedschaft schon Erhebungen über die Vierziaiahrcs- nze im Mciallarbeiterbcrus beschlossen. i'olitschcr erzählt vom erikanischen Industrialismus, das; sich die Arbeiter in diesem tt die grau acwordencn Schläfen mit Schuhwichse schwarz den, das, sie Arsenikprävarate zu sich nehmen, um jung zu crimen. uni de» Unternehmer zu beschwindeln. Wird der deutsche vitaliSmus die gleichen Bahnen wandeln? Ter Krieg hat uns nun auch In dlelcr Beziehung eine lieber- chung gebracht. Nicht nur die jungen Arbeiter haben Maschinen > Werkzeuge sichen lallen müllen und sind nach C(lc;t und Weste» gezogen worden, sondern auch die Vierzigjährigen liegen heute den Schützengräben und haben alle Strapazen und värtcn des cges zu llberstchen. Wir Inhrcn einen V e r t e i d i g » n a S - ieg, in dem alle Kralle gebraucht werden, und mit der Talle ist zu rechne», dasi noch mehr Reserven, und darunter h ältere Männer. inS Feld müsien. Hier liegt ein Widerspruch, den wir mit als eine Lehre des eges verbuchen tollen: Unter de» vierzigjährigen Männern, die gedienter Landsturm ihre Pflicht tun «nd alle Strapazen des ege» zu trage» haben, befinden sich Industriearbeiter, die zu tfe als zu alt in Fricdcnszcitcn keine Arbeit mehr kommen können. So wird den» auch das eine iozialvolitt'äic lge sein. Vorsorge zu tresjen. Tchuhwällc und Dämme gegen rationalisierte Arbeiisiyitki» der hrutinen Industrie,virtschait zurichten. damit uns die Arbeiter als Schassende nicht zu s-iih dem wirtschastlichen Organismus aiisaeicholtet werden. Wie ein Volk stark bleiben, wenn cs sich in seine» breiten Schichten früh verbraucht? Ter Heldzn», in Scrbie?». IRussische Vcrstärkuugcir für die Le bcn Bukarest, 1<>. Dcz. ((itr. Frkst.) Die serbisch« Armee ist |-J hier vorliegenden Nachrichten durch fünf russische gimcntcr verstärkt worden, die am 27. Cf tob'. - Archangelsk abgegangen und am 29. November in idari eingetroffen fein sollen, tiin weiterer Transport |) Antivar: fei unterwegs. ScrbiidK Methoden. «ie». " Dez. sW 8. Nichtamtlich.) Di- Pol,: ilden., schreib,: bereits bekannt, veriol.zi die ierbiichc In, er seit dein Bo»,,:, ickzuget d,e Mcchod«. rhrr »cn Ortschaften vor der Rälunung zu plündern und zu » ö r c n. Nunmehr liegen dekai Illen« Adrlüimgen vor, die iS neuerdings übereinstimmend bestätigen. Tv wurden von ren Tnippen bi« Ortschaften Krupani, Zaolaka, Karnenica u, . lewo teils ganz verödet, teils geplündert, zerstört odcr^ al :e- j Tttt tH>t*yefun6eiL Mil evi^vclucn iebenen Crtt ^c- n«ni wurden von unteren M-litärk.Hörden ProwkvUc a-i'ge- men, d>« bestätigen, daß .das serbische Militär vor dem Brr- n des Ortes Geschälte mrd Wohnung geplündert und bau,er Brand gesteckt habe, ivahrenü unsere Soldaten sich keiner!«, Ichrettungen zuschulden kommen liehen. Tic von dem ie-.hsichen iwr verübten Plünderungen und Brondstiskunar» wurden auch rTllfObti iiiifa :. _ . » • - » , « /.... "D \ ?'"igen unserer Qssizierr durch das Jernrohr beo bachtet. Dci Irich von der Trina bis Valjewo war einst .. » n,.. , „ u einige a.aqc gan^ » LL dah die serbische Regierung anbefohlen o« errmlvevölkerung dieser Gvaend in Valiewo .zusammenzutreiben. Spüler aber, als sic den Ri,ckzug der serbischen Arniee hinderten, sollen sie von den eigenen Soldaten zuriickgcrricbrn worden lern. Nachdem nnser« M,litärl>ehördeii der serbischen Zivit- l-cnölf«rmta die Rückkehr zum heimatlich:» f^crde gestattet hat, strömten diese nun in grobe» Massen zuriick. Tcr.ttrtcrt im Cricnt. Türkische Fortschritte im Kaukasns. Koustantinopel, 10. Tcz. (fV. 1?. Nichtamtlich.) Ani!- uchcr Bericht. Eine ttrenzabtcilung bat im ItaukafuS uaouchard, im Jiorde» von LIty. besetzt. liniere an der lsircnze von Aserbeidschan operierenden Truppen sind bis Lvinay und Tjihari, im Cften des Wilajets Van, vorgerückt, llinssiiche Minen im Lckiwarze» Meer. London, 10. Dcz. (Gtr. Irkst.j Wie hierher gemeldet wird, kündigt die russische Regierung au, das; sic aus wilitärifchen Cr- wäguugcn lieraus gezwungen sei. im Schwarzen Meere vor der russischen und Inrkisärcn Lüste Minen z» legen. Unter diese» II’»- ständen erleidet die neutral« Schissahrt in; Schivarze» Meer gros^ Schwierigkeiten. Tcr Lchcich der Lenusscu u d die Iiaiicncr. Äonstantinopel, 10. Dcz. gnd und Frankreich verkündet hat, fortan nur gegen dre Engländer kämpfen werde und endgitlig daran, vstrzichte, die Italiener in Libhcn zu beunruhigen, solange er nicht selbst angegriffen würde. Tie LtimmttNsi in 2 lentipten. Budapest, 10. Dez. stV. 8. Nichtamtlich) Pcsti Hi rlap ver- össeiitischt eine Unterredung seines Lonstantinopcler Uorreipon- dcnteii mit dem Eh) der ix.,«M<» Rifitärmtssion, General Simon von Sanders, welcher a»Ssühric: In Acgnptc» stehen bis setzt nur türkische Vortruppc». Desto ersrenlicher ist es. l>an auch diese schon grohe Ersvlge errangen und die Vorposten bis Tuezkanal vor- drangcn. Doch ist di« Lage in Aegypten nicht Ic,äst D,e Engländer käinpscn lücht bloh mit Soldatcn. sonder» auch mit bielü, Bcslechnng und Spionen. Durch drab lose Telegraphie sind sie in steter Verbindung mit der Klart«. Tie lönnen seden Schrill der Türken überwachen. Wie tömxn sedoch m t Recht hossen. das, diese trotz aller binden,,sie mit den Engländer» in Aegypten int,fl werde,!. Tic Stimm.rüg ist ihnen nicht günstig Es werden »naild- gesetzt tlemere und gröbere Ansstände gemeldet. Tie türkische ?lrmec hat sich seit den, Baikankricge sehr gedellcrt: insbesondere verwandle man sein« Sorgsall daraüf. das; der Verpslegurps- und JanltSlSdienii tadellos fiwklloniert. — Auch mit dem Minister d:s Junen, Talaat Ben hatte der Lorrrsponde’ü eine Un'.erradiriig Talaar sagte: Wir sind mit allen neutrale» Sdaalen in einem anS- glzeichneten Verhältnis. Ri« Bulgarion verbindet uns onge Ktemidschaft. (^in ricucr rusfischer t^civaltakt. .sipnstaiitii’.oprl, 10. Tez. i\\ I! Nick’tamtlieh.) Von zuverlässiger Seite wird gemeldet, dasi die rl.sstschen Militärbehörden gewaltsam in das türkische Konsulat in llrmia ein- dringen wollten: einige tiirkische Soldaten, die sich entgegen- nellte», wurden niederge'ckzoiien. Der türkiirbe Konsul wurde, nachdem er'unerhörte üirausamkeitcn erlitten hatte, unter Bedeckung »aä, Tisl,s gebracht. Einige veriiiwe OJcfcfxiftö- leute wurden in Anklagezustand versetzt unter der Beschult», gnnp, de» Mürben Munition geliefert zu haben. Acracbsick'ts Licbcöttiüüen in ricchcnland. Wien, 10. Tez. i«l,t allein der Aufruhr umerdrückt wurde, sondern wodurch auch verschiedene Teile der Bevölterzing in eimr Astlii« gcefnigt wurden, wie dies »jemals zurwr der Fall war. wodurch die grobe» (äefghren, d,c di« lluiou Ixdrohle». zu einem Mittel geworden sind, die Einheit zu txriiürkr» liniere Opfer au Blut »ud Geld sind iel»r beträchtlich, aber ich glaube, das; sie nicht ausxrhoib des Verhält» nisics sind zu de» grobe» Erfolge», d,e wir jetzt rrlanflt Hoden ui,d die auä> in Zukunft für tlfrika zu crnxrrten sind. Wir miissen dafür Sorge tragen, das; eine Wiederltotmig dieser vcrhvecherisck>c» Torlzeir nicht mehr geschehen kann, wir müsien aber z» glcickier Zeit d-irülwr tvachcn, das; nicht ettva ein« Politik der :H,nbf und des Geistes der Uudiildiamkeit getrieben werde. Wir müsien den Geist der Bersöhnllchkeft, der litergedting II,ch der Barmtwrzlgkctt für die Fehler »ist» M sictatcn der Betressen- dni eiiitretcn lallen, denn viele von ihnen Imbeii die W-isseu gego» den Staat erhgl>e». vlme das, sic eigentlich eine i-erhreck>erffche Absicht hatten, sondern nur, iveil ihnen die Einst äst in di« Folgen ihres flufttetens mangelte. Wem, auch «nie gerechte Strafe auftTlcgt werden mühte, io wolle man doä> dedriikeii. dab das Volk von Südafrika eine welle Polttik de» Vergebens und Vevgcsicn« befolgen ivird Moritz und Semp ist «s geglückt, sich auf deutsches Gebiet zu llüchltii, von hier aus werden sic. ausgerüstet nur neuen Ltaffe» u»d ttanoue» „nd gestützt von iliren dciusäien Bun» desgenosien, versuchen, in das Gebiet der Union einzufallgn. Unsere nächste Pflicht ist ei also, dieser Gefahr entgegenisttsehen mrd unmöglich zu inachcn. dah Deufsäi-Südwcstasrika jemals wieder «n de, Inkunft als ein« sichere Staste gebraucht wcvdcii kam,, vmi ivo aus der Fried« und die Freiheit der Union hgdroh; werden kami. Ich hoff« und vertraue, dah das Volk auch gegenüber dieser Gefahr niil ebenso grohcr Jh-oft handeln wird, wie eo sie gegenüber t«n Ansruhr gezeigt hat." BclsüttdlunK dculscher Gefanstcnen in Bclgitt« Einem in deutsche Gefangenschaft geratenen belgischen Soldaten ist ein bemerkenswertes Schriftstück abgenommen worden, dos in deutscher Uebersetzimg wie folgt lautet: »Gruppe 2, Posten 1, 2, 8. Dienstvorschrift fiir die Gruppenführer. Deutsche Gcsanocnc betreffend Unter dem Datum ’ bei 22. August telegraphiert der Minister folgender: Ich höre, bah in gewissen Gegenden deutsche Gesangene mit wahrhaft Übertriebener Riickstcht behandelt iverdcn. In dem Augenblicke, da das dcntschc ihcer. io oft es auf unseren oder unseren Vcr- büiidelcn 2toden vordringt. sich systematisch dcn schmachvollste» Ntcdriakeiieii nicht nur unseren Soldaten gegenüber, nein, auch gegen flinber, Frauen, Greise überläht, wäre es burchaus 2. Dezember ist ein Postkrastwagcn ftir das 18. A r mcekorps auf der Etappcnftraßc, wahrscheinlich infolge m." Selbstentzündung von Postsendungen (Streichhölzer, Feuerwerks körper oder ähnliches) in Strand geraten. Zwei Drittel der Ladim sind verbrannt. Amtlicher sei ts ist wiederholt vor der Verscnduri- feuergefährlicher Gegenstände durch die Feldpost gewarnt wordei Diese Warnung wird dringend wiederholt. Wer sich darüber hin wegsetzt und leichdcntzündbarc Gegenstände versendet, kann bi« All geincinhcft auf das cinpfindlichstc schädigen und die Wohltaten zn Nichte machen, die Liebe und Opfersimi unferm Soldaten im Feld zugedacht haben. Ktiegsiro izen. Tic zum Besuche kranker und verwundeter deutscher Kriege vorgesehene Fahrpreisermäßigung wird nunmehr au, bei Reisen bis zu deutsch-österreichischen Grcnzortc» gewährt, wen die zu Besuchenden in österreichischen oder ungarischen Lazarette liegen. Ferner ist die Fahrpreisermäßigung auch ans Reisen au-. gedehnt worden, die im Falle des SlblcbcnS kranker oder vei wiindcter Krieger zu ihrer Beerdigung von Angehörigen uiitei nommen werde». Das Reichsgesetzblatt veröffentlicht eine Verordnung dc Bundcsrats über H v ch st p r e i s e für Kupfer, altes Messing, a! Bronze, Rotguß, Aluminium, Nickel, Slntinioil »nd Zinn. Die Be ordnnna tritt am rt. Dezember in Kraft. Während des Vortrags des belgischen Slbgcordiicten Lorar in Modena kamen heftige Zusammenstöße zwischen Nativ n a l i st e n und neutralen Sozialisten vor. Der Redni wurde von den Sozialisten fortwährend unterbrochen. Auch na dem Vortrage setzten sich die Unruhen auf der Straße fort. Stuf Antrag der deutschen Regierung erhob die römisö Staatsanwaltschaft Strafklage gegen das sozialistische Wli blatt Slstno ivegcn Beleidigung des Deutschen Kaiser begangen durch Karikaturen und Texte in bcn KriegSnnmmer snnil Ter deutsche Gesandte erhob bei dem Minister des Slcnßei Dstz, Vorstellungen wegen des Tones der Mehrzahl b co l limbischen Blätter, welche die Politik des Tri Verbundes unterstützen. F» Barcelona wütet der Typhus furchtbar. Po 1. September bis zum 24. November sind 11430 Fälle, 1440 m 1. tödlichem Ausgang vorgekommen. Ter Bürgermeister hat Zeitungen gebeten, die Todesanzeigen in kleinerem Format als dc üblichen abzudrucken, da der Slnblick des Slnzcigetcils gerade schauerlich sei. Wie dem Berl. Lok.-Anz. aus Kopenhagen gemeldet ivii ist der Z a r gestern in Tiflis eingetrosfcn und am Bahnhof vi vielen Deputationen, darunter von Obergeorgien, empfang worden. lieber russischen K u n st r a u b schreibt der Berlin Lokalanzeiger: Wie die Nowoje Wrcmja meldet, sind aus dc Ossolinski - Museum in Lemberg 1034 Gemälde, 240 Radierungen. 5000 Slutogramme und eine Slnzahl kostbar Porträts und Entwürfe nach Petersburg gebracht worben. «mm Iideite Km die, Ba ein iht! i Ire »ng kitig, tkrss tömc § >M % Sleid »t zufrieden, denn Olafs starke Arme konnten bei der Arb« gebraucht werden, und Pauls Kopf »nd Rechenkunst war für guten Rat in der Schreibstube von vielem Nutzen. „Nun," sagte er, als er mit Niels allein war und einen Bericht über seine Reise gemacht hatte, „cs steht, ti Ihr seht, alles- gut in Tronijö, Schwicgerpapa. Mein On hat mir sein halbes Haus abgetreten, und lange kann nicht dauern, so wird er mir das ganze überlassen." „Meinst also bald sein Nachfolger zu werden?" sta, Hclgestad. ^er Schreiber lächelte. — „Er fühlt es häufig selbst, t er alt wird. Wohne ich erst mit meiner jungen Frau bei it so kann ich alle Geschäfte wieder auf meine Schultern nchm wie ich es sonst schon getan habe. In Trondhjcm aber sow wie in Kopenhagen weih man, dah ich die Verwaltung le und wenn ich recht berichtet bin, wird die neue Organisati zu der ich nach Aufforderung der Regierung einen Plan gesandt habe, mich nicht unberücksichtigt lassen." „Ruh!" sagte Hclgestad, „will Amtmann werden, ist > angenehm, das zu denken. Kann es der Hand, die arbei nicht verdenken, wenn sie den Lohn fordert, der ihr zukom: Wirst für deinen Onkel Sorge tragen." .. 5o viel ich immer vermag," antwortete Paul, übrigen wißt ihr ja, dah mein Oheim genug besitzt, um * lich so viel Toddy, Punsch und Genever zu trinken, > irgend hineingcht." Hclgestad nickte, lange lachten die beiden Männer, > ihre schlauen Augen begegneten sich. „Und nun", fuhr ' tersen fort, „können wir morgen oder übermorgen auch uni Jagdpartie nach dem Kilvis beginnen. Ich habe alles w vorbereitet: für Afraja ist gesorgt, er wird uns ins laufen, um das Wie? bekümmert Euch vor der Hand nim> „Bin zufrieden, wenn du dich seiner annimmst", 0 r " Hclgestad. „Werde schweigen und warten," Der Schreiber strich durch sein rotes Haar und fuhr lächelnd fort: „Noch ein anderes Geschäft ist zwischen uns zumachen. Die Sitte bringt es einmal so mit sich, daß. w' ein Mann heiratet, er auch nach der Mitgift fragen muh- { Niels Hclgestad dafür gesorgt hat, ist nicht zu bezweifeln,^ fcstgcstellt ist bis jetzt nichts." (Fortsetzung f# - ft. | Sei "in our % tut «e ?SI ükfr Beilage zm Oberhessische» Äolkszeitunj, Nr. 287 Hießen, Samstag den 12. Ae;emk>cr 1914. Hefieu und Nachbar gebiete. »ietzen und Umgebung. Sehnsucht. Auf Posten sprach es der Landsturmman», Tief unten im Tale raunt es die Lahn, Pom Himmel rufen die Tternclein Und auch der Mond stimmt traurig mit ein, Tie Vollen seufzen an, Firmament: Ach war doch der schreckliche Urieg l-ald zu E»d! Das Käuzchen klagt es der stillen Rächt, Im Oste» und Westen tobt Schlacht auf Schlacht Manch teure» Freund die Erde schon deckt, Biel Tausend noch fallen, die niemand mehr weckt. In der Heimat die Lieben, sic ringen die Hand': Ach war doch der schreckliche Krieg bald zu End! Tie Toten flüstern cS a»S- dem Grab, Schont doch der Lebende» Gut und Hab, Stellt endlich das grausige Morde» ein. Die Menschen, sie sollen Brüder sein. Wenn dieser Gedanke beseelt die Welt, Tann ist auf ewig der Krieg auch zu End! lVon einem Genosse» aus dem Westerwald,) — Stadtlicrordnetenversammlung. In der Sitzung an: Donnerstag waren anwesend: Oberbürgermeister Keller Beigeordneter Grünewald: Stadtv. Tr. Ebel. Eickenaucr, .aber, Fr,cdbergcr. Habenicht, Tr. Habcrkorn, Heichelheims 'elsricb, Huhn, Jann, Leib, Löber, Orbig, Plank. Petri, .chafsstadt, Simon. Tr. Somnier, Vetters, Winn. Der Oberbürgermeister eröffnet die Sitzung gegen ß Uhr und teilt mit, daß einige Serien Schnldverschrci- ungen nicht ausgelost zu werden brauchen, da sie durch llckkaus gedeckt sind. — Vom Stadtv. Vetters sei folgender ntrag cingcgangcn: „Tic Ttadtverordnctenversaminlung wolle beschließen: ie zuständigen Deputationen und Ausschüsse werden bc- iftragt, in Erwägung darüber cinzutretcn, 1. ob cs sich ermöglichen läßt, bei gering bemittelten Hausbesitzern die Installation der elektrischen Licht- lcitung, das heißt, das Legen der Trähte bis zu de-, Lcuchtkorpern. aus Kosten der Stadt zu bewerkstelligen, 2. ob eine Herabsetzung des ltzaspreiscs, sowie eine Herabsetzung des Preises für elektrischen Strom, oder Wegfall der Zählermiete sich ermöglichen läßt und empfiehlt." Von einer Erörterung deS Antrages wird Abstand genuinen, da er erst in der Kommission beraten werden soll. Vom Sekretär des Gemeindcarbcitcr-Verbandcs in eanksurt ist eine Eingabe eingclaufen, in welcher ersucht ,rd, daß den zum Kriegsdienst eingezogenen städtischen rbeitern 3 Wochen vor Weihnachten der volle Lohn ausge- hlt werden möge. Diese zu spät eingelnufcnc Eingabe geht : die Kommission. B a u g c s u ch c usw. -Heinrich M c p n e, Walltorstr. 5. >ll einen Anbau an scinein Hause anbringen. Tos,kann Ickit befürwortet werden, weil dadurch der Hofraum zu an werden würde. — Ludwig Müller ersucht um Be- ssung eines Firmenschildes ani Hause Neustadt 15. Tic Zeitigung war verlangt worden, weil das Schild 1,20 ctcr Ausladung hat. Weil cs aber schon seit 25—30 Jahren gebracht ist. wird die Belastung genehmigt. — Tas Gc- ch von Ludw. K o h l c r in a n n , Bleichstraße 10, wegen ibringnng eines Firmenschildes wird genchniigt. — Ebenso i gleiches Gesuch von C. Z i m m c r m a n n für das Haus ue Bäue 15. unter der Bedingung, daß das Schild nicht ht als 70 Zentimeter Ausladung erhält. — Das Gesuch n K. A in e n d wegen Errichtung eines Gartenhäuschens > Wißmarcr Weg wird befürwortet. Verschiedenes. Tas Gesuch des H e i l st ä t t c n - ' r c i n s uni pachtweise Uebcrlassung von Gelände an der vushcilstättc wird, wie gestern bereits mitgetcilt, ge- bmigt. Für Herstellung von Hausanschlüssen durch das ektrizitätswcrk ist ein weiterer Kredit nötig. ES werden 000 Mk. bewilligt. — Zu den Fahrpreisen der traßcnbahn während deS Krieges beantragt die mmissiou, eS bei den bisherigen Preisen (für Militär) zu asten. Vom Oberbürgermeister wird dabei fcstgcsteUl, 3 die Stadt Gießen hierin da-s weiteste Entgegenkommen ge. In andern Städten der Nachbarschaft müßten die lizierc den vollen Tarif bezahlen, während sic hier den- aen Preis wie die Mannschaften (5 Psg.) bezahlen. Tcm trog der Bctriebsdcputation, keine Aendcrung am Tarif rzunehmcu. wird deshalb entsprochen. Tein Lagerkoin- ,ndo soll eine größere Anzahl Fahrmarken abgegeben rden. — Für die Gaszuführung in das städtische Gebäude f dem alten Friedhof werden 110 Mk. gefordert und be- ligt. Wegen des Petroleummangels sind eine Anzahl dtischcr Gebäude mit Gasleitung versehen worden. — Tas iuglingshci ui hat seinen letztem Rechnungsabschlu' olge 700 Mk. Defizit. Der Verein für Säuglingssürsorg acht dcslialb um einen Zuschuß von 500 Mk., da 200 Ml privater Seite beigestcuert wurden. Ter Finanzaus >8 beantragt, de>n Gesuch stattzugeben unter der Be- gung,^ daß im nächsten Jahre keine Nachfordcrungen über : Zuschuß von 3500 Mk. erhoben werden sollen. Tr. Ebel 0*- ob die Stadt einen Einfluß im Verein habe. worauf Oberbürgermeister erwidert, daß er dcni Vorstande an- lore, die Rechnungsführung werde von einem städtischen amten besorgt und es werde überhaupt sehr sparsam gewirt- iftet. Heichelheim meint, man solle durch Gewäb- sg eines höheren Zuschusses Nachfordcrungen zu ver- * Wochen, xr. Haberkorn stellt fest, daß das ci»i aussprcckien wollte», wird der Zuschuß bewilligt. — Schließlich teilt •stoötD. Prof. S o i» m c r noch mit. daß durch die von der Universität veranstalteten Vorträge 600 Mk. lleberschutz er- zielt worden sei, die zum Besten der Hinterbliebenen Gießcner Gefallener zur Verfügung gestellt werden könnten. Ter Ldcrbürgcrincistcr spricht im Namen der Stadt hierfür berzlickxin Tank aus. ^ — Gciallenc des Giestcncr Regiments. Vizefeldwebcl a.r. Fritz T h r o m aus (ließen. — Leut». Hans M ü 11 e r- H e m p f i n g (Regt. Nr. 222) aus Kassel. — Kaust zeitig ein! So schwer cs vielen immerbin falle» mag, so snchl doch jeder zu ermöglichen, seinen Angehörigen eine kleine Gabe aus de» Weibnachtstifch legen zu könne», fe ist daher angcbrachi, auf die Vorteil« des friihzcitigen Einkanss hinzuiveife», obwohl das Gedränge in den Laden nicht allzu aelährlich werden wird. Immerhin find jetzt die Lager der Geichäftsleulc »och nicht so ausgesucht, wie cs wenige Tage vor de» Festtagen der Fall fein wirb. Wenn dagegen ipäier wenige Tage vor de» Feiertage» die Läden gedrückt voll Menschen stehen, können die Wünsche des Einzelne» oft nicht mehr in vollem Ilmfange befriedigt werden. Auch im Intercsie des Bedienungspersonals empfehlen wir einen frühzeitigen Einkauf. Noch mehr eine» »inkauf bei Tage, so bas, nicht noch i» später Abcnbstnnbc die Käufer sich drängen und die müde» Angestkiitc», »m zum Verkauf an, anderen Tage gerüstet zu lein, stundenlang aufräume» müllen. Soviel Rücksicht follten insbesondere unsere Frauen baden, die beim Einkäufen ja stets wählerischer sind u»d sich oft ein halbes Warenlager vorlege» lassen, ebk sie sich entscheide». Wir ersuchen »nscrc Leser auch, in erster Linie die Inserenten unseres Blattes z» berücksichtige» und sich bei Einkäufe» ans unser Blatt zu beziehen, was meist nicht geschieht. ^ — Tas Trama der uneheliche» Mutter, lins wird geschrieben: Sie berichteten in Ihrer MitlivochSnuininer über die Schwur- gerichtsverhandliing gegen ein Mädchen, das der Kindestötung an- gcklagt war und zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. T>e bezeichne» diese Strafe selbst als hart »nd das ist sic in der Tat, zumal wenn inan berücksichtigt, das, dieses Mädchen geistig beschränkt ist. dass sogar Zweifel au seiner Zurechnungsfähigkeit bei der Tat bestanden. Tiefe Zweifel werden verstärkt durch das ganze überaus dumme Verhalte» des Rädchens nach der Tat. Uebcrlegt man sich ferner, welche Befürchtungen es für seine Zukunft hegen mutzt«, so begreift man, dafz cs zur Verzweiflung »nd zu der abscheulichen Tat getrieben wurde. Keineswegs will ich damit sage», das, eine solche Tat straslo» bleiben sollte: doch ich kann mich eines Falles erinnern, bei welchem die Umstände für die Angeklagte weit ungünstiger lagen, die aber trotzdem Freisprechung erzielte. Es mar tm Jahre 1003 etwa im Frühjahr, als vor dem Schwurgericht in Hanau gegen eine Gräfin von Seckendorf wegen Kindes- tötnng verhandelt wurde. Tiefe Angeklagte hatte Ihr uncl,c!ichcs Kind zum Fenster des Schlaffes (bei Fulda) hinauögeworfe». In dieser Verhandlung erklärie» twcnn ich nicht irre) mehrere bc- dentcndc ärztliche Sachoerstänbiae, daß im Geburtsaktc keine Fra» voll zurechnungsfähig fei und für ihre Handlungen nicht verantwortlich gemacht werben könne. Gestützt auf dieses Gutachten fällten die Geschworenen in diesem Falle einen Freispruch. sWir möchten hierzu eine» dicicr Tage vor dem Schwurgerichte in Magdeburg verhandelieu Fall erwähnen. Tort hatte ein Mädchen sein 20 Tage altes Kind in die Elbe geworfen. Tic in geringem Grade schwachsinnige Angeklagte kam mit zwei Iabren Gefängnis, also erheblich bcffer davon, als die Sünderln vor dem Gietzener Schwurgericht.) — Vorsicht bei Versendung von Frldposlpakcte». Wie ge Ehrlich es ist, s„ Pakeben Feuerzeug« ober lcick» ene.zündlichc Sacken zu verschicke», zeigt eine Nachricht von Kriegsschauplatz, batz am «. Tez. cm Postkraftwagen mit Post für das IS. Armeekorps aus der Er.rp- penftraste wghrfcheiniich infolge von Telbsteiitzüiihuna von Post- scnduilgen sStreichhölzcr. Jeuerwcrkstörper oder ähnliches) i n Brand geraten. Zwei Tritte! der Ladung sind ver- b r a n n t. Amtltcherfeits ist wiederholt vor der Versendung feu-tr- gcsahrlich>«r Gegenstände durch die Feldpost gewarnt worden. Diese Warnung wird dringend wiederholt. Wer sich darüber lniuvegsetzt und leicht eiitziiudbarc Gegenstände versende:, kann die Allgemciii- lstit aus das empfindlichste schädigen mid di« Wohl Irrten zunichte machen, die Liede mid Opferst,,«, umsereii Soldaten im Felde z>>- gedacht haben. lieber die Gebäude-Brandversicherung und die Kebäudebrände im Jahre 1013 berichtet die amtliche Statistik, das, die Zahl der versicherte» Hofrciten Ende 1913 187 LA!, die Zahl der Brände 733 betrug. Van den Bränden sind entstanden: 17t im Wohngebäude, 78 in Scheuern, 87 in Ställen. 58 tn anderen Nebengebäuden. 11 in Kirchen und Schnlhäuscrn, 8 in sonstigen Gebäude» und 7L ,n gewerblichen Gebäuden. Brandstiftungen wurden nachgcwiesen durch den Eigentümer in L Fällen, durch Tritte in 7 Fällen, durch mutmastlichc Brandstiftung entstanden: durch de» Eigentümer 5. durch Tritte 1L. durch fahrlässige» Unigang mit Fcuer »nd Ltcht 218, Spielen der Kinder mit Feuerzeug 17, durch mangelhafte Feuerungsanla-ie »7, durch feuergesährlichen Gesck-ästsbetrieb 13, zündende Blitzschläge 13, falte Blitzschläge 101, Erplosionen 58, Selbstentzündung von Stoffen 1. andere bekannte Ursachen 13, unbekannte Ursachen 158. Tic Höhe der sestgeievten Entschäbigunae» betrug unter 100 Mk in 181 Fällen, 100 -180(1 Mk. in 182 Fällen, 1000—5000 Mk. in 88 Fällen, 5000—10 000 Mk. in 20 Fällen, über 10 000 Mk. in 11 Iällcn. Tic GeiamtbraiibversicherungSsummc betrug Ende 1818 2 820 977,880 Mk.. die Zuschläge wegen erhöhter Feucrcr-csahr der Gebäude 118 878 220 Mk., Gesamtdurchschnitt aus ein versichertes Gebäude 12 558 Mk.. aus den Kvps der Bevölkerung 1331 Mk. Tie Brandsteuer betrug 1913 von je 100 Mk. Uinlage- kapital 0 Pscnnigc. Erdölpreije. In der letzten Zeit sind wscderholt Klagen darüber erhoben worden, daß in einzelnen Orten im Kleinhandel Erdölpreise gesordert werde», die zu den Preise», welche die LieserungSgescllschgftc» stellen. >m Mitzrerhältnis stehen. Zu einer Preiserhöhung, wie sie vielfach vorgcnommen würbe, liegt »ach Lage der derzeitigen Grotzhandelspreise. die den durchlchnitt- lichen Preisstand vor dem Kriege >m allgemeinen nicht überschritten haben, kein Anlas, vor. Andererseits ist die E i n f u b r von Erdöl nach Tcutschland gegen Friedend,eiten wesentlich erschwert, sodah die grotze» Sicscrnngsgesellschasten bei Abgabe von Erdöl an die Kleinhändler zurückboliend sein muffen. Tie Vcriorgunq Tcutsch- lands mit Erdöl ist nicht io reichlich, »in davon ablehen z» können, auf eine Einschränkung des Verbrauchs hinzuwirken. Tie Bevölkerung muh also weit haushälterischer als seither mit dem Erdöl umgeben: sic wird euch gut daran tun, sich an die Verwendung von Spiritus zu Belcuchtunqs zwecken zu gewöhnen, zumal angesichks der durch die verminderte Zuiubr bedingten Zurückhaltung der LieserungSgesellichaslen die Kleinhändler den Wünschen ihrer Kundschaft nach Lieserniig von Erdöl nicht in jedem einzelnen Falle selbst beim besten Willen zur Zeit genügen können. Tie werden vielfach genötigt sein, beim Verkauf deS Erdöls eine Kürzung der sonst ihrer Kunden abgegebene» Mengen eintretcn zu lassen Hierbei wirb es für Kleinhändler, die ihre Kundschaft kennen, leicht möglich sein, zu verhindern, daß einzelne Käufer sich aus Kosten der Allgemeinheit einen Vorrat an Erdöl anschaffen. Tab eine solche unberechtigte Aufspeicherung ersosqi, „inh insbesondere auch bei dem sogen. Kannenvertrlcb vcr- hülci werden. Sollte die Knappheit an Erdöl z» undcrcchtigtcn Preissteigerungen, .zu denen, wie erwähnt, »ach Lage der derzeitigen Grvtzhandcisprcise leine Veranlasiung vorliegt, benutzt werde», so wird wohl die Festsetzung von Höchstpreisen nicht um. gangrn werden könne». Sundefteuer im Groschcrzogium Hesse». Es dürfte vielen Hiiitdebeützem nicht minnütamntii sei». »>enn wir an di.strr Stelle daraus ausinerffcn» mache«, daß die im Lause dieses Jahres abgc frfwifte» Hunde bes spätes, »s zum 31. Dezember l»ei der zustäichiqc» 'Bürgerntecsterel abzu.-n.Idc» sind. — Wir» Ge AGneldung erst nach dem 81. Tezcinber I-ennrkt, so ist die Hiindestener stir Grs svlgendc Jahr wcwcr tu entrichten. — Wer ferner am 1. Januar selbst g> ächtete fange Hunde iin Alter von unter drei Mo>i->!«n best», ivird rnnvcder gleich oder nachivügltch zur Hmtdeiteuer für das k»m- inend« Jahr zu, > zogen. Ntir wcn» nackMiviele» wird, daß ein jungrr Hund vor Errctcliung drs Alters von drei ÜAnitM» zugrunde gegangen oder »ach Lrre» autzerchatb des Grr>tzl^riagtmns r-erauston norden ist, »riet Zteuerbesrcstutg h>» Sudcrmon, .> .Schiiiiktterlingsschlacht" hingewirfe». dir last in der- lclbc» als vorzügl-ch anevaliinieii Beicpiiiig wi« nn vergaiUcneii Jahr g.gcbr.!> nwrdcn kaii.s Tas Stück erschemn in dieiem Jahre nicht tni Al>omtemen«. , Allkn-ttuieck. Nätiften Soiiitiag. dcn 1 8,, alfo movgen »ach. nrillag. 2'ö Uhr. findet estie Verls-tini-i»s»„a de» Volksverein» im Veroiitisloka-l« statt. Auf Grund eines Befchlnsfes der letzten ss > i ...nniiung ha. . : Bc.prc.1mi : itoxziiiiiiden Partei- genosicn! Beucht voilzäh! > d : Vcrs>tcm,rl!ing und brmg! den Nach niiiiag dcn Portzigcitoffcn. tx brausten im Felde iiehen zum Opser. Sie rpsrrii aller- gegenlii-cr dieser einzigen Psiicht. Wir erivarlen deslialb auch. daf> jeder sich deffen t-eivustt ist und ewscheiiit. 8 Tarmstgdt, 11. Tez. Ein Lump. Wegen Nnicrichlaguilg von LiebcSgabcnpakcten wurde der seit einiger Zeit aushillc-ivei.se wegen Rangelo an gecignclem Personal bei dem hiesige» Postam! betchLsligte srühcre Kausiiicur» B ü ch » e r aus Köln in Unter- suchungsliast genommen. Er hat in zahlreichen Fällen, von dcuen er bis jetzt 12 emgeftanden bat, siir unsere Soldaten im Felde bestimmte Pakete, die meist wegen liiigcnügender Adresic an die Ab- icnder znrückqclie» sollten. >interfchlo,ze». gcösknez und den Inhalt für sich verwendet. Hierbei stellt sich die Tatsache l>craus, d»st B schon einmal mit 1 Monaten vorbt-strast ist und das, die Post sonder- baicrwcisc bei der Eiiistettnirg des Moiiitc» nicht» ersah reu l>attc. Jedenfalls hat nian sich auch nicht hinreichend orientiert. Kr«i< Wetzlar. n. Gegen den Wuckzer. Das LandratiSOiNil in Alteutivilien lWeltcrivald) bringl eine Bck»iach»ng des taurmandierenden General v. Poetz in Eobicn.z zur Kenntwis, wmiach dir Bcsitzer von Wolle lind W-.'Ilir>arenhesläitben vor gewiitnstichtige,, Händlern ge. warnt werden, di« graste Bestände auskanfen. lieber perfön-lichen Bcdars soll itirgeied» vertat.st werden. Der Geneval Uci>ält sich ivcilcrc Schritte vor. Von Nah und ftmt. X Von einem Famllieiidrama wird aus Stilzbach sin- der Bergstrasi«) berichtett Am Toninersichg früh s e u e r t e der 30 .fahre tritt Guisl-esivcr Johannes Lchmvalter, Witwer und 2ir danzch verübte der Täter Tckbstmord. indem er sich in der Scheuer erhängte. Tic Ursache der Tat ist aus finanzielle Sorge» zuiückzusühren. Edisonwerkk vernichlci. Tie gesomrte» Anlügen der ThomaiS Edtson-Eompaiiy in West-Orange tNew-Iersep) sind durch Fe»er zerstört worden. Das «tnziar gerettete Gebäude ist das Labo» ratorium mit wertvollen wisioiischg-il!ich«n Instrumettte», das under der unmittelbaren A ns sicht Edifons steht. Man glaubt, -atz das Feuer durch eine Erplosio» im Infpckiionsgebäude entftand«» ist. Edison sagte, während er den Brand beobachtete, er wiirde den 2iou» bml der Anlagen fosorl begmncn. Quittung! Für die Weihnachtsseier der Kinder ovganisierter KriegSterl. Bekanntmachung. Liebcsgabcli für Kriegs-Waisenkinder. Tic Regierung der Vereiiiggten Staaten von Nordamerika hat ei» Kr egstranSporiichlss nach Europa gesandt, das di« von dem amerikanischen Volte gestisteten Weihaachtsgaben für deutsckie unt österreichische Kriegs-Waisenkinder überbrtngt. Uni auch der, in der Ltdat Güthcii ansässige» Krivgsivaesa» dculicher und üsirrretchischrr Sraa^aitgehörtgkeit Gaben vermitteln zu künncn. erbäte ich Anmeldungen der in Frage kommenden Kinder bis spätestens 15. ds. Mts. im St-adthauS, Zimmer 15. Gictzeit, de» 11. Dezember 1811. Ter Oberbürgermeister: _K e l l cjr__ Bekanntmacknna. In der Zeit vom 8. bis einfchliestüch 22. Tezembrr ds. Is. lieg! auf Grostherzogl cher Bürgevmriftcvc- Heuchclhei-m das Projekt über Auc-lühruiig von Tramegen in den Fluren II, III, IV, VH und VIII nebst Abschrift de» BeschluffcS vom 5. Tezcntber ds. Js. rtr Einsicht der Beieil.gtei, offtn. Einwenhungen b-'rg'gcn llrd bei Meldung des Au-schuncs während der Olfenlegunig bei Grosthergoglrchcr «ürgermcist-rei Hcuchelheim schriftlich ei-nzureichen. Frfedbcrg. den ft Tetomber 1811. Ter Grotzh. Feldbercinigungskommiffär: gez. Schnittspahn, Regienrngsrat._ Verstorbene. Rektor Ludwrg Schaas in GiestLN. 70 Jahre att.— Prosesiar Jrtedrich Franz, Oberlehrer in Laube ch. 44 Jahre alt nehmer und Arbeitsloser g,»ge>t iveiler ein: Vom Gesangverein .Eintracht"........20 — Mk Vom BcrbaiKi der Tapezierer....... 5.— „ Vom Verband der Tabakarbeiter.......10.— „ Von August Seltner............. 3.— „ Bon August Hock-Langgöns........_1 .— Summ«: 39.— Mk. Bereits quittiert sind 202,— Mk Insgesamt 241— Mk. Weitere Meten «»crLe» «nttzogengenommeu hcnn die Zahl der Kinder ist eine bedeutend«! A l b i n Mann. Uofenbauiulacoli £l j“™ n b.Rofenbamns 3 acib Km Dswaldsgacten. Km Sswalvsgarten. 1000 Riaader-Scrvice von 25 Pfennig an :: für Engros-Verkauf bestimmt, aber durch Nichtreisen am Lager (da beide Reisende im Feld), stellen wir im Laden des Schuhhaus Süss zum Verkauf. ^ Ausserdem empfehlen wir: :: Lang «V 1 t icclerstein M ieder »Verkäufer erhalten hohen Rabatt. reichüü, spenden zu können, offerieren austecgewöknlich billig: Herren 1l1nterbossnp°°r »*1.50 Woll. Kopfscbütrer.....75 j Woll.OkcenIcbütrer____40es PPoll Ltaucken..... 65 j Leibbinden........°°n65.i !! Kur solange Vorrat!! Nationaler Francudiclisl Allg. Deutscher Francuvcrciii Ortsgruppe Kicßeu. TaS Verbacken, Sclirciben und Adrcjficreii von Feldvostsendunge, > besorgt berciiwiiiigst und nnentoeltlich Montags, Mittwochs mit Freitags von 10 bis >2 Uhr vormittags Frau Professor Kalbfleisch LüSnnlagc Nr. 4, 2. 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Das deutsche Volk wird den Verlust des Kreuzergcsckwadcrs als etwas UnauS- blcibliches hinnehmen müssen. Wir sind „ns bewußt. das» unsere Besatzung ihre Pflicht bis zur letzten Minute getan hat. Wir tragen die sichere Hoffnung im Herzen, datz alle dicse Opfer nicht umsonst gebracht sind. Der Berliner Lokalanzeiger schreibt: Wie zur Vernichtung der „Emden" haben sich auch in diesen, Falle die verschiedenen Nationen, mit denen wir Krieg führen, zusam- mcngetan und nicht weniger als 38 Schiffe haben sie geglaubt ausbieten zu müssen, um unserer 6 Kreuzer Herr zu werden. Die große Hochseeflotte wird, wenn der Ruf an sie ergeht, hinter dem kleinen Kreuzergcschwader nicht Zurückbleiben, unr dann wird letzten Endes der Gewinn doch scbwcrer wiegen als der größte Verlust. Doch zur Stunde gebührt es »ns, vor allem der Tapferen zu gedenken, die ihr Leben für uns ge- opfert haben. Sic haben unvergängliche Lorbeeren ge- erntet. Die Erinnerung an sie wird in alle Zukunft nicht untergeben. Tie Deutsche Tageszeitung schreibt: Für eine Seemacht mit den geographischen Verhältnissen Deutschlands, welche keinen überseeischen Stützpunkt Imt und alle größeren Seemächte zu Feinden hat, ist ein erfolgreicher Krenzerkricg eine Unmöglichkeit. Ruhm und Ehre dem Andenken und dem Wirken unserer Schisse. Ihr Verlust wird auf den Verlauf des Krieges ebensowenig Einfluß haben, wie c-s ihr Erfolg hatte. Beschießung von Sowie;. London, 11. Dez. Reuter meldet aus Petersburg: Ein Telegramm aus Lowicz beschreibt die Beschießung der Stadt, die seit 11 Tagen von allen Seiten stattfindet, als eine wahre Hölle. Ocsfenlichc Gebäude und Privathäuser sind zu Hunderten zerstört worden. Die Bewohner verkriechen sich in den Kellern. Gleichwohl werden Dutzende von Personen in den Straßen getötet oder verwundet. Ein ru fischet Landnugsversuch von den Türken abgeschlagen. W. B. Konstantinopcl, 11. Tcz. Amtlich ffiirb verlaut- hart: Gestern sind die Russen unter dem Schutze von Kriegs- schiffen bei Gonia südlich Batum gelandet, um unsere Truppen in der Flanke anzugreifcn. Die gelandeten Russen wurden zum Rückzüge gezwungen. Zwei Geschütze wurden er- beutet. Portugals Mobilisierung für englisches tScld. Die Tägliche Rundschau meldet: Nach einer Londoner Pressemeldung überwieS die britische Regierung dem portugiesischen Staat einen Vorschuß von 600 Millionen Mark, zur Durchführung der portugiesischen Mobilisierung, deren Kosten das Parlament abgelehnt l)attc. Wo bleibt .Niantscho«? Tokio, 9. Dez. (W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung des Rcutcrschcn Bureaus: Einige Abgeordnete haben den Minister des Auswärtigen, Kato, wegen des Satzes in dem sapanischcn Ultimatums an Teutschland interpelliert, daß Kiauffchou später an Cbina zurückgcgcbcn werden solle. Kalo sagte, er könne augenblicklich nichts über die Zukunft von Kiautschou sagen. Japan habe aber keiner Macht ein Ver- sprechen deswegen gegeben. Der Zweck des Ultimatums sei gewesen, Teutschland zur Aufgabe von Kiautschou zu nötigen und damit den Frieden im Osten zu silbern. An eine Z u - r ü ck g a b c von Kiautschou nach Beendigung des Feldzüge? tvar nicht gedacht und in dem Ultimatum sei nichts da- von enthalten. b?ditotts Anlage verbrannt. 9?croqorI, 10. Xe,. (W. B. Nichtamtlich.k Xic gesamten Kn* lagen der Thomas Edilon-Eompany in Nest-Drange lNew.Ferseyi find durch Feuer zerstört worben. Xer ('•icfamtocrluft wird an, fünf Millionen Dollars geschätzt. Das eiiniae aeretiete Gebäude nt das Laboratorium mit wertvollen wissenschaftlichen Instrumenten, das unter der unmittelbaren Aussicht EbisnnS siebt. Man glaubt, das, das Feuer durch eine Erplosion im Inspekrionsgebäude entstanden ist. Verrat m-litärtichcr E)clicim:nsie. Leipng. 11. Xe,. Vor dem zweiten Straffem» des Reichsgerichts findet a„, Freitaa den 18. Xe,ember ein Sandesverrais- prozetz statt, Es werden fick unter der Anklage des Berrats militärischer Geheimnisse der frühere französische i. Badischen Landtags-Wahlkreis Xonaneschingen-Billingen wurde» der liberale Büraermeistcr Scho» von Xonaneschingen mit einem Mehr von 28 Kimmen «»egen den Bürgermeister Kramer von Bach- Heim sZentrnms gewählt, der 2050 Stimmen erhielt. Im 14. Badischen Landlagswahlkreis Lörrach-Mnllheim wurde der nationalllberale Kandidat Xr. Dock von Nüllheim mit etwa 1600 Stimmen ohne Gegenkandidat gewählt. Auch die „Nüruberft" vernichtet. W. B. Berlin, li. Tez., vorm. (Jlmtlirf)) Rach »eiteret ">»,sicher Reutermeldung aus London ist es den verfolgenden eng- Uichea Kreuzern gelungen, auch E. M. Schiff „Nürnberg" zum TInken zu bringe». . Der Stellvertretende Chef des Admiraistabs. o. B c h -> k e. Telegramme. rligckmcht Hcs Krchil Hliiiptliillirticrs. schrittweise vorwärts im Westen und in Polen IV. B. Berlin, 11. Dez., vormittags. (Amtlich.) In Flandern machten wir Fortschritte. — Westlich und östlich der Argonnen wurden feindliche Artilleriestellungen mit gutem Erfolge bekämpft. — Französische Angriffe im Bois, du Prltre westlich Pont-st-Moussoa wurden abge- wiesen. Oestlich der M a s u r i s ch e n S e e u - L i a i e keine Bee- änderung. Ja Nord Polen schreiten unsere Angriffe vorwärts. — In Süd > Polea nichts Neues. Tie oberste Heeresleitung. Tic warten ans gute Gelegenheit. Astcnpostcn crsälirt aus PariS: Tic zuletzt cingctrofscncn Nachrichten aus Flandern melden, daß die Teutschcn am Iscr-Kanal jetzt eine ausgesprochen defensive .Haltung ein- nehmen, aber sicherlich aus eine günstige Gelegenheit warten, »in wieder zur Offensive üdcrzugehen. Auf der Fron» Liittlch-N'aiiiiir-Maubengc sind gestern große deuffchc Trup- peninasscn zusaniniengezogcn worden. Politiken meldet aus PariS: Matin schreibt: Tie Deutschen konzentrieren in Nordslandern zwischen Soissons und Laon starke Truppcnvcrstärknngcn unter der Führung des Generals von Kluck, der in den letzten Tagen große Verstärkungen direkt von Berlin erhalten hat. Millerands „großer Wurf". Genf, 11. Dez. Zwischen dem Kricgsminister Millerand und dem französischen militärischen Hauptquartier bestehen Meinungsverschiedenheiten wegen deS neuerlich anfgcscho- bencn Vorstoßes längs der ganzen Front. Joffrc hält ein' große Aktion immer noch für bedenklich, Millervnd vertritt die gegenteilige Anschauung. Tie heute vom Tcmps angeführten Beweggründe beruhen aus absolut falsckyw Erkundungen über die jüngsten deutschen Truppenbewegungen und über die Hilfsquellen zur steten Ergänzung des deutschen Kriegsmaterials. Millerand will einen großen Wurf wagen, weil er mit den Ueberwinterungs-Vorbereitungen im Rück- stände ist. Aus Armcekrcisen und von ärztlichen Autoritäten werden ernste Beschwerden gegen die Fortdauer der Metbodc erhoben, die namentlich unter den Truppen von geringer Widerstandsfähigkeit, furchtbar verheerend wirkt. Um Warschau. Nach Pariser Zeitungsmeldnngen befinden sich in War- schau gegen 70 000 Flüchtlinge auS allen Teilen Polens. Die Stadt hat noch Lebensmittel für vier Monate. Im übrigen Polen herrscht großer Mangel an Lebensmitteln, sodaß viele Menschen Not seiden. Die österreichischen Tagesberichte. Wien, 11. Dcz. (IV. B.) Amtlich wird vcrlautbart, 11. Dezember mittags: Unsere Overationcn in den Karpathen verlaufen planmäßig. Ter Feind leistete gestern zumeist nur init den Nachhuten Widerstand, die geworfen wurden. In Galizien ist noch keine Entscheidung gefallen. Wo die Russen angriffcn, wurden sie unter schweren Verlusten zurückge- wiesen. — Tie Ruhe an unserer Front in Polen hielt auch gestern an. Przcmysl ist vom Gegner nur eingeschlossen, imd wird nicht angegriffen. Die stets unternehmungsfreudig,' Besatzung beunruhigt die in achtungsvoller Entfernung von dem Fortgürtcl sich kältenden Einschlicßungstruppen fast täglich durch kleinere und größere Ausfälle. Tcr Stellvertreter des Ehefs des Generalstabcs: v. H ö f e r, Generalmajor. Vom südlichen Kriegsschauplatz wird gemeldet: 11. Dezember: Auf dem südlichen Kriegsschauplatz keine wesentliche^ Vorfälle. Tie angcordneten Verschiebungen vollziehen sich im allgemeinen ohne größere Kümpfe mit dem Gegner. Ttt russische Riicking aus Obernngarn. Budapest, 11. Xe.,. (Gtr. Frist.) Xi< Stadt Bart seid ist seit ecstcrn wieder in uniercm Besitz«. Xic Armier haben ihre Tätig, teil irre der ausgenommen, und auch die Bewohner beginnen lang am, zurück,»IChrni Xer Rückkehr stell! sich oder vorläufig der Umstand als ein Hindernis cmfltoai. das, die Stuften alle vorhandenen Bor- ,äre an Lcb:nsm:«tekn für sich ucnprnfce:cti oder jeot mit sich schleppten. Aus zahlreich:» von den Bewohnern zumeist verlassenen Häusern haben di« Russen dl« wertvollen Gegenstände geplündert, doch baden sie stn prosten Ganzen an dm Gebäuden nichl allzu großen Schaben angerick'ici. Aich ans den, Zrmpllncr Kointtat niurden di: Russen zirrückg-ebrä'mt. und nur in den Waldui-zm imi Xomitat des GvenzgebieieS können »och kleinere versprrngic Trupps sein. Tic Lage i»r der Bukowina. Budapest, 11. Tez. (Etr. Frkst.) Tic in der Bukowina befindlichen russischen Truppen sind durch dos überaus strenge Winterwettcr in allen Bewegungen bchindcrr. Das Therinomctcr zeigt bei anhaltendem Sturm Minus 2» Grad, die Wege sind tost vollständig ungangbar. Auch werden die Russen unausgesetzt von unseren Truppen beunruhigt. Tie Rüsten plündern jetzt womöglich noch mehr als gelegcnt- lich ihres ersten Besuches in der Bukowina. Ein russisches Urteil über die Operation in Serbien. Xer militärische Mnarbeiter der iu Moskau erscheinenden Rusflja Wsedomosri äußert sich, wie bas Berner Tagsbl. mitteilt, über di« Lperaiionen in Serbien wie folgt: So schwer,lich uns der Zusammenbruch Serbiens berührt und so sehr wir den Nut der Verzwefflung bewuirbern. dm unsere serbischen Freunde gegen ihr« Ueberwind:r entwickeln, können wir letzierrn unsere volle Arcrkenuung nicht versagen. Las Pettorek im Süden oollbrachtt, war wicht di« stsiederwälzmig des Gegner mit immerischer lieber,ahl, sondern ein sttategstches Meisterwerk, das in der Kriag-ge chich« vorbildlich sein wird. Sein energisches Vordringen im deutschen Tlle hör den nachahmenswerten Vorteil, daß es iw Menschm nach Möglichlen schont. Hätte er einzig den Zweck verfolgt, di« von chm benötigten Positionen zu besetzen, so hätte er dies Ziel lmdedmgr schon früher erreichen kvirnen. Wir leben seine opsc,mutige Arm« täglich niächtige Territorien be^ setzen, teils in steilem, irlsigrm Gebiet, teils in grundlosen Tiinrpsra. AU dies geschieht in grober Ma 1 tc und ntecrl'.-fttm Schnee Mid int -stampfe »iu einer dervischo» «rinoe. die berens in srübereil Feld- tügen reiche Evsahrinigen janmielte »iid jeden Fnsisiapfen shr^z He.matbodens sckwn un Frieden aus» gründlichiie zur Verieidstzuim herinchtere. Pottovek ist ein .Feldherr, den die österreichisch»,« ga- rische Hmresleinrng ruh^t aus eigene Faust operieren lassen tmtu. Und dies ist ein ,m, so größeres Lob, als der leri-ische Kriagssch.,». platz unter diesen BerdSItnisscn fogar als inG-nlächUcher Krie»s. schouplatz an Bedi.-muii,, verliert. können nnsercr eiqe>?.>, Heeresleienng nur den dr„ngenden Rat geben, den Serben, wenn irgend inöglich. großzüg-,7« dchlomottsche oder milnärische Hilf« ,ns kommen zu lassen Und zwar rasch, noch ehe das Velk, da» seit, Schicksal gänzlTch un» aiwertrouie. verdliuer. Die Tchlacht bei den Falkland-Inseln. Reuters Bureau veröffentlicht noch, folgende offaiefl« Meldung über die Seeschlacht: Die Seeschlacht dauerte fünf. Stunden mit einigen Zwischenpausen. Die „Sckiarnborst, sank nach drei Stunden, die „Gneisenau" zwei Stunden spriter. Die leichten dcntschen Kreuzer zerstreuten sich, wurden aber durch englische leichte Kreuzer und Panzerkreuzer, verfolgt. Kein einziges englisches Sckstff soll verloren ge^ gangen sein. lieber die Seeschlacht baden die bis jetzt eiiigetroffeiiki, englischen Zeitliilge» »och keine Berichte. Der englisäjc Korrespondent der Tyd meldet: Verschiedenes deutet darauf !>m,' daß der englifehen Admiralität bekannt war, daß nach der Schlacht an der chilenischen Küste die deut'ckie Flotte uni dass Kap Horn herum gefahren war, in der Absicht, auf englisch- Dampfschiffe im Atlantischen Ozean Jagd zu machn. Ansi Nlehr als einem Punkte kreuzten starke britische Gesäitvader) um die Meere abzusuchn, bis eine Flotte unter Vizcadmival Sturdee daS deutsche Geschwader einige hundert Meilen von» Südpunkt Südamerikas entdeckte. Da8 Geschwader >var von! Kohlcnschiffen begleitet und fuhr in einer nickt dicht aneinander geschlossenen Linie hinter „Sck>antl>orst" her. Sobald c? den Gegner in Sicht bekam, nahm es die GefecktSlinic ein ilnd zu gleicher Zeit den Kurs ostwärts, in der Absickst, beim Eintreten schwieriger Verhältnisse die freie Balm offen zu be. lmltcn. Durch geschicktes Manövricreil de? englisckirn Be- fchlshabcrS wurde jedoch „Scharnhorst" rasch durcki stärkere britische Schisse eingeschlossen, die zu glentier Zeit einen Teil, des Geschwaders absondcrn konnten und darauf den weniges rasch fahrenden „Gneisenau" ansielen. Als beide Schifw außer Gefecht gesetzt waren, versuchte die „Leipzig" mir „Nürnberg" und „Dresden" zu flüchten. Dies glückte nur! den beiden letztgenannten Sckjiffcn, da der „Leipzig" der?lus^ lveg abgeichnittcn wurde. Die Form dieses Reuterschen SckltißsatzeS in Verbindting^ mit der Tatsackic, daß eS in der ersten Meldung über den! Untergang der denffchen Kreuzer hieß: „unsere Verluste fintv nicht groß", läßt die Annahine zu, daß es geglückt ist, oncfi* feindliche Schisse zu zerstören oder doch crnstbaft z,i be- schädigen. Englische Anerkennng. Pflichterfüllung bis ans Ende? Ter Flottenkorrespondent der Dimes schreibt: In der Seeschlacht bei den Falklandsinsel» ist es anzunehinen, dlin die Gesechtsbedingiinnen das Gegenteil von denen an der chilenischen Küste loaren. Größere Schisse und besseres Schieße» haben de» Anoschlag gegeben. Wir können auch sicher sein, daß Admiral von Svee und die Besatzung seiner Schiffe mit der großtei, Tapserkeit kämpstei, lind ihre Pflicht bis ans Ende erfüllten und in Ehre» starben. Tie Times bedauern, daß so wenige Mann gerettet werde,, kollnten. Daily Mail sagt: Es wird ein hestiger Kamps gewesen sein, denn wie wissen aus Ersaheung, wie die denischen Schisc kämpfe». Tail» Telegraph sagt: Ter Marinekeieg lehrt, daß Verluste säst immer Vernichtung bedeuten. Jedenfalls steht fest, daß Urbermacht und größere Geschwindigkeit für den Erfolg ausschlaggebestd sind. Pnrteinnchrichten. Fraazösilche Hoisnungen, In der Hunlanits voin 24. November begrüsit Lkaillant in e nem Leitartikel mit groher Fveube die in brr Auslandopvesse ver- ösicntlichien Erklärnng«» von Rosa Luxemburg, Lieb- t n e ch i, der 14er Minoritäi usw„ sowie di« Nachrichlen über bett Nürttemberger PorI« ift reit als Vor^ichen der Tpal lung in der dentfchen So'.ialdemokvati« und der beginnenden Revo. luiion in Xeuischland. Cr sagt dann wörltich am Schluss« des AG likils: „Xiese SKweguizg. di« unseren Tieg erleichtern imd vollständig macknn wird — den Sieg der Freiheit des Volkes — mutz durch miieven Tirq bes«hleun»gt, vergröbert, verstärkt, unwiderstehlich gemacht werden. . . . Ni« immer wir dieses vitale Problem bttrachicn. dos sich uns durch den Krieg, ans Leben und Tob, ausdrängt, die Lösung üi die gleiche. Nir inüssen um jeden Preis siegen, und zwar vollständig." Unsere svamösifchen Genossen geben sich »nt dieser Ueber- schätznng der belonqloson paar Xissidenten Hoffnunge» lstn, die so töricht sind, datz man sie bei irn« kaunl nock, bog reisen wird. Fminerhm aber zeigt der Artikel Vaillaws, weich« Wirkung die Halmng und vor allem die Icmonsrvaiio»«» und Erklärungen dieses kleinen Zirkels ttn Ausland und selbst bei mrseren ansländischen Poiteigenossen ousübrn: nicht als persönliche Ueüerzengnngen, bestimmt der s o z i a l i ft : s ch e n Sache zu dienen, iverdcn sie auf- g-nommen, sondern ats hochwillkoaunene Symptome innerer Porteizerrlltlung, die den Sieg ... F r a n k r r ich s leichtcr und vollständiger gestalten sollen. Sie mögen ans Moiiven herausivachscn. die weit enrfrmt sind, unseren Feinden einen Erfolg zu wünschen: in ihrem Endefseti nützen si^ nicht dir Sache des internationalen So-iälismiis un d schaden der Sache Xen: G g.:»s. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gietzen. Verlag von Krumm & Cie., Kietzen. Truck: Verlag Liienbacher Abendblatt, 8. m.b, H., Offenbach a. M. Bekanntmachung. Das 3. Ziel Schulgeld des Realgymnasiums, der Sber-Real- schnle, der Gymnafialoorschuie und der Höheren und Erweiterten Mädchenschule für das Rechntuigsialzr 1814 kam, in den nächsten acht Tagen noch ohne Kosten an di« Stadtkaffc Gießn» bezahlt werden. G«ch«r, den 11. Xezember 1911. Der Stadtrech««: Räsev. Passende Heihnacfits - Geschenke! •en Hemdeubieber ca. 80 cm breit, hübsche klare Muster und waschechte Qualitäten. Per Elle 48, 45, 42, 39, 36 Pfg. Unterrockbieber hell- und dunkelgestreift und karriert. Per Elle...... 54, 48, 45, 42, 39 Pfg. Hettzeug^e 80 cm breit, helle und schöne Muster. Per Elle ....... 45, 42, 39, 36 Pfg. JSettkattune neueste Muster. Per Elle . . 45, 42, 39, 36 Pfg. Klefdersiamosen gestreift und karriert, waschechte Qualitäten. Per Elle......... 60, 54, 48 Pfg. ftchiirzcnstreiten Per Elle aparte Muster 120 cm breit. ........ 60. 57. 54. 48, 45 Pfg. 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