DttWW Pilksikitiuiz } i\ Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargcbicte. > »>ls- e «etn ;«ge- a 9«s 5anb: rtitenj otccttfßldi« C»l««»rttan* erlchcint leben Werttag Abend In a Der ilbonnernentsvrei« beträgt wöchenlltch lb P'g.. rnanallxb »trbca, v-dud-tkratie 22. Ecke L»we»,asi>. >. ernlcLl. Dringertodn Durch b,e Bail dezoaen v,er1eIiädrl.l^0Nt Televd»n 200*. t«e: e und !u er- Gno 13ui- beße tt erbe. k. 5nlcrotr loltm die 6 mal gclpali. JToIonel«tiIe oder deren iRaum 15 Ha- Bei »räderen Aufträgen Rabatt Anzeigen wolle man ln« atwnM7Hu für dir folgende Nummer in der Expedition aufgedr» 'tt. 278 Gicßcii, Montag, Den 30 . Novcmlicr 1014 9. ^alirfliiiin lnrtujinl - iirr nrijlr friiiii! t fr ter anitlls {argnnnf Idttif «' 1 ijit 0W«< erde» V* iclltr«»« iider K-« Heini'' I Hann^ jeni euf iidtw > aut" »re« 1 '■'S I.7J 3.00 5.00 . 0 °° |5.0° «?>>! ■ amerifunifAcn Vehlk» miä Der Stirn. c November-Wahlen in den vereinigte» Staaten haben eine he Lllachtverschiebung von erklecklicher Wröfte ge- Sieger wie Ucberlcgenc sind über den Wahlausgang er- wcder konnten die Republikaner einen derart gruben Er- och die demokratische Partei eine» solchen Rückschlag er- . vor zwei Jahren gingen die Denwkraic» mit einer Mchr- n 105 Unterhaussitzcn au» der Wahl hervor; diese Zahl ist s 11 zusanimengcschrumpst. Und cs ist noch keineswegs aus- l, das, die cndgiltigc Stimmcnzählung diese geringe Mehr- cht noch mehr verringert. Aber auch wen» die» nicht ein- ) ist diese zahlcnmäftigc Uebcrlcgenhcil verzweifelt gering c Partei, die der amerikanischen Politik einen neuen, einen tümkichen Kurs zu geben versprach und die noch de» Teil ihrer Versprechungen zu verwirklichen hat. er damit ist der Rückschlag der demokratische» Partei noch inz dargctan. Ile Fahnenflucht ihrer Anhänger zeigt sich in lohcm Mähe bei den S t a t I h a l t c r w a h l c n. In dem Herrschaft einer Partei überaus wichtigen Staate R e w - ist die Ricderlagc der drinokratischcn Regierungspartei ge- veiblüsscnd. Vor zwei Jahren erhielt der Demokrat Tulzer Uthaltcrkandidat eine Mehrheit von 205 0(>0 Stinkmen, jetzt oublikancr Whitinan» eine von 151 000. Die politische Bc- I dieser Niederlage ist erst ganz zu würdigen, wenn man aß der Präsident Wilson seine Minister für den demokrati- andidatc» Sinn» aus Wahlagitation schickte und er selbst io!t erklären lieft, daft er jede gegen seinen Parteigenossen ene Stimme als gegen seine Verwaltung abgc- -etrachle. Und trotzdem ober gerade deswegen der nieder- ende Mifterfolg! dem Heimatsstaatc dcS Präsidenten Wilson, in N c w - », der von jeher als eine demokratische Hochburg galt, ist i der Demokrat durch einen Republikaner abgelöst worden, hnenslucht der demokratischen Anhänger ist säst in allen >i«n, da» stnd die völkerreichsien Wcbictc der Union, allgc- .ad wäre nicht im Süden und im Westen der Besitz gehalten , hätte die Wilsonschc Legierung einer republikanischen it im Unterhaus gegenüber gestanden, benbci bemerkt Hai auch Roosevelt, mit der von ihm >eten progressistischen Partei trotz groftcr (tzcldmiltel und Agitation völlig Schiffbruch gelitten, r Staat Rewyork wird als das Wetterzcichen der amcri- » Politik angesehen. Die Partei, die dort zwischen zwei »tenwahlcn siegt, hat begründete Aussicht, bald ins Weifte u Washington zu komme». Das hieftc also, daft 1010 die ikancr die Bundesregierung wieder besetzen. Und die Adder Demokraten durch die Republikaner bedeutet vor allem ickkehr zu in Hochschutzzoll, zu der die Jnteresicn ust» fördernden arbeiterfeindlichen Politik. 'her kommt nun dieser unerwartete Umschwung? Wenn sich - Tausende von Bürgern schon wieder von den Demokraten >o>, noch che sie genügend Zeit.und ttzelegcnheit hatten zu »d sie imstande oder rechtlich gewillt sind, ihre Wahlvcr- n «iiizulölcn. so muftle» sie sehr gewichtige Wrunde 8ewift hat die Schandwirtschast der demolratischen an» Pall der Wilson-Partei Abbruch getan, auch der rollende der 8egner der Wilsonschcn Zollpolitik, der Trust», wird ‘H gewesen fein. Allein der grofte Stimmungswechsel ist da- ,T «2* f i' f erklärt. Die Hauptuickachc des Absalts der "ahlerhausen ist besonder» in den Oftftaaien, in der llSpalitlk der Regierung zu suchen. Vorerst war Knegtaben teuer in Mcriko, das trotz der gegenteilige» erungen letzte» Endes doch nur daraus hinauslies, die arme« und Bundeskasie zur Sicherung groftkapilalistischer ken zu iniftbrauchen. wie e» nicht schlimmer eine repnbli- Regierung getan hätte. Dazu kam da»» die ziellos l> i n - i e r I ch mg n k e n d e Haltung Wilions gegenüber rtegsmächten Europas, eine Wankclmütig- die man vielleicht mit der Wutmütigkeit des Prosesiors im Hau« entschuldige» kan», die aber durchaus nicht dem grober Schich,,» der amerikanischen Bürgerschasi cnt- «>e verlangen für die gegenwärtige schwer bewegte Zeit nseouente Politik. Als solche verniögen sic aber nicht '»ns zu halten, die heute st r i k t e R e u l» a l i t ä t prokta- "wegen Anleihen für I r a n k r e i d> und Ena » •nläftt. nachdem es Deutschland gelungen ist, < e l b st seine tsie zu füllen: die heute einen Bettag für de» Fric r europäischen Rationen oeranstalten heiftt, und morgen n und Schicftbedars für Engländer und Fr a »- iieseni läftt: die cs znläftt, daft amerikanische Smifsc von ' ausgebracht und nach Kvntrcbandc unicr- nierden. was sich selbst die schwachen amerikanischen Kolo e Hunden Jahren nicht gefalle» lieften. Für solche Jnkonic und Demi-ligungen haben die amerikanische» Bürger kein "'».am allerwenigste» die der Ssisiaate». - 'ältlichen üebiete der Union bergen eine nach Hundert ' .^»hiende Bevölkerung deutschen, irischen und . ‘ u » 8 a r i i d) c » Ursprungs. Sie vermögen die t«. „* ?" die Bedeutung des Krieges in Europa » rn «erdigen. Sie fordern strikte Nc » iraIität, ^.''llländern und Franzosen, den Vcrbünde- „ und Japans gegenüber. Eine Partei oder eine (ia * 5ie di« ehrlichc Neutralität nicht zu kalten weift. ' “ » e n f i e n i rf) t. Die Wahl brachte ihnen die Wclcgen- ""NiM über die von Wilson beliebte Politik kund,»geben. ^ "oevuiig js, j„ Ostsiaatc» am deuilichsteii. also dort, IT «Men und Ire» am zahlreichsten vertreten sind Hb die ng eehre» aus dieser Wahl zu ziehen weift, muss allerdings Zukunft zeigen. Slusruvrqcfalir in Irland. Die englischen Berichte aus Irland sprachen bis vor kurzem lediglich von Syinpatliiekundgebungen, von der scharenweise» Anmeldung der Irländer zum Geere und von der Ergebenheit Redmonds. Rur der strengen Zensur ist es zuzuschrciben, datz die Wahrheit nicht an den Tag kam. Turch den itrieg ist die irische Ara ge absolut nicht g e l ö st und namentlich die U l st e r - A n g e I c g e n h c i t ist lediglich vertagt worden. Sie hat auch zu Beginn des Krieges zu erregten Debatten im Unterhausc geführt. Es bedarf also gar keiner Hetze, die, wie die englischen Blätter glauben machen wollen, von deutscher Seite a»S betrieben wird, um die Erregung ln Irland zu erklären. Daß diese Erregung besteht, ist erst vor wenigen Tagen bekannt geworden, und dab jetzt M a b r c g c l n, vor allem gegen die irische Presse, ergriffen werden sollen, lehrt eine Meldung der heute cingetrofscnen Tinies aus Dublin, wonach Mr. Newman 'folgende Anfrage au den ersten Sekretär richtete: Ist der Sekretär darüber insormicrt, datz ein Anschlag die weiteste Verbreitung in der Grafschaft Tyonne und anderwärts in Irland gefunden hat, und datz ei» Pamphlet in Eork Stadt und Land zirkuliert. In diesen Ansailägcn und Alugschristen wird die irische Station ausge- sordert. sich zu erinnern, datz sic keineswegs in Streit mit Deutschland sei, das England mit Aeindcn umgeben habe, und datz die Irländer nur sich selbst zu verteidigen liätten und sich weigern mützten, als Sklaven z» dienen, lediglich um die fremde englische Nation zu verteidigen, und datz es ,'erner verhindert werden müsse, datz Irländer sich zu Kanoncnsnitcr niachtcn und sich an die Front bringen liehen. Portugal greift ein! London, 27 . Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Tie Time: melden aus Lissabon: In der autzerordentlichen Sitzung des »ongrcsscS führte der Premierminister aus, er habe stets versucht. in der auswärtigen Politik die Eintracht mit den auswärtigen Staaten mit der Würde Portugals zu vereinigen. Aber gegenwärtig fühle jeder, datz der wahre Patriotismus in Gefahr wäre, tvenn das Bündnis mit England nicht wenn nötig, auch init Blut gekittet würde. Er besprach darauf das Abkommen mit der britischen Regierung, nach dein Portugal neben anderen Diensten auch militärische Hilfe zu lei st cn habe. Ter Antrag des Ministeriums wurde e i n st i m m i g a n g c n o m m e n. Danach wird die Regierung ermächtigt, durch militärische Mahregcln in den internationalen >ton. slikt cinzugreisen zu einer Zeit und in einer Weise, wie sie die Regierung für Portugals hohe Interessen und Pslicvte': als freie Iiation und Verbündeter Grotzbritannicns für notwendig erachten würde. Ter Burcnaufstaud. Amsterdam, 27. Nov. (Etr. Frkst.) Tic Operationen der Engländer in Südafrika haben eine weitere Ausdehnung erfahren, trotzdem wieder einmal nach den letzten Meldungen der Aufstand so gut wie unterdrückt erschienen war. Nun sind die Engländer mit drei Panzerzügcn vorgegangen. Ter eine geriet nahe bei Rcitz in einer Terrainschlucht in ein mörderisches Feuer. Auch eiu anderer Panzerzug erlitt ein ähnliches Schicksal. Tic englischen Blätter sagen nur datz ein Feldkornett der Aufständischen getötet wurde. Von ihren eigenen Verlusten spreckfeu die Engländer nicht. Auch haben die Aufständischen Angriffe aus Hanierskraal gemacht und schlictzlich mutzten 700 Mann zum Teil berittene Regierungstruppen bei Randföntein vor 300 Mann Aufständischen. die zum Kommando De Wets gehörten, den Rückzug antretcir: Die triumphierende Meldung, datz De Weis Kommando vollständig zersprengt sei, bewahrheitet sich al'o nicht und vorerst sieht es nicht so aus, als würden die Engländer oder Botha des Aufstandes in der nächsten Zeit Herr, trotzdcin wieder die Ucbergabe einer Reihe von Männern genirldet wird, wie des Pfarrers van Brockhuyzcr. Berlin, 27. ssjov. Die B. Z. ani Mittag meldet aus dem -Hciag: Nach einer Meldung aus Pretoria umringten am Samstag, nachmittag die aussländifchcn Buren den Polizei- vostcn von Hammanskraal. Lei Klipdrist kam cs zwischen ihnen und englischen Truppen zu einem mehrstündigen erbitterten Kampf. Tic englischen Truppen muhten sich unter bedeutenden Verlusten an Offizieren und Mannschaften zurückziehen. Tie Aufständi'chen hatten zwei Tote und fünf Verwundete. Neue KrieKsgerichtsurteile in I-rankicich! Aus Paris nieldei HovaS: Das Sriegsgerichi veruiieilie 51 >>e uifche Krankenträger, die des Diebstahls be- lchnldiat ivare». und zwei A e r z I e zu einem Jahr 0> e f ä » g- »iS, 15 K r a n k e n i r ä g e r zu Strafen von 1 biSOJahren W c f ä n n n i i , !> Diakonissinnen zu 1 bis !t Monat Ei e f ä » g » i s , Krankenpfleger, die kleine anscheinend gestohlene tSegenflände bei sich trugen, zu einem Monat Wt< s ä n g n i ». Elf weitere Angektagie ivurde» sreigefproche». Die Franks Ztg. bemerkt zu diesem Urteil: Die Franzosen letzen also die Koinödic, gefangene Dtulsche wegen des Besitzes französischer Elegcnstände al» Diebe zu ver- urteilcii, fort. Zum Verständnis der Sachlage verweisen mir auf eine Schilderung, die wir am 2A. Oktober unter der Ansschrisl: „Zivilisiertes aus Franlreich" veröffentlicht haben. Es handelte sich um die Fcftnahinc von 250 Sanitäter» und 20 Aerzten. „In Paris — so heiftt es darin — erfolgte eine genaue körperliche Untersuchung sauch bei den Schwestern) und wo man, wie das im Felde zum Ersatz eigener Sachen unvernieidlich ist. französische Ei c - branchsgegciiständc fand, wurde ein Protokoll auf- nenonimen und die Betrefsrnden ivurden znriickgehalten.- Es ist ohne iveiteres verständlich, daft die in Frankreich stehenden Truppe» mit Einschluft des Sanitätspersonals, vielfach genötigt stnd, ihre Ausrüstung zu ersetzen Mag es sich um Hemden oder Stieseln, um Taschentücher oder Taschenmesier und ähnliche Dinge handeln, sie müssen ab und zu ersetzt werden und cs ist begreiflich, daft dabei zu dem Nächstliegende» Material gegrisfcn wird, sei es nun französischer oder deutscher Herkunft. Ratürlich mache» cs die Franzosen genau ebenso, die sogar mit einer gewissen Borliebe Sachen deutscher Herkunft benützen. Es ist aber in Deutschland »och niemand eingefallen, einen fianzösijche» Soldat«» oder Arzt deshalb wie einen geincinen Verbrecher vor Eicricht zu stellen, weil er ein deutsches Hemd oder deutsche Stiefel trug. Diese Methode ist dem zioilisicrlcn Frankreich Vorbehalte» geblieben, das natürlich in der durchsichtigen Tendenz so verfährt, die Deutschen als Plündcrer hinznstclle», während wir doch wissen, daft die Franzosen sogar im eigenen Lande neplüudcrt haben. Eine beispiellose Wein e i n ft e i i der Franzosen ist es aber, Aerzte, Sanitätssoldaten und Schwestern, die ihre Hilfe den verwundeten Franzosen ebenso widmen wie den Deutschen, nun entgegen der Borschriften der Haager Konvention unter so fadenscheinigen Anklagen zuriickznhaltcn! Der Eindruck dieser abscheulichen Tendenzmachcrei ist ja auch in Frankreich so stark, daft sich ehrliche Leute darüber empören. Wir können nur wünschen, daft die Protokolle und Verhandlungen vollständig vcrössentlicht werden, daniit sic als Dokumcntc der französischen Schande die weiteste Verbreitung finden. Wollten wir gleiche» mit gleichem vergelten, würden unsere Kriegsgerichte zur Bewältigung dieser Aufgabe vermehrt werden müssen! „ Ei» sozialistisches „Weif;buch"? Ter bekannte norwegische Parteigenosse und Abgeordnete Olaf Kr in gen diskutiert in dem Organ der englischen Unabhängigen Arbeiterpartei die Fragen der Internationale. Er bedauert besonders, datz das Internationale Sozialistisckie Bureau nicht ebenso prompt wie die Regierung ein Wcihbuch veröffentlichen konnte über die Ursachen des jetzigen Krieges bezw. über die Stellung der sozialisti- fchenPartciinjedemLande. Er sagt dann weiter: „Das Internationale Sozialistische Bureau ist vielleicht gehindert worden, aktiv einzugreisen, infolge seiner unvollkommenen Organisation. Es ist wirklich nur eine belgische Institution. Damit möchte ich es in keiner Weise stigmati- sicren, aber eine perfekte internationale Einrichtung hätte aus ständig tagenden Mitgliedern jeder Nationalität zu- sanimengesctzt sein müssen. Ter Sitz hätte nicht in einem durch einen europäischen Krieg bedrohten Lande, wie Belgien, sein dürfen, denn datz dieses Land bedroht war. haben alle militärischen Fachleute seit Jahren zugegeben." Zum Schlüsse warnt Genosse Kringen davor, voreilig zu urteilen, che nicht alle Tatsachen genau bekannt sind. Bernard Lhaw über beit Weltkrieg. Ter Kreuzzeitung entnehmen wir folgende Ausführungen des berühmten englischen Dichters und Sozialisten Bernard Shaw in Ucbersetziing aus NashS Magazine: „ES ist unnütz und fast unmöglich, „Handlungen und Wc- danken des britischen Volkes auf die Höhe eines reinen und edlen Patriotismus zu heben", nachdem wir der Rolwcndigkcit des jetzigen Krieges gegenüberstehen. Es bleibt eine traurige Tatsache, daft wir uns in eine Lage gebracht haben, die uns zwingt, wenn wir nicht als feige Verräter dajlchen wollen, uns mit aller Macht in diesem Kriege auf Frankreichs Leite zu stellen. Aber wir alle drei, Frankreich. England und Deutschland, begehen ein Verbrechen gegen bie Zivilisation zum Vorteil RnftlandS. Mich und andere vernünftiac Männer veranlassen zu wollen, diesem Verbrechen den illnsorischcn Anstrlch eines reinen und edlen Patriotismus zn geben, ist eine Zumutung, an ehrliche Menschen eine Rarrenarbeit zu unternehmen. Wir müssen jetzt kämpfen und sterben und leiden mit dem schrecklichen Bewußtlein, daft wir uns sür eine wahnsinnige Sache opfern. Rur durch hervorragendes Kämpfen tonnen wir mit Ehren ans diesem Feldzug hervorgehe». Ich selber kann nur wünschen, daft alle beteiligten Westmächte sich so heldenhaft ,chla- (»eit, daß sic gezwungen werden, sich mit Ehren in die Erfolge zu teilen, um dann cincn ewigen Frieden zu schließen. War sollte denn geschehen, wenn wir Deutschland vernichten? Was soll geschehen, wenn wir Schweden vernichten, nach dem wir Schweden zwangen, mit Deutschland gegen uns zu kämpfen? Wir würden dann sowohl Deutschland wie Schweden gegen Rußland verteidigen müssen, und müßten diese Verteidigung versuchen, trotzdem wir selber durch diese» Bruderkrieg erschöpft wären. Wenn nun aber Deutschland uns vernichtete und die Küsten der Nordsee annektierte, in welche untergeordnete Stellung würden dann Frankreich und wir gedrängt werden — wir, die wir die Schicksale Westeuropas beherrscht hätten, statt unsere Kräfte für russische Anleihen und persische Kapitalspekulationen ein,»setzen. Es ist ein Glück für uns, daß das „Vernichten" nur Schuljungen- gercde ist. Wir können wohl unerhörten ?1!ut beweisen, und wir können uns gegenseitig erschöpsen, angesichts des unerschöpflichen Rußlands (das freilich ebenso unerschöpflich ist wie wir drei andern, wenn wir vereint sind!, aber wir können uns nicht gegenseitig vernichten. Fetzt bleibt uns nur eins zu tun übrig außer dem, daß wir mit aller Macht kämpfen, damit wir nicht wie Feiglinge und Schwächlinge wie Narren und Verrückte dastehen, bi« wir gelernt haben, uns gegenseitig zu achten, vor allem aber unsere große Völkerausgabc zu erkennen, die darin besteht, uns als die vereinigten Bannerträger der Zivilisation zu sühlcn im Gegensatz zu den Ostmächtcn, denen wir selber erst die Kunst beigebracht haben, mit den totbringenden Maschinen Krieg zu führen. Das eine, was uns noch obliegt, ist: gleich mit der Arbeit des unvermeidlichen Friedcnsvertrages zu beginnen, den wir doch olle einmal nntcrzcichnen müssen, wenn wir endlich alle von den, entsetzlichen Morden und Vernichten genug haben." Man sieht, daß Genosse Bernard Shaw, der zu Beginn des Krieges wegen einiger unlicbcnswiirdigcr Aeußerungcn über Deutschland in der deutschen Presse hestig angefahrcn wurde, sich doch ein erhebliches Maß von Objektivität bewahrt hat, und daß er dem alten Ziel der auswärtigen Politik de? Sozialismus, dem Bund zwischen Deutschland und den West- Mächten trcugeblieben ist. Staatliche Kohlenversorfluiisi in Oesterreich. Durch eine Verordnung des österreichischen Ministeriums wird die Kohlenvcrsorgung unter Staatsaufsicht gestellt, wo immer zur Deckung eines dringenden Bedarfes, auch um unverhältnismäßig hohen Preisen zu entgehen, dies notwendig erscheint, soll der Minister für öffentliche Arbeiten stillstehcnbc Bcrgbauc in Betrieb nehmen, Ucbcrschichten wie auch Sonntagsarbeiten anordncn usw. Im Falle drohenden Kohlcnmangels können die Bcrgwcrksbcsitzcr zur Lieferung von bestimmten Mengen und Sorten verpflichtet werden, desgleichen Kohlenhändler, soweit ihre Vorräte an Jn» landSkohlcn reichen. Wen» über die Preise keine Einigung zn erziele» ist, so werden diese vom Gerichte nach Anhörung der Sachverständigen festgesetzt. Tic bisherige Jahresproduktion (Januar bis Septembers an Stein- und Brandkohlc betrug 300,37 Millionen Meterzentner gegen 329,15 Millionen Meterzentner im Vorjahre, so daß sich für diese ersten neu» Monate ein Rückgang von 29,08 Millionen Meterzentner ergibt. Neue Fliegerwaffe»,. In einem in der Wiener Neuen Freien Presse veröffentlichten Feldpostbrief eines deutschen Fliegeroffiziers an einen Wiener Freund heißt es: „Auch unser Fesselballon hat in bc» letzten Wochen oft seine» Standort wechseln mlisien, da er von feindlicher ?lrtilleri« oft schwer aufs Ziel genommen wurde, aber vergeblich. Dagegen besuchten uns häufig siLmzöstschc Flieger, die vergebens Bomben abwarscn, da sie bei unsere»» Scl>nellssuer sich »id)! tief wagen: dagegen werfen sic 16 Zenimneter lange Stahlipscil« in Bündeln ab. Eine furchtbare Waffe, ivcnn aus großer sdöhe das 20 Granim schwere Geschoß ein Ziel erreicht, schlimmer als Schrappnrlls und Bomben. Aber unsere Militärbehörde hat sich sofort der Erfindung bemächtigt, und unsere Flieger, dt« doch mehr Schneid haben, und unsere Lcnkballons haben jetzt verbeffcrteö Pfeilabwurf- material zur Verfügung. ui«d als Ironie steht aus jedem dcutfchen Pfeil: , nvention trau;aiss Fabrication allemande.“ Cholera unter russischen Gefangene«. In der Sitzung der bürgerlichen Kollegien der Stadt Ulm teilte Bürgermeister v. Wagner mit, daß von den zm Zeit hier befindlichen russischen Gefangenen der Verdacht besteht, daß Cholera asiatica ausgetreten ist. Vier Personen sind bereits gestorben, im ganzen sind elf Russen erkrankt. Endgültiges kann erst nach der Prüfung im Reichsgcsund- heitsonit mitgcteilt werden, wo festgestellt wird, ob Cholera tatsächlich vorliegt. Ter Verdacht spricht dafür. Es sind hier zur Zeit 2800 russische Gefangene. Die für die nächst: Woche vorgesehene Weihnachtsmcsse muß ausfallen wegen der Gefahr der Uebcrtragung, Alle Maßnahmen, die notwendig sind, sind getroffen, damit sich die Cholera nicht au' die Stadt ausdehnen kann. Da die Krankheitsfälle, deren Charakter übrigens noch nicht endgültig festgestellt ist, sich in einem Gefangenenlager ereignet haben, das sicherlich von anderen Wohnstätten genügend getrennt ist, liegt zu irgendwelchen Besorgnissen kein Anlaß vor. ffrri von Schuld. Eine Anzahl Einwohner aus Dalheim, die bisher im Lantz- gcrichtsgefänqnis in Zwcibrückcn inirergebracht ivaren, sind auf Anordnung der Militärbehörde entlaffen worben unb wach Dalben» zuriickgebehrt. Tic eingehend geführten Untersuchungen haben zu dem Ergebnis geführt, daß die Entlassenen nicht auf deutsche Truppen, die durch Dalheim gczogen sind, geschossen hoben, Krirqöqrsanq der Türken. Ten schmetdigen Körpern palnienfchlankcr Frauen Ten Mädchenhüften, die wie Rohr sich biegen. Zieh» wir die Tchäft« unserer Standarten, Daran di« bunten Wimpel flattern, vor: Sie schimmern l^errlich unser» Schwertern gleich, Wenn sich das Licht des Tags aus ihnen bricht! Dam roten Sordenhaar der Frauen, das Wie Kohl« glüht, dem schivarzcn Scidenhaar, Das ausgc löscht«! Kohle gleicht, den: sbmrl. Das um den Kopf di« Morgenröte webt Odor die finstre Stacht. zieh» wir die wilden Feldzeichen vor, daran ein Roßschwetf sta-ttert, Ein goldner oder schwarzer im Gefecht! Den mörderischen Pfeilen schöner, schwarzer, Bon nächtige» Brauen überwölbter Augen. Um die verführerische Schönheit siegt. Zieh» wir die mörderischen Kugeln vvr. Die unsere Flinte im Gsniang der Schlacht Ab sendet in dt« Herzen unsres Feimds! Deutsch von Hans B c t h g c, (Franks. Ztg.j Ein Seegefecht. Rotterdam, 28. Nov. (Ctr. Bin.) Meldungen aus Hartlcpool besagen, daß man dort in der Nacht vom 23. au? den 24. November vom Meere her stundenlang starken Kanonendonner vcrnoinincn habe, der offenbar von schwersten Schiffsgeschiitzcn hcrrührte. Eine Weile setzte der Geschütz, donncr aus, um dann aber, jedoch viel stärker, aufs neue zn beginnen. — So wie diese Meldung in London bekannt wurde, strömte eine große Menge zum Admiralitätsgebäüde, um dort auf irgendeine Bekanntgabe zu warten. Die Admiralität blieb icdoch stnmm, bestätigte weder die Meldung, noch widerlegte sie und so verlief sich die Menschenmenge nach einigen Stunden, aber unter lebhaften Zeichen des Mißmuts, Die Furcht vor unseren U-Booten. D, 17. Genf, 28, Nov, (Ctr. Bln.) In allen französische» Häfen ruft der durch ein deutsches Unterseeboot herbeigeführte Untergang des Lloerpool-Frachtdampser „Malachite" große Bestürzung hervor. Die Gefährdung der Sicherheit der Handclsschissahrt müsse den gesamten Verkehr zur See notwendig ungünstig beeinsliiffen. Die geretteie Mannschaft des „Malachite" erkennt vollkommen die Korrektheit de» deutschen Kommandanten an, der mit der Sprengung des Schiffes wartete, bis die nach Le Havre geruderte» Rettungsboote nicht mehr von den Trümmern getroffen werben konnten. T. U. Genf. 28. No» (Ctr. Bln.) In englischen und französischen Kreisen ruft diese Tat große Bestürzung hervor. Man konstatiert mit deutlichem Unbehagen, daß die deutschen Unterseeboote sich soweit vorwagen konnten. DaS englische Mißtrauen. Berlin, 28. Nov. Wie dem Bert. Lokal.-Anz. aus Kopenhagen gemeldet wird, ist der Eindruck von dem Untergang des „Bulwark" überall tn England ein furchtbar niederschmetternder. Die Mißstimmung gegen die Admiralität unb Churchill wachse. Man betrachte die offiziellen Mitteilungen mit dem größten Mißtrauen. Jnpancr für de» Kontinent. T. U. Rom, 28. Nov. Der Pariser Korrespondent des Mcssa- gero bestätigt, daß die Entsendung von Japanern nach Frankreich Afr aja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 125 „Was ich Ihnen biete, Herr Hclgestad," sagte Marstrand. „besteht darin, daß ich, dankbar für Ihre großmütige Hilfe, mit Ihnen redlich jeden Gewinn teilen will, der aus diesem Unternehmen fließt. Sie haben mich hierher gewiesen, haben den Schatz erkannt, welcher hier ruht, haben durch Ihren Einfluß ihn in meine Hände gebracht. Ohne Ihren kräftige» Beistand wäre eS mir nicht möglich gewesen, ihn auszubeutcn, und da mir Ihre fernere Hilfe not tut, ist es um so billiger, daß ich auch die Hälfte des Vorteils Ihnen zuweise," „Die Halste?" rief Helgcstad, der sich aus seinen Stock zurücklchntc. „Ist meine Sache nicht, Herr Marstrand. um die Hälfte zu gehen. Bin auch nicht großmütig. Halte nicht: von einem Dinge, das wie ein Faß voll Löcher aussieht," „So geben Sie ihm einen Namen, welchen Sie wollen", fuhr Johann lächelnd fort. „Sagen Sie sich, daß Sie Ihren Plan darauf anlcgtcn, uin reelle Vorteile zu erwarten, und daß Sie daher wußten, cs würde mit niir so kommen, wie es gekommen ist." „Hab's auf ein Haar gewußt!" fiel Helgestad ein. „Nun also," erwiderte Marstrand, „so wußten Sie auch, daß ich dankbar gern mit Ihnen teilen würde." „Mag sein", antwortete Helgestad, „aber ist ein altes Wort: wer Lust zu teilen hat, hat auch Lust zu betrügen. Will darum weder teilen noch betrogen sein, Herr Marstrand, will haben, waS nicin ist, und sag's daher mit einem Worte, bin hergekommen, um nach meinem Rechte zu sehen." „Was meinen Sie, Herr Helgestad?" fragte der junge Gaardherr verwundert. „Was nennen Sie Ihr Recht?" Der Kaufmann grinste ihn an, nahm seinen Hut ab und strich das strähnige, fahlgelbe Haar zurück. — „Nub!" sagte er, „müssen uns richtig ins Gesicht schauen, ist die Zeit du. wo jeder Augen und Zähne gebrauchen soll. Habe Eure Wirtschaft kennen gelernt, Herr Marstrand. kalkuliere, kann so nicht weiter gehen. Ist mit Erfahrung eine andere Sache wie mit Willen und Lust zur Arbeit. .Hobt Eure Vorräte verschleudert, habt mein Geld fortgcworfen, nieinen Rat unter Eure Hausschwelle gelegt. Sind achttausend Spezies zu zahlen in Bergen, achttausend in Oerenäcs, wollt jetzt wieder borgen, wird aber alles denselben Weg wandern, Seh ich den Gaard an, wie er da ist und denke, er soll zum Verkauf kommen in Tromsö mit allem, was dazu gehört, mit Wald und Mühle und dem kostbaren Damm, wozu Ihr mein Geld verbraucht habt, will ich den Mann sehen, mag er kommen woher er will, der zwölstausend Spezies auf den Tisch legt. — Kalkuliere also, darf cs nicht zum Verkauf kommen lassen, wenn Jhr'S nicht selbst dahin treibt." »Ich — Herr Helgestad — ich?" rief Marstrand verwirrt, der ein paar rasche Blicke auf den Schreiber und Olaf wart, die soeben anlangtcn, und dann den alten Spekulanten in einer Art anstarrte, als begreife er ihn nicht. „Ihr, Herr," fuhr dieser kopfnickcnd fort: „denn wenn Ihr meinen Vorschlag nicht annehmt, kommt's zum Verkauf und Meistgcbot. Mögt dann zusehen, was übrig bleibt, und kommt auf mich an, welchen Gang ich mit Euch zu machen denke, wenn Eure Schulden nicht gedeckt werden. Kann Euch festnchmen lassen und zur Arbeit zwingen, kann mich halten an alles, was Ihr habt und an Euren Körper, denke aber, wollcn's in Güte schlichten. Bin kein Mann voll Härte und Gewalt, will's Euch leicht und angenehm machen, so vieles in meiner Macht ist." „Wenn ich recht verstehe," sagte Marstrand, der ganz blaß geworden war, „so wollen Sie mir allen ferneren Beistand entziehen?" „Nuh!" antwortete der Alte mit seinem grinsenden Lachen, „mußte mein Schädel platt sein wie ein Lappcnkopf, wenn ich einen Pfennig geben wollte." „Dann muß ich zusehen, wo ich einen andern Monn finde, der mehr Vertrauen zu mir hat." „Macht es so," sagte Helgestad, „aber schafft mein Geld — will'S zurück haben." „Auch daS soll geschehen," sagte Marstrand. „Stellen Sie mir eine Frist, ich will mich bemühen, sie cinzuhalten." „Frist? Habt Euch keine Frist sestgemacht, steht nichts davon in Eurem Schuldschein vermerkt, Herr. Ist aber nach unserem Gesetz so gestellt, daß, wo cs nicht anders bestimmt wurde, jede Schuld binnen heut und morgen gedeckt und zu- riickgczahlt sein soll." ernstlich in Erwägung gezogen wird. Die einzige Schwi für Japan liege in gewissen Rücksichten auf die Vereinigter tcn. Doch sei cs der Entente-Diplomatie gelungen, diese B Amerikas zu beseitigen. Vorbereitung für die Entscheidung j Mandern und Frankreich. Kopenhagen, 28, Nov. sEtr. Bln.) Nach Pariser Ri! trefsen beide Parteien an der Front in Flandern und No, reich Vorbereitungen für den Entschcidungskampf. Auf Seiten werden die Verschanzungen verstärkt und die Trupp mehrt. Auch zahlreiche neue Geschütze Hessen ein. Die indische Gärung. Kopenhagen, 28. Nov. Den Blättern zufolge nur .intienglische Bewegung in Indien großen Umfan namentlich im Regierungsbezirk von Madras ist cs ruhen gekommen. Die revolutionäre Unabhängigkci! entfaltet hier eine energische Propaganda gegen die e Herrschaft. Der Abtransport der indischen Truppen europäischen Kriegsschauplatz stößt bereits auf Sck leiten und cs sind Fälle zu verzeichnen, in denen t lransport unterbleiben mußte, weil sich die Soldaten lcn, au Bord der Transportschiffe zu gehen. Es fraglich, ob England weiterhin indische Truppen i europäischen Kriegsschauplatz wird senden können. T lischen Behörden vermeiden cs, die indischen verw Truppen nach Aegypten zurücktransporticrcn zu lasse Grund hierfür liegt darin, daß die Engländer die i Truppen unter falschen Angaben cinschifsten und ihnen lie gingen als Bcsatzungstruppen nach Aegypten. Militärische Maßnahmen Italiens T. U. Zürich, 28. Nov. (Ctr. Bln.) Einer itali Meldung zufolge werden die italienischen Rekruten de gangs 1915 im Januar einberufcn. Ein Erlaß vcri Einberufung einer Anzahl höherer Offiziere, die bis Verfügung gestellt wurden. Der Avanti erbebt entsck Einspruch gegen die unwürdige Art, mit der Zeitungen seit einigen Tagen Italien zu beeinflussen Tie Csioleraisefahr. (WB.) Berlin. 27. No», Wie die Kriegszcituug liucr Lokalanzeigcrs meldet, teilte der Minister des Inner» Erlaß den Behörde» mit, daß nnter den russischen Tru Cholera herrscht, und daß injolgedesse» eine Absenderin russischen Kriegsgefangene» vorzunehmcn ist. Jede Erkran jeder Todrosall an Cholera asiatica, seiner der den Berda Krankheit erweckt, ist sofort der Ortsbehördc zu melden. Ab verdächtige Erkrankungen sind insbesondere Brechdurchfälle bekannter Urfaehe anzusehc». Es ist dringend erforderlich Behörden bei der Durchführung aller Vorsichtsmaßnahmen Bevölkerung wirksam unterstützt werden. Mt, s KÄfll IfBUlSl'il f - * (rillte !;to & -I hsishai Itle m -3 jilang: Mr.r antr rnn tr iiSd ticr, kkaift Tagesberichte des Achen HllPtW Im Westen unverändert. Im Osten andauernde harte Kämt -> W. B. Großes Hauptquartier, 28. November vor (Amtlich.) Auf dem westlichen Kricgsschar ist die Lage nicht verändert. Französische Vorst Argonnenwalde wurden abgcwiescn. Im Wal westlich A p r e m o n t und in den Vogesen wur Franzosen trotz heftigster Gegenwehr einige Schütz entrissen. In Ostpreußen fanden nur unbedentende statt. Bei Lowicz grisscn unsere Truppen erneut, Kamps ist noch im Gange. Starke Angriffe der N der Gegend westlich Nowv Radom sk wurd, schlage». In S ü d p o l e n ist im übrigen die Lag ändert. Oberste Heeresl, W. B. Großes Hauptquartier, 29. Novembe (Amtlich.) Vom Westheere ist über den gestri« sl. -\Y i*I0t i!Ob («Seien Unten Silier Mi [in d Mm! IMü tfc die Sin fiii 4» Bi iiu Sinn !% ei 1 Heiner „Wic?" fuhr Johann heftig auf, „das kann (; nicht sein! Das hieße mit berechnender Hinterlist mein Eigentum bringen und mich verderben wolle „Bedenken Sic Ihre Worte, Herr Marstrand Pctcrsen, sich cinmischcnd. „Was Sie sagen, sind Beleidigungen gegen Niels, der, wenn er Ihre B verlangt, Sic zu harter Buße bringen kann." „Nuh!" rief Hclgestad, „verlange nichts als ni und kann dies mit vollem gutem Recht tun. Steht Landrichter von Tromsö, fragt ihn, wenn Ihr > glaubt. Kündige Euch hcut in Gegenwart dies, Zeugen die Schuldsumme von scchzchntanscnd Sill wic cs Fug und Brauch ist, und trage darauf o morgen die Schuld nicht bezahlt wird, das Gut in zu nehmen »nd Euch zu entziehen." „Von Gerichts- und Gcfetzcswegcn ist dieser An Zögern auszusiihrcn," fügte Paul Pctcrsen hinzu meines Amtes als geschworener Schreiber kann td Stelle cinschreitcn und binnen einer Woche den V> wirken, wenn nicht Bürgschaft geleistet wird, oder de ner sich als gänzlich mittellos erweist, woran hier zweifelt werden kann." Marstrand hörte schweigend zu. Sein Gesicht lich glühend rot geworden, Verachtung und Zorn fi Herz. Er suchte den Ausbruch seiner Gefühle zu v und sich ruhig zu verhalten. „Ihr Herren," fass wird mir schwer zu glauben, daß das alles wahr is höre: denn es kommt mir vor, als sei ich von Anso Netz gefallen, das für mich gemacht wurde, und jeder daran geholfen. Auf deine ehrliche Fr< Olaf," fuhr er fort, „würde ich bis ans Ende der baut haben, ober auch du sichst mich mit Augen freutest du dich über nieine Not." „Bist du in Not," antwortete der Nordländer du sie verdient," „Womit verdient?" „Du bist ein Däne und bist falsch! Geh' 5in. gekommen bist, du Narr. Lauf, was du laufen ka zieh deinem Schätzchen nach in die Lappengamm« (Fortsetzung folrt.) QI ""Ott % % 5 3«»m füi "ich »»ch /'fei tz', fern Ü>6, •»Iti ¥ I % «I V, fi?» & fi fr 5« i 'N iientn Solbotq 6cn. gj Trupvei,. fönnen. ; >chen Mtt ' ;cn zu [ C R. lNdtt d,k. und :fcna Wen. )>a!ie„: frnct ilal Scfrutcr. ^ Gtlaj tut -re, die bü -rbebl er.W mit dn bcein'lunk- r. bt» Jnitn ulfildKn I« ; flbloubtü oft« Stltll ! bin ?tth i mtlScn t ttitomiKol! i tiloibttlit jnn!i«tb«p ldert. tf ,W»i istmbcr so; t|l s\ksc Me i, Jmfcl (titlt K nitit 3«° ibrbtiiliBb; «n ttntui jrifft d-r ,}( toud ja di- ä litt £««* j, j|«ini den gtitn ist die'"' leise» 6l, t bei »ft »\ oird. woran F jri» und 3°^ 0$ e K i^ cn !r.'| ftfjp f6rl1 V i ,8 Knd' > V nr zu melden, dag Angriffsversuche des Gegners in der -egend nordöstlich Ypern und westlich Lens scheiterten. 2m Osten ist die Lage rechts der Weichsel unver- »dert. Vorstötze der Russen in der Gegend von Lodz urden abgewiesen. Daraus eingelritete Gegenangrissc aren erfolgreich. Aus Südpolen ist nichts Wesentliches i erwähnen. Die oberste Heeresleitung. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht B. SBitn, 25. Rovbr. Amtlich wird verlauldatt 8. November mittags. Die Lage ist unverändett. In iusfilch-Polen verlief der gestrige Tag im allgemeinen uhigj einzelne schwächliche Angnffe der Russen wurden bgewiesen. Die Kämpfe in den Karpathen dauern sott. Ernste Lage in Französisch-«.,rokko. Rom, 28. Novbr. (Von dem Privatkottespondenten es Wolff-Bureaus.) Nach hierher gelangten Meldungen ur zuverlässiger Quelle ist die Lage in Französisch-Ma- ,kto emst. Ueberall, auch an der Küste, finden schwere ämpse statt, die anscheinend durch die gewaltsame fran- ifische Rekrutierung veranlaht worden sind. Hesse» und Nachbargebietc. «iehen und Umgebung. — Wahlvrrei» Gießen. Auf die Mitglicdervers«nm- mg, die heute abend 9 Ulm im Gewerkschaftshause statt- ndct, sei nochmals aufmerksam gemacht. Tic Mitglieder .erden ersucht, sich reckst zahlreich einzusinden. zumal dies rrouSsichtlich die letzte Versammlung in diesem Jahre ist. — Stadtverordnetenversammlung. Morgen nachmittag itt die Stadtverordnetenversammlung zu einer nichtöfscnk- chcn Sitzung zusammen. — Holzarbeiter. Auf die heute abend 9 Uhr im Geiverk- hastshause stattsindende Versammlung sei an dieser stelle nochmals aufmerksam gemacht. — In den Verlustlisten, die ani Samstag zur Ausgabe .langt find, ist das Reserve-Jnfanterie-Regiment Nr. 116 sthalten. Wir drucken dic Liste nicht vollständig nach, son- rrn werden nur d i c Gefallenen usw. anführen, die aus !berhessen und den Nachbargebicten stammen. Deshalb be- innen wir mit dem 2. Bataillon. — Gefallene dcS Gießencr Regiments. Reservist Wii- elni S ch i e f e r st e i n aus Gießen. — Gefreiter Heinrich lecker, Gefr. Wilhelm Peter, beide aus Reiskirchen. — ieservist Jakob Schneider aus Wetzlar-Niedergirmes. — lest. Heinr. Maar aus Homberg a. d. Ohm. — Gefr. ;arl Strack aus Homberg a. d. Ohm. — Gefallene uS Oberhessen und Nachbargebieten. Lcuttr. er Reserve Karl Schmoll aus Gießen, Jnf.-Regl. Nr. 118. - Unteroffizier Georg Philipp V. aus Watzenborn. — stsr. Philipp Becker, Inf.-Regt. 115-, Unteroffizier Karl >i ü l l e r, Jnf.-Rget. 168. beide aus Rciskirchen. — Die Fortbildungsschule wird in diesem Winter von 76 Schülern gegen 116 im Vorjahre in Gruppen von je 3 :lossen besucht und beschäftigt 18 Lehrkräfte. Tie Unter- ichtssiunden sind jetzt so angeordnet, daß die Schüler pro Locke 4 Stunden hintereinander besuchen, so daß der Arbeit- eber dic Lehrlinge nur an einem Nachmittag zum Besuch cs Unterrichts freizugeben hat. — Aus dem Wochenntarkte gab es am Samstag billige sänic für diejenigen, welche sich einen derartigen Vogel eisten können. Das Angebot war so stark, daß dieses Ge- lügel je nack der Schwere der Tiere zwischen 66 und 76 Pfg. >ro Pfund verkauft wurde. Auch Kartoffeln waren vieder einmal in größerer Menge am Markt und wurden n kleineren Mengen das Pfund zu 1 Pfg. abgegeben. Die Btrfäufet nahmen bei malterweiscr Lieferung willig und Zern pro Doppelzentner zu 7 Mk. frei Keller größere Bestel- iungen an. die sie versprachen, im Laufe der Woche zur Ab- lieserung zu bringen. — Eier dagegen sind sündhaft teuer-, auch für Butter wird weit mehr verlangt, als der Höchstpreis beträgt. ^ — Tödlicher Unfall. In Bellersheim war am Ireitgg früh der Landwirt K. G ö b e l von dort damit be- sckxistigt, Dung auf seinen Acker zu fahren. Als er wieder "noch Hause fuhr, gingen ihm dic Pferde durch. Göbel wurde dom Lagen geschleudert und so schwer verletzt, daß er bald daraus ft a r b. — Der Dank der Lriegerfeaucn an die Gewceklchasien. Die volzarbeuerzeitung bringt nachstehenden Brief der Frau eines Kriegsdienst eingezogenen Bevollmächtigten der Zahlstelle Uastow j. Abdruck: ... r - • • • Zu gleicher Zeit sage ich meinen herzlichsten u.ank lur die nainilicnuntcrftütziuig. Es fehlt ja jetzt sehr, zumal wir nichts von der Stadl bekommen, aber ich habe mich schon gewundert. daß der Verband cs doch noch so lauge hat durchsetzen können, freue mich auch sehr, daß der Vorstand an die Zeit nach dem »rüge denkt und sich der ans dem Feldzüge Hein» kehrenden Krieger annchmen will. Dic werden cs dann auch lehr nötig haben. Soeben erhalte ich eine» Brief von meinem Rann. Er har sich sehr gefreut, das, der Verband so reichlich «c- lorgt hat in der ersten schwere» Zeit, und daß er cs auch noch water tun will. Jg, soll auch in seinem Namen herzlich danken. ES war ihnen ein schöner Trost in Feindesland, dast dic Familie nicht Rot leiben braucht. Er bittet den Vorstand, sich unserer anzunehmen, wenn ich einmal Rat brauche. Venn er gesund zu- tttckkehrt, hofft er durch treue Dienste noch dem Verband seinen -rank abftatten können Also nochmals meinen besten Dank. Mit freundlichem Gruß zeichnet Frau Block." « sie tapfere Frau versieht während der Zeit des Krieges die «"baitbsgefckisfte. •sa Pib "wischtet: SiebeSgobenmarder Das als Gefreiter und ^-aiikibrr bei einem Trupventcil stehende Mitglied des Mann- m'mer vostbcatcrs. der 22iShrt^- Virtuos Ctto Apfel benutze IV™* Voftcn dazu, unbestellbar gewordene LicbcSgabensendungcn für nch verwenden. Das Darmstädtcr Kriegsgericht verurteilte -°n -m Donnerstag ,u 3 Monaten Gefängnis. aus die zwei Nochen erlittenen llntcrsuchungshaft in Anrechnung kamen. —«todtthcater wuvdc am Freitag daS Schoippicl »Der Rar Halbe aufgcführi. dos Dienstag wiederholt ^ E>albr ist einer der modernen Tramanker, besten Schöpiungrn «toSem «rrolg über ine deuiichen Bühnen gingen. .Ter Ti vom" der Ve-chsel. oder richtiger ist die Nrtch-cl. an deren AeidSbesitzer und Deiehhouvnnann Peter Tvorn lebt, der -Rrt. fest, vaterlstbed Erbe, in jahrelangen', harten Samv-'e vrr- ^llert und gehoben hat. Testen rühmt er sich nicht wenig: aber wir hören bald, daß er etwas auf dem Leib Holz Hai. Im Verein mir fenier Grvßnmrier dar er des Vaters Testaincni grjälichi oder unterschlagen und sei»« Brüder Heinrich und Jawb um chr Erbe geprellt. D iest: höchst uabrüdrrlich« Handlung, die ubrigrns feit (ficii und Jakob srhon oft genug vottgckcmenc» ist. gesteht er seiner >>rau Reimte, an den ikr.chen seiner beiden kleinen Zichnchen ein. als diese dem Lirom mm Opfer gefallen und crrninkrn ivarrn Run wäre eigentlich die Zache noch gang leidlich cinzurcnkcn ge- wc-en: Peier hätte leinen Brüdern ihr Erbteil aas irgend eine L-e-ie zuführen lö.uie,,: er spielt aber weiter den absoluten Herren. ze;M schr^ junkerliche Allüren und bchandett den 17jährigen Jakob ivir de» Z-.ollknechi und iagelöhiier. pevterar aber crjähri von den, Beliua Peter», besten Opser er «cwoide» ist. durch Renale, d;c stclisth jcknvcr unter der schuld ihres Marines leidet. Jakob stell! derhakb seinen Brudrr mr Red: und ivitd von Hcnirxh untersnitzt. der imch langer Abiveseichcit in die Hrtnmt zurückgckchri ist und als Lrrombaumcistrr die Regulicrunzt der Neichsti duvchjübve» soll Peter gesteht aber seine Zchutd nicht rin. ergeht sich vitlmehr in znutsche» Beine rin,igrn gegen Iran uni Brüder und jag: diese aus dem Haus«. ,lokvb will sich dadurch rächen, daß er den Damm zu durchbohveii versucht, um den Nasterrnastrn des iin Eisgauge beserid- lsitzen Ztromcs den Nrg auf Peters Anwesen frei zu m,icheu intd dieses dadurch g, vcinichieu Daran verbinden ihn Peter: bei dem .st a mp sc stürzen sie aber beide itt den reißenden Strom. — De» Petr-, ftuelre Direktor s t e i „ g o e 1 1 e r. Man mochte nicht recht glaubeiu daß er dieser herrsch- „ich lmbnichtigc und verbrecherisckx Mensch sei. als der er von seiner Jiau Renate hiugcstellt wird Diese wurde von Ir. S t«11 n t r in vorzüglicher Neis« dargeslellt. als die Iva» dir unter den, Unvechi ihres Mannes surchlbar leidet, ober nichts ändern kamu Herr T : c i u h o f c u ivußie den l7jährigen Jakob, der sich zuiückgesetzt fühlt und dann auch schiver betrogen steh«. l«t>s- wahr zu vrikörpern. Lehr (tut« HeifUUtgen boten auch di« Herren Litdwig Großer und st. Rotteck, dieser als der Strombou- mcister. erstcrer als alter, mit deni Haufe Dvorn vertranter st „echt, der nach ofwrrußischer Art deni Lelniaps nicht abgeneigt ist. Die Damen Jrrnzel und Hainbuch wurden ebenfalls ihrer Ausgabe vollkoimnen gerecht, erfiere gab d,« Großmuiter Dvorn, Irl. Hainbach ihre Dienftinagh. DaS Theater war gut besetzt. — Die Jrankfurter Tiadtocrordnetenversammlung bestcht nach den am Donnerstag vorgcioonuneiicn Bahlen g»S 32 ,Fortschrittlern, 23 Sozialdetnokroten. 14 Ralioiialtiheralrii und 2 Zcntrumsleutrn. Gewählt wurden am Donnerstag 11 Lgiigldcinokraieu. 1t Fortschrittler. 3 Rational liberal« und 1 Zentrümler. Bon den 2« zu wählenden Sladweraidneten wurden 17 wicdergcwählt und » sind neu« Männer. Bes irnsern gewählten Genossen, die ivir im Tamis. tagsblatie nainrntUch aufsichrteii. fehli« Gcnostc Jritz Me per. Siadiiheater Gießen Tpictplan. TienSiag. den 1. Dezciubrr, abends 8 Uhr. bei gewöhnlichen Preisen sermäßigii, 4. D>ensigg- Abonnements-Vorstellung: „Der Strom". Ende 10'/. Uhr. Jrcitag. den 4. Dezember, abends 8 Uhr. be, gewöhnlichen Preisen scrmätziglj, 3. Jrrstog-Abonnenients-Borslelluiig: »Zopf und Schwert"." Ende noch liiVj Uhr Sonntag, den u. Dezember, nachmittags 3% Uhr, bei Voikspreisen: „Minna von Barnhelm" Ende gegen i> Uhr. Abends 7 Yj Uhr, bei kleinen Preisen: „B a l l e ti st e i us T o d". Ende gegen 10% Uhr. Telegramme. Hindenburg (Heneralseldmarschall. Der Kaiser hat den Sieger im Osten, Generaloberst v. Hindenburg, zunt Gencralfcldiiiarschall ernannt, seine» Generalstabschcs Generalmajor v. Ludendorff zum Gencral- lcutnant. Hindenburg teilt das den Truppen in folgendet-, Worten mit: Ich bin stolz daraus, diesen höchsten militärischen Dienstgrad an der Spitze ivlchcr Truppen erreicht zu haben. Ihre stompses- sreudigkcit und Ausdauer habe» in bewunderungswürdiger Belse dem Gegner große Verluste bcigebracht. Uebcr l! 0 Q 0 0 G e > faugenc, 1 ö 0 Geschütze und gegen 200 Maschinen, gewchre sind wieder in unsere Hände gefallen, aber vernichtet ist der Jeind noch nicht. Darum weiter vorwärts! Mit Gott für stönig und Vaterland dis der letzte Rüste besiegt am Boden liegt! Hurra' Sauptquarlier-L-ft, 27. Rovembcr >814. Der Oberbefehlshaber: gez.: v. Hindenburg, Gcncralfeldmarichall. • Großes Hauptquartier, 29. Nov. (W. B. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser besindrt sich jetzt aus dem östlichen Kriegsschauplatz. Oberste Heeresleitung. bin vernünftiges Wort. In einer Besprechung der Lage schreibt der Matin: Es ist merkwürdig, daß so viele Leute sich in der Hoffnung wiegen, daß ganz Deutschland am Verhungern sei. Um so mehr müßten wir dann ihre Stoßkraft be- wundern, die trotz der Entbehrungen nicht schwächer wird. Es läuft aber wider den gesunden Sinn, behaupten zu wollen, daß ein so großartig organisiertes Land jetzt plötzlich der Hungersnot grgenüberstehen soll. Nein! Geben wir uns nicht so gefährlichen Illusionen hin. Vergessen wir nicht, daß Deutschland abgesehen von der Eigenproduktion noch verschiedene der Einfuhr geöffnete Türen hat. Rechnen wir also nur aus unseren eigenen Mut und unsere Ausdauer, um „durchzuhaltcn". Es ist dies vorsichtiger und schließlich auch Frankreichs würdiger. Ter rätselkiaste Kampf. Tic holländische Zeitung Tyd führt in einem Artikel auS: Ter Kampf im Osten wird immer rätselhafter. In Berlin wehen die Fahnen und dic deutsche Presse triumphiert, wahrend der englischen Presse infolge des russischen Sieges der Himmel voller Geigen bängt. Gelingt es der vortreftlichcn Sttotcgie der Tetitscktcn. der russischen Umklammerung zu entgehen, dann wird dic Wahrheit mit der Wucht eines deutschen Stunt in c rs in Paris, London und Petersburg einschlagcn Aus jeden Fall lzaben die Siegesberickitc eines der beiden Teile einen Haken. Tie neue« russischen Verluste. Der striegSbertchtentatter der Sera meldet, der Past zufolge, daß die Verluste der Russen m den letzten, seit Ende voriger Loche aitdaucrnder Kämpfe mPolcnnahezu 12000 0 Mann an Loten, Vrrwundeien und Gefangenen betvogen. Di« f i n t, I ä ti- bischen Scftfmcntcr haben fast ine Hälfte chres gesamten Bestandes erngebüßt ES sei. so erklärt der Berichterstatter, zwecklos, zu leugnen . daß 65 000 Naim Unverwunbete dem Feinde in die Hände gefallen seien. Verantwortlicher Redakieur: F. veiler», gießen. Verlag von Krumm & Cie , Gießen. Truck: Verlag Oifenbacher Abendblatt. 8, m.b.H., Offenbach a.M Verstorbene. 3?nnr Carvlme Schwerer Netzlar, 72 Jahre alt. Bekanntmachung. Tie nachstehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur össentiichc» steiintiiis. Gießen, den 26. Rovembcr 1014. Der Oderdürgeruteiftcr: » e l l c r. Bekaiinimachuiig über dic Höchstpreise für Geireid« und Kleie. Vom 28. Oktober 1014. Auf Grund von 8 3 des Gesetzes, l>rlreff«nd Höchstpreise, vom 4 August 1014 fReichS-Geietzbl. S. i!Oi. >,, der Fassung der Be» tamstmochung vom 28. Oklvber 1014 iOieichs-Eiefetzbl. S. 458) Iza! der Bundesrat folgend: Lierurdiiuiig erlassen: S 1. Ter Preis für die Tonne inländischen Roggens darf im Großhandel nicht übersteigen in Mark iWnrt Aachen 237 Hamburg 228 2icrlin 220 Hannover 228 Braiinschwcig 227 Kiel 226 Bremen 231 Königsberg i. Pr. 200 Breslau 212 Leipzig 225 Brombcrg 200 2>!agdeburg 224 Eastrl 231 2Va>inbcim 236 Köln 236 2>iiiiiche» 237 Danzig 212 Posen 210 Torimuud 235 Rostock 218 Dresden 225 Saarbrücken 237 Tiiisburg 2.36 Schwerin i. 2V. 210 E ni de» 232 Stettin 216 Erfurt 229 Siraßburg i. E. 237 Jrankfurt a. 2V. 235 Stuttgart 236 Gleiwitz 218 Zwickau 227 8 2. Beträgt das Gewick ! de» Hektoliters Roggen mehr als 70 Stlogramm. so siegt der Höchitpreis für jedes volle stilograzmn uni eine Ibark fünfzig Pfeimcpc. ß 3. In den nn ß 1 nicht genaunten Orte» IRebenorie) ist der Höchstpreis gleich dein deni ii>«t>stgei«genen ßn ff 1 genoliniteu Ortes izviuptort). Ti« t!de>)ürdr» oder die von ihnen bestinunien lwiteren Vcrivaliungsbrlwrden können einen niedrigeren Höchst»reis festsctzen. Ist sirr die Preisbüdinm eines Reiutnorlr» ein anderer als der »achsigelegcn« Hauptort bestimmend, so können diese Be- lwrden den Höchstpreis bis zu d:m für dicsi-n Hanpiorl sestgesetzten Hilchswvcio hmauiieven. Liegt diefcr Hauptort in einem anderen Buiidcsstaaic. so ist die Züstimni'.utg de» Reichskanzlers erforderlich 8 4. Ter Höchstpreis fiir die Tonne inländisch«» Nerzens ist vierzig Illart höher als der Höchstpreis für die Tvmi« Roggen (SS 1 und 3). Beträgt d»> Gervickt des Hektoliter» Beizen inehr als 75 sttlogramin. so stcigi der Höä'srpveis für jedes voll« Kilogramm um eilte 2t,'ark fünfzig Pfennig. 8 5. Ter Höchstpreis für die Tonn« firländtichrr EZerste, deren Hektolllergcwicht nicht mehr a4s 68 stilogrcunm l-etrisizt, ist in den preußischen Provrn.tcn Schleswig-Holstein. Hannover und Beil ialen. sowie in Oldcnlnnzz. Bvanirscknveig, Ltaldeck, Sciiauinburg- Lippc. Lippe. Lüi>eck. Brenien und f^rmtnirg zehn Mark, in dem reckttsrhcinifchcn B und 3). S 6. Ein nach den SS-1 bis 5 in einem Orte bestehender Höchst- pnei» gilt für die Bane, di« an diesem Ort« abzunehinen ist. 8 7. Al» Grpsthandcl im Sinne der 88 1 bis 6 grli insbesondere der Verkehr zwischen dein Erzeuger, dem Verarbeiter und den, Händler. 8 8. Ter Preis siir den Topprizcntner Roggri» ober Beizen- kleie darf beim Berkause durch den Hersteller dreizehn Mark nicht übirsiciae». Tics« Vorschrift chst nicht für Jutteriitchl iVollmehl, Rand. Grießkleie und dergleichen). 8 0. Di« Höchsipreise bis zmn 3t. Tezeinber 1814 utrverändert, von da ab erhöhen sie sich ani 1. imd 15. jcden Monats bei Getreide um ein« Mark fünfzig Pfennig für die Tonne, bei Kleie um fünf Pfennig für den Toppclzeiitner. 8 10. Tie Höchstpreise gellen für Lieferung o(>n« Sock und fiiv Barzahstnig bei Empfang: wird der stausprcis gestundet, so dürfen bis zu zwei Prozent Jahreszinsen über Rc!ch»i>ankdiskont hinzu- geschlagen werden Sie schließen bei Getreide, aber nict>t bei Kleie, die Kosten der Verladung und des Transports bis zui» Güterboint- hofc, bei Bastertransport bi» zur Anlegestelle des Schiffe» oder Kahnes des Abnohmevries in sich 8 11 Tiefe Verordmmg tritt am 4. Roveinbcr 1014 i„ Kraft. Ter Bundesrat bestimmt den Zeitpunkt de» Anßcrlrasttretrn«. Berlin, den 28. Oktober >814. » Ter Siellverireier des Reichskanzlers Delbrück Brkannimachiiiig Über dic Höchstpreise für tzascr. Siom 5. Rovcniber 1814. Ans Grund von 8 3 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise, voiu 4. August 1814 iReichs-iüesctzbl. S. 338) in der itzassung der 24c- kannimachmig vmn 28. Oktober 1814 (Rcichs-Gesetzbl. S. 458) hak der Bundesrat folgende Berordming erlasten: 8 t. Ter Preis siir die Tonne inländischen Hafer» darf im flachen Berlin Braunschweig Bremen Breslau Bromberg Eastcl Köln Danzig Dortmund Dresden Duisburg Emden Erfurt Jrankfuri a. M. Gleiwitz — . . ... Ter Höchstpreis gilt nicht für Saatk>aser: das Nähere bestimmt Mark Mark 221 Hamburg 217 212 Hannover 218 217 Kiel 216 210 Königsberg l. P 204 204 Leipzig 214 206 Magdeburg 216 218 Mannheim 222 221 München 220 207 Polen 205 223 Rostock 210 212 Saarbrücken 224 222 Schwerin i. M. 210 218 Stettin 208 217 Siraßburg i. E. 223 221 Stuttgart 220 202 Zwickau 215 der Bundesrat. . , ... 8 2. In den im 8 t nicht gcnairnien Orten lftebenoric) ist der Höchstpreis gleich dem des iiächsdgelogenet, im 8 1 ««nannte,t Tie ob«r dir von f)i>T>crcn $cmaTtini 4 K»l>cfH)Tt>nt fön-ntn ehren niebridereit f>öd)|tprnv fcftseven. Ist für die Preisbildung eines Rebenorios ein anderer als der nächftgclegen« Hauptort bestmimciid, so können dies« Behörden dcn SöchstvrciS bis zu dem für diesen Hauptort festgesetzten Höchstpreis himmsieseit. Liegt dieser Lvmptort in cuiem a>,deren Bundesstaate so ist di« Zustimmung de? Reichskantzlers ersoiheruch. 8 3. E;n nach den 88 t und 2 in einem Ort« beiiesstmder Söchst- preis gilt für di« Bare di« an diesem Orte abztmchmen ist. 8 4. Als Großhandel nn Snrn« des 88 1 bis 3 «vlt insbesondere der 'Verkehr zwischen dem Erzeuger, dem Vcrorbetter und den. 8 5.' Tie Höchstpreis« bleiben bis zum 31 Dezember 1814 u»- vcrändert, von da ab erhöhe» sie sich am t. und 15. jeden Monoi» um ein« Mark fünfzig Pfennig für ine Tonn«. 8 6. Tie Höchstpreis« gellen für Lieierung olme Sgck und für Borzahluno bei Empfang: wtrd der «aufpreis gestundet, fo dürfen bis zu zivei Prozent Jahreszinsen über Reichsbankdiskont hinzu- geschlagen werden S>« ßbl-eßen dic Kosten der Verladung und des Transports bis Zim, Giüerbahtchose. bei Bastertronsport bis zur Anlegestelle des Schiffes oder Kahnes des Abnahmrortes in sieb. 8 7 Tiefe Verordnung tritt am 8 November 1814 ni Kraft. Tcr 'Bundesrat bestimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens. Berlin, den 5. November 1814. Ter Sielloertreier des Reichskanzlers Delbrück. Bettttliltmachimg. Be, ocv am 27. dieses McnatS vorgcnommcncn planmäßigen Verlosung der am 1. März 1915 zur Nückzohlung kommenden Schutdoerfchreibungen de-'- Anlcheiis der Stadt Gießen vom Fohre 1961 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt: Serie II Nr. 9!) 140, 170, 185, 205, 270, 047 zu 2000 Mark, Serie II Nr 412. 489, 506. 528, 505, 049, 085, 800, 062, 007, 1000, 1005, 1018, 1020, 1001, 1067, 1141 ZU 1000 Mark, Serie II Nr. 1226, 1249, 1257, 1477, 1478, 1480, 1507, 1571, 1582, 1610, 1600, 1606, 1818, 1870 ZI, 500 Mark, Serie II Nr. 1047, 1060, 2012, 2081, 2110, 2209, 2245 zu 200 Mark, Serie II Rr. 2257, 2278, 2280, 2208, 2410, 2455 zu 100 Mark. Es wird dies mit den, Anfügc» zur öffentlichen Kenntnis gc- bracht, das; die Einlösung dieser Schuldverschreibungen bei der Stadttasse in Gießen bei dem Bankhausc Delbrück Schickler u. Eo. zu Berlin und bei der Mitteldeutsche» Kreditbank zu Frankfurt a. M. erfolge» kann und daß die Verzinsung mit Ende Februar 1914 aufhört. Von den in früheren Fahren ausgelosten Schuldverschreibungen sind noch nicht zur Rückzahlung vorgclcgt worden: Serie II Rr. 1720 über 500 und Rr. 2480 über 100 Mark. Gießen, 27. November 1014. Der Oberbürgermeister: Keller. Beknnntmachnna Freitag, den 4. Dezember 1914, vormittags 11 Uhr werden im Stadthaus, Gartenstraßc 2, Zimmer Nr. 12, verschiedene städtische Plätze zum Verkauf von Ehristbänmen meistbietend verpachtet. Gießen, 20. November 1014. Der Oberbürgermeister: Keller. Beknnntmachunq. Samstag, de» 5. Dezember 1914, vormittags 11% Uhr, werde» auf dem Lindcnplatz die für den sogenannten Weihnachtsmarkt ge- wünfchtcn Plätze öffentlich meistbietend versteigert. Zusammenkunft Lindenplatz. x Gießen, 24. November 1014. Der Oberbürgermeister: Keller. Butter Milch Hühnereier Gänseeier Käse Käsematlc Tauben Hühner Lvochenmarktpreisc ln Gießen am 28. November 1914 per Psd, 1.20 Mk. Liter 22 Pfg. Stück 10—12 Pfg Stück - Pig. Stück 6—8 Pfg 2 Stück 5-6 Pfg. per Paar 0.86-1.20 Mk per Stück 1.20—1.80 Mk. Hähne per Stück 1.50—2.60 Mk. Gänse per Pfund 0.60—0.70 Pfg. Ochsensteisch per Pfd. 0.80—0.92-Mk. Kalbfleisch per Psd. 70—75 Pfg. Kuh- u.Rindfl. per Pfd. 80—84 Pfg. Schweinefleisch per Psd. 70—90 Pfg Hammelfleisch per Pfd. 70—90 Pfg Kartoffeln p. Malter 70 0 Mk. Kartoffeln Pfd. 4 Pfg. Zwiebeln per- Pfund 12—15 Pfg. Blumenkohl per Stck. 15—30 Pfg. Kohlrabi Stck 5—10 Pfg Weißkraut p. Haupt 8—12 Psg Rotkraut p. Haupt 15—25 Psg: Wirsing v. Haupt 10—20 Psg. Aepfel per Pfund 10-20 Psg. Birnen Mund 8—15 Psg. Nüsse 100 Stück 10—45 Psg. -'-'"■.■"''•linpprii Inhalt: 5 Briefbogen, 5 Couverts und 5 Postkarten mit vorschriftsmäßigem Aufdruck sehr gangbarer Artikel cmpstchlt in jedcni Quantum äußerst billig Werbest. Aolkszeilung ließen Baftuhofstraß« 23. Wasserdichte Westen Wasserdichte Fussschliipfer Leibbinden Kniewärmer Pulswärmer Ohrenwärmer Schiesshandschuhe Normalhemden Unterjacken usw. zu billigsten Preisen. 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