®oirJ %y *>äi Organ für die Jntereffcn des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffcn und der Nachbargebiete. ' I )derdctKI-b« B»lkS,»itun, rrlchrinl leben ffitrftaj Hbeni (n >ki t ; l i Der HbonntmmlSDtti» beträgt »öchenttich 15 Psg, monalivdi ■250 | flnidLBniioerlobn ®ur4 btt «o(t brwarn BtertrlinbrLlÄISKt fnen I r 276 “oitnj I « * Sein» Nebofiinn »>,» Cfierbltlon Sieben, ©ebnboftiralir 23, Eike SitvenaaRc. telctban *008. anlerate tollen die 6 mal aefpalL Notonelzeile ober Bereu ittaum 15 »f#. Bei gröberen Aufträgen Rabatt Anzeigen wolle man biJ abenM 7 Etr für Bit folgenbe Summet in der iSjpcbition aulaeben Gicßcn, greitog, Den 27. Novcmbtt 1914 9. Jahrgang Nnjfijche Schlappen im Osten! «das lOoitmc nimm rber M in öttin % -H « . -Sd . iHtii! •Jtetibi« ..TU«- Ver- igen, teils, nirf acht- tele. I.IO 1.75 1.00 1.00 1.00 .00 .. 23. |« Krieg der Spekulanten. : Frage der Höchstpreise für wichtige Bedarfsartikel wird as in der nächste» Reichstagssitzuiig erörtert werde». Für e sind durch BundeSratsbeschlusi Höchstpreise festgesetzt, die an den »verrücktesten Agrariern", wie Bismarck die Preis einmal dezeichnete. als Phantasiepreise bezeichnet werden, h kan» der Bundesrat für feine Preise geltend machen, das, -» Markt schon höhere Preise bezahlt wurden, Es muh zu- ach den Ursachen geforscht werden, wie die nie dagewesenen inlstande» sind. Ferner muh untersucht werden, ob hierfür tete Berechtigung vorhanden war. -ich bei Ausbruch dcS Krieges entstand bei viele» Frauen hre Panik. Tic Frauen glaubten, dah schon bald gar kein ralz, Zucker usw. mehr zu habe» fei »nd die Frauen bei- zahlungsfähigen Mittelstandes stürmten die Mehlläden und für alles versiigbare Wclb Vorräte an Nahruiigsiiiittcln > wurde der Mehlbedars für ein ganzes Fahr gedeckt. Biele vorsichtigen" Hansfrauen werde» nun wohl mit Schrecke» ah sie jetzt Besiveri» einer prachtvollen Mehlwürmerzucht ) sie in der Lage wären, eine Rachtigallcn-Mastanstalt zu . vorausgesetzt, dah sie eine hinreichende Zahl der lieb» äußer erhalten könnten. Tie Panik der Hausfrauen wurde ucherifchen Mehlhändlern hinreichend ausgenutzt. Man und erhielt Preise, die die Mehlhändler, die über einige verfügten, plötzlich zu reichen Leuten machte». Einige vehörden, u. a. der Lberkominandierende in den Marken, ein, indem sie Höchstpreise für notwendige Lebensmittel n. Tie Frauen konnten Anfang August für ihre sinnlosen e noch geltend machen, dah man nicht wisien könne, ob nicht ,e Ernte verderbe» wurde. Tiejer Angstgrund wurde in chsleu Zeit beseitigt. Tie Ernte wurde bei günstiger ng gut eingebracht. traten aber im Getreidehandel keine normalen Bor- ' ein. Arbeit den gewöhnlichen Ketreidehändlern er die Einkäufer der Proviantämter der Armee und kauften Here Quantitäten als in Friedenszeiten. Auch die Magi r Städte tauften. Für jede» Sacd Getreide fanden sich drei die sich gegenseitig überboten. Ta jeder folgende Tag Hetreidepretse brachte als der vorherige, so warf sich die ichar der Spekulanten, die sich sonst an den Handelsbörse» eibt. aus Gelreidespekulation und trieben die Preise. Diese >n war in England gesundenes Fressen. Man sagte, dah and sich i„ der Lage einer belagerte» Festung befände, die shungern könne. it wäre es Pflicht der Regierung gewesen, einzuschreiten. >an die Fulipreise, also für Berlin 171,60 Mark für eine Hoftacn und 204,20 Mark für eine Tonne Welze» als Höässt istgesetzt, dann hätten die Landwirte einen höheren Preis als er ohne den Krieg gewesen wäre. Fn der Regel ist der is höher als der Durchschnittspreis des FahreS. Und i» ooSzeit. in der das ganze gewerbliche Leben stockt, das Bolk Mi das Reich der Ausplünderung von Wucherern preiszu- >as haue man verhindern müssen. » hätte Nachweisen können, daß der englische Aushunge- an ein grober Rechenfehler ist, der im Fnlande von wuchc- Elemenien propagiert wird, damit besonders habgierige 'N sieh tue Tgsme,, fülle» lömtcn. Ter Beweis war zu er» • *enn wir haben Fahre gehabt, in denen wir ans Ernte »tunt »lei weniger Rahrungsmittel hatten, wie in diesem «m solches Fahr ivar das Rvtstandsjahr 1801. Damals wir nach der Ernteslalislik eine Roggcncrnlc von 4 782 801 , Seizen und Spelz 2 706 830 Tonnen und 18 558 370 xartoffeln. Run wird gesagt, dah die Schätzungen aus de» vor I8ig niedrig ivaren. Will man mit den späteren vergleichbar Ziffern haben, dann muh man die Eri-.iezahlen ncn um 18 Prozent, bei Weizen um 12 Prozent, bet Spelz VToient und bei Sartoifeln um 17 Prozent erhöhen. Tut les, dann ergiebt es folgendes Bild: Roggen Weit, u. Spelz Kartoffel Tonnen Tonnen Tonnen 5 »43 708 3 087 621 21 713 303 842 520 005 332__ | rag — Ausfuhr I CU fürs nächste Fahr .rauch 6 48» 228 3 902 053 21 713 303 065 38» 405 239 5 728 621 5 520 843 3 587 714 15 884 082 Deutschland damals 40 966 000 Einwohner hatte, halten Einwohner für menschliche »nd tierische Ernährung sow.e rbliche Zwecke 110,5 Tonnen Roggen, 71,8 Tonnen Weizen >onnen Kartoffel zur Verfügung. Hiermit ist man in ausgekomme». Große Vorräte waren nicht vor- abre denn sej, ,887 hauen wir leine reiche Ernie gehabt und oamais geltenden Zoll vor, 5 Mart für 10« Kilogramm ewe war in den Fahren 1888 bis 1891 »ich! mehr cmgc- notig war. an„S. otTä,f bat Deutschland in diesem Fahr? Rach den ..-.„richten batten wir eine Turchschninsernie, -tic ge- , """»'bniüe sind noch nicht bekannt Aus einigen Gegen ......... lUIQ IlVU» IllUjl Oliuimi- -Z ' • menuuS) aus Süddeulschland, klagte man über geringe wird aber wenig Brotgetreide gebaut. Andere Schlesien usw. hatten gute Crträae. Letzt man der Fahre 1903 bis 12 ein, dann verfugen Roggen Tonnen 11 047 149 1 065 603 . . 9 981546 «'i letzt mit 68 061 000 Einwohnern rechnen müssen, haben inwohner 146,7 Tonnen Roggen, 60,3 Tonne» Weizen und 0 017 Tonnen Kartoffel für menschliche und tierische -og für 1915 rauch Weiz, u. Spelz Tonnen 4 492 376 384 942 4 107 434 Kartossel Tonnen 45 963 679 6 683 212 39 280 467 Nahrung und für gewerbliche Zwecke zur Bcrsüguug. Aus je 1000 Einwohner kommen also allein aus der Ernie 36,2 Tonnen Roggen und 257 Tonne Kartossel mehr, aber 11.5 Tonnen Weizen weniger, als mir 1893 aus Ernie »nd Einfuhr hatten. Man wird aber bei Weizen die argentinische Einfuhr hinzusetzen müssen, denn diese kommt im Frühjahr »nd war beim Ausbruch des Krieges »och zum grössten Teil vorhanden, Ebenlalls kann mau mit der Einfuhr aus Rumänien rechnen. Allein die Einfuhr aus Rumänien betrug 1912: 272 084 Tonnen. Tie hier eingesetzte» Ernteergebnisse sind keineswegs hoch. Die Ernte von 1913 brachte 12 222 394 Tonnen Roggen, also 1 175 275 Tonnen mehr, 5 094 425 Tonnen Weizen und Spelz, also 602 049 mehr und -54121 146 Tonnen Kartosseln, also 8157 467 Tonne» mehr als wir für 1914 eingesetzt habe». Wäre die Regierung mit dem ihr zur Verfügung stehenden Material der Aiiehiingcriingsthcorie der Engländer und der mit ihnen verbündeten Getreidewucherer energisch enigegengetreten, dann hätten die Preise garnichi die Höhe erreichen könne». Tenn 1891 waren die Preise in Berlin für Roggen 211.29 Mark, für Weizen 224,20 Mark und für gute Lpeisekarlossel 63,80 Mark sllr 1000 Kilogramm. — Für die Höhe der sestgeseyien Preise fehlt jede innere Berechtigung, Das schlechte Wetter. Amsterdam, 25. Nov. (\Y. 15. Nichtamtlich.) 'Der Tclegraaf »icldct auS Sluis: Stnrmwetter und Schnee- wchen machten die Operationen an der Küste gestern schließlich unmöglich. Gestern abend war kein Kanonendonner vernehmbar. Tie Grenze zwischen Belgien und Sccländisch- Flandern ist nach wie vor streng geschlossen imd von dem deutschen Landsturm besetzt. Im Kampse um Aper» hat sich nichts geändert. Der Frost hat aufgehört und der Boden ist wieder in Morast verwandelt, um so mehr, als es in den letzten Tagen ziemlich viel geschneit hat. In Rousse- laere herrscht Ruhe. Tie Truppenbewegungen nach der Front und die Ankunft Berwilndeter dauern fort. Tie Lans- gräben der feindlichen Armeen liegen an einigen Stellen nur fünfzig Meter voneinander entfernt. Man hört sich gegen- seitig sprechen. Tie Soldaten haben in den Laufgräben viel unter dem Wasser und Eis zu leiden. Französischcnstlische Verstimmung. Gens, 25. Nov. Als Erwiderung auf die jüngsten englischen Publikationen, in denen die Leistungen des britischen Kontingents in Flandern und Nordsrankreich auf Kosten der französischen Waffentaten herausgestrichen wurden, enthält das heutige amtliche französische Armee-Bulletin de» nicht miszzuvcrstehenden Satz, daß die französischen Truppen dort die Hauptarbeit verrichten. Auffallend ist auch das Stillschweigen des Joffrch'chcn Tagesberichts über daS gestrige englische Bombardement der flandrischen Küste. Pariser Preststimmen. Mehrere Pariser Blätter bemühen sich, die Ungeduld Frankreichs über die Langsamkeit der militärischen Lperativnen zu beruhige». Tic prophezeien erneut den baldigen Rückzug der Deutschen, besprechen aber gleichzeitig die Möglichkeit eines neuen Versuchs der Deutsche», nach Paris zu gelangen, Fm Ercelsior beklagt ein General die Furchtsamkeit des Pariser Publikums, das allen Gerüchten von einem Tnrchbrnch der Tcntschen und von einer russischen Riedcrlagc in Polen Glauben schenke. Er bedauert, dah die Polizei die Verbreitung solcher Gerüchte nicht verhindere. Viel kommentiert wird eine Auslassung des T c m p S, nach der die Rcgieruna in Bor deaur bleiben muh, da die miliärischen Grunde für ihr Fortblcibcn van Paris sortdestehen, solange die Teutschen zehn französische Departements besetzt halten. Die H u in a n i t ö verlangt dagegen die Rückkehr der Regierung nach Paris, obgleich sie die Möglichkeit einer ungünstigen Wen- düng der Kriegslage nicht leugnet. Der Mali» empfiehlt in einem sehr gehässigen Artikel die Entfernung aller Werke deutscher Künstler ans sranzöstlchen Museen und Ausstellungen, Besonders scharf greift er den Bildhauer Arnold Rechberg an. der bis zum Kriegsansbrnch in Paris lebte, und besten Tknlplur „Das Schicksal" im Lurcmburg-Muicum der Statin speziell der Aufmcrksamteil des Publikums empiiehlt, da Rcchbera deutscher Reserveoffizier sei und in Paris Spionage betrieben habe! Ein Leitartikel des Petit Fournal fordert die französische Landbevölkerung aus. die mit der Landarbeit beschäftigten deutschen Kriegsgefangenen nicht zu belästigen und nicht zu verhöhnen. Die Landbevölkerung solle sich lagen, dah jene zum nationalen Wohlstände bcitrijgcn. Au» solle sie bedenken, dah nach den Urteilen von Rcutralcn die Behandlung der Franzose» in Deutschland gut sei. Tie Kämpfe in den Karpathen. Budapest, 25. Nov. (WB. Nichtamtlich.) Nach Informationen eines Mitgliedes der Regierungspartei wurden die in das Komitat U n g eingebrochenen russischen Truppen zurückgeworsen. Nach einem für sie verlustreichen Gefecht befinden sie sich bereits wieder auf dem Rückzug nach der Landesgrenze. Untergeordnete russische Kräfte stehen ini Komitat Z e m p l i n , doch ist gegen diese bereits eine energische Aktion im Zuge. Tie Absperrung Nustland». Ter Safrn von Llrchangriöe vereist. Der Köln, Zig, zusolgc durfte in diese» Tagen Rußland von der übrige» Welt abgeschnitten werden. Fn Archangelsk, dem einzigen Ausfuhrhafen seit der Beherrschung der Lstsee durch die Deutschen und der Schließung der Dardanellen durch die Türkei, ist heftige Kälte eingeircien. s»daß selbst die stärksten Eisbrecher das Fahrwasier nicht offen z» halten vermöge». Viele Doinpfer dürsltn bei dem starken Verkehr in Archangelsk cingeschlossen werden. England hat über Archangelsk »amentlich Eictreido, Holz und Eier bezogen und für fein 44 Millionen-Volk einen erncblichcn Teil seines Bedarfs am Weiße» Meere gedeckt. Für Rußland war dieser Warenabsatz eine Lebensfrage, Mit der Sperrung van Archangelsk hört der Warenverkauf Rußlands nach dem Ausland« auf, da die Ausfuhr über Wladiwostok »nd »ach Kjachta für das europäische Gebiet nicht in Frage kommt »nd zudem Wladiwostok 4 Monate durch Eis gesperrt ist, Ter gefährdete Sne;kanal. Dem Tanin zufolge können die Engländer den Suez- kanal nur schwer verteidigen und treffen fieberhafte Bertei- digungsmoßnahmen. Sie ließen and England Panzer- türme kommen, stellten vor dem Kanal mehrere Kriegsschiffe auf und errichteten vor dem Kanal Derschanzungen, aus Eisenbahnwagen, Sondsäcken imd Stacheldraht. Der Eingang zum Suez-Kanal. J- Bon« armenische» Kampsplah. Konstantinopel, 25, Rov. (W. B. Nichtamtlich.) Taswir i Eskiar erfährt von seinem Berichterstatter in Musch, daß kurdische Kavallerie die Russen angrifs, die über Tniak südwestlich Karo Kilissc am Murad-Fluß vorrücken wallten, Tic Kurde» zwangen die Russen zu eiliger, verlustreicher Flucht und erbcutetc» einige Kanonen und ein Maschinengewehr. Tie Ja d a,«s «tnscre Kreuzer. Gegen dos deutsche Geschwader sdas kürzlich das eng- lisch« Geschwader vor Ehitc vernichtcte. D, Rcd.s, sind seit dem 21. Ravember in drei Geschwadern 22 Kricgsschisse der 2l«rbün. irrten konzentriert. Ter Aufruhr iru (Kcsaugeucuiager vou Touqlas. Der Frankfurter Zeitung wind geschrieben: lieber die Aufruhrszenen im Gefangenenlager von Douglas herrsckn mnner noch Ccm« Klarheit. Aus de» hier mit Verspätung eingclrossencn eng-Ii-schcn Blättern vom Montag läßt sich nur crsti>en, daß in dem Lager aüc möglichen Klassen vertreten waren, nämlich Grafen. Barone, Haupllente. Seeiapibäne, Aerzte, Doktoren der Pl-.lofophie, Pvoscssoren, Tiudcutcu, Künstler, -öand- lungsrviscnte, Schneider, Kellner, Friseure usw, Tic englische» Blätter sag-en, daß gegen die Rahrung bisher keinerlei Einwände erhoben worden seien, daß es aber ivahrscheinlich ilnzusricdenhelt erregt habe, daß ernige voir den Bessergeitellten sich ouck bessere Rahrung verschcrssen konnten, Augcn-chcinlich sei die ausrichrensche Bewegung der Langeweile der Leute zuzuschrcibcn! Mau habe ihnen aniärglich gestattet, regelmäßig Kon-.erte zu veranstalten, aber der amienglische Eharakter, den diese Konzerte angen-onunen hätten, hätten zu deren Unterdrückung geiuhrt. Einige Elesangen« ver'.ricben sich die Zelt mit der Ansertigung von Flugzeugurodellen. andere spielten Fußball usw, Tie Gefangenen schlief«» in Zelten, in denen es bei dem kalten und nassen Wetter reärt unsreundlich gewesen sein mag. Am Mttttvoch hatten die Gesangenen einen Hungerstreik begonnen. iDieseS verzweiiclte Mittel von 2600 ltzefangenen müßte doch darauf hunveisen. daß schlimme Lhihsiäi'de vorhanden waren und ihre Abstellung nicht erreicht werden konnte ! Statt zu essen, begannen die Leute sttirmischc Szenen, Tie englische Flagge wurde heruntergeholt und dir deutsche Flagge an ihre Stelle gesetzt und man sang die „Wa-cht am Rhein" und „Tcutichland. Deutschland über alles". Dein Kotnmaiidanten gelang es, die Richc wieder her- zuftellen, Roeii dem Mittagessen oni Donnerstag soll ein durch» Fenster geworsencr Stuhl das Zeichen 'um allgemeinen A 11 f-' rühr gewesen sei», Tie Kellner, die aus den Gefangenen ausgesucht ivaren, sollten wie gewöhnlich zwischen den Soldaten hindurch -ur Küche gelten. Statt dessen ersolgt- ein allgemeiner Sturm out die Küche. Und es wird behauptet, die Gefangenen hätten d,e Absicht gehabt, die SoILaten zu überwälngcn und von der Küche ans ins Freie zu gelangen, um im Hasen sin dort liegendes Sckmi M lapern, aus dem die Flucht ersolgen sollte, sTer Gedanke cncheint zu imsinn'lg, um ihn für g'anbhait zu halten. Das ganze Meint eine verzweifelte Demonstration gewesen zu sein.» «ec der Salve, dte die Soldaten in die dickche Menge ebgchen, wurden, wie gemeldet, 14 Leute schwer verwundet und 5 getötet. Die Namen (Kr Getöteten sintz: Richard N o l> L, Kellner im Grand-Hotel zu Brighton. Richard Matthias ans Blumenlhal (.Hannover), Seemann aut einem i» der Nordsee gesunkenen deutschen Schiss. Bernard W a r n i 11 p , Ingenieur in London, Christian Brochl, Kellner in London, und Ludwig Bauer ans Württemberg. Es wurde eine gerichtliche UntersMnng über den Lorsall abgchaltcu. Ter Berich! darüber in den englischen Blättern ist aber äußerst kurz und unklar und trägt den Vermerk, daß er durch die Hand des Zensors gegangen ist. Ter Pariser Rcchtsspruch. (W. 15. Nichtamtlich.) TaS harte Urteil gegen die deutschen.Militärärzte erregt in Frankreich weiter großes Aufsehen: man hatte allgemein Freisprechung erwartet. Advokat Jules Uhry schreibt in der Humanitü ». o.: Tic Ansicht fast aller Advokaten, Journalisten und Militärärzte war, das; die Entscheidung des Gerichts tief schmerzlich sc'.. Es wurde kein wirklicher Beweis geführt. Für die Barbaren wäre cs eine gute Lehre gewesen, wenn inan die An- geschuldigtcn namens deS französischen Volkes und namens- .des Rechts freigcsprochen hätte. — Tie folgenden Sähe sind von der Zensur gestrichen. — Tie Zeugen haben nichts Belastendes ausgcsagt. Ter Bürgermeister von Lisy sur Cur erkannte selber die korrekte Haltung der Angeklagten an. Sic hätten auch kranke Einwohner gepflegt und an der Sanierung der Gemeinde mitgearbcitet. Ein französischer General hätte die deutschclk Aerzte beglückwünscht. Tie französischen Militärärzte legten sich während der Verhandlung für ihre deutschen Kollegen anerkennend ins Zen;. Tie drei Verteidiger baten nachdrücklich, nicht Unschuldige für Schuldige leiden zu lassen. Das Gericht versteifte sich aber auf den Standpunkt, daß die Angeklagten sich geplün- dertcr Gegenstände und Gcnußmittcl bedient hätten. Außer Tr. Ahrcns erhielt der Berliner Chirurg Tr. Schulz sechs Monate Gefängnis. Die Ctiikanieruna der Norweger. Äristinnio, 25. Nov. (Ctr. Frkft.) In norwegischen Rcebcr- und Geschäitskreisen erregt die Mitteilung, wonach Holzladungen jeder Art von Deutschland als Äriegskonterbande betrachtet werde, großes Aussehen, da Norwegen bekanntlich eine außerordentlich große Holzindustrie besitzt und die Schissahrt zum nicht geringen Teil vom Erport jenes Artikels lebt. Augenblicklich liegt eine große Zahl norwegischer und schwedischer Schisse ni>t -Holzladung in Lstscehase» zur Abfahrt fertig. Wie diese sich jetzt verhalte» solle» und ivelche Schritte z» unternehmen sind, kann erst entschieden werde», sobald man ivciß, ob Holz bedingte oder absolute Konterbande ist. I» englischen Häfen liegen augenblicklich zehn aufgebrachte norwegische Dampfer. Die unlängst einge- brachteu Dampfer „Sir" und „Tyr", die nach englischer Mitteilung eine Äupferladung von 5000 Tonnen, die für Deutschland bestimmt war, als Kriegskonterbande mit sich führten, haben in Wirklichkeit zusammen 500 Tonnen geladen, die sie, bevor Kupfer von der britischen Regierung als Kricqskontcrbandc bezeichnet worden war, bereits Ende Lktober in Ncw-Iork geladen hatten und zwar mit der Bestimmung nach Göteborg. Tie italienische» Sozialisten. Mailand, 25. Nov. (Ctr. Frkft.) In öffentlicher Versammlung schloß die sozialistische Partei den bisherigen Direktor des Parteiorgans Avanti, Benito Mussolini, der sich bekanntlich nicht nur dem Parteibeschluß. für Italiens Neutralität im jetzigen Krieg einzutrcten, widcrsctzt, sondern auch ein eigenes Kriegshetz- organ, Jl Popolo d'Jtalia, gegründet hat, aus. Unter den Motiven für den Ausschluß wurde von dem Parteisekretär Lazzari ausdrücklich die moralische Unwürdigkeit Mussolinis erwähnt, weil Mussolini trotz wiederholter Aufforderung nicht sagen wollte, wer das Kapital für sein neues Organ hergegebcn hat. Auch die spanische» Sozialisten sür den Dreiverband. In El Socialifta veröffentlicht der Vorstand der spanischen sozialistischen Partei, untcrzcichuct von Pablo Iglcsias, in Form eines Manifestes an die Parteimitglicdschajt eine ausführliche Antwort, welche auf die verschiedenen Anträge aus dem AnSlandc der Schweizer Partei gesandt wurde. Darin wird zu den Vorschläge» bctr. internationale Konferenz und Verlegung des Int. Soz. Bureaus Stellung genommen. Zunächst betonen die spanischen Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 123 — „Nuhl" ries er, „wärst mir recht gewesen, wenn Jlda gesagt hätte, mag keinen andern wie den, Vater. Hat aber nichts davon hören lassen. Denke nun, weiht, was sich schickt. £[c." „Ich weiß, was sich für mich schickt," erwiderte Olaf Vei- gand. „Es schickt sich das Nachhauscgchen, und ehe Michacls- ,tag kommt, werde ich in Bodöcn Schnepfen schießen." „Ist richtig!" fiel der Kaufmann ein; „sind die Schnepfen da die besten in der ganzen Welt, fett und groß wie Enten. Habe mit deinem Vater mehr wie eine verzehrt, Ole, war mein Freund, so lange er lebte, und deine Muter verstand sie zu braten." „Kommt, wenn Ihr wollt," murmelte der junge Mann, .„meine Tür wird offen sein." „So meine für dich," antwortete Helgestad. „Oerenäes- 'gaard wird bleiben, was es ist, wird jeden Freund willig aufnehmen. Ist Björnarne dein Genosse von jung auf. wirst ihn nicht verlassen wollen, Ole." „Werde cs nimmer tun," erwiderte der Nordländer, „aber mit dem da" — er deutete, indem er rasch den Arm hob und den Finger ausstreckte, aus den Schreiber — „mit dem falschen Mann will ich nichts zu tun haben." Paul, der schweigsam zugehört hatte, zuckte lächelnd die Schultern. „Du bist ein alter Berserker," sagte er, „der nichts sieht und nichts hört, von jedem sich benutzen läßt, der cs per- steht, und sür ihn wie ein getreuer Knecht ins Feuer läuft -ihne zu achten, ob du dich verbrennst." „Schweig!" rief Olaf finster blickend. „Du lügst!" „Ich denke," fuhr Paul fort, „du wirst zu Verstand kommen, vielleicht ehe du cs glaubst." „Willst also nicht mit uns?" fragte der Kaufmann. „Nein!" „Nuh, so bleib'. Hast in Bodöen kein großes Gut, das 'dich ruft. Will dich einsetzen auf dem neuen Gaard, sollst ihn Genossen, baß sie im allgemeinen mit der Resolution einverstanden sind, ivelche in Lugano von den schweizer und italienischen Sozialisten beschlossen wurde. Sic untersuchen dann weiter die Ursachen und möglichen Folgen des Krieges und kommen darin zu dem Schluß, daß der Sieg der Dreiverbandes im Interesse der Arbeiter aller Länder, auch der Arbeiter Deutschlands und Oesterreichs, liege, weil der Sieg Frankreichs und seiner Alliierten überall ein rasches Fortfchreitcn der Bewegung ermöglichen würde. Soweit man Friedcnswiinschc habe und sür diese Kräslc cinsetze, müsse doch zuerst sicher gestellt werden, daß die Friedcnsbcding- ungen auch im Interesse der Menschheit seien. Würde zum Beispiel Deutschland Belgien wieder herausgcben und aus jede Annck- tion verzichten? Eine internationale Konferenz sei überflüssig, solange nicht alle Länder vertreten sein könnten. Mit der provisorischen Verlegung des Internationalen Sozialistischen Bureaus nach Holland aber hat sich die spanische Partei schon früher einverstanden erklärt. Nusfifitirruttg Finnlands. Ter Nicuwc Rottcrdamsche Courant meldet nach der Franks. Ztg. ans Stockholm: In Finnland ist ein taiserlichcr Utas erschienen, worin ein Programm für Finnland ausgcarbeitet ist, daS eine vollkommene Verschmelzung Finnlands mit Rußland vorsiehr. Unter den Bestimmungcu wird bemerkt, baß die Unabsctzbarkeit der Beamten beträchtlich eingeschränkt wird, ebenso das Recht, einer politischen Partei zuzugehörcn. Es werden russische Beamte eingesetzt werden, um finnische Acmtcr cinzunchmcn. Die russischen Prcßgcsctze und das Verein»- und Versammlungsrcchl werden auch für Finnland in Kraft gesetzt. Ter finnische Unterricht wird dem russischen Untcrrichtsministcr unterstellt. Außer für die russi'che Verteidigung wird Finnland auch zu den Kosten sür die Vertretung Rußlands im Auslände hcrangczogen werden. Die sinnischcn und russischen Einfuhrzölle werden auf die gleiche Höhe gebracht. Russische Waren erhalten in Finnland Vorzugsrechte Russische Bankiers und Kousleutc dürfen auch mit Finnland Geschäfte machen. Das finnische Münzsnstcm wird mit dem russischen in Uebercinstimmung gebracht. Ein gemeinschaftliches Gesetz wird in Finnland und Rußland die Erteilung und den Verlust der bürgerlichen Rechte regeln. Ter Atirrsnms als „Befreier ves ntrainiichen Borles". Zu diesem Thema schreibt der Verband für die Be- irciung von Ukraina an unser Brudcrorgan in Sofia, den Arbeiterbotcn: „Einigen unserer Genossen gelang es, nach Leinbcrg zu kommen, und sie berichten von einem Erlaß des Gouverneurs von Galizien, Bobrinski, in dem die Einwohner aufgefordert wurden, bei Vermeidung schwerer Strafen sämtliche in ukrainischer Sprache gedruckten Bücher und Drucksachen den Behörden einzulicfern. Die öffentlichen Bibliotheken in Stadt und Land sind geschlossen, die Bücher wurden nach Rußland gesandt. DaS Nationalmuseum ist ebenfalls geschlossen und die Museumsschätze sind sämtlich nach Rußland abtransportiert worden. Ferner sind sämtliche literarischen Anstalten, ukrainischen Gymnasien und Schulen geschlossen . . Der Zarismus würde an sich selbst Verrat üben, hätt- er im okkupierten Lande anders als bei sich zu Hause ge- wirtschaftct. Tie russischen Verluste. Nach einer allerdings wenig sicheren Wiener Quelle bcbrngen die Verluste der Russen bis 1. November 327 000 Tote, 575 000 Verwundete und 232 000 Gesangen-c. Die letzter-« Zahl scheint nicht r-ichtig zu sein, da am 1, November allein in deutichen Gefangenenlagern t!>0 000 Russen interniert waren: außerdem sollen in Qestrvelch 100 000 gefangen« Russe» vorhanden sein. Nach einer Meldung aus Bern betragen die Verluste, die die Franzosen in diesem Kriege bis zum 1. November zu verzeichnen haben. 130 000 Tote, 370 000 Verwundete und 107 000 Gefangene. Auch diese Zahlen entsprechen nicht bcni Ergebnis der Zählung, die amtlich am t. November in deutschen EKsangenenlagern vorgcnomincn worben ist. Danach waren am 1. Novenibcr in unseren Gesangenenlagcr», Lazaretten nsw. 3138 Ossiziere und 188 018 Mannschaften des französsschcil Heeres untergcbracht. Bnrtzcw nnter Anklage. Der bekannte Revolutionär Burtzew war zu Beginn deS Krieges nach Rußland gereist, um sich dem Zaren zur Verfügung zu stellen. Wider sein Erwarten wurde er an der Grenze verhaftet und trotz aller Bemühungen, an denen sich besonders englische Kreise beteiligt haben sollen, ist cs nich: gelungen, ihm die Freiheit wieder zu geben. Wie jetzt die Nowoje Wremja meldet, wird Burtzew in den nächsten Tagen hüten und verwalten und sollst zufrieden mit niir sein." Olaf sah ihn groß an. „Was soll's!" fragte er rauh. „Wirst es hören," antwortete Helgestad. „Laßt niich vorher ein Wort mit ihm reden," fiel Paul ein. „Ich will ihm die Augen öffnen, daß er sehen lernt." Marstrand trat wieder in die Stuga und ihm folgte eine Magd, die herbeischaffte, was zu haben war. Tic Reste einer Hammclskeule wurden auf den Tisch gesetzt, ein Stück schwarzes Brot daneben aufgepflauzt, und Marstrand entschuldigte sich, daß er nicht mehr zu bieten habe. Er verhieß einen guten Kaffee. „Ist kurios!" rief Helgestad lachend, „habt Wild hier genug, Vögel mancher Art, auch Hasen und ander Getier, dazu das Meer voll Fische, die bis an Eure Schwelle schwim- men, sieht aber doch elend in Eurer Küche aus. Seid ein Hans Ohncsorge, wie ich sehe, will hoffen, habt das Sorgen auf andere Tinge gekehrt." „Wahrhaftig," antwortete Johann, „ich fragte in dieser Zeit nicht viel danach, wie mein Tisch bestellt war und Olaf hat niich nicht daran erinnert. Wir haben gearbeitet vom Morgen bis zum Abend, ohne an Jagen und Fischen zu denken, inzwischen wollen wir sorgen, morgen einen guten Tag zu haben." „Wünsche cs Euch!" rief Hclgestad, und indem er die Schüssel heranzog, nötigte er Paul Pctersen, zu teilen und zuzulangen. In wenigen Minuten war das Fleisch verschwunden-, die beiden Männer machten sich über dos Brot. „Habt keine Butter im Hanse — nicht?" fragte der Kaufmann. Marstrand mußte es zugebcn. „Und kein Stück Käse?" fügte Paul hinzu. Es war nichts davon vorhanden. „Ei!" rief der Schreiber lachend, „warum haben Tie Ihren guten Freund Mortuno nicht um einen Lappenkäsc ge- beten oder seine Jagdtasche geplündert, als Sie mit ihm unter dcni Felsen saßen? Hat Herr Marstrand dir nichts mitgcbracht, Olaf?" „Was soll er mitbringen?" vor einem Petersburger Gerichte unter der Anklage"j Majestätsbclcidigung erscheinen. Es ist möglich, daß ^ andere Anklagen aus früherer Zeit erneut gegen ihn erhöh werden. Jedenfalls aber ist er bisher noch im Gefan-x und dürfte seine plötzlich erwachte Liebe zum Zaren m teuer bezahlen müssen. Phoöphor-Aeschosse. Zn de» zahllosen Beispielen barbarischer Kriegsfiihnlng screr Feinde wird jetzt ein Fall bekannt, der von bejonj,,' Niederträchtigkeit zeugt, Bei einem Gci.ingenen 1 französische Jnfanteriegeschojsc gefunden worden an der Spitze, wie dies bekanntlich nur zu häuiig beobachtet tfj, Ausbeßrung von 5 Millimeter Tiefe und 2'/, Millimeter Dg messer >>abcn. Das Neue ist daran, baß diese V-rtiesung , j weißem Phosphor gefüllt und dann noch außen niit Parg abgeschlossen ist. Verwundungen mit solchen Geschossen sind ma lick besonders gefährlich und bösartig. Ter Phosphor muß inj Wunde» sehr schmerzhaft« V « r b r c ii-nn » g e n beich und die Heilung erheblich verlangsamen. Cfiu nnverständUchcr Polizeierlast. Der Breslauer Presse wurde dieser Tage vom Potz berichterstattcr folgender Polizeierlaß zugcstellt: „Unzulässigkeit von Werbcaufruscn j Gewerkschaften. Ter Polizeipräsident macht uni 10. d. Mts. öffentlich bekannt, daß Wcrbcaufrnfe der schastcn jeder Richtung zurzeit nicht zulässig sind." Ip". Si# fielt<- iß yo» in wurden vom Breslauer Polizcizensor » , st richcn. Demnach scheint die Verfügung doch erga'.Mn zu sein und das Gcwcrksckiastskartcll wird gegen ihn I,ot( ' Ijtoiilt ifier 8iä| [limifii II 0(ie Küliti ;Jj nur im ins iitier liefet Minister Beschwerde erheben. Mime Wicderznlassnnn des polnischen Religion? W &nn Unterrichts Wie die Landeszcitung für beide Mecklenburg in Reuj durch ihren Berliner Vertreter erfährt, ist durch die preu Ttaatsregierung die allgemeine Wiedcrzulassnng des poln (Mit. ■ riti.fltfiii che ui 1KJU d Religionsunterrichts an den Volksschulen des polnischen Ei Mtste bezirks der Provinz Posen genehmigt worden. Gefangenen-Post. Die Schweiz hat cS übernommen, eine Organisatic schaffen, die cs ermöglicht, daß den Kriegsgefangene Deutschland und in Frankreich, Postsendungen aut ^che » Heimat übermittelt werden können. Zwischen Deuh'c »Ijm i Merten chkftht ifjuM Mich, ich Siii iiaijjen Und Rußland wird die Vermittlung von Dänemark fi Rumänien ausgcübt. Holland besorgt den Austausch selben Post zwischen T-cutschland und England. Die Postsendungen sind laut Weltpostvertrag von Rom vor ist l Am 17. August richtete das kaiserlich deutsche Postai Berlin an die schweizerische Postverwaltung die Anfra sie die Vermittlung des Postverkchrs zwischen den in di Kriegsgefangenschaft geratenen Angehörigen des franzö >Ä»n l Uten, ci: efittfer i: Stcnie i Sciwi Heeres und deren Heimat übernehmen könne: am 18. Spnnülji i.Wlwi Ile abo riet, tfinldjai gab die schweizerische Postverwaltung dem deutschen !) Postamt in bejahendem Sinne telegraphisch Antwort verpflichtete sich damit, die Vermittlung der erwähnte fangcnenpost zu übernehmen. Zugleich wurde dem sich “>»» i scheu Postministcrium mitgetcilt, daß die schweizerisch, Verwaltung in gleicher Weise die Vermittlung de» anstauschcs der in französische Kricgsgcfangenschä ratcncn Angehörigen deS deutschen Heeres übcrnchnien > So wurde eine Verbindung der Kriegsgefangenen in Heiniat hergcstellt. Liebesqabeninarder. Gestern gelang cs der Reu-Köllncr Kriminalpolizei abi eine mehrköpfige Baude von Liebcsgaben-Räubcrn dingi machen. In den Wohnungen der Täter wurden große Men; Liebesgaben vorgcsundcn, soüaß der BeratungSsaal de Köllncr Kriniinalpolizei, in dem die gestohlenen Sachen i bracht wurden, einem Lager gleicht. Dem Lokalauzeiger teu ilij JKSinl stchiii -::: frei öi i Seitfis (Mi 2% ■te Nnjj wnn leti „Nun, vielleicht einen neuen Hut statt dem schossenen. Mortuno ist ein höflicher Mann." „Ich will cs ihm lehren!" sagte Olaf drohend. „Schade darum," fuhr der Schreiber fort, „daß e so großmütigen Freund traf. Wingcborg kann es no vergessen." „Nuh!" rief Hclgestad dazwischen, „muß sagen Marstrand, hat Euer Benehmen uns allen wenig Hättet Olafs wegen den Schelm nicht beschützen sollen, ihn fangen und binden helfen, damit er zu seinem känie." „Weißt du denn nichts davon?" fragte Paul dei ländcr. Dieser schüttelte den Kopf. „Müßt einsehen," fuhr der Kaufmanu fort, „daß Zeit ist, ein Beispiel zu geben, wird das Gesindel al frecher und unbändiger. Auch von anderen Orten Klage über die Lappen. Haben am Mauriund einet bitter geschlagen, der ihnen verhaßt war, Hab Ouänarncrfjord sein Haus angestcckt und sind D begangen worden, wie sonst niemals. Lachen die auf uns herab, wenn sie aus ihren Felsen stehen, kna ihren Gewehren uns uni die Ohren und heulen un: lieber nach. Ist alles das eine Suppe, die der H Afraja eingebrockt. Das alte, giftige Tier reizt die köpfe auf und Mortuno ist sein bester Gehilfe. Köni men, daß in einer Nacht Feuer auch in Ocrenäesg warfen würde und könnte kommen, Herr Marstra Lappenkugcln nicht mehr bloß durch die Hüte ging ein tückisches, heidnisches Volk ohne Erbarmen: hast' Ehristcnmenschcn und die zumeist, welche ihnen Muß ein Beispiel ergehen, wenn sic wieder demütig sollen. Mortuno hat Wingcborgs Hund erschossen, seiner verdammten Hand Olaf in Lebensgefahr mußtet ihn fangen und auslicfcrn, statt ihm d helfen." lForlfctzune folgt.) 7 ! I --;ü)i iffl ,1 . r leid '"lener „“■«rriö ■» »er Fr, Kartei Ai I, »fr Fa % l %. 'S btfr tu »*9* i J«wi ifa H | »t «Z Stil , Mi. boui | t: i iuft, «°ch! ; . in I Erlq Ülichci! ilMdttli nt nij Poli;t, lhtNgil g Don | tturli ätnjc doch t| egen 9 Jtligi« S in k i bit ■ dt« R olnift^u- Ctgcmiii isgtfonji »IM i ho» 2a| läntnri üllizta» mb. Jit ; M » schc Poib bk Jitii i brawl dcs^ aut' dkuWI h Slntw r erwU tbc dm hiveiztii» tlung * icinr.gtti icinW ilmgent« ulÄ ubetn > fl io6f» tunsSiJ» „ 2m lal-nB tc i «efi^ rrtf lSlC ”w'l triuD»' »er- ' isA i (jcbtr. !h< bit.Jjj let i 'V-L preusiischcu Herrenhauses beteiligten. Solchen Besuch haben genannten Stätten noch nicht gesehen, und die Tatsache, dasi der | es des RcichsschavamteS im Sitzungssaal des Deutschen Holz- beitcrverbandcs eine Rede gehalten hat, ist jedenfalls wert, l'ftrtcrt zu werden. 5ine unmittelbare praktische Bedeutung hat dieser Besuch in n Heimen der Arbciierorganisaiionen natürlich nicht, aber es ndelt sich dabei immerhin um einen bcachicnSwertcu Vorgang. > brauch, wohl kaum betont zn werden, dasi die Politik der Ge- -tklchasten durch die ihnen erwiesene Ansmcrksamkeit In feiner b«influ6t wird. Tic Zwecke und Ziele der Gcwerkschasten >b die Mittel, denen sie sich bediene», sind ihnen durch die wirt- laltlich, Entwickelung vorgcschricben. Tic Gcwerkschasten sind, lo '* J't sind, eine historische Notwendigkeit. Tie Methoden für ihre •’" ,l * u »n sind unabhängig von dem grössere» oder geringeren vdtwillen, das ihnen die masigebenden »reise entgcgcnbringen. 7 v ba» Interesse. welches die Vertreter der Regierung für die "richtungen der Gewerkschaften bekundet haben, sich als nach- itig erweisen und eine praktische Wirkung äuftcrn wird, liebt noch i ■* 1 Gewerkschaften ist es natürlich nicht glcichailtig, ob teitendeii Regicrungsmänncr daS Bedürfnis haben, sich ans cner An,cha„ung über die Zwecke und Ziele der Bewegung zn Errichten, oder ob sic ihre Senntnis von den Gewerkschaften aus > Berichten von Leuten schöpfen, die dieser übel gesinnt sind. So r auch eine gerechtere Würdigung der Gewerkschaften durch die sigebenden Stellen zu wünschen wäre, so dürfen die Arbeiter doch ten Augenblick vergesten. dasi sic die achtiingaebictendc Eniwick- g der Gewerkschasten ihrem Selbstvertrauen und der eigenen ast zu danken haben. Ta?- Vertrauen in die eigene »rast d de» Arbeiterorganisationen auch weiter über manche Fahr- kciten hinwcghclse». Das Ende des „Mattlwurfkriefss"? Tie Krcuzzcitung schreibt: Tie Unternchinungeil auf u westliche,, Kriegsschauplätze tragen in der letzten Zeit i Charakter eines mühseligen Stellungskrie» : “ C 'D der Kaiser den treffenden Namen „M a u ! w » r f s - "8" gegeben hat. Tie naste Kälte, in die das Wetter rt nach klaren Frostes »mgeschlagen war, et- ^kte unseren Soldaten das Verbringen erheblich^ ja es 'wie stellenweise die Unternehmungen sogar zum Still- \. c - Hierin scheine Qu f dem rechten Flügel unserer Miellung soeben eine Aenderung eingetreten zu sein, ssentlich werden wir bald gutes erfahren. Die Tätigkeit der cnstlischen Lchiffe. Rotterdam, 26. Nov. Ter Nieuwe Rotterdamsche Cou- schreibt ans Oßtburg über die Beschießuirg des Hafens Seebrügge: Tas Bombardement machte auf die Eiuwobner einen entsetzlickien Eindruck. Sie fluchteten in hellen Hausen nach Knocke oder landeinwärts. Diele suchten auch in den Kellern Schutz. Vernichtet sind daS neuerbaute Palasthotel, das Lotsengcbäude und die Brikettfabrik. Auherdem wurden 17 Privathäuser, zwei Hotels, eine Mühle und eine Kirche durch Granaten getroffen. Heyst ist nickt beschädigt worden. In Seebrügge wurden 17 Soldaten getötet. Tie Lterlchnnq der schweizerischen Neutralität Bern, W. Nov. Ta im »alle einer Wiederholung der Sic»* tralilälSverletzung durch Frankreich und England eine längere Achiung der schweizerischen SIcuiraliläi an der Belsorler Grenze nicht crwarici werben kann, hat der Bundcsrai eine Verfügung crlasicn, jeden feindlichen Flieger über lchweizerisches Gebiet lofori und ohne bclonderen höheren Befehl berunierzuschiesir». Gleichzeitig ist gegen die in Frage kommenden Grcnzschntzkommandos eine strenge Untersuchung eingeleitct worden, um sestzustcllen, ob die sicmbcn Flieger an der Grenze rechtzeilig gesichici worden sind. Ter deutschen Regierung ist eine AufkiärungSnole des schweizerischen Bundesrais zugcgangcn. Tcr russische Riick ug aus ttuqar». Budapest, 28. Slov. Slach einer Meldung des Magyar Orszag aus dem Zemplem-tlomiiat stand an der Spitze der in Zemplem und Ung eingedrungenen Rüsten General Skliilchew Unsere Truppen zogen sich ein Stück zurück und grille» nachts die Rüsten an, die in grosicr Verwirrung slüchteien. Sic wurden verfolgt und zu einem neuen Gefecht gezwungen, das mit ihrem weiteren Rückzüge schlosi. Tie russische Armee slichl gegen die Grcn,e und ist ganz zersprengt. Tie Rüsten halten grosie Verluste und liesien viele Gesangenc zurück. Auw im tlomiiai klug wurden die Rüsten gegen die Grenze zurückgeworse». Die Befreiung der Ukraine. Konstgntinopel, 23. Nov. (YV\ 1$. Nichtamtlich.) Der Minister de§ Innern empfing den hiesigen Vertreter der Vereinigung zur Befreiung der Ukraine, Menelevsky. Der Minister erkannte die Notwendigkeit der Befreiung der Ukraine von der ruffifdjen Herrschaft an. Nach der Be- sicgung RntzlnndS werde die türkische Regierung dem ukrainischen Volke zur Gründung eines unabhängigen Staates Hilfe leisten. Die Beherrscher des Suez-Kanals. Mailand, 26. Nov. Wie die Unionr meldet, haben die Türken bei der Besetzung von El Khazna im Suczkanal zwei ältere Tampfc nnbefannter Nationalität gekapert, um sie im Falle einer Forzicrung der Durchfahrt durch cnglische Schiffe zu versenken und damit die ganze Kanaldurch. fahrt zu sverrrn. Vorläufig ist in Kantara eine Kon- troll st ation für sämtliche den Kanal durchfahrenden Handelsschiffe eingerichtet worden. Tic türkische Kon- trolle des Suezkanals England gegenüber ist somit Tatsache geworden. Weiter wird berichtet, daß sich auch gegen den Ort Surz türkische Truppen im Anmarsch befindru. Die Unruhen in Indien. Roiierdam, 28. Slov. Hiesige Grosihandclshäuser haben vertrauliche Slachrichtcn erhalten, dasi in Haiberabab Unruhen unter der Bevölkerung ausgcbrochen sind, weshalb auch am 20. Slo- vcmber in Bombay englilchc Infanterie und Artillerie auSgeschiffi wurde. Ausierdcm gährt cs weiter im sogenannten Pcndichab, wo 14 Millionen S>Iohammcdaner wohnen. Infolge der strengen englischen Zensur ist nian selbst in London ausierhalb der Regicrungs» kreise über die Vorgänge in Ostindien voükominen ohne Information. Drr Burennnsstand. Sloiierbam, 28. Nov. Meldungen aus Kapstadl zufolge stnd starte Abteilungen berittener Buren nördlich von Hoopstadi aus- gciauchi. AuS Kapstadt wurde» mit der Bahn Verstärkungen nach Bloemsontcin abgesandi. Wo sich Icwei augenblicklich befindet, ist unbekannt. Hessen und Nachbargebiete. Virsirn und Umgebung. — Weihnachtsfeier für Kinder organisierter KriegSteil- nchiner. Wie aus dem Inseratenteile unseres Blattes ersichtlich ist, beabsichtigt das Gewerkschaftskartell Gießen am l. Weihnachtsseiertage, nachmittags 3 Uhr eine Feier für die Kinder der Partei- und Gewerkschaftsmitglieder zu veranstalten und hat dafür eine Summe zur Verfügung gestellt Tie Eltern, beziehungsweise Mütter werden aufgefordert, bis spätestens 10. Tezember bei ihren Gewerkschastsvor- ständen die Kinder anzumelden. Ta nur gegen Vorzeigung der von den Gewerkfchaftsvorständen bei der Anmeldung ausgehündiisien Karten die Teilnabnie an der Feier frei ist machen wir auch an dieser Stelle die Mütter der betreffenden Kinder ans Gießen und den Nachbarorten auftnerkfam. Wie ferner aus der Anzeige des Gewerkfckxrftskartells l-ervorgeht, werden weitere Mittel zu Gaben für die Kinder vom Kartell- Vorsitzenden entgegengenommen. Wir fügen dem die Bitte hinzu, reichlich geben zu wollen, denn bei dem meisten Kriegsteilnehmern werden die Mittel zu Weihnachten knapp sein und es darf deshalb wohl bestimmt darauf gerechnet werden, daß die Taheimgebliebenen ein kleines Opfer nicht scheuen, um den Kindern eine Freude zu bereiten. Bemerken wollen wir noch, daß auch die Expedition der Obcrh. Volkszeitung bereit ist, etwaige Gaben für diesen Zweck zur Weiterbeförderung an das Gewerkschaftskartell entgegen zu nehmen. Mancher wird noch einen Groschen für diese Sache z» opfern bereit sein. Jede, auch die kleinste Gabe, trägt zur Erreichung des Zieles bei! — Wahlvercin Gicßen. Nächsten Montag findet die regelmäßige Mitgliederversammlung des Wahlvcreins statt, auf die an dieser Stelle hingcwicsen sei. Genosse Beckmann wird in dieser Versammlung ein Referat erstatten über die bisherigen Erörterungen wegen der Landtagswahlen. — Gefallene des Gießen er Regiments: Freiw. Heinrich Gaul, Schulanitskandidat aus Aßlar. — Freiw. Wilhelm Süß aus Leun bei Wetzlar. — Reservist Karl G a ß m a n n ans Großen-Linden. — Gefallene aus Oberhessen und Nach barg cbieten: Wilhelm Gaßmann, Jäger zu Pferd, aus Großen-Linden. — Tie Ziehung der Gießcncr Gewerbeausstcllungs- Lottcrie, die gleich nach Schluß der Ausstellung staltfinden sollte, wegen des Kriegsausbruchs aber verschoben wurde, ist jetzt auf den 21. Dezember festgesetzt. Lose werden bis dahin noch verkauft, t~ Von der Gießener Schuhmannschast sind jetzt 8 Mani^ zum Kriegsdienst cingezogen worden, während diese Bel amten bisher als nnabkönnnlich davon verschont geblieben! lvarcn. - Tie Zahl bet Invalide«, und Altersrente» »imnii ab. Nach einer i»i Reichsversicheruiiysai»! gefertigten Zusanimciistelluiig sind von den 01 LandesversicherungSans,alten und den 10 vorhandenen Tonbcranstalien bis einschlicsilich 00. September 1914 2 014 70s Invalidenrenten, 150 764 »rankenrenlen, 586 013 Altersrenten, 19 057 Witwen- und Witwenrenten, 700 Wiiivcnkrankenrentc», 60 845 Waisciirenien lRrnte an Waiscnftammj, 22 Zufatzrcnte» bc- willig, worben. Davon sind in dem letzten »alendervicrteljahr 00 259 Invalidenrenten. 00l2 »rankenrenten, 2016 Silicrsrciitcii, 2015 Witwen- und Witwerrcnten, 115 Witwenkrankenrenicii, 075»; Waisenrenten, 8 Zufatzrcnte» sestgelegt worden. Infolge Todes oder ans anderen Gründen sind bereit» 1017 781 Invalidciircntcn, 141 978 .»rankcnrcnttn, 452 288 Allersrenten, 1194 Witwen- »nd Wilwerrenten, 208 Wiiwciikraiikcnrentc», 4445 Waisenrenten. 7 Zusatzrenten wrggesaNen, sodasi am t. Oktober 1914 noch 1 028 947 Invalibcnrcnicn. 17 78« Ikrankcnrenten, 84 075 Altersrente,i, 18 763 Witwen- und Witwerrcnten, 494 Witwenkrankenreiiten, 56 400 Waisenrenten, 15 Zusatzrenten liefen. Danach Hai sich im ictzicn Vierteljahr der Bestand der Invalidenrenten um 10 605, an .»raiikcnrentcn um 821. an Witwen- und Wiuvcrrciiien um 2465, a» Witwenkrankenrenirn um 72, an Waisciirenien um 5871, an Zusatzrenten um 2 erhöht und der Sicstand an Altersrenten um 902 vermindert. Tcr Einslusi des Krieges in den Grcnzbczirke», wo die Verwaltung zeitweise aufgehoben war, allein kann den Ruck-i gang nicht bewirkt habe». - Ei» Warenbau« auf bem Kriegsschauplätze. Mitten ans dem westlichen Kriegsschauplatz besindci sich »cuerbiiiga eine deutsche Warenhauenicdrlagk. Tic Kölner Aktiengelellschast Tletz Hai anf Veranlastung der Hccrcsvcrwaliiing in E h a u n q im Norden Frankreichs eine sagenaiuiic .Zeiitralstellc^ für Lebensmittel, Wäsche »nd sonstige Gebranchsgcgenstände für die deutsche» Soldaten ausgemacht. Ta» Lager dieser Zentrale wird von Köln an» durch einen Aniomobiiverlchr in kurze» Zeiiabständc» immer wieder neu ergänzt. Mit der Errichtung dieses Warenhauses haben die ungebührlich hohe,, Preise, die die deutsche» Soldaten vielfach für Lebensmittel bezahlen muhten, aufgehürt. — Hier zeigt sich also, wie das viclverlüsteric Warenhaus in der Not gute Dienste leistet. - Wieviel Mohammedaner gibt e«8 Tie Gesamtzahl der Bekenner des Islams wird vom Sultan in seinen Kampsausrusen an sein Volk und an die ganze »lohammedanische Welt auf 300 Millionen angegeben. Ta» ist nattlrltch leine sichere Zahl: denn die Statistik versagt hier für grosie Teile Asiens »nbi Afrikas, und man ist vielfach nur aus Schätzungen angewiesen. Tic> gewöhnlichen Berechnungen schwanken zwischen 175 und 245 Mil« lioncn, doch sind diese für die Olegenwari viclleichl zu niedrig, da durch die Propaganda der Islam besonder» in Afrika noch immer an Boden gewinnt und auch die allgemeine Bcvölkerungszunahme in Slechnung zu ziehen ist. Tcr folgende BerechnungSversuch kommt zu einer Gesamtzahl von gegen 275 Millionen, der oben erwähnten Zahl also näher. Auf der Balkanhalbinsel werde» mit Einschlnsi der europäischen Türkei 0,7 Millionen, im türkischen Aste» 24 Wtl- lioncn Mohammedaner leben, im europäischen Rusiland 14, im asiaiischcn 10 Sölillioncn. Britisch-Indien zählt an 70 Millionen. Ehina 00, Persien, Sifghanista» unb der unabhängige Teil Slrabicn» zusaminen 20. Aus Java und das übrige Niederländilch-Indirir entfallen etwa 00, auf die Philippinen '/« Millionen. In Afrika bürficn 7» SAiilione» Bekenner bcS ISIamS wohnen, die mcisteir davon in Slordafrika und im Sudan, nicht wenige auch in Ostafrika »nd auf den ostafrikanifchen Inseln, darunter auch MadagaSkarö Einige tausend Slohammedancr nur kommen auf Amerika: in Siidy amerika findet man neuerdings besonders Syrer als Kauflenic. — Warum die Feldpost-Pakcie nicht ankamen. Von ri'iieim Konimiffar. den das liielivenimeirndk (tzenerakkonimondo des! 18. Armeekorps zur Slarfforsäzinici auf die ElappenIinten entfaaibl hotte, wurden in Frankfurt neun Waggons aufgefnutzen, die jedenfalls infolgie Neberlaftiinn der Bahnilini«! ;i,riickgedliei>ei, waren. Auf dies« Weis« wurderr etwa 2 0 000 bei den mumobHe,,- Etappen-Sonimandontnren Franksnrt a. M. und Tenmldatzi ansiic- -gebei,c Pakete n«! auch an dieser Stelle auf die S ch ü I« r v o r st e I i u n g morgen Tam-siaq nachmittag 0% Uhr anfmerksant gemacht, die mit LesstngS „Minna von Barn-, Helm eine Vorfielltmg dringt, die als sehenivürdig anerkann,i ist» /kreis Wrizlar. ti. Lriskeankenkasse Wetzlar. Noch eine«, Bericht de» Bo>- sivenden der Wetzlarcr OrtSknankenkaffe sind bis jetzt 486 Müglie- der zum Itriegsdienft cintzerufrii und mit den übrig«, Abineldnngetl beträgt der Gefamtverttist 1000 Mttgl ,eder. Taminter bei in den sich auch eine grosie Anzahl Tienftdoten, die bei Skffimi des Krieges ent lassen wurden, weil verschied«,« Herrschaften den Schrubber leidst regiere., wollt«,. ES wirb ferner aus die Tchwierigdeite,, hingewieien, die der ikronfenikasse nach dem Kriege erflehen, indem viel« Mitglieder kvonk zurückkommen, oder später an den Folgen de» mördcrifchm Feltztugrs erkranken und di« Sasse be> lasten wende». X Tie Lage in der Roheifenindustrie. Fn der am Montag in Köln odgehaltenen Hauiptvcrse.-minlung des Rchciscnverbande» wurde über die Marktlage berichtei. Tte Gelchostslagc hat gegen den Vornioirat kein: Aenderung erfahr«,. Tie Absatz Verhältnisse hielten sich mi Oktober gleich günistig wi« rm September. Ter Ster- sa.id im vergrrgenen Monat betrug 40,09 Prozent der Belc«ligu,n« gegen 49,71 Prozent im Vormonol. Auch im Skovember wird imch dc» vorliegenden Abrufen mit einem Versand in Höhe der letzte,r beiden Monate zu rechnen sein. Dir infolge des Kriegs-anobnuches eingeschränkte Produkt,u,i der Hochosaiwerke geht voll in den Ver- brauch über, Tie Roheilenbestände find weiter znelickgegongen.. TaS Geschält für die Ausfuhr ist nicht bedeutend. Ti« Au»iand- «l'nehmer bczicchcn zunächst largsam die auf die bestehend«! Abschlüsse noch abziiitehmeadkn Mangen. Ferner wurde die Frage der Verkaufspreise siir Lieferung bi» End« März 1915 beraten und beschlossen, die ?»erkeusspreife mit Ausnahme desjenzgen für Saematit unverändert bestehen zu lafsen. Ter Verkaufspreis für Hewinatit wurde argessch'S der crhebiichmi Preissteigerung der für die Herftellnna d-ajer Eisenzorte erforderlichen Erze um 10 Mark pro Tonne erhöht. X Aus der fstihn gestürzt. Zwifchon Balduinstein und Laur«,- burg stürzte ein Soldat aus einem Transportzuge. Er geriet unter die Räder und wirrde auf der Stelle getötet. — Oft genug wird wenig Vorsicht gerade von Soidaten geübt. Telegramme. Tagesbericht bes Kragen Hnnptgnnrtiers. 40000 Russen gefangen. Tie Entscheidung im Osten steht noch aus. W. B. Großes Hauptquartier, 26. November vormittags. !Amtlich.) Tic Lage aus dem westlichen Kriegsschauplätze ist unverändert. In der Gegend von St. Hilaire und S o u a i n wurde ein mit starken Kräften eingesetzter^ aber schwächlich durchgcsührter sranzösischer Angriff unter grüße» Verlusten für den Gegner zurückgeschlngen. Bei A Hremo.nl machten wir Fortschritte. In Lstpreußcn ist die Lage nicht verändert. In de» Kämpfen der Truppen des Generals v. Mackensen bei Lodz und Lowicz habe» die russische 1. und 2. und Teile der 5. Armee schwere Verluste erlitte». Außer vielen Toten und Verwundeten haben die Nüssen nicht weniger als etwa 40 000 unverwundctr Gcsangcnc verloren: 70 Geschütze, 160 Munitioiiswagcn, ISO Maschinengewehre sind von uns erbeutet worden. 40 Geschütze sind unbrauchbar gemacht worden. Auch in diesen Kämpfen haben sich Teile unserer jungen Truppen trotz großen Opscrn aus das glänzendste bewährt. Wenn cs nngcüchtet der deutschen Erfolge noch nicht gelungen ist, die Entscheidung zu erkämpfen, so liegt das an dem Eingreifen weiterer, starker Äräste des Feindes von Osten und wcitdi Süden l)t\. Ihre Angriffe sind gestern überall abgewicsen worden. Ter endgültige Ausgang des Kampfes steht aber noch an,. Oberste Heeresleitung. französische Besorfftiiste. , Parte, 25. Zwo. (WB. Nichtamtlich.) Die Zcntmigeu, die seit buchen erklärt lmttc», die Schlacht mi der Aisn« habe mit einem Siege der iranzösischen Armee geendet, der Rückzug der Deutschen in Nordfranlreich steh: bevor und die Deutschen seien zu geschwächt, um die Osfenstve wieder aufnehme,i zu können, sangen (ivie wir schon initteitten) an, die OcsfenÄichkeit daraus vorziibereiten, daß die Wicderaujiichinc der deutschen Offensive in großem Umfange bc- rorstcbe. General Bonnal erklärt int Mat in: Wir müssen Foffre iwch einigt' Wochen Irrist lassen. Mit Hilfe englischer Verstärkungen und der Alters!lasse lült und mit genügender Munition (!) ir-crdeu wir vorwärtsntarschieren iiimtm Bis dahin genügt es, die Stcllmigen zu behaupten. — Oberstleutnant R o u s s c t schreibt in der Libcrtö: Die Schlacht au der Aisne sck>cint keine ernstlichen Folgen ltaben zit tonnen, Es sei denn, daß bünstige Nack,richten andere Schlüsse znIaffeU und nicht vorläufig mir bedeuten, daß die Deutschen Nachlassen, einen entscheidenden Schlag an den Paris Mi' nächst liegende,, Teile» der Front ansführr» zu wollen. Der Figaro schreibt: Es ist wring ivahrscheinlich, daß die Deutschen sich »>it der Defensive begnüge,, iverden. Man muß vielmehr glauben, daß sie eine ernstlich starke Offensive nurskiercir und vorbcreiteu wollen. Möglicherwcts« seht die Offensive bald an den von ihnen gewählten Stellen ein. die wir nicht keimen. Wir können aber versichert sein, daß die Offensive die französische Heeresleitung nicht unvorbereitet treffen wird. Der östeirerchisch-tmgarische Tagesbericht Wie», 26. Nov. (XV. I!. Nichtamtlich.) Amtlich wird tzerlautoart: 26. November, mittags. Tie Schlacht i» Nussisch-Polcn hat »n einem großen Teile der Front den Eharakter eines stehenden Kampfes angenommen. In Westgalizien wehren liniere Truppen die über den unteren Tunajec vorgedrungenen russischen Kräfte ab. Auch die Kämpfe in den Karpathen dauern fort. Ter Stellvertreter des Ehcfs des Gcncralstabrs: v. Hofer, Generalmajor. Die Kämpfe in den Karpathen. Vertreibung der Rüsten. Bnoapcjt, 26. Nov. (IV. 1!. Nichtamtlich.) Az Esi bringt einen Bericht seines Spezialbcrickterstatters über die Kämpfe im Komitat Zemplin. Tnnach hoben die Ein- wohner die durch den Anmarsch der Russen gefährdeten Geastete in voller Ruhe verlassen. Unsere Truppen, von Artillerie unterstützt, begannen aus vortrefflichen Stellungen sticraus den Angriff gegen die Russen am 24. Noveinber. Ein heftiger Katnpf fand in dem nur einige hundert Meter breiten Tale des Laborcz-FIasses 'statt: 'die Missen verlören viele Tote und Verwundete und mußten schließlich den Rückzug antrete», der noch andaucrt. Eine andere österreichisch-ungarische Abteilung iibcr- rumpeltc einen von den Russen besetzten Grcnzort durch das Feuer ihrer Geschütze und Maschinengewehre, die im Walde vortrefflich ausgestellt waren und zugleich mit der Infanterie das Feuer cröffneten. Nach kurzem Widerstand ergriffen die Russen die Flucht nach der Grenze unter Hinterlassung sehr vieler Toter und Gefangener. Am 25. November konnten der Eisenbahn- und Postvcr- kehr bis Kockocez wiedcrherstellt werden, Tie Nachricht, daß die Russen das Schloß des Grafen Andrassy zerstört haben, ist falsch. Ein Versuch der Russen, durch den Uzocker Paß einzudringcn, wurde abgeschlagen, — In dem Komitat Ung befindet sich kein Russe. Nene Niederlagen der Serben. 1500 Gefangene. Wien, 26, Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich unter dem 26. November gemeldet: In den Kämpfe» an der Kolubara ist seit gestern ein wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen. Das Zentrum der feindliche» Front wurde in einer starken Stellung bei Lazarevatsch von den durch ihren Elan rühmlichst bekailntcn Regimentern Nr. 11, 7? und 102 erstürmt. Hierbei wurden 8 Ossiziere und 1 2 0 0 Mann g c - fange» gcnominen und drei Geschütze, vier Miinitionswagen lind drei Maschinrngewchre erbeutet. Auch südlich des Ortes Viin gelang es, die östlich des glci unseren Geschützbedienungen timrate,t. Die Munition ging Ende, und die Geschütze inußtc» das Feuer einstellen. Trotzdem bi, Ruderanlage durch das sciuölichc Feuer beschädigt war, wurde de, I Versuch gciuacht, aus Torpedoschußweile au die „Sidney" heranzu i kommc». Dieser Versuch mißglückie, da die Schornsteine zerstör I waren und infolgedessen die Geschwindigkeit der „Emden" ftar herabgesetzt ivar. Das Schiff wurde deshtilb in voller Fahrt a, der Nord-r. Abcns> pmitt 9 tlhr Mrtglicbervcrsammlrmg bei Wirt Friedrich BGkmain, M o n t a g, 30. N o v « m t> t r. Gießen. Wahlvercin. AbenbS 9 Uhr Vcrsanrmlimp j Tc>gcsovd-i,n.,g: Die Laribürgswahle». Gießen. Solzo r bcite rverband. Abends 6 Uhr Ber t samwlirny im Geivnrkschastshause. Bortrag des Koll. Weidner I Frankfurt über „Volkswirtschaft und Krieg". Alle Äollegen wollet s sich r» dieser Versanunlang einsinden. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm & Eie., Gießen, , Druck: Verlag Olrenbacher Abendblatt, G. >». b, H., Ofsenbach a M , Verstorbene. Th, Heinrich Lehn Hardt, Werkmeister «[f. 0 Giesen, 68 Jahre alt. ’ Direktion: Henna»» Ltcinaoetler streitag, dru S7. November abends « Uhr 3. Freitags.- Abonn. - Vorstellung. Der Strom. Schauspiel in 3 Auszügen von Max Halbe. Ende Ilv/, Uhr. Gew, Pr, ermaß. Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bei allen Vorstellungen auf 2. und 3. Parkett nur halbe Preise, Samstag, 28. November 1014 nachm. S‘l, Ufte Schüler-Vorstellung !ttimt)on6imil)clm Lustspiel in 5 Auszügen von Gotth. Ephraim Lessing Ende gegen 6 Uhr. Bei Volkspr. Nur 88 Pfg kostet 1 Psd. meinet* Reform Marke Sanitas (Vegetabile Margarine) ppfotml|(tn$ Kreuzplatz 5. Bin Biöjtljiiiimet * Heist 116 a, Warne distel» ileihe l-z 1 «tant, ^idm d eventuell mit Kabinett sofort zu vermiete» Schifferbergerweg S. inen äd ma 4t tu Weil) Seitfii mb (: > in Äligeifneines mR Feen Seife ist die Beste erhältlich i. d. Koloniale. Geschäft Brauereien und erhandtunqcn Ihring, Lieh Au^omobiTeTuTj Fahrräder Sobel & Appel | Telephon 1 Hierbrauerei mit eigener Mälzerei Anerkannt vorzügliche helle und dunkle j Export - Biere Alicestr. 25 Tel. 736 Adler-Autos u. Fahrräder Kontrollkassen, Reptwkst. Chr. Zimmer Bahnhofstraße 12 Spoz.; Kupferkesscl. IBaucyeschäfte^; 1 Jean Dern & C8e.,Gießen Jgegr. 1888 Westanlage 31 ] Baumaterialien-Großba udlg I Zenro;«arenfabr. m. 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