rWsche BxlkszeitiiW JDrörtit für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhesien und der Nachbargcdiete. dcrtietkich» r>»les,etmn, erscheint ,eü»n Werktag Abend in Der Lbonnetncnr,v«i» belrägl wöchentlich 15 «tn„ monaÜKii Gtebka. Vabnbofsirabr 23. (fde mafit. emlttLBmiflerlobn, Durch die Post bezogen vteNeljädrl.lchOMt Yeletb*tt 2008 . r. 275 Snlcmtr fofttn Ne 0 mal gefpalL Jtolonetieile oder deren iRaum 15 Vta- •3d grotterrn «ufträgen flal'atl »meigen wolle man b<« abcnM7lkr mt die iolgende Sammet nt der ErpcLition autgebra. Tvmicrt'tllsi, Den 20. iVüücinlicr li*14 9. IlNirgaug Dir Sperrung des Kneckanuls! 23. ren St trink lessen \ tJdejra it/ •> chte Reim I Him" f lmorpni|i(tüii|i ütr Midien pimitrir. .Sitten hat eine (ftWUtteruitfl 6c* deutschen Wirtschaft» »it sich ncbvadjt. die unendlich viel schwerer ist, als wir ik rch bei härtesten ivirischastlichcn Strisen erlebt haben. Diese erung iiberirisst auch bei weiteui die intislflc srüherer sirtege teilen, denn seit dem lebten prosten Striepe, den wir gelben, den von 1S7H71, hat die Perknüpsung der Völker i iternationale Handelsbeziehungen und ihre dadurch be- t Slbhangigkeii vom Weltmärkte riesenhafte Fortschritte gelt» tritt die» vielleicht an, deutlichste» in der Tatsache zu it die neutralen Staate», die in früheren Striepe» nur wenip Wirischastolebe» berührt wurden, diesmal fast ebenso leiden haben wie die kriegführenden. Tie Zchärse der stlichen Schädigmig lüstt sich auch daran» ermessen, dah die ichs Arbeitsamt verössentlichten Arbeiislosenberichie de, chasicn siir Ende August einen duraischnittlichen Arbeits- von ' 12,4 Prag, nachwiesen, und dies, obwohl zu ienen t doch bereits mehrere Huiiderllausende von Arbeitern e Zahnen perusen waren Dagegen erreichte die höchste osenzlsser. die seil Ansmachnng jener Statistik int Frieden t wurde, nur den Satz von 1,4 Prozent, unsere deutsche Industrie ergab sich au» diesen Perhalt- ach dem ersten schwere» Anprall die Notwendigkeit einer raschen Umorpanisierunp. sollte nicht ein allpemeiner Zn- ruch von unerhörter scharfe Teutschlaud dem wirtschast- uin überliesern, dessen unheilvolle Folgen sich natürlich zu den Schlachtseidern erstreckt hätten. Welche Wege diese liflerunp einpeschlapen hat und welche Erfolge sie bi« elt hat, dariiber finde» wir eine recht interessante Zu- tellunp au» der Feder Tr. E 2 t i l l i ch s in der Zeit ic SSaiif. der durch den Krieg peschassenen Situation mussten neben usindnstrien vor allein diejenigen Fnbustriezweige ge- verden, die entweder aus die Zufuhr ausländischen floh- » oder aus den Absatz ihrer Produkte im Auslande äugend i zunächst und am schwersten zweifellos die letzteren, nigsten dieser Fnduftrien sind dst Maschiiieuiiidustrie mir issnbr von lts.ii Millionen Ml,, die Eisenindustrie mit che» von 724 Millionen MI, die Tteinkohlenindustrie mit ionen Mk„ die Terlilinduslrie mit 201 Millionen Mk„ die dustrie mit 205 Millionen Ml,, die Papierindustrie mit ionen Rk, und die chemische Industrie mit 251 Millionen issuhr > prosten Teil haben diese Fnduitriezweige nun eine Ent- >g s.ir den Perlust ihrer auswärtigen Absatzgebiete geil den 8 i e s e r u n g e » für t> i c Armee, die ihnen en wurden. Mit einer austervrdentlichen AnpassnngS- bat sich da» Kapital in lurzesler Zeit ans die Fabrikation a Artikel geworien, die augenblicklich die gröftte» <4e- cisprechen Bei dieser Umorganisierung sind zwei t»r>ip- »nternelnnunaen zu unterscheiden: solche, dje im allge- keine Aenderung ihrer Produktion, sondern nur eine Per- 1 chre» Absätze» vorgenoniinen haben und solche, die auch adult so» selbst wesentlich nmgestaltet haben der ersten tsrnvpe gehören beispielsweise die llniernehni- ber A a h r u n g S m s I t e l p r o d n k t i o n. Die Kon- rikeii, die Mühlen, die ttzroßbäckereien. die schokoladen- , die Betriebe zur Herstellung von Wurst und sonstigen aren produzieren beute zum prosten Teil für die Bedürfnisse rt> Dasselbe gilt für die ganze T e r t i l i n d n st r i e, beteten haben mit der Herstellung von Militärtuchen, von "an Zeltstossen usw. zu tun. die Trilotagensabriken mit der von wollenem Unterzeug und Ltrünivscn. Di- tWirkereien lind so mit Ausirägen überladen, dast sie kein: >e-eru«g»,ertr>i--e kür die nächsten Monate annehmen. Für a'etidienst werden ungeheure Mengen von Perband» u w, verlangt. Spinnereien und Zwirnereien sind ent ' »ark beschäitiai. Dieser gute (leschäsisgang in der »«1r.ew.rd sreilich durch den Mangel an Wolle und ’"* bedroht. Trotzdem ja BaumivoUe nicht al» Kvntre bandhabi werden darf, stocken doch die Zufuhren, iodasz einen» Ausreichen der Portale bi» Februar zu rechne» ist echter sieh, e» „nt der Wolle. Australien, da» e>aupi- |t>tet lür Merinowolle, hat ein Ausfuhrverbot für alle mit Aiisnahnre derienigen. die nicht an ieindliche "ander >, erlagen, Trost der Pescklagiiahmung von Schafwolle - von 10 Rill, Mark in Belgien werden wir damit rechnen 'ajj unsere Borräte int Fanuar erschöpsi sind. Um die >g der Slammwolle und jkammziizip, die für die StrieaS- ia dienen, zu regeln, hat sich daher auf Anregung des nikters eine ,Kai»mwoll-A -8." gebildet, die nur organi- .riwttionen hat, Austerdem hat die fleaieruiig alle sc. Aohaarne und Handelsgarnbestände in den deuiichen sie» zind Spinnereien b e i ch l a g n a h in t, davon 'ur Heeresbedars zurückbehalten und nur 25 Proz. < vnd-l lreigegel^n, ^^"e-cklich grast ist die fl a ch s r a a e n a ck> Leder, ivetn die meisten Staaten Anssubrverboie erlagen haben, tt ^ *'' c gestiegen ist. Es werden daher auch schon Maorijg,, herqcstelli so fabriziert die 8»beiier Hut- ^'litärhelme aus Filz, die an» seldgran stud ®‘ tn M d,Iancn werden, Tie Pelz läget sind h ,h. ' nenn gestiegen, Tie Lartonnage» l>" '^ rt Produktion jetzt hauptsächlich aus die Her- , rton» zum Berichicken von Lriegsiendunaen, Liebes- zugeich,litten Die Z i g a r r e n jabriken Koben eine v f " t 7 fl lc für Siriegslieserungen von Tabaksabritaien" in n» -eben gerufen, die alle Ansträge von der Heeres- »iiimnit und sie dann nach einem vereinbarte» Berhältnis deutschen Tabalfabrikationsberirke verteilt, »m so eine >ge Arbeitsgelegenheit zu schassen. Die umsassendsie derartige Lrganisation ist der vom Zentral- verbond deutscher Fiidnstrieller und dem Bund der Industriellen, also den beiden groste» Perbänden der schwer- und Peichtindnstrie bald nach Beginn de» Strieg» errichtete „St r i e g s a u s i ch n st der deutschen Industrie", dessen Ziel es ist, „die versllgbaren Slräfle in rationellster Weise z» sammeln und z» organisieren, damit vor allem Zersplitterung und Pergendiing ivirtschasilicher Machtmittel vermieden werde", Ter Ausschust sorgt vor allem für die schnellste Perbreituiig der Viesernngsausschreibe» de» siaale», sowie für die Herausgabe iorilausender Mitteilungen, H» ist ihn- gelunge», in die „rsprüt,glich ganz regellose SiriegSprodnltion Drd nung zu brlngen. Auch sonst haben sich konkurrierende tbruppen von Privatbetriebe» inehrsach z» Organijationeii zusanimenge schlosien, die die erhaltenen Aufträge verteilen, Fn tgnben haben die Hut- und Tuchsabrile» einen „Zweckverband" gegründet, der d>» Slriegslieserungei, empfängt und verteilt Fnnerhalb wie austerhalb dieser Organisationen gibt e» nun eine ganze Reihe von llnternehm,innen, die der zweiten der oben erwähnten (gruppe angehöre», die also seit Beginn de» Striepe» eine iv e s e n t l i ch e Aenderung ihrer produkiiveu Tätigkeit vorge- nommen haben. An der spitze dieser llnternehmunge» steht die Allgemeine E l e k t r i z i t ä ISp e se l l sch a s t in Berlin, die A. k, (g,, die in einem ihrer Betriebe »eben und statt Ttznaino» lg r a n a t e n herstellt. deren Füllung in spondau ersvlgi, Fn anderen Betrieben stellt sie Metallknöpfe und sonstige militärische Utensilien her. Tie Ziemens-schuckertwerke bauen eifrig Telegraphen- und Telephonanlagen jür die HeereSIeitnng, Auch eine Reihe anderer Ikisengiestereie» und Maschinenfabrike» sind mit der Herstellung von lgranate». glähniaschinenfabriketi mit der von Schrapnell» beschäftigt, schreibinaichinensabriten produziere» jetzt Fahrräder für da» Heer. Halb- und Teilsabrikate für die Armee ausrüstungen, ltüie Maichtiienoananstalt in Franlfurt a, O, hat sich auf die Aiisertignng von (tstiiäpsen, Trinlbechern und Stoch geschirreii für unsere soldalen geioorsen. (sine Fabrik für plioto- graphijche Artikel fabriziert jetzt Stoppelschlösier, eine Fabrik für tgewächshausbau Aerkteugkaste», Feldstiihle usw. Zum Teil haben diese Fabriken infolge de» Strieg» jetzt mehr zn tun als vorher, Ti: Eisenglestereie» habe» ihre tgustivarenpreise insolgedessen um lli Protent erhöhen könne», wahrend der Perband der deutschen Zink- Walzwerke den Preis lür de» Doppelzentner Zinkblech um 4 Mark ans 57,20 Mark erhöht hat. Also bei gesteigerter Tätigkeit erhöhte Preise: ein Beweis, wie angebracht die von sozialistischer -seile erhobene Forderung aus eine recht empsindliche Besteuerung des durch den sirien erfolgten Perniögensznwachses ist, lbndlich'sei „och erwähnt, dast die chemische Industrie, »achdem die Farbstosserzeugung, anster der für da» Färbe» von Milijärstofsen bestimmten, ganz darniederliegt, dafür gut beschäftigt ist mit der Herstellung pharmazeutischer Artikel, Fmorägnierstosse für (sisenbahnschwellen. von Fsolieraiistrichsarbeii für Lazarette »iid (gesangenenlagern. von litassee- und BouiUoiiwiirseln, Essenzen usw. Mag diese ganze Produktion durch und für den Strieg letzten Ende» »nprodnktlven Zivecken dienen und die hierauf verwendete Arbeit der eigentlichen Stullurarbeit entzogen werde», io dient sie innerhalb der kapitalistische» Igesellschast doch dazu, da» Wirtschaftsgetriebe wenigstens einigermasten ausrecht zu erhalten und damit da» snrchtbare Igespenst der allgemeinen Arbeitslosigkeit ein wenig z» banne», Fhr ist es zu danke», dast die Arbeit-losenziffer der rt seit ihrer Torheit, die Dreadnoughts zu erfinden und zu bauen, nicht allzu viele Schiffe, die unseren Grostkaiuvsschissen au Umsang und Stärke überlegen sind. Der „Andaeions" gehörte zur zweitgröstten Type der 'ertigen Linienschiffe und stammte aus den> Jahre 1912. z-kur ein paar der neuesten Dreadnoughts sind gröster. Ter Untergang dieses Sreriesen ist gewist - - materiell betrachtet — der schwerste Schlag, den England in diesem säneci bisher zur See erlitten hat. Die Erfolge, die sich die deutsch: sttiegsslagge im .stampf und durch kiibne Streifzüge er- ninge» bat. waren als Wertmesser und als Beispiele eines bewundernswerten Geistes iveit bedeutendere Ereignisse, abee der materielle Schaden ist diesmal für England niederschmetternd. Das Sckiweige» der engliselte-i Admiralität ist der beste Beweis. Wenn wir dies alle» in Betracht zichc». dann ist der Schaden, der in diesen Tagen, ivie jetzt besannt geworden ist, die deutsche Flotte durch den Verlust eine l> n t e r s e e b o o t e o und eines Torpedobootes betroffen hat. erträglicher. Jeder Verlust ist für uns schmerzlich. Aber >vir werden stets bedenken inüsfen im strieg kann nur die relative Groste eines Schadens in Rechnung gestellt werden. Eine berztiche Freude ist es »».- aber, daß fast alle unsere braven Seeleute am Leben gebliebe» und, und — das; e§ i in Norden von Schottland war. wo ei» deutsches Unterseeboot i» Ehren ans den Grund gesunken ist. Tie.Kämpfe in den.^arpnktie»l. Budapest, 24. Nov. (Citr. Bln.) Die Meldung des Generalstabs, dast lvir einige Pässe in den Karpathen vorübergehend dem Feinde aus taktischen (Ssründen ii b e t • liehen, ivird überall in ruhigster Weise beurteilt, tveil dieses Bordränge» der Rnsien unsere Arinkeleitung weder im- erwartet noch unvorbereitet getroffen hat. Durch die in Rede stehenden Pässe können nur kleinere feindliche Truppenab- teilungeu durchkommeii, die wir, tvie früher schon, dort und dann stellen können, tvann und >vo wir dies für uns am vorteilhaftesten erachten. In dein Raume zwischen den galizisclxni und Marmaroser Karpathen, etwa 10 stilometer von diesen entsernt, ist es nach einer ans Mihnliczyn vorliegenden Meldung zu einem B n s o m in e n st o st »zwischen unseren Truppen und den Russen, die sich znr Besetzung eines das dortige Terrain domi nierenden Berges anschickte», gekommen. Ter stnnipf »ahnt ziemlich groste Dimensionen an. Die Russe» orinierte» den skirchturm eines nahegelegene» Torfes mit Maschinen- aewehre» und leichte» Geschiitzen, wurden jedoch unter starken Verlusten verjagt und verfolgt. In uiilitärischen s,reisen sieht ina: unseren Operationen in den Karpathen mit der gröhten Zuversicht entgegen. Ter ^eld'UK in Terbien. Budapest, 2l. Nov. (Ctr. Bin.) Das Wetter ist in Ser t- i e n wieder etwas besser geworden. Nach unserem Sieg bei Valjewo und dem bereits geineldeten Vormarsch auf La- zarewatsch hat sich der gröstte Teil der serbischen Armee gegen A r a n d j e l o w a t j ch zurückgezogen. Tori beabsichtigen dze Serben, begünstigt von den Bodenverhältt nissen, stärkeren Widerstand zu entfalten und den endgültigen Sieg unserer Truppen, der nach den Anssagen gefangener serbischer Lsfiziere auch in Serbien für unvermeidlich gehalten wird, so lange als möglich zu verzögern. Tie neue serbische '««ptstadt". Daily Mail meldet au» Petersburg, Serbien plane die Hauptstadt nach Regotin an der rumänische» ttzrenze zu verlegen. X.e Tür en am Suezkanal. Nachrichten aus Athen und Alexandrien bestätigen die Antuiist der Türke» am Snezkanal und den siegreichen Kamps gegen englisch indische Truppe», wobei eine türkische Stavallerie Attacke den Ausschlag gab. Tie türkische Vorhut iührt vier schwere Batterien mit. Die Engländer schassen eiligst indische Truppen nach Aegypten an die bedrohtesten Punkte. Trotz ihrer Wachsamkeit durchziehen zahlreiche Emissäre das Land. Tie Ftalia meldet nach der Franks. Ztg. aus Alerandrie». dah 40 Kilometer vom Ostuser des Tuezkanals ein Treffen zwilchen jiingst gelandeten indischen Siamelreitern und türken- freundlichen Beduinen statt^efunden habe. Hinzukommcnde reguläre türkische Truppen hätte» die Stamelreiter zerstreut. Tie Vorhut des türkischen Heeres, die bekanntlich schon an> Luezkanal angekommcn, führe vier starke Batterien mit, offenbar, um durch die Zerstörung der »serdämine die englische und französische Flotte an der Durchfahrt :u verhindern. Neuerdings würden viele indische Truppen ans dem Westuser des Suezkanals gegen die türkische («esahr ausgestellt. Viele panislamitischc Emissäre bearbeiteten trotz englischer Maßnahmen die Muselmanen, doch seien diese »och ruhig. Persien in Krierrsstinnnuna. Budapest, 21. Nov. (IV. I',. Nick'tamtlich.) Az En erhält aus .Stonstanlinopel die Nachricht, dast zwischen d>. Pforte und dem persischen Gesandten in Konstantinopel. Riza Bcy, seit längerer Zeit Verhandlungen über ein türkisch- persisches Bündnis gcpslogen werden. Riza Bey wurde auch von deni Sultan in Audienz einpsangen. Nack Acnßcrungen des Gesandten wünscht Persien so lange wie möglich die Neutralität zu bewahren. Indessen ist die Aufregung i m Lande sehr groß, die Regierung ist kauin imstande, diese zurück; »drängen. So eroberten persische Bcrg- stämmc die Törfer zwischen Täbris und Tschulfa. An d r Spitze der Bergstämme steht S a l a r cd D a u l e h. Andere Stämme haben das Uralgebirge besetzt und von dort aus die russischen Grenztruppcn beunruhigt. In Buschir wurde der cnglandfrcundlichc Gouverneur entfernt und ein revolutionäres Komitee ernannt, das die Tcherancr Regierung aufsorderte, entweder abzudanken oder sich dem Heiligen Kriege anzuschließcn. Infolge dieser Unruhen ist in Bender Abbas ein englisches Kanonenboot eingetxosfen, um die englischen und französischen Staatsangehörigen zu schützen. Italien und der Suezkanal. Rom, 24. Nov. ((Sir. Jrkst.) Tie Morgcnblütter besprechen die Gefahr, die eine Schließung des Suezkanals für Erythrea und Benadir bringen könne. Italien müsse unbedingt auf der freien Schiffahrt bestehen und von der Türkei nicht nur Zusicherungen in dieser Hinsicht verlangen, sondern auch Garantien, daß sie in der Loge sei, das Versprechen z» halten. Bulgariens Haltung. Mailand, 24. Nov. (Cftr. Frkft.) Der (Sorrierc della Sera erklärt, die bulgarische Regierung sei entschlossen, vor- läufig die bewaffnete Neutralität beizube- halten, in der Erwartung, auch auf diesem Wege Mazedonien z u r ii ck z u g e w i n n e n i die endgültige Ent- scheiöung hänge von dem Ausgang der Schlacht in Russisch-Polen ab. Falls aber unabhängig davon die österreichisch-ungarischen Truppen bis Risch vorrückten, würde Bulgarien sofort Mazedonien besetzen. Rußland könne dagegen nichts cinwenden', es müsse vielmehr lieber Bulgarien als Oesterreich in Mazedonien sehen. Ein belgischer Vorwurf gegen die Holländer Het Volk, das Blatt unserer holländischen Partei, ivenidct sich eutschicben gegen Vorwürfe, welche tt» Boornit. dem Geiiter Organ der belgischen Partei, erschienen. Dort wurde gesagt, daß mit ivenigen Ausnahmen di« nach Holland geflüchteten Belgier nicht so behandelt wurden wie sich das gehört und daß die reichen Belgier sogar gründlich an«genützt würden. Auch werde Belgien nie ver- gcsien, daß di« holländische Regierung die von England angevoten« Hille abgelchnt l>at, weil es dadurch möglich gewesen wäre, den belgischen Flüchtlingen mehr beizustchcn. Het Volk erinnert demgegenüber daran, daß das kleine Holland den Hunderttaufenden belgischen Flüchtlingen nach Straften Obdach und Nahrung geboten habe, datz aber die Negierung selbstverständlich im sintereffc ihrer Acu- tralttät von England Geldmittel nicht annehmcn konnte. Tie nimmt dagegen zur Unterstützung der Flüchtlinge eene besondere Anleihe von 5 Millionen Gulden aus. Private wie auch die Gemeniden hätten in der Tat in Holland alles getan, nm den Flüchtlingen aus dem armen Belgien, das sie als einen in tiefstes Elend geratenen Bruder betrachte», zu Helsen. Daher seien die Dorwürse des belgischen Partciblattes so ungerecht wie imr irgend denkbar. ft-ast 1 ‘/j Milliarden. Wien, 24. Nov. sEtr. Rrfft.) Das Ergebnis der österreichischen Kriegsanleihe, deren Tubstriptionssrift heute um 12 Uhr mittags abgelousen ist, beträgt dis 12 Uhr mittags 1441 Millionen Kronen. Da die sormal« Durchsührung zahlreicher Zeichnungen durch den Krieg erschwert ist, dürsen die ZcichniingSstellen auch weiterhin Anmeldungen cntgcgennchmcn. Das Ergebnis ist als ein autzerordentlich gutes anzuschcn und zeigt die wirtschastliche Krast unseres Verbündeten. Die Lage in Ind en. Kopenhagen, 24. Nov. (W. B.) Slichtamtlich.) Nach einer Blättermeldung aus San Francisco macht das dortige revolutionäre indische Komitee große Anstrengungen, in Indien einen Aufruhr hcrvorzurufen. Es verbreitet in Tausenden von Exemplaren einen Aufruf, der eine Auszählung der Grcueltaten enthält, die die Engländer in A f r a j a. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. t'22 Dritter Teil. 1. Marstrand liotte in den nächsten Tagen vollauf zu tun, um sich in seiner einsamen und doch so geräuschvollen Tätig- feit wieder einzulcben. Er sand, daß Olaf wacker und praktisch gearbeitet hatte. Das Packhaus stand fertig da. das Wohnhaus war aufgeräumt und der innere Ausbau vollendet allerlei wirtsck-astlichc Gegenstände hatte der Freund ange- schafst und was an Waren und Vorräten vorhanden war, gul geordnet. Mit dem übrigen Kram, wie es Olaf nannte, hatte er sich nicht eingelassen, weil jeder Narr seine Kappe selbst tragen oder zerreißen soll. Marstrand lachte dazu, allein als er nach den Arbeiten sah, fand er. daß seine Abwesenheit dresi- nicht gefördert hatte. Die Sagemühle war noch immer nicht fertig und seine Anordnungen waren schlecht befolgt worden. Seine Vcrbesserungsvorschläge stießen auf Widerspruch, die Arbeiter glaubten fest, cs gehe nur so, wie sie herkömrnlich gelernt hatten! aber eben das Herkömmliche wollte in dein besonderen Falle nicht passen. Mit großer Mühe und noch größerer Geduld suchte der Gaardsherr seinen Willen durchzusetzen und nur indem er selbst Hand anlegke und von. Morgen bis zum Abend tätig dabei war, gelang er ihm zuletzt, sein Werk in den rechten Gang zu bringen. M't mechanischein Geschick hatte er Mittel erfunden, seine Mühl? weit zweckmäßiger einzurichtcn, wie es hier Sitte war und zufällig hatte er einige Kenntnisse der Holzbchandlung au° den großen Schiffswerften und Holzlagern seines Vaterlandes mitgebracht. — Die nordischen Arbeiter hatten über den Dänen gespottet, der alle Weisheit in seiner Tasche haben wollte, jetzt sahen sie mit halbgläubiger Verwunderung, daß wirklich sich der Block der Säge cntgegenschieben konnte, daß olles sich mit einigen Drehbolzcn und Zapfen weit leichter Indien begangen haben. Tie schlechte Verwaltung Englands in Indien ziehe jährlich 167 Millionen Dollar aus dem Lande. Morning Post meldet aus Kalkutta: Neun Bataillone englischer Territorial-Jnfantcrie und elf Batterien sind am 9. November in Bombay eingetrofsen, Nationaltidcnde veröffentlicht folgendes Telegramm aus Bombay: „Als der englische Major Anderson sein Regiment nach Europa cinschifien wollte, wurde er von einein fanatischen Scpoy überfallen, der ihn init dein Bajonett durchbohrte und tötete. Der Mörder wurde sofort e r - schossen. Ncvolutionäre Umlriebr in Rußland. Nach der Wiener Korrespondenz Rundschau gilt es als erwiesen, daß die russische sozialrevolutionärc Zeutralorganisation, deren Tätigkeit durch den Kriegszustand äußerlich lahmgclrgt war, in Wirklichkeit eine ungemein intensive Propaganda gegen die Regierung und den Krieg entfaltet, wobei sie Mittel und Wege gefunden habe, ihren Einfluß auch im Kaukasus und in Finnland auszuüben. In Petersburg, Moskau, Riga und Kiew hat die Polizei geheim? Waffen- und Munitionsmagazme entdeckt,, von denen ans Wosscnschmnggel in kaukasische und siunischc Gebiete betrieben wird. Es schweben bereits mehrere Gcheimprozesse gegen das sozialrevolutionärc Komitee vor Ausnahmegerichten, doch dürfen die Blätter hierüber nichts verösscntlichen. Die Pariser Presse gegen die Zensur. In Pariser Zeitungen voni Sonntag befindet sich, wie die Franks. Ztg. meldet, eine Protesterklärung des Aus- ichusses der französischen Presse gegen die Zensurbchördc. Es wird darin verlangt, daß die Zensur sich auf militärisch? und diplomatische Nachrichten beschränkt und im übrigen den Zeitungen die Freiheit läßt, offen ihre Meinung zu äußern. Tie Erklärung hebt hervor, daß die Zensur täglich eine große Zahl von Zeitungsartikeln, die weder militärische, noch diplomatische Geheimnisse berühren, unterdrückt, und erhebt dagegen energischen Einspruch. Sozialistische Kritik an französischer Justiz. Gustave H e r v e kritisiert in einem Leitartikel seines Blattes Gncrre sociale die Verurteilung von neun deutsche» Militärärzten und Sanitätsunterosfizieren, die wegen angeblichen Diebstahls von Wein, Likör und Champagner sowie wegen Entwendung einer Milchkuh u»d eines Fahrrades vom Pariser Kriegsgericht zu Gefängnisstrafen von l! Monaten bis zu 2 Jahren verurteilt worden sind. Herve hält die Erklärung der Angeklagten, datz die angeblich gestohlenen Tachen in Wirklichkeit für deutsche und sranzöstsche Verwundete requiriert worden waren, für durchaus glaubwürdig und schließt mit de» Worten: „Toi! ich offen meine Ansicht äußern und zwar in einer so milden Form, daß die Zensur daran keinen Anstoß nimmt? Im Interesse von Frankreichs gutem Ruf hätte ich gewünscht, daß dieser Prozeß nicht stattsände." Auch die Humanste protestiert gegen das Urteil. Diese schreibt wörtlich: „Es lag kein richtiger Beweis sllr die Schuld der Angeklagten vor. Es wäre eine hübsche Lehre für die „Barbaren" gewesen, wcnn die Angeklagten im Namen des französischen Volkes, d. h. des Rechts sreigesprochen worden wären." Den nächste» Satz hat die Zensur entfernt. Nene fünf Milliarden deutscher Kriegskredit. Berlin, 24. Nov. (W. B. Nichtcmstlich.) Durch den dem Ncichskag nunmehr zugegangcnen Entwurf des Gesetzes betreffend die Feststellung des zweiten Nachtrages zuni Reich shaushaltsetat für das Rechnungsjahr 1914 wird der Reichskanzler ermächtigt, zur Bestreitung ein- maliger Ausgaben abermals eine Summe von fünf Milliarden Mark im Wege des Kredits flüssig zu machen. — Ferner wird der Reichskanzler ermächtigt, zur vorübergchen- den Verstärkung der ordentlichen Betriebsmittel der Reichs- hauptkasse über den im Etatsgesetz angegebenen Betrag hin- aus nach Bedarf Schatzanweisungen bis zur Höhe von 400 Millionen Mark auszugeben. In den Erläuterungen heißt cs, daß von dem neube- willigtcn Kredit ein Betrag bis zu 200 Millionen Mark nach näherer Bestimmung des Bundesrats bereitgestellt wird zur regieren lasse und mit einem gut gestellten Zahnrade inehr gehoben und gewendet werde, wie zwölf Männer vermöchten. Das war ein Erfolg, der Marstrand mit den freudigsten Hoffnungen erfüllte. Alle Proben fielen glücklich ans; p; halle den Kopf voller Entwürfe und wünschte, Helgestad wäre gleich zur Stelle, um sein Werk anzuschen. Jetzt fehlte nichts Bedeutendes mehr, denn was noch fehlte, schien überwunden. — Wie er so vor seiner Arbeit stand, sah er, was diese schon in den nächsten Jahren werden konnte, und als er durch die kleinen Täler ging, welche ihm gehörten, dachte er stolz daran, was sich dort schaffen ließ, wenn er sie mit fleißigen Slolonisten besetzte. Damals gerade wandertcn viele Finnländer von Osten her in das menschenleere Land und brachten ihre Liebe zun: Ackerbau und ihre rastlose Tätigkeit mit. In Nordland war der Versuch gemacht worden, Kolonien in öden Gegenden zu gründen, welche bald sich dankbar lohnend erwiesen und Olaf wollte solche Kolonisten herbeischaffen, d>e nach seiner Meinung hier die besten Plätzchen in ganz Finnmarken fänden. Mit solchen Hoffnungen kehrte der junge Ansiedler, nach- dem eine Woche vergangen war, von seinem Spaziergänge zurück und höher schlug sein Herz, als er vor seiner Tür schon in der Ferne eine kleine Karawane erblickte, die soeben dort anlangte. Er erblickte Helgestad, Paul Pctersen, welcher Olaf die Hand schüttelte, und den ungeschlachten Egede, der bei den Pferden stand und seinen Hut zur Bewillkommnung mit einem weithallendcn Hurra schwenkte. Marstrand eilte, datz er zu seinen Gästen kam. Mit herzlichen Grüßen hieß er sie willkommen und in seiner Freude nahm er keinen aus, selbst den Schreiber nicht, der sich hastig umwandte, nm sein Gesicht ernsthaft zu erhalten, „Schön ist es, Herr Helgestad, und ich dank' Euch herzlich dafür, daß Ihr cs so bald wahr macht und mich am Bals- sjord aussucht," rief Marstrand. „Setzt Euch, ich will sehen was ich im Hause habe. Mittag ist lange vorüber, aber waS die Speisekammer hat, soll herausgcholt werden." Gewährung von Wochcnbeihilfcn während des Krieges zur Unterstützung von Gemeinden oder Gemeindeverbanh. auf dem Gebiete der Kricgswohlfahrtspflege. insbcfonbct der ErwcrbSlosenfürsorge und der die gesetzlichen Mindn- (ätze übersteigenden Unterstützung von Familien in ^ Dienst eingetretencr Mannschaften. Ter Nculralitätsbruch Belgiens. Eine Sonderbeilage der Nordd. Nllgcm. Zeitung L öffentlich! unter obiger Ucberschrift eine Reihe faffi’nilicrti Schriftstücke, zum Beweise dafür, daß zwischen Belgien ^ England. längst militärische Abmachnnge» bestanden, des vpitzc sich ausschließlich gegen Deutschland richtete, x, bcsonderemJnteressc sind die Anfzeichnungön über eine Ut,, rcdnng, die zwischen dem englischen Militärattache in Brlii, Oberstleutnant B r i d g e s , und dem belgischen Geiu^ stabSchef, General I u n g b l n t h, im Jahre 1912 statt^j r> Schriftstück lautet: aui-flcipiufc „Vertraulich. Ter englische Militärattache hat den Wuusch den General Iungbluth zu sehen. Tie Herren 23. April Betroffen. Der Oberstleutnant hat dem General gesagt, daß En, imstande sei, eine Sinn« auf den .Kontinent zu schicken, die 8 Divisionen Infanterie und ans 8 Brigaden Kavallerie —4 L r«6 haben Mi Tii* »uzi bestehe. Jnselrcich England habe außey ge ;u verteidigen. Alles |ipi W ufimbn i«»: " iiDciM titmäi gesamt auS 160 000 Mann alles Notwendige, um sein Tie englische Regierung hätte während der letzte» Ereip? fo« m unmittelbar eine Landung bei uns vorgenommcn, selbst nc I,ebei« wir keine Hilfe vcrlanat hätte». nii Ter General hat eingewandt, daß dazu unsere Zustimi» tc notwendig sei. Der Militärattache hat geantwortet, daß er das- miste, B (-jes A da wir nicht imstande seien, öic Deutsche» abznhalte», durch « imüi 3 Land zu marschiere», so hätte England seine Truppen in Bch, m h auf jeden Fall gelandet. Was de» Ort der Landung anlangt, so hat sich der RIHtschlnD attache darüber nicht deutlich ausgesprochen: er ha« gesagt, l, Awer die Küste ziemlich lang sei, aber der General weiß, daß IfUnt. 1 Bridges während der Ostcrfeicrtagc von Ostende auS lägl t Besuche in Zeebrügge gemacht hat. Iil-inm Der General hat hinzugesllgt, daß wir übrigens vollloan j imnt in der Lage seien, die Deutsche» zu hindern, durch Belgier ß- • marschieren." T» Die Nordd Allgem. Ztg. bemerkt dazu: ls, ms „Oier ist es direkt ausgesprochen, daß die englische Regie, 3 die Absicht hatte, im Falle eines deutsch-sranzösischcn Krieges hEsai s 0 r t mit ihren Truppen in Belgien einzurücke», also , schütze' belgische Neutralität zu verletzen und gerade das zu >»»,: »nt jaii sie, als ihr Deutschland in berechtigter Notwehr darin H «i, z v 0 r k a m , als V v r w a n d benutzt hat, nm D e u t s ch l a »b I z n erklären. Mit einem b e i s p i e l l 0 s c » 31« ~ Krieg .............. •......... , m 11 s hat ferner die englische Regierung die Verletzung der d AI scheu Neutralität durch Deutschland dazu verwertet, um i n I Seil fi ganze» Welt gegen uns Stimmung zu machen«sin, z sich als den Protektor der kleinen und schwachen Mächte m» hatin, spielen. Was aber die belgische Negierung betrisst, so wärtlei str ihre Pflicht gewesen, nicht nur mit der größten Eittscknedekchkg, die englischen Insinuationen z u r ü ck z u w e i s e n, sonder» tchwrii,» mußte auch die übrigen Tignatarmächte des Londoner Proli »rmüftnli von 1849, insbesondere aber die deutsche Regierung, aus die l»l KSnlidjer holten englische» Versuche Hinweisen, sie z» einer Verletzung |arfte, ihr als neutraler Macht obliegende» Pslichte» zu v c r leI» uin^. ic belgische Regierung hat das nicht getan. Tic bat j zwar flir berechtigt und verpflichtet gehalten, gegen die ihr a lich bekannte Absicht eines deutschen Einmatsches in B,' paß j militärische Abwehrmaßiiahmen im Einvernehmen mit dem «^3 lischen Gcncralstab zu treffen. Sie hat aber niemals il_ • nur den geringsten Versuch gemacht, im frr r, ™ nehmen mit der dcutsche» Regierung oder mit den zuM Stellen in Deutschland Vorkehiungen auch gegen die k«»iberd tualität eines französisch-englischen E «die Aj sch cs in Belgien zu treffen, trotzdem sie von den in dieser l, ... sicht bestehende» Absichten der Ententemächte, wie das ausgesui r ™ ut l Material beweist, genau unterrichtet war. Die belgische Rcaii war somit von vornherein entschlossen, sich den Feinden It lande anzuschlicßen und mit ihnen gemeinsame Sache zu « Ta es zu dem Verlcunidungssystem unserer Gegner gchör bequeme Tatsache» einfach abzuleugnen, so hat die Kaiscrlilb gicrung die vorstehend erwähnten Tchrislstllckc faksimi der Oesscntlichkeit übergeben und zur .Kenntnis der Ais u u gen der neutralen Staaten bringen lasten." Die freien Gewerkschaften an die bayeri! Regierung. Tie Vertreter der freie» Gewerkschaften Bayerns habe» t bayerische Gesaml-Staalsiniuisterium folgende Eingabe gen „Während zehntauscnde von Mttgltedcrn der frcieu 8 ; I... „Ruh!" rief Helgestad ihm nach, „wird wenig gcnui! Ist Olaf dabei mager geworden. Denke ja, ist's niÄ Mit seiner Witzelei verband er einen Schlag a Tckyllter des Itordländcrs, der in Wahrheit nragcre faltiger aussah, wie in früherer Zeit am Lyngenfjor keine Lust zu haben schien, in das Gelächter cinzusligu „Bewahr' uns!" rief der 5taufmann, „siehst so saubi wie eine unreife Gurke in Jldas Topf. Bring' dir von ihr wie von allen und laß dich nicht länger hier schmale Brocken gibt. Hat Jlda eine tiefe Sehnsuck ihrem Llc; wird nicht ruhen und rasten mit frischen und süßen Hafersuppen, bis er wieder voll und dick in Rock steht." „Wenn sie das kann," sagte Olaf, „so mag sie 01 die Probe machen." Helgestad zog den Finger über seine Nase und i listigen Blicken nach denl Schreiber hin, der fretlid genug war. — „Ruht" schrie er dann, „könnte der i> Fett gebraten werden, das von den Losoöen kommt, dennoch nichts an seinen Rippen und Backen sitzen Ist eine andere Sache mit dir, Ole. Bist aus di Stofs gemacht; hast junges, festes Fleisch wie ein H"! war dein Gesicht immer ein wohlgefälliges, das die 3 zum Seufzen brachte." Helgestad wlißte, daß er die beiden Männer und er ergötzte sich heimlich eben so sehr an Pauls vc Lustigkeit, wie au Olafs sinstereni Brummen. Er und betrachtete sie, bis er dein Nordländer zunickei fuhr: „Hast gehört, Ole. daß am Michaelstagc ^ Oerenäesgaard sein wird?" „Habe es gehört," war die Antwort. „Kann Jlda die Zeit kaum erwarten," sagte H „Glaube es nicht," sagte Olaf, indem er sich " und sortgehen wollte. Helgestad hielt ihn fest, ohne von seinem -Zitze aut? (Fortsetzung folgt.) lftcit im Felde zur Verteidigung unserer Vaterlandes lamp,'en, iscnde gefallen oder verwundet ihr Blut vergaffen haben, viele lerer Mitglieder wegen persönlicher Tapferkeit vor dem Feinde t dem «i fernen Kreuz ausgezeichnet worden find, hält das lerischc Staatsministcrium noch immer jenen bekannten Re- r S aufrecht, der sich gegen die freien Gewerkschaften und gegen Sozialdemokratie richtet. Unseie Mitglieder find gerufen, das terland zu verteidigen, und sie erfüllen diese Pflicht mit der eichen Aufopferung wie die Angehörigen aller anderen Par- en und Verbände. «ei der Mobilmachung, die so hohe >f«i>erungen an das gesamte Personal der VerkehrSanstalten Ute, habe» sich die Mitglieder des Süddeutschen Eisen- h n e r v e r b a n d e S und die der freienGewerkschaflen anPflicht- rr von niemanden übertreffc» laffen: selbst der Herr «er- hrS minister hat in einem öffentliche» Tankschreiben aner- mt, daß das gesamte Personal in mustergültiger Weise seine verc Pflicht erfüllt hat. Durch die T a t ist also in der Stunde Gefahr erwiesen. daß voller Verlas, aus die Angehörigen der ien Verbände ist. Durch den Einfluß einer großen poiitischei, rtei in Bayern ist der Revers entstanden. Die mafigebenden illen wurde» in den Glauben versetzt, die Angehörigen der ,en Gewerkschaften würden in der Stunde der Gefahr gegen die erländischen Fntereffcn arbeiten. Alle diese Befürchtungen en sich nun als völlig grundlos erwiesen. Dennoch wird Revers ausrechterhaltcn. Roch immer mutet man bei der Ein- lung in die Betriebe der Verkehrsanstalten unseren Mitgliedern e Berzichterklärung aus ihre Organisation zu. Das wird in der igen schweren Zeit als besonders demütigend und erbitternd ofundcn! Anders sind die preußischen Behörden ver- ren: Mt« großer Ke»ugtuung wurde überall begrüßt, daß die her getroffenen besonderen Maßnahmen gegen Angehörige der aldemokratischen Partei und der freieu Gewerkschasten mit sbruch des Krieges beseitigt wurden Ais durch die Tat bc- sen werden konnte, daß die BcrauSsetzungcn zu einer AuS- >mcbehaiidlung unserer Gesinnungvgcnoffcn und VerbandSmit- der nicht zutrcfsen, stellten die preußischen und auch die Beden der übrigen Bundesstaaten die notwendige gleiche itsbürgcrlichc Behandlung her. So erhoffen auch wir ein che» Vorgehen in Bayern. Daß der bekannte Revers aus lerlei Tatsachen sich stützen konnte, war schon vor AuSbruch des eges bewiesen. Er ist lediglich entstanden aus den besonderen krischen Parleiverhälttiiffen. die aber in dieser ernsten Zeit nicht schlaggebend sein dürfen. Wir konnten deshalb annehmcii, daß Revers fallen werde. Leider ist das bis jetzt nicht gehen. Deshalb sehen wir uns veranlaßt, mit dieser Eingabe ,mals einen dringenden Appell an das gesamte bayerische atSmiuisterium zu richten, durch Aushebung des von der SS«» »Verwaltung eingesiihitcn Reverses jenen Ausnahmezustand zu ittgen, der gerade jetzt, wo die gesamte deutsche Ratio» einig ij geschloffen das Vaterland verteidigt, die Gcsllhic der Arbeiterin » ■ ft aus daS äußerste verletzen muß. Der Herr Minifter- W » ch ffdent Dr. Graf v. Bertling hat wiederholt in der Abge- ii ünip, inetenkauimer erklärt, das KoajiiionSrecht der Arbeiter wahren ilkii.iM schützen zu wollen, von ihm erwarten wir besonders, daß er en ganzen Einfluß im Ministerium einfetzen möge, um r e ft - > alle Ausnahmebestimmungen zu beseitigen, die bisher nnge- «erweise noch aufrechterhalten sind." Aushebung der p,rsöuliä,eu Freiheit. Weil fie die Schanzenarbeiten vcrlaffen haben, zu denen sic sich freie Arbeiter gemeldet und die sie vertraglich aus sich genom- hatten, verhängte der Stadtkommandant in Breslau über ei Arbeiter ohne Gerichtsverhandlung je 3 chen Arrest, vollstreckbar innerhalb 24 Stunden! Die chtvollkommenheit zur Verhängung und Vollstreckung dieser ewöhnlichen Strafe leitet sich offenbar aus der Aufhebung der önlichen Freiheit her, wie sie feit Verkündung des v e r - ärften Belagerungszustandes in Breslau ver- wurde. Maßnahmen gegen die Cholera. Tab in Rußland die Cholera herrscht und auch auf die Aschen Truppen übergegriffcn Iiat, ist bekannt. Cs besteht er im Zusammenhang mit den kriegerischen Ereignissen Russisch-Polen die Gefahr einer Verschleppung der Krarik- über die Grenzen. Zur Beunruhigung liegt deshalb aber, die Schlesische Zeitung schreibt, kein Anlatz vor, denn es !> natürlich alle ersorderlickchn Matznahinen getroffen, um etwaiges Auftreten der Krankheit im Keime zu ersticken, |> eine Verbreitung unmöglich zu machen, wie ja die Beden von Beginn des Krieges an den gerade Rußland enüber gebotenen Senchenschuß nie autzer acht gelassen l'en. Vorsicht ist aber geboten, namentlich für Obec- esien, wo eine Einichleppung durch galizische Fuhrleute, bei den österreichischen Verpflcgungskolonnen eingestellt |>. stattgcfunden hat. Je einer dieser Fuhrleute ist in berun und in Tichau, Kreis Pletz, an Cbolcra gestorben, unterliegt keinem Zweifel, datz behördlich alles getan ! 'd. da- in solchen Fallen erforderlich ist. Tie Bet'ölkerung 14st über mutz vorsichtig seui. und deshalb ist sic vor jedem Heren Verkehr mit den österreichischen Fuhrleuten gewarnt rden. Tie Beschießung von Leebrüggc. Sie in der holländischen Presse verzeichnetcn Gerüchte, si di, Deutschen aus Sccbrügge eine Bans für die 'erationen gegen England machten und datz bereits Unterboote dorthin gebracht worden seien, sind, wie man liie- >ubt. Anlaß dazu, datz die Engländer versuchen, die dortigen ifenonlaoen zu vernichten. lieber das gestrige Bombardement meldet der Korrespondent .Saasbode in Sluis: Eine schreckliche Kanonade. so schwer, wie " sie hier noch niemals seit AuSbruch der Feindseligkeiten ver- '"«cn Hai. machte Fenster erzittern und Türen aufspringen. t> körte man wiederholte Erplosionen, deren Donner noch I irere Sekunden lan» anhiclt. Es ivurdc mir gestattet, einen e>» zu besteigen, aus dem sich auch die Militärbehörden in Sluis iiide», Rechts vom Turm, der «ine Viertelstunde von Knocke ernt, in Richtung Scebrügge steht, sah man aus dem grauen der die Suite unsichtbar machte, wiederholt belle Flammen ben. Dann und wann ichien cs. als ob Feucrbällc landein tö flögen. Personen, die gut mit der Lage der Orte an der >e bekannt sind sagten, daß ohne Zweifel Sccbrügge in Brand hoffen sei. Plötzlich schoß eine gewaltige Fcucrsäulc noch in die *■ Ein Gasbehälter war erplodicrl. Gegen den rote» Binter- nd der lodernden Flammen sah man die dunkle Silhouette eincs >w vorgestrcckten Gebäudes. Ein Einwohner von Scebrligge er- es als hie Koksiabrik vo» Rombach, in deren unmittelbarer Hk Gas. vnd Benzintanks stehe». Rumänische Neutralität. ' V .B- »»kareft, 25. Rov. lRnhtamtlnsts Die organisierten Ar- r Metren eine Versammlung ab. m der mit aller Eiitschicdcnhett sl,0» Sriegc-treibevc-ien sowie gegen den ?Ieriuch der Bildung 'ogenamiten national«» Regierung Verwahrung erngelegt und S°n^ nach Ausrcchterhaltung des Friedens und der Rruirali- «usgc,pr»chen u>,„de — Proseffor Parva», der Vizcpräfidcnl elentriUkomjtees der Kulturliga hielt gestern im Athncäum einen rragdber Ukrieqarische Vorbereitungen für naiivnale Einigung", sprach die Ansicht aus. daß «Rumänien diese Vorbereitung noch "rvücht habe. Alle, di« den Krieg wollten, seien Verbrecher. kriftenz des Staate«- gesährdcu wollten. Sie seien Charge, die unbewußt fremden Jntereffen dienten. 18 . SfanJ itiits leig,,. ibenl eint ■ inj] n (d abtn i baii k in, - llili, ibi mi in. y teu l», , lildsl ! 3uhn as »lt n, dint «Bj S bei S at gdu Ü »g i a«M na voll, rtb W| .;u ln ihr Iwi ichl-i »f c n 3 i yung bn 1, n !> mett , s« * MM >, im* eiid fn afbid Stil««, . ntli 5it *1 i bu*i fif* •») mit * 1 i e in alt J l, i* di« ^1 ii HM « *;| i i« Ml da- au’ll l«i(* k. Jcinb«,j afKs <,» ,( Sai'4 fali'j i«b«l ; laßG | ibab m»;. (ititfj Dem??*] . üt’b 1 ►it ■ Ln»gk" einb 11 ® Irinü pit! d« , „<> iei> ft\ tat »ofj pic n'p | nin^ der f jt§t39 £ '« i** Bevorstehendes Eingreifen Bnlgarittts? Köln, 25. ?!ov. Der Kölnischen Zeitung zufolge wird ein Eingreifen Bulgariens als unmittelbar bevorstehend bc zeichnet. Das osfiziöse bulgarische Blatt Kambaua schreibt: Vir sind vollkommeu cntschlvffen, daS ganze Mazedonien bis Z»m Fluffe Biftrida zu besetzen. Von der Türkei haben wir nichts zu vcrlaugrn, und mit ffinmätiir» könnt» wir in Friede» leben. Es liegt in unserem eigenen Jntereffe, dan ein starkes Rumänien zwischen uns und dem russischen Büre., liegt. Unser eiuzigrr Zweck ist die Vernichtung Serbiens und Griechenlands. T>irchsckin,id«ng ein,» englischen Kabel». Kristiania, 25. Rov. Wie aus London gemeldet wird, bat der Gouverneur von Zamaika gemeldet, daß da« «adcl von den Deutschen bei Kriegsausbruch durchschnitten worden ist. Man hätte anfangs angenommen, ein Erdbeben am •'!. August sei an der Zerstörung schuld E» hätte sich oder jetzt herausgestell«, daß das Kabel durchschnitten worden sei. Hefien und Nachbargebiete. Aietzen un» Umgebung. — Zu den Kartosselpreisrn. Bei der Konferenz, die vor kurzeni in Darm stobt wegen Festsetzung der Kartossrl- Höchstpreise tagte und wo ickstietzlich der Höchstpreis ans 6>ü Mark, üxitcr auf 7 Mk. pro Malier festgesetzt wurde, vertrat Oberbürgermeister Keller gegenüber den Vertretern der Landwirtschaft den Standpunkt, datz der von isim festgesetzte Preis von 6 Mk. für den Malter durchaus den Ernteergebnissen entspreckie. Datz dies richtig war, beweist jetzt die Festsetzung durch das Reich, da? den Preis für beste Speiiekartofseln aus 6,10 Mk. pro Doppelzentner normierte. Ter Oberbürgermeister blieb aber mit seiner Ansicht in der Minderheit und so kam ein höherer Preis heraus. In der Tat werden die Kartoffeln im Hinblick auf die Ernte und im Verhältnis zu früheren Jahren viel zu teuer bezahlt. Gegen die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe. Die von der Hessischen Handwerkskammer zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Baugewerbe geführten Verhandlungen mit der Eisenbahndirektion haben dahin geführt, daß bereits in den nächsten Togen eine grohe Zahl von Bauten aller Art, über den hessischen Kammerbezirk zerstreut, zur Ausschreibung ge- langt. Bei den hierüber gepflogenen Beratungen ist versichert worden, datz von jeglicher Vergebung an Generalunler- nehmer abgesehen und die Arbeiten soweit als irgend möglich direkt an die einzelnen .tzandwerkszweige gegeben werden sollen: auch werden die Lieferungstcnnine günstig festgesetzt und es soll breite Verteilung der Arbeiten stattfinden. Ter Eisriibahndirektion erwächst hierdurch wesentlich mehr Arbeit, aber sie ist dem Wunsche der Handwerkskammer, den Handwerkern weitest entgegen zu kommen, in anerkennenswerter Weise bereitwilligst gefolgt. Für die Wintcriiionate wird hierdurch dem Baugewerbe, Meistern und Gesellen willkommene Arbeitsgelegenheit versckiaift. „Ties, tief bellageiisioert". Unlautere Manipulalwne.: bei Lieferung von Militarleder sollen nach der Lederindustrie den Staat schädigen, doch will das Blatt aus purem Patriotismus davon Abstand nehmen, jetzt die ihm bekannten Tatsachen auizudecken. In ihrer Ausgabe vom vorigen Samstag schreibt die Lederindustrie nämlich u. a. folgendes: WaS spielen siih für Dinge auf dem Lcdermarkic ab! Unser patriotisches Empsinden verbietet es uns, jetzt in dieser schweren Stimde ans diese Vorgänge näher rinzugchcn. Wir legen da» uns zur Verfügung gestellte Material für die Zukunft zurück. Zwischen die kausenden Acmtcr und hie Produzenten bezw. Großhändler haben sich Eleinente „geschoben", die dem Vater- lande Lasten ausbürden, die unbedingt vermieden werden müßten. Man sieht in dem Vorgehen zahlreicher Stellen, auch solcher, die den Gkwcrbcvcreinigiingen zugeicilt sind, Transaktionen, die nicht die Spur einer Organisation erkennen laffen. Es wird anscheinend mit belondcrm Eifer daran gearbeitet, so unkaus- männisch wie möglich vorzugehcn. Ties, lief beklagenswert find dir Zustände, die sich hier herausgebilbei haben. Wir meinen, datz. wenn die Tinge so liegen, die patriotische Pflicht es der Lederindustrie gebieten mutzte, zu reden, und zwar an zuständiger Stelle, und falls das nicht helfen sollte, dann laut und deutlich vor aller Oeffentlichkeit. Hoffentlich werden die militärischen Behörden die Lederindustrie zwingen, mit ihrem Wilsen herauszurücken. Schonung ist schon deshalb nicht am Platze, weil überhaupt der Ledcr- markt seit einiger Zeit von einer wüsten Spekulation bc- berrickt wird. Es sind Ledersorten um 2T>, 50, sogar um 150 Prozent gestiegen. Tas sind wucherische Preistreibereien, die keine Berechtigung haben, auch wenn das Leder jetzt knapper ist als in Friedcuszciten. Gefallene des Gicstener Regiments: Wchrmann Peter Baiser aus Hattenrod. — Unteroff. Friedrich Klinket aus Lollar. — Reservist Anton Fahrer aus Wetzlar. — Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten: Gardist Konrad Grün aus Kesselbach, Inf.-Reg. Nr. 115. — Gardist Heinrich Podenbender aus Treis a. d. L-. Jnf.-Reg. Nr. 115. — Ofsiz.-Stellocrtr. Adalbert E ck ans Gietzen. — Ein blühenbes Geschäft hat jetzt die Akiiengesellschaft Friedr. Krupp in Esten. Sic zahlt zwar sür das abgelauscnc GcschäslS- iahr „nur" 12 Prozent Twibcnde statt 14 im Vorjahre, aber cs gehl sonst immer noch. Ter Reingewinn beträgt N,!> Millionen Mart si. V. -KI,»), wozu noch der Vortrag aus dem Vorjahre mit 6,9 Mill Mark hinzntritt E.- wurde belchloffen, außer der vorgkschriebciie» Zuweisung an die gesetzliche Rücklage einen Betrag van 2 Mill. Mark an die Sonderrücklagc zu Überweisen. Ferner wurde bc- schlosicn, dem Ardeitcrurlaudsionds 2 2>iiUioiicn Mark, der Ar- beitervenfionSkoffc 1 Million Mark zuzuwcnden und für Kricgs- beihilscn und dergleichen 3 Millionen Mark zur Beifügung zu stellen. Wetter beschäftiale sich der Aussichtsrat mit einem Anträge des Tirektoriums aui Eehödung des zurieit t^i Millionen Mark beiragenbtn Akticakapiials Bestimmend sür diesen Vorschlag war, wie mitgeteilt wird, unter anderem, daß in letzter Zeit die Betriebsmittel der Firma in starkem Maße durch immobile Auiwendungen testgelegt worden sind. ES haben sowohl erhebliche Verbeffernnaen und Erweiterungen der Werkanlaac» wie auch bedeutende Erwerbungen von Grundeigentum, Kohlensclbern und dergleichen stattgesuiiden. Das Fmmobilienkonto übersteigt jetzt das Aftien- kavital einschließlich der Rücklagen um last 30 Millionen Mark, während sich diele beiden Posten im Vorjahre nach annähernd deckten. Ferner find die sonstigen Krebiwren von rund 70 Millionen Mark ans rund 108 Rillioueu Mark gestiegen. Während die Anzahlungen von rund 137 Millionen'aus 111 Milliouen Mark zurllcks gegangen sind. Dann kommen neuerdings die großen Anforderungen, die nach dem Kriegsausbruch an die Firma herantraten und Geld in einem Maße In Anspruch nehmen, wie e» heute noch nicht genau übersehe» werden kann. Unter diesen Umstände» Ineil auch der Aulsichlsrai eine beirachttiche Vermehrung des Geschäfts kapitale- der Firma sür geboten Diese soll in der Weise ersolge». daß das Atlicnkapiial um nominell 70 Millionen Mark, also von 1 > 0 Millionen Mark aus 250 Millionen 2>t a r k erhöht wird, und daß von den, muen «liienlapilal zunächst ein Teil betrag von 35 Millionen Mark am 31. Dezember 1914 zur Ei» »ablniifl gelang,. Wie früher, so ivird auch dieser neue Aklien- lapilalbrirag vo» der Familie Krupp übernomuien werden. Fn dieser mächtige» Ausdehnung sprich, sich »ich, „ur der Wille aus, den ungelieuren Aiisardcruiigc» dieses Kriege»- in jeder Beziehung qercchi zu werden, soiiderii — schreibt dir Vossijchc Zeitung — sie zeugt auch von einer uuerschüttcrlichen Zuversicht aus die Zulunst der deutsche» 'Monianiudustrir »am Beendigung des Krieges. Tanic Voß vergißt zu erwähnen, daß cs auch von de« guten Profite» zeugt, die die Wafsenprodutiion abiverscn Geireidcoorrais-Ermiltelung. Am 4. Dezember 10,4 sindct im Deulschcn Reich zum zweitenmal eine Ausuahine der Vorräte von Getreide und Erzcugniffen der Gclreidcinüllerci sür mkiischliche und tierische Ernährung statt. Sic soll die Vorräte insoweil ersoffen, als sie sich in der Rächt vom 30. Roveinbcr zum 1. Dezember in Gewahrsam der zur Angabe Verpslichielc» befunden haben. Die Zählung erstreckt sich „ich, aus gewöhnliche -»»»Haltungen, sondern mir auf besttmmie gewerbliche »nd alle landwirischasilichen Betriebe. Be, der Zählung am 1. Fuli d. 9. wurden nur sür dir Uber 5 Oeltar großen landwirtschasiliche» Betriebe Slngabe» verlang' Ein Eindringen in Einlommeiis- und Vermögensverhältniffe ist ausgeichloffen. Die Angaben iverden nur für Zwecke der amtliche» Statistik verwendet. Die Zähler baben die idiieii geinachicn Angabe» streng geheim zu halten. Die Aufnahme soll die Vorräte von Weizen. Spelz, Roggen, 2llenggetreidc und 2>kischsruchl. <>oser. Gerste, von Illclil aus Weizen und Spelz, einschließlich de» zur menschliche» Ernährung dienende» Schrot» und Schrolinehl». Roggenmehl, einschließlich de» zur iiieiischlicheii Ernährung dienenden 2Ioggcnschrvls und Roggenschrolmchls. audercu, ibebl lau, Gerste, l'afer, Mai» oder Mcnggctreidel erfaffe». — Die Erhebung erstreckt sich auf folgende Betriebe: 1. SlUc landwirtschaftlichen Betriebe. 2. Gewerbliche Betriebe: Getreide-, 2>Iahl- und Schälmühle»: Bäckereien. Kondilarcien: Riidclfabriken: Rähriiiittclsabrikcn: Stärkefabriken: Mälzereien: Meiereien, Molkerelen mit eigenem Vichstand: Mästereien und Züchlcreien ohne landwirlschaftlicheii Betrieb: Brancreicn: Branniwcinbreiincreikn: Hefcsabrike» usw. 3. l'andelsbctricbe: Wandel mit Getreide »nd Mühlensabri- kate», -ülsenfriichten, Furage, Futter, Kolonialwaren: Konsum vereine: Warenhäuser: Geireldchallcn und Lagerhäuser: Bandet mit Schlacht- und Nutzvieh: Pferbehaiidcl nsw. 4. VerlehrSbetriebe: Kaiiimunal- und Privaltiseiibahiibrlriebc ■ Personen- und Frachisuhrgeschäsie einschließlich Ouiiiihusbetricbe: Straßenbahnbetricbe: Slnssvaiiiiwirlschaften; Gasthäuser: Spedition : Slbsuhranstallen: Reltinftitute: Schlssahrlsbetriebe usw. Um den Zählern, welche bei der Zählung die Angabeii in die Zähllifte einzutragen habe», richtige Antwort geben zu können, werden die Bclricbsiiihaber oder deren Slellvertreler dringend ersucht, ihre Siorrate au Getreide und 2>keh> kurz var dem t. Dezember zu überschlagen. Wer die au ihn gerichteten Frage» wiffenllich wahr- heilSwidrig beantwortet oder sich weigert, sie zu beaniworlc», setzt sich großen llnannrhlnlichkeitkn aus, gegebeiic» Fall» einer Geid- straje bi» zu 3000 Mk. oder im tliivermügenssallc einer Gesäug»is- strasc bis zu 0 Monaten. lieber russische Perhäliniffe finbcn sich i» einem Feldpostbriefe eines LandwehrmanneS au« Wißmar au eine» Gießeiier Partciqeiioffcn salgcude SZeincrtungcii, die von allgrmeiiiein Futei- rffc sind. Der Mann schreibt u. a.: Sind ba» armselige HUltc» hier auf dem Lande und i„ der Stadt sind sic auch nicht bester. Welches Elend sprich! daraus! Die Bütten find zu», größten Teile aus Bolz, nur der Schornstein nicht. Ein Balten liegt auf dem andern und wa Löcher oder Ritzen sind, werben sie mit Erde zuge ichinierl. Fetzt, wo es kalt wird, werde» die Wände mit Karioflci- stcngcl, kaiiuciinadel» und Moos bekleidet. Slei bessere» Leuten ist der Fußboden gedielt, bei den ärmeren aber nicht, die sporen dabei auch das Sliisputzcn. 3AeistenS hält sich alles in einem Raum auf, Hühner, Gänse »nd anderes Vieh ist durch eine leichte Wand von der „Wohiiiiiig" getrennt, scdaß diese sehr angeiichin riecht,' um - dem Palakcn aber nichts ausmacht. — Die P s a f s c n habe» hier auch noch eine goidnc Zeit: die Leulc fallen morgens und abends anf die Kniee und beten Viertelstunde»!»»» Dabei rönnen sie sich nicht halb satt effen, haben kaum trocken Brot »nd Kartoflelsnpp, Meistens können die Leine »>chi lese» und nicht schreiben, da>- tönnen nur die «Pfaffen und die Fuden und beide nütze» das weidlich ans. Die Kirche» dagegen sind tadellos in der Reihe. Fch habe mehrere betrachtet, da herrscht großer LuzuS. Auch fein Kruzisir hat der Pole in Ordnung, in der Stube sowohl wie am Wege Weiler meinte der Lanbwehrmann, daß e« „och lange dauern iverdc. bis in jener Gegend der Sozialismus Wurzel faste und damit Hai er zweifellos recht. Denn auf je niedrigerer Knlttirstufe ei» Mensch steht, desto weniger wird er Bestrebungen zugänglich sein, die geistige Tätigkeit und Svaniikrafl erfordern. — Versendung der Weihnachispaletc Die Rkichspoftoerwailiiiig richtet auch i» diesem Fahr an das Pnblikui» das Ersuchen, n>it den Wrihnachtsscndiingc» bald zu beginne», damii die Pakelmaffen sich nicht in den lebten Togen vor dem Feste so sehr zusaiiiincndiängeii. Bei dem außerordenilichen Anschwellen des Verkchr» ist es nicht lunlich. die gewöhnlichen Brlörderungssriften cinzuhalten und namentlich aus weite Entscriiunacn eine Gewähr sür rechtzeitige Zustellung vor dem Wcihiiachisseste zu übernehmcn. wenn die Patetc erst am 22 Dezember oder »och später cingeliefcrt werden. Die Pakete sind dauerhast zu verpacke» und deutlich zn adressieren. Tic Pakctaufschrist muß sämtliche Slngaben der Pakei- korlc enthalten, also auch den Frankovermcrk, bei Paketen mit Post Nachnahme den SKlrag der Nachnahme sowie den Rainen und die Wohnung des Absenders, bei Eilpaketc» den Vermerk „durch Eilboten" usw., damit im Falle des Verlustes der Pakclkarie das Paket dem Empfänger ausgehändigi werden lan». Die Versendung mehrerer Pakete mit einer Paketkarte ist sür die Zeit vom 12. bis eiiischiicßlich 24. Dezember weder >m innere» deutsche» Verkehr noch im Verkehr mit dem Slusland gestatlet. Der Arüciier-Roliz-ltalender 1915 gelangt soeben zur Ausgabe Er ist i» seinem Fnhalt außerordentlich reichhaltig und vielseitig. Wie eS der Zeit entspricht, sind die Kriegs- und Milftärsragen in den Vordergrund gestellt. Tie durch de» Krieg berührten Rechtsfragen sind eingehend behandelt. Auch der de» allgemeinen Fnter- effcn gewidmete Fnhalt ist sehr reichhaltig. Der Kalender ist nicht nur sür jeden seinem Berus »achgchenden Arbeiter rin unentbehrliches Taschenbuch. Auch unsere im Felde stehenden Soldaicu werden ihn gewiß dankbar begrüßen und ihn als getreuen Ratgcbc, benutzen. Er sollte barnin auch recht slcißig zu WeihnachtSgclchenkeu tllr unsere Soldaten Verwendung finden. Der Preis beträgt gebunden 50 Pig. Vorrätig ist der Kalender in allen Voiksbuch- handlungcn, sowie direkt beim Verlag Buchhandlung Vorwärts Paul Singer G. m. b. B.. Berlin SW. >G. — Eine Kranke,itaffen-Assäre, di« vor längerer Zeit von i-.u Reichs verband u»d denen Presse zu Betzerci«,i gegen die SeLsi dcmokro'ie benutzt wurde, Hit jetzt ihren Abschluß gefunden. Dar Reichsoersichcriingsamt l»at durch eine Entscheidung iv, Falle „R u h j g" einer Treiberei «in Ende gemacht, di« von trübsten Quellen aus gegen die Gemeinsame Lrtekrankcnkaffe Erfurtin s'.eniert war und leider auch dabin geftrbrt hat, daß 0 Argeitelli, der sisemciniaml-i OrlSkrankenitaffe von der Eriurter Allgeme,,!«, Litakrankeiitasse nicht üb«r»->mmrn wurden. Die frühere Gemeoi same LriSkrwnscnkaffe für Erfurt entließ im Fahre 1911 zuotzua teil «assenaMtcnten Gustav Ruhig wegen einer Reihe Zinn Tc> schwerer dienstlicher Versehlungr». Die von Ruhst, be, dem -bcr- rrrsicherungäam! Erfurt angestrengte »läge wurde aussall«nbc> werke tim 20. Dezember 1013 zu sein«,, Suniten entschieden- (Segen Las Urteil legte die Gemeinsam« Ortskr»nkenkafle Revision beim .Reichsverlicheruiigsamt ein. Dieses hat am 10. November d. F, -sür Reckst erkannt: Unter Aufhebung der EntfcheibUM des könifll. prcuss, Ober- versichernngSamts in Erfurt vom 20. Dezember 1013 wird die Entlassung des Kaffe nomgestellten tSuftar Ruhig aus dem Dienste der Gemeinsamen Ortskranienkaffe in Erfurt vom 1. Oktober 1011 ab sür berechtigt erklärt. Damit ist der Prozess nach über dreijähriger Tauer letztinstanzlich entschieden, sttuhtg fand seinerzeit mit de» tollsten verdächtig»,,gen über die Zustände, die In der (Scmeinsame» Orts- krankentasse herrschen sollten, in weiten Kreisen tSlanben. Mit Borliebe verbreitete er, er sei aus seiner Stellung he raus ge - drängt ,v orden, weil er nicht Sozialdemokrat sei und die übrigen Angestellten zur sozialdemokratischen Partei gc- hürlen, Das war, wie festgestellt ist, eine grobe Unwahrheit. Iw Angaben des Herrn Ruhig über die Gemeinsame Ortskrankenkasse waren auch die Veranlassung, dass 0 Angestellte dieser Kasse von der Allgemeinen Ortskrankcnkaffe nicht übernommen wurden. Nunmehr ist endlich dieser jahrelang dauernde Streit, der sich an den Fall Ruhig knüpfte, von der obersten Instanz in einem Sinne entschieden worden, der die Per,voltungsorgane der früheren Gemeinsamen Ortskrankenkasse ,„ vollem Masse vor der Oeüentlich- keit rechtfertigt. Wir wollen den Verlauf diescr Angelegenheit unseren Lesern iticht vorenlhalteu, da sie Zt. von „nationalen" Blättern auch in unserer Gegend benutzt wurde, um nnferer Partei eins anzuhängen, — Bortrag. Wir machen nochmals auf den B o r t r a g des Herrn Professor Tr. König: „Die Verwendung der Naturkräfte i ,„ Kriege", der heute abend 8’,i Uhr in der neuen Aula der Universität stattfindet, ausmerksani. Der Ertrag ist zum Besten stir Hinterbliebene im Selbe gefallener Gießener bestimmt. — Beschlagnahme von Leder. Zn Frankfurt hat die Polizei dieser Tage eine Beschlagnahme von Leder in allen Gross- und Kleiuhandlungen vorgenainmen. F» Fackst reise» neigt man zu der Ansicht, dass diese Beschlagnahme auf eine irrtümliche Auslegung der vom Reicki« erlassenen Berovdnnng für die Beschlagnahme von .Häuten zurück,fusühren sei. — Bom Ttadttheater. Fn der Ausführung von Halbes „Stron," an, morgigen Freitag sind in den Hauptrollen beschäftigt die Da,neu Stettner und Frenze! und die Herren Direktor Stcingöttcr, Rotteck, Stein Hofer und Grosser. — Aus Kreisen der Soldaten und Pcrwundctcn ist schon häusig der Wunsch laut geworden, etwas heiteres sehen zu können. Tie Biihncnleitnng 1>at deshalb Sonntag nachmittag das bekannte harmlos liebenswürdige „Weihe Rössel" bei Nolkspreifen Wi Auf- fiihning angesetzl. te'ti striedberg-Biidingen. X Eine» Unfall erlitt der Lehrer Strack von Orleshaulen bei Büdingen an, Montag abend ans dem Wege von Düdelsheim nach seinen, Heimatsortc. Ans der dmtkcln Strasse wurde der alle Manu von einem Radfahrer, der ohne Laterne fuhr, umgesah- re« und erlitt einen Beinbruch, Es dauerte lange, bis ans sein Rufen Leute herbeikanicn und ihn nach Hanse fuhren. Er wäre erfroren, wenn er nicht bemerkt worden iväre. Kreis Wetzlar, u. Zur Knrtosskluot. Eine Mahnung desLand - r a t § an d i e Bauer». Der Landrat des Kreises Wetzlar lichtet als Direktor des landwirtschaftlichen Vereins folgende Mahnung an die Landwirte: „Immer stärker mehren sich die Klagen, dass die Landwirte mit dem Verkaufe ihrer Steteifei» in einer die geivohnlc Er »ährnng der Bevölkerung in Frage stellenden Weise z» r ii ck halt«». Mögen auch die Landwirt« mit Recht dara-us Bedacht nehmen, die iiir Biehfuttcr bestmamte Menge ihrer Kartoffelernte ctivas reichlicher zu bemessen als in anderen Fahren, da Kraftfutter schiver zu haben ist, der Landwirt jedoch möglichst viel Bieh anfziehen soll, so M doch n>ickst zu leugnen, dass die Annahme, später zu höheren als den scstgesctzten Höchstpreisen vcrtailsc» zu können, di« zurzeit geübte Zurückhaltung mit bestimmt. Die führenden Pcrsönsickzdclten in der deutschen Land- ivirtschast missbillige» diese auf Spekulation beruhende Zurückhaltung der' den eigeilen Bedarf des Landwirtes übersteigenden Kartosselvorrätc. Die diesjährige Kortosselernte war eine durch aus normale und reicht völlig zur Deckung des Fulandbedar ses Üin: auch sind d,e festgesetzten Höchstpreise reichlich bemessen. Mit Reckst wird daraus hingewiesen, dass in der heutigen ernsten Zeit alles vermieden werden muss, rv>rs unnötig Erbitterung zwischen den einzelnen Bcrnfsstäuden und Gegensätze zwisäg», Stadt und Land oder zwischen Erzeugern und Verbraucher» hcr» vorruscn kann. Fch halrc mich daher siir verpflichtet, an die Landwirte des Streifes die dringende Anssorberung zu sichten, die Versorgung der > sich tla-n dw i-s tscha stächen Haushaltungen des Kreises rittt Kartoffeln nicht länger anfzuhalken, vielmehr ohne Zögern alle entbchvlichc» Vorräte ziini Berkauf zu stelle», insbesondere auch an srvstsreien Lagen die Märkte der Stad! Wetzlar zu beschicken." Noch den bisherigen Erfohrungen wird won bezweifeln wiisje», dass die Mnhnnng Erfolg Hot. Wetzlar. K r re g&f ii r f o rfl c. Um vielfachen Wünschen durchfahrender Krieg»teilnehn,cr gerecht zu werden, sind Spenden vor, Wollsach.n, Strümpfen, Pnlswärincr usw, direkt an die Station des „Roten Kreuzes" aus dem hiesige» Bahnhof abzugeben cklach den viele» Beschwerden über die Beförderung durch di« Feldpost, glauben die Soldaieu, zrr spät i» den Besitz irgend welcher Spenden dieser' Art zu kommen. Tie Gegenoffensive der Russen aus der Richtung Warschau ist in der Gegend Lowicz-Storykow- B r z e z i n g gescheitert. Auch in der Gegend östlich von Czcn stoch an brachen sämtliche russischen Angrifse vor unserer Front zusammen. Die oberste Heeresleitung. Neue deutsche Angriffe? Amsterdam, 25. Nov. (W. Ii Nichtaintlich.) Dos Han- delsblad inclbct ous London: Das Daily Ehroniclc will aus Nordfrankrcich erfahren hoben, dass die englisch.französischen Armeen seit ochtundvierzig Stunden von den Deutschen mit 'starker Mackst an der Front von Ackern dis Lonibartzyde angegriffen werden. Die Schlacht gleiche in ihrem Umfange und ihrer Intensität den Schlachten an der Marne und an der Äser. Die Deutschen hätten den Kampf mit grossen Verstärkungen und neue» Kanonen begonnen. Die französisch? -und die britische Armee handelten in direkter Kooperation Tie schwersten Geschütze seien in Aktion. Die englische Artillerie habe bisher jede Bewegung der Deutschen scheitern lassen. Nach der Gazctta dek Pcpolo beschietzen die Deutschen seit dem st. November täglich sechs Stunden Bethune. Di? Bevölkerung flüchtet. Die Schlucht in Polen. 29 00V rnsftschc Gefangene. Wien, 25. Nov. (W. B.) Amtlich wird verlautbart: 25. November. Das gewaltige Ringen in Russisch Polen dauert fort. Bisher machten unsere Truppe» in diescr Schlacht 29 000 Gefangene und erbeuteten 49 Maschinengewehre sowie viel sonstiges Kriegsmaterial. Ter Stellvertreter des Chcss des Geuernlstabes: v. H ö f e r , Generalmajor. Erfolge gegen die Serben. Wie», 25. Nov. (IVB.) Pom südliche» Kriegssthan platz wird a »i t l i ch gemeldet: 25. November. Unsere Trup pen haben unter schwere» Kämpfen die vcrsumpstc Sl v l u barn Niederung übrschritte» und bereits überall int Au griff aus die östliche» Höhe» Raum gewonnen. Mehrere heftige Gegenangriffe der scindlichc» Reserve» wurden unter grosse» Pcrlustc» des Gegners abgewiesen. Zahlreiche Ge faiigcuc und Ileberlänscr. Südöstlich V a l j e w o habe» unsere Truppen die schneebedeckten Kämme des M a l j e n und S » v o b o r kämpfend überschritte». Dort wurden gestern »euerdings 10 Offiziere und über 900 Mann gefangen genommen und drei Maschineugcwchrc erbeutet. Der Krieg im Orient. Neuer türkischer Erfolg. Koustnntiiiopcl, 25. Nov. (W.B.) Amtlicher Bericht des Hauptquartiers: Tie Fortdauer des schlechten Wetters a» der kanlasische» Grenze hält sür de» Augenblick unsere Bewegungen in den gebirgigen Gegenden ans. Auch die Russen halte» ihre Greiizstellniige». - Unsere Truppe», die in der Gegend des Tschoruk cingedriinge» waren, haben einen nciie» Sieg davviigctragc». Sic haben Morgul besetzt und den Tschoruk i» der Nähe von Burtschikn passiert. Wir haben diese Stellung erobert und während dieser Bewegung mehrere Schucllfcucrgeschütze, eine Ambulanz mit allen, Zn beyör, zwei Antumubile, hundert Zugpferde und Artillerie »iniiitiail sowie eine Menge Dynamit erbeutet. Direktion! Hermai»! Lteingvetter Freitag, den 27. November abends 1t Uhr 3-Freitags - Abonn.- Vorstellung. Der Strom. Schauspiel in 3' Auszügen von Max Halbe. Ende 10'/, Uhr. Gew. Pr. ermäss, Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bei allen Vorstellunge,, aus 2. und 8. Parkett mir halbe Preise. Lamstag, 28. November >914 nachm. 3 «he DST Schüler-Vorstellung Nur SS Pfg- koftet 1 Psd. iiiciiicr Reform- Riarte Sanitas (Begctobile Margariue) |Ufonnl)iutö Kren/platx 5. Portugal mobilisiert. London, 25. Nov. (W. B. Amtlich.) Das Reutersch Bureau meldet aus Lissabon vom 24. ds,: Nackidcm de Ministerpräsident vor den Abgeordneten und Senatoren ein I Erklärung abgegeben hatte, nahm Per Kongress einstimmig einen Gesetzentwurf an, durch welchen die Regierung er niächtigt wird, auf (tzrnnd des -Bündnisses mit England dem gegenwärtige» internationalen Konflikt in einer Weis zu intervenieren, welche ihr als die geeignetste erschein Di? Regierung wird ferner ermächtigt, die hierzu evforbn lichen Massregel» zu ergreifen. Nach Mitteilungen de Presse wird ein Erlass, durch welckten eine teilweise Mobil sierung verfügt wird, inorgen oder übermorgen crsckfeinci Zugleich wird der Kriegsminister einen Aufruf an das Lan richten. Tie Helden von Tsingtau. Berlin, 25, Novbr. (W. B. Nichtamtlich, Nach d bisher vorliegenden Nachrichten beträgt die Zahl der bei, Falle von Tsingtau Gefangengenomincnen etwa 4250 ei, schliesslich 600 Verwundete. Tic Zahl der Gefallenen so etwa 170 betragen, darunter 0 -Offiziere. Von dein öste rcichischen Kreuzer „Kaiserin Elisabeth" sind ein Lentnai und -acht Mann verwundet, acht Mann tot. — Die Behau lnng der Gefangenen in Japan soll gut sein. Die sapanisck Regierung hat die baldige Uebersen-ung nanicntlickjer List, der Toten, Verwundeten und Gefangenen in Aussicht gcsteL w Bereindkalendcr. Sam stag, 28, November, Hkuchelheim, Arbeiter-Bild ustgs-Vcrein Aben Punkt 0 Uhr Mitgliederversammlung bei Wirt Friedrich Bolkuiau Montag, 30, N o v e m b e r. Giesse». Wahl v c r c i u. Abends 0 Uhr Bersauiniliuig Verantwortlicher Redakteur: F Vetters, Giessen, Berlaa von Krumm & Cie,, Giesse». Druck: Verlag Otfenbackier Abendblatt, G, m. b, H.. Ossenbach a, 1 Berftorbenc, 54 Fahre alt. Frau Mali« Becker, geh, Handach, in Giech, Die Marktpreis« für 2üei) stuft Slrsirf» und die Giessener Fleisch- und Brotpreike am 23. November 101- Schlachtviehpleiie iss Fraulfurt a. >M. Ochsen Kälber Schiveisie öOss» Schlachtgeivicht 75—107 sUil 7ü—88 Pik 09—73 „ Getrcidepreife in Mann he ins. Weizen Roggen 100 I-q 27.60 --.— Mk. „ „ 23.60 —,—.— ,. Fleischpreije in Giess leg 86-90 „ 80—84 „ 90—96 Big- Brotpschc in Gieße Weißbrot 2tzg68tz Schwarzbrot 2 ,. 60 Mstsäsr-ZsukLsren Zeit 1913 im Deutschen Reiche eingetragene Wortmarke: „Tado* cf* 1 ? I (ancfc*. i 0 w ii i» k ji»d d, in 6en, limnal I llHIt d Satft st Sen 1 «lMde, I'N {'tK Id bei S Pani ili, Zuck Mmg-j ii alleä »erde i MHz, aj sie jei b m d KWtläf äsj(t erfi ntmjchen ul erhii «tfügtes Wen, inde r>e? »4 gell Matador besteht aus Klötzen, Rädern und Ver bindungsstücken. Mit IVJatador braut man Möbel. Wägen, Wagen , Schwebebahnen, Aufzüge, Krähne, Karussells, Nähmaschinen. Hammerwerke, Poch- und Sagemühlen, Wind- u. Wassermühlen, Leucht türme,Uhren, Automobile, Buchdruckpressen etc Grösse 00 Modellnummer mit 45 Vorlag. Mk. I.IO „ <) Reklamenummer „ 71 „ „ 1.75 „ 1 Normalnummer „ 141 „ „ 3.00 „ 2 Doppelnummer ,, 200 „ „ 5.00 „ 3 Grosse Nummer üb. 200 „ „ 10.00 4 Feine Nummer .. 200 ,, 15.CO ernte i «* Ä! ■ttt ein ü» ofci . 5i tzknilä l ; a tmt «tele i M!>l *ts: j„ in O yn amobil 0.70 urd 1.00 M. Cterijeil. ÄlksstitssW Kiejjcn,' - 23. I g »ui -ll i IKL* Telegramme. LMllttilijl ucü Kroijcn Jf>nnptqimrticrs. Tie Lage im Westen immer noch unverändert. Im Lsten alle russischen 2tngrisicabgeschlagen. \Y. B. Grosses Hauptguartier, 25. Novesnbcr vormittags. (Amtlich.) Tic englische» Schisse wiederholte» gestern ihre Uiiternehinunge» gegen die Küste nicht. Tie Lage auf dein tue st lichen Kriegsschauplätze ist „»verändert. Bei A rra s simchtcn wir kleine Fortschritte. In Ostprcnsseu wiesen unsere Truppen sämtliche russischen Llngrisfe nb. MillllllblUlStMthelm Lustspiel ist 5 Auszügen »dis Golth. Ephraim Lvssing Endc-aeaen 6 llhr. Bei Volkspr. t Msiis üll Schuhhaus in besten Qualitäten . il^siaiaoi Marktstrasse. zu verkehren, ist Pflicht eines jede organisierten Arbeiters. Durch de Besuch desDewerkschaftshausesu: terstütst der Arbeiter sein eig, Heil Ia Speisen u. Getränke. Billig. Logi i ira 9 “'S'» ' ; :