Üty« »l“3 «in Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Obcrhefien und der Nachbargebiete. : Oderbestticki» «»tko,elrun, ertldemt leben Weekta, «denb IN :ften Der «bonncment»prc>» deträg» »öckrenllxd 16 Big. monaUxi, Bta ««rf» tolafnbf Kummet in btt Ifirebihon aufatbtn '.Kr. 274 M Gicßcn, Mittwoch, Den 25. Rovcmlicr UH 4 'och 9. Ialirgang «Tbtu. ^ Arlrr m >nnen ■ft btt iWf »W Bernstein weist dann aus die Äcuhcrungcn einiger BerUne', ' ^^tikcr hin, die diele Verschiebung der Situation begrnsse» und dazu: „Tos mag in den Augen eines Witting und Gleichgesinnten, : in England den zu vernichtenden Gegilcr sehen, kein in Be. rcht kommender Rachicil sein. Es gäbe aber, wie oben gesagt, mn sich die Tinge in dieser Richtung weiter entwickeln sollten, m Kriege einen neuen Charakter, und wenn die Lozialdemo- aiie sich nicht zum Ztatistcn der Geschichte erniedrigen will, hat sich schlüssig zu werden, wie sic den solchcrmasicn veränderten .'ieg zu beurteilen hätte." Lorous zielen die Bemerkungen Bcruj.cin praktisch ob? Haben 'fn Zweck. für eine Revision unserer Haltung vom ugust Ztimuiuna zu machen- Will Bernstein der Reichstags :lon nahe legen, der zu erwartenden neue» Kriegskreditvorlagc Zustimmung zu versagen? Es sollte mich sehr freuen, wenn » dieser Annahme irrte: aber seine Acuhcrungcn erwecken n Eindruck: darum scheint es mir geboten, einer solchen Schiuft- tning »achdrücklichst cntgcgenzutreien. Die militärische Laac hat sich sreilich in der angedeutetc» R>ch- > entwickelt. Ter Grund dafür ist nicht schwer zu entdecken, okn erste» Tage» des August, als wir unsere Zustimmung zu AriegSkreditvorlage berieten und beschlosiev. war England nicht in de» Krieg gegen uns eingctretc». Roch dursten wir Hoffnung haben, es werde seine neutrale Haltung bewabre». ier tchtgj, es sig, alsbald dem zalilcumüsiig schon ohnehin i-der- >^ 2 ,t ,,,n Bund unserer Gegner an Ohne selbit von einem Angriii n^tl Boden, aus seine naiionalc Kultur »nd Unabhängigkeit IZe^tl'Odt z» sei», erklärte ec- Tcutlchluud den Krieg. Tas ist ocr 1^51 ' »oktor, der jene gante Bcrschirbung zur Kolgc gehabt hot, die I^TJ Mb mir mit ihn, tief beklagen. 1^^ ffttolanfe hat dann weiter alles autgcboten. um Tcutich- "kn aamvt im Kesten möglichst schwer zu gestaiic-t. Es ha: IVJ 1 dem teilte territoriale Integrität nach dem Kall von "n »och einmai von deutscher Leite zngcsichert wurde. moraliich nnlitarnch -, um äusierlien Widerstand gezwungen: c- bat pan mit m de» Ring unscrcr Kcinde gezogen: cs hat die «»keiner halbwilde» HilsSvülIcr auf den westliche., gStckioupIatz gkworsk»: es hat durch leine Anstrengungen, uns r Bruch der inrcruatioualeu Lecrechlsvereinbaruiigen min rlich zu erdrosseln, Tculschland gezwungen. t>ch die Ocssiiung «anal» und damit des Zugangs zu de» Meeren als stratcgilchc zu letzen. so ist eS gekommen, dah wir den Russen nicht rechtzeitig -eereSmasicn entgegenzuwcrse» vermochte», die nötig gcioetcn n. uv, über eine siegreiche Tcscnsirc hinaus den zariitischen » zu zerschmettern. Lo selbstverständlich es für uns sozml- :*joi traten ift. basi wir einen faulen Teparatlriedei mit Rnüland rfßA ’tn fdintcrc» volitisches Verhängnis aiischcn würden, io iclosi 1^-Handlich musi cs aber auch für uns lein, dah wir — ohne in die jjbiUipt gewisser Beute geacn dos ganze englische Bolk f^W\ l J*’ I »*'tti — doch auch der ciiglischcn Kriegsmacht nnt ilire-i I^-H cn »nd iarbige» Verbündeten im Westen gründlich die Zähne . "eu„ wir uns jetzt vor die Rotwendigleu acsieNi feiten. i\ ^ * K r i e g S k r e d i t c zu bewilligen, io verdanken wir i > Binic den Leitern dcrcnaliichcn Poiiiil >ft Bernsteins Krage dahin zu beantworten: Za. cs fVl *r* 1 1*lbe Krieg und unsere Haltung zu ihm HI LÄ* r. 1 "''"" zitiert Acutzeruugen des Lab. Leader, die beweisen, ■ tj' ” “*» Reiben der «italischen Parteigeuonen Männer gibt, „r un0 d«r eigenen Regierung reruricilen »nd das ciii- s«..i^'°-"?°"haliei, des deutschen Volkes verständlich und ge- 'rrugt imdkn. Gut! Aber mag er auch den Lchlusi darauö das gute Recht und die c r n s, c P s l i ch t vermeiden, was unsere Widerstandskraft i ch w Sch t. j, ‘ ' u kun. uni unserem eigenen Land die Kraft '» geben, j j u vvlte» iiä z„ einem ehrenvollen gesicherten Englische Nilterseebote in der Ostsee. (jrlit neuer englischer L'-pIkerrechtsbruch. Tic Deulschc Tageszcituiig »teldct aus 3iocfholrn vorn ' 22 . November: Tas Hclsuidgborsier Tagblad erfährt auS sicherer Tuclle, hast sich augeiibltülich fünf englische Unterseeboote i »i f i n n l s ch c » Meerhusen befinden: einige von ihnen lagen vor einige» Tagen in Hessing- sor:-. Englische Lffiziere zeigten sich in der Ttadt. Tie r » s s i s ch c F l o t t c , die früher HelsingsorS verlassen hatte, um in Kronstadt zu überwintern, ist nach HelsingsorS zurück gekehrt, ivobei ein gröberer Kreuzer im Helsingforscr Hasen auf Grund stieß, >vo er noch festsitzt. Infolgedessen ist der Allgemeinheit der Zutritt zum Hafen verboten. Tie Krankl. Ztg. bemerkt zu dieser Nachricht: Tie Nachricht, daß fünf englische Unterseeboote sich im siunischcu Meerbusen befinden, wird nicht verfehlen, A u s - scheu zu erregen, denn da diese Unterseeboote nur durck> den 2 ii n b in die Ostsee gckoinine» sein köniien, würde hier ein neuer N e u t r a l i t ä t s b r u ch Englands vor- licgen. Weder Schtvedcn, noch Dänemark würde eine Tchnld daran beizumesscn sein, da es selbstverständlich ganz unmöglich ist, eine Durchfahrt von Unterseebooten zu verhindern, aber ebenso selbstverständlich werden beide Staaten dnrcki diese» Neutralitätsbruch in eine unangenehnie Lage gebrächt. Auf jeden Kall belvcist das Erscheinen englischer Unterseehpotc in der Ostsee von neuem, daß die Engländer sich um die Rechte der Neutralen herzlich wenig kümmern, wenn c§ in ibrem Interesse liegt. Ein l'ulgarisches Ultimatum an Serbien? Petersburg, 22. Aon. (Etr. Krkst.) Tic in Moskau crschciiitndc Rußkija Wjedomosti meldet, tvic der Krank'. Zlg. tcicgraphicrt wird, aus Sofia, Bulgarien habe ein i a n g i r i st i g c s ll l t i m a t tt m an Serbien gerichtet, luoriti die Uederlaßung Bulgarisch Mazedoniens ge. «ordert wird. Tie T.kiwci; protestiert in London niid Bordeaux. Ter Preise ist folgende Mitteilung zugegangeu: Am Sainstag überflogen einige englische, vielleicht auch französische Klugzeuge, von Frankreich he. - kommend, i ch w eä z e r i i ch e S Gebiet. Sie griffen bier- anf in Kricdrichshafen die Z e v V e l i n w c r f t e n an. Angesichts dieser offenkundigen B e r l c tz u n g de: ' ch w e i z e r i s ch e n Neutralität hat der Bundesrat die schweizerischen Gesandten in London und B o r - bcaur beauftragt, bei der britischen und französischen Regierung energisch zu prote st irren und für die Vcr- lebung der jckstveizerischen Neutralität Satisfaktion zu verlangen. Ein Zwischenfall bei den Internierten in To'iglaö. London, 23. Rov iEIr Krkst.i Rcutcr meldet: Z» Touglas aus der Zistcl Ra» kam cs unter den bottigc» Knietniericn zn «ineni Zwischenlall. bei dein fünf Personen getötet wurden Zwei- lanscud Gefangene kamen dort ans ein gegebenes ZcILc» in dem gtosien Lxciscsaal zusammen, llbcrsiclen die Wachtposten »nd suchten zu flüchten. Tic Wache gab zunächft Lchüsse in die Lul: ab: als dies nichts srucknelc. wurden zwei Lalvcn auf die Gesangene» abgegeben, durch die vier Man» getötet oder tödlich verwundet und zwölf andcrc schwer verletzt wurden. Ticsc wurden „ach den, Kranlenhaus gebracht, die anderen Gefangenen ergaben sich. Ei» llllann, der aus das Tach geklettert war, um zu flüchten, fiel Herunter und brach sich den Lchädcl. lieber den ganzen Vorgang ist eine Unterluchuna cingclciiet. lKrankf. Ztg.) Tcr Bureit-Aufstand. Nach Meldungen aus Turban lNatal) besorgt die cng- iische Regierung einen Angriff der Buren aus Bloemsontein, :n dessen Umgebung TWXfO Buren versammelt sind, während zur Verteidigung nur 5oO Mann Rcgierungstruopeu vorhanden sind. Nach Privotbriefen holländischer Handelshäuser stehen fast 100 000 (?) Buren unter dem Oberbefehl Te Wels. (*iuc französische schlappe in Marokko. Madrid, 23. Nov. (W. 14. nichtamtlich.) Nach glaubwürdigen Zeitungsnachrichten haben französische Truppen bei Kanisra am 13. dieses Monats eine schwere Schlappe erlitten. Es sollen mindestens 23 Offiziere und 600 Mann gefallen fein. Tie Marokkaner eroberten zwei Batterien. Amerikanische Waffe>Uicscr»nkacu. Genf, 22. Nov. (Ctr. Krlst.) Nach einer Meldung aus Washington an französische Blätter schätzen Regierungs.- öcamtcn den Wert der bei amerikanischen Munition-- und Waffcnfabrikcn durch europäische Staaten (soll wohl heißen durch den TreiverbanL) gemachten Bestellungen an Kriegsmaterial ans eine Milliarde Kranken. In vielen amerikani- slhrn Werken müssen Arbeiter Ueberstnnden machen. ttmschivitNft der 2limm»»»g in Japan? Berlin, 23. Nov. Nach hier eingetrosscneu ostafiatisrhen Blättermcldnngcn macht sich in Japan eine starke Bewegung gegen den Krieg bcnierkbar. In Tokio wurden zahlreich- Aufrufe beschlagnahmt, die verlangten, man hätte statt des Vorgehen- gegen Deutschland lieber die Krage der Man- dschurei und Mongolei ansrollen sollen. Tic japanische Regierung stehe offenbar im Solde Englands, für das Japan nur die Kastanien aus dem Feuer hole. Ritssisikie Lo;ial>icki»vkratcir tliid der Krieg. Aus russischen Parieiltcisen wird uns geschrieben: Leider ist einigen russische», in Krankreich und in der iranzöstschc» Lchwcjz lebende» Sozialdemokraten der MarziSmus abhanden gekommen. Wie sie dazu komme» konnten, in dem gegenwärtige» Kriege einen Kamps gegen de» „prcnsiischen Militarismus" zu erblicken, weift der Himmel. Mo» betrachte nur die aniimilttaristische Gcscllschast — bic Zossre, Kreuch, Kitchcncr. den russische» Zarismus, die alle, alle gegen den „Militarismus" kämpfen. Rctic Antimilitaristen! Taft solche Aussassungcn, wie die von Plcchanoss vcrtrcleue. vereinzelt sind, beweist unter anderem ei» Bries eines russischen Genossen ans Poris, der ln elner rnssisch-aineiikanischeu Partcf- zciinng vcrösseniliau ist. Obwohl der Bries vom 12. Anglist datier» ist. erscheint er uns als Stimmungsbild charakteristisch, um and ihm folgende Sicllen anznziene»: . Es genügt sine Woche, und dos ganze Leben Hai sich bis zur llnkennilichkcii geändert . . . Bo» der Kricgskalastrvphe e»i- baltc ich mich zu ichrcibe». Es genügt zu sagen, das, das sranzöstsche Proletariat mit Enthusiasmus in den Krieg zieht, tind daft Krank- reich das noch nie dagcwesenc Schauspiel der „nationalen Bcr- löhiiuiia" biciei . . . Unsere Siiualioii (acmcint in die Siinaiion der riilsischen Emigranten in Pari T rllcd > ist nichi lehr glänzend. Kein Kranzosc will begrcisen, ivlr wir. Rusfe», hier bleibe» könne», wenn „iinscr Vaterland in.Gefahr" ist. Sic gehen noa, weiter Sic sagen, das, sie jiir uns in den Kamps gehe», während wir hier sitzen bleiben und „ihr tziro! csici," . . . Tic Bekannic», denen man begegnet, fragen: „Wie. Sic sind noch hier?" -- Wie kann inan den Leiitcu unsere Ansichten bcsbrinocn? . . Wir, russische Sozialisten, veranstalteten eine Versammliinq und beschlosien. der sran- zösischcn Rcgierniig nnlere Ticnstc für den Ean-tätsdiensl oder der- oleichc» anznbieicn. Wir dachten, wenigstens au? diese Weise der Rotivcndiglcit aus dcm.Wegc zu gehe», geacn unsere Brüder, die deutschen Arbeiter, zu rämpsen, und gleichzeitig der französische» Republik nützlich zu sein . . ." Ans dielen Zitaten acht hervor, daft die ruisiichcn Genossen die durch den Krieg nusgcroilten Kragen nicht aus die lcickcke Achsel nehmen, ähnlich wie es manche ihrer „Kiihrcr" zu tu» beliebten. bedauerlicher Streit um die Internationale Ein Haager Korrespondenzburcau mesdetc, daß das Int. Soz. Burean nach dem Haag verlegt iverde und daß dort in der Tberesiasiraßc schon Bureaus genitetet seien. Unser hol ländisches Parteiorgan nicint, daß daraus noch nicht auf di- latiächliche Ucbcrführung des Bureaus geschlossen werden dürfe. Ucbrigens wird aus die Verlegung des Bureaus wi, überhaupt auf ein Kunltionicreu desselben für die nächste Zeit kaum zu rechnen sein. 'Nachdeni die französische Partei gegen die bekannten holländischen Vorschläge Einspruch erhoben hat, wird jetzt bekannt, daß die italienische und schweizerische Partei obendrein auch die skandinavischen Vorschlag,, aus Entsendung von Telegierten zu einer Konferenz nach Kopenhagen abgelehnt haben. Tiesc Konferenz darf damit al-„ endgiltig gescheitert gelten. Beide Parteien halten sich an den Konfcrenzbeichluß von Lugano, lvonach die Geschäftsleitung der schweizerischen Partei als Vcrniitllnngs- und Auskunftsstellc dienen soll. Ticsc Ansicht wird auch von dcnz Anslandskomitce der lettischen Partei unterstützt. ES ist außerordentlich bedauerlich, daß nicht nur Parteien in kriegführenden Ländern, sondern jetzt obendrein auch noch die Parteien der neutralen Länder durch gegenseitige Eiser- süchteleicn den geordneten Kortbcstand internationaler Verbindungen zunächst überhaupt unmöglich machen. Tie Kriegsanleihe in Holland. Aus Amsterdam wird uns »^-chrieheri: Der „Burgfriede", der auch in Holland jetzt herrscht, ist ernst, sich bedroht durch die von der Rcaicrung eingcrelchlc Kinanzvorlag: ur Teckunp dtr Kricaslosten. Tie RegieruiK, v-rlangt 275 Airl lionen Gulden <400 Millionen Mark) ^ für das kleine Land eint ui-geheure Summe. Tovon sind 155 Millionen für die Mobitiia-tion. 00 Millionen für soziale Maftnahnu» sllniersriitzungen. Lebens- mitkeiversorgung uiw). 5 P>ill:oi:en für hie beiaiichen Klüfiilinp' und 75 Rtllicrrn für die T. ck-: g des Tkeuerati»!-«.- vovg-fmeu Tie Regi-ernng will dies: Kosten dcckon durch eine 5prozcniigic freiwillig« Anleihe und, soweit dies« nicht vollgezeichnet wird, oa.'- HcWeitte durch eine viervrozentige Ziva»gSan4«ihe zusanimenbrin- gen. (io iollc» in letzterem Falle die BernÄg«« über 7Z (MIO Gulden tu der Höhe von ciirctit bis siebe» Prozent hcrangezvgen werden. Nach drci Jahren soll die ganze Slnleihe schon verwan-delixir sein: das Partain«it kann sie eventuell m.ch in ein« einmal i«e Kapitalabgabe umsormcn. Während dieser drei Jahre kommen die Zinsen für diese Sleleihe und die TiligitngSkvstcn ans den Einnahmen, die durch die 10* bis 20-pvozenttgc Erhöhung sämtlicher direkten msd indirekten Steuer», Zölle und Akzisen erzielt werden. Tie Regierunig erklärt, sie habe diese Deckungsivcil« gewählt aus Ebrinrcht sur den Burgfrieden; sie läßt das Stcuersystcin prinzipiell unangetastet und will dadurch einet! Parteikanrpf vermeiden. Zn Wirklichkeit aber macht die Negierung hiermit nur den «llcrkonscrvativsten Elementen in den bürgerlichen Parteien, die diese Tcckuugsart gesondert habe», Konzessionen, während die fortschrittlichen und einsichtigen Element« aller Parteien, darin von der sozialistischen Presse kräftig imterstiitzt. fordern, das, jetzt schon eine einmalige KapitalSachgab« beschlossen wird, damit nicht viele Jahre lang die StaatssNioirzen zerrüttet sind und jede Reformpolittk ausgeschlossen sein wird. Ersrenlicherwcise haben schon viele maßgebende und schwerreiche Leute, Fabrikat! len, Großhändler nsw. sich in dieser Richtung ausgesprochen. Um so sonderbarer mutet es an, daß die Regierung nur der kleinen Gruppe der Konservativen gerecht wird. Ter Lieg des Weltfriedens durch den Sozialismus. In der Friedciislvarte, deni von A. H. Fried herausge- igebenen Organ der bürgerlichen Pazifisten, legt Professor Dr. Halvdan Koht-Christiania folgendes Bekenntnis ab: „Keine einzige Nation muß gegen ihren Willen geknechtet oder verstümmelt werden: vielmehr: die nationalen Aspirationen jedes Volkes müssen gewahrt und geschützt werden: der gewalttätigen Erpansion über die nationalen Grenzen hinaus niuß ein Ende gemacht werden., Weiter: die wirtschaftliche Konkurrenz der Staaten, der Kamps um Kolonien und um Welthandel darf nicht neu augefacht werden, sondern muß möglichst reduziert werde»: die Politik der „offenen Tür" wird nicht allein der Kolonial- begicrde Einhalt tun können, und sic muß nach und nach auch in Europa bnrchgcslihrt werben. Gewaltige Ausgaben harren jetzt der Pazisisten der Welt, und sic müssen sich stündlich darauf vorbercitcn. Ich gestehe aber ofscn, daß ich keine große Hoffnung aus die Resultate ihrer Bestrebungen hege. Tie Aachtbegicrbc, der staatliche Erpansions- trieb, scheint mir zu stark in der bestehenden k a p i t a - kistischen Gesellschaft begründet, als daß es möglich wäre, das nationale und das wirtschaftliche Unrecht abzuschasfcn oder gar wirksam zu beschränken. Ich setze meine Hosfnung auf eine scrnere Zukunft, auf den anhaltende» Kamps in allen Ländern für eine neue gesellschaftliche Ordnung, wo die politische n nd soziale Demokratie herrschen wird. Das verhindert aber freilich nicht, daß wir schon jetzt und überall unsere Stimnic erheben gegen alles Unrecht, besonders gegen neues Unrecht, das den Weltfrieden gefährden müssen wirb." Tiefe Erkenntnis wird sich im Laufe des .Weltkrieges in allen Kreisen, die ehrlich den Frieden wollen, im Sturmschritt verbreiten: Kein gesicherter, kein dauernder Weltfrieden ohne Demokratie und Sozialismus! Französische Berwnndete an ihren Kriejis- minister. Tie in Münster internierten französischen Verwundeten haben im Hinblick ans die ihnen in der deutschen Gefangen- schast gewordene aufopfernde Pflege den französischen Kriegs- ininister gebeten, auch in Frankreich dafür zu sorgen, daß die zu ihrer Kenntnis gelangten Mißhandlungen und Be- schiinpsungen deutscher Gefangener »nd Verwundeter unterbleibt. Ter Brief lautet: „Münster i. SB., den 20. Oktober 1914. An den Herrn Kriegsminister zu Paris. Herr Mintstcr! Wir, die Uiitcrzcichnetcn, französische Verwundete und Kriegsgcsangenc, die wir im Reservclazarctt „Bcrgkascruc" zu Münster in Westfalen liegen, sind sehr peinlich durch einen von dein Tr. Birrenbach gezeichneten, in der deutschen Zeitung Mllnstcrischer Anzeiger veröffentlichten Bericht überrascht worden, Dieser Militärarzt, der soeben nach Münster zuriickgekehrt ist. nachdem er in Noisn le Sec, Melur und Lyon als Kriegs- gesangciier zuinckgchallcn worden war, ertlärt, gesehen zu haben, wie die d e u t s ch c ii K r t e g s g e f a n g e n e n durch die Unseren g e m i ß h a n d e I t werden und er versichert glaubwürdig, daß auch er selbst in Lyon Gegenstand der gemeinsten Schmähungen geworden ist. Diese Tatsachen haben tiefe Erregungen bei dem ärztlichen Personal hcrvorgcrnien. das init einer Sl u f o p s e r u n g und einem Eifer in ve r s ch w c n d e r i s ch e r Weise für uns sorgt, der des h ö ch st e n Lobes würdig ist. Sluch die B e - v ö i k e r »n g hat sich bis zum gegenwärtigen Augenblick ä u ß e r st sympathisch »ns gegenüber gezeigt. Wir wollen hoffe», Herr Minister, daß die Vorkommnisse nur vereinzelt vorgckonimen sind und wir sind überzeugt, daß es Ihnen leicht fallen wird, dafür zu sorgen, daß die verwundeten »nd gesangencn Deutsche» mit Menschlichkeit behandelt werben. Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 121 „Was soll das sein?" ries der Junker rauh. „Laß mich. Herr, laß mich!" sagte Mortuno, dessen dunkle Augen von einer Dankbarkeit strahlten, die selbst die Züge seines Gesichts weich und srcimdlich machte. „Du bist gut und treu, du bist viel besser wie ich. Was Mortuno je für dich tun kann, wird er tun." „Wenn du nur eines tun könntest, mein armer Mortuno," 'sagte Marstrand wohlwollend, „wenn du uns gutes Wetter schassen könntest, daß wir nicht cinschneicn." „Sei ohne Sorge, Herr." antwortete Mortuno, indem er oufsprang, „cs wird nicht lange schneien, und wenn du willst, können wir sogleich fort, ich will dich sickzer sühren. Schnee- wölken ziehen ans den Fjeldcrn hin, in die Täler dringen sie nicht. In einigen Tagen ist alles wieder Wasser, oft schmilzt cs schon in wenigen Stunden. Tu sollst sehen, daß am grünen Baisfjord niemand etwas davon weiß." „So hast du mich eigentlich ohne Not hierher gebracht?" Mortuno war verlegen. „Ich habe dich hierher gebracht." sagte er demütig, „weil ich die Männer von den Fjorden nickt leiden mag. Sic verspotten und verachten uns, waS sollen wir tun? Wir verspotten sie auch, wenn wir cs können. Strafe mich, wenn du willst." „Du wolltest also deinen Spaß mit mir treiben." erwiderte Marstrand, „und verfuhrst immer noch glimpsticher. wie du mit Olaf verfahren bist. Hüte dich, Mortuno, du hast eben gesehen, was dir bevorsteht." Der Lappe rollt» listig die kleinen Augen. — „Mögen sie Wenn es sich nickst so verhielte, ivürden wir nicht so sehr darum gebeten haben, jenen das Wohlwollen der Vergünstigung der vorzüglichen Behandlung zu gewähren, deren wir uns hier erfreuen. In der Hoffnung, daß Sic sich unserer Bitte im günstigen Sinne annehmcn werden, empfangen Sie, Herr Minister, mit unserem Dank im voraus die Versicherung unserer größten Achtung." fehlt fein dänisches Unterseeboot. Berlin, 23. Nov. (\V. B. Nichtamtlich.) Vor etwa acht Tagen brachten englische und französische Blätter die auch in eiven Teil der neutralen Presse übergegangene Nachricht, daß im englischen Kanal zwei, nach einer anderen Lesart drci deutsche Unterseeboote vernichtet worden seien, davon eines durch einen französischen Torpedobootszerstörcr. der mit nur einer leichten Beschädigung ani Bug in Dünkirchen eingelaufen sei. Wie wir von zuverlässiger Stelle erfahren, fehlt kein deutsches Unterseeboot. Sollten daher im englische» Kanal Unterseeboote gesunken sein, so könnte cs sich bloß um englische oder französische handeln. Bltndesrati beschlüffc. Berlin, 23. Nov. (W. Ii. Amtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundcsrats gelangt^ zur Annahme: die Vor- läge betreffend den Entwurf der Bekanntmachung über Höchstpreise für Kartoffeln: der Entwnrs deö Gesetzes betreffend die Feststellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushnltsetat für das Rechnungsjahr 1914: die Vorlage betreffend die Ausführungsbe- stimmungcn zu der Bekanntmachung über die Regelung des Verkehrs mit Zucker nsw., der Entwurf der Bekanntmachung betreffend das Verbot des Agiohandels mit Goldmünzen und der Entwurf der Bekanntmachung betreffend eine weitere Verlängerung der Fristen des Wechsel- und ScheckrcchtS. Mit dem Erlaß der Aiisführungsbestimmungen betreffend die Regelung des Verkehrs mit Zucker ist eine sickere Grundlage für das Verfahren der Zuckersteuerstellcn geschaffen. Die Ausführungsbestimmungen werden in einer besonderen Nummer des Zentralblattcs für das Deutsche Reich per- öffentlicht werden. Reiscstepätk der Feinde. lieber die Beschlagnahme von Reisegepäck ergeht folgende Bekanntmachung: Das innerhalb des Korpsbezirks bei Kriegsausbruch von An- gehörigen feindlicher Staaten znrückgclasscne und in Ber- wabrung von Eisenbahn-. Post- und Zollbchörben sowie von Tchisis- rccdercien, Spediteuren. Gast- und Logirhäusern besindlichc Reisegepäck wird hierdurch mit Beschlag belegt und jede Verfügung über dasselbe untersagt. Die vorgenannten Behörden und Privatpersonen haben von der Verwahrung derartigen Gepäcks hierhin alsbald Anzeige zu erstatten und sind zur Herausgabe desselben aus Verlangen verpflichtet. Etwaiee Slnspriiche wegen des Gepäcks sind a»- zumeldcn und bleiben Vorbehalten. Schadenersatz für Verlust oder Beschädigung des Reisegepäcks, von dem anzunehmen ist. daß cS Angehörigen feindlicher Staaten gehört, ist von den ersatzpflichtigen deutschen Behörden bis auf weiteres nicht zu leisten. Zuwiderhandlungen werden gemäß 8 9 des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 mit Gefängnis bis zu cincin Jahre bestraft. Frankfurt a. M.. 17. Rovbr. 1914. Der kommandierende General Freiherr von G a l l General der Infanterie. (fftrtziehuiili -er Krie§s«nterst«t;uirft. Nickt nur in Ostpreußen, sondern auch iu Westpreußcn soll den Frauen und Kindern der Kriegsteilnehnier, die sich Ivcigern, bei den Gutsbesitzern zu arbeiten, die staatliche Kriegsunterstützung entzogen werden. Der Obcrpräsident von Westpreußcn Hot in einem Erlaß an die Landräte diese ersucht, die bereits bewilligten Fauiilienunterstützungen und die noch eingehenden Anträge ans Bewilligung solcher daraufhin zu prüfen, ob ans Seiten der Empfänger tatsächlich Bedürftig- feit vorliegt. Eine solche werde grundsätzlich dann nicht an° zunehmcn sein, wenn ungeachtet des Vorhandenseins hinreichender und angemessener Arbeitsgelegenheit kein Gebrauch davon gemacht wird. Ter Oberpräsident sagt in seinem Erlaß, es sei ihm mit-, geteilt worden, daß in verschiedenen Teilen der Provinz sich Frauen und Familien von Jnstleuten und freien Arbeitern, die iin Felde stehe», der in anderen Jahre» von ihnen verrichteten Arbeit entziehen, weil sie infolge der Wciter- gcwährnng von Deputat oder sonstigen Zuwendungen von Seiten der Arbeitgeber, sowie durch den Bezug der Familien- untcrstützung seitens der Licfcrungsverbäiide, in die Lage versetzt wären, auf Arbeitsverdienst zu verzichten. Es gewinne den Anschein, daß da, wo diese Erscheinungen hervor- gctreten seien, bei Bentcssung der Foinilientiiiterstützungen zu mir hcraufkommen," rief er, „ich werde sie nicht aussuchen. Ter Qnäner ist ein böser Kerl und sein Hund ein Teufel, aber einen habe ich zu seinem Vater in die beiße Hölle geschickt, und wenn er wieder suchen geht —," er schlug an den Schaft seines kurzen Gewehrs und ließ ein Gelächter hören, indem er einen Sprung in die Lust machte. Rasch lief eck dann zu dem Pferde, legte den Sattel fest, packte den Vorrat wieder auf, warf seine Büchse und Tasche um und hatte in wenigen Minuten alles zur Reise bereit. Als er seine häßliche Mütze abgelegt batte und sein glänzend dunkles Haar zusainmenschlug und sestband, sah sein jugendliches Gesicht gar nicht übel aus. Ein Schimmer von Frohsinn und Ueber- mut lag darin, er schien sich über das, was er getan, zu freuen und lebenslustig, unverzagt an seine mächtigen Feinde zu denken. „Sonderbar!" sprach Marstrand halblaut vor sich hin, als er dos gelenkige, aufgeweckte Wesen betrachtete. „Mancher hat gute Anlagen und Verstand, dennoch aber sind sic selbst cineni solchen Scheusal wie dieser Ouäner zu schlecht." Mortuno hatte cs gehört. „Das macht, Väterchen," sagte er, indem er an das Gebiß des Pferdes eine lange Leder- schleife knüpfte, „weil wir bis jetzt alles ertrugen, was diese stolzen Männer uns antun mochten. Es war kein Unrecht und keine Gewalt so groß, die nicht geduldige Nacken fanden. Wie können sie uns achten, wenn sie sehen, daß wir elend; Weiber sind? Achten wir den Hund, den wir mit Füßen stoßen, und der dafür auf dem Bauch kriecht und unsere Hände leckt?" — Er warf den Kopf in die Höhe und seine Augen funkelten. — „Männer achten Männer!" rief er, „und sind gerecht, wenn sie wissen, daß Unrecht vergolten wird." „Steht cs io mit Eurer Erkenntnis," sagte Marstrand dem in, 8 1 des Reichsgesetzes bom 28. Februar 1888 t seltenen Moment der Bedürftigkeit nicht eine hinreichend deutung beigemessen worden sei. Wir erwarten, daß der Reichstag, der am 2. Tcz> zusammcntritt, dafür sorgt, daß solche Verfügungen Kraft gesetzt werden. ttebcr den Gesundheitszustand unsere Truppen im Felde berichtet Generalobcrarzt Medizinalrat Dr. v. Scheurlcn, de als Divisionsarzt in der Gegend von ?)pcrn tätig ist, im Wü bergischen Staatsanzeigcr: In früheren Kriegen habe die Zahl der an Seuchen inneren Krankheiten Gestorbenen die der durch die Waffe, Feindes Getöteten weit überschritten. Noch im .Kriege 1806 s der Fall gewesen, wogegen im Feldzug von 1879 71 die Zah Gestorbenen nicht mehr ganz die Zahl der GesaUcncn erreicht Dieses Verhältnis dürste sich im gegenwärtigen Feldzug wesentlich günstiger gestalten, und zwar vor allem, well di sundhcitsziistand der mobilen Truppen ganz ausgezeichnet sei Ö Kn*. m» - und viele Private grobe Vorräte in Zündhölzern über de» :> 1 lnnlcgen. Ein Grund dazu liegt aber nicht vor: denn der darf noch so lange dauern, in Zündhölzern wird kein Mang l treten, wenn die einschlägigen Geschäfte und das Publilnm i nünstig sind und sich nicht mehr eindecken als in gewöh Zeiten. Tie zur Herstellung von Zündhölzern notwendige» i kalten sind, wenn sie naturgemäß letzt auch teurer bezahlt i müssen, auch weiterhin immer zu haben. Dagegen toird da Fabrikation der sogenannten „Schwedischen" Zündhölzer verwendete russische Aspcnholz in absehbarer Zeit aufhören halb hört aber die Produktion der Zündhölzer selbst nicht a» Stelle des russischen Slspenholzcs tritt dann das gute, t Fichtenholz. Sllfo Maß halten im Einkauf von Zündhölzer! sich nicht nutzlos gegenseitig die Beschaffung erschweren! Von der Front im Nordwester». Nach itolienifdjcn Meldungen soll ein Erfolg deutschen Armeen bei Ipern bevorstehen, das für di-I biindeten unhaltbar geworden ist. Berlinske Tidendc meldet aus Paris: An der Ir | Wcstflandern, wo. abgesehen von der Gegend süd/ü j Ipern, ein vorläufiger Stillstand in den >j rationcn cingetreten ist, treffen sowohl die Alliierten al ’i die Deutschen Vorbereitungen für den Wmter. Zum ( <| gegen Kälte und Schneewehen werden hinter den > grüben lange Reihen von Baracken errichtet. Aus Calais wird gemeldet: Ter Präfekt von B c t hat die Bevölkerung aufgefordert, die S t a d t zu lassen und sich nach südlichen Departements zu bc Entsprechende Maßnahmen zur Beförderung der Flück sind von der Regierung angeordnct worden. In B liegen zurzeit 20000 schwer verwundete F z o s e n und Engländer, darunter inchrerc be Generäle. In Boulogne trafen zwei Transportschifte mit en, Artillerie und Abteilungen der Naval Royal Garde cii bedeutenden Pcrstärkuugen sind teils für einen -Offen im Gebiete von Lille-Armcnticres, teils für einen l angriff auf den den Verbündeten abgerungenen ! zwischen Ipern und Nieuport bestimmt. Französische Justiz gegen Kriegsgefan, Berlin. Dem Berliner Lokalnnzciger wird aus Iür meldet: Das Pariser Kriegsgericht, vor dem sich mehrere g $0 - (if *® 1 P Srrl Me ß H (jin 0 ft 'iwrno inj in! iSn die CfHjll M unten: Sonn jn t Mn M«n jeibnetci iin Er fern A-iis ch «der - Li iittbal: Weid «iföia jifctei ii falten Akt Stt 5 5*4 dl *knl!n nachdenkend, „so fürchte ich, die Reisen über die Fjeldi den bald unsicher werden." „Reise du, so viel du willst," antwortete der Lappe, all wirst du willkommen sein. Afraja beschützt dich." „Und dieser hohe Schutz bewirkte wohl auch, meir Mortuno, daß du mich nicht in das gefürchtete Loch st sondern einen weniger halsbrechenden Spaß mit mir ti Mortuno lachte ausgelassen. „Tu hast das rechte Herr," rief er, „hätte der Schreiber oder Hclgestad d standen, ich würde sie hincingestoßen haben. Ich h alle, denn sic verdienen es." Er zog jetzt das Pferd an der lange» Leine a> Schuborte, und obwohl cs noch inimer stark schnei stürmte, begann der Marsch in einer etwas andern Ni als Marstrand sie cingeschlagcn hatte. Mortuno behc daß es bald aufhören würde, und diese Prophczeiui ein. Eine halbe Stunde spater wurde der Himmel der Wind schlug südlich uni und weht« milder, der führte den Reisenden sorgsani und vorsichtig, prü' seinem langen Stocke, wo es unsicher schien, und w crmüdlich zur Hilfe und Unterstützung des Pferdes während er nebenher und voraus lief, erzählte, frag lachte. „Wenn du absteigst und dein Pferd laufen läßt, du hier hinunter klimmen, das Tier wird seinen Weg Lebe wohl, Mortuno wird dich nicht vergessen." — M" Worten sprang er in die Nebelschicht zurück und kch an keinen Nachruf. lFortsetznng folak.) i % Sein Äffin S Hi %9| ! a die ( j , 'iin, ii fn nil Ni jenommtitc öcutfcfjc Militärärzte und Zauitälspcrsonen wegen an- f üblicher Gewalttätigkeiten und Vernachlässigung von französischen . Zerwuzidctcn zn verantworten hatten, ist zu tincm unqeheucrlichen ^ rpruch gekommen. Es erklärte die Angeklagten schuldig der Teil- ,ahmc an Plünderungen und Gewalttaten, begangen am i und >. Oktober in Lisi, sur Lurcg. Sin angcklagtcr Arzt soll i:i5 fratt- äsischc Verwundete mehrere Lage ohne Pflege gelassen haben Da- irteil gegen einen Arzt lautete auf zwei Fahre Gefängnis, gegen eeben weiter« Acrzte aus ein Fahr Gesängni» Tw Angeklagten Men gegen diese Bdschulbigungc» aus das entschiedenste protestiert. Ter Rückzug der Russen. Lie Kopenhagencr Presse läßt sich aus Petersburg melden, daß die russische Heeresleitung den st r a t c g i s ch c v Rückzug aus die Warschauer Verteidigungsstellung a n - ,eordnct habe. Tie russischen Zeitungen bringen bisher -ein Wort über die letzten Niederlagen in Ostpreußen rnd Palen. Tic Rowojc Wremja schreibt in ihrer Mittweck. !»«l^ lrumnnr. das; der Voriuarsch der Serben und Montenegriner ' «Nstt. totlcn, 'fr im ^ ?. «Ui,. ’« Safe 1 oie V «tlbiu, M»n |(j i ( ' mithin im*, slüt» §epiti» '«>" ^ 7b'. bkaiach!,, in begtüj ofnen d>, W«ju, t wiauna flönbcn. n bat Herz Oesterreichs fortdauerc. Tie Stärke d,r russischen Armee. Londou, 21. Nov. Wie hier angenomiuen wird, hoben ,ie Russen 21 Armeekorps gegen Tcutschland und 10 KoLps regen Oesterreich stehen. Tazu koniinen noch vier andere lrmcc zweiter Linie, so das; die Gesamtstärke der Russen mf dem nördlichen Kriegsschauplatz 3>,l> Millionen beträgt, lußerdciu stellt eine halbe Million gegen die Türkei. Italienische Entrüstung gegen England. Berlin, 24. Nov. Ter Berliner Lokalanzeiger meldet: trotze Erregung herrscht in Ligurien über die vorauSsickn. ::x, , iche Einstellung der Arbeit in 5 großen Mctallsabriken. die lotwcndig wird, weil die Sendungen Rohmaterial, Knpsei rusenei, i ,„d Blei, durch die Engländer beschlagnahmt worden sind, iwn ;000 Arbeiter werden brotlos. Tic Handelskammer von Wiidkl, p >lvorno erwartet von der Regierung diplomatische Schritte. ; WMr.ir luch in den .Hondclskreisen von Genua nimmt die Auiregun - 'Dnis |£»er die Störung der neutralen Schisfahrt zu. Englische Kriegsschiffe gcge,x die Buren ? Amsterdam, 2t. Nov. Tem Courant zufolge entsandt« >ie englische Regierung auf Ersuchen des südafrikanischen Ninistcriums «in Geschwader nach Kapstadt. — Gegen die !5 Mann, die angeblich noch bei General Tcwet ausharrcn? rcn. >n>: manfc (V tib« dl«! den» de, lei« SSanjü Vublitu i« fltoäh itotnbiatn I 1 bezahlt a :»wird kl iiadhe« :it nui '.jm lbst «ich! r 1? au«, (! Undbilitn chmu«! tieften. , fifili Mfär dir än bei e'a h'llb M d in d iniiertor t et. Z»l hinier der. kfetet. 1 Mn SO abt !« g bet Ai tu. 5" nbctc mehrere jffc mit» il Sarbe« einen O» für ein* ru ttöcn» qssics«' d a«S V. -berL-x blitzt bl’ [ o«4 'f, biete ** .mit* 1 ' |t ba ? 't, «fl. *>" Ln" stark P. mb 0 ! Hessen und Nachbargebiete. «testen «nd Umgebung. Zu einer Kriegstagnug, d. h. zur Beratung und Be- chluhsassung über Vorlagen, die infolge des Krieges ge- wten sind, tritt der hessische Landtag am 16. Tczember 191t .usammen. Ob nach Ansicht der Regierung diejenigen Ab- icordnetcn der Zweiten Kammer, für die im Noveinber d. I >ätlen Erneuerungswahlen stattfindcn müssen, ein ver- asiungsmäßigcs Recht haben, an der Tagung teilzunehmcn, ,cht aus dem Einberufungserlab nicht hervor. Tic Frage niis; ober unbedingt zweifelsfrei gelöst werden. — Lohndrücker«. Zu deni unter dieser Ucberschrift in >er Donnerstags-Nummer unseres Blattes abgedruckten Ar- ikel erhalten wir eine von zwei, jedenfalls bei der Firma Appel beschäftigten Leuten Unterzeichnete Zuschrift, in welcher Oie Richtigkeit des in dem erwähnten Artikel Behaupteten bestritten wird. Tic Unterzeichneten erklären unter anderem, dotz sie Herrn Appel nickt als Lvhndrücker bezeichnen könnten: sie könnten mit dem Lohn, den Herr Appel jetzt bezahlte, auch zufrieden sein, er l>abc für anständige Arbeiter immer anständige Löhne bezahlt. — Wir haben von dem wesentlichen Inhalte der Inschrift Notiz genommen; es wäre aber den beiden Unterzeichnern zu raten, sich damit an den Metall- orbcsterverband 511 wenden. — Gesottenc des Gießener Regiments: llnterosfizicr h. L. Wilhelm Margolf aus Rüddingshausen. — Re'. Ludwig Büchner a»S Harbach. — Frerw. Hans Rumpf, sind. phil. anS Gießen. — Wehrm. Ludwig Selten 13. ans Großen-Linden. — Vizefeldwebcl Otto Lack aus Ettings- hauicn. Vizefeldwebcl d. Res. Wilhelm Schneider anS C-roßen-Bnieck. — Res. Karl Tcchcr. Lehrer aus Elbenrod, Är. Alsfeld. — Dehrmann Karl B l u in» ans Alsfeld. — brmann Karl Seipp aus Büßseid. Kr. Alsfeld. ^ Gefallene n»s Obcrhrffcii «nd Nachbargebietrn: Gefr. Heinrich Schmidt aus Krofdorf. Jns.-Reg. Nr. 81. — d. Res. Wilhelm Hahn, Bankbuchhalicr aus Gießen. ^'Ns -Regt. Ift. 118. — Fahnenjunker Ertvin P l a 8 aus «rvßen-rinden. Jnf^Reg. Nr. 168. — Unterorf. Wilhelm ch aus Rainrod b. Schotten, Inf.-Reg. Nr. 168. — Uli, \ O“"' tk Hhtig. iiai' )C» > la«f clt « \t^ •Ht’iero. Ludwig Leyerer aus Elimbach, Jnf.-Rcgt. ?lr, I , 2. ,>reiw. Alfred Schmidt ans Wetzlar. — Musk. Wilhelm ^öhrig aus Oberkleen und Karl Ma ck aus Niederkleen, bcche in, Jns.-Rcg. Nr. 81. — Musk. Wilhelm Schmidt au? Wißmar, Ynß-Regt. Skr. 113. Gasanschlüsse. Wer in seinem Hause Gasleitung 'egen lassen will, soll dies möglichst b a l d anmelden, wei'. vie cs in der gestern veröftcntlickten städtischen Bckaunt- nachung heißt, bei stärker auftretenden Froste diese Ar- ieilen nickt niehr vorgenommen werden können. Es sei deshalb an dieser Stelle nochmals auf die erwähnte Bekannt nackunn hinaewseien. , — Menschlichkeit im Lriege. Aus de» Mitterkungru eines. ,>e!d- .»gterln«k>n,eis ans Slleckxra an enxn darttgc» Einwohner ,'t ".««des von stntercsic: Ter bei den Pionieren stehende Monn daß. ois eines Tages die Son-r-gnie ni„ Wrn'nlegen be- rvae. ettvo Hy Kranzoien ans ihrer Stellung herovskaiaen, " e vande h«j> hielle,, und ten Puuneren rurwicn, »ul>: zu icheien. 77 !« »engen aus di« Drurichen zu. «in Leutnant und 20 Main, fl ng zugegen 2 it ,ag:rn imicrcn Leuten, sie Tollten doch ihre drei r -, Ji 'lnianlerisken. die schon seit 1 . Aovcuilwr zw -- . a * tT iroydem Taesachc. — So unglaublich, wie der Pr 'I- meint, ist das erfreu! ri orwciie gerade nicht. Derartige Zeigen, batz trotz aller jtriegsgrcucl d,c Mciiichlichkeii orch senz ausgestorben ist, wie d»s bei manchen wriegshrtzcrn der «all zu feit scheint. T.J wird in engbichr» Uläucrn folgender «all erzählt und von deutt.r en wietovgracderi: ,Ei :>che und deutsche Tirwprn dättrn^in geringer Enticr.ning von »inander die gonzc Aach: in >br:n schanzgräben g./t.Wber gelegen und anseunrirder ge ft«er». Beim Rorgci.'.n:: ::: geu>a::>.e man miuen nis . .'II teil leiten h>räb:n c., en trn.'chrn Henvarntetea, der sich nicht für! !-wegen k." tr und vor Lchmer'c". laut stehn:« D' oahtr plitzüch von deutscher §. >e ein Doldach os'eudar in der Hbfidjt. ff,neu r: wendeten Nameratea He>rn,zt:hc!eu. «. .r «<:>. er ihn noch tri. cht haue, wurde er von de» Enr.ia.idern medergcschoffen. Run ließ d.i englisch: Lssizirr sosort des signal zom S-uhaiten des «eurrs geben, wrang selbst blh.nde «w de», Wroben uio cllke aus de» Verton..beten .zu. wurde nun ab.r von den Dem ' :u, die ihrrn Maiui räch-tii ivoll.ei», beichossen und getrosten. Doch irar er n-ock> iniftandc.^de.! Verwi'udr,e„ crre «i: und n-r hä Ne auch aus dtuischi'r 2c.c das «euer «uf. Ter b ..gär der rerm achte eben noch den Denlfchen aufzi.h:drn und trzig ch» ,.un dirett aus den deul'htn Graben z», legte ihn vor den dort de-ehlichndea kislz-er »iricr, saluliitte »nd wollte sich iarnlkzieben. Ta riß der deutsche Cfiiver fein Eisernes stren; von der Brust mid brslerc es mtter dein allgt- n»cuten lauten Zu jauchz:,, der bcitcls.'itigei» Trupp:., an di« t vollzogen. Tic Parteien ciniatcn sich »ach langwierigen Vcrhandlunoc», den acoenseiti-ien Besitzstand zu wahren. Rur daS Zentrum, das bisher einen Vertreter in der Stadtvcrordiictcnvcrsammluiia hatte, wird ans Kosten der übriocn büraerlichen Parteien einen Sitz aewinncii. Den mnß- >c» die Fortschrittler und Rationalliberalen dem Zentrum sür die Wohlhilsc vor zwei Fahren zniprechcn. Rach der Vcrcivdaruna sind je 11 Sozialdemolralen »nd Volksvarteiler, 3 Rationallibcrale und t Zentriimler ansacstcllt. Fbre Wahl wird sich zwciselloS glatt vollziehe,,. Das neue Kolleoinn, scvt sich dann „isa»in,c,i ans 32 Fortschrittlern, 23 Sozialdemokraten. 1t Rationallibcrale», 3 Rittelständlern und 2 Zcntrümlern. Von unseren bicnosien treten neu in die Sladtverordnctci'verlammlnna: Tr. Qnarck sdcr erste Frankfurter sozialdkinokratis-se Stadtverordnete, der aber vor zwei Fahre» „nterlagl. Gcwerlschastssekretär Dorsch». Rechtsanwalt Dr. L c v i. Lagerhalter M euer und Gauleiter Z i m m t r nt a 1 , n. Fm Stadtrat ist die Sozialdcmokralic durch den früheren Stadtverordneten Genossen Benno Schmidt vertreten. Krcis Wetzlnr. n. Wetzlar. W a h l v e r e i n. Tonnerstap den 26. No- vcinber, abends 1^9 Uhr, aenreinsckaftlicke Mitglieder-Vcr- sammlung mit den Genossen von Niedergirmes bei K. Tckrcicr. Wetzlar, Lahnriraße. Tagesordnung: Ttadt- verordnetenwahlen. Vollzähliges Erickeinen, besonders von NiedergrrmcS. erwünscht. Ter Vorstand. ». Gegen Lobn- »nd Geh«ltSknrW»gen bei ?ln,iest«llten und Ar- be-lcrn wende! sich ein Erlaß de? stillveriretenden koiiimeiaidieren- ien Generals des 8 . Armerkorrs in Kobltng. Solch« Lr'nUir- 'iingm seien s »er bot !! < ' wesen, jetzt cber , «ch 28i«der- belebung des Ge'-ckc '-^--rrlso nröillg und oft unaesetzlich und matwen Ge-'. naßrawnen erser»er>ich». — T'-i sollten sich auch verichudcn: Arbeirrrder ßn Krr-: Werl-ar zu Herzen nehmen. l>. Seokders. Aus unserer der Krieg wieder ein Opfer er.' • :r:: d:r Wt'rtitf He uric Schmidt. Hüttenarbeiter vor. hier, ist in Frankreich geselle». Er hirZerlößt Frau und ein Kind. Er stoud bei dem Fusaittenc-Rlgiment Rr. 81. Meftrrwnlv «nd Nnterlaftn. — Lohnabzüge in teueren Zeiten. S : e sichere ist in diese» »chwereu Zeiten den drcstnat gehe iigxu Prosit? Des ist die Sorge, die manch«» Unternechnrer über alles xcht. Wie die Arbeiter tobe, zurecht dctmnen. ist den Herren hockst aitichzziiltig. Wen» nur ihr: Fntereff«! gewahrt sind. So dachton euch ivohi di« Jung scheu Eisenwerke bei N'cdcrfcheid. di« zum Heffru-Raffaunchen Hüttenverc,u gehören und die in Fried«nszeiteu etwa 300 Arbeiter bcjchüitigeit. Als der Krieg aucbrach, lag das Werk zunächst etwa 6 Wochni still. Dann öfsi.eten sich die Pforten der Fabrik. M: einer um 2 Stunden vcdinierreii Arbeitszeit konnte wieder gestlprsst wtrbeu. Dieser Lohrtowssall war sür die Arbeiter sicherlich hart Doch der Firma «Z.r.atr e:> noch rieht. Ei» Lohnabzug von zehn Prozent wirrd« dru Atbecker., diktiert, damit der Nuterikohiiicr- piosit «:ch :> Kr .gezeckeii keine Schanalening erleide. — Was f ort den K.'.pitaiisien der durch verkürzt« Ardeitswit lwrcits ei», getrciine Lok iiissa». wee schere» ihn Tenenntg »ich die banti: reronntere ?!ot der Arociter, Ter »utrruehmer baiHelt. ivir ihm sc,n brildbeuiel vorschreibt. Fm »>oh::»cchet, Isezzeusav zu iolchru Piaktiken stchen Hai-Au, zen ewu einfache,, Arl-Hicru und klein«, Lkutrw So wird uns aus Sinn mstgelchlt. daß dort die Z«se- lnire H und Sch. .cbenfo der Bäckermeister G.. die ein eigene» Wotzi he:,» besitzeden Familien ihrer Mieter, die tu» Feld gerückt, iiir d>« Tauer de» Krieges freie Wohuuiig gewähre,, Mit dieser Haudiuitz, die alle Ach'mig verdteitt. vergleiche mau d,e Proiitzzier monck.-r llnieruchiurr. rückstchisloser Hausbtsiver und Lebens- mittcliruckerer. Ein nichtbcftätigter Bürgermeister. Fu Tousbach im Tilllrc,» wurde vorige Wocke der 2Kvxu>au» Schmidt zum zweiten llöai« zum Bürgermeister gewühlt. Seine erste Wahl u»ir von der Rtgieriing nicht bestätigt worden. Von Nah nild ^ern. X Berschwuiidenk Liebeogaben. Fn Angoburg wurde am Sameiaa ,11 «wer Masistratssiizinizz b>.!.in»tgeaei>cn. d>,ß eine große St ich »g Augsburg.r Liebesgaben sür da» 3. Baitcritchc Laudivehr Fusauter» regem ent — 4» Kisten im Werte von 10 000 Mk —. vor 5 Woche» auegegeben. aus dem Trauspvtt spnrlv» mrschwundeu ist. Alle Rlklamatioiien ivarcn vevgel'Iich. Telegramme. lagksbericht Scs Weil iißuptfiiMrticrü. Zn» Wessen keine wesentliche vernndernng. Die Lage im Osten noch «ngeklärt. IVN. Große» Hauptquartier, 21. Rovcuiber pvrmittags. in Aer lin, dcr zweite nn der Spitze seiner Truppen. Beide sind seit längerer Zeit nicht i» Oftpreiiße» gewesen. Tie oberste Heerrdlrilnng. Wie die Ettqkündcr ilsren Z-peunden „helfen". Tie Engländer und Franzosen scheinen es darauf abgesehen zu haben, den Belgiern in der Weise zu helfen, daß sie für die Fortschritte der Zerstörung sorgen. Tie Engländer hielten unnötig Antwerpen so lange, bis die Beschießung begann. ihre unheilvollen Folgen zu zeigen. Dann versuchten die Engiänoer Gent znin Widerstand zu verleiten, was der Bürgermeister und die Schöffen vernünftigerweise ablehnte». Tie Engländer deschessen später Ostende, die sogenannte Königin der Küste, ans die die Belgier so stolz sind. »>»n sollen nach französischen Berichten, deren Bestätigung allerdings noch abznwarten ist, der Turin der alten gotischen Tuck- halle von Rpern und der Turm der Kirche vernichtet sei,.. Das neueste ist die englische Beschießung von Seebrügg' . dessen Hafen die Belgier mit einem Kostenanswand von 50 bis 60 Millionen errichtet haben. Beolrachtei^von der holländischen Grenze ans wollen festgestellt haben, daß hier auch eine Gasfabrik erplodiertz fei. Tie Deutschen waren übrigens ans die Beschießung vorbereitet, denn sie haben schon vor einigen Tagen den Beivobnern von Seebrügge geraten, ihre Häuser zu verlassen und in Krocke »nd Heyst Wohnung zu nehmen. Pariser Neaier«»nqssorgett. Pari», 24. Skov. (WB. Rickttaiiiklüh s Das Echo de Paris tu flärt: Ti« UtbcrfitMui;« der Regierung von Bordc^aur nach Paris löiiittc die deneschen Truppen. Zeppeline und Tauben au- lockr». Derartig« llcbernasthunge» würben die illegiernug zwing«,, vor den A,gen des verivunterlen Europa abermals »ach Bordeaup überzusiedclii. Solche Mögsichleiteu wi>iben die Rückkehr nach Paris nicht beichleuuige-.i. Cin e»»glrschcr Neber-Dreadnought gesunken. Rotterdam, 21. Rotz. (WS. Nichtamtlich.) Rach Mcldungen aus sicherer Ouellc ist der englische II c b c r > d r c a d » 0 u g h t „A u d a c i 0 u e“ am 28. oder HI. Oktober an dcr Rordküstc Irlands auf eine ÜÄint gelaufen u » d g cfun ken. Tic Admiralität hält das Ereignis streng geheim, um eine Aufregung des Landes zu vermeiden. „Auöacious" hatte ein Deplacement von 27 000 Tonzieu und i ne Maschimnftörkc von 28000 PS., ein« Gcichwindigtsi, von 22 Sr«neilen und eine Besiiicknng von zehn 34,3 .Zentimeter- und iechs- zetu 10.2 Zenitmeter-Kckuon«!,. T,e Besatzung betrug etwa 110» MoII». Dcr Bau des Schiftes eriorberte einen Kostenaufwand von 6 0 — 7 0 Millionen Mark. Zuslimmerlsto'; eines Torpedobootes mit einem dänischen Dampfer. Kopcu Hagen, 24. Rov. Uhr piin.tlich profoor Dr. König: Dir Verwendung der Uaturlttöflc im Kriege. Im Besten m Hiolerliliebeiieii der im Feide yeiaiienen Giesser.er. Gintritlskartcir — eine jit :$0 Pfg., zehn zu Mk. 2.SO - sind in den Buchhandlnnge» von Frees, SeltcrSweg, Koch, Scltersweg, Legier, Südanlage, Schneider, Nenenbäue, sowie Ernst Baiser, Mäusburg nnd abends an der Kasse zu haben. Bekanntmachung. Vom 27. Nonembcr nb ist für voraussichtlich ti—8 Wochen eilte grösicre Anzahl Manuschasten mit Verpflegung in Bürgeiqiiarticrc» nnterzubringcn. Tie Vergütung de trägt 2 Mark für den Tag. Anmeldungen werden bis spätestens 2ö. November, abends li Uhr, im Stadthaus, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 8, entgegengenommeii. Gießen, de» 23. November 1914. Ter Oberbürgermeister. K e I l c r. Unterbringung der hier zngcwicscnkn Lchlcsicr. Unter den der Siadt Gießen ziigcwicscnen wchrpslichtige» Schlesiern im Alter Vvn 17—20 Jahren liesindcn sich Schüler höherer Lehranstalten, die während des Ansenthalts hiesige ai Geiser höhere Schulen besuchen sollen. Es ist erwünscht, diese jungen Leute in Bürgerquartiercn — möglichst unentgeltlich — nntcrzubringcn. Ich bitte um gesällige Mitteilung, wer von der hiesigen Einwohnerschaft bereit ist, diesen im vatcrländi scheu Interesse ihrer Familie entzogenen jungen Leuten wäh rend der Zeit ihres Hierseins Ausnahme zu gewähre». Gießen, den 23. November 1914. Ter Oberbürgermeister. Keller. B&5 fiolöffnim Kmilifiirt i. M. m Kaufe uodi einige Waggon | gesunde »nt sortierte Sttlerheiligensirahe Direktor und Besitzer Albert Rappmann. Treffpunkt aller Kießener! Hervorragendes Programm! U. a.: Leonore Jallo». Soubrette, iltevcre u. TorclIN, Kontrast-Duett. s.Keiln Reich, Vortrags-Soubrette. Gnders-Trio, Atrobaten in ihren seltenen Kraftneubeiten. Prolongiert. Ihr Hauvttrils: Ein Spaziergang mittzPersonen im Gewicht von 375 Pfund. Anita Etorcnzi, Vortrags! ünstlerin. 2er bonforüoneuse Komiker Paul König, des großen Erfolges wegen prolongiert Ella BarellN, Dressur-Akt mit Hunden und Affen. HanS Asiencrt, Frankfurter Liebling. Irl. Elic, jüngste und stärkste Athletin Baherns. Rach Schluh der Vorstellung Konzert mit Humor. Unterhaltung bis 2 Uhr von der Hauskapelle. Rappmanns Konzert haus Tchiiurgaisc 55 Täglich ab 6 Uhr t Grostes Konzert. Vorzügliches Dnnion-Orchestcr. Eintritt frei. Stets wechsc.nde Programme. 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