Trgarl für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oderhessen und der Nachbargebiete. O»crkeivi-k» B-ttsictlu», erlcheml leben Werktag Abend IN Nedokrtsn nnd Ervedilton en Der AdoiinemcntSprei» beträgt «vchenttich IL Pig. monatlich Gtefien. ^abntzositratzr 23. iS-At S-wrn>affc. tg. einichl. Brrraertodn Durch d,e Pol! dczogen vierletjährl.ISVMt, »elevkon 2008. ^ulcrore kosten die ü mal aewall Nolonclzetle oder deren Raum lö Pf», üei oto«rfn «-.ifträßfn Ra all fltucigen wolle man btl abend« 7 Ut tüi die 'olgende Summet in der ErpedUion auiaebeu Hi. 274 Gießen, TicnStag, Den 24. Wolicmücr UM4 !>. ^lilirgniig k\ lorj-l >itt ■>% I- us| sotten I Oi'ij | öt'ij.l >W tun. I ncürvrtll türkische Fortschritte! Ciniftteit in Gefahr. lt der Reichstag am ll August zu seiner geichichtlich dcnk- gen Tagung zulammentrat, standen seine kurten Berhaud- i unter der Parole: Einigkeit i» Gesahr! Ter Krieg war da, riest, wie ilm die Welt nach nicht gesehen hatte, schon hatten ■n die ostprcnsiische Kreuze überschritten, schon bestand auch lwciscl mehr darüber, das, Frankreich an sciiiem unseligen tia mit Rtistland sesthaltcn würde, vnd jenseits der strancn Nichte der schatten eine» noch größeren und gcsährlicheren rs ans, Das im Reich stccinistlc detitschc Polt erlebte seine sie stunde, lind da >var nicht mehr 3cit, daran zu denken, is alles so stckontmen sein moste, und auch nicht mehr daran, n mll den Innern Einrichtungen diese» Reiches zufrieden war, alt es, das Haus selb st z u j ch ll v c n . um cs nachhc. vohalicher einzitrichkeu. uns nur einen Wille» stab es mehr stk und in der Volksvertretung. den Willen zur Bertei- n st tcfcr Einigkeit hat das Reich seine bisherige» Erfolge zu i. Ed ist nicht autziidenkcn, wie alles gekommen wäre, wenn sten, die ein Recht zu haben glanben, mit den innerit Zu- i des Reiches unzufrieden sein, nicht die Pjlicht zu gcschlosie- biothr alten „mit so bercchitgien Beschwerden und Iorbc i vorangestellt hätten, Aber diese Beschwerden und ,>»rbe- i mästen nach dem Kriege mit desto größerer Wucht erhoben > und auch während des Krieges braucht niemand die Illusion treu, daß wir schon in der besten aller Welten lebten, mit Erhaltung allein schon alles stewoiincn sei, Aber ivlanae fahr besteht, gibt es troll alledem noch ein erstes: das ist die heilttUniist eines nach außen gesicherten Zustandes, dliich aussichtsreicher tlampf um Besserung im Innern erst wieder ichl werden soll, e Einigkeit wird bestehen bleiben, solange die Gefahr be- ! Man darf stch ober auch darüber nicht tänschcii, baß in dem |dllck, tu dem das t'ioiiiltl der Sicherheit in das deutsche Boll telehrt ist, die allen Riciiuutgskämpsc wieder ans breche» wer- Dieser Zeitpunkt ivird auch nicht dnrch den Iricdcnsschluß. ii durch die ikriegslage bestimmt^ Man tan» stch de» Fall , das: der Krieg schon zugunsten des Reiches entschieden ist. lnkschläste als aiisocichlosten erscheinen und da» dann die entstellt, ob der Kamps bis zum Weißblittc» des Gegners ührl oder seine» ?,riedeitswünschcii billiges Enkgegenkomnie» t werden soll, In einem solche» Augenblick würde sich die c Cozialdemokratle zweifellos des Stuttgarter iiitcrnaiio- Beschlnstcs erinnern, der sie verpflichtet, fuv die rasche Be> "st des Krieges einzulreten, und sie wurde das mit desto sr lkmichiedriibeii tu», >c iestcr sie daoon überzeugt ist, dast Bescheid,mg bei dem errcichlc» Ziel der Abwehr auch im > Interesse des deutsche» Volkes liegt. ^i" 5- Dezember, säst genau vier Monate nach seiner ersten tagmist, wi,d i,xr Reichstag wieder zusainiiienlrcieii, -iiuaiion wird er vorfiiidcn:- Das wird angesichts der I viitwiikluiig der Kriegsereignisie niemand prophezeien "der sehr nnwahrlcheiiitich bleibt eS doch, dast «ich i» den '» Lasten, die uns noch vom Zusammentritt des Reichstags «■ eine Ae» der >ina der Lage vollziehen ivird, die uns kn stkliattetc, dast die Gefahr vorüber sei, ' "ur recht, wenn sich die Prelle bestrebt zeigt, die Licges ’* Bolk ,u stärken. Es ist sehr unrecht, wenn ei» »ii ibr^bu- «oac in einer Weise darstellt, die geeignet ist, d a s in Sicherheit zu wiegen. Wer vorhaiidcnc Ge > c >>« »e t. weil er sie nicht sehen will, ist I e i » H e l d ' e t ihnen ins Hugc sieht und auf dem Entschlüsse bebaut, sie J^ et üt einer. Es ist nicht so, dast die Kanipstnst , "krAaudskrast der Gegner durch die Euttäuschiiuge». die -nkn. «rochen ist. E-: ist nicht so. dast Dcntschlaiid icv> " i "tstdeusliaub auszustreckcn brauchte, damit die andern » t,•®* T Gelegenheit Kai. die Presse des feindlichcii An- ' i Ir.™' der weist, dast drüben die Hoffnungen aus . liche schwere Rieder läge D c ul i ch- ■ »u di l a n qo n i d) t 0 » t n c n t b c n sind. Drüben sich: u »infltmit andern Augen. n»d was »»s grost erschein:, inan drüben iür gering Was wir für iicbciisächlich halten, '« dort entscheidend« Bedenluiig zu „Der deutsch i® >> Westen stockt Rustland dringt i» Galizien vor »nd ov gelegeiittichrr Rückschläge immer neue Mögen au die Grenze Mil jeden, Tag. de» der Mrien länger dauert, te Ai,s,,ch,e„ Dciiiichlands. steigen die der Berbündcieii" i um denen drüben die Dinge dar, Ei» zwanngialiriaer 'iirdc n»s aiigckikndigt. und Herr ASquith. der es gnädiger "w. spricht immer noch von einem dreijährige». Wo sind rdenSwünsche aus der ander» Seite? Wir wollte», »e ». aber wir hören von ihnen nichts! t»ac i» der Reibe der Gegner der Wille mm sieg lebt, io V’ii in der Hand Dciiiichlands liegt. Friede» m mache», ' , niemand io ocrmcsien sei» ;» behaupten, da» jede Gc- , iü, Deutschland lampst nicht gegen schwache, beinahe ' w n tf cs kämpii nicht geoen Gegner, die de» n _ täinpit auch nicht — irov mancher vorwisiaer um Eroberung und U n I e rwe r su » g s r e m - r sondern es kämpii noch immer darum, dast cs run, m! » > e d e r g c w u r f e ii wird, : , ?^'bi »och immer in der Hauptsache Einigten ge tut ^"tnleit schlicstt Mritit an einzelnen MastnaMncn 's»!«» «Estt nicht das Recht ans, über das Ziel der Xiieg- , 'v, -‘Cinuth, auszukprechen, ob sic auch nicht jedem oc> ;»>, dariiber dort kein Zwei sei bestehen, dast wir alle i kmichlosikner Abwehr zu verharren, lotange Abwehr «ad die ist nach notwendig! Wir sind »och nicht >o ... '.r gerne sein mochten, und darum gilt noch immer die v tni^fcj We ,- flf)l i Gegnerische Berichte. Gens, 22. Nov. -Heftiger «Anectreibci: konnte die deutsche Infanterie nicht anssialten, an dros Ltellcn Angrisse zu unternehmen, die auch did ersten franzö- fischen Tagesberichte als Heft, g bezeichnen, ohne jedosi, das Zurückweichen der französischen Verteidiger zuziigcstehcn. Dagegen bestätigt die Iosfrenvte rückbaltslos einen d e u l. scheu Erfolg bei dem Orte Ehauvoncourt, der in durchaus gesichcrtcin Besitz der Tciitschen und von grobem t.if- tischein Werte für sie ist. diopciihageii, 22. Nov. Ein Telegramni der Berlinske Dideude aus London besagt: Tic ziriegSkorrespondente» neidet, iibcreinstiinmcnd. da» zwar die heftige Kanonade fortgesetzt wird, aber doch eine bedeutende Mattigkeit in de» ztämpjpn an der Westfront herrscht und das; mt? beiden Leiten eine Geneigtheit vorhanden zu sein scheint, nach und nach einen W a s s e n st i l l st a n d z n v c r - c i n b a r e n. In der letzten Zeit fei keine wesentliche Aende- rung in den beiderseitigen Ltelliingrn eingetcetcn, und es sei daher auch einer Anzahl Offizieren und Mannschaften ei:: Ruheurlaub irach den ununterbroche'ncn Anstrengungen und Kämpfen der letzten Wochen gewährt worden. Detitschc .Kühnheit. Vondo», 22, Rov. (Cstr. .Zrlft.l Der offizielle Berichterstatter im englischen Hauptgnarticr bnidüct über die grostc Äühnheit. mit ocr keltische llntcrosstzicre nachts in die englischen Stellungen ein- dimgen und Erkundungen vornehmen, Lic legen Schuhe i»tb stopsbcbSlkimg ab und kriechen an die engltschcn Linien heran, deren Aufmerksamkeit die Dciiischcii abzulciiken suchen. Häufig tragen diese Dpäher namgcmachic ithatiiinisormcii. Es gclbigt ihnen manchmal, die englischen tzinien an sehr geeigneten stellen zu passieren, Biele sprechen Englisch »nd zeigen auch grostc Gewandt heit, sich ans schwierigen Lasten herauSzuzicheii. Tie versuchen auch die TclephvndrShte durchzuschneideii, Rttssi'stle Kriegsiilirung. Wien, 21, Rov, (Vi'. B. Richtamllich.l Die Pvliliichc ztorrc- spondc»,; vcrösscnilichl genaue Daten über die vlclcn 7>ns- ichreitiingen, bereu die russische» Truppen besonders die dtosakcn sich gegen die Tanitätsangestellten des österrcichisch ungarischeii Heeres sctpildig gemocht haben. Danach haben die russische» Truppen Wagen mit der ,rahne des Roten strcuzes auch bei Tageslicht nicht beachtet und die begleitenden Taiitlälsinannsäiasteil beschossen, die Wagen verbrannt, die Pierdc nicdcrgcschosicn, die Verwundeten mistbandelt, mit stziisten getreten und mit Täbctn verwundet. Derartige Borsällc sind wiederholt vorgetoinmcn, Ruffischer Ritzerfolg in dct» Karputhe». Budapest, 21, Nov. ((itr. ( 'jrfjt.) Alle Berjuikic. russische Abteilungen von Galizien aus gegen die ungarische Karpathcngrcnze vorzuschicbcu, wurden von unseren Truppen glänzend z u r ü ck g e w i e s e n. T:c Russen waren gezwungen, den R ü ck z u g anzutrctcn. Die Bekreittttg ver Brtkowitta. Die Bukowina ist vollständig von den Russen gesäubert. Rur i» der Gegend von Mchalla und Boja stehen einige Kilometer von der Grenze etwa 201»! Russen, i>ii(t täglich versuchen Heine Detachements gegen den Pruth vorziirsicken, Tie werbc» jedoch von unseren Borposten vcrtricben. Am Ist, und tu. Rovcmber versuchte eine russische Abteilung über Wiznitz von Rordwesien her in die Rahe von Ezcrnowly zu gelangen, wurde jedoch an beiden Tagen unter grostcn Berlustcn z u r ü ck g e - morsen, worauf sich die Rüste» zur Armee nach Galizien schlugen. Ezernowill selbst ist in keiner Weise bedroht und sehr ruhig, Tie Türken am Luefkanal. .stonstaiitinopel, 22. Ron. (\V. Ii Nichtamtlich.) Mel düng ans dem Haupigiiarlicr: Mit Gottes Hilfe sind unsctc Truppen am «uezkanal angckommcn. In dem Kampfe ocr zwischen Katasa und Kertebe, beide 30 Kilometer östlich vom Kanal und bei K a n k a r a am Kanal selbst statt- fand, sind der ciiglischc .Hanoimann Wilson, ein Leutnant und viele Loldatcn gesallen und sehr viele sind verwundet wor den. Wir haben ziemlilli v i e I G e sa n g c n c gemacht. Tic englischen Truppen haben sich in regelloser srlucht zurück- gezogen, lfuglische Äanirlreitcr, die sich bei den Vor Posten befanden und Gendarmen, die bisher in englischen Ttcnsteu gestanden haben, haben sich uns ergeben. Gin Katnps atu 2chatt-el-Arab. Konstantinopel, 22. Nov. (Priv.-Tel. Ctr. Bln.) Am Lcsiatt-cl-Arab fand ein heftiger Kampf statt, der neun Liun- den währte. Tie D e r l u st e der Engländer sind bedeutend. Unter den Verwundeten befindet sich nach Ans- sagen der Gefangenen auch der Koiuinandeur der englischen Truppen, Koustautinvpel, 22. Nov. OV. B. Nichtamtlich.) Mitteilung an?- dem Großen Hauptquartier. Unsere Ltrcit- kräfte, die auf Batum marschieren, haben die feindlichen Truppen völlig aus das andere Ufer des Iltisse» Tschuruk zurtickgeworscu. Diese Gegend steht vollständig unter tiir- litcker militärischer Verwaltung. Unsere Truppen, die ans A r t w i n vorrürken. haben diesen Ort b e s e tz t. Nach Nachrichten über den .Kmnpf am Lchatt-el-Arab ist festgestellt, das; die Engländer 730 Tote und ungefähr 1 OflO jif rimtit- deten hatten. Gifolqe der iürkistsfen Flotte. Uaiistantinopkl, 22, Rov mundet Da-. Rcnioiitre mit der riilsilchcn glottr, drr „rgriilibrr sich nur zwei iarkilchr EinHeiie» besanden, sand zwanzig Teciiieilku vom Leuchtturm Mi;erion entfernt stall. Kvnstaiitiiiopcl, 22, Rov, lElr, grtjl l Bei dem Zusammen, trrssrn im Tchwarzen Meere waren lüns ruisischc Llnirnschlssc, viee ilreuzer und vier Torpedobootc beteiligt, während aus llirllschrr Telic nur drei Ejnhcltcii den Rüsten kntgegentralcn, Rur durch ibre sllncht brgütisiiqe»«»» plitstlich anslafchrndkii dichtrn Rrbrl ent« ging die rushiche ,)lottc rincr zealastrophr ltonstaminopel, 21. Rov sZV. 8. Richtamklich ) Mato dem amtlichen Bericht des HauptguarticrS traf eines unserer Geschosse, die von unfereiit jlanonettbool „Marmarisi" während des Uampscs in Tchatk-cl Arab abacscncrt wurden, ein englisches Kanonenbooi und verursachte eine E r p l o s i o n. Einzelheiten fehlen noch, Konstniilinopes, 22. Nov. (Etr. Bin.) Ter Kreuzet „Hauiadie" b o m barbierte und zerstörte gestern die ruisischc» PetroteuiN-TcootS und die Nüdiotelegraphenstatio:: von Tuapse (zwischen Noworossijsk und Poti). Der Heilige Krieg. Koustantinopel, 22. Nov. lk. Nichtamtlich.) Aus den Provinzen treffen fortgesetzt telegraphische Berichte ein über die Volkskundgebungen anläßlich der Proklaniierung des Heiligen Krieges. In Dainaskus fand am (strabe Sala- dins eine Kundgebung statt, an der über 30 000 Personen tcilnahmcn. Tie Menge zog sodann vor des österreichisch- ungarische und das deutsche Kousitlat, wo eS ebenfalls .zu Kundgebungeit kam. Tic Laue in Älegkfvteit. Der xorrelvondenl des Giornale d Zlalia schreibt ouS Alcrandria solqeiidcn bezeichnenden Bericht über die Lage in Akgnvtcn: Die englische Zensur verbietet mit uncibiltlicher Jlrenge alle Mitteilungen über das, was sich an der ägnplischea Grenze ereignet imb bemüh« sich, die Boigängc als harmlos hinzusteUrn. Dieses letztere Bemühen ist aber nicht von Erfolg gekrönt, und wenn auch nicht alles ofjenes Geheimnis wird, so weih man im allgemeine« doch Bescheid, Aus fiaicrtr Quelle vernahm ich. dah in der letzten Zeit einige Male Wagen mit verwundeten englischen Zoldalen durch die Dtrahen »airos fuhren, Obgleich die Behörden cs ablcugiicn gilt es für wahrscheinlich daß jene Waste» von El Arisch an der Grenze lamcn. wo ntn» sich mit grosier Heftigkeit Miimpfc lieferte, Indessen ist der Bclagcrttngsznstand über Kairo und andere Diadte verhängt worden und die strenge der Polizei hol den höchsten Grad erreicht, Ten türkischen Untertanen ist weder ein Ein- noch ein AnSschisscn ans Alcrandria mehr gestattet, seihst die durchreitenden Europäer sind manchen harten Unannchmlich keilen ausgc'cvl, Jene, denen die Erlaubnis gegeben wird, an Land zu geben, haben sich einer bis ins M>ciufte gebenden stontrollc zn i'uterwerscn, aus Iurchl. sic köiinleti der muselmanischen Bevölkerung geheime Mitteilungen zukommen lallen, Tic zahlreichen Italiener in Aegvptcn erleben eine böse Zeit, da Handel und Industrie ruhen. Mehrere sind von der Regierung, trotzdem sic sahrelang in ihrem Dienste standen, ciitlasien morden, Tic telegraphische Verbindung zwischen Aegypten und der Türkei ist unterbrochen, Tie Tlimmung in Persien. Stockholm, 22. Nov. (Ctr. Jrkst.) Major skoeldebranä ist vom persischen Gendarmeriekommando auf Heimaturlaub hier eingctrosfcn. Er erklärt, daß bei seiner Abreise sich bist Kunde von der Teilnahme der Türkei am Weltkrieg gerade in Persien verbreitete und daß die kriegerischen G r c n z st ä nt m c sofort aus die Leite der Türkei traten. Weitere Be'chlaInaktnen dnrch die Türkei. Konstaniinopel. 22, Rov, lEtr, Jrkst,) Die türkische Regierung hol anher der englischen Bahnlinie smyrna-Aidi» die sranzösilchen star-Gcscllschaftcn von smyrna und Beirut sowie das sianzösische Wasierleilunstsiinternchmen von Konstaniinopel und Derkos unter Sequester gestellt, Ter Feld,;«si in Terbien. Zahlreiche Gefangene. Wien, 22. 2kov. <\V. B. Nichtamtlich.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird auittich gemeldet: Ltarke eigene Kräfte haben die Kolubara bereits überschritten: doch leistet der Gegner in mehreren gut gewählten befestigten Ltel lungen.noch Widerstand, T>e eigne Vorrückung, die durit den altsgeweichten Boden, üöersckiweinmte Dasierlaufc und :m Gebirge durch meterhohen Schnee verzögert war, ist aber nicht ansgcbalten worden. Eigene Nachricktendetachements und große Patrouillen machten in den letzten zwei Tagen wieder 2-140 Gefangene. Tie Gesamtzahl der Währeno der Kämpfe seit dem 6. November gemachten Gefangenen beträgt hiermit 1 3 0 00. Sofia, 22. Nov. (W. E. Nichtamtlich.) Aus Nisch wird geweidet, dah die Stadt von Flüchtlingen iiberfiillt ist, die Mühe haben, Unterkunft au finden. Ter Kurs der Napoleons ist rasch an? 27 Dinar gestiegen. Fliegerangriff aus die Zeppelimverft Friedrichshofen. Stuttgart, 22. Nov. (\Y. I!. 'Nichtamtlich.) Bekanntmachung des Stellvertretenden Generalkommandos deL 13. Armeekorps: Heute mittag 12 Uhr 12 erfolgten durch zwei englische Flieger, die schon frühzeitig bemerkt und gemeldet worden waren, Angriffe auf die Luftschiffwcrfl in Friedrichshafen. Durch das in Bereitschaft stehende At- wehrkommando und die in Friedrichshofen stehende In- fanterie wurde alsbald der eine der Flieger, ein englischer Marincleutnant, h e r u n t c r g e s ch o s s e n und s ch w e r verlctzt gefangen genommen, während der andere in der Richtung nach dem Schweizer Ufer e n t k a m. Mehrere von den Fliegern hcrabgeworfene Bomben richteten an der Luftschiffwerft keinerlei Schaden an, dagegen wurden durch Sprengstückc von der Zivilbevölkerung ein Mann ge- tötet und mehrere Personen verwundet. Tas abgestiirzte Flugzeug ist nur wenig beschädigt. Friedrichstzasc», 21 Nov. (WK Nichtamtlich.) Durch bi« Bombenwürfe des heran,tcrgeschosseucu Fliegers, der am Kopfe und an der Vaud schwere Verlevunqci, erlitt, wurd« ein 21 Fahre alter, aus der Schweiz gebürtiger Schnei berge feile namens Wiedmann aus der Stelle getötet. Zwei Frauen wurden schwer verletzt, eine am Kopf und an der Achsel, der anderen wurde der linek Unterarm waggcrissen. Die Vermutung, dah der zweit-: Flieger im Boden-fee ertrunken sei. bestätigt sich nicht. Er hat vielmehr in ziemlich niedriger Fahrt über Manzell ein« Bombe geworfen, die ihre Wirkung aber- verfehlte. Die ausländischen Hrlfsträfte der Feinde« Kanadische Truppen. Ottawa, 22. Nov. (W. I!. Nichtamtlich.) Tic kanadische Regierung beschloß, 20 000 Mann st ä n d i g unter den Fahnen zu halten, um über stärkere Reserven zu verfügen. Das Rcutcrsche Bureau meldet: Ministerpräsident Borden kündigt an, Kanada werde weitere Truppen mobilisieren, so daß noch vor Ende des Jahres 108 000 Mann unter den Waffen stehen würden. SoldatenansbitSnttg in Australien. London, 22. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Die Times ^melden aus Melbourne: Im Repräsentantenhaus erklärte der Premierminister, daß die Regierung alle Schritte tun wolle, um eine unbeschränkte Zahl Soldaten ousz» bilden, die. wenn nötig, ani Kriege teilnehmcn könnten. Es würden finanzielle und andere Vorbereitungen getroffen lverdcn, uni eS der Regierung zu ermöglichen, nach Bedarf Kontingent auf Kontingent abzusenden. Japanische Silfe? Genf, 22. Nov. (Ctr. Frkft.) Französische Blätter nicldcn— diesmal aus Petersburg —, daß man sich dort frage, ob nickst durch den Angriff der Türkei gegen den Dreiverband Japan jetzt ein Heer nach Europa zu schicken hätte. -Die Tokioter Presse erkläre sich jedenfalls mit dieser von Pichon vertretenen Idee einverstanden. Gekaperte Schiffe. Mailand, 21. Nov. n geteilt, und so gebt Euch zufrieden. Egede Wingeborg. Wir sitzen hier beisammen in einem Freihafen; macht's aus mit ihm, wie cs Euch gefällt, wenn Ihr den Burschen wiederfindet, heut aber laßt Frieden sein. Kommt, Egede," fuhr er fort, „setzt Euch ans diese Seite des Gastfcuers. Dir, Mortnno, lege deine Waffe ab und nimm in den unausbleibliche» ko mi» enden ,» sch östlichen und politischen Kämpfen zu s j, Dazu bedarf sie aber ihrer Organisation, der politijg »er sozialdcinokratischen Partei und der wirtlchaftlichrn l Gewerkschaften, dazu bedarf sic ferner der Agitation, vor durch ihre Zeitungen. Und ebenso wie die deutschen beiter werden auch die Arbeiter derjenigen Länder, die gegen »ns kämpscn, in wirtschastlichcn und politischen (- satz z» den Kapitalisten ihres Landes treten und dabei st vor den, Kriege zu der Erkenntnis grlanae», baß dieser I der Arbeiterklasse in allen Ländern der gleiche und dic cste» der Arbcitcrklaste international dieselben sin» wird sich nach Dem Kriege die Internationale neuem erheben und zwar noch stärker, noch gew» denn der Krieg wird Millionen von Menschen die Augen j da daß sic erkennen, der Frieden aus Erde» ist nur zu crr wen» der Sozialismus die Gemeinsamkeit der Fnl aller Völker ermöglicht. Und darum: bleibt trc» Eurer O r g a n i s a i bleibt treu Eurer Presse, damit sie den Krieg übcrdaucr Eure draußc» im Kanipsc stehende» Klastcngenosscn, wer endlich vom Kriege hcimkchrc», nicht zertrümmerte Or, »ioncn finden und dann wehrlos gegenüber den kapital, Fntcrcstrn stehen. Mit Recht würden Euch dann Eure jci der Armee stehenden Brüder und Söhne mit schwerste» würfen überschütte», datzJhr nicht für sic ges- habt, wie sic jetzt für Euch ihr Leben einset Bleibt aber dir Arbeiterklasse trotz des Äricgcs gefes ihren Organisationen und Anschauungen, dann unvci i» die Zukunft geblickt! Sic gehört trotz aller N Wirrnis unserer Tage dem arbeitenden Volke, dem S - IflHIl! Tie Versammlung erklärte sich mit den Ausfuhr des Redners und mit der Haltung der sozialdcmokra Reichstagsfraktion am 4. August vollkomincn ein standen. Tic Tagesordnung der nächsten Reichs! Sitzung. Tie Sitzung des Reichstages, die am Mittwoch, zcnibcr, nachmittags 4 Uhr, stattfindct, hat folgende ordnnng: Erste und eventuell zweite Beratung des En eines Gesetzes, betreffend die Feststellung eines zweiten trags zum Reichshaushaltsetats für das Rechuungssahi Fürst Bülon» Botschafter ? Unter dieser Rubrik gibt die Noisische Zeitung t Auslande umlaufende Gerücht wieder, Fürst v. Bülc als Botschafter des Deutschen Reiches nach Roni gehen Variier Blätter kommentieren das Gerücht mehr oder v und betonen, daß Italien geschmeichelt werden soll, Deutschland einen Mann entsendet, der durch seine Berg heit und seine Persönlichkeit als einer der bedeutend! Reiche betrachtet werden könne. — Tic Voss. Ztg. t hierzu: „Wenn sich das Gerücht bestätigen und Fürst nach Rom gehen sollte, so wäre zu vermuten, daß er außerordentlichen Auftrag für die Kricgsdaucr übcrne teilt» ,*n.V Op» jjj sta Jutta re Kon i Kt & * fft Pen tall die KWplf äänmt, Ki teil! Honf „M, ! jitte nt « iw «He» Sis&rie füllte» «Hm Wen r Wjii r Sonj ü 8ot)d aü Seid amt i Gruuosähe siir KritgSlikferimge». aenblid Das Kriegsministerinm gibt bekannt: Angebote ans Lieferungen für Kriegsbedarf von solll werbern, die der Hceiesverivaltung aus der bisherigen G> Verbindungen »och nicht bekannt sind, iverden nur dann ai men und beanlwvrtct, wenn ihnen gleichzeitig eine anitlick kunft der zuständige» Handels- vdcr Handwerkskammer» bcigefllgt ist, daß der Anbieter zuverlässig und lciftungfälsig daß er dein Geschäftszweige, ans dem er Waren anbirt Fabrikant oder Großhändler angehört. Entschewungskämpse? Neutrale Stimmen. :ckildei Liiiikii Mimenl in dir Wchr fl# W: ** ü Ter Berner Bund erwartet in Besprechung der i läge eine äußerste K r a f t a n st r c n g u n g der des Dreiverbandes und weist auf einen Arti remps hin, in dem dic Rolle Japans sichtlich umschrieben sei, da dic Lebensinteressen der Mäch Dreiverbandes eine weitere aktivere Teil» Japans unbedingt erheischen. Es sei zw! daß dic ßy 4 Millionen kriegstüchtigcr Japaner dasf lein an der Wage der Entscheidung ausschla beeinflussen könnten. Allerdings könne die Entscheid dahin längst gefallen sein. Aus russischer Quelle meldet das Blatt, daß dic mit ihrem rechten Flügel durch Abbiegen und Vcr einen starken Tcfensivhnkc» bilden müßten, wenn U in f a s s u n g durch dic Armee Hindcnburgs al kt ich !*> «»! ■W «Assi h '■ «ti % deinen Platz auf dem andern Rand. Zwischen euch Flamme, und hier steht die Flasche. Trink ein volle | Beherrscher von Loppen, und vergiß deinen Schmerz Trost, den ich dir bringe." Er hielt dem Quäner seinen Becher hi», aber diel mit Abscheu zurück. „Verflucht sei ineinc Hand, wem ! anrühre!" schrie er. „Hat nicht ein Lappe daraus get | Ist es nicht eine Schande, daß Ihr mir das bieten „Habe ich nicht selbst daraus getrunken, du Rar l „Habt Ihr?" fuhr Egede mit Verachtung fort. Teufel!" schrie er ausspuckend, „ich würde es nie j sagen. — Wollt Ihr ein Normann fein, ein Mann vo Blut, »nd trinkt mit einem garstigen Lümmel, ctnci^ i tiertrcibcr, schlechter, boshafter, dümmer wie ein L — Hobo!" rief er, seinen Hut schwenkend und triuml „Gott sei Tank! Ihr seid ein Däne! Will's meldet [ Gaard, wo ich Euch getroffen habe. Möchte lieber zst lief im Schnee liegen, als eine Stunde in solcher Ge I sein. Tn Dieb! Tn Mörder! Hüte dich vor dem! Er findet dich doch wieder, und so wahr ich mehr o Lappen gekerbt und gezapft habe, so wahr will ich dickt ! und kerben, d» Hund, daß alle, dic dich sehen, batoc | und heulen sollen!" Mit dieser fürchterlichen Drohung ging er fort, ul Stimme rief ihn zurück. — Marstrand war cnol ärgerlich, wenn er daran dockte, was dieser elende N ihm berichten werde; Mortnno stand eine Weile noc mit seiner gespannten Büchse, als fürchte er, Eged wiederkommcn, endlich aber legte er sic nieder ttnd | sich Marstrand, der auf dem Steine saß und ins Weib Der Lappe warf sich ans seine Kniec nieder, unk j ergriff er die Hand seines Beschützers »nd zog diese Lippen. 'Fortsetzung folgt.) -"i: «t SUüi 1 'cheiij | löeti brach , MO. T(i *-*i ’V >d, [»III ''mi >«»>L ->i°« «l.u N »tt, t ij c «ötn [ • Set i aii 5 j ;:b: albcmoft! tncn ei Reichs Kollten. Tie kompakten Massen des russischen Heeres scheinen durch die glänzenden Manöver Hindenburgs in ihren Be- wegungen gehcnimt. In der Tefensivc seien sic aber schwer zu erschüttern. Tic Russen würden mit äußerster zirast- anstrcngung fechten, da die Heeresleitung wohl wisse, daß diese Schlacht unter ollen Umständen den Feldzug, wenn nicht gar den Krieg entscheide. Deutsche Fortschritte. Gens, 2-1. Soo. Aisne-Gebiet, in der Chauipaqne und VoeorcActiet gewannen die Deutschen iroß har,nackigen Wider ftande^ ausreichendes Gelände für Bermehrung ihrer Vaujaröben i>,< ..p r *fe t K , f* Les-Eparges iin Woeoregebiet, wo ein sehr heiliger Angris, gegen die Deutschen erfolgte, wird sortgeseßt. !siach privaten Meldunqen aus Flandern jiehen die Deuische» bei Apern und Salledeke weiter südlich als der französische Tagesbericht zngefteht. D>e sranzofischen Batterien haben wegen des durch, gewe.chcen Terra,ns erhebliche Schwierigkeiten. in Stellung zu gehen. «eine Rückkehr nach Pari«. Paris, 23, Nov. Aus halbamtlichen Mitteilungen geh! hervor, daß mit einer Rütkkehr der Regierung nach Paris nicht inehr gerechnet werden kann. Auch der Zusammentrit des Parlaments wird nickst vor Januar 1915 erfolgen. Ter Bormarsch der Türken. Ter Besetzung von El-Kantara wird die größte Be- d e u t u n g bcigemcssen. El-Kantara war, wie von maßgebender sachverständiger Seite erklärt wird, der gegebene Stützpunkt für die Engländer gewesen, um das Gebiet östlich des «anals aufzuklärcn. Die schnelle Einnahme von Et- Kantara zeigt, daß die Engländer sich zu einer größeren Aktion an der Ostseite des Kanals nicht stark genug fühlten. Ter Verlust dieses AufklärungSstützpunktes wird die Lage sehr schwierig gestalten. tatBod; folgende >8 H Cr es JlSfii;: lnuiigijat er? Zeibing i it D. SüL ?om gcher icbr ober t röert joll, feine ita, bctaltcnt off. Ztg.. mb giits cn, dex e ict über» iiitgrn. [f m iolo ejenjni S ur tan o" int wM elmmtn I iftunM i ttn ar.r*; V. jiuiio, bei ii n 0 bei einen K o fntitlii der Ä (fs sei 9 inner bs i Tcr Heilige Krieg. Pari«, 2-1. Aov. Trotz aller offiziellen Uteri lisch»,nvversuche kann die Tatfackw nicht mehr (Klemmet werde», das, tue Russlands, beweg»,»« vv» Marokko »ach Tüdalgerien iibergespriiiige» js, Die Ttäiiime, die das Quellegebiet des War-El-Kliebiar bewohne» haben de» Heiligen »lieg gegen die Franzosen erklärt. Konstaniinopei, 23. Aov. (WH. Rlchtanltlich.) FeniK Turc erfährt, daß in Georgien eine große Beiveguly, zugunsten der Türkei n» Gange sei. «ains (-»corgien seufze seit eine», Jahrhundert imler der uimeredtffn und gvcmfamen iderrschaft der despotische» russische» Regierung. gegen die es sich oft erhoben höbe, uni das Foch des Zarismus ab zu schütteln. Tie Türkei werde also in diesem unglücklichen. infolge der NiKttrechtigketten und Grausamkeiten der rnsstsehen Reaktion trostlose» Lande willkommen sein, kille lö-vrgier Christen wie Muselmanen. seien bereit, ihr die hilfreiche Freiindes- Iiand zu reichen. Hin qntcr ^ang. Konstantinopel, 23. Nov. Tie türkische Regierung hat die Botschaftsgebäude Englands, Frankreichs »nd Rußlands mit Beschlag belegt und eine .Haussuchung abgclxilten. die äußerst interessantes Material über die Vorgeschichte deS augenblicklichen Krieges und über die Tätigkeit des Trci- verbondes während des letzten Balkankrieges zutage förderte. Die türkische Regierung bcabsickitigt, ei» Gelbbuch mit diesen Dokumenten lwrauszugebcn. Tic Mächte des Trciverbandes haben durch den anicrikanischen Botschafter gegen diese Veröffentlichung protestiert. (Spezialtelcgramm der T. U.) (fin neuer Angriff ans die Ikppeli,chatte. Gens, 23. Rov. Ein neues Geschwader oon i! englischen Fliegern ne,suchte sich der Zeppelniiwlle in Friedrichshofen zu nähern, sie r.mt&eti sofort mH Tckwapnells beschösse» und enrsernle» sich wieder >n wesllicher Richtung. « iien bal,nun glück. IV.d. Eiendal, 23. Aov. Das Eisenbahnbetriebsamt teilt mit: fceule nacht ist der V-Zug Berlin-Cvln im Bahnhof Schönhauser Damm aus den aut dem Ueberholiingsgleise stehenden Güterzug ansgefahren. Fünf Personen sind tot, 13 verletzt, darunter - schwer. Der Materialschaden ist nicht erheblich. Die Ursache liegt voraussichtlich in einem Uebersahre» des Haltesignals. Hessen und Nachbar gebiete. g aus' : Gntfdx^ ijsibm c * | ,k ein «SM I «ietze» und Umgebung. Der Kampf gegen die Kartaffeluot. Tic Großh, Areisämtcr bezw. die Oberbürgermeister Großherzogtiuns sind nunmehr bcaustragt worden, di: Vorräte an Siartoffcln festzustellen. Tic Ermittelungei, imben iit der Zeit vom 2l. bis 28. November d. I. unter Inanspruchnahme der Lrtspolizeibchördcn bei denjenigen land- ^irlschastlichcn, industriellen »nd kaufmännischen Betrieben u Ht. von denen angcnomnic» werden kann, daß sie Vorräte fl» riartofjcln besitzen, die »ach Deckung des eigenen Bedarfs .i»ni Verkauf verfügbar sind. Tie Betricbsinhabcr haben butch itjrc Unterschrift die Richtigkeit ihrer Angaben z» be- scheinigen. Tie Erhebung erfolgt ans Grund der Verordnung oes Bundesrats vom 21. August 1911 (R.-G.-Bl. 3. 382). ~ H ' r die au ihn gestellten Frage» nicht in der gci'ctzlichcn Fri't beantwortet, oder wer wissentlich unrichtige Angaben macht, wird mit Geldstrafe bis zu 3000 Mark oder im Unvcr- iiiögcnSsalle »nt Gefängnis bis zu sechs Monaten bcslrcht. Ä» Krc^c Hanau hat der Landrat inzwischen die unverzügliche Bc'chlagnahmung der bei .«artosfelzüchtcrn und --Händlern befindlichen Kartosfclvorräte. soweit sic nicht ftir öcii eigenen Bedarf nötig sind, angeordnct. Bei _öcr Beschlagnahmung handelt es sich zunächst nur um die Fcsthaltung der vorhandene» Bestände; wegen des T-erkaufS erfolgen besondere Bestimmungen. Tcr Einwand. oc>8 über die Kartofselbstände bereits privatrcchtliche Ab- uiachimgen getroffen und Bestände deshalb bereits als ver- ahlcn unter Dahrung des Besitzstandes der Zentrumspartci. — Tie 3. Giesiener Liebesgabensnhrt, die zum aktiven und ziim^ Rcjerve-Jnsanterie-Reginient 1l0 führte, ist an ihren Bcstimmungsorten glücklich angelangt. Trotz crbeb- licher Schwierigkeiten konnten die G>ibcn beiden Formationen unmittelbar debändigk werden. Berrils gestern ging dem Lberbürgermeister vom aktiven Regiment nachstehendes Tonkichreiben z». welck'es die Freude über die spenden dent- licki wiederspicgclt: L......11. Nov. 1911. Hockizuverehrenocr Herr Oberbürgermeister! Tie durch Gießener Bürger treu geleiteten Liedesgaden erreichten das Regimenl am 7. November. Nach den lwrtc» Kämpfen, die das Regiment vom 30. Oktober bis cinschließ- sich 2. November zu bestehen batte, wurde von Offizier, Unteroffizier und Man» dieses fürsorgende Gedenken der Heimat besonders dankbar empsunden. Tie Sendung ist wohlbcbaltcn angckommen und ist Jürem Wunsche entsprechend an alle Angehörigen der Regiments verteilt werden, denen sie eine bochwillkom- mcnc Gabe war. Tas Regiment bittet der Dtadtver- waltnng, den Bürgern der Stadt und dem „Roten Kreuz" seinen allerherzlickssten Tank ausiprechcn zu wollen. Tas Regiment sendet Ihnen, liochziwcrcbreiidcr Herr Oberbürgermeister und der Bürgersckiast in treuem Gedenken die herzlichsten Grüße »nd Tank für die ausgesprockienen Wünsche. Mit vorzüglicher Hockiachtnng gcz. 2 ch w i e r z, Major und Regimentsführer. in. Tas Gcwerkschastokartell Gießen hielt am Tonncrs- tag eine Zitzung ab, in weleber unter anderem beicklossc» wurde, für die Kinder der zum Kriegsdienst cingezogenen isnd arbeitslosen Gcwerkschastsniitglirder am 1. Wcilmackrtsseier- tage eine Bescher n n g z» veranstalten. Ziiwendungen von Privaten für diesen Zweck wc-rden von de», (»lenossen Mann, Sckzanzenstr. 18t. mit Dank entgegengenoinmey. Näheres über die Veranstaltung ergeht an die Vorstände der dem Kartell angeschlossencn Korporationen. — Es. fehlten in der Litzung die Delegierten der Buchbinder und Brauer. — Tie jungen Brfilcficr, welche vor 8 Tagen hierher kamen, sind wieder in ihre Heimat gebracht worden, weil die Gefahr des Rusien-EinmarscheS in den (hrciizgcbictcn vorüber ist. Atkch in Hanau, Tarmstadt und anderen Orten waren von den jungen Leuten ebenfalls eine große Zahl »»tergcbracht, die in verschiedenen kleineren Orten Arbeit genommen hatten. Von Gießen weiren ein Teil nach ober- hcssisckien Orten i» Arbeit gebrackit worden. Waruiii di- Leute durch das ganze Tentschland gefahren wurden, ist eigentlich nicht recht verständlich, man batte sie dock, in Sachsen, der Mark oder sonst in der Rahe »ntcrbringcn können. — Tie öffentlichen Aeinter, staatliche und städtische, haben morgen Sonntagsdienst, wegen des Geburtstags des Gros-- herzogs. Tic Stcucrömtcr sind ganz geschlaisen. — Die Leistniige» der Gießener Oetskranlenlnsse Bau der Berwaltung der dlllgemeinc» Ortskrankenkasse Gießen-Ttadt wird uns geschrieben: Cs sind in letzter Zeit, insbesondere von den Mil- glieder» ans dem Lande. 8!age» darüber gesiihrt ivorden, daß die igasse alle Mehrleistungen mit Ausnahme der ärztliche» Familicn- behandlung eingestellt habe und herrscht bei den Mitgliedern die Anschauung, daß hieran die Kasse die Tchnld trage. Dein ist jedoch nicht so. Der Reichstag hat an, 3. 2Ing»st I. F. in Erwartung, dag die Kassen nach Beendigung des Krieges eine äußerst schivere Be- sastnngsprvbe zu bestehen haben, ein Roigesetz angenoinnien, inhatt- sich dessen ab 1. Angnst alle Mehrleistungen einznstellen »nd die Beiträge ans 1'/.- Prozent z» erhöhen sind. Der Vorstand der Allgemeinen Orrskrankenkasse Gießen-Ttadt hat sofort zu diesem Aol- gesetze Llellnng genomine» »nd in, Gegensätze zu viele» anderen 8asse„ beschlossen, von einer Beitragserhöhung abzusehen »nd die Famillenbehandlsing trotzdem bestehen zu lassen. Aach äußerst langwierigen Verhandlungen Hai die Anisschtsbehörde dielen Beschluß gulgeheiße», aber dabei ausdrücklich betont, daß derselbe mit dem Aotgesetze nicht in, Einklänge stehe, da ohne Beitragserhöhung eine Mehrleistung nicht gewährt werden dürfe. Nur dadurch, daß die Aerzte sich vergleichsweise i’crpfIiriitctcn, während der Dauer des .Krieges die bis 31. Dezember 1»t3 geltenden niedrigen Honorar- iätze zur Berechnung z» briiigc». war die iveitere Gcwohrung der Familienhilfe gesichert Lodald die Kasse einigermaße» kan», wird sie sich bemühe», die seiiher bestandene» bedenieiiden Mehrleist,inaen wieder einznfiihre», jedoch wird sich dies voraussichtlich vor Beendigung des Feldzuges »ich« verwirklichen lassen, schließlich sei noch bemerkt, daß zur Zeit Gl Familienväter, die im Krieae verwundet sind, von der Kasse Krankengeld in Höhe von 75 Pfg, bis 3 Mark pro Tag beziehen, — Eine Cffenbmher suche vor de», Darnisiödier Proviuzial- Ansschiiß, Am samsiag wurde die Klage bcs Osienbacher Oberbürgermeisters gegen de» städtische» Hosenineilter ArmPruster ans Dienstentlassung im Diszipiinarivcge verhandelt. Arnibrustcr war bereits wiederholt diszivtinär voibestrast. so wegen Ach-nngsver- letzung gegenüber dein Beigcsrdncten Kappus mit IN» Mark «iS (>-'tte sich ahermeis der Achtm-gSverlevura gegenüber Beigeord- netcn Weil schuldig gemacht. Ans-erdcm ist der Hafenmeister be- sck inldigt. sich von de» verschiedensteii Firmen, die in, Osse:iaß", in einer» Fall sagte er'direkt bei Erhalt der Rechnung, diese habe de» einen Fehler, daß sie nicht quittiert sei. Der Hasenmelster bezog ein Gehalt von 3S00 Mark dazu 200 Mar! Teuern,-gs-iUage und 8» Mark Kleidergold Tein Rnchegei-olt bercchi:et sich aus rund 2400 Marl seit 1901 war ir in städtischen Diensten und bereits 1900 ml! Diciisbentiastnng vern>ariH. Der KreiSausschuß sprach am 2!. ganuar d. F. die Eirtlassung Armbrusrers aus gegen Zahl-mg des Ruhegehalts «>> d-e Dauer von drei Fahr:». Gegen dieses Urteil oersolgren de-de Teile Benisung an den Provinzia laus schuß. Rcchtsanivair Benrich als 2terire:er des Hafenmeisters, begntrai-le eine ärztiiche >I,HeriuH>.mp des A.. der als Acnraithenicher und wegen Hömorrhsiden au einer krankhaften Störmig seiner Geistestätigkeit leide, somit gar nicht vevaiitivorrlich gemacht werden töiutte, Arnibrustcr. der setzt in der Sck'weiz bei Konstanz wohnt, dcltäijgte das unter wiedtrhollein Schlnchien. d:r Dienst habe ihn vollkommen aingerieben. Der verstorbene Oberbürgermeister Brink habe ihm ausdrücklich gestattet, Kohlen anziinehmen, er fall.» nur darum kein» Ilnterchiede machen. Der Pritoviitzialcnteschmß rcrrvarf beide Berufungen, so- daß es beim erftütstamlichen Urteil verbleibt, Hrr.bniitn hat vier Fünftel der Kosten und ieire Amvaltskosten zu tragen, das sichere Fünftel die T:adt Oüenbcch. Gegen das Mahl-Freibier. Der Krcisausichuß Erbach batte am 22. Teplember v. I. die Mihi des Landwirts Peter Fiaih in Herschbach zum Bürgermeister H>r ungültig erklärt, weil vor und nach der Mahl Freibier ge'penbet worden ist und Bestechungsver- suche gemacht wurden. F» dieser Sache wurde der Makler Hilarius Reitz vom schwiivgcrichl oon der Anklage des Jalstheides freig«- fprochen- Der Provinzialausschuß der Provinz Starke,chnrg sie stäligte am Samstag das ErkenntiriS des Erbacher SreiSaaisschusses indem er die Benttung des Gewählten kostenfällig venvarf. Es ist anzuerkennen, daß die belsiichc Berivgltungsi-cchtiprechnng alle Lüihlen für ungültig erklärt. l>ei denen Freibier gestistel worden ist. Liefert dos Gold ab. Me, »och im Besitze von Gold ist. wird dringend gebeten, es sorort a» die Reichsbank adzuliefer». Für das Gold, das mit der Post an die Reichsbank eingesandt wird, trägt die Reichsbank die Poriokosie» »nd Bestellgediihre», sodaß dem Abiender keine Einbuße entsteht. Der Gegenwert wird dem Einsender von der Reichsbank koste,,los zugestellt. Bo», siodltheoier Die unter Leiinng von Direktor stein- >weiier sorgsaliig vvrbrreiteie Fest- und Wvhliaiigkeils BorsteUnng an, Mitiivoch versprich, nach dem Ergebnis der Proben eine sehr abgeriindeie zu werden. F» den HaupirvUe» sind außer den, Gast beschäftigt die Herren Sieinhoser, Roiteck, DworkowSki, Goll. Großer n»d Sieiiigoelier, sowie die Dame» Sieilner, Frenze! und Schild. 8 Auch im Darmstädler Schlachihaus wird gestohlen. Ein frisch geschi-rchtelcs Schwein wurde im Darmstödler schiach!h>,us eni«» Mevgerineister (Kstohien. der sich nur tnr.ze Zeit von de», getöteten Tiere entsernt hatte. Trotz aller Bemühungen der Polizei hat man vo» dem Tater bis jetzt keine spur. Das Tier Iiatte einen Wert von etwa 120 Mark. Diesmal war die Post »ich« sindi«. Am 3t. Angnst 1014 ,var i» Graienroda in Tim ringen von der Mutter eines bei ei,Kr Offen ■ Hacher Familie l-eichaingten DienfonädäKNs ei» Brief abgejchickt irwrdeu. Die Adresse des mit einer t »- P f e n n i g m g r k e frei« gen-achten Brieses lautete: An Fväibieui Therese Tr..... Osseiibaä» .....Straße Ar. 23. Am 3. Oktober kam der Bries als »irbeftellbar an die Mutter ui-iick. Er trug u, a. mit roter Tinte geschriel>en deit Vermerk: .Fs« kein Laiidsturmniann": und seriKr ein«,, Lteiilpel: „Bei den Truppenteile» des Rcgiments Ar. 170 nicht zu ermitteln". Die Post hatte also den sranlierten Bries an Fräuieiii Ttievese als Felb1>rfef aiigesehen I! Fliegee-Weihiiochte». Ter Fliegertruppe ist bei der San>»>- lung von Liebesgaben bis jetzt recht stiesmiitlerlich behandeli ivor» den. Es liegt dies daran, daß die iunge Truppe „och keine ehe» inaligen Kameraden besitzt, die in der Heimat siir sie mit Eiser sammel» können. Perriiizeite Bemühungen, Gabe» heran.zu schassen, habe» zwar eine» kleine» Ersolg gehabt, doch loniite bislang „ur eine verschivinbend geringe Zahl unserer Flieger eine Spende erhalten. 2>n„ hat sich ein Ausschusi gebildet, in dessen Aanien der Oberst „nd Fnspekleur der Fliegertruppen, von Eberhard t, um Liebesgaben für die tapferen Flieger ersucht. E» ivird daher die herzliche Bitte an das deutsche Volk gerichtet, diese» Truppenteil nicht zu vergessen. Beionder» sind warme Sache» und StärkiiiigSmillel notwendia Auch die kleinste Wabe ist willkommen. Geldspende» werden znm Ankauf solcher Lache» verwendet, für die besonder» dringendes Bedürfnis vorhanden ist. Feder, der ein scherssein beitrage» will. lasse seine Liebesgabe an Sachen oder Geid einer der Sainmeistellen bei den Flieger-Eriatzabteilnngen in B e r I i n - A d i e r s h o s, D ö b e r i tz , Hannover, Darmstadl odkr Posen zngehen. Von den Ersavabteiiiingen werde» die spenden »ach einem durch die Fnspektion der Fliegertruppe» auszustelle»- den 2is dem Bedürfnis dev übergroßen Zahl Wähler entjprickt. Es scheiden in der 3. Abteilung unser Genosse l'lugust Beck ans, sowie dic- Herren löeorg Allineniöder scn. »nd Jakob Müller l.-Nieder- girmcs. Tic Amtsdauer beträgt 6 Jahre. ii, Wetzlar. Wahlvcrein. Tonncrstag den 20, November, abends 1/59 Uhr, gcinschastliche Mitglieder-Ver- samnrlnng mit den Genossen von Niedergirmes bei K. Schreier, Wetzlar, Lahnstraße, Tagesordnung: Stadtverordnete »wählen. Vollzähliges Erscheinen, be-, sonders von Niedergirmes erwünscht. Ter Vorstand. I, Gleiberg. Wieder ei» 8 r i e g s o p s e r. Am Sonntag kam die Aachricht hierher, daß der Postbeainte Karl Leib von hie, ans den, Schlachifeide den Tod gesunden hat. Der Gesollene war 2-5 Fahre alt und machte de» Feldzug bei einem Berliner Garbe- Fnsanterie-Reglment mit. Er ist erst ei» Fahr verheiratet; die Frau sieht ihrer Aiederliinst entgegen. Leib ersreute sich ailgenieiner Beliebtheit. Aus unserem kleinen Orte sind bis jetzt bereits vier, Mann gesallen, einige andere iverden als vermißt bezeichnet. Westerwald und Nnterlahn. Tlädtische Weihnachtsgeichenke. Die TtoGiverwaituna v«r. bor» ersucht d-r Einavohiicr um Mttt«iiun«t von Adressen d«r an« Krieg ttiinehmende» Angehöricren, denen di« Stadt unterichieds- Io» «in« ticine Aufmerksamkeir zu Weihnachten eriveiien will. Vo>l Nah und ^ern. X Schwerer Eisenbahn-Uiisall. Ans der- Briickenrainpe der Kaiierbriicke in Mainz nach der klirbrnher Seite z» sind gestern Recht zwisch:., 11 und 12 Uhr zwei Giiderziige. ein gewöhnlicher lvnd ein Eil'.uq. u f e,ter^ ANa des Stubenältesten, sich ruhig zu verhatten, lauten Lärm, Auch die Ermahnung des Unteroffiziers beachtete er r•'■rfjt- Als ihm daun der Bcsthl erteilt ivurdc, auszustehen, ivcigcrtc er sich anfangs» doch erhob er sich dann» ging aus den Unteroffizier z» und versetzte il.ai einen Schnst, Der »nterossizicr sticft de» Bckrrmkciieii uirlilk aus das Bei! Ta nach dem M il i tä rstrafgcsetzbiwf) selbstverschuldete TriintciiHeik keilt Entfchwldigiuigsgrnnd ist, kant die volle Zcharfc der KricgSgesctzc in AiiiveiidiMg X Schlechtes finanzielles Lrgcbnis bei der internationalen Buchgewerbe-Ausstellung i» Vcipzig Das Direktorium der Fnter- itationalcn Ansstollttiig für BuchMwcrbc und e-trgphik in Leipzig gibt bekannt, hast es gezwungen ist, in de» nächsten Tagen die Sichcrheitszcichiuingen in voller Höhe in Anspruch zu nehmrii. Das Direktorini» bcinertt doi», dach es noch vor kurzen, gehofft habe, Liimahmen und Ausgaben cinigernulchc.i i» Lneklang bring:» zu können. Tie vorläufige Schlußabrechnung ltztbc aber dieic s' osfnnng zunick/.e gcinacht, Tas Unternehmen, das das friedliche Rcbeii-iiiantcrgrb eiten der Rationen zur Voraussetzung gehai'l habe, habe ein Lpser des snichkbarcn Weltkriegs werden miisten, Fn einer gemeinsam«» Litzmia des Tirektoriums und des Fininz- gttsschuisrs ist beschloss»» ivorden, di: gebeicht eten Ticherheikslre- träge voll ciuznsorderu, - Lin Banknoteiisölscher, Für ctiva ÄtOtililt Rk. deutsche Re.ärebaukiioieii zu je hundert Mark hat ein am IS. November in München scstgrnomnieuer Kaufmann »nü ehemaliger Lhcmigraph in, Laufe der beiden letzten »fahre angescrligt, Tie Banknoten sittd onsterst geschielt grfälscht. Leihst Banken tvuröcn gelegentlich getäuscht. Rach den bisherigen Lrmittelungen scheinen nicht mehr alz etwa SV bis l>N Ltiick in dc„ Verkehr gelangt z» fein. In der Wohnung des Täters ivurden noch für 1 9 7 6 00 Mark falsche Banknoten und alle zu ihrer Herstellung benutzten Maschinen gesunden. Der Verhaftete hat die Roten allein angeserkigt und teils i» München, teils auswärts in den Verkehr gesetzt, Lr ist in vollem Umfang geständig, Telegramme. Wksbttilhl Des (top ^miptiHKiilicfü. Im Westen unverändert. Am Osten treten neue russische Kräfte aus. WB. Großes Hauptquartier, 23. Nov., vorm. lÄmtlich.) Tic Kämpfe bei N i c u p v r t und ?) Peru dauert! fort. Hi» kscinrs euglisches lgeschwnder, das sich zweimal der Küste näherte, wurde vvn unserer Artillerie vertrieben. Das gelier der englischen Marinegeschütze blieb ersolglos. Im A r g v » n c n w a I d r gewinnen Ivir Schritt für Schritt Boden, Lin Schützengraben nach dem andern, ein Stützpunkt nach dem andern lvird de» Franzosen entrissen. Täglich wird ein»' Anzahl Gesnngencr gemacht. Eine gewaltsame Erkniidnng gegen unsere Stellung v st l i ch d c r M o s c l wurde durch nnseren Gegennngrisf verhindert. In O st P r c u st c » ist dir Lage »»verändert. In Polen schiebt das Auftreten neuer russischer Kräfte auf der Richtung W a r s ch a n die Entscheidung noch hinaus. In der Liegend östlich von E z c » st v ch a » »nd nordöstlich Krakau wurden die Angrissc der verbündeten Truppen fortgesetzt. Oberste Heeresleitung. Testerreichische Erfolge. 2-100 Olcsangene in Russisch Pole«. Wien, 23. Nov. (\V. Ii,) Amtlich wird verlautbart: 23. November mittags. Ja Russisch-Polen ist noch keine Ent schcidniig gefalle». Tic Verbündeten setzten ihre Angrissc östlich gegen Ezcnstochn» und nordöstlich Kraknn fort. Bei der Eroberung des Ortes Pilsen machten unsere Truppen gestern 2400 Gefangene. Tas Feuer unserer schivercn Artillerie ist von mächtiger Wirkung. Tic über de» nntcren Tiiuajcc vurgcdnngcncn russische» Kräfte konnten nicht durch dringen. Tic Kriegslage brachte cs mit sich, dast wir einzelne Karpnthcnpässc dem Feinde vorübergehend überlicsten. Ai» 2l>. November drängte ein Ausfall aus Przemysl die Einschliestnugstruppe» vor der West n»d Südwestfroiit der Festung weit zurüik. Ter Gegner hält sich nunmehr außer Geschütz ertrag. Ter Stcllocrtretcr des Ehess des Gcncralstabcs: v. H ö s c r , Generalmajor. Tie Kämpfe in den Karpathen. Budapest, 23. Nav. (Etr. Frkst.) Wie bereits offiziell gemeldet worden ist, sind gleichzeitig mit den Operationen in R ii s s i s ch - P ölen auch in den Karpathen gröszcrc .Kämpfe im Gange. Diese Kämpfe sind durch einen Vorstoß ziemlich bedeutender russischer Truppen gegen die Karpathen veranlaßt worden. Unsere zuin Schuhe der Karpathen beorderten Annecteilc haben östlich von Wojnic, gestützt aus die Karpathen, den Kamps auf der ganzen Linie mit den .Nüssen ausgenommen. Es sind alle Vorbedingungen für unseren Erfolg gegeben, umsomehr, als die Russen niomentai! zwischen drei Fronten cinaeprestt sind. Pariser Sorge«. Der sranzosensr»un,bliche Corrirre ixtUi Sera erfährt aus Paris, dast dort .Kälte herrsche und dast die Beoölkeruwz das Ungemach des Krieges jetzt direkt fühle, ivci! Mangel an Kohlen sei. Auch sorgt inan sich in» die Truppen aus Lüdsvankreich und den Kolonien, die den, ungewohnten Frost au »gesetzt sind, Wollsachen bringen nur leichte Lindermeg, Das tagela.igc Liehen in den Zchiitzcngräve» sei eine tvahr« Tortur für die Loldaten. Ossizier «nd Mannschaft. General I o s f r e, der Oberbefehlshaber der französischen Armee, bat kürzlich, wie der Vorwärts berichtet, folgenden Tagesbefehl erlassen: Es ist mir gesagt worden, das; viele Offizier e die Mannschaften derb anfahren und unfreundlich behandeln und vor allem im Essen ein Vorrecht haben »vollen, das ihnen nirgends zugeschrieben iit, Tie Republik I:nl den Kops und nicht den Magen zuin Offizier geniacht! Es würde mich freuen, sehen zu dürfen, daß die Offiziere nicht nur in der Tapferkeit ihren Truppen ein leuchtendes Beispiel, sondern auch in ihrem Großmut gegcu die Mannschaften für diese ein Ansporn zum heiligen Dienst für das gemeinsame Vaterland sind. Tie Truppen bedürfe» zum siegreichen Bestand in den täglichen Gefahren nicht mir der hinreichenden und kräftigest Nahrung des Leibes, sondern auch der Würze für die Seele, die unter den Eindrücken des Krieges und den Erinnerungen an den häuslichen Kreis viel leiden muß. Die Würze bietei ihnen die Hochachtung und Freundlichkeit der Offiziere: der Offizier macht die Stimmung der Armee und wir bedürfen einer gehobenen, einer freudigen Stimmung. Höchstpreisen für Filtter- und Fabritta, löffeln befindet siä ii» Vorbereitung, Tie Verordnung tritt anl 28. November, in Kraft, Percinskalender. Das französische Parlament. Mailand, Ls, Rov, sLtr, Frkst.l Tas französische Parlament wird aus Mitte Dezember »ach Paris cinberuscn, doch bleibt die Regierung vorläufig in Bordcaur, damit nicht, wie der Tempr schrcidt, Paris wieder zum Ziel der deutschen Angriffe werde. Tic Tätigkeit des Parlanicnts soll sich auf Abstimmungen beschränken, Debatten und .Interpellationen miisttcn vermieden werden. M i t 1 io o ch, 25. R vvc m b c r. Gießen. Gesangverein .Eintracht. Abends !t Uh Versammlung im Geivcrkschrstshaus, Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gietzen. Verlag von Krumm L Lic,, Gießen. Truck: Verlag Qsscnbacher Abendblatt, G, m. b, H.,Offenbach a, A Xrnif« noch einiiie Waggon gesunde gut sortierte Scjen sofortige Offerten mit I*reis Frankfurt a. M., Schwedlerstrasse 1-5. Die belgischen Kammern und der Krieg. Auf die Nachricht, daß die belgische Regierung die Absicht habe, die beiden Kammern, die alljährlich im November znsaMmenzntreten pflegen, nach Le Havre, dein jetzigen Sitz der belgischen Regierung, einzuberufen, hat das deutsche Generalgouvernement die zuständigen örtlichen Stellen ange lvicscn, die belgischen Parlamentsmitglieder an der Ausreise, insbesondere durch Verweigerung von Reiseausweiscn, zu v e r b i n d c r n. Die türkische» Truppen am Suezkaital. K v » st n » t i n o p c l, 23. Nov. Tic Nachricht, dast dir türkische» Truppen am Suczkanal angelangt sind, ist ganz unerwartet gekommen, denn man hatte ihrem Erscheinen dort erst im Lause der nächste» Woche cntgcgcngcschcn und ist »ui, glücklich über die lleberwindung der Schwierigkeiten des Weges und ist nun doppelt froh über den leichte» Verlauf des ersten Treffens am Kanal. Man erwartet die weitere Ent Wickelung um so zuversichtlicher, als die muselmanischen Vorposten der Engländer zu den Türken übergegangcn sind. Deutsche Führer in der Türkei. Der Konstantinopeler Korrespondent der Wiener Neuen Freien Presse drahtet: Das Oberkommando der türkischen Truppen im Kaukasus liegt in den Händen de-s deutschen Generals Posseldt Pascha, der schon seit einigen Jahren in der Türkei als Instrukteur tätig ist und sich bereits im Balkan- triege bei der Tfchataldscha-Linie Verdienste erwarb. Sein Generalstabschef ist ebenfalls ein Mitglied der türkischen Militärmission, Major Lange, der bereits im Frühjahr die Kakasusgegend, sowie die armenischen Wilajets bereist hat, Minen im Schwarzen Meer. Petersburg, 22 . Rov, (W. ?., Richtamtli^F Amtlich wird bekanntgegeben: I» de» Küftengewüsiern des Schwarzen Meeres sind bis aus 2» Seemeilen von der Ostkiistc an zahlreichen Stellen Minen gelegt loorden. Die Lin- und Ausfahrt in die russischen Häsen des Schwarzen Meeres, in die Mündung des Dnjpr und den Bug und in die Meerenge von Theodosia ist nachts streng verbot»». Bekanntmachung. Tie Beinäge zur laiid- »iid fvrslwirlschasttichcii Bcrnsqp noffcnschrft für das Rechimnssjahr liittz ,md di- Beiträge m La::divirtsthafkstamin«r für das Rechnungsjahr 1014 körnen, in t: laichst.n S Tage» noch ohne Kosten an dt- Stadckasse bezahlt iveidci Gießen, 2t. November lütt. rtadirechner: Ausführung von Gasanschlüfien Fnsolge des sich in letzter Zeit bomertbar machenden steigende Bedürsnifscs für GaSbslenchlunig ist anziiwehme». dast auch noch i nächster -zeit Ainchliistc au die GaslrimiU bca-bstchrigt werden. U criitchcn daher die betr, Hansbesitzcr,. eliva vorzunshni-iide Ga> einjiichuvgeu baldigst auzirmvlÄcu, da dieselben bei stärker au tretenidem Froste nicht mehr voigcnenimen werden köinie», T Aussührungen der Aii-schtüsse erfolgen in der Rethensotgc der cii gegangenen Bestellungen. Giestcn, 24. Nooenrber 1814, Städtisches Gas- und Wasserwerk. - _St« dia 0._ Verstorbene. 81 Fahre alt. — Hemivich Adam L i n d « u st r n t h in Bouer AilsheLu H.en-b m.,in Beuern, 50 Fahre aff. Die iltueil Kartoslklchölhtzreise für Das Dentsche Reich. Nunnicyr hat der Bundcsrat in seiner Sitzung vom 23. November die Höchstpreise für die Kartoffel c r z c » g e r fcstgelegt. Das Reich ist mit Rücksicht ans die Verschiedenheit £ der Produktionskosten in vier Preisbezirke geteilt worden. Der erste Bezirk umfaßt etwa die Gebiete östlich der Elbe, der zweite Bezirk die Provinz Sachsen, das Königreich Sachsen und Thüringen, der dritte Bezirk erstreckt sich auf die nordwestdeutschen Gebiete init ihrer großen Schweinezucht, und der Westen und Süden des Reiches fällt in den v i e r t c n B e z i r k. Die Preise für die besten Speise- kartoffeln, wie Taber, Imperator, Magnunr Bonum und Uplodate sind um 26 Pfennig für den Zentner höher gesetzt worden als für die übrigen Speisekartoffeln. Tie Landes- entralvehörde kann noch andere Sorten bester Speisetar- toffeln in diese erste Gruppe Hineinsetzen. Tie Höchstpreise sind für Spcisekartoffcln der besten Lorten im Osten 2,75 Mark, in Mitteldeutschland 2.85 Mk„ in Nordwestdeutschland 2,95 Mk., in West- und Süddeutschland 3,05 Mark für den Z e n t n er. Für die nicht hcrausgehobc- nen Sorten sind die Preise entsprechend: 2,50, 2,60, 2,70 und ,80 Mk. für den Zentner. Tie Festsetzung von 8tatt. fkltKKC. erbeten icha Wasserdichte Mmtm Fite: Aufruf. Am Mittwoch, den 25. November 1914. abends 7^-, Uhr, findet im Stadttheater eine Fest-Vorstellung 1. Vorspiel zu der Oper „Titus“ von WolfgaDg Amadeus Mozart, aus- gelührt unter Leitung des Grossh. Musikdirektors Krausse 2 . Gastspiel des Hofschauspielers Oskar Bohnee vom Königlichen Hoftheater in Kassel: Wallensteins Tod von Friedrich von Schiller. Der Reinertrag wird zu Gunsten der Hinterbliebenen gefallener Giessener verwendet. leb ersuche die Bürgerschaft, durch zahlreichen Besuch den vaterländischen und wohltätigen Zweck der Vorstellung in vollem Masse sicherzustellen. Der Oberbürgermeister: Keller.