fl «lkSjtitW «. die i 'iifics Kreuz« 5t. in d, tlitl ! »nj> den 3( p li die ' teil, Reers, ' "fl uni ^ iüttiif tjunt t Sonjulj cm V "S wurde ftfitnnjc Pullinni; bezeichne eiten e inflctnicit norid) OO .QomtL des M bcionba ,it der n« », Lbbm » Prinze üermliiit Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhcffcn und der Nachbargebietc. Oderdkini»' v»lk»,eini»« ertchemt leben Werllau Sdend IN n Der übu„nement»vee>» betrat» wöitzrnUlch 15 Pfg. monallidi i »tiiicbL 10niio*tt»bn Lurch die Voll deiauen vierleliäbrl.IKtMt Rebakltmn NN» Ipevcdtlt»» Glelir». v«d-d»e>,r»I,e 23. «tcke L»N>cn,al!c. TelevU-n 2008. Znlerare lollen die t> mal aeivoil. ttolonelzcile ober bercn Btaiun U> Vta- Bei acöiierrn Autttäacn Ra , au «nzciacn wolle man d>« aben»»7L,r <ür die iolsrnbe Rummel ui de, LroebiUon au,,eben tt. 271 Gicßcn, Lamstasi, neu 21. Wüücinlicr lsM4 !l. ^lUirgüllg Die verfehlte russische (Offensive. endet if i eint 1, »nmiitlid rt»i»dl itr, tifc :a, »> teil d«t" iennti «de urüw rikini«^ n«n-«'k' Udr cßltllfl Ä# Bll sei rUtf rmoiicu im Weltkriege. e Wrcnmrfuiltiiine zwischen der Türkei und Rußland haben sich acbracht, das, die ersten Sümpfe zwischen den beiden » an der kaukasischen Grenze, in T ii r I i s ch - A r n, c u i c u rchlen wurden. Rach dem Zuriickwcichcn der russische» n wird der Kamps nun nach den südwestlichen Gebieten aukasicns biiiuberäclragen, die geographisch wie cthno- ch als Russtsch-Armenic» bezeichnet werden muffen. Hier- cwinnt das in .zwei Stücke zerrissene Armenien eine enorme ischc jtcdeutuna Aber nicht nur eine militärische. Ar- ift schvii seit Menschcnaltcrii ein K a m p s o b j c k l zwischen and und der Türkei. Schon im Jahre 1787 regte „io ll. die Austeilung der Türkei an, bei der Rußland u. a. len erhalten sollte, »kn den Jahren 1841 und 1858 er- Rikolaus 1. diese Anregungen und noch 1878 verlangte der II. bei der Liquidation des russisch-türkischen Mricflc» bernabc von Erzeruni, der wichtigsten Position Türkisch- atz. an Rußland, den, das Mandat übertrage» werden die armenische Bevölkerung zu schützen. Ticsr Bedingung ledeiie- von San Stesano wurde aber im Berliner Vertrag >btn, und zwar acschah dies vor allem ans Betreiben Gun >, das als Eu igelt slir die Sicherung der türkische» ast in Armenien laut einem G e h e i in v c r t r a n mit der die Insel E u p e r u erhielt, die es schon während des • besetzt hatte. : nach dem russisch-türkische» Kriege von 1877/78 ciusetzcnde er kl r in e n i r r v c r s o I n u n n e n in der Türkei läßt sich cm daraus zurlickslihren, daß Arnienicn der Zankapscl > den Großmächten newordcu war. 01 de« Berliner « letzte zwar für Armenien dieselbe» Reformbedingungcn i für Mazedonien. aber diese Borschrislc» blieben auch en gegenüber aus dem Papier. Tagege» nahm Sulla» >am,d bluria Rache für den Einmarsch der russische» » unler dem Kommando der armenische» Generäle Lasnrew, laffow und LoriS-Melikviv in Armeuie», und England wie ü bliebe» gleichgültige Zuschauer bei diesem Vcrnichluiigs- gcgcn ein ganzes Bali. I» den 00cr Jahren wurde de» er» ihr Land geraubt, das den Kurdenhäuptlingeu gcscheukl Seitdem datiert die wirlschastlichc Verelendung der 2K en stopfe zählenden armenischcu Bcvöllcrung in der Türkei, y Prozent aus Ackerbauer» besteh», Seitdem setzten auch die ch wlederkehrciidcu Armenißrmeyklcien ein. die Hundcrt- c von Menscheulebcii kosteten, ohne im „chrisilichcu" Europa ciinenswcrtcn Lliderhall zu wecke», e iungiürkischc Revolution von 1008 setzte zwar der hkuni- BernichtunaSpolitik gegen die Armenier ein Ende, aber die 'luische Uiisruchibarkeii de» »eue» Regimes, vor allem das reden der juuglürkischen Machthaber gelten eine r a d i« Agrarrcsorm in Armenien, schns zugleich den Rähr- >ur eine gefährliche Gärung unter den Armeniern. Tiefe Ndarkeii der iiiiigtürkilchen Reformen war übrigens auch und, iveshalb die armenische» Reoolutionäre, die anfauas > eimigiürken gingen, sich enlläuscht zurückzogc», Tic russische >»it, die sich durch die türkische Revoliitio» in vielen Grwa' betröge,i sah, machte sich, lrotzden, sie viele Jahre eine der Bkisolgung gegen die russischen Armenier betrieben "eie 8äru»a inner de» türkischen Armenier» sofort zu nutze gnnn. vo» -er liberale» Presse »»tcrstiitzt, sich als die „B e - r >>>'' Armeniens vom türkische» Joch ausziispielen. izivitihe,, b,e internationale "agc eine Aenduna »en. di, dem Borstoß des russischen Imperialismus nach >e» und stleinasicn hi» günstig war, Arnn Gngland noch lt( J™ von den Tardancllen aus dem russischen Bormarich vnnoniinoppl gebot und tinper» besetzte, um einem "i a utdütois „ag, dem gegenüberliegende» erasc» von ,"»e zuvorzukommen, so stand eS jetzt, durch den Beitrag !. fln Aiißland adeltet, einem Machtzuwachs Rußlands i» Mie» nicht mehr ablehnend gegenüber. GinerscitS hatte» tinopel uiid d,c Meerenge» keine Io große Bedeutung incln tians. sei,dem der Leeweg „ach Indien durch die Anncrio» und Aeggpik,,^ gesichert war. Inzwischen waren abei tiarkucn Räch,« tzpr deutschen -eochsinan, mit ihrer oolitit in U I e i » a I i e n erschicuc» und deshalb bot oesliinmien Grenzen gchallenes Bordringc» Rußlands su> ein willkommenes Gegengewicht gegen die Bagdad 0 1 1 t, k 4. e u ich l a >i d s. die die englische A-climachi- in der Jlankc bedrohte. '„kau., nicht soqon, d,,ß dc„ deutschen Ivelipoliiische» cllern dieser Guiivicklungsprozeß verborgen geblieben ist. en ibm aber, fast ausnahmslos, die Jurderung entgegen, «eigen SurS Teutschlands i» der Türkei jorizuscßcn, sclblt Ge,ahr hin, einen Zusammenstoß mit Rußland heraus,n- S° schrieb ein io einslußreichcr Publizist wie Tr. nah noch vor einem Jahr im Asialische» Jahrbuch: > stlcinasie» lieat der Seim zu einer kommenden Ausein. E»ng zwischen Teutschland und Rußland: dort in »lein- '^en> Jnieressenaegeniatz sich ossenbaren. für den Teulich- J? »me große Sccresvcrmehrung sich an Ser russischen rniie, muß, Nicht daß die deutsche Jnicresiensphärc in 5e»ilchr7 Gcbiciserwcrb gedacht werde» muß auch ">g dieses türkischen Gebiets durch Rußland ivuidc die -'"ichas..po,itik in Borderasie» bedrohe» und gefährden." ^"em ähnliche» Tlaudpunlt ivird der Jnicrcssengcgeiisatz eusschland und Rußland in Borderasie» nun auch in der ^erlichen Presse gewertet. »Man kan» sich sreucn — — i . ?urt stihrer des russischen Liberalismus i» de» Jragen I"" Politik, Pros, M i l j u k o w . in der Reiich — J,"ete den Mächten des Treiverbandes die i-ande ,? si a I slir eine volle und radikale Lösung der 1 !> 'eeage. Man kann sich auch srcuen, daß diese Jrage lost werde» wird ohne Hindernisse und Hemmnisse von eutlchlandS . . . TaS Band zwischen Tlirkisch-Armenien ' und de» anderen Besivungc» des Padischahs ist jetzt von den Jungtürken selbst endgültig und für immer zerrisse» worden." Tiese Tckloraiio» Pros Milsukows i» der armcnischen Jrage wie die ganze kriegerische Gnlwickiung im Orient zeigen, daß der von Tr. Jäckh scstgestelllc „steim zu einer kommenden AuSein andersetzuiig zwischen Teutschland und Rußland" zur kulsaliung gekommen ist Neutrale Urteile über vic rnisischc Niederlage. Mailand, 1!k. kliotz. (CIr. Tie itcilieniscsten Militürkritikcr bcschästigen (ich erst heute mit den letzten deutschen Erfolge» i nt Eften und der durch die>e geschcisscncn Lage. Sie schlichen übereinstimmend, dah die von den russischen Bulletins wiederholt nngckündigte Lösung chou wegen der vorgerückten Jahreszeit jetzt nicht bevorstehen könne. (.Äeneralstabshauptmann C a b i a t i meint in der Pcrseveranza, dah die Russen bei der Pcrfolgiing der von Warschau zurückgchenden Te ul schon ihre Kavallerie nicht zu verwenden verstanden, sonst hätten ihre Bulletins nicht d,>- rüder geklagt, dah die Tentsäien aus ihrem Rückzüge alle Verbindungen zerstörten und die Russen infolgedessen die Fühlung mit dem Feinde verloren. Ter jetzige erfolgreiche deutsche ttcgenangriss sei nach dem Grundsatz erfolgt: die b c st c Ab w ehr i st d e r H i e b !. und habe bezweckt, die Gefahr von den nrcistbedrohten Punkten abzuwehrcn, im Süden, wo eine Trennung der Tcutschen von den Eester- rcich^r» halte erfolgen, im Norden, wo der deutsche link. Flügel hätte umgangen und die Linie Posen Tlioru hätte durchbrochen werden können. Hauptinann Gatti ini Eor- riere della Sera meint, die deutsche Heeresleitung habe die Russen entscheidend schlagen wollen. Er bezeichnet die Zusammenzichung des Heeres auf der Linie Poscn-Thorn als eines der zwei oder drei „schönen Manöver" dieses Krieges. Tic »icistcrliche Verwendung der Eisenbahnen habe die Russen gezwungen, gegen ihren Willen »ach der Wahl der Tcutschen eine bedeutende Schlackt zu liefern. lieber den Eindruck der deutschen Siege über die Russen in Rom meldet der dortige Berichterstatter de: Tcutschen Tageszeitung: Unsere Siege machten hier den st ä r k st e n Eindruck, namentlich, weil die russischen Nachrichten in den letzten Wochen de» Glauben hatten er wecken wollen, das; Teutschland und Scstcrreich-Ungarn dem a l I v e r » i ck t e n d c n E i »s a l l der Russen kaum noch st a n d z u h a l t c n vermochten. Ter Nieuwe Rottcrdamschc Courant -sagt in einer Be- spreckniiig des Kriegszustandes im Esten: Tie russischen Berichte melden einen weit grötzcren Berlust a » Terrain, als die Teutichc» in ihren letzten Siegcsberick - tc» angegeben haben. Ferner besagt ein russischer Bcrichi, daß die strategische Lage der Tcutsckxn bei weitem vorteil h a f t e r ist, als sie in ibrcn eigenen Berichten über die Erfolge vom Samstag und Sonntag angegeben habe». Wir können also annehmen. daß die letzten russischen Berichte das Resultat des Kamvfcs enthalte». Dieser Kamps ist also zu g n n st c n der Tcutschen ausgefallen, was in de» beiderseitigen Berichten nicht definitiv angegeben war. Hindenburg über den Uamps gtfzen die Russen. Generaloberst v. Hindcnburg äußerie sich dem Vertreter der N- Fr. Presse gegenüber sebr lobend über die öster- reichijckien Soldaten und Führer. lieber die Russen sagte Hindenburg im wesentlichen sol gciidcs: „Tie Russen sind gute Soldaten, sie halten Tiszi- pliii und Disziplin entscheidet schliestlich den Feldzug. Aber die russische Disziplin ist etwas anderes als die deutsche und österreichisch-„iigarische Tiszipli». I» «nsereu Heere» ist sie das Resultat des Geistes und der Moral, im russischen Heer, mehr stummer und stumpier Gehorsam. Tie Rnsscn haben viel seit ihrem Krieg mit Japan gelernt. Ihre Stärke sind die F e I d b c s e st i g » n g e n : sie verstehen glänzend, sich einzngrabeii. Rur wird cs mit dem Eingrabe» bald ein Ende haben, wen» die Erde hart iriert. Tos ist einer der Vorteile, die uns ein Winterseldzug gegen die Runen bring'. Wen» sie nicht mehr in die Erde kriechen können, wird es de» Russen schlecht gehen. Vor der russische» 11 ( b rnn a di: fürchten wir uns garnicht! Tie Ilcbcrmncht gehört nun ein mal zu den Russen: sic ist ihre hauptsächlichste Waise. Bei Dannenberg waren sie uns dreifach überlegen: man >ah, was es ihnen nutzte! Auch die Ucberzahl ist nicht en:. scheidend: im gegenwärtigen Stadium des Krieges noch weniger als bisher. Tic Russen werde» uns nicht „niedet malzen", im Gegenteil: die Russen sind mürbe. Alle An. Zeichen deuten daraus hin, dass sic bald fertig sind. An Waffen und Munition begia»t es ihnen zu fehle«, auch h u » g e r u sie; selbst die Tssiziere ermangeln der Nahrung. Auch das Land leidet Not. Lodz Hunger,. Das ist bedauerlich, dach es ist g u t so. Mit Sentimrutalität kann man feinen Krieg suhrep Je unbaemherziger die Kriegsührung ist, um so bar in herziger ist sie i» Wirk lichkcit, denn iiniso eher bringt sie de» Krieg zu Ende. Man merkt es auch an der Art, wie die russischen Truppen sich schlagen, dass sic bald nicht mekr weiter kviiiie». Ter Krieg mit Riinlaiid ist gegenwärtig vor allem eine Nerven- trage. Wenn Deutschland und iDesterreichUngarn die stärkeren Nerven haben und dnrchhalten werden — und sie werde» sie haben und werden dnrchhalten! — so werde» sie siege n!" Die englische« Verluste. tzondo», 10, Rav. ssstr. Frlst l Asguith hat bctaniitlich die Zahl der englische,, Verluste bi» zum :>l. Oktober aus 57 000 an» gegeben. Aus einer Massenversammlung in Talsvrd erklärte Lord Neivtv», dag die Verluste bis zni» 41, Oktober aus 80 000 Mann auzugcbeii seien. Einige Bataillone hätten ihre jänitlichen Ossi ziere verloren: ein Balaillon stcintruppe» stehe setzt unter dem Bcsehl eines Adinlanien lliiicrassizier», Zwei Tivistone», die zu nimmt» ungefähr 57 000 Mann stark gewesen seien, seien jetzt aus 5800 Man» zusammengeschmelzen, Lord Rewlu» sagte, eS sei unklug, diese Tatsachen zu verheimlichen: viel verständiger wäre eS. sic der Ratio» niitzuleile», damit die Ration wisse, wie dringend nütig Verstärkungen leien. Slmerikanischcs Kriegsmaterial für Gastland Englische Zeitungen beschästigeu sich mit einem Protest lies deutsche» Botschasters in Washington gegen die andauernde Lieferung vo» Kriegsmaterial au die Treiverband- mächtc durch amerikanische Fabrikanten. Die Times meint dazu, dass diese Proteste verfehlt-seien, lveil die amerikanischen Fabrikanten, welche angeblich Unterseeboote an England liefern, diese nicht ganz und ungeteilt, sondern in einzelnen Teilen liefern, sodass sie von dein Käufer selbst erst zusanuncn gestellt werden müssten. Damit sei der Einwand, das Unter- scevoote gegen die internationale» Vereinbarungen an eine kriegführende Macht geliefert würden, beseitigt. In derselben Nummer der Times aber erscheint ein grösseres illnstricrtes Jnserat, in dem eine amerikanische Torpedobootfabrik für beit Preis von (> Millionen Mark eine neue Art von Unterseeboot, das zugleich als Miuenzerstörer dienen soll, aubictet. Es heisst in dem Inserat, dass das Boot leickt an Teck eines Frachldampfers über de» Ozean geschafft werden kann und dass eS i» der Lage ist, feindliche Schisse, auch wenn sic in ihrem Haien durch Minenfelder geschlitzt sind, anzugreife,, und zu vernichte». Tlesen anieritanischen Firmen geht es nichi anders wie ihre» Kollege» in anderen Ländern, die den Krieg mir als ei» gutes Geschäft betrachten, ganz gleich, ob irgendwelche moralische Bedenken gegen ihre Art der Geschästs- sührung austanche» könntcii. (?in Urteil über (England. Aus den in der Times crsch>enenei> Artikel ihres »orrespon- dinlen in Teutschland, in dem behauptet wurde, cs werde hervorragenden deutschen Patrioten von Tag zu Tag klarer, daß wir England nicht besiegen könnten, erlaßt Generaldirektor Ballin sol- gcnde Erklärung: „Ta zu de» nanientlich ausgesiihrtc» Männern auch ich gehöre, lege ich Wert daraus zu kanstaliercn, daß meines Erachiens England heute schon besiegt i st, Ten» ein England, da« in einem solchen Kriege seine Flotte versteckt und sich nicht mehr aus das Meer hinan« traut, Hai ausgchört, das alte Enaland zu sein. Es hat sich vor allen Tinge» ein sür allemal des ßlcchts begebe», mitzusprcchcii, wenn es sich „m eine Frage des europäische» Gleichgewicht S handelt!" Tic Koitkllrren; vcr belgischen Zlüchtlinqe in England. Tie Beschäftigung belgischer Flüchtlinge beginnt ein immer ernsteres Problem für die englischen Arbeiter zu werden. So'mußte sich auch der Vorstand des englischen Bcrg- aibciterverbandes mit Beschwerden aus einzelnen Tistrikteu belassen, wo schon belgische Arbeiter in den Bcrgtverkcn beschäftigt werde», ohne dass die Organisation vorher befragt !o»rde, Ter Vorstand stellte sich aus de» Standpunkt, dass prinzipiell gegen die Beschäftigung von belgischen Flücht liiigc» nichts cinzuwcndcn sei, wenn es an englischen Arbeitern mangele (!) und wenn Vorsorge getroffen werde, dass il.rc Beschäftigung keine Gesabr sür die übrigen Arbeiter mit sich bringe. Besonders sei es notwendig, genügend sprachkundige Aussichtspersonen zu stellen. Ferner müsste unbedingt daran seslgchaltcn werden, dass auch den belgischen Arbeitern die üblichen gewerkschaftlichen Löhne und Arbeitsbedingungen zugeiichcrt werden. Tieserhalb will ma» sich sofort mit der 'Bergwerksinspcklion in Verbindung setzen. In der Prarn. durfte diese Stellungnahme darauf hinauslaufen, daß man die Beschäftigung von belgischen Flüchtlingen allgemein zu verhindern trachten wird, denn die Arbeitslosigkeit selbst in England dürfte in absehbarer Zeit immer noch groß genug bleibet, um.eventuelle Lücken aus den eigene» Reihen zu füllen. Englische ,'jensur der Br efe nach neutralen Ländern. Kristiania, 19. Nov. (Ctr. Frkft.) Die norwegische G-- sandtschast in London telegraphiert, die britische Regierung habe eine Untersuchung der gesamten Kor- respondenz von und nach Norwegen, Schweden, Däne- mark, Holland, der Schweiz und Italien angeordnet. Der russische „Befreier" der kleine» Rationen. Die Russifizierung Finnlands. Stockholm, 19. Nov. (Ctr. Bln.) Der Gencralgonvc» neur über Finnland betreibt jetzt unter Hochdruck die gewaltsame Russifizierung Finnlands. ' Ter Absetzung des früheren Präsidenten des finnischen Landtages, des Hosgcrichts- Assessors Spinhufvud, ist ein langer Ukas gefolgt, der den amtlichen Gebrauch der finnischen Sprache und andere Ueber- resic der Selbstverwaltung abichasft und der russischen Beamtenschaft zahlreiche Vorrechte einräuint. Aus Helsingfors wird die Unterdrückung mehrerer finnischer Zeitungen gemeldet. Ter Deutsche Hilssverein in Helsingfors, üie- Deutsche Gesellschaft in Wiborg und sämtliche Zweiggcsell- schäften dieser beiden völlig unpolitischen Körpersckiasten in anderen finnischen Städten wurden ausgelöst. Der Krieg und die Japaner. Ter bekannte japanische Genosse Kaiciyaina, der als Delegierter der kleinen japanischen sozialistischen Partei zum Wiener internationalen Kongresse reisen wollte, wurde ebenfalls durch die Kriegsereigniffe an der Wcitcrsahrt gehindert. Er agitiert jetzt unter seinen Landsleuten in Calisornicn. lieber die ersten Kricgs- wirkungen schreibt er in der Chieagoer International Socialist Review wie folgt: Japan besindct sich jetzt in den Händen der chauvinistischen Partei unter Führung des Präsidenten der japanischen Friedens- gcsellschaft, des Premierministers Grasen Okuina. Tie Anhänger der burcaukratischen Partei haben eine Erhöhung der Armcestärkc gefordert, um ihren verlorenen Einfluß wiedcrzugcwinnen und zu demselben Zwecke haben sie auch den Krieg an Deutschland erklärt, J Die japanische Flotte ist natürlich nur zu froh, eine Gelegen-' heit zum Kampfe zu habe», um die in den letzten Jlottcnskandalcn erlittenen Schlappen wieder auszuwctzen. So ist Japan wieder in einen Krieg verwickelt, obwohl es sich von dem russisch-japanischen Kriege noch nicht erholt hat. Die besten Elemente des japanischen Volkes sind gegen den Krieg. Der Oriental Economist, ein dreimal monatlich erscheinendes wirtschaftliches und politisches Blatt, das eine starke Verbreitung in Fa pan hat. hat sich dem Kriege glatt widersetzt und erklärt. baß die Befürworter des Krieges die Feinde der besten Interessen Japans seien. Es sei vielmehr die wahre Mission Japans, gerade im jetzigen Augenblick im fernen Osten den Frieden zu erhalten. Das Parlament bewilligte bei der Kriegserklärung 50 000 000 ge», doch dürste der Krieg manche Millionen mehr kosten. Die Presse — das war ja allerdings nicht anders zu erwarten — erklärt, daß der Krieg unvermeidlich war infolge der Defensiv- und Osscnsiv-Allianz, welche mit England besteh!. Sie weist natürlich auch daraus hin. daß Japan jetzt Rache nehmen müsse dafür, daß Deutschland vor 20 Jahren, im Verein mit Rußland und Frankreich. Japan zwang, die Lto Nang-Halbinsel wieder an China her- zugeben. In Wirklichkeit aber war es Rußland, das dieses Ziel erzwang. Heute aber wissen die japanischen Militärs von dem von Frankreich und Rußland damals getriebenen Spiele nichts mehr zu sagen. Es wird behauptet, daß höhere Militärbehörden in oieiem Kriege Erperimcntc mit manchen neuen Waffen und neuen KricnS- taktiken versuchen wollen, sodaß sowohl Soldaten wie zum Teile, auch unsere Osfiziere benutzt werden sollen, wie etwa lebende I Mäuse oder Kaninchen ober Hunde im Rockefeller-Jnstitut. „Tötet keinen Soldaten bei der Erobcrunn von Kiautschou" ist: eine der Hanptforderungen des japanischen Volkes gewesen. Wir haben ein altes Sprichwort. „Haut keinen Hund, der sich nicdcr- geleg« hat". In bezug ans die japanischen militärischen Operativ- neu gegen Deutschland betrachtet das Volk heute den Krieg in diesem Lichte. Man glaubt selbst nicht, daß es mutig oder nar moralisch ist. eine schwächere Partei, die wenig Aussicht auf Erfolg hat, anzugreisen. Es ist nämlich sonst ein nationaler Zug bei den Japanern, einen Krieg nur gegen einen stärkeren Feind oder gegen eine sehr viel mächtigere Nation wie wir selbst sind, zu unterstützen. Natürlich leidet auch Japan in vieler Hinsicht unter den Lricgswirkungen. Manche Industrien stehen schon still, weil es an den nötigen Materialien gebricht, während bei anderen die Aufträge fehlen. Natürlich sind auch Taulende von Arbeitern beschäftigungslos geworden. Der Seidenpreis, der eine große Bedeutung hat, ist um 50 bis 00 Prozen: gesallen. Die Preise für Seiden- kocken gingen so sehr herab, daß manche.kleine Züchter nicht einmal mehr die Kosten der Maulbeerblätter, die zur Fütterung der Würmer gebraucht werden, aufbringen können Während des russisch-japanischen Krieges konnten die japanischen Sozialisten recht ante Antikriegspropaganda entsalten, doch zur Zeit ist nichts ähnliches gestattet. Ein großer Kampf wird wohl später entstehen über die Kredite für Heer und Flotte. Wenn die burcaukratische Pariei gewinnen sollte, so werden die japanischen Sozialisten mehr wie bisher unterdrückt werden. Wenn jedoch die Opposition siegreich sein sollte, so ist es möglich, daß ihnen einige kleine Freiheiten gestattet werden. Crwe. erung der Krie ssüisorge. Dem Reichsamt des Innern ist eine Eingabe zugegangen, in der folgende Vorschläge gemacht werden: i. Neuregelung der Höchstpreise in den Bundesratsoerord- nungc» vom 28. Oktober 1914, sowie Ausdehnung der Höchstpreise auf das aus ihnen hcrqeslelltc Mehl und Brot im Groß- und Kleinhandel. 2. Schleunige Festsetzung von Höchstpreisen für Kartoffeln und Kartoffelmehl im Groß- und Kleinhandel. Weitere Herabsetzung des Brenncreikontingents für Kartoffelspiritns. 3. Stärkere Hcianziehnng des Hafers und der Gerste zur menschliche» Ernährung: Einschränkung der Verwendung der Gerste für Brauereizwecke, eventuell mit Entschädigung der Brauereien und ihrer Arbeiterschaft. 4. Herabsetzung des Höchstpreises für Rohzucker und Raffinade unter Aufrechterhaltnng des Ausfuhrverbots und Heranziehung des Rohzuckers für die Biehfütterung. 5. Je nach dem Ergebnis der Viehzählung vom l. Dezember Minderung der Viehbestände zur Streckung der Futtervorräte. Verwertung der sreiwcrdenden Viehbestände durch Konservierung seitens der Gemeinden und des Staates unter Festsetzung der Preise für Vieh und Fleischkonservcn. 0. llebernahme der für die Volksernährung notwendigen Vorräte, Regelung der Verteüung und des Verbrauchs durch die Reichs- und Landesregierungen mittels eigenen Ankaufs von Getreide und Mehl zu allgemeinem Gebrauch, unter Benützung der Gemeinden und Genossenschaften als Vertcilungs- stellen sKopfguotes. 7. llcbertragung der Ausgabe der Lebensmittelversorgung an eine Zentrale beim Reichsamt des Innern, die Exekutive besitzt und aus Mitgliedern der landwirtschaftlichen Genossenschaften, des Handels und der Konsumvereine zusammengesetzt ist. 8. Anpassung der Rcichsunterstiitzungssätze für Kriegsteilnehmer a» die Preisfestsetzungen der Bundesratsveroidnungen vom 28. Oktober 1914. Aus der Begründung heben wir folgendes hervor: Durch die Festsetzung von Höchstpreisen in den Bundesratsverordnungen vom 28. Oktober kommt zum Ausdruck, daß die ReichSrcgicrung von der Sorge geleitet ist, cs könnten bei längerer Dauer des Krieges die im Lande vorhandenen Vorräte für die Ernährung nicht genügen. Die Bestimmungen reichen jedoch in keiner Weise dazu aus, diese Versorgunq sicherzustellen. Die sestgesctzlen Höchstpreise gelten nur für das Getreide und für den Großhandel. Selbst für diesen gewährleisten sic jedoch nicht den Ausgleich zwischen den einzelnen Landesteilen. Sie geben auch keinerlei Gewähr für die Preise, die von den Verbraucher» für Mehl und Brot zu bezahlen sind. Zu hohe Preise lassen befürchten, daß der Verbrauch von den breiten Schichten der Bevölkerung mehr eingeschränkt wird, als es nach gesundheitlichen Grundsätzen wünschenswert ist. Sic versagen auch gegenüber der bemittelten Bevölkerung, die imstande ist, die gesteigerten Lasten der Lebensmittelversorgung ohne Einschränkung des Konsums zu tragen. Sie drücken außerdem die Kaufsähigkeit der städtischen Bevölkerung jür Jndnstrieprodukte herab, vermindern also de» Jndustrieabsad und bedeuten vermehrte Arbeitslosigkeit für Industriearbeiter, damit aber auch vermehrten Aufwand sür Ilnterstützungen. Sie beeinträchtigen de» Nahrungsstand der wehrfähigen Reserve» und könnten endlich dem Ausland eine irrige Meinung über die llnzulänglichkeit der deutschen Getrcidc- vorräte nabclegen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer besseren Ausgleichung und Anpassung des Konsums an die vorhandenen Lcbensmittelvorräte. Diele kann nur erreicht werden durch die Einschränkung der VerfiioungSfreiheit des einzelnen. Zu diese», Eingreifen sind nur die ösfeutlichcn Körperschaften befähigt. Reich bezw. Bundesstaaten müssen die notwendigen Vorräte übernehmen, jedem Vcrwaltungsgcbiet die notwendigen Mengen an Nahrungsmitteln zuweilen, und durch Gemeinden und Genvsscnscbasten innerhalb jedes Bezirks siir Verteilung an die Bevölkerung sorgen. Damit erst fallen die schlimmsten Nachtcstc hoher Höchstpreise weg und das Ausland wird erkennen, daß sich Deutschland in der Organisation seiner W rtschast auf alle Fälle eingerichtet bat. Unterzeichnet ist die Einoabe von: Prof. Dr. Brentano- München: B e r n m a n n - Köln, Verband der christlichen Gewerkschaften: Tr. Adolf B r a u n - Nürnberg, Redakteur: Prof. Dr. D o r n - Nürnberg: Dr. E. H e i m - RegcnSburg: Prof I a f s e - München: Dr. Lederer-Heidelberg: Landtag! ordneier Tr. L t n d e m a n n - Stuttgart: Fabrikant Tr. s genstern - Fürth: Rcichstagsabgeordnetcr Tr. Qu> Frankfurt a. 9Jf.; Magistratsrat Ed. Schmid - München: S tagsabgeordnetcr Simon- Nürnberg: NcichStagSabgeor Dr. S ti d c k u m - Zehlendorf: Prof. Dr. Sinzhei München. Hecreslieferunpen und Privatkuudscha Ter Oberbefehlshaber in den Marken hat folgende ordnung erlassen: Tie zu Lieferungen für die Heeresverwaltung ver toten Fabrikanten werden vielfach von ihrer Privatknnd sogar unter Klagcandrohung, zur Erfüllung der dieser, über eingegangenen Lieferungsverpflichtungen derar drängt, daß das Interesse der Heeresverwaltung da: leidet. Auf Grund des § 9 des Gesetzes über den Belagei zusland vom 4. Juni 1851 bestimme ich daher für das < der Stadt Berlin und der Provinz Brandenburg: Ten zu Lieferungen für die Heeresverwaltung ver tetcn Fabrikanten wird verboten, ihre Privataufträgc den Aufträgen der Heeresverwaltung, d. h. unter Zur lung der Heeresverwaltungsaufträge, zu befriedigen. Wer diesem Verbote zuwiderhandclt, wird mit Gefc bestraft. Dieses Verbot tritt sofort init der Verkündigung in Vom Reichstag. Ter Reichstag tritt bekanntlich am 2. Dezember , men, um Stellung zu den weiteren Kriegskrediten zu n> Ta eine Reichstagskommission zurzeit nicht besteht, wir sogenannte „freie Kommission" gebildet. Die Komi tritt am 1. Dczeinber zusammen. Sie wird 36 Mit zählen, damit auch den kleineren Parteien, die in der B kommission eine Vertretung nicht baden, eine solche g, ist. Ter sozialdemokratischen Fraktion stehen z e h n S der Komniission zu. Folgende Genossen werden in die Mission eintrelen: Bauer, Tr. David, Ebcrt, Haase, Ledcbour, Legten, Molkcnbnhr, Schcidemann. ! Schniidt. Tie Verhandlungen der Komniission sind Mitgliedern des Reichstags zugänglich. Die sozio kratische Fraktion tritt bereits am Sonntag, den 29. I der, vormittags pünktlich 10 Uhr zusammen. Sichtung den englisch Spreche«,den. Unter der Ueberschrift „Achtung den Amcrikancn die Norddeutsche Allg. Zcitnng folgende Mahnuk „Für das Verkalken unser«»- O-essentlichkest gegenüber sprechenden Personen erscheint vs angvzeigl, nochmals darr zuweisen, daß alle wehvfÄsiMn englische,, Staatr-ange innerhalb des Reichsgebiets fesbgesetzk worden sind. Die Engläikder männlichen Gaschl-rchts haben inet wenigen Aus von der ihnen jungst gebotenen Gelegenheit, Deutschland lassen, Gebrauch geniacht. Wo in der Oestentlichkeit > Laube an das Ohr klingen, ivird fast immer anzunehmen f, cs sich um Burger der Bereinigten Staate Nordamerika handelt. Diesen amerikanischen Gästen ivir das Gsfiihl nicht bsri-ntr-ächkigon, daß sie im deutschei itnangcfvchicn leben können und uns Kiepen stand besondere sicht sind als Angehörige einer ncuiralen Macht. deren dtp fche und konsulari>sck>e Beamte sich unserer m Fei ndesiand lichcn Landsleute aimehnien." Wir wissen nicht, ob unsere Rassentheoretiker mit Mahnung einverstanden sind. Die englisch spree Amerikaner sind zunieist ja auch englischer Herkunft! gerade, loeil die offiziöse Mahnung allem Rassennnjii gänzlich zuwider ist, darnin ist sie so außerordentlick nünftig. Einschränkung der (tzetreidelsöchstprei Wie nach dcni Berl, Tagebl. verlautet, steht eine ordnung des Bundcsrats bevor, wpnach die scstg Höchstpreise für Getreide, sich nicht auf Saatgctresi ziehen sollen, das damit sür den Handel sreigegebcn Naturgemäß niuß verhindert werden, daß diese Freig Mißbräuchen führt, indem Getreide als Saatgetreid kaust wird, das tatsächlich sür andere Zwecke bestin lasst • ist eil «S ffö |ft 3eit Im lege«, n i[t ater »t umgi ijomme» in der! iselJ de Miene «m it i chie ii dori , Pap!! m Aus u, »am ijiMlh ap unk kr ilesil Eens! » Staa fcju eh: «Hm lhersch tta in a Ikittfid j-pie S '»Kitze Mi l'iii Afras«. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 118 Marstrand hielt diesen Brief lange in seiner Hand unb starrte ans die festen Buchstaben, während sein Pferd mit ihm weiter ging. Stein Ziitern ihrer Hand hatte verraten, was sie empfand, kein Wort war schief gesetzt, kein Satz in Unord- nung. Der ganze Abschied so ruhig und io kalt, als sei cs ein gleichgültiges Werk. „Kein warmer Schlag des Herzens ist darin," murmelte er, das nasse Papier züsammcn'chlagend und plötzlich ergriff ihn eine solche Bitterkeit, daß er es an den Enden faßte, zerriß und wieder zerriß und die zahllosen Stückchen in den Sturm warf, der sic weit slattcrnd zerstreute. „Nein, ich habe recht getan!" rief er dann, die Stimine des Vorwurfs übertäubend. „Wie der Wind diese Fetzen sortsührt und der Wüstcnregen sie vernichtet, so will ich die'e Narrheit endlich von inir abtun, Sic sagt sich los von mir. hat mich aus ihrem Herzen gestoßen, als ob ich jemals darin gewesen wäre! Sie sicht freudig ihrer Zukunft entgegen? Sie heuchelt, sie will mich heilen, indem sic mich bctrimr" Er lachte laut auf und warf den Mantel fester um feinen Körper. Dann , blickte er in die Nebel, welche jetzt so dich! und schwer um ihn wirbelten, daß auf zwanzig Schritte das Fjeld nicht zu erkennen war. „Nur zul" schrie er in den nassen Braus, „ich will aus deiner Hochzeit tanzen, Paul Petcrsen soll seine Freude an mir haben." Es war, als habe ein anderes Gelächter sein Lachen beantwortet, oder war es ein Echo, das hier sein Wesen trieb? Marstrand fragte nicht danach, er ritt lange Zeit fort, indem er es dem Pferde überließ, sich den Weg zu suchen, den er nicht mehr aussinden konnte, aber er schreckte doch empor, a!8 der Regen sich mit Schneeflocken mischte und vor ihm eine tiefe Senkung lag, an der sein Tier schnaubend still stand. Tnß er dort nicht hinunter durfte, war ihm gewiß, aber wohin sollte er? Er vrüftc den Wind und glaubte in der Richtung zu 'ein. nach allen Seiten schickte er seine Augen ans. aber nichts war zu entdecken. Ter Nebel schien dünner z» werden, und doch bielt er ibn eng cingcfangen: Wolken und Wirbel von 'einem Schnee trieben über >bn hin, dranaen erstarrend bis auf keine Hand, stäubten in Millionen feiner blitzender Nadeln »oin Boden auf. tanken zurück und wurden von einem hoble» Winde sortacritten. der immev e'tiaer und pewastiacr tobte. »Pf b"tte imn dem a-'Nssrt von den ^-^neestNvmeN Sto pTToS Ortf\r*n fö*-p*t Ptrt ,".SpY-fpYfi •r>tt Spvf PTei; yyh^pyy Vr>p pt* pyyy Sot* r-Iptf YiiAf pr m’f / ?'/ j Pi»ypp ^pi* f»^ rtvf Tp»^p ttPMpYt ^-Tn»Spp ittYit j’tprf f«*pr ^ Y»vtr V’APtS» ‘nur'' »»t «*«s ; VnpJf pr um fiJC. P Vppy- s;^.» f-TT av. SrtYf fp •"f s «P sP m * Al.f f'PY. pS r»Y*Y*YP1'Yr+«Y Vn-Pr ^PYYY 1 ,.y*s » : n OT pr p; Hem f: 11Y-S ♦PY*ff pr* * ry S-YY cPY . . 4 , t V'py'T AY-rtV* *^r r,: rtr fY* v/>n fff n p»y YY 11 YY S Nh» 1T»yy oy» . c-^p S- t. «% V*S /■ ••Prf mi S«sC, Sp-S «V», yyyya^ I.YfS •TS ''"r X Sp** rcf^Y ** S r xr. r /* p« ..Y OT p-^p v-rr^ vt o y.ru„ r: y ->.♦ n« Vyyp Jl»m »r Sip s»v e?»jr.r«xi (»Tp ^ y 1*1 ^ s : « pi^p" p,.r ^ rc; Mr ’f piKArtrt*! \fl***r\%* HtTi. (v* — T/> ^ pf*t «Hör pI*a te bis Marstrand ib» rreick-i »akkst n»d „Holla, Freund!" rief er ihm zu, „hast du Lust, eine Iv, nvfiYvrf PY YY Pfff (M SpYYY r> ' "T- YY rt A rinvViAWY «y« 4y„ cm: -<*p *YYpr ' pv fp Jyy^yy CT-Hav»« P* YY ^**^««YYpS **"S Vypv, Tppppf. « : v fA*Yn^^ 1f YYS r. fn.Yiii ' Ks, Vyyp r ptrt ^pVyVyp Sp** fYrft ,Y»ttlY^ ichnccpilppc zu werden? Steh.mir bei in meiner N wenn du ein Mittel weißt, ans dein Sturin an ein gcs Plätzchen z» kommen, so sprich und laß mich hören." „Möchtest du dort hinunter, Däterchen?" fragte D mit seiner Stange nach der Schlucht deutend. „Es scheint mir das Beste z» sein, wenn du nichts 3 kennst?" „So tu's, wenn's glückt, ist's gut!" rief der Lappe, jung, und es glückt dir vieles!" — Er lachte nach Lat „Höre, Mortuno," sagte der Verirrte, „vor einer oder zwei hat mich ein Mann verlassen, Klaus Horn der Priester, der mich versicherte, du seist ein verstä»di< gearteter Mensch. Ich danke deni Zufall, daß ich die es wäre aber gewiß ein Unrecht, wolltest du mir deine versagen, die ich belohnen will, so gut ich kann." Ter Lappe schien anfangs seine Possenrcißernati oblegen zu wollen, er grinste und schnitt Gesichter, be wurde er ernsthafter, und endlich sprang er von den und nahm die Zügel des Pferdes. „Was wollt Ihr dort unten tun, Herr?" fragte er würdet sckiwerlich gesund ankommcn, und wenn es! pützte et- Euch niebts: denn es ist ein jähes, enges < das in Klippen und Lilüstcn endet, durch welche eine »’ dem Ulvsfjord zustürzt. Kein Mensch kann darin sortk selbst ich möchte es nicht versuchen," setzte er mit Stol „und wenn das Schncestürmen anfängt, könnte das L zugeweht werden. Folgt mir nach, ich will Euch ein Plätzchen verschossen, wo es »ns besser behagen soll.* Er überließ es seinem Begleiter, darüber nachzi wie es geschehen konnte, daß er plötzlich ganz verniin! im leidlichen Norwegisch sich ausdrückte, und zog das c Pferd, so gut cs ging, über die verborgenen Sie Trümmer, bis nach einer Viertelstunde, die inllhsan war, aus dem nebelnden Schneewcttcr ein FcIS ausst wie ein Horn sich überbog und mit cineni tiefen §pv' sanr seine Eingeweide öffnete. (Fortsetzung -fr h s , | ]'-■ r nifin ■ j ’ier |t,t " Sni i'Äde ijj. k i- i&i ld 'f<5e i l -? i PS* si "S* i!»Lsch !t Mstr, Beilage zur Oberhefsifchen Volkszeitung Nr. 27 l SirKrn, Samstag den 21. Mop möer 1914. lllUna !ri b atf, «t bi e .- * Kr. lltiiiig |)| Tut bal «8: iltunj d, atauittäj ■ntct 3 u t , tlCbigef > mit Oft; Hessen nnd Nachbargebiete. Gießen und Ningebung. -»mber >>ten zu, «Mt, mir! 5it Somit! 36 M t in der k E solche lgehnk den in bit . Hanse, mann, "ion jitib Tie fojiol den 29 . enden. nimloim MlM« Nmrle t-n §!eal-ütyt sind, Dt MV» 1, NraWut nttüttdl Md-»» luctti chc» Wli im bwSfc t fcwnlr" t, bCTftl» Hinte*' Hessische Bauern, nehmt Euch ein Beispiel! Ueber eine schöne Handlung eines Baiiern wird dem nscheider Generalanzeiger geschrieben: .Nach Ausbruch Krieges hatten dem Bauer, der meine Hauswirtin mit ter und Kartossein versorgt, mehrere Kunden, deren Er- rer zur Fahne cinberufcn waren, die Butter aufbestellt. Bauer sagte aber: „Ihr halt so lang got Bottcc van mer en, dann sollt ihr och Widder got Botter ehten, ech lost sc so lang für ne Mars." In ebenso bunianer Weise bat er bei Lieferung der Winterkartosseln gehandelt, die eien bcssergestellten Kunden zu 4 Mark für den Zentner ge- rt hat. Anderen aber, die zurzeit in einer etwas be- igtcn Lage sind, lieferte er sie entsprechend billiger, bis 3 Mark herunter. Ties ist doch eine sehr lobenswerte dlungsweisc. rocnn man dagegen hört, wie andere ern die Lage ausnnvcn und teilweise »nverscl>imt hohe !«* fordern d solche» rühm- s Beispiel verdient, öffentlich bekannt zu werden." Ja, nehmt Euch ein Beispiel! etifer w m s»W Herkiml »aiicnui cmbratl öchstptt steht ei die -fti Snotpctfl rcigege diese flt* ;oat0ctT«i ecke W» »n ei" '! ch ’* srngte * 'd- du nE--> Echout das Papieren kriegsgejange» sind, erteilt in erster Linie, soweit es sich üngehörigc des Heeres bandelt, die Abteilung ö des >ral n a ch w e i le b u r c a u S des Preußischen KrieaS- ttcrtumS in Berlin, soweit cs sich um Angehörige der ine handelt, die AnskunftSstcllc des RetchS-MarincamtS in in. «int diese Stellen nicht in bei Lage, Austnnst zu erteilen, so me nbiciluiig für UriegSgcsangensiirsorge des Zentral- k«e» der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz wr "_ ' ^achiorlchunae» über den Verbleib de, (gesuchten ainuliellc,,, >dr »i«dkso»dcrc die Mitwirlnng des Internationalen Roie» >e» in che,,,- Frankreich und England besmdlichen "kn «esnugknc» nnd die Mitwirkung des Dänischen Roten ze» mr,»e jp Rusiland befindlichen deutschen Gejangenen zu " steht. :.. ? , ****fl über fremde Kriegsgefangene, d. h. über die in lailand Iriegsgefangenen Angehörigen der scindlichen Land- --celtreitlräjtk erteilt dir Abteilung für Kriegsgesangensür- oes .((Mtoitomitee» der Deutsche» Vereine vom Roten »tteu- ■ _y' c ^dteiluna für Kriegsgefangensursorge bat ihren 2>v im trdneienlmulk. Berlin, Prinz Albrechtstraße, Qbergeschoß, Zu»- * — nnträoe ans E.niiltelnng von Kriegsgesangcnc» n mundlich j,, j c „ y^n 10 bis 1 llbr und von -l bis oder lchrisiiig, gestellt werden. , ” ®'To ausdrücklich daraus aufmerksam gemacht, dag eine iltliiiig des Raten KrevteS für Besörderunq von Brieicn und '» Sendungen an eine» einzelne» dcntschc» oder srcmden sgetaiiaene». desien Ansentbalisort bekannt ist, nicht not- ®«« ^iesc Sendungen können vielmehr unmittelbar d e Pott gemäh Jeldposterlasi vom September tllll er- der Ln»» Ic i tmr risst litf* Z „petfur- dnß mit I«» kB"- nrc.< ■ run 1 ft *9 mtnn enr (lff* CH" »t 11,1 - -iib-' ' pf**: . «i idid^ri r»eiics.^ SS La Anslnnste über deutsche Zivilgcsangcnc im feindlichen AnS- anch tiber noch »ich, cinoefleibete Reservisten »nd andere im Uiriickaehaltkne Wehrpflichtige erteilt die Zeniralaus- ttclle für Auswanderer. Berlin, Am Karlsbad &—10. 0 ~ vernünftige Worte. Seit dem Kriegsansbrncst wird , rngliset'« Daren agitiert »nd z»m Bonkott derselben "atücet. Pjeifeuh wird man dabei kein Unterschied '^"i englische,, und amerikaniielien Waren gemacht "seshash sich eine amerikanische Handelskammer da- -uZ einoe Erklärung wendet, in der es u. o. heißt: 'g. s f , t , flc '' cn wir nicht, das, der ganze Handel zwischen , 'V""» s einem gegenseitigen Austausch , «?r»en und Waren beruht. Demnach darf ~ llT en anderer Rationen als feindliche boykottieren, trikoncr hg, die Produkte der Deutschen nötig: ohne die fJn DOn ^""ilinfarbcn in die Bereinigten Staate» rj. g an 'C »abriken brachlieqen. Ebenfalls dal die amcrt» imc -andwirrschas« den deutschen Kali dringend nötig , ,,ärgen aber haben dcntsche Industrien wichtige ameri- l c T-aodukte. wie zum Beispiel Baumwolle, Kupfer - durchaus notwendig. Eine Boykottierung solcher Handelsgüter kann zur Jolge haben, dast diese Waren nach anderen Landern abgeleitet werden, wodurch dem eigene» Lande eine scharfe Lvnkurren, enistchen kann, die nicht leicht zu beseitigen ifü Es gibt kein Land auf der Erde, das so v o I l - ständig unabhängig ist von anderen Ländern, um deren Produkte nicht zu benötigen." Was da gesagt wird, ist zweifellos ganz richtig und verständig. Sobald der Krieg vorüber ist. werden die nottven- digen Bedürfnisse den Boykott des Auslandes bald beseitigen, denn es ist bei dem beutigen Stande der Produktion einfack- undenkbar, dast ein Land sich wirtschaftlich unabhängig stellen könnte. Nach dem jiriege sind die Länder wieder aufeinander angewieseri, man sollte daher alles vermeiden, was den Handel noch mehr schädigt, als es durch den Krieg ohnebin geschieht. — Lächerlich ist auch der Feldzug gegen die Firmen- l ch i l d e r mit französischen oder englischen Bezeichnungen. Vorher bestand in gewissen Geschäften geradezu eine Sucht »ach ausländischen Bezeichnungen, hervorgerusen durch das Bestreben, möglichst „fein" oder „modern" zu erscheinen, was natürlich ebenso lächerlich ist. Man kann auch in unserer Stadt hier und da bemerken, dast auf Firmenschildern fremde Worte ausgekratzt und dadurch manchmal wertvolle Schilder ruiniert worden sind. Man sollte solchen Unsinn nicht für möglich halte»! Uebrigens wird die Zeit kommen wo man wieder alle Anstrengungen machen wird, Ausländer hereinzubekommen. Was soll zum Beispiel Bad Nauheim und andere deutsche Bäder macksen ohne die ausländischen Badegäste? Ter Nückgang der Arbeitslosigkeit wird durch einige Einzeldarstellungen wiederum bewiesen. Bei Ausbruch des Krieges stieg die Arbeitslosigkeit in der T a b a k i n d u - st r i e auf über 30 %. Jetzt ist nach Mitteilung des Tabak- arbeiterverbandes durch den gesteigerten Kriegsbedarf und die Liebesgubenspende an die Truppen die Arbeitslosigkeit auf den in regulärer Zeit zu verzeichnenden Prozentsatz berabgedrückt. Ein gleiches Bild bietet das Metallge- loerbe. Nach den Angaben der Organisation ist in der 13. Kriegswoche die Arbeitslosigkeit auf 7,9 % herabgefunken, in der Vorwocix- betrug sie noch 9,1 %, kurz nach Ausbruch des Krieges 19,7 Im Holzgewerbe ist dagegen die Arbeitslosigkeit immer »och eine sehr hohe, immerhin sank sie auf 16,8 % in der 14. Kriegswoche von 43 % bei Kriegs- ausruch. — Zuviel des Guten, lieber die Feldpost ist schon viel geklagt worden, weil massenhaft Sendungen an die Soldaten nicht oder erst nach langen Wochen ihren Adressaten erreicht haben. Aber zweifellos trägt das Publikum an den Uebelständen selbst einen grohen Teil der Schuld. Zunächst durch die undeutlichen und teilweise unrichtigen Adressen. Was in dieser Beziehung geleistet und den Postbeamten zu entziffern zugemutet wird, ist unglaublich Dann aber wird auch zu viel geschrieben und geschickt. Es ist ja gewist ganz gut. wenn die Angehörigen der im Felde stehenden Soldaten gedenken und ihnen ihr Los zu erleichtern suchen. Vielfach wird aber übertrieben und die Folge davon ist, dast solche Massen-Sendimgen sich aushäufen, datz die Post bei aller Anstrengung sie nicht bewältigen kann und der Postbetrieb stocken must. Tiefer Tage war eine Mitteilung aus Höckisi a. M. in den Blättern zu lesen, datz ein Mädchen von dort seit dem Kriegsausbrüche nicht weniger als 184 Briefe an ihren im Felde stehenden Bräutigam geschrieben habe! Wenn das wahr ist, dann must es einfach als unsinnig bezeichnet werden. Turch solche zwecklos Vielschreiberei erreicht vielleicht manche wichtige und sehnlichst erwartete Mitteilung ihren Adressaten nicht. Jeder halte also Mast und beschränke sich darauf, nur das zu schreiben und zu senden, was not- wendig ist. Eilt Euch mit den Weihnachtsseldpnketcn! Tie Etappen- komniaiidanlur 3 Tarmstadt — bei der die Weihnnchts-Feld- pakete für die hessischen Truppenteile einzuliefern sind — macht darauf aufmerksam, daß Weihnachtssendungen für die Truppen nur bis zum 30. d. Mts. aufzugeben sind, da sonst keine Aussicht auf rechtzeitige Beförderung vorhanden ist. Auch must jedem Paket eine Begleitadresse beigegeben werden. — Gefallene des Giestener Regiments. Unteroffizier Tr. phil. Herbett Stange, Chemiker aus Giehen. — Wehrniann Konrad Törr aus Kesselbach. — Gefallene aus Oberhessen und Rachbargebieten. Re". Heinrich Gath aus Burgsolms, Jnf.-Reg. Nr. 81. — Re'. Friedrich Schlau da ff aus Leun, Pionier-Bat. Nr. 23 — Ers.-Res. Ludwig S v o o r aus Wistmar, Jnf.-Reg. Nr. 99. — Leut. d. L. Otto Ellenberger, Lehrer aus Ortenberg, Jnf.-Reg. Nr. 172. KriegSauskunftsftelle für Arbeiter- nnd Anyestelltenvcrsiche- rung bei der Landesverficherungsanstolt Krönt). Hessen Die deutsche soziale VersicherungsiseseSychung hat in der „egenwärtigen Zeit sur die Kriegsteilnehmer, ihre Angehörigen und Hinterbliebenen eine besondere Bedeutung gewonnen, und es liegt geradezu im nationalen Jnteresic. dafür zu sorgen, datz im einzelnen stall die Berechtigten möglichst bald in den Genuß der ihnen gesetzlich zu- siehendcn Bezüge gelangen oder diele ihnen doch sichcrgeftellt werde». Da aber in den einzelnen ställen nicht immer Klarheit über die Rechtslage besteht, da sich zudem unter den in Betracht kommenden Personen häusia strauen befinden, die in Rechtssachen und im Verkehr mit den Behörden unerfahren sind, erscheint es zweckmäßig, auf dem Gebiet der Sozialversicherung für die Dauer des Krieges eine besondere öffentliche Rcchtsberatung zu schaffen. Ter Vorstand der Landesversicherunosanftalt Großh. Hcsien hat deshalb in seinem Verwaltungsgebäubc in Darmstadt, Vilhelminen- straße 34, eine KriegSauskunftSstclle für Arbeiter- und Angestelltenversicherung eingerichtet und ist bereit, allen im Großherzogtum Hessen wohnenden Kriegsteilnehmern, sowie deren Angehörigen und Hinterbliebenen, kostenlos mündlich und schrift- l i ch Auskunft in Angelegenheiten der Arbeiter- s.Krankcn-, Unfall-, Invaliden- und Hintcrbliebenenvcrfichcrungs und Angestelltenver- sichcrung zu erteilen. — Wir geben hiermit der Lesfentlichkeil von dieser Einrichtung Kenntnis und empfehlen den Interessenten ihre Benutzung. Schriftliche Anftagen wolle man an den Vorstand der Landesverficherungsanstalt Großh. Hessen in Tarmstadt, Wil- helminenftraß« 34, richten. — In da» Gießener Gesongenenlagcr norden auch einige Hun. dert imhminct,« Au. ander überfuhrt, toe nt strantfurt und anderwärts von dem Ansiveismngdbesehl betrossen ivurden. — ES kommen setzt sg'i täglich kl.- ne» Trupps verwundete und unverivundete Gefangene hier am, erfiere werden u» Garnisonlazgrett unter» gebracht. ,ftn Leger besuchen sich jetzt etwa Ml Gefangene. Vom Siadlthcater. Die nächste VvrstkUui-.g sindet. wie schon bekatink gegeben, außer Ademi.eineni. aut Miirtvoch. den 25. d M. statt und bringt als st-eft- nnd Wohltät ^eitsvorftellung Schillers „Wallensirind Tod" und Herrn Hsckar Bohirc von, Hos:he..-ter Lasset als Wau. — Al» dritte strchtenea-bo»U!e->ne»tSvorftettn>-g wird am 27. d. M da» Zelzauspie! „Der Strom" von Mar Ha!l>e aus» gestihrt, ein Werk. da. seiner Zeit im alten Har-ie vie! Erfolg Hane, ii» neuen Hause jedoch noch nicht gog-ebe» word-.n ist. — stür Anfang Dezember «ft eine Reiche,r vorgeiehe», — Arbeit»-stubiiäum. Am DonnevSiag nmvk» es 25, Jahve, d.itz der Eifendr-eher Zvtl>. Brücket XIII. ans Watzenbdrn bei d-cr stinno Hcylig^nstacdt n. Eo. ununterbrochen i» Arbeit steht. — Rene» Grschästslokal. Der llmba» des Warenhauses Gold- fchnndt in der Letniiftraße ist bis aus drn Anfirich vollendet. Seiiou jetzt läßt sich sagen. d>iß unter den ricleit. schönen Läden, die Gieren ariftinveiien Hai. dieser ein« b-ervorraiiende Stelle einnehine» ivird. Seine mächtigen Säaufvnster. iwu d.ii-e,, drei r ch der Schulsiraße und drei nach der W-zgeigossc zn gelegen sind, dürsi-e» mit zu den größten n> Gießen zähle,». Bekanntlich bcabsicht .it das Waren- ltznis Geschw. Knopf tTlnißbings in diefo» Hanse eine stiiiale in errichten. Kreis Svetzlar. n. Krosdors. An, Satne-iag Abend 8'-!- II!-'.- jin-det bei st lau Wwc. «bei eine Todocharl>ciievverlotn»,li,irg sia-tt. Eo ist recht ivohl zu erivanen, daß der 2Kf„ch ein sehr gtiler wird, stnobesondcre sind die Arl>eitcriniien der stirma Rinn eingeladsii. Die lllägige Lohnzahlniig wird in allen Hricn als eine Vcrfchlech erniig c-.np'nn- dcn. Es liegt abfol-iir keine Vevanlassnng vor, sich derartige Ver- schtechteinngsn bieten zu lassen- 8. Launsbach. Es fei »ochm»rls besonder» daraus attsmerlsam gemacht, daß die T a b a k a r b e i te r v e r sa m m I u n g püiidtlich Sonntag nachinittigg 4 Uhr l>egini,-t. Der Unwilte, »nlcher sich jetzt übevatt über die 14 tag ge Lol»ija-Hii,ng der -Irma Rinn & Elvoo bemettliar macht, maß auch in der lltettanimlni-g znm Auodrnck kommen. Das Erscheinen aller Tabakarbeirer imd Ailxiiei >i »en, ist unbedingt ersorderlich t . Wißmar. Wie bereits beckatmtgegebe». iindei Toui-.ag Abend 8 Uhr bei G>rstw,tt Bitiendori ein« Tahgsarbeuei- ?tj,mm- Ivng statt. Alle Ar'-eiter sind der Ausicht. daß die duigige Lohli- zichlung wieder «rngeführt werden muß. welche gerade jetzt t» dieser schweren Zeit»«, so crsordrrliä>er ist. Die Tabakarheiter Iml*eit co sich deshalb zur Pflicht zu ma«l>en, recht zahlte ch zu erscheinen. Bon Nah und Fern. X Uttsall bei der Arbeit, still Kranksurter alten Kohieit- haf«» stürzten gestern vier Arbeiter aus einer Höhe von n Metern in die Tiefe und wurden bunt, das naä>stürzende Gcbinde >chn>cr verletzt. Einer der Arbeiter nt knvz davaus im städtiischcn Kriicke»- hiinc gestorben. Don l»rfrndei, sich mich die ai.-oeren Drei: bei einem von chnei, sind die Berletzniigci, lebcnsgesährlich. — cklei Spielerei mit einem Schießgewehr den Bruder getütet. Zn Kieinensee bei Hersscid erschoß der 2l>jährigc ('8oige seineu achtjährigen Bruder dnrch cinei, voreilig losgeheuden Schuß in das Auge - Briefkaste». L. G., Gießt». Die l^esaimizaihl der Verluste ist uici» eiuniat fllr die deutsche Armee ei Niger», aßen genat, mnzugebci,. noch iveniger drejenigen der anderen. Alan Ca:,,, die imseren höchsten.-- iiaef) de» Verlustlisten schätzen und danoä, hal>en wir an To-cn. Vermiß de» >rnd Verwtmdeteii bis gegen Ende Oktober etwa 550 000 zu verzeichnen. DerckittSkalett-rr. Tabakarbeiterversammlunge» Sam Stag, 2t. Rov., abends 8' Uhr bei Wwe. Sonntag 22. Rov, nachm,iUags 4 Uhr bei Krofdorf. «bei. Launsbach. striedr Pfajf . Wißmar. So » »tag, 22. 2lov., abends 8 Uhr tu-, Biiieichorj. Sleinberg. Dieas-lag, 24. Rov., adendö Uhr nn Grünen Bat»». Taaesordnuna >->> allen Verfanunlungei,: „Tie l4iägiae Lohnzahlung ist eine Vcrfchlochtevung des Arbcilsverlzälttitffeo". Rcicrent: Kollege Kiel, Gießen. LlandeSamt Giehen. Geborene. Rovcmbcr 0. Dem rZnieanvorfteher stricdrich Wilhelm Kirllci» ei» Sohn, Ernst Heinrich Otto. — Dem Postbote» Albert Theiß eine Tochter, 2ln„a Auauftc. — 11 Dem Großh. Amtsrichter, Amls- acrichisrat stranz Hermann Gros ein Soh», stranz Wilhelm. ~ 12. Dem Schlosser Heinrich Simon Günther eine Tochter, Toni strieda. — Dem Kaufmann Eduard Wilhelm Philipp Emil Hans Roll ein Sohn, Eduard Karl. — 14. Dem Arbeiter Albert Zanik ei» Sohn, Stanislaus. — 15. Dem Lokomotivheizer Theodor Matthias Roth ein Sohn, Theodor. — Dem Schweizer Robert Wnpych etnc Tochter. Helena. 10. Dem Vizeseldwebcl Gcora Oliv Eonrad rin Sohn, Erich Hans Ernst. Ehelchließungen. November 14. Ehristian Kicnzle, Fabrikarbeiter, Unteroffizier der Reserve in Gießen, mit Sinn» Maria Ubria in Hopfaartcn. — Auaust Eidmann. Schreiner, mit Albertinc Anna Katharine Käthe Zinn, beide in Gießen. Tlerbefäve. November 10. Friedrich Hofmann, Hilfsschassner, 41 ,fahre oll, Sclterswea 52. — 12. Wilhelmine Müsstna, aeb. Slusch, 4ü ,fahre alt, Schisscnbcracrwca 71. — 10. Maraaretc Waacnbach, aeb. Volz. «ZI ,fahrc alt, Wcvftcinstraßc 38. — Sophie Wilhclminc Scheel, 7 Jahre alt, Sieinsiraßc 35. - 17. Wilhelm Reuter, Bersschcrungs- inspeltor, 40 Jahre alt. Löbcrstraße l. — 18. Ernst Hohl, 4 Monate alt, Lanastraßc 2. — 10. Anna Horn. 23 Jahre alt, Löwenaassc 22. Im Felde gefallen. Auaust 22. Otto Hermann Pretzsch, Vizeseldwebcl, 30 Jahre alt, Licherstraßc 05, bei Anloy acsallc». — 28. Johann Kaspar Schnell, Rketzaer, Reservist, 28 Jahre alt, Kirchenplay 4, bei Bcaumont ac- sallen. — September 25. Salomou Scmmy Rolhcnbcracr. Kaufmann. Gefreiter, 31 Jahre alt, Sleuenwca 22, in Sedan aestorben. — Oktober 6. Karl Johann Gcora Hamei, Schneider, Reservist, 25 Jahre alt, Wctziarerwca 55. bei Parvillers gefallen. — 31. Heinrich Bellas, Landwirtschasislehrer, «ricasfrciwilliacr, 23 Jahre alt, Wolsftraße 15, bei le Quesnoy aefallen. — Hans Karl Spies, Uhrmacher, Kricassreiwilliacr. 21 Jahre alt, Ludwigstraßc 27, bei le Quesnoy aefallen, — Wilhelm Auaust Karl Melchior Klenimrath, Student, Kricassrciwilliaer. 20 Jahre alt, Eichwca 2, bei le Qucs- noy aefallen. — November 1. Peter Stempel, Unteroffizier. 23 Jahr- alt, Licherstraßc 65. bei le Quesnoy gefallen.- — 2. Friedrich Karl Wilhelm Poly, Hauptmanu, 31 Jahre alt, Frankfurterstraßc 24, bei le Quesnoy gefMen. ii« *•« »• ■•» wgfx ff'iH neu« »»«-» Mit» «q nam «in »n* I Stickereien, Gardinen, Waschseide sowie alle zarten Stoffe, die keine rauhe Behandlung beim | Waschen vertragen, werden vollkommen rein, blendend weiss und wie neu durch P@?Sä! das selbsttätige Waschmittel I wSscht von selbst, ohne Reiben und Bürsten, daher grösste Schonung des Gewebes. Bester Ersatz für Rasenbleiche. Ueb«r«ll erhältlich, niemals lose, mir In Original-Pakete» __ _ ■ • 1 g-» HENKEL 4 Co., DÜSSELDORF. F.briv«.™ d.r .iib.it.bw. HCnkd S BleiCn - SOud. L mm* ist die Beste lllich i. d. Kolonialw (.c-^chäft. R Automobile u. Fahrräder (JobeT&'SppeT Alicestr. 25 Tel. 78« Adler-Autos u. Fahrräder Kontrollkassen, ReptwkKt. ixport- Biere feade-~ Einrichtung. Chr. Zimmer Bahnhofstraßo 12 S pez.; Kupferke s sel. ^Batsgeschäftel Jean Bern & Cie.,Gießen' gegr. 1883 Westanlage 311 Baumaterialien-Großhändler J ZemcDtwarenfabr. m. Motorbetriflb' r IRIumen: tssefa.i SliienMe Flora Seltera Weg 44 Chokclade u7| Konfitüren Elvira Jost »es 22. 0 rog., Farben eriiiaoia-Erog.r“ r - !ie,u Frankfurt.slr.39. * I ]. H. 3iiring. Lieh Telephon 1 Bierbrauerei mit eigener Mälzerei Anerkannt vorzügliche heile nnd dunkle Union- Brauerei Aktien-Gesellsch Giessen mpfiehlt ihre ff. Biere nd Kraftbier mit geringem Alkoholgehalt. Gerlach & Euler vormals J. Luy Wetzlar R ambrlnus-Brauerei C. J. Melchior Butzbach Vertr.: Georg Hebstreit Gießen. Telephon 162 Exportbrauerei Justus Hiidebrand C. m. b. Pfungstadt Niederlage: Gießen SieOener Brauhaus A. & W. Denninghoff empfiehlt hellen.dunkle Biere Georg Guht G. ni. h. H. Wetzlar. K il | Betonterer SoschNMW empfohlen CcfdKbd wöcheMUch einmal S Brauorelen und Bierhaudluncen losterbrauerei UTa4«| » - ^^^^^^Ibnenrüder^ Ocör. Waidstbniidt z. Riesen Wetzlar. TTWalfaeh's Biertirauerei Alsfeld (Hwsen) l.agcr-Tafelbler und Kraftbräu (alkoholarm) Bräoirei Heller, Lieb. Brennmaterialien |Flei»chereien| J. flmolrt m. Äd. BlrKraeyer BWöbelmagaa Tos. Collisy ff. Fleisch- u. Wurst waren Bahnhofstria^_ "Markipl! l'yJIrksec- nflöbelfabrik Kaplansgasno 18. I Ächre'neriBsir. Kalb-a Scbwaemflifl. LLm!».SM- w " ll,orj,r -‘ ff.Flelsch-.Wnrrtvr. O UOJU 7 ■ r n n » tw ff g T ' !> Schuhwaren ^ B Glas, Porzell --— Kaiser-Magazin * K......... | 8H.iI.Mer Schloßgasse 12 Schuhwaren ^ .Schuüw Hute toutzen S üebr. Bücking Kaufhaus für Bekleidung u^ollstä^^Ausstantungen. Koch L Wald Maincrgarse o. Altenburger Weg Mebch*»fhaft PeNlcr w crkttuic fjrffiiTlerl Aug. Pianz, Mainzergasso hr.,Goldw.,Taschenlamp.«1c J.Fr.frapke Hoizw. Eioil Homer, rSL i Brot-a. Fcipbdckerci Werner Weber. Kirchplatz 3 Uhren, Gold- u. Silberwar. B Heuchelheim Marktstr.21T.925. 1 Jakob Halm Rcoaraturwerkst, HJettealieiroer Joh. Fischer Alicestraße 28/30 i 72 Telephon Kohlen, Koks and Briketts. Diverse Ifissage, Bäder (Licht, Dampf und Heißluft) bei allen Kasssen zugelassen Kratz u. Frau Schnlatr.l 1 1 Stadtpost) ' [Hnj|; nn K | 'S77SfrteIörIim . hiclllllj) Frankfurterstr.82 Seltersweg 2. k reuzplatz 3. j Weine, Liköre Christian inderthal Kohlen, Brlk. I Happel* Mühlstraße 18. Rodheimerstr. 42 Tel. 125 Kolonialw. Heinrich Möser, Gießen Weizen- u. Roggenmehle Sämtliche Futterartikel tngrti» Rüböl, Leinöl cn detail Slerdw Rzbihofütr. 27. MBiflüllerXI: -iü Gr.-Linrien Likörfabr. >, Weinbandlung Gießen Neuen-Bäue 27, Diezstr. 14. jejn ICOil IdUol Warengeschäft J. Kann Söhne Likörfabrik Gießen. Tel 134 ße&r. Schwan, ton Wieseck ferOsrispr ■ • • "• 1 '. Wirtschaft. IBBM Kohle n,Baumaterial. senw., Maschinen, * n,Baumat ~' ÜL. macin Wein-6r#ßbandlnng a. Likörfabrik. j W.r^3{IUfl « iie-r.QT r -*tr. 124. jM.ltällei Bäckorer Schulst. 8. Wetzlar üewerksctiaftihaui Gießen Ia Getränk« V orzdgl. Kflche bill.Logis, | uieiziar-spaunsiessor Konsum uer&fii 2 Stadt Men I inh. H. Uh). Eintrittsg.ÖOPf., 18 Verkaufsstellen. Eigene Bäckerei, beste Waren, billige Preise. ..... F. Gerlach naciiti innausr Keinr. sporn Erstes u. größtes Schuhhau am Platze. Wafgoiiaas Franklort J Größtes Sortimentigeschfil f .-'rl __am Platze. JJ Carl Gärthe Jr.....- r am Eisemnarkt, Kolonialwar Cigarren, Cigarett., Waffe, cAlmin - -- Bre-«®“7a Munition, Stahlwar., Sämere Fpiear.Heoricii Nachf. ißen *« 6d «äfl ( fi«< n rinn iinW r(if iüimfl der ittf TU Inhaber: Albert Heurich K'ilonialv, ar. u. Delikateye: Karl KranenDerg lg mei Manuf.-, Kurz-, Weiß-, WoIffBnrt ? Mitgl. d. Wetzlar-Braunholn F , Kons.-V. erhalt. Rabatt,,'— Fr. Wälh. Lehr Hieben. Erstklass.Spezialgeschäfte fert.HeiT.-u. Knabenbeklei Arboiterkle idung. Welziarer nj2ö?iniagaz Inhaber: A. Dlehl Langgasse 42 Leitergasae —RM Pr»utausatatt. in jed. Pro» Kngrift Kerrn. Pingel Pin f i TU chende ronjßfil Inh.Wilh.Deubner, Eisen, Eisenkurz w.,H»i it-n. Kohlrabin« C. Schlemn Krämersfr. 9, Rep. -Werks feines Spezialhaus für Waffen und Stahlware P. F. Zisseller Eisenwaren, Werkzeug« Öfen und Herde. Kesi. C. ScbrsisK Lafenstr. i : UJnlffll >t"movj)L»bic. Pialnrbeil' WclUll Wutttft. Avgcn4iafM Tcbod) «(Mn jo r e V Beuti (tflärt. Biidcr entorerhend billig. Bahnhofstrasse 64 lief ii mil ttwtegij um iin wtpRai L iH Sonntags den Jo6 Glanz Mark matt - Zu Jeder Aufnahme eine Vergrösserung 30x36 im Karton als beschenk ganzen Tag geöfi »J . 0. m.b.H Fabrik tiVerkauf ssf e32e WalEtorstrasse 24. Wir eiuptelilen unsere vorziigl. Marken im Einzel- verkaufe zu 5, 6, 7, 8, 10 Pig. nnd höher (Abgabe auch einzelner Kistchen) und offerieren gleichzeitig div. Zigarretten, Hauch- nnd Kautabak. Unsere Verkanfsstelle ist Werktags von 7—8 Uhi und Sonntags von 11—3 Uhr geöifnet.. I)ic (»CHcliiiftRleltnnar. Edgar Borrmann, Giessen Telephon 165 Fieenwarenhandlung Neustadt empfiehlt 4- und 6 eckige Drahtgeflechte, Stacheldraht, Spanndraht, Gartenstützen eiserne Schiebkarren, Giesskannen. Kokosfaserstricke. Basi, Baumkratzer, Baumschützer und Baumsägen. Hecken-, Reben- und Rosen- schercn Blumen- und Baumspr.tzen, Rasenmäher, Gummischläuche, Schlauchwagen. Spaten. Rechen. Hacken, speziell Oölcherhacken mit auswechselbaren Blättern. Hühner-Fress- u.Trankgefässe. G lltaln. Täglich frisches Kaffee- und Teegebaä Kuchen und Torten sowie alle soiistigcu Backwaren empfiehlt Ludwig Müller, KchiihHl. 52a IO Ply.-Caäe. Marktstr. 8 Zu haben bei Johannes Möhler, Giess Sdtulftrafte Martin Krug, Gieße Schulstraz;e 5 Zigarren - Spezial-Gcsch empfiehlt seine auS rein übeneeischen Tabaken hergestellten Fabrikate b« Zigaretlkii u.Zigiirrillos, Rauch-, Kau- u. Lchiiuiijt wac,.s, Teppichkehrmaschine», Bürslenwartn, Scheuer- u. Putzlücher sämtl. Haus- u. Küchengeräte empfiehlt Sdgj. 1 * idormaim, CHesi Telepiion 165, Kennt®* ^illiee Bezafr^anelle fftr Wiederrerkänler. nh i sin ii »t So Jlingt, ’Ta. ■ T.I «bb hob, («1 i’rtfi ei "«SuJl it 9j *•* d 'rti 9 , % l Rheumatismus-. Ischias- und Gichtleid nehmen die gliiitzond bewiiiirten Pefrin-TaBiaetlei Name gesetzlich geschützt anerkannt bestes Illttel, da vollnt/inilig anHchtf ohne jegliche Nebenerscheinungen nnd sicher wirke Ko heben in »llen Ap it. eken. NB. Patienten wird Rat und Hilfe erteilt Moltkeetr. 7. ' 6 -11, atusge 8—5 Uhr, 8 $ de,. k n nscn iinr. $im >»,- UUMfl ■ Well.,*, 3r - , iri'infK lt Pt), h. Lehi Die Verordnung des Bundcsrats wird daher bci'tinimte Vor- chriften enthalten, die einen solchen Mißbrauch unmöglich nachen. Grofje Erfole im Weste,». Das sranzösi che Abendbullctin. TtJ. Grus, 20. Nov. (Gtr. Bln.) Ter gestern abend um U Uhr herauSgcgebene cmitlichc Bericht der Franzosen meldet ,on einer äußerst hestigen. fast u»unterbroch,enen Kanonade im gestrigen Tage auf der ganzen Nordfront. In der Gegend ?on St. Mihicl habe» die Teutschen den westlichen Teil des Dorfes Chauvon-Court, den sic unterminiert batten, in die Luft gesprengt. Don der übrigen Front $ nichts Neues zu nelden. Aus Genf konn« folgende Ergänzung des französischen siullctsns: Gens. 20 Nov. Leit Vochensrisi schwel,rcn die französifchcn krlcgsbc richte von russischen .Liegen". Ter gestern mittag in Paris ausgcacbcnc Bericht enthält versteckte Aniveclungcn aus das B c r- agen der russischen Hilfe. Tic sranzösischcn Blmter nahnen aufs neu« z u r R u h e. Bis jetzt liege sein Grund zur Be. mruhigung vor. Ter !cvte Bericht der französisäicn Heerreleiturg st rech» einsilbig Scrnc wichtigste Einzelheit ist die Mi,, cilung von rnem erbitterten Kainps in dem Torsc khanvoeicourt, oo der sraiizösilchc «ngrisf scheiterte und die Franzosen schließlich -cn Lrt räume» mußten, Zugegeben wird mich, daß die Teutschen hre Linsen in Lothringen vorschieben komite» Ter kierlusi des -chlosscs Ebatillon bedculel für die Franzosen eine encpsindliche -chlappc, weit dadurch achtwöchig« sranzöfischr Anstrengungen mit inen, Nißersola geendet haben. EnsiUsck'cr 2 chlack»tberick»t TV. Äopeuhage«, 20. Nov. (Ctr. Bln.) Londoner Blöt- er melden: Tic Teutschen setzten in Flandern ihre Angriffe ort. Nicuport leidet schwer unter der deutschen Beschießung, icdoch »st die hiswrische Kirche in der Dorstadt verschont geblieben. Don Apern hört man andauernd Kanonendonner. »i»». ri». Ich-» Ich )d Herd*. MM Pin srai'iösisches To f in die Luft "efprenqt. TU. Berlin, 20. Sezit. Ter Lokalan,zeiger erhält aus Geni olgende Mitteilung: Ter mn lenken Maaßuser kommandierende raiizösilche (General iKrt iolgcnde Meldung crsiaitel: Ter dcuiichc ingriss gegen den französisch gebliebenen Teil des bei Mihiel ge- "— "egenen Tories Ehauvon-Eonrt schien nach zu lassen. als eine l n r ch l- arc Srplofion, eine Folge der unter den Lanigräben gelegen deutschen Minen, ersolgtc. Tie ganz« sranzöflsch« Stellung wurde erstört. Ti« Zahl der Opfer ist sehr bedeutend. Tic Teutschen «letzten mir lmilem Hurvah auch die Chauvon-Caurt benachdarten Hemn ä* ä: 1 r-f~ r»e ^rnn;osen weichen bei Reims zurück! T. 17. Amsterdam, 20. Nov. (Etr. Bln.) Holländische Blätter mrldrn, daß dir französische Schlachtlinic bei Reims »> r ü ck g r l e g t werden iniißtr. Reims werde unter vcr- weiscltrn Kämpfen vo» den Franzosc» gehalten. 4 . ({( lainthoH aulürtr* «rett •ierf iKar »j.. Giss Die russischen Niederlagen. Auslandsstimmeu. lieber die Bedeutung der Hindenburgschcn Siege schreibt ■er militärische Mitarbeiter des Berner Bund, daß der tratcgische Rückzug der Deutschen, der sich stafsclförmig von >em linken deutschen bis zum rechten österreichischen Flügel ortpflanzte, die Verbündeten in geschickter Weise dem zögernd md schwerfällig folgenden Gegner entzog. Nun hat ihn der Stoß Hindenbnrgs vermutlich in seiner rechten stänke getrossen und der deutsche Stoß gelangte bis Kutno. ,i» in die innere Flanke und schon bis dicht an die Rückzugs- inie Lodz-Warschau. ES ist die Frage, ob cS den Russen iclingt, mit versaniiiicltcn Kräften die Umfassung aufzu- mltcn. — Derselbe Fachmann versichert über die Lage ini Westen, daß sich dort die Front allmählich in der Richtung luf die französische .Hauptstcllung verschiebt. Die französische Lage scheint ihin ähnlich wie im Osten bei den Russen auch ini Westen zugunsten der Deutschen zu sprechen. T. 17. Grns, 20. Nov. (Ctr. Bln.) Französische Meldungen lullten die Lage der Russen an der deutsche» Front für f c 6 r 0 e f ührlich. Seit vier Tagen, heißt eS. sei eine große Schlacht südlich Solda» im Gange, die mit einer Heftigkeit ohnegleichen geführt werde. Tie Kanonen donnern Tag und Rächt. Tic Russen, die vollster Erbitterung über ihre in dieser Gegend erlittene Niederlage seien, wollten sich um jeden Preis jetzt rächen und stürzten sich auf die Teutschen mit einer nicht zu beschreibenden Wut. Tic Kämpfe stellten abwechselnd eine gegenseitige Offensive und Defensive dar. Ucbcr die letzten Lerlnste der Russen gibt eine von dem Berliner Lokalanzeiger wiedcrgcgebcnc Meldung der Londoner Times Aufschluß, wonach die Russen bei den lebten liegen Hindenbnrgs 40800 bi» 50 000 Mann cingrbüßt haben. kicp iS« 1 ibid“*.* l*ine russische Niederlage im Sck'war en Meer T. ü. Kopenhagen, 20. Rov. (Ctr. Bln.) Eine amtliche Petersburger Meldung besagt: Grstern fand im Schwarzen Merre eine Ccrschlachl zwischen drm türkischen Kriegsschisfr ,,Sultan Sclim" und rincm russische» Geschwader statt. Das russische Admiralschiss „Swatvi Iewstasi" wurde beschädigt. Tic Russen verloren an Toten 4 Offiziere und 20 Matrosen, in Schwrrvcrlkbien 1 Offizier und 10 Mann. Ter Kamps saurrtr nur V 4 Stunde. Das türkische Schiff wurde nur zering beschädigt. Die Nüssen gehen in (Galizien zurück. T. 17. Wie», 20. Slov. )Sgaz,g verlegt worden sind. Tee Brrivaltung des Suezkanals bat das Militär übernommen Tie Neger»ngssckr.,!en ln Zagazig sind geichlosien. die Lchüler rnUasieii und die Gotmude in Militär- hespltäler mngcwandel! worden. Ein englischer Versuch, rin« Lpaltung unter d:n ägyptischen Noiabeln u»H der Familie des Bize- königs herbe: .usnhrcn. ist nnßliuigea. Husiein K.amil ist ov» hem Pol zcikommandaiiten Mamura nach Kairo gebeten worden, wo chm der Zivilgouverveur Eheetham den höchsten Posten embo: Ter Prinz lehnte enischteden ab. Diese Ablehnung ru't in gaiy, Aegvp rcn große Gein-.gtuung hervor Es bestätigt sich, daß die männlichen Mitglieder der deutschen und der österreichischen Botfäzast tu der .weilen Noi^mbcrwoch«. rricksichtlos in Eisenbahitwagrn gepsevcht. nach Alerandtien geschasst u„o dann nach Mel« verschissi wurden Tel g-amme. Der Krieg in Russi'ch-Pole«. Neue Erfolge der Verbündeten. Wien, 20. Nov. (WB.) Amtlich wird vrrlautbart: 20. Novcmbrr mittags: Auch grstern hatte» dir Dcrbündrtrn in Russisch -Poleu überall Erfolge. Dir E n t s ch c i- d u u g ist noch nicht gesallrn. Dir Zahl der g r s a n g r n r n 0'ussen nimm, zu. Dor Przemnsl erlitt drr Feind bei einem si'sort abgkschlagcnrn Versuch, stärkrrr Sicherungstruppe» näher an die Südsrout drr Festung heraiizubriugen. schwer« Verluste. Ter Strllvertrctrr de» Ehrss des Gencralstabs: v. H ö s c r, Grnrralmnjor. iüflcstifrirfjt Dcö Kroficii HüHtiillllltikrs. 9(m .Rtiirnl nichts Ncncs. Frankreich nicht» LüesentlicheS. Im Lsten noch ke ne Entscheidung. W. I!. Großrs Hauplqiiarlirr, 20. Novcmhrr vormittags. lAmtlich.) In Wcst-Flanderu und in N o r d - F r a n k- reich feine wesentliche Arußerung. Bei ausgrwcichtcm halb- gksrorencm Boden und Schncrsturm bereiteten unsere Be- wcglingen Schwirrigkriten. Ein französischer Angriff bei C o m b r e s südlich Verdun wurde abgewirsrn. An drr Grenze O st p r e u ß e n s ist die Lage unverändert. Orstlich der Seenplatte bemächtigten sich die Ruffen eines unbesetzten Feldwerkrs und der darin stehenden alten unbkweglichrn Geschütze. Tic über M l a w a »nd L i v n o zurückgrgangcnen Teile des Feindes setzten ihre» Rückzug fort. Südlich Block schritten unsere Angriffe fort. In den Kämpsrn um Lodz und östlich Czenstochau ist noch feine Entscheidung gefallen. Oberste Heeresleitung. Eedämpfte Hoffnungen. Der Pariser Matin hält es endlich für nötig, seine Leser vor der SiegeSgewißheit zn warnen, in die er sic durch seine Hetzereien und Lügen selbst versetzt lxrt. Er schreibt nach einem Bericht der Franks. Ztg. in seiner Numnicr voni 18. November: „Wozu soll es dienen, daß man seit einigen Tagen wiederholt, die bcntfcfie Armee bestehe mir noch aus Greisen und Kindern? Wozu die Vorspiegelungen, daß die Arsenale jenseits des Rheines, die Bekleidungs- und LebcnS- mittelmagazine leer und die Munitionsvorräte erschöplt sind? Wozu soll es gut sein, dem französischen Publikuni den Glauben beizubringen, daß unsere Soldaten nur noch einer wehrlosen »nd führerlosen Masse gegenüberstchen, während es nur zu deutlich ist, daß diese Masse noch hält und daß sie noch d e u T o d v e r b r c i t c n kann? Jfein, Deutschland ist leider nicht tot, es bleibt furcht- v a r und wir werden e? noch hart treffe» müssen, dannt es fällt. Es bat Soldaten, Waffen »ud Lebensmittel, cö bat Munition. Behandeln wir es also wie Männer, die sich kc i u e r Illusion h i n g c b e n , die klar sesien, um richtig zu treffen." Aran;ösi!ch-en"lisckke Verterdioungsklaft. Eine anöländische Stimme. Mailand, 20. skov fW. B. Nichlamilich.1 Fm Eorricrc Hella Lera schreibt der Militärkritiker Angela Gatti: Frankreich besitzt heute nur »och eine Tevensivkiast 7iäiänden zum Tchnv: vor Re- pressatlen des Feindes, falls er rorüturgehent» dir russische Grenze Überschreiten sollte Es wird muwenbig fein, dir Bilder tu PetrröPuvg in Keitri, in lege». Teint »irirr dem rnfsisiben Adel gibt» nmndzcn „Krinst- ireurid". Wer ivciß, ob nicht manches Stück der geraubten (^c,zon- stände sich schon aus dein Woge nach Peterstnrvg oerfUidytlat ltztz Die Kämp e in Serpieu. Neue Niederlagen der Serbe». Wien, 20. Nov. (Nichtamtlich.) Dom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: 20. November: Die partiellcu Kämpfe au der ganzen Front dauern fort. Der Angriff auf die befestigte Stellung von Lazarevac macht günstige Fortschritte. Gestern wurden 7 Offiziere und 060 Mann gefangen genommen. ES herrscht eine ungünstige Witterung: aus den Höhen liegt der Schnee 1 Meter hoch. Die Niederungen sind überfdiiwnrmt. Budapest, 20. Nov. Durch da» plötzlich eingeierteile rauhe Wetter, sowie infolge Schnee falls sind all« Lperatione» in Serbien derzeit etwas erschwert und konmien daher etwas langsamer cvrivärt- als in ü«n Ictzden Tagen. Die -stinnnung in Bulgarien. Sofia, 20. 9loO. (W. B. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Bulgare: Das Bordringen der österreichisch-ungarischen Armee in Serbien macht aus alle politisck)en und parla- mentarisckien Kreise einen nachhaltigen Eindruck. Allgemein tritt die llebc'rzeugung zutage, daß der Zusam- menbruch Serbiens eine tiefgehende Aenderung der Balkanlagc mit sich bringe und Ereignisse von gorßrr Tragweite herbeiführcn könne. Dieses ist der einzige Gesprächsstoff in den Wandelgängen der Sobranj". deren Sitzungen unter deni Eindrücke der Niederlage von Baljewo stehen. Die österreichische Krieaöanleihe. Wien, 20. Nov.