iiei etm't J ot#e. ] ■« 8jd r u q n J it 5 2 ce* io i iten Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffen und der Nachbargebiete. I ^»erdelitickik v»lks,etiuu, erlchetnt ,eden Werktag Ndcnd In I it Dei fibcnnrmrntSarnS beträgt wöchentlich 15 Ptg.. Bionatlxb I I emlchi. »nnottlobn Durcd die Po!> bezogen v.erteliädrl.ISOMk Redaktion und (fcDrbition Dtekien. Badndofilra'ie 23. (£-de üi tttfiigdfu*. Televdon 200H. Znleraie tollen die v mal aelpalt. Nolonelzeile oder deren Raum 15 Wo. Se, gröberen «uilrägen Ra alt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Ade •ür die ioigendk Rummel m der Elpeditton auigebe» 270 Gicßen, grcitnn, Den 20. Novcmbcr U* 9. Jahrgang I cutid vorwärts in lUcß nnd ©ft! :nbo4 o | m.s m Ski« tj 11 » 1 f, Jbrtf rr Pimilj ch. A» tnoE, I (WiK M. to IM ! > Imrioj wj VH di «dH löst \ «ri 20 «t, | lkilee a sch'«bz ifrtm.7" Statt* k »j! 1» M 0, Dfü I I, * MlWc griciicnsi)eniiittlii»(|. internationale.Nonscrcn; in« openlialsc» as flkmkiiisnnik Mouiitec brr skonbinabischen Parteiei: |lßcnbc» Hiiiubidirribtn nu dir io-.irtlbcmufrntüdicii Par :n Deutschlanb, JVrnnfrtid), England, Rusilaiid, Crittr Serbien, Belgien und brr Türkei, foiuic an bas Exek» iter des Znleruatiouale» Sozialistisdien Biireans vee er fdyrcdlidic faritfl, brr nun schau seit mehr wie drei rn tob», ha» natürlich and, ans bic Mitglieder nnserer til cinrn tiefen Eindruck armacht nnb sd,on seit langem wir bic JVraat ansarworsni, in welcher Weise birfrv id,r Zustand ,nin Absd>l»s> grbrad,t werben könnte, ir Beschlüsse unserer internationale» Kongresse lege» | a,)ialbrmuirntir bic Pflicht ans, rinzngreisk», wenn ber anogebrod,e» ist, mit benselben z» einem schleunigen in ,» bringen, aber ba bae Internationale Tozia - Bnrean gegenwärtig kan in imstanbe sein bürste, bic ln sd,ritte zu tun, haben wir bic Sache seit längerer |i einem von unseren Parteien ber skanbinavischen Län- ] igesetite» Aiisschust behanbelt. Das Resultat ist bic usnng einer vorläufigen Konferenz von Vertretern ner Reihe neutraler Räuber. Diese Konferenz Sonntag, den l>. u n b M ontag , be » 7. De er in Kopenhagen statifinbrn. | tnnclabcii hierzu sinb tö o I l a n b, Norwegen, eben »nb Dänemark. Ansterbem sinb unsere ! rpartkien in Amerika nnb ber Schweiz als Gäste •den, ba von birfcn weitergelzenbe Vorschläge, teils betr. mag eines Kongresses, teils wegen Einberufung z r ö s: e r e n Konferenz, vorliegen. ^ s ist selbstverstänblidi, basi sidi bic Kunseren-, Weber mit erhältnissen, weld,c ben Kriegsansbrnd, veranlastten. üt ber Stellung ber sozialbenivkratie in ben versdiie Länbern hierzu beschäftigen kann. Ihre Aufgabe soll in, eine Grundlage zu finden, ans welcher bic sozial rntie eine Aktiv «für ben Grieben einlriten I lie Ausgabe ber Konseren; sollte also sein: W ->e V o I k s st i m m u n g in ben verschiedenen Länbern M m m e l n nnb zu sestigen, damit sie einen solchen snbschlns, fordert, ber einen b a n e r n b e n Friede» ge eilte»: »Hin zu streben, basi ein E i n i g » » g s v e r s u ch ge »>>rb aus ber Grundlage, basi beim besinitiven Tvric- (liluit keine Ärrnzverünberungrii ohne bie enniina bes s e I b st b e st i m m u n g s r e ch t e s ber r vorflkuoiiiinen werben: Einschränkung des Rüstung- °dligatorisd,es, internatioiiales sd,iebc-geria,t: 'rorternng nnb Beschluss» ssung über eine von bei: -rn ontereuz teilnehinenben sozialbemokratisdien Rrid>S nkiioiien vorzunehnienbe Anregung an bie Negierungen tressenben Länber. Ter Zwcck bieser Anregung sollte )ie Regierunge» zu ersuchen, bie Möglidikeit einer itive iur ben Abschlun bes Krieges zu erwägen und ev. durch «emeinschaitlichrS Auftreten ber Negierungen rer neutralen Staaten. erner liegen solgenbe Punkte vor zur Behanblung ans inserenz: in Vorschlag aus ber Schweiz betr. Abhaltung einer e»; von Vertretern aus allen nentralen Staaten: in Vorschlag aus Amerika betr. Abhaltung eines ationaleu sozialistischen Kongresses. -ir halten es für unmöglich, jetzt die Verirerer unserer roartcici« der kricgiührrnben Länder zn versammeln, » wünschen wir, soweit dies möglich, einen Berich; eie» Ländern, wie and, von dem Sekretär des Znt. Soz. über die bei ihnen herrichenden Aufsassuiigen über Nenwäriigcu Verhältnisse, wie über die Zustände selb!-. in dieser Sadie nidits unternehmen wollen, ohni > insormirren und bitten Sie, soweit Ihnen dies mög deu geäußerten Wünschen nachznkommen. Ein ev. i ..'""''ie Hann spätestens Ende b. Mts. eingehen. ; ” „I | ^ dlvskünfir usw. über die Konferenz erteilt DH. rll ' (|Mmerbgabt Kopenhagen K. Mit sozialdemokratischem (»iniis • •-• brr sozialdemokratischen Parteien in Sdnv.be»: Hi. ' '' » g, Norwegen: Ehr. H. K n u b s e n , Dänemark: Th. S t a u n i n g. Wir begrüßen das llnternehnicii unserer Genossen in den neutralen Ländern und wünschen ihren Bemühunge:; volle» Erfolg. Sie erfüllen mit dein angekündigtcn Schritt eine Pflicht, die ihnen von unseren gemeinsamen Griindsähen und Anschauungen auserlegt ist. Deshalb sind wir auch sicher, das; auch die deutsche Sozialdemokratie und deren Leitung die guten Absichten unserer nordischen Genossen fördern werden, so weit die gegenwärtigen Verhältnisse das nur eben gestatten. Db trotzdem ein Erfolg ans den nlühungc» der Konscrenz herauskonimen. eine Fricdens- aklion gelingen wird, erscheint »ns gegenüber den jetzt en'- fcsselten gewaltigen Jnteressenkämpsen der kapitalistischen Welt zurzeit höchst zweifelhaft. syrau;ösischc nnd englische Slentzernngen zur Laac itn Westen. Aus Paris ivirb der Franks. Zig. berichtet: Tie Erwartuuo, das; die langdaucrude Schlacht nun doch dem Ende entgcgengeht. ist micberuiii erwacht. Äan sev> einzelne Milicilungcn de - Bulletins zusammen, um daraus zu schlichen, bah der Bclagcrangs- trieg im i>clbe bnrdi einen vielleicht baldigen Angriff ans einen vitalen Puiitt abgeschlotse» wird. Tie Sulserniing zwischen den beiderseitigen Laufgräben sei nur »och anherurdentlich gering. Ein Bulletin sprach vom Borrliden der Approchcn. ei» anderes davon, dah die Teulschcn Lausgräben mit Mine» gesprengt hätte». Ans der Bertniipsuiiq dieser c-peratioiien wird, wenn and, vielleidit irrigerweise, aus das Bcvorstehen einer cnlschcidendcii Atlion ge- schlossen. .verlier ist ans ,>eldbriesen. die in Pariser Blättern ersdpcne» ftnd, leicht herauSZulesen. dah die Truppen des Lebens in den Laufgräben milde sind Ei» Professor der RechtSfakullät schreibt: Wir leiden vor allem »nur der Kälte. Ein Soldat schreibt: Tas Leben in den Laufgräben ist furchtbar: e» sind s c u ch l c E r d l ö ch e r. wo man ihl. schiäst und häusiger wacht, nnd aus denen herauszugebe» »nklng ist. da man sonst sofort ause Korn genommen wird von feindlichen Lausgräbe», deren genaue Lage wir nicht Icnncn. Ter Krieg ist s u r d, l b a r. Ter Mut, den man zeigen kan», ist » i d, t glänzend, sondern passiv, gch habe de» verschiedenen Lpcralivncn beigeivohnt und habe tiolz- den, die Tculsdzcn nur einmal gesellen bei einem Patronillengangc: Es waren graue Schauen in lim Meter Emfcrnnng hinter einer Hecke, von wo sie uns iibcrrasdicn wollten. Ter Tod kommt unsichtbar. Seit einem Monat sehen wir leine Zeitung mehr. Tas Land ist verwüstet, das Bich irr» ans den !>cldcrn umher, und überall herrscht ein Höllenregen pou lkcjchossen. Leider fehlen össcntlichc Mitteilungen darüber, iutc die farbigen und Kolonial- truppen da» nordisdic Winterklima vertrage». Ter Kriegsber-chterstalicr der Times auf dem westlichen kriegssdiauplav berichte: über den Heldenmut der dcut schcn Truppen: .Welch: Zerstörungen auch immer in den Reihe» unserer Z-cinde angerichlet werden, cs muh dodi zugegeben werde», dah die preuhischc Kriegsmaschine, die naa, der striticsicn TlSziplin arbeitet, ganz bcincrtcnswcrte Rei'ultaie erzielt hat. Tic Teutschen sind bis zum heutigen Tage imstande gcivesen, stet,- ihre Verluste wieder aut zu mache» nnd darin sortzusahre». die Lücken mit neuen Leuten aus.znsüllen und die grähte» Strciiträsie >n den vcesck,irdensten Richtungen hi» zusammcnzuziehcn. E^ ist richtig, dah ein beträchtlidier Teil der neu gegen die Engländer ins ,>cld geführten Tri-ove» kurz ans gebildet und „och ganz iunae Leute find. Aber i-nmer bleibt die Tatsackie bestehen, dag diese schlecht Ausgebildctcn nicht gezögert haben, gegen ansge- zeichnet ausgc bildete englische Truppen vorzn a ehe ». Troo des Mangels an Liklzicren und trop der geringen Erfahrung stehen Knaben int Alter von 1(1 und 17 Zähren unter den Kanonen, und sic marschierte» mutig gegen unsere Zlinten, die den Tod über sic streuten Tas ist die Wirkung einer hundert Zabre alten nationalen Zucht. Tah die Lcnic. die dieser Zucht »ntcrworsc» sind, die Lpscr einer autolralisch-niilitäriichrn Koste sind, ändert die Tatsache nicht, dah ne diese sich selbst als notwendig anaccignel haben, um die nationalen Zdcale zu verwirk lichen. W-c verichiedenarlig auch die Elenicnie sind, aus denen das Tcutjchc Reich zusammengeseht ist. Io habe» sie sich dennoch -.nlammcngeschmicdet. um »nr die nationale Existenz zu t ä », p s c n , und ihre Handlungen beweisen, dah das „Tcntjch- land Über alles" kein leeres Wort ist." Zu einen, anderen Bericht heihl cs: Unsere Leute im ,,elbe unterschätzen Icineswcos die K r a j t. den Mut und die Tuch t > g k e i l des Feindes Es wäre in der Tat Unrecht geoen- über unsere» eigenen Truppen, wenn man diese grohcn Eiocnschas- tc» des Feinde» nicht anerkennen ivollic. Trotz sdnvcrer Verluste eincueri, die Tcutichcn immer wieder ihre Angrisfe. Schon länger als einen Monat haben sic unsere Linien mit lkranatc» und Kartätsche,- beschostc» und habe» sie grohc Massen Znsanteric gegen unsere Lauiaräbcn gewoisen. Rur die ausgezcichncie Haltung „niercr Truppen und der bartnäckigc Mut und die grohev militärische» Eigenschaften der Briten lonnien dem widerstehen. Ein weniger tapscrer Feind würde schon länott seine Versuche aus- gegeben haben und eine Tcicnsivftclluug östlicher - eingenommen habe». Aber die Teutschen halten aus. Unsere Linie wird m i - arphe» Verlusten b e i b e h a I t e n , das muh gesagt werden. T,c wichtigsten Angrifi-- des Feindes waren gegen T i r m u i d c n. Aper». Ar»«uti- „ s und Betbnur gerichtet. T»-.ö> die Stärke ihrer Kanonen waren die Teutschen in der Lage, einige Fortschritte bei Tirniuiden zu nvichen und ebenso südlich von Aper». Sic haben westlich von Lille eine Linie crrichiel, ivodnrck, die Stadt von der Stellung der Vcrbiindeien abocschnilic» wird. Sic habe» in einigen Forts östlich von bicicr Slaör schwere Sa vonc» anfgeftcllt, von wo sic Armentiercs bcichichcn. Aus verschiedenen Plätze» in Flandern liegen nun die Linien der lkegncr sehr dicht beisammen, manchmal nur einige hundert Meter befinden sich unsere Lausgräbe» von denen de» FclndeS. ez-luchl dcr serbischen Regie»u»g? Sofia, 17. Nov. (Etr. sZrkst.) Nisck werben Vor- btzreitungen zur Abreise der Regierung getroffen. Man glaubt, bah sie sich nach Ucßküb znrückzicstc» wird. Die se> bischen Verlnste. Budapest, l^ Nov. . IZ. Nichtamtlich.) Az Esi meldet aus Serbien: Tie serbischen Verluste bei Valscwo sind über alle Erwartung grost. Tie Zähigkeit und Kampsbereitschgst der Serben ist gebrochen. Sie waren au her stände, die seit zwei Zähren vorbereiteten Stellungen z» halten. Trotz der angeordnele» zwei- lägigen Rost versolgtcn unsere Truppe» den Feind noch zwei Kilo Nieter. Wir besetzte» sämtliche Valjewo umgebenden Höbe» von Nordost bis Ssidwcst. Ter gröhlc !ci! der icrbtfdjcn Armee slüch- lrle in der Richtung von Arandtcloivntz. Unsere Beute ist groh. Für Serbien ist das erbeutete Material unersetzbar, da nod> beglaubigten Meldungen die Albaner die serbischen Olrenziruppen angtiisc» und daher anäi die Franzosen den Scrhen ilbe> Montenegro nichts senden töinic». Tie crbeutclc Munition gensigl sür ein halbes Fahr. De» slüchtcndcn Train nahmen unsere Truppen lcilwelsb hei Bionisa. Gnlrüstuii,) über englische Barbarei in Koiistantiiiopel. Tic Behandlung der Teutschen i» England erregt i» floii- stantlnopcl lrhhastc Enlrüstung. und man geht mit dem tkcdankcn um, die Angehörigen der scindlidic» Staaten in der Türtei eben falls in ieste Lager zu bringe» und sic beispielsweise nach Anatolien mi schicken, damit sie nicht mehr imstande sind, die Türkei zu schädigen <£•>» tiirkiiäi-attieriratlisckcr ^Zkvikckenfall. Paris, 1*. Rov. (fftr. Frkst.) Ter dtew ?>ork Hcrald incldel aus Athen: Ter amerikanische Kreuzer „Tcnnesiee", der mit dem Schutz der englischen, sranzöslsd>cn und russischen Bürger von Smyrna betraut ist, ivollle in den Hasen von Smyriia einsahren. aber die Erlaubnis wurde ihn verweigert. Tie Schaluppe der „Tenncsice", die sich den Auhcnsorts näherte, wurde beschaffen »nb muhte umkehre». Ter Kommandant der „Tcnncffee" kündigte an, dah er die Einsahr, ln den Hase» mit vicwalt erzwinge» werde, salls sic ihm nicht gutwillig gewährt werde. Portn-'i fi d)c L> uppcir für dcn Luezkanal? Das Athener Blatt Embros meldet dir Ankunst p o r t u- g i c f i s d) r t Trnppcn in Alexandria zur B c r t c i b t. g u n g bes S u e z k a n » l s. Tic Ucberreste dcr bclezischcki Armee. Ter Berliner Lokal-Anzeiger läht sich aus Rosendaal melden: „Zn de» Iktzic» ad» Taac» buhte die belgische Armee 1H OOO Mann ein: die Verluste an Qssiziere» belaufen sich aus zirka l!0<>. An Bült» Mann slüdtlelc» in Bürgcrklcidung nod, Holland und wurde» teilweise von dcr Grenzstadt Sluis nach Vlissingcn gebrach:. T,e Zahl der von den Teutschen gesangcncn Belgier wird aus 40IM) geschätzt. Diese Angabe,, lieferte mir ein vorgestern internierter Leutnant. Er teilte mir noch mit, dah sich die belgische» Heercs- reste im Zusland völliger Auslösung befinden. 27,000 Mann sind »vch vorhanden: dodi lähl sich mit de» Mannschaften nichts mehr unternehmen. Es Ichcinl. dah die iranzösische Heeresleitung de» dcinoralisiercuden Einiluh dcr Belgier aus die Linientruppcn bc- sürchiet und eine sirenae Scheidung zwisdicn Franzosen und Belgier» vorgenoinmen bat. Meutereien kamen in den letzten Tage» mehrmals vor. Tic crichöpsten Soldaten verliehen nachts die Schützengräben und boten sidi dem Feinde als Gcsangene an. Ein Hauptmnn, dcr feine Truppe zu einem Slurniunsall trieb, wurde durch einen Bajonettstich in den Nacken getötet. Dem König Albert ist cs unmöglich, de» Mannschnftcn Mul zuzusprechen. Seine Besuche in den Lansaräben werden von de» Lssizicrc» sehr peinlich empfunden, weil icderman» weih, dah die Anstrengungen des Königs erfolglps find. Nach den enlicheidcnden Niederlagen, die den Belgiern bei Ronffclacre, Birschoole, RaniScapcllc und Tirniuiden bcigebracht worden sind, sammeln die noch vorhandenen Kombattanten sich bei Zooncbcke: den sranzösisch-englitchen Tmip- pen fällt die Bericidigung dcr Linie Lombarvijde-Apcrn zu. Tas franzöf» che Parlament. Tie französische Regiernilg hat bis jetzt, wie nach der Krankt. Ztg. eine Note der Agence Savas mittcilt, weder über öen Tag der Einberufung des Parlaments, noch über die Frage ihrer Rückkehr nach Paris, die der militärischen Lage untergeordnet bleibe, beraten. Immerhin sei es wahr- fchcinlich, dast, das Parlament zwischen dem 1;>. und 20. Dezember zusaminentreten wird. Aendere sich die Lage bis dahin nicht, so werde die Regierung auf einige Tage nach Paris kommen. Tie englischen Slngriffc auf die neutrale Schiffahrt b.-.eilen der ««tischen Regier»,.g n-Ioit . -chl «»nig« «ijj will mit -ille» Mittel» verhindern, »h trgendwelchc Waren von answarrs nach T.ulfchland gebracht iverdrn können, mochte cs ave. c::ch n. r de» i::u!ra!eu -'.:atrn. deren «chniahr» voll,« latztnqeiea. nird. nicht vtre.rben. Kürzlich hat die i-ritisch- Adem.a!itä> der T-u.p'.ru der norwcgischm An.crika-Lcr.eiub:. c>u-u »ur. nördlich von 2chv::!and nach Amerika zu n-rhinen: mm haven lutz mc flfirkKn nornxflifrfjfn Reeder an beti norwegischen Minister bei Seuftcren gcivanbt, baniit er bei der englischen Admiralität die gleiche Erlaubnis für alle norwegischen Schisse erwirke. Es ist nicht >u zweisein, daß die englische Regierung anch diesen, Ansuchen nachgeben wird. In welcher iterlegenbcit sich die englische Regierung bcsindet, das geht aus den Anosichrunge» des Premier- minlsters Asqitith hervor, die er im englischen Unterhause über den neutralen Handel machte. Er sührte aus: Es sei eine der schwierig- sten Fragen hauptsächlich deshalb, weit es sich um Güter sür den Feind handele, die mis neutralen «ändern durch neutrale Schisse ansgesührt würden, und in erster Lime einen neutralen Bestimmungsort hätten. Wenn die Regierung willkürlich handele, so würde sie mit den Rechten der neutralen Mächte in Konsul» kämmen. So belangreich es sei, dem Feinde mit allen gesetzlichen Mt- tetn das Kriegsmaterial. Lebensmittel und andere dringend notwendige Güter abzu schnei den, so sei es von ebenso großem Interesse, daß England nicht willkürlich gegen das Völkerrecht und gegen die neutraten Länder sich verhalte. Ile Regierung strebe danach. mit großer Vorsicht diese Pflichten zu ersillle», sodaß ein Kimslikl ver> iniedcn würde. Tie Zuiiahnic der Steinkohieuaussuhr nach Skandi- uavien komme wähl nicht daher, daß die Steinkohlen schließlich nach Deutschland gingen, sondern daß Skandinavien eine ekelt laug der Vorräte beraubt gewesen sei. Tie F -c des Tec-Erports werde von der Regierung erwogen. Es sei Grund vorhanden, anzunehmen, daß ein beträchtlicher Leit des „ach Ländern wie Holland ausgeslihr- ten Tees den Weg nach Deutschland sinde, es seien aber Mittel vorhanden, die die Regierung ersvlgreich anwenden könne, um dies zu verhindern. Holland sei ein Land, das leine Rechte als neutraler Staat geltend mache, und die britische Regierung habe keinen Grund, zu klagen. Holland befinde sich in einer sehr beiitaten und schwierigen Lage, da das Land den Unterlans des Rheins beherrsche und an Belgien grenze. Tie „E»ide»t"-Man>»schaft. Die Australier haben sür sich das Recht in Anspruch genommen, daß die Uebcrlebende» des heldenhaften kleinen Kreuzers „Emden" in Australien als Kriegsgefangene interniert und nicht nach England gebracht werden. Ter Ort, wo die Gefangenen »ntcrgebracht werden sollen, ist noch nicht bekannt. Die von der „Emden" vor ihrer Ueberraschung durch de» australischen Kreuzer „Sydney" auf der Kokos-Jnsel an Land gesetzte Abteilung Matrosen ist auf einein Segelschiff, das sie dort vorfanden, entwichen. Der Verbleib ist bisher nicht festgestellt. Die Abteilung besteht aus zirka 40 Mann. Unfall eines bayerischen Lazaretlzuqes. Die Münchener Neuesten Nachrichten melden: Ter bayerische Lazarettzug der Freiwilligen Krankenpflege, gestistet von Oberstleutnant » I» sulte Grasen v. Moy, ist bei einem Eisenbahnzusam- mensloß ln Lille schwer beschädigt worben. Der Lazarettzug war am letzten Dienstag sllr 2 Uhr im Vorbahnhos von Lille angekommen Nachdem er etwa 20 Minuten gestanden hatte, erfolgte ein fürchterlicher Stoß, begleitet von einem gewaltigen Krachen. Der Lazarettzug wurde auseiiiandergerisie» und die Lokomotive mit mehreren Wagen eine Strecke weil sorlgeschoben. Die Insasse:, wurden aus den Betten geschleudert. Ein Materialzug mlt kill Wagen war von rückwärts aus den Lazarettzug ausgesahreu. Au dem aus 31 Wagen bestehende» Lazarettzug wäre» drei Güterwagen angehängt. Zwei von ihnen waren mit Liebesgaben bc- laben. Fm dritten befanden sich Pserde unter Aussicht von zwei Ofsiziersdienern. Die Lokomotive des Materialzuges bohrte sich derart in den letzten Guterwagen, daß dieser aus die Lokomotive gehoben wurde: über diesem lag der vorletzte mit auswärtsragenden Rädern. El» Wagen stellte sich senkrecht aus. Insassen und neun Psleger mußten ihn durch die zertrümmerten Fenster perlasten. Ein Psleger erlitt eine Gehirnerschütterung. Die letzten sechs Wagen des Lazarettzuges, die glücklicherweise keine Verwundeten mit sich führten, waren auseinander geschoben und vollständig zertrümmert worden. Auch der Materialzug ist schwer beschädigt. Die beiden Ossiziersdiener sind tot, desgleichen ein Mann vom Materialzug, Vierzehn Mann vom Materialzug sind schwer verletzt. Die Verwundeten wurden ins Lazarett gebracht. Nach einer Mitteilung der München-Augsburger Abendzeitung wurden dem Führer des Muiiittoiiszuges, einem Oberleutnant ans Augsburg, beide Beine abgefahren. Die Ursache des Zusammen- stotzes ist wohl daraus zurückzusühre», daß der Munitionszug an der schiefe» Ebene, die zum Bahnhof in Lille hinabführt, bei seinem kolossalen Gewicht nicht mehr zu halte» war, trotzdem der Fllhrer autz Leibeskräfte, , zu bremsen versuchte. Es wurde sest- gestellt, daß der Zug zwei Haltesignale überfuhr, trotzdem er schon gebremst war. Wenige Stunden »ach dem Unsall ging der Laza- Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 117 „Glauben Sie, das; cs anders sein könnte?" antwortete der Greis. „Sie werden in Jldas Gedanken leben, so lange sie aus dieser Erde atinet," „Sagte sie das? Bekannten es ihre Lippen?" Mit einem wehmütigen Lächeln nickte ihm Klaus Hörne- mann die Antwort zu. — „Warum soll ich Ihnen den edlen, liebevollen Anteil verhehlen, den Jlda an Ihnen und Ihrem Lebensgcschick nimmt?" sagte er dann. „Ja, cs ist gut, wenn Sie erfahren, daß Sie eine Freundin besitzen, die mit ihres Herzens heiligsten und reinsten Empfindungen immerdar Ihnen anhängen wird, wenn auch die Gewalt der Verhältnisse ihr nichts weiter gestattet, als dies treue Ausharrcn, Sie kennen Helgestad, Sie haben von ihni selbst gehört, wie er eher seine Kinder unter seinen Sohlen zertreten würde, ehe cr ihnen erlaubte, von icincin Willen z» weichen. Er fürchtet Paul Petersen weit mehr, wie er ihn liebt, aber er ist in dessen Gewalt und kann nicht los, zudem braucht er den Vogt und seinen schlaue» Ressen, endlich aber hat er sie versprochen vor allem Volk, und Unchrc käme über ihn, wollte er selbst tun, was er niemals will. — Mein lieber Sohn, ich sage und wiederhole Ihnen dies alles, um Ihnen Jldas Kraft zu geben, die Kraft zum Ucberwindcn. Sie Ixnt in dem Bucke Ihres Kummers gelesen, wenn Sic Ihre Augen zu ihr auf- hoben, und Ihr armes Herz wollte brechen, datz kein Lächeln, kein freundliches Zeichen Sie trösten durste. Niemals wirb es anders werden: um ihres Friedens willen darf die harre Schale nicht brechen, und als ein gerechter Mann werden Sic handeln, wie Sic müssen." „Haben Sie Dank für allen Ihren Trost und Ihre Er- inahnungen," erwiderte Marstrand. „Doch sagen Sie ihr, datz ich annchme, was sic mir bietet. Wer weih denn," fügte cr hinzu, „wie lange ich überhaupt noch in ihrer Nähe sein werde: ob cs mir gelingen wird, in den Drangsalen mich zu behaupten, die meiner erwarten? Wo ich aber sein mag, und wenn ich je sie wiedcrsehe, niemals soll ein Blick sie betrüben, kein Wort ihr verraten, was vielleicht mein Herz nicht zu wünschen lassen kann." Der Priester blieb stehen, seine sanfte und ehrwürdige rettzug mit den erhalten gebliebenen Wagen von Lille mit 150 Verwundeten nach Wilrzburg ab. Keine Einigung für dic bayerischen IScnicindcwalllcn. Tie sür die bcvorstchcyden Gemcindcwahlen von der Regierung gewünschte Einigung der verschiedenen politischen Parteien ans eine gemeinsame Liste ist. wie vorauszuschen war, in München nicht zustande gekommen. In zahlreichen Gcnieinden des rechtsrheinischen Bayern ist das Kompromitz gleichfalls gescheitert, Tie Hoffnung der Regierung, die Ge- meindewahlcn ohne Wahlkampf durchführen zu können, erweist sich also als ein verhängnisvoller Irrtum. (Frkft. Ztg.) Stol; ans die Partei. Ein Wkhrmann schreibt dem Hamburger Echo: „Heute morgen ist hoher Besuch bei „ns gewesen, ber . . . von . . . hat uns im Schützengraben besucht. Fch hatte das Hamburger Echo in unterm Unterstand ausgehängt, gerade die erste Seite mit dem seinen Artikel: „Ein Funke, der zünden kann", so recht zur Ansicht. Seine Hoheit haben geruht, es zu besehen und haben uns Zigaretten geschenkt. Ich möchte Dir gern mal schildern, wie man hier über unsere Partei spricht. Das Hamburger Echo wird hier mit Eisrr von drn Ossizieren gelesen: schade, daß wir bloß immer das eine von Dir haben. Wir untrrhallrn uns auch oft mit ihnen über untere Partei, aber immer sehr objektiv. Doch das ist ja Nebensache. l Aber dir vielen Genoffe», die hier mit mir zusammen find und die man bei Gelegenheit »risst, dir sind alle stolz aus dir Partei und sagen alle, es ist ein wahres Glück, daß unsere! Hundertels so gehandelt haben. Es wäre wirklich schlimm sür uns, wenn wir bei diesen schweren Leiden nicht wüßten, 1 daß unsere Genossen zu Sause mit ihren Herzen bei unSs sind. ES ist auch ihre Sache, für die wir bluten. Es wird uns alten Bengels so schon recht schwer. Schluß slir heule. Zunge, wenn wir uns Wiedersehen, dann wollen wir aber das Leben genießen! Vielen Dank und viele Grüße! Dein alter Freund S . . Der Kampf um Kr!eg oder Frieden. Von den letzten Entwicklungsphascil, die dem Ausbruch des Weltkriegs vorausgingcn, gibt Abg. Gothcin im Berliner Tageblatt folgende Darstellung: „Als aus Anregung des leider gefallenen Abgeordnete» Ir. Frank die Versländigungskoiiserenzen der deutsch-sranzosisä^n Parlamentarier stattsandcn, sind sie von maßgebendster Regierungsstelle b e g li n st i g t und verschiedene deutsche Reichstags- abgcorbnctc geradezu ermuntert morden, daran leilzu- ( nehmen. Unserer Regierung Ia>g ernstlich daran, das Verhältnis ’ zu Frankreich zu einem friedlichen und freundschaftlichen zu gestalten. Und ebenso ist Herrn v. Bcthmann, gegen den ich in vielem in scharfer Opposition gestanden habe, das Anerkenntnis nicht zu versagen, daß er nach Kräften bemüht war, das Verhältnis zu England z» bessern. Der Gedanke, daß die deutsche Regierung den Krieg a b s i ch t- l i ch jetzt zum Ausbruch gebracht habe, da sie sich der iechnischen Ueberlegenhclt über ihre Gegner bewußt gewesen sei, die bis 1010 diesen Vorsprung e> „geholt lxiben würden, ist absurd. Wenn auch nicht in Abrede gestellt roerben soll, daß manche unverantwortliche Kreise »m diesem Gebauten gespielt haben, so hat er doch zweifellos unseren verantwortlichen Stellen durchaus ser» gelegen...... Tie Mehrzahl der französischen Kammer war sür die Verständigung mit Deutschland......Fmmer hoffnungsvoller imirbe die Verständigungsaktto». Wollten die Kriegstreiber ihre Pläne durchsetzen, so war es sür sie die höchste Zeit. Deshalb wurde die groß-serbische Agitalion zu dem fluchwürdigen Attentat aufgestachelt, die Fntrlgue mit der Reise des französischen Präsidenten und Ministerpräsidenten nach Petersburg gesponnen unb letzterer dort fern von seinen wahriglstig nicht krtegslüstevnen Kollegen „eingesädelt", schließlich Frankreichs bedeutendster Politiker, F e a n I a u r ö s , der sich dem Unheil krastvoll in den Weg st eilt«, durch Mord beseitigt," Wir können Hern Gothein nickt beipflichten, wenn er die Ermordung des österreichischen Thronfolgers und unseres Genossen Jaurds sür Teile eines grotzen Jntriguenplans hält, der darauf ausging, den Weltkrieg zu entzünden. Tie Attentäter von Scrajcwo und Paris hatten von den Folgen ihrer Taten kaum eine zureichende Vorstellung. Insoweit aber hat Herr Gothein sicher recht, datz die „Gefahr" der jftrß if« v*\ Y* Verständigung zwischen Deutschland und den Destmächteg den letzten Jahren immer grötzer wurde, und datz es ssir j Gegner dieses Gedankens höchste Zeit lvar, zu handeln, g Verantwortung für die Zerstörung der Friedensarbcit, dies sozialistischen Parteien aller Länder geleistet hatten, wer» sie vor der Weltgeschickste zu tragen haben. Tie Arbeit der „Karlsruhe". Der nach London zurückgekehrte Führer des niederländisch Schisses „Maria", das von den Engländern gtiniettl und durchs deutschen Kreuzer „Karlsruhe" zum Sinken gebracht worden ch, j noch der Franks, Ztg. dem Londoner Korrespondtttten des Hachg blad solgendes mitgeteilt: Das Schiss „Maria" ivar bereits du ich ein englisches Ky schiss ang.ehalle» worben, das die Holländer vor dem Erich deutscher Schiffe warnte. Die Fahrt ging nun von Rio de längs der Küste bis nach Pernainbueo. Am Sonntag alnndj 20. September passierte das Schiss die Fernando de Noronha-Fch in einem Abstand von ungcähr 10 Meilen, und am folgenden s um 10 Uhr sahen die Holländer einen anderen Kren,-er, ders das Schiss Mkai», Hinter dem Kreuzer fithrrn noch einige cmh Schisse. „Zu meinem Schreck," so erzählt der' Führer des Ik>UT scheu Schisses, „sah ich. daß es ein deutscher Kreuzer ivar. S» gab er das Zeichen, baß ich halten solle. Eine Schaluppe legsti unserem Schiss au. Die Ossiziere untersuchten meine Papiere, s als sie sahen, daß sch Weizen für England au Bord im»«. l ich den Besohl, mit der Mmienschost da? Schiss zu verlasieu, dursten unsere eigene Habe mitnehmen, dock) nichts, was jn !-» gehörte. Der Kreuzer, der uns ang.ohalten hatte, ivar die „Kai \. ruhe". Wir fuhren fit der Schaluppe des Kreuzers und rD I® unseres Schisses „Maria" wach dem D-ampscr „Krescld", eines i fit Schiffe, das dem Kreuzer stets folgte, um die Besatzungen der Asjhe, funfenen Schisse an Bord zu nehmen, Die Bemaimuug der „Kai ; x..[ en ruhe" blieb vorläufig aus ber „Mart-a" und tras bic nötigen ? ■ kehrnngen. um das Schiss zum Sinken zu bringen. Das gest klko^wu nachdem einige Planken losgemacht und unter diese Dyn«, Patronen gelegt wurden, ivoran dam, die Lunte gelegt ivurde. 1P« Jül Iraonner Schiss, ein englisches Schiss, das sich gerade gezeigt hatte. Fch j— sah nicht, wie die „Maria" sank, oder aus der „Krefeld" tonnt«, itden. beobachten. w,e das Schiss immer mehr im Wasser verschwand. ! nie» ur wir an Bord der „Krefeld" ankainen. fanden wir. baß dort bet, jeife die Mannschaften von vier englischen Schissen, di« durch die ,.K« ,uhc" zum Sinken gebracht waren, tm ganzen 120 Mann, sich fandeu. Wir wurden an Bord der „Karlsruhe" sehr gut, sogar a gezeichnet behandelt. Mit noch drei anderen Kapitänen hatte mich ln die Kajüte erster Klaffe zu teilen. Tie Engländer imss alle ihr Ehrenwort geben, daß sie nicht mehr die Waisen ge Deutschland mib Oesterreich-Ungarn ergreifen würden. Von > neutralen Holländern würbe »altirlich etwa? Aehnllches nicht l sie Ens mmen, langt. Während 32 Tagen blieben wir an Bord der „Kress Ni» irembenb »Hilf h :t bot! •den in ft ruipfi Micha, i btm Stets hatte wir ,ch-n«s Weller, unb wir blieben, wie ich »Iw „ix stets auf etwa 2 Grad südlicher Breite. Während miseres ll .... enthalts an Bord hat die „Karlsruhe", eine große Anzahl U Schissen gesangen, und ich habe manches von ihnen sinken sed Als ivir a» Bord brr „Krescld" gekommen waren, hatte bi: ..Ko, ruhe" bereits erbeutet, die „Poivis Ehatemi", „Stralhroy", „Maple Brauch", „Highland Hope" und die „Jndranl". Am al«t> Tage, an dem wir gesangen mürben, wurde noch die „Carntsh ki erbeutet und Tag» daraus die „Aguasu", die „Fari", die „K> Lari-nagu", die „Lynroivau", die „Eervantes", die „Pruth" und „Eondor". Die „Karlsruhe" verprovianfierle sich aus den erbeut, Schissen. Sie nahm Kiste,n mit kondensierter Milch, Whisky nsw. Bord. Tie „Fndrani" brachte mau nicht zun, Sittken, deun sie b eine Ladung der besteu englischen Steinkohlen an Bord, die Bord der „Karlsruhe" gebracht wurden. Dasselbe geschah bei „Fori". Es war manchmal ganz kuniisch. alle die Menschen an ¥ ber „Krefeld" kommen zu sehen. Einsge hatten die merkwürdig Kleider ungezogen, als sie fi, aller Elle das Sck>iss verlassen muß So waren z. B. einige, die einen Wlntcrüberzieher und einen St, Hut oder einen weißen Tropenhelni zu gleicher Zelt trugen l einen Regenschirm bei sich hatten. Außerdem hatten wir noch ei* Zwischenfall, als von der „Ccroantes" ein belrunkener Matwst Bord kani. Als dieser auf dic „Kreseld" kam. ivolltc cr »,iial ('bemalt noch etwas Whisky von setuem Schiss holen. Erihr» plötzlich zu diesem Zioeck über Bord und versuchte mahrhasttz« lsMiigzs der „Eervantes" zu schwiimuen Wunderbareripeise wurde ti» bind, eine deutsche Schaluppe au» den, Wasier geholt, was lim merkwürdiger war, als die Haie sick, dicht um das Schiss bränflt Wie der Kerl diesen Ungeheuern entschlüpst ist, begreife ich w beim wir haben kurz daraus nicht weniger als sechs Haie So blieben wir im Adlanttschen Ozean und suhre» dicht neben WA lutige! Kaublät f der ä lilomde hrkische lujldni U hesti fl'ie zu. pitcten tzapsl 6ter d Jb y ei, Miene strahlte von teilnehmender Güte. — „Gottes Wille wird sich erfüllen," sagte cr. „seine strenge .Hand heilt auch die Wunden, die sie schlägt. Wundertätig ist die Zeit, incin armer Freund, alles, alles wird wieder hell, wenn wir stark bleiben im Vertrauen und unsere ungestümen Leidenschaften bändigen. Selbst diese Wüste hier, über welche der Wind die kalten Nebelgeister jagt, ist sie nicht ein Bild, das unsere Hoffnungen aufrichtcn kann? Gestern noch prangte sie mit hellem Lickt und Sonnenschein, mit farbigen Blume» und bunten Moosen, heute liegen diese geknickt am Boden, und bald vcc- schwinden sic unter EiS und Nacht. Aber wo die Wurzeln gut sind, kann das Mihgeichick ihnen nichts anhaben. und wenn Tag und Sonnenstrahl wicderkehren, finden sie junge, kräftige Triebe, die kein Stein zerschnicttert hat." „Amen, mein Vater, Amen!" riet Marstrand: „jedes Menschenleben hat sein Leid, ich werde das meine tragen," „So hören Sie noch eine Warnung, dic von guter Hand kommt — nicht von Jlda," fuhr sie lächelnd fort, „sie ist zu sehr ein gehorsames Kind, um gegen ihren Vater zu warnen. Paul Petersen ist Ihr Feind und wendet seinen ganzen Einfluh an. um Helgestad zu bewegen. Sie zu verderbe». Es wird dagegen gearbeitet, doch müssen Sie selbst tun, was an Ihnen ist. um Helgestad nicht noch mehr zu erzürnen. In dieser Welt, mein Sohn, müssen anch die Guten nach den Worten deS Apostels klug sein wie die Schlangen, wenn sie dic List der Bösen z» schänden bringen wollen." „Ich bin auf alles gcsnht," sagte Johann. „Helgestad soll mich finden, wie cs recht ist. Doch wenn er meint, mir seine Schlingen über den Kops zu werfen, soll cr erfahren, datz ich darauf mich vorbereitet habe." „So lasten Sie uns scheiden!" erwiderte Klaus, „Ich finde den Kämpfer wach und gerüstet, und meine Seele freut sich an dieser jungen, unverzagten Kraft. Mit Gottes Hilfe denn vorwärts. Herr Marstrand! L, hätte er doch gewollt, datz ich an seinem Altäre, ani Michaclisfeste. diese Hand in Jldas gesegnete Hand legen könnte, wie ich es mit eine!» falschen und treulosen Mann tun soll, aber gelobt sei sein Name! Und nun, da wir »ns trennen, reich an Liebe und an Entsagung, so nehme» Sic dies noch als ein letztes Angedenken." Bei diesen Worten zog cr ans seinem Uebcrwurf ein Papier in Briefform, legte cs in Marstrands Hand und be- gann seinen Weg, indem cr mit fast jugendlicher Schnc seitwärts sortcilte. Einige Augenblicke starrte Marstra aus das Papier, das ohne Aufschrift war, dann öffnete er und erkannte Jldas Schristziige. Er blickte auf und sab ‘ nach dem Priester um, den die dunklen Wellen des Net schon verschlungen hatten. Allein in dieser Einöde, zwift den düsteren wankenden Mauern eines unermehlickten * fängnisses, begann er zu lesen, indem er seinen Mar schützend über dic Schrift hielt, welche dcr Sturm ihm e reihen, der seine Regen verderben wollte. _ „Johann Marstrand," las cr, „latz mich dir einige Wo sagen, die d» verwahren sollst, wenn du willst, denn es i Abschiedsworte, obwohl ich hosie, dich bald und ost wieder sehen. Tu bist ein fremder Mann mit fremden Sitten, o du verstehst mich dennoch, denn zwischen uns hat Gott ei Bund errichtet, der überall auf Erden sichtbar wird, wo Menschen tresscn, die in ihrem Herzen sehnsüchtig sind, die Hände z» rcicken und in ihr Angesicht zu sehen, oder w sie getrennt sind, dcr eine an den anderen denken mutz, ü Bündnis haben wir beide empfunden. Tu hast ihm Spn geben wollen, ich wies es von mir, weil ich cs nicht hi durfte. Ich habe deinen bitteren Schmerz wohl erkannt, d< ^ Augen, die mich vorwurfsvoll anschauten, deinen Zorm mich verwerfen wollte, und ich neigte demütig nieinen aber ändern konnte ich es nicht. Hätte ich niein Ohr zu gewandt, ineine Hand nach dir ausgestreckt, eine Stimme Fluckzes und der Schande würde dich und mich verfolgt h® Darum sage ich niich los von dir. Wisse, datz ich ans mciu Herzen alles gerissen habe, lvas nicht darin sein durste, 1 datz cs Frevel und Unglück wäre, lvolltcst du nicht das Glfi tun. Bon ganzer Seele bitte ich dich darum, weil ick> & Glück und deinen Frieden wünsche. Glaube nicht von u datz ich denken möchte, dn solltest mich vergessen, aber 0^ auch nicht, datz ich jemals aushören werde, deine Freu"' zu sein. Meine Hochzeit wird am Michaelstage gest" komm und sei der liebste Gast dabei. An meinem EHE will ich dich sehen, und du, sei gut gegen meinen Gatten, ' ich anhänge und den ich ehren will. Sei vorsichtig nn^ gegen meinen Vater, du bedarfst es wahrlich: von rnir J sei gewitz, daß ich froh meiner Zukunft in Paul Pi®® Hans entgcgensehe, und nun sei Gottes reicher Segen E dar mit dir." (Fortsetzung fco® Mt, kl "fcn rci JSi >, i J.v, *tS Jim, s 't»ii oi! ’frtili, •'»» it, fit M»,t 6, Cü«, iw» *1%/, ll int ttj Joil »» 0 , "i>lk *j4tt 3" i, V 1 i «o* % '»> ■link ■heit, | irnb f» °Otb.|i ö-S 5, life UN M ! »hi : 8 cdi «kch: !**t, ri»ig« : dt, iu| a>at. BP* ) Wallei «» vn It bi« i l< OS, «nfltnh Hkt-I T-- ^ li II rank ! ein a «*• .H 0 bnn nchiva»! $ don > ch die 1 Storni, m «t. ' chM metdn» liaß« ,d li«» m m mit i* mR" «na nt. w tahrdai mnde fit w -Lu! * greif« (vm Mt iifier 3 t« ®» ijfi« 1 j «ui 1 tt W ni>Jf; ■ $0* einen urm ü . fjiii» benn ’ oft v n i i!If *t** unrichtig I :ii m« 1 t il"" C l 0 £rf C iicn “ nt« nC * ’« ci L c 3*J! i) aer nicht bläh die groben personellen und materiellen Verluste lten in die Wagichale, es zeige fich auch, dab durch die Niederlage r rullffchen Warschau-Armee nicht nur die Lage bei den russischen redliche» Flügclarmee», sondern vielmehr die Gesainlfiiuaiion is dem ganzen UriegSschauplag beeinflußt wird. Der Krieg im Orient. W. B. Konstantinovrl, 19. Nov. (Nicl^amtlich.) Ter utige Bericht des Hauptquartiers besagt: Aus den Kriegs- laupläbcn werden die Kämpfe fortgesetzt. Unsere Truppe» i der ägyptischen Grenze besetzten Kalatulnahl (?), das 120 ilometcr jenseits der Grenze liegt, und hißten dort die rkische Fahne. Unsere Truppen, die durch Laistan nach ußland eindrangcn, schlugen mit Gottes Hilfe die Russen ich heftigem Kampfe und fügten dem Feinde große Berste zu. Unsere Truppen machten 100 Gefangene und ernteten zwei Gcbirgsgeschütze. Ter Burenausstand. Kapstadt, 19. Nov. Tie Regierung behauptet, daß dem ührer des Burenaufstandes, General Beyers, durch Rc- erungstruppen eine schwere Niederlage zugesllgt orden sei. Doch wird Näheres hierüber nicht angegeben, uch von anderer Seite liegen Nachrichten hierüber nicht vor. Englands Kinanzkorflen. Im englische» Untcrhause erstattete der Schatzsekrelär Llonb eorge einen »insasteiiden Bericht über die englischen Fjiianzen. r sagte, er müsse einen Betrag von 535 Millionen Pfund — *700 Millionen Mark für die Zeit bis zum 31 März 1015 zur ersügiing haben. Hiervon leien 339 515 000 Pfund KriegSaus- rben. Cr schlug vor. die Cinkoiiiniensteuer uni lt>0 Prozent z» bähen, was 12Va Millionen Pfund einbringen würde. Ferner coiitragie er eine Erhöhung der Biersteuer, was 950 000 Pfund tgeben wurde. Teilweise solle auberdeni der Tilguiigssonds für >e Ctaatsschulde» aufgehoben werden, was etwa 75 000 Psund rgebe» würde, Schließlich sollte eine Erirasteuer von drei Penee »s Tee erhoben werden, was 950 000 Pfund einbringen würde. * bliebe» dann noch 321 325 000 Pfund übrig, die aus anderen, Nge beschosst werden mübien. Es beständen, so sagte der Tchatz- :krelär. starke und überwältigende Gründe, die dafür sprachen, >»en Betrag zu beschösse», der die Negierung i» den Stand l'etjt, tn Krieg über den 15. März 1915 hinaus führe» zu können. Tie wage deshalb vor. eine 3’ prozentige Änleihe von 350 Stiillionen '>">» zu einem »turs von 95 rückzahlbar al par, ,„> Fahre 1923 »itunehme». Mit diesem Betrage lönnle die Negierung bis zu,» ui, auslomme». Lloud George sügte hinzu, die Negierung habe ereits ein Ungebot aus feste Uebernahme von 100 Millionen Pfund on der Anleihe erhalte». Tie Anleihe sei eine ausgezeichnete apitalanlage, da der britische Kredit noch der beste in der Well >. Tie gesamten Anträge des Tchahsekretärs wurden vom Unter- ntfe bewilligt. Obwohl die Presse im allgemeine» die Nede Lloyd Georges bl und die Bereitwilligkeit des Landes ausspricht, die Tteuern I tragen, wird doch eine gewisse Kritik geübt Taily Telegraph agt, dah nicht alle Klaste» gleichmäßig belastet iverde». Eine erdoppelung der Einkommensteuer treffe stets am schwer- '». Taili, khroniele sagt: Eine derartige schwere Be- t st u » g ist unter den gegenwärtigen Berhältuisten und in einein »dustrielande gefährlich, wie das Tchlachten der Hennen mit 'ldenen Eiern. Tie Verdoppelung der Einkommensteuer inüsis n Unternehmungsgeist schädige». Entwaffnung dcs deutschen.Hilfskreu;crs „Berlin". lieber das Einlaufen des deutschen Hilfskreuzers --erlin" in den Hafen von Tronthcim (Norwegen) wird beichtet: Tie „Berlin" hatte einen Maschinenschaden erlitten war daher bei Tagesgraucn in den bjesiacn Fjord ein- oläiifen. ohne bemerkt zu werden. Erst als das Schiff in Haien einlief, wurden die Behörden daraus anstnerksam.! a ü,rontheim aber Kriegshafen ist, wäre nach der Haager onvention dem Schiffe nicht erlaubt gewesen, in den Hasen nzulaufen. Tie Behörden trafen sofort Maßregeln für die drustung des Schisses. Tie Mannschaft des Schiffes wurde ’ ^ükd interniert, während die Offiziere die Erlaubnis er-} c ^ en , in Hotels Wohn,mg zu nehmen. Sie verpflichteten sich durch Ehrenwort, stch nicht ohne besondere Erlaubnis zu entfernen. Tie „Berlin" batte eine Besatzung von -l*0 Mann an Bord. Neben der „Berlin" liegt im Hafen der bei Beginn des Krieges scstgehaltene deutsche Dampfer „Brandenburg", der eine große Koblenladung an Bord hat. «hitta kauft österreichifchc Dampfer. London, 13. Nov ,5V. 8. Nichtamtlich.! Exchange Telegraph meldet aus Peking: Ire chinesische Negierung beabsichiigi. die in Shanghai liegenden Dampfer des Oesterreichischen Lloyd zu erwerben, um sie unter chinesischer Flagge im Verkehr mit den Vereinigten Stagte,, zu verwenden. LtaaUiche Ui,tetf 1 »t;ttna der Gemeind,». -Stuttgart, 18. Nov. (WH. Nichtamtlich.) Heute fand hier eure Besprechung der Regierung mit Vertretern jmnt- lichcr Fraktionen des Landtags und der Gewerkschaften über die Lage der Gemeinden statt. Tic Vorstände der Frakiioncit übergaben dabei der Regierung folgende von ibitett einstimmig aiigeiiomniciie Erklärung: Tie Vorstände sämtlicher Fraktionen der Zweiten Kammer und die Vertreter der württem- bergischcn Gewerkschaften sämtlicker Richtungen sind der Aus- fassung. daß denjenigen Gemeinden, die durch den Krieg in eine besonders schwierige Lage geraten sind und die eine Kriegsarbeitslosensürsorge eingeführt haben oder noch ein- führe» wollen, staatliche Unterstützutigen gewährt werden sollen. Ter Ministerpräsident Tr. von Weizsäcker lehnte die Einführung einer allgemeinen Arbeitslojcn-Fürsorge ab, erklärte dagegen die Bereitwilligkeit der Regierung, bei der Linderung der Not dort mitzuhelsen, wo besondere Verhältnisse vorliegen. Zum Schluß gab er der Hoffnung Ausdruck, daß unser Heer als Sieger ans dem mörderischen Ringen hcrvor- gehen werde, wodurch dann am raschesten eine allseitige Kräftigung unseres lvirtschastlichen Lebens hcrbcigeführt würde. Tie ^riedens^chnsttllit der 2crbe». TU. Wien, 19. Nov. Sofioter Blätter melden aus Nisch, bah unter den Serben große Bestürzung herrsche und dce Wunsch nach Einstellung der Frindsriigkritrn immrr stärkrr wrrdr. Tir srrbilche Armer so» bei Valjevo in zwrj Trile zersprengt sein. Hcsscu nnd Naclfbargebiete. Gietzen und Umgebung. Verzeichnis der Pnketdepots. Es sind zu senden: nach dem Pakeldepot Berlin...... Königsberg i. Pr.. Stetten..... Btandenbg. (Havel) Piagdedurg . . . Elogau ..... Breslau..... Düsseldorf .... Koblenz..... Hamburg .... Hannover .... Kassel...... Dresden..... Stuttgart .... Karlsruhe .... Stiaßburg i. E.. . Metz...... Danzig..... Frankfurt a. M. (Darmstadt)A Leipzig..... Elbing..... Mannheim .... Berlin...... Stettin..... Magdeburg . - . Glogau..... Kastei...... Dresden . ) Stuttgart . . . i Königsberg i. Pr. . Brandenburg a. H. . Düsteldoft .... Breslau..... Koblenz..... Hannover .... Karlsruhe i. B . . Stratzburg i. E. . . Metz...... Danzig..... Frankfurt a. SJi. . . Leipzig..... Elbing ..... Mannheim .... Elogau..... Stuttgart .... München..... Wiirzdurg .... Nürnberg .... München..... Nürnberg .... Breslau..... Hamburg .... Koblenz Breslau Für Angehörige derjenigen Truppenteile, die dem Berbande der nachstehend. Korps angehören Eardekorps Eardereservekorps Reservekorps. II. II. »I. III. IV. IV. „ V. V. VI. VI. VII. VII. VIII. VIII. IX. IX. X. X. XI. XI. XII. XII. „(k Sachs.) XIII. XIII. „ (Müm.) XIV. XIV. XV. XV. XVI. XVI. XVII. » XVII. »» XVIII. xviii. XIX. XIX. „(k.Sächs.) XX. XXI XXI. XXI. XXII. XXII. XXIII. XXIII. XXIV. XXIV. XXV. XXV. XXVI. „ XXVI. „ XXVII. „ XXV». „ XXVIII. XXVIII. XXIX. XXIX. XXX. XXX. XXXI. XXXI. XXXII. XXXII. XXXIII. XXXIII. XXXIV. XXXIV. XXXV. XXXV. XXXVI. XXXVI. XXXVII. XXXVII. XXXVIII. XXXVIII. XXXIX. XXXIX. „(k.Sächs.) XXXX. XXXX. XXXXI. XXXXI. XXXXII. XXXXII. XXXX1II. XXXXI». . (Würtl.) Kgl. Sagt. I. Kgl. Sagt. I. ,. II. .. 11. .. „ III. .. „ 111. » . IV. M „ IV. n ,» » .i: u i 11 u i p s Marinetruppen in Belgien und belgische Be latzungs truppen Eisenbahn-Formationen und -Kolonnen fü den westlichen Knegsichauplatz Eisenbahn-Formationen und -Kolonnen sü den östlichen Kriegsschauplatz ft Rur bi« Grohherz»glich s-rN-Ichkn Inippent-il«. Hiodsposten. Ter Krieg bat Hunderttausende von Familienvätern und »gheii Verwandte» aut die Schlachtselder geruse». Kein Wunder, baß in Millionen Herzen sich Bange» und Trübsal um das Leben dieser Angehörigen bemerkbar machen. Zwar wird in den Familien, die einen oder gar mehrere ihrer Lieben im Kampfe wisten, mit der Möglichkeit gerechnet, daß die seindlichen Kugeln den Vater, den Bruder hinwegrafsen könnten, jedoch der Schmerz kehrt erst dann mit seiner ganzen Tragik ein, wenn der Verlust eines Angehörigen zur Gewißheit geworden ist. W.rd schon der mit Sicherheit zu erwartende Tod bei einem längere Zeit aus dem Krankenlager liegenden Anverwandten erst dann richtig empfunden, wenn er wirklich eingeireten ist, jo erst recht, wenn in der gegenwärtigen Zeit Hiobsbotschaften Kunde über das Sterben gelunder Männer aus den Tchlachtseidern in die Familien tragen. Aus mannigfachen Beispielen der letzien Zeit geht indesten hervor, daß solche Tranerbotschasten mir dann mit Sicherheit ent- gegengenominen iverden dürsen. ivenn sie auitlich bestätigt werden. Oft genügt eine Namensverivechseluiig oder eine irrtümliche Mitteilung eines Bekannten, um die Familie eines .Kriegsteilnehmers >» größte Trauer zu verseve». Nicht selten werde» Schwerver- wuudete, die im Feldlazarett uutergebracht worden sind, von be- kaniiten Kameraden für tot geglaubt und in wohltneiiiender Absicht den nahen Anverwandten als tot gemeldet. Erst später stellt sich Hera»», daß der Anaehöriae noch lebt. Daß es immer wieder solche Fälle gibt, beweist folgende Slelbtittg des Vorwärts: Vor evoa drei Wochen war der Frau eines bei einem märkischen Negimenle stehenden Landwehrmannes von einem Bekannte» mitgeietlt worden, daß ihr Sbann in einem (üefecht gesatte» sei. Ta von SV., dem Ehemann, einem Tischler, schon seit längerer Zelt keine Siachricht eingetrossen war, mußte die arme Frau der Trauer- botiihajt. die ihr von einem Freunde ihre» Manne», der in derselben Kompagnie wie der Tischler stand, Glauben schenken. Bor einigen Tagen war nun der Geburtstag de» jüngsten Kinds» der Familie, als plötzlich der Oleldbriefträger erschien und der Frau eine Postanweisunq über 30 SVark aushändigle. Zu ihrer unaussprechlichen Freude erkannte die Frau aus der Nückseiie de» Abschnitte» die Handschrift ihre» SVannes. und ein Blick überzeugte sie, baß das Geld, die lange ausgesparie Löhnung ihres Mannes, erst vor acht Tagen von ihm selbst ausgegeben worden sei Ter Tischler ichrieb, daß er in einem heftigen Gesechi einen Brust- und einen Beinschuß bekommen habe und daß er in ein belgisches Lazarett übergesührt worden sei, wo er gegenwärtig liege. Eine Anfrage der Frau bei der amtlichen Auskunststelle ergab die Richtigkeit des Schriftstückes. Senn auch die Zahl solcher Jrrtümer eine nicht allzu große sein dürste, so müßte aber doch der hier geschilderte Fall zur War- iiuiig dienen, derartigen Hiobsposten aus dem Felde nicht eher Glauben zu schenken, dis die amtliche Bestätigung vorliegt. — Unsere Beleuchtung. Ta jetzt die Zusuhr von innen- konischem Petroleum fehlt wird das bei uns massenhaft verbrauchte Leuchtmittel immer knapper, tw» bei den langen Winterabenden besonder- empfindlich ist. Besonder- für die gering Bemittelten, die auf da» Petrol angewiesen sind: in den besseren Wobnnngen ist ja meistens Gas- oder elektrische Beletichtung eingerichtet. Es ist erwiesen, daß man mit Gas und Elektrizität billiger beleuchte» kann, als mit Petroleum. Es müssen von ben städtiscklen Gas- »nd Elektrizitätswerken nur entsprechende Einrichtungen geschaffen werden und zwar Einrichtungen, die mehr vom sozialen Geiste getragen sind. Tiefer soziale Geist fehlt heute meistens bei städtischen Werken, deshalb bleibt auch die elektrische Be- eucktiing im allgemeinen ein Vorrecht der Besitzenden. Dem geringen Mann sind die K o st c n der Installation zu hoch, auch die Zählcrmiete ist zu teuer. Hier könnte von den Werken geholscn werden, wenn sie die kostenlose Installation cinführen würden. Man wenbc nicht ein. daß wir damit Unmögliches verlangen: in verschiedenen Orten geschieht dies bereits von Gas- und Elektrizitätswerken und cS sind Erfahrungen gesammelt worden, die entschieden für diese Art Ausgestaltung spricht. In einigen Städten, wo das geschehen ist, war ein stürmischer liebergang zimi elektrischen Lichte die Folge und der Konsum des elettrischen Strome-.- stieg über Erwarten. Tics wirkt natürlich atich aiif die finanziellen Ergebnisse der Werke günstig ein. In Straß- bürg haben z. B. etwa 60 Prozent der Kleinwohnungen elektrisches Licht, in Mailand 60 000 Arbeiterwohnnngen. In Stettin strömten die neuen Abnehmer in Massen herzu. ~ Auch die teueren Elektrizttätszähkrr lassen sich, vermeiden, wie das Beispiel von Berlin-Schöneberg zeigt, wo für Kleinwohnungen kostenlos gelieferte Strombegrenzer eingeführt sind. In dieser Richtung sollte von seiten der Stadt vorge- gangen werden und zwar jetzt sogleich, es liegt kein Grund vor, zu warten, bis der Krieg vorbei ist. Wir haben in Gießen ein lcistungssähiges Elektrizitätswerk, dessen Pro- duktion nackt bedeutend gesteigert werden kann. Dazu b* ■ Möglichkeit zu geben, muß die StadtveNrtaltung für ihre Ausgabe onsehen und sie würde damit im Interesse der Stadt, wie auch in dem der Einwohnerschaft handeln. — Rüben der Polkvsürsorge. Tcr 16 Jahre alte Schneider E. V. in Gera (Neuß) versicherte sich am 1. August 1911 nach Tarif II bei einer Halbmonalsprämic von .">0 Pfg. für eine spätestens nackt l" Jahren fällige Versicherungssumme von 130 Mk. Am 4. Oktober kam er beim Einsteigcn in di.' Straßenbahn zu Fall und zog sich dabei scharfe Hautschürs- ungcn zu. Es trat Blutvergiftung ein, welckte am 9. Okkobe- den Tod durch Herzlähmung herbeiführte. Tie Volkssür- sorgc erkannte den Tod als durch Unfall crsolgt an und zahlte den Hinterbliebenen den bedingmigsgeinäß fälligen Betrag von 120 Mk. aus. An Prämien hatte der Verunglückte 2 Mk. bezahlt. - Gesallene des Gießener Regiments: Vizescldwebel Paul K i r s ch n e r , Forstwort ans Strebendorf. — Haupt- manu Georg Coulmann aus Gießen. — Freiwilliger Wilhelm Hertlein, Lehrer aus Gießen. — Unterossizier Fritz Stefson, sind. für. aus Gießen. — Wehrmann Kar! Größer II. aus Stcinbach. — Reservist Karl Gerhard aus Stcinbach. — Freiwilliger Leopold K a tz aus Waben- born-Tteinberg. — Ofsiz.-Stellv. Heinrich O hly, Lehrer aus Ober Bessingen. Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten, (tsefr. Philipp Becker aus Reiskirchen, Inf.-Reg. Nr. 115. Wegen die Lohnbrückerei. Vom komniaiidierenden General des I. Armeekorps. Frhr. v. d. Tann, ist folgender, »in ,Interest- der Arbeiter zu begrüßender Erlaß an die KreiSregierungen gerichtet worden: „Teni Generalkonimanda ist bekannt geworben, daß eine Neihe von Arbeitaebern seit Beginn der Mobilmachung »iigerechtsertigter- weäsc die bisherigen Gehälter gekürzt Hai und ihren Ar- beiter«, insbesondere den Heimarbeiterinnen, außerordentlich niedrige Löhne zablt. Diesem gemeingefährlichen Geschäftsgebaren muß ein Ziel gesetzt werden. Ans Grund des Art 4 Ziffer 2 des Gesetzes über den Kriegs- zustand vom 5. November 1912 befehle ich hiermit, daß die Arbeitgeber die Webältei ihrer Angestellten und die Löhne ihrer Arbeiter unverzüglich so regeln, daß diesen ein ihren Leistungen entsprechender Verdienst verbleibt, läegen Zuwiberbgndelnde werde ich unnachstchtlich mit aller Schärfe Vorgehen. „ Als Zwaiigsmaßregeln gegen die schuldigen Arbeitgeber habe ich in Aussicht genommen: öffentliche Bekanntgabe der Slawen und Firmen, I-> dauernde Enlziehuag von Miliiäelieferungen, c) Sperrung des Eilenbohn-Güierverkehrs für die Geschäfte, dl Schließung der dos Gemeinwohl gefährdenden Geschäfts- betriebe. ?Tu|ier&on, haben Zuwiderhandelnde strafgerichtliches Einschreiten au gewärtigen." — Gin Teil der junge» Schlesier, die am Dienstag hier an- tamen, werden in de» Ortschaften der llnigebnng nntergcbracht, wa für sic Arbeit vorhanden ist. Gestern nachmittag wurden etwa -UM) Man» in den Kreis Alsfeld gebracht, wo sic an dem Bahnbau AlSfcld-Nicderanla beschäftigt werden sollen. Andere wieder habe» auf der Grube Trais-Horloff Arbeit angenommen und noch in >,»deren Orte», wo Arbcitskrästc gebraucht werden. Die Genie haben sich natiirlich freiwillig zu der ihnen angebotcncn Arbeit bereit erklärt. — Hoffentlich wi.d dafür gesorgt, dasi sic von den tlntcrnchmcrn nicht blosi als willivinmenc Ansbeulnngsobjekte betrachtet und mit Spottlöhnen abgespcist werden. — Krjcgselierngeld Wie wir bereits früher erwähnten, erhalten unter llmständci, auch die Eltern eines gefallenen «riegs- teilnehmers Unterstützung. Gin klagbarer Anspruch steht den Verwandten ansstcigender Linie lEItern, Grosielternj nicht zu, während die Ansprüche ans Kricgswitwengeld und Kriegswaisengeld klagbare Ansprüche sind. Den Elier» kann aber für die Dauer der B e d ii r s l i g k e i t üriegselterngeld gewährt werden, wen» der verstorbene Kriegsteilnehmer l. vor Eintritt in das Feldheer oder 2. nach seiner Eutlasinng aus diesem 'irr Zeit sciues Todes oder bis zu seiner legten Krankheit if.tTi! Lebensunterhalt fl n ii S oder überwiegend bestritten hat. Das Kriegseltcrn- gcld beträgt, wenn der Verstorbene zu den llntertlaffcn gehörte, 250 Mark. — Der Antrag aus Gewährung von Kriegseltcrngeld ist an die Orkspolizei Verwaltung dcS Wohnortes zu richten. — Welhnachtsjenduogen an Kriegsteilnehmer. Die Etappcn- K o m m a n d a n ! u r 4 Dar in st a d t macht daraus aufmerksam, dasi W e i h n a ch t S s e n d u n g e n stir die Truppen nur bis zum 30. ds. Mls. anfzngcben sind, da sonst keine Aussicht aus rechtzeitige Beförderung vorhanden ist. Auch mnsi jedem Paket eine Begleit- a d r c s se beigegeben werden. — Vom Stadtthealer. Um den Besuch der Vorstellung zu Grosihcrzogs Geburtstag am nächsten Mittwoch weitere» Kreisen genehm zu machen, ist bekanntlich ein ernstes Stück „Wallcn- stcinS Tod" mit Herrn Oskar Bohnöe vom Kasseler Hostheater als „WaUcnstcin" gewühlt worden. Tie Vorstellung wird unter der Regie von Direktor Stciugoetter anfs sorgfältigste vorbereitet und gelangt im Abonnement nicht zur Wiederholung, lim den Erfolg dieser VorstcUniig — deren Reinertrag bekanntlich einem vaterländischen Zwecke zuslicsit — nicht zu beeinträchtigen, sinket am kommenden Dienstag keine Vorstellung statt. Die Preise sind die gewöhnlichen, die aber für dieses Jahr ermäsiigt worden sind. Deutsche Kriegerheilstätte in der Schweiz. Rach einer Mitteilung des Vorstandes der Deutschen Heilstätte in Davos sind 100 Betten des Deutschen Hauses in Agra sür die Tauer des gegenwärtige» Krieges zu ermäsiigten Preisen deutschen verwundeten und erkrankten Kriegsteilnehmern und ihren Angehörigen zur Vcr siigung gestellt. Kreis Wetzlar. . Wahlvcrein Wetzlar. Tie M o n a t S v e r s a m m l u n g des WahIvereinS findet Sanistag, 21. November, abends 8% Uhr beim Gastwirt Schreier, Lahnstrasie, statt, und zwar g e m c i n s a ni in i t Niedergirmes wegen der jetzt noch anberanniten Stadtverord- nctenwahl. Zu der Versammlung wird Genoffe D i si m a n n , Frankfurt, auch einen Vortrag über KriegSsnrsorge halten, es dars also wohl erwartet werden, dasi alle Mitglieder zur Versammlung kommen. >'. Zn sranzösischer Gesangenjchait. Zm Gegensatz zu verschir- tei«ni Schanornachrichten über das Schicksal deutscher Krieger in fremder Gefangenschaft veröiientlichen die Sieg-Blätter ein Schreiben dek- Herrn Antonius Höfling von Kirchen, der am 8. September bei Pitrn verwundet wurde und in französische Gesangenschast kam. Herr Höfling, der im Zns.-Regt Nr. 28 diente, schreibt ans der Gefangenschaft Revers u. a „Was die Behandlung und Verpflegung anbelangt, ist diese hier sehr gut und wir brauchen es nicht bester zu verlangen." Demg«gcn.iiber vergleiche man di« Notiz im Wetzl Al,z. vom 10. November über die hier am 14. 11. eingelieferten 10 verwundeten Russen, die von zirka 1000 in ii si i g c n Gassern erwartet wurden, da hcisit cs u. a.t „Obwohl der Transport unterwegs von zicnilick> viel Getiten belr«tck>!et werde.» konnte, siel kaum ein böses Wort gegeli die Leute. (Zum Teil schwer Verwundete! T. B.l Wir Deutschen sind clnni anständiger gegen »nseie Zeinde als diese gegen uns!" Telegramme. Llllsesbttilht lies (skoficii .vlsiljillsNltitls. 'Am Kanal keine Slendernng. Kampf in den Lüften, französische Angriffe in den Älrgonnen zurückgcmiefen. Am Osten geben die Kämpfe weiter. XV. B. Großes Hauptquartier, 1!). November vormittags. 1 Amtlich.) Zn W e st s l n n d c r n und Nord Frank reich ist die Lage iiuvcründcrt. Ein dculschcs Flugzeug, gcschwadcr zwang ans einem Ertiind»ngSslugc zwei scind- lichc Kampsslugzeuge zum Landen und brachte ei» feindliches zum Absturz. Von »nferci, Flugzeugen wird eins vermißt. Ein heftiger französischer Angriff i» der Gegend von 'S er hon am Westrand c der Ar gönnen wurde unter schweren Verlusten sür die Franzosen zurnckgeschlagcn. Ans dem östlichen Kriegsschauplatz sind die erneut eingeleitcten Kämpfe »och im Gange. Die oberste Heeresleitung. Eine Forcierung des Libauer Kriegshaseus. V. 8. Berlin, 10. Rov. lAmtllch f Am 17. November haben Teile »nscrcr Ostsec-Strcitkräste die Einfahrt des Libauer Hafens durch versenkte Schisse gestört und die militärisch wichtigen A„- lggcn beschosten. Torpedoboote, die in den Znnenhafcn ein- drangen, stellte» scst, dasi feindliche KricgSschjsse nicht im Hasen find. Der stellvertretende Ches des Admiralstabes: o. B e h n k c. Eine Schweizer stimme zur westlichen Lage. lieber die Lage int Westen äußert sich der Zachver- stiinoige des Berner Bund wie folgt: „Ist von den großen Schlüsselpunkten auch bis heute weder Vpern noch Bethune. noch Arms ans dein Westflügel, weder Reims noch Dt. Mcnehonld in den Argonnen gefallen, so verschiebt sich doch die Front langsam in der Rimtnngen ans die französischen Hauptstellungen. Tie französische Heeresleitung bat die ihr nachgesagte große Gegenoffensive i ni m c r noch niehtange setzt. Je langer man damit zögert, desto mehr gewinnt es den Anschein, als fehle dazu die Stoßkraft. Jedenfalls leiden die farbigen Hilfsvölker von Tag zu Tag mehr unter der Witterung. In der Defensive dagegen halten die Verbündeten ansgezcichnel Stand und ein Zusammen brach laßt sich noch nicht absehen, und ist mehr von den inneren Verhältnissen der verbündeten Heere als mit den: Zirkel meßbaren Verschiebungen ans der Karte abhängig. Tie strategische Lage scheint uns daher auch im Westen zu g » n st e n der Z e n t r a l m ä cli t c zu sprechen." Der englische Bericht. Der Tin,es wirb aus Westflaiidern telegraphiert: Zwischen den Truppen der Verbündeten und den Deutschen liegt die Strasie Nieuport-Dirmuiben entlang wie ein schützender Gürtel das Waster. Tie weitere Ilcberschwemmung wurde gestern beendigt. Dadurch ist jetzt das ganze Dreieck Dirmulden-Ostkerkc »nd Kaes- kerkc unter Wasser gesetzt und ein Vorrücken der Deutschen mit Dixmuiden alS Basis würde jetzt ein gesährlichcr Versuch sein. Tie weitere lleberschwemmung ist denn auch alS Antwort der Besetzung Dirmuidcns zu betrachten. Die Stellungen der beiderseitigen Ttreitkräste sind wunderlich verwickelt und zickzackartig gcblidei. Tic Deutschen begänne» gestern das Bombardement von Ostdnnkerke und Umgebung und setzten die Beschiesiung über Nacht fort. Die Beschiesiung verursachte grosie Verwirrung. Nieuport ebenso wie Dirmuiden ist ein Trümmerhausen. Der Kampf in der Umgebung ist noch immer sehr ernst, aber die Front bleibt ungefähr ans der gleichen Höhe. Tie Schlacht in Polen. Wien, 19. Nov. (W. B.) Amtlich wird verlantbart: 19. Noveinber. Tie Schlacht in Russisch-Polen »imnit eine» günstigen Fortgang. Rach den bisherige» Meldungen machten unsere Truppen 7 0 9 9 Gefangene »nd erben tetcn 18 Maschinengewehre und auch mehrere Geschütze. Der Stcllvertreicr des Ehess des Generalstabs, v. Höscr, Generalmajor. Der Krieg im Orient. türkische Erfolge gegen vie Riffen. Konstantinopel, 19. Nov. (WH.) Amtlicher. Bericht des Hauptquartiers: .Seit zwei. Tagen greift unser Heer mit Macht das russische Heec au, das seine Stellung in der Linie Azab-Zazak-Khahab in der Umgebung der Grenze eingenommen.hat. Mit d^r Hilfe Gottes eroberte unser Heer durch einen B a j o n e t t a n g r i s s die Höhen i» der Umgebung von Az ab, die der Feind außerordentlich starr befestigt batte. Der Kampf, der heftig ist, nimmt für uns einen.s e'h r g ii n stigc n Verlauf. Unsere in der Richtung auf Batum vorrückeiidcn Truppen brachten dem Feinde eine Iv c i t c r e große Niederlage bei und besetzten die TteUuugen von Zavotlar und Koura. Sie erbeutete» bei Zavotlar eine russische Jahne, mqchten sechs Offiziere, darunter einen Oberstleutnant und. einen Haupt- inann von den Kosaken, sowie mehr als hundert Soldaten zu Gefangenen und eroberten 4 Kanonen, ein Automobil, eine Menge Pferde und viel Lebensmittel. Tie russischen V e r l u st e sind g r o ß. Ter Rest rettete sich in orduiings- loser F l li ch t in der Richtung auf Batum. Unsere Truppen, die in Aserbeidschau vorrückte», halten am 16. November ein Gefecht mit einer starkdn russischen Abteilung in der Nähe von Salmas. Tic Russen wurde» geschlagen und verloren an Toten 2 Offiziere und IV Mann. Tie Häupter der p c r s i > che u Stämme, die bis jetzt z> de» Russen gehalten habe», haben sich samt ihre» Stännnc» mit unseren Truppen vereinig t. Zn den Kämpfen bei Kopriköi nahmen die türkischen Trupp«, den geschlagenen Russen anher den bereits gemeldeten noch (iu. Maschinengewehre ob. Russische Kriegsschiffe auf der Flucht vor den Türken. Kviistantinopel, 19. Nov. Tic türkische Flotte, die fid gestern im Schwarzen Meer befand, traf ein russisches Ge ichwaoer bcstelwnd ans zwei Panzerichisfen »nd 5 Kreuzer, ans der Höhe von Sewastopol. Es begann ein Kampf, in den ein rnssisches Panzerschiff schwere Beschädigungen erlitt. Di. übrigen Kriegsschiffe zogen sich schleunigst zurück und c- scheint ilmen gelungen zu sei», in dem herrschende» Neve Sewastopol zu erreichen, doch setzt die türkische Flotte die Per foigung fort. Die Beschick»!«« von Trapeznnt. Kristiania, 10. Non. Der Peiersburger Marinestab teilt mit An, 17. November näherte sich die russische Schwarze Meerflolk der türkischen Festung Trapcznnt und beschoss die Festung und d, Station für drahtlose Telegraphie sowie die Kaserne. Türkisch. Kriegsschiffe waren nicht zu sehen. AuS Konstaminopel wird dazu berichtet: In Trapczun! habe, die Russen mit ihrem Bonibatdcincnt das russische Konsul« zerstört und den noch nicht abgcrelstc» russischen Konsul am Bei, schwer verletzt. Ein Konsularvertreter und ein Kawasi wurde» leicht verwundet. Der Feldzug gegen Aegsipte». TaninstuS, 19. Nov. (Ctr. Frkft.) Tic Vorbereitungei für Mobilisation der hiesigen Truppen sind jetzt vollständig dnrchgeführt. Sie kann als durchaus gelungen bezeichne lverden, obwohl sich ihr mannigfache Schwierigkeiten ent gegenstellten. Es braucht nur auf eine Tatsache hingewiesei z» werden, daß die türkische Armee einen Wüstenniarsch vo, etwa drei Wochen vor sich hat »nd daß schon für die Nachsub Von Wasser für so große Trnppcnkörper etwa 12 000 Kamel, requiriert werden mußten. Auch der Transport des Artil lerie-Patks durch das sandige Gelände erforderte besonder. Vorbereitungen. Hier i„ Tamaskiis wird demnächst der noci io Konstantinopel lveilende Khediv von Aegypten, Abba- Hilmi Pascha, erwartet. Er lvird mit mehrere» Prinzei seiner Familie die türkische Armee ans ihrem Vormarsch. nach dem Suezkanal begleite». Verantwortlicher Redakteur: F. Bellers. Giessen. Verlag von Krumm & Eie.. Giessen. Truck: Verlag Oiiciibacher Abendblatt. 8. m. b. H.. Ofscnbach a. M Bekanntmachung. Von den hier nnlcrgrbrachtrn Schlesiern kann eine An zahl in Arbeitsstellen nntergebracht werden, iianrentlich Hüttenarbeiter, Grubenarbeiter, Dreher, Maler, Schmiede Schlosser, Heizer, Schul,inacher, Metzger, Schreiber, Bäcker Monteure, Elektriker, Schneider, Handliingsgehilfen, Kauf lente, Friseure und Schreiner. Arbeitgeber, die Bedarf an Arbeitskräften habe» wollen sich umgehend an den städtischen Arbeitsnachweis Asterwrg Nr. 9, wenden. Gießen, dc» 19. Noveinber 1911. Ter Oberbürgermeister Keller. Bekanntmachung. Die Friedhöfe sind in der Zeit vom 10. November 1014 bi 15 Februar 1015 von 8 Uhr morgens bi» 5 llhr abends geöffnei Giessen, den 10 . November 1914. Der Oberbürgermeister Keller. . Fahrräder lauten Sie gut bei ZakoöSchupp. (hießen BZalltorslr. 68. Telephon '^37. Reparaturen billigst. Direktion: Hermann Ltclnaoetic Freitag, »c» 20. Vovembe, abends !! Ustr Eil! liilijtlsilmntt eventne» mit Kabinett sofort zu vermieten Schisfcrbergerwcg 2. Bolko-Vorftcllung Wi^jeAlleitsnngki Lustspiel in i Akten v K. 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