werdeiftick» Volks,ein,», erscheint leden Werktag übend in Redakilon und Crvcdltion , Der üdonnementrrreid beträgt wöchentlich IL Pig„ monatlxS Dletten. Babndosstratte 23. (frfr L-wengassf. emichp Brivgeriodie Durch die Post bezogen vierteliäbrl.I LOMk telrtb.n 2008. Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhcssen und der Nachdargcdicte. Inierare kolken die ü mal aelpair. ttolonelzeüe oder deren iKaum 15 Pta. Bei gröszeren Lutträyen Ra. 'all. Anzeigen wolle man bis abends 7 Mtzr mr die »olgendc Nummer in der Expedition autgeden 'r. 268 Gicßcn, Mittwoch, Den 18 . Nodcmlicr 1^14 9 . Jahrgang laj Q,fj Sütjn, -i 10.) Elt rg ( unt ti i: mit d„ >r. St, fr, U6r iiöanloi Wie Wu - h Dtiitscht Siege im iberl )r lieht- stetsl rung e. : Friedensmöglichkeiten. * B o r d c II r wird uns vom 7. November geschrieben: c Versuch der liollänbischen Genoste». die Vertreter der »ionale auf »cukralEM Boden zur C nt l e i t » » n einer ensakk > o » 'ii cerfammelii, ist von der sranzösischen abgelehiit worden, ein Standpunkt, de» die Pertrete, lijcheii Arbeiierparie, jedensall» teilen werden. Der cinge- Grimd, daß da« belgische Erekntivkoniitee des internaiio giireans durch nichis diese, wenn auch nur provisorische Ihebnng verdient Iiabe, ist mir formaler ^Jfttur. v fn Wirk würde die Iran.ösische Partei ,',»r Zeit tede ^riedensver- fl adlestiicii, 3nm Frikben wie zum St riefle gehören zwei, erscheint gcgtnwärtig jede Friebensaktiou aiiSstchislo», r wollen versuchen, kurz zu erörtern, warum in Frau! genwärlig keinerlei Stimmung siir einen Frieden vor' ist und unter welchen llnisianden eine Friedensaktio» A»s- l Eisolg staden kann, lächst iflnorleren die Aranzoseii eine wesentliche Tatsache! anlreich in den Strien Hinei «gezogen wurde infolnc seine:' sseS mit Rustlaiid 2ic iflnorieren - was wir jeibst vi»> zem nicht wußten das, die sran,ösische Diplomatie von ebenso entschlosien »in Rnstland flinfl, wie die deutsche mit 'ich und San sie von Mitte Fuli ab ans die englische Regie- i Sinne eines Slriegsbiindnistes eingewirkt stai. Darüber ch manches zu iaaen lein, Fedensglls besindet sich nicht nur nzöstsche Poll im Irrtum über die Porbediiifliiiiflen des . sonder» es sind auch unsere sranzüsischen Eienosten, allen unser nnverflestlicher Fcinrss, irre geführt worden, r werden sie erst durch das sranzösische Gelbbnch. dessen en wohl acht zufällig von Woche zu Woche verzögert wird, rt werden können. Alle Persnche von dritter Leite, sie iren, werden sich vorläufig an ihr unbesiegbares Msttrauen Feder, der nicht „»bedingt siir Frankreich Partei ergreist, als „Agent des deutichen Staisers" verdächtigt zu werden, ibst wenn unsere Genossen geuan iviistten, wie Frankreich sirien hi nein gezogen worden ist, wäre jede Frieden S- itmg aussichtslos, solange Frankreich von de» deutschen » nicht geräumt, oder die sranzöstsche Armee vernichtet ist, wird Frankreich einen Friede» nur dann zu schließe» be- >. wenn es materiell jo erschöllst ist, dast die Weiterführung teges zur baren llninöglichkeit wird. Daran ist vorlansig t deuten : Unversohnlichkeit gegenüber der deiüschen Okkupation teiiianden überraschen der sich des Slrieges von 1878 ertrotz der Pernichtung der Armee wurde der Strien fort» Eine» der Lebenselemenie des Stoininiineauistande» nach vergäbe von Paris war der Kriedensschlust, der als eine Ar. tndsverrat gerade von den revointionäreu Elementen anwurde Diesen Standpunkt ivird jeder Lozialdeniokrat an Wir sind di grosten Perlenmdeten und die Opser des tUmu*. Man könnte sagen seine M ä r I » r e r. Denn er ungetrübte Stlastenkamps nur aus dem Boden des natio- Ttaatengeoiidets möglich ist, deckten sich unsere Mlaiicnintcr* dem Aationalbewnsttsein, Wir werden zu Märtnrern rtriotisinne-, weil wir das Recht und die Notwendigkeit der aien seibstbestimmnug auch der andern Bölier verteidigen, äeraten wir mit Sen Schichten »i itonslikt, die naturgeinäs, t.nalen Herrschajisbegriste aus das »ationaie Wctuct iiber- Frantreich ist der Nationaiftoi', historisch stark entwickelt, i ki unerträglicher, wie die Ansländeroerischait. ' ftlilen uns die Elemente, um eine kritische Analnie de' ''.“f 1 n versuchen. Wir wollen nur iesthalten, wie er aus '" » gewirkt hat und wirkt. Niemand in Frankreich , eb.l verhestit sich die Größe der vtesastr, die Ruhla« d .'»tichland bildet, lieber eine Niederlage Rnhiands wart V* *-» u n 11 • I* 1 * * gewesen, ivenn Deutschland von vorn- t>ch „ranlreich gegenüber aus eine Verteidigung seiner ttreitzen b:sgn,,„f, ,,„d f Pnic gg„z, Macht aus Rußland g>- natte, «Jine Desenstve »inst, soll sie ersoigreich lei», ossenstv werde,, nnfc Cf tu fl T( rt |jp nicht ausgeschlossen geblieben, "eutsaie Berteidignngsscellung bis zur Maas und tm Jiofel vorgeschoben worden wäre. Die Tatsach--, scheu iliiiiW Hauptmacht der deutschen Tr»wen über Belgien und vrg nach Frankreich vorürang, um durch einen .schnellen chtigen Schlag die Eonzentrierung der sranzöstsche» Armee nüerziiivrenge» und dann deren Truutpier nacheinanbee ,'iben, ivährend au der russtschen (grenze nur eine verhält lll kleine Trupveninacht konzentriert ivnrde, hat in Franklieberze,igung verankert, das; es sich für Deutschland nicht e Berteidig :> „ g der Zivilisation gegen die Xosatensterrschatl. sondern um die Zerstörung und loch» n g der w e st l ä n d i s ch e n liullur handelt wahren, übertriebenen oder salsclwn Details über die llriegssührunq. die jedensalls alle für wahr gehalten haben diese lleberzeugiing »och verstärlt. lind was von abern n g Sp l ü» e » in der deutschen Presse in die tff,e Preste übergeht, ist nicht dazu angetan, »m diese lieber s ;n erschüttern. Wir sehen sllr die nächste Znknnst »ich. ,^'ggste Aussicht, dah Frankreich siir eine ,>riede»s- ,",>»i>giich sei» könnte. Muh der Sirien also bis zur Per- r *««er Partei oder bis zur völlige» (trschöpsung beider " geiuhrt werden? li e „ v o l l e r . v e r n ii n s t i g e r Friede, der des- \ ,„, a u er n 6 e r Friede wäre, ist nur unter der Bedingung »eantreich, und mit ihm (sngland, überzeugt werden, ilihlaud teinrn (rroberungskrieg führt, dah es zum »riegt I >"teeich nur durch beste» Bündnis mit Ruhiand gezwungen '''• Oit das jetzt noch möglich? Xaum, Unmöglich Aber dazu ist viel Takt nnd Taktik unerlählich, Es ist itnmöglich, dah die deutsche Regierung in nnzweifel- haster Weise erklärt oder iviederhvlt, dah sie ivestlich leinerlei Er- oberungspläne hat, jedoch bereit ist, aus nationaler Basis eine Grenzregulierung vereinbaren. Es ist nicht u » in ö g - l k ch, dah die deutsche Heeresleitung nach einem sichtbaren Ersolg sich sreiwillig ans die Verteidigung der Maas-Moselstelluug beschränkt, Es ist nicht unmöglich, dah die dadurch frei ge wordene» deutschen Truvveii gegen die russischen Massen verwendet werden. Das sind Eventuaiitäten, die nicht niimöglich sind, deren Möglichkeit sich jedoch unserer Stonipetenz entzieht. F h r e Reaii- sierung allein könnte in einigen Wochen deii verrammelten Friedensweg ivieder sreimachen — eS sei den», da» deutsche Heer vermöge, das sranzöstsche auszureiben. Das halten wir jedoch vor iänsig siir ausgeschlossen, Frankreich allein ohne England — wird von heute bis Februar in der Eage sein, a n h e r den. Rejerve » .'liKit'iK) Mann frischer Truppen ins Feld zu führen, Lolche Maste» kann nia» schlagen, aber nicht vernichten. Vom Lüffenseldfug. Ans eine,» indirekten Wege erfährt die Franls. Zig. aus den Pereinigten Staate,, von Amerika: Zn letzter .feit sind von der Presse der Alliierten Nachrichten verbreitet worden über angebliche Ausschreitungen und (Siransamkeilen deutscher Truppe» gegen die jüdische Bevölkerung i., Rnsstsch-Poleii, Die Absicht dieser lügenhaften Berichte ist leicht erkennbar. Sie versoigen natürlich den Zweck, die össentlickie Meinung neuiraler Länder zu verglsten und besonders die deutschsrelndliche Haltung der Zudeti in den Ber- einigleii Staaten z„ beeinslusten. Diesen Machenschaste» ist der deutsche Botschaste, ttras Bernftorss in einem Schreiben au den Herausgeber der jüdischen Tageszeitung Der Tag mit aller Schärfe eutgegeiigetreten. Diese Siundgebnng »,id eine von einigen Tagen verössentlichte Erklärung des BotjchasterS, dah Deutschland der türkischen Regieruna den Schlitz der in der Türkei lebende» Fuden warm einvsohlen hat, hat in der össentlichen Meinung den besten Eindiiic? nnd in jüdischen Streifen lebhafte Befriedigung hervor- gertisen und hat die in Amerika lebenden Fuden in ihrer deutschfreundlichen Haltung wesentlich bestärkt. Man ersieht daraus wieder, dah die deutsche Regierung weniger durch Persprechungen als durch Talen ihre gute» Absichtc» beweist, wo es sich um allgemeine Fragen der Eierechtigkeit und Humanität handelt. Tcr Nciitralitätsbriich Belgiens. Berlin, lf». Nov. (litr. Frksk.) Zn den sctvn vorhandene:: Beweisen dasitr, dciß Belgien selbst seine Neutralität brechend, schon vor de», Beginn des Krieges zu einer Siooverakion mit Frankreich und England bereit war, liefert die Norddeutsche Allgeincine Zeitung solgende neue: Ein bei Kriegsausbruch in Frankreich tätig gewesener deutscher (flasnieister hat unter eidesstattlicher Versicherung zu Protokoll gegeben: „Ich war seit l. tzuli 1G13 von einer deutschen Firma als Betriebsleiter des ihr gehörigen (Ssvswerks in Lnnaing bei Valenciennes (Frankreich) angestellt. Vorher war ich zwei Jahre lang in derselben Stellung in Tinant bei Namnr, von wo meine Fra» gebürtig ist. Bis l, August d. I. war in Lnnaing und auf meineui etwas vom Lrt abgelegenen Gaswerk alles ruhig. Ich ersuhr erst durch meinen Kassierer, dast, mobil gemacht werde. Ich ging dann sofort zum Bürgermeister und fragte ihn, welche Maßregeln er zur Sicherung ineilier Person und des Gaswerks zu treffen beabsichtige. Es wurde eine Sitzung des (,-eiiieinderats auf Uh. abends einberufen, an der u. a. auch ein Eonieiller du Tövartement du illorö namens Lerdavain sich beteiligte. Dort wurde mir ein Gcmeindomitglied zur Seite gegeben: das lsiaswerk selbst werde von Soldaten bewacht werden. Ter Eonseiller du Töpartcment sagte, es seien in Maubeuge etwa lävOistf Mann und in Givet ebensoviel, die bereit seien, durch Belgien nach Tentschland einzusallen. Jct> kann be- sliiamt versichern, daß diese Aussage mit den genannten Worten schon am 1. August gefallen ist. Ich habe mir sofort am anderen Tage die beiden Punkte Maiibenge und Givet mit Blaustift in meine Eitenbahnkarte eingezeichnet. Ter Eonseiller fügte noch bei, er brauchte- sich vor mir nicht zu genieren. Er glaubte nämlich, ich könne doch nicht mehr weg- kommen." (^itsflai'ds Lotffe um Anvie». Aus Amsterdam wird der Franks, Zig. geschrieben: Während die ssidasritanische Frage eine ernste Sorge sitr England bilden muh, kann die Sorge ttm Fndie» und die indischen Truppen nicht geringer sein, Ter Zufall wollte, dah ich heuie mit einem früheren englisch-indischen Ciiwcr zusammensah, während drauhen die ersten dichten Schneeslocken hiernieöergingen. Der Herr schaute durch das Fenster und änherte sich besorgt: „Diesen vasten Schnee Hallen unsere Eikinrkas und Sikhs in Nordsrankreich und Belgien nicht aus. Sie find glänzend abgehärtet gegen trockene Ställe, aber nicht gegen die kalte Feuchtigkeit und mich sollte es nicht krstaunen, wenn 40 Prozent von ihnen, wie wir das ja bereits früher erfahren haben, von Lungenentzündungen und Magenkrankheiten gepackt werden, zumal sie stck nicht an die europäische Nahrung gewöhnen können. Dieses Weiler ist ein böser Feind für und," Er sprach mit Beivundernnq von der englischen Organiialion in Fndien, die mit 00 bis 70 000 Rann Weihen und 100 000 Man» Eingeborenentruppen die Hunderte von Millionen Fuder ,us'.i»i- menhalie. Aber auch hier muh die Unsicherheit bezüglich der Asghanen grohe Sorge Hervorrusen, meinte dieser Herr, „Es ist sicher," jagte er, „dah es den Engländern bisher gelungen ist, die Fuder »der die wahre Lage hinwegzutäusche», woranS sich die zahl- reichen Synipathiekiiiidnebnngen indischer Fürsten u»d indischer und selbst mohammedanischer Sireise erkläre» lassen. Aber w.rd man es verhindern könne», dah inuselmanische Emistäre über Stleinasieii, Persien und Asghanistan ihren Weg nach Fndien finden? Die Asghaneii sind üuherst laviere Leute. Sie sind SIrieger vom Scbei.el bis zur Sohle Und änherst blutdllrsti«. Solllen sie wirtlich in Fndien einfalle», so bleibt es unsere Hojs nung, dah sie derart hausen, dah das indische Volk einen Abscheu vor ihnen bekvmmi, Stellt sich aber ein kluger und energischer Be- sehlshaber an ihre Sviue. der Mord »nd Plünderung zu verhiiten weih, io muh mau befürchten, dah die eingeborene» »lohanimedaus- schen Truppen mit den »iohammedaiiischeu Asghaue» geuiei»schast- liche Sache nmchen, nnd dah auch die stets zur Widersetzlichkeit geneigte» Hindus in Bengale» i» Ansrnhr komme». Die Fuder sehe» eben nickst ein, dah, wenn es gelingen will de, die englische Oberhoheit abzuschiitteln, unter der das Land grohe Fortschritte gc.nnchi Hai und die Lage der Fuder selbst auherordeistlich ver> besteri ivvrde» ist, wiederum ei» Riickschleig konimen würde, der für das indische Polt leibst am saialsten wäre. Man kann sich nicht verschleiern, dah die Lage ernst ist siir England und dah die Zutunst FndienS als die beörohlichsie Auge- legenheit sür England in bicfein Augenblick z» erachte» ist, Stomnit cs ivirtlich zur Gärung in Fndien, so ist es sraglich, ob die jehigeu Männer der Regierung in England, die de» Strien gemacht habe», am Ruder bleiben können und ob die striegsbereitschas« dann noch an hält," PfNt«;;aL macht migern mit! Aus Privqtbrlcfen aus Portugal ist z>( entnelimeu: In: Volke ficrrfcfit unr geringe Begeistening über die beabstcbti, 7 t' Triippenenksendung »acl, Jrankreicts. In 0er Provinz sind viele junge Lenke über die Grenze geflohen. -Offiziere er- klären sich offen gegen eine Mobilmachung, Sie sagen, solange die jungen Engländer zu Hause noch Tennis spielen, hätten die Portugiesen keine Veranlassung, als Stononen- sntker für die Engländer in den Krieg zu ziehen. „Der .ttrica wird noch lange dauern!" In einer Ansprache an die Schüler höherer Lehranstalten in Dl ii n ch e » führte der bayerische Stönig aus: „Der St r i e g w i r d noch lange öauttu. Aber wir werde» nicht ruhen noch rasten, bis der Feind aus dein Felde geschlagen ist und wir eine» Frieden haben, der nnd ans lange Zeit vor Ueberjall stchert, Fhr bereitet Euch vor anj de» Strien. Vergeht aber darüber Eure bürgerlichen Pflichten und Eure Studien nicht, denn unsere Erfolge waren nur dadurch möglich, dah >v,r i» der Schule eine Bildung erreicht habe», ivie sie in keinem Lande der Welt möglich ist," Llttcki ei» .»kriegoscindlicher" Sozialist. Mailand, 10, Nov Heut« erschien hier ziu» criien Male ein r.'mi, unabhängiges 3ci:flIi(fcnWiir die Teilnahme ,Italien» am europäischen SJvicge a» der Seile Fran-trcichs und der übrigen VerMi.nbeteii einzntreien, Ticsrefnzösischcn(s'»c>vcr?sl1-erstciirriidderKricg Einem bekannten Gewerkschaftler schrieb der Genosse Merrheim für den Vorstand des französischen Gewcrlichasts- blindes in einem Anfang Oktober aufgegebcnen Briese u. a, des folgende: „Leider können wir Ihnen unser ossizicllcs Blatt nicht mehr sende». Tic Mobilisation von Millionen französischer Arbeiter bat uns die Mehrzahl aller Gewerk- - schaftlcr entzogen. Tahcr haben alle Organiiationcit die Bei- tragszahliingoii nnd die Erhebung von Beiträgen einstellen müssen. Sie sehen ihre Ausgabe jetzt nur darin, dcr Arbe'iter- klasse behilflich zu sein, diese schreckliche Zeit »ach Möglichkeit zu überstehen. Ter Vorstand des Gewerkschäslsbundcs hak zu- sainmcn mit dcr Partei ein gemeinsames Komitee eingesetzt, um etwaigen reaktionären Anschlägen sofort entgegentretgit zu können. Allerorts haben die Gewerkschaften, sei cs gemeinsam mit der Gemeinde oder aber mit den Unterkoinitees des Nationalen Vcrtcidigungskomitees, Volksküchen eingerichtet, in den sür 20 Eentinics pro Person Mahlzeiten verteilt werden und Zwar mittags Suppe, Fleisch, tbemüse, Brot und abends Gemüse und Brot. Natürlich warten sie alle mit Sehnsucht auf fielt Augenblick, ihre gewerkschaftliche Tätigkeit wieder aufnehmcn zu können. Es fei noch erwähnt, daß der Staat den Familien dcr Eingezogenen eine Entschädigung von 1 Fr, 25—1 Mt, vro Tag nnd siir sedcs Kind 50 Centimes zahlt- Tesgleichcn allen bedürftigen Arbeitslosen. Sie sagen in Ihrem Briefe, daß die deutschen Arbeiter nur mit großem Bedauern gegen Frankreich niarschicrcii, daß sic durch den Zarismus sich vedrobt fühle» und glauben, daß dessen Sieg eine furchtbare Wirkung auf ganz Europa und besonders auf die Arbeiterbewegung haben müsse. Gc- slattcn Sie uns, zu bemerken, daß zum Bedauern jetzt keine Zeit ist, denn dies könnte die furchtbaren Schrecken, welche wir durchlebe», nicht mildern. Es ist jetzt auch nicht an der Zeit, die Schuldfragcn festzustellcn. Für uns besteht die brutale Tatsache, daß jeden Tag Tausende von belgischen, deutschen, englische», österreichischen, sranzösischen Arbeitern durch Mordmaschinen nicdergeniackt, verwundet oder getötet werden auf den Blutfeldern Europas. Und das sie inmitten ihrer so schweren Leiden, ihrer Angst- und Schmerzensrufe, ihrer wilden Klagen, ihrer Agonie, ohne von den Hunderttausenden Krüppeln zu sprechen, von den Invaliden, die wir erst nach dem Kriege Wiedersehen werden, schuldlos sind. Alle ihre Leiden sind auch unsere Leiden. Tie unheilbaren Leiden und die Trauer ihrer Verwandten, ihrer Frauen und Verlobten, sind auch die unseren, weil sic zu unserer Klasse, zur Arbeiterklasse gehören. Weil unser Ideal dahin geht, sic alle vereint zu sehen, zwar nicht durch den Krieg, sondern durch die Erkenntnis und die internationale Organisation des ganzen Proletariats. Niemand von ihnen darf in unseren Augen als ein Gegner oder Feind erscheinen. Tie Freiheiten der Arbeiter sind gleich in einem Lande wie in dem andern, das heißt, sic sind hier wie dort mehr oder weniger unbekannt. Taher sehen wir auch nicht, was die deutschen Arbeiter, ganz gleich ob Sieger oder Besiegte, gewinnen sollten, loenn in Strömen von Blut und auf Bergen von Leichen der deutsche Imperialismus sich befestigen lvürdc. Andererseits aber fühlen wir gar zu gut, was sie und mit ihnen die Freiheit Europas, verlieren könnten. Zum Schluß sei noch wiederholt, daß der Gcwerkschastsbund und die französische sozialistische Partei in diesem Falle, wie bei allen vorhergehenden Kriegen, wo unsere Aktion von großer Bedeutung für den Frieden gewesen ist, ihre ganze Pflicht getan haben, um den Krieg zu verhindern......" Zweierlei Haltung. Paris, 16. Nov. Fn der sozialistischen Humanste erhebt der Abgeordnete Longuet Widerspruch gegen die Roheiten der Pariser Press«. Unter der Ueberschrist „Zweierlei Haltung" weist er daraus hin, daß die englisch« Presse sich verpflichtet suhlte, deni Mut des Kapitäns der „<5 m d c n" Anerkennung zu zollen. Tie Pariser Presse habe jedoch, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur Beleidigungen und S ch i m p s w o r t c gefunden. Ter Matin insbesondere habe ihn wie einen Seeräuber behandelt. Derartige Groblpeiten verstießen gegen die srauzöslschc Tradition, ivelchc die Anerkennung des Muts auch beit» Gegner verschreibe. Es sei «in Glück, daß die sranzösischen Soldaten im Felde mehr Menschlichkeit an den Tag legten, als gewisse Pariser Zeitungen. sFranks. Ztg.j Die franjösijcheil Konjcmratioilsler »er. AuL Bordeaux, 7. November, wird uns geschrieben: Die Humauits und die GUerre Sociale berichteten vor einigen Tagen über die traurige Situation der in den Konzentrationslagern internierten Deutschen und Ocstcrrcichcr. An zuständiger Regierungsstelle ist »ns darüber folgendes erklärt worden: Tie Angaben sind übertrieben oder falsch. Zu Beginn waren Unzulänglichkeiten llnvermeidlich. Seitdem ist nach Möglichkeit Abhilfe geschaffen. Tie Lager werden alle 8 Tage von Inspektoren besucht, die dem Minisieriun: des Inner» darüber Bericht erstatten. Alle Maßnahmen zum Schutze gegen die strenge Jahreszeit sind getroffen. Stur die »itlitärpslichtigcn Männer, soweit sic nicht in ehelicher Gemeinschaft leben, sind getrennt interniert. Betten für die Internierten zu beschaffen ist gegenwärtig nicht möglich, da außer für 120 000 belgische, auch für die Flüchtlinge aus den okkupierten Provinzen geiorgt werden muß. für die es gleichfalls an Betten fehlt. Es ist uns schließlich zngcstchert worden, daß die Mitglieder des deutschen ioz. Lescklubs in ein gemeinsames Lager untcrgcbracht werden sollen und daß ihnen gewisse Erleichterungen — Zeitungen, Bücher — gewährt werden. Gegen etwaige Mißgriffe werde stets energisch eingegrissen werden. Aerleaeiiftciten in Tunis. Neapel, 16. Nov. (1°. U.) Ter aus Tunis hier cingetrossen« Dampfer „Pieuwut" berschtet, datz die Franzose» zahlreiche Eingeborene aus heben, um sie ans de» europäischen Kriegsschauplatz zu bringe». A» ihrer Stelle sollen die weihen Truppen in Tunis verstärkt werden, uni einen etwaigen panislamtttschen Aufstand, dessen Ausbruch mau befürchtet, uiederzuhatten. I» Tunis erhofft inan i» diesem Falle italienische Hisse. Ntttträmsche Netttreililäl. Bukarest, 16. Nov. (Ctr. Frist.) Eine Versammlung der hervorragendsten Mitglieder der konservative» Partei aus dem ganzen Lande sprach ihre vollständige Zustimmung zur Politik des ParteichefS Marghiloman und zu seiner Haltung angesichts der jetzigen Umstände aus. Marghiloman ist uäm- lich Gegenstand heftiger Angriffe der kriegerischen Elemente, well er weder das Eingreifen der Gasse in Fragen der äußeren Politik noch ein kopfloses Draufgehen ermutigen will, sondern staatsmännisch für eine ruhige Politik eintritt. die die großen Interessen Rumäniens sicherstellt und am besten in der beschlossene» Neutralität vorläufig zuni Ausdruck kommt. In Norwegen interniert. Ter engsischc Lastdampser „Weimar", aut der Reise von Archangelsk nach Leith, ist Samstag nacht aus Bocraaholmc» aus- Cctnmit. An Bord sind u. a. 28 englisch« Marineossiziere und Soldaten, die einen Eisbrecher von Kanada nach Archangelsk geführt hatten und sehr zurück sollten. Sonntag brachte der Trondhjcmdampser „Arsar" die an Bord Bcsiudlichcu nach Dront- hcim. wo die militärische Behörde nach dem internationalen Gesetz die Lssiziere unh Soldaten intenilercu wird. Tic Bereinigte«» Staaten und Japan. Ter römische Korrespondent des Eorricre dclla Sera will aus bester Quelle erfahren haben, daß aus englische Veranlassung zwischen den Vereinigten Staaten und Japan ein U e b c r c i n k o m ni e n besteht, wonach alle das Gleichgewicht im Stillen Ozean betreffenden Fragen gemeinschaftlich gelöst werden sollen. Es sei daher zu hoffen, datz jetzt kein Konflikt entsteht, wenn die japanische Flotte das deutsche Geschwader in den nordameri- kanischen Gewässern verfolgt. Die Stimmuna in Amerika. Entgegen allen anders lautenden Nachrichten muh doch gesagt werden, dah die össcntlichc Meinung in den Bereinigten Staaten, soweit sic durch die Prelle ausgedritckt wird, kaum weniger antideutsch ist wie zu Beginn des Krieges. TaS zeigt sich B. daran, dah man allgemein damit einverstanden ist, dah durch die englische Seehcrrschaft den deutschen und österreichischen Reservisten die Heimkehr unmöglich gemacht worden ist, dah sich aber kaum jemand dagegen wendet, dah fortwährend Munition und Waffen in grohc» Mengen für die Alliierten sabriziert und verschifft werden. > Fnwicweit direkt englisches Geld in der antideutschen Agitation steckt, zeigt sich wieder an einem krasien Beispiel, das setzt bekannt wird. So haben ehcinaiige Studenten der berühmten Harvirb- Univcrsitäi, die in Washington ansässig sind, gemeldet, dah Senat und Rektorat ihrer Hochschule vor die Wahl gestellt wurde», entweder ans ein Legat von 16 Millionen Dollar zu verzichten, oder den dcntschcn Austauschprosessor Hugo Mllnstcrbcrg sofort zu entlassen. Dieses Legat ist der Hochschule noch nicht endgültig vcr- inacht, war ihr jedoch in Aussicht gestellt von dem Eigentümer eine'' großen Londoner Nachrichtenageiitnr, dem Major Wiener. Natürlich hat er in diesem kritischen Augenblicke noch schnell seinen Einfluh benutzt, um den verhaßten Deutschen, der zur Aufklärung de-S amerikanische» Publikums sehr viel getan hat, zu beseitige», che er sei» Geld endgültig gab. Ter Zweck wurde auch erreicht, denn Professor Münsterberg hat inzwischc» seinen Rücktritt erklärt. Ter englische Abgeordnete Barnes, der Vorsitzende des diesjährige» Gewerkschaftskongresses, der zurzeit in den Bereinigten Staaten ivcilt, schreibt in die Heimat, dah allgemein, besonders auch bei den Arbeitern und Getverkschastsstthrern, deren Muttersprache meist englisch ist. die Stimmung gegen Deutschland sei. F» einer Funktionärversammlung habe man ihm aus die Frage, aus wessen Seite sic stehen, gesagt, es sei ihnen ganz gleich, wer die Deutschen vcrpriigcle. die Hauptsache sei, dah dieselbe» verhauen wurden. Minister bei den Gewerkschaften. Um ein Bild ihrer Tätigkeit auf de»! Gebiete der Kriegsfürsorge zu geben, hatte die Berliner Gewerkschaftskommission die beteiligten Reichsämter und Ministerien für vergangenen Sanistag zu'einer Besichtigung gewerkschaftlicher und ge- nosscnschaftlicher Einrichtungen aufgefordert. Erschienen waren etwa 30 Herren, unter ihnen der Handclsminister und der Minister des Innern, die Staatssekretäre des Rcichs- justizamts und des Reichsschatzamts, der Oberbürgcrmeiste! von Berlin, die Präsidenten des Reichstags und des Herren- Hauses sowie eine Anzahl Mitglieder verschiedener Parteien des Reichstags. Besichtigt wurden der Arbeitsnachweis und die Zahlstelle der Arbeitslosenunterstützung im Mctall- arbeiterhanS in der Linienstraße, die große Bäckerei der Konsumgenossenschaft in Lichtcnberg, das GewcrkschaftshanS am Eugclufer und das Holzarbciterhaus am Köllr Park. Keine Japaner bei den Nnssen. Tee Nattonalzdg. in Berlin verbreitete lllr-ljch di: Ra baß bet den Kämpfe!! t» der Gegend von E u d t k» I) tt t „ TtallupLuen G « sang c nc gemacht worbe» seien, die japa^ ll n i f o r m c n trugen. Es ioll sich um Artilleristen band« ans russischer Seile die Geschütze bedienen. Au maftftcfcuk, m Berlin wird nun den Münchener Neuesten Nachrichten mt- is! davon nicht das geringste bekannt. Damit saUcn au1 heim, Mölsheim, Mmidolsheim, Mutzig, ÄoShttm, Sicph, ^ dir Sulzbad .Vendonherm, Wangen, Wangenau, Wasselrrheim, ? ' heiin, Windschlag. — Fahrkarten nach Strahburg sind Rciseiide auLzugeben. ivelche die vorgeschriebenen Ausweis« Mnhttttiist zur Besonnenheit. Der Landrat des Kreises Braunsbcrg kommt folgende Bekanntmachung: „In den letzten Tagen ftni krufPf reiche Flüchtlinge aus dem südlichen Ermland im Kreil % getroffen, die scheinbar' aus übertriebener Nervosität Heimat verlassen lmben. Ta erfahrungsgemäß bu:. übertriebenen Erzählungen solcher Flüchtlinge falsä rüchtc verbreitet iverden, die zur allgemeinen Panik ■ ersuche ich die Kreiseingesessenen, solchen Erzählungen Glauben zu schenken, mir vielmehr die Verbreiter der Gerüchte zwecks Bestrafung zur Anzeige zu bringen. »»ec 6. Sr« jirunü Kampf wehr 16 t«! grundlos seinen Wohnsitz verläßt, hat die ihm dadur I»M standeueu Schäden selbst zu tragen und auf Kriegsen gung nicht zu rechnen." Auch die Nordd. Allg. Jtg. hat bereits vor einigen l zur Ruhe gemahnt, das gleiche Bestreben zeigen die a Zivilbebördcii. Tarüber wird dem Berl. Tagebl. aus M berg telegraphiert: „Die infolge der letzten Kämpfe wieder cinsetzende ! bewcgung ans den ostprcuhische» Grenzbezirkcn gab den I zu einer Ermahnung des Landeshauptmannes an die B< I iveiter ivestlicher Bezirke, sich nicht mitrcihen zn lassen I den Bewohnern der Grenzbczirke wird angesichts der der Witterung zum Bleibe» geraten, zumal keine ernste bestehe. Es seien Maßnahmen getrosten, um diesenig, ssllchlcn wollen, nach dem Westen zu bringen, und das ! versorgen. Unsinnige Gerüchte über Bcrgungsziige in gleichen ivurden durch eine beruhigende Erklärung wi dah cs sich uni kiscnbahntechnischc Maßnahmen handele" Ter Oberpräsident der Provinz Posen, v. Eisen Rothe, hat erklärt: „Tie Gefahr eines russischen kwl liegt nach menschlichem Ermessen nicht vor. Ich lchi diese Mitteilung dazu beitragen wird, ängstliche Gemü beruhigen und die Bewohner der Provinz von grün und übereiltem Verlassen ihres Besitzes abzuhalten." Sckinapsverbot in Ostpreußen. Der stellvertretende Kommandierende General des 1. korps hat in einigen ländlichen Kreisen den B er kau Schnaps an Militär- und Zivilpersonen » Fm Anschluß daran haben einige Landräte verordnet: Das Schnapevcrbot umfaht alle Spirit! auch Rum und Arrak. Grog von Rotwein kann in k Menge» verabfolgt werden. Alle Zivilpersonen, betrunken aus der Straße zeigen, iverden fcstg> in c » und setzen sich Haststrasen ans. Schankstätten, die v° balinii mtö S lidiiti Cpftrn ini» ll stillen gaben mittel inni 5 Ko» stier ch». Wi »i 6 ei ’ (f ’»)(n ■ibi» Afra j a. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 115 „Denkt wie Ihr wollt von mir," sagte Helgestad, „wird mein Fuß darum nicht wanke», der Hut nicht von meinein Kopfe falle», aber seht Euch vor und hütet Euch vor übler Nachrede. — Jlda", fuhr er mit scharfem Nachdruck fort, „ist eine Jungfrau, die anders von Gott geschafscn ist und in anderer Zucht und Ehre wandelt, wie eine halb heidnisch verkrüppelte Dirne. In wenigen Tagen wird sic nach TromiL ziehen in ihres Mannes Haus und hier in OerenäeSgaard wird Hanna bci Björnarnc wohnen. Wird eine frohe doppelte Hochzeit sein, Herr Marstrand, hoffe, sollt tanzen darauf und nun seht Euch und sagt mir, was Ihr wollt und womit ich Euch Helsen und dienen kann." Marstrand folgte dieser Einladung. Helgestads Andeutungen hatte er wohl verstanden, er konnte sich denken, waS Paul von ihm berichtet hatte und jetzt mochte er weder leugnen, noch die Wahrheit jagen. Er erzählte ausführlich, wie es am Balsfjord stand, rühmte seinen Fleiß und den Ei- folg, konnte aber nicht verschweigen, daß sein Geld auf die tllcige gehe und daß seine Vorräte einer mächtigen Verstärkung bedürften. Hclgestad hörte ohne Einwand oder Vorwurf zu. Es schien ihm sogar Freude zu machen, als er hörte, daß die Sägemühle im Bau lei, der schwierige Weg beinahe fertig stehe und zu einer gewaltigen Holzrutiche alle Vorbereitungen getroffen würden, mittelst welcher die größten Stämine von der Höhe der schroffen Felsrändcr bis an den Strom geleitet werden sollten. „Nuh!" ries er endlich, „kann mir's denken, wie sic die Mäuler aufspcrrcn und in die Fäuste schlage». Habe allerlei davon vernommen, will aber das Wunder selbst sehen und an den Balsfjord kommen, sobald ich in den nächsten Tagen mit meinen Arbeiten hier fertig bin. — Kalkuliere, ist keine leichte Sache: habe Euch aber imnier für einen Kopf gehalten, der auch ein schweres Ting in Ordnung zu bringen weiß." — Mit einem gcnugtucndcn Grinsen reichte er ihm die Hand, die er schüttelte und fuhr dann bedächtig fort: „Müssen es überlegen und wollen cs tun, weil» wir am Bals- sjord sind. Kommt jetzt und laßt uns einen frohen Abend halten, damit Ihr morgen gestärkt über das hohe Fjeld konimt, wo die Lappen schon ihre fetten Tiere sondern, Felle und Hörner sanimeln und Komager und Decken machen, um auf deni Markte an der Lyngenkirche mit gefüllten Säcken herunter zu kommen. — Werdet doch auch den Markt b-> ziehcn?" fragte er dann. „Ich glaube nicht", sagte Marstrand. „Glaubt cS nicht?" rief Hclgestad. „Ist der Lyngen- herbstmarkt der größte von allen. Bringt blankes Geld ein und im Tausch viele Häute, Federn, Hörner, samt Renntier- fleisch'für den Winter, Bärcnschinken und andere Leckerbissen. Ist kein Kaufmann weit und breit, der davon fort bleiben möchte." „Aber Ihr wißt meine Geschäfte", erwiderte der junge Gaardherr verlegen, „und überdies sind meine Waren, da ich ganz allein bin, wenig noch geordnet." „Ltiih!" sagte Helgestad kopfschüttelnd, „muß seltsam damit ausschcn, ist Ordnung mehr wert wie Brot. Dürft den Markt nicht versäumen, kann in vier Wochen noch manches gcsckx'hen. Fragt den Priester", fuhr er zuin Fenster hinausblickend fort, „er wird Euch dasselbe sagen, oder den dick- haarigen Ouäner dort, der mit ihm konimt, er wird unr keinen Preis eher nach Loppcn wollen, ehe er nicht auf deni Lyngenmarkt seinen letzte» Pfennig vertan hat. — Kommen dahin die Männer und Weiber bis von den Außeninseln und lassen da, was sic das ganze Jahr g-'spart haben." So fuhr er fort uiit Marstrand zu plaudern, und wenn dieser ans seine Niederlassung, und waS er eigentlich bezweckte. zucückkoinmcil wollte, lenkte er das Gespräch imnier 1 auf andere Tinge, indein er kurzweg wiederholte, daß < kommen, selbst sehen und Helsen iverde. Das Beste, t luiigc Ansiedler erfuhr, war eine genaue Schildern diesmaligen Fifchniarktes in Bergen und die Gcwißhi er sehr woyl getan habe, nicht sofort zu verkausev Preis war bis über vier Spezies hinaufgegangen, uv drein hatte in seinen Büchern eine hübsche Summe au strands Konto abgeschriebe». „Ist ein glückliches Jahr!" rief Helgestad, „habt probt, und möchte eine Handvoll Silbertaler daran setz es glücklich endet. Sperrte Uvc Fandrcni seine runden weit auf, als ich ihm den höchsten Preis für Euch a! — Will meine Freundschaft nicht etwa damit rühme Marstrand," fuhr er fort, als er den abweisenden l Gesichte seines Gastes beobachtet hatte, „sage cs Euc ist auch inein Vorteil, daß Eure Rechnung, sür die id schast geleistet habe, herunter kommt, so weit es angeht Handel und Wandel: gilt keine Freundschaft dabei, m> nehmen, was er bekomnicn kann, wär's auch vom und Vater." — Er lachte vergnügt und rieb sich sei' mit vieler Heftigkeit, als Zeichen, daß er durch das, sagte und dachte, sehr erfreut war. Tonn bedauerte I er den dicke» Burschen nicht an den Lyngcnsjord hast 1 können, endlich aber grinste er kopfschüttelnd, indem einerlei Seitenblicken auf Marstrand diesem einige Bemerkungen über seinen Verwandten in Bergen ff ! Damit und mit seinem vertraulichen Zunicke! Augcnzwickeii, in welchem ei» solches Gemisch von Li! rauher Wahrheit, Schelmerei und spitzbübischer Bcob lag, daß Marstrand niemals sickser war, was er dava» glauben sollte, ivarf er seine Bücher in den Kasten den Gast aus, mit ihm ein frisikses Glas zn mischen ! lForlsetzung folgt.) i) nrc 2?» 5 ! iS «ll*. 1 'difc I ! ?U| fc* N $1! et v ; v lunga die auS N-t M' HG ?! fl .er kl er i ei fe», vfi ein Verbot zuwiderhanbeln, in denen an Betrunkene alkoholische zeiräule verabfolgt werden, oder in denen sich i'eutc betrunken abe», werben sofort geschlossen. Tie Amisvorsieher und jendarmeriewachtmeister werden ersucht, auf strenge Durchführung er Anordnung zu l,alten. Der Kampf au der Küste Frankreichs. Ungeheure Schwierigkeiten. Nacki Berichten von der Küste herrschte dort gestern ein chrecklichcs Unwetter. Ter wütende Schneestnrn, war zwar leute etwa- niilder. aber cs regnete und ein eisiger Winc oehte. Ter Korrespondent des Telegraaf in Flandern neidet, daß die deutsche Hecresicitung umsasscndc Vorsorge n Anbetracht deS schlechten Wetters getroffen hat. Cie hat n allen Webereien und Lagern die Wollbcstände aufnehnien assen und requiriert in Dendcrmonde, dein Mittelpunkte der Zcbcrei. große Mengen von Wolldecken. Je mehr man inen Einblick gewinnt, uni so größer wird die Bewunderung ür die deutsche Heeresleitung. Aber gegen ungeheure Schwierigkeiten des Terrains, die infolge des Wetters aus- ecten, gebe eS kein Mittel. Ter völlig durchweichte Lchm- oden Flanderns und wassergcsüllte Hohlwege sind un- assierbar. Das ganze Mer- und LySgebiet und seine un- shligen Ncbcnwasscrläuse bilden regelmäßig in dieser jahreszeit eine ungeheure Ucberschwemmungsstrecke, die für eide Gegner unzugänglich fei. Französischer Trnppenmanael. Amfterda«, 17. ?!ov. Ter Mangel eines Ersatzes für die in er Schlachsiinie befindlichen französischen Truppen beginnt sich ark bemerkbar ,u machen. Ter Kriegsminister Millerand ordneie ie baldige Ausbebuna der Minderlauglichen an und besohl mög- chste Beichleuniauna der Rrkruienanshebung, da eine Ablösung er ermlldeien Siammlruvvc» unbedingt erforderlich sei. Tie An- rhl der Reservisten wird aus eine halbe Million geschätzt. Ter Feldzug gegen Serbien. Wie«, 16. Nov. (W. U.) Amtlich wird verlautbart. 6. November. Fcldzeugmeister Potiorck, der Oberst- immandierendc unserer Balkanstreitkcäftc, hat heute an seine ruppen folgenden Ausruf erlassen: Nach neuntägigen heftige» Kämpsen gegen einen harinäcki- gen, an Zahl überlegene», in fast unbezwingbaren Befestigungen sich verteidigenden Gegner. nach neuntägigen Märschen durch unwegsame Felsgebirae und grundlose Straßen, bet Regen, Schnee und Kälte, habe» die tapferen Truppen der 5. und ii. Armee die Kolnbara erreicht und den Feind zur Flucht gezwungen. Ueber 8000 Gesa» geile wurde» in diesen Stümpfen gemacht, 42 Geschütze, 31 Maschinengewehre Hilft reiches Kriegsmaterial erobert. Tas Baierland wird dieser Leistung seine Tankbarkeit und Bewunderung nicht versagen. Meine Pflicht ist es, die hervorragende Haltung aller Truppen voll anzuerkennen und allen Offizieren und Soldaten der 5. und ii. Armee im Namen des allerhöchsten TiensteS ivärmfien Tank zu sagen. Trotz der unter schweren Opfern und gewaltigen Leistungen erzielten Erfolge dürfe» wir »och »ich! ruhen. Toch der hervorragende Geist der mir unterstellten Truppen bürgt dafür, dah wir die unS gestellten Aufgaben auch siegreich zu Ende führen werden zur Zufriedenheit unseres allerhöchste» Kriegsherr», zum Ruhme des Heeres und zu», Ruhme des Vaterlandes. Potiorek M. P. Feldzeugmeister. Der Krieg im Orient. Neue (Erfolge der Türken. Äoiisiaiitiiiopel, 17. Nov. Ans dein türkische» Haupt- »artier: Gestern haben wir die Engländer bei Fao angerissen. Sic hatten zahlreich): Tote, die etwa ans 1600 zu hätzcn sind. Abdurrczak Berdcrkhani, der von der ganzen miifel« ionischen Welt wegen seiner revolutionären Umtriebe, denen r sich seit langem ergeben hat, verabscheut wird, hat die Grenze mit 300 Mann in der Gegend von Maku überschritten, in den Russen zu helfen. Er wurde sedock, von unseren .ruppen vertrieben. Eine große Anzahl seiner Anhänger aurde getötet. Eine russische Fahne, die sic in einem Torfe n der Umgegend auigepslanzt liattcn, wurde von den insrigen erbeutet. Abdurrczak ist Kurde und gehört zu: inmiiie der Bederkhani. Beschickung durch türkische Schiffe. Aalatz, 17. Nov. Tic Hasenbchörden von Sulina wur- ftcn verständigt, daß einige türkische Torpcdobootszerstörer i'ch nähern, um die russischen Häfen Ismail »nd Reni z» lnichteßen und dort liegende russische Schjsse zu zerstören, -z nur der Minenleger .,Alexandria" im Hasen ist, würden ^».türkischen Scküssc kaum einen Widerstand finden. , Ter Burcuanfstaud. üstterdam, 17. Nov. Ten Meldungen des Reutcrburcaus i -n de» fortwährenden Erfolgen der Regicrnngstruppen --ä'en die Aufständischen wird hier kein Glauben geschenkt, veck man Nachrichten darüber hat, daß der Aufruhr nun- ueer nicht nur den ganzen Oranjcsreistaat, sondern auch icrcits de» Tiiden Transvaals erfaßt hat und sich am Tains- aa 'larkc Abteilungen berittener Buren zwischen Plnlivvs- aum und Eolersderg gezeigt haben. Zn größeren Kämpfen / disber nicht gekommen, da General Tewet, der den etehl führt, äußerst vorsichtig overicrt »nd offenbar bemüht it. durch stetes Ausweichen »nd Wicderauftauchen die gegen Buren aufgebotenen Kräfte zu ermüden und zu verwirren, -ie Berichte, die vo» Erfolgen der Engländer melden, stellen •0 durchweg als llebcrtreibuugen dar. Es bandelt nch dabe: o der Regel um Lorpostcngcsechtc. wobei ja zumeist ciniae -efqngcnr gemacht werden. Wie ernst die Lage in Kapstadt "urteilt wird, geht daraus bcrvor. daß in der dortigen Prelle crcitS die Möglichkeit erörtert wird, die gesamten Truppen w Süden der Kavkolonie zm'ammcnziiziclicn, um bis zum rnitresfen der nötigen Verstärkungen die Tafelbai für daS -uuttcrland zu baltcn. (irine neue Krieasborla-'c. - Berlin, 17. Nov. Tem Reichstage wird >» feiner Kriegs ir»„"!" -■ Dezember eine ntue Borloac mtnen Bewilligung "riegskrediie gemacht wrrden. Alle dir B. Z. a M. erfährt, nm. "" der Vorlage sich ungefähr ans dcr Höhe der eesien ii»m 01,0 "wa 5 Milliarden Mark briragen. Mit dcr Zu- iiks Rcichsiags zu dieser Keediiooeiage will sich dir »,i?^"äirrung „ur die Ermächiigung versihassen, den Bedarf des rdi?n^. ^n&e des Wahres zu liefern. Es Handel! »ch J'! 1 * u m eine Borsorge. Daher fei von einer neuen Anleihe njchi dir Siebe. ' Tao Reich bürftc vielmehr unter Um- »niien zu dem Miiiel greisen, Reichsschaizscheine zu diskontieren. Htsseu und -rachbaigcl'.ete. Giesjen nnd Nmgebun-. Nus den Verlustlisten. Fnfanierie-Regimeui Nr. IIS, Gietzen. 10. 8 o m p a q n i e: Bizeseldw Adam Feil, Hockheiin, Kreis «orms, piu, Sergi. Heinrich Schupp, Griesheim bei Tarmfladl, “ lllssz. gohannes Eimsbänser, Eappel, vw. — ltlfsz. Heinrich S, er!> Wiesen, VW — Must. Heinrich Techer, Angenrod, VW. —, wuif. Karl Herz, Wiesbaden, gefalle». — Must Karl Seiger, Aiigersboch, vw. - Must. Heinrich Kaiser, Feldkrücken. vw. —j Wefr. ft.^H. Adois Wevel, Lellhosen iTilll, vw. — Must. Heinrich SJcacr, solms-,Ilsdorf. Sr. Scholien, vw. ?.'!usk. Wilhelm Bechthold, Rainrod. Kr. schollen, vw. - Mnsk. Heinrich Henkel, l Eschenrod, vm. — LVusk. Otto Keil, Ober-Bessingen. vw. MuSk. Wilhelm Lehmann. Zieinheim, Sr. Gießen, vw Must. Wiiheini Leipp, Lollar, viv. Gesr. Adam Marr, Fraurombach. Kr. Lauier- bach, vw. — Mnsk. Heinrich Rack, Messel, Kr. Tarmsiadi, vw. - - Muri. Wilhelm Schubkegel, Tarmsladl, vw. — Musk. Heinrich «ch»ch. Lssenbach a. R. vw. - Gesr. Georg Stelzer, Roßdorf. Kr. Tarmsiadi, gefalle». 11. Kompagnie: Mus!. Zohauues Rilhl, Branerschweud, vm. — Bizeseldw. Karl Ochseuhiri. Ranfiadi, lvw. — Res. Wilhelm Keilholz, Lellnrod. Kr. -chotien. lvw. — Gesr. Hermann Friedrich Hensel, Kleeberg bei »singen, vi». — Res. Einst SUrick, Groß- Eichc», vm. — Res. Ludwig Vifnnan», Lich, vm. - Gesr. d. R Georg Türkcs, ZZechiheim, Kr. Worms, vm. — Res Pseisser. vm — Res. Louis Schneider. Lumda, vm. — Dehrm. Heinrich Lang, Weiiersbai», lvw. — Res. Wilheim Friedrich Wöruer, «ibhause». vm. — Welirm. Liierbei». vm. — Res. Gustav Adois Erummeuerl, Berlinghausen, vm. - Rel Emil Wagner, Trohe, Kr. Giehe». vm. — Musk. Facob Andel, Tarmsiadi, Iviv. — Rei. Ludwig Bopp, Hausen bei Giehe», lvw. — Gesr. d. R. Gustav Wilhelm, Lebnheim. Iviv. — Gesr. d. R. Wilhelm Schwalb. Alienbulcck, lvw. - Wehem. Friedrich Löchel, Tarmftadi. lvw. - Wehn». Wilhelm Will. Annerod, lvw. — Wefr. d. R. Wilhelm Schnsier, Heuchelheii» bei Wetzlar, vm. — lttffj. Karl Moritz Wiilkop, Wcilburg, gefallen. — Res. Karl Hoffman», Alienbuseck, lvw. — Wefr. ft. R. Kourad Willich, Burg-Gemsinde», lvw. — Wehrm. Georg Auih, Osfenbach.Bürgel, lviv. — Wehrm. Roihhammer, jchwviv. — Wehrm. Baleuti» Schäfer, Raibach. Kr. Dieburg, vm. — Wehrm. Ludwig Prescher, Bilbel, vm. — Wehrm. Augiist Freund, Gr.-Umstadi, vm. — Res. Kröll, vm. -- Res. Heinrich Möller, Wernges, gefallen. — Wehrm. Karl Sauer, Marburg, gefalle». — Wehrm. Friedrich Necker, Ealhow, Kr. Oberkales, gefalle». — Res. Fohaiin Merkel, Allendorf, ür. Giehe», Iviv. — Uissz. ft. R. Wriinmclt, schivviv. 12. Kompagnie: Uissz. Will» Hage», Misserhorst, Kr. Gardelegen, gefallen. — Must. Wiiiieii» Hirsch, Hilgenbach, gefalle». — Wehrm. Karl Wagner, Ober-Ohme», K>. Alsfeld, gefallen. — Wehrm. Fohan» Schrodi, Langen, Kr. Osfenbach, gefallen. — Uissz. ft. R. Samuel Leonhard, Osfenbach, gefalle». — Wehrm. Fohan» Friedrich, Eberftadt, Kr. Tarmsiadt. gefallen. — Gesr. d. R. Fohann Köbler, Rimhorn bei Erbach, gefalle». — Webri». Georg Görisch, Lber-Ramstabi, gefallen. — Musk. Alben Rosenthal, Wenings, Kr. Büdingen. Iviv. — Res. Heinrich Tiev. Eichelsdorf, low. — Res. Friedrich Wolf, Tiesciibach. Kr. Wetzlar, low — Gesr. d. R. Gustav Fiukeu- sieper, Mainz, lvw. — Rei. Oiio Kreutzer, Gleiberg, Kr. Wetzlar, lvw. — Gesr. d. R. Karl Schmidr. Haler», Tillkreis, lvw. -- Gesr. Karl Schmidt, Lauter, Iviv. Wehr,». Heinrich Uhrig, Eifa bei Alsfeld. Iviv. — Wehrm. Rudolf Fäger, Grvstfelda, lviv. -- Wehrm. Heinrich Wagner, Leihgestern, jchwviv. Wehrm. Ludioig Schmitt, Watzenborn, Iviv. -- Wehrm. Karl Bender II., Hunge», lvw. — Musk. Peter Müller. Oberishause», Kr. Oisenbach, vm. — Rei. Rudolf Heu». Eickelsdori. vm. Gesr. d. R. Robert Manderbach, Beraebersbach, Tillkreis. vi». Res. Wilhelm Kliukel, Lollar, vm. -- Wehrm. Friedrich .Hoimanu II., Heuchrlhrim, vm. — Wehr», Heinrich Feldpusch. Eisa. vm. — Welirm. August Schneider, Bierminden, Kr. Frankeiiberg. vm. — Wehrm. Fohamies Dechen. Eber- stadi, v»,. — Wehrm. Georg Breideri, Laugeu, vm. — Wehn». Karl Kircher, Rainrod. vm. — Wefr. ft. R. Sari Bender I., Bocken heim. vm. — Wehr,». Emil Aisie, Homardingeu. vm. — Wehrm. Faeob r->krbold, Gr.-Rohrsteim, gefalle». — Uiffz. ft. R. Frly «toll, Wuidecken. Iviv. Musl. Weidmann, gefalle». — Wehr- manu Fohauu Haber, Ei!a. Kr. Alsfeld, viv., i» Gefangenschaft. Laiidwehr-Fnsanierle-Regimeiii Nr. 116, Tarmsiadi. Gcnia» en Tormois vom 28. 0. bis 1. 10., Ripoui am 1., Perihes am 8. und Somme Pu-Tahure am 12. 10. 14. Stab: Lberstlt. Krause, vw. I. Baiaiston. . 1. Kompagnie: Ossz.-Siellv. Tritsch. vw. 4. Kompagnie: Wehr»,. Heinrich Hillgäriner, Pfungsiadi, Kr. Tarmsiadi. vm. - Wehrm. Baleiiii» Hornesf, Giindernhaiisen, > Kr. Tiebnrg, vm. II. Bataillon. !>. Kompagnie: Wehrm. Heinrich .Kutscher. Bersrod, Kr. Giesieu. lvw. Wehr»,. Otto Lehmann, Ulla. Kr. Schotten, säuvvw. — Gesr. Karl Orb. Beliershoin, Kr. Giehe», lviv. — Wehrm. ! Heinrich Siöhi, Ulfa. Kr. Scholien, schwow. — Wehrm. Ludwig Üro!. Tarmsiadi. vermihi. 8. Kompagnie: Wehrm. Georg Diiimann, Lbereisen- hausen. Kr. Biedenkopf, vermihi. III. Bataillon. 10. Kompagnie: Lin. Schäfer, verw. — Gesr. b. L. Ferdinand Ra» I., Salzböden. Kr. Wetzlar, schwow. — Wehrm. Heinrich. Hottes, Friedberg. lvw. tt. Kompagnie: Wehrm. Theodor Biechinger, Frauk- suri a. M, gefallen. — Wehrm Adam Knöh, Egelsbach, Kr. Tarmsiadi. schwow. 12. K o m p a a » i e : Wehrm. Wilh. Müller, Münzeiihcrg be> Friedberg, gefallen. Vom Äariosselmarkie. Nock' iiniuer. trotzdem die Höchstpreise erheblich hinausgcictzt worden sind, werden keine Kurtosscln zum Markte gebracht, oder dock) nur ganz geringe Menge». Meinem Bauer fällt es ei», zu den festgesetzte!, Höchstpreisen zu verkaufen. Tic Landwirtschaslskaiumer mahnt zwar immer wieder, dach Kartoffeln zu Markte zu bringen, doa> die Landwirte stören sich daran nicht ini geringsten. Tabci behauptet die Landwirtschaslskaiumer nocki daß absichtliche Zurückhaltung von seiten dcr Bauern nicht! stattfindc! Tas kann man aber doch nur ganz ahnungslosen | Leuten erzählen. Wenn die Behörden sich nicht endlich zu energischem Einschreiten entschließt, so werden die Zustände nicht besser. Was nützt die ganze Preisfestsctzcrc:, * wenn sie nicht durchgcsllhrt wird! Man begreift nicht, warum die Behörden zögern, in diesem Falle von den gesetzlichen Bestimmungen Gebrauch zu machen. — Taß hier »nd da beim Kartoiselkauf auch Vorsicht geboten ist, beweist ein Borfall, der uns gestern initgcteilt wurde. Mehrere Gießener Einwohner hatten von einem Bauer aus Grüningcn Kartoffeln gekauft, jeder einige Malter. Einer kani auf den Einfall, die Ware nnchzuwicgen und siehe da, cs fehlten 65 Pfund! Als er das dem anderen Käufer mitteitte, wog uran dessen Kartoffeln ebenfalls nach und cs wurde fcft- gcstcllt. daß an der Lieferung etwa die gleiche Menge fehlte. Man suchte den unbekannten Verkäufer zu ermitteln und drohte mit Anzeige, worauf der Mann kam, den „Irrtum" entschuldigte »nd das Manko nachlicscrte. Es ist auch wirklich ein starkes Stück: teure jfartoffeln nnd auch noch Mindergewicht! — Trr Fniiiilienabeiid am Sonntag abcud, dcr von dcr Pcrwaltiiiig des G'werkschastsbauses veranstaltet worden war. batte einen ganz zufriedenstellenden Besuch zu verzeichnen, und inan darf auch, nach Aeußernngen verschiedenec Besucher zu schließen, sicher annebinen. daß man von dem Ge- botenen befriedigt umv. Tas Programm zerfiel in einen ernsten und einen heiteren Teil; der crsterc brachte Rezitationen von Gedichten, die den gegennxirtigen Zeitverhält- nissen angepaßt waren. Vom Fraucnchor der ..Eintracht' wurden mehrere Volkslieder in sehr schöner Weise vorgetragen nnd mit lebhaitem Beifall aufgcnomrnen. Llnch die übrigen Tarbietungcn fanden durchaus freundliche 2Iul- nabnic. ES wurde der Wunsch ausgesprochen, daß derartige Veranstaltiingen wiederholt werden inöchten. welchem Wun'ck'e die GewerkschaftslianS-Koniinisnon auch Rechnnng zu trogen beabsichtigt. ~ Am Petroleum zu sparen ist dringend zu einpseh- ten. Obwohl nach Versiche'rnng einiger Petroleuni-Vec- triebsgesellsaxiften starke Vorräte vorhanden sein solle!', macht sich dock' überall Mangel bemerkbar. Vermutlich wird auch von den Großlieferanten zurückgeiialteu, um dadurch den Preis zu steigern. Tein können die Verbraucher entgegen- Wirken, wenn sie soviel als es geht, mit dem Leuchtmittet sparsani umgehen. Wer es irgend kann und dazu die Möglichkeit hat, soll GaS brenne», oder sich Elektrizität in« Hau^ legen lassen, — Gefallene des Gießener Regiments: Freüvilliger Willi K l c in m r a i h, Land. d. Med., ans Gießen. — Freiwilliger Karl SvieL ans Gießen. — Landwehrmann Ernst Rcinhcimer; Landwehrmaim Jean B e ch 1 o l d t. beide ans Tarmsiadt. — Landwchrinan» Karl Muzen - Hardt ans Osfenbach. — Leutnant der Res. Ernst H o s f - mann auS Hanini. — llnteroff. Fritz Steffan ans Colmar. — Reservist Heinrich K u n z aus Oberscheid. — Res. Heinrich Langlitz aus Bindsachsen. — Gefallene aus Olierhessen und Nachbargebieten: Res. Heinrich Bernhardt a»S Naunheim, Inf.-Reg. istr. 167. — Ein großer Tranoporizug kam gestern in Gieße» ou. der mehr a!«tt«ifen» iun.z« Schlcsier bvcichle. die hier lilsr Nack» ein- quanittt nnnjKn. Wie ,»a„ i.nirt, sind die jnngeu Leute st» Rück sich: auf hie bevor stehende,» mii iiärifchen Opevaiionen ans ihrer Hestnot sorigebrache ivorden. — Bon, Ziadiihraier. Auf die Boitsvorsiellimg cm Fveilag in der das bisiorifä-e L»ÄK>Icl „Wie die Alien siingen" gegeben wird, sei auch au dieser Stelle bÄigcivieseid. Dieses Werk wird im Adon- ittinenk nicht gigcbc:,. - Am Sornttaa. de» 22. ds. Mts. iToteu soiiiisag) fil ier t ejii Fakir feine Borstellung statt. -- Für dir Fcsi- ittid WohUätigkcil.ttorstcltiiiig am 2si. ds. Ml», ist als Gast für den „vallonswt»" der Kgl. Sck;:rufpirl«r, Herr Oskar Bahnte vom Hosthcater in Easicl gervoiuien worden. — Siausenberg. B»u viplevem tieuie». nur 800 Ennool»,i«r äliicndc,, Oite. ii>»d bcre-ils 7 Siami mi Kricpe gkfallen. TavuItter btsiuden sich zwei Parleigeuoll«», Zäher und Becker. — Rrisiirän» Eine» schweren Verlust hrbeu wir z» beklage»: vorige Woche kam di« 2!ml!nchi, daß unser Genosse Rudvif Termin i», Fcidc gefalle» ist. Er war vo» Brr», Maurer »ud gehört: scir langen Fahirn der Osewerkschast an. Ebenso auch der pvll- tischon OrgaussaZiou: cr gchörie zu dc» Grliiidern des hiesige» 2ii- bcitrrvercin» und war stcis »ach beste» Kräflr» für iniserc Sach: tätig. Seine Familie ocrliert in ihm dcii treirsorzrendeii ?taier. Tamim erfreute sich in uniscrem Orte des beste» Anschen» und war g-ach:ei bei allen, die chu tennnten. Ehre seinem Audcuike»! — Aus unserem Orte sind bcreiiö 7 Mann gefallen, von dcnen 5 kick, zu unserer Partei ;äblicii. ick»» auch nur Louis Basier und Domini Mitglieder der poliiischeii Orgrnifatton waren. Kreis Wetzlar — Tie Siadiverordneien-Wablen in Wetzlar sind aus den 3 0. November fefigcsctzt. Tie- 3 Klaffe wäbtt von 8 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmiilunns: bte 2. Klaffe von 4'--.- bis Ol-b Uhr uach-mtt- !ogs und te 1. Klaffe von 7 bis 7'-j Uhr im Rachaussaale. — Fu der 1. Klaffe firfc zwei, Ki der 2. und 8. Klaffe je drei Sladttsr- orduese zu wählen. n. Kriegsopfer. ?! cht iveniger wie II B:tri:bsaiigel>öri-'e der Firma Leitz iu Wctzlar blißieu i» dem jetzigen grouffgen Völkermord ihr Leben ein Von nuten Bekannte» ist Mechaniker Fvau; Diebki » g iu Rusiisth-Pole» gestorben, als er ehren Kauieiaideu in Lebeiisr:fabr iM-eu wollte, befrei aber durch Erplosio» von Sprevigstofs.ii selbst aabölet wurde Wiebking war ei» iairiilvoller »ud braver- G'n-osse. der zu den besten Hossr.tngt-u berocht igle mid der frübzelüg b t Fd.ru der mederne» Arbeiterbewegung in sich cuffKmnrcnuit hatte. Auch aus amde-rn Gebieten hatte er es z» bc- uierkcnswcrieu Leistungen gebracht; er verfüg'e namcii-ilich über gitte muftkalsiche Keuittiiiffe. — Ferner hat noch Geuoffe Wilhelm Weber aus Fellingshaafe». der als Reiervist zu den Marbur-zer Fügern eingezogeii wurde, ftiii iechtes Aug« verlarau. Tie Liiiigeuheiistäiie „W. Idhos—Eigershausen" des Tr. Liebe. Station Katzenfuii, Kreis Wetzlar, ist jetzt in eine Gaiellschafi mit beschränkter Hasrui.q verwandelt worden. Das Siamni- lapiiai betrüge 170 000 Mark, wozu Tr. Liebe 1000 Mark Bareinlage leistet Tlr Sach.lnlvg: wird mit eilte.» Gefanstv-rt von tüt 000 Adk. iesigvietzt. wovon dir Gesellsel;ast an Tr. Liebe di» Beirat ro„ 51 000 Mark tu zahle» hat Gleichzeüig ist Tr. Li--.be Ge sätäsissühre-r der Geiellsä rsi. Ter Vertrat ist an, 20. Fn> . 1014 gelchloffm. ist aber durch Vlache-äge von, li. :nd 30 Sepianchcr, 7. und 31. Ofiober. 2., 3. »nd ö. ?!»vamber 1014 abg.äitd.'r: worden. Tr. Liebe ist berechi-gl, für die G-.saüschast allein zu zejchn:». ] Krosdors-Gleibceg. Bei drr G c m e i n d e r a l s w a h l am Tameiag wurden ru der dritten Klasse unsere oisheriqrii B'.r- tre-ier. die Getwffen Ehr. Sisimidl und Karl Siork ivlrder- gcwähli. In der : weiten Klotze wurden Pb Krombach und Karl Schmidt iVorfreberj gewählt. Unsere Partei besitzt gegenwärtig 5 Vertreter im Gemeinderat Krofdorf-Gleiberg. l>. Gleiberg. Fm Felde gefallen. Am Samdtag iras hier mi-erwartei die irauilg: ?!achricht vom Kricgsi-k-auplavc in Frai-kre ch ein. daß unser Gcroffs Heinrich Seel gefallen ist. Erstand als Laud-wehrmanu bei dem Gießener Regiment. T-eel war 33 Fahre alt. verheiratet vrb Vater von 5 Kinder,i, von denen dos jüngste erst vor cmvcn Woche» dos ?cht der Welk eibl'ckte. als der 2tater sich beretts auf b:m Kriech--chruplatze befand. Aber nicht nur feine Familie hot den Verlust chres Ernährer» zu betlogen. auch unsere Partei rrrl eri mit sinn einen Genoffen, der als solcher fe.der -kii sein« volle Selu'ldigifeit getan hat. Wir werden ikm ein bsuor -des itnd ehrendes Andenken bewahren! Vereinskalender. Mittwoch, 1t. ?!ovember. Gießen. Gesangverein „Eintracht". Abends 8 Uhr Berfaanmlung. Wichtige Tagesordnung: alles erscheinen! Tonnerstag, 18. November. Gieße». Ge werkschafts kar t« l l. Abends 81o Isi,r Berjammlung un Gewcrtfchaftshaus. Tage-sordnung: Weihnachtsfeier für di« Kinder der Kriegsieilnehmer. Telegramme. rMslitticht des Wroficu Hauptquartiers. 3m Westen »uhig. In» Osten günstiger Fortgang. IV. i:. Grosies Hauptquartier, 17. November vormittags. (Amtlich.) Auch der gestrige Tag verlies aus dem w c st lichrn Kriegsschauplätze im allgemeine» rüstig. — südlich Verdun mib nordöstlich b i r e >, grifscn die Franzose» er solgloo NN. Tic Operationen aus dein ü st l i ch c » Kriegsschauplatz? nahmen weiter einen günstigen Fortgang. Nähere Nach, richten liegen noch nicht vor. Oberste Heeresleitung. tHegnerischc Berichte. Tie Tnnes berichtet von der Schluchtfront in Norüsrnnkrcich unter dem 17». November: Heute morgen ist Schnee gefallen; das Wetter war während der letzten Tage bitter kalt, mit starkem Wind und viel Regen. Heute weht ein Schneestnrm. Die Straffen sind in ein Kot- mehr verwandelt und fiir jedes Auto unpassierbar. Politiken meldet aus Paris: Arnicntibres wird beschossen. Mehrere Fabriken gingen in Flammen ans. Ter Schaden ist bedeutend. Das städtische Hospital wurde geräumt. Die Garde bei ?)per«. London, 17. Nov. > - a » - Ba c »nd T h i e l t ansgeübt wurde. Tie Trntsthen haben oife»bar große Verstärk,, ,:grn crlmlle», und die Artillerie und ihre schwerste» Belagerungsgeschütze wieder vo» den Höhen abgefahren. Tie deutsche» Lausgräben sind ein gutes Ende vorgeschoben worden. Tie nächtlichen Angrisse dauern ständig fori. Heute früh winden die Schlachthäuser gesprengt. Englische Furcht. Rotterdam, 17. Nov. Die englischen Tr» p p e » - Transporte über den Kanal wurden wegen des Austauchens der deutschen Unterseeboote eingestellt. Tie Transporte werden über Irland geleitet. Die Reichstags-Erfnlzwahl für Frank. Mannheim, 17. Nov. Bei der stentc stattgefundenen Reichstagsersatzwahl für den im Felde gefallenen Reichstagsabgcordnetcn Dr. Ludwig Frank im Wahlkreis Mannheim-Weinheim Schwetzingen wurde der sozialdeino kratische Kandidat Redakteur Oskar (steck mit 11ä7-I Stini inen g e >v ä h l t. Ein Gegenkandidat >var nicht aufgestellt. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, (stießen. Verlag von Krumm & Eie.. Gießen, druck: Verlag Oisenbacher Abendblatt, M. m. b. S.. Ssscnbach a. M Wochcnmarktprciso in Giesteu - am 17. November 1914 Butter Milch Hühnereier (stänseeier Käse Kasematte Tauben vc per Psd. I.V, Mk. Liter 22 Pfg. Stück 10—11 Psg Stück — Psg. Stück 6—8 Pfg 2 Stück 5—6 Psg. Paar 0.80-1.20 Mk Hühner per Stück 1.20—1.80 Mk. Hahne per Stück 1.50—2.00 Mk. Muse per Pfniid 0.65—0.70 Pfg. Ochsensteisch per Psd. 0.80—0.92Mk. Kalbfleisch per Psd. 70—75 Psg. Knh-li.Rindfl. ver Psd. 80—81 Psg. Standesumt Lollar. Geborene. Ai» 5. Nov. dem Slhrciiicr Wilhelm Eiser ein Schn, Willi. Sterhejälle. Am 28. Srpt. Former Peter Preis, alt 29 Fahre, starb infolge Verwundung in, Oiolerrrlazarcit in Trier. — 2s. August Pfarrers»- Woa'tra.sr in der neuen Aula der Umverfitä stellt (stustav dldols Barth, alt 25 Fahre, im Gesicht bei Mo-nzo» in Frankreich gefallen. — Am 22 .August. Former Heinrich Naumann, litt 22 Fahre, im lstesccht Mi Hamipon in Frankreich gefallen. — A», 10. Oktober Schreiner August Ricdcl, alt 26 Fahre, starb infolge Verwundnt:g im Reseroclazarclt in Gießen. — Am 13. November Fda Fnghard gel>. Eleltnracher. alt 60 Fahr«. m üaelBB'iiS. Am 1. November fiel in Frankreich unser 9 [lieber Paitei- und Turngenosse am Dvirucrötag, Den 1i>. November 1014 adeiivö ll'/i M>r pünktlich ^rlf. Hosral fyvofs or Dr. Äehaghel: Der Krrcg rrri nltffeutlchrn Epos. Zum Besier. von Hinleriiliebenen der im Felde Menen Essener Criiituttöfartcu — eine )U .30 Pfg., ;>> Mk. 2.50 fi'.ib in de» .Puchhändlnnge» von Fices. Selkcrsweg, Kock, Seltersn» Legier, Südanlage, Schneider, Nene,,baue, sowie Ernst Bglser, Mäusbn- iwd. abend« an der Kasse zu habcn. Heinrich Seel Landwehrmann im Infanterie-Regim. Nr. 116 . Wir verlieren in ihm ein eifriges, strebsames Mit-| [ glied und werden ihm jederzeit ein ehrendes Andenken bewahren. Achtung! Achtung Treffe um Mittwoch zum Markte auf Oswaldsgarten mit einem Waggon Frankfurter feuerfestem irdenen Gefchir »t* - f c & ein und verkaufe in Partien Stück Stück zu 20 Pfg. Achtungsvoll für Der Vorstand des 8oz. Wahlvereins Krofdorf-Gleiberg Der Vorsiand der Freien lurnersciialt Gleiberg. Martin Schwab. II Ir, £ 81 Ftie a «IS«sn es s Schweinefleisch ver Psd. 70—90 Psg. Hammelfleisch per Psd. 70—90 Psg Kartoffel» p. Maller 6 50 Ml. Kartoffeln Psd. 4 Psg. Zwiebeln »er Pfund 10—12 Psg. Blnmenkohl per Slck. 15—30 Psg. Kohlrabi Stck.5—10 Psg. Weißkraut p. Haupt 8 — 12 Psg Rotkraut p. Haupt 15—25 Pfg. Wirsing p. Haupt 10—20 Psg. per Pfund 8—20 Psg. Psund 8—15 Psg. 100 Stück 40-45 Psg. Aepfcl Birnen Nüsse (lifM-Ischia Aat vielseitiges Verlangen will ich nun für obige beiden Ko nnt! Hill« erteilen. Nach meinen 25jährigen Erfahrung, habe ich anerkanntcrninssen scnüjccnde Kenntnis* liier! iss- gewam Hielt. Kanter gute Kr folge. Zu sprechen: .Morgens 9—11 und mittags 3—5 Uhr. Christian Petr«. Mollkestrasse 7. Q j 2 ei» utin *» Mätu» leiten Mjufc 12 ?ini, l, Eezil m ha» lang dc aber a tan ui ihm St ■Sii Wssiiu JruiY #ljc 3 In Verstorbene Ft au Margarete Wage „hoch gcb. Volz ,n (stiebe« lBecrdignng Mittwoch, nachm. 4 klhr.s -- Fra» Fischer gcb. Grün in Biskirchen. — Philipp Wem, er I. in Hciichelhcim, 45 Fahre alt. — Karl Becker, Sleueranssester ln Elwrstabt. lstustchen Naumann in Kieiulinbon. Tie Beiträge zur Kranken- und Fiivalidcn-Lerstchcrung für den Monat UM Monat September i 014 sowie die Arbeitgeber-Anteile für Ersatzkassen-Mitalicder nie das 3. Luartal 1914 tonnen »och bis einschließlich den 26. ds. Mts. ohne Koste» bezahlt werden. Gießen, de» l4. November 1914. Ter Borüaiib. F. A.: Alb. Lcntz. Ul*368ZS^ fS'ZGr'SIHZ T aschenglühof en iCaraf ist die willkommenste Liebeoaabe. ranscndfach >»> Selbe ervrobt Lu habe» bei .Toliaimcs Köhler, Giessen Lehnlstralle 1. /*? pf ff VOllO^'OriKUHHH tsm binje äiuimer uiifMcpniW isufüslt mU tl.tliim’lt fnrrtfl ^ ^ kvcntllrkl mit Kabinett sofort zu vermiete» Schiffcrbergerweg 2 Lustspiel in 4 ?lftcu v K. 2llt">" Ende »ach 10'.', Uhr. Bei Volk- «$