»»in «littti, ^obcnvl i»t, e * fltojt untet. öon Sotftcj rten bei ilftobs; >!. i Stieg: te eigene ! iiattei 5 -chne. :derdcsftlckie rialksteirnna cttcheint icdev WerVa, Sdcnd in Rrdaklisn n,tz Ervedttion t Der BbonntmtnlSptfi* bcträc,! wöchentlich 15 Psg, monatii-S Diebe». Bodvdosi,roi,e 23, ot ij muri Seifte de iffelpunt i nt uni len, nnt itben fee buiei ibl.bei' , nO chtuii?! a-Vali ijrimfiiiil ■jc|4|iMr one! S rcbben“ üb" unb IQT IDflin : ins J I fcinMi >eunt eine» Aufruf zum Heiligen Krieg Nicht nur als Herrscher eines Staates, sondern als -'s Oberhaupt von 300 Millionen Mohamedanern hat er de» der Türkei, de» Feinden des Islams den Mricn erklärt, wich« unter Anwendung der religiösen Phraseologie wohl Teuischland gelegentlich von einer» Heilige» ttricfl, versteht itei diesen, Heiligtum, sirr das gekampsl werden soll, nicht estimmten (Glauben, sondern die hoher, Wiitcr der Nation, ci, fäinpfen in Europa gegen Kaiholikc», Protestanten Iroiestanlc», ,luden gegen .luden, Im russischen »nd im hischen Heer stehe» auch Mohamedaner einander gegenüber, • Heilige Krieg, den der Sultan proklamiert, ist dagegen iionaler Krieg, sondern ei» Religionskrieg, ein Mampf der len gegen die Ungläubige», Würde der Sin» des Heilige» von de» Mohamedanern rein aiifgesaßi, so müßten sie sich mit de» Waste» in der Hand gegen die Nichlriivhamedaiier und mit de», Sch,verte siir de» Sieg ihres Glaubend sowie sie es in vergangenen Jahrhunderte» aus de», Bode» >, Asiens »nd Afrikas getan haben. Aber diese religiöse ie findet in de» politischen Notwendigkeiten der Zeit ihre e» und Io nennt der Sultan in feinem Ausruf nicht Ehriste», „id Heiden als Ziel des islamitische» Angriffs, sondern die aalen, mit denen sich die Türkei in, Kampfe befindet, Eng usiland und Frankreich, Ec- >s, demnach nicht zu befürchte». Heilige Krieg auch in die deutschen Kolonie» oder nach > und der Herzegowina übertrage» werden könnte. Ebenso neutrale], Staaten, vor alle», .Italien, das »och immer in 1 „nd der Eyrcnaika mit de» einheimische» Stämmen zu habe», zwar nicht durch ausdrückliche AuSnahmcerklärung Proklamation, wohl aber durch diplomatische Versicherungen beruhigt worden, daß sich der Heilige Krieg nicht gegen den werde, ' selbstverständlich kann es schließlich gelte», daß der „»krieg auch nicht aus das Ibincre des türkischen Reiches hat werden soll, Tort überwog bi» z»m letzten Balkankrieg lamedanische Bevölkerung die christliche nicht sehr erheblich, >ie Abstoßung des größten Teils der europäische» Provinzen i das Zahlcnvcrhältnis zugunsten des MohainedaniSinus 'e», immerhin aber blieb im türkischen Reiche eine starke >e Minderheit zurück Zn Bagdad und Smiirna residieren che Eizbifchöie. in Konitantiiiopcl ein apostolischer Delegat, lerer in Nieäa, Noch stärker sind die orientalischen Riten nt, der amenische, griechische, syrische und zahlreich sind auch den Schließlich wirken aus türkischem Staatsgebiet viele he Missionen, u. a, auch amerikanische. Gegen sie alle wird »nteriiomnie» iverde», wem, auch siir christliche Bekehrungs- e die Zeit »ich, übermäßig günstig sei» sollte. Der Heilige bei Gläubige» gegen die Ungläubige» ist also mit einem En Körnchen Salz zu verstehen, es handelt sich um einen jjeiie, e-J Jnstriefl mit politischer llmgrenziing, 's notwendig diese Umgrenzung ist, erkennt man aus dem iK *Jr “*mflteii cui de» erste» Blick, Ein wirklicher, reiner Rcli- Tkk, r>eg würde siir die Verbündeten der Türkei arge llnbequem- I>cuctp 1 e» mit sig, dringe», die Neutralen vor de» Kops stoße» und städiM? 'chlikßlich „„g, Zuuern der Türkei solche Verwirrung ' V I Erwickiimn bervorruse», daß an seine Ausführung gar nicht l -m! i* ^i"u. Der Türkei würde es da»» gehen wie Goethes n k tkhrling. der die Geister, die er gernse», nun nicht wieder rdcii Ui,,, ;v» «**’ i''ll in Wirkiichlcil nur ihre Macht als tr,eg , cl »at verstärke», indem sie ihre mohawedanische» '»sgenosie» auf englischem, französischem und russischem Ge- >r unternügung ihres Kampics ausrusi, W>c weit dieser i"Eke» mitb. bleibt abznwarien, es hängt das nicht nur * s o„ tt, '<'iüfen ,Fanatismus ab, der sie beseelt, sondern >» der aKöalubleit der Kommunikation und der Güte iyrer »ung, Immerhin dürste» den Feinden der Tiiilei. d.e itig auch die Feinde Deutschlands sind, aus der panislaniiti eivegiing nur Sorge» »nd Schwierigkeiten enistehen und da. vird auch Deinschiand i» seiner Kriegführung eine gewisie eruiig verschasst, rüber darf man sich allerdings nicht läuichc»: Zsiichi i» den ,en Greiiibezirktu der europäischen Kultur, nicht in den n. ionder» auf de» blutige» Schlachiieldern Nordsrankreichs len» wird bas Schicksal Europas und der ganzen Welt ent- werden. Die Zukunst des Islams hangt »ich! von seine: rsstarke ab. soiidern vo» der Wirkung der deutsche» '}• ?! ,,r k>» vollständiger Sieg Deutschlands kan» r.e, die Kraft gebe», die in ihrem Heilige» Kriege cnieltc» ie» Zn halten Würden aber die Gegner Deuifchland» »ach Zkge stark bleibe», so würde die Türkei und die ganze iiche Welt ihre Teilnahme am europäischen Kriege bitter , iiiüsie». »n auch aus der eine» Seite lebe Unterstützung, die Dcntsch- > teil wird, begrüßt werden muß, so seben wir dam aus der •i^ CI,c m ** Besorgnis die Probleme, die d»>ch das große "gen ine. Reine gebrachi werde» sollen, sich immer weiter Unendlich werden die Schwierigkeiten iein. die die ’l e bei den, künftige» Fricdcnsschluß wird überwinde» , keine der schwebende» Frage» Europa». .. Afrikas wird von ihm unberührt bleiben, Es iri bnR der gegenwärtige Krieg nicht in einem V'.laemeincii Friede» seinen AnSgang nehmen, Um »i zahllose Einzel kriege verlaufen »nd z ^krwlckliinge» Hervorrufen könnte. Diese Geiahr dem Maße beschränkt werde», je > a j ch e r die Enlscheidiiiig "pa fällt. It. )ic i : ' t >i? C1 eit 11 | itsf t. A öh-Z len i" 1 ; :n Ter Heilige Krieg. Äonstantiiwpel. l7>, Nov. 0 Meilen von Ataba entfernt gelwlten. Tanin bemerkt dazu: Derartige CominuniguSs zeigen klar, wie die englischen Verräter zittern. Konüantinopcl, 1-1. Nov. (W. Nichtamtlich i Man glaub! hier, daß England, Frankrei-b und Rußland alle Maßnahme» ticffci, werde», damit die Verküiidigiina des Heilige» Krieges durch dcn Kalije» in Indien, Algier und Tunis sowie in den anderen mohaminedaniichc» Länder» n i di t bekannt werde. Doch ist man überzeugt, daß die Nachritbt ans jeden Fall dorthin gelonacn werde. Fi, hicsiacn persischen Kreisen heißt cs, daß die englische und ruisischc Regierung die Perser und Beduinen daran hindere, das Gebiet von Indien »nd Aighanistan zu betreten. Türkische Proklamation an die Kaukasier. Tie Ltorreipoiideiiz-Nundichan meldet ans Konstanlinovel: Bevor die ottoinanischen Truppen die kaukasische Grenze überschritte», rickiteten sie eine Proklaniation an die Be- vötkerung de» Kaukaius, in der ausgeführt wird, daß die Türkei den von Rußland geknechteten Kaukasus die Er- lösiing und Freiheit bringe. Tie Einwohner sollten daher nicht zögern, sich der Türkei anzuschlicßen und die siegreich vordringende ottomanischc Armee in jeder Weise zu unter- 'lützen, ^erstöruitg eine» rnsfischen Denknials. Konsiantinovel, 1ö, Nov, lEtr, Frist) Da» Russe,,denkmal von Galataria bei San Slcsano ist von Bauern der umliegenden Dorier zerstört worden. Das Denkmal, da» an dcn Krieg von 1877 erinnert, war de» Mnicmonen stet» ein Dorn im Auac, E» ciitbält Hekatomben von 10 000 im Krieac gesallencn Rn sie» und eine sehr reich geschmückte Kirche daneben. Ein umsanareichc» Kloster erbebt sich darüber Es kostete sechs Millionen Franc», Gelegentlich seiner Einwcibiina vor zehn Iabren erschien zum eisien Male ein russischer Großfürst mit einem kleinen russischen Estadre in Konstantinopel, Blokade der Küste Kleinasiens. Berlin, 1ä. Nov. (Etr, Bln.) Aus Mythilene wird üb-'r Arhen dem Lokalanzeiger gemeldet, daß ein engli'ch-franzö- sches Geschwader die wichtigsten Hafenstädte Kleinasiens blockiere. Französische Schisse gaben aus großer Ent- fernung Schlisse ans die Außenforts von Smyrna ab. 0-ran;ösischc Nicdcrlaqe in Marokko? Konstantinopel, >ä, Nov, sXV, 8, Nichtamtlich ) Wie Taovir i-Eskiar ersährt, gewinnt der Heilige Krieg, der gegen Frankreich proilamiert worden ist, in Marokko a» Ansdehuiing, Dem Blatte Saddet zufolge, das j» Tanger ericheint, sind 10 000 Marokkaner und der Salta« Abdul Mclck in Tazza eingezogen Sie nahmen die französische-, Beamte» gciaiigc». In einem Zwilche» Maral- kauern uni Franzoien in der Umgebung von Tanger ansgcfoch- tene» Kampfe sind di« Franzoien aeichlage,, worden. Der Gouverneur von Tanger soll die sranzösischc Regikrung daraus nusinerk- sam ncwacht habe», daß die Stadt, sails nicht in den nächsien lagen Berstärkungc» gesandt würde», vo» den Marokkanern eingenom. wen würde. Wohin das englische h)eld kommt. London, In, Nov, Ei» großer Teil der englische» Milliarden, die für Kriegszwecke beslimint sind, geht in Fori» vo» Anleihe» als Unterstütziingsgelder a» die kiiglischc» Vasallen, Bisher Hai Belgien 7ä Miilioiie» »nd Serbien Nt Millionen erhallen, Lord Roberts gestorben! London, 15». Nov. (W, B. Nichtamtlich.) Amtlich wird »iitgetrilt, daß Lord siivberts gesiorbr» ist. Lord Roberts de- fand sich in Frantreich aus Besuch bei de» indische» Truppe», deren Lberdesehlshaher er gewescu ist. Er hatte sich am Tonnerstag eine Ertältuug zugezoge«, ans der sich eine Lungeneiiiziiiiduiig eutwickelte, der er uunmetzr erlegen ist. C^tit neues englisches Manöver. Von der Schweiz aut- sind in der letzten Zcht inehrfach Stücke der dentickien Reichsanleibe. die den englifck>en Stempel trugeit, nach Berlin zum Verkauf gelangt. Das Direktorium der Reichsbank nimmt an, daß England daiilit den Plan verfolgt, den Kurs der deutschen Papiere zu drücken. Ter Präsident des Berliner Börsenvorstandes ist nun voni Reichsbank-Tirektoriuin z» der Erklärung erinächtigt worden, daß die Reichsbank siir alle Zeiten vollständig die Geschäftsverbindung mit folck>en Firmen abbrechen werde, die in der Folge Anleihen des Reiches oder der Bimdesstaaten vom seindlichen Auslände direkt oder indirekt kaufen oder zum Verkauf übernehmen. Der Protest der nordischen Ltaaten. Lrinc gcmcittsame Protestnote. Kristiania, 17». Nov. (Etr, Frkst.) Lsfiziell wird von de: norwegischen Regierung bekannt gegeben: Auf Einladung der schwedischen Regierung hoben in Stockholm seit längerer Zeit Verhandlungen zwisckze'n den Repräsentanten Livr- wegen», Dänemarks, Hollands und Sckiwedens stättgefunden, betreffend eines gemeinsainen Auftretens ans Anlaß von ge- ivissen Veranstaltungen, die von den kriegsührenden Mächten getroffen wurde» und Handel »nd Schissahrt der illeutralen berühren. Unter den Verhandelnden ist im Prinzip Einigkeit erzielt worden, bezüglich der Hinwendung an die be- lresfenden Mächte wegen gewisser von Seite dieser Mächte vorgenommene» Anordnungen, die in bedenklicher Weise den neutralen Handel zu stören drohen. Aus diesem Anlaß haben die Regierungen Norwegens, Schwedens und Dänemarks den Vertretern der in Frage kommenden Mächte gleichlautende Protestnoten zugestellt. Tie holländische Regierung, die früher bereits aus anderein Anlaß gegen die Veranstalt- ungen, von denen in der Hinwendung die Rede ist, ilire Bedenken kundgab, hat nicht geglaubt, ihre Bemerkungen in einer generellen Hinwendung wiederholen zu müssen. Aus Italien. Militärische Vorbcreitliiigen- Der Ministerrat setzte weitere vierhundert Millionen außerordentliche Kredite für Heereszwecke fest. Außerdem wurden Maßnahmen zur Vermehrung der Ofsizierstellen getroffen. Ein väitisches Urteil über das deutsche :stegime in Belgien. Ter Kriegskvrrespondent des dänischen Blattes Politiken schreibt: Jeder, der Gelegenheit hatte, sich persönlich über die augenblickliche Situation in Belgien zu informieren, muß sich wundern, wie friedlich das lßanze anssiebt, LL>e c» a u s l i c h i, — Daß der friedliche Zustand nur scheinbar ist, versteht sich von selbst. In den Städten, vor allem in Antwerpen und in Brüsiel. hat cs das Militär verstanden, sich in Respekt zu setzen, nicht nur durch Gewalt, sondern auch durch Gerechtigkeit und Loyalität. Tie Bevölkerung im «roßen Ganzen hat keinen Grund, sich über das Auslrcten des Militärs zu beschweren, Ties wird denn auch von den Eingeborenen gern anerkannt. Und wenn auch die belgischen Beamten sich weigern, unter der deutschen Leitung zu arbeiten, so haben diese cs verstanden, die Ruhe und Ordnung zu verschaffen, die notwendig ist, damit das tägliche Leben wieder in «tue cintycimafjcn normale Bahn hincinkommt. Es Iä»t sich aber »ich, verheimlichen, daß bclgischcrseitS einige Kräfte in Bewegung lind, um systematisch die Bevölkerung anszu- heyc» und den glühende,i Hast auszustachcln. Zwist vcr Mt ^ichwärmcr. Rom, 15. Nov. (Citr. Frkft.) Zwischen de» Stationoliftcn und den Reformsozialisten, die seither in der Agitation für den Bruch der Neutralität zusamnieugingen, ist ein Zwist ausgcbrochen, weil Bissolati, der Führer der Rcforinfozia- listen, in einem Artikel im Messaggero den irredentistischen Anspruch auf die dalmatische Küste und die nationalistischen Wünsche, Italien solle sich auf Dodekanes dauernd festsetzen, ablehnte. Die Kriegsagitation, die in letzter Zeit merklich . abgeflaut war, hat durch den Artikel Bissolatis nun auch in der theoretischen Auseinandersetzung einen Ritz erhalten. Tic Krietiskostcu Nrrfzl n,ds. Nach russischen Zeitungen werden die Kriegslasten Rutz- lands auf zirka 500 Millionen Rubel monatlich berechnet. Autzerdem ist mit einem Verluste von 80 Millionen Rubel inonotlich infolge der Sistierung des Branntweinverkmiss und von 70 Millionen infolge der verminderten Stcuerkrast der Bevölkerung zu rechnen. Es müssen also insgesamt 650 Millionen Rubel rnonatlich aufgebracht werden. Zu Beginn des Krieges verfügte die Staatskasse über eine halbe Milliarde Rubel in bar, außerdem konnten Papiergeld und kurzfristige Kassenscheine für zusammen 1600 Millionen Rubel verausgabt werden. Von einer inneren Anleihe erwartet man höchstens etwa eine Milliarde. Im Falle eines Sieges hofir man, auch im Auslände 500 Millionen aufbringen zu können. Alles in allem soll, wenn alle Quellen in Anspruch genommen sind, soviel Geld zur Verfügung stehen, um die Kriegskostcn noch für 4 Monate weiter zu bestreiten. Der Arbeiteriurnerbund und der Bitrpfreidc Die Befreiung von alten Vorurteilen scheint dem A» bcitcrturnerbund nicht in gleichem Matze zugute zu kommen als den Gewerkschaften, ihn hat man von der Politisch-Er- klärung noch nicht losgesprochen. In die letzte Mitgliederversammlung der „Freien Turnerschaft" in Breslau drang wieder Polizei ein. aber diesmal folgte nicht das sonst übliche Strafmandat, sondern folgende „Rechlsbelehrung": „Der Königliche Polizeipräsident. Breslau, den 3. November 1814. Durch höchstrichterliche Entscheidungen ist scsdgcstellt. dag der Arbcitcr-Turnerbnntz und dir ihm angeschlosienen Arbeiter-Turnvereine politisch« Vereine im Sinne der 88 8, 17 Rcichs- vereiuSgesebes sind .und dah demgenüitz Leute unter 18 Jahren nicht Mitglieder dieser Vereine sein iriirfen. Wolle» di« genannten Vereine in Zukunft vo,i der Besoigiuig dieser gesetzlichen Vorschriften befreit sein, so liegt es in ihrer Hand, durch künstigc Abstandnahme von jeder Einwirkung aus politische Angelegenheiten und Beschränkung aus den eMntlichen Dcveinsziveck — die turnerische Ausbildung der Mitglieder zu bewirken, dag die bisher vorhanöciie» Voraussetzungen für jene hüchstrichterlichcn Entscheidungen nicht inehr vorliegen. Bei dtt gegenwärtigen Sach- und Rechtslage ist cs de»,zufolge gesetzlich ausgeschloffc», das; Jugendliche Mitglieder der Vereine werden oder Jugendabteiluugcn bilden, die mit jenen Vereinen in ovganischcm Zusammenhänge stehen. Ta cs tber im allgemein auerkwmUen dringenden Interesse unseres Volkes und Staates liegt, daß die körperliche Ausbildung der Jugend aller Bcvölkermiqstrcise ln jeder Beziehung gepslegt und gefördert wird, so wird daraus Bedacht zu nehmen sein, den Zusainmcn- schluß derjenigen Jugendlichen, welche durch 8 17 R -B-G. verhindert sind, sich den Arbeiter-Tiiri,vereinen als Mitglieder auzn- schlicßen, znm Zwecke der turnerischen Ausbildung aus andere Weise zu crniögliche». Ties könnte i» der Weis« geschehen, das; diese Jugendliche» besondere Turncrgruppcn außerhalb des Vereins bilden, die in keinem organischen Zusammenhänge mit den zurzeit als politische Vereine geltenden Arbeiter-Tnrnvereine,i stehen, und daß ihre (gründen, Leiter und Vorturner Gewähr dafür leisten, daß bei ihren körperlick^n Hebungen jede politische Tätigkeit und Beeinflussung unterbleibt, gez.: Oppen, Ter Polizeipräsident Hot also selbst darüber »achgedacht. wie er aus dem Dilemma des Verbots der Jugendriegen in Arbeiter-Turnvereinen und der notwendigen Förderung der körperlichen Ausbildung der Arbeiterjugend herauskommen kann. Er hat eine Brücke geschlagen, die allerdings sehr schwankend ist und — wie wir fürchten — nicht lange halten wird. A s v a j a. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 114 „Nuh!" brummte Helgestad, „wollen's bedenken", und indem er seinen Kops seitwärts wandte, entdeckte er den Junker zwischen der Tür. — „Kommt herein, Herr, kommt herein!" ries er, „stört uns nicht; bin bereit, meinen Faiv'n mit Euch zu spinnen. Schlage die Bücher zusammen, Paul, und suche dein Schätzchen. Wird dich Jlda schon lange erwarten. Ist eine eigene Sache um verliebte Leute, Herr Marstrand, sehen alles dopvelt. Ist eine sonderbare Welt, die Welt der Verliebten, wird der Psifsigste zuweilen dumm darin und siirchtet sich der Klügste vor seinem eigenen Schatten." „Geschieht es nicht oft so", antwortete Johann lächelnd „daß, ohne verliebt zu sein, die Klügsten sich verrechnen?" Hclgestad schlug mit der Faust auf das Handelsbuch, daß der Staub herausflog. „Ist falsch, was Ihr sagt", rief er aus. „Wer ordentlich rechnet, kann sich nicht verrechnen. W->> cs tut, hat kein Recht daraus. kl»g zu heihen. Ist mit der Liebe allein ein seltsam Ding. Sie verwirrt das festeste Gehirn, schüttet flüssiges Feuer hinein, das den ganzen Kasten ausbrennt." Paul war während dieser Zeit hinausgegangen und Helgestad sah ihm mit einem spitzbübischen Augenzwinkern nach, indem er seinen Finger Über die Nase zog. „Witzt Jbr. was Eifersucht hcitzt, Herr Marstrand?" fragte er, sich zu ihm beugend. „Nein", sagte der junge Mann, „ich kenne diese Leiden- schaft nicht, die meines» Erachtens nichts ist, als ein selbstsüchtiger Neid." „Nuh!" ries Helgestad, „ist wiederum ein richtiges Wort aus Eurcin Munde. So ein eifersüchtiger Bursch wittert überall einen Neider und sagt ihm Schliinnies nach. Wann wollt Ihr an den Balssjord zurück?" Tie ^-nichtigen in Ostpreutzc». Königsberg i. Pr., 15. Nov. (Ctr. Frkft.) Eine Bekanntmachung des Landeshauptmanns als Flüchtlings-Kommissar betont, dah, infolge der Gefechte, die in den letzten Tagen an der Grenze erfolgten, die Bewohner einiger Grenzbezirke sich zur Flucht veranlaht gesehen haben. Es sei dafür gesorgt, datz die Flüchtlinge, soweit sie Ostpreußen verlassen wollen, mit der Eisenbahn »ach Westpreutzen, Pommern oder der Mark gelangen. Fiir die Verwertung dc-s den Flüchtlingen gehörenden Viehes und der Pferde sorge die Landwirtschafts- kammer. Ter Landeshauptmann erinnert an die bei der Flucht im August vorgekommencn schweren Mihstände. Krankheiten und Todesfälle, die sich in der jetzigen kalten Jahreszeiten noch häufen würden und mahnt daher zur Be- sonnenheit gegenüber unsinnigen Gerüchten. Kriegsiiotiie«. Tie deutsche Gewerkschaft der Banhilssarbciter in Chicago gab 5000 Dollar für eine Sammlung für die deutsche Krlegsfürsorge. für die in Kreise» der deutschsprcchenden Bevölkerung in den Vereinigten Staaten eifrig gcsamniclt wird. Die deutsche B u ch d r u ck e r o r g a n i i atf i o n in den Vereinigten Staaten stimmt zurzeit über einen Antrag ab, einen größeren Betrag den Brudcrarqanisationcn in Europa zur Unterstützung der vom Kriege betroffenen Berussgenosicii z» überweisen. Wie Haoas meldet, beläuft sich die Zahl der unter Sequester stehenden deutschen und ö st c r r e i ch i s ch e u Häuser allein im Seinedepartement auf nicht weniger als 20 000 Kaufleute und 100 000 Private. Tie deutsche Regierung soll deshalb zur Beschlagnahme der beweglichen und unbeweglichen Güter schreiten, welche den im Elsaß wohnenden Franzosen gehören. In den Vereinigten Staaten hat sich eine amerikanische I l o t t c u l i g a gebildet, welche die letzige patriotische Hochkonjunktur für eine Agitation zur Vergrößerung der Kriegsmarine ausniiben ivill. Tie Liga weist besonders ans die sogenannte asiatische Gefahr hin. Die englische Rekrutier» ngskampagne wird besonders von de» allmächtige» Eisenbahngesellschaften gesürdcrt, die vielfach ihre Angestellten vor die Alternative stellten, in die Armee cinzutretcn oder entlassen zu werden. Nach den Berichten von 24 Gesellschaften waren bis Mitte Oktober 54 270 Eisenbahner „frci- willig" zu den Jahnen geeilt. Das englische sozialistische Blatt Clarion preist in, Inseratenteile Kriegsabzeichcn in Form von Medaillons an mit der geschmackvollen Inschrift: „Zur Hölle mit dem Kaiser!" Tie deutsche Sprachgruppc der Sozialistischen Partei der Bereinigten Staaten erließ einen Ausruf zur Unterstützung der notleidenden Sozialisten in den kriegsiihrenden Ländern. Tie gesammelten Gelder sollen durch die Genosse» G r e u I i ch - Zürich und T r o e lstra- Amsterdam zur Verteilung gelangen. Die französische Zensur wird immer schärfer. Eine Delegation des Pariser Prcffcvereins begab sich daher zum Minister des Innern, um Erleichterungen sür die Presse zu erwirken. Ter Minister erklärte, daß die Regierung sich Mühe geben werde, die Erfordernisie der Landesverteidigung mit den Rechten der Freiheit der Presse in Einklang zu bringe». Wie in Ungarn so soll jetzt auch in Oe st erreich eine ei n- malige Kriegs st euer in Form eines Zuschlages zur Einkommensteuer erhoben werden. Dieselbe würde erst bei Einkommen von 4000 Kronen beginnen, und !4 Prozent bi» 2 Prozent bei Einkommen von über 20 000 Kronen betragen. Aus Riga wirb gemeldet, datz in Nutz I and schon 17 Jahrgänge ausgeboten wurden, darunter Leute bis zu 50 Jahre». In Lstsibiricn sind bisher 5 Landsturmjahrgängc aufgcbotcn worden. Belästigungen deutscher M i l i t ä r s l i c g e r. In einzelnen Landesteilen sind einzelne Militärflieger wiederholt durch Schüsse und Steinwürsc gesährdet morden. In einem Erlaß des preußischen Ministers des Innern wird vor solchen Ausschreitungen gewarnt und aus die Strafbarkeit einer derartigen unbesonnenen Handlungsweise hingewicscn. bin Stimmungsbild von der Kampffront an der Aisne. Es geht uns solgcndc etwas rosige Schilderung zu: Seit dem 11. September stehen an der Aisne und von Verdun bis Lille die deutschen und sianzösisch-cnglischcn Heere einander gegenüber in einer Frontausdchnung von über 100 Kilometer. In zähem Ringen, in offensivem Anprall und in hinhaltender Verteidigung wird hier gekämpst von Masse» und Kräften, wie die Welt in gleicher Größe und Gewaltigkeit sic noch nicht gesehen. Alle Mittel moderner Wasscnwirkung und Technik finden Anwendung, schwere uni schwerste Artillerie spricht dröhnend ihr gewichtiges Wort, »nd eine Waffengattung kommt ganz besonders zur Geltung und Wichtigkeit: das find die vielseitig ansgebildetcn „Ich denke morgen, wenn ich kann." f ~elge|tab unterbrach ihn. „Seid Zeuge gewesen, tvas cs Rechnen hcitzt," fuhr er fort. „Hat mehr wie einer gesagt, ist kein Paar, wie es sein soll, Hanna Fandrem »nd Björnarne, »nd seht da, wie sie nun einig beisammen stehen! wie er dein Mädchen nachläust »nd ihr die Spindel trägt. Gesteht mir zu, Herr Marstrand, habt cs selbst nicht geglaubt, habt den Kops darüber geschüttelt." „Ich möchte es noch tu»," murmelte dieser por sich hin. „Nuh!" ries Helgestad, „kenne die Weiber besser wie Ihr. War da i» Bergen ein junger Herr, weih nichts von ihin und will nichls wissen, wäre aber ein Helles Unglück gewesen, wenn Fandrem mir das Mädchen nicht mitgegcbcn hätte. Schande kommt über ein Haus wie eine Wolke am Mittag, aber sie geht vorüber, wenn man den rechten Wind rujt. Ist alles vorübergegangen, Kummer und Traurigkeit; springt Hanna lachend am Lyngcnsjord umher und in Bergen weiß niemand davon, wo dieser Gcldichnabcl hingckommcn ist, der sich aui Fandrems Dach setzte." — Er lachte, indem er Marstrand mit Blicken voll Hohn ansah, als wollte er bis in ieinc Seele schauen. „Herr Helgcstad", sagte der junge Mann düster, indem er sein Auge zu dem falschen Gesicht aufhob. „rufen Sie die Rache der Toten nicht aus ibrcin Grabe, datz sic die Gewissen der Lebendigen wach schreit." „Ist cs Euer Gewissen, Herr, das sich rührt?" fragte der Kaufmann, „oder was meint Ihr daniit? — Bin der Mann, der zu seinen Taten steht. Seht mich an mit Blicken wie Messer, ist aber kein Fleisch hier, worin sie schneiden könnten. Hoho, Herr Marstrand. bin daraus gefaßt, von Euch zu hören, waä mir nicht geiällt. obwohl ich meinen sollte, hättet Ursach, mit mir zufrieden zu sein." Es kam Marstrand vor, als suchte sein bisheriger Gönner einen Streit anzusangen, auf den er aus vielerlei Gründen nicht eingehen mochte. Er beztvang feinen Unmut und sein finsteres Gesicht und sagte mit überlegener Ruhe: „Es Pioniere. Flugzeuge beider Parteien durchziehen die ?>. Innert und bekämpft wieder von abwehrcnden Geschüye,,. Trahtlcitnng sind die einzelnen Teile der Riesenfront und i ichicdenen Koininandobchördcn mit einander verbunden, j sanieric hat ihre Stellungen und Schützengräben derart ;t 0 zweckmäßig ausgcbaut, daß einst ein Plcwna nicht großarii gelegt gewesen sein konnte. Hin und her wogt dauernd der hier obivehrend, dort säh znpackcnd, bald vorsichtig vorsühl«, kühn vorstotzenb. I» innigem Zusammenwirken von Infanterie und Ai in stetem Wechsel zwischen Angrisf und Verteidigung, stet» Wacht und stets bereit zum Vorstoß, so löst auch das Bra burger Armeekorps nun schon seit Wochen seine sch Ausgabe. Aber über allem, über Gefahren und Strapazen, üb und Entbehrung webt »nd lebt märkischer Sinn sür Eemi! und köstlicher Humor. Die Schützengräben und Deckung nicht nur sachgemäß, sondern säst tunstvoll angelegt. Mit räume» sür die Mannschasic». mit kleine» Kochräumen , gnenien, durch Stroh und Decken säst behaglich cingerichtci obachtungsständen Durch cingcstecktc Bäume und Zweige Schichten von Prcßstroh und allerhand Grünem werden > schützstellungen der Einsicht der Flieger von oben herab e> Nirgends schien witzige Jnschristc». „Zum lustigen Hi wolmcr" steht an einer Deckung, „hier wohnt der Urmensch" andren. Sauber aufgcschichtet stehen cngüschc und fra' Blindgänger an den Eingängen, ein drohendes mement noch setzt in ihrer Ilnschädlichtcit. An einer Erddcckung Zettel augchestct mit der Speiseniolge, die mit der Am schließt: Grünes Kompott wird zu jeder Mahlzeit von de jändcr» geliescrt, womit die große» grüne» Lyddit-Gcsch meint sind. Ties hat sich alles in die wärmende Erde ciuge zum Teil sind auch in geschickter Weise die hier infolge bei steiiigcwinnung zahlreich vorhandenen Höhle» mitbenutz Stellungen der Protzen und Feldküchen, soweit sie »ich Schuppen oder wenigstens eine Mauer zum Schutze gesunde! gleichen Jndianerdörsern aus Coopcrs Leberstrumpf. T> schichtete» Prcßstroh. durch Bäume und Bohlen sind richtig Niederlassungen entstanden, die Mannschaften hausen in E Brettcrhiittcn. Wie in tiefem Frieden werden hier Pscrdc und beschlagen, cs wird gekocht und gebraten und in diese, entwickeln sich Talente, von denen man nichts geahnt, j Jnsanterie sorgen die Feldküchen, die einen nicht zu unter 0 «M ftnri« »inj liignipi #n jtrJW (iriEfl W « füllt B •uni Ui llter (i HÄ den Faktor bei der zu erhossenden glücklichen Beendig»», Iliüegs Feldzuges bilden. Ohne sie und ihre täglich mehrmalige haste Füllung wären die großen Märsche durch Belgien nnii ,;. (r [ u 6 frankrcich nicht zu leisten gewesen. Zn wechselnden Zeile stets sehnlich erwartet und freudig begrüßt, erreichen sie d der Kampflinic und geben ihren mit Kennermiene gepriis halt aus. Die vorn in der Fcucrfront haben mittlerivcilc ivicdc neues erspäht, ansgeheckt oder ausgekundschastct. Pat haben sich bis dicht a» de» Feind, sogar durch diesen hin schlichen, bringen Nachrichten und melden ivichtige Wahrneh, Kecker Wagemut und Lust am Abenteuer lasse» unsere Jungcns die Gefahr außer acht setzen. Eine Patrouille h> bemerkt am Drahthindernis vor der englischen Stellung eii Schnur beseitigt. An dieser zogen nächtlicherweile nnseri ivodurch ein unheimliches Geraschel entstand. Wenn dann der Ruhe ansgescheuchtcii Engländer ivie toll ins Dunkel sangen unsere die Wacht am Rhein und wollte» sich halbto. Aus den, Garten eines vom Gegner besetzten Schlößchen, Landwehrlcntc kürzlich nachts 8 Hammel und brachten Triumph glücklich nach Hause. Nach Antwerpens Fall w> Nachricht hiervon in reinem Englisch dem seinblichcn C grabe» hinübcrgerufen. In ebenso reinem Deutsch kam „Jawoll, Kuchen!" So ist überall Leben und Bcwcgiin scheinbarer Ruh«, und neue Pläne und Unternehmungen rastlos erwogen und Erkundungen ausgcsührt. Das Stimmungsbild wäre aber nicht crschüpscnd ge wenn die Feldpost, die vielgeschmähtc, nicht hinreichende nnng sändc. Nicht nur täglich, nein stündlich weilen die G unserer so innig an heimatlicher Scholle hängenden Brande daheim bei ihren Lieben. Sehnsüchtig wird jedes Leben von Hause erwartet, jede Zeile liebevoll studiert, jede Zeit verschlungen. Wie groß ist daher die Freude, wenn er heißt: „Die Post ist da. Korporalschasts-, Beritt- obere führcr zum Postempsang antrcten!" Was kommt da th Postkarten und Briese großen und kleinen Formats orth» »nd unorthographtscb geschrieben, Paket und Paketche». M Augen zieht der Landwchrmann sich aus dem laute» Trubel um in verschwiegener Ecke die Grüße seiner Frau, die uni I Schriftzüge seiner Kinder zu lesen. Keinen Pfennig B#t j .Kriegslöhnung hat er sür sich verbraucht, sondern alles de"! daheim durch Feldpost gesandt. Was aber schicken sic 0 wieder alles dafür! Zigarren und Strümpfe, Tabak uni wärmer und noch allerlei anderes schönes und nützliches. Haupt die Liebesgaben! Großartig und rührend sind unser, daheim in ihrem treuen Gedenken an uns, die wir vor dem stehen. Es ist gar nicht zu beschreiben, was an Gaben d, alles ankonimt von Privaten und Vereinen, von Dienststcl aus össentlichcn Sammlungen. Warme Unterkleidung und Halstücher und Schals. Tabak zum Rauchen, Kauen und Sö Wkllg sä für Ärsios sä dm & ft Liege assisch fortira, ich F> mache Sa jnlbibe Älschi ikidi »i «scheu Mali «i A, « Ha, latsche timen Wt< * Si (tat »1, »OB "gl Ulie sch fällt mir nicht ein, mit Ihnen zu rechten. Sie t>obcn Guten so viel erzeigt, datz ich es niemals mit Bösci gelten könnte, selbst wenn ich es vermöchte. Wenn Fandrem sröhlich auf den Hochzeitstag wartet, so ist t Sache." „Ei ja," bruininte Hclgestad, „Ihr habt nichts getan." „Nein", erwiderte der Junker stolz, „und niemal: ich etloas dazu tun, denn ein gutes Werk wird nickst führt mit einer blutigen Hand." Hclgestad streckte feine gelben, harten Finger o> zrinstc ihn an, ohne ein Wort zu sagen. „Seht Euch vor, Herr", fuhr Johann mit ged ätimine fort. „Glaubt Ihr. ein Mädchen wie diese? so leichten Sinnes sein? Ihr prahlt mit Eurem Gl kann an einem Tage zerbrochen werden. Ihr pocht a kluge Rechenkunst, sic kann zu schänden werden, wen» am wenigsten denkt. Ich sehe einen Schatten neben einen schwarzen Schatten, und wird Euer Herz nicht i der Hand, die darauf liegt, könnt Ihr immer ruhig wenn die Nacht schwarz ist und der Wind beult?" Hclgestad hatte einen halbscheucn Blick zur Seite fen, dann aber stand er von seinem Platz auk und n> seiner gewohnten, vfifsigcn Sicherheit. „Laßt cs gut sein," sprach er, „kümmere sich jed das. was ihn angeht. Ich habe ein langes Leben gele> Marstrand, und denke noch ein gutes Stück darin halten. Niemand kann sagen, datz Niels Helgcstad getan hätte, was ihn gereut. Wünsche Euch das von -eite, Herr, und willP glai'bc». Seid hierher gekon mein Haus als ein blinder Mann, wünsche, datz Eurc den richtigen Weg finden. Sorgt nicht um mich, str Euch selbst. Ist meine Sackze nicht, zu warnen »vd sinnig in den Wind zu schlagen, mutz jedermann z»scl sein Dach dicht wird." sForlsetznng folgt.) toi st» feil Wie »i- Se r l ® h u S i V "Mn tont 2 b «0,j -S I »Otfiij " Uni Ejfc* i>«5 s II ititit fniin. Wt Re, d 1(4 18 t. « Itautneu "d 3^ 1 6ttab “N(n urnmilt uni m * mtiütt r ^ftfun 5 l der K, fit von t irdk (ina »Milt d, .niitfctitK '• fit ni( ( Sfiunbt )»?i. I ml Tid)ti »len in f itr l in li(i t ficaljiit. l i« unttt Bttnl'Q'iiB tlrmalijt ii nltn 3tjn itfcfn fit I int ntpif 'filt milk ifttt. h lititn in Salami >i unitti itrouillt I iifllunj t tilt unlt! Itnit lau i Jnnltl M lalbti itfll imutm, • , 1 a li r Hitfien i 'ich fair j..,.. .fa:«,'.- tipinl«, nttiWt eilen k )tn Sn eltf T , itd« trenn ritt' nl immt da nats uttf Ittifrii Uten 1: tan, lit pjenniii rn allt' itftn li| Jafcol nüllii i sind »i vir o« n ftakt m rf ieilu«) t nt» u«M flaffec und Schokolade, Zucker und »aTao, Durst und Sonseroen. Streichhölzer und Siebte : kurz alle Gaben auszuzählcn ist ebenso schwer wie den Geber» zu danken. Rührend aber war in seiner (tutgemeinten unpraktischen Art daS Paket zweier alter Dämchen, das alles mögliche Selbstgestrickte und Seldstaewebre enthielt, daneben auch u. a. Brausepulver! Ra. für Abkühlung wird hier schau genügend gesorgt, und Bedars an abkiihlenden Mitteln dürste kaum vorliegen. Aber herzlich gefreut, nein, gerührt hat auch diese Spende. hinter der Front der Kämpfenden, in respeltooller Entfernung auch von schweren feindlichen Geschaffen arbeiten Rachschub an Verpflegung und an Ausrüstungsstücken aller Art und das Sani- tätsweseii. Letzteres hat seine Lazarette und zeitweiligen Rieder-- laffnngen in den stillen, in riesen Tälern eingebetteten Dörfern angelegt. Hier sinden die Verwundeten und «ranken Ausnahme und sachgemäße Pflege und Behandlung. Hier ist Friede und Ruhe, und „ erfreulicher Weise schreitet die Besterung unserer »ranken und Verwundeten fort, die teils der Heimat zu endgültiger Heilung zu- geführt werden, teils bereits geheilt zur Front .zurückkehren. Ernst und die Ueberlebenden an weitere treue Pflichterfüllung gemahnend wirken ans dörslichem Gottesacker die Gräber unserer Braven mit ihren schlichten Kreuze» und mannhasten Inschriften, Unweit von diesen Stätten, die jenseits kriegerischen Lebens zu liegen scheinen, arbeitet der Empfang an Lebensmitteln und von allerlei, was zu des Lebens Notdurft und Nahrung gehört. Hier weiden große Rinder- und Hammelherden, sorglich behütet, von denen jedes Haupt gezählt ist und die vom Proviantmeister täglich mit liebevollem Blick gemustert werden. Aus schweren Räder» rollen Proviant- und Fuhrpark-Kolonne» herbe! und entleeren ihren kostbaren und nahrhaften Fnhalt. Drinnen, im Schuppen, wirken mit olgmvischer Ruhe Proviantmeister und hohe Fntendanttir und suchen allen berechtigten und unberechtigten Wünschen gerecht zu n>erden. Und diese Wünsche und der Bedars sind wahrlich nicht gering und sind von so mannigfacher Art, daß man sich säst wundem muß, wie sie — wenigsten» zum weitaus größten Teil — er» füllt werde». Denn, was diese Häusung von Menschen und Pferden um Unterhalt notwendig gebraucht, das läßt sich kaum beschreiben. Aber es wird geschafft und die Art, wie Nachschub und Verpflegung, »amentlich neuerdings, funktionieren, stellt de» an diesem Gelingen beteiligten Behörde» das ehrendste Zeugnis ans. Die Litnalion im Nordwesten. In englischen und französischen Zeitungen wird die Kriegslage an der Westfront für die Deutschen im gegenwärtigen als außerordentlich günstig bezeichnet, lieber den Verlust Tixmuidens wird leicht hinwegzugehen versnckrt, er sei für die Verbündeten nicht allzu ernst. Dabei wird der Vorstoß auf sstpern-Tirmuiden als die bedeutendste Operation sei dem Beginn des Krieges hingestellt. Vielfach kritisieren die französischen Blätter die Untätigkeit der englischen Kriegsflotte und die Langsamkeit der so heiß ersehnten russischen Offensive. Einige französische Blätter sprectten hartnäckig von dem künftigen Frieden und lassen erkennen, daß Frankreichs Sehnsucht nach dem Ende des Krieges zu erwachen beginnt. furchtbare Kämpfe. Genf, t«. Rov. Meldungen aus Boulogne zujolge Tauben furriiibart Mampfe bei der Einnahme von Dixinuiden statt. Die Deutsche» attackierten an der ganzen Front und reservierten zugleich den Hauptstoß für Nienpori. Die Verbündeten ließen sich länsche» und machte» Grgenatiacke», besetzten sogar provisorisch Larbrridgdr. Unierdrsten siel Dixinuiden, durch Znaveninsanirrse, zwei Batterie» und mehrere Eskadrons verteidigt. Fm Verlause des Kampfes rückten andere Hilsstruppen an. Doch war die deutsche Angrissownt unvergleichlich groß. Schließlich bombardierten die Deutschen die große Distillerie. Eine Explosion setzte große Vorräte in Brand nnd bald stand dir Stadt in Flammen. — Die sranzäsischeii Blätter motivieren den Fall von Dixinuiden damit, »aß die Stadt von Spionen wimmele. ^iedensstimmmigen. I» Hratikrcich. Lyoner Blätter verzeickmen den angenehmen Eindruck, den die Bekanntgabe gemacht hat, daß die Deutschen absichtlich die beiden Jndustrieorte Tourcoing und Roubaix verschont hätten. Progred berichtet, daß dies auf Bitten Amerikas geschehen wäre, weil diese Toppelstädte die besten Aollabnehmer wären. Die Pariser Mittagsblätter sprechen bartnäckig vom künftigen Frieden und lassen erkennen. daß Frankreichs Sehnsucht nach dem Frieden zu erwachen beginne. Weiter deuten sie an, daß Deutschland z u e r st sprechen müsse. Hierzu kam noch di» H i o b s p o st. daß ?)Pern in deutsche Hände gefallen sei GrttaauSgabe» meldeten später, daß Uperu wieder zurücker- vdert werden sei. Doch blieb der böse Eindruck zurück. Ju Belgien. Ten Hamburger Nachrichten wird ans Brüssel gemeldet: - :>s bester Quelle verlautet, daß zwischen Belgien und England sehr ernste Differenzen bestehen. Es heißt, das jföcr persönliche Verkehr zwischen dein König und der engtisibm Heeresleitung ausgehört hat. Der König wünscht eine direkte V erstä n d i g u n g mit Deutschland, was England unter allen llnijtänden zu hintertreiben sucht. Zn l^nglanv. r Dic Londoner Westminstergazette erklärt, es sei Englands Pflicht, nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen seine Verbündeten, die der feindlichen Wut am »teilten ans- flffcfct seien, den Krieg nach bestem Vermögen o & 3 H f ü r j c tu Zu dem Tode Lord Roberts bemerkt der militärische Mitarbeiter des Berliner Tageblattes, er bedeute einen B c r I tt ft für die Partei de-s langwierigen Krieges. Dcr südnfri'attische Attsstand. Entgegen den englischen Beschwichtigungen stellt dic holländische Presse eine starke Ausbreitung des Bueennusstandes fest. ^»alitche Tru.' eot'ansporte tiach Südafrika ! Gestern ist an» Rewvork in Neapel der italienische Dampfer -Europa" eingcirosfen. Er begegnete im Atlantischen Czea» einem nurten englischen Geschwader, sowie acht Itaal- üortfdjifffn, welche englische Truppen nach Süd "cst-Asrika zu befördern schienen. Der Dampfer wurde von ben englische» Schissen gezwungen, eine Ladung von einigen. Tonnen Rupfer in Gibraltar zu landen. Neues Bonre>ardcniciit Odessas. Kopenhagen, 16. Rov. Rach Petersburger Meldungen >>ähm die türkische Flotte im Schwarzen Meere 34 russische Handelsschiffe fort. Odessa wird von neuem hombnrdiert. Der Heilige Krieg. « E. Monftantinopel, 16. Nov. Ter Radi von Medina, der -'psti der mnseimanischen Rniic der Hanneiidien sowie dic Wächter ües Grabes dcS Propheten ielegraphiezten hierher, daß dic Bevölkerung des heilige» Medina am Heiligen Rriegc tciinehmen werde, (Hu japanifhes Torpedoboot gesunken. Tokio, 16. Rov. (©. T. B.) Ein japanisches Torpedoboot wurde beim Mincnfisck'en in der Bucht von Kiautschau durch eine Mine zum Sinken gebracht. Militärische Vorbereitungen Amerikos. ^ Der New ?)orf Herold meldet, daß die Bereinigten Staaten die zweite Klaffe von Reservisten der Kriegsflotte eingezogen haben. Vcsnrchlungen in Kanada. London, KJ. Rov. Dem Manchester Guardian wird aus Toronto berichtet: Rach einer amtlichen Meldung aus Ottawa wird der westliche Teil von Braughton Straits bei der Vonecouver-Jnjel für die Schiffahrt zu BcrtcidigungS- ,zwecken geschloffen. Trotz der amtlicheu Erklärung, daß alle Pläne für di» Verteidigung fertig seien, fürchtet dic Bevölkerung von Vancocuver und Prinec Rupert eine Beschießung. Hesse»» und Nachbargebiete. Gießen und ttmgebung. Tlus den Verlnstlisttn. Fnsanierie-Regimeni Nr. 1t«, Gießen Sermaize-les-Bains am Ist,. Reims vom 15, bis 17, und am 18,, Eremery vam 25. it. t»* tz io. und Fresnoi» am 1. und «, in. 11, I, Boiaillan, 1. Kompagnie: MuSk. Heinrich Albert Hamm, Schiltig heim, vw,, in Gefangenschaft, — Gesr, Otto Schneider, Herchen hoi», Kr. Schotte», vw,. in Gesaugenschaft, — Musk, Georg Murr- mann, Seligenstadt, vw,, in Gesangenschast, — Res, Adam Braun, Kleinsteinlohe. vw.. j» Gesangenschast, 2. Kompagnie: Bernhard Döll, Lattterbach in Hetzen, vw,, in Gesangensch. — Friedrich Hengst, Dorlar, Kr, Wetzlar, vw,, in Gesangensch, — Muik. Friedrich Karl Schmidt III., Gießen, vw, in Gesangensch. — Musk, Eugen Ctto Zimmerman», Laichtnge». vw,, in Gesangensch, — Musk. Ronrnb Loos, UellerShousen, SreiS Lauterbach, vw,, in Gesangensch, — Iklssz, Louis Keil, Feldkrücken, vw,, in Gesangensch — Utffj. Karl Ludwig Theo Schwender, Weidenthal, vw,, in Gesangensch, — Musk, Facob Weber, Friedens- darf. Kr, Biedcnkvps. vw„ in Gesangensch. — Res. veinr Näbeling, BurkardSselden, vw,, in GesangenschasI, 3. Kvmpagnie: Musk, Karl Weber/Hagenau, vw,, in Ge- fangenschast. 1, Kompagnie: Res, Heinrich Schäfer, Albach, Kr, Gießen, vw,, in Gefangenschaft. II, Bataillon, 5. Kompagnie: Wehrin, Heinrich Düring, Bannerod, ge- sollen. — Gesr, d. R, Herma»» Roth, Niederohmcn, schwvw. — Gesr, d, R, Wilhelm Degen, Großcnlinden, low, — Res. Georg Glitsch, Landenhausen, low, — Gesr, d, R. Heinrich Lind, Bermuthshain, low. — Vizefeldw, Ferdinand Schäfer, Gieße», low, — Horn. Facob Egncr, Erbach i. Cbcnro., low. — Utffj. Albert Glaßner, Sellbach, Lberlahn, low. — Utssz. Ludwig Lochmann, Darmsiadt, low, — Utffj. Heinrich Schorge, Hassen hausen, Marburg, low, — Musk, Wilhelm Lanienschläger, Stockftadl, low, — Res, Friedrich Köhler, Freiensteinau, Lauterbach, low, — Res. Karl Riehm, Lollar, vm, - Res. Karl Waffer, Angersdach, low, — Einj.-Freiw Ernst Karl Eibach, Büdingen, vm, - Gcfr. d, R, Heinrich Schäfer, Ruppertsburg, vm, — Sief. Alfred Müller, Lang- Göns, vm, — Musk, Fuftiis Decher, Augaord c Aufzüge sind wirkli-h nichts schönes und Geeignet, das allgemeine Anstandsgesühl zu verletzen. Es wäre dock' viel vernünftiger, dic Leute mit einem Straßen- babnwagcn nach dem Trieb zu befördern. Fn der letzten Stadtverordnctenntznng wurde zwar von einigen Mitolie- dcrn gegen die Verwendung vou Straßenbahnwagen Einspruch erhoben: allein die dagegen vorgebrachten Gründe erscheinen keineswegs stichhaltig. Wenn z. B, gesagt wurde, daß die Gefangenen „verlaust" wären, so dürfte das nicht immer zutressen. llm allem vorzubeugen, könnte ein Wagen dafür bereit gehalten werden. Uedrigcns fahren auch in der Eisenbahn allerlei Leute und es kann kein Passagier fragen, ob in diesem oder jenem Abteil vorher nicht einer gesessen, der Läuse batte, oder, was noch jchliminer ist, mit einer ansteckenden Krankheit dctzaftrt war, — AuS vielen Briefen geht hervor. daß unsere Gefangenen in Frankreich -- nx:nigstcns im allgemeinen — gut bebandctt werden. Zuni Beispiel entnimmt die K ö I n i s ch e Zeitung eineni Briefe anS Bordeaux voni 27. Oktober folgende Stellen: „Wie 2br von zu Hause wißt, bin ich bei S. ani 8. 10. verwundet worden. Acht Tage haben wir in einem Hause auf Stroh gelegen, dann folgte der Transport im Wagzzon, wieder auf Stroh. Gliicklich drei Tage später laugten wir in Bordeaux an. Hier im Hospilal Grand Lebrnn bin ich s e h x g i, t a n f g e h o b c n nnd werden auch die Deutschen sehr gut verpflegt. Heute bin ich zuin achten Male mit Röntgenstrablen durchleuchtet worden, das Resultat ist, Rückgrat etwas beschädigt und eine Rippe gebrochen, Daraus läßt sich auch die starke Lähmung im linken Bein erklären. Dic Aerzte tun bier ihr niöglichstcs, mgs wird sehr gut behandelt." — Gefallene des Gießener Regiments: Gefr. Hermann K u h l aus Inheiden. — Musketier Karl Trapp anS Ronncnroth. — Freiw. Karl Schlapp ans Mainzlar. — Res. Karl Andreas Baiser aus Oppenrod. — Musketier Heinrich R ü h l und Wehrinann Heinrich Brück, beide aus Burkliardsfelden. — Bizefeldwedel Tr, Hermann Knoel- trnger au» Gießen. — Gefr. d. Res. Ludwig Glaum aus Hochelheim. — Gcfr. d. Res. Heinrich Weinberger aus Lanzenbain. — Landwehrmann Aug. Müller aus Soden i. T. — Musketier Eduard WöIt aus Brancrschwend. — Res. Johannes Rink aus Riederguembach. — Gefallene aus Oberheffe» »nd Rachbargebietcu: Ein- jährig-Freiw. Karl Wenzel ans Gießen. Jnf.-Reg. Nr. 168. —- Offizier-Stcllv. Fritz Wolf aus Gießen, Jnf.-Regt. Nr. 168. — Gefr. d. L. Heinrich Rech ans Burgsolms, Jnf.- Regt. Nr. 8t. — Reserv. Ludwig Becker, Ins Regiment Nr. 83. Zur Frage der tampslosen Landtagswahleii. Ter engere Ausschuß der Fortschrittlichen Volkspartei für das (siroß- herzogtnni Hessen ltat in seiner am Sonntag in Fronksurt abgehaltenen Sitzung der Anregung, die Landtagswahlen auf der Basis des derzeitigen Besitzstandes kampflos statt- sinden zu lassen, int Prinzip zugkstinnnt. 8. Autounsall des Großheezog», Einer großen Gefahr ist an, Sonntag ngchmitiag das Großherzogltche Paar entronnen. Der Großherzog ist erst Samstag abend von der Front ans einige Tage in die Residenz znriickgckehrt. Am Sonntag nachmittag beabsichtigte das Grvßhcrzoglichc Paar ohne Gefolge einen Besuch bei der Familie ded Prinzen Friedrich Karl von Hellen in Franlsurl Int Automobil zu machen Die Fahrt sollte über Weiterstadt Mörfelden gehen und das Auto, das von dem Hilsssahrer Stühlinger gelenkt wurde, snhr die Felddergftraße entlang in rascher Fahrt. AIS die Kreuzung des Dornheimerwegs passiert werden sollte, kam gerade vom Bahnhos ein Motorwagen der Elektrischen Straßenbahn. Ter Führer, der schon seit 15 Fahren im Dienst ist, bremste noch so gut es ging, der Kraslwagenfiihrer suchte noch Über die Schienen zu kommen, doch wurde das Auto am Hinterrad gepackt, einige Meter zur.Seite geschleudert und nmgcworse». Das Fürstenpaar konnte unversehrt dem Auto entsteigen. Auch dem Kraftwagensührer ist nichts gelchchen. Die Herrschasten begaben sich zu Fuß nach dem neuen Palais zurück. Die Ursache des Un< salles ist mit Sicherheit schwer sestztistellen. Beide Fahrer be- hanpie», rechtzeitig vor der Kreuzung Signale gegeben zu haben. Der Unfall hätte leicht die bedenllichften Folgen haben können. Nicht zu verstehen ist. daß der Rntosiihrer, der auf der Fahrbahn zwilchen den Schienen und dem Fußsteig rechts nocht acht Meter Raum hatte, nicht nach rechts aoSgewichen ist, al» er den elektrischen Wagen von links kommen lah. Tie Polizei hat alsbald die nötigen Erhebungen durch Vernehmung der Augenzeugen usw. veranlaßt. — 3it berichtigen haben mir die ülotiz von dem Selbstmord in der Freiiagsmimmer, Von Setten der Aingeböngen des HiisSschasT- ncrs H, wird tntf m löge teilt, daß ir.cjrr am Montag (9.) den Vei» gistnngsversuch machte: serner von der Bahn nicht enttaffeu worden, senbern selbst gegangen fei: weiter habe er sich auch nicht in Not be- stinden, — Ans Wnrsch der Angehörige« bringen wir diese an sül, bclanglose SIKhiigstellmig, Auszahlung der Veepslegungsgelder für Einquartierung, lins wirb geschrieben: Eine zweckmäßige Anaidaumg hat die Stadt- txrwailuiig gcirosfcn. indem sie die AnS-zahttinp der Verpsirgungo- geldcr durch die Siodtiaffe i-n geordneter Reihenfolge l-ewirlen läßi, Dnvch di« Einteilung der Emp sauge berechtig-: en in Gruppe» wird ein größerer- Andrang nnd somit für den eingclnen Hat längeres Wirten auf Abseilignng renmi-edcn. Fn den Stunden von vovmil- ( tag« 8 bis 1 Uhr lämien die Bergiitnwgen in Empsemg genommen werden. Die EmptangSderechligtx» werden auch an dreier Stelle besonders craf d>« bezüglsthe Bekanntanachmiig in hcuttger Skn-mmer onfnirrksam g:machi. — Wir mochten bei dieTer (chclrgruheit ans einen Uebelftard gnsmerdsoni mach:,,, über de» in,» schon öfter Klage» zu Chren tunen. Das rft die verspätete Auszahlung der Gold:r. die meist erst mich einem Monat und noch später erfolgt. Wen» weniger bemitteta« Leute 2, 3 oder noch mehr Manu im QnarUrr fcafoen. so kostet deren StervKeflung immerhin ein Slnck Geld .was vole.olegt werden muß Man sollte es zu «vmöa- !»heii suchen, daß die Vervskgtmgrgcider wenigiftenS haldmanaÄich ansgezahlt würden. Ans dem Frantsnrier Frnchtniarlt war heute bei ruhigem Verkehr der Landweizen wenig aiigcbolen. In anderen Artikeln war der Verkehr säst umsatzlos, Hiesiger Landweizen notieri« 27.50. Rogoen, Haler und Gerste notierten nicht. Weizenmehl 10,50 Mk„ Roggenmehl 33^0—34 Mk, »leie 13, Biertreber 17 bis 18 Rk„ Futtermittel befragt und fest. — lieber den Getreidemarkt wird der Franks. Ztzl ans Berlsti n, a, geßhrivbc.,: Fn Brotgetreide ist die Lage reck,! eigentümlich. Der Handel ist durch die Bostimmnngen über di« Höchstpreise, für di: die AuSsiihrungSbestimmnngen durchaus I'ine volle Kiarhett gebracht haben, nach jeder Richt iug hin behindert, die Miihseu si»>> duräxveg sästoch! versorgt und würden gern kaufen, jedoch fehlt das Angebot völlig: di« Landwirt« stellen sich inimlich Zirm größten Teij auf den S-andpirndt, daß sie di« vollen Höchstpreis: e rzieil tu miißlen, tmi holten üdevwiegend ihre Produktion uber- houpt zurück. Z«r Bcgrnnöunq verweisen sie gern ans d« größeren Schwierigkeiten, di« die Erledigaitzl dir Fridarbcitcn in diesem Fahre bereite, aber als sehr stichhaltig kann man dieses Argument letz: irichi mehr ansthcn, In v>rlen Bezirke« stehen die russischen Taisonarheiter sa dieses Mal während des ganzen Winters zur Verfügung. io daß eine veränderte Neihenfolge der Arbeiten wchl möglich erichienc. außerdem aber dnrften iai allgimeinen die ireldar- l*ettcn überhaupt so weit sortgeschriNen sei«, daß mit drm Druiat. ipenigsten-z mit einem Teile der Arbeiter, begonnen werden komtte. Es scheint aber, als ich das gleiche Bkoment. das eine Fesstetzmig der Höchstpreise au: normalerem Niveau verhinderte, setzt da-zt sühren könnte, daß man vernicht, di« gewährten Stcvortznschloge meigliayr bis auf den letzten Pfennig auszun-utzen Ta die Schw,er>«-t?t '0 die sich daraus ergeben, durch andere, mtt der geogropb'tchtn mancher VcrbrauchSbczirke zusanmienhängenh« »ech gesieiqerl ivcr- de», so wird ivahrschrinlch ohne «in energisches Einschreiten der Regierung eine >Kmffehr jn normaleren Zuständen nicht zu erzielen sein. — Geldsendungen für in Rußland Kriegsgefangene. Wer seinen in Rnsiland krirgrgesangcn-en Angehörigen Geld schicken will, kann dazu die Vcrmittlnng des deulschen Hilfsocrctns in Stockholm gegenüber dem Zenira-Ibalstihos oder auch die des amerikanischen Konsulats in Petrograd (Petersburg) in Anspruch nehmen. An «ine dieser Adressen ist bklb mit der Bitte um Weiterbeförderung an die möglichst genau zu bezeichnend- Adresse des Kriegs- pesangeneu zu übet senden. ES empfiehlt sich gleichzeitig, dem Gefangenen durch Postkarten mehr als einmal von der für ihn abge- qaugenen Geldsendung Mitteilung zu mache». Zehnpsundpakele für Kriegsgefangene. Durch Vermittelung der Postbehörden können Kriegsgefangene» aus dem Umweg über neutrale Länder Flinskilopakele übersandt werden. SS wird ans diese Gelegenheit im Hinblick ans Weihnachten aufmerksam gemacht. Nähere Auskunft erteilen die Postbehörden. ttreis Wetzlar. X Wrrtstrigrrnng durch Arbeit. Welcher Wert durch Arbeit lurvovgebracht ivird, zeigt folgendes Beispiel: Die kleinste von den Zeiß-Wcrten in Jlrna hergestellte Fro.rtliiise für Mikroskope, di: «in Gewicht van 0,0017 Gramm hat, kostet 20 Mark. Ein K ilogt am >u dieser kleinen Linsen würde sich also ans 12 Millionen Mark stellen, während das Rohglas, aus dem sie hergestellt werden, nicht mehr als 15 bis 10 Pfennig wert ist. Radium ist der einzige Tiosf, der einen noch höheren Wert besitzt, als dieses verarbeitet« Rohglas. y. Maul- und Klauenseuche in Wetzlar. Beim Viehhändler Moses Heldenmuth. Bahichofstraszc mid Oiebriider Waldschmidt, Giill- gaffe in Wetzlar ist unter dm Rindvielbeständen die Maist- und kklmtenseuche amtlich sestgestellt worden. »rei< Marvurg-Kirchtzai»,. ß, Höchstpreise sur Milch. Eine anerkennensiverie Verordnung l>at der Mar bürge r Vtagistrat durch Festsetzung von Höchst- pieiseu für Milch erlassen. Ter bisher fast allgemein üblich« Preis von 22 Psg. pro Liter wurde als Höchstpreis festgesetzt. Dadurch ist Preistreibereien der Milchhändler, von denen schon di« Rede war, «in Riegel vorgeschoben. Hoffentlich gelingt es, diesen Höchstpreis aus d!« Datier zu halten. Telegramme. InifCGücrirfit Des Wrofidi HlWtWrtittS. Im Westen Sturm und Schnee. Vom Osten gute Kunde. Die Rüsten ,ttrü. November vorinittngs. (Amtlich.) Ans dem westliche» Kriegsschnnplatzc war gestern die Tätigkeit beider Parteien infolge des herrschenden Sturmes und Schneetreibens nur gering. In Flandern schritten unsere Angrisse langsam vorwärts. Im Argonnen Walde errangen wir jedvch einige Erfolge. Die Kämpfe im £ st e n dauern fort. Gestern warfen unsere in Ostpreußen kämpscnden Truppen den Feind in der Gegend südlich Stallupänen. Die in W e st - p r e u f; c n operierenden Truppen wirkten bei Sold au dem Einmarsch russischer Kräfte erfolgreich entgegen und warfen am rechten Weichselnser den Vormarsch starker russischer Truppe» in einem siegreiche» Gefecht bei Lipno ans P l o ck zurück. F» diesem Kampfe wurden bis gestern 5000 Gefangene gewacht und 1» Maschinengewehre genommen. In den seit einigen Tagen in Fortsetzung des Erfolgs bei W l o e I a w e c stattgehabten Kämpfen siel die Ent- sk^eidnug. Mehrere uits entgcgengetretene russische Armeekorps wurde» bis aus K u t u o zurückgeworse«. Sie verloren nach den bisherigen Feststellungen 23 000 nn Gefangene», mindestens 70 Maschinengewehre und Geschütze, deren Zahl noch nicht seststeht. Die Verteidigimn des Ostens. Mit dem Gefühl restloser Genugtuung hat das ganze deutsche Volk die Nachricht vernominen, das; die russische Offensive gegen den Osten bei Lipno und Kntno einen schweren Rückschlag erfahren hat. Millionen Deutscher und Polen in Posen und Schlesien atmen erleichtert auf. Schon sahen sic in ihren AngstträNmcn ihr Land von Feinden iibcr- schweiiirnt, ihre Wohnorte dem Feuer der Geschütze ans- qcjeßt, Hab und Glit rettungslos verwüstet. Ta bringt ihnen der Generalstabsbcricht vont Montag die frohe Botschaft, das; der russische Vormarsch an entscheidenden Punkten stockt und infolgedessen lvoht allgemein znm Stehen kommen oder sich in eine eilgc Rückwärtsbcwcgung verwandeln wird. Geraten doch die Russen in die Gefahr, im Zcntrnm ihres Vorstotzes in dieselbe Lage zu kommen, wie die Deutschen vor Warschau, wo sie ausweichen mnsiten, weil von Nowo Georgiersk und Jwangorod überlegene feindliche Kräfte vorrücktcn. Von Kntno ans ist der russische Vormarsch in der Flaute bedroh: und er kann nicht fortgesetzt werden ohne die Gcsahr, in seinen rückwärtigen Verhindungcn gestört zu werden. Ter Zar, der erst zwei Wochen in seinem Telegramm m. die Moskauer Kaiislentc versicherte, er werde nicht eher Frieden schlichen, als bis der Feind vernichtet sei, wird jetzt, wie bei Dannenberg einsehen müssen, das; er Deutschland nicht vernichten kann, ohne die Gefahr der eigenen Vernichtung. Aber auch im Wc'sten wird man sich der Einsicht nicht vcc- schlichen können, das; die Hoffnungen, die man ans den rnssi- ichen Vormarsch setzte, reichlich verfrüht gewesen sind. Der schöne Traum, das; man erst nach dcnl Einzug deS Zaren in Berlin Fricdcti schlichen werde, zerrinnt, und an seine Stelle wird hoffentlich bald dieErtcnntnis treten, dahDcutschland iiti Angriff stark, in der Verteidigung aber unüberwindlich ist. Solche Erkenntnis könnte vielleicht dazu führen, das; der Frieden doch etioas früher geschlossen wird, als, wie der englische Ministerpräsident Asgnith meinte, nach drei Jahren! Die Lehrer der Strategie sind allerdings einig in der Ansfassiing, das; es falsch sei, unter alle» Umständen die Grenze zu halten. Sie meinen, das; das Land auch die Leiden einer Invasion ans sich nchinen müsse, kvcnn es dem Feldherr» dadurch möglich sei, auf günstigerem Gelände den entscheidenden Schlag zu führen. Denn im Kriege komme es nicht a»f die Vermeidung augenblicklicher Schäden an, sondern auf den cndgilligcn und dauernden Erfolg. Aber auch diese Lehre ist durch den Weltkrieg loenn nickst als- unbedingt falsch erwiesen, so doch wesentlich inodifiziert worden. In einem dünn bevölkerten Agrarland bedeutet die feindlicke Invasion weniger als in eineni bockentwickelten Lande mit dichter Bevölkerung »nd lebhaftem Verkehr, denen Unterbindung für einen grohen Teil der Bewohner das plötzliche Versiegen der Subsistenzmittel mit sich bringt. Aus der andere» Seite sind die andrängenden Heeresmassen so gewaltig, die ihnen zur Verfügung stehenden Zcrstörungsmittcl so furchtbar, ist die ganze Kriegführung so intensiv geworden, das; trotz allen guten Absichten zur Vermenschlichung de? Krieges seine Verheerungen viel schlimmer sind als je zuvor. Darum wird heutzutage kein Heerführer ohne zwingende Notwendigkeit den Feind in das eigene Land kommen lassen, und darum weih auch das Volk seinen kämpfenden Brüdern vor allem Tank dafür, dah es das Land vor den Schrecken deS feindlichen Einbruchs beschützt. Auch au der ostprenhischcn Grenze südlich Stallupöuen und bei Soldan ist der Anmarsch russischer Kräfte nbgcwchrt worden. Weuu Posen und Schlesien unversehrt bleibe», wenn das arnic Ostpreuhen von den Schrecken einer neuen Invasion verschont bleibt, wer im groben Deutschen Reiche wollte sich nicht von Herzen darüber freuen? Dem Abzug der Feinde von dem belagerten Theben widniete Sophokles in sciner „Antigone" einen seiner herrlichsten Chorgesängc. Und als iich Frankreich in seiner revolutionären Jugend vom Aitgris' einer reaktionären Koalition bedroht sah, entstand die u»- sterblicke Hymne der nationalen Verteidigung, die Marseillaise: „Auf, Kinder des Vaterlandes, der Tag des Ruhmes ist gekomnien, gegen uns hat sich das blutige Banner der Tyrannei erhoben! Hört ihr auf den Feldern jene rohen oldaten brüllen, sic koinmcn uns an den Leib, unsre Frauen und Kinder zu töten! Zu den Waffen, Bürger, heraus- die Bataillone . . .!" Heute, in der furchtbaren Verwirrung dieses Weltkrieges, jubelt daS Land der groben Revolution, wenn das bllitige -Banner der Tyrannei über die Grenzen Deutschlands getragen werden soll. Aber der Jubel >var verfrüht, und die Fahnen des „Zarbefreiers", dieses- seltsamsten Schützers westlicher Knltur, den die Weltgcschickte erlebt hat, wendeii sich — hoffentlich fiir itmiiy — wieder heimwärts, ostwärts! Kriegsschauplatz ließen unsere siegreichen Truppen durch hart- nackige Verfolgung dem Gegner keine Zeit, sich in seinen zahl- reichen, speziell bei Baljcvo, seit Jahren vorbereiteten befestigten Stellungen zu cincm erneuten ernstlichen Wider- sraiide zu gruppiere». Deswegen kani es auch gestern vor Baljewo nur z» K ä m p s e n in i t d e n feindlichen Nachhuten, die nach kurzem Widerstande unter Zurück- lassnng voit Gefangenen geworfen wurden. Unsere Trup- veu erreichten die K o t u b a r a und besetzten V a l j c v o und O b r e n o v a c. Der Empfang in Valjewo war charak- tcristisch: Zuerst Blumen, doch nur zur Täuschung, daun folgten Bomben und Gewehrteu e r. Tie nächsten Tage, durften den Angriff auf Bel- grad bringen. Die Serben beabsichtigen, energischen Widerstand zu leisten. Tic serbische Verteidigungslinie steht sich längs der Gorica-Höhe. Jede der Höhen bis zum Abalarberg ist mit Artillerie besetzt. Das Vorrücken unserer Truppen wird durch die Einnahme von Obrciiowac tvescntlich erleichtert. Auch die nach Süden vorrückende Armee hat neuerlickie Erfolge aufzuweifcn. Südlich von Kocel- j e v a wurden drei Anhöhen von etwa je 400 Meter Höhe e r st ii r in t. Das Wetter ist winterlich geworden. Schnee und Rege» machen die Wege schwer passierbar. le fr.- Die Franks. Ztg. schreibt zu den hvchersreulichen deutsche» Erfolgen gegen die Russen: Das liiibeschräntte Vertraue», das Deutschland dein Führer seines Ostheeres eiilgegenbringt, hat sick, auss neue bewährt. Wir sehen daher der Entwicklung des Feldzuges im Osten, über die natürlich erst nach dem Abschluß der jetzigen Kämpfe und der Ver- svlgnng der sliehenden Rusien ei» Urteil möglich wird, mit voller Z »verficht entgegen. Tie neue» deutsche» Liege werden fid) an sedeiii Punkte der gewaltigen Front im Osten fühlbar machen. Unsere Verbündete» werden in Galizien und im Kaukasus den Russe» neue Bedrängnis schaffe», sodatz das vuffifdje Riesengespenst immer mehr verblasse» muh. Wir haben immer gewusst, das; es nicht so furchtbar ist, wie es von ferne ivirke» mochte. Frankreich und England aber, deren Regierungen zu Beginn des Krieges ihre Völker mit der russischen Hilfe über die eigenen Niederlagen zu trösten suchte», deren Armeeleitungen jetzt von Flandern aus sehnsüchtig nad) Osten schauten, ob nicht der große Freund die Deutschen endlich sesthalten könnte — sie werden jetzt erkennen, daß die Hilse Rußlands nidit mehr kommen kann, daß sie um ihr Schicksal selber kämpfe» müssen. Wir wusite», daft der neue Sieg kommen mußte. Unsere Feinde haben sich darüber zu täusche» gesucht. Hub die Täuschung ist ihnen nicht nur im eigenen Lande gelungen, sondern vielleid>t auch bei einigen Neutrale», deren Haltung man von Petersburg aus mit Lüge und Verrat und mit noch handgreislicheren Mitteln zu beeinfluffen hoffte. In diesen Ländern wird man nnn des Zweifels enthoben, wo die wirkliche Macht, der rechte Wille znm Siege ist; man wird sich danach zu richten wisien. Neue Erfolge in Serbien. Wien, 16. Nov. (W. B.) Von dem südlichen Kriegs- ch an platz wird amtlich gemeldet: Auf dcni südlichen Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Gießen. Verlag von Krumm & Eie., Gieße». Truck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a.M. Bekanntmachung. Tie Verpsleguiigsgetder fiir die im Oktober 1914 in Bürger- Wohnungen imtergcbrachte» Mannschasteii vom Laiidsturm-Fnfaiilerie-Bataillo» (fiir die Zeit vom 1.—4. 10.) vom Landstiirm-Fiifanterie-Ersatz-BatasNon (fiir die Zeit vom 1.—15. 10.) werden de» Empfangsberechtigten oder den an ihrer Stelle mit entsprechendem Ausweis lVvllmacht) Austretenden bezahlt: an die Empfangsberechtigten, deren Namen beginnen mit de» Buchstabe» : A—F am Montag, de» IG. November, von 8—1 Uhr, G—K am Dienstag, de» 17. November, von 8—1 Uhr, 1-—am Mittwoch, de» 18. November, von 8—1 Uhr, S—Z am Donnerstag, den 19. November von 8—1 Uhr. ^Zahlstelle ist die Siadtkasse, Gartenstraße 2, Eingang Slidanlaae. stließe», den 14. November 1014. Der Oberbürgermeister: K e (l e r. t ^ Verstorbene. Karl Albert Eiscnhut. Wicsed, 5G Fahre eilt. — Fohanncs Haas, Kreisstraßcnw.irt, Oppenrod, 01 Fahre alt. — Fron Fda F u g h a r d t geb. Gcl'dmachcr in Lollar. — Geo>g Ludwig Geisel in Elsa bei Alsselb, 18 Fahre alt. — Frau Elisa- bc-Ihe Lausch g „be arge» IO 1 /, Ubr. Gewöhiii. Preise (ermäßigt) Soldaten vom Feldwebel abwärst zahlen bei allen Porstcllungen am -2. und 3. Parkest nur Halbe Prelle-