W ^olföieitmifl Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhcffen und der Nachbargebiete. Qderdelülck, votkS»e»tun, erfchernl \tbtn Werktag «dend m eit Der flionncwcnlÄDreift beträgt wöchenllich 16 «onatlvch uetnfdjLlÖnnoccioba Durch bic Volt bezogen btcrlcliäftcLlJäOKL Rrdakti»n und <5rvedttion Dieben. Bahnbofskrabe 23. tLcke Lüwenaakic. Deledbou UOOH. :Ki. 203 Snfcrat« (ölten dir (3 mal gclpall. Ralancljeilr oder deren tftaum 15 Uf». Bei größeren Aufträgen R.,1 alt. Anzeigen wolle man b» oben»« 1 »de für die folgende Rumme, in der Expedition aulgebe» Gicßcn, Donncrstlig, Den 12 . iVoucmücr 1914 9. ^nlirflaiifl f itisEes nnb Pcfoncmififice »lis i?nra(rtiij Bordeaux, 31. CUobcv. eit einiger Zeit wird Politik diskutiert. So find »ich,! che Streitfragen. sondern sozusagen nur eine politische Form- die in der Presse und von den Abgeordneten diskutiert wird gcosik Publikuin verhält sich indisfcrcnt. Paria oder dcaur, das ist die Frage. Das Budget siir 1U15 ist noch votiert, dem Parlament noch gar nicht unterbreitet, Ein I der Senatoren miistte sich währciid der ersten IanuarhSIste ahlcn unterziehen. Dringliche Rotgesetze miissc» beschlösse» n. Das Parlament muh also vor Iahresschlnst cinberuse» n. Aber wo? kan hat ivohl zwei Vergiiügnngslokale in Bordeaux siir die icr »nd den Senat eingerichtet, aber diese Lokale liben eine 1 schwindende Anziehungskraft aus die Parlamentarier ans. cn sülleii sich wieder die Wandelgänge des Palais Bourbon cs Lureinburgpalais mit schwatzende» Parlamentariern. Die eung sitzt aber in Bordcanr. Das schasst Unzusriedenhcit, :s hemmt den Verkehr zwischen den Ministern und Abgeord- dic diesen allerlei dringliche Wünsche ihrer Wähler z» weite» habe». Besonders unzusricdcn sind natürlich die Ab- icten de» Pariser Regime wegen der „Entthronung- von Tie Regierung soll nach Paris zurück, agegen ivird geltend gemacht, dah die deutschen Truppen noch SO Kilometer von Paris stehen, dah eine vssensivc Riick- wS Feindes nicht ausgeschloffen sei. besonders solange di: ht an der belgischen Grenze nicht entschieden ist. Jedenfalls c Einbcrusung der Kammer nicht. In acht Lage» könne das t votiert, die Rotgesetze zur Vertagung der Senatswahlen ingenoininen werden. Man lönnc also bis Mitte Dezember er Einberus,ing des Parlaments warten. Solange die ileiliing nicht der Meinung sei, dah die Regierung ohne lln> mlschkeitcn siir die Dperationc» nach Paris zurückkchren miiffc fic in Bordeaux bleiben. ringlichcr als diele kür die Parlamentarier ivichtigc Frage, ir de» Stand der kriegerischen Dpcrationcn immerhin teriftisch ist. sj„d die vielen wirtschastlichcn Probleme, die der gcschasscn hät und die wahre Ursache der Unzusricbenhett bgeordneten sind. iniächst das Moratorium. Roch vor Ausbruch der Feind- >te» hat die Regierung ein Moratorium erlaffe», dcffcn lat im Gcgcnsav zu dem beabstchtigten Zweck steht. Das lotmm autorisierte die Banke», nur 5 Prozent der bei ihnen ieileii Gelder znriickznzahlcn. Das Resultat war. dah die iktion. soweit stc sich nicht aus Lebensmittel bezieht, so gut wie >ndig zum Stillstand kam. weil die Fabrikanten die zur E>,:- »0 bei den Banke» im lausenden Konto liegenden «apitaiien behebe» konnten Dieselbe Wirkung hatte die Verlegung der tngSterininc. Dazu kam die völlige Einstellnna des t'intcr- vons durch die Eisenbahnen, die selbst heute nur in sehr be- iliem Mähe und ohne jede Garantie Frachtgüter transpor- - >. _5r chi ,"bgemindert infolge der Einberusung der Berg rmcc i» Franlreich überhaupt einen weit 1 .nuAk ' nil,4 ii der männlichen Bevölkerung, als in de» A,-,«>'^.n .andern was eine weitere Ursache der Si.llegnng vn .ustrie ist. da viele Einberusene. Ingenieure, Vor " * .in* » "der nur schwer ersetzt werben könne». Schlief; Eieben. dah die französische Industrie zum . urusindiiiirie ist, {>ic natürlich unter de» Folge» eines am meisten leidet, während die Metall- und Teriiliiidusti e ituotiitze ,n Rord- und tilsrankrcich habe», ivo gegenwärtig "Okrilche Krieg wütet. Ohne die reiche Ernte des landwiri a> reichen .rrankreich wäre eine ökonomische Sit ation setzt auhrrst kritisch. Glücklicherweise llnd die Lebensmittel nicht Preise gestiegen. Glücklicherweise i'ehlie es der ilchen Armee an Schuhen. llniformen nsw, deren Fadr-- viele vor dem Elemd bewahrte. e neuen Dekrete über das Moratorium haben denen ichäd -'lltungc» erheblich eingeschränkt und sollen aüniähiich den iiMtand wieder Herstellen. Rur das Moratorium betrks'S J™9 bl«-, ausrecht. Danach ist kein Mobilisierter zur i il , qn ,r -' ic * e verpjlichtcl. d. h. sie wird gestundet. Für de: j ti l ailt dasselbe, soweit ihre Miete nicht eine aewine ‘•’ii «n- Frank jährlich in Paris — übersteigt. Für die muft die Zahlungsunsähigkeit nachgciviescii wer ■nm JjrJ.,'“•* »nd Desierrcicher iniinen zahlen, obwohl fic >» den i«i j„ -? en! »niergebrach! sind. Rudi nur das. hat die Rcg,e- 'st.^i völkerrechtswidriges Dekret erlassen, das Eigentum alle, al hi)»- ^-rlterreicher zu beschlagnahmen. Das hat zunächst - ">rler Geschäfte und Fabriken gessihri. die in die >,n ^werden und nicht nur die Geschästsinhaber, Aitio- a J um grohcn Teil Franzosen sind, ruiniert, sondern ^ lende, die bisher Beschäftigung hatten, arbeitslos niachi. - linanzielle Situation des französischen Staates ist gleich- «e lehr lchlechte. Tic militärischen Ausgabe» beliefen sich 0 ecr ersten drei Monate des Krieges ans -HIU Millionen -j-tpoii mehr als die välsie während des ersten Monats ^e r »ot wendige» Reubeschafsungbn. Monatlich kostet der etwa 900 Millionen Frank. Dazu kommt die islühr«"« isla9 e ' Der Äriefl. ganz nuherordentliche Mindereinnahme der meist indirekten Steuern. Die Ausgabe der Schatzscheine hat innerhalb des ersten Monats nur 40(1 Millionen gebracht, woran das Moratorini» schuld ist. Man Hilst sich mit der Ausgabe von Papiergeld, wovon bereits über 9 Milliarde» zirkuliert. Alles in allem ist die Wirt- Ichasiliche Situation Frankreichs ungünstiger, als man erwarten konnte. Dcr heilige Krieg. Jnimer lauter werde» die Stimmen in der Türkei, die betonen, dasz der Kampf gegen ihre Aeinde eine gemeinsame Aufgabe aller Mohammedaner sei. — Tcrtschuman-i-Nakktkat beschäftigt sich heute in einem Leitartikel mit den Pflichten Persiens »nd erklärt, daß der Kamps gegen Rußland »nd England nicht nur ein L c b c n s i n t c r e s s c . sondern eine religiöse Pflicht Persiens sei. Wenn alich Persien infolge, der englischen und russischen Intrigen heute über leine reorganisierte Arnice verfüge, würde» doch die Stämme der Säzachscvenncn. Karadagft, Bachtiarcn nnd Kai'chgais dc:n Feinde sehr gefährlich werden können. Int Scheich Uel Islamat wird eine Fctva für alle Mohammedaner beraten, wonach alle Mohammedaner, die tn den Armeen Rußlands. Englands »nd Frankreichs gegen die Türkei und gegen die ihr zur Seite stehenden Heere kämpfen, nicht als Krieger, sondern als Mörder angesehen werden. Auf Grund diesiT Fetva wird zweiseltos der Schiat lheiligc Krieg) erklärt werden. Es gilt heute schon als sicher, daß troll aller Ab- sperriingsmaßnahmen. namentlich Englands, der.Inhalt der Fctva unter alle» Mohamniedancrn der Welt bekannt werde!', wird. Mohammcdattis«sleGefan(feneinTeutschland. Das Bert. Tagb!. nielder ans Konslantinopel: Heute trafest hier, wie der Tanin meldet. 2000 mohammedanische Gefangene ans Deutschland ein. Es sind hauptsächlich eh-- malige französische Truppen ans Algerien und Tunis, d>e jetzt in den Reiben der türkischen Arnwe gegen die Feinde des Islam kömpsen wollen Tieier erste» Abteilung soffen ng.l' weitere folgen. Die Besctznttp, von Lüderihbrrcstt. Das !a,ländische Bl.-.kt Vclisk't n eitihält cineu Berich! d'-- Reiitcrschcn BarpavS i : l»cr die Besetzung v'v pü de ritz bucht durch ein eitalisches Erpkditio'i>:ckorps. das »i'ter d:r Bcdecknnq eines Krenzers Ende Teptember ael: :er' ivar. Man sicht daraus bi: Enttänichuna darüber, tan der «igktiiitch-: P!«i. di: Btsaburg zu überfallen und Kit den «ückzu« zu »erlec.u. gescheitert ist Eine Abteilung sollte von der Lena Fslanb-Bttch' ans, 20 Kilo:net: rcubcn beg.'M.en lx-ben. ^ alicu. Tic Türmer Slanipa erfährt, daß das ttalieniswe Par tamenk aus da» 2. Dezember cin.berusriz werde. Tie Dau 'r der Perhandiimgen w.rd lehr litrz sein, da die itammer it<3; daraus beseliränken dürste, die Erklärungen dar r. i?» M - i.istetinms entgegenziinehmen nnd d:a Ausdehnung des pro- t"soriia,an Budgets bis z»m Sk. Jini, 10l."> zu beschließen. Daraus wird daS Parlament sich vertagen, um dc,a Phönir- Ministeriiinl Talandras Gelegenheit zu geben, einzutöse:!, was es im ezjnblitk an> feine aitickliche Fuianiliicnsetzunq vee- spricht. Aus Antwerpen. Ein Korrespondent des dänischen Blattes Politiken hat vor roeniaen Tage» Antiverve» einen Besuch abgestattet. Er erzählt, wie nunmehr einzelne Flüchtlinge ans k>o»a»d i» die Stadt zu- riickleliren, wenn auch nur zögernd. Bezeichnend siir die Gcniiits- verfaffüiig, worin sich diese Lcnlc besinoe», war die folgende kleine Episode. An der zweiten Station vor der holländischen Grenze ldor Eisenbahnverkehr ist von der Grenzstation Roosendal vielfach bis zur letzten Station vor Antwerpen wieder ausgenommen worden) geschah ein an sich tlciner Unfall, der unter gewöhnlichen, Uinstände» lei» weiteres Aufsehen erregt hätte, weil die Maschine zu schnell bremste, zersprang eine Kuppelung, svdasz durch den Skoh einige Coiipescnfterscheiben sprangen. Das halte die Wirkuna. daß die »öälfte der Reisenden, besonders die Frauen, hysterisch an» den Wagen aus die Bahnlinie sprangen und riefen: „Rein, nein, wir dürfen nicht weiter fahre», wir wollen »ach Holland .zurnck!" Trob aller Bitte» und Drohungen nahmen sie ihr Gepäck wieder aus den Rucken und marschierten zu Fust nach Holland zurück. In der Stad, selbst herrscht Ruhe und Lidnung. Für die letztere sorgen deutsche Militärpatrouille» und die belgische Bürger- wache. Tic Straszcnbahnen fahren in normaler Weise und verschiedene kleinere Geschäfte haben schon ihre Läden ausgemacht. ES sollen reichlich Rahrnngsmiltel vorhanden sein, aber trotzdem seien sic rcchl teuer. Fleisch zu beschafscn ist schwierig, dagegen ist Dbst und Geflügel ziemlich billig. Der Korrespondent berichtet, daft in allen Bernsen nach Arbeitskräsie» Rachsrage vorhanden ist: iedensalls wird das siir Malergejellen zutressrn, den» lämtliche Hotels, darunter das belannte Hotel Wagner, die Anfang August infolge der Vcrhältniffe gezwungen waren, deutsche oder deutsch- klingende Namen von ihren Schildern z» entserne», taffen jetzt ihre Geschäftsschildcr eine Wiedergeburt seier». Vergnügungsreisende» müffe immer »och dringend abgeraten werde», nach Ant- iverpen zu kommen. In der Bevölkerung aber lege sich allmählich die Erregung, da eS sich gezeigt hat, das, die Sieger bester wäret» als ihr Ruf. Tic allgemeine Wehrpflicht in England. London, 10. Nov. eigen«» Enneffe» kämpsen Vi.te Männer und nicht wenig« Frauen wert«» ans.zrehcn, um Dcmsche z» schiesicn. Racki den belgischen ^lor- gängc'i iverden sie sich »echt zirriiekhtrlte» lasten. Wen» di« Sachverständigen ei» ped-intisches Einschreiten vcrsnch>eii werde», so werden wir die Sachverständigen crschiefze» Ich weist, das; Ich hierbei für eine so hinreichende Zahl von Len!«n sprockzc. dah cs siir eine sachverständig belehrte Minderheit nutzlos, lyrssimngdlvs, gesährlich und töTwftt sein ivird. ..zahm" z» blrib«i. Sie werbe,» erschossen, ihre Häuser werden verbrämst iverden unsertwegen n-ochi . den von den Deurfchen ansgcstellle» Grundsätzen und Regel»: daher § köntzeii sie ebenssgiii cii »lag b,listig fein, ifi aber durch die Leg- geboten Wir werden di« C'ffi- ifre häige.i nnd d'e Memilchaiien erschics^n. Eät drmsck^r Einbruch ui England wird nicht bekämpft, sondern ge« l g ii ch t w e r d e n. " Liurchistisch e Aare»freunde. Ter in Paris ansässige bekannte Syndikalist dorne 1 1 i j c ii war kürzlich in besonderer Mission in England und Holland, um unter den dortigen Gewerkschaften inr den Anschluß a e >, e n Deutschland zu wirken. Auch rief: ihm handelt eS sich in d i» Kriege um die Verteidigung der Teinolratic gegen den deutsche» Militarismus. Auch Rußland werde nach der Zerschmetterung des dentsäzen Mili- ßrrisiiui: deinokratisiert werden. Sein früherer Freund Br. erinnert ihn daher im Rvtterdamer Parteiorgan nicht ohne Hohn daran, daß er ja IW, der Hauptorganisator eines geheimen Dassrntransportcs »ach Rußland war, durch den er damals den russischen Revolutionären zum Siege über den Zarism: - \n Iwlse» trachtete. Heute aber will er den Tieg dessetbcii Zarismus — im Interesse der Freiheit . . . Klerikale «nd Royaliftcn am ävcrke in Frankreich. Tie Humanitä wandte sich erst kürzlich gegen den zunehmenden Einfluß und Eifer der Klerikalen. Jetzt vcr- össcntlicht sic zur Begründung ihres Kampses gegen den neuerdings stark sein Haupt kr hebenden Royalismus den Brief eines verwundeten Genossen, der erzählt, daß man in keinem Krankcnhanfc andauernd versuche, die kranken To,'- datcn zum Kirchgänge und zn Hochrnien aus den König (!) zu bewegen. To ost sie solchen Vorschlägen sich widcrsetztcn. seien sie durch Verweigerung der 2 !usgangscrlaiibnis be- srrasr worden . . . Gegen Sie Beschlagnahme der deutschen Geschäfte in Frauireich erhobt unser Pariser Porte,Matt Hunuuiiitr ©iuinrinrf, ,i beni t« an rcrschiedcn«» Beckvirtin neck:weist, wie biesc Beschiag» na bat« cie nationalen Iineressr > stark tckzäbig«. „Da ged! es in Audcvill« ein: dculstlz: Kv.opssabrik Spindler. an d:r «nch ein Frau« -ose- boeciligt ist. Diese Fabrst must nun von S:<»atä wegen ««■ schlöffe., werde::. Erfolg? 400 bis 500 Arbeiter iverden auf e c Srrast: gesetzt. In Ereil ist rin ElektriziiälSwerk, welches ge- schloffen ivurde. weil c-s ein dcwtscha- llnlernehmeit mit sranMN' schon Ak'.nmären ist Der Direktor «rklärlez hast «r schon »me Be- ginn des Krieges mit der Airfertignng von EisenGrhmnaierial iw- «uttwiflt gernefdt lei. rvcntt mc ,zavrn ment gciagoiien wurde könnten ans den Rolsstosieu Granaten und andeves Kriegsmaterial hergestellt iverden, zugleich wurden crnch mehr als 3l>» Arbeiter be- schäftigt. Indes, das Unternehmen wurde geidiloffcn. In derselben Ortschaft besindet sich eine Anilinsabrik. Auch sie wurde g«- iihlossen, obwohl eS die einzige Fabrik ist, welche diese Farbstaise herstellt. Dasselbe Schicksal ereilte ein bedeutendes KomnttssionS- lraus in Paris, das van Deutschen und Kaufleuten ans neutralen Läirbern geleitet wird. Durch feine Schließung droht einer großen Anzahl von Fabritbesitzcrn von Lyon uiii^ sonstigen Orten der sinangirll« Zusammenbruch, Slbcr was niachtS, der Haß gegen die Deutsche» ist eben größer, als die Einsicht der französischen „Staatsmänner"!" Die Behandlung de» Deutschen in Japan. Uober die Behandlung der Deutschen in Japan teilt I, Landau im Berliner Tageblatt mit: „Wir erhalten, aller- dings erst jetzt nach fünf bis sechs Wochen, von Verwandten und Freunden Nachrichten aus Japan. Sie schreiben, das; die Deutschen dort ungehindert ihren Geschäften uachgehen, Dozenten ihre Vortreige halten können, und daß die Negierung den Javanern die höflichste Behandlung der Deutschen zur Pflicht gemacht hat. Die Lehrer wurden angewiesen, dies auch in den Schulen zu verkünden. Allerdings leistet sich Japan das besonders deshalb, da er darauf ange- wiesen ist, vor dem Richtcrstuhl der Geschichte mildernde Uin- ständc in Anspruch zu nehmen," Das Letztere dürfte doch auch für die Anderen gelten? Man sollte dos nienschenfreundliche Verhalten der Japaner nicht ungerecht zu vcrkleineru suchen. @in Appell an die englischen Aerzte. Der Aerztliche Verein in Hamburg wendet sich mit einem assene» Brief an die Aerzteschasi Englands, die ermahnt wird, ihre ganze Kraft einzusehen, um erstens den in den Konzentrationslagern gefangen gehaltenen deutschen Aerzten zur Freiheit zu verhelfen und zweitens eine Beseitigung der sanitären Mißstände in diesen Lagern zu erwirke». In diesem offenen Brief wird n. a, gesagt: „Die Festhaltung und geschilderte Behandlung deutscher Aerzte, dse wie stets, so auch in diesem Kriege ihre vornehmste Pflicht darin sehen, Freund wie Feind die gleiche Fllrsorge zuteil werden zu lasten, widerspricht offensichtlich den doch auch von den Briten gebilligten und anerkannten Grundsätzen der Genfer Konvention, und kann nur de» eine» Erfolg beabsichtigen und bewirken, Verwundeten und Kranken nach Möglichkeit einen Teil der Behandlungskräfte und damit der Heilungsmöglichkeit zu entziehen. Auch gegen die gesundheitswidrige Unterbringung der übrigen Deutschen in den Konzentrationslagern miisien wir im Name» der deutschen Aerzte Verwahrung einlegen. Die Hygiene, Unterkunft, Lagerung. Verpflegung und Reinlichkeit sprechen jeglicher Menschlichkeit Hohn und scheinen nur von der einen Absicht der Regierung zu zeugen, Wehrlose und Unschuldige dem Siechtum und Verderben ausziiliefern, nnr weil sie als Deutsche geboren sind, , , , Der Aerztliche Verein zu Hamburg fordert also von den britischen Aerzten als Pflicht und Ehrensache, durch ihr Ansehen »nd ihren Einfluß bei ihrer Regierung die Frei- lasiuug der deutschen Aerzte und die Schaffung hygienischer menschenwürdiger Lebensbedingungen in den Konzentrationslagern zu erwirken, wenn anders sie nicht wse ihre Regierung dauernd das Brandmal der Schande an der Stirne tragen wollen. Wir erwarten von den britischen Aerzten eine Erklärung vor den Aerzten der gesamten Welt," Ein Verbrechen gegen die Knllurwelt. Von ärztlicher Seite wird dem Bcrl. Lok.-Anz. geschrieben: Ein Verbrechen gegen die ganze Kulturwelt stellt d'e Verwendung indischer und afrikanischer Völkerschaften auf europäischem Boden dar. Afrika und Indien sind die Brutstätten der Seuchen, die seit Jahrtausenden Europa zeit- weilig verwüstet haben und deren Bekämpfung nur teilweise bisher erfolgreich war. Viele der dort heimischen furchtbaren Krankheiten sind noch kaum näher bekannt. Man denke nur an die erst vor wenig Jahren entdeckte entsetzliche Schlaf, krankheit. Bisher schützte man sich durch scharfe Ucberwachung von Verkehr und Handel gegen Einschleppung solcher Seuchen nach Europa. Heutzutage, wo England und Frankreich viele Tausende von Farbigen nach Europa schleppen, entstehen daher für dieses und damit die ganze Kulturwclt ganz linüber- sehbare Gefahren. Die Kriegskrise in Brasilien. Schon vor dem Kriege lagen die Verhältnisse in den meisten südamerikanischen Republiken sehr im Argen, Besonders in Brasilien hindert der wirtschaftliche Ausbau dcs Landes jeglichen Fortschritt, Von altersher haben die Großgrundbesitzer einen riesigen Einfluß auf die politische» Verhältnisse des Landes und sie erschwer- Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. HO Sie hatten inzwischen den Gaard erreicht, wq die beiden Mädchen sie erwarteten, und nach einer Stunde kanicn auch die Männer zurück, die nichts gefunden hatten, nicht einmal die Leiche des Hundes, dessen tragisches Ende nur einige blnt- bespritzte Steine bczcichnctcn. „Wir wollen ihm zu seiner Zeit ein Denkmal setzen, woran die Schufte sich lange erinnern sollen," sagte Paul. „Ich gebe dir mein Wort, Wingeborg, du sollst Genugtuung haben. Erlaubt sich das Gesindel dicht an unseren Türen solche Frechheit, so tut es auch mehr. Mein Oheim sowohl wie ich selbst, wir werden streng nachforschen, und Lappen sind viel ;h schwatzhast, um schweigen zu können. Nun aber laßt unS Weggehen und fröhlich sein. Winken uns nicht schöne Augen und volle Gläser? Was können wir Besseres tun, als :n Liebe und Wein schwelgen und die beklagen, denen beides fehlt." Demgemäß bemühte sich Paul zu erfüllen, was er gelobt hatte, aber er war, was den Wein betraf, viel zu mäßig, um beim Glase große Tinge zu leisten. Um so mehr widmete er sich seiner Verlobten, »nd es verursachte ihm das größte Vcr- gnügen, JIda mit zärtlichen Gesprächen und einsamen Spaziergängen zu unterhalten. Was er gehört hatte, bestätigte ihm das nur. was er wußte. — „Sie haßt mich, sie verachtet mich." inurmclte er vor sich hin, „um so besser für mich, so werde ich mir einst keinen Zwang auflcgcn dürfen. Aber ich muß sie dafür belohnen, ich muß ihr zeigen, daß ich ein feuriger Liebhaber bin,, und ich muß diesen dänischen Lassen von ihr abhaltcn, weil ich ihm damit einen Schlag aus den Kopf gebe, dem elenden Narren!" „Morgen, liebe Jlda," sagte er, „wird dein Vater hier sein. Die Fischer haben eine große Jaäsi vor Ncrnöcn gesehen. teil mit eucii Mittel» o:e »feien Bestrebungen aus Schaffung eines Klettilxmerntittns Tie befürchte» nämlich, haß daun das Ai'grdo: von Arbeitskräften sich verringern und die Arbeitskraft teurer werde» würde Aber schon jetzt wird die Arbeitslosigkeit am dauernd in erschreckendem Umsange vermehrt, indem mau unzählige Einwanderer aus Europa, besonders ans Spanien »nd Portugröl, mit goldenen Versprechungen anlockt, Waren nun vor dem Kriege die Verhältnisse ichon schlecht, so sind sie jetzt völlig verzweifelt. Der Tchisssverkehr mit Europa ist fast ganz unterbunden, fodaß der Haiidel stockt. Die Landwirtschaft f in bet keinen Absatz mehr fiir ihre Produkte »nd der Eisenbahnverkehr ist ivegeii KohIeimiangelS sKohIen müssen eingefuhrt werde») ans die Hälftt eingeschränkt loorden. Alles steht still, In Rio de Janeiro hat es schon ver- kchiedemiich Unruhen gegeben, die jedoch von der bürgerlichen Presse, man glaubt ans Anivsisung der Regierung, verschwiegen iverden. Ebenso haben sich auch i» dem Kasseeausfnhrhafen San-tos Anfänge von Hungerrevolte» bemerkbar gemacht, Nattirlich bekommen hier wie anderswo die Arbetterorgaiftsationeu die Schuld und die Regierung benutzt die mmifagei, Verhältnisse, um die gewerkschaftlichen Organisationen mit allen gesetzlichen und nichigesctzlichen Mittel» zu unterdrücken, Kriegswi»ku„j,e„ in Ne« Seeland. „Obwohl der Krieg erst eine Woche dauert und Neu- Seeland 15 OOO Meilen vom Kriegsschauplätze entfernt ist", schrieb der Moariland Workcr Anfang August (Organ der Soz. Partei und der Gewerkschaften Neu-Scelands), „werden unsere Industrien schon eingestellt, öffentliche Arbeiten werden nicht fortgefübrt und Hunderte verlieren ihre Beschäftigung. Allenthalben sind die Kleinbetriebe am Rande des Bankerotts und, als ob diese Entwickelung nicht schon ernst genug wäre, zwingen gewisse traurige Lumpen, die den Krieg als ein Geschäft betrachten, überall die Preise aller Lebensbedürfnisse in die Höhe. In der Flachsindustrie in Manawatu sollen viele Betriebe schon wieder geschlossen werden, obwohl die Arbeiter nach zwölfwöchcntlichcr Arbeitslosigkeit erst eine Woche gearbeitet haben. Wenn all das schon in der ersten Kriegswoche cintritt, wie mag cs dann erst in einigen Monaten aussehen?" Deutsche Ver«zeltttttgsmas;nahmctt. Von einem Teil der bürgerlichen Presse wird verlangt, die Regierung solle gegen die in Deutschland befindlichen Russen und Franzosen in der gleichen Weise wie gegen die Engländer Vorgehen. Darauf antwortet nun die Nordd. Allg. Zeitung: „In der Oesfenllichkeit wird niil wachsendem Nachdruck die Forderung ausgestellt, daß im Hinblick auf die Maßnahmen, mit denen unsere Feinde gegen deutsche ivirtschaftliche Interessen sowie gegen die Person der in ihren Länder» lebenden ReichS- angehörigen Vorgehen, energische Retorsionsmaßnahmen ergrisfen werden. Solche Maßnahmen hat die Reichsleitung längst ge- trossen und wird sie »ach dem völkerrechtliche» Grundsatz „Auge um Auge, Zahn um Zahn" auch weiter treffen. Dabei steht sie allerdings ans dem Standpunkte, daß Retorsionsmaßnahmen erst nach einwandfreier Feststellung der Maßnahmen unserer Gegner angeordnete werde» können, auch nicht über den Rahmen dieser Maßnahmen hinausgehen dürfen. Ein Abweichen von diesem Standpunkt ließe sich schon an sich nicht rechtfertigen, würde aber außerdem zur Folge haben, daß die Kriegsührenden sich andauernd in Maßnahmen gegen die Person und das Gut feindlicher Staatsangehörigen überbieten und dadurch unerträgliche und mit den Geboten der Menschlichkeit unvereinbare Zustände ailch für unsere zahlreichen Angehörigen im feindlichen Ausland schaffen. Es werden dann die bis jetzt getroffenen Maßnahmen aufgczählt, wie Zahlungsverbot an das feindliche Ausland, Geschäftsaufsicht für in Deutschland befindliche ausländische Unternehmungen usw. Auf die gegen die Engländer getroffenen Maßnahmen zursickkommend, fährt dann die Nordd. Allg, Ztg, fort: „Die französische Negierung ist gleichfalls zu einer Erklärung über die Behandlung der wehrfähigen Deutschen ausgefordert worden: von ihrer Antwort wird die weitere Behandlung der wehrfähigen Franzosen in Deutschland abhängen. Die wehrfähigen Denischen in Rußland sind zum grasten Teil nach den östlichen Gouvernements verschickt worden, sollen sich aber dort im ivesentliche» aus freiem Fuße befinden: »ach dem Ergebnis der hierüber angestellten Ermittelungen werden sich die Gegenmaßregeln richten, die etwa gegenüber den wehrfähigen Rüsten in Deutschland zu treffen sind. Nach zuverlässigen Nachrichten werden die Deutschen im feindlichen Ausland, abgesehen van der Beschränkung ihrer persönliche» Freiheit, zum Teil cinivandsrei, zuni Teil aber mit unnötiger Härte, ja geradezu unwürdig behandett. Auf Ansuchen der deutschen Regierung sind die mit dem Schutz der deutschen Interesse» in de» seindlichen Ländern beauftragten diplomatischen lind wie werde ich mich freuen, ihm endlich wieder die Hand zu drücken, denn diese Hand ist cs ja, die nun bald unsere Hände vereinigen soll." „Gesegnet sei der Tag, wo mein Vater wicdcrkehrt," antwortete Jlda. „Das Einzige, was niich betrübt," fuhr Paul fort, „ist, daß wir dann unseren Freund vom Balsfjord verlieren werden, der überhaupt voll Unruhe und geheimer Sorge zu sein scheint und es auch wohl nötig hat." Jldas Augen bewegten sich lebhafter, „Warum sollte er sorgen?" fragte sic. „Ei nun," lachte der Schreiber, „dafür gibt es mancherlei Gründe. Erstens hat er ein gewagtes Unternehmen begonnen, zweitens hat er schlecht und unbesonnen gewirtschaftct, und drittens ist er verliebt. Was sagst du dazu?" Eine leichte Röte flog über Jldas Stirn, aber sie hob den Kopf stolz auf, sah den boshaften Mann streng und scharf an und erwiderte dann mit strafender Stimme: „Ich habe nichts dazu zu sagen, Paul Petcrscn, und ebensowenig davon zu hören," „Nicht?" rief er höbncnd, „aber der edle Junker ist dein Freund, und an seines Freundes Leiden und Freuden nimmt man Anteil. Du könntest doch wenigstens fragen, wer di? zärtliche Geliebte dieses seinen Herrn ist?" „Ich werde nicht danach fragen, da er selbst mir nichts davon gesagt hat." „Hat er es nicht getan?" fragte der Schreiber, der sich an ihrer gewaltsamen Ruhe weidete, „hat er nicht von seiner Liebe gesprochen? Ah? Es ist ein Geheimnis, Jlda, er verschließt es mit größter Sorgfalt, aber hast du denn nichts gemerkt und bist du nicht neugierig darauf? Soll ich es dir ins Ohr sagen, wein dieser galante Herr sein ritterliches Herz und Leben und Blut geschenkt hnt?" Er iachlc boshaft, als sic sich abwandte, um ihr Gesicht zu verbergen. — „So höre doch," riet er, „du wirst cs nicht und lonsnlarische» Vertreter der Vereinigten Staaten von mit der Untersuchung dieser Mißstände betraut wordr W gebenenfalls würden sie mit grösstem Nachdruck sofortige , vertangen, SoUte dieser Weg nicht zum Ziele führen, so » auch die feindlichen Ausländer in Deutschland strenger b ü-, werden müssen. Dabei würde allerdings nicht ein Weil 1 der Brutalität gegen feindliche Staatsangehörige eröffnet können: wohl aber würde Deutschland es sich Vorbehalten zeit die seindlichen Negierungen und deren Organe fiir d sie gegen unsere Angehörigen gesündigt haben, zur avortung zu ziehen," pl jjlk dt Die Parteien und der Krieg. Im nationallibcralen Deutschen Kurier mahnt Moldenhauer-Köln zlvar jeden Streit unter den Pari vermeiden, zugleich aber auch auf keinen Fall die tätigfeit für die eigene Partei einznstellen. Er sagt i „Dis Waffenruhe der politisch«» Parteien soll tt. Weise gestört werden, die »oli:,,:!,:n und ronscssionellen sätze inüssen ivährcnü des Krieges tchwcige», aber man feiner Täuschung hin, daß diese Waffenrulle und dies T enögilttg seien, und nach dem Krieg« cs keine Parteien unj Partcikamps mehr geben wird, Sozialdemokratie »nd halten nach Kräften an sich, hin und wieder blitzt doch bei Zusehen in ihrer Presse ent Funken der alten sozialen > fessio„ellen Streitlust hervor. Wie ein ewiger Friede - zeigt der jetzige Krieg zur Genug« — auf anßevpviitischei Q undenkbar ist, io auch ans iniierpolitischem. Es wäre eine , heit, die sich später bitter rächen würde, wen,, eine politisch s nun völlig die Hände in de» Schoß legte und ohne A:i Dinge lausen ließe, wie sie lausen wollen," Tic Mahnung gilt ganz besonders auch für die deinokratische Partei. Gerade ihrer harren nach Beer i dcs Krieges die nngchcuersten Ausgaben, Darunr wir alles tun, um die unentbehrlichen Werkzeuge späteren Wirksamkeit, Organisation und Presse, üb Krieg hinaus stark zu erhalten. Höchstpreise für Metalle. Nachdem in der letzten Zeit trotz der Znrnckhaltl g sich die führenden Firmen anfcrlegt haben, die Metc eine in den Verhältnissen durchaus nicht berechtigte ung erfahren haben, steht jetzt die Festsetzung von preisen fiir eine Reihe von wichtigen Metallen (junä| Kupfer, Aluminium, Antimon und Nickel) nahe bev ist -zu erwarten, daß durch diese Maßnahme auch die der Hoffnung auf weitere Preissteigerungen zuruckgel Vorräte dem Markte zugcsiihrt werden. Bewachnna der Getreidevorräte. Berlin, 10. Nov, (SS. B, Nichtamtlich.) Ti« Nordd, S! schreibt zu der Anregung, zur Verhinderung von Bra t u n g die Bewachung unserer Getreidevorräti ganisteren: Der Minister dcs Innern kürte schon Mitte O einem Rniiderlaß an di« Regierungspräsidenten entsprechen rege ln in di« SS-ege. Der Erlaß bezeichnet als gebot«», größere Kornspeicher, Mühlen, Getreide- und Lebensmittell sindcrs bewacht werden, um sie vor Brandstiftung durch des feind licken Auslandes zu schützen, Zn diesem Zwecke Polizeibehörden schleunigst mit entsprechender Amveisiing sehen, Svllten sie für den Beivachungsdiensi nicht ausre wird auf Vermittlung der zuständig«» Militärbehörden zw bernfnng und Stellung altsgebildeter Landstuvmp-flichliger m Beschlagnahme für den Heeresbcda Tic auf den 10. November angcfetzt gewesene auktion der Berliner Hänteverwertung G. m. b Berlin-Lichtenbcrg ist kurz nach Beginn, wie die Allg. initteilt, voit amtlicher Seite verboten worden. Es im ganzen 50 000 Stück Rindshäute, 30 000 Kalbfcl 25 000 Stück Schaffelle im Anstrage dcs Kriegsminis beschlagnahmt. Handel mit Goldmünzen ist Landesve« Stuf Anweisung des Oberreichsanwalts i» Leipzig Staatsanwaltschaft in Frei bürg (Baden) einen Mann Landesverrats verhaften lassen, weil er deutsche Goldimi Aufgeld kaufte, Di« Rcichsbankslellen haben Slmveisuug jeden derartig«» Fall, der zu ihrer Kenntnis- kommt, der £ walkfthaft aiizuzeigen. auch dann, wenn die betreffende Peri das Gold nicht dem Anstande zusithren, sondern nur «in mit diesem Handel machen wollte. Das furchtbare Ringen im West« Tie Times melden, daß in den nächsten Tagen lvaltigcs Ringen bei Lille beginnen werde. Augen! bereiten die Deutschen sich hier aus einen großen Kai $ F fii »»*! l«t<»' Stil St laichte a ungen i 1) »lR 2 ) die i die de» Sregorii stibncl jritn i tiiiiSf liitfiito W «tzm iit fortg ieses I«C Mild«, :'*ii 5«! Hiffl l stai tot Sofien d« | ta M iiiM, M, (ifl Inl M in iMtl ü «St w Äst Ta l Än glauben wollen, wirst es bestreiten, und doch kennst süße Schätzchen ani besten, kennst sie, wie dich selbst, di dem Rücken ihres Vaters und ihres Verlobten auf das geflüstcr dcs verführerischen Dänen hört." Jlda stand still, und mit stolzer Verachtung b ^ Paul an. „Jetzt sprich," sagte sie, „ich werde dir ant'« „Vnrr!" rief Paul, „was machst du für Auge, lwst du doch vielleicht schon gehört, daß Gula, P Gula, die Auserkorene ist." Jlda atmete auf, aber sic bewegte keinen Zug erwiderte sie, „das ist eine Lüge von deiner Fabrik." „Lüge?" rief er, „Nun, wenn es eine Lüge w> machte dich denn so bestürzt? An wen deichtest du d ^ ich dir sagte, daß ein Mädckscn sich so weit herabv könnte, um heimlich, aller Ehre bar, sich an diesen hock Bettler zu hänge»?" „Nicht bestürzt, aber beleidigt im Namen der Bel empfand ich die Vcrleunidnng, als sei sie mir s schchen," „Dir geschehen!" lachte er ailf, „Wer möchte bei oder nur denken? O! weil« ich eifersüchtig sein wollt ich mir cinbildeu, der schmachtende Junker, der znwci starr in deinem Anschauen versunken scheint, hätte d heit, in meinem Walde zu jagen. Sei ruhig, iüßc kenne dich ja. Tu liebst mich, und ich bete dich weißt, wer du bist und wer ich bin. Tu, Helgcstads die erste Jungfrau im Lande, ich der Mann, der eine bald, Jlda, bald! — Amtmann in den Finnmarken si Du bist zu stolz, zu verständig, zu sittsam, um an btef' streichcr zu denken, der bald sein Ziel erreicht haben „Tu sprichst mit solchem Haß und in solchen Wo einem Mann, den ich achte, daß ich cs nicht länge will", sagte sic. lFortsctzung folgt,) *5 3 1* w* teil iit -«st 'W : ftrtji : «Hl- (dt, fifriii tnj| % i y'M | "‘Ulli» fotien. § { °! "'eros. V^si !Ä< Ir i<Ü tw ll| )!tn i, (ln 7'Z ea lic 9. r . ">al,n> kn« ¥ k-1 ia flt J !“ foU j 5 1 *•» , 5?«« u i l
    "g ton [ Ich (jiraii nahe b:rj c auch diel 13utüdo(5| »»rate. it 91 er» *1 non 9im (DHlätlj >n Kitt CI mijraferi i geboten, i tentmilttflJ iunp Ml m 3 iwdt I Änwitaf I niife au#Trl tbörben iw! fli^fetr kJ cüMaf gemm | 0 . *.vl > die fflll den. ® » K°W EnegSwini indesver in Svmit htm N« it S-idm Srnwiiuns wart, M tifttife tin mt >«r ts in Weß len ,e. äu?s» fl wS«*S doch k-fe^ iidl f-ldiU den auf ^ .»cht»"^ rde dir^ jiir Uf tz Aula. • einen A' ;Et 5^ m- E - ' ire“ titt: der ,1111^;. 10 0 — Gincr unverbürgten Nachricht zufolge mangelt es den Verbündeten überall an Munition. Aus London wird dem Morgenbladet telegraphiert: Nach hier eingetroffenen Meldungen strömen grohe Mengen frischer Verstärkungen von neuen Truppen aus Deutschland nach Belgien. Die Angriffe zwischen Upern und Arms dauern an. Apern steht in Flammen. AuS Rotterdam. II. Nov.. wird telegraphiert: Seit Zonntag wütet im Osten von ?)pcrn, sowie zwischen Arrae- ,,nd Lille die Schlacht in verstärktem Matze. Die deutschen Truppen haben in allen Kämpfen bei ?spcrn Erfolge errungen. Tie Stadt Apern wird von der deutschen Artillerie beherrscht. Allgemein ist man hier der Ansicht, daß im Laut, dieser Woche eine für die Deutschen günstige Entscheidung in den Kämpfen an der Nordsee fallen wird. Die ungarische .«rieasanleihe. Budapest, It. Nov. Die von der ungarischen Negierung ausge- tegte Kriegsanleihe zu V Prozent, rückzahlbar in 5 Fahre», ha, den denkbar grüble» Erfolg. Bei densenigen Banken, bei ,vc!che» die Zeichnung erfolge» kann, herrfcht »roher Andrang. Es ist anzu- nehmen, dah der Zeichnungstermin abgekürzt wird, da der aufgelegte Betrag <500 Millionen Kronen) in Kürze erreicht fein wird. Bulgarische Förderrinne» an Lcrlncn. Konstantinopel, 11. Nov. Wie der Lsmaiiische Lloyd berichtet, habe die bulgarische Regierung ihren Gesandten in Risch angewiesen, der serbischen Regierung folgende Forderungen zu unterbreiten: 1) Serbien entläßt sofort aus seiner Armee die auS Maccdonicn stammenden bulgarischen Soldaten-, 2) die serbische Regierung bestraft sofort jene Serben, die den nach Strumitza entsandten bulgarischen Abgeordneten Ercgoriew ermordeten: 3) die serbische Regierung trifft geordnete Mahnahmen, um das Treiben der serbischen Be- Hörden in Macedonien unmöglich zu machen: 4) die bereits gewählte serbisch-bulgarische Kommission beginnt in dem Gebiete Gewghcli und Jstip sofort ihre Tätigkeit. Die Türken in Aegypten. Konstantinopel, 11. 'Nov. Tasvir-i-Eskiar meldet: Tie türkisclw» Truppen, vereinigt mit den Beduinen, dringen siegreich auf ägyptischem Boden vor. Tie Beduinen liaben mehrere wichtige Positionen im Sturm genommen. Infolge der fortgesetzten Angriffe war der Feind gezwungen, die Stadt Nach! zu räumen, die dann von den türkischen Trup- pcn besetzt wurde. Die Lage in 2le"yp1en. Der Eorrlerc Hella Tora halt die Lage in Aeguptei, und der angrenzenden italienischen Eyvenaiea für ernst. Bon den untiiefle-- rischeu Fellachs habe England wenig zu sllrckiten. um so mehr aber von den Senussen und den Beduine», die durch die Agitation von Konstont>inopel und die Unterstützung mit Geld und Bassen durch die Intellektuellen Aeguptens eine» nicht unbedeutenden Rückhalt haben. Zn der zetzt beginnenden Regenzeit fehlt es den Beduinen nicht au Baffer und auch die Feldarvcilen sind beeidet. Welche Früchte die seinerzeit von Enver Pascha eiiigesührtc Organisation der Beduine» gezeitigt habe, zeigten die neuesten Au- grille derlelben mit Kanonen, Fnsanterie und Kavallerie auf befestigte italienische Ttellunge» Die Geidunterstützungen slicsten so reichlich, dah der Scheich der Senuisi den Sold seiner Truppen habe erhöhen können Tie Agitation ist besonders groh im westlichen 9fftal. aber auch jenseits des Nils seien die Beduinen bereit zun: Aufstand. Türkische Maßnahmen. W.T. U. Konstantinopel, 11. Nov. Aus Bagdad wird berichtet, das; sich zahlreiche muselmännische Inder und Afghanen als Kriegsfreiwillige melden. Mesopotamien besitze Gctreidcvorräte für 5 Jahre. In 2 inyrna haben die Behörden drei englische Tamvfcr und drei englische und drei französische Schlepper, sowie andere fremde Schiffe beschlagnah nit und die Besatzungen für kriegSgefangcn erklärt. Ans Aeglit'te« Nttägewiesen. An Bord des italienischen Dampfers „Nmbria" kamen in Akopel zahlreiche aus Aegnvten ausgeivielene Deuiicke und Oeiier- " i^I darunter auch Frau und Kind des von de» Engländer» :» lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilte» deutschen Polizel- ottizier» Mors. Unter den Angekommenen sind ferner ein Bruder se> ägyptischen Khediven. Prinz Mohammed Ali sowie die Prinzen 7*i i Mn * 1 Gallon, die gleichsalls von den Engländern a»e gewcelen worden sind. Prinz Hassan sagt, das, die Türke» auoge- iia»,et ausgerüstet und bewaffnet seien und mit ibrem C’eere »n- »nm die Büste durchguere» und in Aegnpten einsallen können. ^i„c klnKc Mas;nalimc Dcstcrrcichs. s rrhitl* 'rT'.'^iiitfi der österreichisch-ungarischen Heeresleitung, die Kriegsgefangenen bulgarischer Nationalität frei zu laffen i-i-n», r ^uiaarien ,u sende», hat n, Bulgarien grosze Freude und gudel hervorgeruse». Tie Bevölkerung deutet diesen hack'- 1, .Enlschl„s, alo einen persönlichen Billensakt des Kaiiers iwoxonig» „ranz Foles und einen Beweis fiir feine wohlwollende Eieffnnung sur das bulgarische Volk. dclqrad von den Serbe»» oeräinnt. „ Budapest, 11. Nov. (T. T. PZ Pcsti Hirlap meldet aus Semlin. dah die lerbiiehen Militärbehörden in Belgrad die Räumung der Stadt durch die Zivilbevölkerung angcordnet haben. Hilferuf -nis den Schwarzen Bergen. -Lvsia, 11. Nov. Eine Sondcrmission des Prinzen Mirko ul nach Bordcaur obgegangcn. um von der französischen Reiterung militärische und sinanziclle Unterstützung Monte- kegros zu erbitten. Tie Tent'che» in Llmerik.r. Einem Brief aus Newgork entnimmt die Bosffsche Zeitung Bcr sind hier alle lMillionen von Dentich-Amerckauerni cu dem 1. August Reichsdeutsche geworden. Es gibt lei» Lpser, D» ">cht zu bringe» bereit wären. Wir spreche» sogar deutsch. Flü* ^"ck ist vou dem rauhen Kriegswind von der tCber- ^etzkfcb-Amerikaners weggespült, es bleibt nur noch der ’inil .*•_ ^eit Fahren der Eutsremdung zum erste» Male ein , Deutschland in Amerika. Es wird arahe Folge» haben. ^ I-kk ^.ir den Namen Hermann Ribder ein. er ist Besitzer der ' "Yorker Ttaatszeitung und politischer Führer. Parteittnckirichtcn. der Stuttgarter Tagwacht Nr. 258 vom 5. No- '«mber 1914 „and folgende Erklärung: Au die Parteigenoffen und Leser der Schw. Tagwacht! --Sir geben hiermit bekannt, daß die Redaktion der Schw. -ragwacht vom heutigen Tage an durch den Eintritt des Eenoffen Reichstagsabgeordneter Wilheli» Keil erweitert wurde, dem bi» auf weiteres die Leitung des Blattes übertragen worben ist. -- rt * ^ November 1914. -rer Landesvorstand der Sozialdcmolraten Württei»l>ergS. . Z. A.: F. Fischer. Fn kinei» Schreiben, das sie a» die Parteipreffe in Deutschland richten, verwahren sich -je drei übrigen Redakteure E r i s p i e » , H o r n I e und W a I ch e r gegen diese Aeiiderung und behaupten. M "e nur mit ihrer Zustimmung oder nach orbnungsmätziger Lviuiig ihres AnsteUungsverhältniffes hätte vorgenomme» werden tonnen, da CScnofTc Keil ein AnssichtSrechl über ihre Beiträge für da» Blatt ausube. Lie betrachtete» sich als suspendiert, wahrend der Landesvorstand sie als verpftichtel zur Mitarbeit ansehe. ^ Ei» Rundschreiben -es LaiideSvorstandeS der wiirttembergischcn Sozialdemokratie vom gleiche» Tage teilt mit, das, er, nachden, die Preiztonimission der Tagwacht versucht babe. seinen eilige» An- irag zu vertchleppe». noch iur sehr starke Pappkartons, festes Packpapier oder d a u e r h a s te Leinwand zu verwenden. Für die Wahl des VerpackiingsstosfeS ist die Natur des Inhalts maß- gcbend, zerbrechliche Gegenstände sind ausschließlich in starken Kartons nach vorheriger Umhüllung mit Papier oder Leinwand zu verpacken. Die Päckchen, auch die mit Klammerverschlnß versehenen, müssen allgemein mit dauerhaftem Bindfaden se st u m - s ch n L r t werden, bei Sendungen von größerer Ausdehnung in mehrfacher Kreuzung, Die Aufschriften sind aus die Sendungen nicdcrzuschreibcn oder unbedingt haltbar aus ihnen zu befestige» nnd müssen deutlich und richtig sein. Zur Versendung sind auch Lebens- und G e n u tz m i t t e l znläsfig, aber nur soweit, als sie sich zur Beförderung mit der Feldpost eignen. Ausgeschlossen sind leicht verderbliche Waren, wie frisches Obst, Butter, Fett, frische Wurst: ferner feneraefährlichc Gegenstände, wie Patronen, Streichhölzer und Taichenseuerzeuge _mit Benzinfüllnnn, Päckchen mit Flüssigkeit sind nur zugelasien, wenn die Flüssigkeit in einem starken, sicher vcrschlosicncn Behälter enthalten und dieser in einen dnrchlochtcn Holzblock oder in eine stille aus starker Papve fest vcrvackt ist, sowie sämtliche Zwischenräume mit Baumwolle, Sägespänen oder einem schwammigen Stoffe so angcsUllt sind, daß beim Schadhaftwcrden des Behälters die Flüssigkeit ausgesaunt wird. — Sendungen, die den vorstehenden Bcdingtlngcu nicht entsprechen, werden von den Postanstalten unweigerlich zurllckgcwiescn, — Eine Verlustliste der Maschinengewehr-Kompagnie des Regiments 116 wird vom Bezirkskonmimcho imdgcteilt, die der Führer der Kompagnie, Oberleutnant Müller, einpefandt hat und die das Geseiht hei Le Ouesn-on vom 31 Oktober und 1, November betrifft: Hauptmami Pain, Großen, tot, — Vizefoldw, Haukel, Großen- Lindrn, tot, — Vizefoldw, Amend, Gießen, lverw,,— lsssz. Nick laus, Gießen, schwer», — Uff, Rau, Gießen, übwerv, — Uff*. Schneider, Ernstdorf, schivero, — llsfz 6. Res, Rübsaim. Mainz, schwer», — Ilffz, Stark. Günniafeld. lverw, — Ilffz Kvaas. Schwert» lverw. — Ge fr. Fjfchtr, Gießen. lverw, — Wc.fr. Schombcr, Beuren, schveriv, — EKsr, d. Res, twtmami, Meßbach, lverw, — Gesr. Bänmler .Mainz, lverw, — Rei Mener, RtzbertshMiieii, ichvcriv, — Res. Aberl«, Frankfurt a, M„ lverw, — Ers.-Rcs ©rtmim, Ofscnbach a. M lverw, — Erk.-Res. Ditschler. Qfienbach a, M„ schveriv. — Ers.-Rcs, Regu. Bieber, tot, — Res, Ernhanfer, Al-ten- Buseck .kchvenv. — Res. Launivach TI.. Nciskirchcn, lverw. — Rei, Diebe, Darniitadt, lverw, — Musk, Koch, Queckborn, tot, — Mtlöik. Hollstcin, Ofsstein, schrerw, — Voni Stadtthealer, Fn der Vorstellung von VtldenbruchS , Raben sbunerin" am nächsten Sonntag nachmittag wirken mit die Damen Stettner, Sonntag-Blum, Frenzel, Spönke und FUnglma nnd die Herren StetnHofer. Schubert, DwokowSti, Grosser, Rotteck, Groß-Braun usw ^kochmols sei darauf aufmerksam gemacht, daß am kommenden Sonnlag Abend wegen des Knote-Konzorts keine Vorstellung stattsinidet, — Vortrog, Wir machen nochn-als auf den Vortrag deS Geh, Fustizrat Proi, Dr, Leist: „Von, Recht der Zukunft", der bcntc Abend SV, II h r in der neuen Aula der Universität stattf endet, auimeiksani. Der Ertrag ist zuni Bosten von Hinterbliebenen im Felde gefallener Gießener bestimmt, Sirtii ^ri«dberft-Viivi«aen Friedbera Die eist vor kurrinn vom hicsigen KreiSamt festen setzten Höchstpieiie für Kartotfcln sind setzt schon wieder cr- böht morden. Es kostet letzt dor Doppclztntner statt 5,— Mk. 0.50 Mark beim Verkauf dnvck, den Produzenten am Ort und Stelle, Bei freier Lieferung außerhalb des Wohnorts durch den Produzenten kostet der Doppel unkner 7 Akk,, durch den Händler 7,50 Mark, Fm Klcinverkaui ltchäiftens 10 Piiimdi dari das Kilogramm beim Produzenten 'höchstens tz Pfg. und l>eim Händler 0 Pfg, betragen, — Bolinuiisall Fn Friedberg fuhr in der Nacht vom Montag zum Dienstag ein Postpäckereizua ans einen jm Gleis« stehenden Leerzug, dessen Maschine und drei Waocn stark beschädigt wurden. Die Wagen entgleisten, Ter Lokvmativiiihvcr evlikt einen Ncrvcn- ckivk und mußte abgclvst werden. Angeblich ist dgs Einfahrtsigmal für den Postzng gegeben worden, wäbvend der Leerzug noch im Gleise stand. Nach anderer Meinung bat der Führer das Haltesignal überfahren. Bon Nass und »V-m«. — 100 Fahre alt geworden! Fn Heppenheim starb der Älteste Einwohner Abraham S u n d h e i in e r im Alter von über 100 Fahren, Er hatte cs bis zum Ururgroßvater gebracht, X Ein Tchrcckcnsurteil gemildert. Das E r i II r t c r Kriegs- gerichtsnrteil, durch das im vorigen Fahre sieben Reservisten und Landwehrinänner wegen Widersetzlichkeit gegen einen Gendarmerie- wachtmeister am Tage der Kontvollversaininlung schwere Strafen erhielten, ist im Gnadenwege jetzt znm Teil aufgehoben worden, ^bekanntlich batte jener Prozeß eine Milderung des 8 110 des Mili- tärstrafgesetzbuches zur Folge, Vier der Verurteilten, die noch ie 7 Monate zu verbüßen hatten, sind begnadigt worden und haben sich nach Sondersbausen begeben, um sich beim dortigen Bezirkskoni- inäudo zu melden, Telegramme. !l>l>esbttilht Des kW« ömiptmintticrö. v » r b e g e st ü r m t. Mehr als 5 0» Gefangene »nd 0 Maschinengewehre siele» in unsere Hände. Weiter südlich drangen unsere Truppen über den Kanal vor. Westlich von La» ge mark brachen junge Regimenter unter dem Gesänge „Deutschland, Deutschland über alles" gegen die erste Linie der feindlichen Stellungen vor und nahmen sie. Etwa 20 00 Mann französische Linien-Jnsan terie wurde gefangen und 0 Maschinengewehre erbeutet. Südlich Äprrn vertrieben wir den Gegner ans St. (Slot, um das mehrere Tage erbittert gekämpft worden ist. Etwa 10 0 0 Gefangene und 0 Maschinengewehre gingen dort in unseren Besitz über. Trotz mehrfacher heftiger Gegen angrisfe der Engländer blieben die beherrschenden Höhen nördlich von Armentidres in unseren Händen. Südwestlich Lille kamen unsere Angriffe vorwärks. Große Verluste erlitten die Franzosen bei dem Versuch, die beherrschenden Höhen nördlich Vieiiiie-Ie-Chütean am Westrand der Argonnen zurückznerobern. Auch im A r g o n n e r w a l d , sowie nordöstlich und südlich von Verdun wurde» französische Vorstöße überall urückgewürsen. Vom östlichen Kriegsschauplätze liegen keine Nachrichten von Bedeutung vor. Oberste Heeresleilnttg. Ter seittdliche Bericht. Genf, 1l. Nov. Die gestern morgen nördlich des Lys- Flusses von den Deutschen errungenen Vorteile wurden tagsüber nicht blos energisch behauptet, sondern gegen abend erheblich verstärkt, Ter französische Generalstab zieht es vor. dieses Ergebnis in seiner heutigen Note zu verschweigen. Die Note lautet: Die überaus heftigen Kämpfe dauern fort. Die zwischen Wern und Armentieres aufgebosenen englischen Truppen erlitten bei Messines und weiter südwärts besonders starke Verluste. — Das französische Hauptquartier läßt auch heute, weil es den bedeutenden deutschen Fortschritten in der Argonnen-Pegend keine eigenen entgegenstellen kann, diesen Teil des'Kampfberichtes unerwähnt. Die „Cmden" vernichtet! Die „Königsberg" schwer gefährdet! WB. Berlin, 11. November, nachmittags, tAmtlich s Nach amtlicher Bekanntmachung der rnglischtn Admiralität wurde S, M, Schiss „E m d e n" am 9, November früh bei den Kokosinseln im Fndischen Ozran, während eine Landungsabteiliing zur Zerstörung der englischen Funken- und Kabelstation ausgeschisst war, von deni Australischen Kreuzer „Sidney" angcgrifseii. Nach hartnäckigem verlustreichem Gefechte ist S, M, Schiss „Emden" durch die überlegene Artillerie des Gegners in Brand geschossen und von der eigenen Besatzung ans Strand gesetzt worden. Die englische Admiralität gibt ferner bekannt, daß S, M Schiss „Königsberg" im Rufidschi-Fluß sDeutsch-Ost-Asrika> 16 Meilrn oberhalb der Mündung von dem englische» Kreuzer „Ehatham" durch Versenken eines Kohlendampsers blockiert wurde, di» Teil der Besatzung soll sich in einem befestigten Lager an Land verschlagen haben. Eine Beschießung des „Ehatham" scheint ohne Wirkung gewesen zu sei». Der stell», Chef des Admiealstabs v, B c h n k e. Der englische Bericht über „Emden" nnd „Königsberg". Die englische Adinirolität berichtet folgendes: Nachdem der Aufcnthaltsplatz des Kreuzers „Königsberg" durch den Angriff des Schiffes auf den „Pegasus" am 19, cptenibcr bekannt geworden war, wurde durch die Admiralität, eine Anzahl schneller Kreuzer in den ostafrikanischen Gewässern znsammcngebracht. Diese Kriegsschiffe vollführ- tcn darauf zusammen eine sorgfältige Untersuchnngsfahrt, Am 30. Oktober wurde der Kreuzer „Königsberg" durch daenglische Schiff „Chatam" entdeckt. Die Deutschen bargen sich von der Mündung des Nusidschiflusscs gegenüber der Insel Mafia (Dcutsch-Lstasrika). Wegen des größeren Tief- ganges konnte die „Chatam" den Kreuzer „Königsberg" nicht erreichen, der wahrscheinlich auf dem Gr u n d f e st - sitzt, so oft Ebbe ist. Die Bemannung des Kreuzers „Königsberg" ist a n Land gesetzt worden nnd hat längs der Flußufcr Laufgräben angelegt. Beide User und der Kreuzer „Königsberg" wurden durch das englische Schiff „Chatam" beschossen, aber wegen der dichten Palmenwäldcr war es nicht möglich, zu beobachten, ob und welchen Schaden das Schiff, erlitten hat. Während der Operationen wurden verschiedene Maßregeln getroffen, um die „Königsberg" durch die Versenkung von Kohlcnschisfcn in dem einzig be fahrbaren Kanal einznschlicßen. Da das Schiff jetzt einge schlossen ist, kann cs keinen Schaden mehr stiften. Die schnellfahrendcn Schisse, die nach dein Schiffe gesucht haben, sind also jetzt für andere Dienste frcigeworden. Eine andere kombinierte Operation wurde in großcin Maßstab durch schncllfahrcnde Kreuzer gegen die . . "„Emden" vprgeuouimen. Seit längerer Zeit war man mit dem Suchen nach dem Schisse beschäftigt und die englischen Kreuzer wur. I den in ihren Bemühungen durch französische, r u s s i. schc und japanische Schiffe unterstützt. Auch di:^ a ii st r a l i s ch e n Schiffe „Melbourne" und „Sidncy" nah, s me» an diesen Operationen teil. Gestern »rorgen wurde di> Meldung empfangen, daß die „Emden" bei Keeting auf der Cokosinfetn angekommcn sei und eine beivaffncte Truppen j abtcilung an Land gesetzt habe, uni die Station für drahtlos: Telegraphie zu vernichten und das Telegraphenkabel durchzu! schneiden. Hierbei wurde das Schiff entdeckt und zum Kamp mit der „Siduey" gezwungen. Ein heftiger Kampf entstand | wobei an Bord der „Sidncy" drei Mann getötet und Ii Mann verwundet wurden. Die „Emden" wurde an die Küst1 getrieben lind fing Feuer. Die Verluste, die die „Emden' an Menschenleben erlitten hat, sollen noch den Berichtenseh schwer sein. So weit es möglich war, wurde den Heber! lebenden jede Hilfe geboten. Mit Ansnahme des dcutschci! Geschwaders, das sich noch an der chilenischen Küste befindeil ist jetzt der gesamte Stille und Indische Ozean von feind | lichen Kriegsschiffen gesäubert. Der Eindruck iu London. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm & Cie,, Gießen. Druck: Verlag Osfenbachcr Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. ? Fichtett-Deckreiser-Verkimf. Um den ständig wiederkchreirdsn Fragen nach Fichden-Deckrcii I nach Möglichkeit ciAqvMiizukcmmen, hat sich die ia-irb- und foe I wirtschaftliche Deputation im Ernverstüninnis mit der Obersörsterl entjchlossen, n>och Dcckreiser in gcrinycrer Qualität t Alt reifer > an I arbeiten zu taffen und, an Liebhaber abzngebon. Amnetdniin> I hierzu müssen bei Mridung der Nichtberiicksichtigima bis späteste! I zum 15, November 1811 ans Zimmer Nr, 15 der Biivgermeister I erfolgen. Der Preis dieser Deckreiser ist auf 20 Pfg, für die Weif ßcstizesetzt und bei der Bestellung zu bezahlen, Gießen, den 11, November 1811, Der Oberbiirgkrmkister: F, V: Grünwald, Verstorbene, Heinvich Geisel, Postschaffner, Billevtshaujc, Kr. Alsfeld, — Franz M o h r in Wetzlar, 37 Fahre alt, I Jnbalt: 5 SBricfbößcn, 5 Coiwcrts nnd 5 Postkarten u| vorschriftsmäßigem Ausdruck sehr gangbarer Artike cnipsiehlt in jedcni Quantum äußerst billig Höerljesl. ^olkszeilung Kieke Batznliofstraße 23. (WltWl W Soiliitlig, beit 15 . Novcillbcr 1914 , nlieilds 8 Uhr Familien Abend im großen Saale. Isiiiflc rniii heitere Ärtchc imii Mstlfft Jlirbietilligc». DM' Eintritt frei. Zu recht zahlreichem Besuche ladet frcnndlichsl ein Tie Verwaltung. Wasserdichte Icliiiiflkn r»» Hin ^in,)(ljiiiiiii( eventuell mit »kabtnctt soi ,u vermieten Schiffervcrqerwea ‘ I fi« 1 :1t* 1 tfl* '411 P London, 11. Nov, (ßtr. Frkft.s Tie Nachricht von der Verl nichtnng des Kreuzers „Emden" verbreitete sich qeqen Mittag vo l Lloyds und der Baltic Erchanqe und wurde zwei Stunden späte I offiziell bestätigt. Sofort erhob sich großer Fubcl der Erlcichtcrun über das Verschwinden des gefährlichen Schisses, Geschäftig Hände schrieben die Nachricht mit Kreide an die Häuscrmaueri \ Der Fnbel verbreitete sich durch die ganze Eitn, was wohl beqrei- lich ist, weil infolqc der „Emdcn"-Streiche keine Schiffe mehr fü I den fernen Osten und Fndicn zu heuern waren und der Baumwok I nnd Getreide- »nd Znckcrhandel siillstanden. Trotz des erlittene t Schadens erkennt die Eitn mit großer Bewunderung die Taten de 1 „Emden" und ihres Führers von Müller an, dessen genaue Kenn nis der Bai von Bengalen auf seine dortigen langjährigen Fährte f als Offizier der Hanfolinie zurückgcführt wird. Die Dailn News schreibt: „Der einzige Schmerz des britische! Volkes über die Nachricht ist, daß ein Teil der Besatzung de! „Emden" u m g c k o in m c n ist, Ter Führer der „Emden", ei I mutiger Gentleman, reich an Erfindungsgcist un voller Höflichkeit, hat die Gefangenen aut b c bandelt nnd seine Rolle bewundernswert gespielt. Wir fioffci I daß er unter den Geretteten ist. Die „Emden" wird gleich d< 1 „Alabama" ewig in der Geschichte der Marine leben. !n 5(1 |ji Oi K fei«» «ii 5di |u fiat. " »Sf-r in, d-r 1(111141«: Id Leb iiiet® »ckni z» it tliien i uni ins i i «im. mdl lull bi in ir I llläjt, MM littet Kjeroeftt Ritt 5 l - jenen Sri | jitt ins 'milh»4 Kl» btt lim ?i m 54 m 7 »it 5 a t, ml Bit Sein !UI I« tarnen i I ->» 4 i.i 1» «■ ItBj fihSeii, «W» N'lii -t täte it«:,5 i ei«, ff i» Jet Mir» 1 I?, ,' f n r i S™««» »ert: , . I Witt, J-, fixere, if ' j # i Mädchen können m Bügeln kostenlos erlernen. 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