MrWsche K«Ikszeit«ng Organ für die Inte reffen des werktätigen Volkes der Provinz Obcrheffen und der Nachbargebictc. Odrrdctftllbe v«ltt,etruo, erlchemt teden Werktaa Abend tu -ca. Der «bonneareniavrrl» beträgt »öchentlich lü Psg, monatlich hg. cmubl-Brrngertodn. Durch die Post bezogen vlertetiädrl.IsLMI tzkedaktion and Ervcbttton Stelle». BabndoOiralie 22. lecke Liwenaanc, Deledhon 2008. klnlerate losten dir 6 mal gespall. Kolonelzcile oder deren Raum lü Plg. Bei aröhercn Austrägen Rabatt. Anzeigen wolle man bi» aden>»7»dr lür die lolgeird« Nummer In der Ervcdition autgede» M. 260 Gicßcn, Moiitliff, Den 9. Novcuilicr 19 14 9. Jalirgang SSt ?rhn löltt.fc otSoor ifltn.» t imt gc t».J nrnrfei st die Internationale tot? Seiiosse Troclstra. der Leiter der holländischen Sozialdemo- Hai aus seiner Reis», die er kürzlich durch Tcutschlaud, cdcn und die Schweiz machte, auch Wc!eflcnf)cit. Benommen, jcfoniiten deutsche» Parteigenossen die Krage nach dein Kort- id der sozialistische» Internationale zu erörtern. lieber die htcn Karl Kautskhs und Eduard Bernsteins schreibt er n» erdamer Parieiblatt Hct Bolk: kautskus Antwort aus „icinc Krage: Ist die Intern,itio- tot? lautete: Rein! Gewi« ist ihr Zusammenhang loser rdc». Es sind Gegensätze vorhanden, aber keine prinzipieller »eine der sozialistischen Parteien der Welt will ihren Zumen Hang mit der Internationale verlieren und keine :i nimmt eine Haltung ein, die ihr Verbleiben in der Jnter- nalc u n n, ö g l i ch macht Der Krieg hat das nationale ilhl auch in breiten Tchichteu des Proletariats stark gc- t, aber in keiner einzigen sozialistischen Partei artet das nale Eclbslbewnbtsciii aus: nirgends, soweit ich sehen kann, >1 ei Formen von nationalem Haß und n a t i o u a l c r achtung an: nirgends zeigt sich das Verlangen nach Vcr- altigiing von srcmdcn Rationen. Einzelne Partcige- u mögen sich vergessen und unter dem Einfluß des furchtbaren ics die Grenzeu überschritten haben, die durch die Knternativ- gezogcu worden sind: aber wir haben alle Ursache, auzu- en, daß die sozialistischen Parteien überall mit solchen Ent- ngen nicht e i n v e r st a n d e n sind. Am ineistcii scheint nternationalitat durch die Z u st i m ni u n g zu den Kriegs- tten gefährdet zu sein. Ich kann nicht untersuchen, ob diese iimiuig überall angebracht und durch die Umstände gc- |:rti!U war. Tie Diskussion darüber kann erst nach dem c in voller Freiheit und mit voller Lachkcnntnis geführt so viel aber kann man-bereits sagen, daß die Zustiin- zu den Kriegskrediten nicht aus Gcdantcngängcn heraus >tc, die mit den Grundsätze» der Internationale unvrr- >ar sind. Ucbcrall galt diese Zustimmung einzig der >chr und nirgends der Eroberung. Wir können misie», was der Krieg midc bringt und inwieweit er die nalen Gegensätze noch verschärft: aber wir haben alle llr- anzunehincn, daß der Höhepunkt der n a t i o n a l i st i - » A u I r e g u n g überschritten ist. Tic Fricdcns- chc und die Friedenspropaganda werden die internationalen Hungen wieder verstärken und die sozialistischen Parteien der cnationale werden sich bemühen, gemeinschaftlich einen für ■ Nationen heilsamen Frieden herbcizuflihrcn, svdatz nach dem tkndschlns, die Fntcrnationalc wieder krästig und gc- oiicn dastchi. Rach Kanttky erörtert Troclstra die Frage der Fntcrnaiionalc Kirnst ein. Rach Troclstras Angaben führt Bernstein . »'"b dm säst überzeugt, das, dieser Krieg bewirken wird, daß 1 >»> e r n a t i o n a I c 'Arbeiterklasse vcrstärkt aus ilPtT* dcivorgeht. Hosscnllich sehr bald, sicher aber in nicht zu l i ’ u , uil i | - Ctjiic Zwcisel hat der Krieg uns in a n ch e s U n > knklime gebracht, aber wenn man bcdenlt, wie plötzlich daß in der Sitzung des Fnlernalionalen Sozia- I», , f” ."uTtaii-j vom 20. Juli noch mit keinem Wort die Neu . 0 ! von Belgien erwähnt wurde, da» kein Mensch _ t’omc dag Belgien in den Krieg hinei » gc > t.lli'! n ' tr "*» köniiic, dann soll man ans dem Umstand, daß die 1 il nii'f« * >f " • < * r ' c ü nicht verhindern konnte, lernen, _v f i C noch vor s i ch hat. und da« sie in i »müden Zcii noch viel notwendiger sein wird als vitct** g , ' i ct . !?.f > cdcnsIvillc der Volke r soll aus dielen, - v] zum Vorschein kommen, als er sich srüher ™. J ',verstärken wird der Krieg das Vcrlranc» in H, 'n>ahrendc »rast der Diplomatie Tic Kämpfer der ’ ‘ "£?*“ der Arbeiter habe» zu lernen und sollen L-I,....- u°" de» Ränipscn siir das Werl der Verbindnii: fVriri i -ander zu einem großen Bund für den > ifcii" CÖCa U,l * ) '*' r d>e soziale Befreiung solle» sic nicht 'ui. den Einwurs Troclstras, ob die Lozialdcinokratcn ihren der Aaiionalitätensragc und in der Frage der NI ch l geändert haben, antworieic Bernstein: „Auch einem bcstinimicn Rein antworten. Mir ist ckannt geworden, dasi dieser Krieg irgend ein Argument untere bisherige Haltung zutage «eiörderi haue r alles bestätige, was wir bisher gesagt haben. Es n gezeigt, -aß c * ^itte Illusion war, wenn man die "".»dko steil siir eine Versicherungsprämie oen Krieg aniah, wodurch dem Staat die Kosten eines ' a ^?a r t würden. Gerade der Rüstungswetteiier hat er irrikdcnsvcrsiche nngcn den Krieg hcrbcigcfiihri er kommende Friede heilsam und dauernd sein, dann haben wir. sondern die bürgerlichen Parteien ihre >n»g ,u revidieren, die Selbständiglcit der Rationen lte», ihren R ü st n n g s c i s c r z n hemmen und eine rein kn n ft über d i e Abrüstung anzustrcbcn. Auch vu^,crliche Kreise werden siir diese Forderung tu gewinnen RichtS könnte uns mehr schaden, als der Eindruck, als wären »nscrc Auslands- und Militärpolitik einer prin- ' i l c n Wandlung zu untcrwcrsen " Ein deutscher Lcesiea. L. Berlin, li. Nov. sAmtlich.) Nach Meldung dcs chcn Prcsscbureaus vom 1. November wurden durch Kreuzcrgeschützc in der Nähe der chilenischen Küste iglische Panzerkreuzer „Mont Mout" vernichtet, der rkrcuzcr „Gut Hoof" beschädigt. Ter kleine Kreuzer Der Krieg. „Glasgow" ist beschädigt enlkoniineii. Aus deutscher Leite waren beteiligt L. M. grosicr Kreuzer „Lcharnhorst" und „Giieiscnau" und L. M. kleine Kreuzer „Nürnberg", „Leip- zig" und „Dresden". Unsere Lchissc haben anschcineud nicht gelitten. Ter strllv. khes des Adinirnlstnbs: v. B e h n k e. Tie englischen Niederlagen zur Tce. Die Franks. Ztg. schlcibt: Ein Gefühl stolzer Genugtuung geht durch das deutiäv Volk aus Anlaß der große» Erfolge, die die deutsche Ni a r > u e in diesen Tagen gegen England errungen hat, und die Genugtuung kann nur noch wachsen, wenn inan die niederschmetternde Wirkung sicht, die diese Erfolge ans die Nächstbetciligten ausiibt. Gewiß, Englands Flotte ist groß, »nd sie kann größere Verluste verschmerzen, als sie bisher erlitten Hot, aber eins komiiit zum anderen, und wichtiger als die Einbuße an Menschen und Schiffen, die die englische Flotte jetzt von neueni erlitten hat, ist die nioralischc »nd politische Bedeutung der deulschcii Erfolge. Hat schon der Vorstoß eines aus großen und kleinen Kreuzern zusammengesetzten deutschen Geschwaders nach der englische». Ostkiiste durch seine Kühnheit in England ebensoviel S ch r e ck e n , wie im neutralen Auslande Bewunderung erregt, so bat der Seekamps an der chilenischen Küste, in dein sich zwei große und mehrere kleine deutsche Kreuzer einer aus schlveren und mittleren Kreuzern zusammengesetzten c-ngliiclwn Strcituiachr gegcniibcrslanden, auch eine ni i I i • tärische Ucbcrlegcnheit der deutschen Schisse bewiesen, deren Eindruck sich sogar englische Blätter nicht ent- ziehen können. Daß sie hier wie dort den Erfolg des deutschen Unternehmens, da sie nun einmal in dem blinden Glauben an die alleinhcrrschcnde Seemacht Englands groß geworden sind, noch z» verkleinern suchen, indem sie als Ergebnis cine? aiisgcdclinten S p i o n a g c s t, st e in s angcbcn, was nicht zum wenigsten der zähen und überlegenen strateg'- sche» Führung z» danken ist, mag man übergehen. Es ist ja inzwischen aller Welt knnd geworden, dasi in England dsi' kühne Zuversicht, mit der man sich auf diesen ini Interesse des Geschäfts unternommenen Krieg mit Deutschland eingelassen I>at. längst einer tiefen Niedergeschlagenheit gewichen ist. Wegen der schweren Verluste, die die englischen Truppen in den Kämpfen a» der ?) s c r erlitten haben, herrschen die crii st c st c n B e- sorgnisse, aus Angst vor Fliegern und Zeppelinen hüll: sich London in Dunkelheit, aus Furcht vor deutsche» U u t c r ' c e b o o t c ii wagen sich die englischen Schisse nur noch ungcru aus die hohe See. und nun zeigt sich, daß deutsche Schisse, allen englischen Minenlegern zum Trotz, sich b i s a n d i e e n g l i s ch e K ii st c h e r a n w a g c n und Bcjestigungen und Schiffe bombardieren, während im Ltillen Ozean starke englische KriegSschisfe unter dem Feuer der deutschen Marinegeschütze z u s a ui ni c n b r c ch e n. Dar siebt nicht nach Alleinherrschaft über die Tee aus und must vor allem in Südamerika, an dessen Küste sich der Seekampi abgespielt bat, dem Nimbus von der Unbesiegbarkeit de. englischen Flotte den Glanz nehmen, Ter KriefZ im Crieut. Der türkische Tagesbericht. Konstantinopel, 6. Nov. kXZ I>.) 2li»tlicl)e Mitteilune des.Hauptquartiers: An unserer östlichen Grenze sind »»im Truppen ans der ganzen Front in Fühlung mit dem Feinde, Aus der Reede von Smyrna wurden drei große englisch-.' Schiffe und mehrere kleinere englische »nd französische Dampfer beschlagnahmt, deren Besatzungen gefangen ge- nominen wurden. In dem englischen »nd dem russischen Konsulat zu Bagdad wurden die Haussuchungen fortgesetzt. Außer den bereits srsibcr bc'chlagnahmtcn Waisen wurden sechzehn Mannlicher- und Mauscrgrwehrc. 32 Revolver, JC> n Gcwehrpatroricn. 17U Revolvervatrone» und 15 Bajonette beschlagnahmt. Auf der englischen Botschaft sowie aus der hiesigen sranzösisa'en Schule St, Bcnoit ivnrden Apparate für drahtlose Telegraphie gesunden. Befchictzunq von Jaffa. Mailand, 0. Rov. r. Frist ) Nach einer Pariser Aaentur- depelche beschosien cnglisck)e Kreuzer Juisa. Tie tiirtischc Artilleri: erwiderte die Beichictzuna. woraus sich die Kreuzer zurückzegen. Ter Tailn Tclearapb meldet aus Atl>-u, alle russischen, srauzv sistiien uns cngliichcu Unter, - hmunxen m Rososto wurden beschlag i'ahmr und d-e 2K:sitzcr r-erhostrt, j Im Wilaset Kenia soll Anarchie ken. Tic rltssischc ^-lottc. Konslantinopcl, l>, Nov, (Citr. FrkstZ Tie russisch? Schwarze-Blcerslottc lies aus Scuxisiopol in östlicher Richtung ans. Dic Ltrcitkräftc an Ver ka«kafifchc»i Nack, Berichten des Eorriere de»a Tera ans Petersburg stelzen a»s russischer Zeile an der kaukasilchen Grenze ,zcwöh»lich drei Anneelorps von je zwei Jnfanecri«., einer Jäger, und »ir.er Kavallerie-Tivisiou. Das Kommandv zweier Korps ist in Tiflis, das des dritten in Wladikairkas Ferner könne» die beiden turkcsia- »isch-en Korps aus kahl senk und Askabad leickst lun.ziiite zogen werden, Das dritte kaulasisclx Korps Hai jedoch jüngst an der Weichsel lultgckäinpft. Dic Türken versi'gcn an de»- lanlasilchcn Grenze über drei Armeekorps von j« drri Divisionen, dazu iiürr 15000 bis 20 000 kurdische Reiter. Man glanöt in Petersburg, daß die Türke» iruge» d:r vorgerückten Jahreszeit »iä>t »der dic >>ock?ge>eqrnc ta-utasijche, svirder» mir der Richtung Tudris über die persische Grenze ans russisches Gebiet dringen werden. Der pcrstlckie Gesandte in Petersburg bestreitet, daß ein Blindnis oder liberhanpt ein Abkvinineu zwischen Persien und der Türlci bestelle. lFrants, Ztg.) Ruffischer Rcchlsbrnch in Persien. Konstaiitinopel, li. Nov. (Citr. Frkft.) Die russischen Behörden setzten i» TäbriS, der Hauptstadt der nordpcrsischen Provinz Aserbeidschan, gestern die Konsuln des Deutschen Reiches, Oesterreich-Ungarus und der Türkei gefangen. Tsingtau. Tokio, li. 'Roo. (»'. IC 'iiichtanitlich.) Melduirg des .Reutcrschen Bureau. Amtlich. In den Kämpfen vor Tsingtau beliesen sich die englischcn Verluste auf 2 Tote und 8 Verwundete, darunter 2 Majore: die javanischen Verluste auf 22 Tote und 887 Vcrlvnndete. Tic Beschießung Tsingtaus dauert an. Flugzeuge tversen Bomben und Flugblätter herab, worin den Einwohnern geraten lvrrd, an den militärischen Operationen nicht teilzunehmen. Wafirsieit das Rcttnngsmittcl. IV, kt, lRiäNqmtlich) 2-ndou, 0, Nov, Tailn Mail schreibt: Tic britische tllcgierung sollte cinsebeu. doh Tiiilschland noch im- «djc'.itc Reserven an Mäimcrn hat Tic l-este und sicherste Methode, die Rckruticiung zu fördern, sei, der Ra«ivn vollständigere uns kin- gthendcre Berichte von der Fron! zu geben uns allen den verzweifelten El»r-.a-ktcr des Kemipsr», dic iiewalrigen zu iiberwindenseu Schivicrigkcitvn, dic gilänzendc Tapscvkeit, dl« enlfaltet wurde, uns dic durch Kugel» uns Granate,, in die britischen Reihen gerisieneu Lücken deutlich zu mochten, Ter Bmcnansstand in Lüvafrifa. Rach einer Depesche der Deutschen Tageszeitung aus Aal- ivcrpen, habe» sich dic Buren des g a n z c n L r a n j e I r e ist a a t e s dem Ausstand angcschloffen. Tewel habe di« Zelbständigkcil der Re- publik erklärt. „ ^ Reuter meldet aus Prätoria, daß Teivct mit 150 Leuten Wrcde ii» Oranje-Freistaat besetzt hat. Er zerstörte die Telegraphenan- lagen, ries den Magistrat und die Einwohner zulammen und hielt eine Ansprackir gegen die gotilose Politik 'Bothas, Weiter lordertc er Munition und Wassrn, Bei Oluiktcnburg wurde eine Abteilung Bothas von den Auiständigen gelchlagen. H'ngliichc Nvtcilc. ZV. 8. lNichtamtlich.) Manchester, 8. Nov, Maneltz-ster Guar- dir,, meldet: Das Polizcigcricht in Erowc verhandelt« gestern gegen 5 ,> Pcrsoncn ivege.i Zerstörung und Plünderung dreier dcuischer Läden. Ter Z: - d: ich reiber sogte ans, daß 50Ü0 Meujchen sich in den Läden aaqej - >:>:n«tt, die Fenster eirigrschlagen und alles ge- plllnder. hätten, Mchrer: Polizciolnzler« uns Tvldatrii wurden in dcm Tu niAt ru'letzt 1 Angeki-rvte wurden s r e i g c s p r o ch e n . die ardercii zu Gcldstrajen von 10 Tchilliiiger auswärts und zu den Kosten venirteilt, ZV, I!, Alerandria, 8, Rov, lN cheomtlich > Meldung deS Reutersckien Bureaus,) Leutnant M o r s, ein deutscher ZtaatSan- gchöriger, der in den Diensten der b csigen Polizei stand und wegen Zv onogeversuchs und Einluhr von Zprengltossen vor das Kricgs- gtr.ch gestcllt ivar. wurde zu öflentlichcr Tegra datiov und lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt. ^apiitt gcqeir Lugano, (>. Stov. (Etr. Frkft.) Nach Meldungen aus Tokio begründet dic japanische Negierung in einer Slntwort- notc an China die Besetzung der Stadt Tsinanfu mit der Synipathic der Stadtbewohner für Deutschland. Wegen der Angriffe der Tschunguscn auf japanische Truppen in Schantung sind die Regimentcr 15 und 19 dorthin transportiert worden. Jap.ru beschuldigt China, dic Tschungusen zu besolden. .fl ein Waffenstillstand für die Bergung der Lerwuikdeleu Kürzlich berichtcic dic dculschc Heeresverwaltung, dah dic Frsuzoscii einen angeboteuen Wassenstillstaud zwecks Beerdigung ihrer Toten abgelchnt haben. Jetzt wird folgendes Nähere hier- i-bcr berichtet: „Die Franzosen hatten einen Teil unserer Ziellung. 100» Meter breit, lange mit schwerstem Geschütz beschosien. Da.- lieh einen Turchbruchsvcrsuch erwarten. Dazu war das Hcran- rücken neuer feindlicher Truppen berichtet worden. Endlich beaann der Sturm: 24 000 Mann griffen die Turchbruchsstellc von Toni her ani 2t. und 22. Oktober an. BiS nahe an die Trahtverhaue gclancue der mutige Feind, dann brach der Angriff zusammen. Ungefähr 000 Franzosen lagen auf den Feldern vor unseren Schützengräben tot oder verwundet. Ta unsere SanilälSniann- schaften wegen des Feuers des Feindes nicht helfen konnten, wurde der Parlamentär mit dem Angebot eines Ostiindigen Wassenstillstandes abgesandt: aber er kam mit der Meldung zurück: „Le propos est rehise." Ein ausgefundener Korpsbefehl unterrichtete uns über die Stärke des Feindes und den Zweck des Angriffs. Man rechnete sicher aus Len Erfolg! Vielleicht war es die Erbitterung über die zerschlagene Hoffnung, die zur Ablehnung des Vorschlages führte. Zu leiden hatten darunter nur die schwerverwundeten Franzosen: herzbeklemmend schallten ihre Klagen in die Schützengräben herüber: aber wir muhten sie ihrem Schicksal überlassen, da unsere SanitätSmannfchaften vom Feinde beschossen wurden." Die Internierung der Engländer. Berlin, 6. Nov. (W. B. Amtlich.) Zu der Festnahme der in Deutschland befindlichen Engländer schreibt die Norddeutsche Nllg. Ztg.: Tie Behandlung der Reichsangehörigen in den feindlichen Ländern war von Ausbruch des Krieges an für die Regierung ein Gegenstand ernster Fürsorge. Die Verfolgung jeder in greifbarer Form zur Kenntnis gekommenen Beschwerde wurde amtlich eingeleitet, bevor sich in der Oeffentlichkeit Klagen über schlechte Behandlung der Deutschen in Feindesland, besonders in England, häuften. Nach der amtlichen Untersuchung, wobei wir uns der Vermittlung neutraler Mächte bedienen mußten, stellten sich manche Fälle nicht in allen Umständen so dar, wie in den Schilderungen der Presse. In Einzelheiten unterliefen den Beschwerdeführern hin und wieder auch Uebertreibungen. Was aber als das Ergebnis amtlicher Feststellungen übrig bleibt, ist so schwerwiegend, daß, vor allem gegenüber England, Vergeltungsmaßregeln gerechtfertigt und notwendig waren. Diese Maßregeln sind nicht darauf berechnet, mit unfern Gegnern einen Wettstreit in der Brutalität gegen feindliche Staatsangehörige zu eröffnen. Mutwillige Grausamkeiten gegen Deutsche waren den Engländern ini großen und ganzen nicht nachzuweisen. Es kamen aber ganz unnötige und unwürdige Härten vor, wie sie mindestens ohne Fahrlässigkeit von seiten der Beauftragten der britischen Krone nicht möglich gewesen wären. Eine vollkommene Genugtuung dafür können wir nicht suchen in der Rache an Unschuldigen, nicht in dem Schriftwechsel mit neutraler Unterstützung, nicht durch Schiedsspruch: diese Tinge gehören mit zu der verstockten Ueberhebung, womit England sich gegen alles, was deutsch ist, versündigt. Wir müssen sie einbeziehen in die Abrechnung, die wir gegen das auf seine Unangreifbarkeit pochende Jnselvolk durchzuführen entschlossen sind. Bulgarische Rüstungen. W. B. Sofia, 6. Nov. (Nichtamtlich.) Der Kriegsminister hat Verfügungen getroffen zur stufenweisen Ein- berufung von sechs Klassen von Reserven in drei aufeinander- folgenden Abteilungen für je eine Uebungsperiode. Am Ende einer jeden Periode sollen die einberufenen Klassen der Reservisten beurlaubt werden. Vcrlettmvkkug der Lchlvcizer. Der Chef des Generalstabes der schweizerischen Armee bezeichnet ein neuerdings verbreitetes Gerücht, Deutschland habe von der Schweiz freie Durchfuhr durch den Bezirk Pruntrut verlangt, als völlig grundlos und warnt vor Verbreitung des Gerüchts unter Strafandrohling. Bo» der Anklage des Hochverrats sreigesprochen. Bor dem Reichsgericht in Leipzig stand am Tonnerstag der Kaufmann Georg Luck aus Saabrücken unter der schweren Anklage, Hochverrat verübt zu haben. Ter Angeklagte ist von Geburt Franzose, lieh sich aber später in Preußen naturalisieren. Seit 1008 betreibt er in Saarbrücken sein Geschäft, neben dem er noch schriftstellerisch tätig ist. In einem Verfahren gegen einen gewissen Nauhut, das mit Freisprechung endete, wurde auch bei dem Angeklagten, dessen deutschfeindliche Gesinnung bekannt war, Haussuchung gehalten und dabei fand man Radfahrerkarten von Elsah- Lothringen und den Vogesen, Manuskripte deutschseindlicher Aus-, sätze, deutschfeindliche Broschüren, drei aus Belsort stanimende j französische Trikoloren und einen deutschen Reisepaß nach Ruhland. | Ten Besitz all dieser Tinge wußte der Angeklagte derart einwand- l A f r a j a. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 407 „Was könnte es helfen," erwiderte der Greis. „Ihr müßt beide erfüllen, was Gott über euch bestimmt hat. Du, lieberBjörnarne, wirst hier einst friedlich und glücklich wohnen, sie wird mit Mortuno und ihren Herden ein wanderndes Leben führen, aber auch glücklich sein, weil das ewige Wesen jedem seiner Geschöpfe Frieden und Glück gibt in seiner Weise. Du weißt ja." fuhr er fort, „daß der Stanim der Lappen nirgends froher ist als in seiner Fclscnhcimat, und selbst Gula hat die Sehnsucht nach der schwermütigen, einsamen Uncrmeßlichkeit dieser wilden Freiheit nicht ganz verloren." Björnarne sah überlegend in die Weite. Sein Blut rann glühend durch alle Adern, er hätte hohnvoll auflachen und die Hand des alten Vermittlers von sich schleudern mögen, aber Paul hatte recht. Auf dem Wege zum Guten wie zum Bösen ist der erste Sckwitt der schwerste. Ist die erste Lüge, die erste Heuchelei vollbracht, so folgen die anderen wie die Glieder einer Kette, und entweder mußte er jetzt diesen Priester betrügen, den er schon halb betrogen hatte, oder er mußte ihn zum Ankläger und Richter machen, ohne aus Vergebung hoffen zu dürfen. Die Wirkung dieser Unterredung war, wie sie Paul Petersen nur wünschen konnte, denn ein anderer Geist schier, über den jungen Hclgcstad gekommen zu sein. Er begleitete den Geistlichen, setzte sich an Hannas Seite und hörte Mar- strand zu, der noch immer Ludwig Holbcrgs Schriften vorlas. Er dachte jedoch an ganz andere Tinge, denn seine Gedanken schweiften weit über den Kranz kühner Klippen hinaus, die den Lyngenfjord umlagerten. Weit über die moosigen Decken unermeßlicher Fjeldcr suchte er das verborgene Tal, wo Gula einsam verbannen war, wo Birken sanft rauschend über frei zu erklären, dah der Reichsanwalt selbst die Freisprechung be- antragle, auf die das Gericht dann auch erkannte. Rnjsikche Kolile». Tic an das obcrschlesische Kohlengebiet anschließenden Kohlengruben in Russisch-Polen setzen nach dem 'Neuen Wiener Tagblatt ihre Förderung unter deutscher Ver- w o l t u n g fort. Tie Kohlcnsendungen von dort wurden bereits nach Deutschland gebracht und sind auch nach Oesterreich unterwegs. Tie Stimme eines Neutralen. Ein sehr pessimistisches Urteil über die deutschen Auf- kiärungsversuche im neutralen Auslande fällt ein holländischer Gelehrter in einem Briefe au einen deutschen Kollegen, den die Köln. Ztg. an hervorragender Stelle veröffentlicht. Der Verfasser spottet über all die Verteidigungsschriften „in solch einem Brustton der Ucberzcugnng, der Entrüstung, der Autorität, dabei noch in einem Stile von Kongreßredcn, die auf niederländische Zuhörer fast komisch wirkten." Unverzüglich sollte die Neutralen glauben: „Es ist nickt wahr" . . ., und mit Recht weist der Briefschrciber auf die Kriegssuggestion aller kämpfenden Völker hin, der eben der Neutrale nicht unterworfen sei. Auch in Deutschland wisse man „Stimmung zu machen", es sei nur an die Abänderung der Depesche durch Bismarck 1870 erinnert. Tann heißt es in dem Briese: „Ebenso unsinnig finde ich es, darüber zu streiten, wer Schuld an diesem Kriege (>at und wer am meisten. Ter Krieg muhte einmal kommen, wir warteten dock, alle auf ihn seit vierzig Fahren. Ter direkte Anlast ist ganz Nebensache." Und am Schlüsse wird gesagt: „Ernste Leute lachen über diese Krankbciteericheinungen lge- mcint sind die Methoden des deutschen AusklärungödieusteSl. Im neutralen Auslände können sie nur schaden. . . . Wenn der Wunsch der Neutralen in Erfüllung ginge, dah olle Länder um Ende des Krieges ungefähr die gleichen Grenzen behielten, doh ans diesem Kriege aber gleichzeitig die Ueberzeugung geboren würde, dah ein Krieg zwischen den zivilisierten Teilen Europas nicht mehr geführt werden kann, sobast eine lange, lange Friedenszeit folgt, dann hätten wir viel erreicht. Auch wenn dieses Ziel eine Million Menschen kosten sollte, so wären sie nicht vergebens gestorben." In den abwehrendc» Bemerkungen, die die Köln, Ztg. zu diesen Ausführungen macht, gesteht sie zu, daß die Form nicht immer glücklich gewesen sei, mit der man die deutsche Sache im Auslande verteidigt habe, Kriegsbeute. Alle dem Feinde abgenoinmenen oder von ihm aus dem Schlachtfelde zuriickgelassenen Bekleidung-- und Ausrüstungsstücke sowie ganz besonders auch die Waffen und die Munition gehören. >vie im Armeeverordnungsblatt bekanntgegeben wird, zur „.Kriegsbeute", deren Eigentum dem Tentschen Reich zusteht. Ihre sorgfältige Sammlung und Abführung an die Sammelstellen ist wichtig. Die unbefugte Aneignung ist unzulässig, die Verlendnng mit der Post, die bei Munition überdies zu schwerer Gefährdung der Transporte Anlas, geben kann, das persönliche Mitbringen solcher Stücke zum Verschenken oder Verkauf sowie die mutwillige Beschädigung von Beutestücken ist verboten. — Es wird ferner warnend daraus hingewiefen. das, deutsche Gewehre unbrauchbar qc- worden sind, weil aus ihnen mit erbeuteter feindlicher Munition geschossen worden war. Tie GefechlSsähigkeil der Truppe kan» hierdurch beeinträchtigt werden. Bomben gegen ein Lazarett. Durch Bombenwurf eines seindlichen Fliegers, ivahrscheinlich eines Engländers, aus das Kriegslazarett 12 in Sisionne, wurde am 3. November eine Rote-Kreuz-Schwester vom Carola-Haus in Dresden tödlich verletzt und ist am folgenden Tage ihren Verletzungen erlegen. Eine Schwester, die Augenzeugin war und die Leiche der getöteten Schwester i» die Heimat geleitet hat, hat diesen Das dunkle London. W. B. London, 6. Nov. Der Staatssekretär des Innern hat angcordnct, daß die Einschränkung der Beleuchtung Londons weitere zwei Monate danern soll nnd neu verfügt, daß die intensive Beleuchtung der Schaufenster von 6 Uhr abends oder früher, wenn die Polizei es anordnet, verringert werden muß. Starke Lampen werden für Automobile und andere Geführte verboten. Die ersten deutschen Flieger über Dover. Kassel, 7, Nov. sEtr, Frkst.) Wie der aus Kassel stammende , Fliegerleutnant und Referendar a. T. Caspar, der jetzt Leiter der , Fliegerschule Hgmburg-Fnhlsbiittel ist, seinen hier lebenden Verwandten geschrieben hat, ist er mit einem Begleitossizier der erste l deutsche Flieger gewesen, der in diesen, Kriege den Kanal zwischen den Bach hingen, wo sie mit der sanften Stiinine, die er kannte. Lieder der Sehnsucht und der Treue sang, und er ihre zarte Gestalt mit geöffneten Armen, mit blitzenden Augen ihm entgegeneilen sah. als er plötzlich vor ihr stand, um sie von Mortuno zu befreien. Ein glückliches, frohes Lächeln lief durch sein Gesicht, und eben hob er den Blick ans und sah, daß Hanna ihn betrachtete. Es überlief ihn kalt, seine Muskeln wollten erstarren, doch über Hannas Schultern sah Klaus und nickte ihni winkend zu. Tie ganze Wahrheit und der ganze Trug fuhr wie scharfer Stahl durch seinen Kopf, und mit fast übermenschlicher Willenskraft ergriff er Hannas Hand, die sie ihm bot, drückte sie leise und sah sie freundlich an. Das war eine seltsame, unerwartete Uebcrraschung. Eine jähe Röte sammelte sich auf .Hanna Faudrcms Stirne, ihre Augen öffneten sich weit, als wollten sie die Wahrheit erforschen, ein unwillkürliches Zittern bewegte ihre Finger: allein Björnarne hielt diese fest und legte seinen Arm über ihren Stuhl auf ihre Schulter. Es gewährte ihm geheime Lust, denn cs kam ihm vor, als habe die Jungfrau Angst var ihin bekommen, und diese Entdeckung machte ihn beherzt. Im nächsten Augenblick war Hannas Erschrecken jedoch vorüber. Sie warf einen langen, prüfenden und fragenden Blick auf ihn und wandte sich dann zu dem guten Klaus um, der, die reinste Freude in seinem ehrwürdigen Gesicht, das junge Paar mit der Zärtlichkeit eines Vaters betrachtete. Ter ganze Tag war nun ein Frcudentag, den jeder in keiner Weise feiern hals. Selbst Paul Petersen ließ es sich angelegen sein, liebenswürdig zu erscheinen und keinerlei Bosheit zu begehen. Nachdcin er lange sich mit Helgcstads Büchern beschäftigt und Auszüge daraus gemacht hatte, fand er sich bei der Gesellschaft ein und erkannte mit einem Blicke, wie folgsam Björnarne gewesen sei. Er nahm ein nachdenkendes und bescheidenes Wesen an, setzte sich zu JIda und sprach mit Marstrand über den neuen, unerwarteten Anf- Ealais und Dover überflogen hat. Er hat fünf Bomben Dover herabgeworfen, von denen die meisten die Küsienwerke nnd dort nach den Erplosionen großen Schaden anrichteten, den, die Flieger wieder in größere Höhe hinaufgesticgen sind sie »ach Calais zurückgesloge» und haben dort zwei P herabgeworsen und schließlich glücklich im Lager ihrer Kam aus belgischem Boden gelandet. Caspar schreibt: England h noch kennen lernen, Fortsetzung folgt! Eir'.c Tagung der sozialdcuiokratischc Rcichstagefraktion. Berlin, 7. Nov. Ter Vorwärts schreibt: Im A> an die offizielle Mitteilung an die bevorstehende Reich tagung möchten wir initteilen, daß die. sozialdemokr Fraktion des Reichstages bereits vor dem Zusammcntr freien Kommission zu einer Vorberatung zusammei wird. Beschießung zweier türkischer Häfen Konstantinopcl, 7. Nov. Die russische Flotte hat > früh zwei Stunden lang die türkischen Häfen Koslu Sugundu beschossen. In Koslu wurde ein gric, Dampfer zum Sinken gebracht, in Sugundu wurde dic zösische Kirche, das französische Konsulat, sowie andci bände beschädigt, sonst wurde kein Schaden angerichtet Ei» neuer Landungsversnch der Englände» Roten Meer. Konstaniinvpel, 7. Nov. Bei Akaba an der Küste des Meeres haben die Engländer einen zweiten Landungsvers macht, sie wurden jedoch von türkischer Gendarmerie, die v gehörigen verschiedener Stämme unterstützt wurde, z, schlagen. Als schliehlich ein englischer Offizier fiel, war Mannschaften ihre Waise» und Munition fort und stoben Schiffe. — An der russisch-türkischen Grenze haben die Russc neuen Bewegungen unternommen. Keine deutsche Bcrtuste in der chileuis Seeschlacht. \V. B. Rotterdam, 7. Nov. Zuverlässigkn Nachrichten haben nach Aussagen des deutschen Admirals in Valparc deniichen Schisse in dem Seegefecht an der chilenischen Alls Verluste erlitten, anher cinigrn Lcichtverwnndcirii. Hesse»» und Nachbargebiete. wretzen nnd Nrngebung. Verlustliste des Landwelir-Lulauterie Regim Nr. 116, Gießen, Friedbersi. Vitry am 15., Cerita>)°en-Tor»ioiS vom 15. bis 20. Tepi II. Bataillon. 5. Kompagnie: St., veimuttich d. 91., Theodor Richteriz, Kr. Plön, ge s. — Unteroff. Ernst Balte, Cic .tzelsenkirche», gef. — Vizeseldw. Karl Christ mann, Titt Kr. Waldenburg, schvw. — Unteroff. Kart Schäfer, Wiesec — Unteroff. Karl Schäfer, Reiskirchen, Kr. Wetzlar, Imv. - jeldivebel Äug. Thront, Gießen, schvw. — Unteroff. Johann dopfmannsfeld, schvw. -- Wehrm. Ernst Bätz, Driedorf, Wehrm. Karl Bindewald. Helpershain, gef. — Wehrm ! Zraun, Taubringen, lvm. — Wehrman» KnrI Briickinann, cod, low. — Wehrm. Heinrich Cioos, Goitterhaasen, Kr. vw. — Gefr. Wilhelm Dieb, Höingen, Kr. Alsfeld, ge t. _ naiin Ludwig Dörr. Wieleck, lviv. — Wehrm. Johann -i Liesen, gef. — Gefr. Karl Friedrich, Teckenbnch, schvw. Otto Gerhard, Helpershain, Ivw. — Wehrm. Karl Gras, körn, lviv. -— Wehrm. Tobias Heck, Worin. Ivw. — Wem" hildebrand, Wieseck, Ivw, — Gefr. Peter Horst, Oberst« — Wehrm. Karl Jäger, Oueckborn, gef. — Wehrm. F. Seil, Lumda, ge f. — Wehrm. Rudolf Keller, Bühfelku/ Gefr, Wilhelm Klapp. Oberosleiden, lvw. — Wehrm, » sann Glöckner, Neheim, Kr. Arnsberg, lvw. — Gefr ? stitös Queckbor», Ivw. — Wehrm. Karl Korell, Strebende — Wehrm. Hermann Lindcmcier, Utphe, Ivw. — Wehrm Ludwig, lllfn, Ivw — Gefr. Christoph Merkel, Allendorf a. 1 c f. — Gefr, Johanne- Möller, Stockhausc», lvw. ~ Wehr Möser, Ulfa, Ivw. — Wehrm. Heinrich Nieoiai, Herborn,^ Wehr»,. Friedrich Rau. Unterschmitten, lvw. — Wehrm. , Roth, Windhausen, lvm. — Wehr. Hermann Scheid, Harbc Wehrm. Ludwig Schmidt, Allendorf a. d. Lahn, g es. — Heinrich Sehrt, Lueckborn, gef. — Gefr. Heinrich Schi, Linden, lvm. — Gcsr. Albert Steuernagcl. Windhau,eio Gcsr. Georg Stamm, Eudors, Kr. Aisscld, ivw. — Friedrich Weil, Muschcnhcim, lvw. — Gefr. Karl Winn, Ivw. — Gefr. Friedrich Walter, Obbornhofen, ivw. — Karl Hochstadt, Altenstädt. Ivw. — Wehrm. Johau» Aff, vcrm. — Wehrm. Christian Tahmcr, HöSbertS, vcrm. — Tbeodor Deubel. Ritdiiiasliain. vcrm. — Wehrm. Heinrxb fchwung der norwegischen Literatur mit so vieler K und Verständigkeit, daß alle gern zuhörten. Oben im Gebirge fiel in der Ferne ein Schuß Echo von allen Felsen wiederhallte, und während a nach den klippigen Wänden hinsahen, erschien auf de ein Mann, der in vollem Laufe, wie in wilder Flu Stein zu Stein sprang und in atemloser Hast herur bis er den Rand des Grundes erreicht hatte, wo bei 1 stand. Noch che er dahin gelangte, wurde er erkannt. Wingeborg, der Quäner, der unter dem linken Ari seiner kleinen Hunde trug und in der rechten Han Glanzhut hielt. Sein langes Haar flog ihm um das schweißbedecktc Gesicht, und in diesem lagerte sich ein der allcrverschiedenstcn Empfindungen und Leider Angst, Sckircckcn, Haß und eine nnaussprcßliche Wut, als er die Entgegenkommenden erreicht hatte, in c Worten, Racheschwürcn niid heulenden, nnverstc Tönen entlud, wie sie ein wildes Tier hören läßt. Er warf seine» Hut und den Hund zu Boden seine unermeßlichen Arme aus, ballte die Fäuste zum stampfte mit den kurzen Beinen und verdrehte seine S so fürchterlicher Weise, daß Hanna entsetzt zurückwich hinter Jlda versteckte. Ter Schaum trat ihm vor de: seine weiße», langen Zähne lagen wie ein Wolfsgeb' de» zurückgezogenen Lippen, und Marstrand fürchtete plötzlicher Wahnsinn den grimmigen, halbwilden ergriffen habe. „Was ist dir geschehen?" riefen Paul und B zugleich. „Da! da!" schrie er, die Hand zu dem Fjeld a> „O Herr! was ist geschehen? Tot liegt er, tot!" ■— einen fürchterlichen Fluch aus, schlug sich vor die ®' es krachte und griff mit beiden Händen in seine Hc>a> lFortsetzung folgt.) Ttockhausen, Demi. — Wehrm. Heinrich Eckstein, Eifa, verm — Gesr. Ltto Eisenbach. Lbcrbrcttenbach, Kr. Alsfeld, Denn — Wchrm. Heinrich Herber. Weikartshain, nerm. — r^cfr Heinrich Köhler, Tirlamen. verm. — Wehrm. Friedrich Kolmar Herborn verm. — Wchrm, Ludwig Kreiling, Wieseck. verm. — Hornist Heinrich Sreuder. Gontershausen. verm. — Wehrm. Georg Sich gießen, nerm. — Wehrm. Heinrich Reichmann, Lbcroslciden nenn' Wehrm. Heinrich Richberg. Ermenrod, verm. — Wehen, Heinrich ziinkenberger. Betzenrod, verm. — Gcsr. Ludwig Rock. Queckborn. verm. — Tamb, Karl Schäfer, Wieleck, verm. — Wehrm. Philipp ZchSser, Slammheim. oerm. — Wehrm. Franz Schleich, Herborn, verm. — Wehrm. Heinrich Schmidt, Lberbreitcnbach, verm. — Lehrm Heinrich Schmidt. Queckborn, verm. — Gesr Johanne» Semmler. Altenhain. nerm. — Wehrm. «dam Umbach, Romrod, Karl Zulauf, Aindhansen. verm. — Wehrm. Ernst Kray, Rieder- ohmen, verm. 8. Kompagnie: Hptm., vermutlich d. Res., Hugo Laubi«. Haigerloch. Kr. Sigmaringen, schvw. — Ussz. Ludwig «irch, Kinzenbach, schvw. — Ussz. Ltto Karl, Tteinberg, Kr. Schotten, schvw. — Ussz. Friedrich Le».,. Gießen. schvw. — Wc(r. Hermann Arku- larius, Schotten, schvw. — Wehrm. Karl Appel, Herchenhain, schvw. — Gesr. Adolf Beckel, Selter», Kr. Büdingen, schviv, — Gcsr, Hermann Benner, Herbornselbach, schvw. — Wehrm. Heinrich Torr II., Lehnheim, schvw. — Wehrm. Robert TebuS, Bergeber». doch, schvw. — Wehrm. Johanne» Fischer. Willos», gefallen. — Gcsr, Heinrich Freitag, Niederscheld, gefallen. — Gesr, Karl fine», firanksurt a. M,, schvw. — Wehrm. Ltto fiuhrländer. Ldeisberg.-g e sa l l e n. — Wehrm. Heinrich Gocb, Brauerschwend, schvw. — Wehrm. Wilhelm Gontrum, Münster Kr. Gießen, schvw. — Wehrmann Reinhard Grisar, Merlenbach, Sr. Wetzlar, schviv, — Wehrm. Heinrich Hasenpslug, Ebenhanse», Kr. Alsfeld. schvw. — Wehrm. Philipp Kallenbach, Schlitz, schvw. — Wehrm. Heinrich Kauß, Lehnheim, schvw. — Wehrm. Johann Kimbel, Schlitz, schvw. Wehrm, Heinrich Löll. Katzensurt, schvw, — Wehrm. Johanne» Merkel, Stumpertenrod, schvw. — Wehrm. Heinrich Müller II., Hörbach, gefallen. — Wehrm. Theodor Nix, Niederscheld, schvw. Gesr. Wilhelm Neumann, Schotten, schviv. — Wehrm. Heinrich Lchlcr, Lberohincn, schvw. — Gesr. Reinhard Orth, Eibelshausen, gefalle». — Wehrm. Ludwig Pein, Ballersbach, schvw. — Wehrm. Heinrich Peppel, Lberscmen, gefallen. — Wehrm. Gustav Reh, Nanzenbach, schviv. — Wehrm. Hermann Rullmann, Gedern, schvw. — Wehrm. Karl Riihl, Großenbuseck, schvw. — Wehrm. Johannes Riihl, Lberohmen, schvw. — Wehrm. Heinrich Schab, Uuterschwarz, schvw. — Wehrm. Valentin Schäfer, Bernd- Hausen, Kr. Lauterbach. schvw. — Wehrm. Jost Schneider, Oberbreidenbach, schvw. — Wehrm. Heinrich Treffer, Schlitz, schviv, — Wehrm, Johannes Wahl, Kirtorf, Kr. Alsfeld, schvw. — Wehrm. Konrad Wagner. Hainbach, schvw. — Wehrm. Heinrich Weil, Lbcrndors, Kr. Wetzlar, schvw, — Wehrm. firiedrich Weidenbach, Sinn, schvw. — Gefreiter Ludwig Wolf, Meiche», Kreis Schotten, schvw. — Bizeseldwebel Ltto Müller, Langgöns, gefallen. — Wehrm. Jakob Haas, Steinbach, gefallen. — Wehrm. Heinrich Kordel, Machtlos, gefallen. — Wehrm. Jakob Euler, Eulersdorf, schvw. — Wehrm. Wilhelm Gabriel .Herbornselbach. schvw. — Gesr. Wilhelm Klotz, Holzheim, schvw. — Wehrm. Johanne» Ruhl, Elbenrod, schvw, — Wehrm. Rudolf Stein, Wettsaasen, low. — Gesr. Ernst Bender, Ueberethal, verm. — Wehrm. Gustav Bern», Bicken, verm. — Wehrm. Johannes Birkenstock, Eifa, verm. — Wehrm. Heinrich Tietz, fielbkrücken, verm. — Wehrm. Ewald Eckert, Eibelshausen, verm. — Wehrm. Adolf Kessel, Leidhecken, verm. — Wehrm. Jakob BrauSgrill, Nicdcrivcifcl, verm. — Wehrm Phjljpp Mertz, Schlitz, verm. — Wehrni, Konrad Nikoley, Großenbuseck, vm. — Wehrm. Gust, Reh, Nanzenbach, vm, — Wehrm. Konrad Schneider, fiischbach, verm. — Wehrm. Heinrich Übrig, Hergersbors. verm. — Gesr. firiedrich Wahl, Angersbach, verm. — Gesr. Heinrich Wahl, Schlitz, verm. — Wehrm. Gottlieb Wächter, Ehrentrupp verni. — Wehrm. Ltto Weppler, Zeilbach, verm. — Gesr. firiedrich Weber I., Burg, Kr. Tillenburg, verm. — Wehrm. Wilhelm Stiehl, Haiger, verm. 7. Kompagnie: Lt, d. R. Ehristian Bär, Lber-Erlenbach, gefallen. — Wehrm. Heinrich Schmitt III., Albach, Kr. Gieße», gefalle». — Wehrm. Philipp Amend, Trei» a. d. Lda, gefalle». — Wehrm. Karl Bachmann, Billingen, gefallen. — Wehrm. Wilhelm Seiten, Biißfeld, gefallen. — Wehrm. Ltto Steuernagel, Köddingen, g e's a l I e n. — Wehrm. Ludwig Tchepp, Lindeiistruth, schvw. — Gesr. Wilhelm Wiimers, Meschede, schvw. — Wehrm. Heinr. Schäusler, Tiesenbach, Kr. Wetzlar, schvw. — Wehrm. Heinrich Kaufmann, Weitershain, schvw. — Wehrm. Georg Harnisch, Hausen, Kr. Gießen, schvw. — Wehrm. Jakob vanmann, Groß-Alteiisiädten, schvw. — Wehrm. Konrad Knöß, Sellnrod, schviv. — Wehrm. Heinrich Röder, Torf-Gill, schvw. — Wehrm Wilhelm Traum, Sellnrod, schvw. — Gesr. Ehristian Kühn, Weiierseld, Ivw, — Wehrm. Wilh. Gremm, Leihgestern, lvw. — Wehrm. Ludwig Leschhorn. Bellersheim, lvw. — Wehrm. Louis Wehrum. Klein-Linden, lvw. — Wehrm. Karl Fischer, Lber-LaiS, lviv. — Wehrm. Wilhelm Spie», Lang-Göns, lvw. — Wehrm, Karl «mrich, Lber-LaiS, lvw. — Wehrm. Josef Bölkel, München, lvw, — Gesr. Heinrich Gröh, Höingen, Kr. AlSseld, Ivw. — Wehrm. Johannes Baldaiis. Weiterohain, Ivw, — Wehrm. Johann Hanne», tireieniteina», lvw. — Wehrm. Heinrich Weiß, Liederbach, lvw, — »•ebtni. Ludwig Korbächer. Londorf, Ivw. — Wehrm, Juliu» 'lockel. Schellnhausen, Kr. Alsfeld. Ivw. — Wehrm. Heinrich Mar- Ueller, Gruningen, lviv. — Wehrm. Severin Lenerer» Elimbach, ~ Wehrm. Ludwig Müller, Watzenborn, verm. — Wehrm. Aicha,» Werner. Aisseid, verni. — Wehrm. August Wahl, Metzlo», verm. — Wehrm. Karl Lbermann, Köddingen, verm. — Wehrm. -oeiniich Heupel, Straßebersbach. verm. — Wehrm. August Hos- mann, Kren-.nach, verm. — Wehrm. Adolf Kilian, Haiger, verm. Wehrm. Heinrich Klein, Haiger, verm. Kompagnie: Lt.. vermutl. d. R., Karl Heinr. Reyer, lvw —» Gesr. Ltto Hofmann. Gedern, schvw. — Wehrm. «>‘»'»19 «lt. Kaulstoß, schviv. — Wehrni. Heinr. Karl, Burkhard», r fr ?r kr»s> 2cth. Gießen, lvw. — Wehrm. Philipp Hilde- viano >„ Allendorf a. d. Lahn, Ivw. — Wehrm. Theodor Beckel, --ellero, lvw. — Wehrm. Heinr. Tickermann, Mülheim a. d. Ruhr, ww. — Wehrm. Friede. Slintel. Gießen, lvw. — Wehrm. Karl Vippier, „lenfunnen. Ivw. — Wehrm Wilhelm Tod, Wißmar. Kr, Meniar. lvw. — stnip. Strauch, Lber-Seemen. Ivw. Gesr. «oiui elininiermann. Wendarebe», lviv — Webrm. Ludwig Tick- haur. »rngheim, Kr. AlSseld. Ivw. — Wehrm. Peter Töll. Burg- loliiis, lchviv — Wehrman» Karl Wagner, Laubach, schvw, — Bogt. Reiskirche». Kr Gießen, lvw. — Wehrm. .Idol, Erk. Glashütte», Kr Schotten, lvw. — Gesr. Joh. Jung, Angenrod, lviv. — Wehrm Willi, Lotz Gieße», verm. — Wehrm. Nidwig Reuschling. Kinzenbach, verm. - Wehrm. Karl Arnold, Lollar, verm. — Wehrm. Heinr Becker, Schwarz, verm. — Wehrm. .vncör. Brück. Alien-Buseck verm. — Webrn,. Wilh. Rumps, EhnnaShausen, Kr, Wetzlar, verm. — Wehrni »onr. Stumps, Kir- torf, verm. — Gesr. Peter Spielmann, RademiihI, verm. — '-ocnrm. ,>erö. Nord. Vilbel verm. — SUcIirni. ^akob 3cf)litt, COct« »'«■ verm. — Wehrm. Karl Baumbach, Vetzberg, verm. — Wehrm. veinr. Riihl, Niederbiel, verm. — Wehrm. Will, Schwalm, sinn, verm. III. Bataillon. «tab: Lberstlt. Kar! Krause, Herzogenraih, schvw. 8. Kompagnie: Lff.-Stellv llsfz. L»d,v. Hossmann. Grün- "rg '. H, tot. — »ff-., Heinr. Hof, Lber-Wöllstadt, Ivw. — Gesr. »-thäus Zörb, Pohlgöns, tot. — Gesr firiebr. Kölsch, veuchel- °c>m. Wetterau. tot — Gesr. Karl Gerth, Gießen, lvw. — Gefr. -lalob Reuter II., Rieder-Weisel, tot. — Webrni. Heinr Sittel, -onaenbergheim. Ivw. — Webrni. Karl Tiep, Bergheim, Ivw, — fceinr. Maul, Fleschenbach, Kr Lauterbach. Ivw. — Wehrm. ^>lh. Torinoer, Wetzlar, lvw, — Wehrm. konr. Zinn, Reuter», aiviv. — Wehrm, Phil, Herzberqer, Echzell, s»vw. — Wehrm, Gg. "Uber, Steinfurth, lvw — Wehrm. Wilh. Heide, Tahlbruch, Ivw. - n r «’ Betz. Richstein, verm, ^ - 0. K o m p a g » i e. Lt. d. L. Leo Bogt, Reichelsheim, t o t. — 2™”; i''>>ir. Hüttenberaer. Pfnngstabt, tot,- Gesr. Wilh. Kessel, e>te-nbon vorlwr Teuerungspreise — jetzt kommen auch die übrigen Artikel daran, die dos Volk zum Leben notwendig braucht. Am Samstag war das Butter-Angebot auf deni Gießener Wochenmarkte außerordentlich gering und die Preise gingen rapid in die Höhe! Man verlangte verschiedentlich 1,50 Mk. für das Pfund Landbutter! Weil ihnen die Sache mit den Kartoffeln so gut gelungen ist, üben nun die Bauern mit der Butter dieselbe Praxis: sie boykottieren einfach den Markt und lachen die Behörden niit ihren Preisfestsetzungen aus. Für Eier verlangt man bereits 13—15 Pfg. für das Stück! Kartoffeln waren auch wieder keine angefahren, trotz des Versprcebens der Landwirtschaftskammer, die dafür sorgen wollte, dos; die Landwirte die Kartoffeln auf den Markt brächten. Sache der Behörden müßte es sein, ganz energisch einzugreifen und von den Befugnissen Webrauch zu machen, die ihnen das Gesetz an die Hand gibt, sonst können höchst bedenkliche Zustände eintreten. — Familienabend. Während in den vergangenen Jahren um diese Jahreszeit jeden Samstag und Sonntag VereinS- festlichkeiten in Menge abgchalten wurden — manchmal bis zum Ueberdruß — fehlen derartige Veranstaltungen in dieseni Jahre ganz. TaS ist auch sehr erklärlich-, die gegenwärtige Zeit ist zum Fcstcfeiern wirklich nicht angetan; außerdem sucht jeder seine Ausgaben soviel als möglich rinzuschränkcn. Und doch kann die Geselligkeit niefit ganz und gar ausgeschaltet werden. Wohl jeder hat das Bedürfnis, einmal etwas anderes zu hören, als das immerwährende Gespräch vom Krieg und was damit zusammenhängt. Tiefem Bedürfnis will die Verwaltung des Gewerkschaftshauses Rechnung trage» durch Veranstaltung eines Fa m i l i e na b e n d 8, der für nächsten Sonntag abend im Saale des Gewerkschastshauses geplant ist. Es werden dort Vorträge und Tcklamationcn ernsten und heiteren Inhalts geboten werden und man wird sich bemühen, den Besuchern eine gute Unterhaltung zu bieten. Es darf wohl erwartet werden, daß sich die Partei- und Gewerksebastsgcnosscn nebst ihren Familien recht zahlreich cinfinden, umsomehr, als Eintrittsgeld nicht er- hoben wird. Tie Petroleumnot. So „allmählich" gibt es jetzt bei uns bekanntlich kein Petroleum mehr. Tas heißt: es gibt fast gar kcins mehr. Tas ist besonders für da? Proletariat un- angenchni. da dort noch die meisten Petroleumlampen in Gebrauch sind. Aber nicht nur bei uns hat daS Proletariat unter der Petroleumnot zu leiden. Auch in anderen Ländern, denn die gesamte Flotte der amerikanischen Petroleumgesell- schaften liegt fest, so von der größten Gesellschaft der Welt, der Standard £il Eo. allein sämtliche 205 Schiffe, sowie alle gemieteten Fahrzeuge. Und auch in Amerika selbst bringt die Petroleumnot dem Proletariat manche Nachteile. So hat z. B. jene genannte größte Petroleumgesellsebaft der Welt, wie der Fin. American der Umschau zufolge schreibt, ihre Werke in Brooklyn vollständig stillgelegt. Nur die Werke auf Long Island sind noch in Betrieb, doch wird bei Fortdauer der jetzigen Situation auch hier eine Schließung der An- lagen notwendig sein, wovon die meisten der mehrere taufend Arbeiter betroffen würden. Und durch die Stillegung der Petroleumschisfahrt arbeiten» allein in New-Jcrsey z. Z. 12 000 bis 14 000 Arbeiter niit halber Arbeitszeit. Das zeigt, wie stets wirtschaftliche Ereignisse das Proletariat in seiner internationalen Gesamtheit erfassen. — Gefallene des Gießener Regiinent». Webrm, Bruno E h r i st n e r aus Gießen. — Webrm. Karl Schmidt aus IGießen (hier gestorben). Bi-efrldwebei Ludwig Körber aus Reiskirche», Kr. Wetzlar. — Gefr. Otto Zoll aus Oberwiddersheim. — Wehrmann Otto Mctzaer aus Langsdorf. — Unteroff. d. L. Adam Techcrt ans Alsfeld. — Wehrm. Heinrich Weiß ans Niederbreidenbach. Neue Eifenbahnzüge, Zwischen firiedberg »ub Bilbel werden vom 0 November ab folgende neue Züge eingelegt: firiedberg ab 12.5» mitlag». Bilde! Nvrd an 1.20, Bilbel Nord ab 4,0», firiedberg an 4,88, Ferner fährt ein Zug von Bilbel Nord ab 1,23 yjin., der in Frankfurt 1,55 ankoinmt, Tie Züge führen zweite bis vißne Klage »nd halten auf allen Zwifchenftationen, fieldpostbeiefe dis 500 Gramm Bom 15, bis einschließlich 21, November werden wieder Feldpostbriefe nach den, Feldheer von 250 bi» zu 500 Gramm zugelaflen werde». — Tas Schwurgericht dekttinittt. Gegen einen pairiotifche» fiahiiensliichiigrn vcrhaudelie vorige Woche das Kriegsgericht Tarmsladt, Ter bet dem Jiifaiiterir- Regiment Nr, 118 hier i» Gießen dieneiidc Musketier firiedrich Willy Pfeiffer au» Somieberg hatte sich von feinem Reginient entfernt, nachdem er den Urlaub überschrltle» hatte, iiidei» er den Zug versäumte Pfeiffer zog Zlvilklcider an und reifte nach Basel, Marseille, ln der Absicht, sich dauernd der Militärpflicht z» ent- ziebe», AI» Pfeiffer in Marseille den Tepefchenanlchlag la», der drn Kriegsausbruch ankündigie, stand fei» Entschluß fest, den, Baierlande zu dienen. Aus dem Wege nacku der deutlche» Grenze ivurde Pfeiffer in Belsort scstgenoininen, fcdoch grlang e» ihm. durch Uebcrsteige» der Umzäunung de» Schuvgcsangencnlagcrs trotz Verfolgung zu entkommen und in Markirch sich zu stellen, woselbst er einen, deutsche» Hauptmann wichtige Angaben über französische Truppeniransportc mache» konnte, Ta bi» zu seiner Rückkehr keine 8 Woäikn verslosic» waren, kommt Pfeiffer mit der Mindeststrase von 3 Monaten Gefängnis davon, Tein Präsidenten de» Milttärgcrichtshvsv soll eine Vorlage zugeht», dem Angeklagten Amnestie zu gewähre». l), Freie Turnerschaft. In der am Sam Gag abend abgrchal tenc» Bcirinsv.riaminlung n«urd« ». a, dir Wt«dera»snahme des Tnrndetriebes beschlossen. Während der Krlqiszeit imtß icd«l, imifrävbehalber mit einer Turnstunde vor! :b genominen iverden und ist als erster rnnialeist» der morgige Ton»«rLtog- abeiid festgesetzt. An die Arbcttereltern wird glelchneichg hiermit >dic Auffvrderunlg gerichtet, ihre sck>ul«ntlasicncn Söhne nlr unsere Bestrebungen zu intcressicreir und in unser« Turnstunden zu seirden, - Znfammknstoß, Am SamStag nachmittag stieß ein ans der Mühlftraße kommendes Baiiernfnhrwrrk mit einem vom Bahnhof kommenden Straßenbahnwagen an der Slraßenkrenzung zusammen. Tas Pferde wurde umgeworfe» u»d kam vor dem Straßeiibahnwagc,, zu liege», doch wurde es nicht verletzt und glücklicherweise kamen dabei anch keine Menschen zu Schaben, A» dem Straßenbahnwagen wurden die Scheiben der Lalcrncn zertrümmert und sonstige Beschädigungen verursacht, Tte Schuld an de», Unfall kann niemandem beigemessen werden. — Heuchelheim, In der amilickien Berlnstlisle des Landivechr- Jnsaitterie-Reglineiitü Nr, 118 wird Genosse Wisst. Tutenhöser vou hier a!S umiuftt aufgeführt Taü ist sicher ein JrrUini: Tuton» hister hat noch von den letzten Tagen de» Lktoder Nachrichten hier- I>er gelangen lassen,, au» denen hervonging, daß «r sich noch bei der Truppe befmdet und gesund ist. — Grdrrn. firn Felde gefallen. Wieder hat der unheilvolle Krieg aus den Reihen unserer hiesige» Partelgcnvssen ein Lpser gefordert: Genosse Ludwig La mb mann hat in firank- relch den Tod gesunde». Er war ein treuer und eifriger Anhänger unserer Sache »nd erfreute ssch bei allen, die ihn kannten, größter Wertschätzung und besten Ansehens. Wir werden fein Andenken in Ehren halten. Spielpian des Gießener Ttadthraters, Tirektio»: Hcvm. Stcln- gvctter Tiensbag,. de» 10, November, »bend-s K Uhr, bei gewöhnliche» Pretseu iermäßigt), 2, Tlsnslag-Al>onne»icu>o-Borllellung: „Zwischen den Schlackucn", Schanjplel in einem Aufzug von Blörnstjerne Bsörnsom, Hievauf: „Wailensteins Lagcr," End« gegen I" Uhr, firetta«, den 13 Novomder, abends 8 Uhr, bei gc- ivöhiillchc» Preisen iermäßigt), 2,firei>ag-Abonnements Borstellung: „Minna von Barnhelm". Lustspiel in 5 Aufzügen van G, E, Lei sing, End: gegen 10>4 llhr, Sonntag, den 15, November, nachmittags SVi Uhr, bei kleinen Preisen: „Tie Rabeiistemerin", Schauspiel in 4 Akten von Ernst von Wildonbrnrl». Ende O'A Uhr. Am Abend kein« Vorstellung. Berrinskaleitder. Montag, den 9. November: Gießen. Schneiderverbanb. Abends 9 Uhr: Versammlung. Dienstag, 1», Noveinber. Gieße». Freie Turnerschast. 8—10 Uhr Wieder beginn der Turnstunden in der Turnhalle der Stadtknabcnfchule an der Nordanlage. Tlißksbttichtt des Krshtll ^fluptquartiers Französische und russische Angriffe abgewiesen. 1000 Franzosen gefangen. Französische Angriffe westlich N o Y o n S , sowie bei den von uns genommenen Orten Bail ly und Chavounes wurden unter schweren Verlusten für den Feind abgewiesen. Ter von uns eroberte und nur schwach besetzte Ort S o u p i r und der Westteil von Sapigneul, der dauernd unter schwerstem Artilleriesencr lag, mußte von »ns geräumt werden. Bei Servons wurde der Feind abgewiesen, im Argon nenwalde weiter zurückgerückt. Auf dem östlichen Kriegsschauplätze wurden drei russische Kavalleriedivisionen, die die Warthe oberhalb Koto überschritten hatten, geschlagen und über den Fluß zurückgeworsen. Im übrigen kam es dort zu keinem Zusammenstöße. IV. 6, Großes Hauptquartier, 7. Nov., vorm. (Amtlich ! Unsere Angriffe in der Richtung ?> p e r n machten auch gestern, besonders südwestlich Ipern, Fortschritte. Ueber 1000 Franzosen wurden zu Gefangenen gemacht und drei Maschinengewehre erbeutet. Großes Hauptquartier, 8. Rvv., vormittags. (Amtlich ) Unsere Angriffe bei Ipres und westlich Lille wur- %en gestern fortgesetzt. Am Westrand der Argonncn wurde eine wichtige Hohe bei Viennc-lc-Chätcau, um die wochenlang gckämpst worden ist, genommen; dabei wur. den zwei Geschütze und zwei Akaschinciigewetzre erbeutet. Sonst verlies der neblige Tag ans dem westlichen Kriegsschauplätze ruhig. Vom L st c ii liegen keine neuen Nachrichten vor. » ^ • Tsingtau gefallen! Die weis;e Flagge Berlin, 7. Nov. sW. B. Amtlich.) Nach amtlicher Meldung des Rcutcrschen Bureaus aus Tokio ist Tsingtau nach heldenhaftem Widerstand am 7. November morgens gefallen. Nähere Einzelheiten fehlen noch. Der stellvertretende Chef des Admiralstabs: B e h n ik e. Ter letzte Kamps. Teni Falle von Tsingtau ging, wie das Berliner Tagebl. erfährt, ein letzter schwerer, von beiden Seiten mit äußerster Leidenschaft geführter Kampf voraus. In der Nacht zum gestrigen Samstag uni Mitternacht griffen die Japaner mit außerordentlicher Wucht das Iltis-Fort an, das bis zuletzt noch hartnäckig von der deutschen Besatzung verteidigt wurde und Widerstand geleistet hatte. Am 4. November war in London offiziell bekannt gegeben worden, daß seit dem 31. Oktober das Bombardement mit schwerer Artillerie eröffnet sei, daß gleichzeitig die blockierende Flotte ihr Feuer auf die Forts von der Seeseite her richte und daß die Beschießung das Jltis-Ostfort auf den, rechten Flügel der deutschen Ver- teidigungswerke beschädigt habe. Trotzdem war das Fort bis Freitag abend, bis zu dem Augenblick, wo der erneute Sturmangriff begann, todesmutig gehalten worden. Es entstano ein letztes gewaltiges Ringen um das Fort, und die Verluste waren auf beiden Seiten groß. Da dip Japaner imnier neue Verstärkungen hcransührtcn und ihre Lücken stets wieder ausfüllen fönten, mußte die heldenhafte deutsche Besatzung unterliegen. Das Iltis-Fort war das wichtigste der Vertei- üigungswerke. Es wurde von den Japanern als das Zentralsort bezeichnet. Der Fall dieses Forts, das das letzte Bollwerk des Widerstandes gewesen war, bedeutete gleich den Fall Tsingtaus. Wie groß die Zahl der Toten der Besatzung ist, läßt sich im Augenblick eben so wenig sagen, wie cs möglich ist, die Zahl der Verteidiger, die in Tsingtau versammelt waren, festzustellen. Die Besatzung hatte bei Beginn der Kämpfe von mehreren Seiten Zuzug erhalten, unter anderem waren 50 oder k>0 Mitglieder der deutschen Kolonien in China zur Unterstützung herbeigeeilt. Aus Kopenhagen wird dem Lokalanzeiger berichtet: Amtlich wird aus Tokio gemeldet: Vor der Einnahme Tfing- taus wurden von japanischer Infanterie und Pionieren um Mitternacht mit den Zentralforts die wichtigsten Verbindungslinien erobert und 200 Mann dabei gefangen genonimen. Der japanische Bericht. Tokio, 7. Rov. IW. B. Nichtamtlich. Meldung des Rcuter- schen Bureons.) Der japanisck»« Oberbefehlshaber berichtete heute früh: Der linke Flügel der Belagerer befehle die nördlich« Batterie auf dem Thantan-Sügel um 5 Uhr 1« Min. und die östliche Batterie auf Tatungsjing um 5 Uhr 35 Min. Inzwischen rückte das Zentrum gegen die Forts Iltis und Bismarck vor und eroberte zwei schwere Geschütze in der Nähe der Hauptwerke. Die Angreifer besetzten nach einander die Forts Moltke, Iltis und Bismarck. Die Garnison hihtc um 8 Uhr die weihe Flagge aus dem Observatorium. Die Küstcnsorts folgten ihrem Beispiel um 7 Uhr 3V Minuten. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm & (Sie., Gießen. Truck: Verlag Osfenbacher Abendblatt. G. m b. H., Olkenbach a M EtandeSnmt Gießen. Geborene. Okt. 28. Dem Weißt» nHermeistcr Friedrich Wilhelm Feuerbach ein Sohn. Albert Heinrich. — Dem Monteur Julius Miichel ein« Tochter, Rest. — Ten, Rcchtsamvalt Dr. Leopold Kratz eine Tochtnr, Margot Ruth. — 28. Dem Schuhmacher Jakob Leinweber eine Tochter. Elfe Fi-ieda. — Dem Gisenbahngehtlsen Friedrich Ferdälanb Otto Thiemc ein Sahn. — Dem Eisenbahn-HilfSschafsn-:r Heinrich Hvß eine Tochter, Emilie. — 28. Dem Znjchläger Ludwig Binz «in Sohn .Lndwiig. — Dem Inqeni.eur Johanne» Karl Walter Zahn ein Sohn, Gustav Wolter Ottomar Hans. — 30. Dem Kutscher Adolf bi che r eine Tochter. Hedwig Elisabeth. — Dem Universität-.'- Präparator Hugo Schmidt eist Sohn. — 31. Dm Ka>usmann Karl Anton Ampt ein« Tochter, Gertrud« Iakobine. — Den, Kausmrnn Andreas Rcining «ine Tochter. — Mo. 2. Dem Dachdecker Wilhelm Pan, eine Tochter. Wethe i m ine. — 3. Dem Fabrikarbeiter Wilhelm Dinges ein Sohn, Ernst. — 5. Dem Werkzeugschleifer Karl Keil ein« Tochter, Elise Marie. Aufgebote. Okt. 3V. Jakob Heinrich Emil Haardt. Kaufmann. mit Anna Joseph» Herr,.geh. Kuhnert, beide in Gieße». — 31. Ludwig Aogust Nickol, Schneider, mit Anna Katharina Ortiveim, beide in Ockers- Haufen. Eheschließungen Okt. 31. Dr. Friedrich Friedrich Franz Gustav Heinrich Karl Sandmann, Oberlehrer in Frankfurt a. M., mit Marie Schudt in Gießen. — Hans Ludwig Friedrich Martin .Hartleben, Mufik:>, mit Anna Johanna Margareta Joseph:»« Klara Luise Katharine Hanb- lvser, beide in Gießen. — Rov. 4. Fritz Hugo Mendt«. Postassistcnt in Leipzig-Möckern, mit Luise Karolinc Balßcr in Gießen. — Johannes Lirlelh, Handlungsgehilfe, Reservist, in Rnnzhanse», mit Marie Gerhard im Gieße». Slerbksäste. Oft. 20. Margarete Dkaiuzer. gcb. Keßler, 51 Jahre alt, Ereduerstr. 35. — 30. Johannes Wlßner, Ziparrenmacher. 74 Jahre alt. Krofdorferstr. 24. — 31. Emma Maria Magdalena Battenbcrig, gcb. Klös, 40 Jahre alt. Schistenbergerweg 52. — Rov. 1. Katharine Peter, gcb. Grün. 75 Jahre alt. Großer Steiinveg 5. — 4. Anna Bender, geb. Schlotter, 66 Jahre alt, LudivigSpIatz 10. Im Felde gefallen. Aug. 22 Johann Michael Hußeiibörser, Fabrikarbeiter, Reservist, 25 Jahre alt, Löivengaste 5. — Karl Wehn. Mrchincn- bauer, Elesreiter der Reserve, 26 Jahr« alt. Am Ricgeipsad 52 a. - Heinrich Jakob Wilhelm Rusch, Koch, Musketier, 20 Jahre alt. Kanzleiberg 5. — Anton Kern. Handlungsgehilfe. Gefreiter der Referve, 24 Jak,re alt, Kaiser-Allee 32. — Hermamn Möbus, Bank- bvamter, Eins.-Freiw.-Gefreiter. 20 Jahre alt, Ttcinstr. 13. — 28. Louis Friedrich Wilhelm Eugen Fifchbach, Kauslniaun. Bizr- scldwebel der Reserve. 28 Ighr: alt. Seilerswcg 24. — Scpt. 0. Karl Zim-mermanii, Metzger, Jäger der Landwehr, 26 Jahr« alt, Bahuhofstr. 5. — 16. Hermann Lauer, Kaufmann, Reservist, 28 Jahre alt, Mittelweg 8. — 17. Ludwig Heinrich Hauß. Former Reservist, 28 Jahre alt, Dammstr. 43. — Dr. Hermann Jakob Pau Möller .L:hram'!ür:s.rondar. Uuterofsizicr der Reserve, 24 Jahr alt, Ebeisrr. 10. — 25 . Otto Ludwig, Vigeselknvebel, 27 Jahre al Landgraf PHUipp-Platz 4. — 26. Ernst Karl Johann Beckei Schlosser, Musketier, 18 Jahre alt, Wilsouftr. 4. Stanvesknnt Lollar. Geborene. Am 25. Tept. 1814. Dem Metzger Viktor Lvwenstein ein Sah, Manfred. -— Am 28. Okt. Dm .Hüttenarbeiter Johannes Schoercs ein Sohn, Hans. — Am 28. Okt. Dem Former Hernuuiu Hahn er, Sohn, Werner. SterbcsLlle. Am 26. Okt. Elisabeth Karbe, 10 Monate alt. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Es können eingestellt werden a) btt hiesigen Arbeltgebern 1 Banschlvsser, 1 Müller, 1 Schuhmacher, 3 Zimmerleute, Tan* wirtschaftl, Arbeiter, 2 Dienstmädchen, weiche gut kochen könnet 1 Lehrmädchen. Lehrlinge: 2 Gärtnerlehrlinge. b> bet auswärtigen Arbeitgebern: 2 Prcßluftnicter, Eisendreher, 1 Müller, 1 Metzger, 1 Schul macher, landwirtschaftl. dlrbeitcr und Knechte, Erdarbeiter, Beton arbeiter, Taglöhncr, Lehrlinge: 1 Tchuhmachcrlehrling, Es suchen Arbeit: 1 Schmied, 6 Schlosser, 1 Spengler, 1 Buchbinder, 3 Polstere- und Tapezierer, 5 Schreiner, 1 Glaser, 2 Schuhmacher, 3 Schnei der, 8 Wcißbindcr und Lackierer, 1 Stukkateur, 4 Kausleutc, Schrc- der, ianwirtschaftlichc Arbeiter und Knechte, Taglöhner, Kcllne- .Hausburschen, Putz-, Wasch- und Lauffraucn. Lehrlinge: 1 Schlosserlehrling, 1 Eliaserlehrling. ,C» T Städtischer Wohmmasnachweis Gießen Es find zu vermieten: 1 Wohnung von 7 Zimmern event. mit Mansarde, 1 Wohnunj von 5 Zimmern und 1 Mansardeiizimmcr, t Wohnung von Zimmern, 2 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 4— Zimmern, I Wohnungen von 3 Zimmern, 4 Wohnungen von Zimmern, 2 Wohnungen von 1—2 Zimmern, 1 Lager- oder Fabriil raum, 8 möblierte Zimmer, davon 2 nebcneinanderliegendc. Zu mieten gesucht: 18 Wohnungen von 2 — 7 Zimmern. An unsere Ingend! Rachdsm sich in diesen Tagen ein Ausschuß zur militärische Vorbereitung der Jugend hier gebildet hat, werden di« Ucblinge- >m «I« J'rir »ti 1« Htbli Ä ktw p Ät I Mil üta schon in aller Kürze beginnen. Wir verweise» daher ganz besonders aus den obeiOeheuS« Aufruf des Herrn Oberbürgermeisters an unsere Jugend. Listen zum Eiuzeichnern der Teünclmcr liegen ans der Gi-oß BürgeriiiLlstrrei und in d.n Schul«» osse». Jeden Sonntag Rachmittag sind:.» Uebunge» iw Freien ftai jstreu Mittwoch abend Hebung,Sstuiiden in cin-er Turnhall«, im den: gleichzeitig kurze-Mitteilungen über die Kriegslage gemacht werde Die erste Zusammenkunst, verbunden mit einem kleinen Festat' -i,, ^ bei ivclchkin arnsklärenke MttchsilmngLN 'über die geplanten Hebung, gemackst werden, findet Mittwoch, den 1«. ds. Mts:, 8f« Uhr, in der Turnhalle der Ode realschnlc statt. Wir laden hierzu unsere Jugend herzlich ein. Der Ausschuß zur militärischen Vorbereitung der Jugend: Prof. Oe. K r a II S m ii l I e r. «in j ’ (in WMW Mut i Stgirn 1 ! fiij )ti t«l ft ik I-,>.«! u, chewerklchaftshails! Somitag, den 15. November 1914, libends 8 Uhr Familien Abend im grosren Saale. linific und heitm Sorträje und {online Inrdietnnze». Eintritt frei. Zu recht zahlreichem Besuche ladet sreundlichst ein Die Verwaltung. Freie Turnerschaft Laut Beschluß der letzten Vereinsversammlung wird am Dienstag, den 10. November der Hurn- öelrieti wieder ausgenommen. woraus wir unsere aktiven Mitglieder hierdurch ansinerksam machen mit dem Ersuchen, die Turnstunden regelmäßig zu besuchen. Der Doriland. 100 Sattler und Schuhmacher eventk. auch Meister für Werkstcüts- und Keirncrrbeii auf teictzte, lohnende und dauernde Akkordarbeit gejuckt. Igofmnbdfnbnh Alter AarmlIM. Falirrätler laufen Sie gut bei JakoöSchupp.Hiefren rüalltorltr. 68. Televbon «37. keporatiirou billigst. Ein leerstetiendes Einzelzimmer und eine 2-Zimmer-Mnung zu vermieten. Nähere»: Schiffenbergerwe» 2, p. lUöblirrtes Jimnirt sofort zu vermieten. i>ricdr. Schmidt Neustadt 77. Direktion: .Hcrmann Stcinaocttcr Dienstaa. den IO. Novbr, 1811 abends 8 Mir: 2. Dienstags-SIbonn.-Vorstcllung Schauspiel in 1 Auszug von Biörnsljerne Bsörnson. Hieraus: UMnilkinö lagcr von Friedrich von Schiller. Ende gegen 10 Uhr. Gew. Pr. Lvldaien vom Feldwebel abwäris zabtcn bei allen Vorstellungen aus 2. und 3. Parkett nur holde Preise. Aufruf! Mitiinslije MrdereitW der 3«aeni malrenii kr Kriellszeit. Schon sind Millionen dentscher Krieger, dnrchdrnngen von der Uebe zeugung, daß wir siegen müssen, wenn wir nicht nntergeßen wollen, d« Fahnen gefolgt, um Blut und Leben einzusetzen für des Vaterlandes Eh und Macht. Das deutsche Volk käinpst gegenwärtig um seinen Bestand, denn unse zahlreichen Feinde ans fast allen Weltteilen haben sich in der Absicht ^ einigt, das deutsche Reich, deutsche Industrie und deutschen Handel zertrümmern. j Darum müssen wir Vorsorge treffen, daß die Zahl unserer Kämpf weitgehendst erhöht und ein Ersatz für die im Felde entstehenden Liick herangebildet wird. Ans Anordnung des König!. Preußischen Kriegsministeriums sollen i im 'Alter von 10 bis 20 Jahren stehenden jungen Leute für d« Kriegsdienst soweit vorbereitet werden, als dies ohne Waffe mögl ist. Das Eroßh. Hessische Ministerium hat mit Durchführung dieser Ma nahmen im Großherzogtum den Hessischen Landesverband „Jungdentschlan betraut, auf dessen Anregung sich in der Stadt Gießen aus Vertretern v der Jugendpflege dienenden Vereinen ein besonderer „Ausschuß zur militä scheu Vorbereitung der Jugend" gebildet hat. Ich hoffe, daß die Anregung zur militärischen Vorbereitung der Inge von allen Seiten kräftig unterstützt werden wird und richte diesen Ruf alle Klaffen der Bevölkerung. Vor allem ergeht der Ruf an die jungen Mäirner alle.' Stä»! die ihm mit Jubel folgen und gern bereit sein werden, körperlich gcschi und hinreichend vorbereitet ans der Wacht zu stehen zum Schutze d heimatlichen Bodens. Der Oberbürgermeister. Keller. S ,/ I' * • V .■K - 7?- 4 ' ; 'Ml