Statt* Organ für die Interessen der Provinz Obcrheffcn des werktätigen Volkes und der Nachdargebicte. "ie z, «n dir ichine«. lmitio, rotäfcfin CbcrbciHlcb* Slot fäirttun« erldietnl leiten Wertraa Hbtnb in n. Der HbonnfmentSareiS belcant wöchentlich 15 ®t(u monatlich r emlchl.lSrmoerlodn Durch die Polt bezogen vterleltäbrl.l^OMt, viedokrlon nnb «krvcdttlo» CBIftien. Bobnbosliralie 23, (fdt Löwenaalie. relevdon 2008. »tt. 258 Gicßcn, Frcitlig, Den 6. Novcmbcr 1!»14 .Tnlrratr tollen die 6 mal gespalt. Kolonelzcilc oder deren Raum IL Pt». Bei »röfteren Aufträgen Rabatt, Anzeigen wolle man di» atxnM 7 Bir für die folgende Rümmer >n der Expedition aufgeben 9. Ialirgang vcl go- Tiirki, 11Q n i>. rde sich mb bi* i, ibttr inj«. 14t önt !M ui» MM «4l.R ber 191t (Siestt >i % « . « . Sieit« , . anzösische Anklagen gegen die deutsche So;ialdemo!atie. er Pariser TcmpS, der schon zu FriedciiSzciten die inter- alc Sozialdemokratie in der gehässigsten Weise bckämpsie, uitlicht jetzt säst täglich Artikel, in denen er die deutschen denivkralcn wegen ihrer Haltung im Weltkrieg auss schürsste ft. Ter Tcmps, der eö gaiiz scll>stverständlich jindet, wenn anzöstscheii Sozialisten zur Verteidigung ihres Vaterlandes letzten Blutstropsen hcrgeben, legt es in seiner Rümmer '5. Oktober als schwersten Verrat a» den intcriiativnalcn sätzen aus, daß die deutsche sozialdemokratische RcichtztagS- n der Regierung die Mittel zur Kriegführung bewilligte, i seiner Rümmer vom 28. Oktober verdächtigte er die Tätig- uzelncr deutscher Sozialdemokraten in Belgien, als ob diese cn im Auftrag der deutsche« Regierung die Bevölkerung zur ,e an ihrem Lande verleiten und die Annerion vorbcreitcn n. csoudcrs großen Lärm macht der Tcmps über einen Artikel orwärts, in dem einem cbrcnvollc» Frieden zwischen Dculsch- md Frankreich das Wort geredet wirb. Dieser Artikel itm; icr Zeit geschrieben, da nach den erste» groben deutschen i die inililärischc Zerschmetterung Frankreichs unmittelbar ,»liehen schien, Ter TempS sicht aber in diesem Artikel nur Versuch, für Deutschland im SaBc einer Niederlage günstige aungc» zu erzielen, und verstcigt sich in seiner Polemik zu den doch recht unzcitgemäbeii llncrbittlichkeiteii: »Es ist eine Naivität zu glauben, dasi die deutschen Sozial- okraten jemals wieder das Vertrauen der Sozialisten der crcn Rationcii gewinnen und das, sie mit Aussicht aus Erfolg den Massen Frankreichs, Belgiens, Englands und gar Ruft- iS eine Bewegung der öffentlichen Meinung inszenieren itcn, die cs dem kaiserlichen Deutschland gestatten würde, in ,r oder weniger anständiger Weise aus dem Abenteuer hcr- zukommen, in das es sich mit voller llebcrlegung verstrickt »hu«”* mb«'-»' f. r »rneÜn»S \ l ! l rjuß son f tnfon* | r»'. Aillti , . ®ffc- * bei S wif; :> ras'* 1 Jet Setup? will also von einem ehrenhaften Frieden nichts >, er will den Kampf gegen Deutschland bis zum äufter- sllhren Und da tut er, als wunderte er sich darüber, daft cutlchcn Sozialdemokraten nicht zur Erleichterung so licbcnS- iger Absichten die Kricgskrcdite abgclchnt und den Gencra!- inszeniert habe». Ginge cs nach ihm, so mutzten sie den Zoscn in Frankfurt und den Rusien in Berlin Triumpspsortcn t, dann erst wäre er mit ihrer „internationalen Gesinnung" eben. Wenn der Temps die Dinge so darstcllt, als ob einzig und > die deutsche Regierung an dem AuSbruch des Weltkrieges >d trage. Io wird er ja in Frankreich bei der dort allgemein ichenden Aussasiung keinen Widerspruch finden. Aber er hat unrichtige Ansfasiung von internationalen Pflichten, wenn er >t, die deutschen Sozialdemokraten hätten unter solchen llm- >e» die Ausgabe, das Spiel der Gegner zu erleichtern. Selbst '" Voraussetzungen des Tcmps richtig wären, hätten die . Üaldemokratcii nicht anders handeln können, als sic Var" Denn wenn ein Krieg von solcher Tragweite ""schick, der Dültcr einmal angesangcn hat, kommt es barauk an, wer ihn angesangcn hat als darauf, wie er * c V> n s, , einc sozialdemokratische Partei der Welt würde in ^"i. ""Be sagen können: Da meine Regierung unrecht hat, , dagegen, daft meine VolkSgeuosicu erschlagen .mein Land verwüstet, seine staatliche Tclbständigkcil >" ch >el wird! . Sich j„ diesen, Weltringc» doch nicht um den Kampf »Hessen einen ossenbar Schwächeren, lind wen» auch ti i! ? k lllcmo "B mit einer Niederlage rechnen wollte, io ""deren drauftcn mit einer Niederlage Deutschlands Diese Niederlage gebart auch jetzt noch nach *r m den Bereich der Möglichkeiten, und sic wäre * But möglich, sondern sogar sehr w a h r s ch e i n- gencien. wenn der Moment der Gefahr nicht auch in Deutsch- ^ ‘ 1 e 'tiÄ' x * * gesunden hätte, i?*" 5it Bussen vor deren Schiittci, die deutsche etiaupiftab« nach der berühmten französischen Proklamation vor zwei Monaten Sittern sollte, heute vielleicht wirklich vor >, uiio der bä» • ^"skkland verteidigen und sür die Erhaltung seiner i • - Bis aufS Acufterftc kämpfen. Darum mutz auch >n ^Bllichc Verleumdung des Tcmps zurückge- iei; *" Baft die dcuttche Sozialdemokratie für die n u, « " S B > e n s arbeite. Wenn deutsche Sozialdemo- u, en ,^nl>ien mit den Arbeitcrorganisationci, Fühlung gc- oeni.o >.»n s« dem schwer heimgcsuchtcn Lande wieder crc'a,, s?'"sck>aftliche Ordnung hcrbeizuführcn. so haben sie Fj'-S "ithl »m Belgien zu germanisieren, soiidcrn um die abr " Proletarier vor dem Vcrhungcrn zu önb.» Dazu kann der TempS unter den gegenwärtigen i " siichtz betragen, er hat freilich als kapitalistisches Blatt >t Eriebenszeitcn für solche Aufgaben wenig Verständnis Bieter furchtbare Krieg zu Ende sein wird, dann wird i n e ! Tcr Ben» je wisien, wie notwendig sic de» i » t e r ovalen Sozialismus braucht. Die Völker wer Der Krieg. den dann den sozialistischen Parteien die Kraft verleihen, die ihnen diesmal noch gefehlt hat, um den Hercinbruch einer Katastrophe zu verhindern. Dazu gehört auch eine starke deutsche Sozialdemokratie, Tic deutsche Sozialdemokratie hätte sich aber die Verachtung des eigenen Volles und der ganzen Fntcrnationale verdient, wenn sic sich so verhalten hätte, das; der Temps sic hätte loben können! Italien wird Aegypten nicht fchüyen! Nvi», 4. Nov, (C£tr. Frkft.) Tic Zeitungen aller Richtungen und aus allen Teilen deS Landes cinschlictzlich der Ciortere della 2crn stellen heute jedes Abkonimcn mit England wegen Aegyptens in Abrede und zeigen sich vollkommen beruhigt wegen der Möglichkeiten im nahen Lrient, Der Gcneralstabshauptmann Eabiati wendet sich in der Per- scvcranza ans das s ch ä r f st c gegen de» Plan, italienische Truppen zur Verteidigung Aegyptens herzugebeu, Ftalicn könne der Lage, die nach der Schlictzung des Suczkanals in Erythräa und »ach dem Ausbruch der Jslambcwcnung i» der Eyrenaika entsteht, ruhig cutgcaensehen. Eabiati fährt dann wörtlich fort: Wenn England seine Fnteresien in Aegypten verteidigen will, so soll es das mit seinen Truppen tu», die cs ja in jeder Rasse und Farbe hat, Tic italienischen Soldaten dienen nur für uns, Tsingtau — Tayiti — byile. Santiago de Chile, 4. Nov >W, B Nichtamtlich s Die beiden deutschen Kreuzer „Scharnhorst" »nd „Gneisenau" und der kleine Kreuzer „Nürnberg" sind hier eingetrossen. Nachdem der deutsche Gesandte und der deutsche Konsul an Bord gewesen waren, »ahmen die Schisse Vorräte ein. Die Taten des K euzers „Karlsruhe". Amsterdam, 4 . Nov, ((5tr. Frkst.) Aus London wird telegraphiert: Das von dem Kreuzer „Karlsruhe" in Grund gebohrte große Dampfschiff „Van Dy ck" war nicht, wie irrtümlich in den Blättern gemeldet wurde, ein belgischer, sondern ein englischer Dampfer. Er ist 1911 gebaut, hat 19 399 Tons, machte 16 Knoten und war mit drahtloser Telegraphie ausgerüstet. Der Wert des Schisses wird au> 239 999 Pfund Sterling geschätzt. Tic Ladung bestand aus Korn und Fleisch aus Argentinien, bestimmt für - die Vereinigten Staaten, »nd batte einen Wert von 100 000 Pfund Sterling. Die beiden von dem Kreuzer „Karlsruhe" vernichteten k l ei n e n Dampfer hatten einen ^samt- wert von 81 099 Pfund Sterling, • Bou der „l^nidcu" Londoii, 1. Nov. (W. H. Nichtamtlich.) Tie Morning Post nioldct, daß nach Privatnachrichten aus Liverpool vom l. November die Behauptung unrichtig ist, daß di^ „Emden" unter japanischer Flagge in den Hafen von Penang cingcsahren sei, Sic habe vielmehr den Ileberfall mit dem U n t c r n c h m u n g s g e i st und der Schneid ausgesührt. die sic bei den früheren Taten bewiesen hat. Wie der Tcutirlre Kurier erfährt, hat der Kaiser dem Kommandanten des kleinen Kreuzers „Emden, Kapitän* lcutnnnt v o n M ü l l e r . das Eiserne Kreuz l, »nd 2 . Klais,' sowie den Lsfizicrcn und Ingenieuren, den Unteroffizieren und 50 Mann der Besatzung das Eiserne Kreuz 2, Klasse verliehen. Stiltm. Stockholm, 4, Roo, sblr, Frkst.) Aus der Nordsee wütet ein starker Ost sturm feit drei Tcocn mit unverminderter Heiligkeit. Etwa 30 schwedische Dampfer sind überfällig. Englische Floiiciicinhcitcii sind zum Abspcrrungsdicnsi in die Nordsee und den Westallanlik am-gclausen. Sie haben schwer unter dem Orkan z„ leiden, Dic feindlichet, ^-lre^er. Amsterdam, 4, Nov, sCtr, Fftsl.) AuS Sluis meldet der Amsterdamer Telegraai: Gestern millao zwischen 4 und ö Uhr warf ei» sranzvsischcr Flieger zwei Bomben in das Hasenquartier, 50 Meier von der Eisenbahnstation und dem Peiroleumiciervoir entsernt. nieder, Dic Bomben verursachten groftc» Schaden, Zwei Deutsche wurden getötet, eine Frau und ein Kind leicht verletzt, Auch ein englischer Aeroplai, besuchte zu gleicher Zeit die Sladt, Er tan, von der Küste, Die deutschen Grenzwache» schosse» nicht auf das Flugzeug, weil sic cs in der grotzen Höhe für ein deutsches hielten. Der Flieger rekognoszierte d,c deulichcu militärischen Stellungen, worauf eS ihm gelang, in der Richtung von Dirmuiden und Nieuport unbehelligt zu verschwinden, Tie I„dc,t in russischer Behandlung. Das rumänische sozialdemokratische Parteiorgan Lucia gibt die folgenden kurzen Stimmungsbilder, die als Kulturdokumentc von großen Fntercsie sind. Wie russiichc Zeitungen miiieilen, lieft der General Rcnnen- Icmpr an den Rabbiner von Minsk eine Depesche senden, wodurch er ihn zum Heldenmut einiger jüdischer Soldaten aus dieser Stadt beglückwünschte. Kurz vor dem Kriegsausbruch hat derselbe General Rcnncnkamps den Offizieren in Wilna verboten, aus der Strafte Fuden zu begrllften. Rach wiederholten Ansuchen der Fuden, als Freiwillige ohne Vergütung im russischen Roten Kreuze beschäftigt zu werden, ist ihnen erlaubt worden, eine besondere jüdische Sektion zu bilden, und zwar unter solgenden Bedingungen: Die jüdische Sektion dars keiitcrlci Unterstütztiitg vom Staat erhalten und soll als Abzeichen statt des roten Kreuzes einen „Magen-David" lein jüdisches Zeichen> tragen. Groß ist die Gnade des Zaren! Die jüdischen Abgeordnetcii in der russtsche» Duma erhalten täglich Hunderte von Depeschen auS verschiedenen Gegenden Ruft- lande-, durch die sie gebeten werden, darauf hinzuwirken, daft die Kinder derjeiitge», die am Kriege letluehmeii, zu den Slaatsschulen zugelassen werden. Alle Gesuche sind jedoch bisher ohne Erfolg geblieben. Aus Krakau kommt die folgende Nachricht: Dieser Tage kamen Hunderte voti Fuden au» der Stadl Kolbuszova lGaitzienI und erzählten mit Graue», wie die Kosaken in ihrer Stadt einen Pogrom veransiailet haben. Es war au einem Sabbaliage, als die Fuden mit ihren Familien in der Synagoge waren, wo sie überrascht und zu Hunderten totgcschlagcn wurden. Das war aus galizischem Boden, ein Kommentar zuni Ausrnj des Zaren „An meine liebet, Fuden",,,. Am 13. Oktober kam von Wien aus die Nachricht, daft dic Rusien sich von Lemberg zurückzuziehcn angesangcn hätten. Aus den, Wege nach Strojoniv haben dic Kosaken viele Frauen und Mädchen in ihr Lager initgcschlcppt, um sic in surchtbarsier Weise zu schänden, Fu Strojouttz haben sie von der Synagoge aus 27 Fuden wcg- gcschlcppk, während dort der Gotlesdieust vcrrichtel wurde und haben sic zu Fuft 75 Kilometer mcggcsiihrt, lieber daS Schicksal dieser Uitglsicklichen weift man bis jetzt noch nichts. Das Acht-Uhr-Abendblatt in Wien meldet: Aus Warschau hier cingetrosscne Reisende wissen von großen Pogroms zu berichten, dic in den letzten Tagen in Lemberg slattgefunden baden sollen. Danach wurden 50 angesehene jüdische Bürger von russischen Soldaten ermordet und viele andere schwer verwundet, Ter polnische radikale Rcichsrats- abgeordnete Breiter wurde, als er einziisärrciten versuchte, verhaftet »nd soll nach Omsk in Sibirien verschickt worden sein. Die russische Gefahr. „Wir müssen uns davor hüten, in unserem berechtigten Zorn gegen England die uns von Osten drohende Gefahr zu unterschätzen." Mit diesen Worten weist jetzt selbst die all- dcnljchc Post diejenigen zurück, die dem Krieg — unter gleich- zeiliger Vorbereitung einer deutsch-russischbn Verständigung — eine einseitige Spitze gegen England gcbcln lvollcn. Und zur Bekräftigung ihrer Aufsassung beruft sic sich auf einen Aufsatz, den Tr, Richard Bahr, ein Balle, in der neuesten Nummer des Türmer veröffentlicht hat. In diesem Aufsatz heißt cs: „Wir dürscu nicht wieder die alte, aus der allgemeinen west» clms IH. unsere ganze europäisch,- Politik gelitten. Was nMangs eine in vorwiegend palriaräyilischeu Zeitläusien wohl- verständliche Familie n traditio» geivesen war. ward nachgerade zum Dogtna, und so fest saß diese Lehr« von den angeblich inangelnden Retbintgsslächen in den Gemütern der Deutschen, daß noch im letzten Herbst, deriveil dic lllusscn unablässig hetzten un.d schürten und ihre Heere an unseren Grenzen aufmarschieren ltcftcn, sich zu Bcrlm ein« Gesellschast bilden torart*, di« zur besseren Erkenntnis des geschätzten Nachbars einlud ... Da raten die einen: wir sollten all« Knast sür England veriparcu und bei Rußland hübsch in der Verteidigung bleiben, Tie andern erzählen, was richtig un>d doch zugleich wieder grundfalsch ist. daß wir, bei Licht besehen, gegen das „unverwundbare" Reich des weiften Zaren nur irenig cmszurichten vermöchten. Tic Trrtten aber mahnen schlvachmütig, uns ja nicht zu übernehmen und beizeiten uns au den Gedanken zu gewöhnen, daft in den künftigen Fricdeiisvertrrg das bestehende pvlilisckie Gleichgewicht — rnrt dieses — aus dem Lande wieder hcrgcstellt werde. Die an sich durchairck wchlmeinettdcn Männer, die so sprechen und schreiben, ahnen vermutlich gar nicht, datz sie aus che All die Geschäfte dee ruisischen Diplomatie besorgen. Noch im Schlachten- läem an den Fcsicln arbeiten, die Ruftland über Europa und die Welt gelegt hatte, und dic es. wofern wir ihm nicht wehrten, jofort abermals schließen würde. Das war ja allezeit das Kernstück der russischen Rüstung, die vornehmste Wasse, mit der die PeierSburger Tiplomati« ihre Siege crsocht und mit deren Hisse Ruftland sman findet keinen trcsscndeicn Ausdruck) sich zu einer Weltstcllung cmporschwindelte, zu der cs in keinem Belang — weder sittlich noch inateriell — berufen war: die weiträumig« Unvcrwundbarkcit des Landes und seine angeblich unerschöpslichen Rcichlllmer und Schätze, Nun haben wir dic russische Soldateska aftsordnung Verständnis hat. Aber Erlasse allein werden gegen die Praktiken der Lohndrückerei auf der einen Seite und der Preisüberhaltung auf der andern nicht helfen. Immer wieder müssen wir darauf Hinweisen, daß nur durch die vollkommene Weg- stcucriing des während des Krieges erworbenen Vermögens Zuwachses wirkliche Abhilfe geschaffen werden kann. Die neueste Waffe. Die serndlrchen Flieger iverfen nicht bloß Bomben, sondern auch Pfeile, welch letztere mitunter furchtbare Verletzungen Hervorrufen. lieber eine ganze Reihe derartiger Verwundungen berichtete Dt. Volkmaun in der Münchener Medizinischen Wochenschrift. ES handelte fick, bei den von ihm beschriebenen Fällen säst durchweg um. leichtere Verletzu-ngcn. mdcm der Pfeil durch Weich- tcil«. meist der Füße gegangen war, zuweilen den Fuß ant Boden angohcftet hatte. Daß aber auch schwerere Verlctzumgen Vorkommen könne», ist selbstverständlich und bereits Dr. Volkmami erwähnt einen Kopfschuß, der den sofortigen Tod herbeigeführt hatte. Fetzt ivird vom Oberarzt Tr. Griinbaimn ebenfalls über eine tödliche Vetletzung durch einen Pfcrl berichtet. Ein Unteroffizier verspürte, als er vor dein Hanse sitzend einen Rapport schrieb, plötzlich «inen luftigen Stich an der Schulter und hatte seitdem Schnrerzen beim Atmen. Schon während der Untersuchung verschlechterte sich das Befinden des Mannes, der auch heftige Schmerzen im Leibe verspürte, die nur durch ruhige Lag« und Morphium geltnldert werden konnten, und bereits 36 Stunden nach der Verletzung trat der Tod «in, Ter Pfeil war durch di« Lunge g«drungcn, hatte das Zwerchfell durchbohrt und war m di« frei« Bauchhöhle getreten. Der Fliegerpsiil ist also ein« sehr gesährlich« und l>eimtückjschc Waffe. Von den Kämpfen im Nordwesten. Fortschritte und gute Stimmung. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung bemerkt an hervorragender Stelle über die Lage im Westen: Nach den hier vorliegenden Nachrichten aus zuverlässiger Quelle ist die Stimmung der-Truppen andauernd ausgezeichnet. Sie zeigt sich in dem Ertragen von unvermeidlichen Beschwernissen ebenso wie in dem bei jeder Gelegenheit bewährten Kampfesmut. Nicht selten sind auch jetzt noch wie in den ersten Wochen des Krieges die Fälle, in denen das Verlangen nach Betätigung des Kampfeseifers zurückgcbalten werden muß. Der Gesundheitszustand der Truppen ist nach wie vor vorzüglich und die Verpflegung gut. Wenn auch gewiß große Verluste zu verzeichnen sind, so ist doch nicht außer Rücksicht zu lassen, daß ihre richtige Bewertung nur im Vergleiche mit denen des Feindes zu gewinnen ist. Diese sind aber in allen Kämpfen bis jetzt weit größer gewesen als unsere eigenen. Das deutsche Volk kann daher der Entwicklung der kriegerischen Ereignisse auch weiterhin mit Zuversicht entgegensetzen. Die Seeschlacht bei Narmouth. Eine deutsche Flotte an der englischen Küste. . Englische Angst. Rotterdam, 5. Ro^>. lieber die Seeschlacht an der englische» Küste bei Narmouth verbreitet das Rcutersche Bureau folgende Meldung: „Gestern ftüh ist in der Nordsee das englische Kanonenboot „Halcyon" von der deutschen Flotte angegriffen und vernichtet worden. Andere englische Kriegsschiffe eilten herbei und verfolgten die deutschen Kriegs- Verräter ganz sicher, so will ich dir helfen. In wenigen Tagen weiß ich, wo Gula steckt. Wir befreien sie von dem spitzbübischen Mortuno; du sollst dein Schätzchen haben, das übrige wird sich finden. Sieh da," rief er, zum Fenster hin- anssebend, „da schleicht der ehrwürdige Klaus über den Platz und schnüffelt an dem Warcnhauie umher. Er sucht dich, Björnarnc. Alle Wetter! wäre ich doch an deiner Stelle. Ich spüre eine erhabene Lust in mir, dem alten Burschen ein prächtiges Stückchen auszuspiclen. Geh, mein Junge, und wenn du wirklich der Sohn deines Vaters bist, wenn ein Fünkchen von seinem Geist in deinem dicken Kopse sitzt, wirst du eine köstliche Stunde erleben." Er stieß seinen Zögling mit lustigem Gelächter und einigen Abschiedsanweisungen zur Türe hinaus und rieb sich zufrieden die Hände, als er ihn bald darauf, Beil und Säge in der Hand, dem Packhause zuwandern sah. „Er ist doch nicht ganz so dumm wie gewöhnlich, wenn er den richtigen Stoß erhält," flüsterte er ihm nachschaucnd. „Ich möchte wetten, daß er den alten gottseligen Klaus zu Tränen rührt, wozu freilich nicht viel gehört." Björnarne warf inzwischen sein Gerät bei Fässern und Kasten nieder, öffnete die Wassertür des großen Packhauses und sah über den Fjord hinaus. Es war ein tauiger, sonnenheller Morgen, die Luft so rein und frisch, der Himmel so glänzend und alles so still und klar bis in die fernsten Weiten. — Ta lagen die unermeßlichen Alpen übereinander getürmt, in warmen, lichten Tunst gewickelt. Tiestiahcn Berge rauchten und strahlten und unten plätscherten kleine Wellen kühl an das Psahlwcrk. Schwermütig ernsthaft blickte der arme Knabe in das tiefe Wasser und mit leilcr, trauriger Stimme sagte er in sich hinein: „Ich wollte, daß ich dort tief auf dem Grunde läge, mein Gesicht im langen Seetang, der auf meine heiße Stirne schlüge, daß ich nichts mehr empfände und nichts mehr sähe und hörte. Gott weiß es, wie es gekommen ist, aber ich habe weder Rast noch Ruh' und werde sie auch niemals wiedersinden. Ich kann's nicht ausdenken." schiffe, btc Minen streuten. Das englische Unterst „D 5" stieß aus eine Mine und versank. Nur vier 9 der Besatzung konnten dabei gerettet werden." Wie groß die Verluste der Engländer bei dem llnte, der beiden englischen Schiffe waren, verrät das Reut Bureau nicht. Ans Binsterdam, 5. Nov, wird berichtet: Di« Eimvvhne Barmvuth mochten gestern früh plötzlich durch schivercs W: teuer von See aus aus. Si« s-achcn, daß deutsche Äriegsschis englisches Kanonenboot beschosten, das sich auf 10 Meilen vc Sta-dt entfernt besand. Es herrschte schiverer Nebel. Die Kan ivar so stark, daß di« Fenster kltrrtcn und einige zersprang!:». Granate fiel nördlich der Piers ins Meer in Entfernung »o einer Meile von der Küste. Das das englische Schiss sich c Küste entlang in der Richtung auf Galveston sortbeivegte, bi« Granaten noch dichter in die stäche der Küste, ma-nchnial i eurer Enticrmrng von einer halben Meile. Das Lichtschijj Nichvlas entkam knapp der Gefahr, durch eine Granate gctros werden. Da inan sürcht-cte. daß di« Deutschen ein« Londun, nehmen würden, wurden Truppen requiriert, die sich ans de der Kilstc nach der Stadt führenden Wegen ausstellten. Tic Post sagt: Ein deutsches Geschwader vor der i lischen Küste! Tie Nachrichten aus englischer § lassen erkennen, welch beillosen Schrecken den T das Erscheinen der deutschen Kriegsschiffe am G AlbionS eingejagt haben mag, hat man doch allen E mit einer de n t s ch e n Landung auf Britannien hciligtcni Boden gerechnet. Tie Sperrung der Nordsee. Stockholm, 5. Nov. Anläßlich der Sperrung der !i sce durch die Engländer schreibt Sydvcnska Dagbladet: geschehen ist, steht in offenbarem Widerspruch mit Londoner Tcklaration. Es bedeutet einfach einen ( durch die von der englischen Regierung genehmigten stimmungcn, die das Völkerrecht zum Schutze des neut Handels während eines Krieges aufgestellt hat. Es bc! aber auch ferner eine stark e H erausforderung neutralen Staaten. Tic Forderung, daß die zeuge Dober aulaufen und sodann die englische Ostküstc lang fahren sollen, deutet darauf hin, daß England die Seefahrt über die Nordsee nach den skandinavischen Lä: unter seine absolute Kontrolle bringen will, neutralen Staaten müssen sich unverzüglich zu einer in e i n s a m e n und energischen Währung Handels- und Verkehr-rechte auf dem Weltmeere vereii Der Türkenkrieg. Das Bombardement Batnms. Aus Sofia wird gemeldet, daß Batuni von türk Kriegsschiffen bombardiert wird. Im Kaukasus haben die ersten Kämpfe der Türkei den Russen bei Kijkin stattgefunden. Die Russen sir drei Punkten unter Verlusten geschlagen worden. Das kriegsgericht hat 36 französische, 8 russische und einen scheu Dampfer in Konstantinopel beschlagnahmt. k #s u Jjieri Asljillgt »mr ,t« i »' 1 fll link« Cttoj ijiiüit.) 5 W, di« .Minen $ nicht Cifter' W Re< aiSie « Etzgl> Mi Eine q-rat >i «fügt- f< toten { m Ruf W. B. :n| ans 1 Mttin I Piz selb I« S !«Stitjin .1« in :im still als Wen nt Aufm Angriff auf die Dardanellen. Daß ein neuer Angriff auf die Tardanellcu ersosi wird von verschiedenen Seiten bestätigt. Nach einer De aus Tcnedos wurde das Bonibardement, nachdem i Minuten geschwiegen hatte, am 4. vormittags 10 Uhr S ausgenommen. Rückzug der Engländer über den Snezka Konstantinopel, 5. Rov. Die Enqländor ziehen sich v» ägyptischen Grenze über den Suczkanal zurück, wobei si Dörfer auf ihrem Wege niedcrbrenncn. feilet i Htzil, **>1 teilt *«Jn Kuh ««nk %!, Wien, 5. Rov. Die türkischen Truppen längs des Suez werden ununterbrochen verstärkt und dürften jetzt scho 1 Streitkrästcn, die die Engländer in Aegypten zur Vers | haben, beträchtlich überlegen sein. Die Engländer lasten am kanal starke Verschanzungcn anlegen. Fn Kairo herrscht hafte Tätigkeit. Die Beschießung von Akaba hat ossenbo | Zweck verfolgt, den tltrktschcn Anmarsch zu stören. Die Eng versuchten, den sonst unbedeutenden Platz zu nehmen, um ai Sinaihalbinsel einen Stützpunkt zu haben, von wo aus sic Ti gegen die linke Flanke der Türken ansctzcn konnten. Tut I V» & P Plötzlich drehte er sich tu», hob das Beil auf und fit Lied zu pfeifen an, denn d-ranßen stand Klaus Hornci» und sah herein. Nach einem Weilchen, als Björnarne K inerte und klopfte, trat er näher tind redete ihn an. — r* sagte der Greis lückielnd, „bist ftüh bei deiner Arbeit, | e Björnarne, und wie es scheint, ist deine Laune auch da tz- „Warum sollte ich nicht froh sein," rief der junge i 11 so lustig er es konnte. „Ich bin ja jung, stark und ge ^ Ter Missionar nahm seine Hand, führte ihn hinai 3 die Galerie und setzte sich mit ihm auf die Bank. — 3i das wohl tut," sagte er, „an einem Platz zu sitzen, w > M viel und oft gesessen hat und dann zurück zu denken o ^ Tage und alte Freuden. Sieh, mein liebes Kind, au * selben Bank, an derselben Stelle habe ich mit deiner 3 gesessen und manche Stunde verplaudert, manch herfl **t "Kt htäo »eini '»«tei '»rftf gutes Wort gehört. Du hast deine Mutter kaum gc !I1 wenigstens warst du zu jung dazu, um ihr Wesen zu vei untd zu begreifen. Das war eine Frau voll großer, Hcrzensgüte, voll Mitleid für fremdes Leid, treuherzig, und verständig in allen Dingen und voll heißer Liebe si * Kinder. Jetzt denke ich daran, wie ich einst mit ihr hi 1® und du lagst, ein kleiner frischer Bube, in ihrem Schoß- - Vater war weit in die Sec hinaus und über der Kilpi! hingen düstre, schwere Wolken. — Es war eine schwüle ' und wir sprachen von der Vergänglichkeit alles irdischen und was Gottes uncrforschlicher Wille über den Mc verhängen könne: da faßte Frau Jngeborg plötzlich Hand und ihre großen, klaren Augen sahen mich or * Finger deutete auf dich. Wenn ich nicht mehr sein sagte sie, so seht nach dem Knaben. Duldet es nicht, er auf bösen Wegen wandelt, redet ihm zu, sein Gen gut, er wird Euch verstehen. Versprecht es mir wie ein Diener Gottes und wie mein Freund, daß Ihr das Ki hüten wollt, soviel Ihr könnt. Da sagte ich: Verlaß' darauf, Frau, so lauge ich lebe, soll es gescheheu." (Fortsetzung folgt.) tyii® ?*» ki‘: 2 »tr H V?» *S' s K: ^ u« M '8. 5il| n>od| licoji* *« 8; ttaiij» »ff fi4 vcioegti W<6hkh' ■;aß bit; : Dftfüfe [anb die | Wen Lc: en will, zu einet rung :re betet: NS. tan tiiifi er Dick uffnt frl it. D-r l Abweisung des englischen Angriffes auf Akaba ist dieser Plan vereitelt worben. Aniiektion Aegyptens. gicn, 5. Non. Die Neue Freie Presse meldet aus Kon- stantmap4' Dem Tanin zufolge haben die Engländer Aegvdfe" annektiert. Sie haben den Onkel des Ähediven, den Prinzen Russein Kiamil Pascha, zum Generalgouverneur ernannt und seinen Sohn, den Prinzen Äemal Eddin Pascha, . nm Oberkommandanten. Türkenausweisung. Petersburg, 5. Nov. Ter Deutschen Tageszeitung zu- folge hat der Polizeipräsident einen Ausweisungsbefehl für sämtliche Türken erlassen, die Rußland bis zmn Ablauf einer Joche zu verlassen haben. Amerikanischer Protest gegen England. London, 5. Nou. Tic Morning Post meldet aus Washington: Tas Staatsdepartement hat die revidierte iloatrebandeuliste der britischen Regierung erhalten. Tie Liste wird nach Ansicht führender Zeitungen ernste Fra- zen zwischen der amerikanischen und englischen Regierung auswersen und, wie man erwartet, die Vereinigten Staaten ;u einem Protest veranlassen. Englische Lceräuberpolitik. Ottawa, 5. Nov. (Spezialtelegramin der Telegraphen- tlnion.) Die kanadische Regierung hat eine Verordnung er- assen, die den Erport von Nickelerz nach Europa, ausgenommen nach Großbritannien, verbietet. Nack) den Vermieten Staaten ist er unter der Bedingung erlaubt, daß die xrze nicht zu Fabrikationszwccken in Deutschland und 2e st erreich verwendet werden. Ferner verbot die kana- nschc Regierung den Export von Nahrungsmitteln ind Vieh nach den europäischen Staaten, mit Ausnahme >on England und seinen Verbündeten. Militärische Maßnahmen in China. Eine Meldung aus Peking berichtet: Ter Landesverteidi- ingsrat in Peking Hot eine Reihe militärischer Maßnahmen verfügt, so die Formierung von 36 Divisionen. Aus dem Inneren Chinas werden Truppenteile an die Grenzgebiete legen Rußland transportiert. „Kaiserin Elisabeth" verloren? W. B. London, 4. Nov. Reulermeldung. Eine amtliche Meldung auk Tokio besagt: Man glaubt, daß der österreichische Kreuzer .Kaiserin Elisabeth" auf der Reede von Tsingtau von der Besatzung selbst in die Lust gesprengt worden ist. Riesenbrand in Antwerpen. Der Nieuwe Rotterdamsche Courant meldet aus Antiverpen: Tie Benzin- und Naphtatgger der amerikanischen Atlasgesellschast, die in der Nähe der übrigen Petroleumlager liegen, stehen seit leftern früh in Flammen. Wegen des Brandes der Patroleum- ianks haben etwa 15 000 Einwohner die Stadt verlaßen au? Furcht vor Strafmaßnahmen gegen die Stadt. en. en ct_ einer ic lacfibcm 10 Ubr Littst ltn Ml 1 iiiiibti iti «US wjfi jm «es iafle« » hlirildi' iat ofm Sie f» neu, ‘ au i f' ! / nten. St einen tg Partei-Nachrichten. Der Sleichstagöabgeordnete süe Trient, der als Italien stäxtr Sozialdemokrat ins Wiener Parlament und in den Tiroler Landtag gewählte Dr. Bottisti. ist nach Zeitungß- weidungen in Italien, agitiert dort für einen Krieg gegen Oesterreich und soll auch sahneuflüchtig sein. Di« Innsbrucker Volks- zeitung teilt mit, daß dies letztere im richtig ist, da B. nie Soldat war und zurzeit seiner Abreise der ungediente Landsturm 2. Aufgebots noch nicht einberuien war. Tic ihm nachgefagten Schulden bcttesseii das Trienter Arbeiterblalt Fl Popolo. Die schwere Beschuldigung. daft er in Ftalien gegen Oesterreich agitiere, wird jetzt untersucht, lieber das Ergebnis wird di« Volkszeitung Mitteilung machen. Die schweizerischen Naiionalraiswahleii brachten sür di« zumeist unbekämpsten bisherigen ioziaidcmokrati- fchen Vertreter für di« jetzigen Verhältnisse — ein gut Teil der Wähler liimmic i»t Militärdienst — recht zufriedenstellende atnnuienzahle». Fu, Kanton Neuchatel vnnen wir uns unsere »nbeftrstteney zwei Mandate erst im zweiten Walilgana lysten. aber wir aus technischen Gründen. Tas erhoffte neue Mandat im nautou Baselland ist nicht erreichbar gewesen, während im itanton Thurgau ein weiteres Mandat im zweiten Stichwahi- nang winkt. — Fm bürgerliche» Lager sind keine Veränderungen Vi -erzeichnen. Einzig sind drei Nattonalräte freisinniger Conieur, , wr den Gottl-ardverirag gestimmt haben, der seit der Nru- Belgiens verbreiteten Wut gegen alle deutsch- reundinhen Politiker zum Opfer gefallen »ud Iniben ihre Mandat« *a!.' öer Urschweiz wurde i>m Kanton U r i als Folg« 'ttnmizkatastrvplie der bisherige katholisch-konservative !6er- einen Freisinnsmann ersetzt. Eine Zählung der io.zigl- [,n l>».' "iwtratischk,, Simtmtii ist angesichts der vielen Kompromisziisien ,• grbcit: unmöglich. ' .„p: Schauermärchen. lC ~ ^uergeschichtcn von den deutschen Soldaten, denen in et lU s - * die Augen ausgesiochrn worden sind, tauchen rf U«b J unmer at ,j «ürziich ging dein Vorwärts folgender Brief zu: ibn b'^ » '^ dieser Tage mit großem Fnteresie im Vorwärts di« 'Hank " * f>ch die verschiedentlichen diachrichten über deutsche di« Augen ausgestochen seien, bei Fhren Nach- loriwili^en bisher sämtlich als unbegründet erwiesen hätten. . E unlängst von einem hiesigen Herrn nun die ganz bestimmte Angabe gemacht worden, das, im .heilige,igeist-hoipital in ,trank,urt a. R. ,j„ deutscher Verwundeter läge, dem die nugen ausgeiwchen und dafür ein paar Ilnisormknöpfe in die nugeiibohlen eingepreßt seien' Und auf gelegentlich« Frage einer das voipital befuäieirden hohen Frau — ich glaube, ber Kaiserin icivlt — ob sie etwas besonders Liebes schicken könne, habe er nur eiuen Revolver verlangt, um sich zu erschienen. Dieser nvaun ,oll im gleichen Krairkeniaal gelegen haben, wie ber Bruder m^nes Gewährsmannes: ein im Oberarm verwundeter Bi.ze- leldwebei Reet. ■v „vielleicht könnten Sie durch Ihre Verbindungen auch diesem nall einmal ngchgehen. lUsundb i»s i flini- -;.j t beii> £t -1 non* \ ■ fa«b j efen » u r ' J I gro5 (t J erL'*!'! ___DM -’ 11 ’ "g : Anfrage bei der Verwaltung des Hospitals erhielt der vom Senior des Pflegeamtes des hospttols zum heiligen „jftfpjjJI f°f«!cke Antwort: itiii 1 den 5 n-a,' nchr t fein l. -i-H V —. "fus Ihre Anfrage vom 26. d. M. erwidern wir. bah in -ll'erem Hospital kein dentt'cher Vetwundeter liegt noch lag. dem i,-fa ausgestochen und dafür Uniformknöpse in die Augen- lohlen emgepreßt wurden.' Der Krieg und die bremische Arbeiterbewegung. den .der Stadt und dem Landgebiet Bremen sind bis jetzt zu firimiiT 1 * 11 sterufen worden 3544 Genosien, von denen 2338 ver- sind und 4740 Kinder unter 15 Fahren haben. An ku sl?siären sind 104 einderusen und zwar 10 Tistriktsführer. 32 „' ''“»iOOrer und 54 Bezirtskasflrer. Auch 8 Gemeindevertreler Labddiltrikten stehen im Felde. Di« Zahl der männlichen i>r*,w w “ sr des Sozialdemokratischen Vereins in Bremen ist non -> Nang August bis Anfang November von 12 608 aus 8056 herab- ftefunfeii. Bringt man die Zahl der zum Heeresdienst Eingezogenen "'^"^chntmg. so hat sich die Zahl der männlichen Mitglieder weiter ^ . 11111 1000 verringert: in der Hauptsache deshalb, weil viele hundert, von Arbststofen von Bremen abrersien. um anderswo 5J, 1 lu nich en Amh di« Zahl der weiblichen Rrtglieder hat um 281 abgenommen. Di« Zahl der zum Militärdienst eingezogenen Mitglieder der snien Gewerknkxiiten in der Stadt Bremen betrug Ende August » ''-.^-°?EWember »581. Der Mitgliederbestand war Ende August 2a <83 Ende September 24 070. Arbeitslose waren Emde August 3<<0 Ende September 2106 zu verzeichnen. Seit Kriegs- v^Oinn b-s^Mitte Oktober haben hier die freien Geweikichasten die eryevnMe -sukmn« von 100 000 cn Urhctt^loffmmtnitü&uufl finrr 5lrbfit^lokniintrrfrä6ut>q durch die Srobt Bremen oder den Skaat wollen die ausschloimrciienden ^nsty verstärkt worden. Das Verhältnis der Türkei zu Italien. Rom, 8. Nov. (Priv.-Tel. Ctr. Frist.) Der türkische Botschafter Naby Bey hatte gestern mit Salandra eine längere Unterredung über die italienischen Interessen in der neuen Orientkrise. Die BesvrechungeN, die eine völlige Klärung des Verhältnisses zwischen Italien und der Türkei bezwecken, werden jetzt, nach der Bildung des neuen Ministeriums, einen raschen und, wie anzunehmon ist, günstigen Slbschluß finden. Tic Afghane» aus dein Marsch? Tic Südslawische Korrespondeilz meldet aus KoiiftaiirinvprI: Die die über Persien hier eingetvossene bedeutendste afghanisch: Zoftirng Sirad'sch»a>l--Ahbar>i berichtet, hat der Emir von Afghanistan ein» Arme« von 170 000 Mann nrit 105 Geschützen unter Führung seines Sohnes, des Emirs vahtSilv-Shau. an die englische Grenz: voriwarschiervit lassen. Di: von Hrrcch nach Knschk führende Eisenbahn sei zerstört worden, um den «nAischen Aufmarsch zu hindern. Eilte Anzahl von Kriegern indischer Grenzstämme Hab« sich dem Heere Bahadu.r-KhanS angcschlossen. An der Grenze herrsche volle Revolution gegen England. Tie englischen Beamten seien gefangen genommen und einige von ihnen getötet worden. Neue englische Gewaltakte. Kristiania, 5. Nov. lCtr. Bin.) Nach Mitteilung an den norwegischen Minister des Acußcrn hat die britische Regierung be schlossen, den Elydc-Fjord auf einer Linie von Eap Eanlnre nack Eorsewall Point für alle Fischereifahrzeuge ohne Rücksicht »ui ihre Rationalität zu schließen. Eine weitere Prcsicmcldnng besagt, datz alle» Fischdampfern das Vcrlaffcn der englische» Häsen durch die englische Admiralität verboten worden sei. Konfiskationttt. Kristiania, 5. Nov. oPf., 18 Verkaufsstellen. Eigene Bäckerei, I beste Waren, billige Preise. .......... ..... Wetzlar FJeriacti MIM Innaber Mnr. spsrv Erstes u. größtes Schuhhaus am Platze. Warenhaus Frankfurt Größtes Sortimentsgeschäft am Pkatze Carl Gä^he jr. am Eiscnmarkt, Kolonialwar.; Cigarren, Cigarett-, Waffen Munition, Stahlwar.,Sämerei Friedr. 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