g* «Ift 1 "acn o» dl 'fttij Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhcsscn und der Nachbargcbicte. OtertielNlck,» v»lk»«etbu>, erlchrutt seden Werktag Abend Kl r». Der abonnenwnUttctS beträgt wöchcnUich lß Psg„ monot'.xi) j. ctnfdiL Brmoeiiotm. Durch dir Bol! bezogen dierteljäbrl.ILOMk. Rcdaklion und egung von Konstantinopcl bis nach Teheran und Kabul und va mid Buchara und Ehotand. vom türkischen Ministerium bi» , den Aomadenkönigen und Scheichs die Notwendigkeit g e - infamen Handelns und daß die Häupter der Hohen •ti. »ubreram, ersasten." r <21 ""etschajtiichcn Erfolge der Befreiung Zentralasiens vom lajen stoch saß, unser Wiener Parteiblatt in folgenden Worten -T. inmcn: EP i".?^xl^»ddische» Waren können aus ihrem Wege nach Nord- mllspieligen und langwierigen Karawancnwcg über a."erlösten und über Batum befördert werden. sZ? ann in raschem Zuge den in jeder Hinsicht konturrenz Rußlands bald aus den ihm gebührenden lim- <2 i " flt d"ben. Insbesondere werde» da» vorzügl>ck:c I i 1,0cht erschlostenc Baumwolland im südlichen Kau- '",.dd» nordpcrsischen Provinzen und die turanischc ! snrdic Bauniwollindustrie — aus ivelchc» Gebiete» ano Heute schon etwa zwei Drittel seine» Baumwollbedarses — das russische Ausbeutungsmonopol los werden auch jur das übrige Europa billige Baumwolle liefern können. ^ aumwollgebiktc sind so weit und so ertragssähig. daß sie uropaifcheii -reriilindustrie zu einer wirksamen Wasse gegen IN erlkan tscheu Baumwollkönigc werden könnten. Tic Gebiete eaiasicns sind für den europäischen Markt noch sehr ausnahme- ' «ke könnten sich zu einem recht bedeutenden Absatzgebiet tiit europäische Industrie entwickeln Die reichen Bodenschätze : gesegneten Erdstriche würben umgekehrt sür die europäische I r„. lon v nc I lc Vorteile schaffen können." ,2:1 . ic ' cm Gesichtspunkt gewinnt die Entflammung der Zcntralasicn sür Europa erhöhtes Fntcrestc. Die ^ äc Rußla" '°-nmt Europa zugute und schädigt da» land- Bombardement der Dardanellen. ^»nstantinopel, 3. Nov. (Ctr. Bin.« Heute srüh »ach °7°uist°ng crvfsnctc ein aus neun Schissen bcstehrndes - j irnnzijstfchxA Geschwader ans einer Entfernung von „ ' ' "mcier ein B o in b a r d c ni c n t aus die Tarda- 1 r n 7 o r ts. Die Beschienung, die von den türkischen cn er »nibcrt wurde, dauerte 20 Minuten: sic richtete Schaden an. Türkische Pressestimmet«. ??"^"!!n°pel. 3. Nov. ,W. B. Nichtamtlich.) Die Sprache der hl-T allCr >st überaus kriegerisch geworden. Der Tani» |Ö||Jf "" gestern vervollständigte Abbruch der Beziehungen Der Krieg. kan» morgen nur mit dem Kriege enden. Tic Unterdrückten und die Unterdrücker werden auf diese Weise einander gcgciiübcrstchcn. Tie einen sind verzweifelt, da sie de» Tag der Ahndung der seit Jahrhunderten begangene» abscheulichsten Verbrechen hcraiinahcn sehen: die andere», de» Ausdruck des Adels im Gesicht, werfe» sich auf die Unterdrücker, um Rache zu nehme». Wenn wir bis jetzt Geduld geübt haben, so geschah dieses, weil wir die einzige Hoss- nung von 300 Millionen Muselmanen waren. Um ihnen nützlich z» sein, taten wir. als ob wir mit dieser aus der islamitischen Welt wie ei» Alpdruck lastende» tyrannischen Gruppe zilsricde» wären. Wir arbeiteten heimlich, um dereinst uns zu retten. Ter Zar hatte recht: die Stunde der Rettung sür die Unterdrückten hat geschlagen. Unsere Ohren können nicht mehr Friedcnsworte ertragen. Entweder sie oder wir! Konstantinopcl, 3. Nov. sW. B. Nichtamtlich.) In Besprechung der Wichtigkeit des Zusammenwirkens der Türkei mit den Zcntralmächtcn schreibt Tcrdschuman-i-Hakikat: Solange die gegenwärtige Krisis dauert, werden wir an der Seite der Völker Deutschlands und Ocslcrrcich-llngarns unser Blut vergießen. Was die Deutschen anlangt. so rücke» sic die historischen Geschicke seit 30 Jahre» der islamitische» Welt nahe. Diese Annäherung ist nicht das Werk einiger Diplomaten, sic ist die Konsequenz der Natur der Dinge, und eine Reihe von Ereignistcn und spezialen Verhältnissen ist cs, was ihre Festigkeit ansmacht. Wenn heute der Halbmond und der Adler einander grüßen, so ist die Ursache hiervon dieselbe Gemalt, welche ihren Truck aus den Halbmond und aus den Adler ausübt. Ein diplomatischer Lieg Deutschlands. Kopenhagen, 3. Nov. (Ctr. Bln.) Tie Politiken bezeichnet die Teilnahme der Türkei am Kriege als einen großen diplomatischen Sieg Deutschlands. Der Anschluß der Türkei an Deutschland und Oesterreich-Ungarn sei die Frucht langer methodischer Arbeit deutscher Diplomaten, Offiziere und Finanzleute, der es gelungen sei. die Franzosen,' deren Einfluß in Konstantinopcl früher vorherrschend gewesen sei, immer mehr zurückzudrängen. Deutsche seien allmählich die militärischen und politischen Ratgeber des Sultans geworden. In den letzten Jahren seien große türfifdK Konzessionen vor- zugsweise an Deutsche vergeben. Es habe sich der politische Umschlag in der Türkei vorbereitet, der jetzt praktisch wirksam geworden sei. Mas;«al»»lt>« die Auslättdcr. «onstantinopel, 3. Nov. icn vermeiden Vor den Toren Berlins wurden in Tvberitz Einricht getroffen, um ein« gröbere Anzahl Gefantzeiier aufzu nehmen. 4000 sinh bislang dort uniergobracht. Meist Engländer, R> suldaien lmd Matrosen. Erst in den letzten Tatze» lmtr&en einig« Hundert Franzosen und Belgier, ,,-rchdcm sic aus den retten entlassen waren, m Tvbcritz ausgenommen. Lauter meine" und niedere El>arg«n: denn Ossizicre lvcrdcn abgetz in Festuntzen und cs jenen Städten ciiiquartiert, mit Bursche Bedienung und dem Recht eigener BcrxiieMing. Das Döberitzer Gefangenenlager bildet vorläufig nach Zeltstadt. Wohlverwahrt hinter cinem Trahtzaun, den Mirmnläminer mit cmsgcpslcvnz!-«,,, Baivnelt bcivachcn, lc einige Dutzend der weißen und g:lb«ii Zelte. Jedes kann 2i 350 Gesantzeneu Unterkunft gewähren. An Licht and Luft m cs nicht: an Luft mag manchem der Gelangen«» in dielen i tagen vielleicht sogar schon zu vi«l durch die Zeit« weisen, cs in ihnen natürlich keine warnicii Federbetten gibt. Sack Holzwolle gefüllt, auf deii Boden neben«! „an der gelegt, dazu wollen« Decken, bilden sür jeden das Nachtlager. Z wische, Ruhestätten ein paar primitive Bänke und Tische, an den stai!g>en trocknende Kleiduntzditückc. ein paar durstig« Petr« lampe» — das ist das Mobiliar eines derartig«» Zeltes. Tic Bewohner sind möglichst noch Nationen und Tri gattilugen geschieden. bei d«i> Engländern auch die Söldner vo Freiwilligen. Jedem Zelt ist «n Korpora! aus der Mitte de fangen«,, selbst vovgesetzt, der fiir die „Disziplin" zu sorg« und jedeii Tag bestimmt. >v:r zur Arbeit kommandicrt iverd« Es ist nur ungefähr ein Tritte! der Gefangenen» das tägl Dvboritz ans Werk iimtz, sei «s, um die nötigen Dienste im selbst zu versehen, sei es, um im der Umgegend beschäftigt zu den — wie versichert wird» auisschlseßlich mit Arbeite», bei den einheimischen A>beiter» keine Konkurrenz bereitet wird, bei regelrechter Entlohnung überhaupt nicht au>sgcfiihrt n würde». Arbeitskraft ist im Uclwrslutz vorhanden! Man es handgrelslich, wenn man sicht» roii» schwere Wagen oft nick Pferden, sondern von vierzig» siiuszig buntu m formi«rte» K gcfang,oiien gezogen werdcn. — Ti« nicht zur Arbeit Kon diciten können sich im Lager ausrithen. lind ilicht wenige tz sich tatsächlich auch tagsüber auf ihren Säcken: ander« b:ss« ihren Sachen, di« freilich oft arrch skhr zerrissen und zerft sind: ein paar spielen Karten. Sehreibgelegenhcit nnd Büche da. zseilungen freilich steht man nicht. Die Mehrzahl t« fangeiicn aber zieht es vor. iveitigsten s bei erträgt «Hein L draußen hernmzustchen und sich» mit allerlei Plaudern und S di« Zeit zu ver treiben. Ein buntes Gemisch! Gelbe, blau«, griiu« Uniform«! zwischen di« roten Hosen der französischen Infanterie. die r Knie und di« kurzen Röckchcn der Hochländer. auch ein Paar s Hosen der Zuavcn» Alt und Jung unterhält sich: der Bore fühlt sich scheinbar «ins mit dem Untergebeiveit. Auch die vc denen Nationen scheinen sich zu vertragen. Mailch einer kann schon erzählen von nmuchem blutigen Abentcucr. daß er hint hat. Zwischen den Zelten ein« Wasscrrinn«: sie hat st«ts 2 Die Döberitzer die fangen«» halten sehr auf Reinlichkeit, bei kalien, Weiter sicht man di« Engländer mit entblößtem körper das gelscsert« Stiick Seife ansnutzen. Und dort in Zcllciutzang sogar ein gai»z allerliebstes Idyll: Auf dem hocken zwei „Alliierte", und der eine scheert dem anderen m «bei, cingetrofsenrn kostbaren Haarschneidsmaichlne den über, Schopf vo,» Kopf«. Er hat den ganzen Tag Besuch. . . . Auch die „Kaiitin«" hat guten Zuspruch. Manche der Ge neri haben etwas bield mitgcbracht, andere welckxs von dahet schickt bekonrmen. Hier grbt'S nun Zigarren. Kuchen, Friich olles, nur keine geistigen Getränke. Scharenweise steht ma G-sang«neu vor der alten Bretterbude, ein Stück Küche Munde. Natürlich ist auch eine Küche da — mit anschließende^ gefüllten Vorratskammern» Kartosfeifchälräunien usw. Ei, scher Küchenchef konmiandierk, ein paar Dutzend Engländer bei das übrige: Di« Verpilsgung uinters.cheiidet sich nicht von deutscher Soldaten. Jeden Dtorgen ein halbes Komniißbrat. Kaffee. Asittags ein Raps voll bssnitls« mit Fleisch Abends i etivas Warmes, Supp«, Kaffe«. Tkcce oder Kakao. Ti« Gefar nüiffen sich ihr Esse» selbst holen. Und der Kommandant hat i echt preußische Drill sowvit gebracht, daß 3000 .Hungrige Näpfe in der Zeit von 15 Minuten gefüllt erhalten. Endlich di« notwriidtgc Ergänzung di«,es ailtzcnehimein H dos die Speis« und den Trank spendet. Viel läßt sich freisiö von nicht beruhten: Etn qnevgelegter Baumstamm, und bc ist — Grube.... Jedoch in, ncucn Lager, dem „Winterlager", dos kam fortab ler werden. Alles ivird dort festere, bessere ( ailnehmcn. In hölzernen, dauerhasten Baracken wird hier eit «nthati geschaffen werden, in dem 10 — 15 000 Gefangene auch und Kälte gut übcrstehen könne». Jede Baracke — fü< etn sagen, was die Folge sein wird. Die Folge wird sein Klaus Horncmann cs sür seine Pflicht hielt, deinem alles mitzuteilen, was er weiß und was dann kommen Dein Vater wird dich behandeln wie einen Verrückten wird dich allenfalls eher erdrosseln, ehe er dir verzeih: frage dich selbst, ob du widerstehen kannst, wenn sein waltige Hand auf dir liegt." Björnarne biß grimmig die Zähne zusammen, bei dem aber hatte der boshafte Schreiber vollkommen recht, der Name des Vaters übte eine schreckende Wirkung an Sohn aus. „Willst du jetzt meinen Rat hören?" fragte Pvul, dem er ihn ein Weilchen mit kaum unterdrücktem Spo .rächtet hatte. „Sprich denn!" murmelte Björnarne. Und willst auch befolgen, was ich dir dri empfehle?" fuhr Paul fort; „denn nur wenn du dies kannst du auf Erfolg hoffen." „Ich will es tun, so viel ich kann." „Ein Mensch kann alles, was er will!" ries der Schr „und glaube mir, hast du erst den Anfang gemacht, so n die Fortschritte auch nicht ausbleiben. — Was heißt 1 sich verstellen oder heucheln, wovor Tunimköpfc so g, edlen Abscheu hegen? Es heißt nichts anderes, als l> klug und vorsichtig sein, die Umstände benutzen und « handeln. Und glaubst du etwa, daß die Tugendhafte, nicht tun? Der alte weißhaarige Priester weiß gena, Gula verborgen ist, ebenso so gut weiß es unser Man, Ehre nnd Gewissen, der Junker. Frage sie, wo das Mc steckt, sie werdcn mit den ehrlichsten Gesichtern von der versichern, daß sie nichts davon wissen. Der däniscki« läufer hat mehr als einmal ohne Zweifel den alten Tc kerl Afraja gesprochen, mir hat er ins Gesicht hinein ge daß er ihn nie gesehen habe, ich merkte es aber denn», der Stelle. Sieh, Björnarne, das ist die Sache." (Fortsetzung folgt.) JV foTflt Wrbt bCä töc «k im' (üftißt ^ itfti, [itj W n>rtk, KÜiftrt', ! Asm 1 °s! nid '«Ne» S ttrrt 9 e vemtze fe drr« klm ttnö msi mi SSifa hfischs 1» jiidim S rn mti L Iteioinr, w, di« n in Pani der Bon »ch di« k liier Ick t tr bm ot s«t J rlnMeit. I Utlifcm dorl in bf iw I mtem ii M Um li «isc*«-« m Wen kn, W i «bi« iiick Sur ie«E ti®. fi iloitrr I mit n Win: Sr M-» jic (ftfii niwtb* .{wnjiw cnelM 1 I *JS rins '* 1 ^ d-ßeie Ii4 hier < ) tzird I" deine» fomm« it »efl# wenn r wneNl * inen t» lirfuW f i. g>': gte n" Kein di- ir N d" ** 1 d-r ^ n^L *» Personeir imti rn vier SJaimtc ei,igeleist — besitzt Lesen und clcktrischer Sicht. Zu je 1V dieser Holzhäuser gehört dann wieder ein Wirtschaftsgebäude mit Siia>c, angebaulcr Kaittine und Borrats- ^chuuen Die ganze Anlage wird auch ein gut eingerichtetes Waschend Badehaus erhalten. Zlian kann nur wünschen, dos; die Fertigstellung dieses Barackenlagers nicht mehr lange aus sich warten läßt. Sieht man sich die Gesängen«» näher an, so ist der Eindruck l(Ut misreundlichcr. Wohl ist manches Gesicht wenig gepflegt und pon unregelmäßigem Bartwuchs überwuchert Das ist eben der gric$. Aber die meisten Augen blicken doch hell und ohne Haß. Hier und da wohl ein bische» Scham, so als Sehenswürdigkeit betrachtet zu werden. Und - wer wollte daran zweifeln — ein« nagende Traurigkeit, so fern der Heimat zu fein und seiner Freiheit beraubt .... Aber viait scheint doch zu fühlen, daß die Behandlung ineiischlich ist, und scheint das zu würdigen. Und gern« plaudert der eine oder der airdcre auch mit den deutschen Dolmetsrhern und Offizieren, die durch das Lager gehen, oder mii einen. Fremden, der die Erlaubnis erhält, das Lager zu bcsinhen. Ran möchte mir wünschen, daß die Behandlung der Gesängen«» überall — bei mis wie «m Ausland« — entgegenkommend und menschcnivürdig ist, wie es unserer Kultur geziemt. Das könnte dein Kriege weirigstcns einen seiner Stockte! uehnien und viel Glend und Sorge aus der Weit schassen. Provin^alverbandes schleswig-holsteinischer Bürgervereln« ha! sich nun auch rn den sozialdemokratischen Bezirksvorstand für Schleswig, volftein gewandt, damit ein lolchcs Abkommen für alle Stadl« der irovln, getiwsf« 7 , werde. Der sozialdemokratische Bezirksvorstand lat ikdoch erklareii müssen, daß dem Zustandekonunen eines solrhei, allgcmernen Ueberrin/onimens Beschlüsse früherer Bezirksparteitag,.' entgege »stehen, Wenn jodock, in «meinen Orten solche Bereiu- tmrun^m gewofien werden, würde er diesen nicht entgegenftehen, sie vielmehr ,ordern, Gin neues Bottshaus prachtvoll« neu« BolkShaus in Bern (Tchivriz) ^sbren Sonntag durch eine bescheidene Feier ciiigriveiht. ^.cr izheotersaal, der mit Bühne, Kinomaiograph »sw, ganz modern eiligerichiet ist, kan» bis aus 1100 Sitzplätze ocrgrößcrl werden, iL»s Haus enthält ferner neben dem üblichcn Restaurant auch ein alkoholfreies Restaurant, ein Ttollsbad, eme Tchuhsiliol« der Ge- n°sien;chg,t. Lesesaal und Bibliothek, Hotel mid v»ele Bmreaus und kleineve Bcr;amml ungc- ich u me Hesieu und Nachbargebiete. Giessen und Umgebung. Die Nationalitäten in den Bereinigten Staaten. Angesichts der vo» den kriegführenden Mächte» täglich nt machien Anstrengungen, die Sympathien der össentlichen Meinung in den Bereinigten Staaten zu gewinnen, dürfte es interessieren, daß 1011 nicht weniger wie 11,7 Prozent aller Einwohner in den Bereinigte» Staaten im Auslände geboren waren, Ihre Zahl bc lief sich auf über 13‘/ 2 Million, davon kamen 1 220 000 aus England. Schottland und Wales, 1352 000 aus Irland, 2 500 000 miss Deutschland, 1 270 000 aus der skandinavischen Ländern, 120 000 aus Holland, 150 000 aus Belgien, 117 000 aus Frankreich, 121000 aus der Schweiz, 57 000 aus Portugal, 22 000 aus Spanien, l 313 000 ans Italien, 1 600 00« aus Rußland, 130 000 aus Finnland, 1 175 000 aus Oesterreich, 195 000 aus Ungarn usw. Die Telephonverbittdung Italiens mit Frankreich unterbrochen. Mailand, 1. Nov. Die italienischen Zeitungen bringen keine telephonischen Nachrichten aus Paris mehr. Die Unterbrechung der telephonischen Verbindung ist nicht durch Witterungseinflüsse verursacht. Der Corriere della Sera erinnert daran, daß dieselbe zwischen Frankreich und Italien niemals unterbrochen war, ausgenommen während 'einiger Tage gleich nach Kriegsausbruch und zwei Tage während der Kämpfe an der Marne. Ein bnlaarisch-rumänisches Abkommen? Rom, 1. Nov, Corriere d'Jtalia meldet aus Sofia, daß dort wie in Bukarest ei» Abkommen zwischen Bulgarien und Rumänien in die Wege geleitet sei. Wenn cs bisher Mißverständnisse zwischen Bulgarien und Rumänien gegeben habe, so trage Rußland daran die Schuld, das den Apfel der Zwietracht zwischen die beiden Länder geworfen habe und Rumänien ans die salschc Bahn der Tobrutscha gelenkt habe. Rach dem Corriere d'Ftalia werde dieses Abkommen eine wesentlich fricdenscrhaltende Wirkung haben. Oesterreichische Minen gegen russische Truppen-Transporte. T. U. Sofia, 4. Nov. In Widdin wurde von der Donau eine furchtbare Minenexplosion gehört. Es heißt, daß österreichische Minen gelegt waren, um für Serbien bestimmte russische Transporte zu verhindern. Ein Manifest des Zaren. T. ü. Haag, 4. Nov. Nach riuer Petersburger Depesche hat der Zar ein Manifest erlaffen, i» den, es heißt: Tie Türkei ist vou Deutschland und Oesterreich zum unfruchi- baren Kamps gegen Rußlgnd ausgeheßt worden, Rußland wird Ergebnis ruhig und gottvcrirauend abmarten. Das Austrcie» der Türkei wird die Katastrophe des türlischc» Reiches beschleunigen. Rußland dagegen wird die historischen Probleme des Schwarzen Meeres, das Erbteil der Borväter, zur Lösung bringen. Die ägyptische Gefahr. Berlin, 4. Nov. (Priv.-Tel. Ctr. BI».) Tic Gärung in Aegypten greift immer weiter um sich. In Kairo und Alexandrien ist cs zu neuen Zusammenstößen zwischen Arabern und dem Militär gekommen. Die englischen Touristen derlaffrn in sieberhaster Eile Aegypten. Tic aus Alexandrien «dsahrenden Postschifsc werden von den hcimrcisendcn Engländern geradezu gestürmt. Tic englischen Behörden in Kairo und Assuan haben auch den Vergnügnngsrriscnden, dir I'ch trotz drs Krieges immer noch in großer Zahl dort n»s- dietlr», dringend zur Heimkehr geraten. Auch die schwer Lungenleidenden aus den Spitälern sind aus die Schisse gebracht worden. Vor Port Said kreuzt eine englischfranzösi- Flotte. Ein persisches Ultimatum. r T -U. Leipzig, 4. Nov. (Ctr. Frist.) Tci» Leipziger "7bl°t. wird ans Kopenhagen mitgetcilt: Nach einer Meldung der Bcrlinske Tidende ans Petersburg hat der verinche Gesandte der russischen Regierung dir Forderung iui wsorijgx Abberufung der russischen Truppen aus den Verpichen Gebieten überreicht. Bcschies;««^ kleinasiatischer Häsc-i. T, U. Sofia, 4. Nov. (Ctr. Frist.) Eine auS Kon- stautinopel vorliegende Privatmeldung besagt: Zwei englische Kreuzer bombardierten Jaffa. Türkische Artillerie erwiderte das Feuer, woraus sich die Kreuzer zurückzogcn. Man erwartet eine Beilbießung von Smyrna und Mythilcne. Ter Dnrenau'stand. , ~ B - London, 3. Nov, Die Morning Polt meldet aus Kap- ! . .- t,c K-sahrenzoae ist im nördliche» Teil des Oranjcfrei- wo j.c Wc> im Felde steht. Er zwang talsächlich Eng. anocr üa;„. sich seinem Kommando anznschließen. Da die Eisen- oayncn bekaniil gaben, daß sie die Gülerbesördcrnng nach dem Rand nur auf tzicsahr des Zlbsendcrs ausfülirtcn. beschloß das Schatzamt »tolge von Borstellungc» der Handelskammer in Fohannrsburg, Dolmen ßegcn 6a3 6cr Gefahr durch die Aufständischen ^^Olbädigen. Hierdurch wurden die normalen Fahrten wieder Tic Moskauer Deutschen iu Gefahr. d, 4, Nov, lPriv -Tcl, Ctr. Bin,) Die russischen Bc- oyungen gegen die Deutschen in Moskau nehmen zu. Pcirteinnchrichtkn. Tie Liadivcrordnetcawahlen in Schleswig-Holstein. Siid» in diesem Monat in Schleswig-Holstein stattfindenden >! 7 °"swrdnetenwahl«n fit in Kiel und 'Altona zwischen den urgerlichkn Parteien u-nd der Sozioldemskratie ein Uebereinkom- ^SssSeniossen worden, nach dem die Wahlen ohne Partei lamp s aus "wo des alten Besitzstandes vorznnehmen sind. Ter Borstand des — Sollen dir Gefangenen Lohndrücker spiele»? Um- luirb geschrieben: Ist es wahr, daß die in Gießen zu erwartenden Gesangenen als Lohndrücker im Tiefbaugcwerbe Ber- wendung finden sollen? Borläufig halten wir es für unmöglich und doch erzählen Unternehmer allen Ernstes, daß 100 Gefangene pro Stunde zu einem Preise von 10 Mk. zu haben seien. Das kann man namentlich am Bau der Um- gehungsbahn hören. Wir halten, wie gesagt, die Angaben dieser Herren nicht als der Wahrheit entsprechend, wollen aber doch Gelegenheit nehmen, schon jetzt dagegen zu p r o t e - st i e r c n. Ganz besonders wollen wir noch darauf Hinweisen daß erst vor wenigen Wockien in Frankfurt eine Konferenz tagte, an der Vertreter aller größeren Städte, der Kreise imd Provinzen, der Oberpost- und Eisenbahndirektionen, der Landesversicherungsanswlten, der Armeebekleidungsämter der Landwirtschaft und des Gewerbes, der Jndirstriellen und Arbeiterverbände tcilnahmcn. In dieser Konferenz fand eine Resolution Anncchme, die folgenden Wortlaut hatte: „Um der Stockung des wirtschaftlichen Lebens durch Arbeitslosigkeit entgegen zu treten, muß die aus Arbeitsbeschaffung gerichtete Tätigkeit aller Behörden, aller Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch bessere Organisation des öffentlichen Arbeitsnachweises erleichtert und vorbereitet werden. Hierbei darf, soweit irgend möglich, weder die Ar- bcitslosigkcit zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen benutzt werden, noch usw." Unseres Erachtens würde es aber nicht nur die Arbeitslosigkeit ganz enorm in die Höhe treiben, wenn Kricgsge- sangene zum Bahnbau sollten Verwendung finden, sondern bei Angebot eines Lohnes von 10 Pfg. pro Stunde für die Gefangenen dürfte auch der in jener Resolution verurteilten Herabsetzung der Arbeitsbedingungen der Weg geebnet werben. Wir wollen nicht hoffen, daß das Gerede der Unter nehmer auf Wahrheit beruht, aber es zeigt immerhin, mit welchen „arbeiterfreundlichen" Gedanken sich jene Herren während der Zeit des sogenannten „Burgfriedens" tragen. Vielleicht ist bei ihnen der Wunsch der Vater des Gedankens. Für die Arbeiter wird cs aber heißen: Aufgepaßt, damit diese Unternehmer der Staatsbanten nicht auf anderen Wegen ihren Zielen näher kommen. Wenn alle Bauarbeiter treu zu ihren Gewerkschaften halten, dann dürfte die Herabsetzung der Löhne den Herren nicht allzulcicht werden. Also: Aufgepaßt! — Gefallene des Gießener Regiments. Reservist Ludwig Krausmüller aus Romrod. — Reservist August Jungk aus Angenrod. — Reservist Heinrich Greb aus Heidelbach, Kr. Alsfeld. — Reservist Ferdinand Schmidt aus Schwabenrod. — Reservist Otto Kreutzer aus Gleiberg. — Reservist Karl Schreiner, Reservist Joh. Leid n er. Reservist Karl H o f m a n n, letztere drei aus Altenbuseck. — Wehrmann Konrad Dörr aus Kcssclbach. — Hauptmann Karl P o l y aus Gießen. — Fkldpostseudungen richtig adressieren! Von vielen eiten wird noch immer Klage geführt, daß Briefe und besonders Pakete ihre Adressaten im Felde nickst erreichten. Viele befinden sich seit Monaten draußen, ohne daß sie von ihren Angehörigen etwas .gehört hätten, obwohl sie diesen öfters geschrieben haben. Es ist ja richtig, daß die Feldpost in der ersten Zeit versagt hat. In sehr vielen Fällen dürfte aber unrichtige und undeutliche Adressierung die Ursache der Verzögerung sein. So wird jetzt postaintlich veröftentlicht: Nach wie vor sind zahlreiche I e l d p o st s e n d u n g c n unrichtig und undeutlich adressiert sowie mangelhaft verpackt. Ihre Menge — bis Ende September täglich gegen 50 000 — ist seitdem nur unmerftich zurückgegangen. Der Postbctrieb wird dadurch dauernd aufs schwerste beeinträchtigt. Nicht minder leiden darunter die Interessen des Publikums'und unserer Krieger. Wenn noch jetzt Klagen laut werden, daß Fcldposchriefe Heeresangehörige dauernd nicht erreichen, ist dies in der Regel nur darauf zurückzuführen, daß die angewandten Feldadressen unrichtig waren. Hierin Wandel zu schaffen, ist vor allem Sache der Heercsange- hörigen s e l b st. Tic Militärverwaltung hat deshalb schon wiederholt die Truppen durch ihre Vorgesetzten auf die Notwendigkeit Hinweisen lassen, n»r richtige Feldadressen nach Haute mitzuteilen. — Tie Postbchörde unterstützt ihrerseits das Publikum gern insoweit, als in Fällen, wo die angewandte Feldadrcsse augenscheinlich unrichtig war, die Feldadresse postseitig auf Wunsch nachgcprüst wird. Der- artige Anträge sind an die nächste Posfiammelstelle oder Oberpoitdircktion zu richten. — Im Geianpenenlaper aus dein Tri«>b sind jetzt, wie wir hören, über 300 Gcsirngene mitergebracht, worunter sich etwa 60 Engländer dcsinden. Allen GefEyenen werden di« Saar« knrtz geschoren, was zivar nicht allen amt'nchm sein mag. aber im Interesse der Sauberkeit und iirsvlgedesien auch der Gestnikchrit liegt. Ebenso ist für Badegelegenheit gesargt Allerdings muß der Ge- sundhcitspslegc die größt« Auimerksainkeit geichenkl werde», dem,, falls „ach Gefangene in größerer Anzahl hierher kominei^ können leicht Kronjheiten ausbrechen, die unter Umständen auch Misere cimhcimische Bevölkerung getährden. — Im Ttadtthcater wurde an, Dienstag Lessings „M l >r n a von Barnhelm" als zweite Boritrllung der tnesjährigen Spielzeit bei ziemlich aut besetztrni Hanse gegeben. Irren wir nicht. stand «» rn, vorigen Jahre beveitS ans dem Spielplan uich ist auch in imserem Blatte besprmhen ivvrden. Es ist eures der ältesten Lustspiele der deutschen Bühnc — etnva 150 Fahre alt —. aber auch eins der besten, Gottfried Ephraim Lchsing ist fin Fahre 1729 in Kaue»; in Sochioi als Sah» eines Pastors geboren und starb 1791 als herzoglicher BiblioichelMr in Wolsenbüitcl nack) einem sehr bewegirn Leben, Ruhelos war er bald hfittrr den Killiffcn tälrg. bald als Akitcnigsicltrciber: im ficdenjährigen Kriege war er' Sekretär drs Genrrals von Tauenzien und d>rs mag seine glücklichste Zeit gewesen sein, während ihn, seine letzten Lebensjahre im Dienst.' des braunschwcigi.jchen Hrrzvqs. der seine Landcskinder verschacherte, krine Befriedigung gewährirn, Biclleicht erhtelk er in seinen »rieossichren die Anrq,ung zu den, Lustspiel, in ,»eiche», ein rcrabschiededer Offizier von el,vcnui'criesten, Charakter die Hauptrolle spielt. Der Preußenkönig Friedrich ivar ein Despot von äußerster Strenge und Willkür Bcsiogten Städten legte er riesige Krtrgeckontributionen aus, Ofsizterc wurden oft l>ei geringfügigen Anläffen aus dem Dtensde gchagt. Ein solcher Offizier fit in Lessing» Lnslspicl d:r Masor vo» Telllieini, der nach den, Fickeden abgedankt imd dam» ne>ch in «in« pe»nlick>c tlntcrsiichnng izezogcn wovdcn war. Er hatte von einigen chürinqisiheii Aeiniern tun’ Kontribution mit äußerster Strenge cinz»tr«il>e,> uich, da sie nicht zahlen konnte»,, in »eiiirr Gutlzcrzchkett die Smniiie ans eigener Tasche gegen einen Wechsel vorgcstvcckt Bei Abschluß dos Friedens ivolll« er de» Wechsel iniker die Slhulbc» der Stände einttiigen lasten, aber man erklärte das Papier für ein Gesck>cnk oder gar als «ine Bestechung, Später irellie sich dann die Unschitld Trllhei.us heraus, und Friedrich forderte ihn auf, wieder in den Dienst zu treteu. Fm aUgeinriiiail ivar Friedrich >1, nicht so gütig, wir Lejsing ihn uns hier fchildcrl. Grsuehc um WiedereinstclluiP eni- lastener Lffizsi-ve bcanttvortetc er mtt der Redensart, „seine Arniec sc! kcfii Bordell", und Gesuche um Eiitscketdigung von Kriegsschädeu mit den Worten: „Nächstens wolle man auch noch den Tchrdc» von der Sfittflitt her erstatttt >>abcn". Wie gejagt, ist das Lnsfipiel Lcsstngs entschieden lxsscr, als die Fabrikat.- der modtrnen Sau>k- und Livstspirldichtcr. die mit 2'erwcchkeliuige» und Frrttiiner» »sw. arl>efien. Bei Lasslnp enttvickcltc sich die Handlung aus dem Bode» der Zeitereignistc van selbst Und gerade die Manniafaltigkeit der Charaktere macht das Stisik aivgeuedm. Da ist Fust, der gvvb- ehrlicktic und treue Diever. drffen Anhänglchkriit an Telll>eiin ab- swßen würde, wäre sie nicht zugleich säst väterlche Freu»,dich»st zu seinem Herrn, Ta ist die kiugc und vorlaute .Kunnnerfungter Franziska, der Wachttnefi'ter Paul Werner, der, nacktdcm der Krieg beendet, von neue» Eivberinigen mit dem Prfii.zen Heraklins scknvärmt. der grristen« Wirt, ein Ileberall »nb Nirgendwo und Polizoikreadur. und schließlich der sranzöstickte Lnmp Riccaut de la Marliniere Letzteren gab Herr Rotteck in vorzüglicher Weis«, mit einer SprachiZtwandlluiit, die derjenigen eines entgeborcnen Fvai,zoi>:n nicht das mindest« nachgab, Frl. Stcttncr stattete ihre „Minma". die sich Mich« gibt, ihre,, Tell. heim zu erobern, mit ausgesuchter Liebenswürdigkeit aus: »nd sie- wic ihre sihiiippfiche und vertraut« Zosc Franziska — Fräulein Wenge ritt — verstanden die Sympalhien des Publikums sch zuzuwenden, Ten Trllhcim gab Herr v. Roggen hausen und zeichnete einen Lfstzier von Ehrenliastigkeit und Besckttidenheit. wie sie dmmris iedonfalls nicht allzu häusig geweion sein mögen. De» katzenfrenndlch.n und habsückchtgew Wirt stellt« R, G ol l in überaus gciitnigencr Weese dar: die Rolle des seinem Major Tcllhcinn so niihciiiglichen Wachttnersicr wurde von Herr» Schubert meister- hast dirrchgcführt, und das gleiche ist von dem Diener Fust des Herrn Grosser-Brau» zu sagen, Do» Pltblikum zollte der Aiisfiihrung lebliasten Bestall, — Bom Tiadiiheaicr wird gpchriobcn: Erirculichcriveise ivcrden noch wettere Abonnrnients angemeldct und es sei darum daraus htn° gewiescn, d-.rß auch nackt später efittretende Abon,ueitten keinen Tshaben erletde», da sie fiir etwa erledigt« Borstelluirgen Gittcheine erhalte» Di« morgige erst« Freitvig-2lorstcllung bringt neben einer Wiederholung von Schillers „Walleiisleins Lager" die erste Aus- führung von Biörwstjernc Björnsons Schauspiel „Zivstchni den Schlachten", In dem iviichtigen Werke wirken in den Hauptrollen mit die Herren Stcinhoser, v Rvggcnhaiisen m,i> Dworkowskj sowie Frl Sätttner, Wir sich der tinnpatbstcheii Haltung des verstorbenen nordischen Nieister« gcgc» dentsehes Wese» erinnert und in diesen Tagen sieht, wie der Sohn des Dichters als Fournalstt tasträftig für die Gerechtigkeit der beustche» Sache tätig ist, wird diesen Ausländer gewiß gern auf unserer Bühne begrüßen, — Neuer Fahrplan, Bom Montag ab ist de, neue Eiseubahu- Fahrplan eingesührt, »ach welchem die meisten Züge wie im vorige» Winter verkehren, und zwar: Gienen ab 2" I 4^ I 5" I 6*" I 8"° 110°" 11-2» 1 1 2” I V*\ Tr-\ 7“| 8”| »" Srentiurt an 4" | 6" I 7" | 0" 19" 112» | 1" 14" 16"> 7" 18“ ; 10» 110" Giekie» ab 5"' I 6'"! 8"ft 8» \ IO" 1 1 lC ,a I 1* I 3'-1 5" I 8« 110“ 11" 51 o ff c I an — | — 111« 110» 112“ | 3“] 3“ | 6“ i 8“ 111“ [ 12" 15" * Nur bis Marburg: Ankunsi 6,25 und 7.34. 2!on Gießen nach Alsfeld-Fulda: vorm, 5,37, 8.12; nachm. 2.20, 6.40, 9.21. Bon Gießen »ach Gelnhausen: vorm, 5,42, 8.18; nachm, 2.16, 5.04, 6.33 (nur bis Hungen), 8,47 (nur bis Nidda), Bo» Gießen nach Reßlar-Eoblenz: vorm, 4,58, 8.12 lEilzug), 10,12; nachm, 12,10, 1,15 (nur bis Wcilburg), 5,04, 5,57 (O-Z„gi, 0,14 (nur bis Wcilburg), 8,26, Bon Gießen nach Weßlar-Köln: vorn,, 5,29 (bis Betzdorf), 6,46, 8.17 , 10.21; nachm, 12.45, 1.15 (bis Tillcnburg), 3.29, 6.14, 7.36 lbiö Tillcnbura). 8.38, 10.20 (beide bis Betzdorf). Bon Gießen nach Lollar-Grünbcrg: vorm. 5.44, 9.17; nachm. 2.15, 6.30, Weßlar-Lollar. Ab Lollar: vorm, 4,43, 6,3«, 11.46; nachm, 2.33, 6.17. — Ab Wetzlar: vorm. 4.47, 6.40; nachm. 1.17, 5.18, 7.15. Bom 9. November ab verkehre» auch wieder die Nachmittags- Ei 1 z ü g c zwischen Frankfurt »nd Gießen. Ankunst von Fra»k- furt 3,12, Abfahrt von Gießen 3.59. — Durchstechereien eines städtischen Beainien, Bor der Darm- städter Strojkaiiimer wurde am Montag und Dienstag gegen den 42jährigen srüheren Friedhossverivaster in Offenboch. Otto Sleitz, verhandelt, Mitangeklogt waren der 36jährige verheiratete Kanfmaini Fnlins Georg Holzemer, der 54jährige ver- hciratctr Sttinmctzmeistcr Wikhctm Koch, der 37jährige verheiratete Kausnigiin Franz Kroner, jetzt Landwehvimmn. der 46sährige verheiratete Kaufmann Hch- Fvseph Müller, Tie beiden lebten Fälle werden abgetrennt, da Kroner und Zeugen im Falle Müller im Felde stchcn, Steitz ist beschuldigt, die Stadt Ofiendach um 1040 Rlark geschädigt zu haben durch die Borspiegrluiig, Gegenstände sllr ihn seien zu dieitstlichcn Zweckr» geliescrt worden. Er stellte bei Licierungen an drc Fitedhofsvevivaltung fingierte Posten ein mid ließ in zahlrctthen Fällen solche Rrchnnngcn durch (tzeschäftsleitte an. fertigen. Bon Adam Botz bezog er eine Schrcibmaicktin«, die der Lieferant der Eiienhandlung von Hrch. Müller in Rechnung stellte. 2Vit Müller hatte Stoib ocrcinbart. daß Müller dafür eine Rechnung für gclicserte Waren wie Spaten. Schaufeln und Giißkanncn für die Friedhofsvcrivaltttng ousstelle, To licgt noch eine Anzahl von Fällen vor, in denen cs sick> um Beleuchtungskörper, elektrische Eisenbahn für seinen Sohn, Hundetuchen usw, lMidelt, Weiter ist Steitz beschuldigt. L o hn sch w i n de l- i e » .zugunsten peiwer Schwägerin begangen zu hadeu, tndcm er für sie 2—2% Stunden für Reinigung täglich misschricb, während es sich nur um täglich Vt Stunde drehte. Dadurch hat die Stadt einen Schaden von etwa 540 Mark erlitten. Ferner ivcrden ihm Amitsunderfchikigungcn zur Last gelegt, Steitz war im allgemefiicn gchiäntng. Er erhielt zwei Fahre drei Monat« Gefängnis, der Mitangeklagte Holzamer 50 Rank Geldstrafe; Koch wurlse sreigcsprochen: Steitz. der das Urteil sofort ancrtennt, wurde ein Fahr der erlittenen Uirterfuchmigshast angerechnet. — Bortrag. Wir machen nochmals auf den Bortrag des Pro- frsior Tr. Krüger: „Deutsche vaterländische Dichtung, der heute (Donnerstag) abend 8Vi Uhr in der neuen Aula jtattfmdet, aus merksam. Der Ertrag stt zum. Bosten von Hinterbliebenen im Keltze gef — Altenhuscck. Im Kriegegefallen. Bor einigen Tage» erhielten mir die schmerzliche Nachricht, das, unser Parteigenosse Karl Schreiner, Maurer von hier, im Feilte gefallen sei. Seine ans Frau und drei Kindern bestehende Familie verliert in ihm den treusorgcnden Vater, der mit großer Liebe an den Seinen hing und unsere Partei einen bewahrten Mitstreiter der jederzeit siir die politische ivie die gewerkschaftliche Organisation arbeitete, soviel in seinen Kräften stand. Er war erst 27 Fahre alt. — Außerdem wurden in den letzten Tagen »och als gefallen gemeldet: der Pflasterer Johann Leid»er, 30 Jahre alt und ebenfalls verheiratet. Er erfreute sich ebenfalls allgemeinen Ansehens in um- seieni Orte. Ihn betrauern Frau und zwei Kinder. — Weiter ist noch der Schreiner Karl H o s m a n n, 25 Jahr« alt, gefallen. Er ist noch nicht lange verheiratet: die Frau sieht dem Wochenbett entgegen. — Alle drei standen beim Gießener Regiment. Kreit Wetzlar. b. Gleiberg. Vom Kriegsschauplätze kam die Nachricht, datz wieder ein Gleibcrger, und zwar Otto Kreutzer, als Reservist beim, Jnsanterie-Rcgiment Nr. 110 in, Felde g« fallen ist. Er war von Beruf Fuhrmann, erst kurze Zeit verheiratet mid war nach seiner Verheiratung nach Wetzlar gezogen. Telegramme. TlWsbmcht des (Stop öaujitquarticrs. Am Kanal und an der Somme langsam vorwärts. In Ostfrankreich französische Vorstötze znrückgewiescn. In Rußland nichts Neues. \V. B. Großes Hauptquartier, 4. Nov., vorm. (Amtlich.> Unsere Angrisse bei Up res, nördlich Rohe und östlich Soissons schreiten langsam, aber erfolgreich vorwärts. Südlich Verdun und in den Vogesen wurden fron zösische Angriffe abgewicse». Aus dem ö st l i ch e n Kriegsschauplätze hat sich nichts Wesentliches ereignet. Die Sperrung der Nordsee. Ter Tod der neutralen Schiffahrt. Der grants. Ztg. wird aus Berlin geschrieben: Die Sperrung der Nordsee durch die englische Regierung erregt begreiflicherweise namentlich in den skandinavischen Ländern die größte Unruhe, und Aeutzerungen. die ans derartigen Handelskreisen laut werden, lassen erkennen, daß man in dieser Maßnahme denTod der neutralen Handels schisfahrt erblickt. Tatsächlich ist ja auch die Sperre eine Maßregel, die zwar der Angst vor den deutschen Minen entspringt, die sich aber in ihren Wirkungen in erster Linie nicht gegen Deutschland, sondern gegen die neutrale Schiffahrt richtet. Man sperrt den neutralen Schiffen die Durchfahrt im Norden Schottlands, um die englischen Kreuzer vor deutschen Minen und deutschen Unterseebooten zu schützen, und schreibt den Handelsschiffen den Weg über Dover an der Süd- und Ostküste Englands vor, um sich die Kontrolle zu erleichtern. Das sind Maßnahmen, die von nichts weniger zeugen als von der englischen Oberherrschaft über die Meere, aber wenn durch solche Mittel die neutrale Schiffahrt zugrunde geht oder wenigstens schwer geschädigt lvird, so wird das England gerade recht sein. Jedenfalls macht sich England aur wenigsten Sorge um die Interessen der neutralen Schiffahrt. Daß England damit gegen- über Deutschland nichts erreichen wird, versteht sich am Rande. Norwegischer Protest. Aus Kristiania wird der Franks. Zig geschrieben: Die cng- lischc Nachricht, wonach die Londoner Admiralität sortan die Nordsee für die gesamte Schissahrt sperrt, wirkt hier sensationell Da die Nachricht erst spät cintraf, äußert sich nur das Marqenbladct dazu: es bezeichnet das Vorgehen Englands als unerhörten Uebergriss gegen das internationale Völkerrecht und die größte Rücksichtslosigkeit gegen die neutrale» Mächte. Das Morgenbladct wisse, daß die englische Regierung den intrresfierten Ländern vorher nichts m i I g c» e i > t, noch » n t c r s u ch t habe, wie die Sperrung von diese» Regierungen, deren Lebensinteressen dadurch bedroht werden, ausgcsaßt würde. Ist denn nicht bald der Zeitpunkt gekommen, >vo ei» gemeinsames Vorgehen der neutralen Mächte n » g c b r a ch t ist? seagt dno Morgen- lckadet. Ans die Stimme kleiner Länder höre niemand. Amerika sei aber anch neutral. Der Neuiralitätsbegriss eristiere nicht sür die Länder, wenn jeder Uebergriss der krieg- führende» Großmächte schweigend geduldet werde. Was der Admiralitätscrlaß bedeutet, geht aus der Tatsache hervor, daß die norwegische Warenlriegsvcrfichernng nach dem Eintrcsscn der Nachricht nachmittags fofort eine Sitzung znsamineneies, worin die Versscherliugsrate »ach den norddeutschen Häsen von 4 aus 10 Prozent, nach Holland oon 2 aus 4 Prozent erhöht wurde, was eine Erhöhung »m 150 und 100 Prozent bedeutet. Untergang eines englischen Unterseebootes. Amsterdam, 4. Rov. (Ctr. Blu.f Aus London wird gemeldet: Heute früh ist das Kanonenboot „Halchon" beim Patronilleudienst an der Küste von einer deutschen Flottille an gegriffen worden. Ten, „Halchon" kamen bald britische Kreuzer zu Hilfe, woraus sich dir deutsche Flottille zurückzog. Sic ivnrdc vcrsolgt, tonte aber nicht zum Gefecht gezwungen werden. Ei» deutscher Kreuzer, der den Rückzug deckte, streute M ine» hinter sich aus. Das englische Unterseeboot „v 5", das über Wasser mitfuhr, lies aus eine solche Mine aus und sank. Zwei Ofizierc und zwei Matrosen, die aus der Brücke standen, wurden gerettet, die übrige Mannschaft ging mit dem Boot in die Tieft. Der Kreuzer „Yorck" gesunken. Berlin, 4. Nov. (W. B. Amtlich.) S. M. Großer Kreuzer „Aorck" ist am 4. November, vormittags, in der JadeaufeineHafen minen sperre geraten und gesunken. Nach den bisherigen Angaben sind 382 Mann — rnehr als die Hälfte der Besatzung — gerettet. Die Rettungsarbeiten wurden durch dichten Nebel erschwert. Der stellvertretende Chef des Admiralstabs: B e h n ck e. Feldzug in Polen und Galizien. Wien, 4. Nov. Amtlich wird vcrlautbart: Die Bewegungen unserer Trupprn in Russisch-Polen wurden gestern vom Feinde nicht gestört. Eines unserer Korps nimmt aus den Kämpscn an der Lysa Gora 20 Ossizicrc und 2200 Mann als Gefangene mit. An der galizischen Front ergaben sich heute bei Podbuz südlich von Sänibor über 200, heute früh bei Jaroslau 300 Russen. Der Stellvertreter des Ehess des Generalstabs: v. Höser, Generalmajor. Budapest, 4. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Die bei Knty sowie nördlich Czernowitz bei Kottyornick geschlagenen russischen Abteilungen zogen sich gegen Sniatyn zurück. Sie versuchten sich dort zu vereinigen, was jedoch mißlang. Die Verluste der Russen sind sebr bedeutend. Sniatyn ist von uns wieder besetzt. Vor Czernowitz bleiben die Russen ruhig. Serbische Niederlage. Budapest, 4. Nov. tCtr. Frkft.) Die Kämpft um Schabatz waren am Sonntag nachmittag 4 Uhr beendet, woraus unsere Truppen in die Stadt einmarschierten. Die Stadt ist fast gänzlich zerstört. In den Straßen und den Schützengräben lagen viele hunderte Leichen. Unsere Truppen machten reiche Beute. Die Serben zogen sich in der Richtung nach Belgrad zurück und haben sich etwa 20 Kilometer von Schabatz verschanzt. An dem Bombardement der Stadt haben in hervorragender Weise zwei unserer Dononmonitore teilgenommen, die unermeßlichen Schaden anrichtetcn. Etwa dreißig serbische Geschütze feuerten aus die Monitore, die unbeschädigt blieben. Bien, 4. Nov. Inbcrtt: » vorschrrstsmäsjist bedruckte Feldpostbrief «mfchläge nebst Briefbogen sowie 5 FcN Postkarten. I Direktion: Hermann Steinaoetter Frritaa, de» 0. November 1014 J abends 8 Uhr: I. Freit ags-Aboun. Barstellung von Friedrich van Schiller. Ende gegen 10 Ilbr. Getv, Pr Soldaten vom Feldwebel abwärt" zahlen bei allen Vorstellungen an 2, „nd 3. Parkett ngr halbe Preist ' * h TFw, a i r- - Ir ik Ir F r ha Und e? "tot lÄÜfe Preis nur 3LO Pfg. Atthejs. Mfejcitiniü Sicjjeii, PchilMril - 23. ! 7? ei Dt, 1,11 « ß‘ Kli Ru, Ic't \ fc 1 ’ ' lliuMiiiiat isimas - Gicht- Ischl» Auf vielseitiges Vetlaugen will ich nun für obige Leiden Ra und Hille erteilen. Nach meinen 25Mirigen Erfahrung' habe ich ancrkr.nntrrmassen geniigenilF Kenntnis« liierliir gestammelt. Lauter gute Erfolge. Zu sprechen: Jlorgeus 9—11 uml mittags 3—5 Uhr. Christian Petri. Moitkestrasse 7. 1 ** fft i' f r Bi." 111 if?