2 H f'totijf "• rin» •&en «hi # Organ für die Interessen des der Provinz Oberhessen und werktätigen Volkes der Nachbargcbiete. Lsterbessnck,« v,lks,et»nv, ertcheinl iedrn WcrÜa, Abend in xn. Tu HboiinfmtitMprei» bettäfli wöchentlich 16 uionailxt fa, ctnidiL Crmgcilobn. Durch die Polt bezogen vierlctjäbrl.lLOMt. Redaktion und (krdcdltion Stellen. Babndolliralie 23. » aoendd 7 >dr für die folgende Nummer in der Erpeditton aufgedeu ^S-i, de «it crtjcij' l '3i n !tt itki> Nr. 256 1 s'i'ld - - Äililiii Gniiiij. ,ii fall; lg mmr' I 55 et wachsende Wettbrand. •itt noch grösicrer «paiiumifl als nach den Kriegsschauplätzen jetzt die Welt auf die Entwicklung der Tinge, die sich im i und Südostcn Europas abspielen beginnt. Tic Italiener in ia, die Griechen in Nvrdcpirus, die Türken im Schwarzen — jetzt die italienische Kabinettskrise, Gerüchte von einer irkung der französischen Garnisonen gegen Italien und von evorslchenden Abreise des englischen lind des französischen losters aus Rom, dazu wachsende Erregung und Verwirrung ilgarien und Rumänien, überall Bewegungen von unabjeh- Tragweite und einander widerstreitenden Tendenzen! n Italien, dem wichtigsten der noch neutralen Staaten, weist anzoscnfrcundliche Prcsic immer wieder aus den Gegensatz •flerrcitfi in der tricntinischen Frage hin, und mit dem Losen der Türkei spricht sic auch von einer Bedrohung italieni- ntcrcssen durch die panslawistischc Bewegung. Aus der andern besteht aber auch i» Siibalbanicn ein offenbarer Konflikt en de» Machtanspriichcn Italiens und des türkenseindltchen >enland. Besteht auf der einen Seite der begreifliche Wunsch, :n durch Hinweis aus seine albanischen Interessen an die Deutschlands, Oesterreich und der Türkei zu bringen, so läsit aus der andern ofsenbar die letzten Minen springen, um n — sei cs durch Drohung oder Pression — zum Anschlusj ' feindliche Koalition zu bewegen. So ivird cs Italien immer er. seine Neutralität zu wahre», und es ist vielleicht kein l, dasi jetzt in diesen entscheidungsvollen Augenblick auch die tcrkrisc fallt! iulgarien hat erst vor wenigen Jahren sowohl mit der Türkei iit Serbien im Kriege gelegen. Aber der feindliche Gegensatz lawischen Nachbarrcich scheint heute starker zu sein, als die rschast gegen das invhamedanischc Reich, und die letzten Berber russischen Prcsic. aus Bulgarien zugunsten Rußlands Truck auszuübcn. sind wenig erfolgversprechend. Nicht ganz r erscheint die zukünftige Haltung Rumäniens. Es hat im i Balkankrieg zuletzt mit Serbien und Griechenland gegen iricn gemeinsame Sache gemacht, ist aber auf der andern Seite durch alte Beziehungen mit Deutschland und Lestcrrcich vcr- t Bricht der neue Balkanbrand aus, den tsirkisck>c Blätter ankündigen, dann wird auch Rumänien nicht neutral bleiben iemand. wohin es sich dann wenden wird, erstes Resultat der neuen Entwicklung im undurchdringliche Verwirrung. Für die großen aber kann cs kein angenehmes Gefühl sei», dasi . durch Stimmungen und Strömungen ausierhalb ihres cn Gebiets entscheidend becinflnsit werden kann. Zugleich i innen auch zu Bcwnsitscin kommen, eine wie grosie stlollc lieben n ”* i E». * Wen* die diplomatische Arbeit spielt. Ans seine urnchc eüchtigicit allein kann sich kein Bolk verlassen, es mnsi . kiiie gute auswärtige Politik treiben, wenn cS kommende» 1 LLl'^^wachlei, sein will, lind zuguterletzt spielen bei der , ™ i,.«!! , 0ür flct Geschickte und dem Gewisse» de» dasi sic im Zustande gerechter Verteidigung ' 7,lks werde nicht die Türkei sein, welche den Z "»»ren werde: wenn man aber den Krieg um jeden i bat i' e Türkei ihm nicht ausweichcn. Ter Tann, ", 7 °^'' "",sche Flotte gestern keine Bewegungen im lh 'J* »usgesührt habe, sic erwarte nun den Befehl, Ter Tan in erklärt die Ercignisic im ,5*”'?* e,nen Grcnzzwischcnfall und sagt, wenn Ruh- „ • ' "'«» nicht wcitcrgehcn: der Schlüsicl zum l'cgc in Petersburg. - u„, zu beweisen, das, 6c " V,a ” »um Angriffe vorbereitete, stellt q ^.ocmelüete. m dem Communique angcsühric llntcrjnch- U-i"tsache gegenüber, dasi. wie inan hier allgemein r#n * v ^ fn ^"I'lands, Englands und Frankreichs seit hl habcn°" uuchtigstcn Teil ihrer Archive in Sicherheit l>hi„a protestiert und rüstet! (Ctr. Frkft.) Tic Rjctsck erfährt aus , ,, , Quelle, daß sämtliche Vrotcste Chinas gegen f , ; r billig seiner Neutralität durch Japan in vollständige:» - .' rnehmen » '-waten erhoben worden - 23. .pp." „Mp zliM . Zürich, 2. Nov. Hl "Wischer diplomatischen seien. itcllcn der Der b' n i r tr,c ' tercn Petersburger Meldung hat China a -nur -i. ct Neutralität von Tchantung außerhalb der sini^trcitkräfte unter dein Oberbefehl de.- 'Ners konzentriert. Besonders die Küste ist stark T«e sra„zös»schen Beschlagnahmen. Tic Pariser Zeitungen bringen fortgesetzt lange , „ , E u t i ch c n und ö st c r r c i ch i i ih c n Geschäfts- ■,»,.11 Privatwohnungen, die der geriänlichen Bc- ■J o b m e verfallen sind. Tiefe Masiregel erstreckt sich ans Gicßcn, Mittwoch, dcn 4. Nolicmticr 1914 alle Städte und Gegenden Frankreichs, so dasi es nicht mehr möglich ist, alle Namen unserer davon bcirosscncn Landoiculc wieder zugercn. Unter dem neuerdings beschlagiiahmien dcutsäien Eigentum befindet sich das Schlosi der Fürstin Hohenlohe in der Nähe von Brest und ein Gebäude in Solesme an der Sarihc, da? der Fürst von Löivenstein cnvorben und einer Kongregation iibcr- laffcti hatte. Tic Behörden haben dieses Kloster rcguiricrt, um L0V belgische Flüchtlinge darin unterzubringen. In der Presse werden i in m c r lc b h a s t e r c Bedenken gegen das vom Iustizminister Briand gewählte Berfahre» der gerichtlichen Sequestralion gcäusicrl. Es gibt nanieniliäi zahlreiche Franzosen, die »ock> mit diesen dcuijchcn Häuser» abzurcchncn haben. Sie fürchten gcwisi nicht ohne Begründung, dasi nach der k o st - spiel igen utid w i l I! ii r.1 i ch e n gcr ici)tl idjcn Liquidation nichts mehr übrig bleibt für fit. Sic beginnen deshalb fick, zu gruppieren, um ihre Interesicn zu vertreten. Auch in der soziaiistischcn Humanite wird neuerdings wieder gegen die gerichtliche Beschlagnahme p r v I c st > c r t und verlangt, dasi die gesperrten deutschen Fabriken durch geeignete Sachwalter wieder in Betrieb gesetzt werden, damit ihre Arbeiter wieder beschäftigt werden können. Ein dentschis ^eld!a;arctt in sranzöfischer Püesangcnschast. Ein Militärarzt schreibt den Berliner Blättern auS Basel: Aus Basel erhalten wir mit dem Datum des 21. Oktober folgende Mitteilung: „Das Feldlazarett II des 7. Armeekorps, am 8. Teptcmber gefangen genommen in Chsitcau Thicrry (7 Aerzte. 3 Beamte), und Kricgslazarctt-Abtcilung 2. ■Armeekorps, ain 15. September abgesckmitten in Pdronne (13 Aerzte, 7 Beamte. 1 Johanniter-Ritter)', sind heute abend von Lhon aus, wo sie in den letzten 2 Wochen gemeinsam auf Fort St. Foy gefangen gehalten wurden, ohne Mannschaften und freiwillige Krankenpfleger, die weiterhin in Lyon zu- rückgelialtcn witrdcn, mit 58 ostpreußischen Schwestern über Genf in Basel eingctrosfeii. in der ganzen Scl,weiz und besonders in Basel durch Militär, Bevölkerung »nd deutsche Kolonie ans das herzlichste und würdigste ausgenommen. Die Kricgslazarett-Abtcilung 2. Armeekorps ließ 3 Aerzte und etwa 30 Mann zur Kransenversorgung in Pöronne zurück, wurde in. Fort Vincennes (Paris) bis 8. Oktober interniert und einer schweren Untersuchung auS- gesetzt. in deren Verlauf 5 Aerzte und Beamte. 10 Schwestern 60 Mannschahen wegen unbedeutender Kleinigkeiten (Käppi, Handtuch. Strafliste belgischer Soldaten) zur kriegsrcckt- lichen Verfolgung verhaftet wurden. Ihr Schicksal ist »ns bis jetzt unbekannt. TaS ganze Verhalten der französischen Behörden ist eine krasse. Verletzung der Genfer Konvention. Die Behandlung durch Behörden »nd durch die Bevölkerung, die in besinnungslosem Haß sich bis zu wüstesten Skhmähnngen, Tätlich- leiten verging, spottet jeder Beschreibung. Es war eine schwere Leidenszeit für daS Lazarett, das treu seine Pflicht gegen französische wie deutsche Verwundete getan bat. Einzelne Mitglieder sind fast aller Habscligkeiten beraubt. Sie erhalten ausführlichen Feldpostbrief über diese unerhörten Vorgänge in den nächsten Tagen. Für jetzt richten Sie die dringende Warnung an deutsche Heercsangchörige. nichts ohne Quittung bei sich ;» führen, was nach französi- icher Herkunft aussieht. Schon aus bloßen Vcrdackit hin wird Verfahren gegen Plünderung mit härtesten Strafen cingelcitet. Ferner ist die äußerste Vorsicht bei irgendwelchen Notizen oder in Tagebückiern geboten. Jede schriftliche Mit- tcilung wird zu den Akten genommen, eventuell zu ungunstcn des Urhebers ausgebeutct, Tagebücher werden rücksichtslos konfisziert." Ein rnjsisrsics Ultimatum an Vulizorien? Ter Az Est meldet aus Bukarest: Ter Abdruck, der diplomati- lckirn Bc.-ichunqen zwischen Rusiland und Bulaarien steh« unmittel- tar bevor. Eine bcsristetc Note, die der russische Gesandte der bul- qarischcn Reqierunq überreichte, hat solqciiden Wortlaui: t> die bul- qarische Rcnieruna'soll sich von nun ab jeder feiudsekiqcu diplomatischen Aktion aeqeuiibcr Serbien enthalten, 2> die bulqarijcknt Re. nicrunq ha, sich erneut zu vcrpslichten. die Sicherheit zu geben, dasi sie in Zukunft unter keiner Form Banden iinlcrstsitz! und die Äomi- tatschisührer in Mazedonien nicht dusden werde, dir Bandensührer ohne Verzug vor ein Kriegsgericht stellen wird, 3) Bulgarien läsit eine str-ug- Zensur in Kraft treten gegen d-e Zeitungen bezüglich der Mitteilung von Nachrichten über Borsälle in Rusiland und Serbien, -» Bulgarien fischt sofort jede Mine aus, die den Verkehr l nach Varna und Burgas verhindert, ja sogar unmöglich macht. Tic bulgarische Rcgicrnna ist vcrpilichtct, die Hasen sofort jur den Transitverkehr nach Tcocagatsch und Saloniki zu crössncn. Falls Bulgaricu diese Forderungen, die mit Zeit befristet unterbreitet werden, nicht erfüllt, wäre Rusiland gezwungen, das Bomlardcment auf Varna und Burgas zu erössnen. Man wird a b w a r i e n müffen, ob die Bukarester Meldung des uugarischeii Blattes sich bestätigt, zumal sonst über einen solchen Schritt der russischen Regierung noch nichts bekannt ist. 9 . IlUirMng Tic ftciesclasickrcit ^ir>ilacsa;»!)cilc»,. Genf, 2. Rvv. » dem Inner» Fraukveicho der erste grosie Traiivport deutscher und österreichischer internierter Zivilgcsangener erwartet. Gestern kamen aus der Zon ? bereins kleinere Trrru-.'vorte von Teu!- schen au, nelch.' l>ei srauzösisckicii Familien in S-mviieu in Siellung und dort zurückgehaCcu waren. Ta einige von Teiilsck'aiiid intcr- vierte Franzosen, di« hier duichkam.u, sich über mangeliniste Verpflegung beklagt ligbeii, fordert das Heimschafsungsbiireau die Zrrtnng-u aus, von der Verössentlichnug derartiger höcksit verdack,- tiger Beschuldigungen in jobenl Falte Abstand zu nehmen, da sic die bcstehkndc Spinminig mir eiliöttcu und den nvck, internierte» ble- sangenen sitgrd.-n könnt«. (Fvarcks. Ztg.) Ein ctrglijchesLop für vic Ve»ltsche»Lotdatcn. London, 2. 0i0v. <\Y. I’,. Nichtnmtlich.) Der Berichterstatter der Times stellt in einem Bericht vom östlichen Kriegsschauplatz fest, daß sich die Deutschen an den Orten, die er besuchte, keiner Ucbertretung der Kriepsgesetzc schuldig gemacht haben. Tie Bevölkerung tvurde nicht terrorisiert, die Häuser und Vorräte seien in der Regel unberührt geblieben. Die Kranen im Äluskaird. Die englische Freie Kirchen-Liga für Frauenstimmrecht hat sich ebenso wie die Vereinigung der Stimmrechtsverbände in Großbritannien für die Ansrechterhaltung der inwr- nationalen Beziehungen unter den Frauen ausgesprochen. In einer ihrer Versammlungen wurde folgende Resolution an- genomnien: „TaS Exekutivkomitee sendet Grübe an die FvanensiimM' rechileriniien in Teiitschland und versichert sic der tiefsten Si,m- pachie t>ci den Leiden, ivetckze der Krieg über ganz Europa gc- brack,t hat. Wir beten, tmsi dieser Krieg bald enden möge, und dasi di« internaiionalen Bezichunacn, die i» der Frainubeivcgung in so glücklicher Weise I>crriä:en. fiel» auf das Leben im allgemeinen auodebncn und künsieg nicht mehr gobrock-c» ,verden möchten. In Ncwyork zogen am 20. August 3000 Frauen in Traucrklcidung durch die bedeutendsten Straßen. Eine einzige Fahne mit dein Wort „Frieden" wurde dem Ztige voran- getragen. Dieser Temonstrntionsziig wurde vom Präsidenten Wiison giitgchcißen und die Führcrinnen von ihm eutpfangen. Späterhin lvurdc dem Präsidenten noch durch die Vorsitzende des Weltbundes für Frauenstiinnirccht eine Petition überreicht. die von den Franenstimmrechtsorganisationen von 13 Ländern unterzeichnet war. Sie enthielt die Ausforderung, Präsident Wilson möchte sich an die Spitze einer Bewegung stellen, »m eine schnellere Beendigung des europäischen Krieges herbciziiführcn. Nach Womans Journal haben die Organisationen folgender Länder die Petition unterstützt: Australien, Canada, Dänemark, Frankreich, Holland, Ungarn, Italien, Norwegen, Rußland. Scksioedcil, Großbritannien. West-Deutschland. Mit West-Deutschland ist offenbar die Westdeutsche Vereinigung für Fraucnstiminrccht gemeint, die aber dem Weltbund für Frauenstimmrecht nicht angeschlossen ist. Der Deutsche Verband für Frauenstimmrecht, der ein Glied des Weltbundes ist, hätte demnach.nickt mitunter- zeichnet. » Die angeführten Organisationen umfassen über eine Millwn Mitglieder. A5cr was richten die Bitten einer Million Frauen, denen sich noch Millionen anderer im Herzen anschlicßcn, aus, wenn fast die ganze Weit in Flammen steht! Handelskammer gea.en (tzcncralkomniando. Wie bekannt, hiattc der Gouverneur von M c h es kn einem Erlaß für ungesctzlick) erilart, dasi Firmen ihre» AngestcUtcii Lolin» abzügc machen oder ihnen gar nur die Hälske ist re- bisherigen Gehalts zahlten und dabei angcdroht, de» betrenenbeu Firmen den gesamten Güterverkehr zu sperren. 3 m bedeutend müderer Form hatte auch das stellvertretende Generalkommando des 7 . Armeekorps bekamtt gegeben, dasi cs unmotivierte Lvhnaivzügc kn dieser schweren Zeit aus das entschiedenst: mibbiliig:. Trotzdem gerade km Bereich: des 7 . Arincekouxs, d« ri,.hiijck>naefffäIischeu Iudu,strie» gcbiels. wo immerhin noch am mekstcn Arbeit vorhanden ist, Gc- halliskürzungen am wcniasien mit schlechtem ökeick-üstsgaitge ^be- gründct werben könne», hat mau diese fast überall eiutretcu lasse». Ter Tadel des Gencrallommaudss war also durchaus berechttzst. Trotzdem treten jetzt die Haiiidc'skammcrn des Ir.dustriegchiets auf d:n Plan, um gegen den Kommandiereitden General vorzngehen. Tie Handelskammern in Bonn. Esten und Hagen i. W.. serner der Verein der Industricllen des RegicrmtgSbezirls Köln haben kn° zwischen „eine derartizte allgemeine Warmutg für direkt uitgerecht- sertigl" erklärt. T .ic:, Nnternehmerverbäitdern schließt sich jetzt auch die E!b:rselider Sanidelsb.'ni'uer au. Tie Bckanntmachnng des Kommandierend:» Generals labe „eine große Verwirrintg imd Nuzufriedoicheit gegenüber den Arbeitgebern in Kreisen der Angestellte,, hrrvorgcrufen. Tie werde auch keineswegs dazu beitrage», diejenigen Firmen, ivelch: lediglich im Iittcrcstc der Vermeidung von Angcstellleren!lastui:gen das ganze Personal z» geriitgcrcn Gchäl::rn und Löhren weiter brschüsti»«», in ihrem uitriq-intsitzigen Vergeben zu ermutigen. Viel: Firmen lebten jetzt von Millkär- lieie'rmtgen. die vielfach kekuvn oder nur -ering-n Rüsten ab- werfen. ('?) Ti« Verivarnultg ber mklitävtschcn Stellen, bereu gute V JtSt natürlich nicht geleugnet mtrircn wwttt, werde letztem Endes das äx-zentcil dessen I,ervo>ru>«!>, was sie bezweckt, nämlich nur -Bcrditteinng bei den Unternehmer,, erwecken, die il,r Personal trotz acn'iunlosen oder gar vcrlnstbringenden Betriebs weiter beschäftigen und damit grosse Opfer ans sich nehmen. Diese werden dann womöglich dazu übergehen, einen Teil ihrer Angestellten ganz zu entlassen, insbesondere diejenigen, für di« jetzt eigentlich kern« Beschäftigung vorhanden ist," Eine sonderbare Situation: Der Kommandierende General ersucht die Unternehmer, in der jetzigen schweren Zeit möglichst keine Lohnabzüge zu machen. Die Handelskammer erklärt, dass dieser Wunsch bei den Unternehmern Erbitterung erzeuge und dass jetzt die Angestellten wohl einfach hinausgeworsen werden. So was nmss einem preussischen Generalkommando passieren. Und iwch dazu in der Zeit des Burgfriedens! Die Nebelung der Volksernährung. München, 2. Nov. Unter der Ucberschrist „E i n c r r n st c Aufgabe" gibt die Münchener Post folgende Mitteilung bekannt: Tic bis jetzt gctrosfencn Maßnahmen zur Regelung der Bolkscrnährung während des Krieges sind ungenügend. In Anbetracht dieser Tatsache wurde am 1. November in Nürnberg eine Konferenz abge halten, an der sich Parlamentarier, Nationalökonomcn, Kommunalpolitiker und Vertreter großer Konsumenten- und Produzcntenorganisationcn beteiligten, um Leitsätze auszustellen für die notwendigen Schritte auf diesem Gebiet. In der Konferlcnz trat ungeachtet der verschiedenen Parteizugehörigkeit der Teilnehmer eine erfreuliche Ucbcreinstimmnng in den Beschlüssen zutage. Ein besonderer Ausschuß wird für die Vorlage der wichtigen Leitsätze bei den Behörden und parlamentarischen Körperschaften Sorge tragen. Pctroleumnot. In Berlin wie auch in anderen Städten macht sich seit Wochen bereits der Mangel an Petroleum empfindlich be- inerkbar. Auf eine Umfrage, die der Berliner Lokalanzeiger bei einer Reihe Grossisten veranstaltet hat, erhielt das Blatt Auskünfte, die sich dahin zusammenfassen lassen: „Die Ursache der Teuerung und des geringen zur Verfügung stehenden Quantums ist, daß Deutschland in der Hauptsache von der amerikanischen Zufuhr abhängig bleibt und wir mit amerikanischer Ware des Krieges wegen nicht versorgt werden können. Allerdings erhalten wir sonst auch viele Ware aus Oesterreich, vornehmlich aus Galizien. Da sich die kriegerischen Ereignisse jetzt dort abspiclen, kommt nichts herein. Die österreichischen Raffinerien arbeiten hauptsächlich für die Regierung und sind zumeist mit der Erzeugung von Benzin, als des wichtigeren Stoffes von Erdöl, beschäftigt. Aber auch Rumänien ist ein großes Produktions- land. Dort liegt sehr viel Ware, doch ist es im Moment nicht möglich, diese nach Deutschland zu bekommen oder überhaupt auSznführcn, weil Rumänien ebenfalls mobilisiert hat. Dadurch sind die Bahnen so überlastet, daß man Privatgüter nicht befördern kann. Es ist möglich, daß die Olex-Petroleum- gesellschaft in naher Zeit größere Mengen Petroleum aus Rumänien bekommt, aber dies wäre doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Amerikaner, die in Deutschland über große Vorräte verfugen, gehen mit diesen Beständen sehr haushälterisch um, weil sie nicht wissen, wann neue Ware kommt, und sie möglichst lange über Vorräte verfügen wollen. Sie haben ihre Vorräte eingeteilt für eine Reihe von Monaten und geben jedem Abnehmer nur ungefähr die Hälfte des Quantums, das er im vergangenen Jahre bezogen hat. Die Großhändler wollen ihrerseits jedem Abnehmer wenigstens etwas geben, um die Leute für ruhigere Zeiten als Kunden zu behalten. Die Gespanne fahren also nach wie vor herum, so daß jedem Verbraucher etwa die Hälfte des Quantums angeboten wird, das er im vergangenen Jahre bezogen hat." Inwieweit diese Auskünfte der Wahrheit entsprechen, läßt sich natürlich nicht feststellen. Aber besser wäre es jedenfalls, wenn das Reich die vorhandenen Petroleumvorräte übernehmen und durch Vertriebsstellcn an die Verbraucher abgeben würde. Das allein würde die Sicherheit bieten, daß schließlich nicht auch mit dem Petroleum Wucher getrieben wird. Aerjtliche Erfahrungen auf dem Schlachtfelde Inhaltsreiche Mitteilungen über seine ärztlichen Erfahrungen auf den, Schlachtfclde macht ein Stabsarzt, der auf den Truppen- Ll fraj a. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 103 ..Steht es so, mein armer, junger Freund!" murmelte der alte Priester. „Ich habe cs mir vorgestcllt und och nicht daran geglaubt. Jlda —" . „Still!" sagte Marstrand ausstehend, „rütteln wir nicht ivciter daran. Ich kann den Namen nicht hören, ohne tiefen Schmerz zu empfinden. Schöne Tage haben wir verlebt. Tage des Vcrgcssens und der Hoffnung, bis wir plötzlich aus unseren Träuinen aufgeweckt wurden." „Seid wach und gerüstet, wenn der Versucher naht/' sagte Klaus, ihm die Hände drückend. „Wach und gerüstet, ja," erwiderte der junge Mann „Sie kennen das strenge Pflichtgefühl des unverglcichlickien Mädchens, aber glauben Sie mir, sie verachtet den jämmec- lichen Buben, den man ihr anfzwingt, mehr noch, wie ich es tue. Björnarne ist in seiner Hand. Wissen Sie, was diesen fröhlichen, guten Jungen so hcruntergebracht hat?" Klaus Horncmann machte ein beistimmendes Zeichen. „Ich weiß alles," sagte er. „Gula entfloh, um sich vor seiner Leidenschaft zu retten." „Und diese Leidenschaft wird noch jetzt genährt und anf- gcstachelt von Pcterscn," führ Marstrand fort. „Ich kenne seine Pläne nicht, aber sie müssen auf Björnarnes Verderben gerichtet sein. Wollen Sic ein gutes Werk tun, so öffnen Sie ihni die Angen." „Ich bin gekommen, um auch mit ihm zu sprechen," sagte der Priester. Dann zögern Sie nicht," antwortete Marstrand, indem er ihm die Hand reichte. „Ich will bedenken, was Sie mir mittcilten." Verbandsplätzen während der Kämpfe bei Metz tätig gewesen ist, im neuesten Heft der Umschau. Ans den Verbandsplätzen selbst, die zuweilen mitten im feindlichen Feuer liegen, können komplizierte ärztliche Verrichtungen nicht vorgenommen werden. Es heisst dann, die Verwundeten möglichst rasch aus dem Hauptfcucrbcrcich oder wenigstens ans dem Bereich des Jnfantcriefeuers herauszubringen und mit Notverband und Morphiumspritze auszutommen. Ein „Loblied aus das Morphium" muss der Arzt im Kriege anstim- men, denn cs dient nicht nur zur Schmcrzstillung, sondern auch bei zahlreichen Lungen- und Bauchvcrletzungen zur Ruhigstellung des Körpers, zur Verlangsamung der Atmung und wird dadurch zu einem wichtige» Heilmittel. Von eigentlichen chirurgischen Eingriffen kann aus dem Truppcnverbandsplatz nicht die Rede sein, weil der Arzt der frischen Verletzung nicht mit undesinsizierbaren Händen und unausgekochten Instrumenten, sondern nur mit seinem steril mitgesührtcn Verbandsmaterial nahekommen bars und weil für länger dauernde Operationen gar keine Zeit zur Verfügung steht. Bei dem Gefecht im offenen Felde treten nämlich nach der Entwicklung der Gesechtslinie die Verluste so rasch ein, dass die Aerzte der Truppe kaum noch zur Bewältigung der Berwundeten- massen ausrcichcn und gewöhnlich Acrziepersonal ans den noch nicht zur Verwendung gekommenen Sanitätskvmpagnicn heran- gezogcn werden. Bei Kämpfen in befestigter Feldstellung erfolgt die Einliescrung der Verwundeten zum Truppcnverbandsplatz etwas langsamer, und hier haben auch die Truppenärzte vor dem Gefecht oder in Gefcchtspausen Gelegenheit, sich aus den Andrang vorzubereiten. Die eigentliche Aufgabe der Sanitätskompagnien, von denen jede Division eine besitzt, beginnt im Gegensatz zu der sofort cinsetzendcn Arbeit der Truppenärzte erst gegen Beendigung des Gefechtes oder jedenfalls zu einer Zeit, wo die Gefechtslage schon geklärt ist, Tie Wahl des richtigen Zeitpunktes siir da? Einrichten des Hauptverbandsplatzes durch die Sanitätskompagnie gehört zu den wichtigsten sanitätstaktischen Massregeln, denn ein zu früher Befehl zum Einsetzen der Sanitätskompagnie kann, da das Abbrcchcn eines Hauptverbandsplatzes eine ziemliche Zeitspanne in Anspruch nimmt und der Verlust dieser wichtigsten Sanitäts- formation einer Division sehr schwerwiegend ist, beim Vordringen des Feindes aus taktischen Gründen einen folgenreichen Fehler bedeuten: die zu späte Errichtung des Hauptverbandsplatzes aber schliesst eine schwere Verantwortung aus medizinischen Gründen ein, denn der spätere Heilerfolg vieler Verletzungen hängt davon ab, dass die Verwundeten nicht zu lange aus den Truppenvcrbands- plätzen herumliegen, dass die Verbände nachkontrollicrt oder erneuert und bei Zerschmetterungen oder stark verunreinigten Wunden rechtzeitig Amputationen vorgenommen werden, Tie ärztliche Tätigkeit auf dem Hauptverbandsplatz dauert nach einem grösseren Gefecht nnmiterbrochcn die ganze Nacht hindurch bis zur Mitte des folgenden Tages, und jede Minute muss ausgenntzt werden. lieber die moderne Geschosswirkung teilt der Verfasser mit, dass Lungen» nnd Bauchschüsse — namentlich beim Vordringen der Truppen — ausfallend häufig waren. Tie Wirkung der deutschen Artillerie brachte auffallend viele Schädelzcrtrümmerungen und totale Zerschmetterungen äusserer Körperteile, die zu sofortigem Tode führen muhten. Die französische Artillerie verursachte weitaus mehr nicht tödliche Verletzungen. Sehr eigenartig sind die sogenannte Tnnncl- schllsse: so wurde z. B. durch einen Granatsplitter die Muskulatur des Oberarmes halbkreisförmig wcggerisscn, während die Haut über dem Schusskanal noch erhalten geblieben war. Trotz der modernen Wundbehandlung ist auch in diesem Kriege mit einem grossen Prozentsatz von Wundinfektionen zu rechnen, die unvermeidlich sind. Bei allen verunreinigt ausschcnden Wunden empfiehlt sich die prophnlaktische Anwendung von Tetanusserum: auch die ausgiebige Anwendung von Jodtinktur in der Umgebung der Wunde hat sich bewährt. Im Gegensatz z» den Berichten aus dem russisch-japanische» Kriege, die ein häufiges Auftreten von akuten Geisteskrankheiten vcrzcichncten, hat der Verfasser keinen einzigen derartigen Fall bisher fcststellcn können, ein Beweis dafür, „dass der geistige Zustand unserer Truppen nicht zum plötzlichen Versagen disponiert ist. und der geistige Zustand ist cs ja doch, der zum Siege verhilst!" Die Verwertung erbeuteter Rohstoffe. Bei der Einnahme von Antwerpen sind auch für 10 Mill. Mark Wolle erbeutet worden. Vertreter der deutschen Textilindustrie haben angeregt, diese Rohstossc der dcuffchen Textilindustrie, gegen Ersatz des Wertes natürlich, zur Verarbeitung zu überlassen. Das sächsische Ministerium des Innern hat ein Gutachten der Handelskammer in Zittau cingefor- dert, die sich dahin ausspricht, daß cs nach den von ihr ange- stelltcn Erhebungen den Interessen der tcxtilindustricllen Betriebe des Bezirks in hohem Maße entsprechen würde, wenn die in Belgien und in Frankreich lagernden textilen Rohstoffe und Halbfabrikate der deutschen Industrie zugeführt werden könnten. Der Kampf an der Mer. Zähes Vorwärtsdringen. An der Fserlinie ist nach übereinstimmenden Meldungen der Blätter am letzten Oktober und am 1. November auf der ganzen Front ohne Unterlaß gekämpft worden. 6. Am nächsten Morgen befand sich Paul allein in der Rechenstube seines Schwiegervaters, die mit denr Kramladen znsammenhing. Er saß vor dem alten Schrcibpnlte, hatte d'e Rechenbücher vor sich, und während er behaglich rauchte- sah er aufmerksam die Seiten und die Zahlen an, welche darauf standen. „Was solch ein zerklüfteter, zerbröckelter Felsen nicht einbringt," murmelte er vor sich hin. „Wer ihn nicht kennt, möchte ihn schwerlich geschenkt nehmen, aber da steht es geschrieben: Lappen, an Federn auf den Markt gebracht: 2340 Tpcziestalcr — Lappen im nächsten Jahre: 3782 Spczies- taler — Lappen im dritten Jahre: 4512 Speziestalcr. Und so fort und so weiter," flüsterte er lachend, „denn in dieseni Jahre wird der Handel sich noch besser stellen. Lappen muß mein werden! Ueberhaupt aber — er warf einen Blick über den großen Warcnraum und dann über den Vorplatz auf die Packhäuser und ans die Schiffe — ich wüßte nicht," sagte er, „warum nicht alles mein werden sollte, was der alte Narr sein Leben über für mich zuiammengescharrt hat?" — In diesem Augenblick sah er Marstrand draußen erscheinen, der Jlda und Hanna begleitete und sich mit ihnen in das Gärtchen setzte, wo er aus einem Buche ihnen vorlas. Paul Petcrsens Gesicht nahm den Ausdruck des giftigsten Hohns an. Er lachte, indem er die Hand mit der Feder leise schüttelte. „Wart, du edler Junker!" rief er, seine Stimme dämpfend, „du sollst aus deinen verliebten Träumen erwachen. Lies ihr ein lustiges Gedicht vor, wo der Esel von Bräutigam geprellt wird, ich will dir ein ander Lied singen, das du niemals vergessen sollst. Und diese tngendvolle Heilige," fuhr er fort, nachdem er eine Zeit lang hinter dem Fenster versteckt die Gesellschaft in dem Gärtchen beobachtet hatte, „wie sie die Augen auf ihn richtet, während er liest, wie sie ihr Ohr ihm znneigt, wie ihr Gesicht vor Vergnügen Obschön die Angriffe der Deutschen durch "die durch'die''; nung der Schleusen hcrbcigcführten Ueberschwemm gen erschwert wurden, dringen die Deutschen mit Tc Verachtung vor und gewinnen ständig an Ra Augenzeugen berichten, daß der Mut der Deutschen n n brachen sei und daß die Deutschen alle Hindern, durch die hochentwickelte Technik ihrer Kriegführung überwinden verständen. Längs der Küste getan: ihnen, viele belgische Soldaten, die in Zivilklcidung fli wollten, gefangen zu nehmen. Ter Deutschen Tageszeitung wird berichtet, daß L die von der belgischen Grenze kamen, große de nt Ver st ärk ungen wahrgenommen haben, die in Richtung Zeebrügge marschierten. — Ein Mitarbeiter Berner Bund äußert, es sei zweifelhaft, wie 'lange französische Front noch dem deutschen Druck widerst könne. — Nach dein Corricre dclla Sera schreitet die Ui schwemmnng langsäin fort und zwingt die Deutschen, ihre griffe weiter südöstlich zu verlegen. Die Türkei im Kriege. Der Dreiverband will sich „verständigen Im Dreiverband wir!» an der Herstellung von Beziehe der Türkei zum Dreiverband gearbeitet, allerdings- auf Grünt für die Türkei erniedrigenden Bedingungen, daruntc, findet sich die Entfernung aller deutschen S c e l 1 aus der türkischen Flotte. Andernfalls wäre damit zu rechnen Griechenland gegen die Türkei gehetzt würde, »m die lischcn Kastanien ans dem türkischen Feuer zu holen. Grieche: soll im Golf von Saros und in Kleinasien Truppen laut nm die Dardanellen von der Landseite zu nchm Die Türken am Snez-Kanal. Rom, 3. Nov. Einer Erklärung des Direktors Messagero zufolge werden nicht weit vom asiatischen Ufci Suezkanals starke türkische Truppenmassen konzentriert. Truppen führen mit sich Kamele und 300 000 Säcke, Sand gefüllt, die in den Suezkanal geworfen werden st Gegen eine solche aus diese Weise gebaute Brücke könntet englischen Kanone» wenig ousrichten. Die englische Re nng hätte längs des ägyptischen UferS ungefähr 50 000 baten konzentriert. Die offiziellen Kreise seien sehr : mistisch gestimmt, umsomehr, als man eine große Gäh in den muselmanischen Kreisen bemerkt habe. Die Ti würden in Aegypten wie Befreier von der Bevölkerung grüßt werden. Das Ultimainm des Khedive. Rotterdam, 3. Nov. Wie Londoner Blätter mitte überreichte der dortige türkische Botschafter vor seiner reise ein Ultimatum des Khedive, worin die fortige Zurückziehung der englischen Tr pcn aus Aegypten verlangt wird. Si( ei' K kaitslhe Wchso, da je ' Sctliti, M toi iiing eine nie lein üjl ton Ji ■raitmts rafiei/ 6 Äcin SS T.U.S ihn dir! Bltinc 1 ; .r'iicn, 11 ■ 1 Serif ■' Stt Die Muckt russischer Handelsdampfer. Bukarest, 3. Nov, In die Pruthmündung haben sich Furcht vor der türkischen Flotte 72 russische Frachtschiffe 1 » Schleppdampfer geflüchtet, die bisher den Verkehr zwischen russischen und rumänischen Donauhäfen versahen. Der rn Personcndampfer „Bulgaria", der die Verbindung mit Odessa sah, hat ebenfalls auf dem Pruth Zuflucht gesucht. Japan und die Türkei. Aussehen erregt in Konstantinopet, wie der Az Est m> eine Note, die nach Mitteilung des Vizepräsidenten des t schcn Senats von Japan der Hohen Pforte zugcstcllt >»» ist. Japan hat am Goldenen Horn keine eigene Vertrit und so erschien denn ein Sondcrgcsandtcr aus Rußland überreichte, begleitet von dem englischen Botschafter japanische Note. Darin wird betont, daß Japan als asia Macht die Türkei davor warne, weiter auf der schiefen ß zu bleiben, da sonst Japan genötigt wäre, sich cinznmii Nach Meinung vieler trage sich Japan mit dem Plane, 1 potamicn zu besetzen. Jedoch verlautet hierüber in der nichts. Verwicklungen in Algier. W. B. Amsterdam, 3. Nov. Handelsblad meldet, Madrider Jmparcial vernehme, daß in Algier ziemlich c Schwierigkeiten entstanden zu sein scheinen. An verschrei Orten soll sich die Bevölkerung dem Beschluß der Regie: daß alle Männer vom 17. bis zum 45. Lebensjahr d , : 'V 1? esjim tan chtzs fflfcrre iMtNlf «#1 strahlt und wie schmachtend und sehnsuchtsvoll sie lä kann. Der braune, stattliche Junker und der rotha [ Schreiber von Tromsö, das ist fteilich ein Unterschied, du sollst diesen Unterschied kennen lernen, strenge June! Musterbild der Weiber, sanft »nd geduldig, sittlich und > hastig, wie d» bist. Ich will dich zu meinen Füße« I und um Barmherzigkeit bitten sehen: ich will dir den i| lichen, frommen Sinn lohnen, denn er hat recht, der dä rchelin, sie verachtet mich! Ist cs nicht lustig, sie ver> mich noch mehr als er selbst und doch soll ich Leib und haben." Während er dies vor sich hin sprach, trat Björnann! ein. Paul drehte sich um und nickte ihni zu. — „Mae I Augen hell auf und sich nicht so finster aus, mein In | sagte er, „ich habe dir allerlei gute Dinge mitzuteilcn. ich wie du, hätte ich da draußen ein schönes Mädchen die bis über die Ohren in inich verliebt wäre, so lt>üri| so vergnügt sein wie ein Zobelkätzchen." Bsönarne zog die Stirne zusammen und lvarf wilden Blick durch das Fenster. „Wenn ich das Gesicht | mehr sähe," murmelte er. „Geduld, mein Sohn, Geduld!" sprach Paul. „Wirl den diese Gesichter los werden, wenn du klug bist unf I folgst. Nimm allen Verstand, den der Herr dir gegebei j zusammen und begreife, was ich dir sagen werde, diesen hochnäsigen, steifbeinigen Junker betrifft, so den! daß er zum letztcnmalc in Ocrcnäcs sich breit gcmackst sobald dein Vater zurückkommt, werde ich mit ihm ein reden und bin überzeugt, er wird kalktilicren, daß ich CI schcitcr Bursch bin. Was aber die ehrsame Jungfrau | Bergen angeht, so kannst du sie dir am besten von> schaffen, wenn du zärtlich bist wie ein junger Asse." „Es schnürt mir den Hals zu, Paul, wenn ich w ; freundliches Wort sagen toll." (Fortsetzung I I On P- I Nn, I I £*0 I -nritiii j Ir r'rtfua i«:>' "st» X Mit > °n #. c ' 9 elo;J düng j ' dH J '■ beut bi c i, Arbeiter m 'len® mid?n> ft die U ihn Ktyjtfl 1 -u! CSraw d«,U« * Stele u ttsjn«, «m di, 8rirch„ ten d» Bkilt l Von den Himmelserscheinungen im November. Di« bereits gemeldete Entdeckung eines neuen JupitermonieS siurnai ßi den Planeten Jupiter wieder besonders interessant werde» 9oWsm -d erhöh! die Wichtigkeit der in diesem Monat das astronomische n oll afi I »tcrcIT« beherrschenden PIanetenerschei»ungen. Jupiter selbst ist n Ende des Monats nur noch vier Stunden lang an, Abendhinimel l litbar. — Auch Merkur mackst sich durch einen sogenannten stiksk» , PltMts« er in dt i meM jiemliä nverD bet nssahr 1 ott fei ber nnjBB fforü Hergang" vor der Sonnenscheide in diesem Monat am 7. in ressant: wir werden daran, dann kurz zurückkommeu. Der Planet t von Milde des Monats an tm Südvsten am Morgenhimniel sicht- 'x und uvar am 21. Novcmbcr fast ein« Stunde lang. — B e II u r > nur noch in de» erste» lagen des Monats einige Mim,ten am vroivesthininiel zu sehe»: sie verschwindet alsdann in den Strahlen :r sonne. . , ^ die Erde außer ihrer Umkreisung um die Tonne noch die ' gliche »xenbrehuna desibt, so hat jeder Planet oder Mond im ,E?ml>gem ej,,e solche Äendevuiig. 2l,ul> unser Erdenmond, der -V dieselbe Seite zuiveudet, liat eine solche: sie ist gleich '.,nÜo » a ö»m Umkreisen der Erde braucht. Neuerdings r“" ' 0Be “ und Siepher aus Helligkcitsbeobachnmgen der Monde „ "nd E n e e l a d u s des Saturn, die in ll.ll bezw I.4 Tagen eine ihren Umlaufszciten gieiebe Ären- , 7 , 77 ^llgestrUt hai'en. Danach würden also auch diese beiden i ! e .Pr ,!ttci " Planeten stets dieselbe Seite zukehren. Wir 5« die Untersuchungen G. H. Darwins, des großen Charles .... ?. „Admdei, Lohnes, daß die bremsende Wirkung der Ge- i!,™* dieser Ersäminuiig ist. daß also die Fintberge. die ftrrmJt ,.’ a,| t der Erde erzeugt hat. den Mond schließlich ge- '. l a J}™ ltslgehiitei, und seiner Umdrehung um seine Are be- ibt abiuwarken^^ dcstätignng bei den beiden Saturnsmoiiden „rüfjfü.1 n <- ber wegen seines schonen Ringes eins der in- ciwiitenen Himmeisobjekte ist, stellt am 21. November der Lonne «de gegenüber ist also die ganze Nach, an, Hinnnel sichtbar. den ,Plaue,eu links oberhalb deS Aldebaran nicht ver- ien. er strahlt ruhigem, rötlichen. Glanze, als Stern z,veiler oge. Der K o c t D c lav an kmn am 20. Oktolnrr in seine größte uatwrnng zur sonne. Kurz danach pslegt di« Schweffeiitwicklmig llusgebeldetst«, z„ sei,,, sodaß man das Objek: jebt »ist einem erngia,- beolmchtei, sollte. Seine Entfernung von der Tonne "g' immer mehr als die der Erbe von der Tonne. Der "n über den Himmel ,>eilü»f! in fast gerader Linie. t- r t'g»d " oberlmlb des »rctunis im Bootes, er laust .-ssylaivge zu und verschwindet vor Mitternacht vom Himmel. st tlicb u't f , bit ü ® 1 ig, >>° Leib » r “ Ijbtilf^ ’ giei« e IM" n*a* «* "5 ,a^ 01 bfj' n if, sst, 11 . eit 5 “ it 'f; 1 tfe’< nf’ 111 “* ,u vtiiu^urmuei vor aKineiii««,, I,, f : <1> det ,,ir den Fachgstronomen besonders interessante K o '"“ e : der bereits in 0.3 Jahren um die Sonne läuft. , . 77k g"> gekunden worden. Man hat jh» in .Hamburg 2 Krgedor, ob^hiert. Er ist ein sehr lichtschwaches Cbjctt und bietet uir ' ci^7 » mit kleine» Instrumenten keine bielegeiiheit. , Em emiitJ*-^^* Komet, auch ein „Kriegskome!". ist auf der riiii l“?"“! 1 ' des Harvard Kollege in Amerika entdeckt rädo !» ;t°r,t in einem Sttrndilde des nidlirbcii Himmels, den, Oell ix,^ '!’ unser» Gegenden nicht sichtbar. Der Komet ist Ulan il», mit bloßem Äuge sehen kann. . "" Zeitung ins Feld. Aus vielen Feldpostbriefen ^^üülch nach Zeitungen laut, auch viele unserer iiriüe stehenden Parteigenossen ans unserer Gegend o» wiederholt die Oberhessische Bolkszeitnng verlangt, weil wn dem, was in der Heimat passiert, unterrichtet sein cn. Was in noch so langen Briefen nicht gesagt werden kann, berichtet die Zeitung. Deshalb sollten die Angehörigen der in den Jiricg gezogenen Parteifreunde * diesen eine ,xrcndc zu machen suchen und ihnen hier und da die Lberlusss. Bolksztg. zuwenden. Tie kann im Brief oder im Kreuzband geschickt werden, bis zum Gewicht von 50 Gramm ist Brief oder Kreuzband portofrei. Gefallene des Gießen er Regiments. Gefr. d. Res. Heinrich Gi, terding aus Kröffelbach. Kr. Wetzlar. — Re>. Sari Rahn aus Eichelhain, Kr. Schotten. — Eine beherzigenswerte Mahnung aus dem Felde. Ein Genosse, der auf dem westlichen Kriegssäxniplatze kämpft, schreibt „nserm Bruderblatt in Würzbnrg: „W. Gen.! Wir sind hier fast lauter organisierte > c c zusammen. Seit sechzehn Tagen sind wir säst täglich im ,^euer. Es ist »»glaublich, was der Mensch ertragen kan» und muß. Trog alle», erfüllen wir unsere Aufgabe gut, wen» auch langsam, so doch sicher. So manchmal, wenn wir kurze Raft haben, reden wir über die tlrbeit in der Partei, die draußen verrichte, werden mußte. Unsere Genossen, die daheim sind, sollen fleißig sein für die Partei, an- treten wie wir hier, sie haben ja da» Leben nicht zu befürchten, dann gibt es, wenn» das Schicksal will, ein frohes Wiedersehen. Grüßen Sie alle Genosse» von mir. Ihr S. F. (Folgen »och ein Dutzend Unierschrlsten.)" Diese Aufforderung 'sollten alle unsere Parteifreunde täglich vor Augen haben und ihr recht fleißig entspreckvn. — Kriegs-Bern, llstung. Ist Feldpostbriefen, die in, Leipziger Parteiblatt veröffentlicht wurden, heißt eS u. a.: ...... am 3 Oktober 11)11. Lieber Freund! In.....,mrr das erste Quartier, welches wir nacht» 3 llhr erreichten. Wir wurde» h i e r e r st mit iäxirsen P atrone n versehe». Also wir waren von heute an Ewppen- tnippeu und der Tanz ging luv. Zunächst am Anfang wollten wir gar nicht so reckst daran glaube», daß wirklich Krieg „>ar. Aber je näher wir der belgischen Grenze kamen, mußten wir die traurige Wahrnehmung macken, daß doch Krieg sei. Zerschossene Häuser, niedergemackste Gekwste ivariiteu uns» eNvaS anderes zu glMtbeu. Ich reite Patrouille, rm Holz« begegnen wir Frauen und Kindern. Wir mußten sie anhalten. Älso wir ersnstreu von setbigeni, daß sie kein Haus mehr hätten und mnherrrrten. J<»re Männer hätten aus den Häusern ans dsuffche Autos geschossen und da haben die deutschen Truppen ihnen das Hans iiiodergebronnt. Als wir dann in das betreffende Dorf kamen, fanden wir diese Angaben bestätigt. Wie sat, cS da aus. Nur Mauern standen da nock,, die Straßen bedeckten tote haldoerbramste Tierleichen, alles, ivar ein Raub der Flammen geworden. Wir müssen hier übernächsten — finden da noch einen Stall und wollen uns da »leder- lcgen. An Schlaf ist aber nicht zu denken. Zu groß ist die Erregung. als das man da an Schlaf denken kann. Früh geht es weiter. Und so kommen wir oft an solchen Unglncksstätten vorüber. Krieg — Wir sind aus dem Manche »ach..... Auf der Straße liege» bunt durcheinander Tornister, Helme, Fran-zosenmützen, zerschossene Wagen: da steht ein sranzösisches Geschütz mit Munition, da ein toter- Pferd, da wieder eins — Leichengernch drückt auf »ns nieder. Wie kommt es. daß es hier so stinkt? Es ist das Schlachtfeld. Bor dirn Tagen tobte hier iste Schlacht. Dort liegt wieder ein totes Pferd. Wir machen einen Etalopp und sind vorüber. Da reiten wir in die schöne Stadt.....ein. Aber welches jammervolle Bild bot sich uns da. Bor uns die Maas, zu beiden Seiten Felsen mit wunderbarem Nastirreiz. zur rechten Hand die Festung. Wie schön liegt die Stadt umrahmt von den blauen Gewässern. Wie schön muß das Fleckchen Erde gewesen sein und was für ein trostloses Bild bietet es uns setzt. Fast jedes Haus zerschossen, verbrämst: die Stadt gleicht einem Triiinmcr- haufcn. Die Brllcke ist gesprengt. Millioiten und Abermillianen sind hier in wenigen Tagen vernichtet. Dort sammern Bewohner über ihr verlorenes Gut. Uns packte das Mitleid. Mein Kamerad fragt einen Einwohner, wer das vollbracht hat. Er ant- ivortetc: Es waren die Franzosen, sie haben zu kurz geschossen. Die Deutschen haben erst verschiedene Häuser niedergebrannt. mos denen geschossen morden fft. Deutsche Nation gut, französische schlecht» seufzt er und weint. Hinter der Stadt finden wir Massengräber. Wir lesen an den Krenzen: Hier ruhe» in Frieden 40 Jäger Nr. 74. Das ist alles, aber auch alles und wir reiten weiter, was sind dem, 40 Jäger? Nichts, aber rein gor nichts! Es ist ja Krieg, heiliger Krieg! — Rücksichtslose Gesckmstomachcrei. Der Freisinnige» Ztg. schreibt ein Leser: „Wer ist heutzutage nicht nervös? Wer zumal, der Söhne verlöre» oder noch in, Felde stehen hat, schreckt nicht zusammen bei der unerwarteten ?l»k„»st eines Teleqrammes? ?>»ch ich hatte zwei brave, tapfere Söhne auf dem Felde der Ehre verloren: andere Söhne standen noch in vorderster Reihe mit vor dem Feinde. Eben hatte die Köln. Ztg. die ?lnzclge vom Tode meines zweiten Sohnes vcrösscntticht, da klingelt es: ein Telegramm! — Welcher Schrecken i» der Familie! Reue Trauerbotschaft? Mit zitternder Hand wird das Telegramm geöffnet, das folgenden Wortlaut hatte: Empfehlen Ihnen, die Trauernachricht auch dem großen, vornehmen Leierkreis unseres Blattes zur Kenntnis zu bringen. — Rheinisch-Westfälische Zeitung. lRückantwort bezahlt.)" — Die Rheinisch-Westfälische Zeitung ist nicht nur stolz daraus, einen „großen vornehmen Leserkreis" zu besitzen, sondern auch an Patriotismus de» Durchickmitt weit zu llberraaen. Aber-sic überragt auch noch an Unverschämtheit den Durchschnitt. — Frankfurter Fruckitmarkt. Am Montags-Markte herrschte abwartcnde Haltung, wofür die Höchstpreise verantwortlich gemacht werben. Weizen wurde für 7 ?.'(k. schlank verkauft. Bei Roggen ist das ?!ngebot klein, die Höchstpreise von 23.10 Mk. werden gern bezahlt. Hafer bei geringem dlngebot 23,30—23,00 Mk., O'erste 23,üO—24 Mk.. Futtermittel nach dem Höchstpreis 14—14,25 Mark, Mehl stetig, Weizenmehl 40 ?.)(k. Bartrag. Wir machen nochmals ans den Bortrag des Professor D r. K r Ü g e r : „Deutsche vaterländische D i ch t- » n g", der heute abend 8(4 Uhr in der neuen ?lula stattsindet, ausmcrksam. Ter Ertrag ist zum Besten von Hinterbliebenen im Felde gefassencr Gicßcncr bestimmt. — Lollar. Seit Wochen schon wirb im hiesigen Budcruswerke in verschiedenen Abteilungen mit verkürzter ?lrbeitszeit gearbeitet, was für die betresfenden dlrbeiter eine erhebliche Einbuße bedeutet. Diese fällt umso schwerer ins Gewicht, als alle Lebensmittel und Bedarfsartikel im Preise ganz bedeutend gestiegen find. Jeder hat den Wunsch, daß endlich der Krieg zu Ende sein möge, der für die arbeitende 'Bevölkerung nur Mangel und Entbehrung bringt. — Daubringen. Bubenstreiche. Einige Jungen haben sich hier vor kurzem das Beranüacn gemacht, auf Gänse Jagd zu machen, die in ber Lumda friedlich hcrumvlätschertcn. Tic erlegten vier dieser wohlschmeckenden Tiere: aber das dicke Ende dürfte noch Nachkommen, denn die Jungen wurden vom Lollarer Oicndarm ermittelt und nun werden sie oder ihre Eltern für den Schaden auskommen müssen. Darmstadt, 4. Nov. Heute vormittag 7 Uhr wurde im Hofe des Darmstädter Provinziaiarrcslhauscs der Hofhcimcr dreisachc Raubmörder, Bäckergeselle Flörsch, h i n g e r i ch t e t. Er hatte auf jedes Rechtsmittel einer Revision, wie auf ein Gnadengesuch verzichtet. Dereinskalender. Samstag, den 7. November: Gießen. Freie Turnerschaft. Abends !) "hr- sammlung im Gcwerkschaftshaus (Turnerzimmer). ...... Tagesordnung! Telegramme. Bei Ppern über 2000 Engländer gefangen. An der Somme erbitterte Kämpfe ohne Entscheidung. An der Aisnc erfolgreiches Vordringen der Deutschen. Bei Verdun und in den Vogesen französische Angriffe abgeschlagen. Im Osten alles noch in der Entwicklung. IVB. Großes Hauptquartier, 3. Rotz, vorm., (Amtlich). Tic llederschweinmnnge» südlich Rienpvrt schließen jede Operation in dirser Gegend ans. Tie Ländereien sind für Innge Zeit vernichtet. Das Wasser steht zum Teil über meterhoch, llnserc Truppe» sind aus de» übcrschtveinmten Gebiete» ohne jeden Verlust an Mannschasten, Pserdc», Gc» schüvk» und Fahrzeugen herausgezogen worden. — Unser Angriff bei A p r r n schreitet vorwärts. Ilrbrr 2308 Mau», meistens Engländer, wurden zu Gefangencii gewacht, iiiehrcrc isseschübr erbeutet. In der Gegend westlich R uitc saudcu erbitterte für beide Seiten verlustreiche Kämpfe statt, dir aber keine Veränderung der dortigen Lage brachten. Wir verloren dabei in einem Torsgescchte einige 100 Man» als Vermißte und 2 Geschütze. Bon gutem Erfolge waren »iisere Angriffe an der A i s » c östlich S o i s s o n s. Unsere Truppen nahmen trotz hcstigstcni feindlichen Widerstande mehrere stark befestigte Stellungen im Sturme, setzten sich in den Besitz von Chavonne und 2 o n p i r, wachten über 1000 Franzosen zu Gefangenen und erbeutete» 3 Geschütze und 4 Maschinen, gewehrt. Neben der Kathrdrale von Soissons brachten die Franzosen eine schwere Batterie in Stcllung, deren Bevbach- ter aus dem Kathedraleturmr erkannt wurde. Tic Folgen eines solchen Verfahrens, in dem ein Systei» erblickt werden muß, Ijrgeu aus der Hand. Zwischen Verdun und To ul luurden verschiedene Angriffe der Franzosen abgcwicsen. Tie Fraiizvseu trugen teilweise deutsche Mäntel und Helme. I» den B o g es c n i« der Gegend von M a r k i r ch wurde ein Angriff der Franzosen abgeschlagen. Unsere Trup pcn gingen hier zum Gegcnangriss über. Im L st e n sind die Operationen »och in der Entwick lung. Zusammenstöße fanden nicht statt. Zur Fortnahmc einer zur Sprengung vorbereiteten Brücke trieben am 1. November die Russen (I. sibirisches Armeekorps) die Zivil brvölkerung vor ihrer Vorhut her. Der französische Bericht. Die neuesten amtlichen französischen Berichte lassen die Pariser Presse unbefriedigt. B e r st i m m e n d wirken . besonders die deutschen Fortschritte»bei Arras, dessen Vorstädte auch heute nock> imter deutschem Feuer stehen, sonne das energische Feuer der deutschen schweren Gesthiitze längs der ganzen Linie von Reims bis zu den Maashöhen, ferner mich die kräftige Ausnutzung des neu eroberten Stützpunktes Vailly, um gegen Brayelennes und andere Ortschaften de: AiSne-Gegcnd zu operieren, endlich die wenig günstigen Nachrichten aus Flandern. Für den Verlust der dortigen Orr- ickiaft Messines, die jetzt in deutschem Besitz ist imd die gegnerischen Bewegung stark hemmen kann, bedeutet der angeblich? französische kleine Geländegcwinn südlich Gelnvelt bei Dir- muiden nur einen schwachen Trost. Der Militärkrjtiker Rousset, übel gelaunt, daß die andauernde deutsche Angriffslust auf der ganzen Front seine Voraussage entkräftet, schließt heute seine Betrachtungen wie folgt: Irgend ein Tor wollen die Deutschen cinschlagcn, gleichviel welches, wenn eS ihnen nur den Weg nach Dünkirchen öffnet. (?itt englischer Bericht. London, 3. Nov. (W. B. Nichtamtliel).) Die Times meldet aus Amsterdam: An der Bier sind die Verhältnisse für die Deutschen durch Ueberchwemmungen sehr erschwert. Es liegt noch immer keine Entscheidung vor. Der Rückzug des deutschen Heeres, von denn man gesprochen hatte, ist noch nicht erfolgt. Im Gegenteil sind neue Truppen nach der Front abgegangen. Die Stellungen an. der Küste zwischen Ostende und Knocke sind durch Geschütze bei Blankenberghe weiter verstärkt. Die Furcht vor Minen «nd Unterseebooten. London, 3. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Die Times schreibi: Die bezeichnendste Episode ans den Nachrichten des Wochenendes ist, daß der Kreiizer „Hermes" am Samstag von einem deiilschen Unterseeboot in der Straß« von Dover torpediert worden ist. Dieses ist an sich keine sehr ernste Sache, aber cö ist ein gewisser Verlust und es ist besser, chm zuzugeben. ES ist bemerkenswert, daß der „Hermes" wie schon der „Haivte" während ber Fahrt torpcöierrl wurde. Bon wirtlicher Bedeuiung fft. daß sich dcuffäze llntenecbvote in der Straße von Dover befinden, daß das Minenfeld ihr Gehen und Kommen nicht hindert, und daß roiTjnit ihrer fortgesetzte» Anwesenheit iw der Meerenge rechnen müssen. Die feindlichen Unttrseeboole erscheinen jetzt an neuen Orten, sie sind mit großc.m Geschick und Mut gefiihrt. Der Feind hat d»rch Unterseeboote und Minen j» gewissem Maße, obwohl nicht in vilalcm Umfange, die sicheren Bedingungen verringert, die ivir zur See zu erhalten streben. Unsere Strategie zwingt uns. Schisse auf der See zu behalten, wo sie sich in größerer Gefahr befinden, als man wohl anzzunehmcn pflegt. London, 3. ?(ov. (W. B. Nichtamtlich.) Der Marinenfftarbciter der Morning Post schreibt: ES enffpricht TeuffchlandS Interesse» alle Meere mögliäist unsicher zu inochcn, unser Jntcresie ist, sic offen zu halten. Deuffchlond ist imstande, der englischen Flotte dadurch eine endlose Menge von Mühe und Arbeit zu machen, während es die eigenen Ickfiffc ruhig im Hasen liegen läßt. Das Minenlegen, das anfangs vorn Publikum nur als Unfug betrachtet wurde, entwickelt sich zu einer regelmäßigen ?Nethode des Seekrieges. Tie Nordsee alr militärisches Gebiet. London, 3. Nov. (Ctr. Frkst.) Die Admiralität gibt ? könnt, daß infolge des unrechtmäßigen Auslcgens von Seeminen durch deutsche Schiffe unter neutraler Flagge (!) >n den Handelssahrstraßen die ganze Nordsee als militärisches Gebiet angesehen werden müsse. Vom 1. November ab werden infolgedessen alle Schiffe, welche eine Linie überschreiten, die von dem Nordpnnktc der Hebriden durch die Foröc- Inseln nach Island gezogen ist. solches auf eigene Gefahr tun müssen, wenn sie nicht den Instruktionen der Admiralität genau folgen. Handelsschiffe aller Nationen nach Norwegen, der Ostsee. Dänemark und den Niederlanden werden angewiesen, durch den englischen Kanal nach Dover zu fahren. Tort sollen ihnen die Wege angewiesen werden, die. sicher sind, nach Jarnisland, von wo aus sic auf möglichst sicherem Boden über Leuchtschiff Lindcsnäs auf die norwegische Küste zusteuern können. Dann müssen sie sich möglichst dicht an dieser Küste halten. Jev Kampf um Tsingtau. London, 3. Nvv. (\V. B. Nichtamtlich.) Tic Central News nicldct ans Schanghai: Tic heftige Beschießung Tsingtaus durch die Verbündeten wird erwidert und dauert an. Tie großen Pctroleumtanks im Hasen brenne». Erfolgreiche Kämpfe gegen die Montenegriner. Bttdapes«, 1 New. (Etr. Frkft.) lieber die Kämpfe gegen die vereinigten monlctiegriiusch-franzäsiicheii Truppet,, welche in den letzten Okioderlagcii wiederholt Versuche unternahmen, Eattaro, stga lo, Teodo und Eagtelnuovo zu sturmen. liege» jetzt nähere Mitteilungen vor. Bis zum 21. Oktober wurden die Montenegriner stets in die Flucht getrieben. Unter dem Schutz eines groben Un° tvctters versuchten die Montcnegruier einen neuerlichen Angriff, der jedoch zurückgeworfen ivurde. An diesen Kämpfen gab es zahlreiche französisch«: Tote, Berwundete und Gefangen«. Der polnischqalizische Feldzug. Wien, 3. Nvv., mittags. (W. 15.) Amtlich wird verlaut- bau: In Nnssisch-Polcn brachen unsere Streitkrästc, als sic die starke feindliche Armee zur Cutwicklung gezwungen hatten, die Grscchtc auf der Lhsa Gora ab, um die »ach den Kämpfen vvr I w a n g v r o d besohlencu Bewegungen fort zusetzen. Tic Lage i» Galizien ist unverändert. Aus de» Kämpfen der lebten Tage südlich von Stary Sambor und nordwestlich von T n r k a wurden bisher 2 5 0 0 gefangene R u f f c n cingcbracht. Gestern früh überfielen Husaren bei Sybnik im Stryjtalc eine feindliche Munifions- koionnc und crbculctcn viele Wagen mit Artillcricinunition. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstads: v. H ö f e r, Generalmajor. Die Kämpfe in Serbien. Wien, 3. Nov. (W. B.) Amtlich wird vcrlautbart: Erst jetzt lägt sich der in der Motfchwa errungene Erfolg voll überblicken. Tie dort gestandene zweite serbische Armee unter General Stcvanowitsch mit vier bis fünf Divisionen konnte sich nur durch Übcrciligen Rückzug, wobei sie Vorräte aller Art und ihre Trains im Stiche lassen mußte und zahlreiche Gefangene verlor, aus der bedrohlichen Situation retten. Ter Feind ist, ohne in stinen vorbereiteten rückwärtigen Stellungen neuerdings Widerstand z» leisten, in einem Zuge bis in das Hügelland südlich von Schabatz z u - rückgewichen. Er leistete nur noch bei Schabatz, welches in der Nacht von, l. auf den 2. Novckffiber von unseren tapferen Truppen erstürmt wurde, hartnäckigen, aber vergeblichen Widerstand. P o t i o r e k, Fcldzcugmeister. Budapest, 3. Nov. Die Wiederbefetzung von Schabatz durch unsere Truppen hat große Begeisterung aus- gelöst. Nach übereinstimmenden Berichten kämpfen die Serben mit säst fanatischer Erbitterung: in einem Schützengraben in der Matschwa wurden ein serbischer General und ein Oberst tot anfgcfimdeii. Tie Gesamtlagc unserer Truppen in Serbien ist überaus g ü n st i g und nian erhofft bei weiterer Anwendung der bisherigen vorsichtigen Methode ein baldiges rasches Vorwärtskommen. Aus Belgrad wurde gestern in Pancsova eine furchtbare Explosion vernommen, der mehrere kleinere Er- plosionen folgten; man glaubt, daß ein Pulvermagazin in die Luft geflogen ist. (Franks. Ztg.) Ein deutscher Aeroplau über Warschau. Krakau, 3. Nov. (Etr. Frkft.) Ter Ejas meldet über das BvMlbavdcincnt von Warschau durch eine» deutschen Acro. plan: Nachmittags 3 llhr erschien ein Aeroplau über der Stadt und ivaes 10 B o m b c n ab, welche in der Marschalkowska Straße und t» der Alcic Prozolimskie crplodierteu, ohne erheblichen Schaden zu verursachen: doch wurden im weiten Umkreise sämtlich« Fensterscheibe» zertrümmert. Um 5 Uhr verschwand der Acroplan wieder. Der Krieg der Türken. Der Seekampf im Schwarzen Meer. Wien, 3. Nov. (W. 15. Nichtamtlich.) Die Nene Fr. Pr. erfährt von maßgebender türkischer Seite: Nach hier eingctroffenen Berichten des türkischen Ministeriums >nar der S e e k a m p f im Schwarzen Meer viel ernster, als die ersten Nachrichten annchincn ließen. Ein kleiner Teil der türkischen Flotte, der Hebungen im Schwarzen Meer machte, wurde zunächst von russischen K,r i c g s s ch i f f c n beobachtet und dann verfolgt. Die russischen Kriegsschiffe gingen bald darauf zum Angriff auf die türkische Flotte über. In den Kämpfen gegen die russische Flotte tat sich besonders das Linienschiff „Torgud Reiß" hervor. Die Erfolge der türkischen Flotte lassen sich folgendermaßen znsammenfassen: Fünf russische 5kriegSschiffe wurden in Grund gebohrt und 13 Transportschiffe versenkt. Auf den Transportschiffen be- fanden sich, wie die gefangenen russischen Marinesoldatcn anssagten, nicht weniger als 1 7 0 0 M i n e n, die im Schwarzes Meer versenkt werden sollten. Schon diese Tatsache beweist die feindliche Absicht der russischen Flotte. Bei der Beschießung der Häsen wurden 2 5 Speicher, die Petroleum und Getreide enthielten, vernichtet und zwar 50 in Sebastopol und N o w o r o s s i j s k und 5 in Odessa. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm & Eie., Gießen. Druck' Verlag Ostenbacher Abendblatt, G. m. b. H.< Osfenbach a. N. Neu eiuweteofeu Fair* Militäs*pfliclifi(ge n n ca m re ea 3 H Normallhemden Unterjacken Baumw. FEaneSihemden Unterhosen Gestrickte Westen FussSappen Leibbinden Kniewärmer Pulswärmer Ohrenwärmer Taschentücher usw. usw. zu massigen alten Preisen. J. Schsniicker Haohf*, ftfarktstrasse 8 Hoch sehr grosses Lager Lf y ;+ *7 -!ta UÖU Direktion: Herrn«»!» Ttcinnoettcr Freitag, den l>. November 1914 abends 8 Mir: 1. Freit agS-Abonn..Vorstellung Freie Turnerschaft Launsbach. i Den Tod auf Frankreichs Erde fanden! unsere Mitglieder r sowie unser 1. Turnwart üaa*ä Bechfhofd Wir verlieren in denselben eifrige und [ stets auf das Wohl des Vereins bedachte Mitglieder, die sich durch die Lauterkeit ihres Charakters ein dauerndes Andenken gesichert | |haben. Launsbach, den 3. November 1914. Der Vorstand. I Donnerstag frisch «intreffen»! Feine Brat- 6)0 Schellfische Pfund CabÜau mittet . . . Pfund 32 Pfg Schellfische, groß. Psimd 48 Pfg. Nene, große, gedörrte Pflaumen . . . . Pfund 42 Pfg Suppen- tu Gemüse- Nudeln .... Griesnudeln . . . Hausm. Schnitt Feine Eiernudeln. Wlaccaroni, a3tud) . Stangenmaccaroni Maccaroui iu Pfund 30 Pfg. Pfund 36 Pfg. Pfund -15 Pfg Pfund 32 Pfg. Pfund 38 Pfg. Pakete«» Pfund -15, 55, 60, 85 Pfg. Billiger Zucker Ausnahme-Offerte für größere Verbraucher: Gemahtcuer Zucker und Ertistall seiu lOOPsd 22- 20OPfd.-13.- Hlltzrtckcr, qrvste Hüte lOOPfd 23 — 200Pfd.45.50 Hutzucker, kleine Hüte lOOPsd 24.- 200Pfd 47.50 j Schauspiel in 1 Aufzug vcm Björnfticrne Bförnfon. Hierauf: WÄMeins Liign von Friedrich von Schiller. Ende gegen 10 Uhr. Gew. Pr L-oldaten vom Feldwebel abtväris. zahlen bei alle» VorireNungen aut 2 . und 3. Parkett »ur halbe Preise. SperiaimbellS JLoander 10.50 |f 16.50 12 50 18.50 14.50 || 20.50 Sclmtihsms FrieW MaWs Inhaber: Cbr. MaamiS Gtcficn. Seltcrswcg 61 Telephon 916. I am Donnerstag. den 5. November 1914 abends 8 1 /» Uhr pünktlich Giiitrittskarter, — eine zu 30 Pfg., zepi« zu 'Ulf. 2.50 - sind in den Buchhandlungen von Frees, Seltcrswcg, Koch, Setlerswcg I Legier, Siidanlogc, Schneider, Acueubäue, sowie Ernst Baiser, Mäusburk ^ und abends an der Kasse zu haben. AIS empfehlen Sockest und Strümpfe Unterhosen Unterjacken Hemden Woliene S^ilätärwcsten Swealers Leibbinden Kniewärmer Fenssiappen Pulswärmer Lungen«chützer ©hrenschüüzer Kopfschiiizer Handschuhe Hosenträger Taschentücher Handtücher Am Oswaldsgarten. Telephon 171. interefi ß »(« Mit wir -Per ?I- 3“l icgulä Mfen tili jitfie; In jüst tjra ; ) (önnen. in der neuen Anla der Umverßtnt Kinn Professor Dr. Krüger, Gberleirlurmt lärr| Kandmel-r: Drilliche valcrliiri-ijche Dichtung. Im Besten von Hinterbliebenen der im Felde gefallenen des». Ml leih,« (önnten | lüliiftn; itntwcn ' tagt d Rer Mg ein k toonlou : ii Saum laiinit d Silitärlc Bit} m iDstm’pit ki Mt 11, »il i, »ci in ■ 3«oi «in - i» mie n HiUcita mlroWai M«Ht %i n; h||i«5i Äl« a| 16 »St tki im mi«j( iilili«, » iktiilgll Aal > ii Min I» FHi .« Id kii» ■t« t >« »eilt, lJ °i5(tn 1 «»} •f 1! *n «c, 1°»« fij. 5t i “"'i ■ cit ts« S, riiili, »! i ßtioici! Bküstiliiigl »Bitte MlM 5 8 »Sr i'- V K