Mini«, ‘»»lli 1 d) 111, e«i. Jn 'in.b (r dÄ feit ien ,%fbtä &<■ Sn. *>on bcr 'ftij'eten Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffen und der Nachbargebiete. Alchkojx Punkt dir u Smam- ludet vnd mmt. ie OberdelNIkb« Volks,ettun, erf-bcint , »wische» o g e n an. ch'c- Regierung rtet, welche Nachrichten Der Mi- r EnMi- nen Semit* nett. che National* in iofia jtit mterbrache» silierten die , dir unter i rinstmW KttikMÄM- itaiw L» wird. ?»#' ten Anlaaid riet aus der i tönnc, dn Vergangen mit sei. sssenbach n- 5 iren »»ä : nkei «* r Das Privateigentum im Kriege. ft» Frankreich find Verordnungen ergangen, die prinzipiell ' Beschlagnahme des noch in Frankreich befindlichen dcnlschcn d österreichischen Eigcntiiniö für zulässig erklären, und durch ein ckrct vom 2. Oktober ist, wie man berichtet, zunächst das Eigen- m deutscher Lebcnsvcrsichernngs- und UnfaUvcrfichcrungögescll- aftcn eingczogcn worden. Tic Maßregel soll nach Auslassung i franzöfischen ftustizministcrs den Zweck haben, der Regierung ie Sicherheit in die Hand zu geben, für die Ansprüche, die sic m Ersatz des durch Zerstörung französischen Privateigentums in a Grenzbczirken verursachten Schadens bei den Fricdensver- ndlungcn geltend mache» wird. ES läßt sich kaum annehmcn, das; mau in Frankreich die Kon- -kation deutschen Privateigentums tatsächlich in dieser Weise isthast rechtfertigen will, denn die Vernichtung des Besitzes von ivatpcrsoncn durch die unmittelbaren Kriegsercigniffc ist, wie einseitiges Vorgehen eines der kriegführenden Staaten nicht beseitigen seien. Tas nmso nichr als die zweite Haager Kon- renz im Artikel 23b ausdrücklich verbot, Rechte und Handlungen r Angehörigen gegnerischer Staaten für anSgclöscht oder nicht agbar zu erklären. Nun aber hat der Krieg die schöne ftllnsion rstort, als ob praktisch in den Schutz des Privateigentums gegeilter den dunklen Zeiten der Vergangenheit ein Fortschritt erzielt äre. Tic Maßregel des französischen ftustizministcrs war dazu sa >cht einmal notwendig. Das Verbot der englischen Regierung, 'llige Zahlungen an die Angehörigen des feindlichen Auslandes «l lkmen, legte die erste Bresche in die optimistische Anfsasiung, a .” F^.^neg, abgesehen von seiner Rückwirkung auf die VolkS- nnschast, nur noch eine Angelegenheit der uniformierten Heere wobei allerdings betont werden muß, daß England auch nach '5 r ™ ci ten Konferenz im Haag in dieser Beziehung niemals den -tauopunkt eingenommen hat, den Deutschland und bis auf wenige Ausnahmen die ganze kontinentale Völkerrechtswisicnschalt vertrat. , C J * on ain»en Artikel 23 versah, ging dahin, daß hier der Grundsatz der nvcrlctzlichkeit des Privateigentums auch auf dem Gebiete der 0 T ” ^ 5 T c ® * c anerkannt werde. ..Nach der Gesetzgebung einzelner Staaten soll nämlich der ; ,c . ,,0 *fle haben, daß die Schuldvcrbindlichtcilcn des «taaies oder seiner Angehörigen gegen Angehörige des Feindes ansgctiovcn oder zeitweilig außer .Krast gesetzt oder wenigstens von der Klagbarkeit auSgeschlosicn werden. Solche Vorschristcn erklär" """ Distel 23 Absatz 1 unter h für unzulässig , Unter Berufung aus bicic Auslegung und ans andere ähnlich iitcndc Ausführungen hat sich im Fahre 1811 der englische Pro- Iior Oppenheim in Cambridge an seine Regierung mit der nkrage gewandt, ob sie aus demselben Standpunkt stehe, und er hielt damals die Mitteilung, daß das nicht der Fa» sei, daß man elmchr in ^ondon in dem Artikel nur eine Beschränkung der esugitisic der Kricgskom Mandanten erblicke. Bcstim- uiigen die durch die Gesetzgebung getroffen würden, lägen ganz verhalb des Konscrenzbeschlnsies. Diese ftnterprctation war 'cifclloü recht gewaltsam, aber da sie von amtlicher Stelle schon ter dem 27. März 1811 gegeben ist, können wir das Vorgehen r englischen Rcgicruna in dieseni Kriege nicht als mit ancrkann- > Bestimmungen des Völkerrechts im Widerspruch stehend be- ichncn. und es bleibt uns also nach allem nur übrig, die trostlose s »lache fcstzustellcn, daß der moderne Krieg noch weit mehr als ne Vorgänger das gesamte Volk einschließlich der privaten ,» «"siechte seiner Mitglieder in Mitleidenschaft zieht, und daß Atr* «f’ k' l » cn Gang der Tinge durch Abmachungen völkcr- >, n ^ Art zu hintertreibcn, papicrne Tcmonstraiioncn gcblie- ' . Auch auf diesem Gebiete zeigt sich, wie ans verschiedenen ie eine „Vermenschlichung des Krieges" eine Utopie ist. r» nn m n un »en, die Schrecken des Krieges einzuschränkcn, schei- >.» “.enj «tand der ökonomischen Entwicklung so gut, wie an >l n a .^technischen. Man soll den Versuch aufgcbcn, die Wir- l-i>, ? "er Kriege zu lindern, man soll vielmehr einzig und , j,j ® al)w trachten, ihre Voraussetzungen zu be- Tisja über Rumänien und Italien. ,~ cr ungarische Ministerpräsident Graf Tisza. der ans c e'tterreichische Politik in der südslawischen Krise bc- in..ienb cingewirkt hat, hat einem Redakteur der Bossischcn Uiing ejn Interview gewährt, in dem er sich in übcr- schend aufrichtiger Weise über die Neutralität RumünienZ auslicß. Auf die Frage, ob er die Beziehungen zn den neu- tralen Staaten für wesentlich gebessert halte, antwortete der Graf: „Unzwciselhast! Was Rumänien anlangt, so hat es dort vor etwa einem Monat schlimm gestände», sehr schlimm. Was wollen Sie, die Russen hatten die schauerlichsten Geschichten über unseren Zerfall verbreitet, eine Zeitlang hatte man ihnen geglaubt. Es ist auch viel Geld nach Rumänien gegangen. So hat mir ein bcsreundelcr Bischof, der vor einiger Zeit in Bukarest war, erzählt, daß er, während er bei einer Bank einen Scheck behob, mit dem Beamten ins Gespräch kam. Ter sagte ihm: „Sic dürfen mir glauben, ich habe während meiner ganzen Dienstzeit hier nicht soviel Rubel nmgewcchsclt, wie in der letzten Woche". Das hat natürlich gewirkt. Aber die ftntelligenz Rumäniens, die denkenden und anständigen Leute, haben dem Tchlagwort von der „Befreiung Siebenbürgens" nie geglaubt, sic wißen, daß es de» rumänischen Bauern in Ungarn gut geht, ftch will nicht vergleichen . . . Tic rumänische Intelligenz weiß auch, daß ein von Rußland abhängiges Rumänien nur ein Stiefkind des Slawismus wäre . . . lind nun endlich wißen sic auch, was die russischen Tiegcsnachrichten wert sind. Der ungarische Ministerpräsident bestätigt, daß Rumänien vor vier Wochen nahe daran war, offen die Partei Rußlands zu ergreifen. Was das bedeutet hätte, zeigt ein einziger Blick auf die Landkarte. Hätte Rumänien cingegriffcn, so wäre Oesterreich-Ungarn von seinen Feinden vollständig eilt • gekreist gewesen. Man erfährt aus dem Interview zum erstenmal von autoritativer Seite, daß die österreichisch-üngarische Politik mit einer solchen Möglichkeit tatsächlich gerechnet hat! Ob die Aenßernngen des temperamentvollen ungarischen Staatsleiters in Rumänien einen sehr angenehmen Eindruck machen werden, ist recht zweifelhaft. Jedenfalls wird die anti-österreichische oder richtiger anti-ungarische Partei in Rumänien den. gegen sie erhobenen Vorwurf der Käuflichkeit lärmend zurückweiscn. Auch die Lage der rumänischen Bauern in Ungarn wird, nachdem Graf Tisza selbst die Frage in die Debatte geworfen hat, in Rumänien wieder sehr leb- Haft erörtert werden. Mit Italien erklärte sich Graf Tisza ganz zufrieden. An der rechtschaffenen Neutralität Talandras könne nicht ge- zwcifelt werden. Was aber die unfreundliche Haltung der Presse- betrifft, so bemerkte er: „Das muß man verstehen, ftch bin überzeugt, daß der Rubel in fttalicn keine große Rolle gespielt hat. Es gibt eine Intimität des Geistes zwischen den fttalicnern und Franzosen, mit der wir rechnen müßen. Auch historische Momente wirken mit. Mancher weiß „oä, nicht, daß Oesterreich-Ungarn seit 1387 ohne alle Aspirationen ist. Aber ich bin überzeugt, die Ncutrali- tätsstimmung in fttalicn wird von Tag zu Tag stärker." Es ist erfreulich, daß Graf Tisza Italien eine bessere Note ausstcllt als Rumänien. Jndeß wäre cs vielleicht besser, wenn die verschiedenen Ministerpräsidenten — zumal wenn sic sich durch eine so starke Dosis von Temperament ans- zeichnen wie der bekannte ungarische Staatsmann — daraus verzichten würden, in Interviews auswärtige Politik zu treiben. Italieil und Albanien. Rom, 26. Cft. (W. I?. Nichtamtlich.) Tie Agenzia Stcfani erfährt: Gestern ist das Kriegsschiff „Tnndolo" in Begleitung des Hochsce-Torpedoboote-s „Climenc" in Valona eingetroffcn, wo sich bereits die Schiffe „Agordat" und „Dorda" befanden. „Tandolo" > hatte Sanitätspersonal an Bord um in Valona gemeinsam mit den Ortsbebördcn eine Sanitätsstation zu errichten und die elenden Verhältnisse der geflüchteten Epirotcn zu bessern: Italien hat bereits früher in Skutari und Turazzo solckie Sanitätsstationen er- richtet. Tas Kriegsschiff „Calabria", dem sich die „Etna" zugesellcn wird, beginnt bereits Kreuzfahrten an der Küste von Albanien, um die Einschmuggelung von Waffen und Munition und die Landung von Bewaffneten z» verhindern Es hat sich in der Tat herausgcstellt, daß beabsichtigt war, eine Bewegung hervorzurnfen, durch die die Beschlüsse der Londoner Konferenz über die Neutralität Albaniens verletzt worden wäre. Wie man Kriestsaefanifene bes,andeln roll. Ter Bürgermeister der belg-ischen Stadt Kortrijk (Courtrai), die jetzt auch von den Teuisä»en besetzt ist, hat Ende August sein«, Mitbürgern Verhaltmigsmaßrcgcln gegenüber Kriegsgesangenen empfohlen, die vorbildlich sind, Ter Aufruf des Bürgermeisters lautete nach der Köln Ztg,: „Mttbürgcr! Erlanbl mir, an Euer gesundes Urteil und an Eure menschlichen Gefühl« zu appelliere». Wenn cs in dem un- gcrechtfcrtiqten Krieg, den wir durchnnachen, geschieht, daß französische oder belgtsckic Truppen in uniere Stadt deutsche Kriegsgefangene bringen, so bitte ich Euch, Eure Ruhe und Eure Würde zu bewahren. Tic Gesangenen. ob sie verwundet sind oder nicht, nehme ich unter meinen Schutz, weit ich mir sage, daß sic doch nur Befehlen gefolgt sind, denen sic gehorchen nrutzten. wollten sie sich nicht schwere Strafen zuziehen, fta, Mitbürger, ich nehme sie 3 nlcrate kosten die 8 mal gclpalt. Kolonelzeüc oder deren Raum 16 Bia. Bei größeren Äusträgen Rabatt Anzeigen wolle man bis abenb« 7 »de kür die folgende Nummer in der Expedition aukgebrn 9 . ^alirgaiist unter mein:» Schutz, ivcil mein Herz tvei dem Gedanke» blutet daß auch, sic geliebte Menschen znrückgclasien lmbcn: einen alten Vater, eine alte Mutter, eine Frau und Klinder, Schivestern und zärtlich geliebte Bräute, di« die Trennung j„ Todesangst versetzt hat: ich siehe Euch au, saugt nicht zu lärme», zu rufen und zu schmäheil an: dvolxichtel vicimchr, wie stäia flir l*edachtiunnc Menschen ziemt, ein chrerbictigcs Schweigen, Geliebte Mitbürger, wenn fthr in diese» crnston und peinlichen Berhältutsien nieiurn Rat anhörcu wollt, wen» fthr Euch ennnenr wollt, daß cs lmid dreißig ftahre sind, daß ich Euer Bürgermeister bin, und daß ich in diesen langen ftahveu emsiger Arbeit nie eine Gnust von Euch cvbetcu habe, so bi» ich von voricherci» sicher, daß fthr mcim: Bitte re» stillen werdet, und Euerseits dürft fthr überzeugt fein, daß meine Tanklmikeit Euch nicht fchic» wird. — Kortrijk, 22. August 1813. Der Bürgermeister: A. Rc,,ugrrt." Die Vorteile eikres Winterfeldzugeo in Nusrlnnd. Tie Russen suchen ihre stark enttäuschten Verbündeten damit über ihren eiligen Rückzug zu trösten, daß sie den Winter als die Zeit für ihre Siege bezeichnen, und diese Zu- innstshoffnungcn finden guten Glauben, weil das tragische Schicksal der „großen Armee" iliapoleons in Rußlands Schnee- und Eisfeldern allen noch lebendig vor der Seele steht. Aber diese Auffassung von der Unmöglichkeit eines siegreichen Vordringens während der kalten Jahreszeit im Zarenreich ist von hervorragenden Militärschriftstellern mit guten Gründen bekünipft worden. Ja, die Ansicht hat sich mehr und mehr Bahn gebrochen, daß man bei der inodernen Kriegführung gerade im Winter dem „nordischen Koloß" am besten zu Leibe gehen kann. Wir sehen jetzt bei jeder Schlacht, welch große Bedeutung die Schanzen und Schützengräben haben, wie sic dein Verteidiger Gelegenheit geben, eine günstige, vom Angreifer nur sehr schwer zu erobernde Stellung cinzunehmen. Tie Russen haben bisher ihre Erfolge hauptsächlich durch die Ausführung solcher Bescstignngsanlagen im freien Felde errungen. Wenn nun durch die Kälte die oberen Bodenschichten gefrieren und die harte Erde dem Spaten den zähesten Widerstand entgegensetzt, dann sind die Erdarbeiten außerordentlich erschwert, und deni Russen, der durch die jahrhundertelange Tradition auf die Defensive hingewiesen ist und auch jetzt wieder zu dem bewährten „Mittel Kutusows" gegen Napoleon seine Zuflucht genommen hat, wird sein roichtigstes Vcrtcidigungsmittel genommen. Dem Angreifer aoer bietet sich der Vorteil, daß er nun nicht mehr mit jenem „fünften Element" zu kämpfen hat, das Napoleon in Rußland fand, nämlich mit dem Schmutz, Tic schlechten Landwege sind zngedcckt von der glatten weiten Schneedecke und laßen sich spielend mit Schlitten überwinden; die gewaltigen Flüsse, die den Hanptichutz der russischen Tefensivlinien oildcn, sind für die Angreifer keine furchtbaren Hindernisse mehr, sondern die Eisdecke bietet die beste Brücke, auf der :nan hinüber konimen kann. Ter Gedanke, daß ein Wintcr- scidzug die bequemste Art des Angriffes gegen Rußland dar- stclle, ist bereits von einem genialen Fcldhcrrn der Vergangenheit, von Karl XII. von Schweden, in die Wirklichkeit umgesctzt worden. Karl wartete zu seinem Vorstoß gegen das Heer des Zaren im Jahre 1707 geradezu das Eintreten des strengsten Winters ab. Erst nachdem die Flüsse und Sümpfe in Polen zugcfroren waren, ging er am 20. Dezember über die Weichsel und drang rasch bis Wilna vor, um die russischen Ttrcitkräfte cinzuholen. Tie Feinde ober zogen sich zurück, und so blieb dieser mit den besten Aussichtenbegonnene Winterscldzug ohne Resullat, weil Karl die von ihm ersehnte Gelegenheit, die Russen zu schlagen, nicht erlangen konnte. Auch Napoleon hat 1806 bei seinem Wintcrfeldzug, der durch Lstprenßcn bis Warschau führte^ ans die Vorteile der kalten Jahreszeit gerechnet. Aber die Witterung war gegen ihn; der Tezember 1806 war ein s r o st- freier Monat, und die Wege blieben aufgcweicht »nd un- gangbar wie im Herbst. Tic Franzosen waren gezwungen, sich in Polen cinzuguarticrcn, und Napoleon mußte Frost- wctter abwarten. Als dieses am 1. Februar eintrat, mackste er sich den Umstand sofort zunutze und befahl den entscheidenden Vormarsch, der dann sehr bald, schon am 8. Februar, zu der blutigen Schlacht bei Prcußisch-Eylau führte. Für Karl XII. sowohl als für Napoleon war also das Eintreten der Winterkälte ein günstiges Moment, das sie strategisch ausnntzten. Und auch bei dem Rückzug Napolcoüs im Jahre 1812 ist es nicht die Kälte gewesen, die in erster Linie die großen Verluste des französischen Heeres verschuldete. Karl Vlcibtreu hat in seinem Werk über den russischen Feldzug 1812 hcrvorgchoben, daß der Zug nach Moskau in der heißen Jahreszeit viel größere Opfer forderte und daß Napoleon 260 000 Mann ans dem siegreichen Hinmarsch verlor, wahrend der winterliche Rückzug 100 000 Mann kostete. Ana; die russischen Soldaten batten schwer unter der ungewöhnlichen Kälte zu leiden, und das Glatteis störte sie nicht minder als die Franzosen. Der Hauptgrund für die französische Niederlage war der, daß die Truppen nur die Hälfte von der vermeintlichen Menge Pulver besaßen und daß das Verpsleg- ungswescn vollständig versagte. Die russischen Fröste können nach Bleibtrcus Ansicht einer Armee nur dann gefährlich werden, wenn die Persorgung mit Nahrung und Munition nicht gut geregelt ist. Keine Beschimpfung Englands. Wolffs Bureau meldet: „Mit großer Hartnäckigkeit wiederholt die englische Prcffc die Behauptung, daß der Kaiser am 19. August in Aachen einen Armeebefehl crlaffen habe, worin von dem „verächtlichen Heere des Gcneralfeidmarschalls Frcnch" die Rebe gewesen sei. Diese Meldung beruht in ihrem vollen Umfang auf Erfindung. Der Kaiser war seit Beginn des Krieges weder in Aachen, noch hat er den behaupteten Armeebefehl crlaffen■" Der angebliche Armeebefehl wird damit zum zweitenmal dementiert. Man sieht daraus, ein wie großes Gewicht der deutsche Kaiser auf die Feststellung legt, daß er gegen Eng- land und seine Armee keine beleidigenden Ausdrücke gebraucht hat. Diese Tatsache könnte manchem zum Nachdenken an- regen. Man kann einen notwendig gewordenen Krieg mit Entschlossenheit führen, ohne den Gegner in seiner Ehre herabzusetzen. Der Krieg der Worte kann noch gefährlicher Werden als der Krieg der Waffen, denn er kann einen Zu- stand gegenseitiger Volksverhetzung herbeisühren, der den Kampf verlängert und die später doch unvermeidliche und wünschenswerte Verständigung erschwert. Amerika gegen England. London, 28. Lkt. (Ctr. Frkst.) Die Times veröffentlicht folgendes Telegramm aus Newyork: Die Eocnina Post klagt den englischen Zensor an, der, wie die Evening Post sagt, den englischen Nus des anständigen Wesens und der Männlichkeit gegenüber dem Feinde in Mißkredit bringt. Die Evening Post zählt verschiedene Fälle geradezu stupider und beschränkter Handlungen des englischen Zensors auf, so z. B. die Unterdrückung des Berichtes über Asguiths Rckruticrungsrede. ferner vcrösscntlicht die Evening Post einen Brief des Londoner Korrespondenten der Newyork Globe, der es aus das Schärfste tadelt, daß der Inhalt von Telegrammen abgcändert sei, um die Wahrheit zu verbergen und den Charakter des Feindes anzuschwärzen. um die Hilfe der öffentlichen Meinung in Amerika für die Verbündeten zu gewinnen. Diese Tinge, sagt der Korrespondent, gehören zu den traurig st en Tatsache» dieses Krieges. Die Evening Post hofft, daß die Korrespondenten amerikanischer Blätter auch weiterhin vertrauenswürdigen Reisenden die Abschriften ihrer Originaldepcschcn mit nach Amerika geben, um so dem britischen Zensor zu entgehen. London, 26. Lkt. (W. B. Nichtamtlich.) Der Korrespondent der M o rn i n g P o st in Washington meldet: Die englische Politik hinffchtlich der Konterbande könne die herzlichen Beziehungen mit Amerika gefährden, wenn die durch die Beschlagnahme amerikanischer Schisse verursachte Erregung nicht bald beseitigt werde. Die britische Regierung handle weder offen, noch folgerichtig. Es erwecke den Eindruck, daß sie keine bestimmte Politik habe. Die Amerikaner nähmen übel, was sie sür eine ungerechtsertigte Einmischung hielten. Viele Kreise glaubten bestimmt, England tue dies alles, um den Ausbau der amerikanischen Handelsflotte zu stören. Tic Erregung würde schwinden, wenn die englische Regierung eine Erklärung über ihre Politik abgebe, sodaß die amerikanischen Produzenten und Exporteure die Lage genau übersehen könnten. Je länger der gegenwärtige, höchst unbefriedigende Zustand andauerc, desto mehr werbe er in der Prcffc erörtert und die Erregung gesteigert. Die Newyork World schreibt: Es befinden sich nicht viel deutsche Kriegsschiffe auf dem Lzeau. Tie Zahl der amerikanischen Handelsschiffe ist nicht groß: aber wir hören nichts davon, daß britische Kreuzer deutsche einfangen, während säst täglich Schiffe mit amerikanischer Flagge beschlagnahmt und durchsucht werden. Die Washington Times meint: Die Besorgnis der britischen Regierung vor einem deutschen Angriff aus England scheine so panikartig geworden zu sein, daß Downingstrect lieber die Feindschaft der Vereinigten Staaten riskiere, als amerikanische Verschiffungen dulde, die die Ausführung der deutschen Pläne fördern könnten. Die Washington Times schreibt ferner, die Zeit sei geeignet sür die Erneuerung komplizierter Fragen des Freihandels und der Schiffahrtsrechte, die den Krieg von 1812 veranlaßt haben. Weder Amerika noch England wünschten, daß diese Fragen nach einem Jahrhundert der Ruhe durch einen andern europäischen Krieg zu einer Krisis führten. Aber ein solches Er- Afras«. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 97 „Du bist es, Paul?" rief Jlda hinauf. „Wo konimst du her? Wo ist die Schlupp?" „Ist sie noch nicht hier," antwortete der Schreiber, „so wird sie kommen. Wir sind in Maursund ans Land gestiegen, weil ein Schiss ohne Wind wie ein Weib ohne Herz ist, kalt und langweilig. Bitte, Herr, legen Sie dort in dem Ein- schnitt an und nehmen Sie mich mit. Björnarne läuft davon, «r will nicht hören, ich aber bin müde; wir haben einen üblen Weg zum Halsbrcchen gemacht." Mit innerem Bedauern, daß es nicht dazu gekommen sei, lenkte Marstrand das kleine Fahrzeug an die bezcichnete Stelle, und nur ein so gelenkiger, leichtfüßiger Mann wie Paul mochte wohlbehalten in der glatten Felsenrinne her- unterrutschcn und mit einem festen Sprung das Boot erreichen. Er warf Gewehr und Ledcrtasche von sich und nahm den Platz neben Jlda ein, den Marstrand verlassen hatte, weil er die Ruder gebrauchte. Ohne Umstände schlang er die Arme um seine Verlobte, küßte sie unter allerlei scherzhaften Fragen und zärtlichen Schwüren und schüttelte nebenher Marstrand die Hand, indem er Erkundigungen über dessen unverhofften Besuch einzog. „Fünf Tage sind Sie schon hier!" rief er dann. „Wenn ich es geahnt hätte, würde ich weniger besorgt und gcängstigt gewesen sein. So plagte mich immer der Gedanke an den Lyngenfjord und an Ocrcnäesgaard, wo mein geliebte Jlda einsam trauerte. Wie oft habe ich abends auf den hohen Klippen von Loppen gestanden und in die Weite geschaut. Es war mir dann, als könnte ich dich sitzen sehen, die Augen voll Andacht und das Herz voll Sehnsucht nach deinem getreuen Paul, statt dessen aber, glaube ich nun, daß der langersehnte Gast dir die Zeit nicht lang werden ließ." gebnis werbe sicher cintretcn, wenn noch viel mehr Beschlagnahmen cinträlen. Keul Kriegsmaterial für unsere Gegner. Berlin, 26. Lkt. (\Y. B. Amtlich.) Verschiedene Wahrnehmungen der letzten Zeit lassen cs als gewiß erscheinen, daß unsere Gegner ans dem Wege über das neutrale Ausland versuchen, Material und Werkzeuge zur Anfertigung von Munition und nuderciu Kriegsmaterial in Deutschland anzukaufen. Es läge die Möglichkeit vor, daß in Deutschland ansässige Firmen versuchen, dies sich zu Nutze zu machen. Ganz abgesehen von der undcutschen Gesinnung, die solche Geschäftshäuser an den Tag legen würden, läge u. a. auch rin schwerer Verstoß gegen das Strafgesetz vor; denn nach § 89 R.-St.-G. wird mit Zuchthaus bestraft, wer vorsätzlich während eines gegen das Deutsche Reich ausgcbrochcncn Krieges einer feindlichen Macht Vorschub leistet. Das wieder entführte Unterseeboot. Rom, 26. Okt. (Ctr. Frkst.) Italien ist wieder im Besitz seines Unterseebootes 43, das vor mehreren Wochen voni Marinelcutnant Belloni entführt wurde, aber, wie die Tribuna meldet, durchaus nicht infolge freiwilliger Auslieferung seitens der französischen Regierung. Diese hatte bekanntlich die Rückgabe verweigert, es sei denn, daß ein französisches Gericht die Rückgabe an die Fiat-Gesellschaft ver- fügte. Der nach Ajaccio abgereiste Vizedirektor Brini der Fiat-Gesellschaft erwirkte nun zwar vom Gericht die Be- schlagnahme des llnterseebootes zugunsten seiner Besitzer, der Fiat-Gesellschaft, allein die französischen Marinebehörden wollten um keinen Preis die Erlaubnis zur Abfahrt des Unterseebootes erteilen. Daraus griff der Vizedirektor der Fiat-Gesellschaft zu einer Kriegslist. Er entführte nämlich das Unterseeboot ganz einfach und brachte es unbehelligt nach Spezia zurück. Ansstclliingsgegcnsiände tu Lyon und in Berlin. Die Kommission für die Große Berliner Kunstausstellung 1914 sendet der Franks. Zta. folgende Zuschrift: Auf die Notiz, die durch die deutschen Zeitungen gegangen ist, daß die deutsche Abteilung der Lyoner Ausstellung von der französischen Regierung konfisziert und zu gunsten der Stadt Lyon versteigert wirb, sind eine große Anzahl von Anfragen an uns ergangen über das Schicksal der sranzösischcn, englischen und belgischen Kunstwerke, die in der Großen Berliner Großen Kunstausstellung 1914 ausgestellt waren. Wir können daraufhin mitteilen, daß diese Werke in einem von der königlich preußischen Staatsregierung zur Verfügung gestellten Raume bis zum Ablaus des Krieges au s b e - wahrt werden sollen, um nachher den betreffenden Eigentümern z n g c st c l l t zu werden. Von einer Beschlagnahme durch unsere Regierung, die wohl nach den Lyoner Vorgängen verständlich wäre, vc r l a u t c t nichts. Eine Beschlagnahme durch uns verbietet sich aus rein rechtlichen Gründen. Tie gleichzeitig an uns gerichtete Anfrage bezüglich der auf der B u g r a in Leipzig ausgestellt gewesenen Werke feindlichen Ursprungs sind wir nicht zu beantworten in der Lage. Rechtlich stellt sich dort die Angelegenheit erheblich schärfer als bei uns, da dort feindliches Staatseigentum im Werte von mehreren Millionen außer dem Privateigentum in Frage kommt. Refchstagsabgcorvnctcr girrst Radziwill. Nach Berichten des Niemvc Rotterdamschc Courant aus Petersburg wurde gegen den Fürsten Radziwill, Mitglied des Deutschen Reichstags, der in Rußland gefangen ist, eine Verfolgung wegen Spionage cingeleitet. Die ursprüngliche erhobene Anklage wegen Hochverrats ist zurückgezogen worden. Internationale Kommissionen zur Besichtigung der Eefangenenlager. Nach dem Petit Parisien hat der Pariser Deputierte Desplas die Einsetzung einer internationalen Konmiission zur Inspizierung der Gefangenen vorgeschlagen. Die Kom- mission, deren Vorsitz der amerikanische Botschafter führen soll, soll Delgierte in die deutschen und französischen Städte entsenden, in denen Kriegsgefangene untcrgebracht sind. Es geht voran! Die Entscheidnng bevorstehend! Kopenhagen, 27. Okt (Ctr. Frkst.) Tie Stockholmer Zeitungen melden aus Rotterdam: Man erwartet hier mit ungeheurer Spannung die Ent- „Wir haben vergnügte Stunden verlebt," sagte Jlda. „Ei, das will ich meinen," lachte Paul, „ich weiß, daß Herr Marstrand Damen zu unterhalten versteht, und keine unvezaubert bleibt. Sogar^die kleine Gula geriet in Gefahr, zur Salzsäule zu werden. Haben Sie nichts von ihr gehört, werter Freund? Ist sie nicht plötzlich cinnial am Balsfjord zum Vorschein gekommen?" „Ich weiß nichts von ihr," sagte Marstrand so gleichgültig wie möglich, um seinen Aergcr zu verbergen. — Er hatte bis jetzt kein Wort über Gula erwähnt, Jlda hatte ihn nicht gefragt, sie hatte Ursache, es nicht zu tun. Jetzt mischte sie sich eimund forschte nach dem Verlauf der Reise und nach dem Aufenthalt auf Loppen, während der Junker kräftig ruderte. „Bist du je dort gewesen?" fragte Paul. „Niemals." „Bei Gott, ein gesegnetes Plätzchen! Steile, hohe Klippen ringsumher, an welchen eine grauenvolle Sec brandet. Eine einzige Stelle zum Landen und im Innern die Felsen zer- kiüstet und zerspalten wie von zahllosen Donnerkeilen. Ich ivollte einen Menschen in diesen Höhlen und Löchern zehn Jahre lang verstecken, und niemand sollte ihn finden. Süße Jlda, wie froh bin ich, wieder bei dir zu sein, dich an mein schmachtendes Herz zu drücken und über diesen spiegelblanken, phantastisch vom Mond beleuchteten Fjord zu fahren. Herr Marstrand, Sie kommen mir vor wie Saturn, der Amor und Venus durch das Lebensmecr fährt; nur etwas langsamer möchte ich bitten, damit wir das Vergnügen nicht zu schnell genießen." „Ich habe mir den Amor etwas anders vorgestellt," erwiderte Marstrand trocken. Paul lachte auf. „Was sagst du dazu, meine Venus?" rief er. „Du liebst mich, und wenn man liebt, wird selbst ein Lappe zum Amor." „Ich sage," antwortete Jlda, „daß wir das Boot Umwerfen, wenn du dich nicht ruhig verhältst." schcidung des Kampfes in Flandern. Der Ausfall der Schlacht wird als entscheidend sür de» weiteren Verlaus der Operationen angesehen. Tie Belgier und Franzosen habe» enorme Verluste. Tic Deutschen verzeichne» täglich kleine Fortschritte, die unter blutigem Ringen erkauft werden niüsien. Rotterdam, 27. Okt. (Etr. Frkst.) Nach den überciu- sliinmcnden Meldungen der Kriegsberichterstatter der Rotier, daincr und Amsterdamer Blätter sind die Deutschen auf der ganzen Linie von Lstciidc bis Arras im Vordringen be. griffen. Sic konzentrieren ihre Angriffe vorwiegend aus Arras und drängen dort die Verbündeten immer mehr nach Westen zurück. Ter Widerstand der Franzosen und Eng. iänder beginnt sichtlich zu erlahmen. Sic haben keine Reserven mehr ins Feld zu führen, während die Deutschen, ge. stützt auf das vielmaschige Eisenbahnnetz, hinter der Front immer frische Verstärkungen nach den entscheidenden Punkten werfen. Das Feuer der englischen und französischen Kriegsschiffe wird teils durch die schweren Batterien in Schach gehalten, teils reichen auch die Schiffsgcschützc nicht bis an die deutschen Stellungen heran, so daß ihr Feuer sichtlich wirkungslos bleibt. Tor physische Znsammcnbruch vor belgischen Armee Rom, 27. Lkt. Der Mattino meldet aus Dünkirchen: Nie sah inan Menschen, die phnsiicki mehr zusammengcbrochcii waren, als die belgischen Soldaten. Cs sind nur noch Schalten, die sich fort- bewegen. Die Gesichter sind totenblaß und tragen die Spuren äußerster Crschöpfung, die tief eingesunkenen Augen sind erloschen. Ucberall, wohin sie kommen, verbreiten sie namcniose Bestürzung. Die Beiinste, die das belgische Heer erlitten hat, sind furchtbar: man schätzt, daß ein Viertel des Heeres vernichtet ist. Die größten Verluste wurden den Belgiern durch die deutsche schwere Artillerie zugefttgt, znnial durch die 42er Geschosse; jedes dieser Lufttorpedos vergiftet die Atmosphäre in einem Umkreis von 309 Metern und tötet mit seinen Splittern im Umkreis von 50 Metern alles Lebende. Siege im Osten! — 8000 Rüsten gefangen. W. B. Wien, 26. Lkt. Amtlich wird vcrlautbart: In de» Kämpfen vor Jwnngvrod machte» wir bisher 8000 Russen zu Gefangenen und erbeuteten 19 Maschinengewehre. Nächst Jaroslau mußten sich ein russischer Oberst und 206 Mann eigcbcn. Bei Bnluczc (südwestlich Sniatyn) und bei Po- sicnicza (südwestlich Nodwornn) wurde der Feind zurückgr- worsen. Tie Lage im Großen ist unverändert. Ter Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. H ö f c r, Generalmajor. Bor Warschau. V j) 1 P iiti'i jefü jeifis ier Wer (ine I nur! 1 30« tjW iiing itiirö Dn i Sutai ®ow meide i>mti 2 ?mai fönro Stadt Straß schade: Tasj S Schi Mßi Die Bläter melden laut Lok.-Anz. aus Petersburg: Eine deutsche Luftflotte, aus mehreren Zeppelinen und Luftfahrzeugen bestehend, beschieße seit dem 25. Oktober früh Warschau. Tie Angriffe würden durch Maschinengewehre von den Kirchtürmen erwidert. Es werde mit der baldige» Ucbergabe der Stadt gerechnet. — Der Lokalanzciger bemerkt zu den, letzten Sah: Warten wir das Wort des Großen Hauptquartiers ab. Stürzen wir und nicht in übereilte Hoffnungen, sondern freuen wir uns, daß jedensnlls unsere Aktien im Osten steigen und nicht fallen. Englische Dementis deutscher Grausamkeiten. London, 27. Okt. Die Blätter bringen ein offiziöses Dementi t der Regierung, daß di« Berichte, nach denen sich unter den belgisch« i Flüchtlingen Kinder befinden sollen, die von den Deutschen vcrstlliU. I niest worden sind, völlig aus der Luft Wgr-issen sind. Vor einiger Zeit wurde ein« Schauergeschichte verbreitet üb« I cntsedliche Schandtaten, di« deutsche Soldaten an der englisch«» I Lchverin Grace Hum«, di« in Belgien als barmherzig« Schwoft« I wirkte, verübt haben sollten. Tort sollte sie von dentschen Soldat«» s vergewaltigt ivovdcn sein, und es wurde folgendes von ihr bericht«: s Beide Brüste wurden ihr von den entmenschten Deutschen abgciäynt- > tcn. Halb tot wurde sie von Nonnen au ificki en. und iKifU noch di« Möglichkeit, ihr« Anklagen gegen die Dentjichen schriftlich nicket- . zulege». Die Echtheit dieses Dokuments wurde auf Griuid der Unterschriften zweier belgischer Geistlichen von dem Pfarrer und dem Geineindevorstehcr von Hamshire boglaiebigt. Dies« Anschuidi- gnng gnig dann als „beglaubigtes Dokument" durch die ganze Weit Wie der Deutsche Kurier berichtet, ist der Fall von einer in London cingesepten Kommission unterjucht worden mit dem Ersost, , daß die Schwester der Lehrerin wegen Urkundenfälschung zu drei Monate» Gefängnis verurteilt wurde. Diese hysterisch« „Das wäre romantisch, poetisch, dramatisch!" rief der Uebcrmütigc. „Was meinen Sie zu dieser Abkühlung, Herr I I Marstrand?" „Gibt es Bären in Loppen?" fragte dieser. „Der Henker hole alle Bärcnl" „Es gibt keine dort, sonst wäre der tapfere Paul zu Haus geblieben," rief Hanna, die auf der Ufertrcppe am Packhause stand und das Boot erwartete, das jetzt nahe war. „Empfangen wie immer," erwiderte der Schreiber aus- lachend, „von meiner großmütigen Freundin mit einem etwas abgenutzten Witze." „Ter immer noch gut genug ist," antwortete diese, indem sie sich nmwandte und mit dem lauten Ruf: Björnarnel dem Manne cntgcgcneilte, welcher soeben in den Hofplatz trat. Bald sahen sie zusammen in der Stuga, wo Pctersen eine unterhaltende Beschreibung der Reise und der Vogeljagden auf Loppen lieferte. Die Schlupp, welche erwartet wurde, war mit Fedcrsäcken gefüllt, denn in diesem Jahre war der Fang ungemein gut ausgefallen. Die großen, dreizehigen Möwen, die Alken, die mancherlei Entengeschlechter, die Eisund Samtvögel, die nordischen Pelikane samt den unzähligen Tauchern, Sectauben, Rotten und Lunimcn hatten reiche | Beute geliefert. Vögel auf den höchsten, steilsten Klippen,! wo die Jungen in den Nestern gerupft, die Nester selbst ihres Weichen Federfutters beraubt und die Alten mit Stangen zu, Tausenden in der Luft totgeschlagcn werden. „Tenn," sagte Paul, „diese albernen Geschöpfe sind so dumm, in dichten Wolken laut schreiend ihre Nester zu umkreisen, statt ihre Häupter weislich in Sicherheit zu bringen." „Es ist ein feiges, unrühmliches Morden," rief Hanna aus; „ich weiß nicht, wie Männer daran Gefallen finden st können. Jagt den Wolf, fangt den Luchs, ereilt das schnei' || Ncnntier und nicht euch mit dem Bären — aber der Bär, > Paul Pctersen, der Bär ist ein entsetzliches Geschöpf, dein > man nicht nahe kommen darf, ohne die schnellsten Beine ZU > haben." (Fortsetzung folgt.) 1 5. ©atbij Guter, - S- Hamm, ttf.- Äsf. Injtrsi lw, - ist Po Min Siifcil, »- >»si ul - 'S«: örtjti. in i s s st s ^«1 L '»«kt, i" Hbkl!» °»j ^ l ttn Sen k, ,c 8enb o, »ehr a „ '»h (h, 1 «iie % “'"K g, °'e mit 'n ÜJunlt, >e» ^cha- «i bi> A«h ui,! »: Sie u »«ei,, „li !' ßch foiti d>- Sputa »‘«■»IW "Jltiitjunt f Mtlhldar D- Stifeta »- «ttiltt» ?>'!« Saft, ls ton 301 ™ 50 SSttcn 'fangen. att: In b-, 5000 Sniiu 6«. Sö4i 200 Aon mb bli P» ib juriidjt woljtob!: Iburg: (tir: nb Lustsck- t ftiih fflat' geJncBrc Mt er foliiitfei onjfiger be> bei Stoßen i fcattc iM wfa jmfdtbi M r«m« btn bchi'ch tilgen «nm «rbreitct ul der mM ischci, iS'« 1 i, jht tict-öt» Heil ltbßkich» i bette »och! iriftlA °>» war 2^ icib£r *— ,t einem & ii»:? Peters»'" iS*? gab« »'-S 5>Z eilst-'Ä ME "^n'sts £efln, üli* L W Ll-Li- ***' Person hatte toc ftatw Geschichte erfanden und die sämtlichen belgischen Unterschriften s e l b st h e r g e st - l l t. Kriegsbereitschaft der Vereinigten Staaten. Rom, 27. Okt. Der Temps meldet, daß das Rcpräscn- tantcnhaus in Washington beschlossen hat, eine Kommission zu ernennen, die die Kriegsbereitschaft der Vereinigten Staaten untersuchen soll. Aufruhr indischer Soldaten! Wien, 26. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Ter Tanin berichtet aus Alexandrien: Zwischen hier eingctroffcnen indischen Truppen, die zum Weitertransport nach Frankreich bestimmt waren, und den englischen Garniwnstruppcn ist es zu einem blutigen Zusammentreffen gekommen. Tie neu- gelandeten Truppen weigerten sich, den Transport nach Marseille mitzumachdn und erklärten, sic seien in der Heimat unter der Versicherung angeworben worden, daß sie nach Alexan- drien gingen; sie wollterk nicht Frankreich verteidigen. Bei einem Handgemenge vor dem großen Zollamt am Hafen wurden 7 englische Soldaten getötet. Das Kriegsgericht hat 30 indische Soldaten zum Tode verurteilt. Spannung zwischen Japan und China. Petersburg, 27. Okt. Tie japanische Negierung teilt? Juanschikai mit, daß, falls revolutionäre Wirren in Slban- tung auSbrächen, die japanischen Truppen sie unterdrücken würden. Die Spannung zwischen den chinesischen und den japanischen Truppen hat den höchsten Grad erreicht. Die Pest i« Portugal. Bcrlin. 27 Okt. Nach Berichten der Kölnischen Zeitung ans Dadasoz wird das Anftonchon der Pest in Lissabon bestätigt. Der Gouverneur von Badajoz, wo di« Bevölkerung sehr beunruhigt ist, meldet, die Epidemie trag« einen sehr ernsten Charakter. An der spanischen Grenze wurden di« Vorsichtsmaßnahmen verdoppelt. Erdbeben in Italien. Turlu, 27. Okt. Vorgestern früh 10 Minuten vor 5 Uhr wurde Turin von ernenn 8 Sekunden währenden äufterst heftigen wellenförmigen Erdbeben heimgesticht Fast die ganze Bevölkerung der Stadt wurde von grosser Panik ergriffen und kampierte aus den Straften und öffentlichen Plätzen Es ist nur unbedeutender Sachschaden angericinet worden. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Das Zentrum des Erdbebens liegt wahrscheinlich in Frankreich. spolgenschwere Entgleisnng. LorlSruhc, 27. Okt. Gestern vormittag entgleiste di« elektrische Bahn Nenftoidt-skuftdorf infolge Versagens der Brems« auf abschüssiger Stelle. 18 Personen ivurden schwer. 30 leicht verletzt. Hessen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung. Aus den Verlustlisten. Reservc-Insaitterie-Regtmcnt Rr. 118, Gieften. II. Bataillon. 5. Kompagnie: LeuM. d. R. Hans Schemensky, vm. — Gardist Friedrich Strömet, Ruttershausen, tot. — Musk. Philipp Euler, Albach, tot. — Gardist Jakob Bombet, Ober-Gleen, t o t. — Gardefüs. Karl Kirchner, Ober-Gleen, tot. — Musk. Karl Hammel, Bersrod, tot. — Garb. Wilh. Grau, Treis a. d. Lda., tot. — ©efr. Heinrich Schädel, Radmllhl, Kr. Lauterbach, lvw. — Musk. Karl Heerb, Ober-Gleen, schvw. — Gard. Friedrich Herber, Angersbach, schvw. — Unterosf. Ludwig Kaltenhäuscr, Schotten, lvw. — Gard. Peter Preis, Treis a. d. Lda., schvw. — Gcfr. Heinrich Post, Angersbach, schvw. — Musk. Wilhelm Lemp, Treis an der Lumda, low. — Karl Zell, Rodheim bei Hungen, lvw. — Musk. Gard. Wilhelm Stumpf, Ober-Gleen, tot. — Musk. Konrad Weitzel, Lauterbach. schvw. — Gefr. Georg Harnisch, Watzenborn,' vw. — Musk. Heinrich Braun, Taubringen, lvw. — Unterosfizier August Fischer, Ober-Gleen, tot. — Gard. Ernst Ester, Villingen, tot. — Musk. Johannes Keller, Angersbach, tot. — Unteross. Johann Baiser, Albach, schvw. — Unteross. Ludwig Hofmann, Bersrod, schvw. — Unterosf. Hermann Mcisinger. Schotten, lvw. — Musk. Ludw. Bernhard. Rixfeld, Kr. Lauterbach, lvw. — Gard. Christian Buchhaupt. Dirlammen, lvw. — Musk. Jakob Burk, Cleinbach. Kr. Gieften, schvw. — Musk. Georg Eifert, Frischborn, lvw. — Musk. Konrad Eckstein, Arnsheim, lvw. — Musk. Konrad Faitz. Holzheim, lvw. — Gard. Karl Goppel, Niederstoll, lvw. — Rusk. August Hahn, Ober-Gleen, vw. — Gefr. Heinrich Hofmann, Gieften, schvw. — Musk. Heinrich Jäger, Holzheini, lvw. — Füsilier Karl Klöft, Flensungen. lvw. — Musk. Karl Krug, Schwabenrod, lvw. — Musk. Joseph Langner, Radnchow. iviv. — Mnsk. Wilhelm RUller. Ober-Gleen, lvw. — Gard. Heinrich Sippel, Hutzdorf, lvw. — Mu»k. Karl Weift, Liederbach, lvw. — Gefr. Heinrich Will, Oden- haulen. Kr. Gießen, lvw. — Musk. Heinrich Winter, Birklar, lvw. ~ Gefr. Peter Brücker. Ilbenstadt, vw. — Mnsk. David Löscher, Kaiserslautern, lvw. — Musk. Peter Nebel, Ilbenstadt, lvw. — Rusk. Ludwig Baiser. Steinbach, lvw. — Musk. Christian Nos, Wols. Kr. Büdingen, lvw. — Gard. Wilhelm Hinkel, Södel, vm. — Rusk. Heinrich Nupvert, Ober-Gleen, vm. — Musk. Stanislaus A'izyszcz. Niewiz. vm. “• Kompagnie: Dehrm. Johannes Alp, Lauterbach. lvw. — Unteross. Christian Breidecker, Wolfsheim, lvw. — Res. Ludwig SUmfel, Lollar, lvw. — Res. Wilhelm Münch, Lollar, lvw. — Wehr- mann Hermann Spaarwald, Ober-Schmitten, lvw. — Wehrm. !I , '"“J 1 ® =<0mi6t, Lauter. lvw. — Vizefeldw. Otto Julius Zipp, -ulzbach lUnterlahns, lvw. — Res. Heinrich Hack, Ttockheim, lvw. — Res. Peter Michel. Büdingen, lvw. — Res. Karl Haas, Herchen- u/un, ,®- — Wehrm. Wilhelm Scheid, Büdingen, lvw. — Res. ' 0U Ä? r ut 5 cr / ^Gckheim, lvw. — Rcs. Karl Funk, Angcrsbach. lvw. — Gcfr. Heinrich Römer. Lollar, tot. — Wehrm. Fricdr. Beetz, ^angenhain, tot. — Wehrm. Friedrich Prüll, Himbach, tot. — ^rsr- Ludwig Kreiling. Mainzlar, lvw. — Wehrm. Otto Usinger, Kaulstoft. lvw. — Res August Schneider, Herchcnhain, lvw. — Res. ^ouie Geißler, Staufenberg, lvw. — Wehrm. Heinrich Scitz, Langenhain, lvw. — Wehrm. Karl Philipp Maul, Bindsachscn. — Res. Heinrich Borst. Düdelsheim, lvw 7. 8 o m p a g n i e: Gesr. Karl Stein. Gieften. tot. — Wehrm. vcmr. Hofsmann. Wohnscld. tot. — Rcs. Karl Schul,. Bcrnsscld. "w. T Heinrich Stark, Harbach, vw. — Rcs. Friedrich ^uoivig -ack, Heucheiheim. vw. — Res. Heinrich Schuchhardt, Escheii- Dro - — Wehrm. Heinrich Weber II.. Eschenrod, vw. — Off.» ttteüt). Paul Matthias Gräber, Bockenheim, vw. — Res. Karl Mombergcr, Unier-Seibertenrod, vw. — Res. Heinrich Jung, Groften-Llnden. tot. — Re,'. Georg Repp, Nieder-Ohmen, , o t. — Wehrm. Reinhard Schmitt. Steinberg. Kr. Schotten, tot. — Wehr- rnomi Friedrich Wilhelm Schmidt, Kilianstädten, tot. — Res. Heinrich Ernst Arch. Holzheini, tot. — Res. Friedrich Wilhelm -pitznagel, Rodenbach, viv. — Wehrm. Jakob Buhl, Herzhauscn, vw. — Res. Adam Geißler. Friedberg, vw. — Res. Martin «oll- mann, Rockensüß. vw. — Res. Johannes Valentin Rohrbach, Asienheim, vw. — Res Heinrich Hartmann, Bad-Rauheim, vw. — Res. Wilhelm Horn, Bad-Nauheim, vw. 8. Kompagnie: Wehrm. Karl Hahn, Gieße», lvw. — Unterosf. Heinrich Gans. Groftcn-Bnscck, lvw. — Untcrasf. Heinrich Wcnd, Münzcnberg, schvw. — Gefr. Karl Pluch, Leusel, schvw. — Musk. Fritz Werner, Daucrnhelm. tot. — Musk. Karl Schmelz, Steinfurt, lvw. — Musk. Heinrich Tahmer, Stockhausen, Kreis Lauterbach, schvw. — Gcfr. Temmn Rothenberger. Gießen, schvw. iinzwischcn gestorben). — Musk. Willi Heck. Gieße», schvw. — Musk. Heinrich Rühl. Gießen, schviv. — M»Sk. Heinrich Hamei, Gieße», lvw. — Musk. Ludwig Küftpert, Gieften, lvw. — Musk. Heinrich Jnghardt. Gießen, lvw. — Musk. Theodor Erb, Gießen, tot. — Musk. Otto Hergert, Eichellachsen, lvw. — Musk. Peter Brost, Ober-Ohmen, lvw. — Musk. Heinrich Appel, Ober-Ohmen, lvw. — Mnsk. Georg Grein, Romrod, schvw. — Musk. Karl Roder, Strebendorf, schvw. — Mnsk. Adam Freienseen, Wohnseld, SkreiS Schotten, lvw. — Mnsk. Adolf Martin, Altenheim, lvw. — SHiief. Johannes Steuernagel, Windhaulen. lvw. — Musk. Heinrich Köhler, Eichcnrob, schvw. — Musk. Heinrich Geißler, Staufenberg, schvw. — Musk. Heinrich Stein. Beuern, lvw. — Mnsk. August Heß, Münster, schvw. — Musk. Heinrich Nciblinger, Ricrstein, lvw. — Musk. Peter Schvncwciß, Kcsielbach, lvw. — Musk. Georg Korps, Einartshausen, schvw. — MuSk. Otto Müller IV., Reu- mllhle, Kr. Gieße», ichvw. -- Musk. Heinrich Gebauer, Neuinnhlc, lvw. — Musk. Hcinr. Bcllofs II., Rödgen, Kr. Gießen, lvw. — Musk. Karl Eichler. Wölfersheim, schvw. — Bizcfcldm. Fritz Bernhardt, Ticfcnbach, Kr. Wetzlar, lvw. — Musk. Friedrich Weppler, Grebenau, lvw. — Musk. Wilhelm Opper, Alten-Buscck, lvw. — Gefr. Karl Frank, Rupperlenrod, lvw. — Musk. Wilhelm Schieser- stein, Gießen, lvw. — Musk. Heinrich Beck, Rupperlenrod, vm. — Musk. Walter Zahn. Leipzig, vm. — Musk. Heinrich Schmidt. Alsfeld, vm. — Mnsk. Heinrich Bergmann, Scheumgen, vm. — Musk. Heinrich Hachenbach, Diclheim. Kr. Wetzlar, vm. III. Bataillon. 11. Kompagnie: Wehrm. Otto Klös, Kohden, Kr. Büdingen, Iviv. — Gefr. Gottfried Schweizer, Rieder-Mörlen, schvw., am 26. 0. 11 aus dem Verbandplatz gestorben. — Wehrm. Friedrich Schwab, Bingenheim, lvw. — Res. Karl Baumgratz, Höchst, Kr. Büdingen, lvw. — Stadtverordneten-Versammlung. Für die Sitzung der Stadtverordnetcn-Versammlung am Donnerstag, den 29. Oktober 1914, nachmittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch des Hubert Heinz zur Errichtung eines Olnbaues Stcinstraße 57. 3. Baugcsuch des Hubert Heinz für die Ederstrahe. 4. Bau- gcsuch des Heinrich Launspach für Liebigstratze 80. 5. Ban- gesnch der Firma I. B. Noll für die Wiesenstrahc: hier: Be- scislung. 6. Anlage eines Ehrenfricdhofs für in Gießen verstorbene Krieger. 7. Schlachtgcbührcn für Kälber. 8. Unterstützung für das durch dipl Krieg heiingemchte Rcichsland Elsaß-Lothringen. 9. Fürsorge für die Familien der einbe- rufencn städtischen Beamten, Bediensteten und Arbeiter. 10. Freiwillge Weitcrvcrsicherung städtischer Bediensteten und Arbeiter nach ihrer Einberufung zum Kriegsdienst bei der Allgemeinen Ortskrankcnkasse. 11. Polizciverordnung, betr. daZ Betreten des Kricgsgefangcnen-Lagers. — Gefallene des Gieftener Regiments. Als gefallen werden vom Jnfantcric-Rcgimcnt Nr. 116 weiter bekannt: Einjähr. Gcfr. Otto Arnold, fttid. phil. aus Gießen. — Res. Otto Albrand ans Babenhausen b. Ortenberg. — Unteross. Kurt Noack aus Alsfeld. — Res. Wilhelm Scherstuhl aus Wahlen, Kr. Alsfeld. — Unterosf. d. Res. Wilhelm Finger aus Lauterbach. — Fricdr. Heinrich Haub aus Hausen b. Gießen. — Musk. Karl Sartorius aus Merlau. — Res. Louis B a st aus Ilsdorf. — Musk. Albert MagcI aus Oberohmcn. — Zurückgewiesene antisemitische Angriffe. Uns wird' geschrieben: Tie antisemitische Zeitschrift Der Hammer hat die Tatsackie, daß in Nürnberg sechs hochangesehene, hervor- ragende Juristen von seiten des Oberbürgermeisters zur eärenanitlichen Leitung von Kricgsfürsorgcämtern ausge- iväblt wurden, zuni Gegenstand der niedrigsten Angriffe benutzt und dabei behauptet, daß die öffentliche Wohltätigkeit in 'Nürnberg zum jüdischen Monopol ausgestattet würde und oah sowohl bei der städtischen Kricgssürsorge wie bei»: Proviantamt jüdische Lieferanten besonders berück- iicht.gt würden. In der Sitzung des Stadtmagistrats vom 6. Oktober hat Oberbürgermeister Tr. Geßler diese Angriffe energisch zurückgewicscn. Er hat erklärt, daß die S?riegsfiir- sorge in kurzer Zeit 160 000 Gesuche in der zusriedenstelleno- stcn Weise erledigt bat und driß diese große Arbeit nur durch die hingebcndcii Leistungen der Ausschüsse und deren Vor- sitzenden möglich war. Herr Magistratsrat und Landtags- -ibgcordnetcr Häbcrlein schloß sich den Ausführungen des Oberbürgermeisters an. Er sprach seinerseits gleickzzeitig da? lebhafte Bedauern darüber aus, daß eine Zeitschrift angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse und Umstände es nicht verschniäht hat, mit derartigen Anwürsen auf der Bildfläche zu erscheinen. Er könne hierfür nur daS Gefühl der a l l e r - tief stcn Verachtung zum Ausdruck bringen. — So berichtet ein Hamburger Blatt. Ich möchte dabei darauf bin- weisen, daß Ter Hammer auch in der Gießener Lesehalle ans- licgt. Unter allen antisemitischen Hetzblättern kann dieses als das auf niedrigster Stufe stehende gelten. Seinerzeit wurden sogar die russischen Judcnmetzeleien in Kischinew von ihm befürwortet. Zu seinen Mitarbeitern gehören auch Angehörige der Gießener früheren „deutschsozialen und jctztz „dcutschvölkischen" Partei. — Was die Gewerkschaften leisten. Ter Deutsche M c - tallarbciter-Verband zahlte in den ersten neun Kricgswoeben über drei Millionen Mark Arbeitslos en unter stützung aus. Die Gesamtzahl der zum Militär einberufenen Mitglieder betrug bis zum 3. Oktober 162 181. — Gemeindesteuer-Rückstände. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Esießen befindet sich auch die Mahnung des 3. Zieles Genieindcstenrr» und Kanalgcbühren vom Rj. 1914. Tie Zahlung kann noch bis zum 14. November 1914 in der bereits früher bekannt gegebenen Weise erfolgen. Nach Ablauf der festgesetzteu Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die vorgeschriebcnen Pfänd- ungskostcn erhoben werden. — Für einbcriifrnc Krankenkasscnmitglieder! Die jetzt noch zur Fahne cingczogencn Mitglieder von Krankenkassen machen wir wiederholt darauf aufmerksam, daß sie sich bei den Krankenkassen weitervcrsichern können. Voraussetzung ist jedoch, daß sie in den vorangegangcnen zwölf Monaten mindestens sechs Monate oder unmittelbar vorher mindestens sechs Wochen versichert waren. Tie Meldung muß spätestens innerhalb drei Wochen nach den: Ausscheiden bei der Kasse erfolgen. Wer jedoch in der zweiten oder dritten Woche erkrankt, hat für diese Krankheit Anspruch auf die Kassen- lcistungcn nur, wenn er die Anzeige in der ersten Woche gemacht hat. Es liegt daher im Interesse der Betreffende», wenn die Meldung in der ersten Woche erfolgt. — Bergarbeiter unter sicki Ein Fveund unseres Blattes ivar vor kurzem unfreiwilliger Znßörer eines (tzesprächcis zweier Beug- ardeiter, die auf der Gvuö« Fconir beschäftigt sind. Di« Hinter- Haftung zwischen den beiden wickett« sich ungefähr in folgender Weife ab: A. Lsttift Gott! Wie »tan augenblicklich ans der Grube mit uns verfährt, da könnte nian doch etwas an sich kriegen, habe ich die beiden Kriegsmonate doch schon weit tiber 20 Mk. Lohnkiirzung gehabt. B. Glaubst Du, es ginn Dir allein io? Es sind sogar einige, w«Iche 50 Psq. und mehr die Schicht weniger verdienen. A. Ich möchte doch wisirn. warum die Vcrivaltnng di« Löhne so herunter setzt, da dach der dlbgang derselbe ist wie früher und dazu di« Lebensmittel inrmer teurer werden. B. Einfache Lösung! So gut die graften Kapitalisten bei den Lebensmitteln eine fkandaiöse Bertrnernng vornehmen, uni sich so auf ganz gemein« Weif« zu bereichern, so nimmt auch das Untcr- nehmrrtmi! Lol,nredu>kttrmen vor, um dasselbe zu erreiche». Wir werden von beiden geschoren. ?l. Was wäre da zu tun für und? B. Ja. hätten wir di« Ovganisativ» aufrecht erf>alten, dam, brauchten wir keine Faust nr der Tasche .zu niachen, sondern könn-- ien auch ein Wörtchen mitroden. 3(. Tu hast rocht! Ader augenblicklich steht es doch so, daft man noch nicht das Geringste sagen darf im Betr-ieb, wenn es dem Schwarzen nicht hinterbracht werden soll. B. Elendig« Mftgebürter sind es! Schleimer! Di« den Fuß kllsse», welckzer sie trntt. in daii 6 rhaft 6 n Großer Gelea;eiiheitskauf Schul- und Sonntagsstiefel für Knaben und Mädchen Chevreau-Derby=Schnürstiefel 27|3o5- 31133 5= 34135 6 ä Lackkappen, moderne breite Form Box=Rind=Schnürstiefel m» echte Ka PP en. de. 27130 3= 31135 4r gante, breite Form, dauerhafter, holzgenagelter Boden Bei der grossen Preissteigerung aller Lederarter. empfiehlt es sich, von diesem billigen Angebot auch für späteren Bedarf Gebrauch zu machen. Marktstraße 9|11 SchllflllSUS L. SUSS Marktstraße 9|II J Bfi A Ich habe hier «in« Zeitung (zieht dir Oberhessisthe aus -cm Sack), worin ein« Bekanntmachung des Oberkommandos gegen onSbeutcnd« Arbeitgeber steht. Ta heißt «S nämlich: „Es muß als verwerflich bezeichnet werden, wenn die gegenwärtige Notlage zu Lohndriickerei bemitzt wird" B Taa ist ja ganz recht, mußte abn auch durchgrfiihrt werden, Es ist unerhört, in diesen Kriegsbeilen nach höheren Profil aus den Arbeitern hcrousschindvn zu wollen, A, Das ist es auch. Mit solchen Leuten sollte anders verfahren weiden, wie auch mit den Lebensmittclverteuerern, B, Dabei glaubt jeder noch, er handelt durchaus recht: man spricht zwar viel vom sogenannten „sozialen Empfinden", doch spürt nian wenig davon. So ist es in der heutigen „Ordnung", A, Na, ich verstehe zwar nicht viel aber das sage ich auch, daß es für die jetzige Lohndrückerei gar keine Entschuldigung gibt. Hier brach das Gespräch ab, iveil jemand hinzukani, den die beiden Bergleute sür einen derjenigen zu halten schienen, di« sic mit den Bezeichnungen „Schleimer" gemeint hatten. Der Frankfurter Geinüscmarkt zeigt«, vom Wetter begünstigt, einen sehr Icbhastcn Verkehr, Tie Zufuhren waren reichlich. Einig« wichtige Artikeln, wie Kartoffeln, Weißbrot, Zwiebeln und Butter zogen im Preise an. Das Angebot in Kartoffeln sind der äußerst lebhaften Rachsrag« gegenüber noel» immer ungenügend, Zn Acpfcl wurde das Geschäft ettvas ruhiger, Ti« EKmüsezufuhren waren besonders groß. Tie Rosenkvhlerntc ist durch Raupen z»m größten Teil vernichtet. — Vortrag, Wir verweisen hiermit aus den Borirag des Geheimen Hofrats Professor Tr. Eis, über das Thema: „Aus der Entwicklung der ckiemisthen Zndustrie in Teutschlaird rnid England", der morgen, (Totnicrstag) abend 811 Uhr in der neuen Auta der Universität stattsindet. Ter Ertrag ist für die Hinterbliebenen von im Felde gefallenen Gießenern bestimmt. — HeuchClheim. ?bus dom Briefe eines Kriegsteilnehmers aus unserem Orte ist folgendes erwähnenswert, ivas der Landwehr- inann schreibt: „Wir Landwehrleittc, die zu Hause ihre Familie habe», von der sie schon so lange nnd so weit entfernt sind, denken mehr an die Heimat, als junge Leute, Wir alle hoffen auf einem schnellen Friede», Wir haben Leute unter uns, ivebche 40 Fahre alt sind und schon mancher der »nscrigen liegt unter der Erde und sieht die Seinen nicht niehr wieder. Es ist sehr schmerzlich, ivenn die Kameraden fallen: fast noch schlimmer aber, wenn sie schwer verwundet werden. Zch muß immer noch an eins der letzten Gefechte denken,, wo die Verwundeten 2 Tage und Jiächte lagen und uni Hilfe schrien, kein Mensch konnte ihnen aber helfen, Der eine schrie: „Kameraden, holt mich!", ein anderer: „Helft mir doch!", ein dritter ries nach Frau nnd Kindern, Am 3, Rdorgen kam ein Arzt und Krankenträger, sie suchten die Verwundeten ruiö gingen niit der Roten Kreuz-Flagge bis an die Franzosen heran, welche aus ihren Schützengräben kamicn und sehr ruhig mit zusahem und wir alle auch. Aber aus einmal schoß unsere Arttllcrie auf die französischen Schützengräben, Wir hielten unsere Leute (die Krankenträger) fiir verloren, aber es geschah ihnen nichts, — Hier sicht es sehr traurig aus: fast alle Orte sind niedergebranut, mau sieht nur »och hier und da ein Hans oder «ine Mauer stehen. Unser Essen ist sehr knapp, Brot fehlt manchmal tagelang: Kartoffeln gibt es keine mehr," — Bobenhauscn bei Ortenberg, .Kurz hintereinander haben wir hier zwei treue Anhänger unserer Partei verloren. An einem langwierigen Lungenleiden starb Genosse Wilhelm Röbling, rin tüchtiger Mitkämpfer: und auf dem Schlachtfelde siel ain 28, August Genosse Otto Albrand, als Reservist des Infanterie-Regiments Nr, 116, Wir werden beiden ein ehrendes Andenken hrwahren, Kreis Wetzlar. b, Zwei Söhne verloren. Von der Familie des Tachdecker- tncisters Großmann in Erda sind zwei Söhne als Kriegsopfer gefallen, Ter eine fand ans dem Schlachtfelde den Tod, der andere starb an einer schweren Verwundung im Lazarett, Kreis Marbnr^-Kirchtzai«. E Äartojsel-Söchstpreise, Das Landratsamt Marburg hat sür Kartoffeln einen Höchstpreis von 3,50 Mk, fiir den Zentner und 5 Psg, für da« Pfund im Etnzelverkauf vorgeschrieben. Das ist ein recht annehmbarer Preis bei der diesjährigen Ernte für unsere Agrarier, Fiir di« Arbeiter außer der Kriegslast Arbeitslosigkeit und enorm gesteigerte Lebensmittelpreise — sür die Agrarier reichliches Einkommen fiir ihre Produkte, das ist der Krieg! Telegramme. Talskslikkicht öes Krop üauptniifti'ticrs. Neue Erfolge! Bor der Entscheidung? W. B. Großes Hauptquartier, 27. Cft., vormittags. (Amtlich.) Die Kämpfe imUfer-Npres-Kanal- Abschnitte bei ?) P r c s und südwestlich Lille werde» mit gleicher Hartnäckigkeit sortgescüt. Die deutschen Truppen habe» auch gestern Fortschritte gemacht. Ans den übrigen Teilen der Kampffront im Westen haben sich wesentliche Ereignisse nicht zugctragcn. Westlich Augustow ist der Angriff der Deutschen in langsamem Fortschrcitcn. Südwestlich Warschau sind alle Angriffe starker russischer Kräfte von unseren Truppen zurück- gewiesen worden. Nördlich Jwangorod haben neue rus- fische Armeekorps die Weichsel überschritten. Ein englischer Bericht. / Amsterdam, 27. Okt, (Ctr. Frkst.) In einer Beschreib- tlng, die der Korrespondent der Tinics von den Gefechten in Belgien gibt, wird gemeldet, daß es den Deutschen durch einen Ausfall aus Westende gelungen ist, einen großen Komplex von Bauernhöfen an der Küste zu erobern, die den Namen Groote Bamburgh führen. Es war dies ein Schlag für die verbündeten Armeen, da diese Bauernhöfe eine Ar: Festung bilden. Wie gewöhnlich verfügten die Deutschen dabei über eine große Anzahl Maschinengewehre. Vom englischen Geschwader aus wurden sofort in aller Eile eine An- zahl Maschinengewehre in Nieuport ausgeschifft, um die Groote Bamburgh zu retten, aber sie kamen zu spät. Die Deutschen waren schon im Außenhafen und hatten ihre Maschinengewehre ausgestellt. Die französischen Verluste im Woevre. Berlin, 27, Okt, sCtr, Bin.) Aus schweizerischen Grenzorten bringt der Lokaianzciger Meldungen über schwere französische Verluste in, Woeore-Gebiel, Darnach fielen seit der Eroberung von St, Mihiel uns des Eamp des Romains durch die Deutschen in der Schkachtlinie Toul—Verdun über 40000 Mann, ohne daß ein befriedigendes Resultat erzielt wurde. Beunruhigend sei der Verlust an moderner Artillerie, di« gerade in den heiß nmstritdcuen Höhen,zügen des Raumes entscheidenden Wert besitzt. Generalissimus F off re ließ dt« Lücken der Kampffront durch gute Truppen auffiillen. Heute sei das nicht mehr möglich, Tie Qualität des Nachichubs sei so minderwertig, daß di« Klagen der Kommandierenden bei der Heeresleitung kern End: nehmen. Man zeig« sich in der Bevölkcrirng gegen den Generalissimus sehr aufgebracht, weil er die schlechten Resultat« im Wocore-Eiebiet du-rch belanglose Meldungen ver- s ch l eierte. Die schweren Verluste der Belgier. London, 27, Okt, (W. B. Nichtamtlich.) Die Daily Mail meldet aus Havre: Ein belgisches amtlickzes Com- muniqus sagt, daß die Lage am Sonntag abend besser war als am Samstag, wo die Belgier die Stellungen am Dser- Fluß aufgeben mußten und 2 y 2 Meilen zurückgeworfen wurden. Seitdem kamen die Belgier, verstärkt durch Verbündete, wieder an verschiedenen Punkten des Flusses in Berührung mit dem Feind. Die Verluste der Belgier betrugen in den neun Jagen, wo in diesem Gebiet gekämpft wurde, 10000 Tote und Ver- Mundete. Vom östlichen Kriegsschauplatz. 10000 Russen gefangen! Wien, 27. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Amtlich. Die Situation in Mittelgalizien ist nnverändert. Südwestlich Jwangorod stehen unsere bravourös fechtenden Korps, von welchen eines allein 10 000 Gefangene machte, im Kampfe gegen überlegene Kräfte. Vereinskalendev. Donnerstag, 2 9, Oktober. Gießen, Abends 9 Uhr gemeinschaftliche Sitzung der Gewcrk- schaftshauskonimission, Prcßkommission und der Vorstände des Kreiswahlvereins, des Wahlvereins Gießen und sämtlicher Gewerkschaften. Das Erscheinen aller Beteiligten ist unbedingt ersorderlich. Verantwortlicher RÄaklenr: F, Vetters, Gießen, Verlag von Krumm & Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt. G, m, b, H„Osfcnbach a,M, Bekanntmachung. Mahnung des 3, Zieles Gemeindesteuer und Kanalgcbühren für das Rechnungsjahr 1914. Das nn Monat September d, F. fällig gewesen« 3, Ziel Gemeindesteuer und Kanalgebühren kann noch bis zum 14, November dieses Fahres einschließlich ohne .Kosten bezahlt werden. Diejenigen, di« mit der Zahlung dieses Zieles noch im Rück- standc sind, werden hierniit gemahnt. di« Abgabe bis zum 14, November d, F, an die Stadtikass« zu bezahlen. Vom 16, November an gelangt das 3, Ziel zur Beitreibung, wodurch Psändungskysten entstehen, Ueberwcisnngen im Bank- und Postfcheckoerkehr müssen am 16, November ebenfalls bei der Sladtkasse gutgeschrieben fein, andernfalls die BeitreibnngSkosten erhoben werden, Gießen, den 27, Oktober 1914, Der Stadtrechner: _ Maser, _ 17 ©Srt:ra,;g■ in der neuen Aula der Universität am Donnerstag, Sc» 29. Oktober 1914 abends 8'/» Uhr pünktlich Gel). Kofrat profej'or Pr. Eis: Ans der Entwicklung der chemilchen Industrie in Pentlchland nnd England. lum Besten von Hinterbliebenen der im Felde gefallenen Giessener. Eintrittskarten — «ine ju 30 Psg., zehn zl» Mk. 2.50 — sind in den Buchhandlungen von Frees, Selterswcg, Koch, Selkersweg, Legier, Südanlo ge, Schneider, Neneubdue, sowie Ernst Baiser, Mäusburg l und abends an der Kasse zu haben. Danksagung'. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres unvergesslichen Vaters, Bruders, Schwagers und Onkels Herrn Karl Häuser II. Steinberg sowie für die zahlreichen Kranzspenden der Vereine und Korporationen sagen wir hiermit allen unseren innigsten Dank. Steinberg, den 25. Oktober 1914. Familie Häuser. Fahrräiler kaufen Sie gut bei ZakoöSchupp, Hießen BZalltorslr. 68. Tclcvhon >237. Reparaturen billigst. Wieseck. Lchöne 3 -Ziiiliiitr-Wohii»ilg mit Gartenanteil per sofort zu ver- mieten. Näheres: Grabenstratze 3. Donnerstag eintreffend: Frische Brat- Schellfische Pfund &&| Cabliau mittel. . . Pfund 32 Pfg Schellfische groß. Pfund 42 Pfg. I Bismarckheringe Rollmöpse Bratheringe . . . Sardinen . . . 10 Stück 10 Pfg. j Stück 12Pfg. > Pfund 40 Pfg. Kondensiertellilcli vorzügliches deutsches n Erzeugnis Dole Pfg. Berste grob. mittel fein. . Bruchreis . Suppenreis Tafelreis . . Pfund 26 Pfg, I . Pfund 28 Pfg, . Pfund 32 Pfg.! . Pstmd 21 Pfg, ! . Pfund 26 Pfg, . Pfund 32 Pfg, Anfelgelee AZ"-»«, »»«> 2 Pfund-Eimer 7 5 Psg. 5 Pfund-Eimer 1.85 loliannisheer-OeleePfund 48 Pfg 2 Pfund-Eimer 85 Pfg. 5 Pfund-Eimer 2.20 Gemischte Zwetschenlatwerge Pfund 26 Pfg, 5 Pfund-Eimer 1.30 Kaffee reinschmcckende und kräftige Mischungen . Pfund 1.30» 1,60 Feldpost - Sendungen in vorschriftsmäßiger Packung Portofrei: Cigarren, unsere beliebten Marken 4 Sttick 30 II. 34 Pfg, Cigaretten 20 Stück 60» 80» 1.— Porto 10 Pfennig. 1.— 2 Pakete Feinschnitt-Tabak Thorbecke . . 45 Pfg. 2 Tafeln feine Speise-Schokolade 50 und 60 Pfg. 1 Wk Tabak mit Pfeile | empfehlen wir unsere gutgeräuchertcn j Wurstwaren in vorzüglichen Qualitäten Leere Wurstkartons . . 4 Pfg, | Bahnhofstrasse 26 Ludwigstrasse 20 Walltorstrasse 24. Telephon 186. ltlieiimsitisiniis - C* IcSat- Ischias Auf vielseitiges Verlangen will ich nun für obige Leiden Kat and Hilfe erteilen. Nach meinen 25jahrigen Erfahrungen habe ich anerUanntcrmassen geiiü;jeiiii»«ft sos>tt ,u vermieten Schiffervergerweg 2.